Catties Viertel

Diese Piratengemeinschaft stützt sich auf Hinterlist und Tücke – und ihre Anführerin Cattie, deren Temperament nur noch von ihrer Schönheit übertroffen wird. Sie spielt mit den Männern, doch will nur ihre Reichtümer.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 15. Januar 2012, 17:57

Der Silberne Wolf war bereit. Endlich würde es geklärt werden. Der Wolf hätte es ja gerne schon vorher gemacht, doch der Elf war meist in der Oberhand, verhinderte das instinktive Handeln.
Das Nackenhaar war gesträubt, die Zähne gefletscht. Die Ohren waren aufgestellt und Isildur machte ein paar Schritte ebenfalls auf Atka zu. Bevor er sich selber aufrichtete und ebenfalls nach der Kehle schnappte. Er versuchte Atka aus der Luft zu holen, seine Masse gegen den anderen Wolf einzubringen. Atka war klein und flink und der Silberwolf musste es mit Taktik und Kraft wegmachen. Den Kopf noch rechtzeitig an die Brust bedrückt, stieß Isildur den anderen Wolf um. Seine Kiefer schnappten mit einem Aufbellen nach Atka. Der Silberwolf würde ebenso wenig zimperlich sein, wie Atka. Hier ging es um etwas Wichtiges.
Hier entschied sich, wer Alpha und Omega wurde. Keiner, und besonders nicht der Silberwolf wollte sich geschlagen geben, sich die Ruhe nehmen lassen.
Isildur selber, kam es diesmal so vor, als würde er irgendwo in seinem Inneren sein und die Welt anders sehen. Klarer und nicht so kompliziert.
Was war schon an der Sache dran, dass in ihm zwei Wesen waren. Der Wolf schadete ihm nicht. Nein, er verhielt sich nicht anders wie Isildur.
Ja, die Erkenntnis liess ihn lächeln und vielleicht sah es auch der andere Wolf. Isildur war gerade an einem Punkt, der zwar von Instinkten geleitet war, doch wo sich Elf und Tier trafen.
Alle Angst, die Isildur immer hatte, dass er jemanden etwas antun könnte, wenn er ein Monster wäre, schienen jetzt so unbegründet. Wieso fürchtete er sich davor?
Glaubte er denn wirklich, er würde noch immer wie ein Werwolf alles töten, was ihm lieb war?
Was könnte denn jetzt so schlimm sein, wenn er sich mehr dem Tier hingab als früher? Der Wolf war schon immer sein Seelentier gewesen.
Vielleicht auch der Gedanke, nie wirklich zu etwas zu gehören. Nie eine eigene Familie oder ein Rudel gründen zu können. Wer wollte schon mit einem Halbwolf verkehren?
Der Kampf war wild. Knurren, Bellen und schnappen. Ein Kampf ohne Frage. Der Gewinn eine Möwe und die Position im Rudel. Das Recht zu bestimmen und sich Paaren zu dürfen. Nicht das dies gerade ein Gedanke von Isildur war. Für den Wolf aber schon.
Hier ging es darum, zu zeigen, wer das Alpha war. Gewöhnlich reichten unter Wölfe ja Drohgebärden, Gestik und Haltung und es kam kaum zum richtigen Kampf. Doch hier waren beide zu stur. Und wenn die beiden nicht aufpassten, so würde Bryoja am Morgen doch eine gewaltige Überraschung erleben.
Einer müsste aufgeben, zeigen dass er sich fügte… aber wer?
Der Silberwolf drohte und attackierte Atka geben so, wie dieser zuvor ihn. Doch machte sich der Silberwolf dabei großer, zeigte die Zähne, starrte Atka eindringlich an. Überließ ihn die Möglichkeit zu überdenken. Sein Knurrend war dunkel, drohend und warnend.
Das Adrenalin rauschte noch immer durch seinen Körper.
Atka meinte noch, keine faulen Tricks. Das hatte der Silberwolf nicht vor. Für ihn war es klar, wer das Alpha war. Der Wolf musste sich nicht beweisen, er war Wolf. Isildur war der Waldelf- zusammen, weder Wolf noch Elf und doch gehörten sie jetzt zusammen. Das war sich auf jeden Fall der Wolf bewusst.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Montag 16. Januar 2012, 15:56

Verfehlt!
Andere hätten sich ob des missglückten Angriff geärgert. Das bedeutete aber, dass sie aufgrund dieses Zorns nachlässig in ihrer Aufmerksamkeit würden und wohlmöglich weitere Fehler begingen. Bryoja hatte ihren wölfischen, kleinen Bruder gut erzogen und trainiert, ihm von Beginn an solche Patzer erklärt und klar gemacht, diese zu meiden. So unterdrückte Atka jegliche Emotion, als sein Maul ins leere schnappte. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, seine Deckung nicht zu verlieren und möglichst schnell aus dem Angriffsbereich seines Kombattanten zu gelangen. Er riss den Kopf beiseite, machte sich dann klein und rollte an Isildur vorbei. Diesen streifte er noch mit der Rute und einem Hinterbein, das er zum Sprung wieder streckte. Schwungvoll hechtete er an dem Wolfselfen vorbei, der seinerseits versucht hatte, ihn an der Kehle zu erwischt. Auch er verfehlte sie.
Atka entkam aus der Gefahrenzone, wirbelte herum, wobei Gras und Dreck durch die Luft flogen und wandte sich wieder um. Sein Blick richtete sich sofort auf Isildur. Er würde ihn nicht aus den Augen lassen. Jede seiner Bewegungen wollte er registrieren, um blitzschnell reagieren zu können. Er schätzte den anderen Wolf kräftig ein, was er vor allem aus dessen Größe schlussfolgerte. Isildur besaß eine breite Schulterpartie und kräftige Pranken. Seine Attribute dürften Stärke und Wildheit sein. Atkas Eigenschaften waren ein flinkes, agiles Vorgehen. Niemals würde er den anderen durch eine bloße Attacke niederringen können. Er müsste eine gewisse Raffinesse an den Tag legen, ohne dass seine Attacken hinterlistig wären. Finten waren wohl erlaubt, nicht aber so ungerechte Mittel wie Aufwirbeln von Schmutz oder der Einsatz von Wurfgeschossen, indem er beispielsweise Steine einen Abhang herab jagte. Das waren Methoden hinterlistiger Menschen. Er aber war Wolf!
Nach diesem ersten Angriff entstand eine kleine Atempause. Atka hechelte kurz, weniger aus Erschöpfung, als vielmehr um den anderen in Sicherheit zu wiegen. Er war noch aufgeladen mit genug Energie, um den Kampf in die Länge zu ziehen. Vielleicht konnte er so siegen. Wenn Isildur müde genug wurde, ließ er sich gekonnt attackieren und unterwerfen. Dann hätte Akta bewiesen, wer von beiden Alpha wäre. Ja, so war sein Plan - vorerst. Er wusste, auf seine Kraft allein konnte er sich nicht verlassen, da war der andere Wolf stärker. Er konnte nur hoffen, dass es mit seiner Zähigkeit nicht weit her war. Isildur schien dennoch Kondition zu besitzen. Lächelte er?
"Die Kampflust hat dich also auch gepackt - tanzen wir!" Atka näherte sich mit seitlichem Gang. Er zog den Kreis um Isildur immer enger. Noch war nicht klar, wann er letztendlich zuschlagen würde. Vielleicht ging der Silberwolf aber auch vorzeitig zum Gegenangriff über. Dann blieben Atka nur die Möglichkeiten, dagegen zu halten oder auszuweichen. Wiederholt griffen sie an. Kiefer öffneten sich. Fangzähne schnappten ins Leere. Pranken erwischten Körper und rissen am Fell - sowohl silbern als auch cremig weiß.
Erneut trat eine Kampfpause ein, in der sich Isildur düsterer als sonst präsentierte. Myrjala hätte der Atem gestockt und Yavanna hätte ihn ermahnt, seine Schwester nicht so zu erschrecken. Denn das Bild, das er plötzlich abgab, war unheimlich und zwar nicht nur für jene, die ihn als liebevollen Bruder und Beschützer kannten. Die Bestie drang weiter an die Oberfläche. Von Isildurs Reißzähnen tropfte bereits der Geifer. Er baute sich auf, wuchs scheinbar an und sein Knurren drang tief aus der Kehle. Für einen Moment duckte sich Atka. Seine Rute sank, aber er klemmte sie nicht zwischen die Hinterläufe. Er wollte nicht offen zeigen, dass diese Drohgebärden ihn einschüchterten. Trotzig knurrte er zurück, bellte dann und verstummte, als nur ein welpenhafter Japser aus seinem Maul kam. Er wich einen Schritt zurück. Aufgeben wollte er trotz allem noch nicht, aber seine Haltung hatte sich in eine defensive verwandelt.
Die Gelegenheit war günstig. Isildur musste nur noch zuschlagen und sie ergreifen.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 19. Januar 2012, 00:12

Silberwolf und Schneewolf umgingen sich zum Tanz. Beide wachsam den anderen beäugen. Der Silberwolf suchte nach Deckungslücken oder eine kleine Unaufmerksamkeit. Eine Pranke vor die andere setzend, sich im Kreis bewegen. Immer bereit wegzuspringen oder anzugreifen. Der Jagdtrieb war in Isildur ebenso mächtig, wie der Trieb sich gerade zu behaupten.
Der Silberwolf sprang vor, Pranken schlugen ,welche Fell erwischten.
Klauen, die noch vor ein paar Tagen, sich in das Fleisch von Menschen geschlagen hatten.
Aber hier ging es nicht ums überleben, hier wurde keine Rache oder wegen einer Gefahr gekämpft. Hier war es anders.
Keine störenden Menschen, nur die Natur war Zeuge, als sich der Silberwolf mit einem anderen Wolf balgte.
Atka war zwar Feind, doch keiner den man Töten wollte.
Es hatte auch etwas spielerisches.
Wie früher, unter den Waldelfen. Man prügelte sich, wer der Stärkste war oder veranstaltete Wettkämpfe um sich zu messen. Isildur war, was Kraft betraf, schon immer eher der Bär unter den Elfen. Laut seinen Schwestern war er bestimmt in seinem vorherigen Leben ein Baum.
Aber das war gerade ein anderes Leben.
Der Silberwolf wurde erwischt. Fell riss! Ein erschrockenes Aufjaulen.
Doch wenn man so nah am Feind ist, konnte man selber etwas abbekommen. Isildur ließ sich zur Seite wegfallen, versuchte seinen Gegner abzuschütteln.
Gelungen.
Es stand jetzt wohl eins zu eins.
Der Silberwolf hechelte, doch es fühlte sich auch so gut an.
Lebendig!
Frei!
Ein fairer Kampf war immer eine feine Sache. Und Atka war ein guter Gegner.
Nur das Antworten lag dem Wolf noch nicht, obwohl Isildur alles verstand, was Atka sagte.
So ging es in die nächste Runde.
Doch jetzt ging Isildur anders vor. Nicht dass er es so geplant hatte.
Der Wolf wusste eben, wie man sich wild und ungestüm verhielt. Er war nie von Menschen umgeben gewesen und Elfen waren schon immer der Natur näher als die Menschen. Dazu kam dass Isildur ein echter Waldelf war, der noch nach den Traditionen der wilden Elfen lebte.
Beide waren nie domestiziert wurden, hatten wildes und freies Blut. Ob es bei Atka und Bryoja auch so war?
Das konnte Isildur nicht beurteilen.
Vermutlich hätte er aber doch gesagt, dass Atka , dadurch dass er in keinem echten Rudel aufgewachsen war und ihm ein Mensch die Regeln des Kampfes gelehrt hatte, ein wenig gezähmter. Nicht dass dies stimmen musste.
Und der Wolf in Isildur interessierte es auch nicht. Er realisierte die Furcht in Atka, kurz bevor dieser das welpenhafte Bellen von sich gab.
Die Gelegenheit war günstig. Jetzt war er der Alptraum seiner Schwester. Wild und gefährlich. Doch noch wollte sich die Welpe nicht geschlagen geben.
Wieder drang das andere Denken stärker in den Vordergrund.
Atka war in den Augen von Isildur plötzlich kein erwachsener Wolf, sondern eher noch eine Welpe. Eine Welpe, die sich vor dem Alter und der Kraft zu beugen hatte. Eine Rudelrangfolge konnte man auch ohne handfesten Kampf entscheiden.
Der Geifer tropfte noch immer von den entblößten Zähnen. Den Kopf hob Isildur hoch, blickte wachsam weiterhin auf Atka. Die Ohren waren nach vorn gerichtet und die Rute stand aufrecht. Er scharrte mit einer Pranke über den Boden.
Ich beuge mich keinem!!! ICH BIN ALPHA!!!
Das Funkeln in den braunen Augen sagte es nur zu deutlich.
Dann sprang er plötzlich vor.
Wer nicht hören will, der musste Fühlen.
Isildur nutzte die Chance. Nutzte seine Gewicht und seine Wucht um Atka umzuwerfen. Er schnellte vor, seine Zähne zielten auf die Kehle.
Der Biss wäre nicht tödlich, sollte nur den anderen die Überlegenheit demonstrieren.
Nicht zum töten, nur zum dominieren!
Würde Atka die Rute zwischen die Beine nehmen, so wäre es entschieden. Würde er dann auch noch Isildur Schnauze mit einem Fiepen lecken, hätte er seine Position akzeptiert. Dann konnte endlich weiter gefressen werden. Erst wäre Isildur dran, dann dürfte Atka fressen. Danach konnte man noch den Rest der Nacht wache halten.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Freitag 20. Januar 2012, 10:12

Der Mond schien auf die Klippe. Es war ruhig, zumindest so ruhig wie eine Nacht sein konnte. Der Wind fegte über das Land hinweg, sang sein Lied und in seine Musik stimmte das Meer mit ein. Rauschend trafen Wellen auf das Gestein der empor ragenden Klippe. Sie wurden über den Strand gespült, schwemmten Steine, Muscheln und kleine Krebse heran, nahmen einen Teil des Sandes mit, wenn sie zurückschlugen. Das Dünengras wiegte sich in dieser Symphonie, raschelte leise, um seinen eigenen Teil beizutragen. Darüber schwebten winzige Glühwürmchen - golden aufblinkende Lichter, die Sterne unterhalb des Himmels. Und unter diesem Angesicht duellierten sich zwei Wölfe.
Beide hatten sie schon einige Kratzer und Prankenhiebe einstecken müssen. Die Kondition nagte an jedem von ihnen, denn sie ging langsam aus. Atka hechelte. Sein Atem stieg als milchige Dunstwolke in die Nacht. Auch Isildur würde es wohl nicht anders gehen. Bei ihm kam der Schmerz seiner Brustwunde hinzu, der sich nun auch wieder meldete. Bisher nur als leises Pochen, ein leichtes Ziepen, das man getrost noch ignorieren konnte. Aber wenn er den Kampf längerfristig fortsetzte, würde er es in der Zukunft noch bereuen. Zumal beide damit rechnen durften, sich Bryojas Ärger hinzuzuziehen. Atka wusste, dass er noch nicht gegen Isildur kämpfen sollte und dieser hatte seine Vernunft beiseite gelegt, um die Herausforderung anzunehmen. Sie verhielten sich beide unvernünftig, aber sie waren Wölfe. Männliche Wölfe in Gegenwart eines Weibchens. Sie mussten einander behaupten, allein schon um die Rangfolge zu bestimmen.
Isildurs Augen funkelten, aber Atka gab sich noch nicht geschlagen. Der Schneewolf mochte nicht mehr allzu aufmerksam sein. Sein welpenhaftes Aufjaulen hatte zudem klar gemacht, dass er mindestens einmal schon halb um Gnade gebettelt hatte. Sein Blick aber sträubte sich gegen eine Unterwerfung. Auch aus ihm sprach der Wille, als Alpha aus dem Kampf hervor zu gehen.
Als der Wolfself dann aber sprang, als sich seine Hinterläufe kraftvoll vom Boden drückten, da zuckte der Schneewolf zusammen. Statt auszuweichen, denn dazu war es längst zu spät, duckte er sich in dem Versuch, sich so wenigstens schützen zu können. Er war jedoch lange nicht so kräftig wie sein Kombattant und wurde von dessen Wucht mitgerissen. Schon war Atka umgeworfen und ebenso schnell steckte sein Hals halb in Isildurs Maul. Die scharfen Reißzähne berührten sacht seine Kehle. Es war vorüber.
Atka blickte zu Isildur auf. Blickkontakt bedeutete viel in einem Wolfsrudel. Der Elf im Wolfspelz schien jedoch auf ein anderes Signal zu warten. Es kam prompt. Schon kniff Atka seinen Schwanz ein. Die Ohren legten sich nach hinten, ein unterwürfiges Winseln drang aus seiner Kehle. "Ich gebe auf. Du bist Alpha. Tu mir nicht weh." Die letzte Bitte fügte er an, weil er Isildur nicht einschätzen konnte. Dieser hatte gut gejagt, tapfer gekämpft und sich Bryoja gegenüber bisher ruhig verhalten. Aber nun? Er könnte ihn umbringen, seinen Platz an der Seite der Mantronerin einnehmen. Er würde ihr neuer Bruder, wenn er Atka jetzt tötete. Der Wolf winselte erneut, machte sich klein und rollte sich dann noch unterwürfiger auf den Rücken, so gut es ging, wenn man den Hals im Maul eines anderen liegen hatte.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 21. Januar 2012, 13:15

