Unter den Blättern des Neldoreth

Der Wald liegt südwestlich und erstreckt sich weit in den Osten. Die Zwillingsflüsse Euwin und Auwin schenken dem Wald das Leben. Der Turm der Weisheit und die Ruinen Kosrals verbergen sich in ihm. Angeblich haben die Elfen dort ein Dorf errichtet.
Forumsregeln
HINWEIS!
Achtet bitte auf die derzeitigen Ereignisse in
  • Kosral
  • und Neryan
Benutzeravatar
Juno
Gast
Gast

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Juno » Freitag 2. November 2012, 10:12

Nachdem sich Juno lautstark um Aufmerksamkeit bittend an die Dunkelelfen wandte, hielt sie inne, und wartete geduldig lauschend eine Reaktion ab..
Doch musste sie schnell und zu ihrer Enttäuschung feststellen, das sich niemand für sie zu interessierten schien und somit ihre Worte ungehört blieben. Stattdessen empfing und belauschte Juno dank ihres ausgeprägten Gehör´s, unabsichtlich ein Gespräch zwischen zwei Männern, die sich irgendwo in ihrer unmittelbaren Nähe befanden.
„Ich will keine Ausreden mehr hören! Weißt du wo wir sind?!“ ( unverständliches Gebrabbel) „WIR HÄTTEN LÄNGST DA SEIN MÜSSEN!!!“( gebrabbel )„DU BIST SO NÜTZLICH WIE BRUSTWARZEN AUF EINEM HARNISCH! LOS VERSCHWINDE!!“
Kaum war das Gespräch der beiden Männer beendet, sorgten neue Geräuschkulissen für Aufsehen und Interesse. So bemerkte das Mädchen in ihrem Gefängnis erst jetzt, wieviele Dunkelelfen dem Trupp warhaftig angehörten. Diese waren jetzt nämlich immer mal wieder gut bei ihren Aktivitäten zu beobachten. So lauschte Juno den seltsamen Klängen von schleifenden Metall, das in den verschiedensten rhytmischen Perioden aufeinander traf. Doch am sprichwörtlich erschütternsten, war der Klang eines sterbenden hölzernen Giganten, der sich nach langem standhaften wiedersetzen letztendlich den grausigen Gewalttaten des dunkelelfischen Holzfällers ergeben musste. Mit holzsplitternden knacken und krachen, ergab sich der Baum seinem Schicksal und senkte sich mit seinem massiven Körper der Erde entgegen.
„Baum fällt!“ vernahm Juno noch aus einer ihr nicht überschaubaren Umgebung, bevor der Erdboden mit samt des improvisierten Gefängniswagens, von dem erschütternden letzten seelischen Atemzug des Baumes heimgesucht wurde. Juno konnte im inneren des Wagens gerade noch so das Gleichgewicht halten. Dabei kullerte erfürchtig eine einsame Träne des Gedenkens ihre Wange herunter. Lediglich an den Jahresringen im Stamm des Baumes hätte man erahnen können, wieviele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte dieser stolze stille Wächter erleben durfte.
Juno blickte aufgeregt in Wotans Richtung. Dieser hatte sich ängstlich unter den Tierfällen versteckt, und schaute das Fuchshybridfräulein skeptisch an.
" So viele Dunkelelfen!?... Wo kommen die nur alle her?... Und was machen die da?..Hmmm sehr seltsam!!"
Murmelte Juno mehr zu sich selbst als zu Wotan. Dann lachte sie kurz auf.
" Entschuldige Wotan... Ich verhalte mich wohl langsam etwas seltsam hier drinnen...Woher sollst du auch Wissen was die Dunkelelfen hier machen"
Nach dieser belustigenden Erkenntnis, widmete sie sich wieder dem geschehen um sich herum.
Sie erblickte ein paar Gestalten die um das Lager herum, in einigen Abständen Holzpfeiler in die Erde rammten. Sowie andere dunkle Schergen, die ihre Spaten in den Leib von Mutter Natur schlugen, um Löcher und Gräben auszuheben. Nur um diese dann mit einer ekelhaft stinkenden Flüssigkeit zu befüllen und mit dem farbigen Laub des Waldes zu überdecken. Junos Blick, sowie ihre Gesichtszüge strahlten sichtbares Unverständnis, sowie naserümpfenden Ekel für diese Taten aus. Wieder andere traten mit gesammelten Hölzern auf dem Arm aus dem Wald, welches sie in der Mitte der Karavane auf einer freien Fläche aufstapelten. Während sich die Sonne allmählich mit einem beeindruckend himmlischen Farbenspiel aus lila, orange, rot und gelb tönen hinabsenkte und verabschiedend den Mond und den Sternen ihre Herrschaftszeit überließ. Probierte die heranwachsende Fuchshybridin noch ein paarmal die Aufmerksamkeit der Dunkelelfen für sich zu gewinnen. Doch außer sturer Ignoranz oder strafenden bösen Blicken die sie einschüchternd zum Schweigen brachten erreichte sie nicht´s.
So gab Juno ihre Bemühungen bald auf und machte es sich so gut es ging mit dem kleinen Hörnchen Wotan in den Fellen gemütlich. Zwar hasste sie es, sich die lebenserhaltende Wärme aus den Fellen ihrer tierischen Freunde zu suchen. Doch hatte sie in diesem Fall keine andere Wahl. Wenn sie überleben und nicht erfrieren wollte, musste sie sich schweren Herzens diesem ungemütlichen Schicksal fügen.
So saß sie einige Zeit alleine mit ihrem kleinen flauschigen Retter zusammengekuschelt in den Fällen und unterhielt sich mit ihm.
" Weisst du was ich mich Frage Wotan?" Das Eichhörnchen schüttelte unwissend den Kopf. " Ich Frage mich ob Graham und Mellowyn durch unsere Aktion fliehen konnten?"
" Ich meine...ist dir nicht auch aufgefallen, das wir seit unserer Flucht nicht´s von den beiden gehört haben?"
Die junge Fuchshybridin strich Wotan sanft durchs Fell, während sie ihn im Arm nahe ihres Herzens an sich schmiegte. Wotan genoss sichtlich Augenschließend diese fürsorglichen Streicheleinheiten und den beruhigenden frischen Duft den Junos Haut abgab.
" Ich hoffe sie konnten fliehen...dann wäre unsere Gefangenschaft und das Opfer deiner Freunde wenigstens nicht umsonst gewesen."
" Ich bin so froh das wenigstens du mir geblieben bist und mir in dieser schweren zeit Gesellschaft leistest mein tapferer Held."
Juno bedankte ich noch einmal herzlich bei dem kleinen Eichhörnchen, mit einem Kuss auf seinen Kopf. Dieses vedrehte voller Zufriedenheit seine kleinen Augen und schwelgte in Glückseeligkeit. Jedoch nicht für lange. Als sogleich seine Ohren als auch die seiner neu gewonnenen Freundin aufzuckten, und sie den feierlichen Jubel, sowie die knackenden Laute der feierlich entzündeten Feuerstelle registrierten. Trotz der Felle mit denen sich Juno bedeckte, biss ihr die kühle Nachtluft in ihre zarte Haut, und ließ sie bibbern und frösteln.
" Brrr... es ist so kalt"
Immer lauter wurden die sich ineinander vermischenden gemeinschaftlichen Gespräche der Dunkelelfen. Die durch das aufeinander treffen von Krügen und amüsiertem Gelächter unterstützt zu der Gefangenen jungen Frau in ihrem kalten Gefangnis hereindrangen. Unerwartet und von einer Vorahnung aufgeschreckt riss die junge Schönheit den Kopf hoch und spitzte die Ohren.
„Holt unsere Besucherin!“ erklang es in der Sprache der Dunkelelfen
Ein lautes Gegröle unterstrich die Worte und weckten in Juno eine gewisse Neugier.
So erhob sie sich langsam und ging mit einem Fell um ihren nackten Leib gewickelt an das Fenster ihres Gefängnisses um sich umzuschauen. Sie hörte wie sich mehrere Schritte zügig ihrem Gefängnis näherten.
Ein Unwohlsein sowie das Gefühl der Atemnot breitete sich in ihrem innersten aus.
Im ersten Augenblick war nichts besonderes zu sehen. Doch dann erschienen wie aus dem nicht´s zwei finster drein blickende Gestalten vor dem Fenster.
Ein kurzes metallisches klacken und das Geräusch von sich lösenden Kettengliedern erklang, und die Tür wurde geöffnet. Vor lauter Schreck wich Juno ein paar Schritte zurück, stolperte und blieb dann auf den Fellen am anderen Ende des kleinen Raumes sitzen. Von dortaus betrachtete sie jenen Dunkelelfen der in diesem Moment ihr Gefängnis betrat, und sich ihr näherte.
"Was..Was wollen sie von mir?" fragte sie leise. Erhielt aber keine Antwort
Junos Blick viel auf das ledernde Halsband sowie die dazugehörige Leine die der Dunkelelf mit den lilafarbenen Augen bei sich trug.
Wotan hatte sich sofort nach dem Erscheinen der Dunkelelfen unter den Fellen versteckt und konnte nurnoch lauschen was um ihn herum geschah. Vor Angst zitternd hoffte er nicht entdeckt zu werden.
Die kleine Hybridin konnte währenddessen nur erahnen was der finstere Geselle mit den Utensilien vor hatte. Doch ihre Vorahnung sollte sich schon in den nächsten Augenblicken bewahrheiten. Der Dunkelelf mit den für Juno nur allzubekannten lilafarbenen Augen, trat an sie heran. Die junge heranwachsende Hybridin hielt sich sichtlich verängstigt und eingeschüchtert mit beiden Händen das Fell bedeckend um ihren Körper. Sie scheute den Anblick in das Antlitz des Dunkelelfen und traute sich nur bedingt dessen Blicke zu begegnen. Ohne ersichtliche Vorwarnung packte der Mann mit einer Hand das Fell und riss es ihr vom Leib. Sofort drang die kühle Nachtluft an ihren Körper und lies sie erzittern und noch stärker frösteln. Mit einem kurzen durch den Schreck verursachten aufjauchzen hielt sie ihre Arme schützend vor ihre Brust und verschleierte mit Hilfe ihres Fuchsschwanzes ihren Intimbereich.
Sie spürte förmlich die gierigen Blicke des Mannes auf ihrer Haut, welche jedoch das unwohle Gefühl das sich in ihr breit machte nur noch verstärkte.
Dann durchzog ein Ruck ihren Körper, als der Dunkelelf sie mit seiner rauen großen Hand unsanft am Kinn packte und ihren Kopf so in seine Richtung riss das die junge Frau keine andere Möglichkeit hatte als in sein finsteres Antlitz zu blicken. Doch diesen kurzen Augenblick nutzte Juno um ihm erstmals mit ihrem eigenen verachtenden Blick zu strafen.
Dann empfing sie seine mahnenden Worte.
„Du solltest besser deine Klappe halten und nur reden wenn du angesprochen wirst, ansonsten…“
Ein unterdrücktes kurzes aufstöhnen Juno´s unterstützte seine Drohung.„ … werden wir alle Spaß mit dir haben!“
Für die junge Frau war es ein unangenehmes, bedrängendes Gefühl die Hand des Dunkelelfen in dieser Region ihres Leibes zu spüren. So wich ihr zuvor strafender Blick nun wieder der Unsicherheit und Angst von zuvor. Schamesröte breitete sich auf ihren Wangen aus und sie bestätigte mit einem schüchternen kurzen nicken seine Worte. Sich diesen Leuten zu fügen und zu tun was sie von ihr verlangten schien für Juno die einzige Möglichkeit zu sein irgendwann mehr oder minder schonend aus dieser Begegnung herauszukommen. Vorausgesetzt Florencia und Phaun ließen sie in dieser Situation nicht im Stich. Doch tief in ihrer Seelenwelt vertraute die zierliche Waldbewohnerin auf ihre Götter.
So ließ sie sich nun auch ohne weitere Schwierigkeiten das Halsband anlegen und strich mit den Fingern ihrer rechten Hand darüber. Der Dunkelelf zog das Halsband einen Augenblicklang peinigend so stramm das es der jungen Frau die Kehle zuschnürte, und diese begann mit weitaufgerissenen Augen nach Luft zu röcheln. Als ihr Peiniger das Halsband dann wieder etwas lockerte, drang ein Hustenreiz ihre Kehle empor, und störte die Stille der Nacht. Dann beugte er sich mit seinen Lippen ganz nah an ihr Ohr und flüsterte ihr zu:
„Sei eine brave kleine Schlampe und dir wird es gut gehen!“
Junos Augen weiteten sich bei den Worten des Mannes, und ihre Ohren senkten sich waagerecht als Zeichen ihrer Unterwürfigkeit. Dann befestigte er die Leine an dem ledernden Band am Hals seiner gefangenen Sklavin und zog diese mit einem starken Ruck hinter sich aus dem Wagen. Bei dem plötzlichen Ruck fiel Juno beinah vor die Füsse des Dunkelelfen. Sie fing sich jedoch mit einer Hand am Boden ihrer Zelle ab und richtete sich sofort wieder auf. Sie trat aus dem Gefängnis heraus und folgte mit zu Boden gerichteten Blick, wie ein gezähmtes Tier ihrem Herren. Abermals spürte sie die begierigen Blicke auf ihrer entblösten Erscheinung. Diesmal kamen sie von dem Fackelträger der sich angetan von dem was er sah mit der Zunge über die Lippen leckte. Als dieser abgesandte des dunklen Reiches es sich seinerseits nicht nehmen ließ der attraktiven gefangenen an den Hintern zu packe. Entwich ihrer Kehle ein leiser Geräusch der schmerzhaften Abneigung, und zuckte beim Gefühl des Griffes auf der durch die Kälte überreizte Haut zusammen.
Wieso tun die das..? Ich gehorche doch nun schon...Das tut so weh... und mir ist so schrecklich kalt.
Ohne aufzublicken folgte die Fuchshybridin dem Dunkelelfen, und versuchte dabei jegliche Blicke und Äußerungen die um sie herum getuschelt wurden zu überhören.
„Was meinst du… ob die auch so schreit wie die Andere?“
„Das hoffe ich doch, obwohl ich nicht verstehe warum sie bei deinem kleinen Schwanz so aufgeschrien hat.

