Im Herzen Neldoreths

Der Wald liegt südwestlich und erstreckt sich weit in den Osten. Die Zwillingsflüsse Euwin und Auwin schenken dem Wald das Leben. Der Turm der Weisheit und die Ruinen Kosrals verbergen sich in ihm. Angeblich haben die Elfen dort ein Dorf errichtet.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Dienstag 11. April 2017, 20:10

Das Strahlen um ihr Licht wurde heller, als sie ihr Herz öffnete. Die Rarität dieses Moments war der jungen Frau nicht bewusst, aber die Beiden mit ihr verbundenen Wesen verstanden dessen Bedeutung umso mehr.
Unzählige weise Männer und Frauen suchten dieses Gefühl der Einigkeit und des Friedens. Sie bestiegen Berge, wälzten Bücher, meditierten Tagelang - und fanden es manchmal nie oder nur nach langer Zeit.

In ihrer aus Unschuld geborenen Weisheit hatte Maruka es gefunden. Ein Schatz, der sie immer begleiten würde, solange sie lebte.
Und sie hatte diesen Moment mit Enveri geteilt – der selbst so weit davon entfernt gewesen war, wie nur irgendjemand sein konnte.

Das Band, dass Maruka mit Revien verband, wurde kürzer und sie spürte die Ausläufer seiner Präsenz nah bei sich. Er war unruhiger als sie, aber mehr im Frieden mit sich, als noch zuvor. Sie spürte es nur Gedämpft, so als würde die Verbindung, die sie mit ihm Teilte, sie schützen wollen.

In der Gewissheit, dass sie Enveri zu nichts zwingen durfte, entschied sie sich dazu, ihm stattdessen zu zeigen, was ihm helfen würde. Sanft ‚griff‘ sie nach ihren Lichtern und bewegte sie aufeinander zu.
Sie konnte jede Bewegung spüren, was ein recht seltsames Gefühl war, wie ein Zupfen an ihrem Geist. Hätte sie sich nicht so im Frieden mit sich selbst befunden, wäre es vielleicht schmerzhaft gewesen. So war es nur – unbeschreiblich (und nicht minder seltsam). Als sich Blau und Waldgrün zu einem Türkis verbanden spürte sie sich selbst so intensiv wie nie zuvor.
Da war Maruka, die junge Mantronerin mit all ihren Hoffnungen und Ängsten und all den Unsicherheiten, die zum Erwachsen werden gehörten. Sie war ein komplexes Geschöpf, geschmiedet aus vielen Jahren Erfahrung, einer vielfältigen Kultur und unzähligen unausgesprochenen Regeln, die sie zu einem zivilisierten Menschen machten.
Und da gab es den Serval, der ihren Namen und ihren Körper mit ihr teilte. Ein Geschöpf, dass seinen Instinkten folgte. Genauso wie sie kannte es Regeln des Zusammenlebens, auch wenn sie um einiges primitiver und unartikulierter war. Das Morgen hatte hier wenig Bedeutung, und auch nicht das Gestern. Was zählte war der Augenblick. Es gab keine langen Pläne, kein Abwägen. Natürlich berief sich auch die Serval auf Erfahrung, aber es war nur ein instinktiver Augenblick, keine lange Grübelei.

Als sie nun die Lichter annäherte, fühlte sie all die kleinen und großen Punkte, an denen sie harmonierten: Den Wunsch nach Zuneigung, ihre Grundbedürfnisse nach Schlaf und Nahrung, ihre Neugierde und auch das Bedürfnis nach Sex. Wobei schon hier die ambivalente Einstellung des Menschen für etwas Unruhe sorgte.
Leider wurde auch alles, bei dem sie einander wiedersprachen, deutlich spürbar. Primär war es der rationale Teil, der sich mit den Instinkten focht, aber es gab noch andere, kleine Konflikte. Diese Elemente fühlten sich an, wie heißes Metall, dass, mit mehreren Schichten Stoff dazwischen, auf die Haut gedrückt wurde. Im ersten Moment war es warm, aber mit der Zeit würde die Hitze die Schichten durchdringen und zum Brennen werden. Die Erkenntnis machte sie traurig. So sehr würde sie gern völlig eins mit sich sein aber wie zwei Teile desselben Puzzles waren sie zwar Elemente desselben Bildes, konnten aber nicht verbunden werden. Es fehlte ein Teil.

„Belphegor hat den schnellen Weg nehmen wollen und dabei war es ihm egal, dass sein Werk unvollkommen sein würde.
Deswegen kannst du nicht vollkommen mit deinen Beiden Seiten verschmelzen.“
Sobald der Druck ihrer Hände nachließ, rutschten die beiden Sterne wieder etwas auseinander. Zum Glück blieben die zarten Verästelungen zwischen den Lichtern und zeigten ihr, dass sie noch immer verbunden war.
"Aber ich sehe, was du mir zeigen willst."
Die Stimme, die zu ihr Sprach, klang eigenartig – davon ab, dass es hier eigentlich gar keine Stimmen geben sollte, weil sie theoretisch in ihrem Kopf und – nein, nicht weiterdenken!
Die Stimme klang nach Enveri und nach Pantherchen … weil es war, als würden Beide fast gleichzeitig sprechen. Bedachte man den vorigen Zustand, war das ein gehöriger Fortschritt!
"Und wir danken dir. Ich dachte nicht, dass ich dem Gefängnis, dass ich mir selbst erschaffen hatte, jemals entkommen könnte. Aber das bin ich – mit deiner Hilfe."
Jetzt klang er mehr nach Enveri.

Zusammen mit den Worten erreichte sie noch mehr. Dankbarkeit und Zuneigung schwangen durch das Band und noch eine Spur mehr als nur Zuneigung. Es war bei weitem nicht so stark und strahlend wie das Gefühl der Liebe, dass Maruka ausstrahlte, aber da war es. Ein kleiner Funken, der zum Leben erwacht war und versteckt in Sympathie und Anziehung ihr Leuchten erreichte. Sie riskierte einen zweiten Blick, und entdeckte, dass der Funken stärker war, als er auf den ersten Blick wirkte. Es war fast, als versteckte Enveri ihn vor sich selbst und so bedurfte es einem genauen Blick. Nachdem sie ihn aber entdeckt hatte strahlte er sie intensiv an und mit Verblüffung sah sie, dass dieses weiße licht Enveri und den Naturgeist verband. Noch während sie hin sah, bemerkte sie, wie sich immer neue Zweige bildeten, und die Vormals getrennten Lichter verbanden.

"Vielleicht können wir gemeinsam wieder in Ordnung bringen, was in uns zerbrochen ist. Dann können wir zumindest wieder die Aufgabe erfüllen, zu der wir uns Verpflichtet haben. Und wir können dir so gegenübertreten, wie es angemessen für unsere Retterin ist!"
Nun sprachen sie wieder gleich laut.
"Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir brauchen werden. Es könnte zu lange für dich sein und wir müssen uns ganz auf einander konzentrieren. Du gibst uns Kraft und Zuversicht aber wir wollen dich nicht zu lange an einen Ort binden, der dir so unbekannt vorkommen muss. Geh also, wann immer es dir beliebt, oder bleib bei uns. So oder so, wir stehen in deiner Schuld, Maruka."
Reviens Präsenz strich sanft über ihre und milderte das heiße Gefühl, dass die Stellen, an denen Serval und Frau sich in Uneinigkeit berührten, verursachte.
„Hast du noch Fragen an uns oder möchtest du noch etwas sagen? Sonst ziehen wir uns zurück.“
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Freitag 14. April 2017, 12:43