Was hatte Atka gesagt?
Bitte tue mir nicht weh? Was dachte sich der junge Schneewolf, was Isildur vor hatte?
Der Wolfelf war verwirrt, offene den Kiefer, damit Atka frei war.
Dies war ein guter Kampf, er sollte doch keinen Tod nach sich ziehen.
Ihm ging es nicht darum den Platz als neuer Bruder bei Bryoja einzunehmen. Nein, Isildur hatte nur die Rangfolge klären wollen. Es machte den Wolf stutzig.
Wieso befürchtete die Welpe, dass er zubeißen würde oder ihn töten wollte?
Es bestand doch kein Grund dazu. Die Rute hatte Atka zwischen die Hinterläufe geklemmt und winselte. Er hatte aufgegeben.
Isildurs Rute war stolz erhoben, wie seine ganze Haltung. Das Adrenalin wich, ließ den Elfen wieder zum Vorschein kommen. Isildur setzte sich , blickte Atka mit schief gelegten kopf an.
„ wieso sollte ich dich töten?… wir haben es geklärt“
Die Stimme rüttelte noch ein bisschen mehr den Elfen hoch. So düster klang sie.
Noch hob und senkte sich die Brust heftig, suchte nach Atem. Seine Hände entspannten sich, schlossen sich kurz zur Faust um sich den Fingern wieder bewusst zu werden. Er streckte seinen Körper, jetzt da er wieder sich als Zweibeiner aufrichtete.
Die Brust begann jetzt mehr und mehr zu ziepen.
Isildur hatte wie immer seinen Dickkopf durchgesetzt und spürte wie langsam sich sein Körper beschwerte. Kurz fuhr er mit seiner Hand über die Brust, berührte den Verband. Ja, das Ziepen machte deutlich, dass es nicht so gut war den Kampf auszufechten. Vermutlich würde es ein dauerhaftes Ziepen bleiben, jedenfalls wenn er nicht endlich sich Ruhe gönnte. Wenn es nicht sogar zu spät schon dafür war. So wie die Verletzung damals am Bein, als er im Wasser von irgendeinem großen Tier gebissen wurde. Auch diese schmerzte immer mal wieder.
Ob es allen Kämpfern und Alphas so ist? Man merkt die Verletzungen, doch sagt man nichts dazu?…aber jetzt erst mal essen.
Das sich seine verletzte Brust bemerkbar machte, erwähnte er Atka gegenüber nicht. Er war zu sehr Alpha oder zu sehr er selbst um jetzt wieder Schwäche zu zeigen.
Langsam erhob er sich, trat zum Fressen und schlug jetzt seine Zähne hinein, nur nahm er den Vogel jetzt wieder zwischen die Pranken. Das Fleisch war saftig und mühelos zerteilten seine Zähne Sehnen, Muskeln und auch kleinere Knochen. Die Möwe schmeckte herrlich und sein Körper freute sich über das Fleisch. Eigentlich hätte Isildur auch der Mantronerin etwas überlassen, doch so viel war an dem Vogel nicht dran. Und so wie die Mantronerin ausgerüstet war, so hatte sie bestimmt noch etwas besseres für sich dabei. Außerdem hatten Atka und isildur für sich gejagt.
Erst als er satt war, reichte er die Reste an Atka weiter.
Interessiert beobachtet Isildur wie der kleinere Wolf sich auf den Vogel stürzte. Ein Gefühl von Stolz breitete sich bei Isildur aus. Er konnte nicht genau sagen weshalb, doch es war schön.
Vielleicht war es auch das gute Gefühl eines gefüllten Magens.
Der Elf kehrte mehr und mehr zurück, aber er bereute nichts. Nicht mal der Gedanke an seine Schwester Yavanna, die ihn vermutlich gehörig das Fell über die Ohren ziehen würden, konnte diese Stimmung trüben.
Sein Rücken schmerzte nicht, dass er sich jetzt auf zwei Beine wieder war. Als wäre es so natürlich wie auf vier Beinen unterwegs zu sein. Nur die Wunde auf seiner Brust gab ihm zu verstehen, dass es nicht richtig war, dass sie heute schon gekämpft hatten. Aber es war wichtig und hatte keinen Aufschub geduldet.
Ich wandle zwischen zwei Wesen ...und doch fühle ich mich besser als seit langen nicht mehr.
Sein Blick ging in die Ferne und dann zum Himmel. Lauschte den Geräuschen der Gegend. Die Nacht fühlte sich gut an.
Er blickte an sich runter, grinste als er die Spuren von Kampf sah.
„Deine Schwester wird mit uns morgen schimpfen“ grollte Isildur. Er strich sanft über das Fell des anderen Wolfes, bezeugte somit dass er keinen Groll gegen den Wolf hegte, als dieser fertig gefressen hatte. Seine Stimme klang noch immer heiser von dem Kampf. Sein Körper war erschöpft und matt, aber seine Sinne waren hellwach. Sie hatten beide noch eine Pflicht.
" ich begleite Bryoja morgen wieder in die Stadt...Ich gebe auf sie acht und bringe deine Schwester wieder zu dir zurück. …wie es dann mit mir weitergeht, werde ich dann überlegen " Den letzten Satz hatte Isildur laut ausgesprochen, obwohl er dies nicht beabsichtig hatte. Doch die Verbundenheit die jetzt auch Atka ausstrahlte, machten es leicht.
So lange Isildur denken konnte, war er immer in Begleitung seiner Schwestern außerhalb seines Waldes unterwegs. Hütete sie, wie eben man ein Rudel beschützte. Grummelte über die Partner , die sich seine Schwestern suchten und die sich erst mal sogar vor ihn beweisen mussten, obwohl Vater sie schon akzeptiert hatte. Selber hatte er nie über ein eigenes Rudel nachgedacht… er lebte gerne frei. Und jetzt war er irgendwo und hatte ein Rudel, wenn auch ein kleines.
Seine Ohren zuckten, wenn sie ein verdächtiges Geräusch wahrnahmen. Er sah sich dann um und schnupperte in der Luft. Jetzt da man die Ruhe hatte, sortierte Isildur die Fremden Gerüche und Geräusche.
"bring mir deine Sprache bei, Atka! ich kann's verstehen, nicht jedoch sprechen" Es war nicht eine sanfte Frage, es klang eher wie ein Befehl. das war nicht böse gemeint, noch machte der Wolf deutlich klar, wer Alpha war und isildur konnte es nur etwas abmildern. Mal nebenbei, dass er selber nicht der mit den sanften Art war.
Der Stand des Mondes zeigte, dass die Nacht schon weit fortgeschritten war.
“wir sollten jetzt ruhen. Bryoja kann die Wache übernehmen. Sie hat lang genug geschlafen um dafür fit zu sein.“ Außerdem hatte sie nicht umsonst gesagt, sie wolle Wache halten. Und Frauen konnten nun mal richtig wütend werden, wenn man sie einfach ignoriert. Jeder hatte außerdem seinen Beitrag im Rudel zu leisten.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Dienstag 24. Januar 2012, 11:18

Endlich ließ er ihn los. Atka kroch ein Stück weit zurück, noch immer die Rute zwischen die Beine gekniffen und stark geduckt. Er wusste, wann er verloren hatte. Aber er war froh darum, dass Isildur nicht zugebissen hatte. So ganz einschätzen konnte er den anderen nämlich nicht. "Deine Augen. Während des Kampfes haben sie gefunkelt. Mordlust", gab der Schneewolf als Erklärung ab. Er hatte dieses Aufblitzen noch nie in den Augen eines Wolfes gesehen. Es war tiefer als jeglicher Instinkt. Ein noch tiefgründigerer Jagdtrieb? Nun, solange Isildur ihn unter Kontrolle hatte, würde es auch für Atka kein Problem darstellen.
Seine Haltung nahm an Unterwürfigkeit ab. "Geklärt." Einen respektvollen Bogen um den Sieger des Duells machend, trottete der Schneewolf Richtung Zelt davon. Isildur hatte gewonnen, durfte sich jetzt seine Belohnung nehmen und würde innerhalb ihrer kleinen Dreiergruppe befugt sein, Atka Befehle zu erteilen, die dieser dann auszuführen hatte. Er befand sich jetzt höher in der Rangfolge. Der Schneewolf akzeptierte das, ohne Groll oder Sinn nach Rache. Er war kein Mensch, die mit Niederlagen nicht umgehen konnten.
Isildur konnte unterdessen seine Mahlzeit genießen. Die Muttermöwe füllte seinen Magen, das war der Kampf allemal wert gewesen. Allerdings sollte er sich jetzt wirklich Ruhe gönnen und erholen. Seine Brust würde es ihm danken. Die Verletzung ziepte. Wenn ein Brennen hinzu käme, würde es erneut nötig werden, sie intensiver zu behandeln. Dann kam er an einem richtigen Heiler nicht vorbei. Weder Isabeau noch Bryoja waren wirklich ausgebildete Kundige. Sie hatten die Wunde lediglich gereinigt, genäht und verbunden. Der Körper musste sich selbst heilen. Ein Medicus hätte ihm eine Arznei verpasst oder die Wunde mit irgendeiner Kräutermischung eingerieben, um den Heilvorgang zu unterstützen. Das würde nötig werden, wenn sich Isildur weiterhin dermaßen verausgabte.
Als Isildur sich endlich satt gefressen hatte, kam auch Atka heran. Als unterster Rang - Omega - durfte er die Reste vertilgen. Sofort machte er sich daran, denn der Hunger hatte auch diesen Wolf gepackt. Er nagte an den Knochen, zupfte jeden Rest Fleisch von ihnen, den er kriegen konnte. So würde er eine Weile beschäftigt sein. Zuhören funktionierte allerdings noch. Mit einem Knochen zwischen den Reißzähnen antwortete Atka: "Sie wird schimpfen. Sie wird aber auch verstehen. Mach dir keine Gedanken." Dann fraß er weiter, entgegnete nichts mehr. Erst als wirklich kein Krümelchen Fleisch mehr vorhanden war, ließ auch Atka von den Knochen ab. Er erhob sich, scharrte mit den Hinterläufen etwas Dreck über die Möwenüberreste und legte sich dann überraschend dicht neben Isildur nieder. Schon Bryoja hatte ihn so vertrauensvoll bei sich aufgenommen. "Wenn du kein Rudel hast, nehmen wir dich auf. Gute Jäger sind immer gut für die Gruppe. Und ja, ich bringe dir bei." Er gähnte. Seine Wachschicht war längst vorüber. Beide Wölfe hatten der Mantronerin durch ihren kleinen Zweikampf einen Bonus an Schlaf gegeben, aber jetzt meldete sich zumindest bei Atka die Müdigkeit.
Rasch erhob er sich und war mit wenigen Schritten beim Zelt. Kurz darauf verschwand er im Inneren und statt seiner tauchte nach einer Weile Bryoja am Eingang auf. Sie musterte Isildur, kam auf ihn zu. In der einen Hand trug sie eine kleine Axt, auf dem Rücken wartete die große, zweihändige Version. "Ihr habt gekämpft." Es war keine Frage. Sei setzte sich genau an jenen Punkt, an dem auch Atka Wache gehalten hatte. "Du hast gewonnen? Ich bin ... doch. Ich bin überrascht. Geh ins Zelt und leg dich schlafen. Du kannst es ebenso gebrauchen wie mein kleiner Verlierer." Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht. Atka hatte Recht behalten: Isildur brauchte sich offensichtlich keine Sorgen über Bryojas Zorn zu machen.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Dienstag 24. Januar 2012, 17:59

Mordlust!
Das Wort schrie förmlich in seinen Gedanken! Wie eine Warnung über die Gefahr die seine Gestalt doch barg. Hatte er nicht selber vor so was Angst?
Wäre ich dazu fähig? Ich habe mich nicht komplett im Griff. Hätte ich tatsächlich Atka getötet, wenn dieser nicht aufgegeben hätte?... ich weiß es nicht! Es fühlte sich alles normal an. Doch wer sagt nicht, dass ich nicht auch die Grausamkeit zu welcher Tier und Elf fähig ist, verstärkt habe. Ich bin ein Waldelf vom Blute der Wildelfen. Sie waren die wildesten der Elfen….das ist vermutlich normal…ich bin anders…. Hör auf damit, du bist erschöpft. Ich brauche wirklich ruhe.
Atka hatte sich nach seinem Fressen noch ein wenig zu Isildur gesetzt. Es fühlte sich gut an. Alles war hier vertraut.
„danke für das Angebot, doch ich werde bestimmt wieder zu meinen Rudel stoßen“ hatte ich eben laut gesprochen? Scheinbar…
Atka gähnte und verzog sich zum Zelt. Isildur folgte ihm mit den Augen. Vermutlich würde er Bryoja wecken.
Seine Ohren versuchten irgendwas zu erhaschen, doch vermutlich wurde die Mantronerin genau wie er geweckt. Er hörte ihr Schritte und roch sie, noch bevor sie etwas gesagt hatte. Sin Blick war wieder auf den Himmel gerichtet. Innerlich erwartete er fast die Standpauke, welche ihn vermutlich Yavanna gegeben hätte. Doch sie sagte nichts dazu. Auf ihre Feststellung, dass sie gekämpft hatten, nickte er nur knapp.
„Ja, habe ich… „ Er sah ihr in die Augen. Jetzt musste er nicht plappern. Sie hatte die Situation erfasst und er musste sich nicht rechtfertigen.
Mordlust, wieder huschte es durch seine Gedanken.
Nein, niemals!
„Gute Wache… übrigens, er hat gut gekämpft!“ Isildur erhob sich, ließ die Frau allein. Sie hatte Recht, er brauchte Ruhe. Sine Wunde sagte es ihm zu deutlich. Es ziepte bei jedem Atemzug.
„Ich lege mich hin!“ Sie lächelte ihn an und er erwiderte es kurz. Dann schritt er langsam zum Zelt, seine Rute erhoben. Vor dem Zelt beugte er sich um seinen geliebten Bogen mit ins Zelt zu nehmen. Kurz drückte er das Holz des Bogens an seine Stirn. Der kleine Stein funkelte ihm entgegen als er die Augen öffnete.
Wo kommst du her?...Ich danke euch Göttern trotzdem für die erfolgreiche Jagd und das Fressen.
Dann verschwand er ins Zelt. Seine erste Handlung war, dass er seinen Bogen behutsam inspizierte und diesen dann sorgfältig bei Seite packte. Alles sah an ihm normal aus, nur der Stein war neu. Er wirkte wie die Steine, die angeblich viel Gold brachten. Doch was interessierte es ihn. Sein Bogen war da. Seine große Stütze zum Elfsein.
Morgen muß ich sehen, ob ich mit dem Bogen noch jagen kann
Er griff zum Wassernapf, schlabberte den Rest weg. Ein tiefes Durchatmen. Seine Hand zuckte zur Brust. Wieder strichen seine Finger über den Verband.
Zeit zu ruhen!
Er drückte und rückte sich das Bodenfell zurecht, dann legte er sich nieder. Atka lag ebenfalls daneben. Isildur rollte sich zusammen und schloss die Augen. Jetzt erst spürte er wie die Erschöpfung von ihm Besitz ergriff. Sein Körper entspannte sich. Leichtes Zucken der Muskeln als sich diese lockerten.
Mordlust?! Hör auf darüber nach zu denken… Isildur brummte leise eine Melodie. Beruhigung und Mediation zu gleich. Dann folgte der Schlaf.
ja , so… ist... es…
Er musste schlafen, den nächsten Tag wollte er Bryoja in die Stadt begleiten. Selbst wenn er gewollt hätte, so hätte er diesen Kampf verloren. Sie wollten diese Cattie aufsuchen und vielleicht konnten sie auch Isabeau und Tristan retten.
Isildur schlief tief und fest. Er schmiegte sich in das auf dem Boden liegende Fell. Es roch stark nach der Mantronerin. Selbst im Schlaf sog er den Duft stark ein. Der Wolf spürte wie sich die Triebe meldeten, so wie man merkte, dass sich das Wetter änderte. Doch der Elf hatte die Oberhand. Außerdem war man erschöpft.
Isildur würde wohl so lange schlafen, wie es ihm gewährt war.
Sein einer Hinterlauf zuckte manchmal, als sei er noch bei der Jagd. Einen Arm hatte er über die Schnauze gelegt und auf den anderen lag er drauf. Isildur vertraute darauf, dass er in Sicherheit war. Atka und Bryoja würden ihn rechtzeitig warnen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Freitag 27. Januar 2012, 10:32

Isildurs Gesundheitszustand ändert sich auf: Bild
Bitte im Profil eintragen ;)



Bisher gab es keinen Grund zur Bestürzung. Der in einen Wolf verwandelte Isildur hatte sich unter Kontrolle, aber wie lange würde das vorhalten? Konnte er sicher sein, nicht doch irgendwann den Instinken nachzugeben und alles um ihn herum zu zerfleischen, was nicht zum Rudel gehörte? Vielleicht sogar sein Rudel selbst und falls nicht, würde er in einem Anfall von Jagdtrieben erkennen, dass Bryoja und Atka derzeit eine Art Rudel für ihn bildeten? Er hatte bereits einen Menschen auf dem Gewissen und die Erinnerung an seinen Angriff allein konnte schon den Geschmack des Blutes auf seiner Zunge wecken.
Bei der Möwe war Mordlust kein Teil seiner Angriffe gewesen. Dort hatte die pure Jagdlust geherrscht. Ein ganz normaler Trieb für Wölfe, vor allem, wenn sie der Hunger packte. Es gab aber auch eine andere Variante. Eine, die das Tier nur allzu sehr vermenschlichte, ohne dass die Zweibeiner dies bemerkten. Sie sprachen dann von Tollwut und wollten die Bestie davon erlösen, indem sie sie einfach umbrachten. Für Wölfe war es eine Krankheit. Sie konnten ihre Dränge nicht mehr kontrollieren, rissen sogar in den eigenen Reihen. War Isildur von dieser Krankheit befallen, ohne es zu wissen? Er würde auf jeden Fall aufpassen müssen, nicht die Beherrschung zu verlieren.
Bryoja machte sich deswegen offensichtlich keine Gedanken. Sie sagte nicht einmal groß etwas zu dem Kampf, den er und Atka ausgefochten hatten. Ihr Wolf schien ihr bereits berichtet zu haben, wer als Sieger aus dem Duell hervorgegangen war. Aber auch dazu ließ sie sich nicht aus. Sie akzeptierte, was geschehen war, schickte Isildur stattdessen dann lieber ins Zelt. Dort konnte er sich zu Atka legen. Der Schneewolf hob träge ein Auge, gähnte und lümmelte sich erneut auf einem der Felle zusammen. Die Nacht wurde für beide viel zu kurz, jedoch würde Isildur die Erholung deutlich spüren, die wenige Stunden Schlaf ausmachen konnten. Bryoja war es, die ihn dann irgendwann weckte.

