"Ist das ein echter Warg?"
, fragte Juulka.
"Ich höre die sonst nur nachts manchmal in Gruppen heulen. Das ist ein wenig unheimlich, vor allem, wenn das Geräusch näherkommt."
Maruka kannte das Geheul des Rudels nur zu gut. Für sie war es ehrer ein Wiegenlied und niemals unheimlich gewesen. Es bedeutete Zusammehalt und Gemeinschaft.
"Aber der hier sieht ja richtig friedlich aus ... mit seinen gewaltigen Zähnen. Ha! Da erinnert er mich echt an Rakhul, der sieht auch erschreckend aus, ist aber eigentlich sehr nett."
Rakhul... das muss der Ork sein. Ein erschreckender Ork.
Irgendwie überraschte das nicht. Galten doch Orks nicht immer als hässlich und abstoßend. Manche von ihnen 'feierten' diesen Umstand sogar regelrecht und machten sich so hässlich wie möglich um damit ihre Feinde in die Flucht zu schlagen. Niemand würde wohl einen Ork jemals als schön empfinden. Zumindest dachte Maruka so und Juulka plappterte munter weiter und bestätigte ihre Annahme:
"Oh! Rakhul ist der Ork, von dem ich erzählt habe. Und das da ... ist das Mato?"
Der Warg richtete die Ohren auf. Juulka hopste einmal.
Mach nicht zu viel Bewegung, sonst findet er dich zum fressen schön.
"Ohja, das ist Mato! Hallo, Mato!"
Der Warg reagierte natürlich auf seinen Namen. Maruka aber gab sofort Anweisungen an den Warg, weder Juulka noch Kerlchen zu fressen. Außerdem riet sie dem Kleinen Lachen, das Schwein auf Distanz zu halten. Dann ging es auf Trüffelsuche. Juulka vertraute blind darauf, dass Maruka wusste, was sie tat, was auch so etwas war, dass sie nicht kannte – Vertrauen. Dass sie es konnte, zeigte sich wenig später und Maruka teilte den Fund. Goblinmädchen und Schwein tauschten ein paar Worte, bzw. Quiken und dann wurde die Menkin eingeladen:
"Jetzt musst du definitiv mit mir kommen. Wenigstens, um dich bei Skem vorzustellen. Ich kann ja nicht behaupten, die Trüffel gefunden zu haben. Die Ehre gebührt dir und vielleicht haut Skem auch mal ein Lob heraus. Er ist sooooo grummelig, aber trotzdem reise ich gern mit ihm und der Gruppe. Es fühlt sich sicherer an. Wie ... wie ein Zuhause. Also bitte, Maruka, komm mit. Mato ist sicher auch Willkommen! Ich lade euch ein. Selbst wenn Skem schimpft, ihr seid jetzt meine Gäste. Du kommst mit, oder? Oder?"
Wie konnte man da "Nein" sagen?
Maruka nickte still und der eine hochgezogene Mundwinkel in ihrem Gesicht bekam einen gespiegelten Partner. Dieses übersprudelnde Wesen hatte sich frech einen Teil ihres Herzens erobert. Kackendreist setzte sie ihren winzigen Hintern in eine Ecke, verschränkte die Arme und nahm genau jenen Raum ein, nahm dem Maruka nie vermisst hatte, aber nun nicht mehr missen wollte. Maruka WOLLTE mitgehen! Niemals hätte sie gedacht so etwas zu erleben, denn wass man nicht kannte, danach sehnte man sich auch nicht. Jetzt aber wünschte sie sich immer mehr dieser 'Zuwendung', die einer Droge gleich kam. Noch nie war sie die jenige gewesen, die man wählte oder einlud. Auch wenn es 'nur' dieses kleine Goblinmädchen war und keine Jagdgesellschaft, so kitzelte etwas in ihrem Innern, dass sie hatte nicken lassen.
Und damit war es beschlossene Sache.
Maruka hatte die Hälfte ihrer Beute übergeben und somit das 'Gastgeschenk' überreicht. Es war ein Friedensangebot und nun musste sich zeigen, ob es ausreichte. Juulka würde sicher für sie in der kleinen Gruppe sprechen, davon musste sie jetzt erst einmal ausgehen. Vielleicht tappte sie nun auch in eine Falle, aber darüber dachte Maruka gerade nicht nach. Sie genoss dieses kleine Prickeln in ihrem Bauch, für das sie noch nach einem Namen suchte. War es Vorfreude? Stolz? Vielleicht war es auch einfach nur Neugierde, aber nein. Es fühlte sich heller an, wie warme Sonnenstrahlen auf der Haut. Und es machte sie stolz, dass Juulka sie erwählt hatte. Aber vor allem war es wohl echte Freude.
Es kitzelt so schön.
Maruka hatte noch nicht viel ihn ihrem Leben zu lachen gehabt, aber das hier bereitete sie darauf vor.
"Ich komme mit."
, stellte sie knapp fest und kraulte Matos ihr zugewandtes Ohr. Sein Fell war dort sehr viel weicher als an anderen Stellen und er mochte es dort sehr gekrault zu werden. Das Quiken des Schweins hatte ihn zwar zucken lassen, aber wenigestens rannte es nicht einfach los, was seinen Jagdtrieb wohl zu sehr getriggert hätte. Maruka ahnte, dass sie bald etwas unternehmen musste, wenn Juulkas Reitschwein überleben sollte. Aber noch war das Trockenfleisch nicht aus und Mato ruhig genug, dass sie ihn gut händlen konnte. Sie folgte also der Goblinfrau und fragte während sie liefen:
"Wie ist der Ork... Rakhul? Wie ist er zu euch gekommen?"
Maruka hoffte, dass nicht ausgerechnet jetzt Juulkas Redefluss ins Stocken geriet. Sie glich einer süßen Quelle voller Informationen und sicher gab es dazu eine lohnende Geschichte zu erzählen. Maruka lauschte ihr aufmerksam und es hatte gleich zwei Vorteile. Zum einen erfuhr sie mehr über die Zusammenhänge, die soialen Gefüge der Gruppe und zum anderen konnte sie einfach der hübschen Stimme des kleinen Lachens lauschen.
Wer bin ich?
- Maruka
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- Sprachen: Celcianisch, Krzner
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Re: Wer bin ich?
Erneut schaffte es Juulka durch ihre Plapperei, einen Nerv bei Maruka zu treffen. Keinen, durch den man verärgert würde. Vielmehr schien sie damit an den Erinnerungsfäden der Menkin zu zupfen und so ein paar Stränge zu lockern. Wieder kam etwas in Maruka hoch. Es begann zunächst mit der Erinnerung an das Geheul von Wargen. Sie konnte das kleine Orchester in ihrem Kopf hören. Die Melodie löste Gefühle in ihr aus und mit ihnen kehrten verlorene Erlebnisse zurück.
Maruka erinnerte sich an die Rudel ihrer Sippe. Man hielt entweder Eltern mit ihren Welpen zusammen oder aber Geschwister, meist vom gleichen Geschlecht, um eine ungewollte Zucht zu verhindern. Ganz gleich, wie die Wargzüchter und -pfleger sie hielten, des Nachts ließen sie die einzelnen Rudel oftmals einfach umher streifen. So konnten die Warge sich ihre eigene Beute suchen und waren freier als Maruka es jemals in ihrem Clan hatte sein dürfen. Das Heulen hallte oft durch die Nacht oder drang im Morgengrauen an ihre Ohren heran, so wie Nebel, der sich über der Toten Ebene ausbreitete, bevor die Sonne sich daraus erhob. Es war immer ein Gefühl von Verbundenheit. 'Wir haben Beute gemacht', rief das Heulen, bevor die Wargs mit blutigen Mäulern und zufriedenen Blicken zum Clan zurückkehrten. Oder aber sie sangen nachts von ihrer Freiheit, was einerseits in den Schlaf lullte und andererseit gerade bei Maruka eine unterbewusste Sehnsucht geweckt hatte. Ob sie auch einmal mit Mato heulen sollte? Nun war sie frei und er gehörte zu ihr. Sie beide bildeten ihr eigenes, kleines Rudel. Vielleicht würde Juulka auch mitmachen. Sie zeigte sich ohnehin überaus offen und furchtlos, trotz ihres Mangels an Wehrhaftigkeit, ihrer geringen Größe und den fehlenden Muskeln. Außerdem kannte sie selbst einen Ork, was ihre fortführende Plapperei verriet, ohne dass Maruka hätte nachfragen müssen.
So wurde ihr ein neuer Name quasi auf einem Silbertablett präsentiert: Rakhul. Er war der Ork, den ihr Kleines Lachen kannte. Mit etwas Glück könnte Maruka ihn ebenfalls kennen lernen, denn Juulka lud sie nach ihrer gemeinsamen erfolgreichen Trüffelsuche sofort ein, zu ihrer Gruppe zu stoßen und sich von jemandem namens Skem ein Lob abzuholen. Skem klang nicht unbedingt nach einem Ork. Ob er auch ein Goblin war wie Juulka? Maruka erfuhr es nicht, wenn sie das Angebot ablehnte, aber wie konnte sie? Ihr Herz hatte der quirligen Goblinfrau bereits eine große Tür geöffnet, durch die sogar Kerlchen ein wenig hindurchpasste - vielleicht in Scheiben. Oh, so ein gut gebratenes Schwein über dem Feuer wäre ein wahrer Festtagsschmaus! Doch Maruka würde sich zurückhalten müssen, ebenso wie sie es Mato befahl. Zumindest Kerlchen war nicht zum Fressen geeignet, wenn sie die Gunst des kleinen Lachens nicht verspielen wollte und das war gewiss nicht in ihrem Sinn!
Im Gegenteil, Maruka wollte die zarten Bande festigen, die sich zwischen ihnen schnürten. Sie konnte nicht einmal den genauen Grund nennen. Sie wusste lediglich, dass ihr das Kleine Lachen gefiel, ihre Erinnerungen wach kitzelte und ihr Interesse weckte. Warum ihr also nicht folgen? Maruka war frei zu entscheiden, ohne verachtende Blicke zu ernten. Ihr bot sich so viel Neues zu entdecken und das nur, weil sie alte Fesseln ablegte und bereit für ein wenig Risiko gewesen war. Sicherlich würde nicht immer alles so glatt laufen, aber jetzt konnte sie ein paar gute Momente auskosten mit Hoffnung auf mehr.
