Die Obsidiankammer

Hier hausen die hochrangigen Herren, die im Dienste des Dunklen Herrschers stehen. Meist sind es Anführer der Soldaten oder geschätzte Krieger und Magier.
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Die Obsidiankammer

Beitrag von Erzähler » Freitag 29. Juni 2018, 14:07

Darak kommt von Sonstige Orte Celcias -> Kata Mayan, die Todesinsel -> Trink mit den Toten

Nackt.
Der Gevatter Tod hatte von einer nackten Schönheit gesprochen. Darak sollte nicht länger bei den Elfen, ihrem Feuer und dem Alkohol verweilen. Nein, man kümmerte sich um ihn und eine nackte, rothaarige Schönheit würde bei ihm sein. War das nur ein Traum gewesen? Erwachte er gleich im Harax wieder, wo fremdartige Luft ihn umfing und das Atmen erschwerte? Hatte er alles nur geträumt? Wenn ja, was war der Traum? Hatte der Q'lalar ihn getötet, da er mit dem Gevatter und seinen elf Jüngern um ein Feuer saß. War Darak im Jenseits zum zwölften Jünger auserkoren? Und nun verriet er den Zeitlosen, indem er einfach ins Leben zurückkehrte ... zu einer nackten Feuermähne?
Nein, diese Information musste er geträumt haben. Er sehnte sich nach einem vollbusigen Körper, der sich weich an ihn schmiegte. Außerden hatte Darak doch für Rothaarige schon immer etwas übrig gehabt! Es mussten Wunschträume sein, ein Nachhall in seinem neuen Unleben als Verstorbener, der fortan dazu verdammt war, mit Elfen an einem Strand diesen ungemein starken Schnaps zu schlürfen!
Die Worte des Tods konnten nicht der Wahrheit entsprechen. Der Grund dafür war simpel. Wäre diese geheimnisvolle Rothaarige und auch er nackt, so müsste er nun ein Frösteln spüren. Doch nicht einmal die Härchen an seinen Unterarmen hatten sich aufgerichtet. Er spürte, dass er lag. Der Untergrund war eben, glatt, aber weich. Als hätte jemand eine dünne Matte zwischen ihn und den Erdboden gelegt. Nein, nicht Erdboden. Erde besaß kleine Löcher, Hügel, Unebenheiten und Steinchen, die einem in den Rücken drückten. Der Luthrokar aber lag vollkommen glatt da. Vielleicht befand er sich auf dem Dielenboden irgendeiner Taverne. Ja, vielleicht hatte er in Sarma vor dem großen Rückeroberungsversuch der dunklen Völker noch eine Taverne betreten und sich ordentlich die Kante gegeben. Mit seinem Elfensklaven Rhiven zusammen. Er musste so viel getrunken haben, dass er ihn am Ende elf Mal sah ... und Alma sich in ihrem weiten Rock und der zeltartigen Bluse in ein bizarres abbild des Todes verwandelt hatte. Der Schnaps war ihm zu Kopf gestiegen!
jetzt lag er hier, der Befreier. Am Boden irgendeiner nicht nennenswerten Sarmaer Taverne ruhte er, um seinen Rausch auszuschlafen. Derweil schauten seine Gefährten gelegentlich nach ihm. Aktuell musste es Lilith sein oder vielleicht sogar Constanze. Jedenfalls strichen die Finger einer Frau über seine Brust entlang, Sie waren zierlich, so dass er Alma sofort ausschließen konnte. Bei ihr hätte ein Streichen sich angefühlt, als schöbe Darak sich an einer Palette mit hängenden Würstchen vorbei. Das hier fühlte sich so viel angenehmer an! Es roch auch betörend. Ein wenig süßlich mit einer leichten Schweißnote, aber nicht jene, die er selbst verströmte. Es handelte sich nicht um männlichen Schweiß. Was Darak in die Nase stieg, war irgendwie ... lieblicher. Außerdem bedeckte Weichheit einen Teil seines Gesichts. Auch hier streifte ihn etwas, als der Körper, zu dem die zarte Hand gehört, sich unter einem schlaftrunkenen Seufzen herum drehte. Haare. Es waren Haare, die sich über seine linke Wange, die Schulter und einen Teil seiner Brust verteilten. Flammend rote Haare.

Die nackte Schönheit!
Sobald Darak die Augen öffnen würde, fände er sich darüber hinaus allerdings auch mit der nackten Wahrheit konfrontiert. Zwar lag da tatsächlich eine Frau neben ihm, frei von jeglicher Kleidung wie die Götter sie schufen, aber die ganze Umgebung gebot, ihr mehr Aufmerksamkeit zu widmen als der Frau mit dem drallen Vorbau, den sie in ihrem Abwenden von Darak gerade wie zwei volle Kissen unter sich zerknautschte. Dafür wurden Daraks Augen der Anblick eines formschönen Hinterns zuteil. Dieser ruhte mit dem Rest ihres und auch seines Körpers auf einem dünnen Laken und jenes befand sich auf einem massiven Block mitten in einem leeren Raum. Darak würde die Enden des Zimmers nicht erkennen können, denn sie wurden von der Schwärze der Wände verschluckt. Obsidian. Der gesamte wie eine Kuppel geformte Raum bestand aus Obsidian! Es schimmerte schwarzem Glas gleic mit einigen Verunreinigungen in Form von grünlichen und rötlichen Streifen, die sich durch die Oberfläche zogen. Wie eine Käseglocke wölbte der Raum sich über ihm und dem schlafenden Rotschopf und oben am Scheitelpunkt der Kuppel waren fünf Löcher zu sehen. Vier davon wiesen Gitter auf und besaßen gerade einmal den Durchmesser eines Oberarms. Das fünfte Loche aber war eine kreisrunde Luke, breit genug, dass Darak zwei Mal hindurch gepasst hätte. Kein Gitter verschloss sie, sondern eine Kugel aus Glas oder Kristall, in der eine Flamme auf magische Weise wie von allein brannte. Ihr Licht reichte aus, um die Obsidiankammer weitgehend zu erhellen. Jedenfalls fiel das Rampenlicht direkt auf den Klotz, der Daraks und der Fremden Bett darstellte.
Noch immer lag sie seelenruhig neben ihm, das Gesicht abgewandt. Sie schlief. Und eine kindliche Mädchenstimme in Daraks Kopf teilte ihm mit: Das ist nicht Elena, falls du das glaubtest.
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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 23. Juli 2018, 10:47

Darak Luthrokar war für vieles bekannt: Er war der Schlächter von Andunie, der Sklavenkönig von Sarma, der Held aller Frauen und Hühner und schliesslich auch der Befreier, doch als eines würde er definitiv nicht in die Chroniken eingehen, nämlich: Als Fürst der Trinker. Sogar die elf Elfen waren trinkfester als der ehemalige Mönch, was durchaus eine Peinlichkeit war, wenn man bedachte, dass Darak doch knapp 90 Kilogramm an Kampfgewicht auf die Waage brachte. Der Gevatter hingegen stand ohnehin ausser Konkurrenz, denn da war gar kein Blut, dass sich mit Promillen anreichern konnte. Während sich das Gerippe mit irgendwelchen Trinksprüchen zurückhielt, ging Darak schon bald aufs Ganze. Immer wieder hob er die Flasche und sprach einen neuen Tost aus. «Trinkt Freunde, trinkt. Auf das Wohl aller Hühner, ob mit Federn oder Brüsten, so sind sie mir in allen Varianten recht, nur die gefiederten zu bumsen, das wäre schlecht. Proost!»