Als sie nun die Lichter annäherte, fühlte sie all die kleinen und großen Punkte, an denen sie harmonierten: Den Wunsch nach Zuneigung, ihre Grundbedürfnisse nach Schlaf und Nahrung, ihre Neugierde und auch das Bedürfnis nach Sex. Wobei schon hier die ambivalente Einstellung des Menschen für etwas Unruhe sorgte. Leider wurde auch alles, bei dem sie einander widersprachen, deutlich spürbar. Primär war es der rationale Teil, der sich mit den Instinkten focht, aber es gab noch andere, kleine Konflikte. Diese Elemente fühlten sich an, wie heißes Metall, dass, mit mehreren Schichten Stoff dazwischen, auf die Haut gedrückt wurde. Im ersten Moment war es warm, aber mit der Zeit würde die Hitze die Schichten durchdringen und zum Brennen werden. Die Erkenntnis machte sie traurig. So sehr würde sie gern völlig eins mit sich sein aber wie zwei Teile desselben Puzzles waren sie zwar Elemente desselben Bildes, konnten aber nicht verbunden werden. Es fehlte ein Teil. Aber lange konnte Maruka darüber gar nicht traurig sein. Das entsprach nicht ihrer Art. Schon überlegte sie, wie sie auch dieses "fehlende Teil" für sich annehmen konnte. In ihrer Vorstellung malte sich ein Bild ihres Selbst. Da war die junge Frau, eigensinnig und auch ein bisschen stolz, verletzlich und unerfahren, liebenswert und naiv, aber auch einem großen Herzen. Und dann war da die Raubkatze, ein Jäger durch und durch, instinktiv, wild, zielgerichtet und immer hungrig auf das Leben.
Wenn ich beide nicht auf Dauer vollkommen vereinen kann, vielleicht kann ich dann lernen, beiden Teilen in mir so viel Raum zu lassen, dass sie miteinander gut auskommen...
Ein irrwitziger Gedanken formte sich bei dieser Überlegung in ihrem Kopf. Sie sah es ja gerade in Revien als Beispiel vor sich, deshalb war es sogar naheliegend, dass ihr so etwas einfiel:
Wenn man nicht "eins" sein kann, dann brauchen die Teile, die nicht zusammen passen, halt mal ne Auszeit voneinander. Darin kann ich Enveri verstehen. Es wäre doch schön, wenn ich auch einmal, vielleicht jeden Vollmond, ganz und gar nur Mensch oder nur Tier sein könnte...
Sofort sponn sie mit ihrer wachsenden Phantasie den Faden weiter und zwei Bilder formten sich. Das eine Bild zeigte Maruka, als junge Frau, die im Vollmondlicht auf der Lichtung unter dem Baum tanzte und das andere, wie ein schwarzer Serval, in der Dunkelheit des Neumondlichtes ,auf vier Pfoten sein Revier auf der Jagd durchstreifte. In den Tagen zwischen Voll- und Neumond war sie wie sie war und auch hier fühlte sie sich rundum wohl. Es war nur eine Spinnerei, aber solche Gedanken entstanden, wenn man mit sich im Reinen war und der Fantasie freien Lauf lassen konnte. Dann durchbrach Reviens Stimme ihre Gedankenspiele:
„Belphegor hat den schnellen Weg nehmen wollen und dabei war es ihm egal, dass sein Werk unvollkommen sein würde. Deswegen kannst du nicht vollkommen mit deinen beiden Seiten verschmelzen.“
Unvollkommen? ...hm... Ich finde mich eigentlich schon ganz gut gelungen.
Sie musste innerlich grinsen, aber sobald der Druck ihrer Hände nachließ, rutschten die beiden Sterne wieder etwas auseinander und sie verstand, was er meinte. Zum Glück blieben die zarten Verästlungen zwischen den Lichtern und zeigten ihr, dass sie noch immer verbunden war.
"Aber ich sehe, was du mir zeigen willst."
Die Stimme, die zu ihr sprach, klang eigenartig – davon ab, dass es hier eigentlich gar keine Stimmen geben sollte, weil sie theoretisch in ihrem Kopf und –
Nein, nicht weiterdenken!
Die Stimme klang nach Enveri und nach Pantherchen … weil es war, als würden beide fast gleichzeitig sprechen. Bedachte man den vorigen Zustand, war das ein gehöriger Fortschritt!
"Und wir danken dir. Ich dachte nicht, dass ich dem Gefängnis, dass ich mir selbst erschaffen hatte, jemals entkommen könnte. Aber das bin ich – mit deiner Hilfe."
Jetzt klang er mehr nach Enveri und seine Worte ließen sie wohlig schnurren. Sie war gerne eine Hilfe für andere. Es war einfach ein gutes Gefühl, dass er ihr mit den wenigen Silben übermittelt hatte und sie fühlte sich warm an, wohlig und gemocht. Zusammen mit den Worten erreichte sie noch mehr. Dankbarkeit und Zuneigung schwangen durch das Band und noch eine Spur mehr als nur Zuneigung. Es war bei weitem nicht so stark und strahlend wie das Gefühl der Liebe, dass Maruka ausstrahlte, aber da war es. Ein kleiner Funken, der zum Leben erwacht war und versteckt in Sympathie und Anziehung ihr Leuchten erreichte. Sie riskierte einen zweiten Blick, und entdeckte, dass der Funken stärker war, als er auf den ersten Blick wirkte. Es war fast, als versteckte Enveri ihn vor sich selbst und so bedurfte es einem genauen Blick. Maruka war gut darin kleine Details zu finden und sich drauf zu stürzen und nachdem sie ihn aber entdeckt hatte, strahlte er sie intensiv an und mit Verblüffung sah sie, dass dieses weiße Licht Enveri und den Naturgeist verband. Noch während sie hin sah, bemerkte sie, wie sich immer neue Zweige bildeten, und die Vormals getrennten Lichter verbanden.
Maruka war darüber sehr glücklich und grinste breit, so sehr, dass sie es körperlich auf ihren Wangen spüren konnte. Sie wusste nicht, was diese wunderschönen weißen Fasern zu bedeuten hatten, aber sie fand sie schlicht toll! Weiß war ohnehin ihre Lieblingsfarbe. Sie symbolisierte Schnee, das Glitzern der Eisfelder ihrer Heimat und die Reinheit ihres Herzens.
"Vielleicht können wir gemeinsam wieder in Ordnung bringen, was in uns zerbrochen ist. Dann können wir zumindest wieder die Aufgabe erfüllen, zu der wir uns Verpflichtet haben. Und wir können dir so gegenübertreten, wie es angemessen für unsere Retterin ist!"
Nun sprachen sie wieder gleich laut und Maruka sonnte sich in ihrem Klang.
Retterin...übertreibst du da nicht ein bisschen? Das hast du doch selbst gemacht...
Ihre Katze rekelte sich auf ihrem "warmen Stein" und genoss diesen Klang der einen/zwei Stimmen genauso wie der Mensch es tat.
"Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir brauchen werden. Es könnte zu lange für dich sein und wir müssen uns ganz auf einander konzentrieren. Du gibst uns Kraft und Zuversicht aber wir wollen dich nicht zu lange an einen Ort binden, der dir so unbekannt vorkommen muss."
Och, ist doch schön hier!...
"Geh also, wann immer es dir beliebt, oder bleib bei uns. So oder so, wir stehen in deiner Schuld, Maruka."
Schuld? Quatsch! Hahaha... und natürlich bleibe ich!
Reviens Präsenz strich sanft über ihre und milderte das heiße Gefühl, dass die Stellen, an denen Serval und Frau sich in Uneinigkeit berührten, verursachte. Sie verlor ein klein wenig ihre Konzentration, als er das tat.
SCHNURRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!
Langsam ließ sie ihre Sterne wieder auf das gewohnte Maß auseinander driften und nahm den Druck ihrer mentalen Hände fort. Einen Moment betrachtete sie noch die zarten Verbindungen zufrieden und wandte sich dann wieder Revien zu.
„Hast du noch Fragen an uns oder möchtest du noch etwas sagen? Sonst ziehen wir uns zurück.“
Fast hätte sie aus reiner Gewohnheit wieder los geplappert, aber tatsächlich, ja wirklich, war Maruka mal nicht nach Reden zumute. Natürlich spukten ihr tausend Einzelteile eines Puzzles im Kopf herum, dass sie vermutlich niemals gänzlich verstehen würde, aber so wie es jetzt gerade war, so mochte sie sich, Enveri, Pantherchen, Revien und natürlich ihre Funkenfreunde. Der große Vorteil an ihrem derzeitigen Zustand war, dass sie offen für alles war und in ihrer Leichtigkeit alles annehmen konnte, was das Leben ihr anbot. Da sie so sehr in sich zufrieden war, kam ihr auch nicht der Gedanke, ihre Worte hier großartig zu überdenken, also rutschte ihr doch etwas heraus:
Ich hab dich auch lieb! ... also wir!
Sie sagte/dachte es so, wie man es einem langjährigen Freund sagen würde, obwohl sie dieses komplizierte Wesen, dass da neben ihr saß und doch in ihr war, erst ein paar Tage kannte. Die Verbindung, die hier in dieser Höhle entstanden war, ging deutlich tiefer, als das was sie vorher für Enveri empfunden hatte und doch war es nicht viel anders. Erlebnisse dieser Art prägten nun mal eine Beziehung, schweißten Freunde zusammen. Letztendlich war es das, was Maruka in diesem Moment wahrhaftig und aufrichtig empfand.
Freundschaft!
Wir können gehen... bist du bereit?
Es war ein wenig so, als würde sie ihre Hand aus seiner nehmen, ihn aber anlächelnd, da sie unsagbar stolz auf das war, dass er hier geschaffen hatte – sie gemeinsam. Langsam und mit leichter Wehmut, das hier natürlich irgendwann beenden zu müssen, verließ sie ihr "Leuchten" indem sie sich wieder auf ihren Atem konzentrierte und damit ihrem Körper wieder bewusster wurde. Mit jedem Heben ihres Brustkorbs näherte sie sich wieder der Realität an, tauchte auf. Jeder lange Lufthauch der ihre Lungen füllte, wurde zum Sinnbild des Friedens, den sie von hier mitnehmen würde. Ein letzter Gedanke berührte ihr Innerstes, als sie langsam wach wurde:
Mein Leben ist wirklich nicht perfekt, aber... Es ist MEIN Leben und ich mache das Beste daraus!
Mit dem letzten Atemzug öffnete sie dann die Augen und sah auf das sanfte Glitzern des Wassers. Mit einem leisen Seufzen hob sie den Blick zu Enveri und lächelte.
"Das war gut, oder?"
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Sonntag 23. April 2017, 23:03

Ich hab dich auch lieb! ... also wir!
Eine Woge aus Zuneigung antwortete Maruka auf diesen Satz und ließen sie spüren, dass sie nicht allein war. In einem Zustand des Friedens löste sie sich von ihrem Leuchten, nicht sicher, ob sie jemals wieder diese tiefe der Mediation erreichen würde. Ihr Gedankenspiel darüber, wie es wäre, einmal Mensch und einmal Serval zu sein, war reizvoll und ließ sie mit einigen Ideen zurück. Wenn es doch nur so einfach gewesen wäre, diesen Zustand tatsächlich herbei zu führen, statt ihn sich nur vor zu stellen!
Aber sie war keine Magierin und vermutlich brauchte man genau das, um das fehlende Puzzelstück zu finden. Und genauso wenig konnte sie ihren Körper so sehr beeinflussen, das Serval und Mensch ‚getrennt‘ wurden, auch wenn sie aus einem Zustand kam, in dem es sich anfühlte, als wäre alles möglich.
Mit dem letzten Atemzug öffnete sie dann die Augen und sah auf das sanfte Glitzern des Wassers. Mit einem leisen Seufzen hob sie den Blick zu Enveri und lächelte.
"Das war gut, oder?"

Enveri antwortete ihr nicht. Noch immer saß er in der von ihr angewiesen Position. Die Augen hatte er geschlossen und sein Gesicht wirkte friedlich und entspannt. Ein sanftes grünes Leuchten löste sich von ihrer Brust und stieß ein glockenhelles leises Lachen aus. Der Funkenfreund schwebte schwerelos zu ihrem Gesicht und hauchte ihr einen Kuss auf. Es war nur eine flüchtige Berührung, aber sie spürte zum ersten Mal, was der Waldelf gemeint hatte, als er davon sprach, dass sie über Emotionen kommunizierten.
Sie spürte Zufriedenheit und Stolz, Zuneigung und Erwartung. Und dann, als der Funke sich trennte, verflog das intensive Gefühl bis es nur noch ein leises Echo war.
Das kleine grüne Licht flog zu dem stillen Enveri und setze sich auf sein Knie. Noch andere seiner Freunde saßen auf oder neben dem Waldelfen.
Je länger sie den Mann vor sich betrachtete, der scheinbar tief konzentriert in der Meditation versunken war, desto mehr fielen ihr Seltsamkeiten an ihm auf. Sie konnte es nur aus dem Augenwinkel sehen, aber es war, als würde ein Schatten über ihm liegen und etwas verzerrte seine Siluette immer wieder. Ein bisschen erinnerte es sie an die Felsen in Morgherias Ödland, wenn die Kraft der Sonne sie flimmern ließ.
Die Funkenfreunde schien davon wenig beeindruckt, geschweige denn beunruhigt. Doch die Art, wie sie um ihn Versammelt waren, hatte etwas Beschützendes.
Offenbar meinte Enveri mit ‚Zurückziehen‘ etwas längerfristiges.
Selbst, als Maruka länger ausharrte öffnete er weder die Augen, noch reagierte er in irgendeiner Form. Und nicht nur ihr Instinkt riet ihr, den Waldelfen nicht zu stören, auch die Funkenfreunde schienen sie von ihm fern halten zu wollen.
Er hatte wohl nicht gelogen, als er sagte, dass es länger dauern würde. Zumindest hatte er bis Morgen Mittag Zeit … und so lange würde er ja wohl nicht brauchen, oder?!?
Eigentlich wusste Maruka auch nicht, wie viel Zeit schon vergangen war, und die dunkle Höhle verriet ihr wenig über die Tageszeit. Einzig ihre etwas steifen Glieder kündeten davon, dass einige Zeit verstrichen sein musste.
Jetzt blieb ihr also nur, es sich hier halbwegs bequem zu machen und zu warten, oder aber noch etwas die Nachtluft zu genießen und Enveris Rückkehr draußen zu erwarten.
Wäre er alleine gewesen, hätte sie ihn ungern zurückgelassen, aber die Waldgeister schienen fest Entschlossen auf ihn acht zu geben und ihn zu beschützen. So blieb ihr die freie Wahl.


