Sar'anna Surana

Spieler kommen und gehen, Charaktere verchwinden spurlos oder sterben ruhmreich. Hier findet ihr alle Bürger, die Celcia verlassen haben, aber nicht vergessen sind.
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Sar'anna Surana

Beitrag von Sar'anna Surana » Freitag 9. Juli 2010, 14:46

Bild
Name
Bei vollem Namen nennt sich die Frau Sar'anna Surana, beim Nachnamen ihres Vaters. Da das allerdings ein typisch elfischer Zungenbrecher ist, bevorzugt sie den Spitznamen Sanna.

Rasse
Sar'annas Vater, Khariel Surana war ein neldorethischer Elf. Da Sar'annas Mutter allerdings nur eine einfache Menschenfrau war, ist die junge Frau ein Mischling aus beiden Rassen.

Alter
Sie ist gerade mal 16 Jahre jung.

Geschlecht
Unschwer zu erkennen handelt es sich bei der jungen Frau um eine ... nun ja, Frau.

Beruf
Eigentlich hat Sar'anna den Beruf einer Stallmeisterin bzw. Pferdezüchterin erlernt, dies jedoch aufgegeben. Stattdessen ist sie eine einfache Reisende, die in einigen Kampfkünsten bewandt ist.

Heimat
Im südlichen Teil Celcias liegt das Reich Jorsa, darin das Handelsdorf Ganda, und darin wiederum eine der kleineren Farmen, von der die berühmten Schlachtrösser stammen. Diese kleine Farm war Sar'annas Heimat, das Reich ihrer Kindheit. Erst mit 16 Jahren verließ sie den vertrauten Heimatort, gezwungenermaßen (mehr dazu in ihrer Geschichte).

Gesinnung
Gut erzogen ist Sar'anna fast schon widerlich gut. Sie ist eine der größten Moralpredigerinnen und sie hasst es Regeln zu brechen, unter anderem auch aus Furcht vor der Strafe. Sie lässt Gnade walten, wann immer sie dazu in der Lage ist und es widerstrebt ihr zutiefst im Kampf zu töten.

Magie
Von ihrem Vater erbte Sar'anna die Begabung für Magie in Form des Lichtes, jedoch beherrscht sie dieses Element nur schlecht.


Sprache
Wie jedes Mädchen aus Jorsa spricht sie Garmisch, durch ihren Vater – oder besser dessen Lektüre - beherrscht sie ein wenig Melongiar, die Sprache der Magie und da fast alle Jorsaner neben dem Garmisch eine zweite Sprache sprechen, verfügt auch sie über die Fähigkeit Celcianisch zu sprechen.

Religion/Glaube
Als brav erzogenes Jorsanermädchen versucht sie alle Götter milde zu stimmen und hat keinen Gott, den sie bevorzugt oder zu dem sie sich näher verbunden fühlt. Sie ist allerdings nicht besonders religiös, da ihr Glaube auf Erziehung beruht.

