Asahi kommt von: Mit gehangen, mit gefangen
Es hat nun gut eine Stunde gedauert, bis der Papierkram erledigt war und die durchmischte Truppe im Sternenweg ankam. Erasmus blieb stets an Elandra’s Seite und beobachtete sie mit Argusaugen, was die Elfe aber scheinbar völlig kalt ließ. Elandra blieb vor einem alten Eckgebäude stehen, das die besten Jahre schon hinter sich hatte und trotzdem einen eigenen Charme verströmte. Es hatte ein Stockwerk und zu jeder Seite drei Fenster. An den Rahmen waren schnörkelige Verzierungen und ganz oben, kurz unter dem graumelierten Dach, gab es einige interessante Figuren zu entdecken. Bei näherer Betrachtung handelte es sich um die Gottheiten. Elandra betrachtete das Gebäude und stemmte die Hände in die schmalen Hüften. “Wie kommt man zu so einer Bleibe?”, fragte Isidora sichtlich beeindruckt. Elandra verzog die feinen Lippen zu einem vielsagenden Lächeln und trat auf die rote Eingangstür zu. “Halt!”, rief Erasmus, kurz bevor sie die Tür öffnen konnte und stapfte an ihr vorbei, um selbst als erster durch die Tür zu gehen. “Ich gehe voran - man weiß ja nie!”, brummte er und Elandra hob abwehrend die Hände und überließ ihm schweigend den Vortritt.
Nacheinander übertraten sie die Schwelle und tauchten in einen großen Raum ein, der sicherlich mal die eigentliche Poststelle gewesen war. Hier gab es inzwischen keinen Tresen mehr, aber Teile davon bildeten einen geräumigen Tisch an dem viele Leute Platz hatten. Ringsherum standen acht Stühle mit mehr oder weniger abgegriffenen Polstern in rot. Im hinteren Bereich, der Eingangstür gegenüber, befand sich eine Küche. Die ehemaligen Regale der Post, in denen man Briefe sortiert hatte, waren nun Aufbewahrung für Geschirr, Gewürze und Kochutensilien. Es gab eine Feuerstelle, die nachträglich eingebaut worden war. An den Fenstern hingen dicke Vorhänge, die den Blick von der Straße verhinderten. Es war sauber hier und ordentlich, ein feiner Geruch nach Zimt lag in der Luft. Elandra durchquerte den Raum auf die rechte Seite der Eingangstür und öffnete hier einen der Vorhänge, um etwas Licht hereinzulassen. Draußen vor dem Fenster konnte man dann und wann einige Zyraner flanieren sehen, ohne dass jemand besondere Notiz nahm. Genau wie im ersten Stock, gab es auch hier im Erdgeschoss sechs Fenster. Alles war darauf ausgelegt, den Raum zu erhellen, um den Kunden bestmöglichen Service zu bieten.
Isidora betrat ebenfalls den Raum und staunte nicht schlecht. Sie konnte die Bewunderung nicht verbergen und pfiff leise. “Wahnsinn… wie schön das hier ist!”, rief sie. Sie setzte sich in die gemütliche Sitzecke, die zur Rechten vom Eingang ausgehend eingerichtet war. Hier gab es zwei Polstermöbel, ebenfalls in rot, die zum Verweilen einluden.
“Ja, schön.”, murrte Erasmus und sah immer noch misstrauisch aus. “Oben befinden sich 2 Schlafräume und ein Bad”, sagte Elandra und deutete auf einen Treppenaufgang zwischen Sitzgruppe und Küche. “In Ordnung, aber wo sollen wir hier üben? Man kann ja überall reinschauen”, bemerkte Isidora und Elandra nickte. “Es gibt einen Lagerkeller unterhalb. Die Tür dort führt dorthin. Er müsste noch aufgeräumt werden, damit Platz ist - da ist viel altes Zeug aus den Zeiten der Post, aber es müsste gehen”, erklärte die Elfe. Sie stand weiterhin am Fenster. “Bedient euch in der Küche. Viel ist nicht da.”, meinte sie schulterzuckend. Und tatsächlich konnte man in der Küche sehen, dass die Elfe offenbar kein kulinarisches Genie war. Es gab lediglich Salz als Gewürz und das meiste Geschirr war eingestaubt, weil sie offenbar keine großen Parties veranstaltete oder häufig mit Freunden aß. Generell sah es hier nicht sehr persönlich aus. Aber es war genug Platz für sie vier.
