Plau'Ren's Drachenhöhle

Hier findet man die Dragoner und ihre Drachengefährten, falls diese nicht gerade zum Tempel der Drachen geflogen sind. Eine lange Passage, gesäumt von schwarzen steinernen Drachenköpfen, führt zum Orden.
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Plau'Ren's Drachenhöhle

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 14. November 2019, 20:32

(Darna und Eilmana kommen von: Der Drachenzahn und seine Gäste)

Darna hatte keine Möglichkeit mit Leon zu reden, aber vielleicht war das auch gut so. Ihr Kopf wollte beratschlagen, diskutieren, Möglichkeiten herumwirbeln, … und noch so manch anderes. Auch Schafen war eine Option, auch wenn das BETT, dass Tarmas ihnen allen bereitet hatte, alles andere als gewöhnlich war und erst einmal bestaunt werden musste!
Eilmana, mit offenem Mund, und Yran standen ebenfalls noch am Eingang der Höhle, die sie durch den großen Eingang zum Drakonierorden und den langen Flur erreicht hatten. DAS war also Plau'Ren's Reich!
Der Drachenhort der alten Eisdrachendame war zum Glück nicht so kalt, wie man vielleicht erwartet hatte. Auch war er erstaunlich spartanisch... kein Haufen Gold oder so... Was jedoch sofort jedem Betrachter auffiel, war der Umstand, dass sie sich in einer riesigen Saphir-Geode befanden. Durch das blaue Schuppenkleid war sie darin auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Erst als Plau'Ren den Kopf hob und so die Umrisse ihres Körpers in Bewegung gerieten, da konnte man ihren Schlafplatz erkennen. Sie hatte sich in Form eines großen Kreises im Zentrum der Höhle hingelegt und Malagen machte sich als grüner Punkt in der Mitte gerade gemütlich. Im Zwischenraum sah man schon aus der Ferne mehrere Felle, Decken und Kissen liegen = Schlafplätze für die Zweibeiner. Tarmas ging ohne Zögern weiter und bettete Leon auf einer der größeren „Kuschelinseln“ wie Yran sie gerade betitelte und seine Liebste auf die Arme nahm, um sie über den etwas unebenen Weg zu tragen. Auch Darna hatte hier ein bisschen Probleme, aber es gab jede Menge große Kristalle, an denen man sich entlang hangeln konnte. Auch Lyn war da und schaute kurz auf hinter Malagen hervor und kroch dann wieder unter ihre Decke. Spähte man dort hinüber, sah man auch Delilahs goldene Locken unter einer Decke hervor schauen.
Die Luft war hier kühl und klar, aber unter den Fellen war es warm und kuschelig.
Yran legte einen Teil seiner Rüstung ab und kuschelte sich schnell in eine Schlafinsel und hielt für Eli die Decke hoch, damit sie an seiner Seite schlafen konnte. Alles in allem wirkte ein bisschen wie Kampieren im Freien, da die Höhle einem schnell den Eindruck eines blauen Sternenzeltes vermitteln konnte um so dunkler es wurde.
Plau'Ren summte dann noch eine kurze Tonfolge, die in den Juwelen um sie herum leise widerhallten und ein kleines Schlaflied sangen. Dann überkam die Anwesenden eine angenehme Stille des Geistes.

...

(ooc: Gern noch mal eure Reaktionen und Eindrücke, auch Träume von Schuppen, Dornen (Farben nach Absprache per Pm, oder lasst es offen) ...oder Wattewolken und dem Sternenhimmel über den Wolken, dem Gefühl zu fliegen ...;-)... dann geht es bald weiter.)
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Eilmana Silva
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Re: Plau'Ren's Drachenhöhle

