Hinter feindlichen Linien

Das Drachengebirge streckt sich vom östlichen bis in den westlichen Teil Celcias. Es ist die Grenze zwischen dem hellen und dem dunklen Reich. Die große Hauptstadt wurde im Schutze dieses Gebirges gebaut.
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[INFO] In der Stillen Ebene steht die dunkle Armee (bestehend aus Dunkelelfen, Orks und Untoten). Das Fischerdorf ist in der Gewalt von Orks. Pelgar wird von der dunklen Armee angegriffen, die auch im Besitz eines heraufbeschworenen Knochendrachens war. Hinweis: Dieser ist inzwischen besiegt und auf Pelgar abgestürzt. Seht hierzu die Weltereignisse auf der Webseite durch!
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Streiter des Guten
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Streiter des Guten » Samstag 17. Juli 2010, 23:28

Echzechiel liess den Verräter nicht mehr aus den Augen, so war es ein anderer Paladin der Befehl gab das Feuer zu löschen, die Verwundeten zu versorgen und die Leiche von Landria zu bergen. Emsiges und unruhiges Treiben brach im Lager aus. Doch noch war die Stimmung einigermassen unter Kontrolle zu halten… dies würde sich in wenigen Minuten ändern…
Auch Xenia konzentrierte sich auf ihren Partner. Hatte er die Wahrheit gesagt? Was würde Kazels Antwort überhaupt bewirken, was wenn er log, sich unschuldig gab, würde sie ihm trotz der ernüchternden Beweislage glauben? Hegte sie SO viel Vertrauen in ihn? Wohl kaum.. doch man würde es nie erfahren, denn Kazel sah keinen Grund seine Tat zu verleugnen, schliesslich war er Stolz darauf und es erfüllte seine seelenlose Existenz diese Wahrheit seiner ehemaligen Partnerin ins Gesicht zu schleudern.

"Es ist wahr" Gab er kühl Preis. Xenias Blick verfinsterte sich, sie musterte ihn eingehender. „Hast du es mir denn nicht geglaubt Xenia?“ Echzechiel schien aufgebracht, vertraute sie diesem Mischling der nicht mal ein rechtmässiges Mitglied der Bruderschaft hätte sein können etwa mehr als ihm, ein gestandener Ritter und Waffengefährte ihres Ordens?“ Xenia hob lediglich ihre Hand und es genügte den Paladin zum Schweigen zu bringen. „SHhh…“ Meinte sie nur und horchte Kazels kalten Worten. Auch andere Söldner und Krieger hatten sich um Kazel versammelt, wieder einmal befand sich der Mischling in einer Aussichtlosen Situation. In solche hatte er sich in letzter Zeit des Öfteren Manövriert und bisher hatte sich immer ein Schlupfweg geboten. Wie oft würde ihm dieses Glück noch zu Teil werden?

"Ich lasse mich nicht manipulieren und von eurem Inquisitor zum Werkzeug machen." Xenia schwieg. Sie war sehr aufmerksam dass merkte man ihr an. Man sah ihr auch an dass sie schwer gekämpft haben musste, auch sie schien nicht unverwundbar, ihr Körper war von Kratzern und kleiner Wunden nur so übersäht. Doch eine ernsthafte Verletzung schien sie nicht davongetragen zu haben. Das war doch schon beachtlich… für eine Schneiderin. Sie war schon lange keine Schneiderin mehr, sondern eine kriegserfahrene Kämpferin.
"Ich musste es tun. Wirst du deinen Kleinen jetzt auch umbringen? Den Sturmadler?" „Ich verstehe.“ Schloss sie knapp und erhob sich. Sie wandte sich an Echzechiel und die Männer um die unmissverständlich Kazels Kopf forderten. Die Moral war angeschlagen, die Verunsicherung ab dem Angriff überschattete sogar den Fall des Drachen, von daher war sein Einfluss tatsächlich mächtiger al jener des Ungeheuers. „Es wird kein Kopf rollen! Zumindest keiner der unseren!“ Die Söldner sahen dies als einen Urteilsspruch und jubelten auf. Doch sie irrten. „Packt ihn auf mein Pferd...“ Brummte sie. Die Männer verstummten. „WAS?!“ Selbst Echzechiel begehrte auf. „“Er hat Landria ermordet und er gibt offen zu dass er es mit uns anderen auch tun wird!“ Ereiferte er sich. „JA eben! Macht dich dass nicht stutzig?! Er ist nicht bei Sinnen! Wir kämpfen schon lange gegen die Mächte der Finsternis und ich werde KEINEN von meinen Leuten in der Dunkelheit zurücklassen oder sie sogar töten!“ Die Männer verstummten. Sie horchten auf. „Er ist von den finsteren Mächten besessen… oder verzaubert oder was weiss ich was! Aber er ist nicht der wirkliche Kleine!“ Sie wandte sich an die Männer, denn sie wusste dass es wichtig war ihre Moral zu stärken. „Wir kämpfen schon seit Jahren gegen die Mächte des Bösen… was wären wir für eine Bruderschaft, was wären wir für Brüder und Schwestern wenn wir jene, die im Kampf gegen das Bösen von diesem Heimgesucht werden einfach zurückliessen oder aufgäben?!“

Echzechiel senkte sein Haupt. „Wir werden das tun was Lysanthor tun würde… wir werden ihn zurück ins Licht führen. Ob er es will oder nicht!“ Sie wandte sich zu Kazel um und sah zu ihm nieder. „Nein Sturmadler. Ich werde dich nicht töten. Ich werde dich reinigen und von deinem Fluch läutern!“ Es war ein Versprechen und an ihrem Tonfall konnte man hören dass sie fest dazu entschlossen haben ihr Versprechen wahr zu machen.
Kazel wurde gepackt und auf das mächtige Schlachtross gehievt. „Wir müssen sie bestatten.“ Sagte sie deutlich ruhiger. „Jeder gefallene Bruder und jede gefallene Schwester verdient ein ehrenvolles Begräbnis!“

Es waren Worte einer Anführerin. Worte die Mut zu spenden vermochten. Jeder einzelne Söldner, jeder Paladin beschlich die beruhigende Gewissheit dass er nicht alleine gelassen werden würden. Die Bruderschaft war da und würde alles daran setzen ihn zu befreien auch wenn es aussichtlos wirkte. Eine lindernde Vorstellung die sie noch mehr zusammenschweisste. Kazel konnte es sehen wie ihre Seelen heller wurden, kräftiger strahlten. Doch jene Xenias wirkte im Vergleich wie der reinste aller Diamanten. Gleissend Hell und so verlockend schön. Beinahe schon überirdisch. Es war als wäre sie Lysanthors personifiziertes Licht. Viel mächtiger als jenes das Landria für Kazel gewesen war. Viel reiner vor allem.
Die Männer hatten gerade die Leiche Landrias geborgen und das Feuer gelöscht als das laute Signalhorn der Aussenposten ertönte. Ein Signal dass so laut war dass es nur eins bedeuten konnte. Niemals würde ein Flüchtlingslager so ein auffälliges Gefahrensignal abgeben wenn es nicht bedeutete dass sie frontal angegriffen wurde. Es hiess nichts anderes als „LAUFT! LAUFT UM EUER LEBEN!“

„SIE GREIFFEN AAAAAAAAAAANRHRHRHRHHR! SIE KOMMEN DEN HÜÜÜÜÜÜÜÜGELL HOOOOOOOOOOOOOOCH!“ Brüllte einer der Männer der aus der Richtung des Armeelagers angerannt kam. „SIE WOLLEN UNS ÜBERRENNEN! SIE SCHEINEN VÖLLIG DEN VERSTAND VERLOREN ZU HABEN! SIE GREIFFEN IN ALLE RICHTUNGEN AAAAAANRHRH!“
„Verflucht!“ Xenia schwang sich in ihren Sattel und auch Echzechiel eilte zu seinem Pferd. Er befehligte sofort die Mobilmachung des ganzen Lagers. Natürlich waren sie mit ihren Verwundeten und mit Frauen und Kindern viel Träger und langsamer als die im Blutrausch anrasenden Truppen daher teilte Echzechiel einige Kampffähige Krieger und Paladine in seine Einheit ein und gab den Befehl zum Widerstand. Ein heilloses Geschrei brach unter den Flüchtlingen aus und sie verstoben in alle Himmelsrichtungen. Natürlich war so keine Befehlsgewalt über die Massen mehr möglich aber vielleicht hatte der einzelne so die grösste Überlebenschance im dicht bewaldeten und zerklüfteten Drachengebirge. Einige flohen sogar wieder in die Katakomben in der Hoffnung in jenem düsteren Labyrinth nicht gefunden zu werden.

Auch Xenia gab ihrem Pferd die Sporen. Sie legte ihr Schwert in die Scheide und packte nach einer am Boden aufgespiessten Lanze. Mit Lanze, Helm und Schild sowie Kazel im Schlepptau preschte sie Echzechiel und seinen Mannen hinterher. „Tut mir Leid. Dein reinigendes Bad muss wohl warten!“ Gab sie nur zu verstehen. Für Kazel war der Ritt deutlich unangenehmer als für Xenia denn es schüttelte ihn auf dem Hintern des Pferdes ganz schön durch. Er hatte Glück dass ihn die Männer ordentlich an den Sattel befestigt haben sonst wäre er schon längstens runtergefallen. Sie hatten wohl gewusst dass Xenia nicht im Trab zu reiten pflegte. Sie holte Echzechiel schnell ein. „HALT! Gib mir ein paar der Reiter und ihr zieht euch in die Wälder zurück und bereitet euch auf einen schnellen Hinterhalt vor. Wir locken sie in die Wälder… wir kennen das Gebiet inzwischen besser als sie!“ Echzechiel nickte. „Gut!“ Er pfiff seine Truppe zurück. Während ein Teil der Söldner es waren nur noch gut ein Dutzend weiter gegen die anstürmende Horde zuritt wendeten die anderen, es mochten etwa noch dreissig oder vierzig einigermassen wehrhafte Mannen gewesen sein zurück.

„So Kleiner, jetzt lernst du mal wie man richtig in einer Schlacht kämpft… ich weiss ja dass du eher auf hinterlistiges Abmurksen stehst! Aber bei uns läuft das anders!“ Meinte sie konzentriert. Ihre Stimme war erstaunlich ruhig wenn man bedachte WO sie gerade hinritt. „Was haben die im Lager mit dir gemacht?! IHHAHHRHRHHR!“ Sie stiess einen gewaltigen Kriegsgeschrei aus als die ersten Feinde in ihr Blickfeld gerieten.

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Kazel Tenebrée
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 4. August 2010, 15:37

Kazel wich Xenias Blick aus. Nicht aus Reue, wie man vielleicht falsch in diese Geste hätte interpretieren können. Nein, er wurde auf die Ritter aufmerksam, die Landrias Leiche bargen. Im Hintergrund trug man sie fort, während andere das Feuer löschten und die Verletzten von Kazels Wurfmessern befreiten. Er hatte doch einige getroffen.
Seine Aufmerksamkeit kehrte erst zu Xenia zurück, als die umstehenden Paladine seinen Kopf forderten. Kazel nahm es hin. Das Werkzeug hatte Landria vernichtet, es würde weiter seine Arbeit tun, solange es dazu in der Lage war. Mit Kopf ließ sich das natürlich einfacher bewerkstelligen, doch Kazel zweifelte nicht daran, dass sein Meister Raxtian ihm nicht auch hierbei helfen würde - oder er ließ ihn verrecken, wie es dem Panther ergangen war. Unter anderen Umständen hätte sich nun ein Unwohlsein in Kazels Magen geregt. Jetzt aber schaute er nur abwartend zu den Verhandelnden auf.

Xenia zählte ihn immer noch zu den ihren. Er schmunzelte. Sie glaubte doch tatsächlich noch an nicht vorhandene Bande, nachdem er diesen Mord offen gestanden hatte? Sie war dumm. Wenigstens Echzechiel hatte begriffen. Kazels Blick schweifte zu ihm. "Auch dich werde ich töten. Jeden von euch." Seine Worte drangen nur als leises, dunkelelfisches Raunen aus seiner Kehle. Diese war so trocken vom vielen Staub, den er durch das Mitschleifen geschluckt hatte. Er fühlte sich ausgelaugt - wenn er denn noch so viel fühlte. Seine Seele mochte verloren sein, aber der Körper besaß weiterhin Bedürfnisse. Wasser käme ihm jetzt sehr recht.

"Packt ihn auf mein Pferd ..." Eine heftige Diskussion begann. Kazel beteiligte sich als Beobachter. Solange er gefesselt war, konnte er ohnehin nur wenig anstellen und mit Worten wollte er sich im Augenblick nicht einmischen. Dass sich Echzechiel und Xenia so sehr in den Haaren lagen, amüsierte ihn irgendwo. Xenias Seelenaura leuchtete begehrend hell. Er leckte sich die Lippen.
"Er ist nicht bei Sinnen! Wir kämpfen schon lange gegen die Mächte der Finsternis und ich werde KEINEN von meinen Leuten in der Dunkelheit zurücklassen oder sie sogar töten! Er ist von den finsteren Mächten besessen ... oder verzaubert oder was weiß ich, was!" "Du solltest es wissen. Landria kannte sich mit Manipulation aus. Wessen Bauer in diesem Schachspiel war ich denn schon alles, Xenia? Weißt du es nicht?" Kazels seelenlose Art mochte zu Provokation neigen, doch ganz Unrecht hatte er nicht. Sein Leben war von Manipulation geprägt und ehe es zu diesem Zustand gekommen war, hatte man ihn ob seiner Herkunft verurteilt und gestraft. Wann hatte er frei sein dürfen? Wann hatte er seine eigenen Entscheidungen treffen dürfen?
Jetzt schien es fast zu spät. Konnten Seelenlose überhaupt noch entscheiden? Das Schicksal spielte wahrlich ein Spiel mit ihm.

"Aber er ist nicht der wirkliche Kleine!" "Weißt du das so gut, Schneiderin? Wie lange kennen wir uns, dass du weißt, wie ich bin?" Ich weiß es ja selbst nicht mehr. Die Worte schwebten über den Köpfen der Anwesenden, ohne jemals ausgesprochen zu werden. Kazels Überbleibsel sahen sich als Werkzeug und er erhob keine Einwände. Er nahm es hin. Er akzeptierte es und so war es gut. Xenia sollte nicht an ihm herum schustern, sondern ihn freilassen, damit er sie töten konnte, wie man es ihm befohlen hatte.

Stattdessen packte man ihn tatsächlich auf das Pferd, zusammen mit dem Versprechen, ihn zu retten. Darüber konnte der Mischling nur spottend grinsen. Welch Zeitverschwendung! Aber es würde der dunklen Armee Gelegenheit geben, das Licht zu überrennen.
Jene Gedanken des Mischlings schienen sich auf die Realität abzubilden. Plötzlich herrschte ringsum wilder Aufruhr. Die dunkle Armee griff an. Die Flüchtlinge machten ihrem Namen alle Ehre. Sie zerstreuten sich in alle Winde, während Echzechiel einige Kämpfer um sich scharte. Kazel biss sich auf die Zähne. Das waren seine Opfer. Was bildeten sich die dunklen Völker ein, das Lager zu attackieren? Reichte ihnen Pelgar nicht? Dies hier war seine Stunde!

Doch Kazel konnte auf seinem Platz hinter dem Sattel nicht viel ausrichten. So leistete er auch keinen Widerstand, als sich Xenia auf ihre Pferd schwang und mitten auf die Feinde zu ritt. Kazel guckte voraus, wobei er den Hals ordentlich verbiegen musste.
"Reite nicht in deinen Untergang." Die Worte klangen besorgt. "Die sind es nicht würdig, deine Aura zum Verlöschen zu bringen. Lass sie mir!" Kazel lechzte förmlich danach. Er sehnte sich danach, Xenia zu töten. Er wollte sie für sich allein haben. Ja, er wollte.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Montag 9. August 2010, 12:06

"Reite nicht in deinen Untergang." Xenia lachte auf. „Das ist nicht mein Untergang. Meine Zeit ist noch nicht gekommen!“ Unerschrocken preschte sie den ankommenden Feinden entgegen und verwickelte sie in einen wüsten Kampf. Xenia benutzte beide Seiten der Lanze um Angriffe zu lancieren, ausserdem schien sie keine bevorzugte Hand zu haben sondern mit beiden gleichstark zu kämpfen.

"Die sind es nicht würdig, deine Aura zum Verlöschen zu bringen. Lass sie mir!" „Kleiner du wirst gar nichts auslöschen!“ Antwortete sie während sie einen Dunkelfen von seinem Pferd stiess. Ihre Männer kämpften Tapfer obwohl sie in unterzahl waren. Doch sie machten die Dunkelelfen wütend genug dass sie ihnen nachpreschen würden. Dennoch erlitten sie schmerzhafte Verlusten in den eigenen Reihen, sie mussten sich zurückziehen ehe die feindlichen Bogenschützen sie von den Pferden rissen. Der Kampf dauerte keine halbe Stunde da bäumte sich Xenias Pferd auf, so dass Kazel beinahe nach unten rutschte wäre er nicht so gut an den Bauch des Pferdes gebunden gewesen.

„Zieht euch zurüüück!“ Brüllte die Kriegerin und ihre Stimme übertönte das allgemeine Schlachtgetümmel. Sofort wurde ihr Befehl übernommen und weitergerufen. „Rückzug! Rückzug!“ Die Angreifer johlten auf und wähnten sich ihres Sieges sicher, sie begannen eine Hetzjagt auf die davon stürmenden Paladine und ritten in den Wald hinein… wo sie bereits erwartet wurden.

Kazel wurde heftig durchgeschüttelt als das Pferd sich seinen Weg zurück in den Wald bahnte. Die anstürmenden Dunkelelfen waren schnell und entschlossen. Einige begannen sogar ihre Speere gegen die fliehenden Reiter zu werfen. Plötzlich ging ein gewaltiger Ruck durch das Pferd, es wieherte auf und schlitterte nach unten Weg auf den Boden. Ein Speer hatte es an der Flanke getroffen und von den Beinen gerissen. Kazel wurde beinahe gänzlich unter dem Gewicht des Pferdes begraben, auch Xenia riss es unsanft vom Pferd, sie konnte nur noch ihre Lanze fallen lassen um sich nicht selbst daran zu verletzen und sich etwas unbeholfener als man es von ihr gewohnt war abrollen. Auch sie trug eine Rüstung von nicht unerheblichem Gewicht, so versuchte sie gar nicht erst sich aufzurappeln sondern suchte beim Körper des Pferdes Deckung werden die Feinde über sich hinwegsprangen und in den Hinterhalt gerieten.

