Der Schankraum
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Wirt
- Gast

Re: Der Schankraum
Der Wirt war ein wenig überrascht, aber nicht, weil er Serras wiedersah (sie hatte ja angedeutet, sich ein Zimmer zu nehmen), sondern weil sie ihn so energisch am Ärmel gepackt hatte.
"Eine Frau mit weißem Haar? Nein, hab ich nicht gesehen." Der Wirt zuckte mit den Schultern. "Aber eines der Pferde ist weg. Hm, die Wüstendiebe bestehlen mich nicht ... zumindest klauen sie keine Pferde, die haben ja ihre Kamele. Muss wohl irgendein Bürger gewesen sein."
"Ein Mann war's", rief der Küchenjunge, der gerade ein Tablett leerer Krüge hatte fortbringen wollen. "Er führte das Pferd ganz ruhig davon, deshalb dachte ich, dass es seins ist."
"Du sollst doch nicht denken!", schimpfte der Wirt und gab dem Bengel eine Ohrfeige. Dieser verzog sich schnell in die Küche, bevor es noch mehr Schelte gab. Der Wirt jedoch rief ihm noch nach: "Wo ist dieser Kerl mit dem Pferd hingeritten?"
"Nicht geritten ist er! Er hat's weggeführt, die breite Stra ... zur ... F...akademie entlang!" Die Stimme des Jungen wurde vom Lärm der Gäste übertönt und man hörte nur noch Wortfetzen.
"Naja, es war nicht Euer Pferd, oder?", meinte der Wirt gleichgültig. Vermutlich war es Gang und Gebe in Sarma, dass zwischendurch immer mal etwas <i>verschwand</i>.
"Eine Frau mit weißem Haar? Nein, hab ich nicht gesehen." Der Wirt zuckte mit den Schultern. "Aber eines der Pferde ist weg. Hm, die Wüstendiebe bestehlen mich nicht ... zumindest klauen sie keine Pferde, die haben ja ihre Kamele. Muss wohl irgendein Bürger gewesen sein."
"Ein Mann war's", rief der Küchenjunge, der gerade ein Tablett leerer Krüge hatte fortbringen wollen. "Er führte das Pferd ganz ruhig davon, deshalb dachte ich, dass es seins ist."
"Du sollst doch nicht denken!", schimpfte der Wirt und gab dem Bengel eine Ohrfeige. Dieser verzog sich schnell in die Küche, bevor es noch mehr Schelte gab. Der Wirt jedoch rief ihm noch nach: "Wo ist dieser Kerl mit dem Pferd hingeritten?"
"Nicht geritten ist er! Er hat's weggeführt, die breite Stra ... zur ... F...akademie entlang!" Die Stimme des Jungen wurde vom Lärm der Gäste übertönt und man hörte nur noch Wortfetzen.
"Naja, es war nicht Euer Pferd, oder?", meinte der Wirt gleichgültig. Vermutlich war es Gang und Gebe in Sarma, dass zwischendurch immer mal etwas <i>verschwand</i>.
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Wirt
- Gast

Re: Der Schankraum
"Ihr meint die Feuerakademie, die von Cassandra der Hexe gegründet worden ist? Natürlich erkläre ich Euch den Weg, ist ganz leicht."
Der Wirt zückte seinen Notizblock, auf dem er sonst immer die Bestellung niederschrieb. Ebenfalls hielt er plötzlich einen kleinen Kohlestift in der Hand. Eilig skizzierte er grob den Weg von seiner Schenke bis zur Feuerakademie.
"Hier", sagte der Wirt und überreichte Serras den Zettel. Enige Fettflecke waren darauf und dort, wo der Wirt ihn gehalten hatte, wellte sich das Papier vom Schweiß.
"So findet Ihr garantiert den Weg zur Akademie. Ist ein großes Gebäudekomplex, garnicht zu verfehlen."
Der Wirt zückte seinen Notizblock, auf dem er sonst immer die Bestellung niederschrieb. Ebenfalls hielt er plötzlich einen kleinen Kohlestift in der Hand. Eilig skizzierte er grob den Weg von seiner Schenke bis zur Feuerakademie.
