Auf dem Weg nach Pelgar

Der Wald liegt südwestlich und erstreckt sich weit in den Osten. Die Zwillingsflüsse Euwin und Auwin schenken dem Wald das Leben. Der Turm der Weisheit und die Ruinen Kosrals verbergen sich in ihm. Angeblich haben die Elfen dort ein Dorf errichtet.
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Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 22. April 2009, 20:01

Asmodeus kommt von Reise durch den Arus (Seite 2)

Es ging weiter voran, die Reise wurde dadurch aber nicht sonderlich angenehmer. Asmodi beschimpfte Mallahall immer wieder aufs Neue. Er gab ihr die Schuld für seine Schmerzen. "DU hättest mir den Bauch aufschlitzen und die Steine rausholen sollen!" Mallahall lachte nur darüber. Sie wurde irgendwie Etelin immer ähnlicher. Oh nein, sie schrumpfte nicht, schaute und redete monoton und sie schwang auch keinen Stab, der größer war als sie, um hilflose Dämonen zu hauen. Aber sie gewann immer mehr Ruhe, je länger sie mit Asmodi unterwegs war. Seine Beleidigungen berührten sie nicht mehr, denn inzwischen wusste sie, dass er es nicht so meinte. Er war ein Dämon. Anscheinend mussten diese Wesen Unmut erzeugen oder es regelmäßig zumindest versuchen.
"Wäre ich nach deinen Methoden vorgegangen, hätte ich im Anschluss daran, den Schnitt mittels Lichtmagie heilen müssen. Das hätte viel länger gedauert und ich will dich nicht dauerhaft einer solchen Belastung aussetzen. Ich weiß ja, dass du Licht nicht so gut verträgst." Lächelnd ritt sie weiter. Asmodi hatte nur noch ein knurrendes "Versagerin!" für sie übrig, aber auch das prallte von Mallahall ab wie ein stumpfer Pfeil von einem Schild. Asmodi, der mächtige, der zerstörerische Dämon, dessen Kräfte die Seele angriffen, konnte der Lichtmagierin nichts mehr anhaben. Sie war an ihm gewachsen und hatte sich weiterentwickelt. Bei den Göttern, und wie!

Mallahall lenkte ihr Pferd durch die Wälder. Langsam wichen Kiefern, Tannen und Buchen einem sich immer weiter ausbreitenden Mischwald. Hier wuchsen plötzlich auch große Blumen zwischen den Sträuchern und es duftete nach Beeren und verschiedenen Kräutern. Hin und wieder fanden sich Findlinge, von Moos bewachsen. Die Nacht wich dem Morgen, der relativ trübe und mich leichten Nebelbänken durch das Dickicht schien. Aber es reichte inzwischen aus, um etwas zu erkennen. Mallahall streckte sich müde und saß plötzlich ab. Ihr Hintern schmerzte vom langen Ritt auf Taava. Ein wenig des Weges zu Fuß würde ihr gut tun. Sie führte das Tier am Zügel und kam schließlich mit Asmodi auf eine Höhe.
"Du hast ja meine Handschuhe durchstochen", fiel der Lichtmagierin auf, als sie die kleinen, scharfen Krallen des Dämons erblickte. Weiteres sagte die Magierin allerdings nicht dazu. Handschuhe waren leichter zu ersetzen als aufgeschundene Haut. Vor allem die Handflächen waren sehr empfindlich, der Mensch gebrauchte sie täglich und das intensiver als den meisten überhaupt bewusst war.

Eine Weile gingen sie schweigend weiter. Doch dann ... "Du läufst ziemlich breitbeinig. Stimmt etwas nicht?" Mallahall hätte es schon viel früher bemerken können, aber es war vorher zu dunkel gewesen. Außerdem hatte sich Asmodi stets hinter dem Pferd aufgehalten. Jetzt jedoch bemerkte sie, dass etwas am Dämon komisch war. Und Mionuten später sah sie sogar ein dünnes Blutrinnsal, das den hinteren Teil seines Oberschenkels herabgelaufen war.
"Hast du dich beim Entleeren verletzt? Soll ich nachsehen?", fragte sie, ganz die Heilerin. Pflichtbewusst und ohne jeglichen Gedanken daran, dass es ihrem Patienten peinlich sein könnte. Bei Mallahall ging nun einmal das Bedürfnis zu helfen immer vor!

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Mittwoch 29. April 2009, 12:13

Es schmerzte an seiner sehr intimen und delikaten Stelle bei jedem Schritt. „HRRHRHRHHrhrrh.“ Dass dies auf die Laune des Dämons drückte war wohl verständlich zumal er sich noch immer nicht zurückziehen durfte. Übelgelaunt trippelte der dem dummen Pferd und seiner herrischen Reiterin hinterher. Er schwieg, offenbar war es selbst ihm zu blöd geworden sich weitere Beleidigungen für Mallahall auszudenken zumal sie ohnehin an ihr abprallten wie sonst nie.

Zudem roch es hier überall nach Blüten, Kräuter und sonstigen Grüngewächsen die Asmodi so verabscheute. „HATSHCIIHRHRHR!“ Nieste er mehrmals. „AHRHARHRHRH!“ Und biss wütend nach den Pflanzen die ihn ärgerten ehe er sie aber gleich wieder ausspuckte und zurückspickte. Knurrend trippelte er weiter. Trotz seines angeschlagenen Zustands schien Asmodi unermüdlich wenn es darum ging durch den Wald zu laufen. Er hielt nicht einmal inne oder fiel auch nicht zurück sofern er es nicht wollte.

Die Nacht wich dem Tag. Asmodi mochte den kühlen Nebel der sich über die Wälder legte. Sein Hecheln wurde etwas kehliger. Er brummte nur als Mallahall absass. Er musterte sie dabei wie sie sich streckte. „Hah!“ DIE meint IHR täte der Arsch weh. Dachte er grimmig. "Du hast ja meine Handschuhe durchstochen" „Na und?! Heulst du jetzt?! HÄÄH?! Ich wollte diese verfluchten Stofffetzen nicht anziehen!“ Maulte er wütend. Schweigend liefen sie nebeneinander her. „Rrr…“ "Du läufst ziemlich breitbeinig. Stimmt etwas nicht?" „HAHR!!!“ Knurrte er und lief trotzig vorann. Er wollte nicht mit Mallahall sprechen.

"Hast du dich beim Entleeren verletzt? Soll ich nachsehen?" „ICH HAB STEINE GEKACKT DU DUMME HURE!“ Fluchte er ihr ungehalten entgegen und knurrte böse. Ehe er schneller vorantrippelte. Offenbar hatte er gar keine Lust sich DA helfen zu lassen.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von fremde Frau » Freitag 1. Mai 2009, 00:05

Irgendetwas stimmte mit ihrem Dämon ganz und gar nicht. Er ging sonst nicht hinter Taava her und selbst seine Beleidigungen hatten aufgehört. Mallahall glaubte nicht, dass Asmodi aus Langeweile oder Überdruss seine Schimpftiraden auf sie beendet hatte. Und warum hetzte er nicht länger durch den Wald? Das Pferd zu ärgern, indem er immer wieder blitzschnell aus dem Gebüsch sprang, hatte ihm doch Spaß bereitet. Nicht, dass die Lichtmagierin es herausfordern wollte. Er sollte das Tier nicht unnötig reizen. Aber es war schon seltsam.
Schließlich entschied sich Mallahall für die unausgesprochene Begründung, dass Asmodi der Wald zu pflanzenreich war. Er nieste und schnaubte immer wieder. Im Neldoreth wuchsen eindeutig mehr Kräuter als im Arus, was die Nase des Dämons empfindlich reizte. Aber er schimpfte nicht. Mallahall sorgte sich.

Endlich brach ein neuer Morgen an. Es wurde heller, trotz des Nebels, der wenige Zentimeter über dem Boden lag. Mallahall stieg ab und führte Taava am Zügel. Sie kam auf ihre Handschuhe zu sprechen. "Na und?! Heulst du jetzt?! HÄÄH?! Ich wollte diese verfluchten Stofffetzen nicht anziehen!" Mallahall setzte zu einer Antwort an. Es war natürlich nicht allzu schlimm, sie hatte längst damit gerechnet, dass die Handschuhe nun unbrauchbar sein würden. Ihr war wichtig gewesen, dass Aurelius' Hände geschont wurden. Und genau das wollte sie Asmodi sagen. Er sollte sich keine Gedanken machen, auch wenn sie die Handschuhe hübsch fand. Der Dämon aber preschte los und schuf Distanz zu seiner Herrin. Jetzt sah sie, wie breitbeinig er ging und langsam ahnte die Magierin etwas.

"ICH HAB STEINE GEKACKT, DU DUMME HURE!" Mit schnellen Schritten folgte sie ihm. Mallahall wollte nicht den halben Wald zusammenbrüllen, um ihm zu antworten. Sie trug noch immer die Waldläuferinnenkleidung und war in den ledernen Hosen deutlich besser zu Fuß als mit ihren vielen Magierinnenröcken. So holte sie Asmodi recht schnell ein. Das gute Schuhwerk trug ebenfalls seinen Teil dazu bei.
"Asmodi ... wenn du Schmerzen hast, kannst du mir das sagen. Ich bin doch hier, um dir zu helfen", versuchte sie seine Wut zu besänftigen und ihm gleichzeitig anzubieten, sich seinen Hintern anzusehen. Ja, Steine aus dem Darm zu pressen zählte sicherlich nicht zu den angenehmsten Aufgaben. Aber gut, waren sie jetzt draußen. "Du wirst jetzt aber gelernt haben, dass es besser ist, keine Steine zu essen. Schau, hier!" Sie zeigte auf einen Strauch Waldbeeren. "Die kannst du essen. Sie schmecken sehr süß. Oder wir sammeln ein paar Nüsse Ich habe auch Pilze gesehen. Der Wald bietet viele Nahrungsmittel an, da musst du nicht zu Steinen greifen."

Ein besonders interessantes Nahrungsmittel offenbarte sich nun Asmodi, der beinahe mit seinem Kopf dagegen gestoßen wäre. Von einem tief hängenden Ast baumelte ein seltsames korbförmiges Etwas und es wurde von vielen, summenden Tierchen umschwärmt.
"Vorsicht, ein Bienenstock ... reize sie nicht." Mallahall wartete einen Moment, dann sprach sie es im Befehlston aus: "Du wirst die Bienen nicht reizen, Asmodi!" Sie kannte ihn inzwischen einfach zu gut. "Lass mich lieber deinen Hintern sehen, da ist nichts dabei." Nicht, solange sich Mallahall nicht in Erinnerung rief, dass Aurelius sie ... besonders mochte.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Samstag 2. Mai 2009, 21:30

Wütend trippelte Asmodi voran stets darauf bedacht zu verhindern dass Mallahall zu ihm aufschloss. Er wollte nicht dass sie seinen Hintern die ganze Zeit begaffte. Es störte ihn, denn sein Hintern zeigte deutliche rote Anzeichen von Schwäche. Das passte dem Dämon natürlich ganz und gar nicht in den Kragen.“HAH.“ Schnaufte er nur und frass vor lauter Zorn einen Grasbüschel. "Asmodi ... wenn du Schmerzen hast, kannst du mir das sagen. Ich bin doch hier, um dir zu helfen", „LASS ICH IN RUHE VERFLUCHT NOCHNMAL! HÖR AUF MIT DEINEN BESCHISSENEN BEFEHLEN DANN IST MIR GENUG GEHOLFEN!“ Asmodi schien zumindest überhaupt keine Probleme damit zu haben den ganzen Wald zusammen zu brüllen.

"Du wirst jetzt aber gelernt haben, dass es besser ist, keine Steine zu essen. Schau, hier!" „PFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF!!! PFFF!! PFFF!!“ Knurrte Asmodi nur. „Ich lerne was ICH will du dumme Pute!!“ Fauchte er. Im Moment war wahrlich nicht gut mit dem Dämon reden. Irgendwie verständlich wenn man bedachte wie es seinem Hintern gehen musste. Doch dem Befehl hinzusehen konnte er sich trotz aller Wut nicht widersetzen.
"Die kannst du essen. Sie schmecken sehr süß. Oder wir sammeln ein paar Nüsse Ich habe auch Pilze gesehen. Der Wald bietet viele Nahrungsmittel an, da musst du nicht zu Steinen greifen."

„Hälst du mich etwa für bescheuert du Bescheuerte?!“ Grollte er ihr entgegen und sah sie mit funkelnden Augen an. „ICH WEISS WAS IHR MENSCHEN GERNE FRESST!!!!!“ Stellte er schliesslich eindrücklich klar ehe er weitertrippelte und dabei beinahe in einen Bienenstock reinmarschierte. Er bremste abrupt ab und starrte dem summenden Kokon entgegen. Verwirrt legte er den Kopf schief. Offenbar hatte er noch nie bewusst einen Bienenstock betrachtet.
"Vorsicht, ein Bienenstock ... reize sie nicht." Asmodi grinste und hob bereits seine Pranke. Doch noch ehe er ausholen konnte: "Du wirst die Bienen nicht reizen, Asmodi!" „AAAAAAAAAARHRHRH!“ Sie gönnte ihm aber auch gar keinen Spass mehr. Am liebsten hätte er sie jetzt und in diesem Augenblick getötet. „ÜBERTREIBE ES NICHT… ich warne dich.“ Das klang durchaus ernst und irgendwie begründet bedrohlich.
Asmodi lief weiter, ihr Hilfsangebot konsequent ignorierend.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von fremde Frau » Montag 4. Mai 2009, 13:27

Asmodi legte ein ordentliches Tempo vor und das, obwohl er doch so breitbeinig ging. Mallahall hatte alle Mühe, mit ihm Schritt zu halten. Sicher, es wäre deutlich einfacher gegangen, wenn sie sich auf Taavas Rücken geschwungen und ihm nachgeritten wäre. Aber erstens wollte sie dem Pferd eine Pause gönnen und zweitens konnte sie so Asmodi schlechter beobachten. Sie sorgte sich um dessen Hintern. Risse, gerade dort, konnten langanhaltend und schmerzhaft sein. Außerdem entzündeten sie sich leicht, denn es schoben sich ja regelmäßig Ausscheidungen vorbei, die dann in eine mögliche offene Wunde gelangen könnten. Mallahall musste ihn dazu bringen, sich seinen Hintern ansehen zu dürfen. Noch haderte sie mit sich selbst. Befehlen wollte sie ihm dies eigentlich nicht. Das hätte Asmodi wohl das letzte bisschen Würde genommen.
Besaßen Dämonen überhaupt so etwas wie Würde? Ehre war ihnen schon kein Begriff. Mallahall schüttelte den Kopf. Darüber wollte sie jetzt nicht nachdenken, wurde sie doch im nächsten Moment auch abgelenkt. Ein Bienenstock hing von einem Ast herab.

