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Whimrie

Verfasst: Montag 13. Juli 2026, 00:11
von Whimrie
Zweitcharakter von Themis Tefrenet Tel-Tyvirr


Name:
Innerhalb der Schimmerkarawane, auf den kleinen und großen Bühnen dieser Welt, unter all den bunten Zeltplanen, Laternenketten und staunenden Blicken ist sie schlicht Whimrie — manchmal auch nur Whim. Ein Name, der zu ihr passt wie Wind zu Federn: leicht, freundlich und flatterhaft. Dass sie einst unter einem anderen Namen geboren wurde, weiß Whimrie selbst nicht mehr. Ihr ursprünglicher Name lautete Fenna Orfeâs, doch dieser gehört zu einem Leben, das hinter Fieber, Schmerz und verlorenen Erinnerungen verschwunden ist. Für Whimrie selbst ist dieser Name kein bewusst gehütetes Geheimnis, sondern eine verschlossene Tür, von der sie nicht einmal weiß, dass es sie gibt.

Rasse:
Whimrie ist eine seltene, durch eine Infektion entstandene Mischgestalt – eine Vogelhybridin. Ihre elfische Herkunft als Shyáner Elfe ist definitiv noch sichtbar, besonders in ihren spitz zulaufenden Ohren, den feinen Gesichtslinien und einer gewissen natürlichen Anmut. Doch der elfische Körper dominiert ihre äußere Erscheinung längst nicht mehr vollständig. Die Harpyienverwandlung hat sie zu etwas gemacht, das für viele Menschen gleichermaßen schön, befremdlich und unheimlich wirken kann.

Alter:
98 Jahre alt. Dieses Alter lässt sie noch jung, staunend und unbefangen wirken, gibt ihr aber zugleich einiges an Lebenszeit, um bereits mehrere Jahre bei ihren Zieheltern und der darauffolgenden Schimmerkarawane verbracht zu haben.

Geschlecht:
Sie nimmt sich selbst eindeutig als weiblich wahr, auch wenn sie mit gesellschaftlichen Rollenvorstellungen noch relativ wenig anzufangen weiß. Sie versteht vieles eher über Gefühl, Nähe und Schönheit als über feste Erwartungen daran, wie eine junge Frau, eine Elfe oder eine Artistin zu sein hat.

Beruf:
Whimrie ist Artistin und Schaustellerin bei der wandernden Schimmerkarawane. In der Manege tritt sie als eine der auffälligeren Attraktionen der Truppe auf. Ihre Darbietungen verbinden Tanz, Luftakrobatik, Balance, einfache Gesangselemente und die natürliche Wirkung ihrer seltenen Gestalt. Für das Publikum ist sie ein Federwunder aus pflaumenfarbenem Gefieder, weichen Bewegungen und großen, staunenden Augen. Whimries Kunst selbst lebt hierbei aber weniger von gefährlicher Perfektion als vom Zauber des Augenblicks. Sie ist keine kühl gedrillte Akrobatin, die jede Bewegung mit eiserner Disziplin kontrolliert, sondern eine Darstellerin, deren Auftritte traumhaft wirken: flatternde Bänder, Laternenlicht, violett schimmernde Federn, kleine Sprünge, luftige Drehungen und dieses unschuldige Strahlen, das an ihr wirkt, als könne sie selbst kaum glauben, dass die Welt so schön sein darf. Abseits der Bühne hilft sie im Lager, so gut sie kann. Sie schmückt Zeltstangen, sortiert Kostümteile, trägt Stoffe umher, sammelt Requisiten ein, reicht Wasser nach Auftritten und ist fest davon überzeugt, dass eigentlich fast alles durch Federn, Glöckchen oder etwas Glitzer verbessert werden kann.

Heimat:
Ihr bewusstes Leben beginnt für Whimrie nicht in Shyána Nelle, sondern nahe Alberna, bei einem älteren Bauernpaar, das sie nach ihrer Verwandlung aufnahm und gesund pflegte. Dieses einfache Gehöft war über Jahre hinweg ihr erstes greifbares Zuhause: warm, verborgen, liebevoll — aber auch eng. Die beiden Menschen, die sie großzogen, schützten sie vor der Welt, indem sie sie vor ihr versteckten.

Gesinnung:
Whimrie ist im Kern gut, friedfertig und harmoniebedürftig. Sie begegnet der Welt nicht mit Misstrauen, sondern mit offenem Herzen. Wo andere die Gefahr längst wittern, reagiert sie dennoch zuerst mit Neugier. Wo andere bereits eine Ablehnung erwarten, versucht sie es trotzdem noch mit einem kleinen Lächeln. Whimrie möchte dazugehören, helfen, staunen und möglichst dafür sorgen, dass niemand jemals traurig oder allein bleibt. Ihre generelle Gutmütigkeit wird zudem leider nicht von moralischer Reife oder kluger Vorsicht begleitet. Whimrie ist leicht zu beeinflussen, glaubt freundlichen Worten oft viel zu schnell und begreift auch nicht immer, wenn jemand ihre offensichtliche Naivität ausnutzt. Sie ist keine Heilige, keine kluge Strategin, sondern ein sehr weiches Wesen, das sich meist instinktiv nach dem Guten ausrichtet — selbst dann, wenn es nicht besonders vernünftig erscheint.

Magie:
Keine aktiv erlernte magische Begabung. Als gebürtige Shyáner Elfe könnte in ihr zwar durchaus eine gewisse natürliche Nähe zu den elementaren Magiearten liegen. Durch ihren Gedächtnisverlust, ihre Verwandlung und ihr späteres Leben außerhalb Shyána Nelles wurde dieses Erbe jedoch nie bewusst herangebildet. Sollte magisches Potenzial in ihr schlummern, zeigte es sich bisher vermutlich eher ungezielt und unbewusst: in ihrer feinen Wahrnehmung, ihrer starken Verbindung zur Natur, ihrem instinktiven Gespür für Wind, Höhe und Bewegung. Whimrie selbst würde solche Dinge allerdings kaum als Magie im eigentlichen Sinne bezeichnen. Für sie ist es einfach „ein Gefühl im Bauch“ oder auch mal ein Bäumchen oder der Wind, die ihr „zuflüstern“.

Sprache:
Durch ihre Herkunft könnten einige Reste ihrer Muttersprache (Lyrinthra) in ihr schlummern, doch sie spricht diese Sprache nicht bewusst. Manchmal summt sie Melodien, deren Ursprung sie nicht kennt, oder reagiert auf einzelne fremde Worte, die ihr in den Sinn kommen, ohne zu verstehen, warum. Es ist denkbar, dass bestimmte Lieder, Namen oder auch nur einzelne Begriffe Erinnerungsfetzen in ihr wecken könnten.

Religion/Glaube:
Grundsätzlich glaubt Whimrie weniger an strenge Lehren als an Güte in ihrer reinsten Form. Für sie ist etwas heilig, wenn es Leben schützt, Schönheit schenkt oder jemanden tröstet. Davon abgesehen wurde sie von ihren Zieheltern mit einfacher, bäuerlicher Frömmigkeit vertraut gemacht: Man dankt den Göttern für eine gute Ernte, bittet um Schutz auf Reisen, achtet auf Zeichen des Wetters, fürchtet Unheil, aber vergisst nicht, auch für kleine Wunder dankbar zu sein. Von der Schimmerkarawane hat sie zusätzlich noch viele Aberglauben und Fahrendenrituale übernommen: Glücksperlen am Wagen, Schutzknoten in Seilen, gemeinsame Lieder vor der ersten Vorstellung, weiße Federn für sichere Wege und kleine Opfergaben für milde Nächte.

