Der Drachnzahn und seine Gäste

Der Drachenzahn war stets Anlaufpunkt für Besucher der Stadt. Riesig ist sie, dass wohl gut eine halbe Armee unterkommen kann. Ein Brunnen im Eingangssaal dient geschuppten Besuchern sogar als Tränke.
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Eilmana Silva
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Donnerstag 25. November 2021, 18:48

Eli sah ihrem Liebsten zu wie er ihr Naira ab nahm und auf das Bett legte. Die kleine rollte sich sofort ein und schlief tief und fest ein. Seelig lächelnd betrachtete Eli ihr kleines Baby einen Augenblick, dann sah sie zu Yran der sich gesetzt hatte und auffordernd auf seinen Oberschenkel klopfte.
Mit einem Schmunzel ging sie zu ihm und setzte sich während er begann auf ihre Fragen zu antworten.

"Puh, viele Fragen... Elfen...ja hatten wir, glaub bestimmt alle Arten – also aus damaliger Sicht, aber eben auch alles andere... sogar ne Trollfamilie... Goblins, Aquaden, sogar ne Schafsfrau aus Bockenbrück, Echsen, Orks und ja, auch Dunkelelfen. Die hatte damals, glaub ich, Protho mit einer List hier her geführt. War nen ganzer Trupp den er eingeladen hat und dann unter dem Bauch durch gescheucht hat. Blieb beim ersten Mal nur einer stehen. War ne heiden Arbeit immer die ganzen Leichen weg zu sch... oh, entschuldige. Aber das beantwortet wohl auch eine andere Frage... Jeder Drachenritter ist auf seine Art für das Akquirieren von neuen Bürgern zuständig und du musst deine finden. Lyn will, dass du den Anfang machst, da sie große Stücke auf dich hält und du ein sehr reines Herz hast. Gerade jetzt, da wir uns im Wandel befinden, da brauchen wir Einflüsse der neuen Zeit bei uns. Du bist genauso 'rein' wie Drachma es ist und von nichts vorbelastet. Deshalb hat sie dich gewählt. Sie will dass du neugierig bist, deine Nase in die Welt hinaus hältst und mutige Entscheidungen triffst. Du brauchst dabei auch keine Angst zu haben. Wirklich was falsch machen kannst du ja nicht. Außerdem ...Ich bin ja auch da."
Yran streichelte mit der Rückseite seiner Finger ihre Wange. Eli lächelte wieder mal etwas schwermütig und legte ihre Hand auf seine um sie fester an ihre Wange zu drücken. „Danke!“
Natürlich konnte sie aus Drachmars Sicht keinen Fehler machen, aber sie würde verantwortlich für den Tod einer Person sein sollte sie sich falsch entscheiden.
Andererseits gaben seine Worte im Bezug auf ihre Qualifikation für diese Aufgabe, ihr großen Mut. Wenn Lyn schon große Stücke auf sie hielt und sie sagten Sie sei so rein wie Drachmar selbst...konnte sie dann überhaupt einen Fehler machen?....
"Was deine Heimat angeht..."
Er hauchte ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn, bevor er weiter sprach und dabei ihre Schultern sanft umspannte.
"Du musst entscheiden, wo wir anfangen. Verfolge deine Träume. Ich bin in jedem Fall dabei!"
Sie sah ihn an, lächelte und strich ihm eine Strähne seines langen Ponys aus dem Gesicht.
„Hm...:“
Sie grübelte erneut, doch ihr Liebster lies ihr dazu nicht wirklich Zeit, er drehte ihren Kopf sanft zu sich und begann sie innig zu küssen. Sie erwiderte seinen Kuss eher zögerlich, sie wollte jetzt eigentlich über die Möglichkeiten Nachdenken die sie hatte um neue Bewohner für Drachmar zu rekrutieren.
Yran stoppte und sah sie herausfordernd an: "Komm schon, nicht so zaghaft. Du bist eine Drachenmama! Ein bisschen Verantwortung macht dir doch keine Angst oder?"
Eilmana blinzelte überrascht, dann wandelte sich ihr Blick in ein freches Grinsen.
Er forderte sie herraus? Das hatte zuvor noch nie jemand getan, oder sie hatte es nicht bemerkt. Yran hatte ihr schon viel beigebracht in der Zeit hier und ihre Veränderung durch die Verbindung mit Naira trug auch dazu bei das ihr Selbstbewusstsein immer mehr zum Vorschein kam.
Er hatte RECHT!
Sie war gerade in Gedanken, zerbrach sich den Kopf wegen der Verantwortung und überließ ihm wie fast immer die Dominate Postion in ihrem Spiel der Zweisamkeit.
Auch wenn all das noch ungewohnt für sie war spürte Eli wie sie mit jedem Kuss, mit jeder seiner Berührungen sicherer und irgendwie auch erwachsener wurde.
Sie legte ihre Hände an seinen Kopf und küsste ihn wild und Innig. Nur um ihm zuu zeigen das sie wusste was sie konnte und was er wollte.
Doch nach einem Augenblick lies sie wieder von ihm ab und legte ihm ihren zarten Zeigefinger auf die Lippen.
„Ich hoffe das war direkt genug!“
Sie zwinkerte ihn frech an und spürte wie seine Hände auf Wanderschaft gingen was sie mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nahm.
Er hatte noch viel mit ihr vor, hatte er gesagt, sie musste sich wohl langsam daran gewöhnen das diese Berührungen nicht immer ein Liebesspiel mit sich bringen mussten und sie ihm durchaus zeigen konnte wenn sie eigentlich grade anderes im Sinn hatte. Sie musste ein wenig Standhafter werden was seine Liebkosungen anging.

Er tat unbeeindruckt und sprach weiter: "Egal wie du es machen wirst, Drachma vertraut dir und es ...schützt sich ja auch selbst. Aber Deli hat vielleicht Recht... Wenn wir in eine Menschenstadt gehen, und sie kommt ja recht jung aus einer, sollten wir vielleicht ein paar Kriterien aufstellen, die wir bei unseren neuen Bürgern beachten sollten. Ob nun in Form eines Fragebogens oder irgendwie anders, ist ja uns überlassen. Lyn meinte dazu nur, wir sollen auf Vielfalt achten. Also nicht wie ich, nur nach Naturliebhabern suchen..."
Auch wenn Eli seine Berührungen spürte und es durchaus einiges in ihr bewirkte bemühte sie sich mit aller Kraft eben so unbeeindruckt zu tun wie er.
Sie legte einen Arm lässig auf seiner Schulter ab und kraulte seinen Nacken Zärtlich während sie nachdenklich an die Decke sah.
„Ja das klingt wirklich sinnvoll...ich denke schon ich krieg das hin, lass mal überlegen...Vielfalt...hm....! Ich denke es könnte Sinnvoll sein verschiedene Berufe zu berücksichtigen. Jemand der mit Leder umgehen kann ist eben so Sinnvoll wie ein geübter Koch oder ein Schmied. Für mich wäre halt an erster Stelle aber wichtig das sie Hilfsbereit und Freundlich sind. Oft kann man auch erkennen wie Jemandes Herz aussieht wenn man beobachtet wie er mit Tieren oder Untergebenen umgeht. Das könnte ein gutes Beobachtungs- Kriterium sein. Vielleicht kann man das ja auch in einen Fragebogen integrieren?!“

Sie spürte wie seine Hand durch ihr Oberteil krabbelte und es zunehmend ausbeulte.
Sie schmunzelte und ihre Hand wanderte am Nacken in sein Hemd und streichelte ganz zart über seine Wirbel so das es unweigerlich einen Schauer in ihm auslösen musste.
"Hab ich eigentlich eine Antwort erhalten?"
Scheinbar suchte er sie in ihrem Ausschnitt, fand sie aber auch nach intensiven Tasten nicht, also fragte er noch mal:
"Welche Stadt würde dich den interessieren? Egal ob von Menschen, Elfen, oder sonst was bewohnt..."
Dieser Mann war doch unglaublich. Eli grinste, dann nahm sie sein Kinn in ihre Hand und hob es an um ihm intensiv in die Augen zu sehen.
„Da wirst du deine Antwort nicht finden, das verspreche ich dir!“
Sie zwinkerte und lies ihre Hand über seine Brust wandern.
„Ich kenne nicht viele Städte mit Namen, aber ich hab von Grandea und Anduine gelesen. Die wollte ich gerne mal besuchen. Vielleicht müssen wir einfach auf der Reise schauen welcher Ort sich unter unseren Füßen anbieten oder was meinst du?!“

Sie spürte seine Hände immer noch auf ihrer Haut und ihre Hand wanderte von seiner Brust auf seinen Schoß und drückte seine Harte Männlichkeit ein wenig. Dann küsste sie ihn innig und zu guter Letzt stand sie auf und legte ihm erneut den Finger auf die Lippen.
„Wir sollten dann vielleicht alles vorbereiten für die reise, wann soll es den los gehen?!“

Sie ging zum Bett und kramte in ihren Sachen herum. Auf der Reise mit Marga hatte sie eine Karte gezeichnet...aber viel war nicht mehr übrig geblieben.
Sie nahm Naira auf den Arm und sah Yran an, wohl wissend und Stolz das sie ihm grade widerstanden hatte.
„Vielleicht können wir uns noch eine Karte besorgen, auch wenn sie alt ist, könnte ich ggf neue Orte darauf verzeichnen und sie auch mit meinen Erinnerungen ergänzen. Das könnte hilfreich sein!“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Freitag 26. November 2021, 10:55

bei Eli:
Scheinbar suchte er die Antworten seiner Fragen in ihrem Ausschnitt, fand sie aber auch nach intensiven Tasten nicht, also fragte er noch mal:
"Welche Stadt würde dich den interessieren? Egal ob von Menschen, Elfen, oder sonst was bewohnt..."
Dieser Mann war doch unglaublich. Eli grinste, dann nahm sie sein Kinn in ihre Hand und hob es an um ihm intensiv in die Augen zu sehen.
„Da wirst du deine Antwort nicht finden, das verspreche ich dir!“
Yran schmollte wie ein kleiner Junge, grinste dann aber wieder und zwirbelte ihre Knospe zwischen den Fingern, was wohlige kleine Schauer in ihren Schoß schickte. Er konnte wirklich gemein sein, aber Eli hatte endlich seinen Plan begriffen. Sie wuchs an ihm. Er provozierte sie, locke sie an die Oberfläche, damit sie Entscheidungen treffen konnte und eine stolze und starke Drachenreiterin sein konnte. Sie durfte sich nicht alles gefallen lassen ...auch nicht von ihm. Noch wähnte er sich in der Sicherheit ihrer Unerfahrenheit, aber dass sollte sich bald ändern.
Eli zwinkerte und lies ihre Hand über seine Brust wandern.
„Ich kenne nicht viele Städte mit Namen, aber ich hab von Grandea und Anduine gelesen. Die wollte ich gerne mal besuchen. Vielleicht müssen wir einfach auf der Reise schauen welcher Ort sich unter unseren Füßen anbieten oder was meinst du?!“
"Du meinst unter unseren Schwingen.... Hm... Andunie wäre geographisch näher..."
Sie spürte seine Hände immer noch auf ihrer Haut und ihre Hand wanderte von seiner Brust auf seinen Schoß und drückte seine harte Männlichkeit ein wenig. Yran sog scharf die Luft ein und seine Pupillen weiteten sich schlagartig. Dann küsste sie ihn innig und zu guterletzt stand sie auf und legte ihm erneut den Finger auf die Lippen.
„Wir sollten dann vielleicht alles vorbereiten für die Reise. Wann soll es den los gehen?!“
Yran saß fassungslos sie anstarrend auf dem Sessel, wo sie ihn zurück gelassen hatte und hielt sich seine vor Lust pochende Männlichkeit. Dann begann sein Mundwinkel zu zucken, stand auf und rückte seine Hose zurecht, die sichtbar zu eng geworden war. Elis Retourkutsche hatte Wirkung gezeigt und ihr Verlobter kochte... aber auf eine gute Weise. Er war stolz auf sie und das sagte er auch:
"Ich bin stolz auf dich!"
Er trat hinter sie und küsste ihren Scheitel, ließ aber dann von ihr ab.
"Ich würde dich am liebsten über die Bettkante werfen und dich füllen bis du schreist, aber dein Wunsch sei mir Befehl... lass uns... packen....zu packen..."
Dabei knetete eine Hand ihren gerundeten Hintern und er rieb seine Härte an ihrer Hüfte. Dann knirschte er leicht mit den Zähnen, ließ von ihr ab und genoss das sich aufstauende Gefühl, dass sie bei ihm ausgelöst hatte. Eli lernte zu spielen und auch mal die Dominanz an sich zu reißen. Er hatte sie lange genug an der Hand in seine Welt geführt, jetzt wurde es Zeit, dass sie flügge wurde....nicht nur in erotischen Dingen. Es wurde Zeit, dass sie Verantwortung übernahm für sich, für ihn, für Naira, für Drachma und für die Zukunft ihrer neuen Heimat. Eli nahm Naira auf den Arm und sah Yran an, wohl wissend und stolz das sie ihm grade widerstanden hatte.
„Vielleicht können wir uns noch eine Karte besorgen, auch wenn sie alt ist, könnte ich ggf neue Orte darauf verzeichnen und sie auch mit meinen Erinnerungen ergänzen. Das könnte hilfreich sein!“
Er nickte.
"Ja, gute Idee. Wir sollten eine mitnehmen und Veränderungen darauf eintragen. Kannst du malen? Kartographie war nie so mein Ding."
Er streichelte Naira auf ihrem Arm und seine Finger glitten dabei scheinbar zufällig auch über ihr Dekolletee. Vielleicht hatte Eilmana gehofft, dass sie Naira wie ein kleines aber wirkungsvolles Schutzschild benutzen könnte, etwas gefunden hatte, was ihren Verlobten dazu bringen konnte, seine Finger bei sich zu behalten, aber dem war nicht so. Naira war zwar gewiss eine Ablenkung, aber selbst der kleine Drache konnte Yrans Liebe nicht im Weg stehen. Ihn zu zähmen war allein Elis Aufgabe. Da half auch kein Baby in ihrem Arm, es machte seine Zuneigung zu ihr nur tiefer und inniger. Er küsste Nairas Köpfchen und genoss sichtlich die Nähe zu Elis Haut dabei, dann schaute er keck hoch und küsste ihre Lippen noch einmal zart, bevor er sagte:
„Gut, meine Süße. Grandea ...oder Andunie. Dessaria oder Pelgar wären vielleicht auch interessant... Entscheide dich. Wir können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. ...Aber es sind beides Menschenstädte. Gut. Gut... Ich werde noch ein paar Sachen packen gehen, die vielleicht nötig sein könnten. Überlege was du noch brauchen könntest und ich versucht es zu beschaffen. Mach am besten eine Liste. Ich muss noch mal kurz zu den Feldern, damit in unserer Abwesenheit hier alles weiter sprießt.“
Er grinste bei dem letzten Wort schon wieder halb anzüglich und ordnete noch einmal seinen langsam wieder abschwellenden Schritt. Wenn Eilmana wirklich gelernt hatte sich auf sein Spiel einzulassen, dann müsste sie verhindern, dass seine Leidenschaft ganz erlosch, ihn aber gleichzeitig auf Abstand halten und ihn sich halt nehmen wenn SIE wollte. Noch hatte Yran, so wie jetzt gerade, das Zepter in der Hand. So machte er nun auch kehrt und ließ sie noch einmal von der Tür aus ihr zu zwinkernd allein.

Naira zuckte kurz im Schlaf und schien das Verschwinden der zweitwichtigsten Person in ihrem Leben zu bemerken. Aber richtig erwachen tat sie auch nicht. Eli blieb also eine Weile allein um ihre Angelegenheiten vor der Abreise in Ordnung zu bringen. Eine Liste mit Dingen, die sie brauchte und die vermutlich die in Malagens Satteltaschen passen sollten wäre auch gut. Gab es Dinge, die ihr wichtig waren? Dinge die sie mitgebracht hatte und mitnehmen wollte? Was brauchte sie für Naira? Es gab viel zu planen...

Zeit verging und Eilmana hatte einiges zu tun. Es war nicht leicht sich auf eine Reise vorzubereiten, aber Yran hatte keine Sorge gezeigt, dass sie das nicht gemeinsam schaffen würden. Schon andere Familien waren gemeinsam auf reisen gegangen, sie würden das auch. So fühlte es sich dann wohl an, als wenn Elis Zeit in Drachma erst einmal für eine Weile dem Ende zu ging. Ein weiterer Abschied bahnte sich hier an.
Drachma war der Elfe schnell ans Herz gewachsen und nun sollte sie sich auf eine Quest begeben, die neue Einwohner in ihre Heimat bringen sollte. - Jetzt musste sie sich nur noch für eine Stadt entscheiden.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Dienstag 30. November 2021, 10:55

Eli lernte schnell wenn wie ein Kind das alles in sich auf saugte was sein Interesse weckte.
Sie hatte großen Spaß mit ihrem verlobten und sein Fassungsloser Ausdruck war ihre köstliche Bezahlung.
Mit diesem Gesicht hatte sie nicht gerechnet, bisher war er immer cool geblieben und hatte auch das bekommen was er wollte. Das er sich von ihr auf diese Weise dirigieren lies und sie so an sah war einfach zu Köstlich.
Es gefiel ihr und sorgte sicherlich dafür das diese Augenblick nicht der letzte bleiben wird in dem sie ihm zeigt wo es lang gehen soll.
Sie schmunzelte und er stand stolz auf...
"Ich bin stolz auf dich!"
Er trat hinter sie und küsste ihren Scheitel, ließ aber dann von ihr ab.
"Ich würde dich am liebsten über die Bettkante werfen und dich füllen bis du schreist, aber dein Wunsch sei mir Befehl... lass uns... packen....zu packen..."

Für den Bruchteil einer Sekunde zweifelte sie doch, er hatte die Macht sich das zu nehmen..und die Vorstellung dazu sorgte für ein Kribbeln in ihren unteren Regionen. Aber er respektierte ihren Wunsch und zeigte ihr so auch das er sie auch in anderer Weise wertschätzte.

Sie lächelte und genoss die kleine Fortsetzung ihres Spiels. Er lies seine Hände über ihre Hüfte wandern und sie lies ihre Nase noch mal in seiner Hals beuge sinken um seinen Geruch zu genießen.
Dann aber drehte sie sich um und nahm Naira auf dem Arm...ein Schutz war das aber gewiss nicht. Natürlich nutzte ihr Liebster die Gelegenheit um beim Streicheln der kleinen auf ihre Haut zu berühren aber das war Okay. Eli schmunzelte konnte es gerade aber hervorragend abschütteln.
Also sprach sie ihn auf die Karten an und er antwortete brav.

"Ja, gute Idee. Wir sollten eine mitnehmen und Veränderungen darauf eintragen. Kannst du malen? Kartographie war nie so mein Ding."

„Natürlich kann ich malen, hast du dein Protrai schon ganz vergessen?....!“
Sie schaute ihn erst beleidigt an, kicherte dann aber belustigt!
„Kartographie ist nicht mein Spezialgebiet aber es reicht aus um eine grobe Karte zu entwerfen oder zu ergänzen.“

„Gut, meine Süße. Grandea ...oder Andunie. Dessaria oder Pelgar wären vielleicht auch interessant... Entscheide dich. Wir können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. ...Aber es sind beides Menschen Städte. Gut. Gut... Ich werde noch ein paar Sachen packen gehen, die vielleicht nötig sein könnten. Überlege was du noch brauchen könntest und ich versucht es zu beschaffen. Mach am besten eine Liste. Ich muss noch mal kurz zu den Feldern, damit in unserer Abwesenheit hier alles weiter sprießt.“

Sie nickte und lies ihn nach nach einem flüchtigem Kuss ziehen.
Sie sah sich in diesem Zimmer um nur um festzustellen das sie nicht viele Habseligkeiten besahs.
Da war das Schreibset das Yran ihr Geschenkt hatte, etwas Pergament und die Kleidung die sie von ihm bekommen hatte so wie ihr eigenes welches sie auf ihrer Reise getragen hatte.
Ihre Tasche mit allem was sie von Zuhause mitgebracht hatte war auf der Flucht vor den Spinnen verloren gegangen.

In diesem Gästezimmer stand auch nicht viel...sie setzte sich an den Tisch und schnappte sich das Pergament um eine Liste zu erstellen und bettete Naira dabei auf ihrem Schoß.

„Lass mal überlegen...!“

*Reisekleidung
*Mal und Schreibutensilien
*Proviant

„Wobei...wir werden uns sicher unterwegs ausreichend mit Nahrung versorgen können...Yran und Malagen sind ja Provies darin Essen zu beschaffen....hm...was könnte noch wichtig sein...ach ja!“

*Karten

Dann strich sie Proviant wieder durch und überlegte weiter während sie in kleine Selbstgespräche versank.