Aussehen
Bild
Beginnen wir einmal mit dem Wichtigsten. Die markantesten Merkmale an der jungen Frau sind wohl der starke Kontrast zwischen Haut- und Haarfarbe und der durch den Schwertkampf gestählte Körper. Ersteres verdeutlicht sich an den dunkelbraunen, lockigen und sehr weichen Haaren, die ihr knapp bis zu den Schultern reichen. Durch die kurzen Haare wird Sar'anna immer wieder mit einem Jungen verwechselt, was ihr wenig ausmacht. Dazu sind die Gesichter, wenn sie herausfinden, dass sie eigentlich ein Mädchen ist, zu amüsant. Ihre Augen sind in einem langweiligen tiefdunklen Braun gehalten. Im Gegensatz zu diesen recht dunklen Farben steht ihre, für Jorsaner sehr typische blasse Haut. Das zweite Merkmal, ihr Körperbau, hat zum einen etwas mit ihren Eltern zu tun und zum Anderen mit ihrer Spezialisierung in den Kampfkünsten. Statt die schmalen Schultern ihrer Mutter und die schlanke Hüfte ihres Vaters zu erben, verlief es eigentlich komplett umgekehrt. Nun gut, dass ihre Schultern genauso breit wie die ihres Vaters wären, wäre eine maßlose Übertreibung, dennoch ist die junge Halbelfe sozusagen ein wenig 'robust gebaut'. Nicht nur die Schultern, auch die Hüfte der Surana ist ziemlich breit, was dieses Mal jedoch ein weibliches Merkmal ist, und eines der wenigen Dinge, von denen sie ausgeht, dass sie bei dem anderen Geschlecht nicht gänzlich auf Abneigung stoßen könnte. Sie ist einfach nicht so wunderbar zierlich, wie es die meisten Mädchen in ihrem Alter sind, früher sehr zum Unmut der jungen Frau. Die Oberweite ihrer Mutter erbte sie allerdings nicht, weshalb Sar'anna vor allem als kleines Kind oft für einen Knaben gehalten wurde. Doch so langsam besitzt auch sie eine ansehnliche Oberweite. Natürlich ist Sar'anna auch trotz breiterer Schultern noch immer schlank, die Muskeln sind auch eher schmal gehalten, wie es bei Frauen oft ist. Man darf sie sich nicht als Barbarin oder Mannsweib vorstellen. Zudem ist sie mit ihren 1,65 Meter doch recht klein, viel zu klein nach ihrer Meinung. Dies sorgt ebenfalls für Verwirrung. Durch den stabilen Körperbau wirkt sie, wie bereits erwähnt nicht wirklich mädchenhaft. Da sie nur selten Kleider trägt, führt dies dazu, dass die junge Surana nur noch öfter für einen Jungen gehalten wird.
Gehen wir mal ein wenig mehr ins Detail: Das runde, fast schon kindliche Gesicht verschleiert das Alter des Mädchens ein wenig. Wie eine 16jährige sieht sie wohl beileibe nicht aus und auch lange Haare und ein Kleid würden daran nichts ändern. Nicht, dass sie welche tragen würde, versucht hat sie es jedoch schon einmal. Ihre wie bereits erwähnt dunkelbraunen Augen sind groß, wirken kindlich. Die Stirn ist weder hoch noch tief, die Nase relativ normal aber nicht spitz, der Mund etwas klein, die Lippen sind jedoch vergleichsweise voll und eher rosa denn rot, aufgrund ihrer Blässe. Ihre Brauenknochen liegen wohl etwas tiefer als gewöhnlich, weshalb Sar'anna ein 'böser Blick' nachgesagt wird, der sich aber im Kampf das eine oder andere Mal durchaus als praktisch erweist.
Mal abgesehen davon, dass es einige fragende Blicke ob dem eigentlichen Geschlecht gibt wirkt die Surana auf den ersten Blíck nicht unbedingt wie jemand, mit dem man sich auf der Stelle anfreunden will. Die Verwirrung ist nur das Sahnehäubchen. Oft genügt der düstere Blick dafür, dass man das Gefühl bekommt, die junge Frau wäre jetzt lieber gaaaanz wo anders und wenn sie dort nicht gleich hinkommt wird es Tote geben. Das mag sich im Alltag einer Reisenden als nützlich erweisen, ist aber alles andere als hilfreich um Freunde zu finden. Wenn sie nicht gerade jemandem Angst einjagt, sieht sie müde oder gelangweilt aus, als sollte man sie am besten in Ruhe in lassen. Auch das stimmt in 99% der Fälle nicht, denn eigentlich ist Sar'anna recht gesellig. Außerdem stört es viele Altersgenossinnen, dass sie sich nur in den seltensten Fällen wie ein richtiges Mädchen verhält. Sie sitzt breitbeinig da, umfasst die Gabel wie einen Dreizack und schüttet ihr Getränk ohne jegliche weibliche Eleganz die Kehle hinunter. Man könnte meinen, Sar'anna sei ein Junge, gefangen im Körper eines Mädchens.
Besonderheit: Ihre typisch spitz zu laufenden Elfenohren weisen auf beiden Seiten viele verschiedene Ohrringe auf, über simple Ringe, mit dünnen Eisenketten verbundene Ringe bis hin zu sogar einer kleinen Metallplatte, die sich um ihr rechtes Ohr schließt und fast wie eine Rüstungsplatte aussieht. Sie variiert diese Ringe gerne. Neben den vielen Ohrringen besitzt Sar'anna drei Tätowierungen. Eine davon wird einem sicher sofort auffallen, denn sie zieht sich über ihre Stirn und sieht ungefähr so aus. In ähnlichem Muster verlaufen zwei parallele Linien einmal über ihre rechte Schulter, ihren Oberarm und bis zum Ellenbogen. Auf der linken Seite dasselbe, entspringt die Linie von ihrem Schulterblatt und zieht einen Bogen über ihre Hüfte, wo sie knapp nach dem Hüftknochen endet.

