Ausgeliefert

Hier wohnen die Bürger Sarmas, vom einfachen Sklaven bis hin zum hohen Handelsherren oder angesehenem Magier. Je nach Reichtum und Machtverhältnis findet man hier kleine Barracken oder prachtvolle Anwesen aus Sandstein und Marmor.
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Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 16. Dezember 2010, 21:07

Darak kommt von Kriminelle Freiheitskämpfer

Lilith war im Versteck der Wüstendiebe zurückgeblieben. Darak erhielt demnach erst einmal keine Möglichkeit, sie wegen ihrer Beziehung oder dem ‚Erlaubnisschein‘ für ein Stelldichein mit Vesta zu fragen. Diese hatte Darak natürlich begleitet, geführt von einem namenlosen Wüstendieb, der die beiden durch das unterirdische Labyrinth zurück ins Bordell brachte. Beide tauchten wieder in dem viel zu engen, dafür extrem riechenden Abort im Keller auf. Der Dieb verließ sie an dieser Stelle. Der Plan stand ohnehin fest und wer wollte schon freiwillig seine kostbare Zeit auf eine miefenden Toilette verbringen?
Vesta ebenfalls nicht. Daher fackelte sie nicht lange. Plötzlicher Elan hatte sie gepackt. Und sie packte ihrerseits Darak am Handgelenk, zerrte ihn rücksichtslos hinter sich her. Dieses Mal ging es nicht an ihrer persönlichen, kleinen Folterkammer vorbei, sondern direkt hinein. „Ich muss mich umziehen“, eiferte sie.

Als bereits tiefste Nacht hereingebrochen war, fand sich Darak Luthrokar in einer der Straßen Sarmas wieder. Vesta hatte ihm eiserne Hand- und Fußfesseln angelegt. Sie waren miteinander verbunden, so dass es ihm schwerfallen würde, Arme oder Beine weit auseinander zu bekommen. Ketten führten von den eisernen Fesseln zu einem Kragen gleichen Materials, der vorn einen Ring besaß, an dem sie zusammenliefen. Vesta hatte eine Weile gebraucht, Darak zu überreden, den Kragen zu tragen.
"Es ist kein Halsband der Züchtigung, da fehlen eindeutig die magischen Insignien! Außerdem müsste ich es dann ohnehin noch prägen und das, mein Lieber, würdest du mitkriegen. Bevor ich fertig wäre, hätte ich einen Kragen um meinen Hals – nämlich deine Hände, die immer fester zudrücken würden. Ich bin nicht dumm, vergiss das nicht!" Letztendlich war der harmlose Eisenkragen angelegt worden. Dafür hatte Darak auch seinen Helm zurückerhalten. Da Vesta ihn öffentlich würde gefasst haben, brauchte er sich auch nicht länger zu verkleiden und konnte seinen geliebten Kopfschutz aufziehen. Nur Cattie war weiterhin besser bei der Hure Lunabelle aufgehoben. Das Huhn könnte sonst in Schwierigkeiten geraten, so loyal wie es seinen Fütterer stets verteidigte. Wahrscheinlich hätte es auch schon die Bordellbesitzerin angegriffen, wenn es mitbekommen hätte, wie sie Darak in Ketten legte. Wenigstens hatte sie es sich nicht nehmen lassen, ihm ein verwegenes Äußeres zu verpassen. Schließlich sollte er wie ein gefährlicher, feister Kerl wirken. Daher waren die Stoppeln an Kinn, Kiefer und Hals erhalten geblieben. Vesta hatte ihm das Haar ebenso stopplig kurz geschoren. Es war ihr egal, was seine geliebte Lilith oder Darak selbst dazu sagen würden.
"Das ist mein großer Auftritt vor dem Wurm von einem Dunkelelfen und den gestalte ich nach meinen Wünschen. Niemand wird mir dort hinein pfuschen, ist das klar?!", hatte sie immer wieder betont, manchmal unterstrichen von einem Peitschenhieb oder dem Funkeln eines Dolches.
So kam es, dass Darak auch seine einfache Wüstenkleidung hatte ablegen müssen. Er erhielt von Vesta bedeutsamere Kleidung, die seine männlichen Vorzüge hervor heben sollte. Außerdem mochte sie es, wenn er so richtig räudig und männlich ausschaute. Daraks Füße zierten schwere, graue Lederstiefel, deren Stulpen kurz unterhalb der Knie endeten und einmal nach außen gefaltet waren. Die Sohlen besaßen ein spezielles Profil sarmaer Handwerkskunst. Es gab dem Träger einen trittfesten Halt auf dem rutschigen Sand. Eine Flucht zu Fuß war gesichert.
Oberhalb der Schuhe bot Vesta ihrem "Gefangenen" eine schwarze Lederhose oder einen Männerrock gleichen Materials an, die beide jeweils seitlich mit fingerdicken Lederriemen zu schnüren waren. Wofür sich Darak auch immer entschied, der Gürtel aus grau schimmerndem Schlangenleder passte zu beidem. Er verlieh ihm das zusätzliche Maß von Verbrecherqualität, denn die Schnalle zeigte den Kopf der Schlange und mit ihren nicht länger giftigen Zähnen konnte der Gurt geschlossen werden.
Weiter oberhalb trug Darak lediglich eine nachtschwarze Weste mit einigen kleinen Taschen, falls er im Sultanat doch mal etwas einstecken muss.
"Ich gebe dir kein Hemd", beteuerte Vesta immer wieder von neuem. "Während der Folter würde es eh zerrissen und außerdem kann ich so deine Brust- und Bauchmuskeln begutachten." Sie leckte sich selbstzufrieden über die Lippen. Daraks Aufmachung war perfekt. Aber Vesta selbst schaute nicht minder beeindruckend aus.

Auch sie trug bevorzugt Leder, ebenfalls schwarz. Wie sowohl sie als auch Darak diese Kleidung am Tage in der Wüstenstadt aushielten, blieb ihr beider Geheimnis. In der Nacht, die die Temperatur eines angenehmen Tages zur Zeit des Erwachens in normalen Klimazonen besaß, war es recht angenehm.
Vestas langer Lederrock verbarg ihre schlanken Beine sowie die dunklen Stiefel mit den Smaragdbesätzen. Die Schuhe besaßen ausnahmsweise keinen hohen Absatz, denn das würde das Laufen im Sand zu einer Tortur machen. Und Vesta beschritt ihre Wege stets selbst. Es mochte viele Sarmaer, vor allem reiche und adelige, geben, die sich zur Fortbewegung in Sänften bequemten und Sklaven die Arbeit verrichten ließen, aber solche Bürger wiesen nicht selten erhöhte Fettleibigkeit auf. Außerdem zeigte es, dass die Herrin der Schwarzen Witwe ihren Ruf pflegte. Sie präsentierte sich und das in all ihrer einschüchternden, herrischen Pracht.
Der Lederrock war seitlich geschlitzt, innen aber mit einem dünnen Seidenschleier ausgestattet, der ihre Beine verdunkelte, wenn sie wie scheues Getier zwischen den ledernen Rockfalten durchblitzten. Männer reizte oftmals das mehr, was sie nicht oder nur ansatzweise sahen. Vesta wusste, sich in Szene zu setzen. Der Rock endete an ihrer Hüfte, das Oberteil kurz unterhalb ihrer gerafften Brust. Es bestand aus schwarzem, undurchsichtigen Stoff, der am Tage Sonnenlicht zu verschlucken schien. Im Fackelschein der nächtlichen Straßenbeleuchtung schimmerte er wie die Haut der finstersten Dunkelelfen.
Wo Bauch und Arme hätten frei sein müssen, spannte sich Netzstoff mit eingewebten kleinen Spinnen über ihre Haut. Um den Hals trug Vesta eine silberne Kette mit einer Spinne als Anhänger. Das Tier besaß einen Smaragd als Fassung, der ihre ebenfalls grünen Augen perfekt untermalte. Ohrringe desselben Material und wieder zu kleinen Spinnen geformt rundeten das Gesamtbild ab.
Die Haare hatte sich Vesta zu einer bizarren, aber exotischen Frisur hochgesteckt. Hier und da fädelten sich ein paar dünne Strähnen heraus, aber es wirkte absichtlich so gestaltet. Ihre Augen hatte sie mit schwarzen Rändern geschminkt und jeder Kuss würde schwarze Spuren hinterlassen. Wäre ihre Haut dunkler und hätte sie spitz zulaufende Ohren besessen, wäre Vesta ein beispielhaftes Bild einer kaltherzigen Dunkelelfe. Schwarz, gnadenlos, aber für Männer mit dunklen Fantasien ebenso verführerisch wie aufreizend stand sie da.

Soeben befestigte die Herrin des Bordells eine neunschwänzige Peitsche mit Nieten an den Strängen an ihrem Gürtel, als sie und Darak von Leibwachen ihres Hauses umringt wurden. Sie alle waren an Hals oder Oberarmen mit dem Spinnensymbol des Bordells tätowiert, was sie als Vestas Eigentum auszeichnete. Denn im Grunde waren diese Männer nichts Anderes als Sklaven, obgleich ihre Herrin sie keineswegs wie welche behandelte. Solange sie ihren Befehlen folgten, konnten sie außerhalb ihrer Arbeitszeiten als freie Männer leben – und das am liebsten zwischen den Schenkeln einer der Frauen, die sie sonst beschützten. Aber was sie mit ihrer Freizeit anstellten, blieb ihnen überlassen.
Darak besaß keine solche Tätowierung, obwohl auch er eine Zeit lang für Vesta gearbeitet hatte. "Ich verpasse dir nicht noch ein Zeichen, das sich andernorts in Schwierigkeiten bringen könnte", hatte sie ihm damals nach einem leidenschaftlichen wie gleichermaßen blutigen Liebesspiel ins Ohr geraunt und war mit einem silbernen Fingerring, dessen Spitze scharf wie die Schneide eines Dolches sein konnte, über seinen Nacken gefahren.
"Du gehörst bereits der Verdammnis." Auch das hatte sie gesagt, aber jetzt klang es deutlich in Daraks Ohren nach, als wären die Worte eben erst ausgesprochen worden. Vesta, Herrin der Schwarzen Spinne stand hinter ihm. Ihre Hände ruhten auf seinen Schultern. Auch heute trug sie den funkelnden Fingerring. "Der Verdammnis", wiederholte sie. Ihre Stimme war nur ein Flüstern. "Seltsam, dass dich lichtdienende Mönche verdammen anstatt dich mit einem ihrer göttlichen Zeichen zu retten und ewig an eine Kirche zu binden, die du verabscheust. Wäre das nicht eine größere Strafe gewesen? Aber umso besser für mich, sonst wärest du Gottesdiener geblieben." Sie leckte ihm an der rechten Seite über den Hals und löste sich dann.
Ihre Leibwachen hatten kreisförmig um Herrin und Gefangenen Aufstellung genommen. Dazwischen fanden sich ein halbes Dutzend Huren, mit nicht mehr bekleidet als schwarzen Samtumhängen. Wenn sie eine Hand hoben, konnte man ihre nackten Körper wie verborgene Schätze unter dem Stoff entdecken. Sie trugen Kerzen und reihten sich zwischen den Leibwachen ein. Vesta trat an die Spitze der Gruppierung. "Es geht los!", rief sie ihren Untergebenen zu. Hinter Darak schwang einer der Wächter eine Peitsche. Zum Glück besaß sie nur einen Strang und nicht einmal Nieten. Aber sie hinterließ dennoch einen roten Striemen auf Daraks hinterem Teil des linken Oberarmes. Ihr Knall weckte die Umstehenden. Langsam setzte sich die Gruppe in Bewegung.

Es ging durch Sarmas Straßen, von denen nur wenige um diese Zeit noch belebt waren. Normalerweise fand man nur Bettler und Einbrecher der Wüstendiebe vor, ab und zu ein Trupp der Stadtwache auf Patrouille, sowie lallende Betrunkene der letzten gerade schließenden Tavernen und die kranken, ungewaschenen Straßenhuren, zu denen sie viel zu oft den Weg ins Bett anstatt nach Hause fanden.
Jetzt lag fast alles verlassen vor. Menschen sah man keine, als die kleine Prozession sich einen Weg zum Sultanat hinauf bahnte. Das Gebäude des ehemaligen Bürgermeisters Sarem Karad lag im Sultansviertel, dem Bereich der Stadt, in dem Adel und Wohlstand herrschten. Hier fand man natürlich nicht einen der nächtlichen Herumtreiber wie sie zuvor noch beschrieben worden waren. Selbst die örtliche Stadtwache nicht. Die Bürger des Sultansviertels besaßen ihre eigenen Wachen, welche rund um die edlen Häuser postiert waren.
Als Vestas Gefolge den Stadtteil erreichte, fehlten selbst diese Wachen. Die meisten Villen, kleinen Paläste und anderen Wohnkomplexe der Reichen waren von Dunkelelfen eingenommen worden. Die einstigen Bewohner durften nun Sklaven oder Gefangene ihres eigenen Hauses sein. Man erkannte nun genau, in welchem Gebäude das dunkle Volk lebte, denn es ließ die Eingangspforten und Tore durch hünenhafte Orks bewachen. Die Bestien knurrten, als die Gruppe vorbei zog.
"Ihr kriegt auf Lebenszeit Hausverbot, wenn ihr einen meiner Gefolgschaft auch nur berührt!", zischte Vesta bedrohlich. Es wirkte. Selbst Orks dachten stets nur an das Wohl ihrer Geschlechter.

Die Prozession hatte freie Bahn – bis man das Sultanat erreichte. Es handelte sich um ein gewaltiges, palastartiges Gebäude. Kastenförmig ragte es mindestens drei Stockwerke hinauf, doch gekrönt wurde es von einem weißen Kuppeldach, dessen spitz zulaufende Mitte an einen Sahnetupfer auf einer Torte erinnerte. Die Mauern des Sultanats bestanden aus hauchgelbem Sandstein. Das Gebäude hatte schmale Fenster, die in einem halbmondförmigen Kreis endeten und Randmuster aus bunten Mosaiksteinchen besaßen. Ein Traum aus Tausend und einer Nacht.
Um das Sultanat legte sich ein Palmengarten, der wie eine grüne Oase in der Einöde der Wüste erstrahlte. Die Palmen ragten halb so hoch wie das Gebäude, standen in Dreier- oder Vierergruppen zusammen und boten am Tage den Pflanzen unter sich kühlenden Schatten. Es gab große Dattelpalmen, aber auch kleine Stechpalmen und neben dem Zugang in den Palast hatte man Bananenpalmen in breite Töpfe gepflanzt. Statt kleinen Zäunen, die das Naturschauspiel umrahmten zierten Wüstenrosen und andere bunte Blumen einen gepflasterten Weg zu beiden Seiten. All diese Pracht wurde von einer zwei Meter hohen Mauer aus weißem Gestein eingeschlossen, die Türme an allen vier Ecken besaß. Dort hielten sich üblicherweise die Wachen des Bürgermeisters – oder Sultans wie man in Sarma auch sagte – auf. Jetzt spähten finstere Gestalten in schwarzen Rüstungen von dort herab. Sie trugen Armbrüste und zielten damit auf die Gruppe, die sich hohen Torbogen näherte, der Zugang zum Sultanat bot. Auch er wurde bewacht – von Dunkelelfen mit Mondsichel-Hellebarden. Das waren einfache Hellebarden wie jene der meisten Stadtwachen, doch bestanden ihre Klingen aus sichelförmigen Schneiden, die sich jetzt direkt auf Vesta ausrichteten.
Die Bordellherrin blieb ganz ruhig. Sie hob die Hand und wagte es, das Ende einer der beiden Hellebarden beiseite zu schieben. "Wollt ihr etwa die Frau aufspießen, die eurem Herrscher Ach'ray Da'rion den gesuchten Luthrokar bringt?! Lauft, lauft und berichtet ihm, wer vor seinen Toren steht: Vesta Tenma Negra, Herrin der Schwarzen Spinne! Sagt ihm, ich habe den Feind Darak Luthrokar in meiner Gewalt. Und sagt ihm, ich töte ihn selbst, wenn er mir nicht bald Eintritt gewährt."
Einer der Dunkelelfen rannte in den Palast.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 18. Dezember 2010, 10:47

“Jemand wie Darak würde sämtliches Wissen aus jedem heraus kitzeln. Jemand, der eben fähig ist … hm … Valrock wäre auch keine schlechte Wahl.“ Darak musterte Vesta düster. „Valrock ist keine Option mehr.“ Brummte er leise. „Ich habe ihn für immer von Celcia entfernt…“ Vesta hatte ja vermutlich noch nichts über den Tod des Pelgaren erfahren. Jedoch wusste sie genau, dass Darak schon lange mit dem Gedanken gespielt hatte Rache zu üben. So lange also hatte dieser Kerl sich noch nicht verändert wenn er doch erst vor kurzem noch gemordet hatte. Ein Luthrokar blieb wohl immer ein Luthrokar, egal welches Fräulein ihm den Kopf verdrehte.
Der Gehörnte runzelte seine Stirn als Vesta sich selbst als Foltermeisterin der Dunkelelfen vorschlug. Unheimlicherweise konnte er sie sich bestens in dieser Rolle Vorstellen. Vesta war schon in Punkto Lust sadistisch veranlagt, warum diese Neigung nicht gleich zum Beruf machen? Ausserdem konnte sie bereits besser mit der Peitsche umgehen als er selbst.

Darak entspannte sich etwas unter den Liebkosungen Liliths. Für Vesta war es sicherlich interessant zu beobachten wie beruhigend die Elfe auf ihren heissblütigen Hengst wirkte. War es tatsächlich Liebe was die beiden verband? Oder hatte Darak auf seinen Reisen keine andere Möglichkeit weiblicher Vergnügen als diese Elfe gehabt? Nein, wohl traf eher ersteres zu. Ein Luthrokar hatte doch praktisch einen Sinn dafür entwickelt Frauen aufzuspüren, schliesslich war dies lange Zeit sein Beruf gewesen.
Darak knurrte als sich Vesta über seine ungewohnte taktische Vorsicht lustig machte. Er folgte ihrem Blick zu Lilith. „Du willst, dass ihr der Arsch auch künftig zur Verfügung steht.“ Darak brummte nur vor sich her. Er dementierte nichts, bestätigte es aber auch nicht.
Die Gespräche zogen sich. Andere Völker um ein Bündnis zu bitten wäre sicherlich keine schlechte Idee, doch war Sarma im Moment eingekesselt. Andunie war bereits in dunkelelfischer Hand und die See von den Abtrünnigen Piraten verseucht. Also konzentrierten sie sich wieder auf ihre lokalen Pläne. Darak sollte sich ausliefern lassen, dies natürlich ganz nach dem Geschmack der schwarzen Spinne. Er schnaubte nur als sie sich gespielt entsetzt zeigte. Dafür kannte er sie zu gut. Dann offenbarte sich eine Geste seitens der schwarzen Spinne die zeigte wie tief ihre Bande geknüpft war. „Du bist zäh. Du machst das schon.“ Darak schaute sie lange an. Dann nickte er. „Ja.“ Er blickte zu Lilith. „Ich bin zäh.“ Hauchte er ihr beruhigend zu.
Der Plan reifte heran. Darak sollte sich ausliefern und durh das Geschick Vestas länger am Leben bleiben. Sie selbst wollte sich als Foltereisterin anbieten. Darak runzelte die Stirn. Er wusste sie würde ihn peinigen wenn es der Sache diente und er wusste, dass sie dafür weit kreativere Möglichkeiten kannte als so manch ein anderer Foltermeister. Vesta war eine der wenigen welche ihn sicherlich an seine Grenzen befördern könnte…

„Wirst du mich verlassen?“ Er nahm ihre Hände und drückte sie. „Lilith… wenn ich wiederkomme, dann wird Sarma frei sein… und ich werde wiederkommen, dass verspreche ich dir.“ Darak versprach selten etwas, zu oft hatte er es nicht halten können. Er küsste Lilith und sie erwiderte leidenschaftlich. Sie drückte sich an ihn, was in ihm die Leidenschaft nur noch mehr entfachte. Sie küssten sich lange und intensiv, als wäre es ihr letzter. Es war ihm egal dass Vesta es sah, sie sollte wissen dass diese Frau eine wichtige Rolle in seinem Leben spielte.
„Bring Conny und Alma mit, wenn du zurückkehrst“ „Ja…“ Nickte er. „Ich werde sie zurückbringen… und die Sklaven werden befreit werden.“ Hauchte er zuversichtlich. „Versprich mir dich nicht in Gefahr zu begeben Lilith...“ Er woltle nicht schonwieder eine junge Liebe verlieren. Schliesslich ging es darum die Auslieferung zu planen, Vesta hatte da offenbar schon genaue vorstsellungen. Ihr Blick liess ungutes erahnen, doch Darak vertraute ihr.
„Glaub ja nicht, ich setze dich gefesselt und geknebelt in die Spinne und schicke einen Boten zu dem vermaledeiten Dunkelelfen!“ „…ja?“ Hauchte er fragtend. Doch es sollte anders kommen…
Als sie ihn an dem Kinn anpackte zog es gewaltig in seinen Lenden. Vesta konnte innert kürzerster Zeit bei ihm eine derart grosse erotische Spannung erzeugen dass es beinahe schon quälend für ihn sein musste.

Sie gesellten sich zurück in das Bordell. Ohne aufsehen zu erregen versteckte sich Darak in Vestas privatem Folterraum. Dort wartete auf die Spinne. Sie weihten keinen in ihre Verschwörung ein, nicht dass den Männern und Frauen Vestas nicht zu vertrauen war, doch das Wissen um eine Verschwörung konnte jeden nur unnötig in Gefahr bringen. Ausserdem wirkte es authentischer wenn alle tatsächlich meinten ein Feind würde ausgeliefert werden, sie würde so weniger rücksicht auf Darak nehmen, was in diesem Fall erwünscht war. Doch Vesta plante einen grossen Auftritt und dafür mussten die passenden Requisiten her. Darak rasierte sich seinen Schädel kahl. Der dreitagebart durfte bleiben. Er wurde neu eingekleidet und sah nun aus wie eine erotische Fantasie einsamer Frauen. Beim Kragen jedoch stiess Vesta auf unerwarteten Widerstand. Sie brauchte einige Zeit um ihn davon zu überzeugen dass es kein Halsband der Züchtigung war, denn von diesem Folterinstrument war er bereits zu vorbelastet.

"Das ist mein großer Auftritt vor dem Wurm von einem Dunkelelfen und den gestalte ich nach meinen Wünschen. Niemand wird mir dort hinein pfuschen, ist das klar?!", Es setzte einen Peitschenhieb als sich Darak beschwerte. „Auhrr…ja ist ja gut!“ Knurrte er und wählte den Männerrock für seine Kleidung. Er erhoffte sich dadurch etwas mehr beinfreiheit. Ausserdem wurden Lederhosen bei der Folter so oft kaputt gemacht und er hatte keine Lust nackt herumlaufen zu müssen. Ausserdem wusste er das Vesta die Männerröcke gefielen weil sie unten rein fassen konnte. Immerhin war es Darak nicht vergönnt geblieben auch noch passende Unterbekleidung zu wählen.
"Ich gebe dir kein Hemd", beteuerte Vesta immer wieder von neuem. "Während der Folter würde es eh zerrissen und außerdem kann ich so deine Brust- und Bauchmuskeln begutachten." Darak grinste verwegen. Er wusste um seine eigene erotische Ausstrahlung im Moment. Vesta musste sich wohl gehörig zurückhalten doch auch er selbst… denn sie sah aus wie die Sünde in Person. Selbst Manthala wäre wohl neidisch auf diesen Anblick. Am liebsten hätte er sich noch ein Stündchen mit ihr gegönnt, doch Vesta war zu sehr mit ihrem Auftritt beschäftigt. Als sich Darak im Spiegel betrachtete schauderte er.
"Du gehörst bereits der Verdammnis." „Ja…“ Hauchte er. Manthala, Herrin der Finsternis und der Mondgeschöpfe bechützte uns auf unserer Mission. Darak betete selten und wenn dann sicherlich nicht zu Lysanthor. Ausserdem gehörten Verschwörungen ohnehin eher ins Hoheitsgebiet der Nachtgöttin.

"Seltsam, dass dich lichtdienende Mönche verdammen anstatt dich mit einem ihrer göttlichen Zeichen zu retten und ewig an eine Kirche zu binden, die du verabscheust. Wäre das nicht eine größere Strafe gewesen? Aber umso besser für mich, sonst wärest du Gottesdiener geblieben." „Sie haben mich in die Minen ausgeliefert Vesta… als Mönch. Glaub mir, es gab damals keine schlimmere Strafe.“ Brummte er düster. Er erschauderte als sie ihm über den Hals leckte. Darak wurde gefesselt und die Huren und Leibwachen sammelten sich um ihnen herum. Die Prozession setzte sich in Bewegung als Darak einen kräftigen Peitschenhieb empfing. Er knurrte nur, verhielt sich sonst aber ruhig. Er wusste dass Vesta ihren Auftritt in allen Zügen genoss, doch er wusste auch dass sie ihn nicht verraten würde. Nicht nur weil ihre Bande so stark war sondern auch aufgrund des Umstandes was der Besatzungsführer sich erlaubt hatte… Wenn es etwas gab was für Vesta wertvoller war als Gold und Diamanten, dann war es ihr Stolz und ihre Ehre. Diese hatte Darion beschmutzt als er sie geschlagen hatte. Er wusste genau, dass solch eine Handlung unverzeihlich war. Darak fühlte sich zunehmend Unwohl. Die kleinen gelben Augen der Orks an welchen sie vorbeizogen musterten ihn finster. Das klirren seiner Ketten erinnerten ihn zudem daran wie machtlos er im moment dem Geschick Vestas ausgeliefert war. Seine anspannung stieg. Sein Herz raste als sie schliesslich vor dem Palast standen. Vesta hingegen spielte ihre Rolle perfekt – kein Wunder, setzte sie sich doch dem viel geringeren Risiko aus.

