Maruka

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Maruka
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Rasse: Raubkatzenhybrid
Sprachen: Celcianisch
Ersera
Tiersprache (Katzen)
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Beruf: Sklavin
Fähigkeiten: Pfeil und Bogen: durchschnittlich
Kampf mit Klauen/Reizzähnen: gut
Peitsche: rudimentär
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: leichte Lederrüstung, gescheckter Umhang, Bogen, Köcher mit Pfeilen, Dolch, Peitsche, alles dunkelelfisch und ein Wollknäuel

Maruka

Beitrag von Maruka » Donnerstag 20. September 2012, 09:38

Name: Maruka


Vor der Verwandlung:
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Nach der Verwandlung:
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Rasse:
Hybrid: Mensch Mantronerin / schwarzer Serval

Alter:
18

Geschlecht: weiblich

Beruf:
Fährtensucherin/Sklavin

Heimat: Mantron - Morgeria

Gesinnung: Vorher: neutral mit einem Hang zum Guten. Nachher: neutral

Magie: keine

Sprache:
Celcianisch
Die Sprache der Tiere (Katzenarten - durch die Verwandlung)
Esera (Die Sprache des Eisreiches)

Religion/Glaube: Vor der Verwandlung: Ventha wie ihre Eltern.
Nach der Verwandlung: "Ich bin Ventha unwürdig geworden. Sie hat ihren Blick von mir genommen. Ein Wesen, wie ich es jetzt bin, verdient es nicht von ihr gesehen zu werden. Ihr Wut traf mich und ich ertrage mein Schicksal. Ich bin allein im Glauben, denn wie könnte mich ein anderer Gott lieben, wenn ich mich doch selbst nicht lieben kann."

Aussehen:
"Einst war ich stark und schön!"
Vor ihrer Verwandlung durch den Virus war Maruka eine schöne, stolze Mantronerin, voller Lebenslust und jugendlichem Charme. Ihr langes helles Milchkaffee-braunes Haar, welches die gleiche Farbe wie ihre Haut aufwies, pflegte sie offen bis über die Schultern fallen zu lassen, sofern sie nicht auf der Jagd war. Dann flocht sie es eng an den Kopf und legte den Zopf wie einen Schal um den Hals. Die hellen, bernsteinfarbenen Augen, fast leuchtend gelb, sind ihr bis heute geblieben, wenngleich die Pupillen ihre Form verloren haben. Da sie immer schon wild und ungestüm war, wie eine junge Wölfin, war es kein Wunder, dass schon mit jungen Jahren viele Narben ihren starken, schönen und sehr weiblich geformten Körper zierten. Manche bekam sie aus Dummheit oder Übermut. Aber sie trug auch jene mit Stolz, die sie in Kämpfen und Rangeleien siegreich erworben hatte. Die Kleidung von damals bestand überwiegend aus weißem Robbenfell und hellem Leder, zum Schutz vor der Kälte und zur Tarnung in den schneebedeckten Wäldern um Mantron herum.

"Dann hat mich dieses Mistvieh gebissen, aber vergessen zu töten!"
Die Verwandlung nahm ihr ihr Strahlen. Selbst die Narben, auf die sie sogar stolz war, sind unter der seidig schwarzen Hülle verborgen. Der einst so große (1,85 m / 88 kg), muskulöse Körperbau der Mantronerin ist einer schlanken, grazilen Gestalt (1,65 m / ausgehungert: 51 kg, Endgewicht: 59 kg) gewichen, die sie selbst als dürr und zerbrechlich beschreiben würde. Doch was sie an Kraft durch die Verwandlung eingebüßt hat, gab ihr der Virus an Gewandtheit zurück. Kraftvolle Muskelpakte haben sich in sehnige Eleganz verwandelt, ein starker selbstbewusster Gang in das vorsichtige Schleichen eines Raubtiers, das sich selbst niemals als schön ansehen würde und doch mancher als pure, tödliche Eleganz beschreiben würde. Schwarzes Fell überzieht nun ihren gesamten Körper. Katzenohren, Katzenschwanz und ausfahrbare Katzenkrallen an noch menschlich geformten Händen, auch die Eckzähne gleichen nun mehr einem Raubtier. Wenn gleich nicht ganz so lang, entstellen sie ihre Gestalt, auf die sie einst so stolz war und die manch einen bewundernden Blick auf sich gezogen hatte. Ihre einst so schönen hellen Haare haben sich in eine schwarze struppige Mähne verwandelt und der Blick in ihre immer noch hellen, bernsteinfarbenen fast gelben Augen erinnert an das, was sie verloren hat. Doch sie sind nicht immer so. Solange die Angst durch ihre Adern fließt, sind sie gelb und tragen die grausamen Erinnerungen in sich, doch manchmal, nur ganz selten, in besonders klaren Momenten, die man als Glück oder Freiheit beschreiben könnte, verlieren sie die Vergangenheit und sie färben sich eisblau. Sie selbst hat diesen Effekt noch nie beobachtet, da sie den Blick in den Spiegel scheut und weiß so auch nicht woraus er entstanden ist. Ein Grund dafür mag in der Verwandlung in sich ruhen, da der Serval blaue Augen hatte. Es geschieht nur wenn sie sich in ihrem neuen Körper geborgen und sicher fühlt. Doch dies ist nur sehr selten der Fall. Wenn sie einmal in ferner Zukunft ihre Verwandlung ganz akzeptieren kann, sich ihr Geist nicht mehr dagegen sträubt, dann werden diese Augen den letzten Verwandlungsschritt vollziehen und für immer das herrliche Eisblau annehmen.
Dann wird ihr Körper der einer eleganten Räuberin sein, eine tödliche Schönheit voller Instinkte und einer vergessenen Vergangenheit.

Persönlichkeit:
Früher sprudelte sie nur so vor Charme! Das "Spiel" mit den jungen Männern der Stadt war ihr Gebiet und wenn sie nicht damit beschäftigt war, pirschte sie durch die nahe gelegenen Wälder, immer auf der Suche nach neuen Spuren. Früh übte sie sich im Fährtenfolgen und im Jagen, wie viele der Jugendlichen ihres Alters. Sie war recht gut, so dass ihr Vater nie etwas zu meckern hatte. Ihre Mutter wachte hingegen argwöhnisch über sie, nicht dass sie eines Tages durch ihr einnehmendes Wesen und die verführerische, dralle, etwas frühreife Gestalt zu früh zu einem Kind kommen würde und das vielleicht noch schlimmer, ohne einen Gatten. Denn nichts machte Maruka mehr Freude, als den jungen Männern bei ihrem morgendlichem Krafttraining, mehr oder weniger heimlich zuzusehen. Sie hätte viele haben können, doch der eine, für den sie sich interessierte, der hatte kaum Augen für sie. Sie war erst 13 als sie sich traute ihn anzusprechen und ihn zu fragen, was er von ihr hielt, doch er hatte sie mit einer dicken kleinen Robbe verglichen, was sie tief verletzte und sie ihm fortan aus dem Weg ging. Nur aus der Ferne und ganz heimlich, bewunderte sie ihn weiter und trainierte sich die letzten kindlichen Fettpolster ab. Sie baute Muskeln auf und hoffte so sein Interesse neu zu gewinnen. Als er sich dann jedoch noch mit einem anderen Mädchen traf, um sich von ihr zum Essen einladen zu lassen, gab sie die Hoffnung ganz auf. Ihrer überfürsorglichen Mutter kam dies ganz gelegen, da sie sich fortan mehr auf ihre Ausbildung konzentrierte, als auf die Jungen. Ihr Vater nahm sie immer häufiger auf lange Jagdzüge mit und bald durfte sie auch allein in die Wälder und ins Eis auf Robbenjagd.
Erst war sie unschuldig, hatte ein einnehmendes Wesen, war freundlich, hilfsbereit, keck, kokett, eitel, verwöhnt, dann sogar ein bisschen oberflächlich, flirtete gern, liebte es besonders hübsch zu sein. Dann gab es jenen kleinen, aber bedeutsamen Vorfall, der ihr übersteigertes Selbstbewusstsein wieder auf den Boden der Tatsachen holte. Dies hatte zur Folge, dass ihr Selbstwertgefühl litt, sie wurde zunehmend unsicher und zog sich immer weiter zurück. Zudem verliebte sie sich unglücklich, arbeitete verbissen an sich selbst und war dennoch unzufrieden, wenn gleich sie immer noch abenteuerlustig und ein wenig süchtig nach Adrenalin war.

Doch heute haben ihre Augen jenen zauberhaften Glanz aus ihren Kindertagen verloren. Sie ist schreckhaft, meidet direkten Blickkontakt und scheint immerzu auf Schläge zu warten. Sie ist eine verirrte Seele, die sich noch neu formen muss, ein Geist, der seiner Richtung beraubt wurde. Je nach dem, wie die Zukunft sich ihr zeigen wird, wird sie sich anpassen, denn wenn man alles verloren hat, beginnt man das Wenige, was man hat zu schätzen. In ihrem Fall wäre das ihr Leben.
Ausgeprägter Überlebensinstinkt, fehlendes Selbstbild, fehlendes Selbstbewusstsein, ängstlich, schreckhaft bis panisch, im höchsten Maße aggressiv gegenüber Wesen, die sie an Piraten erinnern. Das kann von einem einfachen Geruch nach Salzwasser, bis hin zu der Tonlage der Stimme gegen. Man könnte es als ausgemachten Diskriminierung gegen Piraten bezeichnen. So oder so hasst sie sie und würde ohne groß nachzudenken sofort auf einen los gehen, wenn er in das Schema passt.
Was treibt sie an? Eine tiefe Sehnsucht nach ihrer Heimat, nach ihren Eltern und sogar nach dem jungen Mann der sie einst als Robbe bezeichnet hatte, zieht sie immerzu nach Süden. Irgendwann wünscht sie sich ihre Heimat wieder zu sehen, aber es braucht nur einen einzigen Blick in eine spiegelnde Oberfläche, um ihr diese Träume zu zerstören. Deshalb würde sie wohl möglich alles für ein Gegenmittel tun und ist da sehr anfällig für Scharlatanerie. Ihr größtes Glück wäre von ihrem Vater die Worte: „Ich bin stolz auf dich!“, oder von ihrer Mutter ein: „Ich liebe dich!“ zu hören, doch daran glaubt sie selbst nicht mehr.
Ein seltsamer Traum begleitet sie seit kurzer Zeit und verwirrt ihre Seele. Ganz selten in einsamen Stunden, in denen sie ihre Vergangenheit vergessen könnte und ihr neues Leben annehmen würde, in diesen kurzen glücklichen Momenten verändert sich nicht nur ihre Augenfarbe. Dann wäre sie ein Geschöpf der Nacht und hätte ihren Platz im Leben gefunden. Diese Zeiten sind jedoch nur Augenblicke, nur Herzschläge, nur ein Atemzug lang und verwirren ihre Gedanken. Sie versprechen einen Trost, den sie sich noch nicht vorstellen kann.

