Flucht durchs Grasland
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Sterben.
Nicht der Tod war wahrlich das was einem Lebewesen angst machen musste. Sondern die Art und Weise wie er starb.
Asmodeus hatte das Glück erfahren, in Liebe… in Frieden zu sterben. Eine grosse Gnade. Für einen Dämonen gar ein unglaubliches Glück. Ein Geschenk. Ein Geschenk des Lichts an ein Wesen der Finsternis? Egal was es war. Nun war es vor allem eins. Wahr.
Seinen Körper überliess er der Erde. Überliess er seinen Lehrmeistern. Denn die Seelen konnten nicht an jenem Ort bleiben. So sehr es Seelchen auch schmerzte Mallahall und Etelin in ihrer Trauer alleine zu lassen. Doch es musste sein. Musste zurücklassen was ihm am meisten Bedeutete. Freunde. Gerne hätte Seelchen noch einmal Mallahalls Hand auf seine Brust gelegt, sie noch einmal seinen Herzschlag spüren lassen wollen. Ihr gesagt, was für ein wunderbarer Mensch… und Heilerin sie war… und sie für immer sein würde. Denn das letzte was Seelchen wollte war, dass ihr Licht erlosch.
Doch es musste fort. Hatte nur die Hoffnung daran, dass Mallahall dies für sich selbst erkennen würde. Irgendwann, wenn es der Schmerz zuliess und er würde es zulassen, denn ihr Leben ging weiter. Wo seines nun sein Ende gefunden hatte.
Nur der Körper blieb. Der einst so stolze Körper des Medicus. Nun von Narben durchzogen. Liessen erahnen welch innerer Kampf er stets mit sich geführt haben muss. Welchen Wahnsinn in ihm getobt hatte. Welche Dämonen von ihm Besitzt ergriffen hatten. Nein. Welcher Dämon er gewesen war. Was er sich selbst angetan hatte. Welches Leid dieser Körper ausgesendet und empfangen hatte. Die Hülle lag im Gras. Würde irgendwann zergehen. Doch die Seelen waren fort. Kein Leben mehr da. Da lag er nun, der Körper welcher Adelmund das Gesicht zerschnitten hatte, welcher einem Jungen ein Schwert in den Körper getrieben hatte, welcher sich selbst verfetzt hatte, welcher Zanraias Hand dicht an sein Herz gepresst hatte. Der unter seiner eigenen Hatz beinahe zerbrochen war. Der von seinem Meister getreten worden war. Der Peitschenhiebe eines Sklaventreibers ertragen hatte. Der Körper eines Medicus, dessen Hände viele Leiden gelindert hatte und doch so unendlich viel Leid erschaffen hatte. Derselbe Körper. Dieselbe Seele.
Ein Körper der so viel Gewalt erfahren hatte… und nun endlich in frieden ruhte. Mallahalls Fäuste schlugen Dumpf darauf auf. Kein Schmerz mehr. Keine Reaktion. Es war niemand mehr da, der ihren Befehl hätte hören können. Der Dämon war frei. Die leeren Höhlen verbargen sich nun unter den Lidern. Der Arm hing schlaff in der Schlinge – er würde nicht mehr heilen.
Sein eisiger Atem. Verliess seine Lungen nicht mehr. Das Herz. Erkaltet. Ruhte. Musste nicht mehr für diesen Dämonen schlagen… und durfte nicht mehr für Seelchen schlagen. Denn sie waren fort.
Das kleine Dämonentränchen. Das Stückchen Unschuld. Es ruhte auf Mallahalls Herzen. Spendete jedoch keine Liebe mehr. Nur noch Erinnerungen. An ein Leben. An eine Freundschaft. An eine Seele.
Doch wohin waren sie gegangen?
Asmodi. Der Dämon. Er fand sich wieder an einem seltsamen Ort. In Ewigkeit. WO Licht und Finsternis sich trafen. Wo Neutralität herrschte. Grau. Weltenfrieden.
Der Dämon sah sich um. Knurrte. Hechelte. Glaubte zumindest es zu tun. Er schritt ungeduldig voran. Hatte jedoch Angst. Zitterte. Dennoch, er schritt voran. Der Ewigkeit entgegen. Stolz. Denn er hatte gelernt was wahre Liebe war. Eine Lektion die bisher noch kein Dämon hatte lernen können.
Seelchen. Der Medicus. Fand sich wieder an einem seltsamen Ort. In Ewigkeit. Wo Licht und Finsternis sich trafen. Wo Neutralität herrschte. Grau. Weltenfrieden. Schüchtern sah es sich um. Vermisste Mallahall. Vermisste Etelin. Vermisste den Dämon… und es sorgte sich um Zanraia. Welche irgendwo auf der Welt wandelte und nicht wusste, dass sie ihren Liebsten verloren hatte. Es sah zurück. Zurück auf die Welt… auf das Leben welches es hinter sich gelassen hatte. Dem Dämon reichte eine Erinnerung. Doch Seelchen zweifelte daran, dass Zanraia eine Erinnerung reichen würde. Es bibberte. Bibberte um Zanraias Seele, dass diese verloren gehen könnte. Im Wahnsinn.
Der stolze Dämon, traf auf das bibbernde Seelchen. Sie schauten sich lange an. Schweigend. Es war Seelchen welches sich dem Dämon langsam näherte. Seinem Teil. Seinem Seelenteil. Es gehörte doch zu ihm, wie konnte er nun vor ihm stehen?
<i>Dämon?</i> Fragte es.
Der Dämon knurrte. War verwirrt. Wich zurück als Seelchen sich ihm näherte. Doch dann blieb er stehen. Liess seinen anderen Teil gewähren, dass es sich ihm näherte. Sie sahen sich einfach an. Was sollte der Dämon auch noch gross tun. Er war angesichts der Erinnerung an Liebe beflügelt. Ihm wurde ein grosses Geschenk zu Teil. Während Seelchen darum trauerte.
<i>Medicus.</i> Antwortete er.
Beide sahen. Sahen den Teil von sich, denn sie immer verstossen hatten. Nun sahen sie sich und konnten sprechen. Waren in der gleichen Welt. Hier wo weder Licht noch Finsternis herrschten, trafen sie sich. Sprachen dieselbe Sprache.
Seelchen streckte die Hand nach dem Dämon aus. Versuchte seine Brust zu berühren. Seinen Herzschlag zu spüren. Der alte Dämon sah was das junge Seelchen vorhatte. Er schüttelte den Kopf. Sah es an. <i> Nein Seelchen. Das brauchst du nicht zu tun.</i> Sagte er knapp. Seelchen hielt inne. Der Dämon deutete auf sein eigen Herz. <i> Es ist dasselbe… doch ich habe es bereits berührt alter Freund. Es schlägt nicht mehr. Es ist tot. So wie du. So wie ich. So wie wir. Eins. Hier… in Frieden, Seelchen?</i>
Seelchen starrte den Dämon an. Dieser schien endlich frieden schliessen zu wollen mit ihm. Mit Seelchen. Diesem reinen Wesen welches doch nur aus Liebe bestand und doch nichts anderes konnte als zu lieben und zu verzeihen. Konnte man meinen!
Doch Seelchen trat einige Schritte zurück. <i> DÄMON!!!</i> Brüllte es. <i> Du blinder dummer Dämon! Wie konntest du nur! Gerade du… wo du sie doch so geliebt hast! WIE KONNTEST DU NUR!</i> Nun bibberte das Seelchen nicht mehr vor Angst, sondern vor Zorn. Es trat auf den Dämon zu. Der gross und stolz war. Friedlich. Er sah das Seelchen an. Spürte dessen Zorn. Doch er hatte nicht verstanden was Seelchen so schmerzte. Er sah es an. <i>„Dummer alter Dämon!“</i> Seufzte das Seelchen als es spürte, dass der Dämon verwirrt war. Es sank in sich zusammen kauerte am Boden. <i>„Erinnerung Dämon. Sie müssen Leben. Deine Erinnerung an Zanraia lebt…“</i> Seelchens Stimme versagte. Es weinte. <i>„Aber für Zanraia. Ist die Erinnerung an dich und an mich tot Dämon. Wie konntest du nur so blind vor Liebe sein, dass du nicht gemerkt hast, dass nicht nur du sie brauchst… sondern SIE auch DICH… und mich! Doch in ihrem Geist fehlt die Ordnung die es braucht um Erinnerung zu speichern Dämon… sie muss Liebe Leben. Muss sie erfahren. Spüren. Hören. Fühlen. Sehen. Sie muss Lebende Liebe erfahren. Nicht tote! Nicht nur Erinnerung! Du hast Zanraia getötet Dämon! WIE KONNTEST DU NUR! Das einzige was DICH liebte. Das einzige was DU geliebt hast! Warum hast du nicht an sie gedacht Dämon? </i>
Erschrocken wich der Dämon zurück. Seelchen rüttelte am Fundament seines Friedens.
Der Dämon sank in sich zusammen. Kauerte… irgendwo in dieser Ewigkeit kauerte er… und weinte. Weinte um Zanraia. Um das was er ihr angetan haben musste. Er weinte bitterlich. Tränen flossen keine. Hier in der Ewigkeit brauchte es keine Tränen mehr. Sie würden nicht zurückgeben was genommen wurde. Es brauchte keine Tränen mehr.
Seelchen trat vor den gebrochenen Dämonen hin. Sah zu ihm hernieder. Seinem Teil. Das doch eins sein müsste. <i> Weine nicht Dämon.</i> Sagte es und kniete vor ihm nieder. Sie sahen sich wieder an. <i> Ich habe schon genug tränen für dich vergossen Dämon. Also weine nicht! Hörst du?!</i>
Der Dämon hörte. Doch er konnte nicht aufhören. Er konnte nicht. Weinte noch immer, sah Seelchen tränenerfüllt an. Dann beugte er sich nach vorn drückte die Stirn auf den Boden dieser Ewigkeit. <i> Bitte vergib mir!</i> Flehte er Seelchen an. Doch dieses wandte sich von dem Dämon ab.
Dabei zerriss es Seelchen selbst beinahe das Herz. Doch es musste. Konnte diese Bitte dem Dämon nicht abnehmen. <i>Vergib dir selbst Dämon. Mehr steht dir nicht zu.</i>
Der Dämon flehte Seelchen an. Flehte um Vergebung. Doch es reagierte nicht. Hörte wohl, doch tat nichts. Vergab nicht. Der Dämon musste lernen. Sich selbst zu verzeihen… Seelchen hatte grosse Angst, dass es der Dämon nicht können würde. Doch es konnte ihm nicht Helfen. Diesen Weg, musste der Dämon alleine gehen.
"Nun scheint es also soweit." Seelchen schaute auf. Der Dämon weinte weiter und kauerte noch immer am Boden. Die Stirn nach unten weisend. "Ihr seid also hier ... ihr halben Portionen."
"Ihr seht noch sehr ... auseiandergerissen aus. Hier in meinem Reich haben wir zwar ewig Zeit ... im Grunde so lange wie ich es will ... aber ich denke, es ist endlich Zeit gekommen, euch endgültig eins sein zu lassen."
Der Schädel erschien. Gevatter forderte die beiden auf sich zu setzen. Seelchen schaute den Tod nachdenklich an… und schüttelte den Kopf. <i> Ich kann nicht.</i> Sagte es. <i> Nicht solange er nicht gelernt hat.</i> Fügte es hinzu und wies auf den weinenden Dämon. Der sich selbst beschuldigte und weit davon entfernt war sich zu verzeihen.
Seelchen ging zu Gevatter Tod hin und kniete sich neben ihn nieder. Schmiegte seinen Kopf an dessen Knie. „Ich hab Angst.“ Sagte es und bibberte.
Der Dämon. Er verzieh nicht.
Nicht der Tod war wahrlich das was einem Lebewesen angst machen musste. Sondern die Art und Weise wie er starb.
Asmodeus hatte das Glück erfahren, in Liebe… in Frieden zu sterben. Eine grosse Gnade. Für einen Dämonen gar ein unglaubliches Glück. Ein Geschenk. Ein Geschenk des Lichts an ein Wesen der Finsternis? Egal was es war. Nun war es vor allem eins. Wahr.
Seinen Körper überliess er der Erde. Überliess er seinen Lehrmeistern. Denn die Seelen konnten nicht an jenem Ort bleiben. So sehr es Seelchen auch schmerzte Mallahall und Etelin in ihrer Trauer alleine zu lassen. Doch es musste sein. Musste zurücklassen was ihm am meisten Bedeutete. Freunde. Gerne hätte Seelchen noch einmal Mallahalls Hand auf seine Brust gelegt, sie noch einmal seinen Herzschlag spüren lassen wollen. Ihr gesagt, was für ein wunderbarer Mensch… und Heilerin sie war… und sie für immer sein würde. Denn das letzte was Seelchen wollte war, dass ihr Licht erlosch.
Doch es musste fort. Hatte nur die Hoffnung daran, dass Mallahall dies für sich selbst erkennen würde. Irgendwann, wenn es der Schmerz zuliess und er würde es zulassen, denn ihr Leben ging weiter. Wo seines nun sein Ende gefunden hatte.
Nur der Körper blieb. Der einst so stolze Körper des Medicus. Nun von Narben durchzogen. Liessen erahnen welch innerer Kampf er stets mit sich geführt haben muss. Welchen Wahnsinn in ihm getobt hatte. Welche Dämonen von ihm Besitzt ergriffen hatten. Nein. Welcher Dämon er gewesen war. Was er sich selbst angetan hatte. Welches Leid dieser Körper ausgesendet und empfangen hatte. Die Hülle lag im Gras. Würde irgendwann zergehen. Doch die Seelen waren fort. Kein Leben mehr da. Da lag er nun, der Körper welcher Adelmund das Gesicht zerschnitten hatte, welcher einem Jungen ein Schwert in den Körper getrieben hatte, welcher sich selbst verfetzt hatte, welcher Zanraias Hand dicht an sein Herz gepresst hatte. Der unter seiner eigenen Hatz beinahe zerbrochen war. Der von seinem Meister getreten worden war. Der Peitschenhiebe eines Sklaventreibers ertragen hatte. Der Körper eines Medicus, dessen Hände viele Leiden gelindert hatte und doch so unendlich viel Leid erschaffen hatte. Derselbe Körper. Dieselbe Seele.
Ein Körper der so viel Gewalt erfahren hatte… und nun endlich in frieden ruhte. Mallahalls Fäuste schlugen Dumpf darauf auf. Kein Schmerz mehr. Keine Reaktion. Es war niemand mehr da, der ihren Befehl hätte hören können. Der Dämon war frei. Die leeren Höhlen verbargen sich nun unter den Lidern. Der Arm hing schlaff in der Schlinge – er würde nicht mehr heilen.
Sein eisiger Atem. Verliess seine Lungen nicht mehr. Das Herz. Erkaltet. Ruhte. Musste nicht mehr für diesen Dämonen schlagen… und durfte nicht mehr für Seelchen schlagen. Denn sie waren fort.
Das kleine Dämonentränchen. Das Stückchen Unschuld. Es ruhte auf Mallahalls Herzen. Spendete jedoch keine Liebe mehr. Nur noch Erinnerungen. An ein Leben. An eine Freundschaft. An eine Seele.
Doch wohin waren sie gegangen?
Asmodi. Der Dämon. Er fand sich wieder an einem seltsamen Ort. In Ewigkeit. WO Licht und Finsternis sich trafen. Wo Neutralität herrschte. Grau. Weltenfrieden.
Der Dämon sah sich um. Knurrte. Hechelte. Glaubte zumindest es zu tun. Er schritt ungeduldig voran. Hatte jedoch Angst. Zitterte. Dennoch, er schritt voran. Der Ewigkeit entgegen. Stolz. Denn er hatte gelernt was wahre Liebe war. Eine Lektion die bisher noch kein Dämon hatte lernen können.
Seelchen. Der Medicus. Fand sich wieder an einem seltsamen Ort. In Ewigkeit. Wo Licht und Finsternis sich trafen. Wo Neutralität herrschte. Grau. Weltenfrieden. Schüchtern sah es sich um. Vermisste Mallahall. Vermisste Etelin. Vermisste den Dämon… und es sorgte sich um Zanraia. Welche irgendwo auf der Welt wandelte und nicht wusste, dass sie ihren Liebsten verloren hatte. Es sah zurück. Zurück auf die Welt… auf das Leben welches es hinter sich gelassen hatte. Dem Dämon reichte eine Erinnerung. Doch Seelchen zweifelte daran, dass Zanraia eine Erinnerung reichen würde. Es bibberte. Bibberte um Zanraias Seele, dass diese verloren gehen könnte. Im Wahnsinn.
Der stolze Dämon, traf auf das bibbernde Seelchen. Sie schauten sich lange an. Schweigend. Es war Seelchen welches sich dem Dämon langsam näherte. Seinem Teil. Seinem Seelenteil. Es gehörte doch zu ihm, wie konnte er nun vor ihm stehen?
<i>Dämon?</i> Fragte es.
Der Dämon knurrte. War verwirrt. Wich zurück als Seelchen sich ihm näherte. Doch dann blieb er stehen. Liess seinen anderen Teil gewähren, dass es sich ihm näherte. Sie sahen sich einfach an. Was sollte der Dämon auch noch gross tun. Er war angesichts der Erinnerung an Liebe beflügelt. Ihm wurde ein grosses Geschenk zu Teil. Während Seelchen darum trauerte.
<i>Medicus.</i> Antwortete er.
Beide sahen. Sahen den Teil von sich, denn sie immer verstossen hatten. Nun sahen sie sich und konnten sprechen. Waren in der gleichen Welt. Hier wo weder Licht noch Finsternis herrschten, trafen sie sich. Sprachen dieselbe Sprache.
Seelchen streckte die Hand nach dem Dämon aus. Versuchte seine Brust zu berühren. Seinen Herzschlag zu spüren. Der alte Dämon sah was das junge Seelchen vorhatte. Er schüttelte den Kopf. Sah es an. <i> Nein Seelchen. Das brauchst du nicht zu tun.</i> Sagte er knapp. Seelchen hielt inne. Der Dämon deutete auf sein eigen Herz. <i> Es ist dasselbe… doch ich habe es bereits berührt alter Freund. Es schlägt nicht mehr. Es ist tot. So wie du. So wie ich. So wie wir. Eins. Hier… in Frieden, Seelchen?</i>
Seelchen starrte den Dämon an. Dieser schien endlich frieden schliessen zu wollen mit ihm. Mit Seelchen. Diesem reinen Wesen welches doch nur aus Liebe bestand und doch nichts anderes konnte als zu lieben und zu verzeihen. Konnte man meinen!
Doch Seelchen trat einige Schritte zurück. <i> DÄMON!!!</i> Brüllte es. <i> Du blinder dummer Dämon! Wie konntest du nur! Gerade du… wo du sie doch so geliebt hast! WIE KONNTEST DU NUR!</i> Nun bibberte das Seelchen nicht mehr vor Angst, sondern vor Zorn. Es trat auf den Dämon zu. Der gross und stolz war. Friedlich. Er sah das Seelchen an. Spürte dessen Zorn. Doch er hatte nicht verstanden was Seelchen so schmerzte. Er sah es an. <i>„Dummer alter Dämon!“</i> Seufzte das Seelchen als es spürte, dass der Dämon verwirrt war. Es sank in sich zusammen kauerte am Boden. <i>„Erinnerung Dämon. Sie müssen Leben. Deine Erinnerung an Zanraia lebt…“</i> Seelchens Stimme versagte. Es weinte. <i>„Aber für Zanraia. Ist die Erinnerung an dich und an mich tot Dämon. Wie konntest du nur so blind vor Liebe sein, dass du nicht gemerkt hast, dass nicht nur du sie brauchst… sondern SIE auch DICH… und mich! Doch in ihrem Geist fehlt die Ordnung die es braucht um Erinnerung zu speichern Dämon… sie muss Liebe Leben. Muss sie erfahren. Spüren. Hören. Fühlen. Sehen. Sie muss Lebende Liebe erfahren. Nicht tote! Nicht nur Erinnerung! Du hast Zanraia getötet Dämon! WIE KONNTEST DU NUR! Das einzige was DICH liebte. Das einzige was DU geliebt hast! Warum hast du nicht an sie gedacht Dämon? </i>
Erschrocken wich der Dämon zurück. Seelchen rüttelte am Fundament seines Friedens.
Der Dämon sank in sich zusammen. Kauerte… irgendwo in dieser Ewigkeit kauerte er… und weinte. Weinte um Zanraia. Um das was er ihr angetan haben musste. Er weinte bitterlich. Tränen flossen keine. Hier in der Ewigkeit brauchte es keine Tränen mehr. Sie würden nicht zurückgeben was genommen wurde. Es brauchte keine Tränen mehr.
Seelchen trat vor den gebrochenen Dämonen hin. Sah zu ihm hernieder. Seinem Teil. Das doch eins sein müsste. <i> Weine nicht Dämon.</i> Sagte es und kniete vor ihm nieder. Sie sahen sich wieder an. <i> Ich habe schon genug tränen für dich vergossen Dämon. Also weine nicht! Hörst du?!</i>
Der Dämon hörte. Doch er konnte nicht aufhören. Er konnte nicht. Weinte noch immer, sah Seelchen tränenerfüllt an. Dann beugte er sich nach vorn drückte die Stirn auf den Boden dieser Ewigkeit. <i> Bitte vergib mir!</i> Flehte er Seelchen an. Doch dieses wandte sich von dem Dämon ab.
Dabei zerriss es Seelchen selbst beinahe das Herz. Doch es musste. Konnte diese Bitte dem Dämon nicht abnehmen. <i>Vergib dir selbst Dämon. Mehr steht dir nicht zu.</i>
Der Dämon flehte Seelchen an. Flehte um Vergebung. Doch es reagierte nicht. Hörte wohl, doch tat nichts. Vergab nicht. Der Dämon musste lernen. Sich selbst zu verzeihen… Seelchen hatte grosse Angst, dass es der Dämon nicht können würde. Doch es konnte ihm nicht Helfen. Diesen Weg, musste der Dämon alleine gehen.
"Nun scheint es also soweit." Seelchen schaute auf. Der Dämon weinte weiter und kauerte noch immer am Boden. Die Stirn nach unten weisend. "Ihr seid also hier ... ihr halben Portionen."
"Ihr seht noch sehr ... auseiandergerissen aus. Hier in meinem Reich haben wir zwar ewig Zeit ... im Grunde so lange wie ich es will ... aber ich denke, es ist endlich Zeit gekommen, euch endgültig eins sein zu lassen."
Der Schädel erschien. Gevatter forderte die beiden auf sich zu setzen. Seelchen schaute den Tod nachdenklich an… und schüttelte den Kopf. <i> Ich kann nicht.</i> Sagte es. <i> Nicht solange er nicht gelernt hat.</i> Fügte es hinzu und wies auf den weinenden Dämon. Der sich selbst beschuldigte und weit davon entfernt war sich zu verzeihen.
Seelchen ging zu Gevatter Tod hin und kniete sich neben ihn nieder. Schmiegte seinen Kopf an dessen Knie. „Ich hab Angst.“ Sagte es und bibberte.
Der Dämon. Er verzieh nicht.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Der Dämon kauerte noch immer in der Ecke, selbst nachdem Tod augetaucht war. Er kauerte da und weinte.
Tod forderte die beiden Seelen auf, sich zu setzen – auf <i>einen</i> Schädelhocker! Doch keiner von beiden nahm Platz. Asmodi blieb in seiner Ecke sitzen und Seelchen trat an Tod heran.
<i>Ich kann nicht</i>, sprach es den Gevatter an. <i>Nicht, solange er nicht gelernt hat.</i> Dann kniete es sich neben das Skelett, legte sanft den Kopf an sein Knie. Es bekundete seine Furcht und bibberte.
Der Gevatter lehnte seine Sense gegen den Thron, die kochige freie Hand führte er zu Seelchen. Er legte sie ihm auf den Kopf, strich darüber. Die Finger waren kalt, hart ... tot. Aber irgendwie fand Seelchen darin Ruhe.
<i>"Dämon, komm her. Dass du in der Ecke sitzt, wird dir nir weiterhelfen."</i> Auch wenn der Dämon sich gerade in Schuldgefühlen wand, ging er auf Tods Bitte ein. Etwas drang ihn dazu, er konnte nicht widerstehen. Es war nicht vergleichbar mit Mallahalls Befehlsgewalt über ihn, es war vollkommen anders.
Tod zeigte auf sein noch freien Knie und Asmodi ließ sich dort nieder. Auch ihm wurde eine Knochenhand auf den Kopf gelegt. So saßen sie eine Weile da. Der Gevatter, der Dämon und die reine Seele.
Schließlich sprach Tod: <i>"Ihr beiden braucht euch nicht zu fürchten, braucht nicht über eure Taten zu weinen. In meinem Reich gibt es weder Furcht noch Schuld. Es gibt nur uns. Asmodeus, Aurelius."</i>
Der Tod wusste die Namen beider, die wahren Namen. Er war den Göttern ebenbürtig, Herr über das Ende und Wegbereiter in den Frieden. Warum sollte er dann nicht die Namen derer kennen, die er führte?
<i>Aurelius, sag mir, wie soll Asmodeus lernen, wenn nicht sein ganzes bereit ist, es zu tun? Ihr seid eins, vergiss das nicht. Auch du lernst. Also musst auch du dir verzeihen ... musst dem Dämon verzeihen, denn er ist eins mit dir. Er ist du und du bist er. Eure Seelen sind im Tode bereits untrennbar vereint, also sollten wir eure Konsistenz ebenfalls zusammen führen. Wie gesagt, wir hätten dazu ewig Zeit ... aber ich habe noch einiges mit euch beiden vor. Ein Freund wartet ... und ich muss euch Dinge zeigen."</i>
Die Knochenhände lösten sich von den milchigen Konturen ihrer Köpfe. Tod erhob sich aus seinem Thron, nahm erneut die Sense. Seine Haltung erinnerte ein wenig an Etelin. Was dieser nun wohl tat?
<i>"Wollt ihr euch nun setzen oder nicht? Asmodeus? Aurelius?"</i>
Tod forderte die beiden Seelen auf, sich zu setzen – auf <i>einen</i> Schädelhocker! Doch keiner von beiden nahm Platz. Asmodi blieb in seiner Ecke sitzen und Seelchen trat an Tod heran.
<i>Ich kann nicht</i>, sprach es den Gevatter an. <i>Nicht, solange er nicht gelernt hat.</i> Dann kniete es sich neben das Skelett, legte sanft den Kopf an sein Knie. Es bekundete seine Furcht und bibberte.
Der Gevatter lehnte seine Sense gegen den Thron, die kochige freie Hand führte er zu Seelchen. Er legte sie ihm auf den Kopf, strich darüber. Die Finger waren kalt, hart ... tot. Aber irgendwie fand Seelchen darin Ruhe.
<i>"Dämon, komm her. Dass du in der Ecke sitzt, wird dir nir weiterhelfen."</i> Auch wenn der Dämon sich gerade in Schuldgefühlen wand, ging er auf Tods Bitte ein. Etwas drang ihn dazu, er konnte nicht widerstehen. Es war nicht vergleichbar mit Mallahalls Befehlsgewalt über ihn, es war vollkommen anders.
Tod zeigte auf sein noch freien Knie und Asmodi ließ sich dort nieder. Auch ihm wurde eine Knochenhand auf den Kopf gelegt. So saßen sie eine Weile da. Der Gevatter, der Dämon und die reine Seele.
Schließlich sprach Tod: <i>"Ihr beiden braucht euch nicht zu fürchten, braucht nicht über eure Taten zu weinen. In meinem Reich gibt es weder Furcht noch Schuld. Es gibt nur uns. Asmodeus, Aurelius."</i>
Der Tod wusste die Namen beider, die wahren Namen. Er war den Göttern ebenbürtig, Herr über das Ende und Wegbereiter in den Frieden. Warum sollte er dann nicht die Namen derer kennen, die er führte?
<i>Aurelius, sag mir, wie soll Asmodeus lernen, wenn nicht sein ganzes bereit ist, es zu tun? Ihr seid eins, vergiss das nicht. Auch du lernst. Also musst auch du dir verzeihen ... musst dem Dämon verzeihen, denn er ist eins mit dir. Er ist du und du bist er. Eure Seelen sind im Tode bereits untrennbar vereint, also sollten wir eure Konsistenz ebenfalls zusammen führen. Wie gesagt, wir hätten dazu ewig Zeit ... aber ich habe noch einiges mit euch beiden vor. Ein Freund wartet ... und ich muss euch Dinge zeigen."</i>
Die Knochenhände lösten sich von den milchigen Konturen ihrer Köpfe. Tod erhob sich aus seinem Thron, nahm erneut die Sense. Seine Haltung erinnerte ein wenig an Etelin. Was dieser nun wohl tat?
<i>"Wollt ihr euch nun setzen oder nicht? Asmodeus? Aurelius?"</i>
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodi wollte in seiner Schuld zergehen – doch er war bereits zergangen. Es konnte nur an ihm nagen, ihn aber nicht zerfressen. Da forderte ihn der Tod auf näher zu treten. Der Dämon winselte. Hielt sich sein Herz, stand langsam auf und folgte dem Ruf des Gevatters. Selbst Dämonen konnten sich nicht den Forderungen von gottgleichen Wesen verwehren. Selbst Dämonen zeigten angesichts des Todes – des Tod seins. Respekt. Denn das Reich der Toten konnte nicht beherrscht werden. Niemand würde es jemals unterjochen können. Es war Ewig und kein Wesen währte ewig ausser gottgleiche. Der Dämon, dessen Herz hatte dafür gesorgt das Aurelius 150 Jahre alt wurde und es hätte vermutlich noch weitere hundert Jahre geschlagen. Doch auch das Dämonenherz, schlug nicht ewig. Nicht so wie jenes vom Tod, welches wohl aus den letzten Herzschlägen aller Wesen bestand.
Verwirrt schaute er Seelchen an. Diese Gedanken über den Tod. Dies waren nicht seine, dies hatte Seelchen empfunden als es die Brust des Todes berührt hatte. Seelchen sah den Dämon an, sah wie er sich erinnerte an was es sich erinnerte – und lächelte sanft. Doch der Dämon weinte von neuem. So schöne Erinnerungen Seelchen doch hatte – so grässliche hatte der Dämon.
"Ihr beiden braucht euch nicht zu fürchten, braucht nicht über eure Taten zu weinen. In meinem Reich gibt es weder Furcht noch Schuld. Es gibt nur uns. Asmodeus, Aurelius."
Die beiden Seelen die eins waren sahen zum Tod auf. Hörten ihn an. Doch der Dämon Vergrub sich sogleich wieder in seiner Schuld. Er fühlte sie doch! Wieso er sie fühlte? Weil Aurelius sie ihm auferlegte.
Aurelius, sag mir, wie soll Asmodeus lernen, wenn nicht sein ganzes bereit ist, es zu tun? Ihr seid eins, vergiss das nicht. Auch du lernst. Also musst auch du dir verzeihen ... musst dem Dämon verzeihen, denn er ist eins mit dir. Er ist du und du bist er.
Seelchen hatte verstanden. Der Tod hatte recht. Sie waren Eins. Sie lernten beide und sie mussten sich selbst verzeihen. Eins werden. Eins mit Schuld aber auch eins in ihrer Unschuld. Aurelius sah den Dämonen nachdenklich an. Es fiel ihm wahrlich nicht leicht zu verzeihen. Adelmund. Den Jungen. Der Magier, Mallahall. Etelin… und am Schluss auch noch Zanraia. Alles was er ihnen angetan hatte und dabei dachte Seelchen noch nicht einmal daran, dass er auch noch jene ins Unglück gestürzt hatte, welche Freunde Bekannte Angehörige eben dieser Personen war. Einige von ihnen – seine Freunde – hatten ihm bereits verziehen. Andere hingegen nicht. Seine Schuldhaftigkeit und seine Reue blieben weiterhin in der Welt bestehen. In den Herzen der Menschen… im guten wie im schlechten. Für die einen der Dämon für die anderen der Medicus, doch war es ein und derselbe. Aurelius – Seelchen. Hatte zu seinen Lebzeiten vielleicht die Schuld mit dem Dämonen geteilt. Sie auf sich genommen, doch er hatte ihm seine Unschuld verwehrt. Dies sah es nun ein. Hier in der Ewigkeit. Es lächelte. Denn es hatte verstanden. Es drückte den Tod an sich. Versuchte dessen Hand an sein Herz zu legen. Es hatte sich schon so daran gewöhnt über das Herz zu kommunizieren. Dabei sprach es doch jetzt! Es hielt inne. Musste grinsen. „Danke Tod.“ Sagte es nur.
Asmodeus. Der alte Dämon. Er sah zu Seelchen auf. Weinend… und schwieg.
Eure Seelen sind im Tode bereits untrennbar vereint, also sollten wir eure Konsistenz ebenfalls zusammen führen. Wie gesagt, wir hätten dazu ewig Zeit ... aber ich habe noch einiges mit euch beiden vor.
Seelchen nickte und erhob sich. Sah auf den noch immer weinenden Dämon hernieder. Es trat auf ihn zu. Der Dämon liess vom Tod ab drückte seine Stirn auf dem Boden zeigte sich vor sich selbst Demütig. Selbstachtung. Seelchen sah auf ihn hernieder, dann kniete es ebenfalls. Hob das Kinn des Dämons an. So dass sie sich in die Augen sehen konnten. Der Helle blaue schein der Reinheit – in dieses finstere Nichts.
„Du hast dir gewaltsam Zutritt in meine Seele verschafft. Damals. Beim Fluch Asmodeus. Nun aber. Heute. Lade ich dich ein. Denn wir sind eins geworden und ich will dich nicht verstossen, nicht hier. Nicht in der Ewigkeit Asmodeus.“
Dann umarmte der Medicus seinen Dämonen. Dieser hörte auf zu weinen. Fühlte sich unendlich geborgen und fand erneut Frieden in der Vergebung. Er lächelte.
Oh welche Energie das Tränensteinchen in jenem Moment wohl ausgestrahlt hätte. Währen die beiden nicht tot gewesen. Doch dieses hing an Mallahalls Herzen. War erloschen. Es rührte sich nicht, denn es war kein Leben mehr darin. Nur Erinnerungen an eines. An eine Seele. Die nun endlich ihren Frieden fand in Vergebung und Liebe.
Ein Freund wartet ... und ich muss euch Dinge zeigen."
Aurelius sah auf. „Adelmund? Er… ist hier?“
Asmodi sah auf. „Adelmund? Er… ist hier?“
Sie sagten es beide gleichzeitig. Doch beim einen schwang Freude, beim anderen Leid mit. Doch sie waren eins. Spürten jeweils die Gefühle des anderen und es war gut so.
Der Tod deutete erneut auf den Stuhl. Seelchen Erhob sich, zog den Dämonen an der Hand hoch – jene verletzte Hand in der Schlinge – sie war nun nicht mehr nur noch ein milchartiges Abbild.
Der Dämon folgte dem Seelchen und sie setzten sich. Auf einen Stuhl Einen Stuhl für eine Seele.
Verwirrt schaute er Seelchen an. Diese Gedanken über den Tod. Dies waren nicht seine, dies hatte Seelchen empfunden als es die Brust des Todes berührt hatte. Seelchen sah den Dämon an, sah wie er sich erinnerte an was es sich erinnerte – und lächelte sanft. Doch der Dämon weinte von neuem. So schöne Erinnerungen Seelchen doch hatte – so grässliche hatte der Dämon.
"Ihr beiden braucht euch nicht zu fürchten, braucht nicht über eure Taten zu weinen. In meinem Reich gibt es weder Furcht noch Schuld. Es gibt nur uns. Asmodeus, Aurelius."
Die beiden Seelen die eins waren sahen zum Tod auf. Hörten ihn an. Doch der Dämon Vergrub sich sogleich wieder in seiner Schuld. Er fühlte sie doch! Wieso er sie fühlte? Weil Aurelius sie ihm auferlegte.
Aurelius, sag mir, wie soll Asmodeus lernen, wenn nicht sein ganzes bereit ist, es zu tun? Ihr seid eins, vergiss das nicht. Auch du lernst. Also musst auch du dir verzeihen ... musst dem Dämon verzeihen, denn er ist eins mit dir. Er ist du und du bist er.
