Gauklerwettstreit - Finale

Gewaltig ragt die Arena aus der Mitte des Turnierplatzes heraus. Hier finden die Kämpfe und Magierduelle statt. Das Publikum sitzt auf der kreisrunden Tribüne, während die Teilnehmer unten im Arena-Ring ihr Bestes geben.
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Tahmo
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Mittwoch 22. April 2009, 17:37

70! Fuchsmünzen...! Tahmo schlug es fast die Augen aus dem Kopf, als er den Betrag hörte. Er war etwas zurückgewichen, als der Herold die hölzerne Bühne wieder erklomm. Das Publikum johlte und gröhlte lauthals, ihnen allen hatt das ganze Spektakel wohl mehr als nur gut gefallen.
"HOCH! HOCH! HOCH!" wiederholten echoten die Worte des Herolds im Publikum wieder. Tahmo kniff die Augen zu und drückte sich unmittelbar die Ohren auf seine langen Eselslauscher. Verflucht! Ist das laut! Nun wusste er warum Pferde oft scheuten wenn neben ihnen ein lautes Geräusch entstand, der ausgelassene Jubel der Menge war reiner Krach in Tahmos Eselsohren. Er griff mit seinen Fingern nach den Ohrspitzen und bog sie hinab, nun sah er zwar aus als hätte er Schlappohren und angenehm fühlte sich dies ebenfalls nicht an, aber immerhin hörte er nun alles gedämpfter.

Der Herold richtete noch einige Worte an Yann und übergab ihm seinen Preis, eine prächtige Kette, ehe er zu Tahmo hin trat. Der junge Abenteurer öffnete zögernd ein Auge und lies vorsichtig seine Ohren los, zum Glück hatte sich die Menge allmählich beruhigt und die Leute verstreuten sich so langsam wieder auf dem Platz vor der Arena. Nun, nachdem der Wettstreit zu ende war wollten sie sicherlich wieder so schnell wie möglich zurück in ihre Häuser. Tahmo war dies nur recht! So würden wenigstens seine Ohren geschohnt werden, bis sie wieder normal waren.
"Und Ihr seid wohl der priesterliche Kamerad und Mentor des jungen Schelms hier. So nehmt ihn mit Euch und feiert seinen Sieg! Das habt ihr beide euch redlich verdient."
Sprach ihn der Herold fröhlich an. Priester? Iiich? Oha... die Verkleidung ist wirklich gut! Dachte Tahmo leise, während er innerlich grinste.
Am besten tu ich so, als würde ich den da wirklich kennen! Tahmo blickte den Herold zurück an und nickte dann einmal kräftig und stumm, ohne dabei etwas zu sagen. Denn er war sich sicher, würde er ersteinmal etwas sagen, so würde seine Verkleidung augenblicklich auffliegen. Und das wollte er nicht wirklich.
Mit einem zuriedenen Lächeln über das gelungene Turnier wandte sich der Herold wieder ab um die Überreste der Veranstalltung zusammen mit einigen Helfern zu beseitigen.
Tahmo wandte sich nun wieder Yann zu und betrachtete den bunten Schelm. Das ist alles wie in den Geschichten die man so hört... ein richtiges Abenteuer eben. Nun wäre noch ein gutes Ende schön...
Er wollte sich gerade räuspern und den Gaukler ansprechen, als plötzlich jemand an ihm vorbei stürmte.
Eine junge Frau, gekleidet in eine lange Robe, stürzte sich stürmisch auf Yann. Tahmo schloß anstandslos seinen Mund wieder, Lyrien hatte ihm wohl erfolgreich das Wort abgeschnitten. Etwas unschlüssig stand der junge Abenteurer nun da, musterte die Beiden kurz und blickte dann leicht weg inrichtung Bühnenrand.
Faro! Er drehte sich herum, um zu seinem treuen Freund zu blicken welcher gemütlich unter dem Säulengang hervor schritt, das Pflaster des Platzes überquerte und schließlich vor der Bühne stehen blieb.

"Darf ich fragen, wer Ihr seid, Priester? Mein Name ist Lyrien N'ador, ich bin Heilerin. Sagt, wenn ich Euch nicht zu aufdringlich erscheine, aber warum tragt Ihr eine Eselsmaske? Sie wirkt wahrlich authentisch!" Erklang Lyriens Stimme hinter seinem Rücken. Tahmo drehte sich erneut herum und blickte blinzelnd zu Yann sowie Lyrien, er räusperte sich kurz. Ouh... was sage ich jetzt nur am besten? hm...
Man sah es ihm wohl ein wenig an, das er um Worte bemüht war. Fast konnte man seinem Eselsgesicht die leichte Verlegenheit anmerken, ehe er vorsichtig und langsam sprach. Er versuchte konzentriert so wenige Eselslaute wie möglich zu machen, die Sache war ihm immer noch mehr als unangenehm.
"Ich bin Tahmo... und die Elfe eben hat mich verzaubert... ich guck nicht wirklich so aus... das war irgendwelche Gauklermagie."
Bereichtete er knapp und bündig, nur das Nötigste. Abwartend verlagerte er sein Gewicht von dem Einen auf den anderen Fuß, unter der Robe war es nun wirklich äußerst warm geworden, vor allem da nun die Sonne schien um die Welt unter sich aufzuheitzen. Schweiß lief Tahmo den Rücken herunter und das wohl nicht nur wegen seiner Aufregung.
Bitte... macht euch nicht lustig... bitte Dachte er leise. Er hasste es wenn man ihn auslachte, oder üble Scherze mit ihm trieb. Weswegen es ihm wohl ziemlich schwer gefallen sein musste überhaupt in dieser Gestallt zu zwei völlig Fremden etwas zu sagen.

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Yann Adamm-Ra
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Donnerstag 23. April 2009, 07:30

Überglücklich stand Yann auf der Bühne und lies sich von den Zuschauern bejubeln und feiern. Er hatte das Finale des Gauklerwettstreits nun endgültig gewonnen und noch immer war er ganz berauscht. Diesmal jedoch nicht von irgendetwas alkoholischem, das getrunken hatte. Nein, momentan waren es die Gefühle und die Reste der Magie, welche sich noch in seinem Körper befanden und ihn in diese Hochstimmung versetzten. Er stand einfach nur da und schaute, übers ganze Gesicht grinsend, zu den Leuten, welche er während der Runde solches Glück verschafft hatte.
Jajaja, Yanni-Schelmchen. Das haben wir toll hingekriegt, was?, erklang es in seinem Kopf vom Geist des Kristalls.
Yann nickte und stimmte dem Wesen in Gedanken zu, auch wenn kaum fähig war irgend ein Gedanke richtig zu beenden.

Dann wanderte sein Blick zu Tahmo, dem vermeintlichen Priester und als er sich bei ihm für seine Hilfe bedanke, war er drauf und dran den für ihn Fremden jungen Mann einfach zu umarmen. Soweit jedoch kam er nicht, denn der Herold schritt nun herbei und überreichte dem Schelm seinen vorläufigen Preis. Es handelte sich dabei um eine goldene Kette, welche einen Anhänger besaß der einer Narrenkappe äußerst ähnlich war. Ebenfalls erhielt er einen Beutel mit klimpernden Münzen.
"70 Fuchsmünzen Preisgeld und das ist kein Narrengold, hahaha!", meinte der Mann und fuhr dann fort: "Zudem erhält der junge Adamm-Ra noch den Titel Turniersieger des Gauklerwettstreits. Lasst ihn hochleben!"
Yann nahm die Gaben freudig an und wandte sich dann wieder dem Publikum zu. Er vollzog eine tiefe Verbeugung vor den Leuten und erhob dann seinerseits die Stimme.