Ob der Gevatter selbst das Todesdatum seines gehörnten Besuchers bereits kannte? Ob er wusste, wie lange es dem sturen Pelgarer noch gelingen würde, ihm ein Schnippchen zu schlagen? Kein Sterblicher konnte dies genau wissen und deshalb konnten sie sowohl für ein vorbestimmtes Schicksal, wie auch für die Zufälligkeit des Lebens und Sterbens werben. Darak Luthrokar glaubte bis zu einem gewissen Grad an das Schicksal, aber er war auch davon überzeugt, dass die Götter manchmal in vorbestimmte Bahnen hineinpfuschten und das Leben der Sterblichen gehörig durcheinander brachten. «Liebe Freunde, lasst uns trinken, auf Lysanthor, diesen alten Schinken. Proklamierte er stehts den aufrechten Pfad... und was haben die Pelgarer nun davon? Die ganze Stadt dem Feind erlag! Prost!»

Der Rausch lockerte Daraks Zunge und er kümmerte sich auch nicht mehr darum, dass er hier in dieser Zwischenwelt vielleicht den Göttern näher war, als ihm selbst lieb war. Ob Lysanthor ihn hören konnte? Ob es ihn überhaupt kümmerte, was ein einzelner Sterblicher zu berichten hatte? Dieser eine Sterbliche, dieser Darak Luthrokar, der einst in seinem Dienste gestanden hatte und dann gefallen und zum Verdammten geworden war?

Lysanthor schwieg sich aus, dafür plauderte der Gevatter aus dem Nähkästchen. Die nähere Zukunft von Darak sah durchaus rosig aus, nein feurig! Der glorreiche Plan des Befreiers würde aufgehen, er würde tatsächlich bis zur Feuerhexe vorstossen und bei ihr erwachen.

«Cassandra, ja. Die Feuerhexe. Ja. Und sie wird nackt sein, mhm.» Darak klatschte vergnügt in die Hände. «Diese Aussicht gefällt mir!» Raunte er zufrieden. So war er eben auch, der Gehörnte. Er lebte definitiv nicht nach dem monogamen Prinzip. Liebe und Leidenschaft waren zwei Bereiche, die er problemlos nebeneinander existieren lassen konnte. Er liebte seine Lilith über alles, doch dies hielt ihn nicht davon ab, auch viele andere Frauen zu begehren und zu verführen.

Plötzlich stieg in seinem berauschten Geist plötzlich das Bedürfnis auf, sich diesbezüglich zu erklären. Er legte seinen Arm um einen der elf Elfen und sagte zu ihm: «Weisst du...isch halte es mit den Weibern, wie mit dem Wein... man hat seine bevorzugte Sorte, die man nie wissen möchte und die man immer wieder gerne Trinkt... aber wie könnte ich mich als Geniesser, vor exotischen Angeboten verschliessen? Das wäre doch eine Verschwendung meiner Geschmacksknospen...nicht?

«Rrhhh die Feuerhexe» Raunte er angeregt. Die Aussicht auf ihre nackte Schönheit machte ihn ganz wuschig. Kein Wunder, Cassandra passte gänzlich in Daraks bevorzugtes Frauenschema. Stark, temperamentvoll, dominant und mächtig. Cassandra galt unter den Sklaventreibern als Inbegriff einer Amazone, obwohl sie im Grunde gar keine war. Oder vielleicht doch? Darak wusste nicht, ob sie Verbindungen zur Amazoneninsel pflegte, aber er wusste was sich die Männer in der Wüste über die Feuerhexe erzählten. Allein ihr Hüftschwung sollte ausreichen um einsamen Kerlen bereits einen Höhepunkt zu verschaffen. Traf ihr strafender und feueriger Blick einen Junggesellen, so würde er sich nie wieder für eine unschuldige Maid interessieren, sondern seine Erfüllung nur noch in den den Bordellen der Wüstenstadt suchen, die auf Peitschen und Leder spezialisiert waren.

Cassandra war die Königin männlicher Gerüchte. So erzählte man sich, dass sich unter der Akademie eine grosse Höhle befand, die bis unter die Decke mit der Asche jener Liebhaber gefüllt war, die Cassandra nicht hatten befriedigen konnten. Ohnehin soll es bisher keinem Mann gelungen sein, dass feurige Herz der Hexe dauerhaft zu erobern. Romantisch veranlagte Männer erzählten sich, dass sich der Wüstensand rund um die Akademie zu Glas wandeln würde, wenn Cassandra tatsächlich einmal ihr Liebesglück finden würde, so stark würde dann ihre Wärme und Liebe ausstrahlen. Pff! Romantiker!

»Und sie hasst dich» Fügte der Gevatter monoton hinzu. Oh ja... Darak hätte es beinahe vergessen. Da war ja noch was! Mist! Die Mädchen, die jungen Novizinnen, die er der Meisterin wegstibitzt hatte. «Oh ja...» Brummte Darak und lehnte sich nun an den Gevatter. «Sie hasst misch...ja...» Murmelte er. Seine Gedankengänge waren bleiern und träge, nur langsam verwob sich diese Information mit seinem Plan. Ob es wirklich eine gute Idee gewesen war, aussgerechnet ihn in ihre Zelle einzuschleuesen? In ihr Verliess? Er...die Reizfigur Darak Luthrokar, eingepfercht mit einer magisch begabten Furie?

Vielleicht hatte er schon bessere Pläne gehabt... obwohl... im Grunde krankten alle seine Pläne oft an dem einen oder anderen groben Logikfehler. Doch diesbezüglich war es nun zu spät für einen Rückzieher. Sein Schicksal sah es vor, dass er der Feuerhexe begegnete und der Gevatter sorgte dafür, dass sich diese Begegnung auch nicht mehr länger hinzog. Plötzlich wirbelte der Tod seinen Mantel herum und brachte die fröhliche Gesellschaft zum Verschwinden. Auch der Rausch nahm rapide ab und Darak blintzelte verwundert den blauen Lichtern entgegen, die ihn zu beobachten schienen. Seine Nackenhaare stellten sich auf als der Tod hinter ihn trat und ihm einen Stoss ins Kreuz versetzte. Plötzlich wurde er von einem gewaltigen Sog erfasst und zurück in seinen Körper und ins Hier und Jetzt katapultiert. Er riss seine Augen auf, schnappte ruckartig nach Luft. Sein Schädel pochte, sein Herz pumpte wie verrückt und seine Adern hoben sich dick unter seiner Haut hervor.