Seelchen hatte verstanden. Der Tod hatte recht. Sie waren Eins. Sie lernten beide und sie mussten sich selbst verzeihen. Eins werden. Eins mit Schuld aber auch eins in ihrer Unschuld. Aurelius sah den Dämonen nachdenklich an. Es fiel ihm wahrlich nicht leicht zu verzeihen. Adelmund. Den Jungen. Der Magier, Mallahall. Etelin… und am Schluss auch noch Zanraia. Alles was er ihnen angetan hatte und dabei dachte Seelchen noch nicht einmal daran, dass er auch noch jene ins Unglück gestürzt hatte, welche Freunde Bekannte Angehörige eben dieser Personen war. Einige von ihnen – seine Freunde – hatten ihm bereits verziehen. Andere hingegen nicht. Seine Schuldhaftigkeit und seine Reue blieben weiterhin in der Welt bestehen. In den Herzen der Menschen… im guten wie im schlechten. Für die einen der Dämon für die anderen der Medicus, doch war es ein und derselbe. Aurelius – Seelchen. Hatte zu seinen Lebzeiten vielleicht die Schuld mit dem Dämonen geteilt. Sie auf sich genommen, doch er hatte ihm seine Unschuld verwehrt. Dies sah es nun ein. Hier in der Ewigkeit. Es lächelte. Denn es hatte verstanden. Es drückte den Tod an sich. Versuchte dessen Hand an sein Herz zu legen. Es hatte sich schon so daran gewöhnt über das Herz zu kommunizieren. Dabei sprach es doch jetzt! Es hielt inne. Musste grinsen. „Danke Tod.“ Sagte es nur.
Asmodeus. Der alte Dämon. Er sah zu Seelchen auf. Weinend… und schwieg.
Eure Seelen sind im Tode bereits untrennbar vereint, also sollten wir eure Konsistenz ebenfalls zusammen führen. Wie gesagt, wir hätten dazu ewig Zeit ... aber ich habe noch einiges mit euch beiden vor.
Seelchen nickte und erhob sich. Sah auf den noch immer weinenden Dämon hernieder. Es trat auf ihn zu. Der Dämon liess vom Tod ab drückte seine Stirn auf dem Boden zeigte sich vor sich selbst Demütig. Selbstachtung. Seelchen sah auf ihn hernieder, dann kniete es ebenfalls. Hob das Kinn des Dämons an. So dass sie sich in die Augen sehen konnten. Der Helle blaue schein der Reinheit – in dieses finstere Nichts.
„Du hast dir gewaltsam Zutritt in meine Seele verschafft. Damals. Beim Fluch Asmodeus. Nun aber. Heute. Lade ich dich ein. Denn wir sind eins geworden und ich will dich nicht verstossen, nicht hier. Nicht in der Ewigkeit Asmodeus.“
Dann umarmte der Medicus seinen Dämonen. Dieser hörte auf zu weinen. Fühlte sich unendlich geborgen und fand erneut Frieden in der Vergebung. Er lächelte.
Oh welche Energie das Tränensteinchen in jenem Moment wohl ausgestrahlt hätte. Währen die beiden nicht tot gewesen. Doch dieses hing an Mallahalls Herzen. War erloschen. Es rührte sich nicht, denn es war kein Leben mehr darin. Nur Erinnerungen an eines. An eine Seele. Die nun endlich ihren Frieden fand in Vergebung und Liebe.
Ein Freund wartet ... und ich muss euch Dinge zeigen."
Aurelius sah auf. „Adelmund? Er… ist hier?“
Asmodi sah auf. „Adelmund? Er… ist hier?“
Sie sagten es beide gleichzeitig. Doch beim einen schwang Freude, beim anderen Leid mit. Doch sie waren eins. Spürten jeweils die Gefühle des anderen und es war gut so.
Der Tod deutete erneut auf den Stuhl. Seelchen Erhob sich, zog den Dämonen an der Hand hoch – jene verletzte Hand in der Schlinge – sie war nun nicht mehr nur noch ein milchartiges Abbild.
Der Dämon folgte dem Seelchen und sie setzten sich. Auf einen Stuhl Einen Stuhl für eine Seele.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Tod nickte, als sich Aurelius – das Seelchen – bei ihm bedankte. Nun stand er da und wartete, dass die beiden endlich Platz nahmen. Doch zunächst wurde er Zeuge einer wahrlich rührenden Szene. Seelchen und Dämon, Medicus und Bestie, Aurelius und Asmodeus ... lagen einander in den Armen.
Mallahall hätte vermutlich vor Glück geweint. Etelin hätte vielleicht auch die ein oder andere Träne im Stillen vergossen. Gevatter Tod aber ... wartete, bis die beiden sich lösten.
Grund dafür gab die Betonung des Freundes, der ebenfalls wartete. Beide Seelenteile, Dämon wie Seelchen, vermuteten Adelmund dahinter. Das eine erfreut, der andere ein wenig ängstlich.
Tod sagte dazu nichts, deutete erneut auf den schädelförmigen Schemel, der vor dem Altar stand. Er selbst ließ sich wieder auf seinem Thron nieder. Wartete.
Seelchen erhob sich, nahm den Dämon bei der Hand und führte ihn zum Schemel. Gemeinsam setzten sie sich. Ihre milchigen Präsenzen glitten ineinander, überschnitten sich wie zwei rauchartige Verkörperungen ihrer Selbst. Sie flossen ineinander, mischten sich und konnten förmlich zusehen, wie sie gemeinsam Gewebe bildeten. Eine neue Gestalt entstand, sah aus wie der Körper des Medicus, den sie zurückgelassen hatten. Der Kamm aufrecht und blau leuchtend, leicht von geheimnisvoller Finsternis umraucht. Jedes Mal, wenn sich eine Strähne bewegte, entfleuchte ein winziger dunkler Rauchanteil, waberte um das Haar herum und ließ es so nur noch markanter aussehen. Es gab ihm eine unheimliche Eigenheit.
Und dann erst diese Augen! Blau leuchtende Finsternis. Wer hatte jemals Augen auf diese Weise beschrieben. Dunkle Sterne, die leuchten konnten! Glühend blaue Inseln in einem Meer tiefster Schwärze. Die Dunkelheit hielt sie geborgen, während inmitten der blauen Pupillen ein leuchtender Vulkan explodierte.
Die Haut wirkte noch immer etwas milchig fahl. Es passte zur ganzen Erscheinung. Aschegrau oder totenbleich, beide Begriffe passten, denn nur im Licht schimmerte sie hell. Im Dunkel aber wirkte sie ebenfalls schaurig düster. Doch all das war physisch nicht existent. War nur die Präsenz eines Toten – <i>einer</i> Seele, im Tod neu zusammengefügt.
Noch immer fuhr ein Kribbeln durch den neuen Körper, als der Gevatter sich erhob. <i>"Du bist nun vollständig. Aurelius, Asmodeus ... wie immer du dich auch nennen lassen magst. Folge mir."</i>
Tod führte seinen neuesten Gast durch waberndes Grau. Licht und Dunkel mischten sich hier wie es die beiden Seelen getan hatten. Aber plötzlich stand eine Tür im Raum, einfach so. Neben und hinter ihr nichts, nur diese Tür aus dunklem Holz und mit schwarzem Eisen verstärkt. Tod drückte die Klinke herunter. Er selbst schritt nicht hinein, zeigte nur ins Innere, wo ein Schimmern heraus kam.
Asmodeus bzw. Aurelius trat ein. Hinter ihm schloss der Gevatter die Tür und diese schwand. Vor ihm tat sich eine neue Umgebung auf. Noch immer schwanden die Ränder des Raumes in dieser gräulichen Umgebung, aber man erkannte ein Fenster, dessen Sicht durch Vorhänge verhindert wurde. Vor dem Fenster stand eine runde Tafel, reich gedeckt mit süßen Speisen wie Kuchen und Gebäck. Ein Teeservice mit kleinen Blümchen komplettierte das Bild. Hinzu kamen noch zwei dunkelrote Kerzen in ihren goldenen Halterungen. Von ihnen kam das beruhigende Schimmern.
Um die Tafel herum reihten sich mehrere Stühle, allesamt vergoldet und mit dunkelroten Polstern. In die Goldlehnen waren dieselben Blumen eingraviert wie sie auf der Teekanne zu erkennen waren.
Ein Platz war besetzt. Ein Mann saß da, rührte in seiner Teetasse. Er wirkte jung und kraftvoll, strahlte goldenes Licht aus und schaute auf, als Asmodeus (respektive Aurelius) eingetreten war.
"Mein lieber Freund", grüßte Adelmund und lächelte. Neben ihm tauchte eine weitere Person auf. Ein Junge. Er hatte sich hinte dem Stuhl verborgen gehalten, doch jetzt trat auch er ins Licht der Kerzen. Seine Begrüßung fiel kälter aus. "Dämon", sagte er mit finsterem Blick und hielt sich die Seite, wo die Nieren lagen. Es war der kleine Hirtenmagier, der vor den Toren Zyranus' verendet war.
Mallahall hätte vermutlich vor Glück geweint. Etelin hätte vielleicht auch die ein oder andere Träne im Stillen vergossen. Gevatter Tod aber ... wartete, bis die beiden sich lösten.
Grund dafür gab die Betonung des Freundes, der ebenfalls wartete. Beide Seelenteile, Dämon wie Seelchen, vermuteten Adelmund dahinter. Das eine erfreut, der andere ein wenig ängstlich.
Tod sagte dazu nichts, deutete erneut auf den schädelförmigen Schemel, der vor dem Altar stand. Er selbst ließ sich wieder auf seinem Thron nieder. Wartete.
Seelchen erhob sich, nahm den Dämon bei der Hand und führte ihn zum Schemel. Gemeinsam setzten sie sich. Ihre milchigen Präsenzen glitten ineinander, überschnitten sich wie zwei rauchartige Verkörperungen ihrer Selbst. Sie flossen ineinander, mischten sich und konnten förmlich zusehen, wie sie gemeinsam Gewebe bildeten. Eine neue Gestalt entstand, sah aus wie der Körper des Medicus, den sie zurückgelassen hatten. Der Kamm aufrecht und blau leuchtend, leicht von geheimnisvoller Finsternis umraucht. Jedes Mal, wenn sich eine Strähne bewegte, entfleuchte ein winziger dunkler Rauchanteil, waberte um das Haar herum und ließ es so nur noch markanter aussehen. Es gab ihm eine unheimliche Eigenheit.
Und dann erst diese Augen! Blau leuchtende Finsternis. Wer hatte jemals Augen auf diese Weise beschrieben. Dunkle Sterne, die leuchten konnten! Glühend blaue Inseln in einem Meer tiefster Schwärze. Die Dunkelheit hielt sie geborgen, während inmitten der blauen Pupillen ein leuchtender Vulkan explodierte.
Die Haut wirkte noch immer etwas milchig fahl. Es passte zur ganzen Erscheinung. Aschegrau oder totenbleich, beide Begriffe passten, denn nur im Licht schimmerte sie hell. Im Dunkel aber wirkte sie ebenfalls schaurig düster. Doch all das war physisch nicht existent. War nur die Präsenz eines Toten – <i>einer</i> Seele, im Tod neu zusammengefügt.
Noch immer fuhr ein Kribbeln durch den neuen Körper, als der Gevatter sich erhob. <i>"Du bist nun vollständig. Aurelius, Asmodeus ... wie immer du dich auch nennen lassen magst. Folge mir."</i>
Tod führte seinen neuesten Gast durch waberndes Grau. Licht und Dunkel mischten sich hier wie es die beiden Seelen getan hatten. Aber plötzlich stand eine Tür im Raum, einfach so. Neben und hinter ihr nichts, nur diese Tür aus dunklem Holz und mit schwarzem Eisen verstärkt. Tod drückte die Klinke herunter. Er selbst schritt nicht hinein, zeigte nur ins Innere, wo ein Schimmern heraus kam.
Asmodeus bzw. Aurelius trat ein. Hinter ihm schloss der Gevatter die Tür und diese schwand. Vor ihm tat sich eine neue Umgebung auf. Noch immer schwanden die Ränder des Raumes in dieser gräulichen Umgebung, aber man erkannte ein Fenster, dessen Sicht durch Vorhänge verhindert wurde. Vor dem Fenster stand eine runde Tafel, reich gedeckt mit süßen Speisen wie Kuchen und Gebäck. Ein Teeservice mit kleinen Blümchen komplettierte das Bild. Hinzu kamen noch zwei dunkelrote Kerzen in ihren goldenen Halterungen. Von ihnen kam das beruhigende Schimmern.
Um die Tafel herum reihten sich mehrere Stühle, allesamt vergoldet und mit dunkelroten Polstern. In die Goldlehnen waren dieselben Blumen eingraviert wie sie auf der Teekanne zu erkennen waren.
Ein Platz war besetzt. Ein Mann saß da, rührte in seiner Teetasse. Er wirkte jung und kraftvoll, strahlte goldenes Licht aus und schaute auf, als Asmodeus (respektive Aurelius) eingetreten war.
"Mein lieber Freund", grüßte Adelmund und lächelte. Neben ihm tauchte eine weitere Person auf. Ein Junge. Er hatte sich hinte dem Stuhl verborgen gehalten, doch jetzt trat auch er ins Licht der Kerzen. Seine Begrüßung fiel kälter aus. "Dämon", sagte er mit finsterem Blick und hielt sich die Seite, wo die Nieren lagen. Es war der kleine Hirtenmagier, der vor den Toren Zyranus' verendet war.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Die beiden Seelenhälften sie vereinigten sich. Verschmolzen ineinander. Dasselbe Blut, dasselbe nun tote Herz, dieselben Augen, welche selbst im Tod noch sahen. Sie mussten nicht mehr teilen… nein, denn sie waren eins geworden. Ein Körper, ein toter Körper und doch bildete er eine Form für eine vereinte Seele. Hier irgendwo in der Unendlichkeit. So unendlich viel Leid traf auf so unendlich viel Liebe. Verschmolz ebenfalls. Gut und böse, Krankheit und Heilung, Mensch und Dämon. Was war er nun? Ein Dämonenmensch? Ein Menschendämon? Nein. Er war einfach nur. Er. Eins.
„Ich bin…“ Sagte das Wesen und stutzte. Wie sollte er sich nennen? Aurelius? Asmodeus? Asmodi? Medicus? Dämon?
Er lächelte.
“Wie meine Freunde mich nannten, so soll ich auch in Erinnerung bleiben… als Asmodeus – der Medicus.“
Dann erstarb sein lächeln wurde ernst. „Wie meine Opfer und Feinde micht nannten, so soll ich wohl auch in Erinnerung bleiben… als Dämon.“
„Man soll mir jenen Namen geben, der aus dem Herzen entspringt, ob in Liebe oder Hass.“ Meinte er schliesslich und nickte.
Er sah den Gevatter an. „Doch was ist mein Name nun noch… wenn nicht bloss eine verblassende Erinnerung?“ Er lächelte matt, müde einwenig bitter und doch so befreit.
Asmodeus folgte dem Tod und betrachtete die Tür welche sich mitten in der Ewigkeit auftat. Er lugte hinein konnte aber noch nicht viel erkennen. Neugierig trat er ein. Einerseits freudig andererseits ängstlich. Wartete hier der Freund auf ihn? Adelmund? Er sah nach hinten als der Tod die Türe schloss und sie verschwand. Im Nichts. In der Ewigkeit. Dann wandte er sich wieder um. Das erste was er erkennen konnte waren diese schummerigen Wände… dann das Fenster, welches die sicht nach draussen von Vorhängen bedeckt hatte. Was sich wohl dahinter verbarg? Was war hinter der Ewigkeit?
Da erschien die Tafel vor dem Fenster. Asmodeus betrachtete die Speisen. Oh vor seinem Tod – er hatte so lange nichts mehr gegessen und nun, würde es wohl nicht mehr zwingend nötig sein… denn welchen Körper sollte er noch Speisen lassen müssen?
<i> Eine Geste Asmodi</i> Ja. Eine Geste. Er trat langsam darauf zu. Betrachtete die Leeren Stühle. Es waren nicht sonderlich viele. Doch sie waren da. Stühle welche für Freunde reserviert waren? Vielleicht…
Einer war bereits besetzt. Ein Freund wartete bereits. Adelmund. Asmodeus blieb wie angewurzelt stehen als er ihn erblickte. Zuletzt hatte er seinen Leichnam gesehen, als er versucht hatte ihn zu heilen und es ihm nicht gelungen war. Sein Gesicht. Es strahlte so golden. So vital. Keine Spur mehr von der grässlichen Verstümmelung welche der Dä… er… ihm angetan hatte. Er sah auf seine Hände. Diese Hände die zu seinen Lebzeiten alles tun konnten. Ausser einen Freund zurück ins Leben zu holen. Dort hatte er versagt, er hatte die macht gehabt ihn zu zerstören, aber nicht ihn zurück zu holen.
Das Helle in seinen Augen strahlte den Freund an, denn er begegnete ihm auch als einer. Die Finsternis jedoch, blickte schwer. Es war der Blick eines Mörders. Der nun seinem Opfer gegenüber treten musste. Das Opfer. Ein Freund… und dieser… bezeichnete <i>ihn</i> als Freund. Er hatte verziehen. Er lächelte. Trat langsam auf seinem Freund zu. Adelmund sah so unglaublich mächtig aus, er erstrahlte in seinem goldenen Licht. So rein. So strahlend rein. Voller Güte. Ewiger Güte. Eine Seele der Freundschaft. Eine Seele der Geborgenheit, des Glücks. Jene Seele welche Asmodi von der Welt gefegt hatte. In blindem Hass. Jene Seele die ihm im Moment seiner grössten Finsternis dennoch ein Opfer entgegen gebracht hatte. Sein Leben für ihn.. und nun? Nun war Asmodeus Tot. War zu seinem dritten Meister zurückgekehrt. Der sich doch nur gewünscht hatte, dass sein Schüler weiter Lebt und lernen kann. Nun war der Schüler tot und bei ihm.
„Meister Adelmund…“ Hauchte er. Doch dann fiel sein Blick auf den Jungen. Asmodeus erstarrte. Denn dieser Junge kannte nur den Dämon. Nur den Mörder und er sprach ihn direkt an. „Dämon.“ Ja. Er war einer dieser Seele, dessen Erinnerung ihm den Namen Dämon verlieh.
Er sah den Jungen lange an… und weinte. Weinte um den Mord welcher er begangen hatte. Um das Leben welches er viel zu früh zerstört hatte – und keine Minuten an Heilung für ihn Gedacht hatte. Denn der Junge war kein Freund gewesen. Nur ein Hindernis. Oh es schmerzte den Medicus und wie es ihn schmerzte, denn der Tod dieses Jungen erschien ihn als so grässlich Sinnlos.
Der Dämon empfand tiefste Reue. Nein. Asmodeus empfand tiefste Reue. Er trat näher zum Jungen heran – blieb aber in einigem Abstand vor ihm stehen wollte ihm nicht zu nahe treten. War er schliesslich sein Mörder. Da kniete die erst kürzlich vereinigte Seele vor den beiden nieder. Seine vereinte Existenz begann mit Demut und Reue vor seinen Taten.
„Ich bin hier Junge. Ich höre. Was immer du verlangst, wenn es mir möglich ist, werde ich es dir geben. Aber so sehr ich es auch wünsche… ich kann nicht ungeschehen machen, was ich dir angetan habe!“ Sprach Asmodeus leise und beschämt.
„Ich bin…“ Sagte das Wesen und stutzte. Wie sollte er sich nennen? Aurelius? Asmodeus? Asmodi? Medicus? Dämon?
Er lächelte.
“Wie meine Freunde mich nannten, so soll ich auch in Erinnerung bleiben… als Asmodeus – der Medicus.“
Dann erstarb sein lächeln wurde ernst. „Wie meine Opfer und Feinde micht nannten, so soll ich wohl auch in Erinnerung bleiben… als Dämon.“
„Man soll mir jenen Namen geben, der aus dem Herzen entspringt, ob in Liebe oder Hass.“ Meinte er schliesslich und nickte.
Er sah den Gevatter an. „Doch was ist mein Name nun noch… wenn nicht bloss eine verblassende Erinnerung?“ Er lächelte matt, müde einwenig bitter und doch so befreit.
Asmodeus folgte dem Tod und betrachtete die Tür welche sich mitten in der Ewigkeit auftat. Er lugte hinein konnte aber noch nicht viel erkennen. Neugierig trat er ein. Einerseits freudig andererseits ängstlich. Wartete hier der Freund auf ihn? Adelmund? Er sah nach hinten als der Tod die Türe schloss und sie verschwand. Im Nichts. In der Ewigkeit. Dann wandte er sich wieder um. Das erste was er erkennen konnte waren diese schummerigen Wände… dann das Fenster, welches die sicht nach draussen von Vorhängen bedeckt hatte. Was sich wohl dahinter verbarg? Was war hinter der Ewigkeit?
Da erschien die Tafel vor dem Fenster. Asmodeus betrachtete die Speisen. Oh vor seinem Tod – er hatte so lange nichts mehr gegessen und nun, würde es wohl nicht mehr zwingend nötig sein… denn welchen Körper sollte er noch Speisen lassen müssen?
<i> Eine Geste Asmodi</i> Ja. Eine Geste. Er trat langsam darauf zu. Betrachtete die Leeren Stühle. Es waren nicht sonderlich viele. Doch sie waren da. Stühle welche für Freunde reserviert waren? Vielleicht…
Einer war bereits besetzt. Ein Freund wartete bereits. Adelmund. Asmodeus blieb wie angewurzelt stehen als er ihn erblickte. Zuletzt hatte er seinen Leichnam gesehen, als er versucht hatte ihn zu heilen und es ihm nicht gelungen war. Sein Gesicht. Es strahlte so golden. So vital. Keine Spur mehr von der grässlichen Verstümmelung welche der Dä… er… ihm angetan hatte. Er sah auf seine Hände. Diese Hände die zu seinen Lebzeiten alles tun konnten. Ausser einen Freund zurück ins Leben zu holen. Dort hatte er versagt, er hatte die macht gehabt ihn zu zerstören, aber nicht ihn zurück zu holen.
Das Helle in seinen Augen strahlte den Freund an, denn er begegnete ihm auch als einer. Die Finsternis jedoch, blickte schwer. Es war der Blick eines Mörders. Der nun seinem Opfer gegenüber treten musste. Das Opfer. Ein Freund… und dieser… bezeichnete <i>ihn</i> als Freund. Er hatte verziehen. Er lächelte. Trat langsam auf seinem Freund zu. Adelmund sah so unglaublich mächtig aus, er erstrahlte in seinem goldenen Licht. So rein. So strahlend rein. Voller Güte. Ewiger Güte. Eine Seele der Freundschaft. Eine Seele der Geborgenheit, des Glücks. Jene Seele welche Asmodi von der Welt gefegt hatte. In blindem Hass. Jene Seele die ihm im Moment seiner grössten Finsternis dennoch ein Opfer entgegen gebracht hatte. Sein Leben für ihn.. und nun? Nun war Asmodeus Tot. War zu seinem dritten Meister zurückgekehrt. Der sich doch nur gewünscht hatte, dass sein Schüler weiter Lebt und lernen kann. Nun war der Schüler tot und bei ihm.
„Meister Adelmund…“ Hauchte er. Doch dann fiel sein Blick auf den Jungen. Asmodeus erstarrte. Denn dieser Junge kannte nur den Dämon. Nur den Mörder und er sprach ihn direkt an. „Dämon.“ Ja. Er war einer dieser Seele, dessen Erinnerung ihm den Namen Dämon verlieh.
Er sah den Jungen lange an… und weinte. Weinte um den Mord welcher er begangen hatte. Um das Leben welches er viel zu früh zerstört hatte – und keine Minuten an Heilung für ihn Gedacht hatte. Denn der Junge war kein Freund gewesen. Nur ein Hindernis. Oh es schmerzte den Medicus und wie es ihn schmerzte, denn der Tod dieses Jungen erschien ihn als so grässlich Sinnlos.
Der Dämon empfand tiefste Reue. Nein. Asmodeus empfand tiefste Reue. Er trat näher zum Jungen heran – blieb aber in einigem Abstand vor ihm stehen wollte ihm nicht zu nahe treten. War er schliesslich sein Mörder. Da kniete die erst kürzlich vereinigte Seele vor den beiden nieder. Seine vereinte Existenz begann mit Demut und Reue vor seinen Taten.
„Ich bin hier Junge. Ich höre. Was immer du verlangst, wenn es mir möglich ist, werde ich es dir geben. Aber so sehr ich es auch wünsche… ich kann nicht ungeschehen machen, was ich dir angetan habe!“ Sprach Asmodeus leise und beschämt.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Donnerstag 14. Juni 2007, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
<i>"Meister Adelmund…"</i>
Der Magier lächelte. "Aber mein Freund, du weißt, ein 'Meister' ist nicht nötig." Aber dann sah er, dass Asmodeus den Blick auf den Jungen gerichtet hatte. Starr stand er einen Moment, sah den Jungen lange an. Und dann weinte er ... wieder ohne eine Träne zu vergießen, denn Tränen gab es im Reich des Todes nicht.
Schließlich tat er ein paar Schritte auf den Jungen zu, kniete sich vor ihm nieder. Der Knabe wirkte offensichtlich verwirrt. Er drehte sich zu Adelmund um. Der Lichtmagus lächelte und forderte das Kind mit einer Handbewegung auf, seine Aufmerksamkeit auf den Medicus zu richten – auf den Dämon.
<i>"Ich bin hier, Junge. Ich höre. Was immer du verlangst, wenn es mir möglich ist, werde ich es dir geben. Aber so sehr ich es auch wünsche … ich kann nicht ungeschehen machen, was ich dir angetan habe!"</i> Die Bestürzung dieses Eingeständnisses, die Scham, war deutlich heraus zu hören.
Der Junge machte einen Schritt auf Asmodeus zu. Er stand nun direkt vor ihm. Der Knieende reichte dem Knaben bis zum Kinn.
Der Junge beugte sich ein Stück vor, legte seinen Kopf auf den blauen Kamm des Medicus'.
Seine Stimme war leiser als ein Windhauch, als er sagte: "Mein Name ist ..." Seine Stimme brach. Auch er weinte unsichtbare Tränen. "Ich heiße Faltrin ... du hast mich nicht mal nach meinem Namen gefragt, du Bastard!" Seine Stimme war mit jeder Silbe lauter geworden. Die Beleidigung schrie er am Ende heraus und mit ihr stieß sich sein Knie in die Magengegend seines Gegenübers. Er packte den Kopf und riss daran, wollte ihn abreißen, ihm das Genick brechen. "Und meine Eltern?! ... Glaubst du, nur weil du sie verschont hast ... und meinen Bruder ... ich würde dir vergeben?! Ich bin hier ganz allein! GANZ ALLEIN!!!" Er schlug und prügelte weiter auf Asmodeus ein. Warum nur griff Adelmund nicht ein?
Weil er nicht musste. Im Reich des Gevatters gab es keinen Schmerz. Asmodeus spürte die Schläge, aber sie schmerzten nicht. Nichts. er war bereits tot. Der Junge hätte ihm vermutlich wirklich den Kopf abreißen können. Er hätte es nicht gespürt.
"Sogar jetzt, da du vor mir kniest, bringst du mich um meine Gerechtigkeit ... meine Rache. Ich kann dich gar nicht töten!"
Faltrin sank nun ebenfalls auf die Knie, schluchzend und hilflos. Wie Mallahall hatte er gegen die Brust gehämmert, jetzt lagen seine kleinen Fäuste jedoch auf seinen Knien. Er ließ den Kopf hängen.
"Geh zum Fenster und schau ... schau hinaus. Tu wenigstens das für mich, du Elender." Der Junge erhob sich und schritt fort. Er ging einfach in die Finsternis und zugleich ins Licht ... in die graue wabernde Umgebung. Verschwand darin und ließ Asmodeus mit Schuld zurück.
Schuld, die es im Reich des Todes nicht gab. Es gab nur eines ... das Fenster.
Adelmund stellte sich davor auf. "Willst du wirklich hinaus schauen, mein Freund?" Das, was du da draußen siehst ... hat dein Herz genug Kraft, es zu ertragen? Solche Bilder begleiten einen sogar hier und lassen nicht so schnell los, auch wenn man die Ewigkeit hat."
Der Magier lächelte. "Aber mein Freund, du weißt, ein 'Meister' ist nicht nötig." Aber dann sah er, dass Asmodeus den Blick auf den Jungen gerichtet hatte. Starr stand er einen Moment, sah den Jungen lange an. Und dann weinte er ... wieder ohne eine Träne zu vergießen, denn Tränen gab es im Reich des Todes nicht.
Schließlich tat er ein paar Schritte auf den Jungen zu, kniete sich vor ihm nieder. Der Knabe wirkte offensichtlich verwirrt. Er drehte sich zu Adelmund um. Der Lichtmagus lächelte und forderte das Kind mit einer Handbewegung auf, seine Aufmerksamkeit auf den Medicus zu richten – auf den Dämon.
<i>"Ich bin hier, Junge. Ich höre. Was immer du verlangst, wenn es mir möglich ist, werde ich es dir geben. Aber so sehr ich es auch wünsche … ich kann nicht ungeschehen machen, was ich dir angetan habe!"</i> Die Bestürzung dieses Eingeständnisses, die Scham, war deutlich heraus zu hören.
Der Junge machte einen Schritt auf Asmodeus zu. Er stand nun direkt vor ihm. Der Knieende reichte dem Knaben bis zum Kinn.
Der Junge beugte sich ein Stück vor, legte seinen Kopf auf den blauen Kamm des Medicus'.
Seine Stimme war leiser als ein Windhauch, als er sagte: "Mein Name ist ..." Seine Stimme brach. Auch er weinte unsichtbare Tränen. "Ich heiße Faltrin ... du hast mich nicht mal nach meinem Namen gefragt, du Bastard!" Seine Stimme war mit jeder Silbe lauter geworden. Die Beleidigung schrie er am Ende heraus und mit ihr stieß sich sein Knie in die Magengegend seines Gegenübers. Er packte den Kopf und riss daran, wollte ihn abreißen, ihm das Genick brechen. "Und meine Eltern?! ... Glaubst du, nur weil du sie verschont hast ... und meinen Bruder ... ich würde dir vergeben?! Ich bin hier ganz allein! GANZ ALLEIN!!!" Er schlug und prügelte weiter auf Asmodeus ein. Warum nur griff Adelmund nicht ein?
Weil er nicht musste. Im Reich des Gevatters gab es keinen Schmerz. Asmodeus spürte die Schläge, aber sie schmerzten nicht. Nichts. er war bereits tot. Der Junge hätte ihm vermutlich wirklich den Kopf abreißen können. Er hätte es nicht gespürt.
"Sogar jetzt, da du vor mir kniest, bringst du mich um meine Gerechtigkeit ... meine Rache. Ich kann dich gar nicht töten!"
Faltrin sank nun ebenfalls auf die Knie, schluchzend und hilflos. Wie Mallahall hatte er gegen die Brust gehämmert, jetzt lagen seine kleinen Fäuste jedoch auf seinen Knien. Er ließ den Kopf hängen.
"Geh zum Fenster und schau ... schau hinaus. Tu wenigstens das für mich, du Elender." Der Junge erhob sich und schritt fort. Er ging einfach in die Finsternis und zugleich ins Licht ... in die graue wabernde Umgebung. Verschwand darin und ließ Asmodeus mit Schuld zurück.
Schuld, die es im Reich des Todes nicht gab. Es gab nur eines ... das Fenster.
Adelmund stellte sich davor auf. "Willst du wirklich hinaus schauen, mein Freund?" Das, was du da draußen siehst ... hat dein Herz genug Kraft, es zu ertragen? Solche Bilder begleiten einen sogar hier und lassen nicht so schnell los, auch wenn man die Ewigkeit hat."
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus spürte die Aura des toten Jungen welcher nun direkt vor ihm stand und seinen Kopf auf seinen Schädel legte. Sein Körper wog plötzlich schwer, als wäre der kleine Kopf des Jungen eine Zentner schwere Last. Asmodeus verharrte. Sah zu Boden und hörte.
"Mein Name ist ..." Er hörte. Ja bald würde sein Opfer nicht nur ein Gesicht haben sondern auch einen Namen… einen Namen in der Ewigkeit ausgesprochen – für die Ewigkeit bestimmt. Eine ewige Erinnerung. An etwas abgrundtief Böses.
Er.
"Ich heiße Faltrin ... du hast mich nicht mal nach meinem Namen gefragt, du Bastard!" Dieser Name. Er brannte sich in sein Gedächtnis. Ein stummes Mahnmal, dass seine Vergangenheit niemals vergessen und noch weniger verzeihen lassen würde.
„Ja. Ich weiss Faltrin. Ich habe nicht danach gefragt. Es tut…“ Da trat ihm der Junge das Knie in den Magen. Packte seinen Kopf und drehte ihn. Riss an ihm. Asmodeus schwieg. Liess es wehrlos über sich ergehen, denn er wusste, es würde ihn nicht töten und er hatte auch die unheilsame Gewissheit – dass es dem Jungen nicht helfen würde. Er selbst wusste, wie gross der Wunsch nach Rache sein konnte und er wusste auch was es hiess, wenn man sie nicht bekommen würde.
"Und meine Eltern?! ... Glaubst du, nur weil du sie verschont hast ... und meinen Bruder ... ich würde dir vergeben?! Ich bin hier ganz allein! GANZ ALLEIN!!!"
„Ja. Ganz allein… aber nicht für immer Faltrin. Doch du wirst warten müssen. Wegen mir wirst du warten müssen. Doch du wirst nicht ewig allein sein müssen. Du bist zu früh von dieser Welt entrissen worden… durch… mich.“ Asmodeus schwieg. Ihm fehlten die Worte. Wie sollte er dieses Herz nur trösten? Dieses trostlose Herz. Trostlos in Ewigkeit. Denn Faltrin hatte nichts als Alleinsein in der Ewigkeit gefunden. Keinen Frieden. Denn sein Friede wurde von einer Bestie zerstört. Von einem Dämonen. Von ihm.
"Sogar jetzt, da du vor mir kniest, bringst du mich um meine Gerechtigkeit ... meine Rache. Ich kann dich gar nicht töten!" Asmodi sah zu dem Jungen auf.
„Ja. So ist es wohl. Es… ich…“ Er wusste nicht mehr was sagen. So schwieg er. Sich schämend. Gebrochen. Schuldig. Da sank der Junge vor ihm auf die Knie. Zwei Seelen. Mörder und Opfer. Dämon und Kind. Schuld und Unschuld. Sie sassen sich gegenüber und weinten. Weinten beide. Tränen los.
"Geh zum Fenster und schau ... schau hinaus. Tu wenigstens das für mich, du Elender.“
„Ja. Ich werde gehen. Ich verspreche es dir.“ Antwortete Asmodeus dem Jungen. Sein Wunsch. Sein Verlangen, er wollte es ihm gewähren. Auch wenn es wohl viel zu wenig war. Nur ein kleines Tröpfchen zurück von dem ganzen Meer das er dem Jungen genommen hatte.
Da ging er fort. Der Junge. Verliess ihn. Liess ihn alleine mit seiner Schuld. Es war gut so. Es musste so sein. Dies war seine Schuld. Die er zu tragen hatte. Die er sich selbst aufgebürgt hatte. Eine Seele zu zerstören. Eine so Junge Seele. Dafür gab es keine Vergebung. Langsam richtete er sich auf. Sah zum Fenster.
Er schritt darauf zu. Adelmund stellte sich davor. Asmodeus betrachtete die leeren Stühle. Einen davon Ergriff er und stellte ihn weg vom Tisch. „Tut mir Leid Adelmund. Noch… kann ich nicht an die selbe Tafel mit dir setzen. Nein. Noch nicht. Es tut mir leid. Dann trat er auf den Lichtmagier zu, nahm dessen Hand und hielt sie an seine Brust. „Es ist tot Adelmund. Mein Herz. Da ist nichts mehr was schlägt. Das hinter diesem Fenster. Ist teil meines Schicksals nicht wahr? Wie soll ich den davor entfliehen?! Wie soll ich denn dafür bereit sein? Wie soll ich es nicht sein? Spielt dies überhaupt eine Rolle?... Ich glaube nicht… den es muss sein.
Er klopfte seinem Meister auf die Schulter und öffnete das Fenster.
"Mein Name ist ..." Er hörte. Ja bald würde sein Opfer nicht nur ein Gesicht haben sondern auch einen Namen… einen Namen in der Ewigkeit ausgesprochen – für die Ewigkeit bestimmt. Eine ewige Erinnerung. An etwas abgrundtief Böses.
