Auf dem Zwergenschiff

Das große Meer ist launisch wie das Wetter. Einmal ist es friedlich und dann wieder die reinste Gefahr. Erfahrene Seemänner befahren es mit ihren großen Schiffen. Alle Reisen sind hier verzeichnet.
Forumsregeln
Hinweise zum Geschehen auf See
Piraten kapern alle Schiffe, die nicht dunkelelfisch oder verbündete mit sichtbarem Zeichen (Flagge) sind.
Die Mantroner versuchen, gegen die Piraten vorzugehen.
Ein Teil der Amazonen, sowie das dunkle Volk sind Verbündete der Piraten.

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Azura » Donnerstag 6. Juli 2017, 16:22

Bislang hatte es Azura nicht nötig gehabt, die Welt in einem negativen Licht zu sehen. Wenn es solche Situationen gegeben hatte, hatte sie es zu ändern gewusst, um es für sie ins Positive zu drehen. Einer der Vorteile des Adels und obendrein einer Tochter, die ihren Augenaufschlag gezielt und mitunter auch skrupellos für eigene Zwecke einzusetzen wusste.
Erst seit dem Überfall in ihrem Elternhaus hatte sich die Welt für sie erheblich gewandelt und war dazu angetan, sie verzweifeln zu lassen, obwohl sie sich einstweilen tapfer dagegen zur Wehr setzte. Doch irgendwann war auch die Grenze ihrer Kräfte erreicht, sodass sie nicht mehr gegen die Tränen und das Leid ihrer Seele ankam, auch wenn sie sich damit eine unwillkommene Blöße geben musste. Und das ausgerechnet vor diesem Kerl!
Aber was sollte sie tun? Sie war machtlos gegen den Strom an salzigem Nass, nachdem sie ihr Spiegelbild hatte ertragen müssen. Wie sehr sehnte sie sich jetzt zurück in ihr Zuhause, selbst ihren Stiefvater hätte sie nicht weit weg gewünscht, wäre er in ihrer Gegenwart gewesen!
Doch nein, das stimmte so nicht, denn sie hatte gar nicht die Muße und Kraft dazu, solcherart Überlegungen anzustellen. Aber tief in ihrem Unterbewusstsein war diese Gewissheit, dieses Sehnen nach der Welt, die sie gekannt und in der sie stets brilliert hatte.
Sie würde letzten Endes durchaus mit ihrer neuen Situation früher oder später zurecht kommen können, dazu war ihr Charakter zu kämpferisch, als dass sie vollkommen aufgegeben hätte. Doch dafür benötigte sie eine gewisse Zeit und diese hatte erst begonnen. Obendrein befand sie sich am Rande körperlicher Erschöpfung und war dadurch noch anfälliger für Gefühlsausbrüche wie den derzeitigen.
Es dauerte, bis sie sich zumindest ein wenig fangen konnte, wenngleich ihr unerwünschter Begleiter ihr ungefragt Hilfe dabei leistete. Soweit ging diese sogar, dass ihr Überlebensinstinkt wach gerüttelt wurde und die Tränen versiegten, vorerst zumindest. Im Moment ging es um weit mehr, als dass sie sich seelisch vor ihm entblößte, denn seine Nähe war ihr alles andere als willkommen. Im Gegenteil, sie verspürte sogar eine gewisse Furcht, solange sie die Wahrheit noch nicht kannte, da er ihr schon mehrfach bewiesen hatte, dass er ihr körperlich überlegen war. Wobei sie andererseits herausfand, dass sie zur Not ihre Stimme dagegen halten konnte, sollte sie sonst kein Mittel mehr finden.
Blicke in ihr Dekolleté wiederum war sie Blicke gewöhnt und als der seine dorthin glitt, schmeichelte es ihr flüchtig sogar, vor allem, weil sie nun ihre derzeitige äußere Erscheinung kannte. Da klammerte sie sich an jeden Rest ihrer einstigen Schönheit, und sei dieser auch noch so klein, um ihr Selbstwertgefühl daran wieder aufzurichten. Wenngleich das noch lange nicht bedeutete, dass sie ihm mehr erlaubt hätte, als dorthin zu starren, auf ihre helle Haut, die nicht von ihrer Kleidung bedeckt, sondern viel eher betont wurde.
Und es wirkte, denn sie fand zu ihrer Fassade zurück, ohne allerdings wieder vollkommen zum vornehmen Spross aus gutem Hause zu werden, dafür waren ihre Worte viel zu... direkt und beinahe schon grausam, als sie klar machte, was sie am liebsten mit diesem Klotz am anderen Ende der Kette machen würde. Seine Reaktion indes ließ sie zuerst erstarren und löste dann Entsetzen sowie Panik in ihr aus.
Sie musste sich zwingen, um nicht vor ihm zurück zu weichen, als er sein Gesicht dem ihren derart stark näherte, dass sie den Geruch seines Körpers deutlich wahrnehmen konnte. Dass sie blass wurde, konnte sie nicht verhindern, aber sie schaffte es, ihn nicht wie ein scheues Wild den Jäger anzustarren. Tapfer hielt sie sich aufrecht, soweit ihr das in ihrer Position möglich war.
Als er noch einen Hauch näher kam, drückte sie sich instinktiv fest mit dem Rücken gegen die Bettstatt. Ihre Miene verzerrte sich und machte deutlich, was sie von seiner Haltung hielt, während seine Worte sie schwer schlucken ließen. Die Finger krallte sie in den Stoff ihres Kleides, um deren Zittern zu kaschieren.
"Was soll das?!", keuchte sie, als er sich aufrichtete und breitbeinig vor ihr stand. Azura wurde bleich wie Kalk und spürte, wie ihr das Herz in der Brust still stand. Panik umklammerte sie und sorgte dafür, dass sie wie festgefroren hocken blieb, während er sich auszog.
Sein Beinkleid fiel herab und er präsentierte sich ihr auf eine Weise, auf die sie nur zu gerne verzichtet hätte! Obwohl sie schon viele Verehrer um den Finger gewickelt hatte, hatte sie sich bislang tatsächlich nicht berühren lassen und war in gewissen Bereichen in der Praxis so unschuldig, wie man es niemals glauben mochte. Umso mehr entsetzte es sie, dass er sich nun vor ihr entblößte. Vor allem, weil sie im ersten Moment große Angst davor hatte, dass er sich an ihr endgültig vergreifen könnte.
Doch mit der Wahrheit rechnete sie nicht, sodass sie seine Worte zwar vernehmen, allerdings im ersten Moment nicht verstehen konnte. Stattdessen starrte sie auf die Stelle, die er ihr präsentierte und sah sie dennoch nicht bewusst. Es dauerte, bis sie zu blinzeln und es allmählich zu erkennen begann, was er ihr damit zeigen wollte. Mit der Erkenntnis entspannte sich auch ihre Haltung und obwohl es durchaus mitleiderregend hätte sein können, schlich sich ein feines, schadenfrohes Grinsen in ihren Mundwinkel.
Langsam, als könne sie sich kaum von diesem Anblick losreißen oder als wäre es sogar ihr Werk, wanderten ihre Augen wieder in die Höhe. "Oh, das sieht aus, als hätte es weh getan!", bemerkte sie süffisant und schaffte es nun auch, sich wieder auf die Beine zu rappeln.
Von nicht mehr ganz so weit unten blickte sie ihn weiterhin an, siegessicher, dass sie ab jetzt in einer besseren Position war. Vor allem, weil sie jetzt eine große Furcht hinter sich lassen konnte, wie sie glaubte. "Hm, hast du dich wohl mit den falschen Leuten angelegt, wie?", stichelte sie und glaubte, eine Schwachstelle bei ihm gefunden zu haben, auch wenn er sie freiwillig präsentiert hatte. Denn sie nahm an, dass er durch die Kastration nicht nur unfruchtbar, sondern auch impotent geworden war, ohne sich anatomisch damit auszukennen.
Bild
Benutzeravatar
Azura
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
 
