Der Zentralplatz

Weit im Gebirge versteckt liegt die Stadt, die zum fast gänzlich vergessenen Mythos wurde. Doch es herrscht wieder Leben im Reich von Drache und Humanoid. Drachma ist wieder erwacht.
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Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Samstag 24. März 2018, 10:02

(Marga kommt von: Ein erhabener Anblick)

Aus der Ferne betrachtet hatte die Haltung etwas von einer großen hellblauen Katze, so wie sich der lange dornige Schwanz um ihren Körper gewickelt hatte... wenn die Flügel nicht wären. Schön waren diese Wesen wirklich, majestätisch, gefährlich, aber auch erstaunlich sanft in ihrem Umgang mit ihren Reitern. Während sie näher gingen, konnte Marga beobachten, wie Tarmas unter Plau Rens Kopf trat, sie ihn vorsichtig mit einer Pranke packte, ihn hoch hob und er irgendetwas an ihrem Kopf machte. Als sie dann ankamen, sah man, dass der Eisdrache inzwischen ein Geschirr trug, das die gleiche Farbe hatte wie seine Schuppen. Tarmas stand auch wieder auf seinen Füßen und nickte Marga höflich entgegen, genauso wie sein Drache. Lyn nickte ebenfalls und meinte:
„Wenn du magst, könntest du jetzt mal auf Plau Ren mit Tarmas eine kleine Runde drehen. Bereit?“
Konnte man bereit sein, für dem Ritt auf einem Eisdrachen? Das gewaltige Tier war so ...so beeindruckend und doch, der Drache strahlte eine innere Ruhe aus, eine konzentrierte Kälte, dass man sich sicher sein konnte, dass sie genau wusste was sie tat. Bevor Marga jedoch antworten konnte wurde es lauter und von oben, aus der Sonne kam Protho auf Ignizor herab geschossen, breitete die Flügel aus und landete mit einigem Wind, der sich fast ein bisschen heiß anfühlte. Er sprang von seinem Drachen und rief lachend:
„Heeeh... Mich gibt’s auch noch!“
Lyn hob etwas zweifelnd eine Braue, denn was jetzt kam, dass hatte sie zwar geahnt, aber hielt es vielleicht nicht für die beste Idee.
„Grüße die Damen, aber ich hätte da noch einen anderen Vorschlag. Wenn es Marga vielleicht etwas wärmer mag, dann könnte ich mit Ignizor auch den Part von Tarmas übernehmen?! Ist ja nicht so, dass einer von uns viel erfahrener mit Außeneinsätzen wäre, oder so. Ich brenne förmlich darauf die Welt da draußen neu zu entdecken.“
Lyn presste kurz die Lippen aufeinander und meinte leiser, aber genauso deutlich:
„Das weiß ich, Protho. Aber du bist für die Sicherheit Drachmas verantwortlich.“
„Was nicht heißt, dass Tarmas und ich mal die Rollen Tauschen könnten. Ich kann genauso gut die kleine 'Menkin' zu ihrem Verlobten fliegen.“
Menschkin, war wohl eine Wortschöpfung aus Men-sch und Or-kin. Lyn sah zu wie Tarmas näher an Protho trat und die beiden sich ansahen. Der Eisdrachenreiter war es vermutlich egal, was nun geschah. Protho dahingegen sah aus, als würde er sich am liebsten um die Möglichkeit prügeln. Trotzdem standen sie sich nur still gegenüber und starrten sich an, bis Tarmas sachlich meinte:
„Marga soll das entscheiden.“
Protho nickte langsam und sah die Halborkin an. Alle sahen Marga an und warteten auf eine Entscheidung.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Marga » Donnerstag 29. März 2018, 18:23

Sie waren wieder auf den zentralen Landeplatz. Plau Ren wurde gerade ein Geschirr angelegt, aber dann tauchte Protho auf. Er wollte die Rolle mit Tarmas wechseln, weil er wieder was von der Welt sehen wollte.

„Menkin, was soll das bed...“ Marga verstand. „Wenigstens besser als Orsch.“

Marga musste sich entscheiden. Ihren Jungernflug mit Tarmas auf Plau Ren oder mit Protho auf Ignizor. Tarmas blieb kühl, aber Prothos brannte darauf, loszufliegen. Marga ließ sich einen Moment Zeit zu entscheiden.

Sie wählte letztendlich Protho. Ihr Kalkül war, dass bei so wenigen Einwohnern in Drachma jeder mit jedem auskommen musste. Sie respektierte Lyn wegen ihrer Verantwortung und Tarmas wegen seines kühlen Gemüts, wenn auch dessen Manieren stark zu wünschen übrig ließen! Protho aber verkörperte Lautheit, Hitze und Gewalt. Aber wenn Marga sich mit etwas auskannte, dann Vorurteile. Sie schuldete es Protho, ihn besser kennen zu lernen, und heute war eine gute Gelegenheit dafür.

„Heute wir suchen niemanden. Heute ich muss mich an Himmel gewöhnen. Das kann ich auch auf deinen Drachen, Protho.“, erklärte Marga. Sie richtete den Blick auf Tarmas, der Plau Ren schon mit Geschirr versehen hatte, und zuckte entschuldigend mit den Achseln.
Marga näherte sich Ignizor und überlegte, wo sie am besten hochklettern sollte. Ignizor machte schlagartig einen Schwenk zu Marga und Protho zog sie hoch. „Oh...“

Sie krempelte das Gewand hoch, schwang das andere Beine über Ignizor. „Das erinnert mich daran, wie ich zum ersten Mal auf einem Warg geritten. Ich habe dem Warg gesagt, er soll alles zeigen, was er hat drauf. Einen Tag lang meine Beine waren wie Wackelpudding, aber es hat funktioniert. Danach hatte ich nie Probleme auf einen Warg.“
Plötzlich realisierte Marga, dass Ignizor ja alles mithörte, was sie Protho da erzählte. Oh, oh!

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Samstag 31. März 2018, 19:19

„Menkin, was soll das bed...“
Marga verstand.
„Wenigstens besser als Orsch.“
Protho lachte voll tönend. Ihm schien auch 'Orsch' zu gefallen. Marga musste sich entscheiden. Ihren Jungfernflug mit Tarmas auf Plau Ren oder mit Protho auf Ignizor. Tarmas blieb kühl, aber Prothos brannte darauf, loszufliegen. Marga ließ sich einen Moment Zeit zu entscheiden, dann wählte sie letztendlich Protho. Ihr Kalkül war, dass bei so wenigen Einwohnern in Drachma jeder mit jedem auskommen musste. Sie respektierte Lyn wegen ihrer Verantwortung und Tarmas wegen seines kühlen Gemüts, wenn auch dessen Manieren stark zu wünschen übrig ließen! Protho aber verkörperte Lautheit, Hitze und Gewalt. Aber wenn Marga sich mit etwas auskannte, dann Vorurteile. Sie schuldete es Protho, ihn besser kennen zu lernen, und heute war eine gute Gelegenheit dafür.
„Heute wir suchen niemanden. Heute ich muss mich an Himmel gewöhnen. Das kann ich auch auf deinen Drachen, Protho.“
, erklärte Marga. Sie richtete den Blick auf Tarmas, der Plau Ren schon mit Geschirr versehen hatte, und zuckte entschuldigend mit den Achseln. Der Eisdrachenreiter nickte nur höflich, zeigte damit, dass er ihre Entscheidung anerkannte und bestieg seinen Drachen, indem er über eine gesenkte Flügelkannte nach oben ging. Plau Ren erhob sich mit einem eisigen Luftzug in die Höhe.
Marga näherte sich indessen Ignizor und überlegte, wo sie am besten hochklettern sollte, da der Feuerdrache gar nicht daran dachte einen Flügel für sie zu senken. Ignizor machte es anders. Er beugte seinen Kopf tief und ließ den schweren Körper folgen, so dass der Leib eine einzige große Welle machte. Dabei beugte sich Protho schlagartig vor und zog sie zwischen Hals und Schulter des Drachen hoch.
„Oh...“
Oben angekommen, hielt Protho Marga um die Taille fest, aber ließ sie dann auch gleich wieder los um ihr zu zeigen, wo sie sich hinsetzten sollte.
"Alles in Ordnung?"
Er lächelte breit und zeigte auf den Rücken des Drachen, wo hin sie von der Schulter aus so ungefähr vier Schritte gingen. Zwei der monströsen Rückendornen waren tatsächlich bei dem Feuerdrachen soweit abgefeilt, dass man dazwischen gut Platz finden konnte. Insgesamt war der ganze Feuerdrache deutlich dorniger als seine Artgenossen und mit langen Hörnern versehen, an denen man herum klettern konnte, wie es Protho getan hatte, als er ab und wieder auf gestiegen war. Der Drache war alt und gigantisch, massiger als der Eisdrache. Die rote Schuppenhaut zwischen den Fortsätzen spannte sich straff auf den Flügeln und gab ein schnappendes Geräusch von sich, als Ignizor seine Gliedmaßen spreizte. Seine Schwingen hatten sogar ein paar Löcher, die von Kämpfen vergangener Tage erzählten. Marga krempelte das Gewand hoch, schwang das andere Beine über Ignizor, so wie es Protho ihr zeigte.
„Das erinnert mich daran, wie ich zum ersten Mal auf einem Warg geritten. Ich habe dem Warg gesagt, er soll alles zeigen, was er hat drauf. Einen Tag lang meine Beine waren wie Wackelpudding, aber es hat funktioniert. Danach hatte ich nie Probleme auf einen Warg.“
Plötzlich realisierte Marga, dass Ignizor ja alles mithörte, was sie Protho da erzählte.

Oh, oh!

Konnten Drachen grinsen?

Ja, sie konnten!!

Und es sah zum Fürchten aus!!!

Ignizor hatte Marga sehr wohl gehört und verstanden. Prothos darauf mahnenden Worte, dass er es langsam angehen lassen sollte, verklangen unbeantwortet irgendwo im Wind und ein flaues Gefühl machte sich in Margas Magen breit. Der Drache schwieg und schüttelte nur einmal den Kopf um die Nackenmuskeln zu lockern. Eine Bewegung, wie ein Kämpfer, der sich bereit machte um großes zu schaffen. Es war eine Sache auf einem im Vergleich 'kleinen' Warg auf der Erde herum zu rennen, selbst wenn sie wild und wütend waren! Es war jedoch eine ganz andere Sache, einem alten Feuerdrachen mit hitzigem Gemüt mit einem Warg zu vergleichen. Protho vertraute dem "Frieden" gerade genau sowenig wie Marga, als er ihr zeigte, wo sie sich am besten fest halten könnte. Der Rückenkamm hatte Stellen, wo er ihr zeigte, wo sie die Füße einklemmen konnte,
"...nur für den Fall, dass es 'unwahrscheinlicher Weise' etwas holperig werden könnte..."
Dabei schien er mehr zu Ignizor zu sprechen, als zu Marga.
"Ich werde hinter dir sitzen, wenn es dir Recht ist. Du könntest auch hinter mir sitzen, aber dann musst du dich aus eigener Kraft festhalten. Vorne ist es sicherer."
Es gab auch keine Zügel, oder Gurtzeug, womit man sich vielleicht fest binden hätte können und so konnte Marga nur mitansehen, wie der Drache unter ihr sich für den Flug bereit machte. Der Körper hob sich und die Flügel spreizten sich, bis sie gut ein drittel des ganzen Platzes einnahmen. Dann hob er sie senkrecht nach oben, bis sie sich in der Höhe über ihren Köpfen berührten und Marga nur noch einen schmalen Spalt von der Welt da draußen sehen konnte. Ignizor machte ein paar schnelle Schritte und ließ die Schwingen nieder sausen. Wind und Unterdruck entstanden und ließen Margas Ohren dröhnen. Dann war sie plötzlich gut 20 Mann hoch in der Luft!
Mit dem nächsten Flügelschlag waren es 40 und dann hatten sie schon den Kraterrand überwunden. Gewaltige Gebirgsmassive breiteten sich rasend schnell unter ihnen aus und Margas Augen tränten vom ungewohnten Wind. Die Kälte biss ihr ins Gesicht, aber der Windschatten der vorderen Dornen machte es gerade noch so erträglich. Der Start war schon mal ein Erlebnis gewesen und nun nahm Ignizor einen langsameren gleichmäßigen Flug auf, der sie in großen Kreisen um den Kraterrand von Drachma führte. Die Aussicht war herrlich! Das Gefühl zu Fliegen unglaublich und der Himmel schien grenzenlos! Die Bewegungen des Drachen waren langsam und kraftvoll, als könnte er mit einem Flügelschlag Meilen überwinden. Langsam gewannen sie an Höhe und die Luft wurde dünner. Es wurde schwieriger zu atmen, auch wenn der Wind einem die Luft nur so in die Lungen presste. Protho hielt Marga die ganze Zeit fest und ließ sie das Erlebnis genießen. Plötzlich wurde er jedoch unruhig und sprach, anstatt es nur telepathisch seinem Drachen zu übermitteln:
„Ignizor, NEIN!“
Dann begann die Welt auch schon zu kippen!
Alles geschah ganz langsam. Der Horizont neigte sich um 45 Grad und Marga hörte eine Stimme in ihrem Kopf, ganz so wie beim Königsdrachen, nur eine andere Stimmlage. Selbst Ignizors Gedanken klangen rauchig und knisterten wie Feuer in ihrem Kopf:
Kleine Menkin, du willst wissen, was ich so habe drauf...
Er benutzte sogar Margas Grammatik. Die Welt kippte weiter und der Horizont stand ihr senkrecht vor Augen.
Ich würde sagen, dass das ein bisschen mehr ist, als das was dein Warg zustande bringt!
Dann kippte die Welt weiter und der Drache lies sich über den linken Flügel rollend in die Tiefe stürzen. Protho hielt Marga fest und presste sie in den harten Sitz. Trotz der lauten Fallwinde, glaubte sie ein wütendes Grollen von ihm zu hören. Die Welt raste auf sie zu und ihr Magen verschob sich irgendwo hin wo er noch nie gewesen war. Dann öffnete der Drache seine gewaltigen Schwingen und Margas Magen sackte ihn ihren unteren Bauch. Der Druck, der sie weiter zur Erde reißen wollte war enorm, aber schon hoben die großen Flügel sie wieder in den Himmel hinauf. Der Flug wurde immer steiler, bis es am Scheitelpunkt einer Kurve einen Moment der Schwerelosigkeit gab. Marga schwebte für einen glorreichen Moment über den Wolken, sah die Sonne so klar wie noch nie und sogar Sterne an einem merkwürdig dunklen Himmel. Die Eindrücke waren berauschend, vielleicht auch ein bisschen viel, aber unglaublich! Dann fielen sie jedoch wieder und Marga lernte wie es war, die Welt auf dem Kopf herum zu sehen.
Vielleicht ...nur vielleicht hätte sie doch Tarmas wählen sollen. Plau Ren erschien ihr im nach hinein deutlich weniger reizbar. Vielleicht hätte sie den Vergleich mit dem Warg nicht sagen sollen. Vielleicht hatte sie aber auch einfach nur Spaß.
Selbst wenn ihr Magen ihren anderen Organen begegnete, sich mit Lunge Leber und Dünndarm anfreundete, so war das hier das aufregendste, was sie bisher erleben durfte. Von den Möglichkeiten ganz zu schweigen, die solche Geschwindigkeiten mit sich brachten, mal ganz zu schweigen. Reisen auf einem Drachen musste wundervoll sein. Heute hier, morgen schon fast am Ende der Welt! Ignizor hatte auch irgendwann ein Einsehen mit der kleinen Menkin und Protho lockerte seinen Griff. Waagerecht segelnd flogen sie über lang gezogene Bergketten hinweg und sah in der Ferne einen immergrünen Wald beginnen. Protho schien plötzlich etwas dort unten entdeckt zu haben. Er neigte sich leicht zur Seite und Ignizor folgte der Bewegung. Am Boden war zwischen den Bäumen ein winzig kleines Lager zu sehen. Protho rief gegen den Wind an:
„Ich bringe dich jetzt besser zurück. Das sehe ich mir lieber alleine an.“
Ignizor hob seine Flugbahn wieder an und nicht viel später waren sie auch schon wieder über Drachma. Als der Feuerdrache landete und Protho sich flach auf den Bauch legte, damit seine Gäste von ihm herunter klettern konnten, stellte Marga fest, dass ihre Beine leider nicht mehr funktionierten. Sie hatte sich so verkrampft an diesem Hornsattel fest geklammert, dass sie sie nun kaum noch spürte. Protho meinte nur:
„Ja, das geht den meisten am Anfang so.“
und hob sie auf seine Arme. Er trug sie auf den Boden und setzte sie auf eine Bank am Rand des großen Runds. Lyn kam die Treppe von der großen Halle gerade wieder herunter und lächelte Marga an.
„Reib die Kniekehlen, dann geht es schneller wieder weg.“
Der Tipp war insofern gut, dass er stimmte, aber das Kribbeln in den Beinen war furchtbar kitzelnd. Protho sah zwischen Ignizor und Marga hin und her.
„Entschuldige bitte das Benehmen meines Drachen! Ich hoffe, du bist nicht all zu mitgenommen... ähm... um vielleicht trotzdem mit uns dann nach deinem Verlobten suchen zu wollen?“
Ihm war es sichtlich unangenehm, dass Ignizor so gar keine Reue zeigte.
„Ich könnte auch verstehen, wenn du nun lieber mit Tarmas fliegen willst. Tut mir leid.“
Er zuckte noch einmal mit den Schultern und fügte hinzu:
„Dafür mach ich heute das Abendessen.“
Er wandte sich an Lyn.
„Wir haben draußen ein Lager gesehen. Es war recht nah an unserer Grenze. Ich werde noch mal hin fliegen und nachsehen, wer das so ist. Keine Sorge, wir sind vorsichtig und lassen uns nicht sehen.“
Damit nickte er Marga zu und lächelte.
„Bist übrigens ein echte Naturtalent! Die meisten kotzen sich die Seele aus dem Leib, bei so einer Einlage.“
Er lachte und erklomm wieder seinen Drachen, der immernoch Marga anlächelte. Diesmal aber ohne Zähne und irgendwie anerkennend. Dann flogen sie auch schon wieder davon.
Lyn hatte sich zu der Halborkin gesetzt und meinte:
„Na? Geht es wieder?“
Sie legte Marga eine Hand auf die Schulter.
„Ich habe inzwischen etwas gefunden, was dich vielleicht interessieren könnte. Wenn du wieder laufen kannst, gehen wir noch mal in die Bibliothek. Ich habe ein paar Aufzeichnungen über einen alten Ork-Clan gefunden, der vor langer Zeit hier lebte. Ich kannte davon nur einen und der ist schon lange tot. Interessiert?“
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Marga » Mittwoch 25. April 2018, 23:19

Der Drache schwang sich mit zwei kräftigen Zügen in die Luft. Marga saß auf ihm, hinter ihr saß Protho. Marga schaute nach unten. Ihre Kinnlade fiel nach unten. Das war erstaunlich. Als ob sie die Welt mit anderen Augen sah. Auf dem Boden schaute man die Hälfte der Zeit nur auf die eigenen Füße oder schaute auf Dinge, die gefährlich oder nützlich waren. Aber von hier oben aus hatte man Abstand.

Es war ein bisschen so wie der Unterschied zwischen Schmecken und Riechen. Schmecken führte immer zu etwas anderen, kauen, schlucken, ausspucken. Aber Riechen, das war luftig, frei und funktionierte hundert Mal so weit wie die Zunge lang war.

Das Fliegen war horizonterweiternd und machte einen gewaltigen Eindruck auf Marga. Dann aber holte ihr Fehler sie ein. Der Fehler war, dass der Drache mitbekommen hatte, wie Marga von ihrem Warg erzählte.

Waghalsige Manöver auf dem Rücken eines Reittieres, sei es ein Drache oder ein Warg, waren eine Sache. In einem Fass von einem Berg runter zu rollen, war eine andere Sache. Ignizor sorgte dafür, dass sich die folgenden Minuten wie letzteres anfühlten.
Außerdem sprach er in ihren Verstand und äffte ihre Sprechweise nach. Wie oft hatte sie das in Jersa ertragen müssen? Marga kniff die Augen zusammen. „Du Biest. Halt an und lass mich die Wolken fühlen.“, knurrte Marga, aber der Wunsch wurde ihr nicht erfüllt.

Die Menkin versuchte die waghalsigen Manöver von Ignizor im Vorfeld zu erkennen, um besser darauf reagieren zu können, aber das schaffte sie nicht. Das schien unmöglich. Bis sie realisierte, dass die Lösung zum Greifen nahe war. In einer gewagten Aktion zog Marga die Beine nach oben, drehte sich einmal um die eigene Achse und verhakte die Beine wieder in den Schuppen. Marga saß jetzt entgegen der Flugrichtung mit Gesicht zu Protho.

„Hallo.“, sagte sie grinsend. Ignizor machte einen unerwarteten Linksschwenker, aber Prothos Körperhaltung hatte Marga vorgewarnt. Die Menkin wurde zu Prothos Spiegelbild und machte alles nach. Sie verstand langsam, dass es einem Drachen nichts ausmachte, wenn man sich mit aller Kraft gegen seine Schuppen stemmte. Andererseits durfte man auch nicht wie ein Klammeraffe an ihm hängen, sondern musste ein bisschen Flexibilität zeigen.

Dieses Arrangement brachte Marga wohlbehalten durch die restlichen Turbolenzen. Einmal abgesehen davon, dass Protho ihr halbes Sichtfeld belegte, konnte sie nach hinten genauso gut die Welt sehen wie nach vorne. Andererseits sah sie so das Lager nicht, das Protho entdeckte. Marga wurde zurück nach Drachma gebracht.

Wackelpudding statt Beine, das war unvermeidlich. Dazu noch Sauerstoffmangel durch die ungewohnte Höhenluft und ein verspannter Rücken. Sie schämte sich nicht, Prothos und Lyns Hilfe in Anspruch zu nehmen, als sie wieder auf festen Boden waren. Unterdessen druckste Protho herum. Er glaubte nicht daran, wieder mit Marga ausfliegen zu dürfen, aber die Hoffnung starb zu letzt.

