Anwesen von Maureen O´Keefe

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Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 7. Mai 2008, 16:42

[kommen aus dem Wohnviertel – das Haus von Riikily]

Maureen hatte zwar bisher verheimlicht, dass sie hier ein Haus besaß, aber das war ja auch nicht weiter schlimm. Der Weg zu ihrem Haus war etwas länger, da es am Rande des Wohnviertels lag, dort war es wenigstens schön ruhig und sie konnte die Stille genießen. Das Anwesen lag in der betuchteren Gegend des Wohnviertels, auch wenn sie sich ein luxuriöseres Haus hätte leisten können, so war es nicht ihre Art, ihre finanziellen Möglichkeiten allzu sehr zur Schau zu stellen. Es war ein hübsches Haus, von mittlerer Größe und im klassischen Stil gehalten, wobei das Grundstück um einiges größer war. Maudie mochte die Natur sehr und hatte es lieber, wenn viel grün um sie war, auch wenn dieses Grüne kultiviert war, war ihr das lieber, wie das ihre Nachbarn ihr ins Haus schielen konnte. Eine weißgekalkte Mauer umgab das komplette Grundstück, gleich dahinter standen jede Menge kleinere und mittlere Bäume die mit ihrem dichten Unterholz den Blick auf das Haus an sich großteils verbargen. Diebe hatten kaum eine Chance auf das Grundstück zu gelangen, denn wenn man genau hinsah, konnte man dornenbehaftete Ranken erkennen, die wild im Unterholz wucherten. Dass diese Ranken wunderschöne violette und weiße Blüten trugen, ließ die Meisten über die Gefahr der Dornen hinweg sehen.
Den Zutritt zu diesem kleinen Paradies erreichte man auf der Seite. Dort wurde ein wunderschön ziseliertes Tor von einem Bogen mit wilden Rosen umgeben. Maudie zückte ihren Schlüssel und öffnete das Tor, wobei sie Riikily den Vortritt ließ.

„Willkommen in meinem kleinen Reich. Ich hoffe, es sagt dir zu und du fühlst dich hier wohl.“

Das geöffnete Tor ließ nun den Blick auf einen wunderschönen und farbenprächtigen Garten zu, in dem eingerahmt die eigentliche Unterkunft stand. Ebenfalls weiß gekalkt und an einigen Stellen von Efeu und wildem Wein bewachsen
Der Garten an sich schwirrte nur so vor Insekten. Biene und Hummeln, die emsig von einer Blüte zur nächsten flogen und ihre Arbeit verrichten. Gut ein Dutzend prächtiger Schmetterlinge tummelten sich in den Strahlen der Abendsonne. Ein paar Vögel saßen im Geäst einer alten Weide und gaben ihr Abendlied zum Besten. Ein paar Frösche stimmten in das allabendliche Konzert mit ein und trugen zur Idylle mit bei, die Maureen sich hier geschaffen hatte.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Dienstag 20. Mai 2008, 13:51

Riikily nieste unterdrückt in ihr Taschentuch und tupfte sich die Augen ab.
"Entschuldigung...", murmelte sie. "Der Garten ist wirklich wunderschön."
<b>Im Gegensatz zu mir, ich hab vermutlich noch immer verquollene Augen.</b>

Das Haus, der Garten, das ganze Anwesen war eine Pracht, aber ein wenig schüchterte es Riikily auch ein. Wenn sie nur an ihre kleine, zerknautschte Wohnung dachte... im Vergleich dazu war das hier Freiland.
Lieber Himmel, dachte sie. Apropos Freiland: Sie war nie außerhalb der Stadtmauern Andunies gewesen.
Der Gedanken machte ihr keinerlei Angst.