„RHARHRHRH!“ Einer der Bodentruppen des Feindes wurde auf die Kriegerin aufmerksam und versuchte soeben mit seinem Säbel ihren Kopf vom Hals zu schlagen. Xenia rollte sich jedoch ab und kickte ihm ihren Stiefel gegen die Kniescheibe welche knirschend nachgab. Der Söldner knickte zusammen. Xenia packte nach dessen Haarzopf und schlang ihn um seinen Hals und erdrosselte ihn damit. Diese Frau konnte wahrlich alles als Waffe verwenden…

„Verflucht!“ Knurrte sie als sie allmählich von den Nachrückenden Truppen eingekesselt wurde. Sie war etwa 30 Meter vor dem eigentlichen Hinterhalt vom Pferd gerissen worden, so dass sie nun wohl auf sich allein gestellt war. Sie zog ihr Schwert und begann sich standhaft zu wehren, doch die Überzahl wurde immer grösser. Bereits surrten erste Pfeile auf sie zu und blieben in ihrem Schild stecken. Zwei der Dunkelelfen wurden auf Kazel aufmerksam. Sie hievten den Pferdekadaver weg und befreiten ihn von seinen Fesseln. „Du sollst kämpfen und nicht dich Gefangennehmen lassen Bastard!“ Knurrte einer der Beide und trat Kazel in die Flanke um ihm zum aufstehen zu bewegen.

„Gib auf Mädel!“ Johlten die Söldner. Es bildete sich eine wahre Traube um die Kriegerin, während 30 Meter hinter ihr die meisten Dunkelelfen dem Hinterhalt zum Opfer fielen… vielleicht würde bald Verstärkung nahen.

Kazel hingegen erhielt die Möglichkeit zurück selbst in den Kampf einzugreiffen.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Montag 9. August 2010, 16:55

Überraschenderweise erntete die Söldnerkönigin von Kazel ein Lächeln für ihre Antwort. Richtig, deine Zeit ist noch nicht gekommen. Kein Dunkelelf wird mir deine Aura wegnschnappen. Die gehört mir. Meister Raxtian wird zufrieden sein. Dass sie ihm allerdings Tadel vorwarf und ihn warnte, er würde nichts und niemanden mehr auslöschen, wischte dieses Lächeln aus seinem Gesicht. Aber auch der wilde Ritt auf dem Pferd sorgte dafür, dass Kazel sich kaum mehr auf seine Mimik konzentrieren konnte. Er wurde ordentlich durchgerüttelt, bekam nur wenig von den Kämpfen mit, die ringsum herrschten.

Irgendwann geriet noch mehr Bewegung in Xenias Pferd und dieses Mal bemerkte Kazel den Grund. Während des Rückzuges wurde das Tier mit einem Speer getroffen, der sich nur um Haaresbreite neben dem Kopf des Mischlings in die Flanke bohrte. Es genügte, das Pferd zu Fall zu bringen. Unglücklicherweise landete ein Großteil des Tieres über ihm.
Kazel wurde die Luft aus den Lungen gepresst und er glaubte schon, ihm seien alle Rippen gebrochen worden. Der Körper des Tieres lag schwer auf ihm, Blut verteilte sich überall und in jede Ritze. Klebrige Wärme benetzte Kazels eigenen Körper. Er versuchte, sich in Freiheit zu winden, doch so gefesselt wie er war, wollte es ihm nicht gelingen. Nein, so durfte es nicht enden! Das Werkzeug, die Schöpfung des Meister-Nekromanten durfte nicht unter einem Berg toten Fleisches begraben werden!
Xenia hatte keine Zeit für ihren Kleinen. Sie bemühte sich um ihr eigenes Überleben und ging dann erneut zum Gegenangriff über. Aus dem Augenwinkel konnte Kazel die flinken und behänden Bewegungen ihrer gerüsteten Beine erkennen. Für alles Weitere reichte es nicht aus, egal, wie hoch er seinen Kopf auch reckte.

Plötzlich schwand die Last über ihm. Jemand zog den Tierkadaver beiseite und schnitt seine Fesseln davon los. Ein Tritt bewegte ihn zum Aufstehen. Schwankend und noch ein wenig taumelig zumute erhob er sich. "Du sollst kämpfen und nicht dich gefangen nehmen lassen, Bastard!"
Das hätte der Dunkelelf sich verkneifen sollen. Ihn traf zunächst nur ein finsterer Blick aus tintenblauen Augen, in denen sich üblicherweise ein Sturm zusammengebraut hätte. Doch inzwischen strahlten sie nur noch eine seelenlose Leere aus. Trotzdem sprach Hass aus ihnen, obgleich sein Besitzer diesen nicht mehr fühlte. Das zweite, was den Krieger traf, waren Kazels Vogelkrallen, gefolgt von seinem Fausthieb. Er zielte so genau, dass der Dunkelelf unterhalb seines Sichtschutzes getroffen wurde und ihn nun drei tiefe Risse zierten. Mit all seiner Kraft stieß Kazel den fremden Störenfried beiseite. Der "Bastard" wankte vor zum Kreis der Schaulustigen, die sich um Xenia und ihren Kombattanten versammelt hatten.

"Aus dem Weg", knurrte kazel und bahnte sich den seinen bis an den inneren Rand des Kreises.
"Gib auf, Mädel!" Kazel schnaubte. "Nein! Lasst sie mir! Gebt mir eine Waffe, sofort!" Nicht einmal Xenia hatte ihn wohl jemals so fordernd gehört. Er wollte nicht zulassen, dass ein anderer ihm diese Menschenaura nahm. Jetzt, da er frei war, würde er sich holen, was ihm gehörte. "Jetzt heißt es du oder ich, Schneiderin ... Söldnerkönigin", raunte er ihr entgegen und nahm den Platz ihres vorherigen Gegners ein.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 11. August 2010, 18:12

Xenia sass in der Falle, die Zeit spielte nur bedingt für sie, denn sie musste noch lange genug überleben bis die mögliche Verstärkung kam. Dies war selbst für sie keine leichte Aufgabe, schliesslich stand sie alleine gegen eine ganze Meute unterschiedlich bewaffneter Feinde. Sie biss die Zähne zusammen. „Meine Zeit ist noch nicht gekommen!“ Sprach sie ruhig, beinahe schon verschwörerisch. Ihre stahlblauen Augen bohrten sich in das Antlitz ihrer Gegner. Diese wichen tatsächlich einige Meter zurück. Doch sie umkreisten sie, lauerten bis der erste wohl zum Angriff überging. Jeder wollte sie töten doch keiner von ihnen wollte der erste sein der attackierte. Denn sie hatten gesehen was diese Frau mit ihren Gegner tat und dies war selbst für Dunkelelfen beklemmend.

Kazel hingegen befand sich in einer gänzlich anderen Situation obwohl er nur wenige Meter neben Xenia unter dem Pferd begraben lag. Er wurde befreit und getreten. Bedanken für die Befreiung tat er sich nicht, im Gegenteil. Der Tritt gegen seine Flanken war wohl der Anlass für Kazel dem Befreier seine Krallen durch den Hals zu treiben. Getroffen strauchelte dieser in den Kreis, direkt Xenia entgegen. Diese Wirbelte herum in dem Glauben sie würde angegriffen und trieb ihr Schwert durch dessen Leib. Der Soldat hatte wahrlich kein Schlachtenglück gehabt. Noch während er zu Boden ging fiel der Blick der Kriegerin auf Kazel der soeben seine Stimme erhoben hatte.

"Nein! Lasst sie mir! Gebt mir eine Waffe, sofort!" Verwirrt schauten die Krieger Kazel entgegen. Trotz seiner Seelenlosigkeit sah er ja nicht unbedingt gerade aus wie ein Anführer. Einzig seine Robe liess die Krieger Innehalten. Xenia trat den Leblosen Körper des Dunkelelfen von sich weg. Sie schwang ihr Schwert in der Hand und schlug es über die Pfeilenden die aus ihrem Schild ragten so dass die hölzernen Spitzen wie kleine Speere nach aussen ragten.
"Jetzt heißt es du oder ich, Schneiderin ... Söldnerkönigin"Xenia umfasste ihr Schwert fester. Sie verlagerte ihr Gewicht auf den hinteren Fuss. Die dunkelfischen Krieger wichen ein paar Schritte zurück. Ein Duell war lanciert. Sie würden vermutlich nicht eingreifen, nicht offensichtlich aber sie würden wohl versuchen den Ausgang des Kampfes zu Kazels Gunsten zu sabotieren. „Kämpft, Kämpft, Kämpft!“ Begannen sie die Gruppe anzufeuern. Weiter vorne jedoch brach in der Masse der Dunkelelfen schon wieder Chaos aus denn die Hinterhaltstruppen begannen sich langsam vorzukämpfen.

Xenia begann einen leichten Kreis zu laufen. Ihr Schild war Abwehrbereit und ihr Schwert lag fest in ihrer Hand. „Dein ganzes Leben lang bist du schwach gewesen hast du gesagt…“ Ihre Stimme allein hörte sich wie ein surrender Pfeil an. Messerscharf und tödlich. „…manipuliert worden… jetzt fühlst du dich mächtig…“ Vermutlich zu mächtig, konnte er ihr selbst mit seinen neuen Fähigkeiten wirklich das Wasser reichen?

„…dann hör doch endlich auf dich manipulieren zu lassen! Hör auf so ein einfaches Ziel abzugeben und Kämpfe um deine eigene Freiheit! Um dein Seelenheil!“ Xenia schien mit Worten kämpfen zu wollen, dies war ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Anwesenden Krieger. Sie begannen mit ihren Waffen gegen ihre Schilde zu hämmern um die Stimmung anzuheizen. „Konzentrier dich Kazel… und hör auf die ganze Welt für dein Unglück schuldig zu machen!“ Jetzt ging Xenia zum verbalen Angriff über und sie wagte sich dabei sehr weit aus dem Fenster. „Wurdest du geschlagen? Dann hast du dich schlagen lassen! Wurdest du unterdrückt? Dann hast du dich unterdrücken lassen! Wurdest du Missbraucht und Manipuliert?? Dann hast du dich missbrauchen und manipulieren lassen!“ Sie kam ein paar Schritte auf ihn zu. „Du hast nicht nein gesagt, du hast nicht stopp gesagt, du hast dich nicht gewehrt, dich nicht aufgelehnt! Wäre ich so gewesen wie du wäre ich schon längstens tot! Harte Zeiten verlangen gewisse Anpassungen… DIES kannst du von einer Schneiderin lernen Kleiner!“


An einem anderen Ort, im Lager vor Pelgars, dort wo die Armee gerade mobil machte…
Tausendtot stierte auf die wabernden Lichter in seinem Nekromantenstab. Eines war schon längstens erloschen, es war jene Seele Panthers gewesen. Sein Augenmerk jedoch war auf Kazels Seelenanteil gerichtet. So wie Kazel die Befehle des Nekromanten hören konnte so konnte auch dieser über die extrahierte Seele Kontakt zu dem Körper aufnehmen. Es war ein komplexer Mechanismus der nur mit mächtiger Magie möglich war. Den komplett konnte eine Seele nicht aus einem Körper entfernt werden, kleine Splitter blieben immer hängen. Dies hatte den Vorteil dass man so über die Gefangene Seele den Körper steuern konnte, sonst wäre er weniger Steuerbar wie ein nach Hirn dürstender Zombie. Der Nachteil war jedoch dass solche Seelenlose plötzlich seltsame Marotten wieder aufnahmen. Einige waren besonders Eitel, andere legten sehr viel Wert auf ihre Haarpracht, alles charakterliche Eigenschaften auf die Raxtian gerne verzichtet hätte. Doch es war der Preis für die Kontrolle die er über seine Geschöpfe hatte.

Er hingegen war beunruhigt über Xenias Worte. In seiner Raserei begann er Einfluss zu nehmen. “Töte sie mein Diener! Töte sie und bringe mir ihre Eingeweide in mein Zelt solange sie noch warm sind! Hast du mich verstanden?! Bring deinem Meister Ehre! Du bist mein edelstes Werkzeug! Der Damenbauer!“ Er bezog sich dabei auf das Schachspiel, wo der Bauer wenn er denn das Ende des Spielfeldes erreichte zu einer Dame, die mächtigste Figur im Spiel, umgeformt werden konnte.

„Kleiner, besinnen dich deiner wahren Freunde! Besinne dich ihrer! Ich habe dich nie Manipuliert! Ich bin aufrichtig zu dir… und das weisst du doch!“
„KÄMPFT, KÄMPFT KÄMPFT!“ Brüllten die Söldner ungeduldig und es wurden bereits wieder erste Pfeile in Xenias Richtung abgegeben welche sie mit dem Schild abblocken musste. „ZERFETZ DIESE HURE! Damit wir ihren geschändeten Leichnam durch die Stadt schleifen können!“
Waren ja rosige Aussichten wenn Xenia versagte. Umso konzentrierter Fixierte sie Kazel mit ihrem Blick. Beinahe so intensiv wie es Landria ihrer Zeit vermocht hatte.

Xenia griff selbst nicht an, sie wartete ab. Vermutlich eine bewusste Taktik. Sie wollte nicht unnötig zum Aggressor werden. Er war doch ihr "Kleiner".
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 12. August 2010, 16:01

Vollkommen reaktionslos stand Kazel da und beobachtete, wie jener Dunkelelf, dem er Kratzer am Hals verpasst hatte, soeben in den Ring um Xenia gedrängt wurde. Er verschwand aus seinem Blickfeld, aber schon kurz darauf hörte der Mischling mit zuckenden Spitzohren einen röchelnden und halb erstickten Schrei.
Wäre Xenia nicht auf der Seite der Menschen, gäbe auch sie ein gutes Werkzeug für Meister Tausendtod ab. Doch dieser Gedanke kam Kazel nicht einmal. Er mischte sich ebenfalls in die Menge, lechzte noch immer nach der Aura der Söldnerkönigin und wollte sie sich nun holen. Kaum dass er ihr gegenüber stand und eine Waffe einforderte, erreichten die Befehle seines Meisters seinen Kopf. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkte Kazel abwesend, konzentrierte sich auf die geistig überbrachte Nachricht und nickte dann.
Mit einem seltsamen Funkeln in den Augen stierte er jener Frau entgegen, an deren Seite er noch in Pelgar zusammen gekämpft hatte. Jetzt waren sie Gegner.

Man reichte Kazel ein Schwert, aber er lehnte ab und packte nach den Dolchen eines dunkelelfischen Assassinenkriegers. Dieser knurrte, doch holte sich sein Eigentum nicht zurück - vorerst nicht. Auch er wollte sehen, wie der doch eher drahtig anmutende Kazel die Menschenfrau im Zweikampf schlug. Es bildete sich ein Kreis um die beiden und gewissermaßen eine natürliche Arenawand. Sie bestand aus morgerianischen Schilden, von denen das Emblem einer zum Angriff bereiten Fledermaus prangte. Schwerter wurden dagegen geschlagen und die Dunkelelfen verlangten nach diesem Gefecht. Das stetige Trommelpauken von Metall auf verstärktes Holz hob den Adrenalinpegel und ließ das Blut in den Adern erzittern.

Kazel festigte seinen Griff um die beiden Dolche. Auch er tänzelte nun im Kreis an den Dunkelelfen entlang, Xenia nicht aus den Augen lassend. Noch schien es, als wollte weder der eine noch die andere den ersten Schlag machen. Xenia versuchte sogar, den Kampf verbal auszufechten.
"Dein ganzes Leben lang bist du schwach gewesen, hast du gesagt ... manipuliert worden ... jetzt fühlst du dich mächtig ..." "Ich fühle gar nichts", antwortete Kazel mit einer erschreckend bestätigenden Gleichgültigkeit. Er gab Xenia praktisch einen Hinweis auf seinen seltsamen Zustand. Er war vollkommen emotionslos geworden. Erneute Manipulation.
"... dann hör doch endlich auf, dich manipulieren zu lassen! Hör auf, so ein einfaches Ziel abzugeben und kämpfe um deine eigene Freiheit! Um dein Seelenheil!" Der Mischling würdigte sie keiner Antwort. Seelenheil, ha! Beinahe hätte er statt zu kämpfen einfach losgelacht. Diese Schneiderin war so dumm!
Tatsächlich hätte der richtige Kazel auf sie gehört. Dem alten Kazel, jenen, den Xenia noch aus dem gemeinsamen Bad kannte und der ihr dort sein Herz ausgeschüttet hatte, wären diese Wort mehr als nahe gegangen. Vielleicht war es ein Gutes, dass er derzeitig keine Seele besaß - sie wäre an der harten Aufforderung dieser Frau möglicherweise zerbrochen, zumindest aber mit tiefen Rissen versehen worden.

Als sich Xenia auch physisch etwas mehr vorwagte, hob Kazel abwehrend die Dolche. Sein Blick zeigte Aufmerksamkeit. Er konzentrierte sich, jedoch nicht auf die Worte der Frau. Er musterte ihren Leib, suchte Stellen ihrer Rüstung, die mit den Klingen durchdrungen werden konnten. Er plante bereits ihren Tod. Und genau in jenem Moment kam ihm die Idee. Er schaute Xenia an, schleuderte die Dolche von sich.
Für einen Moment herrschte Stille unter den bislang anfeuernden Dunkelelfen. Sekunden später wuchs Gemurmel in den Reihen. Die dunkle Elite war verwirrt. Ergab sich dieser Bastard von einem Mischling oder überschätzte er sich, zu glauben, die Söldnerin ohne jegliche Waffe schlagen zu können? Oder irrten sie sich alle und Kazel war sich seiner Kräfte durchaus bewusst? Wieviel Macht besaß diese Gestalt in schwarzer Robe mit dem stoppeligen Schädel und dem glitzernden Löwenamulett um den Hals, um der Bruderschaft zu spotten?
Jetzt grinste er auch noch. Ich werde sie töten wie ich Landria getötet habe. Ja, Xenia, du hast Recht: ich gehe lieber listig vor. Ich werde einfach vortäuschen, dass deine Worte gefruchtet sind, mich dir nähern und dir wie schon Landria meine Adlerkrallen durch den Hals bohren. Oder ins Auge ... nein, durch den Hals. Du sollst sehen, wer deine Aura zum verlöschen bringt.

"Kleiner, besinne dich deiner wahren Freunde!" "Hatte ich denn je welche, Xenia? Welche von euren Bruderschaftsfreunden haben mich nicht auch mannipulieren wollen? Landria war mir kein Freund. Es gab nur zwei Frauen in meinem Leben, denen ich diesen Stellenwert zugewiesen hätte. Die eine - Luziver - ist spurlos verschwunden. Sie hat mich aufgegeben. Die andere ... habe ich umgebracht." Er sprach es wie ein Gelehrter, der Fakten erklärte: er gab es wieder, ohne sich von der Bedeutung der Worte beeindrucken zu lassen.
Dafür schienen ein paar der Dunkelelfen erstaunt. In einigen wuchs der Respekt gegenüber diesem halben Dunkelelfen.
"Ich habe dich nie manipuliert! Ich bin aufrichtig zu dir ... und das weißt du doch!" Ihre Worte gingen in den Rufen der dunklen Armee beinahe unter. Erreichten sie Kazel noch und erreichten sie ihn wirklich? Vielleicht prallten sie auch nur von der Hülle ab, zu der er geworden war.