Die Menkin gab sich einen Ruck und meinte dann: „Protho, denk nach. Ich und Ragna sitzen im Flughaus. Tut es uns dann interessieren, wer uns trägt herum? Solange rücksichtsvoll?“

Während die beiden Feurigen wieder fortflogen, massierte sich Marga die Knie, wie man es ihr empfohlen hatte. Lyn hatte in der Bibliothek etwas entdeckt. Etwas über Orks. „Lass mich noch einmal etwas ausruhen.“, bat Marga. Sie legte sich auf den Rücken und wackelte mit den Zehen, bis das letzte Kribbeln nachließ. Erst dann stand sie auf. Eilig hatte sie es ja nicht, tote Orks konnten einem nicht weglaufen. Aber mehr von Lyns Zeit wollte sie nicht verschwenden. Sie folgte der Bürgermeisterin.
„Hier lebten also Orks. Meinst du Krater-hier oder nur Gebirge-hier?“

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Sonntag 6. Mai 2018, 12:22

Was für ein Flug! Wackelpudding statt Beine, das war unvermeidlich. Dazu noch Sauerstoffmangel durch die ungewohnte Höhenluft und ein verspannter Rücken. Sie schämte sich nicht, Prothos und Lyns Hilfe in Anspruch zu nehmen, als sie wieder auf festen Boden waren. Der Drache musterte Die Halborkin mit schräg gelegtem Kopf und wirkte irgendwie nachdenklich. Unterdessen druckste Protho herum. Er glaubte nicht daran, wieder mit Marga ausfliegen zu dürfen, aber die Hoffnung starb zu letzt. Die Menkin gab sich einen Ruck und meinte dann:
„Protho, denk nach. Ich und Ragna sitzen im Flughaus. Tut es uns dann interessieren, wer uns trägt herum? Solange rücksichtsvoll?“
Die Brauen von Reiter und Drache zuckten gleichzeitig ein Stück in die Höhe, was irgendwie witzig aussah. Auch der Drache hatte anscheinend vermutet, dass Marga die Lust am Fliegen verloren hatte, aber sie hatte auch bewiesen, dass sie einen starken Magen hatte, Mut und Ausdauer. Der Drache sah sie eine Weile nur still an und nickte dann langsam, wobei seine Schnauze fast den Boden berührte. Dann stieg Protho auf Ignizor und die beiden flogen davon. Marga massierte sich die Knie, wie man es ihr empfohlen hatte. Lyn hatte in der Bibliothek etwas entdeckt. Etwas über Orks.
„Lass mich noch einmal etwas ausruhen.“
, bat Marga und Lyn setzte sich einfach eine Weile zu ihr. Sie sah den beiden Feurigen hinterher und schüttelte leicht den Kopf, wie wenn eine Mutter ihren Kindern nachsah, die nur Unsinn im Kopf hatten, sie sie tadelte, aber doch liebte und sich um sie sorgte. Marga legte sich derweil auf den Rücken und wackelte mit den Zehen, bis das letzte Kribbeln nachließ. Erst dann stand sie auf. Eilig hatte sie es ja nicht, tote Orks konnten einem nicht weglaufen. Aber mehr von Lyns Zeit wollte sie nicht verschwenden. Sie folgte der Bürgermeisterin.

(Marga weiter bei: Ein erhabener Anblick)
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 6. März 2019, 19:07



(Darna, Delilah und Eilmana kommen von: Der Drachenzahn und seine ersten Gäste )

Mit klopfenden Herzen standen die Abenteurer in einer fremden Stadt. Dort wo einst sicher tausende von Menschen einem Ereignis wie diesem hätten bei wohnen können, standen nun Tarmas in erster Reihe und versetzt dahinter auf den Stufen etwas höher, Darna, Delilah, Leon und Eilmana. Yran hatte den Mittelpunkt der freien Fläche erreicht und dort Verano auf den nackten Boden abgelegt. Lyn folgte langsam und Yran trat zurück an den Rand, gegenüber von Tarmas. Im gleichen Moment landeten die Drachen und nahmen beide eine ähnliche symmetrische Haltung ein. Sie saßen katzengleich auf ihren Hinterteilen und hatten ihre langen Schwänze um sich gewickelt. Ihre Flügel waren weit geöffnet und steil nach oben gerichtet, so dass sie aussahen wie die Staturen vor dem Eingang des Drakonerorden. Es schien eine alt militärische Haltung zu sein, die von Respekt und Ehre zeugte. Jetzt, da es vollkommen still geworden war, schien jeder Atemzug, jedes Räuspern zu viel.

Leon wirkte unruhig und der Druck auf Darnas Finger ließ vermuten, dass er auch ihren Halt braucht um nichts wirklich dummes anzustellen. Dort vorne lag schließlich sein Vater. Auch wenn sie sicher nicht immer einer Meinung gewesen waren, so war das hier für ihn enorm wichtig. Seine Lippen bebten und formulierten unentwegt tonlose Fragen wie: **Was geht da vor?** - **Kann ich nicht zu ihm?** oder **Tut ihm nicht weh!**
Es war schwer für ihn untätig mitanzusehen, wie Lyn unaufhaltsam sich dem Körper näherte und mit jedem Schritt der Boden unter ihren Füßen mehr zu leuchten schien. Irgendetwas ging da vor sich! Erst war es nur ein kleiner Effekt den man hätte übersehen können, doch dann breitete es sich aus. Der gesamte Boden unter dem mehrere Felder abmessenden Zentralplatz begann von unten her zu leuchten und erstrahlte in diamantenem Funkeln, als tauchten aus dem Stein winzige Brillanten auf, wie Blasen aus dem Meer. Sogar bis unter Tarmas Füßen reichte bald das Leuchten und die Veränderung und besonders Leon und Delilah mit ihren magischen Sichtweisen, spürten auch ohne sie zu aktivieren, was hier passierte. Deli brauchte ihre Kinderaugen nicht einzusetzen um zu wissen, dass hier alles in goldenen Tönen erstrahlen würde. Doch auch eindrucksvoll war die Wandlung, die durch Lyn ging. Es war als würde etwas, vermutlich der Geist des Drachenkönigs, durch sie hindurch schimmern. Ihr schwarzes Haar, das eben noch dunkel in der Sonne geglänzt hatte, wurde nun vom Ansatz her weiß wie Kristall. Ihr Mantel rutsche von ihren Schultern, entblößte ihre Rüstung und das Schwert auf ihrem Rücken. Mit einer langen Bewegung zog sie es und ging weiter auf Verano zu.
WAS?!
Das Schwert leuchtete, als glühte sie von innen und 13 Runen tanzten über die Klinge.
Versteckt:Versteckten Text anzeigen
(Hintergrundmusik)

Noch ein Schritt... Schritt... Schritt...
Fast hatte sie ihn erreicht. Leons Hand schloss sich fest um Darnas. Hatte er genug Vertrauen? Hatte sie es? Unsicher sah er zwischen Deli und Darna hin und her. Sollten sie etwas tun? Einzig Eilmana wusste einfach, dass nichts schlimmes geschehen würde. Ein Blick auf Yran und sie konnte ihm vertrauten.
Lyn blieb an Veranos Füßen stehen und ihr Schwert senkte sich, berührte den Boden. Erneut erschütterte ein kleines Beben Drachma und das „Meer“ unter den Füßen der letzten Drakoner verwandelte sich von der Spitze ihres Schwertes ausgehend, in eine halb durchsichtige, schäumende Fläche. Eilmana glaubte am Rand ein paar Strukturen der Höhle zu erkennen. Als schaute man durch eine dünne Eisschicht konnte man plötzlich die Bewegungen eines gewaltigen Leibes unter dem Platz wahr nehmen, zu groß um ihn in seiner Gänze zu erfassen. Hier erahnte man ein Gelenk, ein Bein, den Dorn eines Flügels... Der Drachenkönigs war wach und im Moment sah es so aus, als ruhte der ganze Platz auf seinem Körper. Von unten näherte sich etwas. Die Bewegung ließ es mehr erahnen, als erkennen. Eine gewaltige Pranke, fünf kristalline Klauen öffneten sich und „hielten“ den Platz auf dem Lyn und Veranos weilten. Lyn ließ das Schwert auf seiner Spitze stehen wo es war. Es stand fest und zitterte nicht einmal. Sie umfasste die Klinge, mit einem kleinen Ruck schnitt sie sich ins Fleisch und trat an Veranos Seite. Sie kniete sich neben seinen Leib. Ihre Hand bewegte sich, förderte den Blutfluss und dann schwebte sie über Veranos Augen, die sich in diesem Moment öffneten, als der erste Tropfen fiel.

Alles geschah gleichzeitig!

Schlagartig waren ihre Haare wieder schwarz. Lyn riss den Kopf nach hinten, ihr Rückgrat bog sich soweit durch, dass man meinen könnte, es würde bald brechen. Aus ihrem Körper strömten Schatten, manifestierten sich in wild um sich greifenden, hunderten, schlauchartigen Armen, die den ganzen Platz erfüllten. Plötzlich war es dunkel. Nein, es war Nacht! Nein, eine Kuppel aus Dunkelheit war über Drachma erschienen. Sah man nach oben, so sah es aus, als würde über dem Rand des Kraters fünf unsichtbare Klauen die Dunkelheit zusammen halten und hier drinnen halten. Sah man wieder zum Platz hinunter, so sah man, dass Verano sich soweit erhoben hatte, dass Lynn und er sich nun in den Armen lagen. Seine Hand wanderte langsam über ihren Rücken.
Es war Tarmas leise Stimme, die sie fast zusammen zucken ließ:
„Auch in der Dunkelheit gibt es Liebe.“
Genau danach sah es auch aus. Lyn und Verano, bzw. Fiddatan hielten einander, streichelten sich und einige Minuten lang gab es nichts anderes. Dann löste sich Lynn vorsichtig von ihm und seine Hände fanden ihr tränennasses Gesicht.
„Verzeih mir.“
, hörte man Fiddatans und Veranos Stimme gleichzeitig. Lyn schüttelte vehement den Kopf.
„Wenn ich das tue, verliere ich dich noch einmal! Das kannst du nicht verlangen! Ich habe dich doch gerade erst wieder gefunden! “
Fiddatan lächelte und seine Hände streichelten ihre Tränen fort.
„Schattenrose meines Herzens... Ich bin vor langer Zeit gestorben. Ich konnte nur nicht gehen, weil wir uns im Streit getrennt hatten. Ich war arrogant, wollte keine Hilfe annehmen und habe mich überschätzt. Ein Held wollte ich sein. Ich habe Fehler gemacht, die du mir vergeben musst. Du musst mich gehen lassen. Du hast eine Aufgabe hier. ER hat dich angenommen und dieses Geschenk darf nicht zurück gegeben werden.“
„Aber...“
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(Hintergrundmusik)

„Wir werden uns wiedersehen, wenn sein Stern fällt. Die Zeit wird kommen, so wie ich meine Zeit schon lange vorüber ist. Ich bin nur noch wegen dir hier.“
„Ich habe geglaubt, dass du tot wärst.“
„Das bin ich.“
„Aber du... ich... Ich war so einsam. Mein Herz gehört Drachma und dem König, aber ein Teil von mir ist gestorben, als du ...gegangen bist. Jetzt bist du wieder hier und ich will dich nicht schon wieder gehen lassen.“
„Es ist mein Wunsch.“
„Nein.“
„Ich gehörte dir, du warst mein, aber diese Zeit hier und jetzt ist ergaunert und selbst uns ist die Ewigkeit nur im Geiste vergönnt. Lass mich gehen. Lass mich mein Wort halten. Verzeih mir und lebe dein Leben bis zu den Sternen. Wir beide hatten etwas ganz besonderes. Wir waren glücklich und diese Erinnerungen will ich mitnehmen. Lass mich gehen...“
„...“
„Lass mich gehen.“
Tränen rannen über Lyns Wangen, aber ihr Widerstand bröckelte. Träne um Träne fiel auf den noch immer funkelnden Boden, auch wenn er in der Dunkelheit nicht strahlte, so war sein Anblick wie das Firmament der Sterne. Unter ihnen hatte sich ein Himmel ausgebreitet aus Licht und Schatten. Kaum etwas konnte schöner sein. Lyn hob ihr Gesicht und drückte ihre Stirn an seine. Auch Veranos Wangen glänzten. Die Schattenmagie lag still wie ein weicher Mantel um sie herum ausgebreitet, eine schützende Decke aus Samt, ausgebreitet in der Hand des Drachenkönigs. Jeder Herzschlag erschien plötzlich kostbar. Hier ging eine Geschichte zu Ende. Tränen waren da nicht genug. Jeder Atemzug ging gepresst. Man konnte nicht schlucken und die Sicht verschwamm. Das Herz wurde eng und Finger rangen miteinander. Ein Drache starb hier zum zweiten Mal...

„... Ich verzeihe dir.“
Die Dunkelheit erzitterte und starb.
Genauso schnell wie sie gekommen war, zog sie sich zurück, ballte sich in einem einzelnen kleinen tief schwarz glühenden Funken...
Lyn fiel nach hinten, weinte, schluchzte, bebte vor Leid...
Doch Verano blieb sitzen.
Still und reglos saß er da, vor ihm den dunklen Funken.... vor seiner Stirn schwebend... dort wo... wo...

Darna schluckte! Sie erinnerte sich!

Tiana!

Dort hatte sie ihn geküsst! Und Lyn bemerkte es nicht. Noch schwebte der Funke auf Höhe seiner Stirn, aber irgendwie sah es so aus, als strebte er ganz langsam dem Himmel entgegen. Tarmas der schräg vor Darna stand wirkte verunsichert und starrte auf den winzigen Punkt. Auch Yran auf der anderen Seite sah fragend von Lyn zu ihm und wieder zu dem Dunkelfunken. Hatte das Leid Lyn blind gemacht? Lief hier irgendetwas nicht so wie erwartet? Tarmas rang mit seinen Händen, gebot Yran stehen zu bleiben und drehte sich zu der wachsenden Unruhe hinter sich um.
„Wenn ihr auch nur einen Schritt hinunter macht, seid ihr tot!“
Wer wollte schon auf den Drachenkönig treten!
„Bleibt wo ihr seid!“
Damit drehte er sich wieder um und ging vorsichtig in Richtung Lyn und Verano. Jeder Schritt schien irgendetwas mit ihm zu machen und auch Plau Ren sein Drache erzitterte ein paar Mal. Er sprach ein paar Mal Lyns Namen, aber sie reagierte nicht. Erst als er sie erreicht hatte und an der Schulter berührte, hob sie den Kopf.
„Er ist noch da...“
, stellte Tarmas sachlich fest. Lyn ruckte hoch und starrte ungläubig den kleinen Funken an. Dann geriet Leben in sie und hektisch fuchtelte sie mit den Armen.
„Wir brauchen ein Ei! Jetzt! Sofort!“
„Aber welches?“
Lyn wirkte einen Moment überfordert, dann schien sie auf etwas zu hören was nur sie wohl konnte. Das merkwürdige war, irgendetwas ließ Delilah den Nacken kribbeln und auch Leon rieb sich seinen. Es war ein bisschen so, wie als wenn noch jemand hier wäre... vielleicht ein Geist. Aber die „Kinderaugen“ zu riskieren um einen Blick zu erhaschen, barg auch die Gefahr geblendet zu werden. Auf jeden Fall schien Lyn plötzlich eine „Eingebung“ zu haben und sah zu Yran, der noch unruhig am Rand stand.
„4 8 15 16 23 42. Scharz, links und unten. Beieil dich!"
Und Yran rannte los. Auch Malagen erhob sich, griff seinen Reiter mit den Krallen im Sprint, trug ihn ein Stück und warf ihn fast gegen die Tür der Ratshalle. Yran war schnell verschwunden. Lyn kniete vor dem Dunkelfunken und schien völlig aufgelöst, doch dann sah sie kurz zu ihren "Gästen" und zu Tarmas.
"Geh wieder zu ihnen. Du kannst eh nichts tun."
Tarmas nickte und machte sich auf den Rückweg. Jetzt liefen ihm dünne Rinnsaale von Schweiß über die Lider und die Ränder seiner Augen wirkten gerötet. Die Farbe seiner Haut wirkte noch wo man sie sehen konnte noch blasser als sie ohnehin schon war und seine Hände zitterten leicht, auch wenn er sie zu Fäusten ballte. Als er die Anderen erreicht hatte, machte er auch den letzten Schritt von der Ebene herunter zu ihnen hinauf. Erst dann schien er wieder Luft zu holen. Doch er blieb vor ihnen stehen und nickte in die Runde.
"Danke."
...dass ihr keinen Unsinn gemacht habt** schwang im Unerton mit. Gerade den Heilern kribbelte es sicher in den Fingern, ihm helfen zu wollen, aber sobald jemand sich ihm näherte, hob er beschwichtigend die Hand.
"Wird schon wieder."
, obwohl er kurz Delilah nachdenklich betrachtete. Da kam dann auch schon Malagen mit Yran in seinen Klauen angeflogen. Ohne ihn abzusetzen kreiste er über der Fläche und Yran hielt etwas dunkles in seinen Händen. Die beiden schwebten niediger und Yran ließ los. Ein matt grau schimmerndes, vielleicht silbernes Ei fiel in Lyns Hände. Sie streichelte eilig über die Oberfläche und näherte sich damit vorsichtig dem Dunkelfunken, der jetzt schon gut einen Meter über Verano schwebte und langsam an Geschwindigkeit zu nahm. Sie musste sich strecken. Als sie es unter ihn hielt, senkte er sich langsam in die Spitze und tauchte darin ein.

Einen Moment lang hatten alle den Atem unwillkürlich angehalten. So viele Eindrücke fluteten gerade die Gedanken. Lyn hatte das Ei an ihre Brust gedrückt, das ungefähr die Größe einer ovalen Melone hatte. Sie stand auf, zog das Schwert aus dem Stein und ging langsam vom Platz, hinauf zur Ratshalle, fort von ihren Gästen. Der Boden verwandelte sich wieder in eine normale Oberfläche und ein kleines Beben verriet, dass auch der König sich wieder entferte. Was war hier gerade geschehen?

Yran näherte sich der Gruppe und als er ankam, setzte sich Tarmas auf eine der Stufen. Ein kurzes Schweigen voller Fragen und voll von Gefühlen entstand. Dann durchbrach Leon die Stille.
"Kann ich zu meinem Vater?"
Tarmas blinzelte zwei Mal.
"Ja."
Da rannte Leon los.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Darna von Eibenau » Samstag 9. März 2019, 12:53

Lyn schien vollkommen vergessen zu haben, dass sie hier mit „Fremden“ an einem Tisch saß. Sie stand auf und ging langsam, jeden Schritt seltsam bedacht setzend, auf Verano zu.„Fiddatan... mein Stern... Du bist zu mir zurück gekommen“, flüsterte sie. Sie sagte noch mehr und Darna verstand nicht jede Silbe, aber genug. Unruhig rutschte sie auf ihrem Stuhl herum und senkte den Blick irgendwann dabei auf die Tischplatte, fühlte sich fehl am Platze - das hier schien intim zu werden.
SEHR intim?!
Ihre Brauen zuckten nervös, als die Aussagen für sie den Eindruck erweckten, als entschuldige sich Lyn bei Fiddatan für... einen Ehebruch?
„... Ich... ich will dich ..ihn noch einmal in mir fühlen... Bitte lass es zu.“
Darnas rechte Braue hob sich steil. Sie war sehr selten die Erste darin, anzügliche Bemerkungen zu verstehen, aber erinnerte sich sehr wohl daran, dass erst vor Kurzem noch Fiddatan und Leon über eben eine solche Auslegung: 'einen Drachen in sich zu haben' gestritten hatten. Yran neigte seinen Kopf zu Lyn und sprach eindringlich: „Nicht hier!...“ und Darnas Mimik drohte zu entgleisen, sie schaute auf. Das meinten die nicht ernst?! Also - nicht SO?!
Als Yran zu den Gästen sah, war der Blick der Knappin nicht unbedingt neugierig zu nennen - eher hätte sie sich gerade gewünscht, selber woanders zu sein und die beiden einfach in Ruhe zu lassen, egal was sie vorhatten.
Aber sie schien es fehl zu interpretieren, damit beruhigte sie sich selbst, als Yran sie auch noch einlud, dem Geschehen beizuwohnen. Leicht zögerlich folgte sie und hielt sich zurück.

Yran hatte den Mittelpunkt der freien Fläche erreicht und dort Verano auf den nackten Boden abgelegt. Lyn folgte langsam und Yran trat zurück an den Rand, gegenüber von Tarmas. Im gleichen Moment landeten die Drachen und nahmen beide eine ähnliche symmetrische Haltung ein. Sie saßen katzengleich auf ihren Hinterteilen und hatten ihre langen Schwänze um sich gewickelt. Ihre Flügel waren weit geöffnet und steil nach oben gerichtet, so dass sie aussahen wie die Statuen vor dem Eingang des Drakonerorden. Es schien eine alt militärische Haltung zu sein, die von Respekt und Ehre zeugte.
Besser als für Gefühle hatte die Knappin ein Gespür für solcherlei Gegebenheiten. Fast unwillkürlich straffte sich auch ihre Haltung, schoben sich ihre Füße noch ein Stück auseinander, um stabiler, in Habachtstellung, zu stehen. Armer Leon. Mit einem kurzen Seitenblick beließ sie ihre Hand in seiner, aber er musste merken, dass sie drauf und dran gewesen war, ihre Hände wie gewohnt auf den Rücken zu nehmen.
Nein, es schien, als brauchte Tarmas gerade von der so neugierigen Knappin wirklich keine - tödlichen - Dummheiten zu befürchten. Mit sich weitenden Augen beobachtete sie zwar, wie der gesamte Boden zu leuchten begann und Lyn sich veränderte, aber sie rührte sich keinen Millimeter.
Bis sie das Schwert und die aufglühenden Runen darauf sah. Erst da neigte sie ihren Oberkörper um wenige Grad nach vorne, um ihren Blick besser auf die Waffe zu fokussieren. Uff! Schick!!, dachte sie beeindruckt und in ihrer Augenpartie zuckte es, als ihr kurz die Frage durch den Kopf ging, ob Lyn Fiddatan wohl etwa auch noch selbst würde töten müssen, um ihn zu erlösen? Aber offenbar nicht - gut. Sie entspannte sich wieder eine Spur, als das Schwert zurück blieb und es wieder vertrauter zwischen den beiden wurde.
Darna wusste genau so wenig wie Leon genau, was passieren würde, aber sie schien die Zeichen schneller zu deuten, was zum Ritus zu gehören schien und was nicht, wann Gefahr drohen mochte und wann nicht - und tendierte generell dazu, darauf zu vertrauen, dass die Drachen und ihre Reiter schon wissen würden, was sie taten. Auch wenn der Anblick, wie Lyn ihr Blut auf Veranos Körper tropfen ließ, sie schon ein bisschen schockierte. Was tat sie da?!