Vorfreude kitzelte in Marukas Bauch, als hätte sie versehentlich eine Hand voll Ameisen verputzt. So fühlte es sich an, aber ohne die Magenschmerzen, so dass das Kribbeln mehr als angenehm war.
"Ich komme mit."
"JUUUUCHHHUUUU!!!!" Juulka machten einen Luftsprung, so hoch, dass sie beinahe Marukas Schulter hätte erreichen können. Ihre rotbraunen Zöpfe flogen dabei wild umher, wie Schwingen aus Haaren. Sie lachte und tanzte daraufhin erst um Maruka, dann um Mato herum. Sie war absolut arglos. Der Warg verfolgte sie mit Blicken und glücklicherweise entweder zu gut erzogen oder aber viel zu verwirrt, um nach ihr zu schnappen. Wie auch immer, Mato gab mit seinem Verhalten Juulka nur einen Grund mehr, ihn nicht zu fürchten.
Wenig später waren sie als Gruppe unterwegs. Juulka hatte kurzerhand die Zelte abgebrochen oder vielmehr ihren Wagen gepackt. Mit den Trüffeln in ihrem kleinen Zelt auf dem Karren verstaut war Kerlchen vor das Gefährt gespannt worden und zog es nun wie andere ein Pferd vor ihre Kutsche spannten. Juulka selbst hätte entweder auf dem Karren oder dem Schwein Platz gefunden, doch sie zog es vor, zu Fuß nebenher zu gehen. Auch wenn sie dabei schnellere Schritte machen musste, um mit Maruka mitzuhalten, genoss sie den Spaziergang doch. Ihre Sau kannte den Rückweg, so dass sie sich angenehm mit ihrer neuen Bekannten unterhalten konnte, denn jener brannte eine Frage ganz besonders unter den Nägeln.
"Wie ist der Ork... Rakhul? Wie ist er zu euch gekommen?"
"Wie er ist? Hmmm..." Juulka wechselte vollkommen unbewusst ins Celcianische, als Maruka es tat. Vielleicht war es auch besser so. Die Goblinin beherrschte Krz'ner zwar überaus gut für ihre Verhältnisse und doch könnte sie über so manche Redewendung oder kulturelle Phrase stolpern, die die allgemeine Weltsprache nicht als Hürde in ihren Weg legte. Maruka verstand beides, also brauchte sie nur zu lauschen.
"Er ist groß. Geradezu gigantisch! Selbst du siehst neben ihm ... nun ja ... wir alle sind im Schatten des Blutigen Bullen irgendwie winzig." Sie kicherte, ehe sie stutzte. "Oh! Ja, das hab ich ganz vergessen. Also, Blutiger Bulle, das ist irgendwie sein Spitzname oder so. Tatsächlich gefällt es ihm aber nicht, wenn ich ihn benutze, dann grummelt er fast so wie Skem. Skem gebraucht ihn aber oft. Ich glaube, immer wenn er Rakhul ärgern möchte oder ihn daran erinnern, dass er ihn nur aus Nächstenliebe bei uns aufgenommen hat. Der arme Rakhul muss mehr schuften als ich, aber er ist ja auch größer. Der kann bei den schweren Arbeiten einfach besser anpacken und macht das auch stillschweigend. Überhaupt redet er nicht viel, was schade ist. Andererseits lässt er mich immer ausreden. Er ist ein prima Zuhörer, unser Ork! Dass er gewaltig ist hab ich schon erwähnt, ja? Ja, das habe ich." Erneut kicherte sie. "Er wird dir sicher gefallen, denn er ist so ganz anders als die Orks, die uns ab und an hier in der Ebene begegnen. Er kann mehr ... nun ... wie soll ich es ausdrücken, ohne ihn und dich zu beleidigen? Ach, das kann ich nicht gut, aber es ist nicht beleidigend gemeint, verstanden? Man sagt halt nur so, dass Orks im Allgemeinen ... nicht die hellsten Kerzen auf dem Nachttisch sind oder so. Also, ich glaube nicht, dass Rakhul dumm ist. Er redet nur nicht viel und er weiß leider so kaum etwas vom Überleben in der Wildnis. Deshalb bleibt er meist auch im Lager oder bei Skem, wenn der Verhandlungen führt. Rakhul beschützt ihn. Denn mit seinen Fäusten Dinge zerkloppen kann er echt gut. Oh und er hat einen goldenen Ring durch die Nase, der ist auch so riesig! Den könnte ich glatt als Armband verwenden, haha! Möchtest du denn noch mehr wissen? Aber nicht mehr zu viel, denn wir sind gleich da!"
Juulka deutete in die Richtung, in der sie, Maruka und Mato Kerlchen die ganze Zeit gefolgt waren. In der Ferne erhob sich eine dünne Rauchsäule zum Himmel. Was zunächst wie eine seltsame Felsformation mit einem Holzbau aussah, entpuppte sich schnell als ein Lagerplatz mit Zelten aus Lederplanen, sowie einem hölzernen Kastenwagen, ordentlich um ein zentrales Lagerfeuer aufgebaut. Der Duft von gebrantenem Fleisch erreichte Marukas Nase, noch ehe ihre Augen die Information des Lagers verarbeiten konnten. Hier grillte jemand ein Abendessen. Dann sah sie, wie sich einige Gestalten nahe dem Feuer bewegten. Das musste der Clan des Kleinen Lachens sein. Vielleicht gelang es Maruka, mehr über die Gruppe herauszufinden, ehe sie und Juulka den Lagerplatz erreichten. Sie musste im Grunde nur fragen! Es war fast schon zu einfach.
Maruka erinnerte sich an die Rudel ihrer Sippe. Man hielt entweder Eltern mit ihren Welpen zusammen oder aber Geschwister, meist vom gleichen Geschlecht, um eine ungewollte Zucht zu verhindern. Ganz gleich, wie die Wargzüchter und -pfleger sie hielten, des Nachts ließen sie die einzelnen Rudel oftmals einfach umher streifen. So konnten die Warge sich ihre eigene Beute suchen und waren freier als Maruka es jemals in ihrem Clan hatte sein dürfen. Das Heulen hallte oft durch die Nacht oder drang im Morgengrauen an ihre Ohren heran, so wie Nebel, der sich über der Toten Ebene ausbreitete, bevor die Sonne sich daraus erhob. Es war immer ein Gefühl von Verbundenheit. 'Wir haben Beute gemacht', rief das Heulen, bevor die Wargs mit blutigen Mäulern und zufriedenen Blicken zum Clan zurückkehrten. Oder aber sie sangen nachts von ihrer Freiheit, was einerseits in den Schlaf lullte und andererseit gerade bei Maruka eine unterbewusste Sehnsucht geweckt hatte. Ob sie auch einmal mit Mato heulen sollte? Nun war sie frei und er gehörte zu ihr. Sie beide bildeten ihr eigenes, kleines Rudel. Vielleicht würde Juulka auch mitmachen. Sie zeigte sich ohnehin überaus offen und furchtlos, trotz ihres Mangels an Wehrhaftigkeit, ihrer geringen Größe und den fehlenden Muskeln. Außerdem kannte sie selbst einen Ork, was ihre fortführende Plapperei verriet, ohne dass Maruka hätte nachfragen müssen.
So wurde ihr ein neuer Name quasi auf einem Silbertablett präsentiert: Rakhul. Er war der Ork, den ihr Kleines Lachen kannte. Mit etwas Glück könnte Maruka ihn ebenfalls kennen lernen, denn Juulka lud sie nach ihrer gemeinsamen erfolgreichen Trüffelsuche sofort ein, zu ihrer Gruppe zu stoßen und sich von jemandem namens Skem ein Lob abzuholen. Skem klang nicht unbedingt nach einem Ork. Ob er auch ein Goblin war wie Juulka? Maruka erfuhr es nicht, wenn sie das Angebot ablehnte, aber wie konnte sie? Ihr Herz hatte der quirligen Goblinfrau bereits eine große Tür geöffnet, durch die sogar Kerlchen ein wenig hindurchpasste - vielleicht in Scheiben. Oh, so ein gut gebratenes Schwein über dem Feuer wäre ein wahrer Festtagsschmaus! Doch Maruka würde sich zurückhalten müssen, ebenso wie sie es Mato befahl. Zumindest Kerlchen war nicht zum Fressen geeignet, wenn sie die Gunst des kleinen Lachens nicht verspielen wollte und das war gewiss nicht in ihrem Sinn!
Im Gegenteil, Maruka wollte die zarten Bande festigen, die sich zwischen ihnen schnürten. Sie konnte nicht einmal den genauen Grund nennen. Sie wusste lediglich, dass ihr das Kleine Lachen gefiel, ihre Erinnerungen wach kitzelte und ihr Interesse weckte. Warum ihr also nicht folgen? Maruka war frei zu entscheiden, ohne verachtende Blicke zu ernten. Ihr bot sich so viel Neues zu entdecken und das nur, weil sie alte Fesseln ablegte und bereit für ein wenig Risiko gewesen war. Sicherlich würde nicht immer alles so glatt laufen, aber jetzt konnte sie ein paar gute Momente auskosten mit Hoffnung auf mehr.
Vorfreude kitzelte in Marukas Bauch, als hätte sie versehentlich eine Hand voll Ameisen verputzt. So fühlte es sich an, aber ohne die Magenschmerzen, so dass das Kribbeln mehr als angenehm war.
"Ich komme mit."
"JUUUUCHHHUUUU!!!!" Juulka machten einen Luftsprung, so hoch, dass sie beinahe Marukas Schulter hätte erreichen können. Ihre rotbraunen Zöpfe flogen dabei wild umher, wie Schwingen aus Haaren. Sie lachte und tanzte daraufhin erst um Maruka, dann um Mato herum. Sie war absolut arglos. Der Warg verfolgte sie mit Blicken und glücklicherweise entweder zu gut erzogen oder aber viel zu verwirrt, um nach ihr zu schnappen. Wie auch immer, Mato gab mit seinem Verhalten Juulka nur einen Grund mehr, ihn nicht zu fürchten.
