Magdalena von Silberbach

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Magdalena von Silberbach

Beitrag von Magdalena von Silberbach » Dienstag 29. Juni 2010, 17:27

Bild
Name
Magdalena Amelia von Silberbach

Rasse
Mensch, Tochter einer Adelsfamilie aus Pelgar

Alter
17 Jahre

Geschlecht
Weiblich

Beruf

Magdalena übt keinen Beruf aus.

Heimat
Das junge Mädchen stammt aus einer pelgarischen Adelsfamilie, die einen recht bescheidenen Landsitz außerhalb von Pelgar bewohnt, in der Nähe der Stadt Andunie.

Gesinnung
Magdalena ist durch und durch gut.

Magie
Sie beherrscht keinerlei Magie.

Sprache
Neben ihrer Muttersprache Garmisch beherrscht Magdalena natürlich Celcianisch.

Religion/Glaube
Magdalena glaubt an Lysanthor, den Gott des Lichts. Täglich betet sie morgens und abends zu ihm, in der Hoffnung, dass er ihr irgendwann ihren großen Traum erfüllt – sehen zu können.

Aussehen
Bild

Magdalena ist von sehr zierlicher Gestalt. Ihr Körper misst lediglich 1,64 und bringt nur 45 kg auf die Waage. Ihre Haut ist makellos rein, jedoch sehr blass, was darauf schließen lässt, dass sie nicht oft unter die Sonne kommt. Über die schmalen Schultern wallt dunkelblondes bis hellbraunes Haar, welches Magdalena nur teilweise zusammengebunden trägt. Die gewellte Haarpracht reicht ihr bis zum Steiß. Nicht selten findet man Magdalena in ihrem Zimmer Haare kämmend vor. Magdalena pflegt sie sehr.
Ihr wunderschönes, engelsgleiches Gesicht, mit einer zierlichen Nase und schmalen, zart rosa Lippen ist ebenso fahl, wie der Rest ihrer Haut. Die Augenfarbe wird von den ständig geschlossenen Lidern verborgen, doch erhascht man einen der selten Aufblicke ihrerseits, so blickt man in ermattete graue Augen. Wenn sie sehen könnte, würden ihre Augen sicherlich leuchten und lebendiger wirken.
Ihre Kleidung ist in Anbetracht ihres Standes relativ schlicht. Trotz ihrer Blindheit kann Magdalena jedoch genau sagen, welches ihrer Kleider sie trägt. Selten sieht man sie nicht in einem Kleid, immerhin wünscht es ihr Vater so. Doch fast alle ihre Kleider reichen zumindest bis zu den Knöcheln, kaum kürzere sind in ihrem Besitz. Passende Accessoires wählt sie auch selbst aus. Beispielsweise trägt sie immer eine Halskette, welche sie anhand der Formen erwählt, die sie ertasten kann.

Persönlichkeit
Wie es für viele Adelstöchter üblich ist, erkennt man in ihr die gehorsame, brave Tochter. Sie ist zuvorkommend und freundlich gegenüber jeglichen Fremden, tatsächlich aber ziemlich schüchtern. Verständlich, dass sie sich vor Unbekannten fürchtet. Es fällt ihr ausgesprochen schwer neue Kontakte zu knüpfen, nicht nur dank ihres etwas abgeschiedenen Wohnortes. Auch wenn man sehr höflich zu ihr ist, zeigt Magdalena zu Beginn häufig ein reserviertes Verhalten und weicht Gesprächen rasch aus.
Magdalena ist generell sehr ängstlich und obwohl sie eigentlich recht neugierig erscheint meidet sie neue Situationen. Nur mit Raskadas Beistand ist sie in der Lage fremde Situationen zu meistern. Einfach ihre Anwesenheit macht Einiges für Magdalena leichter. Auf niemanden verlässt sie sich mehr, höchstens ihre Eltern haben diesen Wert in Magdalenas großmütigem Herz.
Die junge Adelige ist sehr bescheiden und selbstlos. Materielle Dinge interessieren sie kaum, was hat sie schon davon? Geld hat sie mehr als sie jemals ausgeben könnte und ansonsten hat sie nichts. Auf die wenigen Personen, welche ihr nah stehen, legt sie umso mehr Wert und versucht ihnen alles Recht zu machen. Sie fürchtet sich sehr vor dem Alleinsein und es wäre ein Weltuntergang für sie, würde Raskada oder ihre Eltern aus ihrem Leben verschwinden.
Magdalena liebt offenkundig Kinder. Es erfreut ihr Herz immer wieder aufs Neue, wenn ihr junge Menschen Gesellschaft leisten. Aus dem nächsten Dorf kommen immer ein paar Kinder, um ihre Geschichten zu hören. Auch Tiere behandelt Magdalena liebevoll und ehrt jedes Wesen dieser großen Welt und bringt allen ihren Bewohnern Respekt entgegen. Sie glaubt nicht an „Gut und Böse“, nur an Gründe. Aus ihrer Sicht ist niemand wirklich böse, er hat lediglich einen Grund für eine Schandtat, was diese natürlich nicht rechtfertigt. Denn trotz ihres Verständnisses für vieles strebt das Mädchen immer die Gerechtigkeit an.