Die Knappin zuckte merklich zusammen, als die Schatten in wild um sich greifenden, hunderten, schlauchartigen Armen den ganzen Platz erfüllten und nur die kristallinen Klauen zu verhindern schienen, dass sie sich noch weiter ausgebreitet hätten. Darna brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass dies die Schattenmagie war, die zu Fiddatan gehörte, statt die Dunkelheit mal wieder nur als 'das Böse' zu identifizieren, das sie alle bedrohte.
„Auch in der Dunkelheit gibt es Liebe“, sagte Tarmas leise und hatte für mehrere Momente Darnas im wahrsten Sinne des Wortes entgeisterte Mimik auf sich ruhen, denn diese Feststellung fegte ihr einige Lidschläge lang den Kopf leer.
Bis...
sich Bilder in ihre Erinnerung schoben: Bilder von ihr, in einem blauen Kleid, gehalten von einem muskulösen Sinnbild von einem Mann, dessen Lippen sich zu ihren schoben, blauer Stoff, der unter ihrer/seiner? Hand in Rauch aufging...
Sie blinzelte mehrfach und zwang ihre Kinnlade wieder nach oben, schluckte einmal und sah noch irgendwie schockiert wirkend wieder in die Mitte des Platzes.
Lyn schüttelte vehement den Kopf. „Wenn ich das tue, verliere ich dich noch einmal! Das kannst du nicht verlangen! Ich habe dich doch gerade erst wieder gefunden! “ Fiddatan lächelte und seine Hände streichelten ihre Tränen fort.
„Schattenrose meines Herzens... Ich bin vor langer Zeit gestorben. Ich konnte nur nicht gehen, weil wir uns im Streit getrennt hatten. Ich war arrogant, wollte keine Hilfe annehmen und habe mich überschätzt. Ein Held wollte ich sein."
Die Worte brauchten eine Sekunde, um zu wirken, aber Darna presste getroffen berührt die Lippen zusammen. Was für ein Fehler..., setzte Begreifen ein, das noch oberflächlich blieb - aber diese Worte würde sie nicht so schnell vergessen.
Genauso, wie die Erwähnungen und visuellen Eindrücke von Sternen sie zunehmend an einen weiteren, anderen Stern denken ließen: einen Morgenstern...

Lyn und Fiddatan rangen darum, ob sie ihm verzeihen würde und ihn damit gehen ließ. Darna konnte die Frau, die dort unten kniete, im Groben nachvollziehen, und doch sagte ihr ihr ganzes Wertgefüge von Anfang an: Lass ihn gehen... - vielleicht auch, weil es Fiddatans Schicksal gewesen war, das sie zuerst kennen gelernt hatte. Es ging ihr dabei nicht einmal um Verano. Es ging ihr um die Vorstellung, dass ein sterbender Soldat es noch nach Hause geschafft hatte...
Verzeih ihm... Bitte..., und ihre Sicht verschwamm, als sie ahnte, spürte, wie Lyns Antwort eine Sekunde später endlich den Bann brach.
Die Dunkelheit erzitterte und starb. Genauso schnell wie sie gekommen war, zog sie sich zurück, ballte sich in einem einzelnen kleinen tief schwarz glühenden Funken...
Lyn fiel nach hinten, weinte, schluchzte, bebte vor Leid...
Doch Verano blieb sitzen. Still und reglos saß er da, vor ihm den dunklen Funken.... vor seiner Stirn schwebend... dort wo... wo...
Darna schluckte! Sie erinnerte sich! Tiana!
Dort hatte sie ihn geküsst! Und Lyn bemerkte es nicht. Tarmas rang mit seinen Händen, gebot Yran stehen zu bleiben und drehte sich zu der wachsenden Unruhe hinter sich um. „Wenn ihr auch nur einen Schritt hinunter macht, seid ihr tot! Bleibt wo ihr seid!“

Die Knappin nickte hastig mehrfach. Ja doch, ja! Aber beeil dich! Ihr Zeigefinger deutete in schneller Folge mehrfach zu dem schwarzen Funken. Er ist noch da! DAS hat sie (Tiana) also gemacht! Sie ermöglicht ihm eine... Wiederkehr? Einen Übergang?, vermutete sie aufgeregt, blieb aber angewurzelt an Ort und Stelle und drückte bestärkend Leons Hand.
Alles wird gut!

„Wir brauchen ein Ei! Jetzt! Sofort!“
Ein Ei? Öh, ja. Ja klar, das wär gut.. Glaube ich.., kommentierte die Knappin laienhaft und ungebeten mit, aber auf sie achtete ja gerade zum Glück eh keiner.
„4 8 15 16 23 42. Schwarz, links und unten. Beieil dich!"
Schwarz, echote es nicht nur dumpf in ihr und ihre Mimik ernüchterte merklich, sie hatte es auch leise in eben einem solchen Tonfall leise gesagt. In Ordnung, bemerkte sie trocken, Die Frage beim Anblick der steinernen Drachenköpfe und üerhaupt, ob es schwarze Drachen gibt, hat sich hiermit... erledigt.
Sie presste die Lippen zusammen und fragte sich für einen Moment, ob es so gut war, immernoch ihrer Idee nachzuhecheln, ob 'Freizul' ein Drache sein könnte. Ob es so gut war, diesen Details immernoch nachforschen zu wollen.
Nein...
es war ganz sicher nicht gut.
Und wieso tu ich es trotzdem?, dachte sie gequält und nahm doch gleichzeitig hin, dass es eben so war. Sie schien nicht anders zu können.
Yran kam mit dem schwarzen Ei, und in einer seltenen Geste knetete Darna grüblerisch ihre Unterlippe zwischen den Zähnen. Der Funke soll da rein? Ist das Ei abgestorben? Oder töten oder verdrängen sie damit etwa einen anderen, ungeborenen Drachen?, dachte sie skeptisch, teils wollte irgend etwas in ihr sogar dagegen aufbegehren, aber sie verharrte still - selbst, wenn es so wäre, was sie nicht hoffte, würde sie jetzt nichts daran ändern können. Der dunkle Funken versenkte sich in der Schale. Es war getan. Zittrig brachte die Knappin ihren angehaltenen Atem wieder in Gang und warf einen kurzen Blick zu Leon.
Yran näherte sich der Gruppe und als er ankam, setzte sich Tarmas auf eine der Stufen. Ein kurzes Schweigen voller Fragen und voll von Gefühlen entstand. Dann durchbrach Leon die Stille.
"Kann ich zu meinem Vater?" Tarmas blinzelte zwei Mal. "Ja."
Da rannte Leon los.


Darna wollte hinterher sprinten, setzte an, stoppte, ihr Blick huschte zwischen den Anwesenden und dem Zentralplatz, sie lief die ein, zwei Schritte und hielt neben Tarmas, zögerte nochmal eine Sekunde und betrachtete zweifelnd seinen scheinbar angegriffenen, betroffenen Zustand. Selbst er..., vergegenwärtigte sie sich die Tragweite der Ereignisse und meinte durch ein schlechtes Gewissen stockend:
"Wir, äh... Ich glaube, wir könnten Eure Hilfe gebrauchen - eventuell", und sie sah den riesigen Krieger in einer Art verunsichert fragend an, dass klar war, dass sie es ihm kaum übel nähme, lehnte er ab.
Dann hielt sie aber nichts mehr davon ab, Leon hinterher zu wetzen.

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Eilmana Silva » Freitag 15. März 2019, 21:05

Yrans Gegenwart beruhigte Eli ungemein, und seine zarten, warmen Berührungen waren wie Balsam für die Seele der kleinen Elfe die eigentlich noch nicht so lange ihre Heimat verlassen hatte und nun schon eine „neue“ gefunden hatte.

Gemeinsam gingen sie an die Türe der Taverne um Drachma zu betrachten, Yran blieb weiter hinten mit Eli stehen, plötzlich griff seine Hand sanft nach ihrer und lächelnd meinte er ganz leise, „wunderschön“ und sah sie dabei an.
In dem Augenblick wo seine Hand ihre berührte sah Eli erst auf ihre Hand und dann in Yrans grüne Augen. Als seine Worte erklangen wurde sie rot, sie richtete ihren Blick wieder nach forne zur Türe und auf ihren Lippen zeichnete sich ein leichtes aber sehr glückliches schmunzeln ab.
Dann gingen sie wieder zurück...

In der folgenden Zeit verhielt Eli sich ausschließlich ruhig und beobachtete was passierte.

Als Lyn dann zu Verano ging entstand irgendwie eine Unruhe die sich Eilmana zuerst nicht erklären konnte. Das Gespräch zwischen ihr und dem Mann in dem die Seele ihres Drachen steckte war mehr als seltsam und Eilmana sah etwas erstaunt so wie gleichermaßen mitfühlend traurig zu Yran und dann zu Lyn.
Yran wechselte einen vielsagenden Blick mit Tarmas und stand auf um an Lyns Seite zu treten. Einen kurzen Blick warf er noch Eilmana zu, der nur eines hieß: Vertraue mir. Es konnte Lyn in diesem Moment nicht allein lassen. Für die Elfe war dies mehr als selbstverständlich also nickte sie Yran nur ganz sachte zu und bevor sich ihre Hand von seiner löste drückte sie seine noch einmal sachte, dann erklangen Lyns Worte...
„... Ich... ich will dich ..ihn noch einmal in mir fühlen... Bitte lass es zu.“
Das merkwürdige Gespräch, das sie zu führen schien, galt anscheinend teils Fiddatan ihrem Drachen, aber auch dem Drachenkönig. Eilmana starte nun etwas verwirrt zu Lyn und Verano und lief rot an. Meinte sie wirklich das was Eilmana jetzt dachte...aber wie...wenn er ein Drache war.....in ihrem Kopf entstanden ein paar sehr skurrile Bilder die sie schnell wieder davon schob als Yran sie unterbrach und kurz darauf erzitterte der Boden auf dem sie standen...
Lyn erzitterte und Yran griff zu um sie zu stützen. Drachmas Boden bebte leicht. Kaum ein Teller zitterte, kein Becher fiel, aber kurz war es doch zu spüren gewesen. Ganz so als hätte sich etwas Großes tief unter der Stadt bewegt. Yran neigte seinen Kopf zu Lyn und sprach eindringlich:
„Nicht hier!...“

Yran brauchte nicht lange um Lyn davon zu überzeugen das sein Vorschlag der richtige war und so brachte er Verano nach draußen auf den Platz.
Tarmas gab den restlichen Gästen eine kurze aber klare ansage wie sie sich zu verhalten hatte und Eli nickte nur Sprachlos.
Sie folgte Tarmas und blieb draußen hinter ihm stehen.

Eli starrte auf den Platz und sie traute sich kaum mehr zu blinzeln aus Angst etwas wichtiges könnte ihr entgehen. Das folgende Schauspiel verschlug ihr regelrecht die Sprache, als Lyn ihr Schwert zog musste Eli sofort an eine Bestattung denken die sie aus einem Buch kannte bei der Krieger mit ihrem Schwert beigesetzt werden..aber irgendwie konnte sie sich das auch nicht so recht vorstellen...
….ein wenig Angst bekam sie dann doch als die schwarzen Schatten aus Veranos Körper kamen und alles um sie verdunkelten, aber da Yran, Tarmas und ihre Drachen so ruhig an ihren Plätzen stehen blieben gab ihr die Sicherheit das die Schatten nichts böses bedeuteten.
Während des Gespräches von Lyn und Fiddanta fühlte Eli zunehmend mit jedem Wort wie sehr die beiden sich liebten und wie schwer all das für sie gewesen sein musste,...sie konnte den unermesslichen Schmerz den beide fühlten nur erahnen und langsam rann ihr eine Träne nach der anderen über die Wangen ohne das sie es so recht bemerkte.

Als Lyn endlich die erlösenden Worte Sprach war es wie ein stummer knall. Es war Stille und doch verschwanden die Schatten so schnell wie sie gekommen waren.
Eli war selbst hin und her gerissen....sie wünschte sich das Fiddanta überlebte, das er und Lyn eine zweite Chance bekämen aber alles sprach dagegen, sie verschloss die Augen für einen kurzen Augenblick und wante den Blick ab. Sie kniff ihre Augen etwas zusammen drückte die Tränen heraus die sich gerade noch in ihrem Blick gesammelt hatten und ballte mit hochgezogenen Schultern die Fäuste. Innerlich dachte die Elfe sich nur „Warum....?“ doch dann öffnete sie ihre Augen wieder, sah hinüber zu Lyn und ihrem Drachen und was sie da erblickte lies sie mehr als Staunen. Sie riss die Augen auf und mit offenem Mund hob sie sacht die Hand um auf die schwarze kleine Kugel zu deuten die da schwebte.
Tarmas reagierte, wies sie und die anderen dazu an, sich nicht vom Fleck zu rühren und ging zu Lyn. Eli erkannte das es selbst für Tarmas und seinen Drachen Plauren ein ungewohntes Gefühl war diesen Boden, in diesen Moment zu betreten aber jetzt gerade musste Lyn und ihrem Drachen geholfen werden.

Eli legte die Hände zusammen und zum ersten mal seit langem sendete sie still in Gedanken ein Gebet an Faylin.
Bitte rette ihn, bitte gib ihnen eine zweite Chance, wenn sie sie nicht verdient haben...wer dann....?!

Lyn hörte Tarmas stimme offenbar nicht und reagierte erst, als er bei ihr war und sie an ihrer Schulter berührte...
„Er ist noch da...“
, stellte Tarmas sachlich fest. Lyn ruckte hoch und starrte ungläubig den kleinen Funken an. Dann geriet Leben in sie und hektisch fuchtelte sie mit den Armen.
„Wir brauchen ein Ei! Jetzt! Sofort!“
„Aber welches?“
Lyn wirkte einen Moment überfordert, dann schien sie auf etwas zu hören was nur sie wohl konnte. Das merkwürdige war, irgendetwas ließ Delilah den Nacken kribbeln und auch Leon rieb sich seinen. Es war ein bisschen so, wie als wenn noch jemand hier wäre... vielleicht ein Geist. Aber die „Kinderaugen“ zu riskieren um einen Blick zu erhaschen, barg auch die Gefahr geblendet zu werden. Auf jeden Fall schien Lyn plötzlich eine „Eingebung“ zu haben und sah zu Yran, der noch unruhig am Rand stand.
„4 8 15 16 23 42. Scharz, links und unten. Beeil dich!"
Und Yran rannte los.

Die Ereignissen überschlugen sich wirklich buchstäblich. Ein Ei....ein EI.....aber wie...konnte das möglich sein....wäre es Tatsächlich eine reelle Chance....? Eli wagte es noch nicht erleichtert aufzuatmen und. Die Beschreibung von Lyn verwirrte Eilmana aber darüber konnte sie später nachdenken, ihr Blick folgte Yran und seinem Drachen. Er rannte los und Malagen schnappte ihn sich um ihn kurz darauf wieder gekonnt und schwungvoll abzusetzen. Die beiden waren ein so eingespieltes Team. Eli hatte immer noch die Hände Gehfalten und vom Luft zog des Flügelschlags von Malagen wurde ihr ihre Haare ins Gesicht geweht was sie gerade gekonnt Ignorierte.
In der zwischen zeit kam Tarmas zurück zu ihnen und Eli konnte sehen das er erleichtert war wieder vom Platz runter zu gehen. Eli hatte zwar den Wunsch ihm und allen anderen zu helfen, aber in dieser Situation konnte sie spüren das sie abwarten musste. Aber Tarmas kannte solche Situationen wohl und beschwichtigte sie direkt mit einem knappen „das wird schon wieder“.

Dann kam Malagen mit Yran wieder zurück und geschickt übergaben sie Lyn das Ei....Eli stockte kurz der Atem als Yran es fallen lies aber Lyn fing es auf als wäre es selbstverständlich. Sie hielt es dem dunkel funken entgegen und er senkte sich zum Ei bis er im Ei verschwunden war.

Eli lies atok die Hände sinken und atmete erleichtert aus.
Einen Moment lang hatten alle den Atem unwillkürlich angehalten. So viele Eindrücke fluteten gerade die Gedanken. Lyn hatte das Ei an ihre Brust gedrückt, das ungefähr die Größe einer ovalen Melone hatte. Sie stand auf, zog das Schwert aus dem Stein und ging langsam vom Platz, hinauf zur Ratshalle, fort von ihren Gästen. Der Boden verwandelte sich wieder in eine normale Oberfläche und ein kleines Beben verriet, dass auch der König sich wieder entferte. Was war hier gerade geschehen? 

Eli lies atok die Hände sinken und atmete erleichtert aus.
Yran näherte sich der Gruppe und als er ankam, setzte sich Tarmas auf eine der Stufen. Ein kurzes Schweigen voller Fragen und voll von Gefühlen entstand. Dann durchbrach Leon die Stille.
"Kann ich zu meinem Vater?"
Tarmas blinzelte zwei Mal.
"Ja."
Da rannte Leon los.

Eli legte ihre Hand auf Tarmas Schulter der nun ausnahmsweise mal für sie in erreichbarer Höhe war und lächelte Yran zu. Dann sah sie Leon hinter her der zu seinem Vater rannte und Eli rannte hinter ihm her um ihm ggf noch zu helfen. Schließlich konnte sie letzte Nacht nicht all seine Wunden heilen und ob diese Prodzedur von grade ihn nun mit Magie geheilt hatte oder seine Wunden verschlimmert hatte konnte Eilmana von weiten noch nicht abschätzen.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Sonntag 31. März 2019, 13:34

Die Luft brannte noch vor Anspannung der letzten Minuten. Das Schauspiel was sich hier ereignet hatte würde sicher nicht so schnell vergessen werden und die Spuren, die es zurück gelassen hatte, würden Zeit brauchen um zu verwehen. Tarmas still herab hängenden Schultern waren Zeichen, wie viel Kraft es ihn gekostet hatte über diesen Platz zu gehen. Plau Ren, die blaue Drachendame, die eben noch so majestätisch aufrecht da gesessen hatte, sie lies sich nieder sinken und rollte sich wie eine Katze zusammen, ihren Kopf unter einem Flügel verborgen. Malagen erhob sich in die Lüfte und begann über Drachma zu kreisen. Im Moment gab es nur einen kampffähigen Drachen in der Stadt. Yran trat zu seinem geschwächten „Bruder“ und Lyn war fort. Sie hatte mit dem einst matt grauen Ei, dass jetzt wieder deutlich silbern geschimmert hatte den Platz verlassen. Alle Augen waren auf den reglosen Körper des Grafen gerichtet, als Leon los rannte.

Darna wollte hinterher sprinten, setzte an, stoppte, ihr Blick huschte zwischen den Anwesenden und dem Zentralplatz, sie lief die ein, zwei Schritte und hielt neben Tarmas, zögerte nochmal eine Sekunde und betrachtete zweifelnd seinen scheinbar angegriffenen, betroffenen Zustand.
Selbst er...
, vergegenwärtigte sie sich die Tragweite der Ereignisse und meinte durch ein schlechtes Gewissen stockend:
"Wir, äh... Ich glaube, wir könnten Eure Hilfe gebrauchen – eventuell"
, und sie sah den riesigen Krieger in einer Art verunsichert fragend an, dass klar war, dass sie es ihm kaum übel nähme, lehnte er ab. Tarmas Mundwinkel hob sich etwas schief geraten und er wollte sich prompt erheben, doch Yran drückte seine riesige Gestalt mit nur einer Hand wieder runter.
„Du bleibst hier!“
Der grüne Drachenritter sah seinen Gefährten leicht kopfschüttelnd an und wandte sich dann in Richtung des Zentralplatzes.
„Du brauchst Ruhe. Ich kümmer mich um sie.“
Damit meinte er wohl die Gruppe im allgemeinen. Derweil rannte Darna schon los und auch Eli folgte schnell. Yran sah zu der letzten der Heilkundigen, die noch hier am Rand verweilte und sprach zu ihr:
„Delilah, … „
Seine samtige Stimme hauchte eindringlich ihren Namen.
„Bitte pass auf meinen Bruder auf.“
Tarmas machte ein Geräusch, als ob er diese Äußerung für unnötig hielt, aber Yran grinste frech, auch wenn das Lächeln die Sorge in seinem Blick nicht überspielen konnte.
„Lass ihn nicht herum laufen!“
...als ob die eher“ winzige junge Frau den blauen Riesen auch nur davon abhalten könnte einen Finger zu heben, wenn dieser das wollte! Aber Delilah nickte voller Überzeugung und setzte sich neben Tarmas. Während Yran zu den Anderen um Verano aufschloss, die sich um den Grafen im Zentrum versammelt hatten, bekam die junge Lichtmagi die Möglichkeit in der „gezwungenen“ Ruhe sich zu sammeln und das ganze Geschehen aus einer gewissen Distanz zu betrachten.

Leon war als erster bei Verano und ließ sich noch im Laufen auf die Knie fallen, rutscht näher und packte ihn an seinen Schultern.
„Vater...“
Die Berührung ließ den reglosen Leib nach hinten Kippen und Leons Gesicht verkrampfte sich.
„Was...???“
Er ließ den Leib seines Vaters nach hinten gleiten, rutschte an ihn heran und legte ihn auf seinen Beinen ab. Seine Mimik war fassungslos auf das Gesicht gerichtet, dass dem seinen so ähnlich war und doch so fremd wirkte. Darna kam an und starrte auf die anrührende Szenerie, in der doch etwas einfach falsch wirkte. Leons Blick war von Sorge zerfressen. Er hielt den Kopf seines Vaters im Arm und legte seine andere Hand auf sein Herz. Seine Lippen teilten sich und er hauchte, als nun auch Eilmana ankam:
„Er lebt...“
Eilmana sah auch, dass etwas nicht stimmte.
„... aber ...“

Delilah saß neben Tarmas.
Ein Bild, dass fast Einklang wieder spiegeln konnte, trotz und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Dort hinten auf dem Platz, kaum 50 Schritt von ihnen entfernt, herrschten Sorge, Aufregung, aufgebrachte Stimmung und hitzige Gemüter. Tarmas dagegen strahlte eine Ruhe aus, eine kalte Klarheit, die jedem in seiner Umgebung half sich zu konzentrieren, rationaler zu denken, besser Zusammenhänge zu verbinden und vielleicht war es auch diese Klarheit, die ihr jetzt den Mut gab, ihre „Kinderaugen“ zu öffnen. Vorsichtig spähte sie unter ihren goldenen Wimpern hervor und nahm noch das verblassende, alles überstrahlende Licht war, dass eben noch den ganzen Platz erfüllt haben musste. Nun blieb nur noch der alles überziehende goldene Glanz, als Zeichen von Magie. Tarmas neben ihr strahlte hauptsächlich golden und da sie so nah neben ihm saß, wagte sie kaum ihn direkt anzusehen. In der Mitte des Platzes tauchten nun auch wieder langsam die Farben ihrer Freunde auf...
Darnas helles unverklärtes reines Azurblau, Leons matteres dunkelblau und auch Eilmana strahlte durch und durch in den Farben einer guten Gesinnung. Yran, der zu ihnen trat, hatte auch mehr eine neutralere Grundfarbe, aber durch seine Rüstung, die wie bei allen Drachenrittern mit Magie durchsetzt war, wirkte er mehr golden als alles andere. Aber Verano, … … … bei ihm fehlte jegliche Farbe! Nicht das geringste Leuchten, das jedes lebende Wesen umhüllen sollte haftete ihm an. Da fiel es ihr wie riesige Drachenschuppen von den Augen!
-
Verano hatte keine Seele!
-
Der Graf hatte seine Seele aufgegeben, als er den Bund mit dem Drachengeist eingegangen war. Der Bund der Rugta befreit hatte, hatte ihn sein Dasein gekostet. Deshalb hatte er sich von ihr verabschiedet. Deshalb hatte er sich von seinem Sohn verabschiedet. Selbst wenn sein Körper gerade noch lebte... er würde es nicht mehr lange, denn kein Leib konnte lange ohne eine Seele sein! Bedeutete das jetzt, dass dieser Teil der Geschichte hier ein Ende fand? War alles umsonst gewesen? Waren sie umsonst hier her gereist? Darna würde vielleicht noch geholfen werden können, aber Leon? Musste er nun doch das Erbe seines Vaters antreten und der nächste Graf von Weißenfels werden? Musste er den Geist des vergessenen Kindes annehmen und sich somit an die Quelle binden? Oder...?
Oder gab es noch etwas, dass sie vielleicht schon einmal fast vergessen hatte?