Der Dämon hockte davor, den Kopf wie üblich schief gelegt, wenn er etwas Neues entdeckte oder lernte. Diese Haltung schenkte ihm eine gewisse Niedlichkeit. Ja, selbst bei einem Wesen des Harax konnte man davon reden. Trotzdem durfte er die Bienen nicht reizen.
Mallahall wusste nicht, ob Asmodi Bienen kannte. Sie wusste nicht, ob er Kenntnisse darüber besaß, dass Bienen nur im äußersten Notfall stachen, da sie hierbei nicht nur ihren Stachel, sondern schlussendlich auch ihr Leben würden lassen müssen. Aber sie wollte nichts riskieren und gab den Befehl, die Insekten nicht zu reizen. Dies reizte allerdings Asmodi mehr, als Mallahall es gedacht hätte. Vermutlich kam er nicht mehr damit zurecht, dass jemand ihm Befehle gab. Vielleicht lag es daran, dass die Magierin diese Machtausübung in letzter Zeit sehr häufig geführt hatte.

"ÜBERTREIBE ES NICHT ... ich warne dich", drohte er ihr und lief weiter. Seine krallenbewehrten Hände und Füße trippelten raschelnd über den Waldboden. Die Lichtmaga machte einen Bogen um den Bienenkorb herum und folgte ihrem Dämon. Seine finstere Warnung hallte in ihrem Kopf wider.
"Du warnst mich?", fragte sie schließlich. Sie hatte bereits erfahren dürfen, dass sie einen höheren Stellenwert bei Asmodi genoss als jeglicher andere Mensch. Sogar höher als Aurelius ihn besaß. "Ich bin deine Herrin und als diese achte ich sowohl auf dein Seelenheil als auch den Körper, in dem du dich eingenistet hast. Asmodi ... und jetzt lass mich deinen Hintern sehen. Das ist keine Bitte", fügte sie an, denn der Befehl klang viel zu ruhig, als dass man ihn sofort hätte erkennen können. Sie selbst blieb stehen, drehte sich vom Dämon ab und kramte in Taavas Satteltaschen. Sie wusste, er würde nicht weiterlaufen. Er musste gehorchen und seine Drohung hatte nur gewissen Trotz in Mallahall hervor gerufen. Wenn er sich nicht freiwillig helfen lassen wollte, musste sie ihn eben dazu zwingen. "Es wird dir anschließend viel besser gehen, das verspreche ich dir."
Sie holte Tüchter und eine Salbe aus Ringelblumen-Extrakt hervor. Er würde sich aufregen. Er würde spucken und geifern, aber die Ringelblume war Heilkraut Nummer Eins, wenn es darum ging, gereizte Haut zu beruhigen. Aurelius würde ihr dafür danken. Mallahall lächelte und unterdrückte die Röte, welche in ihre Wangen schießen wollte. Sie fragte sie, wie er seinen Dank zum Ausdruck bringen würde.
Sie drehte sich um. "Hast du denn noch Magenschmerzen? Wenn nicht, dann wäre es vielleicht ratsam, dass du dich zurückziehst und etwas ausruhst. Dann musst du auch den Geruch der Kräutersalbe nicht so stark wahrnehmen."

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Mittwoch 6. Mai 2009, 00:54

Wütend trabte der Dämon voran. "Du warnst mich?" „OH JA UND OB ICH DAS TUE! GLAUB JA NICHT DASS ICH NICHT WIEDER NEHMEN KÖNNTE WAS ICH DIR GEGEBEN HABE HERRIN!“ Knurrte er. Ein schlichter bluff aber vielleicht vermochte er damit Mallahall wahrlich zu verunsichern. Asmodi log mit einer Selbstverständlichkeit wie er auch die Wahrheit sagte. Es war schwer seine Lügen als solche zu erkennen.

"Ich bin deine Herrin und als diese achte ich sowohl auf dein Seelenheil als auch den Körper, in dem du dich eingenistet hast.“ „Du kannst mit Macht nicht umgehen! Oh welch Fehler es war DICh zu erwählen du elendige penetrante krankhafte Heilerin!!!“ Fauchte der Dämon ungehalten und funkelte ihr wütend entgegen. Sie spannte den Bogen straff und dass passte ihm nicht. “ Asmodi ... und jetzt lass mich deinen Hintern sehen. Das ist keine Bitte", „AGHRHRHRHR!!!!!“ Brüllte er ihr entgegen und schlug einen Haken als er abrupt umdrehte und auf sie zugerast kam.

"Es wird dir anschließend viel besser gehen, das verspreche ich dir." „DAS IST MIR EGAL!!!!!!!“ Fluchte er ihr ungehalten entgegen. Er wollte sich zurückziehen, hatte genug von dieser Verrückten!

"Hast du denn noch Magenschmerzen? Wenn nicht, dann wäre es vielleicht ratsam, dass du dich zurückziehst und etwas ausruhst. Dann musst du auch den Geruch der Kräutersalbe nicht so stark wahrnehmen Er musste noch Schmerzen haben sonst hätte er sich vermutlich schon längstens zurückgezogen. Asmodi knurrte nur zur Antwort und starrte vernichtend dem Kraut entgegen. „ICH FRESS DAS NICHT!!!“ Fauchte er und wich einen Schritt zurück. Seine Aversion gegenüber Pflanzen war mehr als nur deutlich. Unruhig trippelte er auf der Stelle. Den Mallahalls letzter Befehl zwang ihn dazu herzuhalten wenn sie es denn wollte. Er musste seinen Hintern zeigen ob er wollte oder nicht und bei ihm war definitiv letzteres der Fall.


„Kümmere dich um deinen eigenen ARSCH! Willst nur an Aurelius Hintern rumfummeln häh?! HIER GUCK ES DIR AN LOS!“ Brüllte er und zog sich die Hose runter und präsentierte so schamlos Aurelius Gemächte. „DAS willst du doch oder! Dass dich der Medicus rannimmt gib es doch zu!!!“

Es war nicht gut Asmodi so in die Ecke zu drängen denn so neigte er zu immer provokanteren Verhaltensweisen.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 7. Mai 2009, 10:53

Er konnte die Macht zurücknehmen, die er Mallahall gegeben hatte? Tatsächlich? Sie betrachtete sich den Dämon. Log er sie an? Dann aber fiel ihr ein, wie Asmodi sie zu seiner Herrin gemacht hatte und sie konnte die Frage nicht länger unterdrücken: "Wie willst du das machen? Das Tränensteinchen deiner dämonischen Unschuld ist in Myriaden Splitter zersprungen. Müsstest du diese dann nicht einsammeln und ... ich weiß nicht ... wohin müssten sie zurück?" Hoffentlich antwortete er jetzt nicht, dass er sich die Splitter in die Augenhöhlen streuen wollte. Aurelius' Körper wurde auch von vorn bis hinten malträtiert. Mallahall schüttelte den Kopf. "Ich glaube dir nicht", sagte sie und wanderte weiter hinter Asmodi her.

"Du kannst mit Macht nicht umgehen! Oh, welch Fehler es war, DICH zu erwählen, du elendige, penetrante, krankhafte Heilerin!!!" Normalerweise hätten Mallahall diese Worte getroffen. Wäre sie noch wie früher gewesen, so hätte sie sich eine solche Aussage sehr zu Herzen genommen und vermutlich an ihren Fähigkeiten gezweifelt. Aber Veränderung war ins Land gezogen und hatte Mallahall ergriffen wie der Wind ein Blatt. Sie wurde getragen, gedreht und neu geformt. Sie hatte sich bei den Waldmenschen und Elfen weiter entwickelt und die Tatsache, dass Etelin nicht hier war, sorgte dafür, dass sie seinen Part zusätzlich übernahm. Ganz automatisch! Sie ... wurde immer stärker.
Daher lächelte sie auch nur und verschränkte die Arme vor der Brust. Einen Moment lang blieb sie stehen. Sonnenstrahlen drangen durch das Nadeldickicht und ließen ihr Haar golden schimmern. Eine der beiden blauen Strähnen war hinter das Ohr geklemmt worden. "So? Es war also ein Fehler? DU ... mächtiger Haraxdämon, Herrscher aller Rassen, überragender Meister des Chaos und der Vernichtung, hast einen Fehler gemacht und gibst dies zu." Sie legte eine dramatische Kunstpause ein. Dann zwinkerte sie und sagte mit milder Stimme: "Ich freue mich, dass du gelernt hast, deine Fehler einzugestehen. Und wenn du mich nicht mehr als Herrin haben willst, dann heb es auf, wie du es angedroht hast."
Sie spielte mit hohem Einsatz, ohne wirklich zu wissen, ob Asmodi wirklich dazu in der Lage war. Aber sie musste es riskieren, selbst wenn es möglich wäre, dass sie ihre Befehlsgewalt über ihn verlor. Es musste sein. Oh, wenn niemand ihm mehr Einhalt gebieten könnte ... Mallahall wollte garnicht daran denken.

Asmodi brüllte auf, als sie schließlich von ihm verlangte, seinen Hintern herzuhalten. Sie wollte sich das Ausmaß seiner Steinefresserei anschauen. Und sie wollte Ringelblumensalbe auf die Haut schmieren. Schon hatte sie die kleine Dose aus Holz in Händen. Bei den Elfen hatte sie diese erhalten, zusammen mit weiterer Ausrüstung. Die Bewohner des Waldmenschendorfes waren wirklilch großzügig.
Mallahall bot Asmodi an, sich zurückzuziehen, sollten die Schmerzen schon verschwunden sein. Er blieb. Das gefiel ihr nicht. Nicht, dass sie die Anwesenheit des Dämons nicht schätzte - auch wenn er oftmals anstrengend war -, aber es bedeutete auch, dass Aurelius noch zu schwach sein würde, um den Schmerz zu ertragen. Mallahall machte sich insgeheim Sorgen. Asmodi musste von mehr versorgt werden als von einer lichtmagischen Heilerin mit einer Dose Ringelblumensalbe!

"ICH FRESS DAS NICHT!!!" "Sollst du auch nicht. Damit reibe ich deine Verletzungen ein. Die Haut wird sich beruhigen und dann kannst du wieder normal laufen, ohne Schmerzen zu haben." Der Dämon zeigte ihr seine Kehrseite, zog sich brüllend die Hose runter und begann, wie schon üblich, die Magierin zu provozieren.
"Willst nur an Aurelius' Hintern rumfummeln, häh?!" Jetzt stutzte Mallahall. Sie konnte nicht verhindern, dass ihr die Röte in die Wangen schoss, aber ihre Stimme zitterte nicht, als sie sich verteidigte: "Ich bin Heilerin! Es ist meine Pflicht, mir Verletzungen anzusehen, egal wo sie sich befinden. Und ich möchte nicht fummeln!" Aber Asmodi war schon etwas Besseres eingefallen, als ihr den blanken Hintern zu zeigen - welcher, nur mal angemerkt, durchaus attraktiv aussah. Knackig und sehr fest, das vor allem für einen Körper, der weit über hundert Jahre auf Celcia verbracht hatte!
Doch auch der vordere Teil des Körpers konnte sich mehr als sehen lassen. Zanraia hatte rein sexuell durchaus eine sehr gute Wahl getroffen. "DAS willst du doch, oder! Dass dich der Medicus rannimmt, gib es doch zu!!!"

Jetzt war Mallahall knallrot, allerdings vor Zorn. Sie würde Zanraia doch nicht ihren Geliebten streitig machen! Nicht einmal, wenn Aurelius ... sie ... Mallahall ... begehrte? Die Magierin schluckte und versuchte, ihre Selbstbeherrschung zurückzugewinnen. "Dreh dich wieder um!", befahl sie und schraubte den Deckel der Dose ab. Ihre Finger glitten in die Salbe und schon begann sie die aufgerissenen Hautstellen einzureiben. Es wäre wohl besser, sie wandte anschließend auch noch etwas Lichtmagie an. Noch während die Ringelblumensalbe aufgetragen wurde, sammelte Mallahall ihre magischen Kräfte für einen erneuten Heilungsprozess magischer Natur.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 10. Mai 2009, 00:40

Unruhig starrte Asmodi Mallahall an. Jene Frau die ihn so in bedrängnis brachte. Er war sich schon lange nicht mehr sicher ob diese ganze Vermenschlichung nicht doch nur zu seinem Schaden war. Es machte ihn schwach und emotional eben jene beiden Attribute die er doch so gut beim Menschen zu quälen und zerstören vermochte. Nun nagten sie selbst an seinem Verstand. „AHRHGHGH!!“ Ich bin kein Mensch! Noch eher will ich ein Hund sein als ein Mensch! Denn selbst der Hund ist seinem wahren Instinkt treuer als euer Gezücht! Hörst du Aurelius?! HÖRST DU ES?!“Brüllte Asmodi in seinem Geiste und der Medicus hörte. Du bist kein Mensch, doch du hast gelehrt was Loyalität heisst, Freundschaft und Liebe… Antwortete er seinem wildgewordenen Parasiten.

"Wie willst du das machen? Das Tränensteinchen deiner dämonischen Unschuld ist in Myriaden Splitter zersprungen. Müsstest du diese dann nicht einsammeln und ... ich weiß nicht ... wohin müssten sie zurück?" Asmodi legte seinen Kopf schief. Seine Augen flammten bedrohlich auf. „Ich muss nur dafür sorgen dass du, Herrin, deinen letzten Atemzug tust und glaube mir die Wahrscheinlichkeit dass eben dies geschieht wird in Pelgar verflucht hoch sein wenn wir keinen verruchten und konsequenten Plan erarbeiten!“ Selbst der Dämon verstummte einen Moment. Denn die Worte die er ausgesprochen hatte waren eisig und unselig. Dann aber fing er sich wieder und begann weiter zu wettern und zu fluchen.

"So? Es war also ein Fehler? DU ... mächtiger Haraxdämon, Herrscher aller Rassen, überragender Meister des Chaos und der Vernichtung, hast einen Fehler gemacht und gibst dies zu."“ DU SPOTTEST ÜBER MICH! WIE KANNST DU ES WAGEN!! Wehe dir dein Spott wird dir noch im Halse stecken bleiben! Mögest du daran ersticken elendige Hure!“ Es war zu viel der Unterdrückung für den Dämon. Er war es sich nicht gewohnt sich dermassen offensichtlich unterwerfen zu müssen und es schien so als wäre er der Flut an Befehlen nicht gewachsen. Sie beschnitten seine Bedürfnisse die nach Macht und Blut schrien, jene Bedürfnisse die seinem eigentlichen naturell entsprachen. Dämonische Triebe die nicht missachtet werden konnten und ebenso nicht für immer unterdrückt. Selbst ein Dämon verriet sich selbst nur sehr ungern auch wenn er sich sonst doch damit brüstete wie sehr er sich nicht an Regeln hielt.