Wenig später waren sie als Gruppe unterwegs. Juulka hatte kurzerhand die Zelte abgebrochen oder vielmehr ihren Wagen gepackt. Mit den Trüffeln in ihrem kleinen Zelt auf dem Karren verstaut war Kerlchen vor das Gefährt gespannt worden und zog es nun wie andere ein Pferd vor ihre Kutsche spannten. Juulka selbst hätte entweder auf dem Karren oder dem Schwein Platz gefunden, doch sie zog es vor, zu Fuß nebenher zu gehen. Auch wenn sie dabei schnellere Schritte machen musste, um mit Maruka mitzuhalten, genoss sie den Spaziergang doch. Ihre Sau kannte den Rückweg, so dass sie sich angenehm mit ihrer neuen Bekannten unterhalten konnte, denn jener brannte eine Frage ganz besonders unter den Nägeln.
"Wie ist der Ork... Rakhul? Wie ist er zu euch gekommen?"
"Wie er ist? Hmmm..." Juulka wechselte vollkommen unbewusst ins Celcianische, als Maruka es tat. Vielleicht war es auch besser so. Die Goblinin beherrschte Krz'ner zwar überaus gut für ihre Verhältnisse und doch könnte sie über so manche Redewendung oder kulturelle Phrase stolpern, die die allgemeine Weltsprache nicht als Hürde in ihren Weg legte. Maruka verstand beides, also brauchte sie nur zu lauschen.
"Er ist groß. Geradezu gigantisch! Selbst du siehst neben ihm ... nun ja ... wir alle sind im Schatten des Blutigen Bullen irgendwie winzig." Sie kicherte, ehe sie stutzte. "Oh! Ja, das hab ich ganz vergessen. Also, Blutiger Bulle, das ist irgendwie sein Spitzname oder so. Tatsächlich gefällt es ihm aber nicht, wenn ich ihn benutze, dann grummelt er fast so wie Skem. Skem gebraucht ihn aber oft. Ich glaube, immer wenn er Rakhul ärgern möchte oder ihn daran erinnern, dass er ihn nur aus Nächstenliebe bei uns aufgenommen hat. Der arme Rakhul muss mehr schuften als ich, aber er ist ja auch größer. Der kann bei den schweren Arbeiten einfach besser anpacken und macht das auch stillschweigend. Überhaupt redet er nicht viel, was schade ist. Andererseits lässt er mich immer ausreden. Er ist ein prima Zuhörer, unser Ork! Dass er gewaltig ist hab ich schon erwähnt, ja? Ja, das habe ich." Erneut kicherte sie. "Er wird dir sicher gefallen, denn er ist so ganz anders als die Orks, die uns ab und an hier in der Ebene begegnen. Er kann mehr ... nun ... wie soll ich es ausdrücken, ohne ihn und dich zu beleidigen? Ach, das kann ich nicht gut, aber es ist nicht beleidigend gemeint, verstanden? Man sagt halt nur so, dass Orks im Allgemeinen ... nicht die hellsten Kerzen auf dem Nachttisch sind oder so. Also, ich glaube nicht, dass Rakhul dumm ist. Er redet nur nicht viel und er weiß leider so kaum etwas vom Überleben in der Wildnis. Deshalb bleibt er meist auch im Lager oder bei Skem, wenn der Verhandlungen führt. Rakhul beschützt ihn. Denn mit seinen Fäusten Dinge zerkloppen kann er echt gut. Oh und er hat einen goldenen Ring durch die Nase, der ist auch so riesig! Den könnte ich glatt als Armband verwenden, haha! Möchtest du denn noch mehr wissen? Aber nicht mehr zu viel, denn wir sind gleich da!"
Juulka deutete in die Richtung, in der sie, Maruka und Mato Kerlchen die ganze Zeit gefolgt waren. In der Ferne erhob sich eine dünne Rauchsäule zum Himmel. Was zunächst wie eine seltsame Felsformation mit einem Holzbau aussah, entpuppte sich schnell als ein Lagerplatz mit Zelten aus Lederplanen, sowie einem hölzernen Kastenwagen, ordentlich um ein zentrales Lagerfeuer aufgebaut. Der Duft von gebrantenem Fleisch erreichte Marukas Nase, noch ehe ihre Augen die Information des Lagers verarbeiten konnten. Hier grillte jemand ein Abendessen. Dann sah sie, wie sich einige Gestalten nahe dem Feuer bewegten. Das musste der Clan des Kleinen Lachens sein. Vielleicht gelang es Maruka, mehr über die Gruppe herauszufinden, ehe sie und Juulka den Lagerplatz erreichten. Sie musste im Grunde nur fragen! Es war fast schon zu einfach.

- Maruka
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- Tierische Begleiter: Mato (Warg)
Re: Wer bin ich?
"Wie ist der Ork... Rakhul? Wie ist er zu euch gekommen?"
Maruka fragte nicht viel, aber erhielt großartige Antworten:
"Wie er ist? Hmmm..."
Juulka wechselte vollkommen unbewusst ins Celcianische, als Maruka es getan hatte, ohne es selbst zu bemerken. Erst als das kleine Lachen abermals drauf los plauderte, da wurde es ihr bewusst, dass die magische Sprache in ihr erwacht war. Vielleicht hatte ihr Unterbewusstsein einfach vergessen Krzner zu reden, oder die Welt befand, dass ihre Kommunikation so einfacher und besser werden würde – sie wusste es nicht. Es fühlte sich natürlich an und damit war es gut. Weiter dachte sie darüber nicht nach.
"Er ist groß. Geradezu gigantisch!"
Also groß. Das hab ich erwartet.
"Selbst du siehst neben ihm ... nun ja ... wir alle sind im Schatten des Blutigen Bullen irgendwie winzig... Oh! Ja, das hab ich ganz vergessen. Also, Blutiger Bulle, das ist irgendwie sein Spitzname oder so. Tatsächlich gefällt es ihm aber nicht, wenn ich ihn benutze, dann grummelt er fast so wie Skem."
Nicht 'blutigen Bullen' nennen, ok.
"Skem gebraucht ihn aber oft. Ich glaube, immer wenn er Rakhul ärgern möchte oder ihn daran erinnern, dass er ihn nur aus Nächstenliebe bei uns aufgenommen hat. Der arme Rakhul muss mehr schuften als ich, aber er ist ja auch größer. Der kann bei den schweren Arbeiten einfach besser anpacken und macht das auch stillschweigend."
Genügsam...
"Überhaupt redet er nicht viel, was schade ist."
Schweigsam...
"Andererseits lässt er mich immer ausreden. Er ist ein prima Zuhörer, unser Ork! Dass er gewaltig ist hab ich schon erwähnt, ja? Ja, das habe ich. Er wird dir sicher gefallen, denn er ist so ganz anders als die Orks, die uns ab und an hier in der Ebene begegnen. Er kann mehr ... nun ... wie soll ich es ausdrücken, ohne ihn und dich zu beleidigen? Ach, das kann ich nicht gut, aber es ist nicht beleidigend gemeint, verstanden? Man sagt halt nur so, dass Orks im Allgemeinen ... nicht die hellsten Kerzen auf dem Nachttisch sind oder so. Also, ich glaube nicht, dass Rakhul dumm ist. Er redet nur nicht viel und er weiß leider so kaum etwas vom Überleben in der Wildnis."
Warum weiß er das nicht?
"Deshalb bleibt er meist auch im Lager oder bei Skem, wenn der Verhandlungen führt. Rakhul beschützt ihn. Denn mit seinen Fäusten Dinge zerkloppen kann er echt gut. Oh und er hat einen goldenen Ring durch die Nase, der ist auch so riesig! Den könnte ich glatt als Armband verwenden, haha! Möchtest du denn noch mehr wissen? Aber nicht mehr zu viel, denn wir sind gleich da!"
Die Goblindame hatte viel erzählt, aber nicht alles beantwortet.
Woher kommt er? Wie ist er zur Gruppe gestoßen?
Juulka deutete in die Richtung, in der sie, Maruka und Mato Kerlchen die ganze Zeit gefolgt waren. In der Ferne erhob sich eine dünne Rauchsäule zum Himmel. Was zunächst wie eine seltsame Felsformation mit einem Holzbau aussah, entpuppte sich schnell als ein Lagerplatz mit Zelten aus Lederplanen, sowie einem hölzernen Kastenwagen, ordentlich um ein zentrales Lagerfeuer aufgebaut. Der Duft von gebratenem Fleisch erreichte Marukas Nase, noch ehe ihre Augen die Information des Lagers verarbeiten konnten. Hier grillte jemand ein Abendessen. Dann sah sie, wie sich einige Gestalten nahe dem Feuer bewegten.
Das muss 'der Clan des Kleinen Lachens' sein.
Die Titel gefiel ihr ausnehmend gut!
"Wie ist Rakhul zu euch gekommen?"
, wiederholte sie ihre Frage an Juulka. Informationen oder etwaige Bedeutungen wie ein goldener Ring in der Nase, sagten ihr einfach nichts. Aber wenn, dann ging von dem Ork die größte Gefahr in dieser Gruppe aus, da war sie sich sicher. Auch wenn sich die Erzählung ein wenig merkwürdig angehört hatte. Juulkas Stimme und Tonlage nach mochte sie den großen Kerl wohl irgendwie, aber andererseits mochte sie ja auch Maruka und die hatte anfangs vorgehabt ihr Schwein zu fressen.
Hm... abwarten und reagieren.
Im schlimmsten Fall mussten Mato und sie halt mal wieder schnell die Flucht ergreifen. Sie würde aufmerksam bleiben. Während sie sich also langsam näherten hielt sich Maruka nah bei Juulka und Mato auf der abgewandten Seite, so dass möglichst viel Raum zwischen ihm und Kerlchen lag. Der Duft vom Lager könnte ihn ebenso von dieser köstlichen Beute ablenken, wie er es bei ihr selbt tat. Das würde es zumindest eine Weile leichter machen. Ablenkung war immer gut. Ihr Rudel bestand derzeit eben nur aus zwei Seelen und irgendwann würde sie mit Mato heulen und gemeinsam jagen, dass war unausweichlich. Sie freute sich darauf, aber noch befanden sie sich für Maruka gefühlt noch zu nah zum Gebiet ihres Geburts-Clans. Noch war sie unsicher, vorsichtig... vielleicht ein wenig zu paranoid? Lieber war sie zu vorsichtig, als wenn sie jetzt gerade am Anfang ihres ersten eigenständigen Abenteuers gleich in eine Falle geriet. Mato würde ihr zwar auch mit seiner Kampfkraft den Rücken frei halten und sie kämen gewiss auch alleine gut zurecht, aber WOLLTE sie das?