"Ich danke euch allen, leibe Leute.", rief er ihnen zu, während er sich wieder erhob. "Ihr seid die besten Zuschauer, die ein Schelm sich nur wünschen kann. Vielen Dank!"

Mit diesen Worten winkte er den Anwesenden noch einmal zu und hörte kaum jene Worte des Herolds, welche dieser ihm noch sagte als die Menge den Jungen noch ein letztes Mal hochleben lies. Schließlich jedoch begannen die Zuschauer sich wieder auf ihren Nachhauseweg zu machen und zu verteilen. So drang das vom Schiedsrichter gesagte doch noch in seinen Verstand vor. Yann sollte nach Beendigung des ganzen Turniers noch einmal in den Arenahof kommen, um dort einen weiteren Preis abzuholen. Er nickte dem Mann zu. "Na klar komm ich dann nochmal vorbei. Was ist das denn für ein Pre...?", wollte er gerade fragen, als er doch schon wieder abgelenkt wurde.

Lyrien kam auf die Bühne gestürzt und schloss ihren kleinen Freund feste in die Arme. Sie versicherte ihm wie stolz sie auf ihn war und was dies doch für ein wundervoller Tag gewesen sei. Yann erwiderte die Umarmung, legte seine Arme auf ihren Rücken und drückte sie ebenso fest an sich, wie sie ihn drückte. Es schien eine ganze Weile zu vergehen, bis die beiden endlich wieder von einander abließen.
"Ich bin so froh, so glücklich Lyrien.", erklärte der Schelm schließlich. "Ich habe gewonnen und die Zuschauer waren so aus dem Häuschen! Es war einfach unglaublich! So unglaublich!"
Und das war es wirklich gewesen. Dann jedoch wandte sich die Heilerin endlich an Tahmo. Sie stellte sich vor und fragte wer denn der Priester überhaupt sei. Dies wollte Yann ihn auch schon fragen, war aber die ganze Zeit nicht wirklich dazu gekommen und wandte er auch seine Aufmerksamkeit der vermummten Gestallt zu und wartete gespannt lauschend.

"Ich bin Tahmo... und die Elfe eben hat mich verzaubert... ich guck nicht wirklich so aus... das war irgendwelche Gauklermagie.", war das Einzige, was er hervor brachte und es hörte sich irgendwie sehr abgehackt und stotternd an.

Yann kam noch einen weiteren Schritt auf ihn zu, sodass er nur noch wenige Zentimeter von der Eselsnase entfernt war, und blickte neugierig in das verzauberte Gesicht. Dann hob er seine Hand, streckte seinen Zeigefinger aus und tippte sachte gegen die Schnauze. Diese fühlte sich sehr echt an. Ein grinsen legte sich erneut auf seine Lippen und dann kam es endlich über ihn. Er packte Tahmo und umarmte ihn schließlich auch.
"Mir ist egal wie du aussiehst.", meinte er mit glücklicher Stimme. "Ich bin dir trotzdem dankbar, dass du mir zum Sieg verholfen hast und wer weiß, vielleicht kann ich dir sogar helfen. Ich kenn mich mit Magie zwar nicht wirklich aus, aber probieren geht über studieren! Meinst du nicht auch?"
Dann lies der Junge wieder von seiner Umarmung ab und grinste den neuen Bekannten in seinem Freundeskreis schelmisch an, bis man ein vertrautes Knurren vernehmen konnte. Yann hielt sich seinen Magen und lachte.
"Hahahahahaha! Ich glaube, das ganze hier hat mich ziemlich hungrig gemacht. Was haltet ihr beiden davon, wenn wir jetzt etwas essen gehen?"
Erwartungsvoll blickte er in die Runde.
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 23. April 2009, 08:39

Lyrien war so froh. Yann hatte den Wettstreit wirklich für sich entschieden. Sie freute sich aufrichtig. Und auch seine Freundin Eáránë, die Nachtelfe, würde jubeln, wenn sie davon erfuhr. Das hieß, falls sie nicht schon aufgebrochen war, diese schattenmagische Schriftrolle zu suchen. Kurz fragte sich Lyrien, ob Yann und sie ihre Freundin noch begleiten konnten. Aber nein, das ging vorläufig nicht. Yann musste ja noch einmal in die Arena zurückkehren, um den richtigen Preis des Wettstreits in Empfang zu nehmen.
Lyrien nickte. Dann würde Eáránë entweder warten oder sich allein auf den Weg machen müssen. Sie sahen einander sicherlich wieder. Die Heilerin war zuversichtlich. Außerdem hatten sie ja jetzt einen weiteren Freund gefunden, wenngleich er wie ein Esel aussah. Tahmo hieß er und er klärte die beiden schnell darüber auf, dass sein Äußeres nur das Ergebnis von Magie war, gewirkt von dieser anderen Nachtelfe, die den Gauklerwettstreit gestört hatte.
"Diese Frau! Man sollte sie verhaften!" Lyrien stampfte gar mit dem Fuß auf. Sie war wütend und Tahmo tat ihr unglaublich leid. Armer Kerl. Es musste schwierig sein, als Esel durch die Welt zu spazieren. Kein Wunder, verbarg er sein Gesicht unter einer so weiten Kapuze. "Ach, es ist auch niemals ein Stadtwächter da, wenn man einen braucht." Sie schaute zur Arena hinauf, aus der wilde Rufe bis an ihr Ohr drangen. Dort drinnen fand gerade das Magierduell statt. "Vermutlich sind die Wachen alle dort", brummte sie.

Anschließend knurrte etwas Anderes. Es handelte sich um Yanns Magen, der laut verkündete, dass er wieder gefüllt werden sollte und der Schelm schlug dies auch kurzerhand vor. Lyrien winkte vorläufig ab. "Halt, halt, Yann. Noch nicht." Sie schaute Tahmo wieder an. "Wenn du ihm helfen kannst, solltest du das lieber jetzt gleich tun. Sieh ihn dir an. Tahmo sieht unglücklich aus! Essen können wir auch noch später."
Die Worte einer waschechten Heilerin. Die meisten von ihnen dachten zuerst immer an das Wohl jener, die Hilfe benötigten. Solche weltlichen "Kleinigkeiten" wie Nahrung oder Schlaf wurden dann einfach hinten angestellt und mussten warten. Außerdem wollte Lyrien Tahmo nicht zumuten müssen, mit diesem Eselskopf zu speisen. Ob er jetzt Stroh und Heu fraß?
Ihr Blick fiel auf das dicke Pony, das sich soeben genähert hatte. Es schaute lieb aus und es schien zu Tahmo zu gehören, denn es lehnte sich demonstrativ gegen ihn und schnaubte ihn an. Die Heilerin lächelte. Das Tier gefiel ihr und auch Tahmo wirkte nett - wenngleich ein wenig stotterig.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Freitag 24. April 2009, 05:34