"Hier", sagte der Wirt und überreichte Serras den Zettel. Enige Fettflecke waren darauf und dort, wo der Wirt ihn gehalten hatte, wellte sich das Papier vom Schweiß.
"So findet Ihr garantiert den Weg zur Akademie. Ist ein großes Gebäudekomplex, garnicht zu verfehlen."
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Wirt
- Gast

Re: Der Schankraum
"Natürlich kann ich Euch ein Paket zusammenstellen. Ist hauptsächlich Dörrfleisch, weil sich das lange hält. Und jede Menge Wasser. Wasser ist wichtig in der Wüste."
Einen Augenblick verharrte der Wirt schweigend.
"Ihr wollt doch in die Wüste, deshalb habt Ihr auch gefragt, wie man sich da zurechtfindet, nicht wahr? Nun, am besten findet man sich natürlich als Karawanenführer zurecht, schätze ich. Aber eins weiß auch der gute alte Wirt vom glühenden Gasthaus: Immer aufpassen, wenn die Luft flimmert. Fata Morgana ... keine schöne Sache. Da spielen einem die Augen einen Streich und man glaubt, Dinge zu sehen, die es gar nicht gibt. Achja und immer auf Kakteen achten, wenn man Durst hat. Die sind ein richtiger Wasserspeicher, wenn man dann auch noch ein Messer hat um die aufzuschneiden. Besorgt Euch auch eine Decke. Nachts kann es in der Wüste schon mal richtig kalt werden. Mehr fällt mir nicht ein."
Während der Wirt geredet und noch mehr geredet hatte, war er hin und her gelaufen, um Serras ein Proviantpaket zusammenzustellen. Jetzt legte er ein kleines Päckchen und mehrere Flaschen in Lederbehältern auf den Tresen.
"Bitte schön, Nahrung und Wasser für 5 Tage, das sollte reichen. Macht 15 Goldmünzen."
<i>[Serras zahlt für das Proviantpaket 15 gm]</i>
Einen Augenblick verharrte der Wirt schweigend.
"Ihr wollt doch in die Wüste, deshalb habt Ihr auch gefragt, wie man sich da zurechtfindet, nicht wahr? Nun, am besten findet man sich natürlich als Karawanenführer zurecht, schätze ich. Aber eins weiß auch der gute alte Wirt vom glühenden Gasthaus: Immer aufpassen, wenn die Luft flimmert. Fata Morgana ... keine schöne Sache. Da spielen einem die Augen einen Streich und man glaubt, Dinge zu sehen, die es gar nicht gibt. Achja und immer auf Kakteen achten, wenn man Durst hat. Die sind ein richtiger Wasserspeicher, wenn man dann auch noch ein Messer hat um die aufzuschneiden. Besorgt Euch auch eine Decke. Nachts kann es in der Wüste schon mal richtig kalt werden. Mehr fällt mir nicht ein."
Während der Wirt geredet und noch mehr geredet hatte, war er hin und her gelaufen, um Serras ein Proviantpaket zusammenzustellen. Jetzt legte er ein kleines Päckchen und mehrere Flaschen in Lederbehältern auf den Tresen.
"Bitte schön, Nahrung und Wasser für 5 Tage, das sollte reichen. Macht 15 Goldmünzen."
<i>[Serras zahlt für das Proviantpaket 15 gm]</i>
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Erzähler
- Gast

Re: Der Schankraum
Der Wirt verstand Jahras Miene sofort zu deuten, Oft genug kehrten die Bettler in seine Schenke ein, wenn sich jemand ihrer erbarmt hatte. Sie verlangten ein Bier, bekamen auch eines, aber meist war es stark mit Wasser verdünnt.
Er kehrte den beiden den Rücken zu und brachte Sekunden später schon einen besonders kleinen Keramik-Krug mit Bier, das nicht einmal schäumte. Dafür verlangte er nicht einmal den vollen Preis. "Eine Goldmünze", schnaufte er und ließ sich von Jahra auszahlen. Dann trottete er wieder davon.