Er.
"Ich heiße Faltrin ... du hast mich nicht mal nach meinem Namen gefragt, du Bastard!" Dieser Name. Er brannte sich in sein Gedächtnis. Ein stummes Mahnmal, dass seine Vergangenheit niemals vergessen und noch weniger verzeihen lassen würde.
„Ja. Ich weiss Faltrin. Ich habe nicht danach gefragt. Es tut…“ Da trat ihm der Junge das Knie in den Magen. Packte seinen Kopf und drehte ihn. Riss an ihm. Asmodeus schwieg. Liess es wehrlos über sich ergehen, denn er wusste, es würde ihn nicht töten und er hatte auch die unheilsame Gewissheit – dass es dem Jungen nicht helfen würde. Er selbst wusste, wie gross der Wunsch nach Rache sein konnte und er wusste auch was es hiess, wenn man sie nicht bekommen würde.
"Und meine Eltern?! ... Glaubst du, nur weil du sie verschont hast ... und meinen Bruder ... ich würde dir vergeben?! Ich bin hier ganz allein! GANZ ALLEIN!!!"
„Ja. Ganz allein… aber nicht für immer Faltrin. Doch du wirst warten müssen. Wegen mir wirst du warten müssen. Doch du wirst nicht ewig allein sein müssen. Du bist zu früh von dieser Welt entrissen worden… durch… mich.“ Asmodeus schwieg. Ihm fehlten die Worte. Wie sollte er dieses Herz nur trösten? Dieses trostlose Herz. Trostlos in Ewigkeit. Denn Faltrin hatte nichts als Alleinsein in der Ewigkeit gefunden. Keinen Frieden. Denn sein Friede wurde von einer Bestie zerstört. Von einem Dämonen. Von ihm.
"Sogar jetzt, da du vor mir kniest, bringst du mich um meine Gerechtigkeit ... meine Rache. Ich kann dich gar nicht töten!" Asmodi sah zu dem Jungen auf.
„Ja. So ist es wohl. Es… ich…“ Er wusste nicht mehr was sagen. So schwieg er. Sich schämend. Gebrochen. Schuldig. Da sank der Junge vor ihm auf die Knie. Zwei Seelen. Mörder und Opfer. Dämon und Kind. Schuld und Unschuld. Sie sassen sich gegenüber und weinten. Weinten beide. Tränen los.
"Geh zum Fenster und schau ... schau hinaus. Tu wenigstens das für mich, du Elender.“
„Ja. Ich werde gehen. Ich verspreche es dir.“ Antwortete Asmodeus dem Jungen. Sein Wunsch. Sein Verlangen, er wollte es ihm gewähren. Auch wenn es wohl viel zu wenig war. Nur ein kleines Tröpfchen zurück von dem ganzen Meer das er dem Jungen genommen hatte.
Da ging er fort. Der Junge. Verliess ihn. Liess ihn alleine mit seiner Schuld. Es war gut so. Es musste so sein. Dies war seine Schuld. Die er zu tragen hatte. Die er sich selbst aufgebürgt hatte. Eine Seele zu zerstören. Eine so Junge Seele. Dafür gab es keine Vergebung. Langsam richtete er sich auf. Sah zum Fenster.
Er schritt darauf zu. Adelmund stellte sich davor. Asmodeus betrachtete die leeren Stühle. Einen davon Ergriff er und stellte ihn weg vom Tisch. „Tut mir Leid Adelmund. Noch… kann ich nicht an die selbe Tafel mit dir setzen. Nein. Noch nicht. Es tut mir leid. Dann trat er auf den Lichtmagier zu, nahm dessen Hand und hielt sie an seine Brust. „Es ist tot Adelmund. Mein Herz. Da ist nichts mehr was schlägt. Das hinter diesem Fenster. Ist teil meines Schicksals nicht wahr? Wie soll ich den davor entfliehen?! Wie soll ich denn dafür bereit sein? Wie soll ich es nicht sein? Spielt dies überhaupt eine Rolle?... Ich glaube nicht… den es muss sein.
Er klopfte seinem Meister auf die Schulter und öffnete das Fenster.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Donnerstag 14. Juni 2007, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Adelmund hob überrascht die Augenbrauen, dann legte sich sein Gesicht in gütige Züge. "Du hast dich verändert, mein Schüler ... mein Freund. Deine Entwicklung ist groß." Nun trat der Magus freiwillig zu Seite, damit sich der Mann vor ihm seinem Schicksal stellen konnte.
Adelmund hatte geglaubt, er würde wieder fliehen. Hatte gedacht, dass sich der Dämon in ihm zurückziehen würde und den Medicus mit der Schuld und dem Schicksal allein ließe. Aber scheinbar ... hatte er gelernt. Der Lichtmagus setzte sich zurück an den Tisch, nahm eine Tasse Tee und schob sie an die Stelle, von der Asmodeus den Stuhl fort genommen hatte. "Ich warte, bis du soweit bist. Denn dann brauchst du sicher eine Tasse Tee, auch wenn du ihn nicht magst."
Asmodeus trat ans Fenster. Er schob die Vorhänge zur Seite und öffnete es. Er schaute hinaus. Er schaute auf Celcia herab. Wie winzig es aussah, aus welcher Höhe betrachtete er diese Welt? Befand er sich über den Wolken?
Da bewegte sich die Welt hinter dem Fenster, wurde größer. Wie ein schneller Vogel konnte sein Blich plötzlich über Wälder und Wiesen hinwegsausen. Da kam eine Stadt, setzte sich als Fokus direkt in die Fenstermitte. Es war ... Zyranus!
Ein Haus ragte aus der Menge, dabei war es für zyranische Verhältnisse nicht anders als die anderen Gebäude. Das Fenster wurde größer und schließlich konnte Asmodeus direkt in die Wohnstube blicken, wie ein unsichtbarer Gast. Sie war schön eingerichtet, sauber und hier lebte scheinbar sogar ein Hund. Asmodeus entdeckte einen Napf und einen ziemlich zerkauten Pantoffel. Daneben lagen kleine Soldaten aus Holz geschnitzt. Hier gab es Kinder? Warum zeigte das Fenster ihm ein solches Bild?
Eine Frau trat in die Stube. Sie war schon älter und gewiss keine Magierin, vielmehr schaute sie wie eine Hausfrau aus mit der fleckigen Schürze und den zu einem Knoten gebundenen Haaren. Aber sie schaute unglücklich. Die Frau trat an das Fenster, durch das Asmodeus hinein schaute. Sie blickte ihn an und doch durch ihn hindurch. Ein Mann, etwa ähnlichen Alters kam an ihre Seite. Er war definitiv ein Magier, seine Robe verriet es. "Ich wünschte, es gäbe einen Zauber, der..." Der Mann brach ab.
"Ich vermiss ihn so", erwiderte die Frau. "Wer konnte eine solch grauenhafte Tat begehen, mein Lieber?" Die beiden umarmten sich und die Frau schluchzte. "Faltrin geht es bestimmt gut. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Lass uns nachher nochmal zu seinem Grabe gehen, in Ordnung?"
Das Bild verschwamm, jemand entfernte es. Asmodeus wurde weitergetragen, weiter durch Zyranus und über die Mauern hinweg. Er flog ... über das Grasland. Er entdeckte eine Stelle mit einem großen schwarzen Fleck ... Blut! Hier hatte er sich selbst so verletzt ... hier hatte Zanraia ihn hassen gelernt.
Doch der Fensterblick ließ ihn nicht gewähren. Er flog weiter, nur ein Stück, aber weiter. Asmodeus entdeckte eine Frau, eine Elfe war es. Sie marschierte mit einem großen, schwarzen Wolf durch die Gräser, doch soeben holte sie ein Mann ... auf einem <i>Schaf</i> (!!!) ein! Er sprach sie an: "Schon eine Spur von dem Dämon?" Etelin hatte erzählt, dass man sie suchte .... sein Körper! Etelin und Mallahall! Diese Elfe würde sie finden und er ... er war nicht bei ihnen!
Erneut verschwamm das Bild, das Fenster trug ihn weiter. Dabei hatte er bereits zwei Schrecken gesehen, was würde noch kommen?
Asmodeus blieb im Grasland, sauste südöstlich, soweit er das zu sagen vermochte. Und dann erreichte er ... jaa ... das waren doch ... "Etelin, hast du eine Möglichkeit, seinen ... Körper zu konservieren? Ich muss ihn zu Zanraia bringen, Etelin." Mallahall klang sehr ernst. Ihr Gesicht war vollkommen gerötet, so viele Tränen hatte sie vergossen. Aber alle waren fortgewischt. Alle bis auf eine. Diese umklammerte sie wie einen kostbaren Schatz, auch wenn das Licht darin verloschen war. Der blaue Schein des Seelchens ... fort.
Etelin beugte sich über den Leichnam. Da lag er. Asmodeus' Körper. Still und friedlich, noch immer lächelnd. "Ja, ich kann ihn eine Weile mit Magie konservieren, aber ..."
"Mit Magie? Oh, Etelin, dann wirst du wieder schmerzen haben! Nein, dann ... dann lass ab von meiner Idee."
"Lass mich einen Moment allein, Mallahall. Aber halte irgendetwas bereit. Suche Wasser oder etwas Essbares. Ich werde Kraft brauchen."
Mallahall nickte, verschwand, suchte. Etelin blieb mit dem Leichnam zurück. Er berührte seine Schulter. "Ach, Asmodeus. Schüler ... Sohn." Mehr sagte der Lich nicht. Er hob den Körper an und umarmte ihn, klopfte ihm auf den Rücken, hielt ihn eine ganze Weile lang so fest. "Wenn ich könnte, ich würd dich zurückholen. Ja, wirklich, auch wenn der Dämon in dir steckt. Er war ein guter Schüler ... hat viel gelernt, so viel." Dann legte der Lich den Körper wieder hin, begann einige Formeln zu murmeln und schrie plötzlich auf. Schmerz trat in seine roten Augen wie Schweiß auf seine Stirn. Der Fluch des Rates. Doch Etelin machte weiter, wob einen Zauber, konservierte den Körper – unterdrückte den Schmerz, seine Strafe.
Erneut verschwamm das Bild. Warum blieb es nicht? Warum zeigte es nicht auch noch Mallahall, ihr Leid? Aber wollte Asmodeus das wirklich sehen?
Er verließ das Grasland, fand sich bei Wäldern wieder ... die teils unter Wasser standen. Er entdeckte einen Fluss in der Nähe. Langsam ahnte er, was er gleich sehen würde und sein totes Herz wäre stehengeblieben, hätte es noch schlagen können. Nicht, was, sondern <i>wen</i> er sehen würde.
Rotes Haar huschte durch die Wälder, nackte und wunde Füße rannten über Zweige, Steine und Moos. Wo war denn das Pferd, auf dem sie fortgeritten war? Zanraia rannte allein, allein mit ihren ungeordneten Gedanken. Allein mit ihrer zarten Seele. Sie stolperte und fiel, blieb einfach liegen, rollten sich zusammen. Dann blickten ihre Augen nach oben, schauten wie die Augen von Faltrins Mutter direkt durch das Fenster und auf Asmodeus ... und sahen ihn doch nicht. Oder etwa doch?
"Wo bist du, warum magst du mich nicht mehr, warum nur? Ich weiß nicht, was ich tun soll ... ich will weg ... hab Angst, hab solche Angst. Dämon, warum liebst du mich nicht? War ich dir keine gute Frau? Mallahall liebst du ... ich hab Angst, große Angst. Du hast so böse geschaut und jetzt ... spür ich dich nicht mehr. Asmodeus, ich will weg, will sterben."
Und dann musste Asmodeus mit Schrecken etwas ansehen, das er sich selbst ohne jegliche Skrupel angetan hatte: Zanraia kratzte an ihren Armen, bis diese blutig waren. Sie kratzte ihre Haut auf, aus Angst, Trauer und weil sie nicht verstand ... nicht verstand, warum er sie hatte vergessen können. Sie kratzte solange, bis das Blut in den Erdboden unter ihr sickerte und sie vor Erschöpfung einschlief.
Wind wehte Asmodeus entgegen, schleuderte ihn in den Raum zurück und das Fenster fiel krachend ins Schloss. Die Vorhänge schoben sich von allein an ihren Platz, verbargen die Schreckensbilder.
Adelmund hatte geglaubt, er würde wieder fliehen. Hatte gedacht, dass sich der Dämon in ihm zurückziehen würde und den Medicus mit der Schuld und dem Schicksal allein ließe. Aber scheinbar ... hatte er gelernt. Der Lichtmagus setzte sich zurück an den Tisch, nahm eine Tasse Tee und schob sie an die Stelle, von der Asmodeus den Stuhl fort genommen hatte. "Ich warte, bis du soweit bist. Denn dann brauchst du sicher eine Tasse Tee, auch wenn du ihn nicht magst."
Asmodeus trat ans Fenster. Er schob die Vorhänge zur Seite und öffnete es. Er schaute hinaus. Er schaute auf Celcia herab. Wie winzig es aussah, aus welcher Höhe betrachtete er diese Welt? Befand er sich über den Wolken?
Da bewegte sich die Welt hinter dem Fenster, wurde größer. Wie ein schneller Vogel konnte sein Blich plötzlich über Wälder und Wiesen hinwegsausen. Da kam eine Stadt, setzte sich als Fokus direkt in die Fenstermitte. Es war ... Zyranus!
Ein Haus ragte aus der Menge, dabei war es für zyranische Verhältnisse nicht anders als die anderen Gebäude. Das Fenster wurde größer und schließlich konnte Asmodeus direkt in die Wohnstube blicken, wie ein unsichtbarer Gast. Sie war schön eingerichtet, sauber und hier lebte scheinbar sogar ein Hund. Asmodeus entdeckte einen Napf und einen ziemlich zerkauten Pantoffel. Daneben lagen kleine Soldaten aus Holz geschnitzt. Hier gab es Kinder? Warum zeigte das Fenster ihm ein solches Bild?
Eine Frau trat in die Stube. Sie war schon älter und gewiss keine Magierin, vielmehr schaute sie wie eine Hausfrau aus mit der fleckigen Schürze und den zu einem Knoten gebundenen Haaren. Aber sie schaute unglücklich. Die Frau trat an das Fenster, durch das Asmodeus hinein schaute. Sie blickte ihn an und doch durch ihn hindurch. Ein Mann, etwa ähnlichen Alters kam an ihre Seite. Er war definitiv ein Magier, seine Robe verriet es. "Ich wünschte, es gäbe einen Zauber, der..." Der Mann brach ab.
"Ich vermiss ihn so", erwiderte die Frau. "Wer konnte eine solch grauenhafte Tat begehen, mein Lieber?" Die beiden umarmten sich und die Frau schluchzte. "Faltrin geht es bestimmt gut. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Lass uns nachher nochmal zu seinem Grabe gehen, in Ordnung?"
Das Bild verschwamm, jemand entfernte es. Asmodeus wurde weitergetragen, weiter durch Zyranus und über die Mauern hinweg. Er flog ... über das Grasland. Er entdeckte eine Stelle mit einem großen schwarzen Fleck ... Blut! Hier hatte er sich selbst so verletzt ... hier hatte Zanraia ihn hassen gelernt.
Doch der Fensterblick ließ ihn nicht gewähren. Er flog weiter, nur ein Stück, aber weiter. Asmodeus entdeckte eine Frau, eine Elfe war es. Sie marschierte mit einem großen, schwarzen Wolf durch die Gräser, doch soeben holte sie ein Mann ... auf einem <i>Schaf</i> (!!!) ein! Er sprach sie an: "Schon eine Spur von dem Dämon?" Etelin hatte erzählt, dass man sie suchte .... sein Körper! Etelin und Mallahall! Diese Elfe würde sie finden und er ... er war nicht bei ihnen!
Erneut verschwamm das Bild, das Fenster trug ihn weiter. Dabei hatte er bereits zwei Schrecken gesehen, was würde noch kommen?
Asmodeus blieb im Grasland, sauste südöstlich, soweit er das zu sagen vermochte. Und dann erreichte er ... jaa ... das waren doch ... "Etelin, hast du eine Möglichkeit, seinen ... Körper zu konservieren? Ich muss ihn zu Zanraia bringen, Etelin." Mallahall klang sehr ernst. Ihr Gesicht war vollkommen gerötet, so viele Tränen hatte sie vergossen. Aber alle waren fortgewischt. Alle bis auf eine. Diese umklammerte sie wie einen kostbaren Schatz, auch wenn das Licht darin verloschen war. Der blaue Schein des Seelchens ... fort.
Etelin beugte sich über den Leichnam. Da lag er. Asmodeus' Körper. Still und friedlich, noch immer lächelnd. "Ja, ich kann ihn eine Weile mit Magie konservieren, aber ..."
"Mit Magie? Oh, Etelin, dann wirst du wieder schmerzen haben! Nein, dann ... dann lass ab von meiner Idee."
"Lass mich einen Moment allein, Mallahall. Aber halte irgendetwas bereit. Suche Wasser oder etwas Essbares. Ich werde Kraft brauchen."
Mallahall nickte, verschwand, suchte. Etelin blieb mit dem Leichnam zurück. Er berührte seine Schulter. "Ach, Asmodeus. Schüler ... Sohn." Mehr sagte der Lich nicht. Er hob den Körper an und umarmte ihn, klopfte ihm auf den Rücken, hielt ihn eine ganze Weile lang so fest. "Wenn ich könnte, ich würd dich zurückholen. Ja, wirklich, auch wenn der Dämon in dir steckt. Er war ein guter Schüler ... hat viel gelernt, so viel." Dann legte der Lich den Körper wieder hin, begann einige Formeln zu murmeln und schrie plötzlich auf. Schmerz trat in seine roten Augen wie Schweiß auf seine Stirn. Der Fluch des Rates. Doch Etelin machte weiter, wob einen Zauber, konservierte den Körper – unterdrückte den Schmerz, seine Strafe.
Erneut verschwamm das Bild. Warum blieb es nicht? Warum zeigte es nicht auch noch Mallahall, ihr Leid? Aber wollte Asmodeus das wirklich sehen?
Er verließ das Grasland, fand sich bei Wäldern wieder ... die teils unter Wasser standen. Er entdeckte einen Fluss in der Nähe. Langsam ahnte er, was er gleich sehen würde und sein totes Herz wäre stehengeblieben, hätte es noch schlagen können. Nicht, was, sondern <i>wen</i> er sehen würde.
Rotes Haar huschte durch die Wälder, nackte und wunde Füße rannten über Zweige, Steine und Moos. Wo war denn das Pferd, auf dem sie fortgeritten war? Zanraia rannte allein, allein mit ihren ungeordneten Gedanken. Allein mit ihrer zarten Seele. Sie stolperte und fiel, blieb einfach liegen, rollten sich zusammen. Dann blickten ihre Augen nach oben, schauten wie die Augen von Faltrins Mutter direkt durch das Fenster und auf Asmodeus ... und sahen ihn doch nicht. Oder etwa doch?
"Wo bist du, warum magst du mich nicht mehr, warum nur? Ich weiß nicht, was ich tun soll ... ich will weg ... hab Angst, hab solche Angst. Dämon, warum liebst du mich nicht? War ich dir keine gute Frau? Mallahall liebst du ... ich hab Angst, große Angst. Du hast so böse geschaut und jetzt ... spür ich dich nicht mehr. Asmodeus, ich will weg, will sterben."
Und dann musste Asmodeus mit Schrecken etwas ansehen, das er sich selbst ohne jegliche Skrupel angetan hatte: Zanraia kratzte an ihren Armen, bis diese blutig waren. Sie kratzte ihre Haut auf, aus Angst, Trauer und weil sie nicht verstand ... nicht verstand, warum er sie hatte vergessen können. Sie kratzte solange, bis das Blut in den Erdboden unter ihr sickerte und sie vor Erschöpfung einschlief.
Wind wehte Asmodeus entgegen, schleuderte ihn in den Raum zurück und das Fenster fiel krachend ins Schloss. Die Vorhänge schoben sich von allein an ihren Platz, verbargen die Schreckensbilder.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus sah durchs Fenster hindurch. Er hatte alles und nichts erwartet. Was konnte man schon durchs Fenster der Ewigkeit sehen? Die Gegenwart selbst. Vielleicht sogar die Vergangenheit und ja… vermutlich auch die Zukunft – wenn es das Schicksal gewährte. Asmodeus Fensterblick aber führte ihn nach Celcia, liess eine Stadt erahnen oh Asmodeus erkannte sie sofort. Dieser fürchterliche Turm! Wo der Magierrat sass und noch immer nach der Vollstreckung seines Urteil eiferte. Ob sein Tot ihnen Genugtuung verschaffen würde? Ein Dämon der in Frieden sterben konnte? Wohl eher nicht…
Aber das Schicksal. Das Fenster durch welches er sah, führte ihn nicht in den Turm hinein, in jenen Ort wo er bereits zergangen und wiedergeboren war. Nein es führte ihn zu einem Haus, wo eine Frau mit gebrochenen, schweren Herzen stand. Sie schaute dem Mörder ihres Jungen direkt entgegen und doch sah sie ihn nicht. Es war wie ein Hohn, dass er sie dafür sehen konnte. Oh der Dämon… für einen kurzen Moment ergötzte er sich an ihrem Leid. Nein. Nicht der Dämon. Asmodeus… und wie es ihn freute so stach es ihn auch mitten in sein totes Herz. Zwei völlig unterschiedliche Gefühle zum selben Zeitpunkt. Eine einzelne Seele die Gut und Böse war. Nicht neutral. Schwankend. Obwohl sie eins waren, sein Charakter blieb teils gespalten. Verinnerlichte beide Persönlichkeiten und war so auch in der Lage beide zu empfinden. Beide auszustrahlen… und er schämte sich für dieses kurze Gefühl der bösartigen Freude… und dann… einen Moment später… schämte er sich dafür, dass er sich geschämt hatte, denn wieder war sein guter Teil versucht, den schlechten zu verstossen. Oh es war nicht leicht eins mit einem Dämonenwesen zu sein… und für das Dämonenwesen war es nicht leicht, eins mit einer reinen Seele zu sein… und doch waren sie es und sie würden lernen so zu leben.
In Frieden mit sich selbst?
<i>"Ich wünschte, es gäbe einen Zauber, der..."</i> Oh Asmodeus hörte das Leid der beiden trauernden Eltern. Ihr eigenes Kind zu grabe tagen zu müssen und dann noch eines, welches auf solch bestialische Art und Weise das Leben lassen musste. Nein, welchem das Leben so grausam entrissen worden war. Wie konnten sie diese Trauer bloss ertragen? Vielleicht weil sie sich gegenseitig hatten. Faltrin hingegen war hier allein. So furchtbar allein. Es tat Asmodeus von Herzen Leid. Doch was nützte dies? Sein Leid war ein Dreck für diese Familie… denn es machte ihr Unglück auch nicht wett, eher noch schlimmer. Ein Mörder der bereut fleht um Vergebung. Verlangt gar etwas von den Trauernden. Wie ungerecht! Asmodeus bekam den Impuls sich seine Augen zuzuhalten. Der Dämon in ihm. Der Schuld an allem war. Jener dämonische Teil wollte fliehen. Wollte die Augen vor seinen Taten verschliessen, denn er erkannte die Qual dahinter. Es zerstörte ihm seine Freude an deren Leid.
<i>"Ich vermiss ihn so"</i> Schmerzhafte Erinnerung. Wie furchtbar es für eine Mutter sein musste, schmerzhafte Erinnerungen an ihren eigenen Sohn zu haben!
„Was habe ich nur getan?!“ Sagte Asmodeus bitter.
<i>"Wer konnte eine solch grauenhafte Tat begehen, mein Lieber?"</i>
„Ich.“ Sagte Asmodi mehr zu sich selbst als zu ihr. „Oh und ich konnte noch viel mehr… zum Glück bin ich nun tot.“ Sagte er bitter. „Ja. Zum Glück bin ich tot.“
<i>"Faltrin geht es bestimmt gut. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Lass uns nachher nochmal zu seinem Grabe gehen, in Ordnung?"</i>
Dies war zuviel für den Medicus. Er schrie gequält auf. Denn er wusste, dass es Faltrin nicht gut ging. Dass er sich alleine Fühlte. So furchtbar verlassen. „Er vermisst euch auch!“ Schrie der Mörder aus dem Fenster… doch er wusste, dass sie ihn nicht hören würde. „Was habe ich nur getan?! Wie konnte ich nur Frieden finden nach all diesen…“ Seine Augen weiteten sich. Doch dann musste er weitersehen.
Der Fensterblick trug ihn fort. Ins Grasland. Dort sah er einen schwarzen Fleck. Dort wo der Dämon sich beinahe das Herz ausgerissen hatte. Diese unheilige Stätte der Zerstörung. Für ihn war jener Akt der Zerstörung so fürchterlich gewesen… ein Akt der Flucht. Dort war es als <i>er</i> nicht mehr konnte. Doch was war mit den Menschen rundherum geschehen? Mallahalls Herz welches beinahe brach. Etelin der glaubte seinen Schüler zu verlieren… und Zanraia… die es ins Unglück gestürzt hatte. Wegen ihm?
Da führte ihn der Blick der Ewigkeit zu einer Fremden Elfe, begleitet von einem grossen schwarzen Wolf. Verfolger.
Kopfgeldjäger, keinen Zweifel! Sie suchte wohl… ihn. Doch er war tot. Sein Körper noch da. Aber was nutzte dieser noch? Doch Mallahall!
„Nein!“ Schrie Asmodeus.
Mallahall sollte fliehen! Sollte seinen Körper zurücklassen… was nutzte er noch, er hielt sie nur auf. Er war nur noch eine Hülle… doch sie… sie musste fort. Schnell!
Da führte ihn der Blick weiter südöstlich. Tiefer ins Grasland hinein… und da sah er seine Meister. Mallahall. Oh sie sah so entsetzlich traurig aus… und auch schuldig. Ruhelos. Ohne Frieden... und Etelin? Der Lich. Hielt sich das schmerzende Herz. Mallahall umschloss das tote Tränensteinchen. Er sah es. Einst leuchtete es so schön so kräftig und nun spendete es der Heilerin keine Hoffnung mehr. War zu einem stummen Grab geworden.
„Oh Mallahall. Es tut mir so Leid.“ Sagte der Medicus. Dann hörte er wie sie seinen Körper konservieren wollten. „Nein! Lasst ihn liegen! Flieht! FLIEHT! Ihr werdet doch verfolgt! MALLAHALL FLIEH! BITTE!“ Schrie er in die Welt. Doch sein Schrei war stumm. Vielleicht ein Windhauch. Mehr nicht.
<i>"Ja, ich kann ihn eine Weile mit Magie konservieren, aber ..."</i> Asmodeus starrte Entsetzt auf die Welt hinab die er so plötzlich verlassen hatte. Er spürte keine Schmerzen mehr. Dafür die Menschen die er zurückgelassen hatte um so mehr. „Meister Etelin! NEIN! Tu es nicht… nicht noch mehr schmerzen! Bitte! Flieh! Bitte… Meister!“
Da liess die Heilerin den Lich alleine mit seinem Leichnam und Asmodi sah wie er ihn in die Arme nahm. Ihn Sohn nannte. Ihm auf die toten kalten Schultern klopfte. Dem Reglosen schlaffen Körper, dessen Haupt nach hinten fiel als er angehoben wurde.
„Ich bin da Etelin. Ich bin da. Ich höre dich. Bitte. Flieh mit Mallahall. Erfülle mir diesen einen Wunsch. Bitte Etelin! HÖRE! Höre auf dein Herz! Du denkst doch rational! Du musst es doch wissen! Etelin!... bitte nicht… keine Opfer mehr…“ Er schrie. Stumme schreie. Schreie aus dem Jenseits. Niemand konnte sie hören. Niemand. Der Wind trug sie fort. Sanft. Gemächlich. Doch er trug sie fort und führte sie zurück in die Ewigkeit.
Asmodeus konnte nicht mehr. Er weinte. Zitterte. Hielt sich das tote Herz… welches… schmerzte? Nein es war nicht das Herz was schmerzte. Sondern sein Schicksal. Seine Seele. Seine Existenz.
„Warum nur?! Was habe ich bloss getan?!“ Langsam stieg eine grässliche Erkenntnis in ihm hoch… und sie sollte ihren Gipfel im nächsten Bild finden. Er sah Zanraias kleine Füsschen, wundgescheuert, blutend wie sie durch die Wälder irrten. Angetrieben von Angst. Unendlicher Angst und Trauer.
„Zanraia!!“ Sein Schrei war lauter als jeder andere. Denn alles in ihm schrie nach ihr. Gut wie Böse. Reines wie Unreines. Alles was sie Liebte… und in ihm Liebte sie alles.
Er sah wie sie fiel.
Er konnte sie nicht auffangen.
Er sah wie sie sich zusammenrollte.
Er konnte sie nicht behüten.
Er sah wie sie sich verletzte.
Er konnte sie nicht heilen.
Er hörte wie sie nach ihm schrie und er antwortete.
Sie konnte ihn nicht hören.
Nein.
Sie konnte es nicht.
Denn er war gegangen.
In eine Welt, wo sie ihm so nah war. Doch er ihr so unerreichbar weit entfernt.
Das Fenster schloss sich. Entriss ihm den Blick auf die in Liebeskummer zergehende kleine Zanraia.
„Nein!“ Schrie er. Er wollte bei ihr sein. Sie durfte nicht allein sein! „Nein!“ Er hämmerte gegen das Fenster. Versuchte es mit aller Gewalt zu öffnen. „Nein! Zanraia! ZANRAIA!“ Er kratzte daran. Tobte. Schrie. Brüllte. Weinte. Dann sank er in sich zusammen. Hielt sich die Augen zu. Wollte blind sein. Wollte diesen Schrecken nicht gesehen haben, welchen er auf dieser Welt zurückgelassen hatte. Die Erkenntnis traf ihn mit voller Wucht.
Der Friede in welchem er gegangen war.
Er hatte ihn gestohlen! Er hatte ihn Falrins Eltern, Etelin, Mallahall und besonders Zanraia gestohlen! Ihren Frieden. Er hatte ihn ihnen entrissen und so seine Finsternis in ihren Herzen gesät… Finsternis in Form von … Trauer. Angst. Schmerz. Qual und unendlich viel Leid. Welches diese Herzen zerfressen würde. Bei den einen schneller, bei den anderen langsamer.
Ein Meisterwerk einer Höllenbestie.
<i> Ja Asmodeus. Ich habe ihn gestohlen. Als ich Mallahall umarmt hielt. Da wusste ich, was ich tun musste um ihrer lehre zu entfliehen Medicus. Wie ich ihren Frieden stehlen konnte und ihnen selbst Finsternis geben würde. Ich habe sie um ihren Frieden betrogen Medicus. Doch dabei habe ich eins Missachtet. Einen unglaublichen Fehler begangen. Ich habe nicht an dich gedacht. Nun da wir eins sind bereue ich… und du wirst mich hassen… ich war feige Medicus… unendlich feige… denn ich habe es dir verschwiegen, bis wir eins geworden sind… denn ich kann diese Schuld… dieses unglaubliche Verbrechen… nicht alleine tragen. Es tut mir Leid… weil ich auch wusste, dass ich Dir… Mir… selbst den Frieden wieder nehmen würde. Hier und jetzt Medicus. Finsternis. In Ewigkeit… und nun da ich empfinde was du empfindest… nun da wir sein sind Medicus. Da bereue ich.</i>
„Dämon!“ Schrie Asmodeus auf. Ein klagender Schrei einer toten Seele, die selbst in der Ewigkeit keine Ruhe fand vor seiner eigenen Vernichtung… vor seinem eigenen Fluch.
„Nein!“ Heulte er. „Adelmund! Ich hab sie Betrogen! Sie alle! Adelmund! Ich hab Versagt!“
Aber das Schicksal. Das Fenster durch welches er sah, führte ihn nicht in den Turm hinein, in jenen Ort wo er bereits zergangen und wiedergeboren war. Nein es führte ihn zu einem Haus, wo eine Frau mit gebrochenen, schweren Herzen stand. Sie schaute dem Mörder ihres Jungen direkt entgegen und doch sah sie ihn nicht. Es war wie ein Hohn, dass er sie dafür sehen konnte. Oh der Dämon… für einen kurzen Moment ergötzte er sich an ihrem Leid. Nein. Nicht der Dämon. Asmodeus… und wie es ihn freute so stach es ihn auch mitten in sein totes Herz. Zwei völlig unterschiedliche Gefühle zum selben Zeitpunkt. Eine einzelne Seele die Gut und Böse war. Nicht neutral. Schwankend. Obwohl sie eins waren, sein Charakter blieb teils gespalten. Verinnerlichte beide Persönlichkeiten und war so auch in der Lage beide zu empfinden. Beide auszustrahlen… und er schämte sich für dieses kurze Gefühl der bösartigen Freude… und dann… einen Moment später… schämte er sich dafür, dass er sich geschämt hatte, denn wieder war sein guter Teil versucht, den schlechten zu verstossen. Oh es war nicht leicht eins mit einem Dämonenwesen zu sein… und für das Dämonenwesen war es nicht leicht, eins mit einer reinen Seele zu sein… und doch waren sie es und sie würden lernen so zu leben.
In Frieden mit sich selbst?
<i>"Ich wünschte, es gäbe einen Zauber, der..."</i> Oh Asmodeus hörte das Leid der beiden trauernden Eltern. Ihr eigenes Kind zu grabe tagen zu müssen und dann noch eines, welches auf solch bestialische Art und Weise das Leben lassen musste. Nein, welchem das Leben so grausam entrissen worden war. Wie konnten sie diese Trauer bloss ertragen? Vielleicht weil sie sich gegenseitig hatten. Faltrin hingegen war hier allein. So furchtbar allein. Es tat Asmodeus von Herzen Leid. Doch was nützte dies? Sein Leid war ein Dreck für diese Familie… denn es machte ihr Unglück auch nicht wett, eher noch schlimmer. Ein Mörder der bereut fleht um Vergebung. Verlangt gar etwas von den Trauernden. Wie ungerecht! Asmodeus bekam den Impuls sich seine Augen zuzuhalten. Der Dämon in ihm. Der Schuld an allem war. Jener dämonische Teil wollte fliehen. Wollte die Augen vor seinen Taten verschliessen, denn er erkannte die Qual dahinter. Es zerstörte ihm seine Freude an deren Leid.
<i>"Ich vermiss ihn so"</i> Schmerzhafte Erinnerung. Wie furchtbar es für eine Mutter sein musste, schmerzhafte Erinnerungen an ihren eigenen Sohn zu haben!
„Was habe ich nur getan?!“ Sagte Asmodeus bitter.
<i>"Wer konnte eine solch grauenhafte Tat begehen, mein Lieber?"</i>
„Ich.“ Sagte Asmodi mehr zu sich selbst als zu ihr. „Oh und ich konnte noch viel mehr… zum Glück bin ich nun tot.“ Sagte er bitter. „Ja. Zum Glück bin ich tot.“
<i>"Faltrin geht es bestimmt gut. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Lass uns nachher nochmal zu seinem Grabe gehen, in Ordnung?"</i>
Dies war zuviel für den Medicus. Er schrie gequält auf. Denn er wusste, dass es Faltrin nicht gut ging. Dass er sich alleine Fühlte. So furchtbar verlassen. „Er vermisst euch auch!“ Schrie der Mörder aus dem Fenster… doch er wusste, dass sie ihn nicht hören würde. „Was habe ich nur getan?! Wie konnte ich nur Frieden finden nach all diesen…“ Seine Augen weiteten sich. Doch dann musste er weitersehen.
Der Fensterblick trug ihn fort. Ins Grasland. Dort sah er einen schwarzen Fleck. Dort wo der Dämon sich beinahe das Herz ausgerissen hatte. Diese unheilige Stätte der Zerstörung. Für ihn war jener Akt der Zerstörung so fürchterlich gewesen… ein Akt der Flucht. Dort war es als <i>er</i> nicht mehr konnte. Doch was war mit den Menschen rundherum geschehen? Mallahalls Herz welches beinahe brach. Etelin der glaubte seinen Schüler zu verlieren… und Zanraia… die es ins Unglück gestürzt hatte. Wegen ihm?
Da führte ihn der Blick der Ewigkeit zu einer Fremden Elfe, begleitet von einem grossen schwarzen Wolf. Verfolger.