„Zuhause hatte ich noch einen weiteren Reisemantel...das Material war natürlich äußerst komfortabel, sehr wärmend und trotzdem leicht..wäre schon Praktisch...!“

„Hm...meine Kohlestifte hab ich auch verloren...die wären viel Praktischer als eine Feder...damit kann man unterwegs besser arbeiten...eben so wie das Spezielle Papier...eigentlich all das was ich damals schon gepackt hatte bevor ich es verloren habe....diese Miesen Spinnen...aber diesmal ist Yran bei mir...uns wird sicher nichts passieren.!“

Sie grübelte noch einen Augenblick Dann schnappte sie sich diese Liste und ging zur Bibliothek der Stadt um dort nach Karten zu sehen.


Nach dem sie eine Karte, gefunden oder vielleicht auch bekommen hatte studierte sie diese etwas genauer und makierte 2 Stellen auf der Karte.

Shyana Nelle, oder viel mehr der Ort im Wald Neldoreth wo eben dieser Ort lag war das erste Kreuz das sie setzte.
Dann betrachtete sie die Karte weiter....

„Alberna....Grandea....!“
Sie sah sich noch mal ihre Liste an und nickte.

„Ja das ist denke ich die beste Lösung, es wäre zwar der weitere Weg aber so könnte ich in meiner alten Heimat einen Stop einlegen, einige Sachen holen und wer weis...vielleicht schießt sich doch noch jemand uns an nach dem ich ihnen erzählt habe was hier draußen wirklich alles passiert....!“

„Gut dann wäre unser erstes Reiseziel doch Shyana Nelle, danach können wir nach Alberna, wenn diese Stadt noch Existiert sollte sie ganz in der Nähe sein eben so wie Grandea...und auf dem Rückweg könnte man ja in Pelgar vorbei schauen....naja das ist wohl noch ferne Zukunft Musik...!“

Eli rollte die Karte zusammen und nahm Karte und Liste unter einen Arm und Naira auf den Anderen um sich dann wieder auf den Weg zu Yran zu machen.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 8. Dezember 2021, 17:01

Eilmana nickte und lies ihren Verlobten nach nach einem flüchtigem Kuss ziehen. Sie sah sich in diesem Zimmer um, nur um festzustellen das sie nicht viele Habseligkeiten besaß. Da war das Schreibset das Yran ihr geschenkt hatte, etwas Pergament und die Kleidung die sie von ihm bekommen hatte so wie ihre eigene welche sie auf ihrer Reise getragen hatte. Ihre Tasche mit allem was sie von Zuhause mitgebracht hatte war auf der Flucht vor den Spinnen verloren gegangen. Sie setzte sich an den Tisch und schnappte sich das Pergament um eine Liste zu erstellen und bettete die schlafende Naira dabei auf ihrem Schoß.
„Lass mal überlegen...!“
Eilmana machte sich erste Notizen und dachte dabei laut nach:
„Wir werden uns sicher unterwegs ausreichend mit Nahrung versorgen können. Yran und Malagen sind ja Profis darin Essen zu beschaffen....Hm...was könnte noch wichtig sein.........Zuhause hatte ich noch einen weiteren Reisemantel. Das Material war natürlich äußerst komfortabel, sehr wärmend und trotzdem leicht, wäre schon praktisch! Hm, meine Kohlestifte hab ich auch verloren. Die wären viel praktischer als eine Feder. Damit kann man unterwegs besser arbeiten, ebenso wie das spezielle Papier. Eigentlich all das was ich damals schon gepackt hatte bevor ich es verloren hatte....Diese miesen Spinnen! Aber diesmal ist Yran bei mir und uns wird sicher nichts passieren!“
Sie grübelte noch einen Augenblick Dann schnappte sie sich ihre Liste und ging zur Bibliothek der Stadt um dort nach Karten zu sehen.

(Eli weiter bei: Die Ratshalle/Bibliothek)
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Mittwoch 29. Dezember 2021, 10:27

(Antwort auf: viewtopic.php?f=552&t=3688&start=250#p71679 )

Woraus wurde Seife eigentlich gemacht? Darna hatte keine Ahnung. Seifensieder waren wichtig, aber das Herstellen von Seife war ein Beruf, der ebenso ein Naserümpfen verursachte wie die Gerberei. Ausgeschlachtete Tierkadaver schaffte man von der Schlossküche zu den Seifensiedern, und mehr hatte Darna nie wissen wollen und müssen. Seife war eben da.
Und so stand sie genauso ratlos vor den unbekannten Substanzen, die sie hier gefunden hatten, wie vor Leons Frage, ob sie sich mit Heilkräutern auskannte. So neugierig sie war - es gab Dinge, die interessierten sie einfach nicht.

Aber für was dieser Raum gedacht war, DAS interessierte sie!
Nachdem sie Lyn in die mysteriöse Höhle gelotst hatte, beobachtete sie aufmerksam, was geschah. Lyn sah sich um. Sogar der Drachenkönig persönlich sah sich um. Darna lief regelrecht ein Schauder über die Haut, als sie die Veränderung an Lyns Augen bemerkte. Auf den ersten Blick waren sie weiß, doch bewegte man sich, dann schillerten sie in allen Farben der Magie.
Wie die Seifenblasen, grübelte Darna. Hatte das etwas miteinander zu tun? Dass etwas so Banales wie die Beschreibung von Seifenblasen auf dem zentralen Teller regelrecht huldigend eingraviert worden war, irritierte sie. Dass die trennende Markierung ein Diamant war, war ihr dabei nicht einmal klar - sie hielt es für einen schlichten Stein, Glas oder Bergkristall. Etwas wie einen Diamanten in so eine fette Steinplatte einzusetzen, war für sie bisher einfach zu abwegig.
"Es ist wie es ist." Darna sah zu Lyn. Wartete ihr Resümee ab. Wobei sie verwundert den Kopf leicht schief legte. Ausgerechnet, weil sie noch nicht wirklich zur Runde der Drachenritter gehörte, hatte sie den Raum finden können? Eilmana also auch?
"..Wir nehmen ihn nicht bewusst wahr, da der alte König ihn mit seiner Magie versiegelt hat bevor er starb und seine Seele an die nächste Generation erweckte. Dieses Wissen... dieses spezielle Wissen um diesen Raum... der vorherige Drachenkönig muss es bewusst vor seinem Nachfolger versiegelt haben."
Darnas Augen weiteten sich.
Schon der Umstand, dass diese Höhle in eine Zeit VOR dem jetzigen Drachenkönig wies, war kaum vorstellbar, war ungeheuerlich und prompt Ehrfurcht einflößend. Die junge Drachenmama sah zu Protho. Von welcher Zeitepoche sie hier wohl sprachen? Hatten Protho und Ignizor mehrere - oder zumindest zwei - Drachenkönige erlebt?

Aufmerksam schaute sie auf, als Lyn sich direkt an sie wandte:
"Darna, ich möchte, dass du dem hier nachgehst. Protho wird dir helfen soweit es geht, aber Ignizor muss derweil in der Luft bleiben und Patrouille fliegen. Macht Pausen und überanstrengt euch nicht. Keinen feurigen Übereifer! Bleibt vorsichtig... auch wenn das hier wirklich hübsch anzusehen ist."
Ein Auftrag! Sie hatte jetzt regelrecht den Auftrag, dem hier nachzugehen! Darna grinste freudig. An was sollten sie sich hier schon überanstrengen? Sie beobachtete, wie Lyn die Probe nahm und wippte elektrisiert auf den Fußballen herum. Aber eine der Informationen begann aus ihrem Hinterstübchen heraus, die heitere Stimmung hier dezent zu überschatten: Dieser Raum war vom Vater des Königs bewusst vor seinem Sohn verborgen worden...
"Lyn? Wie alt ist der jetzige König? Also: von welchen Epochen reden wir hier? Wann muss das alles in etwa passiert sein, was fand da statt?" Vielleicht spielte es eine Rolle. Der Umstand, dass dieser Raum extra versiegelt worden war, machte ihn wichtig. Und der Umstand, dass seine Existenz regelrecht dem Zugriff des Sohnes auf magischem Wege entzogen worden war, machte ihn... zu einer potentiellen Gefahrenquelle.

'Du sollst von diesem Raum nichts wissen. Du sollst ihn nicht einmal mehr finden können.'
Das war in Darnas Augen also die unterschwellige Botschaft, die dieser Raum mit sich trug. Darna hatte ihn nur gefunden, weil sie nicht in das Reglementarium gepasst hatte.
**... IN JEDER REGEL GIBT ES IRGENDWO EIN SCHLUPFLOCH.** hatte ihr mal "jemand" beigebracht, der sich in solchen Dingen sehr gut auskannte. Sie wurde vorsichtig. Denn warum entzog ein Vater seinem Kind so rigoros etwas? Doch meist nicht, um es zu ärgern - sondern, um es zu schützen.
"Aber... Niemals ist etwas ganz verloren... Es muss Hinweise geben und da bald ein neuer Generationswechsel ansteht, da möcht ich schon wissen, was hier vor sich geht. ...bevor unser Prinz zum König erwacht und das Siegel für den direkten Nachfolger vielleicht verschwindet."
Vielleicht. Vielleicht sollte die Höhle für den Enkel wieder zur Verfügung stehen.
Und wenn nicht?
Darna zog diese Möglichkeit nun zumindest in Betracht. Der spielerische Aspekt, mit dem sie den Raum betreten hatte, verflog irgendwie zunehmend.

Es musste Hinweise geben...
Darna sah auf das Probenfläschchen in Lyns Hand und deutete darauf: "Vielleicht sollten wir erst einmal wissen, was das da ist, bevor wir hier wild herum probieren. Wie gesagt, ein Teil davon könnte Blut sein..."
Sie furchte die Stirn und schürzte nachdenklich die Lippen. Eine weitere Frage beschäftigte sie in dem Zusammenhang, die sie sowohl an Lyn als auch an Protho richtete:
"Sagt mal: woraus besteht eigentlich Drachenspeichel? Das ist nicht einfach wässriger Sabber wie bei uns, nicht wahr? Als Varukaaz auf eine Decke in der Taverne sabberte, verhielt sich die Farbe irgendwie seltsam. Ist das bei allen Drachen so?"
Sie ließ den Blick zwischen den Beiden schweifen - und erstarrte.

Protho hatte kräftig zugepackt und versuchte, eine der steinernen Bänke zu verschieben. Alleine schaffte er das nicht und so waren seine Muskeln gerade auf das Äußerste angespannt, als Darnas Blick auf seinen Rücken fiel. Und seine Arme. Was für Sehnen und Muskelstränge! Götter, was für ein Anblick!
Sie mochte keine bulligen Männerschultern, wie ein paar Ritter oder Vertreter weit gröberer Handwerke sie hatten, die alleine auf Kraft und noch mehr Kraft Wert legten. Aber das hier war etwas anderes. Männliche Kraft in Perfektion. Man hätte auf der Stelle eine Statue von ihm erschaffen können. Wie hypnotisiert hing ihr Blick für einen Moment an seiner Schulterpartie, und als sie sich wieder fing, musste sie sogar schlucken, weil ihr regelrecht das Wasser im Mund zusammen geflossen war!
Verlegen räusperte sie sich.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 6. Januar 2022, 09:40

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Sonntag 3. April 2022, 13:00

(Darna kommt von: Die unterirdischen Thermen von Drachma)

Wenig später standen sie draußen wieder sauber und trocken in dicke Kleidungsstücke gehüllt vor dem Eingang der Therme. Die Rückseite der Taverne lag vor ihnen, dort wo die großen Drachen landeten und nach ihrer Jagd zu speisen pflegten. Viele kleinere und größere Plateaus waren von hier aus nur Mit Drachen zu erreichen und boten genug Platz um seine Beute zu reißen. Es war ein Fütterungsplatz und sicher war hier in alten Zeiten viel Blut geflossen und Knochen zermalmt worden.
Protho stand neben Darna und sah sich um, aber sein Blick war der eines alten Ritters, nicht der einer neugierigen jungen Frau, für die alles noch neu war.
„Na dann schau dich mal um. Oder willst du wo anders beginnen?“
Protho folgte ihr auf Schritt und Tritt und sie 'spazierten' verfolgt von Varukaaz über den Hinterhof, betrachteten die durch Jahrhunderte geprägten Pfade der Drachen im Fels und wandten sich dann nach vorne zum Vorplatz der Taverne wo der kleine Springbrunnen die Tränke der Drachen bildete.
Tränke...nunja...der Zusammenhang zum Kelch war da nicht weit und nachdem Darna und Protho nach einigem Hin und Her auch hier das Wasser abgelassen hatten, fanden sie etwas!
Auch hier gab es verborgene Diamanten, Steine die vom Nass verborgen gewesen waren und dann zu Tage kamen. Sie markierten eine Stelle, die beim Ablassen des Wassers einen Schacht am Grund des Brunnes offenbarten. Das Loch, welches in die Dunkelheit führte war finster und so ließ Protho seine Hand in Flammen aufgehen als er mal hinein leuchtete. Auch eine praktische Fähigkeit, wie Darna feststellen durfte. Der Kerl war einfach heiß! Doch was viel ablenkender war, war das Funkeln in der Tiefe, als das Licht dort auf einen Spiegel traf. Und was noch viel mehr ihre Aufmerksamkeit fesselte war das Knirschen von uralten Mechanismen, die verrieten, dass sie wohl jetzt auf dem rechten Weg waren. Die Aufregung stand Protho ins Gesicht geschrieben und seine weißen Zähne glitzerten in seinem breiten Grinsen. Das hier war ganz nach seinem Geschmack. Sein:
„Da passiert was!“
, war unnötig, aber er sprach aus, was er fühlte. Seit Jahrhunderten hatte er geschlafen und nicht nur die Welt drum herum hatte sich geändert, jetzt veränderte sich auch seine Welt hier drinnen. Protho liebte es. Veränderungen waren ein Teil seiner Feuermentalität. Feuer verwandelte starres Holz in Wärme und Asche. Kurz wirkte er wieder abgelenkt, da er wohl ihren Fund gerade an Lyn weiter leitete. Darna blieb so ein Moment um ihre Gedanken zu sortieren und Pläne zu schmieden.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Dienstag 5. April 2022, 15:15

„Chasin rezitiert gerade Chemische Zusammensetzungen und Reaktionsformeln..." Darnas Gesicht verzog sich in einer wilden Mischung aus Amusement, Mitleid und Neugier, was denn nun dabei als Ergebnis raus käme. Leider irgendwie... nichts. "HIMMEL ist die Frau kompliziert!“ Sie musste kichern.
"Du könntest sie fragen, ob es für die Substanz, die sie vermutet, einen unter Menschen geläufigeren Begriff gibt", schlug sie vor, aber es war nicht gesichert, ob Protho das überhaupt so richtig mitbekam. Lyn würde sich also melden, wenn man mit Chasins Auskunft etwas anfangen konnte. Nun gut. Es wurmte sie ein bisschen, dass sie im Prinzip eine Antwort bekam, aber trotzdem nicht. Ja, Chasin war kompliziert. Sie würden sich alle aneinander gewöhnen müssen. Da konnte es nur von Vorteil sein, dass Chasin als Diplomatin bereits grundlegend gelernt hatte, auf andere Rücksicht zu nehmen. Diese Fähigkeit würde sie wohl noch brauchen.

In der Zwischenzeit entschloss die künftige Drachenreiterin sich, das zu verwirklichen, was sie sich für Varukaaz in diesem Raum eigentlich vorgenommen hatte: Spaß haben! Sie schlitterte auf der Seifenschicht so weit, wie es ging! Und es ging weit!!!
So weit, dass sie auf der anderen Seite wieder hinunter gepurzelt wäre, hätte Protho sie nicht schallend lachend aufgefangen.
Mit strahlenden Augen und breit grinsend sah sie Protho ins Gesicht. Es gefiel ihr, wie er von Herzen lachte. Varukaaz gab ebenfalls glucksende Geräusche von sich, schnaufte und hatte sogar seine Vorderpfoten auf die Platte gelegt, so dass er fast aufrecht an der Kannte stand. Er gurgelte vergnügt und schien vor lauter Freude NOCH MAL NOCH MAL!!! zu blubbern. Protho drehte Darna grade wieder um, als der kleine Drache mutig mit dem Hinterleib rudernd sich auf das nun sehr rutschige Gebilde zog und hilflos hin und her schlitterte ohne Halt zu finden. Ein herziger Anblick, der sie wiederum zum Lachen brachte. Binnen Sekunden hatte sich die angespannt grüblerische Stimmung in dem Raum aufgelöst, als gäbe es hier gar kein Rätsel. Quietschend und lachend kullerten sie durch die Gegend und Darna genoss es bis in jede Faser, dass sie nicht nur ihren kleinen Drachen zum Spielen hatte, sondern auch noch dieser große gestandene Drachenritter sich offensichtlich nicht zu fein war, jeden Quatsch mitzumachen! Protho robbte auf allen Vieren, einen Jungdrachen auf seinem Rücken näher und flehte um Hilfe, was sie nur lachen ließ. Er griff nach einem Fuß von ihr und zog sie zu sich. Rums, landete sie wieder im Seifenschaum, begleitet von Gurgeln und Lachen. Ihr Blick traf den Prothos und für einen kurzen Moment war sein Blick... anders. Oder bildete sie sich das ein? Er stützte sich an ihr ab, lag halb auf ihr drauf, dass sie sein Gewicht spürte. Dass Varukaaz ihn gerade zusätzlich noch nach unten presste, machte es nicht besser. Aber die Belastung allein war nicht der einzige Grund, warum sie kurz die Luft anhielt. Das Gewicht, die großen Hände an ihr, die sie hielten, das war...
zu viel Mann, als dass sie nicht hätte reagieren können. Wie hypnotisiert hielt sie still.
Hitze breitete sich sofort aus und er blinzelte. Dann war es auch schon vorbei, er lachte und stemmte sich neben ihr hoch. Dabei zog er sich an der Schale hoch und meinte:
„Hm, wenn man so von unten über den Rand schaut, dann ist es wie der Flug der Drachen über den Rand des Kraters...“ Plötzlich verharrte er in der Bewegung. „Ähm... Kraterrand...Schalenrand...“
Man sah wie es in seinem Kopf arbeitete.

Auch Darna furchte die Stirn. Wieder schlug die Stimmung abrupt um und es schien ihr nichts auszumachen. Aber auch sie brauchte einen kurzen Moment. "Chasin hatte doch nach etwas mit Krater gefragt...?", erinnerte sie sich unsicher. Aber was sollte hier sein? Sie verstand es nicht.

„Natürlich...“ Er sah zu Darna und deutete nacheinander auf die Zeichen.
„Schau! ...Schild, Schwert, Kelch und Krone... Schild steht für den weißen Drachen an unserem Eingang. Er beschützt uns schon seit Generationen. Und das Schwert ist klar, der Drachenorden. Der Kelch erklärt sich von selbst, denke ich und die Krone ist die Ratshalle!“
Er starrte auf die Schale und wischte ein bisschen darin herum. „Die Schale symbolisiert Drachma und ihre vier Hauptgebäude in den vier Himmelsrichtungen. Haha, da muss man erst mal drauf kommen.“

Die junge Frau sah mit schief gelegtem Kopf auf die Schale. Der Kelch erklärte sich von selbst?
"Ach... die Taverne?", deutete sie auf den Kelch und konnte den Gedankengang endlich nachvollziehen. Zumindest so grob. Ja, da musste man erstmal drauf kommen... Sie kratzte sich am Kopf.
„Wenn mans immer vor Augen hat, steht's man nicht gleich.“
Sie hob die Schultern. "Und ich kenne Drachma eigentlich noch gar nicht", ergänzte sie leichthin, flüchtig bedauernd. Es war eben so. In einem Schneesturm waren sie her gekommen, hatten die Taverne zunächst nicht mal verlassen dürfen. Die Statue - und überhaupt den Rest von Drachma - hatte sie meist, wenn überhaupt, nur aus der Ferne gesehen.
„Vielleicht... hm... vielleicht sollten wir mal deine Fähigkeit Dinge zu sehen, die mir selbstverständlich oder sogar unsichtbar sind, mal an diesen vier Orten testen?“
Ihre Brauen und Mundwinkel hoben sich vorfreudig. "Und dabei Drachma kennen lernen? Das klingt toll!"

Sie sah noch mal zur Schale, noch mal durch den Raum. "Du meinst... dann wäre das hier... eher eine Art Karte?", hakte sie verwirrt nach. Wofür stand dann, unter diesem Aspekt betrachtet, der Steindeckel? Der war doch eigentlich zu groß, um eine Stelle zu markieren. "Ähhr... hrm!" Frustriert schnaubte sie aus. "Gut. Schauen wir draußen mal."
Sie glaubte anfangs nicht mal, dass sie etwas finden würden, so wenig Sinn schien ihr das alles hier zu machen. Aber ein Rundgang durch Drachma konnte so oder so nicht verkehrt sein!
„Aber vorher sollten wir uns etwas abspülen und was überziehen.“
Sie grinste. "Kannst du die Kleidung nicht einfach direkt trocknen?", fragte sie teils frech, teils neugierig.
Und schon sprudelten wieder Fragen aus ihr heraus!
"Wann bekomme ich eigentlich Zugang zu meinem Hort?
Wie lernt man diese Magie eigentlich? Bringst du mir das bei? Oder lernt man das irgendwie von selbst und mit seinem Drachen?"
Protho musterte Darnas nasse Kleidungsstücke, die an ihr klebten wie eine zweite Haut.
„Auch wenn der Anblick nett ist.“ Er grinste neckend und duckte sich weg, huschte rutschend zum Ausgang und foppte sie:
„Na wo bleibst du?“

"Pfh! Lauf besser schneller, du frecher Kerl!", rief sie und gab sich Mühe, möglichst kontrolliert und schnell hinterher zu schliddern. Sobald er ihr zu nahe kam, piekste sie ihm mit dem Zeigefinger kräftig in die Seite.