Aussehen:
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Bild
Whimrie ist eine äußerst zarte, aber auch höchst auffällige Erscheinung, deren eigentümliche Schönheit stark von ihrer Fremdartigkeit geprägt ist. Sie ist schlank gebaut, schmal und sehnig, mit einem beweglichen Körper, der unfassbar leicht, ja geradezu hohlknochig in eben jener Leichtigkeit wirken kann. Tatsächlich besitzt die Vogelhybridin kaum nennenswertes Eigengewicht; eine Besonderheit, die nicht nur ihren Bewegungen federnde Mühelosigkeit verleiht, sondern ihr das Fliegen überhaupt erst ermöglicht.
Kurzum: Whimrie ist schlichtweg kein Wesen, das man auf den ersten Blick sauber einordnen könnte. Zu viel an ihr wirkt vogelhaft, wobei ihre Flügel gewiss das auffälligsten Merkmale ihrer gesamten Erscheinung sind. Sie entspringen kräftig und organisch ihrem Rücken, groß genug, um nicht nur wie eine hilflose Laune der Natur zu wirken, sondern tatsächlich prachtvoll in ihrer Muskulatur und Spannweite. Das Gefieder in tiefen Pflaumen-, Beeren- und Violetttönen schimmernd, je nach Licht manchmal mit rötlichem oder mauvefarbenem Einschlag. Die Federn dicht, wundervoll lang und kräftig und auch überraschend lebendig in ihrer Wirkung; bei Aufregung, Freude, Unsicherheit oder Erschrecken können sie sich sichtbar aufplustern, sodass Whimrie für einen Moment größer, runder oder auch mal geradezu empört aufgefächert wirkt. Gerade diese unwillkürlichen Reaktionen verraten oft mehr über ihre Stimmung, als ihr Gesicht es tut.
Jenes besitzt im Übrigen durchaus noch deutlich elfische Züge: schmale Wangen, eine hübsche, weiche Mundlinie, große, wache Augen und lange, spitz zulaufende Ohren. Zugleich hat die Harpyienverwandlung Whim auch hier sichtbar gezeichnet. An Stirn und Schläfen zeigen sich zarte Federzeichnungen, teilweise sogar echtes Gefieder, ebenfalls in satten Purpurtönen schimmernd. Ihr langes Haar fällt in ähnlichen Farben über Rücken und Schultern, dunkelviolett, rötlich, manchmal fast schwarz, wenn kein Licht darauf fällt. Auch ihre Augen sind rosaviolett, sehr ausdrucksstark und wirken oft größer, als sie eigentlich sind, weil Whimrie die Welt mit einer fast kindlichen Offenheit betrachtet. In der Manege fangen sie oft genug derart viel Laternenlicht ein, dass sie selbst beinahe leuchten.
Davon abgesehen wurden auch andere Körperpartien durch die Verwandlung gezeichnet. Nicht unmittelbar sichtbar, aber dennoch Teil ihrer körperlichen Eigenart, sind die zarten Federzeichnungen entlang ihrer Wirbelsäule. Vom oberen Rücken bis hinab zum Steiß zieht sich ein zarter flaumiger Streifen über ihre Haut — wie ein hauchdünner, pflaumenfarbender Federschatten, weich und warm. Ein deutliches Echo der Verwandlung, in der aus Fenna einst Whimrie geworden war. Zusätzlich schmücken einige Federn auch ihr langes, dunkles Haar. Nicht durch hineingesteckten Schmuck, nicht als bloße Verzierung, sondern tatsächlich als Teil ihrer selbst fallen sie zwischen einige Haarsträhnen hindurch, richten sich manchmal leicht auf und können sich, ebenso wie ihr übriges Gefieder, bei starker Erregung auffächern oder sträuben. Besonders im Licht der Manege wirkt ihr Haar oft wie ein fließender Federmantel, dunkelviolett und prächtig.
Ihre Füße – schmal, kräftig und vogelartig angepasst, mit festen, hornigen Partien und krallenähnlichen Nägeln – geben ihr auf Balken, Ästen, Seilen oder Wagendächern sicheren Halt. Theoretisch braucht Whimrie kein Schuhwerk; ganz im Gegenteil, oft empfindet sie es sogar als unpraktisch, einengend und ein wenig beleidigend gegenüber ihren Füßen, die schließlich „ganz gut wissen, wo es hingeht“. Auf weichem Boden, Holz, Gras oder Stoff bewegt sie sich barfuß am liebsten.
Generell trägt Whimrie lieber zu wenig als zu viel Kleidung, wenn auch nicht aus bewusster Freizügigkeit oder koketter Absicht heraus. Sie mag es schlicht nicht, wenn Stoff sie einschränkt. Sie möchte Luft und Wind auf ihrer Haut spüren, ihre Flügel frei bewegen können und nicht ständig irgendwo hängenbleiben. Enge, schwere Kleidung macht sie unruhig; zu viele Lagen fühlen sich für sie schnell an, als würde sie sich selbst dadurch behindern. Also lässt sie gerne mal was weg, wobei sie dank ihres schlanken Körperbaus weniger aufreizend als einfach ... luftig wirkt. Whim besitzt im Gegensatz zu so manch anderer Frau der Schimmerkarawane kaum ausgeprägte weibliche Rundungen. Ihre Erscheinung ist nicht üppig, nicht sinnlich geformt. Etwas, das durch ihre Auftritte auf der Bühne meist ganz bewusst verstärkt wird. Dort trägt Whimrie leichte, schimmernde Stoffe, flatternde Bänder, Federschmuck, kleine Ketten, Glasperlen und alles, was sich im Laternen- und Feuerlicht schön bewegt. Ihre Kostüme sind so geschnitten, dass ihre Flügel sichtbar bleiben, sich jederzeit entfalten können. Sie zeigen viel Haut, ja, aber präsentieren ihre Gestalt zumindest nicht wissentlich anzüglich.
Abseits der Auftritte kleidet sie sich einfacher, aber nicht weniger eigenwillig. Sie bevorzugt leichte, fließende Stoffe, zarte Röckchen, weiche Tücher und hübsche Kleider, die eigens für sie angepasst wurden, damit ihre Flügel Platz haben. Viele dieser Stücke sind hinten offen, geschnürt oder raffiniert ausgespart, sodass sie sich frei bewegen kann. Ihre Kleidung wirkt oft etwas verspielt, fast schon zusammengewürfelt: ein Band hier, eine Glasperle dort, irgendwo ein Flicken aus besonders schönem Stoff, den sie unbedingt aufgenäht haben wollte. Whimrie trägt, was sich gut anfühlt, schön flattert und sie nicht daran hindert, spontan auf eine Kiste, einen Wagen oder einen niedrigen Ast zu klettern.
Andere Regeln gelten, wenn sie mit Mitgliedern der Schimmerkarawane in Dörfer oder Städte geht, um sich dort beispielsweise auf Märkten oder in Schenken rumzutreiben. Esmer, der Anführer ihrer Truppe, hat ihr streng verboten, ihre Flügel bei solchen Ausflügen offen zu zeigen. Nicht, weil er sich ihrer schämt, sondern weil das Risiko zu groß ist, dass Fremde distanzlos, gierig oder unvorsichtig auf ihre Fremdartigkeit reagieren. Für diese Anlässe besitzt Whimrie eine Art Ledergeschirr, mit dem ihre Flügel vorsichtig ihrem Rücken angebunden werden können. Es ist nicht angenehm, aber erträglich genug für kurze Zeit. Unter einem weiten Umhang lassen sich die Flügel dann halbwegs verbergen — auch wenn die Silhouette dadurch seltsam wirkt, als trüge sie einen kleinen Buckel oder eine schlecht sitzende Last zwischen den Schultern. Whimrie mag diese Ausflüge trotzdem, weil insbesondere fremde Märkte nach neuartigen Gewürzen, Obst, Tieren, fremden Menschen und Möglichkeiten riechen. Doch wirklich frei fühlt sie sich erst wieder, wenn der Umhang fällt, die Riemen gelöst werden und ihre Flügel sich mit einem leisen Rascheln zurück in die Luft strecken dürfen.