"Wollt ihr etwa die Frau aufspießen, die eurem Herrscher Ach'ray Da'rion den gesuchten Luthrokar bringt?! Lauft, lauft und berichtet ihm, wer vor seinen Toren steht: Vesta Tenma Negra, Herrin derSchwarzen Spinne! Sagt ihm, ich habe den Feind Darak Luthrokar in meiner Gewalt. Und sagt ihm, ich töte ihn selbst, wenn er mir nicht bald Eintritt gewährt." Darak schnaubte nur. Unruhig stand er hinter Vesta. Er wusste dass es nun ziemlich ruppig werden konnte, schliesslich musste Vesta dem Dunkelelfen den Eindruck vermitteln dass sie wirklich nichts von Darak hielt. Gebannt starrte er zum Palasteingang. Der Palast selbst war riesig, es würde nicht leicht werden hier drinnen Alma und Constanze zu finden, er konnte sich nicht vorstelln dass de rHarem in der Nähe der Gefangenenräume war.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 20. Dezember 2010, 19:24

Während Vesta und ihr Gefolge darauf warteten, eine Reaktion bei Ach'ray Da'rion zu erzielen – er würde schon auftauchen oder sie wenigstens herein bitten, so versessen wie er auf Darak war – schaute die Herrin der Schwarzen Spinne ihr "Auslieferungspäckchen" kurz an.
Selbst vor ihrer Gefolgschaft durfte sie sich nun keine Blöße geben. Sie und Darak mussten gemeinsam das Spiel durchziehen, aber sprechen konnten sie dennoch miteinander. Vesta sagte mit aller Arroganz in der Stimme, die jemand wie sie aufbringen konnte: "Soso, Luthrokar, ich hörte, dein Strafregister wird von Mal zu Mal länger. Du hast Valrock aus dem Weg geräumt?" Das interessierte sie natürlich, aber es blieb vorher keine Zeit, genauer nachzufragen. Jetzt holte Vesta alles nach. Sie musste ja ohnehin warten.
"Ich weiß, dass der alte Foltermeister und du einen Zwist miteinander hattet. Du verfährst ziemlich grob mit deinen Feinden. Aber unserem Herrscher Da'rion wirst du keinen Ärger bereiten, glaub mir."
Die dunkelelfische Wache am Tor grinste. Vesta spielte wahrlich überzeugend.
Dann tauchte die andere Wache wieder auf. Sie nickte der Ersten zu und beide zogen ihre Hellebarden zurück. "Tretet ein, Herrin Tenma Negra. Der Herrscher Sarmas erwartet Euch." Der Wachposten zeigte auf den geschwungenen Torbogen am Ende des Pflasterweges. Er führte ins Innere des Palastes. Wohin Vesta anschließend gehen musste, wusste sie entweder bereits oder sie folgte ihrem Instinkt.
Die Prozession betrat das Sultanat. Eine Eingangshalle wartete auf sie, riesig und mit hoher Decke. Der Boden zeigte, wozu ein Architekt und jede Menge bunter Mosaiksteinchen im Stande waren. Dutzende Abbildungen leicht bekleideter Bauchtänzerinnen umkreisten einen gewaltigen roten Drachen. Sie hüllten ihn mit Tüchern ein, die vorher ihre Körper bedeckt hatten. Hier und da zeigte sich eine wohlgeformte Brust aus gebräunten Mosaiksteinen. Die Frauen lächelten zu jenen auf, welche über ihnen standen, um sie zu bewundern. Selbst Vestas Huren warfen flüchtige Blicke auf den Boden. Die Leibwachen achteten behutsam darauf, den abgebildeten Damen nicht auf ihre Rundungen zu treten. Zu schade, würden diese von einem schmutzigen Stiefel verdeckt werden.
Des Weiteren fand sich ein Brunnen aus weißem Marmor in der Eingangshalle. Er drückte den Luxus des Bürgermeisters der Stadt aus, denn er plätscherte fröhlich vor sich hin – mit kristallklarem Wasser, wo in der Wüstenstadt bereits die trübe Variante kostbar war. Viele verarmte Familien starben schreckliche Verdurstungstode. So zeigte es zumindest, dass der alte Herrscher Sarem Karad ebenfalls ein gewisses Maß an Dekadenz besaß.
"Ein neuer Herrscher des Bundes wäre vielleicht gar keine schlechte Wahl", murmelte Vesta vor sich hin. Der Bund der Wüstendiebe mochte in seinem Versteck ebenfalls im Luxus leben, doch teilten sie ihn mit Bedürftigen, so gut sie konnten. Auf jeden Fall erhielt jedes Mitglied des Bundes Nahrung und Wasser sowie einen warmen Schlafplatz in der Nacht, wenn es nichts hatte. Der Bund sicherte sich auf diese Weise seine Mitglieder, denn nur wer ebenfalls raubte, einbrach oder anderweitig für die Wüstendiebe arbeitete durfte sich Mitglied ihrer Bande nennen.
Am Brunnen hockten einige Mädchen und ältere Frauen. Sie trugen Seidengewänder, Pluderhosen und waren geradezu übertrieben mit Schmuck behangen. Ihr Äußerliches ähnelte sehr stark Liliths neuer Gewandung, so dass sofort klar war, welchen Tätigkeiten sie hier im Sultanat nachgingen.
Demütig senkten sie ihre Blicke, verneigten sich vor Vesta und gaben unaufgefordert Einsicht auf ihre durch die eng gebundenen Oberteile drall wirkenden Ausschnitte. Die Leibwächter nahmen es reaktionslos zur Kenntnis. Halbnackte Haut sahen sie in Vestas Haus zur Genüge. Sie galten wohl als jene Minderheit von Männern, denen es bei einem solchen Anblick nicht sofort in den Lenden zog. Das konnte man aber durchaus verstehen, wenn man berücksichtigte, was sie neben Münzen noch an Lohn erhielten. Für Vesta zu arbeiten bedeutete auch, sich kostenlos an ihren Mädchen zu erfreuen. Die meisten Huren waren ohnehin dankbar für ein paar starke Männer, die sie vor Rüpeln und Grobianen schützten. Im Gegenzug verbrachten sie freie Nächte mit diesen. Auch Darak hatte auf diese Weise so mancher Hure beigelegen.

Vesta blickte sich um. Mehrere Torbögen und Türen führten tiefer in den Komplex hinein, den das Sultanatsgebäude bildete. Hinter welcher verbarg sich der Dunkelelf? Von fern hörte man plötzlich die Schreie einer Frau, sowie eine tiefe Männerstimme, die dazu aufforderte, artig und nicht so zappelig zu sein. Irgendwo in der Nähe wurde eine Haremsdame misshandelt.
Vesta warf Darak einen fragenden Blick zu. Die Stimme der Frau klang aber nicht nach Constanze und schon gar nicht nach Alma. Ja, an der dicken Heilerin vergriff sich vermutlich niemand. Das wagte keiner!
"Dort entlang, Herrin", erhob plötzlich eine der am Brunnen sitzenden Frauen die Stimme. Sie zeigte zu einer Pforte, deren reich verzierte Türflügel nur angelehnt waren. Vesta nickte. Sie schickte zwei verhüllte Huren voraus, um sie anzukündigen. Dieser Auftritt besaß Stil. Als Vesta die Stimme des Dunkelelfen vernahm, der sie herein bat, straffte sie die eleganten Schultern und stieß mit beiden Händen die Flügeltüren auf.
Ihr Lederkleid bauschte wie das Höllengewand Faldors persönlich auf. Es flog fast geisterartig hinter ihr her, als sie mit ausholenden Schritten und vorgerecktem Kinn den Audienzsaal betrat. Dort saß Ach'ray Da'rion, umgeben von mehreren schwarzgerüsteten Dunkelelfenwächten, an einem achteckigen Tisch. Auch die Wachen zählten acht Personen. Sie standen jeweils an einer Ecke des hölzernen Okatgons. Da'rion lehnte sich in dem gepolsterten Stuhl zurück. Vor ihm auf dem Tisch erhob sich ein kleiner Schokoladenbrunnen. Daneben standen Schalen mit verschiedenen Früchten, die man in die Schokolade eintauchen konnte. Der Dunkelelf schob sich soeben eine auf diese Weise glasierte Scheibe Ananas in den Mund. In der anderen Hand hielt er ein Weinglas. Auf dem Tisch standen ein weiteres, sowie die zugehörige Flasche.
Er hob sein Glas, als Vesta auf der anderen Seite des Tisches zum Stehen kam. "Ich gratuliere dir zu deinem Fang!" Da'rion trank. Vesta verlagerte ihr Gewicht auf das rechte Bein und verschränkte mit einem triumphalen Grinsen die Arme vor der Brust. Sie drehte sich halb zu ihrem Gefolge um, nickte einem der Leibwachen auffordernd zu.
"Vorwärts!", grunzte dieser an, während er Darak nach vorn schubste. Der Gehörnte wurde dicht an Da'rion geführt, allerdings sofort von zweien der dunkelelfischen Wachen flankiert. Der Herrscher ging trotz allem kein Risiko ein. Er musterte Darak lange aus seinen dunklen Augen. Um seine Mundwinkel bildeten sich feine Grübchen, als sein Grinsen wuchs. Er stellte das Glas auf den Tisch und legte anschließend die Finger vor der Brust aneinander.
Ohne Vesta anzusehen, befahl er einem seiner Männer: "Entlohnt sie!" Ein Beutel wurde geworfen. Er landete klirrend vor Vesta auf dem Tisch. Darin musste sich ein kleines Vermögen befinden. Wie viel Darak Luthrokar wohl wert war?
"Behaltet es, Herrscher", gab Vesta zurück. Im gleichen Moment hob Da'rion eine Braue. Sein Blick ruhte weiterhin auf Darak. Dieser Mann malte sich gedanklich bereits aus, wie er ihn leiden lassen würde. Seine Augen funkelten. "Du willst es nicht, Menschenfrau?", fragte er dennoch mit ruhiger Stimme.
"Gold habe ich ausreichend", gab Vesta zurück, "ich verlange eine andere Entlohnung."
Die andere Braue hob sich, so dass beide unter dem weißen Schopf des Dunkelelfen verschwanden. Er zupfte sich den zweifarbigen Bart. "Du wagst es, zu verlangen?" Und schneidender: "Was willst du?"
Nun trat Vesta um den Tisch herum. Sie blieb zunächst hinter Darak stehen, legte ihm eine Hand auf die Schulter und fuhr, während sie sprach, seinen Arm entlang. "Dieser Bastard ist auch mir zu einem Dorn im Auge geworden. Er kehrte zurück in mein Bordell, um mich mit bloßen Händen zu erwürgen! Angeblich, weil ich mir sein Vermögen eingeheimst habe. Lächerlich!" Sie verpasste Darak eine Ohrfeige. Glücklicherweise war es nicht jene Hand, an der der messerscharfe Fingerring steckte.
"Wenigstens lief er so in sein eigenes Verderben, denn es gelang mir, ihn zu schnappen und, wie Ihr sehen könnt, in Gewahrsam zu nehmen. Doch man versucht nicht ungeschoren, mich umzubringen!"
"Du sehnst dich nach Rache?" Ach'ray Da'rion musterte nun Vesta mit interessiertem Blick. Man sah ihm an, dass sie ihm gefiel, obwohl sie selbst keine Dunkelelfe war. Der Wunsch, sich über Vesta zu beugen und sie zu besitzen brannte im schwarzen Blick des Herrschers.
Vesta ließ sich dadurch nicht beeindrucken. "Ihr werdet ihn nicht einfach hinrichten oder mit einem einzigen Schwertstreich töten."
"Du kennst mich, Hurenherrin", entgegnete Da'rion.
"Ich kenne nur mich und ich weiß, dass ich ihn leiden lassen wollte. Lange und qualvoll durch jede erdenkliche Möglichkeit, die ihm Schmerzen bereitet. Ich wollte jeden Zentimeter seinen Körpers peinigen."
Der Dunkelelf leckte sich über die Lippen. Niemandem im Raum entging, dass sich in seinem Schritt eine deutlich sichtbare Beule bildete. Vesta reizte auch diesen Mann bis aufs Äußerste. Vielleicht aber gefiel ihm nur die Vorstellung, wie mit Darak verfahren werden sollte.
Vesta fuhr fort: "Lasst mich zu seiner Foltermeisterin werden. Ich verspreche, er wird sich die jämmerliche Seele aus dem Leib schreien, bis sein Hals verdorrt ist. Gebt mir das Privileg als Lohn, mit ihm anzustellen, was ich möchte, bis ihr die Erlaubnis erteilt, ihn sterben zu lassen. Mehr verlange ich nicht."
Ach'ray Da'rion schloss die Augen. Er ließ sich Zeit, dachte eingehend über Vestas Forderung nach. Schließlich nickte er und erhob sich. "Du sollst diese Art der Entlohnung erhalten. In der Zeit, in der du mir auf diese Weise dienst, wirst du meinen Palast nicht verlassen, Menschenhure! Du wirst tagsüber den Luthrokar foltern, dass ich von überall aus im Sultanat seine Schreie hören kann. Nachts wirst du mein Bett teilen, dass alle anderen deine lüsternen Schreie hören."
Vestas Augenlid zuckte kaum merklich. Ihre Haltung versteifte sich etwas, aber sie erwiderte nur ein gehorsames "Wie Ihr wünscht, mein Herrscher." Da'rion grinste. "Ich hatte zwar vor, mich als nächstes mit der von dir geschenkten Amazone zu befassen, aber sie bietet mir bei weitem nicht die Gelüste, die du mir bieten kannst. Und nun trinken wir!" Er schenkte das unbenutzte und sein eigenes Glas mit Wein ein. Ersteres reichte er Vesta. Sie stießen an und der Dunkelelf sprach einen Toast aus.
"Auf die quälenden Schreie meiner Feinde!"
"Auf meine Folterkünste", intonierte Vesta unter dem klingenden Klirren der aneinanderstoßenden Gläser. Der Wein wurde in die Kehlen geschüttet. Danach winkte Ach'ray Da'rion einen menschlichen Sklaven herbei. "Führe die Herrin Foltermeisterin zusammen mit ihrem jüngsten Auftrag in ihre Arbeitsräume. Dein Gefolge darf den Palast nun verlassen, Vesta. Du wirst sofort mit deiner Arbeit beginnen. Wenn Luthrokar nicht binnen der nächsten halbe Stunde vor Schmerzen schreit, wirst du es sein, die ich foltern lasse." Er warf Darak einen letzten, hasserfüllten Blick zu. Dann breitete sich ein skurriles Grinsen in seinem Gesicht aus und er lachte ein derart verrückt verzerrtes Lachen, dass es einen schaudern ließ.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 22. Dezember 2010, 18:41

Darak musterte misstrauisch die Mondförmige Hellebarde der Söldner vor dem mächtigen Eingangstor. Das alles gefiel ihm nicht. Hier ging es um Krieg, nicht irgend einem kleinen Familienzwist. War diese ganze Nummer nicht zu gross für ihn? Langsam befürchtete er ein „doch.“

Vesta riss ihn aus seinen Gedanken als sie ihn düster und voller Arroganz anblickte. Sie spielte ihre Rolle wirklich überzeugend. Doch auch er war nicht ungeübt darin sich zu verstellen, so erwiderte er ihren Blick ebenso abschätzig und düster dass es einem schaudern lassen konnte. "Soso, Luthrokar, ich hörte, dein Strafregister wird von Mal zu Mal länger. Du hast Valrock aus dem Weg geräumt?" Darak knurrte nur brummig und hob seinen Blick. Er starrte über Vesta hinweg als hielte er sie nicht für würdig genug um sich mit ihm zu unterhalten. "Ich weiß, dass der alte Foltermeister und du einen Zwist miteinander hattet. Du verfährst ziemlich grob mit deinen Feinden. Aber unserem Herrscher Da'rion wirst du keinen Ärger bereiten, glaub mir." Darak schaute sie gleichgültig an. „Er war mir im Weg… wie du es nun bist!“ Knurrte er und ich werde auch diesen verfluchten Da`Rion erwischen.“ Er blickte zu der Wache hin und grinste breit. „Ich habe keine Angst vor euch!“ Er fixierte die Torwache. „Und du grins nicht so blöd, frag dich lieber warum du hier herumstehst während die echten Dunkelelfischen Krieger Pelgar schleifen! Die halten dich wohl für unfähig!“ Es gehörte zu Daraks Talenten manipulative Gespräche zu führen und Zwist innerhalb von Gruppen zu sähen.

Darak weigerte sich erst sich der Prozession anzuschliessen und musste durch einen weiteren Peitschenhieb davon überzeugt werden sich fortzubewegen. Das innere des Sultanats war genau so pompös und protzig wie ihr äusseres. Sie Schritten hinein. Darak war einer der einzigen neben Vesta welcher nicht wie gebannt auf den Boden starrte. Es interessierte ihn nicht was für Kleckereien sich am Boden befanden er hatte andere Probleme. Was wenn Da`rion nur seinen Kopf rollen sehen wollte? Was würden sie dann tun? Wenn sie aufflogen konnte sich keiner im Schloss mehr sicher fühlen, der Dunkelelf würde dann wohl bestimmt eine Säuberung durchführen lassen.
[ "Ein neuer Herrscher des Bundes wäre vielleicht gar keine schlechte Wahl" „Halt die Klappe.“ Knurrte Darak leise. Sie sollte hier nicht solche Dinge vor sich hinbrabbeln. Er wusste dass es dafür eine Strafe setzen würde, schliesslich durfte er sich im Moment nichts erlauben, war er doch ein Gefangener. Vesta war eigentlich nicht bekannt dafür dass sie Laut vor sich her dachte, offensichtlich war auch sie äusserst nervös. Er musterte das Wasser sehnsüchtig. Nun würden wohl wieder magere Zeiten folgen. Er bereute es dass er sich nicht noch die Zeit genommen hatte eine ordentliche Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Darak gab sich seiner Rolle hin und blickte den Mädchen hinterher. „Wollt ihr es nicht mal mit einem Rebell machen als immer mit diesem Impotenten Herrscher und seinen Halbaffen?“ Raunte er ihnen entgegen. Er wusste dass sein Ruf ihm voraus eilte und er galt als äusserst zäher und frecher Gefangener. Tatsächlich hatte er so überlebt, denn Valrock war auf seine freche Art immer eingestiegen und hatte sich provozieren lassen, was ihn dazu gebracht hatte Fehler zu machen.
Da ertönten die Schreie eines Mädchens. Darak guckte düster. Lauschend stellte er fest dass es keine ihm bekannte Stimme war. Dennoch war die Tragik und das Leid gross, hier offenbarte sich eine der hässlichsten Seiten des Krieges. Er wusste sofort was sie bedeuteten. „Euer Herrscher hat eure Triebe nicht unter Kontrolle wenn er seine eigenen Mädchen nicht mal schützen kann.“ Zischte er.

Sie wurden aufgefordert eine weitere Halle zu betreten. Vesta ging voraus, Darak folgte unwillig auf Druck seines Hintermanns. Darak runzelte die Stirn als er sah dass der Dunkelelf offenbar Schokolade mochte. Bald würde er wohl feist und fett werden und seinen Hintern nicht mehr hochkriegen. Der Schokoladebrunnen war ein potenzielles Mordwerkzeug, wenn er Gift hätte. Auch die Früchte. Ihn körperlich anzugreifen würde hier drinnen schwer werden bei dieser Bewachung. Darak schaute nach oben ob es dort einen Kronleuchter oder etwas ähnliches gab. Der Gehörnte arbeitete bereits. Der Mörder in ihm dachte nach, seine ganzen kriminellen Energien wurden reaktiviert. Offensichtlich hatte Darion keinen Vorkoster. Dieser Kerl fühlte sich wohl sicher vor heimlichen Anschlägen. Dafür war sein Sultanat doch bereits mehrfach von Verschwören infiltriert worden.

„Ich gratuliere dir zu deinem Fang!" Darak knurrte als er vorgedrängt wurde. Er blickte abschätzig und gleichgültig auf Darion herab. Er zeigte sich trotzig wie man es von einem so hochkarätigen Kriminellen wie Darak Luthrokar erwarten konnte. Er musterte die beiden Wachen die ihn flankierten und grinste ihn an, als wollte er sagen. “Na, hast du schiss?“ Darak erwiderte Darions Blick. Er zeugte keine Furcht – er hatte dies gelernt – schliesslich hatte er auch als Foltermeister so kühl geguckt. Er würde sich nicht auf solche Spielchen einlassen und wenn würde er sie gewinnen. Daroin war ein Kriegsherr, Darak ein Foltermeister. Ausserdem war er selbst Darion körperlich meilenweit überlegen, dies half Darak nicht zu grosse Angst vor ihm zu entwickeln.
"Dieser Bastard ist auch mir zu einem Dorn im Auge geworden. Er kehrte zurück in mein Bordell, um mich mit bloßen Händen zu erwürgen! Angeblich, weil ich mir sein Vermögen eingeheimst habe. Lächerlich!" Darak knurrte nur, darauf setzte es eine schallende Ohrfeige. Der Gehörnte senkte für einen Moment sein Haupt und strich sich mit der Zungenspitze über die Lippen dann lächelte er leise, aber düster.

"Wenigstens lief er so in sein eigenes Verderben, denn es gelang mir, ihn zu schnappen und, wie Ihr sehen könnt, in Gewahrsam zu nehmen. Doch man versucht nicht ungeschoren, mich umzubringen!" Er schnaubte und starrte seine gefesselten Hände an als würde er sich überlegen warum er nicht fester zugedrückt hatte.
"Ihr werdet ihn nicht einfach hinrichten oder mit einem einzigen Schwertstreich töten." Darak blickte abschätzig auf. „Glaubst du ich habe Angst vor seinen erbärmlichen Foltermeistern hahaha ich kenne alle Art von Folterknechten… denn ich bin ihr Meister!“
"Ich kenne nur mich und ich weiß, dass ich ihn leiden lassen wollte. Lange und qualvoll durch jede erdenkliche Möglichkeit, die ihm Schmerzen bereitet. Ich wollte jeden Zentimeter seinen Körpers peinigen." „Wenn du so folterst wie du liebe machst…habe ich respekt…“ Grunze er ihr abschätzig zu. Seine Äusserung war gezielt und wohl überlegt. Er hatte ja vernommen das Darion sich vor Menschen ekelte. Er wollte ihm bewusst machen WER schon alles in seiner begehrten Vesta drinn gewesen war. Darak starrte auf Darions „Beulchen“ und grinste breit. Er war ihm körperlich meilenweit überlegen…

Doch dies behielt er vorerst für sich, sonst würde er seinen Kopf vielleicht doch noch schneller verlieren als erwartet.
"Lasst mich zu seiner Foltermeisterin werden. Ich verspreche, er wird sich die jämmerliche Seele aus dem Leib schreien, bis sein Hals verdorrt ist. Gebt mir das Privileg als Lohn, mit ihm anzustellen, was ich möchte, bis ihr die Erlaubnis erteilt, ihn sterben zu lassen. Mehr verlange ich nicht." Daraks Grinsen schwand, er guckte plötzlich wie versteinert und seine Augen weiteten sich. Er konnte wirklich gut den erschreckten spielen. „Eine Frau die Foltert?! Das….das gibt es nicht!“ Ereiferte er sich lautstark. „Du bist eine verfluchte Hure! Keine Foltermeisterin!“ Dass Darak sich so aufregte sollte den Eindruck hinterlassen dass er sich vor Vesta fürchtete und da gab es auch allen Grund dazu, denn zu was diese Frau alles in der Lage war wusste vielleicht sogar selbst der Herrscher.

"Du sollst diese Art der Entlohnung erhalten. In der Zeit, in der du mir auf diese Weise dienst, wirst du meinen Palast nicht verlassen, Menschenhure! Du wirst tagsüber den Luthrokar foltern, dass ich von überall aus im Sultanat seine Schreie hören kann. Nachts wirst du mein Bett teilen, dass alle anderen deine lüsternen Schreie hören." Darak starrte Darion an. „Pha!“ Knurrte er nur. „Die spürt doch nichts mehr. Ich hab sie in all den Jahren schon zu sehr ausgeleiert hahaah…“ Dafür würde es wohl ordentlich was setzen…

"Ich hatte zwar vor, mich als nächstes mit der von dir geschenkten Amazone zu befassen, aber sie bietet mir bei weitem nicht die Gelüste, die du mir bieten kannst. Und nun trinken wir!" Daraks Augen verengten sich zu schlitzen. „Tu nicht so als ob du immer könntest!“ Brummte er. Darak verhielt sich ruhig während Vesta mit Darion anstiess. Dann setzte er sich in Bewegung. Das ganze Unterfangen entwickelte sich nicht zu ihrem Vorteil. Widererwarten würde Vesta den Palast nicht verlassen können.
Wenn Luthrokar nicht binnen der nächsten halbe Stunde vor Schmerzen schreit, wirst du es sein, die ich foltern lasse." Dieser Satz hatte wohl gesessen, besonders bei Vesta…
„Du solltest dich wirklich anstrengen!“ Lachte Darak ihr entgegen und gab so das Signal dass er bereit war etwas zu erdulden…

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Samstag 25. Dezember 2010, 11:37

Daraks Lebensenergie verändert sich in den Zustand: Bild Bitte im Profil aktualisieren


Darak nahm sich enorm viel heraus. Nicht nur, dass er Vesta indirekt drohte … immerhin gab er ihr zu verstehen, dass sie sich derzeit in ähnlicher Position befand wie der eliminierte Valrock … nein, er wagte es auch, die dunkelelfischen Torwachen zu provozieren.
Es war klar, dass die Bordellherrin das vor dem dunklen Volk nicht ignorieren konnte. Für Darak bedeutete dies mehrere Peitschenhiebe, einen sogar von ihr selbst ausgeführt. Es war jener, der ihn am unangenehmsten traf und auf der Haut einen blutigen Striemen hinterließ. Vesta musste verdeutlichen, dass sie kompetenter und weitaus gefährlicher war als die Handlanger, welche sie um sich scharte.
Danach ging es in den Palast und zu Da'rion persönlich. Hier durfte Darak Zeuge werden, dass dieser Elf gefährlich war. Er mochte sich zwar in Sicherheit wiegen, was mögliche Gelegenheiten eines hinterhältigen Todes bot, aber er besaß eine Menge Einfluss und Macht. So würde es für Vesta bedeutend schwierig werden, diese Zeit zu überstehen, sollte sie sich doch nachts ins Bett dieses dunkelhäutigen Bastards begeben. Ihre gespannten Rückenmuskeln, welche Darak zur Genüge bewundern konnte, gaben Aufschluss über ihre Meinung bezüglich Da'rions Wünschen. Und er ließ sich nicht einmal davon beirren, als Darak wüst raunte, Vesta sei nicht mehr geeignet, um ihn zu befriedigen.
"WAS?!", stieß sie daraufhin und vermutlich zur Überraschung des Gehörnten authentisch empört aus. "Ausgeleiert?!" Das nahm sie offenbar etwas zu persönlich. "Oh, wie viele Jahre bist du zu mir gekrochen und hast gebettelt, dass ich für dich die Beine breit mache! Warum kamst du denn immer wieder?! Sicherlich nicht, weil ich ausgeleiert bin! Ich bin die einzige, die dir geben konnte, was du brauchst, widerlicher Stümper!" Hasserfüllt sah sie ihn an und dieses Mal spielte sie nicht. Das war eine Beleidigung zu viel gewesen. Vesta riss ihre Peitsche vom Gürtel. Sie packte nach Daraks Ketten und ruckte daran. Die Kraft ihn vor zu reißen besaß sie nicht, aber das brauchte es auch nicht. "Ich werde dich ausleiern. Ich werde dafür sorgen, dass es nur noch der Schmerz ist, den du spürst. Nicht einmal mehr das dreckige Huhn, das du mir angeschleppt hast, wird du befriedigen können, wenn ich mit dir fertig bin!" Sie zischte es wie eine Schlange und zog damit unwillkürlich sämtliche dunkelelfischen Blicke auf sich. Die Wachen musterten sie. Wäre Vesta nur eine von ihnen … Da'rion besaß längst nicht mehr das einzige "Beulchen" im Raum – die anderen waren nur allzu gut durch Rüstung verborgen.