Wenig später standen sie draußen wieder sauber und trocken in dicke Kleidungsstücke gehüllt vor dem Eingang der Therme. Die Rückseite der Taverne lag vor ihnen, dort wo die großen Drachen landeten und nach ihrer Jagd zu speisen pflegten.
Mit wachsamerem Blick, der nach bemerkenswerten Details suchte, sah sie über den Platz. Nicht unbedingt ein Anblick für empfindsame Gemüter. Die Feier, bei der sich auch die Drachen gütlich sattgefressen hatten, war noch nicht lange her. "Noch so eine Müllhalde...", murmelte sie und hielt inne.
Endlich machte es mal 'Klick': Blut. Knochen. Drachenspeichel.
"Ist in dem Raum ein Drache eingesperrt gewesen?!", platzte es aus ihr heraus und auf Prothos vermutlich fragenden Blick hin erklärte sie, auf den Fütterungsplatz deutend, ihre Assoziation. "Mit einem verschließbaren Deckel... äh... - irgendwie macht es immer noch nicht ganz Sinn", fuchtelte sie herum und hatte das Gefühl, nicht mehr als ein neues Puzzlestück auf den Tisch zu schmeißen. Eines, das womöglich nicht mal passte.
Beim Anblick vom Springbrunnen rieb sie sich das Kinn. "Hier ist zumindest auch fließendes Wasser..."
Sie schaute sich den Springbrunnen näher an. Waren hier Diamanten? Gravuren? Als sie auch hier das Wasser abgelassen hatten, fanden sie etwas!
Auch hier gab es verborgene Diamanten, Steine die vom Nass verborgen gewesen waren und dann zu Tage kamen. Sie markierten eine Stelle, die beim Ablassen des Wassers einen Schacht am Grund des Brunnes offenbarten.

Darna schaute sich die Position sehr genau an. Konnten hier der Schacht und die verschlossene Fläche in der Therme symbolisch irgendwie überein stimmen? Sie zuckte leicht zusammen, als etwas knirschte. Irgend ein Mechanismus löste irgend etwas aus. Und während Protho grinste, wirkte Darna eher, als hielte sie es für durchweg möglich, dass jetzt jederzeit eine riesengroße Felskugel hinter ihnen her rollen könnte.
Dann biss sie die Zähne auf die Unterlippe.
"Ob sich jetzt in dem Raum schon etwas verändert hat?" Am liebsten wäre sie sofort zurück gelaufen, um das ein mal nur kurz nachzuprüfen! Aber ihr Blick huschte auch über den restlichen Krater. Das da war also die Ratshalle... Und in der Mitte?
Da hatte der Königsdrache seine Magie gezeigt, als Lyn Fiddatan ein letztes Mal gesehen hatte. Im Zentrum, wie die Seifenblase in dem mysteriösen Raum. Sie erinnerte sich an das Leuchten, das Ignizor aus seinem Hort heraus erzeugt hatte und äußerte einen weiteren spontanen Gedanken:
"Wo kommt der Königsdrache eigentlich nach draußen? Kommt er überhaupt nach draußen?"

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Samstag 9. April 2022, 10:21

Sie grinste.
"Kannst du die Kleidung nicht einfach direkt trocknen?"
, fragte sie teils frech, teils neugierig. Prothos Blick wanderte eine Hand breit unter ihre Kehle und klebte kurz an ihrem Körper.
„...könnte ich. Nur will ich auch...?“
Nachdenklich verschränkte er die Arme vor der breiten Brust und tippte sich mit einem Finger auf die Unterlippe. Das Spiel Darna zu necken schien ihm langsam Spaß zu machen, aber schon sprudelten wieder Fragen aus ihr heraus und lenkten seine Gedanken auf weniger heißes Terrain.
"Wann bekomme ich eigentlich Zugang zu meinem Hort? Wie lernt man diese Magie eigentlich? Bringst du mir das bei? Oder lernt man das irgendwie von selbst und mit seinem Drachen?"

Sie huschten rutschend zum Ausgang und foppten sich:
„Na wo bleibst du?“
"Pfh! Lauf besser schneller, du frecher Kerl!"

, rief sie und gab sich Mühe, möglichst kontrolliert und schnell hinterher zu schliddern. Sobald er ihr zu nahe kam, pikste sie ihm mit dem Zeigefinger kräftig in die Seite und sobald sie von selbst sich in seine Nähe begab, spielte Protho auch nur zu gern den neckenden großen 'Bruder', der sie in seinen Armen auffing, herum wirbelte und einfach ihre Nähe genoss.
„Sooooooo viele Fragen!“
Er lachte und neckte sie weiter:
„Wie man wohl diesen Mund zum schweigen...“
Der Rest ging in Darnas Lachen über als er sich revanchierte und ihre Seite mit spitzen Fingern kitzelte. Danach 'bequemte' er sich die nicht vergessenen Frage zu beantworten:
„Ach ja... Dein Hort bildet sich, wenn du bereit bist und deine Feuermagie erwacht beim Bund mit Varukaaz, wenn er bereit ist. Und ja, ich kann dir helfen sie zu formen, aber im Grunde liegt sie in dir schon verankert. Magie ist nie gleich und gerade das Feuer ist sehr wandelbar. Ich bin gespannt, was du hervorbringen wirst.“
Er grinste erwartungsvoll und schritt voraus. Wenig später standen sie draußen wieder sauber und trocken in dicke Kleidungsstücke gehüllt vor dem Eingang der Therme und endlich machte es mal 'Klick': Blut. Knochen. Drachenspeichel. Dieser Platz lag genau über dem Rätzelraum mit dem Deckel im Boden.
"Ist in dem Raum ein Drache eingesperrt gewesen?!"
, platzte es aus ihr heraus und auf Prothos fragenden Blick hin erklärte sie, auf den Fütterungsplatz deutend, ihre Assoziation.
"Mit einem verschließbaren Deckel... äh... - irgendwie macht es immer noch nicht ganz Sinn"
, fuchtelte sie herum und hatte das Gefühl, nicht mehr als ein neues Puzzlestück auf den Tisch zu schmeißen. Eines, das womöglich nicht mal passte, aber der Gedanke war gesät und Protho war so aufgeschlossen, dass er ihn aufnahm und weiter spann:
„Ah, ich versteh was du meinst... wie...wie ein Loch für Futterreste...Dann...“
Er sah sich suchend um und spähte zu den Futterterrassen hinüber und erklärte:
„Jeder Platz hat einen Ablauf für Abfälle. Vielleicht laufen die irgendwie unterirdisch zusammen und sind dann früher dort hinunter gerutscht.“
Er spekulierte genauso gern wie Darna und ihm schien der Gedanke plausiebel. Sie suchen weiter und beim Anblick vom Springbrunnen rieb sie sich das Kinn.
"Hier ist zumindest auch fließendes Wasser..."
Sie schaute sich den Springbrunnen näher an. Waren hier Diamanten? Gravuren? Als sie auch hier das Wasser abgelassen hatten, fanden sie etwas! Auch hier gab es verborgene Diamanten, Steine die vom Nass verborgen gewesen waren und dann zu Tage kamen. Sie markierten eine Stelle, die beim Ablassen des Wassers einen Schacht am Grund des Brunnens offenbarten.
Darna schaute sich die Position sehr genau an. Konnten hier der Schacht und die verschlossene Fläche in der Therme symbolisch irgendwie überein stimmen? Sie zuckte leicht zusammen, als etwas knirschte. Irgend ein Mechanismus löste irgend etwas aus. Und während Protho grinste, wirkte Darna eher, als hielte sie es für durchweg möglich, dass jetzt jederzeit eine riesengroße Felskugel hinter ihnen her rollen könnte, was aber dann leider aber doch nicht geschah.
"Ob sich jetzt in dem Raum schon etwas verändert hat?"
Am liebsten wäre sie sofort zurück gelaufen, um das ein mal nur kurz nachzuprüfen! Aber ihr Blick huschte auch über den restlichen Krater. Das da war also die Ratshalle... Und in der Mitte?
Da hatte der Königsdrache seine Magie gezeigt, als Lyn Fiddatan ein letztes Mal gesehen hatte. Im Zentrum, wie die Seifenblase in dem mysteriösen Raum. Sie erinnerte sich an das Leuchten, das Ignizor aus seinem Hort heraus erzeugt hatte und äußerte einen weiteren spontanen Gedanken:
"Wo kommt der Königsdrache eigentlich nach draußen? Kommt er überhaupt nach draußen?"
„Noch mehr Fragen!“
Protho grinste und sah sie an, als wälzte er bereits Techniken und Pläne hinter seiner Stirn, wie er sie auf höchst kreative Weise zum schweigen bringen könnte. Aber wirklich wollen tat er das nicht, auch wenn der Gedanke ihm wohl langsam immer mehr verlockte. Er folgte ihrem Blick zum Zentralplatz und grübelte laut:
„Hm... so lange ich mich erinnern kann...und das ist zugegebener Maßen ein Weilchen... so lange hat er seinen Hort nicht verlassen. Hm... Für den Zeitraum unseres Schlafs kann ich natürlich nicht die Hand ins Feuer legen.“
Er grinste kurz und schmal über seinen eigenen Wortwitz und fuhr nahtlos fort:
„Normaler Weise, also früher... da hat er in einer Art Winterschlaf unter der Stadt gelebt... 'nen Nickerchen gehalten, Kommunikation funktionierte auch in diesem Zustand mental und er war nur ein Mal im Jahr richtig wach, also quasi wie jetzt auch. Richtig wach war er dann nur um zu fressen. Dann fütterten wir ihn über...“
Protho stockte und sah wieder zum Zentralplatz hinunter. Auch hier gab es einen großen runden Teller und die Parallelen mehrten sich zu dem Rätsel. Aber nicht alles musste gleich sein, denn was unter dem 'kleinen' gut verstecktem Teller war, das war noch nicht klar. Erst einmal mussten sie ihn auch aufbekommen.
„... über den Platz.“
Protho blinzelte und grübelte, schien sich kurz auch mit Lyn auszutauschen und erklärte dann weiter:
„Hmhm...ja... Die Fütterung des Königs erfolgt auf magischem Wege, wenn man es sehr kurz zusammen fassen will. Er öffnet selbst die Deckenplatte mit Magie, lässt sie quasi durchlässig werden. Ich hab das nie hinterfragt, aber Lyn erklärte es grade. Der Deckel in der Therme ist ja eher mechanischer Natur mit dem Gewinde ...bzw. ist irgendwie verriegelt oder blockiert und muss anscheinend von außen frei geschaltet werden, so wie hier.“
Mit der letzten Silbe wies er mit dem Daumen über die Schulter hinweg auf den tiefen nun wieder im Dunkeln liegenden Brunnenschacht vor der Taverne. Dann sah er wieder lächelnd Darna in die Augen und griff unbewusst ihren Gedanken von zuvor auf:
„Wollen wir nachsehen, ob sich was verändert hat oder weiter die markierten Stellen aus der Schale suchen?“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Montag 25. April 2022, 12:47

„Na wo bleibst du?“
"Pfh! Lauf besser schneller, du frecher Kerl!",
rief sie und gab sich Mühe, möglichst kontrolliert und schnell hinterher zu schliddern. Sobald er ihr zu nahe kam, pikste sie ihm mit dem Zeigefinger kräftig in die Seite und sobald sie von selbst sich in seine Nähe begab, spielte Protho auch nur zu gern den neckenden großen 'Bruder', der sie in seinen Armen auffing, herum wirbelte und einfach ihre Nähe genoss.

Sie erschrak kurz, als Protho sie mit diesen riesigen Armen packte. Sie lachte, als ihre Beine durch die Drehkraft nach außen flogen und sie merkte, dass Protho sie trotzdem sicher hielt. Als das Herumwirbeln endete und sie für einen kurzen Moment einfach nur in seinen Armen und an seiner Brust zum Ruhen kam, setzte ein Gefühl ein, das sie kaum beschreiben konnte.
Es war wie Ankommen.
Es war wie der fallende Anker, als sie begriff, dass Drachma sie mit Leon hätte ziehen lassen.
Hier, genau das hier, war ein neuer Ruhepol. Sie fand sie einfach wie verstreute Edelsteine auf einer Wiese. Sie lächelte gelöst, als sie zu Protho hoch sah, was nahtlos in ein Quieken und Zusammenkrümmen über ging, als er ihre Seite kitzelte. Was für ein Gefühl! Noch nie hatte sie jemand gekitzelt. Fast musste sie das Lachen darüber überhaupt erst lernen. Und sie badete genießend in der unbefangen offenen Art, mit der Protho ihre Fragen beantwortete. Lernte neu, zu leben.
Seine unverhohlen flirtenden Anspielungen registrierte sie teils nicht einmal, kannte dergleichen einfach nicht - sie spürte und wusste nur, dass sie sich für ihren Körper nicht zu schämen brauchte und lächelte darüber. Wie sie damit umgehen sollte, wusste sie noch nicht so recht, also nahm sie es zum Teil erstmal einfach hin.

„Ach ja... Dein Hort bildet sich, wenn du bereit bist..", erklärte Protho und Darnas Augen weiteten und verdrehten sich mit einem leisen "Moaaarhh..." zu einem spielerischen Protest wie ein ungeduldiges Kind. Dabei hatte sie durchaus gelernt, aus solchen Informationen Gelassenheit zu ziehen. Es würde schon der richtige Moment kommen.
Aber sie wollte da rein! Neugier! Ignizor hatte irgendwas von einem Amulett oder Schlüssel gesagt!
Und die Feuermagie... tja. Vielleicht war es doch nicht so schlecht, wenn Knuddelchen schneller wuchs? Sie lachte innerlich leise. Begann, die Ungeduld zu verstehen, die irgendwo hinter den knubbelig-kindlichen Schuppen ruhte und seine alten Kräfte zurück haben wollte. Schon gut, dachte sie gemütlich zuversichtlich, und nun war sie es, die von diesem "wenn es an der Zeit ist" faselte: Unsere Zeit wird kommen.
"... Und ja, ich kann dir helfen sie zu formen, aber im Grunde liegt sie in dir schon verankert. Magie ist nie gleich und gerade das Feuer ist sehr wandelbar. Ich bin gespannt, was du hervorbringen wirst.“
Sie grinste frech: "Ich auch!"

Ja. Und dann war da ja noch dieses Rätsel-Abenteuer, über das sie gestolpert war. In Protho hatte sie einen kompetenten, wohlgesonnenen und fast ebenso neugierigen Begleiter, mit dem das Erkunden zunehmend Spaß machte.
Der Futterplatz und die mumifizierten Fressen-Reste begannen, tatsächlich Sinn zu machen. "Nur für eine Müllgrube oder eine Art Kanalisation legt man ja aber keine solche Magie an und lässt den künftigen Königsdrachen den Raum vergessen", kommentierte sie die Erkenntnisse begleitend, "Ich nehme also an, dass diese Funktion eine der späteren ist, die gewechselt haben, als der ursprüngliche Zweck schon vergessen war."
Überlegend schürzte sie die Lippen. "Vermutlich noch später, nach oder zum Schluss der Abfall-Nutzung, kam der obere Deckel drauf. Heißt das, dass man für diesen Bereich hinter der Taverne einen anderen Entsorgungsschacht hat?

Das Blut ist erklärt, die Knochenreste auch... die zusätzliche Substanz, von der Chasin zunächst nicht wusste, was es ist, nicht - hat sie inzwischen eine für uns verständlichere Erklärung?"

Der Springbrunnen enthüllte seine Geheimnisse, ohne sie zu erklären. Darna deutete mit dem Zeigefinger in einer sich ergebenden Pause auf den dortigen Schacht: "Da fällt also Licht rein und wird aus irgend einem Grund reflektiert. Sollte es in dem Thermenraum ähnlich vorgesehen sein, funktioniert das nicht ohne Weiteres, weil oben drüber in der Decke ja der Steindeckel ist", merkte sie an.

Hatte das Ganze mit dem Königsdrachen zu tun?
„Hm... so lange ich mich erinnern kann...und das ist zugegebener Maßen ein Weilchen... so lange hat er seinen Hort nicht verlassen." Diese Aussage machte sie nebenher - denn sie konzentrierte sich diesmal durchaus auch auf die weiteren Erläuterungen, die Protho von sich gab - so richtig betroffen.
Nie draußen?! Wie furchtbar!
Vielleicht störte es ihn nicht. Das konnte sie sich sogar durchaus vorstellen, denn so ein riesiges und mächtiges Wesen dachte und fühlte sicher in anderen Dimensionen. Weitere Fragen ploppten in ihrem Gedankenstübchen auf, die sie jedoch nicht formulierte - es hätte zu weit weg von ihrem jetzigen Thema abgelenkt.
Es konnte auch gar nicht sein, dass er nie raus gekommen wäre, denn wie hätte es mit seiner Partnerin sonst Nachwuchs geben können? Oder? Sie blinzelte ein bisschen überfordert.
"... Er öffnet selbst die Deckenplatte mit Magie, lässt sie quasi durchlässig werden. Ich hab das nie hinterfragt, aber Lyn erklärte es grade. Der Deckel in der Therme ist ja eher mechanischer Natur mit dem Gewinde ...bzw. ist irgendwie verriegelt oder blockiert und muss anscheinend von außen frei geschaltet werden, so wie hier.“
Darna nickte begleitend und sichtlich grübelnd.
Dann sah Protho wieder lächelnd Darna in die Augen und griff unbewusst ihren Gedanken von zuvor auf: „Wollen wir nachsehen, ob sich was verändert hat oder weiter die markierten Stellen aus der Schale suchen?“
Die junge Drachenmama warf nur einen kurzen, kontrollierenden Blick nach hinten, ob mit ihrem kleinen Varukaaz alles in Ordnung war, dann sah sie in den Himmel, wo Ignizor seine Kreise zog:
"Ich glaube, es würde Sinn machen und wäre klasse, wenn Ignizor diesen Deckel weg heben könnte, der sich in der Decke des Raumes befindet. Wir müssten dann nicht jedes Mal runter in die Therme rennen - ja, ich würde gerne nachsehen, ob sich direkt etwas verändert hat.
Wir sollten dabei aber auch zur Kenntnis nehmen, dass durch den fehlenden Deckel Licht in den Schacht dort fallen würde, sobald man ihn öffnet, und das dürfte wohl irgendwie zum Auslöser gehören - für was auch immer."

Und, ehe sie es vergaß, griff sie noch ein anderes Detail auf, das Protho erwähnt hatte:
"Und sag mal: du sagtest, Yran würde für den Kelch nicht zur Verfügung stehen, falls das die Bedeutung gewesen wäre - wo ist er denn?"