Immer schön achtsam
- Asahi
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- Registriert: Donnerstag 28. November 2024, 10:19
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- Rasse: Mensch
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Kochen
Kehlgesang
Kräuterkunde - Geld: 0D, 0L, 0F
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Sichel und diverse kleine Beutel, Meditationskette - Tierische Begleiter: -
Re: Immer schön achtsam
Es hat nur gut eine Stunde gedauert, bis der Papierkram erledigt war und die durchmischte Truppe im Sternenweg ankam. Den Weg dort hin hatte sich Asahi spektakulärer vorgestellt. Irgendwie hatte er vermutet, dass die beiden Stadtwachen wenigstens sich verkleiden würden, damit sie nicht so auffielen. Andererseits zuckte er darüber auch nur kurz mit den Schultern, denn etwas anderes war ihm auch klar geworden. Uniformen waren auch eine Art Verkleidung, denn als sie durch die Straßen marschierten war es wie immer. Die meisten Leute sahen als erstes IHN. Er überragte nur mal selbst den zyranischen hoch gewachsenen Durchschnittsbürger gut um einen Kopf. Dass da zwei Wachen bei ihm waren, passte gut ins Bild und man würde sich vielleicht nicht mal ihrer Gesichter erinnern und Elandra fiel komplett durchs Suchraster in seiner Nähe. Solange sie nicht ihre Kapuze absetze war sie nur eine von vielen Passanten. Hier und da musste er immer mal wieder in den engen Gassen abwarten, bis der Weg frei war oder sich unter einem Vordach hindurch ducken. Dann erreichten sie aber den Sternenweg und „die alte Post“.
Das es für diesen Dienst ein ganzes Haus gab, war schon erstaunlich. Asahi kannte durchaus das Konzept von Briefen die man schrieb, Boten übergab, die sie dann von A nach B brachten, aber ein Haus dafür war ihm in seiner Funktion dafür fremd. Seine Allgemeinbildung mochte gut sein, aber doch eher theoretisch erworben, trotzdem bestaunte er ebenfalls das Gebäude. Fast alle Gebäude in dieser Stadt waren besonders und es würde noch eine Weile dauern, bis er wirklich gelassen und entspannt durch die Straßen laufen könnte. Das Erasmus als erster in die Post eintreten wollte, verstörte ihn eher.
Er misstraut der Elfe von Kopf bis Fuß, aber denkt nicht an womögliche Fallen die sie in ihrem Zuhause angebracht haben könnte? Wäre es da nicht besser SIE vorgehen zu lassen?
Er zuckte wieder nur mit den Schultern und akzeptierte still die Vorgänge und Gegebenheiten um ihn herum. Beim Eintreten bückte er sich tief unter den Türrahmen durch und sah sich um. Sein Augenmerk lag vor allem erst einmal auf der Decke und ggf. auf tiefer hängenden Balken an denen er sich mit seinen 2,22m den Kopf stoßen könnte. Dann ließ er ebenfalls den Blick wandern. Das zweckentfremdete Mobiliar war nützlich zusammen gestellt worden und die Einrichtung sogar recht gemütlich. Asahi war deutlich weniger gewohnt, weshalb er alles als Luxus empfand. Sein Interesse lag da eher auf anderen Dingen.
Ach du meine Güte.......
Tief erschüttert starrte er auf die winzige Kochstelle. Nein, er würde nicht schon wieder weinen, aber er war wirklich kurz davor. Entsetzten stand in seinen Augen.
Wie soll man sich denn hier anständig ernähren? Punkt eins.
Er sah Elandra kurz zweifelnd an und fragte sich:
Ist sie deshalb so dünn?
Sie beendeten erst einmal die kurze Führung durchs Haus und Isidora meinte:
“Wahnsinn… wie schön das hier ist!”
, rief sie und ließ sich in die gemütliche Sitzecke fallen.
“Ja, schön.”
, murrte Erasmus. Asahi stand einfach nur still da und machte sich im Kopf eine Karte des Gebäudes.
“Oben befinden sich 2 Schlafräume und ein Bad.”
, sagte Elandra und deutete auf einen Treppenaufgang zwischen Sitzgruppe und Küche.
Das Bad ist oben?
Das machte ihn schon ein wenig neugierig.
Wie bekommen die das Wasser dort hin? Das muss ja dann irgendwie aufwärts fließen. Vielleicht diese berühmte Goblintechnik oder.. Magie?
“In Ordnung, aber wo sollen wir hier üben? Man kann ja überall reinschauen.”
, bemerkte Isidora und Elandra nickte.
“Es gibt einen Lagerkeller unterhalb. Die Tür dort führt dorthin.“
Asahi folgte ihrem Blick.
„Er müsste noch aufgeräumt werden, damit Platz ist - da ist viel altes Zeug aus den Zeiten der Post, aber es müsste gehen."