Tahmo wollte schon protestieren, als Yann ihm mit ausgestrecktem Zeigefinger gegen seine Eselsnasenspitze stupfte. Aber ehe er auch nur ein Wort hervorbrachte hatte ihn der Schelm schon in die Arme geschlossen, sodass Tahmo nur ein verwundertes "uhm.." hervorbringen konnte. Er hatte wohl nicht mit Yanns offenherzigkeit gegenüber Fremden gerechnet. "Mir ist egal wie du aussiehst.", meinte Yann mit glücklicher Stimmlage. "Ich bin dir trotzdem dankbar, dass du mir zum Sieg verholfen hast und wer weiß, vielleicht kann ich dir sogar helfen. Ich kenn mich mit Magie zwar nicht wirklich aus, aber probieren geht über studieren! Meinst du nicht auch?" Tahmo schielte ein Stückchen hinab, immerhin war er gut 10cm größer als Yann. "woah... gern geschehn. Aber, du kannst mich ruhig wieder loslassen.." sprach Tahmo, während hinter ihm mit polternden Huftritten sein Freund Faro die hölzernen Planken der Bühne betrat und sich schnaubend neben Tahmo gesellte. So als wolle er Yann deutlich zeigen zu wem Tahmo gehörte.
Mit einem Magen der hungrig knurrte wie ein wildes Tier, lies Yann, Tahmo wieder los.
"Hahahahahaha! Ich glaube, das ganze hier hat mich ziemlich hungrig gemacht. Was haltet ihr beiden davon, wenn wir jetzt etwas essen gehen?"
Tahmo blickte Yann an, ehe er sich langsam wieder die Kaputze über den Kopf zog, welche bei der umarmung herunter gerutscht war.
"Halt, halt, Yann. Noch nicht." Winkte die Begleiterrin des Schelmes plötzlich ab, ehe ihr Blick wieder auf Tahmo fiel, sowie kurz neben ihm auf Faro. "Wenn du ihm helfen kannst, solltest du das lieber jetzt gleich tun. Sieh ihn dir an. Tahmo sieht unglücklich aus! Essen können wir auch noch später."

Der junge Abenteurer nickte nur leicht, er war froh über die Worte von Lyrien. Sie schien eine gute Freundin des Gauklers zu sein, weshalb sie ihn sicher dazu bewegen konnte Tahmo zu helfen.
"Hm ja... also. Wäre toll wenn du mir jetzt helfen könntest. Ich will endlich diesen Eselskopf loswerden ehe ich irgendwas anderes mache." Man konnte wohl kurz an Tahmos Blick erkennen das ihm sein momentanes Aussehen sehr unangenehm war, sein Blick huschte nämlich hier und dort prüfend durch die Gegend. "Ich meine... das kannst du doch sicherlich, oder?"
Mit leicht flehendem Ausdruck in den Augen blickte er nun Yann an, während er seinen Stab senkrecht stellte und sich auf diesen stützte. Nun, da alles vorbei war... machte sich die Erschöpfung entgültig breit und gewann so langsam die Oberhand.

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Yann Adamm-Ra
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Freitag 24. April 2009, 23:27

Ein lautes knurren erklang und so lies der junge Schelm von seinem neuen Freund ab. Etwas verlegen blickte er drein und hob seinen rechten Arm hinter seinen Kopf. Yann lachte kurz auf und verkündete, dass er einmal mehr hunger hatte und schlug vor, dass alle miteinander etwas essen gehen sollten. Schon waren wieder seine eigenen Worte bezüglich der Hilfe für Tahmo vergessen und vorrangig regierte das leere Gefühl in seiner Magengegend seine Gedanken. Ja, so war der Schelm nun einmal, sprunghaft und nur sehr schwer vorherzusehen. Lyrien kannte dies mittlerweile schon, aber für den verzauberten Mann musste es egoistisch wirken.

Yann wollte sich gerade schon abwenden, als seine Freundin noch rechtzeitig ihre Stimme erhob und ihn davon abhielt.
"Halt, halt, Yann. Noch nicht. Wenn du ihm helfen kannst, solltest du das lieber jetzt gleich tun. Sieh ihn dir an. Tahmo sieht unglücklich aus! Essen können wir auch noch später.", rief sie ihm wieder zurück in sein Gedächtnis. Der Buntschelm blickte zunächst sie und dann den Eselskopf an und grinste erneut von neuem. Natürlich hatte sie Recht, wie fast immer wenn sie etwas zu sagen hatte und so tippte er sich mit dem eigenen Zeigefinger gegen die Stirn.
"Natürlich, wie konnte ich nur so gemein sein.", kicherte er und wandte sich nun vollends seinem neuen Bekannten zu. "Tut mir leid, aber wenn ich hunger habe, vergesse ich meistens fast alles um mich herum. Das kennt Lyrien schon."
Ohne es zu wollen stieg ihm etwas peinlich berührte Röte ins Gesicht, aber schnell faste er sich wieder. Dann legte er seine Stirn in Falten und zog eine dermaßen angestrengte Grimasse, dass es schon fast wieder lächerlich wirkte. Aber dennoch versuchte er über das nachzudenken, was nun zu tun war um Tahmo zu helfen.

Mhhh... er hat gesagt, dass er von Vlune verzaubert wurde. Also muss es wohl irgendwas schelmisches sein, egal ob gut oder böse. Obwohl... eher böse, denn es scheint mir keine Illusion zu sein. Mhhh... nein, es ist ganz sicher keine Illusion. Als ich ihn an der Nase berührte, fühlte es sich echt an. Also... was kann ich jetzt dagegen machen? Gute Frage, Yann. Streng halt deinen Grips mal ein bisschen an... irgendwas muss es doch geben was ich tun kann. Vielleicht eine Illusion erschaffen? ... mhhh ... nein wohl eher nicht. Das würde den Eselskopf nur verdecken bis die Wirkung nachlässt. Mhhh... also was dann?

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich seine Miene wieder änderte. Yann schien wirklich tief in Gedanken versunken zu sein und das geschah wahrlich nicht besonders oft. Die meiste Zeit lebte der Schelm von jetzt zu jetzt und scherte sich nicht wirklich weiter darum, was zukünftig zu tun war. Er war ein sehr spontaner Mensch und vielleicht was es auch genau das, was die Leute so an ihm begeisterten.
"Hm ja... also.", sprach der Neue Lyrien zustimmend. Wäre toll wenn du mir jetzt helfen könntest. Ich will endlich diesen Eselskopf loswerden, ehe ich irgendwas anderes mache."
Langsam hob der Gauklerjunge wieder seinen Kopf und nickte Tahmo zu. Vielleicht war ihm gerade eine Idee gekommen und eventuell würde sie ihm sogar helfen. Es war eigentlich gar nicht so schwer, er musste ihn einfach heilen, wie es die Heiler bei einer Wunde taten. Also würde er versuchen ihn zum lachen zu bringen. Dies wiederum könnte sich als schwieriger erweisen, denn Yann kannte ihn nicht und wusste nicht, was ihn sofort zum Lachen brachte.

"Wie bringt man einen Zwerg zum verzweifeln?", fragte er Tahmo urplötzlich und als dieser keine Antwort gab, fuhr der Schelm breit und schelmisch grinsend mit der typisch urkomischen Stimmlage fort: "Man führt ihn in einen runden Raum und sagt ihm, in der Ecke liegt eine Fuchsmünze!"