Persönlichkeit:
Offenherzig, freundlich und neugierig, sowie von einer beinahe ansteckenden Lebensfreude erfüllt. Die Welt erscheint Whimrie groß, bunt und voller Wunder. Sie möchte alles sehen, alles hören, alles berühren und verstehen — Neuem begegnet sie deshalb auch nicht mit Angst, nicht mit Vorsicht oder Zurückhaltung, sondern mit leuchtenden Augen. Allerdings geht Whimrie dabei nicht unbedingt scharfsinnig vor. Sie ist schlicht im Denken, oft geradeheraus und sehr gefühlsgeleitet. Viele Dinge nimmt sie wörtlich, Hintergedanken erkennt sie spät, und Gefahr erscheint ihr oft erst dann als Gefahr, wenn jemand sie sehr bewusst, vor allem aber auch sehr deutlich darauf hinweist. Diese Naivität macht sie liebenswert, aber auch verwundbar. Und harmoniebedürftig. Streit, laute Vorwürfe oder harte Worte machen sie nervös. Sie mag es nicht, wenn Menschen einander anschreien, möchte dann am liebsten dazwischenstehen und irgendetwas tun: eine Birne anbieten, Komplimente machen oder allen Beteiligten Feder schenken, damit sie sich wieder vertragen. Nicht immer ist das hilfreich. Aber es ist immer ehrlich gemeint.
Innerhalb der Schimmerkarawane, aber auch gegenüber Menschen von außerhalb verhält sich Whimrie rasch anhänglich und liebevoll. Sie merkt sich kleine Vorlieben anderer, gibt Spitznamen, sammelt Dinge für Personen, die sie mag, und sucht Nähe, ohne immer zu begreifen, wann jemand Abstand braucht. Sie besitzt eine fast kindliche Freude an Kleinigkeiten, mag hübsche Knöpfe, gelungenen Sprünge, warme Suppen, fröhliche Lieder oder auch Kieselsteine, die „besonders rund“ aussehen. Ihre Vorlieben sind einfach, aber zahlreich. Whimrie liebt Musik in jeder Form — besonders Flöten, Tamburine, leise gesummte Schlaflieder und jene Melodien, die nachts kurz vor dem Schlafengehen noch eine Weile zwischen den Zelten hängen bleiben, nachdem der eigentliche Auftritt längst vorbei ist. Sie tanzt nicht nur auf der Bühne, sondern auch nebenbei: beim Warten, beim Aufräumen, beim Waschen von Stoffen, manchmal sogar beim Nachdenken. Bewegung hilft ihr, Gefühle zu sortieren. Wenn sie glücklich ist, wird sie leichtfüßig. Wenn sie nervös ist, flatterhaft. Traurig oder nachdenklich zieht sie sich oft an einen erhöhten Ort zurück und lässt die Beine baumeln, während sie an ihren Federn rumzupft oder leise vor sich hin summt. Denn ja, auch Whimrie trägt Verletzlichkeit in sich. Sie weiß nicht, wer sie vor der Verwandlung war. Ihr wahrer Name, ihre Familie und ihre Herkunft liegen hinter einem bisher undurchdringlichen Nebel aus Fieber, Schmerz und verlorenen Erinnerungen. Meistens lebt sie ganz im Augenblick und denkt nicht darüber nach. Doch manchmal hält sie plötzlich inne: bei einem bestimmten Lied, dem Duft nach Blüten oder dem Gefühl von warmem Wind auf ihrer Haut. Dann wirkt sie für einen Moment ungewöhnlich still, beinahe lauschend, als hätte etwas in ihr auf einen Ruf reagiert, den sie nicht versteht.
Gesellschaftlich mag Whimrie sich nicht immer normgerecht verhalten. Sie hält Abstände nicht zuverlässig ein, wenn sie jemanden mag. Sie stellt Fragen, die anderen manchmal zu direkt erscheinen könnten. Sie kommentiert Dinge, die ihr auffallen, ohne zu begreifen, dass man sie vielleicht besser verschweigt. Wenn sie müde ist, sitzt sie lieber auf Wagendächern, Balken, Fensterbrettern oder Zeltkisten als auf Stühlen. Bei Aufregung plustert sie sich sichtbar auf, bei Freude summt oder trillert sie leise vor sich hin, und wenn etwas ihre Aufmerksamkeit fesselt, neigt sie den Kopf auf eine sehr vogelhafte Weise zur Seite. In bürgerlicher Gesellschaft würde man sie vermutlich schnell als wunderlich, ungezogen oder schwer einzuordnen empfinden. Innerhalb der Schimmerkarawane hingegen ist genau diese Eigenart kein Makel. Dort leben so viele sonderbare, laute, schillernde und aus der Reihe gefallene Gestalten, dass Whimries Anderssein nicht erklärt werden muss. Sie ist einfach Whim – und die durch ihre bunte Wahlfamilie gelernt, dass Eigenheiten nicht zwangsläufig versteckt werden müssen. Wo sie früher aus Angst vor fremden Blicken verborgen gehalten wurde, darf sie heute sichtbar sein. Das prägt sie stark. So gesehen liebt Whimrie die Schimmerkarawane nicht nur deshalb, weil sie ihr ein Dach über dem Kopf und einen Platz in der Manege geben, sondern weil sie ihr das Gefühl des nicht-falsch-seins schenken. Die Karawane ist für sie Musik, Laternenlicht, staubige Straßen, gemeinsames Essen nach den Vorstellungen, das Knarren der Wagenräder und das beruhigende Wissen, dass irgendwo immer jemand zur Verfügung steht. Whimrie hängt mit fast kindlicher Hingabe an diesem Leben und an den Menschen, die es mit ihr teilen.