"He! Isildur, aufwachen!", zischte sie ihm leise zu. Offenbar wollte sie nicht auch noch ihren eigenen Wolfsbruder wecken. Sie rüttelte den Elfen leicht an der Schulter. "Atka meinte, du willst mitkommen und mir käme das überaus Recht. Die Piraten werden sich hüten, uns quer zu kommen. Außerdem kann ich dich dann zu einem Heilkundigen bringen. Cattie wird schon irgendjemanden haben, der sich da auskennt." Sie rüttelte wiederholt, ließ dann aber von Isildur ab. In einer Ecke des Zeltes hockte sie sich hin, packte einen kleine Tasche mit nützlicher Ausrüstung. Neben ein paar Münzen wanderten dort vor allem Verbandszeug, eine Flasche Alkohol und ein schön funkelnder Stein hinein: ein Saphir. Wo sie den bloß her hatte?
An ihren Gürtel band sie sodann eine gefüllte Feldflasche und ihre kleine Wurfaxt. Auf dem Rücken war bereits ihre Streitaxt befestigt. Sie setzte sich einen Helm auf, dessen beeindruckende Hörner aus Tierhauern bis an die Zeltdecke reichten. Sie sah einschüchternd aus, aber vermutlich wollte sie genau diese Wirkung erzielen. "Komm schon!", fachte sie Isildur an, krabbelte dann selbst aus dem Zelt. Es war Zeit. Der Tag war schon angebrochen, auch wenn es draußen grau und trübe war. Kalter Regen meldete sich, weshalb Bryoja noch einmal den Kopf ins Zelt steckte. "Neben dir liegt ein Kapuzenumhang. Zieh ihn an, sonst wirst du nach nassem Hund riechen, bis wir Rumdett erreichen." Der Mantronerin machte der Regen nichts aus. Für sie war es sogar ein angenehmer Schauer. Aus ihrer Heimat war sie noch kältere Temperaturen gewöhnt.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 2. Februar 2012, 18:45

Es dauerte einen Moment bis Isildur reagierte. Er war tatsächlich in der Tiefschlafphase. Sein Körper brauchte den Schlaf. Nur leise und schwach drangen die Worte von Bryoja zu ihm durch. Hallten langsam aus der Ferne.
Es war ein schöner Traum, auch wenn Isildur damit nicht gerechnet hatte.
Er hatte angenommen, da sein Kopf sich über alles wieder Sorgen machte, er einen Alptraum bekommen würde. Doch der Wolf war noch so stark in Isildur, dass dies nicht der Fall war.
Er würde so oder so, sobald ihm wieder die Erinnerung kam, darüber grübeln.
Doch jetzt war er an einem anderen Ort.
Spürte den Wind, wie dieser sanft über sein Fell und seine Haut strich. Gerade war er den Hügel entlang gerannt. Davor war er sorgenfrei durch die Wälder seiner Heimat gestreift. Spürte den Boden unter seinen Pfoten. Überquerte den kleinen Fluss, wo im bei heißen Tagen gebadet wurde. Es roch nach kühler frischer Luft.
Nicht weit von ihm konnte er Myrjala und Yavanna mit ihren Tieren sehen.
Sie spielten mit Atka und Bryoja. Spätestens da hätte Isildur merken müssen, dass etwas nicht stimmte. Sie kannten sich nicht mal und doch bildeten sie ihm Traum ein Rudel für ihn. Vögel zwitscherten und es war alles ruhig und friedlich. Die Frauen hatten die Köpfe kurz zusammengesteckt und seine Schwestern kicherten als er sie ansah.
Was hecken sie denn jetzt wieder aus?
Bryoja löste sich von seinen Schwestern, lächelte. Langsam trat sie auf ihn zu, das kleine neckische Grinsen im Gesicht. Ihr Schritt war fest und herausfordernd…fast schon provokant und sinnlich. Sie streckte die Hand aus…
“He, Isildur, aufwachen!” verwirrt blickte er sie an. Das Bild aus seinem Traum verschwand, doch Bryoja war tatsächlich ganz nah bei ihm. Er befand sich in ihrem Zelt und neben sich hörte er Atka schlafen. Sie rüttelte ihn an der Schulter.
“Bin wach” er hob den Arm, dass sie aufhören konnte ihn zu rütteln.
War nur ein Traum…na toll, ich kann solche Träume nicht leiden, wo es so endet…
Der Elf war keine Ausnahme, wenn es um Träume ging, die mittendrin aufhörten. Besonders weil er neugierig war, was sie von ihm wollte.
Verschlafen rieb er sich über die Schnauze. Ein verstohlender Blick auf die Mantronerin, welche ihn wegen des Weckens aufklärte. Ein flüchtiges Lächeln lag auf seinen Zügen.
Ob sie auch wie im Traum schauen konnte?
“hatte ich vor!…" langsam erhob er sich, so dass Atka weiter schlafen konnte.
Bryoja sammelte gerade ihre Sachen zusammen und auch Isildur tat es ihr gleich. Mit geübten Griff begann er sich die Rindenrüstung über zu ziehen. Alles was jetzt nicht mehr an seine neue Statur passte legte er stumm bei Seite. Das Wichtigste war die Brustpanzerung. Es fühlte sich befremdlich an, als sein Fell zerwühlt wurde. Doch sie passte noch, vielleicht nicht so wie sonst. Er drehte sich zu Bryoja, er konnte es an der Seite nicht schließen. Seine Pranken fanden die Schnüre nicht richtig beziehungsweise diese rutschten wieder ab. Und die Lederbänder mussten verknotet werden.
" hilf mir mal" brummte er ihr leise entgegen.
Zuletzt nahm er sich seinen Bogen in die Hand und den Köcher, welche er sich auf dem Rücken schwang.
Ein befremdliches Bild. Ein Wolfelf in leichter Rüstung.
Es sah eher wie ein Wolfkrieger aus einem anderen Volk aus. Wild und gefährlich, mit Augen die menschliche Intelligenz ausstrahlten.
" Stört dich der Geruch von nassen Fell?" wunderte sich Isildur, blickte sie schräg an. Isildur selber war der Geruch gewohnt. Ob es jetzt Sturmkralle oder Nachtschatten war, diese brachten öfters nasses Fell mit. Und solche großen Tiere konnte man schwer mit einen Tuch abtrocknen. Außerdem war es natürlich und Isildur hätte es nie hinterfragt. Doch das ihn gerade die Mantronerin darauf aufmerksam machte, wirkte selber für ihn seltsam, wo sie doch mit Wölfe zusammen lebte. Er zuckte mit den Schultern.
stört es Menschen mehr als uns Waldelfen?... ich mag Regen...jedenfalls als Elf mochte ich es gerne... aber nasses Fell ist nicht das Schönste... doch ist vermutlich besser wenn ich den Umhang drüberlege.
Er ergriff den Umhang, der viel zu kurz für ihn war und warf ihn sich über. Komplett würde dieser ihn wohl nicht schützen.
Dann folgte er Bryoja nach draußen. Vor den Zelt blieb er kurz stehen, ließ routiniert seinen Blick schweifen. Es roch angenehm und die Luft war sauber. Regen hatte auch den Gestank von der Stadt weggewaschen. Tief zog er den frischen Duft ein.
schade dass es nicht so bleibt
"Bryoja, es hört sich an, als würdest du von dieser Cattie erwartet werden! Ich vertraue den Menschen dort nicht... und einen Heiler? Dort? Sie wollen dann bestimmt auch diese kleinen gepressten ...wie sagen sie noch, Münzen..oder etwas anderes. "
Mal nebenbei das Isildur überhaupt keine Münzen besass. Das letzte Mal wusste er nicht mal was Füchse waren, als Otis dies angesprochen hatte.
Er schritt dann in Richtung Stadt. Das innerliche Knurren unterdrückend.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Freitag 3. Februar 2012, 23:21

Als erste müde Worte die Kehle des Wolfselfen verließen und er Bryoja somit signalisierte, wach zu sein, klopfte sie ihm leicht gegen die Schulter. "Sehr gut", sagte sie und eilte sich, ihre Ausrüstung zu packen. Außerdem folgten noch ihre Waffen. Sie richtete sich für die Piratenstadt wirklich äußerst präzise her. Sie wusste, dass da nichts Gutes auf sie zu kommen könnte. Vor Cattie fürchtete sich die Mantronerin dabei nicht. Nein, das sowieso nicht. Das tapfere Volk kannte keine Angst. Aber zum einen wollte sie gewappnet sein, falls jemand auf die Idee käme, ihr einen Hinterhalt zu legen - aus welchen Gründen auch immer. Zum anderen galt es fast schon als Tradition, sich möglichen Verbündeten, Feinden oder überhaupt anderen, mit denen ein Mantroner Kontakt aufnahm, möglichst beeindruckend zu präsentieren. Diese Wirkung würde Bryoja zwangsläufig erzielen. Sie sah beeindruckend aus!
Aber auch Isildur stand ihr in dieser Hinsicht in Nichts nach. Allein schon sein wölfisches Äußeres verlieh ihm die gewisse Würze, ihm mit Respekt zu begegnen. Jetzt, da er sich auch noch seine Rindenrüstung überzog, verstärkte sich der Effekt natürlich zusätzlich noch. Nicht einmal Bryoja kam drumherum, ihn länger zu mustern und anerkennend zu nicken. Ja, er sah stattlich, einschüchternd und vielleicht sogar eine Spur zu gefährlich aus. Er war perfekt! Sie grinste. Das mochte dem flüchtigen Lächeln, das sich Isildur erträumt hatte, vielleicht ein bisschen entgegenkommen. Es war nicht ganz so weich wie im Traum, eher keck, aber hübsch schaute sie dennoch aus.
Ein letztes Mal kniete sich Bryoja nieder. Sie strich ihrem Atka sanft über das cremefarbene Fell. "Achte auf das Lager. Wir sind bald zurück, Bruder", hauchte sie ihm zu. Atka schmatzte, dann schob sich eine Pfote über die Schnauze. Er hatte verstanden, wollte die Zeit jedoch noch nutzen, um etwas mehr Schlaf abzubekommen. Seine menschliche Schwester erhob sich, trat zum Zeltausgang. "Wir sind bereit?" Sie warf Isildur noch einen Blick zu. Er sah soweit fertig aus. Gut. Sie verließ das Zelt, um sich draußen zu strecken und dann sofort ihren Kapuzenumhang enger um die Schultern zu ziehen. Der Regen fiel in einem ungünstigen Winkel, wenn man zum Meer hinaus schaute. Auf ihrem Weg nach Rumdett die Klippe herunter würden sie ihn im Rücken haben.
"Stört dich der Geruch von nassem Fell?" Bryoja wandte sich um. Dann schüttelte sie den Kopf. "Mich nicht, aber die Piraten vielleicht und die zücken ihre Säbel wegen jeder Kleinigkeit, die ihnen nicht passt." Sie brummte. Offenbar hatte sie mit solchen Säbelrasslern bereits Bekanntschaft gemacht. Plötzlich lachte sie: "Ich teile mein Lager mit Atka. Da ist der Geruch von nassem Fell meist das kleinste Übel. Komm schon, ziehen wir los!" Sie machte sich an den Abstieg. Der Weg hinunter nach Rumdett war nicht besonders steil, wegen des Regens hatten sich die Felsen allerdings in rutschige Gefahrenquellen verwandelt. So ging es nur langsam voran. Eine Weile konzentrierte sich die Mantronerin ausschließlich auf ihre Schritte. Erst, als die Steigung etwas nachließ, erhob sie erneut die Stimme: "Cattie erwartet mich tatsächlich. Ich war gestern bei einem ihrer Spießgesellen und habe mich angemeldet. Sie weiß, dass ich komme - genauso wie es die Kapitäne der beiden anderen Piratengemeinschaften wissen. Aber Roderick der Rote hat angeblich keine Zeit für mich und Flint meinte, ich solle mich in meine verschneite Heimat verpissen. Pha! Dem würde ich am liebsten meine beiden Freunde vorstellen." Sie hob ihre Fäuste demonstrativ nach oben. Dann jedoch beruhigte sich ihr Gemüt bereits wieder. Sie winkte ab. "Der Kerl ist es nicht wert. Hat sicher Angst vor mir. Aber Cattie nennt man nicht umsonst die Furchtlose. Sie wird mir Informationen geben, die meine Familie wissen möchte und ich kann ihr vielleicht ein Angebot machen, das sie interessieren wird." Und dann schaute Bryoja Isildur lange an. Ihre Brauen hoben sich. "Du bist seltsam." Dies war der Kommentar zu seiner Bemerkung bezüglich Geld. Bryoja kannte keine Waldelfen, schon gar nicht welche, die im Wolfspelz herum liefen. Aber ihr waren die estrianischen Eiselfen bekannt und selbst die wussten, was Geld war. Sie verwendeten es ihres Wissens nicht allzu oft. Wer sollte innerhalb Estria schon etwas damit anfangen? Man handelte dort mit Waren und Dienstleistungen. Aber sie kannten es. Isildur hingegen schien aus dem hintersten Eck der Wälder zu kommen, so weltfremd kam er der Mantronerin plötzlich vor. Irgendwie störte sie das aber nicht. Sie griff an ihren Gürtel und dort in einen kleinen Ledersack. Schon kam eine kupfern schimmernde Münze zum Vorschein. Bryoja streckte sie Isildur entgegen. Man konnte deutlich die Prägung auf der runden Metallscheibe erkennen. In das Kupfer waren das Bildnis eines Bauern mitsamt Ernte, sowie eine Sichel eingestanzt worden.
"Siehst du? Das ist eine Fuchsmünze. Sie besteht aus Manthan. Die meisten Menschen zahlen mit diesen Münzen. Das heißt, man verwendet sie zum Tauschen, einfach weil sie sich besser halten als Nahrung. Es gibt noch silberne Münzen - Lysanthemer und die wertvollsten von ihnen heißen Drachmen. Sie sollen golden schimmern. Ich hab noch nie eine von denen gesehen." Sie drückte Isildur die Fuchsmünze in die Pranke. "Diese eine schenke ich dir. Vielleicht lernst du, mit Geld umzugehen, wenn du selbst mal welches besitzt. Gehen wird weiter. Wie du bereits sagtest: Cattie erwartet mich."
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Mittwoch 8. Februar 2012, 12:30

Ihr Lächeln, welches sie Isildur entgegenbrachte, war hübsch. Nicht provokant wie im Traum. Sie hatte ihn genausten gemustert und nach ihrem Blick zu urteilen schien sie Isildur für vorzeigbar zu halten.
Doch auch sie war prächtig zurecht gemacht. Eben wie jemand, der wusste, dass man mit dem Äußeren Eindruck schinden konnte. Bei einigen Waldelfen war dies auch nicht anders. Sie bemalten sich oder kleideten sich in Felle und Naturmaterialien.
Ihr Volk ist dem meinen nicht unähnlich... ist schon seltsam.
Er blickte auf sie runter, als sie sich an Atka wandte. Das der Wolf seine Pflicht erfüllen würde, war ihm klar, selbst wenn er jetzt noch verschlafen wirkte. Die Ohren des Wolfes würden hören, wenn sich ein Fremder nähern würde.
Isildur folgte Bryoja nach draußen. Der Regen fiel schräg und der Wolfself bekam trotz Umhang ihn ins Gesicht bzw. auf die Schnauze. Er griff nach oben und zog die Kapuze mehr runter. Sonst würde auch der Umhang nichts bringen. Was sie sagte gab Sinn, er sollte versuchen so wenig wie möglich aufzufallen oder zu reizen. Doch sahen sie eigentlich beide gegenteilig aus.
„ so, sie könnten sie provoziert fühlen, wenn ich wie "nasser Hund" rieche.“ Er ließ es absichtlich leicht sarkastisch klingen, während er sie auffällig musterte und dann an sich runter sah. So oder so würden sie diese Piraten mit ihrem Erschienen reizen.
Er grinste sie an.
Hat schon was niedliches, wenn sie sich in Widersprüche verwebt. Ob es ihre erste Mission außerhalb ihrer Heimat ist? Egal wie furchtlos jemand ist, er sollte nichts unvorsichtig angehen. Sie könnte auch in eine Falle gelockt werden.
Sie machten sich auf dem Weg. Der Hügel ließ schlecht auf sich laufen. Man rutschte eher. Hier hatte es Isildur jedoch leichter, seine Pranken fanden besser Halt als wenn man Stiefel trug. Doch selbst barfuss hätte man so seine Schwierigkeiten. Es war ziemlich rutschig.
Und notfalls konnte er sich auf alle Viere nieder lassen und so weiter gehen.
Doch er kam auch auf zwei Beinen gut vorwärts. Er spürte den feuchten Boden, welcher sich durch seine Zehe drückte. Kühl und weich. Die Mantronerin würde eindeutig mehr Probleme beim gehen haben. Er reichte ihr seine Pranke, dass sie Halt hatte.
Dies hatte nichts mit Stolz zu tun, sondern unbeschadet von der Steigung zu kommen.

"Cattie erwartet mich tatsächlich. Ich war gestern bei einem ihrer Spießgesellen und habe mich angemeldet. Sie weiß, dass ich komme - genauso wie es die Kapitäne der beiden anderen Piratengemeinschaften wissen. Aber Roderick der Rote hat angeblich keine Zeit für mich und Flint meinte, ich solle mich in meine verschneite Heimat verpissen. Pha! Dem würde ich am liebsten meine beiden Freunde vorstellen."
„ der würde dich nicht zum zuschlagen kommen lassen“ brummte Isildur nur.
„Der Kerl ist es nicht wert. Hat sicher Angst vor mir. Aber Cattie nennt man nicht umsonst die Furchtlose. Sie wird mir Informationen geben, die meine Familie wissen möchte und ich kann ihr vielleicht ein Angebot machen, das sie interessieren wird."
Wenn dieser Flint nur ähnlich den Piraten war, welche Isildur begegnet war, so kämpften diese nicht fair. Und das Roderick keine Zeit hatte, war ja auch klar. Er machte seine Schiffe bereit. Immerhin sollte Isildur als Ablenkung fungieren. Er blickte zur Stadt. Hoffentlich würde alles gut gehen. Aiden würde bestimmt hoffen Isildur das Fell über die Ohren ziehen zu dürfen, wenn sie ihm in die Hände fielen. Und wer sagte nicht, dass sie den Preis bei dieser Cattie nicht zahlen konnten.
„ warten wir es ab! Aber erwarte kein Ehrgefühl, dass scheint nicht vertreten zu sein...ich bin seltsam?“ Wie kam sie nur darauf?
Natürlich wusste Isildur, dass er mehr als ungewöhnlich war. Selbst Neldor aus dem Dorf hatte noch nie von einen Fall wie Isildur gehört. Und da war nicht mal Wolfelfs gewesen.
Sie kramte in einer Tasche und hielt ihm etwas hin. Ein gepresstes Stück Metall.
Es wirkte fast verloren in der großen Pranke von Isildur. Auch die Hand von Bryoja wirkte so klein und zerbrechlich. Er konnte den Verband an ihrer Hand noch durch die Rüstung aufblitzen sehen. Er knurrte leise.
Ein schlechtes Gewissen machte sich breit.
Du darfst dich nicht zu sehr gehen lassen… es hätte richtig schiefgehen können
"Siehst du? Das ist eine Fuchsmünze. Sie besteht aus Manthan. Die meisten Menschen zahlen mit diesen Münzen. Das heißt, man verwendet sie zum Tauschen, einfach weil sie sich besser halten als Nahrung. Es gibt noch silberne Münzen - Lysanthemer und die wertvollsten von ihnen heißen Drachmen. Sie sollen golden schimmern. Ich hab noch nie eine von denen gesehen. Diese eine schenke ich dir. Vielleicht lernst du, mit Geld umzugehen, wenn du selbst mal welches besitzt. Gehen wird weiter. Wie du bereits sagtest: Cattie erwartet mich."
Der Wolfelf betrachtete das Geldstück. Er hatte so was schon gesehen, wenn er mit seinen Schwestern unterwegs waren. Myrjala war die einzige der drei Geschwistern, welche mit Geld was anfangen konnte. Sie war öfters in den menschlichen Städten unterwegs.
Sein Daumen strich über die Münze, erfühlte das kühle Material.
Das ist also eine Fuchsmünze! Warum aber Fuchs? In Ordnung, die Farbe entspricht am ehestens einem Fuchsfell… doch es stimmt, es leicht zu transportieren! Doch in der Not kann man es nicht essen oder sich wärmen… und es riecht nach Metall.
„danke!“
Nach genauster Betrachtung verstaute er sie im Köcher, wo die Pfeile drin waren. Dort klemmte er sie zwischen das Leder.
Dann sah er wieder zum Tor der Stadt. Diesmal war er freiwillig da. Er machte das, was er schon immer getan hatte- er beschützte.
Hoffentlich ging nichts schief!
Je näher man der Stadt kam desto wachsamer wurde der Wolfelf. Diesmal wusste er so ungefair was auf ihn zukam.
Die Ohren zuckten nervös und er spürte wie sich sein Fell mehr und mehr sträubte. Der Wolf wollte nicht dort rein und Isildur verstand es nur zu gut.
Aber er blieb ohne merkliche Zeichen und mit stolz erhobener Brust neben Bryoja. Egal was kommen mochte, er würde sie schützen und sie sicher wieder raus bringen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Sonntag 12. Februar 2012, 03:05

Jetzt warf Bryoja ihm ein Grinsen zu, das dem aus Isildurs Traum nicht unähnlich war. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, aber nur kurz. Regen tropfte ihr von der Kapuze nun direkt auf die tätowierten Wangen, so dass sie die Kapuze noch etwas tiefer ziehen musste. Um eine Antwort zum Kommentar des Elfen war sie jedoch nicht verlegen. "Die Piraten werden sich schon genug durch unsere Anwesenheit provoziert fühlen, aber mit dem Eindruck, den wir so bei ihnen hinterlassen, werden sie es nicht wagen, uns anzugreifen. Jedenfalls nicht allzu schnell. Aber wenn wir wie eine Meute räudiger Köter stinken, halten sie uns auch für welche - vor bellenden Streunern haben die keine Angst."
Nun war es also klar. Bryoja wollte durchaus provozieren, jedoch nicht zu viel, dass man sich mit ihr oder Isildur wirklich anlegte. Sie wollte eine unausgesprochene Warnung präsentieren: Wer sich mit uns anlegt, muss mit den Konsequenzen rechnen. Geht uns aus dem Weg und wir haben euch nicht gesehen. Auch eine Möglichkeit des Selbstschutzes.
Also konnten sie sich auf den Weg zurück nach Rumdett machen. Bryoja musste wesentlich langsamer gehen als Isildur. Da sie Schuhe und Pelzlappen um ihre Füße trug, besaß sie nicht dessen Trittsicherheit. Sie schlug aber seine angebotene Hand als Stütze nicht aus. So stolz war sie nicht, die Hilfe eines Freundes abzulehnen. Schon griff sie nach der wölfischen Pranke. "Die Innenseiten deiner Hände haben weder Fell, noch sind sie so rau wie Atkas Pfoten. Du hast irgendwo also doch noch etwas Elfisches an dir", bemerkte sie. Ihre Hand war um so vieles kleiner als Isildurs, dennoch kräftig und mit Schwielen übersät. Die Hand einer Arbeiterin oder Kämpferin. Vermutlich beides.
Die Mantronerin hielt Isildur jedenfalls für eine Art Kämpfer. Ein Jäger vielleicht, aber da konnte auch der Wolf aus ihm sprechen. Zumindest würde sie mit ihm an ihrer Seite mächtig Eindruck schinden. So legten sich die Karten möglicherweise neu oder wenigstens zu ihren Gunsten.
"Von Cattie erhoffe ich es mir schon. Sie ist zwar Piratin, aber meine Brüder und Schwestern - jene, die ihr begegnet sind - meinen, sie besitze eine Spur von Gerechtigkeitsverständnis. Nicht, dass sie es anwendet, außer es brächte ihr einen Vorteil. Aber das ist mehr als ich von den beiden anderen Anführern erwarten kann. Deshalb gehe ich auch zuerst zu ihr. Ich bin froh, dass sie mich empfangen will."