Der herrschende Dunkelelf saß entspannt zurückgelehnt in seinem Thron. Er lächelte. Dass Vesta einen ihrer einstigen Liebhaber nun abgrundtief hasste und ihm vermutlich keinen Zentimeter seiner Männlichkeit lassen würde, amüsierte ihn. Erst als Darak trotz allem noch auflachte, verfinsterte sich seine Miene.
"Du solltest dich wirklich anstrengen!" Vesta verpasste ihm eine weitere Ohrfeige. Dieses Mal nahm sie die Hand mit dem gefürchteten Fingerring. Er riss Daraks Wange auf, dass Blut alsbald den Kiefer herab tropfte.
"Das reicht!", ließ sich Ach'ray Da'rion vernehmen. "Schaff ihn in die Folterkammer! Ich will kein Blut in meinem Herrschersaal haben. Kein solch widerlich unreines Menschenblut." Vesta ließ Darak von einem ihrer Männer packen und sich dann bis in die Folterkeller des Sultanats eskortieren. Dass es jene überhaupt gab, war nicht verwunderlich. In Sarma war Sklaverei legal und irgendwo musste man ungehorsame Dienerschaft auch züchtigen können.

Die Folterkammer befand sich fernab der luxuriösen Bereiche des Sultanats. Es ging an den Stallungen vorbei. Der Gestank von Kamel-Dung herrschte sogar noch vor, als man Stufen in die Tiefe herab nahm und selbst hier unten, bei dickem Stein tief unter der Erde, wurde es nur unbedeutend kühler. Die Hitze einer von der Sonne täglich aufgewärmten Sandwüste drückte sich bis in die Kellerräume hinab durch den Boden.
Mit Fackeln wurde hier gespart, aus zweierlei Gründen. Zum einen kam nicht sehr regelmäßig jemand hier herunter, weshalb man sich lieber die Mühe machte, jedes Mal neu für Licht zu sorgen anstatt kostbares Brennmaterial zu vergeuden. Zum anderen gab es in den Kellern wenig Dunstabzüge, weshalb man nur kleine Laternen verwendete. Eine dieser Lichtquellen wurde soeben von dem dunkelelfischen Führer entzündet. Das mickrige Licht reichte nicht einmal zwei Meter weit. Doch je tiefer es in die Keller ging, umso mehr Lämpchen brannten schließlich.

Auf einmal blieb der Dunkelelf stehen. Eine Gittertür versperrte den Weg. Er zückte einen großen, schweren Schlüssel aus massivem Eisen, der ein nicht minder kleineres Schloss desselben Materials öffnete. Quietschend schob sich die Gittertür auf. Hinter ihr befand sich eine Kreuzung, deren drei übrige Gänge in Dunkelheit endeten.
"Wohin führen die einzelnen Tunnel?", erkundigte sich Vesta mit wachsender Neugier. Das hier schien ja ein ganzer Folterkomplex zu sein! Der Dunkelelf knurrte. Es passte ihm nicht, ihr auf celcianisch antworten zu müssen, aber sie war nun einmal eine nichtsnutzige Menschenfrau - die verstanden kein Lerium. So sagte er: "Links und rechts kommt Ihr zu Zwischenzellen für Folterungsopfer. Ich glaube, ein paar Knochen dürften dort noch liegen. Lichtquellen werden gelöscht, wenn der Foltermeister nicht anwesend ist. Seine Opfer sollen in der Finsternis leiden."
"Dann wird sich die Folterkammer geradeaus befinden, nehme ich an." Der Dunkelelf nickte. Vesta schob ihn beiseite. "Gut, du kannst gehen. Ich brauche dich nicht mehr." Sie schritt an ihm vorbei, eine Hand zum Zeichen erhoben, dass ihre Wachen Darak gleich mitbringen sollten.
Der Gang zog sich unnötig in die Länge, aber Darak dürfte diese Methodik bekannt sein. Je länger der Weg, desto nervöser wurden Folteropfer. Einige erreichten die eigentliche Kammer des bevorstehenden Schreckens bereits vollkommen ausgelaugt und nervlich am Ende. Vesta Tenma Negra erreichte sie mit klopfendem Herzen und den großen, leuchtenden Augen eines Kindes, das ein begehrtes Spielzeug erhalten hatte. Sarmas Folterverlies bot ihr aber auch ein Sammelsurium an Möglichkeiten - wahrscheinlich, weil die Morgerianer aufgestockt hatten. Sie staunte nicht schlecht über einen mannshohen Schrank in Form eines stehenden Menschen. Ob dies eine Art Sarkophag war? Vesta streckte die Hand danach aus, als sie Blutspur entdeckte, die vom Inneren dieses Schrankes ausging. Mit gerunzelter Stirn öffnete sie ihn.
"Zum Durchspießen?" Freudig überrascht ob des unbekannten Spielzeugs musterte sie die tödlich scharfen Eisenspitzen, die aus der Türseite ragten. Einige von ihnen waren dunkel vom Blut.
Es war das erste Mal, dass die Bordellbesitzerin eine Eiserne Jungfrau sah. Doch es gab noch andere neue Dinge für sie zu entdecken. So zum Beispiel eine ganz besondere Art von Streckbank. Hier zog man das Opfer nicht an seinen Gliedmaßen lang, sondern am Hals - vermutlich bis es ihm den Kopf von den Schultern trennte. Keine schöne Sache. Plötzlich riss sie die Augen auf und trat zu einer der hinteren Wände. Dort reihten sich mehrere Hinrichtungs- und Folterinstrumente, die teilweise erste noch aufgebaut werden mussten. So auch jenes Gestell, das Vesta soeben entdeckt hatte. Ihre Finger glitten sanft über das Holz des Rades, welches schon vielen Verurteilten die Glieder gebrochen hatte. Eine solche Strafe wartete in vielen celcianischen Städten auf Männer der übelsten Sorte.

"Du solltest langsam mal anfangen, Menschin", warnte der dunkelelfische Führer, welcher inzwischen ebenfalls den Weg in die Folterkammer gefunden hatte. Vesta warf ihm einen ebenso warnenden Blick über die Schulter zurück. "Du wirst noch vor dem Mistkerl von Luthrokar drankommen, wenn du dich weiterhin einmischst." Mit einem Befehl an ihre Leibwachen schaffte man Darak zu einer der Folterbänke herüber, doch Vesta schüttelte unversehens den Kopf. "Nein ... ich denke, ich fange doch mit etwas Mildem an. Schließlich muss ich mich erst aufwärmen." Sie zeigte zu jener Wand, wo sich das Rad befand. Was hatte diese Frau vor? So schlimm konnte Daraks Beleidigung nun auch wieder nicht gewesen sein.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 26. Dezember 2010, 00:38

Daraks Rücken brannte. Ein ihm so bekanntes und doch schon lange nicht mehr gespürtes Brennen. In den Minen war es alltäglich gewesen und hatte nur dazu geführt dass er langlebiger und zäher wurde als eine verseuchte Kanalratte. Irgendwie war es fast schon ein Stück Heimat was Vesta ihm da über den Rücken gezogen hatte. Blutige, düstere und doch so vertraute Heimat. Darak schnaubte, verhielt sich dann aber mehr oder weniger ruhig. Manche mochten es wohl als fatalen Fehler bezeichnen, dass Darak es sich heraus nahm Vesta auf so üble weise zu beleidigen. Doch die Bordellbesitzerin legte daraufhin eine so überzeugende Darbietung ab dass es kaum eine Steigerung hätte geben können. Einem Luthrokar der ein Meister in solchen Dingen war konnte man durchaus ein gewisses Kalkül dieser Aktion unterstellen. Der Preis dafür war allerdings nicht gerade niedrig, denn Vestas Wutanfall würde ihre Spuren hinterlassen. Wenn Darak Glück hatte auch bei dem Fürsten, denn die Bordellbesitzerin gab in ihrer Rage preis dass sie und Darak sich nicht selten begattet hatten. Insgeheim hoffte Darak dass dies den Ekel des Dunkelelfen noch einwenig anstachelte…

"Oh, wie viele Jahre bist du zu mir gekrochen und hast gebettelt, dass ich für dich die Beine breit mache! Warum kamst du denn immer wieder?! Sicherlich nicht, weil ich ausgeleiert bin! Ich bin die einzige, die dir geben konnte, was du brauchst, widerlicher Stümper!" Darak keuchte auf als sie an der Kette ruckte. Er konnte froh sein dass es kein Halsband der Züchtigung war welches er trug, in ihrer aktuellen Wut hätte Vesta wohl durchaus ein „Stirb“ herausrutschen können… Doch auch die aktuelle Situation in der er sich nun befand war nicht unbedingt angenehm. Vesta zu erzürnen war prinzipiell ungesund, ob man sich nun in einer geheimen Mission befand oder nicht. Vesta musste schliesslich sehr überzeugende Argumente haben um eine solch disziplinierte Leibwächterschar um sich haben zu können. Mit Mädchen allein war dies nicht zu bewerkstelligen. „Ich werde dich ausleiern. Ich werde dafür sorgen, dass es nur noch der Schmerz ist, den du spürst. Nicht einmal mehr das dreckige Huhn, das du mir angeschleppt hast, wird du befriedigen können, wenn ich mit dir fertig bin!" Lass Cattie aus dem Spiel! Dachte Darak eingehend doch er ging davon aus dass die Dunkelelfen das „dreckige Huhn“ als Hure auffassten und nicht als Huhn im eigentlichen Sinne. Darak trieb es auf die Spitze so dass Vesta ihn mit einer wüsten und überharten Ohrfeige abstrafte. Er spürte wie ihr fürchterlicher Fingerring in seine Haut drang und sie wie Butter durchschnitt. „ARHRhgghghr!“ Krächzte er auf und versuchte sich die Wange zu halten was angesichts seiner Fesselung unmöglich war, er konnte sein e Hände nicht hochheben um sein Gesicht zu schützen da die Ketten um die Füsse spannten. So wandte er einfach seinen Kopf ab, hielt die Augen für einen Moment geschlossen und schnaubte den Schmerz von sich. Warm rann das Blut über seinen Unterkiefer und mit dem sauberen Schnitt sah er noch gefährlicher und noch verwegener aus. Düster blickend hielt er seinen Kopf gesenkt und gab vorerst einmal Ruhe.
"Schaff ihn in die Folterkammer! Ich will kein Blut in meinem Herrschersaal haben. Kein solch widerlich unreines Menschenblut." Das war verwunderlich wenn man bedachte wie viel davon wohl an Darions Händen klebte… Darak ächzte auf als ein Leibwächter Vestas ihn grob packte und mit sich riss…

Die reichgeschmückten und pompösen Säle wurden verlassen und es ging in weit schlichtere Ecken des Palastes. Genauer gesagt wohl unter die Erde wo sich die Folterkammer oder besser gesagt die Folterkammern befanden. Selbst ein ehemaliger Foltermeister wie Darak Luthrokar der solche Räumlichkeiten ja bestens kannte wurde angesichts der drohenden Folter etwas mulmig zu Mute. Schmerzen konnten auch Massnahmen verursachen die nicht unbedingt tödlich waren. Das war ja der Sinn effektiver Verhörmethoden. Tote waren schliesslich bekanntermassen wenig gesprächig.
Plötzlich blieb die Eskorte vor einem Eisentor stehen. Der Weg trennte sich in drei dunkle Gassen. „Was…die haben keine Einzelzellen hier?!“ Beschwerte sich daran der solcherlei Architektur nur zu gut kannte. Hier konnten Gefangene praktisch im Akkord gefoltert werden. Doch es war erstaunlich ruhig, offenbar machten die Dunkelelfen nicht so viele Gefangene…

Lichtquellen werden gelöscht, wenn der Foltermeister nicht anwesend ist. Seine Opfer sollen in der Finsternis leiden." Das war unangenehm. Licht war etwas ungemein wichtiges für den Verstand und das Zeitgefühl. Er hatte selber viele seiner Opfer irr gemacht indem er sie wochenlang eingesperrt hatte und ihnen die Mahlzeiten zu den unterschiedlichsten Zeiten verabreichte. Solche Menschen verloren sehr schnell jegliche zeitliche Orientierung… nicht selten sogar drehten die Opfer soweit durch dass sie die Dunkelheit mit imaginären Gestalten ausfüllten. Zum Verhören taugten die jedoch nicht mehr, diese Methode war eher geeignet um einen Menschen nachdem er geredet hatte völlig Verrückt zu machen damit ihm keiner mehr auch nur irgendwas glaubte. Ganz perfide Foltermeister liessen die Opfer noch vor ihrer eigentlichen Vollstreckung dieses Schicksal erleiden.

Darak wurde voran geschoben. Die Morgerianer verstanden etwas von brachialer Folterung. Der Raum war durchaus gut bestückt und wies deutliche Gebrauchsspuren auf. Eine Mahnung an ihn dass seine Mission Erfolg haben sollte. Darak konnte nur hoffen dass sich Vesta ab ihrer neuen „Nebenbeschäftigung“ nicht all zu sehr erfreute.
Darak musterte die Eiserne Jungfrau. Er hatte sie selbst nie angewendet – nie zum töten. Aber ein Opfer darin einzusperren und den einen Spiess genau knapp zwischen den Kronjuwelen durchsausen zu lassen hatte schon manch einer zum Singen gebracht. In Sarma war dieses Folterinstrument selten für Hinrichtungen gebraucht worden, sondern eher für „Scheinhinrichtungen“. Ebenfalls eine düstere Methodik um Menschen zu brechen.

Vesta verliebte sich offenbar in das Rad. Darak musterte es mit einem mulmigen Gefühl. Das Rad drohte ihm nämlich wenn er einen Fuss nach Pelgar setzte – nun im Moment vielleicht nicht – denn Pelgar hatte aktuell definitiv gravierendere Probleme als ein alter Mörder.
"Du solltest langsam mal anfangen, Menschin" Darak wandte sich um. Darion war sich offenbar nicht zu schade der Folterung beizuwohnen – dies könnte zum Problem werden – oder zumindest mehr Schmerzen verursachen.
Darak sträubte sich gegen das Rad und stemmte sich gegen die Wachen als diese ihn in dessen Richtung drängten. Jetzt raste auch sein Herz…

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 27. Dezember 2010, 13:02

Auch Vesta wandte sich um. Nicht Da'rion war es, der da in die Folterkammer trat, sondern lediglich der Dunkelelf, welcher sie hierher geführt hatte. Da seine Stimme jedoch nicht minder schnarrend gewesen war, hatte auch sie sich im ersten Moment getäuscht. Man sah ihr für den Bruchteil einer Sekunde die Erleichterung an, als sie erkannte, um wen es sich tatsächlich handelte. Auch Vesta fürchtete, dass sich Ach'ray Da'rion früher oder später dazu entschließen könnte, ihrer Arbeit zuzuschauen. Sicherlich wollte er ein Augenmerk darauf haben. Darak sollte von keiner Stümperin gefoltert werden und ihre Worte allein gaben nichts über ihre wahre Kompetenz preis.
Die Leibwachen schoben Darak auf das Rad zu. Sie würden es doch nicht etwa hier aufbauen und ihm die Knochen brechen?! Vesta strich über die Speichen des Rades. Plötzlich jedoch hob sie die Hand. Ihr Blick war trotz grüner Augen eisig. "Da sieht man den Unterschied und Grund, warum ich eure Herrin bin und nicht umgekehrt. Seid ihr tatsächlich so dumm zu glauben, ich würde diesen jämmerlichen Wicht gleich auf das Rad schnallen lassen? Der Spaß wäre nach wenigen Momenten vorbei. Nein!" Sie schritt mit der Eleganz einer finsteren Herrscherin fort vom Rad und hinübe zwei Steinsäulen. Aus jeder Seite der jeweiligen Säule ragten dicke Metallringe. Man konnte Verbrecher und andere ominöse Gestalten dort festketten. Je nachdem, wie lang man die Ketten hielt, besaßen diese etwas Freiraum, aber es bestand auch die Möglichkeit ...
"Hier dazwischen. Jeweils ein Arm an eine Säule. Die Beinfesseln befestigt ihr an den Bodenringen. Ich will nicht, dass diese Ausgeburt der faldorischen Höllen noch nach meinen schlanken Beinen tritt." Das Rad war erst einmal abgewendet. Vestas Wachen zerrten Darak mit aller Gewalt zu den Säulen. Da ihn die Ketten immer noch in seiner Bewegungsfreiheit hinderten, hatte er selbst mit allergrößtem Widerstand nur wenig Chancen, sich den Schränken von Kerlen entgegen zu stemmen.

Darak fand sich zwischen den Steinsäulen wieder. Die Ketten seiner Arme waren kurz, so dass er sprichwörtlich in den eisernen Seilen hing. Mit den Beinen konnte er sich zwar abstützen, allerings maximal bis auf die Knie. Es wäre ihm nicht möglich, sich nach vorn zu beugen. Vesta ließ ihn dies schneller erkennen, als sie mit einem Knüppel gegen seinen Magen schlug. Vorkrümmen war nämlich durch die kurzen Armfesseln schwierig.
"Ausgeleiert!", knurrte sie. Darak hatte eine sehr schwerwiegende Beleidigung getroffen. Wut brannte aus ihren Augen. Es fehlte nur noch heißer Dampf, der ihre Nasenlöcher verließ. Das boshafte Funkeln ihres Blickes hätte jedem düsteren Dämon des Harax standhalten können. Machte sie nun ernst oder war Vesta eine der besten Schauspielerinnen, die Darak Luthrokar jemals begegnet war.
Sie entrollte ihre Peitsche. "Du wirst bluten." Mit wenigen Schritten hatte sie ihr Opfer umrundet und schlug halsbrecherisch gegen seinen Rücken. Vesta beherrschte das Instrument. Sie traf mehrmals dieselben Stellen, so dass zwar nur wenige, aber sehr tiefe Striemenrisse entstanden. Blut strömte aus den Wunden, entkräftete den wilden Bullen, der sich Darak nannte.

Der dunkelelfische Führer beobachtete die Arbeit der Menschenfrau. Er hatte Bericht zu erstatten, für's erste. Doch wie stand es mit Da'rions Forderung? "Schrei! Winsele um Gnade!", knurrte Vesta und ließ den Peitschenstrang erneut auf Daraks Rücken niedersausen. Die Haut riss, Blut spritzte. Die Peitsche hinterließ eine Furche der Verwüstung. Daraks sarmaer Männerrock saugte sich bereits mit seinem eigenen Lebenssaft auf. Rand des Rockes sowie seine Hüften und das Kreuz waren mit großen roten Flecken bedeckt, eben überall dort, wo sich das aus den Wunden strömende Blut sammelte. Vestas Kompetenz erkannte man daran, dass nicht ein Tropfen den Boden erreichte. Sie wusste, wie sie zu peitschen hatte, damit es einigermaßen sauber blieb.
Ihre Wachen waren bis zur Tür der Folterkammer zurückgewichen. Sie mochten Leibwächter sein, aber keine Folterer. Dieser Anblick ließ selbst ihre Visagen etwas blässlich erscheinen.

"Gut, gut", mischte sich der Dunkelelf ein. "Er soll schreien, die ganze Nacht und den folgenden Tag hindurch. Zur kommenden Abendstunde meldet Ihr Euch bei unserem allehrwürdigen Herrscher Da'rion. Er will mit Euch zu Abend essen und danach Euren Körper besitzen."
"Natürlich werde ich ihm den Gefallen erweisen", antwortete Vesta kokett. Sie ließ sich allerdings nicht von ihrer Arbeit ablenken. Die Peitsche fand ihren Weg auf Daraks Rücken. Der Dunkelelf zeigte sich zufrieden, nickte kurz angedeutet und wandte sich um. Man vertraute Vesta offenbar so weit, dass man sie allein lassen konnte.
"Wartet vorn am Eisentor!", blaffte sie ihre eigenen Wachen an. "Lasst niemanden herein, nicht einmal den sarmaer Herrscher. Kommt zu mir und sagt, wer am Tor wartet. Ich entscheide, wer mich bei meiner Arbeit stören darf." Ihre Wachen verbeugten sich, verschwanden dann. Vesta schwang die Peitsche.
"Ausgeleiert, du verdammter Bastard! Ich bin straff und begehrenswert wie seit dem ersten Tag!" Etwas leiser fügte sie an. "Hast du eine erste Idee? Ich müsste irgendwie Kontakt mit der Spionin oder Constanze aufnehmen können. Wenn mich Da'rion hier ununterbrochen foltern lässt, wird mir das nicht gelingen."
Sie ließ die Peitsche sinken, griff nun nach einer Zange, die mitsamt anderer, diverser Folterinstrumente bereit lag. Sie schritt erneut um die Säulen herum. Die Zange zwickte Darak sofort seitlich ins Fleisch. Diese Maske würde Vesta jedenfalls keine Sekunde lang fallen lassen - und Darak würde jedes Quäntchen davon zu spüren bekommen.
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Darak Luthrokar
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 29. Dezember 2010, 16:42

Darak schnaubte dem Rad entgegen und sträubte sich heftig. Seine Angst war in diesem Moment nicht gespielt, vielleicht etwas künstlich übertrieben doch er wusste dass Vesta ihre Tarnung sehr ernst nehmen würde – zum Leidwesen von ihm. Doch kurz bevor er das Rad erreichte schritt Vesta ein und befahl, ihn woanders festzubinden. Darak wurde entgegen des Laufes nach hinten gezerrt und schon bald hörte er die Ketten klirren welche schnell an Hand und Fussgelenke angebracht wurden. Vesta meinte es nicht unbedingt gut zu ihm denn seine Arme waren leicht nach oben gezogen was auf dauer ziemlich unangenehm werden konnte da so einem immer wieder die Arme einschliefen ausserdem würde er ziemlich gestreckt werden wenn er sich auf die Knie niederliess. Immerhin gewährte sie ihm eine minimale Beinfreiheit. Er schaute auf als Vesta zu ihm herantrat doch dann strafte sie ihn mit einem gezielten Hieb in den Magen ab. Jetzt war er wiederrum froh nichts gegessen zu haben. „ARuhgghrkrk…“ Darak knurrte und versuchte sich reflexartig nach vorn zu krümmen was ihm durch die Ketten verwehrt wurde. Darak hustete und fluchte leise vor sich hin als er sich allmählich wieder vom Schlag erholte und aufblickte. Vestas Funkeln in ihren Augen gefiel ihm ganz und gar nicht…

"Ausgeleiert!" Ja diese Beleidigung wurde ihm wahrhaftig zum Verhängnis denn sie sorgte dafür dass genügend Wut in die Handlungen Vestas mit einfloss. Er keuchte nervös und starrte das Ende der Peitsche an als Vesta sie entrollte. Er wusste wie gut sie damit umgehen konnte und hatte gehörigen Respekt davor. Sie trat aus seinem Blickfeld hinaus nach hinten. Darak blickte den Wachen entgegen die blass werdend einen Schritt zurück traten. Er hörte wie Vesta Schwung holte. Sirrend wählte die Lederschlange mit hohem Bogen ihren Weg zu Daraks Fleisch und biss eine wüste Furche hinein. Blut spritzte und Darak spürte sofort wie es warm und klebrig über seine Haut rann. Der nächste Hieb traf zielgenau an die gleiche Stelle was Darak schmerzerfüllt aufknurren liess. Beim dritten Mal ächzte er, beim Vierten brüllte er es begann eine fürchterliche Tortur für Darak der nicht entfliehen konnte. „AAAAAARHGHKGK VERFLUUUUUUUUUUCHT!“ Knurrte er in sein Brüllen hinein und funkelte den Wachen Schmerz und hasserfüllt entgegen. „RARHRHRH!“ Die Schnitte welche Vesta ihm zufügten machten ihn rasend, es gehörte zu dieser Art der Folter dazu.

Darak mochte selbst ein Meister der Folter sein doch dies machte die erlittenen Schmerzen nicht wett und weniger peinigend. Er spürte wie das Blut in kleinen Bahnen seinen Rücken hinabrann und sich in seinem Männerrock verlor. Auch merkte er wie bei jeder kleinsten Bewegung die er tat die grossen Striemen risse an seinem Rücken aufklafften. Bei den letzten Schlägen knickte er erstmals ein und wurde nur durch die gnadenlosen Ketten auf den Beinen gehalten. Es gab dabei einen unangenehmen Ruck in seine Arme als die Ketten sich augenblicklich strafften. „Arhrhghg…“ Er schnaubte und stellte sich wieder auf die Füsse.