Erstaunlicher Weise entdeckte Maruka eine ziemlich soziale Ader in sich. Sie würde gern auch zum 'Clan des kleinen Lachens' gehören und mit ihnen umher ziehen, Juulka beschützen und dafür sorgen, dass die Wildnis sie nicht fraß. Das alles hier war sehr aufregend. Es war wirklich so, als hätte sie eine Hand voll Ameisen gegessen und diese krabbelten nun in ihrem Bauch herum. Nur der frische zitronige Geschmack fehlte auf der Zunge, den die kleinen Krabbler hatten. Ameisensäure hatte noch andere Verwendungsmöglichkeiten, die ihr Skola beigebracht hatte. Abermals wollten ein paar Bilder in ihr auftauchen, die sogar noch jung und frisch waren. Nach ihrer schweren Verletzung und dem Gedächtnisverlust hatte die Schamanin sie behandelt und Maruka glaubte sich zu erinnern, dass es Ameisenköpfe gewesen waren, die sie benutzt hatte um die größeren Wunden wie mit Klammern zusammen zu halten. Man ließ die Ameisen zubeißen und drehte ihnen dann den Kopf ab. So hielten ihre Beißwerkzeuge die Wundränder zusammen und ihr Speichel wirkte zusätzlich gegen Entzündungen. Dass das haraxisch weh tat, stand auf einem anderen Blatt gekritzelt! Maden hingegen säuberten bereits entzündete Wunden und sorgten sogar ein wenig für Schmerzlinderung. Auch das hatte sie erlebt. Aber sie kitzelten eklig. Skola hatte noch eine gewisse Kräutermischung angewendet, aber da erinnerte sich Maruka nur an den Geruch. Mit viel Glück, Nachdenken und Suchen könnte sie ihn vielleicht reproduzieren, vielleicht auch nicht. Aber sie war glücklich, dass sie noch lebte. Sie hatte ÜBERLEBT! Und diese zweite Chance wollte sie sich nun nicht entgehen lassen. Sie wollte leben und erleben. Juulkas Freundlichkeit lockte sie immer mehr und sie folgte ihr wie die Biene dem Blütenduft.
Sehr bald würde sie auch den Rest des Clans kennen lernen.
Rakhul... Skem...
Neugierig sah sie dem nächsten Kapitel ihres Lebens entgegen und lauschte der Stimme dieses kleinen Wesens.
Maruka fragte nicht viel, aber erhielt großartige Antworten:
"Wie er ist? Hmmm..."
Juulka wechselte vollkommen unbewusst ins Celcianische, als Maruka es getan hatte, ohne es selbst zu bemerken. Erst als das kleine Lachen abermals drauf los plauderte, da wurde es ihr bewusst, dass die magische Sprache in ihr erwacht war. Vielleicht hatte ihr Unterbewusstsein einfach vergessen Krzner zu reden, oder die Welt befand, dass ihre Kommunikation so einfacher und besser werden würde – sie wusste es nicht. Es fühlte sich natürlich an und damit war es gut. Weiter dachte sie darüber nicht nach.
"Er ist groß. Geradezu gigantisch!"
Also groß. Das hab ich erwartet.
"Selbst du siehst neben ihm ... nun ja ... wir alle sind im Schatten des Blutigen Bullen irgendwie winzig... Oh! Ja, das hab ich ganz vergessen. Also, Blutiger Bulle, das ist irgendwie sein Spitzname oder so. Tatsächlich gefällt es ihm aber nicht, wenn ich ihn benutze, dann grummelt er fast so wie Skem."
Nicht 'blutigen Bullen' nennen, ok.
"Skem gebraucht ihn aber oft. Ich glaube, immer wenn er Rakhul ärgern möchte oder ihn daran erinnern, dass er ihn nur aus Nächstenliebe bei uns aufgenommen hat. Der arme Rakhul muss mehr schuften als ich, aber er ist ja auch größer. Der kann bei den schweren Arbeiten einfach besser anpacken und macht das auch stillschweigend."
Genügsam...
"Überhaupt redet er nicht viel, was schade ist."
Schweigsam...
"Andererseits lässt er mich immer ausreden. Er ist ein prima Zuhörer, unser Ork! Dass er gewaltig ist hab ich schon erwähnt, ja? Ja, das habe ich. Er wird dir sicher gefallen, denn er ist so ganz anders als die Orks, die uns ab und an hier in der Ebene begegnen. Er kann mehr ... nun ... wie soll ich es ausdrücken, ohne ihn und dich zu beleidigen? Ach, das kann ich nicht gut, aber es ist nicht beleidigend gemeint, verstanden? Man sagt halt nur so, dass Orks im Allgemeinen ... nicht die hellsten Kerzen auf dem Nachttisch sind oder so. Also, ich glaube nicht, dass Rakhul dumm ist. Er redet nur nicht viel und er weiß leider so kaum etwas vom Überleben in der Wildnis."
Warum weiß er das nicht?
"Deshalb bleibt er meist auch im Lager oder bei Skem, wenn der Verhandlungen führt. Rakhul beschützt ihn. Denn mit seinen Fäusten Dinge zerkloppen kann er echt gut. Oh und er hat einen goldenen Ring durch die Nase, der ist auch so riesig! Den könnte ich glatt als Armband verwenden, haha! Möchtest du denn noch mehr wissen? Aber nicht mehr zu viel, denn wir sind gleich da!"
Die Goblindame hatte viel erzählt, aber nicht alles beantwortet.
Woher kommt er? Wie ist er zur Gruppe gestoßen?
Juulka deutete in die Richtung, in der sie, Maruka und Mato Kerlchen die ganze Zeit gefolgt waren. In der Ferne erhob sich eine dünne Rauchsäule zum Himmel. Was zunächst wie eine seltsame Felsformation mit einem Holzbau aussah, entpuppte sich schnell als ein Lagerplatz mit Zelten aus Lederplanen, sowie einem hölzernen Kastenwagen, ordentlich um ein zentrales Lagerfeuer aufgebaut. Der Duft von gebratenem Fleisch erreichte Marukas Nase, noch ehe ihre Augen die Information des Lagers verarbeiten konnten. Hier grillte jemand ein Abendessen. Dann sah sie, wie sich einige Gestalten nahe dem Feuer bewegten.
Das muss 'der Clan des Kleinen Lachens' sein.
Die Titel gefiel ihr ausnehmend gut!
"Wie ist Rakhul zu euch gekommen?"
, wiederholte sie ihre Frage an Juulka. Informationen oder etwaige Bedeutungen wie ein goldener Ring in der Nase, sagten ihr einfach nichts. Aber wenn, dann ging von dem Ork die größte Gefahr in dieser Gruppe aus, da war sie sich sicher. Auch wenn sich die Erzählung ein wenig merkwürdig angehört hatte. Juulkas Stimme und Tonlage nach mochte sie den großen Kerl wohl irgendwie, aber andererseits mochte sie ja auch Maruka und die hatte anfangs vorgehabt ihr Schwein zu fressen.
Hm... abwarten und reagieren.
Im schlimmsten Fall mussten Mato und sie halt mal wieder schnell die Flucht ergreifen. Sie würde aufmerksam bleiben. Während sie sich also langsam näherten hielt sich Maruka nah bei Juulka und Mato auf der abgewandten Seite, so dass möglichst viel Raum zwischen ihm und Kerlchen lag. Der Duft vom Lager könnte ihn ebenso von dieser köstlichen Beute ablenken, wie er es bei ihr selbt tat. Das würde es zumindest eine Weile leichter machen. Ablenkung war immer gut. Ihr Rudel bestand derzeit eben nur aus zwei Seelen und irgendwann würde sie mit Mato heulen und gemeinsam jagen, dass war unausweichlich. Sie freute sich darauf, aber noch befanden sie sich für Maruka gefühlt noch zu nah zum Gebiet ihres Geburts-Clans. Noch war sie unsicher, vorsichtig... vielleicht ein wenig zu paranoid? Lieber war sie zu vorsichtig, als wenn sie jetzt gerade am Anfang ihres ersten eigenständigen Abenteuers gleich in eine Falle geriet. Mato würde ihr zwar auch mit seiner Kampfkraft den Rücken frei halten und sie kämen gewiss auch alleine gut zurecht, aber WOLLTE sie das?
Erstaunlicher Weise entdeckte Maruka eine ziemlich soziale Ader in sich. Sie würde gern auch zum 'Clan des kleinen Lachens' gehören und mit ihnen umher ziehen, Juulka beschützen und dafür sorgen, dass die Wildnis sie nicht fraß. Das alles hier war sehr aufregend. Es war wirklich so, als hätte sie eine Hand voll Ameisen gegessen und diese krabbelten nun in ihrem Bauch herum. Nur der frische zitronige Geschmack fehlte auf der Zunge, den die kleinen Krabbler hatten. Ameisensäure hatte noch andere Verwendungsmöglichkeiten, die ihr Skola beigebracht hatte. Abermals wollten ein paar Bilder in ihr auftauchen, die sogar noch jung und frisch waren. Nach ihrer schweren Verletzung und dem Gedächtnisverlust hatte die Schamanin sie behandelt und Maruka glaubte sich zu erinnern, dass es Ameisenköpfe gewesen waren, die sie benutzt hatte um die größeren Wunden wie mit Klammern zusammen zu halten. Man ließ die Ameisen zubeißen und drehte ihnen dann den Kopf ab. So hielten ihre Beißwerkzeuge die Wundränder zusammen und ihr Speichel wirkte zusätzlich gegen Entzündungen. Dass das haraxisch weh tat, stand auf einem anderen Blatt gekritzelt! Maden hingegen säuberten bereits entzündete Wunden und sorgten sogar ein wenig für Schmerzlinderung. Auch das hatte sie erlebt. Aber sie kitzelten eklig. Skola hatte noch eine gewisse Kräutermischung angewendet, aber da erinnerte sich Maruka nur an den Geruch. Mit viel Glück, Nachdenken und Suchen könnte sie ihn vielleicht reproduzieren, vielleicht auch nicht. Aber sie war glücklich, dass sie noch lebte. Sie hatte ÜBERLEBT! Und diese zweite Chance wollte sie sich nun nicht entgehen lassen. Sie wollte leben und erleben. Juulkas Freundlichkeit lockte sie immer mehr und sie folgte ihr wie die Biene dem Blütenduft.
Sehr bald würde sie auch den Rest des Clans kennen lernen.
Rakhul... Skem...
Neugierig sah sie dem nächsten Kapitel ihres Lebens entgegen und lauschte der Stimme dieses kleinen Wesens.

