Nächtliche Rast

Der Wald liegt südwestlich und erstreckt sich weit in den Osten. Die Zwillingsflüsse Euwin und Auwin schenken dem Wald das Leben. Der Turm der Weisheit und die Ruinen Kosrals verbergen sich in ihm. Angeblich haben die Elfen dort ein Dorf errichtet.
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Nächtliche Rast

Beitrag von Erzähler » Dienstag 6. Januar 2009, 17:25

<i>Darak Luthrokar kommt von Die Stille Ebene -> Das Fischerdorf -> <a target="_blank" href="http://69169.rapidforum.com/topic=10986 ... nten">Rast im Fischerdorf</a></i>

Der Greif verstand Menschen nicht. Er besaß eine andere Art der Intelligenz, aber Gefühle standen stets auf einer Ebene. Selbst Tiere spürten, wenn es einem Wesen anderer Rasse und Herkunft schlecht erging. Der Greif musterte Darak und in seinem Auge konnte der Gehörnte wohl sein eigenes Antlitz sehen – trübselig und noch immer von Trauer umwoben. Einen Menschen wie Elena konnte man nun einmal nicht so schnell vergessen.

Niemand sonst bekam seine Trauer groß mit, jedenfalls weder Carath noch Alma. Beide bestiegen die anderen Greife und Lilith saß schon auf dem Adler auf. Sie jedoch erkannte die Schatten in Daraks Augen, sagte aber nichts. Noch nicht. Sie beobachtete Darak lediglich, der sich nun hinter sie setzte und sein Huhn zwischen beide Körper klemmte. Catties Federn waren sehr warm und plüschig, fast wie bei einem Küken. Sie gluckte, schien zufrieden mit ihrem Sitzplatz. Wenn sich Darak weiterhin derartig eng an den Körper der Elfe drückte, so besäße selbst die Henne einen sicheren Halt in der Luft.

Dann ging es los. Die Greifen hoben ab, ehe sich der Großteil der Dorfbewohner staunend um sie versammeln konnten. Eltern würden ihren Kindern nun am Abend spannende Geschichten erzählen und manch ein Bauer brachte die Gerüchte vielleicht bis nach Pelgar. Man würde von nun an auch den Himmel nach Darak Luthrokar, dem gehörnten Verdammten, absuchen. Zum Glück wussten die Wachen der Haupstadt nicht, welcher Ort sein Ziel war und Xytras lag wohl zu weit weg, als dass sie sich den Aufwand machten. Vielleicht schickten sie Kopfgeljäger aus. Darak Luthrokar würde niemals vollkommen in Sicherheit sein, aber zwischen den Amazonen konnte er sich möglicherweise eine Weile verstecken – noch einmal einen Versuch starten, ein neues Leben anzufangen.

Seinen letzten – missglückten – Versuch ließ er nun wohl mitsamt dem Fischerdorf hinter sich. Er hatte Elena kennenlernen dürfen und sie hatte sein altes Leben verändert. Sie hatte ihn in ein neues begleiten wollen und war gescheitert, aber Darak musste nicht allein zurückbleiben. Es gab noch Alma, Carath und Lilith ... und ganz frisch hinzugekommen: Cattie.

Eines stand fest: er würde definitiv ein anderes Leben beginnen. Eines, dessen Start in Xytras, der Stadt der Amazonen, seinen Anfang nahm. Der Weg dorthin war nur ein Vormarsch, aber uninteressant schien er nicht. Der Flug, den Darak nun erstmals auf dem Rücken und bei vollem Bewusstsein miterlebte, würde nicht so schnell aus seiner Erinnerung weichen. Offenbar hatte er hier ein ziemlich ungestümes Greifenexemplar erwischt. Das Geschöpf flog weit hinauf, höher und höher, bis man nur noch das Rascheln seines Federkleides, das stetige Auf und Ab der Flügel und in der Nähe Almas "MIIIIIIIIIIST"-Rufe hören konnte.

Lilith griff nach hinten. Noch immer sagte sie nichts, aber mit ihrer Geste zeigte sie Darak, dass auch sie Elena nicht einfach beiseite schob. Man würde sich ihrer ebenfalls erinnern. "Ich wünschte, ich hätte sie besser kennenlernen dürfen. Wenn sie eine Freundin von dir war, so hätte es sich gelohnt." Die Elfe schaute über ihre Schulter zurück, schenkte Darak ein aufmunterndes Lächeln. "Du musst weitermachen. Sie hätte nicht gewollt, dass du dein Leben mit Trauern verbringst", sagte sie, schrie fast dabei, denn der FLugwind versuchte, ihre samtene Stimme zu übertönen. Ihre Hand griff nach Daraks und drückte sie. Schnell jedoch ließ Lilith wieder los, als sich der Greif in einen gewagten Sturzflug legte, nur um kurz vor dem Boden wieder in die Höhe zu steigen. Ihm gefiel der Flug und das Tier zeigte es durch energische Manöver. Immer wieder krächzte es, während es seinen Passagieren bewies, dass man ihn ohne Zweifel Herr der Lüfte nennen konnte.

Irgendwann aber wurde selbst das kräftigste Tier müde und als die Sonne in einem rotgoldenen Schimmer, umgeben von rosafarbenen Wolkenbänken, sich dem westlichen Horizont näherte, um Manthalas Sternenbild die Vorherrschaft am Himmel zu gewähren, da landeten auch die drei Greifen. Gemächlich ließen sie sich mitten im Wald auf einer Lichtung nieder.
Almas Flugtier machte eine halbe Bruchlandung und schleuderte die Tonne dabei versehentlich von sich. Alma kullerte fluchend über Moos, bis ein umgestürzter Baumstamm sie aufhielt. "SO EIN MIST!", knurrte sie, und reckte dann – noch immer liegend – den Kopf. "Wo sind wir hier? Das ist noch nicht Jorsan."
"Das ist der Wald Neldoreth, ein magisches Gebiet Celcias", antwortete Carath. "Ich bin auf meiner Reise hier durchgekommen. Des Morgens haben mich Feen begrüßt." Er lächelte wohl hinter seiner Maske, denn seine Worte klangen herzlich. "Hier sind wir wohlbehütet. Lasst uns ein Feuer machen und die Nacht hier verbringen."
Alma nickte. Die Tiere brauchten eine Pause, das sah auch sie ein. Murrend raffte sie sich auf und begann damit, ein paar Äste zusammen zu suchen.

Lilith stieg von ihrem Greifen ab, schaute sich um. Anschließend packte sie Decken aus ihrem Rucksack aus und legte sie an einer geeigneten Stelle aus. Dort hob Carath bereits ein kleines Loch aus, um eine sichere Feuerstelle daraus zu machen.
Die Greife pickten an der Rinde einiger Bäume nach Insekten. Der Flug hatte jetzt mehrere Stunden gedauert und sie alle waren wohl hungrig und langsam müde.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 8. Januar 2009, 00:49

Darak hatte einen besonderen Bezug zu Tieren. Dies merkte man je länger man mit ihm zusammen war und je öfter er in den Kontakt mit den Tierchen kam. Dies beschränkte sich übrigens nicht nur auf Flugtiere wie Greifen und Hühner. Er mochte sie einfach alle und behandelte sie mit enem Respekt der Beispiellos war. Tiere hatten ihm nie etwas angetan. Lange Zeit in Pelgars Minen waren Ratten seine einzigen Gefährten gewesen. Doch seine Tierliebe hatte schon weit früher begonnen als er noch auf dem Weg der Tugend gewesen war. Damals hatten ihn Raben und schwarze Katzen interessiert weil er ihnen die Kunst der Schattenmagie zuschrieb. Schliesslich waren sie pechschwarz und wenn sie lauerten verschmolzen sie beinahe mit dem Schatten. Bei Nacht waren sie gar einer.