Etwas regte sich in ihm. Winzigste Splitter. "Ich weiß es", sagte er, beinahe versöhnlich. Und dann ging er langsam auf sie zu, die Arme ausbreitend, wie schon bei Landria. Seine Mimik blieb emotionslos. Er griff nicht offensichtlich an. Dazu war er gar nicht in der Lage. Noch immer hing ihm die Erschöpfung der Folterung nach, obwohl Juduka ihn geheilt hatte. Vielleicht kehrten die Kräfte bei Seelenlosen nicht so schnell zurück. Aber Kazel wusste, dass er auch in gesundem Zustand gegen Xenia keine Chance hatte, wenn sie ihr Schwert erhob. Er musste es anders tun. Doch würde er noch immer dem Befehl folgen, den Raxtian ihm gesandt hatte?
Etwas war geschehen. Etwas Kleines nur, aber eine Wandlung vollzog sich. Doch wieviel Einfluss würde sie auf seine Taten haben? Ballte er die Hände noch zu Fäusten und rammte Xenia die Krallen durch den Hals?
Kazel blieb wenige Zentimeter vor ihr stehen. Ringsum kreischten sich die Dunkelelfen fast ihre eigenen Seelen aus den Hälsern. Sie brüllten so laut, dass man kaum sein eigenes Wort verstehen konnte. Kazel hob eine Hand zum Löwenamulett und strich sanft darüber. Sein tintenblauer Blick fixierte Xenias. Er konnte nicht mit ihr sprechen. Sein Meister würde es hören. Also gab er ihr nur einen einzigen, verborgenen Hinweis: "Mit deiner Erfahrung, Söldnerkönigin, solltest du wissen, wann es Zeit ist zu sterben." Er ballte die Hand zur Faust, offenbarte die Adlerkrallen einen Moment lang und hob sie dann zum Schlag.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 18. August 2010, 12:39

Xenia hob reflexartig ihren Schild als Kazel die Dolche wegschleuderte. Sie mochte sich im klaren sein, dass er Kampftechnisch wohl deutlich üunterlegen war, doch dies hiess noch lange nicht dass sie ihn unterschätzen durfte. Vor allem nicht im Moment, wo er offensichtlich nicht er selbst war. Sie musterte ihn konzentriert. Die Dunkelelfen reagierten irritiert. Doch dann begannen sie wieder wütend und fordernd auf ihre Schilde zu schlagen. „MACH SCHON!“ Brüllten sie Kazel entgegen. Xenia festigte ihren Griff um ihr Schwert und rückte ihren Schild näher an ihren Körper. „KÄMPFT KÄMPFT KÄMPFT!“ Verlangten ihre Zuschauer. Sie wurden immer fordernder und unruhiger, denn am enden der Zuschauertraube brachen Kämpfe aus. Die Bruderschaft hatte die Truppen zurückgeschlagen und gingen nun offenbar zum Gegenangriff über.

Ob Xenia sich den Geräuschen in ihrem Nacken bewusst war? Vermutlich.
"Hatte ich denn je welche, Xenia? Welche von euren Bruderschaftsfreunden haben mich nicht auch mannipulieren wollen?“ „Ich.“ Antwortete sie knapp.
“Landria war mir kein Freund. Es gab nur zwei Frauen in meinem Leben, denen ich diesen Stellenwert zugewiesen hätte. Die eine - Luziver - ist spurlos verschwunden. Sie hat mich aufgegeben. Die andere ... habe ich umgebracht." Xenia legte ihren Kopf schief. „Verstehe.“ Antwortete sie knapp. „Und wem bist du ein Freund? Mhm?“ Konterte sie schliesslich.

„HÖRT AUF HIER DÄMLICH RUMZUSCHNORREN UND KÄMPFT VERFLUCHT NOCHMAL! RHARHRHRH!“ Einer der Dunkelelfen brach aus der Reihe aus und griff Xenia von hinten an. Die Kriegerin drehte ihr Schwert und stach nach hinten hin ohne sich selbst umzudrehen. Der Angreifer wurde im Unterleib getroffen. Er starrte die Klinge an die sich in seinen Leib gebohrt hatte. Xenia wandte ihren Blick nicht von Kazel ab als sie ihr Schwert wieder nach vorn riss. Die Menge tat ein paar Schritte zurück.

"Ich weiß es" Xenia runzelte die Stirn. Diese Erkenntnis kam ihr jetzt doch etwas plötzlich. Xenia machte einen Schritt zurück, nahm offenbar in eine abwehrende Stellung ein. „Bleib stehen Kazel.“ Ermahnte sie ihn ruhig und hob ihr Schwert in seine Richtung. Sie hielt ihn auf Distanz. Würde sie ihn angreifen wenn er ihr zu nahe kam? Sie machte einen Schritt zurück. Musterte seine Augen. Seine Körperhaltung und erkannte wie er seinen Arm anspannte. "Mit deiner Erfahrung, Söldnerkönigin, solltest du wissen, wann es Zeit ist zu sterben." Schon flogt seine Faust auf sie zu. Xenia liess sich beinahe Fallen, stützte sich dann aber mit dem Schwertknauf und dem Schild am Boden ab, begann eine Drehung und holte Kazel mit ihrem Fuss von den Beinen. „RHARHRHRH!“ Sofort griffen die anderen Dunkelelfen an. Pfeile surrten über Kazels Kopf hinweg auf Xenia zu die an der Schulter und im Bauch davon getroffen wurde. „ARgngh…“ Sie keuchte schmerzerfüllt auf, hob ihren Schild um die anderen Pfeile abzuwehren. Dann wankte sie zurück, wo andere Krieger bereits auf sie warteten, doch sie wirbelte herum und rammte sie mit ihrem Pfeilbewehrten Schild. Sie knurrte, wandte sich um und packte Kazel am Kragen. Sie riss ihn in die Höhe und schubste ihn in die Menge aus Dunkelelfen. „Wharhrh!“ Diese knurrten auf und drängten Kazel zurück in die Mitte. “Kämpf Bastard!“ Schnauzten sie ihm entgegen. Wieder bildeten sie ihren Kreis. Sie wollten dass er sie erledigte. Xenia hatte deutlichen Schaden erlitten. Ihr Schild hing tief da sie mit der getroffenen Schulter nicht mehr genügend Kraft aufbringen konnte es hoch zu halten. Sie rammte das Schwert in den Boden und brach die Pfeilenden ab ohne den Pfeil selbst zu ziehen.

„XENIA!“ Ertönte es weiter hinter den Beiden. Echzechiel versuchte mit seinen Truppen zu ihr durchzubrechen. Die Söldnerkönigin richtete ihren Blick wieder auf Kazel und hob ihr Schwert. „Entscheide dich…“ Keuchte sie nur.
Hahah töte sie! Töte sie! Brüllte Raxtian seine kleine Seele an die in seinem Stab wabberte. Er selbst ritt auf seinem knöchernen Pferd aus dem Lager heraus, hinauf zum Hügel. An seiner Seite befand sich Juduka. „Hier draussen ist es nicht Sicher Herr.“ „Wer will MIR schon etwas anhaben?“ Entgegnete er Barsch. „Ich will die Leiche dieser Hure für mich allein. Sie wird mein stärkstes Werkzeug werden! Bring sie mir mein Sturmadler!“
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 19. August 2010, 09:56

Xenia ließ sich durch Kazels Worte nicht beirren. Mit klarer Stimme und wahrlich aufrichtig antwortete sie ihm, dass sie ihn niemals hatte manipulieren wollen. Stattdessen hakte sie nach: "Und wem bist du ein Freund? Mhm?" Er stutzte, dachte über die Frage nach. Wenn Xenia ihn ausschalten wollte, dann wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt. Kazel war durch die Frage vollkommen abgelenkt. Er hörte nicht einmal das wütende Gebrüll der Dunkelelfen, die noch immer einen Kreis um die beiden bildeten. Sie wollten sie kämpfen und Kazel siegen sehen. Doch der Mischling überlegte. Wem war er denn ein Freund?
Er schüttelte den Kopf. Ihm fiel niemand ein. Nicht einmal sein Meister Raxtian kam ihm in den Sinn. Für ihn war er nur sein Werkzeug, allerdings sein allerbestes. Sein Meisterwerk. Kazel konzentrierte sich wieder auf den Kampf. In Xenia könnte er eine Freundin sehen, doch war auch er ihr ein Freund? Er trug hier ein Duell auf Leben und Tod mit ihr aus und Tausendtod befahl ihm, zu töten. Freunde töteten sich nicht gegenseitig.
Kazel wurde unsicher, ohne es zu spüren. Aber irgendetwas nagte an ihm, bisher jedoch nur mit der Stärke von Mäusezähnen, die versuchten, eine Burgmauer zu durchbrechen. Es war nicht stark genug.

Er schaute auf. Xenia hatte einen Dunkelelfen mit dem Schwert durchbohrt, ohne den Blick von Kazel zu ziehen. Dieser Kampf würde nicht leicht. Xenia war um so vieles erfahrener. Schneiderin!, rief sich Kazel ins Gedächtnis. Sie war nur eine Schneiderin. Aber sie wollte mich nicht manipulieren. Die Gedanken erreichten wohl auch Raxtian, der Kazels Seele stets im Blickfeld hatte. Vielleicht merkte er erste Anzeichen, die sein Werkzeug für seine Seele empfänglich machten. Vielleicht machte er sich deshalb selbst auf den Weg, aber das ahnte der Mischling nicht im geringsten. Unglücklicherweise ahnte Xenia auch nicht, was er vor hatte. Er wollte sie überwältigen und zu Raxtian zerren. Ihr die Chance geben, gegen seinen Meister vorzugehen. Sie waren doch Freunde.
Sein Plan wurde vereitelt, denn Xenia entschloss sich zu kämpfen. Sie bezahlte dies mit zwei Pfeiltreffern, während Kazel an ihr vorbei und in die dunkelelfische Menge glitt. Sofort beschimpfte man ihn und stieß ihn zurück. Er sollte kämpfen. Er sollte siegen. Er sollte diese Frau töten!

Kazel stierte ihr entgegen. Er war nun waffenlos, aber nicht wehrlos. Xenia war angeschlagen. Blut rann aus der Schulterwunde, aber sie hatte klug gehandelt und die Pfeilspitzen nicht gezogen. So würden sie verhindern, dass Blut noch schneller ihrem Körper entwich. Lediglich die Schäfte waren durch ihre Hand abgebrochen worden. Jemand im Hintergrund brüllte ihren Namen. Es war Echzechiel. Er näherte sich.
"Entscheide dich ..." Kazel stand einfach nur da, unentschlossen. Er konnte Xenias Aura erkennen. Sie wurde blasser. Das Leben rann aus ihr, zusammen mit ihren Kräften. Sie besaß eine so strahlende Aura! Bald würde das Leuchten verschwunden und Schwärze gewichen sein. Nie wieder würde das Meisterwerk des Nekromanten dieses Licht erblicken und sich danach sehnen dürfen. Er zögerte - es hatte nichts mit seiner Seelenlosigkeit zu tun. Es war nur logisch. Er konnte sich nicht entscheiden. Er rang darum, welche Wahl die Bessere wäre. Zum einen würde er seinem Meister umso mehr gefallen, wenn er dieses Weib nun richtete. Zum anderen verlöre er dann die wohl hellste, erwachsene Seelenaura, die ihm je begegnet war.

Raxtian nahm ihm die Entscheidung ab. Ich will die Leiche dieser Hure für mich allein. Kazel nickte. Er würde töten, so es der Meister wollte. Und dann lockerten sich seine Glieder für einen Moment. Unfassbar starrte er Xenia entgegen und zugleich durch sie hindurch. Was sagte sein Gebieter da? "Sein stärkstes Werkzeug? Aber ... das bin ich!" Kazel knurrte selten, doch jetzt kam ein tiefes Grollen aus seiner Kehle. Es rang sich den Weg nach oben, zusammen mit Wut, geschürt aus der Eitelkeit, die Seelenlose entwickelten. Wie Raxtian schon wusste, schien dieses Laster seine Entseelten oft heim zu suchen. Aber wo sich die meisten mit Haut und Haaren beschäftigten, war es Kazels ganzer Stolz gewesen, das einzig wahre Meisterwerk Raxtians zu sein. Nun sollte er ersetzt werden und zwar durch die Person, die er ihm überbringen würde.
Bring sie mir, mein Sturmadler!" Dieser Satz brachte das seelenlose Fass zum Überlaufen. Die wenigen verbliebenen Splitter fanden einander und fügten sich in einer Ecke von Kazels tiefstem Was-auch-immer zu einem Fünkchen Hoffnung für sein Seelenheil zusammen. "NEIN!", brüllte er drauf los. "SIE HAT MIR DEN NAMEN GEGEBEN! NICHT IHR! IHR WERDET KEIN WEITERES WERK MEHR ERSCHAFFEN! ICH BIN EUER STÄRKSTES WERKZEUG!"
Für die Umstehenden musste Kazel wie ein Wahnsinniger wirken. Vielleicht wäre er in Burgstein wirklich am besten aufgehoben. Sein Blick besaß etwas Unheimliches. Er ballte die Fäuste. Adlerkrallen schnellten hervor. Er bleckte die Zähne. Schlangengift sammelte sich an den Spitzen seiner Reißzähne. Er bewegte die Zehen mit den gespitzten Katzenkrallen. Die seelenlose Bestie erwachte und zeigte ihr wahres Potenzial. "Sie nicht", fauchte er raubtierhaft. "Ihre Aura wird weiter glühen. Keine Experimente mehr. Ich bin und bleibe das Meisterwerk!" Zorn loderte in Kazel, obgleich er zu solcher Emotion eigentlich nicht in der Lage sein sollte. Seine Augen gaben Tränenflüssigkeit ab, doch schnell wischte er sich darüber. Er durfte jetzt seine Sicht nicht verlieren.

Kazel ging in die Hocke, machte sich sprungbereit. Endlich würden die Dunkelelfen ihren Kampf erhalten. Gleich ging es los. Kazel würde vermutlich Xenias Schild mitsamt der Trägerin umstürzen - dachten sie. Schon sprang er los und schlug kurz vor der Söldnerkönigin einen Haken. Beinahe blind stürzte er sich auf den erstbesten Dunkelelf rechts von ihr. Er schlug nach ihm, aber nicht auf die Rüstung, die ihn schützte, sondern direkt ins Gesicht, bis der Helm von seinem Kopf flog. Dann biss er zu. Gift suchte sich seinen Weg ins dunkle Blut. Kazel riss an dem Elfen, als wollte er ihm die Haut mit den Zähnen abwetzen. Er knurrte und fauchte. Er war vollkommen wahnsinnig ... so schien es.
"Eure Auren leuchten nicht! Sie sind fast schwarz! Diese kann der Meister haben, aus euch werden nur billige Werkzeuge! ICH BIN SEIN WAHRES KUNSTWERK!" Er schrie, trat dem angegriffenen Dunkelelfen beim Aufstehen mit seinen Krallen ins Gesicht und hielt bereits nach dem cnächsten Ausschau. Er würde sie alle vernichten, jeden einzelnen. Wenn er alle tötete, konnte niemand ihn bei Meister Raxtian übertrumpfen.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 26. August 2010, 12:55

"Sein stärkstes Werkzeug? Aber ... das bin ich!" „SCHLITZ SIE ENDLICH AUF!“ Brüllten die Dunkelelfen wütend. Schliesslich hatten sie die Löwin auch noch verwundet für ihn damit er sie endlich kalt machen konnte. Selbst Dunkelelfen besassen noch ein Funke von Stolz und langsam begannen sie Kazels Leistung anzuzweifeln. Warum machte er so lange? Es war doch nun nicht mehr schwer sie umzubringen! Wütendes grollen ging durch die Zuschauer. Doch immer mehr von ihnen wandten ihren Blick von den beiden Duellanten ab, denn die Stosstruppe der Paladine kam immer näher.

"NEIN!" Die Krieger starrten Kazel an. Meinte er nein zu ihrer Forderung? „Töte sie oder wir töten dich!“ Brüllten die einen erzürnt. Xenia schluckte leer, dass Atmen bereitete ihr offenbar Schwierigkeiten, der Pfeil in ihrem Bauch mochte wohl dafür verantwortlich sein. Dennoch liess sie Kazel nicht aus den Augen. Auch versuchte sie sich den Schmerz nicht anmerken zu lassen, dies jedoch mit deutlich weniger Erfolg.

"SIE HAT MIR DEN NAMEN GEGEBEN! NICHT IHR! IHR WERDET KEIN WEITERES WERK MEHR ERSCHAFFEN! ICH BIN EUER STÄRKSTES WERKZEUG!" „Hey der dreht völlig durch!“ Raunten die einen den anderen zu. „XENIA!“ Brüllte Echzechiel wieder. Die Lage spitzte sich deutlich zu. Xenia guckte zum ersten Mal seit Kazel sie wohl kannte, wahrlich überrascht als er seine Krallen so offensichtlich ausfuhr. Was hatten diese Dunkelelfen nur aus ihm gemacht? Sie hob ihr Schwert und richtete es auf ihn, doch sie hielt sich zurück, blieb auf Abstand. Wenn immer sich ein Kampf vermeiden liess würde Xenia wohl diese Variante wählen, denn ihre Kräfte schwanden und sie war noch längst nicht in Sicherheit.

"Ihre Aura wird weiter glühen. Keine Experimente mehr. Ich bin und bleibe das Meisterwerk!" Sie wusste nicht wovon er sprach, aber irgendwas schien ihn plötzlich deutlich zu erzürnen. „Heh er kämpft endlich!“ Brüllte einer der Dunkelelfen und zog so wieder die Aufmerksamkeit auf die Beiden. „Na endlich!“ Knurrten sie unruhig. Xenia riss ihren Schild hoch, dies unter deutlichen Schmerzen. Auch sie glaubte wohl dass der Sprung gegen sie gerichtet sein würde. Sie duckte sich leicht und erwartete den Aufprall. Doch er kam nicht, stattdessen brüllten die Dunkelelfen auf. „DRECKIGER VERRÄTER!“ Der Angegriffene kam nicht mehr zu einer Reaktion, denn er wurde dermassen von Kazels Attacke überrumpelt. Wüst prallte er nach hinten und wurde sofort von dem Wildgewordenen Mischling traktiert. Er riss seine Augen auf als Kazel ihm die Zähne in den Hals bohrte. Sofort begann er wild zu krähen ehe er begann sich in Krämpfen zu winden und die Augen zu verdrehen. Kazel hatte offenbar ein ordentlich starkes Gift verpasst bekommen.