Für einen Moment hatte er völlig die Orientierung verloren und er wähnte sich zurück in Sarma, in irgendeine schmuddelige Taverne. Er schloss seine Augen wieder und konzentrierte sich auf seine übrigen Sinne. Er spürte ein sanftes Streicheln über seiner Brust, das er mit einem wohligen Raunen quittierte. Die Welt war in Ordnung. Er war in Sarma und in Sicherheit. Er entspannte sich etwas, und gab sich gänzlich den feinen Berührungen hin und sog den Duft des weiblichen Körpers neben ihm auf, der aber so gar nicht zu Lilith passte. Vielleicht war es doch Constanze. Als ihn ihre Haare zu kitzeln begannen öffnete er nun doch seine Augen. Ihn erwartete nicht die weisse Decke einer typtischen Wüstentaverne, sondern Schwärze. Er stutzte und nun musterte er seine Umgebung doch etwas genauer. Neben sich drehte sich die fremde Schönheit gerade um. Ihre wohlgeschwungenen Hüften und die zarten Hügel ihrer Wirbelsäule fingen seinen Blick ein. Als er dann aber den Raum näher betrachtete – auch wenn es ihm schwer fiel seinen Blick vom Hintern der Frau abzuwenden – begann er sich allmählich wieder an seine gegenwärtige Mission zu erinnern. Das hier war nicht Sarma... und neben ihm lag weder Lilith, noch Constanze... und auch nicht Elena, wie ihn eine Stimme in seinem Kopf ermahnte. Wer auch immer das hätte sein sollen... vermutlich eines von vielen Freudenmädchen... mit der er sich in Vestas Bordellen vergnügt hatte... Bordelle..rothaarige Sklavinnen...Feuer!

Jetzt erst setzten sich die einzelnen Mosaikteilchen zu einem Ganzen zusammen. Feuerige rote Haare! Feuer! Ein Käfig aus Obsidian! Dunkelheit! Sein zertrümmertes Knie – zerschlagen von Schergen der dunklen Armee! Die dunkle Armee! Morgeria! Rhiven! Cassandra!

CASSANDRA DIE FEUERHEXE HATTE IM SCHLAF SEINE BRUST GESTREICHELT. HA! Verdammt, Cassandra die Feuerhexe hatte im Schlaf SEINE Brust gestreichelt! Wenn sie sich dessen bewusst würde, würde sie ihn vermutlich bei lebendigem Leibe verbrutzeln! Er, Darak Luthrokar, sollte NICHT nackt neben seiner Nemesis liegen. Schlechte Idee!
Darak wurde plötzlich von einer gewissen Hektik angetrieben. Er fürchtete um seine Haut- besonders auch um sein entblösstes Gemächt, welches ihm vor seinem geistigen Auge schon als Grillschnecke erschien. Er musste Abstand zu Cassandra gewinnen und sie nicht reizen, zumindest nicht, bevor er ihr nicht den Grund seiner nackigen Anwesenheit erläutert hatte. Aber...wie zur Hölle ist er überhaupt hierhergekommen? Warum war er überhaupt nackt? Wo waren seine Krücken? Wo war Rhiven? Was ist nach ihrem Gang durch den Harax nur passiert? Und wie konnte es sein, dass Cassandra so seelenruhig neben ihm schlief? War sie sich seiner Präsenz noch gar nicht bewusst?
Darak erhob sich vorsichtig von seiner Schlafstätte. Zog aber sofort scharf die Luft ein, als er sein kaputtes Knie versuchte zu belasten. «Ah Scheisse!» Grummelte er und verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein. Dieses verfluchte, vermaledeite, verdammte Knie!

Er war verletzt und nackt! Kein Zustand, in dem man eigentlich der Feuerhexe gegenübertreten sollte. War sie es wirklich? Vosichtig humpelte er um den Bettblock herum, bis er ihr Gesicht erkannte. Sie war so wunderschön! Im Schlaf sah sie sogar lieblich aus...ein Detail, mit dem man sie sicherlich triezen könnte. Nicht, dass er das wollte! Nein, nein! Im Gegenteil!

«Scheisse, scheisse, scheisse...» Sie hatten zwar geplant, ihn in ihre Zelle einzuschleusen...und in der Theorie würde Cassandra auch gleich kooperieren, doch wie sollte er das in der Praxis bitte anstellen? Ein nackter Befreier war in ihre Zelle gekommen um was genau zu tun? Was konnte ER hier UNTEN denn schon tun?
Er blickte zu den Löchern hoch, in der Hoffnung, dass ihm Rhiven gleich etwas zuflüstern würde, oder ein rettendes Seil hinuntergelassen würde. Nichts.

«Ahhr..scheisse...» Brummte er nur. Er humpelte an das Bett heran und begann damit, vorsichtig nach der Decke zu klauben, damit er zumindest den provokativsten Teil seiner Blösse verdecken konnte. Da er nicht länger stehen konnte, hockte er sich neben die Schlafende... und übte bereits seine – es ist nicht wie du Denkst – Argumentation.

Vorsichtig erhob er seine Stimme. "Cassandra? Psst...heh...wach auf...aber flipp nicht aus...ja?" Er zitterte... er zitterte tatsächlich! So hätte sich der grosse Darak Luthrokar sein erstes Meeting mit der Feuerhexe nicht vorgestellt! Er war ein zitterndes nacktes Elend, welches unumgänglich an Grillschnecken dachte! Das war fern ab, jeglicher feuchter Fantasie!

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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Erzähler » Dienstag 7. August 2018, 14:32

Daraks Orientierungslosigkeit hätte ein jähes Ende nehmen können, wäre er die Sache mit mehr Logik angegangen. Keine Taverne in ganz Sarma konnte so geruchsneutral sein wie die Kammer, in der er sich befand. Im Gegenteil! Unter der lysanthorischen Hitze der Wüstensonne stank es selbst in den abgedunkelten Kaschemmen stets nach Schweiß. Außerdem wurden Getränke serviert, die nur verdaubar waren, weil der viele Alkohol darin alles Unverträgliche direkt abtötete. Typischerweise hielten weitere Aromen wie der Gestank von Pisse, Katzendreck, fauligem Heu oder sogar Ziege Einzug in solche Einrichtungen.
Wie es Sarma wohl ging? Kam man dort ohne Darak, den Befreier, zurecht? Kämpften man immer noch gegen die Rückeroberungsversuche der dunklen Völker und konnte Sarma gewinnen, nur weil sie einen waschechten Feuerdrachen auf ihrer Seite hatten? Oder war doch alles dem Untergang geweiht? Strömten die Dunkelelfen, Orks und Goblins bereits die Stadt, schändeten das Wüstenvolk und schlitzten Almas breite Kehle auf? Alma ... Constanze ... und Lilith. Darak hatte sie alle zurückgelassen, aber sie waren es, deren Erinnerung unterschwellig Einzug in seine Wahrnehmung hielt, selbst wenn Darak sich dessen nicht bewusst war. Für Männer besaßen Frauen immer einen ganz eigenen, einzigartig anziehenden Geruch und das traf auf alle Frauen zu, selbst auf eine Alma!
Die Frau, welche sich aber neben Darak nur leicht bewegte in ihrem Schlummer, war gewiss nicht die Heilerin. Das wäre zu gefährlich, falls Darak jemals neben Alma schlafen sollte. Sie brauchte sich nur auf die falsche Seite zu rollen und aus wäre es mit dem Befreier von Sarma. Dass der Rotschopf hier in der Obsidiankammer aber mal die Seite wechselte, wäre ein erquickender Anblick für Darak, denn die Frau war eindeutig nackt. Und Cassandra, die Feuerhexe, war doch auch bekannt für ihre übergroße .... Feuerkraft.