Tiere gaben ihm auch viel. Er schätzte ihr schlichtes Denken und ihre aufrichtige Gutmütigkeit. Aber dieser Greif auf dem er gerade sass, war nicht nur unglaublich einfühlsam zu Darak, nein, er unterhielt ihn auch prächtig und schaffte es gar seinen Trübsal für einen kurzen Augenblick zum verschwinden zu bringen. Denn während Alma panisch den Flug über sich ergehen liess jauchzte der Gehörnte auf und feuerte das Tier an noch mehr Sturzflüge zu machen. „MUAHAHAHRHRHRHRHRAA!“ Hörte man ihn begeistert lachen. Da war er wieder, ein Funke des alten Daraks.

Dies gab jedem der ihn schätzte wohl die Hoffnung zurück dass er doch noch irgendwann seine Trauer überwinden würde. Doch immer wenn der Greif ruhige Bahnen zog, verstummte auch Darak wieder. <i> "Ich wünschte, ich hätte sie besser kennenlernen dürfen. Wenn sie eine Freundin von dir war, so hätte es sich gelohnt."</i> Der Gehörnte runzelte die Stirn und nickte traurig. „Elena hätte es bei den Amazonen sicherlich gefallen.“ Meinte er und musste schmunzeln weil er gerade an ihre natürliche Dominanz dachte. Er seufzte. Sie fehlte ihm so!

<i> "Du musst weitermachen. Sie hätte nicht gewollt, dass du dein Leben mit Trauern verbringst"</i> „sie wollte dass ich ihr meine Schulden zurückzahle.“ Meinte er leise. Sie hatte eine horrende Summe damals für den Gifttrank ausgeben müssen der ihn aus Andunies Gefängnis geholt hatte. Er hatte seine Schulden nie bei ihr beglichen und nun würde er es auch nicht mehr können. Erneut verfiel er in Schweigen und betrachtete die sterbende Sonne am Horizont. So feurig rot wie Elenas Haar gewesen war… doch irgendwann erlosch sie um der Nacht zu weichen. Sie landeten in einem dichten Wald. Darak war noch nie im Neldoreth. Er sah sich um und schaute wie er sich irgendwie nützlich machen konnte. Als erstes wohl indem er Alma beim Aufstehen half. Doch zuvor setzte er noch Cattie auf dem Boden ab. Tätschelte den Schnabel des Greifes. „Danke für den Flug du Angeber.“ Raunte er dem Tier freundschaftlich zu. Sein gesundes Ohr nahm das plätschern eines Baches wahr. Dorthin verschwand er dann auch. Für eine kruze Zeit mochte man meinen Darak sei einfach verschwunden. Doch dann tauchte er wieder auf. Seinen Helm in den Händen tragend.

Er kriegte gerade noch mit wie Carath von der Begegnung mit Feen berichtete. „Feen?“ Er hatte noch nie davon gehört. „Was sind Feen? Meinst du nicht Vieh? Rinder? HEIR im Wald?“ Er hatte keine Ahnung was an diesem Wald magisch sein sollte, er sah aus wie jeder andere auch. Er brachte den Helm mit dem kalten Bachwasser zu den Tieren und liess die Greife trinken. Weil er sie vor Cattie trinken liess – er vermutete dass es die Greifen nötiger hatten – gab es für das Huhn als Entschuldigung einen dicken sich windenden Wurm. Darak wäre nie so lange weg gewesen hätte er nicht nach diesem Kriechtier gebuddelt. Er überliess den Helm als Napf den Tieren und begann nach Feuersteinen zu suchen. Von ihm hörte man nur das aneinander schlagen der Steine womit er ihre Feuerfähigkeit prüfte. Er seufzte. Für Elena wäre es ein leichtes Gewesen ihnen wärme und licht zu bringen. Ausserdem hatte sie verdammt gut kochen können. Er vermisste sie so!

Schliesslich fand er die Steine und entzündete das Feuer als sie genug Material dafür gesammelt hatten. Er setzte sich auf eine der Decken und lockte Cattie, sowie die drei Greifen zu sich heran. Bei ihnen fühlte er sich einfach am wohlsten. Er lehnte sich an den grossen Körper des Adlergreifen an während er Cattie das Gefieder lockerte. „Was für ein Flug!“ Schwärmte er wohlwissend dass der Greif zuhörte. „Ich hätte nicht gedacht dass Florencia mein Gebet erhört.“ Begann er schliesslich. Es war schön zu sehen dass Darak wieder etwas lebendiger wurde. Früher hatte er jedes Gespräch dominiert und war nie der stille gewesen. Endlich taute er langsam wieder auf. Nachdenklich starrte der Gehörnte ins Feuer. Warum mochte die Göttin ihn bloss?

Als Lilith sich zu ihm gesellte musterte er sie. Noch immer hatte sie ein Veilchen welches deutlich sichtbar war. Er senkte beschämt sein Haupt. Schwieg einen Moment ehe er wieder das Wort ergriff. "Was wwird für mich bei den Amazonen zu tun sein? Wie ist der Stamm so? Wie lebt es sich dort? Erzähl mir von deiner Heimat Lilith..." Bisher hatte er nie so genau gefragt. Die Amazonenstadt war ihm immer so fern gewesen... aber nun... war das ganz anders.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 8. Januar 2009, 18:05

Daraks Lachen und plötzlich wieder aufgetretene gute Laune ging auf den Greifen über. Er ließ sich vom Brüllen des Gehörnten antreiben und wagte am Ende sogar einen Looping, der Cattie beinahe aus ihrem sonst so sicheren Platz zwischen Darak und Lilith hinauskatapultiert hätte. Aber das Huhn konnte sich rechtzeitig festkrallen.
Dann landeten sie endlich und jeder machte sich nützlich. Sogar Darak, obwohl ihm niemand eine Aufgabe zugeteilt hatte. Alma nicht, weil sie ihm noch Schonzeit geben wollte, außerdem war Daraks Körper noch immer nicht ganz genesen. Die beiden anderen dachten garnicht daran. Für sie war es selbstverständlich, dass sich Darak als Tieftrauernder noch ausruhen sollte.
Wie verwirrt schaute Lilith drein, als sie ihn nirgends entdecken konnte, aber Alma beruhigte die Amazone. "Keine Sorge. Schau, sein Huhn ist noch da. Das würde er keinesfalls einfach so zurücklassen." Diese Worte halfen tatsächlich und so arbeitete jeder weiter. Schließlich tauchte auch Darak irgendwann wieder auf, den Helm als Wassereimer nutzend und bis zum Rand gefüllt. Die Greife stürzten sich nur zu gern auf das kühle Nass und sauften es wie Pferde nach einem langen Ritt.

Während die Greifen also ihren Durst löschten, erkundigte sich Darak – einen Wurm an Cattie reichend – über Feen. Carath gönnte sich eine Pause beim Bauen der Feuerstelle, lächelte unter seiner Maske und erklärte. "Feen sind Nagurgeister, Geschöpfe Florencias und Fauns. Glaube ich zumindest. Sie sind sehr flink, stets neugierig und zu Späßen aufgelegt und sie besitzen Zauberkraft. Mich haben sie für kurze Zeit geschrumpft und ich lernte andere Formen des Schmerzes kennen. Vögel haben ziemlich bösartige Schnäbel, wusstest du das?" Er lachte. Es tat Carath wohl offensichtlich sehr gut, dass er und Darak sich versöhnt hatten. All sein Tun wirkte leichter als zuvor.
"Ja, Feen sind kleine Plagegeister", brummte Alma. Offensichtlich hatte auch sie schon einmal mit ihnen Bekanntschaft gemacht. Oder sie kannte sie zumindest besser als Darak. "Fall nicht auf ihre Späße herein", warnte die Heilerin und brachte dicke, große, dünne und kleine Zweige zur Feuerstelle. Carath arbeitete nun weiter, legte Steinchen als Begrenzung um die gegrabene Grube aus.