"Eure Auren leuchten nicht! Sie sind fast schwarz! Diese kann der Meister haben, aus euch werden nur billige Werkzeuge! ICH BIN SEIN WAHRES KUNSTWERK!" „RHARHRHRH!“ Die Krieger hatten genug gehört, sie rissen ihre Lanzen und Schwerter in die Höhe und gingen auf Kazel los. Auch Xenia bewegte sich, sie wusste nicht was mit Kazel los war, aber solange er Dunkelelfen abschlachtete war es ihr mehr als Recht. Auch sie mischte sich wieder ins Getümmel und auch wenn sie angeschlagen war, machte sie dies ganz und gar nicht ungefährlich. Die Übermacht jedoch war zu gross für die Söldnerkönigin. Schon fing sie von einem der Krieger einen wüsten Hieb mit der Breitseite des Schwertes ein und ging taumelt zu Boden. „STIRB!“ Knurrte der Kerl, der mit dem Rücken zu Kazel stand. Er riss sein Schwert in die Höhe, bereit zuzustechen. Doch Xenia wehrte sich verbissen, sie trat dem Kerl in die Kronjuwelen. Dieser keuchte auf und stürzte zurück, direkt in Kazel hinein. Zusammen gingen sie zu Boden. Der Dunkelelf prügelte auf Kazel ein und beschimpfte ihn ständig als Verräter. Xenia hingegen versuchte sich gerade wieder zu erheben doch sie wurde von zwei Kriegern gebackt und hochgerissen, während ein dritter begann sie mit Schlägen zu traktieren. „Dich prügeln wir tot du verfluchte Hure!“ Brüllte er ihr entgegen und schlug ihr mehrfach in den Unterleib. Das Strahlen ihrer Aura nahm rapide ab…
Echzechiel und seine Mannen kamen immer näher, doch die Dunkelelfen erwiesen sich als harte und starke Krieger.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 27. August 2010, 00:13

War er nun vollkommen wahnsinnig geworden? Selbst die Dunkelelfen hatten getuschelt. Kazel mochte ob seiner Statur nicht den einschüchternsten Eindruck erwecken, aber sein Gebrülle und nicht zuletzt sein Angriff gegen einen der ihren reichte aus, ihn als etwas Skurriles abzustempeln. Immerhin verschonte er ja auch die Hure von Menschenfrau, die das dunkle Pack extra für ihn verletzt hatte. Kazel ignorierte sie vollkommen. In ihm war eine Wut geschürt, die man gerade Seelenlosen sicherlich nicht zutraute.
Er nahm nichts um sich herum mehr wahr. Er hörte nicht, er roch nicht. Lediglich das Blut seines Feindes schmeckte er auf der Zunge. Metallisch und verdorben. Ja, so waren sie alle. Er sah auch nicht mehr ganz normal. Natürlich nahm er seine Umgebung weiterhin wahr wie es jeder Humanoide auf Celcias Boden tat, doch zugleich blickte er durch all die Schönheit der Landschaft und all den Schrecken derer, die sie bevölkerten hindurch. Er fokussierte lediglich die Auren der Lebewesen, erkannte die finsteren Konturen dünnen Scheins um die Dunkelelfen. Wenige leuchteten überhaupt richtig. Bei der Bruderschaft hatte er goldene, silberne und blasse Auren erkennen können. Sie besaßen Schein. Diese hier zeigten die innere Verderbtheit und trugen sie als Unlicht nach draußen.
Um die Finsterheit herum, die sich als Schatten um jeden Körper hüllte, begannen sich hellere Auren auszubreiten. Kazels Ohren zuckten, als eine vertraute Stimme nach Xenia rief. "Echzechiel", raunte der Wahnsinnige. Blut troff ihm vom Mund wie Schaum vom Maul des tollwütigen Fuchses. Mit leerem und doch seltsam funkelnden Augen richtete er den Blick nach vorn. Kazel suchte sein nächstes Opfer.

"DRECKIGER VERRÄTER!" Er schnaubte. Etwas in den Splittern seiner Seele zeigte Erinnerungsfetzen. Diese würden Raxtian sicherlich nicht passen, aber sie tauchten auch nur kurz auf. Wie ein Blitz am finsteren Wolkenhimmel. "Verräter", hauchte er, dieses Mal vielleicht sogar mit ein wenig Emotion in der Stimme? "Ich hab viele verraten. Bei der Bruderschaft wollte ich es nicht tun ..." Kazel atmete durch und dann war der Funken auch schon wieder erloschen. Er ballte erneut die Hände zu Fäusten. Die blutigen Adlerkrallen zeigten sich wieder.

Hinter ihm verlangte jemand nach dem Tod - seinem? Nein, Xenias. Doch diese gab noch nicht auf. Mit leicht erhöhtem Schrei taumelte ein Dunkelelf gegen Kazel. Dieser verlor den Halt, stürzte auf den Leichnam und rollte sich ungelenk ab. Schon stürzte sich jemand auf ihn, um ihn mit einem Hagel aus Schlägen einzudecken. Kazel brüllte auf. Sein Körper schmerzte und musste viel einstecken. Doch er wehrte sich verbissen. So hatte er vermutlich in seinem ganzen Leben noch nicht gekämpft.
Jemand, der nicht über Moral und Ethik nachdenken musste, den keine Zweifel plagten, konnte deutlich ergiebiger zuschlagen. Vor allem, wenn er Krallen an den Fäusten besaß. Vielleicht hatte Raxtian das eingeplant. Die untote Armee musste sich nicht um ihr Gewissen kümmern, wenn sie kämpften. Sie gehorchten einfach, waren Werkzeuge - so wie der Mischling.

"Der Verräter wird dich töten ... ARGH! Stirb, du Ausgeburt der... verdammt!" Er musste wirklich viel einstecken, teilte aber auch aus. Leider war Kazel niemals mit so viel Kraft wie die meisten dunkelelfischen Krieger gesegnet gewesen, aber seine Flinkheit kam ihm hierbei zugute. Einigen Schlägen konnte er selbst liegend geschickt ausweichen, um dann Finten zu schlagen und den Gegner an ungeschützten Stellen zu treffen.
Um Xenia konnte er sich im Moment wenig bis gar nicht kümmern - falls er dies überhaupt wollte. Er war mit dem eigenen Überleben beschäftigt, dachte aber ohnehin nur daran, Auren komplett zum Erlöschen zu bringen.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Dienstag 31. August 2010, 17:54

Der Krieger auf ihm wurde immer langsamer, ausserdem begann er zu keuchen und irgendwann sabberte er sogar helles, schaumiges Blut auf Kazels Hals. Die Hiebe mit seinen Adlerklauen hatten ihn wohl mehrfach tief getroffen und nun forderten die Wunden ihren Tribut. Offenbar waren die Verletzungen nun schwer genug um sich selbst über den Adrenalinschub des Kriegers hinwegzusetzen. Er röchelte, verdrehte die Augen und sank schliesslich leblos auf Kazel zusammen. Der Körper des Schwerverletzten wog aufgrund seiner eigentlichen Körpermasse und der Rüstung sehr schwer und Kazel würde einiges an Kraft und Zeit aufbringen müssen um sich von ihm zu befreien. Um Kazels Bauch wurde es ganz warm und feucht von dem Blut des inzwischen verstorbenen. Kazels Robe sog sich förmlich damit voll so dass er noch bizarrer aussah.

Xenia hatte da im Moment grössere Schwierigkeiten. Auch sie spuckte Blut, denn der eine Söldner verarbeitete ihren Unterleib langsam aber sicher zu Mousse. Ausserdem hatte er ihr bei einem der Tritte und Hiebe den einen Pfeil tief in den Körper getrieben. Wieder holte der Kerl aus, Xenia spannte sich an, verengte ihre Augen zu schlitzen und wartete den einzig passenden Moment ab um ruckartig ihren Fuss zu heben um ihm so seine Kronjuwelen noch etwas mehr ins Zentrum zu treten. Dieser brüllte auf, wie schon sein Kamerad zuvor, er hätte es ja eigentlich besser wissen müssen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ging er zu Boden. Die anderen Beiden fanden diese Aktion ganz und gar nicht lustig. Während der eine ihren Arm auf dem Rücken verdrehte und sie so in die Knie zwang zog der andere seinen Säbel. Offensichtlich hatte er vor ihr hier und jetzt den Kopf abzuschlagen.

„XENIA!“ Brüllte Echzechiel verzweifelt der sah was sich dort anbahnte. Er stiess einen der Feinde zurück und packte nach dessen Armbrust denn er war zu weit entfernt um mit seinem Schwert eingreifen zu können. Er legte an und zielte auf den Krieger, doch noch bevor er abdrücken konnte wurde er von einem anderen Söldner angerempelt und in einen Kampf verwickelt.
„KAZEL HILF IHR!“ Hörte man ihn nur noch brüllen. Doch erreichte sein Flehen den Mischling wirklich?

Selbst jetzt hatte Xenia noch immer eine der beeindruckensten Auren auf dem Schlachtfeld, auch wenn schon viel ihrer Strahlkraft verblasst war. Der Dunkelelf jedoch drohte sie nun für immer auszulöschen. Lass sie sterben Sturmadler! Damit sie eine von den unsren wird! Oder ich werde deine Seele zerstören! Drohte die Stimme des Wegbereiters in seinem Kopf.

Xenia versuchte sich vergeblich aus dem Griff zu befreien. Der Elf der sie hielt erwies sich als kräftig und standhaft. Sie rollte sich darum wie ein Igel zusammen, doch der Krieger packte sie am Harschopf und zog diesen Brutal nach hinten. Xenia hatte eine Hand frei, doch gelangte sie an keine Waffen, noch an sonst irgendwas was ihr helfen könnte.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 2. September 2010, 00:18

Kazel keifte. Dieser nichtznutzige Dunkelelf wagte es, ihn zu beschmutzen. Wenigstens würde er sterben. Einer von vielen, so hatte es der Mischling entschieden. Keiner der finsteren Krieger sollte überleben, wenn sie vor hatten, ihn zu töten oder Xenias Aura erlöschen zu lassen. Nein, die gehörte ihm und nur ihm allein. Er würde sie sich einverleiben, ehe sein Meister aus Xenia ein neues Kunstwerk schaffen konnte. Er durfte nicht abgelöst werden! Dieses Ziel drängte ihn zum Weitermachen und so hagelte es Schläge seiner krallenbewehrten Fäuste. Irgendwann sackte sein Feind auf ihm zusammen und wo er vorher nur als schwere Last gegolten hatte, erwies er sich nun als noch schwereres Hindernis. Er begrub Kazel förmlich unter sich!
"Rrrhhhnnnggghh!" Der Mischling hatte jetzt schon auf seine Kraftreserven zugegriffen, so wurde das pure Befreien von der Leiche zu einem Akt äußerster Anstrengung. Außerdem kam er nur langsam voran, während um ihn herum das Chaos tobte. Die Dunkelelfen, die bislang seinem Duell mit Xenia zugeschaut hatten, kämpften nun wild. Teilweise gegen die Söldnerkönigin, hauptsächlich aber gegen heranstürmende Verstärkung von der Bruderschaft. Und noch immer stand nicht fest, auf wessen Seite Kazel sich nun befand.

Das alte Spiel. Damals, als er in die Stille Ebene geflohen war, hatte er sich für ein Leben in Neutralität entschieden. Abgeschieden und ohne irgendjemandem anzugehören hatte er in den Tag hinein gelebt und doch nicht wirklich gelebt. Er war nicht erfüllt gewesen, denn er hatte keine Aufgabe besessen oder keine Gruppe respektive Person, für die er alles tun wollte. Nun, nachdem man meinen konnte, er hätte in Shantih eine solche Person oder in der Bruderschaft eine entsprechende Vereinigung gefunden, hatte das Schicksal erneut mit Kazel gespielt. Ohne Seele schien auch er niemandem mehr zugehörig oder konnte sich Raxtian sicher sein, dass sein Werkzeug nicht soeben erste Macken aufwies?

Xenia kämpfte ums nackte Überleben und sie schien zu unterliegen. Endlich kroch Kazel unter dem Leichnam des schwer Gerüsteten hervor. Ächzend rappelte er sich auf. Hals, Schultern und seine nachtschwarze Robe waren blutbesudelt. Er sah aus wie ein Massenmörder auf der Flucht - nun gut, ein elfischer Massenmörder, aber das Blut zeugte vom Kampf. Der Blick war unergründlich. Wahnsinn waberte in seinen Augen, zugleich auch etwas Nachdenkliches. Eine seltsame Mischung. Was würde Kazel Tenebrée nun anstellen?

"XENIA! KAZEL, HILF IHR!" Kazels Kopf ruckte herum. Er spähte zu der Stelle, von der Echzechiel eben noch gebrüllt hatte. Jetzt sah er den Paladin kämpfen. Dieser hatte ihn aufgefordert, Xenia zu helfen. Glaubte er noch an Kazel? Würde den Mischling dieser Glaube erreichen?
Er wandte erneut den Kopf, denn etwas im Augenwinkel funkelte. Es leuchtete und lenkte seine Aufmerksamkeit darauf. Wieder handelte es sich um Xenias Aura. Sie wurde schwächer, aber noch immer glänzte sie golden wie flüssiger Honig im Abendlicht.
Im Hinterkopf hörte er Raxtian Tausendtods Stimme. Auch er brüllte Befehle - und stieß Drohungen aus. Kazels Seele würde zerstört, wenn er Xenia nicht sterben ließ. Der finstere Meister würde sie einfach zersprengen oder zerschellen oder verschwinden lassen, wenn Kazel nun einschritt. Er hatte einen Fehler begangen. Als Seelenloser hing Kazel nicht mehr an seiner Seele. Sie war ihm gleichgültig und das aus zwei Gründen. Zum einen konnte seine eigene Seele nicht die Beste sein. Sie war unvollkommen, sonst hätte der Meister sie in sein stärkstes Werkzeug einfließen lassen anstatt sie zu entfernen. Sie besaß Makel und galt somit als unbrauchbar - als entbehrlich. Zum anderen lockte da eine viel bessere Seele, die man sich einverleiben konnte. Xenia leuchtete sooo schön! Und wenn der Meister aus ihr ein noch stärkeres Werkzeug machen wollte, dann lag es wohl doch an ihrer Seele, die den Unterschied ausmachen würde. So zumindest Kazels Logik ... und so schlussendlich auch sein Handeln. Er nahm sich das Schwert des gefallenen Kriegers.

Gerade packte der Dunkelelf nach den Haaren der Söldnerin, als Kazel hinter ihn trat. Mit letzter Kraft riss er die Faust hoch und packte den Kragen des Feindes. Er zog daran, denn durch die mächtige Rüstung konnte er mit seinen Adlerkrallen nicht schlagen. Er musste eine freie Stelle finden und stattdessen zubeißen. Aber Kazel hatte nicht umsonst bei der Besten kurze Zeit lernen dürfen. Statt nun wie vermutet die Zähne einzusetzen, stieß er die Klinge des eigenen Volkes durch den Körper des morgerianischen Elfen. Er würde ihn vielleicht nicht töten, aber möglicherweise schwer genug treffen, dass er qualvoll und langsam verblutete.
"Lass sie los!", knurrte Kazel ihm in den Nacken. "Sie gehört mir und ich habe soeben meine jämmerliche Seele für sie geopfert. Wage es nicht, mir die ihre zu nehmen!"
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Samstag 4. September 2010, 12:12

„Herr, ihr geratet in Rage.“ Bemerkte Juduka ruhig. Sie ritt auf einem schneeweissen Hengst neben dem Wegbereiter her, der es vorzog auf einem Untoten Pferd zu reiten. Man könnte ihn bei seinem Erscheinungsbild beinahe mit dem Gevatter selbst verwechseln. Nur die Tatsache dass er keine Seelen ins Totenreich schickt sondern sie dazu zwingt ein unterwürfiges Dasein in seinen Reihen zu verbringen unterschied ihn deutlich von dem Zeitlosen.
Die Kombination zwischen der weiss gekleideten, fast engelsgleichen Juduka und dem düsteren Wegbereiter wirkte mehr als nur bizarr. Der Wegbereiter schnaubte nur, Atmete dieser Untote überhaupt? Juduka wusste es vielleicht…

Er hob seinen Seelenstab und musterte die verbleibenden Seelen die darin wabberten. Es waren deren Vier und eine davon gehörte Kazel. Eine andere war erloschen und lag tot am unteren Ende des Stabes, es war jene von Panther. Raxtian musterte die hellen Funken düster. „Er wagt es mich zu beleidigen Juduka. MICH, den Wegbereiter! Dies wir sein Untergang sein!“ Offenbar fühlte sich der Wegbereiter in seinem Stolz verletzt und davon besass er nicht gerade wenig.

Juduka hob eine Augenbraue und musterte ihren Meister eindringlich. „Herr, eure Wut sollte euch nicht unvorsichtig und überstürzt handeln lassen…“ Noch ehe sie den Satz beendet hatte fuhr ihr der Wegbereiter brüllend ins Wort. „SCHWEIG STILL!“ Juduka zuckte tatsächlich zusammen und senkte ihr Haupt. Nun entlud sich all seine Wut ihr gegenüber. „WAS GLAUBST DU WER DU BIST JUDUKA?! SOLL ICH ES DIR SAGEN?! DU BIST NICHTS WEITER ALS EINE KLEINE DIENERIN DIE DAS PRIVILEG GENIESST IN MEINER GEGENWART ZU SEIN!“ Dies stimmte nicht. Juduka war eine hochrangige Offizierin in den Reihen der dunklen Armee. Als Lichtmaga war sie ohnehin eine ausgesprochene Rarität. Sie hatte die Durchschlagskraft und die Zähigkeit der Armee markant verbessert indem sie eine moderne Versorgung der Truppen eingeführt hatte. Die Armee um Pelgar war so ziemlich die einzige Division die über Sanitäter verfügten und die Anweisung hatte leichtverletzte nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Zudem war sie wichtig für Raxtians Rituale da ihm die Körper bei seinen Versuchen und Experimenten immer viel zu schnell wegstarben. So ging die Seele verloren und sie wurden zu Hirnlosen beinahe Unkontrollierbaren Geschöpfen. Viele der Untoten die auf Pelgar stürmten unterstanden keinem eigentlichen Befehl. Ihnen dürstete einfach nur nach Blut und Hirn. Naturgemäss schmeckte ihnen menschliches Blut einfach besser als dunkelelfisches. Dies war der einzige Grund warum die Truppen nicht von ihren eigenen Untoten angegriffen wurden. Raxtian und auch Juduka waren sich bewusst, dass nach dem Fall Pelgars alle Untoten würden exekutiert werden müssen. Schliesslich konnte der Nekromant sie nicht ständig mithilfe von Magie befehligen. Dies war selbst für einen mächtigen Magier wie Raxtian zu viel.
Juduka schwieg einen Moment, hielt ihren Kopf gesenkt und wartete bis Raxtian sich etwas beruhigte. „Ja Herr, ich weiss und ich verehre euch auch dafür. Gerade deshalb ist es mir doch ein Anliegen dass euch nichts geschieht.“

Der Wegbereiter lachte auf. Überall wo er an seinen eigenen Truppen vorbeiritt senkten diese Ehrfürchtig ihr Haupt und grüssten ihn in militärischer Form mit dem Heben ihrer Waffen. Seine Augen funkelten vergnügt. „Ich bin unsterblich Juduka… was sollte ich schon fürchten? Etwa meine eigenen Schöpfungen? HAH!“
Er musterte wieder seinen Stab. [„b] „Nun…Sturmadler…wie entscheidest du dich?“[/b] Raunte er dem Stab entgegen und er wusste, dass Kazel ihn hören würde. Juduka blickte nach vorne. „Wir sind ganz nah… ich sehe die Paladine!“ Der Wegbereiter nickte nur.