Punkt zwei.
"Bedient euch in der Küche. Viel ist nicht da.”
, meinte sie schulterzuckend und das konnte der Koch leider nur bestätigen. Selbst in sein Reiseproviant war nährreicher als das hier. Es gab lediglich Salz als Gewürz und das meiste Geschirr war eingestaubt. Asahi zog seinen Rucksack vom Rücken und ließ ihn an Ort und Stelle fallen.
„Ich mach hier erst mal sauber.“
Beim Rundgang war er aufmerksam gewesen, einen Überblick verschafft und hatte sich kleine Dinge, die für ihn als Diener wichtig waren sofort gemerkt, wie wo ein Eimer stand oder was man als Lappen benutzen könnte. Die Wasserquelle hier im Haus war auch sehr wichtig und ob die Feuerstelle gereinigt werden musste. Das Geschirr musste gespült werden, die Schlafräume inspiziert und Nischen erkundet wo er später die überschüssigen Dinge aus dem Keller lagern konnte, damit sie dort unten üben konnten. Innerlich hatte er sich einen Plan bereit gelegt, als ihm unangenehm auffiel, dass die Lebensmittel niemals für sie vier reichen würden. Er kannte sich in der Stadt nicht aus und würde ewig herum irren, also fragte er:
„Könnte jemand ein paar Dinge einkaufen gehen? Etwas frisches Gemüse wäre gut, Fisch oder Hühnchen und Reis, wenn möglich. Ich kann eine Liste machen. Was meint ihr, für wie viele Tage soll ich planen? Erst einmal für zwei?“
Die wichtigsten Gewürze die er normaler weise brauchte, hatte er in kleinen Mengen dabei. Ohne die ging er nicht aus dem Haus. Es gehörte zu seinem Berufsethos wie das Mitführen seiner Küchenmesser. Und irgendwo gab es hier Zimt den er gerochen hatte. Ein seltenes Gewürz, dass hervorragend zu Süßspeisen passte.
In Milch gekochter Reis mit Zimt... oder ein Pudding? Ein kleiner Kuchen mit Rosinen...
Seine Vorliebe für alles Süße brach durch und er musste einmal schlucken, als ihm der Speichel im Munde zusammen lief. Das Gewürz passte auch gut zu Geflügel, wenn man es in Öl und Sesam mit etwas Kurkuma kurz anröstete. Dann wären die Speisen zudem auch noch entzündungshemmend. Zu gerne hätte er den Einkauf selbst übernommen, aber er erregte einfach zu viel Aufmerksamkeit. Es war besser wenn er das anderen überließ. Also legte er seinen Reisemantel ab und darunter kam die schlichte eng anliegende Kleidung des Ordens zum Vorschein. Sie betonte auch seine Muskelberge sehr schön. Die Handschuhe ließ er vorerst an, zumindest bis er mit Wasser arbeiten würde und fing an Ordnung zu schaffen. Gleich an zweiter Stelle, nach der „Küche“ stand der Keller auf seiner Liste. Dort konnte er seine körperliche Kraft als Vorteil nutzen und hoffentlich schnell einige der Dinge an eine Wand stapeln oder eben zum Teil nach oben bringen, wenn nötig. Auf jeden Fall wurde klar, Asahi war kein Mann vieler Worte, sonder er packte sofort an, hielt man ihn nicht davon ab. Ließen sie ihn machen, dann würde innerhalb weniger Stunden, alles sauber sein, der Keller vorbeireitet und ein gesundes und köstliches Mahl auf dem Tisch stehen. Erst dann wäre er mit sich und seiner Umwelt gänzlich zufrieden und im reinen. Genauso achtsam sorgte er sich um seine Mitstreiter und befragte sie auch ganz nebenbei nach Unverträglichkeiten und Vorlieben. Vielleicht ließ sich Erasmus überreden im Keller mit anzupacken, so konnte körperliche Arbeit vielleicht auch sein etwas hitziges Gemüt besänftigen. Genauso freute er sich, wenn ihm jemand beim Kochen zur Hand ging, auch wenn sich da sehr schnell heraus stellen würde, dass er keine Fehler duldete und ungewöhnlich hart klingen konnte. Ja regelrecht wie ein General. Vielleicht war dieser Ton, den er da offenbarte auch ein Weg ihn auch in anderen Dingen härter klingen zu lassen, wenn man ihn darauf aufmerksam machte. Eine falsch geschnittene Schalotte würde sich faserig im Mund anfühlen und da griff er gnadenlos durch. Seine tiefe Stimme grollte dann regelrecht und konnte so manch eine zarte Seele erschaudern lassen. In der Küche war Asahi erbarmungslos!