"Ich freue mich, dass du gelernt hast, deine Fehler einzugestehen. Und wenn du mich nicht mehr als Herrin haben willst, dann heb es auf, wie du es angedroht hast." Asmodi knurrte. Er konnte es nicht. Er konnte seinen eigenen Willen oder Fluch oder wie er es nun nennen sollte nicht aufheben. Es war nicht eine Sache der Ehre oder ähnliches nein. Es hatte einen ganz praktischen Grund. Unschuld. Unschuld die sein Herz nicht tragen konnte weil er kein eigenes besass. Selbst jenes von Aurelius war bereits vom dämonischen Geblüt dermassen vergiftet und verdorben dass es nicht mehr als Träger in Frage kam. Welch ende würde wohl die befleckte Seele des Medicus nehmen?

Seine düsteren Gedanken wurden von der noch viel unerträglicheren Realität durchbrochen. Wütend riss er sich die Hose vom Leib und präsentierte den Wirtskörper vor seiner Herrin als wollte er ihn zum Handel anbieten. Seine Provokation wirkte. Asmodi grinste als er die Schamesröte in Mallahalls Gesicht sah. „Ahhhhhhhhhhh aber dein Körper will es! Sicherlich ist es dir schon ganz warm in deinem Schoss?! Soll ich mal nachfühlen soll ich dich mit Aurelius Händen berühren häähhh?“ Er lachte hämisch. „Du könntest mir alles Befehlen und ich werde es mit seinem Körper ausführen. Deine dunkelsten, perversesten und wildesten Fantasien würden dir Untertan sein und sich in der Realität festsetzen und WAGE nicht zu behaupten du hättest keine unzüchtigen Gedanken! Gerade DU wo du doch so ein trockengelegtes Weib bist solltest davon nur so geschwängert sein! HAHAHAHA!“

"Dreh dich wieder um!" Asmodi gehorchte umstandslos. Ihre Finger berührten seine empfindlich gerötete Haut. „AHRHRHGH!“ Knurrte er böse. Es schmerzte. Für Asmodi brannte das Kraut auf der Haut. Seine Aura war sehr anfällig auf Kräuter die in den Körper drangen .Es war so als wäre seine Existenz, sein Geist, seine Energie, das dämonische in dem Geblüt und den Organen des Medicus vorhanden und genau in diese Zog die Salbe über die Wunde gerade ein. „WUHAKK!“ Es folgte Asmodis übliche Beschwerde betreffend Kräuter aller Art. „WUAHAHKK!“

Er wälzte sich und begann herumzutoben. Offenbar mochte er nicht was er am Hintern kleben hatte und das auf so eine massive Art und Weise dass er selbst dem Zwang von Mallahalls Befehl nicht mehr folgen konnte. Er begann herumzuspringen und sich zu wälzen und schabte mit seinem Hintern dem Boden entlang wie es manchmal auch Tiere taten wenn sie da hinten ein Problem hatten.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von fremde Frau » Dienstag 12. Mai 2009, 15:54

Asmodi kam offensichtlich nicht damit klar, dass Mallahall so rigoros das Zepter in die Hand nahm. Sie setzte ihre gegebene Macht immer häufiger und demütigender ein, als es der Dämon bislang von ihr gewohnt war. Hoffentlich litt ihre eigene Seele nicht darunter und wurde nur noch mehr befleckt.
Aber nein, Mallahall blieb herzensgut und gerade deshalb stellte sie so viele Befehle an den Dämon. Sie wollte nur das Beste für ihn und berücksichtigte hierbei vor allem auch den körperlichen Zustand seines Wirtes – mit dem sie so lange schon nicht mehr gesprochen hatte. Wie es Aurelius wohl geht? Ich würde mir gern bei ihm Rat holen. Er kennt Asmodi schließlich schon länger als ich. Sie sorgte sich ein bisschen, weil der Dämon mit jeder vergehenden Stunde unruhiger wurde. Er zuckte regelrecht oder knurrte ungebändigt. Auf Dauer war die derzeitige Lage keine Lösung.

Er drohte ihr. Wenn sie sterben würde, wäre er von ihrer Herrschaft befreit. Mallahall hatte ihm keinen Befehl gegeben, sie nicht zu töten. Er könnte es tun, jederzeit. Sie beließ es dabei, eben weil es es schon länger hätte tun können. Asmodi schien Mallahall immer weniger zu mögen, erwies ihr aber weiterhin die Gunst, seine Herrin sein zu dürfen. Sie fragte sich, was der Grund war und ihre Antwort reichte nicht bis zu dem Splitter seiner haraxischen Unschuld hin. Sie glaubte an etwas anderes: Vertrauen.
Asmodi schenkte kaum einem anderen Wesen so viel Vertrauen wie ihr, höchstens noch Zanraia. Sie mussten sie auch noch finden. Wochen war es nun schon her, dass sie alle getrennt wurden. Asmodis Geliebte hatte man nach Grandessa bringen wollen, in die Hauptstadt des Königreiches. Lysanthor, lass sie noch am Leben sein. Und den kleinen Castus auch. Mallahall betete darum. Sie wusste nicht, was geschehen würde, wenn sich herausstellte, dass Asmodi sich doch nicht auf sie hatte verlassen können. Wenn er erfuhr, dass seine kleine Familie verstorben war. Dann könnte vemutlich nicht einmal mehr die Trägerin seiner Unschuld ihm Einhalt gebieten.

"An welchen Plan hast du denn gedacht?", lenkte sich Mallahall von den düsteren Vorstellungen ab. "Ich bin nicht sehr gut im Pläne schmieden. Aber vielleicht weißt du etwas?" Sie zollte Asmodi Respekt, integrierte ihn immer noch und das war wichtig. Er sollte nicht denken, dass er ihr Schoßdämon oder gar ein Sklave geworden war, nur weil sie ihm ihre Befehle aufdrückte. Auch ein Dämon vertrat eine Meinung und Mallahall interessierte diese sehr. Sie legte Wert auf die Worte ihrer Freunde. Vielleicht würde er dadurch auch ein wenig gebändigt und nicht mehr so ausfallend wie im Augenblick.

Stattdessen wurde er jedoch provokant und ergötzte sich geradezu daran, dass Mallahall knallrot bei seinen Worten und dem Anblick von Aurelius' Körper wurde - dabei war sie doch Heilerin! Nun, aber selbst diese hatten Gefühle und erinnerten sich daran, wenn jemand ihnen sagte, dass die nackte Person vor ihnen sie begehrte.
"Sicher ist es dir schon ganz warm in deinem Schoß?! Soll ich mal nachfühlen, soll ich dich mit Aurelius' Händen berühren, häähhh? Du könntest mir alles befehlen und ich werde es mit seinem Körper ausführen. Deine dunkelsten, perversesten und wil..." "HÖR AUF DAMIT!" So laut war Mallahall noch nie geworden - und auch nicht so knallrot im Gesicht. Ihre Wangen brannten und ihr Blick richtete sich beschämt zu Boden. Asmodi brachte sie vollkommen aus dem Konzept. Nein, nicht Asmodi, sondern Aurelius. Er liebt doch Zanraia!
"... und WAGE nicht zu behaupten, du hättest keine unzüchtigen Gedanken!" "Ich bin wohlerzogen worden", gab sie fast schon reflexartig zurück. Zyranus war eine ziemlich verklemmte Stadt, behielt dadurch aber auch ein gewisses Niveau. Romantik äußerte sich durch festgelegte Anwerbung und das Machen von Geschenken an die Angebetete sowie deren Eltern. Ohne den Segen jener ging im Übrigen so gut wie nichts. Leidenschaft zeigte sich erst in gemeinsamen Liebesnächten oder außerhalb der Stadt, wo zyranische Blicke nicht wie eine Anstandsdame hinter jeder Ecke lauerten. Mallahall hatte sie nie darüber Gedanken gemacht, ob sie düstere, sexuelle Fantasien besaß. Es ziemte sich nicht und so hatte sie jene zurückgehalten. Sie wollte gar nicht darüber nachdenken und erst recht nicht jetzt! Es gab so viel Wichtigeres als ihre Triebe!

Mit Mühe rieb sie die Ringelblumensalbe auf den Hintern auf, bis es Asmodi nicht mehr aushielt. Kräuter schienen jede Wirkung eines Befehles aufzuheben, denn plötzlich sprang der Dämon auf, obwohl er nicht sollte und flüchtete vor Mallahall mit ihren nach Ringelblumen riechenden Fingern.
Die Magierin seufzte, packte die Salbe wieder weg und wischte sich ihre Finger ab, so gut es ging. Erst dann kam sie auf Asmodi zu, der sich am Boden wälzte wie ein Hund, der den Geruch von Seife mit dem von Schmutz überdecken wollte, weil er es hasste gebadet zu werden. Dabei gebärdete sich Asmodi unglaublich laut und im Wald gut hörbar.
"Mit deinem Geknurre lockst du noch wilde Tiere an. Hör auf damit und halte still!" Ohne Befehlsgewalt funktionierte es wohl gar nicht mehr. Aber plötzlich war es Mallahall, die ganz starr und reglos da stand. Im nächsten Moment duckte sie sich und schlich zu einem Gestrüpp hinüber, durch das sie hindurch spähte. Sie hatte sich nicht geirrt.
Ganz in der Nähe hockten mehrere Gestalten auf einem umgestürzten Baumstamm und rasteten. Mallahall traute ihren Augen kaum. Es waren Dunkelelfen. Drei dunkle Elfen und zwei riesige Orks! Sie alle trugen schwere Rüstungen und Waffen bei sich, außerdem strahlten sie eine ungemeine Selbstsicherheit aus. Als fürchteten sie sich nicht, von Bewohnern des Waldes verjagt zu werden. Was macht das dunkle Volk im Neldoreth?! Mallahall wich zurück und schlich sich zu ihrem Pferd. "Asmodi ... komm mit, schnell. Wir müssen hier weg, ehe man uns entdeckt. Und bitte sei leise, verstanden?"

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Freitag 15. Mai 2009, 13:18

"An welchen Plan hast du denn gedacht?" Asmodi hielt inne und grinste. „Weise mich als Besessener in die Anstalt ein… den Rest erledige ich. Asmodi dachte daran alle Insassen, Wärter und Helfer einfach niederzumetzeln so dass er einfach mit Etelin wieder hinaus spazieren kann. Doch diesen Teil seines Plans verschwieg er seiner Herrin. „Während ich in Burgstein bin und Etelin suche, organisierst du uns einen sicheren Unterschlupf in der Stadt.“ So würde sie beschäftigt sein und ihn nicht bei seinem Vorhaben stören.

Doch das Pläneschmieden trat deutlich in den Hintergrund als es darum Ging Asmodis Allerwertesten einzusalben. Der Dämon nutzte die Gelegenheit schamlos aus um Mallahall deutlich in Verlegenheit zu bringen. Er präsentierte seine pure Anatomie vor der Heilerin und versuchte sie mit seinen provokanten Aussagen aus der Fassung zu bringen, was ihm erstaunlich gut gelang.
"HÖR AUF DAMIT!" Asmodi grinste und kicherte wie ein Klassenschelm dem wieder einer seiner Streiche geglückt ist und darüber mehr stolz als Reue zeigte. Er doppelte nach und appellierte an ihre eigenen erotischen Fantasien.

"Ich bin wohlerzogen worden", „JAAHH ihr verklemmten seit gerade die perversesten von allen!“ Lachte das Viech. Doch dann änderte sich Asmodis Stimme schlagartig als Mall ihm die Ringelblumesalbe auf die Haut rieb. „HARHRHRH!“ Leise war er ja nicht gerade. Sie mussten im ganzen Wald zu hören sein. Er robbte und wälzte sich herum als hätte er einen ganzen Hummelschwarm im Darm. „HARHRHRHRHAHRHARHRHRHHRAFHFHFHFH!!!!“ Er torkelte und taumelte. Die Salbe brannte nicht nur sondern hatte auch wie alle Kräuter eine gewisse Betäubende und lähmende Wirkung auf den Dämonengeist. „HRHRHRHRHHarhrhrhrhrrh.“ Knurrte er bereits etwas benommen. "Mit deinem Geknurre lockst du noch wilde Tiere an. Hör auf damit und halte still!" Der Dämon schnaubte. Hockte sich still hin und gab keinen Mucks mehr von sich obwohl er ganz und gar nicht entspannt aussah.
"Asmodi ... komm mit, schnell. Wir müssen hier weg, ehe man uns entdeckt. Und bitte sei leise, verstanden?"

Mallahall war sich ein freundlicher Umgangston gewohnt und genau dass provozierte jenen kardinalfehler den sie gerade eben begann. Sie bat den Dämon um ruhe und befahl es ihm nicht. Asmodi reagierte sofort. Er eilte zwar zum Pferd aber ganz und gar nicht leise. Er knurrte und brüllte wie es sich für einen Dämon geziemte. Anlocken würde er so die Tiere wohl nicht sondern eher verscheuchen. „AHRRHRHRHARHARHRHRHRHRH DIESES SCHEISSZEUG!!“ Fluchte er wütend. Alle Kräuter dieser Erde gehörten vernichtet! Sobald er die Welt beherrschte würde er seine Untertanen dazu zwingen sein Reich von dieser Plage zu befreien. Er wusste ja nicht was Mallahall dazu bewegt hatte plötzlich abzuhauen und es war ihm auch egal. Er war ganz damit beschäftigt seinen Unmut über die Ringelblumensalbe auszudrücken.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. Mai 2009, 14:40

Sein Grinsen war Unheil verkündend. Asmodi brauchte es nicht zu sagen, er heckte etwas aus. Und er verriet Mallahall nur die Hälfte von dem, was er vorhatte, das spürte sie. Sie konnte ihn inzwischen doch schon recht gut durchschauen, doch was genau sich in seinem Kopf zusammenbraute, vermochte auch Mallahall nicht zu sagen.
"Weise mich als Besessener in die Anstalt ein ... den Rest erledige ich." Mallahall runzelte die Stirn. Dies war garkeine schlechte Idee. Asmodi kaufte man ohne jeden Zweifel sofort ab, dass er nach Burgstein gehörte. Er benahm sich unberechenbar und laut. Ihn einzuweisen würde ein Leichtes sein. Allerdings wollte sie ihn keineswegs auch noch an die Irrenanstalt verlieren und schon gar nicht unbeobachtet von ihr. Sollte Mallahall von dem Dämon getrennt werden, wer sollte ihn dann aufhalten?
"Ich denke darüber nach", meinte sie nur und beschloss, sich diese Option wirklich zu überlegen, bis die beiden Pelgar erreichten. Sofort würde sie sowieso nicht nach Burgstein gehen können. Asmodi hatte Recht, wenn er sagte, dass gewisse Dinge geplant werden mussten. Mallahall brauchte neue Kleidung. Sie musste autoritär wirken, damit man ihr auch ihre lichtmagischen Kenntnisse ohne jeden Zweifel abnahm. Im Moment wirkte sie wie eine hinterwäldlerische Waldläuferin aus dem Dickicht. Es fehlte nur noch ein Jagdhund oder -falke auf ihrer Schulter, um das Bild komplett erscheinen zu lassen.