Stärken
- Anpassungsfähigkeit an ihre Umgebung.
Als halbe Raubkatze gab ihr die Verwandlung auch ein paar Vorteile. So sind ihre Fußsohlen gepolstert, wie die einer Katze, haben aber die menschliche Grundform behalten, was das Schleichen enorm erleichtert. Das schwarze Fell tarnt sie in der Dunkelheit.
- Fährtenlesen.
Wurde verbessert durch die Verwandlung, da die Sinne, wie z.B. der Geruch, verstärkt worden sind.
- Gewandtheit.
Katzenhaft, sehr gelenkig, fällt durch den Schwanz jetzt immer auf die Pfoten/Füße. Sie kann sich unglaublich verdrehen, um auch die letzte Stelle ihres Fells zu putzen.
- Kampf mit Klauen und Reizzähnen: gut
Sie kämpft, wenn sie muss, wild und ohne viel nachzudenken, meistens nur aus dem Instinkt heraus sich selbst zu schützen. Sie weiß ihre „Waffen“ noch nicht bewusst einzusetzen.
- Ausdauer.
Die tierischen Anteile ihres Körpers ermüden nicht mehr so schnell unter Belastung, wenn gleich Schlaf für eine Katze ein wichtiger Lebensinhalt ist.
- Körperbeherrschung.
Tanzen kann sie ganz gut. Gleichgewichtssinn dürfte sich auch verbessert haben, was das Balancieren auf Dachfirsten z.B. leichter machen sollte.
- Jagen mit Pfeil und Bogen: durchschnittlich
Da sie besonders kurz nach der Verwandlung noch Schwierigkeiten mit dem Ein- und Ausfahren der Krallen hat, muss sie beim Schießen vermehrt darauf achtgeben, dass sie eingefahren sind, um nicht die Bogensehne zu zerreißen.
- Sie besitzt ein gutes Allgemeinwissen über die Kreaturen Celcias und deren Fährten, aber speziell nur in ihrer Heimat, sonst eher schlechter und theoretischer.

Schwächen
- gebrochener Geist
Ein selbstbewusstes, starkes Gegenüber kann sie leicht beeinflussen, sogar befehligen, wenn sie es nicht schafft, den Willen aufzubringen, sich zu wehren. Besonders wenn es sich dabei um einen Dunkelelfen handeln sollte, verfällt sie schnell in das Verhalten der Sklavin zurück. Die Konditionierung zwingt sie dann in die Knie und sie entblößt ihren Rücken.
- Ruhelosigkeit
Maruka mag nicht lange an einem Ort sein, was auf ihre Gefangenschaft zurückzuführen ist.
- Ängstlichkeit
Maruka ist kein mutiger Charakter. Sie versteckt sich lieber.
- Schreckhaftigkeit
Schnelle Bewegungen in ihre Richtung oder z.B. das Knallen von Peitschen lassen sie schnell die Flucht ergreifen.
- mangelndes Selbstvertrauen
Die Vorstellung etwas aus eigener Kraft zu schaffen, ohne eine Anleitung oder einen Befehl von außen ist ihr fremd geworden. Es ist für sie „leichter“ einem Stärkeren zu folgen, als selbst zu handeln. Sie fühlt sich verloren in ihrem neuen Körper und traut sich selbst noch nichts zu.
- mangelndes Vertrauen in Fremde
Es könnte ja ein verkleideter Pirat sein, oder jemand der ihr wieder wehtun will.
- Hass auf Piraten
Manche Gerüche aus ihrer Gefangenschaft, wie die von Salzwasser, gepaart mit Schweiß und Angst vor ihrem Kapitän, oder der einprägsame Sprachgebrauch, haben sich in ihre Seele gefressen und lassen sie paranoide Angst entwickeln, die schnell in blinden Hass umschlagen kann. Es könnte passieren, dass sie einen einfachen Seemann nur dem Geruch nach angreifen würde, wenn er ihr zu nahe kommt.
- leicht zu ködern, wenn es um ein Heilmittel gegen den Hybridvirus ginge
Der tiefe Wunsch nach Hause zurück zu kehren ist noch nicht erloschen.

Lebensgeschichte:

"Wir Mantroner trotzen dem Eis! Wir lieben die See und das Heulen der Wölfe ist unser Wiegenlied. Lebe jeden Tag als sei es dein letzter, liebe als gäb es kein Morgen und heute kommst du mit mir auf die Bärenjagd!"
"Nun übertreibe doch nicht schon wieder so, Eirik! Das Mädchen kann ruhig mal zu Hause bleiben und mir bei der Hausarbeit helfen!"
"Eona, Liebste! Maruka wird nie eine gute Jägerin wenn du sie ständig nur Fische ausnehmen lässt! Mein Mädchen, wird mich einmal stolz machen, indem sie die beste Jägerin in ganz Mantron wird! Schon bald wird sie sich ihren Namen verdienen, das weiß ich!"

Kindheit und Jugend

Maruka, Kind von Eirik Bärenschädel und Eona Sternentanz, wuchs behütet in der Stadt Mantron auf. Ihr Vater war immer ihr größtes Vorbild und er war sehr stolz auf sein Töchterchen, das früh Interesse an der Jagd zeigte, anstatt an den üblichen Hausarbeiten der Frauen Mantrons. Auch wenn Eona, ihre Mutter sie liebend gern zu einer kundigen Brauerin und Wirtin erzogen hätte, wie sie es früher eine gewesen war, so stahlen sich das Mädchen und der Vater schon früh aus dem Haus, um allerlei Spuren im Schnee zu studieren.
"Schau, Maruka! An der Tiefe der Abdrücke kannst du erkennen, wie schwer das Tier gewesen ist. Bei Pferdespuren kannst du so erkennen, ob ein oder zwei Reiter darauf gesessen haben. Wenn der Hinterhuf sich tiefer eindrückt als der Vorderhuf, dann war es vielleicht noch mit Satteltaschen beladen. Die Größe und Form der Hufe gibt den Aufschluss, um welche Rasse es sich handelt und wie schnell sie reisen werden können. Pferdespuren sind recht einfach zu lesen, vor allem wenn sie beschlagen worden sind. Auf dem Festland gibt es sie viel häufiger. Dieser Reisende wird mit seinem Tier hier schnell Probleme bekommen, siehst du?"
Maruka schaute sich den Abdruck ganz genau an, auf dem der Finger ihres Vaters zeigte. Eine kleine Druckstelle in der Mitte war auffällig, da sie bei den anderen Hufabdrücken nicht zu finden war und sie zeigte darauf.
"Ja, richtig! Die linke Vorderhand wird bald lahmen, denn es muss sich etwas eingetreten haben. Wir sollten ihm mit den Wölfen folgen. Das Pferd wird nicht mehr weit kommen und zu Fuß... Wir sollten los, sonst erfriert der Reiter noch bevor er die Stadt erreicht."
Maruka lernte fleißig und genoss die gemeinsame Zeit mit ihrem Vater. Er brachte ihr den Umgang mit Pfeil und Bogen bei, denn auch wenn sie sich nicht gesträubt hätte, die Axt als ihre Waffe zu erlernen, so war es ihm im Geheimen lieber, sie in einem gewissen Abstand zum Gegner zu wissen. Für den Bau der Waffe spannte Eirik einen guten Freund und Nachbarn ein, der sich besser damit auskannte und so war Marukas erster Bogen zwar nicht all zu hübsch, aber doch von einigermaßen guter Qualität. Da er keine all zu große Reichweite hatte, lernte sie bald, sich an ihre Beute heranzuschleichen, oder sich gut getarnt im Schnee auf die Lauer zu legen. Mit 10 Jahren brachte sie ihr erstes, selbst erlegtes Kaninchen nach Hause und präsentierte es voller Stolz der Familie. Eirik erzählte den ganzen nächsten Monat allen, die es hören wollten, von seiner Tochter. Sein Stolz war ehrlich, wenn gleich der wehmütige Blick Eonas zeigte, dass sie sein Verhalten zwar verstand, doch insgeheim missbilligte. Dass Eirik seine Tochter so in die Höhe lobte, kam nicht von ungefähr. Sie war das einzige Kind der kleinen Familie und würde es auch bleiben, denn Eona war, nachdem sie Maruka geboren hatte, fast am Kindbettfieber gestorben. Sie hatte sich zwar von der schweren Krankheit erholt, doch konnte sie nun keine Kinder mehr bekommen. Der Wunsch nach einem Sohn war damals groß gewesen und Eirik liebte seine Frau so sehr, dass er nun Maruka, statt dem gewollten "Maruk", wie einen Sohn förderte. Eona fühlte wie ihr Mann, doch sah sie auch die Grenzen seines Wunsches. So wie Eirik seine Tochter für die Jagd ausbildete, so sorgte sie dafür, dass Maruka auch andere Fähigkeiten entwickelte. Eona war vor ihrer Krankheit eine wunderbare Tänzerin gewesen und zu ihrer Zeit, die schönste Frau ganz Mantrons, zumindest Eirik behauptete dies immer.
"Ich hab mich sofort in sie verliebt, gleich, als sie durch die Tür kam!"
Eona lächelte und Eirik nahm ihre Hand.
"Alle Männer starrten sie an, johlten und klatschten in die Hände und ich saß nur still da und schaute zu, wie sie tanzte. Noch nie hatte ich jemand schöneres gesehen als deine Mutter! Ich war hin und weg! Und ausschenken konnte sie auch noch!"
"Und doch hat es fast einen Monat gedauert, bis du mich überhaupt angesprochen hast."
"Ja das stimmt. Ich war nicht gut in Worten und noch sehr jung. Anstatt ihr zu sagen, wie sehr ich sie liebte, hab ich ihr die schönsten Felle unters Fenster gelegt."
"Es hat eine Weile gedauert, bis ich rausbekommen habe, wer mir die Geschenke macht. Aber dann ging alles ganz schnell und einen Monat später haben wir geheiratet."
Maruka sah zu, wie sich ihre Eltern verliebt wie am ersten Tag ansahen und zärtlich liebkosten.
"Mama, zeigst du mir, wie das Tanzen geht? Ich will auch mal einen so tollen Mann wie Papa haben!"
Beide Eltern lachten herzlich und Eona begann schon bald mit dem Unterricht. Auch wenn sie selbst schnell ermüdete, so war Maruka eine ausdauernde Schülerin und lernte schnell, sich rhythmisch zu bewegen. Musik war bald eine willkommene Abwechslung zur Jagd und umso älter Maruka wurde, umso mehr interessierte sie sich für ihre Wirkung auf das andere Geschlecht. Dabei bekam Eona früher als Maruka mit, dass die Ausstrahlung ihrer Tochter auch ebenso Wirkung auf die Jungen der Stadt hatte. Ihr Strahlen, ihre Schönheit begann langsam zu erblühen und erste "Aufwartungen" und abendliche Lagenfeuerromantik folgten, so gehäuft, dass Eona sich schon zu sorgen begann. Mit ihren verhältnismäßig dunklen Haaren galt sie schnell als etwas Besonderes unter den doch meist hellblonden Mädchen ihres Volkes. Sie war eine Trophäe, die jeder junge Mann gern erobern wollte. Ihre hellgelben "Wolfsaugen" weckten süße Träume in den von Hormonen belasteten Köpfen. In Marukas zwölften Lebensjahr war die Welt voller reiner Kristallblüten und rosa Herzen. Die Herzen der Jungen flogen ihr nur so zu. Mit ihren tänzerischen Darbietungen am Lagerfeuer brachte sie so manch ein frostiges Herz zum Schmelzen. Mit zarten 13 Jahren verliebte sie sich dann das erste Mal selbst, doch leider unglücklich. Ausgerechnet der Junge, der ihr junges Herz im Sturm erobert hatte, bekam es noch nicht einmal mit! Und schlimmer noch, er hatte sie gekränkt und Maruka kam schluchzend nach Hause. Dies sollte ein derber Einschnitt ihres Lebens werden, denn fortan trainierte sie ihren Körper noch mehr, um nicht mehr als "kleine dicke Robbe" zu gelten, wie er sie genannt hatte. Sie wurde ruhiger und die Sonnenstrahlen ihrer Beliebtheit spürte sie nicht mehr. Eona war fast ein wenig glücklich über diese Entwicklung, da Maruka sonst sicher bald eingebildet und hochnäsig geworden wäre, so viel Aufmerksamkeit hatte sie geschenkt bekommen. Doch ihre Tochter so unglücklich zu sehen, brach auch ihr das Herz und so ließ sie sie immer häufiger mit ihrem Vater zusammen die Stadt verlassen, um auf die Jagd zu gehen. Langsam kehrte wieder Ruhe in der kleinen Familie ein und Maruka war kurz davor, sich einen Namen als Jägerin zu machen. Maruka entwickelte sich von der sprühenden jugendlichen Persönlichkeit in eine ruhige, konzentrierte, junge Frau.