„Falsch! NEIN! Das kommt weg! Mach es neu!“
, waren scharfe Befehle und sein Gesicht entsprechend finster, obwohl er selbst sich dabei nur eher als sachlich und klar formulierend bezeichnen würde. Beim essen wäre er dafür dann um so scheuer und zurückhaltend, da er unbedingt in den Gesichtern lesen wollte, ob es ihnen schmeckte. Da stand er dann still, fast ein wenig bebend da und knibbelte nervös am Schnürband seines Hemdes. Wenn die anderen ihn machen ließen, würde bis zum Abend alles erledigt sein und ein rechtschaffend müder Riese würde hoffentlich erholsamen Schlaf finden.
Das es für diesen Dienst ein ganzes Haus gab, war schon erstaunlich. Asahi kannte durchaus das Konzept von Briefen die man schrieb, Boten übergab, die sie dann von A nach B brachten, aber ein Haus dafür war ihm in seiner Funktion dafür fremd. Seine Allgemeinbildung mochte gut sein, aber doch eher theoretisch erworben, trotzdem bestaunte er ebenfalls das Gebäude. Fast alle Gebäude in dieser Stadt waren besonders und es würde noch eine Weile dauern, bis er wirklich gelassen und entspannt durch die Straßen laufen könnte. Das Erasmus als erster in die Post eintreten wollte, verstörte ihn eher.
Er misstraut der Elfe von Kopf bis Fuß, aber denkt nicht an womögliche Fallen die sie in ihrem Zuhause angebracht haben könnte? Wäre es da nicht besser SIE vorgehen zu lassen?
Er zuckte wieder nur mit den Schultern und akzeptierte still die Vorgänge und Gegebenheiten um ihn herum. Beim Eintreten bückte er sich tief unter den Türrahmen durch und sah sich um. Sein Augenmerk lag vor allem erst einmal auf der Decke und ggf. auf tiefer hängenden Balken an denen er sich mit seinen 2,22m den Kopf stoßen könnte. Dann ließ er ebenfalls den Blick wandern. Das zweckentfremdete Mobiliar war nützlich zusammen gestellt worden und die Einrichtung sogar recht gemütlich. Asahi war deutlich weniger gewohnt, weshalb er alles als Luxus empfand. Sein Interesse lag da eher auf anderen Dingen.
Ach du meine Güte.......
Tief erschüttert starrte er auf die winzige Kochstelle. Nein, er würde nicht schon wieder weinen, aber er war wirklich kurz davor. Entsetzten stand in seinen Augen.
Wie soll man sich denn hier anständig ernähren? Punkt eins.
Er sah Elandra kurz zweifelnd an und fragte sich:
Ist sie deshalb so dünn?
Sie beendeten erst einmal die kurze Führung durchs Haus und Isidora meinte:
“Wahnsinn… wie schön das hier ist!”
, rief sie und ließ sich in die gemütliche Sitzecke fallen.
“Ja, schön.”
, murrte Erasmus. Asahi stand einfach nur still da und machte sich im Kopf eine Karte des Gebäudes.
“Oben befinden sich 2 Schlafräume und ein Bad.”
, sagte Elandra und deutete auf einen Treppenaufgang zwischen Sitzgruppe und Küche.
Das Bad ist oben?
Das machte ihn schon ein wenig neugierig.
Wie bekommen die das Wasser dort hin? Das muss ja dann irgendwie aufwärts fließen. Vielleicht diese berühmte Goblintechnik oder.. Magie?
“In Ordnung, aber wo sollen wir hier üben? Man kann ja überall reinschauen.”
, bemerkte Isidora und Elandra nickte.
“Es gibt einen Lagerkeller unterhalb. Die Tür dort führt dorthin.“
Asahi folgte ihrem Blick.
„Er müsste noch aufgeräumt werden, damit Platz ist - da ist viel altes Zeug aus den Zeiten der Post, aber es müsste gehen."
Punkt zwei.
"Bedient euch in der Küche. Viel ist nicht da.”
, meinte sie schulterzuckend und das konnte der Koch leider nur bestätigen. Selbst in sein Reiseproviant war nährreicher als das hier. Es gab lediglich Salz als Gewürz und das meiste Geschirr war eingestaubt. Asahi zog seinen Rucksack vom Rücken und ließ ihn an Ort und Stelle fallen.