Als Darak sich dessen ebenfalls bewusst wurde, versuchte er seinen Platz zu verlassen. Das zertrümmerte Knie wollte nicht mitmachen und weit und brreit keine Spur von seinen Krücken. Auch Rhiven war nicht da. Die einzige Person, die er um Hilfe bitten könnte, war so unberechenbar in ihrem Temperament, dass sowohl die Möglichkeit bestünde, dass sie Ja sagte, als auch, dass die kleine Grillschnecke das einzige wäre, was neben einem Haufen Asche von Darak übrig blieb.
Schließlich, nach reichlichem Fluchen, einer kurzen Strecke um den Schlafblock herum - Darak konnte hierbei erkennen, wie klein ihr Gefängnis eigentlich doch war - ließ er sich wieder neben Cassandra nieder und sprach sie das erste Mal an. Ihre Antwort drang mit einer wundervoll, leicht rauchigen, voluminösen Stimme der Verführung zu ihm herüber, kurz bevor das Schneidige darin bereit war, ihm die Haut vom Leib zu pellen. "Natürlich bin ich wach. Dein Gefluche hat dafür gesorgt." Sie richtete sich auf. Ihr langes, rotes Haar fiel in seidigen Ströhnen und Wellen auf ihre Haut. Es besaß so wunderbar viele Kurven wie die Feuerhexe selbst und sie hatte ihren Stolz nicht verloren. Der Blick ein starker Kontrast zu ihrer Art hielt sie das Kinn gereckt, während sie Darak musterte. Aus ihren Augen heraus loderten kleine Flammen. Ihr Blick genügte, um den Raum zu erhellen!
"Ist das jetzt die neueste Art Folter? Man bringt mir einen nackten Lüstling herein, der mich anstarren kann und mich nicht schlafen lässt? Und ich kann ihn nicht einmal nutzen, um zu entkommen, weil er mit seinem Bein keinen noch so schlanken Frauenkörper würde auf seinen Schultern tragen können? Du bist wirklich jämmerlich! Verzieh dich in eine Ecke, sei einfach still und lass mich in Frieden!"
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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 23. September 2018, 22:12

"Natürlich bin ich wach. Dein Gefluche hat dafür gesorgt." Darak konnte nicht anders, obwohl er wusste, dass es die Situation absolut nicht erlaubte, musste er sich doch eingestehen, dass die Feuerhexe eine verdammt attraktive Stimme hatte, die bei ihm ein sofortiges Kopfkino auslöste. Vesta und Cassandra würden sich vermutlich blendend verstehen und zusammen hätten sie im Grunde den hochkarätigsten Sündetempel von ganz Celcia errichten können. Ein wahres Paradies für jeden Mann – und auch jede Frau – die auf der Suche nach einer devoten Erfahrung war. Nur gab es da einige Gegebenheiten, die Daraks erotische Fantasie eines erträglichen Geschäftsmodelles für Sarma doch stark dämpfte: Da war der Krieg, die Belagerung von Sarma, die Tatsache, dass er nackt und hilflos in einer Zelle sass ach ja und noch ein weiteres Detail: Cassandra hasste ihn, hasste Skalventreiber und hasste auch das gesamte Machogehabe, welches in Sarma doch sehr verbreitet war. Das Bordell seiner Träume würde in dieser Form wohl nie verwirklicht werden können.

Was eine Schande wahr – wohlgemerkt. Scheiss Dunkelelfen! Scheiss Krieg! Obwohl Darak Luthrokar es ohne die Kriegsumstände wohl gar nie geschafft hätte, so nahe an Cassandra heranzukommen, ohne sofort als Grillwürstchen zu enden.

Dennoch war Darak den Reizen dieser Frau hilflos ausgeliefert und diese war sich dessen auch noch mehr als nur bewusst. Er konnte nur hoffen, dass alle seine Körperteile den nötigen Anstand bewahrten...Doch dann liess Cassandra markige Worte durch ihre wunderbaren Lippen gleiten, die Darak unerwartet tief trafen und sogar verletzten. Im Grunde war er ja einiges gewöhnt und hatte eine ziemlich dicke Haut, aber die Feuerhexe warf ihm unverblümt seine ganze Verletzlichkeit an den Kopf und stellte damit auch gleich seine Männlichkeit in Frage, was bisher niemand getan hatte. Etwas trotzig richtete er seinen Oberkörper etwas auf. Für sein Alter und in Anbetracht all der Folter und Verletzungen, die er in seinem Leben durchgemacht hatte, war er noch verdammt gut in Form! Das Knie ausgenommen. Jeder andere Mann wäre schon längstens zu einem wimmernden Häufchen geworden! Nur ein Darak Luthrokar konnte der verdammten Dunklen Armee mit einem Kaputten Knie die verdammte Stirn bieten! Sowas ist doch männlich! Sowas ist doch heldenhaft! Cassandra sollte ihn nicht nur auf seine Äusserlichkeit reduzieren! Nun gut, das konnte er ihr kaum vorwerfen, schliesslich erkannte sie ihn offensichtlich nicht und wusste vermutlich auch nicht über die aktuellen Entwicklungen Bescheid. Hier in ihrer düsteren Zelle war sie ja komplett von der Aussenwelt abgeschnitten.

Darak schielte in die benannte Ecke und knirschte mit den Zähnen. Er wollte dort nicht hin und machte auch keine Anstalten in dieser Richtung. Zumal er es ohnehin nicht ohne Weiteres dorthin schaffen würde und diese Peinlichkeit, nackt mit wippendem Anhang vor der Feuerhexe herumzuhüpfen wollte er sich und ihr nun doch ersparen. Ohne Krücken war er echt aufgeschmissen! Ausserdem sehnte er sich nach seinem Helm... und seine Kleidung! Unter normalen Umständen hatte Darak ja absolut kein problem mit seiner eigenen Nacktheit...aber angesichts der Vorgeschichte, die er und Cassandra teilten – konnte ihm hie gar nicht wohl sein.

Gegenüber ihm strahlte besagte Feuerhexe eine erstaunliche Stärke und Angriffslust aus. Es war den Elfen offensichtlich nicht gelungen, die stolze Feuermagierin zu brechen. Oder sie hatten es gar nicht probiert...wer wusste schon, was die Dunkelelfen eigentlich mit ihr vorhatten. Sie musste für sie von Wert sein, sonst wäre sie gar nicht mehr am Leben und auch ihre Zelle war ziemlich aufwendig für sie gestaltet worden. Allerdings musste sich Darak auch eingestehen – und da sprach ganz der Sklaventreiber aus ihm – dass Cassandra auch tatsächlich eine exquisite Trophäe für den dunklen Herrscher darstellte. Etwa so aufregend und wirkungsmächtig, wie wenn er den Rat von Zyranus gefangen hätte. Ausserdem konnte sich Darak durchaus vorstellen, dass Cassandra auch unter den Dunkelelfen bestimmte Begehrlichkeiten weckte und man sie deshalb nicht schon seelisch zerstört hatte. Sie würde schliesslich auch eine sehr gute Prämie für einen verdienten Hauptmann abgeben.