Stärken:
Whimries wohl auffälligste Stärke liegt in ihrer beinahe entwaffnenden Herzenswärme. Sie begegnet anderen Wesen mit einer Aufrichtigkeit, die sich nicht vortäuschen lässt. Auch abseits davon verstellt sie sich kaum, sondern trägt ihre Freude offen im Gesicht und Zuneigung oft in ihren Händen. Whimrie besitzt ein feines Gespür dafür, wenn jemand traurig, erschöpft oder innerlich aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nicht immer mag sie die Gründe dafür verstehen, doch Stimmungen nimmt sie sehr genau wahr. Gerade innerhalb der Schimmerkarawane macht sie das oft zu einer Figur, die oft dort auftaucht, wo jemand vielleicht zunächst allein bleiben wollte — am Ende aber doch froh ist, nicht ganz allein gewesen zu sein. Auch ihre Fähigkeit, Freude zu empfinden und weiterzugeben, ist nicht zu unterschätzen - oder auch nur ihre Resilienz. Whimrie hat Verlorenheit, Krankheit, Angst und jahrelanges Verstecktwerden erlebt, ohne bitter oder hart zu werden. Sie ist naiv und verletzlich, gewiss, aber sie besitzt eine erstaunliche innere Widerstandskraft. Selbst nach Zurückweisung oder Enttäuschung findet sie recht schnell zu ihrem hellen, lebensfrohen Wesen zurück. Ihre Freude ist in ihrer Sturheit fast trotzig lebendig: wie ein leises Beharren darauf, dass die Welt trotz allem schön ist. Für eine fahrende Truppe, die mit Geldsorgen, gefährlichen Wegen, misstrauischen Dörfern und erschöpften Artisten zu kämpfen hat, kann Whimries ungekünstelte Lebenslust wie ein kleiner, flatternder Lichtpunkt wirken.
Auch Körperlich bringt Whimrie durch ihre Verwandlung besondere Begabungen mit. Als Vogelhybridin ist sie außerordentlich leicht, besitzt kaum nennenswertes Eigengewicht und kann sich dadurch mit einer mühelosen Eleganz bewegen, die anderen fast unwirklich erscheinen mag. Auf festem Boden wirkt sie manchmal etwas zerstreut; in der Höhe hingegen entfaltet Whimrie eine ganz eigene Art von Sicherheit. Balken, Seile, Äste, Zeltgerüste und erhöhte Plattformen scheinen ihr natürlicher zu sein als gepflasterte Straßen. Sie klettert geschickt, balanciert intuitiv und kann ihre Flügel in Verbindung mit Sprüngen, Drehungen und Gleitbewegungen so einsetzen, dass ihre Auftritte eine besondere, märchenhafte Wirkung entfalten. Ihre Kraft liegt gewiss nicht im Tragen schwerer Lasten, dafür aber in Balance, Wendigkeit, Auftrieb und dem feinen Zusammenspiel von Körpergefühl und Instinkt. Insbesondere ihre Flügel können von echtem Vorteil sein. Whimrie kann fliegen, sich scheinbar mühelos in die Luft erheben und Höhen nutzen, die anderen zumeist verschlossen bleiben. Dadurch eignet sie sich hervorragend für Luftakrobatik, aber auch für Erkundungen aus erhöhter Perspektive, schnelle Fluchtwege oder hier und da auch mal für das schnelle Überwinden von Hindernissen. Ihre geschärften Sinne sollten davon abgesehen wohl ebenfalls noch Erwähnung finden. Ihr Gehör ist fein, als Elfe schon mal generell, durch ihre Verwandlung aber wurden insbesondere ihr Hören und Sehen nochmal maßgeblich verfeinert.

Schwächen:
Zweifellos handelt es sich bei Whimries größter Schwäche um ihr mangelndes Gefahrenbewusstsein. Whimrie begegnet der Welt mit so viel Vertrauen, so viel Offenheit, dass sie offensichtliche Risiken und potenzielle Gefahren oft erst dann erkennt, wenn es beinahe schon zu spät ist. Freundliche Stimmen und schöne Worte können sie schnell einnehmen, selbst wenn dahinter ganz andere Absichten lauern. Zunächst geht sie davon aus, dass ihr Gegenüber meint, was es sagt, und begegnet Fremden deshalb auch erstmal mit Neugier und einem gar nicht so unbeachtlichen Maß an Vertrauensvorschuss. Dabei zieht Whimrie oft genug Aufmerksamkeit auf sich — und eben nicht ausschließlich freundliche, sondern auch gierige, besitzergreifende oder manipulierende. Sie selbst versteht oft nicht sofort, wann jemand sie nicht als Person, sondern als Kuriosität, Besitz, Attraktion oder mögliche Einnahmequelle betrachtet. Eng damit verbunden ist Whimrie natürlich auch beeinflussbar. Sie möchte gemocht werden, möchte dazugehören und hat große Angst davor, verlassen zu werden oder anderen durch ihre Eigenheiten zur Last zu fallen. Wenn man sie freundlich behandelt oder ihr auch nur das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden, fällt es ihr schwer, Nein zu sagen. Sie kann sich überreden lassen, aufzutreten, obwohl sie müde ist; zu helfen, obwohl es sie überfordern würde; oder auch mal mehr von sich preiszugeben, als gut für sie wäre. Whimrie ist nicht willenlos, aber ihre Grenzen sind weich und formbar und oft auch einfach nur schlecht bewacht. Besonders Personen, die geschickt mit Lob, Zuneigung oder Schuldgefühlen hantieren, könnten Whimrie leicht in Situationen bringen, aus denen sie allein nur schwer wieder herausfindet.
Gesellschaftlich gesprochen ist Whimrie zudem überhaupt nicht sattelfest. Sie kennt viele ungeschriebene Regeln nicht oder hält sie zumindest auch nicht immer zuverlässig ein, wahrt Abstände schlecht, verhält sich manchmal zu direkt und versteht auch nicht immer, wann ein Gespräch in eine gefährliche oder unangemessene Richtung abdriftet. Innerhalb der Schimmerkarawane ist das kaum ein Problem, weil dort viele eigensinnige, schillernde und nicht normgerechte Personen leben. Außerhalb dieser bunten Gemeinschaft kann Whimries Verhalten jedoch schnell anecken. In Dörfern, Städten oder höflicheren Gesellschaften könnte man sie deshalb schnell für ungezogen, wunderlich, distanzlos oder einfältig halten. Das lässt sie sozial wahnsinnig unbeholfen zurück, besonders wenn niemand aus der Truppe bei ihr ist, der solche Situationen abfangen kann. Konflikte überfordern sie ebenfalls stark. Harte Worte, laute Stimmen, Streit oder auch nur offen gezeigte Wut lösen bei Whimrie den Drang nach Beschwichtigung aus. Sie versucht, Spannungen zu glätten, bevor sie versteht, worum es eigentlich geht. Dabei kann sie sich selbst zu schnell mal zurücknehmen, sämtliche Schuld auf sich laden oder auch die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen stellen. Wenn jemand ärgerlich auf sie ist, fragt sie nicht, ob der Ärger berechtigt ist, sondern was sie tun kann, damit er wieder aufhört. Diese Konfliktscheue macht sie in zwischenmenschlichen Beziehungen höchst anfällig dafür, zu viel zu verzeihen und eigene Verletzungen kleinzureden. Sie ist nicht nachtragend — manchmal sogar so wenig, dass sie sich selbst nicht ausreichend schützt, wenn jemand sie schlecht behandelt.
Körperlich ist Whimrie trotz ihrer besonderen Fähigkeiten keineswegs robust. Ihr Körper ist leicht, flach und auf Beweglichkeit ausgelegt, nicht auf generelle Widerstandskraft. Schwere Treffer, grobe Gewalt, lange Märsche unter schlechten Bedingungen, Kälte, Hunger oder Krankheit setzen ihr schneller zu als kräftigeren Personen. Auch ihre Flügel und ihr Gefieder sind empfindlich. Beschädigte Federn, Nässe, Schmutz, Verfilzungen oder Verletzungen an den Flügeln beeinträchtigen sie nicht nur optisch, sondern können ihre Balance, ihre Flugfähigkeit und ihr allgemeines Wohlbefinden deutlich stören. Was für andere vielleicht nur ein unbequemer Regenguss wäre, kann für Whimrie rasch zu einem echten Problem werden, wenn ihr Gefieder schwer wird oder sie auskühlt. Ihre Abneigung gegen enge Kleidung und Einschränkungen kann hierbei ebenfalls rasch zur Schwäche werden. Whimrie trägt lieber wenig, bleibt gerne luftig und beweglich, weil sie Wind und Sonne auf der Haut spüren möchte und ihre Flügel Raum brauchen. Schwere Umhänge, Riemen, verdeckende oder auch nur wärmende Kleidung oder auch das Ledergeschirr, mit dem ihre Flügel in Städten verborgen werden, machen sie schnell unruhig. Sie fühlt sich eingeengt, stolpert eher, wird fahrig oder gereizt, auch wenn sie das nicht immer klar ausdrücken kann. In Situationen, in denen Tarnung, Anpassung oder Schutz notwendig wären, fällt es ihr schwer, diese körperliche Einschränkung lange zu ertragen.
Eine letzte, durchaus erwähnenswerte Schwäche liegt in ihrem Gedächtnisverlust begründet. Whimrie weiß nicht, wer sie früher war, woher sie stammt, welchen Namen sie trug oder ob es jemanden gibt, der sie vermisst. Das macht sie leicht formbar in Bezug auf ihre eigene Identität. Was andere ihr über sich erzählen, könnte sie glauben, weil sie keine sicheren Erinnerungen besitzt, mit denen sie es abgleichen kann. Gleichzeitig fehlt ihr dadurch auch ein wichtiger Teil innerer Verankerung. Sie hat sich mit der Schimmerkarawane ein neues Zuhause geschaffen, doch dieses Zuhause trägt auch die Last, ihre gesamte Gegenwart und Identität zu halten. Sollte die Karawane zerbrechen oder Whimrie von ihr getrennt werden, könnte sie das kaum ertragen.

