Am Rande des Neldoreth

Der Wald liegt südwestlich und erstreckt sich weit in den Osten. Die Zwillingsflüsse Euwin und Auwin schenken dem Wald das Leben. Der Turm der Weisheit und die Ruinen Kosrals verbergen sich in ihm. Angeblich haben die Elfen dort ein Dorf errichtet.
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Asgar
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Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Asgar » Sonntag 2. Januar 2011, 13:44

[Kommen aus "Urwald Kapayu - Zwei Nachtelfen im Dschungel"]

Seine Erneute Drohung schien zu funktionieren, denn der Mann erzählte nun alles, was er über diesen Mann wusste. Nur eines wusste er nicht, den Namen des Mannes. Als er den Mann in seinem Aussehen beschrieb, legte Asgar die Stirn in Falten und dachte darüber nach. Windfuchs dagegen stand da und verzog keine Miene, selbst dann nicht, als sein Bruder ihm einen hasserfüllten Blick zuwarf. Doch noch immer hatten die beiden Diebe nicht vor, Acellius über den seelenlosen Zustand von Windfuchs aufzuklären. Was er nicht weiß... Dachte der Nachtelf.
Und das war auch gut so. Wer wusste denn schon was das für ein Spektakel wäre? Auch die Liebe zwischen Rin und ihm würde geheim gehalten werden. Sie beide hätten keinen Grund eine weitere Angriffsfläche zu zeigen. Im Moment war es schwierig genug, diesen Kerl zur Kooperation zu bewegen. Immer wieder fiel sein Blick auf Windfuchs. Wie würde er damit klar kommen? Bekam er das Ganze überhaupt mit?

„Beruhigen?...ich würde ihn gerne persönlich kalt machen…egal wer Windfuchs war oder ist, so was hat man nicht verdient….aber glaubst du wirklich, das die Geschichte mit dem Nicht- Lügen stimmt?... Der Vermummte, du weißt, das könnte Dorcha gewesen sein?..Wir sollten hier verschwinden.“ Ihre Stimme klang ernst. Der Mann wunderte sich schon über den Wortlaut. Bestimmt dachte er, dass sie ihn nun endgültig töten würden. „Ich verstehe deinen Ärger nur zu gut, Rin. Und deine Behauptung, dass es Dorcha sein könnte, teile ich mit dir. Doch vorerst brauchen wir diesen Kerl.“
Aber was er immer noch nicht ganz verstand, war, warum sich ein Dunkelelf mit einem Waldelfen abgab. Seines Wissens nach bestand zwischen diesen Völkern doch ein nicht enden wollender Krieg. Da war noch etwas anderes im Spiel.

Auf Asgars Aussage, sie in den Neldoreth zu bringen, begehrte der Mann zuerst auf: „Ich soll euch nach Neldoreth bringen?...NIEMALS…ich verrate mein Volk nicht…ich bringe den Tod nicht in meine Heimat.“
Sofort wurde der Ausdruck des Nachtelfen kalt wie Eis. „Aber deinen Bruder verrätst du, wie? Weißt du was? Du widerst mich an!“ Asgar war nun stinksauer. Es brauchte wirklich viel, um ihn aus der Fassung zu bringen, doch bei so einem Drecksack, der seinen eigenen Bruder an einen Wahnsinnigen verscharte, da war nun Schluss. Am liebsten hätte er seine Prinzipien, die er all die Jahre so lange in Ehren gehalten hatte, vergessen und den Kerl mit mörderischem Vergnügen ins Jenseits geschickt, doch dann zeigte sich eben jener Kerl doch einsichtig. „…aber ich will nicht mein Leben verlieren…ich füge mich …widerwillig.“ Allein seine Äußerung bestand aus Trotz. Doch er wusste, dass er auf verlorenem Posten stand, da sich „sein Hund“ auf die Seite der Nachtelfen geschlagen hatte.

Ob der vielleicht kinderlieb ist? Wieso kam er jetzt ausgerechnet auf diesen Gedanken? Er und Rin hatten bisher nur eine Nacht zusammen verbracht, also viel zu früh um an Nachwuchs zu denken. Auch wenn es ihn etwas reizte, „Papa“ zu sein. Das dürfte aber für meinen Beruf auch etwas hinderlich sein. Das war nicht unbegründet, denn schließlich mussten sie so gut wie jedes Mal fliehen und Kinder wären da eher fehl am Platz. Doch er behielt diese Sache erst mal für sich, er wollte Rin nicht vollends verwirren.

Auch Rin beruhigte sich wieder, als ihr Blick den seinen traf. Beide wurden darin bestärkt, dass sie für einander bestimmt waren. Irgendwie war es ihnen schon vom ersten Tag an klar. Er hätte sie am liebsten geküsst, doch hier und jetzt war nicht die Zeit und vor allem nicht der Ort dafür. Vielleicht war dafür später noch Zeit…

Aufmerksam beobachtete er nun den Mann, welcher sich mit Mühe erhoben hatte, dann gingen sie auch schon los. Der Mann voran, dahinter gleich seine bezaubernde Partnerin, die den Mann nicht eine Sekunde aus den Augen ließ, dann er selbst, mit Doger dicht auf den Fersen und dann Windfuchs. Wir sind vielleicht ein bunt gemischter Haufen… Dachte er.

Ab und zu konnte er noch das Kribbeln in seinen Fingern spüren. Was das wohl war? Er spürte, wie Rins fragender Blick auf ihn fiel. Ich sag ihr besser die Wahrheit. Paare sollten keine Geheimnisse voreinander haben. Leise sagte er: „Ich spüre immer, wenn ich mit Windfuchs rede ein Kribbeln in meinen Fingern und in meinem ganzen Arm. Ich glaube, dass kommt von der Kugel. Aber warum das so ist, weiß ich nicht.“ Mehr wusste selbst er nicht darüber. Diese Kugel war ein Mysterium für den Nachtelf. Ihm war nicht klar wie Luzien, der bestimmt mehrmals mit solchen Kugeln hantierte, damit klar kam. Doch den könnten sie nicht mehr fragen, außer sie wollten sich die Seele klauen lassen, was nicht in ihrem Interesse war.

„..Ähh…wir müssen hier lang…kann sich Windfuchs nicht erinnern…oh, wie traurig….es wird etwas dauern“, warf der Mann kurz ein. Laut Asgar ein ziemlich unpassender Einwand. Sein Blick zeugte nur von Eiseskälte. Der ausgekugelte Arm des Mannes hing nutzlos herab. Der Kerl sollte aufhören zu provozieren und sich mal Gedanken über sich selbst machen. Allzulange würde er sonst nicht mehr unter den Lebenden weilen.

Es dauerte nicht lange, da hörten sie wieder das vertraute Zwitschern der Vögel. Puh endlich! Wenn wir Freunde der Sonne wären, dann würden wir uns jetzt über das Tageslicht freuen. Tun wir aber nicht! Dann waren sie auch schon am Ausgang angekommen.

Da waren sie nun, am Rande des Urwaldes. Allen kam es wie eine gefühlte Ewigkeit vor. Man sah es jedoch nur an den andersartigen Bäumen, denn Kapayu und Neldoreth gingen schon beinahe fließend in einander über. So langsam hab ich erst mal genug von Wäldern… Seine Gedanken waren nicht ganz unbegründet. Schließlich mussten sie die letzten Tage oder waren es schon Wochen in dieser grünen Hölle überleben, bedrängt von wilden Tieren und anderen Gefahren.
Doch wo sollten sie als erstes hin? Celcia war groß. Hoffentlich groß genug, um sich vor einem rachsüchtigen Dunkelelf namens Dorcha zu verstecken.

Die Bäume des Neldoreth waren weniger dicht als die des Urwaldes, sodass vereinzelte Sonnenstrahlen durch das Blätterdach drangen und den Boden erhellten. Zu ihrem Glück waren sie in ihre Nachtelfenmäntel gehüllt, dass Sonnenlich konnte ihnen keine Pein zufügen. Doch allzulange konnten sie sich nicht hier aufhalten. Sie mussten einen sicheren Ort finden, an dem sie sich etwas erholen konnten.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 9. Januar 2011, 15:35

Sie liefen eine ganze Weile und Asgar schien dabei sich sogar Gedanken über den Hund zu machen. Doger kannte sie nicht, doch half seit der ersten Sekunde den Nachtelfen und Windfuchs. Vielleicht stimmte ja der Gedanke, den Asgar hatte. Rin konnte tatsächlich schwanger sein. Über so was hatten die beiden in ihrer wilden Nacht nicht nachgedacht. Was wäre, wenn sie tatsächlich ein Kind von ihm jetzt trug. Doch würde es an dieser Situation etwas ändern? Er liebte sie und sie ihn, sie würden es schon schaffen.
Bekanntlich rochen Tiere so was. Tat das Doger ebenfalls, oder war er nur gegen den Elfen.?
Jedoch beruhigte sich Asgar wieder und erzählte Rin von den Vorkommnissen der Kugel.
Rin sah Asgar erschrocken an, als ihr dieser die Nebenwirkungen der Kugel erzählte.
„ Asgar pass bitte auf dich auf… vielleicht liegt auch auf der Kugel ein Zauber….verdammt, wir müssen den Zauber endlich brechen…hast du eine Idee?...Wir könnten doch die Kugel zerstören, oder?“ sie hoffte, dass es wirkte.
Doch wenn es klappen sollte, wer würde die beiden vor Dorcha retten. Windfuchs hatte Fähigkeiten, die unglaublich waren. Aber wer wusste schon, ob diese auch noch da waren, wenn er seine Seele wieder hatte.
Vielleicht war er ein Feigling.
Oder hatte zuwenig Selbstvertrauen.
Das könnte für die Nachtelfen den Tod bedeuten. Sie wussten zu wenig von ihm.
Würde der Bruder etwas erzählen?
Als neldoranischer Elf würde er die Wahrheit sagen.

Dieser Elf schritt mit eisernen Blick voraus. Er blieb mal kurz stehen um sich zu orientieren, und ging Richtung Westen weiter.
Die Sonne schien durch die Zweige und beide Nachtelfen waren mehr als froh über ihre Mäntel.
Es war leichter vorwärts zu kommen, da es hier nicht so dicht gewachsen war wie im Urwald.
„ ist es also kein Gerücht, dass euer Volk das Licht der Sonne meidet.“
Er stellte sich auf einen sonnenbeschienen Platz und blickte ins Licht hoch. So hatte dieser Elf tatsächlich etwas Schönes. Das Haar schimmerte im Sonnenlicht. Sein Gesicht wirkte im Licht nicht so verbittert wie im Gang, aber die Augen strahlten Arroganz und Missgunst aus.
„ Und ich soll euch tatsächlich zu meiner Stadt bringen…seit ihr so mächtig, dass ihr es mit allen aufnehmen könnt?...Windfuchs , hast du ihnen nichts erzählt wie unbeugsam unsere Stadt ist. …oder wollt ihr… bei den Göttern…“ er drehte sich blitzartig zu Ihnen um.
„..ihr wollt die Herrscher umbringen?...“
Rin sah verdutzt Asgar an. „Spinnt der?“
Plötzlich knurrte Doger. Windfuchs Ohren zuckten und mit einem Rück warf er Asgar zusammen mit Rin um.
Etwas surrte durch die Luft.
Ein Schrei!
Ein Bolzen steckte in der Schulter des Bruders.
Doger rannte knurrend los und jaulte plötzlich auf. Noch gerade im Sprung schlug der Hund hart auf. Er rutschte vor die Füße einer Person. Regungslos blieb er liegen.
Ein Bolzen steckte im Kopf des Tieres.
„ Ihr?!“ keuchte der Elf.
„Warum?“
Rin packte die Hand von Asgar und zeigte in die Richtung, wo der Fremde stand
Die Person trug einen dunklen Mantel mit einer Kapuze. Auch sie trug das Gesicht im Schatten. Sie war stark bewaffnet. Besonders das schwarze Langmesser an der Seite fiel auf. Seine Kleidung war zerfetzt. Das eine Bein war grob verbunden. Die Atmung war tief und erschreckend ruhig.
„ so trifft man sich wieder.“ Die Stimme war wie Eis.
Es streifte die Kapuze zurück.
Dorcha!
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Asgar » Sonntag 9. Januar 2011, 17:45

Während sie so weitergingen, schwirrte in Asgars Kopf immer wider derselbe Gedanke herum: War Rin wirklich schwanger? Von ihm? Bei ihrer heißen Nacht, die sie zusammen hatten, könnte es schon passiert sein. Das wäre zum einen höchst erfreulich, zum anderen in der aktuellen Situation nicht gerade von Vorteil. Schließlich befanden sie sich auf der Flucht, wurden wie Tier durch Wald und Flur gehetzt. Doch zusammen würden sie das durchstehen.

Wir waren schon in anderen schlimmen Schlammasseln. Doch nach kurzem Grübeln musste er sich trotz allem eingestehen, dass dieses hier bisher alles Erlebte um Meilen überbot. Zwar mussten sie schon oft um ihr Leben rennen, aber dass diese Verfolgungsjagd einfach nicht zu Ende ging, dass war schon ärgerlich.

Sie reagierte auf seine Erklärung höchst überrascht, ja sogar erschrocken: „Asgar pass bitte auf dich auf… vielleicht liegt auch auf der Kugel ein Zauber….verdammt, wir müssen den Zauber endlich brechen…hast du eine Idee?...Wir könnten doch die Kugel zerstören, oder?“ Ihr Vorschlag, die Kugel selbst aus der Welt zu schaffen, stimmte ihn wieder nachdenklich. Er sagte darauf: „Lieber nicht. Am Ende bringt es ihn vielleicht noch um und er ist der einzige von uns, der stark genug ist, um Dorcha entgegenzutreten, sollte es zu einer Konfrontation kommen. Wir sollten das einen Magier tun lassen.“ Mit seinen Zweifeln sollte er Recht behalten, schließlich hatte er den Dunkelelf bereits in Aktion erlebt. Und auch, weil keiner von ihnen beiden eine Kämpfernatur war.
Er wusste, wie schnell und sicher Dorcha töten konnte und sie waren ihm nur mit knapper Not entwischt. Vorerst. Doch der Kerl würde nicht ruhen, noch rasten, bis er seinen Rachedurst gestillt hatte.