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Freitag 29. April 2022, 10:42

Prothos flirtende Anspielungen registrierte Darna teils nicht einmal, kannte dergleichen einfach nicht - sie spürte und wusste nur, dass sie sich für ihren Körper nicht zu schämen brauchte und lächelte darüber. Wie sie mit dieser 'Waffe' umgehen sollte, wusste sie noch nicht so recht, auch wenn sie keine Jungfrau mehr war. Und dass sie eine Waffe war, dass ahnte sie genau sowenig, auch wenn es für jeden Anderen offensichtlich war, besonders wenn sie munter lachend herum wirbelte, Lebensfreude versprühte und nicht mit Reizen geizte.
Darna war scharf wie eine Klinge die noch so manchem Mann das Herz heraus schneiden konnte.
Und der 'alte' Drachenritter hinter ihr heftete ein um andere Mal seinen Blick auf ihren wohl gerundeten und vor Kraft und Energie strotzenden Körper. Dabei bewirkte ihr Anblick bei ihm eine Mischung aus Bewunderung, Lust und ehrlichem Stolz sie zu betrachten.
„Ach ja... Dein Hort bildet sich, wenn du bereit bist.."
, erklärte Protho und Darnas Augen weiteten und verdrehten sich mit einem leisen
"Moaaarhh..."
zu einem spielerischen Protest wie ein ungeduldiges Kind. Protho lachte, bevor er erklärte:
"... Und ja, ich kann dir helfen sie zu formen, aber im Grunde liegt sie in dir schon verankert. Magie ist nie gleich und gerade das Feuer ist sehr wandelbar. Ich bin gespannt, was du hervorbringen wirst.“
Sie grinste frech:
"Ich auch!"
Ach, Ja. Und dann war da ja noch dieses Rätsel-Abenteuer, über das sie gestolpert war. Der Futterplatz und die mumifizierten Fressen-Reste begannen, tatsächlich Sinn zu machen.
"Nur für eine Müllgrube oder eine Art Kanalisation legt man ja aber keine solche Magie an und lässt den künftigen Königsdrachen den Raum vergessen"
, kommentierte sie die Erkenntnisse begleitend und Protho zuckte nachdenklich mit den Schultern.
"Ich nehme also an, dass diese Funktion eine der späteren ist, die gewechselt haben, als der ursprüngliche Zweck schon vergessen war."
Überlegend schürzte sie die Lippen.
"Vermutlich noch später, nach oder zum Schluss der Abfall-Nutzung, kam der obere Deckel drauf. Heißt das, dass man für diesen Bereich hinter der Taverne einen anderen Entsorgungsschacht hat?“
Protho nickte schlicht.
„Davon gibt es hier viele. Drachma ist ein Labyrinth aus Tunneln Schächten und Spalten, dass selbst ich nicht komplett kenne. Und glaub mir, in jedes Loch SOLLTE man hier auch nicht seinen Kopf stecken. HAHA.“
Er lachte wissend, als kenne er eben ganz genau so ein Loch, zu dem es eine solche Geschichte gab. Darna aber ließ sich nicht lange unterbrechen. Sie sinnierte weiter:
„Das Blut ist erklärt, die Knochenreste auch... die zusätzliche Substanz, von der Chasin zunächst nicht wusste, was es ist, nicht - hat sie inzwischen eine für uns verständlichere Erklärung?"
Protho lauschte einen Moment in sich hinein und verwickelte so vermutlich auch Lyn wieder in das interne Zwiegespräch. Dann sah er wieder mit dieser niedlichen Stirnfalte auf, die verriet, dass etwas seinen Horizont überstieg und meinte:
„Sie erzählt gerade, dass sie etwas mit dem aufbereiteten Blut gemacht hat... eine Blutsenkung...trennt die festen von den flüssigen Bestandteilen des Blutes und ...hm...hmhm... Ah, das dauert also noch!“
Protho wirkte fast erleichtert, als er den Kontakt wieder löste und Darna erneut ansah. Der Umgang mit Chasin war nie einfach! Erst recht nicht für einen so mit der materiellen Welt verwurzelten Ritter wie ihn. So widmeten sie sich erst einmal wieder den aktuellen Problemen und er lauschte Darnas Erkenntnissen.
Der Springbrunnen enthüllte seine Geheimnisse, ohne sie zu erklären. Darna deutete mit dem Zeigefinger in einer sich ergebenden Pause auf den dortigen Schacht:
"Da fällt also Licht rein und wird aus irgend einem Grund reflektiert. Sollte es in dem Thermenraum ähnlich vorgesehen sein, funktioniert das nicht ohne Weiteres, weil oben drüber in der Decke ja der Steindeckel ist"
, merkte sie an. Er nickte zustimmend.
„Ist auch die Frage, ob es überhaupt im Rätzelraum ankommt oder irgendwo darunter. Oberhalb hab ich keine Löcher entdeckt. Du?“
Nein. Hatte sie nicht.
Dann erklärte er ein bisschen was über den Königsdrachen und seine Lebensweise. Das dieser nie heraus gekommen war, erschien ihr unwahrscheinlich. Es konnte auch gar nicht sein, denn wie hätte es mit seiner Partnerin sonst Nachwuchs geben können? Vielleicht ging sein Weibchen zu ihm? Irgendwie musste er sich ja auch ernähren, oder? Wie waren eigentlich Eilmana und Marga damals zu ihm gelangt? So viele Fragen waren noch offen und es wurden immer mehr. So war das Leben – spannend und voller Rätsel. Der Vorschlag sich den Fortschritt in der Therme anzusehen, wurde angenommen. Die junge Drachenmama warf nur einen kurzen, kontrollierenden Blick nach hinten, ob mit ihrem kleinen Varukaaz alles in Ordnung war. Er hatte gerade entdeckt, dass da etwas an ihm dran hing, ihn verfolgte, womit er spielen konnte. Irgendwie erwischte er aber seinen Schwanz nicht und so krabbelte und rollte er mehr die ganze Zeit im Kreis.
Darna schmunzelte und sah in den Himmel, wo Ignizor seine Kreise zog:
"Ich glaube, es würde Sinn machen und wäre klasse, wenn Ignizor diesen Deckel weg heben könnte, der sich in der Decke des Raumes befindet. Wir müssten dann nicht jedes Mal runter in die Therme rennen - ja, ich würde gerne nachsehen, ob sich direkt etwas verändert hat. Wir sollten dabei aber auch zur Kenntnis nehmen, dass durch den fehlenden Deckel Licht in den Schacht dort fallen würde, sobald man ihn öffnet, und das dürfte wohl irgendwie zum Auslöser gehören - für was auch immer."
Protho hatte aufmerksam zugehört und erst der eine, dann der andere Mundwinkel wanderten langsam nach oben, während Darna weiter fragte:
"Und sag mal: du sagtest, Yran würde für den Kelch nicht zur Verfügung stehen, falls das die Bedeutung gewesen wäre - wo ist er denn?"
Protho grinste Darna dermaßen stolz an, dass es schon merkwürdig wirkte. Dann lachte er einmal herzlich und meinte danach etwas atemlos:
„HAAHa! Du bist eine Frau nach meinem Geschmack!!!“
Er stemmte die Hände in die Hüften und betrachtete sie von oben bis unten. Er meinte das durchaus ehrlich. Aber was an ihren Worten hatte sie jetzt genau so erstaunt? Er erklärte es:
„Auf die Idee hätte eigentlich ICH kommen sollen!!! Machen wir einfach die Decke 'kaputt', dann fällt vielleicht genug Licht rein um vielleicht auch den Rest der Mechanismen zu aktivieren. HAHA...oder wir graben uns gleich bis nach ganz unten durch. Rohe Gewalt ist immer eine Lösung Hahaha...nicht immer die beste, gebe ich zu, aber AUCH eine Lösung!“
Er lachte noch ein Weilchen, da ihm der Vorschlag WIRKLICH gut gefiel! Er fächelte sich Luft zu. Doch dann deutete er auf die Felsenklippe hinter ihnen.
„Schau... da unten ungefähr liegt die Kammer, die du entdeckt hast...“
Mit ausgestrecktem Arm wies er auf den Kraterrand und dann nach unten von den sichtbaren Felsen hier oben ausgehend. Dann hob er die Hand und maß mit abgespreizten Daumen und kleinem Finger die Felsmasse.
„Ich schätze, der 'Deckel' der Deckenplatte liegt mit seiner unteren Kante so 15 Mann oder mehr tief unter uns. Das sind ein paar Tonnen Gestein, was da weg geräumt werden muss und wenn Ignizor auch sehr stark ist, sogar einen Teil sicher schmelzen könnte, so zerstören wir ziemlich sicher auch einen großen Teil der Terme bei dem Versuch ...und es würde auch einige Zeit dauern.“
Er sah sie wieder lächelnd an und meinte:
„Ich bin ja sonst wirklich ein Freund des gradlinigen und direkten Weges, aber heute würde ich tatsächlich erst einmal versuchen, ob wir eher den 'Schlüssel' zum Schloss finden, als das Schloss mit dem Hammer zu knacken. Wäre sonst echt schade um unsere Bademöglichkeiten.“
Er lachte nicht mehr, aber er schmunzelte vergnügt. Dann tippte er sich an die Stirn, als hätte er etwas vergessen.
„Ach ja, Yran... Yran ist mit Eilmana nach Shyana ihre Eltern besuchen und vielleicht mehr Bewohner für unsere schöne Stadt zu rekrutieren. Die beiden können uns also gerade nicht helfen.“
Dann nahm er sie bei der Hand, was sich angenehm warm für Seele und Körper anfühlte und zog sie wieder in Richtung Therme.

(Darna weiter bei: Die unterirdischen Thermen)
Zuletzt geändert von Erzähler am Freitag 29. April 2022, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Freitag 29. April 2022, 10:44

(Doppelpost: Bitte einen darüber anfangen zu lesen ;) )

(Darna kommt von: Die unterirdische Therme)

„So. Den Kelch haben wir entriegel... denke ich... Bleiben noch Schwert, Schild und Krone. Wo jetzt hin?“
Die beiden schlenderten vor die Taverne und dabei fiel ihr Blick auch wieder auf den Springbrunnen. Das nachfließende Wasser aus der Quelle hatte den Stopfen wieder an Ort und Stelle gedrückt, so dass sich wohl in den nächsten Stunden das Becken wohl wieder komplett füllen würde.
„Hm...“
, kommentierte der Ritter neben ihr das Schauspiel nachdenklich. Gab es hier vielleicht auch noch einen anderen Faktor, den sie berücksichtigen mussten. Hier versetzte sich langsam alles wieder in den Urzustand. Aber jetzt drängte Protho erst einmal die andern Puzzleteile zu finden, damit das Spiel beginnen konnte. Dabei verhielt er sich fast so fröhlich und albern wie ein Junge. Es war erfrischend mit ihm Drachma auf diese Art zu erkunden und er tollte mit ihr herum wie ein junger Hund. Er stupste sie an und tänzelte schon ein wenig voran.
„Darna... ich schlag mal jetzt die Krone vor. Den nächsten Ort kannst du ja wieder aussuchen.“
Er grinste breit und schlenderte sie nicht aus den Augen lassen los, doch sobald sie ihm folgte, erhöhte er das Tempo bis es sich zu einem kleinen Wettrennen steigerte. So animiert schafften sie den Weg in Windeseile.

(Darna weiter bei: Der Zentralplatz)
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Montag 6. März 2023, 16:37

(Darna kommt von: Der Traum vom Fliegen)

Ein bisschen Hunger hatte der ein oder andere wohl, nach der ganzen Aufregung und so gingen sie gleich zu dritt in die geräumige Küche. Da aktuell kein Naturmagier vor Ort war, der schnell etwas nachwachsen lassen konnte, teilte Lyn die Lebensmittel bereits ein. Nur eines hatten sie im Überfluss: FLEISCH!
So ein Hochlandbison gab ordentlich was her und schmeckte erstaunlich zart und saftig, so wie Protho es für sich kurz durch die Pfanne jagte. Lyn machte er auch eine Scheibe und sah auch Darna fragend an, ob sie von ihm mit versorgt werden, oder etwas anderes wollte. Derweil bat Lyn:
„Darna, bitte erzähl mir doch mal, was du zu dem Rätzelraum so denkst.“
Sie kam also gleich zum Punkt.
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Sonntag 19. März 2023, 13:20

„Ich wollte ganz sicher gehen, dass dieses kleine Menschlein dem Temperament eines Feuerdrachen gewachsen ist. Varukaaz wird dich noch ordentlich fordern. Dagegen ...bin ich ein Lämmchen.“ Oh, und wie dieses Lämmchen grinsen konnte. Sie konnte nicht anders - und hätte sie sich noch beherrschen müssen, sie hätte es nicht gewollt: sie grinste und lachte mit. "Ein Lämmchen!", schnaufte sie und ließ damit erahnen, dass durchaus eine gewisse Form von Sorge damit in ihr geweckt wurde, wie Varukaaz mit ihr umspringen würde.
Aber sie hatte keine Angst. Nicht vor ihm. Nicht vor ihrem Liebling und nicht vor ihrer neuen Familie. Auch wenn ihr Körper sie daran erinnerte, dass ihr da oben kotzübel geworden war, drehte ein Teil ihrer Gedanken mit dem jungen Varukaaz bereits Schrauben in der Luft. Und "Lupings" und was es sonst noch so geben mochte. Wenn Drachen tanzen..., dachte sie kurz verträumt. Noch während sie sich umschaute, wo genau sie eigentlich gelandet waren, kam Varukaaz auf sie zu getorkelt und riss sie einfach um. Die Welle aus Freude und Endorphinen war unglaublich, die er mit ihr teilte. "Umpfh!" Sie lachte glücklich geflutet, so weit sie Luft bekam, wühlte sich ein bisschen unter ihm zurecht, legte ihre Hände links und rechts unter seine Lefzen und strahlte ihn verliebt an. "DAS hat dir gefallen, mh?", sprach sie das Offensichtliche aus, nickte selber schon fleißig und grinste breit. Es erleichterte sie tatsächlich, dass Varukaaz selber benommen wirkte - sie mussten beide lernen. Sie würde mit ihm mithalten können. Halbwegs. Hoffte sie. Und vor Herausforderungen hatte sie noch nie Angst gehabt, höchstens nach dem Prinzip "Angriff ist die beste Verteidigung" gehandelt.

"Bekomme ich jetzt meine Kleidung?", fragte sie unverblümt, nachdem sie Gelegenheit bekommen hatte, wieder auf ihren Füßen zu stehen. Aber auch Protho wollte etwas für seine 'Mühen' und beugte sich ihr entgegen, während seine Hände das Paket noch hinter seinem Rücken versteckten.
„Kuss?“, fragte er neckend. „...für den fleißigen Schneider?!?“ und spitzte die Lippen.
Sie schmunzelte wohlwollend und hatte sich bei 'Kuss' schon entgegenkommend vorgebeugt, stockte aber, als sie die Lippen sah und zog instinktiv den Kopf zurückweichend wenige Millimeter weg. Etwas daran erschien ihr nicht richtig. Es gab für Protho zunächst einen lieben und auch nicht flüchtigen Kuss auf die Wange. Währenddessen überlegte sie, was sie ihm stattdessen Gutes tun konnte. "Hmmm...
Wie wär's mit einer Massage?", raunte sie verlockend und war sich durchaus bewusst, dass das wieder "ausarten" konnte. Sie grinste daraufhin nur flüchtig und schaute gespannt auf das Paket und kurz darauf auf den Inhalt. "So viel?", stieß sie erstaunt aus, als sie die Anzahl der Wäschestücke in einem ersten Blick grob abschätzte. Sie hob ein Teil an, das dann in mehrere dünne Streifen aufblätterte und für den Nichtkenner kaum offenbarte, was das eigentlich sein sollte. "Oder... auch nicht", lachte sie, als sie zu ahnen begann, dass so Einiges von dem, was Protho geschneiderte hatte, seine Kunstfertigkeit dadurch bewies, was es alles NICHT bedeckte!
Ihre Oberschenkel zum Beispiel. Protho schien in seine Vorstellungen bereits Darnas Vorstellung von ihrer künftigen Tätowierung implementiert zu haben, und so wies alles, was überhaupt die Beine teilweise bedeckte, an den Seiten mindestens Schlitze auf. Er verstand sich perfekt darauf, selbst die junge Drachenhaut an den richtigen Stellen noch auszudünnen, so dass das feine Material mit der schuppigen Struktur einen Effekt bewirkte, wie er ansonsten durch den Einsatz von Spitze erreicht wurde. Gleichzeitig schien es nicht schwer gewesen zu sein, zu ahnen, was die ursprünglich adelige Knappin als "geschmacklos" oder gar "obszön" betrachten würde. Protho war tatsächlich der Spagat gelungen, ihren einladenden Körper künftig in Szene zu setzen, ohne ihr selber das Gefühl zu geben, darin wie eine Dirne auszusehen! Dass selbst die ihren Körper betonende Freizügigkeit für die bisher sehr zugeknöpfte junge Frau eine Zeit der Gewöhnung, ähnlich wie das Fliegen brauchen würde, nun...
das brachten Veränderungen mit sich.

Das eine oder andere Teil überforderte sie zunächst. Dass ein Höschen auch nur durch ein oder zwei Bänder gehalten werden konnte, war ihr neu. Es sah zum Anbeißen aus, wie sie verlegen die Hüfte kippte. Als sie die Strümpfe in der durchscheinend feinen Optik überstreifte, zog sie selber die Lippen zwischen die Zähne. Das fühlte sich einfach... wahnsinnig gut an! Danach schien es Protho ein großes Vergnügen zu sein, ihr zu zeigen, wozu diese gürtelartigen Dinger mit den Bändern gut waren. Breit grinsend fächelte er sich Luft zu und schäkerte: „Hm... gefääährlich.... Wird kaum einen Mann geben, der dir das nicht vom Leib reißen will, aber …“ Dabei kam er brummend näher und zog mal lachend an einem Band, dass dabei seine erstaunliche Stabilität bewies, „...aber ist gar nicht so einfach.“ Darna schmunzelte, wobei der linke Mundwinkel sich neckisch mal wieder tiefer grub. Sinnlich streichelnd fuhr er mit einem Finger ihr unter einen Träger und strich ihn langsam von ihrer Schulter. Sie zog die Luft tiefer durch die Zähne und blickte an sich herunter. Ja, es lud ein, das alles genüßlich wieder auszuziehen!
Aber bevor sein Blick den ihren Treffen und zu einer erneuten Runde Unterricht einladen konnte, da hörten sie Lyns Stimme von weitem: „Na, wie war es? Hat sie sich gut geschlagen?“
Darna blinzelte. Meinte Lyn ihr "Spiel" in Varukaaz' Höhle? Zumindest waren ihre Gedanken für einen Moment deutlich eher dort als bei dem Flug mit Ignizor. Lyn kam näher und musterte die junge Reiterin. Diese grinste zufrieden, aber auch noch deutlich verlegen, so wie sie da stand. Sich vor Protho in dieser "Kleidung" zu zeigen, war das Eine, aber...
„Protho ist schon ein Künstler.“ Der Erwähnte wurde... rot! Tatsache! Und Darna auch, wobei das Grinsen breiter wurde. Dann nahm sie Darna in den Arm. „Glückwunsch zu deinem ersten Ritt. Ich hoffe, sie haben dich nicht zu sehr ran genommen.“
"Och...", erwiderte Darna zunächst um Worte verlegen nur und musste sich ein bisschen sammeln. Die Flut dieser ganzen positiven Gefühle spielte noch fast nach Belieben mit ihr. Sie sah zu Ignizor hoch und grinste dann unverhohlen frech:
"Er ist ja noch ein Lämmchen!" und lachte laut auf. Sie wusste, dass er sich für diesen Kommentar, dessen Worte er ihr selbst in den Mund gelegt hatte, rächen würde, ganz sicher!

„Wollt ihr mich in die Taverne begleiten und wir besprechen wie es jetzt weiter gehen soll?“ Protho nickte ganz selbstverständlich und Darna schloss sich der Geste nahtlos an. Sie warf sich die nachthemdartige Bluse über, die am ehesten ihren Körper bedeckte und überlegte kurz, was sie jetzt überhaupt noch an sonstiger Kleidung besaß. "Die Stiefel", dachte sie feststellend an das runenverzierte Paar, das sie von Delilahs Großmutter geschenkt bekommen hatte. Das war nicht viel. Sie sah, während sie zur Taverne aufbrachen, zu Varukaaz und überlegte, ob sie ihn bald schon wieder wachsen lassen musste, nur um anständige Kleidung zu bekommen?! Sie musste etwas vor sich hin lachen bei der scheinbaren Absurdität, die darin mitschwang. Sie straffte ihre Haltung und ging in ihrer Unterwäsche stolz weiter: sie würden sie hier schon nicht erfrieren lassen.
Protho sah kurz zu seinem Drachen auf und dieser nickte.
„Ich mach mal meine Runde.“, rauchte er und entfernte sich gemächlich um dann in einigem Abstand sich wieder in die Lüfte zu erheben. Varukaaz wimmerte leise hinterher, aber lehnte sich gleichzeitig noch an Darna, wie ein betrunkenes Pferd. Der Aufstieg zur Taverne war zum Glück nicht sehr weit und eine gute Übung um sich wieder an festen Boden zu gewöhnen.
Ein bisschen Hunger hatte der ein oder andere wohl, nach der ganzen Aufregung und so gingen sie gleich zu dritt in die geräumige Küche. Da aktuell kein Naturmagier vor Ort war, der schnell etwas nachwachsen lassen konnte, teilte Lyn die Lebensmittel bereits ein. Nur eines hatten sie im Überfluss: FLEISCH!
So ein Hochlandbison gab ordentlich was her und schmeckte erstaunlich zart und saftig, so wie Protho es für sich kurz durch die Pfanne jagte. Lyn machte er auch eine Scheibe und sah auch Darna fragend an, ob sie von ihm mit versorgt werden, oder etwas anderes wollte.
Darna nickte nur. Nach dem langen Schlaf hätte sie gerade fast alles gegessen, was ihr vor die Nase gesetzt wurde und sie kannte sich hier mit der Küche und den Vorräten noch nicht aus. Entsprechend neugierig sah sie sich während der Zubereitung um und ließ sich auch von Lyn erklären, was wie rationiert werden musste. "Vielleicht müssen wir doch bald einkaufen...", überlegte sie halblaut.
Derweil bat Lyn: „Darna, bitte erzähl mir doch mal, was du zu dem Rätzelraum so denkst.“ Sie kam also gleich zum Punkt.