Beitrag von Eilmana Silva » Freitag 15. November 2019, 22:14

Eilmana sahs neben Darna und blickte gerade in ihre verschwommene Umwelt als die junge Elfe von der Umarmung überrumpelt wurde.
Huch.. was....?
Sie blinzelte einige male bis sie grob verstand was hier gerade der Grund für diese Aktion war. Eilmana hatte zwar noch nicht viele Erfahrungen mit Alkohol doch die wenigen genügten, um zu verstehen das die Gefühle dann näher, greifbarer und oft ungezügelter waren. In ihrem eigenen Fall war das manchmal nicht so Positiv da sie ihr Herz ohne hin schon auf der Zunge trug, aber für Darna ermöglichte es wohl die Empathie zu anderen und das zeigen eigener Gefühle.
Eilmana lächelte einfach zufrieden und erwiderte die Umarmung.
Kurz bevor sie die Umarmung lösten flüsterte sie Darna noch ins Ohr: „Alles gut, danke dir!“

Dann stand sie auf und tastete sich zu Yran der ihr schon entgegen kam. Eli sah ihm in die Augen und folgte ihm einfach wohin auch immer er sie zog und führte. Mit Malagens Kopf in ihrem Rücken und in den Armen von Yran fühlte Eli sich zwar etwas eingeengt aber auch unsagbar wohl und sicher. Malagen schob sie sogar etwas nach oben so das sie fast auf seiner Nasen saß und Yran legte sein Gesicht auf ihren Hals und sagte etwas theatralisch seufzend: „Glaub mir, ich würde heute Nacht gern ganz andere Dinge mit dir machen, als dich mit anderen zu teilen!!!“ Danach nahm er ihren Kopf in seine Hände und küsste sie Leidenschaftlich...
Was....wo hat er den....war seine Hand nicht gerade noch dort gewesen....wie macht er das nur.....
Als er den Kuss wieder löste und auch die heißen Berührungen wieder etwas einstellte lächelte Eli ihn völlig gerötet und leicht erregt und deplatziert an.
Überfordert versuchte sie sich die langen blonden Strähnen auf dem Gesicht zu streichen, doch ihre Hände gehorchten ihr nicht so recht also erledigte Yran das sofort für sie.
Sie lächelte ihn an, immer noch mit diesem erregten Gesichtsausdruck der geradezu vor Lust überquoll...
Zu einem Wort war sie gerade nicht so recht in der Lage, die Gedanken hüpften in ihrem Kopf hin und her und spielten fangen...
Ich würde auch gerne...aber eigentlich bin ich noch völlig geschafft von vorhin...aber...vertrauen...ja ich muss ihm vertrauen...mit ihm alleine sein wäre jetzt schön...ich glaube an ihn sicher wird bei der Prüfung alles gut gehen...wenn ich ihm und Malagen vertraue wird sicher nichts schief gehen....

Auch Hormone konnten den Geist sehr verwirren und Yran schaffte es immer wieder aufs neue seine kleine Elfe regelrecht durcheinander zu bringen auf mehrere Arten...

Yran führte sie wieder zu den anderen und Eli hörte nur wie Lyn seufzte und sich nach der Höhle erkundigte worauf Tarmas Prompt Antwortete: „Ich begleite Darna zu Leon und wir werden dann folgen. Delilah ist schon dort.“

Okay Eli schlussfolgerte das Darna gerade schon mal vorgegangen war und Tarmas ihr nun folgen würde. Eli wurde von Yran in die Vorbereitete Höhle geführt und obwohl sie nur verschwommen sah staunte sie. Die Farben und das Funkel der Höhle waren wunderschön und Plötzlich sah sie auch wie sich etwas verschwommen in den Farben bewegte was nur PlauRen sein konnte...
Sie strahlte...
Eli erkannte auch wie sich ein kleinerer grüner Punkt neben PlauRen nieder lies und sie wusste das es Malagen war der sich dort Gemütlich zur Ruhe legte. Sie selbst wurde von Yran an den Schultern weiter geführt bis sie grob erkannte das in der Höhle braune Flecke verteilt waren...
„Kuschelinseln“ erklang es in ihrem Ohr aus Yrans Mund.
„Ah...bestimmt....HU...YRAN...?!“
Schwupps.....Yran Hatte Eli auf seine Arme gehoben und sie mal eben auf so einer Kuschelinsel „Geparkt“ Eli kicherte etwas und streichelte mit der Hand über die Weichen Felle und Kissen. „Das ist wirklich total weich und Gemütlich hier....“
Sie legte sich zurück wobei ihre Blonde Haare sich über eines der Kissen ausbreiteten und räkelte sich kurz mit geschlossenen Augen in dieser Kuschelinsel. Dann richtete sie sich auf und suchte mit besorgtem Blick nach Yran. Zum Glück stand er noch neben ihr...“Ähm Yran...du teilst aber schon mit mir diese Kuschelinsel oder muss jeder in einer eigenen Schlafen?“
Sie Sah ihn etwas besorgt an und hoffte auf eine Positive Antwort. Doch dafür brauchte Yran keine Worte, er legte sich neben sie und hielt die Decke hoch um ihr zu zeigen das sie sich an ihn Kuscheln konnte. So nah bei ihm konnte sie es ganz gut sehen und lächelte nur froh und erleichter also nahm sie das Angebot sofort an.
Sie kuschelte sich an seine Brust und seufzte einmal lang und murmelte dabei leise in sein Hemd „Ich liebe dich...“

