Das Anwesen der Faelyns

Sämtliche Straßen Andunies sind gepflastert und von schönen kleinen Häusern gesäumt. Meist Fachwerkhäuser, aber auch mal eine prächtige kleine Villa. Nur die ärmeren Bezirke der Bettler und Halunken sollte man meiden.
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Azura
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Re: Das Anwesen der Faelyns

Beitrag von Azura » Dienstag 10. März 2026, 21:31

Sie war froh darüber, dass er sich ihr derart rasch geöffnet hatte. Ob es daran lag, dass er ihr schon so sehr vertraute oder vielleicht eher, weil er rasch zu seinem Vater zurück wollte, konnte sie nicht sagen. Aber es hätte am Ergebnis erst einmal auch nichts geändert, denn sie verstand, warum er das Fest vorzeitig beenden musste, jedoch auch sein Gesicht zu wahren hatte.
Und sie konnte sich einiges vorstellen, wie ihm zumute wäre. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sie sich um ihre beiden Eltern gesorgt und seit sie wenigstens ihre Mutter wieder gefunden hatte, galten ihre Gedanken vermehrt dem Wohl ihres Stiefvaters. Allerdings gesellte sich eine weitere Entwicklung hinzu, von der sie noch lange nicht sagen konnte, ob sie ihr gefiel: das Bewusstsein, Verantwortung erzwungenermaßen übernehmen zu müssen, eben weil das Familienoberhaupt nicht da war. Mit einem Mal sah sie sich in seine Fußstapfen gedrängt und wurde ein Stück weit... erwachsen. Wurde sich dessen bewusst, dass sie nicht länger ausschließlich ihrem Vergnügen frönen durfte, wollte sie erreichen, was sie sich vorgenommen hatte.
Doch in ihrem Falle hatte sie trotz allem noch die Hoffnung, Alycide wieder sehen zu können, während Emmyths Vater seine endgültige Reise antreten würde. Und ob Corax bei seiner Rückkehr sein Erbe so antreten könnte, wie es notwendig wäre, um den Jüngeren wieder zurück in seine Freiheit zu entlassen, war ebenfalls fraglich. So oder so, auch die Position ihres zweiten Liebhabers würde sich drastisch ändern und sie wollte ihm tatsächlich ein wenig dabei helfen.
Dabei kam ihr eine Idee, von der er sofort angetan war. Warum er hingegen wie selbstverständlich darauf reagierte, dass sie ihm ihre Wassermagie offenbarte, irritierte sie. Ein Nachhaken hingegen verschob sie auf später. Es würde hoffentlich noch viele Gelegenheiten für sie geben, ihn zur Rede zu stellen zu so einigem, nicht nur dieser fehlenden Überraschung.
Sein Vertrauen indes, ihrem Plan zu folgen, könnte auch beängstigend sein, wenn sie genauer darüber nachdenken würde. So gut beherrschte sie ihre Fähigkeit nun auch wieder nicht und ihre Explosionen waren meist situationsbedingt gewesen, nie wirklich gesteuert. Natürlich hätte ihr mehr Unterricht gut getan, selbst wenn er von ihrem leiblichen Erzeuger gekommen wäre, unabhängig von seiner gegenteiligen Magiebegabung. Aber dazu hatte sie zu spät begriffen.
Also musste sie mögliche aufkeimende Zweifel ignorieren und darauf bauen, dass sie es schon irgendwie schaffen würde. Das musste sie einfach! Sie wollte Emmyth... und auch sich selbst nicht enttäuchen. Was dagegen den Feuermagier betraf, auch wenn er sich nicht mehr in Andunie befinden sollte, würde sie einen Weg finden, mehr über ihn heraus und womöglich auch ihn persönlich zu finden. Ebenfalls später einmal...
Wieso bekam sie eigentlich nie die Zeit, einen Punkt nach dem anderen abzuhaken? Sah so ihre Zukunft aus? Immer neue Gedanken, Aufgaben, Schwierigkeiten und nie die Möglichkeit, das Bisherige zu einem Abschluss zu bringen?
Ein Flattern in ihrem Unterleib lenkte sie zum Glück von solcherart aufkeimenden Gedanken ab und erinnerte sie an ein Problem, das vor der Umsetzung ihres Plans gelöst werden musste. "Belohnung? Ausgiebig? Pfff, von wegen!", grummelte sie bei seinem frechen Grinsen und hätte ihm gerne noch so einiges mehr an den Kopf geworfen, wenn sie die Zeit dazu gehabt hätte. So beschränkte sie sich auf einen weiteren, durchdringenden Blick, vor dem er sich besser fürchten sollte, ehe sie ihre Augen schloss.
Emmyth kroch unter ihren Rock und berührte sie vielversprechend, während sie jedem noch so winzigen Zucken intensiv nachfühlen wollte, in der Hoffnung, er würde ihre wenigstens einen schnellen Höhepunkt bescheren, nachdem sie so lange darauf vorbereitet worden war. Sehr zu ihrem Unmut jedoch unterließ er es und kam stattdessen wieder zum Vorschein, sein geheimnisvolles Spielzeug vor ihren Blicken verborgen. Dabei hätte sie es durchaus nötig, erst recht jetzt, nachdem er sie befreit hatte.