Lebensgeschichte:
Das Erste, woran Whimrie sich erinnert, ist Hitze. Nicht Sonne auf nackter Haut, nicht die freundliche Wärme eines Herdfeuers, sondern eine fiebrige, nasse, alles verschlingende Hitze, die unter ihrer Haut brannte und das lärmende Chaos ihrer Gedanken in einzelne, flackernde Bilder zerriss. Grün über ihr. Grün um sie herum. Riesige Blätter, die sich im Dunst bewegten, feuchte Erde an ihrer Haut, auf ihren Händen, an ihren Füßen. Der Geschmack von Blut und bitterem Speichel auf der Zunge. Irgendwo ein spitzer Schrei, ein Schluchzen und Stöhnen — vielleicht das einer Kreatur, vielleicht ihr eigenes. Sie wusste es nicht. Sie wusste kaum noch, dass sie überhaupt jemand war. Tagelang irrte sie durch den Urwald, halb tot, halb von etwas getragen, das wohl stärker sein musste als ihr bloßes Bewusstsein. Manchmal kroch sie. Manchmal taumelte sie auf den Beinen weiter, ohne zu begreifen, wohin. Ja, wohin eigentlich? Die Welt bestand aus Fieberträumen: Federn, die nicht dort waren, wo keine Federn sein sollten. Schmerz zwischen den Schulterblättern. Ihr Körper, die sich wund und fremd anfühlt, der ihr nicht mehr gehorchte, weil er gerade dabei war, etwas anderes zu werden. In den wenigen klareren Momenten muss sie wohl versucht haben, sich an Dinge zu erinnern — an einen Namen, an Stimmen, an einen Ort, von dem sie gekommen war. Doch alles glitt ihr durch die Finger. Wie Sand. Wie Wasser. Oder Nebel. Was vor diesem Urwald lag, ist für Whimrie bis heute verloren. Vielleicht gab es ein Zuhause. Eltern. Hände, die sie gehalten hatten, einen Namen, der einst ganz selbstverständlich zu ihr gehört hatte. Doch die Kopfverletzung, das Fieber und die Verwandlung durch das Hybridvirus rissen tiefe Lücken in ihr Gedächtnis. Als der Urwald sie schließlich wieder ausspuckte, war von dem Kind, das ihn betreten hatte, nur noch wenig übrig, an das Whimrie sich bewusst hätte erinnern können.
Gefunden wurde sie von einer Gruppe Söldner, die sich auf dem Weg nach Grandea befand, doch für Whimrie selbst sind auch diese Erinnerungen kaum mehr als flüchtige Gerüche und Geräusche – ein Netz, das über sie geworfen wurde, dann Leder, Schweiß und Pferdeatem, tiefe Stimmen, die über sie hinweg sprachen. Hände, die sie anhoben. Ein Mantel, der nach Nässe roch. Das Schaukeln eines eines Pferderückens. Vielleicht war es Mitleid, das die Männer dazu brachte, sie nicht im Wald sterben zu lassen. Vielleicht Unbehagen. Vielleicht wollten sie das fiebernde, gefiederte Kind zuerst verkaufen, bevor sie sich schlussendlich umentschieden haben. Whimrie weiß es nicht. Sie erinnert sich nur daran, dass der Lärm des Urwalds irgendwann verebbte und eine seltsame Art von Stille begann.
Die Söldner brachten sie nicht weit in die Welt hinein. Nahe Alberna ließen sie sie bei einem älteren Bauernpaar zurück — zwei Menschen, die selbst nie Kinder gehabt hatten, die vermutlich auch nicht wussten, ob sie hier ein krankes Mädchen, ein verwandeltes Tier oder ein schlechtes Omen vor sich liegen hatten. Trotzdem jagten sie sie nicht fort. Stattdessen wuschen sie ihr das Fieber aus dem Haar, schnitten verklebte Federn frei, legten kühle Tücher auf ihre Stirn und fütterten sie mit Brühe, bis aus dem bloßen Überleben langsam wieder Leben wurde. Tilda und Beton. Bei ihnen lernte Whimrie Wärme kennen. Geborgenheit. Der Hof roch nach Heu, nach Erde, Milch und Holzrauch, nach alten Decken. Hieran erinnert sich Whimrie lebhaft; an die vielen Hühner und die großen Regenfässer, an Tildas gekochtes Gemüse und Berons fleißige, raue Hände. Sie gaben ihr einen Platz, einen Namen, einfache Aufgaben und eine Art von Liebe, die sich zaghaft und vorsichtig anfühlte, aber echt. Sie brachten ihr bei, mit den Tieren am Hof umzugehen, Eier einzusammeln, Brot zu backen und nicht zu früh anzuschneiden und auch, bei Gewitter alle Fensterläden zu schließen. Es war ein gutes Leben, klein und einfach. Nicht lieblos, niemals das. Aber eng. Ihre Zieheltern hielten sie verborgen, so gut sie konnten. Vielleicht, weil sie sich für sie schämten, vielleicht auch, weil die Welt außerhalb des Hofes ihnen zu groß, zu gierig und zu grausam erschien für ein zartes Wesen wie sie. Beide wussten – oder glaubten zu wissen – was fremde Blicke bedeutet hätten. Dass Menschen selten aufgeschlossen reagierten, wenn ihnen etwas begegnete, das sie nicht verstanden. Also blieb Whimrie hinter Fenstern, in den Scheunen, unter niedrigen Dachbalken, wo sie auf Heuballen hockte und der Welt durch Ritzen beim Vorbeiziehen zusah.
Mit den Jahren wurde sie gesund. Nicht wieder zu dem Kind von früher — dieses Kind blieb verschwunden —, aber doch zu Whimrie. Zu dem leichten, gefiederten, neugierigen Wesen mit viel zu großen Augen für diese viel zu kleine Welt, in der sie lebte. Sie liebte ihre Zieheltern. Aufrichtig. Mit der ganzen anhänglichen Wärme ihres riesengroßen Herzens. Aber irgendwo in ihr blieb der Drang nach Luft, nach Höhe, nach Bewegung. Wenn der Wind an den Fensterläden rüttelte, lauschte sie. Ebenso wenn Wagenräder in der Ferne vorbeiknarrten. Für die Sehnsucht, die sie spürte, wenn sie Vögel dabei beobachtete, wie sie über den Hof zogen, fand sie keine Worte.