«Das mag jetzt völlig verrückt klingen...» Gab er etwas zu kleinlaut von sich. Verdammt was war nur mit ihm los! Normalerweise steckte er so eine Beleidigung doch besser weg! Er blickte nach Oben und überprüfte, ob sie auch wirklich unbeobachtet waren. Er senkte seine Stimme zu einem rauen Flüstern. «Ich wurde vom sarmischen Widerstand in diese Zelle geschleust um dir zur Flucht zu verhelfen...» Er liess im Moment aussen vor, dass er selbst eigentlich der Widerstand war. Auch fürchtete er schon die logische Anschlussfrage – wie er denn diese Befreiungsaktion anzustellen gedachte. Er hatte keine Ahnung! Er wusste nicht, was seit seinem Deal mit dem Dämon im Harax mit ihm geschehen war. Er musste voll und ganz auf seinen dunkelelfischen Kameraden vertrauen... was nun vielleicht auch nicht gerade ein Pferdchen war, auf das jeder setzen würde. Darak musste sich eingestehen, dass er hier aus eigener Kraft im Moment sehr wenig anrichten konnte und er sich mal wieder in eine völlig prekäre Situation manövriert hatte. Genau dies war aber irgendwo auch genau seine Stärke und sein Talent: Er machte derart verrückte Selbstmordkommandos, dass der Gegner gar nicht mit seiner Aufwartung rechnete. Kaum einer im Morgeria würde doch nur im Traum daran denken, dass der Held des Widerstandes sich direkt in eine Zelle in die Hauptstadt des Bösen begeben würde!

Darak dachte nicht daran, seinen aktuellen Sitzplatz preiszugeben, zumal er sich auf ihrer Schlafstätte zumindest ein bisschen bedecken konnte. Warum hatte man ihm auch die Kleider geklaut? Das war doch sowas von unnötig! Oder hatte tatsächlich Rhiven hier seine Finger im Spiel gehabt und ihn tatsächlich den Dunkelelfen als Foltermethode für die Feuerhexe verkauft? Zuzutrauen wäre es dem Spitzohr ja noch! Er konnte nur hoffen, dass dieser einen Plan hatte!

Darak seufzte. Er wusste, dass er früher oder später gegenüber Cassandra mit offenen Karten würde Spielen müssen. Dennoch scheute er sich davor, ihr seine Identität Preis zu geben. Zumindest seine alte. «Man nennt mich den Befreier von Sarma... vielleicht hast du schon von mir gehört...» Vielleicht haben die Wachen ja über ihn geflucht, oder ähnliches. Obwohl es auch eine ziemliche Einbildung sein könnte, dass sich die Dunkelelfen in der Hauptstadt überhaupt Sorgen um diese widerspenstige Insel machten. Vermutlich war es aus ihrer Sicht nur eine Frage der Zeit, bis sie auch die letzten Bastionen geschliffen und die letzten Rebellen gebrochen hatten.

Er blickte zur Decke hoch und dann wieder zu Cassandra. «Glaub mir, wir werden alles dafür tun, dass du diesen dunkelelfischen Pissern ordentlich den Hintern verkohlen kannst... du musst mir einfach nur vertrauen.»
Haha...einfach... Darak wusste selbst, dass dies nicht einfach werden würde.... ganz und gar nicht.

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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Erzähler » Freitag 23. November 2018, 20:49

Darak Luthrokar. Nur dieser Mann war in der Lage, in seinem Kopf die erotischsten Szenarien mit einer Frau zu entwickeln und sich daran zu erfreuen, während sie ihn verbal mit der Hacke ihres Schuhs in den Boden stampfte. Nur er konnte sich lustvolle Geschichten über eine Vebrindung zwischen Vesta und Cassandra ausdenken, während die Feuerhexe - so nackt sie auch war und für Daraks kreative Gedankengänge galt es in jedem Fall als Pluspunkt! - bereit schien, ihn zu einem Haufen Asche zu verwandeln, sollte er ihr zu sehr im Weg stehen.
Lediglich eines hatte sie nicht getan. Es war dem Luthrokar nicht ein böses Wort entgegen geworfen, das seine Männlichkeit betraft. Hatte Cassandra vielleicht einen prüfenden Blick riskiert und entschieden, dass man gewisse Fakten einfach nicht mit Worten niederringen konnte? Der Rest des Mannes nutzte ihr aus ihrer Sicht reichlich wenig. Er konnte nicht einmal stehen, während ihr Gewicht auf ihm lastete, aber ein nicht gerade kleines Detail erfreute sich dann wohl doch ihrer Gnade. Und wer, wenn nicht ein Darak Luthrokar, wusste über seine zentrale Dauerstandhaftigkeit! Er brauchte sich ja nur Cassandra anzuschauen. Selbst wenn ihre Haare den drallen Busen verdeckten, so regte das doch nur noch mehr die Fantasie an.
Zu seinem Bedauern begann die Feuerhexe aber nicht damit, sein Ego mit anzüglichen Kommentaren zu stärken. Sie wartete und das mit wachsender Ungeduld. Selbst als Gefangene der Dunkelelfen, nackt und offenbar in einem Gefängnis, in dem ihr ihre feurigen Mächte nichts nutzten, erwartete sie mit aller selbstbewussten Divenhaftigkeit, dass man ihren Forderungen Folge leistete. Mit verschränkten Armen stand sie nun vor Darak, während die Fingerspitzen über ihre makellose Haut trippelten. Hinzu gesellte sich das sanfte Platschen ihres Fußes, der im passenden Takt gleich mit wippte.
"Nun? Was hält dich noch auf? Wenn du nicht gehen kannst, dann krieche meinetwegen. Du wirst..." Sie verstummte. Zunächst, um überhaupt Daraks leise geraunte Worte aufnehmen zu können, dann mit wachsender Aufmerksamkeit. Es war nicht uninteressant, was er ihr mitteilte.
Für einen Moment schien die feurige Raubkatze gezähmt. Sie neigte glatte den Kopf ein wenig, so dass ihr Haar sich an ihrem Busen herab schlängelte und einen kurzen Blick auf die kakaobraune Knospe preisgab. Und dann passierte es. "SOLL DAS DEIN ERNST SEIN?! DU?! DASS ICH NICHT LACHE! DA HÄTTE MAN MIR AUCH EINEN GEFÜLLTEN JUTESACK MIT DUNG HINWERFEN KÖNNEN! WIE WILLST DU DAS DENN BITTE BEWERKSTELLIGEN? ABGESEHEN VON DEINEM SCHWANZ KANN NICHTS AN DIR STEHEN!"
Und da war es. Sie hatte sein bestes Stück in ihre Schimpftirade mit einbezogen. Die Frage war nun, ob Darak es als Beleidigung oder Kompliment ansehen würde. Immerhin erkannte Cassandra an, dass er Standhaftigkeit besaß. Dafür stellte sie, vielleicht zurecht, alles andere an ihm in Frage. Man konnte es ihr nicht verübeln, mehr als skeptisch zu sein. Darak stellte in seinem Zustand nicht gerade das Bild eines Retters dar und eine Armee stand auch nicht hinter ihm, jedenfalls nicht hier. Seine Armee kämpfte in Sarma. Er war doch nur mit einem Dunkelelfen hier eingetroffen und ... stimmte das? Wo steckte Rhiven?
Die Feuerhexe massierte ihre Nasenwurzel. "Ruhig bleiben, Schätzchen. Spar deine Kräfte. Es gibt nur einen stinkenden Fleischberg, wenn du dich nun gehen lässt", sprach sie sich selbst gut zu. Es klang wie ein Mantra, als sie die Worte wiederholte, aber es half. Sie beruhigte sich alsbald wieder. Wenigstens brüllte sie nicht mehr herum. Dunkelelfen schienen daran übrigens keinen Anstoß zu nehmen. An den Gittern erschien kein Gesicht eines Wächters, es kam keine Mahnung, still zu sein.
"Also gut ... Befreier von Sarma, nehmen wir einmal an, ich glaube dir. Dann willst du mir sagen, du bist hier, um etwas gegen meine missliche Lage zu unternehmen? Das scheint dir ja nicht gelungen zu sein, wenn sie dir das Knie zerschlagen und dich in meine Zelle verfrachtet haben. Andererseits musst du von Bedeutung sein oder den dunklen Völkern ein Dorn im Auge. Sie bieten keinem Möchtegern-Helden die Obsidiankammer an, wenn sie ihn nicht fürchten." Ihre Brauen bogen sich etwas, als sie beide anhob und Darak erstmals ausgiebig musterte. "Und sie fürchten dich", schlussfolgerte sie. "Einen nackten Krüppel mit Größenwahn, der wenigstens mehr in der nicht vorhandenen Hose hat als alle düsteren Spitzohren zusammen. HABT IHR MICH GEHÖRT, DA OBEN? JAWOHL, IHR HABT GANZ KLEINE WÜRMCHEN!"
Sie atmete tief durch, gab endlich ihre Armverschränkung auf und ließ sich zurück auf den Steinquader niedersinken. Ihr Hintern zeigte nicht eine Falte dabei, so knackig war er. "Zurück zu dir, Befreier. Nein, ich habe noch nie von dir gehört. Wie auch? Ich sitze hier schon seit Wochen fest! Wenigstens füttern mich diese Bastarde durch, dass ich nicht vom Fleisch falle." Und das wäre wahrlich ein Kapitalverbrechen! "Aber weshalb braucht Sarma einen Befreier? Was ist mit meiner Heimat? Sei etwas nützlich und bring mich auf den neuesten Stand über meine geliebte Wüstenstadt."
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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 3. Dezember 2018, 11:37