Kopfgeldjäger, keinen Zweifel! Sie suchte wohl… ihn. Doch er war tot. Sein Körper noch da. Aber was nutzte dieser noch? Doch Mallahall!
„Nein!“ Schrie Asmodeus.
Mallahall sollte fliehen! Sollte seinen Körper zurücklassen… was nutzte er noch, er hielt sie nur auf. Er war nur noch eine Hülle… doch sie… sie musste fort. Schnell!
Da führte ihn der Blick weiter südöstlich. Tiefer ins Grasland hinein… und da sah er seine Meister. Mallahall. Oh sie sah so entsetzlich traurig aus… und auch schuldig. Ruhelos. Ohne Frieden... und Etelin? Der Lich. Hielt sich das schmerzende Herz. Mallahall umschloss das tote Tränensteinchen. Er sah es. Einst leuchtete es so schön so kräftig und nun spendete es der Heilerin keine Hoffnung mehr. War zu einem stummen Grab geworden.
„Oh Mallahall. Es tut mir so Leid.“ Sagte der Medicus. Dann hörte er wie sie seinen Körper konservieren wollten. „Nein! Lasst ihn liegen! Flieht! FLIEHT! Ihr werdet doch verfolgt! MALLAHALL FLIEH! BITTE!“ Schrie er in die Welt. Doch sein Schrei war stumm. Vielleicht ein Windhauch. Mehr nicht.
<i>"Ja, ich kann ihn eine Weile mit Magie konservieren, aber ..."</i> Asmodeus starrte Entsetzt auf die Welt hinab die er so plötzlich verlassen hatte. Er spürte keine Schmerzen mehr. Dafür die Menschen die er zurückgelassen hatte um so mehr. „Meister Etelin! NEIN! Tu es nicht… nicht noch mehr schmerzen! Bitte! Flieh! Bitte… Meister!“
Da liess die Heilerin den Lich alleine mit seinem Leichnam und Asmodi sah wie er ihn in die Arme nahm. Ihn Sohn nannte. Ihm auf die toten kalten Schultern klopfte. Dem Reglosen schlaffen Körper, dessen Haupt nach hinten fiel als er angehoben wurde.
„Ich bin da Etelin. Ich bin da. Ich höre dich. Bitte. Flieh mit Mallahall. Erfülle mir diesen einen Wunsch. Bitte Etelin! HÖRE! Höre auf dein Herz! Du denkst doch rational! Du musst es doch wissen! Etelin!... bitte nicht… keine Opfer mehr…“ Er schrie. Stumme schreie. Schreie aus dem Jenseits. Niemand konnte sie hören. Niemand. Der Wind trug sie fort. Sanft. Gemächlich. Doch er trug sie fort und führte sie zurück in die Ewigkeit.
Asmodeus konnte nicht mehr. Er weinte. Zitterte. Hielt sich das tote Herz… welches… schmerzte? Nein es war nicht das Herz was schmerzte. Sondern sein Schicksal. Seine Seele. Seine Existenz.
„Warum nur?! Was habe ich bloss getan?!“ Langsam stieg eine grässliche Erkenntnis in ihm hoch… und sie sollte ihren Gipfel im nächsten Bild finden. Er sah Zanraias kleine Füsschen, wundgescheuert, blutend wie sie durch die Wälder irrten. Angetrieben von Angst. Unendlicher Angst und Trauer.
„Zanraia!!“ Sein Schrei war lauter als jeder andere. Denn alles in ihm schrie nach ihr. Gut wie Böse. Reines wie Unreines. Alles was sie Liebte… und in ihm Liebte sie alles.
Er sah wie sie fiel.
Er konnte sie nicht auffangen.
Er sah wie sie sich zusammenrollte.
Er konnte sie nicht behüten.
Er sah wie sie sich verletzte.
Er konnte sie nicht heilen.
Er hörte wie sie nach ihm schrie und er antwortete.
Sie konnte ihn nicht hören.
Nein.
Sie konnte es nicht.
Denn er war gegangen.
In eine Welt, wo sie ihm so nah war. Doch er ihr so unerreichbar weit entfernt.
Das Fenster schloss sich. Entriss ihm den Blick auf die in Liebeskummer zergehende kleine Zanraia.
„Nein!“ Schrie er. Er wollte bei ihr sein. Sie durfte nicht allein sein! „Nein!“ Er hämmerte gegen das Fenster. Versuchte es mit aller Gewalt zu öffnen. „Nein! Zanraia! ZANRAIA!“ Er kratzte daran. Tobte. Schrie. Brüllte. Weinte. Dann sank er in sich zusammen. Hielt sich die Augen zu. Wollte blind sein. Wollte diesen Schrecken nicht gesehen haben, welchen er auf dieser Welt zurückgelassen hatte. Die Erkenntnis traf ihn mit voller Wucht.
Der Friede in welchem er gegangen war.
Er hatte ihn gestohlen! Er hatte ihn Falrins Eltern, Etelin, Mallahall und besonders Zanraia gestohlen! Ihren Frieden. Er hatte ihn ihnen entrissen und so seine Finsternis in ihren Herzen gesät… Finsternis in Form von … Trauer. Angst. Schmerz. Qual und unendlich viel Leid. Welches diese Herzen zerfressen würde. Bei den einen schneller, bei den anderen langsamer.
Ein Meisterwerk einer Höllenbestie.
<i> Ja Asmodeus. Ich habe ihn gestohlen. Als ich Mallahall umarmt hielt. Da wusste ich, was ich tun musste um ihrer lehre zu entfliehen Medicus. Wie ich ihren Frieden stehlen konnte und ihnen selbst Finsternis geben würde. Ich habe sie um ihren Frieden betrogen Medicus. Doch dabei habe ich eins Missachtet. Einen unglaublichen Fehler begangen. Ich habe nicht an dich gedacht. Nun da wir eins sind bereue ich… und du wirst mich hassen… ich war feige Medicus… unendlich feige… denn ich habe es dir verschwiegen, bis wir eins geworden sind… denn ich kann diese Schuld… dieses unglaubliche Verbrechen… nicht alleine tragen. Es tut mir Leid… weil ich auch wusste, dass ich Dir… Mir… selbst den Frieden wieder nehmen würde. Hier und jetzt Medicus. Finsternis. In Ewigkeit… und nun da ich empfinde was du empfindest… nun da wir sein sind Medicus. Da bereue ich.</i>
„Dämon!“ Schrie Asmodeus auf. Ein klagender Schrei einer toten Seele, die selbst in der Ewigkeit keine Ruhe fand vor seiner eigenen Vernichtung… vor seinem eigenen Fluch.
„Nein!“ Heulte er. „Adelmund! Ich hab sie Betrogen! Sie alle! Adelmund! Ich hab Versagt!“
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Adelmund hörte den Medicus mehrmals aufheulen, hörte ihn schreien, flehen, bereuen und nahm auch seine kläglichen Versuche war, das Fenster erneut zu öffnen, nachdem es ihm weitere Einblicke ins Leben verwehrte; in die Welt dort draußen, die nun ohne ihn weiter lief.
Adelmund hingegen war die Ruhe selbst. Er hatte schließlich auch schon einige Zeit in Tods Reich verbracht. Er wusste, dass es für Bitten, Flehen, Gefühlsausbrüche und Wünsche zu spät war ... ja, auch für Wünsche?
Er räusperte sich. "Was du jetzt brauchst, Asmodeus, ist eine Tasse Tee. Bitte, lass mich dich einladen. Ich weiß, wir schmecken ihn nicht mehr, aber es tut gut, zu <i>glauben</i> sich mit einer Tasse Tee beruhigen zu können. Komm her."
Adelmund klopfte auf den Polstersitz eines Stuhles. Dann schenkte er auch schon eine dampfende Flüssigkeit in eine der blumenverzierten Tassen. Adelmund lächelte plötzlich. "Es war übrigens sehr nett, dass ihr auf mich angestoßen habt ... da unten, an meinem Grab. Hatte zu dem Zeitpunkt auch einen Blick aus dem Fenster geworfen. Ihr habt es sehr schön hergerichtet ... und ich liege nah an meinem Haus. Das gefällt mir."
Adelmund lächelte. Ja, er schien tatsächlich mehr als alle anderen seinen eigenen Tod verziehen zu haben. Vielleicht war er mit sich auch so sehr im Reinen, dass es ihm nichts mehr ausmachte.
Noch einmal klopfte er auf das Stuhlpolster. "Setz dich. Weißt du, der Tod hat mich extra gebeten, dich auf das Fenster vorzubereiten. Irgendwie wusste er, dass du durchschauen würdest. Er weiß sehr viel, der Gevatter. Und er hat mich gebeten, dich etwas zu fragen. Er hat durch dich viele Seelen erhalten, die er geleiten darf. Dich, mich, den Jungen, einige Schafe ... ja, es kommt eine Menge zusammen. Der Tod meint, es seien zu viele."
<i>"Genau genommen, ist es <b>eine</b> zu viel."</i> Da erschien er. Gevatter Tod. Wie aus dem Nichts und in seiner üblichen Gestalt: schwarze Kutte, Skelett, Sense. Er trat an die Tafel, setzte sich und ließ sich sogleich von Adelmund Tee einschenken. <i>"Würdest du für mich arbeiten, Asmodeus — Aurelius – ich müsste dir viel zu oft frei geben. Du bist überqualifiziert."</i> Er nahm seine Tasse entgegen, rührte darin herum. Auch Adelmund rührte im Tee.
<i>"Ich habe mich dazu entschlossen, eine Seele zurück zu schicken. Nur eine! Nun ja, sagen wir es so: Ich gebe dieser Seele die <i>Möglichkeit</i> zurückzugehen. Denn auch ich kann nicht einfach nach Lust und Laune Leben zurückgeben. Ich erteile dir die Ehre, gegen mich ein Spiel zu wagen. Ein Spiel gegen den Tod. Wenn du gewinnst, schenke ich Leben. Wenn du verlierst, nehme ich es für mich und entscheide nach meinem Willen um diese Seele."</i>
Auf dem Tisch erschien ein Beutel, entstand aus Rauch. <i>"Darin findest du jegliches Spiel, das es auf Celcia gibt. Du brauchst nur hineinzugreifen und dabei an dein gewähltes Spiel zu denken. Es wird erscheinen. Asmodeus, Aurelius ... wie auch immer. Jetzt kommt die eigentlich interessante Sache, denn oft genug versuchen Verstorbene gegen mich zu spielen ... und verlieren.
Interessant für dich ist nun: Du entscheidest – vorher – um wessen Seele du spielen willst. Zur Verfügung stehen dir diejenigen, deren Leben du frühzeitig beendet hast ... oder dein eigenes. Entscheide jetzt."</i>
Adelmund hingegen war die Ruhe selbst. Er hatte schließlich auch schon einige Zeit in Tods Reich verbracht. Er wusste, dass es für Bitten, Flehen, Gefühlsausbrüche und Wünsche zu spät war ... ja, auch für Wünsche?
Er räusperte sich. "Was du jetzt brauchst, Asmodeus, ist eine Tasse Tee. Bitte, lass mich dich einladen. Ich weiß, wir schmecken ihn nicht mehr, aber es tut gut, zu <i>glauben</i> sich mit einer Tasse Tee beruhigen zu können. Komm her."
Adelmund klopfte auf den Polstersitz eines Stuhles. Dann schenkte er auch schon eine dampfende Flüssigkeit in eine der blumenverzierten Tassen. Adelmund lächelte plötzlich. "Es war übrigens sehr nett, dass ihr auf mich angestoßen habt ... da unten, an meinem Grab. Hatte zu dem Zeitpunkt auch einen Blick aus dem Fenster geworfen. Ihr habt es sehr schön hergerichtet ... und ich liege nah an meinem Haus. Das gefällt mir."
Adelmund lächelte. Ja, er schien tatsächlich mehr als alle anderen seinen eigenen Tod verziehen zu haben. Vielleicht war er mit sich auch so sehr im Reinen, dass es ihm nichts mehr ausmachte.
Noch einmal klopfte er auf das Stuhlpolster. "Setz dich. Weißt du, der Tod hat mich extra gebeten, dich auf das Fenster vorzubereiten. Irgendwie wusste er, dass du durchschauen würdest. Er weiß sehr viel, der Gevatter. Und er hat mich gebeten, dich etwas zu fragen. Er hat durch dich viele Seelen erhalten, die er geleiten darf. Dich, mich, den Jungen, einige Schafe ... ja, es kommt eine Menge zusammen. Der Tod meint, es seien zu viele."
<i>"Genau genommen, ist es <b>eine</b> zu viel."</i> Da erschien er. Gevatter Tod. Wie aus dem Nichts und in seiner üblichen Gestalt: schwarze Kutte, Skelett, Sense. Er trat an die Tafel, setzte sich und ließ sich sogleich von Adelmund Tee einschenken. <i>"Würdest du für mich arbeiten, Asmodeus — Aurelius – ich müsste dir viel zu oft frei geben. Du bist überqualifiziert."</i> Er nahm seine Tasse entgegen, rührte darin herum. Auch Adelmund rührte im Tee.
<i>"Ich habe mich dazu entschlossen, eine Seele zurück zu schicken. Nur eine! Nun ja, sagen wir es so: Ich gebe dieser Seele die <i>Möglichkeit</i> zurückzugehen. Denn auch ich kann nicht einfach nach Lust und Laune Leben zurückgeben. Ich erteile dir die Ehre, gegen mich ein Spiel zu wagen. Ein Spiel gegen den Tod. Wenn du gewinnst, schenke ich Leben. Wenn du verlierst, nehme ich es für mich und entscheide nach meinem Willen um diese Seele."</i>
Auf dem Tisch erschien ein Beutel, entstand aus Rauch. <i>"Darin findest du jegliches Spiel, das es auf Celcia gibt. Du brauchst nur hineinzugreifen und dabei an dein gewähltes Spiel zu denken. Es wird erscheinen. Asmodeus, Aurelius ... wie auch immer. Jetzt kommt die eigentlich interessante Sache, denn oft genug versuchen Verstorbene gegen mich zu spielen ... und verlieren.
Interessant für dich ist nun: Du entscheidest – vorher – um wessen Seele du spielen willst. Zur Verfügung stehen dir diejenigen, deren Leben du frühzeitig beendet hast ... oder dein eigenes. Entscheide jetzt."</i>
Zuletzt geändert von Erzähler am Freitag 15. Juni 2007, 00:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus heulte. „Was ist das hier für eine Grausame Welt! Was bist du für ein Grausames Wesen! ICH! Selbst in Ewigkeit du verfluchtes Viech! Du verfluchte Ausgeburt du! Warum zerstörst du Frieden?! ICH?! Warum? Sag es mir Dämon! Sag es mir Medicus! Oh sagt es mir ihr elendigen Götter was habt ihr aus mir bloss geformt… und jetzt wo es mich endlich von dieser scheusslich gewordenen Welt vertilgt hat… bleibt mir und meinen Freunden nur noch die Finsternis? Soll dies Zweck meiner Existenz gewesen sein?! Warum ich ihr Götter?! Und warum sie?! Warum müssen sie es ertragen für mich?! Warum nur! Ich verstehe euch nicht und ich will euch auch nicht verstehen… DENN ES IST GRAUSAM! Ich bin Grausam!“
Die Erkenntnis war da. Doch sie war zu spät gekommen. Ein Leben zu spät. Denn seines war nicht mehr.
Asmodeus wurde ruhiger. „Dass wirst du mir büssen Dämon.“ Versprach er sich selbst.
„Ich weiss“
„Ach du weisst gar nichts! Du weisst nicht was du mir… dir und ihnen antust!“
„Es tut mir leid! NEIN tut es dir nicht! Mir tut es Leid! Das ist MEIN Leid! Nicht deines!“
Asmodeus stritt mit sich selbst. Schien zerreissen zu wollen was eben gerade zusammengefügt wurde. Doch hier in der Ewigkeit. Da ging dies nicht. Denn die Ewigkeit bot nur noch Platz für eine ganze Seele. Nicht für geteilte. Denn die Ewigkeit. Sie war Vollkommen.
Er kauerte am Boden wusste nicht mehr ein und nicht mehr aus. Wusste nicht was mit seiner Existenz anzufangen war, hier in der Ewigkeit. So beschloss er einfach zu kauern wohl wissend, dass Zanraia, Etelin und Mallahall. Seine Freunde auf Erde für ihn Leiden mussten. Der Dämon. Er hatte sich selbst besiegt. Seine eigene Seele in tiefsten Pein getrieben. Wieder und wieder und wieder bis in alle Ewigkeit… doch diese eine Seele reichte ihm nicht. Nein. Er trieb jene seiner Freunde ebenfalls ins Verderben.
Licht verwandelte er in Finsternis.
Liebe in Hass.
Trauer in Wut.
Hoffnung in Ohnmacht.
Leben in Tod.
Reines in Verdorbenes
Und er Verwandelte eine geteilte Seele.
In eine einzelne.
Warum?
Weil er die Schuld nicht alleine tragen wollte.
Ja dies alles hatte er getan.
Der Dämon.
Und Seelchen?
Der Medicus?
Es hatte ihm den Frieden gewährt.
Und Krieg gefunden.
In Ewigkeit.
Ein Fluch.
Sein Fluch…
… und jener seiner Liebsten.
Asmodeus seufzte schwer. Sank noch tiefer in sich zusammen. Hielt die Hände vor seine Augen. Tränenlos weinend. Keinen Frieden findend. Mitten in seinem eigenen Schlachtfeld kauernd tat sich ein kleines Licht auf. Eine Stimme. Jene eines Freundes. Adelmund. So unglaublich freundlich und gutherzig.
<i>"Was du jetzt brauchst, Asmodeus, ist eine Tasse Tee. Bitte, lass mich dich einladen. Ich weiß, wir schmecken ihn nicht mehr, aber es tut gut, zu glauben sich mit einer Tasse Tee beruhigen zu können. Komm her."</i>
Ja Glauben. Glauben. Wo das Wissen sein Ende fand. Der Rat seine Grenzen. Die Hoffnung ihren Meister. Dass Leid kein Ende… selbst dort konnte er Herrschen. Der Glauben. Doch an was glaubte jemand wie Asmodi? Der Gutes wie auch Böses kannte. Der Heilung wie auch Krankheit kannte. Der Leben wie auch Tot kannte. Rettung und Mord? An was glaubte dieser Mann der halb Mensch und halb Dämon war?
Er glaubte an Schuld. Denn diese kannte er.
Er glaubte an Strafe. Denn diese erwartete ihn.
Er glaubte an Leid. Denn dieses begleitete ihn.
Er glaubte an Finsternis. Denn diese lebte er.
Und er glaubte an Freundschaft.
An Heilung.
An Freundschaft.
An Wahrheit.
Und auch wenn er vielleicht ein Narr war,
so liess er es sich nicht nehmen auch an Friede zu glauben.
Asmodeus sah wie Adelmund auf den Stuhl wies. Er stand langsam auf und nahm platz. Fühlte sich unwohl an der Tafel der Freundschaft. Nach all dem was er zerstört hatte, glaubte er am falschen Platz zu sein.
<i>"Es war übrigens sehr nett, dass ihr auf mich angestoßen habt ... da unten, an meinem Grab. Hatte zu dem Zeitpunkt auch einen Blick aus dem Fenster geworfen. Ihr habt es sehr schön hergerichtet ... und ich liege nah an meinem Haus. Das gefällt mir."</i>
Verkrampft hielt der Medicus die dampfende Tasse. Hätte er noch gelebt. Er hätte sich wohl daran verbrannt.
„Du müsstest nicht dort liegen Adelmund. Wenn ich nicht… wenn ich… wenn ihr mich nicht… du hättest das nicht erleiden müssen. Wäre ich nicht gewesen. Du wärst noch bei Mallahall. Bei Etelin. In Freundschaft. Du hättest dann vielleicht wieder Anezka und diesen Zwergen getroffen. Oh ja ich erinnere mich gut daran, dort beim Fest als du Liebeskummer hattest Adelmund… und glaub mir. Ich weiss wie schwer es ist eine Liebe auf der Welt zurück zu lassen. Eine unerfüllte Liebe. Durch den Tod getrennt… und du hättest gesehen Adelmund. Oh ja du hättest gesehen was für eine wunderbare Heilerin Mallahall geworden ist. Deine Schülerin Adelmund. Glaube mir, sie ist zur Meisterin geworden. Du wärst so stolz auf sie und es hätte ihr so gut getan, deinen Stolz zu erfahren. Doch ich habe dich getötet und mit jeder Sekunde wo mein Herz weiter geschlagen hat. Habe ich Etelin und Mallahall langsam dahin gerafft. Ich versuchte deinem Wunsch zu folgen Adelmund, dass musst du mir glauben. Ich habe gar für einen Moment wahrlich geglaubt, dass all die Hoffnung meiner Freunde wahr wären. Doch gebracht hat es mir den Tot und deinen und diese schreckliche Qual die nun auf jenen Lastet die noch leben.
Ich glaube.
Ja ich glaube.
Je mehr Freunde ich habe.
Je mehr man mir helfen möchte.
Umso mehr zerstöre ich Adelmund.
Was nützt mir eine Seele aus Licht. Wenn der Schatten den sie wirft es vertilgt?
Dies zu akzeptieren Meister.
Fällt mir so unendlich schwer.
Ich sollte allein sein.
Vergessen werden.
Nur so kann ich Ruhen.
Nur so könnt ihr… ruhen.
Asmodeus schwieg. Hörte zu was sein Meister ihm zu sagen hatte. Was Tod ihm zu sagen hatte.
<i>Und er hat mich gebeten, dich etwas zu fragen. Er hat durch dich viele Seelen erhalten, die er geleiten darf. Dich, mich, den Jungen, einige Schafe ... ja, es kommt eine Menge zusammen. Der Tod meint, es seien zu viele."</i>
Da erschien der Gevatter. Eine Seele war zuviel. Eine einzige.
„Nun eine hätte ja auch nie existieren sollen. Weil diese eine zuviel ist mussten zwei zu früh gehen.“ Murmelte Asmodeus gepresst vor sich her. Starrte dabei auf den noch immer dampfenden Tee der einfach nicht erkalten wollte. Doch was war Wärme in der Ewigkeit? Kein Gefühl nur ein Glaube daran, dass sie einmal existiert hatte.
Da bot ihm der Tod sein Spiel an. Ein Spiel um Leben. Um Seelen. Drei Seelen standen zur Auswahl. Faltrin. Adelmund. Dämon.
Er sah Adelmund nachdenklich an.
„Meister.“ Hauchte er. Dann sah er wieder zum Gevatter Tod. Erinnerte sich an die Bilder welche er gesehen hatte. An die Eltern Faltrins die glaubten dass er an einem besseren Ort war und ihn vermissten und dabei nicht ahnten wie schrecklich alleine er war.
<i> Denk an dich! Du hast den tot nicht verdient also hol dich zurück!</i> Dämon.
„Adelmund.“ Sagte er wieder und sah ihn dabei an. „Ich…“ Dann schwieg er. „Gevatter. Das Spiel um Seelen. Ihr müsst wohl wissen, dass es mir nicht behagt. Ich bin es nicht würdig eine solche Macht auf mich zu nehmen. Eine solche Verantwortung. Sagt mir wie kann ich die eine Seele einer anderen Vorziehen? Ich kann doch nicht über Leben und Tod richten. Ich bin nicht das Schicksal… und ich bin es auch nicht würdig mir auch nur annähernd anzumassen es zu spielen. Doch ich habe gelernt Gevatter. Was ist meine Meinung, mein Unbehagen angesichts der Ewigkeit. Nichts. Die Meinung eines Wesens wie hier, spielt keine Rolle mehr. Vielleicht meine Taten. Aber nicht meine Meinung. Hier geht es um Taten nicht wahr?! Ich soll mich Entscheiden. Ich soll wählen. Schicksale verändern die ich selbst zerstört habe. Ja ich weiss ich habe gerichtet. Das Schicksal betrogen. Dich betrogen… und ich muss euch ehrlich gestehen Gevatter. Es fiel mir um so vieles leichter ein Leben zu nehmen. Als nun einem bereits genommenen, die Rückkehr zu verwehren.
<i> Narr. Was denkst du an den Jungen! Er verzeiht dir nicht! Er wird es nie tun! Was willst du diesen Bengel zurück auf die Erde schicken! Hast du ernsthaft das Gefühl er würde dir verzeihen?! Nur weil du die Schuld nicht erträgst? Geh selbst auf die Welt zurück und stell dich deinen Dämonen. Deinem Dämon. Dir selbst!</i> - Dämon.
Asmodeus rang mit sich selbst. Sah den Beutel vor sich. Musste aber erst entscheiden.
<i> Narr. Was denkst du an Adelmund! Glaubst deine Taten ungeschehen zu machen wenn du ihn wieder auf Erden schickst? Und was wird aus Faltrin? Ihm verwehrst du das Leben welches du genommen hast? Hast das Gefühl deinen Mord an deinen Meister ungeschehen zu machen, würde dich zu einem besseren Schüler werden lassen? Meinst du wirklich, dass dir deine Taten verziehen werden nur weil du einen Freund der Welt zurückgibst. Während du selbst hier in Ewigkeit verweilst. Feige. Geflohen! Geh selbst auf die Welt zurück und stell dich deinen Dämonen. Deinem Dämon. Dir selbst!</i> – Dämon.
Asmodeus sah auf den Beutel. Seine Augen leuchteten unruhig.
<i> Narr. Glaubst deinen Fehler wieder gut machen zu können wenn du selbst wieder auf Erden wandelst und du weisst, dass ich diese Entscheidung auf ewig bereuen werde? Glaubst ernsthaft ich würde mich deiner Finsternis ergeben, mich freiwillig durch meine Schuld dir unterwerfen damit du über mich herrschen kannst? Damit DU deiner Strafe entfliehen kannst und erneut den Pfad der Finsternis bestreitest?! Oh nein Dämon! Dieses Mal entkommst du nicht! Stell DU dich MIR! Wenn es sein muss bis in alle Ewigkeit!</i> - Seelchen.
Asmodeus sah auf. Seine Entscheidung war gefallen. „Es tut mir Leid Adelmund.“ Sagte er. Ich werde dir nicht gewähren auf diese Welt zurück zu kehren. Ich erwarte nicht, dass du meine Entscheidung gutheisst, denn ich habe dir dein Leben ein zweites Mal genommen Freund.
Es tut mir leid. Gevatter. Ich möchte mit dir um Faltrins Seele spielen.“ Er griff entschlossen in den Beutel und dachte sich das Spiel der Könige herbei.
Schach.
Als seine Entscheidung fiel da Erinnerte er sich an jenen Moment zurück, als sein Herz das letzte Mal schlug. Es war eine äusserst unangenehme Entscheidung gewesen.
Doch der Junge sollte es sein. Denn er war völlig Unschuldig, weder Freund noch hatte er sich als Opfer angeboten. Sein Schicksal hatte er nicht selbst gewählt. Sondern Asmodeus hatte es ihm entrissen. Nun war es Zeit, ihn jenes zurück zu geben.
Die Erkenntnis war da. Doch sie war zu spät gekommen. Ein Leben zu spät. Denn seines war nicht mehr.
Asmodeus wurde ruhiger. „Dass wirst du mir büssen Dämon.“ Versprach er sich selbst.
„Ich weiss“
„Ach du weisst gar nichts! Du weisst nicht was du mir… dir und ihnen antust!“
„Es tut mir leid! NEIN tut es dir nicht! Mir tut es Leid! Das ist MEIN Leid! Nicht deines!“
Asmodeus stritt mit sich selbst. Schien zerreissen zu wollen was eben gerade zusammengefügt wurde. Doch hier in der Ewigkeit. Da ging dies nicht. Denn die Ewigkeit bot nur noch Platz für eine ganze Seele. Nicht für geteilte. Denn die Ewigkeit. Sie war Vollkommen.
Er kauerte am Boden wusste nicht mehr ein und nicht mehr aus. Wusste nicht was mit seiner Existenz anzufangen war, hier in der Ewigkeit. So beschloss er einfach zu kauern wohl wissend, dass Zanraia, Etelin und Mallahall. Seine Freunde auf Erde für ihn Leiden mussten. Der Dämon. Er hatte sich selbst besiegt. Seine eigene Seele in tiefsten Pein getrieben. Wieder und wieder und wieder bis in alle Ewigkeit… doch diese eine Seele reichte ihm nicht. Nein. Er trieb jene seiner Freunde ebenfalls ins Verderben.
Licht verwandelte er in Finsternis.
Liebe in Hass.
Trauer in Wut.
Hoffnung in Ohnmacht.
Leben in Tod.
Reines in Verdorbenes
Und er Verwandelte eine geteilte Seele.
In eine einzelne.
Warum?
Weil er die Schuld nicht alleine tragen wollte.
Ja dies alles hatte er getan.
Der Dämon.
Und Seelchen?
Der Medicus?
Es hatte ihm den Frieden gewährt.
Und Krieg gefunden.
In Ewigkeit.
Ein Fluch.
Sein Fluch…
… und jener seiner Liebsten.
Asmodeus seufzte schwer. Sank noch tiefer in sich zusammen. Hielt die Hände vor seine Augen. Tränenlos weinend. Keinen Frieden findend. Mitten in seinem eigenen Schlachtfeld kauernd tat sich ein kleines Licht auf. Eine Stimme. Jene eines Freundes. Adelmund. So unglaublich freundlich und gutherzig.
<i>"Was du jetzt brauchst, Asmodeus, ist eine Tasse Tee. Bitte, lass mich dich einladen. Ich weiß, wir schmecken ihn nicht mehr, aber es tut gut, zu glauben sich mit einer Tasse Tee beruhigen zu können. Komm her."</i>
Ja Glauben. Glauben. Wo das Wissen sein Ende fand. Der Rat seine Grenzen. Die Hoffnung ihren Meister. Dass Leid kein Ende… selbst dort konnte er Herrschen. Der Glauben. Doch an was glaubte jemand wie Asmodi? Der Gutes wie auch Böses kannte. Der Heilung wie auch Krankheit kannte. Der Leben wie auch Tot kannte. Rettung und Mord? An was glaubte dieser Mann der halb Mensch und halb Dämon war?
Er glaubte an Schuld. Denn diese kannte er.
Er glaubte an Strafe. Denn diese erwartete ihn.
Er glaubte an Leid. Denn dieses begleitete ihn.
Er glaubte an Finsternis. Denn diese lebte er.
Und er glaubte an Freundschaft.
An Heilung.
An Freundschaft.
An Wahrheit.
Und auch wenn er vielleicht ein Narr war,
so liess er es sich nicht nehmen auch an Friede zu glauben.
Asmodeus sah wie Adelmund auf den Stuhl wies. Er stand langsam auf und nahm platz. Fühlte sich unwohl an der Tafel der Freundschaft. Nach all dem was er zerstört hatte, glaubte er am falschen Platz zu sein.
<i>"Es war übrigens sehr nett, dass ihr auf mich angestoßen habt ... da unten, an meinem Grab. Hatte zu dem Zeitpunkt auch einen Blick aus dem Fenster geworfen. Ihr habt es sehr schön hergerichtet ... und ich liege nah an meinem Haus. Das gefällt mir."</i>
Verkrampft hielt der Medicus die dampfende Tasse. Hätte er noch gelebt. Er hätte sich wohl daran verbrannt.
„Du müsstest nicht dort liegen Adelmund. Wenn ich nicht… wenn ich… wenn ihr mich nicht… du hättest das nicht erleiden müssen. Wäre ich nicht gewesen. Du wärst noch bei Mallahall. Bei Etelin. In Freundschaft. Du hättest dann vielleicht wieder Anezka und diesen Zwergen getroffen. Oh ja ich erinnere mich gut daran, dort beim Fest als du Liebeskummer hattest Adelmund… und glaub mir. Ich weiss wie schwer es ist eine Liebe auf der Welt zurück zu lassen. Eine unerfüllte Liebe. Durch den Tod getrennt… und du hättest gesehen Adelmund. Oh ja du hättest gesehen was für eine wunderbare Heilerin Mallahall geworden ist. Deine Schülerin Adelmund. Glaube mir, sie ist zur Meisterin geworden. Du wärst so stolz auf sie und es hätte ihr so gut getan, deinen Stolz zu erfahren. Doch ich habe dich getötet und mit jeder Sekunde wo mein Herz weiter geschlagen hat. Habe ich Etelin und Mallahall langsam dahin gerafft. Ich versuchte deinem Wunsch zu folgen Adelmund, dass musst du mir glauben. Ich habe gar für einen Moment wahrlich geglaubt, dass all die Hoffnung meiner Freunde wahr wären. Doch gebracht hat es mir den Tot und deinen und diese schreckliche Qual die nun auf jenen Lastet die noch leben.
Ich glaube.
Ja ich glaube.
Je mehr Freunde ich habe.
Je mehr man mir helfen möchte.
Umso mehr zerstöre ich Adelmund.
Was nützt mir eine Seele aus Licht. Wenn der Schatten den sie wirft es vertilgt?
Dies zu akzeptieren Meister.
Fällt mir so unendlich schwer.
Ich sollte allein sein.
Vergessen werden.
Nur so kann ich Ruhen.
Nur so könnt ihr… ruhen.
Asmodeus schwieg. Hörte zu was sein Meister ihm zu sagen hatte. Was Tod ihm zu sagen hatte.
<i>Und er hat mich gebeten, dich etwas zu fragen. Er hat durch dich viele Seelen erhalten, die er geleiten darf. Dich, mich, den Jungen, einige Schafe ... ja, es kommt eine Menge zusammen. Der Tod meint, es seien zu viele."</i>
Da erschien der Gevatter. Eine Seele war zuviel. Eine einzige.
„Nun eine hätte ja auch nie existieren sollen. Weil diese eine zuviel ist mussten zwei zu früh gehen.“ Murmelte Asmodeus gepresst vor sich her. Starrte dabei auf den noch immer dampfenden Tee der einfach nicht erkalten wollte. Doch was war Wärme in der Ewigkeit? Kein Gefühl nur ein Glaube daran, dass sie einmal existiert hatte.
Da bot ihm der Tod sein Spiel an. Ein Spiel um Leben. Um Seelen. Drei Seelen standen zur Auswahl. Faltrin. Adelmund. Dämon.
Er sah Adelmund nachdenklich an.
„Meister.“ Hauchte er. Dann sah er wieder zum Gevatter Tod. Erinnerte sich an die Bilder welche er gesehen hatte. An die Eltern Faltrins die glaubten dass er an einem besseren Ort war und ihn vermissten und dabei nicht ahnten wie schrecklich alleine er war.
<i> Denk an dich! Du hast den tot nicht verdient also hol dich zurück!</i> Dämon.
„Adelmund.“ Sagte er wieder und sah ihn dabei an. „Ich…“ Dann schwieg er. „Gevatter. Das Spiel um Seelen. Ihr müsst wohl wissen, dass es mir nicht behagt. Ich bin es nicht würdig eine solche Macht auf mich zu nehmen. Eine solche Verantwortung. Sagt mir wie kann ich die eine Seele einer anderen Vorziehen? Ich kann doch nicht über Leben und Tod richten. Ich bin nicht das Schicksal… und ich bin es auch nicht würdig mir auch nur annähernd anzumassen es zu spielen. Doch ich habe gelernt Gevatter. Was ist meine Meinung, mein Unbehagen angesichts der Ewigkeit. Nichts. Die Meinung eines Wesens wie hier, spielt keine Rolle mehr. Vielleicht meine Taten. Aber nicht meine Meinung. Hier geht es um Taten nicht wahr?! Ich soll mich Entscheiden. Ich soll wählen. Schicksale verändern die ich selbst zerstört habe. Ja ich weiss ich habe gerichtet. Das Schicksal betrogen. Dich betrogen… und ich muss euch ehrlich gestehen Gevatter. Es fiel mir um so vieles leichter ein Leben zu nehmen. Als nun einem bereits genommenen, die Rückkehr zu verwehren.
<i> Narr. Was denkst du an den Jungen! Er verzeiht dir nicht! Er wird es nie tun! Was willst du diesen Bengel zurück auf die Erde schicken! Hast du ernsthaft das Gefühl er würde dir verzeihen?! Nur weil du die Schuld nicht erträgst? Geh selbst auf die Welt zurück und stell dich deinen Dämonen. Deinem Dämon. Dir selbst!</i> - Dämon.