Ahab nahm einen Schluck, aber vorsichtig, um seine geschwollene Lippe nicht zu sehr zu beanspruchen. "Schmeckt wie Kamelpisse, aber wenigstens kostet es mich nur eine Information. Ihr wollt wissen, wohin es den Hauptmann zieht, Mädchen? Soweit ich weiß, ist er ein sehr gesetzestreuer Mann auf dem Weg der Gerechtigkeit. Kein Wunder, dass er sich Mittags und Abends immer zum Tempel des Gottes Lysanthor begibt. Viele Bürger Sarmas huldigen dem Gott nicht gerade, da sie ihn mit der Hitze, der Wüste und dessen Fluch in Verbindung bringen. Aber trotzdem steht sein Tempel hier in der Stadt. Hat irgendwas mit der Symbolik zu tun, ich weiß auch nicht so genau. Aber dass der Hauptmann sich gern dort zum Beten herumtreibt, ja das weiß ich." Ahab trank sein Bier leer und schob den Kelch von sich fort.
<i>[Jahra zahlt 1 gm an den Wirt]</i>
Er kehrte den beiden den Rücken zu und brachte Sekunden später schon einen besonders kleinen Keramik-Krug mit Bier, das nicht einmal schäumte. Dafür verlangte er nicht einmal den vollen Preis. "Eine Goldmünze", schnaufte er und ließ sich von Jahra auszahlen. Dann trottete er wieder davon.
Ahab nahm einen Schluck, aber vorsichtig, um seine geschwollene Lippe nicht zu sehr zu beanspruchen. "Schmeckt wie Kamelpisse, aber wenigstens kostet es mich nur eine Information. Ihr wollt wissen, wohin es den Hauptmann zieht, Mädchen? Soweit ich weiß, ist er ein sehr gesetzestreuer Mann auf dem Weg der Gerechtigkeit. Kein Wunder, dass er sich Mittags und Abends immer zum Tempel des Gottes Lysanthor begibt. Viele Bürger Sarmas huldigen dem Gott nicht gerade, da sie ihn mit der Hitze, der Wüste und dessen Fluch in Verbindung bringen. Aber trotzdem steht sein Tempel hier in der Stadt. Hat irgendwas mit der Symbolik zu tun, ich weiß auch nicht so genau. Aber dass der Hauptmann sich gern dort zum Beten herumtreibt, ja das weiß ich." Ahab trank sein Bier leer und schob den Kelch von sich fort.
<i>[Jahra zahlt 1 gm an den Wirt]</i>
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Wirt
- Gast

Re: Der Schankraum
Die Gäste ringsum warfen flüchtige, aber unangenehme Blicke zu Grimh herüber. Wie dieser Minotaurus sich hier aufspielte. Einige standen auf, warfen Geld auf Tisch oder Tresen und verließen das <i>glühende Gasthaus</i>. Sie hatten hier Unterschlupf finden wollen, denn die Straßen Sarmas waren derzeit nicht gerade belebt. Die pechschwarzen Wolken über der Stadt wurden als böses Omen gesehen und nur zu Recht hatte sich sogar einmal der Bürgermeister eingeschaltet und seine Bewohner gebeten, in den Häusern zu bleiben. Natürlich gab es immer Ausnahmen. Einige wollten nun einmal gerne noch einen Krug trinken. Doch jetzt, da sich ein Stiermensch bei ihnen breit machte, zogen sie die alkoholfreien vier Wände ihres eigenen Hauses vor.
Endlich tauchte der Wirt auf. Er zog eine grimmige Grimasse und schaute auch sonst nicht gerade begeistert drein, als er zu Grimh marschierte.
<b>Dieser Riesenochse mit zwei Hörnern vernichtet meine ganze Einrichtung mit seinem Streitkolben. Hoffentlich zahlt er wenigstens gut.</b>
Der Wirt räusperte sich, um seine Beherrschung zurück zu erlangen. Dann erreichte er endlich Grimhs Tisch und fragte:
"Was darf es sein, der ... äh ... Herr?" Ihm blieb nichts Anderes übrig. Er <i>musste</i> nun einmal all seine Gäste höflich behandeln, sonst könnte er sein Lokal sofort dicht machen. Seine Gäste jedoch hatten hier eine gewisse Bewegungsfreiheit.