Yran trat halb hinter seine Liebe und legte Eilmana seine Hand auf ihre Schulter. Wenn sie kurz zu ihm auf sah, sah sie wenig Hoffnung in seinen Augen. Der Graf atmete, sein Herz schlug, aber sonst war da kein Wille der ihn antrieb zu leben. Seine Augen waren matt grau und starrten unfixiert ins leere. Selbst seine Haut wirkte grau und fahl, als verblasste er mit jedem Atemzug ein wenig mehr. Sie sah Leons leuchtende Hand auf seinem Herzen. Sein Sohn gab ihm Kraft und ließ ihn nicht gehen und wie auch immer das Verhältnis der beiden zueinander gewesen sein mochte, das hier zeigte, dass dieser junge Mann vermutlich sein eigenes Leben geben würde. Das hier war Liebe, auch wenn sie steinig, rau, ja manchmal sogar schmerzhaft sein konnte. So liebte ein Sohn seinen Vater. Und diese Liebe konnte unvernünftig sein. Eilmana ahnte, dass Leon sich an dieser Aufgabe übernehmen würde, also bot sie ganz selbstverständlich ihre Kräfte an.
Ohne wirklich darüber nachzudenken, kniete sie sich neben Leon und berührte die Hand des Sohnes, die auf dem Herzen des Vaters lag. Yran schien zu wissen, was seine kleine Elfe da fühlte und gab der Geste mit Worten Klang:
„Sie kann dir helfen. Lass sie eine Weile über ihn wachen, ...bis wir eine Lösung gefunden haben.“
Leons Blick war glasig, als er seinen Kopf hob und zu Yran sah. Dann sah er Darna an und eine Träne kippte über den Kranz seiner Wimpern. So viel Leid lag in diesem Augenblick. Nicht nur die Trauer über den immer wiederkehrenden Tod seines Vaters … erst als Nachricht einer Freundin, dann in wandelnder Gestalt eines Drachengeistes im Schloss und jetzt als endgültige Leere in seinen verblassenden Augen in einer verlassenden Stadt, einer „toten“ Stadt, einer Geisterstadt … Das alles musste schrecklich für Leon sein, doch da lag noch mehr in diesen einen Blick! Etwas, dass nur Darna galt und auch nur sie vielleicht verstehen konnte. Hier starb auch gerade die Hoffnung auf eine Liebe.
Sie wusste es einfach! Er liebte sie und er hatte... SIE hatten gehofft, hier Hilfe zu bekommen. Sie hatten gehofft hier Verano wieder zum Leben zu erwecken, damit Leon nicht das Erbe der Weißenfels antreten musste, damit er nicht seinen Leib mit einem vergessenen Kind teilen musste, damit er keine Quelle beschützen musste, damit er FREI wäre... ... frei wäre sie zu lieben!

Das Herz einer Knappin konnte schnell schlagen, es konnte eine Menge aushalten. Es war gewappnet gegen Angriffe, Beleidigungen, gegen Schande und sogar gegen Dämonen, ….aber war es auch bereit die Hoffnung auf Liebe aufzugeben?
Es musste doch einen Weg geben ihre so jung erblühte Knospe der Zuneigung zu retten! Darna würde sicher gern gegen jeden kämpfen, der sich in den Weg stellen würde, aber hier... Das war etwas anderes...nicht ihr Fachgebiet. Sie verstand nicht viel von Magie, aber sie wusste wenn man Hilfe in etwas brauchte, dann musste man den Fachmann finden und fragen, der etwas darüber wissen könnte. Wen kannte sie, der sich mit Geistermagie auskannte? Sie fühlte es.
Die Antwort lag ganz nah vor ihr.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Darna von Eibenau » Samstag 13. April 2019, 21:52

Darna kam an und starrte auf die anrührende Szenerie, in der doch etwas einfach falsch wirkte. Leons Blick war von Sorge zerfressen. Er hielt den Kopf seines Vaters im Arm und legte seine andere Hand auf sein Herz. Seine Lippen teilten sich und er hauchte, als nun auch Eilmana ankam:
„Er lebt...“
Eilmana sah auch, dass etwas nicht stimmte.
„... aber ...“

Er ist.. 'leer', vervollständigte Darna für sich den Satz. Sie brauchte keine Expertin für Geister zu sein, um diese begründete Vermutung zu hegen. Schon die wenigen Tage in Leons und Fiddatans Gesellschaft - und auch gewissermaßen der Gesellschaft 'ihres' Dämons - hatten ihr als Laiin mehr über Geisteszustände und Bewusstseinsebenen beigebracht, als ein komplettes Priesterseminar vermutlich geschafft hätte. Schon seit klar war, dass Fiddatan diesen Körper in Drachma wohl verlassen würde, hatte sie sich immer wieder nebenher gefragt, wie sie den Körper Veranos dann ohne Verwesungsprozess nach Weißenfels bekämen? Und sie erinnerte sich noch sehr gut an den ihr erklärten Sachverhalt, dass der Tha'roon-Anteil des Geistes nicht alleine bloß die körperliche Hülle brauchte. Es brauchte ein Stück 'Verano', den ursprünglich menschlichen Geist-Teil von Leons Vater, und sie wusste im Prinzip auch, wo ein solcher steckte, nur...

Darna starrte auf die Szenerie, scheinbar tatenlose zwei, drei, vielleicht auch vier Sekunden lang, während es in ihrem Gehirn ratterte. Auch sie sah Leons leuchtende Hand auf seinem Herzen und schüttelte in einer kurzen, hektisch wirkenden Bewegung den Kopf, weil ihr irgendwo klar war, dass körperliche Heilung - Verano am 'Leben' halten - allein nicht reichen würde. Und es erschütterte etwas in ihr, als sie die Träne sah, die Leons Auge verließ. Sie hob in der Andeutung einer ratlosen Geste die Hände, als sie mit hektischem Klang in der Stimme fragte:
"Brauchst du ihn denn lebend?"
Sie registrierte in diesem Moment nicht einmal, wie götterverdammt wissenschaftlich-herzlos das klang!! Und sie plapperte auch nahtlos weiter: "Ich meine: musst du ihm jetzt einen Geist verpassen, oder reicht es, wenn wir seinen Körper in Stasis oder" -sie warf einen kurzen, aber eindeutigen Blick zu der Drachin Plau'ren, "ähm.. gekühlt nach Weißenfels bringen?"
Sie holte nur kurz Luft und wedelte mit den Händen:
"Ich hab nämlich keine Ahnung, wie wir den Geist aus Delilahs Brief da raus und", sie deutete auf Veranos Körper, "da rein kriegen!"
- Als müsste SIE das wissen! -
"Oder funktioniert das dann wie gerade da mit dem Ei?", fuchtelte sie in Richtung Ratshalle und starrte Leon überfordert wirkend an. Eine Sekunde lang.
Dann schien irgend etwas in ihrem Kopf zu klicken. Vermutlich begriff sie, dass sie zu viel redete.
"Du brauchst den Brief", stellte sie fest. Eine Vermutung. Aber es war keine Zeit jetzt!

"DEEEEEEEEEEEEEEEEEELI!", brüllte sie, während sie wie von der Tarantel gestochen die Ebenen wieder nach oben raste, als bräuchte sie keinen Drachen, um zu fliegen.

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Delilah » Sonntag 14. April 2019, 23:38

Delilah saß neben Tarmas.
Eine schmale junge Frau mit einem blonden Lockenkopf und einem Gesicht voller Wärme und Zuneigung. Sie hatte braune Augen, die leuchten konnten wie die Sonne und so manches Herz berührt hatten. Ein Lächeln und Lachen, das die Welt um sie herum zum Singen bringen konnte. Schmale Finger, die geschickt arbeiten und mit sanftem Nachdruck heilen konnten. Ein Herz voller Vertrauen in die Welt und die Wesen, die auf ihr wandelten.
Und hier saß sie in der Stadt der Drachen, erwacht aus einem ewigen Schlaf, umgeben von Freunden, doch fernab der Heimat. Sie hatte einen weiten Weg hinter sich, um jetzt und hier an diesem Ort angelangt zu sein. Sie hatte eigene Schatten überwunden und Wunder erblickt und noch ein ganzes Leben voller Potential vor sich.

Vor ihren im goldenen Schimmer ihres Zaubers leuchtenden Augen klärte sich nun die Frage, ob Veranos Seele zurückkehren würde, wenn der Platz ins einem Körper wieder geräumt war. Nein, sie tat es nicht. Sein Körper lag leer und sterbend auf dem Platz und sein Sohn fiel in Verzweiflung neben ihm auf die Knie, um ihn am Leben zu halten. Nicht nur, weil es sich hier ums einen Vater handelte, sondern auch, weil dort gerade seine einzige Chance auf weitere Jahre in Selbstbestimmung starb. Auf ein Leben mit Darna. Auf seine Liebe.

Aber natürlich gab es jemanden, der ihnen helfen konnte. Delilah musste beinahe lächeln. Als hätte er an so einen Fall gedacht. Auch Darna schien zu einem ähnlichen Schluss gekommen zu sein, denn sie kam in eilendem Tempo auf die junge Lichtmagierin zugelaufen.
"DEEEEEEEEEEEEEEEEEELI!"
Die Angesprochene erhob sich und blickte kurz streng Tarmas an. Mit dem sanften, aber bestimmten Ton einer Heilerin bat sie ihn, weiter zu ruhen. Dann ging sie ruhigen Schrittes auf Darna zu und zog währenddessen einen Stoffbeutel unter ihrem Kleid hervor, den sie scheinbar über ihrem Herzen getragen hatte.

Das Platt Papier, das sie daraus hervorholte, drückte sie dann etwas zögerlich der Knappin in die Hand, als diese sie erreicht hatte.
Hatte Delilah hier vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben etwas, das sie lieber für sich selbst behalten hätte?

Doch schließlich lösten sich ihre Finger von ihrem Schatz und sie mahnte Darna zur Eile.
"Los! Leon wird sicher wissen, was damit zu tun ist. Er hat viel von seinem Vater gelernt."


--------------------------------
ooc: Maruka wird Deli ab hier übernehmen.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Darna von Eibenau » Montag 15. April 2019, 14:16

"Deli.. Hast du..." Darna versuchte schon zwei Terassenebenen, bevor sie Deli erreicht hatte, die Frage entgegen zu rufen, ob sie das so wichtige Papier bei sich hatte, aber brach den Versuch ab: das Jappsen, das sie hervor brachte, war unmöglich zu verstehen.
Ich bin aus der Form!, stellte sie empört fest und ärgerte sich kurz. Die Frage wäre aber eh überflüssig gewesen, wie sie ohne große Überraschung feststellte, als sie Delis Geste sah. Die Magierin wusste natürlich schon, worum es gehen würde und dürfte ähnliche Gedanken gehabt haben.
Seltsam.
Bei jedem anderen Menschen hätte Darna schon auf dem Weg hierher eine Art schlechtes Gewissen geplagt, jemanden um die Hergabe und sicher auch den Verlust eines so wertvollen Gegenstandes zu bitten. Was sie ausgehändigt bekam, war ein Artefakt, um das sich diverse Magiere prügeln würden, das war ihr relativ klar!
Aber es war Deli.
Und sie wusste, dass Deli in solchen schwerwiegenden Fällen und selbst in vielen banaleren vorbehaltlos helfen würde, egal was es kostete. Sie kannten sich gerade mal etwa eine Woche, und trotzdem waren Delilah und Leon die ersten Menschen, solange Darna sich zurück erinnern konnte, bei denen sie bereit war, ihnen vorbehaltlos zu vertrauen. Auf die sie sich verließ.

Kurz keuchend, dann den Atem in einen geregelten Rhythmus zwingend, stand sie vor der Magierin. Durch die Verschnaufpause entging ihr die Zeit, die Delilah brauchte, um sich von dem Papier zu trennen. Doch schließlich lösten sich ihre Finger von ihrem Schatz und sie mahnte Darna zur Eile.
"Los! Leon wird sicher wissen, was damit zu tun ist. Er hat viel von seinem Vater gelernt."

Darna nickte fest und sah in die rehbraunen Augen.
"Danke."
Zwei schlichte Silben, die aber von der Knappin ausgesprochen ein mal mehr bedeutungsschwerer klangen als die Floskel, als die viele Menschen sie sonst oft und gedankenlos verwendeten.
Danke - dass du uns dieses wertvolle Papier überlässt.
Danke - dass du da bist.
Danke - dass du so bist, wie du bist.
In den Außenwinkeln ihrer Augen und Lippen regten sich feine Muskeln, aber da wandte die Knappin sich auch schon ab und setzte zum nächsten Spurt an. Mit einem Tiana... rief sie ihre Emotionen zur Ordnung, aber sie brauchte danach auch nur zu Leon und der Körperhülle zwischen Leben und Tod zu sehen, dass Sorge wieder die Oberhand gewann und ihre Schritte beflügelte.

Ihre Beinmuskulatur begann zu brennen, aber sie hieß das Gefühl regelrecht willkommen. Endlich mal wieder ausreizen!, feuerte sie sich selbst an und flog so über drei Stufen hinunter, dass sie sich selbst für weniger als einen Lidschlag lang über ihre eigene Geschwindigkeit erschreckte.
Das war ein Fehler!
Sie kam zu hart auf, wollte abbremsen, registrierte selber, dass auch das wieder ein Fehler gewesen war, geriet aus dem Tritt, und ehe man es sich versah, musste sie sich abrollen, presste dabei das Papier schützend an sich, prallte irgendwo gegen irgendwas aus Stein, war erleichtert, dass sie sich heute morgen nach längerem hin und her überlegen doch entschlossen hatte, das Kettenhemd wieder an zu ziehen, rappelte sich auf und hastete weiter - nicht mehr ganz so schnell.

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Freitag 19. April 2019, 13:51

Eilmana bot sich hier ein Spektakel, dass sie sich gewiss niemals in ihrem Leben vorstellen hatte können. Nach dem sie gerade sprachlos den Transfer einer Drachenseele in ein Ei hatte beiwohnen dürfen, brach nur fast panische Hektik aus. Der Graf, der Vater des jungen Mannes neben ihr, fühlte sich für sie trotz Herzschlag und Atmung so leblos an, dass es schon fast etwas unnatürliches hatte... und doch kämpften hier alle um sie herum und schienen zumindest in groben Vorstellungen zu wissen was zu tun sei. Sie konnte gerade nur staunend beobachten und ihr bestes geben um diesen Leib vor dem Verfall zu schützen...
Was eine Kräfte zehrende Aufgabe war, die Leon niemals allein schaffen konnte! Allein die wenigen Minuten, in denen er immerzu Energie in den Körper fließen ließ... Das konnte nicht gut gehen! Doch was war zu tun? Selbst das sie zu dritt hier waren, drei Heiler mit viel Potenzial und auch ein bisschen Erfahrung, selbst das sollte nicht ausreichen um einen Seelenlosen Körper am Leben zu halten. Das glich schon fast Nekromantie! Nur, dass dieser Leib noch nicht tot war und durch fremde Mächte fern gesteuert wurde! Das hier war etwas, dass enden würde... bald, wenn ihnen nichts einfiel!

"Brauchst du ihn denn lebend?"
Darna registrierte in diesem Moment nicht einmal, wie götterverdammt wissenschaftlich-herzlos das klang!! Und sie plapperte auch nahtlos weiter:
"Ich meine: musst du ihm jetzt einen Geist verpassen, oder reicht es, wenn wir seinen Körper in Stasis oder" -sie warf einen kurzen, aber eindeutigen Blick zu der Drachin Plau'ren, "ähm.. gekühlt nach Weißenfels bringen?"
Plau Ren hob bei der Erwähnung ihres Namens kurz den Kopf und erhob sich aus ihrem militärischen Sitz um sehr langsam auf das Geschehen in der Mitte des Platzes zu zu kommen. Darna holte nur kurz Luft und wedelte mit den Händen:
"Ich hab nämlich keine Ahnung, wie wir den Geist aus Delilahs Brief da raus und"
, sie deutete auf Veranos Körper,
"da rein kriegen!"
- Als müsste SIE das wissen! -
"Oder funktioniert das dann wie gerade da mit dem Ei?"
, fuchtelte sie in Richtung Ratshalle und starrte Leon überfordert wirkend an. Eine Sekunde lang.
Dann schien irgend etwas in ihrem Kopf zu klicken. Vermutlich begriff sie, dass sie zu viel redete.
"Du brauchst den Brief"
, stellte sie fest. Eine Vermutung. Aber es war keine Zeit jetzt! Schon wirbelte sie herum.

"DEEEEEEEEEEEEEEEEEELI!"
, brüllte sie, während sie wie von der Tarantel gestochen die Ebenen wieder nach oben raste, als bräuchte sie keinen Drachen, um zu fliegen.

"DEEEEEEEEEEEEEEEEEELI!"
Die Angerufene erhob sich und blickte kurz streng Tarmas an. Mit dem sanften, aber bestimmten Ton einer Heilerin bat sie ihn, weiter zu ruhen und er nickte, behielt aber das Treiben auf dem Platz im mit Sorge behaftetem Auge.
Delilah ging ruhigen Schrittes auf Darna zu und zog währenddessen einen Stoffbeutel unter ihrem Kleid hervor, den sie scheinbar über ihrem Herzen getragen hatte. Das Platt Papier, das sie daraus hervorholte, drückte sie dann etwas zögerlich der Knappin in die Hand, als diese sie erreicht hatte.
Hatte Delilah hier vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben etwas, das sie lieber für sich selbst behalten hätte? Doch schließlich lösten sich ihre Finger von ihrem Schatz und sie mahnte Darna zur Eile.
"Los! Leon wird sicher wissen, was damit zu tun ist. Er hat viel von seinem Vater gelernt."
Hatte er das? Sie hoffte es.

"Danke."
Zwei schlichte Silben, die aber von der Knappin ausgesprochen ein mal mehr bedeutungsschwerer klangen als die Floskel, als die viele Menschen sie sonst oft und gedankenlos verwendeten.
Danke - dass du uns dieses wertvolle Papier überlässt.
Danke - dass du da bist.
Danke - dass du so bist, wie du bist.
In den Außenwinkeln ihrer Augen und Lippen regten sich feine Muskeln, aber da wandte die Knappin sich auch schon ab und setzte zum nächsten Spurt an. Mit einem Tiana... rief sie ihre Emotionen zur Ordnung, sie gab ihr Kraft, aber sie brauchte danach auch nur zu Leon und der Körperhülle zwischen Leben und Tod zu sehen, dass Sorge wieder die Oberhand gewann und ihre Schritte beflügelte. Die beiden Namen, die beiden Worte in Darnas Innerem, sie hatten sich inzwischen zu einem Mantra verfestigt, mit denen sie ihre Emotionalität steuern konnte. Tiana stand für Freude, Liebe, die Kraft der Hoffnung und dann gab es da noch den Schatten und seinen merkwürdigen „falschen“ Namen...
Darna feuerte sie sich selbst an und flog so über drei Stufen hinunter, dass sie sich selbst für weniger als einen Lidschlag lang über ihre eigene Geschwindigkeit erschreckte.
Was ein Fehler war! Sie kam zu hart auf, wollte abbremsen, registrierte selber, dass auch das wieder ein Fehler gewesen war, geriet aus dem Tritt, und ehe man es sich versah, schlug sie einen Kabolz, der nur so schepperte! Dann rappelte sie sich jedoch sofort auf und hastete weiter – nur nicht mehr ganz so schnell.

Vollkommen außer Atme kam Darna bei Eli, Leon und seinem Vater an. Ihr Hände zitterten, als sie ihm das Pergament reichte, doch er nahm nicht einmal Notiz von ihr. Er starrte nur durchdringend auf das Herz unter seiner Hand und ließ seine Energien fließen.

Eilmana erkannte vielleicht in diesem Moment auch das Problem. Sobald er aufhören würde zu heilen, würde sein Vater sterben. Aber um eine Lösung zu finden, musste er wohl irgendetwas mit dieser Schriftrolle geschehen. Also musste sie übernehmen. Yran war in der Zwischenzeit auch bei der kleinen Gruppe wieder erschienen und stand hinter ihr – in mehr als nur in einem Sinne. Er legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter. Sie konnte hier helfen und er würde auf sie Acht geben. Also tat sie es einfach. Sanft schob sie ihre heilenden Hände auf den Brustkorb des Mannes, der hier anscheinend so vielen etwas bedeutete. Sie schob, sanft Leons Hände fort und übernahm. Sie fühlte jeden einzelnen Herzschlag in sich hohl und leer verklingen, wenn sie nicht ihm dazu ihren Willen und ihre Magie gab, weiter zu machen.

Doch Leon zögerte...
Es brauchte Darnas starke Hand um ihn aus seinem Tun zu lösen und ihn ein kleines Stück von seinem Vater weg zu ziehen, damit Leon wieder klar denken konnte. Erst dann schien er aus einer Starre zu erwachen, die bis tief in sein Herz gereicht hatte.
„...ich... Er... Er stirbt! ER STIRBT! WARUM!?! VERDAMMT! Warum kann ich nicht...“
Pure Verzweiflung lag in seinem Blick den er jetzt zu Darna hinauf riss.
„WAS.. Was kann ich tun? Ich... Ich kann nicht...“
Verdattert sah er auf das Pergament, mit dem Darna ihm vor der Nase hin und her wedelte, ohne wirklich ihre Stimme gehört zu haben.
„Was...???“
Dann schien endlich etwas in seinem Kopf einzurasten und er sprang auf, riss das Pergament an sich und lief schnelle hektische Schritte hin und her.
„Wie... verdammt, ich erinnere mich nicht. Das ist alles so lange her... Ich muss mich beruhigen! Mich erinnern!“
Aufgeregt lief er immernoch hin und her.