Das Leben am Rand der Gefahr

Bis zu ihrem 18ten Lebensjahr verbrachte Maruka viel Zeit damit, ihren Körper gegen Ermüdung zu stählen. Kein winzigstes Gramm Fett sollte mehr an ihr sein und manches Mal ging sie auch ein wenig zu weit, wenn sie Mahlzeiten ausließ und dann am nächsten Tag Schwäche verspürte. Doch eine Mantronerin härtet sich durch solche Erfahrungen ab und macht keinen Fehler zwei Mal. Sie trainierte den Tanz, genauso wie das bewegungslose An- und Entspannen ihrer Muskeln um sich im Eis warmzuhalten, wenn sie stundenlang auf ihre Beute lauerte. Immer weiter trieb es sie von der Stadt fort, um sich selbst und allen anderen zu beweisen, was sie konnte. Ihre Leidenschaft für das Fährtenlesen kam ihr dabei sehr zugute, denn umso weiter sie sich von der Stadt entfernte umso interessanter wurden die Spuren, die es zu finden gab. Ihre Fähigkeit, sich ihrer Umgebung anzupassen, wurde immer besser, bis selbst ein geübter Jäger einfach an ihr vorbei gehen konnte, ohne sie zu bemerken. Stets beobachtete sie ihre Umgebung genau und tarnte sich dann fast bis zur Unsichtbarkeit. Ihre Neugierde und der Wissensdurst der Jugend trieben sie immer weiter fort von den heimatlichen Gefilden und immer näher an den Rand der Gefahr. Bald lernte sie das Prickeln zu schätzen, was das Beobachten von Eisbären hervorrief, auch wenn sie niemals alleine einen jagen würde. Dafür war ihr Bogen zu klein. Aber das reine Verfolgen von Eisbären machte ihr ungewöhnlich viel Freude und sie bei der Robbenjagd zu beobachten, lockte sie weit aufs offene Eismeer hinaus. Die Einsamkeit im Eis, das Gefühl der Gefahr in der Stille, es war verlockend und aufregend zugleich. Zu gern wäre sie auch Mal mit den Seefahrern hinausgefahren, hätte mitgeholfen den Kanal offen zu halten, doch eine Frau an Bord eines Schiffes war immer noch mit gewissen Vorbehalten belastet. Nicht dass es nicht auch Frauen gab, die zur See fuhren, aber einem 18 jährigem Mädchen traute man einfach noch nicht so viel Disziplin zu. Diesen Weg schrieb sie sich dann selbst recht schnell ab. Die Landtiere fesselten sie ohnehin mehr, als solche, die in den Tiefen der Meere lebten. Und ihre größte Leidenschaft blieb es, den Eisbären hinaus aufs Eis zu folgen.
Dort wo sich die Spuren der guten Schwimmer und Taucher an ihren Eislöchern verloren, dort wo sie zwischen den Schollen nach ihrer Beute den Robben jagten, dort folgte auch Maruka ihnen und härtete sich dadurch noch weiter ab. Das Eisschwimmen kostete Kraft und Willensstärke und würde sie auch insgeheim auf die einmal jährlichen Festlichkeiten vorbereiten, in denen die Mantroner ihren tapfersten Krieger auswählten. Sie hatte sich fest vorgenommen, dieses Jahr schon daran teilzunehmen und als jüngste Teilnehmerin sich einen Ehrentitel zu erkämpfen. Viele Jugendliche eiferten diesen Zielen nach, doch Maruka ganz besonders, da sie noch immer hoffte, ihrer unglücklichen Jugendliebe aufzufallen. Doch es sollte niemals dazu kommen!
Maruka hatte ihre Kleidung bis auf den kleinen Dolch und ihre Unterwäsche abgelegt. Das Tauchen unter den Eisschollen war schon gefährlich genug, aber mit sich schnell vollsaugenden Fellen würde sie untergehen wie ein Stein. Sie hatte ihre Sachen gut versteckt zurückgelassen und atmete einige Male schnell und tief, damit ihr Blut mit ausreichend Sauerstoff für den Tauchgang angereichert wurde. Eisbären jagten unter dem Eis, also folgte sie ihnen auch dort hin, um sie zu beobachten. Sie achtete zwar immer peinlich genau darauf, dass genügend Risse und Spalten in der Nähe waren, um schnell auftauchen zu können, doch auch so brauchte sie Luft für ein paar Minuten. Die Unterkühlung ihres Körpers war dabei eher positiv, da sie den Verbrauch herab setzte. Langsam glitt sie in das Meer aus tausend kalten Nadeln, wie sie es schon oft getan hatte. In einiger Entfernung sah sie ein Schiff in den frisch aufgebrochenen Spurrinnen des Eiskanals zwischen der Insel und dem Festland langsam näher kommen. Doch bis es auch nur annähernd die Jagd des Bären stören konnte, würden noch Stunden vergehen. Der Bär musste in östlicher Richtung von ihr aus gesehen bald wieder auftauchen und Maruka hatte sich schon sehr nah herangewagt. Das Adrenalin pochte in ihren Adern. Sie kannte diese Tiere sehr gut, aber es war immer noch gefährlich und ihr Vater hätte sie vermutlich nicht nur übers Knie gelegt, wenn er gewusst hätte, was sie hier tat. Sobald ihr Kopf unter Wasser war, sah sie sich um. Nirgends war der Schatten des Bären auszumachen, also schwamm sie sofort los. Kräftige, gleichmäßige Stöße mit den Beinen und Armen trugen sie dicht unter der Oberfläche aus schimmerndem Eis vorwärts. Plötzlich nahm sie zwei Schatten wahr. Ein Kleinerer und ein Großer der ihm folgte. Maruka verhielt sich ruhig und ließ sich treiben. Solange sie sich nicht bewegte, standen die Chancen, dass der Bär sie nicht bemerkte gut. Das Raubtier war abgelenkt durch seine Beute, eine ausgewachsene Robbe. Maruka spürte die Kälte kaum vor Erregung. Schon lange war sie einem Bären nicht mehr so nah gekommen. Die bereits verletzte Robbe versuchte verzweifelt zu entkommen und jetzt bemerkte auch Maruka, dass es hier weniger Luftlöcher gab, um aufzutauchen. Der Eisbär trieb sie fort von den Leben spendenden Spalten und hatte anscheinend selbst noch genügend Reserven. Marukas Gedanken begannen zu rasen. Sie brauchte genauso Luft wie diese Robbe. Wenn sie sich zu weit vorwagte, würde der Bär sie sehen, aber zurückschwimmen ...? Ihre Lungen begannen schon zu brennen. Sie fühlte langsam die Panik in sich aufsteigen, aber zwang sich zur Ruhe, damit sie nicht noch schneller ertrank. Ein "zurück" gab es nicht mehr. So langsam, wie sie es eben noch ertragen konnte, schwamm sie vorwärts auf die helle Stelle zu, wo das Eis dünner wurde. Nur noch wenige Meter und der Eisbär war noch von seiner Beute abgelenkt. Warum wurde das Eis nicht dünner? Wo war das Loch? Warum war hier nicht der erwartete Spalt? Sie hatte ihn doch deutlich vor sich gesehen, als sie abgetaucht war. Hatte sie die Orientierung verloren? Hatte sie sich durch die Schatten der Jagd zu sehr ablenken lassen? Maruka spürte wie ihr Herz anfing schneller zu schlagen und sie es nicht mehr unter Kontrolle hatte. Verzweiflung brannte in ihrem Herzen. Sollte sie unter dem Eis ertrinken und ihre Eltern nie wieder sehen? Sie mobilisierte ihre letzten Kraftreserven, stieß sich vom Eis über ihr ab um Anlauf aus der Tiefe zu holen.
Ventha, hilf mir!, schickte sie ein Stoßgebet zu der Göttin der Meere.
Sie wusste sie hatte nur diesen einen Versuch! Der Schatten des Bären und sein Opfer waren verschwunden. Eisige Stille dröhnte in ihren Ohren, und der Donner ihres Herzschlags gab den Takt ihrer kräftigen Schwimmstöße an. Den Dolch mit beiden Händen fest gepackt, schoss sie der Eisplatte entgegen. Der Schmerz in ihren Handgelenken raste die Arme hinauf in ihr Gehirn, als sie gegen das Eis prallte und es krachend nachgab. Überall sprudelten Luftblasen herum und lose Bruchstücke der Eisdecke. Etwas traf sie am Kopf. Dunkle Punkte tanzten vor ihren Augen, aber sie drückte die drohende Ohnmacht beseite. Dann tauchte Maruka auf und sog gierig die kalte Luft in ihre Lungen. Sie brauchte einen Moment um sich zu orientieren und zog sich dann mit letzter Kraft auf die Eisscholle. Das Eis in ihrem Rücken, an ihren nackten Beinen, der kalte Wind, das alles spürte sie nicht mehr. Sie tauchte ein in selige Dunkelheit.