(ooc: wenn du rausgehst, draußen erwartet Maruka die Nacht, Enveri wird (mindestens) bis zu dem treffen mit Liam ‚beschäftigt‘ sein. Solange du nicht die ganze Zeit über bei Enveri bleibst, kannst du gerne die Zeit bis zum Treffen selbst füllen. (Außer du möchtest noch etwas mit den NCSs im ‚feindlichen‘ Lager o.ä. machen))
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Dienstag 25. April 2017, 09:53

Enveri saß in der von ihr angewiesen Position und war noch in tiefer Meditation versunken. Die Augen hatte er geschlossen und sein Gesicht wirkte friedlich und entspannt. Maruka lächelte und betrachtete ihn einen Moment, bis sich ein sanftes grünes Leuchten von ihrer Brust löste. Der Funkenfreund schwebte schwerelos zu ihrem Gesicht und hauchte ihr einen Kuss auf was sie leise lachen ließ. Es war nur eine flüchtige Berührung, aber sie spürte zum ersten Mal, was der Waldelf gemeint hatte, als er davon sprach, dass sie über Emotionen kommunizierten.
Sie spürte Zufriedenheit und Stolz, Zuneigung und Erwartung in dieser kleinen Berührung ihres winzigen Freundes. Und dann, als der Funke sich trennte, verflog das intensive Gefühl bis es nur noch ein leises Echo war. Es ließ sie glücklich zurück. Sie flüsterte:
„Ja und dich hab ich auch ganz doll lieb!!“
Irgendetwas hab ich wohl richtig gemacht.
Auch wenn die Worte vielleicht gewohnt zweifelnd waren, so fühlte Maruka sich seit langem einmal wieder zu etwas nützte und war auch ein klein wenig stolz auf, das was sie da angestubst hatte. Sie folgte dem kleinen grünen Licht mit den Augen zu dem stillen Enveri. Es setze sich auf sein Knie. Noch andere seiner Freunde saßen auf oder neben dem Waldelfen. Maruka schmunzelte, da es schon ein wenig komisch wirkte, aber auch irgendwie wunderschön und mystisch. Je länger sie den Mann vor sich betrachtete, der tief konzentriert in seiner Meditation versunken war, desto mehr fielen ihr Seltsamkeiten an ihm auf. Sie konnte es nur aus dem Augenwinkel sehen, aber es war, als würde ein Schatten über ihm liegen und etwas verzerrte seine Silhouette immer wieder. Ein bisschen erinnerte es sie an die Felsen in Morgherias Ödland, wenn die Kraft der Sonne sie flimmern ließ. Die Funkenfreunde schien davon wenig beeindruckt, geschweige denn beunruhigt, also machte sie sich auch keine Gedanken darüber.
Maruka wartete eine Weile und nutzte Enveris Stille dazu seine Gesichtszüge, die Feinheiten seines Äußeren einmal eingehend studieren zu können, ohne das er weg sah. Jedes noch so kleine Detail fand in ihr einen interessierten Beobachter. Vom Kranz seiner Wimpern der tief geschlossen unter seinen Augen lag, die Schatten, die sich dicht darunter auf seine Wangen legten, die gerade Form seiner Nase, der sanfte Schwung seiner Lippen und die kleine Kuhle die seine Oberlippe zierte, die feinen Linien darauf. Ihre Augen wanderten tiefer bis hin zu der Form seines Kinns und der Linie seines Halses war alles ein Bild, was sich lohnte im Gedächtnis zu behalten. Sie wollte sich sein Antlitz verinnerlichen, damit sie vielleicht davon träumen konnte, wenn die Einsamkeit sie irgendwann vielleicht wieder einholen würde, denn irgendwo tief in ihrem Innern war sie trotz all dieser unglaublichen Erlebnisse der letzten Zeit, trotz allem immernoch unsicher und ängstlich, dass ihr das alles wieder genommen werden würde. Es war vielleicht einfach ein wenig zu schön um wahr zu sein und Maruka hatte in ihrem jungen Leben schon zu viel verloren um nicht diese Ängste in sich zu tragen. Trotzdem wollte ein gewisser Teil in ihr sich im Augenblick sonnen und sich dieser Dunkelheit nicht ergeben. Deshalb lächelte sie und malte sein Bild in ihr Herz, damit sie immer eine Erinnerung an Freundlichkeit und Freundschaft haben würde, selbst wenn sie von Schatten umgeben waren. Ihr Blick wanderte von seinem Hals über seine Schultern, die Arme hinunter und zu seinen Händen. Die Knochen waren schlank und zeugten doch von Stärke. Eine gewisse Eleganz wohnte diesem Körper innen. Sie malte sich aus, wie es wäre seine Hand zu halten, wie es wäre, wenn er sie damit ohne Furcht vor ihr oder sich selbst berühren würde.
Ob er noch immer Angst vor mir haben wird, wenn er aufwacht?...
Sie schüttelte den Gedanken ab. Gern hätte sie ihre kleineren Finger in seine Handfläche geschoben, nur um ihm zu zeigen, dass sie für ihn da war, doch sie wusste auch, dass sie ihre Instinkte hinten anstellen musste, hinter seine Genesung. So sehr sie ihn auch in Freundschaft gern umarmt hätte, nachdem sie in der Verbindung von ihm so viel Wärme erfahren hatte, er brauchte jetzt Zeit für sich und offenbar meinte Enveri mit ‚Zurückziehen‘ etwas längerfristiges. Er hatte wohl nicht gelogen, als er sagte, dass es länger dauern würde. Zumindest hatte er bis Morgen Mittag Zeit … und so lange würde er ja wohl nicht brauchen, oder?!? Eigentlich wusste Maruka auch nicht, wie viel Zeit schon vergangen war, und die dunkle Höhle verriet ihr wenig über die Tageszeit. Einzig ihre etwas steifen Glieder kündeten davon, dass einige Zeit verstrichen sein musste und eigentlich könnte sie auch mal wieder etwas essen! Wäre er alleine gewesen, hätte sie ihn ungern zurückgelassen, aber die Waldgeister schienen fest entschlossen auf ihn acht zu geben und ihn zu beschützen, so aber warf sie ihm noch ein breites (ungesehenes) Grinsen zu und verließ lautlos die Höhle. Fließend glitt sie in das Wasser und winkte mit dem Krümmen einer Zeigefingerkralle ihren Freunden. Dann tauchte sie unter und nahm den Weg aus der Höhle hinaus.

Draußen erwartet Maruka die sternenklare Nacht und wieder tanzten Glühwürmchen über den Gräsern des nahen Ufers.
So lange? Wir waren den ganzen Tag da drinnen?
Sie zog die süße Waldluft tief in ihre Lungen und sah sich um. Kurz schüttelte sie das Wasser aus den Ohren und lauschte dann in die Dunkelheit hinaus, ob sie auch wirklich allein war. Nichts schien den Frieden des ihr inzwischen heilig gewordenen Ortes gestört zu haben, also ließ sie sich noch einen Moment auf der Wasseroberfläche treiben und sah hinauf in die Sterne. Nach der Stille der Meditation fühlte sie sich nicht mehr allein sondern… friedlich. Eine tiefe innere Ausgeglichenheit hatte sie ergriffen. Sie sah an sich hinunter und beobachtete den Glanz des Wassers auf ihrem Körper, das Glitzern der kleinen Wellen die sich mit ihr beruhigten, die Spiegelbilder der Sterne. So im Mondlicht badend fühlte sie sich tatsächlich das erste mal … schön! Das erste Mal seit der Verwandlung fühlte sie sich in ihrer Haut, in ihrem Fell wohl und konnte das kühle Streicheln der leichten Wasserströmung unter sich genießen. Ihre Gedanken drifteten kurz zu einigen Dingen die geschehen waren und bald auch zu Liams Reaktion auf sie, die sie immernoch beschäftigte, wenn jetzt auch deutlich rationaler betrachtet. Sie überlegte:
Er hatte sich von mir angezogen gefühlt …
… obwohl sie so war wie sie war. Das war schon erstaunlich. Aber er hatte sie nicht gesehen, was Zweifel in ihr aufkeimen ließ, ob das so bleiben würde. Im Zelt war es so finster gewesen, dass seine menschlichen Augen nichts bis unglaublich wenig von ihr verraten hatten können... und doch! Er hatte sie mit seinen Händen berührt und war nicht zurück geschreckt.
Und wo er mich überall berührt hatte!
Noch immer fühlte sie seine Hände auf ihren Schenkeln, als sie langsam ihren Körper erkundet und einen Lauf des Feuers in ihr entzündet hatten. Sie konnte sich fast bildlich daran erinnern, besser an manch anderes, da es eine sehr tiefe Emotion in ihr verwurzelt hatte.
Eine unbestimmte - Sehnsucht - nach mehr.
Aber selbst als sie nach ihm im Schatten der Nacht aus seinem Zelt geschlichen war und er die Wachen abgelenkt hatte, hatte er maximal für einen Augenblick einen dunklen Schatten sehen können.
Wie wird er wohl reagieren wenn er mich im grellen Tageslicht sieht, wenn er das Tier in mir erblickt? Ob er dann immernoch so...?
Sie führte diese Gedankenspiele nicht weiter, denn sie ließen wieder eigenartig dunkle Stimmungen in ihr hoch kommen voller Selbstzweifel und diesen wollte sie sich im Moment einfach nicht hingeben. Ihr jung erworbenes Selbstvertrauen war noch ein zartes Gespinst wie aus Spinnenseide und leicht zu zerreißen. Sie wollte einfach den Augenblick genießen!
In der Kühle des Wassers badend fühlte sie sich gut und ein wenig … hungrig!
Ach verdammt!
Sie klappte ihren Körper mittig zusammen, tauchte kurz unter und schwamm ein paar lange Stöße unter Wasser zum Ufer, dorthin wo die kleinen Reusen vielleicht einen neuen Fisch gefangen hatten. Seit ihrer Verwandlung war sie fast immer hungrig und im Moment besonders, als ob die langsam vergehende Hitze ihres Körpers noch mehr Energie verbrennen würde, als er es ohnehin schon tat. Mit einiger Belustigung und wenig Ernst dachte sie:
Wenn ein Jäger mir eine Spur aus Leckereien legen würde, ich würde sie alle auffressen und ihn zum Schluss!
Sie leerte die Fischfalle, und stieg dann aus dem Wasser um sich ausgiebig zu schütteln. Dann strich sie sich noch so viel wie möglich Wasser aus dem Fell und aus der Mähne. Etwas mürrisch stellte sie fest, dass sie sich bald so etwas wie einen Kamm oder eine Bürste basteln müsste, denn die langen Haare ihrer Mähne waren zwar von Natur aus sehr widerstandsfähig, aber neigten zu übertriebener „Seidigkeit“ und damit zum verknoten. Es war eben kein Wolfsfell. Ihre Krallen waren nur bedingt gut zum Knoten entfernen, da sie auch immer einen großen Teil der Haare durch ihre Schärfe mit ab schnitten. Schon bei ihrer Bogensehne hatte sie immer darauf geachtet, dass sie sich mindestens eine Kralle deswegen abkaute. Inzwischen war das fast zu einem kleinen Tick geworden, wenn sie nachdenklich da stand. Jetzt schaute sie kurz nach, ob ihre Sachen noch oben im Baum gut versteckt waren und huschte dann in den Wald um die anderen Fallen zu kontrollieren. Auf ihrem Weg schaute sie sich immer wieder nach Essbaren für Enveri um und so langsam ging ihr dieses Verhalten in Fleisch und Blut über.