Plau Ren hatte sich inzwischen so weit genähert, dass ihr Schatten auf Verano viel. Ihre Nüstern, in die ein kleiner Mensch hinein passen würde, blähten sich und schnupperten neugierig die Luft über ihm. Plötzlich hob sie erstaunt den Kopf, schüttelt ihn kurz und senkte dann ihre große Nase deutlich tiefer, so dass so mach einer instinktiv den Kopf einzog. Der Wind, den ihr saugender Atem verursachte, ließ einigen die Haare zu Berge stehen. Die blaue Drachendame bekam große Augen und starrte Verano an, als sähe sie ihn jetzt das erste Mal.
„Kann es sein...?“
Ihre Stimme war klar wie Eis, selbst wenn sie leise sprach, ja fast flüsterte.
„Dieser Mann hatte mit Dracheneis von … Er hatte mir Eis zu tun!“
Sie sah auf und ihr Blick ging zu Tarmas, der ernst drein schauend am Rand des Platzes saß. Sie sprach nun lauter:
„Dieser Mann hatte Kontakt zu meinem Gefährten!“
Bei Tarmas war keine Regung zu erkennen, wohl aber bei der Drachendame. Sie schien plötzlich ein fast unheimliches Interesse an dem Mann zu ihren riesigen Pranken entwickelt zu haben. Sie sah wieder auf ihn herab und sprach wieder leiser, aber eindringlich:
„Er darf noch nicht sterben! Ich muss wissen was er weiß!“

Leons Problem sich an Geistermagie erinnern zu müssen wurde durch Plau Rens Anwesenheit und ihren Worten leider nicht gelöst, aber ein weiteres Puzzleteil schien in Bewegung zu geraten, denn er machte ein paar schnelle Schritte auf sie zu und packte sogar eine Schuppe an ihrem Maul, als er sprach. Sein Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Sorge, Panik, Angst und Fanatismus?
„DANN HILF UNS!“
Plau Ren hob den Kopf und löste sich damit aus Leons Griff. Einfach so angefasst zu werden, gefiel ihr wohl nicht sonderlich, denn sie schüttelte sich kurz. Leon sprach weiter:
„Ich weiß dass mein Vater Dracheneis aus dem Eisreich sich liefern hat lassen um die … um seine Macht zu speisen. Er hat auch Delilah mit diesem Eis behandelt und sie damit geheilt. Die Geister in seinem Haus...“
Plau Rens Kopf hob sich und schaute nun das Mädchen neben Tarmas an. Sie stemmte ihren Körper höher und trat damit über Verano und alle die da saßen, standen, oder versuchten auszuweichen. Und bei dem ganzen Radau musste Eilmana so nebenbei auch noch ihre Konzentration halten...Toll! Der große Drachenleib war plötzlich über ihnen und dann auch schon wieder weg, als sie auf Delilah zu lief. Viel zu schnell war sie auch schon bei dem Mädchen und zog ihren Duft ein, während Tarmas ihr fest eine Hand auf die Schulter gelegt hatte, damit sie nicht weg rennen konnte.
„Sie riecht auch nach Eis. ...sie hat noch Reste in sich.“
Tarmas sah seitlich zu Delilah.
„Wie kommst du in Kontakt mit Dracheneis?“
Delilahs Stimme zitterte einen Moment unter so viel Aufmerksamkeit, aber ihre Innere Stärke ließ sie dann doch laut und deutlich antworten:
„Ich ...hatte mich bei einem Heilzauber vertan und mich selbst dadurch geblendet. Ich war gefangen in meinem Körper und Verano... der Graf von Weißenfels, er hat mich mit dem Eis eingerieben. Es weckte meine Zellen, es lud meine fest toten Zellen wieder auf.“
Plötzlich schien es auch in ihrem Kopf zu klicken und sie strahlte in der Ferne die Knappin an.
„Darna! Du hattest Recht! Wir können Verano retten, in dem wir ihn EINFRIEREN! … Plau Ren! Du kannst das doch, oder?!?“
„Äh... ja ...aber... also... mein Gefährte war der mit den besonderen Kräften. Er war...“
Delilah unterbrach die Drachendame.
„Das ist egal! Du kannst das! Ich weiß es! Ich kann dir helfen es zu verändern, wenn ich darf! Bitte!“
Drache und Reiter tauchten einen merkwürdigen Blick, dann nickte Tarmas.
„Ich erlaube dir, meinen Drachen zu untersuchen. Plau Ren wird sich nicht gegen dein Eindringen wehren.“
Delilah erhob sich, verbeugte sich sogar dankbar und ging mit Plau Ren zurück zur Mitte des Zentralplatzes.

Währenddessen hatte Eilmana jede Menge zu tun. Jeder Herzschlag kostete sie ein klein bisschen ihrer Magie und lange würde auch sie, mit ihren gut gefüllten Reserven das nicht mehr aushalten. Mit leiser Stimme informierte sie auch die Umstehenden über diesen Umstand. Sie hatten maximal eine Stunde, vielleicht noch etwas mehr, aber dann würde sie ohnmächtig werden.
Leon nickte. Langsam kehrte ein Teil seiner sonst so ruhigen Art in ihn zurück und er versuchte sich zu konzentrieren.
„Danke, dass du uns hilfst. Das ist nicht selbstverständlich und ich werde es nicht vergessen.“
An Darna und Delilah gewandt fuhr er fort:
„Ich bin kein Geistermagier! Leider habe ich nur grobe Grundzüge dieser Magie erlernt und das ist auch noch Jahre her. Ich habe immer nur Lichtmagie praktiziert. Das hier...“
Damit hob er das Pergament hoch.
„...das überfordert mich.“
Er wirkte ehrlich niedergeschlagen, aber biss die Zähne zusammen. Selbstmitleid half jetzt nicht.
„Wenn wir schon vorher mit ihm gesprochen, also ich meine „geschrieben“ hätte,... vielleicht wüssten wir dann was zu tun wäre, aber das nützt jetzt uns nichts mehr. Wir haben das Pergament, was einen Teil seiner Seele in sich bindet. Ich weiß nicht wie man so etwas rückgängig macht und ich will auch nicht blind herum experimentieren. Leider haben wir auch keine Zeit mehr auf das Mondlicht zu warten um ihn noch schnell etwas zu fragen. So lange würden selbst unsere vereinten Mächte nicht ausreichen um ihn am Leben zu halten.“
Delilah, das Licht der Hoffnung in dieser Runde warf ein:
„Aber wir haben Einen Eisdrachen als Verbündete.“
Sie strahlte Plau Ren an und kurz zuckte es um deren Mundwinkel. Voller Verwunderung über sich selbst erlosch das Drachenlächeln aber sofort. Delilah fuhr fort:
„Ich kann einen Zauber, der jedes Wesen und seine Funktionen analysiert. Ich hoffe meine Magie so anpassen zu können, dass sie wie bei Veranos Heilung bei mir mit dem Eis zusammen funktioniert. Es ist eine Theorie, aber wir haben nichts zu verlieren. Ich will es versuchen und Plau Ren ist doch einverstanden...“
Der große Kopf über ihnen nickte langsam. Delilah wand ihre Hände ineinander, denn das was sie vor hatte, war weder einfach, noch ungefährlich.
„Ich wollte immer nur helfen. Das ist jetzt meine Chance. Ich weiß ich kann das! Ich habe schon einen Drachengeist geheilt. Ich weiß wie es sich da drinnen anfühlt. Bitte … lasst es mich versuchen.“
Das Bitte ging wohl tatsächlich an alle, einschließlich auch noch mal Tarmas und Plau Ren. Auch Leon nickte, auch wenn ihm Sorge ins Gesicht geschrieben stand. Eilmana musste nur einverstanden sein, noch eine Weile durchzuhalten und Darna und Yran passten auf alle auf, damit es zu keinem Zwischenfall kam oder unvorhersehbares die Gruppe stören konnte. Yran war es, der jetzt sprach:
„Ich soll euch von Lyn noch etwas sagen, bevor ihr beginnt. Sie bedauert es, dass sie jetzt gerade euch nicht beistehen kann, aber sie bewundert euren Zusammenhalt und solange ihr hier seid, beschützt euch Drachma. Und um eurer Freundin Chasin braucht ihr euch keine Gedanken zu machen. Sie versucht gerade noch für euch hilfreich Texte zu studieren und sie lässt euch aber für die Zukunft folgendes ausrichten: Wenn der Moment der Übertragung kommt, sollten nur die Aspekte Körper, Geist und Seele, jeweils in Einzahl sich in direktem Kontakt zueinander befinden. Weitere störende Faktoren sollten ausgeschlossen sein und sich in einigem Abstand zum Ritualplatz befinden, da sonst die Gefahr einer morphologischen Synthese kommen könnte.“
Yran schüttelte sich kurz.
„Puh, versteht das jemand?“
Er zuckte mit den Schultern und wandte sich wieder Eli zu. Glücklicher Weise nickte Leon abgehackt zu den wie immer sehr wissenschaftlichen Worten der abwesenden Tha'Roon. Dann machte Delilah noch einen Schritt auf Plau Ren zu und meinte:
„Ich versenke meinen Verstand jetzt als ersten Schritt in deinen Geist, in Ordnung?“
Plau Ren nickte, legte sich flach auf den Bauch und senkte ihren Kopf, damit Deli überall gut heran kam, wenn nötig. Die junge Lichtmagi sah noch einmal zu Leon und Darna:
„Das kann jetzt eine Weile dauern...“
Dann wandte sie sich wieder um und konzentrierte sich ganz auf den Drachen. Leon kommentierte leise was geschah:
„Sie wirkt ihren Zauber „Verstand des Heilers“. Hierfür überträgt sie einen Lichtpunkt, den sie aus ihrer Stirn zieht, in den Körper seines Ziels pflanzt, der dort mindestens eine Stunde verweilen muss, um dann zurück genommen zu werden. Das Verständnis über sämtliche Physiologische Abläufe überträgt sich so auf den Magus. Eine Stunde ist in unserem Fall fast zu viel...“
Er sah besorgt zu Eli.
„...aber Delilah weiß worauf sie sich konzentrieren muss und muss nicht den ganzen Drachen erforschen. Sie muss den Drachenodem untersuchen, seine Magie, seine Entstehung und wie wir ihn verändern und nutzen können, damit ...“
Jetzt sah er zu seinem Vater.
„...damit er nicht nur eingefroren wird, sondern auch überlebt.“

Somit begann das Warten.

(ooc: Ich lass euch hier mal Zeit für Rekapitulationen und Kommentare. Hoffe hab niemanden zu viel vorweg genommen. Hat so Spaß gemacht, wieder schreiben zu können. :-D )
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Eilmana Silva
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 21. April 2019, 21:48

Eilmana war für einen Augenblick Sprachlos, sie kniete neben Leon und wollte ihm helfen als sie Darna hörte, wie sie zu ihm Sprach. Doch Darnas Worte schockierten selbst die Elfe....Eli kannte diesen Mann zwar nicht aber wenn es etwas gab was Eli beinah Bedingungslos konnte, war es Mitgefühl aufbringen, ob es ein Tyrannischer Anführer der Dunkelelfen, oder ein Fremder war...Sie mochte niemanden leiden sehen und empfand für fast jedes Wesen Mitgefühl und Mitleid und jetzt gerade konnte sie sich mehr als gut vorstellen wie Leon sich fühlte. Sie Sah die Trauer und Verzweiflung durch seine Leeren Augen und spürte einfach wie verloren er sich innerlich fühlte. Doch nach einem Wimpernschlag wurde ihr auch bewusst wie überfordert Darna gerade mit dieser Situation war und das solch Emotionale Momente für sie etwas sehr schwieriges zu sein schienen. In dieser Sache und vielleicht sogar in vielen Dingen, waren Darna und Eilmana etwas sehr sehr gegensätzliches. Eli war Emotional, hatte ihre Gefühle nur schwer im Griff, lies ihren Gefühlen meist freien lauf, war oft fröhlich und konnte es einfach nicht übers Herz bringen einem anderen Wesen leid zu zufügen....

Darna hingegen schien ihre Gefühle sehr gut im Griff zu haben, konnte sie scheinbar sehr gut zurück halten und steuern. Sie hatte scheinbar sogar eher ein Problem damit Emotionen in solchen Situationen richtig zu deuten ...und da Darna in Eilmanas Augen offensichtlich eine Kriegerin war musste sie sich wohl auch schon damit auseinander gesetzt haben einen Feind zu Töten...ob sie dies allerdings schon hatte tun müssen war Eli nicht bewusst. Eli dachte in diesem Augenblick auch nicht so genau über all das nach, sie bemerkte nur in diesem Wimpernschlag das sie und Darna eben recht verschieden zu ein schienen aber vielleicht war das auch alles ganz anders...

Dann stammelte Darna etwas von einem Papier...wirkte verwirrt und rannte dann plötzlich zu Deli die neben Tarmas wartete und schon aufstand um Darna ein paar Schritte entgegen zu kommen.
Eli sah ihr nach und beobachtete was da passierte. Vielleicht konnten ihre feinen Elfenohren sogar etwas von den Worten verstehen die Darna und Deli wechselten, doch der kurze Worttausch hätte ihr so oder so nicht viel gesagt. Kurz darauf kam Darna auch schon wieder zurück gerannt, ein Papier fest an ihre Brust gedrückt. Als Darna im Lauf ins Strudeln geriet hielt Eli für einen Augenblick den Atem an. Doch Darna rappelte sich schnell wieder auf, schien sich nichts getan zu haben und kam schnell zu ihnen.

Darna richtete sich an Leon und Elis Blick wanderte von Darna zu Leon der keine Notitz davon nahm...er und sein gesamter Geist schienen in einer Schockstarre zu sein und darauf konzentriert den Körper seines Vaters am leben zu erhalten....Eli sah wie viel Kraft es ihn kostete...sie wusste wie viel Kraft diese Magie aufzehrte....und Leon war ohnehin recht angeschlagen nach den Strapazen der letzten Tage.

Eli hatte vorhin schon helfen wollen doch Leon hatte auch von ihr keine Notiz genommen...also legte Eli ihre Hände auf den Brustkorb von Leons Vater und schob sie langsam, sachte unter Leons Hände so das ihre, die seinen Ablösen konnten. Dabei begann sie mit ihrer Lichtmagie das selbe zu tun wie Leon zuvor, sie lies ihre Energie in den Körper fließen und sorgte so dafür das dass Herz weiter schlug.
Im Selben Augenblick spürte sie Yrans Hand, wie sie sich auf ihrer Schulter niederließ und dort mit einer wärmenden kraft ruhte.
Eli war überglücklich Yran jetzt an ihrer Seite zu wissen, aber sie war auch sehr froh das sie hier helfen konnte. Sie wusste das sie vermutlich am längsten von allen hier diese Magie aufrecht erhalten konnte, sie wusste das große Kraft in ihr Steckte.....sie schloss einen Augenblick die Augen und besann sich auf ihr innerstes. Sie Atmete ganz tief ein und versuchte das Licht in sich zu spüren..zu finden....um all die Energie die sie hatte für diese Zeit nutzen zu können....ob es klappte wusste sie selbst nicht so genau aber sie fühlte sich sicherer und stärker als Jemals zu vor. Sie wurde gerade ernsthaft gebraucht und sie hatte jemanden an ihrer Seite den sie wahrhaft brauchte. Mit dieser neu gewonnen Zuversicht lächelte sie, wenn auch etwas angestrengt, Leon, Darna und Yran zu.

Dann sah Eli plötzlich im Augenwinkel eine große Pranke und einen Schatten über sich und Verano, Blau-Ren war gerade hinzugekommen und Sprach zu Tarmas.
Die Momente schienen für einen Augenblick so langsam zu vergehen als hätte jemand die Zeit angehalten. Eine Idee keimte auf und Deli, Tarmas und Plau-Ren schienen einen gemeinsamen Plan zu entwickeln.
Eli sagte zu all dem nichts und bekam auch nicht alles mit den sie war Stark darauf konzentriert ihre Kraft zu dosieren und den Körper unter ihren Händen am Leben zu erhalten.
Nach dem Deli und Plau-Ren von Tarmas zurück kamen und ihren Plan in die Tat umsetzten wollten sah Eli zu Leon und Darna auf und entgegnete mit einem etwas angestrengtem Lächeln.
„Ich denke ich werde es noch etwa eine Stunde halten könnte....aber viel länger werden meine Reserven wohl nicht mehr ausreichen...“
...Yran spürte wohl am deutlichsten wie angestrengt Eli gerade war aber sie würde sich von nichts und niemanden hier von abhalten lassen. Sie musste, sie wollte helfen und sie würde dafür bis ans äußerste gehen, In solchen Situationen war sie sich selbst nicht Wichtig...es ging ihr nur darum zu helfen.
Leon nickte. Langsam kehrte ein Teil seiner sonst so ruhigen Art in ihn zurück und er versuchte sich zu konzentrieren.
„Danke, dass du uns hilfst. Das ist nicht selbstverständlich und ich werde es nicht vergessen.“
Eli lächelte noch einmal und nickte, dann senkte sie ihren Blick wieder auf Verano und schloss zwischendurch immer mal wieder die Augen.

Sie Bekam noch mit was Deli nun vorhatte, diese Magie kannte Eli auch....aber Eli hatte sie nur einmal eingesetzt...damals noch bei ihrem Meister. Er wollte ihr diese Magie beibringen und hatte sie bei ihr eingesetzt....Doch Eli hatte das Gefühl schon als sehr unangenehm empfunden, das jemand so die Kräfte und den Geist einer anderen Person Analysiert. Vielleicht hatte ihr Meister bei diesem Zauber ihre Kraft entdeckt und wusste daher davon...Eilmana wusste es nicht genau...Aber das unangenehme Gefühl hatte Eilmana nie vergessen und deshalb hatte sie diese Kraft selber noch nie eingesetzt....aber vielleicht wäre es an der Zeit diese Kraft doch einmal zu erproben....vielleicht konnte Deli auch auf diese Art in Elis Geist hinein und ihr dabei helfen die verborgene Kraft zu finden die sie selbst in sich suchte?!
Aber jetzt war daran nicht zu denken....Deli würde selbst vermutlich an die grenzen ihrer Kraft gehen um all das zu leisten. Wenn sie alle gemeinsam diese schwere Aufgabe meisterten, würden sie alle erst einmal ein paar Tage Ruhe und Schlaf brauchen ….vermutlich.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Darna von Eibenau » Montag 22. April 2019, 17:01

„...ich... Er... Er stirbt! ER STIRBT! WARUM!?! VERDAMMT! Warum kann ich nicht...“
Pure Verzweiflung lag in seinem Blick den er jetzt zu Darna hinauf riss.
„WAS.. Was kann ich tun? Ich... Ich kann nicht...“

"Du kannst nicht, weil er keine Seele hat! Weil sein Körper leer ist! Sein Geist ist hier drin!", rief ihm Darna zu, das Offensichtliche benennend und wedelte mit dem Pergament vor Leons Nase herum. Sie konnte ihn ja irgendwo nachvollziehen (wer wusste, wie sie angesichts ihres Vaters in einer ähnlichen Situation reagiert hätte), und doch regte sich in ihr Ärger, dass ausgerechnet sie - die magisch Unbegabte, die Laiin - ausgerechnet IHM, dem Sohn eines übermenschlich alten und erfahrenen Geistermagiers, so etwas noch extra mitteilen musste! Was hier los war, war doch offensichtlich, oder nicht?!

(in Darnas Erinnerung)
"Euer Gnaden, es tut mir leid: Ich finde das Buch einfach nicht! Dabei MUSS es dieses Regal sein!" Die überlange Sucherei war längst peinlich geworden, denn der Hofpriester des Grafen hatte den Unterricht wohl beendet oder abgebrochen, als die sonst so zuverlässige Knappin fern blieb. Dabei hatte sie nur eine klare Anweisung erhalten, aus der Bibliothek ein bestimmtes Buch zu holen, von dem der Priester Talarion sogar genau wusste, wo es lag.
Er schaute auf das Regal, sah die verzweifelte Knappin an, die den Tränen nahe war und meinte erstaunlich ruhig:
"Darna... komm von dem Regal weg, komm zu mir und schau mich an." Wie gewohnt befolgte sie seine Befehle und er wartete einige Augenblicke, um ihr Zeit zu geben, sich etwas zu beruhigen. "Dreh dich um."
Sie drehte sich um, atmete frustriert aus, ihr Blick huschte über das Regal... und Talarion schmunzelte, als er das dumpfe Stöhnen von ihr vernahm, als sie das Buch entdeckte: es stand nicht im Schrank zwischen den anderen, sondern lag oben auf.
"Wenn du mal das Gefühl hast, das Offensichtliche nicht zu erkennen, Darna, hilft oft etwas Abstand", erklärte der Priester sacht mahnend. "Und das nicht nur im wörtlichen Sinne wie jetzt." Und schon regte sich bei ihm leiser Zweifel, ob das Mädchen ein 'nicht nur im wörtlichen Sinne' je verstehen würde...?

(Erinnerung Ende)

Dann schien endlich etwas in seinem Kopf einzurasten und er sprang auf, riss das Pergament an sich und lief schnelle hektische Schritte hin und her.
„Wie... verdammt, ich erinnere mich nicht. Das ist alles so lange her... Ich muss mich beruhigen! Mich erinnern!“ Aufgeregt lief er immernoch hin und her.

Etwas genervt wirkend atmete sie aus und setzte sich in Bewegung, als sie einen Entschluss fasste: Sie hatte Leon schon von seinem Vater behutsam fort gezogen, doch jetzt lotste sie ihn noch einmal ein paar Schritte zur Seite und fasste ihn an den Schultern, nötigte ihn mit ihrer Positionierung, ihr ins Gesicht zu sehen, und nur dort hin.
"Leon...", mahnte sie ihn ernst, doch sobald sie das Gefühl hatte, dass er sie wirklich ansah, versuchte sie, ihm kurz einen liebevollen Blick zu schenken, bevor sie ihm ruhig und voller ernster Überzeugung sagte:
"Doch. Du weißt bestimmt eine ganze Menge, du bist gerade nur zu aufgeregt. Fräulein Eilmana hält ihn hier, also nutze die Zeit und komm zu dir!
Erinnerst du dich, wie du Basil geholfen hast, sich an das Heptagramm zu erinnern, sogar an Details, die er selber gar nicht verstanden hat? Und du hast mir ähnliches angeboten...
IN dir ruht Geistermagie - und selbst deine Lichtmagie ist scheinbar am ehesten dazu geeignet, Erinnerungen wach zu rufen... Vergangenes!", hielt sie ihm vor Augen und ließ das Gesagte einen kurzen Moment sacken, ehe sie ihn weiterhin ernst und ruhig fragte:
"Bist nicht ausgerechnet du selber in der Lage, dir hier am ehesten weiter zu helfen? Kannst du diese Magie auch auf dich selbst anwenden? Dich an Dinge erinnern, die du vergessen glaubst?"

Plötzlich lenkte Plau Ren aber sie und vor allem Leon ab, als sie den Geruch ihres Gefährten an Veranos Körper entdeckte. Darna furchte die Stirn. 'Dracheneis'? Was war das? Es schien etwas Besonderes damit auf sich zu haben. Mit schmalen Lippen und aufkeimender Sorge beobachtete sie, wie Leon sich drängend an die Drachendame wandte und sie berührte, was ihr nicht sonderlich zu gefallen schien. Eine unterschwellige Anspannung entstand, denn Darna war bereit, einzugreifen, falls es brenzliger geworden wäre. Aber es schien sich zu klären. Als der große blaue Drache sich plötzlich in Bewegung setzte, wich Darna instinktiv aus und ihre Augen weiteten sich erschrocken: Leon?! Nichts passiert. Angespannt atmete sie aus und verfolgte mit geballten Fäusten, die sie nach unten gezwungen hielt, das weitere Geschehen.
„Darna! Du hattest Recht!", rief Delilah plötzlich und die Mimik der Knappin hellte sich interessiert auf. Ich hatte Recht? Das ist schön!
...
Mit was denn?