Stärken
Magdalena würde niemals von sich behaupten, auch nur eine Stärke zu haben. Doch ihre Mutter sagte ihr einst: „Mein Mädchen… Du hast ein reines Herz. Dies ist deine Stärke. Nicht viele Wesen dieser Welt tragen solch ein Licht in sich. Deines strahlt hell und klar, auch wenn du es nicht siehst. Verstehst du? Dies ist die größte aller Stärken, denn ein aufrichtiges Herz vermag alles Böse dieser Welt zu richten.“

Ganz objektiv gesehen hat Magdalena jedoch recht ausgeprägte Sinne. Dadurch, dass ihr das Augenlicht verwehrt ist, sind ihre Ohren und der Tastsinn umso besser. Natürlich ist ihr Gehör nicht außergewöhnlich, jedoch hört sie deutlich besser als andere. Und ihr Tastsinn ist selbstverständlich sehr wichtig, damit sie sich zu Recht findet. Nicht selten fragt sie die Leute, die ihr näher kommen, ob sie ihr Gesicht abtasten darf, um sich wenigstens gedanklich ein Bild von ihrem Gegenüber zu machen.
Sie hat außerdem ein ganz gutes Gedächtnis, was sie dem Schachspiel mit ihrem Vater verdankt.

Schwächen

Ihre größte Schwäche ist ihre Blindheit. Von Geburt an leidet Magdalena an ihrem fehlenden Augenlicht, wobei sie sich inzwischen damit angefreundet hat. Die Hoffnung gibt sie in ihren täglichen Gebeten jedoch nicht auf. Wenn das Herz vor Sehnsucht nach der Welt so schmerzt wie ihres, verliert man den Glauben an die Götter und deren Gnade nicht.
Würde die junge Dame ihr Elternhaus alleine verlassen, wäre sie nicht nur wegen ihrer Behinderung der „Freiheit“ schutzlos ausgeliefert. Natürlich ist sie keinerlei Magie oder Waffenkunst mächtig. Ihre einzige Chance wäre ihr kleiner Begleiter, doch auch der ist wohl kaum in der Lage sie ausreichend zu beschützen.