Doch es gelang ihr nur bedingt und so schaute sie für einen Augenblick flüchtig zu den zwei Wachen herüber, bevor sie ihren Blick nach vorne richtete und das große prasselnde Lagerfeuer erblickte. Welches ihre Haut mit jedem Schritt dem sie näher trat mehr und mehr mit seiner angenehmen Wärme liebkoste.
Hmmm... ist das schön warm..
Juno schloss kurz die Augen und genoss dieses herrlich umschmeichelnde warme Gefühl. Um das prasselnde Feuer herum saßen eine Vielzahl von speisenden und trinkenden Dunkelelfen. Als der Leinenführer das lang ersehnte Objekt der Begierde in die Mitte des Lagerfeuer und zu den Füssen ihres eindrucksvollen, hünenhaften Offiziers führte. Trat er dem zarten Geschöpf an seiner Leine in die Kniekehlen und zwang sie somit sich vor dem Anführer zu verbeugen. Die heranwachsende Frau schaute auf, und fixierte die Gestalt vor ihr mit ihren Blicken.
Dieser tat es ihr gleich und betrachtete das liebreizende Geschöpf vor seinen Füssen. Wo zuvor noch lautstarke Unterhaltungen und Gelächter herrschte, war im nächsten Moment eine wohltuende Stille eingekehrt. Juno schaute sich kurz um und sah wie die Dunkelelfen stillschweigend und scheinbar auf etwas wartend zu ihrem Anführer schauten.
Dann richtete der Offizier seine ungewohnt ruhigen, jedoch mit ernstem Klang mitschwingenden Worte an das liebreizende Geschöpf vor ihm.
„Es gibt zwei Regeln für dich, die du befolgen wirst“
„Erstens! Du tust was man dir sagt oder meine Leute werden dich schänden.
Zweitens! Du wirst nicht versuchen weg zu laufen oder meine Leute werden dich schänden.“
Als ein paar Dunkelelfen anfingen erfreut bei diesem Gedanken zu Grinsen, schaute Juno in die Richtung der Männer und schluckte schwer. Diese verstummten jedoch sogleich als sie den Blick ihres Anführers spürten. Dann fuhr der mächtige Dunkelelf fort.
„Glaube nicht, dass wir nichts von deinem kleinen Eichhörnchen wissen, sieh es als Geschenk, so lange du artig bist. Ansonsten weißt du ja was mit dir passiert und dein kleiner Freund gesellt sich sonst zu seiner Verwandtschaft!“
Junos Blick folgte dem Zeigefinger des Offiziers, der auf seinen Untergebenen zeigte. Dieser war kein anderer als der Dunkelelf mit den Lilafarbenen Augen dessen besondere Bekanntschaft Juno bereits gemacht hatte. Und der sich im Geiste der heranwachsenden jungen Frau bereits einen ungewollten Eindruck hinterlassen hatte.
Dann schaute sie in die Richtung aus der sie gemeinsam kamen, wobei ihre Gedanken bei dem kleinen Wotan waren.
Ihr Blick schweifte wieder zum Offizier und stillschweigend nickte sie diesem bestätigend und erfurcht gebieten zu.
„Ich denke wir haben uns verstanden und nun will ich etwas sehen für meine Gastfreundschaft. Tanz für mich und meine Männer!“
Die Sklavin Juno nickte und erhob sich aus ihrer knienden Position. Sie schaute sich einmal komplett um und erblickte wie einer der Dunkelelfen ein Musikinstrument hervorholte und begann darauf zu spielen. Dazu erklang ein für die Sklavin unbekannt klingendes Lied. Sie lauschten dem Refrain des gesanges sowie dem Rhytmus der Laute. Schloss dann die Augen und stellte sich vor sie wäre wieder in ihrer vertrauten sicheren Heimat. Zwischen den im Wind rauschenden Blättern der Bäume, und den sich filigran windenden Gräsern. Würde den unterschiedlichen Gesängen der Vögel und den Gesprächen der Tiere des Waldes lauschen. Dabei begann sie nun wie von selbst zu Tanzen.
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... GCsyshUU-A
Anfänglich noch unsicher und verängstigt setzte das hinreizend wirkende Waldgeschöpf abwechselnd erst den einen und dann den anderen Fuss überkreuzend und elegant hintereinander. Es folgten Bewegungen in denen die junge Schönheit ihre Arme geschmeidig wie Blätter und Grashalme im Wind wog. Ihr schöner Körper windete, bog und steckte sich wie flüssiges Wasser. Sie vollführte Bewegungen die deutlich an die Tierwelt erinnerten. Brach dann in sich zusammen, nur um im darauffolgenden Moment wie der Phönix aus der Asche wieder aufzuerstehen. Ihre Bewegungen waren von höchster Anmut und Geschmeidigkeit. Sie streckte und beugte die Beine wie es kaum eine anderes weibliches Geschöpf konnte. Manche würden bei Junos Anblick an eine Elfe denken, so geschmeidig bewegte sie sich auf den Zehenspitzen. Sie vollführte sowohl kreisende als auch springende Pirouetten. Und vollführte dabei mit den Armen die eindrucksvollen Figuren. Ihr Fuchsschwanz wirkte dabei wie ein natürliches Accessiour welche ihre Bewegungen noch zarter und fließender wirken ließen. Juno genoss während ihrer Tanzeinlage die aufkeimende wohltuende Wärme des Feuers. Und die wenigen Momente absoluter unbeschwerter Freiheit und Glückseeligkeit. Die Kühle der Nacht die zuvor so hart an ihrer Haut gezerrt hatte, wich nun der Wärme des prasselnden Feuers. Dabei entstanden schimmernde süß duftende Schweißperlen auf ihrer Haut, die sich mit jeder Drehung wie ein Schleier in der Umgebung zerstäubte, oder mit leisem knistern im Feuer verpufften. Dieser betörende Duft der an süße Früchte erinnerte, würde wohl auch den Nasen der Dunkelelfen nicht entgehen. Was daraufhin noch geschah hätte man wohl nur als einen natürlichen Zauber der Natur oder als Halluzination erklären können. Denn nun wirkte es als würde der durch das flackernde Feuer entstandene Schatten des tanzenden Waldgeschöpfes lebendig werden. Und sich sowohl unabhängig als auch gemeinsam, ihr lebendes Abbild Hand in Hand in ihrem Tanz ergänzen und unterstützen. Erst als sich das Lied mit seinen letzten Akkorden dem Ende neigte, sah es so aus als würde sich die Schattensilhouette mit einem Handkuss bei ihrem lebenden Abbild für diesen gemeinsamen Tanz bedanken. Bevor dieser wieder auf mysteriöse Weise mit Junos Körper verschmolz. Die Tanzeinlage endete mit dem Zusammensacken vor den Füssen des Offiziers. Etwas Atemlos und mit leicht zerzauster Frisur blickte sie auf, und wartete darauf wie der Dunkelelfenoffizier auf ihre Vorführung reagieren würde. Der kleine Wotan hatte währenddessen ein wenig abseits dem Lautenspiel, sowie Junos tanz mitverfolgt. Und hatte sich dann mit flinken Füssen auf den Weg gemacht, einen Weg zu finden seine geliebte Freundin aus den Fängen der Dunkelelfen zu befreien.
Zuletzt geändert von Juno am Dienstag 13. November 2012, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Gestalt » Sonntag 4. November 2012, 18:05

Der Tanz ließ alle Anwesenden verstummen, es war ein Wunder das der Lautenspieler nicht Aufhörte seinem Instrument weiterhin Töne zu entlocken oder das ihm nicht die Stimme versagte. Die
Bewegungen der Hybridin im Takt zu dem Lied waren eigentlich eine Verschwendung von Talent, denn diese Melodie erklang meist in Dunkelelfen- Tavernen und war ein plumpes Sauflied. Doch die Bewegungen von Juno machten daraus etwas ganz Anderes. Keinem der Anwesenden war aufgefallen, wie der Musiker unbewusst aufgehört hatte zu singen und nun
eine Melodie spielte, die alle hier noch nie gehört hatten. Es lief alles wie von Geisterhand oder vielleicht, besser gesagt, von Gotteshand? Schwer zu sagen, doch als die Musik endete und Juno vor den Füßen des Offiziers zusammen sank, herrschte stille. Nur das Knacken der Äste im Feuer war zu hören. Alle Anwesenden starrten Juno mit offenem Mund an, außer dem Offizier. Dieser behielt weiter seine Mine aus Stein, war er denn nicht zu erweichen? Doch genau als Juno befürchtete sie würde bestraft werden, weil sie nicht gut genug war, huschte ein kurzes, winziges, kaum sichtbares Anheben
der Mundpartie von Lukra, ein Hoffnungsschimmer. Er ließ seine Hände kurz zweimal auf einander schlagen. Ein mickriger Applaus für die Darbietung die die junge Fuchsfrau gerade
abgeliefert hatte. Nur musste man betrachten von welchem Wesen dies ausging, wenn Lukra auch nur einen Hauch lächelte, dann war das gleichzusetzten mit dem gesamten Königreich
Jorsas, was wild applaudierte. „Anscheinend bist du doch mehr Wert als manch Andere, die wir gefangen haben.“ Sein Blick ging wieder zu dem Elf mit den lila Augen. „Ralandir! Bring sie wieder in den Wagen und gib ihr etwas zu trinken und zu essen.“ Der Blick von Lukra ging noch einmal kurz zu Juno, dabei blieb sein Blick für einen flüchtigen Moment auf ihren Verband hängen. Durch ihre Anstrengung war die Wunde wieder leicht aufgegangen und verfärbte die Bandage rot. „Sagt dem Heiler Bescheid, er soll sich ihre Verletzung noch einmal anschauen und bringt ihr Kleidung. Ich will nicht, dass sie krank ist, wenn sie verkauft wird. Das würde nur den Preis Drücken, der gerade deutlich gestiegen ist!“ Ralandir nickte kurz und befestigte wieder die Leine an ihrem Halsband, die er kurz vor dem Tanz gelöst hatte. Diesmal musste er nicht an der Leine ziehen, denn Juno kam bereitwillig mit. Sein Bruder begleitet sie diesmal nicht, er blieb am Feuer und genehmigte sich etwas von den Speisen und Tränken, die hier bereitstanden. Lukra hatte schließlich nicht ihm gesagt, er sollte die Gefangene wegbringen. Der Weg zurück verlief eher unspektakulär, die meisten Männer legten sich hin und die, die Wache halten mussten, blickten in den Wald. Keiner schenkte den Beiden Interesse.