Der Kampf tobte. Echzechiel rang mit dem Dunkelelfen der angestürmt gekommen war. Sein Rücken wurde durch weitere Kameraden gestärkt. Die Paladine und die bewaffneten Bürger kämpften hart und es gelang ihnen immer weiter in die Flanke des Feindes vorzudringen. Natürlich würde es ihnen niemals gelingen die ganze Armee auszuschalten, dies war ihnen bewusst. Doch der Flügel dieser Reservisten war ein machbares Ziel. Obwohl die dunkelelfischen Krieger verbissen und entschlossen kämpften waren sie technisch den Paladinen unterlegen. Ausserdem waren ihre Schwerthände kalt und untrainiert, da sie lange Zeit nur mit Warten und dem Aufstocken von Pfeilen und Vorräten beschäftigt gewesen waren.

„Na los…schlag ihr endlich den Kopf ab!“ Brüllte der Dunkelelf seinem Kameraden zu. Dieser jedoch zögerte als Kazel in sein Blickfeld geriet. „Pass auf hinter dir!“ Der Dunkelelf welcher Xenia gehalten hatte wollte herumwirbeln doch es war zu spät. Er zuckte am ganzen Leib zusammen als das kalte Metall seinen Körper durchdrang. „RHARHRH!“ Sein Kamerad beschloss die Sache durchzuziehen. Er holte aus, zielte auf Xenias Kopf und schlug mit seinem Schwert wuchtig zu.
Muskeln, Sehnen und Knochen wurden durchtrennt. Der abgeschlagene Teil flog noch knapp einen Meter von dem Tatort weg… War dies das Ende der Kriegerkönigin? So zu sterben? Enthauptet mitten auf einem Nebenschauplatz einer Schlacht?

Nein.

Denn just in jenem Moment als der Dunkelelf zugeschlagen hatte war der andere, gezeichnet von Kazels Schwerthieb leicht nach vorne gesackt da Xenia sich ruckartig nach vorne geworfen hatte. Es war sein Unterarm gewesen der Abgetrennt worden war. Der Einarmige fiel zu Boden und blieb reglos liegen. Dabei glitt Kazels Klinge erneut durch den bereits bestehenden Kanal in dem Körper des Gegners. „RHARHRH VERDAMMT!“ Brüllte sein Kamerad und holte erneut aus um die, am bodenliegende und schwerverletzte, Kriegerin zu töten. Doch er schlug nicht zu. Stattdessen weiteten sich seine Augen. Sein Atem stockte. Er liess seinen Säbel fallen und kippte einfach nach vorne um. Ein Armbrustbolzen in seinem Nacken stecken habend. Der Schütze war Echzechiel gewesen. „Lieber spät als nie.“ Brummte dieser nur.
„Rückzug! RÜCKZUG!“ Brüllte einer der Reservisten, offenbar der Befehlshaber der Truppen. Selten sah man dunkelelfische Armeen sich zurückziehen. Die Reservisten bewiesen einmal mehr warum man sie nicht in der Front einsetzte. Sie waren Feiglinge! Die Verluste der Truppen waren verheerend. Der Stolz der Dunkelelfen sicherlich schwer geknickt. Vermutlich würden sie sich von ihren orkischen Waffengenossen anhören müssen dass nur diese der Armee die nötige Durchschlagskraft verpassten. Es waren die Reservisten die sich aus dem Staub machten, nicht aber die Elite von Raxtian, die blieben weiterhin am Feind drann gerieten aber plötzlich in eine vernichtende Unterzahl. So viele hatte der Wegbereiter nämlich nicht um sich geschart.

Raxtian hob eine Augenbraue als er sah wie die regulären Truppen der Armee sich zurückzogen. Er zog seinen Seelenstab, sprach einige düstere Formeln. Der Stab verwandelte sich sogleich in eine fast zweieinhalb Meter lange Sense. Es war so als lebte dieser Stab. Denn er konnte seine Form verändern. Am unteren Ende des Stabes befand sich eine lanzenartige Spitze. Raxtian hieb auf die fliehenden Truppen ein und streckte einige von ihnen nieder. „Ihr werdet mir Untot bessere Dienste leisten! Ihr Feiglinge!“ Knurrte er erzürnt. Sie erreichten die Waldlichtung, dort wo sich die Schlacht abgespielt hatten. Raxtian war aufgrund des leuchtenden Stabes gut zu erkennen… STURMADLER…verneige dich vor deinem Meister!“ Keifte die Stimme in dessen Kopf.

Xenia lag vor seinen Füssen, sie hielt sich den Unterleib der wohl am meisten abgekriegt hatte. Am gefährlichsten war wohl die Pfeilspitze die tief in ihren Körper getrieben worden war. „Danke…Partner..:“ wann hatte sich das letzte Mal jemand bei Kazel bedankt? Dies mochte schon eine ganze Weile her sein. Xenia atmete schwer. Ihre sonst weisse Rüstung war rot gefärbt. Ihre Aura flackerte geschwächt. „Deine…Seele…geopfert?“ Fragte sie ihn leise. „Was…meinst du damit?“ Immer wieder verdrehte sie die Augen. Kazel war zu spät. Ihre Aura war nicht mehr so verlockend, vermutlich weil nicht er es gewesen war der dafür gesorgt hatte dass sie nur noch so matt glänzte. In seinen Augen mochte dies wohl ein Sakrileg sein dass irgend ein Namenloser Krieger sich dermassen an ihrer Aura hatte vergehen können.
„DU SOLLST DICH VERNEIGEN!“ Diesmal hörte auch Xenia die Stimme des Wegbereiters. Denn er und Juduka befanden sich nur noch etwa 100 Meter von ihnen entfernt. Echzechiel und seine Mannen rückten bis zu Kazel und Xenia auf. „Ist dass…“ Hauchte Echzechiel fassungslos. Xenia drehte ihren Kopf um. „Jan…rh…das..ist..der Wegbereiter… Ihr…müsst fliehen Bruder.“

Echzechiel schnaubte. „Niemals.“ Er blickte zu Kazel hin. „Kämpfst du an meiner Seite Bruder?“
Der Wegbereiter hob seinen Stab. „SIEH NUR STURMADLER… NOCH HABE ICH DEINE SEELE VERSCHONT. BRING MIR DIE KRIEGERIN UND ICH WERDE GNADE WALTEN LASSEN.“ Juduka runzelte die Stirn und musterte Raxtian überrascht. Er und Gnade? „KOMM DU WIRST UNTER IHRER FÜHRUNG DIENEN KÖNNEN… BIS IN ALLE EWIGKEIT. SCHLÄGST DU DIESES ANGEBOT AUS… SO WERDET IHR ALLE STERBEN!“

Echzechiel schnaubte und gab seinen Paladinen die Anweisung sich schützend vor Kazel und Xenia zu stellen. Sie hoben ihre Schilde hoch. Der Wegbereiter lachte nur. „Denkt ihr, eure lächerlichen Schilde könnten MEINE Magie aufhalten? Sturmadler… bedenke mein Angebot… aber entscheide dich schnell!“
Xenia packte Kazels Arm. Sie zitterte am ganzen Leib, nicht weil sie Angst hatte, sondern weil sie fror. Sie verlor zu schnell an Blut. „Par..tner… ich bin…sehr vielen Dunkelelfen…begegnet…bisher…und…“ Sie hustete. „…du bist keiner von denen… du brauchst kein Werkzeug zu sein…um Einzigartig zu sein… du…bist es schon.“
Echzechiel behielt den Wegbereiter im Auge. Kazel befand sich in einer schwierigen Situation. Sollte er sich für den Wegbereiter entscheiden hatte er noch immer das Problem dass er von Paladinen und Echzechiel umzingelt war. Sollte er sich jedoch für die Bruderschaft entscheiden, würde der Zorn des Wegbereiters über sie alle hereinbrechen.

Judukas Pferd wieherte nervös und trabte unruhig auf der Stelle. Auch die Truppen Raxtians hielten sich hinter ihm, auf den Angriffsschrei wartend… und es gesellte sich noch etwas neben sie. Drei Gestalten.

„Reihe dich ein…in meine Armee…“ Raunte Raxtian ihm zu und zeigte mit seinem Stock zur Seite. Der Blick fiel auf die drei Unbekannten. Da kauerte ein Dunkelelf. Seine Haut war seltsam Schuppenförmig, seine Augen funkelten Rot. Auch er besass Krallen an Händen und Füssen. Neben ihm stand ein schnaubender Ork… der mächtige Schwingen besass! Ausserdem hatte er gewaltige Stierhörner. Die dritte Gestalt war ein Goblin. Er hielt sich auf allen Vieren und hatte übergrosse klauenartige Fangzähne an seinem Kopf, wie man sie von Insekten kannte. Alles Werkzeuge Raxtians. Alles seine Geschöpfe. Kazel war ganz und gar nicht ein Unikat. Soviel stand fest… Raxtian war bei ihm zudem sehr sparsam gewesen. An ihm sah man keine körperlichen Veränderungen. Nicht so wie bei den anderen.

Echzechiel legte mit seiner Armbrust an und zielte auf den Kopf des Orkmonsters. Einige seiner Söldner fassten ebenfalls ein Ziel. Doch sie schossen nicht. Man wartete auf eine Entscheidung. Auf Kazels Entscheidung.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Sonntag 5. September 2010, 04:15

Für den Bruchteil einer Sekunde ging ein Ruck durch Kazels Körper. Dieses unbewusste Zusammenzucken ließ ihn blinzeln, denn es war mehr als nur ein Reflex gewesen. Er hatte etwas gefühlt oder glaubte er das nur? Jedenfalls war es unangenehm und das konnte man doch wohl als Gefühl bezeichnen. So ganz seelenlos konnte er demnach nicht sein. Vielleicht hat mein Meister soeben meine Seele vernichtet.
Mehr Gedanken verschwendete er nicht daran, denn der Grund für sein Zusammenzucken war ein anderer gewesen. Etwas flog in hohem Bogen davon und der Mischling fürchtete schon, es sei Xenias Kopf. Doch ihre Aura war nicht verloschen. Sie mochte schwach sein, aber sie besaß noch immer ein Strahlen. Ausgelöschte Seelen wurden schwarz. Der angreifende Dunkelelf hatte seinen Kumpanen getroffen und jetzt sackte er selbst zusammen. Echzechiel konnte man diesen Dank zusprechen.
Das Ende dieses einen Feindes läutete mitunter eine ganze Rückzugswelle des dunklen Volkes an. Die Paladine - rein rechnerisch in der Unterzahl, aber von ihrer Erfahrenheit und Kampfkunst besser ausgebildet als die Feiglinge des hinteren Armeebereichs - schlugen sie langsam, aber sicher in die Flucht. Kazel riss das Schwert aus dem Leichnam. Eine Tatsache, die für ihn nicht selbstverständlich war, hatte er Xenia doch mehrfach beteuert, kein Krieger und somit nicht bewandert mit der Waffe zu sein. Jetzt hielt er sie, als hätte er es schon immer getan. Das Werkzeug hatte sich ein Werkzeug besorgt.

Kazel betrachtete die Söldnerkönigin. "Schneiderin ... Xenia", murmelte er und ignorierte den Befehl des Wegbereiters, seine Loyalität durch Verbeugen zu demonstrieren. Stattdessen ging er neben Xenia auf ein Knie herunter. Die Wunde riss die Kraft aus ihrem Körper. "Du stirbst", meinte er tonlos, aber Kazel nahm es nicht anhand der Verletzung wahr. Auch in anatomischen Kreisen kannte er sich nur schwerlich aus. Das wenige Wissen reichte, um Kratzer und kleine Schnittwunden zu versorgen, wenn er denn über Material verfügte. Aber eine Pfeilwunde würde er nicht einmal im Ansatz behandeln können, im Gegenteil. Vermutlich stärbe Xenia nur schneller, wenn Kazel jetzt Hand anlegte. So kniete er lediglich neben ihr und musterte sie. Ihre Aura wurde schwächer und daran erkannte er den nahenden Tod.
"Danke ... Partner ..." "Du gehörst mir. Bleib am Leben. Es genügt, dass meine Seele dahin ist." Xenia verstand nicht ganz. Das Reden kostete sie weitere Kraft, aber sie musste die Fragen offensichtlich stellen. Endlich gab Kazel Auskunft über die Ereignisse im Lager der dunklen Armee - wenigstens soweit, dass er mit ihr das Wissen teilte. "Er hat mich zum Werkzeug gemacht. Zu einem Meisterwerk. Er gab mir die hier." Der Mischling ballte eine Faust und zeigte seine unnatürlich natürliche Waffe. Dann bleckte er die Zähne. "Und die hier. Ich kann andere vergiften, wenn ich will. Er hat mich perfektioniert. Ich bin einzigartig geworden. Die Makel wurden entfernt. Meine Seele ist - war! - bei ihm. Er hat sie zerstört, weil ich nicht ..."

Weiter kam er nicht. Kazel hatte ja auch schon eine Menge erzählt, doch jetzt war Raxtian Tausendtod zusammen mit seiner lichtmagischen Assistentin angekommen. Und er verlangte lauthals, seinen Befehlen Folge zu leisten. "DU SOLLST DICH VERNEIGEN!"
Kazel schaute auf. Er ritt heran, der Wegbereiter, den Xenia soeben Echzechiel vorstellte. Sein Bildnis heran nahen zu sehen, war eine Probe auf den Mut der Paladine. Dieser Feind machte wirklich den Eindruck von Faldor geschickt und durch den Tod selbst geleitet worden zu sein.
Kazel wirkte unentschlossen. Sein Kopf neigte sich leicht nach vorn. Raxtian würde es nicht sehen können, zu weit war er noch entfernt. Aber Xenia und Echzechiel bekamen mit, dass ihr Mischlingsbruder unschlüssig wurde, wem er letztendlich dienen sollte.
"Kämpfst du an meiner Seite, Bruder?" Echzechiel versuchte, Kazel in eine Richtung zu lenken. In die seine. Aber auch der Wegbereiter der Toten gab nicht auf. Wut schnaubend brüllte er und begann interessanterweise zu handeln. Dies entlockte Kazel ein leichtes Lächeln. Er blickte allerdings den Mentor der Bruderschaft an. "Hörst du? Ich bin sein wichtigstes Werkzeug. Er braucht mich." Dass er sich jedoch der auszuliefernden Xenia unterordnen sollte, gefiel ihm offenkundig nicht. Das Lächeln schwand und er knurrte leise in sich hinein: "Sie stirbt und er will, dass ich mich als Lebender unter sie stelle. Ich habe mehr ertragen. Ich bin stärker."

Kazel erhob sich nun, ungeachtet der Tatsache, dass Xenia ihn am Arm hielt und sich eine Mauer aus Paladinen zwischen den beiden und Raxtian aufbaute. Kazel blickte dem Wegbereiter entgegen. Sein Arm zitterte von Xenias Schlottern. "Du stirbst", wiederholte er. Und dann hörte er zu. Er lauschte Xenias schwach gekrächzten Worten. Ihre Aura blasste noch weiter aus. Und diese Seele hatte er statt seiner in sich aufnehmen wollen? Auch sie besaß Makel.
Kazel zog seinen Arm zurück. Jetzt stand er auf, blickte über die Köpfe der Bruderschaft hinweg. Judukas Pferd tänzelte. Das untote Ross des Wegbereiters rührte sich keinen Deut. "Meister", hauchte Kazel zum Gruß. Emotionslos wie immer, seit seine Seele als kleines Licht im Sensenstab dieser Bestie glühte.
"Reihe dich ein ... in meine Armee ..." Kazel betrachtete sich die Armee, die Elite. Waren sie schlechtere Experimente? Ihnen hatte Raxtian nicht die Aufgabe erteilt, die Bruderschaft zu vernichten. Aber jetzt hatte er sie mitgebracht und bereits klar gemacht, dass er Xenia für sich beanspruchte. Reichte ihm sein Meisterwerk nicht mehr aus?

Sie warteten, auf beiden Seiten. Früher wäre Kazel mit dieser Situation überfordert gewesen. Er hätte nicht gewusst, wie er sich entscheiden sollte. Hin- und hergerissen von so vielen Faktoren, wäre er vermutlich blind und rasend auf den Wegbereiter zugestürmt, ungeachtet, ob dieser seine Seele als Druckmittel besaß oder nicht.
Inzwischen ... verhielt er sich anders - was natürlich auch daran lag, dass er weder Seele noch Gewissen mehr zu haben schien. "Meister", begann Kazel zu sprechen. Er trat von Xenia weg und auf hinter die Reihen aus Paladinen. "Ist das Euer Angebot? Ich übergebe Euch die Söldnerkönigin, damit sie ein größeres Werk als ich werden kann und ich unter ihr dienen muss? Dafür bleibt meine Seele erhalten? Jene Seele, die Ihr entfernt habt, weil sie fehlerhaft ist?" Er schritt neben Echzechiel und zog das Schwert. "Ich werde Euch die Söldnerkönigin nicht übergeben, Meister. Sie glaubt an mich, noch immer und ich muss dazu nicht ihr Werkzeug sein. Ich bin ihr Partner, sagt sie."
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Samstag 11. September 2010, 11:54

"Schneiderin ... Xenia" Die Schneiderin und Söldnerkönigin ächzte nur und presste ihre Hand gegen die Wunde. Sie sank weiter ein. "Du stirbst" „Wenn du nicht in solchen Floskeln…sprichst..mrmrgm…gefällst du mir besser Partner…und nein…soo schnell bin ich nicht arhghgh tot zu kriegen!“ Die Kriegerin würde wohl noch bis zu ihrem letzten Atemzug versuchen standhaft zu bleiben. "Du gehörst mir. Bleib am Leben. Es genügt, dass meine Seele dahin ist." Xenia ächzte nur und krümmte sich leicht zusammen, dann drehte sie sich auf den Rücken. Ihre Lippen verfärbten sich allmählich blau und die Farbe wich aus ihre Gesicht so dass die Haut grau und Fahl wurde. Sie begann zu schlottern vor Kälte.
"Er hat mich zum Werkzeug gemacht. Zu einem Meisterwerk. Er gab mir die hier." Xenia seufzte. „Hör auf jemanden…Werkzeug…sein zu wollen…du bist doch ein….eigenständiger Mensch.“ Xenia war eine geborene Mentorin, selbst im Sterben war sie sich keiner Lebensweisheit zu schade. Auch wenn jedes Gesprochene Wort, jedes Füllen der Lunge mit Sauerstoff sie dem Tod näherbrachte.