Darak begnügte sich wohl mit diesen Antworten und suchte seinerseits nun nach Feuersteinen. Als er passende gefunden hatte, dauerte es nicht lange, bis ihnen ein kleines Lagerfeuer Wärme spendete. Die Tiere rückten sogar näher, offenbar froren sie auch. Die Zeit des Erwachens war zwar angebrochen, aber noch zeigten sich keine allzu auftauenden Temperaturen.
Alma packte ihre Decke sowie etwas Proviant aus. Sie und auch der Nichtgenannte ließen es sich schmecken. Unterdessen rollten sich die Greifen ganz dich bei Darak zusammen, als seien sie gar nichts Anderes gewöhnt. Aus dem Gehörnten, dem Schlächter von Andunie und Gesuchten von Pelgar, wurde Darak Luthrokar, Herr der Greifen – und Hühner. Denn auch Cattie schmiegte sich eng an ihn heran, gluckte schläfrig und plusterte ihre Gefieder auf. Die Tiere spendeten fast mehr Wärme als das Feuer.

Es wurde dunkel und bald bot ihr Lager den einzigen Lichtkreis in der Umgebung. Die Wipfel der Bäume wurden zu großen schattigen Rahmen des Nachthimmels, wohingegen ihre Stämme dunkle, standhafte Wächter waren, die sich um das Feuer und seine Anwesenden drängten, aber keinen Schritt näher kamen.

<i>"Was für ein Flug! Ich hätte nicht gedacht, dass Florencia mein Gebet erhört."</i> Der Greif mit dem Adlerkopf drückte selbigen dicht an Daraks Seite und schloss die Augen.
"Sie ist eine gute Göttin und vermutlich sowieso jedem Mannsgott vorzuziehen." Lilith kam lächelnd auf ihn zu. Obwohl er beschämt seinen Kopf senkte, machte die Amazone nicht den Eindruck, als sei sie noch wütend auf ihn. Im Gegenteil. Lilith stieg über einen der Greife hinweg und setzte sich neben Darak, dort, wo kein Adlerkopf den Platz für sich beanspruchte. Cattie hob kurz, aber wachsam den Kopf. Sie gluckte, als sie die Elfe sah und nicht als jemanden einordnete, der ihrem Herrchen etwas Böses wollte. Dann versteckte sie den Schnabel unter dem Flügel und schlummerte weiter.

<i>"Was wird für mich bei den Amazonen zu tun sein? Wie ist der Stamm so? Wie lebt es sich dort?"</i> Lilith musste kichern. "Stamm? Wir sind keine andere Stadt als jene auf dem Festland. Naja, eben ohne Männer. Wir habe Bäckerinnen und Schneiderinnen ... in unserer Kaserne, der Amazonenburg, werden Kämpferinnen ausgebildet und unsere Töchter wachsen mit Bildung und tolerant zu anderen Rassen auf. Vielleicht sind wir in einiger Hinsicht doch anders als eure Städte." Sie schmiegte sich ohne Hemmungen an Darak heran, vielleicht der Kälte wegen, vielleicht aber auch aus anderen Gründen. "Du musst dort nicht viel tun. Nur deinen Samen spenden", gähnte Lilith. "Damit wir auf weibliche Nachkommenschaft hoffen können ... also mein Volk." Sie senkte die Lider und schwieg einen Moment.
"Ich bin müde. Lass mich dir morgen mehr erzählen, wenn du mehr wissen willst." Mit diesen Worten kuschelte sie sich in ihre mitgebrachte Decke und versuchte zu schlafen. Auch am Lagerfeuer war es still geworden – mal abgesehen von Almas brünftigem Schnarchen, das möglicherweise wilde Tiere entweder vertrieb oder anlockte.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 9. Januar 2009, 07:49

„Plagegeister?“ Darak runzelte die Stirn. Warum sollte Florencia denn Plagegeister in die Wälder entsenden? Irgendwie ergab das für Darak keinen Sinn wenn er daran dachte wie gütig diese Göttin doch war. Warum war er in seiner Jugend nie auf das Götterpaar der Natur gestossen? Er der die Schriften der Götter ja schliesslich studiert hatte... na ja im Grunde eigentlich nur <i>seine</i> Schriften. Er seufzte und kuschelte sich an den Adlergreifen an während er Cattie weiterhin verwöhnte. Das Gefieder der Tiere spendete wohlige Wärme und eine Geborgenheit wie es ein einfaches Feuer es einfach nicht geben konnte. Dennoch starrte er immer wieder in die Flammen die ihn so schmerzlich an Elenas Wesen erinnerten. Leidenschaftlich, unbändig, heissblütig und imposant sowie absolut Faszinierend mit einer ganz eigenen Anziehungskraft. Wieder seufzte der Gehörnte und versank einen Moment in stille Trauer. Er blickte erst wieder auf als Lilith auf ihn zukam. Er schenkte ihr ein warmes lächeln und lehnte sich nun auch an sie an. Ihre Nähe tat ihm irgendwie gut. Sie war darin begabt ihn vor schrecklichen Dingen abzulenken.

Nun war es aber an der Zeit etwas mehr über die Amazonen zu erfahren.

<i> "Stamm? Wir sind keine andere Stadt als jene auf dem Festland. Naja, eben ohne Männer.“</i> Darak runztelte die Stirn. „Dann seid ihr aber anders.“ Meinte er sanft. Schliesslich wurde das Stadtleben meistens von Männern geprägt. Man sprach ja nicht umsonst von den Wirten, und Wächtern und ArbeiterN.

<i>“... in unserer Kaserne, der Amazonenburg, werden Kämpferinnen ausgebildet und unsere Töchter wachsen mit Bildung und tolerant zu anderen Rassen auf. Vielleicht sind wir in einiger Hinsicht doch anders als eure Städte."</i> „Ihr habt eine Burg?“ Das überraschte den Gehörnten. Frauen waren Imstande eine Burg zu bauen? Irgendwie konnte er sich dies nicht so ganz vorstellen. Doch er wusste dass er besser daran tat diesen Zweifel für sich zu behalten.


<i> "Du musst dort nicht viel tun. Nur deinen Samen spenden"</i> Es lag ihm auf der Zunge zu fragen wie genau er denn zu spenden hatte doch da wand Lilith ein dass sie müde war. „Ja.“ Auch er war es und kuschelt sich mit ihr unter die Decke. Doch noch ehe er Lilith schlafe liess wand er ein. „Amazone sind wie Hühner.“ Bemerkte er. „Brauchen nur einen Gockel.“ Nur mit dem Unterschied dass dieser klar die Führung hatte was wohl bei den Amazonen ganz anders aussah...