Nun hoffte er, dass sein neuer Freund lachen würde, denn wenn dies wirklich der Fall wäre, so würde er seine Nasenspitze an dessen stupsen und ihn somit und mit seinem eigenen aufmunternden Anblick in einen wohligen Rauschzustand versetzen, wo der Eselsjunge all seine Schmerzen und Sorgen vergessen würde und seine Verletzungen und vielleicht sogar den Zauber Vlunes regenerieren konnte.
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Samstag 25. April 2009, 13:50

Tahmo beobachtete Yann mit müdem Eselsgesicht, während er mit seiner Schulter an Faro lehnte. Hoffentlich fällt dem bald was ein.. überlegte er leise. Er betrachtete in der zwischen Zeit den Schelm ein weniger genauer, während dieser mit tief in Gedanken versunkener Mimik dastand. Hm, nein... scheint wirklich ein Junge zu sein. Kam er letztendlich zu dem Entschluß.

Plötzlich veränderte sich Yanns Mimik wieder, Tahmo blinzelte aufmerksam. Ah, ihm ist wohl etwas eingefallen!. Mit gespanntem Blick sah er Yann an, welcher ihm eine Frage stellte: "Wie bringt man einen Zwerg zum verzweifeln?"
Hä? Was soll den das jetzt? Der junge Abenteurer konnte sich einen doof glotzenden Blick nicht verkneifen. Er schienverwirrt und konnte wohl nicht so recht viel mit der Frage anfangen. Und ehe Tahmo auch nur eine Silbe sagen konnte, gab ihm Yann auch schon die Antwort.
"Man führt ihn in einen runden Raum und sagt ihm, in der Ecke liegt eine Fuchsmünze!"

WAS?
Tahmo zuckte nur ein einziger Gedanke durch den Kopf. Er guckte Yann mit arg verwunderter Mimik an, welcher wiederrum hoffnungsvoll zurückstarrte.
Man... ich bin nicht in Stimmung für Witze... Was soll das... kann der mich nicht einfach entzaubern? Statt mir Witze zu erzählen? Oder gehört das dazu?... Wenn das dazu gehört dann ist das ein ziemlich schlechter Zauber
Der junge Abenteurer zeigte auf Yanns Witz hin absolut keinerlei Regung. Tahmo stand nur da und man konnte die Verwunderrung aus seinem Blick ablesen, die ihn wohl nun beschlichen hatte.
"Sag mal..." Fing er zögernd einen Satz an, wobei er erneut bemüht war sämtliche unfreiwilligen Eselslaute zu unterdrücken.
"..du..wolltest mir doch helfen, oder? Kannst du nicht irgendwie so nen Zauber machen? Statt... mir nen Witz zu erzählen? Ich mein, lustig ist der ja..hm.. aber...naja." Tahmo tippte sich nur kurz gegen seinen Eselskopf ohne den Satz zu beenden, so als wolle er Yann damit zeigen das dies nicht wirklich die richtige Situation für ihn war um zu lachen.
Er verlagerte kurz Sein Gewicht von dem Einen auf den Anderen Fuß, wobei er für den kurzen Augenblick einer Sekunde ins wanken geriet.
Oh man bin ich müde...
"Kannst..du mir nicht irgendwie anders helfen? Vielleicht mit dem Zauberstein da um deinen Hals?" Fragte er Yann erneut. Tahmo wusste zwar noch nicht allzuviel über Magie, aber das dem schillernden Stein um Yanns Hals wohl mächtige Kräfte innewohnen mussten, das konnte er sich denken.
Immerhin war er schlau genug um eins und eins zusammen zu zählen. Und wenn er da an Yanns Vorstellung vorhin dachte, war er sich sicher das dieser ihm mithilfe des Steines helfen konnte.
Faro schnaubte kurz, was ein wenig besorgt klang, ehe er seinen Kopf zu seinem müde wirkenden Freund drehte um ihn aufmunternd anzupusten.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Sonntag 26. April 2009, 10:57

Yann schaute direkt in das Gesicht seines neuen Bekannten und hoffte, dass dieser auf sein Witzchen hin, in Gelächter ausbrechen würde. Doch das einzige, was der Schelm sehen konnte, war ein etwas verwirrter und zugleich doof glotzender Blick seines Gegenübers. Es hatte nicht funktionier und so konnte Yann auch nicht seiner Magie freien Lauf lassen, damit er Tahmo heilen konnte.
Mhh... war das jetzt doch nicht so witzig?, fragte sich der Junge und senkte seinen Kopf etwas. Als er dann zu Lyrien schaute, konnte er allerdings ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen erkennen und so wusste er, dass sein Witz doch nicht so schlecht sein konnte. Also lag es nicht nur an ihm selbst, sondern auch an dem Mann mit dem Eselskopf. Offenbar hatte er nur sehr wenig, bis gar keinen Humor und das betrübte Yann schon. Wie konnte jemand nur leben oder überleben, wenn er keinen Spaß am Leben hatte? Dies war für ihn unvorstellbar und so war es auch nicht sehr verwunderlich, dass er das nicht verstand.
Allerdings hatte er nun andere Dinge, wo er sich Gedanken machen sollte. Hauptsächlich Tahmos Rückverwandlung.

"Sag mal... du..wolltest mir doch helfen, oder? Kannst du nicht irgendwie so nen Zauber machen? Statt... mir nen Witz zu erzählen? Ich mein, lustig ist der ja..hm.. aber...naja.", meinte die vermummte Gestalt zögernd und richtete damit die Aufmerksamkeit des Jungen wieder auf sich.

Yann schaute ihn von neuem an und schien nachzudenken. Dann allerdings machte er ein Gesicht, dass er so nur sehr wenig gezeigt hatte. Das Lächeln und Grinsen war daraus verschwunden und es zeigte sich Betrübnis und Beleidigung.
"Nein, tut mir leid.", erklärte er nun etwas eingeschnappt. "Ich hab dir doch gesagt, dass ich mit Zauberei nicht wirklich etwas am Hut habe. Ich kann nicht einfach von jetzt auf Gleich etwas zaubern. Ich muss in der richtigen Stimmung sein und dann passiert es meistens, dass ich irgendetwas spüre und kaum denke ich an etwas oder will das etwas passiert und das passiert es auch. Ich hab keine Ahnung wie genau das funktioniert. Ich hab es auch nicht so gelernt, wie es die Magier in der Arena da drüben gelernt haben." Bei diesen Worten zeigte er mit seinem ausgestreckten Zeigefinger auf das große Bauwerk, in welchem hin und wieder Lichtblitze auf blitzen. "Bei mir war das schon immer so, seit ich zurück denken kann, seit ich bei den Kobolden im Neldoreth war. Es war einfach da und ich konnte es nach Lust und Laune geschehen lassen. Aber es viel mir immer schwer, wenn ich traurig oder wüten war."

Mit diesem Satz wandte er sich von Tahmo ab und machte ein paar Schritte von den beiden Menschen und dem Pferd weg. Dann blieb er einfach mit dem Rücken zu Lyrien und dem Eselsmann stehen und senkte von neuem seinen Kopf. Es viel ihm gerade ziemlich schwer in die passende Stimmung zu kommen, um überhaupt irgendeinen Zauber wirken zu können. Auch wenn es vielleicht nicht beabsichtigt war, so waren doch die Worte des Eselsmann ziemlich hart gewesen und für Yann hatte es sich vorwurfsvoll angehört. Nun ja, er wusste auch, dass es am einfachsten war jemandem mit der bunten Schelmenmagie zu helfen, wenn dieser gute Laune hatte, doch wusste Tahmo dies auch? Vermutlich nicht und so war es auch nur verständlich, dass dieser etwas schroff auf den Witz reagiert hatte. Der vermummte Mann wollte eben aus dieser Gestallt endlich wieder heraus und für ihn musste es sehr verwirrend gewesen sein, in solch einer Situation einfach nur einen Witz von Yann zu hören

"Kannst..du mir nicht irgendwie anders helfen? Vielleicht mit dem Zauberstein da um deinen Hals?", drang die Stimme von Tahmo zu ihm herüber, aber Yann machte keine Anstalten darauf zu reagieren. Er hatte noch immer den Kopf gesenkt und schien völlig abwesend zu sein.