"Während ich in Burgstein bin und Etelin suche, organisierst du uns einen sicheren Unterschlupf in der Stadt." "Ich sagte, ich überlege es mir. Allein lasse ich dich aber nicht in Burgstein handeln. Nicht, ohne dir vorher strikte Befehle gegeben zu haben." Damit schränkte sie den Dämon in seinen Taten bereits mehr ein als es sich dieser wünschte. Wenn sie ihm verbieten würde, ein Massaker zu veranstalten, wären all seine Pläne von Etelins Rettungsaktion dahin. Asmodi konnte nur hoffen, dass Mallahall derartige Pläne bei ihm nicht vermutete.

Im Moment standen solche Gedanken aber auch nicht im Vordergrund. Mallahall kehrte aus ihrem Versteck im Dickicht zurück und befahl ihrem Begleiter, mit ihr zu verschwinden. Allerdings bat sie ihn lediglich noch, leise zu sein und das sollte sich als fataler Fehler herausstellen. Asmodi ging auf keinerlei Bitten mehr ein. So brüllte er seinen Unmut über die Kräuter und Pflanzen seiner Umgebung und vor allem an seinem Gesäß hinaus, dass nun auch die Orks und Dunkelelfen ihn hatten hören können.
"Oh nein", keuchte Mallahall. Sie sammelte ihre magischen Kräfte in den Händen, bereitete sich darauf vor, einen Lichtblitz abzufeuern, doch ehe sie handeln konnte, flog eine gewaltige Keule auf sie zu. Zu spät reagierte die Magierin und wurde von dem Wurfgeschoss getroffen. Unsanft, aber ohnehin bereits ohne Bewusstsein landete Mallahall zwischen Moos und Wurzeln auf dem Erdboden. Taava scheute und stieg. Beinahe hätte er die Magierin unter seinen Hufen zerstampft, aber schon eilte ein Dunkelelf aus dem Nichts auf das Pferd zu, packte die Zügel und saß auf. Eilig drängte er das Tier zur Seite und beruhigte es.

Derweil näherten sich die beiden Orks und einer der insgesamt drei Dunkelelfen Asmodi. Der letzte der Gruppe spannte eine Armbrust und zielte damit auf den Dämon. "Keinen Schritt weiter, dämliches Menschengezücht oder du wirst deine Dummheit mit dem Leben bezahlen."
"Waldläufer! Dreckiges Baumpack!", schimpfte der dunkelelfische Reiter, als er Taava wieder an Mallahall heran lenkte und auf sie herab schaute. Die Keule hatte sie vollkommen außer Gefecht gesetzt. "Was machen wir jetzt mit ihnen?"
"Gefangen nehmen oder töten, wie immer."
"Bei den letzten haben wir beides kombiniert. Der Irre hockt immer noch in unseren Zellen, haha!"


Einer der Orks war des lerium'schen Plauderns wohl müde und zückte eine Streitaxt von Asmodis Größe. "Ich dich spalten mitten durch!", brüllte er dem Dämon entgegen, grinste dabei und entblößte zwei gewaltige Hauer von der Größe von Dolchen und sicherlich auch genauso scharf.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 19. Mai 2009, 11:50

"Ich sagte, ich überlege es mir. Allein lasse ich dich aber nicht in Burgstein handeln. Nicht, ohne dir vorher strikte Befehle gegeben zu haben." Der Dämon knurrte, ihm gefiel es nicht wie sie mit ihm umsprang, ein Grund mehr sie zu provozieren indem er sich gerade eben nicht an ihre Anweisungen hielt. Dafür musste Mallahall dann auch einige Sekunden später schwer bezahlen. Asmodi sah nur noch die Keule vorbeifliege und die Maga zu Boden reissen. In ihm lachte und winselte es gleichzeitig. Er musste seiner Herrin helfen. „RHRHRHRHRHAHRRHRHRH!“ Knurrte er bedrohlich und stellte sich seinen Angreiffern entgegen. Er kauerte sich zu Boden. Seine Augen flammten auf. Diese Kerle kamen ihm gerade recht. Er war ohnehin schon aggressiv genug um sich nun mit leidenschaft zu schlagen.

"Keinen Schritt weiter, dämliches Menschengezücht oder du wirst deine Dummheit mit dem Leben bezahlen." „MENSCHENGEZÜCHT?!“ Grollte der Dämon erbost auf und machte sich sprungbereit. Seine Hände begannen bläulich zu glimmen. Er verstand nicht was die Truppe zu besprechen hatte und es war ihm auch egal. "Dafür werdet ihr bluten Sterbliche!" Grollte der Dämon in der Sprache der Finsternis, dies besonders um den Angreifern klarzumachen dass es sich bei ihm ganz und gar nicht um ein „Menschengezücht“ handelte. Sein Blick fixierte kurz den Elfen mit der Armbrust, in jenem Moment als der Ork sich auf ihn zubewegte preschte Asmodi, einen kurzen Haken schlagend nach vorn und sprang schliesslich das grüne Monster an. Er biss ihm in den riesigen Oberarm und entfesselte gleichzeitig sein gleissend blaues Seelenfeuer welches er dem Ork direkt ins Gesicht jagte.

Die Schnelligkeit und Sprungkraft des Dämons war beachtenswert und wohl auch seine paradoxen Reaktionen die schwer zu berechnen waren, kein normaldenkender Mensch hätte sich wohl bewegt wenn er wusste dass eine Armbrust auf ihn gerichtet war. Doch Asmodi liess sich durch solche Dinge nicht beeindrucken. Wütend biss sich das Viech in der Grünen Haut des Dämons fest und liess immer wieder sein Seelenquälendes Feuer über seinen Körper jagen.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Freitag 22. Mai 2009, 04:49

Asmodi war nun so gar nicht die klassische Sorte Mensch, die die Gruppe bestehend aus Dunkelelfen und Orks üblicherweise gewohnt war. Ja, so manche Tölpel entschieden sich, gegen sie vorgehen und siegen zu wollen - jene bezahlten es dann mit ihrem Leben -, aber dazu rissen sie meist ihre Waffen gen Himmel, schrien irgendeine sinnlose Parole an Lysanthor oder andere nicht-faldorische Götter und stürmten los. Oder es handelte sich um die etwas klügeren, aber in der Statistik dadurch nicht sonderlich länger lebenden Menschen, die umdrehten und rannten. Sie kamen selten weit, denn wer konnte einen Sprint gegen einen Ork gewinnen?
Doch Asmodi konnte man in keine der beiden Kategorien stopfen. Er fiel aus dem Muster wie Mallahall ins Moos und noch dazu wagte er es, großmäulig zu sein. Die Dunkelelfen starrten ihn an, als er so vor ihnen allen in sich zusammengekauert da hockte. Als wäre er zum Sprung bereit, dachten die meisten, aber vor allem fielen ihnen die beiden glühenden Augen auf. Todesschwärze, aus der es bedrohlich blau schimmerte. Dämonenblau ...

"MENSCHENGEZÜCHT?!" Die Armbrust wurde sofort auf diese schrecklichen Augen ausgerichtet. Bis auf den einen Dunkelelfen, der sich um Mallahall kümmerte und sie bereits schulterte, wandten alle Übrigen ihre Aufmerksamkeit Asmodi zu. Das waren jetzt immerhin noch jeweils zwei Orks und Dunkelelfen. Einer der Grünlinge besaß keine Waffe mehr, er hatte seine Keule geworfen. Das hieß aber nicht, dass er wirklich waffenlos in einen Kampf gehen würde. Die Nägel seiner prankenartigen Hände waren angespitzt und von einem Viech mit solchen Hauern wollte definitiv niemand jemals gebissen werden. Er grunzte Asmodi tiergleich entgegen.
Einer der beiden Elfen war mit einer Armbrust bewaffnet. Vielleicht erinnerte das den Dämon an Jamilla aus der Dämonenjägergruppe. Ihre Bolzen hatten ihn beinahe lahmgelegt und stark verletzen können. Aber bei einem Dunkelelfen war kaum anzunehmen, dass seine Armbrustbolzen in geweihtes Wasser des Gottes Lysanthor getaucht worden waren. Faldorgeweiht möglicherweise. Welche Eigenschaften besaß jener Gott und kannte Asmodi ihn überhaupt?

Der übrig gebliebene Ork besaß eine gewaltige Streitaxt sowie ein scharfes Wurfbeil an seinem Gürtel, auf das er sich im Augenblick jedoch nicht stützte. Sein dunkelelfischer Kumpane trug ein schwarzes Schwert. Die Klinge schien Licht verschlucken zu können, so finster war sie. Beinahe gleichwertig mit Asmodis Laune.
"Dafür werdet ihr bluten Sterbliche!" Nur der Armbrustschütze runzelte die Stirn, als Asmodi die Gruppe in seiner Muttersprache anfauchte. Er konnte die Worte zwar nicht übersetzen - niemand hier war dazu in der Lage - aber er erkannte die Sprache wieder. In Kosral liefen einige Magier ihres Volkes herum, die in fremden Zungen Rituale sprachen und sich so auf die kommenden Schlachten vorbereiteten. Der Schütze war sich sicher, dass er diese Sprache schon einmal gehört und nun wiedererkannt hatte. Das wunderte ihn.
"Der Kerl könnte ein Magier sein!", warnte er so seine Gruppe, aber der Hinweis kam zu spät. Sie glaubten das nun alle oder doch nicht? Hielten sie Asmodi vielleicht sogar für mehr als einen Zauberkundigen? Er sprang den waffenlosen Ork an und verkrallte sich in ihm. Der war von der Attacke vollkommen überrumpelt und nicht gewöhnt, dass sich seine Mahlzeit ihm sprichwörtlich an den Hals schmiss. Asmodi aber hing nun an dem Grünling und biss ihm gar in den Oberarm. Gleichzeitig entbrannte blaues Feuer von ihm und züngelte über seine eigenen Arme, den Rücken und hoch lodernd von seinem blauen Haarkamm. Es verbrannte weder ihn noch den Ork - äußerlich nicht. Aber im Kopf der morgerianischen Bestie riss das Feuer tiefe Wunden.

Der Ork erstarrte mitten in seiner Verteidigungsbewegung. Alle anderen starrten ihn an. Alle, bis auf den Schützen, der seinen Bolzen bereits abgefeuert hatte. Zielsicher. Und wäre der Ork nicht gewesen, es hätte Asmodi das Geschoss zwischen die Augen gejagt. So aber hing der Bolzen nun im breiten Stiernacken des Orks. Der spürte davon kaum etwas. Es gab Schlimmeres als eine Fernkampfmunition im Körper. Viel Schlimmeres. Asmodis Seelenfeuer zeigte es ihm. Was im Kopf des Wesens vorging, war nicht zu erraten. Welche Ängste er erlebte, welche Zweifel und wie das Seelenfeuer ihn zerstörte, erkannte man nur anhand der Schrecken, die seine Augen glasig und blass werden ließen. Dann riss er gepeinigt sein Maul auf und schrie: "NEIN! ARGH! ICH WILL NICHT BADEN! LASST MICH IN FRIEDEN, IHR FRECHEN, DRECKIGEN KLEINEN FEEN! NEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIINNN!!!"

Der andere Orks schluckte und festigte den Griff um den Stiel seiner Waffe. Die Dunkelelfen tauschten Blicke aus, während der Schütze sicherheitshalber nachlud. Nur jener mit Mallahall auf dem Rücken, der nun näher kam, wagte es, Asmodi zuzurufen: "Du bist kein Mensch, oder? Kein richtiger jedenfalls! Vielleicht verschonen wir deine Freundin hier, wenn du uns sagst, wer oder was du bist."
"Feuermagier!", grunzte der Ork mit der Axt und er klang sogar ein wenig furchtsam. "Mächtiger Magier mit blauem Angstfeuer." Die Illusion, Feen wollten seinen Kumpanen baden, hatte Eindruck hinterlassen.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Freitag 22. Mai 2009, 11:25

Asmodi stiess sich von dem Ork ab und spuckte einen Fetzen grünes Fleisches aus welches er dem Ungetüm entrissen hatte. „Wräääkrkgh“ knurrte er und kauerte sich wieder so hin wie es seiner üblichen lauernden Position entsprach. Sein Knurren wandelte sich zu einem bedrohlichen Grollen. Er legte seinen Kopf schief und behielt den angegriffenen Ork im Visier. Er grinste hämisch, blutige Zähne blitzten kurz auf als er sich genüsslich darüber leckte. Nein, das konnte kein Mensch sein.

Erst jetzt bemerkte der Dämon die Armbrust die noch immer auf ihn gerichtet war. Er fauchte und wich einen Schritt zurück. Der heilige Bolzen der seinen Wirtskörper einst z durchdrungen hatte war keine Angenehme Erinnerung und die Armbrust in den Händen des Feindes liess prinzipiell nichts Gutes verlauten. Asmodi fürchtete diese Waffe, auch wenn er wusste dass nicht jeder Bolzen geweiht war. „Senkt die Waffen oder euch wird es schlecht ergehen.“ Drohte er mit einer beängstigenden ruhe in seiner Stimme. Er legte seinen Kopf schief und drehte den Angreifer provokativ den Rücken zu als derjenige Dunkelelf ihn ansprach der Mall entführen wollte. „Lass sie los!“ Grollte er, seine Augen flammten auf. „Dafür wirst du sterben Hund!“ Fauchte er. Niemand fasste seine Herrin an! Und niemand ausser er hatte das recht ihr weh zu tun! Asmodi trippelte auf den Kerl zu und begann ihn langsam zu umkreisen. „RHRHrhrhrrhrhrhrh!“ Fletschte er mit den Zähnen. „EIN MAGIER?! NARR! SEHE ICH AUS WIE EIN LANGROBENTRÄGER MIT KNORRSTOCK UND SPITZHUT?! SEHE ICH AUS WIE EIN MANN ZYRANUS?! DAS IST BELEIDIGEND UND ANMASSEND FÜR EIN EN DÄMON DES HARAX ELF!!!“ Er verzichtete bewusst auf das „dunkel“.
„Und jetzt lass ab von meiner Sklavin oder ich schwöre dir ich reisse dir die Gedärme aus dem Magen und binde sie dir während deinen letzten Atemzüge um den Hals um dich daran aufzuhängen!“

Nein, sowas würde ein Magier definitiv nicht sagen. Asmodi hielt seinen Körper in Bewegung um es dem Kerl mit der Armbrust nicht all zu leicht zu machen, obwohl er sich sicher war dass er nicht ausweichen könnte. Diese Bolzendinger waren einfach viel zu schnell. Selbst für ihn.

