Ein erhabener Anblick

Hier ist der Sitz der Drachenmeisterin. Hierher kommen Bittsteller und Besucher, die ihren Rat benötigen. Aber es ist auch genug Platz für einen Drachen in den hohen Hallen. Kein Wunder, befragt Lynn doch stets ihre schuppigen Freunde bei schweren Entscheidungen.

Re: Ein erhabener Anblick

Beitragvon Marga » Freitag 21. Juli 2017, 22:27

Marga fragte sich nicht mehr, ob es eine schlechte Entscheidung gewesen war, hierher zu kommen, sondern dachte nur noch daran, wie schlecht die Entscheidung war. Aber das beschäftigte nur einen kleinen Teil ihres Verstandes. Der Rest steuerte Arme und Beine, um vor dem Inferno wegzukommen, das sich anbahnte.

Selbst in ihrer Deckung bekamen sie einen Schwall Hitze ab, die Riesendrache von sich gab. Und die Wärme breitete sich aus. Eilmana und Marga beeilten sich, die Treppe hoch zu laufen. Marga hüllte sich tief in ihren Umhang, und zwar nicht um sich zu wärmen, sondern um die Wärme draußen zu halten. Sie ersann die Möglichkeit eines Kältezaubers gegen die Hitze, entschied sich aber dagegen. Das hob sie sich für den Notfall auf und konzentrierte sich lieber darauf, sicher und schnell die Treppe zu erklimmen. Je weiter sie nach oben kamen, desto mehr ließ die Hitze nach. Marga streckte die Arme aus und ließ den Umhang flattern.

Eilmana sah traurig aus. Marga war hingegen nachdenklich. War das richtig gewesen? Sie wusste nicht, ob der Drache da unten gut oder böse war. Aber sie wusste, dass er aus einer längst vergangen Zeit stammte. Wenn jemand sich in einem baufälligen Haus verletzte, war es ein Unfall. Das Gebäude war nicht bösartig, sondern nur ein gefährliches, altes Ding. So war ihre Sicht auf den Drachen.

„Du wolltest sein dabei? Wie es schlüpft...“, sagte Marga und griff nach Eilmanas Schulter. „Tut mir leid für dich.“

Gemeinsam schritten sie durch die Tür. Marga traute ihren Augen nicht so richtig. Vier Gestalten, die sie vorher für Statuen gehalten hatten, standen jetzt in geselliger Runde zusammen und scherzten.

Eilmana übernahm es, sich und ihre Begleiterin vorzustellen, und äußerte dann auch sofort die ersten Fragen. Marga warf sofort ein: „Wir sechs gehen jetzt nach draußen. Damit wir vor Augen haben, worüber wir reden.“

Die Statuenmenschen waren wer weiß wie lange hier herumgesessen. Ob sie überhaupt einen Überblick über die Lage hatten? Außerdem hatte Margas Vorschlag noch einen Hintergedanken. Sie wollte wieder Ragna an ihrer Seite wissen.
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Re: Ein erhabener Anblick

Beitragvon Erzähler » Donnerstag 27. Juli 2017, 10:11

Eilmana sah traurig aus. Marga war hingegen nachdenklich. Sie wusste nicht, ob der Drache da unten gut oder böse war. Aber sie wusste, dass er aus einer längst vergangen Zeit stammte. Wenn jemand sich in einem baufälligen Haus verletzte, war es ein Unfall. Das Gebäude war nicht bösartig, sondern nur ein gefährliches, altes Ding. So war ihre Sicht auf den Drachen.
„Du wolltest sein dabei? Wie es schlüpft...“
, sagte Marga und griff nach Eilmanas Schulter.
„Tut mir leid für dich.“
Es war ein kleiner, aber sehr vertrauter Moment, in dem eine Frau einer anderen Trost spendete, dann schritten sie gemeinsam durch die Tür. Marga traute ihren Augen nicht so richtig. Vier Gestalten, die sie vorher für Statuen gehalten hatten, standen jetzt in geselliger Runde zusammen und scherzten.

Eilmana mit einem Gewissen Elfischen Stolz und ihrem leicht gerötetem Gesicht auf die 4 zu.
"Hallo, mein Name ist Eilmana Silva und ich bin Shyáner Elfe, der Drachenkönig hat uns zu euch hinauf geschickt. Wir haben ihm eines seiner Kinder zurück gebracht."
Erneut kamen ihr die Tränen in die Augen die sie einfach nicht unterdrücken konnte daher wischte sie sich schnell ab. Die metallenen Gesichter wandten sich ihnen zu und aus einem erklang eine tiefe männliche Stimme, die zwar korrigierend, aber sich doch sanft anhörte:
"Ihr habt ihm DAS Kind zurück gebracht! Königsdrachen bekommen immer nur ein Kind."
Dann nickte sein Helm freundlich und Eilmana fand den Mut fortzufahren:
"Das ist meine Freundin und Weggefährtin Marga."
Sie sah die 4 an und wartete auf eine Reaktion doch sie war neugierig und wollte noch mehr wissen also fügte sie hinzu.
"Was ist hier geschehen und warum liegt diese Stadt wie verlassen und schlafend unter diesem Glitzer-staub?"
, äußerte sie dann auch sofort die ersten Fragen. Marga warf sofort ein:
„Wir sechs gehen jetzt nach draußen. Damit wir vor Augen haben, worüber wir reden.“
Die Statuenmenschen waren wer weiß wie lange hier herumgesessen. Ob sie überhaupt einen Überblick über die Lage hatten? Außerdem hatte Margas Vorschlag noch einen Hintergedanken. Sie wollte wieder Ragna an ihrer Seite wissen.
Die Reaktion der Vier war einstimmig. Sie nickten und eine andere Stimme erhob sich unter einem anderen Helm. Sie klang rauchig und fast kratzend:
„Guter Vorschlag! Ich würde mir gern die Beine vertreten.“
Der letzte Mann in der Runde antwortete:
„Stimmt. Meine Beine fühlen sich an, als hätten sich meine Knochen in Gelee verwandelt. Ich vermisse unser Training!“
Die letzte Stimme, die weibliche, erhob sich:
„Geht, ich komme glich nach.“
Tatsächlich hörte man hier und da ein leises Knarren oder Quietschen als die drei sich in Bewegung setzten. Marga und Eilmana schlossen sich wie geplant an und als sie sich dem Eingangsportal näherten, sah Marga auch schon ihr treues Wargweibchen auf sie zu kommen. Sie schnupperte und grollte leise, aber ohne einen Befehl würde sie nicht angreifen. Ragna schmiegte sich an Margas linke Seite und drückte gegen ihr Bein. Die Hand der Halborkin ging automatisch in das dichte Fell im Nacken und beruhigte das Tier. Die drei Herren in Vollrüstung gingen langsam hinter ihnen her und beobachteten das Schauspiel. Marga hörte leise hinter sich:
„Ein Warg. Hatten wir lange nicht mehr hier. Dorok hatte den letzten, erinnert ihr euch?“
„Ja, ein mutiges Kerlchen war das, hat mit den kleinen im Gehege gespielt.“
Der Eingang kam in Sicht und die drei Männer blieben stehen. Ein Moment des schweigenden Staunens entstand, als sie sich umsahen. Still sahen sie auf ihre schlafende Stadt hinab und schienen der Körperhaltung nach doch erstaunt. Ein paar Minuten vergingen, in denen sie das Bild auf sich wirken ließen. Einer ballte sogar unzufrieden die Hand und das Leder knirschte laut in der Stille. Dann meinte ein anderer leise:
„Wir haben viel zu lange geschlafen!“
„Ja...“
„Es war nicht zu vermeiden.“
Einer wandte sich den beiden Frauen zu, während die anderen sich weiter umsahen.
„Entschuldigt unser Auftreten...“
Er nahm den Helm ab und klemmte ihn sich unter den linken Arm um ihnen dann die freie Rechte zur Begrüßung hin zu strecken. Tat einer der Frauen es ihm gleich so ergriff er den ganzen Unterarm im Kriegergruß.
„Ich bin Yran, Drachenreiter von Drachma. Mein Drache ist Malagen, ein grüner. Ihr werdet auch ihn bald kennen lernen, sobald wir die Tore geöffnet haben.“

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Er sah zu seinen beiden „Kollegen“ und meinte mit deinem jeweiligen Kopfnicken in die entsprechende Richtung:
„Das ist Tarmas, er reitet Plau Rén, einen Eisdrachen. Stört euch nicht an seiner kühlen Art ...“

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„... und das da drüben ist Protho. Er reitet Ignizor, einen Feuerdrachen...“

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„DEN Feuerdrachen!“
, korrigierte der Angesprochene mit scharfer, rauchiger Stimme. Yran grinste in die Richtung der Frauen und hob neckisch eine Augenbraue.
„Stört euch nicht an seiner Überheblichkeit oder seinem Temperament. Er ist halt etwas „feurig“.“
Der „Überhebliche“ schnaufte nur kurz und wandte sich wieder der Betrachtung der Stadt zu.
Der grüne Drachenreiter machte eine leichte Verbeugung und musterte die beiden staubigen, weit gereisten und inzwischen eigentlich tot müde aussehende Gestalten vor sich. Einzig die Aufregung der Ereignisse hielt die beiden noch auf den Beinen. Wann hatten sie eigentlich das letzte Mal geschlafen?
„Wir sind dann wohl die letzten Mitglieder des Dragoner-Ordens.“
Er lächelte und zeigte dabei ein charmantes Glitzern in seinen grünen, interessanter Weise senkrecht geschlitzten Augen. Sein Haar war lang, schwarz mit einem leichten grünlichen Schimmer und er strich es sich mit einer Hand nach hinten, so dass es nicht mehr platt am Schädel anlag, sondern ein paar Strähne lustig noch oben ab standen. Sein Kiefer war scharf geschnitten, sowie seine Nass und erinnerte entfernt an die adlerhaften Züge der Samarer. Auch seine Haut war deutlich dunkler als die der beiden Frauen.
Von hinten erklangen harte Schritte und Yran fur mit seiner Vorstellung fort:
„Und das...“

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„Das ist Lyn.“
Sie lächelte ihn etwas schief an, als hätte sie mehr erwartet und fügte dann selbst hinzu:
„Ich bin hier die Drachenmeisterin. Man könnte mich als Bürgermeisterin von Drachma bezeichnen. Und da Yran schon so ausführlich vorgelegt hat... Ich reite derzeit keinen Drachen. Mein früherer Gefährte ist in einem Kampf gegen einen Riesen gefallen und seitdem kümmer ich mich um das Gehege.“
Sie sah zu Protho hinüber und ihre Stimme nahm einen strengen Ton an:
„Protho, geh zu unseren Gefährten. Sie wollten sicher ihre Flügel strecken.“
Der Mann in der rötlich schimmernden Rüstung nickte und machte sich auf den Weg zu den großen verflossenen Türen, hinter denen sich wohl die bis vor kurzem schlafenden Drachen befanden. Lyn wandte sich wieder den beiden anderen Frauen zu und sprach:
„Jetzt können wir uns gerne unterhalten...“
Sie musterte sie eingehend.
„Unter allen freien Himmeln, wie seid ihr nur hier her gelangt... Ihr seht fertig aus! Aber so oder so, habt DANK! Das Kind des Königs ist zurück gekehrt und damit auch sein Lebenswille. Ihr habt uns aus unserer Erstarrung befreit. Dafür habt ihr was gut bei uns!“
Sie grinste, lief ein paar Schritte hin und her, streckte ihre streifen Glieder und sah dann wieder neugierig die beiden Frauen an.
„Na dann mal zu euren Fragen. ER meinte, ihr hättet sicher viele. Ach, eines bitte vorne weg. Normalerweise ist es nicht üblich, dass Fremde den Hort des Königs betreten. Ich habe die Tür wieder verschlossen, also bitte ich euch, zu eurer eigenen Sicherheit, ihn nicht mehr aufzusuchen. Ich werde euch alles Zeigen und eure Fragen beantworten. Ihr seid hier auf jeden Fall herzlich willkommen.“
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Re: Ein erhabener Anblick

Beitragvon Eilmana Silva » Sonntag 30. Juli 2017, 18:55

Marga sah das Eilamana trauig war und sie wusste wie sehr ihr das Ei am Herzen lag. Um sie zu trösten legte sie ihre Hand auf die Schulter der Elfe. Eilmana Nickte und versuchte sich im Angesicht der Impostanten Ritter zusammen zu reisen bevor sie das Wort ergriff.

Einer der Ritter beantwortet Eilmanas Frage sofort und sie Stutzte.

Nur ein Kind?....aber in seinem Nest legen doch noch weitere....? Diesen Gedanken bekam sie nicht aus dem Kopf doch ihre Anderen Fragen waren erstmal wichtiger und wurden von den Rittern beantwortet.

Auf Margas Bitte hin zum Ausgang zu gehen folgten alle, als die Ritter ihre Stand unter dem Staub sahen spürte man ihr Erstaunen.
Yran nahm seinen Helm ab und begrüste die beiden als erster mit einem sehr Freundlichem Ausdruck. Eilmana reichte ihm ihre Hand, hatte aber nicht mit dieser Kräftigen Begrüßung gerechnet so das sie leicht ins Schranken kam und sich von seiner Kraft sehr beeindruckt fühlte.
Er stellte ihnen auch alle anderen vor und Eilaman sah jeden mit einem Freundlichen Lächeln an doch sie spürte zunehmend wie ihre beine Weicher wurden. Die Anspannung viel immer mehr von ihr ab da sie sich sicherer fühlte unter diesen Kriegern und es viel ihr immer schwerer auf den Beinen zu bleiben.

Nach der Vorstellung aller lächelte Eilmana Yran erneut an, er war ihr am sympatischsten, zwar hatte sie bei allen ein gutes Gefühl aber er wirkte am Freundlichsten und Bodenständigsten in ihren Augen. In seinen grünen Augen verlor sie sich für einen Augenblick doch dann sah sie die frau im Bunde an die berichtete das ihr Drache im Kampf gefallen war. Eilmana Erlebte den letzten Moment mit ihrem Rabe in Gedanken erneut und ihr rannen Tränen die Wangen hinter.
Sie knickte leicht ein fing sich aber erneut und sah Lyn trauig an.

„Das tut mir aufrichtig leid....“ Sie hoffte das ihr Beileid Lyn erreichen würde um ihr zu zeigen das sie es nachempfinden konnte.

Lyn beantwortete ihnen noch ein paar Fragen und gab ihnen die Anweisung nicht mehr in den Hort hinab zu steigen.
Eilmana nickte und es viel ihr immer schwerer ihre Augen offen zu halten.
Es war als wollte die Erschöpfung sie nun endgültig zum schlafen zwingen. Wenig Essen, wenig Trinken und ein so anstrengender Marsch hatten ihre Kräfte restlos ausgezehrt. Eigentlich war Eilmana für eine Elfe eher Kräftig und rundlich gebaut doch zur Zeit wirkte sie eher wie ein ausgezehrtes Tier welches Tagelang nichts zu Essen bekam und hart arbeiten musste.

Eilmana ging noch einige Schritte nach draußen und sah Lyn an, dabei spürte sie das ihre Beine sie einfach kaum mehr einen Schritt tragen wollten.
„Ich habe so viele Fragen an euch, ich wies gar nicht wo ich anfangen.....soll....“
„aber.....vorher muss ich mich etwas ausruhen.....Wenn es in Ordnung ist setzte ich mich hier etwas hin ja? “

Sie setzte sich auf den Boden an eine Mauer gelehnt und wollte noch weiter sprechen.
„Vielleicht können wir......können ...wir.....*Gähn* „

Bei diesen Worten schlief sie ein. Die Erschöpfung der letzte Tage hatte sie einfach völlig an ihre Grenzen gebracht und sie versag für einen Augenblick all das was sie fragen, sehen und tun wollte.
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Re: Ein erhabener Anblick

Beitragvon Marga » Donnerstag 10. August 2017, 20:43

Ragna ging es gut, da war Marga froh. Sie griff in ihr dichtes Rückenfell und rangelte ein wenig mit ihr. Tier und Frauchen ließen die Muskeln ein bisschen gegeneinander arbeiten, als Zeichen, dass alles in Ordnung war.

Eine vollständige Entwarnung vor den Fremden gab Marga vorerst nicht. Zuvor sollten sie sich erst einmal vorstellen. Yran, Tarmas, Protho und Lynn. Diese Namen hörte sie nicht zum ersten Mal. Der Drachenkönig hatte ihre Namen schon einmal ausgerufen. Vielleicht hatte genau dieses Ausrufen die Leute oben aufgeweckt?
Ihrem Auftreten nach hätte der Feuerdrachenreiter auch ein Feuermagier und der Eisdrachenreiter ein Eismagier sein können. Da scheint es Ähnlichkeiten zu geben. Aber den Gründrachenreiter konnte sie nicht so einfach einordnen.

Der Adrenalinrausch, den der Drache bei ihnen ausgelöst hatte, wurde langsam schwächer und Marga merkte, wie müde sie eigentlich war. Sie blickte zu Eilmana und hatte das Gefühl, die Elfe hatte es noch schwerer als sie. Und diese Einschätzung würde sich als richtig erweisen.

„Wir haben in der Stadt keine Drachen gesehen, wovon ihr reden?“, fragte Marga und schaute in welche Richtung Protho ging. Sie wollte noch schnell diese Frage bringen, bevor Eilmana das Gespräch übernahm, aber als sie das nächste Mal zur Elfe blickte, sah sie, wie müde jene war. Letztendlich schlief sie sogar mitten im Satz ein.

„Da man kann nichts machen...“, meinte Marga. Sie trat neben Eilmana an die Steinwand. „Wir übernachten im Gasthaus.“ Das bedeutete, dass sie die Schlafende ans andere Ende des Kraters schleppen musste. Keine angenehme Arbeit für jemanden alleine. Also deutete sie auf Yran, Tarmas und Lynn.
„Zu viert das Tragen geht ganz einfach.“ Dass sie hier hochrangige Drachenreiter und eine Bürgermeisterin herumkommandierte, machte ihr nichts aus. Sie zuckte mit den Schultern und meinte „Haben doch was gut bei euch, oder?“

Auf den Weg zur Herberge erklärte Marga:

„Für euch war's eine lange Nacht, aber für uns ein langer Tag. Ich schlage vor: Morgen ich mache großes Frühstück und wir reden dann.“
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Re: Ein erhabener Anblick

Beitragvon Erzähler » Freitag 18. August 2017, 12:18

„Das tut mir aufrichtig leid....“
Lyn nickte und ihr Blick wirkte einen Mometn verhangen. Vermutlich stiegen gerade Erinnerungen aus der Tiefe empor, die die Drachenreiterin tief in sich begraben hatte. Elimanas Mitleid war nicht unagemessen und wurde mit einem verstehenden Nicken angenommen.
Eilmana viel es immer schwerer ihre Augen offen zu halten. Es war als wollte die Erschöpfung sie nun endgültig zum schlafen zwingen. Wenig Essen, wenig Trinken und ein so anstrengender Marsch hatten ihre Kräfte restlos ausgezehrt. Sie ging noch einige Schritte nach draußen und sah Lyn an, dabei spürte sie das ihre Beine sie einfach kaum mehr einen Schritt tragen wollten.
„Ich habe so viele Fragen an euch, ich wies gar nicht wo ich anfangen.....soll....aber.....vorher muss ich mich etwas ausruhen.....Wenn es in Ordnung ist setzte ich mich hier etwas hin ja? “
Sie setzte sich auf den Boden an eine Mauer gelehnt und wollte noch weiter sprechen.
„Vielleicht können wir......können ...wir.....*Gähn* „
Bei diesen Worten schlief sie ein. Die Erschöpfung der letzte Tage hatte sie einfach völlig an ihre Grenzen gebracht und sie versag für einen Augenblick all das was sie fragen, sehen und tun wollte.

Marga griff in ihr dichtes Rückenfell und rangelte ein wenig mit ihrem Reittier. Tier und Frauchen ließen die Muskeln ein bisschen gegeneinander arbeiten, als Zeichen, dass alles in Ordnung war.
Der Adrenalinschub, den der Drache bei ihnen ausgelöst hatte, wurde langsam schwächer und Marga merkte, wie müde sie eigentlich war. Sie blickte zu Eilmana und hatte das Gefühl, die Elfe hatte es noch schwerer als sie. Und diese Einschätzung erwies sich prompt als richtig.
„Wir haben in der Stadt keine Drachen gesehen, wovon ihr reden?“
, fragte Marga und schaute in welche Richtung Protho ging.
Yran stellte sich neben sie und kommentierte:
„Unsere Drachen schlafen in einem anderen Hort, als den ihr unter der Ratshalle kennen gelernt habt. Dort wo ihr wart, dort ruht der König und seine „Ersten“. Alle anderen Drachen schlafen dort drüben in den Hallen des Dragoner -ordens. Hier findet man die Quartiere der Dragoner, also uns, und ihre Drachengefährten, falls diese nicht gerade zum Tempel der Drachen geflogen sind oder im Gehege herum tollen."
Er wieß mit ausgestrecktem Arm in die Richtung in die Protho gegangen war. In der Seite des Kraters konnte man selbst aus dieser Entferung gewaltige verzierte Flügeltüren erkennen.
"Hinter diesen Türen liegt eine lange Passage, gesäumt von schwarzen steinernen Drachenköpfen. Sie führt zum Orden, doch nur wenige haben Zutritt. Nur geweihte Ordensbrüder ...oder Schwestern. Und natürlich ihre Drachen."
Ein Lächeln huschte über Yrans Lippen und er wechselte einen vielsagenden Blick mit Lynn, die ein winziges Nicken andeutete und die beiden Frauen nacheinander musterte. Als Marga dann dem Blick der Drachenmeisterin zur Elfe folgte, sah sie, wie müde jene war. Letztendlich schlief sie sogar mitten im Satz ein.
„Da man kann nichts machen...“
, meinte Marga. Sie trat neben Eilmana an die Steinwand.
„Wir übernachten im Gasthaus.“
Das bedeutete, dass sie die Schlafende ans andere Ende des Kraters schleppen musste. Keine angenehme Arbeit für jemanden alleine. Also deutete sie auf Yran, Tarmas und Lynn.
„Zu viert das Tragen geht ganz einfach.“
Dass sie hier hochrangige Drachenreiter und eine Bürgermeisterin herumkommandierte, machte ihr nichts aus. Sie zuckte mit den Schultern und meinte
„Haben doch was gut bei euch, oder?“
Die Reaktion hätte nicht unterschiedlicher ausfallen können. Lynn schaute erst etwas verwirrt drein, wechselte einen Blick mit Tarmas der kalt und starr Marga durch die Schlitze seines Helms die Halborkin anstarrte. Dann hörte man ein herzliches Lachen aus Yrans Richtung.
„HAHahaha... Also wenn es nur das ist, was du für die Rettung unserer Stadt verlangst, dann mach ich das sogar ganz alleine!“
Er grinste und war mit zwei Schritten bei Eilmana, warf sich ihre Habseligkeiten über die Schulter und hob sie auf seine starken Arme. Als wenn sie nichts wiegen würde stiefelte er auch sofort mit ihr in Richtung Taverne davon.
Auf den Weg zur Herberge erklärte Marga:
„Für euch war's eine lange Nacht, aber für uns ein langer Tag. Ich schlage vor: Morgen ich mache großes Frühstück und wir reden dann.“
Lynn schritt neben ihr her und nickte nur. Tarmas folgte ein einigem Abstand und besah sich vor allem die Umgebung. Hier und da streichelte seine Hand gedankenverloren eine bestäubte Pflanze und er schüttelt hin und wieder unwillig den Kopf.

Weiter bei: Der Drachenzahn und seine ersten Gäste
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