Was mach ich denn jetzt? Wenn ich ihn nicht zum lachen bringen kann, dann kann ich ihn auch nicht heilen... aber vielleicht hilft das Heilen ja auch gar nicht. Mit so einer Situation wurde ich noch nie konfrontiert. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter...
Heee Yanni. Nicht gleich so trübsinnig., meldete sich eine Stimme in seinem Kopf, der Geist des Schelmenkristalls. Du willst ihm also helfen? Na, dass ist doch eigentlich gar kein Problem. Das packen wir zwei schon. Ich helf dir auch, dann bist bestimmt stark genug, den Zauber der dummen Pute Vlune zu brechen. Los versuch es einfach. Wirst schon sehen, das klappt bestimmt.
Mhhh... vielleicht hast du ja Recht, Geist. Ach, bestimmt hast du Recht. Alles ist besser, als jetzt hier Trübsal zu blasen. Wie heißt es doch so schön: Probieren geht über Studieren. Na dann mal los!

Urplötzlich wandte sich Yann mit einem Ruck zu seinen Begleitern um, dass es fast den Anschein hatte, das er flog. Erneut hatte sich ein breites grinsen auf sein Gesicht gelegt und wirkte äußerst fröhlich. Mit hüpfenden Schritten kam zu seinen Begleitern zurück und positionierte sich direkt von Tahmo.
"Also, auf ein neues!", meinte er zuversichtlich.
Dann schloss er seine Augen und stellte sich den den Mann ohne den Kopf eines Esels vor. Zwar hatte er nicht die geringste Ahnung, wie dieser in Wirklichkeit aussah, doch hoffte er, dass es einfach genügte sich irgendeinen normalen Kopf vorzustellen. Vielleicht würde dann der Geist des Kristalls dann den Rest übernehmen. Und tatsächlich, Yann konnte spüren, wie sich der Anhänger des Kristalls von neuem erwärmte. Es war genauso, wie es auf der Bühne gewesen war. Die Wärme drang in seinen Körper ein und verteilte sich darin, bis der junge Schelm deutlich bemerkte, dass es nun so weit war. Dann öffnete er seine Augen wieder und betrachtete den Eselskopf. Unter seinem Hemd leuchtete der Schelmenkristall leicht auf. Zwar bei weitem nicht so stark wie beim Turnier, aber noch war er unter dem Stoff zu erkennen.
Plötzlich begann das Bild des Esels zu verschwimmen und wurde undeutlich. Es war, als würde die Luft um Tahmos Kopf herum flimmern, wie es bei besonders heißen Tagen der Fall war und als sie sich dann wieder festigte, wurde der eigentliche Schopf des jungen Mannes langsam sichtbar. Das Licht des Kristalls verebbte und Yann fühlte sich auf einmal sehr müde. Er wandte schließlich seinen Blick ab, lächelte aber noch immer und meinte nur:
"Ok, das war's dann wohl."
Danke dir, Geist! Vielen Dank, für deine Hilfe!

Er gähnte herzhaft und anschließend konnte man von neuem das Knurren seines Magens hören. "Jetzt bin ich aber geschafft und Hunger hab ich auch.", meinte er glücklich, aber erschöpft. "Können wir vielleicht jetzt etwas essen gehen?", fragte er erneut in die Runde und schaut erwartungsvoll seine Freundin Lyrien an, während er sich den Bauch rieb.

[OT @ Tahmo: Nur zur Info, der Post war so mit Kazi abgesprochen. Ich durfte die Rückverwandlung so durchführen. :) ]
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Sonntag 26. April 2009, 14:43

Tahmo wich schon fast der letzte Rest auf Hoffnung aus den Gliedern, als sich Yann mit gesenktem Kopf und geknicktem Blick umwandte. Seine Worte schienen anscheinend nicht einmal mehr zu dem Schelm durch zu dringen. Leicht hilflos hob Tahmo die Hände, was sollte er denn nun machen?
Aber dann, plötzlich, wandte sich der Schelm wieder um und seine nun mit einem breitem Grinsen verzierte Mimik lies Tahmo überrascht aufblicken.
Ist ihm nun doch etwas eingefallen? Oh bitte... Meldete sich wieder leise die Hoffnung in seinem innersten.
"Also, auf ein Neues!" Meinte Yann plötzlich und Tahmo fühlte wie ihm die Aufregung kribbelnd durch den Körper floß, er nickte Yann zu und stellte sich gerade neben Faro. Er war bereit! Was auch immer der Schelm probieren wollte...

Mit aufgeregtem und angespanntem Blick beobachtete Tahmo, Yann. Welcher mit geschlossenen Augen dastand. Und als er schon befürchtete nun würde garnichts passieren.... fühlte er schon ein leichtes kribbeln auf dem Fell seines Eselkopfes.
Er schluckte kurz und schloß ebenfalls die Augen, während Faro ein aufgeregtes Schnauben von sich gab und ein wenig auf Abstand ging.
Dann, ganz plötzlich, fühlte Tahmo erneut die Wärme und das helle Licht des Schelmenkristalls. Es durchflutete seinen Kopf und irgendwie fühlte es sich so an als würde man sich ganz alten, harten Dreck aus dem Gesicht waschen.
Mit einem kitzelnden kribbeln und einem leichten Jucken verschwanden die ganzen Eselshaare. Die Nase und allgemein die Knochen des Gesichts bildeten sich unter leisem knacken und knirschen allmählich wieder zurück. So lange, bis sie ihre Ursprüngliche Form wieder hatten.
Dann schrumpften die Ohren, die Haare fielen wie Fußel von Tahmo herab, bis sie wieder die größe und Form von menschlichen Ohren hatten.
Urgs... ist das unangenehm Dachte der junge Abenteurer sich, während die Verwandlung allmählich zu ihrem Ende kam.