Dann versuchte sie zu schlafen.....

Nach einer ganzen Weile drehte sie sich ganz leicht und starrte an die glitzernde Decke der Höhle die beinah aussah wie der Sternenbesetzte Nachthimmel. Selbst verschwommen sah es wunderschön aus...

Ob ich die Prüfung wirklich schaffe...ich muss ihnen vertrauen..und ich muss sicher auch mir selbst vertrauen...
Ich habe es geschafft ein Drachenei bis her zu bringen....
Ich bin vor riesigen Spinnen geflüchtete....
Ich bin den Dunkelelfen entkommen....
Ich durfte meine Heimat verlassen und mich auf diese Reise begeben weil die Königin mit vertraut und an meine Fähigkeiten glaubt....


Kann ich es wirklich schaffen...? oder....nein...ich sollte wirklich an mich glauben...
Wenn sie an mich glaubt, wenn mein Meister, meine Eltern, Yran und alle anderen hier an mich glauben...wenn sogar der Drachenkönig mich für Würdig betrachtet dann kann ich es sicher auch schaffen....

Und dann....

Eli Grübelte noch ein weilchen doch die Müdigkeit ergriff besitzt von ihr und PlauRens Melodie tat ihr übriges um die junge Elfe ins Land der Träume zu befördern.
Dort gingen ihre Gedanken weiter und nahmen eine bunte lebendige Form an die ihre eigene Vorstellung davon hatten wie es weiter ging....

Eli lag in einem Bett und wurde Wach..sie sah sich um....“Wo bin ich.....Moment...das kann nicht sein...“
Sie war wieder Zuhause bei ihren Eltern und lag in ihrem Bett, heckt tisch stand sie auf, schnappte sich ihre Ledertasche die wie damals immer neben ihrem Bett stand und rannte die Treppe hinunter in die Küche....ihre Eltern waren scheinbar nicht Zuhause!

Eilmana rannte in ihrem Nachthemd auf die Straße und ohne darüber nachzudenken trugen ihre Füße sie zu ihrem Lehrmeister. Sie klopfte aufgebracht an seine Türe aber niemand öffnete, dann rannte sie um sein Haus herum in den Garten und dort stand er. Mit ausgebreiteten Armen und einem Lächeln. Eli rannte zu ihm umarmte ihn und wollte gerade ansetzten mit Erklärung als er ihr seinen Zeigefinger auf den Mund legte und den Kopf sacht schüttelte.
„Eilmana....Kind...alles wird gut werden vertraue der Kraft in dir......“
Elis Augen füllten sich mit Tränen und sie lächelte.
Als sie ihre Augen schloss und wieder öffnete stand sie vor ihren Eltern die sie besorgt und Traurig ansahen...“wirst du den niemals wieder hier her zurück kehren wollen“ Fragte ihr Vater„...Eilmana...waren wir so schlecht zu dir....?“ sprach ihre Mutter unter Tränen...
Plötzlich wurde Eilmana ganz traurig und schüttelte Heftig den Kopf
„Nein...ich hab euch doch lieb....bitte versteht mich doch....“