Sie erreichten Rumdett, betraten die Stadt wie sie sie am Vorabend verlassen hatten. Niemand nahm dieses Mal von ihnen Notiz und es gab auch niemanden, der am Tordurchgang Wache hielt. Rumdett war noch immer das stinkende Geschwülst am südlichen Ende Celcias. Nichts zum Vortag hatte sich verändert. Abfälle und Unrat füllten die Gassen, der Gestank toter Ratten, dreckiger Abwässer und anderer Ausdünstungen legte sich über die gesamte Stadt wie ein fleckiger Lappen. Die Luft schien hier dicker zu sein.
Einige Gestalten lungerten an Hauswänden oder lagen zwischen all dem Dreck herum, um ihren Rausch auszuschlafen. Die Mantronerin ignorierte sie. Zielstrebig wandte sie sich einer breiten Straße zu, die ins Zentrum der Stadt führte. Von dort aus bog sie in den westlichen Teil ab. Hier fand sich Catties Viertel. Palisaden aus übereinander getürmten Kisten und sogar klapprigen Karren verhinderten, dass man durch Seitenstraßen in ihr Territorium gelangen konnte. Aber vor allem war sie gewitzt genug, Wachposten aufzustellen.
"He, ihr da!", rief ein Pirat mit Hakenhand von einem sicheren Platz auf einem der Dächer zu ihnen herunter. "Ihr wa'cht euch in g'fährlische G'wässer! Hier leb'n die schwarz'n Augenklappen un' ihre Chefin Cattie!"
"Genau zu ihr will ich!", rief Bryoja zurück. "Sie erwartet mich. Ich bin die Botschafterin aus Mantron." Das schien den Piraten zu überzeugen. Er musterte sie und Isildur nur kurz. Dann winkte er sie zu einem der offiziellen Durchgänge. "Lass dein'n Köter an der Leine!" Lachend hielt er nach weiteren Besuchern Ausschau.
Bryoja und Isildur betraten derweil das Stadtviertel der furchtlosen Cattie.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 13. Februar 2012, 13:46

Sie ergriff seine Hand. Ihre kleine Hand in der seinen. Die Haut hatte zwar Schwielen, doch dies war normal für jemanden der mit schweren Waffen kämpfte. Trotzdem war die Haut weich, nicht so zart wie es bei Sylcia der Fall war, sondern wie eine Frau die ihr Leben meistern konnte.
Sylcia war ein süßes Mädchen, aber nichts auf Dauer für Isildur. Vergnügen ja, aber mehr?
Der Wolf schüttelte sich. Für ein Alpha würde nur ein Alpha Weibchen in Frage kommen. Und das war in den Augen des Wolfes die junge Hymlianerin nicht.
"Die Innenseiten deiner Hände haben weder Fell, noch sind sie so rau wie Atkas Pfoten. Du hast irgendwo also doch noch etwas Elfisches an dir"
Isildur lachte kurz auf. Das man es gerade an seinen Händen sehen sollte war ihm neu. Seine Schwestern empfanden seine Hände oft zu groß und zu schlecht gepflegt. Wie oft hatte er ihnen zu erklären versucht, dass die raue Haut eben von der ständigen Führung von Waffen daherkam. Aber hoffnungslos.
„Mir wurde schon anderes gesagt...Hände wie ein Ork oder so“ Er verzog die Miene zu einem Grinsen, welches aber schnell wieder schwand. Immer wieder dachte er an seine Schwestern und seine Familie.
Das muss aufhören!
Er wandte sich ab, konzentrierte sich wieder auf die Stadt. Ihre Hand weiter haltend.
Behalte den Kopf frei...ihnen geht es gut!.. sie werden spüren, dass es dir gut geht.
Ein weiteres Wort diesbezüglich würde Isildur nicht von sich geben. Er schaltete den Kopf einfach aus.

Sie durchschritten das Tor. Diesmal waren keine Wachen da. Hier und dort lagen Betrunkene, welche ihren Rausch ausschliefen. Der Gestank war nicht gewichen. Isildur hielt sich die Pranke vor die Schnauze. Atmete flach. Es dauerte eine Weile bis er sich an diesen Gestank gewöhnt hatte.
„Als wenn der Wind selber diesen Ort meidet... „ knurrte er zu Bryoja. Sein Fell war leicht gesträubt.
Sie kamen gut voran, Isildur achtete wo der hin trat. Seine Pranken sollten nicht in irgendetwas landen, was nicht definierbar bar. Er spürte wie sich Matsch durch seine Zehen drückten. Immer wieder schüttelte er im Laufen eine Pfote aus. Nicht der sand störte ihn, sondern die Unwissenheit was es war.
Der Wolfelf war wachsam. Jeder der ihnen zu nah kam, wurde mit einem tiefen Knurren auf Abstand gehalten. Sollten sie denken was sie wollten. Bryoja ging zielstrebig. Isildur selber wich ihr nicht von der Seite.
Ob sich hier auch Aiden rumtreibt?...wittern ist unmöglich. Der Gestank der Stadt und der Regen machen alles weg.
Seine Ohren waren gespitzt. Wenn er sich schon nicht auf seine Nase, dann konnte er sich wenigstens auf seine Ohren verlassen.
Er war angespannt. Der Wolf machte der Gestank nervös und unruhig.
Die breite Straße ob ab und Isildur konnte die versperrten kleinen Gassen erblicken. In so einer war der in Catties Viertel rein geschlichen und sollte jagen. Menschen sollte er reißen. Nur als Verteidigung sonst würde er nicht töten. ..naja, außer vielleicht bei Aiden.
Ein Wachposten machte sich bemerkbar.
"Ihr wa'cht euch in g'fährlische G'wässer! Hier leb'n die schwarz'n Augenklappen un' ihre Chefin Cattie!"

Soll man das verstehen...was für ein Genuschel...
Der Wolfelf hob den Kopf, zog seine Kapuze etwas nch hinten. Regen fiel ihm entgegen.
Er witterte nach oben, versuchte etwas auszumachen. Kniff die Augen etwas zusammen um gegen den regen etwas sehen zu können.
Bryoja antwortete und ihr wurde Einlass gewährt. Wenn auch ein Spruch bezüglich Leine und Köter folgte.
Langsam hasse ich das! Als würde jeder Wolf an der leine sein, Köter! Ha!...Wolfelf ja, aber Köter?
„ Es nervt langsam“ brummte er Bryoja zu, als er ihr folgte. Ob sie verstand was er meinte,daran dachte er nicht.
Isildur spürte wie er gemustert wurde und öffnete kurz den Mantel.
Überzeuge dich, dass ich keine gezogene Waffe trage.
Als Botschafter sollte man auch zeigen, dass man nicht gerade eine gespannte Armbrust unter den Umhang hatte oder einen gezogenen Dolch.
Nicht das Isildur dies überhaupt nutzte. Eine Armbrust war eher was für einen Dunkelelfen anstatt für einen richtigen Waldelfen.
Und seine Pranken und Zähne hatten ihre Wirkung auch nicht verfehlt. Würde jemand jedoch auf die Idee kommen, dass er einen Maulkorb tragen müsste, so würde sich isildur weigern.
Hoffentlich machen wir keinen Fehler! Er spürte wie ein mulmiges Gefühl bei ihm auftrat.
Er drückte seine Schnauze nah an Bryojas Ohr.
„Hoffentlich stimmt das, mit dem Gerechtigkeitssinn.... wir sitzen sonst in der Falle.“ Und das man einiges mit ihnen anstellen konnte, dass wusste Isildur inzwischen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 22. Februar 2012, 15:38

"Was sind Orks?", fragte Broyja mit gerunzelter Stirn. Von diesem Volk hörte man nicht allzu viel im Süden. Jedenfalls nicht bei den Mantronern. Für sie hatte es schon etwas Neues bedeutet, als neben Piraten plötzlich so viele dunkelhäutige Spitzohren aufgetaucht waren. Dass unter ihnen hin und wieder auch ein Ork anwesend gewesen war, ließ sich nicht ausschließen und doch bildeten sie eine Minderheit. Bryoja kannte sie jedenfalls nicht. Wenn die dunklen Völker allerdings auch das übrige Celcia erobern und unterjochen würde, lernte sie sie noch früh genug kennen. Jetzt allerdings brauchte sie das nicht weiter zu kümmern. Hand in Hand mit Isildur schritt sie die Klippen hinab und bis in die Stadt Rumdett, wo man sie schließlich in Catties Viertel einließ.
Beide gaben schon ein recht komisches Bild ab. Da war zum einen dieses kräftige Mannsweib, dass trotz Muskeln, Rüstung und der einschüchternden Streitaxt auf dem Rücken immer noch einen Teil ihrer Weiblichkeit bewahrt hatte. Zum anderen stand da neben ihr dieser zweibeinige, mannshohe Wolf, der sich in eine Rüstung aus purer Rinde zu zwängen schien und einen Bogen mit sich führte - als würden Klauen und Reißzähne nicht ausreichen. Und dann hielten beide auch noch Händchen! Bizarrer konnte das Bild wohl nicht mehr werden. Wenigstens hinterließen sie so einen Eindruck bei den Piraten. Man schaute ihnen aufmerksam nach. Ein solches Pärchen war nicht einmal dem raubeinigsten Seemann bisher begegnet. Blutzecke Aiden könnte sehr schnell von Isildurs derzeitigem Aufenthaltsort und auch seiner neuen Begleitung erfahren. Er fiel ja auf wie ein bunter Hund! Es könnte nocht gefährlich werden, aber wie sah es mit dieser Piratenanführerin aus? Begaben sie sich in die Höhle des Löwen? Würde es noch riskanter werden?
Auf jeden Fall begannen Isildur die Kommentare zu stören, die ihm bezüglich seines wölfischen Äußeren nachgerufen wurden. Ständig wollte man ihn an die Leine legen. Er machte seinem Ärger etwas Luft. Bryoja drückte kameradschaftlich seine Hand. Bisher hatte sie aus Eigeninitiative nicht losgelassen. "Was kümmert dich das Geschwätz anderer? Du weißt doch, dass du kein Welpe an einem Strick bist." Sie musterte ihn. Trotz des Regenmantels konnte man noch immer einiges von seiner Statur und dem Fell erkennen. Allein schon die Hinterläufe genügten, ihn für eine Bestie zu halten. "Ein Krieger und Jäger bist du. Sei stolz darauf." Sie sprach es in einem Ton aus, der keine Widerrede duldete. Sie nahm ihn für voll, das merkte man und daran brauchte Isildur keine Sekunde lang zweifeln. Das unterschied sie wohl von den meisten Piraten hier.

Endlich ließ man beide das Viertel betreten. Es unterschied sich nicht sonderlich vom Rest der Stadt und doch fiel auf, dass man hier ein wenig mehr Wert auf Sauberkeit legte. Es war mit keinem pelgarischen, dessarischen oder zyranischen Pflaster zu vergleichen. Auch hier lagen Unrat, Müll und leere Rumflaschen am Boden, aber sie verteilten sich auf scheinbar sorgsam zusammengetragene Haufen, die man umgehen konnte. Der schlimmste Gestank drang aus Gassen, in die sich nicht einmal die Bewohner dieses Viertels wagten. Stattdessen hatte man Fackeln in Wandhalterungen und Laternen aufgehängt, um die Hauptwege hell und für rumdetter Verhältnisse ordentlich zu halten. Einige Piraten hockten auf Kisten, lehnten lässig an den Hauswänden und unterhielten sich mit der Damenwelt, die in Catties Viertel mehr denn irgendwo sonst vertreten zu sein schien. Sie trugen offenherzige, übertrieben mit Rüschen besetzte Kleider, schützten sich mit winzigen Schirmen vor dem Wetter und wedelten mit Federfächern potenziellen Freiern zu.
"Sie tragen keine Würde mehr in ihren Herzen", kommentierte Bryoja die Huren. Plötzlich fiel ihr Blick auf eine Gruppe wild aussehender Frauen. Sie trugen ausschließlich Lederrüstungen, waren wie Isildur mit Bögen oder Schwertern bewaffnet und hatten sich Teile ihres Körpers tätowieren lassen. Aufrecht und stolz marschierten sie über die Straße, so dass nicht einmal die Piraten anstößige Bemerkungen über sie machten. "Diese Frauen gefallen mir besser. Ich glaube, das sind Amazonen aus dem Süden." Die Mantronerin folgte der Schar mir ihrem Blick, ehe sie mitten auf der Straße stehen blieb, um sich zu orientieren. "Ich glaube, wir sitzen bereits jetzt in der Falle. Wo findet man diese Cattie?" Bryoja ließ endlich Isildurs Hand los, aber auch nur, damit sie sich suchend einmal um sich selbst drehen konnte. Als auch das keinen Erfolg brachte, holte sie tief Luft. "HEY, IHR LANDRATTEN!" Piraten wandten die Köpfe. Finstere Blicke wurden ihr zugeworfen, aber sie hatte nun die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich ruhen. Broyja grinste, verschränkte die Arme vor der Brust, reckte anschließend das Kinn vor. "Wo finde ich eure Anführerin, die furchtlose Cattie? Oder ist sie weniger furchtlos als ich dachte und versteckt sich irgendwo?" Ein Lachen stieg aus ihrer Kehle, in das mit einem Mal eine weitere Frauenstimme einstimmte. Bryoja verstummte. Ihr Blick fiel auf eine Piratin, die sich langsam aus der Menge löste.
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Sie trug eine ärmellose, blaue Tunika mit Goldsäumen, darunter ein klassisch weißes Piratenhemd. Die Knöpfe dienten wohl nur der Zierde, denn sie schlossen sich nicht mit den entsprechenden Löchern vor ihrer Brust, so dass ein angenehmer Blick auf ihre weiblichen Rundungen gewährt wurde. Ob das Absicht war und männliche Konkurrenz ablenken sollte? Die Tunika endete über eine braunen Leinenhose, wo sie in Hüfthöhe mit einer roten Schärpe zusammengehalten wurde. Bänder desselben Materials legten sich auch um die Handgelenke der Piraten. Außerdem hielt eines von ihnen die wilde, braune Mähne zusammen. Ein Lederband mit Goldanhänger, in dem ein Smaragd hell aufblitzte, sowie goldene Ohrringe komplettierten das Gesamtbild dieser Frau. Es bestand kein Zweifel. Das musste die berühmt berüchtigte Cattie persönlich sein. An einem Gürtel, den sie wie eine Schärpe quer über den Oberkörper trug, baumelte ein Entermesser in brauner Lederscheide. Sicherlich trug sie aber auch noch den ein oder anderen verborgenen Dolch am Körper. Vielleicht in einem der kniehohen Stiefel.
"Ein guter Witz. Cattie versteckt sich nicht. Sie scheut keine Konfrontation. Woher ist das weiß? Ich bin Cattie und kenne mich sehr gut." Sie schien über Broyjas Gebrüll nicht verärgert, grinste und musterte ihre Gäste mit aufmerksamen Blick. Dann winkte sie sie näher an sich heran. "Ihr wollt also etwas mit mir besprechen und bringt nicht einmal Rum mit? Kommt, mit staubtrockener Kehle lässt es sich schlecht plaudern." Gefolgt von einigen ihrer Männer stapfte sie voraus, um Mantronerin und Wolfself einzuladen, als sei es nichts Ungewöhnliches, derart befremdliche Gäste bei sich Willkommen zu heißen.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 25. Februar 2012, 13:26