Er hatte gar nicht bemerkt wie es um ihn herum still geworden war. Na ja von Almas wuchtiger Atmung einmal abgesehen. Selbst Lilith döste an seiner Schulter schnell weg. Darak fühlte sich plötzlich schrecklich allein. Die Stille schmerzte. Gab keine Gelegenheit sich von seiner Trauer abzulenken. So hielt er wache am Feuer und dachte an vergangene Zeiten.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Erzähler » Freitag 9. Januar 2009, 09:40

Dass es in Xytras auch eine Burg geben sollte, war für Darak schier unerdenklich. Er konnte es sich einfach nicht vorstellen. Wie sollten sanfte, zart besaitete Frauen ein Gebäude wie eine Burg errichten? Vermutlich glaubte er somit auch kaum, dass die meisten Amazonen in selbst errichteten Fachwerkhäusern lebten. Vielleicht dachte er an kleine Höhlen mit Vorhang und primitive Strohbauten!
Lilith jedenfalls nahm es ihm nicht übel. "So seid ihr Männer", sagte sie nur, "ihr traut uns zu wenig zu. Dabei können wir mehr als nur kochen und putzen." Doch sie wollte nicht, dass es in einen Streit ausartete, nur weil Darak wie alle anderen Männchen ungebildet war. Sollten sie ruhig wenig vom Frauenvolk erwarten. Umso größer würde die Verwunderung sein, wenn die Amazonen erst einmal das Festland überrannten ... so sagten sie es immer. Lilith Blütentau war anderer Meinung.
<b>Sollen die Männer das Festland beherrschen ... wir haben uns und unsere Insel.</b> Sie schaute Darak von der Seite her an. Er war noch immer nicht ganz der Alte, aber seine Stimmung hatte sich endlich etwas gebessert. Die Trauer würde mit der Zeit vergehen und dann hätte die Elfe wieder zurück, was sie in Eldar damals gefunden hatte.
Mit einer Haut weich ein Kinderpopo und dem Duft frischer Lilien um sich herum schmiegte sich die Elfe dicht an Darak – etwas, das sicherlich nicht jede Amazone getan hätte!

<i>"Amazonen sind wie Hühner. Brauchen nur einen Gockel."</i> Dies entlockte Lilith ein letztes Kichern sowie ein gemurmeltes "Einen lauten Gockel, der nur kräht und auf Mist hockt." Dann schlief sie ein.
Auch Alma und Carath Molsag schliefen. Selbst Cattie und die Greife. Nur Darak Luthrokar nicht. Müdigkeit drängte sich ihm nicht auf, vielmehr waren es Trauer und Einsamkeit. Wenn es dunkel wurde, war man mit seinen Gedanken allein.

Darak saß am Lagerfeuer, hielt Wache und dachte nach. Anfangs bemerkte er das leichte Schimmern wohl nicht, doch irgendwann war es so stark, dass man es nicht mehr ignorieren konnte. Zwischen den Stämmen der Bäume leuchtete es. Grünlich bis golden war der Schein und er näherte sich.
Plötzlich trat eine Gestalt aus den Schatten heraus. Sie strahlte hell und freundlich. Haare, seidenfein, wehten von ihrem Kopf, obwohl hier auf der Lichtung kein Wind ging. Der Körper – eindeutig menschlich – war makellos und nackt. Fein umrahmten einige Strähnen Gesicht, Hals und Brüste eben jener Gestalt. Eine Frau. Lautlos schlich sie sich ans Feuer heran, die Augen auf Darak fixiert.

Die geisterhafte Frau öffnete den Mund, doch sie brauchte sich weder vorzustellen, noch seinen Namen zu nennen. Trotzdem tat sie zumindest Letzteres, auch wenn ihre Stimme scheinbar nur in Daraks Kopf erklang – oder nicht? Er konnte es nicht sagen.
<i>Darak ... ich bin hier.</i>
Elenas schimmernde Gestalt ließ sich neben ihm am Feuer nieder.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 10. Januar 2009, 11:09

Darak musste schmunzeln. Die Beschreibung des Gockels passte auf ihn wie die Faust aufs Auge. Er nickte nud und strich ihr versöhnlich über die Schulter ehe er sie wärmend und Geborgenheit spendend in den Arm nahm. Er selbst hingegen fand keine Ruhe. Ganz Still und für sich allein leistete er dem lodernden Feuerchen Gesellschaft und verbrachte die Zeit in Schweigen. Dann übermannten ihn wieder Tränen und er weinte. Niemand seiner Gefolgschaft wusste wohl wie viel Darak in letzter Zeit heulte. Er konnte dieses für ihn peinliche aber doch so dringend nötige Unterfangen einfach nicht steuern. Es kam wenn es kam und meist ging es ihm danach etwas besser. Da er seinen Kopf gesenkt hielt bemerkte er erst den Schimmer nicht doch der Gehörnte blickte immer wieder mal auf um nach dem Feuer zu sehen und da erkannte er auch den Schein. Er runzelte die Stirn und spähte in die Wälder hinein. Ihm wurde bewusst dass er weder eine Waffe noch sonst irgendwas hatte womit er sich verteidigen könnte. Eigentlich ein Irrwitziger Gedanke schliesslich hatte er Greifen! Allein diese konnten schon eine ganze Legion in Schach halten.

Er versteifte sich und rüttelte leicht an Lilith. „Lilith… wach auf…“ Hauchte er nervös doch dann hielt er inne als er sah WAS sich ihm da näherte. Ungläubig starrte er der Lichtgestalt entgegen. Seine Augen wurden glasig, waren weit geöffnet. Er starrte sie regelrecht an als sähe er einen Geist – und damit lag er vermutlich nicht grossartig daneben. Er erkannte Elenas nackten Körpe in seinem Makellosen Zustand wider. „Elena…“ Stotterte er und kam selbst aus dem starren nicht heraus als sie sich neben ihn setzte. „Elena…“ Weinte Darak. Er traut seinen Augen nicht wirklich und doch war sie da! „Aber… wie… aber…“

Der Gehörnte war ganz aufgelöst.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Fee » Sonntag 11. Januar 2009, 17:48

Ruhig lag Lilith da, ließ sich selbst durch Rütteln nicht wecken. Auch die Greifen, Cattie, Alma und Carath taten keinen Mucks. Das Schimmern war nur für Darak allein bestimmt.
Wenn also niemand erwachte, wie sollten die Tiere sie dann verteidigen? Darak würde selbst einspringen müssen ... musste er? Als er erkannte, wer da plötzlich vor ihm stand, verflog die Antwort mitsamt der Frage und verpuffte im Nichts. Es gab keinen Grund auf ganz Celcia, der ihn hätte dazu treiben können, dieser Gestalt etwas anzutun. Obwohl er dies ja schon getan hatte, warum sonst zeigte sich Elena wohl als seltsam lichtdurchscheinende Geistergestalt. Sie musste wohl ein Geist sein, so fleischlos wirkte sie. Ein Zauberwesen aus dem Paradies der Götter.

Sie schaute glücklich aus. Ihre Augen erstrahlten wie Bernsteine, so golden und der Feuerschein reflektierte ihr Haar rot wie jenes Wärme spendende und zugleich zerstörerische Element. Sie trug keine Kleidung, ihre Haut war so rein, schimmerte und strahlte. Sie sah bezaubernd aus, wie am ersten Tag, als Darak ihr im Fischerdorf begegnet war.
<i>"Elena ... Aber ... wie ... aber ..."</i> Er weinte, dass sich Elenas Abbild in seinen Tränen widerspiegelte. Sie jedoch lächelte. Ihre Hand streckte sich nach Darak aus, berührte ihn an der Wange und er konnte einen sanften Hauch spüren, als hätte das Leben selbst ihn geküsst. Es fühlte sich weich und behaglich an, man sehnte sich nach mehr.