Beim Wagen angekommen musste Juno wieder ins Gefängnis steigen. Zum Glück war es Nacht. Denn sonst hätte sie den abgehackten Kopf der Adeligen gesehen, der an ihrem Wagen hing. Das hätte dem zarten Geschöpf wahrscheinlich den Rest gegeben. Als sie sich in dem Gefährt befand, machte Ralandir ihr die Leine und das Halsband ab und schloss die Tür wieder. Juno konnte sich erst einmal ausruhen von den seelischen Strapazen, die sie gerade erlitten hatte. Denn nicht jeder verkraftete es, nackt vor einer Horde mordender Dunkelelfen zu tanzen. Alleine in ihrer neuen Behausung stellte sie fest, dass sie wirklich alleine war. Wo war Wotan? Dieser hatte sich doch noch vor Kurzem unter den Fellen versteckt. Juno suchte ihr Gefängnis ab und hob jede Decke dreimal an. Doch nirgends gab es eine Spur von ihrem rotbraunen Freund. Viel Zeit um sich Sorgen um ihn zu machen hatte sie nicht, als sie die Schritte einer Person hörte, die sich ihrem Wagen näherte. Die Tür öffnete sich kurz und jemand betrat den Wagen. Dahinter konnte sie den Dunkelelfen mit seinen lila Augen sehen, die in der Nacht, wie es schien, leuchteten, bevor er die Tür schloss und Juno mit ihren Gast
alleine ließ. Die Umrisse der Gestalt ließen darauf schließen, dass dort gerade ein Kind vor ihr stand. Als diese Person aber eine Kerze aus seiner schwarzen Kutte zückte, diese dann geschickt
anzündete und auf das kleine Fensterbrett stellte, erkannte man ein rundliches, rosafarbenes Gesicht. Vor Juno stand gerade ein Gnom, ein ziemlich alter Gnom. Er hatte schon einige Falten im Gesicht und seine Augen waren umhüllt von einem weißen Schleier. Viele Haare besaß er nicht mehr und die Meisten waren schon ergraut. Der Gnom hielt die Hände nach vorne gerichtet und ging auf die junge Füchsin zu. „Entschuldige mein Kind, ich kann leider nicht mehr sehen, kannst du mir bitte entgegenkommen, damit ich deine Wunde behandeln kann.“ Seine weit geöffneten Hände suchten vergebens nach Halt. Als sich Juno auf ihn zu bewegte und instinktiv ihr Gesicht von seinen Fingern berühren lies, erstrahlte das Gesicht des blinden, alten Gnoms. Seine Hände tasteten zielsicher Junos
Gesichtszüge ab. Sie gaben dabei eine eben solche Wärme ab, wie das Lagerfeuer der Dunkelelfen. „Bei den Göttern, du lebst noch Kind. Ich hatte mir solche Sorgen gemacht, dass sie dich auch getötet hätten.“ Eine Träne der Freude lief an seinem linken Auge hinab und durch das Licht des Mondes blitzte sie kurz auf. „ Komm setz dich hin, wir haben nachher alle Zeit um zu reden. Dieser Ralandir wird bald wieder da sein und uns was zu essen bringen, sowie ein paar Kleider für dich. Aber lass den alten Gregor erst einmal deine Wunde behandeln.“
Juno kam dieser Aufforderung sofort nach, sie hatte keine Scheu vor diesem Mann. Alles an ihm strahlte ein Gefühl von Geborgenheit aus. Was mehr als seltsam erschien in dieser Umgebung. Nachdem sich die Hybridin zu dem alten Gnom gesetzt hatte, griffen seine Hände geschickt an den Verband. Innerhalb kürzester Zeit war dieser abgenommen und die Wunde lag frei. Zum ersten Mal konnte Juno einen Blick auf ihre Verletzung erhaschen und dieser Anblick würde ihr nicht gefallen. In der Mitte ihrer rechten Schulter klaffte ein daumendickes Loch. Die Haut um die Wunde war stark gerötet und Juno, mit ihren feinen Geruchssinn, vernahm einen verwesenden Duft. Der alte Gregor roch auch kurz an der Wunde und verzog das Gesicht „Nicht gut!“ Dabei schüttelte er den Kopf, seine Fingerspitzen tippten vorsichtig um die Wunde und als Juno kurz auffiepte nickte der Alte. „Das habe ich mir gedacht. Eigentlich wollte ich das nicht tun, aber ich muss die Wunde wieder öffnen und
reinigen, danach muss sie verödet werden, damit sie sich nicht wieder infiziert.“ Sein trüber Blick suchte den ihren. „Kindchen, ich sag es dir lieber gleich, das wird höllisch wehtun und du wirst eine Narbe davon tragen. Aber, und das ist das gut, du wirst überleben.“ Ein kurzer Hustenanfall durchzog den alten betagten Körper. „Entschuldige Kleines, ich gebe dir einen Rat: Werde niemals alt.“ Er lächelte kurz, bevor die Tür des Gefängniswagens geöffnet wurde. Zwei lilafarbende Augen richteten sich auf die Beiden. „Gnom deine Tasche..,“ er legte die riesige Ledertasche mit beiden Händen in den Wagen. „Tänzerin! Etwas zum anziehen, sowie etwas zu trinken und zu essen. Ich hoffe ich darf sie bald wieder bei Faldors Schlemmertruppe begrüßen.“ Er donnerte die Tür zu, schloss die Kette und bewegte sich, lachend über seinen eigenen Witz, fort. „Kindchen, sei so gut und gib mir die Tasche.“ Nachdem Juno der Aufforderung nachkam, öffnete der alte Heiler zielsicher seine Tasche und holte einige Sachen hervor. Zuerst eine Zange, dessen Spitze zwei Platten waren die leicht in sich gebogen waren. Dann einige Tücher, ein Gefäß mit Wasser und die größte Kerze, die Juno je gesehen hatte. Sie hatte eine gräuliche Färbung und roch nach verschiedenen Kräutern. Das verriet zumindest Junos feine Nase. Doch welche genau, konnte sie nicht sagen. Die Kerze war ungefähr so breit wie zwei Fäuste und eine Elle lang. Am Schluss stellte er noch eine Schüssel vor sich. Er holte zwei Feuersteine aus seiner Kutte hervor und schlug sie über den Docht der riesigen Kerze zusammen. Es funktionierte gleich beim ersten Mal und die Kerze brannte. Der komplette Wagen wurde durch das Licht der riesigen Kerze erleuchtet und die Schatten tanzten in ihm. Der Geruch, den die Kerze verströmte, hatte eine beruhigende Wirkung auf die junge Hybridin und sie wurde auch leicht schläfrig. „Leg dich jetzt hin, Kleines, egal wie weh es tut, du musst still halten, sonst wird es nur schlimmer oder ich beschädige etwas, was lieber nicht beschädigt werden sollte.“
Als Juno der Aufforderung nachkam blickte der Alte ihr fürsorglich ins Gesicht. „Ich beeile mich, versprochen!“
Seine Hände öffneten das Glas mit dem Wasser und er goss es in die Schüssel. Auch hier verriet Juno der Duft, dass dies kein normales Wasser war. Es roch irgendwie nach Minze. Gregor hielt seine Hände kurz über das Feuer, es sah aus als würde er seine Hände in Dampf waschen. Noch einmal griff er in seine Tasche und holte ein kleines Messer hervor. Die Klinge war gerade mal so lang wie ein Zeigefinger, er zupfte sich von seinem dünnen, grauen Haupthaar eine Haarsträhne ab und lies sie auf die Klinge fallen. Kaum als die Strähne die Klinge berührte, wurde sie geteilt. Der Alte nickte zufrieden, hielt die Klinge ebenfalls über den Dampf der Kerze und befeuchtete sie kurz mit dem Wasser aus der Schüssel. Jetzt beugte er sich über Juno. „Ich muss den Wundbrand herausschneiden, versuche so still wie möglich liegen zu bleiben.“ Seine Hände glitten noch ohne die Klinge an den Rand von Junos Wunde entlang. Die Füchsin spürte ein Prickeln auf der Haut, wo sie berührt wurde und danach, wie die berührte Haut taub wurde. Der Gnom tippte noch einmal gegen die Stellen, die vorher der kleinen Frau Schmerzen bereitet hatten, doch diesmal spürte sie nichts. Noch einmal nickte er und schnitt mit seiner Klinge die mit Wundbrand infizierten Stellen heraus.
„Tu dir selbst einen Gefallen und schau weg.“ Es dauerte nicht lange und der Wundbrand war herausgeschnitten. Jetzt kam die Zange zum Einsatz, die beiden Platten gruben sich in das Fleisch der Frau und drückten es auseinander. Diesmal merkte Juno ein ziehen, doch es war noch auszuhalten. Die Klinge schnitt die Wunde weiter auf und Gregor holte ein Finger großes Stück Fleisch das von Eiter zerfressen war hervor. Der Geruch war widerlich und brachte die Patientin fast dazu, sich zu übergeben. „Nicht bewegen“ , fauchte er leise, er tauchte die Klinge noch einmal in die Flüssigkeit und schnitt noch einmal in der Öffnung entlang. Danach packte er das Messer beiseite und tauchte ein Tuch in die Flüssigkeit und wischte in der Öffnung ein weiteres Mal entlang.
Als er fertig war wischte, er sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn. „Gut, das war der schwere Teil, jetzt kommt aber der Schmerzhafte. Ich werde jetzt…, “ dabei holte er ein breites Metallstück hervor. „… dieses Metall erhitzen und damit deine Wunde schließen. Du kannst ruhig schreien, wenn du dich bewegen musst, drück dich gegen den Metallstab, verstanden?!“ Als sie nickte, schenkte er ihr ein herzerweichendes Lächeln und zeigte dabei seine makellosen, weißen Zähne. Es war erstaunlich, dass er in seinem Alter noch solche Zähne besaß, nur hatte Juno andere Sorge, als sich darüber Gedanken zu machen. Lange hielt der Heiler den Metallstift mit seinen Händen über die Flamme, erst als seine Hände so heiß wurden, dass der Geruch von verbranntem Fleisch entstand, nahm er den Gegenstand vom Feuer und drückte es in einer fließenden Bewegung auf Junos Schulter. Sofort zischte die Haut unter der Hitze und die Schmerzen breiteten sich wie ein Feuerwerk in ihren Körper aus. Juno tat das, was ihr der alte Mann gesagt hatte und drückte sich gegen das Metall. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schmerzes nahm er das nicht mehr ganz so heiße Metall von Junos Körper und blickte sich seine Arbeit an.
„Das sieht erst mal ganz gut aus. Deine Schulter wird noch ein paar Tage weh tun. Solltest du aber deine rechte Hand nicht spüren, verlange sofort nach mir. Es wird eine Narbe entstehen, aber keine besonders Große.“
Er hustete wieder und brauchte eine Zeit um sich wieder zu beruhigen. „Verzeih! Dieser Husten wird mich noch eines Tages umbringen.“
Wieder einmal lächelte er während er sprach. „So jetzt hast du mir aber lange genug zugehört, du kannst dir ruhig Bewegung verschaffen, wenn dir danach ist. Nimm dir was von dem Essen und Trinken. Dann kannst du mich alles fragen, was dir auf deiner Seele liegt. Ich probiere deine Fragen so gut wie möglich zu beantworten.“
Er zwinkerte ihr zu und während Juno sich zum Essen begab, begann er seine Arbeitsutensilien zu reinigen und zu verstauen.
Bild

Benutzeravatar
Juno
Gast
Gast

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Juno » Montag 5. November 2012, 15:52

Eine ungewöhnliche Stille breitete sich im Lager des Versorgungstrupps der Dunkelelfen aus. Diese Stille schien geradezu beunruhigend auf die ebend noch tanzende Gefangene zu wirken. Innerlich gespannt auf eine Reaktion des Dunkelelfenoffiziers wartend, schaute sie diesen schüchtern und verängstigt an. Doch in dessen unheilvoll dreinblickender Mimik war...nichts! Nicht einmal das kleinste Zucken huschte über das steinernde Antlitz des Dunkelelfen. So ließ ihr Blick für ein paar wenige Augenblicke von der eindrucksvollen Erscheinung des Offiziers ab und schaute sich mit vorsichtigen Kopfbewegungen um. Ausnahmslos alle Dunkelelfen um sie herum saßen ebendfalls wie gebannt auf ihren Plätzen und schauten zu ihrem erfurchtgebietenden Anführer.
Was geht hier vor?...Warum sind die plötzlich alle so still?...Hat ihnen womöglich mein Tanz nicht gefallen?...Hab ich mich nicht genug angestrengt?
Ohh Gott...hoffentlich schänden sie mich nicht!! Ich will mein Unschuld nicht an diese Monster verlieren...bitte nicht!