"Mächtiger Magier mit blauem Angstfeuer." Asmodi lachte. „Richtig! Ich bin das Gezücht von Ashmodai Daeva, dem mächtigen Dämonenherr des Harax. Ich bin ein Seelenfresser, ein Seelenquälender Dämon DER SICH NICHT GERNE VON EINER TRUPPE HALBSTARKER AUFHALTEN LÄSST!“ Fauchte er immer selbstsicherer werdend. „Eure Mission verspricht Leid und Kummer für die Menschen. Das kann nur in meinem Sinne sein… geht dem weiter nach und stört meine Kreise nicht!“

Grollte er weiter. Dunkelelfen und Orks in diesen geweihten Wäldern, konnten nur schlachtenglück bedeuten. „Und jetzt… lass meine Sklavin los!“ Giftete er dem Dunkelelf entgegen und zog seinen Bewegungsradius enger um ihn. Seine Hände flackerten bereits. Doch Asmodi passte sich selbst in seinen Drohungen nicht in irgend ein Muster an. Statt zu warten ob der Kerl Mall freiwillig herausrückte griff das Viech bereits wieder an indem er einfach geduckt auf ihn zuraste und versuchte seine Schulter in dessen Magen zu rammen. Dabei flogen die Funken und die blauen Flammen stoben aus seinen Händen hervor. „RHARHRHRH!“
Asmodi hatte die Mordlust gepackt.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Sonntag 24. Mai 2009, 21:02

Der Ork keuchte und knurrte wütend, aber schmerzvoll auf, als Asmodi ihm einen Teil seines Fleisches einfach so aus dem Arm herausriss und wegspuckte. Der Verletzte legte sich die andere Pranke auf die Wunde und drückte dagegen, um den Blutfluss nicht zu groß werden zu lassen. Schwarz rann es zwischen seinen Fingern hindurch. Zu Hilfe kam dem Ork niemand. Sein Artgenosse und die dunkelelfischen Kumpane schauten ungerührt zu, wie der große, grüne Fleischberg sich vorsichtig vor Asmodi zurückzog. In seinen Augen stand Schrecken, denn er hatte all seine Ängste gesehen. Dieses Menschenviech, oder was immer es war, behagte ihm nicht.
Orks galten als sehr abergläubisch. Ihnen konnte man wirklich viel erzählen. Wenn sie nun aber in ihren eigenen Köpfen sahen, wovor sie sich insgeheim wirklich fürchteten, während blaues Feuer über ihren Körper züngelte ohne sie zu verbrennen, dann brauchte es nicht zu verwundern, dass selbst ein Ork Reißaus nahm. Nun, dieser hier rannte nicht sofort weg. Aber er wandte sich um und stapfte mit einem flüchtigen Blick nach hinten über die Schulter zurück zum eigentlichen Lager der Gruppe. Dort gab es Verbandszeug, um seine Wunde zu versorgen. Der Ork wusste, dass ihm hierbei niemand zur Hand gehen würde. Dunkelelfen waren kein hilfsbereites Volk, wenn es ihnen keinen Vorteil verschaffte.

Asmodi hockte unterdessen noch immer von den übrigen Feinden umgeben da und entdeckte jetzt den Armbrustschützen, der auf ihn zielte. Fauchend wich er zurück. Nun bemerkte auch der letzte und dümmste unter ihnen - der verbliebene Ork - dass es sich nicht wirklich um einen Menschen handeln konnte. Dieser kauernde Kerl mit dem blauem Haarkamm sprach in fremden Zungen und jedes Wort, das er ihnen entgegen gespien hatte, war von Finsternis durchtränkt gewesen, dass es einem die Haare zu Berge stehen ließ.

"Senkt die Waffen oder euch wird es schlecht ergehen." Der Ork war der erste, welcher reagierte. Er warf seine Axt weit von sich und spaltete einen jungen Baum. Sofort erntete er einen tadelnden Blick von beiden Dunkelelfen. "Weichei!", knurrte der Armbrustschütze ihm zu, was den Ork wiederum betreten knurren ließ. Er wollte sein Leben nun einmal behalten und nicht das erleben, was sein Kamerad hatte durchmachen müssen. Baden. Und Feen zwangen ihn dazu! Nein, das wollte er wirklich nicht mitmachen müssen!

Asmodi wandte sich nun ab, auch wenn die beiden Dunkelelfen ihre Waffe noch nicht einmal gesenkt hatten. Er witterte den dritten der ihren, welcher Mallahall geschultert hatte. Sie war noch immer bewusstlos, hing schlaff über den Rücken des Dunkelelfen geworfen und rührte sich nicht. Eine dicke Beule leuchtete rot zwischen ihren goldenen Strähnen hindurch.
Dies genügte Asmodi als Grund, um sich endlich einmal wieder ausgiebig dämonisch geben zu dürfen. Mit einer Warnung auf der Zunge umkreiste er den Kerl und beschimpfte ihn, dass dieser ihn als Magier bezeichnet hatte. Dabei fanden nun alle heraus, wer oder besser gesagt was Asmodi wirklich war. Ein Dämon des Harax!

"Und jetzt lass ab von meiner Sklavin oder ich schwöre dir, ich reiße dir die Gedärme aus dem Magen und binde sie dir während deiner letzten Atemzüge um den Hals, um dich daran aufzuhängen!" Der Dunkelelf jedoch ließ sich nicht beeindrucken. Er behielt Mallahall weiterhin auf dem Rücken und nahm zur Kenntnis, dass es diesem Asmodi, Sohn des Ashmodai Daeva, wohl nicht gefiel, dass sie seine Sklavin nun als Geisel hielten.
Der Dämon grollte. "Eure Mission verspricht Leid und Kummer für die Menschen. Das kann nur in meinem Sinne sein ..." "Was weiß ein Haraxwesen schon von unserer Mission!", rief ihm der Träger Mallahalls spottend entgegen. Er fürchtete sich nicht vor Asmodi, denn das Feuer hatte den Orkkameraden nicht verletzt. Das waren die Zähne der Bestie in Menschengestalt. Er würde ihn kaum angreifen, solange er die Sklavin hielt und einfach töten konnte. Er glaubte nicht, dass sich Asmodi so unvernünftig verhielt und attackierte, wenn eine Armbrust auf ihn gerichtet war. Dies bewies, wie wenig der Dunkelelf von Dämonen verstand.

Seine Erkenntnis, dass er sich irrte, kam zu spät. Schon sprang Asmodi auf ihn los, das Seelenfeuer blau um seine Krallenhände lodernd. Der Dunkelelf hatte sich durch Mallahall zu viel Gewicht auf die Schultern geladen, um schnell und rechtzeitig ausweichen zu können. Er wurde von der Schulter des Dämons getroffen, prallte zurück und ließ Mallahall in hohem Bogen fallen. Unsanft landete die bewusstlose Lichtmagierin zwischen den Wurzeln eines Baumes.
Unter Asmodi rang der Dunkelelf mit jenem und versuchte, sich zu befreien. Dabei schrie er in plötzlichen und unregelmäßigen Abständen auf, riss seine Augen ungläubig auf und wand sich. Das Seelenfeuer fraß sich durch seine Erinnerungen und Gedanken, hinterließ nur Ängste.
Seine Kumpane griffen nicht ein. Sollte der Trottel sich doch selbst aus seiner misslichen Lage heraushelfen.

Doch dann senkte der Schütze seine Armbrust. Im Gegensatz zu seinem Kamerad hatte er schon vom Harax und seinen Bewohnern gehört. Er wusste von der Macht, die Dämonen besaßen. "Das genügt! Volltrottel, wie konntest du es wagen, dich gegen einen Dämon zu richten, sobald er sich als solcher offenbarte?!" Der Dunkelelf richtete das Wort nun direkt an den Dämon. "Asmodi!" Er legte seine Armbrust auf den Waldboden und sank auf ein Knie herab. "Wir werden Euch Eurer Wege ziehen lassen, aber vielleicht kann ich Euch überreden, mit unserer Gruppe nach Kosral zu kommen. Wenn unsere Mission in Eurem Sinne liegt, dann seid Ihr möglicherweise daran interessiert, mitzumischen ... und an Macht zu gewinnen." Lächelnd hob der Dunkelelf den Kopf und schaute zum Dämon herüber. Inzwischen hatten sich die verbliebenen dunklen Söldner ebenfalls auf ein Knie herab gelassen.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 26. Mai 2009, 11:57

Der Dämon maltretierte den Dunkelelfen nicht nur mit dessen Ängsten sondern brachte nun auch hemmungslos seine Zähne zum Einsatz und begann ihn zu beissen. Er knurrte und schnaubte wütend und war drauf und drann den Kerl zu zerfetzen wenn da nicht sein Kamerad gewesen wäre der seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Asmodi liess von seinem Opfer ab, trippelte ein paar schritte zurück zu seiner Herrin. Er musterte sie, legte den Kopf schief. Beugte sich über sie und schleckte ihr kurz, ähnlich einem Tier, übers Gesicht. Seine flammenden Augen musterten die bewusstlose Maga. Lag da etwa Sorge in seinem Blick? Wieder schleckte er ihr Gesicht ab, winselte leise. Er wusste das sie noch lebte, sonst wäre es ihm selbst sehr schlecht ergangen.

Doch die Tatsache dass sie sich noch immer nicht rührte erzürnte den Dämon, knurrend wandte er sich der Truppe um welche sich soeben niedergekniet hatte. "Wir werden Euch Eurer Wege ziehen lassen, aber vielleicht kann ich Euch überreden, mit unserer Gruppe nach Kosral zu kommen. Wenn unsere Mission in Eurem Sinne liegt, dann seid Ihr möglicherweise daran interessiert, mitzumischen ... und an Macht zu gewinnen. Asmodi legte seinen Kopf schief. Man sah dass es in seinem Kopf arbeitete. Tust nicht Amodi, denk an Zanraia! Mahnte ihn der Medicus. RHARH das weiss ich selbst du verdammter Schwächling! War die prompte Antwort. Er knurrte. Macht…. Danach dürstete sein Wesen, sein Geist, seine Existenz. Es war wie eine verlockende Droge die ihm da geboten wurde. Sie wirkte berauschend auf ihn und sorgte dafür dass er immer mehr davon wollte.

„Wie soll ich denn in einer Ruine wie Korsal an macht gelangen du elendiger Stümper?! Mich interessieren eure lächerlichen Missionen nicht vorallem dann nicht wenn sie keine ernsthaften Ziele verfolgen. Nein… Ich habe ein grösseres Ziel.“ Er legte eine künstliche Pause ein. „Pelgar. Ich werde die Festung der Verrückten zur Festung der Dunkelheit wandeln. Stellt euch das vor ein beinahe unbezwingbarer Hort der Vernichtung mitten in der Stadt des Lichts.“ Ja. Dämonen dachten bei ihren Schlachtpläne teilweise auch sehr dramaturgisch. Sie liebten es ihre Taten frivol zu inszenieren. So auch Asmodi welche der Welt des Lichtgottes spotten wollte indem er mitten in das Herz seiner treusten Stadt stach. Der Dämon grinste. Er malte sich schon aus wie es sein würde, er als Herr über Burgstein der ein Heer aus Dunkelelfen und Orks um sich scharte. Er könnte seine Armee losschicken um Zanriaa suchen zu lassen und eine Schneise des Verderbens über das Land fegen lassen. Diese Vorstellungen waren Zucker für seinen Geist.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Die dunkle Seite » Dienstag 26. Mai 2009, 20:45

Der Dunkelelf, welcher sich in Asmodis Fängen befand, wand sich und zappelte. Irgendetwas in seinen Augen zeugte davon, dass er sich zu Tode fürchtete. Das blaue Seelenfeuer reflektierte auf dem leeren und zugleich gehetzten Blick, der auf keinen speziellen Punkt gerichtet war. Die Schmerzen, welche der Dämon dem Elfen zusätzlich durch Bisse verpasste, merkte dieser gar nicht. Er war vollkommen in seiner Angst gefangen.
Ungerührt schauten die übrigen der dunklen Truppe zu - bis einer von ihnen Asmodi direkt ansprach und von Macht berichtete, die das Haraxviech erlangen könnte. Asmodi aber hatte sich ihnen allen abgewandt und hockte nun bei seiner Herrin. Mallahall war noch immer nicht bei Bewusstsein. Die Beule strahlte Asmodi rot glühend entgegen. Sie sah beinahe wie ein Horn aus, ein kleines Menschenhorn. Sie machte Mallahall nicht hübscher, eher im Gegenteil, aber das interessierte den Dämon wohl herzlich wenig. Trotzdem legte er ein Verhalten an den Tag, das dem eines Besorgten mehr als nahe kam. Mehrmals schleckte er der Lichtmagierin über das Gesicht. Einmal kräuselten sich kleine Runzel um ihre Nasenspitze und sie schnaufte, aber die Augen öffnete sie nicht. Wenigstens war sie nicht durch den Schlag gestorben, aber das hätte Asmodi sofort registriert. Mallahall würde schon wieder auf die Beine kommen, vielleicht eine Gehirnerschütterung haben, aber Menschen erholten sich meist ganz gut davon, wenn sie genug Ruhe hatten.

Jemand, der den Dämon nicht in Ruhe ließ, war der Sprecher der Dunkelelfen. Sein Name lautete Shargul Noném und er war einer der oberen Befehlshaber jener in Kosral stationierten Dunkelelfen. Eigentlich befanden er und seine Gefährten sich auf einem Spährundgang. In letzter Zeit waren ziemlich viele Gestalten im Neldoreth unterwegs und noch sollte der geheime Stützpunkt gewahrt werden. Alle unerwünschten Besucher wurden entweder gefangen genommen oder an Ort und Stelle getötet. Dunkelelfen und Orks vertrieben ihre Feinde nicht.
Doch bei Asmodi war dies nun etwas Anderes. Shargul war kein Haraxkenner, er praktizierte keine Ritualmagie oder las Bücher über die Dämonenwelt. Aber er kannte Geschichten von mächtigen Dämonenartigen, deren Dienste so mancher finstere Elf schon in Anspruch genommen hatte. Im Gegenzug verlangten sie immer Macht. Das war das Lockmittel. Ich ziehe los, um die Gegen zu erkunden und kehre möglicherweise mit einem Dämon zurück. Wenn das nicht nach einer Beförderung schreit ...
Jetzt musste er nur noch Asmodi überreden. Der Dämon wirkte allerdings sehr nachdenklich. Er ließ sich das Angebot durch den Kopf gehen. Man sah es ihm an.

"Wie soll ich denn in einer Ruine wie Kosral an Macht gelangen, du elendiger Stümper?!" Shargul senkte ehrfürchtig sein Haupt. Er durfte den Dämon nicht erzürnen, wenn er ihn für das dunkle Volk gewinnen wollte. "Kosral ist nicht länger eine tote Stadt aus Trümmern. Sie erstrahlt in altem Glanze, doch beherrscht wird sie von uns Dunkelelfen. Um Weiteres zu besprechen - auch wie Ihr an Macht gelangen könntet -, lade ich Euch in unsere neue Stadt ein. Dann kann die Mission besprochen wer..." "Mich interessieren eure lächerlichen Missionen nicht, vor allem dan nicht, wenn sie keine ernsthaften Ziele verfolgen. Nein ... ich habe ein größeres Ziel. Pelgar."
Shargul Noném fiel dem Dämon nicht ins Wort. Er lauschte seinen größenwahnsinnigen Worten, die den Träumen und Visionen des dunklen Herrschers so nahe kamen. Die Ziele waren gleich, die Herrscherpositionen anders. Aber vielleicht würde ihr allmächtiger Anführer die bald von Dunkelelfen eingenommene Hauptstadt Celcias an Asmodi abdrücken, wenn dieser im Gegenzug für die dunklen Armeen stritt. Shargul durfte dem Dämon dieses Angebot nicht unterbreiten, das konnten nur seine Vorgesetzten. Aber er konnte es ihm als mögliche Belohnung für seine Loyalität schmackhaft machen.

