Der Hybridenmarkt

An dunklen Marktständen lauern die dreisten und skrupellosen Händler Morgerias. Sie verkaufen nicht nur Waffen und Lebensmittel, sondern auch verbotene Gifte, Kräuter oder Lebewesen, die in der Toten Ebene gefangen wurden. Gebt Acht auf euren Geldbeutel!
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Der Hybridenmarkt

Beitrag von Erzähler » Dienstag 10. November 2020, 09:51

(Kazel kommt von: Die Werkstatt des Goblin Firlefitz)

Wieder kam das Halsband und die Leine zum Einsatz und half einmal mehr, Kazel und seine „Führerin“ in dieser Welt zu tarnen. Man machte ihnen Platz und mehr als angewiderte Blicke musste Kazel nicht ertragen. Der Marktplatz Morgerias war noch nie ein schöner Ort gewesen, wenn man mal von den wenigen helleren Ecken absah, wo mit feineren Dingen gehandelt wurde.
An dunklen Marktständen lauerten die dreistesten und skrupellosen Händler Morgerias. Sie verkauften nicht nur Waffen und Lebensmittel, sondern auch verbotene Gifte, Kräuter oder Lebewesen, die in der Toten Ebene gefangen wurden. Immer hieß es hier: Gebt Acht auf euren Geldbeutel! Gut, dass Kazel nichts besaß, dass man als „wertvoll“ betrachten könnte. Einzig die geliehenen Dolche der Goblinoma waren hier nützlich. Auch diese musste er gut festhalten, als sie sich durch eine sehr belebte Gegend schoben und hier und da angerempelt und betastet wurden. Aber auch da kamen sie durch und so fanden sie seine besonders düstere Gasse wo Käfig an Käfig nebeneinander und teils sogar übereinander gestapelt zu beiden Seiten die Hauswände säumten. Wesenheiten der niedersten Form, Hybriden wurden hier gehandelt und es stank schlimmer, als unter Kurallas Röcken.
„Komm! Lass dich nicht so ziehen, du Miststück!“
, fauchte die Alte und ruckte einmal heftig an seiner Leine.
„Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“
Wie wahr. Die Sonne stand hoch und erwärmte den Dunst in der schmalen Gasse. Das spärliche Licht viel auf grausig veränderte Gestalten, die in ihren Käfigen vegetierten, gebrochen und ohne jede Hoffnung. Kazel sah im Vorbeigehen, vor allem jene Wesen die mehr Tier als Mensch waren und die Verwandlung schlecht überstanden hatten. Schlimmste Verformungen, Deformitäten waren manchmal das Endresultat, die das Leben zu einer einzigen Qual machten. Die Wenigsten waren in der Lage aufrecht zu stehen und manche lagen hier vielleicht schon seit Tagen in ihren eigenen Exkrementen. Es war ein Anblick, der einer mitfühlenden Seele den letzten Funken Hoffnung nehmen konnte. Sie kamen langsam voran und weiter hinten wurden die „Insassen“ der Käfige menschlicher und ab und an sah man einen wachen Geist hinter den Gitterstäben aufblitzen, was dann um so schlimmer wirkte. Kazel kam sich in dieser Umgebung, in seiner Rolle, an seiner Leine vielleicht sogar wie etwas ganz besonderes vor und so wurde er auch betrachtet. Neugierde und Gewinnsucht schauten ihm entgegen.