Ihr „Gefangener“ schritt inzwischen voraus, mit einem Blick im Gesicht, mit dem man Eier hätte abschrecken können. Ab und zu sah er sich um, vielleicht um sich zu orientieren und schritt dann weiter, nach Westen. „Ist es also kein Gerücht, dass euer Volk das Licht der Sonne meidet.“ Eine kleine Anmerkung des Elfen, welche Asgar nur mit einem missbilligenden Blick quittierte. Offenbar ahnte der bereits, dass es sich bei Rin und ihm um Nachtelfen handelte. Solange er denkt, wir wären Mörder oder dergleichen, soll mir das egal sein. Schließlich gab es die auch in ihrem Volk.
Wachsam spähte er ab und zu von Links nach Rechts, als erwarte er jeden Moment einen Angriff. Man konnte das als übertriebene Maßnahme sehen, doch als Dieb, der immerzu verfolgt wurde, war es überlebenswichtig.

„Und ich soll euch tatsächlich zu meiner Stadt bringen…seit ihr so mächtig, dass ihr es mit allen aufnehmen könnt?...Windfuchs , hast du ihnen nichts erzählt wie unbeugsam unsere Stadt ist. …oder wollt ihr… bei den Göttern…..ihr wollt die Herrscher umbringen?...“ Der Mann hatte sich blitzschnell zu ihnen umgedreht. Bitte was? Hatte er sich wirklich von der Finte der beiden Nachtelfen übertölpeln lassen? Wie naiv manche Leute doch sind.

„Spinnt der?“, warf Rin sogleich ein. „Der ist wahrscheinlich als Kind zu oft vom Baum gepurzelt. Er hat wohl seine Sinne nicht mehr beieinander. Wahrscheinlich hat er deshalb Windfuchs an diese Fanatiker verscherbelt“, warf Asgar ein. Äußerlich ließ er sich nichts anmerken. Gerade wollte er dem anmaßenden Kerl eine Antwort in der Allerweltssprache entgegenschleudern, die sich gewaschen hatte, als sich Windfuchs mit einem Mal auf sie warf und sie zu Boden drückte.
„Windfuchs…was zum?“, brachte Asgar gerade noch heraus, als ein Bolzen knapp über sie drübersegelte und mitten in der Schulter des Mannes sein Ziel fand. Es folgte ein gellender Schrei, der von eben jenem Mann stammte.
Wieder einmal hatte der Hybrid ihnen das Leben gerettet. Oh man! Diese ganze Lebensschuld, die wir jetzt bei ihm haben, werden wir bestimmt nie und nimmer zurückzahlen können! Immer noch lagen sie am Boden, angestrengt keuchend.

Kurz darauf war noch ein Geräusch zu hören: der Hund! Er hatte sich dem unbekannten Angreifer entgegen geworfen, doch er hatte keinen Erfolg. Jetzt lag er tot zu den Füßen des Mannes, mit einem Bolzen in seinem Schädel.

„Ihr?!“, sagte der Mann fassungslos. Rin half Asgar sogleich auf und zeigte in die Richtung, aus der der Bolzen gekommen war. Dort stand eine Person, die ihnen mittlerweile schon recht vertraut war: Dorcha! Das war’s! Die Jagd ist zu Ende!
Ihm stieg sofort der Angstschweiß ins Gesicht. Er wusste bereits von vornherein, dass sie im Kampf keinerlei Chancen gegen den gut gerüsteten Dunkelelf hatten. Das war kein Möchtegern-Mörder, man konnte sehen, dass er ein Profi in dieser Profession war. Ein Waffenarsenal auf zwei Beinen! Hier waren sie ihm hilflos ausgeliefert. Dort wo sie jetzt waren, gab es keinen Höhenvorteil mehr und keine Gegenstände, die man hätte werfen können. Und was noch erschreckender war, er hatte sich von diesem überraschenden Rückschlag von Seiten Asgars nicht von seiner Rache abbringen lassen. Jede Klette würde neben ihm vor Neid erblassen.

„So trifft man sich wieder.“ Die Stimme klang eiskalt und war voller Bosheit. Ja. Leider. Ich will nicht wissen, was der noch so für Waffen dabei hat… Das lange Messer an seiner Seite kannte er ja schon, praktisch und tödlich, ebenso wie die Armbrust die er trug.
Wenn nicht bald ein richtiges Wunder geschah, würde es bald wohl keine Rolle mehr spielen, ob Rin möglicherweise ein Kind unter dem Herzen trug oder nicht. Dann waren sie tot und zwar alle.

Asgar sah neben sich. Auch Rin war bis zum Äußersten angespannt. „Rin? Ganz egal was passiert, ich liebe dich.“ Er nickte er ihr einmal zu. Dann sah er zu Dorcha hinüber. „Eins muss man dir echt lassen, du bist sehr hartnäckig. Respekt! Wie hast du es geschafft, auf unserer Fährte zu bleiben?“
Gedanklich jedoch: Bin ich eigentlich noch ganz sauber? Jetzt verteile ich schon Komplimente an denjenigen, der unser Leben beenden möchte.
Aber ihm fiel im Moment nichts Besseres ein. Er musste Zeit gewinnen, Dorcha in ein Gespräch verwickeln und gleichzeitig einen Plan ausarbeiten, wie man den Dunkelelf ein für alle Mal loswerden konnte. Eine schwierige Aufgabe. Hoffentlich schluckte Dorcha den Köder, denn ansonsten wären sie schneller tot, als sie atmen konnten.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 12. Januar 2011, 17:37

Asgar sah neben sich. Auch Rin war bis zum Äußersten angespannt. „Rin? Ganz egal was passiert, ich liebe dich.“ Er nickte er ihr einmal zu. Dann sah er zu Dorcha hinüber. „Eins muss man dir echt lassen, du bist sehr hartnäckig. Respekt! Wie hast du es geschafft, auf unserer Fährte zu bleiben?“
Gedanklich jedoch: Bin ich eigentlich noch ganz sauber? Jetzt verteile ich schon Komplimente an denjenigen, der unser Leben beenden möchte.
Aber ihm fiel im Moment nichts Besseres ein. Er musste Zeit gewinnen, Dorcha in ein Gespräch verwickeln und gleichzeitig einen Plan ausarbeiten, wie man den Dunkelelf ein für alle Mal loswerden konnte. Eine schwierige Aufgabe. Hoffentlich schluckte Dorcha den Köder, denn ansonsten wären sie schneller tot, als sie atmen konnten.
Rin sagte nichts auf die Worte. Tonlos formte sie mit ihren Lippen: ich dich auch. Deutlich sah man ihre Angst.
So sollten sie auch jetzt hin. Sie waren wohl diesem Mörder ausgeliefert.
Dorcha blickte gelassen.
Doch seine Augen zeugten von der Lust zum töten.
Der Elf war wohl auch sehr überrascht. Nicht nur weil er einen Bolzen abgekriegt hatte.
Als Asgar das Wort ergriff, spannte er seine Armbrust nach. Den Hund zu seinem Füßen würdigte er keines Blickes.
Während er dabei war die Armbrust zu spannen, wozu er nicht mal seine Aufmerksamkeit von den vieren ließ, redete er mit eisigem Unterton.
“ Spass dir deine Komplimente…durch den gang. So laut wie ihr wart, kein Wunder…und so was nennt sich Dieb. Lächerlich…wer will zuerst?”
Dann hielt er die Armbrust auf Asgar.
“ übrigens, wo ist das Seelengefäß?…”
Rin konnte nicht mehr sie griff nach Asgars Hand. Dorcha lächelte darauf nur fies.
“ Was?…ich habe damit nichts zu tun…ich bin nicht für die drei…” mischte sich lauthals der Elf ein. Er wollte schnell seine Haut retten.
“ weiß ich doch…” gespieltes Verständnis, doch das schien der Elf nicht zu merken.
Oh!…dann gehe ich mal besser…geschieht euch recht.” zischte er Asgar und Rin zu.
“übrigens…wo geht es nach Kosral”
Der Elf hielt an. Er blickte sich kurz um.
“das musste im osten…was?..nein!…ahhh”
Dorcha grinste Triumphierend die beiden Nachtelfen an, richtete die Armbrust auf den Elf. Dieser wollte grade noch losrenne, da traf ihn ein weiterer Bolzen. Mit Wucht wurde er an den nächsten Baum gepfeffert. ER lebte noch.
Dorcha schenket ihn jedoch keine Aufmerksamkeit. Er warf ohne Ankündigung eine kleine Klinge. Sie traf Rins Arm. Streifte diesen jedoch nur.
Argh!
Ihre hand zuckte zur Verletzung hin. Doch was sollte das. Hatte er schlecht getroffen?
Aber jemand wie Dorcha?
“Asgar, was hat der vor…die Verletzung ist nicht tief…will er uns foltern?”
Die Angst, was noch folgen konnte, ließ Tränen in ihre Augen steigen.
“ Davon stirbt man nicht…nur damit ihr nicht auf die Idee kommt, den Hybriden auf mich loszulassen. Die Klinge war vergiftet…” er machte eine Pause um das Gesagte mehr Gewicht werden zu lassen.
Der Elf, versuchte zwischenzeitlich sich weiterhin zu befreien. Dorcha hatte seinen Arm, der nicht verletzt war mit den Bolzen an den Baum geheftet. Er quälte sich.

“…das Gegenmittel gibt es nur, wenn du, mein lieber Asgar, den dort tötest…mach es selber ..oder den Hybriden…mir ist das gleich” Er trat einen schritt auf Asgar zu. Rin klammerte sich von der Seite an Asgar.
“ so oder so wirst DU den Tod bringen… entweder für das Weib…oder den Elfen…oder ihr stirbt alle gleich….doch sonst nehme ich euch gerne nach Kosral mit” er blickte kurz verträumt nach oben.
“…soll ich gnädig sein… und dir die Folterungen deines Weibes ersparen? Hmm?”
Der Dunkelelf hatte sichtlich seinen Spaß.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Asgar » Mittwoch 12. Januar 2011, 22:54

Da standen sie nun also. Auge in Auge. Wobei sich in denen des Dunkelelfen Mordlust gepaart mit Wahnsinn widerspiegelte. Sie saßen in der Falle! Er kauft mir das nicht ab! Das wäre auch zu schön um wahr zu sein. Jeden Tag fällt irgendwo was vom Himmel, wieso nicht jetzt?
Er sah, wie Dorcha seine Armbrust nachspannte und sie auch schon direkt auf ihn richtete. “Spar dir deine Komplimente…durch den gang. So laut wie ihr wart, kein Wunder…und so was nennt sich Dieb. Lächerlich…wer will zuerst?” Asgar schluckte hart. Er hatte sie also doch gehört! Wir waren auch schon mal besser… schoss es ihm durch den Kopf. Sein Hals fühlte sich mit einem Mal staubtrocken an, schnürte ihm beinahe die Kehle zu. Das war normal, wenn man in Todesangst war und auch noch mit einer Armbrust bedroht wurde.
Aus den Augenwinkeln bemerkte er noch, wie Rin tonlos ihre Antwort formte. Sie würde ihn ebenfalls lieben, egal was noch passieren würde.

“Übrigens, wo ist das Seelengefäß?…”, meinte er mit drohendem Blick, dem Asgar jedoch widerstand. Das geht dich einen verfluchten Scheißdreck an, Dunkelelf! Dachte er voller Zorn. Ja, jetzt war er sauer! Aber selbst im Zorn hätte er keine Chance gegen Dorcha, da er vielleicht nicht schnell genug wäre, um die Distanz zurückzulegen, ohne von einem Bolzen getroffen zu werden. In dem Moment bemerkte er, dass Rin sich an seine Hand geklammert hatte, worauf der Dunkelelf nur bösartig grinste. Jetzt war es raus! Seine andere Hand hatte er so krampfhaft zur Faust geballt, sodass sie allmählich taub wurde.

“Was?…ich habe damit nichts zu tun…ich bin nicht für die drei…”, mischte sich jetzt auch noch der andere Kerl ein. Als ob sie nicht schon Probleme genug am Hals hatten. Asgar verschwendete keinen Blick auf den Mann. Sein Blick war auf Dorcha fixiert, der den Nachsichtigen spielte und den Neldorether in Sicherheit wiegte.

Der Dunkelelf rief jedoch noch etwas, daraufhin blickte sich der Elf nochmals um. Kosral? Warum will er das wissen? Dort lebt doch niemand mehr, nach allem was man so hört. Diese Tatsache verwirrte den Nachtelfen etwas, jedoch wurde er durch einen weitern Bolzenschuss aus seinen Gedanken gerissen. Doch dieser Schuss galt nicht ihm oder Rin. Ja nicht einmal Windfuchs, der immer noch dastand, als wäre er zur Salzsäule erstarrt, sondern seinem Bruder, der nun, hilflos am nächst besten Baum hing. Hilflos. Fast hätte er ihm Leid getan, aber nur beinahe. Das hat er davon, wenn sich mit Dunkelelfen einlässt.
Dann fiel ihm jedoch auf einmal ein, dass er ja selbst mit einem Dunkelelfen eingelassen hatte und der stand nun vor ihnen. Eben dieser Dunkelelf warf ohne Ankündigung eine Klinge, die Rin leicht am Arm verletzte. Sie verstärkte ihren Griff, fing an zu zittern. Was sollte das? “Asgar, was hat der vor…die Verletzung ist nicht tief…will er uns foltern?”, kam es leise von ihr. Er sah den Schnitt, er wirkte wirklich nicht tief. „Ich weiß nicht, er hat etwas vor…“, murmelte der Nachtelf.
Doch dann enthüllte der sadistische Dorcha seine übergroße Gemeinheit: “Davon stirbt man nicht…nur damit ihr nicht auf die Idee kommt, den Hybriden auf mich loszulassen. Die Klinge war vergiftet…” Waaas? Asgars Augen waren vor Schreck geweitet. Er traute seinen Ohren kaum. Du kranker Mistkerl! Du solltest in der Hölle schmoren!

Ein kurzer Blick nach hinten und er sah den Elfen, der sich vergeblich abmühte, den Bolzen aus seiner Schulter zu entfernen. Zu dessen Pech war auch noch sein gesunder Arm getroffen worden, so dass es ein Ding der Unmöglichkeit für ihn war, etwas zu bewirken.
Doch zurück zum aktuellen Geschehen: Rin hielt sich die Wunde und immer noch dicht bei ihm. „Spürst du schon etwas? Wird dir schwindelig?“ Asgar wollte einfach wissen, ob das nicht eine weitere Falle des Dunkelelfen war.

“…das Gegenmittel gibt es nur, wenn du, mein lieber Asgar, den dort tötest…mach es selber ..oder den Hybriden…mir ist das gleich” Asgar stand kurz vor dem Zusammenbruch. Es stimmte also doch, er hatte seine Partnerin vergiftet und würde erst mit dem Gegengift rausrücken, wenn er diesen Elfen hinter ihnen töten würde.