Asmodeus rang mit sich selbst. Sah den Beutel vor sich. Musste aber erst entscheiden.
<i> Narr. Was denkst du an Adelmund! Glaubst deine Taten ungeschehen zu machen wenn du ihn wieder auf Erden schickst? Und was wird aus Faltrin? Ihm verwehrst du das Leben welches du genommen hast? Hast das Gefühl deinen Mord an deinen Meister ungeschehen zu machen, würde dich zu einem besseren Schüler werden lassen? Meinst du wirklich, dass dir deine Taten verziehen werden nur weil du einen Freund der Welt zurückgibst. Während du selbst hier in Ewigkeit verweilst. Feige. Geflohen! Geh selbst auf die Welt zurück und stell dich deinen Dämonen. Deinem Dämon. Dir selbst!</i> – Dämon.
Asmodeus sah auf den Beutel. Seine Augen leuchteten unruhig.
<i> Narr. Glaubst deinen Fehler wieder gut machen zu können wenn du selbst wieder auf Erden wandelst und du weisst, dass ich diese Entscheidung auf ewig bereuen werde? Glaubst ernsthaft ich würde mich deiner Finsternis ergeben, mich freiwillig durch meine Schuld dir unterwerfen damit du über mich herrschen kannst? Damit DU deiner Strafe entfliehen kannst und erneut den Pfad der Finsternis bestreitest?! Oh nein Dämon! Dieses Mal entkommst du nicht! Stell DU dich MIR! Wenn es sein muss bis in alle Ewigkeit!</i> - Seelchen.
Asmodeus sah auf. Seine Entscheidung war gefallen. „Es tut mir Leid Adelmund.“ Sagte er. Ich werde dir nicht gewähren auf diese Welt zurück zu kehren. Ich erwarte nicht, dass du meine Entscheidung gutheisst, denn ich habe dir dein Leben ein zweites Mal genommen Freund.
Es tut mir leid. Gevatter. Ich möchte mit dir um Faltrins Seele spielen.“ Er griff entschlossen in den Beutel und dachte sich das Spiel der Könige herbei.
Schach.
Als seine Entscheidung fiel da Erinnerte er sich an jenen Moment zurück, als sein Herz das letzte Mal schlug. Es war eine äusserst unangenehme Entscheidung gewesen.
Doch der Junge sollte es sein. Denn er war völlig Unschuldig, weder Freund noch hatte er sich als Opfer angeboten. Sein Schicksal hatte er nicht selbst gewählt. Sondern Asmodeus hatte es ihm entrissen. Nun war es Zeit, ihn jenes zurück zu geben.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Freitag 15. Juni 2007, 01:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Adelmund erwiderte Asmodeus' Blick einladend, als dieser den Konflikt mit sich selbst in Nachdenklichkeit und verzweifeltem Schweigen beendete. Der Medicus, der Dämon, das Eine ... er stand auf und nahm dann an der Tafel Platz. Adelmund schob ihm die volle Teetasse zu. Dampf stieg auf, hätte wohl köstlichen Teegeruch verbreitet. Doch in Tods Reich brauchte der Tee das nicht, wenn es sich niemand wünschte.
So dampfte er nur.
Asmodeus krampfte die Finger um die Tasse. Sie verbrannten nicht, denn Hitze war nicht existent, nur auf Wunsch.
<i>"Du müsstest nicht dort liegen Adelmund. Wenn ich nicht… wenn ich… wenn ihr mich nicht… du hättest das nicht erleiden müssen. Wäre ich nicht gewesen."</i>
Der Magier lächelte freundlich. "Schon gut, mein Freund. Du weißt, ich habe dir verziehen. Es ist in Ordnung, lege die Schuld ab."
Doch Asmodeus sprach weiter. <i>Du wärst noch bei Mallahall. Bei Etelin. In Freundschaft. Du hättest dann vielleicht wieder Anezka und diesen Zwergen getroffen. Oh ja ich erinnere mich gut daran, dort beim Fest als du Liebeskummer hattest Adelmund… und glaub mir. Ich weiss wie schwer es ist eine Liebe auf der Welt zurück zu lassen. Eine unerfüllte Liebe. Durch den Tod getrennt…"</i>
Damit berührte er unbewusst tatsächlich einen wunden Punkt in Adelmunds totem Herzen. Sein Teelöffel klirrte, als der Magus ihn einfach in die Tasse fallen ließ. "Anezka ..." wiederholte er den Namen der Frau, die er gern noch näher kennengelernt hätte. Ja, sie war ein Traum ... und für ihn nicht mehr greifbar. Das war schmerzlich, doch ... "Daran lässt sich nun nichts mehr ändern. Vielleicht bekomme ich irgendwann wenigstens einmal die Möglichkeit, ihr zu sagen, wie sehr ... ich sie mochte. Noch immer mag. Sie ist eine kostbare Erinnerung in der Ewigkeit und diese Erinnerung hält ewig. Ihr Lächeln. Sie ist eine schöne, junge Frau, Asmodeus. Und so behalte ich sie in Erinnerung."
<i>"Und du hättest gesehen Adelmund. Oh ja du hättest gesehen was für eine wunderbare Heilerin Mallahall geworden ist. Deine Schülerin Adelmund. Glaube mir, sie ist zur Meisterin geworden. Du wärst so stolz auf sie und es hätte ihr so gut getan, deinen Stolz zu erfahren."</i>
"Ich bin stolz auf sie, denn ich sehe, was sie in dir verändert hat. Sie hat ganze Arbeit geleistet. Am liebsten würde ich ihr danken. Schau nur her, es lockt mir Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was sie bei dir erreicht hat. Und ich sehe es." Aus Adelmunds Augen flossen keine Tränen, warn icht möglich. Doch Asmodeus sah sie trotzdem, fühlte sie in der Ewigkeit des Hier und Jetzt.
Aber er hüllte sich in Unglück, fühlte sich nicht wohl. Er zerfraß sich an den Gedanken, die ihm offenbarten, mit welchem Schmerz und welcher Trauer er andere zurückgelassen hatte. Seine Freunde.
"Mein Freund, gräme dich nicht. Du hast das schon gut gemacht, nichts Falsches. Es gibt keine falschen Taten. Es gibt nur Entscheidungen und diese treffen wir allein. Manche davon tragen größere Konsequenzen, haben wichtigere Folgen, aber auch sie sind nur Entscheidungen, die wir getroffen haben."
Asmodeus schwieg. Tod tauchte auf und verkündete ihm eine wichtige Nachricht. Eine neue Entscheidung ... die er allein treffen musste.
Asmodeus schaute daraufhin mehrmals zu Adelmund, sagte zweimal seinen Namen. Der Magus lächelte ihn an, nickte ihm aufmunternd zu. Er solle seine Entscheidung treffen, egal wie sie ausfiel.
Asmodeus wandte sich an den Tod. <i>Gevatter. Das Spiel um Seelen. Ihr müsst wohl wissen, dass es mir nicht behagt. Ich bin es nicht würdig eine solche Macht auf mich zu nehmen. Eine solche Verantwortung. Sagt mir, wie kann ich die eine Seele einer anderen vorziehen? Ich kann doch nicht über Leben und Tod richten. Ich bin nicht das Schicksal… und ich bin es auch nicht würdig, mir auch nur annähernd anzumaßen es zu spielen."</i>
Der Gevatter schaute ihn an. Mit Augen aus Finsternis, wie der Dämon sie besessen hatte und dennoch war darin ein Glimmen, wie Seelchen es besessen hatte. <i>"Du kannst keine Seele der anderen vorziehen, denn alle sind sie gleich in meiner Welt. Also entscheide dich, du spielst kein Schicksal, du befindest dich in dessen Händen und lässt dich leiten. Aber dein eigenes Schicksal wählst du selbst. Indem du wählst. Also ... wähle!"</i>
Verwirrende Worte. Aber Asmodeus sah es wohl ein. Er musste sich für eine Seele entscheiden, der Tod verlangte es und niemand würde ihm diese Entscheidung abnehmen. Er allein. Er musste wählen. Jetzt.
<i>"Es tut mir Leid, Adelmund."</i> Der Magus, dessen Augen nur einen Moment hoffnungsvoll aufgeleuchtet hatten, strahlten gütig. "Es ist in Ordnung. Denke daran, keine Entscheidung ist falsch. Es ist ein Weg, den du einschlägst, mehr nicht."</i> Dieser Mann verdiente wahrlich ein Platz bei den Göttern, doch vermutlich saß er lieber mit Tod in seinem Reich und trank Tee. Weil es ihm genügte. Er war zufrieden mit sich, mit der Welt und ... ja, auch mit Asmodeus. Er hatte es ihm gesagt. War stolz auf seinen Lernerfolg, auf seine Veränderung, seine großartige Entwicklung.
<i>"Gevatter, ich möchte mit dir um Faltrins Seele spielen."</i> Dies sagte Asmodeus, war seine Wahl. Und er traf eine weitere. Wählte das Spiel der Könige. Er entschied sich für Schach, zog ein wunderschönes Schachbreitt mit schwarzen udn weißen Felders aus Marmor aus dem Beutel. Tod nickte. <i>"Eine gute Wahl. Mein Lieblingsspiel."</i> Er stellte das Brett auf. Rauch kräuselte sich auf beiden Seiten. Figuren erschienen, verfestigten sich aus Rauch. Die des Todes waren schwarz, Asmodeus würde mit weißen Figuren spielen. <i>"Du beginnst"</i>, sagte Tod. Er lehnte seine Sense gegen den Tisch, trank einen Schluck aus der Teetasse. Der Tee verschwand in der Finsternis seiner Kutte.
Asmodeus hob seine Hand für den ersten Zug. Da meinte der Gevatter: <i>"Glaubst du denn an das Schicksal? Wenn ja, dann hast du jetzt schon verloren. Mich kann man nicht besiegen, denn mir entkommt keiner."</i>
So dampfte er nur.
Asmodeus krampfte die Finger um die Tasse. Sie verbrannten nicht, denn Hitze war nicht existent, nur auf Wunsch.
<i>"Du müsstest nicht dort liegen Adelmund. Wenn ich nicht… wenn ich… wenn ihr mich nicht… du hättest das nicht erleiden müssen. Wäre ich nicht gewesen."</i>
Der Magier lächelte freundlich. "Schon gut, mein Freund. Du weißt, ich habe dir verziehen. Es ist in Ordnung, lege die Schuld ab."
Doch Asmodeus sprach weiter. <i>Du wärst noch bei Mallahall. Bei Etelin. In Freundschaft. Du hättest dann vielleicht wieder Anezka und diesen Zwergen getroffen. Oh ja ich erinnere mich gut daran, dort beim Fest als du Liebeskummer hattest Adelmund… und glaub mir. Ich weiss wie schwer es ist eine Liebe auf der Welt zurück zu lassen. Eine unerfüllte Liebe. Durch den Tod getrennt…"</i>
Damit berührte er unbewusst tatsächlich einen wunden Punkt in Adelmunds totem Herzen. Sein Teelöffel klirrte, als der Magus ihn einfach in die Tasse fallen ließ. "Anezka ..." wiederholte er den Namen der Frau, die er gern noch näher kennengelernt hätte. Ja, sie war ein Traum ... und für ihn nicht mehr greifbar. Das war schmerzlich, doch ... "Daran lässt sich nun nichts mehr ändern. Vielleicht bekomme ich irgendwann wenigstens einmal die Möglichkeit, ihr zu sagen, wie sehr ... ich sie mochte. Noch immer mag. Sie ist eine kostbare Erinnerung in der Ewigkeit und diese Erinnerung hält ewig. Ihr Lächeln. Sie ist eine schöne, junge Frau, Asmodeus. Und so behalte ich sie in Erinnerung."
<i>"Und du hättest gesehen Adelmund. Oh ja du hättest gesehen was für eine wunderbare Heilerin Mallahall geworden ist. Deine Schülerin Adelmund. Glaube mir, sie ist zur Meisterin geworden. Du wärst so stolz auf sie und es hätte ihr so gut getan, deinen Stolz zu erfahren."</i>
"Ich bin stolz auf sie, denn ich sehe, was sie in dir verändert hat. Sie hat ganze Arbeit geleistet. Am liebsten würde ich ihr danken. Schau nur her, es lockt mir Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was sie bei dir erreicht hat. Und ich sehe es." Aus Adelmunds Augen flossen keine Tränen, warn icht möglich. Doch Asmodeus sah sie trotzdem, fühlte sie in der Ewigkeit des Hier und Jetzt.
Aber er hüllte sich in Unglück, fühlte sich nicht wohl. Er zerfraß sich an den Gedanken, die ihm offenbarten, mit welchem Schmerz und welcher Trauer er andere zurückgelassen hatte. Seine Freunde.
"Mein Freund, gräme dich nicht. Du hast das schon gut gemacht, nichts Falsches. Es gibt keine falschen Taten. Es gibt nur Entscheidungen und diese treffen wir allein. Manche davon tragen größere Konsequenzen, haben wichtigere Folgen, aber auch sie sind nur Entscheidungen, die wir getroffen haben."
Asmodeus schwieg. Tod tauchte auf und verkündete ihm eine wichtige Nachricht. Eine neue Entscheidung ... die er allein treffen musste.
Asmodeus schaute daraufhin mehrmals zu Adelmund, sagte zweimal seinen Namen. Der Magus lächelte ihn an, nickte ihm aufmunternd zu. Er solle seine Entscheidung treffen, egal wie sie ausfiel.
Asmodeus wandte sich an den Tod. <i>Gevatter. Das Spiel um Seelen. Ihr müsst wohl wissen, dass es mir nicht behagt. Ich bin es nicht würdig eine solche Macht auf mich zu nehmen. Eine solche Verantwortung. Sagt mir, wie kann ich die eine Seele einer anderen vorziehen? Ich kann doch nicht über Leben und Tod richten. Ich bin nicht das Schicksal… und ich bin es auch nicht würdig, mir auch nur annähernd anzumaßen es zu spielen."</i>
Der Gevatter schaute ihn an. Mit Augen aus Finsternis, wie der Dämon sie besessen hatte und dennoch war darin ein Glimmen, wie Seelchen es besessen hatte. <i>"Du kannst keine Seele der anderen vorziehen, denn alle sind sie gleich in meiner Welt. Also entscheide dich, du spielst kein Schicksal, du befindest dich in dessen Händen und lässt dich leiten. Aber dein eigenes Schicksal wählst du selbst. Indem du wählst. Also ... wähle!"</i>
Verwirrende Worte. Aber Asmodeus sah es wohl ein. Er musste sich für eine Seele entscheiden, der Tod verlangte es und niemand würde ihm diese Entscheidung abnehmen. Er allein. Er musste wählen. Jetzt.
<i>"Es tut mir Leid, Adelmund."</i> Der Magus, dessen Augen nur einen Moment hoffnungsvoll aufgeleuchtet hatten, strahlten gütig. "Es ist in Ordnung. Denke daran, keine Entscheidung ist falsch. Es ist ein Weg, den du einschlägst, mehr nicht."</i> Dieser Mann verdiente wahrlich ein Platz bei den Göttern, doch vermutlich saß er lieber mit Tod in seinem Reich und trank Tee. Weil es ihm genügte. Er war zufrieden mit sich, mit der Welt und ... ja, auch mit Asmodeus. Er hatte es ihm gesagt. War stolz auf seinen Lernerfolg, auf seine Veränderung, seine großartige Entwicklung.
<i>"Gevatter, ich möchte mit dir um Faltrins Seele spielen."</i> Dies sagte Asmodeus, war seine Wahl. Und er traf eine weitere. Wählte das Spiel der Könige. Er entschied sich für Schach, zog ein wunderschönes Schachbreitt mit schwarzen udn weißen Felders aus Marmor aus dem Beutel. Tod nickte. <i>"Eine gute Wahl. Mein Lieblingsspiel."</i> Er stellte das Brett auf. Rauch kräuselte sich auf beiden Seiten. Figuren erschienen, verfestigten sich aus Rauch. Die des Todes waren schwarz, Asmodeus würde mit weißen Figuren spielen. <i>"Du beginnst"</i>, sagte Tod. Er lehnte seine Sense gegen den Tisch, trank einen Schluck aus der Teetasse. Der Tee verschwand in der Finsternis seiner Kutte.
Asmodeus hob seine Hand für den ersten Zug. Da meinte der Gevatter: <i>"Glaubst du denn an das Schicksal? Wenn ja, dann hast du jetzt schon verloren. Mich kann man nicht besiegen, denn mir entkommt keiner."</i>
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus sah. Sah den kurzen Hoffnungsschimmer in Adelmunds Blick. Natürlich hatte er diesen. Auch seine Seele war zu früh der Welt entrissen worden und auch seine Seele hatte Freunde, Wünsche und Sehnsüchte zurückgelassen. Sein Meister. Für einen kurzen Moment hatte er gehofft, doch Asmodeus Blick verriet sein Vorhaben und verriet auch, dass er keine Weltliche Zukunft für seinen Meister vorsah. Sein schwerer Blick.
Die Entscheidung fiel.
Der Einsatz. Faltrin. Der nichts davon zu ahnen schien, nicht anwesend war. Asmodeus spielte um seine Seele. Um die Seele jenes Jungen der ihm nicht verzeihen würde, dessen Eltern ihn vermissten und ihn an einem besseren Ort glaubten, nicht ahnend, dass er so schrecklich allein war. Ja um diese Seele würde er spielen.
Das Spiel sollte beginnen und er selbst würde den ersten Zug setzen. Er war gerade kurz davor den weissen Bauern aus Marmor zu berühren der die Leibwache des Königs bot, als Tod erneut sein Wort erhob.
<i>"Glaubst du denn an das Schicksal? Wenn ja, dann hast du jetzt schon verloren. Mich kann man nicht besiegen, denn mir entkommt keiner."</i>
Asmodeus sah den Tod nachdenklich an. Natürlich konnte er gegen ihn nicht gewinnen. Oder etwa doch?
„Hmm… ihr habt Recht Gevatter. So wie das Leben den ersten Atemzug setzt, so gehört euch der Letzte nicht wahr? Er sah auf den schwarzen König. „Doch wie ihr wisst mein Herr, ist beim Spiel der Könige der letzte Zug nicht das Matt. Denn der letzte Zug gehört euch Gevatter. Gehört dem toten König – der fallen muss, wenn er geschlagen ist. Der seine Niederlage kundgeben muss, indem der Spieler seines Schicksals ihn fallen lässt. Der König der Verloren hat Gevatter.
Selbst dieses Spiel endet mit dem Königstod.
Und man verliert es damit.
Gevatter.
Ihr könnte euch selbst nicht entkommen, denn ihr müsst sein. Ihr seid nicht das Matt. Das Matt setzt das Leben. Ihr seid der letzte Zug – der Fallende König. "
Asmodeus - der Medicus - seiner Zeits Diener des Lebens. Setzte den ersten Zug um den letzten zu ermöglichen.
Die Entscheidung fiel.
Der Einsatz. Faltrin. Der nichts davon zu ahnen schien, nicht anwesend war. Asmodeus spielte um seine Seele. Um die Seele jenes Jungen der ihm nicht verzeihen würde, dessen Eltern ihn vermissten und ihn an einem besseren Ort glaubten, nicht ahnend, dass er so schrecklich allein war. Ja um diese Seele würde er spielen.
Das Spiel sollte beginnen und er selbst würde den ersten Zug setzen. Er war gerade kurz davor den weissen Bauern aus Marmor zu berühren der die Leibwache des Königs bot, als Tod erneut sein Wort erhob.
<i>"Glaubst du denn an das Schicksal? Wenn ja, dann hast du jetzt schon verloren. Mich kann man nicht besiegen, denn mir entkommt keiner."</i>
Asmodeus sah den Tod nachdenklich an. Natürlich konnte er gegen ihn nicht gewinnen. Oder etwa doch?
„Hmm… ihr habt Recht Gevatter. So wie das Leben den ersten Atemzug setzt, so gehört euch der Letzte nicht wahr? Er sah auf den schwarzen König. „Doch wie ihr wisst mein Herr, ist beim Spiel der Könige der letzte Zug nicht das Matt. Denn der letzte Zug gehört euch Gevatter. Gehört dem toten König – der fallen muss, wenn er geschlagen ist. Der seine Niederlage kundgeben muss, indem der Spieler seines Schicksals ihn fallen lässt. Der König der Verloren hat Gevatter.
Selbst dieses Spiel endet mit dem Königstod.
Und man verliert es damit.
Gevatter.
Ihr könnte euch selbst nicht entkommen, denn ihr müsst sein. Ihr seid nicht das Matt. Das Matt setzt das Leben. Ihr seid der letzte Zug – der Fallende König. "
Asmodeus - der Medicus - seiner Zeits Diener des Lebens. Setzte den ersten Zug um den letzten zu ermöglichen.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Freitag 15. Juni 2007, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus wirkte nachdenklich. Hatte er sich etwa schon in das Spiel vertieft, noch ehe es begonnen hatte? Aber nein, sie waren beide schon mitten drin: Asmodeus und der Tod. Das Spiel lief bereits, denn der Gevatter arbeitete ebenso mit Worten wie es der Dämon getan hatte – oder immer noch tat?
<i>"Doch wie ihr wisst, mein Herr, ist beim Spiel der Könige der letzte Zug nicht das Matt. Denn der letzte Zug gehört euch, Gevatter."</i>
Adelmund klatschte in die Hände und lachte erheitert. Welch weise Worte sein Schüler doch sprach. Aber sofort wurde er ruhig, nahm seinen Tee. Denn Tods Kutte bewegte sich, dass es raschelte. Es hatte nie zuvor bei ihm geraschelt, lautlos war er immer aufgetaucht. Lautlos war er gegangen, mit mindestens einer Seele als Geleit.
Sein Kopf hob sich, noch während Asmodeus weiter sprach. Leere Augen fixierten den Medicus. Kein Leuchten, kein Glimmen und nicht einmal Finsternis. Leere sprach aus ihnen. Tod.
<i>"Ihr seid der letzte Zug – der fallende König."</i>
Und schon schritt die erste Figur, ein weißer Bauer auf das Feld. <i>"Es ist interessant, nicht wahr? Obwohl wir beide wissen, wie es endet, spielen wir."</i> Tod rückte ebenfalls, allerdings begann er mit einem Springer. Eine schöne Figur. Ein schwarzer Reiter mit wehendem Umhang, der die Zügel seines aufbäumenden Pferdes hielt und eine Klinge nach oben reckte.
<i>"Aber wie wird es sein, wenn ich nicht an Schicksal glaube? Ich bin der Tod, ich brauche nicht zu glauben und bin frei allen Schicksals. Du kannst nicht gewinnen, selbst wenn ich es bin, der den letzten Zug macht. Denn ich <b>bin</b> Schicksal."</i>
Der Gevatter wartete den nächsten Zug ab. Dann rückte er einen Bauern vor. <i>"Ich spiele hier zum Vergnügen, denn mein Einsatz ist kaum erwähnenswert. Irgendwann wird die Seele wieder zu mir kommen, ob ich gewinne oder nicht. Und so ... gewinne ich am Ende doch. Aber lass uns das Spiel genießen. Es wird dein letztes sein. Ich vergebe immer nur <b>eine</b> Chance, wenn ich es überhaupt tue."</i>
So spielten sie. Kämpften. Fochten keine Schlacht mehr aus, nein, es war ein Krieg. Schwarz gegen Weiß und auf beiden Seiten gab es große Verluste. Dort stürzte ein Reiter vom Pferd, hier fiel ein Läufer, der in die Gewandung eines Magiers gekleidet war.
Türme brachen ein und etliche Bauern wurden vernichtet. Sie alle landeten in einer Welt neben dem Brett. Kehrten nicht mehr zurück.
Und am Ende ... standen nur noch vier Figuren auf dem Feld. Tod besaß noch seinen König und die Dame, welche schwarz und herrisch über das Spielfeld blickte. Für Asmodeus sah es schlecht aus. Er hatte nur noch den König und einen Bauern, allerdings war dieser schon sehr nahe daran, zur Dame aufzusteigen. Es fehlte nur noch ein Zug.
Die kleine, weiße Bauernfigur sah aus wie Zanraia. Sie war so winzig und und schaute bittend nach oben. Ja, wirklich! Sie drehte sich um und schaute Asmodeus an. Doch wenn er sie jetzt rückte, würde der Gevatter ihn sicher ins Schach setzen ... und dann müsste er seinen König in die Ecke drängen. Dann würde ein weiteres Schach folgen und wahrscheinlich ... das Matt. Er würde verlieren. Aber was sollte er tun?
Der schwarze König versperrte ihm den Weg, er konnte seinen eigenen nicht rücken ... höchstens gleich in die Ecke ... ihm blieb keine Wahl. Entweder er beendete das Spiel ... oder Asmodeus rückte Zanraia ... in der Hoffnung mit einer Dame noch etwas ausrichten zu können.
<i>"Doch wie ihr wisst, mein Herr, ist beim Spiel der Könige der letzte Zug nicht das Matt. Denn der letzte Zug gehört euch, Gevatter."</i>
Adelmund klatschte in die Hände und lachte erheitert. Welch weise Worte sein Schüler doch sprach. Aber sofort wurde er ruhig, nahm seinen Tee. Denn Tods Kutte bewegte sich, dass es raschelte. Es hatte nie zuvor bei ihm geraschelt, lautlos war er immer aufgetaucht. Lautlos war er gegangen, mit mindestens einer Seele als Geleit.
Sein Kopf hob sich, noch während Asmodeus weiter sprach. Leere Augen fixierten den Medicus. Kein Leuchten, kein Glimmen und nicht einmal Finsternis. Leere sprach aus ihnen. Tod.
<i>"Ihr seid der letzte Zug – der fallende König."</i>
Und schon schritt die erste Figur, ein weißer Bauer auf das Feld. <i>"Es ist interessant, nicht wahr? Obwohl wir beide wissen, wie es endet, spielen wir."</i> Tod rückte ebenfalls, allerdings begann er mit einem Springer. Eine schöne Figur. Ein schwarzer Reiter mit wehendem Umhang, der die Zügel seines aufbäumenden Pferdes hielt und eine Klinge nach oben reckte.
<i>"Aber wie wird es sein, wenn ich nicht an Schicksal glaube? Ich bin der Tod, ich brauche nicht zu glauben und bin frei allen Schicksals. Du kannst nicht gewinnen, selbst wenn ich es bin, der den letzten Zug macht. Denn ich <b>bin</b> Schicksal."</i>
Der Gevatter wartete den nächsten Zug ab. Dann rückte er einen Bauern vor. <i>"Ich spiele hier zum Vergnügen, denn mein Einsatz ist kaum erwähnenswert. Irgendwann wird die Seele wieder zu mir kommen, ob ich gewinne oder nicht. Und so ... gewinne ich am Ende doch. Aber lass uns das Spiel genießen. Es wird dein letztes sein. Ich vergebe immer nur <b>eine</b> Chance, wenn ich es überhaupt tue."</i>
So spielten sie. Kämpften. Fochten keine Schlacht mehr aus, nein, es war ein Krieg. Schwarz gegen Weiß und auf beiden Seiten gab es große Verluste. Dort stürzte ein Reiter vom Pferd, hier fiel ein Läufer, der in die Gewandung eines Magiers gekleidet war.
Türme brachen ein und etliche Bauern wurden vernichtet. Sie alle landeten in einer Welt neben dem Brett. Kehrten nicht mehr zurück.
Und am Ende ... standen nur noch vier Figuren auf dem Feld. Tod besaß noch seinen König und die Dame, welche schwarz und herrisch über das Spielfeld blickte. Für Asmodeus sah es schlecht aus. Er hatte nur noch den König und einen Bauern, allerdings war dieser schon sehr nahe daran, zur Dame aufzusteigen. Es fehlte nur noch ein Zug.
Die kleine, weiße Bauernfigur sah aus wie Zanraia. Sie war so winzig und und schaute bittend nach oben. Ja, wirklich! Sie drehte sich um und schaute Asmodeus an. Doch wenn er sie jetzt rückte, würde der Gevatter ihn sicher ins Schach setzen ... und dann müsste er seinen König in die Ecke drängen. Dann würde ein weiteres Schach folgen und wahrscheinlich ... das Matt. Er würde verlieren. Aber was sollte er tun?
Der schwarze König versperrte ihm den Weg, er konnte seinen eigenen nicht rücken ... höchstens gleich in die Ecke ... ihm blieb keine Wahl. Entweder er beendete das Spiel ... oder Asmodeus rückte Zanraia ... in der Hoffnung mit einer Dame noch etwas ausrichten zu können.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus Blick folgte Zug um Zug dem Spiel. Es erforderte höchste Konzentration. Der Tod spielte gut. Sehr gut. Spielte dieses Spiel wohl schon seid Ewigkeiten. Figuren fielen. Opfer wurden gebracht. Leben genommen um anderes zu wahren. Oh Schach war kein Spiel des Friedens, sondern des Krieges. Der Zerstörung und des Königsmordes. Doch es war auch das Spiel der Opfer, des Schutzes und der Verteidigung von wertvollen Schätzen.
Das Spiel schritt voran und bald waren genug Figuren gefallen. Genug Opfer gebracht. Die Entscheidung nahte. Ein mächtiger Schwarzer König und seine Dame gegen den kleinen weissen Bauern und die Schutzlose Seele ebenfalls das weisse Banner tragend.
Der kleine Bauer. So mutig, tief in den Reihen der Finsternis und doch so strahlend weiss. Voller Hoffnung, denn er sah das Licht hinter der Finsternis. Sah die Lücke in der Dunkelheit. Der kleine unschuldige Bauer. Im Schachspiel die schwächste Figur. Doch diese kleine Figur, trug unfassbare Kraft in sich. Denn aus seinem Opfer – konnte neues Leben entstehen. Ein Bauer konnte Fallen… oh ja viele waren auch gefallen. Doch jeder einzelne konnte auch ein unvorstellbares Wunder vollbringen. Nein nicht jeder… nur die auserwählten und der Zanbauer war Auserwählt.
„Gevatter, sieh dieser kleine unschuldige Bauer. Wie er trotzig und stetig gerade aus seinen Weg voran schreitet. Weicht nur aus um zu Schlagen, sonst zieht er treu seine Gerade bis tief ins Feindesland hinein. Er lässt seinen König hinter sich. Lässt ihn allein stehen – und doch vergisst er ihn nicht. Lasst den Bauern marschieren und er wird sich im Moment seiner Verwandlung an den König erinnern. Zu einer mächtigen Figur aufsteigen…“ Asmodeus hob den kleinen Bauern an und rückte ihn auf das freie Feld. Forderte eine Dame ein. „… und wird sich an den König erinnern ihn beschützen… und wenn der König fällt Gevatter. So fällt sie mit ihm. Fallen tun sie beide allein. Sterben tun wir immer allein. Es gibt kein letztes Spiel. Nur deinen letzten Zug Gevatter. Danach. Folgt die Ewigkeit. Ein neuer Anfang. Also stellen wir die Figuren wieder auf und das Leben… es beginnt mit dem ersten Zug.
Gehören die Seelen wirklich dir Gevatter? Setzt du ihren ersten Zug? Gehören sie dir weil du ihren letzten setzt? Du bist das Schicksal? Dann sage mir, warum spielst du? Vielleicht weil du endlich einmal einen Gegner finden möchtest… der deinen König fallen lässt? Dafür brauchst du keinen. Spiel gegen dich selbst und du wirst fallen nicht wahr?! Doch dies darfst du nicht. Denn der schwarze König des Todes. Darf nicht Fallen. Du bist das Schicksal… und weil du es bist, kannst du nicht gegen dich selbst Gewinnen.
Egal wie viele Gegner du besiegst, du spielst nie gegen deinen Meister. Nie gegen jemanden der dir ebenbürtig ist. Warum also spielst du?“
Asmodeus deutete auf die schwarze Dame. „Wer ist die Figur, welche den Tod schützt Gevatter? Diese stolze schwarze Dame. Du weisst, ihr Wert und ihre Wichtigkeit übertrumpft alles in diesem Spiel. Die mächtigste Figur. Mächtiger als der König selbst. Wer ist diese schwarze Dame? Die schwarze Dame… welche wahrhaftig mit dem Tode fällt. Das Leben Gevatter. Es fällt mit dir und sobald das Spiel von neuem beginnt. So erhebst du dich im Moment des ersten Atem – Zuges mit ihr.
Wahrhaftig. Du kannst es nicht verlieren. Doch kann ich es? Ich weiss es nicht…
Asmodeus schwieg. Betrachtete die schwarze Dame und dann seine Weisse. Die irgendwie… eins zu sein schienen. Leben.
Das Spiel schritt voran und bald waren genug Figuren gefallen. Genug Opfer gebracht. Die Entscheidung nahte. Ein mächtiger Schwarzer König und seine Dame gegen den kleinen weissen Bauern und die Schutzlose Seele ebenfalls das weisse Banner tragend.
Der kleine Bauer. So mutig, tief in den Reihen der Finsternis und doch so strahlend weiss. Voller Hoffnung, denn er sah das Licht hinter der Finsternis. Sah die Lücke in der Dunkelheit. Der kleine unschuldige Bauer. Im Schachspiel die schwächste Figur. Doch diese kleine Figur, trug unfassbare Kraft in sich. Denn aus seinem Opfer – konnte neues Leben entstehen. Ein Bauer konnte Fallen… oh ja viele waren auch gefallen. Doch jeder einzelne konnte auch ein unvorstellbares Wunder vollbringen. Nein nicht jeder… nur die auserwählten und der Zanbauer war Auserwählt.
„Gevatter, sieh dieser kleine unschuldige Bauer. Wie er trotzig und stetig gerade aus seinen Weg voran schreitet. Weicht nur aus um zu Schlagen, sonst zieht er treu seine Gerade bis tief ins Feindesland hinein. Er lässt seinen König hinter sich. Lässt ihn allein stehen – und doch vergisst er ihn nicht. Lasst den Bauern marschieren und er wird sich im Moment seiner Verwandlung an den König erinnern. Zu einer mächtigen Figur aufsteigen…“ Asmodeus hob den kleinen Bauern an und rückte ihn auf das freie Feld. Forderte eine Dame ein. „… und wird sich an den König erinnern ihn beschützen… und wenn der König fällt Gevatter. So fällt sie mit ihm. Fallen tun sie beide allein. Sterben tun wir immer allein. Es gibt kein letztes Spiel. Nur deinen letzten Zug Gevatter. Danach. Folgt die Ewigkeit. Ein neuer Anfang. Also stellen wir die Figuren wieder auf und das Leben… es beginnt mit dem ersten Zug.
Gehören die Seelen wirklich dir Gevatter? Setzt du ihren ersten Zug? Gehören sie dir weil du ihren letzten setzt? Du bist das Schicksal? Dann sage mir, warum spielst du? Vielleicht weil du endlich einmal einen Gegner finden möchtest… der deinen König fallen lässt? Dafür brauchst du keinen. Spiel gegen dich selbst und du wirst fallen nicht wahr?! Doch dies darfst du nicht. Denn der schwarze König des Todes. Darf nicht Fallen. Du bist das Schicksal… und weil du es bist, kannst du nicht gegen dich selbst Gewinnen.
Egal wie viele Gegner du besiegst, du spielst nie gegen deinen Meister. Nie gegen jemanden der dir ebenbürtig ist. Warum also spielst du?“
Asmodeus deutete auf die schwarze Dame. „Wer ist die Figur, welche den Tod schützt Gevatter? Diese stolze schwarze Dame. Du weisst, ihr Wert und ihre Wichtigkeit übertrumpft alles in diesem Spiel. Die mächtigste Figur. Mächtiger als der König selbst. Wer ist diese schwarze Dame? Die schwarze Dame… welche wahrhaftig mit dem Tode fällt. Das Leben Gevatter. Es fällt mit dir und sobald das Spiel von neuem beginnt. So erhebst du dich im Moment des ersten Atem – Zuges mit ihr.
Wahrhaftig. Du kannst es nicht verlieren. Doch kann ich es? Ich weiss es nicht…
Asmodeus schwieg. Betrachtete die schwarze Dame und dann seine Weisse. Die irgendwie… eins zu sein schienen. Leben.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
<i>"Lasst den Bauern marschieren und er wird sich im Moment seiner Verwandlung an den König erinnern. Zu einer mächtigen Figur aufsteigen…“</i> Asmodeus hob den kleinen Bauern an und rückte ihn auf das freie Feld. <i>"… und wird sich an den König erinnern ihn beschützen… und wenn der König fällt, Gevatter. So fällt sie mit ihm."</i>
Der Tod lauschte, reagierte zunächst mit Schweigen auf die Worte. Sein Blick galt dem Schachbrett – dem Schlachtfeld.