Das Isildur die ganze Zeit mit Bryoja Händchen hielt, merkte der große Wolfself überhaupt nicht. Er hatte zwar nur vorgehabt ihr behilflich zu sein und ließ sie dann ebenso wenig los. Vielleicht lag es einfach an der Sache, dass Isildur so stark an seine Familie dachte, oder aber es hatte andere Gründe. Jedenfalls schafften sie es unbeschadet nach Rumdett zu kommen.
Die Piraten schauten nicht schlecht.
Bryoja munterte Isildur auf, als dieser sich über die ständigen Bemerkungen der Menschen beklagte.
Bis jetzt war sie die einzige Person gewesen, die in ihm nichts anderes als einen Krieger sah und ihn glaubte. Es fühlte sich gut an.
Sie durchquerten die Stadt und wurden in Catties Viertel eingelassen. Auch hier versuchte Isildur so aufmerksam wie möglich zu sein. Doch der Regen wusch bekannte Gerüche weg und der Gestank überdeckte es zudem.
Bin ich froh, dass ich jetzt auf zwei Beinen laufe.
Der Wolfelf blickte kurz zu Boden. Hier wollte man wirklich nicht mit den Händen hinfassen. Wer konnte schon definieren, was dort unten alles war.
Die Menschen in Viertel waren nicht besser. Doch wehrte ihm mehr Gerüche von Parfüm entgegen. Tatsächlich gab es hier auch mehr Freuen. Sie waren aufreizend gekleidet und ihre kleinen Schirme hielten nicht viel von dem Regen weg.
“ Würde?… vermutlich hatten viele keine Wahl1” knurrte Isildur. Isabeau war auch so eine Frau, ohne Würde. Der Sinn ihres Lebens bestand nur darin sich und ihren Sohn durch zu bringen. Eine Leben, wo man seine Würde auf Neues verkaufen musste. Grausam. Der Wolfelf schüttelte sich bei den Gedanken.
Warum taten sich Menschen so etwas grausames an?
“Wieso unterstützen Menschen so etwas?” flüsterte er zu Bryoja.
Andere Frauen waren da plötzlich zu sehen. Stolz und erhaben. Nicht nur der Mantronerin fielen diese auf. Sie waren nicht zu übersehen. Isildur legte leicht den Kopf schief und zog sich die Kapuze etwas nach hinten. Starke Frauen waren es.
“Amazonen?…ich habe davon gehört… sie mögen keine Männchen! ich frage mich nur, wie sie dann zu neuen Kriegern kommen?”
Isildur hatte Geschichten gehört über das stolze Volk der Amazonen. Das die Kriegerinnen sich fanden, weil die Götter die stärksten Frauen zu ihnen sendeten. Oder das sie Frauen aus den Gegend stahlen und die Männer in ihren Augen nichts wert waren. Diese wurden zum Vergnügen getötet. Tatsächlich erzählte Isildurs Großvater einmal, man könnte Amazonen mit Spinnen und weiblichen Dunkelelfen vergleichen, sie fraßen die Männchen, wenn der nicht von nutzen war. Ein grausiger Gedanke für den damals noch kindlichen Isildur.
Doch Bryoja würde optisch gut zu ihnen passen, dass konnte sich Isildur gut vorstellen. Aber der Wolf sträubte sich, dass waren eindeutig zu viele Alphaweibchen.
“Die Frau der Mantroner gefällt mir besser” kommentierte Isildur den nachsehenden Blick von Bryoja.
"Ich glaube, wir sitzen bereits jetzt in der Falle.a Wo findet man diese Cattie?"
“Diese ganze Stadt ist eine Falle… vielleicht fragen”
Isildur blickte sich um, jemanden zum Fragen auszugucken, da merkte er es.
Die Mantronerin ließ ihn plötzlich los. Seine Hand wurde durch einen leichten kühlen Hauch erfasst. Etwas verwirrt sah er zu seiner Hand runter.
Hatte ich sie die ganze Zeit noch festgehalten?… oh, du bist so ein Idiot ….zeige jedem deine Angriffsfläche, verdammter Mist auch.
Da wollte Isildur auf alles gefasst sein und wenig Raum zum Angriff geben und da vergaß er einfach seine Schutzbefohlene los zu lassen. Auffälliger konnte er kein Ziel geben.
Also sei wachsamer!
Den Wolf im Inneren störte es nicht. Warum sollte man sein Weibchen nicht präsentieren? Für ihn war es klar, doch das tierische Denken war etwas einfacher als das des Elfen.
Kurz blickte sich Broyja um, dann erhob sie ihre Stimme. Rücken deckend blieb er bei ihr stehen, seine Haltung war jederzeit angriffsbereit. Finstere gestalten drehten sich zu ihnen um. Und Ein tiefes Knurren entwich aus der kehle des Wolfelfen.
Kommt auf keine dumme Ideen!
Bryojas lachen wurde durch ein weiteres lachen ergänzt. Die Mantronerin verstummte. Der Blick des Wolfelfen blieb auf einer Frau hängen, welche sich aus der Menge löste. Ihr Lachen hatte Isildur eindeutig auf die Frau gelenkt. Er tippte seine Begleiterin an und zeigte auf die Frau.
“Dort, südlich von dir”
Ein beachtliches Bild gab dieses Weib von sich. Eindeutig älter als Bryoja, doch sehr schön und mit den weiblichen Rundungen. Aus der Höhe von Isildur konnte hätte er perfekt in ihren Ausschnitt schauen können. Aber das war für Isildur tatsächlich nicht von Interesse. Jetzt zählte die Pflicht und außerdem hatte er ein starkes Weibchen bei sich. Doch was man sah, gefiel auch den ehemaligen Waldelfen.
Also wenn dies als Ablenkung gedacht war, so konnte sich Isildur gut vorstellen, dass viele die Frau unterschätzten.
Ihr Blick war aufmerksam und die Musterung entging Isildur nicht. Ihr zur Seite waren noch ein paar andere Piraten getreten. Eindeutig hatte die Frau hier das sagen.
Isildur nickte Bryoja zu.
“ Einen Rücktritt gibt es jetzt nicht mehr”
Seine Pranke strich kurz an ihre Hand vorbei, doch jetzt würde er sie nicht ergreifen. Er brauchte seine Hände für alle Fälle und nur weil die Frau einen einlud, hieß das noch nichts.
So unauffällig wie möglich versichte Isildur die Frau und ihre Begleiter zu mustern. Versuchte an den Bewegungen ihre Kampftechnik oder ihre Waffen zu erfahren. Alles was einem von Nutzen sein konnte.
Der Wolf war angespannt.
Dann schritt er der Piratenfrau und ihren Mannen hinterher.
“ich gehe voraus, mache die Vorhut” knurrte er leise. Ein tiefer Blick in Bryojas Augen, der nur zu deutlich sagte, wenn etwas geschieht, verschwinde!
Er trat nur einen Schritt vor der Mantronerin, so dass seine Rute immer leichten Kontakt zu ihr hatte. Es beruhigte ihn und sollte auch sie spüren lassen, dass er auf sie aufpasste. Er hätte sie auch wieder an die Hand nehmen können, doch sie war kein kleines Mädchen, was er ständig umsorgen musste.
Warum ihn diese Einsicht nicht auch bei seinen Schwestern traf, verstand Isildur dabei nicht.
So folgte er recht stumm der Einladung, aber er spürte die Anspannung. Würde etwas schief laufen , hatten sie viel zu tun. Hoffentlich konnte Bryoja dieser Frau tatsächlich ein gutes Geschäft vorschlagen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Dienstag 28. Februar 2012, 00:38

Sie folgten der Frau, die sich als die furchtlose Cattie vorgestellt hatte. Bryoja ging direkt hinter ihr, umring von den begleitenden Piraten. Rückendeckung gab ihr aber Isildur, der im Moment nicht wachsamer hätte sein können. Wenn irgendetwas schief ging, steckten sie tiefer in Problemen als der Hals eines gefassten Verbrechers in der Schlinge. Die Gruppe passierte einige Straßen des Viertels und gelangte schließlich in eine eher unscheinbare Gasse. Niemand würde hier wohl den Hauptsitz der Piratenanführerin vermuten. Das baufällige Haus, das sie dazu auserkoren hatte, besaß mit Brettern vernagelte Fenster und eine Tür, die halb aus den Angeln hing. Nein, das war doch kein Ort für eine Anführerin! Diese Bruchbude könnte eher ein Gefängnis für ungebetene Gäste beinhalten. Die Situation wurde zunehmend brenzliger. Auch Bryoja bemerkte dies, warf einen flüchtigen Blick über die Schulter zurück. "Noch verhalten wir uns ruhig", warnte sie Isildur. "Ich bin als Botschafterin hier. Noch ist niemand uns zu nahe getreten, aber halte die Augen offen."
"Sollte nicht ich diejenige sein, die misstrauisch ist?", mischte sich Cattie ein. Sie hatte die Warnung offenbar mitbekommen, besaß ein gutes Gehör für eine Menschin. Zwinkernd warf sie beiden Gefährten einen Blick zu. "Was könnte eine Botschafterin schon von mir wollen? Aber tretet ein! Ach nein, ich zuerst. Nicht, dass es eine Falle ist." Sie lachte überraschend herzlich, als sie ihren Körper durch die Tür schob. Dabei achtete sie stets darauf, ihre weiblichen Rundungen durch richtige Bewegungen zu betonen. Sie wusste, wie man einen Gegner ablenken konnte, sofern es sich um einen Mann handelte. Trotz allem wirkte sie dadurch nicht wie eine billige Straßendirne. Vielmehr besaß sie einen selbstbewussten Scharfsinn, der sich auch in ihrer Figur widerspiegelte.
Bryoja folgte ihr.

Das Innere der Hütte entpuppte sich gewiss nicht als Raum einer Anführerin. Hier standen nämlich nur alte Rumfässer und Kisten herum, scheinbar gedankenlos gelagert. Auf ein paar schäbigen Regalen türmten sich Weinflaschen. Sie mussten schon einige Jahre dort liegen. Die vielen Spinnweben ließen darauf schließen. Ein besonders dickes Exemplar dieser natürlichen Weber seilte sich soeben bis zum Boden ab. Ein Pirat trat danach und würgte einen Fluch heraus. Die Spinne entkam jedoch zwischen den Dielenritzen. Bryoja folgte dem Tierchen mit dem Blick, nur um dann die Stirn zu runzeln. Ob Isildur ebenfalls bemerkt hatte, das schummriges Licht von unterhalb des Hauses durch die schmalen Ritze drang?
"Wer hatte die Aufgabe, die Laterne zu löschen?" Cattie wirbelte herum, die Hände in die Hüften gestemmt, die Beine wie zu einem gleichschenkligen Dreieck voneinander abgespreizt. Ihre Piraten wichen dem dominanten Blick aus. Einige scharrten mit den Stiefeln, andere blickten betreten zu Boden. Sie alle hofften aber, dass ihr aufkeimender Zorn einen anderen traf. Schließlich wurde ein zahnloser älterer Seemann nach vorn geschoben. Cattie seufzte. "Ihr erteilt Wie-war-mein-Name-Piet diese Aufgabe? Oh, Männer - ich bitte euch! Ich kann mich nicht um alles kümmern." Sie tätschelte dem alten Piraten die Wange und rückte mit dem Fuß eine der kleineren Kisten beiseite.
"Wie war mein Name?", erkundigte sich das Alterchen, woraufhin die versammelte Mannschaft stöhnend mit "Piet!" antwortete. "Ach, richtig!", jauchzte er auf, schwang das Holzbein. Derweil hatte Cattie eine Falltür freigelegt und angehoben. Der quadratische Schlund reichte in eine matt erhellte Tiefe, da Piet vergessen hatte, die Laterne zu löschen. Eine schmale Leiter führte hinunter. Cattie kletterte allen voran ins Halbdunkel. Ein letztes Mal schaute sie nach oben, um ihre Worte an Bryoja und Isildur zu richten. "Ihr habt nicht wirklich geglaubt, dass der Raum hier oben mein Hauptquartier ist, oder? Keine Sorge, der hier unten ist es ebenfalls nicht. Aber ich dachte, ihr wollt vielleicht etwas trinken." Schon verschwand ihr Kopf an der Falltür.
Zwei Piraten folgten, ehe man der Mantronerin den Abstieg gestattete. Es ging einen schmalen Gang entlang, kaum breit genug, um eine Waffe zu ziehen. Hier roch es etwas muffig, doch das lag am Schimmel, der von den steinernen Wänden und am Boden wuchs. Er herrschte zum Glück nur hier im Gang vor. Am Ende ließ sich eine sperrige Tür öffnen und sie gelangten in einen unterirdisch gelegenen Raum, der so groß war, dass er sogar einen kleinen Brunnen beherbergte. Zentral gelegen plätscherte er vor sich hin. Um ihn herum hockten Piraten - Männer wie Frauen - und erfrischten sich am kühlen Nass. Die meisten jedoch hatten es sich auf weiteren Kisten oder an zu Tischen umgunktionierten Fässern bequem gemacht. In einer Ecke fand sich eine Art Bar, hinter der ein Mann Bier und Schnaps verteilte. Laternen hingen von der Decke, gleichermaßen wie einige Hängematten, in denen sogar Personen schliefen. Hier unten traf man nicht nur auf Menschen. "Platz da!", murrte gerade ein überaus klein gewachsener Mann mit dickem Lockenbart. Er trug typische Seemannskleidung und sein kahler Schädel war bis auf die letzte Ecke tätowiert. In den Ohren prangten Dutzender goldener und silberner Ringe. Broyja schaute dem kleinen Kerl hinterher. Aber es gab auch Ansehnlicheres als diesen Mann. Einige der Krieger-Amazonen, die sie schon vorher in der Stadt gesehen hatten, hockten auf mehreren Säcken beisammen und tranken miteinander. Unter ihnen befand sich sogar eine der dunkelhäutigen Elfen. Besonders beeindruckend jedoch mochte ein Wesen sein, das einem schwingenlosen, zweibeinigen Drachen glich. Statt einer Haut trug es ein Kleid aus braunen und grünen Schuppen, das selbst im matten Licht der Laternen beeindruckend schimmerte. Das Wesen war in eine Robe gehüllt, trug einen Gürtel mit mehreren Säckchen und ging von Pirat zu Pirat, um irgendwelche Erkundigungen einzuholen. Cattie ignorierte den Geschuppten, hielt zielgerichtet auf die Bar zu. "Boris!", rief sie. "Drei Krüge Rum! Ich habe Gäste." Dann wandte sie sich Mantronerin und Wolfself zu. "Also, was treibt euch hierher - Botschafterin und Begleitung? Habt ihr ähnliche Pläne wie die Amazonen?" Sie bekam die Krüge gereicht, von denen sie zwei sofort quer über die Theke schob.
Bryoja setzte sich auf einen der Barhocker, griff nach dem Krug und nahm einen kräftigen Zug. Erfrischt seufzend senkte sie den Krug wieder. "Die Piraten greifen unsere Schiffe an; mehr als sonst. Außerdem befahren jetzt auch noch dunkle Spitzohren die See und verhalten sich, als sei das Meer ihr Eigentum. Ich bin hier, um herauszufinden, was vor sich geht und um mich mit euch zu einigen."
"Mit mir?"
"Mit allen Piratengemeinschaften. Es darf nicht so bleiben wie es jetzt ist. Wenn wir uns nicht einig werden, wird Mantron in den Krieg ziehen - von Seiten Santros' haben wir bereits einen Bündnisantrag."
Cattie musterte die Mantronerin eine Weile. Auch sie trank von ihrem Rum. Es war ein besonders starkes Zeug, billig angemischt, aber heftig im Abgang. Sie trank es wie andere ihr Wasser. Schließlich fiel ihr Blick auf Isildur. "Und Ihr ... Wolf? Weshalb seid Ihr hier? Ich weiß zwar, dass Mantroner mit Wölfen zusammenarbeiten und sogar in die Schlacht ziehen, aber mir war nicht bekannt, dass sie sich mit ihnen paaren und ... Ihr entsteht. Oder trete ich Euch da zu nahe, Mantronerin?"
Bryoja knurrte. "Er ist keine Ausgeburt einer wilden mantronisch-wölfischen Nacht. Er ist ein ..." Sie verstummte, schaute nun auch zu Isildur herüber. Er sollte selbst entscheiden, ob er seine elfische Herkunft preisgab oder nicht.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Dienstag 28. Februar 2012, 13:34

Isildur war angespannt. Wenn etwas schiefging konnten es mehr als brenzlig werden. Die Enge der Gasse und die Überzahl an potenziellen Feinden machte den Waldelfen zusätzlich nervös. Er konnte spüren, wie sein Herz zu rasen begann und seine Rute unruhig zuckte. Zwar konnte sich Isildur beherrschen, doch wenn ihn etwas zu klein und eng vorkam, überkam ihn doch die typische Angst eines Elfen der die Freiheit und Natur liebte. Und der Wolf in ihm sah das ebenso.
Endlich schienen sie das Ziel zu erreichen.
Das kann es doch nicht sein?.. sieht aus, als würde es über unseren Köpfen zusammen brechen.
Hier ist was faul!
Isildur begann zu knurren, erst leise. Seine Augen suchten nach etwas verräterischen- ein Zeichen von einer Falle.
Bryoja schien es ebenso seltsam zu finden.
"Noch verhalten wir uns ruhig. Ich bin als Botschafterin hier. Noch ist niemand uns zu nahe getreten, aber halte die Augen offen."
“mach ich!” antworte der Waldelf durch leicht gefletschten Zähnen. Der Wolf zierte sich weitere Schritte zu gehen. Seine Pranken hatten sich zur Faust geballt.
Die Worte der Mantronerin wurden jedoch von Cattie gehört. Sie schien die Anspannung aus der Luft nehmen zu wollen. Jedenfalls wirkte sie recht herzlich.
Isildur blieb vor den Haus stehen. Seine Hand schoß kurz vor, Bryoja am Arm zurück zu zehren, doch er berührte sie nur.
Reiß dich zusammen. Dies ist Verpflichtung, es kann dir nichts passieren…es wird nicht zusammen fallen… alles nur Kopfsache. Jetzt rein da!
Er schluckte, dann folgte er den anderen. Sichtlich angefasst und sein Adrenalin war auf Hochtouren am arbeiten.