"Er hat mich zum Werkzeug gemacht. Zu einem Meisterwerk. Er gab mir die hier." Xenia guckte matt, wie auch Echzehciel. Er runzelte die Stirn als er die Klauen sah. „Wir sollten von hier verschwinden.“ Brummte er nur leise, doch es war zu spät. Kazel konnte gerade noch seine Beisserchen zeigen da bewegte sich auch schon ein grosser Schemen in ihrer Nähe der sich zur Gestalt Judukas und jene des Wegbereiters formte. Man konnte meine der Gevatter leibhaftig sein gekommen um Xenia zu holen. „Bei Lysanthor!“ Keuchten die Paladine und umklammerten ihre Schwerter fester. „Das ist wohl der berüchtigte Wegbereiter der Toten… dieser Kerl ist sicherlich mit für den Spuk hier verantwortlich!“ Zischte Echzechiel leise. „Er entweiht die Toten… unsere Kameraden…“ Seine Augen verengten sich zu schlitzen. Was für ein Wesen war Raxtian nur? Ein Lich? Ein Untoter? Ein Wesen der Nachwelt? Kaum einer würde darauf kommen dass Raxtian ein Dunkelelf gewesen war. Wie auch ? Er besass keine Haare, keine geschmeidige Haut und keine Augen nach denen man sich hätte richten können.
Der Wegbereiter breitete seine Arme aus und hob seinen Seelenstab in die Luft. „Faldor ist uns zugeneigt…“ Krächzte er. Juduka schaute nur zu ihm h in. Faldor war nicht ihr Gott, sie verehrte Manthala.

"Hörst du? Ich bin sein wichtigstes Werkzeug. Er braucht mich." „Er ist nur zu faul seine Kräfte gegen dich einzusetzen!“ Entgegnete Echzechiel leise. „Er wird dich uns töten lassen und dann wird er dich vernichten Bruder. Glaubst du dieser Kerl verzeiht deinen Ausflug in unsere Reihen?“
"Sie stirbt und er will, dass ich mich als Lebender unter sie stelle. Ich habe mehr ertragen. Ich bin stärker." „Ich hätte dich sterben lassen sollen… du wärst mir loyaleres Frontfutter gewesen als dass du es mir als meine eigene Schöpfung bist!“ Grollte der Wegbereiter. „Meine Assistentin hat ihre Energie an dich verschwendet um dich am Leben zu erhalten! Doch diesen Fehltritt werde ich nun rückgängig machen wenn du nicht gehorchst.“ Seine verlockenden Angebote wurden immer wieder durch Drohungen abgewechselt. Es zeigte auf wie aufrichtig seine Aussagen waren.

"Du stirbst" Xenia krallte sich an seinen Arm fest, doch dann liess sie los. Sie verdrehte ihre Augen und sank zu Boden. „Jarrhh Stirb kleine Hurenkriegerin hahaha….“ Natürlich konnte auch der Wegbereiter sehen wie es um die Auren von Lebenden stand. „Bald gehörst du mir…“
Die Anspannung stieg, die Söldner hielten ihre Bögen schussbereit und mit anvisiertem Ziel. Die Dunkelelfen warteten unruhig und mit ihren Schwertern auf die Schilde klopfend hinter dem Wegbereiter.
„Ihr zwei…sobald das hier losgeht bringt ihr Xenia in Sicherheit, beschützt sie mit eurem Leben verstanden?“ Befahl Echzechiel zwei seiner Brüder. Diese nickten nur. „Für das Licht und die Bruderschaft.“
"Ist das Euer Angebot? Ich übergebe Euch die Söldnerkönigin, damit sie ein größeres Werk als ich werden kann und ich unter ihr dienen muss? Dafür bleibt meine Seele erhalten? Jene Seele, die Ihr entfernt habt, weil sie fehlerhaft ist?" „Du wirst mir Lästig Sturmadler!“ Knurrte der Wegbereiter. „Reinste Energieverschwendung.“ Er hob seinen gläsernen Seelenstab und richtete ihn auf die Truppe.

„Du hast deine Wahl getroffen…und dafür wirst du jetzt sterben… und ich werde deine Seele quälen bis in alle Ewigkeiten! HOLT SIE EUCH MEINE DIENER!“ „JARHRHRHHR!!!“ Die Dunkelelfen griffen an. Auch der Ork des Wegbereiters wollte sich in Bewegung setzen doch dann kippte er reglos nach Hinten. Der Wegbereiter knurrte als er sah wie eine weitere Seele in seinem Stab verpuffte. Echzechiels Pfeil hatte das Monster direkt zwischen den Augen getroffen und war am Hinterkopf wieder ausgetreten.
Die zwei Paladine welche Echzechiel angesprochen hatten, eilten zu Xenia hoben sie sachte auf und türmten mit ihr zurück in den Wald. Der Wegbereiter erkannte dies. „Oh nein…“ War da ein grinsen in seinem toten Gesicht zu erkennen als er mit seinem Stab eine düstere Nebelwolke beschwor die sich allmählich zu einem kleinen pfeilartigen Blitz bildete? Er zeigte mit dem Stab auf einen der beiden Paladine und der nekromantische Blitz schoss durchs Feld. „HINTER DIR!“ Der Paladin riss seinen Schild hoch drehte sich um und versuchte das magische Geschoss abzuwehren. „Da…“ Weiter kam er nicht, denn der Pfeil hatte den Schild unbeeindruckt passiert und sich tief in das Herz des Paladins gebohrt. Dieser war auf der Stelle tot. Sein Kamerad geriet aus dem Gleichgewicht da er Xenia nicht allein sondern mit seinem Bruder getragen hatte. Beide stürzten sie zu Boden. „Nrghghrh…“ Gab die Kriegerkönigin nur noch matt von sich.
Aus ihrem Augenwinkel sah sie eine Gestalt auf sich zukommen. Eine Frau. Eine Spinnfrau die Spinnwaben in den Händen hielt. Nur Xenia konnte sie sehen. Sie trat an den Toten heran, drehte sich dann aber um und musterte Xenia. Interessant, deine Vorstellung von mir ist etwas Neues, so wurde ich noch nie gesehen. Die Frau legte ihren Kopf schief. „Warum gerade Spinnfäden? Warum nicht Schneiderin?“

“Ich hielt…die Spindel…immer für einen Schicksalsstrang… und du…schneidest ihn ab, wenn das Leben endet…“ Erwiderte Xenia ohne dass es jemand hätte hören können. Um sie herum gab es keine Zeit mehr und keinen Raum. Ich halte deinen Lebensfaden noch in den Händen, habe ihn nicht durchtrennt. Eine Sense materialisierte sich und Tod stützte sich darauf ab, es sah seltsam aus, die Spinnfrau mit einer solchen Sense zu sehen. Der Gevatter zuckte mit den Schulter. “Ich bin mir dieses treue Ding einfach gewohnt.

Er lächelte. Tod, lächelte immer. Auch in der Gestalt einer Spinnfrau. “Dieser Ort hier, ist gegen das Gesetz von Leben und Tod. Dieser Wegbereiter, stört meine Arbeit empfindlich. So viele rastlose Seelen. Sie alle einzusammeln wird ein ganzes Stück Arbeit geben…“

Es folgte eine Antwort die wohl nur Xenia gab. “Kann ich dir helfen, Gevatter Tod? Der Tod runzelte die Stirn. War er überrascht? Er lachte. “Du bist wahrlich unterhaltsam Xenia. Aber..ja…weshalb nicht? Raxtian will dich holen. Dich um mich betrügen wie er schon sich selbst mir entzogen hat? Er legte seinen Kopf schief. Leben und Tod sollte in Einklang bleiben. Selbst im Krieg. Der Tod streckte seine Hand aus. Es materialisierte sich einen Schwertgriff. Mehr nicht. „Hier…nimm dieses Schwert, in der Hand eines Lebenden geführt wird es den Untoten Frieden spenden."
Zum Schwertgriff gesellte sich jener eines Schildes dazu. "Dieser Schild bietet Schutz vor nekromantischen Zauber...es ist eine Leihgabe, kein Geschenk...halte es also in Ehren." Er legte seinen Kopf schief. "Doch… ich kann nicht in dein eigenes Schicksal eingreifen… über das Leben habe ich keine Kontrolle.“ Er legte ihr den Griff des Schwertes in die eine und jener des Schildes in die andere Hand… und verschwand.

In ihren Ohren rauschte es. Kriegsgetummel war zu hören. „RHARHR!“ Echzechiel brüllte auf als er von dem reptilienartigen Monster angegriffen wurde. Dieses Viech spuckte Feuer welches der Paladin gerade noch so mit seinem Schild hatte abwenden können. Raxtian jedoch konzentrierte sich auf Kazel. Wieder begann er einen dunklen Blitz zu Formen.

Xenia wusste, sie hatt enicht die Kraft für einen Kampf, sie hatte nicht mal die Kraft aufzustehen. Sie brauchte Hilfe. Brauchte einen Partner auf den sie sich verlassen konnte und sie hatte einen der in ihrer Nähe stand. "K..zl..! K..a..z.ll! H..h.ie..r.." Sie streckte ihre Hand aus, zitternd, den Griff haltend. Ein Schwertgriff ohne Klinge und ein Schild ohne Panzer. Es sah nicht gerade hilfreich aus was sie ihm da entgegenstreckte. "W...a..f..fn..."

Raxtian lachte auf, er schien durchaus emotionen zu empfinden - wenn er im Kampf war, dies mochte er offenbar. "Jetzt wirst du Sterben Sturmadler!"
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Sonntag 12. September 2010, 23:09

Xenia gab nicht auf. Jedenfalls versuchte sie es in jeder Hinsicht. Auch bei Kazel, den sie aufs Neue daran erinnerte, dass er eine eigenständige und vor allem einzigartige Persönlichkeit war, die sich zu niemandes Werkzeug machen musste, um einen Platz auf Celcia zu finden. Außerdem vergaß sie nicht, ihn stets Partner zu nennen. Ein Begriff, der die ausgefädelten Bande seiner Beziehung zu seiner Mentorin mit neuen Fäden stärkte.
Echzechiel hingegen sprach von der Schändung, die der Wegbereiter dem Land brachte. Er entweihte jene Seelen, die sich die ewige Ruhe zugezogen, sie dann aber auch verdient hatten. Er gönnte den Gefallenen diesen Frieden nicht, sondern riss sie aus ihrer Ewigkeit. Er machte auch sie zu Werkzeugen.
"Er wird dich uns töten lassen und dann wird er dich vernichten, Bruder." Kazel schaute auf, direkt in das blutverschmierte Antlitz des Paladins. Wieviel davon sein eigenes Blut war, konnte man nicht erkennen. Vielleicht gehörte nicht ein einziger Tropfen dazu, aber der rote Lebenssaft verfärbte die sonst so strahlende Rüstung des Mannes. Kazels Blick flog weiter, hinüber zu Raxtian. Auch ihn sah er direkt an.
"Glaubst du, dieser Kerl verzeiht deinen Ausflug in unsere Reihen?" Kazel versuchte, die Antwort im Gesicht seines finsteren Meisters zu finden. Doch er entdeckte nur Finternis. Flüchtig betrachtete er auch einmal die Kugel mit den darin schwirrenden Seelenlichtern. Seine eigene war noch da. Seine mit Makeln befleckte Seele. Brauchte er sie?
Kazel entschied sich, in den Reihen der Paladine zu bleiben und auf ihrer Seite zu kämpfen. Das Band zu Xenia umwickelte seinen Körper und hielt ihn. Echzechiels Worte drangen leider nur durch ihn hindurch. Schändung, Verrat ... dies alles war nichts für einen Seelenlosen. Aber ich bin kein Werkzeug. Ich kann mehr sein. Mächtiger. Ich kann der Partner der Frau sein, die Raxtian über mich stellen will.
Und schon offenbarte der Wegbereiter der Toten sein wahres Gesicht. Er beschimpfte Kazel, stieß Drohungen aus, die er nicht mehr wahr machen konnte und er warf ihm so einiges vor. "Du wirst mir lästig, Sturmadler!" Reinste Energieverschwendung. Du hast deine Wahl getroffen ... und dafür wirst du jetzt sterben ... und ich werde deine Seele quälen, bis in alle Ewigkeiten!" Schon gab er den Befehl zum Angriff. Doch Kazel war bereit, ebenso wie alle anderen der Bruderschaft.

Er sah den Schwingen behafteten Ork fallen. Er sah Echzechiel verbissen gegen das Reptilgeschöpf kämpfen. Er hörte die Paladine Xenia mitnehmen. Gut. Man brachte sie in Sicherheit. "Meine Partnerin." Die Worte gingen im Lärm des Scharmützels unter, als wären sie nie gesagt worden.
Kazel ballte seine Fäuste. Die Krallen stießen unter seiner Haut hervor. Mit seelenlosem Eifer wollte auch er sich in den Kampf stürzen, als hinter ihm Rufe laut wurden. Für den Bruchteil einer Sekunde verdunkelte sich die Umgebung. Ein schwarzer Blitz riss alles in Finsternis und ehe man sich dessen bewusst wurde, hatte er sein Ziel getroffen. Einer der Rettungspaladine fiel tot zu Boden. Der andere stürzte mit dem Gewicht Xenias.

Weil der Mischling hingesehen hatte, war er abgelenkt. Echzechiel stieß von hinten gegen ihn, als er eine gewaltige Feuerlanze aus dem Maul der Reptilienbestie mit dem Schild abwehrte. Kazel schleuderte es nach vorn. Er stolperte, direkt auf den gestürzten Paladin zu. Dann konnte er sich fangen und hetzte weiter zu Xenia. Wenn sie weit genug von Raxtian weg war, könnte dieser seine Idee, ihre Seele ebenfalls einzuholen, vielleicht vergessen.
Er kam ihr immer näher, sah nicht, was sein verfeindeter Meister inzwischen erneut formte. Um seine Gestalt sammelte sich Finsternis. Wieder zuckten schwarze kleine Blitze. Kazel kam bei Xenia an. Ihre Hand streckte sich nach ihm aus. Der Arm zitterte, konnte kaum halten, was sie ihm mit krächzender Stimme reichte. Er griff danach.
"Waffen?" Kazel betrachtete den Schwert- und Schildgriff. "Diese hier sind nutzlos. Damit kann ich mich gegen niemanden ..." Raxtians Lachen ließ Kazel den Kopf herum reißen. Er entdeckte die schwarze Blitzkugel, die ihrem Ziel sofortigen Tod brächte. Er schluckte - ein Zeichen von den winzigsten Splittern seiner Seele, die noch in ihm vorhanden waren. Ein Hauch von Unbehagen.
"Jetzt wird du sterben, Sturmadler!"
Mit emotionsloser Verzweiflung riss Kazel den Griff des Schildes hoch. "Ja", sagte er und versuchte, nicht sich, sondern hauptsächlich Xenia zu schützen, die nun hinter ihm und dem nutzlosen Verteidigungsgriff lag. Nur bei ihr würde er dies tun: sein seelenloses Dasein opfern. Sie war seine Partnerin.
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Das dunkle Volk
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 21. September 2010, 18:22

Der Schild von Echzechiel erwärmte sich unter der gewaltigen Hitze des Feuers. Zum Glück versiegte der Feuerstrahl, dennoch musste der Paladin den Schild fallen lassen. Er stierte dem Reptilienmonster entgegen und stürmte wild entschlossen auf das Viech zu um es mit blossen Fäusten zu traktieren. Das Viech fauchte und wehrte sich doch der Paladin schien die Oberhand zu gewinnen.

Xenia schaffte es gerade noch Kazel den Schild und Schwertgriff in die Hände zu geben, dann versagten ihre Sinne und sie sank leblos zu Boden. Die Verletzung schien zu stark zu sein so dass sie ihr Bewusstsein verlor. Es war seltsam, die Kriegerin so hilflos am Boden liegend zu sehen. Ihre Augen waren verdreht, ihr blondes Haar wurde vom Dreck und Blut des Bodens verdreckt. Kazel sah nicht dass Xenia zusammengebrochen war, denn er wurde von dem Lachen des Wegbereiters abgelenkt. Dieser holte gerade aus und schleuderte ihm seinen Todesblitz entgegen. In der Not riss Kazel den Schildgriff empor, doch nichts geschah bis der Blitz ihn beinahe erreicht hatte, just in jenem Moment erschien eine schwarze wabernde Nebelschwade um den Schildgriff und absorbierte den Blitz. Kazel konnte die Energie des Blitzes durch den Griff pulsieren spüren, denn dieser zitterte leicht. Dann kanalisierte sich die ganze Energie im Zentrum des Nebelschildes und stiess den Todesblitz zurück. Er schoss dem Wegbereiter entgegen und bohrte sich durch dessen Brust hindurch. Die Wucht des Blitzes war so stark dass es den Wegbereiter einige Meter nach hinten vom Pferd hinunter schleuderte wo er, nach einem harten Aufprall, reglos liegen blieb. „Meister!“ Schrie Juduka auf und schwang sich hektisch von ihrem Pferd um ihrem Herrn zur Hilfe zu eilen. Sie konnte es, war sie schliesslich Lichtmagierin.
Als die Krieger sahen wie ihr Anführer gefallen war riefen sie den Rückzug aus. Wieder hatten die Rebellen einen Sieg errungen! Echzechiel trieb seine Männer an noch etwas aufzurücken um jene niederstrecken zu können die schon leicht verwundet waren. Die Paladine kannten im Kampf keine Gnade, dies machte sie vermutlich auch so effizient.

Aus der Brust des Wegbereiters rauchte es. Juduka kniete bei ihm. Doch noch ehe sie ihre Magie entfalten konnte rührte sich der Anführer und erhob sich langsam wieder. Er starrte zu dem Loch in seiner Brust und schnaubte düster. „JARHRH!“ Echzechiel kam mit gezogenem Schwert auf die beiden zugerast. Juduka hob abwehrend und sichtbar ängstlich die Arme – sie war unbewaffnet – der Wegbereiter jedoch knurrte nur und wollte gerade nach seinem Seelenstab greifen, auf genau diesen jedoch hatte es der Anführer der Paladine abgesehen. Er kickte den Stab weg und wollte gerade sein Schwert auf das Haupt des Wegbereiters niedersausen lassen, da blitzte es erneut auf. Dieses mal gleissend hell. Es war Juduka die ihre Lichtmagie gegen Echzechiel einsetzte und ihn für einen Moment blendete. Der Paladin taumelte zurück, hielt sich die Augen und tastete unruhig nach dem Stab.