Noch bevor sich das im Geiste sorgenvolle Geschöpf ihren inneren Ängsten und Vermutungen hingeben konnte, löste etwas die ungewohnte Stille und die damit verbundene Unruhe der hybridischen Tänzerin auf. Dieses Geräusch ging mit einer Geste einher mit der ausnahmslos niemand der Anwesenden jemals gerechnet hätte. Denn zwei mächtig große Hände trafen wenn auch nur für den Bruchteil weniger Augenblicke aufeinander und zeugten somit ihren Respekt für die zuvor sehr unterhaltsame und beeindruckende Vorführung. Großes erstaunen breitete sich einmal komplett unter dem Dunkelelfentrupp aus und ließ diese beeindruckt zu ihrem hoch angesehenen Offizier schauen. Auch Juno richtete daraufhin wieder respektvoll und unterwürfig schauend ihren verschüchterten Blick ins Antlitz des Offiziers. Dort erblickte sie eine sehr kurze Regung im Gesicht des Mannes, welche sich genauso schnell wieder auflöste wie sie entstand.
Was war das?..Hat er gerade gelächelt?... Hat ihm womöglich mein Tanz doch milde gestimmt?
Noch bevor Juno ihren Gedanken genauer nachgehen konnte, wurde sie erneut von jener unheilvollen Sprache zurück in die Wirklichkeit geholt.
„Ralandir! Bring sie wieder in den Wagen und gib ihr etwas zu trinken und zu essen.“
Sie zuckte leicht zusammen und presste ihre Ohren schützend nahe an ihr Haupt. Dabei wandte sie ihr hübsches Gesicht von dem Offizier ab und schaute ins leere. Sie mochte diese Sprache nicht. Es machte ihr Angst ihrem Klang zu lauschen. Es schmerzte ihr in den Ohren. Zudem verstand sie kein einzelnes Silbe von dem was sie besprachen. So bemerkte Juno auch nicht an wen die Worte des Offiziers gerichtet waren. Als dieser wieder seine Augen auf die vor ihm kniende Schönheit richtete, spürte Juno seinen Blick auf ihrer Haut. Es war ihr immernoch sichtbar peinlich so nackt und stellenweise frierend von einer Horde bösartiger Männer wie ein begehrenswertes, sinnliches Stück Fleisch betrachtet zu werden.
Während sie erneut mit ihren Gedanken abschweifte, registrierte sie unbewusst die weiteren unverständlichen Worte des Dunkelelfen, an seinen Untergebenen.
„Sagt dem Heiler Bescheid, er soll sich ihre Verletzung noch einmal anschauen und bringt ihr Kleidung. Ich will nicht, dass sie krank ist, wenn sie verkauft wird. Das würde nur den Preis Drücken, der gerade deutlich gestiegen ist!“
Als dessen Worte endete, lauschte die junge Fuchshybridin wie sich hinter ihr Schritte näherten. Sie wandte den Kopf in dessen Richtung und erblickte wie sich de Dunkelelfen mit seiner ledernen Leine ihr näherte und diese ohne weiteres anlegte. Ohne jegliche Gegenwehr, ließ die inzwischen ausgezehrte wirkende, müde und gedemütigte Gefangene ihren Leinenführer gewähren. Juno erhob sich und folgt ihm stillschweigend zurück zu dem kleinen Gefängniswagen. Dort stieg sie, nachdem der Dunkelelf Ralandir ihr die Tür geöffnet hatte wieder ein. Ralandir betrat kurz nach ihr das Gefängnis, um ihr das Halsband und die Leine zu entfernen. Dabei wandte sie sich noch einmal hoffnungsvoll suchend zu ihrem dunklen Begleiter um und schaute ihm hilfesuchend in die lilafarbenen Augen. Mit dieser Geste hoffe die junge Frau in den Augen ihres bisher am engsten stehenden Peinigers, einen Funken Güte und Mitgefühl für sie zu entdecken. War er doch schließlich genau wie sie anders als die anderen. Doch was die Farbe seiner Augen ihr versprachen, lies der Rest seines Gesichtes kalt und gefühllos erscheinen. So löste sie ihren Blick wieder von dem seinen und schaute auf die Felle unter ihren Füßen. Das nächste was sie hörte war, wie der Dunkelelf nach draußen trat und hinter sich die Zelle verschloss. Die Hybridin lies sich erschöpft und müde auf die Knie fallen und begann dann eine Felldecke nach der anderen anzuheben. Sie schien etwas zu suchen, nur was...."WOTAN!?" "Wotan wo steckst du mein kleiner Held!?"
Doch schon bald musste Juno zu ihrem Leidwesen feststellen, dass das Eichhörnchen welches ihr doch vor dem göttlichen Hirsch geschworen hatte bei ihr zu bleiben, sie in ihrer Abwesenheit und ohne sich zu verabschieden verlassen hatte. Traurig über das Verschwinden ihre kleinen Freundes, setzt sich das junge Fuchsfräulein auf die Felle, zog die Knie nahe an sich heran und bedeckte ihren Körper wärmend mit einem der weichen warmen Felle. Gerade als sie sich verträumt in ihre Gedankenwelt zurückziehen wollte, hörte sie erneut Schritte die von außen auf ihren Gefängniswagen zukamen. Aus der Angst heraus, nochmals nach draußen in die kühle Nacht zu müssen, um für weitere demütigende Unterhaltung des dunklen Packs zu sorgen. Verkroch sich die junge Frau tiefer und schützend in die Tierfelle ihrer schäbigen Unterkunft. Es erklangen ein paar metallische Laute, sowie das Rasseln des Kettenschlosses bevor sich die Tür des Gefängnisses mit einem knarren öffnete und jemand zu ihr in den Wagen stieg. Juno schaute an der in der Dunkelheit kindlich wirkenden Person vorbei. Und richtete dabei ihren misstrauisch fragenden Blick auf den Dunkelelfen Ralandir mit seinen lilafarbenen Augen. Dieser schaute sie nur mit kaltem Blick an und verschloss dann wieder die Tür. Erst jetzt schweifte Junos Blick zu der kleinen Gestalt vor ihr. Zuerst wusste Juno garnicht wie sie auf ihren neuen Gast reagieren sollte, geschweige denn wie sie sich ihm mitteilen sollte. Dafür war sie in ihrem momentanen Zustand einfach viel zu erschöpft und müde. So betrachtete sie lediglich erstmal still was die kindliche Gestalt tat. Diese schien soweit die heranwachsende Fuchshybridin das erkennen konnte eine Kutte zu tragen, aus der sie etwas herausholte, das in seiner Silhouette wie eine Kerze wirkte, und diese dann geschickt anzündete, und auf das kleine Fensterbrett stellte. Erst jetzt durch das anfängliche aufflackern der Kerzenflamme wurde die kleine Gestalt in all seinen feinen Details sichtbar. Oh..ein älterer Herr!?...Was er wohl vor hat? fragte sich Juno innerlich. Doch schien dieser ihr gänzlichst fremde Herr aus unerfindlichen gründen nicht bedrohlich zu sein. Nein..sie verspürte sogar das Gefühl, das sie diesen älteren Herren schon einmal begegnet sei. Sie schaute ihm in die Augen, die von einem weißen Schleier umhüllt waren.
Was ist mit seinen Augen?
Als der ältere Herr mit nach vorne gerichteten offenen Handflächen ein paar Schritte auf Juno zubewegte, bemerkte sie anhand seiner Bewegungen, das dieser sie scheinbar nicht sah. Innerlich erschrocken erkannte sie seinen Zustand.
Bei Florencia und Phaun...der arme Mann hat seine Sehkraft verloren.
Bei diesem Gedanken schlug sie unbewusst die Hände vor ihren Lippen zusammen. Dann lauschte sie den Worten des alten.
„Entschuldige mein Kind, ich kann leider nicht mehr sehen, kannst du mir bitte entgegenkommen, damit ich deine Wunde behandeln kann.“
Der zuvor noch unsichere und vorsichtige Blick, so wie die Gefühle der jungen Frau verloren sich schnell bei dem Anblick des hilflosen alten kleinen Mannes und wurde durch ein tiefes Empfinden von Mitleid und Hilfsbereitschaft abgelöst. So löste sich die Fuchshybridin flink aus ihrer schützenden Position und trat dem deutlich kleineren Männlein entgegen. Sie hockte sich vor ihm hin und hielt seine Hände für einen Moment in ihren. Dabei fixierten ihre smaragdgrünen Augen besorgt die trüben des alten Mannes. Sie sah auf seine von Falten geprägten und von Geschichte geprägten Hände. Dann führte sie die beiden Hände des Mannes an ihre weiche kühle Wange. Wo sie begannen mit den Fingerspitzen ihre zarten Gesichtszüge abzutasten. Die wohltuende beruhigende Wärme die seine Hände wiedergaben, veranlassten die Fuchhybridin dazu sich ihnen mit ihrem Ganzen Gesicht entgegen zu schmiegen. Dabei entwich ihr ein voller Herzenswärme befreiendes seufzen.
"Hmmm...warm...das tut so gut!!!" entwich es ihren Lippen leise. Dabei schloss sie genüsslich die Augen und genoss das Gefühl.
Sie öffnete ihre Augen erst wieder, als sie den erfreuten Ausruf des alten hörte.
„Bei den Göttern, du lebst noch Kind. Ich hatte mir solche Sorgen gemacht, dass sie dich auch getötet hätten.“
Mit verwundertem und neugierigem Blick schaute sie dem alten ins Gesicht. Mit hauchzarter leiser Stimme erwiederte sie.
" Sie kennen mich!?...woher?" Doch als sie die Träne der Freude an seiner Wange herabgleiten sah, beschloss Juno vorerst ihre ganzen fragen für sich zu behalten und sie zu einem späteren Zeitpunkt zu stellen. Was sie jedoch jetzt schon begann zu beschäftigen war, woher der alte sie kannte. Und vorallem woher er ihr so bekannt vorkam.
Junos filigraner Zeigefingerspitze stoppte die Träne des alten Mannes und fing sie auf. Ihr Blick viel auf die im Mondschein glänzende flüssige Perle, woraufhin die Hybridin sie aus innerem Durst heraus von ihrer Fingerspitze leckte und genüsslich ausatmete."Hmm!!" Als seine liebevolle ruhige Stimme erklang, öffnete die heranwachsende Hybridin ihre Augen und schaute in das Gesicht ihres gastes.
„ Komm setz dich hin, wir haben nachher alle Zeit um zu reden. Dieser Ralandir wird bald wieder da sein und uns was zu essen bringen, sowie ein paar Kleider für dich. Aber lass den alten Gregor erst einmal deine Wunde behandeln.“
Die Fuchshybridin vertraute sich wie von selbst dem alten an und begann sich bedeckt mit der Felldecke zu ihm zu setzten. Still schweigend beobachtete sie sein Handeln. So begann dieser mit geschickten Handgriffen den Verband seiner Patientin zu entfernen und seinen geschulten Blick auf ihre blutende Wunde zu richten. Auch die junge Frau richtete nachdem der Verband entfernt war einen Blick auf ihre Verletzung. Was sie jedoch erblicken musste, lies ihre Augen vor Schreck erweiten.
Oh nein...das schaut ja furchtbar aus!..Ob es jemals wieder richtig verheilt?
Zu diesem erschreckenden Anblick ihrer Verletzung kam nun zusätzlich noch ein für Junos feines Näschen verwesender Geruch hinzu.
Dieser ließ sie unweigerlich die Nase Rümpfen und das Gesicht angewiedert verziehen.
Urgh!!..das stinkt ja furchtbar...eklig!.
Auch die Worte des alten Heilers bestätigten ihre Vermutungen.
„Nicht gut!“
Juno sah ihn an und betrachtete sein nachdenkliches Kopfschütteln.
"Was ist!?... können sie mich Heilen!?"
Seine Fingerspitzen tasteten den Rand ihrer stark geröteten Wunde ab, woraufhin die heranwachsende Hybridin kurz zusammenzuckte und die Luft schmerzhaft zischend zwischen ihren perlsweissen Zähnen einsog.
„Das habe ich mir gedacht. Eigentlich wollte ich das nicht tun, aber ich muss die Wunde wieder öffnen und
reinigen, danach muss sie verödet werden, damit sie sich nicht wieder infiziert.“
Er muss was!?...die Wunde wieder öffnen... Ohh nein...Florencia lass mich aus diesem Albtraum erwachen bitte!? betete Juno innerlich zu ihren Göttern. Doch ihr war klar das es keinen Weg an diesem Eingriff vorbei führen würde. So begegnete sie seinen suchenden trüb vernebelten Blick und lauschte seinen Worten.
„Kindchen, ich sag es dir lieber gleich, das wird höllisch wehtun und du wirst eine Narbe davon tragen. Aber, und das ist das gut, du wirst überleben.“
Dann folgt ein kurzer Hustenanfall des Heilers, woraufhin Juno ihre linke Hand beruhigend auf seine Schulter legte.
„Entschuldige Kleines, ich gebe dir einen Rat: Werde niemals alt.“
Die Lippen der schönen gefangenen formten sich bei der amüsanten Aussage des Heilers zu einem feinen Lächeln. Gerade als das zart beseelte Waldgeschöpf dahingehend Ansätze machte ihm etwas mitzuteilen, wurden sowohl der Heiler als auch Juno von einem Geräusch das von außen an ihr Gehör drang unterbrochen. Als sie die Tür des Gefängniswagens öffnete und der Dunkelelf Ralandir vor den Augen der beiden Insassen erschien. Dabei leuchteten seine lilafarbenen Augen im Mondlicht der Nacht.
„Gnom deine Tasche..,“ Erklangen die Worte hart und emotionslos aus seinem Mund. Dabei spitzte Juno besonders bei dem Begriff GNOM interessiert ihre Ohren.
Der alte ist also ein Gnom...schade das ich meine Tasche mit dem Buch der Völker nicht dabei habe...Aber vieleicht erzählt er mir ja später etwas von sich und seinem Volk wenn ich ihn nett Frage.
Der Dunkelelf trug eine riesige Tasche bei sich die er dem alten Heiler in den Wagen stellte.
Dann schaute sie Ralandir ins Antlitz als dieser sie ansprach.
„Tänzerin! Etwas zum anziehen, sowie etwas zu trinken und zu essen. Ich hoffe ich darf sie bald wieder bei Faldors Schlemmertruppe begrüßen.“
Sofort nachdem Ralandir seinen auswendiggelernten Text runtergeleiert hatte, knallte er die Tür wieder zu, schloss die Kette und entfernte sich laut lachend von dem fahrenden Gefängnis. Sofort viel Junos Blick auf den Stapel mit brauner abgewetzter Kleidung. Sowie der Mahlzeit aus Brot, Fleisch und Obst. Dazu hatte er ihr einen langersehnten Tonkrug mit klarem Trinkwasser hingestellt. Hmm Kleidung ...und etwas zu Essen...Wasser...jammnni!!!Zwar war die Mahlzeit nur sehr spärlich, doch in Junos Augen wirkte nach all ihren Tortouren wie ein Festmahl. Unbewusst leckte sie sich schon mit der Zunge begierig über die Lippen und wollte sich am liebsten sofort mit ihrem knurrenden Magen auf die Köstlichkeiten stürzen. Als der alte Gnom ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.
„Kindchen, sei so gut und gib mir die Tasche.“
Juno riss sich zusammen und kam der bitte des Heilers nach. So erhob sie sich kurz und brachte ihm die große schwere Tasche. Der alte öffnete seine Tasche und holte viele interessant aussehende Gegenstände hervor, von denen Juno einige noch nie zuvor gesehen hatte. Diese positionierte der Gnom teilweise zwischen sich und seiner Patientin sowie neben sich um gut heran zu kommen wenn er sie benötigte. Die gewaltige Kerze die der alte hervorholte, wirkte sofort entspannend und beruhigend durch ihren natürlich aromatischen Kräuterduft auf die Sinne der erschöpften Hybridin. Zudem war sie größer als alle Kerzen die sie bisher gesehen hatte. Als der heilende Gnom alles hatte was er brauchte, nahm er zwei Feuersteine in die Hände und schlug diese kräftig aneinander. Ein Funken entstand durch die starke Reibung und entzündete den Docht der Kerze.
Der Komplette Wagen erleuchtete daraufhin in angenehmen rot, orangetönen, und erweckte die Schatten ihrer selbst an den Wänden zum Leben. Durch das brennen des Dochtes verströhmte die Kerze ihren Duft nun noch intensiver als zuvor. Was dazu führte das sich die junge Gefangene leicht benommen und schläfrig fühlte. So verschwamm ihr Blick leicht und nahm die Umrisse sowie die Stimme des Heilers nurnoch verschwommen wahr. Sie hielt sich stützend mit einer Hand die Stirn und versuchte gegen die Benommenheit anzukämpfen.
"Hmmm...was ist das?...ich fühl mich plötzlich so schläfrig."
„Leg dich jetzt hin, Kleines, egal wie weh es tut, du musst still halten, sonst wird es nur schlimmer oder ich beschädige etwas, was lieber nicht beschädigt werden sollte.“
Die Patientin des Gnoms kam seinen Worten nach und bettete sich vor ihm auf den warmen weichen Tierfellen. Dann schloss sie die Augen und versuchte sich zu entspannen.
„Ich beeile mich, versprochen!“
Ein bestätigender Laut entwich Junos Lippen und lies dann dem alten heiler seine Arbeit verrichten. Die Fuchshybridin lauschte entspannt was um sie herum geschah. So hörte sie das Plätschern von Wasser was in eine Schüssel floss. Die Geräusche die seine Instrumente machten und die entspannte Atmung des Gnoms bei seinen Vorbereitungen.
Dann als er fertig war spürte sie wie er sich über sie beugte und dann zu ihr mit fürsorglicher Stimme sprach.
„Ich muss den Wundbrand herausschneiden, versuche so still wie möglich liegen zu bleiben.“
Juno nickte, öffnete die Augen und schaute über seiner Schulter hinweg an die Decke ihres Quartiers. Als dann seine Hände sanft und vorsichtig über den Rand ihrer Wunde glitten, spürte sie ein angenehmes Prickeln welches sich zu einer wohltuende Taubheit ausweitete. Als der Heiler nochmals auf die zuvor schmerzende Stelle tippte, spürte Juno zu ihrer Verwunderung garnichts. Dabei war auch ihr bestens die heilende Wirkung der Pflanzen bekannt. Auch in dem Moment indem der alte begann die mit Wundbrand infizierte Stelle herauszuschneiden spürte die heranwachsende junge Frau lediglich ein leichtes ziehen und drücken, welches aber durchaus zu ertragen war. Lediglich das vereinzelte zusammenziehen ihres gesichtes zeugten von der gelegentlichen Unannehmlichkeit. Die beruhigenden Worte des Gnomes taten ihr übriges um sie zu entspannen.
Als der erste Schritt beendet war, setzte der Gnom sofort seine Behandlung fort und nahm nun eine seltsam gebogene Zange zur Hand. Die er in das offene Fleisch seiner Patientin grub und dieses auseinander bog. Erneut verzog Juno ihr hübsches Gesicht,so hinterließ dieser Eingriff schon bedeutend mehr seine unangenehme Wirkung. Zwar spürte sie wie der Heiler mit seiner Klinge in ihrer Wunde bohrte, doch war auch dieser Schritt noch zu ertragen. jedoch zeichneten sich jetzt die ersten Spuren der Behandlung bei Juno ab.Schweißperlen bildeten sich sowohl auf Stirn, Gesicht, Hals und Dekoltee. Zudem wurde ihre Atmung schwerer und unregelmäßiger. Als der Gnom letztendlich das eitrige Stück Gewebefleisch herausholte verzog Juno angewiedert das Gesicht und sich einen Brechreiz nur knapp unterdrücken.
„Nicht bewegen“ fauchte er leise.
Als der Gnom für Juno sichtbar noch einmal seine Klinge säuberte um dann den Rest des schadhaften Gewebes herauszuschneiden. Als er fertig war mit seiner Prozedur, nahm er ein Tuch das er zuvor in das Wasser heilkräuterduftende Wasser tauchte und wischte damit einmal in der sauberen Wunde um diese zu beruhigen. Als er fertig war schaute ihm Juno ins Gesicht und erkannte das auch ihn dieser Eingriff einiges an nerven gekostet hatte. Doch Juno wusste das dies noch nicht alles war. So erläuterte der Gnom ihr den nächsten Schritt seines Vorhabens.
„Gut, das war der schwere Teil, jetzt kommt aber der Schmerzhafte. Ich werde jetzt…, “ dabei holte er ein breites Metallstück hervor. „… dieses Metall erhitzen und damit deine Wunde schließen. Du kannst ruhig schreien, wenn du dich bewegen musst, drück dich gegen den Metallstab, verstanden?!“
Als die Hybridin dies hörte schluckte sie sichtbar schwer einen dicken Kloß in ihrem Hals herunter. So begannen bereits bei der Vorstellung der Schmerzen ihre Hände zu Zittern.
So bestätigte sie ihm akustisch hörbar und von Angst bedrückt zu. Als der Gnom daraufhin herzerweichend lächelte und seine makellos weißen Zähne zeigte beruhigte dies seine Patientin sichtbar. Denn sie fühlte sich in der Nähe des alten Gnomheilers vertraut und sicher. So beobachtete sie wie Ihr neuer Freund einen Metallstift mit seinen Händen lange über die heiße Flamme der Kerze hielt. Solange bis ein leichter Geruch von verbranntem Fleisch die empfindliche Nase der Füchsin reizten. Noch einmal atmete Sie mehrfach stark ein und aus um ihre Lungen für das schlimmste vorzubereiten. Dann ging alles ganz schnell. Eh sich Juno mental komplett auf den nächsten Schritt vorbereiten konnte. Nahm ihr heilender Gnomfreund das Eisen aus dem Feuer und drückte es in einer fließenden Bewegung auf die Wunde seiner Patientin. Ein zischen welches durch verbranntes Fleisch erzeugt wurde war zu vernehmen. Der aber sofort von einem schmerzhaftspitzen Frauenschrei überflügelt wurde.
"ARRRRGGGGGGGGHHHHH!!!!
Dieser Schrei war so heftig, das man ihn noch weit außerhalb des Dunkelelfenlagers vernehmen konnte. Doch Juno war tapfer, wie der Gnom es ihr zuvor geraten hatte, legte sie beide Hände an seine Schultern und drückte sich mit der ihr noch vorhandenen Kraft dem Gnom entgegen woraufhin sie an seinen Lei umarmte.. So wirkte es für außenstehende möglicherweise so als würden sich zwei liebende Wesen gefühlvoll näher kommen. Es dauerte nicht lange und das Adrenalien in Junos Blut sorge für eine betäubende Wirkung. So spürte sie bald garkeinen Schmerz mehr, hatte aber das Gefühl jeden Moment das Bewusstsein zu verlieren. Nachdem das Metallstück an ihrer Wunde zu erkalten schien, entfernte der Gnom es und seine Patientin legte sich schon fast Bewegungsunfähig in die Felle zurück. Diese hatte ihre Augen geschlossen und begann nun wieder ruhiger atmen.
„Das sieht erst mal ganz gut aus. Deine Schulter wird noch ein paar Tage weh tun. Solltest du aber deine rechte Hand nicht spüren, verlange sofort nach mir. Es wird eine Narbe entstehen, aber keine besonders Große.“ Hörte sie gedämpft dem Gnom sagen, als dieser seine Arbeit betrachtete. Dann öffnete Juno nach einer gefühlten Ewigkeit die Augen.
Drehte den Kopf und schaute ihrem heilenden Freund zu. Dieser musste sich nun selber einem starken und schlecht klingenden Hustenreiz hingeben der scheinbar kein Ende nahm und ihn nun selber peinigte.
" Ist alles ok?...Dein Husten klingt garnicht Gesund?"
„Verzeih! Dieser Husten wird mich noch eines Tages umbringen.“
Wieder lächelte er ihr entgegen.Und vermittelte seiner Patientin das er stärker im nehmen war als er aussah.
.„So jetzt hast du mir aber lange genug zugehört, du kannst dir ruhig Bewegung verschaffen, wenn dir danach ist. Nimm dir was von dem Essen und Trinken. Dann kannst du mich alles fragen, was dir auf deiner Seele liegt. Ich probiere deine Fragen so gut wie möglich zu beantworten.“
Juno drückte sich mit kraftlos zitternden Armen hoch und begab sich an die Stelle ihrer Zelle wo die Speisen und Kleider befanden.
Dort entfaltete sie ersteinmal die abgetragenen Leinenkleidung die aus einem übergroßen Obeteil und einer Hose im braunton bestanden, und zog sie sich über. Das Oberteil wirgte an Junos zierlich sportlichem Körper wie ein übergroßer Sack und rutschte ihr immer wieder über einer der Schultern.Zudem befand sich in höhe der Leber ein großes Loch an dem sich immernoch getrocknete Blutreste befanden. Dem Anscheinnach gehörten diese Kleider einst einem großen kräftigen Bauern. Auch die Hose war ihr im Grunde viel zu weit, so das sie diese immer wieder an ihrer schmalen Hüfte hochziehen musste, damit diese nicht rutschte. Als sie sich fertig angekleidet hatte, begann sie mit kleinen Bissen etwas zu Essen und zu Trinken. Dabei schaute sie zu ihrem Gnomheiler und begann ihre Fragen zu stellen.
"Danke..für alles lieber Gnom."
" Sag was machst du her bei den Dunkelelfen?"
" Und warum glaubtest du das diese mich getötet hätten? Sind wir uns früher schon einmal begegnet?"
Juno hatte noch viele viele weitere Fragen, doch wollte sie ihren neuen freund nicht mit ihrer unbegrenzten neugier überfordern, sondern Schritt für Schritt alles was sie interessierte in Erfahrung bringen?
" Achja ich bin übrigens Juno lieber Gnom"