"Schrei! Winsele um Gnade!" „RAAAAAAAARHRHRHRHRH! NIEMALSRHRH RHAHRRRRRRRRRRRRRRR!!!“ Schreien tat er, winseln nicht. Schliesslich musste er auch dafür sorgen dass Darak wahrlich die Aufmerksamkeit einer Vesta bedurfte und nicht irgend eines zweitklassigen Folterers. Der Gehörnte begann zu schwitzen. Die Wunden juckten in seinem Rücken und dennoch wurden ihm immer neue zugefügt. Darak wurde es bereits übel und schwindlig alles natürliche Reaktionen des Körpers auf den Schmerz. Auch seine Stimme wurde etwas nuschelig und verwaschener.
Er soll schreien, die ganze Nacht und den folgenden Tag hindurch. Zur kommenden Abendstunde meldet Ihr Euch bei unserem allehrwürdigen Herrscher Da'rion. Er will mit Euch zu Abend essen und danach Euren Körper besitzen." „AAAAAAARHRHGHKGKG!!!“ Brüllte er auf und liess erschöpft seinen Kopf hängen. Vesta meinte es nicht gut mit seinen Kräften.

„So ein…unehrbarer…Herrscher…kümmert…sich nicht…mal…um die..:Sitten…eines…Harems…:ARRRRRRRRRRgHKKKKK….so potent…kann er…ja..nicht sein ARHRHRrhhhhhggkk…“ Darak war sich sicher dass auf Darions Liste noch sehr viele Frauen standen bis er wirklich zu Constanze und Alma vorrückte – doch auch um alle davor tat es ihm leid. Es setzte weitere Schläge bis Darak in den Ketten hing und Vesta die Wachen und den Dunkelelfen wegschickte. „ARnrhghgkkkkh…“ Erschöpft und kaum noch selbst stehend hing er in den Ketten während mit jedem Tropfen Blut weitere Lebenskraft von ihm entwich. Es schien so als hätte er bereits genug, doch Luthrokar war zäh und konnte weit über seine eigenen Grenzen hinweggehen.

"Ausgeleiert, du verdammter Bastard! Ich bin straff und begehrenswert wie seit dem ersten Tag!" „JArhrhrh…du bist…so straff und begehrenswert…wie seit dem ersten Tag!“ Brüllte er ihr entgegen als sie ihn erneut peitschte. „Dassrhrhrh weiss ich doch!“ Knurrte er etwas leiser aber ich muss ja nicht bei deinem geliebten Dunkelelfen mit deinen Fähigkeiten hausieren gehen oderhrhrrhrrhrhh verdaaaaammt!“ Knurrte er heiser.

"Hast du eine erste Idee? Ich müsste irgendwie Kontakt mit der Spionin oder Constanze aufnehmen können. Wenn mich Da'rion hier ununterbrochen foltern lässt, wird mir das nicht gelingen." „Bei…dem…Schlagtakt…überlebe i ch es auch nicht wenn du es ununterbrochen tust!“ Ächzte er entkräftet. „Verlange…doch…eine eigene Ruhestätte auch du musst ja mal schlafen und kannst nicht immer nur Foltern und dich Vergnügen… vielleicht igb er dir eigene Sklavinnen… AUUUUUUUUURHRHHR!“ Er zuckte zusammen als sie ihm in die Seite zwickte. „WAS SOLL DAS WERDEN?!“ Knurrte er, denn diese Methodik kannte er selbst noch nicht. "Vielleicht...kannst du auch jemanden anwerben der bei mir ist während du dich um Darion kümmerst..."

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 3. Januar 2011, 18:50

Vesta zeigte keine Gnade. Dafür spielte sie ihre Rolle perfekt. Zu perfekt, konnte man meinen. Sie gewährte sich selbst nämlich auch kein bisschen Gnade, sonst hätte sie Darak nicht derart hart abgestraft, als er Da'rions Handhabung mit sarmaer Harems beleidigte, weil er Vesta zuerst haben wollte. Zu Strafe setzte es einen gemeinen Tritt gegen sein Knie. Wenigstens wählte Vesta jenes, das nie die Tortur eines schlecht heilenden Resultates pelgarischer Stiefel geworden war.
"Ich gehöre seinem Harem nicht an! Mich kann er haben, wann immer er will – sofern er genug zahlt, du dämlicher Köter!", zischte Vesta ihm entgegen und damit hatte sie Recht. Offenbar gab sie sich diesem Schicksal hin, jedoch würde ihre Rache groß sein. Darak wusste um die Umstände, was es bedeutete, eine Vesta zu reizen. Er wusste, dass sie sich auch noch für die verpasste Ohrfeige an dem Dunkelelfen rächen würde. Vielleicht riss sie ihm im Lustspiel Teile seiner Manneskraft vom Körper. Vielleicht dachte sie sich aber auch noch etwas Schlimmeres aus.

Was sie derzeit jedoch mit Darak anstellte, schien bereits hart genug zu sein. Das Blut tropfte dunkel von seinem Körper. Da er nicht mehr aufrecht stehen konnte, fand es seinen Weg auf die Steinplatten unter seinen Füßen. Es füllte die Rillen dazwischen, wischte Staub von Jahrhunderten fort.
Zum Glück war Lilith Blütentau nicht hier. Diesen Anblick hätte sie möglicherweise nicht ertragen, auch wenn sie als Amazone hatte leben dürfen.

Als es endlich etwas ruhiger war, legte Vesta eine kleine Redepause ein. Nein, sie konnte Darak wirklich nicht ununterbrochen schlagen. Das überlebte nicht einmal er. Doch seinen Vorschlag, einen Folterersatz zu organisieren, lehnte sie strikt ab.
"Das riskieren wir lieber nicht. Ich kenne Da'rions Foltermeister nicht und weiß demnach auch nicht, wie weit sie gehen. Sie könnten zu wenig Selbstbeherrschung neigen oder dich in einem Anflug von Blutgier zu Tode prügeln. Wahrscheinlich werde ich schon nach meinen gezielt harmlosen Schlägen ein…en … Medicus…" Vesta verstummte. Dass sich Darak über ihr Zwicken aufregte, ignorierte sie. Die Pausen durften nicht zu lang werden. Zumindest er musste regelmäßig einen Laut von sich geben, um die Illusion einer überharten Folterung aufrecht zu erhalten. "Ein Medicus." Vesta umrundete Darak, berührte seinen Rücken. Ihr Finger rieb fest über die geschlagenen Furchen, dass es brannte. Sollte Darak noch ein wenig weiter brüllen. Sie dachte nach.
Schließlich entgegnete sie: "Das ist es! Du kannst diese Folter unmöglich lange genug durchhalten und das würde unser eingebildetes Herrscherlein doch schrecklich schade finden. Immerhin möchte er, dass du lange qualvoll leidest." Wieder schritt sie um den Aufgehängten herum. Das Blut an ihrem Finger wischte sie an seiner Weste ab, immerhin war es Daraks Blut.
Anschließend umfasste und hob sie sein Kinn, damit er sie ansehen musste. Auf ihren Lippen lag ein glückliches Grinsen. "Kennst du nicht jemanden, der gefolterte Halbtote weit genug wieder zusammenflickt, damit ich meine Arbeit fortsetzen kann?" Ihr Grinsen wuchs.

"UNGLAUBLICH, dass dieser Saftsack von einem Möchtegernherrscher Sarmas MIR erlaubt, ihn zusammen zu schustern!"
"Alma, nicht so laut! Jemand könnte dich hören", zischte Vesta.
"Jaja, schon gut. Soll hier ja nur meine Arbeit machen. Wir reden NICHT miteinander!" Sie stach die Nadel in Daraks Rücken. Die meisten Peitschenrisse waren bereits vernäht, doch dieser letzte erforderte besonders viel Geduld. Die Haut war stark zerfetzt worden. Es handelte sich um jenen Striemen, den Vesta mehrere Male gezielt getroffen hatte. Alma hatte alle Mühe, die Reste der wie Stoff zerfledderten Hautränder wieder zusammenzuführen.
Sie stand hinter Darak, mehrere Nadeln im Mund wie ein Schneider bei der Arbeit. Ihre Heilertasche stand auf einem Tisch, auf dem sich sonst Vestas Arbeitswerkzeuge befanden. Zum Glück stand Alma derzeit hinter Darak. Ihr Anblick war im Moment nichts für schwache Nerven. Auch sie musste ihre Rolle spielen und Alma war neben Gefolterten-Flickerin hauptsächlich als Haremsdame im Sultanat unterwegs. Wie viele Dunkelelfen mochten dankbar zu Faldor beten, dass sarmaer Gesetze einen abgetrennten Bereich für die Frauen des herrschenden Regierungsobersten vorsahen, damit ihre Schönheit nicht durch die Blicke lüsterner Leibwachen abgenutzt wurde?
So wie Alma aussah, hatten allerdings schon viele ihre "Schönheit" bis zum äußersten getrieben. Sie trug fast nichts – nichts! Ähnlich den Gewändern von Lilith hüllte sich Alma im Augenblick in eine Pluderhose, einen straff sitzenden Büstenhalter mit Glitzerperlen darauf und seidene Schals und Bänder. Genauer gesagt, Alma hüllte das bisschen Kleidung ein. Ihre Speckrollen umschlangen es fast vollständig. Hier und da spähte ein Stück Stoff zwischen gestapelten Hautwürsten hervor.
Sie besaß überraschend viele Muttermale an den wulstigen Wölbungen ihres Bauches. Um den spannte sich wie ein viel zu kleiner Rettungsring eine goldene Kette mit aufgedröselten, weißen Perlen. Ein Schleier verdeckte ihr fettiges Haar. Auch von ihm hingen diese Perlenkettchen herab. Alma war wie eine Oase, die kein Verdurstender erreichen wollte.

"Kannst du so überhaupt arbeiten?", fragte Vesta mit abschätzigem Blick auf ihre Garderobe. Sie räkelte sich derzeit auf einem der Foltertische – natürlich nicht daran fixiert – und ließ sich frische Trauben schmecken. Alma hatte eine Schale Obst mitgebracht, eigentlich für sich selbst als Zwischenmahlzeit. Leider bot Darak ihr so viel Arbeit, dass sie nicht zum Essen kam. Vesta bediente sich jedoch nur allzu oft. Krüppelige Traubenstiele zierten den Boden unter ihr.
"Muss sein", brummte Alma. "Und so schlecht ist es gar nicht. Bei der Hitze draußen würde ich es sogar als angenehm luftig bezeichnen." "Ja, wir müssen alle Opfer bringen." Vesta meinte mit dieser Aussage wohl eher sich selbst, da sie Almas Anblick nun ertragen musste.
Sie richtete sich auf, während die fette Heilerin den letzten Stich tat. "Peitsch ihn aus, wenn du wieder mit mir sprechen musst. In allen anderen Fällen besser nicht, du hast ihn ziemlich ramponiert."
"Darak ist zäh!" Vesta hopste elegant von der Folterbank. Sie kam dicht an Alma heran, scheinbar, um ihre Arbeit zu begutachten. Tatsächlich senkte sie ihre Stimme, so dass nur noch die Heilerin und Darak sie hören mochten. "Wie kommt ihr voran? Geht es euch gut? Was konntet ihr herausfinden?"
"Constanze und ich sind in Sicherheit. Die Spionin schleicht sich immer wieder aus dem Harem heraus, um Informationen zu sammeln. Sie mag gut sein, aber sie kommt nicht nahe genug an Da'rion heran. Vielleicht in einer Liebesnacht, doch das will sie genauso wenig riskieren wie wir. Wir brauchen eine Möglichkeit, in unmittelbare Nähe dieses Bastards zu gelangen. Zuvor müssten jedoch seine Leibwächter ausgeschaltet werden, die sich immer dutzendweise um ihn herum scharen. Ich glaube nicht, dass sie uns nicht angreifen würden, wenn wir ihren Anführer zuerst erwischen. Die dienen doch alle dem Feigling in Morgeria."
"Alles muss ich allein machen!" Vesta knurrte. Sie suchte unter ihren Instrumenten nach einer spitzen Nadel. "Ich brauche Gift. Ich nehme nicht an, dass die Leibwächter auch in sein Schlafzimmer kommen, wenn ich mit ihm zugange bin." Sie hatte vor, sich zur Mörderin zu machen. Ob Vesta dieses Mal bereits trug, wusste Darak nicht. Zuvor hatte sie nie jemanden umgebracht. Nicht mit eigenen Händen. Jetzt wollte sie sich diese Aufgabe mit allen Risiken und Gefahren überschreiben.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 4. Januar 2011, 19:28

Darak hing röchelnd in den Ketten und gab brav in regelmässigen Abständen irgendeinen Schmerzenslaut von sich. Die Muskulatur seines Rückens und an seiner Flanke zitterte bereits unter der Anstrengung und den Wundschmerzen. Sein Blick wurde immer leerer und durchscheinender denn seine Kräfte schwanden mit jedem Tropfen Blut. "Das riskieren wir lieber nicht. Ich kenne Da'rions Foltermeister nicht und weiß demnach auch nicht, wie weit sie gehen. Sie könnten zu wenig Selbstbeherrschung neigen oder dich in einem Anflug von Blutgier zu Tode prügeln.“ „Jarnrhghg.rkrkh.“ Ächzte er zustimmend, doch seine Sinne drohten allmählich zu schwinden, nur Vestas zwicken hielt ihn wach.

“Wahrscheinlich werde ich schon nach meinen gezielt harmlosen Schlägen ein…en … Medicus…" Sie umrundete ihn, wiederholte ihr letztes Wort, doch Darak fand dafür kein Gehör mehr. Sein ganzer Körper spannte sich an als sie mit ihrem Finger über die aufgeplatzte Haut rieb. „AURHRHghgngh!“ Krächzte er und windete sich in seiner Fesselung. Es war unglaublich wie Vestas es geschafft hatte dass Darak selbst diese feine Bewegung kaum mehr ertrug. Ein Wunder dass Vesta beim Anblick Daraks keine Wollust verspürte, sein blutiger, verschwitzter, sonnengebräunter Körper passte nämlich genau in ihr Beuteschema. Ausserdem war er ihr hilflos ausgeliefert was das Herz eines jeden Sadisten höher schlagen liess.
"Das ist es! Du kannst diese Folter unmöglich lange genug durchhalten und das würde unser eingebildetes Herrscherlein doch schrecklich schade finden.“ „Janrhghg..v…e.rmutlich…schoon…“ Krächzte er matt.

“ Immerhin möchte er, dass du lange qualvoll leidest." Darak mochte es aber nicht mehr. Dafür hatte Vesta sich erst warm geschlagen. Er röchelte angeschlagen und liess Vesta widerstandslos ihre Finger an seiner Weste abputzen. Er schaffte es nicht mehr aus eigenen Stücken heraus den Kopf aufrecht zu halten so dass Vesta ordentlich zupacken musste damit er sie ansah. Er schnaubte gegen ihre Hand während sie zu ihm sprach doch ihre Worte erreichten seine Sinne nicht mehr. Er verdrehte die Augen nach oben und schliesslich erschlaffte sein Körper ohne dass er zu Boden stürzte denn die Ketten hielten ihn aufrecht in einer Haltung die ihn sehr unnatürlich erscheinen liess.

Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war. Noch war er sich für einen Moment bewusst wo er war. Das einzige was er wahrnahm war eine riesige unförmige Gestalt die sich auf ihn zu bewegte und ein Haupt welches von einem Nacken getragen wurde, so breit dass es sich dabei nur um ein Tier handeln konnte. Darak sträubte sich, wehrte sich kurz ehe er erneut die Besinnung verlor.
Das nächste was er wahrnahm waren kleine fiese Stiche die sich ihren Weg durch seinen Körper bahnten und das ziehen von Seide durch seine Haut was ihn erschaudern liess. Endlich fanden seine Füsse wieder die Kraft seinen Körper zu halten und Darak richtete sich ächzend auf ehe er langsam den Kopf hob und verwirrt die Augen öffnete. Vesta war die einzige welche sich in seinem Blickfeld befand. Sie liess sich gerade Trauben schmecken und Darak konnte nicht verhindern dass sein Magen knurrte.
"Kannst du so überhaupt arbeiten?" „W…was…gnrh?“ Stöhnte er verwirrt für einen Moment nicht bewusst dass sich hinter ihm noch jemand befand. Erst als er zu Boden blickte und er merkte dass sein Schatten um den dreifachen Umfang zugenommen hatte ahnte er wer ihn da piekte. Die donnernde unverwechselbare Stimme der Heilerin liess keine Zweifel mehr Aufkommen. „Al..ma?“
"Und so schlecht ist es gar nicht. Bei der Hitze draußen würde ich es sogar als angenehm luftig bezeichnen." "Ja, wir müssen alle Opfer bringen." „Mrhrr… Opfer.r..r?“ Er hatte die hälfte des Gesprächs nicht mitbekommen und war noch immer leicht benommen, so dass er gar nicht richtig mitreden konnte – doch ohnehin wurde er nicht selten einfach mit seinen Meinungen überhört.

"Peitsch ihn aus, wenn du wieder mit mir sprechen musst. In allen anderen Fällen besser nicht, du hast ihn ziemlich ramponiert." „Das…hört sich an als wäre ich ein Vieh!“ Beschwerte sich Darak matt, doch er spürte dass Alma ihm Linderung verschafft hatte, sein Rücken brannte nicht mehr so furchtbar wie vorhin. Er musste lange weggetreten gewesen sein denn sein Männerrock war beinahe wieder trocken.
"Darak ist zäh!" „Jarnghgh..“ Bestätigte er leise. Doch dann spitzte er seine Ohren um mitzubekommen was Alma zu berichten hatte.
"Constanze und ich sind in Sicherheit. Die Spionin schleicht sich immer wieder aus dem Harem heraus, um Informationen zu sammeln. Sie mag gut sein, aber sie kommt nicht nahe genug an Da'rion heran.“ Darak seufzte und hustete kurz was ihm schmerzen bereitete, denn Vesta hatte ihm einen fiesen hieb in den Magen verpasst gehabt welcher sich schon bläulich abzeichnete.

“Vielleicht in einer Liebesnacht, doch das will sie genauso wenig riskieren wie wir. Wir brauchen eine Möglichkeit, in unmittelbare Nähe dieses Bastards zu gelangen. Zuvor müssten jedoch seine Leibwächter ausgeschaltet werden, die sich immer dutzendweise um ihn herum scharen.“ „Die…sind verdammt…gut ausgebildet… und relativ…dizipliniert…ich glaube nicht dass die in irgend einer Form bestechlich sind… und auch nicht mit Fleisch zu locken, viele Dunkelelfen verabscheuen Menschenfleisch…“ Körperliche Gelüste war sonst nämlich immer eine der effektivsten Meuchelwaffen in Kriegszeiten. Worunter die Soldaten nicht litten war jedoch bei ihrem Anführer sehr ausgeprägt. Seine fleischesgier fokussierte sich besonders auf Vesta.

“ Ich glaube nicht, dass sie uns nicht angreifen würden, wenn wir ihren Anführer zuerst erwischen. Die dienen doch alle dem Feigling in Morgeria." „Das…sind…Soldaten..keine bezahlten…Söldner…deren ganzes Volk ist doch auf Krieg…ausgelegt.“
"Ich brauche Gift. Ich nehme nicht an, dass die Leibwächter auch in sein Schlafzimmer kommen, wenn ich mit ihm zugange bin." „N..nein…Vesta… wir..müssen…viele…von ihnen kriegen…nicht nur ihn. Wenn er stirbt…sitzt nur ein neuer auf den Thron…wir müssen sie aus Sarma…vertreiben. Dieser…Springbrunnen… finde…heraus wie viele von diesem Springbrunnen aus Schokolade kosten…“
Er hustete abermals. „Wenn du da rein gehst und Darion tötest… wird ganz Sarma wissen dass du es warst… Conny… oder die Spionin sind nur Namenlose Haremsdamen…und du… du bist die einzige welche ihr Vertrauen erschlichen hat…“

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 5. Januar 2011, 20:11

"Zappel nicht so", mahnte Alma, "sonst pieke ich dich noch versehentlich. DA! Jetzt ist es passiert." Sie zog die Nadel aus seiner Haut. Dort, wo sie sich vernäht hatte, war nun ein winziger Blutpunkt zu sehen. Halb so schlimm, wenn man die Verletzungen bedachte, die Darak Vesta zu verdanken hatte.
Die neue Foltermeisterin des sarmaer Herrschers grinste ihm entgegen. "Hungrig?", kommentierte sie sein Magenknurren und warf eine Traube nach ihm. "Fang!" Natürlich wäre Darak nicht einmal in gesundem Zustand in der Lage gewesen, dieses kleine, grüne Geschoss zu schnappen. Dazu flog es viel zu weit über seinen Kopf hinweg.
"HE!", knurrte Alma, die soeben von der Traube attackiert worden war. Brummelnd nähte sie weiter. Vesta schüttelte nur amüsiert den Kopf. Sie schaute sich verstohlen zur Tür der Folterkammer um. Niemand kam. Außerdem hatte sie ja am Ende des Ganges davor ihre Leibwachen postiert. Zusätzlicher Schutz, um eine Handlung noch rechtzeitig abzubrechen, ehe jemand unbefugt die Kammer betrat.
"Mund auf", befahl sie. Eine Traube schob sich zwischen Daraks Lippen. Während sie ihn fütterte, unterhielt sich Vesta mit Alma. Der dicken Heilerin ging es offensichtlich wesentlich besser als ihrem Lieblingspatienten. Vielleicht hätte er sich auch als Haremsdame einschleusen sollen. Es wäre auf jeden Fall weniger schmerzhaft geworden.
"Gib ihm regelmäßig Wasser, damit er bei Besinnung bleibt." Almas Tonfall erlaubte keine Widerrede, Vestas rebellisches Knurren jedoch zeigte, dass sie es sein würde, die darüber entschied. Sie stellte sich nicht gern unter die Anweisungen anderer.

Man unterhielt sich über das weitere Vorgehen. Es war keine Zeit zu verlieren, doch zu einem guten Ergebnis kamen die beiden Frauen und Darak nicht. Letzterer konnte ihre Aussagen stets nur kommentieren oder ihre Hoffnungen im Keim ersticken. Erst jetzt bemerkten sie wohl alle, worauf sie sich da eingelassen hatten. Die Situation war ein Himmelfahrtskommando und wen hatten die Wüstendiebe eingeschleust, um die Drecksarbeit zu machen? Zumindest niemanden aus ihren Kreisen, abgesehen von der Spionin. Entweder war sie kompetent genug, ihr zu vertrauen, heil aus der Sache herauszukommen oder der Diebesbund wollte sie loswerden.
Ja, die Wüstengauner konnten bei dieser Sache nur gewinnen. Entweder erledigten Darak und Gefährten den Auftrag oder sie fielen Da'rion anheim, konnten aber mit den Dieben nicht direkt in Verbindung gebracht werden.

Endlich reifte ein Plan heran. Gift war keine schlechte Idee, doch Darak hielt es für unklug, wenn Vesta den Dunkelelfen über diese Methode ausschaltete. Der Verdacht fiel doch sofort auf sie zurück.
Aber in seinem gemarterten Schädel arbeitete es. Nur Alma konnte seinen Gedanken nicht ganz folgen. "Schokoladenbrunnen? Sag nicht, du willst dir jetzt einen solchen Brunnen zulegen?! Du wirst GEFOLTERT!"
"Alma! Leise!"
"Hmpf!"
Vesta ignorierte die gekränkte Heilerin. Sie stellte die Trauben weg. "Ist ja rührend wie sehr du dich um mich sorgst, du alter Hund", sprach sie Darak an. "Doch wie sollen wir es anstellen? Sie alle vertreiben? Ha! Ich kann sie nicht mit der Peitsche vor mir herjagen und …"
Das Quietschen einer Metalltür unterbrach sie. Rasch sprang Vesta auf. "Schnell!", rief sie Alma warnend zu und entrollte ihre Peitsche. In gespielt ungeduldiger Position lehnte sie sich an die nächstbeste Wand, die Arme vor der Brust verschränkt und mit dem Fuß wippend.
Alma hockte sich wieder hinter Darak, als wollte sie seinen Rücken noch einmal begutachten. Keine Sekunde zu früh, denn schon schob sich die Tür der Folterkammer auf. Das vorherige Quietschen stammte von der Gittertür zum Trakt dieses Bereichs und wie vermutet, betrat ein Unbefugter Vestas kleines Reich.
"Ich höre den Luthrokar nicht mehr schreien. Bist du schon müde, Teuerste?" Da'rions Stimme schob sich aalglatt wie er selbst in den Raum. Seine düsteren Augen entdeckten Alma. Sofort hob er eine Braue, entschied sich dann allerdings den Blick von ihr abzuwenden. So viel nackte Almahaut, so viele Rollen menschlichen Fleisches, ertrug nicht einmal ein Kriegsveteran.
"Ich bin keineswegs müde, Meister Da'rion." Vesta drückte sich von der Wand ab. "Ich will nur nicht riskieren, dass er sofort unbrauchbar wird. Es macht Spaß, sich mit ihm zu beschäftigen. Deshalb ließ ich diese Haremsfrau kommen. Man sagte mir, sie kann heilen."
"Ja, zu irgendetwas muss sie wohl nutze sein." Da'rion zwirbelte seinen zweifarbigen Ziegenbart. Dann schauderte er. Besser war es, nicht mehr länger über Alma nachzudenken. Vesta war da der interessantere Mensch. "Wird sie noch lange brauchen? Dann könnte ich dir etwas zeigen, das dir noch mehr Spaß bereiten wird als dieser jämmerliche Mensch." Er unterstrich seine Worte mit einer eindeutigen Geste, denn er griff nach vorn und fasste Vesta ungeniert an die Brust.
Alma starrte.
Vesta … ließ es zu. Sie drängte sich gar dicht an Ach'ray Da'rion heran, leckte sich über die Lippen. Wahrscheinlich entstand zwischen ihnen bereits wieder ein Beulchen. "Meister, sie kann sich ruhig noch eine ganze Weile um den kleinen Bastard kümmern. Eure Gesellschaft genieße ich da umso mehr."
"Deine Finger müssen erschöpft sein. Du solltest für eine Weile mal die Peitsche weglegen. Komm … ich habe ein Zimmer nach deinem Geschmack herrichten lassen." Da'rion hatte ihr also noch eine Folterkammer angelegt? Vesta lächelte, ließ sich auf ihn ein. Sie war das beste Mittel, um von Darak abzulenken, der sich seinerseits dann erst einmal eine Pause gönnen konnte. Außerdem würde Alma noch bei ihm bleiben, wenn sie behauptete, mit ihrer Arbeit noch nicht fertig zu sein.
Die Bordellbesitzerin hakte sich bei dem Dunkelelfen ein. "Dieser Schokoladenbrunnen von vorhin hat mich sehr beeindruckt. Ein solcher Luxus ist bestimmt nicht ganz billig", begann sie im Plauderton. "Vielleicht besorge ich dir einen … als Lohn für deine harte Arbeit." Da'rion führte sie aus der Kammer. Hinter beiden fiel die dicke Holztür ins Schloss.
Alma atmete seufzend aus. "Jetzt beginnt ihre Folter."
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 11. Januar 2011, 11:35

„Argh..“ Protestierte Darak als Alma ihn versehentlich piekte. Doch der Hunger lenkte ihn zu sehr ab, sonst hätte er vielleicht noch einen bissigen Kommentar hinzugefügt. "Hungrig?" „Jaar…“ Keuchte er ihr entgegen. Tatsächlich war er sehr geschwächt durch Vestas „Behandlung.“ Er blickte der fliegenden Traube müde nach als sie über seinen Kopf hinweg schoss und senkte sein Haupt. Zum Glück war Vesta seine Verbündete und nicht sein Feind.
Er blickte erst wieder auf als sie sich ihm näherte. "Mund auf" „Jarngh…“ Hungrig sperrte er seinen Mund auf und nahm die Traube sanft entgegen – schliesslich wollte er sie ja nicht beissen – auch wenn es schwierig war sich zurückzuhalten. „Danke..“ Hauchte er und verschlang eine Traube nach dem andern. Es war ein schreckliches Gefühl gefüttert werden zu müssen, denn diesmal war es eine Notwendigkeit, kein lüsternes Spiel.