<i>Darak, Liebster.</i> Sie nannte ihn Liebster, nach allem, was er ihr angetan hatte. Er hatte sie in den Tod getrieben! Es war doch seine Schuld, so glaubte der Gehörnte. Und doch nannte sie ihn Liebsten.
<i>Sei nicht traurig</i>, bat seine Elena. Ihr Haar schwang mit jeder Bewegung ihres Kopfes mit. Es kräuselte sich und wuchs um ihr Dasein herum wie Ranken eines Rosenstrauches. Es umrahmte sie, schillerte so feurig, so lebendig und zugleich geisterhaft. <i>Du weißt, dass ich längst tot bin</i>, erinnerte sie ihn. Es klang nicht einmal bitter, kein Vorwurf. Sie erinnerte ihn nur, damit er sich nicht allzu große Hoffnungen machte. Er musste Bescheid wissen. Sie war tot und würde nicht zu ihm zurückkehren. Nicht so, wie er es sich wünschte. Aber im Augenblick war sie hier. Seine Elena.

<i>Sei nicht unglücklich. Du bist nicht Schuld an meinem Ende. Niemand hat Schuld, auch nicht der Stein, welcher unter meinen Füßen weggerutscht ist. Ich bin hier, um dich wissen zu lassen, dass ich meinen Frieden gefunden habe. Ich möchte, dass du den deinen findest. Denk an mich, behalte mich mit einem Lächeln in Erinnerung. Lebe, wie du mit mir zusammen hättest Leben wollen. Geliebter Darak.</i>
Elena erhob sich, machte einen einzigen Schritt auf ihn zu. Unter ihrer Brust strahlte ein Licht auf, im stetigen Rhythmus eines schlagenden Herzens. Ein Herz, das selbst aus dem Jenseits noch für ihn schlagen würde. Die Konturen ihrer Brustwarzen zeichneten sich so zart ab, jedes Mal, wenn durch einen weiteren Herzschlag der gesamte Brustkorb golden aufleuchtete. Sie beugte sich vor und küsste seine Stirn. Rotgolden glitzernde Tränchen tropften auf seine Wangen. Sie brannten heiß, aber nicht schmerzhaft. <i>Denk an mich, wenn es dir schlecht geht. Ich bin immer hier, ich liebe dich.</i> Sie legte ihre schimmernde Hand an seine Brust. Wärme durchströmte Darak, lullte ihn ein. Sie teilte ihm mit, er solle schlafen, solle seinen Frieden finden. Glücksgefühle umwebten ihn und nahmen ihn in den Arm wie eine gütige Mutter den Säugling. <i>Schlaf</i>, hauchte Elena ihm zu.
Dann verpuffte sie, löste sich auf in tausend kleine glitzernde Partikel aus rotgoldenen Flämmchen und Sternen.

Die Feen hockten um Darak Luthrokar herum, einige flatterten auch in der Luft. Sie streuten ihren magischen Feenstaub, der ihn in ihrem Bann hielt. Er schlief doch schon so lange.
Sie hatten ihm diesen magischen Traum gesandt, ohne genau zu wissen, was er träumte. Aber er sah glücklich aus. Entspannt von Kopf bis Fuß.
<span style="color:A4FCD2;">"Das hat der mal gebraucht"</span>, gluckste eine kleine Fee mit feuerrotem Haar wie Elena es besessen hatte. Die anderen nickten ihr bestätigend zu.
<span style="color:A4FCD2;">"Er hat besonders traurig geguckt, das können wir ja nicht zulassen!"</span>, quiekte eine komplett blaue Fee mit Flügeln wie eine Libelle und drehte Pirouetten. Von weiter hinten winkte ihnen ein Feenjunge im Blätterumhang zu. <span style="color:A4FCD2;">"He, der Dicken hier hab ich auch einen guten Traum geschenkt. Sie murmelt etwas von Nieren."</span> Alle lachten glockenhell in die Nacht. Schließlich flatterte eine gewitzte Fee mit bunten Schmetterlingsflügeln über alle anderen hinweg und klatschte in die kaum fingernagelgroßen Hände. <span style="color:A4FCD2;">"Rasch, rasch, lassen wir unsere Besucher endlich schlafen. Nehmen wir uns den leckeren Honig aus ihren Vorräten, wir haben sie immerhin jetzt mit Träumen bezahlt. Nun aber zurück in unsere Verstecke, bald graut der Morgen."</span>

Eilig schwirrte die Gruppe neldorethischer Feen zu den Rucksäcken, stibitzte das Honigglas aus Liliths Ausrüstung, und huschte in die Nacht davon. Lediglich die guten Träume, die sie jedem einzelnen der lagernden Gruppe geschenkt hatten und eine zarte Spur aus Feenstaub in der Luft erinnerte noch an ihre Anwesenheit.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 11. Januar 2009, 19:43

Darak weinte hemmungslos und traute seinen Augen nicht. „Elena!“ Keuchte er immer und immer wieder. „Aber… ich hab dich doch getötet.“ Hauchte er so unendlich verloren und traurig. „Dich auch noch!“ Klagte er und befürchtete wohl dass sie gekommen war um sich ebenfalls in die Gruppe seiner Rachegeister einreihen würde. Ihre vorwurfsvolle Stimme für den Rest seines Lebens hören zu müssen… nein… dass konnte er nicht ertragen ehe würde er ihr in den Tod folgen. Sein Verstand konnte noch nicht gänzlich erfassen was hier gerade geschah, noch konnte er sich bewusst werden dass er eigentlich nur Träumte. Die Umgebung wirkte surreal und unwirklich ja, aber dies lag vor allem an dem Schimmer seiner Geliebten welche die schlafenden Tiere und seine Gefolgschaft, ja sogar das Feuer an dem er sass in ein seltsames golden färbte. Er blickte zu Elena hoch. Ihre Erhabenheit, ihre Schönheit und ihre Lebenskraft strahlte sie noch immer in vollen Zügen aus, als wollten diese Attribute ihn daran erinnern was er dieser Frau genommen hatte, was er der Welt genommen hatte. Ihm schnürte es die Luft zu so dass ihm nichts anderes übrig blieb als zu hören was sie zu sagen hatte.

<i> Darak, Liebster.</i> „Elena… es… tut mir so leid!“ Keuchte er. Er wusste dass Elena es nicht gemocht hatte wenn er mit seiner „es tut mir leid“ Nummer kam. Aber etwas anders kam ihm nicht in den Sinn denn diese Worte entsprachen seiner aufrichtigen Wahrheit über sein Empfinden. Es tat ihm leid. So schrecklich unendlich leid dass er es kaum mit sich tragen konnte ohne daran zu zerbrechen. Diese Schuld war zuviel für seine Seele. Seine alte Seele die sich so einsam fühlen musste seid sie fort war. Obwohl seine Freunde sich grosse mühe gaben, doch auch sie vermochten dieses riesige Loch nicht zu stopfen die Elenas Tod gerissen hatte. „Nein… du lebst! Irgendwo da draussen lebst du!“ Und dann? Er suchte ja nicht mal nach ihr! Er keuchte. Was war er nur für ein himmeltrauriger Versager?! Was für ein schlechter Freund.

<i> Sei nicht traurig</i> Darak fühlte sich so unendlich klein bei ihren Worten. Er blickte zu ihr hoch. „Ich vermisse dich so!“ Hauchte er mit gebrochener Stimme und Tränen in den Augen. „So sehr… dass es mir den Schlaf raubt. Dass ich nicht mehr denken kann… dass ich nichts anders mehr fühle als Leere. Verstehst du Elena?“

<i> Du weißt, dass ich längst tot bin</i> Während ihre Worte so fein und lieblich klangen traf ihn der Inhalt eben jener kalt und mitten ins Herz. „A..aber…“ Er wollte nicht dass er jegliche Hoffnung aufgeben musste doch sie hatte recht und dass sie es sagte bestätigte ihm dass es auch so war. Elena war in den Bergen verstorben. Er schluchzte schwer. „Nein.“ Hauchte er noch immer was sein Verstand und sein Herz bereits begriffen hatten. Ja. Sie war tot.