“So oder so wirst DU den Tod bringen… entweder für das Weib…oder den Elfen…oder ihr stirbt alle gleich…doch sonst nehme ich euch gerne nach Kosral mit”, sprach er weiter und trat einen Schritt auf ihn zu. Offenbar ergötzte er sich gerade mit Freude daran, die beiden Nachtelfen so leiden zu sehen. In Asgars Kopf ratterte es wie wild: Entweder tötete er den Elfen und nahm damit in Kauf, seinen Kodex brechen zu müssen, konnte damit aber Rins Leben retten, oder er ließ es bleiben und musste zusehen wie Rin an der Vergiftung starb und damit ihre gemeinsame Zukunft. Oder sie würden alle sterben, wären dann aber im Tod vereint, für ewig. Da fällt mir die Wahl nicht schwer! Auch wenn ich dafür meinen Kodex brechen muss…Rin muss leben! Er könnte sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Und sterben wollte er jetzt bestimmt noch nicht. Sie wohl ebenso wenig.

“…soll ich gnädig sein… und dir die Folterungen deines Weibes ersparen? Hmm?”, sagte er, fast schon wahnsinnig. „Nein! Nicht! Lass sie! Ich tus ja!“ In seinen Augen standen Tränen. Aber um Rin zu retten, wäre ihm diese Befleckung wert. Ich mache einen großen Fehler. Verdammt! Ich hätte niemals mit Dorcha Geschäfte machen sollen! Leider kam diese Einsicht nun viel zu spät, dass hätte ihm schon in der Hafenstadt klar sein sollen.
Mit nun fremdem, leerem Blick blickte er sich zu dem Elfen um, der nun sah, was ihm blühte. „Ich muss es tun, sonst verliere ich dich!“, sprach er leiste, fast flüsternd zu Rin, die offenbar schon erste Anzeichen einer Vergiftung erdulden musste. Allein diese Worte auszusprechen, das was er jetzt tun musste, kostete ihn große Überwindung.
Langsam ging er rückwärts auf den Elfen zu. Er wollte Dorcha nicht den Rücken zudrehen. Am Ende war das alles nur eine Farce, um ihn weiter auf die dunkle Seite zu locken. Und was würde seine Partnerin dazu sagen? Würde sie ihm dann noch in die Augen sehen wollen, sofern sie hier lebend raus kamen? Er traute Dorcha nicht. Aber er musste es tun.

Er war bei dem Elfen angelangt. Der hatte nun wirklich große Angst. „Ich kenne dich nicht, du kennst mich nicht, aber um das Leben von ihr zu retten, muss ich deines beenden“, sprach er leise, nur für sie beide hörbar. Seine Stimme zitterte. Ehrenwerte Mutter der Nacht! Manthala! Verzeih mir, dass ich dies nun tun muss! Sein Ärmel rutschte zurück und entblößte seinen Dolch. Jenen Dolch, der noch nie Blut gekostet hatte. Dann hob er sie zum Stich…und stieß zu. Ein Röcheln, ein kurzes Rucken, dann war es still.

Asgar drehte den Kopf weg, wollte es nicht sehen. Wollte nicht begreifen, was er eben in diesem Moment getan hatte. Mit gesenktem Kopf trottete er zurück zu Rin, fühlte ihre Stirn. Sie war heiß, erschreckend heiß, das Gift zeigte schon langsam erste Auswirkungen. Er schämte sich für das, was er gerade getan hatte. Doch Dorcha zwang ihn förmlich dazu. „Es…es tut mir so leid…ich wollte das nicht…“ Sein Flüstern ging nur schleppend voran.

Dann sah er zu Dorcha herüber, dessen Mimik irgendwo zwischen Euphorie und totalem Höhenflug umherhuschte. „Jetzt das Gegenmittel…bitte!“, sagte er stockend, fast schon flehend. Irgendwann musste dieser Alptraum doch einmal zu Ende sein.

[*Seinen bisher längsten Post geschrieben hat* Du kannst ganz schön grausam sein]

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 16. Januar 2011, 16:00

Dorcha hatte ihnen eine fiese Falle gelegt. Rin war zu verstört um überhaupt vernünftig zu reagieren. Als Asgar sie besorgt fragte, sah sie ihn nur an.
ich..ich…weiß nicht…mir ist schlecht…kommt das vom Gift“ sie hatte Angst.
Wie sollte man etwas sachlich beurteilen, wenn man nie zuvor in so einer Situation war geschweige denn Auswirkungen kannte.
Asgar sah jede Regung von Rin als Zeichen der Vergiftung.
Dorcha hatte dagegen seinen vollen Spaß. Der Dunkelelf war ein Sadist ohne Frage.
Er stellte den Nachtelfen vor eine grausige Wahl.
Und Asgar würde alles tun um seine Liebste zu retten. Sie sah ihm nach, als er zu den anderen Elfen trat.
Ich weiß, dass du es für mich tust…ich werde dir dafür keine Schuld geben, konnte er deutlich aus ihrem Gesicht lesen.
Sie sah ihn an, Tränen rannen an ihrer Wange vorbei.
„du bist ein Monster, Dorcha“ flüsterte sie hasserfüllt.
Doch dieser grinste nur.
„ du hast keine Ahnung“
Der Elf blickte Asgar panisch an.
„ das könnt ihr nicht tun…bitte…ich will nicht sterben…“ Asgar flüsterte ihn die Worte zu. Der Elf schluckte hart. Das Gesicht war bleich, die Augen angst geweitet.
Dann schloss er die Augen und Asgar stach zu. Er zuckte und stöhnte auf. Ein letztes Aufzucken, ein tiefes Ausatmen…dann nichts mehr.
Schlaff hing er am Baum.
Asgar hatte zwar zuvor nie getötet, doch er wusste wie man es tat.
Dorcha lachte laut auf.
Sie schien das nicht zu interessieren. „Es tut mir leid“ flüsterte sie nur wieder und wieder. Sie kochte innerlich.
Oh wie gerne hätte sie Dorcha dafür mit eigenen Händen getötet.
Der einzige, der keine Regung von sich gab war Windfuchs. Er stand weiterhin da.
Oder war da doch eine Regung?
Würde man genau hinsehen, so sah man eine kleine vereinzelte Träne. Doch der Körper gab sonst keine Bewehung von sich, außer das Atmen und Blinzeln.
Der Hybrid hatte gerade die Ermordung seines Bruders erlebt. Wie hatte er wohl selber zu ihm gestanden. Trauerte er um ihn oder um Asgars Ehre?
Asgar legte seine Hand an Rins Stirn und sie lehnte sich an seine Hand. Wie gerne würde sie ihn jetzt in die Arme nehmen.
„ Nicht schlecht…und wie fühlt es sich an“ Er verspottet Asgar.
Dann griff er in eine Seitentasche und hielt Asgar eine Phiole hin.
„ hier…redlich verdient…hätte ich nicht besser machen können“
Doch seine Augen waren eisig.
Woher wussten sie ob es tatsächlich das Gegengift war?
„ …ach, bevor ich es vergesse…“ In den Moment , wo Asgar nach der Phiole griff, packte Dorcha dessen Arm, zog ihn nach an sich. Rin schrie erschrocken auf.
War es jetzt aus.
Sollte so sein Leben enden?
Er hatte Asgar schneller im Schwitzkasten, als dieser handeln konnte. Die Muskeln von Dorchas Arm drückten sich an die Kehle des Nachtelfen.
Dann spürte er einen Schmerz an seinem Hals. Dorcha hatte ihn eine feine Nadel rein gehauen.
Während Dorcha diese langsam tiefer in Asgars seitlichen Halsmuskel stach, flüsterte der Dunkelelf.

„ Asgar…Dein Weib war nicht vergiftet…ich will dich leiden sehen…und das werde ich auch.“
Dorcha zog langsam die Nadel wieder raus. Die Verletzung blutete fast nicht, doch sie brannte jetzt schon.
Dorcha ließ ihn los und trat einen Schritt beiseite. Er hielt die Nadel hoch
„ Die hier, war wirklich vergiftet!...“ Und Asgar konnte es ihm im Gesicht ablesen, dass es diesmal die Wahrheit war.
Rin wollte gerade auf ihn zustürmen, half dann lieber Asgar.
„…aber es wirkt langsam… eine nette Kombination aus Lähmungserscheinungen und wenn diese verschwinden mit Halluzinationen und Aggressivität. Wenn es das Endstation erreicht, bist du nichts mehr als ein hirnloser Idiot…Vielleicht bringst du ja dann sogar dein Mädchen selber um…schade, dass ich nicht zusehen kann.“
Er machte einen Satz, trat Asgar mit Wucht nochmals in die Seite und zog Rin zu sich. Er griff unsanft ihr Gesicht mit einer Hand zu sich und leckte ihr über die Wange.
Dann schubste er sie in Asgars Richtung zurück.
Angewidert wischte sie sich die Wange ab. Sie schüttelte sich und drückte sich an Asgar.
„ Der Kerl ist abartig…will er dich wieder reinlegen?.. Wieso können wir nichts machen.?“

Dann ließ er sie stehen und trat an den beiden mit einem selbstgefälligen Grinsen vorbei. Verwundert sah Rin zu Asgar.
Sie hatte nicht mitbekommen, was Dorcha zu Asgar gesagt hatte.
Dorcha marschierte zur Leiche am Baum, filzte diese nochmals und machte sich dann in Richtung Kosral auf. Er war sogar so dreist, dass er Ihnen den Rücken zuwandte.
Fast beiläufig drehte er sich um. An Verschlagenheit war der Kerl wirklich kaum zu überbieten.
„ Ach ja, wenn ihr mich abknallt…oder tötet…tja, dann keine Heilung…schade Asgar,…oder ihr kommt brav mit…Also, Zeit ist Kostbar“
Er machte sich dann auf den Weg , den der Elf ihn genannt hatte.
„ Keine Heilung? Was meint er?..."
Doch würde jemand wie Dorcha tatsächlich jemanden zweimal belügen? Hatte er nicht deutlich klargemacht, dass er sie in der Hand hatte.
Wollte man tatsächlich riskieren, dass Asgar nach einiger Zeit Amok lief und seine Geliebte und vielleicht sein Kind tötete. Seinen Kodex hatte er selber gebrochen, was würde ihn dann noch aufhalten?
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Asgar » Sonntag 16. Januar 2011, 17:54

Er sah Rins Blick. Sie gab ihm keine Schuld an diesem abartigen Verbrechen. Der Nachtelf fühlte sich schäbig. Jetzt bin ich doch zum Mörder geworden… Dieser Gedanke stimmte, auch wenn es ein erzwungener Mord gewesen war. Er sah nach unten. Doch bei einem Seitenblick auf den Hybriden konnte man Trauer in seinen sonst leeren Augen erkennen. Trauer über den Verlust seines Bruders, der ihn eigentlich hasste oder war es Asgars Trauer, die sich durch die Kugel auf den Seelenlosen übertrug? Waren sie durch diese etwa miteinander verbunden? Schließlich hatte er ihnen im Urwald das Leben gerettet, ohne das Asgar ihn gerufen hatte. Er war dort einfach so aufgetaucht.

„Nicht schlecht…und wie fühlt es sich an?“ Der Dunkelelf verspottete ihn nach Strich und Faden. Wie es sich anfühlt? WIE ES SICH ANFÜHLT? Asgar kochte innerlich vor Wut. Er ballte seine Hände zu Fäusten. Oh wie gerne wäre er jetzt auf Dorcha los und hätte ihm den Schädel eingeschlagen. Seinen Kodex, niemanden zu töten, hatte er brechen müssen und dieser Mistkerl wagte es auch noch, ihn danach zu fragen?

„Hier…redlich verdient…hätte ich nicht besser machen können“, sagte Dorcha und hielt ihm eine Phiole hin. Selbst hier troff seine Stimme vor Hohn und Spott. Er spielte mit ihm. Misstrauisch beäugte der Nachtelf diese, trat dann aber doch näher.
Gerade als Asgar das Gegenmittel ergreifen wollte, wurde er auch schon prompt von Dorcha gepackt und in den Schwitzkasten genommen. Es ging so verdammt schnell, sodass er sich nicht dagegen wehren konnte. Er wand sich in dem eisernen Griff, doch er kam nicht frei. Stattdessen spürte er, wie sich etwas in seinen Hals bohrte und ihn mit einem brennenden Gefühl erfüllte. „Asgar…Dein Weib war nicht vergiftet…ich will dich leiden sehen…und das werde ich auch.“ Der Dunkelelf hatte seine Stimme zu einem Flüstern gesenkt.

„Die hier, war wirklich vergiftet!...“, erklärte er, als ob es selbstverständlich wäre und hielt die Nadel triumphierend in die Höhe. „Was…?“, brachte der Nachtelf noch hervor, bevor er fast das Gleichgewicht verloren hätte. „…aber es wirkt langsam… eine nette Kombination aus Lähmungserscheinungen und wenn diese verschwinden mit Halluzinationen und Aggressivität. Wenn es das Endstation erreicht, bist du nichts mehr als ein hirnloser Idiot…Vielleicht bringst du ja dann sogar dein Mädchen selber um…schade, dass ich nicht zusehen kann.“ Oh ja, Lähmung erlitt er gerade. Ver…dammt. Ich…hasse…dich…, Dorcha… Selbst vor seinem Verstand schien das Gift nicht Halt zu machen. Seine Gedanken bewegten sich im Moment in Zeitlupe.

Doch den darauf folgenden Schmerz spürte er nur allzu deutlich, als ihm Dorcha mit brachialer Gewalt in die Seite trat. Mit voller Wucht fiel Asgar fast ungebremst zu Boden und blieb keuchend liegen. Zu seinem Glück landete er weich auf dem Gras. Doch nach einigen Sekunden, ihm kam es stundenlang vor, spürte er eine ihm vertraute Berührung, nur kam sie ihm so unendlich weit weg vor. Rin saß neben ihm. „Der Kerl ist abartig…will er dich wieder reinlegen?.. Wieso können wir nichts machen?“, flüsterte sie leise. Ja, abartig war Dorcha das stand außer Frage, doch warum waren sie so machtlos gegen ihn? Wenn sie sich mit ihm niemals eingelassen hätten, dann wären sie jetzt nicht hier. Wenn ich…das überlebe, werde…ich meine Kenntnisse…mit dem Dolch wohl…ausbauen müssen.
„Argh! Verdammt…“ Er litt unvorstellbare Qualen, seine Haut war schweißnass und seine Atmung ging schleppend. Bestimmt fragte sich Rin, was wohl mit ihm los war.