Mit dem nächsten Wimmpernschlag fand Eilmana sich wieder auf dem Rücken eines Drachen wieder....sie flog durch die Wolken....Türkis grüne Schuppen schimmerten im Licht der Sonne und Plötzlich hatte Eli wieder das Gefühl selbst zu fliegen.
Sie sog die Luft ganz tief ein und spürte ein Gefühl endloser Freiheit in sich.
Sie Flog über Drachmar, unten standen Yran, Tarmas, Protho, Lyn und Darna...alle wunken ihr zu und Yran sprang auf Malagens Rücken um sich zu ihr in die Lüfte zu begeben. Sie Sah Ihr neues Zuhause ein Haus welches sie nach ihren Vorstellung entworfen und verändert hatte.
„Das ist mein Zuhause...!“ Sagte sie mit einem Lächeln zu sich selbst und Yran lieferte sich mit ihr ein kleines Fangspiel in der Luft.
Wieder veränderte sich der Traum und Plötzlich setzten sie und Yran zum Landeflug an...sie waren in der Stadt der Shyáner Elfen, direkt vor Elis Elternhaus gelandet.

Zögernd stieg Eli ab ging auf die Türe zu und Klopfte...ihre Eltern öffneten und Yran kam näher um Eli seinen Arm um die Schulter zu legen.

„Mutter...Vater...ich bin jetzt in Drachmar Zuhause.. ich bin Glücklich...trotzdem, Ich werde immer eure Tochter sein..."

Eilmanas Eltern nickten und ihre Mutter umarmte sie....
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Re: Plau'Ren's Drachenhöhle

Beitrag von Erzähler » Samstag 16. November 2019, 12:47

Eilmana erwachte und fühlte noch das glückliche Nachbeben in ihrer Brust, dass von ihrem Traum her rührte. Es war ein guter Traum gewesen! Er hatte ihr Mut gemacht über ihre eigenen Grenzen hinweg zu sehen, in eine mögliche Zukunft und auf diese zu vertrauen.
Yran lag neben ihr und sah sie still lächelnd an.
Hatte er sie im Schlaf beobachtet? Sein Lächeln war dafür Beweis genug und sofort röteten sich ihre Wangen wieder. Er flüsterte:
„...du bist wunderschön, wenn du schläfst...“
und seine Hand, die sie erst jetzt auf ihrem Bauch bemerkte bewegte sich leicht. Yran hob den Blick und schaute sich verstohlen um. Er senkte den Kopf und sein Blick bekam etwas verwegenes. Er flüsterte:
„Darf ich...“
und seine warmen Finger glitten langsam zu den Spitzen ihrer weichen Hügel. Sein sanftes Necken ließ sie schnell wacher werden und die Glut des Augenblicks ließ sie fast vergessen, dass sie nicht alleine waren. ….aber nur fast. Sobald Eilmana wach genug war um sich dessen bewusst zu werden, hörte Yran auf. Er seufzte leise und kuschelte sich noch einmal rücklings an sie. Ihr Hintern wurde sich seines „Männerproblems“ sehr bewusst. Ihr Drachenritter hatte nicht geflunkert, als er gesagt hatte, dass er sie IMMER wollte. Ihre Leibe war noch jung und sicher würde das Gefühl irgendwann abflauen, aber jetzt war es nun mal noch so. Sie waren eigentlich erst wenige Tage zusammen und er konnte einfach nicht seine Finger von ihr lassen. Wenn Eli ihm auch nur ansatzweise Signale sandte, dass es ihr gefiel, so war er ganz für sie da. Nichts schien wichtiger zu sein, als ihr Glück. Jede freie Minute widmete er ihrem Glück. Er war verspielt wie ein junger Wolf, neckte sie, kitzelte sie, trieb sie in den Wahnsinn und liebte sie, auf jede Weise die ihm in den Sinn kam. Auch jetzt, da noch alle um sie herum schliefen und sie nah aneinander gekuschelt die Gegenwart des Anderen genossen. Ohne viel Worte zeigten sie einander, wie viel sie sich bedeuteten. Eine gewisse Harmonie war schon zwischen ihnen entstanden, trotz dem Gefühl, dass es immernoch so unendlich viel zu entdeckten gab... Vertrauen.
Eine Weile lagen sie verborgen unter den dicken Fellen einfach noch beieinander und streichelten sich sanft. So lange, bis sich dann auch langsam die Anderen zu regen begannen.