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 15. April 2011, 20:33
Moderator des Spielers: Kazel Tenebrée
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch/Elf
Sprachen: Garmisch
Sendli
Beruf: adelige Tochter
Fähigkeiten: Lesen und schreiben
sich präsentieren
Wassermagie unausgebildet/ungefördert
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: das, was sie am Leib trägt(zerstörtes Kleid)
Zum Vorzeigen:
Sicherheitsabfrage: Celcia

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Erzähler » Freitag 25. August 2017, 09:54

Azura durchlebte wahrlich eine schwere Zeit. Möglich, dass sie all ihr Glück bereits aufgebraucht hatte durch ein Leben in purem Luxus und mit allerlei Vorteilen, die sie als Töchterchen von nicht abzustreitender Schönheit regelrecht im Übermaß eingesetzt hatte? Möglich, dass die Götter ihre bisherige Lebensweise nicht gerade mit Wohlwollen beobachtet hatten und ihr deshalb nun eine Unglücksphase bescherten. Vielleicht aber war es auch Faldor allein, der als Gott dieser unbarmherzigen und unzuvilisierten Dunkelelfen dafür gesorgt hatte, dass mit der Eroberung Andunies ihre kleine, heile Welt zerbrochen war - gleich einem Spiegel in ungeschickten Dienerhänden.
Den Spiegel, welchen Corax ihr gereicht hatte, blieb makellos. Er befand sich jedenfalls in einem besseren Zustand als die Anatomie des Dunkelelfen, welche er der armen, jungen Frau nun gänzlich präsentierte. "Ganz" war hierbei jedoch nicht unbedingt die passende Umschreibung, denn komplett war Corax nicht mehr. Er musste sich wirklich nicht verstecken. Auch wenn er als Dunkelelf geboren war, so konnte man seine körperliche Entwicklung durchaus als stattlich bezeichnen. Sicherlich hätte er so mancher Frau größte Freuden bereiten können. Ob es immer noch möglich war, wenn er seiner Männlichkeit beraubt worden war? Vielleicht zeigte er sich deshalb viel zu gehössig, harsch, flegelhaft und einer Dame wie Azura gegenüber absolut inakzeptabel! Seltsam nur, dass er ihrem Deoklletée trotz allem aufmerksame Blicke gewidmet hatte.
Corax zog seine Hose wieder hoch und verschnürte sie. Er nahm dabei keine Rücksicht darauf, wie sehr er Azuras Arm hin und her bewegen musste, um es zu bewerkstelligen. Immerhin tat sie es ihm mit ihren Kommentaren durchaus gleich. Der Elf ging jedoch nicht auf die Bissigkeit und Schadenfreude ein. Er hatte sie durch ein wenig Provokation, sowie der unverblümten Wahrheit schockieren wollen. Dass es ihm wenigstens zu Beginn gelungen war, schien ihm Genugtuung. Er gab sich damit zufrieden und kehrte in eine sitzende Position zurück. Dieses Mal allerdings gegenüber von Azura, so dass sich seine rubinhaften Augen auf sie hefteten.
"Es war meine Entscheidung", erklärte er besonnen. Seine Stimme war fest, demnach von Überzeugung durchflutet. Er bereute seine eigene Entmannung offenbar nicht. "Ich wollte..."
Was immer er bereit war, ihr mitzuteilen, es musste warten. Corax wurde von einem Klopfen gegen die Kabinentür unterbrochen. Eine tiefe, brummige Stimme, die nur einem Zwerg gehören konnte, folgte: "Fräulein, unser Smutje hat eine dicke Fischsuppe bereitet und Ihr könnt etwas Zwieback haben. Möchtet Ihr an Deck kommen oder soll ich Euch und Eurem Freund eine Schale bringen?"
Bild
Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
 
Beiträge: 4016
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 21:11

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Azura » Mittwoch 18. Oktober 2017, 14:12