Der Garten Maudies erinnerte sie daran, was sie alles noch entdecken konnte und dass sie es nun wirklich geschafft hatte... sie war weg von zuhause.
Während sich der Kloß in ihrem Hals allmählich löste, stahl sich ein Lächeln auf Riikilys Gesicht. Sie wandte sich Maudie zu und Euphorie löste sich in ihr.
Sie fiel der kleinen Dame um den Hals.
"Danke, Maudie!", hauchte sie.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Dienstag 17. Juni 2008, 03:54

„Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass es dir auch gefällt. Eigentlich gefällt es auch jeder Frau. Ich hoffe, dass es den richtigen Eindruck vermittelt, nach Freiheit, Rückzug, Geborgenheit und Ruhe. Halt einfach ein Ort um die Seele baumeln zu lassen.“
Maureen seufzte befreiend, als sie sich gerade umdrehen wollte, um ins Haus zu gehen, fiel ihr die verweinte Elfe um den Hals.
<i> "Danke, Maudie!"</i> Das war alles was die junge Elfe heraus bekam, aber Maudie konnte sehen, dass die Augen nun wieder vor Glück strahlten. Nach einer herzlichen Umarmung, nahm sie Riikily einfach bei der Schulter und führte sie in ihr Heim.
Die Inneneinrichtung setzte den Stil des äußeren Eindrucks fort. Alles durchweg edle Möbel, aber hier wurde der natürliche Wuchs bedacht und so war jedes Stück ein Unikat. Auch hier hatte die „alte“ Dame Wert darauf gelegt, dass es gemütlich und behaglich wirkte, halt ein Ort, an dem man gerne verweilen wollte.
„So, da sind wir … dies ist die kleine Empfangshalle, nach links geht es zu den Zimmern des Personals, im ersten Stock befinden sich die Gästezimmer. Dort werde ich dir deines zeigen und auf der rechten Seite befinden sich meine Gemächer. Ich werde dir ein Bad aufgießen lassen und wenn du dich entspannt hast, dann werden wir gemeinsam etwas essen, wenn du nichts dagegen hast und danach wird garantiert auch noch Zeit für eine Hausführung sein, wenn du das möchtest.“
Maudie glaubte zu wissen, dass Riikily nichts gegen ein entspannendes Bad einzuwenden hatte und so führte sie die Elfe in den oberen Stock. Dort sprach sie freundlich mit einer jungen Frau, die wohl zu dem Dienstpersonal gehörte, welche dann eilig nach unten verschwand.
Maudie wandte sich wieder dem Gang zu und öffnete dann eine Tür, die nach links abging.
Dahinter befand sich ein geräumiges Gästezimmer, wie Maudie es nannte. Auch dieses Zimmer war liebevoll eingerichtet worden, mit viel Sinn fürs Detail. Der Blickfang war eindeutig das große und äußerst weich wirkenden Bett, in der Mitte auf der linken Seit des Raumes. Genau gegenüber der Tür befand sich eine breite Fensterfront, die den Blick auf den wunderschönen Garten freigab, dahinter ließ sich ein Balkon erahnen. Ebenfalls in diesem Raum stand noch ein Sekretär, ein gemütlicher Ohrensessel nebst kleinem Tisch mit einer gefüllten Obstschale, eine Waschgelegenheit, eine Schminkkommode sowie eine Paravan zum Umkleiden und einem mittleren Schrank, zum Unterbringen der Habseligkeiten.
Maureen führte Riikily herein und ließ das ganze erst einmal auf die Elfe wirken.
„Dies ist vorerst dein Zimmer, wenn es dir gefällt … nun komm dann zur Ruhe und genieß das Bad. Mira wird dir bescheid geben, sobald es fertig ist. Frage sie ruhig, wen du irgendetwas benötigst. Ich lasse in der Zeit den Tisch decken und werde mich schon mal an die nächsten Schritte für dein weiteres Abenteuer setzen. Vieles muss organisiert werden und ich werde einige Freunde um Hilfe bitten … aber das soll vorerst nicht deine Sache sein.“
Herzlich lächelte sie Riikily an, wand sich um, um sich in ihre Gemächer zu begeben und die Steine ins Rollen zu bringen.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Freitag 20. Juni 2008, 17:28

<b>Zimmer??? Die spinnt ja, das hat ja beinahe die Ausmaße von unserem Haus...</b>
Riikily guckte baff ins Leere.
"Äh... Ja, vielen Dank", piepste sie.
Nachdem Maudie gegangen war, ließ sie sich erstmal aufs Bett plumpsen. Es war so weich, dass sie hätte am liebsten sofort einschlafen mögen...
Aber nein, daran gewöhnte sie sich am besten erst gar nicht. Das Leben als Abenteurerin war hart...
Abenteurerin...