Benutzeravatar
Gestalt
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 667
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:13
Lebensenergie:

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Gestalt » Freitag 9. November 2012, 22:48

Als Juno sich ans Anziehen machte, war der Gnom damit beschäftigt das Stück Metall von seiner Haut zu lösen. Es hatte sich auch mit seiner Hand verbunden und musste entfernt werden. Der kleine Mann zog mit all seiner Kraft an dem Gegenstand und mit einem leisen Schmatzer löste sich dieser. Es hingen noch Hautfetzen an ihm und die Hand von Gregor blutete leicht. Ein kurzer Seufzer entsprang sein Mund und er fuhr sich mit seiner gesunden Hand kurz über die Verletzung der Anderen. Die Wunde schloss sich innerhalb weniger Sekunden, Juno bekam von alledem nichts mit. Sie hatten sich gerade ans Essen gemacht, doch dauerte es nicht lange und sie stellte die Fragen die ihr auf der Seele lagen. Doch die junge Frau lies ihm gar keine Möglichkeit zu antworten, also wartete er bis sie alles gesagt hatte.
Mit einen Lächeln auf dem Gesicht nickte er ihr zu. „Erfreut dich kennen zu lernen Juno! Du brauchst mich nicht immer Gnom nennen, für Freunde heiße ich einfach Gregor.“
Es war schon enorm, wie dieser blinde Mann einem das Gefühl gab zu Hause zu sein. Alles an ihm strahlte eine gewisse Form von Ruhe und Geborgenheit aus, sodass Juno schnell vergaß, in welcher Situation sie sich eigentlich befand. Vielleicht war es aber auch besser so, nicht ständig daran denken zu müssen, vergewaltigt zu werden.
„Warum ich bei Lukra und seiner Bande bin, willst du wissen?“ Er reinigte, während er sprach, seine Instrumente und blickte ab und an zu Juno, obwohl er nicht sehen konnte, blieben manche Gesten einfach erhalten.
„Das ist eine lange Geschichte, aber wir Beide haben ja Zeit.“, wieder einmal musste er kurz husten. „Ach verdammt, ich hätte früher nicht so viel Pfeife rauchen sollen. Wo waren wir? Ach ja! Ich war damals 50 Jahre alt, ein richtiger Jungspund soz sagen.“, dabei zwinkerte der kleine Gnom Juno zu. „Ich war ein angesehener Heiler in der Reichsklinik von Pelgar, meine Frau erwartete Zwillinge. Es war die schönste Zeit in meinen Leben doch es sollte alles anders kommen.“ Sein eben noch fröhliches Gesicht verdunkelte sich und ließ Juno tief in ihrem Herzen die Trauer spüren, die er damals erlebt hatte.
„Ich bekam einen Auftrag und musste ins Drachengebirge, irgendein Adeliger hatte sich wohl verletzt und musste behandelt werden. Warum die Wahl auf mich fiel, weiß ich bis heute nicht. Es kam wie es kommen musste und ich verabschiedete mich von meiner hochschwangeren Frau und fuhr mit meiner Eskorte ins Gebirge. Tja, und dort wurden wir von ein paar Dunkelelfen überfallen. Es war Lukras erster Beutezug und er hat mich als Belohnung bekommen. Seitdem diene ich ihm, um es kurz zu fassen.“
Der alte Gnom verstaute seine Utensilien wieder in der Tasche und ließ dabei lautstark Luft durch die Nase entweichen.
„Was hattest du mich noch gefragt? Woher ich dich kenne? Ich dachte du wüsstest das! Aber gut, du hattest starkes Fieber und hast fast nur geschlafen. Als du geflohen bist und kurze Zeit später wieder gefangen wurdest habe ich den Pfeil aus deiner Schulter gezogen. Es sah drei Tage lang nicht gut um dich aus, aber den Göttern sei Dank hattest du es doch geschafft.“
Die Sache mit dem Feststellen ihrer Jungfräulichkeit sagte er ihr lieber nicht. Wahrscheinlich wusste sie auch gar nicht, dass sie dort von ihm untersucht wurde. Die Dunkelelfen hielten weiter hin in der dunklen Nacht wache. Selbst die Tiere des Waldes hielten sich fern von diesem Ort.

Ralandir und sein Bruder hatten noch einen Auftrag von Lukra bekommen, sie sollten sich die Umgebung anschauen und nach eventuellen Gefahren Ausschau halten. Die Beiden hatten absolut keine Lust dazu, aber Befehlsverweigerung kam bei diesem Offizier nicht in Frage. Sie erinnerten sich noch an den Letzten, der dies gewagt hatte. Lukra hatte ihm zuerst seine Zunge rausgeschnitten und danach jeden Zeh einzeln abgeschnitten, dann die Finger gebrochen und zum Schluss hatte er ihm noch sein Genital, im wahrsten Sinne des Wortes, abgerissen und in den Mund gestopft. Bei dem Anblick damals hatten sich fast alle Übergeben müssen, doch traute es sich auch niemand einzugreifen. Wenn Lukra wirklich wütend wurde, musste man so schnell wie möglich Land gewinnen, sonst erging es einem schlecht. Keiner der hier Anwesenden hatte eine Chance gegen diesen Mann. Was nicht nur an seiner Statur lag, sondern auch an seinen Waffenkenntnissen. Er war der beste Bogenschütze und Nahkämpfer der Truppe. Viele hatten sich damals gefragt, warum er nur für die Nahrungsversorgung zuständig war und wie es nun mal war, gab es Gerüchte. Es lag wohl an seiner Abstammung, sein Vater hatte es wohl mit einer Orkfrau getrieben und Lukra war das Ergebnis dieser Vereinigung. Nur durch den Reichtum seines Erzeugers wurde er wohl in die Armee aufgenommen und als Dunkelelf akzeptiert. Ob die Geschichte wahr war, war die Frage. Lukra war unbestreitbar der kräftigste Dunkelelf, den es wahrscheinlich gab und auch seine Hautfarbe war wesentlich heller als üblich. Doch hört sich diese Geschichte eigentlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen an.
Keiner würde auf die Idee kommen Lukra danach zu fragen und auch niemand war so dumm laut über dieses Gerücht zu sprechen. Nicht auszumalen was Lukra mit dem armen Tropf anstellen würde.
Sie liefen jetzt schon eine geraume Zeit durch den Wald, die Pferde hatten sie bewusst nicht mitgenommen. Damit diese sich nicht bei herausragenden Wurzeln in der Dunkelheit die Beine brachen. Irgendwann nahmen sie den Geruch von Pilzen wahr und folgten dieser Spur. Im Dickicht des Waldes erblickten sie eine Waldhütte, in der Licht leuchtete. Beide nickten sich kurz an und schlichen näher. Sie konnten Gestalten in dem kleinen Haus erkennen und frische Spuren von einem Eichhörnchen was erst vor kurzen diesen Weg genommen hatte. Es kam aus derselben Richtung wie die beiden Brüder. Sie blickten sich kurz an, ein Verdacht beschlich sie. Fürs erste sollte diese Aufklärung reichen, beide zogen sich zurück um Lukra das entdeckte zu melden. Wie er wohl reagieren würde?
Bild

Benutzeravatar
Juno
Gast
Gast

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Juno » Montag 12. November 2012, 13:33

Das anfänglich noch schüchterne abbeißen ihres lang ersehnten Mahles, wandelte sich stetig mehr zu einem begierigen Schlingen und genüsslich aufstöhnenden Stopfen.
So kam Juno schon bald nicht mehr mit dem Kauen und Schlucken hinterher, woraufhin sich bei ihr alles wie bei einem Nagetier in den Backentaschen sammelte. Dabei lauschte sie interessiert den Worten des Gnom´s
„Erfreut dich kennen zu lernen Juno! Du brauchst mich nicht immer Gnom nennen, für Freunde heiße ich einfach Gregor.“
Die ausgehungert wirkende heranwachsende nickte ihm liebevoll und mit süßem Blick zu.
„Warum ich bei Lukra und seiner Bande bin, willst du wissen?“
„Das ist eine lange Geschichte, aber wir Beide haben ja Zeit.“
Ein kurzer Hustenreiz des alten unterbrach seinen Gesprächsfluss.
„Ach verdammt, ich hätte früher nicht so viel Pfeife rauchen sollen. Wo waren wir? Ach ja! Ich war damals 50 Jahre alt, ein richtiger Jungspund sozu sagen.“dabei zwinkerte der kleine Gnom Juno zu.
Schon zu beginn der Erzählungen ihres neuen Freundes und der lebhaften Vorstellung an diese Zeit, ließen Juno sichtlich amüsiert schmunzeln.
Dabei verschluckte sie sich an der breiigen Masse des Brotes in ihrem Mund und klopfte sich mit der zur Faust geballten linken Hand auf ihr Brustbein. Dann Griff sie zu dem Krug mit klarem Wasser und nahm einen großen Schluck. Daraufhin galt ihre Aufmerksamkeit wieder der Geschichte Gregors.
„Ich war ein angesehener Heiler in der Reichsklinik von Pelgar, meine Frau erwartete Zwillinge. Es war die schönste Zeit in meinen Leben doch es sollte alles anders kommen.“
Die Fuchshybridin spürte wie sehr ihrem Freund die Geschichte und die damit verbundenen Erinnerungen berührten und traurig stimmten. Sie legte den Teller beiseite und setzte sich dann zu ihrem alten Freund. Einen Moment wartete sie noch bis dieser seine Utensilien in der großen Tasche verstaut hatte und legte dann tröstend und mitfühlend ihren Arm um die Schulter Gregors.
„Ich bekam einen Auftrag und musste ins Drachengebirge, irgendein Adeliger hatte sich wohl verletzt und musste behandelt werden. Warum die Wahl auf mich fiel, weiß ich bis heute nicht. Es kam wie es kommen musste und ich verabschiedete mich von meiner hochschwangeren Frau und fuhr mit meiner Eskorte ins Gebirge. Tja, und dort wurden wir von ein paar Dunkelelfen überfallen. Es war Lukras erster Beutezug und er hat mich als Belohnung bekommen. Seitdem diene ich ihm, um es kurz zu fassen.“
Mit traurigen Gesichtszügen blickte sie Gregor in die Augen und sprach mit hauchzarter sanfter Stimme.
" Das ist ja furchtbar Gregor!!...So durftest du also nie miterleben wie deine Kinder heranwuchsen?...das ist sehr traurig"
„Was hattest du mich noch gefragt? Woher ich dich kenne? Ich dachte du wüsstest das! Aber gut, du hattest starkes Fieber und hast fast nur geschlafen. Als du geflohen bist und kurze Zeit später wieder gefangen wurdest habe ich den Pfeil aus deiner Schulter gezogen. Es sah drei Tage lang nicht gut um dich aus, aber den Göttern sei Dank hattest du es doch geschafft.“
Juno stiegen die Tränen der Dankbarkeit in die Augen, welche im Licht des Kerzenscheins glitzerten
"Ich möchte dir danken Gregor für alles was du bisher für mich getan hast...vielen Dank"
Die junge Fuchshybridin strich dem Heiler das Haar beiseite und gab ihm einen liebevollen Kuss auf die Stirn.
" Ich wünschte mir fiele etwas ein um mich bei dir zu bedanken...doch mir fällt nicht´s ein."
Und so legte Juno ihren Kopf an seine Schulter und hielt ihn so mit den Armen sanft umschlungen als wolle sie ihn nie wieder gehen lassen.
Eine ganze Weile herrschte nun eine sehr beruhigende Stille im kleinen Gefängniswagen. Bis Juno Stimme nach einer gewissen Zeit des nachdenkens leise hauchend erklang.
" Du Gregor...? Weisst du was ich mich Frage?" Einen Moment wartete sie seine Reaktion ab." Ich frag mich immer ob meine Freunde entkommen konnten...weisst du vieleicht etwas?"
" Ich hoffe es so sehr...denn dieser Gedanke würde mir Helfen nicht gänzlichst die Hoffnung zu verlieren."
" Außerdem würde es mich interessieren was die Dunkelefen und dieser Ralandir mit mir vor haben?"
"Werde ich jemals wieder das Gefühl der Freiheit spüren dürfen?"
Bei ihren Fragen, blickte sie Gregor in die Augen wobei sie innerlich hoffte das dieser ihr neuen Mut schenken könnte.