"Gib ihm regelmäßig Wasser, damit er bei Besinnung bleibt." „Jarrhh… Wasser.“ Hauchte er leise. Seine Kehle fühlte sich trocken an und brannte.
"Schokoladenbrunnen? Sag nicht, du willst dir jetzt einen solchen Brunnen zulegen?! Du wirst GEFOLTERT!" „Nein…doch nicht für…mich…“ Krächzte Darak. Sie war offensichtlich noch nie im Hauptsahl des Herrschers gewesen. Zum Glück für sie. Der Gehörnte senkte sein Haupt. Obwohl er seinen Helm liebte wog er nun schwer. Immerhin hatte Vesta ihn nicht ausgezogen, prinzipiell lag so eine Massnahm durchaus im Repertoire der Bordelldame. Er blinzelte und verlagerte sein Gewicht von einem Fuss auf den anderen. Das stehen bereitete ihm langsam aber sicher Mühe. Hier komme ich nicht mehr an einem Stück raus. Keiner von uns! Wie waren sie auch tollkühn gewesen. Eine Heilerin, Amazone, eine Spionin Vesta und er… dass war keine Zusammenstellung von Helden welche eine ganze Regierung zu stürzen vermochte. Sie hatten zwar den Palast infiltriert doch mit welchem Wirkungskreis? Darak würde vermutlich gar nie in die Nähe Darions gelangen ausser dieser entschied sich dazu ihn persönlich zu foltern. Doch auch dann wäre er wohl kaum in der Lage ein Attentat zu verrichten. Die Haremsdamen konnten sicherlich auf eine intensive Begegnung mit dem Herrscher verzichten… und Vesta? Würde ihr Leben opfern müssen.
"Ist ja rührend wie sehr du dich um mich sorgst, du alter Hund“ „Jarnrhgh… du bedeutest mir vielleicht etwas Vesta… und zwar mehr als nur den Ärger über das Geld welches du verschleudert hast…“ Was wollte er den nun erreichen? Dass sie ihn sanfter folterte?

. "Doch wie sollen wir es anstellen? Sie alle vertreiben? Ha! Ich kann sie nicht mit der Peitsche vor mir herjagen und …" Darak war der letzte der hörte dass sich was anbahnte, dafür war sein Zustand noch zu schlecht, doch anhand von Vestas Reaktion zog er es vor seine Klappe zu halten.
"Ich höre den Luthrokar nicht mehr schreien. Bist du schon müde, Teuerste?" Darak konnte einfach nicht anders als… „Vielleicht…hörst…du schlecht…“ Darak wollte dass Darion ihn hasste, denn so würde er sich ihm wohl nicht so schnell entledigen. Auch wenn er fürchterliche Angst bei seinen Äusserungen verspürte.
"Ich will nur nicht riskieren, dass er sofort unbrauchbar wird. Es macht Spaß, sich mit ihm zu beschäftigen. Deshalb ließ ich diese Haremsfrau kommen. Man sagte mir, sie kann heilen." „Rrnghrh…“ Darak rang sich ein düsteres Lächeln ab welches aber nicht sonderlich überzeugend war. Er wand sich in der unbequemen Fesselung gab es dann aber auf seine Position zu verbessern – es gab keine.

"Wird sie noch lange brauchen? Dann könnte ich dir etwas zeigen, das dir noch mehr Spaß bereiten wird als dieser jämmerliche Mensch." „Oh…was…für…eine…Billige…anmache…“ Darak verdrehte die Augen. „Macht das draussen, dass ist ja widerwertig!“ Beschwerte er sich. Er wollte es wirklich nicht sehen. Er mochte Vestas Körper, ja ihm war bewusst dass dieser Körper schon von sehr vielen Unterschiedlichen Männern beherrscht wurde… aber doch nicht von SO einem! Das war für ihn ekelerregend.
"Meister, sie kann sich ruhig noch eine ganze Weile um den kleinen Bastard kümmern. Eure Gesellschaft genieße ich da umso mehr." Darak schauderte es bei dem Gedanken. Er ruckte an den Fesseln.

"Deine Finger müssen erschöpft sein. Du solltest für eine Weile mal die Peitsche weglegen. Komm … ich habe ein Zimmer nach deinem Geschmack herrichten lassen." Darak verdrehte die Augen und sackte kurz ein. Sein Kreislauf hatte wahrlich eine Pause nötig. Er schnaubte düster und knurrte vor sich hin. Offenbar passte es dem „Gast“ nicht dass sich seine Folter so hinzog, dies mochte wohl genau nach dem Geschmack des Dunklen sein. Er schaute den Beiden nach.
"Jetzt beginnt ihre Folter.“ „Ja…“ Nickte er düster. „Was sollen wir nur tun? Ich…glaube hier kommen wir nicht mehr Lebend raus…“ Seufzte er. „Wie…heisst die Spionin hier?“ Er musste sie doch erkennen wenn er ihr begegnete. „Ist sie wirklich die einzige hier drinn? Hat niemand anders sonst ausser uns den Palast infiltriert…rhngh.. und…hast du Wasser für mich… und…etwas…gegen Schmerzen?“

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 12. Januar 2011, 19:20

Vesta Tenma Negra, Herrin des Bordells Schwarze Spinne, schlenderte mit gespielter Leichtigkeit den Gang herunter. Tatsächlich aber war ihr alles andere als leicht ums Herz. Sie war nervös, ob der Dinge, die ihr gleich bevorstanden.
Ein flüchtiger Blick nach rechts zu ihrem Gastgeber bestätigte ihr, dass sie sich soeben vollkommen ausgeliefert hatte. Oh, es war nicht das erste Mal, dass sie sich für einen heimlichen Plan hingab, um abzulenken oder Informationen zu erhaschen. Aber Vesta hatte noch nie in ihrem Leben mit einem Dunkelelfen geschlafen, selbst wenn sich dies lächerlich anhörte, wenn man wusste, welcher Berufung sie Zeit ihres Erwachsenwerdens nachgegangen war. Aber Dunkelelfen hatten sich nie zuvor nach Sarma verirrt, geschweige denn, waren darüber hergefallen wie hungrige Wölfe über ein verirrtes Lamm. Zudem hatte sie erfahren, welch finstere Seele im Körper Ach'ray Da'rions hauste. Eine Seele, der sie Rache geschworen hatte! Immerhin hatte Da'rion es gewagt und sie geschlagen.
Niemand schlug Vesta. Doch dieser Lustmolch wird sich bald über mich beugen … In einem Moment der Unachtsamkeit schauderte sie. Da'rion, bei dem sie sich eingehakt hatte, fiel das sofort auf.
"Was hast du, lüsternes Wesen der Peitsche? Scheust du dich, das Bett mit mir zu teilen?"
Das auch, aber Vesta hätte dies niemals offen zugegeben. Doch was sollte sie nun antworten? So kam ihr der erste Gedanke auf die Lippen, den sie – abgesehen von denen über ihr bevorstehendes Desaster – in den Sinn kamen.
"Ich … musste eben an Darak Luthrokar denken und was er mir sagte, bevor Ihr mich aufgesucht habt – Meister", fügte sie rasch an, um jeden Verdacht von sich zu lenken, sie respektiere ihn nicht als Herrscher der Wüstenstadt.
"Was hat er gesagt?"
Nun musste es heraus. Vesta verpackte ihre Antwort in ein Papier aus falschem Hass gegenüber ihrem gefolterten Partner. Die Gedanken, die sie Da'rion nun jedoch im Kern mitteilte, hatte sie ebenfalls auf dem bisherigen Weg durch das Sultanat geführt. "Er sagte, ich bedeute ihm trotz allem Ärger wegen seines geraubten Vermögens etwas. Vielleicht versuchte er, mich daran zu erinnern, wie es früher war. Zwischen uns, meine ich. Ihr müsst wissen, er und ich waren einst Partner. Wir haben viele Geschäfte gemacht und in der Zeit hatte sich etwas entwickelt."
"Liebe?", schnarrte Da'rion verächtlich. Offenbar sank Vesta soeben in seiner Gunst, wenn sie wirklich glaubte, Liebe sei existent in einer Welt aus Blut, Mord und Wollust. Doch die schwarze Herrin schüttelte den Kopf. "Nein, Liebe nicht. Aber vielleicht Vertrautheit, Freundschaft." Ein Schnauben des anderen kam von der Seite. Jetzt musste sie ihr altes Spiel wieder aufnehmen. Erneut schauderte sie, dieses Mal jedoch falsch. "Heute denke ich darüber genauso. Er hat sich verändert und es wird nie wieder zu einem Bündnis wie dem von damals kommen. Ich verachte ihn, möchte ihn leiden sehen – durch meine Hand."
"Das wirst du, aber später. Komm, dort vorn liegt unser Lustgemach."


Unterdessen kämpfte Darak mit seinem Kreislauf. Vesta hatte ihn übler zugerichtet als beide vielleicht zugeben würden. Sie würde es als harmlos abtun und er würde behaupten, es sei aufgrund seiner Zähigkeit halb so schlimm. Zum Glück war Alma da.
Sie brachte Darak, auf seinen Wunsch hin, gerade frisches Wasser. Auch das war in der Folterkammer vorhanden, jedoch ursprünglich nicht, um es zu trinken. Es konnte zum Kochen gebracht und über den zu Folternden geschüttet werden. Klassische Verbrühungsmethoden, selten effektiv. Sie hatten nur Schreie zur Wirkung. Darak kannte das sicherlich.
Alma zweckentfremdete das Kochwasser nun. Sie hielt ihm die Schale dicht an die Lippen und half ihm, den Kopf anzuheben. "Trink aus. Ich erzähl dir von der Spionin." Alma wischte auch seinen Schweiß ab. "Die Frau heißt Djumana und ist eine reizende Person. Wahrscheinlich gefällt sie auch diesem Dunkelelfen so gut, weil ihre Haut kakaobraun und ihre Augen schwarz wie Perlen sind. Sie besitzt etwas Listiges im Blick, so wie ein Fuchs und ihre Pläne sind ebenso gewitzt. Wir – Constanze, Djumana und ich – haben bereits alle anderen Haremsdamen inklusive ihrer Wächter auf unserer Seite. Diese sind nämlich keine Dunkelelfen. Die Frauen bestanden darauf und Da'rion gewährte ihnen überraschenderweise die Bitte. Dafür müssen sie sich regelmäßig vor versammelter Dunkelelfenschaft ihren gewählten Leibwachen hingeben."
Sie atmete durch, schenkte dann Wasser nach und gab es Darak. "Zum Glück haben wir noch keine persönlichen Leibwachen. Hätte zwar nichts gegen eine Romanze, aber nicht mit irgendwem und schon GAR NICHT vor den Augen dieses Dunkelpacks!" Alma schaute sich im Raum um. Sie entdeckte einen Hocker, zog ihn herbei und dicht genug an Darak heran. Er würde sich setzen und seine Beine etwas entlasten können.
"Außer ihr ist niemand vom Bund der Wüstendiebe hier drin. Ich glaube, die haben uns gelinkt! Aber Constanze ist fest entschlossen, die Sache durchzuziehen. Sie will sämtliche Haremsdamen mitnehmen, spricht von Versklavung und irgendwas mit goldenen Käfigen. Ich hab nicht alles verstanden, aber sie will nicht ohne die Frauen gehen. UND Männer! Ja, es gibt zwei bis drei Lustknaben in dem Harem. Man hat sie entmannt. Eunuchen, die Armen. Constanze will sie nicht nur ebenfalls retten, sondern auch noch mit nach Xytras nehmen. Ist DAS zu glauben?! Also ich wundere mich immer noch, sie hasst Männer doch bis ins Mark."
Alma seufzte. "Aber erst einmal müssen wir hier heraus. Du hast Recht, es wird … schwierig. Wir müssen tierisch aufpassen. Ich hoffe, der Dunkelelf gestattet mir, dich regelmäßig zu behandeln. Darak", sie sprach seinen Namen so ernst aus, wie man es niemals von Alma erwartet hätte. Außerdem umfasste sie sein Gesicht mit beiden Händen und hob es an, damit sich sein Blick mit ihrem traf. In den Schweinsäuglein lag ähnliche Ernsthaftigkeit. Und Sorge.
"So wie Vesta derzeit auf dich einprügelt, wenn auch präzise und gezielt an Stellen, die nur maximal hässlich aussehende Fleischwunden ergeben, wirst du diese Tortur nicht lange durchhalten. Erzähl mir jetzt nichts von Zähigkeit, das hält niemand lange durch! Wir brauchen einen Ausweg. Leider habe ich auch keine Idee und Schmerzmittel – so sehr ich sie dir geben MÖCHTE – kann ich nicht tun. Sie würden dich nur taub für den Schmerz machen. Dann hältst du psychisch länger durch, aber verbluten würdest du trotzdem. Das riskiere ich nicht mit meinem Lieblingspa… mit einem Freund." Zärtlich, aber mit der üblichen schwabbeligen Art tätschelte sie ihm die Wange. "Ich muss Vesta überzeugen, dich anderweitig zu foltern. Vielleicht seelisch und dann auf unechte Ängste. Ihr beide müsst das nur glaubhaft genug ausspielen. Und dann müssen wir schnell sein … Achja, was willst du mit dem Schokobrunnen?"
Dieser Gedanke ließ die dicke Heilerin nicht los. Wahrscheinlich deshalb nicht, weil Schokolade eine der vielen Sünden war, die ihr die aktuelle Statur verpasst hatten.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 15. Januar 2011, 14:56

Darak sorgte sich nicht nur um seinen eigenen Pelz. Aktuell befand sich vermutlich Vesta in der grössten Gefahr. Ihr Opfer war gewaltig, sicherlich als Hure war sie sich einiges gewohnt doch auch bei einer Hure hinterliessen gewisse Freier permanente Spuren. Viele welche Darak persönlich kennengelernt hatte, verachteten das männliche Geschlecht nur noch. Einzig Lunabelle schien Männer wirklich zu mögen und sich jederzeit gerne ihrer Arbeit hinzugeben und Vesta? Für sie war es lediglich dann ein Spass wenn sie sich ihre Freier aussuchen konnte, hier jedoch wurde sie beinahe Formell dazu gezwungen, eine Machtlosigkeit welche der Bordellherrin wohl gar nicht gefiel. Ausserdem konnte dieser Kerl einem schon mit seiner reinen Anwesenheit und seiner schmierigen Stimme zum schaudern bringen – wie schlimm musste es also sein, seine Berührungen auszuhalten. Vielleicht würde Darak diese auch noch zu spüren bekommen wenn es Darion in den Sinn käme sich selbst um den Gefangenen zu kümmern, schliesslich war er ihm direkt vor der Nase geflohen. Ausserdem ging er zur Schmach der Dunkelelfen nicht ihnen ins Netz sondern der Spinne – einer Menschin. Dies dürfte zumindest den Soldaten nicht gefallen, welche jetzt – da Vesta nicht da war, Zugang zu den Folterräumen hatten.
Doch im Moment hatte er weit angenehmere Gesellschaft. Alma bracht ihm Wasser und Darak trank gierig davon – schliesslich konnte er nicht wissen wann es das nächste Mal irgendwelche Nahrung für ihn gab. Alma musste immer wieder den Topf von seinem Mund nehmen damit er sich mit trinken nicht übernahm. So gefasst er sich auch gab, seine Seele hatte gelitten wie sie es immer tat, egal wie abgebrüht man schon war.

"Trink aus. Ich erzähl dir von der Spionin." „Janrhggh.. „ Keuchte er und konzentrierte sich auf das Wasser. Er lauschte Alma so aufmerksam wie er eben noch konnte und vernahm einige Informationen über die Spionin. Ausserdem hatten sie einige Verbündete hier im Palast – davon sogar noch bewaffnete.
"Zum Glück haben wir noch keine persönlichen Leibwachen. Hätte zwar nichts gegen eine Romanze, aber nicht mit irgendwem und schon GAR NICHT vor den Augen dieses Dunkelpacks!" Darak war sich nicht sicher was die grössere Folter war, die Peitschenhiebe welche ihm Vesta verpasst hatte oder die Vorstellung daran wie sich Alma mit einem Mann vergnügte. Er schauderte. Freilich stand ihr als erwachsene Frau das Bedürfnis nach Leidenschaft zu… aber… musste sie davon in seiner Anwesenheit schwärmen?
"Zum Glück haben wir noch keine persönlichen Leibwachen. Hätte zwar nichts gegen eine Romanze, aber nicht mit irgendwem und schon GAR NICHT vor den Augen dieses Dunkelpacks!" „J..janrhrgh.“ Keuchte er nur. Alma würde vermutlich in einer Liebesnacht noch versehentlich zur Mörderin werden indem sie ihren Liebhaber einfach erdrückte.
Darak zeigte sich äusserst Dankbar um den Stuhl und setzte sich sogleich hin um seine Beine etwas zu entlasten – dafür zog es nun mehr in seinen Armen. Diese Konstruktion war nicht auf Komfort ausgelegt, dies kriegte er mal wieder zu spüren. Sofort fielen ihm die Augen zu, Darak brauchte Schlaf denn auch dies war ein Gut von dem er nicht wusste wie oft es ihm gewährt werden würde. Der Schmerz zehrte ihn aus und machte ihn unendlich müde.
"Außer ihr ist niemand vom Bund der Wüstendiebe hier drin. Ich glaube, die haben uns gelinkt!“ „Das hab ich mir auch schon überlegt… aber warum sollten sie dies tun?“ Keuchte Darak erschöpft.

“ Aber Constanze ist fest entschlossen, die Sache durchzuziehen. Sie will sämtliche Haremsdamen mitnehmen, spricht von Versklavung und irgendwas mit goldenen Käfigen. Ich hab nicht alles verstanden, aber sie will nicht ohne die Frauen gehen. UND Männer! Ja, es gibt zwei bis drei Lustknaben in dem Harem.“ Darak schauderte es. Düstere Erinnerungen an die pelgarischen Minen drängten sich in sein Bewusstsein, er schüttelte den Kopf ehe er dann nickte. „Gut.“
“ Man hat sie entmannt. Eunuchen, die Armen. Constanze will sie nicht nur ebenfalls retten, sondern auch noch mit nach Xytras nehmen. Ist DAS zu glauben?! Also ich wundere mich immer noch, sie hasst Männer doch bis ins Mark." „Ja…sie hasst jene Sorte von Vergewaltiger… nicht aber die Missbrauchten…Constanze hat gesehen dass nicht nur die weibliche Bevölkerung unter der Besetzung leidet…“

Darak nickte kurz weg und wachte erst wieder auf als Alma sein Gesicht packte. "Aber erst einmal müssen wir hier heraus. Du hast Recht, es wird … schwierig. Wir müssen tierisch aufpassen. Ich hoffe, der Dunkelelf gestattet mir, dich regelmäßig zu behandeln. Darak" „Mrhrm…“ Bestätigte er nur und liess seinen Kopf wieder hängen.
"So wie Vesta derzeit auf dich einprügelt, wenn auch präzise und gezielt an Stellen, die nur maximal hässlich aussehende Fleischwunden ergeben, wirst du diese Tortur nicht lange durchhalten.“ „es…muss sein… wir brauchen mehr…Zeit… wir können nicht Blind drauflosschlagen oder wir sterben alle.“[/i] Keuchte er verbittert. Schweiss tropfte über seine Stirn und seinen restlichen Körper. Er fröstelte obwohl es selbst hier unten in den Katakomben drückend heiss war.
“Erzähl mir jetzt nichts von Zähigkeit, das hält niemand lange durch! Wir brauchen einen Ausweg. Leider habe ich auch keine Idee und Schmerzmittel – so sehr ich sie dir geben MÖCHTE – kann ich nicht tun.“ Darak ächzte enttäuscht, doch sein Verstand schärfte ihm ein dass er schon schlimmeres ohne Schmerzmittel überlebt hatte. Er nickte nur.

“ Sie würden dich nur taub für den Schmerz machen. Dann hältst du psychisch länger durch, aber verbluten würdest du trotzdem. Das riskiere ich nicht mit meinem Lieblingspa… mit einem Freund." „Jarhrhr…“ Krächzte er und verzog kurz sein Gesicht als Alma ihn tätschelte. „Du… solltest nicht zu lange hier bleiben…das…erweckt nur falsche Aufmerksamkeit…“
"Ich muss Vesta überzeugen, dich anderweitig zu foltern. Vielleicht seelisch und dann auf unechte Ängste. Ihr beide müsst das nur glaubhaft genug ausspielen. Und dann müssen wir schnell sein … Achja, was willst du mit dem Schokobrunnen?" „Die...Dunkelelfen…stehen…wohl..mehr auf…physische..:Folter….Alma.rr.h..“ Seine Sinne trübten ein. Eine natürliche Reaktion nach einer Folter. Sein Körper verschaffte sich ruhe. „Mrhrm..Schokobrunrrh…im Saal..des…Herrschers….vergift.e..n..“ Dann verdrehte er die Augen und fiel in einen tiefen schlafähnlichen Zustand.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Gestalt » Montag 17. Januar 2011, 18:49

Auf der Stirn der dicken Heilerin machte sich eine Sorgenfalte breit. Sie musste einiges an Speck beiseiteschieben, um sich diesen Platz zu sichern. Aber schließlich erkannte man bei genauerem Hinsehen diese winzige Furche zwischen ihren Augenbrauen. Sie schaute Darak voller Sorge an. Er antwortete wenig und sie erkannte, wie viel Kraft er allein in ein gekeuchtes "Jarnrhrg" legte. Es gefiel ihr immer weniger, dass er sich auf diese Weise zur Zeitgewinnung hergab. Da war Vestas Opfer doch schon besser. Hierbei würde niemand verletzt.
Alma schüttelte den Kopf ob ihrer eigenen Dummheit. Sie strafte sich selbst mit einem Schnauben. Natürlich wurden Personen verletzt, auch wenn man die Wunden nicht offen sah, so wie derzeit auf Daraks Rücken. Vestas Seele würde leiden, auch wenn sie es nach außen hin niemals zeigte. Alma kannte genug Patienten, die sich diese Blöße nicht geben wollten. Die meisten von ihnen starben in einem Moment absoluter Verzweiflung, weil sie sich niemandem mitteilen konnten und dem Leid durch einen schnellen Schnitt oder ein gut geknüpftes Seil ein Ende setzten.
Sie würde mit der Bordellherrin sprechen, nachdem die Sache ausgestanden war. Sie oder Darak – ihm vertraute die Hure offensichtlich mehr. Doch jetzt konnte Alma ihm die Bitte, ein offenes Ohr für Vesta zu haben, nicht aufbürden. Zu erschöpft war er, hing doch sogar schon sitzend in den Ketten.
Seine Krafte reichte gerade noch aus, Fragen über die Wüstendiebe zu stellen. Alma sah den Schweiß an seiner Schläfe herab rinnen.
"Warum sie das tun sollten? Du hörst dich fast an, als wärst du noch nie in Sarma gewesen. Hier herrschen ähnliche Zustände wie in Rumdett, dem südlich gelegenen Piratennest." Alma kannte die Stadt schon aus ihrer eigenen Jugend. Sie war viel auf Reisen gewesen als ihre Knie dies noch zuließen, ohne jeden Abend geschwollen und dick zu sein. Sie hatte sich als Heilerin angeboten, auch in Rumdett. Und dort war Alma das erste Mal die korrupte Seite des Lebens begegnet.
"Es ist nicht ihr schaden, wenn wir versagen. Dadurch verlieren sie keine Leute, der Verdacht fällt nicht einmal auf sie zurück. Wir könnten schließlich auch auf eigene Faust gehandelt haben. Das würde uns in den Augen der Dunkelelfen noch dümmer aussehen lassen. Und wenn wir obsiegen, ist es auch für die Wüstendiebe ein Gewinn. Sie kommen in beiden Fällen fein heraus und daran hast du nicht gedacht?! Sarmas Bevölkerung denkt doch immer nur an die eigenen Vorteile!" Alma verstummte. Sie sah Darak schwer gegen die Bewusstlosigkeit ankämpfen. Sein geschundener Körper forderte seinen Tribut. Seufzend wischte sie ihm den Schweiß ab. "Schon gut, ist ja halb so schlimm, dass du nicht dran gedacht hast. Übernehme ich für uns beide, solange du gefoltert wirst. Bleib einfach am Leben, verstanden?"
"Du … solltest nicht zu lange hier bleiben … das … erweckt nur falsche Aufmerksamkeit…" Sie nickte. "Du hast Recht, ich muss gehen. Aber ich werde wiederkommen. Vielleicht … habe ich sogar nun wirklich eine Idee. Lass mich sehen, ob ich sie umsetzen kann. Und wegen diesem Brunnen, das behalte ich ebenfalls im Hinterkopf. Nur mit Giften kenne ich mich nicht aus, da brauchen wir einen Experten."
Darak schlief bereits, ehe Alma ihren Satz beenden konnte. Er war einfach weggedämmert, der Körper holte sich, was er kriegen konnte.
So bekam er nicht mit, dass sie ging.