Als sie wieder satt und mit pflanzlicher Beute für den Elfen zurück war, machte sie es sich in den ausladenden Ästen des Baumes gemütlich. Sie legte für Enveri seine Mahlzeit in die Schale der Statur und sich selbst darüber lang ausgestreckt auf einen dicken Ast. Ihr Schwanz baumelte leicht schwingend, passend zu ihrer ausgelassenen Stimmung, unter ihr hin und her, während sie ihr Wollknäuel weiter bearbeitete. Die schwarzen Fäden verflochten sich recht zügig unter ihren Händen zu einem lockeren Gewebe. Viele hübsche Muster, wie ihre Mutter sie kannte, kannte Maruka nicht, aber ein paar einfache waren hängen geblieben und sie befürchtete ohnehin, dass man die schwarze Wolle auf ihrem schwarzen Fell ohnehin nicht sehen würde. Trotzdem war ihr eigener Perfektionismus hier Triebfeder. Eine Weile überlegte sie, wie sie ihren Plan am hübschesten umsetzten konnte, aber entschied sich dann aber für eine pragmatische Variante, die ihr sogar erlauben würde ein paar Kleinigkeiten „verstecken“ zu können. Sie formte eine Art langen Schal der in unterschiedlichen Breiten sich um ihren Körper winden sollte. Im Nacken hatte er eine Tasche wie ein Kapuze, oder Rucksack, in der sich ihre Funkenfreunde verstecken könnten, oder man einen kleinen Gegenstand tragen könnte. Auf den Schultern war er also recht breit und sogar hoch geschlossen, aber sie hatte dort auch ein paar kleine Lochmuster „unbewusst“ eingearbeitet. Von dort aus wurde der Schal unter ihren Brüsten deutlich schmaler und kreuzte vor ihrer Brust, ließ einen schmalen Streifen ihrer Rundungen frei um einmal auf dem Rücken und einmal auf dem Bauch jeweils ein weiteres mal sich um sie zu wickeln. Das Unterteil war deutlich einfacher. Es bestand als erstes aus einem kleinen Dreieck, das im grellen Licht des Tages ihre rosa Blüte vor zu neugierigen Blicken verdecken sollte. Für den Bruchteil eines Herzschlages sah sie ein Bild vor sich, wie sie für Enveri und für die Nacht getanzt hatte und überlegte...
Naaeein... sicher nicht... Nein, er hat sicher nichts gesehen... Er hat schließlich keine Katzenaugen!
, beruhigte sie sich selbst und häkelte weiter. Ob es bei diesem Ereignis Tag oder Nacht gewesen war, wusste sie schon nicht mehr und dachte auch nicht darüber nach. An zwei Ecken bekam ihre Arbeit jeweils ein Band, mit dem sie es befestigen und im Schritt sogar zwei, damit es gerade um ihren Schwanz herum reichen konnte. Wenn noch genügend Zeit sein sollte, wollte sie noch einen kurzen Wickelrock herstellen, der das ganze abrunden sollte und abermals eine Tasche in den Falten einbauen. Die teilweise „gewollten“ Lochmuster machten ihr dabei besonders Freude, da die Umgebungstemperatur hier in diesen Wäldern doch recht hoch war und ein wenig Belüftung in jedem Fall gut war. Witziger Weise passte sie sich damit sogar Enveris „Loch-Stil“ an. Ein paar Mal musste sie auch ein paar Reihen wieder aufribbeln, wenn etwas beim Anprobieren nicht passte oder zwickte, aber im Ganzen war sie mit dem Endergebnis recht zufrieden. Während sie so vor sich hin arbeitete und die Nacht voran schlich, dachte sie auch immer wieder an das bevorstehende Treffen und langsam schlich sich eine leichte Sorge in ihr Gemüt.
Was, wenn die doch böse sind... könnten sie sein... wir kennen sie nicht wirklich.
Maruka grübelte und schaute unwillkürlich weiter hinauf in die Baumkrone, dorthin wo ihre Waffen versteckt langen.
Vielleicht sollte ich einige davon in der Nähe verstecken, nur für den Fall... das doch etwas schief geht.
Der Gedanke war unangenehm und widerstrebte ihr. Sie wollte so sehr, wünschte sich so sehr, dass sie eine andere Lösung als den Tod fanden, aber wenn nicht...?

Zur Zeit der Dämmerung, da ihre Sinne am intensivsten waren, machte sie sich auf um den Ort des Treffpunktes noch einmal aufzusuchen. Sie begutachtete die Bäume rings umher und die Wege, die Menschen hier nehmen konnten und auch Wege die sie hier nehmen könnte, sollte sich doch das ganze negativ entwickeln. Ein paar Geräuschfallen konnten auch nicht schaden, falls sich jemand anschleichen wollte. Sie hatte ihren Bogen mitsamt dem Köcher dabei und auch ihren Dolch mitgebracht. Bei der Peitsche hatte sie sich einfach nicht gleich überwinden können sie anzufassen. Ein paar Atemzüge lang hatte sie sie angestarrt wie eine Schlange, dann hatte sie sich gesagt, dass sie den pragmatischen Nuten dahinter sehen müsse und sie um ihre Taille gewickelt, wie einen Gürtel.
Mann weiß schließlich nie, wann man ...
Sie fühlte sich immernoch falsch an, selbst wenn Maruka damit sogar schon ein wenig umgehen konnte, viel zu gut für ihren Geschmack. Die schwarze Dolchscheide schmückte ihren schlanken Oberschenkel und der Bogen ihren Rücken, was ihrem ganzen Erscheinungsbild einen wilderen Charakter verlieh. Sie suchte sich den besten Aussichtspunkt der Umgebung und sorgte dort für Tarnung, in dem sie ein paar Äste dichter zusammen band. Es war wie ein Hochstand, um das Wild zu beobachten. Hier würde sie auf die Ankunft der Anderen warten können, wenn die Zeit gekommen war und Enveri so gut es eben ging den Rücken decken, wenn die Gespräche schlecht liefen. Sie saß oben in ihrem Versteck und bemerkte langsam ihren Denkfehler.
Ich muss ja unten dabei sein ...um zu übersetzen wenn der Geist mit ihnen reden will...
Sie rollte mit den Augen schnaufte und sprang vom Baum herunter. Mit in den Beinen abfedernd kam sie auf, richtete sich auf betrachte den umgestürzten Baum und schritt an seine höchste Stelle. Von dort aus sah sie sich um. Hier würde sie stehen, wenn Revien nicht erwachen würde und der Geist sie als Vermittler brauchen würde.
Ich muss daran glauben, dass diese Menschen genauso einen friedlichen Weg finden wollen, aber ich muss auch auf das Gegenteil vorbereitet sein... Hm... Die Funkenfreunde könnten auch Patrouille fliegen und ggf. uns vor einem Hinterhalt warnen.
Maruka schloss einen Moment die Augen.
Ich weiß eigentlich gar nicht was ich hier mache.
Sie atmete langsam aus, öffnete die Augen, denn gleichzeitig wusste sie auch, dass sie trotz allem niemals gehen würde. Sie würde Enveri, Revien, den Geist, diesen Ort und auch ihre Funkenfreunde nicht so einfach verlassen. Sie würde kämpfen, wenn nötig, aber sie würde, was ihr im Moment noch viel schwieriger erschien, genauso versuchen die Herzen der Menschen zu erreichen, damit dieser Ort endlich seinen Frieden finden konnte.

Nach einer Weile des Nachsinnens, einer Weile, die sie benötigte um die Gegend zu erkunden und kleine gute verborgene Geräuschfallen zu installieren, kehrte sie zum Baum zurück. Der Tag war jung und sie wollte nachsehen, ob sich Enveri langsam zeigte. Bald war es soweit und langsam stieg ihre Anspannung. Sie wollte wissen, wie es ihm ging und ob er dem was kam gewachsen war. Unruhig tiegerte sie am Seeufer entlang und wartete auf das Auftauchen ihres Freundes.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Dienstag 2. Mai 2017, 22:43

Maruka hatte die Nacht klug genutzt, aber als die Sonne langsam zu ihrem Höhepunkt am Himmel wanderte, wuchs ihre Unruhe.
Wo blieben Enveri und Pantherchen?

So intensiv sie auch auf den See starrte, die Oberfläche blieb, bis auf ein paar Fische, die ab nach oben stiegen, bewegungslos. Das hier war wichtig … vor allem, dass Enveri und der Geist bei Kräften und Verstand waren. Schließlich konnte die Situation nur allzu leicht aus dem Ruder geraten und Maruka tat das hier, damit es KEIN Blutvergießen gab.
Sie wollte schon fast ins Wasser springen, um nach zu sehen, wo ihr Freund blieb, da trug der Wind knackendes Unterholz und Schritte zu ihr. Liam war zu früh! Oder aber das war jemand anderes, der sich ihr da näherte. Der Treffpunkt war ein Stück weiter westlich und weiter von der Klippe entfernt, also wusste die Person entweder nichts davon oder war absichtlich vom Weg abgewichen.
Vorsichtig geworden erklomm Maruka gewandt den nächsten Baum und kletterte beihnahe Lautlos hinauf. Wenn es Liam war, konnte sie noch immer hinunterkommen und ihn fragen, warum er hier herum streunerte, und wenn nicht, dann blieb ihr Zeit, den Eindringling unbemerkt unter die Lupe zu nehmen.
Als die Person schließlich ein paar Schritte von ihr entfernt in Sicht kam, war ihr klar, dass es NICHT Liam war. Auch wenn der Mann, der da in ihr Sichtfeld trat, ein Mensch war, hatte er doch sonst wenig Ähnlichkeit mit dem hellen strahlenden Krieger.

Dieser hier war schlank und hochgewachsen, so dass er schlaksig wirkte. Allerdings zeigten die vereinzelten grauen Strähnen in seinem streng nach hinten gebundenen Zopf, dass er kein Jüngling mehr war. Er trug einen gut gepflegten spitzen Kinn Bart und einen schmalen Schnäuzer. Sein Haar war pechschwarz und seine Stirn hoch, mit weit zurückreichenden Geheimratsecken. Sein Teint erinnerte sie an Karamell und unter gezackten Augenbrauen ruhten tiefliegende dunkle Augen. Er trug trotz der Hitze und der Umgebung eine dunkelbraune verzierte Robe mit Kapuze, die er allerdings zurückgeschlagen hatte.
Und er hatte einen langen ebenholzsschwarzen Holzstab mit einem geschnitzten Rabenkopf am oberen Ende.
Fast wäre Maruka ein Stöhnen entwichen. Der Mann hatte förmlich: ‚Böser Magier‘ auf die Stirn Tätowiert. Mit beiliegendem Hinweis Schild, sollten die Robe, der Spitzbart und der Stab noch nicht gereicht haben.
Mit forschendem Blick bewegte der Mann sich vorwärts und sondierte die Umgebung. Dabei hielt er in der freien Hand ein kleines Amulett in Augenhöhe und spähte immer wieder abwechselnd hindurch und darum herum. Als er etwas näher kam, hörte sie ihn leise murmeln und erkannte die Stimme von Liams Gesprächspartner.

Sein Blick wanderte über die umliegenden Bäume und blieb an einem Stück abgerissener Rinde hängen. An ihrem Baum …
„Bin hier, Prinzessin. Ich warte bis du und dein Freund bereit seid, am Treffpunkt.“
Hörte sie das volltönende Rufen Liams aus Richtung Westen. Der ‚böse Magier‘ zuckte bei dem Ruf zusammen und fluchte Leise in einer ihr unbekannten Sprache. Von seinem Vorhaben abgebracht zog er sich in die Schatten eines größeren Gestrüpps zurück und Lauschte aufmerksam.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Donnerstag 4. Mai 2017, 16:32