"SOLL DAS DEIN ERNST SEIN?! DU?! DASS ICH NICHT LACHE! DA HÄTTE MAN MIR AUCH EINEN GEFÜLLTEN JUTESACK MIT DUNG HINWERFEN KÖNNEN!» Darak schnaubte. Nun reichte es aber! Diese undankbare, verdammt erotische, selbstverliebte, unglaublich heisse Walküre! Was fiel ihr eigentlich ein? Immerhin riskierte Darak gerade seinen nackten Arsch und den sarmaischen Widerstand um ihren vollbusigen Körper zu retten! Er war sogar einen Pakt mit einem Dämonen eingegangen und hatte dafür gar irgend einen Preis gezahlt, an dessen Inhalt er sich ehrlich gestanden nicht mehr ganz erinnern konnte... Darak stutzte kurz, gab sich dann aber wieder seinem Zorn hin.

»WIE WILLST DU DAS DENN BITTE BEWERKSTELLIGEN? ABGESEHEN VON DEINEM SCHWANZ KANN NICHTS AN DIR STEHEN!" Darak guckte kurz an sich herunter und dann tat er etwas, was typisch war für den alten Darak in Höchstform – er grinste anzüglich. Sein Selbstbewusstsein war immer noch gross genug um davon auszugehen, dass sein prächtiges Gemächt tatsächlich ihre wohlgesonnene Aufmerksamkeit erregte.
«Es ist für den Anführer des Widerstandes eben nicht so einfach, um in das verdammte Zentrum dieser vermaledeiten Stadt zu gelangen!» Zischte er nur. «Ich bin nur der Köder, damit mein Agent sich frei bewegen kann!»

"Ruhig bleiben, Schätzchen. Spar deine Kräfte. Es gibt nur einen stinkenden Fleischberg, wenn du dich nun gehen lässt", «PFF! Ich würde auch als Steak vorzüglich schmecken.» Brummte er beleidigt und verschränkte seine Arme vor der Brust. «Ich wurde sogar schon mal gegessen!» Murmelte er weite rund erinnerte sich dunkel an die unappetitliche Bekanntschaft mit einer Riesenschlange, damals im Dschungel. Bei Lysanthors Sackhaaren, dagegen war seine aktuelle Lage doch das reinste Kaffeekränzchen! Cassandra wusste gar nicht, mit was für einem widerstandsfähigen und zähen Kerl sie es eigentlich zu tun hatte! Verdammt sie sollte froh sein um seine Anwesenheit und hier nicht rumnöhlen!

"Also gut ... Befreier von Sarma, nehmen wir einmal an, ich glaube dir. Dann willst du mir sagen, du bist hier, um etwas gegen meine missliche Lage zu unternehmen? Das scheint dir ja nicht gelungen zu sein, wenn sie dir das Knie zerschlagen und dich in meine Zelle verfrachtet haben.» Er grummelte etwas Unverständliches vor sich hin und knirschte mit den Zähnen.

Andererseits musst du von Bedeutung sein oder den dunklen Völkern ein Dorn im Auge. Sie bieten keinem Möchtegern-Helden die Obsidiankammer an, wenn sie ihn nicht fürchten." Nun endlich hatte sie es kapiert! Er plusterte sich tatsächlich etwas auf. «So ist es!» Knurrte her. «Ich bin aktuell der verdammte Dorn, der tief im Arsch des Dunklen Herrschers steckt und das TROTZ meinen kaputtgeschlagenen Knien. Übrigens ist das schon das dritte Mal, wo man auf diesen Weg versucht mich zu brechen... aber das einzige, was meine Gegner damit erreichen ist, dass ich nur noch verdammt spitzer werde!» Spitz war vielleicht nicht gerade ein klug gewähltes Wort gewesen, denn sein Blick folgte jenem von Cassandra, der sich wohl unbewusst kurz wieder seinen unteren Körperregionen zuwandte.

"Und sie fürchten dich.[ Darak nickte nur und zuckte trotzig mit den Schultern. «Ja, das tun sie, diese verfluchten Pisser!» Ihre Anerkennung schmeichelte seinem Ego. "Einen nackten Krüppel mit Größenwahn, der wenigstens mehr in der nicht vorhandenen Hose hat als alle düsteren Spitzohren zusammen.» «Hah!» DAS gefiel ihm. Oh er liebte diese Frau jetzt schon! Hah! Schade dass die Welt ihre Worte nicht hören konnte! ENDLICH bestätigte eine Frau, was er schon selbst von sich immer gewusst hatte. Er hatte den Grössten! Er war der grösste! SO! Fürs Protokoll!
»HABT IHR MICH GEHÖRT, DA OBEN? JAWOHL, IHR HABT GANZ KLEINE WÜRMCHEN!" «Hehehe». Obwohl er nicht genau wissen wollte, woher Cassandra das nun wusste. Obwohl, bei Cassandra würde wohl auch ein gesamter Konvent, bestehend aus kastriertem Priester schwach werden und versuchen über sie herzufallen. Es war also kaum denkbar, dass eine Bande räudiger Dunkelelfenkrieger es geschafft hätte, sich nicht an ihr vergreifen zu wollen. Darak konnte nur hoffen, dass die nun stinkende Fleischberge waren.