Persönlichkeit

Surana ist sehr sozial und freundlich gegenüber den Menschen, die den Mut, oder auch einfach die Güte haben sich mit ihr zu beschäftigen. Ein Nachteil ihrer freundlichen Art ist die nahezu grenzenlose Naivität. Sie würde nie etwas Böses von einem fremden Menschen erwarten und leider ist sie auch nicht immer klug genug um gefährliche Anspielungen oder Ähnliches zu bemerken. Dadurch, dass sie immer mindestens einen Menschen hatte, der sich mit ihr abgab, aber auch, weil es eben selten mehr als einer war, ist sie sehr zurückhaltend und distanziert, was sie kühl erscheinen lässt. Dabei ist sie durchaus kontaktfreudig, träumt teils sogar von einem großen Freundeskreis, doch um sich ein solches soziales Umfeld aufzubauen, fehlt es ihr an beidem: Mut und Beliebtheit. Eitelkeit wird man bei ihr kaum vorfinden, denn die junge Frau ist alles andere als stolz auf sich. Sie findet sich weder aufreizend genug um irgendjemanden zu beeindrucken (was offenbar auch stimmt, immerhin hatte sie in ihren sechzehn Lebensjahren noch nicht mal ansatzweise einen Verehrer) und vor allem ihr Körperbau lässt ihren Mut sinken. Ein weiteres Merkmal ist ihre häufige geistige Abwesenheit. Vor allem bei schöner Musik liebt es die Surana einfach nur in die Gegend zu starren und stoisch wie eine Säule dazusitzen, ihre Gedanken in weite Ferne schweifen zu lassen. Dabei kann es sein, dass sie etwas melancholisch wird, doch dieser Zustand hält oft nicht sehr lange an.
Sie wird dazwischen schreiten, wenn Streit entsteht und sie liebt es definitiv, eine Art Beschützer-Rolle zu spielen, da sie selbst ihr ganzes Leben lang nur gut behütet war. Ihr guter Umgang mit Menschen wird wohl auf ihre Mutter zurückzuführen sein, die ihr dort ihre Schranken gezeigt hat, sie aber vor allem unterstützt hat und in ihr so den Wunsch weckte, selbst für andere Menschen einzustehen. Das nimmt im Alltag allerdings eher wenig spektakuläre Formen an. Wenn sich die Mädchen in ihrer Umgebung zum Beispiel von einer Spinne belästigt fühlen, so wird die stets tapfere Sar'anna zwischen sie und den schrecklichen Feind treten und dem Ungeheuer mit einem guten Buch ein Ende bereiten. Diese beschützerische Art geht auch auf eine andere Charaktereigenschaft der jungen Frau zurück: der Hang zum Androgynen. Sie liebt es sich als eine Art Mannsweib dazustellen und die starke Frau zu mimen, obwohl sie eigentlich ziemlich verletzlich und sensibel sein kann. Sie genießt es Andere vor Leid und Tränen zu bewahren, doch dies hat auch einen leicht selbstsüchtigen Grund: Sie kann nicht gut trösten. Überhaupt nicht, denn in ihrer Kindheit ist sie nie, kein einziges Mal in solch eine Situation gekommen. Auch als Heranwachsende nicht. Sie ist die, die schon unter Druck Anderer (etwa wütendes Geschrei) anfängt zu weinen. Sie ist diejenige, die man trösten müsste, doch dafür ist sie, was wohl auch ein wenig auf ihr eher männliches Verhalten zurück zu schließen ist, einfach ein wenig zu stolz. Schließlich will sie endlich mal der Ritter in strahlender Rüstung sein. Doch es kommt, wie es kommen muss, kaum fließen Tränen in ihrer Nähe bildet sich ein riesiger Kloß in ihrem Hals und kein tröstendes Wort kommt ihr über die Lippen und um einfach mal zu der/dem Weinenden hinzugehen und Taten in Form einer Umarmung oder Ähnlichem sprechen zu lassen, fehlt ihr (Überraschung!) der Mut.
Abschließend kann man nur sagen, dass Sar'anna wesentlich tiefgründiger denkt, als man es von ihr erwarten mag. Sie legt viel Wert auf versteckte Bedeutungen in Namen, Interpretationen von Texten et cetera, was ihren Hang zu Literatur und Kunst erklärt. Sie liebt Bücher, bei dessen Lesen man bereits merkt, dass sich der Autor viele Gedanken gemacht hat und sie liebt es genau so sehr, selbst solche Geschichten zu schreiben. Auch bei Liedtexten achtet sie auf solche Dinge.
Weiterhin ist es fast schon eine Art Hobby von ihr, sich Gedanken über Leute zu machen, mit denen sie länger zu tun hat. So vergleicht sie sie meistens mit Tieren oder Elementen, die zu den betreffenden Personen passen würden.
Wie man sieht, steckt durchaus mehr als man meinen mag in diesem unspektakulären, unkomplizierten Mädchen.