Chasin lag lang ausgestreckt unter ihrem Fell und spähte zu der weiß-elfenbein-farbene Aura, die sich wie eine Glocke über den Fellhaufen aufbaute unter der der grüne Ritter mit seinem Weibchen lag. Sie dachte an Zanfar und die Zeit, die Erfahrungen, die sie mit ihm geteilt hatte. Sie hatte von ihm so viel gelernt und war glücklich darüber. Wie es ihm wohl erging? Sie drehte sich auf die Seite und kühle Luft streifte ihre Schulter. Der Hort der blauen Drachendame war recht kühl, aber unter den Decken war es gemütlich. Sie genoss die Stille des langsam anbrechenden Tages und sann noch eine Weile über ihren eigenen Traum nach. Die Zeit ihren eigenen Drachen zu finden, die war noch nicht gekommen, aber sie wusste, dass ein kleines Ei bereits auf sie wartete.
Chasin drehte sich noch einmal in die andere Richtung und sah zu dem Fellhaufen unter dem Leon und Darna verborgen lagen. Neugierig betrachtete sie ihre Aura, die sich langsam aus dem Reich der Träume empor hob.

Lyn schlief auf der anderen Seite von Malagen, der den Mittelpunkt der „Dracheninsel“ darstellte. Sie hatte sich ein Fell mit Delilah geteilt, die ebenfalls noch tief durch die weiten Ebenen der Traumlande streifte. Tarmas hatte wohl den höchsten Platz im Nest gefunden. Er lag unterhalb zwischen Plau'Ren's Kinn und ihrer Kehle in einer Kuhle, wo er genau hinein passte. Er war jedoch schon wach und hatte seine starken Arme hinterm Kopf verschränkt. Er sah zu der glitzernden Decke und schien tief in Gedanken versunken... weit weg – an einem fernen Ort.
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Re: Plau'Ren's Drachenhöhle

Beitrag von Darna von Eibenau » Montag 18. November 2019, 17:01

Ja, die junge Frau, die mit Alkohol kaum Erfahrung hatte, war eindeutig über das Ziel hinaus geschossen. Da half auch die Erfahrung des Balls im Schloss von Jorsan nicht. Darna trank sonst nie, so dass die Wirkung des Likörs gänzlich durchschlug. Die Flasche ließ nicht einmal von außen darauf schließen, was genau da wirklich drin war, woher hätte also irgend jemand rechtzeitig wissen sollen, wann es genug wäre?
Der Abend versank für Darna in nebulösen Erinnerungsflicken.
Einer dieser Flicken bestand aus Lyns Stimme:
"Wir haben alle etwas vor langer Zeit verloren. ...
Du wirst ohne alles zu wissen deine Wahl treffen müssen..."

Ohne alles zu wissen? Oh je!

Sie hatte sich irgendwie mit Eilmana angefreundet oder so. Und etwas von Tarmas war ihr sehr klar in Erinnerung geblieben. Der Eisdrachenreiter schaffte es offenbar leicht, bei ihr Eindruck zu hinterlassen. Er hatte ihr etwas Wichtiges erklärt, irgendwie etwas darüber, was sie beeinflussen konnte und was nicht, und die Quintessenz dessen blieb bei ihr hängen: "Du musst nur wissen, ob du diesen Weg allein oder im Verbund mit einem Drachen gehen willst."
Ja. Ganz einfach. Ja oder Nein.
"Es gibt Türen, die führen nur in eine Richtung, Darna. Jeder, der hier Knappe ist, kann jederzeit durch diese Tür den Hof verlassen und die Plagen, die hier auf ihn warten, beenden. Kein Stall ausmisten mehr. Kein Stiefelputzen. Keine Befehle. Aber bereut er diesen Fehler, darf er nicht zurück. Noch nie haben wir jemanden wieder aufgenommen, der abgehauen ist. Das gehört zur Prüfung, die die Knappenzeit ist."
Sie hatte nie den Hof verlassen. Sie hatte Freizul los gelassen. Sie kannte Türen, durch die man nur ein mal ging.