Fast, aber nur fast wäre Maruka ein Stöhnen entwichen. Der Mann hatte förmlich: ‚Böser Magier‘ auf die Stirn tätowiert. Mit beiliegendem Hinweisschild, sollten die Robe, der Spitzbart und der Stab noch nicht gereicht haben. Als Mantronerin liebte sie Geschichten und in ihrer Heimat hatte sie Erzählungen über "Zauberer" gehört, doch nie einen gesehen. Auch auf ihren Reisen hatte sie nie einen gesehen. Die Dunkelelfen, mit denen sie Kontakt gehabt hatte, trugen eher Leder und martialische Rüstungen, aber dieser hier sah genauso aus, wie sie ich einen Magier immer vorgestellt hatte. Ohne die Geschichten hätte sie ihn für einen alten Mann gehalten der im Kleid durch die Wälder irrte und den man Hilfe anbieten müsste, damit er wieder nach Hause fand.
Eigentlich war auch das nicht ganz falsch, denn sie wollte ganz dringend, dass er wieder nach Hause fand und nicht länger in ihrem Wald herum spazierte! Wenn nötig auch mit ihrer Hilfe.
Mit forschendem Blick bewegte der Mann sich vorwärts und sondierte die Umgebung und sah dabei eher nicht wirklich verwirrt aus, sondern mehr, als ob er etwas suchte. Er hielt in der freien Hand ein kleines Amulett in Augenhöhe und spähte immer wieder abwechselnd hindurch und darum herum.
Er sieht hindurch?
Neugierig betrachtete sie sein merkwürdiges Tun. Als er etwas näher kam, hörte sie ihn leise murmeln und erkannte die Stimme von Liams Gesprächspartner.
Ah... er also!
Sein Blick wanderte über die umliegenden Bäume und blieb an einem Stück abgerissener Rinde hängen. An ihrem Baum …
„Bin hier, Prinzessin. Ich warte bis du und dein Freund bereit seid, am Treffpunkt.“
Hörte sie das voll tönende Rufen Liams aus Richtung Westen. Der ‚böse Magier‘ zuckte bei dem Ruf zusammen und fluchte leise in einer ihr unbekannten Sprache.
Danke Liam, er war mir schon auf der Spur... Jetzt muss ich aber antworten... Das wird ihn vermutlich erschrecken, aber er ist eh schon hier. Was soll's...
Maruka zuckte innerlich mit den Schultern und ergab sich der ohnehin kaum noch zu rettenden Situation. Sie hockte nicht weit über ihm im Baum und schaute auf den Zauberer hinab. Bevor er sich sich tiefer in die Schatten eines größeren Gestrüpps zurück ziehen konnte, atmete sie tief ein und rief, so laut sie konnte:
„DANKE, LIAM! ICH KOMME GLEICH!...“
Vermutlich sah der Magier nun zu ihr (erschrocken) auf. Nur unwesentlich leiser und nicht wenig grinsend fügte sie hinzu:
„Ich muss nur noch kurz deinen Begleiter aus meinem Schlafzimmer hinaus ...bitten!“
Sie machte einen Schritt nach vorne und ließ sich mit diesen Worten neben ihn auf den Boden fallen, federte leicht in den Knien ab und richtete sich auf. Irgendwie war sie jetzt sogar froh, dass sie nicht „nackt“ nur mit ihrem Fell bekleidet vor ihm stand, sondern auch ihre Waffen bei sich hatte, sollte er einen wie auch immer gearteten Angriff wagen. Die Geschichten über Magie, die sie kannte, berichteten meist davon, dass jene die sie wirkten auf der Distanz gefährlich waren, aber alle Mantroner die etwas auf sich hielten, berichteten, wenn man erst einmal an einem Magier dran war, dann waren sie leicht zu „knacken“. Ihre Krallen zuckten und wollten sich aus ihren Fingerspitzen befreien, aber sie hoffte immernoch irgendwie auf eine friedliche Lösung auch wenn der Ärger, dass er hier einfach auftauchte deutlich in ihren Augen funkelte. Sie fixierte ihn und die kleinste Bewegung ließ ihre Anspannung wachsen. Ein leises Grollen kündete tief in ihrem Bauch von ihrem Missfallen, wie das ganze hier lief und sie konnte es auch nicht verstecken. Mit eng zusammen gezogenen Irriden, die das leuchtende Blau ihrer Augen gut zur Geltung brachten fixierte sie den Mann vor sich. Sie sprach wieder normal laut und benutzte instinktiv die strengen Worte ihres Vaters, der einmal einen jungen Mann zusammen gestaucht hatte, als er unangekündigt bei ihnen herein geplatzt war:
„Man spaziert nicht einfach in das Revier eines anderen. Man kündigt sich an, so wie man an die Tür eines Hauses klopft. Selbst die jüngsten Wölfe wissen das, warum also ihr nicht! Hmmm? Sie stehen überings auf meinem Kopfkissen!“
Ihr Kopf wies seitlich nickend auf seine Füße. Da war nur weiches Moos unter seinen Sohlen, aber er hatte sicher kurz hingesehen. Den kurzen Moment der Ablenkung nutze Maruka um den letzten Schritt zu machen und sich auf Armeslänge zu nähern. Beherzt griff sie zu und packte mit ihren Klauen sein Handgelenk, dass das Medaillon hielt. Ihr Handteller lag dabei über seinem Handrücken und ihre Daumenkralle hielt seinen Puls fest im Griff.
„Was ist das?!“
, forderte sie zu wissen und behielt dabei auch die andere Hand im Auge, die den Stab mit dem Rabenkopf fest umklammert hielt. Beide Hände des Zauberers waren somit beschäftigt und sollten erst einmal keinen Unfug in Form von Magie anstellen können.
„Was habt ihr hier zu suchen? Der Treffpunkt war mit Liam ausgemacht! Warum stört ihr absichtlich meinen Frieden?!“
Nein, Mutlosigkeit konnte man Maruka nicht vorwerfen! Vielleicht eher ein bisschen zu viel davon. Also Übermut oder ein zu großes Maß an Neugierde, aber niemals würde sie vor einem Problem davon laufen, selbst wenn es einen Spitzbart hatte und seltsame braune Kleider trug. Und außerdem hatte sie noch Liam auf sich aufmerksam gemacht, der vermutlich auch bald hier erscheinen würde, aber vor allem vertraute sie auf diesen Ort. Ihre kleinen grünen Funkenfreunde würden wissen was hier geschah und hoffentlich Revien wecken. Sie musste nur erst einmal etwas Zeit gewinnen und hoffte natürlich auch, dass es ihr gelingen würde den Erstkontakt zu überleben und vielleicht als Fernziel die Menschen wieder von hier weg bringen zu können. Aber eins nach dem anderen.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Donnerstag 4. Mai 2017, 22:05

Maruka zuckte innerlich mit den Schultern und ergab sich der ohnehin kaum noch zu rettenden Situation. Sie hockte nicht weit über ihm im Baum und schaute auf den Zauberer hinab. Bevor er sich sich tiefer in die Schatten eines größeren Gestrüpps zurück ziehen konnte, atmete sie tief ein und rief, so laut sie konnte:
„DANKE, LIAM! ICH KOMME GLEICH!...“


Der Magier zuckte ein weiteres Mal zusammen und sah zu ihr auf. Liams Schrei hatte ihn alarmiert, aber Marukas Ruf hatte ihn wirklich erschreckt. Wenn er nicht durch den Krieger schon aus seiner Konzentration gerissen worden wäre, hätte er vielleicht sogar einen Satz zur Seite gemacht.

Nur unwesentlich leiser und nicht wenig grinsend fügte sie hinzu:
„Ich muss nur noch kurz deinen Begleiter aus meinem Schlafzimmer hinaus ...bitten!“
Sie machte einen Schritt nach vorne und ließ sich mit diesen Worten neben ihn auf den Boden fallen, federte leicht in den Knien ab und richtete sich auf.


Der Mann trat einen halben Schritt zurück, während er noch um seine Contenance kämpfte. Er hatte seine Mimik recht gut und schnell wieder unter Kontrolle, doch seine Körpersprache verriet, dass die Hybridin ihn ordentlich aus dem Takt gebracht hatte.

Sie fixierte ihn und die kleinste Bewegung ließ ihre Anspannung wachsen. Ein leises Grollen kündete tief in ihrem Bauch von ihrem Missfallen, wie das ganze hier lief und sie konnte es auch nicht verstecken. Mit eng zusammen gezogenen Irriden, die das leuchtende Blau ihrer Augen gut zur Geltung brachten fixierte sie den Mann vor sich. Sie sprach wieder normal laut und benutzte instinktiv die strengen Worte ihres Vaters, der einmal einen jungen Mann zusammen gestaucht hatte, als er unangekündigt bei ihnen herein geplatzt war:
„Man spaziert nicht einfach in das Revier eines anderen. Man kündigt sich an, so wie man an die Tür eines Hauses klopft. Selbst die jüngsten Wölfe wissen das, warum also ihr nicht! Hmmm? Sie stehen überings auf meinem Kopfkissen!“
Ihr Kopf wies seitlich nickend auf seine Füße.


Die Behauptung war so absurd, dass der ‚Magier‘ sich nicht zügeln konnte und auf seine Füße blickte.

Den kurzen Moment der Ablenkung nutze Maruka um den letzten Schritt zu machen und sich auf Armeslänge zu nähern. Beherzt griff sie zu und packte mit ihren Klauen sein Handgelenk, dass das Medaillon hielt. Ihr Handteller lag dabei über seinem Handrücken und ihre Daumenkralle hielt seinen Puls fest im Griff.
„Was ist das?!“
, forderte sie zu wissen und behielt dabei auch die andere Hand im Auge, die den Stab mit dem Rabenkopf fest umklammert hielt. Beide Hände des Zauberers waren somit beschäftigt und sollten erst einmal keinen Unfug in Form von Magie anstellen können.
„Was habt ihr hier zu suchen? Der Treffpunkt war mit Liam ausgemacht! Warum stört ihr absichtlich meinen Frieden?!“


Der Blick, mit dem der Mann vor ihr sie bedachte, war eine Mischung aus Ärger und Anerkennung. Ganz offensichtlich war er nicht gerade erfreut darüber, auf Marukas Trick herein gefallen zu sein, genauso wenig, wie über ihren festen Griff um seine Hände. Aber er erkannte auch an, dass sie die Situation im Griff hatte.
Seine kalten Augen musterten ihre Hände missbilligend, wanderten schamlos über ihren Körper hinauf zu ihren strahlend blauen Augen. Sie war WIRKLICH froh, bekleidet zu sein.
Das Fell in Marukas Nacken richtete sich auf. In seinen dunkelgrauen Augen lag keine Wollust. Vielmehr fühlte sie sich abgeschätzt wie eine Ware auf dem Markt.

Mit geweiteten Augen sagte er in besorgtem Tonfall:
„Aber ich könnte meinen Mitstreiter doch niemals alleine einer solchen Gefahr aussetzen! Nicht auszudenken, was ein so mächtiger Naturgeist mit dem Mann anstellen würde. Hättest du einen Freund denn alleine gehen lassen?“
Beim letzten Satz sah er sie verschwörerisch an, so als teilten sie die Sorge um einen Freund. Wenn er eine Hand frei gehabt hätte, hätte er sie bei dieser Rede sicher auf sein Herz gelegt, aber er blieb fügsam in ihrem Griff. Interessiert lächelte er ihr zu und fuhr fort.
„Du bist nicht etwa Liams nächtlicher Gast? Eine Hybridin, wenn ich das richtig sehe. Es war natürlich nicht meine Absicht deinen …“
Er sah sich übertrieben und etwas kritisch um.
„… Schlafplatz oder deinen Frieden zu stören. Verzeih einem alten Mann, dem die Regeln des Waldes nicht geläufig sind.“
Er lächelte sie entschuldigend an.
„Aber wo bleiben meine Manieren … darf ich mich vorstellen, werte Dame? Haradras Kelastaire.“
Er begann eine Verbeugung, reduzierte sie allerdings auf das nötigste, als sich Marukas Krallen in seine weiche Haut zu bohren drohten.
„Es ist wirklich nicht nötig, mich fest zu halten ich …“
Maruka hatte ihn schon eine Weile näherkommen gehört und auf den letzten Metern war der laute Krieger auch für menschliche Ohren nicht zu überhören gewesen. Jetzt brach er mit finsterem Gesicht aus dem Unterholz. Sein Blick erfasste die Situation und blieb dann an ihr hängen. Überraschung spiegelte sich in seinen Augen und er sah sie einen Moment lang einfach nur an. Dann hellte ein kurzes Lächeln sein Gesicht auf und er begegnete ihrem Blick.
„… stelle keine Gefahr für dich dar, junge Dame.“
Beendete der ältere Mann den Satz. Liams Kopf ruckte in dessen Richtung und er stürzte auf ihn zu. Mit Kraft packte er ihn am Roben Kragen und stieß ihn gegen den nächsten Baum. Dabei Kollidierte er in seinem Zorn fast mit Maruka und diese musste ihren ‚gefangenen‘ entweder loslassen, oder sich mit zerren lassen.
„Du verdammter Idiot!!! Willst du unsere Einzige Chance, das hier ohne Blutvergießen zu lösen, schon im Keim ersticken?!“
Grollte er aufgebracht. Er hatte den anderen Mann auf Augenhöhe gegen den Baum gepresst, was dazu führte, dass Haradras auf den Zehenspitzen stehen musste. Die Gesichter der Männer waren nur Zentimeter voneinander entfernt. Wie, als hätte er Maruka für einen Augenblick vergessen, drehte er jetzt den Kopf und sah sie besorgt an.
„Es tut mir Leid, Prinzessin?! Ich hatte ihm ausdrücklich gesagt, dass ich mich mit dir alleine treffen muss!“
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Freitag 5. Mai 2017, 11:05