So wirklich gläubig war die junge Frau in ihrem bisherigen Leben nicht gewesen. Zwar hatte es durchaus Momente gegeben, in denen sie den Göttern hätte dankbar sein müssen, es aber als selbstverständlich hingenommen hatte, dass sie mit Glück beschenkt worden war. Nun jedoch wäre es ein Leichtes, ihre gesamte Misere irgendwem anderen anzulasten, der Schuld daran war, was sie hatte durchstehen müssen.
Vielleicht stimmte das sogar, eventuell war sie indes selbst ein wenig mitverantwortlich. Sie wusste es nicht und hatte nicht die Zeit, darüber in Ruhe nachzudenken. Oder den Willen dazu, sich mögliche selbstverschuldete Fehler einzugestehen. Dazu war sie auch einfach zu verzogen, das verwöhnte Töchterchen, wenngleich lediglich angeheiratet, aus gutem Hause, dem alles in den Schoß gefallen war seit der Heirat ihrer Mutter.
Das war jetzt vorbei, sie musste allein zurecht kommen und ohne der Hilfe anderer ihren Weg finden. Der vorläufig hieß, damit fertig zu werden, dass sie hässlich war und an diesem nervenden, ungehobelten Klotz von Kerl zu hängen mit einer Kette, der sie viel mehr verdankte, als sie ahnte.
Im Moment allerdings musste sie beinahe schon mit Bedauern feststellen, dass ihrem Wunsch längst entsprochen worden war und sie persönlich nicht mehr dafür zu sorgen brauchte, was sie ihm gerade hatte antun wollen. Entmannt und dennoch von interessantem Äußeren präsentierte er sich ihr und eigentlich hätte sie empört darüber sein müssen. Doch so verspürte sie eher einen Hauch von Beleidigung, dass sie selbst nicht mehr das Messer würde führen brauchen, um ihm dieses Leid anzutun.
Und noch etwas keimte in ihrem Inneren auf, das sie aber tunlichst unterdrücken würde, so lange es ihr möglich wäre, nämlich Interesse an ihm und seinem Körper. Noch nie hatte sie einen Mann ernsthaft an sich heran gelassen oder ihn unbekleidet sehen wollen. Nicht einmal das Küssen hatte sie geübt, weil sie es als unter ihrer Würde empfunden hatte, einen ihrer Verehrer dafür auszuwählen. Sie hatte stets auf eine noch bessere Partie gebaut, die früher oder später hätte kommen sollen. Wie ihre Lage nun aussah, würde er vermutlich sowieso nicht mehr kommen…
Während sie noch ihren Gedanken nachhing, begann er sich wieder anzuziehen und ruckte dabei immer wieder an ihrem Arm. „Rüpel!“, fauchte sie und achtete auf seine Bewegungen, um das ein oder andere Mal eine Gegenbewegung machen zu können, was ihm sein Ansinnen für kurze Zeit erschweren könnte.
Wenn es ihr gelang, zuckte ein schadenfrohes Grinsen in ihren Mundwinkel oder erschien ein dazu passender Ausdruck in ihren Augen. Viel konnte und wollte sie allerdings nicht anrichten, das war ihr den Aufwand gar nicht erst wert.
Schließlich hatte er es trotz ihrer Störungsversuchen geschafft und ließ sich ihr gegenüber nieder, seinen Blick direkt auf sie gerichtet. Sie erwiderte ihn mit leicht erhobener Augenbraue, abwartend, was nun folgen sollte.
Bei seinen ersten Worten wanderte ihr einst gepflegter Bogen noch mehr in die Höhe. Das war etwas, das sie sich überhaupt nicht vorstellen konnte. Natürlich war das etwas anderes bei einem Mann, das war selbst ihr bei ihrem spärlichen anatomischen Wissen klar. Aber sie konnte es sich dennoch nur äußerst schwer vorstellen, dass jemand, abgesehen von irgendeinem religiösen oder ähnlichen Wahn, sich so etwas freiwillig antun würde.
Oder war es eine Bestrafung gewesen? Hatte er etwas angestellt und hatte so sein Leben gerettet? Vielleicht sich sogar damit regelrecht freigekauft?
Die Überlegungen sprudelten nur so in ihrem Kopf und beinahe hätte sie seine Erklärung verpasst dadurch. Zumindest das, was dazu hätte werden sollen, wären sie nicht so unvorbereitet durch ein Klopfen an die Tür unterbrochen worden. Sie wandte ihren Kopf in deren Richtung und konnte durch das Holz die Bassstimme deutlich vernehmen, da sie äußerst tragend war.
Eigentlich war ihr jetzt nicht nach einer Unterbrechung, ihre Neugier war schließlich geweckt. Und im Prinzip wollte sie sich nur noch verstecken, weil sie ihr Spiegelbild gesehen und zu ihrem Leidwesen nicht vergessen hatte. Auf der anderen Seite knurrte ihr Magen verräterisch und obwohl das Angebot absolut nicht verlockend klang, kam es ihr wie eine Versuchung vor.
Kurz zögerte sie noch, unsicher, was sie tun sollte, bevor sie sich zu einer Entscheidung durchrang, wodurch sie ihrem Begleiter hoffentlich zuvor käme. „Wir kommen rauf!“, gab sie bekannt und erhob sich auch sofort, ungeachtet, was der andere davon hielt.
Aber neben dem Essen wäre frische Luft sicherlich nicht verkehrt. Da sie ohnehin in einer Hafenstadt aufgewachsen war, wusste sie, dass der salzige Duft sehr erfrischend sein konnte. Außerdem war sie derart enge Räume wie diese Kabine nicht gewöhnt und kam sich nun, da sich ihr Gemüt allmählich beruhigen konnte, eingesperrt vor. Das alles überwog ihre Zweifel wegen ihres Äußeren derart, dass sie tatsächlich lieber hinauf an Deck wollte, als hier drinnen zu bleiben.
Obwohl das wahrscheinlich bedeutete, dass sie die Erklärung des Kerls ob seiner Entmannung erst später zu hören bekommen würde. Egal, das konnte warten, doch sie würde es nicht vergessen und er würde ihr nicht entkommen, bis sie wusste, was sie erfahren wollte.
Bild
Benutzeravatar
Azura
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
 
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 15. April 2011, 20:33
Moderator des Spielers: Kazel Tenebrée
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch/Elf
Sprachen: Garmisch
Sendli
Beruf: adelige Tochter
Fähigkeiten: Lesen und schreiben
sich präsentieren
Wassermagie unausgebildet/ungefördert
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: das, was sie am Leib trägt(zerstörtes Kleid)
Zum Vorzeigen:
Sicherheitsabfrage: Celcia

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Erzähler » Dienstag 5. Dezember 2017, 04:02

Was auch immer diesen Dunkelelfen dazu verleitet hatte, die Entscheidung zu treffen, sich entmannen zu lassen, Azura würde länger auf eine Antwort warten müssen. Falls sie überhaupt jemals dazu kam, bei Corax nachzuhaken und falls er überhaupt bereit war, dieses Geheimnis gänzlich zu lüften. Für's erste hatte er ja genug von sich preis gegeben. Mehr sogar, als der jungen Adligen lieb war. Da kam das Angebot des Zwergs gerade passend. Etwas frische Luft konnte nicht schaden und ihr Magen würde noch dankbar über eine ordentliche Mahlzeit sein. Wann hatte sie das letzte Mal etwas gegessen? Fischsuppe und Zwieback klangen zwar alles andere als nach Luxus, doch wenn sich der Magen zusammenzog, wirkte selbst trockener Schiffszwieback köstlich. Blieb zu hoffen, dass die Besatzung des Zwergenschiffes wenigstens halbwegs frische Vorräte geladen hatte.