"Zurück zu dir, Befreier. Nein, ich habe noch nie von dir gehört. Wie auch? Ich sitze hier schon seit Wochen fest! Wenigstens füttern mich diese Bastarde durch, dass ich nicht vom Fleisch falle." Darak musterte dieses Fleisch anerkennen und nickte. Es war wirklich ein grosser Vorteil, dass Cassandra sich körperlich in einem ausgezeichneten Zustand befand. Rhiven konnte schliesslich nicht zwei Krüppel mit sich herumschleppen. Wo immer dieses Spitzohr sich im Moment gerade herumtrieb! Darak wusste ja selbst nicht, wie er in dieser Zelle gelandet war und was Rhiven seinen Kameraden über ihn verklickert hatte.

"Aber weshalb braucht Sarma einen Befreier? Was ist mit meiner Heimat? Sei etwas nützlich und bring mich auf den neuesten Stand über meine geliebte Wüstenstadt." Darak rieb sich die Stirn. Verflucht, Cassandra hatte tatsächlich einen grossen Teil der Invasion verpasst! Sie konnte nicht wissen, wie schlecht es um die freie Welt stand! «Die vermaledeiten Armeen des Dunklen Herrschers haben schon von langer Hand eine verfluchte Invasion des gesamten Festlandes geplant. Sie nutzten das Grosse Turnier, um in das Herz von Pelgar zu gelangen und die Tore zu öffnen. Pelgar ist gefallen, kurz darauf Andunie und von dort aus setzten diese Bastarde nach Sarma über und besetzten die Stadt. So ein verfluchter dunkelelfischer Pimpel namens Arschray Da’ kackillion regierte die Stadt und machte uns alle zu Sklaven! Meine Freunde und ich organisierten den Widerstand. Wir sorgten dafür, dass die Sklaventreiber, die Huren, die Wüstendiebe, die reichen Säcke und alle bisherigen Sklaven der Stadt ihre persönlichen Fehden untereinander ruhen liessen und sich gegen den gemeinsamen Feind verbrüderten! Ja sogar einen Drachen konnten wir für unsere Sache gewinnen und die Amazonen! HAH! AMAZONEN, die an Seiten von Sklaventreibern kämpfen, stell Dir das vor!!»

Das klang alles ziemlich wirr und irr, aber so hatte es sich ungefähr zugetragen. Verrückt, wenn man genauer darüber nachdachte! Doch Darak redete sich immer mehr in Rage. «Wir haben diesen vermaledeiten Hurensöhnen so richtig in den Arsch getreten und sie aus der Stadt gejagt! Darion habe ich mit meinen eigenen Händen zu Brei verarbeitet! Ich regiere Sarma nun gemeinsam mit Vesta Temna Nigra und dem Segen aller Parteien!» Darak redete sich allmählich in Rage. Er ballte seine Pranken zu Fäusten, als er an den brutalen Mord an dem Dunkelelfenherrscher zurückdachte. «Der Kerl hat mein Huhn köpfen lassen und mich beinahe unter der Wüstensonne garrotiert!» Keifte er rechtfertigend. Von allen morden die er begangen hatte... der hier war GUT gewesen!

«Die Stadt war für ein paar Tage frei. Doch nun haben sich die Dunkelelfen neu formiert und haben eine verdammte Belagerung begonnen! Sie haben nun einen neuen Anführer, irgend so ein weisser Balletttänzer! Der scheint noch das grössere Arschloch als die andere Arschgeige zu sein.»

Daraks auffallend hinternbetonte Rhetorik hatte durchaus seine Gründe. Er verarbeitete unbewusst noch immer die Rückansicht von Cassandra.
«Aber wir können den Widerstand nicht länger aufrechterhalten. Diese verfluchten Bastarde sind zu stark... wir müssen dafür sorgen, dass die Karten neu gemischt werden... mit Amazonen, einem Drachen und der Feuerhexe in unseren Linien, haben wir vielleicht eine Chance! Über das Schicksal deiner Akademie weiss ich leider nicht...aber vielleicht hocken deine Jüngerinnen noch dort und warten nur darauf, gemeinsam mit Dir in die Schlacht zu ziehen! Sarma braucht dich!» Er blickte nach oben zur Luke und prüfte, ob sie noch immer alleine waren. Er rückte etwas näher an Cassandra heran. «Ich wurde durch einen Dunkelelfen namens Rhiven hier eingeschleust. Er ist mein Loyaler Skl.. Kamerad. Er wird uns hier rausholen... und dann Cassandra» Er rückte noch einwenig näher, legte seinen Arm um ihre SChulter und schirmte mit seiner anderen Hand seine Gesichtshälfte ab, so dass er dicht an ihr Ohr wispern konnte. «...kannst du schon hier im Herzen dieser Arschgeigenzentrale damit beginnen, Fleischberge zu produzieren! Wir müssen diese Penner dort treffen, wo sie es am wenigsten erwarten.» Er rückte noch näher heran, so dass seine Schenkel ihre berührten. «Tief im innersten ihres Schwarzen Herzens! Morgeria ist völlig aus dem Fokus des Dunklen Herrschers geraten seit der Invasion. Der hat seinen Hintern nämlich inzwischen auf den Thron zu Pelgar gepflanzt! Das Einzige, was wir im Moment tun können, ist uns nicht gegenseitig umzubringen und auf Rhiven zu warten... und dann fackeln wir diese vermaledeite Stadt ab!» Er merkte nicht, dass ein bestimmter Körperteil sich weich auf den Schenkel der Feuerhexe gebettet hatte. Seine Augen funkelten bei der Vorstellung an ein brennendes Morgeria. Dies war vielleicht nicht der ursprüngliche Plan gewesen... aber Darak war ein Meister des Improvisierens. Ja doch! Das war er!