„Ach ja, wenn ihr mich abknallt…oder tötet…tja, dann keine Heilung…schade Asgar,…oder ihr kommt brav mit…Also, Zeit ist Kostbar“, erklärte Dorcha mit einem sadistischen Grinsen im Gesicht. „Keine Heilung? Was meint er?...", fragte Rin erschrocken. Asgar nahm ihre Hand, drückte sie leicht. Sein Blick war irgendwie seltsam. Er erschien so leer. Als wäre er irgendwo weit entfernt. „Gift. Nicht du, sondern ich wurde vergiftet.“ Er stockte, seine Kehle war staubtrocken.

Er versuchte selbst aufzustehen, doch er sackte wieder in sich zusammen. Ihm kam es vor, als wäre jede Kraft aus seinen Gliedern gewichen. „Hilf…mir bitte…hoch. Das Gift…wirkt schon.“ Er sah seine Partnerin mit einem flehenden Gesichtsausdruck an. Sie würde ihn nicht im Stich lassen, sie nicht. Sein Hass auf den Dunkelelfen war nun unbeschreiblich.
Nach kurzer Zeit stand er wieder halbwegs aufrecht auf seinen Beinen, auch wenn seine Partnerin sich wirklich sehr anstrengen musste, damit er nicht nochmals umfiel. Doch zu ihr beider Glück trat das nicht ein.
Die Situation war wie festgefahren: würden sie Dorchas Aufforderung nicht nachkommen und ihm folgen, nun dann würde Asgar später wohl im Wahn alles um sich herum töten. Doch was würde passieren, wenn das nur eine weitere Falle dieses Sadisten war? Denn der marschierte gerade davon und lies die beiden einfach stehen. „Schnell…hinterher! Diese…Vergiftung ist…teuflisch.“ Er hustete kurz.
Dieses Gift war wirklich so was von unangenehm, denn es brannte praktisch überall im Körper des Nachtelfen. Und noch unangenehmer war die Erkenntnis, dass ihn das Endstadium der vergiftenden Wirkung in ein rasendes und tobsüchtiges Etwas verwandeln konnte, sollte er kein Gegenmittel bekommen. Und für seine Geliebte, sowie sein eventuelles Kind wäre das höchst tödlich. Verdammter…Bastard! Dorcha, ich…könnte dich… Schmore...in der...Hölle! Der letzte Gedanke ging in einer neuen Schmerzwelle unter. Seine Beine fühlten sich bleischwer an, genauso sein Kopf. Er hatte das Gefühl, das eben jener zu platzen drohte. Warum konnte Dorcha sie beide nicht einfach in Ruhe lassen?

Wenn das, was der Dunkelelf gesagt hatte, die Wahrheit gesagt hatte, dann würde er in Kosral das Heilmittel finden. Leider mussten sie dadurch auch in Kauf nehmen mit Dorcha zu reisen.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Freitag 21. Januar 2011, 18:52

Die Worte von Asgar ließ Rin erstarren. Lautlos schüttelte sie den Kopf
„ nein!...das…ist nicht wahr!“
Sie half Asgar hoch und drückte sich an ihn.
Besorgt fasste sie ihn an die Stirn und versuchte ihm Halt zu geben.“ Bitte Asgar…lass Windfuchs ihn erledigen“ flehte sie ihn an. Sie nahm zärtlich sein Gesicht in die Hände, lächelte und versuchte ihn aufzumuntern.
Natürlich konnte sie damit das Gift nicht am ausbreiten verhindern. Und jeh mehr sich Asgar bewegte, desto schneller verteilte es sich.
Asgar spürte ziemlich deutlich die Auswirkungen. Und wie es sich in seinem Körper verbreitete.
„Du musst ruhig bleiben…atme langsam…wir werden es schaffen“ Sie nickte. Ob sie es selber glaubte. Er hatte große Schmerzen.
Rin sah dies mit großer Besorgnis. Und als Asgar eine Schmerzwelle erfasste, raste sie fast aus. Sie hielt ihn krampfhaft am Arm.
„ Asgar..bitte…was soll ich tun…dieser Schuft“

Sie sah zu Dorcha, der sich langsam vorweg ging. Irgendetwas drang an die Ohren der Nachtelfen.
Gesang?
Dorcha sang …und es klang irgendwie fast erheitert.

Rin Blick verfinsterte sich.
verfluchter Dunkelelf!...gib ihn das Gegengift“
Das konnte sie nicht glauben, Asgar war vergiftet und der Verursacher sang dazu noch.
Sie lief wütend los, hatte Asgar zurückgelassen.
Im Rennen zog sie ihren Dolch, sie war kurz davor Dorcha den Dolch in den Rücken zu rammen…
Doch dieser drehte sich blitzschnell um und packte sie am Handgelenk, wo sie den Dolch trug.
Rin erschrak. Mit fester werdenden Griff sorgte er dafür, dass sie den Dolch fallen lief.
Die freie Hand fing den Dolch auf.
„ Hör zu, Weib…noch mal so was…und ich vergesse meine gute Erziehung…und hole mir erst meinen Spaß, bevor ich euch töte“ Mit einem Schmerzensaufschrei verdrehte er ihr den Arm und stieß sie zu Boden. Mit einer Hand drückte er sie runter.
Noch bevor sie sich wehren konnte, packte er sie und drehte sie grob auf den Rücken. Ihren eigenen Dolch an ihre Kehle setzte er sich mit gespreizten Beinen auf sie. Rin war wie gelähmt. Seine Hand strich ihr fast zärtlich übers Gesicht weiter am Hals entlang und übers Schlüsselbein.
Ihre Hände ballten sie zu Fäusten, dass ihre Knöchel weiß hervortraten.
Tränen rannten über ihr Gesicht.
Dorchas Gesicht, die Maske des Irrsinns. Er sah mit einem triumphierenden Lächeln zu Asgar.
„ vielleicht sollte ich ihr eine Lektion erteilen…hmm?, was meinst du Asgar?“
Gerade wollte er seine Hand zu ihrer Brust wandern lassen.
„Aaaarrrgghh!“
„LASS DIE PFOTEN VON MIR!!!!!“
Rin hatte den Augenblick seinen Unachtsamkeit genutzt“
Sie hatte zugeschlagen.
Ihre Faust in Dorchas Weichteile.
Dorcha krümmte sich und Rin befreite sich von Ihm. Sie war mit schnellen Schritten bei Asgar. Hielt ihn fest.
„ Damit eins klar ist…du fässt mich nicht an.!, „ sie zitterte am ganzen Körper.
Dorcha schnappte nach Luft. Es dauerte einen Moment dass er auf den Beinen war. Dann lachte er los. Er starrte zu den beiden und er war wirklich wütend. Hatte Rin die Möglichkeit auf das gegenmittel verspielt.
Rin noch angespannt, war verwirrt.
„ hast echt mut, Mädchen…ich geh…viel spaß.“
Er erhob sich und ging. Er sang nicht weiter, jedoch ging er breitbeinig.
Sie konnten ihn folgen. Und Rin seufzte, dann zog sie vorsichtig Asgar am Arm hinterher.
„ Entschuldige…er wird uns so oder so töten, oder?“
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Asgar » Freitag 21. Januar 2011, 23:49

Seine Gedanken gingen etwas schleppend, wenn er im Moment überhaupt dachte. Rin gab ihm Halt, so gut sie konnte, der ihn sichtlich stärkte. Doch noch immer zirkulierte das Gift in seinem Blutkreislauf. Je heftiger er sich bewegen würde, desto schneller würde es verteilt werden. Sein Blick war auf den Dunkelelfen gerichtet, der vor ihnen lief. Pure Aggression brodelte in dem Nachtelfen, jedoch nicht wegen des Giftes, nein, es waren seine eigenen Emotionen, die hoch kamen.
Wie gerne hätte er Dorcha eigenhändig seinen Dolch in den Rücken gerammt, doch leider hatte der Dunkelelf sie wortwörtlich in der Hand. Er musste sich beruhigen. Jede Aufregung würde alles noch schlimmer machen. Ich...hasse dich! Dachte er voller Wut.

Rin konnte es immer noch nicht wirklich glauben, dass er unter einer Vergiftung leiden musste. Sie schien sich auch die Frage zu stellen, was sie nur gemacht hatten, um überhaupt in so eine Misere hineinzurutschen. Offenbar schien die Mutter der Nacht, Manthala, ihren Spaß daran zu haben, ihnen diese Bürde aufzuladen. Die Zeit arbeitete gegen sie, wie Dorcha gemeint hatte.

Nach einer Weile hörten beide einen seltsamen Gesang. Gesang? Ja dieser verdammte Bastard sang. Und es klang auch noch erheitert. Hier war wirklich nichts, das zum Erheitern eingeladen hätte. Dieser…widerwärtige Sadist! Ich bringe…ihn um! Wieder Schmerzen. Er keuchte angestrengt. Seine Beine fühlten sich sehr schwer an und ihm war etwas schwindelig. „Ich muss…ausruhen“, sagte er leise und setzte sich hin.

„Verfluchter Dunkelelf!...gib ihm das Gegengift“, rief seine Partnerin wütend dem Dunkelelf hinterher und stürmte auf ihn zu. Asgar saß am Boden und sah ihr nach. Wie gerne wäre er mit gerannt, um den Kerl ins Jenseits zu befördern, doch er wollte lieber nicht riskieren, dass das Gift sich noch weiter ausbreitete. Was es eh mit der Zeit tat.

Sie hatte keinen Erfolg und wurde beinahe sofort von Dorcha überwältigt. Anhand seiner Lippenbewegungen konnte der Nachtelf erkennen, dass er etwas zu ihr sagte, verstand es jedoch nicht. Vielleicht war er ja zu weit weg. Doch konnte er grob erkennen, dass er drauf und dran war, Rin zu vergewaltigen und danach zu töten. Er musste ihr helfen! Doch ein Versuch, alleine aufzustehen, scheiterte schon im Vorfeld und so sank er zurück. „Scheiße“, fluchte er fast tonlos. Nochmals versuchte er aufzustehen, schaffte es aber nur in eine kauernde Position.

„Vielleicht sollte ich ihr eine Lektion erteilen…hmm?, was meinst du Asgar?“, sagte hämisch zu dem Nachtelf, während er Rin fast schon lüstern ansah. Und wieder überkam Asgar eine neue Woge des Hasses und der Abscheu. Diese beiden würden niemals Freunde werden können. „Lass sie gefälligst in Ruhe, du mieses Dreckschwein!“ Auch wenn sein Hals trocken war, kamen die Worte klar und deutlich heraus.

Dann kurz darauf ein Aufschrei. Kurz zuckte er zusammen, doch es war nicht seine Geliebte, die da geschrieen hatte, sondern der Dunkelelf. Rin hatte ihn in seine edelsten Teile getroffen, was natürlich für jeden Mann mehr als schmerzvoll war. Gut gemacht, Rin. Dachte Asgar. Doch trotzdem krampfte sich sein Magen zusammen, schließlich war es auch für ihn unangenehm. Man stellte sich so was nicht gerne vor.
Dann kam sie auch schon wieder zu ihm gerannt. „Damit eins klar ist…du fasst mich nicht an.!“ Man konnte den Zorn in ihrer Stimme hören. "Hat er dich verletzt?", wollte Asgar wissen. Bestimmt hatte ihr Stolz in dem Moment einen regelrechten Knacks erhalten.

Dorcha indessen brauchte eine Weile, bis er sich wieder gefangen hatte, schließlich hatten seine Kronjuwelen einen deftigen Schlag abbekommen, doch dann lachte er lauthals los. Man sah in seinen Augen den puren Hass lodern. Das war’s…jetzt ist das Gegenmittel futsch. Er hätte sie von dieser Wahnsinnstat abhalten sollen.

„Hast echt Mut, Mädchen…ich geh…viel spaß.“ Dann wandte er sich ab und ging davon. Jedoch nicht mehr so überheblich wie vorher, sondern eher breitbeiniger. Rin hatte ihm einen ordentlichen Schlag verpasst. Der wird…so schnell keine Frau…mehr nehmen können. Hehe! Eine Spur Sarkasmus? Offensichtlich. Es amüsierte ihn königlich, den Dunkelelf so gedemütigt zu sehen. Damit hatte der wohl nicht gerechnet. Sollte er noch lange genug leben, um noch mit einer Frau zu verkehren, dann würde er Rins Präsent noch eine ganze Weile spüren.

Er selbst spürte, wie sie ihm erneut aufhalf und ihn sanft hinter sich her zog. Sie war wirklich eine bemerkenswerte Frau. Stark und obendrein sehr selbstbewusst, auch im Bett, wie er bemerkt hatte, was ihn kurz lächeln ließ. Ihre gemeinsame Nacht hatte sie beide nur noch enger aneinander geschweißt. „Entschuldige…er wird uns so oder so töten, oder?“, bemerkte sie in einem Flüsterton, obwohl es eigentlich unnötig gewesen wäre.
Er nickte kurz, doch stellte er es sofort ein, als erneuter Schmerz durch seinen Körper schoss. So konnte es nicht weitergehen.
Dorcha hatte wirklich einen zu großen Hass auf die beiden, als das er sie lebend davon kommen lassen würde. Erst wollte er sie seelisch zerbrechen und danach vielleicht langsam und qualvoll sterben lassen. Doch das würden sie nicht zulassen! Keiner der beiden. „Ich weiß nicht, was passieren wird, aber wir stehen das zusammen durch. Dorcha wird es nicht schaffen, uns auseinander zu reißen“, sagte er schließlich und streichelte sanft ihre Wange.

Dann schleppten die zwei sich in gebührendem Abstand hinter Dorcha her, Windfuchs natürlich mit im Schlepptau. Irgendwie schien ihn das alles nicht zu kümmern. Es wäre schon eine große Versuchung gewesen, den Hybriden anzuweisen, den Dunkelelf von hinten zu erdolchen, doch dann wären sie bzw. Asgar verloren. Ohne Heilmittel würde er sich in eine blutrünstige Bestie verwandeln, das hatte Dorcha ihm gemeiner Weise offenbart. Doch solange er noch Herr seines Verstandes war, wollte er sich nicht auf dieses Niveau herunterbegeben.