Sein Erwachen entpuppte sich als unangenehm. Hitze war sein Weckdienst, doch schnell verwandelte sich die warme, dann heiße Stelle an seinen Füßen in gleißenden Schmerz. Darak hatte lang geschlafen, sich von seiner Folter aber nicht sonderlich erholen können. Nun wurde sie schon wieder fortgesetzt. Vesta war in die Folterkammer zurückgekehrt. Wie viel Zeit unterdessen vergangen war, konnte Darak nicht sagen. Hier unten drang kein Sonnenstrahl hinein, denn es gab keine Fenster. Den Opfern des Foltermeisters wurde jegliches Zeitgefühl genommen.
Dafür erhielten sie umso größere Pein, dieses Mal in Form von glühenden Kohlen, die Vesta in einem Eimer direkt unter Daraks Fuß gestellt hatte. Jemand hielt ihn an den Hüften wie ein Schraubstock. "Oh, er wird wach", grinste die Herrin ihm direkt entgegen. Sie trug erneut die Maske der eiskalten Meisterin von Peitsche und Folter. In ihrem Blick lag kein Quäntchen Gnade. Daraks Fußsohlen brannten.
"Das reicht, lass ihn los, er ist wach." Der Schraubstock um Daraks Hüften löste sich. Jener entpuppte sich als ein stinkender Ork, der nun in den Hintergrund trat. Von dort aus klatschte es Beifall. Das war Ach'ray Da'rion. "Sehr schön, Weib! Doch jetzt möchte ich wahrlich Spaß erleben. All das bisherige Leid waren ja nur morgerianische Kinderspielchen. Bringe ihm Leid bei!"
Vesta verneigte sich, während sie mit dem Fuß den Kohleeimer wegschob. "Sehr wohl, Meister." Schon im nächsten Moment hatte sie Daraks Unterkiefer gepackt. "Los, raus mit der Sprache, du jämmerliche Gestalt! Wovor hast du am meisten Angst? Sag schon oder ich schneide dir dein bestes Stück ab und werf es den Kötern vor!"
"Das wird aber eine kleine Mahlzeit", lachte der Dunkelelf. Er sah nicht, wie es kurz mitleidig in Vestas Augen funkelte. Sie kannte Daraks größte Angst. Da sie sich gegenseitig vertraut hatten – damals, als Partner – war die Herrin der Schwarzen Spinne als eine der wenigen dazu auserkoren worden, von Daraks schwerer Zeit in den pelgarischen Minen zu erfahren. Mit sämtlichen Details. Sie hatte es beim Liebesspiel immer vermieden, zu sehr auf sein Heck einzugehen. Sie kannte die empfindliche Stelle, welche düstere Albträume im Gehörnten auslöste. Hoffentlich befand er sich noch in einem Zustand, jetzt nur nicht die Wahrheit auszuplaudern, in der Hoffnung, verschont zu werden. Sie würde ihn nicht schonen können.
"Er soll endlich sprechen!", keifte Da'rion. "Oder bist du nicht imstande, ihn zum Singen zu bringen, Menschin? Muss ich es erst tun?!" Er brauchte nicht auszusprechen, dass sie wegen Inkompetenz im Anschluss ebenfalls eine Strafe erleiden würde.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 17. Januar 2011, 23:29

Darak war im Moment wohl tatsächlich nicht in der Lage einige tiefgreifende Gedanken zu tätigen. Umso höher musste die Leistung gewertet werden, dass er auf die Idee mit dem Schokoladebrunnen gekommen ist. Alma half ihm derzeit bezüglich Wüstendiebe auf die Sprünge. "Warum sie das tun sollten? Du hörst dich fast an, als wärst du noch nie in Sarma gewesen. Hier herrschen ähnliche Zustände wie in Rumdett, dem südlich gelegenen Piratennest." „Rmr..“ Darak verzichtete darauf das Gesamte Wort zu wiederholen, jede Silbe kostete Kraft.

"Es ist nicht ihr schaden, wenn wir versagen. Dadurch verlieren sie keine Leute, der Verdacht fällt nicht einmal auf sie zurück.“ Darak nickte nur. „Jarnrgh…“ Natürlich, die Wüstendiebe würden sich auch mit der dunkelelfischen Herrschaft arrangieren – ausser diese war radikal genug eingestellt selbst die zu versklaven. Vielleicht nicht in der ersten Angriffswelle doch Darak war davon überzeugt dass sobald die Dunkelelfen die gesicherte Oberhand haben würden – dann wäre dies das Ende für alle anderen Rassen.

“Wir könnten schließlich auch auf eigene Faust gehandelt haben. Das würde uns in den Augen der Dunkelelfen noch dümmer aussehen lassen. Und wenn wir obsiegen, ist es auch für die Wüstendiebe ein Gewinn. Sie kommen in beiden Fällen fein heraus und daran hast du nicht gedacht?! Sarmas Bevölkerung denkt doch immer nur an die eigenen Vorteile!"
„Mrhrm…stimmt…dieser…blöde…Fettsack…und…lilith hat er auch noch bei sich..r.mrrhrh…“ Alma hatte damit erreicht dass sich der sonst schon gequälte Darak nun auch noch sorgen machte. Psychologie, war noch nie Almas stärke gewesen. „Jetz.zt..müsnrrh…wirs…aber…durchziehrnh… und die Wüstendiebe sind auf ihre verquere Art… noch…ehrenhaft. Die haben…ihrn eigenen…Kodex.rhrh..“ Zumindest an das Versprechen sollte sich der Dicke halten. „Tut..mir…leid.rh.r..“ Entschuldigte sich Darak matt. Darin war er sich schliesslich geübt.

"Schon gut, ist ja halb so schlimm, dass du nicht dran gedacht hast. Übernehme ich für uns beide, solange du gefoltert wirst. Bleib einfach am Leben, verstanden?" „mrhrm…“ Darak verzog nur kurz das Gesicht zu einem seltsamen Lächeln und nickte dann. „K…eine..:Sorge…ich..steck…einiges…weg…“
Darak dämmerte ein. Kein Schlaf. Kein Traum. Einfach nichts. Zeit war kein Begriff. Es herrschte einfach Schwärze… und dann Schmerz. Darak verzog sein Gesicht noch ehe sein Bewusstsein richtig wiedergekehrt war. Reflexartig versuchten sich seine Füsse zurückzuziehen doch sie wurden daran gehindert. Seine Haut begann zu zittern. Die Hitze geisselte seinen Fuss. „Nrrhierhrhrärhgh!“ Krächzte der Gefangene und begann sich erst zögerlich, dann immer heftiger zu winden ehe er zum ersten Mal wieder seine Augen öffnete. Unscharf erkannte er Vesta. Sie war zurück und er immer noch in dieser Hölle.
„ARHRHRH!“ Schon gab er wieder erste schmerzhafte Laute von sich. Verwirrt starrte er an die Wände. Er wusste nicht ob es Tag oder Nacht war. Ob es immer noch der verflixte erste Tag war! „arhrh!“

Seine Rückennaht juckte weil er stark schwitzte und das Salz die ohnehin schon geschundene Haut irritierte. Er starrte auf seine Füsse, es roch bereits nach verkohltem Fleisch. „AURHRHR!“ Doch nicht die Füsse wie soll ich so noch fliehen! Dachte er panisch. Langsam drängte sich der Gedanken auf, dass es kein entrinnen geben würde. Darak brüllte auf, sein Schrei hallte nach auch als Vesta den Eimer bereits schon weggeschoben hatte. Er beruhigte sich nur allmählich und zuckte zusammen als hinter seinem Nacken diese grässliche aalglatte Stimme ertönte. Er wusste dass er nun nicht geschont werden würde.

"Sehr schön, Weib! Doch jetzt möchte ich wahrlich Spaß erleben. All das bisherige Leid waren ja nur morgerianische Kinderspielchen. Bringe ihm Leid bei!" Darak starrte Vesta entsetzt entgegen doch schon wurde er unangenehm am Unterkiefer Gepackt und gezwungen sie anzustarren. Er zitterte – und dies war nicht gespielt.
"Los, raus mit der Sprache, du jämmerliche Gestalt! Wovor hast du am meisten Angst? Sag schon oder ich schneide dir dein bestes Stück ab und werf es den Kötern vor!" „Nrhrhrr.r.r.r.hr…“ Darak starrte ihr entgegen. Sie wusste es, er wusste dass sie es wusste. Sie gab ihm hier und jetzt eine Chance. Er musste sie nutzen. Welche Angst war brutal genug dass Da`rion sich daran ergötzen konnte aber nicht so kräfteraubend wie physische Gewaltakte.

"Er soll endlich sprechen. Oder bist du nicht imstande, ihn zum Singen zu bringen, Menschin? Muss ich es erst tun?!" „D…dass mich…meine Opfer im Geist verfolgen und mich…verrückt machen…“ Das war eine plausible Angst wenn man Daraks Geschichte kannte. Aber damit würde Vesta wohl nicht arbeiten können – dies war auch Darak bewusst. „U..und… vor dem…R..a.d..und…vor dem..Ertrinken…ich..geh darum…nicht gern auf Schiffe…“ Vesta kannte ihn, und sie wusste dass Darak hochgradig seekrank war. Deswegen hasste er Schiffe, nicht aus Angst zu ertrinken.
„Wa..rurm…machst..du das…“ Heulte er. „Warum…tust du mir..da.s…anr.rh..wir…waren doch Freunder.r.r.h..“ Jetzt spielte der Sklaventreiber und zufälligerweise traf er etwa jenes Thema welches Vesta beim Herrscher angesprochen hatte. „wa..rum…paktierst du jetzt mit dies..e.n…inkom…petenten… Ba..starden!“ Darak musste dafür sorgen dass Da`rion das Gefühl behielt eine lange Folter sei angemessener als ein schneller Tod. Doch dann rutschte ihm doch noch eine farake Angst über die Lippen als es ihm kurz vor aufregung schwqrz um den Geist wurde... "Tu mir nicht ... Die stiefel... Die pack ich nicht." Hauchte er leise.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Freitag 21. Januar 2011, 21:49

Vesta sah die Angst in Daraks Blick. Echte Angst. Er spielte längst nicht mehr. Ihr eigener Blick wirkte verschleiert und nach Möglichkeit kühl. Sie musste auch keine Schmerzen ertragen, die es erschwerten, ein gutes Schauspiel zu leisten. Wobei nicht einmal Darak dies nun aufbringen musste. Es reichte, wenn er auf das reagierte, was diese Frau ihm antat.
Beide schauten sich einen Moment lang an, ehe Vesta in ihrem Spiel fortfuhr und Darak ausfragte. Wir stecken in der Klemme, sagten ihre Augen, doch nicht einmal Vesta ahnte, was kommen sollte. Sie stöhnte nur leise entnervt auf, als sich ihr Folteropfer verplapperte. Und natürlich hatten Da'rions Spitzohren ausgerechnet diese letzte genannte Angst sehr deutlich gehört. Er beugte sich in dem Stuhl vor, in dem er saß, die Hände auf beide Lehnen abgestützt. Neugier funkelte in seinem derben Blick.
"Welche Stiefel meint er?"
Vesta zögerte. Auf ihren Lippen formte sich ein Idiot, aber glücklicherweise konnte sie sich gut genug beherrschen, es nicht auszusprechen. Als Strafe für seine wahrliche Dummheit, setzte es für Darak einen Klaps auf die Wange. Die Bordellherrin wandte sich Ach'ray Da'rion zu. "Pelgarische Stiefel", gab sie wahrheitsgemäß bekannt, da sie um eine rechtzeitige Ausrede verlegen war. Anschließend erklärte sie die Funktionsweise und mit jedem weiteren Wort lockte sie alte Erinnerungen in Darak hervor. Erinnerungen, die hätten tief in seiner Seele vergraben bleiben sollen. Sie drängten sich auf, sie kehrten zurück. Beinahe war wohl der Schmerz von damals zu spüren, als man ihm sein Knie zertrümmert hatte. Ob Darak diese Stiefel mehr fürchtete als eine andere Folter?
"Aber Ihr werdet Euch doch wohl keiner pelgarischen Folter zuwenden, Meister", versuchte Vesta sich an den letzten Strohhalm zu klammern. Sie hatte die Augen des Dunkelelfen auf bedrohliche Art und Weise funkeln sehen. Die Stiefel hatten sein Interesse geweckt. Erneut redete sie ihm ins Gewissen: "Herr, pelgarische Stiefel sind Eurer Vorgehensweise nicht würdig. Diese Folter wurde von Menschen geschaffen."
"Na und?!", keifte er zurück. Es setzte einen Tritt, dem Vesta zwar gekonnt ausweichen konnte, aber nicht vergessen würde. Schon wieder demütigte sie dieser Bastard, aber diese Frau wies eine Selbstbeherrschung auf, die nicht hätte größer sein können. Ihre Finger zuckten nur einmal kurz zusammen. Ihr Mund verzog sich zu einer schmalen Linie. Doch es sollte noch schlimmer kommen.
"Ich habe dich auch bestiegen – Menschenweib! Lass mich herausfinden, wie sehr ich Gefallen an diesen Stiefeln finde!" Er winkte seinen Ork heran. "Du wirst mir sofort jemanden heranschaffen, der diese Stiefel anfertigen kann! Ich will wissen, wie sie funktionieren."
"Ja, Herr"
, antwortete der Grünling gehorsam und verließ die Kammer. Da'rion lehnte sich entspannt in seinem Stuhl zurück. "Die Stiefel also zuerst, als kleiner Vorgeschmack." Genüsslich schaute er zu Darak hinüber. Einen Moment lang herrschte Stille. Dann: "Und anschließend das Rad. Ich werde ihm persönlich die übrigen Knochen brechen und an die Speichen binden. In der Hitze der Wüste darf er dann sein Ende erwarten."
Vesta verschluckte sich beinahe. Wie eine loyale Dienerin kniete sie sich zu ihm – oh, wie viel Überwindung diese Frau das kosten musste! "Meister, wollt Ihr ihn tatsächlich so schnell loswerden? Die Prozedur kann nicht länger als zwei oder drei Tage dauern und …"
"Hab ich dir erlaubt zu sprechen?! Drei Tage wäre bei weitem genug. Ich bin seiner jetzt schon fast überdrüssig, aber ich will Sarma den Spaß nicht nehmen. Das Volk soll zusehen, wenn seine Knochen zertrümmert werden. Das Rad soll außerhalb der Stadt, mitten in der Wüste aufgestellt werden." Da'rion begann, boshaft zu lachen. "Er wird allein verrecken, ganz allein! Und niemand wird sich seiner erinnern, hehehe. Ich kann es kaum erwarten."
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 22. Januar 2011, 16:51

"Welche Stiefel meint er?" Darak keuchte entnervt. Warum nur war ihm das rausgerutscht?! Er schüttelte den Kopf und gab ein verzweifeltes Schnauben von sich. Warum musste dieser Bastard ausgerechnet jetzt so aufmerksam sein? Bisher war Darak ihm ja eigentlich herzlich egal gewesen. Nun, die Stiefel waren besser als ein schnelles Ende zu finden. Wirklich? Darak war sich allmählich nicht mehr sicher. Er sah im Moment keinen Weg wie er hier überhaupt noch an einem Stück rauskommen sollte. Darak senkte sein Blick. Das „Idiot“ hatte ihn erreicht.“ Er legte seinen Kopf zur Seite an seine Schulter um ihn daran abzustützen. Er atmete schnell. Ein Hauch von Panik beflügelte ihn. Jetzt konnte er nur noch eine Taktik anwenden…

Der Gefangene wurde sichtlich unruhig. Er keuchte. „Lasst mich in Ruhe!“ Knurrte er. "Pelgarische Stiefel" Sagte Vesta kühl. Darak wand sich in seiner Fesselung und spuckte ihr entgegen – natürlich ohne sie zu treffen. Jedes Wort welches Vesta bezüglich den Stiefel tätigte frass sich tief in seinen Verstand rein. Die Beine zusammengebunden, keile zwischen die Beine geklemmt… und der Vorschlaghammer. Seine Augen weiteten sich, Angstschweiss perlte sich von seiner Stirn. „Neinrhrrh! Arhrhrh!“ Sein ganzes Verhalten fusste auf einer Taktik die wohl selbst Vesta nicht als solche entlarvte.
"Aber Ihr werdet Euch doch wohl keiner pelgarischen Folter zuwenden, Meister" Darak ahnte dass Vesta ihn schützen wollte und dies noch auf eine ziemlich intelligente Art und Weise. Doch Darion ging nicht darauf ein, die Stiefel hatten es ihm angetan. Darak konnte sich nur noch in Schadensbegrenzung üben. „Ne…enirhnN“. All die Jahre der Schmerzen schossen ihm durch den Kopf. Die Minen. Der Sternensee. Er schauderte.

"Herr, pelgarische Stiefel sind Eurer Vorgehensweise nicht würdig. Diese Folter wurde von Menschen geschaffen."
Darak keuchte, er wand sich in seinen Fesselungen doch es hatte keinen Sinn. Er kam hier nicht los. Er konnte nicht sehen dass Darion nach Vesta trat schliesslich hockte dieser Bastard hinter ihm. Doch an Vestas Haltung konnte er erkennen dass sie gerade zu tiefst beleidigt worden war.
"Ich habe dich auch bestiegen – Menschenweib! Lass mich herausfinden, wie sehr ich Gefallen an diesen Stiefeln finde!" „Das…ist ja widerlich!“ Entfuhr es Darak entrüstet. Er meinte den Akt. So wie Darion diese Tatsache aussprach konnte man meinen er hätte ein Tier oder etwas anderes „minderwertiges“ bestiegen. „Scheisse nochmal!“ Knurrte er. Schlimmer konnte es ja nicht mehr kommen…

"Die Stiefel also zuerst, als kleiner Vorgeschmack….Und anschließend das Rad… Naaa tooolll Dachte er betrübt. Das war es dann wohl. Es war ein offensichtliches Himmelfahrtkommando gewesen. Eigentlich war er noch selbst daran schuld. Doch noch hatte er den zweiten Teil seiner Taktik noch nicht ausgespielt. Bei Valrock hatte sie immer funktioniert… vielleicht auch Darion. Genügend von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt war er ja…
“Ich werde ihm persönlich die übrigen Knochen brechen und an die Speichen binden. In der Hitze der Wüste darf er dann sein Ende erwarten." Darak wurde plötzlich gänzlich ruhig. Beinahe schon entspannt. Er schwieg.
"Meister, wollt Ihr ihn tatsächlich so schnell loswerden? Die Prozedur kann nicht länger als zwei oder drei Tage dauern und …" Darak blickte auf. Vesta kniete vor Darion?! Er selbst bedeutete ihr wohl doch einiges. Er lächelte leise.


"Hab ich dir erlaubt zu sprechen?! Drei Tage wäre bei weitem genug. Ich bin seiner jetzt schon fast überdrüssig, aber ich will Sarma den Spaß nicht nehmen. Das Volk soll zusehen, wenn seine Knochen zertrümmert werden. Das Rad soll außerhalb der Stadt, mitten in der Wüste aufgestellt werden." „Dann. Geht es keinen Tag.“ Brummte Darak leise. Aber er war wohl nicht zu hören.
Er wird allein verrecken, ganz allein! Und niemand wird sich seiner erinnern, hehehe. Ich kann es kaum erwarten." Nun musste er loslegen… Darak war ruhig gewesen bis jetzt. Seit das Rad Thema war hatte er keinen Piep mehr von sich gegeben doch nun… begann er zu lachen. Er amüsierte sich und es klang nicht gespielt auch nicht verrückt sondern sichtlich erheitert. „Und… ich dachte wirklich… die Morgerianer verstehen etwas von Folter…hahaa… Wie schändlich!“

Er kicherte vor sich her und wusste dass er damit die Aufmerksamkeit von Darion auf sich lenkte – etwas anderes konnte er sich nicht vorstellen. „Erst die Stiefel und dann das Rad…haha.a.. Amateur! Hörst du, verfluchter Bastard! AMATEUR! Für was glaubst du sind die pelgarischen Stiefel gedacht häh?! Das ist keine tödliche Foltermethode… sondern eine fürs Leben. Der Bruch selbst schmerzt nur kurz… die Bewusstlosigkeit rettet einem ohnehin. Die wahre folter der pelgarischen Stiefel ist deren Länge. ..ist ja peinlich dass ihr weder wisst was die Stiefel sind und für was sie verwendet werden. Der Effekt der Stiefel entfaltet sich mit den Jahren… es wird dafür gesorgt dass die Brüche schief zusammenwachsen. Dies verursacht ECHTE Schmerzen, jeden verfluchten Tag. Es treibt einen fast in den Wahnsinn. DAS sind pelgarische Stiefel. Was du elendiger Bastard vor hast ist ein einfaches Kniebrechen. Das… ist NICHTS! Kein Sarmaer wird von dem beeindruckt sein… und das Rad?! Hah! Du hast wohl nicht zugehört… den Tod… fürchte ich nicht… und mit dem Rad in der Wüste bin ich in wenigen Stunden erlöst. Ein wunder dass du inkompetenter Schweinehund nicht selbst darauf gekommen bist. Hahahaha… oh meine Güte. Hahahaha….aber ich glaube ich weiss warum du mich so schnell loswerden willst. Eure Belagerung wird wohl keine 20 Jahre halten, eben so wenig wie eure Herrschaft. Hast du es deshalb so eilig? Hahahaaha…keiner wird sich an DICH erinnern. Was hast du schon geleistet? Eine kleine Belagerung… na und… lächerlich! Sicherlich bist du in wenigen Tagen durch einen neuen Herrscher ersetzt ohne dass man sich deiner erinnert. Ist das vielleicht deine Angst die du auf mich übertragen willst… allein zu sterben, ohne dass sich einer deiner Erinnert?! Wie soll man dich fürchten wenn du alle umbringst denen du das fürchten eigentlich lehren willst. Hahaha…“
Dicke Post welche nicht Selbstmörderisch war, sondern Selbsterhaltend. Schliesslich stellte er es so dar dass eine Hinrichtung beinahe ein Geschenk für Darak sein würde. "Was willst du nun tun Soldat? Die Beherrschung verlieren und auf mich einprügeln wie ein durchgeknallter Rekrut? Ich würde es dir zutrauen so inkompetent wie du in Bezug Folterei schon bist..."

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 24. Januar 2011, 19:50

Seine Chancen schwanden. Dafür festigten sich seine Befürchtungen mit jeder kalten Schweißperle, die auf seine Stirn trat. Keiner von ihnen, weder Vesta noch Alma, Constanze und schon gar nicht er selbst, würden hier jemals wieder heil heraus kommen. Darak und die anderen hatten ihre Leben verwirkt. Wenigstens war Lilith in Sicherheit. War sie das wirklich? Wer versicherte dem alten Raubein von Luthrokar denn, dass man seine geliebte Elfe unangetastet lassen würde? Er könnte sie nicht mehr aus einer Gefahrenlage heraus holen. Er könnte sie nicht mehr schützen, wenn er erst einmal tot war. Und Ach'ray Da'rion schien es darauf anzulegen, ihn möglichst bald umzubringen.
Die pelgarischen Stiefel und anschließend das Rad sollten sein Untergang werden. Darak blieb im Grunde nur noch eine letzte Möglichkeit. Er musste alles auf diese Karte setzen, aber was hatte er sonst schon noch zu verlieren. Er und seine Freunde standen ohnehin bereits bis zum Hals in der Scheiße!
Also ging er das Risiko ein. Sein Lachen hallte von den Wänden der Folterkammer wider. Es ließ sowohl Vesta als auch Da'rion aufschauen. Die Bordellherrin starrte Darak entgeistert an. Wieso lachte er denn jetzt? War ihm plötzlich alles egal? Verrückt klang er nicht, aber die Verzweiflung schien ihm keine andere Option mehr zu bieten. Nicht einmal Vestas offensichtliches Zeichen der Selbsterniedrigung, indem sie sich vor den Dunkelelfen kniete und bettelte, hatte ihm Hoffnung spenden können. Wie auch? Da'rion interessierte es nicht, welche Ratschläge und Bitten Vesta an ihn stellte. Im Gegenteil. Bis vor Sekunden hatte er sie noch kritisch gemustert. Jetzt galt seine Aufmerksamkeit dem Folteropfer.

Er schaute zu Darak herüber. Sein Blick verfinsterte sich, außerdem festigte sich der Griff um die Armlehnen, dass seine Knöchel heller hervortraten. Darak erreichte also etwas mit seinem Spott, aber der Dunkelelf zeigte sich noch lange nicht so jähzornig wie Valrock es seiner Zeit getan hatte. Er wusste, sich zu beherrschen. Man erkannte zwar, dass ihn die Wut packte, doch gelang es ihm, sie in einem einzigen Moment der Besinnung herunter zu schlucken. Da'rion entspannte sich, je heiterer Darak lachte. Er lehnte sich wieder in seinem Stuhl zurück, die Fingerspitzen glitten aneinander. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht, das einen eisig fröhlichen Ausdruck angenommen hatte.
Vesta verhielt sich ganz ruhig. Noch immer kniete sie, schaute abwechseln von Darak zu ihrem angeblichen Meister, dem sie wohl am liebsten persönlich den Hals umdrehen wollte. Letzten Endes hielt sie sich zurück. Seine Miene verhieß nichts Gutes.