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Re: Die Obsidiankammer

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 19. Dezember 2018, 11:47

Man durfte es Cassandra nicht übel nehmen, dass sie am Plan ihrer Heimatstadt oder deren vernünftigem Menschenverstand zweifelte, dass man einen Mann wie Darak Luthrokar zu ihrer Befreiung nach Morgeria schickte. Nicht, weil es sich generell um jenen Luthrokar handelte, der sich inzwischen schon den Titel eines Meisters der Improvisation auf die Fahne schreiben konnte. Vor allem in den größten Notsituationen fiel ihm doch immer etwas ein, um seinen Hals erneut aus der Schlinge zu ziehen.
Aber Cassandra erkannte den nackten Mann vor ihr nicht als Darak Luthrokar. Zum Glück, mochte man behaupten, denn dann wäre aus ihm sicherlich schneller ein Haufen Asche geworden, als dass er noch einmal den Mund aufbekommen hätte. Die Feuerhexe sah in ihm nur einen, wenn auch attraktiv gebauten Krüppel, der seine Körperreaktionen auf ihre eigene Schönheit nicht verhehlen konnte. Vielleicht nicht wollte. Darak rühmte sich doch gern, wie gut er noch im Saft stand! Leider half das in dieser Situation nicht weiter, sah man einmal davon ab, dass er und die feurige Cassandra sich nun die Wartezeit etwas versüßen konnten.
Aber warten worauf? Darak hatte noch Rhiven in der Hinterhand, jedenfalls musste er hoffen, dass der Elf nicht wie er selbst irgendwo eingebuchtet saß, sondern die seinen täuschen konnte. Wie es ihm wohl ging? Nichts deutete daraufhin, dass er in der Nähe war. Tatsächlich konnte Darak nicht einmal genau sagen, wo er steckte. Die Obsidiankammer konnte überall sein, möglicherweise fand sie sich in einem Berg außerhalb der dunklen Stadt. Ob Cassandra mehr wusste?
Von Rhiven hatte sie jedenfalls nichts mitbekommen. "Dein Agent?" Sie senkte ihre Stimme in Misstrauen. Offenbar besaß selbst Obsidian aufmerksame Ohren. So rückte die Schöne gar einen Deut an Darak heran. Ihr Schenkel berührte seinen. Sie streifte seine Männlichkeit mit ihrer zarten, geradezu makellosen Haut. Wärme ging von ihr aus und sie übertraf die übliche Körperwärme, die jeder Mensch ausstrahlte. Nach wie vor brannte in der Hexe ein Feuer. Die Morgerianer waren weit davon entfernt, sie zu brechen.
"Du sagst, du bist nicht allein hier? Ein Agent? Ist er auf freiem Fuß?" Cassandra wisperte nun nicht nur, sie wechselte auch auf ihre Landessprache, Sendli. Wenn der Befreier von Sarma wirklich derjenige war, der er vorgab zu sein, so musste er sie jetzt auch verstehen. Davon ging Cassandra aus. Sie gab Darak auch nur einen Wimpernschlag lang Zeit, um zu signalisieren, ob er sie verstand. Dann tuschelte sie auch schon weiter: "Ich hoffe, dein Agent ist körperlich so gut wie er ungesehen ist. Und ich hoffe, er hat einen Plan, dich und mich hier herauszubekommen. Es wird nämlich nicht ganz leicht." Sie wies mit einem ihrer schlanken Finger über ihrer beide Köpfe. Dorthin, wo das kreisrunde Gitter nebst zwei kleineren vergitterten Löchern zu erkennen war. Das Mittlere war eindeutig das Größte und bot Platz genug, dass sich mindestens ein Mensch bequem hindurch winden konnte, wäre es nicht durch die massiven Stangen versperrt. Das musste der Zugang in die Kammer sein. Nirgends sonst gab es Anzeichen auf eine Tür oder Luke. Die Dunkelelfen mussten sowohl Cassandra als auch Darak durch diese Gitteröffnung in die Kammer herabgelassen haben. Das bestätigte nun auch die Feuerhexe. "Gelegentlich öffnet sich das Gitter, um über einen Eimer am Seil meine Nahrung herab zu lassen. Ich vermute, dass dies immer zwei Mal am Tag geschieht, aber in diesem schwarzen Loch verliert man jegliches Zeitgefühl. Meine Versuche, die Tage mitzuzählen, sind gescheitert. Aber ich bin sicher, dass ich schon Wochen, vielleicht sogar Monate in diesem Nest festsitze. Leider haben diese verflixten Dunkelelfen zu viele Möglichkeiten, mir das Leben schwer zu machen. Wenn ich das Seil entzünde, fällt der Eimer nur zu mir herab. Ich habe bereits zwei davon gesammelt ... sie sind dort hinten und .... nun ... sie sind voll." Eine Toilette gab es hier auch nicht. Cassandra konnte sich glücklich schätzen, inzwischen über Eimer zu verfügen, um zumindest den Gestank etwas in Grenzen zu halten.
"Als ich ein anderes Mal versuchte, so schnell wie möglich am Seil empor zu klettern, drang Wasser aus den beiden anderen Gitteröffnungen. Sie verhindern mit aller Macht, dass ich meine magischen Kräfte einsetzen kann. Es ist zum verrückt werden, aber ich muss zugeben, sie haben mich in der Hand. Dich zu fragen, ob du den Kletterpart übernimmst, kann ich mir angesichts deines Beines wohl auch sparen ... selbst, wenn du dich mit ... langen Seilen ... auskennst." Sie schenkte ihm zwar kein Lächeln, aber ihr Blick huschte noch einmal zwischen Daraks Beine.
"Nun, da wir zu zweit sind, müssen wir einen Plan ausklügeln. Sarma braucht mich ... und da man dir einen Titel verpasst hat, Befreier, bist du für meine Heimatstadt wohl auch nicht allzu nutzlos. Wir können nicht zulassen, dass Morgeria nach und nach all unsere Amtsträger und Helden einfach hier unten einsperrt. Also ... hast du eine Idee zu unserer misslichen Lage? Oder wenigstens etwas, das gegen die Langeweile hilft? Wenn die Elfen es nicht schaffen, mich in ihrem Gefängnis zu Tode zu quälen, dann packt es die andauernde Trostlosigkeit. Wir müssen hier heraus, sage ich! Vor allem ich! Und dann kehren wir zurück in den Sand und ich brenne dieser Armee eigenmächtig eine glühende Schneise in ihre Reihen. Ha! Der Drache wird sich danach glatt mit mir paaren wollen vor Verzückung!" Zumindest ihre rachedürstenden Fantasien lenkten die frau ab. Darak erinnerte sie aber an noch jemanden, der ihr dieses Mal sogar ein betörendes Lächeln auf die Lippen zauberte. Sinnlich tippte die Feuerhexe gegen ihren Mund und bemerkte gar nicht, dass sie zurück ins Celcianische verfiel. "Die gute Vesta ... es ist lange her, seit wir einander zuletzt begegnet sind. Und sie regiert nun? Ich hoffe, keiner der Wachhabenden muss in der Wüstensonne Lack und Leder tragen. Die armen Männer. Nein, nein, die gute Vesta lässt sie nackt kämpfen." Es beruhigte Cassandra sichtlich, dass die Bordellbesitzerin über ihre Heimat ein Auge wahrte. Sie kannten einander. Eine Information, die Darak bislang nicht zugetragen worden war. Vesta besaß Geheimnisse vor ihm und eines davon war die Bekanntschaft mit der Feuerhexe! Jener Frau, der er Magierinnen abstreitig gemacht und sie auf dem Festland verkauft hatte! Hoffentlich plauderte Vesta keine Einzelheiten über ihren besten Kunden aus, der in ihren Armen so manches Mal von seinen weiblichen Trophäen geschwärmt hatte. Doch nun blieb keine Zeit über verworrene Beziehungsverhältnisse nachzudenken. Die Feuerhexe erwartete Antworten. Sie erwartete einen Plan! Die Aussichten standen jedoch schlecht. Konnte Darak hier unten überhaupt etwas bewirken?
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