„Ich mach hier erst mal sauber.“
Beim Rundgang war er aufmerksam gewesen, einen Überblick verschafft und hatte sich kleine Dinge, die für ihn als Diener wichtig waren sofort gemerkt, wie wo ein Eimer stand oder was man als Lappen benutzen könnte. Die Wasserquelle hier im Haus war auch sehr wichtig und ob die Feuerstelle gereinigt werden musste. Das Geschirr musste gespült werden, die Schlafräume inspiziert und Nischen erkundet wo er später die überschüssigen Dinge aus dem Keller lagern konnte, damit sie dort unten üben konnten. Innerlich hatte er sich einen Plan bereit gelegt, als ihm unangenehm auffiel, dass die Lebensmittel niemals für sie vier reichen würden. Er kannte sich in der Stadt nicht aus und würde ewig herum irren, also fragte er:
„Könnte jemand ein paar Dinge einkaufen gehen? Etwas frisches Gemüse wäre gut, Fisch oder Hühnchen und Reis, wenn möglich. Ich kann eine Liste machen. Was meint ihr, für wie viele Tage soll ich planen? Erst einmal für zwei?“
Die wichtigsten Gewürze die er normaler weise brauchte, hatte er in kleinen Mengen dabei. Ohne die ging er nicht aus dem Haus. Es gehörte zu seinem Berufsethos wie das Mitführen seiner Küchenmesser. Und irgendwo gab es hier Zimt den er gerochen hatte. Ein seltenes Gewürz, dass hervorragend zu Süßspeisen passte.
In Milch gekochter Reis mit Zimt... oder ein Pudding? Ein kleiner Kuchen mit Rosinen...
Seine Vorliebe für alles Süße brach durch und er musste einmal schlucken, als ihm der Speichel im Munde zusammen lief. Das Gewürz passte auch gut zu Geflügel, wenn man es in Öl und Sesam mit etwas Kurkuma kurz anröstete. Dann wären die Speisen zudem auch noch entzündungshemmend. Zu gerne hätte er den Einkauf selbst übernommen, aber er erregte einfach zu viel Aufmerksamkeit. Es war besser wenn er das anderen überließ. Also legte er seinen Reisemantel ab und darunter kam die schlichte eng anliegende Kleidung des Ordens zum Vorschein. Sie betonte auch seine Muskelberge sehr schön. Die Handschuhe ließ er vorerst an, zumindest bis er mit Wasser arbeiten würde und fing an Ordnung zu schaffen. Gleich an zweiter Stelle, nach der „Küche“ stand der Keller auf seiner Liste. Dort konnte er seine körperliche Kraft als Vorteil nutzen und hoffentlich schnell einige der Dinge an eine Wand stapeln oder eben zum Teil nach oben bringen, wenn nötig. Auf jeden Fall wurde klar, Asahi war kein Mann vieler Worte, sonder er packte sofort an, hielt man ihn nicht davon ab. Ließen sie ihn machen, dann würde innerhalb weniger Stunden, alles sauber sein, der Keller vorbeireitet und ein gesundes und köstliches Mahl auf dem Tisch stehen. Erst dann wäre er mit sich und seiner Umwelt gänzlich zufrieden und im reinen. Genauso achtsam sorgte er sich um seine Mitstreiter und befragte sie auch ganz nebenbei nach Unverträglichkeiten und Vorlieben. Vielleicht ließ sich Erasmus überreden im Keller mit anzupacken, so konnte körperliche Arbeit vielleicht auch sein etwas hitziges Gemüt besänftigen. Genauso freute er sich, wenn ihm jemand beim Kochen zur Hand ging, auch wenn sich da sehr schnell heraus stellen würde, dass er keine Fehler duldete und ungewöhnlich hart klingen konnte. Ja regelrecht wie ein General. Vielleicht war dieser Ton, den er da offenbarte auch ein Weg ihn auch in anderen Dingen härter klingen zu lassen, wenn man ihn darauf aufmerksam machte. Eine falsch geschnittene Schalotte würde sich faserig im Mund anfühlen und da griff er gnadenlos durch. Seine tiefe Stimme grollte dann regelrecht und konnte so manch eine zarte Seele erschaudern lassen. In der Küche war Asahi erbarmungslos!
„Falsch! NEIN! Das kommt weg! Mach es neu!“
, waren scharfe Befehle und sein Gesicht entsprechend finster, obwohl er selbst sich dabei nur eher als sachlich und klar formulierend bezeichnen würde. Beim essen wäre er dafür dann um so scheuer und zurückhaltend, da er unbedingt in den Gesichtern lesen wollte, ob es ihnen schmeckte. Da stand er dann still, fast ein wenig bebend da und knibbelte nervös am Schnürband seines Hemdes. Wenn die anderen ihn machen ließen, würde bis zum Abend alles erledigt sein und ein rechtschaffend müder Riese würde hoffentlich erholsamen Schlaf finden.