"Du lachst also gern, spöttelnde Ausgeburt einer krankheitsbefallenen Menschenhure, die dich irgendwo in einer Gosse wie Schleim von sich abgestoßen hat." Sein Grinsen wuchs. Irgendetwas amüsierte ihn, dass er wohl hätte in Daraks Gelächter einstimmen können. "Wenn du so sehr Gefallen am Lachen findest, dann sollst du auch lachen. Ich muss mich nicht pelgarischer Mittel bedienen, um deinen Tod heraufzubeschwören." Mit einem Mal wurde er ruhig, ernst – seine Augen hinterließen mörderische Kälte. Darak kannte diesen Blick. Oft genug hatte er ihn selbst aufgelegt, wenn er eines seiner Folteropfer umzubringen hatte.
"Du sollst hören, wie es mit dir zu Ende geht, Mensch." Seine Stimme war schneidend. "Deine Füße werden mit einer Salzlake bestrichen werden." In diesem Moment schwante auch Vesta, was kommen würde. Sie sog kaum hörbar die Luft ein, hielt diese an. Sie wagte nicht, zu atmen. Der Dunkelelf bemerkte nichts davon oder er ließ es sich nicht anmerken. Er sprach weiter.
"Pro Fuß werde ich dir eine Ziege zuteilen lassen. Sie lieben Salz und werden es nur allzu gierig von deinen Sohlen lecken. Erheitert das auch dein Gemüt, Abschaum? Du wirst dich zu Tode lachen, hehehe." Er machte eine Pause. Dann reckte er einen Zeigefinger in die Höhe, als besann er sich. "Doch halt, ich will es nicht so simpel und gnädig enden lassen. Das … soll erst der Anfang sein. Wie lange es wohl dauern wird, dich umzubringen? Du wirst es selbst nie erfahren. Kennst du die stille Kammer, Darak Luthrokar? Ich bin sicher, sie wird dir ein Begriff werden."
Natürlich kannte er sie, er hatte auch einmal gefoltert. Die stille Kammer war ein Ort, der sich aus Zeit- und Orientierungslosigkeit aufbaute und sich mit der eigenen Kreativität und Angst paarte. In dem finsteren Loch, in das nicht ein Lichtstrahl vordrang, verlor man jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Die Foltermeister spielten mit einem, indem sie zu unregelmäßigen Zeiten Mahlzeiten vorbei brachten. Sie schlugen gegen die Kammertür, um die Angst zu schüren, obwohl dies nicht einmal nötig war. In der stillen Kammer saß man ganz allein, allein mit seinen Gedanken. Die eigene Fantasie vermochte die größten Albträume zu beschwören.

"Schon ausgelacht?" Da'rion war es nun, der kicherte. "Oh, das ist aber wirklich noch nicht das Ende. Außerdem möchte ich nicht, dass dir in der stillen Kammer allzu langweilig wird. Ich lasse deine Tage durch kleine Spielchen mit der Garotte gestalten. Es wird eine Abwechslung sein, regelmäßig um Luft zu ringen, während sich das Würgeseil immer enger zuzieht. Vielleicht einmal zu fest. Ich bin nicht sicher, ob es mein Foltermeister nicht übertreibt." Dabei schaute er Vesta nicht an. Er nannte sie auch nicht beim Namen. Und er sprach plötzlich von Foltermeister, nicht von einer Meisterin.
Der Ork kehrte zurück, in Begleitung zweier Dunkelelfenwachen, die einen dürren Mann mit Werkzeugschürze zwischen sich festhielten. Offenbar hatte er jemanden gefunden, der sich mit pelgarischen Stiefeln auskannte. Da'rion schnaubte. Er brauchte keine Antwort von seinem Untergebenen. Kurz musterte er den Mann. Dann wandte er sich wieder Darak zu. Er war noch nicht fertig.
"Zum Schluss, weil ich nicht darauf verzichten möchte, bleibt natürlich das Rad. Diesen Spaß lasse ich mir nicht entgehen. Die Stiefel … brauche ich nicht für dich. Was nützt es, wenn du tot bist, da hast du ganz Recht. Ich werde sie jemand anderem verpassen." Sein Kopf wandte sich nach rechts.
"Mir?!" Vesta starrte ihn an. Sie sprang auf, doch schon packte der Ork ihre schmalen Schultern und drückte sie zurück auf die Knie. "Warum?!", keifte sie. "Ich bin dir loyal!"
"Du hast mir einen Vorschlag verpasst, den ich für diesen Bastard nicht gebrauchen kann! Außerdem bettelst du ziemlich stark darum, ihn möglichst lange am Leben zu erhalten, um ihn zu quälen. Du rutschst auf Knien vor mir herum. Das würde kein zuverlässiger Foltermeister tun."
"Weil ich ihn hasse und ihn lange quälen will, Meister." Vestas Teint verlor an Farbe. Sie hatte lange Zeit den Luthrokar bei sich gehabt. Lange Monate, in denen er ihr Etablissement besucht und darin herum gehumpelt war – mit seinem krüppligen Bein. Jenem Bein, das die Folter der pelgarischen Stiefel auf grausamste Weise zu spüren bekommen hatte. Sie fürchtete ein solches Schicksal.
Da'rion ließ sich nicht umstimmen. "Ich brauche dich nicht mehr, billige Hure. Ich hatte dich und nun langweilt mich dein Körper. Um ehrlich zu sein: er ist doch schon längst verwelkt. Ein vertrocknetes Stück kalten Fleisches, in das sich niemand mehr hineinwagen möchte. Schrumpelig, alt und abgenutzt. Höchstens noch meinen Soldaten kann ich dich vorwerfen." Er grinste boshaft. "Aber dann muss ich dafür sorgen, dass du nicht mehr weglaufen kannst. Führt sie ab! Ich meine, es gäbe hier zwei stille Kammern."
Vesta begann sich zu wehren und zu schreien. Sie versuchte, zu kratzen, zu beißen – einfach alles, um freizukommen. Aber physisch hatte sie noch nie eine große Chance gehabt. Der Ork schulterte sie einfach, eher er ihr einen deftigen Schlag verpasste, der sie zum Schweigen brachte. Er schleppte sie hinaus. Da'rion wirkte zufrieden. "Schickt den Alten weg, tötet ihn, was weiß ich?! Diese Stiefel flicke ich schon noch selbst zusammen. Bereitet lieber eine Salzlake vor und beschafft mir Ziegen. Ich möchte mein Spielchen beginnen."
Jetzt gab es wahrlich keinen Funken Hoffnung mehr.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 25. Januar 2011, 11:36

Darak amüsierte sich offenbar. Eigentlich war ihm nicht zum Lachen zu Mute aber was hätte er sonst noch tun sollen? Seine Reaktion blieb nicht ohne Folge. Der Dunkelelf war sichtlich provoziert. "Du lachst also gern, spöttelnde Ausgeburt einer krankheitsbefallenen Menschenhure, die dich irgendwo in einer Gosse wie Schleim von sich abgestoßen hat." „Heh…vergleich die Geburt eines Menschen nicht mit jener von euch Dunkelelfen. Bei uns funktioniert dies anders…“ Spöttelte er. „Ausserdem stört es mich dass du immer mit meinem Nacken sprichst! Kannst du mir nicht vor die Augen treten häh? Oder willst du mich vor deinem Anblick verschonen.
"Wenn du so sehr Gefallen am Lachen findest, dann sollst du auch lachen. Ich muss mich nicht pelgarischer Mittel bedienen, um deinen Tod heraufzubeschwören." „Oh wie freundlich von dir du elendiger Bastard!“ Knurrte Darak und ruckte abermals an den Ketten herum. Die Ruhe in Daraions Stimme machte Darak umso unruhiger. Irgendwas ging hier gerade gewaltig schief. Darion wurde nicht aufbrausend und laut wie es Valrock immer wurde.

"Du sollst hören, wie es mit dir zu Ende geht, Mensch. Deine Füße werden mit einer Salzlake bestrichen werden." „Ich bin an den Füssen nicht kitzlig… und ich mag Tiere und sie mögen mich." Darak kannte wohl die meisten Foltermethoden schliesslich war er vom Fach. Wie viele hatte er wohl ausprobiert? „Aber bitte…“
“Pro Fuß werde ich dir eine Ziege zuteilen lassen. Sie lieben Salz und werden es nur allzu gierig von deinen Sohlen lecken. Erheitert das auch dein Gemüt, Abschaum?“ „Allerdings… gefällt mir besser als die Stiefel.“ Keifte er.
“ Du wirst dich zu Tode lachen, hehehe. Doch halt, ich will es nicht so simpel und gnädig enden lassen.“ „Ja ich war beinahe schon enttäuscht Herrscher. Wenn dass deine einzige kreative Foltermethode sein soll.“

“Das … soll erst der Anfang sein. Wie lange es wohl dauern wird, dich umzubringen? Du wirst es selbst nie erfahren. Kennst du die stille Kammer, Darak Luthrokar? Ich bin sicher, sie wird dir ein Begriff werden." Darak verstummte. Das gefiel ihm ganz und gar nicht. Er ruckte an den Fesseln. „NEinrrh!“ Knurrte er. "Schon ausgelacht?" Darak schnaubte nur. Er senkte sein Haupt. Langsam wurde es ungemütlich. Doch es kam noch schlimmer. Darion wollte ihn doch aller ernstes noch mit einer Garotte foltern. Ein Instrument welches sogar Darak immer gemieden hatte. Er mochte es nicht. Zu schnell drückte man zu lange zu und dann war das Opfer nicht mehr für aussagen zu gebrauchen. Er hatte als Foltermeister ja meistens Informationen beschafft und keine Hinrichtungen durchgeführt. Sein Schicksal sah da wohl anders aus.
Nun verlor er noch die letzte Farbe im Gesicht.
"Zum Schluss, weil ich nicht darauf verzichten möchte, bleibt natürlich das Rad. Diesen Spaß lasse ich mir nicht entgehen. Die Stiefel … brauche ich nicht für dich. Was nützt es, wenn du tot bist, da hast du ganz Recht. Ich werde sie jemand anderem verpassen." Darak Luthrokar schloss die Augen. Alter, diese Sache wird weit schwieriger als die verdammten Minen. Ich…weiss ich bin zäh… aber DAS?! Verflucht! Lass dir was einfallen! Ja aber was? Er war gefesselt und mit seiner „Lachtaktik“ hatte er alles nur verschlimmert.

"Mir?!" Darak musterte den Ork. „Oh…das..passiert hier also mit den Untergebenen.“ Er musste sich gewaltig Mühe geben um nicht selbst entsetzt zu wirken.
Lass dir was einfallen! Darion ist gern mächtig. Er hält sich für unbesiegbar… für ganz gross. Wie kann ich ihn herausfordern.
Seltsamer weise kam ihm in diesem Moment der Nichtgenannte in den Sinn. Er hatte ihm beigebracht jegliche Form des Schmerzes zu kanalisieren. Ihn auszuhalten. Durch Meditation und Willenskraft.
"Du hast mir einen Vorschlag verpasst, den ich für diesen Bastard nicht gebrauchen kann! Außerdem bettelst du ziemlich stark darum, ihn möglichst lange am Leben zu erhalten, um ihn zu quälen. Du rutschst auf Knien vor mir herum. Das würde kein zuverlässiger Foltermeister tun." „Na und? Du bist auch ein Haremsführer der seine Frauen nicht bedienen kann, dass ist noch viel peinlicher.“ Brummte Darak. „Ja klar jetzt gehst du das Weibstück beleidigen weil du es nicht mehr bringst häh?! Schändlich!“

Es schmerzte zu sehen wie Vesta ruhiggestellt wurde. Ein grausiges Schicksal stand ihr bevor wenn Darion sie wirklich foltern lassen wollte. Noch immer hatte Darak die kleine Hoffnung dass es ein Test war um zu sehen ob die beiden wirklich bis aufs Blut zerstritten waren. Deshalb reagierte Darak so kühl auch wenn er riskierte dass seine letzten Worte welche er an seine Partnerin richtete, solch gleichgültige sein würden.

"Schickt den Alten weg, tötet ihn, was weiß ich?! Diese Stiefel flicke ich schon noch selbst zusammen. Bereitet lieber eine Salzlake vor und beschafft mir Ziegen. Ich möchte mein Spielchen beginnen." Darak schüttelte den Kopf. Mit den Stiefel musste man sich schon auskennen, besonders wo man die Keile zu setzen hatte sonst fügte man dem Opfer nur eine starke Schwellung bei und keinen Bruch. Oder man brach die Beine an einer Stelle wo sie gut zusammenwachsen konnten. Die Keile wurden an die Gelenke gesetzt. Die Knöchel, die Knie. Dort waren sie am effektivsten.

"Schickt den Alten weg, tötet ihn, was weiß ich?! Diese Stiefel flicke ich schon noch selbst zusammen. Bereitet lieber eine Salzlake vor und beschafft mir Ziegen. Ich möchte mein Spielchen beginnen." Darak schwieg. „DU…willst Foltermeister sein? Hah… ich glaube du bist ein lausiger Foltermeister. Du hast doch keine Ahnung von richtigen Schmerzen! Inkompetenter Bastard! Ich wette du wirst mich nicht persönlich beeindrucken können ohne die Hilfe deiner grünen Schergen! Aber… ich bin dir ja zu Dank verpflichtet. Du hast gerade meine letzte Konkurrenz hier in Sarma ausgelöscht. Sobald dein Kopf in der Wüste liegt und verwest und hier die alte Ordnung wieder hergstellt wird, regiere ich das Bordellwesen hier in der Stadt.“

„Ach übrigens…ICH hatte geblufft als ich sie als Ausgeleiert bezeichnet hatte. MEINER füllt sie ordentlich aus. Hehe.“ Er verzog hämisch sein Gesicht.
Wo war nur der verletzliche Punkt dieses Bastards. Er versuchte es mit etwas sehr abwegigem. „Sag mal…so unter uns… bedienst du dein Harem nicht… weil du nicht auf Frauen stehst? Machst du es lieber mit Tieren? Oder Orks?“ Er schwieg einen Moment. Er begann ein breites Spektrum an Beleidigungen auszustossen. Auf seine Fähigkeiten, seine Männlichkeit… und… „Ach übrigens… das ist mir schon aufgefallen als du eingetreten bist. Ich glaube deine Narbe entzündet sich. Sie sieht ziemlich hässlich aus, dass solltest du unbedingt behandeln lassen.“

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 27. Januar 2011, 18:42

Ach'ray Da'rion zeigte seine Gefährlichkeit, indem er sich nicht provozieren ließ, sondern lieber schnell seine Pläne umsetzte. Viel zu schnell als es Darak wohl liebgewesen wäre. Der Dunkelelf ging nicht einmal auf dessen Spöttelei ein. Er mochte das Gesicht verziehen und schnauben, aber er würdigte dem wilden Geplapper eines zum qualvollen Tode Verurteilen keiner Antwort. Stattdessen ließ er nur allzu rasch weitere gerüstete Krieger dunkelelfischer Herkunft in der Folterkammer auftauchen.
Sie verpassten Darak mit ihren Kettenhandschuhen mehrere Schläge in den Magen und einen ins Gesicht, um ihn kurzfristig ruhig zu stellen. Dann lösten sie seine Fesseln, legten ihm neue an und reagierten mit eiserner Disziplin auf jeglichen Widerstand. Zudem wartete noch ein riesiger Ork im Vorraum. Er war so muskelbepackt und groß, dass er den Kopf neigen musste, weil er bis knapp unter die Decke reichte. Um Darak im Falle verzweifelter Fluchtversuche zu packen und festzuhalten – ihm vielleicht gar die eine oder andere Rippe zu brechen – reichte es aber allemal noch aus.

Das neue Domizil des Gehörnten war wie von Da'rion prophezeit die stille Kammer im Vorraum der Foltereigewölbe. Man schleppte ihn dort hinein, an Hand- und Fußgelenken mit schweren Ketten gefesselt. Er wurde grob in das finstere Loch geworfen und jeglichen Lichtschimmers beraubt, als sich die metallene Tür hinter ihm nahtlos in ihren Rahmen fügte. Das sperrige Knarren eines Riegels und das Klicken eines Schlüssels, wenn er im Vorhängeschloss herum gedreht wurde, bestätigten Darak, dass er nun erst einmal hier eingesperrt war: in der Finsternis.

Es gab kein Fleckchen Licht, keinen Orientierungspunkt. Schwärze der dunkelsten Art herrschte in der Kammer vor. Die Luft war stickig und geschwängert vom modrigen Duft der Mauersteine, an denen seit Jahren der Schimmel hatte keimen und aufgehen dürfen. Außerdem musste der Architekt beim Bau dieses folternden Verlieses ganze Arbeit geleistet haben. Die Isolation war perfekt. Kein Laut drang in diese Kammer ein, nicht einmal durch die Ritzen zwischen Tür und Mauerstein – es gab ja keine! Darak war von den Dunkelelfen von der übrigen Welt komplett abgegrenzt worden. Es würde für ihn nach und nach immer schwieriger werden, das Zeitgefühl zu bewahren. Vor allem, wenn sich Morgerias Pack der Methodik erinnerte, ihm in unregelmäßigen Abständen Nahrung zu geben. Vielleicht ließen sie ihn auch hungern, damit er zur bevorstehenden Folter zusätzlich geschwächt sein würde!
Sein Rücken brannte, trotz Almas Versorgung. Die Dunkelelfen waren mit ihm schließlich nicht gerade zimperlich umgegangen. Vermutlich könnte Alma die Hälfte der Verletzungen gleich noch einmal nähen. Nein, könnte sie nicht. Niemand würde sie hier herunter in dieses Loch holen, um zu helfen. Vesta hatte keine Befehlsgewalt mehr. Sie war sämtlicher Privilegien beraubt worden, denn Da'rion war ihrer entweder wirklich überdrüssig geworden oder – viel wahrscheinlicher – er ahnte, dass sie und Darak hier nur ein falsches Spiel getrieben hatten.
Ob es Vesta gut ging? Sie würden ihr pelgarische Stiefel anlegen. Sie würde zum Krüppel geschlagen werden, möglicherweise schlimmer noch als Darak selbst vor so langer Zeit. Höchstwahrscheinlich schlimmer, wenn sie sie nicht gleich dabei töteten. Da'rion und Gefolge kannten die Stiefel nicht. Des Weiteren war nicht sicher, ob sie diesen alten Mann am Leben ließen, der offenbar Kenntnisse über das richtige Anlegen und die Art der Fesselung gehabt hatte. Die Dunkelelfen würden frei nach Vestas Erzählungen die Riemen festschnüren, irgendwo Keile zwischen ihre Beine klemmen und mit einem gewaltigen Schmiedehammer gegen ihre Knochen schlagen, bis diese in alle Richtungen durch Muskeln, Sehnen und Haut schossen. Darak hatte es überlebt. Er war so viele Jahre lang ein hinkender Krüppel gewesen, aber er hatte damit umgehen können. Vesta war eine zarte Frau, selbst wenn sie diese Umschreibung niemals offiziell zulassen würde. Sie besaß keine muskulöse Statur. Ihre Macht beruhte auf ihren Fertigkeiten mit der Peitsche, ihrer atemberaubenden exotischen Schönheit und vor allem ihrer spitzen Zunge. Mit Fäusten oder reiner Zähigkeit konnte sie nicht dienen.

Doch um sich um Vesta Sorgen zu machen blieb noch genug Zeit. Vielleicht wäre es auch besser, Darak ließ seiner Kreativität vorerst nicht so viel freien Lauf. In Kombination mit Sorgen würde sie nur Ängste schüren und ihn verunsichern – genau das, was die stille Kammer bewirken sollte. Er musste bei klarem Verstand bleiben. Vor allem aber musste er sich zunächst einmal selbst befreien – oder warten.
Wenigstens hatten sie ihm den Helm nicht genommen. Ach'ray ahnte nicht, wie wichtig dem Gehörnten jenes kostbare Stück war, das ihm den erwähnten Spitznamen verpasst hatte. Wenn er das jemals heraus fände, bräuchte es nicht mehr viel Folter, um Darak zum Singen zu bringen. Aber das wollte der dreckige Bastard nicht einmal! Er sehnte sich nach Rache und die sollte möglichst qualvoll sein, letztendlich aber durch den Tod die Erlösung finden. Würde es Daraks Ende sein? Würde die stille Kammer der letzte Raum sein, in dem er hockte?
Ein kaltes, modriges Loch tief unter der Erde, das stank und bar jeglicher Verbindung zur Realität war. Dabei gab es in diesem schwarzen Gemäuer durchaus noch Dinge, die Darak an die Realität erinnern würden. Den letzten Insassen, zum Beispiel, hatte man hier komplett vergessen. Seine verwesten Überreste sorgten für den modrigen Gestank. Die Gelenkknochen steckten immer noch in Ketten, deren Enden an der Wand befestigt waren. Er war hier unten verdurstet, nachdem der Wahnsinn ihn ereilt hatte. Blanke Ironie, stand ihm gegenüber an der anderen Wand doch noch ein voller Krug Wasser. Es mochte inzwischen schmutzig sein und sicherlich mehr als schal schmecken, aber es hätte diesem armen Tropf etwas Zeit schenken können.
Gleich neben dem Krug lag zudem ein rostiger Nagel. Der letzte Foltermeister hatte ihn hier unbemerkt fallen lassen, nachdem er dem Toten zum Spaß einige andere Exemplare durch die Hände getrieben hatte. Die Löcher im präzise getroffenen Knochen ließen sich immer noch ausmachen. Die Nägel waren jedoch – bis auf den rostigen – verschwunden.
All das würde Darak vielleicht vor einem Schicksal im Wahnsinn bewahren. Zunächst jedoch musste er diese Dinge erst einmal finden, was sich in völliger Dunkelheit und gefesselt als nicht gerade leichte Aufgabe heraus stellte.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 27. Januar 2011, 23:25

Darak blickte auf als Vesta verschleppt wurde. Doch er selbst bekam ebenfalls Besuch. Nicht einer welcher es darauf anlegte abzuwarten ob er auch empfangen werden wollte. Die Soldaten waren mit ihren brutalen und eingeübten Handlungen schneller als Darak wohl hätte erahnen können. Sofort waren sie bei ihm und schlugen ihm mehrmals in die ohnehin schon gepeinigte Magengrube. Darak keuchte würgend auf als müsste er sich übergeben und versuchte sich verzweifelt nach vorn zu krümmen. So war es für die Söldner ein leichtes ihn von seinen Ketten zu befreien. Reflexartig versuchte Darak seine Hände gegen seinen Bauch zu pressen doch sie wurden sofort wieder gepackt und in ein mobileres Eisen gelegt. Überflüssigerweise verpasste ihm einer der Söldner noch einen brachialen Hieb ins Gesicht. Darak verlor den Halt unter den Füssen und knickte ein, er fiel jedoch nicht hin denn die Soldaten hielten ihn. Schon schnappten die Fussfesseln ein. Darak Luthrokar verdrehte die Augen. Der Schmerz durchströmte seinen gesamten Kopf. Es fühlte sich an als würde jedes Nervenende einzeln mit einer Nadel gestochen. Darak wusste dass er eine heftige Migräne bekommen würde. Der dunkelelfische Herrscher wusste ja nichts von diesem Leiden.

Darak schonte seine Kräfte. Er war schlau genug um zu merken dass Widerstand im Moment nur unnötige Schmerzen verursachen würde. So gab er sich seiner Benommenheit hin und liess sich durch die Gänge bugsieren. Dabei hielten die Söldner immer ihre Ellenbogen auf seine Schultern gedrückt damit sich der bullige Mensch sich nicht aufrichten konnte. Eine äusserst effiziente Methode ein mögliches Ausreissen bereits im Keim zu ersticken. Mit diesen Kerlen war nicht zu spassen, soviel stand fest. Dies hier war eine Kriegsbesatzungsmacht und nicht schlechtbezahlte Rekruten der pelgarischen Armee welche in den Minen als Wächter gedient hatten und sich so auf einige für sie verheerende Sticheleien eingelassen hatten.
Er hörte die kurzen Absprachen der Dunkelelfen welche immer miteinander Kommunizierten und immer „Gesichert“ murmelten. Sie meinten ihren Griff um Daraks Gliedmassen und gaben so ihre Bereitschaft zu erkennen ihn zu Transportieren. Nach den kargen, trostlosen Gängen folgte schliesslich die Dunkelheit.

Darak wurde brutal hineingestossen und darin eingeschlossen. Das schleifende Geräusch des Riegels welcher sich verschlossen hatte hallte in Daraks, von Schmerz immer mehr in Beschlag genommenen Geist nach. Dann jedoch hörte Darak nur noch das Klirren seiner eigenen Ketten und sein eigener hechelnder Atem. Er rollte sich zusammen. Diese verfluchten Bastarde hatten einige seiner Nähte wieder aufgerissen. Sein Gesicht pulsierte, besonders seine Nase. Darak war sich sicher dass sie gebrochen war. Sein Magen fühlte sich ungesund weich an und in seinem Mund schmeckte er das heimtückische Eisen des eigenen Blutes.

„Verflucht.“ Kein Echo. Das Wort wurde verschluckt als hätte es gar nie existiert. Die Dunkelheit war ihm jetzt noch willkommen. Während eines Migräneanfalls war sein schlimmster Feind immer das Licht gewesen. Die Dunkelheit empfing ihn somit im ersten Moment lindernd. Darak rollte sich zusammen. Den modrigen Geruch nahm er nicht wirklich war, dafür war seine Nase schon zu sehr angeschwollen. Auch hatte der Gehörnte überhaupt keinen Antrieb die Zelle zu erkunden. Er rollte sich zusammen, schloss die Augen und harrte aus. Die Zeit würde seinen Schmerz lindern…. Ehe sie dann zu seiner Folter werden würde.
Darak hielt sich den Helm und presste ihn an seinen Schädel als hätte er Angst sein Kopf könnte platzen. Genau so fühlte er sich ja auch. Er war zu erschöpft um zu denken und zu benommen um seine hoffnungslose Lage wirklich zu begreifen.
Er rollte sich ein, schloss die Augen und schlief…

Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war als er wieder aufwachte. Er öffnete die Augen. Doch da war nichts was ihn empfangen konnte. Kein Licht. Nicht einmal eine Ahnung davon. Darak schreckte zusammen. Für einen Moment war er verwirrt. Schlief er noch? Träumte er. „Wo..bin ich…“ Dann merkte er dass in diesem Raum kein Echo ertönte. Seine eigenen Worte versumpfte in den Mauern. „VERFLUCHTE SCHEISSE!“ Brüllte er. Doch keine hörte ihn. Immerhin seine Migräne schien verflogen zu sein sonst hätte er nicht so brüllen können.