Und auf andere Weise Hilfe zu finden, zum Beispiel einen Medikus, nun im Wald war das so schwierig zu finden, wie die Nadel im Heuhaufen.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 27. Januar 2011, 18:29

Sie liefen schon eine ganze Weile hinter Dorcha her. Und dabei wurden sie tiefer und tiefer in den Wald geführt.
Rin sah besorgt aus. Der Zustand von Asgar schien sich zu verschlimmern.
Die Worte, welche Asgar ihr gesagt hatte, gaben ihr Hoffnung.
D och wie lange würde die Hoffnung halten?
Asgar war glühend heiß und wieder wurde er von Schmerzen geplagt.
Sie glaubte zwar an Manthala, doch hatte sie noch nie gebetet. Doch jetzt spürte sie den Drang
Manthala, dunkle Herrin, bitte nehme mir Asgar nicht….ich habe ihn doch erst gefunden. Bitte verschone ihn, dass er nicht an dem Gift stirbt…oh dieses Monster eines Dunkelelfen Sie schluckte hart.
Nur schwer konnte sie die wieder aufkommenden Tränen niederdrücken.
Doch sie würde es für Asgar tun.
Sie sah zu den Hybriden.
Er könnte Dorcha bestimmt erledigen… aber was wäre dann?
Niedergeschlagen schüttelte sie den Kopf.

Asgar hingegen merkte sehr wohl, dass etwas geschah. Sein Körper spielte verrückt.
Mal war ihm kalt, so dass Rin ihm fast ihren Mantel noch gab, dann wurde es kochendheiß.
Seine Beine fühlten sich zunehmend schwerer an. Seine linke Hand war am kribbeln und wurde mehr und mehr taub.
Die Farben des Waldes wurden intensiver und jedes noch so kleine Geräusch schien in seinem Trommelfell zu explodieren. Selbst das Atmen und Rascheln der Blätter im Wind war ein ungeheurer Lärm.
Dorcha hatte zwar gesagt, dass Gift wirke langsam. Aber an wen hatte er es zuvor getestet?
Es schien auf jeden fall so, als würde alles im Schnelldurchlauf passieren.
Aber woher sollte man den Wissen, wie viel Zeit tatsächlich als langsam gedeutet wurde.
“ Gifte können etwas sehr Heimtückisches sein” vernahm Asgar plötzlich eine Stimme neben sich.
Er kannte die Stimme.
Sein alter Lehrmeister.

Asgar befand sich nicht mehr im Wald. Nein!
Er war wieder in den Straßen seiner Heimat. Sein Lehrmeister dicht neben ihn. Vor ihnen waren viele Türen.
Asgar wusste, dass nur eine ohne Falle war. Eine Übung, manchmal mit sogar fatalen Ausgang.
Sie gingen zusammen.
Und sein Lehrmeister sprach weiter.
“… die meisten Gifte töten sofort. Besonders wenn man etwas schnell loswerden will.
Langsame Gifte müssen meist über einen längeren Zeitraum gegeben worden, oder sie sind eine Kombination aus verschiedenen zutaten. Diese wirken nur in Verbindung tödlich. Sie sind oft so ausgelegt, wenn sie nicht sofort töten, dass sie bestimmte Funktionen auslösen oder blockieren. Lähmung, damit man nicht wegläuft. Wahrheitseren. Drogen, die einem abhängig machen. Gifte, die Schmerzen verursachen. Jedenfalls werden immer welche genutzt, die auch nutzen haben.
Also, wenn du dich mal mit Giften auseinandersetzen solltest, so lerne die Unterschiede. ….”
Dann war da plötzlich etwas im Weg.

RUMPS!

Asgar hatte einen Baum gerammt.
Rin sah in verzweifelt an.
“ Asgar?…Asgar…komm bitte zu dir!” sein Arm schmerzte. Und wenn er hinsah, so hielt sie ihn dort fest umklammert.
Was war eben passiert?
Seine Beine waren wie Blei und gaben plötzlich nach. Er hatte kein Gefühl mehr darin
“ASGAR!!”

Dorcha kam gerade von hinten.
“ Kann er schon nicht mehr laufen?” er hatte diese selbstgefällige Grinsen drauf. So als habe er darauf gewartet. Rin drehte sich blitzschnell zu ihm um. Den Rücken wendete sie ihm nicht zu.
“ Verdammt, Dorcha!…Bitte…gib ihn das Gegenmittel!…bitte” Sie flehte ihn förmlich an. Während sie sich zu Asgar kniete und seinen Kopf in ihrem Schoß betete.
Dorchas sadistisches Grinsen wurde eine Spur breiter.
“ Aber sicher doch… nicht!”
Rin starrte ihn an.
Dorchas Augen verengten sich zu Schlitzen und das Gesicht wurde eine Maske des puren Bösen.
Er zog Asgar hoch, und schlug ihn mit voller Wucht in die Magenkuhle.
“ Spürst du das noch?…jetzt bist du fällig…arrgh”
Doch wieder unterschätzte er Rin.
Mit voller Kraft zog sie an Dorchas Haaren und versuchte ihrerseits ihn zu schlagen. Eine Löwin wäre nichts gegen sie.
Doch ein gezielter Schlag und Rin flog zu Boden.
Regungslos blieb sie liegen.
Was war mit ihr?
Dorcha wollte gerade seinen Dolch in Asgar rammen. Da spürte er wieder Widerstand.
Der Hybrid hielt Dorcha fest und im Handumdrehen war Dorcha entwaffnet.
Windfuchs schütze Asgar. Jedoch nur Asgar.
Und während die Lähmung sich auch mehr und mehr den restlichen Körper bemächtigte, trat Dorcha zurück.
“ Verdammter Hybrid… ich hätte dich töten solln, als ich die Chance hatte..“
Dorcha bückte sich zu Rin runter.
Die Lippen des Dunkelelfen bewegten sich noch weiter.
“ keine Angst…ich kümmere mich gut um das Weib…ich und mein Volk”
Jedoch war das Bild mehr und mehr für Asgar verschwommen.
Dann wurde Asgar schwarz vor Augen.
Noch Worte seines Meisters schossen durch Asgars Kopf.
“man kann an einer Lähmung sterben, wenn es die Atemwege lähmt”

War das das aus von Asgar?


Wärme spürte er auf seiner Haut.
War das das Totenreich?
Doch zwitscherten dort ebenfalls die Vögel?
Wenn Asgar die Augen auf machte, so war er noch immer im Wald.
Die Lähmung war verschwunden. Ebenso wie die anderen Symptome.
Er fühlte sich zwar schlapp, doch lebendig.
Windfuchs stand etwas abseits bei ihm.
Von Rin und Dorcha fehlte jede Spur.
Was hatte Dorcha noch zuletzt gesagt?
Aus einiger Entfernung konnte er Stimmen hören. Sie sprachen dunkelelfisch.
War er und Rin dort?



Weiter in: Im tiefen Dickicht
du hast jetzt einen postpartner!...aber überfordere sie nicht :D
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Montag 2. Februar 2015, 15:55

Marga und Eilmana kommen von: Südliche Stille Ebene

Ragna war froh ihre Beine wieder bewegen zu dürfen. Margas Gewicht schien sie nicht einmal großartig zu bemerken, trugen Warge doch sonst ausgewachsene Orks. Marga musste Acht geben, dass ihr junges Reittier nicht mit ihr auf und davon rannte. Samrock ritt meist voraus und Eilmana in der Mitte und Ragna war es anscheinend manchmal leid, nur hinterher zu trotten. Sobald sie die Waldgrenze erreicht hätten, würde Samrock die sich mit den anderen Wölfen zurück zu Orok machen und Ragna, Eilmana und Marga wären dann auf sich gestellt. Der Tag schritt voran und zum Glück zeigte sich nirgendwo ein Lebenszeichen in der Stillen Ebene. Zu Fuß wären sie bestimmt zwei Tage unterwegs gewesen, der Konvoi hatte damals aufgrund der schwer beladenen Wagen und den Zwischenfällen so furchtbar lange gebraucht und nun waren sie auch nicht in Richtung Süden unterwegs, sondern ritten westwärts. Dank der Reitwölfe gestaltete sich der Weg angenehm kurz, sah man von den gereizten Hinterteilen der Reiter ab. Einen Warg mit Sattel zu reiten war schon nicht immer eine Freude, vor allem wenn es man nicht gewöhnt war, aber unentwegt auf der Wirbelsäule dieser Tiere herum zu rutschen, konnte so manchen im stillen Flehen um göttliche Linderung versinken lassen. Sogar Samrock, der wahrscheinlich sonst eher Wagen lenkte, stieg in einer der kurzen Pausen, die sie machten, breitbeinig und etwas staksend ab. Wenig manierlich rieb er sich den Allerwertesten und stöhnte laut. Als der Kampf losgebrochen war, hatte natürlich keiner an Komfort gedacht und die meisten der Tiere waren auch mehr zu ziehen der Wagen eingeteilt gewesen, sodass sie wenn dann nur ihr Zuggeschirr trugen. Ragna hatte die meiste Zeit im Konvoi den Wagen von Marga und Orok begleitet und war dort hinten angebunden gewesen. So etwas wie einen Sattel hatte sie nie besessen und durch ihren etwas kleineren Körperbau hätten ihr die die es gab wohl kaum gepasst. Trotzdem war sie das am besten auf ihren Reiter eingestimmte Tier und Marga durfte sich somit über den am wenigsten wunden Hintern erfreuen, als sie in der Ferne die ersten Bäume des Neldoreth erblickten.
Nur wenig später ritten sie durch die lichten Ausläufer, wo das Dickicht noch so spärlich war, dass man gut sehen konnte und man selbst schon gut Deckung gegen neugierige Blicke finden konnte. Eichen, Buchen, Ahorn, und Birken bildeten einen dichten Laubwald mit kleinen Büschen, Farnen und vom Frost weiß überzogenen Gräsern. Baumpilze schraubten sich wie Wendeltreppen in die fernen Kronen hinauf und selbst in dieser Jahreszeit war der Wald immernoch grün und fruchtbar. Wenn man die Augen offen hielt, konnte man vereiste Beeren, Wurzeln und Stauden aller Art finden. Wer Erfahrung mit dem Spurenlesen hatte, fand Fährten von Hase, Fuchs und Hirsch. Doch auch das Dickicht war bewohnt mit Schlangen und Spinnen und anderen kleinen Leben, aber was es im Überfluss zu geben schien, waren die überall wild wuchernden Pilze. Verhungern mussten sie also nicht, wenn sie nicht die falschen aßen. Samrock ritt mit den beiden Frauen am Rand des Waldes noch ein kleines Stück nach Süden und meinte dann wohl einen geeigneten Platz für ihren Treffpunkt gefunden zu haben. Der Waldrand war hier von außen, bis auf einen einsamen Findling, fast unverändert, doch kaum 20 Schritt ins Innere eröffnete sich eine kleine Lichtung auf der ein großer, etwas einsam stehender Baum seine gewaltigen Wurzeln ausbreitete. Zwischen ihnen gab es tiefe Nischen in denen man sich notfalls sogar verstecken konnte und seine Krone überragte die gesamte Lichtung. Dort oben waren die Astgabeln so breit, dass man vermutlich darin schlafen könnte, überall um den Baum herum wuschen kleine braune Pilze und irgendwo in der Ferne war für Eilmanas Ohren ein leises Plätschern zu hören. Es war ein guter Platz um eine Weile zu warten. Sam drehte sich zu den Frauen um und raufte sich mit den Fingern die kurzen, schwarzen Stoppeln seiner Haare.
„Guter Ort? Ihr hier warten? Ich mich beeilen … sicher! Wenn nicht in zwei hin, wenn langsam... zwei zurück, zwei für Orok … in sechs Tagen zurück, dann ich versagt.“
Zum zählen benutzte er die Finger, begann dann die beiden Reittiere, die er für seine „Notlüge“ brauchte aneinander zu binden und rubbelte Ragna noch einmal über den breiten Schädel.
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und vereinzelte Worte anderer Sprachen die Sie aufschnapen konnte.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Montag 2. Februar 2015, 19:28

Als die Entscheidung gefallen war half Eilmana sofort mit alles für den Aufbruch vorzubereiten.
All zu viel war es ja nicht da sie nicht vieles mitnehmen konnten.
Das Sam sie wieder einmal kurz beobachtete entging ihr diesmal nicht, sie sah ihn an und lächelte ihn mit einem Ausdruck völliger Warmherzigkeit an.

Auf dem Ritt spürte Eilmana schnell das Ihr Po wund wurde, Ihre Haut war wohl auch etwas dünner als die der beiden. So dauerte es nicht lange bis sie sogar kleine blutige flecken am Gesäß hatte. Sie biss jedoch die Zähne zusammen, den sie wollte sich nichts anmerken lassen und schon vor allem wollte sie die Gruppe nicht aufhalten.
Ihr Rabe bemerkte ihren Schmerz und stupste sie mit dem Schnabel an der Wange an. Eilmana lächelte Naif an und schüttelte leicht den Kopf um ihm zu zeigen das alles okay wäre.
Naif wusste das nicht alles okay war, doch er nahm es hin und warf Eilmana nur einen traurigen Blick zu.
In all der Zeit hatte er sie noch nie im Stich gelassen und das würde er auch niemals tun.
Während der letzten Zeit hatte er sich sehr ruhig verhalten und war meist auf Nahrungssuche gegangen oder hatte in den Bäumen gesessen und sich ausgeruht.

Als die kleine Truppe endlich am vorübergehendem Ziel ankam stieg Eilmana erleichtert ab und sah sich um.
Sie befand das es ein sehr guter Ort war um sich eine Weile aufzuhalten, in der Ferne hörte sie Wasser und was sie sah und roch zeigte ihr das der Wald hier voller Leben war. Sie wollte bald losgehen und verschiedene Kräuter und Pflanzen sammeln um ihren Wunden Po zu versorgen und um etwas Essbares aufzutreiben doch das musste noch warten.
Sie sah zu Sam der sich bereit machen zu Orok zurück zu gehen.
Sie sah wie er mühselig rechnete da viel ihr ein das die Dunkelelfen wohl auch schon weiter gereist sein werden. Mit großen Augen sah sie Sam an.

„Denke daran das die Dunkelelfen sicherlich schon weiter sind und wenn Du dort ankommst kann es gut sein das Du dich mit Orok nur schwer von der Truppe wieder lösen kannst. In der Zeit die ihr dort seit wird die Truppe auch weiter reisen,...wenn es ganz übel aus kommt bist du noch einige Tage mehr unterwechs.“

Die junge Elfe sah den Ork etwas besorgt an. Sie wusste das sie und Marga nicht ewig hier warten konnten und zurück würden sie nicht gehen. Wenn Sam es nicht in 6-7 Tagen schafft wurde das ganze unterfangen ziemlich kompliziert.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Marga » Samstag 7. Februar 2015, 20:25

Der Ritt war nicht besonders lang, aber schmerzhaft. Die Reise verlief in der südlichen, stillen Ebene in Richtung Westen. Der Wald, den sie erreichten, hieß Neldoreth, das wusste Marga, weil es auf der Karte so stand. Diese Karte stammte von der Elfe Eilmana und war auf den Umhang der Halborkin mit Holzkohle gezeichnet – und flackerte beim Reiten im Wind.