„HEH! Weg da! Ich hab was für Vranyk!“
, polterte Kuralla und drückte jemanden die Faust in die Kniekehle.
„Macht Platz! Ich muss hier durch!“
Tatsächlich öffnete ihr Verhalten eine kleine Gasse und den Blick auf einen Mann, der bei der Erwähnung seines Namens aufsah.
„Vrany?“
Er runzelte die Stirn.
„Vranny!!! Hab ich dich endlich gefunden!“
Er drehte sich nun ganz zu ihnen um. Ein schlanker, aber gut trainierter Dunkelelf. Bewaffnet mit zwei schnellen Krummschwertern an der Seite und einer Peitsche am Gürtel. Helle graue Augen sahen die Goblinfrau an und musterten dann ihr Mitbringsel. Kazel fühlte sich sofort maß genommen.
„Ich hab gehört, du kaufst gute Hybriden? Ich hab den Besten!“
, legte Kuralla die Latte möglichst hoch an.
„Aha... und wer bist du?“
, antwortete Vranyk mit erstaunlich warmer Stimme. Auch wenn er äußerlich hier gut her passte, gefährlich aussah und sie abschätzend ansah, so lag da kein Hass in seinem Blick.
„Muss ich einen Namen haben um hier ein gutes Geschäft zu machen?“
, knodderte Kuralla als Antwort.
„Willst du nun kaufen oder nicht?“
Der Mann trat näher und ließ Kazel nicht aus den Augen.
„Was hat er?“
Kuralla pries nun seine Vorzüge:
„Fast nix. Ein paar Federn und Krallen an den Knöcheln... schau...“
Sie griff nach Kazels Hand und drückte seine Krallen hervor.
„Wird er irgendwo...vermisst?“
„Nein! Auf keinen Fall! Er ist mir quasi „zugeflogen“. Was gibst du mir für ihn?“
„Fünf.“
„Zehn!“
„Sechs.“
„Also hör mal, ich muss einen Enkel, und einen Ork durchfüttern. Neun!“
„Sieben.“
„Acht und du kannst das Halsband und die Leine behalten.“
„Acht. Abgemacht.“
Er beugte sich zu ihr hinunter und flüsterte:
„Das Wort!“
Kuralla stellte sich auf die Zehenspitzen und Kazel hörte ein leises:
„Fussel.“
Der Dunkelelf verdrehte leicht die Augen und meinte:
„Ihr Goblins und eure Scherze... Na gut...Hier.“
Er gab ihr aus seiner Geldkatze Acht Lysanthemer und Kazel war verkauft. Dann zog Kuralla sich noch einmal an ihm hoch und raunte ihm erst laut, dann noch leiser zu:
„Mach mir keinen Ärger...“
Das sollte der Dunkelelf hören. Dann folgte schnell geflüstert.
„Wenn er **Fussel** sagt, täusche furchtbare Schmerzen vor!“
Damit übergab sie dann Kazels Leine und der Dunkelelf fragte:
„Hast du einen Namen?“
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Re: Der Hybridenmarkt