Hätte er ihr diese Erlösung versprochen, er hätte dafür vieles von ihr verlangen können, soweit hatte er sie getrieben. Er hätte es tun können... oder auch die Dame deVrinn, die ihre Neugier geweckt hatte. Oder lag es nur an all der unerfüllten Lust, die durch ihre Adern schoss, dass sie ausgerechnet jetzt an diese Dunkelelfe dachte? Hatte sie überhaupt Interesse an Frauen... oder war es nichts weiter als etwas so Verruchtem, dass sie beim eigentlichen Umsetzen einen Rückzieher machen würde?
Fast lautlos schnaubte sie und zwang sich, sich nicht wieder in einer anderen Richtung zu verlieren. Um wenigstens ein bisschen Befriedigung, wenngleich eher für ihr Ego, zu erhalten, schnappte sie sich ihr Gegenüber beim Kragen und offenbarte ihm, was ihm blühen würde. Er lächelte, dass ihr die Knie weich zu werden drohten, und wäre sie noch nicht in Stimmung gewesen, hätte er sie damit durchaus rumkriegen können.
So hingegen kräuselten sich auch ihre Lippen zu einem verführerischen Lächeln. "Oh, glaube mir, du wirst mich noch anflehen, Gnade mit dir zu haben!", säuselte sie und ließ ihren Mund bewusst einen Moment lang leicht geöffnet, als wolle sie ihn zu einem Kuss einladen... oder ihre Zunge verheißungsvoll zeigen. Ehe sie abrupt zum eigentlichen Problem zurück kehrte, so, wie er vorhin.
Schon löste sie sich von ihm, drehte sich... und entdeckte jenes Spielzeug, das er vor ihr hatte verbergen wollen. Azura erstarrte einen Moment lang und ihr Gehirn weigerte sich, was ihre Augen sahen. "Bei Venthas Säften...", stieß sie keuchend hervor. Ihr Kopf ruckte hoch und ihr Blick fixierte Emmyth's.
Schon packte er sie am Arm und anstatt etwas dazu zu sagen... zu erklären, drängte er sie zum Handeln. Die junge Frau allerdings dachte nicht daran. Im Gegenteil, sie rührte sich keinen Millimeter, sondern keuchte entsetzt:"Du... du hast... ein lebendiges Wesen in mich reingesteckt?!" Wie konnte er nur? Das war... widerlich!
Sie schüttelte sich leicht und sah zu dem tropfnassen, kleinen Ding runter, das über und über von ihren Säften besudelt war. Wie konnte Emmyth nur so etwas dem Kleinen antun... ihr antun, als wäre ihr Schoß ein Gefäß, in das man alles stecken konnte?!
Azura sank in die Hocke und griff nach dem Mini-Elf, wollte ihn an sich nehmen und schützend an sich drücken, damit der Dunkle ihn nicht noch anderswo rein stecken könnte. Dabei legte sie eine Hand an seinen Oberschenkel, um ihn beiseite zu schieben und so leichter an ihr Ziel zu gelangen, ohne darüber nachzudenken oder gar Berührungsängste trotz allem zu haben. "Komm her, mein Kleiner, ich helfe dir!", wisperte sie, mit Absicht leise, als fürchtete sie, lautere Worte könnten in diesen winzigen... und irgendwie niedlichen Öhrchen schmerzen.
Sie müsste ihn waschen und trocknen und an einen Ort bringen, der definitiv nicht ihr Innerstes wäre. Die Bottiche auf dem Dach wären dafür gewiss ideal, sofern das Wasser darin nicht zu kalt wäre. Andererseits würde ein Anwärmen Zeit kosten und die hätten sie eigentlich nicht. "Jetzt komm schon!", murmelte sie in sich rein, reckte sich und hielt sich dabei an dem Hosenbein fest, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Sobald sie den Kleinen hätte, würde sie schon eine Falte in ihrem Kleid finden, in der er sich verbergen könnte, ihrem Liebhaber noch einen finsteren Blick zuwerfen und dann endlich hinaus rauschen, um ihre Mutter einzuweihen. Aber sie würden ihn sicherlich nicht in der Obhut des Jüngeren der Faelyn-Brüder lassen! Wie konnte er nur...?!
Dass dieses kleine Spielzeug hingegen auch eine Unterstützung bei ihrem Plan sein könnte, derart erregt, wie sie längst war, wenn sie es denn mitnehme, dachte sie in diesem Moment nicht. Dabei könnte er ihr endgültg die Fassung rauben und auf diese Weise ihre Zurückhaltung bei dem künstlichen Regenguss vernichten, sollte es ihr anderweitig nicht gelingen, ihre Magie zu entfesseln. Nur ob sie auf diese Idee von alleine käme und sich dazu auch überwinden könnte, das müsste die baldige Zukunft erst zeigen.
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