Tatsächlich blickte sich Isildur dreimal um, um den Schuppen zu erfassen. Es stank förmlich nach Staub und verrottetes Holz, aber auch nach Menschen und Alkohol. Von irgendwo schien leise Laute zu ihm durch zu dringen. Er konzentrierte sich darauf. Seine Nase witterte fast zu viele fremde Gerüche, dass es ihm schon schwindelig wurde. Aber hier war es größer, wenn nicht ungefährlicher.
Das passt doch nicht.!
Er hörte neben sich einen der Piraten fluchen und dessen Fuß war eindeutig etwas zu nah bei Isildur, als der Pirat nach einer Spinne trat.
Isildur blickte zu den Fuß des Piraten, als würde er gerade nach ein neues Fressen Ausschau halten, doch war seine Aufmerksamkeit auf das schummrige Licht darunter.
Ist dort Licht? Es scheint so… also gut verborgen.
Er blickte Bryoja an. Ihr Stirnrunzeln zeigte ihm, dass sie es wohl auch gesehen hatte. Er nickte ihr bestätigend zu.
Die Piratenfrau hatte sich inzwischen mit den Verantwortlichen auseinander gesetzt, der wohl das Licht nicht gelöscht hatte. Ein alter Mann, der wohl auch ständig seinen Namen vergaß.
Wie- war- mein -Name- Piet? Was für Namen, aber passt ja. Sie gehen hier ganz anders miteinander um… nicht so abgebrüht und kalt
Tatsächlich war Isildur erstaunt, dass diese Cattie nicht gleich den Mann einen Kopf kürzer hat machen lassen. Nein, es war eine warmherzige Art, so wie ihr Lachen. Sie war scheinbar eine Frau, die die Balance zwischen kommandieren und Weiblichkeit beherrschte. Und Weiblichkeit strahlte sie in jeder Pose aus. Sie wusste sich wirklich zu bewegen.
Bin ich in der Brunft… was ist denn los mit mir?
Dann sah Isildur wie Cattie eine Falltür nach unten öffnete.
Wie? Darunter?… stöhnte Isildur innerlich auf als er die Leiter erfasste.
"Ihr habt nicht wirklich geglaubt, dass der Raum hier oben mein Hauptquartier ist, oder? Keine Sorge, der hier unten ist es ebenfalls nicht. Aber ich dachte, ihr wollt vielleicht etwas trinken."
“Doch” gab er nur darauf zurück.
“Aber etwas zu trinken ist gut!“ Dass er es mehr für eine Falle gehalten hatte, wusste er ja nicht unbedingt sagen. Bryoja wurde erst nachdem zwei weitere Piraten hindurch gegangen waren , runtergelassen. Isildur folgte ihr.
Doch kaum war er ein paar Meter gegangen. Spürte er es. Mehr und mehr kroch das Gefühl in ihm hoch. Seine Atmung wurde flacher und seine Schritte langsamer. Noch bewegte er sich jedoch.
Zu eng!!!!! Atmen!… Nein!..raus hier!!
Er machte ein paar Schritte zurück. Er tänzelte leicht hin und her. Unsicher wohin mit sich. Sein Kopf fuhr rum, suchte einen Weg. Der Weg nach hinten war versperrt. Knurrte wild wenn er gegen jemanden stieß. Seine Pranken krallten sich an beide Wände, so als müsse er sie vor zusammenpressen bewahren. Krallen, die über schimmeligen Wandbelag kratzten. Lebendig begraben fühlte sich bestimmt ebenso an. Er schüttelte den Kopf.
Einen Schritt vor den anderen…geh!
Jeder Schritt wurde zur Qual, er schloss die Augen folgte den Geräuschen. Der Wolf drängte den Elfen fort, ließ ihn das Denken vergessen. Endlich hörte Isildur das Knarren einer Tür.
Als ihm Licht entgegen kam, eilte er dort hin. Draußen, in den großen Raum lehnte er sich an die Wand. Seine Pranken ruhten einen Moment auf seinen Knien. Seine Atmung ging ebenso schnell wie sein Herzschlag.
du hast es geschafft!
Es dauerte einen paar Atemzüge, da hob er seinen Kopf. Das Rauschen in seinen Ohren wurde durch die Geräusche aus dem Raum abgelöst. Langsam sah er sich um. Seine Beine fühlten sich schwach an.
Was für Gestalten!… hmm, Amazonen wieder…Dunkelelfe! … viele kampferprobte Männer. Ist das ein Drache? Nein, die haben doch Flügel …und sind größer. Also wo gibt es hier die Ausgänge
Er folgte Bryoja und Cattie zu einer Art Bar. Währen Bryoja sich setzte, lehnte sich Isildur nur dagegen. Bemüht nichts zu verpassen und jeden möglichen Angriff hervorzusehen.
“Unsere Pläne sind andere”
Isildur ergriff den Krug. Nach der Anstrengung brauchte er was zu trinken. Gerade wollte er ansetzen, der Geruch vom Alkohol biss in der Nase, da blickte er auf diesen. Runterkippen konnte bei zu starken Alkohol fast tödlich sein.
So wie die Frau, konnte er das Zeug bestimmt nicht trinken. Schon der Schnaps von Otis war beachtlich. Und das war eine kleine Flasche gewesen. Und nach dem Geruch, war das hier sogar härter als in der ersten Kneipe, wo Isildur den Armdrückwettbewerb gemacht hatte.
Den Krug leicht schräg halten, schleckte er mit der Zunge ein paar Schlücke.
“Uihh.. Bäh! Furchtbar… es gibt besseres…” Den Krug absetzend, lauschte Isildur dem Gespräch. Er musste sich erst mal an das Getränk gewöhnen. Das zeug war stark, aber auch nicht schlecht. Und er befürchtete das er Wasser aus den Brunnen nicht trinken konnte. Auch wäre es nicht Gastgeberfreundlich wenn er sich jetzt den Wasserschlauch holte. Und Alkohol desinfizierte zusätzlich.
Mit allen Piratengemeinschaften?…das wird wohl leider nichts…selbst ihre Heimat will in den Krieg ziehen?… Typisch Dunkelelfen, verfluchtes pack.
Isildur blickte finster drein und sein Blick war in diesem Moment auf die Dunkelelfe bei den Amazonen gerichtet. Auch wenn diese nichts dafür konnte.
Er horchte auf.
"Und Ihr ... Wolf? Weshalb seid Ihr hier? Ich weiß zwar, dass Mantroner mit Wölfen zusammenarbeiten und sogar in die Schlacht ziehen, aber mir war nicht bekannt, dass sie sich mit ihnen paaren und ... Ihr entsteht. Oder trete ich Euch da zu nahe
“Was?!…nein!” sprach er ein wenig heftig dagegen und verschluckte sie fast. Als ihn Bryoja dann auch verteidigte, legte er ihr eine Hand auf die Schulter.
“ich bin Isildur. Nicht mehr, nicht weniger. Jetzt Wolfself oder Silberwolf, jedoch kein Geschöpft was durch Paarung mit einen Menschen oder Elfen entstand."
Obwohl bei Isildur die Lust zur Paarung mit Bryoja irgendwo bestand. Er war auch nur Mann und der Wolf sah es als Alpha als sein Recht. Und der körperlichen Lust frönen mochte auch Isildur gerne.
" Ich komme aus den Wäldern. Ich bin ihr Wächter… solange ich nicht weiter weiß… und Alpha, warum habe ich das jetzt gesagt? ..ich sorge für ihren Schutz.” Er hielt seinen Blick auf diese eine Frau gerichtet. Stolz spiegelte seine Haltung aus und dass er alles machen würde um seine Pflicht zu erfüllen.
Isildur selber wollte nicht preisgeben, dass er auf der Suche nach seinen Schwestern war und die Stadt in den Wolken suchte. So verträumt wie es dort aussah, würde er es nicht der Gefahr aussetzen von vielleicht Piraten besucht zu werden. Das kam ihm innerlich so vergleichbar vor, als würde er Orks in sein geliebtes Heimatdorf mitbringen.
Und er bezweifelte dass die Piraten schon etwas von einen Silberwolf bzw. Silberblut gehört hatte. Es hätte zu lange gedauert alles zu erklären und dafür kannte er die Frau eindeutig zu wenig. Und er konnte davon ausgehen, dass sie wusste was Elfen sind. Und wie ein Elf sah der ehemalige Vizehauptmann der Waldelfen nicht aus.
“Wie sieht es jetzt aus! Kann man mit dir verhandeln?”
Wieder tauchte er seine Zunge in den Krug. Es wurde bei jedem Schluck besser zu ertragen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 1. März 2012, 10:16

Bereits als Isildur - wohl aus einem Reflex heraus - nach Bryoja gegriffen, sie jedoch nur leicht berührt hatte, hatte sie einen flüchtigen Blick zurück über ihre Schulter geworfen und ihn fragend angeschaut. Später, als sie durch den unterirdischen Gang marschierten, war der Blick der Mantronerin wiederholt nach hinten geglitten. Sie hatte das Knurren wahrgenommen und was sie nun sah, ließ sie stutzen. Isildur hielt sich zu beiden Seiten der Mauer fest. Er griff direkt auf die mit Schimmel überzogenen Mauersteine. Was bei Bryoja jedoch für Aufmerksamkeit sorgte, war seine offensichtliche Anspannung. Kam ihm auch nur einer der Piraten zu nahe, reagierte er schon und zwar sehr gereizt. Etwas stimmte nicht mit dem Elf im Wolfspelz. Er tänzelte auf der Stelle und der Mantronerin fiel seine schnellere Atmung auf. Sie hatte ihn schließlich bereits ruhig erlebt. Im Moment stand er eindeutig und Spannung.
Bryoja sagte nichts, ging aber langsamer voran und warf hin und wieder einen Blick zurück. Als sie dann endlich die unterirdische Kneipe erreichten, die wie eine billige Piratenspelunke eingerichtet war, trat die Mantronerin an Isildur heran. Dieser stützte gerade die Pranken auf den Knien ab. Sie legte ihrerseit ihre Hand auf seine Schulter. Wieder sagte sie nicht. Es war nur die Geste, die Isildur signalisierte, dass sie verstand. Sie drückte seine Schulter, ehe sie Cattie bis an die Theke folgte und sich dort auf einen der Barhocker setzte. Sie selbst trank den Rum zwar nicht so schnell wie die Piratin, aber auch Bryoja nahm einen kräftigen Zug. Offenbar ließ sie sich gelegentlich auch einmal etwas Stärkeres schmecken, sonst hätte sie diesen Zug nicht vertragen.

"Das ist die Sprache der Elfen, oder irre ich mich." Cattie irrte sich nicht. Sie hatte das Lyrintha aus Isildurs Schnauze als solches erkannt, auch wenn sie kein Wort davon übersetzen konnte. Der Klang war ihr allerdings vertraut, denn es gab keine andere Sprache, die sich so melodiös um die Zunge legte wie junger Efeu, sobald Sonnenlicht auf die Blätter fiel. Wer sich dessen bewusst war, erkannte, dass es die Sprache des schönen Volkes war. Die Piratin musterte Isildur eindringlich. Er faszinierte sie. Ein Wolf auf zwei Beinen, der zusammen mit einer Mantronerin kam, die sich als Botschafterin ihrer Heimat ausgab. Und dann sprach dieses Wesen auch noch Lyrintha! Sie musterte den Wolf, der eine Pranke auf Bryojas Schulter ablegte. Ob sie ein Paar waren oder beschützte er sie nur? Cattie musste schmunzeln. Die Frau machte nicht den Anschein einen Leibwächter zu benötigen.
"Isildur also, nicht mehr und nicht weniger. Ich werde es mir merken." Sie ließ den Blick weiter schweifen, zur Mantronerin. "Und Ihr seid...?" Im ersten Moment antwortete Bryoja nicht. Sie war mit den Gedanken woanders, mit ihren Augen ebenfalls. Die fixierten nämlich Isildur. Alpha? Rote Flecken breiteten sich auf ihren Wangen aus und sie blinzelte.
"Weib, hier spielt die Musik!"
Die Mantronerin zuckte zusammen, widmete ihre Aufmerksamkeit wieder der furchtlosen Cattie. "Bryoja Frostwolf, Tochter von Hogar dem Furchtlosen und als Botschafterin der Mantroner hier."
"Jaja, das sagtet Ihr bereits, Frostwölfin. Auch eine Furchtlose - das gefällt mir irgendwie." Cattie zwinkerte. "Und ja, man kann mit mir verhandeln. Allerdings befinde ich mich bereits im Bündnis mit einer Gruppe Amazonen aus Xytras. Ihre und Eure Forderungen sollten sich also nicht überschneiden, denn sonst muss ich ablehnen. Die Frauen waren vor Euch hier."
"Das verstehe ich", gab Bryoja zurück. "So erklärt mir, Piratin Cattie, was Ihr mit den Amazonen ausgehandelt habt."
"Sie haben sich mir angeschlossen. Wir gehen gegen die Dunkelelfen vor." Sofort hob die Anführerin der schwarzen Augenklappen abwehrend die Hände. "Glaubt nicht, ich ziehe gegen die in den Krieg! Das nicht, dazu sind es zu viele. Aber ich lasse nicht zu, dass sie mir die Beute unter der Nase weg schnappen. Ich hab schon genug Scherereien, meine Raubzüge aufzuteilen, vor allem, wenn ich mal mit Finn oder Roderick unterwegs war. Jetzt stoßen noch diese Dunkelelfen hinzu und außerdem nehme sie jene gefangen oder töten sie gar, mit denen ich mir meinen Lebensunterhalt verdiene. Wir haben mit Sarma Handel getrieben. Dank dieser Schweine, der Dunkelelfen, ist es nun verboten, da sie Feinde des Volkes seien. So ein Blödsinn! Die Amazonen haben sich mir angeschlossen - jedenfalls ein Teil - weil sie nicht dulden, dass noch mehr Männchen die See in Angst und Schrecken versetzen. Außerdem befürchten viele, dass Xytras ernsthaft in Gefahr geraten könnte. Vor allem sind die Dunkelelfen besorgt, die Morgeria den Rücken gekehrt haben und ..."
"Moment!", wandte Bryoja ein. "Das sind sehr viele Informationen. Es genügt mir, zu wissen, dass Ihr mit den Amazonen im Bunde steht, weil sie und Ihr in den Dunkelelfen eine Gefahr seht."
Cattie ließ den Krug auf den Tisch krachen. "So ist es! Ich bin Piratin - habe so gesehen also das Lügen mit Löffeln gefressen. Ich weiß, dass man niemals einem Schurken trauen sollte und diese Dunkelelfen haben noch weniger Ehre in ihren schwarzen Herzen als ich in meiner Brandschatzerseele. Sobald ihre Küstenfeinde besiegt sind, werden die einen Faldor tun und Rumdett die celcianischen Meere überschreiben. Das haben die nämlich vor! Verhandeln damit, als gehörte die See bereits ihnen. Aber Venthas Gewässer sind frei und wir Piraten haben das Privileg, auf ihren Wellen zu reiten. Es braucht keine von Menschen oder Elfen geschaffenen Verträge. Zumal ich befürchte, dass wir diesem Volk trotz allem ein Dorn im Auge sind. Die werden uns versklaven, wie sie es mit Andunie getan und mit Sarma versucht haben. Nein, denen traue ich keinen Deut weit. Also gehe ich gegen sie vor."
"Und wie macht Ihr das, wo Ihr doch keinen offenen Krieg anzettelt?"
Cattie seufzte und schüttelte den Kopf. "Bisher noch gar nicht", gab sie zurück. Man sah ihr den Ärger darüber an. Ein Wink zum Wirt und er schenkte ihr nach. Erneut nahm sie einen großen Schluck Rum. "Frostwölfin, trotz der Amazonen sind wir zu wenige. Ich will Finn und Roderick überzeugen, dass es Wahnsinn ist, sich mit den Dunkelelfen einzulassen, aber sie sind stur. Also hatte ich den Plan - ja, ich als Piratin! - mich mit einigen Küstenstädten zu verbünden, beispielsweise Andunie und Sarma. Wären deren Flotten auf meiner Seite, könnten wir die Dunkelelfen zurück an Land jagen. Leider kommen die und eure Leute, sowie die noblen Elitetruppen aus Santros uns immer wieder in die Quere. Sie glauben nicht an meine guten Absichten und fragen längst nicht mehr nach. Obwohl ich Amazonen auf meinen Schiffen habe, die ja eindeutig keine Piratinnen sind, greift man mich an. Im Grunde bekriegen wir uns alle nur noch gegenseitig. Ja", sagte sie dann mit entschlossenem Blick. "Ich würde mich sofort auf ein Bündnis einlassen. Es hat immer geklappt mit Santronern, Mantronern, Anduniern und Sarmaern. Mit denen lässt sich verhandeln, ihr verjagt uns, aber ihr löscht und nicht aus. Die Dunkelelfen kochen ihr eigenes Süppchen und lassen uns erst davon kosten, wenn nur noch der wässrige Rest im Topf herum schwimmt."
Bryojas Augen glänzten. Das waren gute Nachrichten. Also nicht, dass selbst die Piraten vom dunklen Volk hintergangen wurden, sondern dass sich die furchtlose Cattie bereit erklären würde, ein Bündnis einzugehen. "Dann würdet Ihr mit mir einen Vertrag aufsetzen?"
"So einfach ist das nicht. Hab ich auch den Amazonen nicht sofort gewährt. Ihr müsstet mir schon zeigen, dass ich euch wirklich vertrauen kann." Es musste ja einen Haken geben.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 3. März 2012, 13:35

Die Mantronerin sah Isildur verwirrt an. Leicht rote Flecken waren auf ihrer Wange zu sehen. Hatte er etwas Falsches gesagt?
Es verwunderte Isildur, dass sie mal so jung wirkte und an anderes Mal so erwachsen. Immerhin hatte sie erkannt, dass ihn Angst heimsuchte, als er durch den schmalen Gang getreten war. Sie hatte ihn mitteilt ,und das ging unter Kriegern auch ohne Worte, dass sie ihn verstand.
Doch jetzt war sie wieder das Weibchen, was man schützen musste.
Cattie hatte gleich erkannt, dass Isildur die Sprache der Elfen sprach, als er losgepoltert war.
Es ist eindeutig besser, wenn sie nicht zu viel weiß.
„Ja , ist es!“ blickte jedoch Bryoja an.
Dass die Piratenfrau ihn ebenfalls musterte, wunderte ihn langsam nicht mehr. Seit er diese Gestalt hatte, starrte die Welt ihn an wie ein fremdes Wesen von einem anderen Stern. Und der Wolfelf fühlte sich zeitweilig auch so. Bryoja und auch Atka waren die, welche ihn bis jetzt am neutralsten entgegen kamen.
„du wirst angesprochen“ meinte der Wolfelf nur nachdem Bryoja nicht gleich auf die Frage von Cattie reagierte. Jedoch schnell hatte sich die Mantronerin wieder im Griff.
Dann wurde es interessant.
Hmm, mit den Amazonen!... will etwas tun, doch keinen Krieg.
„Dein Handeln würde so oder so einen Kampf mit den Dunkelelfen nach sich ziehen. Wenn du dich ihnen entgegenstellst, werden sie dich vernichten wollen.“ erwiderte Isildur nur, als die Piratin abwehrte in den offenen Krieg zu ziehen.
„Du sagst es selber, sie werden alles vernichten und versklaven, was man kennt. Wiederstand wird nicht geduldet....Sie werden nichts als Dank einem überlassen. Wer mit ihnen zusammenarbeitet, wird eher den Tod bekommen als einen Lohn. Tote können ihre Meinung nicht ändern und einem in den Rücken fallen. und obwohl du das weißt, unternimmst du nichts. Wartest das ein Wunder geschieht. Ihr Piraten redet über die freie See, doch lasst sie euch von Dunkelelfen nehmen als wäre es deren. Ihr macht es ihnen leicht."
Es Isildur nahm wieder einen Schluck von dem Rum. Langsam regte ihn die Sache um die Dunkelelfen auf.
Verdammt, warum sind Menschen immer so blind. Sie beschweren sich über ihr Leid und kämpfen trotzdem nicht.
Mit mehr Schwung als beabsichtigt, hämmerte er den Krug auf den Tresen.
„Warum wird immer geredet aber nichts getan!“ knurrte er auf.
Beherrsche dich, Bryoja will die Verhandlungen führen.
Er fuhr rum.
„zu wenig! Es wird genügend Völker geben, die dich im Kampf unterstützen. Und wenn man sich nicht in allen einig wird, so wird es schon die Gefahr durch die Dunklen Völker einen einigen. Wenn wenige nur einen kleinen Sieg erringen, werden andere Folgen. Man muss zeigen, dass es Zeit zum Kämpfen ist. Kein Verstecken und sich hintergehen, Gemeinsam kann man nur siegen- doch was erzähl ich es dir- du weißt es vermutlich. Sende ebenfalls Botschafter aus und warte nicht, dass man bei dir anklopft. Die Amazonen haben es getan und auch jetzt die Mantroner. Von alleine wird sich nichts ändern. Zeige das du zwar eine Piratin bist, aber es Angelegenheiten gibt, die aller Zukunft Celcias betreffen.
Was halte ich ihr einen Vortrag, halte lieber die Schnauze…
Du nennst dich furchtlos, aber ist es die Möglichkeit zu verlieren oder zu sterben, die dich zögern lassen. Lieber in Freiheit sterben, als in Knechtschaft leben- dies ist meine Haltung."
Wie oft habe ich so was schon gesagt? Immer wieder kommt es vor.
Seine Krallen kratzten über das Holz. Nicht das Isildur einen Krieg wollte, doch manchmal war es an der Zeit das zu verteidigen, was man wollte um eine Änderung bei zu führen. Ein sich Verstecken, hatte ein Tolerieren der Situation.
Aber meine Meinung hat nicht mit dem Auftrag von Bryoja zu tun.
„ Einen Beweis?...“ Isildur dreht sich mit dem Rücken an den Tresen, legte die Unterarm auf den Lagefläche. Viel hatte er gesagt, doch so war der Waldelf eben. Manchmal musste eben viel gesagt werden. Bryoja hatte recht , der Wolfelf konnte ein regelrechter Sturmsprecher sein.
Ein ständiges Verstecken war nie gut. Eine Weile ja um es den Feind schwierig zu machen, dann aber musste etwas getan werden. Sein Blick ging weg. Erinnerte sich an das Gespräch mit Roderick. Er hatte viel erzählt. Ob zu viel, wusste der Waldelf nicht, doch etwas war dran
„ Roderick will dich ablenken. „
Er machte eine Pause, sah die Piratenfreu an. Es lag Isildur nicht, Spielchen zu spielen, doch er musste ihr etwas geben.
„Er wird demnächst in See stechen um einen Vergeltungsschlag gegen dieses Sarma durch zu führen. Er arbeitet eng mit den Dunkelelfen zusammen und will so lange mitmachen, wie der Preis stimmt. Sein Viertel übernimmt so lange jemand anderes… vielleicht ja Blutzecke Aiden. Jemand sollte dich in der Zwischenzeit beschäftigen. Eine Ablenkung damit keiner bemerkt ,dass Roderick die Stadt verlässt und nicht mehr in der Stadt ist.....woher ich das weiß?..ich sollte die Ablenkung sein und hier jagen gehen. Ist das ein Beweis für dich oder willst du das überprüfen?. ...ich war kurzweilig als Gefangener bei diesem Zwerg und seinem seltsamen Vogel…ich weiß nicht wieso er mir vertraute, als ich sagte, dass ich es für meine Freiheit tun würde. Weil ich hoffte so irgendwie Isabeau und Tristan zu retten….weil ich dachte, ich könnte hier schnell weg.
Er ergriff wieder seinen Krug, ließ die Piraten nicht aus den Augen. Jetzt hatte er alles ausgespielt. Es lag ja immerhin an ihr ob sie sich nun für Bryoja s Vertrag entschied oder ihn aufknöpfen wollte, weil er es gewagt hatte, so mit ihr zu reden. Ob diese Frau wirklich so furchtlos war, wie sie sich bezeichnete oder ob es tatsächlich nur ein leicht daher gesagtes Wort war.
„Einen anderen Beweis kann ich zumindest nicht geben, dass wir es ernst meinen. Mir geht es nicht um irgendwelche Reichtümer, das ist nicht in meinen Interesse- aber um die Freiheit- unser aller Freiheit!
Ich werde nicht mehr! Ich habe selber Probleme und versuche hier gerade einen Krieg mit anzuzetteln. Jetzt bin ich vollkommen verrückt! Ihr Götter verhöhnt ihr mich?