Doch Asmodeus hatte noch nicht geendet. Begierig sprach er weiter.
<i>"Du bist das Schicksal? Dann sage mir, warum spielst du?"
"Nur zum Vergnügen ... um mich zu amüsieren und zu unterhalten. Und wahrlich, ein Halbdämon unterhält mich und spricht weiser als so mancher Gelehrte, den ich holte."</i>
Und wieder verfiel der Tod in Schweigen. Weder hatte er gezogen, noch etwas bezüglich Asmodeus' Worten zu seinem Bauern gesagt. Der noch immer ein Bauer war, aber langsam stieg Rauch auf und hüllte ihn ein. Zanraia verwandelte sich.
Asmodeus deutete auf die schwarze Dame. <i>"Wer ist die Figur, welche den Tod schützt, Gevatter? Diese stolze, schwarze Dame. Du weisst, ihr Wert und ihre Wichtigkeit übertrumpft alles in diesem Spiel. Die mächtigste Figur. Mächtiger als der König selbst. Wer ist diese schwarze Dame? Die schwarze Dame… welche wahrhaftig mit dem Tode fällt. Das Leben Gevatter. Es fällt mit dir und sobald das Spiel von neuem beginnt. So erhebst du dich im Moment des ersten Atem – Zuges mit ihr."</i>
<i>"Du hast Recht. Interessant, dass du es erkannt hast. Ja, die schwarze Dame ... sie ist Leben. Denn Leben steht über dem Tod als stetige Wächterin und Herrin. Ich nehme vielleicht die Verstorbenen mit mir, aber nie bin ich es, der sie richtet. Ich hole sie nur ... ich komme zu ihnen und hole sie ab. Ich bin Tod, aber nicht Mord."</i>
Tod berührte seine Dame mit einem knöchernen Finger. Er hatte gewählt. einmal berührt, musste er sie ziehen. Und Asmodeus wusste, welchen Weg sie nehmen würde.
<i>"Schach"</i>, sagte der Tod unglaublich tief, monoton und trocken. Ungerührt. <i>"Ach, und um auf deine Frage vom anfang zurück zu kommen. Oder eher: deine Bemerkung, dass die Dame mit dem König fällt, wenn er stürzt. Es ist wahr ... aber kannst du zulassen, dass <b>sie</b> fällt? Willst du <b>ihr</b> Schicksal so besiegeln?"</i>
Tods Finger fuhr über das Brett hinweg, darüber schwebend wie ein Dolch über dem Kopf eines Grafen. Und dann sauste er hernieder, als der letzte kleine Fingerknochen auf Asmodeus' Figur zeigte, von der soeben der rauchige Nebel abfiel. Zanraia war fort, seine Dame erschien. In weiße Gewänder gehüllt, ein Steinchen an einem Lederband um den Hals. Das Haar schimmerte leicht gelblich, dies konnte aber auch nur eine Reflektion des Kerzenlichts verursacht haben. Doch die Augen blickten blau und diszipliniert. Sie würde ihre Pflicht tun. Seine Dame. Mallahall.
<i>"Schach"</i>, sagte Tod und schob seine schwarze Herrin über das Brett. Nahe an Asmodeus' König heran, der noch immer vom König des Todes bedrängt wurde. Er musste in die Ecke. Ihm blieb keine Wahl ... außer ... Mallahall musste nur die Gerade von Zanraias Bauernweg zurück gehen und sich so zwischen ihren König und die schwarze Dame stellen.
<i>"Ich frage dich. Kannst du sie opfern? Wirst du es tun?" Lässt du sie mit ihrem König zusammen fallen, auf einer Seite ... oder stürzt sie allein?"</i>
Der Tod lauschte, reagierte zunächst mit Schweigen auf die Worte. Sein Blick galt dem Schachbrett – dem Schlachtfeld.
Doch Asmodeus hatte noch nicht geendet. Begierig sprach er weiter.
<i>"Du bist das Schicksal? Dann sage mir, warum spielst du?"
"Nur zum Vergnügen ... um mich zu amüsieren und zu unterhalten. Und wahrlich, ein Halbdämon unterhält mich und spricht weiser als so mancher Gelehrte, den ich holte."</i>
Und wieder verfiel der Tod in Schweigen. Weder hatte er gezogen, noch etwas bezüglich Asmodeus' Worten zu seinem Bauern gesagt. Der noch immer ein Bauer war, aber langsam stieg Rauch auf und hüllte ihn ein. Zanraia verwandelte sich.
Asmodeus deutete auf die schwarze Dame. <i>"Wer ist die Figur, welche den Tod schützt, Gevatter? Diese stolze, schwarze Dame. Du weisst, ihr Wert und ihre Wichtigkeit übertrumpft alles in diesem Spiel. Die mächtigste Figur. Mächtiger als der König selbst. Wer ist diese schwarze Dame? Die schwarze Dame… welche wahrhaftig mit dem Tode fällt. Das Leben Gevatter. Es fällt mit dir und sobald das Spiel von neuem beginnt. So erhebst du dich im Moment des ersten Atem – Zuges mit ihr."</i>
<i>"Du hast Recht. Interessant, dass du es erkannt hast. Ja, die schwarze Dame ... sie ist Leben. Denn Leben steht über dem Tod als stetige Wächterin und Herrin. Ich nehme vielleicht die Verstorbenen mit mir, aber nie bin ich es, der sie richtet. Ich hole sie nur ... ich komme zu ihnen und hole sie ab. Ich bin Tod, aber nicht Mord."</i>
Tod berührte seine Dame mit einem knöchernen Finger. Er hatte gewählt. einmal berührt, musste er sie ziehen. Und Asmodeus wusste, welchen Weg sie nehmen würde.
<i>"Schach"</i>, sagte der Tod unglaublich tief, monoton und trocken. Ungerührt. <i>"Ach, und um auf deine Frage vom anfang zurück zu kommen. Oder eher: deine Bemerkung, dass die Dame mit dem König fällt, wenn er stürzt. Es ist wahr ... aber kannst du zulassen, dass <b>sie</b> fällt? Willst du <b>ihr</b> Schicksal so besiegeln?"</i>
Tods Finger fuhr über das Brett hinweg, darüber schwebend wie ein Dolch über dem Kopf eines Grafen. Und dann sauste er hernieder, als der letzte kleine Fingerknochen auf Asmodeus' Figur zeigte, von der soeben der rauchige Nebel abfiel. Zanraia war fort, seine Dame erschien. In weiße Gewänder gehüllt, ein Steinchen an einem Lederband um den Hals. Das Haar schimmerte leicht gelblich, dies konnte aber auch nur eine Reflektion des Kerzenlichts verursacht haben. Doch die Augen blickten blau und diszipliniert. Sie würde ihre Pflicht tun. Seine Dame. Mallahall.
<i>"Schach"</i>, sagte Tod und schob seine schwarze Herrin über das Brett. Nahe an Asmodeus' König heran, der noch immer vom König des Todes bedrängt wurde. Er musste in die Ecke. Ihm blieb keine Wahl ... außer ... Mallahall musste nur die Gerade von Zanraias Bauernweg zurück gehen und sich so zwischen ihren König und die schwarze Dame stellen.
<i>"Ich frage dich. Kannst du sie opfern? Wirst du es tun?" Lässt du sie mit ihrem König zusammen fallen, auf einer Seite ... oder stürzt sie allein?"</i>
Zuletzt geändert von Erzähler am Freitag 15. Juni 2007, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Ungläubig betrachtete Asmodeus seine Dame. Seine Mallahall. Die Figur ihres Schicksals. Die Dame die zum Schützen gedacht war. Die Dame die ein Opfer bieten konnte. Doch für welches Spiel? Dann sah er etwas anderes. So wie die Figuren standen… und da wusste der Halbdämon wie er ziehen musste…
Seine milchig weisse Hand die doch so dunkel war. Weder Licht noch Finsternis war und doch beides in sich trug. Griff das Kreuz der Krone seines Königs. Die Entscheidung war gefallen. Berührt geführt. Eine alte Schachregel. Sie bezeugte, dass jede getroffene Entscheidung nicht rückgängig zu machen war. Weil mit jedem Zug ein neuer Weg entstand und auf jeden neuen Weg ein neuer Zug folgen musste… bis der König fiel. Er hob die Figur vorsichtig an. Ein Schicksal. So zerbrechlich. Der Sockel des weissen Königs glitt über das Marmor hinweg. Vom schwarzen Feld in die weisse Ecke. Aus dem Schach hinaus – und doch ins sichere verderben. Hier in der Ecke war der König verloren.
Asmodeus lächelte.
"Ihr verliert Gevatter."
Er deutete auf seinen schwarzen König der bedrohlich im Angesicht seines Königs stand.
„Der Tod.“ Benannte Asmodeus die stattliche Figur. Dann wies er auf die schwarze Dame. „Das Leben Gevatter, das Leben wird den König schlagen. Nicht ihr seid das Matt. Sondern das Leben. Es ist das Leben, welches immer gewinnt. Nicht wahr? Mit jedem letztem Atemzug gewinnt es ein Neuer. Ihr Tod. Ihr holt nur das Verlorene zurück. Der geschlagene. Der gefallene. Ihr braucht weder Sieg noch Niederlage. Es ist nicht an euch. Der König Gevatter. Er kann nicht schlagen. Braucht das Leben… und nun habt ihr ein leben zuviel geholt. Ihr könnt es nicht behalten. Denn ihr seid nicht der Richter. Ich brauche nicht Mallahall zu opfern Gevatter. Ihr Opfer währe angesichts dieses Spiels Sinnlos. Denn sie fällt ohnehin. So oder so. Es würde nur euren letzten Zug hinauszögern. Mehr nicht. Denn ihr werdet immer der sein, der uns holt. Er deutete auf die Dame. Nun. Zieht Gevatter. Zieht das Leben. Richtet über den König und gewährt ihm seinen letzten Atemzug.
Damit ein neuer folgen kann.
Denn dies ist das immerwährende Spiel. Von Leben und Tod. Wo immer nur ein König fällt. Damit der andere Leben kann.“
Asmodeus senkte sein Haupt verbeugte sich demütig vor seinem Gegenspieler und vor der Meisterin seines Gegenspielers.
Seine milchig weisse Hand die doch so dunkel war. Weder Licht noch Finsternis war und doch beides in sich trug. Griff das Kreuz der Krone seines Königs. Die Entscheidung war gefallen. Berührt geführt. Eine alte Schachregel. Sie bezeugte, dass jede getroffene Entscheidung nicht rückgängig zu machen war. Weil mit jedem Zug ein neuer Weg entstand und auf jeden neuen Weg ein neuer Zug folgen musste… bis der König fiel. Er hob die Figur vorsichtig an. Ein Schicksal. So zerbrechlich. Der Sockel des weissen Königs glitt über das Marmor hinweg. Vom schwarzen Feld in die weisse Ecke. Aus dem Schach hinaus – und doch ins sichere verderben. Hier in der Ecke war der König verloren.
Asmodeus lächelte.
"Ihr verliert Gevatter."
Er deutete auf seinen schwarzen König der bedrohlich im Angesicht seines Königs stand.
„Der Tod.“ Benannte Asmodeus die stattliche Figur. Dann wies er auf die schwarze Dame. „Das Leben Gevatter, das Leben wird den König schlagen. Nicht ihr seid das Matt. Sondern das Leben. Es ist das Leben, welches immer gewinnt. Nicht wahr? Mit jedem letztem Atemzug gewinnt es ein Neuer. Ihr Tod. Ihr holt nur das Verlorene zurück. Der geschlagene. Der gefallene. Ihr braucht weder Sieg noch Niederlage. Es ist nicht an euch. Der König Gevatter. Er kann nicht schlagen. Braucht das Leben… und nun habt ihr ein leben zuviel geholt. Ihr könnt es nicht behalten. Denn ihr seid nicht der Richter. Ich brauche nicht Mallahall zu opfern Gevatter. Ihr Opfer währe angesichts dieses Spiels Sinnlos. Denn sie fällt ohnehin. So oder so. Es würde nur euren letzten Zug hinauszögern. Mehr nicht. Denn ihr werdet immer der sein, der uns holt. Er deutete auf die Dame. Nun. Zieht Gevatter. Zieht das Leben. Richtet über den König und gewährt ihm seinen letzten Atemzug.
Damit ein neuer folgen kann.
Denn dies ist das immerwährende Spiel. Von Leben und Tod. Wo immer nur ein König fällt. Damit der andere Leben kann.“
Asmodeus senkte sein Haupt verbeugte sich demütig vor seinem Gegenspieler und vor der Meisterin seines Gegenspielers.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Freitag 15. Juni 2007, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Erzähler
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Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus schob seinen weißen König in die Ecke, lächelte aber.
<i>"Ihr verliert, Gevatter."</i> Und dann erklärte er. Die Dame würde ihn vernichten. Das Leben. Denn der Tod konnte es nicht, konnte keine Seele schlagen, nicht zum Mörder werden.
Das Leben entschied, wann es Zeit war ... und anschließend rief es den Tod um "sauber zu machen".
Asmodeus hatte es erkannt und darauf verzichtet, seine letzte Chance auf ein längeres Leben einzusetzen.
Demütig senkte er sein Haupt.
Jemand klatschte. Es war Adelmund. Er erhob sich und klatschte Beifall. Lächelte dabei und die Freudenfältchen um seine Augen sprachen: Ich bin stolz auf dich.
Tod fuhr mir Hand über das Schachbrett. Es schwand. Er fuhr über die Figuren. Sie schwanden. Nur eine nicht, eine blieb zurück. Die weiße Dame. Mallahall.
Tod nahm sie und reichte sie Asmodeus. <i>"Nur ein wahrer König des Spiels, das ihr Sterblichen Überleben nennt, weiß von der Bedeutung des Lebens ... und setzt es nicht unnütz aufs Spiel, wenn er weiß, dass er verloren hat. Behalte die Figur einen Augenblick und warte."</i>
Der Gevatter erhob sich, drehte sich zu der weißlich-schwarzen Finsternis und Helligkeit, die sie wie Vorhänge umgab. <i>"Komm heraus, du hast doch alles gesehen. Alles gehört. Faltrin. Komm her, ich bring dich zurück. Du bist die Seele, welche zu viel in meinem Reich ist."</i>
Was sagte er da? Er würde Faltrin zurückschicken?
Der Gevatter wandte sich um und erklärte: <i>"Dass du das Spiel verloren hast – was von vorneherein passieren musste – sorgt auch nicht dafür, dass in meinem Reich wieder Platz herrscht. Eine Seele zu viel ist eine Seele zu viel. Nein, das Schachspiel hatte nie über die Rückkehr einer Seele entscheiden sollen, lediglich, <b>wer</b> mein Reich verlässt. Und du hast Faltrin gewählt."</i>
Der Junge trat an die Tafel. Er schaute auf den Fleck, wo eben noch das Schachspiel gestanden hatte. Dann schaute er den Tod an. Sein Blick flog weiter zum Dämon, zur Bestie. Die Augen ... noch immer grimmig und finster. "Ich sollte dir für diese Wahl dankbar sein. Aber das geht nicht, du weißt, warum. Du hast mich ja erst in diese Situation gebracht. Deine Reue hier im Reich des Todes wird nichts daran ändern. Gar nichts."
Undankbares Kind – wie der Dämon.
Adelmund schüttelte den Kopf, trat an seinen Schüler heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. "Jetzt ist er dir noch nicht dankbar. Aber er wird es sein. Er wird lernen."
Asmodeus befühlte die kleine Schachfigur in seiner Hand. Jetzt konnte er verstehen wie sich Mallahall und Etelin jedes Mal gefühlt haben mussten, wenn auch er einfach hingenommen hatte, wofür sie gekämpft hatten. Und das ohne jeden Dank zurückzubekommen.
<i>"Faltrin"</i>, sprach der Tod den Jungen an. <i>"Geh dort durch die Tür und warte auf mich. Ich bringe dich gleich in dein Leben zurück."</i> Der Junge nickte, schrit auf eine Tür zu, die einfach plötzlich da stand und öffnete diese. Er verschwand im Ungewissen dahinter. Würde warten. Erwartete sein Leben.
Tod aber blieb noch. Er nahm gemächlich seine Sense. Er hatte Zeit ... so viel wie er brauchte. Dann trat er vor Asmodeus und Adelmund. <i>"Aurelius ... Asmodeus ... du hast viel gelernt in der kurzen Zeit, in der diese Dame auf dich achtete. Zusammen mit Etelin und Adelmund. Deine enorme Entwicklung beeindruckt nicht nur sie, sondern auch das Leben selbst. Und die Götter. Deine Entscheidung, die Dame nicht zu opfern zeugt von deinem Verantwortungsbewusstsein. Meine Herrin gab auch mir einen Auftrag. Im Namen des Lebens sozusagen, sollst auch du leben. Und weiterlernen, wenn du das möchtest, als ein vollkommener Mensch .... Dämon ... als der, der du bist. Leider kann ich mir für dich nicht so viel Zeit nehmen, ein Junge wartet. Also, lebe wohl ... bis ich dich hole."</i>
Tods Knochen klackerten aneinander, als er mit den Fingern schnippte. Die Vorhänge schoben sich zurück und gaben erneut Blick auf das Fenster frei, welches sich sogleich öffnete. Asmodeus wurde von einem tiefen Sog ergriffen und ins Fenster gezogen.
"Grüße alle von mir! Und sag Mallahall, wie stolz ich auf sie bin!", rief Adelmung ihm nach, winkte freundlich, als Asmodeus auch schon aus dem Fenster fiel ... zurück nach Celcia ... zurück ins Leben.
<i>"Ihr verliert, Gevatter."</i> Und dann erklärte er. Die Dame würde ihn vernichten. Das Leben. Denn der Tod konnte es nicht, konnte keine Seele schlagen, nicht zum Mörder werden.
Das Leben entschied, wann es Zeit war ... und anschließend rief es den Tod um "sauber zu machen".
Asmodeus hatte es erkannt und darauf verzichtet, seine letzte Chance auf ein längeres Leben einzusetzen.
Demütig senkte er sein Haupt.
Jemand klatschte. Es war Adelmund. Er erhob sich und klatschte Beifall. Lächelte dabei und die Freudenfältchen um seine Augen sprachen: Ich bin stolz auf dich.
Tod fuhr mir Hand über das Schachbrett. Es schwand. Er fuhr über die Figuren. Sie schwanden. Nur eine nicht, eine blieb zurück. Die weiße Dame. Mallahall.
Tod nahm sie und reichte sie Asmodeus. <i>"Nur ein wahrer König des Spiels, das ihr Sterblichen Überleben nennt, weiß von der Bedeutung des Lebens ... und setzt es nicht unnütz aufs Spiel, wenn er weiß, dass er verloren hat. Behalte die Figur einen Augenblick und warte."</i>
Der Gevatter erhob sich, drehte sich zu der weißlich-schwarzen Finsternis und Helligkeit, die sie wie Vorhänge umgab. <i>"Komm heraus, du hast doch alles gesehen. Alles gehört. Faltrin. Komm her, ich bring dich zurück. Du bist die Seele, welche zu viel in meinem Reich ist."</i>
Was sagte er da? Er würde Faltrin zurückschicken?
Der Gevatter wandte sich um und erklärte: <i>"Dass du das Spiel verloren hast – was von vorneherein passieren musste – sorgt auch nicht dafür, dass in meinem Reich wieder Platz herrscht. Eine Seele zu viel ist eine Seele zu viel. Nein, das Schachspiel hatte nie über die Rückkehr einer Seele entscheiden sollen, lediglich, <b>wer</b> mein Reich verlässt. Und du hast Faltrin gewählt."</i>
Der Junge trat an die Tafel. Er schaute auf den Fleck, wo eben noch das Schachspiel gestanden hatte. Dann schaute er den Tod an. Sein Blick flog weiter zum Dämon, zur Bestie. Die Augen ... noch immer grimmig und finster. "Ich sollte dir für diese Wahl dankbar sein. Aber das geht nicht, du weißt, warum. Du hast mich ja erst in diese Situation gebracht. Deine Reue hier im Reich des Todes wird nichts daran ändern. Gar nichts."
Undankbares Kind – wie der Dämon.
Adelmund schüttelte den Kopf, trat an seinen Schüler heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. "Jetzt ist er dir noch nicht dankbar. Aber er wird es sein. Er wird lernen."
Asmodeus befühlte die kleine Schachfigur in seiner Hand. Jetzt konnte er verstehen wie sich Mallahall und Etelin jedes Mal gefühlt haben mussten, wenn auch er einfach hingenommen hatte, wofür sie gekämpft hatten. Und das ohne jeden Dank zurückzubekommen.
<i>"Faltrin"</i>, sprach der Tod den Jungen an. <i>"Geh dort durch die Tür und warte auf mich. Ich bringe dich gleich in dein Leben zurück."</i> Der Junge nickte, schrit auf eine Tür zu, die einfach plötzlich da stand und öffnete diese. Er verschwand im Ungewissen dahinter. Würde warten. Erwartete sein Leben.
Tod aber blieb noch. Er nahm gemächlich seine Sense. Er hatte Zeit ... so viel wie er brauchte. Dann trat er vor Asmodeus und Adelmund. <i>"Aurelius ... Asmodeus ... du hast viel gelernt in der kurzen Zeit, in der diese Dame auf dich achtete. Zusammen mit Etelin und Adelmund. Deine enorme Entwicklung beeindruckt nicht nur sie, sondern auch das Leben selbst. Und die Götter. Deine Entscheidung, die Dame nicht zu opfern zeugt von deinem Verantwortungsbewusstsein. Meine Herrin gab auch mir einen Auftrag. Im Namen des Lebens sozusagen, sollst auch du leben. Und weiterlernen, wenn du das möchtest, als ein vollkommener Mensch .... Dämon ... als der, der du bist. Leider kann ich mir für dich nicht so viel Zeit nehmen, ein Junge wartet. Also, lebe wohl ... bis ich dich hole."</i>
Tods Knochen klackerten aneinander, als er mit den Fingern schnippte. Die Vorhänge schoben sich zurück und gaben erneut Blick auf das Fenster frei, welches sich sogleich öffnete. Asmodeus wurde von einem tiefen Sog ergriffen und ins Fenster gezogen.
"Grüße alle von mir! Und sag Mallahall, wie stolz ich auf sie bin!", rief Adelmung ihm nach, winkte freundlich, als Asmodeus auch schon aus dem Fenster fiel ... zurück nach Celcia ... zurück ins Leben.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Demütig verharrte der geschlagene Schachspieler vor seinem Meister. Asmodeus blickte erst auf als ein freudiges Klatschen ertönte. Adelmund. Stolz in seinen Augen habend. Es gab nichts Rührenders für einen Schüler, als solche Augen bei seinem Meister sehen zu dürfen. Asmodeus lächelte schüchtern.
Da hob der Tod seine knochigen Finger über das Schachbrett. Lies das Spiel schwinden. Es blieb die eine weisse Dame. Mallahall. Er drückte die Figur an sein Herz. Wie das Dämonentränchen an ihrem hing.
"Nur ein wahrer König des Spiels, das ihr Sterblichen Überleben nennt, weiß von der Bedeutung des Lebens ... und setzt es nicht unnütz aufs Spiel, wenn er weiß, dass er verloren hat. Behalte die Figur einen Augenblick und warte."
Er betrachtete die Figur. Strich sanft über die Konturen. Seine Mallahall. Er lächelte. Doch die stolze Dame… war durch den kleinen Bauern entstanden. Den Zanraia Bauern. Seine Liebe. Zanraia. Da tat sich so etwas wie Schwermut in ihm auf. Es war nur eine Seele zuviel in diesem Reich. Faltrins.
Diese junge zerstörte Seele. Welche in Grausamkeit und Schrecken von dieser Welt gefegt wurde. Ermordert nicht durch das Leben sondern durch einen Dämonen, der es wagte sich über das Leben hinweg zu setzen. Diese junge Seele trat nun in den Raum. Vor die Tafel wo das Spiel gestanden hatte.
Das Schachbrett mit den 64 Feldern. 32 Weisse. 32 Schwarze. Licht und Dunkelheit in ein und dem selben Spiel vereint. Einem ewigen Schlachtfeld für ein ewiger Kreislauf. Wo es immer und immer wieder Opfer und Gefallenen geben würde. Doch auch Wunder und neues Leben. Ein ewiger Kreislauf wo Freud und Leid parallel existierten. Wo Licht und Dunkelheit sich ihre gegenseitige Existenz gewährten. Dies war Celcia. Die Welt. Das Leben. Ja. Das Leben!
Wie sehr er es vermisste…. Doch da der Junge. Der so schrecklich alleine war und ebenfalls vermisst wurde. Im Leben. Faltrin sah ihn an. Den Dämonen. Nicht Asmodeus. Nein. Den Dämon. Nur ihn. Auch wenn er sich in der einen Seele verbarg – verschmolzen war mit ihr. So konnte Faltrin ihn direkt ansehen. Die Augen seines Mörders, erkannte man durch alle Leben hindurch. Es waren jene Augen, welche einem einen tiefer Schauer durch Mark und Bein trieben… und auch wenn jene Blind wären. So würde man sie dennoch erblicken können…und auch wenn jene hohl wären… so würde der Blick ihn dennoch erreichen können.
Denn wer das um eine Seele Leben betrogen hatte, den Strafte die Ewigkeit.
<i>"Ich sollte dir für diese Wahl dankbar sein. Aber das geht nicht, du weißt, warum. Du hast mich ja erst in diese Situation gebracht. Deine Reue hier im Reich des Todes wird nichts daran ändern. Gar nichts."</i>
Asmodeus knurrte leicht. „Ich weiss. Ich empfinde in vielen Dingen auch so Faltrin. Ich werde dich besuchen. In Zyranus… und dort wirst du deine Rache bekommen. Die du dir so wünschst. Denn die Reue eines Dämons ist bedeutungslos und nicht von langer Dauer. Glaube mir Faltrin.“ Der Dämon verstummte. Asmodeus verstummte. Wollte dem Jungen über den Kopf streichen. Liess es aber bleiben. Traute sich nicht, sein Opfer zu berühren. Es stand ihm nicht zu… und Trost? Konnte er ihm auch nicht spenden. Ein neues Leben schenken ja. Aber die Erinnerungen an einen Mörder. Die würden ewig auf dieser jungen Seele haften bleiben.
Da spürte Asmodeus Adelmunds Hand auf der Schulter. Er verkrampfte sich kurz. Das dämonische in ihm fühlte sich angesprochen.
<i>„Jetzt ist er dir noch nicht dankbar. Aber er wird es sein. Er wird lernen."</i> Ja knurrte er. Doch dann verliess ihn die Anspannung – die eigentlich gar nicht existent war… nur auf Wunsch und der Dämon in ihm hatte es sich gewünscht. Wollte zeigen, dass auch er zu dieser Seele gehörte. Sie auch für seinen Meister spürbar machen.
Und doch. Adelmunds Worte trafen ihn tief. Er musste an Mallahall denken an Etelin. An ihre Herzen. Was sie alles für ihn hatten ertragen müssen und was sie alles noch ertragen müssen würden. Denn es schien so als sei sein Schicksal mit den ihrigen verwoben worden.
Da tat sich das Tor auf. Hinter welchem sich vermutlich das Leben verbarg. Oh beide Seelen sahen Sehnsüchtig dorthin. Jene des Schülers aber auch jene des Meisters. Da wandte sich der Tod um. Sah Asmodeus an. Offenbarte ihm das Geschenk des Lebens… an ihn. Unsicher sah er zu Adelmund. Noch immer hielt Asmodeus die Schachfigur in der Hand. Mallahall. Mallahalls Schicksalsstein? Was immer es war. Er reichte die Figur seinem Lehrmeister.
„Ich werde Mallahall ausrichten, dass sie dicht am Herzen ihres Freundes und alten Lehrmeisters liegt.“ Sagte der Medicus ruhig und lächelte Adelmund dankbar an. „Danke.“ Da öffnete sich das Fenster und es zog ihn fort.
"Grüße alle von mir! Und sag Mallahall, wie stolz ich auf sie bin!"
Asmodeus hatte es gehört.
Er sah die Welt. Celcia. Wie sie rasend schnell auf ihn zugeflogen kam. Das Grasland. Sein Körper.
Mallahalls Kettchen leuchtete grell auf. Just in jenem Moment als das Herz des Halbdämonen einerseits freudig andererseits zu tiefst bedrückt seinen Dienst wieder aufnahm und wild schlug. Asmodeus machte keuchend seinen ersten Atemzug und seine Muskeln verkrampften sich kurz als sie sich erneut entspannten. Es reichte um seinen Körper aus dem überraschten Griff seiner Meister zu lösen und ihn… laut krachend mitten auf den harten Untergrund fallen zu lassen. Er prallte mit dem Nasenspitz voraus knacksend am Grund auf. Es folgte sein Arm der in der Schlinge lag und dann der Rest. Die gebrochene Nase trieb ihn seine – ersten wieder salzigflüssigen Tränen in die Augen. Sein so fahler – noch vor wenigen Minuten ach so Blutleerer und toter Kopf füllte sich schlagartig mit Blut. Ja glühte förmlich. Schnell war sein Arm aus der Schlinge gezogen und auch der andere presste sich auf dieses pochende stück Pein welches das Zentrum seines Gesichts bildete. Er kugelte sich keuchend zusammen und gab erst ein wütendes Knurren und dann einige gepresste Laute von sich.
So begann sein neues… altes Leben.
Da hob der Tod seine knochigen Finger über das Schachbrett. Lies das Spiel schwinden. Es blieb die eine weisse Dame. Mallahall. Er drückte die Figur an sein Herz. Wie das Dämonentränchen an ihrem hing.
"Nur ein wahrer König des Spiels, das ihr Sterblichen Überleben nennt, weiß von der Bedeutung des Lebens ... und setzt es nicht unnütz aufs Spiel, wenn er weiß, dass er verloren hat. Behalte die Figur einen Augenblick und warte."
Er betrachtete die Figur. Strich sanft über die Konturen. Seine Mallahall. Er lächelte. Doch die stolze Dame… war durch den kleinen Bauern entstanden. Den Zanraia Bauern. Seine Liebe. Zanraia. Da tat sich so etwas wie Schwermut in ihm auf. Es war nur eine Seele zuviel in diesem Reich. Faltrins.
Diese junge zerstörte Seele. Welche in Grausamkeit und Schrecken von dieser Welt gefegt wurde. Ermordert nicht durch das Leben sondern durch einen Dämonen, der es wagte sich über das Leben hinweg zu setzen. Diese junge Seele trat nun in den Raum. Vor die Tafel wo das Spiel gestanden hatte.
Das Schachbrett mit den 64 Feldern. 32 Weisse. 32 Schwarze. Licht und Dunkelheit in ein und dem selben Spiel vereint. Einem ewigen Schlachtfeld für ein ewiger Kreislauf. Wo es immer und immer wieder Opfer und Gefallenen geben würde. Doch auch Wunder und neues Leben. Ein ewiger Kreislauf wo Freud und Leid parallel existierten. Wo Licht und Dunkelheit sich ihre gegenseitige Existenz gewährten. Dies war Celcia. Die Welt. Das Leben. Ja. Das Leben!
Wie sehr er es vermisste…. Doch da der Junge. Der so schrecklich alleine war und ebenfalls vermisst wurde. Im Leben. Faltrin sah ihn an. Den Dämonen. Nicht Asmodeus. Nein. Den Dämon. Nur ihn. Auch wenn er sich in der einen Seele verbarg – verschmolzen war mit ihr. So konnte Faltrin ihn direkt ansehen. Die Augen seines Mörders, erkannte man durch alle Leben hindurch. Es waren jene Augen, welche einem einen tiefer Schauer durch Mark und Bein trieben… und auch wenn jene Blind wären. So würde man sie dennoch erblicken können…und auch wenn jene hohl wären… so würde der Blick ihn dennoch erreichen können.
Denn wer das um eine Seele Leben betrogen hatte, den Strafte die Ewigkeit.
<i>"Ich sollte dir für diese Wahl dankbar sein. Aber das geht nicht, du weißt, warum. Du hast mich ja erst in diese Situation gebracht. Deine Reue hier im Reich des Todes wird nichts daran ändern. Gar nichts."</i>
Asmodeus knurrte leicht. „Ich weiss. Ich empfinde in vielen Dingen auch so Faltrin. Ich werde dich besuchen. In Zyranus… und dort wirst du deine Rache bekommen. Die du dir so wünschst. Denn die Reue eines Dämons ist bedeutungslos und nicht von langer Dauer. Glaube mir Faltrin.“ Der Dämon verstummte. Asmodeus verstummte. Wollte dem Jungen über den Kopf streichen. Liess es aber bleiben. Traute sich nicht, sein Opfer zu berühren. Es stand ihm nicht zu… und Trost? Konnte er ihm auch nicht spenden. Ein neues Leben schenken ja. Aber die Erinnerungen an einen Mörder. Die würden ewig auf dieser jungen Seele haften bleiben.
Da spürte Asmodeus Adelmunds Hand auf der Schulter. Er verkrampfte sich kurz. Das dämonische in ihm fühlte sich angesprochen.
<i>„Jetzt ist er dir noch nicht dankbar. Aber er wird es sein. Er wird lernen."</i> Ja knurrte er. Doch dann verliess ihn die Anspannung – die eigentlich gar nicht existent war… nur auf Wunsch und der Dämon in ihm hatte es sich gewünscht. Wollte zeigen, dass auch er zu dieser Seele gehörte. Sie auch für seinen Meister spürbar machen.
Und doch. Adelmunds Worte trafen ihn tief. Er musste an Mallahall denken an Etelin. An ihre Herzen. Was sie alles für ihn hatten ertragen müssen und was sie alles noch ertragen müssen würden. Denn es schien so als sei sein Schicksal mit den ihrigen verwoben worden.
Da tat sich das Tor auf. Hinter welchem sich vermutlich das Leben verbarg. Oh beide Seelen sahen Sehnsüchtig dorthin. Jene des Schülers aber auch jene des Meisters. Da wandte sich der Tod um. Sah Asmodeus an. Offenbarte ihm das Geschenk des Lebens… an ihn. Unsicher sah er zu Adelmund. Noch immer hielt Asmodeus die Schachfigur in der Hand. Mallahall. Mallahalls Schicksalsstein? Was immer es war. Er reichte die Figur seinem Lehrmeister.
„Ich werde Mallahall ausrichten, dass sie dicht am Herzen ihres Freundes und alten Lehrmeisters liegt.“ Sagte der Medicus ruhig und lächelte Adelmund dankbar an. „Danke.“ Da öffnete sich das Fenster und es zog ihn fort.
"Grüße alle von mir! Und sag Mallahall, wie stolz ich auf sie bin!"
Asmodeus hatte es gehört.
Er sah die Welt. Celcia. Wie sie rasend schnell auf ihn zugeflogen kam. Das Grasland. Sein Körper.
Mallahalls Kettchen leuchtete grell auf. Just in jenem Moment als das Herz des Halbdämonen einerseits freudig andererseits zu tiefst bedrückt seinen Dienst wieder aufnahm und wild schlug. Asmodeus machte keuchend seinen ersten Atemzug und seine Muskeln verkrampften sich kurz als sie sich erneut entspannten. Es reichte um seinen Körper aus dem überraschten Griff seiner Meister zu lösen und ihn… laut krachend mitten auf den harten Untergrund fallen zu lassen. Er prallte mit dem Nasenspitz voraus knacksend am Grund auf. Es folgte sein Arm der in der Schlinge lag und dann der Rest. Die gebrochene Nase trieb ihn seine – ersten wieder salzigflüssigen Tränen in die Augen. Sein so fahler – noch vor wenigen Minuten ach so Blutleerer und toter Kopf füllte sich schlagartig mit Blut. Ja glühte förmlich. Schnell war sein Arm aus der Schlinge gezogen und auch der andere presste sich auf dieses pochende stück Pein welches das Zentrum seines Gesichts bildete. Er kugelte sich keuchend zusammen und gab erst ein wütendes Knurren und dann einige gepresste Laute von sich.