Die Schimmerkarawane kam eines späten Abends in Alberna an. Und bei den Göttern, für andere mochte es vielleicht nur ein fahrender Zirkus sein, für Whimrie jedoch war es, als hätte plötzlich jemand die Welt aufgerissen. Das, was sie sah, als sie sich hinaus stahl, um der Musik, dem Gelächter zu folgen, zeigte ihr Dinge, die größer, bunter und lauter waren, als sie je zu träumen gewagt hatte. Da waren Feuer und Trommeln, flatternde Stoffe, bemalte Wagen und seltsame Gestalten, die gar nicht erst versuchten, gewöhnlich zu wirken. Whimrie sah Menschen, die über Seilen balancierten, Messer warfen, mit Bällen jonglierten und mit Tieren sprachen. Keiner Stadt, keinem Königreich gehörten sie an, nein, sie gehörten nur zueinander. Angezogen wie der Nachtfalter von der Flamme, lauschte Whimrie dem Jubel, inhalierte den Duft nach Rauch und süßem Gebäck, nach Pferden, Öl und warmen Metall. Und zum ersten Mal seit sie denken konnte, erschien ihr Anderssein nicht wie etwas, das man hätte verstecken müssen. Nein, dort waren die Seltsamen nicht eingesperrt! Dort wurden angesehen. Bestaunt. Beklatscht. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur gegenüber der Musik, der ausgelassenen Stimmung, dem fröhlichen Gelächter, das aus sicherer Entfernung zu ihr herüber brandete, weil Whimrie sich damals nicht unter die Zuschauer gewagt hatte. Viel zu groß war die Angst gewesen, entdeckt und fortgeschickt zu werden. Also war sie hinaufgeklettert, höher als vernünftig gewesen wäre, auf einen Balken, wo sie halb im Schatten kauerte und durch Stoffbahnen und flatternde Zeltwimpel hindurch auf die Manege hinabblickte. Von dort oben sah sie Senneth dann zum ersten Mal tanzen. Sah gebannt dabei zu, wie sein Körper sich bog, drehte und spannte, wie die Muskeln unter schimmernder Haut arbeiteten, nicht schwer oder grob, aber dennoch kräftig, lebendig und vollkommen sicher in jeder Bewegung. Seine Feuerstäbe zischten durch die Luft, zeichneten Kreise und Bögen in die Dunkelheit, warfen goldene Splitter auf sein Gesicht, seine Arme, seine Schultern. Selbst aus der Entfernung glaubte Whimrie die Wärme der Flammen auf ihren Wangen zu spüren, dieses trockene, helle Streifen von Hitze, das ihr den Atem nahm und sie doch nicht zurückweichen ließ. Sie verstand nicht, warum ihr Herz dabei so aufgeregt schlug. Sie wusste nur, dass sie kaum zu blinzeln wagte. Dass dort unten jemand mit Feuer spielte, ohne von ihm verschlungen zu werden. Dass er schön war, ja — aber nicht auf eine Weise, für die Whimrie damals schon Worte gehabt hätte. Es war Bewunderung, Staunen, Faszination. Die kindliche, atemlose Gewissheit, etwas Wunderbares vor Augen zu haben. Erst viel später würde sie begreifen, dass in diesem ersten staunenden Blick vielleicht bereits der Anfang ihrer Schwärmerei gelegen hatte. An jenem Abend aber wusste Whimrie nur, dass Senneths Flammen strahlender und heller leuchteten als alles, was sie je gesehen hatte.
Der Abschied von ihren Zieheltern brach ihr das Herz. Whimrie ging nicht, weil sie undankbar war. Nicht, weil sie die beiden plötzlich weniger liebte. Sie ging, weil sie spürte, dass ein Leben in stiller Heimlichkeit nicht alles sein konnte, was von ihr übrig bleiben durfte. Die Welt mochte gefährlich sein, ja. Aber sie war auch voller Musik. Voller Wind. Voller Farben. Und Whimrie wollte nicht für immer nur an einem Fenster sitzen und all den Dingen nachträumen, die sie nicht berühren durfte. So schloss sie sich der Schimmerkarawane an.
Aus dem versteckten Mädchen vom Hof wurde mit der Zeit das Federwunder der Manege. Whimrie lernte, ihre Flügel nicht nur als Zeichen ihrer Verwandlung zu begreifen, sondern als Teil ihrer Kunst. Sie lernte, zwischen Tüchern zu tanzen, auf Seilen und Balken zu balancieren, sich im Licht der Laterne zu drehen und die Menge zu verzaubern. Die Bühne schenkte ihr etwas, das sie zuvor nicht gekannt hatte: Sichtbarkeit ohne unmittelbare Scham. Einen Ort, an dem ihre Andersartigkeit nicht versteckt, sondern geschmückt wurde. Heute reist Whimrie mit der Schimmerkarawane schon seit geraumer Zeit durch ganz Celcia und betrachtet diese bunte, laute, manchmal chaotische Truppe als ihr Zuhause. Sie schläft lieber auf Wagendächern als in Betten, sammelt Knöpfe, Perlen und hübsche Steine, schmückt Zeltstangen mit buntem Krimskrams, das von anderen meist belächelt wird, und hängt an den Menschen der Karawane mit einer Zuneigung, die absolut kindlich in ihrer Ehrlichkeit ist. Und ja, besonders der junge Feuertänzer Senneth hat es ihr angetan; seine Flammen betrachtet sie immer noch mit derselben andächtigen Begeisterung, mit der andere sich nach den Sternen am Himmelszelt sehen. Dass ihre Schwärmerei unerwidert bleibt, nimmt sie mit einem kleinen, tapferen Lächeln hin. Kurzum: Whimrie wirkt glücklich. Und oft ist sie es auch. Doch ihre Vergangenheit ist nicht verschwunden, nur weil sie sich nicht daran erinnert. Manchmal reicht ein bestimmter Duft nach feuchtem Grün, ein fernes Vogelkreischen, fiebrige Schwüle oder eine Melodie, deren Ursprung sie nicht kennt, und sie wird still. Dann scheint etwas in ihr zu lauschen — nicht bewusst, nicht klar, auf was. Es ist wie ein Echo unter Wasser. Ein Echo eines Namens, eines Ortes, den sie vergessen hat. Verborgene Erinnerungen an ein Leben, das vor dem Urwald lag und doch noch irgendwo in ihren Knochen, ihren Federn und den flaumigen Zeichnungen entlang ihrer Wirbelsäule weiterflüstert. Whimrie weiß nicht, wer sie einmal war. Aber sie weiß, wer sie heute ist: ein gefiedertes Mädchen. Das Federwunder der Schimmerkarawane.