Darna atmete durch, rüstete sich gedanklich dafür und stieß die Luft mit einem entsprechenden Pusten wieder aus. Sie nickte dabei. "Die... Gegebenheiten vor Ort, die Fakten, die Chasin aufgenommen hat, hat sie dir weiter geleitet, oder was fehlt dir noch an Beschreibungen, was wo wie ist?"
Die Frage kam vorbehaltlos; mit dienender Selbstverständlichkeit und der Höflichkeit, die sie gewohnt war, würde Darna Lyn alles zur Kenntnis bringen, was sie noch bräuchte, um "zu wissen, worum es ging". Nur lag hier auch die Verlockung des "kollektiven Denkens", die Darna in der Phase, in der sie sich mit Freizul ihre Gedanken geteilt hatte, gekostet und schnell - sehr schnell - mehr als zu schätzen gelernt hatte:
Der zielstrebige, feurig ungeduldige Part ihres Charakters war es leid und rasch genervt davon, alles drei mal zu erklären. Wenn der andere alles sowieso mitbekam, brauchte man das nicht, juchee! Die Knappin Darna von Eibenau hatte diese Möglichkeiten nie zur Verfügung gehabt und ihr Gehorsam und ihre Duldsamkeit hatten sie wiederum genau dieses gebetsmühlenartig sachliche Wiederholen von Informationen in der bürokratischen Oberschicht von Jorsa gelehrt, bis sie es im Schlaf beherrschte.
So weit, so gut. Darna hatte aber durchaus registriert, dass Lyns Frage nicht "Wie funktioniert die Rätselanlage?" gelautet hatte, sondern, was sie dazu "so dachte". Also:
"Das Ganze hat erstaunliche Ausmaße, eine hohe Symbolkraft und ich vermute, auch eine dem entsprechende Tragweite. Um diesen Deckel zu öffnen, muss - mehr oder weniger bildlich gesprochen - ganz Drachma mitwirken, quasi sein Einverständnis geben: von der Wächterstatue bis zur Tür zum König in der Ratshalle."
Ihre Stimme war wieder ernst geworden, Darna hatte zunächst mit der Kehrseite an einem der Küchenschränke gelehnt, dann stieß sie sich ab und legte für ihren ausführlichen Kommentar gewohnheitsmäßig ihre Hände auf den Rücken. Eigentlich wäre sie gerne nachdenkend dabei einige Schritte auf und ab gewandert, aber solche Übersprungshandlungen waren ihr gründlich aberzogen worden. So sah es recht kurios aus, wie sie da in ihrer Unterwäschekollektion stand und dabei redete, als würde sie bei einem Krisenstab im Generalszelt ihre Bedenken äußern:

"Chasin hat durch ihre Recherchen und die Analyse des Speichels, der erwähnten Plasmaodem enthielt, die Vermutung geäußert, dass da unten ein Erddrache sein könnte. Ein Drache, der sich unterirdisch durch seine Grabdornen fortbewegt, sofern er sich überhaupt fortbewegen möchte.
Wenn er sich aber also eigentlich überall, wo er will, an die Oberfläche graben könnte, warum hat man einen Zugang dort versiegelt?" Sie setzte bewusst Pausen, in denen die anderen Anmerkungen anbringen konnten, aber auch, um das von ihr Gesagte sacken zu lassen. Sie machte aus der Skepsis, die sie bei diesem Projekt umtrieb, keinen Hehl.

"Zudem hat mich zu Beginn die Tatsache unheimlich beunruhigt, dass Königsdrachen offenbar bei einem Wechsel vom Vater auf den Sohn ihr Wissen über alles Mögliche an den Erben weiter geben, richtig?" "Vernünftig. Praktisch. Man kann auf diesem Wege auch vor Gefahren warnen...
Diese Erinnerung aber wurde ausgelöscht! Warum?! Wohl kaum aus Missgunst. Um ihn zu schützen? Um eine Verlockung gar nicht erst zu einer solchen zu machen?" Sie sah auf und suchte Lyns Blick. Fast verzweifelt wirkend. Es war ihr unangenehm, womöglich den Eindruck zu erwecken, das Entdeckte nur schlecht reden zu wollen. Die "Sturmkrähe" zu sein.

"Wenn diese Versiegelung einfach nur dem Zweck gedient hätte: 'Deckel drauf und Gras drüber wachsen lassen! Vergessen wir das!' ... dann hätte man die Mechnismen, die es zum Öffnen des Deckels braucht, doch besser versteckt. Ich meine: sie waren auch so versteckt! Aber hätte man es wirklich verstecken wollen, dann wäre die Mulde am Weißen Drachen beispielsweise mit Mörtel verschlossen worden und nicht... offen. Schlimmstenfalls verdreckt." Sie hob abwägend eine Hand.
"Aber: wenn der Zugang wiederum auffindbar bleiben sollte, warum wurde dann das Wissen darüber getilgt? Wenn es wieder geöffnet werden sollte, warum hat man es dann überhaupt so aufwendig zu gemacht, und das für so lange Zeit? Das scheint alles bisher irgendwie nicht zusammen zu passen."
Darna atmete einen Teil der Anspannung, der sich angesammelt hatte, mit einem langen Zug wieder aus und ließ den Blick schweifen. "Wir haben bisher mehr Fragen als Antworten, wenn es darum geht, was da unten drin sein könnte und warum", resümmierte sie leidenschaftslos, nur ein wenig bedauernd, nicht mehr liefern zu können. "Aber so umfangreich, so aufwendig und bedeutsam scheinend, wie das alles ist, wollte ich um jeden Preis verhindern, dass wir durch bloßes Herumprobieren womöglich etwas frei lassen, was sich als Gefahr für Drachma erweisen könnte - und das zu einem Zeitpunkt, wo "nur" Ignizor als Wächter hier ist..."
Sie presste die Lippen zusammen und nickte für sich leicht zum Abschluss. Dann sah sie wieder zu Lyn.

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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 23. März 2023, 12:41

Darna atmete durch, rüstete sich gedanklich und stieß die Luft aus. Sie nickte und begann:
"Die... Gegebenheiten vor Ort, die Fakten, die Chasin aufgenommen hat, hat sie dir weiter geleitet, oder was fehlt dir noch an Beschreibungen, was wo wie ist?"
Lyn nickte nur knapp, aber löschte doch das Feuer der Ungeduld in der Drachenreiterin. Darna hatte aber durchaus registriert, dass Lyns Frage nicht "Wie funktioniert die Rätselanlage?" gelautet hatte, sondern, was sie dazu "so dachte". Also:
"Das Ganze hat erstaunliche Ausmaße, eine hohe Symbolkraft und ich vermute, auch eine dem entsprechende Tragweite. Um diesen Deckel zu öffnen, muss - mehr oder weniger bildlich gesprochen - ganz Drachma mitwirken, quasi sein Einverständnis geben: von der Wächterstatue bis zur Tür zum König in der Ratshalle."
Abermals nickte Lyn, wenn gleich dieses Mal intensiver. Es sah recht kurios aus, wie sie da in ihrer Unterwäsche vor der Anführerin Drachmas stand und dabei redete, als würde sie bei einem Krisenstab im Generalszelt ihre Bedenken äußern, aber Lyn schien sich nicht daran zu stören und Protho genoss einfach den Anblick seiner Kunst.
"Chasin hat durch ihre Recherchen und die Analyse des Speichels, der erwähnten Plasmaodem enthielt, die Vermutung geäußert, dass da unten ein Erddrache sein könnte.“
Lyn neigte nachdenklich den Kopf, aber unterbrach Darna nicht. Sie hatte nach ihren Gedanken gefragt, nicht den Fakten und so hörte sie geduldig zu.
„Ein Drache, der sich unterirdisch durch seine Grabdornen fortbewegt, sofern er sich überhaupt fortbewegen möchte. Wenn er sich aber also eigentlich überall, wo er will, an die Oberfläche graben könnte, warum hat man einen Zugang dort versiegelt?...Zudem hat mich zu Beginn die Tatsache unheimlich beunruhigt, dass Königsdrachen offenbar bei einem Wechsel vom Vater auf den Sohn ihr Wissen über alles Mögliche an den Erben weiter geben, richtig?"
Ein weiteres Nicken folgte.
"Vernünftig. Praktisch. Man kann auf diesem Wege auch vor Gefahren warnen...
Diese Erinnerung aber wurde ausgelöscht! Warum?! Wohl kaum aus Missgunst. Um ihn zu schützen? Um eine Verlockung gar nicht erst zu einer solchen zu machen?"

Sie sah auf und suchte Lyns Blick und fand in ihren Augen die Festigkeit und die Ruhe, die nur wahre Anführer ausstrahlen konnten.
"Wenn diese Versiegelung einfach nur dem Zweck gedient hätte: 'Deckel drauf und Gras drüber wachsen lassen! Vergessen wir das!' ... dann hätte man die Mechanismen, die es zum Öffnen des Deckels braucht, doch besser versteckt. Ich meine: sie waren auch so versteckt! Aber hätte man es wirklich verstecken wollen, dann wäre die Mulde am Weißen Drachen beispielsweise mit Mörtel verschlossen worden und nicht... offen. Schlimmstenfalls verdreckt.... Aber: wenn der Zugang wiederum auffindbar bleiben sollte, warum wurde dann das Wissen darüber getilgt? Wenn es wieder geöffnet werden sollte, warum hat man es dann überhaupt so aufwendig zu gemacht, und das für so lange Zeit? Das scheint alles bisher irgendwie nicht zusammen zu passen."
Darna atmete mit einem langen Zug wieder aus und ließ den Blick schweifen. Auch Protho und Lyn grübelten.
"Wir haben bisher mehr Fragen als Antworten, wenn es darum geht, was da unten drin sein könnte und warum... Aber so umfangreich, so aufwendig und bedeutsam scheinend, wie das alles ist, wollte ich um jeden Preis verhindern, dass wir durch bloßes Herumprobieren womöglich etwas frei lassen, was sich als Gefahr für Drachma erweisen könnte - und das zu einem Zeitpunkt, wo "nur" Ignizor als Wächter hier ist..."
Sie presste die Lippen zusammen und nickte für sich leicht zum Abschluss. Dann sah sie wieder zu Lyn, die die Fingerspitzen zu einem Dach zusammen gelegt hatte und deren Stirn eine tiefe Denkfalte zierte. Aber es war Protho der als erster sprach:
„Nun... es ist nicht so, dass 'nur' Protho hier ist.“
Sein Mundwinkel hob sich.
„Der Vater aller Drachen, unser König ist ja auch noch da... und wach.“
Über Lyns Augen huschte wie schon einmal ein kurzer Regenbogenfarbener Schimmer, dann schauten ihre Iriden wieder ganz normal aus.
„Wir haben tatsächlich viele ungeklärte Fragen und einige werden wohl offen bleiben. Aber Darna hat Recht. Es ist gefährlich das Öffnen dieser Geheimnisse in Betracht zu ziehen, wenn Drachma so geschwächt ist wie jetzt. Der Prinz muss in jedem Fall geschützt werden.“
Sie tippte sich mit den geschlossenen Fingerspitzen ihrer Zeigefinger gegen die Lippen.
„Andererseits wären Kollateralschäden jetzt auch am grinsten, da wir so wenige sind und Eilmana mit Yran noch keine neuen Bürger für uns auf den Weg geschickt haben. Noch sind wir 'nur' wenige, die man gut schützen müsste.“
Protho, der Stratege, nickte ebenfalls.
„Wir brauchen einen guten Schlachtplan und ...Zeit. Ich könnte mit Darna und Ignizor den Prinzen zum Tempel bringen. Dort wäre er sicher.“
Lyn nickte, aber kaute reichlich un-königlich auf ihrer Unterlippe. Sie vervollständigte wohl den Gedanken des Feuerdrachenritters:
„...aber ihr müsstet ohne ihn zurück kehren, um die Siegel zu öffnen. Das schaffen wir nur gemeinsam. Dann würde der König selbst zum Schutz Drachmas sich erheben und wir könnten das Geheimnis ergründen. ...Ich mag keine Geheimnisse, erst recht nicht auf einem zu leben.“
Wie zur Bestätigung bebte der Boden leicht, als würde der Königsdrache in seinem Hort nachdenklich umher wandern. Einen Moment kehrte Stille ein und jeder hing seinen Gedanken nach, bis es wieder ganz still in Drachma geworden war. Bis dann Lyns Blick abermals verschwamm und sie dann sprach:
„Der König fühlt sich zerrissen und weint, dass er sein Kind noch einmal her geben soll...“
Tatsächlich standen auch Lyn und Protho Tränen in den Augen und das Bild, wie der Vater aller Drachen sich liebevoll um sein Gelege legte, bangte und weite war auch für Darna fast körperlich zu spüren. Wie musste es dann erst den Drachenrittern gehen?!
„...aber er will ihn auch hier in Sicherheit wissen, denn ein Geheimnis birgt immer auch Gefahren, egal ob es zu unserem Wohle geschehen ist, uns vergessen zu lassen. Er möchte es ergründen, aber nur mit aller Vorsicht und erst danach wird er seine Seele der nächsten Generation übergeben.“
Lyn nickte, als spräche sie es laut aus: 'So sei es.'
Dann schien sich die Verbindung zum König wieder zu lösen und sie atmete tief durch.
„Gut... das Vorhaben steht. Machen wir uns an die Details und an die Durchführung. Wir werden Zeit brauchen und er meinte noch, er könnte Drachma noch einmal in einen kleinen Schlaf versetzten, solange wir fort sind. Damit kann uns niemand finden. Es wäre eine Möglichkeit die wir abwägen sollten... es hat aber auch den Nachteil, dass wir keine Verbindung untereinander haben.“
Lyn grübelte. Jede Entscheidung die sie treffen würden hatte ihr für und wieder. Das wichtigste war aber der Prinz. Er war das Erbe Drachmas und selbst wenn die Stadt und der Krater, Lyn, Chasin und Delilah sterben, ja selbst der König fallen würde, so würde alles magisch neu entstehen können, solange der Prinz überlebte. Lyn sprach es auch aus:
„Im schlimmsten aller Fälle geht alles Wissen und alle Macht auf den Prinzen über. Drachma kann weiter bestehen, selbst wenn es fällt. Protho...“
Der Angesprochene nahm Haltung an.
„Du und Darna, ihr werdet den Prinzen zum Tempel bringen. Da wir nicht wissen was in der langen Zeit des Schlafes uns dort erwartet, muss ich euch beide schicken. Es braucht zwei Drachen der selben Art um ...“
Sie sah zu Darna.
„Um das Tor zu öffnen. Am besten ein sich liebendes Paar… aber in jedem Fall, zwei ausgewachsene Drachen.“
Und es gab derzeit nur einen. Plau'Ren schied damit also aus.
„Das ist derzeit ein Problem, aber kein unlösbares. Aber … das liegt bei dir...und ihm! Wir können auch warten.“
Jahre... Jahrzehnte... Eben so lange bis Varukaaz erwachsen genug war um diese Aufgabe mit vereinter Bruderliebe zu übernehmen. Geduld... hm... Geduld war nicht eine der Stärken des feurigen Elements, aber auch hier wurde klar, wie sehr Darna und ihr Drache von ihrer neuen Heimat geliebt wurde! Sie würden ihr die Zeit geben, die sie brauchte. Nur, dass ihr kleiner Drache eher einer der Sorte war, die jetzt wohl gefragt hätten: 'Wann können wir los?', wenn er schon sprechen könnte. Noch lag Varukaaz nur blubbernd und mit seiner linken Hinterpfote spielend mitten im Eingang zur Taverne und erfreute sich seiner Kindertage.
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Freitag 24. März 2023, 12:39

Darna presste die Lippen zusammen und nickte für sich leicht zum Abschluss. Dann sah sie wieder zu Lyn, die die Fingerspitzen zu einem Dach zusammen gelegt hatte und deren Stirn eine tiefe Denkfalte zierte. Aber es war Protho der als erster sprach: „Nun... es ist nicht so, dass 'nur' Protho hier ist.“ Sein Mundwinkel hob sich. Über Darnas Stirn huschte ein flüchtiges Runzeln, dann schmunzelte sie verhalten: Ein solcher Versprecher war wohl nichts Besonderes, wenn man derartig lange "in Personalunion" lebte, wie er mit Ignizor. Sie wusste ja, was gemeint war. Und er hatte recht mit dem, was er anfügte: dass der König selbst wach war und direkt reagieren konnte, war ein Faktor, den man nicht unterschlagen brauchte. War sie zu vorsichtig?
Lyn wischte diese Sorge beiseite: "Aber Darna hat Recht. Es ist gefährlich das Öffnen dieser Geheimnisse in Betracht zu ziehen, wenn Drachma so geschwächt ist wie jetzt. Der Prinz muss in jedem Fall geschützt werden.“ Ihr fiel ein Stein vom Herzen, so dass sie die Augen kurz schloss. Lyns Zustimmung, allein schon die Akzeptanz von Darnas Argumenten, bedeutete dieser mehr, als die Anführerin Drachmas womöglich ahnte.
„Andererseits wären Kollateralschäden jetzt auch am grinsten, da wir so wenige sind und Eilmana mit Yran noch keine neuen Bürger für uns auf den Weg geschickt haben. Noch sind wir 'nur' wenige, die man gut schützen müsste.“ Protho, der Stratege, nickte ebenfalls. Darna schürzte die Lippen und schloss sich dieser Geste an. Das war ein guter Punkt.

„Wir brauchen einen guten Schlachtplan und ...Zeit. Ich könnte mit Darna und Ignizor den Prinzen zum Tempel bringen. Dort wäre er sicher.“ Darna legte den Kopf interessiert und aufmerksam zuhörend schief. Der Tempel? Was ist das? Er wäre dort sicherer als hier?
Lyn nickte, aber kaute reichlich un-königlich auf ihrer Unterlippe. Sie vervollständigte wohl den Gedanken des Feuerdrachenritters:
„...aber ihr müsstet ohne ihn zurück kehren, um die Siegel zu öffnen. Das schaffen wir nur gemeinsam. Dann würde der König selbst zum Schutz Drachmas sich erheben und wir könnten das Geheimnis ergründen. ...Ich mag keine Geheimnisse, erst recht nicht auf einem zu leben.“

Darna hob anerkennend die Brauen. Ob man Geheimnisse 'mochte' oder nicht, konnte irrelevant sein - so wie beim Turm der Weisheit - aber dass sie eine potentielle erhebliche Gefahrenquelle, die sich dauerhaft unter ihren Füßen befand, nicht dulden wollten, war ein Punkt, den Darna sehr gut gelten lassen konnte. Trotzdem freute sie sich nicht, dass sie den Deckel öffnen wollten. Ein Rest Unbehagen blieb. Aber die Einstellung, mit der sie an das Projekt heran gingen, gefiel ihr sehr: Man nahm die Sache ernst, kein kindliches 'Uuuh, ein Geheimnis! Machen wir doch mal auf...!'
Aber warum...? Warum hat sein Vater die Erinnerung daran gelöscht? Wenn das eine bewusste Entscheidung war, dann erweist sie sich gerade als Fehler: WEIL wir nicht wissen, was da ist, gucken wir jetzt nach...
Und wir haben die Möglichkeit dazu. Es GIBT den Mechanismus.
Vielleicht wollte er, dass sein Sohn erst erwachsen wird? Dass er es nicht von sich aus schon weiß und zu früh öffnet - oder gar nicht? Sollten bestimmte Vorgaben erst erfüllt sein?
Hm.
Müssig, darüber zu grübeln... Wir müssen das jetzt nehmen, wie es ist.


Bis dann Lyns Blick abermals verschwamm und sie dann sprach: „Der König fühlt sich zerrissen und weint, dass er sein Kind noch einmal her geben soll...“ Tatsächlich standen auch Lyn und Protho Tränen in den Augen und das Bild, wie der Vater aller Drachen sich liebevoll um sein Gelege legte, bangte und weite war auch für Darna fast körperlich zu spüren. Mitleidvoll verzog sie das Gesicht, was sie auch ohne dieses Empfinden schon getan hätte, aber das Echo der Drachenritter verstärkte es.
"Umso sicherer kann er aber auch sein, dass er jetzt wirklich alles tut, um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen", wendete sie in der Absicht, zu trösten, ernst und behutsam ein.
„...aber er will ihn auch hier in Sicherheit wissen, denn ein Geheimnis birgt immer auch Gefahren, egal ob es zu unserem Wohle geschehen ist, uns vergessen zu lassen. Er möchte es ergründen, aber nur mit aller Vorsicht und erst danach wird er seine Seele der nächsten Generation übergeben.“
Lyn nickte, als spräche sie es laut aus: 'So sei es.'
Und auch Darna nickte.
„Gut... das Vorhaben steht. Machen wir uns an die Details und an die Durchführung. Wir werden Zeit brauchen und er meinte noch, er könnte Drachma noch einmal in einen kleinen Schlaf versetzten, solange wir fort sind. Damit kann uns niemand finden. Es wäre eine Möglichkeit die wir abwägen sollten... es hat aber auch den Nachteil, dass wir keine Verbindung untereinander haben.“
Darna hob überrascht bis skeptisch die Brauen. Drachma nochmal in den Schlaf versetzen? War das notwendig?
"Wie lange werden wir denn fort sein?", platzte es aus ihr heraus.