Tahmo atmete erleichtert aus und wankte erneut kurz, ehe er langsam seine Augen öffnete...
Zögernd hob er nun seine Finger, welche immernoch mit getrocknetem Schlamm bedeckt waren und fuhr sich langsam über sein Gesicht.
Er fühlte seine Nase... seine Ohren...seine Wangen...seinen Mund und....
mit einem lauten Jubeln sprang er hoch in die Luft und warf die alte, stinkige Robe weg.
"Jaahaaa! Ich seh wieder normal aus!"
Und tatsächlich, vor Yann und Lyrien stand wieder ein normal aussehender Junge, welcher schätzungsweise zwei Jahre Älter als Yann und zwei Jahre jünger als Lyrien sein musste. Er hatte ein rundes Gesicht, dessen Mimik eindeutig die Strapazen der letzten Tage wiederspiegelte. Aber dennoch konnte man in seiner Mimik nun pure Fröhlichkeit erkennen. Seine grünen Augen spiegelten deutlich die Strapazen der letzte Tage wieder, aber auch einen Schimmer von purer Heiterkeit konnte man in ihnen Entdecken. Seine recht zierlich wirkende Nase lies ihn mitsamt den Sommersproßen, welche sich über seine Wangen sowie den Nasenrücken zogen, ein wenig kecker und frecher erscheinen als er vielleicht in wirklichkeit war. Er trug eine ordentlich zottelige Frisur mit halblangen Haren, welche ihm über die Ohren, in das Genick sowie über die Stirn fielen und wohl sicherlich sehr schwer zu bändigen waren. Wären die leichten Augenringe sowie der getrocknete Matsch welchen man hier und dort Fleckenweise in seinem Gesicht fand nicht gewesen, so hätte man ihn vielleicht sogar ein wenig jünger einschätzen können.
Auch die eigentliche Kleidung des jungen Mannes konnte man, da die Robe nun zerknüllt irgendwo auf der Bühne oder auf dem Platz gelandet war, jetzt sehen.
Er trug einen bunten Mix aus blauen, weißen und braunen Kleidungsstücken. Welche teilweise aus Leinen, manche aus Wollen und einige wenige aus leichtem Leder bestanden. Hier und da schien seine Kleidung ein wenig zu lang, oder zu groß. Er machte allgemein einen recht chaotischen Eindruck, so als wäre er ordentlich von einer steifen Brise durchgewühlt worden.

Breit grinsend stand er nun da, während Faro ihm fröhlich über das Gesicht leckte.
"Wah..urg...Faro, ja ich mag dich ja auch." Umarmte er kurz kichernd den breiten Hals seines Vierbeinigen Freundes, ehe er sich dem hungrigen Yann zuwandte und... auch diesen plötzlich recht kräfitg umarmte wobei sein Stab klackernd zu Boden fiel. Nur Lyrien blinzelte er kurz lediglich mit einem leicht kecken Lächeln an.
Dann bückte er sich kurz um den Stab wieder aufzuheben und neben den wohl ebenso glücklichen Faro zu schreiten, dessen Schweif unablässig fröhlich hin und her pendelte.
"Man... danke. Echt. Ihr habt mir wirklich sehr, sehr geholfen!" Bedankte er sich bei Lyrien und Yann, ehe er wieder den Schelm anblickte.
"Hm, weist du was? Ich hab auch hunger! Ich würd gern mit euch mitkommen wenn ich darf! Oh und...ich bin übrigens Tahmo."
Es schien ganz so als hätte der junge Tahmo in Yann und Lyrien durch ihr selbstloses Handeln neue Freunde gefunden.
Mit breitem, strahlenden Lächeln stand er da. Ehe er plötzlich erledigt gähnen musste.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Erzähler » Dienstag 28. April 2009, 16:06

Yann verliert 3% seiner Lebensenergie, weil der Zauber ihn Kraft gekostet hat

Der Geist des Kristalls spendete seine Magie. Er gab sie an Yann ab, in sich wiederholenden Impulsen, wie ein stetiger Wasserstrom. Arkane Macht floss durch Yanns Adern und verstärkte seine Schelmenmagie. Und Yann war in der Lage, sie zu lenken, indem er sich einfach wünschte, Tahmo ohne seine Eselszüge zu sehen.
Die Magie sprang unsichtbar auf den jungen Mann über. Lyrien hielt den Atem an, Faro wich zurück. Vlunes böser Zauber fiel von ihm ab, als wäre er nie dagewesen. Tahmo konnte es wohl spüren, noch ehe er sich das Gesicht abtastete und die Kutte in einem überschwenglichen Freudenschrei von sich warf. Sein richtiges Erscheinungsbild kam zum Vorschein und Tahmo umarmte Yann dankbar.
Lyrien freute sich ebenso, klatschte fröhlich und rief: "Das hast du sehr gut gemacht, Yann! Ja, du bist wirklich verdient Turniersieger geworden!" Sie lachte. Faro wieherte, kam näher und schleckte Tahmo ab. Auch er war froh wieder das altbekannte Gesicht an seinem Freund zu sehen. Vielleicht hatte Tahmo aus diesem Zauber sogar etwas mitnehmen können und verstand seinen vierbeinigen Freund nun in einiger Hinsicht besser. Er konnte ihm nun zumindest nachempfinden, wie es ihm ging, wenn die borstigen Haare auf der Schnauze juckten oder wie es war, mit den langen Ohren zu schlackern.
Für einen Moment schien Celcia die heilste Welt überhaupt zu sein.

Da durchdrang ein Grollen die heitere Stimmung. Yanns Magen meldete sich lauthals zu Wort. Der Hunger ließ sich eindeutig nicht länger aufschieben. Als der Schelm an sich herunter sah, erkannte er wohl ebenfalls, dass das Licht des Schelmenkristalls sich zurückgezogen hatte. Kein schimmernder Regenbogen stieß sich jetzt mehr durch den kunterbunten Stoff.
Doch es war noch stiller als sonst. Leerer. Yann konnte es fühlen. Der Geist des Kristalls gab ihm Antwort: Oh, das war anstrengender als ich dachte. Ich muss mich ausruhen, Yannilein. Vorerst keine Zauber mehr, ja? Sonst wird der Regenbogen meiner Geisterseele ja ganz farblos! Was immer das bedeuten mochte, der Geist des Schelmensteines zog sich tatsächlich zurück. Er wurde ruhig und hinterließ ein kleines, leeres Fleckchen im Herzen seines Trägers.

Lyrien, Tahmo und Faro bekamen davon nichts mit. Fakt war, dass sie höchstens hätten sehen können, dass der Kristall nicht länger in allen Regenbogenfarben schimmerte, sondern einen grauen Glanz angenommen hatte. Er sah aus wie ein gräulicher Edelstein, ein rauchiger Quarz oder Ähnliches.
Lyrien für ihren Teil achtete gar nicht darauf. Sie blickte Tahmo lächelnd an und nickte dann. "Begleitet uns, Tahmo. Wir würden uns freuen. Ihr seid kein richtiger Priester, nein?" Lyrien nahm Yann an der Hand wie eine große Schwester es getan hätte. Gewissermaßen symbolisierte sie auch eine solche Person für den Jungen. Auf dem Turnierplatz würden sie höchstens im Lazarett etwas zu essen bekommen, aber der Heilerin gelüstete es nach einer ordentlichen Mahlzeit. "Ich lade euch beide ein. Gehen wir zum Markt und kaufen uns etwas. Oh, und dem Pony auch!", fügte sie an, als Faro schnaubend darauf hinwies, dass auch er hungrig war - keine Seltenheit.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Dienstag 28. April 2009, 20:24

Es war vollbracht. Yann hatte es tatsächlich mit der Hilfe des Schelmenkristalls und dessen Bewohner, dem Geist, geschafft, jenen magischen Bann von Tahmo zu nehmen, welchen Vlune, die Schadenfrohe, auf den jungen Mann gelegt hatte. Langsam verschwand die fellige Behaarung aus seinem Gesicht, die Schnauze bildete sich zurück zur normalen Nase und auch die Ohren wurden wieder kleiner, bis sie ihre normale Größe und Form angenommen hatten. Zum Vorschein kamen kurze, blonde Haare, welche kreuz und quer über den Kopf des des jungen Abenteurers fielen und jenen von Yann alle Ehre machten. Auch zeigten sich nun Sommersprossen, die ihm von der einen Wange über den Nasenrücken, hin zur anderen Backe befleckten.