Stärken

Ihre Mutter erlernte von Sar'annas Großvater den Umgang mit dem Schwert und wie man eine Rüstung anlegt, damit sie sich selbst verteidigen konnte, und dies hat Elaina Bronach auch an ihre Tochter weitergegeben. Durch hartes Training kann sich Sar'anna mittlerweile durchaus als durchschnittlich im Umgang mit dem zweihändigen Schwert nennen, allerdings auch nur mit dieser einen Waffe. Durch ihre teils elfische Abstammung verfügt Sar'anna ebenfalls über die Fähigkeit, Magie einzusetzen, und hat ein natürliches Talent dafür. Sie hat eine Veranlagung dafür, leider hilft ihr das nicht viel, denn in ihrer Heimatstadt gab es nicht gerade viel Gelegenheit, sich in Magie zu üben. Das bedeutet, sie ist zwar begabt, hat aber ein sehr kleines Repertoire an Sprüchen. Das wenige, dass sie beherrscht, hat sie sich selbst beigebracht, aus alten Büchern ihres Vaters, daher beherrscht sie Magie nur schlecht. Da ihre Mutter ein kleines Gestüt leitete, hat die junge Halbelfe früh mit dem Reiten angefangen, ist daher eine durchschnittlich gute Reiterin, doch das Hauptaugenmerk lag bei ihrer Mutter auf der Selbstverteidigung. Das wiederum sorgte bei der jungen Frau jedoch für ein beachtliches Maß an überdurchschnittlicher Ausdauer, auch in einer schweren Rüstung und zu einer für eine Frau überdurchschnittlichen, in der Betrachtung zu männlichen Kampfkollegen jedoch eher durchschnittlichen Körperkraft. So kann sie eben auch mit ziemlich schweren Bastardschwertern hantieren, ohne dass sie gleich vornüber kippt.
Abgesehen von ihren kämpferischen Stärken verfügt sie über die handwerkliche Fähigkeit des Nähens, allerdings gerade mal rudimentär, was in Aktion bedeutet, dass sie es gerade so schafft, ein Loch in einer Hose zu stopfen, ohne dass es fünf Minuten gleich wieder aufgeht. Nur rudimentär sind auch ihre Fähigkeiten im Wunden heilen, allerdings ohne Magie. Sie kennt ein paar wenige nützliche Tricks, wie etwa wie man den Verband anzulegen hat, wie man eine Wunde am besten säubert, wie man jemanden mit einem Hitzeschlag behandeln sollte, et cetera. Dafür braucht es nicht viel Wissen, und im Kampf kann es eigentlich nicht viel ausrichten. Es ist alleine dafür gedacht kleinere Wunden zu versorgen. Es kann nichts heilen, wie mit Magie.