Das blieb wohl abzuwarten, denn: „Du und Darna, ihr werdet den Prinzen zum Tempel bringen. Da wir nicht wissen was in der langen Zeit des Schlafes uns dort erwartet, muss ich euch beide schicken. Es braucht zwei Drachen der selben Art um ...“ Sie sah zu Darna. „Um das Tor zu öffnen. Am besten ein sich liebendes Paar… aber in jedem Fall, zwei ausgewachsene Drachen.“
Die Angesprochene hob die Brauen. Oha. Das war eine Information, die sie sacken lassen musste. Es geht also gar nicht anders. Dass Varukaaz damit klarkommen würde, wusste sie. Vermutlich würde er sich im Nachgang darüber sogar freuen. Zumindest zufrieden sein, sein altes Potential wieder entfalten zu können. Noch lag er nur blubbernd und mit seiner linken Hinterpfote spielend mitten im Eingang zur Taverne. Darna sah zu ihm und atmete durch. Ich bin hier diejenige, die bremst..., wurde ihr ernüchtert klar. Sie bereute es nicht, denn nach wie vor gute Gründe hatten sie ihre Entscheidungen treffen lassen. Diese flocht sie nach etwas Überlegen auch in ihre Entscheidung mit ein:

"Varukaaz wird also mit Hilfe des Königs wachsen. ... In Ordnung." Darna nickte bedächtig. Nichts unterschied sie gerade von einer vollständig Erwachsenen. Niemand, der es nicht besser wusste, hätte gerade erwartet, dass sie "nur" zarte 18 Jahre zählte. "Nur...", fuhr sie mit nachdenklich gerunzelter Stirn fort, "wird Varukaaz dann lediglich mit dem Wissen in dieser Welt sein, das er zu seinem Ableben hatte. Wäre niemand sonst da, wäre ich komplett von ihm abhängig, alles lernen zu müssen, was einen Drachenritter ausmacht, und sein Wissen ist veraltet."
Sie sah auf und zu Protho. "Ignizor und Protho wären die Einzigen, die die Lücke füllen könnten, aber auch sie haben durch den Schlaf viel verpasst, was man über das 'Jetzt' eigentlich wissen sollte, und wenn wir erstmal zum Tempel unterwegs sind, haben wir, glaube ich, Besseres zu tun. Müssen uns auf wichtigere Dinge konzentrieren.
Tarmas ist da draußen und hat eine Queste vor sich, bei der er auf sich alleine gestellt wäre. Eilmana und Yran sind da draußen und betreten Neuland." Darna furchte tief die Stirn. "Der Gedanke, sie alle allein zu lassen, nur damit in der Zwischenzeit niemand das fast leere Drachma entdeckt, gefällt mir nicht unbedingt. Wer könnte uns entdecken? Die Dunkelelfen."
Ihre Stimme wurde kurz wirklich düster, drohend. "Wir haben aber noch die weiße Wächterstatue... Und, wie du schon erwähntest, den wachen König. Wenn ihr mich fragt, ist es, glaube ich, von höherem Nutzen, wenn er wach ist. Wir sollten zumindest reagieren können, wenn einer von uns Hilfe braucht. Wirklich Hilfe braucht.
Und..."
Sie straffte ihre Haltung und entschied: "Gebt mir eine Woche. Vielleicht zwei Tage mehr", forderte sie ruhig, "Lehrt mich in dieser Zeit alles an Grundlagen und Wissen, was ich brauche, um ein Drachenritter sein zu können und kein dummes Kind, dem man erst alles noch erklären muss, wenn eigentlich schon keine Zeit mehr für dieses Basiswissen ist! Es wird so oder so genug geben, was ich noch lernen muss, wenn Varukaaz groß ist: Magie zum Beispiel. Ich will dann nicht noch erst Fragen stellen müssen, wie: was der Tempel überhaupt ist. Oder was für Drachen es überhaupt gibt."

Sie erklärte eine gemütliche Eingewöhnungszeit damit für vorbei, jetzt ging es ans Eingemachte! Und sie wusste, das konnte sie stemmen. Es war ihr sogar regelrecht vertraut, in geballter Form und strukturiert Wissen aufzusaugen, um für eine Aufgabe gezielt vorbereitet zu werden. Mochte sein, dass ihr die Routine dann selbstverständlich fehlte, aber sie wollte nicht noch selbst für ihren ersten Flug an die Hand genommen werden müssen. Wir knüpfen bald das Band... Ein Schauer lief ihr mit diesem Gedanken über den Rücken.
"Und ich möchte wissen, wie es Leon ergangen sein wird", gab sie halblaut einen weiteren Faktor preis, der zu den Vorteilen gehörte, wenn die Verbindung zwischen den Drachen nicht wortwörtlich 'eingeschläfert' wurde.

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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. März 2023, 14:11

Aber warum...? ...
Müßig, darüber zu grübeln... Wir müssen das jetzt nehmen, wie es ist.

Es war in der Tat müßig über Motive zu grübeln, die Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende zurück lagen. Die Welt konnte in jenen vergangenen Tagen eine ganz andere gewesen sein und vielleicht hatte Darna sogar Recht mit ihrer Annahme, dass erst bestimmte Voraussetzungen hatten zusammen kommen müssen. Aber ihre Gedanken wurden von einem Schwall Emotionen überlagert, der ihr Mitgefühl hervor brachte. Die Drachenritter fürchteten sich vor einer Trennung von ihrem Prinzen.
"Umso sicherer kann er aber auch sein, dass er jetzt wirklich alles tut, um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen"
, wendete sie in der Absicht, zu trösten, ernst und behutsam ein und Lyn nickte langsam. Dann wurde die Entscheidung getroffen. Und auch Darna nickte. Dann ging es um die Details.
"Wie lange werden wir denn fort sein?"
, platzte es aus ihr heraus.
„Solange es nötig ist.“
, grinste Protho trocken und im weiteren Gespräch wurde offenbart, wie sehr Darnas kleiner Liebling jetzt gebraucht wurde.
Es geht also gar nicht anders.
Dass Varukaaz damit klarkommen würde, wusste sie. Vermutlich würde er sich im Nachgang darüber sogar freuen. Zumindest zufrieden sein, sein altes Potential wieder entfalten zu können. Noch lag er nur blubbernd und mit seiner linken Hinterpfote spielend mitten im Eingang zur Taverne und kaute an seinen Nägeln herum. Darna sah zu ihm und atmete durch.
Ich bin hier diejenige, die bremst...
, wurde ihr ernüchtert klar. Sie brauchte nicht zu bereuen, denn alles war gut so wie es war. Sie hatte Gründe gehabt und jetzt änderten diese sich halt. Feuer war Veränderung und brachte selbst starres Holz dazu in einen neuen Aggregatzustand überzugehen: in reinste Energie.
"Varukaaz wird also mit Hilfe des Königs wachsen. ... In Ordnung...Nur... wird Varukaaz dann lediglich mit dem Wissen in dieser Welt sein, das er zu seinem Ableben hatte. Wäre niemand sonst da, wäre ich komplett von ihm abhängig, alles lernen zu müssen, was einen Drachenritter ausmacht, und sein Wissen ist veraltet."
Sie sah auf und zu Protho. Der wackelte sogar nachdenkend seitlich mit dem Kopf und warf ein:
„...und das auch nur, wenn er es schafft sie so schnell zu erinnern. Da könnten Lücken klaffen oder erst viel später sich füllen.“
Reibungslos würde das alles nicht ablaufen, soviel war klar. Darna sprach weiter:
"Ignizor und Protho wären die Einzigen, die die Lücke füllen könnten, aber auch sie haben durch den Schlaf viel verpasst, was man über das 'Jetzt' eigentlich wissen sollte, und wenn wir erstmal zum Tempel unterwegs sind, haben wir, glaube ich, Besseres zu tun. Müssen uns auf wichtigere Dinge konzentrieren. Tarmas ist da draußen und hat eine Queste vor sich, bei der er auf sich alleine gestellt wäre. Eilmana und Yran sind da draußen und betreten Neuland."
Darna fasste gut die aktuelle Situation zusammen.
"Der Gedanke, sie alle allein zu lassen, nur damit in der Zwischenzeit niemand das fast leere Drachma entdeckt, gefällt mir nicht unbedingt. Wer könnte uns entdecken? Die Dunkelelfen."
Ihre Stimme wurde kurz wirklich düster, drohend.
"Wir haben aber noch die weiße Wächterstatue... Und, wie du schon erwähntest, den wachen König. Wenn ihr mich fragt, ist es, glaube ich, von höherem Nutzen, wenn er wach ist. Wir sollten zumindest reagieren können, wenn einer von uns Hilfe braucht. Wirklich Hilfe braucht.
Und..."

Sie straffte ihre Haltung und entschied:
"Gebt mir eine Woche. Vielleicht zwei Tage mehr... Lehrt mich in dieser Zeit alles an Grundlagen und Wissen, was ich brauche, um ein Drachenritter sein zu können und kein dummes Kind, dem man erst alles noch erklären muss, wenn eigentlich schon keine Zeit mehr für dieses Basiswissen ist! Es wird so oder so genug geben, was ich noch lernen muss, wenn Varukaaz groß ist: Magie zum Beispiel. Ich will dann nicht noch erst Fragen stellen müssen, wie: was der Tempel überhaupt ist. Oder was für Drachen es überhaupt gibt."
„Da erwähnst du was...“
, meinte Lyn leise:
„Ich wusste nicht, dass es so etwas wie Erddrachen gibt... allein DAS ist schon echt interessant, an der ganzen Sache. Und ja! Wir geben dir so viel Zeit wie du brauchst. Nach dem Band ist vor allem das gemeinsam Fliegen wichtig, da ihr es ja nicht gemeinsam lernen könnt. Dein Körper muss sich daran gewöhnen, so wie seiner auch. Es wird... hart werden.“
Aber Lyn nickte und rieb sich entschlossen die Hände, wie vor einem großen Vorhaben.
„Ignizor kümmert sich ums Speien und Protho um deine Kampffähigkeiten. Alles andere... muss hinten an stehen. Frag so viel du nur kannst und wir werden versuchen so viel es geht zu beantworten. Aber diese neue Zeit... sie muss erforscht werden. Wir sind blind in einem Land, dass sich stark verändert hat.“
Jetzt ging es also ans Eingemachte! Und Darna wusste, das konnte sie stemmen. Es war ihr sogar regelrecht vertraut, in geballter Form und strukturiert Wissen aufzusaugen, um für eine Aufgabe gezielt vorbereitet zu werden. Mochte sein, dass ihr die Routine dann selbstverständlich fehlte, aber sie wollte nicht noch selbst für ihren ersten Flug an die Hand genommen werden müssen.
Wir knüpfen bald das Band...
Ein Schauer lief ihr mit diesem Gedanken über den Rücken und Varukaaz strampelte spontan, wand sich auf den Bauch und stemmte sich in die Höhe, als wollte er den nächsten Feind anspringen. Auch er war bereit.
"Und ich möchte wissen, wie es Leon ergangen sein wird."
, gab sie halblaut einen weiteren Faktor preis, der zu den Vorteilen gehörte, wenn die Verbindung zwischen den Drachen nicht wortwörtlich 'eingeschläfert' wurde. Auch dazu nickte Lyn.
„Wir halten dich auf dem Laufenden. Noch hat er sich nicht gemeldet und Tarmas... er ist halt manchmal sehr einsilbig in seinen Berichten. Aber er wird sich melden, wenn alles getan ist.“
Lyns Überzeugung war mächtig. Darna würde auch dieses Ende einer Geschichte erfahren, aber jetzt bekam sie gerade einen Teller voller Fleisch vor die Nase geschoben.
„Iss.“
Protho grinste.
„Du wirst Kraft brauchen!“
Das klang nach einer willkommen Herausforderung.
...
Aber Lyn setzte sich dann zu Darna und meinte:
„Gib dir noch diesen Tag mit ihm als Kind, auch wenn er drängelt. Genieße die Stille in deinem Kopf, spiel mit ihm, wenn du willst oder tu was DU möchtest. Sobald das Band geschlossen ist, wirst du nie wieder ganz allein sein. Genieße es solange du es noch kannst, denn es klingt wie es ist. Es bindet und verbindet. Dann bist du nicht nur eine Drachenreiterin, dann bist du eine von uns... eine Drachenritterin!“
Oh und das klang in Darnas Herzen nach. Schon als Kind hatte sie immer Ritter gespielt. Jetzt war es soweit und sie würde einem gänzlich anderen König die Treue schwören, aber dieser schenkte ihr im Austausch das größte Geschenk dass man jemanden machen konnte: Sein Vertrauen, Liebe und das Leben eines seiner Kinder. Sie wären dann eine Familie. Varukaaz stand auch noch ganz still und nur seine Augen verrieten seine Ungeduld. Er 'tat' geduldig und erwachsen. Er spielte es, was schon wieder niedlich war. Aber auch er spürte die Aura dessen was ihnen großartiges bevorstand.

Einen Tag, ganz nach ihren Wünschen zu planen, Dinge zu tun, die sie wollte, die sie vielleicht später vermissen würde... alleine sein.
Klang einfach, war es aber vielleicht gar nicht. Aber Lyn hatte vielleicht Recht. Darna würde bald einen straffen Plan verfolgen müssen. Die Liste mochte kurz klingen, waren aber alles sehr große Schritte. Drachenschritte halt:
  • Varukaaz durch König wachsen lassen
  • Band knüpfen
  • Ausbildung
  • Prinz zum Drachenthempel bringen
  • Zurück und Deckel öffnen
Da brauchte sie etwas Freizeit vorher.
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Darna von Eibenau
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Sonntag 9. April 2023, 09:28

"...Wäre niemand sonst da, wäre ich komplett von ihm abhängig, alles lernen zu müssen, was einen Drachenritter ausmacht, und sein Wissen ist veraltet." Sie sah auf und zu Protho. Der wackelte sogar nachdenkend seitlich mit dem Kopf und warf ein: „...und das auch nur, wenn er es schafft sie so schnell zu erinnern. Da könnten Lücken klaffen oder erst viel später sich füllen.“
Ach so? Sie zog die Brauen überrascht hoch, deutete ein verstehendes Nicken an und speicherte diese Information. Gut zu wissen. Dann legte sie ihre Argumente dar, wog ab... und traf eine Entscheidung, die Einiges umkrempeln würde:
"Gebt mir eine Woche. Vielleicht zwei Tage mehr... Lehrt mich in dieser Zeit alles an Grundlagen und Wissen, was ich brauche, um ein Drachenritter sein zu können und kein dummes Kind, dem man erst alles noch erklären muss, wenn eigentlich schon keine Zeit mehr für dieses Basiswissen ist! Es wird so oder so genug geben, was ich noch lernen muss, wenn Varukaaz groß ist: Magie zum Beispiel. Ich will dann nicht noch erst Fragen stellen müssen, wie: was der Tempel überhaupt ist. Oder was für Drachen es überhaupt gibt."

„Da erwähnst du was...“, meinte Lyn leise: „Ich wusste nicht, dass es so etwas wie Erddrachen gibt..."
Erneut legte sich Darnas Kopf schief. Aha? Wo hat Chasin das denn aufgestöbert?, fragte sie sich neugierig, aber dieses Detail zu erfragen, wanderte in eine gedankliche Schublade untergeordneter Priorität und mit der Aufschrift "Vielleicht später".
"Frag so viel du nur kannst und wir werden versuchen so viel es geht zu beantworten." Die junge Drachenreiterin grinste spontan breit auf und lachte sogar kurz. Ob Lyn ahnte, zu was sie da gerade die Tür öffnete?
"Aber diese neue Zeit... sie muss erforscht werden. Wir sind blind in einem Land, dass sich stark verändert hat.“ Darna nickte und machte prompt ein Angebot:
"Wir können uns doch zusammen setzen und quasi ein mal die Karte von Celcia gemeinsam durchgehen: welche Königreiche es gibt und wie die Beziehungen jeweils sind. So lernt ihr was über das Jetzt und ich etwas über Geschichte", meinte sie unternehmungslustig und fügte an: "Chasin könnte da sicher helfen, wenn sie möchte."

Ihr ganzer Körper kribbelte vor Vorfreude: Kampfübungen mit Protho! Mit Varukaaz das Band knüpfen! Fliegen! Auch ihren kleinen Drachen packte die Aufregung und sie sah mit leuchtenden Augen zu ihm herüber.
Aber erstmal: „Iss.“ Protho grinste. „Du wirst Kraft brauchen!“ Das klang nach einer willkommen Herausforderung.
Darna nickte und widmete sich dem Fleisch. Überrascht hielt sie nach dem ersten Bissen inne und spürte dem Geschmack nach. Der war neu und anders als alles, was sie bisher gegessen hatte. Sie verglich es mit dem Rindfleisch vom Hof ihres Vaters und rief sich den Unterschied zwischen Haus- und Wildschwein ins Gedächtnis. Kurz hob sie die Brauen.
"Nicht schlecht", stellte sie anerkennend als hörbare Untertreibung fest und sah zu Protho, während sie den nächsten Bissen nahm: "Was kannst du eigentlich noch so alles an Handwerken perfekt?", fragte sie wie beiläufig, aber natürlich war das auch ein klares Lob seiner Kochkunst - und eine durchaus ehrlich gemeinte Frage. Welche Fähigkeiten würde sie von ihrem Mentor erwarten können, wenn sie gemeinsam unterwegs waren?
...
Lyn setzte sich dann zu Darna und meinte:
„Gib dir noch diesen Tag mit ihm als Kind, auch wenn er drängelt. Genieße die Stille in deinem Kopf, spiel mit ihm, wenn du willst oder tu was DU möchtest. Sobald das Band geschlossen ist, wirst du nie wieder ganz allein sein. Genieße es solange du es noch kannst, denn es klingt wie es ist."
Darna sah sie etwas nachdenklich an. Die Stille in ihrem Kopf genießen? Eigentlich sehnte sie sich bereits danach, sich mit jemandem unterhalten zu können, wie sie es mit Freizul getan hatte, selbst wenn es mit gegenseitiger Kabbelei verbunden gewesen war. Sie ahnte, was Lyn meinte, aber sie konnte sich zumindest auf diesen Part ihrer Empfehlung nicht so recht einlassen. Und es waren gefühlt nur Augenblicke oder wenige Stunden gewesen, aber sie hatte den großen Varukaaz bereits lieben gelernt. Trotzdem nickte sie. Lyn würde wissen, wovon sie redete. Eine flüchtige Furche huschte über Darnas Stirn, während sie Lyn ansah: Wie es wohl mit Fiddatan gewesen ist?... Oder wie ist es jetzt mit dem König? Sie konnte sich gut vorstellen, dass zwischen Lyn und dem König eine weit größere Distanz herrschte, schließlich brauchte er keine echte Partnerin, sondern eher "nur" einen menschlichen Stellvertreter. Abseits dieser Gedanken hörte sie Lyn natürlich aufmerksam weiter zu:
"Es bindet und verbindet. Dann bist du nicht nur eine Drachenreiterin, dann bist du eine von uns... eine Drachenritterin!“
Sie lächelte. Dieser Ausblick floss ihr wie wohlig warmes Gold den Rücken herunter. Fast tat Eilmana ihr leid, die auf diesen Zeitpunkt wohl noch eine ganze Weile würde warten müssen.
Nunja. Dafür hatte sie... wie hatte ihr Drachenkind geheißen? Naira. Dafür hatte sie Nairas Kindheit. Sicher auch was Schönes. Sie nickte Lyn zu.
Einen Tag, ganz nach ihren Wünschen zu planen, Dinge zu tun, die sie wollte, die sie vielleicht später vermissen würde...

"Ich würde mit Varukaaz gerne in die Bibliothek, in diesen 'Ausbildungsbereich für junge Drachen und ihre Reiter', den Protho bei der Ratshalle erwähnt hat. Ich würde gerne mit Varukaaz gemeinsam etwas lesen und ihm etwas vorlesen", gab sie etwas zur Kenntnis, was ihr als Beschäftigung mit ihrem noch "kleinen" Drachen wichtig zu sein schien. Dabei musste es natürlich auch, typisch Darna eben, auch einen nützlichen Aspekt geben: "Dabei können wir ja sicher auch gleich noch irgend etwas Sinnvolles lernen."
Sinnierend legte sie den Kopf schief. Einen Tag noch ganz nach ihrem eigenen Gusto verplanen? Nun gut...
"Das Grobe weiß ich ja, aber ich würde Drachma gerne noch etwas besser kennen lernen. Es gibt ja mehr als die vier zentralen Punkte, und ich würde gerne wissen, wie ihr das alles früher organisiert habt, wie hier die Versorgung, das Leben und so eigentlich ablaufen sollte."
Immer wieder mit kleinen Pausen, in denen die anderen etwas anmerken konnten, ging sie während des Essens verschiedene Dinge durch:
"Ignizor hatte angeboten, ihn in seinem Hort zu besuchen und mir etwas davon zu erzählen, wie Varukaaz früher so war." Sie schmunzelte. "Und Prothos Hort würde ich mir gerne einmal ansehen. Er hat mich neugierig gemacht. Und ich schulde ihm eine Massage." Ihr Schmunzeln wurde ein kurz anrüchiges Grinsen, dann ruckten ihre Brauen hoch, als ihr wieder etwas einfiel: "Und meine Tätowierung steht natürlich noch aus!"
"Meinen eigenen Hort möchte ich natürlich noch sehen..."