Die wandernde Schimmerkarawane:
Whimries Wahlfamilie besteht aus einem festen Kern langjähriger Mitglieder und einer ständig wechselnden Zahl zeitweiliger Mitreisender. Insgesamt umfasst sie meist etwa zwanzig Personen: Artisten, Musiker, Wagenleute, Handwerker, Helfer und einige, die nirgends sonst recht Platz finden. Neulinge kommen immer wieder hinzu, doch nicht jeder bleibt. Manche reisen eine Weile mit, andere verschwinden nach wenigen Wochen, während der innere Kreis der Karawane bereits seit Jahren fest zusammenhält. Für Whimrie ist diese Gruppe Bühne und Zuflucht zugleich — auch wenn sie noch lernen muss, dass nicht jeder, der ein Weilchen mit ihr am selben Feuer sitzt, automatisch für immer bleibt.

Sieben erwähnenswerte Mitglieder:
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Esmer Vael
Rolle: Anführer, organisatorisches Herz der Schimmerkarawane, ehemaliger Kraftmensch
Alter: 51 Jahre alt
Rasse: Mensch
Esmer Vael ist der Anführer der Schimmerkarawane und für Whimrie eine wichtige, wenn auch nicht immer einfache Bezugsperson. Er nahm sie in die Truppe auf, schützt sie vor allzu neugierigen Blicken und achtet darauf, dass Fremde ihr nicht zu nahe kommen. Zugleich ist Esmer auch klug genug, um zu wissen, welchen Wert eine seltene Harpyienhybridin für die Manege besitzt. Whimrie vertraut ihm beinahe blind; ob dieses Vertrauen immer gut für sie ist, bleibt offen.

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Maelle Fadenrot
Rolle: Schneiderin, Kostümbildnerin, frühere Seiltänzerin
Alter: 30 Jahre alt
Rasse: Mensch
Maelle ist die Frau, ohne die vermutlich die Hälfte der Karawane in zerrissenen Hosen, schlecht sitzenden Kostümen und gefährlich losen Schnürungen auftreten müsste. Früher stand sie selbst auf dem Seil, doch ein alter Sturz beendete ihre Laufbahn als Artistin. Seitdem ist sie Schneiderin, Kostümhüterin, Flickerin, heimliche Seelsorgerin und gelegentlich auch die einzige vernünftige Person im Umkreis von fünf Wagen. Für Whimrie fertigt sie Kleidung, die ihren Flügeln Platz lässt, hilft ihr gelegentlich bei der Gefiederpflege und begegnet ihr mit einer liebevoll strengen Fürsorge. Whimrie liebt Maelle sehr, auch wenn sie deren ständige Ermahnungen meist nur ungefähr drei Atemzüge lang befolgt.

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Jorek Brahms
Rolle: Wagenmeister und Tierpfleger
Alter: 53 Jahre alt
Rasse: Mensch
Beziehungen: langjährige Liebschaft mit Seraphine (mit vielen Auf und Abs ...)
Dieser Mann ist kein großer Redner und vermutlich auch niemand, der auf der Bühne besonders glänzen würde. Er gehört eher zu jenen im Trupp, die dafür sorgen, dass am Ende des Tages noch alle Wagenräder fest sitzen, die Zugtiere versorgt sind, niemand das gute Werkzeug im Regen liegen lässt und die Zeltpflöcke richtig eingeschlagen wurden. Jorek ist breit gebaut, wettergegerbt, wortkarg und besitzt diese Art von Geduld, die nur Leute haben, die seit vielen Jahren mit Tieren, Kindern und Artisten arbeiten. Whimrie fühlt sich in seiner Nähe sicher, weil Jorek ruhig, verlässlich und selten unnötig laut ist. Bei Marktausflügen gehört er oft zu denen, die ein Auge auf sie haben. Er behandelt sie nicht wie ein Wunderwesen, sondern eher wie ein besonders unvorsichtiges, liebgewonnenes Karawanenkind, das man besser nicht zu lange unbeaufsichtigt lässt.

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Senneth Arasian
Rolle: Feuertänzer
Magie: Feuermagie
Alter: 19 Jahre alt
Rasse: Mensch
Senneth ist der junge Feuertänzer der Schimmerkarawane und eine der auffälligeren Bühnenfiguren der Truppe. In der Manege tritt er schlank und kraftvoll auf, wird beinahe eins mit den Flammen, die er in zischenden Kreisen um seinen Körper tanzen lässt. Für Whimrie war sein Auftritt einer der ersten Momente, in denen sie sich vollkommen von der Schimmerkarawane verzaubern ließ. Sie bewundert ihn aufrichtig und schwärmt für ihn. Senneth hingegen begegnet ihr freundlich, manchmal beinahe brüderlich, aber nicht romantisch.

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Kaelen Tarell
Rolle: Messer- und Schattenartist
Magie: Schattenmagie
Alter: 57 Jahre alt
Rasse: Halbelf
Mit blauschwarzem Haar, violetten Augen und tätowierter Haut wirkt Kaelen beinahe so gefährlich wie die Klingen, die er wirft. Whimrie gegenüber gibt er sich oft neckisch, nennt sie vielleicht „Flaumkopf“ oder „Federhirn“, allerdings nie so, dass es wirklich verletzend gemeint wäre - zumindest glaubt sie das nicht.

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Seraphine Mondspan
Rolle: Wahrsagerin, Geschichtenerzählerin, weise Frau
Alter: schwer zu sagen; wirkt zeitlos
Rasse: Halbelfe
Beziehung: langjährige, komplizierte Liebschaft mit Jorek
Wahrsagerin und Sterndeuterin der Schimmerkarawane. Ob ihre Gabe echte Magie, scharfe Menschenkenntnis oder eine geschickte Mischung aus beidem ist, bleibt ungewiss. Sie liest Karten, deutet Träume, erzählt Geschichten und kennt vermeintlich alte Routen, denen selbst Esmer Beachtung schenkt. Seraphine ist kein warmes Mütterchen, sondern eher eine ruhige, rätselhafte Präsenz. Sie spricht in Bildern, stellt unbequeme Fragen und beantwortet selten das, was man eigentlich wissen wollte. In der Truppe respektiert man sie, auch wenn nicht jeder ihr traut. Einige halten sie für eine begabte Betrügerin. Andere schwören, sie habe Dinge vorhergesehen, die sie unmöglich wissen konnte.

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Naal
Rolle: Laufbursche, Requisitenhelfer, ...
Rasse: Dunkelelf
Alter: unbekannt
Naal ist noch nicht lange bei der Schimmerkarawane — und eigentlich weiß niemand so recht, woher er eigentlich kommt. Er tauchte eines regnerischen Abends einfach in der Nähe des Lagers auf, halb verhungert, völlig durchnässt und so still, dass selbst die Hunde der Karawane ihn zuerst nicht bemerkten. Ein Dunkelelfenjunge, viel zu jung, viel zu dünn, mit weißem Haar, violetten Augen und einem misstrauischen Glanz im Blick. Esmer nahm ihn zunächst nur für eine Nacht auf. Dann für drei. Dann bis zur nächsten Stadt. Inzwischen schläft Naal in der Nähe der Requisitenwagen, sortiert Seile, trägt kleine Kisten rum, füttert die Tiere und schleicht so lautlos durch das Lager, dass regelmäßig jemand darüber erschrickt, wenn er plötzlich auftaucht. Einige Mitglieder der Truppe versuchen bereits, ihm erste Kunststücke beizubringen. Auch Whimrie hat ihn schnell ins Herz geschlossen und begegnet ihm mit fast schwesterlicher Fürsorge, auch wenn Naal ihre offene Zuneigung immer noch nur schwer annehmen kann.
Inventar:

am Körper / in kleinen Beuteln
  • Münzbeutel
  • Säckchen mit diversen Fundstücken
  • kleines Päckchen mit Trockenobst und Nüssen
  • Glücksanhänger
  • kleines Messerchen
Whimries Zelt
  • Schlafnest
    (Whimrie schläft nicht besonders gern in richtigen Betten – also nicht, dass die auf Reisen besonders oft zur Verfügung stehen würden. Dennoch: Whimrie baut sich viel lieber weiche Lager, auf denen sie schlafen kann. Decken, Felle, alten Kostümstoffe, Tücher, Kissen und Heu- oder Strohpolster, alles in einer Ecke und leicht erhöht angesammelt, ähnlich einer gemütlichen Stoffkuppel. So wirkt ihr Schlafplatz auf andere wahrscheinlich zwar ein wenig unordentlich, aber für Whimrie ist jede Falte, jedes Tuch und jedes Bündel genau dort, wo es hingehört.)
  • kleine Schatzkiste voller Fundstücke
    (... ein Haufen Krimskrams.)
  • Erinnerungen an ihre Zieheltern
    (Ein besticktes Tuch von Tilda und ein alter, hübscher Holzknopf von Berons Mantel - beides eingeschlagen in Stoff, weil diese Dinge zu persönlich sind, um achtlos zwischen irgendwelchen Perlen und Kostümflicken herumzuliegen.)
  • einfaches Pflegeset für ihr Gefieder
    (Feinzinkige Kämme, weiche Bürsten, kleine Schälchen mit feinem Sand oder Asche ...)
  • herumliegende Bastelsachen
    (Angefangene Federketten, selbstgeflochtene Armbänder, getrocknete Pflanzen, die sie pressen möchte ...)
  • diverse Kleidungsstücke, Bühnenkostüme und Schmuck
Tierische Begleiter:
Keiner.