„Wir müssen uns zurückziehen Herr!“ Rief Juduka dem Wegbereiter zu. „NIch ohne meinen Stab!“ Zischte dieser und erhob erneut seine Arme und Hände. „Meine toten Krieger hier, auf diesem Schlachtfeld…erwacht und dient mir bis in alle Ewigkeiten WIE IHR ES MIR GELOBT HABT!!“ Brüllte der Wegbereiter . Aus seinen Händen entsprang ein dunkler Rauch der über den Boden fegte. Jener Paladin welcher vom Pfeil des Todes getroffen wurde, und auch die anderen gefallenen Kameraden wie aber auch jene der Dunkelelfen erhoben sich rührten sich wieder. „Rhhahhrrhrhh…“ Nuschelten sie. „HOLT EUCH IHR FLEISCH!“ Echzechiel knurrte wütend packte nach dem Seelenstab und hieb damit wild um sich in der Hoffnung den Wegbereiter zu treffen. Er sah nicht dass dieser sich in jenem Moment gerade wieder auf sein Untotes Pferd schwang. „ICH WERDE EUCH JAGEN UND VERNICHTEN! EUCH ALLE!“ Brüllte der Wegbereiter und preschte davon. Versehentlich traf Echzechiel Judukas Pferd welches aufscheuchte und ebenfalls das Weite suchte. „VERDAMMT!“ Fluchte sie und versuchte zu Fuss das Weite zu suchen. Die Krieger waren mit den Untoten beschäftigt. „WIR MÜSSEN XENIA HELFEN!“ Brüllte Echzechiel der noch immer nichts sehen konnte und wild um sich schlagend herumirrte.
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Kazel Tenebrée
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 23. September 2010, 14:12

Er spürte ein Kribbeln in der linken Hand. Nur flüchtig hatte Kazel den schwarzen Blitz auf sich zufliegen sehen. Er würde ihn direkt treffen, stellte er mit der Gleichgültigkeit einer seelenlosen Existenz fest, und er hob lediglich einen Schildgriff ohne Schild! Doch dann spürte er, wie bereits erwähnt, dieses Kribbeln. Außerdem überlebte er den Angriff.
Schwarzer Nebel, mindestens so finster wie der Blitz selbst, breitete sich kreisförmig um seinen Griff aus und bildete ein Schutzschild. Der Todesblitz prallte nicht davon ab, sondern wurde auf magische Weise absorbiert. Kazel starrte die sich um die Achse des Griffs drehende Substanz ungläubig an. Damit hatte er nicht gerechnet.
Das Kribbeln wand sich nun an seinem Handgelenk vorbei und den Arm hinauf. Es hinterließ aufgestellte Härchen, feiner als Sandkörner. Und dann schoss das Schild aus schwarzem Nebel den Blitz auf seinen Beschwörer zurück. Der Mischling sah zu, wie es Raxtian Tausendtod, Wegbereiter der Toten, von seinem Pferd riss. Er sah, wie Qualm aus dessen Brust schwelte. Der schwarze Blitz hatte ein Loch hinterlassen. War sein Meister nun tot?

Judukas Schrei lenkte nicht nur Kazels Aufmerksamkeit auf sie. Viele hatten miterlebt, wie der Wegbereiter von seinem untoten Ross geschleudert worden war. Einige starrten zu der Szene hinüber, unfähig, weiter zu kämpfen. Andere ließen sich nicht zu lange ablenken. Schließlich tobte hier ein Krieg.
Doch dem dunklen Volk schwand offenbar der Mut angesichts des Falls ihres Heerführers. Sie zogen sich zurück. Die Paladine trieben nun auch noch die letzten Verbleibenden in die Flucht. Kazel senkte Schwert- und Schildgriff, erhob sich jedoch seinerseits. Er schaute zu der Lichtmagierin herüber, die sich über Raxtian beugte. In ihm brannte eine einzige Frage: ist dieser ... Mann wirklich tot?
Nein. Er riss sich hoch. Er ignorierte den Rauch, sowie das Loch in seiner Brust. Er müsste tot sein und doch regte er sich, besaß mehr Kraft als so mancher Verletzte auf dem Feld. Aber da kam Echzechiel, um ihm den Todesstoß zu verpassen - er scheiterte. Juduka besaß noch genug Energie, um nicht nur den Paladin zu blenden, sondern vermutlich noch ihren Meister zu heilen. Das ist gar nicht nötig.
Kazel stand wohl als einer der wenigen am Rande des Eldoras, ohne aktiv am Geschehen zu werden. Beinahe teilnahmslos beobachtete er Raxtians Gebaren. Sein gebrüllter Befehl, der allen Toten des Feldes galt, flog unbeachtet an Kazel vorbei. Er hörte ihn und nahm ihn doch nicht wahr. Er stierte nur zu Raxtian Tausendtod, welcher aus eigener Kraft sein Pferd bestieg und mit wütender Drohung ebenfalls den Rückzug antrat. Seine Magierin nahm er nicht mit auf sein Ross, obgleich er mitbekommen haben musste, dass ihr Pferd sich hatte verjagen lassen. Echzechiel schlug blind mit dem Stab des Wegbereiters nach allen Richtungen aus.

"WIR MÜSSEN XENIA HELFEN!"
Durch Kazel ging ein Rucken. "Meine Partnerin", murmelte er vollkommen geistesabwesend. Dann löste er seinen Blick endlich vor dem sich zurückziehenden Wegbereiter. Er schaute auf Xenia hinab. Es war das erste Mal, dass er sie so sah: ungeschützt, schwach, dem Tode nahe und bar jeden Hauchs Selbstbewusstsein. Sie konnte in diesem Zustand nicht ausstrahlen, was sie seit dem Angriff auf Pelgar gezeigt hatte: eine hell scheinende Aura aus Hoffnung und Autorität. Ihre Willensstärke hielt sich zusammen mit ihrem Geist unter der Bewusstlosigkeit verborgen.
Echzechiel hatte Recht. Sie brauchte dringend und sehr schnell Hilfe. Kazel hob den Kopf. Suchend wanderten seine Augen über das Schlachtfeld. Hier und da gab es noch kleinere Scharmützel, aber die Paladine gewannen scheinbar endlich die Oberhand. Doch Kazel achtete zu wenig darauf. Er suchte nach einem Lichtklecks zwischen all den finsteren Rüstungen und dabei berücksichtigte er nicht die Auren der Anwesenden.
"Aha, da ..." Er setzte sich in Bewegung. Gegen die Untoten erhob er den Schwertgriff, in der Hoffnung, auch hier würde sich etwas wie der schwarze Nebel seines Schildes zeigen. Den Schutz setzte er gegen Schläge ein, wich aus, so weit es sein erschöpfter Körper noch zu ließ. Um die Lebenden kümmerte er sich nicht. Das hieß, mit einer Ausnahme. "Juduka!", rief er nach der Lichtmagierin. "Dein Meister wird dich nicht mitnehmen. Er lässt uns alle im Stich, weil er keinen Wert auf seine Werkzeuge legt. Aber ich brauche dich jetzt, Juduka!" Xenia braucht dich und deshalb werde ich dich holen.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Montag 27. September 2010, 22:47

Schwarze Flammen loderten auf als Kazel den Schwertgriff erhob, die Flammen schienen eine gewisse Gier gegenüber den Untoten zu entwickeln denn sie züngelten stets in deren Richtungen als wollten sie dafür sorgen dass die Unbeseelten zurück in Faldors Reich gejagt wurden. Jeder der Untoten der auch nur einen kleinen Ritz von Kazels Schwert erfuhr zerfiel sofort in eine Nebelschwade. Welch Mächtige Waffe der Gevatter Xenia da überlassen hatte! Wie unglaublich mächtig würde sie gar sein, wenn sie die Kriegerin selbst führte?

Sie würde sich durch die Dunklen Horden kämpfen und eine wahre Schneise in ihrem Heer hinterlassen. Sie selbst als lodernde Flamme mit dem Stolz und der Tugendhaftigkeit von Lysanthor! Welch heroische Vorstellung… doch leider im Moment nicht im geringsten der Realität entsprechend. Der Sieg welcher die Paladine errungen hatten war nur einer auf Raten. Dies musste selbst Echzechiel bewusst sein. Sie waren ein paar Hundert müder Männer. Die Belagerer zählten so viele wie es Sterne am Himmel gab, so konnte man meinen. Selbst mit dem Flammenschwert würde die Armee nicht aufzuhalten sein und vor ihnen zerging die Stadt, welche sie zu verteidigen gelobten, ohnehin bereits in Brandschatzung und Plünderei.

Echzechiel erschlug mit seinem Stab mehrere der Untoten, doch die erhoben sich nach einer Weile wieder so dass die Paladine sich daran machten die trockenen Leichen in Brand zu stecken. Das reinigende Feuer gab diesen gefallenen Seelen ihre gestohlene Ruhe zurück. Der Gevatter konnte sich über mangelnde Arbeit im Moment sicherlich nicht beklagen… Obwohl… hatte er es bei Xenia nicht soeben getan? Eine seltsame Kreatur, dieser Tod. Warum hatte sich diese Gestalt überhaupt in so weltliche Dinge eingemischt nur wegen ein paar Untoten?

Es lag etwas in der Luft. Die Götter spürten es. Leben und Tod spürten es. Die Invasion sollte nur der Anfang einer viel grösseren Umwälzung sein…. Und dennoch zögerten die Götter. Sie schwiegen und sandten nur ab und an Zeichen. Zermürbend, besonders für die so streng gläubigen Paladine
Immer wieder spürte Kazel wie etwas an seinen Schild prallte und dann darin aufgesogen wurden. Die angreifenden Untoten verschwanden einfach im Schild als wäre jenes ein direktes Portal zur Nachwelt. Genau dies war es auch. Tod war ja bekanntlich ein geschäftiger Mann und auch Tod konnte sich nicht vierteilen. Nun vielleicht schon, wer sollte dies schon so genau wissen? Jedenfalls hat selbst der Gevatter festgestellt dass manchmal die Flut an Toten viel zu gross war als dass er sie alle einzeln wegschaffen konnte.

Wer kennt ihn nicht, der Nebel des Krieges, welcher sich erst Tage nach der Schlacht lichtet? Dies ist nichts geringeres als des Gevatters Werk. Dabei funktioniert der Nebel ähnlich dem Schild. Er findet die Seelen und bündelt sie, zieht sie ins Totenreich. Die Macht ist so stark, dass kein Toter übersehen wird. Kazel hatte ein gebündeltes Stück dieses Nebels als Waffen in seinen Händen.
Juduka stolperte über das Schlachtfeld wie ein gefallener Engel. Sie war sich ihres eigenen Todes sicher und dennoch versuchte sie zu fliehen. Als Kazel sie Ansprach rannte sie nur noch schneller. „Halte dich fern von mir!“

"Dein Meister wird dich nicht mitnehmen. Er lässt uns alle im Stich, weil er keinen Wert auf seine Werkzeuge legt. Aber ich brauche dich jetzt, Juduka! „Bleib mir fern!“ Wiederholte sie krächzend und stolperte voran. Wie ungelenk die Nachtelfe doch plötzlich wirkte.
Der Feind war niedergerungen und Echzechiel beruhigte sich allmählich. Er erholte sich sowohl allmählich von der Blendung und rieb sich erschöpft die Augen. Misstrauisch musterte er den Seelenstab. Darin wabberte noch eine einzige Energie welche sich immer in Kazels Richtung bewegte, egal wie Echzechiel den Stab drehte.

Lysanthor ich danke dir für die Schlacht… für die Kraft die du uns gegeben hast und bitte dich, flehe dich gar an… nimm meine Gefallenen Brüder bei dir auf! Kazel konnte hören wie Echzechiel betete. Denn dieser hielt den Stab und somit auch den direkten Kontakt zu Kazels Seelenanteil. Der Paladin schien sich dessen keineswegs bewusst zu sein.

Bei den Göttern Xenia! Dachte er entsetzt als er seine Schwester erblickte und sofort auf sie zueilte. Stirb nicht! Stirb nicht was soll ich ohne dich tun! Ich flehe dich an… oh ihr Götter! Lysanthor hilf! Der nach aussen so ruhig und gefasst wirkende Paladin hatte eben auch so seine Ängste. Sein Bruder welcher Xenias Wunde mit blossen Händen zuhielt um das ausströmende Blut zu stillen, schüttelte nur bedauernd den Kopf. Er glaubte nicht mehr an ihre Gesundung. Echzechiel sah sich um. Erblickte Juduka. „KAZEL BRING SIE DAZU SIE ZU HEILEN! KOSTE ES WAS ES WOLLE!!!“

Und wenn du sie dafür verstümmeln musst!

Juduka blieb stehen, wandte sich um und schleuderte Kazel einen Lichtblitz entgegen. Kazels Schild erwies sich hierbei als nutzlos denn der Lichtblitz machte einfach ein Loch in den Nebel. Sie schleudert noch einen, ehe sie weiterrannte. "HINTERHEER BRÜDER!" Kazel war der nächste zu Juduka, doch zwei Paladinen nahmen ebenfalls die Verfolgung auf. Nun waren sie in der Überzahl.



Kazel kann kurzzeitig nichts sehen
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Kazel Tenebrée
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Dienstag 28. September 2010, 21:00

Immer wieder forderte Juduka Kazel auf, ihr fern zu bleiben. Sie stolperte beinahe panisch über Gefallene, Wurzeln und zurückgelassene Waffen oder Rüstungsteile. Der Mischling folgte ihr weiterhin, schlug hin und wieder nach einem Untoten. Sie fielen vor seinem Schwert wie Ähren reifen Weizens unter einer Bauernsense. Dabei war Kazel nicht einmal für diese Waffe ausgebildet. Er achtete auch kaum auf die heran nahenden Leichname, die sich ihm als Hindernis aufbauen wollten. Er fokussierte Juduka voll und ganz.
"Bleib mir fern!" "Nein!", brüllte er ihr entgegen. Etwas drängte ihn, das stärker sein konnte als der Wunsch des Wegbereiters. In seinem Hinterkopf hockte still und heimlich das Wissen, dass Xenia im Sterben lag - aber gerettet werden konnte. Kazel sah sich nicht in der Lage, zu begründen, warum er diesem Wissen unbedingt nachgeben und für die Söldnerkönigin nach Rettung suchen musste. Vielleicht, weil noch immer Splitter seiner Seele in ihm vorhanden waren. Vielleicht, weil der Seelenstab nun nicht länger in den Händen Raxtians lag. Vielleicht, weil Xenia seine Partnerin war und stets an ihn geglaubt hatte.
Er folgte der Nachtelfe. "Juduka!", rief er verheißungsvoll ihren Namen. "Bleib stehen! Ich werde dich weiter verfolgen, es hat keinen ... flehe dich gar an ... nimm meine gefallenen Brüder bei dir auf." Seine Bewegungen wurden langsamer, ebenso wie seine Worte zu einem Flüstern herab sanken. Kazel blieb stehen. Er wandte den Kopf um. Echzechiel stand dort irgendwo. Er konnte ihn nicht sehen, aber er hörte ihn. Er erkannte die Stimme in seinem Schädel. Er hörte ihn erst beten, dann voller Verzweiflung klagen. Kazel zuckte zusammen.
"Stirb nicht. Stirb nicht, was soll ich ohne dich tun. Ich flehe dich an ..." Leise und mit deutlich weniger Emotion wiederholte Kazel die Worte des Paladins, wie er sie als Gedanken in seinem Kopf wahrnahm. Für einen Moment war die Nachtelfe vergessen. Sie konnte an Vorsprung gewinnen, denn der Mischling blickte immer noch zurück.

Und dann schrie er auf, hielt sich den Kopf, dass es Schwert und Schild hoch riss. "Rrrhaaaarrrrhhhh!" Er taumelte, wankte einen Augenblick lang ziellos umher. Raxtians Befehle waren drängend gewesen, aber gefasst. Selbst im Augenblick seines Zorns, da sich das Werkzeug zum Rebellen wandelte, hatte er gewisse Ruhe bewahrt. Zorn konnte niemals das erreichen, was Verzweiflung in einem Wesen weckte. Echzechiel wirkte verzweifelt. Vermutlich hätte er alles getan, um Xenia retten zu können. Daher rissen seine Gedanken den Seelenlosen beinahe von den Füßen. Er war überwältigt von all dieser Sorge, konnte sie nicht begreifen. Er sorgte sich nicht mehr und dennoch berührte es ihn.
"Heilen ... verstümmeln ... jhaarrrrgghhh ... JA DOCH!", begehrte er auf, schüttelte den Kopf. Er brauchte klare Gedanken, um der Bitte - dem Befehl! - Folge zu leisten. "JUDUUUKA!", brüllte er über das sich leerende Schlachtfeld.

Die Nachtelfe war ebenfalls stehen geblieben. Vielleicht hatte sein Geschrei bei ihr für Verwirrung gesorgt. Kazel stierte ihr entgegen. Er schaute sie direkt an. Ein Fehler, denn plötzlich schoss so gleißendes Licht auf ihn zu, dass es selbst dann blendete, als er die Augen fest zusammenpresste. Das Licht durchdrang seinen Schild. Der wabernde Nebel sprengte auseinander, verstreute sich in winzigen Fetzen, ehe er sich erneut zusammensetzte. Doch zu spät, das Licht hatte sein Ziel erreicht. Kazel strauchelte, stürzte nach hinten. Er ließ den Schwertgriff fallen, rollte sich am Boden und hielt seine Augen. Es brannte, es schmerzte. Selbst als er die Augen wieder aufriss, war die Welt für ihn ein verschwommenes Gemisch überbelichteter Farben. Hinter sich hörte er Befehle an die Paladine, er nahm preschende Schritte wahr, die an ihm vorbei eilten. Kazel tastete um sich, fand seinen Schwertgriff und rappelte sich auf. Er konnte immer noch nichts sehen, stolperte in die falsche Richtung. "Judukaaaaa! Verschwende deine Kräfte nicht bei mir!", rief er einfach drauf los, torkelte wie ein Betrunkener voran. Er wankte ziellos im Kreis umher, doch er würde sie weiter suchen. Koste es, was es wolle. "JUDUKA!"
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Freitag 1. Oktober 2010, 12:46

"Nein!" Juduka zuckte zusammen. Sie hatte Angst, dies konnte man ihren weit aufgerissenen Augen ablesen. Kein Wunder, hatte sie doch auch allen Grund dazu. Schliesslich war sie bei Kazels Folter beteiligt gewesen und hatte sich einen Namen als Assistentin des Wegbereiters gemacht. Es war immer belastend in die Hände der Feinde zu geraten, dies hatten auch sehr viele Pelgarer spüren müssen und die meisten von ihnen hatten diese Gefangenschaft nicht überlebt. „Lass mich in Frieden!“ Brüllte sie deshalb Kazel entgegen, doch weder er noch Echzechiel schien ihrer Aufforderung entgegen kommen zu wollen. Letzter schickte gar seine Schergen aus um sie zu fassen. Kazel hingegen wurde von seltsamen Gedankengängen erfasst, die so laut, emotional geladen und rasend waren dass es ihm beinahe den Schädel zerbarst. Die Überflutung mit den Gedanken des Paladins bereitetem ihm nämlich gehörige Kopfschmerzen und für einen kurzen Moment wurde es dem Mischling auch ordentlich schwindlig.