Der Blick, mit dem der Zauberer sie bedachte, war eine Mischung aus Ärger und Anerkennung. Ganz offensichtlich war er nicht gerade erfreut darüber, auf Marukas Trick herein gefallen zu sein, genauso wenig, wie über ihren festen Griff um seine Hände. Diese Erkenntnis entlockte ihr ein schmales leicht süffisantes Grinsen.
Manthala wäre stolz auf mich.
Seine kalten Augen musterten ihre Hände missbilligend, wanderten schamlos über ihren Körper hinauf zu ihren strahlend blauen Augen. Sie war WIRKLICH froh, bekleidet zu sein. Das Fell in Marukas Nacken richtete sich auf. In seinen dunkelgrauen Augen lag keine Wollust. Vielmehr fühlte sie sich abgeschätzt wie eine Ware auf dem Markt.
Diesen Blick kenne ich! Und es gefällt mir garnicht!!!
Das Knurren in ihrem Bauch wandterte höher und erreichte ihre Brust. Sonor unt tief war es erfüllt mit ihrer Drohung es nicht zu weit zu treiben. Er musste es gehört haben, denn mit geweiteten Augen sagte er in besorgtem Tonfall:
„Aber ich könnte meinen Mitstreiter doch niemals alleine einer solchen Gefahr aussetzen! Nicht auszudenken, was ein so mächtiger Naturgeist mit dem Mann anstellen würde. Hättest du einen Freund denn alleine gehen lassen?“
Beim letzten Satz sah er sie verschwörerisch an, so als teilten sie die Sorge um einen Freund. Wenn er eine Hand frei gehabt hätte, hätte er sie bei dieser Rede sicher auf sein Herz gelegt, aber er blieb fügsam in ihrem Griff. Maruka kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen.
Lügner! ... aber irgendwie auch wieder nicht... Fall blos nicht auf ihn rein!
Interessiert lächelte er ihr zu und fuhr fort.
„Du bist nicht etwa Liams nächtlicher Gast?..."
Sie streckte sich noch ein bisschen mehr, was schon Antwort genug war.
"Eine Hybridin, wenn ich das richtig sehe. Es war natürlich nicht meine Absicht deinen …“
Doch war es!
Er sah sich übertrieben und etwas kritisch um.
„… Schlafplatz oder deinen Frieden zu stören. Verzeih einem alten Mann, dem die Regeln des Waldes nicht geläufig sind.“
Blablabla...
Er lächelte sie entschuldigend an.
Lügner! ... aber irgendwie auch wieder nicht... Glaub ihm kein Wort!... Aber er entschuldigt sich doch...
„Aber wo bleiben meine Manieren … darf ich mich vorstellen, werte Dame? Haradras Kelastaire.“
Er begann eine Verbeugung, reduzierte sie allerdings auf das nötigste, als sich Marukas Krallen in seine weiche Haut zu bohren drohten. Noch wollte sie ihn wirklich nicht los lassen und irgendwie wünschte das Tier in ihr sein verlogenes Blut zu sehen.
„Es ist wirklich nicht nötig, mich fest zu halten ich …“
Maruka hatte ihn schon eine Weile näherkommen gehört. Ihr linkes Ohr hatte sich in seine Richtung gedreht und auf den letzten Metern war der laute Krieger auch für menschliche Ohren nicht zu überhören gewesen. Jetzt brach er mit finsterem Gesicht aus dem Unterholz. Sein Blick erfasste die Situation und blieb dann an ihr hängen. Überraschung spiegelte sich in seinen Augen und er sah sie einen Moment lang einfach nur an. Dann hellte ein kurzes Lächeln sein Gesicht auf und er begegnete ihrem Blick.
„… stelle keine Gefahr für dich dar, junge Dame.“
Beendete der ältere Mann den Satz. Maruka rollte etwas genervt von seinen Worten mit den Augen in Liams Richtung und Liams Kopf ruckte in die Richtung des Magiers. Dann stürzte er auf ihn zu. Mit Kraft packte er ihn am Roben Kragen und stieß ihn gegen den nächsten Baum. Dabei kollidierte er in seinem Zorn fast mit Maruka und diese ließ ihren ‚Gefangenen‘ los, jedoch nicht schnell genug um ihn gänzlich unverletzt zu lassen. Ihre scharfen Krallenspitzen hatten ein paar dünne brennende Linien auf seiner Handfläche hinterlassen, der nun das Amulett fehlte.
Manthala wäre stolz auf uns... Hihihi.
Sie trat ein paar Schritte zurück und betrachtete das Schauspiel weiter misstrauisch.
„Du verdammter Idiot!!! Willst du unsere Einzige Chance, das hier ohne Blutvergießen zu lösen, schon im Keim ersticken?!“
, grollte Liam aufgebracht und Maruka sog seinen Duft tief ein. Seine gerechte Wut hatte seinem Geruch eine zusätliche interessante Note eingebracht, die sie durchaus mochte. Er hatte den anderen Mann auf Augenhöhe gegen den Baum gepresst, was dazu führte, dass Haradras auf den Zehenspitzen stehen musste. Die Gesichter der Männer waren nur Zentimeter voneinander entfernt.
Was für ein schönes Bild. Schau dir diese Musk...
Wie, als hätte er Maruka für einen Augenblick vergessen, drehte er jetzt den Kopf und sah sie besorgt an.
„Es tut mir Leid, Prinzessin?! Ich hatte ihm ausdrücklich gesagt, dass ich mich mit dir alleine treffen muss!“
Maruka schützte nachdenklich die Lippen und neigte den Kopf seitlich.
„Ist schon gut, Liam. Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich.“
Dann hob sie energisch den Kopf und sah den Zauberer finster an.
„Dieser dort, mit Namen Haradras Kelastaire,...“
Dabei zeigte sie mit ausgestreckter Hand, an der auffällig das Medaillon baumelte, auf den an den Baum gepinnten Zauberer.
„... Er wird als kleine Strafe für sein schlechtes Benehmen sein Kleinod erst zurück erhalten, wenn er mein Revier verlässt.“
Ich hab aber doch eigentlich kein eigenes Revier. - Eben drum! Das macht die Aussage variabel. Du schwindelst ja auch! Er hat angefangen!!
Ihre Schwanzspitze pendelte etwas schneller hin und her.
„Bis dahin werde ich es verwahren.“
Damit stopfte sie es in ihre Nacken-Tasche und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Und jetzt, alle beide! Raus aus meinem Schlafzimmer!“
Mit einem weiteren Kopfnicken wies sie in Richtung ihres ausgemachten Treffpunktes und forderte, dass sie sich in Bewegung setzten. Sie stand mit dem Rücken zum See und ihre Haltung verriet ihre Anspannung, die man leicht ihrer Wut zuordnen konnte. Mit leicht gespreizten Beinen stand sie da, die Hüfte leicht zu einer Seite verschoben, was ihre wilde Silhouette etwas eleganter machte. Ihre Ohren zuckten aufmerksam ob noch weitere unliebsame Überraschungen irgendwo auf sie lauerten.
„Ihr wart zu dritt! Wo ist Gana? Wenn sie so besorgt ist wie ihr, dann wird sie ihre Freunde doch nicht allein lassen. Oder bewacht sie eure Leute im Lager?“
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Sonntag 7. Mai 2017, 15:21

Haradras war zu sehr von Liam abgelenkt gewesen, um die Kratzer an seiner Hand oder den Verlust seines Amulettes bisher bemerkt zu haben, bis Maruka davon sprach und es in die Höhe hielt.
Sein Gesicht verfinsterte sich wütend und er starrte sie verärgert an.

Liam sah eher besorgt aus, als er ihren Fang zur Kenntnis nahm.
„Gib acht, Maruka, seine Spielzeuge sind gefährlich. Vielleicht ist es besser, wenn ich es für dich verwahre.“
Der Krieger wirkte aufrichtig, machte aber keine Anstalten, ihr das Amulett weg zu nehmen oder sie auf zu halten.

„Ich vergebe Euch vielleicht, im Eifer des Gefechts gehandelt zu haben, aber ihr überstrapaziert meine Geduld, Liam. Lasst mich runter!“
Grollte Haradras, der noch immer halb in der Luft baumelte. Etwas unsanft ließ der Krieger ihn los und der Magier begann sich den Kragen glatt zu ziehen. Dabei bemerkte er auch die Kratzer an seiner Hand und verzog missbilligend den Mund.

Liam beantwortete indessen Marukas frage.
„Ich hoffe doch sehr, dass Gana meine Wünsche im Gegensatz zu Magister Kelastaire berücksichtigt hat.“
Er warf nochmal einen bösen Blick in Richtung des älteren Mannes.

Der Schalk lachte aus seinen Augen als er Maruka ansah und fragte:
„Dein Schlafzimmer? Wo fängt es denn an und wo hört es auf, Prinzessin? Ich verletze ungern ungebeten deine Privatsphäre.“
Er zwinkerte ihr zu, setzte sich aber langsam in Richtung des Treffpunktes in Bewegung. Offenbar in der Hoffnung, dass sie ihn begleiten würde.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Dienstag 9. Mai 2017, 09:58