Das Verlassen der Höhle war da keine so weitreichende Entscheidung, aber die Konfrontation mit dem Temperaturwechsel und der frischen Luft sorgte fast sofort dafür, dass ihr Magen zumindest einen Teil des Nervengiftes entschieden nach draußen beförderte. Und an weitere Probleme, die Tarmas mit ihr auf dem Weg zu Plau'Rens Höhle hatte, erinnerte sie sich später nicht mehr. Sie hatte dem Eisritter ausführlich - und schwer verständlich - erzählt, dass sie Leon viel zu oft mit einem Schrei geweckt hatte, obwohl er sich besser erholt hätte. Das sollte diesmal nicht passieren!
"Diesmal wegg isch ihn mideinem KUSS! Chanz lieb!
Uh, LeeOOOON!
", flötete sie zuckersüß, aber lauthals noch auf dem Hof vor der Taverne, und zum Glück lag das Fenster zu Leons Zimmer zu einer anderen Seite. Sie beteuerte mehrfach, dass sie vollkommen verstand, dass Leon die Ruhephase brauchte und Eilmana morgen seine Kräfte benötigte, aber so wirklich schien ihr die Konsequenz daraus nicht in den Schädel zu wollen. Sie musste ihm doch sagen, wie lieb sie ihn hatte! Und dass er ihr nicht böse sein sollte!
Tarmas brauchte das Regenbogenpulver nicht nur, um Leon ohne Störung zu tragen, sondern vor allem, weil die besoffene Knappin auch Tote geweckt hätte. Und als er den Beutel mit dem Pulver aus seinem halb offen stehenden Hemd holte, erfuhr er auch, dass es ja nun nicht so war, dass er nicht ungemein attraktiv aussah... und dass Leon vielleicht auch ein bisschen mehr Brustkorb vertragen könnte. Aber sie liebte ihren süßen unschuldigen Liebling auch so. Vermutlich erfuhr Tarmas sogar Dinge, die er erst recht nicht hatte wissen wollen. Dass Leon jetzt einen Trau-Schein wollte und so... sofern er das verwaschene Geplapper noch verstand.
Er wies Darna noch darauf hin, dass sie vielleicht noch Sachen mitnehmen wollte. Sie warf sich den Rucksack einfach über, aber dann fiel ihr etwas auf: "Mein Schwert!", sagte sie und lachte. Dieses kleine Stockschwert, zusammengebunden aus einer etwas seltsam riechenden, aber längst trocken gewordenen gebogenen Wurzel und einem etwa zwanzig Fingerbreit langen Birkenzweig schien ziemlich wichtig zu sein. Es kam von Elli. Elli würde es hier sicher auch gefallen. Elli wollte auch "Itter" werden. Elli war süß und hatte irgend etwas mit Natur zu tun. Ziemlich mächtig. Eigentlich wäre es hier perfekt für sie: Natur, Yran, Malagen und so und toll aussehende Ritter. "Woo bekommt ihr eiendlich siese schiggn Rrrüsdungn her? Isch LIEBE schöne Rüssdungn! Die sehn soooo... woah! Lauf dochma nichso sschnäll!"