Verhängnisvolles Erwachen

"Na schau mal was wir da gefangen haben!"
Die raue, laute Stimme, in der ungewohnten Allgemeinsprache der Celcianer, dröhnte in Marukas hämmernden Schädel, der sich einfach noch nicht dazu entschließen konnte, wieder richtig zu funktionieren. Irgendetwas hatte sie hart am Hinterkopf getroffen, als sie aufgetaucht war. Verzweifelt versuchte sie sich zu erinnern, was geschehen war, aber die Ohnmacht war noch zu nah.
"Da haben wir ja einen richtigen Leckerbissen! Sieht kräftig aus das Mädchen, könnte einiges einbringen, wenn der Kapitän sie verkauft."
Maruka wurde übel und übergab sich. Ob wegen der Gehirnerschütterung die sie sicher erlitten hatte, oder weil sie zu ahnen begann, wo es sie hin verschleppt hatte? Krampfhaft versuchte sie die Augen zu öffnen und stöhnte vor Schmerzen auf, als einer der Männer ihr blendend eine Laterne ins Gesicht hielt.
"Ah sie kommt zu sich! Sag dem Kapitän Bescheid."
Maruka hörte, wie sich Schritte wegbewegten, als würden Donnerschläge direkt sich über ihrem Kopf entladen. Die verschwommen, schaukelnden Umrisse um sie herum, ließen die Vermutung nahe liegen, dass sie sich unter Deck auf einem Schiff befand und höchstwahrscheinlich von Piraten aufgegriffen worden war. Ihre Hand wanderte instinktiv zu der schmerzenden Stelle am Kopf und sie fühlte einen feuchten, fast durchgebluteten Verband. Der leichteste Druck bereitete ihr sofort wieder Übelkeit. Das schaukelnde Gesicht des Mannes, der sich über sie beugte, roch nach fauligen Zähnen und altem Schweiß. Seine widerlich grinsende verzerrte Visage kam ihr schrecklich nah und er hauche ihr ins Ohr, sodass sie seinen Atem an ihrem Hals spüren konnte:
"Wir beide werden hier noch viel Spaß miteinander haben!"
Gierige Finger fummelten an ihrem Brustwickel und immer wieder hörte sie ein kehliges Schnaufen. Doch da kamen schon die donnernden Schritte doppelt so laut wieder und Maruka versuchte sich die Ohren zuzuhalten. Ihr war alles egal, wenn nur dieser Lärm nicht wäre. Der Mann jedoch ließ sofort von ihr ab und stellte sich in Position. Ein überraschend klar klingendes:
"Verschwindet!"
trieb die beiden Piraten hinaus und Maruka war anscheinend mit dem Kapitän des Piratenschiffs allein.
"Wollen wie doch mal sehen was ..."
"Bitte ..."
Allein dieses Wort über die Lippen zu bekommen, bereitete Höllenqualen und Maruka durfte nicht einmal ihre Heimatsprache verwenden, wenn sie verstanden werden wollte. Mühsam presste sie ihre Gedanken in die ungewohnten Laute.
"Ah, also wach. Um so besser! Hör mir gut zu! Vergiss, wer du warst oder woher du kommst! Das alles ist jetzt nicht mehr wichtig! Du gehörst jetzt mir. Du bist eine Sklavin und wirst alles tun, was man dir sagt oder wirst die Folter ertragen. Du kannst wählen zwischen dem leichten Weg oder den des Schmerzes."
Seine Worte hallten zwar in ihren Ohren aber setzten sich nur stückweise langsam zu sinnvollen Sätzen zusammen. Doch der Widerstand war einer Mantronerin angeboren und so flüsterte sie stolz:
"Ich wähle den des Schmerzes!"
Das dunkle Gesicht über ihr hob sich ein Stück und nickte fast anerkennend, verschwand dabei in der schwimmenden Dunkelheit und nur seine verhängnisvolle Stimme blieb zurück.
"Damit tust du mir einen sehr großen Gefallen."
Maruka glaubte ihm. Etwas in seiner Stimme, in der Art so lautlos da zu stehen, er war so erschreckend ehrlich, so faszinierend grausam, dass es wahr sein musste. Die Angst, die sie tief in sich erwachen fühlte, hämmerte gegen die Innenseite ihrer Schläfen und raubte ihr wieder das Bewusstsein.
Tage, Nächte, Wochen, Monate, die Zeit schmolz zu einem zähen Klumpen aus entrückten Visionen, Albträumen und grausamen Erinnerungen zusammen. Immer wieder flackerten Bilder vor ihren Augen auf, Wahngebilde, die sie in die Knie zwingen wollten. Ihr Peiniger hatte kein Interesse an ihr als Frau, ganz im Gegenteil, er bewahrte sie vor der Schändung durch seine Männer. Er wollte einzig und allein ihre Seele! Vielleicht wollte er sie auch später noch weiter verkaufen. Ihre Jungfräulichkeit würde so den Preis sicher noch in die Höhe treiben. Er hielt sie über Wochen gerade so am Leben, dass sie seine Folter zwar mitbekam, aber sonst zu nichts fähig war. Selten blutete sie und wenn nur aus kleinen Wunden, doch die Schmerzen die ihren Körper marterten, brannten sich wie Narben mehr und mehr in ihren Geist.
Einmal glaubte Maruka, dass sie in einem Hafen angelegt hatten, denn neue Kisten und Käfige wurden zu ihr in den Laderaum gebracht. Stimmen flogen unverständlich um sie herum, sie lachten, Stiefel stießen sie, traten auf ihre in Ketten liegenden Hände. Als es wieder ruhiger um sie wurde, wagte sie den Kopf zu heben. Im Halbdunkel ihres Gefängnisses, welches mit Streifen aus Sonnenlicht durchzogen war, in dem Staubflocken tanzten, sah sie nicht weit von sich einen halb abgedeckten Käfig stehen. Die mit Teer getränkte Plane war ein Stück verrutscht und in der Dunkelheit darunter hörte sie gepresstes Atmen. Ihr Wille war noch nicht ganz gebrochen und so war dieses Lebenszeichen in ihrer Nähe wie ein Strohhalm, den sie ergreifen wollte. Stück für Stück rutschte sie so nah, wie es nur irgend ging an die Gitterstäbe heran und bekam mit den Zehen die Plane zu fassen. Ein tiefes Knurren ertönte, als die Abdeckung auf die Planken rutschte und etwas Schwarzes drückte sich fauchend in die hinterste Ecke. Der Anblick der schwarzen Raubkatze ließ jede Hoffnung in ihr sterben. Wie sollte eine dumme Katze ihr Leben retten? Nein, sie war verloren! Über sich hörte sie die Schritte der Männer an Deck, neben sich den schnellen Atem eines nutzlosen Tiers, das noch verängstigter war als sie. In den folgenden Nächten, in denen ihr Peiniger sie besuchte, brach etwas in ihr. Er, dessen Gesicht sie niemals sah, als bräuchte er kein Licht, um ihr seine Qualen aufzuerlegen, er spürte die Veränderung auch und schien sich in wahrer Vorfreude besonders viel Mühe zu geben. Marukas Seele schrie, doch niemand, kein Gott, kein Wesen dieser Welt, kam ihr zu Hilfe. Langsam, sehr langsam, begann sie aufzugeben. Wenn er zu ihr kam, kniete sie sich hin und beugte ihren Rücken, damit er sein Werk schneller beginnen konnte. Sein siegesgewisses Lachen folterte sie mehr als die Schmerzen. Er genoss es und trieb es ein wenig zu weit, sodass sie wieder einmal bewusstlos zusammenbrach.
Ihre Seele schmerzte, als hätte er sein Brandmal auf ihr hinterlassen. Maruka öffnete die Augen und sah wieder die Lichtpunkte des Tages fernab von sich tanzen. Am Tage kam er nicht. Mit schmerzenden Gliedern setzte sie sich auf und betrachtete ihre Hände. Schwarze Verkrustungen in tiefen Linien, wie dunkle Flüsse einer Landkarte zogen sich über ihre Handflächen. Sie sah es kaum, denn ihr Überlebenswille war erloschen. Vielleicht brauchte es diesen Moment der Klarheit, um einen Plan fassen zu können. Sie würde sich ihm ergeben ... und dann sterben! Sollte er doch seinen Willen haben, seine Freude daran würde sie ihm nehmen! Ihr Blick fiel auf den Serval neben sich. Er war genauso ein Gefangener wie sie und dieses Gefühl verband sie. Auch ihn hatten sie mit Stangen gefoltert, ihm die Krallen gezogen. Noch nie hatte sie sich einem Tier näher gefühlt als in diesem Moment, doch seine Augen glühten im Zwielicht des Lagerraums, wo ihre schon erloschen waren. Still bewunderte sie dieses wilde Wesen. Er hatte noch immer den Willen um sein Leben zu kämpfen, er war das Werkzeug, das sie brauchte um ihren Plan durchzuführen. Sie dachte nicht nach und robbte, soweit es ihre Ketten zuließen zu ihm hinüber. Schmerzen durchzuckten ihren Körper, als sie sich streckte, um an das Steckschloss seines Käfigs zu kommen. Drei Versuche, dann fiel der Keil und rollte über den Boden. Es war so weit! Die Käfigtür öffnete sich einen Spalt und Maruka fauchte ihn an. Sie musste ihn provozieren und trat gegen die Gitterstäbe. Der Serval schlug mit seinen wehrlosen Pfoten nach ihr und fauchte.
"Los! Friss mich!"
Die Tür hatte sich noch ein wenig weiter geöffnet und jetzt bemerkte es auch das Tier. Maruka zog sich so weit zurück, dass er gefahrlos herauskommen konnte und fauchte ihn immer wieder an, da es ihn immer aggressiver machte. Dann ging alles so schnell, dass sie sich kaum daran erinnerte. Er hatte noch ein paar Mal nach ihr geschlagen, und war dann urplötzlich vorgesprungen. Seine Reißzähne bohrten sich tief in ihre Schulter nahe dem Hals. Sie spürte seine schweren Pfoten auf ihrem Brustkorb, doch ohne Krallen konnte er sie nicht aufreißen. Immer wieder hauchte sie:
"Töte mich! ... Töte mich!"
Endlich ist es vorbei!
Dann wurde wieder alles schwarz um sie herum.