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 12. November 2020, 04:10

Vranyk. Hinter diesem Namen steckte zwar nicht die Zielperson, die er vom Gevatter zugeteilt bekommen hatte, aber dennoch handelte es sich um einen wichtigen Namen. Denn wenn Kazel sein Todesopfer erreichen wollte, musste er offenbar an diesem Vranyk vorbei. Es schien keinen anderen Weg zu geben. Erleichtert war er dennoch irgendwo, dass Kuralla ihn nicht als falschen Hybriden in der Arena zurückließ. Er hätte keinen Kampf gegen geschulte Gladiatoren überlebt. Und selbst wenn er mit seiner Schnelligkeit und vielleicht ein wenig Geschick einem tödlichen Hieb immer wieder entkommen wäre, so hätte ihn sein Schicksal am Ende bestimmt erneut zum Gevatter gejagt. Wer wollte schon jemanden im Arenarund sehen, der vor dem Kombattanten davonlief? Und Kazel wäre gelaufen, gesprungen, ausgewichen; entweder mit Erfolg und einem Tod als Strafe für seine schlechte Unterhaltung gegenüber dem morgerianischen Publikum oder aber er hätte versagt und durfte noch einmal in den unliebsamen Genuss des Sterbens kommen. Nein, das wollte er vermeiden. Zum Glück hatte Kuralla ein Nachsehen oder eher gesagt: eine neue Idee.
Sie schleppte ihn wieder mit sich, zunächst zurück in die Werkstatt und da sollten Kazel neue Wege offenstehen. Wege zu Vranyk und über ihn auch zu diesem ominösen Sammler. Er würde ihn schon finden und dann würde er ihn töten. Im besten Fall hätte der Zeitlose anschließend keine neue Aufgabe für ihn und erlaubte ihm, Janay zu retten. Falls sie gerettet werden will. Ihre Taten und ihre Sturheit, ihm nicht zu vertrauen, wo es doch um seine eigene Familie ging, ließen Kazel nach wie vor zweifeln. Aber er gab sich dem Gedanken nicht zu sehr hin. Er lernte, sich von solchen Dingen nicht ständig ablenken zu lassen. Janay war für ihn im Moment ohnehin unerreichbar. Trotzdem fürchtete er um sie und das Kind. Wie gern hätte er beide in Sicherheit gewusst. Im Haus seiner Tante waren sie es gewiss nicht! Er würde einschreiten müssen - später. Doch noch ehe Kazel sich gänzlich auf seine Aufgabe namens Vranyik fokussieren konnte, lenkte Firlefitz ab. Man verlangte nach der Kanalratte. Janay verlangte nach ihm und erwartete ihn für den Folgetag im Anwesen Tenebrée. Der Mischling schwieg. Er konnte nicht dorthin gehen, selbst wenn er es zeitlich schaffte. Es war zu gefährlich. Aber Janay einfach dort lassen? Und was wollte sie? Hatte sie erkannt, wie töricht es war, unter den Argusaugen seiner Tante auch nur den Versuch auf ein Leben in Morgeria zu wagen? Oder hatte sie sich nach ihrem im Totenreich offenbarten Liebesspiel dazu entschieden, ihm den Rücken zu kehren?
"Hm. Ich werde morgen entscheiden, ob ich zu spät zum Treffen komme oder nicht." Er rechnete eher damit, überhaupt nicht zu erscheinen, denn auch wenn Kazel glaubte, mit Hilfe seiner eigenen Lebenszeit vielleicht den eigentlich Mordauftrag schnell erledigen zu können, so stand zwischen seinem Ziel und ihm selbst einfach noch zu viel. Es gab zu viele Faktoren, die Einfluss haben könnten, um es in die Länge zu ziehen. Ganz vorn war erneut dieser Name. Vranyk.
Das stand nun im Vordergrund und Kuralla würde ihm helfen, einen Schritt weiter zu gelangen. Zum Marktplatz sollte es gehen, aber sicherlich nicht in den offenen Bereich, den sogar entfernte goblinische oder seltener auch gnomische Händler besuchten. Wo Orks Ratten am Spieß verkauften und Dunkelelfen offen nachtelfische und andere Sklaven anpriesen. Nein, es würde noch eine Ebene tiefer gehen. Kuralla nahm Kazel in die dunkelsten Winkel der Stadt mit, wo Zwielicht mit Lysanthors goldenen Sonnenstrahlen gleichgesetzt wurde. Hier herrschte kein Gesetz, abgesehen von dem des Stärkeren. Die alte Goblinfrau führte ihren "Freund" an der Leine mit sich und an Reihen von Käfigen vorbei. Kazels Elfensinne meldeten sich. Er rümpfte die Nase ob des Gestanks und versuchte krampfhaft, nicht hinzuhören. Wimmern und schmerzhafte Laute machten ihn beinahe benommen. Mit Tunnelblick folgte er Kuralla, versuchte bei jedem Schritt, sein Innerstes für die leidenden Hybriden taub werden zu lassen. So besaß er einen halbwegs abgestumpften Gesichtsausdruck unter seinem Kapuzenmantel, als er mit der alten Führerin eine unbekannte Gestalt erreichte. Dass sie dabei ruppiger als sonst mit ihm umging und ihn gar beleidigte, ignorierte Kazel. Er gab sich nicht störrisch und hatte auch kein rebellisches Wort für Kuralla übrig. Er wusste, dass sie hier eine Rolle spielte. Nein, er hoffte es.