Als sie in den Ausläufern des Waldes eine unverwechselbare Stelle als Treffpunkt ausgemacht hatten, ließ Samrock keine Zeit vergehen, sondern machte sich auf seine Mission auf. „Wir werden hier warten.“, versprach Marga und massierte sich undamenhaft das geschundene Gesäß. „Warte einen Augenblick!“ Sie griff in ihre Tasche und holte den Großteil des verbliebenen Pferdefleisches hervor und gab es Samrock für die vierbeinigen Reittiere mit auf den Weg. „Nicht sparsam sein. Fleisch sein bald schlecht.“

Den Rest des Fleisches warf sie Ragna hin – eine letzte üppige Mahlzeit. Als der junge Ort schon einige Minuten fort war, richtete sie ihre Augen auf Eilmana. „Meine Haut sein wie Leder und es tun trotzdem weh.“ Sie machte einen Gesichtsausdruck, den mit mit gutem Willen als Lächeln interpretieren könnte.

„Vorschlag. Wir nicht laufen wie kopflose Hühner herum und tun dies und das, sondern wir jetzt planen, was wichtig sein und wie wir das machen.“

„Wenn wir wollen bleiben sechs Tage hier, dann wir brauchen Wasser.“ Sie nahm ihren Wasserschlauch hervor, nahm einen guten Schluck und warf ihn zu Eilmana. „Und wir müssen Umgebung erkunden. Um Gefahren zu erkennen und um deinen Freund zu suchen, wenn er hierher kommt.“

„Und wir unbedingt brauchen frisches Fleisch. Ich nicht lassen Ragna alleine jagen.“ Marga war noch sehr unerfahren im Umgang mit Wargen und bezweifelte, dass sie lange Autorität über Ragna hatte, wenn das Tier sich seiner Position in der Nahrungskette bewusst wurde. „Wir nicht wollen, dass sie mit großen Skorpionschwanz im Maul zurückkommt, oder?“

„Alles andere wir klären, wenn wir haben Überblick. Was du sagen?“

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Das dunkle Volk » Freitag 13. Februar 2015, 07:45

Der junge Ork war jetzt schon einige Zeit weg und auch für die beiden Damen nicht mehr sichtbar. Als die zwei Frauen und der Warg von mehreren Augen beobachtete wurden.
Diese roten Augen wirkten alles andere als gutherzig und ihre Besitzer waren auch nicht gekommen um mit Eilmana und Marga ein Kaffeekränzchen abzuhalten. Sie waren auf der Jagd, für ihre Königin und für ihren Hofstaat!
Der Warg würde zwar einige von ihnen Töten aber das war nicht schlimm, schließlich hatten sie Tausende von Schwestern und Brüdern!

Die Gruppe verteilte sich um die Lichtung und zog somit die Schlaufe enger um die ahnungslose Beute. Einige von ihren Verwandten befanden sich schon in der Baumkrone des majestätischen Baumes unter den Marga und Eilmana angeblichen Schutz gefunden hatten und starten auf sie herab. Sie waren geübt darin mit der Umgebung zu verschmelzen und für das ungeübte Auge fast unsichtbar zu sein.

Die zwei Frauen bemerkten die drohende Gefahr überhaupt nicht und auch Ihre Tiere, die über wesentlich bessere Sinne verfügten, waren ahnungslos.
Diese Jägergruppe hatte so etwas schon Hunderte male getan und jedes Mal waren sie erfolgreich gewesen.

Obwohl ihre Speisekammer gut gefüllt war, waren sie trotzdem auf der Jagd den dafür wurden sie gezeugt und einen Warg hatten sie schon lange nicht mehr gehabt. Die zwei Damen sahen sie eher als die Kirsche auf dem Eisbecher anstatt als richtige Mahlzeit.

Doch die Zeit zum zuschlagen war noch nicht gekommen. Sie mussten noch warten!
Denn die Nacht war ihr Freund!
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 22. Februar 2015, 19:34

Eilmana sah Marga an und nickte während sie Ihr lächeln erwiderte. Sie nahm den Wasserschlauch von Marga, trank einen letzten Schluck und deutete noch während sie Trank mit der ausgestreckten Hand in eine Richtung. Als sie den Schlauch absetzte sagte sie.
„Ich höre von dort hinten Wasserrauschen, dort sollten wir frisches Wasser finden.“
Die Junge Elfe hörte in diesem Wald allerdings noch viel mehr und so ganz unbedarft war sie nicht mehr. Sie wusste nun das überall eine Gefahr lauern konnte und war angespannt was sie erwarten würde.

Auf dem Weg zum Wasser hielt Eilmana Ausschau nach Spuren. Alles mögliche konnte ein Hinweis auf Tiere die hier lebten, Freunde oder Feinde sein. Einige Kleinigkeiten entgingen ihren wachsamen Augen und Ohren dabei auch nicht, doch sie konnte nie genau Sagen was es gewesen war. Genau diese Tatsache beunruhigte Eilmana sehr, die Spuren von Tieren erkannte sie üblicherweise recht gut, doch hier wahren nur wenige bekannte Spuren zu sehen.

Sie Sah Marga an während sie durch den Wald gingen.
„Sag mal Marga, findest du es hier nicht auch irgendwie seltsam? Ich finde etwas stimmt hier nicht!“


Nach dem sie das Wasser geholt hatten und sich auf den Rückweg machten wurde es Eilmana immer mulmiger,...sie hatte ein beklemmendes Gefühl in ihrer Brust und fühlte sich nicht gerade Wohl.
Auf den Weg hatte sie noch einige Kräuter gefunden die für ihre Wunden Stellen gut wahren. Sie gab Marga ein paar Blätter.
„Hier, wenn du die etwas zerreibst und über Nacht auf die Wunden Stellen legst wird es bald besser. Auch Eilmana tat dies unauffällig hinter den dickem Stamm eines Baumes.
Als sie sich mit Marga den Platz für die Nacht herrichtete begann Eilmana zu zaubern. Sie lies Faust große Lichtkugeln erscheinen und lies sie rings um sie herum leuchten. „Damit sollten wir die Nacht über alles gut im Augen behalten können.“ Sagte Eilmana und lächelte ein wenig verklemmt.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Marga » Donnerstag 26. Februar 2015, 09:26

Obwohl Marga sich konzentrierte, konnte sie kein Wasser hören, selbst als Eilmana sie darauf hinwies. „Lange Ohren haben Vorteile.“, spekulierte die Halborkin. Nützlich zu wissen, denn es gab zahlreiche Elfen, die Marga nach dem Leben trachteten – Laiyas Eiselfenverwandschaft, die waldelfischen Bogenschützen und neuerdings auch die Dunkelelfen. Das war eine ansehnliche Liste und alle diese Schurken hörten besser als sie selbst. Marga verdrängte diesen schrecklichen Gedanken und folgte ihrer Begleiterin zum Wasser. Ragna, die sich unterdessen satt gefressen hatte, ließ sie auf der Lichtung zurück.

Unterwegs verhedderte sich Marga mehrmals in Gestrüpp, welches Eilmana ganz elegant passierte. Die Halborkin fand glücklicherweise einen abgebrochenen, geraden Ast, den sie als behelfsmäßigen Stecken benutzte. Damit kam sie wesentlich besser durch die Botanik.
Am fließenden Wasser angekommen, kniete sich Marga und probierte das Wasser aus der hohlen Hand und nickte Eilmana anerkennend zu. „Wir das nicht abkochen müssen – vermutlich.“ Sie erhob sich und begutachtete den Strom. „Mich versuche, darin zu fischen – morgen.“ Marga kalkulierte: Ein Pfund Fisch pro Tag würde Ragna im Notfall ausreichen, zwei Pfund würde sie sogar satt machen. Wenn Marga das nicht schaffte, musste sie eine andere Fleischquelle erschließen.

Die Elfe hatte ein ungutes Gefühl. Marga konnte das nicht verstehen, aber andererseits hatte Eilmana auch mit dem Wasser recht gehabt. Marga entschloss sich, gut aufzupassen. Auf dem Rückweg vom Wasser lief die Halborkin einen Umweg: Sie umrundete die Lichtung in mehreren hundert Schritt Abstand. Nirgendwo fand sie Zeichen von Zivilisation: Keine Straße, keine verlassene Hütten, keine Spuren von gefrässigen Tierherden und auch keine Räuberhöhle (so etwas gehörte ja irgendwie auch zur Zivilisation). Derartige Gefahren drohten ihnen also nicht.

Zurück bei ihrem zukünftigen Lager nahm die Halborkin die Heilkräuter dankend an, auch wenn sie überhaupt keine Scham vor der Anwendung zeigte. Den restlichen Vorabend verbrachte sie mit einigen Vorbereitungen. Sie sammelte Holz und Steine aus der Umgebung für eine befestigte Feuerstelle. Ihren neuen Stecken bearbeitete sie mit der Klinge des Wurfmessers. Sie machte ihn zu einem handlichen Stab und dann schnitzte sie ein Ende davon zu einer Spitze.
Mit dem spitzen Ende des Stabes grub sie etwas Erde auf und sammelte Würmer, Schnecken und Käfer, die sie morgen als Köder verwenden wollte. Die kleine Grube wurde mit einem Steinkreis umgeben und mit etwas Feuerholz gefüllt. Eine Feuerstelle wie im Bilderbuch!

Gar nicht bescheiden sagte Marga: „Bin ich gut oder bin ich gut?“
Wenn Marga gut war, dann war Eilmana besser mit ihrem Zaubertrick und den Lichtkugeln. Ein Feuer war trotzdem praktisch. Die Halborkin zündete das Holz mit Feuerstein und Stahl an und widmete sich dann einem weiteren Projekt. Eine Angelrute. Eine lange, leichte Holzrute war schnell gefunden, Schnur hatte Marga immer dabei. Was fehlte, war ein Angelhaken.

„Als ich klein war, mich haben gefragt meinen Ziehpapa nach fünf Füchsen für eine Kleiderfibel für mein Gewand. Aber er mir hat gesagt, dass das Verschwendung ist. Er nehmen nur eine Fuchsmünze, einen Nagel aus Stahl und Hammer und dann haut er die Münze zurecht in ein Form von Fibel. So er auch hat gemacht Schnallen für eigenen Hut und Stiefel. Dann der Büttel hat rausgekriegt und ihm gesagt, er darf das nicht machen, weil der König das Geld macht, aber dann hat er auf gleiche Weise zwei Ohrringe für die Frau des Büttels gemacht und damit war die Sache gegessen. Wenn du also dem König von Jorsan begegnest, du ihm das nicht erzählen.“

Bei diesen Worten legte sie eine Fuchsmünze auf einen Stein der Feuerstelle, setzte das erbeutete Wurfmesser an und haute mit einem anderen Stein auf den Messergriff. Das tat sich mehrmals und die Kupferscheibe wurde vom härteren Stahl in eine Halbmondform gerissen. Ein rudimentärer Angelhaken war das Ergebnis. Marga machte vorsorglich auch einen zweiten. Vermutlich wachte irgendwo in Celcia ein dunkelelfischer Meisterschmied schweißgebadet auf, ohne zu wissen warum.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Das dunkle Volk » Montag 9. März 2015, 10:06

Sie hatten Zeit und die nahmen sie sich auch ihre Beute, war ihnen zwar zahlenmäßig unterlegen aber sie wollten die Verluste so gering wie möglich halten.

Die Sonne ging langsam aber sicher unter und die Nacht fing langsam an die Oberhand über den Tag zu gewinnen.

Die Augen beobachteten ihre Beute die dort Arbeit verrichtete, die für sie unlogisch war.
Doch sie hinterfragten diese Tätigkeit nicht weiter. Etwas anderes stieß ihnen eher etwas sauer auf und das war das Feuer. Sie hassten es, wie nichts anderes auf der Welt. Wie viele waren von ihnen durch die Flammen umgekommen und wie viele würde noch daran sterben? Sie wussten es nicht, aber sie wollten sich darüber auch keine weiteren Gedanken machen. Schließlich war so etwas die Aufgabe der Königin und vielleicht eines Tages würden sie durch die Flammen nicht mehr sterben.
Alles war möglich, denn ihrer Herrscherin hatte sie weise geführt und eine Armee geschaffen, die jeden vernichten konnte. Die Zwei waren nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein, denn ihrer Höhlen waren mit Knochen ihrer Opfer übersäht.

Als die Sonne gänzlich verschwunden war, lag der Wald still und dunkel dar.
Eilmana, Marga und der Warg saßen vor dem Feuer und hingen ihren Gedanken nach.

Wann sie sich die Drei wohl schlafen legten?
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Donnerstag 19. März 2015, 20:21

(sorry das es grad so wenig ist, häng da grade irgendnwie..:/...)


Eilmana sah sich um während sie Margas Erklärung lauschte. Sie fand es spannend was Marga alles so für Praktisches Wissen hatte. Doch das beklemmende Gefühl wollte Eilmana einfach nicht verlassen.
„ Marga, ich denke einer von uns sollte immer wach sein um die Umgebung zu beobachten, es ist schließlich unsere erste Nacht hier, meinst Du nicht?“
Die Besorgnis war deutlich aus Eilmanas Stimme zu hören. In dieser Situation hätte Eilmana gerne einiges ihrer Habseligkeiten gehabt die sie zu beginn ihrer Reise bei sich trug. Zu dumm das alles bei dem Überfall verloren ging. Eilmana streichelte Naif der ebenfalls beunruhigt war.
„ja mein kleiner ich verstehe deine Sorge,...mir ist auch nicht wohl.“
Doch auch Naif wurde auf die Gestalten in der Baumkrone nicht aufmerksam.
So wartete Eilmana ab, doch sie hatte mit der Müdigkeit stark zu Kämpfen. Es dauerte nicht lange bis Naif auf ihrer Schulter einschlief.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Marga » Freitag 20. März 2015, 13:39

Die Halborkin hörte sich Eilmanas Vorschlag an. „Ja, Wachschichten seien nie verkehrt.“, sagte sie. Sie hatte sich zwar überzeugt, dass keine Leute in der Gegend lebten, aber man konnte ja nie wissen, ob nicht doch irgendwelches übles Gesindel, Vogelfreie, Deserteuere oder Raubritter das Gebiet durchquerten. Streng genommen war sie selbst ja eine fahnenflüchtige Verräterin und hatte ebenfalls hierher gefunden.