"Ihr solltet mit uns nach Kosral kommen und mit Kommandant Véllin und unserer Hohepriesterin Iridia Xant sprechen. Euer Ziel ist das unsere. Kosrals Dunkelelfen bereiten sich auf einen Feldzug gegen Pelgar vor. Und wenn Ihr Eure Wortgewandtheit bei meinem Kommandanten im gleichen Maße wie bei uns nutzt, könnten sich Eure Wünsche möglicherwiese erfüllen. Vielleicht sogar noch mehr?"
Die Situation war mehr als gefährlich. Asmodi wurde mit Machtversprechungen und der Erfüllung seines Plan, Pelgar unter seine Knute zu zwingen, gelockt. Das Problem hierbei war, dass er nicht auf seine Vernunft in Form von Aurelius hörte und die über ihn herrschende Befehlsgewalt Mallahall noch immer unfähig jeglicher Einschreitungen war. Und es fehlte der Stab Etelins. Ein kräftiger Schlag hätte Asmodi vielleicht wieder zur Besinnung gebracht. Aber der zu klein geratene Nekromant war nicht hier ... Diese Entscheidung traf der Dämon allein.
Neben ihm zuckte der Körper des Dunkelelfen, der sich nicht mehr von seinen Angstträumen befreien konnte und zudem langam ausblutete.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Freitag 29. Mai 2009, 14:27

Der Dämon kratzte sich am Hinterkopf. Ein Zeichen dafür dass er die Belangen des Dunkelelfen nicht sehr viel Wertschätzung gegenüberbrachte. Er schnaubte und legte seinen Kopf schief. "Ihr solltet mit uns nach Kosral kommen und mit Kommandant Véllin und unserer Hohepriesterin Iridia Xant sprechen.“ Asmodi schnaubte. „ICH MUSS UND SOLL ÜBERHAUPT NICHTS!“ Fauchte er. Er genoss es dass man ihm so viel Respekt entgegenbrachte und nutzte diesen Umstand aus. Er kauerte sich wieder auf, in seine Übliche Position. “Euer Ziel ist das unsere. Kosrals Dunkelelfen bereiten sich auf einen Feldzug gegen Pelgar vor. Und wenn Ihr Eure Wortgewandtheit bei meinem Kommandanten im gleichen Maße wie bei uns nutzt, könnten sich Eure Wünsche möglicherwiese erfüllen. Vielleicht sogar noch mehr?"
Asmodi schwieg einen Moment. In seinem Hirn arbeitete es. Nein er konnte nicht nach Korsal. Aber die Macht die sie ihm versprachen war sooo verlockend. Nein... es gab ein nicht zu berechnendes Risiko bei der Sache.

Erstens wollte er sich nicht dem Befehl der Dunkelelfen beugen – dass würde auch sein Offizieller Grund sein aber da war auch noch was anderes. Seine Herrin würde in wenigen Stunden, wenn nicht auch Minuten aufwachen. Wie würde er denn bitte als mächtiger Dämon dastehen wenn seine Herrin ihm dann plötzlich Befehle erteilte! Undenkbar, dass würde nicht nur sie selbst sondern auch ihn in eine nicht kalkulierbare Gefahr bringen. Asmodi war vielleicht Machtbesessen und Leichtsinnig aber strategisch doch auch ein gewitztes Viech. Niemand durfte erfahren welche Macht Mallahall auf ihn hatte, dies musste er ihr auch noch eintrichtern.

„Neiiinnn ich brauche mit keinem Kommandanten und elendigen Priestern zu sprechen! Hah! Menschen die lieber den Göttern vertrauen als ihrer eigenen Boshaftigkeit sind doch ohnehin lachhafte Wesen! Eure ganze Dunkle Armee ist doch Faldor geweiht nicht war? Was ist denn das für ein kleiner Versager wenn er als GOTT ein ganzes Heer um sich scharen muss nur um eine popelige Stadt wie Pelgar zu unterjochen häh?! Merkt ihr nicht wie SCHWACH derjenige ist an den ihr glaubt.“ Asmodi hatte keinen respekt vor den Göttern, selbst vor Faldor nicht. Sie waren ihm egal. Er glautbe nicht an ihre Macht und so verspottete er gerne jeder der daran glaubte auch wenn er sich damit nicht unbedingt Freunde schaffte.

Er trippelte zu seiner Herrin hin und schulterte sie. „Ich ziehe nach Pelgar, mir dürstet es jetzt nach Blut und nicht erst in Monaten! Aber vielleicht… mrhrm… öffne ich euch die Tore heheeheh.“ Es würde ihm nur zugute kommen wenn in Pelgar die Hölle losbrach, schliesslich wäre es so einfacher sich mit Etelin aus dem Staub zu machen – oder gar die Herrschaft an sich zu reissen. Er stand auf seine zwei Beine und hielt Mall fest im Griff. „Nun tretet zur Seite.“ Knurrte er. „Wenn ihr für mich arbeiten wollt dann folgt mir jetzt nach Pelgar. Folt mir... und nicht den leeren Versprechungen irgendwelcher Götter. Meine Macht ist wahrhaftig da und ich habe sie euch bewiesen!"

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Die dunkle Seite » Sonntag 31. Mai 2009, 23:31

Es war schwierig mit einem Dämon zu reden und ihn bei Laune zu halten. Vermutlich hörte man deshalb immer wieder Gerüchte von Ritualmagiern, die während ihrer perfiden Herbeirufungsrituale das Leben ließen oder von heimtückischen Wesenheiten, die in irgendwelchen unterirdischen Kammern gefangen waren. Sicherlich handelte es sich hierbei um herbei gerufene Haraxbestien, die ihren Beschwörer getötet hatten und nun in Celcia festsaßen. Asmodi machte auf jeden Fall den Eindruck, dass er zu einer solchen Monstrosität gehören konnte.

Erst als Shargul Noném das kleine Wörtchen Macht verwendete, änderte sich die ganze Situation. Asmodi wirkte ruhiger, nachdenklicher. Man konnte förmlich die Zahnräder hinter seiner Stirn arbeiten sehen. Der andere Dunkelelf und der Ork sammelten sich links und rechts ihres Sprechers. Jener, welcher von Asmodi angegriffen worden war, lag weiterhin reglos am Boden. Im Gegensatz zu Mallahall würde er aber nicht mehr aufstehen.
Asmodi war allerdings besorgt um seine Herrin. Sie würde sicherlich bald die Augen aufschlagen und wie reagierte sie dann bloß, wenn sie erfuhr, dass er ein solches Angebot angenommen hatte? Der Dämon kannte die Lichtmagierin ebenso gut wie sie ihn und so wusste er, dass es Mallahall bestimmt nicht erfreuen würde. Die Frage war nun, wann sie genau wieder bei Bewusstsein sein würde.

Asmodi lehnte das Angebot ab, spottete noch auf die Götter und das dunkle Volk, welches doch so dumm war, einer höheren Wesenheit zu huldigen, die nicht einmal im Alleinzug die Welt erobern konnte. Ganz anders als er natürlich! Asmodi würde Pelgar einnehmen und von dort aus den Rest Celcias! Sein Größenwahn wuchs ins Unermessliche.
Der andere Dunkelelf - sein name war übrigens Krael - zog zornig sein Schwert. Die Klinge blitzte nicht im matten Morgenlicht, denn sie war mindestens so schwarz wie die Rüstung des Elfen. Er stierte Asmodi bösartig und voller Hass entgegen. Wie konnte dieser es wagen, den mächtigen Gott Faldor zu verspotten und seinen göttlichen Namen in den Schmutz zu ziehen?! Krael gehörte einer sehr gläubigen Familie der Dunkelelfen an, ganz im Gegensatz zu Shargul. Er glaubte zwar auch an Faldor, unterließ es aber, seinen Glauben in Fanatismus übergehen zu lassen. So fauchte er katzengleich, als sein Kumpane die Klinge blank zog. "Hör auf damit!"
"Ich denke nicht dran! Dieser Dämon macht nur Ärger. Lästiges Pack!" Er traute sich wohl offensichtlich nicht, sein Gefluche auf celcianisch kundzutun.

Unterdessen hatte Asmodi Mallahall geschultert. Er hatte genug von der Gruppe. Er wollte weiter und nach Pelgar. Was interessierten ihn schon diese lächerlichen kleinen Elfenbiester und der große, tumbe Ork? "Folgt mir ... und nicht den leeren Versprechungen irgendwelcher Götter. Meine Macht ist wahrhaftig da und ich habe es euch bewiesen!"
"Verdammtes Drecksviech! Scher dich doch fort, wenn du zu feige bist!!!"
"Ruhig, Krael, vielleicht kann er Lerium sprechen."
"Na und?"
, ereiferte sich Krael. Sein Blut kochte und pulsierte in den schwarzen Adern. Feuer stob aus seinem Blick und hätte er damit Töten können, wäre Asmodi jetzt gefallen. So aber frehte er nur immer wieder die Klinge in Händen und nahm eine verteidigende Pose ein. Seinen Kameraden Shargul schnauzte er vorwurfsvoll an: "Du lässt ihn ziehen?! Wir sollten ihn töten, wie wir es mit den Beschützern dieses Hohlkopfes getan haben! Wie hieß der noch? Etelin?!"

"Etelin ...?", murmelte es fragend an Asmodis Schulter. Mallahall rührte sich zaghaft, blinzelte. Sie wusste nicht, wo sie war und wer sie da durch die Gegend trug. Sie wusste nur, dass ihr Kopf ziemlich dröhnte, aber trotzdem hatte sie eben den Namen ihres kleinen Freundes vernommen. Selbst in einer anderen Sprache klang Etelin immer noch nach Etelin.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Asmodeus » Samstag 6. Juni 2009, 11:31

Asmodi schien von Angebot nicht überzeugt zu sein, vielleicht wäre er es gewesen – unter anderen Umständen. Der Dämon knurrte leicht ab der Tatsache dass sein Leben sich seit er unter Menschen war wahnsinnig verkompliziert hatte. Asmodis Augen flammten auf als der eine der Dunkelelfen es wagte sein Schwert zu ziehen, sofort duckte sich das Viech und kauerte sich in seine sprungbereite Position wo es grollte dass es einem schaudern konnte. Dabei legte er Mall etwas unsanft neben sich ab.

„RAHRHRH! Du hast ja nicht mal deine eigene Männer unter Kontrolle und IHR wollt Pelgar erobern? CHAHCHAHHCAHAHAH.“ Das erste mal seit langem hörte man Asmodi wiedermal so richtig dämonisch Lachen. Keine Freude sondern pure spottende Bosheit war daraus herauszuhören.
Asmodi hatte genug, packte seine Herrin wieder und wandte sich bereits um. Er merkte dass der eine der Dunkelelfen mehr als ungehalten war, dies war verständlich auch ohne seine Sprache zu verstehen.

"Etelin ...?" Er hörte die matte Stimme auf seiner Schulter sprechen und hielt inne. Er wandte sich um und blickte die Dunkelelfen schief an. „Etelin… ihr habt einen sabbernden, hässlichen, kleinen Lich in eurem Gewahrsam?“ Raunte er bedrohlich und kam wieder etwas näher. „Hehehehe… sehr guut. Ich komme mit euch. Unter `drei Bedingungen. Erstens… dieser Dunkelelf da.“ Er zeigte auf den nervösen faldorfürchtigen Kerl mit gezogener Klinge. „Soll hier und jetzt für seine Ungeduld und Überheblichkeit verrecken… und zweitens… will ich den Lich!“

Im Grunde ziemlich bescheidene Forderungen die der Dämon da stellte. Was für einen Wert hatte schon ein dunkelelfisches Leben und eine verdummte, menschenleere Hülle? Dann kam noch die dritte Forderung, die wichtigste überhaupt. „und schliesslich… mit meiner persönlichen Sklavin wird weder geredet, noch sie angesehen, noch sie angefasst und sie wird ganz und gar nicht euren lächerlichen fleischlichen Gelüsten zur Verfügung stehen… sie gehört MIR ALLEIN verstanden?!“ Knurrte er.

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Die dunkle Seite » Dienstag 9. Juni 2009, 11:04

Vermutlich wäre es zu einem Kampf gekommen. Die Klinge des Dunkelelfen blitzte nicht in der Sonne, denn sie war schwarz wie die Nacht. Aber man konnte seine Augen düster funkeln sehen. Er war bereit, Asmodi hier und jetzt aufzuspießen und sollte er dabei sein eigenes Leben lassen!
Der Dämon provozierte es nur noch mehr heraus und verspottete den Anführer, aber dies zeigte überraschende Wirkung bei dem Untergestellten Krael. Er schien sich ob der Spötteleien bewusst zu werden, wie anmaßend er sich verhielt und steckte die Waffe mit gesenktem Blick zurück in die Scheide. Dann trat er fast schon demütig zurück, bis er ein Stück weit hinter Shargul stand. Dieser musterte Asmodi. Zu dumm, dass er nicht mit nach Kosral kommen und sich der dunklen Armee anschließen wollte. Ein Dämon in den eigenen Reihen ... welch Bonus es für das wahre Volk Celcias bedeutet hätte!

Sie wollten sich schon trennen. Die Dunkelelfen und Orks wollten ihrer Wege ziehen, ebenso wie Asmodi, Mallahall geschultert. Aber dann ließ ein Wort, ein einziger Name, alles anders werden.
"Etelin ... ihr habt einen sabbernden, hässlichen, kleinen Lich in eurem Gewahrsam?" "Asmodi ... was ... wo ist Etelin?" Mallahall war noch leicht benommen von dem Keulenschlag. Sie blinzelte und musste sich erst orientieren. Was war nur los? Warum stand sie nicht auf eigenen Beinen? Sie lag ja nicht einmal. Ihr Freund, der Dämon, trug sie. Mallahall brauchte einen Moment, um sich zu besinnen. Diesen nutzte Asmodi, um Forderungen zu stellen.

Die erste Bedingung war wohl jene mit der höchsten Dreistigkeit. Shargul blickte Asmodi direkt in die Augenhöhlen, aus denen blaue Sterne funkelten und die dämonisch bedrohlich rauchten. Und noch ehe der Dämon seine weiteren Bedingungen nennen konnte, teilte ein sirrendes Geräusch von gezogenem Metall durch den Wald. Anschließend rollte ein dunkelelfischer Kopf, die Augen weit aufgerissen vor Überraschung, aber bereits starr und leer. Das Leben war aus Krael gewichen, wie das Blut, was nun in Strömen aus der Halswunde floss und den Waldboden tränkte. Blätter wie Moos gleichermaßen färbten sich dunkel.
Niemand der dunklen Gruppe zuckte auch nur mit der Wimper. Morgeria war ein brutales und eiskaltes Pflaster - und dieses breitete sich auf das übrige Celcia aus.