Noch einmal prüfte er im Gehen unauffällig den Sitz der geliehenen Dolche. Einer befand sich im Gürtel hinter seinem Rücken, geschützt durch das dicke Material seines Mantels. Den zweiten hatte er sich behutsam in den Stiefel geschoben, nachdem er dort das Innenfutter ein wenig aufgerissen hatte, damit die Klinge nicht an seinem Fuß selbst schabte. Er fühlte dennoch ihr Gewicht, wenn er beide Füße beim Gehen anhob und die Schritte miteinander verglich. Gut. Er war so vorbereitet wie er nur sein konnte. Jetzt widmete er sich wieder dem Fremden. Das war also Vranyk. Kazel musterte ihn ausgiebig aus den Schatten seiner Kapuze heraus. Er versuchte, sich so viel von diesem Kerl einzuprägen wie ihm möglich war. Dabei wägte Kazel auch seine Chancen ab, ob er diesen Dunkelelfen im Zweifelsfall würde überwältigen können. Im offenen Kampf vielleicht nicht, aber er hatte immer noch das Überraschungs...Moment! Kuralla, was soll das?! Der Gedanke schoss ihm so entsetzt durch den Kopf, dass er gar keine Gelegenheit bekam, sich der vorgreifenden Flosse der Alten zu widersetzen. Schon hatte sie sein Handgelenk gepackt und eine Faust geformt, damit Vranyk die vorgeschobenen Adlerkrallen entdecken konnte. Seine Geheimwaffe und die fast zahnlose Goblinvettel gab sie offen preis. Er stöhnte innerlich auf. Na, es blieben noch die Raubtierkrallen an seinen Füßen und die angespitzten Eckzähne, von denen nicht einmal Kazel bisher ahnte, dass er mit ihnen auf Gift abgeben konnte. Und seine überscharfen Augen hatte er selbst bereits vollkommen vergessen, weil er sich daran längst gewöhnt hatte.
Kazel ließ die Musterung über sich ergehen. Er musste ruhig bleiben, wenn er vorankommen wollte. Also überließ er Kuralla gänzlich die Verhandlungen und hoffte, sie würde nicht auch noch erzählen, dass er nebenbei übrigens sterben und von den Toten widerauferstehen konnte. Er hatte Glück. Sie handelte nur noch den Preis aus, erhielt einige Lysanthemer für ihr zugeflogenes Verkaufsstück und schon wechselte Kazel den Besitzer.
Als Kuralla andeutete, sich dennoch von ihrem Eigentum verabschieden zu wollen, neigte der Mischling sich herab. Seine Elfenohren vernahmen sofort, dass Fussel eine Art Code-Wort darstellte. Hatte die Alte ihm die Nutzungsweise seines Halsbandes erklärt? Er erinnerte sich nicht, würde ihren Hinweis aber ernst nehmen. Sobald auch nur ein Fussel fiel, würde Kazel fallen und sich unter gespielten Schmerzen einfach am Boden winden. Er nickte und raunte zur Täuschung ein verbissenes: "Lebwohl."
Dann verschwand die Goblinfrau und er war allein mit Vranyk. Soweit, sogut. Bring mich zum Sammler. Kazel machte einen Fehler. Er hatte nie als Sklave gelebt, sondern als Gefangener. Aber seiner Mutter hatte er immer in die Augen geschaut, sich nie unter ihr weggeduckt. So begegnete er Vranyks Blick mit seinem eigenen. Tieflbaue Augen schauten seinem neuen Herrn entgegen. Nicht provokant, aber entschlossen, vielleicht gar durchdringend, weil hinter der Stirn das Verlangen pochte, den Sammler zu erreichen.
Vielleicht interpretierte Vranyk es ja als hybridischen Stolz, denn Kazel präsentierte sich natürlich nicht mit seinem gebürtigen Namen. Wozu hatte er einen Spitznamen erhalten, wenn er ihn nun nicht nutzte? Außerdem erinnerte Janay sich vielleicht daran, dass andere ihn so genannt hatten und könnte so auf seine Fährte kommen, sollte es wichtig werden.
"Die Goblinfrau nannte mich Kanalratte, aber ich heiße Sturmadler", antwortete er.
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Re: Der Hybridenmarkt