"Heda, Stiermann!", drang es aus einer dunklen Ecke, in der einige Vorhänge aufgespannt waren. "Wenn du was trinken willst, stell dich gefälligst zu deinesgleichen in den Stall, harhar!" In der Ecke hockte jemand an dem einzigen Tisch dort. Sein Gesicht war durch die Schatten, die die Vorhänge warfen, verborgen, aber es handelte sich eindeutig um einen Mann. Grimh konnte seinen Oberkörper erkennen. Schweiß glänzte auf der nackten Haut und Lederriemen spannten sich eng um die muskulöse Brust. Auf dem Tisch lag ein Krummsäbel.
[OT: Gedankengänge werden fett geschrieben, um sie schneller zu erkennen <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0"> ]
Endlich tauchte der Wirt auf. Er zog eine grimmige Grimasse und schaute auch sonst nicht gerade begeistert drein, als er zu Grimh marschierte.
<b>Dieser Riesenochse mit zwei Hörnern vernichtet meine ganze Einrichtung mit seinem Streitkolben. Hoffentlich zahlt er wenigstens gut.</b>
Der Wirt räusperte sich, um seine Beherrschung zurück zu erlangen. Dann erreichte er endlich Grimhs Tisch und fragte:
"Was darf es sein, der ... äh ... Herr?" Ihm blieb nichts Anderes übrig. Er <i>musste</i> nun einmal all seine Gäste höflich behandeln, sonst könnte er sein Lokal sofort dicht machen. Seine Gäste jedoch hatten hier eine gewisse Bewegungsfreiheit.
"Heda, Stiermann!", drang es aus einer dunklen Ecke, in der einige Vorhänge aufgespannt waren. "Wenn du was trinken willst, stell dich gefälligst zu deinesgleichen in den Stall, harhar!" In der Ecke hockte jemand an dem einzigen Tisch dort. Sein Gesicht war durch die Schatten, die die Vorhänge warfen, verborgen, aber es handelte sich eindeutig um einen Mann. Grimh konnte seinen Oberkörper erkennen. Schweiß glänzte auf der nackten Haut und Lederriemen spannten sich eng um die muskulöse Brust. Auf dem Tisch lag ein Krummsäbel.
[OT: Gedankengänge werden fett geschrieben, um sie schneller zu erkennen <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0"> ]
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fremder Mann
- Gast

Re: Der Schankraum
Als Grimh erzürnt auf den Tisch schlug und das Holz dabei splitterte, wirbelte der Wirt herum, als wollte er eine tänzerische Pirouette drehen. Nur sein Gesicht zeigte, dass dies nicht der Fall war. Es glühte dunkelrot vor Wut und viele Zornesfalten drängten sich um die zu Schlitzen verengten Augen. "Hey, Mann, ich bringe dir vielleicht kein Dunkelbier, wenn du meine Einrichtung zertrümmerst. Achte auf deine Stärke, klar?!" Doch Grimh achtete im Moment nicht einmal auf den Wirt, als er zu dem Fremden in die dunkle Ecke trat und mit einer Drohung konterte.
Der Fremde umfasste seinen Krummsäbel und erhob sich in der gleichen Bewegung. Doch nahm er seine Waffe nicht, um damit anzugreifen. Er befestigte sie am Gürtel. Dann trat er aus den Schatten, doch sein Gesicht blieb verborgen. Er trug einen schweren Kapuzenmantel, der ihn einhüllte wie eine zweite Haut und ihn in Schatten verbarg. Grimh konnte lediglich den unteren Teil seines Gesichtes sehen. Ein Grinsen umspielte die Lippen des Fremden.
"Hast du nicht gehört? Der Wirt beklagt sich schon über seinen Tisch und da willst du ihm die Freude machen und auch noch sein Fenster zerdeppern?" Der Fremde schritt locker an Grimh vorbei Richtung Tür. "Gehen wir raus, wo uns keine kostbaren Möbel, Fenster und Unschuldige im Wege stehen. Beweise mir, dass du anders bist als die Ochsen, Esel und Kamele, die ihr Wasser aus dem Trog saufen."