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Samstag 3. März 2012, 23:46

"Interessant", murmelte Cattie vor sich hin, nachdem dieser Wolf ihr bestätigt hatte, Lyrintha zu beherrschen. Welcher Wolf konnte das schon von sich behaupten. Eines stand fest: als Piratin traf man überaus faszinierende Menschen - Wölfe - Gestalten, was auch immer! Sie befand sich also in einem durchaus sozialen Gewerbe. Rauben und Brandschatzen förderte Kontakte und zwar nicht immer nur welche negativer Art.
"Was auch immer dieses Gespräch hervor bringen wird, Ihr habt ein Auge dafür, wen Ihr zu Euren Gefährten macht, Frostwölfin!" Cattie hob ihren Krug, prostete Bryoja und Isildur zu, ehe sie ihn wiederholt in einem Zug austrank. Sofort winkte sie dem Mann hinter dem Tresen, der alsbald nachschenkte. Die Mantronerin hatte ihren Krug noch nicht einmal zu zwei Dritteln geleert. Auch sie nahm jetzt - mehr aus Höflichkeit - einen Schluck, was Isildur Gelegenheit zum Sprechen gab. Er hatte sich als Beschützer der Botschafterin vorgestellt, redete aber nun, als sei er selbst der Gesandte eines anderen Reiches. Noch während seiner Rede, erklomm die Piratin mit einem Satz die Theke. Sie kroch auf allen Vieren über Bryojas Krug und den eigenen hinweg, bis sie direkt vor dem Wolfselfen kniete. Ihr brauner Blick traf ihn wie ein geworfenes Messer ins Schwarze. "Natürlich wird es früher oder später zum Krieg kommen! Natürlich müssen wir für unsere Sache kämpfen. Glaubst du, ich lasse zu, dass man mich oder meine lieben Jungs versklavt? Aber schau dich einmal um - Elf! Wir sind, bei Venthas harten Nippeln, bei weitem kein ernst zu nehmender Gegner für eine ganze Armee von Dunkelelfen, Goblins und Orks. Zumal sie sich nun auch noch Grandessa ins Boot geholt haben, diese Sauhunde!" Sie spuckte aus, einfach auf den Boden. Dann schwang sie sich herum, so dass sie in einer einzigen fließenden Bewegung vor Isildur im Schneidersitz saß. Ihre Brust hob und senkte sich sichtbar, dermaßen regte sie diese Diskussion auf - oder an, so genau ließ sich das nicht beurteilen. "Die haben Sarma eine Zeit lang unter ihrer Kontrolle halten können und Gerüchten zufolge ist Andunie in ihrer Gewalt. Weißt du, wie groß diese Städte sind? Die haben sogar Verteidigungsanlagen! Nein." Cattie verschränkte die Arme vor der Brust, schüttelte den Kopf, dass einige ihrer braunen Strähnen wild umher flogen. Erneut fixierte sie Isildur. Ihr Blick war nicht der einer verschreckten Frau, die sich vor den dunklen Völkern fürchtete. Sie schaute besorgt. Da war etwas Vertrautes in ihren Augen. So schaute auch Isildur, wenn sich seine Schwestern mal wieder ungemeldet aus dem Staub gemacht hatten, weil sie sorglos einem Eichhörnchen nachjagten oder in dem Teil des Waldes Blumen pflücken wollten, in dem kürzlich tollwütige Wölfe gesichtet worden waren. Sie sorgte sich. "Ich bin keine Tyrannin, die ihre Getreuen in ein Himmelfahrtskommano treibt. Wir hätten zu große Verluste und ein Sieg wäre ungewiss. Zu riskant. Ich überlasse meine Jungs keinem solchen Schicksal."
"Die Mantroner wären auf Eurer Seite, Cattie", warf Bryoja mit ruhiger Stimme ein. "Wenn wir uns zusammentun, wären wir um ein Volk stärker. Was sagt Ihr?" Die Piraten legte nachdenklich den Kopf schief. Sie verlangte nach einem neuen Krug, den sie auch prompt erhielt. Der dritte, lange Zug, ein Aufseufzen und der Rum war fort. Aber noch immer waren Catties Augen sehr wach. Wieviel vertrug diese Frau, ohne zu blinzeln?!
"Du nennst dich furchtlos, aber ist es die Möglichkeit zu verlieren oder zu sterben, die dich zögern lassen? Lieber in Freiheit sterben, als in Knechtschaft leben - dies ist meine Haltung." Cattie fuhr nach vorn. So schnell wie sie den Dolch aus ihrem Stiefel gezogen und an Isildurs Kehle gehalten hatte, so schnell konnte kaum jemand reagieren - weder Bryoja noch ihre eigenen Männer. Dieses Weibsbild war eine waschechte Piratin mit Schneid. Aber auch ihr Gesicht war der Schnauze des Wolfs sehr nahe. Es kam noch näher. Ihre Augen funkelten. Dann tat sie etwas, das sich selbst die Mantronerin wohl nicht getraut hätte - auch wenn sie das als Tapfere niemals zugeben würde. Sie gab Isildur einen Kuss, direkt auf die feuchte Wolfsnase. Dann zog sie Gesicht und Klinge zurück. "Wir teilen diese Haltung", sagte sie. "Du verdienst meinen Respekt, Elf. Wolf." Sie zuckte mit den Schultern. "Was auch immer, mir egal! Ein offener Angriff mitten in die Bresche ist aber nichts, das uns weiterhelfen wird. Da können sich noch so viele anschließen. Botschafter werde ich nicht aussenden. Ich bin keine Diplomatin, aber ich habe eine Idee. Wenn die Mantroner mitspielen, gelingt es vielleicht auch noch Santros für uns zu gewinnen. Haha, DAS wäre mal etwas. Die rassigen Seekadetten in ihren schönen Uniformen mit all den Orden und dem ganzen Blingbling auf einer Seite mit verlaustem Piratengesocks! Allein das zu sehen ist einen Tod wert." Sie drehte den Kopf. "Glaubst du, Frostwölfin, du kannst dein Volk überreden, die Santroner zu überreden? Wenn das gelingt, ziehen wir als Flotte in die Seeschlacht. Gemeinsam schmieden wir einen Plan - natürlich mit vorheriger Beuteverteilung. Und ich verlange einen Freibrief der Santroner, dass sie meine Männer und mich nicht anschließend einbuchten, weil wir Piraten sind! Sonst passiert gar nichts."
"Ihr wollt, dass ich in Eurem Namen nach Santros gehe und die Bündnisverhandlungen führe?!"
Wiederholt zuckte Cattie mit den Schultern. "Du, dein Elf der wie ein Wolf aussieht, einer deiner Leute ... mir egal. Wenn du willst, stelle ich dir einen von meinen Jungs. Aber nur einen der Neulinge, die anderen sind mir zu kostbar. Vielleicht den dort." Sie zeigte auf eine abgerissene Gestalt, die sich bislang eher in den Schatten aufgehalten hatte. "He, Dicke Lippe! Kendrick ... Verdammt nochmal, Otis, komm endlich her!" Eine Isildur mehr als vertraute Gestalt schob sich mit geduckter Haltung ins Licht.
"Ihn würde ich zur Verfügung stellen und was Roderick angeht - der ist übrigens gar kein Zwerg, sondern nur klein und das auch an anderer Stelle, haha ... nun, seine Ablenkung ist offenbar desertiert. Ich werde meinen Spaß mit seiner Vertretung haben, ganz gewiss. Kümmere mich darum, wenn ihr beiden euch Santros kümmert. Oder wollt ihr, dass ich noch einen Gefallen mehr tue? Ist schließlich keine Kleinigkeit, eine ganze Stadt für Piratenangelegenheiten zu gewinnen." Cattie lachte. Irgendwie war sie sichtlich heiter aufgelegt.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 4. März 2012, 14:23

Bryoya hatte scheinbar nichts dagegen, dass Isildur die Sache in die Hand nahm. Und tatsächlich hatte er die volle Aufmerksamkeit der Piratin. Sie trank zwar dabei weiterhin ihren Rum, doch dieser schien keine Wirkung bei ihr zu zeigen.
Gerade jetzt kletterte sie auf den Tresen und krabbelte katzengleich auf den Wolfelfen zu. Gefährlich und verführerisch zugleich. Vor Isildur blieb sie stehen.
Er konnte ihr Herz rasen hören. Auggebracht war sie, aber noch etwas schwang mit. Was konnte er nicht sagen.
“aber die Meere sind euer Gebiet! Heimvorteil!” brachte er zwischen ihren Luftholen hervor. Diese Frau konnte die Luft zum erzittern bringen.
Jetzt setzte sie sich im Schneidersitz vor ihm. Fast schon provozierend. Aber konnte der Wolfelfe nicht noch etwas anderes in ihren Augen sehen?
Sie ist besorgt!… sie ist tatsächlich um ihre Männer besorgt.
Da nun Isildur ihre Aufmerksamkeit hatte konnte vielleicht auch Bryoja dies nutzen.
“Du kämpfst nicht alleine!” Wieder trank die Piraten diesen Rum wie Wasser.
Dann sagte Isildur die Worte, welche gewagter nicht sein konnte. Die furchtlose Cattie soll Furcht haben.
Ihre Bewegung war so schnell, dass Isildur nicht reagieren konnte. Eben noch saß sie unbewaffnete vor ihm, jetzt spürte er kaltes Metall an seiner Kehle. Ein überraschtes Auffiepen, was dann zu einen leisen Grollen wurde. Seine Bewegung war versteinert. Ihr Gesicht kam näher und sein Blick war ungebrochen auf sie gerichtet. Viel ging ihn dabei nicht im Kopf. Doch die Spannung, welche diese Frau ausstrahlte war nicht zu verachten.
Ich bin zu weit gegangen… verdamm…was?
Sie hatte ihn gerade geküsst. Mitten auf die Nase. Sein Kopf zuckte verspätet nach hinten, als sie die Klinge wegnahm. Also sowas war Isildur noch nie passiert.
Zwar wurde er schon auf die Nase geküsst, als er ein richtiger Wolf war- jedoch nur von seinen Schwestern. Und das auch nur weil sie ihn ärgern wollten und er dies nicht mochte. Ständige Nettigkeiten austauschen musste für ihn nicht sein.
Dies gerade war vollkommen anders- nicht zum ärgern gedacht. Lag das an der Erregung, die sie ausstrahlte. War das dieser starke geruch den sie versprühte?
Etwas verwirrt sah er sie an. Er spürte wie sie etwas in einem Mann wecken konnte. Die Erregung, welche sie ausstrahlte, ließen seine Hormone ebenfalls aufwallen. Der Wolf hätte nichts dagegen sich ebenfalls mit ihr zu paaren. Aber war das nicht auch die Gefahr, welche diese Frau ausstrahlte. Lust und Gefahr.
Sie ist eindeutig auch ein Alpha…. So sprunghaft und wild….wie das Wetter selbst.
So wie es ein Alpha -Männchen gab, so gab es auch ein Alpha -Weibchen. Bis jetzt war es eindeutig Bryoja! Aber dies war ein riesiges Rudel. Und sie erkannte ihn als Elf.
Etwas abwesend rieb er sich über die Schnauze.
Naja wenigstens hat jetzt Bryoja einen guten Ausgangspunkt….was wir?
“ ich bin ebenfalls kein Diplomat… ich weiß nicht mal wo diese Stadt ist” da kam ihm ein vertrauter Geruch in die Nase. Sein Kopf bewegte sich nur langsam in die Richtung.. So als wollte sein Verstand nicht wahrhaben, welche Person da war.
Der Name, welchen Cattie sagte, machten es nicht besser. Isildur Augen weiteten sich.
“DU!” Sein Fell war augenblicklich gesträubt. Er spannte sich an.
“Verräter!” knurrte Isildur auf und machten einen Satz zu den ihm wohl bekannten Mann. Gefletschte Zähne und ein bedrohliches Knurren, so hielt sich Isildur nicht gerade zurück. Dieser Mann hatte ihn alles eingebrockt.
Er hatte den Waldelfen sitzen gelassen, als dieser Hilfe brauchte.
Isildur schlug zu. Nicht mit Krallen sondern mit der Faust. Er würde den Mann eine Lektion erteilen.Notfalls es ihm einprügeln.
“DIR habe ich es zu verdanken. Feigling! Es waren deine Probleme. MICH hätten sie fast umgebracht. Mistkerl! Ich hatte dir geholfen? DEINE PROBLEME waren es…sie wollten DICH! Kein Wunder dass dich deine Frau hasst!” Isildur war früher mal für seine Ruhe bekannt, jetzt merkte man nichts mehr davon. Wolf und Elf wurden leichter gereizt. Nur schwer würde sich der Waldelf zurückrufen lassen. Seine entbrannte Energie in andere Bahnen lenken lassen. Die Erinnerung, wie sich Otis feige verzogen hatte. Wie die Klinge von Aiden sich in seine Brust bohrte. Die Gefangennahme. Die Frau, die von ihren Mann verraten wurde. Das Kind was in Sterben lag. Und der Alkohol enthemmte zusätzlich und der Kuss der Piraten hatte auch noch alles aufgewühlt.
Zwar hätte Isildur bestimmt noch gerne einen Dienst in Anspruch genommen, aber das Erscheinen von Otis hatte seine vollste Aufmerksamkeit.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Montag 5. März 2012, 11:27

"Heimvorteil hin oder her ... der gilt auch für die Santroner und wenn diese Uniformschnösel sich einmischen, dann kämpfe ich sehr wohl allein", schnaubte Cattie ungehalten. Dieser Wolfelf hatte doch keine Ahnung, wie es derzeit auf celcianischen Meeren zuging! Auf der einen Seite enterten dunkelelfische Flotten jedes Schiff, das nicht im Bündnis zu ihnen stand. Auf der anderen Seite griffen Santroner an, weil sie glaubten, Catties Leute gehörten bereits dem dunklen Volk an. So ein Schwachsinn! Aber in jedem Fall hatte sie beide Seiten gegen sich. Mit den Dunkelelfen wollte sich die Piratin allerdings nicht verbünden, so wie es Finn und Roderick getan hatten. Nein, sie traute dem Pack nicht. Da wären ihr sogar die Seefahrer aus Santros lieber, weshalb sie kurzerhand Bryoja und Isildur zu Botschafter ihrer eigenen Sache ernannte. Wenn sich die beiden schon einmischten, dann richtig. Immerhin gab sie den beiden ja Begleitung mit. Hätte Isildur vorher geahnt, wer da aus den Schatten und somit dem Gemisch eines Dunstkreises aus Unrat und Alkohol trat, hätte er wahrscheinlich sofort abgelehnt. Jetzt jedoch, beim Anblick dieses feisten Feiglings, stürzte er sich wölfisch ungehalten auf Otis. Der konnte kaum mehr etwas zu seiner Verteidigung heraus bringen.

Beschwichtigend hob der Pirat die Hände. "Isildur ... welche Freude ... äh, ja, wirklich ... schön, dass du noch ... ARGH!" Er würde von Glück reden können, wenn es ihm jemals gelänge diesen oder irgendeinen anderen Satz zu beenden. Isildurs Faust traf ins Schwarze und lockerte mindestens einen Zahn im angeknacksten Kiefer des anderen. Es riss dessen Kopf herum. Speichel flog zusammen mit einem Schmerz verkündenden Schrei aus seinem Mund. Schon taumelte Otis zurück, hart getroffen. Das Gleichgewicht verlor er jedoch nicht. Piraten besaßen eine herausragende Balance, antrainiert durch die meist schwankenden Planken des Schiffes unter ihren Stiefeln. Manche behaupteten sogar, dass Nachkommen solcher Seeleute dieses Balancegefühl bereits in die Wiege gelegt bekamen. Andere hielten mit der Argumentation dagegen, dass Piratenwiegen absichtlich stärker schaukelten, um ein Kind schon einmal an die See zu gewöhnen.
Wie auch immer, Otis konnte sich auf den Beinen halten, auch wenn seine Visage bereits durch einen Schlag ziemlich verquollen ausschaute. Die Lippe schwoll schon an. Welch Ironie für den Mann, der sich selbst den Spitnamen "dicke Lippe" gegeben hatte. Nun passte er perfekt. Er wich etwas zurück, bis ihm eines der Fässer, welche als Tisch dienten, ins Kreuz drückte. "Beruhige dich!" Es klang weniger nach einem Befehl, als vielmehr nach Gejammer und Betteln. "D-du verstehst es nich'! I-ich ... also Aiden, ja, der ... Isabeau hasst mich? Woher kennst'e sie?!"