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Re: Wer bin ich?
Das Lager von Juulkas Truppe war nicht mit dem Orkdorf ihrer Heimat zu vergleichen. Es gab gar keine Palisaden oder Befestigungen. Ein deutliches Zeichen, dass der Trupp nicht lang hier verweilen würde, aber trotzdem hätten sie es besser absichern können. Dennoch entdeckte Maruka hier und da etwas Metallisches aufblitzen, teilweise unter Wurzeln und krautige Bodenpflanzen geschoben, teilweise mit einer dünnen Schicht Sand oder Staub bedeckt. Fallen. Sie sicherten sich also doch ab, nur weitaus tückischer als ein Ork es tun würde. Fallen waren maximal für die Jagd vorgesehen und auch nur, wenn die sonst so strammen Jäger sich eingestehen mussten, dass bloße Körperkraft und Kondition nicht immer gegen die Schnelligkeit eines Ebenen-Kaninchens mithalten konnten. Man musste ihnen am Ende aber zugestehen, dass sie nicht ganz so wehrlos waren wie das Lager auf den ersten Blick den Anschein machte. Trotzdem sah es überaus chaotisch aus, als Juulka Maruka und Mato näher heran führte.
Die drei Zelte hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zwei davon waren kleiner und bestanden aus ähnlichen Lederplanen wie Juulka sie für ihren Aufbau auf dem Karren nutzte. Eines davon besaß ähnliche aufgemalte Symbole und Muster wie das ihre. Zwischen kleinen Ketten aus bunten Steinen mit Löchern und Ästen fanden sich Werkzeuge aus Ästen und präparierten Zähnen oder Klauen. Es wirkte primitiv, aber nur, weil das Material nichts Besseres hergab. Das zweite dieser kleinen Zelte stellte Maruka schon aus der Ferne vor eine Herausforderung. Ein wildes Gemisch aus zahlreichen Düften machte es ihr schwer, in unmittelbarer Umgebung auch nur etwas Anderes wahrzunehmen als die allgemeine Bezeichnung für Kräuter. Jedoch stellte sie fest, dass einige davon eine sumpfige Nuance besaß, fast wie Moschus. Es legte sich über alles andere, als wollte es die kräftigen, würzigen Aromen mit einem Leichentuch bedecken und dennoch fügte es sich irgendwie mit ein. Aber ihre gesammelten Trüffel konnte Maruka nur noch wirklich mit der Nase ausmachen, wenn sie jene unmittelbar darüber hielt. Der Geruch des mit zahlreichen getrockneten Kräuterbündeln behangenen Zeltes machte es ihr einfach unmöglich.
Das dritte Zelt war eindeutig das Größte und weckte etwas Vertrautes in der Menkin, denn sie erkannte den aufbau sehr gut. Groß und nicht rein aus Leder geschaffen, sondern auch mit einigen Flicken aus dicken Fellen, unter denen sich garantiert einige Gucklöcher befanden, erkannte Maruka in diesem Zelt eines orkischer Machart. Hier und da mochte es einige Abweichungen geben - beispielsweise die Leine an der Seite, von der offenbar gewaschene Lumpen herab hingen - aber der Grundriss dieses Aufbaus glich den Zelten aus ihrem Heimatdorf. Ob hier der Ork wohnte, den Juulka erwähnt hatte? Rakhul?
"Du musst ihn schon selbst fragen, wo er herkommt. Ich weiß es nämlich nicht, aber ich kann auch nicht versprechen, dass er's dir sagen wird. Er redet nicht so gern über sich", meinte die Goblinin, als sie auf die Mitte des Lagers zuhielt. Dort befand sich Rakhul auch schon. Jener saß am zentral gelegenen Lagerfeuer. Er war nicht zu übersehen, denn selbst im Sitzen zeugte der Ork von einer stattlichen Statur. Da wirkte der hölzerne Kastenwagen im Hintergrund beinahe schon winzig. Doch mit jenem würde sich Marukas Aufmerksamkeit erst beschäftigen können, sobald der Ork weniger interessant wäre. Sie konnte nun erahnen, warum er den Spitznamen Blutiger Bulle trug. Seine Masse war ein erstes Indiz. Breite Schultern, trainierte Muskeln, ein von Narben übersäter Körper, sowie ein wahrer Stiernacken machten ihn selbst unter Orks zu einem Koloss. Keiner aus ihrer heimatlichen Sippe hätte es mit ihm aufnehmen können und doch schien Rakhul noch nicht so gewaltig zu sein, dass man ihn wie unter Orks üblich als Oger schimpfen würde. Dafür war seine Haut auch bei weitem nicht fleischfarben genug. Sie besaß eine sacht rosige Nuance, ansonsten schimmerte sie in einem satten Grün, das an reife Oliven erinnerte. Nur an der linken Schulter befand sich unförmiger, dunkelbrauner Fleck; eine Brandnarbe. Sie wurde nur sehr spärlich von der schwarzen Mähne verdeckt, welche Rakhul zu einem sehr locker gebundenen Zopf trug. Orks aus Marukas Dorf flochten sich ihr Haar, manchmal sogar bewusst sehr kunstvoll, auch wenn es keinen Vorteil bei der Jagd einbrachte. Aber man wollte den Ahnen gegenüber Respekt zollen und auch als Ork anständig ausschauen. Interessanterweise hatte Okani oftmals weniger Wert darauf gelegt als die Männer, die ihr folgten. Vielleicht war es wie im Tierreich, in dem die Männchen sich schönten und aufplusterten, um den Weibchen zu gefallen, nicht umgekehrt. Rakhul schien keine Ambitionen zu besitzen, einen Partner zu finden oder zumindest nicht mit seinem Aussehen zu prahlen. Trotzdem besaß er wohl einen Sinn für Schmuck, denn er trug - wie Juulka schon erzählt hatte - einen goldenen Ring durch die Nase, der ihm schwer auf die Oberlippe hing. Eines stand fest: Dieser Ork hatte schon einiges mitgemacht im Leben. Möglicherweise genoss er deshalb die Ruhe am Lagerfeuer. Dort fand sich neben ihm nämlich nur noch ein großer Eisenkessel über dem Feuer, aus dem Qualm aufstieg und sich mit dem Rauch des Feuers vermischte. Rakhul rührte gelegentlich im Kessel, während eine andere Gestalt in der Nähe dabei war, im Sack einer Kiepe zu wühlen. Für einen Goblin besaß der Kleine auch ordentlich an Masse, nur im Gegensatz zu Rakhul eindeutig keine Muskeln.
Juulkas Sau hielt sofort auf den dicken Goblin zu und quiekte. Jener zog seinen Kopf aus dem Sack. Er glänzte vor Fett, als hätte er sich gerade mit einer Speckschwarze oder reiner Butter eingerieben. Aber er lächelte, dass seine gelben Zähnchen zum Vorschein kamen. Sie waren ähnlich fleckig wie die Schürze, die er trug. Schon breitete er die Arme aus und legte sie um das Schwein, das sogleich begann, sein Gesicht abzuschlecken.
"Kerlchen! Nicht so hastig, sonst frisst du mich noch auf. Hahaha, schon gut! Es reicht jetzt. Hey, Juulka, bist du schon zurück. Hast du die Trüffel mitge-?" Er verstummte jäh und seine Augen legten sich auf Maruka, anschließend auf Mato an ihrer Seite. Er griff jedoch nicht nach einer Waffe. Das machte Rakhul. Noch ehe der Ork sich erhoben hatte, lagen zwei kleine Äxte in seinen Händen. Mit denen konnte er sicher ebenso gut werfen wie zuschlagen. Er sagte nichts, sondern blickte Maruka direkt entgegen. Seine Augen waren grau, sein Ausdruck im ersten Moment als mürrisch zu bezeichnen, doch tatsächlich wirkte er eher warnend.
Juulka sprang dazwischen.
"Beruhigt euch! Und redet auf Celcianisch, damit Maruka euch auch versteht. Sie kann Krz'ner, aber ich glaube, Terkin liegt ihr nicht. Und vor Mato braucht ihr auch keine Angst zu haben. Er ist wirklich sehr lieb!"
Der andere Goblin mit der froschgrünen Haut und der Wampe, blickte eher skeptisch drein. Dann trat er jedoch näher, noch immer unbewaffnet. "Maruka? Also ist's dieses Mal eine Orkin?" Er zeigte sich mehr beeindruckt als Rakhul, der noch immer wachsam blieb.
"Du kannst nicht immer jeden dahergelaufenen Fremden anschleppen, Juul!" Ein weiterer Goblin erschien auf der Bildfläche. Gelblich war er und mit zahlreichen roten und braunen Flecken übersät. Maruka konnte kein Blut riechen, aber angesichts des nahen Kräuterzeltes konnte sie sich aktuell ohnehin nicht auf ihre Nase verlassen. Der neu Hinzugekommene besaß ebenso rote Haare wie Juulka, nur dass sie ihm wirr und in allen Richtungen vom Kopf abstanden. Sogar sein Backenbart wirkte zerzaust. Er schob eine Schutzbrille mit verschieden farbigen dicken Gläsern auf seinen Schädel, um Maruka eingehender zu begutachten - so wie alle es im Moment taten. Dann aber umarmte er Juulka und ohne Vorwarnung. Sie begann zu kichern.
"Knirsch, ich hab doch eben gesagt: Celcianisch!"
"Und ich sagte, du bist zu vertrauensselig, Juul! Ich werde keine Geheimnisse offenlegen, solange wir nicht wissen, wer das da ist."
"Hab ich auch schon gesagt. Das ist Maruka, sie ist meine neue Freundin!"
Knirsch, wie der Goblin mit Brille wohl hieß, schnaubte: "Pha! Noch ein Maul mehr zu stopfen, falls Skem das überhaupt zulässt."
"Ich hab nichts gegen mehr Esser. Vielleicht bekomme ich dann für meine harte Arbeit auch mal ein Kompliment mehr", mischte sich der dicke Goblin ein. Erneut kicherte Juulka.
"Aber Greggor, ich sage dir doch immer, dass es mir schmeckt."
"Dich meinte ich auch nicht, Juulka. Doch von deinem Bruder höre ich das nie."
"Ihr solltet alle nicht so viel ausplaudern, solange wir eine FREMDE im Lager haben!!!"