<b>Nun scheint es auf eine Schlägerei hinauszulaufen. Ein wenig Spaß zwischendurch kann nicht schaden. Danach wende ich mich wohl lieber meiner eigentlichen Aufgabe zu.</b>
Der Fremde wandte sich der Tür zu. Die anwesenden Gäste hielten den Atem an. Der Wirt ärgerte sich noch immer über das Loch im Tisch.
Der Fremde umfasste seinen Krummsäbel und erhob sich in der gleichen Bewegung. Doch nahm er seine Waffe nicht, um damit anzugreifen. Er befestigte sie am Gürtel. Dann trat er aus den Schatten, doch sein Gesicht blieb verborgen. Er trug einen schweren Kapuzenmantel, der ihn einhüllte wie eine zweite Haut und ihn in Schatten verbarg. Grimh konnte lediglich den unteren Teil seines Gesichtes sehen. Ein Grinsen umspielte die Lippen des Fremden.
"Hast du nicht gehört? Der Wirt beklagt sich schon über seinen Tisch und da willst du ihm die Freude machen und auch noch sein Fenster zerdeppern?" Der Fremde schritt locker an Grimh vorbei Richtung Tür. "Gehen wir raus, wo uns keine kostbaren Möbel, Fenster und Unschuldige im Wege stehen. Beweise mir, dass du anders bist als die Ochsen, Esel und Kamele, die ihr Wasser aus dem Trog saufen."
<b>Nun scheint es auf eine Schlägerei hinauszulaufen. Ein wenig Spaß zwischendurch kann nicht schaden. Danach wende ich mich wohl lieber meiner eigentlichen Aufgabe zu.</b>
Der Fremde wandte sich der Tür zu. Die anwesenden Gäste hielten den Atem an. Der Wirt ärgerte sich noch immer über das Loch im Tisch.
Zuletzt geändert von fremder Mann am Freitag 9. März 2007, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.
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fremder Mann
- Gast

Re: Der Schankraum
Ohne ein Wort an den Wirt zu verschwenden verließ der Fremde das Gasthaus. Bei Grimhs Worten musste er lachen und es klang irgendwie zischelnd wie bei einer Schlange. "Fliehen ist etwas für Feiglinge. Ich habe nur nicht genug Geld, dem Wirt die ganze Einrichtung zu bezahlen." Er begann zu lachen. Ja, da lachte er tatsächlich, obwohl ihm doch ein Kampf mit einem Minotaurus bevor stand. Dieser Fremde war seltsam.
Draußen angekommen ging er ein Stück die Straße hinunter und blieb dann stehen. Er drehte sich um und musterte Grimh. "Willst du hier kämpfen?" Dann warf er eienn Blick hinauf in den pechschwarzen Himmel. Seit diese Wolken aufgetaucht waren, hatte die Hitze abgenommen und es war bedeutend dunkler in den Straßen als üblich.
"Normalerweise würde ich eine dunkle Seitengasse oder die Weiten der Wüste vorziehen, aber im Augenblick treiben sich ohnehin nur wenigen Menschen auf den Straßen herum. Und glaub mir. Ich habe mich nicht auf diesen kleinen Spaß eingelassen, weil ich dem Wirt imponieren möchte. Menschen interessieren mich wenig. Ich mache das zu meinem eigenen Vergnügen."
Der Fremde zog seienn Krummsäbel und wog ihn nachdenklich in der Hand. Er machte ein paar Probeschwünge, ließ seine Klinge durch die Luft fahren und prüfte seinen Schwertarm. Den Kapuzenmantel zog er nicht aus, was ebenfalls seltsam genug war. Wie wollte er mit all dem Stoff im Gesicht anständig kämpfen? Das behinderte doch nur. Dann täuschte der Fremde eine Verbeugung an. "Wir sollten einander vorstellen. Ich mag es nicht, gegen Unbekannte zu streiten. Die, die mich kennen, rufen mich Azlar."
Draußen angekommen ging er ein Stück die Straße hinunter und blieb dann stehen. Er drehte sich um und musterte Grimh. "Willst du hier kämpfen?" Dann warf er eienn Blick hinauf in den pechschwarzen Himmel. Seit diese Wolken aufgetaucht waren, hatte die Hitze abgenommen und es war bedeutend dunkler in den Straßen als üblich.