So begann sein neues… altes Leben.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Leben ... begann immer mit Schmerz. Es war die erste Herausforderung, die erste Aufgabe, der sich ein neues Leben stellen musste. Sich dem Schmerz stellen, der Kälte ausgesetzt sein, die dort draußen vorherrschte ... in der großen, leeren Welt. Es schmerzte ... immer. Deshalb schrieen Babys bei der Geburt. Sie klagten um die Wärme, die sie verloren und den ersten Schmerz, den sie gewonnen hatten, als sie sich unter Anstrengung in die neue Welt hatten wagen müssen. Doch Säuglinge waren zu klein, zu jung, um sich an diesen Schmerz zu erinnern. Außerdem war der erste Schrei, das erste Mal Luftholen befreiend.
Doch wie empfanden Lebewesen, die nicht geboren wurden und dennoch ein neues Leben beginnen durften? Sie empfanden Schmerz ... und sie erinnerten sich daran.
Asmodeus sauste auf Celcia zu, auf seinen Körper und krachte sprichwörtlich in ihn herein. Träge setzte sich das Herz in Bewegung, doch sein Schlag klang in der Seele des Wiedergeborenen nach. Bumbum, bumbum.
Keuchend atmete er die frische Luft des Graslandes ein, ließ sie in seine Lungen strömen. Und mit seinem ersten Herzschlag ... mit seinem ersten Atemzug ... erstrahlte das Tränensteinchen um Mallahalls Hals.
Die Maga und der Lich hatten Asmodeus' Leichnam weitergetragen, nachdem Etelin ihn mit einem Konservierungszauber belegt hatte. Sie wollten Asmodeus zu Zanraia bringen, wo immer die junge Frau sich auch befand. Mallahall war es ihr schuldig. Zan hatte die Flucht ergriffen, war vor ihrem Geliebten geflohen, weil sie ihm nicht mehr vertraut hatte. Weil sie Angst entwickelt hatte ... wegen dem Kuss. Mallahall empfand es als ihre Pflicht, die Liebenden wenigstens einmal noch zusammen zu führen. Nur einmal noch. Zan die Angst nehmen, ihr zeigen, dass ihr Liebster in Frieden mit sich selbst gestorben war.
Und dann leuchtete das Tränensteinchen auf, so hell, dass Mallahall die Augen schließen musste, als sie überrascht an sich herab schaute. Sogleich folgte en Keuchen und vor Schreck ließ die Maga den Körper los, den sie eben noch getragen hatte. Auch Etelin wich zurück. Was war das?
Schmerz – durchflutete Asmodeus' Gesicht, als seine Nase nähere Bekanntschaft mit celcianischem Boden machte. Sofort riss er beide Arme zum Kopf und auf die Nase, welche kostbares Blut verströmte und peinigend pochte.
Zu einer Kugel zusammengerollt wälzte sich der Wiedergeborene am Boden, knurrte und klagte gleichermaßen viel.
"A...As-mode-us? ASMODEUS!!!" Mallahall schrie seinen Namen erschreckt heraus. Sofort wich sie zurück, doch nicht vor Angst oder weil sie es nicht glauben konnte, dass er lebte. Die Erinnerung, dass ihr Licht ihn eigentlich getötet haben musste, drängte sich ihr ins Gedächtnis. Sie musste fort, er ertrug ihr Licht nicht. "Zu hell ... zu hell ... nicht, nein!" Sie wich noch weiter zurück.
Etelin aber erholte sich recht schnell vom ersten Schreck. Er war Lich, für ihn war es nicht ungewöhnlich, dass manchmal ein Skelett oder Zombie sich erhob. Aber Asmodeus machte in keinster Weise den Eindruck eines der beiden Wesen zu sein.
"Asmodeus?", fragte Etelni vorsichtig und näherte sich. Als er die blutende Nase entdeckte, winkte er Mallahall heran. "Er ist verletzt! Hilf ihm mal!" Doch die Maga schüttelte den Kopf. "Meine Magie ... nein, ich kann nicht. Ich bringe ihn um ... <i>nochmal</i>! Oder nicht?"
Etelin hörte Asmodeus knurren und röcheln. Er hielt sich die Nase, die bereits fleißig Blut über seine Hände verteilte. "Dann schau mal, ob du Heilfplanzen entdecken kannst. Irgendwie müssen wir die Blutung stoppen."
Mallahall trat nun doch näher heran. Angesichts Etelins beeindruckender Ruhe, die er an den Tag legte, obwohl sein Schüler gerade von den Toten zurückgekehrt schien, ermutigte sie. Aber Mallahall heilte mit Licht, kräuterkundig war sie nur bedingt. Da war der Medicus besser.
"Dämon? Asmodeus? Lass mich mit dem Seelchen sprechen, wenn es da ist, ja? Ist es da?" Ihre Hände umklammerten das Tränensteinchen. Es glühte hell, doch niemand meldete sich von dort. Im Steinchen lebte keine Seele, diese befand sich wieder in seinem Körper. "Asmodeus, bitte hilf mir", wisperte Mallahall, ließ sich nun bei ihm nieder und griff zaghaft nach seinen Händen. Doch schon schnellte sie zurück, wollte den Dämon nicht mit ihrem Licht verletzen. "Welche Pflanzen sind jetzt hilfreich? Hier wachsenn so viele. Lavendel, Ringelblumen und Kamille ... welche helfen dir? Asmodeus!"
Doch wie empfanden Lebewesen, die nicht geboren wurden und dennoch ein neues Leben beginnen durften? Sie empfanden Schmerz ... und sie erinnerten sich daran.
Asmodeus sauste auf Celcia zu, auf seinen Körper und krachte sprichwörtlich in ihn herein. Träge setzte sich das Herz in Bewegung, doch sein Schlag klang in der Seele des Wiedergeborenen nach. Bumbum, bumbum.
Keuchend atmete er die frische Luft des Graslandes ein, ließ sie in seine Lungen strömen. Und mit seinem ersten Herzschlag ... mit seinem ersten Atemzug ... erstrahlte das Tränensteinchen um Mallahalls Hals.
Die Maga und der Lich hatten Asmodeus' Leichnam weitergetragen, nachdem Etelin ihn mit einem Konservierungszauber belegt hatte. Sie wollten Asmodeus zu Zanraia bringen, wo immer die junge Frau sich auch befand. Mallahall war es ihr schuldig. Zan hatte die Flucht ergriffen, war vor ihrem Geliebten geflohen, weil sie ihm nicht mehr vertraut hatte. Weil sie Angst entwickelt hatte ... wegen dem Kuss. Mallahall empfand es als ihre Pflicht, die Liebenden wenigstens einmal noch zusammen zu führen. Nur einmal noch. Zan die Angst nehmen, ihr zeigen, dass ihr Liebster in Frieden mit sich selbst gestorben war.
Und dann leuchtete das Tränensteinchen auf, so hell, dass Mallahall die Augen schließen musste, als sie überrascht an sich herab schaute. Sogleich folgte en Keuchen und vor Schreck ließ die Maga den Körper los, den sie eben noch getragen hatte. Auch Etelin wich zurück. Was war das?
Schmerz – durchflutete Asmodeus' Gesicht, als seine Nase nähere Bekanntschaft mit celcianischem Boden machte. Sofort riss er beide Arme zum Kopf und auf die Nase, welche kostbares Blut verströmte und peinigend pochte.
Zu einer Kugel zusammengerollt wälzte sich der Wiedergeborene am Boden, knurrte und klagte gleichermaßen viel.
"A...As-mode-us? ASMODEUS!!!" Mallahall schrie seinen Namen erschreckt heraus. Sofort wich sie zurück, doch nicht vor Angst oder weil sie es nicht glauben konnte, dass er lebte. Die Erinnerung, dass ihr Licht ihn eigentlich getötet haben musste, drängte sich ihr ins Gedächtnis. Sie musste fort, er ertrug ihr Licht nicht. "Zu hell ... zu hell ... nicht, nein!" Sie wich noch weiter zurück.
Etelin aber erholte sich recht schnell vom ersten Schreck. Er war Lich, für ihn war es nicht ungewöhnlich, dass manchmal ein Skelett oder Zombie sich erhob. Aber Asmodeus machte in keinster Weise den Eindruck eines der beiden Wesen zu sein.
"Asmodeus?", fragte Etelni vorsichtig und näherte sich. Als er die blutende Nase entdeckte, winkte er Mallahall heran. "Er ist verletzt! Hilf ihm mal!" Doch die Maga schüttelte den Kopf. "Meine Magie ... nein, ich kann nicht. Ich bringe ihn um ... <i>nochmal</i>! Oder nicht?"
Etelin hörte Asmodeus knurren und röcheln. Er hielt sich die Nase, die bereits fleißig Blut über seine Hände verteilte. "Dann schau mal, ob du Heilfplanzen entdecken kannst. Irgendwie müssen wir die Blutung stoppen."
Mallahall trat nun doch näher heran. Angesichts Etelins beeindruckender Ruhe, die er an den Tag legte, obwohl sein Schüler gerade von den Toten zurückgekehrt schien, ermutigte sie. Aber Mallahall heilte mit Licht, kräuterkundig war sie nur bedingt. Da war der Medicus besser.
"Dämon? Asmodeus? Lass mich mit dem Seelchen sprechen, wenn es da ist, ja? Ist es da?" Ihre Hände umklammerten das Tränensteinchen. Es glühte hell, doch niemand meldete sich von dort. Im Steinchen lebte keine Seele, diese befand sich wieder in seinem Körper. "Asmodeus, bitte hilf mir", wisperte Mallahall, ließ sich nun bei ihm nieder und griff zaghaft nach seinen Händen. Doch schon schnellte sie zurück, wollte den Dämon nicht mit ihrem Licht verletzen. "Welche Pflanzen sind jetzt hilfreich? Hier wachsenn so viele. Lavendel, Ringelblumen und Kamille ... welche helfen dir? Asmodeus!"
-
Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
„Hör junger Medicus. Sei dir gewisst, die kleinsten Knöchelchen können die grössten Schmerzen verursachen. Sieh zum Beispiel das Nasenbein. Wenn es brich so reizt der kleine Knochen den Knorpel des vorderen Nasenbeins und aber auch die darum liegende Haut.“
Dies lehrte ihn sein ehemaliger Mentor damals im grossen Hospital von Pelgar.
Nun wusste Asmodeus was der Gewaltige Unterschied zwischen Theorie und Praxis war.
Seine Augen liefen schon wieder aus. Doch diesmal war es nicht die Seele welche zerfloss sondern einfach nur Salzwasser. Tränen… und davon reichlich. Hätte er noch so was wie Augen gehabt – sie wären bestimmt rot geworden. Doch er hielt seine Seelenaugen fest verschlossen. Sie verbargen sich unter der Haut welche sich im Schmerz zusammenpresste und immer röter wurde. Es schien so als hätte sich Asmodeus gesamtes Blut im Kopf versammelt nur um dem Pochen zu lauschen. Als wäre dort ein tosendes Fest. Es schien ihm so als würden seine Blutgefässe versuchen ihm ein drittes Nasenloch zu versehen so sehr pochte es.
Doch die Nase lenkte nicht lange von seinem restlichen Körper ab. Dieser fühlte sich irgendwie… alt und schäbig an. Wie ein altes leer stehendes Haus welches plötzlich bezogen wurde. Da Bröckelte der Putz. Dort waren Risse in der Wand… und alles war irgendwie muffig. Abgestandene Luft. Doch er sah es wie ein Medicus. Bisswunde im Arm – die durch das lausige und störrische Verhalten eines gewissen Patienten der hier nicht namentlich genannt werden möchte – völlig sträflich vernachlässigt wurde und dessen Besitzer seine Stilllagerung nicht einhielt.
Am gleichen Arm. Die komplette zerstörung der Sehne, welche in mühsamer kleinstarbeit wieder dorthin zurückoperiert wurde wo sie hergekommen war. Wie Mallahall dies angestellt hatte war ihm ein Rätsel.
Abgesehen von dem Unterarm war da noch sein Brustkorb – oder die zusammengenähten Teile davon. Die Naht war den Möglichkeiten entsprechend sauber genäht nur wenige Stellen eiterten und drohten sich zu entzünden. Die Fäden würde Mallahall wohl bald ziehen wollen… obwohl sie als Heilern sich damit wohl mehr Zeit lassen würde als er es selbst getan hätte. Heiler waren etwas gemächlichere Personen. Beim Medicus musste immer alles schnell gehen. Schnell heilen. Schnell abhaken. Schnell neue Patienten.
Erstaunlich wie viele Eindrücke er in so kurzer Zeit hatte verarbeiten können während er noch immer gepeinigt seine ehemalige Nase zudrückte um wenigstens ein bisschen von dem herausströmenden Blut aufzuhalten. Metallen. So schmeckte sein Blut welches ihm langsam durch den Rachen hinab in den Magen lief als er sich wälzte. Ein mulmiges Gefühl entstand.
„Mallahall… Etelin…“ Nuschelte er näselnd vor sich her. Eigentlich wollte er seine Freude ausdrücken, doch dies ging in seinem geknurre und gejammere kläglich unter.
"A...As-mode-us? ASMODEUS!!!" „Jaa“ Näselte er und war weit davon entfernt sich zu beruhigen. Er hatte sich bei seinen Patienten immer aufgeregt, dass diese nicht Stillhalten konnten bei einer solch „kleinen“ Verletzung. Nun wusste er weshalb. Er wälzte und wälzte sich doch es brachte ihm kaum Linderung.
"Welche Pflanzen sind jetzt hilfreich? Hier wachsenn so viele. Lavendel, Ringelblumen und Kamille ... welche helfen dir? Asmodeus!"
Es war nicht einfach mit einer zermatschten Nase zu denken – obwohl alles verfügbare Blut durch seinen Kopf strömte. „Fi..“ Nuschelte er. „Fingel!“ Brachte er gepresst hervor. „Fingel! Vefdammt noch mal!“ Er brüllte auf und riss sich auf die Beine. Dämonische Reaktion auf Schmerz. „Verfdammt Verfdammt Verfdammt!“ Fluchte er vor sich hin und lief sinnlos im Kreis herum als wollte er von dem Schmerz davonlaufen. Da entdeckte er eine kleine Pfütze mit spiegelklarem kalten – oh ja bestimmt eiskalten Wasser. Kälte. Verengte die Gefässe. Konnte Blutungen verringern gar stillen. Der dämonische Anteil siegte über seinen rationalen Verstand. Hechelnd und noch immer die Hände auf der Nase haltend stürmte er auf die Pfütze zu kniete nieder und steckte seinen gesamten Kopf hinein. Nur noch sein Kamm stand hervor. Er sah aus wie ein Seeigel. Ein stockblauer Seeigel. Es blubberte. „Fingelblume“ Sagte er unter Wasser. Doch es kam wohl nur ein blubbern zu Tage. Die plötzliche kalte Dusche missfiel aber seinem eigenen Körperkreislauf der gerade erst wieder in die Gägne gekommen war. Von einer kurzen aber intensiven Kältewelle erfasst, schoss sein Blut zurück in den Körper und liess für wenige Minuten nun plötzlich zuwenig von der kostbaren Flüssigkeit in seinem Hirn zurück. So dass er bewusstlos zusammensackte. Noch immer den Kopf in der Pfütze haben.
Warum er nicht einfach auf seine „Fingelblume hätte warten können? Es war sein dämonisches welches versucht hatte dem Kraut zu entgehen, indem es eine andere Heilungsvariante gesucht hatte. Den das dämonische in ihm verabscheute Heilkräuter jeglicher Art.
Das blubbern hörte auf. Ziemlich viel hatte der Halbdämon nun nicht aus seinem neuen Leben gemacht. Wenigstens liessen die Nasenschmerzen etwas nach. Dies war der Vorteil der Bewusstlosigkeit.
Dies lehrte ihn sein ehemaliger Mentor damals im grossen Hospital von Pelgar.
Nun wusste Asmodeus was der Gewaltige Unterschied zwischen Theorie und Praxis war.
Seine Augen liefen schon wieder aus. Doch diesmal war es nicht die Seele welche zerfloss sondern einfach nur Salzwasser. Tränen… und davon reichlich. Hätte er noch so was wie Augen gehabt – sie wären bestimmt rot geworden. Doch er hielt seine Seelenaugen fest verschlossen. Sie verbargen sich unter der Haut welche sich im Schmerz zusammenpresste und immer röter wurde. Es schien so als hätte sich Asmodeus gesamtes Blut im Kopf versammelt nur um dem Pochen zu lauschen. Als wäre dort ein tosendes Fest. Es schien ihm so als würden seine Blutgefässe versuchen ihm ein drittes Nasenloch zu versehen so sehr pochte es.
Doch die Nase lenkte nicht lange von seinem restlichen Körper ab. Dieser fühlte sich irgendwie… alt und schäbig an. Wie ein altes leer stehendes Haus welches plötzlich bezogen wurde. Da Bröckelte der Putz. Dort waren Risse in der Wand… und alles war irgendwie muffig. Abgestandene Luft. Doch er sah es wie ein Medicus. Bisswunde im Arm – die durch das lausige und störrische Verhalten eines gewissen Patienten der hier nicht namentlich genannt werden möchte – völlig sträflich vernachlässigt wurde und dessen Besitzer seine Stilllagerung nicht einhielt.
Am gleichen Arm. Die komplette zerstörung der Sehne, welche in mühsamer kleinstarbeit wieder dorthin zurückoperiert wurde wo sie hergekommen war. Wie Mallahall dies angestellt hatte war ihm ein Rätsel.
Abgesehen von dem Unterarm war da noch sein Brustkorb – oder die zusammengenähten Teile davon. Die Naht war den Möglichkeiten entsprechend sauber genäht nur wenige Stellen eiterten und drohten sich zu entzünden. Die Fäden würde Mallahall wohl bald ziehen wollen… obwohl sie als Heilern sich damit wohl mehr Zeit lassen würde als er es selbst getan hätte. Heiler waren etwas gemächlichere Personen. Beim Medicus musste immer alles schnell gehen. Schnell heilen. Schnell abhaken. Schnell neue Patienten.
Erstaunlich wie viele Eindrücke er in so kurzer Zeit hatte verarbeiten können während er noch immer gepeinigt seine ehemalige Nase zudrückte um wenigstens ein bisschen von dem herausströmenden Blut aufzuhalten. Metallen. So schmeckte sein Blut welches ihm langsam durch den Rachen hinab in den Magen lief als er sich wälzte. Ein mulmiges Gefühl entstand.
„Mallahall… Etelin…“ Nuschelte er näselnd vor sich her. Eigentlich wollte er seine Freude ausdrücken, doch dies ging in seinem geknurre und gejammere kläglich unter.
"A...As-mode-us? ASMODEUS!!!" „Jaa“ Näselte er und war weit davon entfernt sich zu beruhigen. Er hatte sich bei seinen Patienten immer aufgeregt, dass diese nicht Stillhalten konnten bei einer solch „kleinen“ Verletzung. Nun wusste er weshalb. Er wälzte und wälzte sich doch es brachte ihm kaum Linderung.
"Welche Pflanzen sind jetzt hilfreich? Hier wachsenn so viele. Lavendel, Ringelblumen und Kamille ... welche helfen dir? Asmodeus!"
Es war nicht einfach mit einer zermatschten Nase zu denken – obwohl alles verfügbare Blut durch seinen Kopf strömte. „Fi..“ Nuschelte er. „Fingel!“ Brachte er gepresst hervor. „Fingel! Vefdammt noch mal!“ Er brüllte auf und riss sich auf die Beine. Dämonische Reaktion auf Schmerz. „Verfdammt Verfdammt Verfdammt!“ Fluchte er vor sich hin und lief sinnlos im Kreis herum als wollte er von dem Schmerz davonlaufen. Da entdeckte er eine kleine Pfütze mit spiegelklarem kalten – oh ja bestimmt eiskalten Wasser. Kälte. Verengte die Gefässe. Konnte Blutungen verringern gar stillen. Der dämonische Anteil siegte über seinen rationalen Verstand. Hechelnd und noch immer die Hände auf der Nase haltend stürmte er auf die Pfütze zu kniete nieder und steckte seinen gesamten Kopf hinein. Nur noch sein Kamm stand hervor. Er sah aus wie ein Seeigel. Ein stockblauer Seeigel. Es blubberte. „Fingelblume“ Sagte er unter Wasser. Doch es kam wohl nur ein blubbern zu Tage. Die plötzliche kalte Dusche missfiel aber seinem eigenen Körperkreislauf der gerade erst wieder in die Gägne gekommen war. Von einer kurzen aber intensiven Kältewelle erfasst, schoss sein Blut zurück in den Körper und liess für wenige Minuten nun plötzlich zuwenig von der kostbaren Flüssigkeit in seinem Hirn zurück. So dass er bewusstlos zusammensackte. Noch immer den Kopf in der Pfütze haben.
Warum er nicht einfach auf seine „Fingelblume hätte warten können? Es war sein dämonisches welches versucht hatte dem Kraut zu entgehen, indem es eine andere Heilungsvariante gesucht hatte. Den das dämonische in ihm verabscheute Heilkräuter jeglicher Art.
Das blubbern hörte auf. Ziemlich viel hatte der Halbdämon nun nicht aus seinem neuen Leben gemacht. Wenigstens liessen die Nasenschmerzen etwas nach. Dies war der Vorteil der Bewusstlosigkeit.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
<i>"Mallahall ... Etelin ..."</i>
Beide Angesprochenen tauschten Blicke. Der Dämon ... hatte Etelin nie oder nur sehr selten beim Namen genannt. Entweder war er nun sehr verzweifelt aufgrund der Schmerzen oder er lernte.
"Wir sind hier", antwortete Etelin. Da kam nun kein Schlag mit dem Stock, kein <i>es heißt Meister Etelin</i>. Demnach konnte man sich denken, wie geschockt und überrascht auch der Lich war.
Mallahall brachte kaum seinen Namen heraus und dennoch erhielt sie eine – wenn auch schmerzlich genäselte – Antwort.
Asmodeus drückte sich die Hände auf die Nase und konnte nicht stillhalten. Sein Kopf war ein riesiger, seltsamerweise pochender Ballon, der gleich zu platzen drohte.
<i>"Fi ... Fingel! Vefdammt noch mal!"</i> Asmodeus brüllte zornig, richtete sich schließlich mit plötzlich wiedergewonnener Kraft auf und stand nun. Er taumelte ein wenig, aber das hielt ihn nicht davon ab, stetig im Kreis zu laufen und immer wieder zu fluchen.
"Fingel?", fragte Mallahall nach. "Diese Pflanze kenne ich nicht. Asmodeus, wie sieht Fingel aus?"
Doch Asmodeus hörte nicht. Die Logik des Medicus schien aus ihm heraus zu fließen, wie das Blut aus seiner gebrochenen Nase, als er die Pfütze entdeckte. Sofort hechtete er hechelnd und sabbernd darauf zu – zum Glück nicht auf allen Vieren, das schonte wenigstens einigermaßen seinen verletzten Arm. Er stieß seinen Kopf bis zum Haaransatz ins Wasser. Kleine Bläschen stiegen auf und platzten an der Oberfläche.
"Könnte er die Ringelblume gemeint haben?", wandte sich Etelin an die Maga. "Er lispelt immer noch und Fingel und Ringel klingen sehr ähnlich."
"Ja, du hast Recht. Das ist es! Ich werde sofort ... oje, schnell, Etelin, er ertrinkt ja!" Mallahall zeigte auf Asmodeus, dessen Körper soeben schlaff in sich zusammenklappte und einfach liegenblieb. Das Gesicht befand sich natürlich noch unter Wasser.
"Götter, lasst Hirn regnen .... <i>viel</i> Hirn", stöhnte Etelin und ging gemächlich zu dem Bewusstlosen.
"Etelin, ich scherze nicht! Er ersäuft uns und dann ist er tot! Mach schon!", drängte Mallahall, die bereits eifrig Ringelblumen pflückte.
Der Lich ging ein wenig schneller, aber er ließ sich dennoch nicht drängen. Wenn sein Schüler schon so dumm war, in einer Pfütze zu ertrinken ... Etelin schüttelte den Kopf.
Er packte den Bewusstlosen an den Schultern und zog ihn aus dem Wasser. Dann rollte er Asmodeus auf den Rücken, hob seinen Kopf ein wenig an, legte ihn sich aufs Knie. Nicht, dass er noch an seiner ramponierten Zunge erstickte.
Dann tätschelte er seinem Schüler die Wangen. "Na, komm schon. Genug geschlafen." Aus dem Tätscheln wurden leichte Klapser, dann etwas festere. Doch Mallahall stupste den Lich mit dem Fuß an, als sie ihn erreichte. Unverständliches murmelnd ließ sie sich nieder und begann damit, so gut es ging, die Ringelblumen zu einem matschigen Brei zu kneten.
Ein Mörser wäre jetzt ideal gewesen.
"Kannst du seine Zunge nicht auch behandeln?", fragte Etelin, verfiel jedoch in Schweigen, als er sich den tobenden Blick der Magierin einfing.
Asmodeus regte sich inzwischen wieder etwas. Er bewegte sich leicht und murmelte Worte und sinnlose Silben vor sich hin. Mallahall legte ihm die Hände an seine Nase. Asmodeus stieß sie fort, wobei er jedoch nur halbherzig zu Gange war.
Etelin nahm seine Hände, drückte sie sanft ins Gras. Der Schüler wehrte sich, so dass Etelin letztendlich doch gröber vorgehen musste. Erneut legte Mallahall ihre Hände an die Nase und dann...
KNACKS!
... schon war sie wieder gerichtet, auch wenn es sich furchtbar anhörte und Asmodeus erneut Tränen in die Augen trieb.
Sogleich landete eine grobe Paste auf dem armen Riechorgan. Sie war schleimig und teils mit Blüten durchsetzt, aber schon entfaltete die Ringelblume ihre natürlichen Kräfte. Hatte Asmodeus nur den Eindruck oder kühlte der Brei seine empfindliche Haut? Jedenfalls linderte es den Schmerz – langsam.
Jemand griff ihm in den Mund, öffnete diesen. Asmodeus wehrte sich. Speichel lief aus beiden Mundwinkeln,doch er brachte keinen Laut heraus. Jemand packte seine Zunge. "Halt still jetzt! Ich helfe dir nur!" Mallahalls Stimme. Asmodeus sah die Maga wie hinter einem Schleier ... dämmrig, leicht verschwommen.
Mallahall sah klar und setzte ein leicht bestürztes Gesicht auf. "Da hab ich ja kräftig zugebissen." Sie fummelte irgendwie an der Zunge herum, ließ dann aber los.
"Das wird so nichts", murmelte sie vor sich hin.
"Lichtmagie?", fragte Etelin, doch Mall schüttelte den Kopf. "Soll ich ihn umbringen? Er verträgt keine Lichtmagie. Mich wundert es ja schon, dass ich ihn anfassen konnte." Ihr Blick suchte Asmodeus' "Es tut mir leid, Dämon. Wirklich. Aber du hättest mich auch nicht küssen sollen. Jetzt musst du wohl warten, bis es von selbst heilt." Mit Lichtmagie wäre es ein Sache von wenigen Minuten gewesen, aber Mallahall wagte es nicht. Nie wieder würde sie ihre Magie gegen diesen Körper richten ... gegen den Dämon, den sie noch immer allein darin vermutete.
Beide Angesprochenen tauschten Blicke. Der Dämon ... hatte Etelin nie oder nur sehr selten beim Namen genannt. Entweder war er nun sehr verzweifelt aufgrund der Schmerzen oder er lernte.
"Wir sind hier", antwortete Etelin. Da kam nun kein Schlag mit dem Stock, kein <i>es heißt Meister Etelin</i>. Demnach konnte man sich denken, wie geschockt und überrascht auch der Lich war.
Mallahall brachte kaum seinen Namen heraus und dennoch erhielt sie eine – wenn auch schmerzlich genäselte – Antwort.
Asmodeus drückte sich die Hände auf die Nase und konnte nicht stillhalten. Sein Kopf war ein riesiger, seltsamerweise pochender Ballon, der gleich zu platzen drohte.
<i>"Fi ... Fingel! Vefdammt noch mal!"</i> Asmodeus brüllte zornig, richtete sich schließlich mit plötzlich wiedergewonnener Kraft auf und stand nun. Er taumelte ein wenig, aber das hielt ihn nicht davon ab, stetig im Kreis zu laufen und immer wieder zu fluchen.
"Fingel?", fragte Mallahall nach. "Diese Pflanze kenne ich nicht. Asmodeus, wie sieht Fingel aus?"
Doch Asmodeus hörte nicht. Die Logik des Medicus schien aus ihm heraus zu fließen, wie das Blut aus seiner gebrochenen Nase, als er die Pfütze entdeckte. Sofort hechtete er hechelnd und sabbernd darauf zu – zum Glück nicht auf allen Vieren, das schonte wenigstens einigermaßen seinen verletzten Arm. Er stieß seinen Kopf bis zum Haaransatz ins Wasser. Kleine Bläschen stiegen auf und platzten an der Oberfläche.
"Könnte er die Ringelblume gemeint haben?", wandte sich Etelin an die Maga. "Er lispelt immer noch und Fingel und Ringel klingen sehr ähnlich."
"Ja, du hast Recht. Das ist es! Ich werde sofort ... oje, schnell, Etelin, er ertrinkt ja!" Mallahall zeigte auf Asmodeus, dessen Körper soeben schlaff in sich zusammenklappte und einfach liegenblieb. Das Gesicht befand sich natürlich noch unter Wasser.
"Götter, lasst Hirn regnen .... <i>viel</i> Hirn", stöhnte Etelin und ging gemächlich zu dem Bewusstlosen.
"Etelin, ich scherze nicht! Er ersäuft uns und dann ist er tot! Mach schon!", drängte Mallahall, die bereits eifrig Ringelblumen pflückte.
Der Lich ging ein wenig schneller, aber er ließ sich dennoch nicht drängen. Wenn sein Schüler schon so dumm war, in einer Pfütze zu ertrinken ... Etelin schüttelte den Kopf.
Er packte den Bewusstlosen an den Schultern und zog ihn aus dem Wasser. Dann rollte er Asmodeus auf den Rücken, hob seinen Kopf ein wenig an, legte ihn sich aufs Knie. Nicht, dass er noch an seiner ramponierten Zunge erstickte.
Dann tätschelte er seinem Schüler die Wangen. "Na, komm schon. Genug geschlafen." Aus dem Tätscheln wurden leichte Klapser, dann etwas festere. Doch Mallahall stupste den Lich mit dem Fuß an, als sie ihn erreichte. Unverständliches murmelnd ließ sie sich nieder und begann damit, so gut es ging, die Ringelblumen zu einem matschigen Brei zu kneten.
Ein Mörser wäre jetzt ideal gewesen.
"Kannst du seine Zunge nicht auch behandeln?", fragte Etelin, verfiel jedoch in Schweigen, als er sich den tobenden Blick der Magierin einfing.
Asmodeus regte sich inzwischen wieder etwas. Er bewegte sich leicht und murmelte Worte und sinnlose Silben vor sich hin. Mallahall legte ihm die Hände an seine Nase. Asmodeus stieß sie fort, wobei er jedoch nur halbherzig zu Gange war.
Etelin nahm seine Hände, drückte sie sanft ins Gras. Der Schüler wehrte sich, so dass Etelin letztendlich doch gröber vorgehen musste. Erneut legte Mallahall ihre Hände an die Nase und dann...
KNACKS!
... schon war sie wieder gerichtet, auch wenn es sich furchtbar anhörte und Asmodeus erneut Tränen in die Augen trieb.
Sogleich landete eine grobe Paste auf dem armen Riechorgan. Sie war schleimig und teils mit Blüten durchsetzt, aber schon entfaltete die Ringelblume ihre natürlichen Kräfte. Hatte Asmodeus nur den Eindruck oder kühlte der Brei seine empfindliche Haut? Jedenfalls linderte es den Schmerz – langsam.
Jemand griff ihm in den Mund, öffnete diesen. Asmodeus wehrte sich. Speichel lief aus beiden Mundwinkeln,doch er brachte keinen Laut heraus. Jemand packte seine Zunge. "Halt still jetzt! Ich helfe dir nur!" Mallahalls Stimme. Asmodeus sah die Maga wie hinter einem Schleier ... dämmrig, leicht verschwommen.
Mallahall sah klar und setzte ein leicht bestürztes Gesicht auf. "Da hab ich ja kräftig zugebissen." Sie fummelte irgendwie an der Zunge herum, ließ dann aber los.
"Das wird so nichts", murmelte sie vor sich hin.
"Lichtmagie?", fragte Etelin, doch Mall schüttelte den Kopf. "Soll ich ihn umbringen? Er verträgt keine Lichtmagie. Mich wundert es ja schon, dass ich ihn anfassen konnte." Ihr Blick suchte Asmodeus' "Es tut mir leid, Dämon. Wirklich. Aber du hättest mich auch nicht küssen sollen. Jetzt musst du wohl warten, bis es von selbst heilt." Mit Lichtmagie wäre es ein Sache von wenigen Minuten gewesen, aber Mallahall wagte es nicht. Nie wieder würde sie ihre Magie gegen diesen Körper richten ... gegen den Dämon, den sie noch immer allein darin vermutete.
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Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Der Medicus lag in der Pfütze und gurgelte vor sich hin bis ihn sein Meister herauszog. Er atmete selbständig. Öffnete eines seiner Augen einwenig. Das andere hielt er geschlossen. Da wurde er auf den Rücken gedreht. Sein Kopf leicht angehoben. Etelin begann damit auf ihn einzuprügeln… gut tätscheln doch Asmodeus störte sich daran. Er wollte doch schlafen! Ruhe haben! Er verzog protestierend sein Gesicht und begann zu knurren und irgendwelche Gedanken vor sich hin zu murmeln die gerade aufkamen.
„Ja… Haken setzen… Nähte ziehen… ja.. nein Heilef? Anfängef… Quacksalbef… Medicus… das sind wahfe… .Heilef… Faltfin… Mofd… Möfder… Zyfanus bösef Oft… bösef Oft… füf bösen Dämon… Seelchen… foft… tot… Dämon… gestohlen… Ffieden… Schach… muss gewinnen… Mallhalalaal“ Er nuschelte ihren Namen. Scheinbar war ihm dieser zu kompliziert. „Hufe… ja… kein Opfef… König fällt… Leben… Adelmund… stolz… auf Hufe… so stolz. Fache. Falfins Fache. Muss sie ihm gefähren. Vefspfochen…“ Er schwieg als Mallahall seine Nase berührte. Er knurrte böse auf und schlug schwach und ziemlich halbpatzig nach ihrer Hand. Sie störte. Es war die Berührung die störte. Kaum jemand mochte es, wenn etwas Fremdes an seinem Gesicht rumfummelte… und schon gar nicht an seiner höllisch schmerzenden Nase. Er spürte wie seine Hände gepackt wurden und sie langsam ins Gras gedrückt wurden. Er wand sich. Stemmte sich dagegen. Dann hielt er wieder inne. Stutzte. „Zanfaia! ZANFAIA!“ Er wurde unruhige. Wehrte sich. Tobte. „Zanfaia! Wald… mit viel Wassef… allein… doch ich bin hief… ich liebe dich! Zanfaia! Wolf… gfossef schwafzef Wolf mit Elfe. Vefolgen… uns… Hufe und Bastafd… Etelin… vefolgt… viel Geld. Vefolgt den toten Dämon. Zyfanus bösef Oft.“ Er wurde wütend. Seine Gedanken jagten ihn. Gedanken aus dem Jenseits. Erinnerungen an ein Fenster aus welchem er gesehen hatte. Da berührte Mallahall wieder seine Nase. Dämonischer Impuls. Er biss nach ihrer Hand. Wie ein tollwütiger Wolf schnappte er nach ihrer Hand – doch er konnte sie nicht erreichen. Biss daneben. Dennoch grollte er böse… und jaulte fürchterlich auf als sie ihm die Nase mit einem entschlossenen Griff richtete. Er wand sich unter Etelins Griff. Wollte seine Hände gleich wieder an seine Nase halten. Tränen liefen ihm aus den Augenwinkeln während er begann gepresst zu schnauben. Seine Venen stauten sich. Es tat höllisch weh und dennoch verschaffte ihm die Nasenkorrektur eine deutliche Erleichterung seiner Schmerzen. Er verzog angewidert und knurrend sein Gesicht als ihn die Ringelblumenpaste berührte. Das dämonische in ihm hasste Heilkräuter. Hatte eine natürliche Abneigung dagegen. Er prustete dagegen. Schnaubte aus dabei schoss eine kleine Fontäne Blut aus seinem Riechorgan. Direkt in Mallahalls Richtung. Für ihn stank es fürchterlich. Er wand seinen Kopf wollte die Paste abschütteln doch in jenem Moment wurde sein Kiefer gepackt und aufgedrückt. Asmodeus röchelte. Sein Atem. Eisig kalt… und doch so warm… wie kaltes Feuer… es trieb einem den Schauer durch die Knochen. Denn er war so düster und doch so hell. „Ahachaahss!“ Laaaachch daachch!“ Protestierte er als sie seine Zunge packte. „Still halten jetzt!“ Seine Augen weiteten sich – das Finstere in ihnen flammte kurz auf. Rauchte. „Ja Hechin!“ Grummelte er und hielt brav still. Ein Befehl musste schliesslich ausgeführt werden. Langsam zog das Ringelblumenmittel den Schmerz aus seiner Nase. Dennoch störte es ihn. Als Mallahall auch noch an seiner Zunge rumfingerte musste Asmodeus kichern – er versuchte es zumindest. Es kitzelte ihn.