In Begleitung ihres unliebsamen Elfen ließ Azura sich wieder an Deck führen. Nicht alle Zwerge hatten sich an dem Tisch versammelt, den man dort in die Planken genagelt hatte, gleichsam wie eine Bank. Jene war dennoch gut besetzt. Vier dickliche Zwergenmatrosen reihten sich dort auf wie die Glucken in einem Hühnerstall. Sie aßen bereits mit herzften Begleitgeräuschen, die darauf schließen ließen, dass es in der letzten Zeit auch reichlich Kohl gegeben haben musste. Zum Glück legte sich eine salzig frische Meeresbrise über jegliche Gerüche.Corax rümpfte schräg neben Azura dennoch die Nase.
Ihr Zwergenführer brachte die beiden zum Smutje. Diesen Zwerg erkannte man sofort. Er trug eine überraschend weiße Kochschürze, dazu eine passende Schlappmütze. So fiel sein feurig roter Bart noch mehr auf. Mit glänzenden, hellblauen Augen und einem Lächeln breiter als die ausladenden Rockgestelle adliger Matronen, die seit einigen Wochen wieder in Mode waren, grinste der kleine Geselle Azura entgegen.
"Nicht die Schönste, aber ansehnlich", grüßte er sie und es entlockte dem Dunkelelfen ein schadenfrohes Glucksen. Der Zwergenkoch schwang sofort einen großen Kochlöffel. "Hey, Mädel, nicht gleich losheulen. Ich bin nur ehrlich. Und unter uns: Für 'ne Nichtzwergin ist das schon ein großes Kompliment, das ich Euch mache. Trotzdem, Mädel, Ihr solltet etwas mit Euren Haaren anstellen. Vielleicht das Mittelchen von meinem Tantchen." Der Koch plapperte munter weiter. Er hatte sich bislang nicht einmal vorgestellt, aber niemand konnte ihn zunächst darauf hinweisen. Sein Mundwerk bewegte sich ohne ein Anzeichen von Pause. Holte der Rotbart überhaupt Luft? Jedenfalls schien sie ihm nicht auszugehen. Während er also - ungefragt - zwei Schalen mit reichlich Fischsuppe befüllte und dann etwas Zwieback dazu legte, plauderte er unverhohlen weiter. "Sobald wir in Nogret ankommen, Mädel, da nehmt Euch mal Zeit, sie zu besuchen. Mein Tantchen, meine ich. Naja, ist nicht wirklich meine Tante. Obwohl, eigentlich schon - glaube ich. Auf jeden Fall die Tante um einige Ecken herum. Werdet sie sofort erkennen, ich hab ihr prächtiges Haar geerbt, 'wohl! Und auch ihre Augen. Man könnte glatt meinen, sie wäre meine liebe Frau Mutter, aber das ist'se nicht. Jedenfalls sollt't Ihr zu meinem Tantchen Ottilie gehen. Ottilie Plunderherz, Tochter des großmütigen Grimnot Gallenstein. Mein Tantchen kennt sich mit allerlei tollen Sachen aus, das wollte ich sagen. Sie stellt Mittel für alle Lebenslagen her und ich bin sicher, sie hat auch irgendeine Knolle für Euch, mit der Ihr Euch mal einen ordentlichen Haarschopf wachsen lassen könnt. Kann ja niemand mit ansehen! Dabei habt Ihr'n hübsches Gesicht, das muss ich schon sagen. Oh, schaut! Es ist angerichtet."
Der Koch hielt sowohl Azura als auch Corax je eine volle Schale Fischsuppe und zwei Scheiben Zwieback entgegen. Anschließend schaffte er es noch, aus einem Fass zwei Äpfel zu fischen. Dann tauchte schon einer der Matrosen auf, um sich einen Nachschlag zu holen. Prompt war der gute Koch abgelenkt, hatte er doch sein nächstes Opfer gefunden, dem er ein Ohr blutig quasseln konnte.
"Ihr müsst es unserem Smutje nachsehen", versuchte der Zwerg zu schlichten, der die beiden Passagiere an Deck gebracht hatte. Er lächelte versöhnlich. "Er kommt nicht nur zu den Mahlzeiten aus seiner Kombüse und dann hat er natürlich einiges zu erzählen."
"Natürlich. Als hätte sich dort halb Celcia versammelt, um ihm neuen Inhalt für sein Plappermaul zu bieten", entgegnete Corax abfällig. Er erntete sofort einen düsteren Blick des Zwergs. Dabei blieb es allerdings auch. Der kleinere Mann wollte offenbar keinen unnötigen Streit provozieren, zumal sie alle auf so engem Raum waren, dass man sich für längere Zeit nur schwer aus dem Weg gehen konnte. Stattdessen bot er erneut an: "Sucht euch einfach einen gemütlichen Platz, um eure Mahlzeit zu vertilgen. Anschließend steht es euch frei, an Deck zu bleiben oder zurück in eure Kabine zu gehen. Wenn Ihr sonst kein Anliegen mehr habt..."
Der Dunkelelelf hielt sich zurück. Bereits jetzt, hier im Stehen, begann er damit, seine Suppe zu löffeln. Er musste insgeheim großen Hunger haben, zeigte es bislang aber nicht nach außen. Allein die Art und Weise wie er sein Essen in sich hinein schaufelte zeugte davon. Den Apfel klemmte Corax sich dabei in die Armbeuge.
"Suchen wir uns einen ungestörten Platz", schnarrte er Azura zu. "Diese Mickerlinge sind mir zuwider."
Bild
Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
 
Beiträge: 4016
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 21:11

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Azura » Samstag 17. Februar 2018, 23:43