Yann schaute dem Treiben der Magie interessiert zu, nachdem er seine Augen wieder geöffnet hatte und konnte kaum glauben, dass wirklich er für die Rückverwandlung von Tahmo verantwortlich war. Solch einen großen und mächtigen Zauber hatte er bisher noch nie gewirkt und daher waren auch seine Auswirkungen deutlich zu spüren. Zwar hatte der Geist des Kristalls dem Schelm tatkräftig bei diesem Kunststück unterstützt, aber doch zehrte es auch an seinen eigenen Kräften und dies konnte er deutlich fühlen. Müdigkeit und Erschöpfung begannen sich langsam in ihm breit zu machen und so gähnte er herzhaft, während er weiterhin seinen Blick auf den jungen Mann vor ihm richtete.
Dieser entdeckte nun, dass es funktioniert hatte und dass er wieder der alte junge Abenteurer war, welcher so überstürzt aus seiner Heimat aufgebrochen war. Er jubelte, schrie seine Freude förmlich aus und wirbelte die viel zu große Robe hoch in die Luft, sodass diese einige Meter weiter entfernt auf dem Boden landete.

"Juhuu!", freute sich der Schelm mit seinem neuen Freund und machte einen Luftsprung, landete jedoch etwas unsicher und entschied sich dafür seiner Freude auf anderem Wege freien Lauf zu lassen.

Doch bevor Yann überhaupt noch irgendetwas anderes tun konnte, schlossen sich auch schon Arme um ihn und schließlich fand er sich in der feste Umarmung von Tahmo wider. Er grinste übers ganze Gesicht, stolz und überglücklich, dass er es geschafft hatte und umarmte den Jungen aus dem Fischerdorf nun ebenfalls seinerseits.
"Man... danke. Echt. Ihr habt mir wirklich sehr, sehr geholfen!", gab der Junge nun von sich und es dauerte einen ganzen Augenblick, bis die beiden wieder von einander abließen. Anschließend standen sie sich gegenüber und beider strahlten, wie es einzig nur die Sonne konnte. "Hm, weist du was? Ich hab auch hunger! Ich würd gern mit euch mitkommen wenn ich darf! Oh und...ich bin übrigens Tahmo."
Yann vernahm die gesprochenen Worte und als er die Aussage hörte, dass Tahmo ebenfalls hunger hätte, jubelte er von neuem auf und konnte sich einen weiteren Luftsprung nicht verkneifen. Diesmal landete er sogar wieder sicher auf beiden Beinen.

Doch dann meldete sich der Geist des Kristalls von neuem im Yanns Kopf und diese Worte waren wahrlich nicht sonderlich von Freude geprägt. Oh, das war anstrengender als ich dachte. Ich muss mich ausruhen, Yannilein. Vorerst keine Zauber mehr, ja? Sonst wird der Regenbogen meiner Geisterseele ja ganz farblos! Leicht erschrocken blickte der Schelm an sich hinab und konnte in der Tat erkennen, dass jenes regenbogenfarbige Leuchten verloschen und an dessen ein gräulicher Ton getreten war. Besorgnis machte sich in ihm breit, denn er wollte die Gesellschaft des Kristallbewohners nicht verlieren. Gut, versprochen. Keine Zauber mehr vorerst. Ruh dich aus, Geist. Du hast es dir wirklich verdient!Aber bitte verlass mich nicht, bitte bleib nicht zu lange weg., dachte sich der Buntschelm, doch kam bereits keine Antwort mehr des Geistes. Dieser hatte sich offenbar zurück gezogen, um neue Kräfte zu sammeln.

Viele weitere Gedanken konnte sich Yann jedoch nicht darüber machen, denn Lyrien packte nun seine Hand und lud sie allesamt zum Essen ein. Sofort war seine Aufmerksamkeit wieder auf dieses Thema gerichtet. Während seine Freundin ihren neuen Begleiter ansprach, schaffte es der Junge allerdings nicht wirklich, ein überzeugendes Lächeln auf sein Gesicht zu zaubern.
Gehen wir zum Markt und kaufen uns etwas., meinte sie noch und schon machten sie sich auf den Weg.
Yann immer schön an der Hand seiner Freundin und als er sich Tahmo zu wandte, winkte er ihm ebenfalls einladend zu sich.
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Mittwoch 29. April 2009, 10:05

Lyrien griff nach Yanns Hand, während sie sich an Tahmo wandte. "Gehen wir zum Markt und kaufen uns etwas", schlug sie vor und spazierte schon einmal mit Yann an der Hand die hölzerne Treppe welcher zur Tribühne hinauf führte, hinab.
Tahmo nickte zustimmend, ehe er zu Faro blickte. "Die sind ziemlich nett, denke ich. Ich glaube denen kann man vertrauen, jedenfalls haben sie uns geholfen, hm?" Blickte er eine Zeit lang seinen Freund an, während dieser leise schnaubend mit den Ohren schlackerte. Tahmo umarmte grinsend Faros Hals, "Ja, ich bin auch froh wieder normal auszusehen.... also nicht als ob so ein Kopf unnormal wäre... Aber ich mag den hier lieber."
Der junge Abenteurer lies wieder von seinem vierbeinigen Freund ab, ehe sein Blick auf die zerknüllte Robe am Boden fiel.
Hm, vielleicht kann man die noch einmal gebrauchen? Immerhin hat sie mir recht gut geholfen. Ich sollte sie am besten einfach einmal mit nehmen.
Er trat zu der alten Magierrobe mit den Brandlöchern hin, ging vor ihr in die Hocke und nahm sie auf. Locker warf er sich das Stück Stoff über die Schulter ehe er herzhaft gähnen musste und sich dabei leicht streckte.
...Oder bringe ich sie besser zurück? Vielleicht brauchen die Heiler sie ja noch... Mein Rucksack ist da ja eh noch, er blinzelte kurz als ihm sein Rucksack wieder einfiel. Schon die ganze Zeit hatte er das Gefühl gehabt das ihm irgendetwas fehlte. Mein Rucksack! Fast vergessen! Oh man...
Müde rieb er sich die Stirn, wobei einigs an getrocknetem Schlamm zu Boden rieselte.

Tahmo drehte sich wieder herum, Yann und Lyrien waren inzwischen wohl schon ein kleines Stück weiter. "Komm Faro."
Hastig überquerte er die Tribühne und eilte die Treppe hinab. Bis auf ein paar einzelne Leute welche entweder auf dem Weg in das innere der Arena waren oder ihrem täglichen Werk nachgingen, war der Platz inzwischen wieder vollkommen leer. Hier und dort zuckten Blitze über dem Arenadach hinweg, welche Tahmo kurz einen staunenden Blick zuwarf. Echte Magier, hm. Zu gerne würde ich mir das angucken wie die Zaubern können. Aber nun muss ich ersteinmal weiter

Hastig eilte Er zu Lyrien und Yann, während Faro ihm mit klackernden Hufschritten folgte.
"Sagt einmal... wir könnten doch auch zum Lazarett. Das ist kürzer und... ich habe da vor allem noch meine Sachen liegen. Zudem...erm.. wollte ich dort noch baden."