„Gib acht, Maruka, seine Spielzeuge sind gefährlich. Vielleicht ist es besser, wenn ich es für dich verwahre.“
Der Krieger wirkte aufrichtig, machte aber keine Anstalten, ihr das Amulett weg zu nehmen oder sie auf zu halten aber Maruka empfand es derzeit für richtiger, ihre Beute erst einmal für sich zu behalten, selbst wenn sie nichts damit anfangen konnte. Es Liam und damit den Menschen, die sie noch nicht wirklich kannte, zurück zu geben widerstrebte ihr irgendwie. Außerdem ärgerte es den Magier und das war es ihr wert. So ärgerten sie sich wenigstens beide. Das Ding war wichtig und somit hatte sie ein neues Verhandlungsmittel. Sie schüttelte leicht den Kopf und wiederholte:
„...wenn er mein Revier verlässt. Nicht früher!“
Dann sprach Haradras, der noch immer halb in der Luft baumelte.
„Ich vergebe Euch vielleicht, im Eifer des Gefechts gehandelt zu haben, aber ihr überstrapaziert meine Geduld, Liam. Lasst mich runter!“
Etwas unsanft ließ der Krieger ihn los und der Magier begann sich den Kragen glatt zu ziehen. Dabei bemerkte er auch die Kratzer an seiner Hand und verzog missbilligend den Mund. Liam beantwortete indessen Marukas frage.
„Ich hoffe doch sehr, dass Gana meine Wünsche im Gegensatz zu Magister Kelastaire berücksichtigt hat.“
Er warf nochmal einen bösen Blick in Richtung des älteren Mannes, doch der Schalk lachte aus seinen Augen als er Maruka wieder ansah und fragte:
„Dein Schlafzimmer? Wo fängt es denn an und wo hört es auf, Prinzessin? Ich verletze ungern ungebeten deine Privatsphäre.“
Er zwinkerte ihr zu, setzte sich aber langsam in Richtung des Treffpunktes in Bewegung.
Hat er eben auf meinen ungebetenen Besuch in seinem Zelt angespielt? ...
Sofort tauchten Erinnerungen in ihrem Kopf auf, aber sie verscheuchte sie energisch. Trotzdem musste sie schmunzeln und antwortete offensichtlich nicht ganz ernst:
„Ganz einfach. Alles was du von hier aus siehst ist mein Kopfkissen und alles was du innerhalb einer Stunde von hier aus zu Fuß erreichen kannst, meine Bettdecke.“
Die Hybridin machte eine weitläufige Handbewegung und drehte sich leicht, wahllos in irgendwelche Richtungen zeigend.
„Weiter im Süden beginnt mein Kleiderschrank und dort hinten steht die Kommode. Eine Tagesreise danach kommt ihr in mein Wohnzimmer, dort ist die Waffenkammer und in dieser Richtung liegt meine Küche.“
Sie grinste und das sie das nicht ganz ernst meinte, zeigte auch ihre zuckende Schwanzspitze. Sie lachte sogar leise, aber behielt die Konzentration auf die Männer gerichtet, während sie ihnen natürlich folgte. Maruka hielt ein gutes Stück Abstand zu ihnen, ohne sie aus den Augen zu lassen. Sie machte noch einen kleinen Schlenker um noch einmal kurz durchs Wasser zu schlendern. Einen kurzen Moment kniete sie sich hin und wusch sich ihre Hände. Dabei flüsterte sie schnell:
„Meine kleinen Funkenfreunde, ich brauche eure Hilfe. Bitte weckt Revien. Ich brauche ihn. Die Fremden sind hier. Ich bringe sie zum Treffpunkt. Bitte sagt ihm das.“
Irgendwie hoffte sie, dass ihre Verbindung zum Wasser die Nachricht weiter tragen würde, dass ihre Freunde sie hören würden. Sie traute diesem Ort inzwischen alles zu, also warum auch nicht das. Sie hoffte einfach, ihre Intention, ihr Gedanke würde weiter getragen werden. Dann richtete sie sich auf und nahm sich vor, wenn Revien nicht zur vereinbarten Stunde auftauchen würde, würde sie noch einmal zurück gehen und nach ihm sehen. Jetzt wollte sie aber nicht zu viel Aufmerksamkeit auf diesen Ort ziehen. Ihre wage Erklärung über ihre weitläufigen Schlafgewohnheiten, sollte ihn zumindest etwas aus dem Fokus rücken. Dann begann sie ihre Verfolgung und ließ immer mindestens fünf Schritt Abstand zwischen sich und den Männern. Aufmerksam behielt sie ihre Umgebung im Auge und lauschte immer wieder, ob sich noch irgendwo etwas regte oder still lauerte. Sie kannte den Wald noch nicht so gut wie der Geist, aber sie vertraute auf ihre Sinne, die sie hoffentlich warnten, wenn sie jetzt in eine Falle spazierte.
Der Anfang war nicht optimal, aber noch gebe ich nicht auf...
Die Spur, die die beiden Menschen hinterließen war deutlich zu sehen, also würde ihr Revien folgen können. So ging sie gänzlich lautlos hinter Liam und Haradras hinter her und beobachtet die beiden. Haradras wirkte schwächlich und er wäre in einem körperlichen Kampf ihr vielleicht sogar unterlegen, aber sie unterschätzte nicht seine Magie. Zu oft war sie schon in magische Fallen geraten, zu oft hatte sie sie überrumpelt. Nein, sie vertraute diesem Mann nicht! Bei Liam war es anderes. Er hatte zumindest ein gewisses Maß an Ehrgefühl gezeigt, obwohl sie sich nachts in sein Zelt geschlichen hatte. Was er wohl über sie dachte? Ihn jetzt bei Tageslicht zu betrachten machte es auch nicht besser, aber auch ihm vertraute sie noch nicht vollkommen. Er könnte seinen Begleiter ja auch absichtlich aus ihren Fängen befreit haben und das ganze ihr nur vorspielen. Schließlich war sie eine junge, kleine Hybridin, ein unerfahrenes Mädchen, eine Halb-Bestie und kein erfahrener Krieger wie er... - kein Mensch wie er.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Dienstag 9. Mai 2017, 21:15

Liam lauschte Maruka mit mehr als nur Amüsement. Dabei war all seine Konzentration auf sie gerichtet, was so weit reichte, dass er immer wieder halb Rückwärts ging, um sie weiter an sehen zu können. Er grinste Breit, was ihn jungenhafter wirken ließ.
„Euer Hoheit, ich hatte ja keine Ahnung! Dann vergebt mir, dass ich Euch noch nicht meine Aufwartung gemacht habe. Und das, wo ich doch schon seit Wochen durch Euren Palast schreite! Ihr solltet ein ernstes Wort mit eurem Personal wechseln…“
Er hatte sich während er redete, gänzlich ihr zu gewandt und spielte den aufgebrachten, dann Knickste er tief und Graziös vor ihr, als er sich entschuldigte. Nachdem er wieder aufgerichtet war, raunte er leise.
„Dein Bett … das erklärt die Intimität unserer ersten Begegnung.“
Ein Mensch wäre nicht in der Lage gewesen, diese Worte zu hören aber Marukas scharfes Gehör ermöglichte es ihr, Liam klar und deutlich zu verstehen.

Haradras wirkte bei dem offenen Flirt der Beiden entnervt und ging erbost einige Schritte schneller voran. Dabei folgte er der Bresche, die der Krieger hinterlassen hatte. Als Liam das bemerkte, setzte er ihm protestierend nach, was Maruka half, ihre Worte und Geste am Bach zu verschleiern. Die Funkenfreunde Antworteten nicht, aber sie wusste, dass musste nicht unbedingt heißen, dass sie sie nicht gehört hatten.
Wachsam behielt Maruka die Beiden Männer im Auge, während sie einen gewissen Abstand wahrte und Ausschau nach einem Hinterhalt hielt. Liam hatte seine Aufmerksamkeit auch aufgeteilt, aber das hinderte ihn nicht daran, ihrem Blick immer wieder zu begegnen. Seine blauen Augen leuchteten dabei voller versprechen. Den Rest der Zeit achtete er darauf, dass Haradras nicht wieder aus seiner Reichweite verschwand.
Marukas Schritte wurden langsamer und vorsichtiger, als sie sich der Lichtung näherte. Ihre Sinne waren geschärft und sie betrachtete ihre Umgebung aufmerksam, bevor sie den Treffpunk betrat. Noch war nichts zu sehen, weder andere Personen, noch irgendwelche Fallen. Vielleicht hatte sie Glück und sie hatte die unangenehmen Überraschungen für den heutigen Tag hinter sich gebracht.

Ihr fiel auf, dass Liam sie schon eine Weile betrachtete. Als er sich ihrer Aufmerksamkeit sicher war, legte er den Kopf ein wenig schief und lächelte ihr zu, wobei er mit den Zeigefingern ein Heben ihrer Mundwinkel andeutete.
Mit einem tiefen Luftholen ging er dann mit schwingen Armen zu einem größeren Stein und setzte sich betont locker darauf.
„Keine Sorge, Prinzessin, der knurrige Magister ist die Einzige böse Überraschung hier.“
Er warf einen frechen Blick in Richtung Haradras und zwinkerte ihr zu. Dieser blickte finster drein und lehnte sich an den umgefallenen Baum.
„So … wo ich dich im Licht der Sonne in all deiner Schönheit bewundern durfte, verrätst du mir jetzt deinen Namen?“
Sein Lächeln war geblieben, aber seine Augen verdunkelten sich, während er sie intensiv Musterte, so als erinnerte er sich an ihr erstes Treffen. Er schürzte Nachdenklich die Lippen, holte sich selbst aber mit einem tiefen Luftholen zurück ins hier und jetzt.
„Und wo ist dein Freund?“
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Mittwoch 10. Mai 2017, 09:37