Sie hatte Mühe, Tarmas zu folgen, nicht nur wegen seines zügigen Schrittes, sondern auch, weil Darna längst nicht mehr geradeaus gehen konnte. Im Eingang zur Höhle musste sie nicht nur verschnaufen und die Welt mal daran hindern, zu schwanken und sich zu drehen, sondern die blaue Wunderwelt musste auch ausgiebig bestaunt werden. "Woah, issas schööööön hia!", bekam jeder mit, der schon schlief und es nicht hören wollte. Die Anordnung erinnerte sie an die Feenkreise, was sie auch irgendwie zu erklären versuchte. Der Boden war uneben, was das Vorankommen erst recht erschwerte, also hielt sie sich an Stalagmiten fest. Schwankend stierte sie auf den Boden und hangelte sich zur nächsten Felssäule, wofür es einen kleinen Hüpfer brauchte. Plötzlich gluckste sie.
"Der Bodn is Laava! Hahahaha..huch!" Sie streckte die Hand nach dem nächsten Stalagmiten aus. "Öhm. Öh..ah ne. Der Bodn-is WASSA!"
Darna... spielte! Ein ziemlich kindisches Spiel noch obendrein, aber sie hatte offensichtlich unheimlichen Spaß daran. Lachend hüpfte sie weiter und rutschte prompt aus, packte sich ziemlich unelegant hin. Das würde mindestens ein oder zwei satt blaue Flecken geben, und auch an den Stalagmiten landete sie nicht nur ein mal ziemlich unsanft, aber das hielt sie nicht auf. Vor lauter Blau noch kaum den Drachen sehend, drohte sogar die Gefahr, dass sie irgendwo über Plau'Ren rüber kletterte. Einen mehr als umständlichen Weg zurück legend kam sie irgendwann, irgendwie zu den Kuschelinseln, ob nun mit oder ohne Hilfe, daran erinnerte sie sich ohnehin nicht mehr. Nur, dass sie zu Leon wollte, verlor sie nicht aus dem Blick.
Aber wo war Tarmas? Es schien egal zu sein, wie betrunken sie war - selbst, obwohl sie es kaum mehr schaffte, aufzustehen, gab sie erst Ruhe, als ihr auch der letzte Schlafplatz bewusst war. Dann schmiegte sie sich endlich an Leon. Da er ja nicht aufwachen würde, konnte sie auch so frech sein und ihre Hand unter sein Hemd schieben, hihi. So weiche, warme Haut...
"Denk an die Zukunft."
Sein weißes Hemd vor und seinen Geruch in der Nase schlief sie in dem Meer von Blau ein.

...
und jagte Wolken.
Juchzend hielt sie ihr Stockschwert - oder war es nur eine Maserung am Griff, die sie an das Muster von Birkenrinde erinnerte? - nach vorne gestreckt und stieß immer wieder in den weißen Nebel, der feucht und kühl an ihrem Gesicht vorbei huschte. "Nimm das! Ha! Hahahaha! Wuhu!"
Der Leib unter ihr kippte in einer langgezogenen Kurve nach rechts weg, das Fauchen des Windes an den Flügeln veränderte sich und jedes dieser kleinen Signale war so vertraut, dass Darna wusste, sie sollte das Schwert besser weg stecken und sich wieder mit beiden Händen an den Griffen des Sattels festhalten. Das Leder ihrer Rüsthandschuhe knirschte. Sie gingen tiefer.
"Da! Perfekt, sie üben gerade! Huhu!" Sie rauschten über eine Grenzgarnison, vor der die Blöcke aus in Formation exerzierenden Soldaten standen. Darna lehnte sich im Sattel weit zur Seite, um zu ihnen hinunter zu winken. Du weißt, dass das nichts bringt.., grinste ihr geschuppter Partner und ja, sie wusste es ja - sie hatte die Soldaten irgendwann sogar gefragt. Aber das machte nichts. Ich kann immerhin sagen, ich hab gewunken! Hab ich ja auch, hahaha! Sie beide waren längst Teil der Erzählungen, gar Heldengeschichten und sie sah, wie Bewegung in die Truppe geriet. Viele winkten ebenso. Darna genoß dieses Gefühl von Berühmtheit.
Aber ihr Ziel waren nicht die Truppen.
Sie duckte sich tiefer und das Gespann aus Drache und Mensch tauchte in den Nebel ein.
Sie rannte auf die weiß gekleidete Gestalt zu, die sich schließlich aus dem Nebel schälte. Lange war sie nicht mehr hier gewesen, aber das machte nichts. Sie hatten beide Zeit, alle Zeit der Welt. Die Zeit eines langen Lebens, länger, als ein Menschenleben währte... es war perfekt. Die Welt versank in weißem Nebel und der Leidenschaft eines langen Kusses, während ihr Begleiter es sich hinter ihr gemütlich machte. Sie hatten etwas nachzuholen, hrhr.