Lebensgeschichte
Ein wunderschöner Spätfrühling hielt Einzug in Celcia. Im Schatten einer großen Kastanie saß Magdalena auf einer Bank, die Hände ordentlich im Schoß gefaltet, neben ihr Raskada. Bis auf das leise Rascheln der Blätter im Wind und einigen Vögeln war es herrlich ruhig und Magdalena genoss diese mit einem sanften Lächeln. Die Servalin hatte ihren Kopf auf den Oberschenkel ihrer Freundin gelegt und schlummerte ruhig vor sich hin.
Plötzlich hörte Magdalena in der Ferne das bekannte Lachen von Kindern und hob hoffnungsvoll den Kopf.
„Magdalenaaaaaaa!“, riefen hohe Stimmen, welche eindeutig näher kamen, bis sie schlussendlich am Tor zum Garten angelangten.
„Seid ihr wieder den ganzen Weg her gelaufen?“, fragte Magdalena mit einem erheiterten Lachen. Ein wildes Gekicher und das Öffnen des Schlosses waren die Antwort und eh sie sich versah hockte eine ganze Bande Kinder um ihre Füße, die kleinste setzte sich keck auf den Schoß der 17-jährigen.
„Magdalena! Erzählst du uns eine Geschichte? Aber dies Mal eine wahre!“, forderte einer der Jungen und erhielt eifrige Zustimmung aus dem jungen Publikum.
„Erzähl uns doch mal was über dich! Das Leben als Fast-Prinzessin ist doch sicher richtig aufregend!“, schwärmte wiederum eines der Mädchen und blickte zu Magdalena auf.
„Nicht halb so aufregend wie du denkst, Annika.“, lachte Magdalena, nickte dann aber. „Wenn jedoch alle damit einverstanden sind, erzähle ich euch gerne von mir.“
Vorfreudiges Gemurmel ging durch die Runde, wovon übrigens auch endlich Raskada wach wurde und direkt von dem Mädchen auf Magdalenas Schoß geknuddelt wurde.

„Vor 17 Jahren wurde ich geboren. Meine Eltern erzählten mir, es war eine ruhige, sternenklare Nacht in der Zeit der Abendsonne. Sie stritten sich um meinen Namen, weil ich ihr erstes und in Zukunft auch einziges Kind war. Mein Vater Edward wollte mich unbedingt nach meiner Mutter Amelia benennen, während diese jedoch wollte, dass ich den Namen meiner Oma trage. Mein Vater, als echter Gentleman, hat meine Mutter letztendlich natürlich entscheiden lassen und nun heiße ich genauso wie meine Oma und trage zudem auch den Namen meiner Mutter.“
Ein erstauntes Raunen ging durch die Runde, als hätten die Kinder gerade eines der größten Geheimnisse gelüftet.
„Dass ich blind war, fand man erst heraus, als ich versucht habe durch unser Haus zu krabbeln. So dämlich es klingt, aber ich bin wirklich gegen jede Wand gestoßen! Naja, zumindest untersuchte mich daraufhin ein Arzt und stellte die Blindheit fest. Warum es so ist, konnte er leider nicht erklären, er sagt jedoch, dass es an dem „Nebel“ in meinen Augen liegen könnte, wie er es so interessant nannte. Ich habe keine Ahnung, ob es wirklich so aussieht, aber seitdem meine Eltern mir davon erzählt hatten – da war ich fünf Jahre alt – habe ich die Augen nicht mehr oft geöffnet. Ist ja nicht so, als würde ich was verpassen, wenn ich die Augen schließe… Es ist auch dunkel wenn ich sie öffne…“
Totenstille herrschte, bis ein leises Wimmern auf ihrem Schoß zu hören war.
„Achherrje! Nein, nein! Nicht weinen, Liebes! Es ist gar nicht so schlimm! Man gewöhnt sich dran.“
Magdalena setzte ein ehrliches Lächeln auf und es schien seine Wirkung nicht zu verfehlen.
„Als ich sechs Jahre alt war, versuchte man mir zumindest schreiben bei zu bringen. Lesen war natürlich völlig unmöglich. Auch das Schreiben stellte sich später als nicht machbar heraus. Wie sollte ich die Buchstaben lernen, wenn ich sie nicht sehen konnte? Aber eines kann ich – Rechnen. Bisher hat mir das zwar noch nicht geholfen, aber ich kann mich erinnern, wie ich durch unser Haus gelaufen bin und die wildesten Rechnungen durch die Flure gerufen habe. So hab ich also die meiste Zeit mit Mathematik verbracht. Ich habe sogar angefangen mich für die Naturphänomene zu interessieren. Das nennt man Physik. Zwar gibt es so viel Unbekanntes, aber mein Lehrer erzählt mir noch heute so viel er kann in Briefen, auch von seinen Erkenntnissen. Mit irgendwas muss ich mich ja beschäftigen, nicht wahr?
Mit zehn Jahren bekam ich meine ersten „Damen-Stunden“. Eine nette Hofdame kam, um mir zusammen mit meiner Mutter ein damenhaftes Verhalten an zu erziehen. Man muss tatsächlich so lustige Sachen machen, wie mit Büchern auf dem Kopf stolzieren oder den kleinen Finger von der Teetasse abspreizen. Ich hab mir trotz meiner Behinderung immer sehr viel Mühe gegeben und mir sind viele Missgeschicke passiert. Doch nie war mir einer böse.“
„Aber es hat ja geholfen! Du bist eine wirklich hübsche und höfliche Dame!“, meinte einer der Jungen mit einem etwas draufgängerischem Unterton.
„Achherrje, nun mach mich nicht verlegen.“, antwortete Magdalena und lachte in die Richtung der Stimme.