Und Fragen gab es auch: "Wie regelt ihr es eigentlich, wenn ihr raus geht und Kontakt mit der Außenwelt habt? Wie ist das früher abgelaufen? Protho sagte etwas von 'Einkaufen', wie macht ihr das, wenn ihr nicht auffallen wollt?" Sie sah demonstrativ zu Protho, der selbst ohne Rüstung mit seiner Statur und Details wie den geschlitzten Pupillen in feuerroten Augen ihrer Meinung nach auffiel wie ein bunter Hund. Noch immer klang spöttisch dieses "Für einen armen Wandersmann..." von ihm in ihr nach.
Apropos einkaufen: Sie blinzelte grübelnd, sah an sich herunter. Kleidung. Ach ja, da war ja noch was. Sie furchte die Stirn und eine weitere Frage folgte:
"Wenn Varukaaz schneller wächst als normal und Entwicklungen überspringt, wie bekomme ich dann genügend unterschiedliches Leder für meine eigene Ausstattung?" Sie zog eine Spur ihren Kopf ein, denn irgendwie kam ihr dieser Sachverhalt so vor, als würde sie Varukaaz für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Niemals!

Lyn hatte sie ermuntert, Fragen zu stellen. Ob sie das bald bereuen würde? Zwischen zwei Gabeln wandte sie sich an die Vorsteherin Drachmas: "Du sagtest, du wusstest bisher nicht, dass es Erddrachen gibt. Wo hat Chasin das gefunden? Und: Weißt du etwas über die Ursprünge der weißen Wächterstatue? Ist sie.. echt? Also, ein richtiger Drache, irgendwie in einer Art Stasis? Die Statue wirkt so.. unnatürlich detailliert! Also, für eine Statue unnatürlich.
Sie prüft Eintretende, sie hält junge Drachen zurück... tut sie noch mehr?"

Von Entspannung schien in Darnas Tagesplanung und Denken nicht viel enthalten zu sein.

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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 12. April 2023, 17:46

"Frag so viel du nur kannst und wir werden versuchen so viel es geht zu beantworten."
Lyn hatte eine Weile stumm genickt, dann hatten ihre Finger unbewusst angefangen Darnas Fragen mitzuzählen und dann... hatte sie aufgegeben. Darna zu bitten sie mit Fragen zu löchern, war wie das Öffnen der sprichwörtlichen Büchse der Pandora. Lyn blinzelte ein paar Mal, aber lauschte aufmerksam. Ab und an wechselte sie einen schnellen Blick mit Protho, als sprächen sie sich im Hintergrund ab, wer was beantworten könnte und sah dann wieder Darna aufmerksam an. Aber selbst wenn gleich zwei Drachenritter sich um die Ausbildung und um Darnas Fragen kümmern würden, … es wäre nie genug. Manches würde gewiss übersehen werden, oder war schlicht noch nicht an der Zeit. Eigentlich hatte Darna sich auch Gedanken darüber machen sollen, was für SIE Entspannung bedeutete, aber anscheinend fand sie diese nur, in dem sie Fragen stellte.
„Du möchtest wissen was Tempel überhaupt ist. Er ist unsere Kirche, unser Tempel, ein heiliger Ort wo zum Beispiel Hochzeiten geschlossen werden. ...Was für Drachen es überhaupt gibt? Das übernimmt Protho. Eine Karte von Celcia gemeinsam mal durchzugehen halte ich für eine hervorragende Idee! Sehr gut! Wir müssen viel über das Jetzt lernen, aber … bitte gedulde ich etwas mit der Geschichte. Wir haben nur begrenzt Zeit und für Anekdoten aus vergangenen Tagen finden wir später noch Ruhe. Die dringenden Fragen gehen vor. Und falls uns etwas entgeht, frag bitte noch mal.“
Lyn schmunzelte. Der Wissensdurst der jungen Reiterin erinnerte sie an ihre eigene Jugend. Darnas ehrlich gemeintes Kompliment an den Koch wurde von Protho kurz, aber bescheiden beantwortet:
„Ach, mit den richtigen Zutaten kann doch jeder kochen.“
Dann ging es auch schon weiter mit den Fragen.
"Was kannst du eigentlich noch so alles an Handwerken perfekt?"
„Holzhacken!!!“
Protho grinste. Der Umgang mit der Axt war ihm in Fleisch und Blut über gegangen.
„Ich schnitze auch ganz gern, aber das Schneidern ist meine liebste Leidenschaft....nach ...einer zünftigen Wirtshausschlägerei natürlich!“
„...natürlich!“
, füge Lyn lachend an.
"Ich würde mit Varukaaz gerne in die Bibliothek, in diesen 'Ausbildungsbereich für junge Drachen und ihre Reiter', den Protho bei der Ratshalle erwähnt hat. Ich würde gerne mit Varukaaz gemeinsam etwas lesen und ihm etwas vorlesen."
Hier schaltete sich Protho dazu:
„Das wäre gut. Dann erzähl ich euch was über die Drachenarten.“
Es gab aber so viel, was Darna noch wissen wollte, aber niemals gänzlich erfahren würde. Das größte Mysterium blieb die Drachenstadt an sich.
"Das Grobe weiß ich ja, aber ich würde Drachma gerne noch etwas besser kennen lernen. Es gibt ja mehr als die vier zentralen Punkte, und ich würde gerne wissen, wie ihr das alles früher organisiert habt, wie hier die Versorgung, das Leben und so eigentlich ablaufen sollte."
Lyn nickte.
„Sollte... Ja deswegen schickten wir Yran und Eilmana aus um neue Bewohner für die Stadt zu rekrutieren. Wir brauchen mehr fleißige Hände, mehr junge Seelen um sie wieder zu beleben. Wie das früher alles so war, gehört aber erst einmal der Geschichte an. Wie Drachma in Zukunft aussehen... 'sollte'... ist noch nicht fest geschrieben. Nur eines ist sicher. Wir alle werden wachsen.“
Darna aß derweil und warf neue Ideen ein, wie sie ihren Tag verbringen wollte:
"Ignizor hatte angeboten, ihn in seinem Hort zu besuchen und mir etwas davon zu erzählen, wie Varukaaz früher so war... Und Prothos Hort würde ich mir gerne einmal ansehen. Er hat mich neugierig gemacht. Und ich schulde ihm eine Massage."
Ihr Schmunzeln wurde ein kurz anrüchiges Grinsen in das sogar Lyn mit einstimmte. Dann fiel ihr noch etwas ein:
"Und meine Tätowierung steht natürlich noch aus!... Meinen eigenen Hort möchte ich natürlich noch sehen...Wie regelt ihr es eigentlich, wenn ihr raus geht und Kontakt mit der Außenwelt habt? Wie ist das früher abgelaufen? Protho sagte etwas von 'Einkaufen', wie macht ihr das, wenn ihr nicht auffallen wollt?... Wenn Varukaaz schneller wächst als normal und Entwicklungen überspringt, wie bekomme ich dann genügend unterschiedliches Leder für meine eigene Ausstattung?... Du sagtest, du wusstest bisher nicht, dass es Erddrachen gibt. Wo hat Chasin das gefunden?“
Lyn zuckte nur unwissend mit den Schultern. Anscheinend kannte sie auch nicht jeden Eintrag in jedem Buch das man in Drachma finden konnte. Dafür brauchte es ein Wesen wie Chasin... eine Bibliothekarin.
„Und: Weißt du etwas über die Ursprünge der weißen Wächterstatue? Ist sie.. echt? Also, ein richtiger Drache, irgendwie in einer Art Stasis? Die Statue wirkt so.. unnatürlich detailliert! Also, für eine Statue unnatürlich. Sie prüft Eintretende, sie hält junge Drachen zurück... tut sie noch mehr?"
Von Entspannung schien in Darnas Tagesplanung und Denken nicht viel enthalten zu sein, aber davon ließ sich Lyn nicht abhalten. Sie passte schon auf ihre junge angehende Ritterin auf, noch bevor diese eine wurde. Lyn wachte über alle Seelen hier, genauso wie der Königsdrache. Dieser wachte über die Drachen und sie eben über die Menschen.
„Dem weißen Drachen wohn tatsächlich ein mächtiger Zauber inne. Eine aus Licht geborene Magie, die die Seele, die Gesinnung eines jeden prüft, der unter ihm hindurch schreiten will. Aber soweit ich weis, wohnt keine Seele in diesem Körper... Aus den Anfängen Drachmas ist wenig überliefert, denn die ersten Drachen, die sich mit Sterblichen verbanden, zeichneten noch nicht in Büchern auf, was sie erlebten. So ist es schwierig auf all deine Fragen eine Antwort zu finden, aber wenn die Zeit gekommen ist, dann wirst du sie vielleicht selbst suchen wollen. Die steht alles offen. Einzig der Hort des Königs bleibt uns allen verschlossen, wenn wir nicht eingeladen sind ihn zu besuchen.“
Lyn legte eine Hand auf die von Darna und es kribbelte ein bisschen, aber angenehm.
„Die Suche nach der Vergangenheit gehört in die Zukunft, Darna. Genieße deinen Tag. Genieße das Leben. Ließ deinem kleinen Varukaaz Geschichten vor, lerne die Drachenarten kenne und lass...dich tätowieren.“
Sie gluckste leise.
„Protho, am besten ihr beginnt mit der Öffnung ihres Hortes.“
Lyn sah wieder zu Darna:
„Du hast ein Schalenstück und wünscht es unter der Haut zu tragen wie wir? Dann geht das als erstes an. Lass deinen Körper von Protho zeichnen, … das bereitet ihm und dir bestimmt Freude und erschaffe dann dein eigenes Heim. Dies sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Deine Heimat, ...die dich lieben, die du liebst... ob Geschwisterliebe oder ...anders.“
Ihre Mundwinkel zuckten.
„Fühle dich frei. Jeder von uns kennt die Wege der Zeit und dass sie alles verändern vermag. Fürchte dich nicht neues auszuprobieren und verstecke dein Herz nicht hinter Scham. Auch ich würde das nicht.“
...worauf sie da anspielte, wurde nicht ganz klar. Aber Lyn lächelte leicht mystisch und Protho wurde tatsächlich ganz leicht rot. Irgendwo über ihren Köpfen hörte man ein fernes heftiges Schlagen von Flügeln, was nur von Ignizor stammen konnte, gefolgt von einem Trompeten, dass pure Lebensfreude ausdrückte. Lyn erhob sich.
„Ich gehe zurück in die Stadthalle und suche schon mal ein paar Bücher für euch raus. Lasst euch Zeit, sie laufen nicht weg.“
Protho trat neben Darna.
„Und... die Massage könnten wir gleich mit einbauen.“
Er lachte herzlich und Lyn zwinkerte ihnen zu. Dann verließ sie die Taverne.
„Na dann würde ich sagen, wir machen uns auf zu meinem Hort, da hab ich alles beisammen. Vorher können wir auch schnell in Ignizors vorbei schauen...“
Spätestens jetzt hatte er sie. Die Neugierde prickelte unter Darnas Haut, wie lauter kleine Funken.
„Ach und mach dir keine Gedanken über genügend Leder für deine Ausstattung. Varukaaz ist schließlich kein kleiner Drache und wann immer du ihn selbst nach der Wandlung durch den König mit deinem Blut fütterst, könnte er sich noch mal häuten. Der Prozess mag beschleunigt werden, aber ist deswegen nicht aufgehalten. Nur das ...besonders feine Leder wie jetzt bei der ersten Häutung... das ist halt selten. Aber auch aus dickem Leder kann man tolle Sachen machen. Ich muss sie nur anders behandeln und unterschiedliche Gerbetechnicken bringen unterschiedliche...“
Er stoppte.
„Ich verzettel mich schon wieder oder?“
Tat er. Dann lachte er. Protho streckte Darna die Hand entgegen und als sie sie ergriff zog er sie schwungvoll an seine breite Brust.
„Dann lass uns mal deinen heißen Körper noch heißer machen!“
Er meinte das ausstehende Tattoo... oder?

(Darna weiter bei: Prothos Hort)
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 5. Oktober 2023, 12:25

(Darna kommt von: Prothos Hort)

In der Taverne wurde es dann Zeit, Protho genauer zu erklären, was sie mit "mehr von Drachma sehen" meinte, denn er verstand es nicht sofort.
...
Und: die Sache mit Freizul, die hatte sie nicht vergessen und würde sie noch mal ansprechen. Er MUSSTE Lyn fragen, was die Vorfahren des Königs betraf! Sie würde mit den Informationen, die sie hatte, auch nicht hinterm Berg halten, auch wenn sie jetzt noch geheimniskrämerisch klang.
Dies hier war ihre Familie und sie war durch und durch vertrauenswürdig und wichtig. Vielleicht wäre ihr Wissen sogar das Zünglein an der Waage, ob man den Deckel wirklich öffnete, oder eben nicht. Manche Dinge hatten einen guten Grund verborgen zu bleiben. Das wollte Darna mit Lyn besprechen, denn die letzte Entscheidung lag bei ihr und dem König. Sie mussten abwägen ob Unwissenheit hier gefährlich war, oder ob Wissen etwas befreien würde, was besser weiter schlief.
So oder so, Darna beschütze ihre neue Familie nach besten Wissen und Gewissen und ihre Familie, die etwas veraltet und weltfremd war, verließ sich auf sie und ihr Wissen um die Neuzeit. Was für Darna selbstverständlich war, dass ließ einen alten Ritter wie Protho sicher manchmal überrascht blinzeln. Während Darna lernte den Anblick von spritzenden Blut, krachenden Knochen und herum fliegenden Gedärmen zu ertragen – wenn ein Drache fraß, da lernte Protho solche Kleinigkeiten, dass es inzwischen eine Währung gab, Münzen und nicht mehr in Juwelen bezahlt wurde. Sicher würden noch andere Unterschiede auftauchen, über die er stolpern könnte, aber nun hatte er ja Darna an seiner Seite um ihn vor diversen Fettnäpfchen zu bewahren. Als Varukaaz also endlich satt und überaus dreckig war, wurde er auch wieder müde und rollte sich an Ort und Stelle, was eine schmierige Lache aus Blut war, zusammen. Ein heißer Hauch von Ignizor und ihr Baby wäre wieder sauber, aber der Anblick war schon... etwas eklig. Sabber und Fleischreste liefen in kleinen Bröckchen ihrem Liebling aus den geöffneten Lefzen, während er soooo süüüß schlief. DIESEN Anblick konnte nur eine Mutter lieben! Oder eine Drachenmama. Irgendwie war Darna das ja auch. Sie fühlte das rund herum zufriedene Echo ihres eigenen Blutes in diesem knuddelschmuddeligen Wesen. Also ging sie hinein und traf Protho in der Küche, wie er gerade Fleisch mit einem Beil zerhackte.
Er grinste sie über die Schulter hinweg an und wischte sich mit dem Unterarm über die Stirn, wo daraufhin ein kleiner roter Streifen prangerte. Unmöglich dieser Drachen-Ritter! Sittsam oder ordentlich waren Worte, die einfach nicht auf diesen Mann passen wollten. Aber dafür konnte er mit Ehre und Ehrlichkeit punkten. UND er ließ Darna sich vollkommen frei entwickeln. Etwas... das Leon... warum dachte sie gerade an ihn?... Nun, Leon hatte sie heiraten wollen. Heirat... Ehe... Hochzeit, Adel, Gebräuche pflegen, Empfänge geben, Nachbarn besuchen, Kinder kriegen... so wie ihre Mutter es ihr beigebracht hatte, was eine Ehefrau zu tun hatte...?
Hm.
Ein Kind hatte sie hier schon. Darna musste nicht darüber nachdenken, denn ihr Blutstropfen hatte sich entschieden. Sie hatte sich richtig entschieden! Das hier war ihr neues Leben und es war wundervoll!!! Wahrlich, echt und voller Wunder! Und es gab sogar einen heißen Mann, der sie lehrte mit dem zurecht zu kommen, was sie nicht kannte und der gern lernte, was ihm unbekannt war. Leon hatte immer etwas hinter dem 'Berg gehalten', mit seiner Meinung, seinen Fähigkeiten und auch seinem Wissen. Ihm hatte sie alles aus der Nase ziehen müssen und Protho provozierte Darna in dem er sie sogar fragte, was sie alles wissen wollte. Auch wenn sie noch jung in dieser Familie war, so hatte niemand ihr jemals das Gefühl gegeben nicht gehört zu werden. Das war etwas, das in der Zeit in der sie lebte, nicht selbstverständlich war. Frauen gehörten an den Herd – wo Protho stand – und Frauen wurden keine Ritter! Darna hätte vielleicht in Jorsa niemals diese Ehren erlangt, egal wie sehr sie sich angestrengt hätte. Sogar im Licht Lysanthors, dem Gott, an den sie glaubte, gab es nur Männer als Templer und die Frauen wurden zu grauen Damen. Geschlechtergleichheit gab es nicht. Aber.... vielleicht gab es so etwas früher? Protho behandelte sie so und Lyn war die Herrscherin einer Drachenstadt. Sonst gab es rund herum nur Könige die die Politik bestimmten. Protho hatte auch erwähnt, dass selbst Dunkelelfen hier einst lebten. Drachma schien auch unter den Rassen keine Unterschiede zu machen... solange das Herz aufrichtig war. Auch unter den Drachen gab es jene die schwarz und giftig waren, aber auch diese waren ihrer Heimat treu, wenn sie hier geborgen waren. Darna hatte schon so viel gelernt und lernte immer neue wunderschöne Dinge dazu. Ihr Wissen um die Gefahren ihrer Zeit konnte aber genauso hilfreich sein. Ein Mann wie Protho als 'verhungernder Bettler' darzustellen passte nicht, aber sie als Frau konnte sich durchaus noch als vollkommen ungefährlich darstellen, sogar als Sklavin oder Ehefrau eines reichen Händlers. Das Gesamtbild sollte besser sie erschaffen, wenn sie Ausflüge planten – nicht Protho mit seinen veralteten aber 'schönen' und gerechteren Ansichten. Um sich in ein Bild einzufügen durfte man nicht den Rahmen sprengen und ...dafür war Protho bekannt. Der alte Drachenritter brauchte eine Rolle in der sein Hang zur Eskalation vom Publikum akzeptiert werden würde. Das Bild musste exzentrisch, laut, vielleicht auch ein wenig 'gewalttätig' sein, damit man es ihm heutzutage abnahm. Vielleicht fiel Darna etwas passendes ein?

Nachdem sie alle gespeist und auch getrunken hatten, lehnte sich Protho lächelnd zu ihr hinüber, küsste frech ihre Schulter und brummelte:
„Na? Willst du dir jetzt deinen Hort ansch... ausdenken?“
Doch bevor Darna dazu kommen sollte, da zuckte Prothos Blick hoch und zum hinter den dicken Mauern gelegenen Horizont. Dann grinste er.
„Tarmas macht sich jetzt auf dem Rückweg.“
Die Rückkehr seines eisigen Bruders ließ den Feuerritter freudig auflodern, so sehr, dass es gleich ein paar Grad heißer im Raum wurde. Dann sah er aber wieder Darna an und ruderte zurück:
„Es ist dein Tag. Willst du deine Bude ausbauen, oder deinen zukünftigen Bruder begrüßen. Tarmas wird ohnehin erst mal bei Lyn Bericht erstatten... auf seine unendlich kalte und langweilige Art. Wir könnten ihn auch erst am Abend oder morgen ausquetschen...“
Dabei machte er tatsächlich eine Handbewegung, als würde er einen Lappen auswringen.
„...Ganz wie du willst. Es dauert ohnehin noch ein wenig, denn das Wetter ist ...etwas nass und stürmisch. Seine Flugzeit verlängert sich etwas. Wir sollen ihn am Abend erwarten.“

Darna hatte noch einiges auf ihrer 'to-do-Liste' und einiges würde vielleicht nicht sofort behandelt werden können. Vielleicht sollte sie sich doch aufschreiben, was sie alles machen wollte und dann Prioritäten setzten, denn man konnte nie ahnen, wann das Schicksal einen von einem Vorhaben ganz plötzlich fort rief. Was war also ihr nächster Punkt auf der Liste? Ihren Hort entdecken? Kleidung in Auftrag geben? Mit Lyn über Drachmas Ahnen reden? Auf Tarmas warten und vielleicht endlich einem losen Faden der Geschichte lauschen, der dann vielleicht ein Ende fand? Oder etwas anderes?
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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Samstag 14. Oktober 2023, 09:38

Die Erinnerung an Tiana verblasste und war doch lebendig wie nie und als Darna wieder zu Protho schaute, lachte dieser. „Hah Haaahaha, sie hat dich voll erwischt! Japp, so sind die Feen. Ein Blick auf sie und du bist ihnen verfallen. Menschen haben da kaum eine Chance. Aber keine Sorge, sobald du mit deinem Kleinen verbunden bist, bist du auch immun gegen ihre Reize."
Darna legte den Kopf schief und furchte irritiert die Stirn. "Immun gegen ihre Reize"? Das klang glatt schade.
"Sie könnten in Wahrheit aussehen wie ein Goblin, aber du würdest dich trotzdem in sie verlieben." Dem irritierten Blinzeln folgte ein überraschtes. "... in Wahrheit aussehen"? Hatte Tiana denn nicht so ausgesehen, wie sie ausgesehen hatte? Stein und Bein hätte Darna - selbst jetzt - schwören mögen, dass sie die Feenprinzessin in ihrer leibhaftigen Gestalt gesehen hatte! Und dass sie Fiddatan gegenüber nicht aus reiner Nächstenliebe gehandelt haben könnte, kam ihr tatsächlich nicht ansatzweise in den Sinn.