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 29. April 2009, 10:53

Lyrien war schon auf halben Weg vom Turnierplatz herunter. Sie dachte bereits an eine leckere Hähnchenkeule oder einen köstlichen Füchtekompott, den sie sich kaufen wollte. Ihr lief das Wasser im Munde zusammen, denn auch sie war inzwischen hungrig geworden. Zwar knurrte ihr Magen nicht leonidengleich wie der Yanns, aber sie fühlte die Leere, die dort vorherrschte. Sie musste ihn dringend füllen und das am besten in einer Taverne. Vielleicht konnten sie nochmal in die Taverne Zum singenden Ochsen gehen und trafen dort möglicherweise auch Eáránë an. Wie es ihrer nachtelfischen Freundin wohl erging?

Doch plötzlich meldete sich Tahmo hinter ihnen zu Wort. Lyrien blieb stehen, drehte sich um. Yann hing noch immer an ihrer Hand wie ein kleines Kind am Rockzipfel der Mutter. Die Heilerin drückte seine Hand. Sie musterte Tahmo noch einmal genauer. "Richtig, ein Bad könntet Ihr mehr als alles andere jetzt gebrauchen." Innerlich seufzte sie aber. Es war ja wundervoll, dass man im Lazarett die Mahlzeiten umsonst bekam, aber dort gab es leider jedes Mal nur diesen nussigen Brei oder belegte Brote. Lyrien sehnte sich nach etwas Fruchtigem. So bekam sie eine Idee, ließ Yanns Hand los.
"Ihr beide geht ins Lazarett. Dort kann sich Tahmo waschen und du wartest auf mich. Ich habe zwar großen Hunger, aber nicht schon wieder auf den Brei. Lasst mich rasch zum Marktplatz laufen, dann kaufe ich uns allen eine ordentliche und leckere Mahlzeit." Sie blickte beide nacheinander an. "Was meint ihr dazu?"
Ihr Geldbeutel würde es verkraften und man musste sich schließlich auch ab und zu mal etwas gönnen.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Donnerstag 30. April 2009, 22:21

Tahmo blinzelte ein paarmal überrascht, er fand Lyriens Vorschlag ziemlich nett und freundlich. Er wurde nicht alle Tage von Leuten die er gerade kennen gelernt hatte zum Essen eingeladen. Er überlegte kurz und nickte dann jedoch, ehe sich ein müdes aber fröhliches Grinsen auf seine Lippen schlich. Durch seine Sommersprossen, welche durch das Grinsen leicht verzogen wurden, sah er ein wenig frecher aus als er wohl wirklich war.
"Oh, das ist echt nett. Hm, ein Bad kann ich nämlich wirklich brauchen."
sprach Tahmo und klopfte sich, um seine Worte zu unterstreichen, ein paarmal auf seine dunkelblaue Tunika, welche ihm bis zu seinen Knien reichte. brauner Staub der aus dem getrockneten Schlamm bestand, stob zu allen Seiten in einer dichten Wolke um Tahmo herum auf.

Sein Blick wanderte nun zu Yann hin, dessen Hand Lyrien losgelassen hatte. Ob das wohl seine Schwester ist? Hm, sieht ihm aber nicht ähnlich...
Grübelte er kurz leise. "Komm Yann, wir könn schonmal vorraus gehen. Ich kenn den Weg... glaub ich."
Der junge Abenteurer blickte sich um, so als müsse er sich ersteinmal orientieren. Zelt...Zelt...Arena...Zelt...Zelt...man, draußen ist das viel leichter als in einer Stadt.Mit vor Konzentration gerunzelter Stirn, schielte er hilfesuchend zu Faro, welcher ihn leicht vorwurfsvoll anschaute. Fast schon hätte man schwören können das Pony würde die Augen verdrehen, ehe es schnaubend in die richtige Richtung losstromerte.
"Ah, ja. Genau... hier gehts lang!"
Verkündete Tahmo mit einem leisen kichern. Hoffentlich hatte niemand gemerkt das er in der riesen Stadt vollkommen die Orientierung verlohren hatte.
Allgemein schien er sich in der freien Natur, ausserhalb von Städten, um einiges besser zurecht zu finden. Aber er hatte ja zum Glück Faro...
Er winkte Yann zu und ging dann selbst hinter seinem Pony her, seinen Stab hatte er dabei locker geschultert.
Sie nahmen den selben Weg wie schon zuvor. Erst überquerten sie den leeren Platz vor der riesigen Arena, ehe sie in das Gewirr aus bunten Zelten eintauchten und den schmalen Trampelpfaden dazwischen folgten.

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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Freitag 1. Mai 2009, 12:38

Noch bevor sie den Platz des Gauklerwettstreits verlassen hatten, hielten sie auch schon wieder inne. Yann blieb stehen und wollte seinem neuen Freund schon zuwinken und ihm damit zu verstehen geben, dass er sie begleiten sollte, als dieser meinte, ob sie nicht erst zum Lazarett gehen könnten. Der Schelm schaute ihn aus neugierigen Augen heraus an und lies denn die Hände seine Freundin los. Ein erneutes Knurren drang an ihre Ohren und der Junge hielt sich seinen Bauch, grinste aber breit übers ganze Gesicht. Er wollte etwas sagen, doch Lyrien kam ihm zuvor:

"Ihr beide geht ins Lazarett. Dort kann sich Tahmo waschen und du wartest auf mich. Ich habe zwar großen Hunger, aber nicht schon wieder auf den Brei. Lasst mich rasch zum Marktplatz laufen, dann kaufe ich uns allen eine ordentliche und leckere Mahlzeit.", meinte sie und schien auf eine Antwort zu warten.

Yann nickte ihr zu und stellte sich neben seinen neuen Freund, dann winkte er Lyrien noch einmal zu und sah wie sie sich auf den Weg machte und genau dass sollten die Beiden jetzt auch tun. Tahmo erhob seine Stimme und schlug vor, dass er die Führung übernehmen sollte, denn er wisse wo sie lang musste. Der Schelm grinste ihn an und nickte erneut. Mal sehen, ob er wirklich weiß, wo es lang geht... hihihi
Und er sollte mit diesem Gedanken wohl recht behalten, denn zunächst schien es so, als würde sich sein neuer Begleiter orientieren müssen. Er schaute sich um und entschied sich schlussendlich mit Hilfe seines Pferdes für eine Richtung, die richtige Richtung.

Der Buntschelm schloss zu seinem Freund auf und gesellte sich neben ihn, während sie den Gauklerplatz verließen und auf Trampelpfaden zwischen den Zelten des Lagerplatzes schlenderten.
"Du sag mal, dein Pony scheint ja sehr schlau zu sein, wenn es genau weiß, wo wir hin müssen.", begann der Junge endlich wieder zu reden. "Nicht, dass ich es auch wüsste." Er lachte belustigt. "Du musst wissen, dass ich als Teilnehmer des Turniers hier geschlafen und mit aufgehalten habe. Es ist echt unglaublich, wieviele Zelte und Leute hier sind und dass alles nur wegen dem Turnier. So ein großes Spektakel, aber ich finds toll. Es ist so aufregend und alles ist so spannend. Was treibt dich denn eigentlich hier her? Du bist doch bestimmt kein Teilnehmer, oder?"

Mit großen neugierigen Augen schaute er erwartungsvoll Tahmo an. Er hoffte wohl, dass er mit seinem Redeschwall und seiner offenen und neugierigen Art ein freundliches Gespräch in Gang bringen konnte.
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Re: Gauklerwettstreit - Finale

Beitrag von Tahmo » Freitag 1. Mai 2009, 18:05

Hab hier weiter gemacht: Auf dem Weg zurück.

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