„Wann hast du denn eigentlich Raskada kennen gelernt? Und wie?“
„Raskada war ein Geschenk von meinem Vater. Ein Haustier. Oft saß ich alleine in meinem Kämmerchen oben oder auch hier im Garten. Da ließ mein Vater so ein Tierchen her schiffen und holte es in Andunie ab. Zu meinem 14 Geburtstag lag dann ein kleines Fellknäuel auf meinem Bett. Seitdem ist sie immer bei mir und leistet mir Gesellschaft.
Es war erstaunlich wie zahm sie in kürzester Zeit geworden ist. Wie ihr sieht tut sie keiner Fliege was zu Leide, dabei ist diese Rasse gewiss verwandt mit den viel größeren Katzen im Dschungel!
Und bis jetzt hat sich kaum etwas verändert. Seit meinem 13. Lebensjahr lebe ich nun ohne jeglichen Unterricht. Um mich irgendwie zu beschäftigen spiele ich oft Schach mit meinem Vater. Das klingt jetzt schwierig… Und, bei Lysanthor, das war es am Anfang! Ich konnte mir nichts merken, doch nach vielen Spielen ging es besser. Ich sage nun meinem Vater immer nur die Figur und auf welches Feld ich sie gesetzt haben möchte und er sagt mir welche seiner Figur er wo hin stellt. Es ist zwar immer noch recht schwierig, aber inzwischen gewinne ich sogar manchmal.
Ansonsten ist es recht langweilig. Viel tun kann man nicht, außer mal am Arm der Mutter spazieren zu gehen oder zu hoffen, dass ihr mich und Raskada besuchen kommt!“


Momentan lebt es sich recht gefährlich. Das Obrige erzählte Magdalena ehe die dunkle Völker über Andunie herfielen. Nun fürchtet sich die gesamte Familie davor auch Opfer der finsteren Gesellen zu werden und planen momentan eine eventuelle Flucht, wenn es denn dazu käme. Daher ist es im Hause von Silberbach gerade etwas aufgewühlt. Die ganze Aufregung ist Lena, welche an ein ruhiges, fast langweiliges Leben, gewohnt ist, schon beinah zu viel und zieht sich daher öfters denn je zurück.

Inventar
Nichts

Tierische Begleiter

Servalin Raskada (3 Jahre alt)
Raskada war einst ein Geschenk ihres Vaters gegen die Einsamkeit und sollte ihr auch als "Knuddeltier" dienen. Sie wurde wahrscheinlich im Urwald Kapayu gefangen, als sie noch ein Welpe war und Edward kaufte sie entweder vom Schwarzmarkt oder von einem dieser Tigerhändler der Insel Belfa.
Das Tier ist ein typischer Vertreter ihrer Rasse was das Aussehen angeht. Nur ihre Persönlichkeit unterscheidet sich grundlegend. Sie ist zahm, verschmust und Magdalena gegenüber vollkommen treu und loyal. Vielleicht lag das an der ganzen Liebe und Zuwendung, die Lena ihrem Tierchen entgegenbringt.

Einstiegspost!

viewtopic.php?f=17&t=2142
Zuletzt geändert von Magdalena von Silberbach am Samstag 10. Juli 2010, 11:33, insgesamt 7-mal geändert.

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