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normaler Serval Portrait

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normaler Serval an Leine

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schwarzer Serval, roter Hintergrund

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schwarzer Serval, Wildnis

Vom Regen in die Traufe

Bumbum, bumbum ... Ein schwacher Herzschlag, bittere Luft in ihren Lungen, die nach Kräutern, Rum und Getreide schmeckte, eben die Luft des Lagerraums.
Warum lebe ich noch?
Schlurfende Schritte in ihrer Nähe und das Gefühl, dass etwas über ihr lag. Maruka versuchte sich zu bewegen, doch konnte sich kaum ausstrecken. Mit erwachendem Bewusstsein tastete sie um sich. Man hatte sie in eine Kiste gelegt. Durch runde Luftlöcher drang ein Hauch von Helligkeit, doch irgendetwas war anders. Das Licht schien sich in Marukas Kiste auszubreiten. Es spiegelte sich in ihren Augen und erhellte den Innenraum. Selbst die Maserung der Holzplatten konnte sie bei genauerer Betrachtung erkennen. Was war geschehen? Auch die Geräusche um sie herum waren lauter, intensiver und hallten in ihren Ohren. Nach Wochen des Frierens vor Angst und Schmerz war ihr warm und ...
Maruka betastete ihre angezogenen Knie. FELL??? War das eine Decke, die man ihr gegeben hatte? Was lag da auf ihr? Vorsichtig ließ sie ihre Hand den Oberschenkel hinauf wandern, bis sie ihre Hüfte erreichte. Etwas Langes, Warmes, Rundes lag über ihrem Bein. Plötzlich zuckte es und Maruka schrie auf. Sie hatte die Berührung in diesem Ding gespürt! Die Empfindung raste ihre Wirbelsäule hinauf und wirbelte durch ihr Gehirn. So viele Informationen ließen sie das Gleichgewicht sogar im Liegen verlieren und die Welt drehte sich. Sie hatte ...
... einen SCHWANZ! SIE hatte Fell! Sie hob die Hand vor ihre Augen und erkannte durch die Finsternis die Klauen an ihren Fingerspitzen, die sich unwillkürlich ein- und auszogen. Sie hatte KRALLEN! Sie konnte in der Dunkelheit sehen, sie hörte die Ratten in den Proviantkisten krabbeln.
"Was sollen wir mit ihr machen?"
"Keine Ahnung, der Kapitän scheint das Interesse an ihr verloren zu haben."
"Hat er was gesagt, ob wir sie jetzt haben können? Ich meine sie ist immer noch eine Frau oder?"
"Ich weiß es nicht. Ich lasse es auf jeden Fall nicht drauf ankommen. Wenn er doch noch was mit ihr vorhat, sollten wir sie nicht anfassen."
"Hm, schade, aber du hast recht. In letzter Zeit ist er schnell mit der Peitsche."
Die Stimmen hatten sie aus ihrem Erkennen gerissen und still verharren lassen. In den kommenden Tagen kam niemand zu ihr. Durst und Hunger zehrten an ihren Kräften, aber endlich schien diese Reise sich einem Ende zu nähern. Maruka begann die Gespräche an Deck mit ihren neu erwachten Fähigkeiten zu belauschen und sich mit diesem neuen Körper zu arrangieren. Sie hatte sich sehr verändert und alles an ihr fühlte sich fremdartig an. Niemand erklärte ihr, was mit ihr geschehen war. In ihren Träumen (Charaktersong = Traum: http://www.youtube.com/watch?v=QINhS2n3 ... re=related ) sah sie sich immer noch als Mensch, doch ihre Gestalt begann sich auch dort zu verändern. Hellere Haut als zuvor, ein schlanker graziler Körper, schwarzes langes wildes Haar und die gleichen Augen wie der schwarze Serval. Manchmal glaubte sie, dass die hellblauen Katzenaugen des Servals sie aus der Ferne betrachteten.
Dann kamen sie an den Ufern des Blutmeers an. Aus den Löchern ihrer Kiste heraus konnte sie immer nur kurze, schnell vorbei gleitende Bilder sehen, aber sie erkannte Orks, die die Ladung aus dem Rumpf des Schiffes holten. Sie hatte nur von ihnen aus Geschichten gehört und ihre Andersartigkeit machte ihr Angst. Die grollenden Stimmen, das laute Gelächter, alles war so fremd. Sie wurde wie viele andere Kisten auf Wagen umgeladen und dann ging es lange durch weites Gelände. Ab und zu steckten die Orks ihr ein paar Stücke fauligen Fleisches durch die Löcher, oder ließen Wasser durch einen dreckigen Schlauch zu ihr hinein tropfen. Sie nahm alles gierig an. Irgendwie überlebte sie auch diese Reise. Maruka bemerkte an den Reaktionen ihrer Begleiter, dass sie sich einer Stadt näherten. Die Straßen wurden besser und das Schaukeln ließ nach. Bald dröhnten Hunderte von Stimmen in ihren Ohren und plötzlich wurde die Kiste aufgerissen. Maruka drückte sich instinktiv fauchend in eine Ecke, doch ein riesiger Arm griff nach ihr und hob sie heraus. Sie schlug nach ihm und kratze. Wütendes Gebrüll folgte und sie wurde fallen gelassen. Es roch nach Blut. Ziellos wollte sie einfach nur weg, versuchte aufzustehen, doch ein plötzlicher Schmerz, ausgehend von dem neuen Körperteil, hielt sie dort, wo sie war. Der Ork hatte sich auf ihren Schwanz gestellt. Kreischend wurde sie wieder in die Luft gehoben und bekam ein ledernes Halsband angelegt. Auch ihre Hände wurden wieder in Ketten gelegt. Dann ging es zum Marktplatz.

Mein neuer Herr

"In Morgeria stehen Mord und Totschlag an der Tagesordnung. Es muss schon etwas Seltsames vorgehen, wenn man beim Schleichen durch die dunklen Gassen und Straßen der Stadt, nicht von mindestens einem halben Dutzend Dieben, Meuchelmördern oder sonstigem finsteren Gesindel überfallen wird. Manches Mal trifft man auch auf einen der berüchtigten Schwarzhändler, die ganz besondere Waren anzubieten haben – obwohl man diese in Morgeria auch auf dem Marktplatz erhalten kann."
Erklärte der Sklavenhändler vor ihr, in seltsam klingendem Celcianisch, seinem jungen Handlanger die Stadt. Maruka nahm es wahr, doch war sie viel zu sehr damit beschäftigt, sich auf den Beinen zu halten. Selbst wenn sie stolperte und viel, wurde sie von einem der riesenhaften Krieger sofort wieder auf die Beine gestellt und vorwärtsgetrieben. Sie mussten nicht lange warten. Einige andere Sklaven, Geschöpfe aus allen Ecken Celcias, warteten mit leeren Augen auf ihre Versteigerung. Maruka wurde eine provisorische Tribüne hinauf geschubst. Der Geruch von Blut, Pisse und Erbrochenen hing in den Holzplanken unter ihren Füßen und lockte ihre Magensäure die Speiseröhre hinauf. Blinzelnd sah sie sich um. Allerlei dunkles Volk hatte sich versammelt, um sich die besten Leckerbissen herauszupicken. Maruka verstand das Prinzip nicht, nach dem hier gehandelt wurde. Sie verstand die Sprache nicht und alles rauschte an ihr vorbei, wie in einem Albtraum. Die glühenden Augen, die abschätzend zu ihr hinauf sahen, verwandelten sich in blaue Katzenaugen, die ihr etwas zuflüstern wollten. Mechanisch dachte sie:
Ich muss das irgendwie überleben! Ich muss mich anpassen!
Irgendjemand bekam den Zuschlag für sie, aber sie konnte nicht sehen wer und Maruka wurde einem anderen gewaltigen Orkkrieger übergeben. Wieder ging es auf einen Karren, aber dieses Mal ohne Käfig. Sie war viel zu schwach um irgendwelche sinnlosen Ausbruchsversuche zu starten. Sie wusste nur, dass sie sich anpassen musste. Maruka musste warten und das Winzigste was ihr noch geblieben war schützen.
Ihr Leben!