"GENUG!", unterbrach Cattie mit weiblicher Stimmgewalt wie ein Orkan. Sie stand jetzt aufgerichtet auf dem Tresen, hatte die Fäuste in die wohlgeformten Hüften gestemmt und guckte mehr als zornig. "Niemand prügelt sich hier ohne meine Erlaubnis, schon gar nicht die tierisch-elfische Leibwache einer Botschafterin!" Sie warf Bryoja einen finsteren Blick zu. Die Mantronerin, welche auch sofort von ihrem Hocker aufgesprungen war, eilte nun auf Isildur zu. Otis kümmerte sie im Grunde nicht, sie kannte diesen Kerl ja nicht einmal. Doch ihr Begleiter könnte das gesamte Gespräch zunichte machen, wenn er sich jetzt nicht am Riemen riss.
Sie griff nach seiner Schulter, scheute weder eine Konfrontation noch das Risiko, selbst von Isildurs Faust getroffen zu werden. Sie blickte ernst, eindringlich. "Ich merke, dass du wütend bist, aber reiß dich zusammen. Das hier ist wichtig für mein Volk. Es darf nicht wegen unserer Emotionen aus dem Ruder laufen. Halte dich zurück, Freund, bitte." Es waren weniger ihre Worte, als ihre Augen, mit denen sie ausdrückte, was sie von dieser ganzen Aktion hielt. Sie erkannte, dass dieser Otis Kendrick irgendetwas Schlimmes getan haben musste. Etwas, weswegen Isildur gefangen genommen und verletzt worden war. Das genügte der Mantronerin im Grunde, um dem Elfen das Recht zuzusprechen, diese Angelegenheit zu klären. Jetzt war allerdings der falsche Zeitpunkt dafür und diese signalisierte sie ihm auch - ohne Worte. Du kannst dich darum kümmern, aber später.
"Ich verspreche es dir", war das einzige, was sie dazu sagte.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 5. März 2012, 19:46

Isildur genoss das Gefühl sich zu rächen. Dieser Mann hatte ihn alles eingebrockt. Der erste Schlag hatte ordentlich gesessen und Otis hatte merklich Schwierigkeiten. Der Wolf glaubte auch ein feines Knappen im Kiefer gehört zu haben. Aber er konnte sich halten. Das Aufstöhnen war gerade Musik in Isildur Ohren.
Otis stieß mit den Rücken gegen eins der Fässer, winselte in den Ohren des Wolfes.
"Beruhige dich!" D-du verstehst es nich'! I-ich ... also Aiden, ja, der ... Isabeau hasst mich? Woher kennst'e sie?!"
„ich versteh nicht?...es waren deine Probleme! Du hast mich ausgeliefert!...ich habe dir geholfen... woher ich sie kenne, sie hat mich versorgt“ Schnauzte er Otis entgegen. Die Pranken noch immer zu Fäusten geballt.Gerade wollte er wieder ausholen, da donnerte die Stimme Catties durch den Raum.
"Niemand prügelt sich hier ohne meine Erlaubnis, schon gar nicht die tierisch-elfische Leibwache einer Botschafterin!"
Isildur hielt inne.
Verdammt, was mache ich hier?...nein! Lass es, Isildur
Er machte einen Schritt zurück, die Zähne noch gefletscht.Aber er schlug nicht mehr zu. Einen Blick, dass Otis am besten sich trollen sollte im Gesicht.
Der Wolfelf ließ ab von Otis, er gehorchte fast wie ein gut trainierter Hund. Doch es war nicht die Stimme, die ihn ablassen ließ- nein! Ein vertrauter Geruch nahm er an seiner Seite war.
Bryoja!
"Ich merke, dass du wütend bist, aber reiß dich zusammen. Das hier ist wichtig für mein Volk. Es darf nicht wegen unserer Emotionen aus dem Ruder laufen. Halte dich zurück, Freund, bitte."
Bryoja kam in sein Sichtfeld, ihre Augen baten ihn nicht alles zu zerstören. Ihre Augen brannten sich in sein Innerstes, erreichten den Elfen. Sein Weibchen hatte recht!
Er schüttelte den Kopf, ließ seine Fäuste sinken.
Sie hatte recht! ...ich werde meine Chance bekommen!
„Wir werden das klären!“ versprach er leise den Piraten. Er war noch ein feines Grollen hörbar. Er drehte sich von Otis weg, sein Blick traf die Mantronerin. Kurz senkte er seinen Kopf auf ihre Schulter.
„Danke“ flüsterte er ihr.
„Ich versuch den Schaden wieder gut zu machen. Durch meine Schuld soll dein Auftrag nicht gefährdet sein.“
Er stupste sie mit der Nase an der Wange an.
Dann ließ er den Piraten da stehen und trat zu der Piratin, welche auf dem Tisch stand.
„Entschuldige!... Mit mir ist es durchgegangen. Es wird nicht wieder vorkommen. Er hat mir Ärger eingebrockt und ich konnte mich nicht zurückhalten. Doch ich werde nicht wieder angreifen, noch werde ich ihn ernsthaft schaden.“ Isildur atmete tief durch, verschränkte sein Arme vor der massigen Brust ohne dabei provozierend wirkend zu wollen. Er hatte einen Fehler gemacht und war auch bereit dafür gerade zu stehen.
Er musste sie wieder milde stimmen, doch wie?
„Wenn er uns begleiten soll und dies dein Wunsch ist, so werde ich es akzeptieren müssen. Doch wer sagt nicht, dass er nicht uns an die anderen ausliefert, weil er wieder Panik bekommt?“ Er blickte kurz finster zu Otis. Immerhin hatte der Mann gezeigt, wie loyal er sein konnte. Nämlich überhaupt nicht.
„falls es für dich nicht geklärt ist, nun ich kann dir nichts als Wiedergutmachung anbieten- ich habe nichts.
Aber meine Aktion soll keine Gefährdung des Bündnisses mit den Mantronern sein, immerhin war es ein Fehler meinerseits.“
Innerlich hoffte Isildur, dass sie jetzt nicht auch irgendetwas Verrücktes verlangte, was er nicht machen konnte.
Er konnte ihr nur zeigen, dass er für einen Fehler einstand und auch die Konsequenzen dafür tragen würde. Das verlangte sein Pflichtgefühl- dass erwartete Isildur auch von denen, die ihn unterstellt sind. Er wollte Bryoja nicht die Aufgabe ihres Volkes vermiesen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 7. März 2012, 00:53

Otis gehörte eindeutig zur Sorte Pirat, die sich nur in einen Kampf einmischte, wenn bereits geklärt war, wer als Sieger daraus hervor ginge. Dieser Seite schloss er sich dann an und prahlte später in den Tavernen, welche heftigen Angriffe er überlebt hatte. Kam es aber - vor allem in einem Duell - hart auf hart, zeigte sich das wahre Gesicht des Mannes. Er war nichts weiter als ein Feigling, wehrte sich nicht einmal, sondern hob nur abwehrend die Arme vor das Gesicht, um sich zu schützen. Sein Kiefer sah bereits ziemlich schlecht aus. Er färbte sich bläulich und braun, das würde man noch einige Zeit sehen. Vielleicht hatte er sich durch Isildurs Schlag und den nach einem Bruch klingenden Knacks auch dermaßen verbogen, dass Otis Probleme beim Kauen, Sprechen oder Sonstigem bekommen könnte. Die Zeit würde es zeigen.
Seine "dicke Lippe" war inzwischen ebenfalls angeschwollen. Ein Blutrinnsal reichte bis zum Kinn, denn die Lippe war unter dem Hieb oder einem versehentlichen Biss darauf aufgesprungen. Wenn Isildur so weiter machte, brauchte Otis dringend einen Medicus. Aber Cattie meldete sich lauthals zu Wort. Sie duldete keine Prügeleien, die sie nicht selbst veranlasst hatte. Natürlich konnte selbst sie nicht verhindern, dass sich ihre Männer hin und wieder am Boden balgten und gegenseitig die Zähne ausschlugen. Wenn sie aber anwesend war, gefielen ihr diese Reibereien ganz und gar nicht. Ein arrangiertes Duell, ob nun mit den Fäusten oder kleinen Messern, Säbeln und anderen Waffen, war natürlich etwas Anderes. Dafür konnte sich die Piratin sogar begeistern, liebte sie doch diese ausgefallene Form eines herausfordernden Klingentanzes. Was sich Isildur und Otis derzeit jedoch boten war ganz und gar nicht nach ihrem Geschmack.

Der Wolf riss sich glücklicherweise zusammen, nicht jedoch aufgrund von Catties Aufforderung, sondern weil er Bryojas Witterung aufnahm und in ihre bittenden Augen schaute. Auch Otis war der Fremden insgeheim dankbar. Eine Flucht hätte er sich unter den schwarzen Augenklappen nicht leisten können. Selbst jetzt stemmte Cattie wiederholt die Fäuste in die Hüften. Ihre Stiefelspitze wippte enttäuscht auf und ab, was ein seltsam klackerndes Geräusch auf der Theke erzeugte, auf der sie noch immer stand. So konnte sie wenigstens den Überblick behalten, weil sie sogar über die großen Kerle ihrer Truppe hinaus ragte.
"Otis Kendrick!", rief sie ihm empört zu. "Du bist ein schlimmerer Lügner als meine gesamte Bande zusammen! Ich sollte dir die Zunge herausschneiden, denn mich belügt man nicht! Du sagtest, du passt genau in meine Truppe, wärest der furchtloseste Pirat in ganz Rumdett und nun duckst du dich vor den Pranken eines Wolfes - Elfen - was auch immer!" Einige der anderen Piraten schauten in Isildurs Richtung. Wie kam ihre Anführerin darauf, das wilde Wesen dort könnte ein Elf sein? Einer dieser Bäume kuschelnden, Blumen pflückenden Tänzer von Eleganz und Grazie! Niemals! Doch niemand wagte es, Cattie zu widersprechen, auch Otis nicht. Er senkte nur betreten den Kopf wie ein gescholtener Hund. Er wusste ja, dass er sie angeflunkert hatte, denn ihre Gemeinschaft war die einzige, derer er sich bisher noch nicht angeschlossen hatte. Zu Finns Säbelschwingern oder Rodericks Blutsäufern konnte er nicht zurückkehren. Hatte sich zu viele Feinde dort gemacht oder derart vielen Ärger verursacht, dass er sich in den nächsten Jahren bei keinem der beiden blicken lassen sollte. Aber bei Cattie hätte er wenigstens die Chance gehabt, seiner räuberischen Berufung weiter nachzugehen. Seefahrer in Santros kam schließlich lange nicht mehr in Frage. Er wollte ebenso wenig der Mantronerin und Isildur folgen - Letzterer bedeutete eine Gefahr für sein ach so geliebtes Leben. Er hing eben sehr daran und nutzte lieber die Gunst der Stunde für eine Flucht, als das Risiko einzugehen, sein Leben zu verlieren. Er stellte sich keinen Konflikten, übernahm ungern die Verantwortung für seine Taten.

Ganz im Gegensatz zu Isildur. Dieser hatte sich inzwischen unter Kontrolle, nicht zuletzt, weil Bryoja wohl sehr nahe bei ihm stand und ihn noch immer anschaute. Ein Lächeln huschte über ihre Züge, was ihnen sofort diese weibliche Weichheit gab, die sich sonst nicht darauf zeigten. Sie war Frau und Kriegerin zugleich, besaß mehr Facetten als so manch andere Frau, der Isildur in seinem Leben begegnet war. Sie zeigte manchmal, dass sie schutzbedürftig war, hatte offenbar auch keine Scheu, Hilfe anzunehmen und in anderen Momenten konnte sie ganz die distanzierte Kämpferin darstellen, die ein anziehendes Selbstbewusstsein an den Tag legte. Auf den Wolfanteil in Isildur schien sie jedenfalls sehr attraktiv zu wirken. Ein gutes Weibchen, das gute Nachkommen gebären könnte ... aber für derartige Gedanken war nun wirklich keine Zeit. Isildur hatte sich vor jemandem zu verantworten. Er ging zur Theke herüber, bis er vor Cattie stand. Die Piratin blickte auf ihn herab. Auch sie verschränkte nun die Arme vor der Brust, ihr Blick war jedoch von fragender Natur. Was wollte der Wolf - Elf! - denn jetzt noch?
Eine ihrer feinen, braunen Brauen hob sich bis fast zum Haaransatz. Sie starrte, jedoch nur für Sekunden. Dann senkte sich die Braue, ein Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen und die Haltung lockerte sich. Die Arme fielen lässig an ihre Seiten. Danach sank sie in die Hocke, um mit Isildur auf Augenhöhe zu sein. Sie grinste ihn an. "Vergiss es einfach", sagte sie nur. "Wenn du glaubst, etwas wiedergutmachen zu müssen, dann erfülle, worum ich dich und deine Botschaftermaus gebeten habe."
"Botschaftermaus?" Bryoja warf den Kopf herum. Cattie zuckte nur mit den Schultern, ging nicht weiter darauf ein. "Reist nach Santros. Notfalls stelle ich euch ein Schiff. Zu Fuß wäre es zu unwegsam. Sprecht dort mit den nötigen Personen, um ein Bündnis zu sichern und kommt gefälligst mit einer santronischen Flotte nach Rumdett. Anschließend können wir planen, wie wir den Dunkelelfen in den Hintern tre... nein! Wartet! Schickt die Santroner in die Heimat von Mäuschen! Nach Mantron. Roderick und Finn sind auf Seite der Dunkelelfen. Die werden petzen, wenn plötzlich die akademischen Seefahrer in Rumdett Hafen vor Anker liegen. Wir dürfen uns nicht zu früh verraten. Bringt also die Santroner nach Mantron und lasst mir eine Nachricht zukommen. Ich werde da sein." Sie erhob sich. Ihr stechender Blick huschte über Isildurs Kopf hinweg, an Bryoja vorbei und erfasste Otis, als hätte sie ein Lasso nach ihm geworfen. Sie fesselte ihn. "Und du", ihre Stimme war genauso schneidend, "wirst dann ebenfalls in Mantron auf mich warten. Ich rate dir, dich nicht aus dem Staub zu machen. Selbst an Land finde ich dich und es würde anschließend sehr unangenehm für dich werden, Kendrick! Bei Venthas Knackarsch, verdammt unangenehm. Wenn du glaubst, ich lasse Verräter nur Kielholen, kennst du mich nämlich sehr schlecht, Mann! Haben wir uns verstanden?!"
Otis, vollkommen eingeschüchtert durch ihre Worte, nickte nur kleinlaut. Es war offensichtlich, dass seine Furcht vor Cattie nun größer war als vor Isildurs wölfischen Prankenfäusten. Plötzlich lächelte die Piratin, klang wie ein zwitscherndes Vögelchen. "Dann wäre das ja geklärt." Sie klatschte in die Hände. "Nehmt ihn mit, sobald ihr soweit seid. Er wird euch beiden nicht davon rennen - und keinen Ärger machen, aber das kann ich nicht garantieren."
Bryoja nickte. "Wir sind uns einig, Furchtlose."
"Das will ich hoffen, Frostwölfin", entgegnete Cattie.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 8. März 2012, 01:01

Cattie wurden die Augen geöffnet, dass merkte er als sie Otis anfuhr. Er würde sich wohl so schnell nichts mehr erlauben.
Jetzt stand der Wolfself vor der Piratin und wartete wie sie über ihn richten würde. Sie hatte ihn als Elf angesprochen und das schätzte Isildur. Zwar schien sie genau wie er selber nicht genau zu wissen, ob er Elf oder Wolf war. Die Piraten sahen in ihn wohl auch eher als Bestie anstatt als Elf. Vermutlich hielten sie alle Elfen verweichtlicht, aber so ein Elf war Isildur nie gewesen. Cattie blickte auf ihn herab, war sichtlich verwundert.
liegt das jetzt daran, weil ich dafür gerade stehe...oder was ist es
Sie ging in die Hocke, stellte sich seltsam nicht über ihn. Sie lächelte.
"ich meine es so, wie ich es sage" Er reichte ihr die Pranke, ob Cattie sie ergriff, konnte er nicht wissen. Sie war alleine auf den Tresen gekommen, sie würfe auch wieder runterkommen. So war es nur eine freundliche Geste, keine Hilfestellung.
Isildur hatte das Gefühl, dass die Frau ihn eher als Ansprechpartner sah als Bryoya. Besonders nachdem sie die Mantronerin als Botschaftermaus bezeichnete. Er musste kurz aufgrinsen, als Bryoja leicht aufbrauste.
"Das ärgert dich?" flüsterte er ihr zu. Wieder ließ er kurz seinen Kopf auf ihrer Schulter liegen. Ihr Geruch war verführerisch.
Das was weiter folgte war dagegen nicht so lustig.
nach Santros? ich weiß nicht mal wo das ist... nach mantron bringen...wir brauchen jemand der sich dort auskennt
"Aufe See?... ich bin kein Seefahrer!!" Isildur mochte das meer nicht. Zu tiefe Gewässer, die man nicht einschätzen konnte. Sein Bein meldete einen alten Schmerz, wo er eins in einem Gewässer von einem Tier gebissen wurde. Jetzt kam die Erinnerung zurück. Doch es würde wohl keine Wahl bleiben.
"ich würde eine Alternative bevorzugen. Bryoja, du kennst die Wege besser- was wäre besser?" Er lehnte sich wieder an die Theke, nahm sein Getränk wieder auf. Otis warf er einen scharfen Blick zu. Der musste sich erst mal wieder bewähren. Ein scharfer Geruch von Otis stieg Isildur in die Nase, Angst.
er hat Angst vor ihr
" Selbst wenn du ihn nicht finden würdest, ich würde ihn aufspüren können" Isildur tippte sich mit einen Finger an die Nase.
"Wenn er Ärger macht, werde ich es ihn austreiben. Töten würde ich ihn nicht, er ist einer deiner Leute und somit entscheidest du über ihn. Kennt sich Otis in Santros aus?... es wäre gut wenn jemand da wäre, der sich in dieser Stadt Santros auskennt" Er sah zur Mantronerin, überlegte angestrengt wie er weitermachen konnte.
Für Cattie schien die Sache erledigt zu sein.
"Cattie! Das Problem mit einen Schiff von dir ist, dass ich zu sehr auffalle. Würden wir ein Schiff nehmen, dann müsste man 100 prozentig sichergehen, dass uns keiner sieht. Man hat mich am Hafen schon gesehen, ich falle auf. Spione kann es überall geben. Du sagtest dieser Flint und Roderick würden petzen. Außerdem müssten wir noch jemanden holen und eine Gruppe haben, die nicht beim kleinsten Problem verschwinden, wenn du verstehst was ich meine. Je schneller wir uns aufmachen, desto schneller bekommst du Bescheid... was willst du hoffen, Cattie?...ist es für dich noch nicht geklärt...."
Isildur sah zu Bryoja. Sollte sie nicht dieses Gespräch führen? Er hatte ganz automatisch das Gespräch übernommen. Er nickte ihr zu. Sein Weibchen sollte auch einen Teil beitragen, besonders weil es ihr Auftrag war.
"Willst du noch etwas?" Er sah die Frau an, die so wankelmütig wie Venthra selbst war.

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