Obwohl es nicht so sein sollte, wurmte es die junge Frau sehr, dass ihrer beider Gespräch ausgerechnet in jenem Moment unterbrochen wurde. Zu gerne hätte sie erfahren, weswegen sich ihr unfreiwilliger Begleiter solch einem Schnitt unterzogen hatte. Denn es war angeblich freiwillig gewesen und so etwas konnte sie sich kaum vorstellen. Gerade Männer waren schließlich stolz und definierten sich zu gerne über ihre Zeugungskraft.
Das war in Andunie so und wäre sicherlich auch bei seinem Volk nicht anders. Zumindest hatte sie in der Hafenstadt gelernt, dass jemand vom Verhalten nicht unbedingt vollkommen fremd und undurchschaubar sein musste, nur weil er lange Ohren hatte oder besonders klein wäre.
Aber nein, natürlich hatte sich jetzt jemand aus der Crew bei ihnen blicken lassen müssen und Azura spürte, dass der günstige Augenblick vorläufig verloren gegangen war. Wie ärgerlich! Wenngleich bedauerlicherweise nicht änderbar.
Noch dazu, da die neue Nachricht ebenfalls passabel klang. Etwas zu essen wäre auf keinen Fall verkehrt und ein wenig Bewegung täte ihr bestimmt gut, um sich endgültig wieder fassen zu können nach dem, was sie hinter sich hatte.
Somit stimmte sie zu und begab sich mit ihrem Anhängsel wieder an Deck, für das sie bei ihrer Ankunft keinen Blick übrig gehabt hatte. Nun allerdings sah sie sich um, soweit ihr das bei den Lichtverhältnissen möglich war, und atmete tief durch.
Dieser Ort war wahre Lichtjahre von dem entfernt, an dem sie zu leben gewöhnt war. Wenngleich es indes trotzdem noch besser war als das, in das sie hinein geboren worden war und woran sie sich lediglich noch manchmal in ihren Träumen tatsächlich erinnern könnte. An all den Schmutz und die Armut, die sie und ihre Mutter hatte durchstehen müssen, bis ihr Stiefvater gekommen war… Obwohl es sie weit mehr geprägt hatte, als ihr bewusst war.
Rasch verdrängte sie diese Anwandlung an Rührseligkeit und gab sich einen innerlichen Ruck, um sich weiter bewegen zu können. Selbst dann noch, als auch sie den Geruch wahrnahm, der von der salzigen Luft nicht völlig überdeckt werden konnte. Jedoch war er nicht so schlimm, dass er ihren Magen davon abgehalten hätte, nach Füllung zu verlangen.
Weiter ging es also zu dem Koch, der eindeutig unverkennbar war. Die junge Frau überlegte noch, ob sie von diesem tatsächlich etwas Nahrhaftes annehmen wollte, als er sie bereits begrüßte. Auf eine Art, die dafür sorgte, dass sich ihre Miene verfinsterte.
Fest presste sie die Lippen aufeinander und die Hände formte sie zu Fäusten. Neben ihr hörte sie ein leises, schadenfrohes Geräusch, das sie mit den Zähnen knirschen ließ. Kurz wandte sie den Kopf, um abfällig über ihre Schulter sehen zu können. „Haare wachsen wenigstens wieder nach.“, zischte sie, in dem Versuch, ihn damit treffen zu können.
Danach widmete sie sich erneut dem Koch, der ihr dennoch keine Gelegenheit dazu gab, ihm eine passende Antwort zu servieren. Viel eher schien er zu der Sorte Person zu gehören, deren Mundwerk man am Ende noch extra erschlagen musste, damit Ruhe herrschte. Sie musste wirklich an sich halten, um keine entsprechende Bemerkung entschlüpfen zu lassen oder gar die Augen zu verdrehen.
Stattdessen lenkte sie sich damit ab, einen Blick in die Schüssel erhaschen zu wollen, die er für sie gefüllt hatte. Und daraufhin hatte sie Mühe, es noch anzunehmen, denn der Anblick war alles andere als appetitlich. Trotzdem nahm sie das Ding entgegen und beschloss, höchstwahrscheinlich lediglich den Zwieback und den Apfel zu vertilgen. Sicher war sicher…
Endlich schien der Koch einmal Luft holen zu müssen und gerade, als Azura etwas erwidern wollte, tauchte ein anderer Zwerg auf, der prompt die nächste Ladung Geplapper abbekam. Leise seufzend schüttelte sie den Kopf und war bereit, das Ganze vorläufig auf sich beruhen zu lassen, so wie es ihr Führer es scheinbar erreichen wollte.
Aber ganz so wollte sie das Gesagte auch nicht stehen lassen, ja, konnte es gar nicht. „Vielleicht sollte er ab und zu Besuch von jemandem bekommen, der ihm Manieren nahebringt. Und sei es diese besagte Tante...“, bemerkte sie leise, wenngleich mit einem unüberhörbaren, spitzen Unterton. Auch war ihr Blick, der noch einmal zum Koch ging, der davon wohl nichts bemerkte, alles andere als freundlich.
Doch ganz so beleidigend wie der Kerl wollte sie dann nicht sein, weswegen sie es unterließ, näher darauf einzugehen. Somit nickte sie zu den Erklärungen des Zwerges und hatte, im Gegensatz zu ihrem Begleiter, das Essen noch nicht angerührt. Schon war sie im Begriff, dem Vorschlag nach einem ruhigen Platz zu suchen nachzukommen, als sie die Worte hörte, die ihrem Führer sicherlich nicht verborgen geblieben sein konnten.
Das war ungerecht und zwar derart, dass es in ihr einen gewissen Widerstand wachrief, den sie sich lieber nicht erklären wollte. Diese Zwerge hatten ihnen geholfen und der Großteil von ihnen hatte sich ihr gegenüber bislang weitaus besser verhalten als er. Außerdem war da noch die Aussicht, dass sie etwas mehr vom Handwerk und vor allem dem Schmieden verstehen könnten, weswegen sie lieber nicht vergrault werden sollten. Ganz zu schweigen davon, dass sie Anweisungen von ihm gerne ignorierte oder vermied, nur um sich gegen ihn zu behaupten und ihren eigenen Kopf durchzusetzen.
„Und mir sind sie lieber als lange Dürre!“, zischte sie somit in die Richtung ihres Begleiters und warf ihm einen bezeichnenden Blick zu. Auch sie galt unter ihresgleichen nicht gerade als klein, jedoch gegen ihn konnte sie bei weitem nicht bestehen.
Demonstrativ wandte sie sich wieder an den Zwerg vor ihr und schaffte es, ein kleines, freundliches Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern. Gleichzeitig hab sie ihre Hand mit der Kette und hoffte, dabei die Hand des anderen mit dem Löffel vom Weg abzubringen. Diese kleine Gemeinheit musste einfach sein!
„Wisst Ihr schon, wie wir das hier los werden? Es ist wirklich mehr als lästig und schränkt viel zu sehr ein.“, brachte sie ihr Anliegen hervor und gab dabei eine weitere Spitze gegen den Dunkelelf ab, ohne es zu offensichtlich zu machen, dass es plump gewesen wäre. So etwas lernte man im Adel schließlich nur zu rasch, um in dessen Kreisen bestehen zu können.
Bild
Benutzeravatar
Azura
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
 
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 15. April 2011, 20:33
Moderator des Spielers: Kazel Tenebrée
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch/Elf
Sprachen: Garmisch
Sendli
Beruf: adelige Tochter
Fähigkeiten: Lesen und schreiben
sich präsentieren
Wassermagie unausgebildet/ungefördert
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: das, was sie am Leib trägt(zerstörtes Kleid)
Zum Vorzeigen:
Sicherheitsabfrage: Celcia

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Erzähler » Freitag 23. März 2018, 12:45