„Mich hatten letzte Nacht die zweite Wache. Das ich möchte auch dieses Mal. Du passt zuerst auf.“
Marga wollte sich schon hinlegen, dann gab sie sich einen Ruck und erklärte der Elfe:

„Du ja nicht schauen in Feuer, du gewöhnst besser deine Augen an die Dunkelheit. Und lieber du mich zu früh wecken, als selbst einschlafen.“

Sie reichte ihr den angespitzten Stock.

„Wenn etwas sein, du bleiben still und geben mir Stoß damit. Nicht mit dem spitzen Ende!“

Das musste an Erklärung reichen. Marga kugelte sich zusammen, und bettete ihr Haupt auf weichem Moos, nahe dem Feuer, aber noch näher an Ragna.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Samstag 21. März 2015, 18:29

Die beiden jungen Frauen, so unterschiedlich sie vom Wesen und ihren Lebensläufen her waren, hatten sich zusammen getan, sprachen sich ab und bereiteten sich auf die Nacht vor. Das Lagerfeuer knackte leise und der Wind flüsterte in den Blättern sein Lied. Auch Ragna, das Wargweibchen legte sich zu seiner Herrin und schob den Kopf unter eine Pranke. Sie lag in Margas Rücken, so dass diese Wärme von vorne und von hinten genießen konnte. Zuvor hatte sie ein paar Mal die Nase in die Höhe gehalten, war mit der Halborkin umher gestreift, doch hatte nicht angeschlagen. Es gab wohl nichts, was hier nicht her gehörte und ihre feine Nase hätte stören können. Schnell wurde das Lager still und die Schatten der Nacht rückten näher.

(nächster Post von Baltos)
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Freitag 10. April 2015, 20:36

(Moderations-Übernahme)

(Hintergrundmusik)

Die Nacht legte ihren Schatten über die Welt. Marga hatte sie zu Ruhe begeben und Eilmana hielt Wache. Die Dämmerung war schon einige Stunden vergangen. Selten fiel Mondlicht silbern durch die Wolken und das Blätterdach. Wenigstens war es hier im Wald deutlich wärmer und windstiller als auf den offenen Ebene. Die Temperaturen fielen niemals unter Null und manche Pflanzen waren hier das ganze Jahr über grün. Der Wald war Eilmanas natürliches zu Hause und sie müsste sich doch deutlich wohler fühlen. Trotzdem wollte die Unruhe nicht weichen. In der Ferne hörte man die Stimmen des Waldes. Stimmen so fern, dass nur die Elfe sie zu hören vermochte. Ein Wolf heulte im fernen Dickicht des Neldoreth. Eilmana lauschte dem Klang und machte ihre Runden. Naif dabei die ganze Zeit auf ihrer Schulter zu tragen, war zu anstrengend. Irgendwann musste sie den schlafenden Raben auf einem niedrigen Ast absetzten. Auch ihr gefiederter Freund brauchte Ruhe und seine Sinne wären besser eingesetzt, wenn sie Marga auf ihrer Wache unterstützten, die kein so feines Gehör besaß. Die beiden Frauen mussten ihre Kräfte bestmöglich einsetzten, das wusste auch Eilmana. Auch wenn sie noch nicht all zu viel von der Welt gesehen hatte, so hatten die Erlebnisse sie geprägt und etwas vorsichtiger werden lassen. Tief in ihrer Seele mochte sie noch die Unschuld und das reine Gute in sich tragen, aber Margas Argumente und das Erlebte hatten sicher auch ihre Spuren hinterlassen. Junos Tod, ja selbst der Kontakt zu Lares hatte ihr gutes Wesen nicht verderben können und vielleicht hoffte sie ihn immernoch irgendwann wieder zu sehen. In der Stille der Nachtwache konnte sie sich ihren Gedankengängen hingeben und sich an jene Momente erinnern, in denen er ihr nah gewesen war. Ohne Gewalt, ohne Zwang hatte er sich auf einer Ebene ihr genähert, die sie vielleicht noch immer nicht ganz verstand. Eilmana sah einen Nachtfalter durch die Schatten tanzen und erinnerte sich an den Schmetterling aus Licht, den sie zu ihm gesandt hatte. Ein kleiner Zauber, der bewegte Bilder, kleine Sequenzen ihrer gemalten Phantasie überbringen konnte, ein Bild von ihr. Einsam in der Dunkelheit versuchte sie sich vorzustellen, wie er wohl reagieren würde? Verwundert? Erstaunt? Würde es ihn berühren, das Bild ihrer Trauer um ihr Gehen? Würde er es verstehen? Ihr verzeihen? Den Rat der Halborkin folgend, sah sie nicht in die Flammen, sondern starrte in das Halbdunkel des Waldes. Sie war keine Nachtelfe die diese Dunkelheit mit ihren Blicken durchdringen vermochten, doch nach einigen Stunden war sie sich sicher, sich nähernde Bewegungen auch zwischen den Bäumen ausmachen zu können, solange sie das Feuer mied. Trotzdem … Irgendetwas ließ sie nicht zu Ruhe kommen. Irgendetwas lauerte dort draußen auf einen Moment ihrer Unachtsamkeit.

Marga träumte.
Hinter ihr lag die eisige, unter Schnee begrabene Stille Ebene und vor ihr ein immergrüner Wald. Warme Luft wehte ihr entgegen und taute die Flocken auf ihren Schultern, alle bis auf eine die gleich einem Schmetterling ihren Kopf umkreiste. Für einen kurzen Moment glaubte sie vielleicht sogar eine menschliche Form in den Kristallen wahrzunehmen, doch dann war es nur wieder eine hübsche weiße Flocke. Kühl lief ihr das Wasser die Arme herab und hinterließ auf ihrer Haut dunkle Spuren wie Tätowierungen. Hatte der von Eilmana bemalte Mantel auf sie abgefärbt? Einen Moment lang betrachtete sie die seltsamen langen Muster auf ihrem Arm, dann trat sie einen Schritt in den Zauberwald hinein und plötzlich rasten die Bäume an ihr vorbei, ohne dass sie sich bewegte. Allein ihre Sicht verengte sich im Rausch der Geschwindigkeit. Die Landschaft veränderte sich zusehends. Der Neldoreth war ihre ein bekannter Ort, doch sie ließ ihn schnell in östlicher Richtung hinter sich. Nur einmal glaubte sie kurz den Schatten eines gewaltigen Turmes gesehen zu haben. Sie raste ohne Halt zu finden durch die Bäume bis sie über morastigen auf festen Boden traf. In dieser Zwischenzone konnte sie sich gefährliche Moorlöcher ausmachen, aber genau dort könnte man auch reichhaltig Torf stechen, der gut brannte, wie sie als praktisch veranlagte Frau wusste. Sie sauste weiter und von Seiten des Neldoreth nahmen zusehends die Laubbäume vom Gesamtbild ab, so dass man den trockenen Teil des Sarius als Mischwald aus Nadel- und Laubhölzern bezeichnen konnte. Plötzlich hielt sie vor einem Baum an. Dieses Gewächs war ein merkwürdiges Geschöpf, denn im oberen Teil schien es ein Gesicht zu haben. Der untere Teil mutete wie viele dicke Schenkel an, die aus weichem Boden ragten. Überall waren dornige Ranken und zwischen den gewaltigen Wurzeln öffnete sich der Eingang zu einer Höhle. Marga ging langsam voran und stach sich an einem der Dornen, als sie die Höhle betrat. Es tat kaum weh, aber mit jedem Schritt wurde es dunkler, bis alles Licht verschwunden war. Alles bis auf diese kleine leuchtende Schneeflocke.

Langsam … lautlos … still und vorsichtig … ein silberner feiner Faden löste sich mit seiner Fracht im Schatten des Baumes aus dessen Krone und glitt langsam zu Boden. Viele Augen beobachten den Vorgang und viele Augen beobachteten die zweite Frau, die fern des Feuers Wache hielt. Der erste kleine Körper, kaum größer als der Teller, der neben dem Feuer stand, verschwand im hohen Gras. Die nächsten Fäden begannen sich lautlos aus der Krone abzuseilen und ihren gefährlichen Weg aufzunehmen. Sie hatten einen Auftrag und ihr Ziel war nicht mehr weit. Der gewaltige Körper des Wargs war schnell eingekreist und genommen. Das dichte Fell stellte ein Problem dar, aber an den Pfoten und an der Nase fanden sie Stellen wo sie ihre Arbeit verrichten konnten. Einige kletterten über den dunklen Leib und waren selbst aus der Nähe im Struppigen Fell kaum zu sehen. Nur ein kurzes unterbewusstes zucken des haarigen Untergrundes ließ sie sich mit ihren Beinen kurz fest krallen. Dann war auch die erste Frau erreicht und langsam näherte sich einer der vielen lauernden Körper dem nackten Handgelenk. Dann hatten sie alle Position bezogen und viele Augen sahen einander an. Dann bissen sie zu.

Marga ging von einem natürlichen Schlaf der Gerechten langsam in einen tiefen Schlaf erfüllt von Gift Dunkelheit über. Einzig ein kurzer Laut des Unbehagens drang über ihre Lippen, als der Biss der Spinne ihren Schlaf verzauberte. Das Gift drang tief in ihr Gehirn und zog sie tief in seinen Abgrund.
(Marga, hier kannst du gern im Traum Reaktionen einfügen und einige Sachen dazu „spinnen“.)

Eilmana starrte hinaus in die Dunkelheit. Hatte sie eine Bewegung gesehen? Plötzlich hörte sie hinter sich den Laut. Es war Marga. Sie musste das Feuer zur Hälfte umrunden um nach ihrer Gefährtin zu sehen, sonst musste sie in die Flammen blicken. Die keinen Späher des Feindes hatten sich ein gutes Zeitfenster ausgesucht, an dem sie an der gegenüber liegenden Position Wache gehalten hatte. Doch jetzt da die Elfe näher kam, sah sie es. Die silbernen Fäden spannten sich und einige ihrer Unheil bringenden dunklen Flecken flohen in die Baumkrone zurück. Andere flohen durch das hohe Gras und jetzt hörten ihre feinen Sinne auch ihr leises Rascheln. SPINNEN! Tellergoße Spinnen, schwarz und pelzig, wie das Fell des Wargweibchens über dass sie eilig kletterten. Wie viele es waren, war nicht mehr auszumachen. In Bewegung waren sie noch viel grausiger als wenn sie nur still lauerten. Kalter Ekel und Sorge schnürten Eilmana unwillkürlich die Kehle zu. Plötzlich war die Panik da. Sie war allein und doch umringt von Feinden. Einerseits musste sie doch nach ihrer Freundin sehen, anderseits rieten ihr all ihre Sinne zur Flucht. Jede Faser ihres Seins schrie: FALLE!
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Montag 4. Mai 2015, 22:04

Eilmana zog ihre Kreise um den Baum während sie in Gedanken versank.
Lukra der Anführer der Dunkelelfen hatte sie nach nur so kurzer Zeit stark geprägt und doch ging ihr auch Nevox nicht aus dem Kopf. Beide waren so verschieden, dennoch hatten sie eines gemeinsam. Beide haben Eilmana unvoreingenommen und mit einer gewissen liebevollen Art und Interesse behandelt. Solch ein Verhalten wurde ihr noch nie entgegen gebracht und das verwirrte ihre Gefühle.

Ihr Rabe saß auf einem Ast des Baumes und Schlief unterdessen. Doch Eilmanas Sinne ließen sie selbst unter dem Einfluss solcher Gefühle nicht im Stich. Ihr wurde immer bewusster etwas ungewöhnlich war sie war sich nur noch nicht im klaren darüber was es war.
Sie zog ihre Kreise weiter und zuckte gelegentlich mit den Ohren wenn sie ein leises Geräusch in der Ferne hörte.

Doch dann, plötzlich gab Marga ein ungewöhnliches Geräusch von sich, Eilmana eilte zu ihr und sah im licht des Feuers und ihrer Kugeln die schimmernden fast unsichtbaren Fäden der Spinnen. Eilmana riss ihre Augen auf und sah den großen Tieren schockiert nach.
„Verdammt,...warum hab ich,.....ARG“

Sie bis sich auf die Unterlippe und legte ihre Hände auf den Warg so wie auf Marga.
„Ein Schlafgift,...?!...“
Sie schaute verwundert bei der Feststellung, doch war sie erleichtert.
Die Angst bezüglich der Spinnen lies sie jedoch nicht los, so sehr die Tiere der Welt liebte, es gab Wesen die ihr Angst macht und das waren große, giftige Spinnen. Vor allem dann wenn sie in so einer Zahl auftauchten.
Eilmana befürchtete das sie noch mehr holten und sich dann auch auf sie Stürzen würden.
Ihr war klar sie musste schnell handeln doch sie wusste nicht ob sie es schaffen konnte Marga und den Warg von dem Gift zu befreien.
Sie beugte sich über Marga um bei ihr zu beginnen.
Sie hielt beide Hände über die Halborkin und sprach ein paar geheimnisvolle Worte, dann begann es unter ihren Händen zu leuchten. Sie versuchte mit Hilfe der Heilenden Lichtmagie Margas Körper von dem Gift befreien.


Eines war klar, sie mussten schnell hier weg!!!
Sie rief ihren Raben um ihn zu warnen und um sicher zu gehen das ihm nichts geschehen war.
"Naif alles okay?"
Naif hob den Kopf und flog aufgebracht zu Eilmana,.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Marga » Dienstag 5. Mai 2015, 20:10

Margas Schlaf kam schnell und tief. Ihr Traum war die Fortsetzung ihres letzten Traumes, in dem die Stille Ebene eingeschneit war. Diese Schneelandschaft ließ sie nun zurück und die Schneeflocken auf ihren Schultern und ihren Haaren schmolzen zu schmierigen Tropfen. Eine Flocke aber verweigerte sich diesem Akt und tanzte weiter.

Die Halborkin folgte ihr, um sie näher zu inspizieren und als sie zwischen die Bäume trat, bewegte sich alles ganz schnell. Als ob sie mit jedem Atemzug sieben Meilen zurücklegte, zogen die Wälder vorbei. Für die Bewohnerin eines dicht besiedelten Königreichs schienen diese unbewohnten Flächen gewaltig. Mutige und zähe Siedler konnten diesem Land gewiss ein Auskommen entreißen.

Das ganze endete einige Zeit später und Marga fand sich vor einem Baum wieder, zwischen dessen Wurzeln der Eingang zu einer Höhle war. Das Flöckchen schwebte dort hinunter und die Halborkin wollte ihm folgen. Doch kurz vorher blickte sie zufällig nach oben und erkannte ein Gesicht im Baum.
Nicht das Gesicht eines Bekannten, einfach nur das Antlitz eines Greises – wegen der Rinde sah es nämlich faltig aus – und es schaute in die Entfernung, als dachte es über bessere Zeiten nach.