"Normalerweise würde ich eine dunkle Seitengasse oder die Weiten der Wüste vorziehen, aber im Augenblick treiben sich ohnehin nur wenigen Menschen auf den Straßen herum. Und glaub mir. Ich habe mich nicht auf diesen kleinen Spaß eingelassen, weil ich dem Wirt imponieren möchte. Menschen interessieren mich wenig. Ich mache das zu meinem eigenen Vergnügen."
Der Fremde zog seienn Krummsäbel und wog ihn nachdenklich in der Hand. Er machte ein paar Probeschwünge, ließ seine Klinge durch die Luft fahren und prüfte seinen Schwertarm. Den Kapuzenmantel zog er nicht aus, was ebenfalls seltsam genug war. Wie wollte er mit all dem Stoff im Gesicht anständig kämpfen? Das behinderte doch nur. Dann täuschte der Fremde eine Verbeugung an. "Wir sollten einander vorstellen. Ich mag es nicht, gegen Unbekannte zu streiten. Die, die mich kennen, rufen mich Azlar."
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fremder Mann
- Gast

Re: Der Schankraum
<b>Aha, jetzt geht's los.</b>
Azlar spannte seine Muskeln an. Dazu hatte er gerade noch genug Zeit, als Grimh schon mit erhobener Waffe auf ihn zu stürmte. Azlar sprang zurück, Grimh folgte ihm, wobei er in immer größere Rage geriet. Seine Wut war enorm und er holte heftig aus mit seinem streitkolben. Einmal traf er beinahe, doch Azlar machte einen gewagten Hechtsprung zur Seite, auch wenn er dadurch gegen eine Mauer prallte. Er rollte sich halb mit der Schulter ab, sauste an Grimh vorbei. Ja, das schien seine Stärke zu sein: Schnelligkeit.
Grimh wandte sich um. Er stand geradezu perfekt, um Azlar auf den Mantel zu treten und ihn so an weiteren Bewegungen zu hindern. Sein Fuß landete auf dem Stoff. Azlar zischte, als ein Ruck ihn zu Boden beförderte. Mit seinem Krummsäbel wehrte er einen Hieb des Streitkolbens ab. Er konnte die Wucht dahinter jedoch kaum bremsen, so dass er sie ins Leere umlenken musste.
Diese Aktion hatte jedoch zur Folge, dass der Kapuzenumhang ein Stück weit zurück rutschte und Azlars Gesicht zum Vorschein kam. Es war nur ein kurzer Moment, in dem sein Gesicht sich zeigte, doch für Grimh reichte es aus. Azlar war kein Mensch, jedenfalls kein vollständiger. Er hatte die blasse Haut gesehen, die Schuppen darauf und die seltsamen Schlangenaugen. Was war dieser Kerl?!
Azlar zischte. Jetzt hatte er ein Problem. Entweder, er gab seinen Umhang auf oder er würde gleich erneut versuchen müssen, Grimhs schlag abzulenken.
Azlar spannte seine Muskeln an. Dazu hatte er gerade noch genug Zeit, als Grimh schon mit erhobener Waffe auf ihn zu stürmte. Azlar sprang zurück, Grimh folgte ihm, wobei er in immer größere Rage geriet. Seine Wut war enorm und er holte heftig aus mit seinem streitkolben. Einmal traf er beinahe, doch Azlar machte einen gewagten Hechtsprung zur Seite, auch wenn er dadurch gegen eine Mauer prallte. Er rollte sich halb mit der Schulter ab, sauste an Grimh vorbei. Ja, das schien seine Stärke zu sein: Schnelligkeit.
Grimh wandte sich um. Er stand geradezu perfekt, um Azlar auf den Mantel zu treten und ihn so an weiteren Bewegungen zu hindern. Sein Fuß landete auf dem Stoff. Azlar zischte, als ein Ruck ihn zu Boden beförderte. Mit seinem Krummsäbel wehrte er einen Hieb des Streitkolbens ab. Er konnte die Wucht dahinter jedoch kaum bremsen, so dass er sie ins Leere umlenken musste.