"Bei einigen hochadeligen Familien der großartigen dunkelelfischen Stadt Morgeria, in der ihr nun seid, ist es seit jeher Brauch, an der großen Hatz teilzunehmen. Diese findet üblicherweise zur Zeit der Dunklen Tage statt. Hierbei wird drei Sklaven aus dem eigenen Haushalt die Freiheit gewährt. Was zunächst als Barmherzigkeit ausgelegt werden könnte, ist eine Art Freizeitspaß der dunklen Herren. Jene armen Sklaven erlangen nämlich nur dann die wirkliche Freiheit, wenn sie der Familie in der Toten Ebene entkommen können. Das bedeutet, sie werden vor Morgerias Stadttor ausgesetzt und bekommen eine Stunde Zeit zur Flucht. Anschließend jagen die Herren ihnen nach. Wird ein Sklave gefunden, darf er getötet werden. Schafft es der Sklave aber, ganze drei Tage und drei Nächte den Häschern zu entkommen, so gewähren sie ihm tatsächlich seine Freiheit – und dies nur aufgrund dessen, weil die Herren dann der Jagd überdrüssig werden, nicht etwa aus Mitleid. Glaubt also nicht, dass ihr große Chancen haben werdet und macht lieber euren Frieden mit der Welt."
Maruka hörte kaum zu, bei dem, was der Haushofmeister "ihrer" neuen Familie so sagte. Das Essen, was sie ihr vorgesetzt hatten, war widerwärtig intensiv gewürzt und es brannte auf ihrer Zunge, als würden ihre Geschmacksknospen jeden Moment explodieren. Trotzdem schlang sie es gierig hinunter, denn es bedeutete Leben.
"Natürlich werden dafür nicht unbedingt die wertvollsten Sklaven verwendet. Sondern es werden speziell zu diesem Anlass, Sklaven wie ihr gekauft. Ob ihr nun auserwählt werdet, auf der Hatz um eure Freiheit laufen zu können, oder nicht, entscheidet in drei Tagen der Herr persönlich. Bis dahin ist es meine Aufgabe, euch so weit aufzupäppeln, dass die Jagd auch ein Vergnügen wird und nicht schon nach 100 Metern vorbei ist. Also esst, schlaft und morgen sehen wir weiter."
Maruka tat wie ihr geheißen. Dass sie zur Belustigung einer anderen Rasse dienen sollte, war ihr gleich. Sie konzentrierte sich einzig auf ihr Überleben und beobachtete die anderen Sklaven, die in drei Tagen dem Herrn vorgeführt werden sollten. Sie wusste, sie müsse irgendwie seine Aufmerksamkeit erregen, damit sie ausgewählt werden würde. Doch die Konkurrenz war groß und sie war noch sehr geschwächt. Mit ihrem Wissen, sich in der Natur verbergen zu können, rechnete sie sich wenigstens eine kleine Chance aus, aber dieses Wissen sah man ihr nicht an, genauso wenig wie ihren unbedingten Überlebenswillen. Am Abend, als alle anderen schon schliefen, musste sie endlich ihren Körper ausprobieren. Wenn sie überleben wollte, so würde pures Wegrennen sicher nicht zum Erfolg führen. Sie musste sich auf ihre neu erworbenen Stärken verlassen können. Sie zog die Ketten, die zwischen ihren Füßen und Handgelenken verliefen, auf Spannung und nah an ihren Körper heran, damit sie nicht rasselten, wenn sie sich bewegte. Langsam stand sie auf. Maruka wartete einige Minuten vollkommen still, bis der Wächter an der Schlafhalle vorbei geschritten war und löste sich dann aus dem Schatten. Der Sklavenbereich war an sich sehr wenig bewacht, nur selten patrouillierten Wachen durch die Gänge. Würde sie sich jedoch zu weit den Gemächern der Herren nähern, oder den Außenmauern des Anwesens, so würde sie sofort entdeckt. Hier im Kern der Wertlosigkeit konnte man sich fast unbeobachtet bewegen, stellte man es schlau an. Sie hatte nicht das Ziel wegzulaufen. Sie wollte trainieren! Das war das, was sie immer schon gut konnte. Sich der Müdigkeit ihres Körpers widersetzend, schlich sie sich auf den leeren Trainingsplatz, auf dem sie am Mittag empfangen worden waren. Die Nacht schmeichelte ihren Augen und sie fühlte wieder die hellblauen Augen auf sich. Sie fing mit leichten Übungen an, immer darauf bedacht kein Geräusch zu machen. Schnell bemerkte sie, dass gewisse Bewegungen, die sie früher als lautlos bezeichnet hätte, sehr wohl Geräusche machten und versuchte andere, bessere. Was sie nicht ahnte, war, dass sie wirklich beobachtet wurde. Nur dass diese Augen nicht hellblau, sondern einen dunklen Violettton hatten. Eisern trainierte sie, soweit es mit den Ketten möglich war bis zur völligen Erschöpfung und schlich sich dann zurück zu der Sklavengruppe der Auserwählten.
Die wenigen Stunden, bis sie durch einen Tritt geweckt wurde, vergingen traumlos. Sie wurden wieder gefüttert und sollten dann für den Haushofmeister zeigen, was sie konnten. Maruka stellte sich bewusst schwächer als sie war und bekam so eine extra Ration Nahrung. Zumindest dieser Plan schien aufzugehen. Tagsüber schonte sie sich, machte nur das Nötigste, schlummerte wenn möglich und Nachts trainierte sie ihren Körper. Um zu überleben, musste sie sich wohl oder übel mit den veränderten Gewichtsverteilungen, der Balance, der Gewandtheit, der deutlich höheren Beweglichkeit und Schnelligkeit vertraut machen. Die Zeit verging viel zu schnell und schon kam der Tag der Entscheidung.
Um aufzufallen, musste sie jetzt etwas riskieren, dass gefährlich werden konnte. Wie durch einen blutigen Vorhang der Vergangenheit erinnerte sie sich immer an die missbilligenden Gesichter, wenn sie zu spät zum Unterricht gekommen war. Diese Erinnerungen schienen schon so fern, als wären sie nie wirklich gewesen und doch schmerzten sie wie eine frische Wunde. Aber genau das war es, was sie jetzt wollte; unangenehm auffallen. Die Gruppe wurde die Gänge entlang geführt und Maruka wartete auf eine gute Ecke, wo sich ein toter Winkel zwischen den wachsamen Blicken der Wächter auftat und verschwand kurz hinter einer schwarzen, steinernen Statue, an die sie sich anschmiegte, wie eine zweite Haut. Von den anderen Sklaven in der Reihe hatte nur ihr direkter Hintermann etwas bemerkt und dieser schloss sofort die Lücke. Sollte sie für diese Geste dankbar sein? Dankbar dafür, dass er sie nicht verraten hatte? Vielleicht in einem anderen Leben. Jetzt ging es um ihr Überleben. Maruka wartete, bis die Kolonne vorbei war und schlich dann in sicherem Abstand hinterher. Ihre Ohren zuckten bei den kleinsten Geräuschen. Sie hörte, wie vor der Gruppe eine schwere Tür geöffnet wurde und sich dann auch wieder hinter ihr schloss. Ja, das würde auffallen, wenn sie jetzt "zu spät" kam. Vorsichtig nähert sie sich dem Gang. Zwei Wachen standen vor der Tür, durch die sie musste. Da war der kleine Fehler in ihrem Plan. Hinter der Gangbiegung wartete sie und lauschte auf die gedämpften Stimmen. Sie glaubte nach einer Weile die Stimme des Haushofmeisters zu erkennen, wie er in dieser fremdartigen, aber doch sehr melodischen Sprache feierlich zu einer Rede anhob.
Wenn nicht jetzt, dann nie!
Maruka tat so, als sei ihr Bein lahm und kam geräuschvoll schlurfend um die Ecke. Sofort richteten die Wachen die Waffen auf sie.
"Bitte! Bitte nicht schlagen! Ich Sklavin. Ich Opfer für die Hatz. Herr sicher böse, wenn nicht alle da."
Sie hatte die Worte möglichst dümmlich klingen lassen, um so wenig wie möglich als Bedrohung angesehen zu werden. Die beiden Wächter sahen sich an und sagten etwas für sie Unverständliches zueinander. Sie schienen sich nicht einig zu sein. Maruka setzte nach. Sie hatte die anderen älteren Sklaven häufig den Namen des Haushofmeisters in ihrer Sprache sagen hören und versuchte ihn nachzumachen:
"Sademos ... Ich muss zu ihm!"
Der eine Wächter zog verärgert die Augen zu Schlitzen und nickte dem anderen dann zustimmend zu. Maruka wurde mürrisch herangewunken. Die Wächter öffneten die Tür und ein hochherrschaftlicher Saal mit hohen, spitz zulaufenden Fenstern erstreckte sich weit in eine diffuse Dunkelheit, die nur durchbrochen wurde, von violett leuchtenden Feuerschalen. Maruka fühlte mindestens ein, zwei Dutzend Augen auf sich geheftet. Plötzlich nicht mehr humpelnd, straffte sie die Schultern und sprintete flink zwischen den "Gästen" hindurch zu der brav aufgestellten Gruppe von Sklaven, reihte sich an deren Ende und nahm aufrecht Haltung an.
"Entschuldigung Sademos, bin zu spät."
Das Offensichtliche auszusprechen half meistens ungemein in solchen Situationen. Ein Dunkelelf, der mit dem Rücken zu der Gruppe stand, drehte sich um und musterte den Neuankömmling. Violette dunkle Augen schauten abschätzend und eine kantige Augenbraue hob sich merklich.
"Seit wann bringst du den Sklaven bei, ihren Herrn so respektlos anzusprechen?"
Die melodische Stimme erklang ebenfalls in der Sprache der Allgemeinheit, sodass sie jeder verstehen konnte, selbst die Sklaven. Der Haushofmeister zuckte zusammen und warf sich vor seinem Herrn auf den Boden und flehte förmlich um Vergebung, doch dieser wandte sich ab und würdigte ihn keines Blickes. Langsam kam er auf Maruka zu. Sie ahnte, dass sie in ihrer Annahme falsch gelegen hatte, dass das Wort "Sademos" nicht der Name des Haushofmeisters, sondern eben seines Herrn gewesen war. So unangenehm hatte sie dann doch nicht auffallen wollen! Der Dunkelelf kam ihr sehr nah. Sie hatte seinen seltsamen Geruch in ihrer Nase. Langsam umkreiste er sie, inspizierte sie. Als er hinter ihr war, hörte sie seine leise flüsternde Stimme in ihrem Nacken:
"Du bist mir aufgefallen, das wolltest du doch, oder?"
Dann hatte er sie umrundet. Maruka zitterte. Dieser Mann hatte etwas an sich, dass sie sehr an den Kapitän des Piratenschiffs erinnerte. Instinktiv senkte sie ihren Blick, ging auf die Knie und erwartete schon die Schmerzen. Einen Moment lang geschah gar nichts, doch dann entfernten sich die Schritte wieder. Der Abend nahm für den Haushofmeister eine denkbar unerwartete Wendung. Sademos entschied sich für die "Katze", einen weiteren sehr starken und großen Sklaven und ... den Haushofmeister als Tribute an die Hatz.
Wenn Blicke töten könnten, wäre Maruka schon an diesem Tag gestorben, aber so wurde der Haushofmeister seiner Ämter entledigt, seiner Kleidung beraubt, wie alle Sklaven und in Ketten gelegt. Sein Unvermögen die Aufsicht zu führen, dass er nicht einmal bemerkt hatte, dass eine "Katze" heimlich in der Nacht unerlaubt trainiert hatte, wie sein Herr selbst beobachtet hatte und ihm noch offenbarte, wurde ihm zum Verhängnis. Sademos hielt seine Gäste an, auf den kräftigen Kerl zu wetten, aber setzte einen nicht gerade geringen Anteil auf die Hybridin .
"Wie ist dein Name, mein Kätzchen?"
Ganz automatisch kam die Antwort:
"Maruka."
"Wenn du mir entkommst, gewinnst du dir die Freiheit. Aber sollte ich dich wieder finden, gehörst du für immer mir! Sollten sich unsere Wege jemals wieder kreuzen, wirst du mein Zeichen tragen, das verspreche ich dir. Ich erwarte eine spannende Jagd! Also enttäusche mich nicht!"
Maruka verstand nicht einmal richtig den Inhalt seiner Worte, so verwirrt war sie, aber vor allem anderen machte er ihr Angst. Sie zitterte am ganzen Körper, denn irgendetwas in seiner Stimme ließ sie eine seltsame Vorahnung haben, dass sie sich ihm wirklich ergeben würde, sollten sie noch einmal aufeinandertreffen. Der Duft seiner Haut, die arrogante, stolze Art wie er sich bewegte, alles wirkte seltsam fesselnd auf sie.
"... dann werde ich dein Zeichen tragen." wiederholte sie leise und ein schmales Lächeln umspielte einen seiner Mundwinkel als Zeichen ihrer Übereinkunft. Das dunkle Funkeln in seinen Augen, als er sich abwandte, ließ sie erschaudern.
Die letzte Nacht in diesem Haus schlief sie tief und fest, als wollte ihr Körper noch einmal jede Sekunde der Ruhe auskosten. Am nächsten Morgen wurden sie mit viel Gejohle und unter den Augen der Jäger, zu der Stadtmauer gebracht. Man nahm ihnen die Fesseln und die Halsbänder ab, dann öffnete sich das Tor und die Hatz begann.