Schwächen
Von Natur aus hat Sar'anna den Nachteil einer jeden Frau: Für ihr Geschlecht hat sie zwar eine durchaus beachtliche Durchschlagskraft, doch gegen ihre männlichen Kollegen sieht sie schon wieder schlecht aus. Ihr Alter ist ebenfalls ein beachtlicher Nachteil, da sie nur sehr wenig echte Kampferfahrung besitzt. Und von Strategie versteht sie schon einmal gar nichts. Sie muss sich in solchen Dingen gänzlich auf ihre Gefährten verlassen, ansonsten wird sie in einem Kampf gegen eine zahlenmäßige Übermacht oder gegen einen gewitzten Gegner verlieren. Weiterhin bringt ihr Alter ihre Naivität hervor. Sicher, sie ist eine gute Kämpferin, aber sie kämpft eher nach einem Regelbuch als nach den Regeln des Lebens. Sie ist nicht gerissen und sie wird stets überrascht sein, wenn ihr Gegner kein faires Duell bestreitet, sondern mit Tricks arbeitet. Sie ist darauf nicht vorbereitet, und froh, dass sie eine stabile Rüstung hat. Allerdings ist es nicht nur ihre Naivität und Gutmütigkeit, die sie angreifbar machen. Sar'anna würde man nicht gerade zu den Klügsten zählen. Sie ist zwar nicht verblödet, aber ... langsam ... vorsichtig ausgedrückt. So ganz alleine kommt sie nicht darauf, wo denn ihr Fehler gelegen hatte, und warum sie auf einmal besiegt im Staub liegt. Sie ist das genaue Gegenteil von Gerissen, könnte man sagen. Mal abgesehen davon, dass sie in echten Kämpfen es schnell mit der Angst zu tun bekommt, immerhin ist sie noch ein junges Mädchen und so schnell ist nicht ans Sterben, zu denken. Ansonsten ist ihre Größe vielleicht noch als Problem zu nennen, denn mit 1,65m wirkt man nicht gerade bedrohlich und sie wird selten ernst genommen. Das mag in manchen Kämpfen von Vorteil sein, kann aber in den simpelsten Lebenslagen eine Plage sein. Zum Beispiel wenn man das Buch will, das ganz oben im Regal liegt.