Die Nachtelfe erschreckte sich sehr als Kazel plötzlich aufbrüllte und sie wandte sich zu ihm um, in der ernsthaften Erwartung gleich von einem Geschoss durchlöchert zu werden. Doch nichts dergleichen geschah, sie sah einen Kazel der sich den Schädel hielt und zwei Paladine welche die Verfolgung übernommen hatte.
"Heilen ... verstümmeln ... jhaarrrrgghhh ... JA DOCH!" Juduka wich zurück, warnend ihre Arme hebend, doch Kazel liess nicht von seinem Vorhaben ab. Im Gegenteil er schien sogar noch entschlossener zu werden.
Die Zeit lief, rann einfach so davon und für Xenia wurde sie immer knapper. Die Soldaten welche ihr beistand leisteten und auch Echzechiel taten ihr menschenmöglichstes sie beim Leben zu halten. „Komm schon Xenia!“ Knurrte der Paladin verzweifelt und tätschelte die Wangen der Kriegerkönigin. Keine Reaktion erfolgte, doch das Blut welches einer seiner Kameraden versuchte im Körper zu halten pulsierte noch, ihr Körper war noch warm. Auch Kazel konnte anhand ihrer Aura erkennen dass es noch nicht gänzlich zu spät war.

"JUDUUUKA!" Diese Reagierte, stierte ihm entgegen und feuerte ihm einen Lichtblitz in die Augen. Sie schien eine mächtige Zauberin zu sein denn die Blendung hielt doch einige Minuten stand trotz der grossen Distanz welche zwischen ihnen geherrscht hatte. Als Kazel seine Augen wieder öffnete sah er ein Sturmgewitter von kreisenden roten Flecken und grünen Punkten um sich herumschwirren. Selbst blinzeln half nicht.

"Judukaaaaa! Verschwende deine Kräfte nicht bei mir!" Dies wollte sie gar nicht, sie hatte sich nämlich bereits wieder zur Flucht abgewandt. Die beiden anstürmenden Paladine jedoch waren durch ihre Aktion auf den Plan gekommen sie von der Ferne aus anzugreifen, schliesslich hatten sie die Erlaubnis von ihrem Anführer auch Gewalt einzusetzen um die Frau zu stoppen, so griff einer von den Beiden zur Armbrust welche auf seinem Rücken geschnallt gewesen war. Er legte an, zielte und schoss den Bolzen zielgenau ab. Dieser rauschte übers Schlachtfeld und bohrte sich tief in Judukas Schulter. Die Nachtelfe wurde durch die Wucht des Treffers und dem einschiessenden Schmerz zu Boden gerissen. Schreiend wälzte sich die Getroffene am Boden.

Der zweite Paladin war bis zu Kazel vorgerückt und stapfte nun auf Juduka zu. Er versetzte ihre ienen tritt in den Unterleib. Diese heulte panisch auf und krümmte sich zusammen. „Elendige Hure! Paktierst mit dem Feind!“ Brüllte dieser ihr entgegen. Er packte grob ihre Hände, drehte sie auf den Rücken – was angesichts ihrer Verletzung sehr schmerzhaft sein musste – und begann sie zu fesseln. Wenn immer sie sich irgendwie so bewegte wie es ihm nicht passte schlug er zu.

Offenbar schien der Kerl selbst am Ende seiner Nerven zu sein und so schlug er gröber zu als es wohl sinnvoll war wenn man sie noch zum heilen einsetzen wollte.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Samstag 2. Oktober 2010, 19:30

Noch immer fiel das Sehen schwer. Kazel nahm verschwommene Schemen wahr, die an ihm vorbei sausten. Einer davon bremste dann doch ab, werkelte mit weiteren verschwommenen Dingen herum. Kazel sah nur noch springende Punkte und kleine Blitze, die zuckend vor seinen Augen herum sprangen. Er schüttelte mehrmals den Kopf, um das unangenehme Gefühl los zu werden, aber es half nicht. Er petzte die Augen zusammen, sie schmerzten.
Dann wurde er abgelenkt. Das Klicken einer Armbrust dicht bei ihm, dass Surren des Bolzens durch Luft und kurz darauf Schreie einer Frau. Kazel riss die Augen auf, auch wenn er es sofort darauf bereute. Er starrte ins Nichts, wandte sich aber an den Schützen. "Du hast auf sie geschossen?"
Ihm wurde nicht geantwortet. Stattdessen marschierten beide Paladine weiter. Kazel folgte den Schemen. Er brauchte länger, erreichte sie aber und somit auch Juduka, die sich schreiend am Boden wälzte. Der Mischling erkannte ihre Stimme. "Ist sie tötlich verwundet?"
Die Paladine ignorierten Kazel. Sie waren mit brutaleren Methoden beschäftigt. Er hörte das dumpfe Geräusch von versetzten Tritten und das Klatschen harter Pranken auf Haut. Zudem beschimpften die Männer Juduka. Dass sie sie auch schmerzhaft fesselten, bemerkte Kazel nicht.

"Hört auf", sagte er monoton. Wut ließ er nicht zu, respektive seine nicht vorhandene Seele konnte sie nicht schüren. Lediglich der Schmerz seiner Augen weckte ihn ein wenig, weshab Kazel lauter wiederholte: "Ihr sollt aufhören!" Hoffentlich sprach er auch zu den Richtigen und in die korrekte Richtung. Er tastete nach vorn ins Leere.
"Wie soll sie Xenia heilen, wenn sie selbst halb tot ist? ... Außerdem hab ich auch mit eurem Feind paktiert. Ihr könnt mich jetzt also auch zusammenschlagen oder ihr bringt sie zu Echzechiel und Xenia. Die Aura meiner Partnerin ist schwach, fast schwarz." Er suchte Juduka unter den verschwommenen Gestalten. Immer wieder blinzelte Kazel, doch es half nichts. "Mich hast du auch geheilt. Jetzt heile sie. Echzechiel ist ein gerechter Mann. Er wird dich anschließend nicht zu Tode foltern." Jedenfalls traute Kazel es ihm zu, wenngleich seine Aura noch lange nicht so rein und hell schien wie Xenias.
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 6. Oktober 2010, 12:17

Juduka hatte sich keuchend und schreiend zu einem kleinen Bällchen zusammen gerollt. Tränen rannen über ihre Wangen und rubinrotes Blut rann aus ihrer Nase. Einer der beiden Ritter hatte sich nicht gescheut ihr mitten ins Gesicht zu schlagen. Die Heilerin konnte es sich nicht halten da ihre Hände nach hinten gefesselt worden waren. Sie drückte ihren Kopf auf den Boden so dass der Morast des Schlachtfelds ihr schneeweisses Haar verdreckte. „Elende Hure!“ Knurrte der Paladin und wollte sie wieder treten. Echzechiel sah nicht was seine Ritter veranstalteten er war damit beschäftigt Xenia Beistand zu leisten.
“Du darfst nicht sterben! Hörst du! Lysanthor du darfst sie noch nicht zu dir holen! ICH BRAUCHE SIE!“

Der Armbrustschütze spuckte aus. „Wollen wir doch sehen ob sie eine Hure ist!“ Schnauzte er und packte unter ihre Robe. Der Krieg konnte selbst einen edlen Ritter Lysanthors verderben. „Sintus halte ein!“ Wollte sein Kamerad ihn beschwichtigen doch erst als Kazel sich einmischte hielt der Schütze inne und stierte ihm entgegen.
"Ihr sollt aufhören!" „ACH UND WER BIST DU DASS DU MIR BEFIEHLST?! DU bist nicht mal vom Adel!“ Schnauzte ihm der Ritter entgegen. „Was hält Echzechiel nur von dieser Missgeburt.“ Fauchte er aufgebracht. Hielt sich aber zurück.

"Wie soll sie Xenia heilen, wenn sie selbst halb tot ist? ...“ Der eine Paladin nickte während der Armbrustschütze noch immer nicht überzeugt wirkte. Doch dann blickte er zu Xenia hinüber und nickte schliesslich. Sie war eine Heldin und grade ein Mann wie dieser Sintus, der im Begriff war all seine Ideale zu verlieren, brauchte einen Helden auf seiner Seite. Ein Held der ihm Vorbild und Idol sein konnte. Er knurrte Juduka entgegen und raffte seinen eigenen Waffenrock. „Du kriegst schon noch was du verdienst verlass dich darauf!“ Er entfernte sich von ihr und half seinen Kameraden die Leichen seiner Brüder einzusammeln um sie ordnungsgemäss bestatten zu können. Wenn immer möglich kehrte die Bruderschaft aufs Schlachtfeld zurück und nahmen ihre Gefallenen heim. Dies zeigte die starke Verbundenheit von ihnen.

“Außerdem hab ich auch mit eurem Feind paktiert. Ihr könnt mich jetzt also auch zusammenschlagen oder ihr bringt sie zu Echzechiel und Xenia. Sintus blieb stehen und wandte sich zu Kazel um.“ „TRAG DIESES MISSTSTÜCK DOCH SELBER! UND BILDE DIR JA NICHTS EIN!“ „Sintus beruhige dich!“ Mahnte ihn sein Waffengefährte und stellte sich zwischen ihn und Kazel. Sintus spuckte wieder aus und drehte sich nun endgültig ab. Sein Kamerad seufzte. „Er hat heute seinen leiblichen Bruder verloren.“ Auch sein eigener Waffenrock war mehr rot als weiss. Farblich passte Juduka so zu den Paladinen, auch sie trug weiss, die typische Robe einer Lichtmaga eben.

“Die Aura meiner Partnerin ist schwach, fast schwarz." Der Ritter nickte nur ernst und blickte zu der Gruppe rüber die sich um Xenia geschart haben. „Ich muss nach Sintus sehen.“ Brummte er und wandte sich ab. Selbst er wollte nicht in Judukas Nähe bleiben. Vermutlich plagte ihn bereits ein schlechtes Gewissen, denn auch er hatte sich dazu hinreissen lassen sie zu treten.

Juduka war einfach zu erkennen, sie war der einzige weisse Fleck der am Boden lag.
"Mich hast du auch geheilt. Jetzt heile sie. Echzechiel ist ein gerechter Mann. Er wird dich anschließend nicht zu Tode foltern." Juduka reagierte nicht. Offenbar war sie von Kazels Worten nicht überzeugt. Sie keuchte nur und hielt ihre Augen geschlossen. „Mrghgh.“ Ihre Schulter brannte höllisch. Sie schien zu überlegen. Diese Xenia hatte ihr nichts getan. Sie hatte sie nicht sitzen gelassen wie ihr Meister. „H..hilf mir hoch… Kazel.“
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 7. Oktober 2010, 17:22

"Ja, doch, ja ... ich hole sie", murmelte Kazel vor sich hin. Seine Reaktion galt Echzechiel, dessen Gedanken erneut in seinem Kopf wüteten. Der Paladin konnte sich ebenso wenig beruhigen wie seine Gefolgsmänner, von denen einer weiterhin auf Juduka los ging. Er legte ein ganz und gar nicht bruderschaftsübliches Verhalten an den Tag. Er war schon drauf und dran, Juduka zu missbrauchen, doch sowohl Kazel als auch sein etwas vernünftigerer Kamerad hielten ihn davon ab. Seinen Zorn bekam nun der Mischling zu spüren, der an Herkunft und die Tatsache erinnert wurde, dass offenbar nicht alle ihn so familiär in der Bruderschaft aufnehmen wollten wie Echzechiel und Xenia es bereits getan hatten.
Manchmal konnte es von Nutzen sein, keine Seele zu haben. Die Worte prallten an Kazel ab wie ein Papiergeschoss an der Stadtmauer Pelgars. Er nahm sie auf, sie kümmerten ihn nur nicht. So stand er still da, blickte auf dem Paladin entgegen und blinzelte nur hin und wieder, um vielleicht doch noch die Verschwommenheit aus seiner Sicht zu filtern. Es wurde bereits besser, aber noch hatte sich seine vorüber gehende Blindheit nicht gelegt.

"Du kriegst schon noch, was du verdienst, verlass dich darauf!" "Euer Gott - Lysanthor - kümmert sich darum, nicht wahr?" Kazels Haltung verriet keinen Spott. Es lag nicht einmal Emotion in seinen Worten und dennoch konnte man die Aussage mehr als provozierend interpretieren. Zum Glück aber für ihn war da noch der andere Ritter, der sich um Sintus kümmerte. Die beiden wandten sich ihren gefallenen Brüdern zu. Juduka zu Xenia tragen wollte niemand.
"Er hat heute seinen leiblichen Bruder verloren."
"Wenn er so sich nicht zusammen reißt, kann er bald Xenia noch hinzu zählen." Kazel senkte den Blick. Der weiße Fleck am Boden, welcher Juduka darstellte, besaß teilweise rote Ränder. Blut. Sie blutete, aber ihre Aura verdunkelte nicht. Nicht allzu schnell. Sie hatte wesentlich mehr Zeit als Kazels Partnerin.
Er wartete, bis Sintus und sein Kumpane verschwunden waren, dann sprach er: "Sie wird nicht sterben. Du wirst helfen." Schon beugte er sich zu Juduka herunter, streckte bereits eine Hand nach dem leuchtenden Fleck aus. "H...hilf mir hoch ... Kazel."
Er nickte, griff nach ihr. Schon spürte er den feuchten Robenstoff, die pulsierende Hitze, die von ihrer Schulter ausging und den kleinen Fremdkörper darin. Der Bolzen ragte ein Stück weit heraus. "Du solltest dich rasch selbst heilen", schlug er vor, während er Juduka unter der gesunden Schulter und an der Hüfte anpackte, um sie auf die Beine zu ziehen. Stützend bot er ihr Halt. Sie konnte sich an ihn festklammern. Kazel drehte den Kopf. Wo war Xenias schwache Aura? Sie leuchtete nicht mehr golden. Echzechiel ... ich kann dich nicht sehen. Er suchte, doch fand nur Verschwommenheit. Xenia trug keine leuchtenden Kleidungsstücke als Merkmale und ihre Aura glomm zu schwach, um sie zu orten.
"Du musst mich führen. Ich kann immer noch nichts sehen, Juduka."
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Re: Hinter feindlichen Linien

Beitrag von Erzähler » Freitag 15. Oktober 2010, 16:20

"Euer Gott - Lysanthor - kümmert sich darum, nicht wahr?" Sintus musterte Kazel abschätzig. Sein Blick war so eisig wie die Hügel von Estria. Er murmelte etwas unverständliches vor sich her ehe er sich um anderweitige Dinge kümmerte. Vermutlich hatte sich Kazel einen Feind in ihm geschaffen. "Sie wird nicht sterben. Du wirst helfen." Juduka schien davon nicht so überzeugt zu sein, ausserdem hatte sie im Moment eigene Sorgen als sich um die Wunden irgend einer pelgarischen Heldenhure zu kümmern. Ähnlich dem Armbrustbolzen in ihrer Schulter schmerzte jedoch auch jener unsichtbare Pfeil des Verrats in ihrem Herzen. Wie hatte der Wegbereiter sie nur einfach liegen lassen können? Es wäre ihm ein leichtes gewesen sie mitzunehmen! Hätte er es doch getan, dann wäre die Blondine schon längstens Teil seiner Untoten Armee gewesen. Nun jedoch hatte er seine persönliche Assistentin verloren und soweit Juduka wusste war sie die einzige Person in der ganzen morgerianischen Division hier zu Pelgar, welche die Lichtmagie beherrschte. Eben diese benötigte der Wegbereiter jedoch für seine Rituale. Das Fehlen ihrer fertigkeiten würde ihm noch schmerzlich auffallen – davon war sie überzeugt.

Juduka ächzte auch als Kazel gegen ihre Schulter patschte. „Aurhrh!“ Krächzte sie und krümmte sich fester zusammen als er kurz über den Bolzen strich. "Du solltest dich rasch selbst heilen" Juduka verdrehte kurz die Augen vor Schmerz und rang sich bittere Tränen ab. Dann blickte sie Kazel entgegen der noch immer geblendet schien. Die Wirkung würde wohl in den nächsten Minuten nachlassen…

„Ich kann es nicht.“ Keuchte sie schliesslich leise. Ihre Stimme klang dabei so aussergewöhnlich ruhig und fein, dass sie gar nicht zum jetzigen Zustand der Maga passen wollte. Sie schrie kurz auf als Kazel sie auf die Beine stellte. Wackelig und unsicher stand sie mit ihren Füssen im Morast. Sie hing schwer in Kazels Armen und bewegte sich nur langsam und schwankend. Das Blut zeichnete auf ihrer weissen Robe allmählich eine makabere Blüte welche sich langsam bis zum Rücken hin ausbreitete. Es war kein frisches Blut, konnte es gar nicht sein da der Bolzen ja noch steckte und somit den grössten Teil des Einschussloches noch versperrte, aber ihr Robenstoff war sehr saugfähig so dass die Wunde viel grösser schien als sie vermutlich wirklich war.

"Du musst mich führen. Ich kann immer noch nichts sehen, Juduka." Juduka nickte nur, obwohl Kazel selbst dies wohl auch nicht hätte erkennen können. Langsam bewegten sich die beiden zu Echzechiel hin. Schneller verdammt! Was bummelt ihr denn so rum! Sie liegt im Sterben! Echzechiel schien in seinem innersten ein wütender Mann zu sein, denn er hegte viele aggressive Gedanken, ein Wunder fast dass er sich nach aussen hin so gut unter Kontrolle hatte.

Xenia lag noch immer da, die Augen verdreht, das Blut langsam aus ihrem Körper tropfend. Ihre Lippen hatten sich blau verfärbt und schwarze Augenringe zeugten von der weichenden Lebenskraft. Sobald Kazel und Juduka die Schwerverletzte und den Paladin erreichte packte dieser auch schon nach der Maga und riss sie ungewohnt unsanft von Kazel los. „Heile sie sofort!“ Juduka schrie schmerzerfüllt auf und verlor für einen Moment den Halt unter den Füssen so dass sie stolperte und auf die Knie fiel. Sie beugte sich zu Xenia hin und betrachtete zitternd deren Verletzungen. „Ich…weiss nicht ob meine Macht noch ausreicht…sie zu heilen.“ “Dann stirbst du!“ „Versuche es! Reiss dich zusammen!“ Echzechiel hatte keine Zeit für Barmherzigkeit. Er wollte seien Freundin retten und verhielt sich deshalb auch ungewohnt hartherzig. Judukas Schicksal war im Moment definitiv zweitrangig. Juduka legte ihre Hände über Xenias Körper und begann zu heilen. Ihre Hände leuchteten dabei golden. Kazel war der erste der bereits einen Effekt sehen konnte. Während Judukas Aura dunkler wurde erhellte sich Xenias, allerdings nur schwach. Juduka begann zu keuchen, ihr goldenes Licht flackerte kurz. Echzechiel stupfte sie mit der Spitze seines Schwertes an. „Weiter!“ Juduka blinzelte. Wieder setzte sie ihre Hände an und heilte. Xenias Aura wurde kräftiger. Judukas dunkler…
„Du wirst sie jetzt heilen und zwar vollständig HAST DU MICH VERSTANDEN!“ Knurrte Echzechiel ihr entgegen. „Oder ich schlage dir den Bolzen durch die Schulter durch!“ Drohte er.
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