Einstiegspost:

Re: Whimrie

Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2026, 08:41
von Kazel Tenebrée
Huhu :wink:

Da es in den anderen Steckbriefen bisher noch niemand gemacht hat und du vielleicht ein bisschen verwirrt bist, informiere ich dich hier mal über unser 3-Phasen-Steckbrief-Kontrollier-System. Leider hakt es überall nun ein bisschen an mir, denn die zweiten Phasen und auch hier die erste werden von mir beaufsichtigt und ich komme wohl vor dem Wochenende nicht dazu irgendetwas zu machen. Bitte lass es mich wissen, welcher Steckbrief dir aktuell denn am meisten unter den Fingernägeln juckt, dann werde ich diesen bei der Kontrolle priorisieren, damit du mit einem Charakter wenigstens schon ins Rollenspiel einsteigen kannst, während die anderen auf Freischaltung warten.

Ehe es mit dem Spiel losgehen kann, muss dein Steckbrief noch freigeschaltet werden. Dazu muss er aber durch unser Drei-Phasen-Kontrollier-System kommen. Hierbei werden sich mehrere vom Celcia-Team den Steckbrief nach Inhalt, Aufbau und Rechtschreibung ansehen. Sobald alles in Ordnung ist, wird der Steckbrief zu den aufgenommenen Bürgern verschoben und du für das Spiel freigeschaltet.
Sehe jeden Verbesserungsvorschlag, den wir geben, als konstruktive Kritik und Möglichkeit an, deinem Spielcharakter mehr Tiefe und seiner Umschreibung logische Aspekte zu geben. Auf diese Weise werden sich Leser des Steckbriefes und auch du selbst besser in die Spielfigur einfinden und sie leichter verstehen können.
Die einzelnen Kontrollierphasen sind:
  • 1. Phase: inhaltliche Kontrolle des Steckbriefes. Es werden Logik und inhaltlicher Aufbau geprüft.
  • 2. Phase: Weitere inhaltliche Kontrolle durch ein weiteres Mitglied des Celcia-Teams, denn eine 2. Meinung und Sichtweise ist nie verkehrt.
  • 3. Phase: Rechtschreib-Prüfung des Steckbriefes. Hier werden Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck kontrolliert und dir eine Verbesserung vorgeschlagen.
Sobald der Steckbrief alle 3 Phasen erfolgreich durchlaufen hat, steht dem Spiel nichts mehr im Wege! Solltest du während oder nach der Kontrolle Fragen/Probleme haben, zögere nicht, dich an einen Admin zu wenden, indem du ihm eine PN (Private Nachricht) schreibst.

Phase 1 für Whimrie setze ich für das Wochenende an und hoffe, ich bekomme die 1. Phase durch!

Re: Whimrie

Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2026, 09:20
von Whimrie
Heyho! :wink:

Vielen Dank für die Info! :D Dieses Wochenende bin ich tagsüber ohnehin recht viel unterwegs, also werde ich selbst vermutlich auch nicht soooo schnell auf etwaige Rückmeldungen reagieren können. Von daher passt es wirklich ganz wunderbar, wenn du dir die Zeit nimmst, die du brauchst. Falls du trotzdem einen Stecki priorisieren möchtest, würde ich mich wahrscheinlich am meisten über Themis oder Theias freuen – davon abgesehen würde ich aber sagen, arbeite die Steckbriefe einfach ganz in dem Tempo ab, das für dich am angenehmsten ist. :)

Re: Whimrie

Verfasst: Montag 20. Juli 2026, 16:06
von Kazel Tenebrée
So, endlich kommt Phase 1 der Kontrolle. Vorab: Ich hab zwar hier und da mal einen Rechtschreibfehler bemerkt, aber würde dennoch keine 3. Phase als notwendig erachten. Es gibt aber zwei Dinge, die ich zum Steckbrief besprechen möchte:

Magie:
Whimrie beherrscht zwar keine Magie, aber du hast geschrieben, wenn sie befähigt wäre, dann setzt sie diese unterbewusst sein. Hättest du denn für das künftige Rollenspiel Interesse, dass Whimrie magisch begabt ist und diese auch entdeckt? Wenn ja, würde ich als Mod gern auch auf etwaige Wünsche eingehen, welche Magie-Art es denn werden soll. Luftmagie böte sich ja an, aber vielleicht willst du sie ja generell nicht magisch ausstatten.

Stärken:
Du beschreibst, dass Whimrie fliegen kann. Wenn ich jetzt nicht vollkommen falsch liege, hatten wir auf Celcia für Flughybriden einmal die Regel gesetzt, dass sie nicht zum Fliegen befähigt wären. Ich würde diese Regelung aber aufheben und ihr die Fähigkeit zugestehen, denn die großen Flügel bringen ja auch Nachteile, die du im Steckbrief von allein schon sehr schön umschrieben hast.
Mich würde hier nur noch interessieren, wie gut Whimrie fliegen kann und ob es wirklich fliegen ist (also mit Flügelschlag, um Aufwind zu gewinnen) oder eher ein gleiten, so dass sie z.B. von hohen Klippen herabsegeln, nicht aber zu ihnen emporsteigen könnte.
Falls sie richtig fliegen kann: Hält sie das lang durch? Kommt sie weit/hoch, bevor ihre Kräfte schwinden? Das würde ich vorab einfach gern geklärt haben.

Soweit zum Steckbrief. Darüber hinaus würde ich gern noch auf Wünsche und Tabus von deiner Seite eingehen. Wünschst du dir eine bestimmte Richtung im Rollenspiel? Ich habe schon erste Ideen, die unterschiedlich ausfallen würden. Ich könnte den Plot in Richtung ihrer Vergangenheit lenken mit unterschiedlicher Stärke an Fantastischem (viel Magie oder nicht), aber auch einen Weg über die von dir beschriebenen NPCs gehen. Senneth und Naal sind mir dabei besonders ins Auge gefallen. Ich hätte aber auch eine Idee, die Whimrie von ihrer Gruppe löst, falls du das spielen wollen würdest.
Gleiches gilt für Themen, die dir Unbehagen bereiten oder absolute Tabus sind, welche du unter keinen Umständen bespielen möchtest. Beispiele wären Gewalt, Krieg, kampflastige Inhalte, aber z.B. auch bestimmte Tiere, falls du eine Schlangenphobie hast und die Reptilien am liebsten vollkommen aus deinem (celcianischen) Leben streichen möchtest. Ich möchte versuchen, so gut es geht alles zu berücksichtigen, bevor ich mir einen Plot für Whimrie ausdenke, der am Ende gar nicht gut ankommt.