Die Gelegenheit war vertan, Corax auszuhorchen. Es war nicht Azuras Verschulden. Was konnte sie schon dafür, dass just in diesem Moment einer der Schiffsmannschaft ihre Kabine betrat? Aber sie brauchte sich nicht wirklich darüber zu ärgern. Es würde eine neue Gelegenheit geben, die Wahrscheinlichkeit dafür war angesichts ihrer Verbundenheit zu dem Dunkelelfen hoch. Ob man dies nun als glückliche Fügung sehen konnte, blieb abzuwarten. Immerhin erhoffte Azura sich Hilfe von den Zwergen, das verflixte magische Goldkettchen endlich loszuwerden - und mit ihm auch den Dunkelelfen?
Vielleicht ergab sich auch eine Möglichkeit, ihn von Bord zu stoßen, sobald sie frei wäre. Die Frage blieb, ob sie das Kettchen noch auf See loswürde. Vermutlich nicht. Hatten Cranneg und seine übrigen sechs Zwergenkumpel nicht etwas davon erzählt, Hilfe in ihrer Heimat anbieten zu können? Dann hieß das Ziel wohl irgendein Zwergendorf, möglicherweise tief im Gebirge. Azura konnte nur hoffen, dass ihre Fahrt sie nicht nach Rugta bringen sollte. Das wäre eine Reise um den halben Kontinent!
Aber solange es genug Nahrung gab, ließ es sich vielleicht aushalten. Eher als mit ihrem unliebsamen Anhang, der schon wieder etwas zu beklagen hatte. Nein, nicht wirklich. Immerhin jammerte er nicht. Es war schlimmer. Er klang unterschwellig aggressiv, als wäre er bereit, jeden einzelnen Zwerg der Besatzung inklusive ihrer neu gewonnenen Bekanntschaften von unter der Erde auf brachiale Weise abzuschlachten, sobald man ihn von der Leine ließ. Natürlich könnte Azura das nur vermuten, doch Corax hatte wenig Lust, sich näher mit dem kleinen Volk zu befassen. Er riet ihr gar, Abstand zu halten. Das konnte doch wohl kaum daran liegen, dass er seine Mahlzeit in Ruhe genießen wollte! Er hatte ja bereits die halbe Schale vertilgt. Er musste sehr hungrig sein. Für einen Konter reichte es aber allemal noch.
"Wie du vorhin gesehen hast, bin ich alles andere als dürr ... bestückt." Selbst entmannt wahrte er den typisch mannhaften Stolz seines besten Organs. Und er log nicht einmal. Mit dem, was Azura gesehen hatte, brauchte Corax sich nicht zu verstecken. Auch sein übriger Körper zeugte von einer disziplinierten Lebensweise, die ihm sichelrich viel Schweiß abverlangt hatte. Er war gut trainiert, ohne aufgebläht zu wirken wie ein Frosch oder diese breitschultrigen Mantroner, die - selten zwar - auch mal in Andunie vor Anker gingen oder auf einem der regelmäßig einfahrenden Handelsschiffe angeheuert hatten.
Corax konnte man stattlich nennen für einen Elfen, der nicht mehr in der Lage war, seine Blutlinie weiterzugeben. Außerdem schien der Trank, den er im geschändeten Tempel Venthas von dieser Frau - Miriel - erhalten hatte, nun vollends seine Wirkung gezeigt zu haben. Die Wunden des Elfen waren verheilt. Man erkannte sie nur noch, weil die jung nachgeheilte Haut an den Stellen noch etwas zart und heller war. Davon ließ sich im Moment aber nichts mehr erkennen. Corax trug Hemd und Hose ... und nach wie vor seine Überheblichkeit. Er stieß ein finsteres Schnauben aus, als Azura ihn durch ihre Handbewegung beim Essen störte.
Der Zwerg, welcher vor dem Pärchen stand, gab sich geduldig. Er hatte die Arme im Steiß gefaltet, schaute aus kleinen Augen zwischen tiefen Hautrunzeln zu Azura empor und behielt eine neutrale Miene bei. Erst als sie bezüglich ihres Kettchen-Problems ausfragte, erhellten sich seine Züge. "Oh, ich selbst habe noch keinen Plan geschmiedet, aber das ist schon das Stichwort. Schmieden. Wir werden nach Nogrot reisen. Nirgends in ganz Celcia gibt es so erfahrene Schmiede. Einer unserer Zwerge wird euch schon helfen können. Sicherlich wird er vom Amboss-Clan sein. Sie schwingen ihre Hämmer wie kein zweiter Zwerg." Stolz schwang in der tiefen Stimme des kleinen Mannes mit. Vielleicht zählte er selbst zu besagtem Amboss-Clan oder war zumindest über einige Ecken mit ihm verwandt.
"Ich hoffe, bis zu unserer Ankunft können wir dir und deinem Begleiter die Reise halbwegs komfortabel gestalten. Das Bett in der Kabine ist etwas klein." Schließlich handelte es sich um eine zwergische Schlafstatt. "Wenn ihr über Nahrung und Wasser hinaus etwas benötigt, dann teilt es uns mit."
"Ruhe wäre nicht schlecht", warf Corax ein. Der Zwerg störte sich an der harschen Art des Elfen nicht. Er musste geduldig wie ein Felsen sein. Mit kleinem Wurstfinger zeigte er nach oben. "Wenn ihr es friedlich wünscht, aber nicht in der stickigen Kabine sitzen wollt, könnt ihr hinauf ins Krähennest. Solang wir auf der Wasseroberfläche treiben, bauen wir Mast und Segel auf. Von dort oben wird navigiert und..."
"Sehr gut!" Corax ließ den armen Zwerg nicht einmal ausreden. Er folgte seinem Fingerzeig mit rubinrotem Blick, erfasste die Lage und zerrte Azura dann mit sich. Solange sie nicht um sich schlug und biss, würde er nicht anhalten. Corax erreichte auf diese Weise die Takelage, ein Netz aus gespannten Tauen, das sich von der Mastspitze zu Reling des Schiffes hinabzog. Es sah stabil aus und hätte man statt Seilen einen feinen, gemusterten Seidenstoff verwendet, hätte es eine dieser ansehnlichen Markisen gegeben, von denen Azuras Mutter in der Zeit der Abendsonne immer so schwärmte.
"Wie gut kannst du klettern?", fragte der Dunkelelf, während er schon eine Hand um die untersten Netzmaschen legte.
Bild
Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
 
Beiträge: 4016
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 21:11

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Azura » Dienstag 17. April 2018, 21:08