Nach einer kurzen Periode der Unschlüssigkeit, stieg Marga schnell hinab und schnitt sich dabei an einem einzigen Dorn.

Unten in der Dunkelheit gab es nur die leuchtende Schneeflocke, dachte Marga. Aber als sie sich näherte, hörte sie ein weiblich klingendes Räuspern hinter sich. Sofort drehte sie sich um. Da war eine von der Dunkelheit verhüllte Frauengestalt mit einer Krone. Einzig das Augenpaar und die Juwelen in der Krone – sechs an der Zahl – schimmerten durch die Düsternis.

„Hallo, Mischling.“, sprach die Frau, „Ich bin die Königin und Ihr seid auf meinem Land.“
„Wusste ich nicht. Entschuldigt das bitte. Wir verschwinden.“, entgegnete die Halborkin flott. Obwohl sie Adelige nicht ausstehen konnte, blieb sie duckmäuserisch. Ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt und das war ein Zeichen für Gefahr.
„Aber nicht doch. Ihr bleibt zum Essen.“
Marga schwieg.
„Ihr wisst wohl, dass Euch etwas bevorsteht, nicht wahr.“
Die Halborkin presste ihre Lippen zusammen. Eilmana hatte Recht gehabt.
„Gut. Dann weißt du wohl auch, dass du das verdient hast.“
„Du nehmen das zurück!“
„Ein wunder Punkt von dir?“
„Mich haben niemals etwas gemacht, wofür ich mich schämen bräuch...“ Sie dachte an Junos Gesicht nach der Ohrfeige. „Nichts, was böse gemeint war!“

Die Gestalt näherte sich, während Marga nervös an ihrem juckenden Arm kratzte. „Oh, ich rede nicht von Gut und Böse. So etwas gibt es nicht bei uns in der Natur. Ich rede von etwas anderem. Mit dem Strom oder gegen den Strom. Herde oder Einsamkeit. Man könntes es auch Treue und Verrat nennen.“
„Was?“
„Wer hier bei uns auftaucht, wandelt aus gutem Grund nicht auf den angelegten, sicheren Wegen und weit, weit weg von seinen Artgenossen. Vielleicht hast du es verdient, von uns tot gebissen zu werden, vielleicht auch nicht, aber wir werden es tun und wir können das, weil wir eine Gemeinschaft sind. Schau deinen Arm an!“
Fassungslos hob Marga den Unterarm, wo die kleine Schnittwunde hässlich angeschwollen war und pulsierte.
„Das ist das Mal der Verräterin! Als Mischling hattest du sogar zwei Chancen gehabt, aber genutzt hat dir das wohl nichts.“

Die Königin war nahe genug herangekommen. Die Halborkin konnte sehen, dass da keine Krone war, sondern alles ein Kopf war und die vermeintlichen Edelsteine waren nur sechs weitere funklende Spinnenaugen. Der Rest der Frauengestalt war bloß ein Trugbild aus ganz wenig Licht und ganz viel Schatten gewesen!
Das Spinnenwesen entfernte sich leise wieder und ließ Marga in völliger Dunkelheit zurück. Verzweifelt tastete sie nach ihrer Umgebung, suchte nach Licht oder einem Ausgang, fand aber nichts.

Ihr eigentlicher Körper zappelte, ihre echten Augen waren verdreht und ihr Mund schäumte, während Marga unter dem ersten Gift litt, das ihrem Stoffwechsel ebenbürtig war.

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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 6. Mai 2015, 09:31

Eilmana war klar sie musste schnell handeln doch sie wusste nicht ob sie es schaffen konnte, Marga und den Warg von dem Gift zu befreien. Sie hatte nicht einmal an Flucht gedacht, obwohl all ihre Sinne ihr dazu geraten hatten. Sie war den Weg der Freundschaft gegangen und hatte Marga nicht ihrem Schicksal überlassen! Sie beugte sich über sie um bei ihr zu beginnen. Eines war klar, sie mussten schnell hier weg und sie konnte die Halborkin nicht tragen. Sie rief ihren Raben um ihn zu warnen und um sicher zu gehen das ihm nichts geschehen war.
"Naif alles okay?"
Naif hob den Kopf und flog von seinem kleinen Baum zu Eilmana, während sie beide Hände über die Halborkin hielt, dann begann es unter ihren Händen zu leuchten. Sie versuchte mit Hilfe der Heilenden Lichtmagie Margas zuckenden Körper von dem Gift befreien. Dafür musste sie sich konzentrieren, sonst würde es misslingen. Ihre Magie musste nicht nur eine Wunde schließen, die lokal auf einen kleinen Teil des Körpers begrenzt war, sondern in das Blut eindringen und jede vergiftete Zelle erreichen. Am anstrengendsten war dabei immer das Gehirn und Eilmana schloss die Augen. Naif war kurz zuvor neben ihr gelandet und hopste unruihig im hohen Gras herum. Was die Elfe unter ihrer Konzentration nicht mitbekam, war, dass es still geworden war. Das Raschen in den Baum über ihr, das Rascheln in den Büschen und zwischen den Gräsern war verstummt. Die Spinnen waren stehen geblieben und beobachteten ihr Treiben aus ihren tausend Augen.

Marga träumte wirr. Die Gestalt in ihren Gedanken näherte sich, während Marga nervös an ihrem juckenden Arm kratzte.
„Oh, ich rede nicht von Gut und Böse. So etwas gibt es nicht, bei uns in der Natur. Ich rede von etwas anderem. Mit dem Strom oder gegen den Strom. Herde oder Einsamkeit. Man könnt es auch Treue und Verrat nennen.“
„Was?“
„Wer hier bei uns auftaucht, wandelt aus gutem Grund nicht auf den angelegten, sicheren Wegen und weit, weit weg von seinen Artgenossen. Vielleicht hast du es verdient, von uns tot gebissen zu werden, vielleicht auch nicht, aber wir werden es tun und wir können das, weil wir eine Gemeinschaft sind. Schau deinen Arm an!“

Fassungslos hob Marga den Unterarm, wo die kleine Schnittwunde hässlich angeschwollen war und pulsierte. Plötzlich brach sie auf und eine kleine Spinne kam heraus gekrabbelt. Instinktiv schlug Marga nach ihr und das kleine Vieh platzte wie eine reife Weintraube. Die Spinnenkönigen zuckte nicht einmal, denn es war nur eine einzige von tausenden.
„Das ist das Mal der Verräterin! Als Mischling hattest du sogar zwei Chancen gehabt, aber genutzt hat dir das wohl nichts.“
Das Spinnenwesen entfernte sich leise wieder und ließ Marga in völliger Dunkelheit zurück. Einzig ihre Stimme hallte leiser werdend noch einmal in die dunklen Gänge:
„Du wirst niemals zu irgendwem gehören! ... Warum gibst du nicht einfach auf!“
Verzweifelt tastete Marga nach ihrer Umgebung, suchte nach Licht oder einem Ausgang, fand aber nichts. Nur ihre Hände tasteten überall um sich herum unterschiedlich große Kokons. Wenn sie sie berührte zerriss ihre seidene Außenhaut und tausende kleiner Spinnenwesen ergossen sich über ihren Körper. Sie krabbelten über ihre Haut, bissen sie, fraßen sich unter ihre Haut und in ihren Leib. Sie spürte die Bewegungen der kleinen Beine kribbelnd in ihr aufsteigen. Sie wühlten sich ihren Hals hinauf und wollten ihr Gehirn fressen. Sie saßen in ihrer Nase, in ihrem Mund und krochen ihr unter die Augenlider.

Ihr eigentlicher Körper zappelte, ihre echten Augen waren verdreht und ihr Mund schäumte, während Marga unter dem ersten Gift litt, das ihrem Stoffwechsel ebenbürtig war. Wäre sie ein reinrassiger Ork gewesen, so wäre sie vielleicht nicht gleich ganz so tief in Trance verfallen. Wäre sie ein reinrassiger Mensch, so wäre sie vielleicht schon tot. Das spürte auch Eilmana unter dem Einfluss ihrer Magie, aber das größte Problem der Elfe in ihren Bemühungen war, dass Margas Geist sich gegen die Heilung wehrte. Das Gift musste irgendwie ihr Unterbewusstsein verwirren. Die Elfe hatte fast schon den ganzen Körper gereinigt, aber um so höher sie ihre Magie den Hals hinauf sandte, um so mehr Schaum trat aus Margas Mund und Nase und drohte sie zu ersticken.
Plötzlich hörte sie das hohe Krächzen Naifs neben sich und ihre Konzentration begann zu schwanken. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie der schwarze Leib ihres Raben mit einer Spinne kämpfte und er unbeholfen über den Boden rollte. Sie hatte ihn zu sich gerufen, ihn damit ins hohe Gras gelockt, wo die Spinnenwesen auf ihr Futter warteten. Angst kroch in ihre Glieder und wollte ihren Geist lähmen, wie das Gift es bei Marga tat. Der Anblick des taumelnden Raben schnürte ihr unwillkürlich die Kehle zu, doch unterbrach sie nun ihre Heilversuche, war es vielleicht Marga die sich in ihrem Wahnsinn verlieren würde.

Die Stimme war leiser geworden und irgendwo flackerte ein weit entferntes Licht. Es lockte und war das Einzige in dieser Dunkelheit, das einen Fixpunkt bot. Das Kribbeln war auch schwächer geworden und ein seltsamer Frieden breitete sich langsam in Margas Unterbewusstsein aus. Die Träume gingen weiter und wandelten sich. Sie zeigten ihr nun das, was sie sich am meisten wünschte und lockten sie dem Licht entgegen. Dem Licht einer einzelnen kleinen weißen Schneeflocke.

(Bitte beschreibe noch einmal einen Traum, der sie in den Übergang ins Reich der Toten locken könnte. Inhaltlich sollte er durchaus positiv für Marga sein.)

Eilmana musste sich zusammenreißen, doch nichts konnte quälender sein, als die Wahl zwischen ihrem geliebten Raben und ihrer Freundin. Das Zappeln in ihrem Augenwinkel konnte nicht ewig wären und Marga konnte nicht ewig gegen das Gift ankämpfen. Sie konnte sich nur auf eins konzentrieren und musste entweder die Heilung abbrechen um ihrem Freund zu helfen, oder Marga retten und ihren Raben dem Schicksal überlassen.
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Re: Am Rande des Neldoreth

Beitrag von Eilmana Silva » Mittwoch 6. Mai 2015, 22:22

Während Eilmana die heilende Magie bei Marga anwandte sahs Naif bei ihr. Eilmanas Ziel war es das Naif Wachsam war und sie ggf. warnte wenn eine Spinne zurück kam. Jedoch nicht das er sich in einen Erbitterten Kampf mit einer dieser teuflischen Kreaturen begab.
Als Eilmana plötzlich sah wie Naif ins Gras rollte, wurde sie bleich, die hielt die Magie zum heilen Margas aufrecht doch schossen ihr Plötzlich so viele Dinge durch den Kopf.
Naif war immer bei ihr gewesen oder einer seiner Vorfahren. Doch konnte sie sich von ihrer Angst und Trauer, ihrem Willen Naif zu nehmen und wegzulaufen um ihn zu heilen, nicht überwältigen lassen, da sie noch andere Verantwortung trug. Doch nun rückten die Spinnen wieder näher und Marga war nicht komplett geheilt.

Völlig hin und her gerissen von Wut, Angst, Verzweiflung und Trauer, versuchte sie die Heilung weiter zu führen.
Sie konzentrierte sich noch einen Augenblick intensiv auf Marga und die Heilung schritt noch ein wenig voran. Wie weit Eilmana gekommen war wusste sie nicht aber Marga schien sich zu entspannen und so hatte Eilmana den Eindruck das sie es geschafft hätte.

Doch dann hörte sie erneut das Rascheln und es kam schnell näher. Sie warf einen erneuten Blick auf Naif und die Tränen flossen ihr aus den aufgerissenen lehren Augen, die Angst in ihr wurde immer Intensiver und plötzlich begann sie immer mehr zu leuchten. Eilmana selbst realisierte das nicht, ihre Gefühle steuerten sie komplett als wäre sie nur eine Marionette, blind für eigenes tun nur Fixiert auf das was um sie herum geschah. Sie stand auf, nahm Naif auf den Arm und drehte sich mit lehren Augen zu den Spinnen um. Die Tränen flossen ihr weiter das Gesicht herab doch ihre Augen-braun, so schmal sie doch waren, waren ersichtlich zusammen gezogen und ihr Mund ernst.
Eilmana Sprach etwas, doch klang sie dabei seltsam unwirklich.
Erst ganz leise

„was habt ihr getan...?.....wer gibt euch das recht einfach andere Wesen im Schlaf zu überfallen?......

SAGT WER!“

Die letzten Worte schrie sie heraus und das leuchten wurde immer stärker und heller so das es nun schon die gesamte Lichtung erfüllte. Es war für jedes Tier spürbar das sich in Eilmana gerade unglaubliche Energien ansammelten die jeden Moment drohten ausbrechen.

Es war nicht verwunderlich den diese Energie lag tief in ihr verborgen. Sie selbst wusste nicht das sie diese Kraft besahs und sie konnte sie nicht willentlich Steuern. Doch Ihren geliebten Begleiter und Freund so wie ihre Gefährten, dem Tod nahe zu wissen, lies in ihr alle Mauern brechen.
Doch schien sie sich dessen selbst nicht ganz bewusst zu sein.
Sie hatte dem ersten Raben der sich ihrer an nahm geschworen Ihn und alle Nachkommen zu beschützten, So gelobte der Rabe das auch einer seiner Nachkommen immer an ihrer Seite wachen sollte. Diese Verbundenheit war Eilmana das wichtigste was sie Je gehabt hatte und nun hatten diese düsteren Kreaturen Naif angegriffen und stark verletzt. Damit kam Eilmanas Seele nicht ohne weiteres zurecht und entlud alle Emotionen auf einmal.


Was würde nun Geschehen?....kam ihnen jemand zur Hilfe oder waren sie alle dem Tod geweiht? konnte Eilmana mit ihrer Kraft sie Spinnen in die Flucht schlagen oder war es nur die Perfekte Möglichkeit um anschließend über alle herzufallen und sie zu fressen?
Eilmana machte sich darüber gerade keine Gedanken mehr. Ob sie noch jemand aufhalten konnte, bevor sich die Energie entlud und sie wahrscheinlich in Ohnmacht fiel, war Fraglich doch nicht unmöglich.
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