Schliesslich liess Mallahall kopfschüttelnd von seiner Zunge ab. Er schluckte ein paar mal und kaute leer um seinen Kiefer zu lockern. Dann begann er noch immer beduselt wie er war, seinen Kopf zu schütteln und gegen die Paste zu schnauben. Sie störte sehr. „Zanfaia! Wunde Füsse… allein! Muss helfen! Muss zu ihf! Faltfin… Vefgebung! Niemals! NIEMALS! Kopfgeldjägefin… im Gfasland. Nah. Sehf nah. Wolf witteft.“ Nuschelte er unruhig vor sich her während er seinen Kopf wand. Er starrte Etelin und Mallahall an. „Meistef?“ Dann biss er um sich. Krächzte. "Es tut mif Leid... mif geht es nicht so gut." Sagte er plötzlich gepresst. *Schön, dass ihf hief seid!" Dann krächzte er wieder und biss wütend umsich.
„Ja… Haken setzen… Nähte ziehen… ja.. nein Heilef? Anfängef… Quacksalbef… Medicus… das sind wahfe… .Heilef… Faltfin… Mofd… Möfder… Zyfanus bösef Oft… bösef Oft… füf bösen Dämon… Seelchen… foft… tot… Dämon… gestohlen… Ffieden… Schach… muss gewinnen… Mallhalalaal“ Er nuschelte ihren Namen. Scheinbar war ihm dieser zu kompliziert. „Hufe… ja… kein Opfef… König fällt… Leben… Adelmund… stolz… auf Hufe… so stolz. Fache. Falfins Fache. Muss sie ihm gefähren. Vefspfochen…“ Er schwieg als Mallahall seine Nase berührte. Er knurrte böse auf und schlug schwach und ziemlich halbpatzig nach ihrer Hand. Sie störte. Es war die Berührung die störte. Kaum jemand mochte es, wenn etwas Fremdes an seinem Gesicht rumfummelte… und schon gar nicht an seiner höllisch schmerzenden Nase. Er spürte wie seine Hände gepackt wurden und sie langsam ins Gras gedrückt wurden. Er wand sich. Stemmte sich dagegen. Dann hielt er wieder inne. Stutzte. „Zanfaia! ZANFAIA!“ Er wurde unruhige. Wehrte sich. Tobte. „Zanfaia! Wald… mit viel Wassef… allein… doch ich bin hief… ich liebe dich! Zanfaia! Wolf… gfossef schwafzef Wolf mit Elfe. Vefolgen… uns… Hufe und Bastafd… Etelin… vefolgt… viel Geld. Vefolgt den toten Dämon. Zyfanus bösef Oft.“ Er wurde wütend. Seine Gedanken jagten ihn. Gedanken aus dem Jenseits. Erinnerungen an ein Fenster aus welchem er gesehen hatte. Da berührte Mallahall wieder seine Nase. Dämonischer Impuls. Er biss nach ihrer Hand. Wie ein tollwütiger Wolf schnappte er nach ihrer Hand – doch er konnte sie nicht erreichen. Biss daneben. Dennoch grollte er böse… und jaulte fürchterlich auf als sie ihm die Nase mit einem entschlossenen Griff richtete. Er wand sich unter Etelins Griff. Wollte seine Hände gleich wieder an seine Nase halten. Tränen liefen ihm aus den Augenwinkeln während er begann gepresst zu schnauben. Seine Venen stauten sich. Es tat höllisch weh und dennoch verschaffte ihm die Nasenkorrektur eine deutliche Erleichterung seiner Schmerzen. Er verzog angewidert und knurrend sein Gesicht als ihn die Ringelblumenpaste berührte. Das dämonische in ihm hasste Heilkräuter. Hatte eine natürliche Abneigung dagegen. Er prustete dagegen. Schnaubte aus dabei schoss eine kleine Fontäne Blut aus seinem Riechorgan. Direkt in Mallahalls Richtung. Für ihn stank es fürchterlich. Er wand seinen Kopf wollte die Paste abschütteln doch in jenem Moment wurde sein Kiefer gepackt und aufgedrückt. Asmodeus röchelte. Sein Atem. Eisig kalt… und doch so warm… wie kaltes Feuer… es trieb einem den Schauer durch die Knochen. Denn er war so düster und doch so hell. „Ahachaahss!“ Laaaachch daachch!“ Protestierte er als sie seine Zunge packte. „Still halten jetzt!“ Seine Augen weiteten sich – das Finstere in ihnen flammte kurz auf. Rauchte. „Ja Hechin!“ Grummelte er und hielt brav still. Ein Befehl musste schliesslich ausgeführt werden. Langsam zog das Ringelblumenmittel den Schmerz aus seiner Nase. Dennoch störte es ihn. Als Mallahall auch noch an seiner Zunge rumfingerte musste Asmodeus kichern – er versuchte es zumindest. Es kitzelte ihn.
Schliesslich liess Mallahall kopfschüttelnd von seiner Zunge ab. Er schluckte ein paar mal und kaute leer um seinen Kiefer zu lockern. Dann begann er noch immer beduselt wie er war, seinen Kopf zu schütteln und gegen die Paste zu schnauben. Sie störte sehr. „Zanfaia! Wunde Füsse… allein! Muss helfen! Muss zu ihf! Faltfin… Vefgebung! Niemals! NIEMALS! Kopfgeldjägefin… im Gfasland. Nah. Sehf nah. Wolf witteft.“ Nuschelte er unruhig vor sich her während er seinen Kopf wand. Er starrte Etelin und Mallahall an. „Meistef?“ Dann biss er um sich. Krächzte. "Es tut mif Leid... mif geht es nicht so gut." Sagte er plötzlich gepresst. *Schön, dass ihf hief seid!" Dann krächzte er wieder und biss wütend umsich.
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Erzähler
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Noch während Etelin ihn festhielt und Mallahall seine Nase betrachtete, gurgelte Asmodeus wirres Zeug vor sich her. Zunächst achtete die Maga nicht auf die Worte. Sie kannte das. Manchmal brabbelten auch ihre Patienten einfach wahllos vor sich her. Es war besser als wenn sie schrieen oder wild um sich schlugen. Letzteres verhinderte Etelin wunderbar, indem er Asmodeus sanft an den Armen festhielt.
Doch dann horchte Mallahall auf. Asmodeus beklagte sich über Heiler? Nun, er rebellierte ohnehin gegen ganz Celcia. Er, der Dämon, ließ sich scheinbar von niemandem etwas sagen. Doch dann ... "Medici sind also wahre Heiler, ja?"
Es war seltsam. Nur der Medicus selbst hatte mit Mallahall in dieser Hinsicht einige Male diskutiert. Nur er vertrat eine solche Meinung. Die Maga griff an das Kettchen. Das Tränensteinchen leuchtete.
<b>Seelchen?</b> Nichts. Schweigen.
<i>"Zyfanus bösef Oft ... bösef Oft ... füf bösen Dämon ... Seelchen ... foft ... tot ..."</i>
Mallahall riss ihren Patienten in die Höhe. "Was sagst du da, Dämon? Wo ist Seelchen, was fehlt ihm?" Doch Asmodeus sabberte ihr nur entgegen und brabbelte weiter. Wie ein Dorftrottel, der sich selbst einmal zu oft den Kopf an der Wand angeschlagen hatte.
Etelin lauschte ebenfalls den Worten, dich behielt seine nüchterne Logik bei. Es war interessant, was Asmodeus da zu sagen hatte. Scheinbar unzusammenhängend, aber er nannte Begriffe, die keineswegs im Kontext standen mit seiner derzeitigen Lage. Schach, zum Beispiel. Allein dieses Wort stimmte Etelin nachdenklich.
Und dann lallte Asmodeus Mallahalls Namen. Es war schwer für ihn, ihn über die Lippen zu bringen und er verlor sich in seinem Gesabbel. Eine gewisse Beleidigung glitt ihm aber deutlich besser und auch häufiger von der Zunge.
Etelin berührte Mallahall am Arm und bat, Asmodeus wieder hinzulegen. "Hör ihm zu", sagte er mit ernster Miene.
<i>"... kein Opfer ... König fällt ... Leben ... Adelmund ... stolz ... auf Hufe ... so stolz."</i>
"Was stammelt er da vor sich her? Ist das Asmodeus, der Dämon? Ich wusste nicht, dass er Schach spielen und Adelmund im gleichen Satz mit dem Begrif stolz verwenden kann."</i>
Die Maga schüttelte den Kopf. "Unsinnn. Getrübte Sinne, mehr nicht. Er spricht, was in seinem Kopf gerade herum schwirrt. Nichts weiter. Lass mich jetzt um seine Nase kümmern. Halt ihn fest, sehr fest."
Etelin nahm erneut Asmodeus' Handgelenke, drückte sie ins Gras. Sogleich brüllte er auf, stemmte seinen Körper hoch, doch konnte sich Etelins hartem Griff nicht entreißen.
"Zanfaia! ZANFAIA! Wald .. mit viel Wassef ... allein ... doch ich bin hief ... ich liebe dich! Zanfaia!"</i>
Blicke wechselten den Besitzer. Er liebte sie?!
"Das kann nicht sein, Mallahall. Ich trage seine Erinnerungen in mir, seine Liebe an diese Frau. Er kann es nicht wissen. Er kann solche Gefühle nicht mehr für sie hegen, wir haben gesehen, wie er sie mit Füßen getreten hat."
Erneut ruhten beide Augenpaare auf Asmodeus. Neugier und Verwirrung machten sich breit. Es wurde still. Man lauschte seinen Worten.
<i>"Wolf ... gfossef schwafzef Wolf mit Elfe. Veffolgen ... und ... Hufe und Bastafd ... Etelin ... veffolgt ... viel Geld. Veffolgt den toten Dämon. Zyfanus bösef Oft."</i>
"Lass ihn reden, er ist nicht bei Verstand."
Etelin wollte das nicht ganz Glauben. Mallahall aber konzentrierte sich jetzt nur auf die Behandlung der Nase. Mit einer schnellen Bewegung hatte sie diese gerichtet. Brüllend machte sich Asmodeus Luft, jaulend als sei er selbst der Wolf, von dem er gebrabbelt hatte.
Mallahall trug die Ringelblumenpaste auf. Sie wusste, es würde dem Dämon missfallen, doch Lichtmagie konnte sie bei ihm schließlich nicht einsetzen. Asmodeus schnaubte, mochte diese stinkende Paste kein bisschen.
Blut flog in einem wabbeligen Klumpen aus seiner Nase und besudelte Mallahalls Arm. Sie nahm es mit einem Seufzen zur Kenntnis und arbeitete weiter. Sie war seit langem schon von oben bis unten mit dem Blut aus diesem Körper bedeckt. Ein bisschen mehr machte aus nichts mehr aus.
Aber die Zunge wollte sie nun endlich ebenfalls heilen. Allein das ewige Gelispel und dass man Asmodeus dadurch kaum verstand, ging ihr auf die Nerven. So packte sie energisch seine Zunge und betrachtete sich die Verletzung, die ihre eigenen Zähne bei dem Organ angerichtet hatten.
Der eisige Atem des Dämons streifte ihre Hand. Aber etwas war seltsam. So kalt war er gar nicht. Jedenfalls nicht so eisig wie sonst. Mallahall ließ die Zunge los und ihre Hand fuhr langsam zurück. Sie starrte Asmodeus an. "Du ... was ist mit dir?", fragte sie ihn. Hier stimmte etwas nicht.
Doch erneut schüttelte sie diese Gedanken von sich ab. Das war der Dämon und er allein war es, der nur noch zu ihr sprach. Er selbst hatte diese schreckliche Vorahnung in Mallahall bestätigt. Seelchen war fort ... tot. Aber warum nur? Rasch lenkte sie sich von diesem Gedanken ab, wollte nichts darüber hören. Vielleicht kam ihr deshalb der Befehl über die Lippen.
<i>"Ja, Hechin!"</i>, antwortete der Liegende. Es war der Dämon, kein Zweifel. Nur er nannte sie Herrin.
Und dann kicherte er. Wo war das Grollen? Das sich sträubende Gefluche seinerseits?
<i>"Meistef? Es tut mif Leid... mif geht es nicht so gut. Schön, dass ihf hief seid!"</i>
Etelin ließ die Handgelenke los. Mallahall umklammerte das Tränensteinchen. Beide schauten sie starr auf Asmodeus, der zwischen ihnen lag, leise krächzte und um sich biss.
Die Hand der Maga fuhr nach vorne und wich vorsichtig den bissigen Zähnen aus. Mallahall berührte Asmodeus an der Wange, streichelte ihn. Mit erstickter Stimme fragte sie: "Seelchen? Dämon? Seid ihr beide ... bist du es?" Ihr Finger tasteten über sein Gesicht als sei sie blind und wollte ihn ergründen. Ungläubig schaute sie ihn an, verweilte letztendlich auf seinen Augen. Sie strich ihm über die Augen und erkannte den Unterschied. Die Finsternis war nicht gewichen, nicht ganz. Sie war noch immer vorhanden ... aber sie teilte sich den Platz mit leuchtendem Blau.
"Ihr seid ... <i>du</i> bist es."
Etelin beobachtete diese Szene schweigend. Doch sein Gesicht blieb ernst. Schließlich hakte er nach. "eine Kopfgeldjägerin? Ist sie auf dem Weg hierher?" Er erhob sich, blickte in die Ferne. Nichts war zu sehen, aber das musste nichts heißen.
"Mallahall, wir müssen weiter. Und du auch, Asmodeus. Wir müssen gehen."
"Und wohin?", fragte die Maga.
"In die Wälder Sarius ... wo Bäume im Wasser stehen ... wo Zanraia vielleicht auf uns wartet, wenn ich Asmodeus' Worte richtig verstanden habe."
Doch dann horchte Mallahall auf. Asmodeus beklagte sich über Heiler? Nun, er rebellierte ohnehin gegen ganz Celcia. Er, der Dämon, ließ sich scheinbar von niemandem etwas sagen. Doch dann ... "Medici sind also wahre Heiler, ja?"
Es war seltsam. Nur der Medicus selbst hatte mit Mallahall in dieser Hinsicht einige Male diskutiert. Nur er vertrat eine solche Meinung. Die Maga griff an das Kettchen. Das Tränensteinchen leuchtete.
<b>Seelchen?</b> Nichts. Schweigen.
<i>"Zyfanus bösef Oft ... bösef Oft ... füf bösen Dämon ... Seelchen ... foft ... tot ..."</i>
Mallahall riss ihren Patienten in die Höhe. "Was sagst du da, Dämon? Wo ist Seelchen, was fehlt ihm?" Doch Asmodeus sabberte ihr nur entgegen und brabbelte weiter. Wie ein Dorftrottel, der sich selbst einmal zu oft den Kopf an der Wand angeschlagen hatte.
Etelin lauschte ebenfalls den Worten, dich behielt seine nüchterne Logik bei. Es war interessant, was Asmodeus da zu sagen hatte. Scheinbar unzusammenhängend, aber er nannte Begriffe, die keineswegs im Kontext standen mit seiner derzeitigen Lage. Schach, zum Beispiel. Allein dieses Wort stimmte Etelin nachdenklich.
Und dann lallte Asmodeus Mallahalls Namen. Es war schwer für ihn, ihn über die Lippen zu bringen und er verlor sich in seinem Gesabbel. Eine gewisse Beleidigung glitt ihm aber deutlich besser und auch häufiger von der Zunge.
Etelin berührte Mallahall am Arm und bat, Asmodeus wieder hinzulegen. "Hör ihm zu", sagte er mit ernster Miene.
<i>"... kein Opfer ... König fällt ... Leben ... Adelmund ... stolz ... auf Hufe ... so stolz."</i>
"Was stammelt er da vor sich her? Ist das Asmodeus, der Dämon? Ich wusste nicht, dass er Schach spielen und Adelmund im gleichen Satz mit dem Begrif stolz verwenden kann."</i>
Die Maga schüttelte den Kopf. "Unsinnn. Getrübte Sinne, mehr nicht. Er spricht, was in seinem Kopf gerade herum schwirrt. Nichts weiter. Lass mich jetzt um seine Nase kümmern. Halt ihn fest, sehr fest."
Etelin nahm erneut Asmodeus' Handgelenke, drückte sie ins Gras. Sogleich brüllte er auf, stemmte seinen Körper hoch, doch konnte sich Etelins hartem Griff nicht entreißen.
"Zanfaia! ZANFAIA! Wald .. mit viel Wassef ... allein ... doch ich bin hief ... ich liebe dich! Zanfaia!"</i>
Blicke wechselten den Besitzer. Er liebte sie?!
"Das kann nicht sein, Mallahall. Ich trage seine Erinnerungen in mir, seine Liebe an diese Frau. Er kann es nicht wissen. Er kann solche Gefühle nicht mehr für sie hegen, wir haben gesehen, wie er sie mit Füßen getreten hat."
Erneut ruhten beide Augenpaare auf Asmodeus. Neugier und Verwirrung machten sich breit. Es wurde still. Man lauschte seinen Worten.
<i>"Wolf ... gfossef schwafzef Wolf mit Elfe. Veffolgen ... und ... Hufe und Bastafd ... Etelin ... veffolgt ... viel Geld. Veffolgt den toten Dämon. Zyfanus bösef Oft."</i>
"Lass ihn reden, er ist nicht bei Verstand."
Etelin wollte das nicht ganz Glauben. Mallahall aber konzentrierte sich jetzt nur auf die Behandlung der Nase. Mit einer schnellen Bewegung hatte sie diese gerichtet. Brüllend machte sich Asmodeus Luft, jaulend als sei er selbst der Wolf, von dem er gebrabbelt hatte.
Mallahall trug die Ringelblumenpaste auf. Sie wusste, es würde dem Dämon missfallen, doch Lichtmagie konnte sie bei ihm schließlich nicht einsetzen. Asmodeus schnaubte, mochte diese stinkende Paste kein bisschen.
Blut flog in einem wabbeligen Klumpen aus seiner Nase und besudelte Mallahalls Arm. Sie nahm es mit einem Seufzen zur Kenntnis und arbeitete weiter. Sie war seit langem schon von oben bis unten mit dem Blut aus diesem Körper bedeckt. Ein bisschen mehr machte aus nichts mehr aus.
Aber die Zunge wollte sie nun endlich ebenfalls heilen. Allein das ewige Gelispel und dass man Asmodeus dadurch kaum verstand, ging ihr auf die Nerven. So packte sie energisch seine Zunge und betrachtete sich die Verletzung, die ihre eigenen Zähne bei dem Organ angerichtet hatten.
Der eisige Atem des Dämons streifte ihre Hand. Aber etwas war seltsam. So kalt war er gar nicht. Jedenfalls nicht so eisig wie sonst. Mallahall ließ die Zunge los und ihre Hand fuhr langsam zurück. Sie starrte Asmodeus an. "Du ... was ist mit dir?", fragte sie ihn. Hier stimmte etwas nicht.
Doch erneut schüttelte sie diese Gedanken von sich ab. Das war der Dämon und er allein war es, der nur noch zu ihr sprach. Er selbst hatte diese schreckliche Vorahnung in Mallahall bestätigt. Seelchen war fort ... tot. Aber warum nur? Rasch lenkte sie sich von diesem Gedanken ab, wollte nichts darüber hören. Vielleicht kam ihr deshalb der Befehl über die Lippen.
<i>"Ja, Hechin!"</i>, antwortete der Liegende. Es war der Dämon, kein Zweifel. Nur er nannte sie Herrin.
Und dann kicherte er. Wo war das Grollen? Das sich sträubende Gefluche seinerseits?
<i>"Meistef? Es tut mif Leid... mif geht es nicht so gut. Schön, dass ihf hief seid!"</i>
Etelin ließ die Handgelenke los. Mallahall umklammerte das Tränensteinchen. Beide schauten sie starr auf Asmodeus, der zwischen ihnen lag, leise krächzte und um sich biss.
Die Hand der Maga fuhr nach vorne und wich vorsichtig den bissigen Zähnen aus. Mallahall berührte Asmodeus an der Wange, streichelte ihn. Mit erstickter Stimme fragte sie: "Seelchen? Dämon? Seid ihr beide ... bist du es?" Ihr Finger tasteten über sein Gesicht als sei sie blind und wollte ihn ergründen. Ungläubig schaute sie ihn an, verweilte letztendlich auf seinen Augen. Sie strich ihm über die Augen und erkannte den Unterschied. Die Finsternis war nicht gewichen, nicht ganz. Sie war noch immer vorhanden ... aber sie teilte sich den Platz mit leuchtendem Blau.
"Ihr seid ... <i>du</i> bist es."
Etelin beobachtete diese Szene schweigend. Doch sein Gesicht blieb ernst. Schließlich hakte er nach. "eine Kopfgeldjägerin? Ist sie auf dem Weg hierher?" Er erhob sich, blickte in die Ferne. Nichts war zu sehen, aber das musste nichts heißen.
"Mallahall, wir müssen weiter. Und du auch, Asmodeus. Wir müssen gehen."
"Und wohin?", fragte die Maga.
"In die Wälder Sarius ... wo Bäume im Wasser stehen ... wo Zanraia vielleicht auf uns wartet, wenn ich Asmodeus' Worte richtig verstanden habe."
-
Asmodeus
- Gast

Re: Flucht durchs Grasland
Asmodeus war völlig durcheinander geraten. Ähnlich wie Arnika schien auch die Ringelblume sich negativ auf seinen Verstand auszuwirken. Er sah Mallahalls verständnislose Blicke. Doch dann änderte sich ihre Miene schlagartig. Als er sie ansprach. Sagte, dass es schön war, sie zu sehen. Da wurde ihr Blick… forschend… hoffend. Er wurde ruhiger als sie ihm über die Wange strich und sich dann seinen Augen zuwandte. Er starrte sie an. „Meine Dame.“ Nuschelte er hochachtungsvoll. „Weisse Dame… wie leben. Wie leben. Leben. LEBEN!!!!!“ Brüllte er plötzlich. Er konnte sich nur schwer auf Mallahalls Worte konzentrieren.
<i>"Seelchen? Dämon? Seid ihr beide ... bist du es?"</i>
Er sah sie verwirrt an. „Seele… zuviel. Eine zuviel! WEG! WEG WEG WEG WEG WEG! Kein Platz… zuviel… kein Platz. KEIN PLATZ VEFFLUCHT! Seele veflieft wenn König fällt. Doch König fällt immer. Diesef König muss fallen! Veflofenes Spiel. Muss fallen. Leben ist Mofd. Leben Fichtet. Doch Fache? Meine Fache betfügt das Leben! Ich zefstöfe Leben! Ich böse! Bösef Dämon! Bosef Mensch! Seele zuviel! Muss weg! Zufück! Tot. Nein… anderes!“
Er blieb liegen als seine beiden Meister sich bereits erhoben. Er starrte sie verständnislos an. Dann drehte er sich ebenfalls um. Kniete sich auf und lief (!) nicht krabbelte – zu der Pfütze. Steckte wieder den Kopf hinein. Es blubberte gewaltig. Es schien so als schwatzte der Medicus unter Wasser munter weiter. Dann hielt er inne. Es sah so aus als würde er sich erneut beinahe selbst ersäufen. Doch dann schien selbst er in seiner Desorientiertheit zu merken, dass er Luft zum Atmen brauchte. Er zappelte und riss seinen Kopf wieder in die Höhe. Er schwankte als ihm die Ringelblumenpaste von der Nase bröckelte. Er fing einige Brocken auf. Sah sie verwirrt an.
„Oh Fehlt. Fehlen. Dämon… Seele… Zanfaia… Zanfaia fehlt auch. Liebe fehlt. Wef Liebt mich?“ Er hielt plötzlich inne.
„Hass… nein! NEIN! HASS LIEBT MICH! ZANFAiA!“
Er sah den Rest der Ringelblumenpaste und auch noch einige nicht verwendete Blüten. Knurrend nahm er sie in die Hand. Roch daran – obwohl er mit seiner Nase bestimmt nichts riechen konnte. Da stopfte er sich die Pflanzen in den Rachen und kaute murrend daran herum. Schluckte es hinunter. Legte den Kopf schief und grinste.
„Hufe… weisse Dame. Etelin zu klein um eine Figuf zu sein. Mhhmm obwohl… vielleicht auch Bauef. Wie Zanfaia. Oh def Tufm! TUFM! Bösef Tufm! Schlimmef Tufm! Muss doft hin! Muss zum Tufm! Fache von Faltfin! Im Tufm? Doft wifd ef seine Fache bekommen…. Jaaa Fache… ef wifd seine Fache bekommen und ich meine… denn ef hat nicht gedankt! Ja… danke danke danke danke danke danke danke! Dämon danken füf Mofd! Jaaaa. Dämon danken! Nein nicht Dämon! Eins. EINS EINS EINS EINS. Aus zwei mach eins. Eins allein. Oh ja. Allein. So allein. Wedef Mensch noch Dämon. Allein. Wie Adelmund def ist auch allein. Ich habe ihm nicht gewähft zufück zu kommen. Ins Leben. Hätte die Macht dazu gehabt… jetzt bin ich hier und Faltfin… und seine Fache. Hahahaha!“
Er kauerte mitten im Grasland nieder. Steckte seinen Kopf wieder in die Pfütze und schien daraus zu trinken. Offenbar hatte er durst bekommen – oh er musste unglaublichen Durst gehabt haben, denn DIESES Wasser trank selbst ein ausgedörrtes Reh nicht freiwillig. War es voller Blut und anderem hässlichen Zeugs. Plötzlich spickte er vom Tümpel weg. Jaulte auf. Biss um sich. Wälzte sich kurz am Boden. Begann sich zu kratzen. Am Kopf. An den Armen – selbst in der versorgten Bisswunde. Er knurrte. Dann sah er Mallahall an. Trat auf sie zu. „Oh Adelmund. So stolz. So stolz auf dich. Hast gut zu deinem Schülef geschaut. Sehf stolz. Gute Heilefin! Sehf gute Heilefin! Obwohl Medicus bessef sind! Hihihihihi! Obwohl… Heilefinnen haben schönen Köfpef. Mhmm dann Heilefin gut. Wenn sie einen schönen Köfpef hat. Jaaaa. Gute Heilefin. Stafke Hände. Fichtet Nase. Wafum schöne Heilefin keinen Mann hat? Fichtigen Mann. Hmmm. Vielleicht ist Heilefin unffuchtbaf. Odef sonst kaputt. Vielleicht verstopft. Hahahaha!“ Er gröhlte vor sich hin schwankte. Knickte um und fiel zu Boden. „Mhmm Schwefkfaft.“ Er rappelte sich wieder auf. Kratzte sich. Jaulte. Sah Mallahall unruhig an. Er tippelte auf seinen Füssen herum. Keine konnte vorausahnen was er als nächstes tun würde – er selbst vermutlich am wenigstens. „Mhmm Licht. Licht heiss! Heiss heiss heiss heiss heiss!“ Er begann an seiner Kutte zu ziehen. Begann sich auszuziehen. Grinste dabei Mallahall an. „Schönes Blondes Haaf. Blaue Augen. Mhmm. Abef etwas alt.“ Er warf ihr seine Magierrobe entgegen. Dann lief er sich kratzend und splitterfasernackt im Kreis herum. „Bfauch ein Köfbchen.“ Murmelte er vor sich hin. Dann drehte er sich wieder um. Sah die Magierrobe. Sah Mallahall entsetzt an. Er schien bereits vergessen zu haben was er gerade getan hatte. „Wafum reisst du mif die Kleidef vom Leib? Oh wie im Tufm! Diesef schlimme Tufm!“ Er begann zu weinen kauerte sich zusammen und zog hastig seine Kutte zurück. Packte sich wieder darin ein. Er wippte vor und zurück. Heulte. Weinte. Zitterte. „Zanfaia. Hat mich geflickt. Oh ja. Und wie!“ Er lächelte wieder so freudig wie er plötzlich so traurig hatte sein können und stand wieder auf. „Zanfia ist gut im Fepafiefen! Sie kann auch mehf als nuf spfechen und essen! Oh ja viel mehf. Sie ist auch eine Heilefin! Sie macht einen Köfpef glücklich. Meinen. Oh ja! Zanfaia. Ihfen Köfpef glücklich zu machen ist schön! Doch ich tu ihf weh weh weh weh weh we WEHHHH!“ Brüllte er Mallahall entgegen. „Dif hab ich auch weh getan! Abef dich scheint es. Effegt zu haben! Muss an def Vefstopfung liegen! Intefessant! Muss ich wohl genauef untefsuchen.“
Er grinste und kam näher auf Mallahall zu. Kratzte sich dabei an der Brust herum – an der frischen Naht. Er schien es gar nicht zu merken.
Ringelblumen bekamen ihm definitiv nicht gut.
<i>"Seelchen? Dämon? Seid ihr beide ... bist du es?"</i>
Er sah sie verwirrt an. „Seele… zuviel. Eine zuviel! WEG! WEG WEG WEG WEG WEG! Kein Platz… zuviel… kein Platz. KEIN PLATZ VEFFLUCHT! Seele veflieft wenn König fällt. Doch König fällt immer. Diesef König muss fallen! Veflofenes Spiel. Muss fallen. Leben ist Mofd. Leben Fichtet. Doch Fache? Meine Fache betfügt das Leben! Ich zefstöfe Leben! Ich böse! Bösef Dämon! Bosef Mensch! Seele zuviel! Muss weg! Zufück! Tot. Nein… anderes!“
Er blieb liegen als seine beiden Meister sich bereits erhoben. Er starrte sie verständnislos an. Dann drehte er sich ebenfalls um. Kniete sich auf und lief (!) nicht krabbelte – zu der Pfütze. Steckte wieder den Kopf hinein. Es blubberte gewaltig. Es schien so als schwatzte der Medicus unter Wasser munter weiter. Dann hielt er inne. Es sah so aus als würde er sich erneut beinahe selbst ersäufen. Doch dann schien selbst er in seiner Desorientiertheit zu merken, dass er Luft zum Atmen brauchte. Er zappelte und riss seinen Kopf wieder in die Höhe. Er schwankte als ihm die Ringelblumenpaste von der Nase bröckelte. Er fing einige Brocken auf. Sah sie verwirrt an.
„Oh Fehlt. Fehlen. Dämon… Seele… Zanfaia… Zanfaia fehlt auch. Liebe fehlt. Wef Liebt mich?“ Er hielt plötzlich inne.
„Hass… nein! NEIN! HASS LIEBT MICH! ZANFAiA!“
Er sah den Rest der Ringelblumenpaste und auch noch einige nicht verwendete Blüten. Knurrend nahm er sie in die Hand. Roch daran – obwohl er mit seiner Nase bestimmt nichts riechen konnte. Da stopfte er sich die Pflanzen in den Rachen und kaute murrend daran herum. Schluckte es hinunter. Legte den Kopf schief und grinste.
„Hufe… weisse Dame. Etelin zu klein um eine Figuf zu sein. Mhhmm obwohl… vielleicht auch Bauef. Wie Zanfaia. Oh def Tufm! TUFM! Bösef Tufm! Schlimmef Tufm! Muss doft hin! Muss zum Tufm! Fache von Faltfin! Im Tufm? Doft wifd ef seine Fache bekommen…. Jaaa Fache… ef wifd seine Fache bekommen und ich meine… denn ef hat nicht gedankt! Ja… danke danke danke danke danke danke danke! Dämon danken füf Mofd! Jaaaa. Dämon danken! Nein nicht Dämon! Eins. EINS EINS EINS EINS. Aus zwei mach eins. Eins allein. Oh ja. Allein. So allein. Wedef Mensch noch Dämon. Allein. Wie Adelmund def ist auch allein. Ich habe ihm nicht gewähft zufück zu kommen. Ins Leben. Hätte die Macht dazu gehabt… jetzt bin ich hier und Faltfin… und seine Fache. Hahahaha!“
Er kauerte mitten im Grasland nieder. Steckte seinen Kopf wieder in die Pfütze und schien daraus zu trinken. Offenbar hatte er durst bekommen – oh er musste unglaublichen Durst gehabt haben, denn DIESES Wasser trank selbst ein ausgedörrtes Reh nicht freiwillig. War es voller Blut und anderem hässlichen Zeugs. Plötzlich spickte er vom Tümpel weg. Jaulte auf. Biss um sich. Wälzte sich kurz am Boden. Begann sich zu kratzen. Am Kopf. An den Armen – selbst in der versorgten Bisswunde. Er knurrte. Dann sah er Mallahall an. Trat auf sie zu. „Oh Adelmund. So stolz. So stolz auf dich. Hast gut zu deinem Schülef geschaut. Sehf stolz. Gute Heilefin! Sehf gute Heilefin! Obwohl Medicus bessef sind! Hihihihihi! Obwohl… Heilefinnen haben schönen Köfpef. Mhmm dann Heilefin gut. Wenn sie einen schönen Köfpef hat. Jaaaa. Gute Heilefin. Stafke Hände. Fichtet Nase. Wafum schöne Heilefin keinen Mann hat? Fichtigen Mann. Hmmm. Vielleicht ist Heilefin unffuchtbaf. Odef sonst kaputt. Vielleicht verstopft. Hahahaha!“ Er gröhlte vor sich hin schwankte. Knickte um und fiel zu Boden. „Mhmm Schwefkfaft.“ Er rappelte sich wieder auf. Kratzte sich. Jaulte. Sah Mallahall unruhig an. Er tippelte auf seinen Füssen herum. Keine konnte vorausahnen was er als nächstes tun würde – er selbst vermutlich am wenigstens. „Mhmm Licht. Licht heiss! Heiss heiss heiss heiss heiss!“ Er begann an seiner Kutte zu ziehen. Begann sich auszuziehen. Grinste dabei Mallahall an. „Schönes Blondes Haaf. Blaue Augen. Mhmm. Abef etwas alt.“ Er warf ihr seine Magierrobe entgegen. Dann lief er sich kratzend und splitterfasernackt im Kreis herum. „Bfauch ein Köfbchen.“ Murmelte er vor sich hin. Dann drehte er sich wieder um. Sah die Magierrobe. Sah Mallahall entsetzt an. Er schien bereits vergessen zu haben was er gerade getan hatte. „Wafum reisst du mif die Kleidef vom Leib? Oh wie im Tufm! Diesef schlimme Tufm!“ Er begann zu weinen kauerte sich zusammen und zog hastig seine Kutte zurück. Packte sich wieder darin ein. Er wippte vor und zurück. Heulte. Weinte. Zitterte. „Zanfaia. Hat mich geflickt. Oh ja. Und wie!“ Er lächelte wieder so freudig wie er plötzlich so traurig hatte sein können und stand wieder auf. „Zanfia ist gut im Fepafiefen! Sie kann auch mehf als nuf spfechen und essen! Oh ja viel mehf. Sie ist auch eine Heilefin! Sie macht einen Köfpef glücklich. Meinen. Oh ja! Zanfaia. Ihfen Köfpef glücklich zu machen ist schön! Doch ich tu ihf weh weh weh weh weh we WEHHHH!“ Brüllte er Mallahall entgegen. „Dif hab ich auch weh getan! Abef dich scheint es. Effegt zu haben! Muss an def Vefstopfung liegen! Intefessant! Muss ich wohl genauef untefsuchen.“
Er grinste und kam näher auf Mallahall zu. Kratzte sich dabei an der Brust herum – an der frischen Naht. Er schien es gar nicht zu merken.
Ringelblumen bekamen ihm definitiv nicht gut.