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 19. November 2020, 11:21

Kazel nickte und raunte zur Täuschung ein verbissenes:
"Lebwohl."
, der alten Goblindame zu. Kuralla sah zu ihm und formte mit den runzeligen Lippen lautlos ein für alle Umstehenden unsichtbares aber für Kazel erkennbares:
„Viel Glück“.
Dann verschwand die Goblinfrau und er war allein mit Vranyk.
Soweit, sogut. Bring mich zum Sammler.
Kazel machte einen Fehler. Er hatte nie als Sklave gelebt, sondern als Gefangener. Aber seiner Mutter hatte er immer in die Augen geschaut, sich nie unter ihr weggeduckt. So begegnete er Vranyks Blick mit seinem eigenen. Tiefblaue Augen schauten seinem neuen Herrn entgegen, der ihm zu seinem Opfer bringen sollte. Nicht provokant, aber entschlossen, vielleicht gar durchdringend, weil hinter der Stirn das Verlangen pochte, den Sammler zu erreichen. Anscheinend interpretierte Vranyk es ja als hybridischen Stolz, denn er hob nur grinsend einen Mundwinkel. Kazel präsentierte sich hier als ungebrochenes Wesen und natürlich nicht mit seinem gebürtigen Namen. Wozu hatte er einen Spitznamen erhalten, wenn er ihn nun nicht nutzte? Außerdem erinnerte Janay sich vielleicht daran, dass andere ihn so genannt hatten und könnte so auf seine Fährte kommen, sollte es wichtig werden.
"Die Goblinfrau nannte mich Kanalratte, aber ich heiße Sturmadler."
, antwortete er. Vranyk nickte gelassen.
„Sturmadler also... Adler.“
Er hob eine Braue und musterte den stolzen Hybriden noch einmal.
„Sprechen kannst du schon mal und intelligent genug scheinst du auch zu sein. Ein bisschen stolz vielleicht, aber das könnte interessant werden. Ungebrochen in jedem Fall. Sehr gut. Ein Adler wie aus dem Buche.“
Er grinste, als würde etwas unausgesprochenes ihn sehr glücklich machen und Kazel bekam plötzlich das Gefühl, Kuralla hätte weit mehr für ihn verlangen können. Dieser Mann hier hatte regelrecht glänzende Augen und sein Blick auf Kazels „Gefieder“ und die verborgenen Krallen war schon regelrecht „gierig“ zu nennen. Was erhoffte er sich von ihm? Und viel wichtiger, was wollte der Sammler von seinen Hybriden? Kazel würde es wohl erfahren, wenn er den Mann nicht vorher umbrachte. Aber erst einmal ruckte es an seinem Halsband und Vranyk zog ihn näher. Sein schneidender Blick bohrte sich in den des Sturmadlers.
„Mach keinen Ärger, verstanden? Keine Angriffe oder Fluchtversuche, sonst lass ich dich leiden! Und glaub mir, mir macht das keinen Spaß. Also benimm dich.“
Vranyk wartete nur ein kurzes Nicken seiner Neuerwerbung ab und schien sich ganz auf das Halsband zu verlassen. Arroganz war schon immer die Achillesferse der Dunkelelfen und natürlich ihre übersteigerte Selbstsicherheit. Was man diesem Mann zu gute halten konnte war, dass er es nicht gleich einfach mal ausprobierte.
So ging es weiter und Kazel verließ den Marktplatz Morgerias.

(Kazel weiter bei: Das neue Heim)
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