„Nein…schone deine Kräfte Luthrokar, du bist in der Stillen Kammer, es ist der Witz dieses Scheissteils dass du nicht gehört wirst.“ Murmelte er vor sich hin während er sich langsam erhob. „Ourhghggng..“ Er bereute es sogleich. Sein Magen war nun hart geworden. Die hatten ihm vielleicht was kaputt gemacht!
Er keuchte und lehnte sich an die Wand zurück. „Arnrghgh…diese…verfluchten Amateure!“

Er liess sich Zeit ehe er sich auf eine erste Erkundung machte. Er krabbelte auf allen Vieren der Wand entlang damit er die ungefähre Grösse des Raumes einschätzen konnte. Dabei stiess er auf die Leiche. Er tastete sie ab. Dass der Kerl tot und schon längst verwest war beruhigte ihn. Er wollte sich hier unten nicht auch noch mit Maden und stinkendem Fleisch herumschlagen müssen. Er tastete die Knochen ab und schlug sie gegen die Wand um zu testen ob sie noch fest genug waren um als mögliche Keule zu dienen. Er kroch voran und stiess gegen den Wasserkrug der scheppernd umfiel und das Wasser entleerte. „Verdammt!“ Knurrte er und zog sich wieder zurück. „Anrghgh!“ Ohnehin entkräftete ihn diese Kriecherei zu sehr. Er zog sich wieder in seine Ecke zurück und kauerte sich dort zusammen. Er hielt seinen Kopf.

Verdammt Luthrokar… VERDAMMT! Wie hast du dich nur auf dieses verfluchte HImmelfahrskommando einlassen können! Da hättest ja gleich in einer Wachstube Pelgars auf ein schwätzchen hinein marschieren können! Verdammt! Idiot! Idiot! IDIOT! Er schnaubte und klatschte in die Hände. „Nein… ruhig… ruuhig. Atme durch Luthrokar. Reiss dich zusammen!“

Ich hab die Minen überlebt! Ich hab Valrock überlebt! Ja! Ich schaffe das! Ich schaffe das!

Sekunden… Minuten…Stunden… oder Tage?
Später…
Warum nur?! Waruuum?! Ich will hier raus! Ich will hier raus! Darak hechelte. Er war nervös und stand unter massiver Anspannung. An den Wänden formten sich bereits Kreise und Blumen. Keine wirklichen Halluzinationen doch die Augen suchten verzweifelt nach Information und so erkannte er plötzlich seine eigene Adern und seine eigene Netzhaut an der Wand wider.

Darak hatte keine weitere Expedition mehr gewagt. Er befürchtete dass hier irgendwo noch eine Garotte herumstand und um diese zu befummeln hatte er keine Lust. Einzig von Interesse für ihn war noch ob es hier irgendwo eine Bettpfanne, ein Loch oder sonst irgend einer Form von sanitärer Anlage befand. Ansonsten würde er sich früher oder später für eine Ecke entscheiden müssen.
Die Stillen Kammern die er bisher gesehen hatte – von aussen – hatten immer irgend eine entsprechende Anlage gehabt. Nur dem Foltermeister zu Liebe. Keiner mochte es wenn Gefangene einem den eigenen Kot nachwarfen oder die Wände, die Folterinstrumente oder sich selbst damit bestrichen.

Ich hab die Minen überlebt! Ich hab Valrock überlebt! Ja! Ich schaffe das! Ich schaffe das!
Sekunden… Minuten…Stunden… oder Tage?
Später…
Darak hatte sich wieder zusammengerollt. Schmerzen waren sein Begleiter. Sein Rücken juckte bestialisch und sein Bauch knurrte. Einerseits von den Schlägen, andererseits jedoch hatte der stämmige Mann auch Hunger. Wieder schlug er die Augen zu… und döste vor sich hin. Im Moment hatte er den Schlaf nötig so dass er auch relativ leicht darin entschwinden konnte.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Freitag 28. Januar 2011, 18:39

Seine Welt war zu einer Fläche noch nicht einmal drei Quadratmetern zusammengeschrumpft. Außerdem schmerzte sie. Die Migräne-Attacke, die Darak befiel, reicht schon aus, um ihm genug Pein zu bereiten, dass der Schlaf nicht sofort einsetzen wollte. Aber auch sein Magen und die Verletzungen auf seinem Rücken sorgten für immense Schübe pulsierenden Schmerzes.
Er hatte es geschafft, die stille Kammer einmal komplett ab zu krabbeln. Dabei war er nicht nur auf den Toten gestoßen, sondern auch noch auf den Krug, der daraufhin umkippte und seinen Inhalt in der Mitte der Kammer ergoss. Dort war es nun nass, was Darak dazu bewegte, sich eine Ecke zu suchen, um sich wie ein lebender Ball dort einzurollen. Sein Knie meldete neuen Schmerz. Beim Durchqueren der Kammer hatte er ebenfalls den rostigen Nagel entdeckt und sich daran geschrammt. Hoffentlich erlitt er jetzt keine Blutvergiftung, die konnten schlimm enden. Vielleicht erinnerte ihn der Schmerz im Knie aber auch daran, was Vesta bevorstünde. Vielleicht auch nicht. Die Migräne störte heftig beim Denken.

Irgendwann erwachte Darak. Zum zweiten Mal an diesem Tag. War es überhaupt noch derselbe Tag? Wie lange befand er sich schon in der Zellenkammer? Sein Körper gab Auskunft, denn ein natürliches Bedürfnis forderte seinen Tribut. Gab es hier irgendwo ein Loch im Boden oder in der Wand, wo er sich hätte erleichtern können?
Die Antwort lautete ja. Das konnte Darak erkennen, als er das stete Tropfen hörte. Es war sehr leise, denn die Kammer verschluckte so ziemlich jedes Geräusch, aber da außer seinem Atem nichts dieses regelmäßige Pling übertönte, erklang es doch schon recht deutlich.
Das Wasser, durch Daraks Erkundungsrunde in Bewegung gesetzt, hatte seine Reise fortgeführt und das Loch gefunden, welches Dinge beherbergte, über die an dieser Stelle lieber geschwiegen wurde. Kein Wunder roch der Tote – nur noch ein Knochenabbild seiner selbst – derart modrig. Er war im Sitzen gestorben, mit dem Hinterm auf dem Abort. Man hatte ihn über seinen eigenen Ausscheidungen an die Wand gekettet. Es würde kein Problem darstellen, das Skelett beiseite zu schieben. Die Knochen waren übrigens hart und so gut genug für eine Keule wie es Menschenknochen nun einmal sein konnten.

Etwas geschah. Licht! Gütiges, Orientierung und Hoffnung spendendes Licht! Lysanthors allgöttliches Merkmal. Was wollte der Kerl von einem Gottverdammten?
Aber Darak erhielt keinen Besuch eines übernatürlichen Wesens. Knarrend schob sich die Metalltür weiter auf. Zwei von schwarzem Metall ihrer Helme umrahmte Gesichter, die ebenso dunkel wie die stille Kammer waren, lugten ins Innere. Ihre roten und violetten Augen glühten geradezu übertrieben kontrastreich im Schein der Fackel, die einer der beiden empor hielt. Dunkelelfen.
"Na, du Bastard, schon wahnsinnig?" Sie lachten in sich hinein. Der andere fuhr munter fort: "Jetzt schon? Er hockt doch gerade mal eine Stunde in dem Loch." Ob das stimmte?
Sie sprachen nichts weiter mit ihm. Eine Holzschale wurde in die Kammer geworfen, wobei der pürierte Inhalt sich zur Hälfte dem verschütteten Wasser hinzu gesellte. Verhungern lassen wie den knochigen Kameraden wollten sie Darak also nicht.
"Hier hast du noch Wasser, jämmerliche Missgeburt." Es folgte ein Krug mit klarer Flüssigkeit. Dann unterhielten sich die Dunkelelfen kurz in ihrer Muttersprache. Grinsen folgte, dass ihre Zähne in den schwarzen Gesichtern hell aufblitzten.
"Ohhhh, dir würde ein wenig Geschmack sicher gefallen. Immer nur Wasser ist ja langweilig. Wir werden dir das Ganze würzen." Der Elf reichte die Fackel weiter. Anschließend fummelte er eifrig an seiner Hose herum. Schon stürzte sich ein Strahl riechenden Urins in die Tiefe. Er traf den Wasserkrug und danach auch noch Daraks Mahlzeit. Lachend entleerte sich der Dunkelelf über dem Gebrachten.
"Lass es dir schmecken!", grinste der andere. Beide schauten auf den Gefangenen herab. Offenbar überlegten sie, ob sie ihm noch eine unangenehme Dusche verpassen sollten.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 29. Januar 2011, 01:43

Darak hatte erst über den Nagel geschimpft, ihn dann aber in den Schädel des Toten gedrückt. Somit fungierte dieser von nun an als seine persönliche Truhe. Darak war ein Meister im Hamstern. In Gefangenschaft konnte sich jeder Gegenstand irgendwann mal als nützlich erweisen. Nur zu dumm hatte er sich an diesem rostigen Ding geschrammt obwohl… würde der grosse Dunkelelfenfürst es zulassen, dass sein Lieblingsopfer an einer popeligen Blutvergiftung starb? Der Gehörnte seufzte. Nein. Dem war vermutlich nicht so. Darak Luthrokar war Valrock Moslags Lieblingsopfer gewesen. Für einen klitzekleinen Augenblick wünschte er sich beinahe den alten Glatzkopf zurück. Doch mit der Zeit verstrich auch dieser Gedanke und verschwand schliesslich in der Unendlichkeit des Vergessens. Darak verbrachte die grösste Zeit damit seinen Schmerz auszuharren und seine Kräfte zu sparen. Er strich sich über sein Kinn.

Darak war kein Idiot. Er kannte sich mit Stillen Kammern aus. Sein Bartwuchs würde ihm in etwa signalisieren wie lange er schon einsass. Sicherlich Tage konnte er so nicht bestimmen. Aber Wochen und schlimmstenfalls Jahre. Auch seine Fingernägel würden längere Zeiträume verraten. Ihr legt euch mit Darak Luthrokar an ihr verfluchten Bastarde! Dachte er düster. Doch dann übermannte ihn Schmerz und Erschöpfung. Die Existenz zog sich in die Länge obwohl kaum Zeit verging. Das Geräusch des Türriegels erschien ihn daher als unglaublich laut und brutal. Er lag noch immer zusammengerollt da, als die Dunkelelfen den Kerker betraten. Das Licht blendete ihn gar. So sehr hatten sich die Augen schon mit der Dunkelheit abgefunden. Darak machte nicht gerade einen gesunden Eindruck. Seine Augen waren gerötet, seine Haut fahl. Nicht aus Ermangelung an Licht – noch nicht. Aber Vesta, Darion und die Söldner hatten ihm zuvor ziemlich zugesetzt.
"Na, du Bastard, schon wahnsinnig?" Darak hustete und spuckte aus, Blut spritzte auf den Boden. Altes Blut von den Magenhieben die Darak noch im Mund gehabt hatte. „Ich…bin ein Massenmörder…. Foltermeister… und Sklaventreiber….welcher sich gegen euren Chef aufgelehnt hat… ich BIN schon lange Verrückt !“

Antwortete er trocken. Er stierte auf seine „Mahlzeit.“ „Wo wie habe ich diese alte Gefängnisgrütze vermisst.“ Brummte er. Falls Darion sich doch tatsächlich die Zeit genommen hatte sich über Darak Luthrokar zu informieren so würde er wissen wo dieser 15 Jahre seines Lebens gehockt hatte. Dieser Kerl war sozusagen ein eingefleischter Häftling und auch wenn dies einige Zeit her war, so erschien es Darak als wäre es erst gestern gewesen. Sicherlich war dies sehr bedrückend und deprimierend Stimmend, aber er erinnerte sich auch an jene Dinge welche ihm am Leben gehalten hatten. Blasphemie, Brutalität und Sturheit. Nur hockte er hier nicht in den Minen wo er für eine unbepisste Mahlzeit hatte arbeiten können. Hier gab es keine Mithäftlinge in deren Hackordnung er sich hocharbeiten konnte. Hier gab es nur ihn und die Dunkelheit. Ein Umstand welcher sogar für Luthrokar etwas Neues war. "Hier hast du noch Wasser, jämmerliche Missgeburt." Darak blickte auf. Einen kurzen Prozess stand ihm wohl nicht bevor. Verhungern lassen wollten sie ihn offenbar nicht. Natürlich würde das Wasser und die Grütze grässlich schmecken aber es war Nahrung. Sicherlich momentan hungerte er noch nicht doch er wusste wie wichtig es in Gefangenschaft sein konnte jegliche Nahrung wirklich auch zu sich zu nehmen. Zu schnell wurde man sonst ausgezehrt und schwach. Was das Denken nur zusätzlich behinderte. Die beiden Wächter machten es ihm aber nicht leicht. Darak hatte sich gerade aufgerafft um zu seinem Essen zu krabbeln als der eine der beiden es ihm gerade „würzte“ wie er es nannte. Darak knurrte und biss die Zähne zusammen. „NA VIELEN DANK AUCH!“ Keifte er ihnen entgegen und packte nach seiner Schüssel. Er drehte den beiden den Rücken zu. Wenn sie ihn schon anpissen wollten dann ja wohl lieber auf den Rücken. Selbst Darak war bereits bekannt dass Urin in gewisser Weise desinfizierend auf Wunden wirkte. Ausserdem war er sich bewusst dass das „Gewürz“ zwar eklig sein mochte jedoch unbedenklich. Sicherlich schmeckte es ihm mit diesem Wissen auch nicht besser.

Darak bewegte sich ziemlich langsam voran und er hockte sich auch auffallend gekrümmt hin. Sein Magen bereitete ihm offenbar Schwierigkeiten. Er begann zu essen und gab sich mühe nicht an die letzten paar Sekunden zu denken. So schlang er seine Mahlzeit würgend runter. Dabei gab er sich grosse Mühe weit angeekelter zu wirken als er es wirklich war. Er konnte damit umgehen doch dies mussten die beiden, welche sich im Moment wohl bereits als äusserst brutal und gemein empfanden, nicht wissen lassen. Darak wartete ebenfalls damit ab die Taktik zu verfolgen bereits den Verrückten zu spielen. Dafür war nach seinem Empfinden noch zu wenig Zeit vergangen. Wenn er Pech hatte würde er tatsächlich bald von alleine den Verstand verlieren.
„Woher kommt es eigentlich…dass ihr so verdammt hörig eurem Anführer gegenüber seid? Für so ein stolzes Volk wie die Dunkelelfen erscheint es mir als seltsam… dass sie sich bedingungslos Unterordnen wie ihr beide. Bekommt ihr wenigstens Sold für das bepissen von Gefangenenmahlzeiten? Ihr solltet übrigens mehr Trinken der Urin ist furchtbar konzentriert! Ihr seid hier in der Wüste!“ Er sprach stockend und doch spitzzüngig ohne sich zu den beiden umzudrehen.

„Dies ist ja nicht gerade eine Leistung mit welche ihr euch brüsten könnt oder? Gehört ihr sozusagen zur untersten Stufe der dunklen Armee, dass ihr hier unten bei jenen hocken müsst die ohnehin verloren sind? Ich meine…seid mal ehrlich. Ihr habt hier einen Posten zugeteilt bekommen bei dem ihr praktisch nichts falsch machen könnt. Tötet ihr mich versehentlich weint keiner eine Träne hinterher. Da gibt es doch anspruchsvollere Aufgaben als eure. Jeder Depp könnte eure Position einnehmen. Ich meine, die Leibwachen im Thronsaal.. die waren eindrucksvoll. Oder die Suchtruppe, draussen in der Stadt… und dann werdet ihr noch zu zweit geschickt als würde Darion euch nicht mal zutrauen dass ihr alleine mit mir fertig werdet…“ Abermals zuckte er mit den Schultern. „Aber dies sind nur die Gedanken eines Verrückten…lasst euch dadurch nicht beirren.“
Darak versuchte die beiden bei ihrem Stolz zu packen. Er kannte die Dunkelelfen nicht sonderlich gut. Pelgarer hatte er immer mit ihrem Ehregefühl treffen können. So wie er das Auftreten der Dunkelelfen bisher erlebt hatte erschien es ihm noch am wahrscheinlichsten dass sie sehr überheblich und stolz waren.

Er liess sich nicht anmerken dass er am liebsten gekotzt hätte von der Mahlzeit. Er wusste auch dass er sich diesen Luxus nicht erlauben konnte. Er brauchte jegliche Kalorie die er bekommen konnte wenn er nicht schon in wenigen Stunden dem Wahnsinn verfallen wollte. Hunger schliesslich war wie ein Brandbeschleuniger für Halluzinationen und kreisende Gedanken. Ausserdem schlug ihm das Herz bis zum Hals. ER fürchtete sich davor dass sich die beiden so provoziert fühlte dass sie ihn körperlich angingen. Im Moment steckte er Prügel einfach zu schlecht weg… und da war noch immer die Garotte. Ein Versprechen welches Darak im Nacken sass und seine Haare in jener Region aufstehen liess. Hier im Raum hatte es definitiv keine Garotte. Entweder besassen sie also eine welche sie mitnahmen oder er wurde für diesen „spass“ herausgeholt. Prinzipiell war das Würgen ja auch mit einem einfachen Strick möglich. Darak hielt sich die Nase zu und nahm einen Schluck des „gewürzten „ Wassers um die Mahlzeit im Magen behalten zu können. Er machte sich wieder daran in seine Ecke zurück zu krabbeln. Er nahm seine Schale mit in der Hoffnung sie würden sie ihm überlassen. Er blickte zu den beiden auf.

Am liebsten wäre er aufgesprungen, vor sie hingekniet und hätte sie angefleht ihn rauszulassen. Doch er musste diesen Drang unterdrücken. Ebenso wie jener sich an das Kinn zu fassen um seinen Barstand zu prüfen. Dies würde er erst wagen wenn er ungestört war.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Das dunkle Volk » Sonntag 30. Januar 2011, 00:11

Die Stoppeln an seinem Kinn kündeten davon, dass er maximal einen Tag in der stillen Kammer gesessen hatte. Seine Idee war grandios. Dunkelelfen besaßen üblicherweise keinen Bartwuchs - sicher, es gab Ausnahmen, aber der Großteil besaß so glatte Haut wie ein Kinderpopo. Sie kämen dadurch sicher nicht sofort auf den Gedanken, dass man anhand der Härchen auf die vergangene Zeit schließen konnte. Möglicherweise würde ein zotteliger Bart Darak vor dem Wahnsinne bewahren. Es gab jetzt schließlich einen Strohhalm zum Festklammern. Ein winziges Stückchen, das ihn noch mit der Realität verband. Er würde nicht wahnsinnig werden. Darak hielt an diesem Gedanken fest.
Dies und sein sarkastischer Humor ließen ihn ausdauernd die Zeit überstehen, bis zwei Dunkelelfen ihm eine Mahlzeit servierten: Brei á la Urinia. Dazu entsprechend abgeschmecktes Wasser. Sie lachten in sich hinein, verstummten jedoch, als Darak dennoch zu essen begann.
"Du bist es offensichtlich gewöhnt, Dreck zu fressen", knurrte der vordere Dunkelelf. Es ärgerte ihn, dass der vor ihm hockende Abschaum sich nicht ekelte. Und dann besaß dieser Kerl noch die Dreistigkeit sich von ihm und seinem Kumpanen abzudrehen - als bestimmte er, dass er sie ignorieren durfte! Der Dunkelelf machte einen halben Schritt in die Kammer hinein. Er wurde von seinem Kameraden am Arm fest- und somit aufgehalten. In all der aufgestauten Wut, die der andere über Darak hereinbrechen lassen wollte, vergaß ersterer Elf sogar, auf Lerium zu sprechen.
"Beherrsch dich, Drisorn! Wir sind nicht befugt ..."
"Befugt hin oder her, dieser Bastard verspottet uns!" Drisorn, sonst ein überaus disziplinierter Soldat, der in der morgerianischen Militärakademie seinen Abschluss mit Bestleistung absolviert hatte, schickte Dolche aus seinen rot glühenden Augen aus. Sie durchbohrten Darak, der inzwischen mit dem Rücken zu beiden saß und die stinkende Nahrung in sich hinein stopfte. Er sinnierte nach Rache. Dieser Bastard sollte leiden und sich nicht den Bauch vollschlagen. Natürlich war Drisorn bewusst, dass er den Luthrokar nicht töten durfte. Er gehörte Da'rion, dem Herrscher Sarmas. Ihm allein stand es zu, über Darak zu richten und ihn hinzurichten. Lediglich ein Henker, der diese blutige Aufgabe für ihn ausführte, durfte zwischengeschaltet werden. Aber keinem einfachen Soldaten des morgerianischen Heeres war es erlaubt, Darak mehr als nur halb tot zu mürben. Das war allerdings eine Option ...
"Du stehst auf Pisse? Du sollst sie kriegen!" Drisorn schien nicht gerade kreativ zu sein. Mehr als diese Handlung untersten Niveaus fiel ihm offensichtlich nicht ein. Erneut ergoss sich ein Strahl natürlicher Flüssigkeit in die stille Kammer. Warm plätscherte es gegen Daraks Rücken, bis nichts mehr kam. Irgendwann war auch eine solche Quelle einmal erschöpft. Dem nächsten, der den Insassen der Kammer aufsuchen würde, gefiel diese Art der relativ wirkungslosen Folter sicherlich nicht. Die einzige Wirkung, die sie nämlich besaß, war, den Ekelreiz anzuregen. Darak besaß einen solchen scheinbar nicht. Der andere Dunkelelf - er hörte ürbigens auf den Namen Nafaé - erkannte das eher als sein Kumpan. Er gab diesem einen Klaps gegen die Schulter. "Das bringt doch nichts. Wir sollten ihm die Mahlzeit geben und dann wieder gehen. So lautete der Befehl. Er soll nicht zu viel von außen mitbekommen."
"Ist mir scheißegal, der macht sich über uns lustig!"
Drisorns Disziplin hatte er heute morgen wahrscheinlich im Bett einer sarmaer Hure zurückgelassen. Er zeigte sich keineswegs gewillt, den Menschen nun wieder allein in seiner Kammer zurück zu lassen. Nicht so, unter keinen Umständen. Der sollte bluten!

Und dann setzte der Gehörnte noch einen drauf. Er hinterfragte die Anwesenheit der beiden Krieger. Das traf natürlich dieses Mal auch Nafaé in seinem Stolz. Dafür waren Dunkelelfen ja bekannt. Sie stellten sich in kaltblütiger Arroganz und gehässigem Stolz über alle anderen - auch untereinander. So würde es jedoch immer jemanden in ihren Reihen geben, der mal ganz unten angesiedelt wurde. Derzeit schienen das Drisorn und Nafaé selbst zu sein. Weshalb sonst mussten sie einem Gefangenen Essen bringen und noch dazu zu zweit?! Daraks Fragen weckten Zweifel in den beiden und nagten an deren dunkler Ehre.
Nafaé mochte ein ruhigeres Gemüt besitzen. Er beschloss, sich nicht darauf einzulassen. Er wollte nur den Befehl ausführen, also schüttelte er den behelmten Kopf, um zu signalisieren, dass er nicht einer Frage eine Antwort würdigte. Drisorn allerdings reagierte für zwei. "Du gottverlassener, kleiner Bastard wagst es, unseren Befehl in Frage zu stellen?! Du dürftest nicht einmal dieselbe Luft atmen wie wir. Du wirst nie mehr sein als ein jämmerlicher Fetzen, mit dem wir uns die Ärsche abwischen!"

Eine Sekunde nur, länger brauchte es nicht. Der Dunkelelf ging auf Darak los. zum Glück zog er keine Waffe, aber die behandschuhten Fäuste genügten auch. Daraks Magen hatte sie bereits kennen gelernt. Drisorn holte aus, um dem Gehörnten einen kräftigen Haken zu verpassen. Dieser würde weitaus schmerzloser enden als angenommen, immerhin trug Darak noch seinen Helm. Die Betonung lag auf "trug". Am linken Horn getroffen, drehte sich der Kopfschutz ein wenig zur Seite, eher er klappernd zu Boden polterte.
"Hör auf, du Idiot!", schimpfte Nafaé. Auch er betrat nun die Kammer. Drisorn prügelte derweil blind auf Darak ein. Es war ihm egal, was er traf, solange er etwas von ihm erwischte. Dass auch er sich dabei die Knöchel an der eigenen Kettenvermaschung seiner Handschuhe blutig schlug, interessierte ihn ebenso wenig.
"Verdammt, reiß dich zusammen! Du wirst noch nach Andunie abgezogen und da darfst du dann kämpfen!" Dunkelelfen genossen zwar durchaus den Krieg und zeigten gern ihr Können in der Schlacht, aber es gab auch Exemplare dieses Volkes, die die Zeit nach einer erfolgreichen Eroberung genossen. Diese Momente bedeuteten schließlich reiche Beute, neue Sklaven, jede Menge Huren, Völlerei und alle anderen Sünden, die sich ein Celcianer nur vorstellen konnte. Nafaé war diesbezüglich offenbar auf den Geschmack gekommen und wollte sich diesen Luxus nicht durch Drisorns Dummheit nehmen lassen.
Er packte ihn. Es gelang ihm sogar, den Dunkelelfen von Darak weg zu zerren. "Raus jetzt!", blaffte er Drisorn mit finsterem Blick an. Der Krieger trollte sich. Nafaé blieb noch einen Moment. Er musterte Darak, wartete ab. Hatte dieser ernste Verletzungen erlitten? Falls ja, würde man durchaus einen Heiler holen lassen müssen. Er durfte nicht sterben, solange Da'rion es nicht wollte. "Geht es?", fragte er, mehr um seine eigene Haut besorgt als um Daraks Wohlergehen. Doch noch ehe Nafaé eine Antwort bekam, verschwand er aus der stillen Kammer. Knarrend schob sich die Tür wieder an ihren angestammten Platz. Die Finsternis füllte jeden Winkel aus.

Erneut Stille.
Erneut Schwärze.
Dann ... ganz plötzlich und ohne, dass es von irgendwo von den Wänden widerhallte: "Jetzt bekommst du lysanthorverdammter Mörder, was du verdienst." Samantha war ein selbstzufriedenes Stimmchen, leiser noch als ein Windhauch. Und doch erfüllte sie den gesamten Raum. Dabei kam sie direkt aus Daraks Kopf.
"Bwahahaha, die Kleine hat Recht. Aber die Dunkelelfen foltern wirklich grottenschlecht! So verreckst du ja nie!" Darak brauchte nicht einmal das Lachen zu entschlüsseln, um zu erkennen, wer da noch in seinem Kopf herum spukte.
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