Inventar:
Lederhalsband

Tierische Begleiter: keiner

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Charaktermusik:
http://www.youtube.com/watch?v=QINhS2n3 ... re=related
(wiederkehrender Traum)

Einstiegspost:
Maruka startet bei "Die tote Ebene" -> Tempel von Manthala -> Die Hatz beginnt!
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Fähigkeiten: Pfeil und Bogen: durchschnittlich
Kampf mit Klauen/Reizzähnen: gut
Peitsche: rudimentär
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: leichte Lederrüstung, gescheckter Umhang, Bogen, Köcher mit Pfeilen, Dolch, Peitsche, alles dunkelelfisch und ein Wollknäuel

Re: Maruka

Beitrag von Maruka » Sonntag 19. Juni 2016, 18:40

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Äußerlichkeiten

Der Wandel hat begonnen und Manthala hat ihre Hand gehalten, die Hand dieses zerrissenen Wesens. Diese kurze Berührung war intensiv und hat alles verändert. Sogar Marukas Äußeres ist davon nicht verschont geblieben:

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Persönlichkeit & Charakter

Persönlichkeit:
Maruka hat mehrere Phasen des Wandels durchgemacht.
Einst, vor langer Zeit, war sie stark, gut, lebensfroh und rein. Eine Mantonerin voller Hoffnungen und Liebe für ihre Umwelt. Sie erfreute sich am Tanzen und entdeckte das Jagen als ihre Passion. Sie mochte Eisbären und einen Jungen mit Namen Baltos. Ihr stand ein schönes Leben bevor, doch das Schicksal wollte es anders.
Sie wurde von Piraten entführt, gefoltert und letztendlich durch einen mitgefangenen schwarzen Serval im Bauch des Schiffs mit dem Hybridvirus infiziert, was sie an sich selbst, an ihrer Seele bis tief in ihr Herz verzweifeln ließ. Zu diesem Zeitpunkt wäre sie Gevatter Tod nur zu gern in sein Reich gefolgt. Über Umwege kam sie zu einem Dunkelelfen-Kapitän, der sie brach und in Morgeria an Sademos verkaufte. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits eine unterwürfige Sklavin, die ihrem Herrn hörig war. Unter seiner Herrschaft jedoch, lernte sie jedoch durch seinen Bruder Valas, ihre neuen Fähigkeiten einzuschätzen und versucht sie anzunehmen, was nicht immer einfach war, denn Tier und Mensch stritten sich noch immer heftiger in ihrer Seele. Valas half ihr ihre Stärke und ihre Menschlichkeit wieder zu finden und er erkannte, dass ihr Herz noch Liebe in sich trug, die es zu schützen galt. Durch ihn entdeckte Maruka wieder ihre durch und durch guten Wurzeln. Ihr innerster Antrieb war es seit dem zu überleben, damit sie vielleicht eines Tages wieder nach Hause kann, doch im gleichen Gedanken wollte sie sich dies nicht erlauben, da sie glaubte, das sich die Götter von ihr abgewandt haben und sie mit ihrem neuen Körper verfluchten. Sie war innerlich zerrissen und mit allem uneins, mit sich selbst, den Göttern und dem Leben an sich. Auch wenn sie noch gelegentlich zu Ventha gebetet hatte, hatte sie kaum noch Hoffnung, dass sie ihr zuhört. Ihr Selbstbewusstsein war mächtig angeknackst. Der Wunsch wieder ein Mensch zu sein war tief in ihr verwurzelt und über diese Schwäche lockte sie auch ihr Schicksal zu sich. Zu diesem Zeitpunkt wussten nur die Götter, was die junge Frau alles getan hätte um wieder ein Mensch zu werden! Lange war es ihre größte Sehnsucht und gleichzeitig ihre größte Angst, Mantron mit all seinen Tapferen wieder zu sehen.
Doch dann berührte sie die Hand einer Göttin und fühlt seid dem, dass sich ihr Schicksal vielleicht geändert haben könnte..., dass sie selbst sich ändern könnte um vielleicht ein einzigartiges neues Wesen zu werden mit der Sicht zweier Welten auf die Dinge. Ihre tierische Seite hat sie noch nicht ganz angenommen, aber sie gewinnt an Macht und Maruka beginnt auf ihre Instinkte zu vertrauen. Ihre Ohren und der Schwanz verraten stets viel von ihren Emotionen, wenn jemand ihre die Stellung zu lesen weiß.
Alles ist neu und vieles wird sich noch verändern, aber Maruka ist jetzt stark genug und bereit für einen neuen Weg, bereit diese neue Herausforderung anzunehmen.

Fertigkeiten, Stärken und Schwächen

- Sie erlernte in ihrer Gefangenschaft den Umgang mit der Peitsche (rudimentär)
- und die Sprache des dunklen Volkes. (unsicher)
- Ihre Seele hat zu alter Stärke zurückgefunden um ein neues Dasein zu erforschen.
- Ihre Instinkte erwachen und zeigen ihr vieles was sie vorher niemals wahrgenommen hätte.

Beziehungen

-NPC's:
- Sademos, neuer Herr, zwei mal durch ihn gefangen worden. Sie ist ihm auf gewisse Weise hörig, läst sich leicht durch ihn beeinflussen.
- Valas Vhraun, alternder Dunkelelf am Tempel Manthalas getroffen und von ihm zweimal gerettet worden. Er ist ihr „Rudelmitglied“, jemand dem sie bedingungslos vertraut.
- Cassiel, Diener, tot, Geliebter von Valas, verstarb in Valas Armen. (Nebenhandlung, aber machte Valas „verletzlich“. Seid dem vertraut sie ihm.)
- Vranyk, Tierwärter von Sademos, schenkte ihr ein magisches Wollknäuel (Wichtel), dass nicht endet. Eigentlich findet sie ihn nett, da er ihre tierische Seite versteht und gut mit ihr umgeht. Er bringt ihr viel über das Leben unter Dunkelelfen bei, ihre Strukturen, ihren Hass, Neid, ihre Missgunst.
- Dry’ol, Foltermeister von Sademos, brachte ihr an Valas Rücken den Umgang mit der Peitsche bei. Er ist ein Sadist und sie hasst ihn dafür, dass sie von ihm gelernt hat.