"... und zweitens ... will ich den Lich!" "Das kann ich Euch nicht verprechen. Redet mit meinem Kommandanten", gab Shargul zurück. Er stand in der militärischen Rangliste nicht hoch genug und wusste, dass es ihn genauso schnell den Kopf kosten konnte, nun falsche Versprechen abzugeben. Entweder würde er bei seinesgleichen in Missgunst fallen oder dieser Dämon hier riss ihn auseinander. Diesbezüglich zeigte sich Shargul lieber ehrlich. "Aber vermutlich werdet Ihr ihn erhalten, Dämon. Was will Morgeria schon mit einem Lich, der seinen Verstand verloren hat und selbst zu dumm zum sabbern geworden ist."
Asmodi erhaschte ein entsetztes Keuchen. Mallahall hörte jedes Wort mit. Sie klammerte sich an Asmodi und zitterte. Etelin konnte nicht zu einem Wahnsinnigen geworden sein! Das durfte einfach nicht passiert sein! "Wir müssen zu ihm", wisperte sie dem Dämon zu und versank dann in verzweifeltes Schweigen. So lauschte sie nur Asmodis Worten, der verlangte, dass niemand mit ihr sprechen sollte - mit Mallahall, der Menschensklavin eines Dämons.

"Sie gehört MIR ALLEIN, verstanden?!" Die Lichtmaga wusste nicht, ob es ein Trick war oder ob Asmodi hier nicht die Wahrheit sprach. Wollte er sich über sie erheben und sah er sie als immerwährende Sklavin, die an ihn gebunden war, weil er sie zu seiner Herrin auserkoren hatte? Aber sie besaß doch Befehlsgewalt über ihn. Mallahall schwieg, sie wartete ab. Sie würde das mit Asmodi besprechen, sobald sie allein waren. Im Moment fürchtete sie die dunklen Söldner.
Shargul nickte. "Einverstanden. Dann folgt uns, es ist nicht weit." Und er machte sich auf den Weg Richtung Kosral.

weiter in Kosral, wiedergeborene Stadt (Topic darfst du eröffnen)

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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Freitag 17. September 2010, 17:10

Janay kommt von Ein seltsames Volk (Seite 2)

Es wurde kein Testament aufgesetzt. Pelkin hielt zwar Pergament und Feder gezückt, doch nach Janays überraschend ruppigem Kommentar hatte der Baron sie nur angesehen und den Diener dann gebeten, die Sachen wieder fort zu packen. Anschließend war geschwiegen worden.
Die Namudus stakten das Floß derweil weiter durch ihr überschwemmtes Gebiet. Die Pferde verhielten sich ruhig und es wurde nur einmal gerastet, um etwas zu essen. Man kam gut voran, wenngleich das Wetter Baron Oribas ordentlich beanspruchte. Er schwitzte wie ein Schwein, gab keuchende Geräusche von sich und seine Ausdünstungen ließen inzwischen selbst die Einheimischen die Nasen hinter ihren Masken rümpfen. Trotzdem führten sie ihren Auftrag aus, fuhren weiter.
"Mein Herr, Ihr solltet Euch schlafen legen", schlug Pelkin nach einigen Stunden vor. Der Baron war etwas blässlich um die Nase herum, dafür glühten Stirn und Wangen rot wie Feuer. Sie hätten die Kutsche nicht zerhacken sollen. Er nickte nur und schon begann der Diener aus den Decken eine Schlafstatt herzurichten. Renoka kam auf ihn zu und schüttelte den Kopf. "Wir müssen das Floß gleich ein Stück weit tragen. Nicht Schlafen legen." Ein paar Satzfetzen hatte Janay schnell verstanden. Wenn man den Namudus lang genug zuhörte, bemerkte man, dass sich manche Laute wiederholten und auch einen Zusammenhang ergaben.
Pelkin und vor allem Baron von Sonnenbergen musste die Bedeutung jedoch mit Gesten beigebracht werden. Renoka hatte einiges an Arbeit, bis der dicke Adelige verstand, dass er sich jetzt nicht hinlegen sollte. Schließlich aber gab er sich geschlagen. "Sie werden mir kaum den Grund erklären können", gab er dennoch ein wenig schlecht gelaunt von sich.
Kurze Zeit später nahm der Wasserspiegel ab, es wuchs weniger sumpfiges Schilf und auch der Bestand an Mücken und anderen Insekten ließ nach. Schließlich trieb das Floß ruckartig auf eine Sandbank auf. Die Pferde scheuten, tänzelten auf der Stelle. Der Baron lag mit dem Gesicht nach unten auf einem der Stämme. Es hatte ihn glatt umgehauen. Pelkin half ihm auf, was ihn vermutlich sämtliche Kraftreserven kostete. Die Namudus verließen das Floß und Renoka winkte, dass ihre Mitreisenden folgen mochten.

Sobald das Gefährt unbesetzt war, hoben es die Einheimischen an und trugen es ein Stück weit durch den Sarius. Der Wald war hier nun trocken. Der Boden bestand aus fester Erde und die Vegetation erinnerte nicht länger an ein sumpfiges Gebiet. Trotzdem schien die Reise noch nicht vorüber, obgleich man Janay, Pelkin und Baron Oribas hier auch hätte ihrer eigenen Wege ziehen lassen können.
Etwa eine Stunde marschierte die Gruppe durch den Wald, die Namudus trugen das schwere Floß. Dann hörte man plötzlich wieder Wasserrauschen?
"Ohje", schnaufte der Baron. Die Wanderung bekam ihm mehr als schlecht. Seine Knochen konnten all das Gewicht kaum tragen. Er ging immer hinten, gestützt auf Pelkin und schnaubend wie ein altersschwaches Schwein. Einmal hatte er versucht, auf einem Pferd aufzusitzen, doch er packte es nicht auf dessen Rücken. Das Tier brauchte den schweren Baron nur zu sehen und weigerte sich schon. So musste er laufen.
Seine noblen Schuhe waren bereits abgewetzt, der Gehstock besaß Schrammen und seiner Kleidung haftete nicht nur Schweißgeruch, sondern auch Schmutz in rauen Mengen an. "Nochmal eine Fahrt mit dem Floß ..." Die Vorstellung gefiel ihm nicht. Der Diener versuchte, ihn zu beruhigen. "Herr, dann könnt Ihr Euch ausruhen. Es wird Euren müden Beinen gut tun."
"Janay tut mir gut." Oribas rang sich ein mattes Lächeln ab. Vermutlich trieb allein der Gedanke, es sich mit ihr in seinem Bett in Pelgar bequem zu machen, ihn an.

Sie erreichten nicht erneut einen überfluteten Teil des Waldes. Es handelte sich nur um einen Fluss, dessen Strömung ihn zum Rauschen brachte. Die Namudus ließen das Floß zu Wasser. Der Strom führte entgegen gesetzt, aber sie klemmten ihre Ruderstangen tief in den Schlamm und hielten so den Kurs.
Wiederholt musste Pelkin die Pferde auf das Floß bringen und dem Baron helfen. Anschließend ging die Fahrt weiter, jedoch jedoch flussaufwärts. Renoka kam zu Janay. Er sagte etwas. Viel verstand sie nicht, doch die Worte "Waldrand" und "Abschied" kamen ihr vertraut vor. Man würde sie also noch bis zum Rand des Sarius bringen und sich dann erst von ihnen trennen.
Baron von Sonnenbergen zog seine Schuhe aus, lehnte sich dann zurück. Ihm schmerzten sämtliche Knochen. "Ich werde versuchen, zu schlafen. Pelkin, achte auf meine Liebe."
"Natürlich, Herr." Der Diener ließ sich nun ebenfalls bei Janay nieder. Jetzt bekam er endlich die Gelegenheit, ein wenig auszuruhen. "Ihr sagtet, Ihr könntet meine Blessuren behandeln, Herrin?" Fragend schaute er sie an.


Janay beherrscht ab sofort die Sprache der Namudus, Nimuk, mit der Stufe "rudimentär"
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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Janay » Freitag 17. September 2010, 22:53

Janay konnte zufrieden sein, denn sie setzte ihren Willen durch. Zwar war es ruppiger gewesen, als sie es eigentlich beabsichtigt hatte, aber sie hatte ihn davon abgebracht. Was ihr zeigte, dass sie ihn beeinflussen konnte und dieses Wissen wollte und würde sie nutzen zu ihrem Vorteil. Auch wenn sie dadurch nun mit Schweigen bedacht wurde, jedoch war ihr das ganz recht, da sie auf diese Art weiterhin ihren Gedanken nachhängen konnte.
Als es eine Rast zum Essen gab, knurrte ihr Magen vernehmlich und sie musste sich wirklich zwingen, die Ration nicht hinunter zu schlingen wie eine Verhungernde. Das hätte ihrem Körper nicht gut getan, das hatte sie bereits auf ihren Wegen gelernt. Also konzentrierte sie sich darauf, jeden Bissen ausgiebig zu kauen, bevor sie schluckte.
Danach ging die Fahrt weiter und sie war froh darum, dass sie schon einiges erlebt hatte. Denn nur so gelang es ihr, die Ausdünstungen ihres Gönner soweit zu ignorieren, dass ihr das bisschen Essen bei sich zu behalten.
Hoffentlich würde es bald besser mit dem Baron und seinem Schweiß werden oder er sich irgendwo ausgiebig waschen können, sonst konnte sie nicht garantieren, dass sie seine Annäherungsversuche nicht ablehnen würde. Irgendwann könnte sie vermutlich ihre Maske auch nicht mehr aufrecht halten können.
Als der Diener seinem Herrn vorschlug, sich hinzulegen, betete sie im Stillen zu Manthala, er möge nicht wollen, dass sie sich an ihn schmiegte. Das könnte sie derzeit nicht und sie wusste nicht, ob er ihre Ausrede, ihm wäre schon heiß genug, akzeptieren würde.
So beobachtete sie aus den Augenwinkeln mit leisem Bangen und zugeschnürter Kehle, wie eine notdürftige Liegestatt bereitet wurde. Trotzdem bemühte sie sich automatisch, sich davon nichts anmerken zu lassen, dass ihr unwohl bei dem Gedanken an die nahe mögliche Zukunft war.
Dafür sah sie etwas überrascht auf, als sich Renoka ihnen näherte, und ihre Augen weiteten sich noch mehr, als ihr sogar der Sinn von ein paar der geklackerten Worte aufging. Vor Staunen darüber öffnete sich ihr Mund einen kleinen Spalt breit und sie starrte den Waschbärenjungen ungläubig ab.
So dauerte es auch ein wenig, bis sie Renoka helfen konnte, nachdem der Baron zwar verstanden, allerdings den Grund nicht begriffen hatte. "Er sagte etwas von Floß, Stück und tragen. Ich nehme an, wir können nicht nur auf dem Wasser fahren, sondern müssen auch einige Schritte zurück legen.", erklärte sie den beiden Männern und wollte damit auch ein bisschen den Baron aufheitern.
Immerhin wäre er verständlicherweise eher geneigt, ihre Wünsche zu erfüllen, wenn er bessere Laune hatte.
Es dauerte auch nicht lange, bis ihr Verdacht bestätigt wurde, denn durch ihre Beobachtung der Umgebung erkannte sie deren Veränderungen und konnte sich so gegen den Ruck wappnen, als das Floß auf Grund lief.
Während Pelkin sich um seinen Herren kümmerte, glitt sie nicht ganz so geschmeidig wie sonst aufgrund ihrer steifen Glieder in die Höhe und versuchte, die Tiere ein wenig zu beruhigen. Sie bemühte sich um eine sanfte Stimmlage und strich ihnen sanft über die Nüstern, in der Hoffnung, dass sie nicht nach ihren Fingern schnappen würden.
Anscheinend hatte sie ein kleines Händchen dafür, denn die Pferde ließen sich erstaunlich leicht von ihr beruhigen, sodass sie alle wenig später das Floß hatten verlassen können.
Die Zügel überließ sie zwei der Namudus und beeilte sich, nahe zu Renoka aufzuschließen, in dem Bemühen, dass ihr Gönner somit nicht auf die Idee kam, dass sie ihn ebenfalls stützte. Pelkin würde das schon schaffen, er war es schließlich gewöhnt. So blieb sie in der Nähe des Waschbären und erinnerte sich wieder daran, dass sie Minuten zuvor seine Worte teilweise verstanden hatte.
Sie wollte nun selbst versuchen, etwas in seiner Sprache zustande zu bringen, was gar nicht so einfach war. Denn sie wusste von ihrem Lernen des Celcianischen noch, dass sie weit schneller Worte hatte verstehen, als selbst produzieren können. Trotzdem suchte sie in ihrem Kopf nach dem Klang, den sie haben wollte. Dabei kam ihr der lange Marsch zugute, sodass sie ausreichend Zeit hatte.
Ihr selbst war das Gehen ganz recht, da sich auf diese Art und Weise ihre Glieder wieder etwas lockerten und nicht mehr so steif vom langen Sitzen waren. Während sie weiter hinten das unverkennbare Schnaufen hören konnte und ahnte, wie sehr sich die Namudus in ihren Gedanken über den Baron lustig machten. Er sollte abnehmen, eindeutig, und sie würde ihm dabei helfen, wenn er das Leben ihrer nächsten Monate schon finanzieren wollte.
Als sie das Gewässer erreichten, stellte es sich als Fluss heraus mit einer recht starken Strömung. Obwohl sie inzwischen wusste, dass die Männer wussten, was sie taten, wenn es um das Staken des Floß' ging, wurde ihr ein wenig mulmig zumute.
Ob sie das schaffen würden? Na ja, eine andere Wahl blieb ihnen ja nicht.
Also hieß es, das Gefährt wieder zu besteigen und sich einen sicheren Platz zu suchen. Ihr Blick richtete sich auf das gegenüberliegende Ufer und sie fragte sich, ob sie dorthin bewegen würden.
Doch sie täuschte sich, denn es ging die Strömung flussaufwärts.
Wie lange würde diesmal der Weg dauern? Und wo würden sie dann weiter reisen?
Renoka lenkte sie ab und sie zu ihm auf. Ein feines Lächeln kräuselte ihre Lippen und sie griff nach dem Armgelenk des Jungen, ehe er wieder auf seinen Platz verschwinden würde.
Freundlich sah sie ihn an und hoffte, dass ihr Geklacker richtig wäre. "Danke." Mehr brachte sie zwar nicht zustande und sie war sich sicher, dass sie einen starken Akzent hatte, allerdings war ihr das ein Bedürfnis gewesen, wenn er schon nicht die Allgemeinsprache verstand.
Danach ließ sie ihn gehen und mithelfen.
Sie hingegen sah nach hinten und beobachtete, wie ihr Gönner sich ein wenig ausruhte und auch schlafen wollte. Dazu sagte die junge Frau nichts, war innerlich lediglich erleichtert darüber, dass er sie nicht direkt in Greifweite dabei haben wollte.
Indes kam Pelkin zu ihr und setzte sich neben sie.
Seine Frage ließ sie schmal lächeln und sie schüttelte den Kopf. "Behandeln ist zu viel gesagt. Ich werde versuchen, sie zu säubern, und vielleicht finden wir so etwas wie Verbände für die schlimmsten Wunden. Mehr aber kann ich auch nicht.", schränkte sie das Angebot ein und konkretisierte sie es auch gleich.
Dennoch war sie sich relativ sicher, dass er ihr deswegen dankbar wäre, da sie nicht glaubte, dass der Baron ebenfalls diese Handlung anbieten oder gar ausführen würde.
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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Erzähler » Sonntag 19. September 2010, 14:18