Es hätte sie brennend interessiert, warum ihr unfreiwilliger Begleiter sich selbst hatte entmannen lassen. Denn es fiel ihr schwer, sich vorzustellen, dass dies tatsächlich mit seinem Einverständnis geschehen sein sollte. Schließlich war sie in einer Gesellschaftsschicht aufgewachsen, in der jede Unfruchtbarkeit, egal ob von männlicher oder weiblicher Seite her, eine Tragödie war.
Auch ihre Mutter hatte darunter gelitten, Azuras Stiefvater keine Nachkommen gebären zu können. Zwar wusste die junge Frau nicht, warum es nicht funktioniert hatte, denn sie war bei der Fehlgeburt damals zu klein gewesen, um diese und deren Folgen verstehen zu können. Darüber gesprochen, als sie älter war, wurde natürlich auch nicht. Aber sie hatte begriffen, dass vor allem ihre Mutter sehr verzweifelt deswegen gewesen war. Während ihr Stiefvater sich dafür umso mehr um sie, das Kind eines anderen, gekümmert und sie auf eine Weise verzogen hatte, dass sie es bislang nicht zu würdigen wusste.
Jetzt jedoch half ihr davon nur bedingt etwas, denn sie war in einer Situation, die wohl niemand hätte vorhersehen können. Trotzdem musste sie ihre Neugier, so bedauerlich es für sie auch sein mochte, zügeln, denn die Unterbrechung hatte dafür gesorgt, dass diese redselige Stimmung zerstört worden war. Auf der anderen Seite war die Sache mit dem Essen gewiss nicht zu verachten, da sie davon in letzter Zeit eindeutig zu wenig gehabt hatte.
Also begaben sie sich, mehr oder weniger in ihrem Entschluss einig, an Deck, um sich etwas von dem Zubereiteten zu holen. Hoffentlich wäre es auch genießbar! Schließlich ging sie von dem schlechten Fall aus, dass sie eine relativ lange Zeit auf diesem Schiff würde ausharren müssen.
Bislang hatte sie nichts davon mitbekommen, dass die vermaledeite Kette vor Ort, während sie auf den Wellen ihrem Ziel entgegen schaukelten, endlich zerstört werden würde. Dabei hatte sie nichts gegen eine Schifffahrt, würde diese sogar als angenehm und spannend empfinden, wenn… ja, wenn die Gesellschaft eine vollkommen andere wäre, allen voran der Kerl, der ständig irgendetwas zu maulen hatte und in der Hinsicht um einiges schlimmer war als, die sonst ebenfalls nur schwer zufrieden zu stellen sein konnte.
Vielleicht sollte sie bei der nächsten Gelegenheit einen dieser Zwerge nach dem Ziel oder dem weiteren Werdegang zu fragen, immerhin hatten sie sich ihr gegenüber bislang weitaus erzogener verhalten als ihr Anhang. Nun ja, bis auf diesen plappernden Koch, der nicht zu wissen schien, wann er sich zu weit hinaus wagte und es besser wäre, endlich den Mund zu halten. Also, mit diesem wollte sie definitiv nicht mehr als notwendig zu tun haben, schon gar nicht, wenn er nur solch unappetitlich aussehenden Fraß zustande brachte.
Wie der Dunkelelf das hinunter würgen konnte, war ihr wahrlich ein Rätsel! Ihr verging bei diesem Brei, oder was das genau sein sollte, eindeutig die Lust darauf. Stattdessen würde sie sich an den Rest ihrer Portion halten, obwohl das bedeuten würde, bald wieder einen leeren Magen zu haben. Aber lieber das, als sich übergeben zu müssen.
In der Zwischenzeit wies sie ihren Begleiter zurecht und verdrehte bei seiner Antwort die Augen. „Liegt im Auge des Betrachters.“, erwiderte sie kühl und bevorzugte es, ihre wahren Gedanken wie immer für sich zu behalten.
Denn in Wahrheit hätte sie ihm dabei zustimmen müssen, ob es ihr passte oder auch nicht. Er war von einem attraktiven Körperbau, den sie sich durchaus bei einigen Adeligen ihrer Kragenweite gewünscht hätte. Allerdings würde sie sich lieber die Zunge abbeißen, als das ihm gegenüber zu zugeben. Oder jemand anderes, doch hauptsächlich bei ihm.
Umso lieber ärgerte sie ihn durch Kleinigkeiten und freute sich über seine Reaktionen, wie das Schnauben. Es stellte sie zufrieden und entlockte ihr ein flüchtiges, entsprechendes Grinsen. Ansonsten hatte sie ihre Aufmerksamkeit vollends dem Zwerg gewidmet. Der keine sonderlich gute Neuigkeiten für sie hatte bezüglich des Kettchens, obwohl sie es bereits befürchtet hatte. Deswegen konnte sie bis auf ein Seufzen ihre Enttäuschung darüber verbergen.
„Werden sie es auch schaffen?“, hakte sie indes zweifelnd nach, denn bislang war es ihnen schließlich nicht von selbst gelungen, das goldene Ding zu zerstören. Sonst hätten sie es schon längst getan, wenn sie die richtige Lösung gefunden hatten. Es beunruhigte sie durchaus ein wenig, nicht genau zu wissen, was auf sie an diesem Ort, zu dem sie gebracht wurden, warten würde.
Im nächsten Moment musste sie jedoch ein wenig schmunzeln. „Ach, das Bett wird reichen. Er schläft auf dem Boden.“, meinte sie leichthin, als wäre das längst zwischen ihnen abgesprochen. Für sie war diese Aufteilung eine Selbstverständlichkeit, schließlich war er nichts weiter als ein niederer Soldat, weit von etwas Nennbarem entfernt, vom Adel ganz zu schweigen.
Am Schluss nickte sie dem Zwerg zu, da seine Worte abschließend klangen und sie auch nichts weiter zu ihm zu sagen hatte. Vorläufig zumindest nicht. Doch der Kerl machte ihr einen Strich durch die Rechnung und die Antwort, die sie bekamen, war ihr nicht ganz geheuer.
Unwillkürlich sah sie hinauf zu besagter Stelle und schluckte leicht. Schön, dass es dort oben ruhig wäre, sicherlich auch geeignet für das ein oder andere ungestörte Gespräch. Allerdings… wie sollte sie dort hinauf kommen? Mit diesem Ballast an ihrem Arm?!
Sie war noch in ihren Gedanken, als ein Ruck an ihrem Arm sie aus dem Gleichgewicht zu bringen drohte. „Hey!“, beschwerte sie sich, folgte jedoch notgedrungen der Bewegung, wollte sie nicht hinfallen.
„Rüpel!“, fügte sie murmelnd hinzu und machte ein finsteres Gesicht. Wenigstens hatte sie ihre Essenration gut genug festgehalten, um nichts zu verlieren. Obwohl das Schiff alles andere als ausladend war, erschien es ihr viel zu lange zu dauern, bis er endlich wieder stehen blieb und sie Luft holen konnte, um ihn gründlich auszuschimpfen.
Jedoch kam er ihr zuvor und erstickte ihren Protest im Keim. Den Mund hatte sie zwar bereits geöffnet, aber ein Laut konnte nicht mehr rechtzeitig heraus kommen. Stattdessen schloss sie ihre Lippen wieder und funkelte ihn böse an. „Vergiss es!“, fauchte sie, denn sie wollte da nicht hinauf.
Zwar konnte sie ein wenig klettern, an ein paar Bäumen im Garten ihres Stiefvaters hatte sie manchmal geübt. Dennoch war sie bei weitem nicht gut genug, schon gar nicht, wenn sie nicht beide Hände frei hatte. Außerdem war ihr das Ganze zu hoch und sie hatte immer Probleme mit dem Abstieg gehabt. Ausreichend Gründe, dass sie sich blamieren könnte vor aller Augen und das konnte sie definitiv nicht gebrauchen!
Bild
Benutzeravatar
Azura
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
 
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 15. April 2011, 20:33
Moderator des Spielers: Kazel Tenebrée
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch/Elf
Sprachen: Garmisch
Sendli
Beruf: adelige Tochter
Fähigkeiten: Lesen und schreiben
sich präsentieren
Wassermagie unausgebildet/ungefördert
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: das, was sie am Leib trägt(zerstörtes Kleid)
Zum Vorzeigen:
Sicherheitsabfrage: Celcia

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Erzähler » Mittwoch 2. Mai 2018, 14:29