Benutzeravatar
Das dunkle Volk
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 177
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:25
Lebensenergie:

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Das dunkle Volk » Mittwoch 14. November 2012, 22:31

Im Gefangenenwagen

Der alte Gregor wurde ganz rot, als Juno ihm einen Kuss auf die von Falten gezeichnete Stirn gab und sich an ihn schmiegte. Als sie ihm sagte, dass sie ihm am liebsten ein Geschenk für seine Taten gegeben hätte, begann der Gnom kurz zu husten. Durch das heftige Keuchen seiner Lunge wurde er auch etwas abgelenkt und die Röte in seinem Gesicht nahm langsam ab. „Ach Kindchen, das du lebst ist mir Dank genug. Vielleicht war es von den Göttern so vorgesehen, das ich gefangen wurde, um Jahre später dir zu helfen!“ Dabei schenkte er ihr wieder sein herzerwärmendes Lächeln. Eine Zeit lang schwiegen die Beiden und schenkten sich gegenseitig Wärme. Gregor blickte mit seinen blinden Augen stumm in die Kerze, als würde er etwas sehen, was Juno verborgen blieb. Durch die Nähe der Umarmung von Juno konnte sie spüren, wie das Herz des Mannes unregelmäßig schlug. Kein gutes Zeichen, dass war sogar Juno klar, die von der Funktion des Herzen eigentlich so gut wie nichts wusste.
Doch sagte sie nichts, Gregor wusste wahrscheinlich selbst schon lange, wie es um ihn stand. Er hatte lange gelebt und alles Leben endete nun einmal. Der alte Heiler hatte nur einen Wunsch: Seine Frau und seine Kinder, die er niemals kennengelernt hatte, noch einmal zu sehen bevor er diese Welt verlassen musste. Doch er wusste, dass dies ein törichter Gedanke war, Lukra würde ihn nie gehen lassen! Außerdem wurde Pelgar von den Dunkelelfen erobert, vielleicht lebte seine Familie gar nicht mehr. Bei diesem Gedanken schüttelte er energisch den Kopf. Juno schien von dieser Bewegung auch wieder munter zu werden und druckste mit einer Frage in einer Frage vor sich herum. Gregor quittierte dies mit einem kurzen Brummen.
„Stelle ruhig deine Frage!“ Innerlich hatte er schon so eine Befürchtung, wie diese lauten würde und er sollte sich auch nicht irren. Sie wollte wissen, wie es ihren vorherigen Begleitern ergangen war und was mit ihr geschehen würde.
Dies waren Fragen, auf die der alte Gnom zwar die Antworten wusste, aber sie Juno nicht erzählen wollte. Er wollte ihr nicht die Hoffnung nehmen, doch noch aus diesem Alptraum zu entkommen. Als er gerade zu einer Antwort ansetzten wollte, wurde er durch eine Geräuschkulisse, die sich außerhalb des Wagen abspielte, abgelenkt. Auch Juno vernahm durch ihr tierisches Gehör diese neue Lärmquelle. Personen bewegten sich und unterhielten sich leise. Junos Interesse war geweckt und sie löste sich aus der Umarmung und ging zum Fenster. Durch den Schein des entfernten Feuers, wo sie noch vor zwei Stunden Tanzen musste, entdeckte sie, wie 10 Dunkelelfen mit Schwertern und Bogen bewaffnet, in den Wald verschwanden. Unter ihnen war auch Ralandir. Wenn ihr Aufseher mit von der Partie war, konnte dies nur eines bedeuten: Die Dunkelelfen waren auf der Jagd.


Die Jagd beginnt

Ralandir und sein Bruder Tharan hatten Lukra Bericht erstattet. Der Offizier überlegte nicht lange und schickte seine Männer los, sich um diese Waldbewohner zu kümmern. Schließlich waren diese Feinde des Dunklen Volkes und gehörten ausgelöscht. Er gab den beiden Brüdern nur zwei Anweisungen: Sollten sie jemand entdecken, der eine beträchtliche Summe auf dem Sklavenmarkt einbringen würde, sollten sie diesen gefangen nehmen.
Frauen durften nur geschändet werden, wenn sie nicht attraktiv genug waren um wenigstens einen Drachmen zu erzielen. Die Anweisungen waren klar und verständlich. Keiner der Jagdtruppe würde gegen die Befehle verstoßen. Dafür kannten sie zu gut die Konsequenzen.
Sie waren 10 Mann, Ralandir und Tharan führten die Gruppe an. Hinter ihnen befanden sich fünf Nahkämpfer, die ihre geschwärzten Schwerter griffbereit hatten. Die drei Bogenschützen folgten in einem gewissen Abstand zum Trupp. Der eine 20 Schritte zur Linken entfernt. Der Andere 20 Schritte zur Rechten und der Letzte der Schützen lief 10 Schritte hinter den Nahkämpfern. Keiner von ihnen sagte ein Wort und durch ihre dunkle Hautfarbe, sowie ihre dunklen Rüstungen, verschmolzen sie perfekt mit dem finsteren Wald. Sie bewegten sich lautlos, darauf bedacht, keinen Ast zu zertreten dessen Knacken ihre Ankunft bei den Waldbewohnern verraten hätte. Nach einiger Zeit erreichten sie die Hütte. Es brannte immer noch Licht. Ralandir begann mit seinen Händen gewisse Gesten zu vollziehen. Die Truppe verstand diese und verteilte sich ums Haus.


In der Hütte von Zern

Das kleine Eichhörnchen genoss die Zuwendung von Eilmana und als diese ihre Lichtmagie einsetzte um die Wunde zu behandeln, wurde der Körper des Wesens mit einer wohligen Wärme durchflutet. Als es der schönen Elfe leidtat, dass sie nicht mehr für ihn tun konnte, schüttelte das kleine Hörnchen energisch den Kopf. Es stellte sich auf die Hinterbeine, blickte Eilmana in die Augen und vollführte dann eine Verbeugung, die eigentlich nur am Hofe des Adels üblich war.
Schon wieder so eine Geste, die für ein normales Tier nicht üblich war. Das war der Malerin sofort klar. Doch anscheinend galt ihr Interesse jetzt erst einmal Nevox.
Als Eilmana dem Medikus versicherte, dass sie ihm helfen würde, atmete dieser erleichtert aus und lächelte sie an. Aber eine andere Sache brannte der Frau noch auf der Seele: Warum wurde Zern von den Dunkelelfen gemieden? Schließlich war er doch ein Paradebeispiel für sein Volk, oder hatten diese auch Grenzen, die Zern anscheinend gesprengt hatte? Diese innerliche Frage stellte sie auch sogleich und blickte ihn mit einem vernichtenden Blick an. Was eigentlich sehr ungewöhnlich war, wenn man zurückblickend an die Situation dachte, die sich vor einigen Stunden abgespielt hatte. Der Dunkelelf ließ sich aber nicht noch einmal von dieser Frau überrumpeln und antwortet im saloppen Ton: „Für mein Volk gibt es nichts Schlimmeres als jemanden, der aus Nächstenliebe heraus jemand anderem helfen möchte.“
Für Eilmana musste sich dies mehr als unglaubwürdig anhören. Dieser Mann machte eigentlich den Eindruck, dass er nur für sich selbst lebte. Schließlich wollte er sich auch von Eilmana mit Gewalt das nehmen, was er begehrte. Ohne Rücksicht auf ihre Gefühle.
Doch konnte sie auf diese mehr als seltsam wirkende Antwort keine Gegenfragen mehr stellen. Das Eichhörnchen, was vor wenigen Augenblicken von der Lichtmagierin geheilt worden war, begann wild mit den Ohren zu zucken. Auch Mollpest begann aufgeregt durch die Gegend zu laufen und lauschte nach etwas. Genau wie der Rabe Neif jetzt anfing unruhig zu werden und sich auf der Schulter von Eilmana aufplusterte. Jeder der hier Anwesenden wusste, dass etwas nicht stimmte, Zern erhob sich und ging langsam zu dem Fenster, durch das das Eichhörnchen gekommen war. Nevox indes ging, ohne etwas zu sagen, zu dem Kaminfeuer und löschte es.
Nun standen und saßen sie alle in absoluter Dunkelheit. Draußen regte sich nichts, aber das merkwürdige war, dass absolute Stille außerhalb der Hütte herrschte. Was schon allein kein gutes Zeichen war. Zern blickte verstohlen durch das kleine Fenster und betrachtete die Umgebung. Brunhilde flüsterte schon fast, als sie ihn fragte. „Was siehst du?“
Eilmana beschlich langsam das Gefühl, dass diese Situation wohl nicht zum ersten Mal passierte, so wie die Drei agierten.
Zern schüttelte den Kopf und sprach selber fast im Flüsterton. „Ich kann nichts erkennen!“


Und dann zerbrach das Glas des Fensters, durch das Zern geblickte hatte. Dieser begann rückwärts zu laufen und röchelte wie ein Ertrinkender. Erst als er der länger nach hinten fiel, konnte man erkennen, was ihm die Luft zum Atmen genommen hatte. Ein schwarzer Pfeil steckte in seinem Hals. Die Spitze war genau durch den Kehlkopf gedrungen und ragte ein Stück auf der anderen Seite des Halses heraus. Nevox erkannte sofort, dass er dem Dunkelelf nicht mehr helfen konnte. Brunhilde war mittlerweile aufgesprungen, Mollpest rannte zu seinem Herren und leckte ihm übers Gesicht. Die Augen von Zern blickten starr an die Decke, kein Leben war mehr in ihnen zu finden. Neif begann aufgeregt mit den Flügeln zu schlagen und krächzte. Eilmana war mittlerweile auch auf den Beinen und musste aufpassen, dass ihre Kleidung nicht verrutschte.
Doch mehr Zeit um zu reagieren hatten die Drei nicht. Die Eingangstür flog laut schnäppernd auf und donnerte gegen die Wand. Ein Dunkelelf in schwarzer Rüstung und gezücktem Schwert kam hereingerannt, dicht gefolgt von zwei weiteren. Durch das kleine Fenster sprang ein Weiterer geschickt hindurch und zertrümmerte das restliche Glas. Er rollte sich ab und stand in wenigen Sekunden wieder auf den Beinen, neben dem toten Zern.
Aus dem Hinterzimmer kamen zeitgleich noch zwei dunkle Krieger. Der Erste wurde von Brunhildes Pranke erwischt, die ihn in einer drehenden Bewegung ihre rechte Pfote gegen die Rippen schlug. Dieser flog gute drei Meter zur Seite. Sein Kamerad lies sich davon nicht einschüchtern und sprang der Bärenfrau entgegen.
Nevox war auch nicht untätig und zog hinter seinen Umhang, zwei kurz Dolche hervor. Dann sprang er schützend zwischen Eilmana und die drei Dunkelelfen, die durch die Tür kamen und lieferte sich einen Schlagabtausch mit dem Ersten. Dabei konnte Eilmana sehen, was sich hinter dem Umhang des Medikus befand. Ein länglicher Schwanz der nach oben gebogen war und dessen Spitze sehr scharf aussah. Der komplette Schwanz musste aus Chitin sein. Die einzige logische Schlussfolgerung war, dass Nevox einen Skorpionschwanz hatte! Anscheinend war auch er von dem gleichen Virus betroffen wie Brunhilde. Entweder war der tote Zern auch ein Tiermensch oder er wollte den anderen helfen. Aber Eilmana hatte andere Sorgen. Die zwei Dunkelelfen, die vom Medikus nicht aufgehalten worden waren, steuerten zielstrebig auf sie zu. Die lila Augen des einen bohrten sich in ihre Seele.
Mollpest, der mittlerweile realisiert hatte, dass sein Herr nie wieder aufstehen würde, begann kläglich zu schreien. Der Dunkelelf, der neben ihm stand, wollte dem Kater gerade einen Tritt verpassen, als diese schwarze Fellkugel mit einem unglaublich hasserfüllten Blick den vermutlichen Mörder seines Herrn ins Gesicht sprang. Der Elf hatte keine Chance auszuweichen und lief, mit dem fetten Kater im Gesicht, einige Schritte nach hinten und versuchte sich das Fellknäuel aus dem Gesicht zu schlagen.
Der Elf mit den lila Augen war nur noch zwei Schritte von Eilmana entfernt, der Andere dicht hinter ihm. Sie waren unverkennbar Brüder. Im inneren der Elfe begann es zu brodeln und, wie beim Elf zuvor, ließ sie ihrer Wut freien Lauf. Der Erste der Beiden wurde wieder zur Tür geschleudert und warf dabei Nevox und seinen Duellgegner auf den Boden. Der Bruder des Elfen mit den Lila Augen, konnte dem menschlichen Wurfgeschoss ausweichen, als er sah, wie Eilmana zu taumeln anfing, sprang er nach vorn. Hätte Eilmana noch genug Energie gehabt, sie hätte ihren heran springenden Angreifer auf die gleiche Art wie eben abgewehrt. Doch sie war körperlich am Ende und dies nutzte ihr Feind aus. Das Schwert im Anschlag wollte er gerade zum finalen Schlag ausholen, als Neif todesmutig dem Angreifer entgegensprang. Zum Fliegen war er durch die Verletzung noch nicht in der Lage, aber seine Krallen waren scharf genug, um sich in der Kopfhaut festzukrallen. Überrascht von diesem Schachzug, verlor der Elf das Gleichgewicht, flog an Eilmana vorbei und zertrümmerte dabei den Essenstisch. Der Rabe hackte währenddessen unaufhörlich auf den Elfen ein. Das kleine Eichhörnchen kam Neif zu Hilfe und biss in die Hand, die nach dem Raben schlug. Eilmana wollte gerade ihren gefiederten Freund zu Hilfe eilen, als sie etwas Hartes am Hinterkopf traf. Schlagartig wurde alles schwarz und die junge Frau verlor das Bewusstsein.


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Zurück im Lager

Lukra saß noch immer vor dem Feuer und studierte die Landkarte. Dieser verfluchte Wald schien sie alle zu hassen. Sie waren soweit von der eigentlichen Rute abgekommen, dass der Offizier die Lust verspürte überall Feuer zu legen. Doch verwarf er diesen Gedanken, als er das Geflatter eines Vogels hörte. Sein blick suchte die Lärmquelle und fand eine abgemagerte graue Taube, die geradewegs auf ihn zusteuerte. Der Elf hielt seinen Arm nach vorne ausgestreckt und das krank aussehende Tier landete auf diesem und begann zu Gurren bei seinem Anblick. Lukra interessierte sich herzlich wenig für den Vogel, seine Aufmerksamkeit galt mehr dem versiegelten Stück Papier an seinem Bein. Er nahm die Nachricht an sich und legte sie kurz beiseite. Mit einem schnellen Griff hatte er den Kopf der Taube gepackt und lies ihn ruckartig in eine Richtung fahren. Es knackte kurz und die Taube war tot. Sie hätte eh nicht mehr den Rückflug geschafft und es war ein Wunder, dass ein Raubvogel sie nicht schon vorher getötet hätte. Er ließ den Vogel einfach auf den Boden fallen und nahm sich wieder den Brief vor. Er brach das Siegel auf und begann das Papier zu lesen.
Nach kurzer Zeit war er fertig und warf den Zettel in die Flammen.
„Dann halt nach Andunie!“ Sagte er im Stillen zu sich selbst und ging der neuen Geräuschquelle entgegen, die die Ankunft seiner ausgeschickten Männer ankündigte.