- „Ihr Schicksal“, Merserin, ein Dämon aus dem Harax, der zu Maruka durch den Wind, Träume und über Spiegel Kontakt suchte. Er schenkte ihr eine Feder seiner schwarzen Flügel „Schicksalsfeder“, die sie nun immer unter ihrem Herzen trägt. Auf seltsame Weise ist sie dem Gedanken verfallen, ihrem Schicksal nicht entkommen zu können, aber Valas hat ihr wieder gezeigt, dass es sich zu kämpfen lohnt. Sie ist auf der Flucht vor dem Dämon, „Uriels Vater“ der sie für sich will, um aus seinem Gefängnis zu entkommen. Wie? Keine Ahnung! - Warum sie? Vielleicht weil sie wirklich tief in ihrer Seele ungebrochen gut ist!
- Raflat, Spieler, Rattenhybrid mit dem sie sehr gut in der Arena zusammen gearbeitet hat, sie sich ihr Leben gegenseitig erhalten haben und der dafür ihren wahren Namen kennt.
- Uriel, Spieler, ein Begleiter von Valas, als er sie aus Xerxes Kellern befreite. Verschwand in den Kathakomben.
- Gefangerner, der an der Mauer hängt und bei ihrer Flucht mit befreit wird.
- Manthala, Göttin, die Marukas Hand berührt und sie an einen anderen Ort versetzt.
- Panther, „Der Wächter“ des Waldes, der Maruka erst einmal aus seinem Revier jagt und sie später in ihren Träumen besucht.
- Enveri, Waldelf, den Maruka unter „ihrem Heimatbaum“ kennen lernt.

Was geschehen ist:

Nach ihrer Verschleppung aus Mantron, der Verwandlung in einen Serval, der Überfahrt mit dem Piratenschiff (das nach einem Angriff von Dunkelelfen ausgeraubt und gesunken ist = siehe Baltos Verfolger-Plot mit einer Aquadin), der Ankunft in Morgeria, in Sademos Sklavenunterkünften, der Ausbildung für die Hatz, die Hatz selbst, die Rettung durch Valas und die erneute Gefangennahme durch Sademos, entkommt Maruka ihrem „Schicksal“ (in Form eines Dämons, der sie will – dazu später) nicht.
In Sademos Herrschaftsgebiet gefangen, lässt er sie durch seine Diener ausbilden und versucht sie zu verderben, indem er ihren Freund, der sich auch als Sademos Bruder Valas herausstellt, von ihr quälen lässt. Valas entpuppt sich als eine Art Hab-toter, dem diese Qualen nicht all zu viel ausmachen und er hilft Maruka ihre innere Stärke wieder zu finden. Immer wieder greift „helfend“ das Schicksal zu ihren Gunsten ein (öffnet z.B. Türen). Aus Angst vor Sademos lüsternen Blicken und bals drohendem Übergriff, entjungfert sich Maruka selbst um seine Pläne zu vereiteln. Als Sademos dahinter kommt, und sie entsetzt alleine lässt (Sie war wohl jemand anderem versprochen), gelingt ihr durch Valas Wissen, durch einen geheimen Gang aus Sademos Schlafzimmer die Flucht. Maruka gerät in ein unterirdisches Labyrinth und wird durch ein magisches „Rätzel“ erneut gefangen genommen, doch diesmal durch einen Gladiatoren Ausbilder „Xerkes, der in unterirdischen Gewölben sie gemeinsam mit einem Ratten-hybriden und einem Löwen-hybriden gegen magisch verstärkte Orks kämpfen lässt. Der Löwe wird besiegt und die beiden anderen können nur siegen, weil sie zusammen arbeiten. Danach werden Maruka und Raflat getrennt und zu unterschiedlichen Aufgaben ausgebildet. Bevor dies jedoch wirklich geschehen kann, kann Maruka erneut mit Hilfe von Valas fliehen, der unverhofft durch Merserins "Sohn" Uriel Hilfe erhalten hat und aus Xerxes Fängen entfliehen konnte. Auf der Flucht werden sie jedoch getrennt und Uriel versucht die Aufmerksamkeit des Feindes durch seine Magie auf sich zu ziehen. Maruka und Valas verstecken sich in der geheimen Unterkunft eines Assassinen und Maruka „plündert“ dessen Kisten um sich neu auszurüsten. (Mod-wechsel) Auf ihrer weiteren Flucht helfen sie einem Gefangenen und entkommen in die Wüste, bis zu der Stelle wo alles mit der Hatz begonnen hatte – bei Manthalas Thempel. Dort an diesem heiligen Ort holen Sademos Schergen, er selbst und "ihr Schicksal" sie ein und sie wird vor eine Wahl gestellt. Entweder sie überlässt sich ihrem "Schicksal", dass in Form eines schwarz bekutteten Mannes in Persona vor ihr steht und sie in ihren Träumen versuchte – oder – sie ergreift die Hand der Göttin, der sie hier an diesem Ort ein Blutopfer brachte und sie mit Freiheit lockt. Maruka ergreift die Hand der Göttin und findet sich im Wald von Neldoreth wieder, wo für sie ein neues aufregendes Leben beginnt. Ein erster Beweis einer weiteren Veränderung sind ihre silberblauen Augen, die ihr aus ihrem Spiegelbild engegen sehen, wie die Farbe des silbernen Mondes, dessen Segen sie erhalten hat. Auf der Flucht vor einem einheimischen schwarzen Panther rettet sie sich mit einem Sprung von einer Klippe in einen kleinen See. Der See gehört zu einer Lichtung auf der ein einsamer Baum steht. Der Ort ist wie für sie gemacht und sie beschließt ihre neue Heimat mit offenen Armen anzunehmen. Natürlich taucht auch hier das ein oder andere Hindernis auf, doch dieses Mal hat es rote Haare, spitze Ohren, ist etwas seltsam, magisch und richt gut. Maruka lernt Enveri kennen, der sie in seine Welt einführt.

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"Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein."
Stephen King

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Maruka
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Re: Maruka

Beitrag von Maruka » Mittwoch 14. November 2018, 19:09

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Äußerlichkeiten
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Persönlichkeit & Charakter

Persönlichkeit:
Marukas Instinkte haben sich gefestigt und sie hört auf sie. Sie hat ihre neue Rolle als eine Wächterin des Waldes angenommen und kämpft für ihre Freunde.

Fertigkeiten, Stärken und Schwächen

- Durch die Verbindung mit Revien hat sie einen Funken Magie erhalten
(von dem sie noch nicht so genau weiß, was er kann.)

Beziehungen

-NPC's:
-Revien - Die Einheit aus Pantherchen und Enveri. Maruka ist verliebt in ihn.

- Gana, Eindringling im Wald. Schwarzhaarige Frau
- Liam von Morgenstern, Eindringling im Wald, Weizen-blond, muskulös, lecker. Bruder Stian
- Haradras Kelastaire, Magister, Magier

- Stiam von Morgenstern, Mylord, Liams Bruder, (Robart = Stiams Mentor)
- Erida, Heilerin, Wassermagie
- Syrella, Seherin, Ritualmagie
- Anselm? Rothaariger Krieger mit viel Waffen
- Borgon, Zwerg, mechanisch begabt
- Orléan Diener (Spion)

Was geschehen ist:

In Marukas neuen Heimat lernte sie den rothaarigen Elfen und kleine grüne „Funkenfreunde“ kennen. Der Panther, der eigentlich ein Waldgeist ist, bildet zusammen mit Enveris geschundener Seele, Revien, den Wächter des Waldes. Maruka gelingt es mit einigem Schnurren und psychologischen Tricks die beiden wieder in einem Körper zu vereinen. Dann tauchen Fremde im Wald auf und Maruka spioniert sie aus. Dabei landet sich rittlings auf Liam von Morgenstern in seinem Zelt, der seine Begleiter auf der Suche nach seinem Bruder anführt. Ein weiterer Magier und eine Frau bilden das Trio, das den Frieden bedroht und Maruka versucht sich als Diplomatin. Es gibt eine gemeinsame Feier und Maruka beschließt den Fremden zu helfen, bevor sie durch Unwissenheit schlimmeres herauf beschwören und in Gebiete gehen, in denen sie nichts verloren haben. Revien und Maruka reisen nach Syréa, wo das 'Böse“ herrscht. Sie kämpft gegen einen untoten Warg und verliebt sich ganz nebenbei ganz furchtbar in Revien. Ihre gemeinsame Verbindung hinterlässt einen Funken Magie in der Servali. Im weiteren Verlauf treffen Revien und Maruka auf den Ursprung des Bösen, einen Nekromanten und versuchen ihn zu bekämpfen. Mitten im Getümmel findet Maruka eine 'Überlebende' die sie von ihrem Leid erlöst und sich den Fokus (Item) des Nekromanten schnappt. Dann muss sie schnell fliehen und wird gejagt. Dabei fällt sie ein ein Loch. Dort unten vernichtet sie den Fokus und eine magische Explosion scheint dabei einiges im Zeitgefüge durcheinander zu bringen. Als sie wieder oben ist, ist die Welt plötzlich ganz anderes und am Kampfplatz findet sich nicht Revien und den Nekromanten vor, sondern eine Gruppe Helden, die sie als Stiam und seine Gefährten aus der Vergangenheit erkennt. Sie wird entdeckt und schließt sich notgedrungen den Abenteurern an, die sich auf einer 'heiligen' Mission befinden. Gemeinsam finden sie den Ursprung des Übels und stellen sich dem Kampf gegen zig Hybridvirus behaftete Kreaturen und dem Nekromanten, der wohl einen Pakt mit einem Zeitdämon hat.
... (Stand: 14.11.18)

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