Die Goblins begannen zu diskturieren, dieses Mal allesamt in ihrer Muttersprache und auch Juulka wurde involviert, da sie sich erklären musste. Es klang nach Gezeter, vielleicht war ihre Sprache aber auch nur mit so vielen unliebsamen Lauten untermauert. Nur der Ork beteiligte sich nicht. Er senkte zwar seine Äxte nicht, aber wandte sich mit der Ruhe eines schlafenden Drachen und ähnlicher Aura an die Menkin: "Was willst du hier?"
Die drei Zelte hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zwei davon waren kleiner und bestanden aus ähnlichen Lederplanen wie Juulka sie für ihren Aufbau auf dem Karren nutzte. Eines davon besaß ähnliche aufgemalte Symbole und Muster wie das ihre. Zwischen kleinen Ketten aus bunten Steinen mit Löchern und Ästen fanden sich Werkzeuge aus Ästen und präparierten Zähnen oder Klauen. Es wirkte primitiv, aber nur, weil das Material nichts Besseres hergab. Das zweite dieser kleinen Zelte stellte Maruka schon aus der Ferne vor eine Herausforderung. Ein wildes Gemisch aus zahlreichen Düften machte es ihr schwer, in unmittelbarer Umgebung auch nur etwas Anderes wahrzunehmen als die allgemeine Bezeichnung für Kräuter. Jedoch stellte sie fest, dass einige davon eine sumpfige Nuance besaß, fast wie Moschus. Es legte sich über alles andere, als wollte es die kräftigen, würzigen Aromen mit einem Leichentuch bedecken und dennoch fügte es sich irgendwie mit ein. Aber ihre gesammelten Trüffel konnte Maruka nur noch wirklich mit der Nase ausmachen, wenn sie jene unmittelbar darüber hielt. Der Geruch des mit zahlreichen getrockneten Kräuterbündeln behangenen Zeltes machte es ihr einfach unmöglich.
Das dritte Zelt war eindeutig das Größte und weckte etwas Vertrautes in der Menkin, denn sie erkannte den aufbau sehr gut. Groß und nicht rein aus Leder geschaffen, sondern auch mit einigen Flicken aus dicken Fellen, unter denen sich garantiert einige Gucklöcher befanden, erkannte Maruka in diesem Zelt eines orkischer Machart. Hier und da mochte es einige Abweichungen geben - beispielsweise die Leine an der Seite, von der offenbar gewaschene Lumpen herab hingen - aber der Grundriss dieses Aufbaus glich den Zelten aus ihrem Heimatdorf. Ob hier der Ork wohnte, den Juulka erwähnt hatte? Rakhul?
"Du musst ihn schon selbst fragen, wo er herkommt. Ich weiß es nämlich nicht, aber ich kann auch nicht versprechen, dass er's dir sagen wird. Er redet nicht so gern über sich", meinte die Goblinin, als sie auf die Mitte des Lagers zuhielt. Dort befand sich Rakhul auch schon. Jener saß am zentral gelegenen Lagerfeuer. Er war nicht zu übersehen, denn selbst im Sitzen zeugte der Ork von einer stattlichen Statur. Da wirkte der hölzerne Kastenwagen im Hintergrund beinahe schon winzig. Doch mit jenem würde sich Marukas Aufmerksamkeit erst beschäftigen können, sobald der Ork weniger interessant wäre. Sie konnte nun erahnen, warum er den Spitznamen Blutiger Bulle trug. Seine Masse war ein erstes Indiz. Breite Schultern, trainierte Muskeln, ein von Narben übersäter Körper, sowie ein wahrer Stiernacken machten ihn selbst unter Orks zu einem Koloss. Keiner aus ihrer heimatlichen Sippe hätte es mit ihm aufnehmen können und doch schien Rakhul noch nicht so gewaltig zu sein, dass man ihn wie unter Orks üblich als Oger schimpfen würde. Dafür war seine Haut auch bei weitem nicht fleischfarben genug. Sie besaß eine sacht rosige Nuance, ansonsten schimmerte sie in einem satten Grün, das an reife Oliven erinnerte. Nur an der linken Schulter befand sich unförmiger, dunkelbrauner Fleck; eine Brandnarbe. Sie wurde nur sehr spärlich von der schwarzen Mähne verdeckt, welche Rakhul zu einem sehr locker gebundenen Zopf trug. Orks aus Marukas Dorf flochten sich ihr Haar, manchmal sogar bewusst sehr kunstvoll, auch wenn es keinen Vorteil bei der Jagd einbrachte. Aber man wollte den Ahnen gegenüber Respekt zollen und auch als Ork anständig ausschauen. Interessanterweise hatte Okani oftmals weniger Wert darauf gelegt als die Männer, die ihr folgten. Vielleicht war es wie im Tierreich, in dem die Männchen sich schönten und aufplusterten, um den Weibchen zu gefallen, nicht umgekehrt. Rakhul schien keine Ambitionen zu besitzen, einen Partner zu finden oder zumindest nicht mit seinem Aussehen zu prahlen. Trotzdem besaß er wohl einen Sinn für Schmuck, denn er trug - wie Juulka schon erzählt hatte - einen goldenen Ring durch die Nase, der ihm schwer auf die Oberlippe hing. Eines stand fest: Dieser Ork hatte schon einiges mitgemacht im Leben. Möglicherweise genoss er deshalb die Ruhe am Lagerfeuer. Dort fand sich neben ihm nämlich nur noch ein großer Eisenkessel über dem Feuer, aus dem Qualm aufstieg und sich mit dem Rauch des Feuers vermischte. Rakhul rührte gelegentlich im Kessel, während eine andere Gestalt in der Nähe dabei war, im Sack einer Kiepe zu wühlen. Für einen Goblin besaß der Kleine auch ordentlich an Masse, nur im Gegensatz zu Rakhul eindeutig keine Muskeln.
Juulkas Sau hielt sofort auf den dicken Goblin zu und quiekte. Jener zog seinen Kopf aus dem Sack. Er glänzte vor Fett, als hätte er sich gerade mit einer Speckschwarze oder reiner Butter eingerieben. Aber er lächelte, dass seine gelben Zähnchen zum Vorschein kamen. Sie waren ähnlich fleckig wie die Schürze, die er trug. Schon breitete er die Arme aus und legte sie um das Schwein, das sogleich begann, sein Gesicht abzuschlecken.
"Kerlchen! Nicht so hastig, sonst frisst du mich noch auf. Hahaha, schon gut! Es reicht jetzt. Hey, Juulka, bist du schon zurück. Hast du die Trüffel mitge-?" Er verstummte jäh und seine Augen legten sich auf Maruka, anschließend auf Mato an ihrer Seite. Er griff jedoch nicht nach einer Waffe. Das machte Rakhul. Noch ehe der Ork sich erhoben hatte, lagen zwei kleine Äxte in seinen Händen. Mit denen konnte er sicher ebenso gut werfen wie zuschlagen. Er sagte nichts, sondern blickte Maruka direkt entgegen. Seine Augen waren grau, sein Ausdruck im ersten Moment als mürrisch zu bezeichnen, doch tatsächlich wirkte er eher warnend.
Juulka sprang dazwischen.
"Beruhigt euch! Und redet auf Celcianisch, damit Maruka euch auch versteht. Sie kann Krz'ner, aber ich glaube, Terkin liegt ihr nicht. Und vor Mato braucht ihr auch keine Angst zu haben. Er ist wirklich sehr lieb!"
Der andere Goblin mit der froschgrünen Haut und der Wampe, blickte eher skeptisch drein. Dann trat er jedoch näher, noch immer unbewaffnet. "Maruka? Also ist's dieses Mal eine Orkin?" Er zeigte sich mehr beeindruckt als Rakhul, der noch immer wachsam blieb.
"Du kannst nicht immer jeden dahergelaufenen Fremden anschleppen, Juul!" Ein weiterer Goblin erschien auf der Bildfläche. Gelblich war er und mit zahlreichen roten und braunen Flecken übersät. Maruka konnte kein Blut riechen, aber angesichts des nahen Kräuterzeltes konnte sie sich aktuell ohnehin nicht auf ihre Nase verlassen. Der neu Hinzugekommene besaß ebenso rote Haare wie Juulka, nur dass sie ihm wirr und in allen Richtungen vom Kopf abstanden. Sogar sein Backenbart wirkte zerzaust. Er schob eine Schutzbrille mit verschieden farbigen dicken Gläsern auf seinen Schädel, um Maruka eingehender zu begutachten - so wie alle es im Moment taten. Dann aber umarmte er Juulka und ohne Vorwarnung. Sie begann zu kichern.
"Knirsch, ich hab doch eben gesagt: Celcianisch!"
"Und ich sagte, du bist zu vertrauensselig, Juul! Ich werde keine Geheimnisse offenlegen, solange wir nicht wissen, wer das da ist."
"Hab ich auch schon gesagt. Das ist Maruka, sie ist meine neue Freundin!"
Knirsch, wie der Goblin mit Brille wohl hieß, schnaubte: "Pha! Noch ein Maul mehr zu stopfen, falls Skem das überhaupt zulässt."
"Ich hab nichts gegen mehr Esser. Vielleicht bekomme ich dann für meine harte Arbeit auch mal ein Kompliment mehr", mischte sich der dicke Goblin ein. Erneut kicherte Juulka.
"Aber Greggor, ich sage dir doch immer, dass es mir schmeckt."
"Dich meinte ich auch nicht, Juulka. Doch von deinem Bruder höre ich das nie."
"Ihr solltet alle nicht so viel ausplaudern, solange wir eine FREMDE im Lager haben!!!"
Die Goblins begannen zu diskturieren, dieses Mal allesamt in ihrer Muttersprache und auch Juulka wurde involviert, da sie sich erklären musste. Es klang nach Gezeter, vielleicht war ihre Sprache aber auch nur mit so vielen unliebsamen Lauten untermauert. Nur der Ork beteiligte sich nicht. Er senkte zwar seine Äxte nicht, aber wandte sich mit der Ruhe eines schlafenden Drachen und ähnlicher Aura an die Menkin: "Was willst du hier?"

- Maruka
- Celcia-Team

- Beiträge: 50
- Registriert: Dienstag 7. Juli 2026, 09:18
- Moderator des Spielers: Kazel
- Aufenthaltsort: Tote Ebene
- Steckbrief: Zum Steckbrief
- Rasse: Menkin (Mischling)
- Sprachen: Celcianisch, Krzner
- Beruf: Jägerin
- Fähigkeiten: folgt
- Geld: 0D, 0L, 0F
- Ausrüstung: [br][/br]Lederkleidung, Orkbogen, 2 Tomahawks, 2 Messer, Tasche, Seil, Zunder und Feuerstein, Proviant
- Tierische Begleiter: Mato (Warg)
Re: Wer bin ich?