Lebensgeschichte

Erstaunlich harmlos verlief die Geburt für Elaina Bronach, obgleich es ihr erstes Kind war, und die Umstände hätten angenehmer sein können. Natürlich hatte sie nicht viel von ihrer kleinen Affäre mit dem reisenden Elfen erwartet, wenn sie sich auch fragte, was er wohl an ihr gefunden hatte, was es wohl für ihn bedeutet hatte. Er war so eilig aufgebrochen, dass er sogar ein Buch vergessen hatte. Nur fair, empfand die Pferdezüchterin, dass er auch ein wenig Ärger von der ganzen Sache hatte. Schließlich hatte es sie schlimmer erwischt. Dass sie nun ein Kind hatte, um das sie sich kümmern musste, war ebenfalls ein schöner ordentlicher Treffer gegen ihren Vater. Damit war das Thema Heirat wohl endgültig vom Tisch. Zudem hatte sie jetzt immerhin eine zusätzliche Hilfskraft auf dem Gestüt und brauchte nicht so viele Ausgaben für Stallmeister. Zumindest waren das die grimmig zufriedenen Gedanken Elainas. Sie hielten an, bis das kleine, rote Bündel endlich aufgehört hatte zu schreien, zum ersten Mal die kleinen, sanften braunen Augen öffnete und nach dem kleinen Finger seiner Mutter griff. Die Augen der Menschenfrau füllten sich mit Tränen, ihre gesamten Pläne schmolzen dahin, bei dem Anblick des kleinen, spitzohrigen Etwas. Statt wie geplant, eine weitere Hilfskraft zu haben, erhöhten sich die Ausgaben der Bronach, da sie ihre Tochter, der sie den elfischen Namen Sar'anna gegeben hatte, um zu unterstreichen, woher sie stammte, fast schon verhätschelte. Vielleicht war es ein letztes kleines Aufbegehren ihres Vaters, vielleicht befand sie auch einfach, dass der Name, der soviel bedeutete, wie 'die leidende Träne' wunderbar zu ihr passte. Denn vor ihrer Geburt hatte es eine Menge Gram und Tränen gegeben. Solche Dinge verdrängte Elaina jedoch und da ihr Vorname nun ein Elfischer war, lehrte sie ihrer Tochter, auch den Nachnamen ihres Vaters zu verwenden, auch wenn sie selbigen nie kennen lernen würde. Um zum Verhätscheln zurückzukehren: Bis sie etwa zehn Jahre alt war, hatte Sanna, wie sie von ihrer Mutter gerufen wurde, wenig Arbeit und durfte viel auf dem Hof herumtollen. Sie freundete sich für eine Weile mit ein paar Kindern aus Ganda an, doch wie die meisten Kindheitsfreundschaften, hielten sie nicht lange. Somit waren Sannas Spielgefährten meist die Pferde des Hofes. Vor allem mit Lugus freundete sie sich an, ein äußerst dickköpfiges und träges Fohlen, dass das junge Mädchen immer gerne bei sich zu dulden schien. Immer wieder, wenn das junge Tier sich auf die Erde legte, schnappte sich Sar'anna ein Buch, gesellte sich zu ihrem Freund, lehnte sich im Sitzen gegen ihn und kraulte ihm beim Lesen üben den Hals. Lesen lernte sie praktisch bei einem Pferd. Zumindest übte sie es dort, genauso wie sie ihre Magie auf der Weide übte. Immer mal wieder streifte die junge Halbelfe durch die Straßen, meist in kurzen Hosen und Hemden, worauf man sie prompt als den „kleinen Jungen vom Bronach-Hof“ kennen lernte. Was zu einiger Verwirrung und Belustigung führte, wenn diese Leute mal ihre Mutter auf ihren „niedlichen kleinen Sohn“ ansprachen. Ein wenig Schelte gab es von Elaina zwar immer, konnte sie doch nicht verstehen, wie ihre Tochter sich zum Knaben degradieren lassen konnte. Doch schon bald war die Frau dankbar, solch eine jungenhafte Tochter zur Welt gebracht zu haben. Denn statt sich über die Anstrengungen ein Schwert halten zu müssen zu beklagen, war Sanna vom ersten Trainingskampf mit