Wer bin ich?

Dieses leblose Gebiet liegt im hohen Norden. Es ist unfruchtbar und die Pflanzen, die dort wuchern, sind genau so leblos wie das Land. Die dunkle Stadt Morgeria wurde inmitten dieser Ebene erbaut, aber auch ein Orkdorf befindet sich dort.
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Maruka
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Moderator des Spielers: Kazel
Aufenthaltsort: Tote Ebene
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Rasse: Menkin (Mischling)
Sprachen: Celcianisch, Krzner
Beruf: Jägerin
Fähigkeiten: folgt
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: [br][/br]Lederkleidung, Orkbogen, 2 Tomahawks, 2 Messer, Tasche, Seil, Zunder und Feuerstein, Proviant
Tierische Begleiter: Mato (Warg)

Re: Wer bin ich?

Beitrag von Maruka » Montag 28. September 2026, 08:49

"Ist das ein echter Warg?"
, fragte Juulka.
"Ich höre die sonst nur nachts manchmal in Gruppen heulen. Das ist ein wenig unheimlich, vor allem, wenn das Geräusch näherkommt."
Maruka kannte das Geheul des Rudels nur zu gut. Für sie war es ehrer ein Wiegenlied und niemals unheimlich gewesen. Es bedeutete Zusammehalt und Gemeinschaft.
"Aber der hier sieht ja richtig friedlich aus ... mit seinen gewaltigen Zähnen. Ha! Da erinnert er mich echt an Rakhul, der sieht auch erschreckend aus, ist aber eigentlich sehr nett."
Rakhul... das muss der Ork sein. Ein erschreckender Ork.
Irgendwie überraschte das nicht. Galten doch Orks nicht immer als hässlich und abstoßend. Manche von ihnen 'feierten' diesen Umstand sogar regelrecht und machten sich so hässlich wie möglich um damit ihre Feinde in die Flucht zu schlagen. Niemand würde wohl einen Ork jemals als schön empfinden. Zumindest dachte Maruka so und Juulka plappterte munter weiter und bestätigte ihre Annahme:
"Oh! Rakhul ist der Ork, von dem ich erzählt habe. Und das da ... ist das Mato?"
Der Warg richtete die Ohren auf. Juulka hopste einmal.
Mach nicht zu viel Bewegung, sonst findet er dich zum fressen schön.
"Ohja, das ist Mato! Hallo, Mato!"
Der Warg reagierte natürlich auf seinen Namen. Maruka aber gab sofort Anweisungen an den Warg, weder Juulka noch Kerlchen zu fressen. Außerdem riet sie dem Kleinen Lachen, das Schwein auf Distanz zu halten. Dann ging es auf Trüffelsuche. Juulka vertraute blind darauf, dass Maruka wusste, was sie tat, was auch so etwas war, dass sie nicht kannte – Vertrauen. Dass sie es konnte, zeigte sich wenig später und Maruka teilte den Fund. Goblinmädchen und Schwein tauschten ein paar Worte, bzw. Quiken und dann wurde die Menkin eingeladen:
"Jetzt musst du definitiv mit mir kommen. Wenigstens, um dich bei Skem vorzustellen. Ich kann ja nicht behaupten, die Trüffel gefunden zu haben. Die Ehre gebührt dir und vielleicht haut Skem auch mal ein Lob heraus. Er ist sooooo grummelig, aber trotzdem reise ich gern mit ihm und der Gruppe. Es fühlt sich sicherer an. Wie ... wie ein Zuhause. Also bitte, Maruka, komm mit. Mato ist sicher auch Willkommen! Ich lade euch ein. Selbst wenn Skem schimpft, ihr seid jetzt meine Gäste. Du kommst mit, oder? Oder?"
Wie konnte man da "Nein" sagen?
Maruka nickte still und der eine hochgezogene Mundwinkel in ihrem Gesicht bekam einen gespiegelten Partner. Dieses übersprudelnde Wesen hatte sich frech einen Teil ihres Herzens erobert. Kackendreist setzte sie ihren winzigen Hintern in eine Ecke, verschränkte die Arme und nahm genau jenen Raum ein, nahm dem Maruka nie vermisst hatte, aber nun nicht mehr missen wollte. Maruka WOLLTE mitgehen! Niemals hätte sie gedacht so etwas zu erleben, denn wass man nicht kannte, danach sehnte man sich auch nicht. Jetzt aber wünschte sie sich immer mehr dieser 'Zuwendung', die einer Droge gleich kam. Noch nie war sie die jenige gewesen, die man wählte oder einlud. Auch wenn es 'nur' dieses kleine Goblinmädchen war und keine Jagdgesellschaft, so kitzelte etwas in ihrem Innern, dass sie hatte nicken lassen.
Und damit war es beschlossene Sache.
Maruka hatte die Hälfte ihrer Beute übergeben und somit das 'Gastgeschenk' überreicht. Es war ein Friedensangebot und nun musste sich zeigen, ob es ausreichte. Juulka würde sicher für sie in der kleinen Gruppe sprechen, davon musste sie jetzt erst einmal ausgehen. Vielleicht tappte sie nun auch in eine Falle, aber darüber dachte Maruka gerade nicht nach. Sie genoss dieses kleine Prickeln in ihrem Bauch, für das sie noch nach einem Namen suchte. War es Vorfreude? Stolz? Vielleicht war es auch einfach nur Neugierde, aber nein. Es fühlte sich heller an, wie warme Sonnenstrahlen auf der Haut. Und es machte sie stolz, dass Juulka sie erwählt hatte. Aber vor allem war es wohl echte Freude.
Es kitzelt so schön.
Maruka hatte noch nicht viel ihn ihrem Leben zu lachen gehabt, aber das hier bereitete sie darauf vor.
"Ich komme mit."
, stellte sie knapp fest und kraulte Matos ihr zugewandtes Ohr. Sein Fell war dort sehr viel weicher als an anderen Stellen und er mochte es dort sehr gekrault zu werden. Das Quiken des Schweins hatte ihn zwar zucken lassen, aber wenigestens rannte es nicht einfach los, was seinen Jagdtrieb wohl zu sehr getriggert hätte. Maruka ahnte, dass sie bald etwas unternehmen musste, wenn Juulkas Reitschwein überleben sollte. Aber noch war das Trockenfleisch nicht aus und Mato ruhig genug, dass sie ihn gut händlen konnte. Sie folgte also der Goblinfrau und fragte während sie liefen:
"Wie ist der Ork... Rakhul? Wie ist er zu euch gekommen?"
Maruka hoffte, dass nicht ausgerechnet jetzt Juulkas Redefluss ins Stocken geriet. Sie glich einer süßen Quelle voller Informationen und sicher gab es dazu eine lohnende Geschichte zu erzählen. Maruka lauschte ihr aufmerksam und es hatte gleich zwei Vorteile. Zum einen erfuhr sie mehr über die Zusammenhänge, die soialen Gefüge der Gruppe und zum anderen konnte sie einfach der hübschen Stimme des kleinen Lachens lauschen.
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