<i> „Sei nicht unglücklich. Du bist nicht Schuld an meinem Ende.“</i> Er wagte es nicht ihr zu widersprechen auch wenn er darüber anders dachte. Er nickte nur.

<i>“Ich bin hier, um dich wissen zu lassen, dass ich meinen Frieden gefunden habe.“</i> Er musterte sie und versuchte in ihrem Wesen festzustellen ob es wirklich wahr war was sie sagte. Ob dies hier wirklich Elena war die zu ihm sprach. Sie war es und sie schien tatsächlich glücklich zu sein. „Du warst zu Jung Elena… du hättest der Welt so viel gutes bringen können! Warum hat sich das Schicksal so hart gegen dich gewendet?!“ Er wusste die Antwort. Sie war mit der falschen Person zusammen gekommen.

<i>“ Ich möchte, dass du den deinen findest. Denk an mich, behalte mich mit einem Lächeln in Erinnerung.“</i> Im Moment war die Erinnerung an Elena mit Schmerz verbunden. „Ich verspreche es.“ Wenigstens das wollte er endlich mal gut machen!

<i> Lebe, wie du mit mir zusammen hättest Leben wollen. Geliebter Darak. </i> „Elena!“ Hauchte er nur traurig. Erst jetzt erkannte er das aufglühende Herz in Elenas Brustmitte. Er blickte es an. Legte seinen Kopf schief. Es schlug?! Es lebte?! Weil er sie lebend in Erinnerung behielt?! Er starrte sie an als sie näher trat. Ihre Tränen hinterliessen eine heisse Bahn auf seiner Wange. „Elena… Ich liebe dich… bis in alle Ewigkeit..:“ Hauchte er ihr zu. <i> Denk an mich, wenn es dir schlecht geht. Ich bin immer hier, ich liebe dich.</i> Er lächelte traurig. Oh wäre sie doch wahrhaftig hier. Lebend und Lachend. Die Hand welche sich auf seine Brust setzte erleichterte ihn um mehrere Zentner. Zum ersten Mal seit langer langer Zeit gelang es seinem Herzen ein paar unbeschwerte Schläge zu tätigen. Er atmete tief durch. Schloss beruhigt seine Augen und lehnte sich entspannt an den Greifen und schlief. Schlief und Träumte seinen schönsten Traum seid langem. Sein Herz und sein Geist tankten dabei neue Kräfte für den kommenden Tag…

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von fremde Frau » Montag 12. Januar 2009, 16:30

Echte Tränen glitzerten in seinen Augenwinkeln, als die Feen die Lichtung im Schein des Mondes verließen. Hätten sie gewusst, was sie ihm mit ihrem kleinen Zauber antun, vielleicht hätten sie es nicht getan. Doch Feen waren chaotische, kleine Naturgeister, die selten wirklich über Folgen nachdachten. Sie handelten spontan und mit einem Herzen, das nur einem flatterhaften Freigeist gehören konnte.
Sie hatten es im Grunde auch nur auf den Honig aus Liliths Rucksack abgesehen, aber Wesen wie sie – Geschöpfe der Natur – besaßen kein Geld, um damit zu bezahlen. Währung war ihnen fremd, sie tauschten aber. Diese Feen hatten mit Magie bezahlt. Mit Träumen, die die Schlafenden heimsuchen und ihnen Frieden bescheren sollten.
Auch Darak fand endlich Frieden. Eine Elena, die ihn im Schlaf besuchte, verkündete zwar, wovor er seine Augen hatte verschließen wollen – nämlich, dass sie tot war und nicht wieder zu ihm zurückkehren würde – aber sie verließ ihn mit der Gewissheit, dass es ihr gut ging. Dass sie ihm nicht die Schuld für ihr Ableben gab. Und vor allem, dass sie ihn liebte, über alle Maßen. Ihr Tod bedeutete eine trauervolle Erinnerung und Schmerz für Darak Luthrokar, zugleich aber und aufgrund ihrer Liebe zu ihm, dass ihre Stimme ihn nicht heimsuchen würde. Diese Schuld lastete nicht auf ihm. Dieses Mal ... blieb sein Gewissen unberührt. Ein winziges Stückchen Frieden, welches in dieser Nacht die Stimmen seiner Opfer vertrieb und sich in seinem ganzen Körper ausbreitete wie Elenas Wärme. Er schlief darin, eingepackt und behütet. Er schlief wohl, wie er seit Jahren nicht mehr geschlafen hatte! Friedlich.

"Der pennt wie ein MURMELTIER!", grunzte Alma und gab es auf, Darak durch Rütteln zum Aufwachen zu bewegen. Inzwischen lag er nicht einmal mehr am Bauch des Greifen angelehnt, denn selbst dieser hatte sich erhoben, ungeduldig krächzend, auf dass die Gruppe weiterreisen würde.
Der Tag hatte den Nebel vertrieben und es klarte auf. Die Temperaturen waren für die Jahreszeit endlich angenehmer geworden. Es roch nach Moos, jungen Gräsern und neben einem umgestürzten Baumstamm zeigten sich die ersten Krokusse. Blumen des Erwachens. Für Celcia begann ein neues Jahr, für Darak ein neues Leben?
"Wenn er denn endlich mal wach würde!", murrte Alma. Sie rüttelte ihn wieder. Carath Molsag und Lilith standen abreisefertig neben ihr. Die Elfe legte den Kopf schief. "Vielleicht probierst du es mal auf die sanfte Art, Alma."
"ICH BIN DOCH SANFT!", bläkte sie zurück. Ihre Laune war nicht die beste. Sie hatte zwar die ganze Nacht einen überaus fabelhaften Traum gehabt – er handelte von einem Nieren-Imperium, das ihr niemand streitig machen konnte –, aber schon am Morgen war ihre Laune umgeschlagen. Schließlich würden sie alle wieder fliegen und das behagte der Tonne nicht. Wenn die Götter gewollt hätten, dass eine Alma flöge, dann hätten sich auch Pottwale, Riesen und Elefanten mit Flügelchen in die Luft erhoben. Carath hatte am frühen Morgen das Argument aufgeworfen, dass Drachen ja auch fliegen konnten und seitdem maulte Alma nur noch mürrischer herum. Sie wollte eben nicht fliegen und sie war kein warziger, schuppiger Drache, dem Rauch aus der Nase stieg. Sie war ein PRACHTWEIB, um sie selbst noch einmal zu zitieren.

Jenes Prachtweib hatte im Moment jedoch ihre liebe Mühe, den favorisierten Patienten mit dem gehörnten Helm wach zu bekommen. Obwohl sie Darak schon eine ganze Weile kannte, hatte sie niemals den luthrokar'schen Schlaf so intensiv kennen lernen dürfen. Nun wurde sie Zeuge eines Phänomens. Wenn ein Luthrokar schlief, dann schlief er! Da konnte wohl nicht einmal ein stattfindender Krieg ringsum ihn wecken.
Doch Lilith hatte eine Idee. Immerhin war sie eine Amazone und wusste, wie Männer gestrickt waren. Sie näherte sich Alma und Darak. "Besteigt schon einmal eure Greife, ich wecke ihn."
"Glaubst du, das schaffst du?", hakte Alma skeptisch nach. Doch die Elfe nickte zuversichtlich. Carath legte eine Hand auf Almas Schulter, führte sie zu den Greifen. Die Heilerin murmelte leicht frustriert und murrend vor sich hin. Wie konnte es ihr Lieblingspatient wagen, nicht einfach auch bei ihr aufzuwachen. Sie war doch ganz SANFT gewesen.