Mit dem Einfrieren. Oh. Ja. Darna nickte etwas. Der Gedanke, wie man Fleisch im Winter frisch hielt, war zwar etwas unsensibel, wo es hier einen Menschen betraf, aber war ihr halt naheliegend erschienen. Egal - Delilah entwickelte wieder diese sprühende Energie, die ihrem ganzen Umfeld vermittelte, dass alles gut würde, und steckte mit dieser Zuversicht auch Darna an. Also nicht die Stasis? Na gut.
Leon nickte. Langsam kehrte ein Teil seiner sonst so ruhigen Art in ihn zurück und er versuchte sich zu konzentrieren. „Danke, dass du uns hilfst.", wandte er sich an Eilmana, "Das ist nicht selbstverständlich und ich werde es nicht vergessen.“
'Nicht selbstverständlich'?, war Darna etwas über die Worte überrascht und schaute zu der Elfe, die Leon nur ein angestrengtes Lächeln schenkte. Innerlich stellte die Knappin fest, dass sie noch immer überhaupt keinen Bezug dazu hatte, was das Anwenden von Magie als Leistung überhaupt bedeutete. Aber sie hatte immerhin kein Problem damit, zu akzeptieren, dass Leon wohl Recht haben würde.

„Ich bin kein Geistermagier! Leider habe ich nur grobe Grundzüge dieser Magie erlernt und das ist auch noch Jahre her. Ich habe immer nur Lichtmagie praktiziert. Das hier...“ Damit hob er das Pergament hoch. „...das überfordert mich.“
Darnas Lippen pressten sich zusammen. "Verflixt!", entfuhr es ihr leise.
Sie schaute auf, als er weiter sprach: „Wenn wir schon vorher mit ihm gesprochen, also ich meine „geschrieben“ hätte,... vielleicht wüssten wir dann was zu tun wäre, aber das nützt jetzt uns nichts mehr."
Ihre Stirn furchte sich. Das ist doch Unfug..., regte sich unwillkürlich in ihr Widerspruch, auch wenn sie selber zunächst nicht einmal den Grund dafür hätte nennen können. Aber zuvor hätten sie ja nicht einmal gewusst, dass und wann sie dieses Wissen brauchen würden - in einer ruhigen Minute würde ihr das wohl ohne große Probleme klar werden. Doch sie musste gerade zum Glück keine Selbstvorwürfe zerstreuen. Es schien auch so einen Lösungsweg zu geben.
Delilah und Plau Ren schmiedeten einen Plan, und Darna wandte den Kopf, als Yran sich vernehmen ließ:
„Ich soll euch von Lyn noch etwas sagen, bevor ihr beginnt. Sie bedauert es, dass sie jetzt gerade euch nicht beistehen kann, aber sie bewundert euren Zusammenhalt und solange ihr hier seid, beschützt euch Drachma." Ein mal mehr huschte Darna bei diesen Worten der Gedanke an den bunten Staub durch den Kopf, der gestern Verano vor dem Sterben bewahrt hatte, doch sie hörte auch weiter zu: "Und um eurer Freundin Chasin braucht ihr euch keine Gedanken zu machen. Sie versucht gerade noch für euch hilfreich Texte zu studieren und sie lässt euch aber für die Zukunft folgendes ausrichten: Wenn der Moment der Übertragung kommt, sollten nur die Aspekte Körper, Geist und Seele, jeweils in Einzahl sich in direktem Kontakt zueinander befinden. Weitere störende Faktoren sollten ausgeschlossen sein und sich in einigem Abstand zum Ritualplatz befinden, da sonst die Gefahr einer morphologischen Synthese kommen könnte.“
Einer morf-... was? Darna verzog das Gesicht.
Yran schüttelte sich kurz. „Puh, versteht das jemand?“ Sie wog unentschlossen den Kopf hin und her, aber Leon nickte zum Glück, auch das registrierte sie. Sie nahm sich vor, ihn bei Gelegenheit zu fragen, welche Elemente jetzt eigentlich was waren - also ob zum Beispiel das im Pergament Gebundene nun als Veranos Geist bezeichnet wurde, oder als seine Seele? Sie vermutete, dass mit 'Seele' das Tha'roon-Kind gemeint war, das wohl in Weißenfels wartete. Und was würden all diese Dinge dann in der Praxis bedeuten, also im Klartext? Leon durfte nicht einfach nach Weißenfels rein marschieren, so viel wussten sie ja bereits. Jemand würde wohl an Leons statt noch Dinge vorbereiten müssen und gedanklich bereitete sie sich schon mal irgendwie darauf vor. Wie beginnt und macht man ein Ritual, wenn kein anderer Körper in der Nähe sein darf?... Egal. Kriegen wir noch raus, wischte sie aufkommendes Herumgegrübel zur Seite.

Delilah begann mit ihrer Magie, die Leon leise erklärte. Darna war währenddessen neben ihn getreten. Das "Eine Stunde ist in unserem Fall fast zu viel...“ alarmierte sie unterschwellig, da beruhigten sie die nächsten Worte nur aufs Nötigste. „...damit er nicht nur eingefroren wird, sondern auch überlebt.“
Staub, wollte sich Darna wieder als Lösungsansatz aufdrängen und hätte sie im Unterricht gesessen, hätte sie sich wohl wieder gemeldet, sowohl energisch als auch mit der entsetzlichen Angst, sich mit ihren wilden Vermutungen und Ideen vor Gernot und den anderen lächerlich zu machen - aber hier war nicht Gernot. Sie berührte Leon sacht am Oberarm, ein stilles 'Warte hier. Alles wird gut', bevor sie die eintretende Ruhe, Konzentration und das Warten dafür nutzte, sich näher an Yran heran zu manövrieren. Sie musste ihn etwas fragen!

"Sagt bitte...", flüsterte sie eindringlich ernst mit gerade der nötigen Zurückhaltung, sobald sie die Aufmerksamkeit des Drachenritters hatte, "Gestern hat mir Herr Tarmas diesen bunten Staub erklärt, der auf Veranos Körper lag und meinte etwas, dass er sich 'in Stasis befindet', es schien ihn irgendwie zu schützen, zumindest seinen..."
Ihre Stimme erlahmte, als sie sich an ein weiteres Detail erinnerte, das ihre vage Idee jetzt schon zunichte zu machen schien: "...Geist."
Sie presste die Lippen zusammen. "Verzeihung", schien sie sich bereits dafür entschuldigen zu wollen, ihn belästigt zu haben, "Mir kam nur die Frage auf, ob man diesen Staub nicht mit dem Eis irgendwie verbinden könne, um seinen Körper zu schützen..."
Sie atmete in einem stillen Seufzen aus. "Aber das geht wohl nicht. Außerdem hieß es, das sei die Schutzmagie Drachmas, und wir müssen den Ort ja schließlich dann auch verlassen...", brummte sie, als sie selber immer mehr Einwände entdeckte und rieb sich die Stirn. Außerdem hab ich von all dem keine Ahnung! Was diskutier ICH über das Verbinden von magischen Phänomenen?!
"Schon gut.
Verzeihung."

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 25. April 2019, 13:53

In dem Moment, als Eilmana die stete Heilung des Grafen übernahm, tauchte ihre Welt in einen leichten watteartigen Nebel. Sie bekam noch alles um sie herum mit, jedoch verschleierte ihre Konzentration ihre Wahrnehmung. Das musste auch so sein, denn jeder Herzschlag, den sie unterstützen musste, kostete sie nicht nur einen kleinen tropfen ihrer Macht, sie kostete auch Aufmerksamkeit. Wenn sie sich ablenken ließ, könnte sie einfach ein paar Sekunden vergessen, sein Herz weiter schlagen zu lassen, also beschränkte sie ihre Reaktionen auf das Notwendigste.
Derzeit drehte sich das Chaos um sie herum ja auch um die frisch angekommenen Gäste und die ganze Geschichte schien unglaublich wichtig zu sein. Und jetzt war sie auch noch plötzlich ein Teil davon und hielt einen Körper am Leben... etwas was sie sich niemals hatte vorstellen können und Yran schenkte ihr durch seine bloße Anwesenheit die nötige Ruhe und Kraft dafür.

"Leon..."
, mahnte Darna ihn ernst. Es dauerte, bis sich der Blick des Magiers wirklich fokussiert hatte und in ihren Pupillen eine Ruhe und Disziplin fanden, die nur Darna schenken konnte. Darna erdete ihn.
"Doch. Du weißt bestimmt eine ganze Menge, du bist gerade nur zu aufgeregt. Fräulein Eilmana hält ihn hier, also nutze die Zeit und komm zu dir! ...“
Leon nickte langsam.
„...Erinnerst du dich, wie du Basil geholfen hast, sich an das Heptagramm zu erinnern, sogar an Details, die er selber gar nicht verstanden hat? Und du hast mir ähnliches angeboten... IN dir ruht Geistermagie - und selbst deine Lichtmagie ist scheinbar am ehesten dazu geeignet, Erinnerungen wach zu rufen... Vergangenes!"
, hielt sie ihm vor Augen und ließ das Gesagte einen kurzen Moment sacken, ehe sie ihn weiterhin ernst und ruhig fragte:
"Bist nicht ausgerechnet du selber in der Lage, dir hier am ehesten weiter zu helfen? Kannst du diese Magie auch auf dich selbst anwenden? Dich an Dinge erinnern, die du vergessen glaubst?"
Leons Gesicht hatte sich zwischenzeitlich aufgehellt, dann aber wieder verfinstert. Nun schüttelte er frustriert den Kopf und gab mit knirschenden Zähnen zu:
„Das ist alles richtig..., aber ich kann nicht... Ich müsste meditieren und es geht hier um meinen Vater. Ich kann einfach nicht aufhören an die wenige Zeit zu denken. Wie sollte ich mich dann beruhigen und die Stille in mir finden, die ich bräuchte um diesen Zauber zu wirken... Nein. Es geht nicht. Nicht bei mir selbst, nicht jetzt.“
Frustration lag offen in seiner Stimme, sein Blick senkte sich und seine Lippen formten tonlose Worte, die Darna ebenfalls schon oft gehört hatte und so rein an den Bewegungen seines Kiefers erkannte:
**... zu nichts nutze...**
Leon kämpfte hier mit seinen eigenen Dämonen. Nicht so wörtlich, wie Darna, aber doch nicht minder störend. Plötzlich lenkte Plau Ren aber sie und vor allem Leon ab, als sie den Geruch ihres Gefährten an Veranos Körper entdeckte. Darna furchte die Stirn. 'Dracheneis'? Als der große blaue Drache sich dann plötzlich in Bewegung setzte, wich Darna instinktiv aus und verfolgte mit geballten Fäusten, die sie nach unten gezwungen hielt, das weitere Geschehen.
„Darna! Du hattest Recht!"
, rief Delilah plötzlich und die Mimik der Knappin hellte sich interessiert auf.
Ich hatte Recht? Das ist schön!
...
Mit was denn?

Mit dem Einfrieren. Oh. Ja. Darna nickte etwas. Der Gedanke, wie man Fleisch im Winter frisch hielt, war zwar etwas unsensibel, wo es hier einen Menschen betraf, aber war ihr halt naheliegend erschienen. Egal - Delilah entwickelte wieder diese sprühende Energie, die ihrem ganzen Umfeld vermittelte, dass alles gut würde, und steckte mit dieser Zuversicht auch Darna an.
Leider schien Leon so sehr in seiner Angst gefangen zu sein, dass selbst Deli ihn nicht so recht mitreißen konnte.
„...das überfordert mich.“
Darnas Lippen pressten sich zusammen.
"Verflixt!"
, entfuhr es ihr leise.
Sie schaute auf, als er weiter sprach:
„Wenn wir schon vorher mit ihm gesprochen, also ich meine „geschrieben“ hätte,... vielleicht wüssten wir dann was zu tun wäre, aber das nützt jetzt uns nichts mehr."
Ihre Stirn furchte sich und es regte sich unwillkürlich in ihr Widerspruch.
Delilah und Plau Ren schmiedeten derweil einen Plan, und Darna wandte den Kopf, als Yran erst Lyns und dann Chasins eher unverständliche Worte übermittelte. Darna nahm sich vor, Leon bei Gelegenheit zu fragen, welche gemeinten Elemente jetzt eigentlich was waren und wischte dann aber das aufkommende Herumgegrübeln zur Seite, Denn Delilah begann mit ihrer Magie, die Leon leise erklärte.
„...damit er nicht nur eingefroren wird, sondern auch überlebt.“
Staub
, wollte sich Darna wieder als Lösungsansatz aufdrängen und hätte sie im Unterricht gesessen, hätte sie sich wohl wieder gemeldet, sowohl energisch als auch mit der entsetzlichen Angst, sich mit ihren wilden Vermutungen und Ideen vor Gernot und den anderen lächerlich zu machen - aber hier war nicht Gernot. Sie berührte Leon sacht am Oberarm, ein stilles 'Warte hier. Alles wird gut', bevor sie die eintretende Ruhe, Konzentration und das Warten dafür nutzte, sich näher an Yran heran zu manövrieren. Sie musste ihn etwas fragen!
"Sagt bitte..."
, flüsterte sie eindringlich.
"Gestern hat mir Herr Tarmas diesen bunten Staub erklärt, der auf Veranos Körper lag und meinte etwas, dass er sich 'in Stasis befindet', es schien ihn irgendwie zu schützen, zumindest seinen..."
Ihre Stimme erlahmte, als sie sich an ein weiteres Detail erinnerte, das ihre vage Idee jetzt schon zunichte zu machen schien:
"...Geist."
Sie presste die Lippen zusammen.
"Verzeihung"
, schien sie sich bereits dafür entschuldigen zu wollen, ihn belästigt zu haben,
"Mir kam nur die Frage auf, ob man diesen Staub nicht mit dem Eis irgendwie verbinden könne, um seinen Körper zu schützen..."
Sie atmete in einem stillen Seufzen aus.
"Aber das geht wohl nicht. Außerdem hieß es, das sei die Schutzmagie Drachmas, und wir müssen den Ort ja schließlich dann auch verlassen..."
, brummte sie, als sie selber immer mehr Einwände entdeckte und rieb sich die Stirn.
Außerdem hab ich von all dem keine Ahnung! Was diskutier ICH über das Verbinden von magischen Phänomenen?!
"Schon gut.
Verzeihung."

Yran hatte Eilmanas Schulter nicht los gelassen, aber sein Gesicht der Knappin zugewandt. Mit jedem Satz, den sie begonnen hatte, mit jedem Argument, mit dem sie sich selbst widerlegte, waren seine Brauen etwas höher gewandet und nun blinzelte er ein paar Mal erstaunt. Er sah kurz zu seiner Elfe, streichelte sanft ihren Nacken, ohne sie zu sehr abzulenken. Wie sehr doch Darna gerade seiner kleinen Elfe in ihrer Fragenflut und wirren Aneinander Reihung von Gedanken ähnelte, ließ ihn lächeln. Dann stellte sich etwas bequemer hin, um Darna besser seine Aufmerksamkeit zu widmen. Er wiederholte ihre Worte im Geist und sprach:
„Ja, ...was Tarmas da sagte, ist richtig. Der Staub, die Magie des Drachenkönigs hat den Geist, also Fiddatan schlafend gehalten, in einer Art Stasis, die seinen Körper auch vor Verfall geschützt und ja, das funktioniert nur innerhalb Drachmas Grenzen, sofern der König das will. Er schützte uns damit. Aber...“
Er rieb sich kurz das Kinn und fuhr dann fort:
„... da ihr fort wollt, wollt ihr sicher nicht, dass unser König diesen Vorgang wiederholt, zumal ihr ihn dafür bitten müsstet und der Preis... ist irrelevant, da die Magie sich auch auf den Geist bezieht, der in diesem Fall... nun.. nicht vorhanden ist, soweit ich das richtig mitbekommen habe. Was ihr braucht ist etwas anderes...“
Yran wirkte immernoch nachdenklich und wiederholte leise Darnas Worte:
„...ob man diesen Staub mit dem Eis irgendwie verbinden könne...“
Plötzlich glitzerten seine Augen und er sah zu Plau Ren.
„Nicht den Staub, aber ihr könntet eure Magie in ihr Eis einspeichern... es damit aufladen, damit er nicht nur gekühlt, sondern auch am Leben erhalten wird... zumindest eine Zeit lang. Dracheneis ist ein hervorragender Magiespeicher, wenn es dafür mächtig genug ist wie bei...“
Er sah zu Delilah die hoch konzentriert die Drachendame erforschte. Darna war bewusst, dass Yran gerade eine kleine Information verschluckt hatte. Vielleicht einen Namen? Den Namen des Gefährten von Plau Ren vielleicht?
„Ich glaube, sie geht schon den richtigen... den sicheren Weg, aber es könnte vielleicht auch so funktionieren. Ich meine, wenn ihr alle eure Magie in das Eis einlagern würdet, ohne dass Fräulein Delilah Plau Ren verändert, dann würde von der Energie kontinuierlich etwas verloren gehen. Wenn das Fräulein es aber schafft, dann wird ihr Odem so verändert, dass sie Magie auf lange Zeit speichern kann.“
Yran nickte zufrieden. Der grüne Drachenreiter sprach wie ein Magier, der über ein fremdes Fachgebiet philosophierte. Es faszinierte ihn, aber auch er musste spekulieren.
„So oder so... Ihr habt gute Ideen, ihr und eure Freunde und denkt ähnlich. Es könnte wirklich funktionieren.“
Immer wieder betrachtete er Delilah. Das Mädchen mit den goldenen Locken wirkte so jung! So unerfahren! So unschuldig in seiner ganzen Art, aber trotzdem strahlte von ihr eine Macht aus, die seinesgleichen suchte. Hoch konzentriert wirkte sie ihren Zauber und ließ sich durch absolut nichts ablenken. Darna hatte durch ihre Idee, den Staub des Drachenkönigs mit dem Eis zu verbinden vielleicht unbewusst schon die Lösung verstanden und für sich erklärt, die Magier ganz anders angingen. Das Grundprinzip blieb das gleiche. Man könnte sich auch den Samen einer Seelenrose in einem Dracheneiswürfel vorstellen, der dann die Magie der Pflanze zeitlich verlängerte und erhielt. Den Staub zu verbinden, wäre wohl auch eine Lösung, wenn seine Magie nicht lokal beschränkt wäre. Sie hatte Yran gefragt und der doch deutlich gesprächigere Drachenritter hatte Darna vermutlich mehr Informationen gegeben, als sie erwartet hatte. Ein Moment Stille entstand in der Yran dann auch Darna musterte. Nach einer Weile beugte er seinen Kopf ein bisschen in ihre Richtung und sagte leise:
„Ich hoffe, du nimmst mir mein Verhalten in der Schlucht nicht übel. Ich wollte nur die Meinen beschützen.“
Er sah richtiggehend ein bisschen schuldbewusst aus und sein fragender Blick schien nach einer Erwiderung zu suchen, selbst wenn es nur ein lapidares Schulterzucken wäre, das dem Ganzen die Schärfe nahm. Die Situation hatte etwas von einer Entschuldigung, auch wenn Yran an sich nichts falsches getan hatte und vielleicht gerade Darna verstehen könnte, was ihn dazu getrieben hatte... der Befehl seines Königs. Ihm persönlich tat es anscheinend im Nachhinein leid und so nutzte er die Gelegenheit um das Gespräch mit ihr zu suchen.
„Wie ist es denn da draußen so? Also ich meine außerhalb Drachmas. Ihr kommt aus Jorsa. Hat sich bestimmt verändert. ...Meinst du...“
Die nächste Frage schien ihn zu beschäftigen.
„Meinst du, die Menschen da draußen würden immernoch Angst vor den Drachen haben, wenn sie einen sähen?“
Seinem Gesicht war nicht abzulesen, ob er darauf hoffte, oder es eher befürchtete.

Eilmana hielt ihre Konzentration aufrecht. Während sie mal um mal das stockende Herz anfeuerte seine Schläge zu tun, hörte sie vor allem dem leisen Gespräch ihres Geliebten mit der Knappin zu. Sie sah auch Yrans Blicke zu Delilah, die man fast schon als bewundernd bewerten konnte. Trug sie einen Funken Eifersucht in ihrem Herzen? Und selbst wenn ja, dann war dafür jetzt und hier kein Raum. Jetzt mussten sie zusammenhalten und sogar die „kalte“ Drachendame schien das zu verstehen. Plau Ren hielt geduldig still und ließ Delilahs Zauber über sich ergehen. Nur manchmal blähten sich leicht ihre Nüstern, als müsste sie etwas „weg-atmen“.

Die Stunde des mühevollen Zauberns schritt voran und Eilmana, sowie Delilah fokussierten ihre Bemühungen allein auf das erfolgreiche Gelingen ihrer Pläne. Delilah ließ dabei ihren Geist durch den Körper des Drachenweibchens wandern. Plau Ren und Tarmas waren jeder auf seine Art gebunden. Leon, Darna und Yran waren im Moment diejenigen die den groben Überblick behalten mussten, wobei Leon dabei nicht die größte Hilfe war. Die Wut über seine eigene Unfähigkeit stand ihm ins Gesicht geschrieben und auch Daran hatte kurz über ihn Wut empfunden. Aber seine Zeit würde kommen, … wenn das hier gelingen würde.
Eilmana fühlte jedoch mit jeder voran schreitenden Minute, dass ihre Kräfte schwanden und war sich nicht mehr ganz so sicher, ob sie die versprochene Stunde auch halten konnte. Ihre Gedanken, dass Delilah vielleicht einmal irgendwann diesen Zauber auch auf sie anwenden könnte um ihr Potenzial zu entfalten, zu finden, was sie blockierte, ja vielleicht kamen diese Gedanken erneut. Eilmana hatte viel Kraft in sich, aber entweder explodierte sie, oder war eben nur ein durchschnittlicher Heiler. Überdurchschnittlich war sie, wenn sie in Gefahrensituationen geriet und dann vielleicht noch mehr. Sie wusste um die Macht in sich, konnte sie aber nicht willentlich steuern. Meist waren es ihre überschießende Emotionen, die sie frei setzten. Die Selbstsicherheit, die Delilah ausstrahlte, die fehlte ihr noch. Dieses Mädchen hatte ihr etwas voraus, dass sie noch lernen konnte. Sie hatte schon etwas erlebt, dass sie geformt hatte. Trotzdem waren sie gleichwertig. Eilmana wusste auch um ihre Erfahrung, gerade was das Wissen um medizinische Vorgänge anging, da hatte sie mit ihren 180 Jahren die Nase vorn. Außerdem war ihre Magie nicht nur auf Heilung ausgelegt. Ihr Fachgebiet fächerte sich weiter und hatte auch optische Aspekte, die die Bilder, die sie aus ihrem Geist erschaffen konnte. Vielleicht würde diese Fähigkeit auch einmal von Bedeutung sein, wenn sie sie reifen lassen könnte. Vielleicht könnte man auch Krankheiten oder das Innere der Menschen (Wesen) bildlich darstellen, um daraus zu lernen? Noch hatte sie kaum Anwendungsmöglichkeiten ausprobiert um ihre Mächte zu erforschen. Sie war wie ein ungeschliffenes Juwel, wo Delilah schon in einigen Facetten glänzen konnte. Wenn sie zusammen arbeiteten, könnten sie einander womöglich ergänzen und weiter bringen. Aber auch Leon schien einiges an Erfahrung mitzubringen und wirkte in seiner Magie wieder so ganz anders als Delilah. Er schien belesen und wenn auch grade etwas verwirrt von den Umständen, so war er sicher doch ein Mensch und Menschen hatten sie seit je her fasziniert. Sicher lohnte es sich mit ihnen anzufreunden. Blieb zu hoffen, dass sie eine Weile blieben, oder wenn nicht vielleicht bald wieder kamen. Drachma brauchte neue Bürger und was nutze ein Königreich, wenn es keinen gab, der es bewohnte. Was nützen Felder ohne Bauern, was Heiler ohne Patienten... obwohl letztere gerade mehr als genug ausgelastet waren.