Diese Aktion hatte jedoch zur Folge, dass der Kapuzenumhang ein Stück weit zurück rutschte und Azlars Gesicht zum Vorschein kam. Es war nur ein kurzer Moment, in dem sein Gesicht sich zeigte, doch für Grimh reichte es aus. Azlar war kein Mensch, jedenfalls kein vollständiger. Er hatte die blasse Haut gesehen, die Schuppen darauf und die seltsamen Schlangenaugen. Was war dieser Kerl?!
Azlar zischte. Jetzt hatte er ein Problem. Entweder, er gab seinen Umhang auf oder er würde gleich erneut versuchen müssen, Grimhs schlag abzulenken.
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Wirt
- Gast

Re: Der Schankraum
Der Wirt hatte gehofft, Grimh würde nicht mehr wieder kommen. Er hatte sich gewüsncht, dass der Minotaurus irgendwo draußen im Kampf den Tod fand oder wenigstens im Sand ausrutschte und sich trollte. Doch seine Bitten wurden nicht erhört.
Um das Dunkelbier hatte er sich auch nicht gekümmert. Viel wichtiger war ihm die Instandsetzung seines halb eingeschlagenen Tisches gewesen. Diesen zierte nun ein überhämmertes Bohlenbrett-Stück, das das Loch verdeckte. Es sah nicht sonderlich schön aus, aber wenigstens konnten andere Gäste nun wieder ihren Krug abstellen, ohne dass er durch das Loch auf den Boden fiel.
Dummerweise kehrte Grimh Holzklaue in dem Moment zurück, da der Wirt sein improvisiertes Werkzeug im Hinterzimmer fort packte. Er hörte Grimh nur wütend rufen, wo denn sein Bier bliebe und erstarrte.
<b>Hat er es doch überlebt ...</b>
Mit einem frisch gezapften Dunkelbier in der Hand kehrte er aus dem Hinterzimmer zurück, in dem sich auch seine alkoholischen Waren befanden. Er stellte das Bier vor Grimh auf den Tisch und sagte: "Macht 4 Goldstücke – und Ihr zahlt lieber gleich. Nicht so, wie Euer <i>Freund</i>, der offenbar das Weite gesucht hat."
In diesem Augenblick schob sich die Tür auf und Azlar kam herein, natürlich vermummt unter seinem Umhang. "Ich habe noch nicht bezahlt", meinte er, kam auf den Wirt zu und drückte ihm einige Münzen in die Hand. "Sein Bier geht auf mich. Bringt mir auch noch etwas zu trinken, ich bleibe noch." Dann ließ er sich ohne zu Fragen an Grimhs Tisch nieder.
Der Wirt wirkte zuerst ein wenig verwirrt, steckte aber schnell das Gold weg und brachte Azlar ebenfalls einen Krug Dunkelbier, ehe er sich wieder seiner Arbeit hinterm Tresen zuwendete.
Um das Dunkelbier hatte er sich auch nicht gekümmert. Viel wichtiger war ihm die Instandsetzung seines halb eingeschlagenen Tisches gewesen. Diesen zierte nun ein überhämmertes Bohlenbrett-Stück, das das Loch verdeckte. Es sah nicht sonderlich schön aus, aber wenigstens konnten andere Gäste nun wieder ihren Krug abstellen, ohne dass er durch das Loch auf den Boden fiel.
Dummerweise kehrte Grimh Holzklaue in dem Moment zurück, da der Wirt sein improvisiertes Werkzeug im Hinterzimmer fort packte. Er hörte Grimh nur wütend rufen, wo denn sein Bier bliebe und erstarrte.
<b>Hat er es doch überlebt ...</b>
Mit einem frisch gezapften Dunkelbier in der Hand kehrte er aus dem Hinterzimmer zurück, in dem sich auch seine alkoholischen Waren befanden. Er stellte das Bier vor Grimh auf den Tisch und sagte: "Macht 4 Goldstücke – und Ihr zahlt lieber gleich. Nicht so, wie Euer <i>Freund</i>, der offenbar das Weite gesucht hat."