Zurück blieben Lilith Blütentau, Cattie das Huhn und ein noch immer schlafender Darak. "Pass auf, Cattie", grinste die Elfe. "Männer sind alle gleich, jedenfalls in gewisser Hinsicht." Sie betrachtete sich Darak. Dass er ihr bereits das Gegenteil dieser Behauptung bewiesen hatte, wusste sie. Trotzdem wandte sie jenen Trick an, mit dem sich schon viele Amazonen das Männchen an sich Untertan gemacht hatten. Ihre Hand glitt über Daraks Hosenbein in immer zentraler gelegene Regionen, wo sie schließlich verharrte und mit leicht reibenden Bewegungen Druck genug ausübte, dass der schlummernde "Prinz" eigentlich endlich aus seinem hundertjährigen Schlaf hätte erwachen müssen.
"Darak", säuselte sie ihm zu. "Wir wollen weiter. Wach auf." Dann sang sie ein unbeschwertes Liedchen, das an Vogelgezwitscher erinnerte und traditionell bei einem Fest zur Zeit des Erwachens angestimmt wurde.
Cattie beobachtete Lilith neugierig und mit schiefgelegtem Kopf. Schließlich entschied sich das wagemutige Huhn, ihr Herrchen auf eigene Art und Weise zu wecken. Sanft knappte sie ihm in die Nase.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 13. Januar 2009, 07:53

Der luthrokarsche Schlaf zeichnete sich durch eine besondere Weckresistenz auf wie man sie wohl selten bei einem Lebewesen kannte. Nur Drachen schliefen wohl tiefer als Darak selbst. Dieser liess sich gerade weder durch Almas massige Stimme noch ihr kräftiges rütteln, noch der Tatsache dass sie seine Arme mit ihren Fingern beinahe zerquetschte von seiner Ruhe beirren. Das einzige was er einmal tat war sich zu strecken und auf den Rücken zu drehen. Mehr war es dann aber auch nicht. Dies war wohl für die Tonne wohl mehr als nur ein nüchternes Ergebnis. Eigentlich konnte sie es ja sehr gut mit ihrem Lieblingspatienten. Schliesslich hatte er sie und sie ihn bisher mehr oder weniger gut überlebt. Aber an das Geheimnis seines Schlafes, blieb für Alma ein unlösbares mysterium.

Nicht aber für Lilith die genau wusste wie sie Darak anzupacken hatte wenn er denn wachwerden wollte. Aber es wäre beschämend für Alma gewesen wenn sie es nicht wenigstens hätte versuchen dürfen, vermutlich war dies der Grund von Liliths zurückhaltung. Es gab nichts schlimmeres als ein grösseres Geschick in einem Bereich zu beweisen welcher ein Heiler als den seinigen betrachtet.

<i> "Vielleicht probierst du es mal auf die sanfte Art, Alma."
"ICH BIN DOCH SANFT!",</i> Darak gab nur ein tiefer Seufzer von sich und drehte seinen Kopf zur Seite. Gerötete Tränenbahnen verrieten seine nächtliche Trauer, doch seine Gesichtszüge waren entspannt und wirkten so friedlich wie man es bei dem, von regelmässigen Albträumen geplagte Gehörnte kaum kannte. Darak hielt Almas rütteln, ihr kneifen und ihrer lauten Stimme stand. Keine Regung. Er schlief einfach weiter und würde dies wohl noch viele viele Stunden lang so weiterführen. Doch da schaltete sich endlich Lilith ein und kam zur hilfe.

Arglos lag der Mann im Gras und schlief als die Amazone sich über zentral gelegene Körperteile hermachte. Natürlich war dies ein Ort wo jeder Mann der halbwegs gesund war zu reagieren pflegte. Darak würde wohl Lilith sehr verbunden sein wenn sie Alma diese Technik NICHT beibrächte.

Lilith musste ihn nicht lange Stimulieren ehe er schon erste reaktionen zeigte. Leise stöhnte er auf und legte seinen Kopf in den Nacken. Ausserdem spreizte er seine Beine etwas ab, offenbar gefiel dem männchen was da gerade mit ihm gemacht wurde – typisch. Doch ihre zarten streicheleinheiten animierten Darak auch dazu sich noch einwenig zu entspannen. Er schien einfach die Vorzüge ihrer Massage zu geniessen und döste friedlich weiter auch wenn er ein nach Wachheit anmutendes „mhrmm?“ Von sich gegeben hatte.

Dies änderte sich schlagartig als Cattie ihm in die Nase zwickte. Er zuckte zusammen, rümpfte eben jene und musste schliesslich niesen. Verdutzt öffnete er seine Augen und blickte Lilith entgegen. Sein Blick glitt schnell an ihrem Arm herunter tu jener Stelle die sie gerade streichelte. Er runzelte die Stirn und seufzte lustvoll auf ehe er ihr einen. „Ebenfalls guten Morgen...“ Entgegensäuselte.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 14. Januar 2009, 19:52

Lilith war Amazone und dies schon eine ganze Weile. Als solche kannte sie wie keine andere die Schwachstelle der Männchen, wusste also, wo sie am empfindlichsten waren und wie man sie anzupacken hatte. Allgemein hieß dies jedoch nicht, dass eine Amazone jene Stelle auch gern in ihre Hände nahm.

Bei Lilith war dies etwas Anderes. Sie störte sich nicht daran, nannte sie einen Mann schließlich auch nicht Männchen. Sie war doch noch genug Frau, um Männer – ganz wenige, im Grunde derzeit sogar nur Darak und vielleicht ein ganz klein wenig Carath – nett zu finden. Sie kam jedenfalls mit ihnen aus, ohne gleich einen Streit vom Zaun zu brechen. Und sie kannte Verführungstechniken, mit denen sie noch jeden Kerl zu gewissen Aktion überredet oder eben geweckt hatte.

Auch bei Darak weckte sie nun gewisse Lebensgeister, allen voran jene zentralen, die das Blut wild zirkulieren ließen und für die gewisse männliche Standhaftigkeit sorgten. Unterdessen legte sich Daraks Kopf in den Nacken, sehr präsent für die neugierige Cattie, welche der Elfe scheinbar unbedingt unter die Arme greifen wollte. Da Hühner bekannterweise weder Arme noch Finger besaßen, musste eben der Schnabel herhalten.

Sie zwickte ihrem Herrchen in die Nase, dass dieser sein Riechorgan nicht nur rümpfte, sondern auch noch niesen musste. Sofort unterbrach Lilith ihre Streicheleinheiten. Die Hand ruhte jedoch weiterhin auf dem Schritt des Gehörnten. Das reichte offenbar noch aus, um ihn lüstern seufzen zu lassen.

"Guten Morgen, Schlafmütze. Hast du dich gut erholt? Wir wollen weiter." Lilith zog ihre Hand jedoch nicht weg. Sie schaute erst Darak direkt und dann seinen Schritt an. Dort hatte sich bereits zu viel geregt.
Verständnisvoll nickte sie. "Jaja, ich sehe schon. SO kannst du natürlich keinen Greifen besteigen." Die Elfe kicherte ob ihres kleinen Wortspieles und sogar Cattie gab ein amüsiertes Glucken von sich. Dieses Huhn verstand sie mehr als ein so mancher Mensch!