(ooc: Falls ihr nicht wissen solltet, was ihr gerade posten sollt, ich könnte auch noch weiter schreiben. Wollte euch nur Handlungsspielraum lassen. Sagt bescheid, ob so ok ist, oder postet einfach, wenn es ausreicht. Wenn nicht, PM an mich. ;-) )
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und vereinzelte Worte anderer Sprachen die Sie aufschnapen konnte.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 28. April 2019, 12:31

Eilmana nahm die Gesamte Situation nur Teilweise war und mit jeder Minute die Verstrich, wurde ihr Bewusstsein trüber.

Natürlich kannte Eilmana aus ihrer Heimat auch andere Lichtmagier, generell wusste sie das Magie etwas sehr individuelles war und jeder der Magie seine ganz persönliche Note gab.

Es fehlte Eilmana einfach an einem nötigen Maß von Selbstsicherheit. Sie wusste sicher vieles, sie hatte viel über Kräuter und Pflanzen gelesen und kannte sich mit der heilenden Wirkung dieser aus. Sie hatte einfach auch 180 Jahre Lebenserfahrung...und trotzdem...in ihrer Heimat war sie damit nicht gerade alt gewesen und so fühlte sie sich auch immer noch unerfahren. Doch sie lernte gerne und die Tatsache das sie hier die Möglichkeit hatte ein paar MENSCHEN kennen zu lernen würde sie sicher vor Freude fast platzen lassen. Vorausgesetzt sie würden dies hier überstehen und bald etwas mehr ruhe und Zeit finden.....
Sie hoffte wirklich das sie von Delilah und vielleicht von Leon etwas lernen konnte, womit sie ihre Magischen Kräfte verbessern konnte.
Ja vielleicht wirklich auch ihre Kraft entfalten konnte.
Aber all das war eine Trübe Hoffnung, ein Gedanke im Nebel ihrer Konzentration auf den Herzschlag eines Mannes den sie nicht mal kannte.

Vielleicht würde sie diese Kraft in sich auch nur Stück für Stück entdecken und nutzen können, vielleicht war es für ihren Körper eine viel zu große Belastung diese Kraft auf einmal zu nutzen. Viellicht war es ein unbewusster Schutz ihres Körpers diese Magie unter Verschluss zu halten...jedes mal wenn diese Kraft aus einer Starken Emotion Explosionsartig entwich, führte es dazu das Eli bewusst los wurde. Doch wenn sie lernte diese Kraft zu Dosieren würde sie damit sicher großes bewirken können und diese Aufgabe wie jetzt gerade, wäre für sie ein leichtes.

Irgendwann kam Darna zu ihnen und sprach mit Yran.
Eli versuchte zuzuhören und bekam auch einiges mit doch sie gab keine Reaktion von sich dachte auch nicht weiter über das nach was Darna gesagt hatte.

Nur als Yran sich entschuldigte und sich Darna irgendwie ein Stück mehr zu wand zuckten einmal ihre Ohren und sie verlor beinah ihre Aufmerksamkeit, doch sie Spürte es rechtzeitig und konzentriere sich sofort wieder auf den Herzschlag.

Sie schloss erneut die Augen und Atmete tief ein.
Sie musste Später darüber nachdenken....Yran war für sie da und seine Hand ruhte auf ihrer Schulter ohne sie los zu lassen, Sie hatte sich ihm hingegeben sie vertraute ihm. Er hatte ihr vieles gezeigt und versprochen und die Momente mit ihm unter den Sternenhimmel waren unvergesslich...

Ihre Gedanken und Emotionen begann diesem Gedanken zu folgen, ohne das sie dabei die Konzentration auf den Herzschlag verlor.
Sie nahm nichts mehr um sich herum war..jedes Wort verklang und sie hörte nur noch diesen Herzschlag...ihre Gedanken folgten diesem Herzschlag und Plötzlich sah sie sich auf Malagens Rücken sitzen.....hinter sich spürte sie Yrans Wärme. Dann durchflogen sie die Wolken und der endlos weite Sternenhimmel erstreckte sich vor Eli. Es war der Magischste Moment den sie bisher jeh erlebt hatte. Malagen landete auf einer Bergspitze und Sie betrachte die Sterne bis Sie und Yran sich näher kamen und ihre Lippen sich berührten.
Eilmana Atmete bei den Gedanken wieder tief ein, synchronisierte ihren Herzschlag mit dem von Verano....und ein feines sachtes leuchten zog sich über Elis Haut ohne das sie es selbst bemerkt hätte.
Der Gedanke an Yrans Liebe und an diesen Wunde vollen Moment machte etwas mit ihr. Ihre Positiven Gefühlte hatten auch einen Einfluss auf ihre Magie den sie aber wiedermal nicht bewusst wahrnahm. Doch für einen Moment erschien es ihr so leicht diesen Herzschlag aufrecht zu erhalten.

Doch auch dieser Moment würde nicht ewig andauern und bald würden Elis kräfte wohl aufgebraucht sein.
Villeicht hatte Eli so ein paar Minuten gewonnen....aber vielleicht hatte sie auch mehr Kraft verbraucht als Nötig....vielleicht konnte sie so ein klein wenig mehr Magie wirken...Aber ob ihr Körper so noch lange aushalten konnte....

Nach dem wieder einige Minuten verstrichen waren spürte sie das sie es nicht mehr lange halten konnte und sie bald Ohnmächtig werden würde...

Komm schon Eilmana...du kannst das...du musst noch ein wenig durchhalten...

Sprach sie in Gedanken zu sich selbst und gab dabei alles.
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Darna von Eibenau
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Darna von Eibenau » Mittwoch 1. Mai 2019, 23:40

"... Kannst du diese Magie auch auf dich selbst anwenden? Dich an Dinge erinnern, die du vergessen glaubst?"
Leons Gesicht hatte sich zwischenzeitlich aufgehellt, dann aber wieder verfinstert. Nun schüttelte er frustriert den Kopf und gab mit knirschenden Zähnen zu:
„Das ist alles richtig..., aber ich kann nicht... Ich müsste meditieren und es geht hier um meinen Vater. Ich kann einfach nicht aufhören an die wenige Zeit zu denken. Wie sollte ich mich dann beruhigen und die Stille in mir finden, die ich bräuchte um diesen Zauber zu wirken... Nein. Es geht nicht. Nicht bei mir selbst, nicht jetzt.“
Frustration lag offen in seiner Stimme
und er konnte immerhin vermutlich noch ein verständnisvolles langsames Nicken von Darna erkennen, bevor sein Blick sich senkte. Auch wenn ihre Lippen sich fast gleichzeitig schmaler zusammen pressten und schief zu einer missmutigen Mimik verzogen - ja, sie konnte das sehr gut verstehen, aber es war just zu diesem Zeitpunkt nicht gerade förderlich; konnte Verano vielleicht sogar sein Leben kosten?
Leons Lippen formten tonlose Worte, die Darna ebenfalls schon oft gehört hatte und so rein an den Bewegungen seines Kiefers erkannte:
**... zu nichts nutze...**

Ihre Augen wurden schlagartig schmal. Sie dachte gar nicht nach über das, was sie tat, denn dann wäre sie vor so einer Ruppigkeit zurück geschreckt, aber so fühlte ihr Liebster sich plötzlich am Kinn gepackt und ihre Finger umschlossen seinen Kiefer, zwangen seinen Blick wieder nach oben. Zu ihren Augen.
Uh-oh, da war jemand wütend!
"Das. stimmt! überhaupt nicht!", spie sie - leise -mit Nachdruck jede einzelne Silbe aus. Ihr Blick funkelte noch zornig und sie überlegte weitere Worte, als Plau Ren sie ablenkte. Und dann Delilah.

Delilah schien schon bald darauf einen Plan zu haben, in den sogar die blaue Drachendame einwilligte, und trotzdem trieb eine enorme innere Unruhe die Knappin dazu, noch ein eventuell nützliches Puzzleteil anschleppen zu wollen - vielleicht hatten die anderen in der Hektik ja was übersehen!
Selbst wenn das bedeutete, dass sie, die Weltlichste von allen hier, sich mit magischen Experimenten befasste? Was hatte sie geritten? Mit zunehmend mulmigem Gefühl beobachtete Darna, wie Yrans Brauen etwas höher wanderten und er mehrfach blinzelte. Erkenntnis? Nein, danach sah es irgendwie nicht aus, aber wirklich etwas anfangen konnte sie mit dem Gesichtsausdruck ihres Gegenübers auch nicht. Dann lächelte er, und in ihr jaulte es gequält auf: Ich hab völligen Stuß geredet, richtig? Ouh mann!
Verunsichert wartete sie seine Reaktion ab und hörte ihm so genau zu, dass sie ihren Kopf sogar leicht drehte, um mit dem linken Ohr besser zu lauschen - oder war das schon ein instinktives Wegducken?
"...in einer Art Stasis, die seinen Körper auch vor Verfall geschützt und ja, das funktioniert nur innerhalb Drachmas Grenzen, sofern der König das will. Er schützte uns damit. Aber...“
Er rieb sich kurz das Kinn und fuhr dann fort:
„... da ihr fort wollt, wollt ihr sicher nicht, dass unser König diesen Vorgang wiederholt, zumal ihr ihn dafür bitten müsstet und der Preis... ist irrelevant, da die Magie sich auch auf den Geist bezieht, der in diesem Fall... nun.. nicht vorhanden ist, soweit ich das richtig mitbekommen habe."

Darnas Stirn furchte sich, als Yran etwas von einem 'Preis' erwähnte, wenn man den Drachenkönig um etwas bat; oder verstand sie da jetzt etwas falsch? Irgendwo schrillte eine kleine Alarmglocke, was wohl ihrem Umgang mit einem gewissen Dämon in letzter Zeit geschuldet war. Mit 'Preisen' für Gefallen sollte man da vorsichtig sein, hatte sie gehört!

Yran schien aber entgegen ihrer diffusen Befürchtungen die Idee mit dem Verbinden des Dracheneises mit einer weiteren Komponente gar nicht so abwegig zu finden und ging mögliche Varianten der Nutzung durch. Dass der grüne Drachenreiter dabei scheinbar den Namen von Plau Rens Gefährten umschiffte, sprang ihr nicht übermäßig ins Auge. Fiddatan hatte bei seiner Vorstellung im Schloß etwas in der Richtung angedeutet, dass Drachen ihre Namen scheinbar nicht leichtfertig aussprachen, wenn sie .. nicht gebunden waren?
"...Ich meine, wenn ihr alle eure Magie in das Eis einlagern würdet, ohne dass Fräulein Delilah Plau Ren verändert, dann würde von der Energie kontinuierlich etwas verloren gehen."
So viel Magie haben wir gar nicht mehr, kommentierte Darna die Bemerkung gedanklich prompt. Denn wenn Deli ihren Zauber beendet haben würde, würde sie wohl ziemlich 'leer' sein, wenn sie Leon richtig verstanden hatte. Leon selber war durch den Wind und längst nicht erholt von den vergangenen Tagen. Und die freundliche Elfe verausgabte sich ja ebenso just in diesem Moment damit, dass sie den Körper am 'Leben' hielt.
Und so folgte auf Yrans "Wenn das Fräulein es aber schafft, dann wird ihr Odem so verändert, dass sie Magie auf lange Zeit speichern kann.“ nur ein nüchternes und dezent besorgtes: Sie muss es schaffen mit einem ebensolchen Gesichtsausdruck. Äußerlich erfolgte nur ein knappes Nicken.
Darna vertraute Delilah. Sie hatte gerade auch gar keine andere Wahl.

Ein Moment Stille entstand in der Yran dann auch Darna musterte. Die Knappin stand mal wieder mit den Händen auf dem Rücken in ziemlich steifer Haltung in der Gegend herum und wirkte, nachdem das Thema besprochen war, eigentlich nicht besonders gesprächig. Dass dieses Warten an ihren Nerven zerrte, weil sie auf andere angewiesen war, sah man ihr für den Moment nicht an. Nach einer Weile beugte Yran seinen Kopf ein bisschen in ihre Richtung und sagte leise:
„Ich hoffe, du nimmst mir mein Verhalten in der Schlucht nicht übel. Ich wollte nur die Meinen beschützen.“

Ihre linke Braue hob sich recht abrupt und ihre Stirn krauste sich. Für einen Augenblick schwieg sie überrumpelt, während ihre Mimik eher mürrisch wirkte. Warum entschuldigte er sich? Dass sie das nicht verstand, ließ sie prompt kurz zweifeln, ob das überhaupt eine Entschuldigung war - aber was sollte es sonst sein? Und warum entschuldigte er sich bei ihr? Weil er mich 'angegriffen' hat? Oder, weil ich halt hier gerade stehe? Eigentlich hatten wir das doch geklärt?
Sie vermied es gerade so, die Wangen aufzublasen und hob etwas überfordert wirkend die Schultern, dafür klang ihre nüchterne Antwort umso salopper und damit unverfälschter:
"Nein, keineswegs. Ich schätze, ich hätte genauso gehandelt."
Sie stockte. Äh, natürlich ohne Ranken, versteht sich. Also, beziehungsweise: wenn ich genauso mächtig gewesen wäre. Also... In ihre Stirn gruben sich noch irritierter wirkende Furchen, während sie von Neugier getrieben irgendwie abzulenken schien:
"Wobei ich mich aber vor allem frage, wie Ihr eigentlich auf Fiddatan gestoßen seid, also wie Ihr uns gefunden habt? Das war doch vermutlich keine Routinepatrouille?"
Ihr ging erneut in dem Augenblick, wo sie es aussprach, selber auf, dass sie sich damit nach Abwehrmechanismen Drachmas erkundigte... und hakte bei einer ausweichenden Antwort nicht weiter nach.

Doch wann sich unterhalten, wenn nicht jetzt? Als sie bei Eilmana erste Zeichen von Erschöpfung argwöhnte, distanzierte sie sich dezent von Yran, um nicht weiter abzulenken, aber für den Anfang schien nichts Verwerfliches dabei zu sein, das eine oder andere Wort zu wechseln:
„Wie ist es denn da draußen so? Also ich meine außerhalb Drachmas. Ihr kommt aus Jorsa. Hat sich bestimmt verändert. ...Meinst du...“ Die nächste Frage schien ihn zu beschäftigen. „Meinst du, die Menschen da draußen würden immernoch Angst vor den Drachen haben, wenn sie einen sähen?“
Seinem Gesicht war nicht abzulesen, ob er darauf hoffte, oder es eher befürchtete.

Und wieder wanderte die Braue der Knappin nach oben, diesmal allerdings langsamer.
'Immernoch'.. Angst vor Drachen..?, echote sie gedanklich skeptisch und versuchte, die Frage einzusortieren, aber das gelang nicht so leicht, schon gar nicht ihr. Und so antwortete sie zunächst deutlich vorsichtig:
"Um Euch erklären zu können, was sich 'verändert' hat, wäre es ganz praktisch, zu wissen, was denn der letzte Wissensstand ist, den Ihr beispielsweise von Jorsa habt..."
Sie schürzte nachdenkend die Lippen und dann schien ihre Neugier geweckt, als sie ihn im Gegenzug fragte:
"Was war denn der letzte Status, den Ihr von Jorsa wisst? Also: wer, zum Beispiel, war König?" Darna war sich ziemlich sicher, dass ihre Geschichtskenntnis hier gute Dienste leisten konnte, um solche Aussagen passend zuzuordnen!
Aber Eines konnte sie auch so zur Auskunft geben und würde sicher auch noch von Bedeutung werden:
"Das Wichtigste und Schlimmste, was 'da draußen' gerade passiert, ist leider, dass die Dunkelelfen offenbar auf Kriegszug sind." Die Knappin schien erst noch mehr sagen zu wollen, hielt sich aber zurück. Sie spähte dabei einschätzend zu Yran, vor allem, wie er auf das Stichwort 'Dunkelelfen' zu reagieren schien. Interessierte Drachmaer und Drachen so etwas überhaupt? Standen sie auf irgend einer Seite? Sie schienen, was ihr bisheriges Verhalten mutmaßen ließ, keinen düsteren Neigungen zu folgen, eher deutlich im Gegenteil, aber was sagte das schon über ihre politischen Interessen?

Trotzdem bemühte sie sich bei aller Vorsicht, dem Drachenreiter gesprächstechnisch auch irgendwie entgegen zu kommen. Höflich, wenn es ging. Und so meinte sie weiterhin vorsichtig:
"Ein Drache ist... ein beeindruckender Anblick. Egal, welcher." Ihr Blick huschte dabei vergleichend über Plau Ren und Malagen, die schon reichlich unterschiedlich waren. Malagen mochte deutlich kleiner sein, aber auch ihn hatte Darna ja bereits in Aktion gesehen!
"Und vor allem dürften diese Anblicke... ungewohnt sein", wurde sie noch vorsichtiger. "In Jorsa gibt es eigentlich nur noch Geschichten über sie. Viele handeln dabei nur von.."
wilden Bestien. Darna senkte den Blick und rümpfte skeptisch die Nase. Das ist bestimmt nicht etwas, dass die hören wollen! Verflixt! Wie komm ich da jetzt wieder raus?!
"wildem Seemannsgarn", versuchte sie sich zu retten und hob die Schultern, "Von dem kaum einer sagen kann, was davon nun eigentlich wahr ist oder nicht."
Ein Märchenerzählerkönig, der von Drachen erzählt, auf denen man reiten könne..., waberte seltsam wohlige Erinnerung empor, aber sie erinnerte sich ebenso nur zu gut daran, wie verrückt das geklungen hatte! Stattdessen dachte ich, ich kann ein Ritter werden, der mit Pferd und Lanze Jungfrauen vor bösen Drachen rettet. Ha! Was davon war jetzt das Märchen?
Nun stand sie hier...
Ihr Blick glitt etwas befremdet über die mittlere Umgebung der Stadt und sie atmete einem Seufzen ähnlich leise aus.

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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 2. Mai 2019, 18:46

… Dann durchflogen sie die Wolken und der endlos weite Sternenhimmel erstreckte sich vor Eli. Es war der magischste Moment den sie bisher je erlebt hatte. Malagen landete auf einer Bergspitze und Sie betrachte die Sterne bis Sie und Yran sich näher kamen und ihre Lippen sich berührten.
Eilmana atmete bei den Gedanken tief ein, synchronisierte ihren Herzschlag mit dem von Verano und ein feines sachtes Leuchten zog sich über Elis Haut ohne das sie es selbst bemerkt hätte.
Yran bemerkte es sehr wohl und strich sanft dem Leuchten auf ihrem Nacken mit seinen Fingern hinterher. Er liebte sein Glühwürmchen.
Der Gedanke an Yrans Liebe und an diesen wundervollen Moment machte etwas mit Eilmana. Ihre positiven Gefühlte hatten auch einen Einfluss auf ihre Magie den sie aber wiedermal nicht bewusst wahrnahm. Doch für einen Moment erschien es ihr so leicht diesen Herzschlag aufrecht zu erhalten, dass sie gar nicht merkte, wie viel sie dabei von sich selbst gab. Nach dem wieder einige Minuten verstrichen waren spürte sie, dass sie es nicht mehr lange halten konnte und sie bald ohnmächtig werden würde...
Komm schon Eilmana...du kannst das...du musst noch ein wenig durchhalten...
, sprach sie in Gedanken zu sich selbst und gab dabei … alles!

Alles.


Delilah beobachtete das Treiben au dem Augenwinkel und ihr Blick fiel nachdenklich auf die Elfe. Es war nur ein kurzer Eindruck, denn sie musste sich ja selbst konzentrieren. Diesen fast verbissenen Gesichtsausdruck... diese Leidenschaft alles zu geben... Irgendwoher kannte sie das alles und sie fühlte sich in plötzlich in ihre eigene Vergangenheit zurück versetzt. Deli biss sich auf die Lippen und ahnte was geschehen würde, doch im gleichen Moment, in dem sie vielleicht noch hätte aufspringen können um es zu verhindern wurde ihr auch bewusst, dass manche Opfer nötig waren. Sie selbst wusste das am besten. Ihr Blick ruhte auf der Elfe und ihre Fingernägel gruben sich in ihre Handflächen. Das hier war ein Lernprozess, den sie selbst schon durch gemacht hatte und Eilmana war im Begriff den gleichen Weg zu gehen. Sie würde daran wachsen und stärker werden... hoffentlich.