Liams Konzentration war auf sie gerichtet, was so weit reichte, dass er immer wieder halb rückwärts ging, um sie weiter an sehen zu können. Einerseits sorgte sie sich dabei, dass er stürzen könnte, aber andererseits gefiel ihr auch sein Interesse an ihr. Es schmeichelte ihrer Seele. Er grinste so schön breit, was ihn jungenhafter wirken ließ und Maruka konnte nicht verhindern, dass sie auch zu lächeln begann.
Kann das alles gespielt sein? - Menschen können lügen, ...ich bin ja selbst nicht ganz ehrlich...
„Euer Hoheit, ich hatte ja keine Ahnung! Dann vergebt mir, dass ich Euch noch nicht meine Aufwartung gemacht habe. Und das, wo ich doch schon seit Wochen durch Euren Palast schreite! Ihr solltet ein ernstes Wort mit eurem Personal wechseln…“
Er hatte sich während er redete, gänzlich ihr zu gewandt und spielte den aufgebrachten, dann Knickste er tief und Graziös vor ihr, als er sich entschuldigte. Maruka entwich ein leises Kichern und sie konnte nur hoffen, dass er es nicht bemerkt hatte. Aus einem Reflex heraus hielt sie sich sogar die Hände vor den Mund. Nachdem er wieder aufgerichtet war, raunte er leise.
„Dein Bett … das erklärt die Intimität unserer ersten Begegnung.“
Konnten Katzen rot werden? Nein, eher nicht, - hoffentlich! - obwohl das innere ihrer großen spitzen Ohren schon verdächtig dunkler wurde und ihre Schwanzspitze diesmal aus einem anderen Grund nervös zuckte.
Haradras wirkte bei dem offenen Flirt der beiden entnervt und ging erbost einige Schritte schneller voran. Dabei folgte er der Bresche, die der Krieger hinterlassen hatte. Als Liam das bemerkte, setzte er ihm protestierend nach, was Maruka half, ihre Worte und Geste am Bach zu verschleiern. Das kühle Wasser tat ihrem erhitzten Gemüt gut und sie konzentrierte sich wieder auf das Wesentliche. Die Funkenfreunde Antworteten nicht, aber sie wusste, dass musste nicht unbedingt heißen, dass sie sie nicht gehört hatten. Wachsam behielt Maruka die Beiden Männer im Auge, während sie einen gewissen Abstand wahrte und Ausschau nach einem Hinterhalt hielt. Liam hatte seine Aufmerksamkeit auch aufgeteilt, aber das hinderte ihn nicht daran, ihrem Blick immer wieder zu begegnen. Seine blauen Augen leuchteten dabei voller Versprechen, was die junge Frau in ihr sichtlich irritierte.
Mag er mich wirklich? - Ist jetzt eh egal. Wir haben andere Probleme.
Marukas Schritte wurden langsamer und vorsichtiger, als sie sich der Lichtung näherte.
Vielleicht haben wir Glück und die unangenehmen Überraschungen für den heutigen Tag sind vorbei...
Ihr fiel auf, dass Liam sie schon eine Weile betrachtete.
Was ist?!
Sie legte fragend den Kopf schief. Als er sich ihrer Aufmerksamkeit sicher war, legte er ebenfalls den Kopf ein wenig schief und lächelte ihr zu, wobei er mit den Zeigefingern ein Heben ihrer Mundwinkel andeutete.
Ich soll lächeln? - Er will uns vielleicht von etwas anderem ablenken?
Marukas linker Mundwinkel hob sich. Der andere blieb wo er war. Mit einem tiefen Luftholen ging Liam dann mit schwingen Armen zu einem größeren Stein und setzte sich betont locker darauf.
„Keine Sorge, Prinzessin, der knurrige Magister ist die Einzige böse Überraschung hier.“
Sie hob erstaunt die Brauen und ihre Ohren drehten sich nach hinten um die Umgebung zu überprüfen. Haradras blickte finster drein und lehnte sich an den umgefallenen Baum.
„So … wo ich dich im Licht der Sonne in all deiner Schönheit bewundern durfte, verrätst du mir jetzt deinen Namen?“
Sch...ö...n...h..eit? - Alles nur Worte. Wir werden ihn an seinen taten messen!
Maruka war irritiert. Seine Worte hatten sie einen Moment aus der Konzentration gerissen und geistesabwesend fragte sie:
„Habe ich das nicht?“
Er schüttelte den Kopf und Maruka vergaß es schon wieder, als sein Lächeln blieb und seine Augen sich verdunkelten, während er sie intensiv musterte, so als erinnerte er sich an ihr erstes Treffen. Unwillkürlich trat sie von einem Bein auf das andere und presste die Schenkel zusammen.
Himmel, er weiß es! Er weiß, dass ich nackt auf ihm gesessen habe, nackt mit nicht außer dem Laken zwischen uns und er war so... Du hast Fell, es war dunkel, also keine Panik! Du hast schon „nackt“ auf Enveri gesessen, schon vergessen? WAS??? Oh – mein - …
Das Bild ihrer ersten Begegnung flammte brennend heiß in ihr auf. Sie hatte auf Enveris Brustkorb gesessen!
Und wie!
Doch weiter kam sie zum Glück nicht, denn Liams Anblick und seine folgenden Worte holten sie schnell wieder zurück. Er schürzte nachdenklich die Lippen, holte sich selbst aber mit einem tiefen Luftholen zurück ins hier und jetzt.
„Und wo ist dein Freund?“
„Mein Freund?“
Das Liam sie ausgerechnet jetzt auf Enveri ansprach ließ sie kurz zusammen zucken.
„...Ach ja, ...ähm ...ich ...du...“
Sie straffte ihre Schultern.
„...Du bist zu früh gekommen!“
Sie wischte sich kurz mit dem Handrücken übers Gesicht. Der Kerl brachte sie einfach durcheinander und das war gerade gar nicht gut. Grinste er schon wieder? Warum tat er das?
„Ich... war noch nicht so weit. Aber inzwischen... Also, ihr müsst hier warten!“
Damit setzte sie sich in Bewegung. Leider erst einmal in die falsche Richtung, was sie erst nach drei Schritten bemerkte, dann drehte sie sich um, hatte Probleme sich zu orientieren und sprintete in den Wald. Für die beiden Männer musste das einen sehr merkwürdigen Eindruck machen. Hatte sie vergessen wo ihr Freund war oder schauspielerte sie gerade so gut, dass sie mit ihren fahrigen Bewegungen ihre Ziel verschleierte?
Kaum hatte Maruka den tiefen Schatten der Bäume erreicht stützte sie sich fix und fertig gegen die harte Rinde.
Ich schaff das nicht! - Doch! Stell dir einfach vor er stinkt!- Wie? Tut er doch gar nicht und wie soll mir das helfen? Außerdem soll man sich in so einer Situation doch sein Gegenüber nackt … OH NEIN!... zu spät!
Sie verstrubbelte sich noch einmal kräftig ihr Gesicht, verscheuchte die Vorstellung von Liams nackter Brust unter ihren Fingern und biss dann die Zähne fest aufeinander. Das er seit dem er auf der Lichtung erschienen war sie angrinste, ihr schmeichelte, sie neckte und anscheinend ihr Äußeres doch nicht ganz so abstoßend fand, brachte sie mehr als nur ein bisschen durcheinander. Auch ohne Hitze war er nun mal rein äußerlich genau der Typ Mann, der in ihr Beuteschema passte, aber sich das einzugestehen, war eine ganz andere Geschichte. Und gerade jetzt war auch keine Zeit um über solche Dinge nachzudenken. Ihre Treue gehörte dem Wald, ihren Funkenfreunden und ...Revien...wenn er ...
Sie schüttelte sich, streckte ihre Glieder, überprüfte, dass sie auch nicht verfolgt wurde und sprintete dann zurück zum See. Wenn Revien, Enveri oder der Geist bisher nicht erwacht waren und keiner hier draußen weilte, dann würde sie eilig alle Sachen ablegen und in die Höhle tauchen.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Erzähler » Mittwoch 10. Mai 2017, 23:04

Liam sah ihr erheitert und verdattert nach.
„Hey, wo läufst du denn hin, Prinzessin?!“
Rief er ihr zu, aber da war sie schon auf und davon. Sie konnte sein amüsiertes Lachen noch hören, als sie sich gegen den Stamm eines Baumes lehnte, um Luft zu holen und sich zu sammeln. Liam brachte sie beängstigend schnell aus dem Gleichgewicht - und sie wusste nicht einmal, ob es ehrlich gemeint war, oder nur ein Trick!!! Und das sich Mensch und Katze in dieser Hinsicht nicht einig waren, half ihr auch nicht weiter.

Sie schüttelte sich und das Chaos aus Gefühlen ab – versuchte es zumindest – und konzentrierte sich auf das, was jetzt wichtig war. Die Verhandlungen! Und zu denen fehlte ein wichtiger Baustein: Revien – oder Enveri – oder Pantherchen …
Jedenfalls einer der drei. Da sie nun alle in einem Körper steckten, konnte es ja kein so großes Problem sein, wenigstens einen von ihnen an Ort und Stelle zu bringen.
Noch immer wachsam lauschte sie auf das Lied des Waldes, um einen Verfolger aus zu schließen. Von der Lichtung hörte sie zwei Männer Stimmen – aller Wahrscheinlichkeit nach Liam und Haradras. Die würden ihr also nicht folgen und auch sonst hörte, sah oder roch sie nichts, dass sie misstrauisch hätte werden lassen.

Zielstrebig ging sie zurück zum See, immer nicht nur nach Störenfrieden sondern auch nach Revien Ausschau haltend. Das erste nicht zu sehen waren, war eine Erleichterung, aber auch der Waldelf enttäuschte sie, so dass sie ohne seine Gesellschaft am Rand der Klippe stand. Sie griff an ihr selbst gehäkeltes Wickelkleid, um es ab zu legen, da fiel ihr ein zusätzliches Gewicht in ihrer Kapuze, neben dem Amulett auf. Als sie danach griff, spürte sie die Wärme eines Funkenfreundes auf der Haut. Wiedersehens-Freude überfiel sie und dann ein Gefühl von Vorsicht und dem Wunsch, etwas zu Schützen. Dann brach die Berührung zu dem Funkenfreund ab, als er von ihrer Hand flog und vor ihr schwebte. Die Gefühle, die sie zuvor ergriffen hatten, ebbten schnell ab.

So überraschend der kleine Überfall gewesen war, so schnell fing sich die Hybridin wieder. Und musste feststellen, das der kleine Funkenfreund offenbar etwas dagegen hatte, das sie sich ihrer Kleidung entledigte, genauso, wie dass sie die Klippen hinunter sprang! Natürlich war er ein leicht überwindbares Ärgernis, aber er konnte auf seine Art auch äußerst lästig sein.
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Re: Im Herzen Neldoreths

Beitragvon Maruka » Samstag 13. Mai 2017, 10:13

„Hey, wo läufst du denn hin, Prinzessin?!“
Rief Liam ihr zu, aber da war sie schon auf und davon. Sie konnte sein amüsiertes Lachen noch hören, als sie sich gegen den Stamm eines Baumes lehnte, um Luft zu holen und sich zu sammeln.
Oh wie peinlich!!!
Am liebsten hätte sie sich irgendwo eingegraben um dort zu überwintern und erst im nächsten Frühjahr vorsichtig wieder einen kleinen Keim an die Oberfläche zu schicken. Liam brachte sie beängstigend schnell aus dem Gleichgewicht - und sie wusste nicht einmal, ob es ehrlich gemeint war, oder nur ein Trick!!! Und das sich ihr Mensch und ihre Katze in dieser Hinsicht nicht einig waren, half ihr auch nicht weiter! So überhaupt nicht! Zwar fand das Tier Liams Geruch immernoch sehr anziehend, aber die Katze in ihr war auch genug Jäger um die Gefahren nicht einfach abschalten zu wollen. Auf der anderen Seite stand das junge menschliche Mädchen, dass von seiner Art sie zu umwerben ganz fusselig im Kopf war, aber auch nicht wusste worauf sie sich da wirklich einlassen würde. Wie gern hätte sie jetzt jemanden zum Reden gehabt. Wie gern hätte sie ihrer Mutter das Herz ausgeschüttet, oder einer Freundin, doch der einzige greifbare Verbündete war ein Geist, ein verwirrter Elf oder beides. Ob Revien sehr erbaut darüber wäre, sich ihre Probleme anzuhören? So als Freund? Sie schüttelte sich und das Chaos aus Gefühlen ab – versuchte es zumindest – und konzentrierte sich auf das, was jetzt wichtig war. Die Verhandlungen! Und zu denen fehlte ein wichtiger Baustein!

Leider enttäuschte sie der Waldelf, so dass sie ohne seine Gesellschaft am Rand der Klippe stand. Sie griff an ihr selbst gehäkeltes Wickelkleid, um es ab zu legen, da fiel ihr ein zusätzliches Gewicht in ihrer Kapuze, neben dem Amulett auf. Als sie danach griff, spürte sie die Wärme eines Funkenfreundes auf der Haut. Wiedersehens-Freude überfiel sie und dann ein Gefühl von Vorsicht und dem Wunsch, etwas zu Schützen. Dann brach die Berührung zu dem Funkenfreund ab, als er von ihrer Hand flog und vor ihr schwebte. Die Gefühle, die sie zuvor ergriffen hatten, ebbten schnell ab, aber Maruka hatte gelernt auf sie zu hören. Sie hatte das Amulett nicht berührt. So überraschend der kleine Überfall gewesen war, so schnell fing sich die Hybridin wieder. Und musste feststellen, das der kleine Funkenfreund offenbar etwas dagegen hatte, das sie sich ihrer Kleidung entledigte, genauso, wie dass sie die Klippen hinunter sprang! Natürlich widersetzte sie sich nicht seinem Willen und zog sich schnell wieder ihre Kleidung zurecht. So stand sie nun oben an der Klippe und schaute hinunter auf die Wasseroberfläche.
Wo ist Revien?
Sie betrachtete den kleinen grünen Funken, der vor ihr schwebte und fragte leise:
„Warum kommt Revien nicht? Was soll ich jetzt machen?“
Sie fühlte sich unsicher und ratlos. Sie sollte nicht hinunter zum See, sie sollte ihre Kleidung nicht ablegen? Was war los? Mehr als nur ein wenig angespannt sah sie sich aufmerksam um und lauschte in die Umgebung, in das Lied des Waldes.
Stimmt etwas nicht?
Sie hatte keine Ahnung wie es weiter gehen sollte und langsam wurde es Zeit. Der Treffpunkt war zur Mittagszeit ausgemacht gewesen und die Sonne stand schon sehr hoch.
Was wenn er nicht kommt? Was soll ich dann mit den Menschen machen? Sie werden sicher wütend werden, wenn ich allein zurück komme. Was soll ich ihnen nur sagen?
Maruka hockte sich hin und sah fragend ihren kleinen Freund an. Lange konnte sie nicht hier warten. Doch was sollte sie tun, wenn ihr Freund nicht kam? Sie traute sich nicht zu die Verhandlungen allein zu führen, zumal sie nicht einmal genau wusste, worum es ging. Sie war nicht der Wächter des Waldes. Sie wusste nicht um die Dinge die hier geschehen waren. Sie wusste nur, dass es gefährlich war, dass Menschen hier herum stöberten und Dinge aufwachten, die dunkel noch in den Schatten lauerten. Trotzdem würde sie sich dem Problem stellen und auch ihrer Angst. Sie würde im Zenit der Sonne sich den Menschen in den Weg stellen.
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