In diesem Augenblick schob sich die Tür auf und Azlar kam herein, natürlich vermummt unter seinem Umhang. "Ich habe noch nicht bezahlt", meinte er, kam auf den Wirt zu und drückte ihm einige Münzen in die Hand. "Sein Bier geht auf mich. Bringt mir auch noch etwas zu trinken, ich bleibe noch." Dann ließ er sich ohne zu Fragen an Grimhs Tisch nieder.
Der Wirt wirkte zuerst ein wenig verwirrt, steckte aber schnell das Gold weg und brachte Azlar ebenfalls einen Krug Dunkelbier, ehe er sich wieder seiner Arbeit hinterm Tresen zuwendete.
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fremder Mann
- Gast

Re: Der Schankraum
Azlar nahm ebenfalls seinen Krug, trank jedoch nicht davon. Grimh konnte ihn kichern hören. "In den Sumpf?", fragte er. "Oh, ich zweifle schon wieder an Eurer Kompetenz."
"Nicht alle Echsen kommen aus den Sümpfen", gab er erklärend zurück, ehe Grimh wieder wütend werden konnte. "Aber ich bitte Euch, sprecht etwas leiser. Niemand weiß, welch geschupptes Gesindel sich hier unter Menschen geschlichen hat. Man wird mich töten, entdecken die Bürger mich als das, was ich bin."
Eine Weile schwieg Azlar. Grimh hatte ihm eine Frage gestellt, doch er war anscheinend nicht bereit, darüber zu sprechen. Grimh wollte wissen, warum Azlar hier war und ob er auch ein Verfluchter war?
<b>Verflucht wie er? Dann ist er kein Mischwesen?</b>
"Ihr ... seid nicht das Opfer eines Hybridenbisses? Interessant. Ich bin ein Mensch und doch nicht ganz. Meine Eltern kamen beide aus Sarma, aber ich lebe nicht in der Stadt. Ich bin weit gereist, um hierher zu kommen. Eine Mission, die für meine Heimat sehr wichtig ist, treibt mich hierher. Ansonsten würde ich mich nicht mit jenen abgeben, die meine Eltern eiskalt ermordet und mich vertrieben haben."
Bei den letzten Worten war immer mehr Hass aus Azlars Stimme heraus zu hören gewesen. Außerdem hatten sich seine Finger fest um den Krug verkrampft. Erst jetzt fiel Grimh auf, dass der Echsenmensch oder was immer er war, Handschuhe trug. Offenbar war nicht nur sein Gesicht mit leichten Schuppen übersät.
"Nicht alle Echsen kommen aus den Sümpfen", gab er erklärend zurück, ehe Grimh wieder wütend werden konnte. "Aber ich bitte Euch, sprecht etwas leiser. Niemand weiß, welch geschupptes Gesindel sich hier unter Menschen geschlichen hat. Man wird mich töten, entdecken die Bürger mich als das, was ich bin."
Eine Weile schwieg Azlar. Grimh hatte ihm eine Frage gestellt, doch er war anscheinend nicht bereit, darüber zu sprechen. Grimh wollte wissen, warum Azlar hier war und ob er auch ein Verfluchter war?
<b>Verflucht wie er? Dann ist er kein Mischwesen?</b>
"Ihr ... seid nicht das Opfer eines Hybridenbisses? Interessant. Ich bin ein Mensch und doch nicht ganz. Meine Eltern kamen beide aus Sarma, aber ich lebe nicht in der Stadt. Ich bin weit gereist, um hierher zu kommen. Eine Mission, die für meine Heimat sehr wichtig ist, treibt mich hierher. Ansonsten würde ich mich nicht mit jenen abgeben, die meine Eltern eiskalt ermordet und mich vertrieben haben."
Bei den letzten Worten war immer mehr Hass aus Azlars Stimme heraus zu hören gewesen. Außerdem hatten sich seine Finger fest um den Krug verkrampft. Erst jetzt fiel Grimh auf, dass der Echsenmensch oder was immer er war, Handschuhe trug. Offenbar war nicht nur sein Gesicht mit leichten Schuppen übersät.