„Ich hoffe, du nimmst mir mein Verhalten in der Schlucht nicht übel. Ich wollte nur die Meinen beschützen.“
Darnas linke Braue hob sich abrupt und ihre Stirn krauste sich.
"Nein, keineswegs. Ich schätze, ich hätte genauso gehandelt."
In ihre Stirn gruben sich noch irritierter wirkende Furchen, während sie von Neugier getrieben irgendwie abzulenken schien:
"Wobei ich mich aber vor allem frage, wie Ihr eigentlich auf Fiddatan gestoßen seid, also wie Ihr uns gefunden habt? Das war doch vermutlich keine Routinepatrouille?"
„Ich hatte meinen Befehl.“
Befehle... Das war sicher etwas, dass Darna verstand. Als Ritter tat man Dinge, die man nicht hinterfragte, denn würde man das tun, dann würde man wichtige Sekunden oder Minuten verlieren, die oft Leben forderten. Also hatte sein König ihm den Befehl gegeben. Hatte er das nicht schon so in etwa erwähnt? Das er geschickt worden war um etwas „untotes“ aufzuhalten?
Als sie bei Eilmana erste Zeichen von Erschöpfung argwöhnte, distanzierte sie sich dezent von Yran, um nicht weiter abzulenken, aber für den Anfang schien nichts Verwerfliches dabei zu sein, das eine oder andere Wort zu wechseln:
„Wie ist es denn da draußen so? Also ich meine außerhalb Drachmas. Ihr kommt aus Jorsa. Hat sich bestimmt verändert. ...Meinst du... Meinst du, die Menschen da draußen würden immernoch Angst vor den Drachen haben, wenn sie einen sähen?“
Seinem Gesicht war nicht abzulesen, ob er darauf hoffte, oder es eher befürchtete. Und wieder wanderte die Braue der Knappin nach oben, diesmal allerdings langsamer.
'Immernoch'.. Angst vor Drachen..?
, echote sie gedanklich skeptisch und versuchte, die Frage einzusortieren, aber das gelang nicht so leicht, schon gar nicht ihr. Und so antwortete sie zunächst deutlich vorsichtig:
"Um Euch erklären zu können, was sich 'verändert' hat, wäre es ganz praktisch, zu wissen, was denn der letzte Wissensstand ist, den Ihr beispielsweise von Jorsa habt..."
Sie schürzte nachdenkend die Lippen und dann schien ihre Neugier geweckt, als sie ihn im Gegenzug fragte:
"Was war denn der letzte Status, den Ihr von Jorsa wisst? Also: wer, zum Beispiel, war König?"
Darna war sich ziemlich sicher, dass ihre Geschichtskenntnis hier gute Dienste leisten konnte, um solche Aussagen passend zuzuordnen! Aber Eines konnte sie auch so zur Auskunft geben und würde sicher auch noch von Bedeutung werden:
"Das Wichtigste und Schlimmste, was 'da draußen' gerade passiert, ist leider, dass die Dunkelelfen offenbar auf Kriegszug sind."
Sie spähte dabei einschätzend zu Yran, vor allem, wie er auf das Stichwort 'Dunkelelfen' zu reagieren schien. Dieser wirkte vor allem bei dem Wort „Krieg“ wenig begeistert.
"Ein Drache ist... ein beeindruckender Anblick. Egal, welcher."
Ihr Blick huschte dabei vergleichend über Plau Ren und Malagen, die schon reichlich unterschiedlich waren. Malagen mochte deutlich kleiner sein, aber auch ihn hatte Darna ja bereits in Aktion gesehen! Als sie wieder zu Yran sah, schmunzelte dieser! Tatsächlich! Irgendetwas hatte ihn wohl amüsiert. Hielt er Drachen nicht für beeindruckend? Oder gab es welche die es nicht waren? Welche die ganz anders waren?
"Und vor allem dürften diese Anblicke... ungewohnt sein"
, wurde sie noch vorsichtiger.
"In Jorsa gibt es eigentlich nur noch Geschichten über sie. Viele handeln dabei nur von.."
Darna senkte den Blick und rümpfte skeptisch die Nase.
"wildem Seemannsgarn"
, versuchte sie sich zu retten und hob die Schultern,
"Von dem kaum einer sagen kann, was davon nun eigentlich wahr ist oder nicht."
Ein Märchenerzählerkönig, der von Drachen erzählt, auf denen man reiten könne...
, waberte seltsam wohlige Erinnerung empor, aber sie erinnerte sich ebenso nur zu gut daran, wie verrückt das geklungen hatte!
Stattdessen dachte ich, ich kann ein Ritter werden, der mit Pferd und Lanze Jungfrauen vor bösen Drachen rettet. Ha! Was davon war jetzt das Märchen?
Nun stand sie hier...
Ihr Blick glitt etwas befremdet über die mittlere Umgebung der Stadt und sie atmete einem Seufzen ähnlich leise aus und irgendwo ganz tief in ihr spielte jemand mit den Worten ihrer Gedanken, ohne wirklich an die Oberfläche zu kommen. Doch so war das mit Gedanken. Manchmal geschahen sie einfach. Es war nur ein vorsichtiges ziehen und neu auswürfeln der Worte, aber es zeigte Wirkung:
… ein Ritter werden, … der mit Drache und Lanze Jungfrauen vor bösen Königen rettet.
Doch dieses vorsichtige Würfeln aus der Ferne reichte wohl um ungewollte Aufmerksamkeit zu erregen. Wo Plau Ren gerade abgelenkt war, da näherte sich plötzlich Malagen knurrend und Yran hob sicherheitshalber die Hand. Doch so richtig schien das nicht auszureichen. Malagen schlich weiter in einem Abstand von drei Schritt um sie herum und der grüne Drachenritter war scheinbar auch nicht 100%tig überzeugt, seinen Drachen zurück halten zu wollen. Yran schien unentschlossen, ob er bei Eilmana bleiben sollte, oder nach seinem Schwert greifen wollte. Er sah Darna mit gerunzelter Stirn an, blieb aber ruhig. Eine bedrückende Stille lud die Luft um sie herum auf.
„In tausend Jahren hat noch nie ein Dämon das innere Drachmas erreicht.“
Er sprach leise, klar und sah ihr fest in die Augen, als fragte er sich, ob Darna das nun geändert hatte. Die folgende absolute Stille in ihr war wohl Antwort genug. Dieses „kein Kommentar“ war übermächtig und fast fühlte sie eine drohende Leere in sich, die ihre eigene Existenz in Frage zu stellen drohte; so sehr zog sich ihr „Lebenspartner“ zurück! Er hatte ihr Leben mit ihr geteilt! War sie nun wirklich allein? Wie fühlte sich jemand, der sein ganzes Leben in seinem Unterbewusstsein, jemand andern noch mit sich herum getragen hatte? Wie würde es sich anfühlen ohne ihn zu sein? Und ganz leise stellte sich vielleicht die Frage, ob er nicht wirklich ein Teil ihrer Selbst war... der Dämon... Wie war es ein Teil seiner selbst zu verlieren?
Malagen schnaubte noch ein paar Mal und entfernte sich dann mit schüttelndem Kopf etwas weiter. Darna ahnte sicher, dass ihr Dämon das nicht mit Absicht getan hatte. Er hatte sich so tief in ihr versteckt, aber vielleicht doch gerade einen Gedanken gehabt, der ihren eigenen ähnlich gewesen war und so eine Art Rückkopplung hervor gerufen. Diese hatte Malagen aufgefangen und es hatte ihn aufgescheucht.
Darna lebte hier gefährlich, solange sie „Gesellschaft“ hatte. Auch wenn ihr Dämon sich schon irgendwie von ihr verabschiedet hatte, so war er immernoch ein Teil von ihr. Er beschützte sie, in dem er schwieg. Doch manchmal dachten sie das gleiche und auch in ihren Träumen kam er ihr näher. Ebenso der Blick ins Feuer machte die Barriere durchlässiger. So sehr sie auch versuchte vorsichtig zu sein. Kontrolle hatte sie deswegen noch lange nicht über ihn ...oder sich selbst... oder ihre Umgebung.
Kontrolle war eine Illusion.

Dann kam der Moment, der alles in Bewegung brachte.
Eilmanas leuchtende Hand auf Veranos Brust erlosch, rutschte von seinem Körper und die Elfe kippte zur Seite. Noch bevor ihr Kopf auf den harten Boden aufschlagen konnte, hatte Yran sich hin gekniet und sie in seine Arme gehoben. Ihr Kopf hing schlaff herunter. Yran sah voller Sorge auf ihr blasses Gesicht herab.

Eilmana ist: schwer verletzt




Leon war sofort bei seinem Vater und übernahm wieder die Maßnahmen, die ihm am Leben erhalten sollten. Delilah sah kurz zu der ohnmächtigen Elfe und atmete schwer, während sie dann eilig den Funken aus Plau Ren in sich zurück rief.
„...das muss eben reichen!“
, sprach sie kaum hörbar zu sich selbst. Der mit Wissen aufgeladene Funke schwebte noch einen Moment lang über ihrer Hand, bevor sie sich ihn wieder in den Kopf pflanzte. Es sah merkwürdig aus, wie er einfach durch die Haut in Delis Stirn eintauchte und darin verschwand wie eine leuchtende Qualle im Meer. Delilah hielt die Augen fest zusammen gepresst und atmete stoßweise, als hätte sie Schmerzen. Ihre Fäuste waren geballt und sie zitterte am ganzen Körper. Dann riss sie plötzlich die Augen auf und hauchte:
„...ich weiß wie!...“
Ohne jegliches Zögern überbrückte sie die Distanz zu Plau Ren und befahl:
„Maul auf!“
Das Drachenweibchen sah kurz zu seinem Reiter, doch öffnete schon mal langsam seinen geräumigen Schlund in den die junge Novizin sofort hinein kletterte.



Haps!



Nein... die Zunge des Drachen zuckte nur ein paar Mal, als das Mädchen darüber krabbelte um nach hinten in den Rachen zu gelangen. Auch Tarmas war nun aufgestanden und näherte sich langsam der Szene. Er legte seine Hand sanft an die Lefze seines Drachens und beruhigte sie so. Plau Ren hielt ganz still und trotzdem war der Anblick furchterregend, wie Deli da zwischen den Zähnen herum tollte. Dann schien sie wohl gefunden zu haben was sie suchte und rief:
„Das könnte jetzt kribbeln! Stillhalten!“
Plau Rens Augen wurden größer! Dann leuchtete plötzlich der ganze Rachen und man sah nur noch Delilahs dunkle Silhouette vor dem Strahlen. Man sah wie sich der Drache aufbäumen wollte, doch es reichte die eisige Berührung ihres Reiters um den Kopf still zu halten. Allerdings peitschte der Schwanz schon gefährlich über den Platz. Das Licht flackerte und dann war es auch schon vorbei.
„Geschaaaaft!“
Delilah ließ sich einfach über zwei Backenzähne hinaus kullern und lag feucht und selig grinsend auf dem blanken Boden. Sie rang nach Atem, aber kommandierte weiter herum:
„Leon...*schnauf*... Hör auf! Triff zurück und lass Plau Ren ran!“
Er zögerte nur kurz und rückte dann von seinem Vater ab. Plau Ren richtete sich auf, schmatzte ein paar Mal und probierte ihren „neuen Rachen“ ein paar mal aus, dann atmete sie tief ein. Während dessen robbten Leon und Delilah aufeinander zu.
„Sofort, wenn er rundherum bedeckt ist machst du weiter!“
, sprach Deli zu ihm und rutsche auf den Ellenbogen robbend noch ein bisschen weiter weg.

Obwohl Darna vielleicht diejenige war, die von Hause aus am wenigsten begriff, was hier passierte, so ahnte sie doch was vor sich ging. Als hätte sie ein natürliches (...oder dämonisch gutes) Gespür für Drachenmagie. Wie sich im Gespräch mit Yran schon heraus kristallisiert hatte, würde Leon mit seiner letzten Magie das Eis des Drachen aufladen, dass durch Delis Zauber zu einer Art dauerhaftem Speicher umgewandelt worden war.

Und so geschah es auch. Plau Ren ließ ihren Odem frei und gleich flüssigem Glas übergoss sie ihn mit ihrer Magie. Schlagartig war es in der Umgebung 10 Grad kühler und feine Eisblumen bildeten sich in einem Umkreis von gut 10 Schritt um Verano herum auf dem Boden. Leon wartete den rechen Moment ab und warf sich dann nach vorne. Sein Licht berührte das Eis und der gläserne Kokon begann von innen heraus erst golden, wie sein Licht, dann bläulich wie Plau Rens Odem zu glühen. Die beiden Magieformen verbanden sich miteinander!

ES HATTE GEKLAPPT!





Verano lag in seinem Sarg aus Dracheneis und wurde von Leons Magie am Leben erhalten. Das sanfte pulsieren im Takt seines Herzschlages zeigte es deutlich an. Delilah hatte Leon nach der ersten Sekunde schon sanft zurück gerufen. Ihr leises „Das reicht.“ war fast unter gegangen im allgemeinen Durcheinander. Erst jetzt konnte jeder für sich Bestand aufnehmen und so fiel auch ihr eigener Blick auf ihre Hände, mit denen sie den Rachen des Drachen verändert hatte. Weiß bläuliche Verbrennungen warfen Blasen auf den Ballen und zogen sich fein verästelt ihre Arme hinauf.

Delilah ist: leicht verletzt




Auch Leon wirkte mehr als nur ein bisschen ausgelaugt und ein feiner Blutstropfen rann aus seiner Nase. Am schlechtesten ging es wohl Eilmana, die noch nicht wieder zu Bewusstsein gelangt war. Yran flüsterte immer wieder ihren Namen und streichelte ihren Kopf.

Darna war noch am einsatzfähigsten und versuchte die Situation im ganzen zu betrachten. Es schwebte niemand mehr in akuter Lebensgefahr. Verano war... vereist. Die Heiler mehr oder weniger leer oder so leer, dass sie sich selbst Schaden zugefügt hatten. Yran ging es gut, Tarmas war blass, aber das war er wohl immer und die Drachen schnupperten interessiert an dem Eisklotz, der nun mittig auf dem Zentralplatz lag und eine eisige Kälte verbreitete. Die Kälte war dabei sogar das größte Problem. Ein geschwächter Körper würde dem hier nicht lange Stand halten. Sie brauchten Wärme! Sie durften nicht hier bleiben. Nicht so nah! Einzig Tarmas schien die in die Knochen kriechende Kälte zu mögen und er streichelte sogar einmal über den gefrorenen Sarkophag.
Unter seiner Hand sammelte sich das Leuchten und verteilte sich wieder, als er die Hand weg nahm.
„Hat funktioniert.“
, war sein kurzer Kommentar. Er nickte noch einmal langsam und wandte sich dann seinem Drachen zu.
„Hast du gut gemacht, meine Schönste!“
Die Drachendame antwortete kühl:
„Ist ja nicht so, als ob ich nichts davon gehabt hätte.“
Sie lächelte gefährlich mit viel zu viel Zähnen, dann drehte sie sich und meinte:
„Wenn du unsere Gäste nicht bald ins Warme bringst, kann ich meinen neuen Odem gleich noch mal ausprobieren.“
Ihr Blick ging von Eli zu Delilah, zu Leon und zu Darna und Tarmas nickte in Richtung des Eisbergs.
„Er ist hier sicher. Wenn ich euch aufwärmen wollt, dann folgt uns. Ich geh schon mal vor. Ihr werdet es finden...“
Er wandte sich grob in Richtung der Taverne und marschierte langsam und gelassen los.
„... Folgt dem einfach dem Dampf.“

(ooc: wenn ihr eure Eindrücke geschildert habt, schreibt einfach, dass ihr Tarmas folgt und es kann weiter gehen. ;-) )
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 19. Mai 2019, 18:36

Eilmana bekam von all dem was um sie herum geschah nichts mehr mit. Sie war noch völlig konzentriert auf ihre Aufgabe, doch sie spürte das ihre Kraft sie zunehmend verließ. Es dauerte nicht mehr lange, sie wollte im letzten Augenblick noch aufschauen um sich zu vergewissern ob alles gut gegangen war, ob ihre Zeit ausgereicht hatte, doch der letzte funken Magie erließ ihren Körper und diesen Augenblick sackte ihr Körper in sich zusammen.

Stille........................

eine ganze weile war Eilmanas Geist in Dunkelheit gehüllt......Ihr Körper lag in völliger schwärze da...reglos.....beinah Leblos....
Bis sie sich langsam und nur Stück für Stück wieder zu spüren begann. Sie schlug im Traum ihre Augen auf......SCHWARZ

Sie stemmte sich erschrocken auf die Hände und sah sich um....NICHTS......

„Hallo?....ist hier jemand...? HALLO?“
Immer mehr Angst kroch in Eilmana hoch und schien ihren Geist förmlich zu über schwämmen. Sie spürte wie sie zu zittern begann, nicht mehr Herr über ihre Gefühle war.

Warum war hier niemand...wieso war sie so alleine...was hatte das zu bedeuten?
Das sie träumte war ihr gerade nicht bewusst....
Es war als hätte ein unbekanntes etwas alles Licht der Welt verschluckt....alle Farben....jede Freude....
Sie sackte auf die Knie, schlug die Hände vors Gesicht und begann zu weinen.
„Eli.....“ erklang aus der Stille....

sie blickte auf, und sah ein Licht vor sich das immer größer wurde. Ein Kristallherz das hell leuchtete schwebte vor ihr und Eilmana erkannte im Traum das es ihr eigenes Herz war welches sie da gerade sah.

Im Lichtschein ihres Herzens erblickte sie etwas....
Eine Silhouette tat sich auf. Sie stand auf und ging auf die Gestalt zu. „..Yran“....Erleichterung kam in Eli hoch...sie erblickte auch Malagen....
Dann blickte sie erleichtert nach rechts und sah Tarmas...hinter ihm Plauren …..
Eilmana begann erleichtert zu lächeln...
Sie blickte nach Links....dort Stand Protho mit seinem Drachen....

„Oh ich bin so froh euch zu sehen....ich dachte schon ich wäre völlig alleine.....“
Sie ging auf Yran zu.
„Ich hatte solche Angst“

„Du bist unwürdig...du widerst mich an....“ Kam es aus Yrans Mund.
„Du bist nicht würdig in Drachmar zu leben....und noch weniger bist du es an meiner Seite zu sein....du bist Abschaum.....Verschwinde und komm nie wieder nach Drachmar zurück....“

Geschockt blickte Eilmana in das Gesicht des Mannes den sie liebte....
Yran drehte sich um und ging mit Malagen in die Dunkelheit.
In Elis Kristallherz endstanden Risse und sein Licht begann zu flackern und dunkler zu werden...

Tarmas stimme erklang „Du bist unfähig, nicht mal einen einfachen Menschen konntest du retten...“ Auch er verschwand mit seinem Drachen in die Dunkelheit...
Weitere Risse durchzogen Elis Herz....
Das konnte nicht wahr sein.... Was passierte hier gerade.... Mit letzter Hoffnung drehte sie sich zu protho..
„so etwas schwächliches wie dich brauchen wir hier nicht“ erklang von ihm...


nach dem Protho gesprochen hatte war dieses Herz mit tausend rissen durchzogen und drohte völlig zu zerbrechen...
Eli sank auf die Knie und nahm ihr Herz sachte in die Hände.
Tränen liefen aus ihren vor Schock aufgerissenen Augen und tropften auf den Schwarzen Boden als Yrans Stimme noch einmal aus der ferne erklang.
Eli Blick der leer in die Dunkelheit starte versuchte nur noch einmal yrans Gestalt zu fixieren...
„Eilmana ich habe dich nur benutzt...ich liebe dich nicht.....“
In diesem Augenblick zersprang das Kristallherz in Tausend kleine Splitter die zu Boden vielen. Das licht erlosch und alle 3 Drachenritter waren verschwunden.
Eilmana war wieder aleine in der Dunkelheit und sackte weinend in sich zusammen....
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 23. Mai 2019, 10:20

(kleine Zwischensequenz für Eli, bis Darna wieder da ist ;) )

Eilmanas Augenlider flackerten unruhig und auch ihr Körper zitterte in Yrans Armen. Er hielt sie fest und sah besorgt auf seine kleine Elfe hinab. Anscheinend träumte sie schlecht und sein Unvermögen dagegen etwas zu tun belastete ihn. Immer wieder flüsterte er ihnen Namen leise und hoffte, dass er so ihr Unterbewusstsein erreichen würde, doch Eilmana war in ihrer eigenen selbst erschaffenen Dunkelheit gefangen. Ihr Traum ließ sie unterbewusst die Fäuste ballen und Tränen sickerten unter ihren dichten geschwungenen Wimpern hervor. Der grüne Drachenritter sah sie an und folgte seinem „Bruder“. Eilmana ins Warme zu bringen, war bestimmt ein guter Gedanke, also schloss er sich Tarmas an und trug die Elfe die langen Stufen hinauf zur Taverne, wo ganz in der Nähe aus einer Höhle warmer Dampf auf stieg. Yran brachte sie in die kleine Kaverne mit dem blubbernden heißen Becken, wo sie sich das erste Mal geliebt hatten. Er bettete sie auf weiche Tücher und strich ihr das wirre Haar aus der Stirn.
„Komm zurück zu mir...!“
Eilmana kannte diesen Ort und vielleicht verband ihr unterbewusster Geist die Wärme, den Dampf, den Duft der Öle, die Klänge der unterirdischen Terme mit etwas positiven, was sie zurück in die Wirklichkeit führen könnte, denn solange sie sich in ihrer Hoffnungslosigkeit verirrte, so lange würde sie nicht erwachen können.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Eilmana Silva » Samstag 25. Mai 2019, 19:39

Eilmana sahs in absoluter Dunkelheit und weinte als ihr Plötzlich ein bekannter Geruch in die Nase stieg. Erst nahm sie ihn nicht richtig war doch dann wurde er immer intensiver, der Geruch half ihr sich zu beruhigen und zunehmend wurde ihr Geist wieder klarer.

Dieser Duft....er kommt mir so bekannt vor...
Sie sah sich um und ihr Geist formte eine passende Umgebung zu dem Duft.
Eilmana fand sich plötzlich in den höhlen Drachmars wieder wo sie das erste mal gebadet hatte.
Sie war alleine und stand in dem großen Wasserbecken als ihr der Duft immer intensiver vorkam.
Sie stieg nass und völlig nackt aus den Wasser und folgte dem Duft. Aber irgendwas stimmte hier nicht...oder bildete sie sich das nur ein...

Sie kam durch einige Kammern voller Dampf die in ein rötliches Licht gehüllt waren dann ging sie eine endlos lange Treppe hinunter....die Stufen wollten einfach kein Ende finden ...von unten hörte sie schallendes Gelächter von 3 Männerstimmen.
Dann sah Eli endlich das ende der Treppe und ein helles goldenes licht. Sie bog um die Ecke und erblickte in einem blubberbad auf dem heißer Dampf aufstieg Protho, Yran und Tarmas...alle 3 lachten laut mit einander und prosteten sich mit einem Krug zu.
Als sie Eli erblickten richtete Protho seine Hand mit samt dem Krug ihr entgegen.

„Eilmana, unsere Hübsche Elfe...komm doch zu uns“

Eli lächelte etwas beschämt und ging ihnen entgegen doch als sie den ersten Fuß ins warme Wasser setzte Stockte sie....

was passiert hier ….warum gehe ich einfach zu ihnen....das ist doch schrecklich peinlich....
Sie sah an sich hinunter....
Ich bin völlig nackt....
Ihr Blick viel auf Yran der errötet grinste...
Hier stimmt doch etwas nicht....
Dann sah sie zu Tarmas der gerade ausgelassen Yran anlachte....

STOP....Tarmas...hier in einem Becken mit so warmen Wasser, lacht so ausgelassen.......das kann nicht war sein....ich muss träumen......

In diesem Augenblick schlug Eli ihre Augen wieder auf und das Traumbild in ihren Gedanken verschwand.
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Re: Der Zentralplatz

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. Mai 2019, 14:33

(Eilmana weiter bei: Der Drachenzahn und seine ersten Gäste (unterhalb der Taverne in den thermischen Höhlen, mit den ehißen Quellen und Schwimmbecken))

(Darna auch, wenn sie mitgeht ;) beschreib ich dann gern noch mal ;) )
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