"Du musst ihn schon selbst fragen, wo er herkommt. Ich weiß es nämlich nicht, aber ich kann auch nicht versprechen, dass er's dir sagen wird. Er redet nicht so gern über sich."
Ich hatte auch nicht gefragt woher her kommt, sondern wie er zu euch gekommen ist.
Konzentration war nicht so Juulkas Ding, soviel stand fest. Hatte sie ihn gefunden wie sie es mit Maruka getan hatte und ihn einfach wie sie mitgenommen? Hatte er sich beworben, oder war er angeheuert worden? Es gab viele Wege wie man zueinander finden konnte. Aber in diesem Moment, sah sie ihn auch schon am Lagerfeuer sitzen.
Oh... wirklich groß!
Instinktiv ballte sie leicht die Fäuste und vielleicht spürte auch Mato ihre leicht steigende innere Unruhe. Erst einmal bedeutete ein großer Ork oft erst einmal Gefahr für Maruka. Trotzdem ging sie mit Juulka an der Seite weiter auf das Lager zu.
Oh... so viele Gerüche... zu viel!
Hier war eine klare Witterung schwierig, aber mit etwas Übung könnte sie sie auseinander halten. Am Anfang war ihr das auch ich Skolas Zelt immer schwer gefallen, aber ihr Gehirn hatte gelernt, wie sie sich auf einzelne Duft-Fäden in Gemisch der Umwelt konzentrieren konnte. Hier aber war gerade sehr viel neues, so dass ihre Nase sich keinen einzelnen aussuchen konnte. Auch die Fallen rings umher wurden bemerkt, aber da das Goblinmädchen den Weg kannte, konnte sich die Menkin stärker auf das zentrale Geschehen konzentrieren. Und dort saß der Ork Rakhul. Er war fast schon ein Oger, auch wenn ihm die rosa Haut fehlte und von Leben gezeichnet, was sie vermuten ließ, dass er vielleicht schon etwas älter war. Orks hatten keine al zu lange Lebensspanne und wurden auch sehr schnell erwachsen. Dieser hier schien bereits von der rückwärtigen Betrachtung her einiges erlebt zu haben.
Eine andere Gestalt in der Nähe war dabei in einem Sack zu wühlen. Für einen Goblin besaß der Kleine auch ordentlich an Masse, nur im Gegensatz zu Rakhul eindeutig keine Muskeln.
Ist das Skem?
Juulkas Sau hielt sofort auf den dicken Goblin zu und quiekte. Jener zog seinen Kopf aus dem Sack. Das Schwein begann sein Gesicht abzuschlecken.
"Blablu Trüffel bla...?"
Er verstummte jäh und seine Augen legten sich auf Maruka, anschließend auf Mato an ihrer Seite. Er griff jedoch nicht nach einer Waffe. Das machte Rakhul, dem war die Veränderung in der Stimme und Blickrichtung seines Begleiters nicht entgangen. Noch ehe der Ork sich erhoben hatte, lagen zwei kleine Äxte in seinen Händen. Mit denen konnte er sicher ebenso gut werfen wie zuschlagen.
Tomahawks. Auch eine meiner bevorzugten Waffen.
Maruka blieb einfach stehen und legte Mato ihre Hand in sein dichtes Nackenfell. Einerseits beruhigten sie so einander, andererseits stärkte es ihre Bindung im Ernstfall und beschleunigte ihre Kommunikation. Ein gezielter Handdruck nach vorne und er würde angreifen.
Hoffentlich, macht keiner etwas dummes.
Rakhul sagte nichts, sondern blickte Maruka direkt entgegen. Seine Augen waren grau, sein Ausdruck im ersten Moment als mürrisch zu bezeichnen, doch tatsächlich wirkte er eher warnend.
Er beschützt nur die Gruppe. Bleib ruhig.
, beschwor sie sich selbst und Mato ebenso. Juulka sprang in dem Moment dazwischen:
"Beruhigt euch! Und redet auf Celcianisch, damit Maruka euch auch versteht. Sie kann Krz'ner, aber ich glaube, Terkin liegt ihr nicht. Und vor Mato braucht ihr auch keine Angst zu haben. Er ist wirklich sehr lieb!"
Maruka neigte den Kopf leicht und nickte. Der andere Goblin mit der froschgrünen Haut und der Wampe, blickte eher skeptisch drein.
"Maruka? Also ist's dieses Mal eine Orkin?"
Die Menkin nickte noch einmal bei der Erwähnung ihres Namens.
...dieses Mal... also hat sie vielleicht Rakhul angeschleppt? Warum erzählt sie das nicht einfach?
Der Goblinmann zeigte sich mehr beeindruckt als Rakhul, der noch immer wachsam blieb. Auch Maruka ließ ihn kaum aus den Augen. Zu viele ihre Artgenossen töteten einfach auch purer Lust und sie wollte heute noch nicht sterben, also stand sie weiterhin still Abstand und ließ ihre neue Freundin den Erstkontakt herstellen, bis eine weitere Stimme erklang:
"Blablabla."
Ein weiterer Goblin erschien auf der Bildfläche.
Moment... drei?
Er schob eine Schutzbrille mit verschieden farbigen dicken Gläsern auf seinen Schädel, um Maruka eingehender zu begutachten - so wie alle es im Moment taten. Dann aber umarmte er Juulka und sie begann zu kichern.
"Knirsch, ich hab doch eben gesagt: Celcianisch!"
Knirsch... ist das sein Name? Dann ist der andere Skem?
Eine kleine Diskussion entbrannte, von der sie eben nur die Hälfte verstand:
"Blablublub."
"Hab ich auch schon gesagt. Das ist Maruka, sie ist meine neue Freundin!"
"Blablublum."
"Ich hab nichts gegen mehr Esser. Vielleicht bekomme ich dann für meine harte Arbeit auch mal ein Kompliment mehr"
"Aber Greggor, ich sage dir doch immer, dass es mir schmeckt."
Der runde ist Greggor. Wer ist denn nun Skem?
Also gab es noch einen Goblin, der bisher nicht aufgetreten war und Maruka wirkte langsam deutlich irritiert. Sie sah von einem zum anderen und immer wieder zu Rakhul, der nun mal die größte Bedrohung darstellte. Derweil ging es weiter:
"Dich meinte ich auch nicht, Juulka. Doch von deinem Bruder höre ich das nie."
"Blablubrb."
Die Goblins begannen noch angeregter zu diskutieren, dieses Mal allesamt in ihrer Muttersprache, so dass Maruka nichts mehr verstand und leise durchatmete. Gelassen stand sie da und beobachtete das Schauspiel in dem auch häufiger mal heftig gestikuliert wurde. Sie wechselte das Standbein und lehnte sich leicht an Mato. Hier gab es für sie gerade nichts zu tun, also hieß es geduldig abwarten.
Auch der Rakul beteiligte sich nicht an der Diskussion. Er senkte auch seine Äxte nicht, dafür wandte sich mit der Ruhe eines schlafenden Drachen und ähnlicher Aura an die Menkin:
"Was willst du hier?"
Überraschungsmomente gab es hier reichlich.
Überraschungüberraschung!
Das kleine Lache hatte von ZWEI Personen erzählt, die zu ihr gehörten und nun zählte Maruka bereits drei. Dem Gespräch konnte sie ohnehin nur Stückchenweise folgen, da die Goblinmänner auch auf Juulkas Bitte hin sich weiter in ihrer eigenen Sprache, in Terkin unterhielten. Es ärgerte sie nicht, denn wäre sie an ihrer Stelle, hätte sie genauso gehandelt. Dass Juulka zu vertrauensselig war und das diese Charaktereigenschaft nicht unbedingt zu allen Goblins gehörte, war ihr schon klar gewesen. Schnell stellte sich auch heraus, dass der kleine dicke Goblin eben auch nicht besagter "Skem" war, sondern Greggor, genau sowenig wie der andere mit der Brille, den Juulka Knirsch genannt hatte. Alle drei Goblins, ausgenommen Skem, der sich noch nicht gezeigt hatte und laut Juulka von Rakhul den Hintern mit Salbe eingerieben bekommen sollte, waren in ihr Gespräch vertieft.
Wo ist Skem?
Die vollkommen irrationale Vorstellung, dass Rakhul vielleicht nach dem einreiben seines Goblinhinterns vielleicht Hunger bekommen hatte und Skem nun der Inhalt des Topfes war, ließ Maruka kurz blinzeln. Einem Ork war allerhand zuzutrauen, aber irgendwie passte das nicht so recht zu dem vertrauensseligen Verhalten der anderen ihm gegenüber. Hätte er ihren Begleiter gefressen, sähe es hier nicht so entspannt aus. Irgendetwas stimmte einfach nicht so recht in diesem Bild. Es war zum Haareraufen.
Ein geübter Trupp könnte sich ohne Probleme anschleichen und diesen Haufen in drei Herzschlägen umbringen. Da würden einzig die Fallen vielleicht für eine kleine Verzögerung sorgen.
Aber der Ork der Runde hatte sie etwas gefragt und Maruka sah ihn aufrecht an. Sie hatte gelernt, dass man den größeren gegenüber keine Angst zeigen durfte, denn dann wurde man sofort zum Opfer. Also bewegte sie sich kein Stück und hielt seinem Blick ein paar Sekunden lang stand. Dann seufzte sie schicksalsergeben, neigte leicht den Kopf in die Richtung aus der sie kamen und meinte:
"Ich habe Juulka am Rand des Gebiets meines Clans entdeckt, wie sie in einer unserer Quellen badete, ohne auf ihre Umgebung zu achten und dachte mir, ich bring sie euch besser wieder bevor... eine Dornenbestie sie frisst."
Dann zuckte sie mit den Schultern und fügte hinzu:
„Das Schwein sah auch lecker aus, aber … Juulka wäre traurig, hätte ich es erlegt. Das wollte ich irgendwie nicht. Sie ist … nett.“
Das entsprach alles der Wahrheit. Reichte es aus? Sie musterte den Ork eingehend und ließ ihren Blick über seinen Körper wandern. Als sie wieder bei seinen grauen Augen angekommen war fragte sie schlicht:
„Und du?“
Ja, was machte er hier? Was machte ein so gewaltiger Krieger bei einer kleinen Gruppe Goblins, die normalerweise eher zum Ballspiel taugten, als … eher als Gefährten, oder was auch immer das hier war.