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Re: Plau'Ren's Drachenhöhle

Beitrag von Erzähler » Dienstag 19. November 2019, 16:40

Darna erwachte und fühlte noch das glückliche Nachbeben in ihrer Brust, dass von ihrem Traum her rührte. Es war ein guter Traum gewesen! Er hatte ihr Mut machen wollen über ihre eigenen Grenzen hinweg zu sehen, in eine mögliche Zukunft und auf diese zu vertrauen. Sogar der Anblick des weißen Hemdes stimmte mit ihrem Traum überein. Leon lag neben ihr und sah sie still lächelnd an. Und noch etwas fühlte sie sofort. Seine Hand hielt die ihre unter seinem Hemd auf seinem Herzen gefangen. Sie fühlte seinen starken Puls unter ihren Fingerspitzen, direkt unter seiner glatten nackten Haut. Sein Lächeln war heiß, als er sie ertappte, wie sie das Gefühl in zu berühren sichtlich genoss. Er flüsterte:
„Du bist wunderschön...“
Dann näherte er sich auch schon und seine Lippen ließen Darna einen Moment lang vergessen, wo sie war. Das Hämmern unter seiner Haut beschleunigte sich auch und er genoss es still, dass sie diese Macht über ihn hatte. Aber der Moment währte nicht lange. Unweit von ihnen, auf jeden Fall nicht weit genug entfernt um als sittsam zu gelten, hörte man ein leises Glucksen unter einem anderen Fellhaufen. Und damit wurde Darna sich auch wieder ihrer selbst bewusst. Erstaunlicher Weise fühlte sie keinerlei Kopfschmerzen. Ihr ging es sogar ausgesprochen gut. Die viel geäußerten „Katzen“ die nach einem Saufgelage zu erwarten gewesen waren, waren nirgends zu finden.
„Bereit?“
Was meinte er?
Leon grinste und zog die Decke weg.
KALT!!!
Puh! Die frische klare Luft in Plau'Ren's Hort stand im krassen Gegensatz der wohligen Nestwärme unter den Felldecken. Leon lachte und rollte sich eilig zur Seite um sich schnell wieder seine Jacke über zu ziehen. Dann rieb er sich über die Arme, um die klamme Kleidung schneller aufzuwärmen. Dabei fiel Darnas Blick auf Tarmas, der in der Halsbeuge seiner Drachendame saß und außer seiner Lederhose nur nackte haut am Leib trug. Nicht mehr frieren zu müssen, schien auch ein Vorteil der Verbindung zu einem Eisdrachen zu sein...
Im Umkehrschluss könnte dann vielleicht auch Hitze im Verbund mit einem Feuerdrachen...? Darnas Gedanken wurden abgelenkt. Tarmas erhob sich, ließ sich über die Schulter rutschen und kam mit einer fließenden Bewegung sicher auf dem unebenen Untergrund zum stehen. Irgendeine Erinnerung von gestern Abend spukte durch ihren Kopf und dass sie etwas über seine Muskeln gesagt hatte... und etwas über Leon und dass auch er etwas mehr vertragen könnte... dass sie ihn trotzdem liebte...oh jeh! So einige der Peinlichkeiten wollten wieder an die Oberfläche zurück gelangen, aber in diesem Moment trat nun auch Lyn hinter Malagen hervor und gesellte sich zu ihnen. Kur darauf kam auch Chasin hinzu, die sich aber dann höflich gleich wieder verabschiedete:
„Falls ich benötigt werde, ich bin in der Bibliothek.“
Lyn nickte ihr zu und meinte:
„Ich denke, du wirst heute viel Zeit für deine Studien haben. Wir gehen am besten erst einmal Frühstücke und ich bring dir nachher frischen Tee mit.“
Chasin nickte dankbar und schritt dann langbeinig von dannen.
Malagen hatte sich auch erhoben und machte ein paar ausgiebige Steckübungen und da Plau'Ren nun auch begann sich zu regen, wurde es Zeit die Höhle schleunigst zu verlassen. Einem Drachen ihrer Größe wollte man nicht im Weg sein.

(weiter bei: Der Drachenzahn und seine Gäste)
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