Bei Juno und Gregor

Nachdem Juno gesehen hatte, wie die Männer im Wald verschwunden waren, hatte sie noch kurz Gregor gefragt, ob er wüsste was da los war. Doch der kleine Gnom hatte darauf keine Antwort gewusst und war froh, dass die Fuchshybridin nicht mehr an ihre zuvor gestellten Fragen dachte. Deswegen lenkte er auch schnell ein, dass sie lieber schlafen sollten, solange sie die Möglichkeit dafür hatten. In der Hoffnung, Juno würde ihre Fragen komplett vergessen, aber innerlich wusste er, dass dem nicht so war. Trotzdem nahm er sich ein Fell vom Boden, legte sich darauf und schloss die Augen. Lange blieb Juno auch nicht mehr wach und sie gesellte sich zu ihrem neuen Begleiter und schloss nach einigen Gedankengängen die Augen und schlief.

(OFF: Du kannst gerne einen Traum einbauen wenn du möchtest)
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Als es dämmerte, wurde Juno von dem Lärm außerhalb des Wagens geweckt. Schnell ging sie wieder zu ihrem Ausguck und was sie dort sah, ließ sie mit offenem Mund staunen. Eine Frau wurde gerade in einen Wagen gezogen, doch anstatt Hände, hatte sie Bärenpranken. Fast ihr ganzer Körper glich einem Bären. Ließ man den Oberkörper und das Gesicht außer Acht. Ihre Arme waren hinter dem Rücken gefesselt und die Füße mit einer Eisenkette verbunden. Doch schien sie nicht bei Bewusstsein zu sein, denn fünf Männer mussten sie in den Wagen hieven. Danach wurde ein junger Mann in Ketten und an der Leine durchs Lager geführt. Das Auffällige an ihm war, das er einen Skorpionschwanz hatte. In all der Zeit, in der Juno im Wald lebte, hatte sie noch nie solche Gestalten gesehen.
Ihr Interesse an den Mann verlor sich aber schnell, als es auf einmal an ihrer Gefangenentür klapperte. Jetzt wurde auch Gregor wach und erhob sich schwermütig.
„Was ist denn los, Juno?“, fragte er mit belegter Stimme und räusperte sich kurz. Doch Juno blieb Gregor eine Antwort schuldig, denn die Tür öffnete sich und zum Vorschein kam Tharan mit einem zerkratzten Gesicht, an einigen Stellen hatte er sogar kleine Löcher und überall waren Bissspuren von einen Nager zu sehen. Sein Bruder, Ralandir, hob gerade eine junge Elfe in den Wagen und legte sie vor Gregor ab.
„Schau sie dir an!“, war das einzige was er zu dem Gnom sagte und dann sprang er wieder aus dem Wagen. Die Tür wurde zugeschmissen und abgeschlossen.
Der Alte Gnom fackelte nicht lange und begann zuerst das Gesicht von Eilmana abzutasten, wie zuvor bei Juno.
„Wo finden sie immer diese hübschen Kinder?“, sprach er mehr zu sich selbst und schüttelte traurig den Kopf.
„Juno, sei so gut und gib mir meine Tasche, ich muss ihre Wunde behandeln!“ Juno kam der Aufforderung sofort nach und trug, oder besser gesagt, zog die schwere Tasche zu Gregor.
„Ich danke dir!“ Sofort holte er ein paar Verbände hervor und wieder ein Glasgefäß, welches gefüllt mit diesem Minzewasser war.
„Halte bitte ihren Kopf ein Stück hoch… Ja danke, genau so und schön ruhig halten!“ Juno probierte sich so gut wie nicht zu bewegen während Gregor den Hinterkopf abtastet.
„Da haben sie ihr aber einen ordentlichen Schlag auf den Kopf gegeben.“ Der Heiler öffnete das Gefäß mit dem Wasser und wischte ein paar Mal über die Platzwunde. Danach verband er ihren Kopf. Als er fertig mit allem war, wandt er sich wieder an Juno:
„Das hast du gut gemacht. Du kannst sie jetzt wieder los lassen, aber vorsichtig. Noch einen Schlag auf den Hinterkopf wäre nicht gut für sie!“

Zwei Helden auf dem Weg

Das Eichhörnchen Wotan und der Kolkrabe Neif konnten der Gefangennahme entkommen. Was eigentlich mehr an Wotan lag, der den Raben schon förmlich von Eilmana wegdrücken musste. Als die Elfe bewusstlos wurde, gab es noch ein kurzes Gerangel mit Brunhilde, Nevox wurde von zwei Dunkelelfen auf dem Boden fixiert und der Kater Mollpest lag mit zertrümmerten Rückrat bei seinem Herrn. Neif war Wotan gefolgt, nachdem er verstand, was dieser von ihm wollte. Keiner der Dunkelelfen vermisste die Beiden und so konnte das seltsame Duo ungesehen im Wald verschwinden. Neif krächzte noch einige Male, weil es ihm nicht passte, sich soweit von seiner Freundin zu entfernen, aber Wotan versicherte ihm, dass er sie bald wiedersehen würde. Schließlich wusste er, wo die Dunkelelfen mit den Gefangenen hin wollten. Es ist eigentlich seltsam, dass ein Rabe versteht, was ein Eichhörnchen meint. Aber wenn man überlegt von wem Wotan geschickt wurde, konnte einen nichts mehr wundern.
Das Eichhörnchen lief schnelle, kleine Schritte über den dunklen Waldboden und Neif folgte ihm mit längeren Sprüngen, die er mit seinem Flügelschlag unterstütze. Zum Glück trafen die beiden kein Raubtier, sonst wäre es ihnen wahrscheinlich schlecht ergangen. Als Eilmana gerade von Juno und dem Gnom Gregor behandelt wurde, erreichten Wotan und Neif das Lager.
Hier herrschte gerade reges Treiben, anscheinend machte sich der Konvoi bald wieder auf den Weg. Die Beiden konnten ungesehen bis zu Junos Wagen vordringen. Neif nahm Anlauf und sprang mit lautem Flügelschlagen auf das kleine Fensterbrett. Wotan kletterte einfach hinauf und drängte sich unter den Beinen des Raben hindurch. Juno erblickte sie auch sofort und als sie den mutigen Wotan erblickte, strahlte sie über beide Wangen. Dieser sprang ihr auch gleich entgegen. Neif indes ging zu seiner Freundin und setzte sich auf ihren Brustkorb, wie eine Henne, die ein Ei ausbrütete. Wie abgesprochen öffnete Eilmana ihre Augen. Das erste, was sie sah, war ein alter Gnom und ein Fuchsmädchen, das mit einem Eichhörnchen spielte und ihren treuen Freund, der sie sorgenvoll anblickte. Als sie sich aufrichten wollte, durchfuhr den Wagen ein Ruck und der Konvoi fuhr wieder los.
Bild

Benutzeravatar
Juno
Gast
Gast

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Juno » Sonntag 18. November 2012, 13:55

Der jungen Frau tat es sichtlich gut, sich nach einer schier endlosen, strapaziösen Zeit, voller Qualen und Unterdrückung wieder jemanden anvertrauen zu können. Jemanden der nicht vor hatte ihr Leid, Demütigungen und Qualen zu unterziehen. Sondern sich mit liebevoller Geduld und einem offenen Ohr um ihre Sorgen und Leiden kümmerte.
So war es nur verständlich das sich die junge Frau vertrauenswürdig an den Leib ihres treuen Freundes schmiegte und dort sowohl Wärme als auch eine angenehm innere Ruhe fand.
Aufmerksam zuckten ihre Ohren auf, während sie mit geschlossenen Augen und gleichmäßig entspannter Atmung die Worte Gregors vernahm.
„Ach Kindchen, das du lebst ist mir Dank genug. Vielleicht war es von den Göttern so vorgesehen, das ich gefangen wurde, um Jahre später dir zu helfen!“
Juno empfing die Worte des alten Heilers eher unterbewusst als sie ihm im Halbschlaf murmelnd antwortete.
" Hmmm...das ist schon komisch...was die Götter in letzter Zeit so alles als Vorhersehung betrachten." ein herzhaftes Gähnen beendete ihren tiefgründigen Gedankengang. Und ließ sie sich instinktiv, noch fester an Gregors warmen Körper Kuscheln. Wobei ihr buschiger Fuchsschwanz sich zusätzlich wie ein plüschig wärmendes Accesoure um die beiden legte.
Es folgte eine längere Zeit der Ruhe und Geborgenheit, in der Juno jedoch trotz ihres leichten Dämmerschlafes durch ihr gut ausgeprägten Gehörs das unruhig schlagende Herz ihres alten Freundes vernahm. Dies sorgte dafür das Juno unmerklich für Gregors Sinne ihre Augen öffnete und sorgenvoll in die Flamme der Kerze blickte. Als wenig später etwas den Leib des alten durchzuschütteln schien. Hob Juno den Kopf, stemmte sich mit dem linken Arm von einen der am Boden liegenden Felle ab. Und schaute Gregor mit einer Frage auf den Lippen in die getrübten blinden Augen. Sie vernahm ein undefinierbares brummen aus der Kehle des Gnomes, worauf sie einen verwirrten Gesichtsausdruck auflegte. Hatte sie womöglich etwas falsches Gesagt? Doch von diesem kurzen Gedankengang erlöste der Gnom sie sofort mit seinen darauffolgenden Worten.
„Stelle ruhig deine Frage!“
Juno stellte ihre Frage und spitzte dann eine Antwort erwartend die Fuchsohren. Gregor schien merklich noch einen moment zu zögern bevor er sich dazu durchrang die Frage seiner Leidensgenossin zu beantworten. Doch gerade als er den Ansatz machte ihr zu Antworten, wurde die Aufmerksamkeit der beiden auf eine Geräuschquelle abgelenkt, die sich außerhalb des Quartiers abspielte. Junos Ohren richteten sich instinktiv und neugierig in dessen Richtung. Sie hörte erdig knirschende Schritte auf dem Waldboden, begleitet von leisen sich unterhaltenden Stimmen. Woraufhin sich die Fuchshybridin interessiert von den Fellen erhob und an das kleine vergitterte Fenster trat, um zu schauen was so spät Nacht´s außerhalb ihrer Behausung vor sich ging. Sie schaute hinaus und konnte in einiger Entfernung das Licht des Lagerfeuers erkennen. Sowie jene bewaffnete dunkle Brut, vor denen sie sich einige Zeit zuvor noch tanzend ihre blöße geben musste. Unter ihnen erkannte Juno auch ihren dunkelelfischen Aufseher. Unter deren mit eiserner Hand geführtem Komando sich der kriegerische Trupp in Bewegung setzte.
Was haben die vor? ging es unwillkürlich der Gefangenen durch den Kopf.
Doch die Antwort auf diese Frage, würde sich für Juno schon sehr bald selbst eröffnen. So wandte sie sich an ihren freundlichen alten Begleiter und erkundigte sich ob er wisse was die Dunkelelfen vor hatten. Doch dieser schüttelte unwissend über diese Ereignisse sein dünn bewachsenes Haupt und schlug ihr vor schlafen zu gehen.
So griff sich der alte Gnom eines der Felle und bettete sich so gut es die Umstände ermöglichten zur Nacht. Worauf auch Juno ihr inneres Fragebedürfniss einstellte und sich mit einem letzten Blick zum Lagerfeuer, vom Fenster entfernte. So tat sie es dem alten gleich und kuschelte sich zusammengerollt dich an Gregor heran. Auf das sie sich gegenseitig in dieser Nacht wärme Nähe schenkten.