Baron von Sonnenbergen fand Schlaf, man hörte es. Er schnarchte laut, schnaufte oft dabei, als litt er unter Atemnot und verschreckte so nicht nur die Pferde, sondern überraschte auch die Namudus. Immer wieder blickten die Maskierten zu ihm herüber. Er faszinierte sie auf eine befremdlich bizarre Art und Weise. Einen Mann wie den Baron hatten sie nie zuvor erleben dürfen.
Pelkin hatte sich bei Janay niedergelassen. Zum einen freute er sich, dass sein Herr schlief und er nun eine Pause einlegen konnte. Zum anderen war da noch das Angebot, seine Blessuren zu behandeln. Janay stellte die Aussage sofort richtig. Eine Heilerin war sie schließlich nicht. Der alte Diener nickte. Ein Lächeln umspielte seinen Mund, zusammen mit Falten des Alters. "Es wird reichen. Danke, Herrin", antwortete er. Dann rollte er die leicht zerschlissenen Ärmel seiner Dienstbekleidung hoch. Janay konnte sofort erkennen, dass er sich gehörig ins Zeug gelegt hatte, die Kutsche auseinander zu nehmen. Kleine und große Schrammen, lange, tiefe und dünne Kratzer verteilten sich auf den sehnigen Unterarmen. Die Finger waren schwielig. Am Daumen besaß Pelkin eine Blase. Trotzdem hatte er sich nicht einmal beim Baron beklagt. Dieser Mann war ein loyaler Dienstbote.
"Verbandsmaterial ist in dieser Tasche." Pelkin wühlte einen Tragebeutel hervor. "Darin solltet Ihr alles Notwendige finden." Tatsächlich war der Baron nicht unvorbereitet abgereist, was er wohl auch Pelkin zu verdanken hatte. Verbände aus Leinen und Mull fanden sich ebenso in der Tasche wie eine Schere, ein kleines Messer, eine Dose Wundsalbe, Kerzen und Bienenwachs. Die letzteren beiden Dinge dienten dem Fixieren von Verbänden. Mit Schwefelhölzern - sie lagen ganz unten in der Tasche in einem Kästchen - entzündete man die Kerzen und erhitzte so den Wachs. Dieser verströmte dann nicht nur einen für Verletzte beruhigenden Duft, sondern wurde klebrig, so dass man die Enden von Verbänden miteinander verkleben konnte.
"Ich glaube, einen Verband brauche ich nur um die Blase. Sie ist aufgebrochen und es schmerzt leider, wenn ich Arbeiten erledige." Gegenüber Janay konnte der Diener seine Wehwehchen beklagen. Dem Baron würde er davon natürlich niemals offen erzählen. Er war sein Herr und dessen Bedürfnisse standen über den eigenen.
Pelkin war kein Sklave, aber er hatte eine Schule für Hausmädchen und Dienstboten besucht. Dort hatte er neben wohlhabendem Verhalten, sittsamem Benehmen und der richtigen Gangart auch Haushaltsarbeiten und die Fähigkeit zu schweigen erlernt. Eine derartige Ausbildung mochte durchaus mit der eines Soldaten vergleichbar sein, nur dass es weniger Kriege, Kämpfe und Blut gab.

"Glaubt Ihr, die Reise geht noch sehr lang, Herrin? Dem Baron täte es gut, sich bald wieder in seiner ... Ebene der Gesellschaft aufzuhalten. Er mag es sich nicht anmerken lassen, so gut es geht, doch die Wildnis ist nicht seine Welt." Pelkin wollte nicht lästern, vielmehr seine Sorgen mitteilen.
"Er ist ein guter Mann. Und Ihr seid eine gute Gesellschafterin. Er schätzt Euch." Diese Kompliment gab der Diener nicht nur aus Höflichkeit an Janay ab. Er lächelte freundlich und wartete ab, bis seine Schrammen so weit versorgt waren, wie man konnte.

Es wurde langsam dunkel, als das Floß mit viel Kraft der Namudus das Ufer ansteuerte. Lianen wurden ausgeworfen, das Wassergefährt vertäut. Die Namudus legten die Stangen zwischen die Stämme. Renoka war es erneut, der sich Janay näherte. Er schob die Nashorn-Maske etwas zurück und grinste. "Du verstehst mich jetzt besser? Wir sind da. Hier ist der Rand vom Sarius, wie Nuka Koeka wollte, dass wir euch bis dorthin bringen. Jetzt heißt es, Lebewohl zu sagen."
Die anderen Namudus halfen, das Gepäck an Land zu bringen. Die Pferde rührten sie nicht an. Jene geleitete Pelkin vom Floß. Den Baron ließ man noch schlafen. Er wurde erst geweckt, als alles andere von Bord war.
"Herr, steht auf. Ich glaube, wir gehen hier an Land und anschließend getrennte Wege. Diese Wilden machen nicht den Eindruck, uns weiter begleiten zu wollen." Damit hatte Pelkin Recht. Die Namudus kehrten auf ihr Floß zurück und machten es abreisefertig. Sie würden einen leichten Rückweg stromabwärts haben.
"Und wohin wenden wir uns?", fragte der Baron verschlafen. "Es ist dunkel. Wir sehen ja kaum etwas. Haben wir noch Fackeln, Pelkin?"
"Ja, Herr." Der Diener wollte dennoch warten, bis die Einheimischen verschwunden waren. Er erinnerte sich an den Nashornmaskierten und dessen Reaktion auf sein Kerzenlicht.
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Janay
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Re: Auf dem Weg nach Pelgar

Beitrag von Janay » Montag 20. September 2010, 00:22

Innerlich seufzte die junge Frau tief, als sie mitbekam, welche Geräusche ihr Gönner beim Schlafen mal wieder machte. Es war ihr schließlich nicht neu.
Dafür sorgte sie sich jedoch um die Pferde, da sie ebenfalls merkte, dass diese unruhig wurden. Hoffentlich kamen sie nicht auf die Idee, dass sie vor preschen wollten. Das könnte einfach nicht gut gehen. Aber noch schienen sie sich nicht in Bewegung setzen zu wollen, denn sie schnaubten zwar und schüttelten öfters schnaubend die Köpfe, doch sie rührten sich einstweilen nicht von der Stelle.
Abgesehen davon lenkte der Diener ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich. Auf seinen Dank hin winkte sie ab, als wäre es nicht der Rede wert. Was es im Prinzip für sie ja auch nicht war, da sie es größtenteils aus Eigennutz vorgeschlagen hatte.
Wer sollte sich immerhin um den Baron kümmern, wenn Pelkin dazu nicht imstande wäre? Sie konnte so einiges in Kauf nehmen und über sich ergehen lassen, irgendwo allerdings war auch ihre Grenze.
Eine Bemerkung jedoch verkniff sie sich lieber. Die junge Frau hatte keine Lust, sich in einen Streit zu verwickeln, nur weil sie aussprach, was sie beide wussten. Nämlich, dass ihr Gönner niemals selbst Hand anlegen würde, wenn es darum ging, die Blessuren seines Dieners zu versorgen.
Und manche davon brauchten nun einmal zwei weitere Hände, um gesäubert und verbunden werden zu können. Von daher blieb es so oder so an Janay hängen, notdürftig sich darum zu kümmern.
Als er seine Ärmel hoch krempelte und sie die zahlreichen Wunden sehen konnte, konnte sie sich ein leises Seufzen nicht verkneifen. Es war ihr schon einige Male zu Ohren gekommen, wie wenig Rücksicht viele Herren auf ihre Untergebenen nahmen. Aber das hätte dem Baron eigentlich auffallen und zu denken geben müssen. Oder er hätte Pelkin wenigstens eine Pause einlegen lassen können.
Trotzdem musste sie diesem älteren Mann auch ein gewisses Maß an Respekt zollen, weil sie ebenfalls mitbekommen hatte, dass er sich kein einziges Mal beschwert oder gejammert hatte. Vermutlich hatte er sich auch unzählige Schiefer eingezogen, die genauso schmerzen konnten.
Sie ließ ihn das Verbandsmaterial heraus kramen, obwohl sie eigentlich vorgehabt hatte, das erst an Land zu machen. Doch vielleicht war es besser, das jetzt zu tun, wenn sie scheinbar noch viel Zeit hatten.
So lehnte sie sich etwas vor und konnte in den Fluten des Flusses erkennen, dass es hier gerade keine angriffslustigen Fische gab. Knapp nickte sie sich selbst zu und holte eins von den kleineren Stücken Verband heraus.
"Wie gesagt, ich kann keine Wunder vollbringen. Ich geb mein Möglichstes, allerdings solltest du auf alle Fälle einen ausgebildeten Arzt aufsuchen.", riet sie ihm, während sie sich erneut vorbeugte und das Leinen in der Strömung nass machte.
Dann wrang sie den Stoff aus und begann damit, behutsam die Wunden abzutupfen und vom getrockneten Blut zu befreien. Dabei hörte sie ihm zu und nickte abwesend, konzentrierte sich hauptsächlich auf ihre Tätigkeit.
Besonders vorsichtig säuberte sie die Haut rund um die aufgeplatzte Blase, auch wenn sie sich aus leidvoller Erfahrung sicher war, dass ihr das kaum gelang. Jedoch sollte es sauber sein, bevor sie etwas drum herum band.
Die Kerze hatte sie ebenfalls entdeckt, zog es aber vor, nicht an diese Möglichkeit zu denken. Es war für sie ohnehin etwas ungewohnt, da sie im Notfall eher die beiden Enden eines Verbands verknüpft oder ineinander geschoben hatte. So wollte sie es auch jetzt halten, wenn es soweit wäre.
Hilflos zuckte sie auf seine Frage hin mit den Schultern. "Ich reise nicht sehr oft durch diese Gegend und ich kann noch nicht abschätzen, wie rasch wir vorwärts kommen." Es war kein Vorwurf in ihrer Stimme, wenngleich sie sich rasch bremste, damit es nicht so wirken mochte.
Um davon abzulenken, wickelte sie ein wenig Verband um den geschundenen Finger und wanderte auch ein wenig zur Hand hinab. Die restlichen Finger blieben frei und sie hatte gleichzeitig mehr Fläche, um die Enden zu einem festen Knoten zu fixieren. Dabei hörte sie sein Kompliment und ahnte durch ihre Erfahrung, dass es ernst gemeinte, feststellende Worte waren.
"Ehrlich gesagt, glaube ich dennoch, dass diese Reise ihm gut tun wird." Sie räumte die restlichen Dinge wieder in die Tasche und ließ ihre Bemerkung wirken, ehe sie Pelkin ernst ansah. "Mag sein, dass ich mir jetzt zu viel heraus nehme, doch denke ich, dass wir ehrlich sein sollten und ich deine Hilfe brauchen kann. Sein Gewicht macht mir ein wenig Sorgen. Auch wenn ich für meine Gesellschaft bezahlt werde und es mich eigentlich auch nichts angeht, glaube ich trotzdem, dass ihm Bewegung gut tun wird. Nicht zu viel auf einmal, das ist klar, allerdings vermute ich, dass der Rest der Reise, den wir nun zu Pferd und zu Fuß zurück legen werden, ihm auf Dauer gesehen nicht schaden wird. Sobald er wieder in seiner Ebene der Gesellschaft ist, wie du es nennst, wird er genauso weiter machen wie zuvor, vermute ich. Damit er jedoch seine restliche Zeit noch genießen kann, sollte sich daran etwas ändern. Du kennst ihn länger, du kannst ihn besser einschätzen, während ich die ein oder andere Möglichkeit habe, eventuell meine Vorstellungen durchzusetzen, in kleinen, gemäßigten Schritten. Allein aber werde ich das höchstwahrscheinlich nicht schaffen, mit deiner Hilfe schon. Überleg es dir einfach in Ruhe." Damit war für sie das Thema vorerst erledigt und da ihr Gönner noch immer tief schlief, war sie sich sicher, dass er nichts von ihren Worten mitbekommen hatte.
Ihr Blick richtete sich wieder nach vorne und sie versank erneut in ihren Gedanken.
War es richtig gewesen, jetzt schon derart offen zu sein? Andererseits hatte sie, hoffentlich, deutlich genug klar gemacht, dass ihre Bedenken ehrlich waren und nicht nur auf ihr eigenes Wohl ausgerichtet. Dass ein bisschen Egoismus dabei war, wäre mehr oder weniger verständlich, doch nicht so sehr, dass sie sich Vorwürfe machen oder Angst vor der Reaktion haben müsste.
Als es dunkel wurde, hatten sie ihr Ziel erreicht, denn das Floß legte an und Renoka kam wieder zu ihr. Im letzten Licht des Tages konnte sie sein Grinsen erkennen und sie erwiderte es.
Trotzdem war es ihr zu schnell, was er da herklackerte, sodass sie nur einzelne Brocken verstand. Beschwichtigend hob sie die Hand, dass er sich bremsen sollte, und stand auf.
"Nuka... nett. Du... auch. Aufpassen bei... Weg... rück.", stammelte sie mühsam, da ihr diese Sprache viel zu schwer über die Lippen kam. Dennoch war sie davon überzeugt, dass er sie schon verstehen würde.
Indes wurden ihre Sachen an Land gebracht und die Pferde ebenfalls vom Floß geführt. Als ihr Gönner geweckt wurde, wurde es auch für sie Zeit, sodass sie Renoka noch einmal grüßend zunickte, ehe sie sich umdrehte und zu den Tieren gesellte, die an dem Gras zu ihren Füßen schnupperten.
Sie hörte das kurze Gespräch und grinste schief. "Ja, lasst es noch ein wenig dunkel, solange bleiben wir einfach an dieser Stelle. Sie wollen nur noch heim und wir können uns an diesem Ort ausruhen, meine ich."
Und sie könnte sich ins Gras legen, etwas schlafen und im Morgengrauen ihre Sachen waschen.
"Ich glaube auch nicht, dass sie uns an eine Stelle gebracht haben, wo wir in Gefahr wären.", fügte sie zur Beruhigung ihres Gönners hinzu, damit er nicht zu großes Unbehagen verspürte, ehe sie Licht machen konnten.
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