Feuereifer der Schwertkunst verschrieben. Was mit dem Holzschwert begann, stieg schon bald zum Training in einer alten verschrammten Lederrüstung, das Reiten mit diesem Gewicht ( sehr zum Unmut einiger der Pferde ) bis hin zum Kampf mit echten Waffen. Oft ritt sie zu Duellen ins Dorf, um alte Kameraden und junge männliche Rekruten herauszufordern, wobei sie sich immer wieder überraschte, wie viele sie davon gewann. Das machte sie nicht gerade zu der beliebtesten Bürgerin Gandas. Bei keinem Geschlecht. Mit Respekt begegneten ihr allerdings die guten Verlierer und einige der Gewinner der Duelle, zudem die etwas älter gedienten Soldaten. Dass ein Mädchen, das noch nicht einmal eine volle Jorsanerin war, solches Talent im Kampf aufbrachte, beeindruckte sie, und schon bald freute sich Sanna mehr über Komplimente ihrer Fechtkunst, als derer über ihr Äußeres. Diese Zeit war eine der schönsten, derer sie sich erinnern konnte. Leider hatten die vielen Aufenthalte in der Stadt ihre Nachteile. Viel zu spät bemerkte Sanna, dass es ihrer Mutter immer schlechter ging. Das lange Leben, ohne einen Mann an ihrer Seite sie zu unterstützen, und ihre übertriebene Fürsorge für ihre Tochter forderten ihren Tribut. Gelegentlich äußerte Sar'anna ihren Unmut bezüglich der Schwächen ihrer Mutter, doch ihre Sorgen wurden stets mit trockenen Kommentaren wie „Ein krummer Rücken ist die Aufgabe einer jeden Mutter, haha!“, abgetan. Es wurde immer mehr zu Sannas Aufgabe, sich um die Pferde zu kümmern, die Hausarbeit zu erledigen (dieses Mal, aufgrund ihrer grausigen Kochkünste, zum Unmut ihrer Mutter) und Einkäufe in der Stadt zu erledigen. In ihrer Freizeit trainierte sie weiter den Schwertkampf, nur um nicht alles zu vergessen, da zu Duellen beileibe keine Zeit mehr war. Elainas Ende kam schneller als erwartet, auch wenn Sar'anna sich im Nachhinein sicher war, dass es jederzeit zu schnell gekommen wäre. Auf dem Sterbebett vermachte ihre Mutter ihr die Rüstung und das Schwert. Mit dem Hof sollte sie machen, was sie wollte. Elaina hatte bemerkt, dass ihr das Kämpfen mehr lag als die Stallarbeit, hatte den verträumten Blick in die Ferne und die Leidenschaft für Geschichten gesehen. Sie würde nicht so sein wie ihr eigener Vater. Sie würde ihrem Kind ihre Träume lassen, würde ihr eine Wahl lassen, was sie mit diesem Leben anzufangen gedachte. Sie starb ohne Reue, und mit einem Lächeln auf den Lippen. Danach kümmerte sich Sar'anna eine Weile um den Hof, doch sie war zu jung, und zu naiv. Ehe sie sich versehen konnte, nahte sich das Gestüt den Schulden, und sie verkaufte schnell den kleinen Hof. Sie behielt einzig allein ein Lederband, mit einem kleinen Anhänger aus Gold in Form eines Schwertes, als Andenken an ihre Mutter und das Buch, aus dem sie gelernt hatte als Andenken an ihren Vater. Ebenfalls brachte es das junge Halbblut nicht fertig sich von Lugus zu trennen, der in der Zwischenzeit zu einem stattlichen jungen Hengst herangewachsen war. Ihre geerbte Rüstung und das Breitschwert waren selbstverständlich auch von der Partie, auch wenn man ihr durchaus einige verlockende Angebote gemacht hatte. Nichtsdestotrotz behielt sie diese Erbstücke, packte rasch etwas Verpflegung ein und kehrte ihrer Heimat letztendlich den Rücken. Wohin es sie zog, wusste sie noch nicht, doch mit ihrem wenigen Geld, würden sich wohl bald Aufgaben für sie ergeben. Außerdem, mit Lugus an ihrer Seite, was sollte ihr schon schlimmes passieren?