Lilith bewegte ihre Hand wieder, machte kreisende Bewegungen und übte an verschiedenen Stellen Druck aus. Sie knetete und rieb, glitt schließlich unterhalb des Hosenstoffes und bearbeitete Darak noch weiter. Mit der anderen Hand strich sie über seinen angepickten Nasenflügel, der eine schnabelförmige Rötung besaß. "Ich werde dich aber nicht jeden Morgen so wecken", sagte sie.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 16. Januar 2009, 16:04

Darak regte sich hörbar schnaufend und verzog immer wieder lustvoll sein Gesicht ehe er gepresst ausatmete. „uhrrmm..“ Seufzte er und legte seinen Kopf wieder in den Nacken während er sein Becken leicht aber doch drängend gegen Liliths Hand drückte. Er schmunzelte ab Liliths Scherz. „Also warten dort hinten alle auf mein kommen?“ Doppelte er nach und grinste frech. „Ich hatte einen… intensiven Traum.“ Verriet er ihr offen und wand sich bereits lustvoll in ihren Händen. Es war unglaublich wie gut sie ihm tun konnte. Darak genoss die zärtlichkeiten in vollen Zügen und schien sich sehr mit dem Gedanken anzufreunden jeden Tag so geweckt zu werden.

Ihre stetige Stimulation blieb nicht ohne Wirkung. Darak bemühte sich sichtlich darum leise zu sein doch sein Stöhnen wurde doch immer lauter, wie seine Atmung immer schneller. „Nnghghhrhrhr.“ Schliesslich spannte sich sein Körper so an dass er sich leicht streckte und seinen Rücken durchdrückte ehe er erlösend ausschnaubend seinen stillen Höhepunkt erlebte. Liliths Hände dienten dabei wie ein Auffangbecken für seinen Samen der wohl sonst nur seinen Hosenstoff bekleckert hätte. Ob die Amazonen auf der Insel ebenso behutsam mit ihrem Spenderorgan umgingen war wohl zu bezweifeln. „Danke…“ Hauchte er leise und musste sich erst einen Moment von der Weckaktion erholen ehe er endlich seinen Hosenstoff zurechtzupfte. Sich aufhockte. Lilith einen Kuss auf die Stirn presste und Cattie mit dem Zeigefinger gegen den Schnabel dockte. Schliesslich erhob er sich und nahm das Huhn zu sich. Er wartete auf Lilith und stiess dann gemeinsam mit ihr zur Gruppe.

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Re: Nächtliche Rast

Beitrag von Erzähler » Freitag 16. Januar 2009, 22:58

Lilith musste lachen, als Darak mit einem nicht minder zweideutigen Sprüchlein konterte. Sie liebkoste ihn fürsorglich. <i>"Ich hatte einen ... intensiven Traum."</i> Die Elfe lächelte. "Ich glaube, das hatten wir alle. Alma plappert ununterbrochen von einer Welt, in der die Niere herrscht." Erneut musste Lilith lachen. Doch dann veränderten sich ihre Züge, wandelten sich von heiter ins weiche. Sie schaute Darak so aufregend verführerisch und zugleich geheimnisvoll an, wie es nur eine Frau tun konnte, die um ihre angeborenen "Waffen" wusste. Unter stetigen Umscheichelungen ihrer Hand hauchte sie Darak schließlich zu: "Wollen wir nicht auch versuchen, etwas ähnlich Intensives in der wirklichen Welt zu schaffen?" Sie trieb ihn an und das mit Worten und den fünf Fingern ihrer rechten Hand!

Unter derartiger Verführung war es Darak natürlich nicht länger möglich, leise zu sein, so sehr er sich auch bemühte. Die Greifen hoben neugierig die Köpfe und selbst Alma und Carath, welche mitten in ein Gespräch vertieft gewesen waren, schauten auf. Von ihrem Lagerplatz aus schien ein brünftiger Hirsch zu röhren. Doch nein, es war Darak, Alma erkannte seine Stimme sofort. Sie winkte in einer harmlosen Geste alles ab und unterhielt sich weiter. Jetzt, nachdem der Gehörnte ... gekommen war, würde er mit Lilith sicher bald zu ihnen aufstoßen.

Die Elfe sammelte unterdessen den Erguss seines Höhepunktes in der hohlen Hand, trug dieses dann jenseits von Daraks Hosenstoff, damit es keine Flecken gab und schüttete es anschließend auf den Boden. Die Hand wischte sie sich im aufkeimenden Gras ab, so dass eine glänzende Spur letztes Beweisstück des kleinen Aktes mitten Im Neldoreth blieb.
<i>"Danke ..."</i> Lilith Blütentau hob die Augenbrauen und wie überrascht sie aus der Wäsche schaute, als Darak ihr auch noch einen Kuss auf die Stirn hauchte. Sie beobachtete ihn schweigend, bis er sich angezogen und Cattie auf den Arm genommen hatte. Lilith ließ sich von Darak aufhelfen. Gemeinsam schritten sie zum Rest der Gruppe.

"Das hat aber lange gedauert", brummte Alma, die sich noch nicht dazu aufraffen konnte, ihren Greifen erneut zu besteigen. Immerhin stellte jeder Flug für sie eine Reise in die Welt der umgedrehten Mägen und Übelkeitsschübe dar.
"Immerhin ist er wach und scheint wohlauf", entgegnete Carath Molsag, der sich bereits auf sein Flugtier geschwungen hatte. Er nahm Lilith die Worte aus dem Munde. Die Elfe lächelte selig in sich hinein, eine Hand berührte die des Gehörnten. Anschließend führte sie ihn zu seinem Greifen.
Schon hatten alle aufgesessen, selbst Alma, und weiter ging die Reise.

Die Tiere erhoben sich in die Luft, wieder begleitet von einem langanhaltenden "MIST!" und stoben hinauf in den aufklarenden Himmel. Einige Regentröpfchen passierten die Gruppe, doch schnell waren sie über die Wolken hinweg und begrüßten eine warme Morgensonne, die das Gras erwachen und erste Blumen ihre Blätter öffnen ließ.
Ein Stück weit entfernt konnten sie alle auf der Stillen Ebene eine dunkle breite Schlange erblicken, als bewegte sich dort unten ein gigantischer Tross voran. Doch die Greife kümmerte dies nicht, sie hatten ein anderes Ziel. Sie schienen ganz genau zu wissen, wo die Reise hinführen sollte.

Daraks Greif zeigte sich aufs Neue mehr als übermütig. Er musste einmal gewaltig aufholen, um die anderen beiden nicht aus den Augen zu verlieren, denn in all seiner Wildheit hatte er einen Satz zu viel Schrauben und Loopings gedreht. Cattie, erneut zwischen Darak und Lilith eingeklemmt gackerte wild.

Die Reise ging weiter. Immer wieder landeten die Tiere, man rastete über Nacht und flog am Tage. Zuletzt fand sich die Gruppe über einem Teil eines gewaltigen Urwaldes wieder. "Das muss der Kapayu sein!", rief Lilith Daraks ins Ohr und zeigte nach unten. Die Greife sanken langsam nieder, denn erneut war es Zeit für eine Rast.
"SO EIN VERDAMMTER MIST, WAS IST DEN DAHAAAAAAAA....." Das kam eindeutig von Alma! Ein Blick zurück zeigte ihren Greifen, der von mehreren Lianen geschnappt und sprichwörtlich an die Leine genommen worden war. Caraths Greifentier krächzte und flatterte wild, als unsichtbare Vogeljäger ihre tonnenschwere Beute hinunter zwischen die massigen Zweige riesiger Urwaldbäume und Gestrüpp zogen. Alma hatte keine Chance.


<i>weiter in Der Urwald Kapayu -> <a target="_blank" href="http://69169.rapidforum.com/topic=121266785690">Kapayus Gefahren</a></i>

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