Sie standen draußen auf einem der sternförmigen Wege Drachmas und ließen sich den Wind um die Nase wehen. „Die Bromers...so so. Von denen musst mir dann mal erzählen.“ Darna lächelte. Das würde sie gerne gleich tun. Vielleicht kann Tarmas sogar, wenn er bei Leon fertig ist, dort einen kleinen Abstecher machen? Ihr Lächeln vertiefte sich. Wobei sie gerne selber mit ihnen reden würde. Aber wer wusste, wann sie dazu käme. Ihre Wege schienen sie schon jetzt absehbar an andere Orte zu führen - wo immer dieser Drachentempel lag. Und wenn es um die Frage nach magischer Alchemie ging, kam ihr ausschließlich Zyranus in den Sinn. Und dann waren da ja noch Yran und Eilmana, deren Ziel es sogar war, neue Bewohner zu werben. Ihr Blick wanderte kurz unbestimmt zum Himmel. Auch wenn wir Wenige sind, können wir ziemlich effektiv sein, stellte sie fest, als ihr die Möglichkeiten bewusst wurden, die die mentale Kommunikation und die schnelle Reisegeschwindigkeit boten.
Aber noch war es nicht so weit, dass sie in die Ferne schweiften, denn das gute Fleisch lag schon hinter der nahen Taverne. Ob sie auf Varukaaz schon reiten konnte?

Ähmmmm...
Nein.
Protho verhielt sich ein lachen, als der erste Aufsitzversuch misslang und Darna auf ihrem Hintern landete. Dabei grinste sie selber, auch wenn es nicht gerade angenehm war, mit der dünnen - nun ja - "Bekleidung", die sie trug, kaum gebremst auf den Boden zu fallen. Auf die Idee, sich vom ersten Misserfolg abschrecken zu lassen, wäre sie aber im Leben nicht gekommen, wer wäre sie denn!
Und es machte einen heiden Spaß es zu versuchen, denn Varukaaz sah es als Spiel und er lernte durch spielen. Sitz, Platz...Sitzen konnte er. Rumliegen konnte er. Soweit so gut. Darna lächelte zufrieden und lobte ihn ausdrücklich für jede Folgsamkeit. Nun der nächste Schritt... Sobald Darna sich auf seinen Rücken schob, drehte er sich um an ihrem Bein zu schnuppern. Das kitzelte! Sie lachte auf. Dabei kam er ins Rollen, und Darna lief kurz Gefahr von ihrem 'Pferd' platt gewalzt zu werden.
"U..uahh!", kam es von ihr, als sie runter rutschte, weniger wegen ihres eigenen Rutschens, sondern weil sie spürte, wie Varukaaz' Leib sich mit bewegte. Wenn ein Reiter vom Pferd fiel, konnte selbst das schon gefährlich sein, aber wenn das Pferd auch noch auf einen drauf fiel, war das oft das Ende! Der Schreck, den ihr Überlebensinstinkt ihr durch den Körper jagte, war völlig normal. Und durch das Blut, das sie verband, unterstützte genau dies wohl auch gewisse Reflexe, die schon jetzt angelegt waren.
"Junger Drachenreiter von eigenem Drachenkind zerquetscht!" schien eine Schlagzeile zu sein, die man den götternseidank wohl nicht oft lesen musste. Varukaaz wusste einfach im Innerns seines Seins genau, wo Darna war. Und er spürte, dass sie es gar nicht mögen würde, wenn er auf sie drauf fiel.
Die Versuche ihn zu besteigen endeten in einer Art Rangelei, die Varukaaz dazu nutzte zu lernen, seine zukünftige Reiterin ...sich auf den Bauch zu legen, wenn er sich zur Seite fallen ließ. In Ermangelung von Flügeln war Rollen für ihn noch das Größte! So dauerte es dann auch ein Weilchen, bis die kleine Gruppen dann für ihre Brotzeit in der Taverne ankam, denn Darna entdeckte den Spaß, den es machte, mit Varukaaz herum zu rangeln.
Er gurrte zufrieden, als sie sich von dem Schreck erholte und begriff, wo sie jetzt war. Seine Patschepranken mit den - für Drachen - noch unheimlich weichen Krallenansätzen hielten sie auf seinem noch weicheren Bauch und für einen flüchtigen Moment fühlte sie sich unglaublich geborgen und hätte da auch einfach liegen bleiben können.
Aber der Reflex, ihn stattdessen unter seinem Beinansatz zu kitzeln, war genauso verlockend. Ja, es wurde eine Rangelei. Eine liebevolle, herzerwärmende. Darna war endlich in der Lage, das zu leben, was Yran mit völliger Selbstverständlichkeit auch mit Malagen gemacht hatte, obwohl er dabei halb im Maul seines Drachen gesteckt hatte!
Ihr Herz sog die Freude auf wie ein Schwamm.

So dauerte es dann auch ein Weilchen, bis die kleine Gruppen dann für ihre Brotzeit in der Taverne ankam.
Schon auf dem Weg dahin erzählte sie von den Bromers und der liebevoll gehegten Herberge "Roseneck" in dem Hafenort Serna. Von Ewald Bromer mit seinem Ausrüstungsladen und wie er trotz möglicher existenzieller Bedrohung, gar Vernichtung seines Geschäftes alles Nötige zur Verfügung gestellt hatte, als Morgerias Hauch sich ausgerechnet in seinem Hinterhof offenbarte. Von seiner herzensguten Gemahlin Lisbeth und den vier Kindern: Den Zwillingen Falk und... verflixt, wie hatte der andere geheißen? Sie kam nicht mehr drauf. Aber ihre Hand rieb über ihr rechtes Handgelenk, wo sie das selbstgeflochtene Armband eine Weile getragen hatte, als sie von der jungen Tochter Mil erzählte und ihre Stimme wurde fast verliebt-schwärmerisch, als sie auf die kleine Elli zu sprechen kam.
Letztere war inzwischen wohl nicht mehr in Serna, sondern im Tempel von Jorsa. Wenn Yran wirklich die Seelenrose sehen wollte, würde er dort hin kommen. Da Yran und Eilmana bereits aufgebrochen waren, bevor sie Yran mehr Details hätte verraten können, erzählte sie Protho alles Nötige, um es gegebenenfalls zu übermitteln. Was die Beiden wohl gerade machten? "Weißt du, wie es ihnen geht?", fragte sie Protho und sie beobachtete Varukaaz, wie er sich auf die Fleischreste stürzte.
Götter...
Als die ersten Gedärme flogen, weil Varukaaz nach Herzenslust in das Rind gebissen hatte und seine Beute dann herum schüttelte, hielt Darna für einen Augenblick die Luft an und wandte den Blick ab.
Sie haben dich gewarnt, dass der Anblick eines Schlachtfeldes nochmal was anderes wäre..., stöhnte sie innerlich, denn das hier musste dem wohl schon recht nahe kommen. Ihre Aushilfen in der gräflichen Küche hatten den Anblick von größeren Tieren, die ausgenommen wurden, zur Normalität gemacht, aber wenn Drachen fraßen, war das etwas anderes. Da wurde nicht mit dem Messer gearbeitet, sondern höchstens mit einer ganzen Reihe messerscharfer Zähne. Sabber und Fleischreste liefen in kleinen Bröckchen ihrem Liebling aus den geöffneten Lefzen. Wenigstens war es kein Fisch. Sie hatte nur ein mal versucht, Fische auszunehmen und war daran gescheitert. Gegen den Geruch kam sie nicht an, selbst wenn sie manche Fische durchaus gerne aß.
Ergeben atmete sie aus, schluckte und bemühte sich um ein Lächeln, als sie spürte, wie der Hunger ihres Kleinen wachsender Zufriedenheit wich. Leise lachte sie, als er prompt müde wurde und sich einfach in dieser Lache aus Blut knuddelschmuddelig schlafen legte. Sie sah zu Ignizor und grinste ihn an. Nur Erwachsene konnten sich in dieser Art über ein dreckiges Kind amüsieren. Danach ging sie zu Protho in die Küche.

Wie er Fleisch mit einem Beil zerhackte, war nun ein regelrecht zivilisiert wirkender Anblick, der rote Streifen, der auf seiner Stirn entstand, ließ sie nicht mal mit der Wimper zucken. Sie versuchte, sich Leon an seiner Stelle vorzustellen. Warum dachte sie gerade an ihn?
Der Gedanke, dass er da mit dem Beil... nein. Absolut unmöglich. Leon gehörte auf Empfänge, Einweihungen, über Bücher gebeugt oder den Sorgen der Bevölkerung lauschend... und sie an seine Seite? Dieser Gedanke wirkte immer ferner. Immer befremdender.
Als sie an den Ball dachte und an den Tanz im Roseneck, da wurde ihr Herz wieder wärmer und sie wusste, dergleichen würde sie von Protho nicht bekommen. Innerlich seufzte sie ein bisschen. Diese Welten schienen unvereinbar. Aber was sollte es - sie nahm es zur Zeit hin, ohne darunter zu leiden, schließlich war hier alles neu, und der Rest war Zukunft oder Vergangenheit.

Apropos Vergangenheit:
„Na? Willst du dir jetzt deinen Hort ansch... ausdenken?“ Ihr Kopf machte eine zwar grob nickende Bewegung, legte sich aber auch leicht seitlich, als beschäftige sie noch etwas, was vorher Aufmerksamkeit verlangte. Dann blinzelte sie, als Protho plötzlich abwesend wirkte - den Grund für sowas kannte sie ja inzwischen. Was bekam er mitgeteilt?
„Tarmas macht sich jetzt auf dem Rückweg.“
"Schon?", erwiderte sie nicht unfreudig, aber überrascht. Eher wäre sie davon ausgegangen, dass es bei Leon länger dauerte, oder dass sie mit den Hinweisen von dort direkt einer Spur folgen würden, die zu Plau Rens früherem Gefährten führte. Wobei...
Das hat Jahrhunderte gewartet, das juckt sie jetzt bestimmt nicht, wenn sie erst hierher zurück kehren, stellte sie gedanklich fest und schmunzelte verhalten. Die Unterschiede zwischen Feuer- und Wasserdrachen wurden ihr mehr und mehr bewusst.
"... Es dauert ohnehin noch ein wenig, denn das Wetter ist ...etwas nass und stürmisch. Seine Flugzeit verlängert sich etwas. Wir sollen ihn am Abend erwarten.“
"Was würde Tarmas davon halten, vorher einen Abstecher nach Serna zu machen, zu den Bromers?", fragte sie spontan. Dann grinste sie, als ihr ein Gedanke kam, der Plau Ren verlocken könnte: "Es liegt am Meer... Die Fischgründe dort sind reichhaltig." Völlig logische Argumente! Sie kicherte kurz, dann wurde sie wieder ernst:
"Wir werden auch mit Lyn noch reden müssen", fügte sie an, "Denn es ist so: Diese Geschichte mit dem Drachenspeichel am Schattensiegel hat mich auf einen Gedanken gebracht, als vorhin irgendwie klar wurde, dass das womöglich der Speichel eines früheren Königsdrachen war."
Ihre Stirn furchte sich konzentriert, und sie erklärte weiter: "Chasin hat doch etwas von einer Übersetzung erzählt, die nicht ganz eindeutig gewesen sei, als es um den Faktor 'Plasmaodem' ging. Sie sagte, man könne da ein Wort mit 'ausgestorben' oder 'ausgewandert' übersetzen."
Sie atmete durch, als wappne sie sich innerlich für etwas.
"Ich hoffe, ich verwechsel da jetzt nichts, denn eigentlich ging es ja um einen Erddrachen, der dort unten womöglich sein könnte, und der Plasmaodem haben könnte? Aber wenn das Plasma zu einem Königsdrachen gehörte, der 'ausgewandert' ist, dann hege ich den Verdacht, dass jener Königsdrache gemeint sein könnte, mit dem ich Kontakt hatte."
Ihre Stimme war dumpfer geworden. Die Tragweite all dessen, wie ihr ein mal mehr bewusst wurde, war einfach immernoch gruselig!
"Der ist 'ausgewandert'.
In den Harax."
Warum eigentlich? Was immer der Grund war, es muss ein furchtbarer Einschnitt gewesen sein, oder? Oder war eine Entscheidung zwischen Celcia und dem Harax für Freizul so normal gewesen wie die Frage, ob er seine Höhle lieber links oder rechts im Berg hätte?
Düster starrte sie Protho an. "Dass es ein Schattensiegel ist, würde dann auch irgendwie ins Bild passen. Dass es Gründe gegeben haben mag, dass er das Geschehene der Erinnerung seines Sohnes vorenthielt - gut vorstellbar."
Sie atmete durch. Jedes Mal, wenn sie sich an einer so "großen Sache" wähnte, hatte sie immer noch die Sorge, dass sie Schreckgespenster an die Wand malte, sich fürchterlich irrte und alle unnötig aufscheuchte. Aber sie war sich felsenfest sicher, dass Lyn ihre Gedanken zumindest hören wollte. Alles andere oblag dann ihr. Würde Darna wiederum nicht warnen, wäre das ein viel schwererer Fehler.
Sie verschränkte die Arme und wartete ab, was Protho davon hielt.

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Re: Der Drachnzahn und seine Gäste

Beitrag von Erzähler » Samstag 21. Oktober 2023, 08:33

"Was würde Tarmas davon halten, vorher einen Abstecher nach Serna zu machen, zu den Bromers?...Es liegt am Meer... Die Fischgründe dort sind reichhaltig."
Protho neigte kurz nachdenklich den Kopf, aber erwiderte 'fast' so kühl wie sein Bruder:
„Tarmas hat anderes vor.“
Damit perlte Darnas Idee Tarmas nach Serna zu delegieren erst mal an anderen Dingen ab, die zu erledigen waren. Vermutlich hatte er andere Befehle, aber vielleicht konnte sie sich eines Tages selbst darum kümmern? Sobald Varukaaz 'groß' war stand dem nichts mehr im Wege. Aber erst einmal waren andere Dinge wichtiger.
"Wir werden auch mit Lyn noch reden müssen...Denn es ist so: Diese Geschichte mit dem Drachenspeichel am Schattensiegel hat mich auf einen Gedanken gebracht, als vorhin irgendwie klar wurde, dass das womöglich der Speichel eines früheren Königsdrachen war."
Protho horchte auf und hörte aufmerksam zu.
"Chasin hat doch etwas von einer Übersetzung erzählt, die nicht ganz eindeutig gewesen sei, als es um den Faktor 'Plasmaodem' ging. Sie sagte, man könne da ein Wort mit 'ausgestorben' oder 'ausgewandert' übersetzen."
Darna atmete durch, als wappne sie sich innerlich für etwas und Protho erwies erstaunlich viel Einfühlungsvermögen, dass er ruhig blieb und ihr aufmunternd zu nickte, während Neugierde in seinen Augen loderte.
"Ich hoffe, ich verwechsel da jetzt nichts, denn eigentlich ging es ja um einen Erddrachen, der dort unten womöglich sein könnte, und der Plasmaodem haben könnte? Aber wenn das Plasma zu einem Königsdrachen gehörte, der 'ausgewandert' ist, dann hege ich den Verdacht, dass jener Königsdrache gemeint sein könnte, mit dem ich Kontakt hatte."
Ihre Stimme war dumpfer geworden. Die Tragweite all dessen, wie ihr ein mal mehr bewusst wurde, war einfach immernoch gruselig!
"Der ist 'ausgewandert'.
In den Harax."

Düster starrte sie Protho an, der sich das Kinn rieb.
"Dass es ein Schattensiegel ist, würde dann auch irgendwie ins Bild passen. Dass es Gründe gegeben haben mag, dass er das Geschehene der Erinnerung seines Sohnes vorenthielt - gut vorstellbar."
Sie atmete durch. Jedes Mal, wenn sie sich an einer so "großen Sache" wähnte, hatte sie immer noch die Sorge, dass sie Schreckgespenster an die Wand malte, sich fürchterlich irrte und alle unnötig aufscheuchte. Aber sie war sich felsenfest sicher, dass Lyn ihre Gedanken zumindest hören wollte. Alles andere oblag dann ihr. Würde Darna wiederum nicht ihre neue Familie warnen, wäre das ein viel schwererer Fehler.
Sie verschränkte die Arme und wartete ab, was Protho davon hielt. Dieser ließ seinen Schädel ein paar mal nachdenklich wippen und meinte:
„Ja du hast recht...“
Das war schön zu hören, aber womit genau?
„Wir sollten das persönlich besprechen. ...Lyn ist gleich da.“
Er stopfe sich ein Stück Fleisch in den Mund und kaute genüsslich. So temperamentvoll er sein konnte, so geduldig war er auch manchmal, wenn es um die Hierarchie in Drachma ging.

Protho sprach die folgenden Minuten nicht viel und eine viertel Stunde später klappte die Tür und Lyn erschien. Die Stadtherrin sah leicht derangiert um die Haare aus, denn der Wind draußen hatte aufgefrischt und ein leichter Nieselregen hatte eingesetzt. Das erwähnte Unwetter, dass Tarmas Rückkehr verzögerte kündigte sich nun auch hier langsam an. Aber Lyn strich sich nur die Haare aus dem Gesicht und setzte sich nah an den Kamin. Dann klopfte sie neben sich auf die mit dicken Fellen gepolsterte Bank.
„Protho hat mir deine Vermutungen schon übermittelt.“
, eröffnete sie fließend das Gespräch. Ach ja, Stille Post.
„Ich teile deine Sorgen, dass das ganze vielleicht irgendetwas mit dem Harax zu tun haben könnte. Auf jeden Fall klingt die Vermutung, dass ein Königsdrache den Zugang versiegelt hat plausibel und deshalb seinen Speichel dort gefunden wurde. Was sich darunter befindet bleibt jedoch so lange ein Rätsel, bis wir ...hinein geschaut haben.“
Ein Moment Stille folgte. Lyn lehnte sich vor und nahm Darna fest in den Blick.
„Was deinen 'Kontakt' zu einem ...Königsdrachen angeht...“
Die Sorgenfalte über ihren Brauen vertiefte sich.
„Ich hoffe nicht, dass es das ist, was du vielleicht vermutest. Ich ... ich erinnere mich nicht bewusst an irgendein Detail, dass diese Geschichte untermauern würde.“
Genau da lag das Problem. Niemand der aktuellen Ritter und auch die Regentin von Drachma hatten aktuelles Wissen. Darna hatte Kontakt zu einem Dämon gehabt, einem...wie sie glaubte Zwilling des ehemaligen Königs... nicht des aktuellen. Seinen Namen allein zu denken, fiel ihr immernoch schwer und ihn auszusprechen noch mehr. Ihr Verstand wehrte sich sich zu sehr an ihn zu erinnern. Er war gegangen und sogar dort, in den winzigen Spuren in ihrem Geist, hielt er sich bedeckt. Darna musste sich schon arg konzentrieren um sich im speziellen genau an diese Details zu erinnern. Doch sie war diese Art von Rapport gewöhnt und trainiert sich Fakten zu merken. Das war ihr Wesen. Lyn sprach nach einer Weile weiter:
„Was auch immer dort versteckt wurde, es sollte nicht 'aus Versehen' entdeckt werden und nur ganz bewusst von mehreren Drachen-Rittern gehoben werden können. Dafür ist der Mechanismus einfach zu kompliziert. Es muss eine bewusste Entscheidung sein, den Deckel zu öffnen...von ganz Drachma. Ich muss gestehen, mich persönlich juckt es in den Fingern, aber ich wäre auch damit einverstanden, dieses Geheimnis ruhen zu lassen. Es ist dort unten sicher verwahrt. ...“
Lyn sah auf ihre 'juckenden' Finger hinab.
„Manchmal ist es vielleicht besser einen Deckel geschlossen zu lassen. Gab es da nicht mal so eine Geschichte über eine Büchse?...“
Auch sie war hin und her gerissen. Alles was Darna noch sagen wollte, würde Lyn auch an den König weiter leiten und noch standen einige andere Dinge auf der To-Do-Liste bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden sollte. Lyn sah auf und fragte spontan:
„Ach soll ich dir was für die Zeremonie zum anziehen leihen?“
Ein kurzer Blickwechsel zu Protho folgte.
„Ah, er hat dir angeboten was zu nähen. Das ist lieb. Wie?...sie hat noch keinen Hort???“
Protho verzog das Gesicht. Ihn 'lieb' zu nennen hatte etwas 'neckendes' an sich und er guckte um so finsterer. Lyn ignorierte ihn.
„Darna, du musst dir unbedingt euren Hort erschaffen! Du wirst einen Rückzugsort brauchen. Na los... komm! Steh auf...“
Lyn hatte Darnas Hand ergriffen und zog sie sanft auf die Beine.
„Die Scherbe hast du ja schon. Sehr schön! Und während du mir von deinen schönsten Erinnerungen aus deinem Leben berichtest, laufen wir rüber. Das wird dir helfen ein Bild im Kopf zu malen. Protho bereitet noch was für später zu Essen vor. Er kommt nach. Lass...uns Mädels... mal allein.“
Lyn wirkte gerade wenig wie die Stadtherrin, mehr wie eine ältere Schwester, die der jüngeren beim Einrichten ihres neuen Zimmers helfen wollte und Spaß daran hatte. Hand in Hand schlenderten sie los und ein paar erste Regentropfen begleiteten sie auf ihrem Weg.

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