Inventar
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Sar'annas ganzer Stolz, ihre Rüstung und ihr Schwert. Woher genau die Waffe stammt, weiß sie nicht. Die Rüstung ist jedenfalls ein Erbstück der Familie Bronach. Ihr Großvater hatte sie für seine Tochter Elaina anfertigen lassen, doch diese hatte eher Pferde im Kopf, als eine Militärkarriere. Diese Meinungsverschiedenheit wurde zu einem ausgewachsenen, jahrelangen Streit als sich dann noch ein Elf in die Nähe seiner sturköpfigen Tochter gewagt hatte. Die Versöhnung fand erst wieder am Sterbebett des Mannes statt. Das Schwert jedoch ist noch ein Stück älter, bereits im Besitz der Familie, seit Elainas Großvater das Kämpfen erlernt hatte. "Wulffe", hatte Elaina die Klinge genannt, auch wenn Sar'anna nicht weiß, ob dies der richtige Name ist. Die Runen auf der Klinge scheinen reine Verzierung zu sein, und selbst wenn sie eine Bedeutung haben, dann hat die junge Frau sie noch nicht entdeckt.

In ihren Taschen befinden sich ansonsten:
-Simple Reisekleidung mit einem Umhang (schon ein wenig mitgenommen und mehrmals geflickt)
-Ein Geldbeutel
-Ein kleiner Verbandskasten mit ein wenig Salbe
-Ein Geschichtsbuch mit vielen verschiedenen Sagen
-Ein kleines "Magielexikon". Einige wenige Sprüche sind darin enthalten, hauptsächlich elementare Magie, zudem im Anschluss ein paar der wichtigeren Vokabeln in Melongiar.
-Eine einfache Feldflasche
-Keine Frau würde je ohne eine Haarbürste aus dem Haus gehen
-Ein wenig Verpflegung
-Das Sattelzeug ihres Pferdes (wobei dieses nicht wirklich in ihrem Inventar ist, schließlich trägt ihr Pferd es am Körper, und wenn es das nicht tut, lagert Sar'anna gerade. Sie trägt es also nie wirklich bei sich)
-Ein einfaches Lederband, mit einem goldenen Schwertanhänger daran.

Tierische Begleiter
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Lugus [aus der keltischen Mythologie: "Licht"] ist ein typischer Gandaer, eines der stolzesten Pferde der Zucht. Seine Kraft und Ausdauer sind erstaunlich, aber müssen auch vorhanden sein, schließlich wurde er ausgebildet um Ritter in schwerer Rüstung zu tragen. Manchmal hat Sar'anna das Gefühl er ist ihr dankbar, dass sie im Vergleich dazu noch ein Leichtgewicht ist. Er ist ein ruhiger, fast schon gelangweilter Geselle, aber gutmütig. Er tritt nicht aus, schnappt nicht nach Fremden und wurde gut dressiert. Er gehorcht seiner Herrin aufs Wort. Nun ja... zumindest dann, wenn er nicht gerade hundemüde ist. Äußerlich ist Lugus sehr kräftig gebaut, mit starken Fesseln, einem breiten Nacken und einem großen Kopf. Sein Fell ist ein wenig fleckig, Braun, Grau, Schwarz und Weiß scheinen beständig ineinander überzugehen, wobei es in Richtung Hufe immer mehr in Richtung Weiß geht. Seine Mähne ist ein sattes dunkelbraun, ähnlich den Haaren seiner Reiterin. Sar'anna mag den Hengst, gerade weil er so ein kräftiges Tier ist, dass nur wenig Eleganz nach außen zeigt, denn sie findet sich selbst darin. Für eine Frau und vor allem für eine Elfe empfindet sich die Surana ja geradezu plump. Sie hat manchmal das Gefühl, dass ihr tierischer Gefährte sie deshalb so gut leiden kann.
Zuletzt geändert von Sar'anna Surana am Dienstag 13. Juli 2010, 19:29, insgesamt 4-mal geändert.

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