Ich hatte auch nicht gefragt woher her kommt, sondern wie er zu euch gekommen ist.
Konzentration war nicht so Juulkas Ding, soviel stand fest. Hatte sie ihn gefunden wie sie es mit Maruka getan hatte und ihn einfach wie sie mitgenommen? Hatte er sich beworben, oder war er angeheuert worden? Es gab viele Wege wie man zueinander finden konnte. Aber in diesem Moment, sah sie ihn auch schon am Lagerfeuer sitzen.
Oh... wirklich groß!
Instinktiv ballte sie leicht die Fäuste und vielleicht spürte auch Mato ihre leicht steigende innere Unruhe. Erst einmal bedeutete ein großer Ork oft erst einmal Gefahr für Maruka. Trotzdem ging sie mit Juulka an der Seite weiter auf das Lager zu.
Oh... so viele Gerüche... zu viel!
Hier war eine klare Witterung schwierig, aber mit etwas Übung könnte sie sie auseinander halten. Am Anfang war ihr das auch ich Skolas Zelt immer schwer gefallen, aber ihr Gehirn hatte gelernt, wie sie sich auf einzelne Duft-Fäden in Gemisch der Umwelt konzentrieren konnte. Hier aber war gerade sehr viel neues, so dass ihre Nase sich keinen einzelnen aussuchen konnte. Auch die Fallen rings umher wurden bemerkt, aber da das Goblinmädchen den Weg kannte, konnte sich die Menkin stärker auf das zentrale Geschehen konzentrieren. Und dort saß der Ork Rakhul. Er war fast schon ein Oger, auch wenn ihm die rosa Haut fehlte und von Leben gezeichnet, was sie vermuten ließ, dass er vielleicht schon etwas älter war. Orks hatten keine al zu lange Lebensspanne und wurden auch sehr schnell erwachsen. Dieser hier schien bereits von der rückwärtigen Betrachtung her einiges erlebt zu haben.
Eine andere Gestalt in der Nähe war dabei in einem Sack zu wühlen. Für einen Goblin besaß der Kleine auch ordentlich an Masse, nur im Gegensatz zu Rakhul eindeutig keine Muskeln.
Ist das Skem?
Juulkas Sau hielt sofort auf den dicken Goblin zu und quiekte. Jener zog seinen Kopf aus dem Sack. Das Schwein begann sein Gesicht abzuschlecken.
"Blablu Trüffel bla...?"
Er verstummte jäh und seine Augen legten sich auf Maruka, anschließend auf Mato an ihrer Seite. Er griff jedoch nicht nach einer Waffe. Das machte Rakhul, dem war die Veränderung in der Stimme und Blickrichtung seines Begleiters nicht entgangen. Noch ehe der Ork sich erhoben hatte, lagen zwei kleine Äxte in seinen Händen. Mit denen konnte er sicher ebenso gut werfen wie zuschlagen.
Tomahawks. Auch eine meiner bevorzugten Waffen.
Maruka blieb einfach stehen und legte Mato ihre Hand in sein dichtes Nackenfell. Einerseits beruhigten sie so einander, andererseits stärkte es ihre Bindung im Ernstfall und beschleunigte ihre Kommunikation. Ein gezielter Handdruck nach vorne und er würde angreifen.
Hoffentlich, macht keiner etwas dummes.
Rakhul sagte nichts, sondern blickte Maruka direkt entgegen. Seine Augen waren grau, sein Ausdruck im ersten Moment als mürrisch zu bezeichnen, doch tatsächlich wirkte er eher warnend.
Er beschützt nur die Gruppe. Bleib ruhig.
, beschwor sie sich selbst und Mato ebenso. Juulka sprang in dem Moment dazwischen:
"Beruhigt euch! Und redet auf Celcianisch, damit Maruka euch auch versteht. Sie kann Krz'ner, aber ich glaube, Terkin liegt ihr nicht. Und vor Mato braucht ihr auch keine Angst zu haben. Er ist wirklich sehr lieb!"
Maruka neigte den Kopf leicht und nickte. Der andere Goblin mit der froschgrünen Haut und der Wampe, blickte eher skeptisch drein.
"Maruka? Also ist's dieses Mal eine Orkin?"
Die Menkin nickte noch einmal bei der Erwähnung ihres Namens.
...dieses Mal... also hat sie vielleicht Rakhul angeschleppt? Warum erzählt sie das nicht einfach?
Der Goblinmann zeigte sich mehr beeindruckt als Rakhul, der noch immer wachsam blieb. Auch Maruka ließ ihn kaum aus den Augen. Zu viele ihre Artgenossen töteten einfach auch purer Lust und sie wollte heute noch nicht sterben, also stand sie weiterhin still Abstand und ließ ihre neue Freundin den Erstkontakt herstellen, bis eine weitere Stimme erklang:
"Blablabla."
Ein weiterer Goblin erschien auf der Bildfläche.
Moment... drei?
Er schob eine Schutzbrille mit verschieden farbigen dicken Gläsern auf seinen Schädel, um Maruka eingehender zu begutachten - so wie alle es im Moment taten. Dann aber umarmte er Juulka und sie begann zu kichern.
"Knirsch, ich hab doch eben gesagt: Celcianisch!"
Knirsch... ist das sein Name? Dann ist der andere Skem?
Eine kleine Diskussion entbrannte, von der sie eben nur die Hälfte verstand:
"Blablublub."
"Hab ich auch schon gesagt. Das ist Maruka, sie ist meine neue Freundin!"
"Blablublum."
"Ich hab nichts gegen mehr Esser. Vielleicht bekomme ich dann für meine harte Arbeit auch mal ein Kompliment mehr"
"Aber Greggor, ich sage dir doch immer, dass es mir schmeckt."
Der runde ist Greggor. Wer ist denn nun Skem?
Also gab es noch einen Goblin, der bisher nicht aufgetreten war und Maruka wirkte langsam deutlich irritiert. Sie sah von einem zum anderen und immer wieder zu Rakhul, der nun mal die größte Bedrohung darstellte. Derweil ging es weiter:
"Dich meinte ich auch nicht, Juulka. Doch von deinem Bruder höre ich das nie."
"Blablubrb."
Die Goblins begannen noch angeregter zu diskutieren, dieses Mal allesamt in ihrer Muttersprache, so dass Maruka nichts mehr verstand und leise durchatmete. Gelassen stand sie da und beobachtete das Schauspiel in dem auch häufiger mal heftig gestikuliert wurde. Sie wechselte das Standbein und lehnte sich leicht an Mato. Hier gab es für sie gerade nichts zu tun, also hieß es geduldig abwarten.
Auch der Rakul beteiligte sich nicht an der Diskussion. Er senkte auch seine Äxte nicht, dafür wandte sich mit der Ruhe eines schlafenden Drachen und ähnlicher Aura an die Menkin:
"Was willst du hier?"
Überraschungsmomente gab es hier reichlich.
Überraschungüberraschung!
Das kleine Lache hatte von ZWEI Personen erzählt, die zu ihr gehörten und nun zählte Maruka bereits drei. Dem Gespräch konnte sie ohnehin nur Stückchenweise folgen, da die Goblinmänner auch auf Juulkas Bitte hin sich weiter in ihrer eigenen Sprache, in Terkin unterhielten. Es ärgerte sie nicht, denn wäre sie an ihrer Stelle, hätte sie genauso gehandelt. Dass Juulka zu vertrauensselig war und das diese Charaktereigenschaft nicht unbedingt zu allen Goblins gehörte, war ihr schon klar gewesen. Schnell stellte sich auch heraus, dass der kleine dicke Goblin eben auch nicht besagter "Skem" war, sondern Greggor, genau sowenig wie der andere mit der Brille, den Juulka Knirsch genannt hatte. Alle drei Goblins, ausgenommen Skem, der sich noch nicht gezeigt hatte und laut Juulka von Rakhul den Hintern mit Salbe eingerieben bekommen sollte, waren in ihr Gespräch vertieft.
Wo ist Skem?
Die vollkommen irrationale Vorstellung, dass Rakhul vielleicht nach dem einreiben seines Goblinhinterns vielleicht Hunger bekommen hatte und Skem nun der Inhalt des Topfes war, ließ Maruka kurz blinzeln. Einem Ork war allerhand zuzutrauen, aber irgendwie passte das nicht so recht zu dem vertrauensseligen Verhalten der anderen ihm gegenüber. Hätte er ihren Begleiter gefressen, sähe es hier nicht so entspannt aus. Irgendetwas stimmte einfach nicht so recht in diesem Bild. Es war zum Haareraufen.
Ein geübter Trupp könnte sich ohne Probleme anschleichen und diesen Haufen in drei Herzschlägen umbringen. Da würden einzig die Fallen vielleicht für eine kleine Verzögerung sorgen.
Aber der Ork der Runde hatte sie etwas gefragt und Maruka sah ihn aufrecht an. Sie hatte gelernt, dass man den größeren gegenüber keine Angst zeigen durfte, denn dann wurde man sofort zum Opfer. Also bewegte sie sich kein Stück und hielt seinem Blick ein paar Sekunden lang stand. Dann seufzte sie schicksalsergeben, neigte leicht den Kopf in die Richtung aus der sie kamen und meinte:
"Ich habe Juulka am Rand des Gebiets meines Clans entdeckt, wie sie in einer unserer Quellen badete, ohne auf ihre Umgebung zu achten und dachte mir, ich bring sie euch besser wieder bevor... eine Dornenbestie sie frisst."
Dann zuckte sie mit den Schultern und fügte hinzu:
„Das Schwein sah auch lecker aus, aber … Juulka wäre traurig, hätte ich es erlegt. Das wollte ich irgendwie nicht. Sie ist … nett.“
Das entsprach alles der Wahrheit. Reichte es aus? Sie musterte den Ork eingehend und ließ ihren Blick über seinen Körper wandern. Als sie wieder bei seinen grauen Augen angekommen war fragte sie schlicht:
„Und du?“
Ja, was machte er hier? Was machte ein so gewaltiger Krieger bei einer kleinen Gruppe Goblins, die normalerweise eher zum Ballspiel taugten, als … eher als Gefährten, oder was auch immer das hier war.