Schicksalhafte Ereignisse: Junos Seelenwelt

Als Juno friedlich einschlief und zu träumen begann, eröffnete sich vor ihrem inneren Auge die Welt nach der sie sich inzwischen so sehr zurücksehnte. Sie stand wieder vor ihrem Heimatbau. In jenem Wald indem sie sich zuhause, wohl behütet und sicher fühlte. Denn dieser Ort befand ich an jener Stelle des Waldes an dem sie ungestört und abgeschieden leben und aufwachsen konnte. So erlebte sie vor ihrem inneren Auge nochmals die schönsten Ereignisse ihres jungen Lebens. Angefangen von den ersten wackeligen Schritten die sie als kleines Babyspeck behaftetes Kleinkind vor der Tür ihres Heimatbaus und auf quirlig lachend Art und Weise, auf die ausgebreiteten, empfangsbereiten Arme ihres Vaters machte. Dieser saß in gehockter Haltung vor ihr und erwartete darauf das seine kleine Tochter ihm mit kurzen Schritten entgegenkam. Dabei strahlte er mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen seiner kleinen Tochter entgegen. Ihre Mutter stand direkt hinter ihm und erfreute sich ebendfalls an diesem einzigartigen Moment zwischen Vater und Tochter. Nach einer liebevollen Umarmung und voller Stolz verkündeter Worte. Nahm Junos Vater sie auf den Arm und betrat gefolgt von ihrer Mutter den gemeinsamen kleinen Bau. Die Fuchshybridin wollte mit einem Lächeln ihren Eltern in den Bau folgen. Als sich beim berühren des Türknaufs schleichens der Himmel verfinsterte. Juno drehte sich herum und betrachtete die dicke unheilverkündende Wolke die den friedlichen Wald mit einer ungemütlich wirkenden Finsternis überzog. Sie wandte sich wieder zur Tür des Bau´s um diese zu öffnen. Als plötzlich zwei Dunkelelfen mit finsterem Blick heraustraten und sie links und rechts unter den Armen griffen und mit einem hinterhältigen Lächeln aus ihrer Heimat entrissen. Hinter den beiden Dunkelelfen konnte die Fuchshybridin im dunkeln des Bau`s noch die zwei lilafarbenen Iriden erkennen, die ihr nur allzu gut das Gefühl von Angst, Leid und Pein vermittelten. Eh sie die Situation ihrer Traumwelt richtig deuten konnte, warfen die beiden dunklen Schergen sie zu Boden. Alles um Juno herum war nun finster und uneinsichtig. Erst wenige Augenblicke später spürte sie das warme Licht eines Feuers hinter sich. Sie erhob sich und wandte sich in dessen Richtung. Als sie erneut Mittelpunkt des lüstern blickenden Dunkelelfentrupps wurde. Sie sah an ihrem Körper herab und stand nun abermals entblößt und fröstelnd vor den finsteren Schergen.
Diese lachten und leckten sich genüsslich die Lippen nach dem jungen zarten Geschöpf vor ihren gierigen Augen. Junos Pupillen weiteten sich erschrocken.
" Nein bitte nicht nocheinmal!!" wisperte sie
"Tanz Mädchen... Tanz!!" Erklang es aus einem dunklen Bereich hinter der im kreis sitzenden Brut des bösen. Als sich zwei lilafarbene Iriden erhoben und wie die Augen eines Gottes aus der Finsternis auf die herab schauten. Abermals tanzte sich Juno die Seele aus dem Leib, in der Hoffnung die Dunkelelfen besänftigen zu können. Doch dem war nicht so. Denn einen Wimpernschlag später drängten sich fünf von ihnen um das weibliche Geschöpf und besudelten ihren jungfräulichen zarten Körper mit ihren rauen dreckigen Händen. Sie spürte die unangenehme nässe der Lippen und Zungen an ihrem Körper. Und musste sich hilflos die Schandtaten über sich ergehen lassen.
" NEIN BITTE..AUFHÖREN...BITTE HÖRT AUF..ICH WILL DAS NICHT!! schrie sie schluchzend und mit Tränen in den Augen.
Doch die dunklen Schergen schienen ihre Worte nicht zur Kenntnis zu nehmen und vergriffen sich weiter an ihrem blutjungen, herrlich duftenden Opfer. Lediglich die Stimme Ralandir´s vernahm sie zwischen den heiss stöhnend und schmatzenden lauten der Männer über ihr.
" Du warst nicht gut genug Mädchen...nun empfange deine gerechte Strafe. muahahaha!!!"
" Nein..Nein...NEEEIINNN!!!! Arrrgghhh!!!!" Schrie sie schrill und ohrenbetäubend aus ganzer Kehle, bevor dieser sie leise und sichtlich mitgenommen erwachen ließ.
Sofort schlug Juno die Hände vor´s Gesicht und begann still zu Weinen. Ihre Stirn und der gesamter Körper waren von den Torturen ihres Traumes mitgenommen und von kalten glitzernden Schweißperlen benetzt. Nachdem sie sich allmälich wieder Seelisch gefangen hatte, strich sie sich mit den Händen die nassen Haare aus der Stirn. Ihr Puls raste immernoch wie wild, beruhigte sich aber stetig mehr.
"Bei Florencia und Phaun...verdammt!" wisperte sie leise zu sich selbst, und schaute dann mit prüfenden Blick zu Gregor.
Puh Glück gehabt!!.Ich scheint noch zu friedlich schlafen.
Was Juno während ihrer Traumphase nicht bewusst registrierte, sondern erst jetzt mit ihren ausgeprägten Sinnen bemerkte. War der aprupt entstandene Lärm, der sich außerhalb des ihres Gefängnisses ausbreitete und somit ein weiterer Grund für ihr unsanftes Erwachen war. Sofort erhob sie sich aus ihrer sitzenden Haltung und ging zum vergitterten Fenster.
Was sie dort erblickte ließ sie ihre Augen nicht trauen. Sie erblickte wie die Dunkelelfen zwei Gestalten aus dem Wald führten, die weder Mensch noch Tier zu sein schienen.Im selben Augenblick traf auch Juno ein Geistesblitz, worauf sie sich kurz an ihre Ohren fasste und daraufhin ihren Fuchsschwanz prüfend betrachtete.
"Bei Phaun was...könnte es sein das!?" floss es unvermittelt nachdenklich aus ihren zarten roten Lippen. Doch bevor sie ihren Gedanken weiter nachgehen konnte, klapperte und rasselte es lautstark an der Gefängnistür. Woraufhin nun auch Gregor schwermütig erwachte und sich orientierend seiner Umgebung bewusst wurde.
„Was ist denn los, Juno?“
Doch bevor sie ihm antworten konnte öffnete sich bereits die Wagentür und ein äußerlich stark malträtierter Dunkelelf betrat den kleinen Wagen. Die Hybridin erkannte sofort durch ihr jahrelanges Leben im Neldoreth worum es sich bei den Verletzungen an Gesicht und Körper des dunklen Kriegers handelte. Diese konnte nur von einem mittelgroßen Raubvogel und einem Nagetier stammen dachte sie sich. Wobei ihr ein unbeabsichtigt hauchzartes Lächeln der Schadenfreude übers hübsche Gesicht huschte. Welches sie sich jedoch sofort wieder verkniff. Verdient hatten sie es sich trotzdem ging es der jungen Waldbewohnerin durch den Kopf. Doch weiter Zeit um in Gedanken zu schwelgen hatte Juno nicht. Denn schon kurz nachdem die Tür des Gefängnisses geöffnet wurde erblickte sie auch jenen furchteinflößenden gesellen der ihr nun auch in ihren Träumen seine unsanften Spuren hinterliess und sich tief in ihrer Seele seinen Platz bahnte. Ralandir wie Juno von Gregor erfahren hatte, offenbarte nun eine weiteres Opfer vor den Augen der Insassen. Und legte diese unsanft auf dem mit Fellen gepolsterten Boden.
„Schau sie dir an!“ ließ er Gregor mit herrischer kalter Stimme Wissen und sprang sofort wieder aus dem Raum der sofort wieder durch einen Metallschieber und einer dicken Kette verschlossen wurde. Gregor setzte sich sofort in Bewegung und trat an die frische gefangene heran. Tastete ihr Gesicht mit seinen Händen ab und sprach mit mitfühlender Stimme.
„Wo finden sie immer diese hübschen Kinder?“
Erst jetzt schaute auch Juno sich die besinnungslose zierliche Gestalt an. Sie besaß helles blondes Haar und ihre Haut wirkte gepflegt und ebenmäßig.
Als Gregor ihr Gesicht abtastete erblickte Juno das zarte Antlitz ihrer neuen Gefährtin.
" Sie ist wunderschön?" murmelte Juno leise vor sich hin und beobachtete dann Gregors Handeln.
„Juno, sei so gut und gib mir meine Tasche, ich muss ihre Wunde behandeln!“ bat er seine Freundin
Worauf diese sofort ohne zu zögern seiner freundlichen Bitte nachkam und mit schwer seufzenden lauten die große Tasche zu Gregor zog.
„Ich danke dir!“
Sofort holte der Heiler seine Utensilien aus seiner Tasche und begann die unbekannte junge Frau zu behandeln.
„Halte bitte ihren Kopf ein Stück hoch… Ja danke, genau so und schön ruhig halten!“
Juno tat alles so wie Gregor es ihr anordnete und beobachtete dabei aufmerksam was er tat. Vieleicht würde ihr dieses Wissen eines Tages zugute kommen, wenn sie jetzt nur gut aufpassen würde. Dachte sich Juno. So hob sie den Kopf der blonden Frau vorsichtig in ihren Händen, auf das Gregor sich um ihre Verletzungen kümmern konnte. dabei fiel der Blick der Fuchshybridin auf die langen spitzen Ohren die sichtbar aus der blonden Haarpracht herausstachen.
" Schau nur Gregor ist das eine Elfe?"
Junos Frage war berechtigt, so kannte sie doch bisher nur die Neldorethischen Elfen aus ihrem Heimatwald. Wobei sie an ihren damaligen Freund Menegephel denken musste.
Diese hier schien soweit sie wusste nicht zu diesem Volk der Elfen zu gehören. Was Juno deutlich an den optischen Merkmalen erkannte die so untypisch für Neldorethische Elfen war. Aber woher kam sie? Und was hatten die Dunkelelfen mit ihr vor? War diese Frau vieleicht auf eine ähnliche Weise wie Juno selbst in die Fänge dieser Schurken geraten?
Sie beschloss bei Gelegenheit die hoffentlich freundliche neue Mitreisende darauf anzusprechen. Doch in diesem Moment war Junos Konzentration auf die unterstützenden Helfertätigkeiten gerichtet.
„Da haben sie ihr aber einen ordentlichen Schlag auf den Kopf gegeben.“ teilte Gregor seiner weiblichen Assistentin mit.
So dauerte es nicht lange und der Gnomheiler hatte die Wunden mit etwas Hilfe von Minzwasser und einem schützenden Druckverband aufs nötigste versorgt. Mit dankenden Worten wandte er sich wieder an die junge Hybridin.
„Das hast du gut gemacht. Du kannst sie jetzt wieder los lassen, aber vorsichtig. Noch einen Schlag auf den Hinterkopf wäre nicht gut für sie!“
Juno legte vosichtig den Kopf der Elfe ab und betrachtete diese dann abschätzend und nachdenklich.
" Gregor?...Weisst ist das für eine Elfe ist?...Ich hab so eine noch nie gesehen?...Was macht sie an diesem Ort?"
Doch noch bevor Gregor auf ihre Fragen reagieren konnte, hörten beide an der Tür ihres Gefängnisses seltsame kratzende Geräusche.
Als Juno darauf reagierend zu dem kleinen vergitterten Fenster sah, erblickte sie einen schwarzen Kolkraben stehend auf dem kleinen Fensterbrett.
Sie ging näher an das Tier heran und streckte ihre Hand nach dem Vogel aus. Als unter dessen Füssen ihr lang vermisster kleiner Retter Wotan auftauchte.
"WOTAN!" rief sie und öffnete begrüßend die Arme.
Worauf das Eichhörnchen auch sofort freudig schnatternd in die Arme seiner liebsten sprang. Die Juno strahlte sichtlich über das ganze Gesicht bei dem erscheinen ihres plüschigen Begleiters. So hielt sie ihm sanft aber sicher, zwischen beiden Händen und tanzte mit ihm euphorisch durch das kleines Quartier. Sie hörte erst auf als der schwarze Vogel von dem Fensterbrett auf den Brustkorb der unbekannten Elfe sprang und diese sich wie aufs Stichwort zu regen begann.

Benutzeravatar
Eilmana Silva
Moderator
Moderator
Beiträge: 248
Registriert: Mittwoch 2. Mai 2012, 19:41
Moderator des Spielers: Maruka
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Shyáner Elfe
Sprachen: Lyrintha
und vereinzelte Worte anderer Sprachen die Sie aufschnapen konnte.
Beruf: Künstlerin/Magierin
Fähigkeiten: Malen
Zeichnen
Lichtmagie Überdurchschnittlich
Kann kleinere Wunden heilen Licht erzeugen (schwebende Lichtkugel z.B.)
Kann kleinere Dinge schweben lassen und bewegen.
Lebensenergie:

Geld: 1D, 4L, 28F
Ausrüstung: [br]nur die Kleidung die Sie am Leib trägt[/br]

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Freitag 23. November 2012, 22:19

In dem Moment, als Zern vom Pfeil durchbohrt zu Boden fällt, schaut Eilmana nur noch schockiert auf seinen Leichnam. Die folgenden Ereignisse geschehen in einer so rasenden Geschwindigkeit, dass Eilmana gar nicht mehr realisiert, was genau geschieht. Sie verliert die Kontrolle und stößt eine Druckwelle aus. Diese beraubt sie allerdings fast aller Kräfte und sie wird von den Männern überwältigt.
All das was in der Zwischenzeit geschieht, bekommt Eilmana nicht mit. Die Gefangennahme von Nevox und der alten Bärendame oder den Tod von Zerns Kater Mollpest. Auch das Naif und Votan sich retten konnten, blieb ihr verborgen. In ihrer Bewusstlosigkeit schlich sich ein Traum in ihren Geist der sie an einen Ort führte, den sie zuvor noch nie gesehen hatte. Alles um sie herum war hell erleuchtet. Es sah aus wie ein Tempel aber dieser Tempel wirkte sehr alt. Vor ihr stand ein Altar und auf diesem brannte eine grüne Kerze. Was das alles bedeuten sollte wusste sie nicht, sie schaute sich um und versuchte einen Hinweis zu finden der ihr erklärte wo sie sich befand, aber so sehr sie sich bemühte, alles erschien ihr Fremd. Als sie versuchte aus dem Tempel herauszugehen, um zu sehen wo sich der Tempel befand, verspürte sie einen leichten Druck auf ihrer Brust. Alles um sie herum wurde in gleisendes Licht gehüllt und plötzlich schlug sie ihre Augen auf und sah ihren liebsten Freund Naif der auf ihrer Brust saß und sie liebevoll ansah. Den Traum hatte sie vergessen, dennoch spürte sie nun den Schmerz an ihrem Hinterkopf, woraufhin sie sogleich die Augen zusammen kniff und ein schmerzerfüllte Zischen erklang.
„Ahhh…shh…..“
Sie fasste mit ihrer Hand an ihren Hinterkopf und versuchte sich aufzurichten, als sie den alten Gnom und das Fuchsmädchen erblickte. Sie setzte sich auf und stützte sich mit einer Hand am Boden ab.
„Sagt, wer seid ihr und wo bin ich?...“
Dann kamen ihr die Erinnerungen an die letzten Sekunden in Zerns Behausung zurück und sie riss die Augen auf.
„wo sind Nevox und Brunhilde?...leben sie noch? Habt ihr sie gesehen? …“
Die Anstrengung saugte an ihren Kräften und sackte zusammen. Mit letzter Kraft schob sie sich an die Wand des Wagens und lehnte sich an, war sie es doch leid zu liegen, erst bei Zern und nun jetzt. Ihre Magiereserven waren noch nicht ganz wieder hergestellt so versuchte sie erst gar nicht sich zu heilen, sondern verharrte vorerst so und sah die beiden Bewohner dieses Wagens fragend an. Sie hielt sich eine ihrer zierlichen Hände an den Kopf und ihre langen blonden Haare fielen ihr über die Augen. Vom ganzem Blut waren sie verschmiert und es schien als hätte sie rosa rote Strähnchen in den Haaren. Ihre lilafarbenen Augen funkelten durch eben diese Haarsträhnen und sahen die beiden ihr gegenüber sitzenden an. Jedoch war ihr Blick weder mit Wut, noch Trauer erfüllt. Er war neutral und sehr gefestigt. Unerwartet für jemanden der solche Ereignisse hinter sich hat. Das war auch Juno klar, aber was es damit auf sich hatte, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner wissen. Mal abgesehen von Eilmanas Freund Naif der die Elfe schon sehr lange kannte und gut verstand.

Draußen waren in der Zwischenzeit ein paar Stimmen zu hören, aber selbst Eilmana konnte nicht verstehen was diese Sprachen. Was sie jedoch hörte, war die Veränderung des Wetters, schien es doch so als würde es bald noch einen zweiten Regenschauer geben, was nicht ungewöhnlich war nach einem solchen Unwetter.
Eilmana war unterdessen nebenbei damit beschäftigt ihr Kleid, was nun auch blutbefleckt war gerade zu ziehen. Sie trug ihr lilafarbenes Kleid mit weisen Muster drauf. Ihre anderen Sachen hatte sie nicht mehr bei sich. Weder ihre Farben noch ihre zwei anderen Kleider. Ob die Dunkelelfen es wohl in der Hütte liegenlassen haben, oder haben sie es durchsucht nach wichtigen oder wertvollen dingen…sie wusste es nicht.
Bild

Benutzeravatar
Das dunkle Volk
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 177
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:25
Lebensenergie:

Re: Unter den Blättern des Neldoreth

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 27. November 2012, 15:05

Bild

Antworten

Zurück zu „Der Wald Neldoreth“