Hunger war es, der selbst jede noch so simple oder minderwertig aussehende Mahlzeit hinein trieb. Azuras Körper gäbe ihr noch früh genug zu verstehen, dass sie schon längst hätte etwas essen sollen. Auch wenn es zunächst Überwindung kostete für eine Dame ihres Standes, so könnte sie doch den Effekt nicht leugnen. Mit jedem Bissen ging es ihr besser, würde sie sich kräftiger fühlen. Dazu musste sie allerdings diesen Schritt auch wagen. Sie musste essen.
Corax hingegen schlang die Mahlzeit herunter, als hätte er seit Wochen nicht einmal einen Krum Brot bekommen. Er hatte nicht besser gelebt als Azura in den letzten Tagen und er hatte sie oder ihre Habseligkeiten zeitweise sogar getragen. Natürlich war das nichts, das der jungen Frau mit Dankbarkeit im Gedächtnis blieb. Immerhin hatte dieser Elf sie auch regelmäßig beleidigt, sich vor ihr entblößt und Dinge verlangt, die einem Mann wie ihm nicht zustanden.
Auch jetzt versuchte er es wieder. Wollte er wirklich hinauf ins Krähennest, nur um noch mehr Weite der See zu sehen? Was würde man dort schon sehen? Außerdem müsste auch seine unfreiwillige Begleiterin dann die Kletterpartie die Takelage empor nehmen. Etwas, das Azuras inneres Fass nun doch zum Überlaufen brachte. Er hatte seine Grenzen bereits vorher weit genug überschritten. Diesen Weg wollte sie nicht gehen und das machte sie Corax auch recht schnell klar.
Nur darauf hörte Corax nicht. "Du bekommst das Bett und ich die gute Aussicht", entschied er, setzte bereits prüfweise einen Fuß zwischen die breitmaschigen Taue der Takelage. Dann musterte er seine Begleitung. Die rubinfarbenen Augen schmälerten sich zunehmend, je länger er sie anstarrte. Schließlich schüttelte er den Kopf. Hatte Corax seinen dämlichen Plan nun doch erkannt! Er gab ihn auf! Wie hatte er auch nur eine Sekunde daran denken können, Azura diese Kletterei anzutun? Sie war beladen mit den gastfreundschaftlichen Speisen der _Zwerge, welche man noch immer im Hintergrund zwischen Wellenrauschen und dem Knarren ihres Schiffes schmatzen hören konnte. Aber sie war auch bei weitem nicht erholt genug, um des reinen Spaßes halber einen Schiffsmast empor zu steigen.
Leider irrte sie sich, wenn sie glaubte, das Kopfschütteln sei ein Anzeichen vom Plan abzulassen. "So schaffst du es nicht herauf", meinte der Elf und es klang ausnahmsweise nicht einmal nach einem Vorwurf ihrer Person gegenüber. Er drehte sich ein wenig ab, zeigte ihr seinen Rücken. "Steig auf", forderte der Elf kurzerhand. "Schling deinen Arm um meinen Hals und versuch dich mit dem anderen so gut es geht festzhalten."
"Na, holla, so gehört sich das! Die Dame ins Krähennest hinauftragen. Und ich dachte, ihr Elfen habt keine Manieren", gab einer der Zwegre zum Besten, der die Lauscher neugierig gespitzt und sich klammheimlich in die Nähe der beiden begeben hatte. Jetzt grinste er putzmunter und bevor Azura noch nach ihm ausholen könnte, huschte er unter unschuldigem Pfeifen zurück zu seinen Kameraden.
"Hör auf dich zu zieren, Prinzessin!" Mit einem Rucken des Kinns forderte Corax Azura wiederholt auf, sich Huckepack nehmen zu lassen.
Bild
Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
 
Beiträge: 4016
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 21:11

Re: Auf dem Zwergenschiff

Beitragvon Azura » Freitag 6. Juli 2018, 15:35

Die junge Frau hatte in den ersten Jahren ihres Lebens durchaus nagenden Hunger kennengelernt, auch wenn ihre Mutter stets viel stärker auf Nahrung verzichtet hatte, um ihr Kind wenigstens ernähren zu können. Doch diese Zeiten waren schon lange vorüber und in Vergessenheit geraten, sodass sie sich jetzt nicht dazu überwinden konnte, diesen widerlich aussehenden Brei auch nur in die Nähe ihres Mundes zu lassen. Allein bei dessen Anblick war sie sich nicht sicher, ob er nicht bereits Übelkeit bereitete. Also ließ sie es lieber sein und würde sich mit Apfel und Zwieback begnügen. Wenngleich nicht sofort, dazu wurde ihr nicht die Gelegenheit gegeben.
Stattdessen musste sie sich ein weiteres Mal aufregen über die Unverschämtheit ihres Begleiters, den sie lieber gestern als heute bereits losgeworden wäre. Trotz der Tatsache, dass er in seltenen Anwandlungen der Hilfsbereitschaft getan hatte, was sie von ihm mehr oder weniger verlangt hatte. Doch sie würde keinen Fuß da rauf setzen, das stand für sie fest!
Als wäre das nicht genug, wollte er obendrein Bedinungen stellen. So eine Frechheit!
Azura schnaubte abfällig und wenig damenhaft, während sie mit dem Zeigefinger ihrer freien Hand gegen ihre Stirn tippte. Natürlich so, dass sein Arm durch die vermaledeite Kette mitbewegt wurde. "Du bist vorhin wohl irgendwo dagegen gerannt, oder?!", bemerkte sie kühl und betont von oben herab, um ihm noch deutlicher zu machen, dass er sich diesen Plan abschminken konnte.
Diese Haltung behielt sie auch bei, als er sie mit seinen roten Augen musterte, die andere mit weniger übertriebener Sturheit vermutlich zum Nachgeben bewegt hätten. Nicht so die junge Frau, obwohl ihr der ein oder andere Schauer über den Rücken rieselte. Dennoch wahrte sie ihre Position, um ihm klar zu machen, dass er keine Chance hätte.
Endlich schien er es zu begreifen und schüttelte den Kopf, was sie innerlich zum Aufatmen brachte. Es hatte sie, wenngleich sie das niemals zugeben würde, durchaus Kraft gekostet, ihm stand zu halten.
Seine Bemerkung machte sie allerdings etwas stutzig, sodass sie ihren Trotz noch stärker heraus kehrte, als sie erwiderte:"Ich will gar nicht rauf!" Wobei sie jedes einzelne Wort betonte, um ihren Standpunkt erneut zu unterstreichen.
Dann indes überraschte er sie und machte sie mit seiner Aufforderung einen Moment lang sprachlos genug, dass es ihr sogar anzusehen war. Bis der Zwerg sich unbedingt einmischen musste. Diese Unverfrorenheit holte sie erfolgreich genug zurück. Ihre Miene verfinsterte sich schlagartig und sie hatte tatsächlich ausgeholt, um ihm einen zurechtweisenden Schlag auf den Hinterkopf zu verpassen. Die richtige Höhe für so etwas hatten diese kleinen Kerle schließlich.
Doch er war zu schnell, sodass sie ihm lediglich nachrufen konnte:"Pass auf, sonst lass kriegst du den Elfen angehängt, sobald ich frei bin!" Ja, das war eine Drohung, die hoffentlich wirken würde.
Daraufhin wandte sie sich besagtem Elfen wieder zu und funkelte ihn wütend an, schüttelte dabei auch den Kopf. "Vergiss es! Sobald ich meinen Arm um deine Kehle hab, wars das für deine Atmung! Wobei..." Sie hielt inne und grinste beinahe schon diabolisch, als wäre sie tatsächlich schon so weit, ihn auf diese Weise lynchen zu wollen.
"Wie lang brauchst du zum Krepieren?", fragte sie dann mit zuckersüßer Stimme und war trotzdem weiterhin nicht gewillt, da hinauf zu gelangen. Weder, indem sie selbst kletterte, noch, indem sie sich darauf verließ, dass er es mit ihr auf seinem Rücken würde rauf und wieder runter schaffen können. Sie bevorzugte es, auf den Schiffsplanken zu bleiben, die Wellen schaukelten das Ganze schon genug, als dass sie sich auf weitere Unsicherheiten hätte einlassen wollen.
Bild
Benutzeravatar
Azura
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
 
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 15. April 2011, 20:33
Moderator des Spielers: Kazel Tenebrée
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch/Elf
Sprachen: Garmisch
Sendli
Beruf: adelige Tochter
Fähigkeiten: Lesen und schreiben
sich präsentieren
Wassermagie unausgebildet/ungefördert
Lebensenergie:

Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: das, was sie am Leib trägt(zerstörtes Kleid)
Zum Vorzeigen:
Sicherheitsabfrage: Celcia

Vorherige

Zurück zu Auf Hoher See



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron