Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Der Drachenzahn war stets Anlaufpunkt für Besucher der Stadt. Riesig ist sie, dass wohl gut eine halbe Armee unterkommen kann. Ein Brunnen im Eingangssaal dient geschuppten Besuchern sogar als Tränke.
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Darna von Eibenau
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* umfassende Winterkleidung
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* Reiseausrüstung
* Kettenhemd & Rapier
* Ring mit Familienwappen
* handgeknüpftes Armband (von Mil Bromer)
* kl. Tiegel mit Perlmuttdeckel (Hautcreme)
* Kinderholzschwert von Elli
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Freitag 25. Januar 2019, 22:59

Es blieb eine Weile still - auf jeden Fall zu lange! Und es beunruhigte sie mehr, als zuvor dieses diffuse Gefühl von Melancholie, denn dieses Mal spürte sie nicht einmal was, während sie auf eine Reaktion wartete - und das war ungewöhnlich. Die Knappin wurde nervös. Hatte sie etwas Falsches gesagt, selbst wenn er sie nicht auslachen sollte? Würde er wütend werden, hatte sie ihn irgendwie beleidigt? Würden sich gleich die Pforten des Harax auftun und sie verschlingen, weil sie überhaupt einem Dämon gesagt hatte, dass sie ihn.. gern 'gerettet' hätte?
Oder wusste er einfach nicht, was er dazu sagen sollte?
Seine Antwort schließlich hörte sich irgendwie danach an - jedenfalls hätte sie unter solchen Vorraussetzungen wohl ähnlich knapp und bei den Gegebenheiten bleibend geantwortet.
Tja...
Er zog sich einfach sang und klanglos zurück in die Tiefen ihres Unterbewusstseins und zurück blieb nur dieses bittere Gefühl von Abschied. Ein abschied ohne 'auf Wiedersehen' – 'Ich wünsche dir ein schönes Leben' oder 'Pass auf dich auf'. War das alles? Nein.
Als sie einschlief und gerade an diesem Punkt war, wo die Gedanken leichter und freier wurden, in den Traum hinüber glitten, da kam ihr eine Idee, was sie ihm zum Abschied wünschen würde... und schlief mit der Andeutung eines verschmitzten Schmunzelns im Mundwinkel ein.

Als Darna aufwachte, schreckte sie mit dem Gefühl hoch, verschlafen zu haben. Das war an sich nichts Ungewöhnliches, wie sie wusste, denn das war häufiger so, wenn sie zur Wache...
Ihr Blick fiel auf das Zimmer, das dafür, dass sie nur wenige Stunden hatte schlafen wollen, zu helles Licht durch die Fensterläden ließ. Oder wann war sie schlussendlich ins Bett gegangen? Oh verflixt, wie sie es hasste, so sehr ihr Zeitgefühl verloren zu haben!
Bin ich zu spät?, fragte sie sich besorgt und fürchtete schon, vor dem Einschlafen sich nicht genug darauf konzentriert zu haben, dass sie ja Tarmas ablösen wollte und begann, sich zügig anzuziehen, als es klopfte.
Deli.
Ich bin definitiv zu spät, ernüchterten ihre Gedanken. Wenn die Lichtmagierin, die vollkommen erschöpft gewesen war, genug ausgeschlafen hatte, dann hatte die Knappin erwiesenermaßen zu lange geschlafen. Mist!
Die üblichen Guten-Morgen-Floskeln wurden ausgetauscht, die Lichtmagierin gab ihr etwas Zeit, um wach zu werden, als es auch schon aus ihr heraus sprudelte:
„Darna. Ich weiß nicht, was genau du für einen Auftrag bekommen hast. Das hast du mir nie erzählt." Die Stirn der Knappin furchte sich leicht. Hat sie das nicht mitbekommen? .. Oh. Naja, es war ja eigentlich auch nicht wichtig gewesen - also, jedenfalls nichts, über was sie jeden sofort in Kenntnis hätte setzen müssen.
"Aber wenn ich richtig damit liege, von wem dieser Ring stammt, dann bin ich sehr erschrocken darüber, wie achtlos du ihn mir zugeworfen hast." Es waren nur zwei Nuancen, mit denen sich die Miene der Knappin änderte, aber ihr Kinn wanderte nach unten, was den Eindruck des sprichwörtlichen 'langen Gesichtes' erzeugte, und ihr Blick wurde stumpfer. Jaaa..., Darna seufzte innerlich, Ich hätte das nicht tun dürfen.
Ihre Lippen wurden schmaler und ihre Brauen zogen sich zusammen, ebenfalls beides nur Anflüge von Regungen in der sonst steinern wirkenden Mimik.
Innerlich ergab sie sich und würde wie gewohnt, wenn sie bei Hof Tadel erfahren hatte über Dinge, die ihr selbst schon klar waren, die Gardinenpredigt also erstmal über sich ergehen lassen.
"Unser König und seine Berater haben Vertrauen in dich."
Oh du meine Güte, jaaa... Vorgesetzte enttäuscht... den KÖNIG! Sie ächzte innerlich, trotzdem vermisste sie selber in diesem Moment Erschrecken über diese Tatsache. Oder gar Reue. Stattdessen hörte sie irgendwie abgestumpft zu:
Du bist eine disziplinierte, begabte Knappin und hast unsere Heimat vor der weiteren Heimsuchung durch den Hauch bewahrt!
Irgendwie klang Delilahs Tonfall für einen Vorwurf und eine Gardinenpredigt langsam seltsam, aber Darna nickte also auch noch ab, dass solches Verhalten ihrer natürlich nicht würdig war, wo sie doch schon vielversprechende Ansätze gezeigt hatte, blah...
Du bist eine HELDIN und wirst einmal ein strahlender Ritter, zu dem Frauen wie Männer aufsehen werden! Muss ich dir wirklich sagen, wie wichtig und großartig du bist?

...
Moment.
Was?
Die Mimik der Knappin geriet schief, als sie plötzlich reichlich irritiert ihre blondgelockte Freundin ansah. Darna ging eigentlich noch immer davon aus, dass Delilah sie für ihr rüdes Benehmen gestern Abend zurechtstutzen wollte. Das passte aber irgendwie nicht zu dem, was die Magierin da gerade von sich gab.
Denn wenn die Stimme in deinem Kopf etwas anderes sagt, dann sag ich dir gerne: Sie lügt.
Was hat Er denn jetzt damit zu tun? Die Verwirrung wuchs. Achso... Delilah ging ja vermutlich von einer anderen Art von Beeinflussung aus, einer fieseren. Tja. Es war vermutlich müßig, Deli jetzt darüber aufzuklären, zumal sie sich noch längst nicht bremsen ließ:
"Wenn ich dich anschaue sehe ich eine tapfere junge Frau, die jederzeit bereit ist das zu tun, was sie für das Richtige hält."
Delilah wollte sie nicht zusammenstauchen. Warum auch immer.
Sie meint das wirklich ernst..., stellte sie erstaunt fest und ihre Mimik hellte sich auf - bevor sie zum Glück noch rechtzeitig genug begriff, dass sie sich um Himmels Willen nicht freuen durfte!
Ihre Augen weiteten sich und sie starrte Delilah seltsam an. Hör AUF damit! Hör auf, mich zu loben! Aber wie sollte sie ihr das jetzt erklären? Vielleicht merkte es Delilah selber... Darna hob wie um Einhalt bittend leicht die Hand, aber die Geste wirkte unsicher und die junge Lichtmagierin schien sich ihrer eigenen Person zuzuwenden - vorsichtig entspannte sich die Knappin und hörte ihr weiter zu:

"...Und warum hätten sie MICH auswählen sollen? Was wissen sie denn über mich? Nichts, außer dass ich ein hübsches Gesicht habe und in der Akademie des Lichts gelernt habe."
Ja, und wenn sie von uns beiden nichts wissen, würde ich immernoch mehr zählen, nur weil ich ein 'von' im Namen habe... Dabei wärst du die geeignetere, stellte Darna fest, und stürzte sich teils bewusst in diese Ernüchterung, um ihre eigene Laune wieder zu dämpfen. "Ich helfe dir gerne, wenn du der Meinung bist, dass du meine Unterstützung für was auch immer brauchst, aber sei dir gewiss… diejenigen, die dir diesen Ring gaben, haben vollstes Vertrauen in dich. Dein König hat dir eine Aufgabe gegeben, also was wirst du tun, Darna von Eibenau?“
Die junge Frau, die Delilah gegenüber stand, musterte sie mit gefurchter Stirn, und es war wohl besser, dass die Lichtmagierin anders als Chasin den ersten nüchternen, fast schon selbstironischen Gedanken nicht auffangen konnte:
Versagen.
Die Knappin atmete tief durch und warf einen Blick zu der Tasche, in der die versiegelte Röhre mit dem Siegel des Königs ruhte. Dann gab sie trocken und sehr gefasst zur Antwort:
"Ich werde das Schreiben überbringen, das man mir mitgegeben hat."
Sie sah wieder zu der jungen Magierin.
"Der Ring bedeutet nicht allzu viel, Delilah. Die Aufgabe ist natürlich eine Ehre. Aber letztlich weist er mich als Botin im Auftrag des Königs aus, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Viele Alternativen hatten sie ja auch nicht, wenn sie schnell ein Schreiben an Drachma aufsetzen wollen und Chasin gleichzeitig ihren Dienst als Botschafterin niederlegt."
Ihre Brauen zogen sich noch dichter zusammen. "Das wird sie nicht sonderlich gefreut haben", analysierte sie nebenher, tat das Thema aber mit einem angedeuteten Heben der Schultern ab.

Ihre Hände wanderten auf den Rücken, während ihr Blick auf unfixierte Punkte driftete, um nachzudenken und für den Moment Delilah nicht direkt in die Augen sehen zu müssen.
"Es tut mir leid, wie ich mich gestern dir gegenüber verhalten habe", meinte sie weiterhin sehr sachlich klingend, schien es aber ernst zu meinen, "Und es befreit mich von einer Sorge, dass du nicht nachhaltig verärgert darüber zu sein scheinst."
Darna und ihre Ausdrucksweise... Viele andere hätten einfach gesagt 'Ich bin froh, dass du nicht sauer bist', aber die Knappin war immernoch damit bemüht, ihr Gemüt in diesem abgestumpften Ernst zu lassen, der sie jahrelang geprägt hatte und rutschte damit ganz leicht in alte Muster zurück. Sie war nicht 'froh', also hatte sie sich stets andere Formulierungen gesucht, um solchen Begriffen auszuweichen.
"Meine eigene Laune rührte hauptsächlich daher, dass ich mich über mich selbst geärgert habe" - sie stockte kurz. Sollte sie versuchen, Delilah zu erklären, was sie in dem Moment umgetrieben hatte? Das war... kompliziert. Gleichzeitig war ihr bewusst, dass sie wohl noch längere Zeit aufeinander angewiesen waren, und dann brauchten sie eine Zusammenarbeit, die besser funktionierte als das mit Yran...
Sie atmete einmal langsam tief durch und schluckte, als sie sich an das heiße Eisen wagte:
"Und es ärgerte mich, wie das mit Yran da draußen abgelaufen ist."
Sie sah nun Deli doch direkt an. Steif, erwachsen wirkend, ernst.
"Es ist passiert, wie es passiert ist, und ich möchte dir keinen allzu großen Vorwurf daraus machen - das hättest du auch gar nicht verdient. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Manöver, mit dem ich nach draußen geprescht bin und Yran angeblafft habe, undurchdacht und lebensmüde ausgesehen haben mag, aber ich möchte dir doch ein mal zu verstehen geben, was ich mir dabei gedacht habe:
Ich wollte ihn von Verano ablenken, und es war mir auch klar, dass er nicht so ohne weiteres von ihm ablassen würde, also musste etwas drastisches her, um seinen Zorn zumindest in eine andere Richtung zu lenken. Und er musste begreifen, dass wir tatsächlich nach Drachma wollen, dass wir nicht dahergelaufene Eindringlinge sind, also habe ich den Namen von Lyn erwähnt. Ich hoffte, dass er darauf anspringt!
Und das hat er ja auch..."

Darna hatte während ihrer Erklärung angefangen, ein paar Schritte auf und ab zu gehen, die Hände auf dem Rücken. Jetzt hielt sie inne und sah wieder Delilah an:
"Du hast an meiner Stelle dann das antworten übernommen." Ihr Blick wurde etwas versonnener, als sie resümierend kurz milder sagte: "Und du sahst wunderschön aus... mal wieder..."
Erneut ein Durchatmen, mit dem sie die Weichheit abschüttelte und Deli forscher ansah, ihr Ton sich verschärfte:
"Aber bitte: Kannst du dir vorstellen.. oder wenigstens ansatzweise nachvollziehen.. dass ich mir dabei vorkam wie der letzte Idiot? Ich hing da, als hättest du mich in letzter Sekunde gerettet, dabei war eigentlich alles soweit recht gut 'nach Plan' verlaufen. Was du Yran gesagt hast, hätte ich ihm in anderen Worten auch gesagt - und ich kam mir danach einfach nur überflüssig vor.

Schlimmer war danach noch der Schrecken, als ich nicht nur begriff, dass das keine göttliche Erscheinung, sondern ein Zauber ist, und dieser dich auch noch so weit erschöpft hat, dass es fast nicht dafür gereicht hätte, Verano wieder zusammen zu flicken! Ich wäre schuld an einer Katastrophe gewesen und das eigentlich nur, weil du mir nicht vertraut hast!"

Sie pustete angespannt Luft aus und hatte sich selber in Rage geredet, unter ihren Augen spannte es verdächtig, als sich Flüssigkeit im Tränenkanal sammelte.
"Als ich hier ankam, fragte ich mich, was ich hier als 'Gesandte' überhaupt soll, wenn du viel besser als ich in der Lage bist, Leute von unseren guten Absichten zu überzeugen, und das auf eine völlig andere Art, als ich es jemals könnte. Ich wusste, ich werde mit Lyn reden müssen, und das dann auch noch mit so einem emotional aufgeladenem Thema wie der Rückkehr Fiddatans..."
Sie schüttelte für sich den Kopf.
"Ich bin aber kein einfühlsamer Mensch. Ich strahl nicht diese Gutherzigkeit aus wie du. Also ja, ich werde deine Hilfe brauchen, ganz bestimmt..."
Sie sah nochmal Deli an und schloss leiser:
"Aber bitte dränge dich nicht nochmal so dazwischen, nur weil es mal nicht so nett aussieht. Ich arbeite anders als du; wenn ich Hilfe brauche, schrei ich. Und ich hasse nichts mehr, als gerettet werden zu müssen."
Sie schob den Unterkiefer vor und legte ein mal den Kopf in den Nacken, ließ dann die Schultern kurz kreisen, während sie schon überlegte, mit was allem von dem Gesagten sie Deli nun wohl tatsächlich doch noch verärgert hatte?
Ich bin kein Diplomat, stellte sie mürrisch einmal mehr fest. Chasin kann das besser. Deli kann das besser... Wer bitte ist auf diese SAUBLÖDE Idee gekommen?!

"Davon ab bin ich sowieso gerade ein mal mehr der Trottel", erklärte sie noch später gespielt beiläufig, während sie bereits hinunter zum Früstück gingen, "Ich hatte Herrn Tarmas angeboten, ihn bei der Wache abzulösen und habe offensichtlich hoffnungslos verschlafen. Diese ganzen Zwischenfälle scheinen langsam meine Fähigkeiten zu beeinträchtigen. Ich werde mich bei ihm entschuldigen."
Toller erster Eindruck.
Erneut ärgerte sie sich offensichtlich über sich selbst. Die Röhre mit dem Schreiben hatte sie in ihrem Zimmer auf dem Tisch bereit gelegt, um sie rasch zu holen, sobald sie gerufen wurden.

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Eilmana Silva
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Samstag 26. Januar 2019, 22:15

Da stand sie nun und Schweigen füllte den Raum, während Yran unsichtbar über seine Elfe lächelnd den Kopf schüttelte. Der Löffel in ihrer Hand zitterte, oder war es anders herum? Auf jeden Fall fiel er mit einem leisen Klappern auf die Arbeitsfläche, als sie Yrans Atem an ihrer Schläfe spürte, seine Wärme hinter sich und seine Arme sich langsam um sie legten, als befürchte er immer noch, sie würde davon laufen, wie ein scheues Reh. Trotz ihrer feinen Elfenohren hatte sie ihn nicht kommen hören. Er war einfach da und umfing sie mit seiner Kraft. Manchmal waren es eben Gesten, die mehr sagten, als jedes Word vermochte. Eli Spürte seinen Kopf auf ihrem und dieses leichte Gewicht half ihr Buchstäblich, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Seine Berührungen waren wie Magie, anders als bei Tarmas sachlichen Worten die ihr halfen einen Klaren Kopf zu bekommen, waren Yrans Berührungen wie klärender Wind.
Sein ganzes Wesen durchströmte sie wie eine Warme Brise die durch die Kronen der Bäume wehte, so fühlte sie sich wohl, warm und geborgen. Sie empfand ihre Emotionen Intensiv...aber auch Klarer als zu vor ….es fühlte sich beinah so an als hätte Eilmana in Drachma endlich die Fehlenden Puzzle teile gefunden die ihr Halfen zu ihrem Wahrem inneren ICH zu finden.
In Yrans Nähe fühlte Eilmana sich mit ihren Gefühlen und Emotionen verstanden und was noch viel wichtiger war, sie konnte ihre Emotionen selber verstehen und Akzeptierte sie als einen Teil ihres ICH´s . Tarmas Half ihr immer indirekt dabei ihre Gedanken zu sortieren und Klarer zu denken...wer weiß...vielleicht würde Protho bei dem ganzen noch eine Entschiedene letzte Rolle spielen...aber soweit gingen Elis Gedanken bei weitem nicht.

Sie senkte ihren Blick und sah auf die Bänder aus ihren Haaren die sich in einer verschlungenen acht um ihre Handgelenke wickelten. Schwarz und Blond...waren wohl zwei extreme Aber sie sahen so wunderschön zusammen aus. Eilmana hatte hier ein Zuhause gefunden wie sie es noch nie gehabt hatte und sie hatte hier die Ware Liebe gefunden, ihre erste wahre und große Liebe.
Sie genoss den Augenblick einfach, diese letzte Nacht, getrennt von Yran war unsäglich kalt gewesen und nun genoss sie seine Wärme und die Gewissheit das ihre Herzen immer noch für einander schlugen.

Dann drehte ihr Ritter sie zu sich und eroberte ihr Herz im Sturm zurück. Wenn es noch einen Teil ihres Herzen gegeben hatte der sich unsicher war...so was er es jetzt gewiss nicht mehr.
Yran übersäte Eli mit seinen zarten Küssen bis er sich in seiner Leidenschaft ein Stück weit verlor und auch sie erwiderte den Kuss mit einem riesigen Hochgefühl das sie Empfand.
Sie legte ihre Arme um seinen Nacken und zog sich noch ein Stück zu ihm heran. Ihre Finger krallten sich unwillkürlich in sein Haar, in seine Kleidung und plötzlich rumpelte es hinter dem Gasthaus. 

Ihr Ahtem Stockte und sie sah Yran mit etwas erschrockenem Blick an, Yran hielt sie immer noch in seinen Armen... in solchen Momente mochte Eli wirklich den Anschein eines Rehs machen das am liebsten schnell davon lief. Sie war einfach sehr schreckhaft.
Aber Yran grinste und erklärte ihr: „Malagen nervt es, dass er niemanden zum Knabbern hat. Er wird immer ein bisschen grummelig, wenn wir uns küssen.“
Im ersten Augenblick dachte Eli, Yran würde aufhören um Malagen nicht noch mehr zu verärgern, aber im gegen teil. Yran machte weiter und neckte dabei nicht nur sie, sondern auch seinen Drachen. Eli gluckste unter seinen Küssen...aber nun verstand sie die Verbindung zu seinem Drachen etwas besser....aber sie wusste auch das sie wohl erst dann das alles richtig verstehen konnte wenn sie selber die Verbindung mit einem Drachen einging....
Als Yran Eilmana endlich wieder atmen ließ, war ihr etwas schwindelig und es war gut, dass er sie nicht gleich los ließ. Sie hörten, wie Malagen einmal trompetete und dann seine Flügelschläge in den Morgenhimmel verschwanden. Yran flüsterte an ihren leicht geschwollenen Lippen:
„Er geht jagen. Das lenkt ihn ab.“
Eli nickte verständnisvoll....“Aber du solltest Malagen nicht so sehr aufziehen....er tut mir leid....“
Noch einmal setzte Yran zu einem Kuss an, verharrte dann aber und deutete auf den Löffel zu Elis Linken. 
„Sag mal, was hattest du damit vor?“

Eli sah blinzelnd auf den Löffel dann zu Yran und wieder zurück zum Löffel...dann wurde ihr Schlagartig klar das nun bald fast eine Halbe stunde vergangen sein musste und sie doch Frühstück machen wollte.
Ihr Blick wurde Panisch und sie wurde Hecktisch.
„Ähm...Frühstück...genau ich wollte Frühstück machen....ich hab doch gesagt ich würde Frühstück machen und ich hab gesagt du bringst Sachen...das hast du ja auch...und WAAA....Moment....was womit den eigentlich...wie fang ich den an …..oh nein....es sind bestimmt bald alle Wach......Oh verdammt.....was soll ich den machen....“
Hektisch und aufgebracht wuselte Eli durch die Küche ohne etwas konkretes zu tun.

Einige Minuten Später beobachtete sie wie Yran Tee machte und ein Seidentuch nutzte um eine Schwaze Flüssigkeit ab zu sieben...Eli war sichtlich verwirrt und starte das Gebräu an....“Was ist das Yran...?“
Noch während sie fragte tippte sie ihren Finger hinein und leckte ihn ab um im selben Augenblick ihr Gesicht zu verziehen....
„WÄÄÄ....das ist ja Bitter.....“

Eli kannte wirklich nicht all zu viel und sie war in Sachen Kochen immer recht schnell überfordert. Backen wäre ihr wesentlich leichter von der Hand gegangen Improvisation beim Kochen war ganz und garnicht ihre Stärke.
Sie wollte eigentlich aus den Äpfeln einen Apfel Tee kochen...aber Yran machte Tee und sie konnte doch nicht nur das Obst und Gemüse so auf den Tisch stellen. Also begann sie ein paar der Kartoffeln zu Schälen. Daraus konnte man fast immer etwas leckeres machen...
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Montag 4. Februar 2019, 09:30

Darna:
Nachdem das Thema „Ring“ abgehandelt worden war und Delilah die Knappin fast zum lächeln gebracht hätte (was nicht schlimm gewesen wäre, denn sie war ja im gleichen Moment bei ihr), da kam dann Darna auf den eindringlichen Punkt zu sprechen, der sie wurmte. Der ganze Vorfall mit Yran in der Felsspalte lag ihr anscheinend noch schwer auf der Seele...
"Du hast an meiner Stelle dann das antworten übernommen."
Ihr Blick wurde etwas versonnener, als sie resümierend kurz milder sagte:
"Und du sahst wunderschön aus... mal wieder..."
Was motivierte Darna wohl um so etwas zu sagen? Das Wirrwarr aus Gefühlen, das sicher in ihr tobte, hätte vermutlich nicht einmal Chasin entwirren können, aber da gab es ja noch jemanden anderen, der zuhörte... noch. ... Erneut ein Durchatmen, mit dem sie die Weichheit abschüttelte und Deli forscher ansah, ihr Ton sich verschärfte:
"Aber bitte: Kannst du dir vorstellen.. oder wenigstens ansatzweise nachvollziehen.. dass ich mir dabei vorkam wie der letzte Idiot?...“
Stolz?
„Ich hing da, als hättest du mich in letzter Sekunde gerettet, dabei war eigentlich alles soweit recht gut 'nach Plan' verlaufen. Was du Yran gesagt hast, hätte ich ihm in anderen Worten auch gesagt - und ich kam mir danach einfach nur überflüssig vor.
...“

Überflüssig... Geltungsbedürfnis? Es war sicher nicht der Einfluss des Dämons, der Darna geprägt hatte, denn dieser hatte in ihrer Kindheit geschwiegen. Aber eine andere „Stimme“ hatte an der Selbstwahrnehmung der Knappin genagt, die viel mehr Schaden verursacht hatte... Gernot!
Im weiteren Verlauf kristallisierte sich vor allem eines ganz klar heraus:
"...wenn ich Hilfe brauche, schrei ich. Und ich hasse nichts mehr, als gerettet werden zu müssen."
Das war wohl der Knackpunkt. Darna war mehr oder weniger unfreiwillig gerettet worden, egal aus welcher Perspektive man es betrachtete und das hasste sie. Gernot hatte dafür gesorgt, dass genau dieses Gefühl von „Unfähigkeit“ und „Herabsetzung“ in ihr entstand, wenn jemand anders vermeintlich über ihr stand, stärker war oder sie zurecht wies. Sie wollte nicht gerettet werden müssen, deshalb sah sie auch nicht die Notwendigkeit die Delilah aus ihrer Perspektive gesehen hatte. Beide hatten genau richtig gehandelt und doch lag nun grauer schwerer Nebel zwischen ihnen. Darna schob den Unterkiefer vor und legte ein mal den Kopf in den Nacken, ließ dann die Schultern kurz kreisen, während sie schon überlegte, mit was allem von dem Gesagten sie Deli nun wohl tatsächlich doch noch verärgert hatte?
Ich bin kein Diplomat.
, stellte sie mürrisch einmal mehr fest.
Chasin kann das besser. Deli kann das besser... Wer bitte ist auf diese SAUBLÖDE Idee gekommen?!
Sie brauchte nicht Gernot um sich klein zu halten, das schaffte sie ganz allein. So hatte sie es ihr Leben lang gelernt und so hielt sie sich von Gefühlen wie „Freude“ fern.
"Davon ab bin ich sowieso gerade ein mal mehr der Trottel"
, erklärte sie noch gespielt beiläufig, während sie bereits hinunter zum Frühstück gingen,
"Ich hatte Herrn Tarmas angeboten, ihn bei der Wache abzulösen und habe offensichtlich hoffnungslos verschlafen. Diese ganzen Zwischenfälle scheinen langsam meine Fähigkeiten zu beeinträchtigen. Ich werde mich bei ihm entschuldigen."
Toller erster Eindruck.

Erneut ärgerte sie sich offensichtlich über sich selbst. Die Röhre mit dem Schreiben hatte sie in ihrem Zimmer auf dem Tisch bereit gelegt, um sie rasch zu holen, sobald sie gerufen wurden. Schweigend ging Delilah neben ihr die Treppe hinunter. Das Gesicht der Novizin verriet nichts von ihren Gedanken. Vielleicht schwieg sie, weil sie eher ein kleines Dankeschön erwartet hatte, vielleicht auch, weil sie über Darnas Worte nachdachte. Aber vielleicht war nun auch einfach nicht die Zeit um das Vergangene zu rekapitulieren und auseinander zu nehmen. Trotzdem war Delilahs Nähe ein Segen, denn sonst hätte der Dämon vielleicht doch etwas dazu gesagt. Vielleicht hatte er sich aber auch anderen Gründen bereits zurück gezogen. Die Präsenz der Drachen war allgegenwärtig und hin und wieder hörte man ein weiter entferntes Trompeten, dieser majestätischen Kreaturen.

Eilmana:
„Sag mal, was hattest du damit vor?“
Eli sah blinzelnd auf den Löffel dann zu Yran und wieder zurück zum Löffel...dann wurde ihr schlagartig klar das nun bald fast eine halbe Stunde vergangen sein musste und sie doch Frühstück machen wollte. Ihr Blick wurde panisch und sie wurde hektisch.
„Ähm...Frühstück...genau ich wollte Frühstück machen....ich hab doch gesagt ich würde Frühstück machen und ich hab gesagt, du bringst Sachen...das hast du ja auch...und WAAA....Moment....was womit den eigentlich...wie fang ich den an …..oh nein....es sind bestimmt bald alle Wach......Oh verdammt.....was soll ich den machen....“
Kopflos wuselte Eli durch die Küche ohne etwas konkretes zu tun. Einige Minuten später beobachtete sie wie Yran Tee machte und ein Seidentuch nutzte um eine schwarze Flüssigkeit ab zu sieben... Eli war sichtlich verwirrt und starte das Gebräu an....
“Was ist das Yran...?“
Noch während sie fragte tippte sie ihren Finger hinein und leckte ihn ab um im selben Augenblick ihr Gesicht zu verziehen....
„WÄÄÄ....das ist ja bitter.....“
„Das ist Kaffee. Du kannst ihn auch süßen und mit Sahne trinken... ähm, wenn wir welche hätten.“
Yran schien zu überlegen, woher auf die schnelle Sahne her bekommen könnte, aber er fand wohl keine einfache Lösung, weshalb er erst einmal mit den schultern zuckte und Eli dann wieder half ein einfaches Frühstück vorzubereiten. Eli kannte wirklich nicht all zu viel und sie war in Sachen Kochen immer recht schnell überfordert, genau wie ihr Ritter wohl auch. Backen wäre ihr wesentlich leichter von der Hand gegangen Improvisation beim Kochen war ganz und gar nicht ihre Stärke. Sie wollte eigentlich aus den Äpfeln einen Apfel Tee kochen...aber Yran machte Tee und sie konnte doch nicht nur das Obst und Gemüse so auf den Tisch stellen. Also begann sie ein paar der Kartoffeln zu Schälen. Daraus konnte man fast immer etwas leckeres machen...
Am Ende gab es zwei volle Tabletts, mit kleinen gebratenen Kartoffelfladen, Apfelmus, frischem Obst, Tee und dem bitteren Gebräu, das Yran anscheinend so mochte. Über ihnen waren auch schon erste leise Geräusche zu vernehmen und Tarmas kam aus dem Schankraum um ihnen beim hinaustragen zu helfen.

Gerade als sie einen der längeren Tische gedeckt hatte, kamen auch schon die ersten Gäste nach unten. Delilah und Darna sahen wie alle von der Reise noch etwas zerknautscht aus, aber wirkten nun ausgeruht und erholt. Als Deli sich Verano als erstes ansah, fiel ihr auf, dass auch er wieder deutlich mehr Farbe im Gesicht hatte. Sein Atem ging ruhig und gleichmäßig, was hoffen ließ, dass er bald erwachen würde, aber wecken wollt sie ihn erst, wenn es unbedingt notwendig war. Gerade die inneren Verletzungen machten ihr am meisten Sorge, doch sie nun stellte sie mit einigem Erstaunen fest, dass sie kaum noch etwas davon fühlen konnte, wenn sie ihre Magie einsetzte. Verano, bzw. Fiddatan schien es im ganzen wieder ganz gut zu gehen, was allein auf ihr gemeinsames Zusammenwirken zurück zu führen war. Zufrieden ging sie zu dem gedeckten Tisch an anderen Ende des Raumes wo sich Darna schon zu der Elfe Eilmana, Yran und Tarmas gesetzt hatte.
Darna hatte sicher Tarmas gemustert und nach Zeichen von Müdigkeit bei dem Mann gesucht, aber nichts dergleichen gefunden. Er hatte immernoch an der gleichen Stelle gestanden, als sie die Treppe herunter gekommen waren und sich erst dann in Bewegung gesetzt, als er ihr zugenickt hatte, um dann kurz in die Küche zu verschwinden. Gleich darauf kam er mit einem voll beladenen Tablett zurück, gefolgt von Yran, der noch mal die gleiche Ladung trug, gefolgt von Eli, die eine große Kanne Tee trug. Mit den Massen die hier auf getafelt wurden, konnte man durchaus 10-12 weitere Leute verköstigen, aber keiner schien sich daran zu stören. Darna konnte sogar hören, wie Yran zu Tarmas meinte:
„...gut das Protho nicht da ist. Sonst würden wir nicht satt werden.“
und ein kurzes Zucken in Tarmas Gesicht war wohl die Zustimmung.
Als Darna sich dann an ihn wandte um sich wie vorgenommen für ihr „Nichterscheinen“ zur Wacht zu entschuldigen, da antwortete er nur knapp:
„Es ist gut so wie es ist.“
Nur das es sich bei ihm nicht wie eine Floskel anhörte, sondern genau so wie er es sagte. Er hätte mit dem gleichen Klang in der tiefen Stimme auch sagen können: *Es macht nichts, macht euch keine Sorge, ich bin ausgeruht genug, es war überhaupt nicht nötig, ich bin froh, dass ihr ausschlafen konntet.*, aber er nickte Darna nur zu und begann sich dann seinen Teller so voll zu laden, dass das Essen zu beiden Seiten wieder herunter kullerte. Auch Yran zeichnete sich durch einen übersteigerten Appetit aus und entschuldigte ihr Verhalten mit einem Seitenblick, auf Chasin und Leon die gerade eintrafen.
„Guten Morgen. Ich hoffe ihr habt nicht dagegen, wenn wir schon anfangen. Bitte greift auch zu! Ihr müsst Hunger haben!“
Leon setzte sich neben Darna und sah sie freundlich von der Seite an, bevor er sich auch Frühstück auf tat. Chasin erbat sich nur eine Tasse Tee und trank sie zügig um dann von Tarmas immer wieder nach geschenkt zu bekommen, der näher saß und den schweren Kessel deutlich leichter handhaben konnte. Sie fragte dann auch bald:
„Wann kommt Lyn?“
„Sie ist gleich da.“
, antwortete Tarmas und wirklich, kaum zwei Minuten später öffnete sich die Vordertür und begleitet von ein paar hereinfallenden Sonnenstrahlen, trat die oberste Drachmas ein. Sie legte ihren weißen Pelzmantel ab und setzte sich dann allen zulächelnd an die Stirnseite, die frei geblieben war. Sie sah sich nach einem Redeführer um, während sie sich neun Kartoffelpuffer mit Apfelmus auf tat. Dazu landete gebratener Speck und diverses Obst auf ihrem Teller. Die Drachenritter schienen also alle einen enormen Hunger zu haben.
„Guten Morgen. Ihr werdet gut geschlafen haben und sobald ihr dazu bereit seid, würde ich nun gerne eure Geschichte hören, warum ihr nun hier seid.“
Ob es nun Schicksal oder Pech oder Fügung oder reine Gewohnheit, wer wusste es schon... Die meisten Augen richteten sich nun unwillkürlich auf... Darna.
Und plötzlich war vielleicht die Schriftrolle, die noch oben in ihrem Zimmer lag ein guter Gesprächsauftakt gewesen.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Samstag 23. Februar 2019, 00:16

Auch wenn Darna sich verschiedene Szenarien ausmalte, wie Deli sie gleich wegen ihrer Worte verletzt anfahren würde, trat nichts dergleichen ein. Die Lichtmagierin schwieg einfach zu dem Thema. Um nachzudenken? Um selber nichts falsches zu sagen? Hatte es ihr die Sprache verschlagen? Die Stille drohte die Knappin nur noch nervöser zu machen, und kaum gingen sie die Treppe runter, murmelte sie auch schon ein leises "Entschuldigung" und warf einen kleinlauten Blick zu der Blondgelockten. Erst kurz vor der letzten Stufe erinnerte sie sich beim Anblick der anderen, mehr Haltung anzunehmen.
"Guten Morgen", grüßte sie höflich - und die Fassade stimmte wieder.

Der Tisch schien gerade frisch gedeckt, und auch die Hilfe beim Zubereiten schien sie also verschlafen zu haben. Doch Tarmas schien es nicht gestört zu haben, dass er nicht abgelöst worden war. Nicht einmal Anzeichen von Müdigkeit konnte sie bei ihm erkennen, was ihr im Stillen einen bewundernden Pfiff abrang. Das Durchhaltevermögen hätte ich auch gerne!
Er half, die Massen an Frühstück zu vervollständigen, die aufgedeckt worden waren und als Darna den Kommentar: "...gut das Protho nicht da ist. Sonst würden wir nicht satt werden.“ aufschnappte, weiteten sich ihre Augen. Das alles sollte von den paar Leuten, die sie erwartete, gegessen werden?!
Achso. Nein, natürlich nicht. Darna entspannte sich, als sie zu erkennen meinte, dass die beiden sicher nur scherzten. Irgendwer hatte es bei der Zubereitung wohl übertrieben. Oder die Reste würden dann von anderen Leuten wie Bediensteten vertilgt, wie es bei Hofe üblich war. Als Darna sich dann an Tarmas wandte um sich wie vorgenommen für ihr „Nichterscheinen“ zur Wacht zu entschuldigen, da antwortete er nur knapp: „Es ist gut so wie es ist.“
Sie sah ihn an, mit nachdenklich leicht schief gelegtem Kopf und ließ den Klang der Worte sacken. Er meinte das wirklich so? Ja, er meinte das so. Als sie wieder bei ihm diese vertraut wirkende Art von ritterlicher Verbindlichkeit spürte, breitete sich Wärme in ihrem Bauch aus, die bis in ihren Blick gelangte.
"Also gut. Danke", schloss sie das Thema mit einem ebensolchen Nicken, das einem Kopfneigen ähnlich geriet, ab. Sie honorierte seine Haltung, das war deutlich zu merken.

Ihre rechte Braue wanderte langsam nach oben, als sie beobachtete, wie voll sich Yran und Tarmas die Teller luden. In dem Umfeld, aus dem sie kam, hätte so etwas als ungehobelt gegolten. Ihr Gesichtsausdruck, der durch die Narben immer nur noch mürrischer oder strenger wirkte als sowieso schon, wirkte mit der gehobenen Braue ziemlich tadelnd. Darna war allerdings zu gut erzogen, um zu lange auf das Essverhalten anderer Leute zu starren. Also bediente sie sich selber für ein anständiges, aber nicht übermässiges Frühstück und wartete mit dem Beginn, als sie von oben Geräusche hörte.
Leon und Chasin kamen.
Sie erhob sich von ihrem Platz, um Chasin höflich grüßend zuzunicken und ein flüchtiger, schnell wieder unterdrückter Anflug von Freude huschte über ihr Gesicht, als Leon sich neben sie setzte.
Dem Adlerblick von Hofschranzen wären nicht die kleinen Regungen entgangen, mit denen Darnas Zuneigung zu dem jungen Herrn erkennbar wurde: Sie war die Erste, die ihm gerne Dinge reichte. Ohne wirklich Körperkontakt herzustellen, schien sie sich doch zu ihm zu neigen und seine Nähe zu suchen. Als beide nach der Schale Apfelmus griffen, streifte ihre Hand seine und ihre Mundwinkel vertieften sich eine Spur. Ein verstohlener Blickkontakt blieb kurz, aber ließ die Luft zwischen ihnen knistern, wie man so sagte...

Als Lyn eintrat, wiederholte die Knappin die Geste, sich zur Begrüßung zu erheben und gestaltete das Ganze mit natürlicher Selbstverständlichkeit auch noch etwas deutlicher, als bei Chasin. Erst als Lyn saß, setzte sie sich wieder.
Darnas Brauen zuckten kurz, als sie auch hier den voll beladenen Teller registrierte. Müssen sie für ihre Drachen mit essen?, stellten sich prompt ihre üblichen wilden Vermutungen ein, wenn sie für etwas keine Erklärung hatte.
Ebenso beiläufig nahm sie die scheinbare Gewissheit im "Ihr werdet gut geschlafen haben" wahr. Entweder, Frau Lyn war sehr überzeugt von der Qualität dieses Gasthauses oder sie wusste mehr über die Befindlichkeiten der Gäste, als normal gewesen wäre. Oder... Darnas Brauen zuckten ein mal mehr aufeinander zu, als ihr die Deutungsmöglichkeit 'Arroganz' in den Sinn kam - und es sie an Fiddatan erinnerte.
Aus der Grübelei gerissen, wanderte ihr Blick kurz irritiert über die Gesichter, als die Knappin registrierte, dass fast alle zu ihr schauten. Sie holte tiefer Luft und hielt sie einen Moment an, nickte dann. Na schön.

Mit einem angedeuteten Nicken gab sie den Gefährten, die die zu ihr sahen, zu verstehen, dass sie die ihr zugedachte Rolle übernahm und legte das Besteck beiseite, der Teller wurde ein wenig weiter zur Tischmitte geschoben, um an der Tischkante Platz für Darnas zusammengefaltete Hände zu schaffen.
"Euch ebenso einen Guten Morgen, .. edle Dame." Ein kaum wahrnehmbarer Anflug von Unsicherheit huschte über sie, als die Knappin sich fragte, wie man die hiesige Stellvertreterin eines Drachenkönigs wohl korrekt ansprach, aber sie fuhr recht flüssig fort:
"Wir haben erholsam genächtigt, ja, und möchten uns auch bei Euch in aller Form für den Entschluss bedanken, uns in die Stadt zu lassen und Quartier zu gewähren, um unser Anliegen anzuhören. Danke."
Sie neigte den Kopf und hielt kurz inne, um das Gesagte ankommen zu lassen. Ein bisschen nervös war sie schon, aber man merkte es ihr kaum an. Die steife Haltung diente ihrem Zweck, knetende Finger oder dergleichen zu unterbinden und sich zu konzentrieren. Ihr Blick glitt über Chasin und die anderen.
"Es sind Namen gefallen und wir erklärten noch draußen im Gebirge Herrn Yran in Grundzügen, was uns im Einzelnen herführt, doch scheint es mir angeraten, uns Euch gegenüber noch ein mal etwas geordneter vorzustellen? Unterbrecht mich bitte, sofern dies nicht vonnöten ist."
Sie sah kurz abwartend und aufmerksam zu Lyn, um es gegebenenfalls zu übernehmen, Chasin, Leon, Delilah und sich selbst mit vollständigem Namen und Titulatur vorzustellen. Das Ambiente des geselligen Frühstücks schien ihr teils irgendwie unpassend, je mehr sie in Förmlichkeiten rutschte, und sie bemühte sich, alles nicht ZU steif geraten zu lassen.

Aber wie also erklären, 'warum sie nun hier waren'? Am entsprechenden Part angelangt, schürzte sie zwei, drei Lidschläge innehaltend überlegend die Lippen.
"Eure Frage nach dem Grund unseres Hierseins ließe sich aus verschiedenen Blickwinkeln heraus beantworten, also verzeiht mir bitte, sollte ich nicht sofort den Kern Eures Interesses treffen."
Die Nervosität wich allmählich und die junge Frau schaffte es in diesen Momenten, zunehmend 'staatsmännischer' zu wirken: gefasster, erwachsener. Ihre Stimme blieb ernst und ruhig:
"Es mag mehrfach kurios klingen und ich müsste im Detail zu weit ausholen, um alle meine Aussagen glaubhaft zu untermauern, doch lasst mich bitte in Kürze zusammen fassen, dass durch eine Abfolge teils gefährlicher Umstände der Geist des euch bekannten Drachen Fiddatan mit dem vorigen Grafen von Weißenfels - Leons Vater: Verano - in Kontakt treten konnte, weil jener in der Geistermagie bewandert ist." Bewandert war? Egal.
Ihre Kiefermuskulatur arbeitete kurz, bevor sie fortfuhr:
"Sie gingen einen Handel ein, der beinhaltete, dass Fiddatan die von Dunkelelfen eingenommene Zwergenstadt Rugta von den Dunkelelfen befreite und im Gegenzug den Körper des Grafen übernehmen konnte.
In dieser menschlichen Gestalt suchte Fiddatan, um Veranos letzter Bitte nachzukommen, Leon auf und traf ihn in unserer Gesellschaft im Schloss von Jorsa an. Dort befanden Leon, Delilah und ich uns wiederum, um seiner Majestät König Richard III. von dem Verlauf und dem Ende einer tödlichen Seuche zu berichten, die nach bisheriger Indizienlage womöglich durch die Zusammenarbeit von Dunkelelfen und Grandessanern in diese Welt gerufen wurde; die 'Morgherias Hauch' genannte Krankheit wurde durch eine dämonische Präsenz vorangetrieben."
Darnas Stirn furchte sich kurz, als sie selber merkte, dass die Verlockung wieder sehr groß war, sich in immer mehr Details zu verlieren. Dennoch war es ihr wichtig und durchaus Absicht gewesen, eine bedrohliche Kulisse aufzubauen, um den Ernst ihres Auftrages später zu untermauern. Sie ließ das Gesagte kurz sacken.

"Fräulein Delilah wurde auf eine schwere Verletzung aufmerksam, die Fiddatan sich zugezogen hatte. Sie vermochte, Veranos Körper vorübergehend zu heilen, doch konnte sie für seinen ebenfalls verletzten Geist nichts tun.
Fiddatans zunehmend drängender und einziger Wunsch war es, nach Drachma zurück zu kehren - zu Euch." Sie senkte kurz den Blick, um Lyn nicht zu sehr mit diesen Worten zu konfrontieren und ausweichend huschte der Blick der Knappin zu Chasin.
"Frau de Mondragil nahm durch ihre Fähigkeit, Gedanken zu lesen, intensiver zu Fiddatan Kontakt auf" - kurz drohte sie, ins Stocken zu geraten - sie hatte jetzt hoffentlich nichts verraten, was Chasin noch hätte verheimlichen wollen? Ups. Sie konnte sich aber eigentlich keinen rechten Grund dafür vorstellen, also fuhr sie rasch fort: "Wobei sie Euch ihre Beweggründe, die ihr Interesse an Drachma weckten, sicher selber besser erklären kann, verzeiht."
Es war nicht ganz klar, ob sie mit dem 'verzeiht' nun Lyn oder Chasin meinte und merklich hoffte sie, sich von diesem Themenbereich rasch wieder distanzieren zu können.
"Als seine Majestät Kenntnis davon erlangte, dass die eventuelle Möglichkeit besteht, zu Vertretern Drachmas Kontakt aufnehmen zu können, ließ er mir ein versiegeltes Schreiben überbringen und den Auftrag, selbiges Euch in seinem Namen zu überreichen. Dieses Schreiben befindet sich oben in meinem Zimmer und ich werde es holen, sobald Ihr dies wünscht."

"Fiddatan bot an, uns nach Drachma zu bringen, wobei er von uns wahrheitsgemäß wissen wollte, warum wir dies wünschen. Daran wollte er ermessen, ob er es verantworten will, uns hierher zu bringen und entschied sich, wie man sieht, dafür." Ein mulmiges Gefühl machte sich in Darna breit, als sie merkte, dass sie sich mal wieder bedrohlich dem Punkt näherte, wo es um sie selber ging, doch zuvor konnte sie zum Glück noch Leon vorweg schieben:
"Leons Vater war, wie gesagt, Geistermagier und auch das Naturell eben dieser Person ist nicht ganz einfach zu erklären und wenn, dann am besten von Leon selbst. Doch in Kürze sei gesagt, dass Leon begründet hofft, mithilfe von Veranos Körper eben diesen daheim in Weißenfels ins Leben zurück holen zu können, sobald... Fiddatan ihn nicht mehr benötigt."
Ihre Stimme klang zum Schluss des Satzes ziemlich belegt. Örgs, ist das ein fürchterliches Thema!

Sie schluckte ein mal und nahm einen Schluck von ihrem so gut wie kalt gewordenen Tee. Ehe sie den Gesprächsfaden zu verlieren drohte, fuhr sie mit ausweichendem Blick und sich langsam rötenden Wangen fort:
"Und was mich selbst betrifft, kann und will ich nicht verschweigen, dass auch mich sehr persönliche Gründe her führen." Oh Götter, wie erklär ich das?! Egal, wie oft sie sich offenbaren musste, es schien nicht leichter zu werden!
"Neben meinem Auftrag, Euch die Botschaft zu überbringen, trage ich ein Problem mit mir, bei dem ich inständig euren Rat oder gar eure Hilfe erhoffe." Sie bemühte sich redlich, sich weiter gefasst zu geben aber man merkte, dass es ihr schwer fiel. "Auch hier würde es wesentlich mehr Zeit brauchen, alles im Detail zu erklären, doch es verhält sich so, dass ich in meiner Kindheit das Werk eines Ritualmagiers störte und maßgeblich dazu beitrug, dass er gefasst und dem Scheiterhaufen übergeben wurde", erklärte sie völlig nüchtern, ohne Stolz, ohne Bedauern oder sonst irgend eine Regung. "Der Vorgang, den ich zuvor störte, verursachte jedoch, dass ein mit all dem im Zusammenhang stehender Dämon seither.. zum Teil an mich gefesselt ist, und ich an ihn."
In Erinnerung an Fiddatans Impuls, sie zu zerquetschen, fuhr sie rascher und eindringlich fort:
"Unser beider innigster Wunsch ist es, diesen unseligen Zustand zu beenden, wobei das leider nicht so einfach ist - und das 'nicht so einfach' beinhaltet dabei auch, dass es leider nicht reicht, mich einfach zu töten."
Sie warf einen Seitenblick zu Yran, sicher nicht ohne Grund. Und innerlich vor Anspannung bebend versuchte sie ein mal darauf zu lauschen, wie die Stimmung in der Runde sein mochte, doch sie war viel zu nervös, um wirklich etwas einschätzen zu können.
"Ich kann versichern, dass trotz der insgesamt höchst unglücklichen Umstände keine akute Gefahr für irgendwen besteht und ich Drachma und seinen Bewohnern nichts Böses will, im Gegenteil: Wie gesagt, ich bin hier, um um Hilfe zu bitten. Warum ausgerechnet hier und euch werde ich gerne erklären, wenn es an der Zeit ist, sich mit dieser Angelegenheit näher zu befassen. Zuvor dürften mit Fug und Recht andere Dinge Vorrang haben."
Ihr Blick wanderte ein mal zu Veranos Körper, um sich dann Lyn zu stellen.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Samstag 23. Februar 2019, 12:45

Als Darnas Blick zurück zu Lyn wanderte, da ruhte auch ihr Auge auf dem schlafenden Körper des Grafen. Sie hatte bisher ohne jede Regung gelauscht, genauso wie die anderen Drachenreiter. Das einzig merkwürdige, was während Darnas Vortrag geschehen war, das war die äußere Geräuschkulisse, als „Dämonen“ zur Sprache kamen. In diesem Moment hatte man hinter der Taverne deutliches Schlagen von Flügeln, das Schleifen von Schuppen über Stein und bekrallte Schritte vernommen. Auch vor der Taverne hörte man einen Drachen landen und die Eingangstür hatte leicht gebebt. Vorne hatte man durch ein Fenster kurz den grünen Leib von Malagen gesehen, der dort auf und ab patrouillierte. Er hatte sogar kurz seinen großen Kopf zur Tür herein gesteckt, aber nach einem kurzen unwilligen Zischen von Yran sofort wieder die Zusammenkunft verlassen. Nun aber, da Darna geendet hatte, trat Stille ein und es verstrichen einige Atemzüge. Dann sah Lyn auf und in die Runde:
„Gut... „
Diese kurze Äußerung war sicher keine Reaktion auf den gesamten Inhalt, aber doch schon mal viel versprechend, dass die Gruppe der Freunde nicht sofort gefressen werden würde.
„Ihr seid weiterhin Gäste in Drachma. Wir werden uns euer Anliegen annehmen... dem Sohn, der seinen Vater wieder haben möchte...“
Damit sah sie zu Leon, dann wanderte ihr Blick zu Chasin.
„...der Tha'Roon die eine neue Heimat braucht...“
Sie sah zu Darna:
„Die Gesandte, die weit mehr als nur Nachricht mit sich führt...“
und dann sah sie zu Deli:
„...und das Mädchen, dass die Seele meines Drachens berührte.“
Ihr blick blieb bei Delilah und sie stand auf, ging um den Tisch herum um ihre Hände in ihre zu nehmen. Delilah war instinktiv aufgestanden und die beiden ungleichen Frauen standen einander gegenüber. Lyns Hände fühlten sich stark an, sandten prickelnde Macht über Delilahs Haut, aber zitterten auch ein wenig.
„Du hast meinen Drachen berührt, ...ihn gehalten, seine Seele geheilt wo ich nicht einmal wusste, dass er noch leb...existiert.“
In Lyns Augen sammelten sich funkelnde Tränen. Tränen voller Diamantstaub, in sich schimmernd wie ein Regenbogen.
„Du hast ihm gegeben, was ich nicht konnte... Zuwendung, Energie und... - ...Vertrauen.'“
Das letzte Wort kam mit so viel Intensität, dass es unwillkürlich einigen vielleicht einen Klos im Hals bescherte. Die ganze Szenerie hatte sich plötzlich verändert. Lyn trat noch etwas näher an Delilah, löste ihre Hände und legte sie an ihre Wangen. Ihr Gesicht war nah und ihre Augen vom Licht der Sterne erfüllt. Als sie jetzt sprach, war es als würden zwei Stimmen aus ihrer Kehle emporsteigen. Eine weibliche, bekannte und eine andere, tiefe und alt wie die Welt:
„ICH DANKE DIR, KIND DER SONNE...“
Lyn führte Delilahs Stirn sanft an ihre Lippen und die Wärme die diese kurze Berührung entfachte, war nicht mit Worten zu beschreiben, zu verrückt waren die Empfindungen, die nur Delilah wahr nahm...
Gleich einem tief in der Erde verborgenen Strom Magma, der reinste Urmagie, geschmolzene Diamanten und flüssiges Leben mit sich führte, berührte diese kleine Geste das Mädchen aus Jorsa und es fühlte sich an, als lege ihr Vater stolz seine Hand auf ihre Schulter, als umarme sie ihre Mutter und als lachten ihre Freunde mit ihr. Delilah fühlte ihr ganzes Leben in einem Herzschlag sich zusammen ziehen. Da waren Bilder, wie sie mit einer Eiselfe am Feuer saß und Geschichten lauschte, ihre Moma, wie sie Kekse backte und ihr mit dem Nudelholz drohte, wenn sie welche stibitzen wollte, ihre Klassenkameraden, die Kinder aus der Nachbarschaft, Leon, wie er in der Kissenecke der Akademie seine Bücher las, Raphael, wie er sie auf dem Marktplatz an der Hand hielt, Omniel im Schneiderladen, die dunklen Schlieren, die vor ihr flüchteten, ein kleiner goldener Vogel, den sie bewusst nie gesehen hatte, der sie aber beobachtete, Verano in Rüstung auf seinem Pferd, Olivia in dem Badezuber, wie ihr Leben zurück kehrte, die unendliche Dunkelheit ihrer Krankheit und das kleine Licht, dass sie zurück holte, Luci, Rukullas geisterhafte Erscheinung wie sie die Kochlöffel in Weißenfels schwang, Baltos und Brovi, wie sie den Orks auflauerten, Nebel und Landschaften durch die sie gereist war, Jorsa, das Schloss, der Ball, die bunten Masken, der Tanz mit Fiddatan...
Und ganz zum Schluss sah sie den silbernen Drachen, so wie er einst gewesen sein musste, in seiner ganzen Pracht. Sein silbernes Schuppenkleid funkelte in der Sonne, er war groß und mächtig – und sehr arrogant in seiner Ausstrahlung. Sieh sah ihm im Drachengebirge, am Himmel um die Wolken kreisen, drehte glanzvolle Pirouetten direkt unter der Sonne. Nachts ging er auf die Jagd, denn dann schimmerte seine Haut nicht verräterisch im Licht und konnte sich trotz seiner Größe beinahe lautlos auf seine Beute stürzen. Fiddatan spie kein Feuer, sondern griff seine Feinde mit einer enormen Macht von Schattenmagie an, die sich wie dunkle Sturmwolken um seinen Körper ballen und gleich riesiger Tentakeln seine Gegner verschlangen. Er war ein mächtiger Krieger und Beschützer für das Reich...
Delilah sah in Lyns Augen und in die des Drachenkönigs und sah Fiddatan, spürte die Liebe des Vaters aller Drachen für sein Kind.
„... DANKE, DASS DU IHN MIR WIEDER GEBRACHT HAST!“
Zwischen den Worten, war nicht mal ein Atemzug vergangen und doch fühlte es sich für Delilah an, als läge ihr ganzes Leben dazwischen. Lyn blinzelte und der Regenbogenschimmer war fort. Sie lächelte und setzte sich mit Delilah zusammen seitlich auf die Bank. Sie war nun wieder ganz sie selbst und hielt wieder die Hände der jungen Lichtmagi.
„Wenn es etwas gibt, dass du dir wünschst, dass ich für dich tun kann, dann werde ich nach Leibeskräften versuchen, es zu verwirklichen. Denn auch wenn ich weiß, warum du hier bist, so bin ich mir nicht ganz sicher was dein Begehren ist.“
Lyn legte den Kopf leicht schräg und schmunzelte.
„Vielleicht fällt dir ja etwas ein.“
Sie zwinkerte und stand wieder auf um zu ihrem Platz zurück zu gehen. Hinter Darna wurde sie etwas langsamer und sprach:
„Bitte holt doch jetzt das Schreiben. Ich würde es gerne lesen.“
Dann setzte sie sich wieder und nahm sich eine weitere „unmenschliche“ Portion, schnitt Äpfel auf und schob sich Happen um Happen in den Mund. Auch Tarmas und Yran aßen fleißig weiter und erst als Darna mit dem Schreiben des Königs von Jorsa wieder kam und es überreicht hatte, wurde das Frühstück ein weiteres Mal unterbrochen. Yran der wohl den ein oder anderen irritierten Blick aufgefangen hatte, meinte zwischendurch schelmisch und auch ein wenig entschuldigend lächelnd:
„... Wir haben ein bisschen was nachzuholen.“
und tat sich die dritte Portion auf. Lyn sah ihn an, auf ihren Teller und ...begann zu lachen. Der Klang, dieser Laut war klar und hell und konnte ein Herz von Schwere und Last befreien.
„Herrjemine... ihr müsst ja...Hahahah... wer weis was, von uns denken!“
Sie legte den fünften Apfel beiseite und schmunzelte vergnügt auf ihren vollen Teller hinunter.
„Das ist eigentlich eine gute Gelegenheit um euch unserer aktuelle Lage etwas näher zu bringen.“
Sie sah zu Eilmana.
„Diese herzensgute Elfe, Eilmana, hat zusammen mit ihrer Freundin Marga, uns einen großen Dienst erwiesen. Sie beide sind Ehrenbürger unseres Reiches. Marga ist gerade mit einem meiner Drakoner unterwegs, Protho. Ihn werdet ihr hoffentlich auch bald kennen lernen.“
Lyn sah noch einmal auf ihren übervollen Teller und fuhr fort:
„Der Grund, warum wir im Moment sehr hungrig sind... und so gut wie keinen Schlaf brauchen, ist jener, dass wir bis vor kurzen noch in einer Art magischem Schlaf gelegen haben. Marga und Eilmana haben diesen Zustand beendet. Wie dies genau geschehen ist, können wir euch erläutern, nachdem noch ein paar dringlichere Fragen geklärt worden sind. Aber unter gewissen Umständen, wäre es durchaus möglich, ja sogar wünschenswert, wenn ihr eine Weile, oder vielleicht für deutlich länger hier bleiben würdet. Wir könnten im Moment dringend Unterstützung gebrauchen, da unserer Stadt... sagen wir... sehr unterbevölkert ist.“
Mit den letzten Worten war sie aufgestanden, langsam zum Eingangsportal der Taverne gegangen und hatte die Gäste mit einer deutlichen Handbewegung aufgefordert ihr zu folgen. Als dann die doppelflüglige Tür aufschwang und den Sonnenschein herein ließ, musste so mancher sich blinzelnd erst einmal an die Helligkeit gewöhnen. Dann jedoch breitete sich die ganze strahlende Schönheit Drachmas unter ihnen aus.

In einem gewaltigen Krater gelegen, geschützt vor den Winden und rauen Wettereinflüssen des Drachengebirges, breitete sich Drachma, die Stadt der Drachen vor ihnen aus. Am tiefsten Punkt lag der einst sicher gut bevölkerte, doch nun einsam und leer wirkende Zentralplatz mit seinen Häusern die das Stadtzentrum bildeten, von dem sternförmig verbunden Straßen und Wege die treppenförmig angelegten Gärten erklommen. Schnell wurde offensichtlich, dass die Drachmaner sich schon immer selbst versorgten. Sie legten sämtliche Nahrung in ihren eigenen Gärten an, von denen es viele in verschiedenen Größen in der ganzen Stadt gibt. Überall rankte Grün zwischen hellem Gestein. Zwischen kleinen felsigen Mauern gediehen Feldfrüchte und Obstbäume. An den Enden der Strahlen, hoch am Kraterrand gelegen, lagen in den vier Himmelsrichtungen ein paar besondere Gebäude.
Der Zugang zur Stadt, das Stadttor zu ihrer Linken wurde nicht von Wächtern versperrt, sondern von einer gigantischen weißen Drachenstatue bewacht. Jeder konnte dort scheinbar einfach ein- und ausgehen, doch ...doch etwas wirkte sofort anders an dieser Statue ...als sei sie mit Leben erfüllt.
Die Drachenhalle, die direkt gegenüber der Taverne lag, war wohl der Regierungssitz. Man konnte sich vorstellen, wie hierher Menschen kamen, die Rat benötigen. Aber es war auch genug Platz für ein oder zwei Drachen in den hohen Hallen. Der Dragoner Orden lag rechts von ihnen. Eine massive schwarze Tür, so groß, dass mühelos zwei Drachen nebeneinander hindurch passen, prangerte hier in der Felswand. Eine lange Passage, gesäumt von schwarzen steinernen Drachenköpfen, führte zum Orden. Und dann war da noch der Drachenzahn selbst, vor dem sie standen. Die Taverne war wohl stets Anlaufpunkt für Besucher der Stadt. Eine riesiges Gebäude, in der wohl gut eine halbe Armee unterkommen konnte. Doch wo war diese Armee?

Eine Bewegung riss die Gäste Drachmas aus ihren Betrachtungen. Malagen näherte sich von links und schnupperte mit gesenkten Kopf. Der grüne Drache schien etwas angespannt. Lyn stellte sich zwischen ihn und Darna.
„Entschuldige bitte. ...Bitte,... würdest du... lasst uns wieder hinein gehen. Sie sind ...etwas nervös seit sie wissen...“
Sie sah Darna an, hakte sich bei ihr unter und ging wieder hinein. Zurück am Tisch setzte sie sich neben die Knappin.
„Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber solange wir dein Problem nicht 'behoben' haben, solltest du nicht ohne einen von uns hier herum laufen. Drachen sind im allgemeinen nicht gut auf Dämonen zu sprechen und ich möchte keinen Unfall riskieren... Tarmas?“
Der Angesprochene nahm seinen Teller und setzte sich neben Darna auf die andere Seite von ihr. Lyn nahm wieder ihren angestammten Platz ein. Leon sah etwas besorgt an Darna vorbei und beobachtete den Riesen, wie er ungerührt weiter frühstückte. Lyn lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und schlug die Beine übereinander.
„Einige eurer Anliegen lassen sich schneller als andere lösen. Ich würde gern mit dem leichtesten beginnen...“
Damit sah sie Chasin eine Weile schweigend an und diese nickte dann plötzlich, strahlte übers ganze Gesicht wie ein aufgeregtes Kind, stand auf und meinte:
„Ich bin dann in der Bibliothek.“
Die Tha'Roon lief eilig die Treppe hinauf, holte ihren Mantel, kam eilig wider herunter, hob die Hand wie zum Abschied ihren Freunden entgegen und lief zur Tür hinaus.

...Irgendwie hatte man das Gefühl sie wohl für länger Zeit das letzte Mal gesehen zu haben.

Lyns Mundwinkel zuckte leicht und dann wandte sie sich wieder ihren Gästen zu:
„Nun zu den anderen Punkten eures Hierseins....“
Sie sah zum Leib des schlafenden Drachengeistes.
„Bevor ich mich um meinen Drachen kümmere, ...habt ihr noch etwas vorzubringen?“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Dienstag 26. Februar 2019, 19:05

Eilmana wuselte gemeinsam mit Yran in der Küche herum und gemeinsam brachten sie dann doch ein halbwegs ansehnliches Frühstück zustande.
Als Yran ihr erklärte das die dunkle Flüssigkeit Kaffee sei staunte sie nicht schlecht. Mit Sahne hm....irgendwie wollte sie das gerne mal probieren aber sie konnte sich noch nicht so recht vorstellen das dass wirklich gut schmecken würde. Aber da es grade keine Sahne gab hatte sich die Sache vorerst erledigt. Eli machte dann doch noch den Apfeltee da dieser Kaffee vielleicht nicht jedem Schmeckte und stellte auch zusätzlich noch eine Karaffe mit Wasser auf den Tisch.
Als Tarmas herein kam um ihnen beim Tragen zu helfen lächelte sie ihn munter an, es war nicht zu übersehen das es ihr wieder um einiges besser ging.
„Guten Morgen Tarmas, danke noch mal für gestern Abend.“
Da sie nicht mit einer Antwort rechnete, oder wenn maximal mit einem Kopfnicken ging sie mit diesen Worten einfach mit der nächsten Fuhre an bechern in den Schankraum.

Als sich dann die ersten Gäste im Schankraum versammelten setzte auch Eli sich an den Tisch. Darna, das Mädchen mit den Narben im Gesicht setzte sich neben Eli. Eilmana beobachtete sie und Deli, nicht weil sie Misstrauisch war, sondern eher weil Eli diese Neugier im Blut lag. Deli schien den verletzten Fiddantan bzw Verano zu begutachten Aber was das junge Mädchen daraus schloss war Eilmana nicht klar. Eilmana selbst wirkte wieder recht entspannte und fröhlich, aber immer noch etwas ruhig für ihre Verhältnisse, aber dafür hatten die neuen Gäste ja keine Vergleichsmöglichkeiten.
Yran, der direkt neben ihr sahs, sagte zu Tarmas gewannt: „...gut das Protho nicht da ist. Sonst würden wir nicht satt werden.“
Im Gegensatz zu Tarmas musste Eli bei der Aussage kichern und hielt sich die Hand vor den Mund.
In der Gesellschaft von Tarmas und Yran fühlte sich Eli sichtlich wohl doch das änderte sich bald.
Kurz nach dem sich alle gesetzt hatten kam Lyn herein....In Elis Körper spannte sich nahezu jeder Muskel an, Ihre Hand die neben der von Yran lag und seine Haut sacht berührte entfernte sich unbewusst ein paar Zentimeter von ihm und sie sah etwas steif auf ihren Teller.
Doch Lyn schien von der eingeschüchterten Elfe keine Notiz zu nehmen, was Eli innerlich irgendwie ein wenig beruhigte. Sie aß leise weiter und Darna begann zu erzählen, also lauschte auch Eli gebannt von den Worten und mit voller Neugier. Schließlich ging es um einen Teil Celcias den Eli noch nicht kannte...wie so viele Teile von dieser Welt.

Als Darna von dem Dämonen Sprach zog Eli die Augenbrauen hoch und war sichtlich erstaunt, doch im selben Augenblick zuckte sie zusammen als sie die Drachen draußen hörte. Den Unmut der Drachen konnte man regelrecht Spüren.
Doch nach Yrans kurzem Zischen verstummten die Drachen wieder und Lyn sprach weiter.
Irgendwie wirkte Lyn plötzlich so Warmherzig und Gütig...nicht mehr so Hart und Kühl wie bisher....langsam entspannte Eli sich wieder doch was dann geschah verschlag ihr die Sprache.
Lyn sprach zu Deli....und durch Lyn sprach der König der Drachen....Eli lief eine Gänsehaut über den Rücken und die feinen Härchen auf ihren Armen stellten sich auf.
Diese Stimme war immer wieder beeindruckend.
Lyn bat Darna das schreiben zu holen und begann dann selbst mit ihrem Frühstück. Für Eli war es nicht neu das die Ritter Drachmars so viel Aßen und auch die folgende Erklärung kannte sie schon aber erstaunlich war es dennoch jedes mal aufs neue.
Als Lyn sogar lachte sah Eli verdutzt zu ihr rüber und staunte nicht schlecht. Plötzlich hatte sie gar keine Angst mehr vor ihr oder dem Drachenkönig....und dann erwähnte Lyn sie auch noch als Ehrengast Drachmars...bei diesen Worten wurde Eli ganz rot und sah verlegen auf ihren Teller.

Als alle zur Türe der Taverne gingen stand Eli zwar auf, blieb aber hinten stehen da sie den neuen Gästen nicht im Blick stehen wollte. Wie sie so hinter den Leuten stand und sie ansah lächelte sie glücklich und hing kurz ihren Gedanken nach.
Deli das Mädchen welches ebenfalls Lichtmagie beherrschte....Eli mochte sie und am liebsten hätte sie sich mit ihr über diese Magie unterhalten. Darna schien meist ernst zu sein und trug ein großes Geheimnis mit sich was wohl auch eine Last für die Junge Frau sein mochte.
Leon schien aufrichtig zu sein....Irgendwie wünschte sich Eli das sie hier blieben...aber ihr Gefühl sagte ihr das dieser Wunsch nicht gänzlich in Erfüllung gehen würde....

Dann kamen alle wieder rein und Lyn erklärte das die Drachen auf Dämonen nicht gut zu sprechen waren, das konnte sie als Elfe nur zu gut nachvollziehen aber sie hatte auch sehr wohl verstanden das Darna dieses Zustand nicht mit Absicht beschworen hatte und ihn auch nicht gut hieß.

Als Lyn nannten Tarmas nur beim Namen und es war unmissverständlich das er auf Darna acht geben sollte so lange sie noch von ihrem Dämonen „betroffen“ war.
Dann sah sie Casin eine weile schweigend an und diese stand nach einem Moment auf, holte ihren Mantel und verabschiedete sich mit den Worten das sie nun in der Bibiliothek sei.
Eli riss die Augen etwas auf und sah der ThaRoon blinzelnd nach....

Da wollte ich eigentlich auch noch hin.....

Doch als sie diesen Gedanken hatte lies sie ihren Blick wieder durch die Runde schweifen und Plötzlich erschienen ihr Bücher nicht mehr so interessant wie früher...sie wollte viel lieber die Leute hier besser kennen lernen...die Zeit mit Yran, Malagen und den anderen verbringen.....als sie ALEINE mit alten Büchern zu „vergeuden“.....Eilmanas Einstellung hatte sich seit dem Beginn ihrer Reise sehr verändert....natürlich mochte sie Bücher und sie las gerne aber sie würde die Gesellschaft nun immer vorziehen...vor allem nach dem sie eine Gesellschaft gefunden hat in der sie sich Zuhause fühlte.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Delilah » Donnerstag 28. Februar 2019, 02:16

„... DANKE, DASS DU IHN MIR WIEDER GEBRACHT HAST!“

Delilah strauchelte und musste sich für einen Moment an Lyn stützen, die ihr half, sich mit ihr zusammen seitlich auf die Bank zu setzen.
Ihr Leben war gerade vor ihrem inneren Auge abgelaufen. Erinnerungen, die beinahe verblasst waren, leuchteten nun wieder klar und taghell in ihrem Gedächtnis. Details, die sie zuvor nie gesehen hatte, prägten sich nun in ihren Geist ein. Ihr bisheriges Leben hatte sich wie ein Buch vor ihr geöffnet und sie war den Weg erneut gegangen, den Weg mit all seinen Windungen und Biegungen, der sie hierher geführt hatte. Was zuvor ein Puzzle einzelner Erlebnisse gewesen war, lag nun wie ein großes Gemälde vor ihr ausgebreitet. Kindertage. Freudentage. Trauertage. Nebeltage. Ihre Erinnerungen. Ihre Erlebnisse. Ihre Entscheidungen. Ihre Fehler. Ihre Erfolge. Und vor allem… die Menschen, die ihr auf ihrem Weg begegnet waren, sie gehasst und geliebt, ihr geholfen und geschadet hatten. Die Liebe, die ihr entgegen gebracht worden war. Ihre eigene Liebe zu diesen Menschen. Die Liebe einer Schattenrose zu ihrem Drachen. Die Liebe eines Drachenkönigs zu seinen Kindern und seine Dankbarkeit über die Rückkehr eines verlorengeglaubten Sohnes.

Delilah brauchte einen Augenblick zum Durchatmen.

Sie hatte das Gefühl vielleicht irgendetwas antworten zu sollen, sich vielleicht bedanken zu sollen, doch momentan wirbelten ihre Gedanken nur wild in ihrem Kopf umher und kein Wort erreichte ihre Lippen. Dass sie gerade beinahe auf die Knie gefallen war, war vermutlich auch Antwort genug.

Ein Detail stach Delilah aus den Erinnerungen besonders hervor. Ein Vogel. Ein kleiner Vogel. Ein Vogel gerade wie derjenige, den sie als junges Mädchen vergeblich hatte gesund pflegen wollen und dessen Verlust in ihr den Wunsch geweckt hatte, Heilerin zu werden. Ein Vogel, der in vielen der soeben neuerlebten Erinnerungen auftauchte. Ein Vogel wie der, der am Fenster gesessen hatte, als sie nach langer Zeit in der Dunkelheit das erste Mal wieder das Licht erblickte. Der über einen ruhenden Inquisitor wachte. Ein Vogel wie der aus dem rätselhaften Traum, den Verano ihr mit seinem letzten Atemzug geschenkt hatte. Im Garten ihrer Großmutter. In den Bäumen der Nebellande. Auf den Dächern Jorsas und den Zinnen des Palastes. Ein Vogel. Und ein Löwe.

Hatte sie sich ihm bewiesen? Hatte er wohlgeheißen, was er in all den Jahren gesehen hatte? War er enttäuscht von ihr gewesen, als die Dunkelheit sie hatte straucheln lassen? Etwas zittrig verließ Delilahs Lippen der Atemzug, den sie seit den Worten des Drachenkönigs nicht freigelassen hatte. Ein Gebet. Später. Ja. Definitiv. Ein sanfter Druck auf ihren Händen und die Stimme der Drachenreiterin holten Delilah aus ihrer Starre und zwang ihre Gedanken zurück in das Hier und Jetzt. Die Erkenntnis, dass ihr ein Götterbote des Lichtherren durch ihr Leben gefolgt war, musste einen Moment darauf warten über sie hereinbrechen zu dürfen.

„Wenn es etwas gibt, dass du dir wünschst, dass ich für dich tun kann, dann werde ich nach Leibeskräften versuchen, es zu verwirklichen. Denn auch wenn ich weiß, warum du hier bist, so bin ich mir nicht ganz sicher was dein Begehren ist.“
Begehren? Delilah verstand die Frage nicht so recht und musste etwas verdattert ausgesehen haben, denn Lyn legte den Kopf leicht schräg und schmunzelte. Meinte Lyn damit etwas, das sie sich wünschte? Sie war natürlich hier um Leon und Darna zu helfen! Da würden sie allerlei Unterstützung gebrauchen können. Aber danach hatte sich die Aussage nicht angehört. Meinte sie gar… etwas, das sie sich für sich selbst wünschte? Der Gedanke war der jungen Lichtmagierin noch gar nicht so richtig gekommen… Für einen Moment verlor sich Deli in den ausdrucksstarken Augen der Schattenrose. Schattenmagie. Und äußerst starke dazu. Ob das, abseits von seinem Dasein als Geist, vielleicht ein weiterer Grund gewesen sein könnte, dass ihre Magie ihm beinahe geschadet hätte? Sie erinnerte sich an das Bild des lebendigen Fiddatan, wie er sich in schwarze Schatten hüllte. Aber es war ja nicht ihre Magie per se gewesen… sondern ihre Seele… hatte er jedenfalls gesagt.
„Vielleicht fällt dir ja etwas ein.“ Lyn zwinkerte und stand wieder auf um zu ihrem Platz zurück zu gehen.

Lernen., schoss es Delilah durch den Kopf. Sie wollte lernen. Verano hatte sich über die Akademie aufgeregt und darüber, dass sie ihr nicht auf die richtige Art gezeigt hätten mit ihrer Magie umzugehen. Und auch Fiddatan schien mehr über das Wirken ihrer Magie zu wissen, als man es zuerst vermutet hätte. Und dann dieses Gefühl der Ausgeglichenheit, als sie mit ihm gereist waren. Vielleicht war hier der richtige Ort um mehr über ihre Fähigkeiten zu lernen und wie sie ihr Potential nutzen konnte, ohne sich zu verausgaben. Diese zweite Quelle nutzen konnte, dessen Anwesenheit ihr erst am Tag der Abreise aus Jorsan im Inneren eines Drachengeistes bewusst geworden war.
Sie war bereits jetzt in der Lage außergewöhnliche Dinge zu vollbringen, aber wie viel mehr könnte sie tun, viel vielen mehr helfen, wenn sie ihre Ausbildung fortsetzte und dies hier; an einem Hort alter Weisheit? Sie könnte mit ganz neuen Möglichkeiten nach Hause kehren und dem Reich Jorsa in diesen schweren Zeiten dienen. Und vielleicht gab es hier noch anderes Wissen, um das man bitten konnte und das bei der Verteidigung gegen diesen neuen Feind hilfreich sein könnte?

Darna kam mit dem Schreiben des Königs wieder.

Yran der wohl den ein oder anderen irritierten Blick aufgefangen hatte, meinte zwischendurch schelmisch und auch ein wenig entschuldigend lächelnd:
„... Wir haben ein bisschen was nachzuholen.“
und tat sich die dritte Portion auf.
Delilah blickte etwas überrascht auf die letzten Bissen ihrer zwei Kartoffelpuffer. Etwas in sich gekehrt hatte sie an ihnen herumgestochert und kaum etwaas zu sich genommen, während sie zu Beginn des Frühstücks in Gedanken noch dem Gespräch mit Darna nachgehangen hatte. Sie hatte einfach angenommen, dass alle Drachenritter so viel vertilgten und sich keine weiteren Gedanken zu den Portionen der anderen gemacht. Lyn sah ihn an, auf ihren Teller und ...begann zu lachen. Der Klang, dieser Laut war klar und hell und konnte ein Herz von Schwere und Last befreien.
„Herrjemine... ihr müsst ja...Hahahah... wer weiß was, von uns denken!“
Sie legte den fünften Apfel beiseite und schmunzelte vergnügt auf ihren vollen Teller hinunter.
„Das ist eigentlich eine gute Gelegenheit um euch unserer aktuelle Lage etwas näher zu bringen.“
Sie sah zu Eilmana.
„Diese herzensgute Elfe, Eilmana, hat zusammen mit ihrer Freundin Marga, uns einen großen Dienst erwiesen. Sie beide sind Ehrenbürger unseres Reiches. Marga ist gerade mit einem meiner Drakoner unterwegs, Protho. Ihn werdet ihr hoffentlich auch bald kennen lernen.“
Lyn sah noch einmal auf ihren übervollen Teller und fuhr fort:
„Der Grund, warum wir im Moment sehr hungrig sind... und so gut wie keinen Schlaf brauchen, ist jener, dass wir bis vor kurzen noch in einer Art magischem Schlaf gelegen haben. Marga und Eilmana haben diesen Zustand beendet. Wie dies genau geschehen ist, können wir euch erläutern, nachdem noch ein paar dringlichere Fragen geklärt worden sind. Aber unter gewissen Umständen, wäre es durchaus möglich, ja sogar wünschenswert, wenn ihr eine Weile, oder vielleicht für deutlich länger hier bleiben würdet. Wir könnten im Moment dringend Unterstützung gebrauchen, da unserer Stadt... sagen wir... sehr unterbevölkert ist.“ Mit den letzten Worten war sie aufgestanden, langsam zum Eingangsportal der Taverne gegangen und hatte die Gäste mit einer deutlichen Handbewegung aufgefordert ihr zu folgen. Als dann die doppelflüglige Tür aufschwang und den Sonnenschein herein ließ, musste so mancher sich blinzelnd erst einmal an die Helligkeit gewöhnen. Dann jedoch breitete sich die ganze strahlende Schönheit Drachmas unter ihnen aus.


Und tatsächlich sahen sie nun zum ersten Mal das Wunder und die Pracht die Drachma war. Doch die Metropole von einst, der Lebensmittelpunkt unzähliger Menschen und Drachen, die in Harmonie miteinander lebten… war verwaist. Abgesehen von jenen in der Taverne war die Stadt wie leergefegt. Die Schönheit dieser heiligen Stätte trieb einem fast die Tränen in die Augen und sie so verlassen zu sehen, brach Delilah fast das Herz. Man sah an jeder Ecke, dass es hier einst vor Leben gesprüht haben musste.

Eine Bewegung riss die Gäste Drachmas aus ihren Betrachtungen. Malagen näherte sich von links und schnupperte mit gesenkten Kopf. Der grüne Drache schien etwas angespannt. Lyn stellte sich zwischen ihn und Darna.
„Entschuldige bitte. ...Bitte,... würdest du... lasst uns wieder hinein gehen. Sie sind ...etwas nervös seit sie wissen...“
Sie sah Darna an, hakte sich bei ihr unter und ging wieder hinein. Zurück am Tisch setzte sie sich neben die Knappin.
„Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber solange wir dein Problem nicht 'behoben' haben, solltest du nicht ohne einen von uns hier herum laufen. Drachen sind im Allgemeinen nicht gut auf Dämonen zu sprechen und ich möchte keinen Unfall riskieren... Tarmas?“
Der Angesprochene nahm seinen Teller und setzte sich neben Darna auf die andere Seite von ihr. Lyn nahm wieder ihren angestammten Platz ein. Leon sah etwas besorgt an Darna vorbei und beobachtete den Riesen, wie er ungerührt weiter frühstückte. Lyn lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und schlug die Beine übereinander.

Delilah hatte nur eine kleine Bemerkung zu machen.
„Die Nähe eines Drachen oder Lichtmagiers unterdrückt die Fähigkeiten des Dämons.“

„Einige eurer Anliegen lassen sich schneller als andere lösen. Ich würde gern mit dem leichtesten beginnen...“
Damit sah sie Chasin eine Weile schweigend an und diese nickte dann plötzlich, strahlte übers ganze Gesicht wie ein aufgeregtes Kind, stand auf und meinte:
„Ich bin dann in der Bibliothek.“
Eine Bibliothek? Das klingt ja sehr interessant!
Die Tha'Roon lief eilig die Treppe hinauf, holte ihren Mantel, kam eilig wieder herunter, hob die Hand wie zum Abschied ihren Freunden entgegen und lief zur Tür hinaus.

...Irgendwie hatte man das Gefühl sie wohl für länger Zeit das letzte Mal gesehen zu haben.

Lyns Mundwinkel zuckte leicht und dann wandte sie sich wieder ihren Gästen zu:
„Nun zu den anderen Punkten eures Hierseins...“
Sie sah zum Leib des schlafenden Drachengeistes.
„Bevor ich mich um meinen Drachen kümmere, ...habt ihr noch etwas vorzubringen?“


Delilahs Blick huschte erneut über Veranos, sich in für die Umstände in erstaunlich guter Verfassung befindenden, Körper und sagte nur: "Ich stehe natürlich mit meinen Fähigkeiten zur Verfügung, falls du das wünscht."
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Freitag 1. März 2019, 14:56

"Gut..." Vorsichtig wagte Darna, sich bei den Reaktionen Lyns zu entspannen. Abwartend beobachtete sie, wie die Frau sich Delilah zuwandte. Was kam jetzt?
„Du hast meinen Drachen berührt, ...ihn gehalten, seine Seele geheilt wo ich nicht einmal wusste, dass er noch leb...existiert.“ In Lyns Augen sammelten sich funkelnde Tränen, und der Knappin wurde es mulmig zumute. Ihr war einerseits klar, dass die Leute - und Drachen - hier bereits einige Details mehr wussten, als sie in den knappen Worten jetzt berichtet hatte, aber es stellte sich gerade so etwas wie ein schlechtes Gewissen ein:
sie hatte Delilah in ihrem Bericht ziemlich außen vor gelassen. Sie hätte auch nicht mehr zu sagen gewusst, als dass die junge Lichtmagierin eben hier war, um bei all dem zu helfen. Darna hatte die scheinbar kleinen Gesten gesehen: wie sich Deli um Fiddatan gekümmert hatte, wie sie sich ihm vor dem Abflug in die Arme geworfen hatte - aber der Knappin wurde, während der König der Drachen sich bei ihr bedankte, klar, dass sie die Tragweite dieser Gesten offenbar völlig unterschätzt hatte! Und kam sich einen Moment lang mies vor deswegen.
Als Delilah in Lyns Griff von dem Erlebten überwältigt taumelte, zuckte Darnas Körper einen Deut vor, aber es machte natürlich keinen Sinn, einzugreifen.
Still wartete sie ab.
"..auch wenn ich weiß, warum du hier bist, so bin ich mir nicht ganz sicher was dein Begehren ist.“
Ja..., musste die Knappin unwillkürlich gedehnt in Gedanken trocken zustimmen:
Das trifft es wohl. Und sie warf Deli kurz einen Blick zu mit einem Gesichtsausdruck, der schwer zu deuten war. Nur zu gerne kam sie danach Lyns Bitte nach, das Schreiben zu holen und nutzte den Moment in ihrem Zimmer, um ein mal einfach nur kurz tief durchzuatmen.
Ob ich noch einen Weg finde, angemessen mit ihr umzugehen?, grübelte sie lakonisch und schüttelte einmal über sich den Kopf, ging dann wieder nach unten und übergab Lyn das Schreiben.
Währenddessen musste sie an eine Anekdote denken, die sie mal gehört hatte: Von einem Boten, in dessen Botschaft stand, dass der Überbringer getötet werden sollte... Was irgendwie eine Vertrauensprüfung gewesen war; wie war die Geschichte noch gleich? Egal.

Die Menge des vertilgten Essens kam zur Sprache und Lyn brach in Gelächter aus:
„Herrjemine... ihr müsst ja...Hahahah... wer weis was, von uns denken!“
Nun ja..., hielt sich Darna bedeckt und wartete lediglich mit leicht gefurchter Stirn eine Erklärung ab. Das Lachen Lyns klang angenehm, aber schien auf sie keine Spur ansteckend zu wirken.
Ein magischer Schlaf.
Gut, das erklärte tatsächlich, warum Tarmas die Wache wohl nichts ausgemacht hatte und wischte den letzten Rest schlechten Gewissens bei Darna weg - die junge Frau hob angedeutet in einer registrierenden Geste ihr Kinn.
"..wenn ihr eine Weile, oder vielleicht für deutlich länger hier bleiben würdet."
Und prompt purzelten Darnas Gedanken mal wieder viel zu schnell in völlig unterschiedliche Richtungen durcheinander. Teils dachte sie an ein "Contra", dass Leon - und auch sie - sicher nicht länger bleiben würden, da sie mindestens Veranos Körper zurück bringen mussten. Aber danach? Wieder mit mulmigem Beiklang dachte sie andererseits kurz in die Richtung, dass sie ja scheinbar ohnehin irgendwie näher in Kontakt mit einem Drachen treten sollte/musste... und ließ von diesem Ansatz mangels Ahnung, was da wohl auf sie zukäme, genauso schnell wieder ab. Drachma unterstützen? War sicher im Sinne Jorsans, falls sie ihrerseits tatsächlich um Hilfe baten...
und etwas verzögert, weil aus diesen Gedanken gerissen, ging sie Lyn hinterher.

Dann jedoch breitete sich die ganze strahlende Schönheit Drachmas unter ihnen aus.
...
...
"Hui...", entfuhr es ihr leise. Sie schob sich einen kleinen Schritt vor, um diese Kulisse tiefer in sich aufzusaugen. Ihr Blick huschte und blieb doch zäh an dutzenden kleinen Details kleben. Die weiße Drachenstatue: Wahnsinn! Fast mit als erstes fiel ihr die Symmetrie der gesamten Anlage auf. Ist das schön. Ihre Lippen öffneten sich und ihr Blick wanderte an den schwarzen Drachenköpfen, jedem einzelnen, entlang bis zu der schwarzen Tür des Dragonerordens. Und wieder zurück. Schwarze Drachenköpfe. Schwarz.
Sind das... Symbolisieren die Trophäen, oder...?
Haben sie überhaupt etwas damit zu tun? Wahrscheinlich nicht.
Beruhig dich, meine Güte!
Schwarz...
Ich MUSS das heraus finden!

Eine Bewegung riss die Gäste Drachmas aus ihren Betrachtungen. Malagen näherte sich von links und schnupperte mit gesenkten Kopf. Der grüne Drache schien etwas angespannt. Lyn stellte sich zwischen ihn und Darna.
Und Darna hätte das glatt nicht mitgekriegt, wenn Malagen sie jetzt plötzlich angefallen hätte. „Entschuldige bitte. ...Bitte,... würdest du... lasst uns wieder hinein gehen." Die Knappin sah abgelenkt auf und begriff erst gar nicht, was los war, aber widerstandslos ließ sie sich zurück nach drinnen lotsen. Sie blinzelte mehrfach und hörte Lyn erst wieder richtig zu, als sie sich neben sie setzte:
„Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber solange wir dein Problem nicht 'behoben' haben, solltest du nicht ohne einen von uns hier herum laufen. Drachen sind im allgemeinen nicht gut auf Dämonen zu sprechen und ich möchte keinen Unfall riskieren... Tarmas?“
'Unfall'..., hallte es träge in ihr nach und warnte sie doch: Der 'Unfall' bin dann ich. Sie wurde wacher und konzentrierte sich wieder, beobachtete Tarmas, wie er sich neben sie setzte und ungerührt weiter frühstückte.
Delilah warf ein: „Die Nähe eines Drachen oder Lichtmagiers unterdrückt die Fähigkeiten des Dämons.“ und Darna nickte dankbar, zustimmend. Ihre Brauen zogen sich ein mal mehr zusammen.
Ich hab die Lage etwas verharmlost, fürchte ich - aber ich wollte sie ja auch nicht gleich aufregen... Und so fügte sie ebenfalls hinzu:
"Ich habe ja erwähnt, dass keine akute Gefahr bestünde. Auch eben aus dem Grund, den Delilah gerade nannte. Ich sollte aber auch anmerken, dass der Auslöser für...", sie stockte kurz: Wie nenn ich das?, blinzelte und fuhr fort: "..für Gefahren darin besteht, dass ich mich freue. Das tue ich für gewöhnlich nicht oft", und schloss leiser: "Jahrelang gar nicht."
Ihr Blick huschte zu Tarmas. Vielleicht kann er das sogar recht gut nachvollziehen?

Aber wie auch immer, es war, wie Lyn gesagt hatte: „Einige eurer Anliegen lassen sich schneller als andere lösen", und kurz darauf rauschte Chasin glücklich aus der Taverne. Perplex sah ihr die Knappin hinterher. Einerseits konnte sie halbwegs nachvollziehen, dass jemand wie die Tha'roon bei der Aussicht auf eine Bibliothek in dieser Drachenstadt fast ausflippte, andererseits war dieses Verhalten gerade sowas von unhöflich, dass Darna ihr das glatt nicht zugetraut hätte! Und etwas Sorge flackerte auf:
Hoffentlich platzt ihr Kopf nicht.

Lyns Mundwinkel zuckte leicht und dann wandte sie sich wieder ihren Gästen zu:
„Nun zu den anderen Punkten eures Hierseins....“ Sie sah zum Leib des schlafenden Drachengeistes. „Bevor ich mich um meinen Drachen kümmere, ...habt ihr noch etwas vorzubringen?“

Oh, wie Darna solche Fragen hasste! Da war es wieder, dieses Gefühl, garantiert irgend etwas Wichtiges vergessen zu haben! Ihr Blick huschte unsicher zwischen Verano und Lyn hin und her.
"Ich glaube nicht", murmelte sie und nahm sich vor, schnell weg zu gucken, sollte zwischen den beiden etwas passieren, was sie zum Lächeln reizen würde - konnte sich aber nicht so recht vorstellen, dass dergleichen eintreten könnte. Es würde wohl eher eben ein.. Abschied. Sie presste die Lippen zusammen.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 6. März 2019, 19:07

Eilmana lauschte dem Geschehen und fühlte nur dann und wann Yrans Hand unter dem Tisch an ihrer, wenn sie sie einmal in den Schoß gelegt hatte. Seine Berührungen waren beruhigend und spendeten Wärme. Sein Trost, seine Stärke umhüllten sie wie eine schützende Schicht und so konnte sie auch die Herzlichkeit die von Lyn ausging wieder wahrnehmen. Ja, Lyn war gestern Abend nicht unbedingt „nett“ zu ihr gewesen, hatte sie daran erinnert, wie schwierig die Lage in Drachma gerade war, aber sie konnte auch fürsorglich sein und gutmütig, ja sogar fröhlich.
Als sie dann hinaus traten und Drachmas strahlende Schönheit so manchem den Atem raubte, die Gärten sich in ihrer ganzen Pracht glitzernd vom Morgentau zeigten, die Sonne auf die hellen Gebäude schien und von vergangenem Leben erzählte, da griff auch Yran heimlich nach ihrer Hand, flüsterte:
„Wunderschön.“
, doch sah er dabei nur sie an.

Delilahs Herz begriff vielleicht noch nicht in Gänze, was ihr Leben lang sie begleitet hatte, aber vielleicht würde sie noch häufiger von dem kleinen Vogel, dem Löwen und hier in Drachma vielleicht noch von Drachen träumen. Die Stadt war beeindruckend und so unglaublich...leer!!!, dass es einem in der Seele weh tun konnte. Die Schönheit dieser heiligen Stätte trieb ihr die Tränen in die Augen und sie so verlassen zu sehen, brach Delilah fast das Herz. Man sah an jeder Ecke, dass es hier einst vor Leben nur so gesprüht haben musste. Und auch wenn es nur eine Ansammlung von Gebäuden und Erinnerungen war, so war es Delilah, die so etwas wie Mitleid mit den leeren Gassen empfand. ...und Drachma zeigte sich dankbar... Es strahlte für sie, glitzerte im Morgentau und zeigte sich von seiner besten Seite.
Das Chasin im weiteren Verlauf verschwand, war nicht sonderlich verwunderlich und sie wussten ja, wo sie sein würde, wo sie sie finden konnten. Eine „Bibliothek“ war ja schließlich nur ein Raum voller Bücher. Delilah kannte die Bibliothek der Lichtakademie in Jorsa und die von Verano und beide waren auf ihre Art Horte des Wissens, wobei die der Akademie schon erstaunlich groß gewesen war.
Dann kam das Gespräch langsam auf die „Dämonenproblematik“ zu sprechen.
Delilah warf ein:
„Die Nähe eines Drachen oder Lichtmagiers unterdrückt die Fähigkeiten des Dämons.“

Darna nickte dankbar, zustimmend. Sie fügte hinzu:
"Ich habe ja erwähnt, dass keine akute Gefahr bestünde. Auch eben aus dem Grund, den Delilah gerade nannte. Ich sollte aber auch anmerken, dass der Auslöser für...für Gefahren darin besteht, dass ich mich freue. Das tue ich für gewöhnlich nicht oft...Jahrelang gar nicht."
Ihr Blick huschte zu Tarmas, der sie scheinbar ohne jegliche emotionale Regung musterte. Aber wie auch immer, es war, wie Lyn gesagt hatte:
„Einige eurer Anliegen lassen sich schneller als andere lösen"
, und kurz darauf rauschte Chasin glücklich aus der Taverne. Perplex sah ihr die Knappin hinterher. Einerseits konnte sie halbwegs nachvollziehen, dass jemand wie die Tha'Roon bei der Aussicht auf eine Bibliothek in dieser Drachenstadt fast ausflippte, andererseits war dieses Verhalten gerade sowas von unhöflich, dass Darna ihr das glatt nicht zugetraut hätte! Und etwas Sorge flackerte auf:
Hoffentlich platzt ihr Kopf nicht.
Die Wahrscheinlichkeit bestand schließlich. Lyns Mundwinkel zuckte leicht. Die erste Dragonerin schien das Verhalten nicht anstößig zu finden und wer wusste schon, was genau Chasin da gerada in ihr gelesen hatte. Dann wandte sie sich wieder ihren Gästen zu:
„Nun zu den anderen Punkten eures Hierseins....“
Sie sah zum Leib des schlafenden Drachengeistes.
„Bevor ich mich um meinen Drachen kümmere, ...habt ihr noch etwas vorzubringen?“
Da war es wieder, dieses Gefühl, garantiert irgend etwas Wichtiges vergessen zu haben! Ihr Blick huschte unsicher zwischen Verano und Lyn hin und her.
"Ich glaube nicht"
, murmelte sie und nahm sich vor, schnell weg zu gucken, sollte zwischen den beiden etwas passieren, was sie zum Lächeln reizen würde - konnte sich aber nicht so recht vorstellen, dass dergleichen eintreten könnte. Es würde wohl eher eben ein.. Abschied. Sie presste die Lippen zusammen.

Lyns Augen wanderte zu Veranos schlafendem Körper und schienen ihn nicht mehr verlassen zu wollen. Ihre Hände ruhten auf der ungeöffneten Schriftrolle, der Botschaft des Königs von Jorsa. In Gedanken versunken stand sie so langsam auf, als müsste sie gegen eine Kraft ankämpfen, die sie nieder drücken wollte. Ihre Hände lösten sich unbemerkt vom Pergament und so, leicht anstoßen, rollte es ein paar Zentimeter über den Tisch. Der Drachenkönig hatte in Delilahs Leben gelesen und somit wusste auch Lyn eine ganze Menge mehr von dem was geschehen war, aber eben nicht alles. Die Vergangenheit hatte sie ...sie ALLE hier her geführt, aber jetzt verflochten sich die einzelnen Schicksalsstränge zu einem dicken Knoten. Hier und jetzt floss das Vergangene in die Gegenwart. Lyn schien vollkommen vergessen zu haben, dass sie hier mit „Fremden“ an einem Tisch saß. Sie stand auf und ging langsam, jeden Schritt seltsam bedacht setzend, auf Verano zu. Versunken in einer vor Äonen verblassten Zeit, wie zu sich selbst sprechend, flüsterte sie:
„Fiddatan... mein Stern... Du bist zu mir zurück gekommen.“
Wieder ein Schritt...
„Ich dachte, du wärst tot... vergangen... verloren und doch wusste ich, dass etwas nicht stimmte.“
Noch ein Schritt...
„Wie hätte ich ..wie hätten wir ahnen... Ich brauchte dich um zu leben... Ich war am vergehen. ER hat mich in seine Arme genommen. Er hatte Mitleid und Mitleid hatte ich. Wir waren zwei einsame Seelen und du warst fort...“
Yran wechselte einen vielsagenden Blick mit Tarmas und stand auf um an Lyns Seite zu treten. Einen kurzen Blick warf er noch Eilmana zu, der nur eines hieß: Vertraue mir. Es konnte Lyn in diesem Moment nicht allein lassen.
„... Ich... ich will dich ..ihn noch einmal in mir fühlen... Bitte lass es zu.“
Das merkwürdige Gespräch, das sie zu führen schien, galt anscheinend teils Fiddatan ihrem Drachen, aber auch dem Drachenkönig. Lyn erzitterte und Yran griff zu um sie zu stützen. Drachmas Boden bebte leicht. Kaum ein Teller zitterte, kein Becher fiel, aber kurz war es doch zu spüren gewesen. Ganz so als hätte sich etwas Großes tief unter der Stadt bewegt. Yran neigte seinen Kopf zu Lyn und sprach eindringlich:
„Nicht hier!...“

Lyn sah verletzt zu Yran auf. In ihren Augen standen Tränen. Sie sah so selbstvergessen aus, wie ein Geist ihrer selbst. Yran sah über seine Schulter hinweg zu den Gästen und den neugierigen Blicken. Vielleicht dachte er, dass der Moment von Lyns Schmerz zu persönlich war, als dass man „Fremde“ daran teil haben lassen sollte? Vielleicht würde das hier alles sein, was Darna, Delilah, Leon und selbst Eilmana zu sehen bekommen würden...
Doch was er dann sagte, verhieß etwas anderes:
„Lyn... erinnere dich, was letztes Mal geschehen ist! Wir müssen ihn nach draußen bringen! Zu ihm!...Vorsorglich!“
Er hielt sie sanft am Arm, ganz sacht und doch so, dass sie Verano nicht berühren konnte. Dann schob er sich zwischen die beiden und nahm Lyn so die Sicht auf ihren Drachen.
„Ich... ich muss...“
„Lass mich ihn raus bringen. Bitte... warte...!“
Das tat sie dann auch, wenn gleich mit seltsam leeren Blick. Steif stand sie da und beobachtete, wie Yran eilig und mit geübtem Griff den Körper in seine Arme hob. Auch Tarmas war aufgestanden, aber blieb in der Nähe der „Gäste“, wohl um ein Eingreifen bzw. irgendwelche Dummheiten oder Unfälle zu verhindern. Während Yran gefolgt von Lyn die Taverne verließen sprach er zu den Anderen:
„Es ist euch nicht verboten beizuwohnen, aber tretet nicht vor mich.“
, waren seine einfachen und deutlichen Worte. Dabei behielt er vor allem Darna im Blick. Leon trat prompt an ihre Seite und nahm Darnas Hand. Das war keine eifersüchtige Geste, es war mehr ein Zeichen, dass auch er sie nicht allein lassen würde. Delilah und Eilmana folgten ebenfalls.

Natürlich brannte die Neugierde heiß in ihrer aller Seelen und so folgten sie Tarmas hinaus auf den Vorplatz des Drachenzahns. Die Stille der Stadt umfing sie und einzig das Plätschern des Brunnens untermalte die merkwürdig gedrückte Stimmung. Darna hatte es schon befürchtet und sah es auch in den Gesichtern der Drachenreiter.
Ein Tod stand an.
Yran trug den Körper des Grafen auf seinen Armen die Straße zum Zentralplatz hinunter, die in regelmäßigen Abständen von den Wegen der Gärten gekreuzt wurde. Am Himmel kreisten zwei einsame Drachen über dem Krater und selbst das Schlagen ihrer ledernen Flügel wirkte unnatürlich laut. Die kleine Gruppe folgte in einigem Abstand und erreichte den äußersten Ring um die große freie Fläche im Zentrum der Stadt. Hier standen sie noch etwas erhöht und hatten gute Sicht auf die Dinge, die da kommen mochten. Tarmas warf einen ernsten Blick in die Runde und setzte sogar seinen Helm wieder auf. Kampfbereit stand er da und zog so eine unsichtbare Linie, die niemand übertreten sollte, wollte er nicht, das seine Geschichte hier endete.

(weiter bei: Der Zentralplatz )

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Sonntag 26. Mai 2019, 14:32

(Eli kommt von: Der Zentralplatz)

Eli lächelte etwas beschämt und ging den drei nackten Männern entgegen, die sie eingeladen hatten sich zu ihnen zu gesellen entgegen, doch als sie den ersten Fuß ins warme Wasser setzte, stockte sie.
Was passiert hier? Warum gehe ich einfach zu ihnen? Das ist doch schrecklich peinlich!
Sie sah an sich hinunter.
Ich bin völlig nackt!
Ihr Blick viel auf Yran der errötet grinste.
Hier stimmt doch etwas nicht....
Dann sah sie zu Tarmas der gerade ausgelassen Yran anlachte.
STOP! ....Tarmas - hier in einem Becken mit so warmen Wasser, lacht so ausgelassen, dass kann nicht war sein! ...Ich muss träumen...
In diesem Augenblick schlug Eli ihre Augen wieder auf und das Traumbild in ihren Gedanken verschwand...

… doch die Dunkelheit blieb.

Elis Lieder blinzelten ein paar Mal heftig und ihre Muskeln und Nerven im Gesicht meldeten, dass sie tatsächlich die Augen offen hatte. Vorsichtig griff sie sogar nach oben und tastete über ihre Wimpern. Ja, sie hoben und senkten sich unter ihrer Kontrolle, aber trotzdem konnte sie nichts sehen. Ein Gedanke schoss ihr unwillkürlich durch den Kopf: Entweder musste es dort wo sie gerade war unglaublich dunkel sein oder …
„Eli, mein Herz. Du bist wach. Was... Ist ...“
Yrans Stimme hatte erst glücklich und erleichtert geklungen, aber dann zum Ende hin, hatte sich Sorge eingeschlichen.
„... alles in Ordnung?“
Was alles in Ordnung? Eilmana war sich dessen plötzlich gar nicht mehr sicher, also streckte sie unwillkürlich die Hand aus und stieß prompt gegen etwas, dass darauf hin leise klirrend zu Boden ging.
„Eli, Vorsicht du... Pass auf, die Scherben.“
Etwas pikste sie an der Außenseite ihres rechten kleinen Fingers, aber sofort hatte Yran ihre Hand aus der Gefahrenzone gezogen und wendete sie nun zwischen seinen warmen Fingern. Leise murmelnd sprach er:
„Ist nicht schlimm... denke ich. Nur ein winziger Tropfen und hat schon wieder aufgehört zu...“
Dann war es wieder leise. Was tat er? Warum sprach er nicht weiter? Sah er sie an? Es fühlte sich so an.
„Eli?“
Die Wahrheit griff nach Eilmanas Bewusstsein und vielleicht wünschte sie sich sogar in ihren Traum zurück. Was war mit ihr passiert? Warum konnte sie nichts sehen? War sie blind? Warum war sie blind? Würde das länger andauern? Stück für Stück kamen Erinnerungen aus ihrer Ausbildung zur Heilerin zurück und purzelten übereinander. Sie erinnerte sich, schon mal davon gehört zu haben, das Lichtmagier ihre Fähigkeiten einsetzen konnten um ihre Gegner zu blenden... was grausam geklungen hatte. Die heilige Inquisition hatte damit irgendetwas zu tun gehabt, aber sie hatte sich damit nicht all zu viel beschäftigt, da es einfach zu unglaublich klang und ein Brauch der Menschen war, den sie nicht nachvollziehen konnte. Aber irgendwie hatte sie sich anscheinend selbst geblendet, so viel stand fest. Dieser unglaublich dunkle Ort in ihrem Traum kam ihr wieder in den Sinn. Ihr Unterbewusstsein musste sie vielleicht schon ein bisschen darauf vorbereitet haben, aber was war mit Yran? Er war hier und er sorgte sich um sie. Er streichelte ihre Hand.
„Süße, ist irgendetwas mit deinen Augen? Du siehst mich gar nicht richtig an.“
Mist! Das war die Bestätigung. Er sah sie an, und ihre Welt hatte sich in Dunkelheit gehüllt. Wenn sie sich doch nur erinnern könnte, was sie noch dazu gelernt hatte. So langsam wollte Panik in ihr aufsteigen, aber Yran hielt sie in seinen warmen Armen geborgen, so dass er das schlimmste verhindern konnte. Sie spürte seine Lippen kurz und zärtlich an ihrer Schläfe und sein Atem strich über ihre Wange.
„Ich liebe dich, meine kleine Elfe. Egal was es ist. Wir schaffen das. Sag mir, was nicht in Ordnung ist. Wie kann ich dir helfen.“
Auch wenn seine Stimme ihr Halt gab, so ahnte Eilmana, wie sehr ihr unsicherer Zustand Yran zusetzen musste. Er versuchte stark für sie zu sein, doch sie spürte das leichte Beben seiner Brust, als sie sich an ihn lehnte. Sie musste Ruhe bewahren und gründlich nachdenken. Zum Glück waren gerade noch andere Heilkundige in der Stadt und sie war nicht allein. Sie wurde geliebt und ihr Albtraum, war nur ein Traum... zumindest in Teilen.
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Sprachen: Lyrintha
und vereinzelte Worte anderer Sprachen die Sie aufschnapen konnte.
Beruf: Künstlerin/Magierin
Fähigkeiten: Malen
Zeichnen
Lichtmagie Überdurchschnittlich
Kann kleinere Wunden heilen Licht erzeugen (schwebende Lichtkugel z.B.)
Kann kleinere Dinge schweben lassen und bewegen.
Lebensenergie:

Geld: 1D, 4L, 28F
Ausrüstung: [br]nur die Kleidung die Sie am Leib trägt[/br]

Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 26. Mai 2019, 17:52

Eli öffnete ihren Augen doch was sie sah war Dunkelheit....

War es wirklich dunkel um sie herum?....

Yrans Stimme zu hören machte sie in diesen Augenblick unsagbar glücklich und ein sanftes lächel huschte über ihre Lippen.

„Yran....“
Doch dann stieß sie etwas um, sie hörte wie es zerbrach und in der Bewegung kam sie an eine der Scherben und schnitt sich am kleinen Finger.

„Autsch.....“
Doch im Selben Augenblick hatte Yran ihre Hand umschlossen und aus der Gefahrenzone geholt.
Ist nicht schlimm... denke ich. Nur ein winziger Tropfen und hat schon wieder aufgehört zu...“
„Eli?“
„Süße, ist irgendetwas mit deinen Augen? Du siehst mich gar nicht richtig an.“

Plötzlich wurde Eilmana klar das es keine Dunkelheit war...ihre Augen sahen nichts......

Nun erinnerte sie sich wieder an ihren Traum zurück...hatte ihr Traum ihr das sagen wollen...und wenn ja...was genau hatte er ihr sagen wollen....
Sie bekam Angst...ihr Augenlicht was eines der kostbarsten geschenke die die Götter ihr hatten geben können. Mit ihren Augen konnte sie diese Wundervolle Welt betrachten und wiederum in Bildern einfangen....mit diesen Augen hatte sie Yran sehen können und sein Anblick war eines der schönsten Bilder die sie jeh gesehen hatte. Wenn sie in seine geschlitzten Irden sah beruhigten sich alle wogen in ihr und sie kam zu einer inneren Ruhe die sie zuvor nie gespürt hatte. Doch jetzt war da nur Dunkelheit....sie mochte Dunkelheit nicht sonderlich...sie hatte sich mit ihrer Magie immer licht machen können, in den dunkelsten Orten war sie niemals ohne Licht gewesen...doch jetzt half alles Magie nichts...es war Finster...würde es immer so finster bleiben....
Die Panik kroch in Eilmana immer höher. Doch dann hörte sie wieder Yrans stimme...„Ich liebe dich, meine kleine Elfe. Egal was es ist. Wir schaffen das. Sag mir, was nicht in Ordnung ist. Wie kann ich dir helfen.“
Eli spürte die Unsicherheit und Angst im klang seiner Stimme und spürte sie am beben seiner Brust als er sie an sich drückte.

Sie versuchte Stark zu sein und all die Angst hinunter zu schlucken. Sie lies ihr Gesicht nach unten gerichtete in der Hoffnung das Yran gerade nicht in ihren leeren Blick sehen musste.
Die aufkommenden Tränen hatte Eli unterdrücken können doch ihre Augen glänzten sicher trotzdem durch die erste Träne die sie nicht mehr hatte zurück halten können.

„Yran....ich bin so froh das du da bist...Ich....ich sehe nichts.....“
Sie dachte nach und erinnerte sich an ihre Zeit als Schülerin, hatte das mit der heiligen Inquisition zu tun,....die Fähigkeit andere zu blenden....wie konnte das alles in Zusammenhang stehen. Sie hatte ihre Kräfte aufgebraucht um jemanden am leben zu erhalten aber mit so etwas hatte Eli nicht gerechnet...jetzt gerade in diesem Moment viel ihr auch keine Lösung dafür ein...vielleicht konnte die kleine Lichtmagierin der Menschen ihr helfen...vielleicht wusste sie was mit Eilmana geschehen war....
Doch jetzt musste sie Yran und sich erstmal beruhigen...doch wie....also sagte sie das erst beste was ihr gerade ein viel. „

„Es wird sicher alles wieder gut.“
„Yran...ich würde gerne etwas essen...und erzähl mir, ist alles gut gegangen... hat meine Hilfe etwas gebracht..wie geht es Verano und den anderen?“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Dienstag 4. Juni 2019, 20:30

(Therme)

Eilmana versuchte stark zu sein und all die Angst hinunter zu schlucken doch ihre Augen glänzten durch die erste Träne die sie nicht mehr hatte zurück halten können.
„Yran....ich bin so froh das du da bist...Ich....ich sehe nichts.....“
Sie spürte seine Arme um sich und wie er sie stärker an sich drückte, dann doch bald, zu bald, locker ließ um ihr Luft zum Atmen zu lassen. Sie dachte nach und erinnerte sich an ihre Zeit als Schülerin, hatte das mit der heiligen Inquisition zu tun,....die Fähigkeit andere zu blenden... Vielleicht konnte die kleine Lichtmagierin der Menschen ihr helfen...vielleicht wusste sie was mit Eilmana geschehen war?
Doch jetzt musste sie Yran und sich erst mal beruhigen, doch wie? Also sagte sie das erst beste was ihr gerade ein viel:
„Es wird sicher alles wieder gut...Yran...ich würde gerne etwas essen...und erzähl mir, ist alles gut gegangen? Hat meine Hilfe etwas gebracht? Wie geht es Verano und den anderen?“
Sie spürte das Vibrieren seiner Stimme an ihrem Arm, als er antwortete, so nah saß er bei ihr.
„Soweit ich das sagen kann, ist alles wie geplant verlaufen. Der Graf ist tiefgefroren und den anderen geht es den Umständen entsprechend gut. Deine Hilfe war Goldwert und du hast alles richtig gemacht, soweit ich das beurteilen kann. Ohne dich wäre die Anderen sicher einfach irgendwann umgekippt. Ich habe schon früher Lichtmagier beim Wirken ihrer Magie gesehen, aber... das jemand hinterher ...also, dass du jetzt nichts sehen kannst... ich weiß auch nicht.“
Er klang frustriert.
„Kannst du denn gar nichts sehen? Oder nur ein bisschen?“
Etwas berührte ihre Wange und ihre Gesichtsmuskeln zuckten unwillkürlich kurz, aber wurde sich dann schnell der Wärme seiner Hand bewusst und entspannte sich. Die Intensität der anderen Sinne stieg bereits jetzt schon und würde sich sicher noch weiter ausbilden.
„Wenn du Hunger hast, kann ich dir auch schnell etwas zu Essen holen... Kann ich dich solange hier allein lassen? Willst du vielleicht solange baden? Du bist ja noch ganz kalt...“
Die Höhenlage Drachmas machte die Winde fast zu jeder Jahreszeit frisch bis eisig, auch wenn die Böden der Stadt von unten her gut beheizt waren. Eilmana fühlte sich ausgelaugt und hatte sich einige Zeit draußen aufgehalten. Ein warmes Bad war sicher das richtige, also ließ sie sich von Yran aus ihrer Kleidung helfen. Die Intensität seiner Berührungen war dabei ein Spiel zwischen Neugierde und Notwendigkeit. Seine Hände arbeiten teils sehr schnell und zielstrebig, aber sie zögerten an manchen Stellen für Bruchteile eines Herzschlags, als sei er sich selbst nicht sicher, ob er das hier genießen durfte oder nicht. Er liebte seine Elfe, aber im Moment war sie halt blind. Durfte er sie trotzdem halten, streicheln, sie liebkosen, oder zuckte sie zurück? Fühlte sie sich in ihre Einschränkung unzulänglich? Eilmana fühlte aber vor allem seine Unsicherheit, was ihn immer wieder zögern ließ und so nahm sich Yran sehr zurück. Doch wollte sie diese Zurückhaltung? Wollte sie geschont werden? Oder wollte sie ihren starken Drachenritter der sie mit fester Hand leitete? Diesen fast ängstlichen Yran kannte sie nicht. Sie kannte dafür aber die Umgebung. Sehr viele schöne Erinnerungen waren hier geboren worden und hatten sich als lebhafte Bilder in ihren Geist gebrannt...
Bilder in ihrem Geist....
Bilder aus Liebe geboren... in Magie getaucht... zum Leben erweckt...
Vielleicht konnte sie doch etwas tun?
Aber vielleicht nicht gleich.
Später.
Bald darauf ließ Yran sie kurz los und stellte sich hinter sie. Mit seinen Händen um ihre Taille geleitete er sich vorsichtig Schritt für Schritt in das warme Becken hinein und wartete bis sie sich gesetzt und guten Halt hatte.
„Ich hol dir was zu essen. Bin gleich wieder da.“
Dann hörte sie seine sich entfernenden Schritte, bald darauf nichts mehr außer das leise Rauschen der unterirdischen Flüsse und das Plätschern ihres eigenen Körpers, wenn sie sich bewegte.

Eine kleine Weile verging als sie wieder leise schnelle Schritte hörte, die aber kurz darauf verstummten. Angestrengt lauschte sie, ob sie sich nicht geirrt hatte, doch da war nichts. Trotzdem hatte sie das Gefühl nicht gänzlich alleine zu sein. Beobachtet sie jemand? Dann hörte sie jedoch abermals Schritte, jedoch stärkere als zuvor, mit größeren Abständen und Yran machte sich bemerkbar, bevor er die Kaverne erreicht hatte.
„Ich bin's. Hast du Lust auf Bratapfel? Ist noch ein bisschen warm...“
Durch seine Lautstärke war sie sich nicht sicher, ob die anderen Schritte sich wieder entfernt hatten oder nicht. Vielleicht war es auch nur ein Echo in den hallenden Gängen gewesen. Vielleicht hatte sie Darna oder Delilah in einer der benachbarten Kavernen gehört? Ihre Elfenohren waren schon immer „spitz“ gewesen, aber durch die Blindheit war es ihr, als würden sie noch feiner arbeiten
„Soll ich... ähm... dich füttern?“
Yrans Stimme klang etwas belegt und er räusperte sich. Ob er sie ansah? Sie hörte wie er sich zögernd näherte und hinter sie an den Beckenrand trat und dort etwas abstellte. Er hantierte mit irgendetwas und der süße warme Duft von Bratäpfel stieg ihr in die Nase. Die anderen Schritte waren schnell vergessen und vielleicht hatte Yran sich ja auch nur beeilt und dadurch und durch die Entfernung hatte sich sein Gang anders angehört.
„Mund auf.“
Sie hörte seinen Atem, wie er pustete und dann berührte warmer Apfel ihre Lippen.
„Ich werde noch ein paar Gewürze wie Zimt auf meine Liste schreiben, wenn ich das nächste Mal Samen besorge. ...Hast du Wünsche?“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Freitag 7. Juni 2019, 14:52

(Darna kommt (endlich) von: Der Zentralplatz)


Die Frage, was der letzte Status in Jorsa war, an den Yran sich erinnerte, blieb offen und Darna würde sicher zu anderer Gelegenheit erneut heraus finden wollen, was der letzte Kenntnisstand der Drachmaer war. Aber zunächst hatte sie andere Sorgen.
… ein Ritter werden, … der mit Drache und Lanze Jungfrauen vor bösen Königen rettet. Huh, wie das klang! Was für eine Kombination! So abwegig, so wirr, und doch so... faszinierend. Fast schmunzelte sie, während sie sich für den Bruchteil eines Augenblicks fragte, wie sie auf so einen komischen Gedanken kam. 'Böse Könige'... Grandessa?
Grün.
Etwas Grünes schob sich in ihren Blick und knurrte.
Drache.
Wütend.
Und das Ziel seines Kurses war - sie!
Während Darna noch erst gar nicht begriff, warum Malagen so übelgelaunt war, ließ ihr Instinkt sie schon einen Schritt zurück machen. Pures Unverstehen lag in ihrem Blick. Ein Klumpen Eis wanderte derweil in ihren Bauch und blieb als fette Angst dort unbequem liegen. Der Drache schlich mit drei Metern Abstand um sie herum, und als sie mit geweiteten Augen zu Yran blickte, wie um Hilfe zu suchen, musste sie erkennen, dass auch der Drachenritter mit der Entscheidung zu ringen schien, ob er weiter bei Eilmana bleiben, oder nach seinem Schwert greifen wollte.
Der Klumpen wurde größer!
Was war hier los?! Sie ahnte es. Sie wusste es. Aber sie wollte es kaum wahr haben.
Eine bedrückende Stille lud die Luft um sie herum auf.
„In tausend Jahren hat noch nie ein Dämon das innere Drachmas erreicht.“
Er sprach leise, klar und sah ihr fest in die Augen, als fragte er sich, ob Darna das nun geändert hatte. Die folgende absolute Stille in ihr war wohl Antwort genug. Dieses „kein Kommentar“ war übermächtig und fast fühlte sie eine drohende Leere in sich, die ihre eigene Existenz in Frage zu stellen drohte; so sehr zog sich ihr „Lebenspartner“ zurück!

Nein! Wie einem Stürzenden streckte sie Ihm ihre Hand hinterher und griff ins Leere. Wie das kleine Kind eines Bösewichts, das einfach nur um den Vater fürchtet, versuchte sie, ein Stück von ihm bei sich zu behalten und weinte innerlich laut auf, weil ihr Verstand ihr sagte, dass das falsch war, dass sie einen Fehler beging.
"Er ist kein Dämon!", platzte es verzweifelt aufbegehrend aus ihr heraus, und sie sah den Drachenritter mit purer Unschuld in den verdächtig feucht schillernden Augen an, und auch zu Malagen flog ihr Blick. Er sollte nicht böse auf sie sein! Und nicht böse auf Ihn! Freizul war nicht 'das Böse', was sie hier unter der Gestalt eines Dämons so fürchteten! Er war... irgendwas anderes! Ich tu euch nichts! Und Er tut euch nichts! WIR tun euch nichts!, beteuerte sie, ohne dass sie selbst es so schnell in echte Worte hätte kleiden können.

Doch dieser Eindruck verflog schnell. Die Selbstsicherheit des Affektes verflog, als sie über sich selbst den Kopf zu schütteln begann:
Was sagte sie da?! Kein Dämon... ja, klar. Die Frage, ob Dämon: Ja oder Nein? kam ihr selbst gerade lächerlich vor, aber genauso wenig konnte sie verleugnen, was Er ihr gestern Abend erst selber gesagt hatte: Er war kein Drache. Er nahm nur gerne die Gestalt eines solchen an. Die Lüge war verlockend, Ihn nach außen hin einfach als einen solchen auch darzustellen - wer würde den Unterschied schon merken?

Tja. Drachen.
Sie sah Malagens angespannte Haltung, und ihre eigenen Schultern begannen in Traurigkeit herunter zu sinken. Hinter ihr ließ sich Plau'Ren auf die Magie eines ihr unbekannten Mädchens ein, um einen ihr fremden Menschen, der eigentlich schon tot war, zu retten.
Diese Drachen waren keine Monster.
Ich will aber nicht euer Feind sein.., rollte eine Träne über ihr Augenlid und sie zog zögerlich ihre Hand aus der Leere zurück.
Warum? Warum war die Lage so, wie sie war: so verfahren? Warum schien ihr gerade alles falsch und richtig zugleich, egal wie sie sich entschied?
Ja, Freizul sorgte für Ordnung, und wer war sie, ihn davon abzuhalten? Ihm einen Teil seiner Macht zu nehmen, indem er an sie gebunden war? Wenn es schon Ordnung im Harax gab, wer war ausgerechnet sie, eben diese zu stören? Und was wusste sie schon von ihm? Sie verteidigte eine Wesenheit, von der sie überhaupt nicht wusste, ob sie ihn nicht bei längerem Kennenlernen bis ins Mark verfluchen würde, weil Er eben doch böse war? War er das?
'Er kann nicht völlig böse sein, solange ich bei ihm bin', wollte eine leise, freche Erkenntnis ihre Bindung verteidigen.. belog sie sich damit? Und wenn es stimmte, war es den Preis seiner fehlenden Macht im Harax wert?
Der Drache sah sie immernoch an, und es wurde still in ihr. Furchtbar still. Das 'kein Kommentar' hallte durch ihre Präsenz und schien eine leere Hülle zurück zu lassen.
"Ich tu euch nichts", rollte es mit gebrochener Stimme über ihre Lippen, und das stimmte wohl: Das, was da gerade vor Malagen stand, täte ihnen nichts, dazu war dieses bisschen Mensch überhaupt nicht in der Lage!
Malagen schnaubte noch ein paar Mal und entfernte sich dann mit schüttelndem Kopf etwas weiter.

Die junge Frau legte die Hände an ihre Oberarme. Ihr war kalt. Mit leerem Blick starrte sie auf einen unbestimmten Punkt in niemandes Richtung.
Wer bin ich, wenn Er weg ist? Vielleicht nicht einmal mehr etwas, was die Drachen überhaupt haben wollen. Aber nun ja... Dann ist das eben so, nicht wahr? Bis vor Kurzem hättest du dich sogar noch an die Inquisition ausgeliefert, um ihn los zu werden. Warum solltest du einen Drachen belästigen, warum sollte sich einer von ihnen opfern, nur damit du diesen... das da los wirst? Was für eine Gruselvorstellung: statt gebunden an einen Dämon, der von dir los will, stattdessen an einen Drachen, dem du auf den Geist gehst... grausam.
Warum wertest du dich selbst so ab? Warum hängst du jetzt schon dein Sein an einen Begleiter, von dem du bis vor ein paar wenigen Tagen nicht einmal wusstest, während du dich durch dein ganzes Leben bis hierher gekämpft hast?
War das Er? Dieser Wille, der dich voran trieb?

Bliebe eine leere Puppe zurück, wenn es vorbei, endgültig vorbei war?
Was bin ich?
Sie atmete aus und schloss die Augen.
Woher soll ich das wissen, wenn ich nichts anderes kenne, als mit Ihm zu sein?
In ihrer Erinnerung stand sie vor einem hauchdünnen blauen Schleier und sah dahinter eine dunkle Rüstung. Und Er sah sie: ein...
ein...

Nun, was immer es war: Es schien Ihm seiner würdig gewesen zu sein. Sie glaubte, dieses Wohlwollen wieder in ihrer Magengrube zu spüren, und es wärmte sie ein bisschen. Sie erinnerte sich an seinen Blick, als sie sich in ihren Gedanken dieses flammenrote Kleid gegeben hatte.
Sie kam nicht dazu, daraus irgend welche konkreteren Schlüsse ziehen zu wollen oder zu können, aber es ließ sie wenigstens nicht in völliger Verzweiflung zurück, auch wenn ihr die Gegebenheiten längst nicht behagten.
Dann kam der Moment, der alles in Bewegung brachte.
Eilmanas leuchtende Hand auf Veranos Brust erlosch, rutschte von seinem Körper und die Elfe kippte zur Seite. Noch bevor ihr Kopf auf den harten Boden aufschlagen konnte, hatte Yran sich hin gekniet und sie in seine Arme gehoben. Ihr Kopf hing schlaff herunter. Yran sah voller Sorge auf ihr blasses Gesicht herab.

Darna bemerkte, dass sich irgend etwas veränderte und drehte sich wieder zum Geschehen um. Die Elfe! Verano!
Deli hüpfte in das Maul der Eisdrachin und der Knappin blieb nichts anderes übrig, als tatenlos zuzusehen und still zu verharren. Auch Tarmas war nun aufgestanden und näherte sich langsam der Szene. Er legte seine Hand sanft an die Lefze seines Drachens und beruhigte sie so. Darnas Blick huschte zu Leon. Das hält er nicht lange durch! Ihr Blick wanderte zu der bleichen Elfe in Yrans Armen. Zu der Drachin, deren Schwanz gefährlich über den Platz peitschte. Himmel, was wir von ihnen einfordern..., plagten sie Sorge und aufkeimendes schlechtes Gewissen.
„Geschaaaaft!“
Delilah ließ sich einfach über zwei Backenzähne hinaus kullern und lag feucht und selig grinsend auf dem blanken Boden. Sie rang nach Atem,
und Darna setzte an, zu ihr zu wollen, da kommandierte die Lichtmagierin weiter herum:
"Leon...*schnauf*... Hör auf! Tritt zurück und lass Plau Ren ran!“
Darnas Augen wurden erneut größer. Oh oh! Obwohl Darna vielleicht diejenige war, die von Hause aus am wenigsten begriff, was hier passierte, so ahnte sie doch was vor sich ging. Als hätte sie ein natürliches (...oder dämonisch gutes) Gespür für Drachenmagie.
Damit konfrontiert, hätte sie ansonsten argumentiert, dass sie immerhin nicht dumm und auch nicht taub war: die anderen hatten oft genug angemerkt, dass es um eine Veränderung an Plau'Rens Odem ging und darum, Verano einzufrieren, also...
Sie sind viel zu dicht dran!, bekam sie Angst und hastete los, um Leon und Delilah an den Händen oder Armen zu packen und deren aufeinander-zu- und von-Plau'Ren-weg-robben in effektivere Bewegungen umzusetzen.
Plau Ren ließ ihren Odem frei und gleich flüssigem Glas übergoss sie ihn mit ihrer Magie. Schlagartig war es in der Umgebung 10 Grad kühler und feine Eisblumen bildeten sich in einem Umkreis von gut 10 Schritt um Verano herum auf dem Boden. Leon wartete den rechen Moment ab und warf sich dann nach vorne. Sein Licht berührte das Eis und der gläserne Kokon begann von innen heraus erst golden, wie sein Licht, dann bläulich wie Plau Rens Odem zu glühen. Die beiden Magieformen verbanden sich miteinander!

ES HATTE GEKLAPPT!


Es hatte geklappt!
Vielleicht hatte es seine Vorteile, dass Darna gerade erst durch einen Strudel aus Verlustangst gestürzt war, sonst hätte sie jetzt wohl unbeschwert aufgejubelt und sich gefreut, dass 'ihre' Idee geklappt hatte.
Aber so stand sie etwas außen vor daneben und betrachtete ungläubig das goldene Pulsieren, fühlte in sich noch den Rest eines dumpfen Nachhalls von Trauer, die jetzt nicht hierher passte, aber eher den angegriffenen Zustand der Beteiligten in ihren Fokus rückte.
Sie hatten einen Toten gerettet.
Hoffentlich war es das wert..., ließ sie stumm angehaltenen Atem entweichen und besah sich Leons und Delilahs Zustand genauer. Die weiß-bläulichen Verbrennungen an den feingliedrigen zarten Händen versetzten ihr einen Stich, und sie erkundigte sich hilflos, ob sie für die Magierin irgend etwas tun könne. Als sie Leons Nasenbluten sah, zog sie mit beiläufig-selbstverständlicher Geste eins der mitgenommenen Taschentücher aus ihrem Ärmel und reichte es ihm.
„Er ist hier sicher.", kommentierte Tarmas den Zustand des Eissarges und bot an: "Wenn ich euch aufwärmen wollt, dann folgt uns. Ich geh schon mal vor. Ihr werdet es finden...“
Er wandte sich grob in Richtung der Taverne und marschierte langsam und gelassen los.
„... Folgt dem einfach dem Dampf.“

Die Knappin nickte und als Delilah zu verstehen gab, dass sie noch ohne Unterstützung gehen konnte, gesellte sie sich an Leons Seite und blieb zunächst in seiner Nähe.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Sonntag 9. Juni 2019, 11:35

Sie hatten einen Toten gerettet.
Darna ließ den stumm angehaltenen Atem entweichen und besah sich Leons und Delilahs Zustand genauer. Die weiß-bläulichen Verbrennungen an den feingliedrigen zarten Händen versetzten ihr einen Stich, und sie erkundigte sich hilflos, ob sie für die Magierin irgend etwas tun könne. Als sie Leons Nasenbluten sah, zog sie mit beiläufig-selbstverständlicher Geste eins der mitgenommenen Taschentücher aus ihrem Ärmel und reichte es ihm. Beide dankten es ihr mit müden aber lächelnden Blicken.
„Er ist hier sicher."
, kommentierte Tarmas den Zustand des Eissarges und bot an:
"Wenn ich euch aufwärmen wollt, dann folgt uns. Ich geh schon mal vor. Ihr werdet es finden...“
Er wandte sich grob in Richtung der Taverne und marschierte langsam und gelassen los.
„... Folgt dem einfach dem Dampf.“
Die Knappin nickte und als Delilah zu verstehen gab, dass sie noch ohne Unterstützung gehen konnte, gesellte sie sich an Leons Seite und blieb zunächst in seiner Nähe. Gemeinsam folgten sie wie geheißen Tarmas und als sie die Stufen zur Taverne erklommen hatten, sahen sie sich nach dem erwähnten Dampf um. Sie fanden ein paar Schwaden die linker Hand halb hinter der Schenke, nahe der Kraterwand am Fels empor stiegen, aber zerfaserten bevor sie den Rand erreichten. Ein Pfad führte dort hin und sie erreichten deinen Tunneleingang.

Therme

Tarmas erwartete die Gäste gleich hinter einer Kurve. Ein paar Metern weiter drinnen, öffnete sich eine Höhle und warme Luft schlug ihnen entgegen. Hier war sie trocken und angenehm lau, wie an einem warmen Sommertag. Ein paar abgeschliffene Stalagmiten dienten als Bänke und andere waren ausgehöhlt mit kleinen Fächern, in denen man seine Sachen unterbringen konnte. Insgesamt war der Bereich ein wenig unübersichtlich, so dass es viele Nischen gab, wo man sich wohl auch unbeobachtet umziehen konnte. Tarmas sah zu den neuen Gästen der unterirdischen Therme hinüber und sprach während er seine Rüstungen ablegte und sich nur mit Leinenhosen bekleidet wieder zu ihnen gesellten.
„Ich zeig euch erst den Waschraum, wo wir unsere Kleidung reinigen. Danach gehen wir baden. Beim ersten Mal könnte das Ganze hier für euch recht unübersichtlich sein. Gebt Acht, dass ihr euch nicht verlauft.“
Sogleich wurde der Plan in die Tat umgesetzt und man folgte ihm in eine Kaverne in der es leise plätscherte. Ein flacher Bach führte mitten hindurch und bildete mehrere kleine Becken. Es gab an den Ufern Stellen wo der Stein geriffelt war. Man hatte hier perfekte Bedingungen geschaffen um seine Kleidung in flachen Schalen, groß wie Pfützen einzuweichen, in anderen konnte man sie scheuern und wieder anderen ausspülen. Der Drachenritter machte es geduldig vor, damit jeder wusste wo was war. Es gab Waschnüsse, deren seifiger Schaum einen angenehmen Duft verbreitet. Die Luft war warm und feucht und schnell waren die Gewänder der Damen und die Beinkleider der Herren platsch nass und klebten an den meist doch sehr ansehnlichen Körpern, was ein paar heimliche Blicke auf sich zog. Der Umgang mit den Waschnüssen war recht schnell erlernbar und so wurden die Sachen schnell sauber. Tarmas zeigte dann als nächstes den Trockenraum, der seinen Namen wahrlich verdiente. 40 Grad mussten hier herrschen und die Kleidung hingen sie auf ein Seil, dass zwischen die natürlichen Säulen gespannt war. Ein paar Stücke hingen hier noch und gehörten vermutlich den aktuell sehr wenigen Einwohnern der Stadt. Platz war hier wirklich genug. Dann ging die Führung weiter und er zeigte den Gästen ein paar besondere Räume. Einer war kreisrund und hatte in der Mitte einen warmen „Teller“ der bestimmt vier Mann im Durchmesser maß.
„Hier kann man sich zum entspannen drauf legen, mit Wasser abspühen lassen oder gegenseitig mit Seifenschaum einreiben.“
Es ging weiter. In den nächsten Räumen war es brütend heiß, bestimmt um die 60, 70, 80, 90 Grad und Tarmas meinte:
„Hier drinnen kommt man ordentlich ins Schwitzen...nur nicht zu lange drin bleiben.“
Er selbst hielt Abstand von den Räumen und schien die extreme Wärme nicht unbedingt anziehend zu finden. Weiter ging es in einen Bereich der mit einem ledernen Vorhang abgehangen war. Dahinter quollen dichte Dampfschwaden hervor und die Luftfeuchtigkeit stieg steil an.
„Vorsichtig hier. Man sieht kaum was, man kann danach aber besser atmen. Reinigt die Lungen... und wenn einem dann die ganze Hitze genug ist, dann geht man hier lang...“
Er bog um eine Ecke und dahinter öffnete sich ein unterirdischer See. Die Luft war merklich kühler, aber nach der ganzen Hitze war es wundervoll. Vom Wasser stieg leichter Dunst auf, also musste es doch etwas wärmer sein und einzelne Bereiche schienen wärmer oder kühler zu sein als andere. An den unterschiedlichen Stellen musste es im Erdreich Wäremquellen geben, die diese Wasserlandschaft so vielfältig machten. Es gab hier einzelne Becken die flacher waren und regelrecht dampften. Der Hauptsee war da kühler und hatte eine leichte Strömung im hinteren Bereich, wo man sogar Wellen sah. Es roch mineralisch und das Wasser schimmerte in manchen Becken weißlich, wie verdünnte Milch. Wenn man es genau betrachtete lag der Effekt an winzigen kleinen Bläschen, die von unten her herauf sprudelten. In anderen blubberte es gröber und größere Blasen stiegen auf, als würde es kochen, doch dort war das Wasser auch nicht wärmer, als das es nicht angenehm gewesen wäre. An den Wänden wuchsen einzelne Pflanzen und Wurzeln hingen hier und da von der Decke. Farne und dunkle Blütenknospen an Ranken wanden sich über die Wände. Wo genau sie sich gerade unter Drachma befanden, war garnicht leicht zu bestimmen.
Tarmas trat an den kühlen See heran und ließ ungerührt seine Beinkleider fallen. Ein durchaus ansehnlicher nackter Riese stand nun mit dem Rücken zu ihnen. Und wies noch mit dem Arm zu einem weiteren kleinen Höhleneingang.
„Entschuldigt mich bitte, dort hinten gibt es noch ein kleineres Bad, wo man ungestört sein kann, wenn man will. Ich werde nun baden."
Dann folgte ein lautes Platschen und Tarmas verschwand kopf über in dem milchig weißen See. Schaute man sich als Gast noch den kleinen Durchgang an, so entdecke man dort ein kleines Becken, als den Hauptsee. An dessen gegenüber liegenden Ende gab es unter Wasser ein paar Bänke, wo man sich gemütlich hinsetzen oder treiben lassen konnte.

Leon, der auch nur noch die Hose seiner Unterkleidung an hatte, zuckte kurz mit den Mundwinkeln und folgte dann Tarmas in den großen See. Er sprang jedoch nicht Kopf voran in ein Becken, dessen Grund man nicht sehen konnte, aber er fand sehr schnell eine Stelle, an dem man gemütlich hinein laufen konnte.

Delilah war indes schon in der kleineren Nachbarhöhle verschwunden und man hörte von ihr ein wohliges Seufzen.

Aus einem anderen Tunnel kam grad Yran und winkte kurz um in einem weiteren zu verschwinden.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Montag 10. Juni 2019, 15:33

Eilmana sahs an Yrans Körper gelehnt und spürte bei jedem Wort was er sagte ein sanftes Vierbieren seiner Brust an ihrer Wange.

Er klang frustriert.
„Kannst du denn gar nichts sehen? Oder nur ein bisschen?“
Eli schüttelte sacht den Kopf und gab ein verneinendes Geräusch von sich. „Mhm...“
Etwas berührte ihre Wange und ihre Gesichtsmuskeln zuckten unwillkürlich kurz, aber wurde sich dann schnell der Wärme seiner Hand bewusst und entspannte sich. Die Intensität der anderen Sinne stieg bereits jetzt schon und würde sich sicher noch weiter ausbilden.
Das Sie sich selbst kurz erschrak obwohl es seine Hand war die sie berührte, Frustrierte sie trotzdem sehr. Sie wollte ihm nicht unnötige Sorgen bereiten....dann erklang wieder seine Stimme und sie war erleichtert...schließlich hatte sie gerade nur seine Worte und den Klang seiner Stimme um ein zu schätzen was er fühlte. Sonst hatte Eilmana sich immer sehr auf die Mimik anderer verlassen um zu verstehen wie es ihnen ging...aber diesmal konnte sie das nicht.

„Wenn du Hunger hast, kann ich dir auch schnell etwas zu Essen holen... Kann ich dich solange hier allein lassen? Willst du vielleicht solange baden? Du bist ja noch ganz kalt...“

Eli stockte kurz, dann nickte sie und versuchte dabei zu lächeln.
„Ja klar....hilfst du mir eben ins Wasser.?“

Natürlich Half Yran seiner Elfe doch Eli war es diesmal irgendwie Peinlich sich von ihrem geliebten Drachenritter helfen zu lassen. Es war etwas anderes wenn man sich aus Erotischen gründen beim Ausziehen half, oder wenn man darauf angewiesen war weil man nichts sah.
Yran musste sie immer mal wieder auffordern sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen oder zog sie ein Stück zu sich damit sie nicht aus versehen über die Kante trat und rücklings ins Wasser viel.
Dieses unbeholfene hin und her geschoben werden, fühlte sich für Eilmana unfassbar unangenehm an....sie freute sich zwar sehr das Yran all das für sie tat...aber sich so hilflos zu fühlen war ein beängstigendes, ja gerade zu einengendes Gefühl. Man war wie ein gefangener im eigenen Körper. Zu all dem spürte Eli auch das Yran unsicher war, er schien ebenfalls nicht zu wissen wie er jetzt mit Eli umgehen sollte, dabei hoffte Eli eigentlich das er sich wie immer verhielt und sie nicht weiter anders behandelte, doch stattdessen schien er sie eher wie ein rohes Ei zu behandeln.
Als er fast fertig war und nur noch die Unterwäsche fehlte zögerte er, jedes mal wenn seine Finger ihre Hügel streiften zog er sie zurück und hielt einen Wimpernschlag inne.
Was sollte das...sie sah nichts.....aber sie fühlte doch alles....irgendwie fühlte sie sich dadurch nur noch einsamer und gefangener in ihrem eigenem Körper als ohne hin schon und so wurde ihr Gesichtsausdruck immer trostloser ohne das sie es so richtig beeinflussen konnte.
Warum war er so Ängstlich und zögerte bei jedem Handgriff. Als sie völlig Nackt vor ihm stand steig noch mehr Unsicherheit in ihr hoch, sie dachte, er würde sie jetzt jeden Moment auf seine Starken Arme heben und ins Wasser Setzen aber Stattdessen berührte er sie zart an den Schultern was sie wieder zusammen zucken lies. Sie hatte mit etwas anderem Gerechnet und da sie gerade diesem Gedanken nachhing hatte sie nicht mitbekommen das er hinter ihr stand. Dann führte er sie ins Wasser, schritt für schritt....unsicher tastete Eli nach der Wand und nach der Steinernen Bank im Wasser um sich hinzusetzen. Es musste seltsam aussehen wie Eli ziellos in der Luft hin und her Tastete bis ihre Hand endlich die Wand fand....wenn Yran bis jetzt noch unsicher gewesen war ob sie wirklich nichts sehen konnte, so zeigte das, das sie wirklich NICHTS sah.
„Ich hol dir was zu essen. Bin gleich wieder da.“
Sie nickte in seine Richtung und zwang sich zu einem Lächeln.
„Ja...“
Dann hörte sie seine sich entfernenden Schritte, bald darauf nichts mehr außer das leise Rauschen der unterirdischen Flüsse und das Plätschern ihres eigenen Körpers, wenn sie sich bewegte.

Sie konzentriere sich auf ihr Gehör...dann auf ihren Tastsinn sie waren sehr empfindlich sie hatte gerade zu den Eindruck als könne sie alles doppelt so gut hören und noch viel besser Spüren. Schon beim Ausziehen kamen ihr seine sachten Berührungen viel intensiver vor als sonst doch glücklich machte sie das nicht....
Es machte ihr nur noch deutlicher bewusst wie sehr diese Einschränkung sie veränderte und es machte ihr Angst...veränderte sich ihr Körper so sehr weil ihr Körper einfach schon wusste das ihr Augenlicht nicht zurück kommen würde...sollte sie etwas für immer Blind sein?

Diese Gedanken gingen mit ihr durch und sie versuchte sich zu beruhigen. Atmete tief ein und wieder aus, genoss den Duft dieses Ortes der sie an die Erlebnisse von vorgestern erinnerte wo sie Yran hier noch sehen konnte und sie mit ihm eine wundervolle Zeit verbracht hatte. Wo sie sein Männerproblem kennen lernen durfte und ihm helfen konnte dieses Problem zu lösen, auch wenn sie zu beginn nicht recht Verstand was das für ein Problem war.
Ja auch ihre Nase nahm den Duft hier besser war als zu vor....doch bevor sie sich wieder in Sorgen verlieren konnte hörte sie Schritte....
leise schnelle Schritte, es klang nicht wie Yran...aber wer könnte es gewesen sein...unsicher drehte sie ihren Kopf um noch mal ein Geräusch zu erhaschen doch da war nichts mehr....
Ängstlich rief sie nach jemanden...“H..Hallo....? ist da Jemand? Yran bist du es?“

Nach einem Moment kam Yran dann zurück „Ich bin's. Hast du Lust auf Bratapfel? Ist noch ein bisschen warm...“
„Schön das du zurück bist....“ Eli lächelte.
Sie war erleichtert das Ihr Ritter zurück war, doch sie war sich unsicher ob Yran es gewesen war dessen schritte sie zuvor gehört hatte, doch bevor sie ihn fragen konnte sprach er:
„Soll ich... ähm... dich füttern?“
Leicht überrumpelt starrte sie gerade aus, und nickte.
„... ähm ja ich glaube das wäre einfacher...“
Sie lachte etwas verlegen.
Eigentlich wollte Eli ihn noch wegen der Schritte und ihrem Rufen fragen ob er es gehört hatte doch nun achtete sie genau darauf was er tat und versuchte sich so normal wie möglich zu bewegen was ihr natürlich nicht immer gelang und so waren diese leisen schritte vorerst vergessen.

Er kam zu ihr, sein Knie streifte ihren Schenkel und er setzte sich neben sie, sie hörte etwas klappern und merkte wie er hinter ihr rum hantierte.
„Was machst du?...hast du einen Teller mit gebracht?...“ Eigentlich eine unwichtige Frage, aber Eli spürte das gerade jede Information für sie wichtig zu sein schien um ihre Umgebung besser einschätzen zu können.
Dann glitt ihre Hand im Wasser sein Bein hinauf um zu ertasten ob er sich auch entkleidet hatte, sie strich über die äußere Seite seines Oberschenkels, über seine Hüfte und seinen Bauch.....
Dann kam von ihm:
„Mund auf.“

Sie zog ihre Hand wieder weg und legte sie auf ihren Schoß, dann öffnete sie zaghaft den Mund und schloss die Eh blinden Augen. Es musste seltsam aussehen wenn sie die Leeren Augen geöffnet hatte und damit ins Leere Starte. Selbst wenn sie In Yrans Richtung blickte, so sah sie ihn nicht richtig an. Ihre Augen starrten immer ins Leere...
„Ich werde noch ein paar Gewürze wie Zimt auf meine Liste schreiben, wenn ich das nächste Mal Samen besorge. ...Hast du Wünsche?“

Dann Spürte sie wie etwas warmes weiches, nach Apfel duftendes ihre Oberlippe berührte und sie schob ihren Mund etwas vor um den Bissen in den Mund zu nehmen, die Lippen genussvoll zu schliesen und das Warme süße Muss zu kauen.
„Köstlich..., Oh ja ich liebe Zimt...

„Wer hat den Apfel den gemacht? Ist Marga wieder zurück?“

Zwischendurch während Yran ihr immer wieder einen Bissen des Apfels gab fragte sie ihn immer mal wieder etwas.

„Wo sind die anderen? Hast du sie gesehen?“

….
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Darna von Eibenau
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Mittwoch 12. Juni 2019, 12:15

Eine Höhle öffnete sich und warme Luft schlug ihnen entgegen. Tatsächlich! Sie konnten sich aufwärmen! Und eine Höhle... eine richtige Höhle. Sie hatte noch nicht oft eine gesehen, und wenn überhaupt, dann höchstens einen Riss im Fels wie den, aus dem sie den Kampf zwischen Yran und Verano beobachtet hatten oder ein simples Loch, in das sich Bären zurück zogen.
Darna wusste noch nicht einmal, was Stalagmiten waren und betrachtete staunend die so natürliche Architektur der Wände und Möbel. Vieles schien nicht ein mal zusammen gefügt, sondern aus einem Stück aus dem Fels geformt - Wahnsinn. Und woher kam die Wärme hier? Neben Leon erwachte die für Darna typische Neugier, Wissbegier, noch bevor Tarmas mit ihnen den Umkleidebereich verließ. Doch als er nur mit Leinenhosen und freiem Oberkörper wieder zu ihnen trat, konnte sie nicht umhin, dass ihre Augen sich bei dem Anblick dieses Schrankes von Brustkorb weiteten. Sie kannte muskulöse Oberkörper, keine Frage - Ritter waren selten Schwächlinge - und einen speziellen, der neue Maßstäbe gesetzt hatte, aber Tarmas war einfach so.. groß! Ihre Blicke wanderten über scheinbar endlose Flächen, bevor sie schluckte und den Blick verschämt senkte, als ihr auffiel, dass sie sicher zu viel und zu lange guckte.
"Danach gehen wir baden." Die Knappin registrierte die Ansage, bezog sie aber zunächst nur bedingt auf sich. Sie ging eher davon aus, dass sie noch für die anderen Sachen würde holen müssen wie etwas zu essen oder Verbände für Delis Hand und so hielt sie sich im wahrsten Sinne des Wortes eher bedeckt. Die warme und feuchte Luft hier unten ließ sie diese Entscheidung allerdings mehrfach bereuen.

Der Bereich, um seine Kleidung zu waschen und erst recht der Trockenraum kamen Darna wie ein Paradies für jede Waschfrau vor. Solchen Luxus hatten die Mägde nicht einmal in Jorsas Grafensitz. Sie übernahm es mit natürlicher Selbstverständlichkeit, Delilah das Waschen abzunehmen, die mit ihren verletzten Händen sonst wohl ernste Probleme gehabt hätte. Viel war ohnehin nicht zu reinigen - sie hatten die meisten Kleidungsstücke ja bei Mortimer neu bekommen und seitdem höchstens beim Turm die Nacht im Gras gelegen. Einmal durchspülen reichte häufig.

Tarmas hatte sie gewarnt, dass es hier unübersichtlich war, und Darna reagierte darauf wie üblich gründlich und umfassend. Hätte sie Kreide gehabt, hätte sie wohl also prompt Markierungen angebracht, aber so behalf sie sich mit einer anderen Methode. Sie verglich die Höhlen mit einem anderen verzweigten Bereich, den sie besser kannte: die Innenstadt Jorsas. Die erste Höhle wurde zum Marktplatz und von dort aus bewegten sie sich Richtung Verwaltungsviertel. Höhlenräume, die Darnas Interesse weckten oder besonders schienen, ordnete sie markanteren Gebäuden Jorsas zu und andere Abzweigungen wurden zu Straßen. Die Abstände waren dabei nicht so wichtig und ihr war klar, dass nicht alles deckungsgleich bleiben konnte, aber es half doch erheblich, um zumindest den Rückweg sicher zu finden.
Der kreisrunde Raum mit dem "Teller" bekam als Gedankenstütze den Bäckerladen an der Ecke Amselgasse zugeordnet, wo sie mal ein sehr leckeres Stück Kuchen geschenkt bekommen hatte. Dahinter kam bald ein Gerichtsgebäude für zivile Vergehen, das nun Saunaräumen entsprach - nun ja. Ins Schwitzen kamen die Menschen vor Gericht auch...
"Woher kommt diese ganze Wärme hier?", fragte sie während der Tour den Riesen interessiert. Schon der Talkessel war ja geschützt, aber solche Temperaturen hätte sie hier niemals erwartet. "Und wer hat diese Anlage... angelegt? Erschaffen? Gebaut?", war sie um passende Worte verlegen.
Manchmal drohte die Fremdartigkeit der Höhlen ihre Vergleiche durcheinander zu bringen, einfach weil sie von Dampfschwaden und dem unterirdischem See als solchem zu abgelenkt war. So viele neue Eindrücke! Staunend sah sie auf die sprudelnden und dampfenden Becken, auf die hier völlig fremdartig wirkenden Pflanzen. Unglaublich, war sie hier überhaupt noch in dieser Welt?!

Tarmas trat an den kühlen See heran und ließ ungerührt seine Beinkleider fallen. Darna hielt unwillkürlich die Luft an und versuchte, woanders hin zu sehen. Die Bemerkung mit dem 'ungestört sein' kam ihr seltsam vor - bei so wenigen Personen in einem so großen Areal hatte sie das Gefühl, sie konnte hier ungestört sein, wo sie wollte, in fast jedem Raum!
"Ich werde nun baden." Sie zog die Luft ein; sie hatte Fragen. Aber egal. Das konnte auch ein wenig warten, der Drachenritter wäre ja nicht sofort aus der Welt.
Sie beobachtete, wie Leon in den See folgte. Bevor er außer Reichweite war, fragte sie ihn gedämpft: "Brauchst du etwas? Kannst du überhaupt schon wieder etwas essen, soll ich was holen? Oder etwas zu trinken?" Ihr besorgter, fürsorgender Blick verriet Leon, dass er sich von der Knappin wohl gerade fast alles wünschen konnte, was er wollte, sie würde ihr möglichstes tun, um ihm zu helfen.
Danach ging sie zu Deli, schaute nach, ob alles bei ihr fürs Erste in Ordnung war. "Was machen wir mit deinen Händen?", fragte sie sie. "Weißt du, wie man damit umgeht, oder soll ich Tarmas fragen?" Sie ging schwer davon aus, dass der Drachenritter solche Phänomene sehr wohl kannte und mit am besten wissen würde, wie man mit solchen Verletzungen in der Erstversorgung umging.
Es sich selber hier gut gehen zu lassen, kam ihr vorerst nicht in den Sinn und sie war dankbar für jede Ablenkung. Immer wieder, ganz leise, wollte etwas in ihr in die Leere greifen, rufen, prüfen: War Er weg? Hitze drohte sie an Ihn zu erinnern. Ebenso wie Kälte. Oder Schwarz, oder Blau, oder Rot...
ach verdammt.
"Brauchst du irgendwas?", fragte sie Deli und hoffte inbrünstig, dass sie etwas sinnvolles zu tun bekäme!

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Samstag 15. Juni 2019, 14:29

Eli:

Yran bekam von ihren Sorgen nichts mit und kam zu ihr um sie zu füttern. Sein Knie streifte ihren Schenkel und er setzte sich neben sie, sie hörte etwas klappern und merkte wie er hinter ihr herum hantierte.
„Was machst du?...hast du einen Teller mit gebracht?...“
Eigentlich eine unwichtige Frage, aber Eli spürte das gerade jede Information für sie wichtig zu sein schien um ihre Umgebung besser einschätzen zu können.
„Ja. ich schneide den Apfel klein damit ich mich dann ganz auf dich konzentrieren kann und nicht ständig unterb...“
Dann glitt ihre Hand im Wasser sein Bein hinauf um zu ertasten ob er sich auch entkleidet hatte.
- Hatte er -
Sie strich über die äußere Seite seines Oberschenkels, über seine Hüfte und seinen Bauch und hörte das scharfe Geräusch, wenn man schnell die Luft einzog. Yrans Muskeln waren aus äußerste angespannt und er zitterte leicht. Dann kam von ihm ein etwas gepresst klingendes:
„Mund auf.“
Sie zog ihre Hand wieder weg und legte sie auf ihren Schoß, dann öffnete sie zaghaft den Mund und schloss die eh blinden Augen. Selbst wenn sie In Yrans Richtung blickte, so sah sie ihn nicht richtig an. Ihre Augen starrten immer ins Leere.
„Ich werde noch ein paar Gewürze wie Zimt auf meine Liste schreiben, wenn ich das nächste Mal Samen besorge. ...Hast du Wünsche?“
Dann spürte sie wie etwas warmes weiches, nach Apfel duftendes Etwas, ihre Oberlippe berührte und sie schob ihren Mund etwas vor um den Bissen in den Mund zu nehmen, die Lippen genussvoll zu schließen und das warme süße Muss zu kauen.
„Köstlich..., Oh ja ich liebe Zimt...Wer hat den Apfel den gemacht? Ist Marga wieder zurück?“
"Äh... den hab ich gemacht... hab mit zweimal die Finger verbannt, aber ich hoffe es schmeckt dir. ...Keine Sorge, bin nicht wirklich verletzt."
Ein weiterer Happen folgte mit verbaler Ankündigung und Eilmana erinnerte sich, dass Yran nicht wirklich kochen konnte. An manchen Stellen waren die Röst-Aromen etwas zu stark geraten. Einen Apfel über einem Feuer zu rösten stellte ja auch eigentlich kein Kochen dar. Das war mehr Grundversorgung in der Wildnis und das hatte er recht gut hinbekommen.
"...und Marga wird wohl noch eine Weile weg sein. Protho und Ignizor passen gut auf sie auf."
Zwischendurch während Yran ihr immer wieder einen Bissen des Apfels gab fragte sie ihn immer mal wieder etwas.
„Wo sind die anderen? Hast du sie gesehen?“
"Ja, sie sind nebenan. Ich bin ihnen eben kurz über den Weg gelaufen. Tarmas kümmert sich um alle und macht eine Führung mit ihnen. Sie bekommen die Höhlen gezeigt und haben bestimmt ihren Spaß. Ein bisschen Entspannung nach all dem wird ihnen sicher gut tun."
Er beschrieb Eilmana alles was er tat und langsam entspannte auch er sich wieder ein bisschen. Irgendwann meinte er dann:
"Entschuldige, wenn ich mich dir gegenüber irgendwie komisch verhalte, jetzt da du...."
Er schluckte den letzten Teil hinunter, weil auch er Angst hatte, dass dieser Zustand für länger sein könnte.
"Ich weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Wenn ich was falsch mache, dann sag es mir bitte."
Eli spürte seine warme Hand auf ihrer Schulter und wie er leicht mit dem Daumen die von der Verdunstung abgekühlte Oberfläche streichelte.
„Einerseits möchte ich dich einfach nur in meine Arme reißen und fest halten, bis es dir wieder gut geht, dann fühle ich mich aber wieder zu dir so sehr hingezogen, dass...na du weist schon... Männerprobleme... und dann hab ich wieder Angst, dass ich dich in diesem Zustand damit überfallen könnte...und dann berührst du mich und ich bekomme kaum Luft...“
Ja, er faselte!
„... dann möchte ich einfach nur für dich da sein und frag mich, wie du dich fühlst....wie ich mich fühlen würde...“
Er seufzte einmal tief.
„Dann sind da ja auch noch unseren neuen Gäste und ihre ganzen Probleme.“
Er schnaufte einmal gut hörbar.
„Außerdem... ...Ich trau dem Frieden noch nicht so recht, aber Lyn sagt, dass wir uns ruhig verhalten sollen. Wir sollen offen dem Neuen gegenüber sein und ihnen helfen. Der König sieht in ihnen eine Chance auf den Neuanfang, den wir so nötig haben... den sein Sohn so nötig hat. Wir sind in einer völlig anderen Zeit aufgewacht und müssen uns nun damit abfinden...“
Einen kleinen Moment war es still um sie, dann sprach er weiter:
„Weist du, wenn man so alt ist wie unser Drachenkönig... ich glaube, dann ist alles Neue, alles was anders ist etwas besonderes. Er ist einfach nur fasziniert von der Veränderung... aber Veränderungen können auch schlechtes mit sich bringen, nur ist er da ...neutral! Lyn ist da zum Glück anders und weiß um die Abgründe... Sie erdet ihn und ist unsere Verbindung zu ihm. Und dann wäre da ja noch dieses **Dämonen-Ding**...“
Eli fühlte, wenn sie Yran berührte, dass er sehr angespannt war. Kaum erwacht, musste er sich wirklich viele Sorgen um allerlei Dinge machen. Auch wenn die Drachenritter alle untereinander verbunden waren, so teilten sie vielleicht nicht immer die gleiche Meinung über alles. Eilmana spürte Yrans Sorge um das Reich, was er zu schützen geschworen hatte. Genauso fühlte sie seine Sorge um seine kleine Elfe. Er räusperte sich und nahm die Hand wieder von ihrer Schulter, die er so sehnsuchtsvoll gestreichelt hatte. Er hielt sich um ihretwillen zurück, dass wusste sie nun. Aber gefiel ihr das auch?
„Wenn du nichts dagegen hast, werde ich nachschauen, ob einer von den Heilern da drüben bald wieder einsatzfähig ist und ihnen von deinem Zustand berichten. Wir haben ihnen viel gegeben – haben wohl etwa bei ihnen gut, da werden sie dir sicher helfen.“
Er überlegte kurz.
„Und die kleine blonde Heilerin scheint von Grund auf sehr nett... also hilfsbereit zu sein. ...Delilah.“
Hatte er gerade ihren Namen **gekostet**? Wenn Eilmana so etwas wie Eifersucht kannte, dann könnte sich gerade ein kleiner Funken dieses Feuers in ihr entzündet haben.

Darna:

Sie übernahm es mit natürlicher Selbstverständlichkeit, Delilah das Waschen abzunehmen, die mit ihren verletzten Händen sonst wohl ernste Probleme gehabt hatte. Da es in der Thermalhöhle unübersichtlich war, reagierte Darna darauf wie üblich gründlich und umfassend. Sie verglich die Höhlen mit einem anderen verzweigten Bereich, den sie besser kannte: die Innenstadt Jorsas. Die erste Höhle wurde zum Marktplatz und von dort aus bewegten sie sich Richtung Verwaltungsviertel. Höhlenräume, die Darnas Interesse weckten oder besonders schienen, ordnete sie markanteren Gebäuden Jorsas zu und andere Abzweigungen wurden zu Straßen. Die Abstände waren dabei nicht so wichtig und ihr war klar, dass nicht alles deckungsgleich bleiben konnte, aber es half doch erheblich, um zumindest den Rückweg sicher zu finden. Wenn gleich sie schnell zu ahnen begann, dass durch die dritte Dimension, die Schrägen und Treppen und die dadurch resultierenden Höhenunterschiede und verschiedenen Ebenen, das hier doch nicht so ganz mit einer zweidimensionalen Stadt zu vergleichen war. Die Warnung von Tarmas war ernst zu nehmen und so versuchte sie ihr bestes um sich alles so gut wie möglich zu merken.
Der kreisrunde Raum mit dem "Teller" bekam als Gedankenstütze den Bäckerladen an der Ecke Amselgasse zugeordnet, wo sie mal ein sehr leckeres Stück Kuchen geschenkt bekommen hatte. Dahinter kam bald ein Gerichtsgebäude für zivile Vergehen, das nun Saunaräumen entsprach - nun ja. Ins Schwitzen kamen die Menschen vor Gericht auch...
"Woher kommt diese ganze Wärme hier?"
, fragte sie während der Tour den Riesen interessiert. Schon der Talkessel war ja geschützt, aber solche Temperaturen hätte sie hier niemals erwartet. Tarmas antwortete:
„Drachma steht auf einem Vulkankrater. Dadurch haben wir es hier unseres eigenes Klima, aber die Hitze in den Kammern dort und dort...“
Er wies auf die kleinen heißen Höhlenräume.
„... die kommen von Ignizors Odem. Er und meine Plau Ren haben das hier reaktiviert, kurz nachdem wir erwacht sind. Plau Ren hat die Quellen wieder fließen lassen.“
, sagte er nicht ganz ohne Stolz.
"Und wer hat diese Anlage... angelegt? Erschaffen? Gebaut?"
, war sie um passende Worte verlegen. Tarmas nickte verstehend zu ihrer Neugierde und fuhr fort ihre Fragen so präzise es ging zu beantworten:
„Einige der Höhlen waren von Anfang an da, einige wurden von den Ahnen hinzugefügt und ausgebaut haben es die Bewohner Drachmas. Früher gab es hier auch ein paar sehr kreative Köpfe, die viel von dem erschaffen haben, was wir heute noch gerne nutzen.“
Sie gingen weiter und es gab so viele neue Eindrücke! Staunend sah sie auf die sprudelnden und dampfenden Becken, auf die hier völlig fremdartig wirkenden Pflanzen. Unglaublich, war sie hier überhaupt noch in dieser Welt?! Besonders die leuchtenden Kristalle an den Wänden machten das ganze hier zu einer „Landschaft“ die faszinierend und magisch anmutete. Die unbekannten Pflanzen fügten noch fremdartige aber angenehme Düfte hinzu, so dass man sich wirklich wie in eine andere Welt eingetaucht fühlen konnte.
Tarmas trat an den kühlen See heran und ließ ungerührt seine Beinkleider fallen. Darna hielt unwillkürlich die Luft an und versuchte, woanders hin zu sehen.
"Ich werde nun baden."
Sie zog die Luft ein. Sie beobachtete, wie Leon in den See folgte. Auch wenn Leon nicht klein zu nennen war, so wirkte er gegen Tarmas doch ungemein schlank und fast zerbrechlich. Bevor er außer Reichweite war, fragte sie ihn gedämpft:
"Brauchst du etwas? Kannst du überhaupt schon wieder etwas essen, soll ich was holen? Oder etwas zu trinken?"
Ihr besorgter, fürsorgender Blick verriet Leon, dass er sich von der Knappin wohl gerade fast alles wünschen konnte, was er wollte, sie würde ihr möglichstes tun, um ihm zu helfen.
„Danke für deine Sorge. Nein, essen kann ich noch nichts, aber ich würde mich über deine Gesellschaft freuen. Bis dahin werde ich mich ausruhen und etwas treiben lassen.“
Irgendetwas klang in diesen sachlich - höflichen Worten nach, was nach einer genaueren „Übersetzung“ verlangte, aber es war einfach nicht Darnas Art solchen Subtext zu verstehen. Also ging sie erst einmal zu Deli, schaute nach, ob alles bei ihr fürs Erste in Ordnung war. Die junge Lichtmagi trieb rücklings in der ganz leicht perlenden Wasserquelle. Das dünne Unterhemd, dass sie trug, verhüllte überließ nicht wirklich viel der Phantasie. Ihre jugendlichen Rundungen ragten keck aus dem Wasser hervor. Ihre Arme hatte sie weit abgespreizt und ihre Hände ruhten seitlich auf dem Rand des Beckens, genauso wie ihr Kopf. Sie hatte die Augen geschlossen. Doch Darna sorgte sich und fragte:
"Was machen wir mit deinen Händen? Weißt du, wie man damit umgeht, oder soll ich Tarmas fragen?"
„Meinen Händen geht es...“
Sie hob eine vor ihr Gesicht, sank dabei etwas tiefer ins Wasser und drehte sie ein paar Mal vor ihren Augen.
„...erstaunlich gut.“
Die Vereisungen leuchteten weiß bläulich auf ihre Haut.
„Es tut gar nicht so weh, wie es aussieht.... und irgendwie sehen sie sogar ganz hübsch aus.“
Hatte Deli was getrunken? Sie lächelte so selig. Ok, sie lächelte fast immer, das könnte auch vollkommen normal sein. Aber Darna war unruhig und so suchte ihr Geist überall nach Ablenkung.
Es sich selber hier gut gehen zu lassen, kam ihr vorerst nicht in den Sinn. Immer wieder, ganz leise, wollte etwas in ihr in die Leere greifen, rufen, prüfen: War Er weg? Hitze drohte sie an Ihn zu erinnern. Ebenso wie Kälte. Oder Schwarz, oder Blau, oder Rot...
Darna brauchte Ablenkung! Dringend!
"Brauchst du irgendwas?"
, fragte sie Deli und hoffte inbrünstig, dass sie etwas sinnvolles zu tun bekäme! Alles nur, um nicht an die Stille in ihr erinnert zu werden. Aber wenn sie ehrlich zu sich selbst war, so hatte sie doch ihr ganzes Leben lang Stille in sich getragen und nur in den letzten Tagen/Monaten hatte ER sich ihr offenbart. Ein gefährliche Frage drängte nun langsam an die Oberfläche zu kommen, die ihr Weltbild ankratzen könnte...
Wollte sie ihn vielleicht in ihrem Leben behalten? Eine Dämon?... oder was auch immer.
Warum fühlte sich alles was mit ihm zu tun hatte, oder was mit ihrer Zukunft zu tun hatte, plötzlich gut und gleichzeitig auch falsch an. Würde sie ihn vermissen? Wer wäre sie ohne ihn? Das ihre zukünftigen Entscheidungen auf ein ganz scharfes „Entweder – Oder“ hinausliefen, war ihr klar. Entweder sie behielt ihren Dämon, oder sie trieb ihn mit Hilfe der Drachen aus und ersetzte so die Leere in sich mit etwas neuem.
„Nö.“
Deli schloss die Augen wieder nach dieser überaus ausführlichen Antwort auf Darnas Frage und fügte nach ein paar langen Atemzügen selig lächelnd hinzu:
„Es ist soooo schön hier! Komm doch auch rein.“
Sie öffnete die Augen wieder und sah Darna mit ihren runden Reh-Augen an.
„Das Wasser ist herrlich und prickelt auf der Haut.“
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 16. Juni 2019, 10:38

Eilmana legte ihre Hand wieder in ihren Schoß, sie hatte gehört wie er die Luft einzog und spürte wie sie ihn mit ihren Berührungen aus dem Konzept brachte, und das wollte sie eigentlich gar nicht, oder vielleicht doch? Nein jetzt gerade konnte sie an so etwas nicht denken.

Sie lies sich jedenfalls erst mal von ihm Füttern und genoss den köstlichen Warmen Apfel den ihr Drachenritter für sie gemacht hatte.

Als Yran erzählte das er den Apfel gemacht hatte und das er sich dabei ein wenig verbrannt hatte zog Eli die Augenbrauen besorgt zusammen. Die Tatsache das Yran sofort erklärte das ihm nichts passiert sei änderte nichts daran das Elis Gesicht etwas besorgter aussah als zuvor und in ihrem Kopf ein paar Gedanken wirr umher schweiften.

Ich kann nicht mal Yran gerade Helfen...meine Kräfte scheinen grenzenlos aufgebraucht zu sein...das Spüre ich....aber was ist wenn etwas schlimmeres passiert, wenn Marga und Protho mit schweren Verletzungen zurück kommen. So bin ich für Drachmar doch völlig nutzlos.....

In Eli Kroch immer mehr die Panik hoch....Panik die durch den ersten Schock noch unterdrückt wurde.
Sie riss sich noch zusammen und stellte die nächste Frage und im Gespräch mit Yran wurde Eli für einen Augenblick wieder etwas ruhiger.

Die Anderen waren also neben an, vermutlich in dem Becken wo sie mit Marga und Lynn das erste mal gewesen war...
Er beschrieb Eilmana alles was er tat und langsam entspannte auch er sich wieder ein bisschen. Irgendwann meinte er dann:
"Entschuldige, wenn ich mich dir gegenüber irgendwie komisch verhalte, jetzt da du...."
Elis Magen zog sich zusammen und in ihr keimte ein Funke Wut auf, Wut über ihre eigene Unfähigkeit, Wut die sich mit ihrer Panik vermischte, Wut die ihre Trauer und Hilflosigkeit überdeckte die sich in ihr Ausbreitete wie ein schwarzer Teppich.

"Ich weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Wenn ich was falsch mache, dann sag es mir bitte."
Eli spürte seine warme Hand auf ihrer Schulter und wie er leicht mit dem Daumen die von der Verdunstung abgekühlte Oberfläche streichelte.Sie schluckte und nickte, sie wollte ihm Signalisieren das es in Ordnung war was er tat aber eigentlich spürte sie das es sie verunsicherte, doch sie wusste auch das diese Gefühle Falsch waren, er wollte ihr doch helfen. Aber sie Spürte in jedem Wort, in jeder Geste seine Angst um sie...und diese Angst machte ihre Verfassung so Real, so unausweichlich...so Endgültig.....
„Einerseits möchte ich dich einfach nur in meine Arme reißen und fest halten, bis es dir wieder gut geht, dann fühle ich mich aber wieder zu dir so sehr hingezogen, dass...na du weist schon... Männerprobleme... und dann hab ich wieder Angst, dass ich dich in diesem Zustand damit überfallen könnte...und dann berührst du mich und ich bekomme kaum Luft...“ „... dann möchte ich einfach nur für dich da sein und frag mich, wie du dich fühlst....wie ich mich fühlen würde...“
Eli hörte sein Seufzten und spürte das auch er sich innerlich so unendlich aufgewühlt fühlte.
Sie zog die Augenbrauen wieder mehr zusammen und dann...waren das tränen auf ihren Wangen oder nur das Wasser das sich auf ihrer Haut gesammelt hatte und nun abperlte? Yran sprach weiter:
„Dann sind da ja auch noch unseren neuen Gäste und ihre ganzen Probleme.“
Er schnaufte einmal gut hörbar.
„Außerdem... ...Ich trau dem Frieden noch nicht so recht, aber Lyn sagt, dass wir uns ruhig verhalten sollen. Wir sollen offen dem Neuen gegenüber sein und ihnen helfen. Der König sieht in ihnen eine Chance auf den Neuanfang, den wir so nötig haben... den sein Sohn so nötig hat. Wir sind in einer völlig anderen Zeit aufgewacht und müssen uns nun damit abfinden...“ Er machte eine Pause und in Eli klang das Wort ABFINDEN ein wenig nach....war sie den etwas womit man sich abfinden musste...oder sah sie gerade alles nur Negativ....musste sie sich vielleicht damit abfinden nie wieder sehen zu können, und wenn ja, würde sie dann Drachmar verlassen müssen...Blind wie sie war konnte sie ihre Reise nicht fortsetzen...müsste sie zurück nach Hause...in ihre Heimat wo sie sich nie Zuhause gefühlt hatte..?! Dann Sprach Yran weiter doch er konnte inzwischen Spüren und sehen wie sie am ganzen Körper zu zittern begann....die Blinden Augen weit aufgerissen und steif sahs sie da und hörte ihm zu um etwas in seinen Worten zu finden was sie wieder erden konnte.
„Weist du, wenn man so alt ist wie unser Drachenkönig... ich glaube, dann ist alles Neue, alles was anders ist etwas besonderes. Er ist einfach nur fasziniert von der Veränderung... aber Veränderungen können auch schlechtes mit sich bringen, nur ist er da ...neutral! Lyn ist da zum Glück anders und weiß um die Abgründe... Sie erdet ihn und ist unsere Verbindung zu ihm. Und dann wäre da ja noch dieses **Dämonen-Ding**...“
„Wenn du nichts dagegen hast, werde ich nachschauen, ob einer von den Heilern da drüben bald wieder einsatzfähig ist und ihnen von deinem Zustand berichten. Wir haben ihnen viel gegeben – haben wohl etwa bei ihnen gut, da werden sie dir sicher helfen.“
„Und die kleine blonde Heilerin scheint von Grund auf sehr nett... also hilfsbereit zu sein. ...Delilah.“

Das letzte versetzte Eilmana nun einen Stich ins Herz...sie spürte den Inneren Drang auf zu stehen und einfach weg zu rennen...sie wollte gerade am liebsten flüchten vor all dem was hier passierte aber wie sollte sie das anstellen....sie konnte nichts sehen...

Sie liebte Yran mehr als alles andere auf dieser Welt und das würde vermutlich für Ewig so sein, doch war das auch für ihn der Fall? Eli schwankte gerade zwischen so vielen Gefühlen. Einerseits war sie sich so sicher gewesen das er sie liebte, doch andererseits zerrissen sie ihre Selbstzweifel und diese Panik die sich Wut, Trauer und Angst vermischte und in ihr ein totales Caos auslöste.
Plötzlich schlug Eli ihre Hände vors Gesicht und begann laut zu weinen und zitterte am ganzen Körper.

Sie wollte doch allen helfen, aber jetzt gerade konnte sie nicht mal sich selbst helfen....sie wollte vor allem Yran keine Sorgen bereiten aber jetzt gerade wusste sie einfach nicht was sie tun sollte....
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Mittwoch 19. Juni 2019, 11:23

Fasziniert hörte sie Tarmas Erklärungen zu. "...Plau Ren hat die Quellen wieder fließen lassen“, sagte er nicht ganz ohne Stolz. Die Stirn der Knappin furchte sich grüblerisch ein wenig. Wieder fließen lassen? Wie das? Wenn sie sie vereist hätte, hätte ich das verstanden... Oder kann sie Wasser aufspüren? Egal. Das waren Details, mit denen sie sich mal wieder nur nebenher beschäftigte. Aber was die Drachen jeweils ihrer Natur entsprechend konnten, interessierte sie zunehmend. Wie viele es wohl gab? Sie hatte jetzt schon einen blauen erlebt, einen grünen, einen silbernen... und von einem weiteren gehört: Ignizor. Sein Reiter musste wohl Protho sein. Ignizor konnte Hitze erzeugen.
Wie ein Schwamm saugte sie wieder jedes Detail auf.
„Einige der Höhlen waren von Anfang an da, einige wurden von den Ahnen hinzugefügt und ausgebaut haben es die Bewohner Drachmas." 'Die Ahnen'? Wen bezeichnet das? Offenbar keine 'Bewohner Drachmas'. Drachen? Irgendwelche Gründer...-wesen wahrscheinlich. Vielleicht doch Menschen. Humanoide? - Was ist Tarmas eigentlich? Mantroner? Sie hatte von den Bewohnern Mantrons gehört, dass sie in einem sehr kalten Land lebten und sehr groß gewachsen sein sollten, was zu dem Drachenritter gut zu passen schien. Andererseits erschöpfte sich ihr Wissen über Mantron damit auch schon fast, weswegen sie es niemals mit Gewissheit behauptet hätte.
Sie gingen weiter und es gab so viele neue Eindrücke!

Am See angelangt wendete sie ihre Aufmerksamkeit wieder spezifischer Leon zu.
"Brauchst du etwas? Kannst du überhaupt schon wieder etwas essen, soll ich was holen? Oder etwas zu trinken?"
„Danke für deine Sorge. Nein, essen kann ich noch nichts, aber ich würde mich über deine Gesellschaft freuen. Bis dahin werde ich mich ausruhen und etwas treiben lassen.“

Sie nickte. Über ihre Gesellschaft freuen. Gut. Es war nicht nur nicht ihre Art, Subtext zu verstehen, sondern Leon konnte sich anhand ihrer Reaktion nicht einmal sicher sein, ob sie überhaupt mitgekriegt hatte, dass es einen Subtext gab. Sie würde halt einmal nach Deli sehen und dann zu ihm zurückkehren. Es war ja nicht so, dass sie seine Gesellschaft nicht mochte.

Die junge Lichtmagi trieb rücklings in der ganz leicht perlenden Wasserquelle. Das dünne Unterhemd, dass sie trug, verhüllte überließ nicht wirklich viel der Phantasie. Ihre jugendlichen Rundungen ragten keck aus dem Wasser hervor. Sie betrachtete die Entspanntheit der jungen Frau. Ja... Besser, wenn man hier ungestört ist. Sonst sollte man sich besser nicht so gehen lassen. Da sie Deli wohlgesonnen war, zeigte sich allerdings nichts in ihrer Mimik, was Missbilligung ausgedrückt hätte - sie gönnte der ausgelaugten Magierin die Möglichkeit zur Entspannung von ganzem Herzen.
Trotzdem verlangten die Hände sicher nach einer Behandlung.
"Was machen wir mit deinen Händen? Weißt du, wie man damit umgeht, oder soll ich Tarmas fragen?"
„Meinen Händen geht es...“ Sie hob eine vor ihr Gesicht, sank dabei etwas tiefer ins Wasser und drehte sie ein paar Mal vor ihren Augen. „...erstaunlich gut.“
Die Vereisungen leuchteten weiß bläulich auf ihre Haut. „Es tut gar nicht so weh, wie es aussieht.... und irgendwie sehen sie sogar ganz hübsch aus.“

Bei der letzten Bewertung furchte sich die Stirn der Knappin und sie schob die zusammen gezogenen Brauen ungläubig höher. 'Ganz hübsch'?! War etwas in dem Wasser, was Schmerzen linderte?

Darna verglich Delilahs Reaktion mit ihrem Verhalten, als es um das Waschen der Kleidung gegangen war. Hatte die Lichtmagierin zuvor zu verstehen gegeben, dass die Hände schmerzten?

Hatten die Vereisungen Schmerz betäubt? Wenn ja, hätte es das warme Wasser gerade deutlich schlimmer machen müssen... Irgendwie war Delilahs Beurteilung jedenfalls etwas, was die Knappin so richtig überhaupt nicht erwartet hätte. Ihr Geist hatte nach Ablenkung gesucht - und bekam sie.
"Brauchst du irgendwas?", fragte sie und lauerte darauf, dass die Lichtmagierin noch irgend etwas äußerte, was sinnvoll zu dem Umstand passte, dass sie ja offensichtlich verletzt war - aber:
„Nö.“
Deli schloss die Augen wieder nach dieser überaus ausführlichen Antwort auf Darnas Frage und fügte nach ein paar langen Atemzügen selig lächelnd hinzu:
„Es ist soooo schön hier! Komm doch auch rein.“
Sie öffnete die Augen wieder und sah Darna mit ihren runden Reh-Augen an.
„Das Wasser ist herrlich und prickelt auf der Haut.“

Die Lichtmagierin schaute in die zerfurchte Mimik der Knappin, die sie gerade mit einer Mischung aus Erschrockenheit, Sorge, Unglaube und Skepsis ansah, als stünde eine vertraute Respektsperson unerwarteterweise plötzlich stockbesoffen vor ihr.
"Nein. Danke", brachte sie gerade noch in halbwegs sachlichem, etwas hölzern klingendem Tonfall hervor und blieb gerade so bei der Wahrheit: "Aber Leon bat darum, dass ich nochmal nach ihm sehe", bevor sie sich nach kurzem Zögern abwandte und zügig nach draußen ging.

Sie hatte kurz in Erwägung gezogen, die junge Lichtmagierin auf der Stelle da aus diesem Wasser zu ziehen! Aber es ging ihr offensichtlich "gut", und wenn es nur eine vorübergehende Betäubung war... Außerdem war sie fest davon überzeugt, dass Tarmas sie vor dem Becken gewarnt hätte, wenn davon irgend eine offensichtliche Gefahr ausginge.
'Ungestört'... Sie kaute nochmal kurz auf dem Wort, das ihr von Anfang an irgendwie seltsam vorgekommen war. Hatte sie irgend etwas nicht mitbekommen? Sie kam nicht drauf. Die Höhle lag halt abseits. Ungestört. Aber irgend etwas stimmte mit Delilah nicht!
Sie eilte zum See zurück, ihr Tempo gerade so zügelnd, um nicht zu rennen und auszurutschen.
"Ritter Tarmas!" Kaum am Rand des Sees angelangt, erklang ihr Ruf in einem Tonfall, der noch eine beherrscht-sachliche Hülle hatte, aber drängend klang und das Potential hatte, in Alarmbereitschaft zu versetzen. Auch die förmliche Anrede trug ihren Teil dazu bei. Sie sah sich um, wo er sein mochte. Sobald sie mit ihm sprechen konnte, deutete sie zu der kleineren Nachbarhöhle, wo Deli war:
"Ist mit der Höhle irgend etwas? Also, gibt es dort irgend eine Wirkung, die Ihr genauer erklären müsstet? Fräulein Delilah sagt, sie habe kaum Schmerzen in den Händen und findet die Verbre... - Vereisungen 'hübsch' - ist das normal?"
Ihr Tonfall war drängend, alarmiert, fast vorwurfsvoll. Der Knappin war der Zustand der Lichtmagierin offensichtlich nicht geheuer, und dass sie sich Sorgen machte, war ebenso klar wie Kloßbrühe. Sie sah Tarmas direkt und energisch an, und würde er gerade frontal nackt vor ihr stehen, sie hätte keine Augen dafür. Es ging hier um Delilah!
"Kennt Ihr solche Verletzungen? Ich nehme an, ja? Was muss da normalerweise getan werden?"
Irgend etwas hier war gerade nicht normal und es missfiel ihr, so viel war klar.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 19. Juni 2019, 22:06

„Therme“

bei Eilmana:

Das hier war ein im höchsten Maße emotionaler Moment! Die Elfe spürte den inneren Drang auf zu stehen und einfach weg zu rennen. Sie wollte gerade am liebsten flüchten vor all dem was hier passierte aber wie sollte sie das anstellen? Sie konnte nichts sehen! Das alles war auch zum wahnsinnig werden! Sie liebte Yran mehr als alles andere auf dieser Welt und das würde vermutlich für ewig so sein, doch war das auch für ihn der Fall? Eli schwankte gerade zwischen so vielen Gefühlen. Einerseits war sie sich so sicher gewesen das er sie liebte, doch andererseits zerrissen sie ihre Selbstzweifel und diese Panik die sich Wut, Trauer und Angst vermischte und in ihr ein totales Chaos auslöste. Natürlich hatte sie Yrans eher politische Äußerung über das „Abfinden“ in einer neuen Zeitepoche auf sich selbst bezogen, wie im Moment ALLES! Das war alles zu viel! Sie konnte nicht klar denken und ihre Gefühle drohten einmal mehr das sprichwörtliche Fass zum überlaufen zu bringen und da geschah es schon. Plötzlich schlug Eli ihre Hände vors Gesicht und begann laut zu weinen und zitterte am ganzen Körper. Sofort waren Yrans starke Arme da um sie zu halten. Aber mehr konnte er im Moment wohl nicht tun.
Sie wollte allen helfen, aber jetzt gerade konnte sie nicht mal sich selbst helfen. Sie wollte vor allem Yran keine Sorgen bereiten aber jetzt gerade, bereitete sie ihm Sorgen und sie wusste einfach nicht was sie dagegen tun sollte, außer vielleicht schnellstmöglich gesund zu werden. Doch zum Gesunden gehörte Geduld und daran mangelte es ihr anscheinend gerade.
Ihr Drachenritter hielt sie still in seinen Armen und ließ sie weinen. Der Stress der vergangenen Stunden, die Verbitterung über die Blindheit, musste sich erst mal Bahn brechen und raus. Eilmana hatte grandioses geleistet, aber das alles verschwand unter der dicken Decke aus Angst und Unsicherheit. Das sie sich überfordert hatte, vielleicht mehr als sie ahnte, kam ihr gar nicht in den Sinn. Noch nie hatte sie etwas derartiges gemacht, wie sollte sie also auch wissen, wie sich das alles auf ihre Magie auswirken würde. Auch Heiler hatten nur ein gewisses Maß an Macht, die ihnen zur Verfügung stand und alles was darüber hinaus ging, zollte nun mal seinen Tribut.
Sie hatte nicht wissen können, dass sie ihre Hilfsbereitschaft auch etwas kosten könnte. Auch Heiler waren nicht allmächtig und sie erst recht nicht. Ihr Potenzial war groß, aber unerschlossen und ungezähmt... zu Risiken und Nebenwirkungen... hatte ihr nie jemand etwas erzählt. Jetzt hatte sie mit den Folgen zu kämpfen und konnte nur hoffen, dass sie nicht von Dauer waren. Im Moment lag sie einfach vollkommen überfordert in den Armen ihres Liebsten und weinte, als gäbe es kein Morgen.

bei Darna:

Darna verglich Delilahs Reaktion mit ihrem Verhalten, als es um das Waschen der Kleidung gegangen war. Hatte die Lichtmagierin zuvor zu verstehen gegeben, dass die Hände schmerzten? Eigentlich hatte sie gar nichts gesagt und war nur mit weit aufgerissenen Augen umher gelaufen, so wie fast alle von ihnen.
Darnas Gehirn versuchte wie immer einen Sinn hinter allem zu finden. Hatten die Vereisungen den Schmerz betäubt? Wenn ja, hätte es das warme Wasser gerade deutlich schlimmer machen müssen... Irgendwie war Delilahs Beurteilung jedenfalls etwas, was die Knappin so überhaupt nicht erwartet hätte. Ihr Geist hatte nach Ablenkung gesucht - und bekam sie.
"Brauchst du irgendwas?"
, fragte sie und lauerte darauf, dass die Lichtmagierin noch irgend etwas äußerte, was sinnvoll zu dem Umstand passte, dass sie ja offensichtlich verletzt war - aber:
„Nö.“
Ihre folgende Reaktion wollte so gar nicht in Darnas Weltbild passen, also stolperte ihr Verstand abermals über den Stein des Anstoßes.
„Es ist soooo schön hier! Komm doch auch rein. Das Wasser ist herrlich und prickelt auf der Haut.“
"Nein. Danke"

, brachte sie gerade noch in halbwegs sachlichem, etwas hölzern klingendem Tonfall hervor.
"Aber Leon bat darum, dass ich nochmal nach ihm sehe"
, bevor sie sich nach kurzem Zögern abwandte und zügig nach draußen ging. Sie eilte zum See zurück, ihr Tempo gerade so zügelnd, um nicht zu rennen und auszurutschen.
"Ritter Tarmas!"
Kaum am Rand des Sees angelangt, erklang ihr Ruf in einem Tonfall, der noch eine beherrscht-sachliche Hülle hatte, aber drängend klang und das Potential hatte, in Alarmbereitschaft zu versetzen. Augenblicklich näherte sich ihr eine Welle unter der milchigen Wasseroberfläche und dann stand Tarmas nass und ansehnlich vor ihr... wovon weder er noch sie Notiz nahm. Nur ein entferntes leises Zähneknirschen, hätte sie daran erinnern können, dass hier einiges nicht ganz schicklich ablief, doch dafür war sie viel zu abgelenkt von ihren Sorgen.
"Ist mit der Höhle irgend etwas? Also, gibt es dort irgend eine Wirkung, die Ihr genauer erklären müsstet? Fräulein Delilah sagt, sie habe kaum Schmerzen in den Händen und findet die Verbre... - Vereisungen 'hübsch' - ist das normal?"
Ihr Tonfall war drängend, alarmiert, fast vorwurfsvoll. Sie sah Tarmas direkt und energisch an.
"Kennt Ihr solche Verletzungen? Ich nehme an, ja? Was muss da normalerweise getan werden?"
Tarmas blinzelte nicht einmal, sondern sah ihr gerade in die Augen, da er ja etwas tiefer stand als sie und so sein bestes Teil noch vom dem an dieser Stelle etwas erhöhten Rand des Beckens verdeckt wurde. Neben ihm näherte sich Leon mit leisem Plätschern, als der Ritter antwortete:
„Ich bin kein Heiler.“
Das schien ihm wohl größtenteils als Antwort auszureichen, aber er fügte etwas unsicher, nach einigen langen Sekunden des atemlosen Wartens von Darna und ob da noch mehr kommen würde, hinzu:
„Ich denke, es ist gut, wenn sie kaum Schmerzen hat. ...Ich nehme an, ihr teilt ihre Einschätzung der „hübschen“ Narben nicht? Dann, denkt ihr vielleicht, es könnte an dem Ort liegen. Die Höhle ist eine Thermalhöhle, gespeist mit Vulkanwasser aus den Tiefen Quellen, so wie jedes Becken hier. Die Bestandteile und die Zusammensetzung sollten sich eigentlich nicht verändert haben, deswegen gehe ich davon aus, dass ihr Verhalten nichts mit der Höhle oder dem Wasser an sich zu tun hat. Ihr könnt euch auch hier davon überzeugen, wenn ihr selbst darin badet.“
Er machte eine schmal ausfallende Bewegung mit der Schulter und vollführte so eine einladende Geste, wies damit unbeabsichtigt vielleicht auf Leon. Der Lichtmagus hatte seine Unterarme auf einem kleinen aus dem Wasser ragenden Felsen abgestützt und betrachtete Darna gerade eingehend. So halb angesprochen hob er jetzt den Kopf und meinte:
„Ich glaube, ich habe da eine Theorie, was Delilahs Verhalten an geht. Wenn du endlich rein kommst und dich ein bisschen entspannst, erläutere ich sie dir gerne. Tarmas, der sich damit wohl nicht mehr in der Verantwortung sah, noch weitere Fragen zu beantworten, tauchte wieder ab und eine Welle verriet, dass er wieder zu den kalten Bereichen des unterirdischen Sees schwamm. Leon sah ihm eine Weile hinterher um meinte gedankenverloren:
„Der kann aber lange die Luft anhalten...“
Das stimmte. Erst am anderen Ende der Höhle sah man Tarmas wieder auftauchen.
„Komm her. Du hast schon einen ganz roten Kopf. Du musst dich abkühlen, sonst fällst du mir noch um und du bist im Moment die einzig richtig funktionierende Person in unserer Gruppe.“
Auch das stimmte. Leon wartete bis Darna zumindest mit den Unterschenkeln im Wasser stand und begann dann mit seinen Erläuterungen, wobei er sich in ein flaches, kleines Becken zurück zog, wo man gemütlich halb liegend sich unterhalten konnte und sich „ungestört“ fühlte.
„Meine Theorie... Entschuldige, ich muss etwas ausholen, damit es verständlich wird.“
Er wandte ihr den Kopf zu und obwohl er so ausgelaugt war, glaubte sie kurz diesen silbernen Schimmer in seinen Augen zu erkennen.
„Wenn ich länger spreche, vielleicht bleibst du dann auch etwas länger bei mir.“
Begann er und runzelte dann noch einmal kurz die Stirn, als überprüfte er seine Gedanken im Stillen. Dann sah er in unbestimmte Ferne.
„... Ich kenne Delilah schon eine Weile und sie war schon immer recht... sorglos? Angstfrei? Sie hat schon immer in allem das Gute gesehen und so eine Gabe, allen und jeden dazu zu bringen das Beste aus sich zu machen, oder einfach nur zu lächeln, glücklich zu sein... Sie ist ein Kind der Fröhlichkeit. - Soweit zu ihren herausragendsten Eigenschaften... Jetzt zu den aktuellen Fakten:“
Jetzt klang er ein bisschen wie Chasin:
„Ich habe Delilah zwar schon vor ihrem Unfall kennen gelernt, aber erst durch ihre Behandlung durch meinen Vater einige Erkenntnisse gewonnen, die so wie ich jetzt vermute, hier passen könnten. Wie gesagt, es handelt sich um eine Theorie.“
, unterstrich er noch einmal, damit das Gesagte nicht in Stein gemeißelt werden konnte.
„Es gibt mehrere Möglichkeiten. Man könnte bei ihr schlicht davon ausgehen, dass die vergangenen Ereignisse zu einer Art **Überspannung** geführt haben könnte. Das sie noch vor kurzem in einem Drachenmaul herum geturnt ist, Magie gewandelt hat, meinem Vater so das Leben gerettet hat... ich könnte noch einige andere Sachen aufzählen, die ihren Geist vielleicht ein wenig überfordert haben und sie vielleicht jetzt so reagieren lassen, aber...“
Er hob tatsächlich den Zeigefinger, wie einer von Darnas gut bekannten Lehrmeistern.
„... aber, es könnte auch ein bio-magisches Resultat aus ihrem vorangegangenen Kontakt mit Dracheneis sein.“
Dracheneis? Kontakt? Schonmal? Hatte Delilah dazu mal was erzählt? Wenn ja, dann fiel es vielleicht Darna auch gerade wieder ein, wenn nicht, dann hörte sie es halt zum ersten mal.
„Mein Vater hatte sie damals, als sie sich mit ihrer Magie geblendet hatte, mit einer Kombination aus Dracheneis und Geistermagie behandelt, die ihrer Seele den Funken zurück gab, den sie brauchte um ihr eigenes Licht wieder zu finden. Manchen Lichtmagiern sagt man nach, dass sie das Licht zu sehr lieben und in die Sonne zu sehen, tut bekanntlich nicht gut. An der Lichtakademie gibt es einige blinde Magier, die besonders große Macht haben. Ich schweife ab... ...Also, was Vater bei diesem Vorgang genau dabei tat, weiß ich nicht, aber es hat geholfen.“
Er legte seine Arme ausgebreitet auf den Rand des Beckens und den Kopf in den Nacken. An der Decke glitzerte Feuchtigkeit wie ein fernes Sternenzelt.
„Ich fand das ganze damals sehr riskant und habe mich deshalb mit ihm gestritten... eigentlich war das sogar unser letztes Gespräch, bevor...“
Er seufzte tief.
„Auf jeden Fall hat Dracheneis eine interessante Eigenschaft. Es ist ja ein Produkt der Eismagie und dieser sagt man nach, dass sie dem Magier, der sie benutzt, die Emotionen abzieht. Sie werden, um so mehr Macht sie ansammeln, immer kälter in ihren Gefühlen.“
Sein Blick wanderte kurz zu Tarmas und wurde fast ein bisschen mitleidig.
„Kommen wir also zurück zum Eis... Mein Vater hatte die Theorie entwickelt, dass man dann mit magisch erschaffenem Eis, vielleicht auch Emotionen wieder abgeben könnte... Deswegen hat er damit Jahrzehnte herum experimentiert und hat diese Eigenschaft aber nur bei dem Eisodem des schlafenden Drachen in den Eislanden gefunden. Dort hat er Rumpel es einkaufen und zu ihm bringen lassen. Das Dracheneis benutzte er dann mit der Quelle, bzw. um die Geister, die sie anlockte, mit Emotionen zu füttern. Geister, wie auch übrigens Dämonen, leben von emotionaler Energie in unser Welt und diese spezielle Dracheneis scheint dafür gut geeignet. Ob als Leiter, Fokus oder Quelle kann ich dir nicht sagen, ...bin ja kein Geistermagus.“
Aber dafür, dass er es nicht studiert hatte, kannte er sich doch recht gut mit der Theorie aus. Wahrscheinlich hatte er bei Verano doch mehr mitbekommen, als ihm selbst bewusst war. Die praktische Anwendung fehlte, aber wenn er tief genug kramte, dann war Leon doch der Sohn seines Vaters... selbst wenn er es nicht hatte sein wollen. Vielleicht verdrängte er auch einfach viel. Auf jeden Fall schien sich gerade etwas in seiner Anspannung zu lösen und er konnte sich an Details erinnern, die er selbst verloren geglaubt hatte, oder einfach unwichtig waren...
„Ich glaube, er hatte sogar mal mit einem Getränk experimentiert, wo er kleine Bröckchen Dracheneis hinein tat und es mit Minze und Rum zerstoßen hat... Ich hatte verbotener Weise genascht und war... Sagen wir einfach, ich war eine Weile SEHR sehr glücklich.“
Seine schönen Lippen zeigten wieder dieses schelmische Schmunzeln, dass kein richtiges Lächeln war. Dieses Schmunzeln hatte sie das erste Mal an ihm gesehen, als er mit ihr getanzt hatte. Es war kein Lächeln, dass verlangte erwidert zu werden, es war mehr ein Gefühl, dass dem Gegenüber das Gefühl gab, etwas besonderes zu sein. Leon trieb entspannt im Wasser und Darna konnte gut seine doch sehr appetitliche Brust bewundern, wenn er einatmete und er so etwas Auftrieb bekam.
„Nehmen wir diese Variablen und würfeln sie mal durcheinander, so könnte es auch sein, dass Delilah gerade eine kleine **Überdosis** Dracheneis abbekommen hat. Sie hatte ja quasi damals darin gebadet und jetzt hat sie den Odem des Alten in Plau Rens Rachen gepflanzt. Dabei musste sie das alles wieder durchlaufen, die Magie sie durchdringen lassen. Sie könnte sich gerade fühlen, als würde sie... Fliegen? - Aber an sich wäre das nicht schlimm. Das einzige, worum ich mir vielleicht Sorgen machen würde, dass sie auf den Genuss kommen könnte und es immer wieder haben will.“
Jetzt lächelte er doch etwas breiter, aber es hielt nicht lange. Er entspannte sich immer mehr und atmete tief.
Also konnte Plau Ren jetzt süchtig machende, Emotional-Verstärker-Magie-Eiswürfel machen? Dass ihr Eis Leons Magie verstärkte und irgendwie konservierte, dass hatte sie mit eigenen Augen gesehen. Das Eismagier kalte Bastarde sein konnten, ja vielleicht hatte sie davon mal irgendetwas gelesen. War diese Theorie also so weit her geholt?
Das leise Plätschern vermischte sich mit Leons langsamen entspannten Atemzügen. Das Wasser war toll und prickelte tatsächlich etwas auf der Haut.
„Darna...“
Er wartete bis sie ihn ansah.
„Ich kann keine Gedanken lesen, aber ich kann ganz gut Gefühle deuten und ich glaube, du machst dir Sorgen. Wenn es dir hilft, dann geh zu Deli. Ich halte dich nicht auf... außer du möchtest, dass ich dich aufhalte.“
Subtext... Mist... da war doch was. Und der Blick, mit dem Leon sie gerade ansah, der schürte das kleine Feuer, das zwischen ihnen entflammt war. Leider, oder vielleicht faszinierender Weise, wer weiß, ähnelte Leons Ausdruck gerade doch sehr, diesem Blick, den sie durch blaue Seide gesehen hatte.

bei Eilmana:

Tränen flossen über nasse Wangen, tropfen auf nasse Haut und vermischten sich mit dem warmen Wasser um sie herum. Yran hielt seine kleine Elfe. Er streichelte sie wenn dann nur ganz zart. Mal mit dem Daumen über ihr Haar, dann sanft über ihre Schulter, wo er sie hielt. Zu viel war zu viel. Eilmana zerbrach ihm gerade unter den Fingern und er konnte nichts dagegen tun, außer abzuwarten, bis sie sich ausgeweint hatte.
Er begann leise zu summen:

Hintergrundmusik

bei Delilah:

Neugierige Augen betrachteten das glückliche Wesen, das da im Wasser trieb.
Frei, schwerelos, leer und bereit von etwas neuem erfüllt zu werden, …
Also schenkte es ihm einen Traum.

Einen Traum vom Fliegen.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Donnerstag 20. Juni 2019, 11:27

Darna hörte Tarmas zu. „Ich bin kein Heiler.“ Ja.... - und weiter?! Er musste doch trotzdem etwas über solche Verletzungen wissen! Sie wusste ja schließlich auch, was Schnitt- und Stichwunden waren und wie man sie für gewöhnlich zunächst versorgte. Nach Darnas Verständnis wusste jeder, der Wunden verursachte, mit etwas Erfahrung auch, wie man eben diese im Groben behandelte. Und wenn sie Tarmas pauschal etwas unterstellte, war es Erfahrung. Also?
„Ich denke, es ist gut, wenn sie kaum Schmerzen hat. ...Ich nehme an, ihr teilt ihre Einschätzung der „hübschen“ Narben nicht?" Ihre Halsschlagader schwoll an und sie würgte ein bissig-provokatives "Nein..?" gerade so noch runter. Sie wollte ihn ja weder provozieren noch kränken - selbst wenn sie in einer ruhigeren Minute vermutet hätte, dass beides ohnehin schwer zu erreichen war.
"Dann, denkt ihr vielleicht, es könnte an dem Ort liegen." Ja. Sie zog den Oberkörper entspannend etwas zurück und ging in eine abwartendere Position. Sie unterstellte das ungerne, aber ja, sie vermutete gerade, dass in dem Wasser Substanzen waren, die vielleicht 'entspannend' wirken sollten und bei der erschöpften Deli heftiger wirkten, als sie sollten, oder wusste-der-Dämon-was sonst.
Aber die Kernaussage von Tarmas lautete, dass das Wasser in der Nebenhöhle kein anderes war als das Wasser hier auch.
Selbst darin baden... nichts lag ihr gerade ferner. Aber sie glaubte dem Drachenritter, und so stellte sich angesichts dieser Erklärungen gerade ratlose Frustration ein, als Leon sich dazu meldete:

„Ich glaube, ich habe da eine Theorie, was Delilahs Verhalten an geht. Wenn du endlich rein kommst und dich ein bisschen entspannst, erläutere ich sie dir gerne."
Wieso wollten sie gerade alle in dieses Wasser locken?!
Tarmas, der sich damit wohl nicht mehr in der Verantwortung sah, noch weitere Fragen zu beantworten, tauchte wieder ab und eine Welle verriet, dass er wieder zu den kalten Bereichen des unterirdischen Sees schwamm. Leon sah ihm eine Weile hinterher um meinte gedankenverloren:
„Der kann aber lange die Luft anhalten...“

Darna folgte seinem Blick. "Könnte ich auch, bei dem Brustkorb", entfuhr es ihr trocken und genauso nüchtern fügte sie hinzu: "Aber ich kann nicht so gut schwimmen."
Dass ihre Aussage also, egal wie man sie drehte und wendete, ziemlich wenig Sinn machte, schien ihr zu entgehen. Es war eine Nachwirkung des ständigen Wetteiferns bei Hof, die es ihr gerade schwer machte, Leon einfach ebenso beeindruckt zuzustimmen; aber vielleicht beruhigte es ihn auch, dass sie nicht auch noch anfing, den Drachenritter anzuhimmeln.

„Komm her. Du hast schon einen ganz roten Kopf. Du musst dich abkühlen, sonst fällst du mir noch um und du bist im Moment die einzig richtig funktionierende Person in unserer Gruppe.“ Darna fixierte Leon kurz mit einem schwer definierbaren, trockenen Blick und diesmal waren es ihre Gedanken, die in der Formulierung die Worte herum würfelte, bis ein Nachhall von 'Die einzige unserer Gruppe, die noch richtig im Kopf ist' übrig blieb. Sie atmete einen Teil der Anspannung in einem gezwungenen Atemzug aus. Ihr Gesichtsausdruck wirkte ziemlich verkniffen und mürrisch. Doch Leon lotste sie zum Wasser und schließlich krempelte sie sich wenigstens die Beine der Wollhose, die sie noch trug, bis über die Knie hoch, setzte sich auf eine Kante oder einen Stein und tauchte die Füße und Unterschenkel ins Wasser. Auch ein Hemd hatte sie noch an, dessen Ärmel vom Wäschewaschen unten nass waren und das inzwischen ihr teils verschwitzt am Körper klebte.
Abwartend sah sie zu Leon, aber immerhin war die akute Alarmiertheit inzwischen verschwunden.
„Meine Theorie... Entschuldige, ich muss etwas ausholen, damit es verständlich wird.“ Sie deutete ein zustimmendes Nicken an und atmete nochmal durch. Sie glaubte, kurz diesen silbernen Schimmer in seinen Augen zu erkennen und abermals wollte sich der Verdacht hochschleichen, dass es doch was an diesem Wasser gab!
„Wenn ich länger spreche, vielleicht bleibst du dann auch etwas länger bei mir.“ Uhm? Sie blinzelte überrascht und ein flüchtiges Stirnfurchen huschte über ihr Gesicht. Dann wurde sie etwas verlegen. War das ein Vorwurf gewesen, hatte sie ihn vernachlässigt? Oder...?
Ihre Hände hielten sich an der Kante fest und sie hörte ihm aufmerksam weiter zu, begann, seine Aussagen aufzunehmen und für sich zu filtern.

Ein Schock also eventuell, wenn sie Leons erste erklärte Möglichkeit richtig verstand. Das hätte sie gut nachvollziehen können, aber müsste man ihr dann nicht die Beine hoch legen oder sowas? Oder sie küssen..., wollte sich eine andere Erinnerung ziemlich weit hergeholt frech dazwischen drängen, wurde aber weg gescheucht wie eine lästige Fliege. Kurz gesellte sich sogar das Bild dazu, wie Deli so reizend in dem nassen Hemd im Wasser lag...
Quatsch.
Äh... Was war ein 'bio-magisches Resultat'? 'Magisch' war klar, was ein Resultat war, wusste sie auch, aber 'bio'..? Und Kontakt mit Dracheneis? Plau'Ren. Und achso, ja, die Drachin hatte ja irgend etwas an Delilah entdeckt gehabt, es hatte sich plötzlich ziemlich viel um Dracheneis gedreht, aber erst mit Leons weiteren Erzählungen wurde Darna vage daran erinnert, was Delilah bei ihrer Frau Großmutter von ihrer Verausgabung und Heilung erzählt hatte. Diese Erinnerung war ausgesprochen nebulös, denn es war ihr selbst alles andere als gut gegangen und die Eindrücke waren zu viel gewesen. Aber Delilah hatte erzählt, dass sie so gut wie tot gewesen war, ja, und dass Verano sie gerettet hatte. Dieser Inquisitor Brockhardt hatte bei ihr dann noch irgendwas gemacht - Blindheit geheilt? Sie wusste es nicht mehr sicher, aber irgendwas war da gewesen..
„Ich fand das ganze damals sehr riskant und habe mich deshalb mit ihm gestritten... eigentlich war das sogar unser letztes Gespräch, bevor...“ Er seufzte tief. Darna presste die Lippen mitfühlend zusammen und rückte nach kurzem Zögern etwas näher zu ihm. Sie überlegte, etwas einzuwerfen, aber hörte dann zunächst weiter zu.

„Auf jeden Fall hat Dracheneis eine interessante Eigenschaft. Es ist ja ein Produkt der Eismagie und dieser sagt man nach, dass sie dem Magier, der sie benutzt, die Emotionen abzieht. Sie werden, um so mehr Macht sie ansammeln, immer kälter in ihren Gefühlen.“
Sein Blick wanderte kurz zu Tarmas und wurde fast ein bisschen mitleidig.

Ihr Blick folgte seinem und sie runzelte nachdenklich die Stirn. Wie gefühlskalt der Drachenritter wohl war? "Grausam ist er aber keineswegs", kommentierte sie etwas salopp gelassen, "Im Gegenteil: Sachlich, aber hilfsbereit. Eigentlich find ich seine Art bisher sehr angenehm." Sie zuckte abschließend leicht die Schultern und wandte sich wieder Leon zu. Ob das nun hieß, dass Tarmas nicht besonders mächtig war oder ob es andere Faktoren waren, die seine Wesensart beeinflussten, wie die Gemeinschaft der Drachenritter, darüber wollte jetzt nicht einmal sie vertiefend nachdenken.
Aber wie Dracheneis Emotionen abgeben könnte, wollte ihr kaum in den Kopf. Egal. Es waren andere Details, die Leon scheinbar beiläufig erwähnte, aber bei Darna zu erhöhter Aufmerksamkeit führten:
Ein schlafender Drache in den Eislanden? Dann wusste Leon ganz im Groben, wo Plau'Rens Gefährte zu finden war? Hatte er ihr das schon gesagt? Vermutlich nicht. Vermutlich war einfach noch keine Zeit dafür gewesen. Aber das dürfte die beiden überaus interessieren!, damit speicherte sie Leons Erklärung in ihrem Hinterkopf ab.
"..Geister, wie auch übrigens Dämonen, leben von emotionaler Energie in unser Welt und diese spezielle Dracheneis scheint dafür gut geeignet." Was?!
Darna lehnte sich so weit vor Richtung Leon, dass sie fast ins Wasser gefallen wäre. Die Stichworte 'Eis', 'Dämonen' und 'emotionale Energie' wollten sich in ihrem Kopf irgendwie zusammen fügen, knallten aber nur ergebnislos gegeneinander. Leon sagte noch: "Ob als Leiter, Fokus oder Quelle kann ich dir nicht sagen, ...bin ja kein Geistermagus.“, als sie ihn unterbrach:
"Was sagst du da über Dämonen und wovon die leben?! Das musst du mir nochmal genauer erklären! Was weißt du davon?" Er hatte offenbar ein Thema angeschnitten, das sie mehr interessierte als die reversibilisierten Wirkungen von Dracheneis. Sie zog die Luft scharf ein, um noch etwas zu sagen, als sie merklich innehielt. Sie schloß die Augen. "Wobei... Halt. Nein. Bleiben wir bei Deli. Ich will jetzt nicht schon wieder von mir reden. Aber erklär es mir später - bitte!"

Sie stieß die Luft durch die Nase aus und blinzelte, schaute einen Moment dann mit stumpferem Blick auf das Wasser, das ihre Beine umspülte. Sie bewegte die Füße etwas vor und zurück und wackelte mit den Zehen. Sie hatte sich an die Temperatur gewöhnt, und es war wirklich angenehm..
Sie hörte halb seine Anekdote über den Dracheneis-Cocktail, sah sein Schmunzeln und ihr linker Mundwinkel zuckte ein bisschen hoch, ohne ein echtes Lächeln zu werden, denn in ihren Augen blieb dabei eine gewisse Wehmut oder Traurigkeit. Ihr Blick glitt über seinen Körper, der entspannt im Wasser trieb und in ihr erwachte der Wunsch, ihre Wange auf seine Brust zu legen - aber das ging natürlich nicht. Ihre Füße bewegten sich weiter im Wasser vor und zurück. Leon entwickelte seine Theorien weiter.
"..Das einzige, worum ich mir vielleicht Sorgen machen würde, dass sie auf den Genuss kommen könnte und es immer wieder haben will.“
Darna schürzte die Lippen und speicherte diese Information ebenfalls in ihrem Hinterkopf. Falls Deli abermals - und aus nichtigeren Gründen - den Wunsch äußern sollte, mit Plau'Rens Odem in Kontakt zu kommen, würde sie die beiden warnen.
Und mal wieder zum Spielverderber werden, meldete sich Gernot, Sie hat dir gesagt, dass es ihr gut geht - alle haben dir gesagt, dass es ihr gut geht - und du hast ihr trotzdem nicht geglaubt. Du erwartest noch selbst von einem perfekten Frühlingstag, dass er irgend etwas Böses im Schilde führt, nicht? ES! GEHT! IHR! GUT! Sie zog die Unterlippe durch die Zähne.
„Darna...“
Er wartete bis sie ihn ansah.
„Ich kann keine Gedanken lesen, aber ich kann ganz gut Gefühle deuten und ich glaube, du machst dir Sorgen."

Ach. Echt? Ihr entfuhr ein kaum hörbares Schnaufen.
"Wenn es dir hilft, dann geh zu Deli. Ich halte dich nicht auf... außer du möchtest, dass ich dich aufhalte.“
Sie hob die Hände in einer planlosen Geste - oder um sich zu verteidigen. "Wenn es ihr gut geht - geht es ihr gut", bemühte sie sich um eine gleichmütige Feststellung. "Aber warum scheint es allen so egal zu sein, wie ihre Hände aussehen? Ich würde schreien, wenn meine so aussähen." Oh?
"Oder kümmert ihr euch darum, wenn ihr euch wieder erholt habt und da kann man jetzt im Moment nichts machen?" Sie klang irgendwie etwas frustriert und schien sich an ein letztes Detail zu klammern, oder war da mehr?
Sie sah zu Leon und schien einen kurzen Augenblick durch ihn hindurch zu sehen. "Und wie geht es eigentlich deinem Rücken?", fragte sie leiser, als sie an seinem Blick hängen blieb und gnädigerweise für einen Moment verstummte. Das Wasser um sie herum schien in ihren Ohren zu rauschen und ihre Füße vergaßen ihr umtriebiges, fast spielerisches Rühren.

"Was passiert eigentlich mit Magiern, wenn sie sich 'leer zaubern', was passiert da im Körper?" - sie fragte es noch nicht. Es interessierte sie tatsächlich, wie es ihm ging und das wollte sie auch nicht durch einen Fragenhagel nebensächlich wirken lassen, aber ihr ging genug im Kopf herum, um notfalls ein Gespräch am Laufen zu halten, daran sollte es nicht liegen...
Los. Red mit mir.

Halt mich auf.

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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Donnerstag 20. Juni 2019, 13:02

Ja, die Gefühlte Überrannten Eilmana mal wieder, nur diesmal ohne jegliche Reserve von Magie.
Irgendwie war Eilmana doch manchmal wie ein unreifes und Naives Kind, zwar wurde sie immer vernünftiger und sie hatte Momente in denen man merkte das sie nun doch schon 180 Jahre war und sich mancher Verantwortung sehr bewusst war. Doch vielen Dingen war sie einfach nicht gewachsen.

Sie weinte einige Minuten lang so in Yrans Armen bis sie sich langsam wieder beruhigte. Sie schniefte 2 mal und nahm die Hände von ihrem Gesicht. Sie formte ihre Hände zu einer Schale und füllte diese mit Wasser um sich Anschließend mit diesem Wasser einmal das Gesicht zu waschen.

Sein Summen beruhigte sie....und diese Melodie....es war ihr als würde sie diesen Klang nicht zum ersten mal hören ….das Tiefe summen seiner Stimme gelangte bis in ihr innerstes und half ihr wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Sie legte ihre Hand auf Yrans Arm und streichelte mit ihrem Daumen über seine Haut.
„Danke....“
„Yran, es tut mir leid...ich wollte dir eigentlich nicht noch mehr Sorgen machen.....ich....“
Ihre Kehle Schwoll wieder an und ihre Stimme drohte ihr erneut unter Tränen zu versagen, sie Stoppte, schluckte und Atmete einmal tief durch.

„Ich...ich würde heute Nacht gerne bei dir schlafen, wenn das ginge...ich,...ich habe irgendwie Angst alleine zu sein in,...in dieser Dunkelheit....“

Eilmana hatte sich wirklich wieder etwas gesammelt ihr erster Impuls war es gewesen allein sein zu wollen doch nun spürte sie wie Dankbar sie Yran einfach war das er für sie da war und sie nicht in dieser Situation allein gelassen hatte. Sie Atmete noch einmal tief ein und Presste die Luft anschließend wieder langsam hinaus um sich weiter zu entspannen.

„Aber.....vorher würde ich gerne noch einmal mit Tarmas und den anderen Sprechen....damit sie wissen was los ist....könntest du mich gleich zu ihnen bringen?“

Sie drehte ihren Kopf und ihre Leeren Augen sahen durch Yran hindurch, begleitet von einem Lächeln welches seine kleine Elfe offensichtlich viel Kraft kostete.

Dann drehte sie ihren Kopf noch etwas nach hinten und Yran sah wie Eli „Schnupperte“.
„Aber zuerst würde ich gerne den Apfel aufessen den du extra für mich gemacht hast...“ Bei diesen Worten klang ihre Stimme wieder etwas fröhlicher und es klang als hätte sie versucht dem ganzen einen leicht Humorvollen Unterton zu geben.

Anschließend Tastete Eli sich langsam im Wasser nach vorn und ging die Stufen aus dem Becken hinaus und tastete nach ihrer Kleidung.

Sie ertastete ein Stück Stoff, drehte es mehrmals hin und her und fühlte daran herum, dann zog sie es sich über den Kopf, eine Hose war es nicht, aber ob sie da gerade Ihr Hemd oder Yrans Hemd erwischt hatte und ob es Links oder rechtsherum war hatte sie nicht erfühlen können dafür hatte sie sich zu sehr darauf konzentriert sich zu beeilen. Schließlich wollte sie Yran zeigen das sie nicht völlig Hilflos war....aber scheinbar gelang ihr das mehr schlecht als recht.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Erzähler » Dienstag 25. Juni 2019, 16:09

bei Eilmana:

Sie legte ihre Hand auf Yrans Arm und streichelte mit ihrem Daumen über seine Haut.
„Danke....Yran, es tut mir leid...ich wollte dir eigentlich nicht noch mehr Sorgen machen.....ich....“
Ihre Kehle Schwoll wieder an und ihre Stimme drohte ihr erneut unter Tränen zu versagen, sie Stoppte, schluckte und Atmete einmal tief durch.
„Ich...ich würde heute Nacht gerne bei dir schlafen, wenn das ginge...ich,...ich habe irgendwie Angst alleine zu sein in,...in dieser Dunkelheit....“
Yran nickte und drückte sie noch einmal zärtlich an sich. Sie atmete noch einmal tief ein und presste die Luft anschließend wieder langsam hinaus um sich weiter zu entspannen.
„Aber.....vorher würde ich gerne noch einmal mit Tarmas und den Anderen sprechen....damit sie wissen was los ist....könntest du mich gleich zu ihnen bringen?“
Sie drehte ihren Kopf und ihre Leeren Augen sahen durch Yran hindurch, begleitet von einem Lächeln welches seine kleine Elfe offensichtlich viel Kraft kostete. Dann drehte sie ihren Kopf noch etwas nach hinten und Yran sah wie Eli „Schnupperte“.
„Aber zuerst würde ich gerne den Apfel aufessen den du extra für mich gemacht hast...“
Bei diesen Worten klang ihre Stimme wieder etwas fröhlicher und es klang als hätte sie versucht dem ganzen einen leicht humorvollen Unterton zu geben. Yran fütterte sie zu Ende und begann auch wieder sie zu necken, in dem er manchmal absichtlich ihren Mund verfehlte und dann einen Grund hatte die Apfelreste von ihrem Gesicht zu küssen. Er war immernoch sehr vorsichtig mit ihr, aber etwas schien sich dadurch auch bei ihm zu lösen und vielleicht ahnte Eilmana, dass sie die Dunkelheit mit ihm an ihrer Seite übersehen konnte.
Als sie fertig gegessen hatten, tastete Eli sich langsam im Wasser nach vorn und ging die Stufen aus dem Becken hinaus und tastete nach ihrer Kleidung. Sie fühlte ein Stück Stoff, drehte es mehrmals hin und her und zupfte daran herum. Dann zog sie es sich über den Kopf, eine Hose war es nicht, aber ob sie da gerade Ihr Hemd oder Yrans Hemd erwischt hatte und ob es Links oder rechtsherum war hatte sie nicht erfühlen können dafür hatte sie sich zu sehr darauf konzentriert sich zu beeilen. Schließlich wollte sie Yran zeigen das sie nicht völlig hilflos war... aber scheinbar gelang ihr das mehr schlecht als recht, denn sein unterdrücktes Glucksen verriet, dass irgendetwas nicht ganz so wie geplant gelaufen war.
„Wenn du magst, kannst du mein Hemd ruhig anlassen. Es sieht bezaubernd an dir aus. Betont deine hübschen Schenkel.“
Das Schmunzeln in seiner Stimme konnte sie deutlich heraushören.
„Von mir aus könntest du die ganze Zeit so herum laufen, aber ich glaube, das wäre für unsere Gäste nicht angemessen. Darf ich helfen? Mach mal die Arme hoch.“
Schwungvoll wurde Eli ausgezogen...
„Oben lassen...“
...und wieder angezogen.
„Besser.“
Yran half Eli, aber es fühlte sich nicht mehr so verkrampft an. Kurz darauf verließen sie ihre abgelegene Kaverne und näherten sich der Haupthöhle. Eilmanas Sinne waren schon immer gut gewesen. Spitze Ohren hörten gut, aber jetzt da sie sich noch mehr auf ihre Umgebung konzentrierte, hörte sie lange von Yran, dass da vorne gesprochen wurde. Vielleicht blieb sie stehen, vielleicht ging sie langsam weiter, auf jeden Fall verhielt sie sich leise und Yran passte sich ihr an.


bei Darna:

"Wenn es dir hilft, dann geh zu Deli. Ich halte dich nicht auf... außer du möchtest, dass ich dich aufhalte.“
Sie hob die Hände in einer planlosen Geste - oder um sich zu verteidigen.
"Wenn es ihr gut geht - geht es ihr gut... Aber warum scheint es allen so egal zu sein, wie ihre Hände aussehen? Ich würde schreien, wenn meine so aussähen."
Oh?
"Oder kümmert ihr euch darum, wenn ihr euch wieder erholt habt und da kann man jetzt im Moment nichts machen?"
Leon nickte etwa verlegen und zog dabei die Schultern hoch. Sein Gesicht verriet, dass Darna den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Er konnte im Augenblick rein gar nichts tun. Er wirkte über diesen Umstand zwar etwas peinlich berührt, aber schien sich damit abzufinden. Ein kurzer Moment der Stille kehrte ein, in den Darna fragte:
"Und wie geht es eigentlich deinem Rücken?"
„Geht so.“
, war die knappe Antwort, aber er erhob sich kurz so weit aus dem Wasser, damit Darna die Striemen auf seinem Rücken sehen konnte. Dort wo die Krallen nah an die Knochen geraten waren, waren sie noch gerötet, aber sonst ließ der Heilungsverlauf hoffen, dass wenig zurück bleiben würde.
"Was passiert eigentlich mit Magiern, wenn sie sich 'leer zaubern', was passiert da im Körper?"
Es interessierte sie tatsächlich, wie es ihm ging und das wollte sie auch nicht durch einen Fragenhagel nebensächlich wirken lassen, aber ihr ging genug im Kopf herum, um notfalls ein Gespräch am Laufen zu halten, daran sollte es nicht liegen...
Los. Red mit mir.
Halt mich auf.

Leon ließ sich wieder zurück ins Wasser gleiten und sah zu ihr auf. Ein leichtes Schmunzeln umspielte seine Lippen und er rückte noch etwas näher. Seine Schulter berührte ab und an ihr Knie wenn sie die Füße kreisen ließ.
„Es freut mich zu hören, dass du dich noch für meinen Körper interessierst, auch wenn deine Frage sehr allgemein formuliert war... „
Er blinzelte zu ihr auf und mit einer schnellen Kopfbewegung hauchte er ihr einen schnellen Kuss auf ihr Knie. Die Geste hatte etwas verspieltes und hinterließ ein warmes Kribbeln an der Stelle, wo er sie so wage berührt hatte. Dann lehnte er wieder vollkommen entspannt neben ihr.
„Im ernst, deine Sorge ehrt mich. Die Frage ist durchaus berechtigt und wichtig.“
Er schloss wieder die Augen, als er zu reden begann.
„Magie ist nicht unendlich und alles in dieser Welt hat einen Preis. Wenn ein Kämpfer eine herausragende Schlacht bewältigt, geht dies mit Wunden einher. Wenn wir Magier...“
Die Betonung lag auf dem *wir*.
„... über unsere Grenzen hinaus gehen, verlieren wir oftmals das Bewusstsein. Aber! - je nach dem, wie weit wir unsere Macht ausreizen, um so mehr kann das auch Folgeschäden für uns haben. Vielleicht kann ich es mit einem eher körperlichen Beispiel erklären... Wenn du einen Dauerlauf um Jorsa machst, werden dir hinterher die Muskeln brennen und du wirst dich, wenn du untrainiert bist dich vielleicht sogar verletzten oder/und dich am nächsten Tag kaum bewegen können. Wenn ein Magier zu lange und zu viel Macht verbraucht, dann hat er hinterher auch so etwas wie Muskelkater, jedoch betrifft es dabei mehr seinen Geist, also seine Sinne. Gerade junge Heilkundige mit großem Potenzial geraten oft in die Lage, dass sie „Alles“ für ihre Patienten tun wollen und die Magie folgt nun mal ihrem Willen! Das führte damals dazu, dass Delilah zwar einem todgeweihten Mädchen das Leben geschenkt hat, aber ihres im Ausgleich fast verloren hätte. Je größer das Potenzial des Magiers, desto größer die Gefahr der Überanstrengung. Und wenn dies geschieht, dann hängt es allein vom jeweiligen Magier ab, was für „Verletzungen“ er davon trägt. Bei Delilah war es der Verlust ALLER Sinne... die dann Stück für Stück reaktiviert werden mussten... Tastsinn, Geruch, Geschmack, … und bei uns Lichtmagiern sind es leider häufig die Augen, die am stärksten betroffen sind, oder am längsten brauchen um zu heilen, doch ich weiß von den Meistern unserer Akademie, von denen einige blind sind, dass sie jetzt anders sehen können. Wenn ein Sinn dauerhaft ausfällt, findet die Magie manchmal einen Weg das zu kompensieren, doch das dauert lange.“
Leon atmete einmal tief durch.
„Mein Vater hat mir erzählt, dass auch meine Mutter eine Lichtmagi war und erblindete, als ich gebo.... Sie hat es nicht ertragen.“
Etwas blieb unausgesprochen, aber er sprach einfach weiter.
„Auf jeden Fall hat Magie ihre Kosten, was auch der Grund ist, warum manch fahrender Magus hohe Preise für seine Kunst verlangen kann. Heilmagie, so wie jede andere Magie auch, ist niemals selbstlos und wenn doch, dann lebt dieser Magier oft nicht lange. Gerade wenn Gevatter Tod sein Opfer verlangt, kommen auch oft Heilmagier zu schaden.“
Er strich sich über die Stirn und Augen und sah wieder zu Darna hoch. Etwas trauriges lag in seinem Blick, aber er verbarg es.
„Wir sind also gerade alle ziemlich leer gezaubert, wenn man das so sagen kann. Um Delilah und ihr *merkwürdiges* Verhalten mach ich mir deswegen auch keine Sorgen. Ich könnte auch nichts ändern, selbst wenn ich es wollte. Ich mach uns mehr Gedanken über die Heilerin unserer Gastgeber. Ich habe mitgekriegt, dass sie ohnmächtig geworden ist, aber musste mich ja um meinen Vater kümmern. Ich hoffe, es geht ihr gut.“

Das war dann wohl Eilmanas Stichwort um weiter zu gehen und sich den Anderen wieder anzuschließen.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Eilmana Silva » Sonntag 30. Juni 2019, 10:18

Eilmana hatte sich gefangen und Yran Ihre Wünsche geäußert. Er würde sie diese Nacht bei sich schlafen lassen und vorher noch zu den anderen begleiten. Eli war etwas erleichterter als zuvor und spürte wie sie sich innerlich ein klein wenig mehr entspannte.
Dann Fütterte Yran sie zu ende und machte sich zunehmend einen Spaß daraus sie zu necken und die Apfel Stückchen die an ihrem Mund klebten sachte weg zu küssen.
Eli gefiel es und sich kicherte ab und sogar wieder ein wenig. So langsam kam ihr der Gedanke das sie mit Yran an ihrer Seite alles schaffen konnte, sie war sich nun sicher das er ihr bei allem helfen würde und bei ihr sein würde.

Dann tapste Eli vorsichtig aus dem Wasser und versuchte sich anzuziehen. Als sie aber Yrans glucksen hörte wusste sie das etwas nicht stimmte, ihre Ohren wurden merkbar besser und dann „Schnupperte“ Sie wieder. Das was sie trug roch nach ihm....sehr sogar.....und sie begann verlegen zu grinsen.
Yrans Stimme erklang...„Wenn du magst, kannst du mein Hemd ruhig anlassen. Es sieht bezaubernd an dir aus. Betont deine hübschen Schenkel.“
Eli wurde Puder rot im Gesicht. „Duuuu.....du schuft....du bist gemein....“ Schimpfte sie, aber dabei klang sie nicht wirklich wütend, eher verlegen und niedlich.
„Von mir aus könntest du die ganze Zeit so herum laufen, aber ich glaube, das wäre für unsere Gäste nicht angemessen. Darf ich helfen? Mach mal die Arme hoch.“
Eli nickte mit ihrem rot angelaufen Gesicht und tat was er ihr sagte.
Schwungvoll wurde Eli ausgezogen...
„Oben lassen...“
...und wieder angezogen.
„Besser.“
Eli Lächelte ihn an, dann zog sie sich noch ihre Hose über gemeinsam gingen die beiden in die Richtung wo die anderen sich erholten.
Schon von weitem konnte Eli die Stimmen von Darna und Leon hören. Sie blieb kurz stehen, ging dann aber langsam weiter und Yran passte sich ihren Schritt an.

Sie lauschte den Worten der beiden....

Der Beginn der Unterhaltung ergab für Eilmana vorerst keinen richtigen Sinn, Deli, Hände, Darna aufhalten...sie hörte trotzdem weiter zu und es dauerte nicht lange da Stellte Darna eine sehr interessante Frage: "Was passiert eigentlich mit Magiern, wenn sie sich 'leer zaubern', was passiert da im Körper?"
Elis Ohren bewegten sich leicht, als würde sie sich noch mal mehr anstrengen zuzuhören.
„Magie ist nicht unendlich und alles in dieser Welt hat einen Preis. Wenn ein Kämpfer eine herausragende Schlacht bewältigt, geht dies mit Wunden einher. Wenn wir Magier...“
Bei diesen Worten nickte Eli leicht mit den Kopf da sie Leon da im Geiste zu stimmte.
„... über unsere Grenzen hinaus gehen, verlieren wir oftmals das Bewusstsein. Aber! - je nach dem, wie weit wir unsere Macht ausreizen, um so mehr kann das auch Folgeschäden für uns haben. Vielleicht kann ich es mit einem eher körperlichen Beispiel erklären... Wenn du einen Dauerlauf um Jorsa machst, werden dir hinterher die Muskeln brennen und du wirst dich, wenn du untrainiert bist dich vielleicht sogar verletzten oder/und dich am nächsten Tag kaum bewegen können. Wenn ein Magier zu lange und zu viel Macht verbraucht, dann hat er hinterher auch so etwas wie Muskelkater, jedoch betrifft es dabei mehr seinen Geist, also seine Sinne. Gerade junge Heilkundige mit großem Potenzial geraten oft in die Lage, dass sie „Alles“ für ihre Patienten tun wollen und die Magie folgt nun mal ihrem Willen! Das führte damals dazu, dass Delilah zwar einem todgeweihten Mädchen das Leben geschenkt hat, aber ihres im Ausgleich fast verloren hätte. Je größer das Potenzial des Magiers, desto größer die Gefahr der Überanstrengung. Und wenn dies geschieht, dann hängt es allein vom jeweiligen Magier ab, was für „Verletzungen“ er davon trägt. Bei Delilah war es der Verlust ALLER Sinne... die dann Stück für Stück reaktiviert werden mussten... Tastsinn, Geruch, Geschmack, … und bei uns Lichtmagiern sind es leider häufig die Augen, die am stärksten betroffen sind, oder am längsten brauchen um zu heilen, doch ich weiß von den Meistern unserer Akademie, von denen einige blind sind, dass sie jetzt anders sehen können. Wenn ein Sinn dauerhaft ausfällt, findet die Magie manchmal einen Weg das zu kompensieren, doch das dauert lange.“
Bei diesen letzten Worten stockte Eilmana und blieb noch einmal stehen, Dabei war ihr blick geweitet auf den Boden gerichtete. Ein wenig Angst kroch wieder in ihr hoch, aber zeitgleich auch Hoffnung. Bei Deli konnten alle Sinne reaktiviert werden....es konnte heilen also gab es Hoffnung das dieser Zustand nicht für immer bleiben würde. Doch vor der Alternative bei der die Magie einen anderen Weg fand war sie unsicher...wie lange sollte so was dauern...und wie war es dann...
Sie drückte ihre linke Hand als Faust an ihre Brust und schüttelte entschlossen den Kopf.

Es wird sicher alles wieder gut....Mein Meister sagte doch auch das ich alles schaffen kann wenn ich mir nur richtig mühe gebe.

Sie ging wieder weiter, den rechten Arm bei Yran eingehackt.

„Mein Vater hat mir erzählt, dass auch meine Mutter eine Lichtmagi war und erblindete, als ich gebo.... Sie hat es nicht ertragen.“
„Auf jeden Fall hat Magie ihre Kosten, was auch der Grund ist, warum manch fahrender Magus hohe Preise für seine Kunst verlangen kann. Heilmagie, so wie jede andere Magie auch, ist niemals selbstlos und wenn doch, dann lebt dieser Magier oft nicht lange. Gerade wenn Gevatter Tod sein Opfer verlangt, kommen auch oft Heilmagier zu schaden.“

An Hand der Lautstärke der Stimmen nahm Eli an das sie angekommen waren.
Zur Sicherheit fragte sie Yran aber noch mal leise.
„Sind wir da?“
Yran nickte, was Eli aber nicht sehen konnte und gab daher zusätzlich ein bestätigendes Brummen von sich. „Mhm...“

„Wir sind also gerade alle ziemlich leer gezaubert, wenn man das so sagen kann. Um Delilah und ihr *merkwürdiges* Verhalten mach ich mir deswegen auch keine Sorgen. Ich könnte auch nichts ändern, selbst wenn ich es wollte. Ich mach uns mehr Gedanken über die Heilerin unserer Gastgeber. Ich habe mitgekriegt, dass sie ohnmächtig geworden ist, aber musste mich ja um meinen Vater kümmern. Ich hoffe, es geht ihr gut.“

Eli ging mit Yran um die letzte Ecke und trat einen schritt vor, sie antwortet mehr oder weniger direkt auf diesen Satz.
„Hallo, Danke für deine Sorge, es....es geht mir den Umständen entsprechend gut.....aber ….“
Sie stockte kurz.
„Ich habe......also, ich sehe nichts mehr.....“
Sie lächelte etwas Traurig in Darnas und Leons Richtung.
Sie fühlte im selben Moment schlecht das sie es so gesagt hatte. Leon und Darna musste sich auch erstmal erholen und waren sicher erschöpft, also fügte Eli noch etwas hektisch hinzu.

"Aber das wird sicher wieder...macht euch keine Sorgen...Ich brauche sicher nur etwas ruhe."
Aber selbst wenn man in solchen Situationen nicht das größte Feingefühl hatte, konnte man spüren das, dass nicht ganz der Wahrheit entsprach.
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Re: Der Drachnzahn und seine ersten Gäste

Beitrag von Darna von Eibenau » Donnerstag 4. Juli 2019, 17:54

"Oder kümmert ihr euch darum, wenn ihr euch wieder erholt habt und da kann man jetzt im Moment nichts machen?"
Leon nickte etwa verlegen und zog dabei die Schultern hoch. Sein Gesicht verriet, dass Darna den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Er konnte im Augenblick rein gar nichts tun.

Ah. Da lag der Hund begraben. Darna verzog etwas missmutig den Mundwinkel, schluckte Kommentare und Protest, gar Belehrungen herunter. Leon war nicht die Sorte Magierheiler, der ohne seine Magie nichts anzufangen gewusst hätte, das hatte ihr schon sein Vorgehen noch bei Pet hinter Bromers Taverne gezeigt. Also - zwang sie sich, zu schlussfolgern und bekämpfte damit ihre Unruhe - gab es wohl keine weltliche Erstbehandlung, die jetzt wirklich etwas gebracht hätte außer dem, was gerade schon passierte. Mühsam atmete sie aus.
Ruuuhig, Brauner..., imitierte sie in Gedanken das Beruhigen eines Pferdes.
Ein kurzer Moment der Stille kehrte ein, in den Darna fragte:
"Und wie geht es eigentlich deinem Rücken?"
„Geht so“, war die knappe Antwort, aber er erhob sich kurz so weit aus dem Wasser, damit Darna die Striemen auf seinem Rücken sehen konnte. Dort wo die Krallen nah an die Knochen geraten waren, waren sie noch gerötet, aber sonst ließ der Heilungsverlauf hoffen, dass wenig zurück bleiben würde.

Die Fingerkuppen ihrer rechten Hand näherten sich seiner Haut, verharrten aber davor, ohne Leon zu berühren. Wie gerne hätte sie die Striemen fort gewischt, wie einen bösen Traum... und wunderte sich über sich selbst:
Aber so makellos findest du ihn deutlich weniger interessant... Weißt du eigentlich selber, was du willst?
Nein.

Ungebeten schob sich die Erinnerung an einen wesentlich männlicheren Körper vor ihr inneres Auge, regelrecht verziert von einer faszinierenden breiten Narbe, die von der rechten muskulösen Schulter bis in die verboten makellose Lendenregion reichte.
Wenn du es nicht wusstest, Er wusste es!
Halt den Mund! ... Leon ist gut so, wie er ist.

Ihre Finger trennte die Dicke eines Haares von seiner Haut, da war der Moment auch schon vorbei und der junge Magus ließ sich wieder in das Wasser sinken. Zurück blieb ein fades Gefühl, das Darna nicht zuordnen konnte, während ihre Ohren glühten.

"Was passiert eigentlich mit Magiern, wenn sie sich 'leer zaubern', was passiert da im Körper?"
Hatte sie das gefragt? Ja, hatte sie. Sie versuchte, irgend einen Faden wieder zu finden oder zumindest halt neu zu spannen und es interessierte sie ja tatsächlich, wie es ihm ging.
Ein leichtes Schmunzeln umspielte seine Lippen und er rückte noch etwas näher. Seine Schulter berührte ab und an ihr Knie wenn sie die Füße kreisen ließ. „Es freut mich zu hören, dass du dich noch für meinen Körper interessierst, auch wenn deine Frage sehr allgemein formuliert war...„
Huch? Sie wurde rot, erschrak innerlich etwas. Er hatte doch nicht etwa etwas von ihren - nun, abschweifenden... Gedanken mitbekommen?! Er blinzelte zu ihr auf und mit einer schnellen Kopfbewegung hauchte er ihr einen schnellen Kuss auf ihr Knie. Die Geste hatte etwas verspieltes und hinterließ ein warmes Kribbeln an der Stelle, wo er sie so wage berührt hatte. Dann lehnte er wieder vollkommen entspannt neben ihr.
„Im ernst, deine Sorge ehrt mich. Die Frage ist durchaus berechtigt und wichtig.“

Vorsichtig entspannte sie sich ein bisschen. Gleichzeitig schaute sie ungläubig auf ihr Knie, wo der harmlose Kuss gelandet war. Harmlos? Wirklich? In der Welt ihrer Regeln hätte er nicht einmal das tun dürfen. Vielleicht, weil er ein unwillkürliches Anhalten der Luft verursachte und ein kleines Flämmchen, das gefährlich gierig werden konnte? Ihre Haut kribbelte, noch während er mit geschlossenen Augen ihre Frage ausführlicher zu beantworten begann.

Seine Worte verhinderten, dass ihr Blick zu lange forschend und intensiv über seinen Körper wanderte. Ihre Neugierde übernahm mal wieder das Ruder. Bei Lichtmagiern waren häufig die Augen betroffen? Interessant. Es klang naheliegend. Licht... Blindheit. Wie sich das bei anderen Magiearten wohl äußerte? Wurden Eismagiere dann zu empfindsam, also wehleidig? Dieser Gedanke hatte glatt etwas Lustiges an sich. Sie konnte sich Tarmas schlecht vorstellen, wie er herumjammerte... oder weinte.
'Und Geistermagiere?', lag ihr auf der Zunge, aber sie wollte Leon ungerne unterbrechen, wenn er wenigstens endlich schon mal gesprächiger war - als ihre Gedanken ins Stocken gerieten.
'Du warst eiskalt.Völlig ausgekühlt.' Hatten ihr Basil oder Leon das erklärt? Egal. Sie erinnerte sich noch sehr gut an die Kälte, die sie nach ihrer Bewusstlosigkeit verspürt hatte. Bewusstlosigkeit... Nachdem ein Heptagramm aus Feuer aus ihr heraus gebrochen war...
Ernsthaft? Passte das zusammen? Musste es sicher nicht. Aber...
Vor den Kopf geschlagen fokussierte ihr Blick sich erneut auf Leon.
...auch meine Mutter eine Lichtmagi war und erblindete, als ich gebo.... Sie hat es nicht ertragen.“
gebo-rgen? .. gebo-ren? Geboren.
Wie: 'nicht ertragen'? Selbstmord!?
Ihre Wangen wurden kurz blasser, als kalter Schrecken nach ihr griff.
"Ich mach uns mehr Gedanken über die Heilerin unserer Gastgeber. Ich habe mitgekriegt, dass sie ohnmächtig geworden ist, aber musste mich ja um meinen Vater kümmern. Ich hoffe, es geht ihr gut.“
Darna nickte nur still. Sie brauchte einen Moment, um die Informationen zu verdauen.

Da erklang eine andere Stimme:
„Hallo, Danke für deine Sorge, es....es geht mir den Umständen entsprechend gut.....aber ….“
Die Knappin zuckte zusammen und ein weiteres Mal wäre sie fast ins Wasser gerutscht, als sie sich abrupt zu den Hinzugetretenen umdrehte. Die Muskeln in ihren Armen strafften sich, als sie ihren Körper über der Kante hielt und ihr Gewicht wieder nach hinten lehnte. Frechen Geistern mochte es verführerisch erscheinen, ihr Handgelenk zu greifen und nur kurz ein mal daran zu rucken! Ihr Blick drohte kurz wütend oder vorwurfsvoll aufzufunkeln - sie hatte die Beiden gar nicht mitbekommen! Dann hast du nicht gut genug aufgepasst, pfiff innerer Tadel sie zurück und der Blick stumpfte schuldbewusster ab. Wie lange standen die beiden da schon, wie viel hatten sie mitbekommen?
„Ich habe......also, ich sehe nichts mehr.....“
Ja. Das passte dann ja gut ins Bild. Fast hätte sie schlicht genickt.
Moment.
...
Wie bitte?!
Sie erinnerte sich daran, was Leon zu Eilmana gesagt hatte: „Danke, dass du uns hilfst. Das ist nicht selbstverständlich und ich werde es nicht vergessen.“
Nicht selbstverständlich... örgs. Ja, jetzt war es etwas, was selbst Darna als 'nicht selbstverständlich' bezeichnen würde! Die Knappin wurde blasser und ihre rechte Braue hob sich ungläubig in einer ernüchternden Mimik. Blind? Ernsthaft?
Um einen Toten zu retten. Einen Menschen, der sich sogar schon von einem Sohn verabschiedet hat! Warum haben wir das Unaufhaltbare aufgehalten? War es das eigentlich wert?!
"Aber das wird sicher wieder...macht euch keine Sorgen...Ich brauche sicher nur etwas ruhe."

"Ich glaube nicht, dass es so einfach ist", entgegnete Darna von Eibenau nicht nur nicht mit dem größten Feingefühl - sondern gar keinem. "Und... es ehrt Euch, dass Ihr wirklich so weit gegangen seid."
Ernsthaft? Konnte man das so trocken und regelrecht hölzern sagen? Nun, die Silben hatten jedenfalls gerade ihren Mund verlassen, und nur jemandem mit hoher Menschenkenntnis konnte auffallen, dass die geweiteten Pupillen dafür sprachen, dass die Knappin hinter dieser nüchternen Mimik gerade leidlich geschockt war, es hinter dieser Fassade wohl regelrecht verbarg, ohne sich selber darüber bewusst zu sein.
Sie hatte nicht einmal ganz zuende gesprochen, da begannen ihre Pupillen auch schon grübelnd hin und her zu huschen.
"Aber immerhin gibt es hier Personen, die mit diesem Phänomen bereits Erfahrung haben: Fräulein Delilah. Nur: sie muss sich natürlich ebenfalls erstmal erholen. Sie erzählte, sofern ich mich richtig erinnere, dass ein Inquisitor ihr irgendwie geholfen hat, ihr Augenlicht zurück zu erlangen? Oder war das schon mit dem Dracheneis gewesen? Aber das haben wir ja jetzt auch hier... oder war das ein einmaliger Vorgang?" Sie sah fragend zu Leon, während es in ihrem Kopf ratterte und sie in diesem nüchternen Tonfall weiter plapperte: "Auf jeden Fall wird sie helfen können. In irgend einer Weise", schloss sie, nickte bekräftigend vor sich hin und schaute arglos wieder zu der Elfe und dem grünen Drachenritter...

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