Riikily grinste breit vor sich hin, schnappte sich ein Kissen und lachte in die Daunen hinein, so fröhlich war sie. Es war endlich so weit! Endlich kam sie raus aus Andunie! Sie war so gespannt, wen sie wohl treffen würde, was sie sehen würde, was erleben...

... und letztendlich war sie doch noch eingedöst und schlummerte, nur mit abgestreiften Schuhen, in dem Bett vor sich hin.
Das seltsame Buch, das sie heute morgen erst von dem dubiosen Händler erstanden hatte und das noch in ihrer Tasche lag, hatte sie längst wieder vergessen.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 10. Juli 2008, 15:21

Riikily war offensichtlich mehr als nur überrascht und auch vollkommen hingerissen von dem üppig ausgestatteten Zimmer. Dabei legte Maureen den meisten Wert auf den Komfort und auf das „sich zuhause fühlen Gefühl“. Was brachten ihr Gäste, wenn diese sich nicht wohl fühlten. Außerdem nahm sie ihre Aufgabe als Gastgeberin sehr ernst.
Auf jeden fall fühlte Riikily sich hier pudelwohl und das war in dem Moment die Hauptsache.
Maudie verließ das Zimmer mit einem zufriedenen Lächeln und begab sich nach unten in ihre Arbeitszimmer. Sie hatte sich für heute noch eine Menge vorgenommen, was erledigt werden muste. Gedankenverloren stieg sie die Treppen hinunter und versuchte all diese Aufgaben, die noch vor ihr lagen, zu ordnen. Dabei kam sie zu dem Entschluss, dass es besser wäre, als erstes Riikilys zukünftige Reisegefährten anzuschreiben. Zumindest von Zweien wusste sie, das diese beiden „Herren“ in der Stadt waren und Maureen musste laut auflachen, bei Gedanken an die Beiden. Wie oft hatten die Beiden sie schon zum Lachen gebracht. Manches Mal sogar unfreiwillig … auf jeden Fall könnte Norin Riikily noch eine Menge beibringen, wenn die junge Elfe denn lernwillig wäre. Aber das bezweifelte Maudie nicht im Geringsten.
Unten angekommen bat sie eine ihre Dienstmädchen um die Zubereitung der nächsten Mahlzeit und darum, die Zeit im Auge zu behalten. Maureen hatte immer so die spezielle Angewohnheit, die Zeit zu vergessen, wenn sie sich in „Arbeit“ vertiefte, ganz besonders dann, wenn sie ihr Spaß machte. In ihrem Arbeitszimmer, setzte sie sich an ihren Sekretär und kramte ein paar Pergamente, Siegelwachs und ihr Siegel heraus. Bei einigen „Herren“ war das nicht von Nöten, das wusste sie, bei anderen wiederum … nun ja, die bestanden darauf. Maudie setzte die nötigen Schriftstücke auf, versiegelte diese und schickte diese per Boten zu den jeweiligen Personen.
Maudie freute sich schon darauf, ihre Freunde wieder zu sehen…
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen wie eine ihrer Mädchen ihr Bescheid gab, dass das Essen zum Auftragen fertig sei. Maudie verstaute alles wieder an seinem Platz und macht sich wieder auf nach oben in den ersten Stock um Riikily für das Abendessen zu gewinnen. An der Tür klopfend, wartete sie auf eine Antwort von Riikily.
Zuletzt geändert von Erzähler am Donnerstag 10. Juli 2008, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Sonntag 13. Juli 2008, 02:24

Glücklicherweise war Riikily inzwischen wieder aufgewacht und noch immer voller Tatendrang. Sie tanzte beinahe zur Tür und riss sie schwungvoll auf.
"Guten Abend, Maudie!", knickste sie zur Begrüßung und lächelte sie an. Sie kam sich sehr damenhaft vor, zumindest im Moment. "Geht es denn schon los?"
Sie war wirklich schon aufgeregt und konnte es kaum erwarten. Bei Maudies kurz verwirrtem Gesicht lachte sie hell.
"Nein, war nur ein Spaß. Was gibt´s denn?", fragte sie nun ernsthafter. In der Zwischenzeit hatte sie ihre Haare zu einem ordentlich geflochtenem Zopf frisiert und auch ihre vom Weinen verquollenen Augen waren nun wieder groß und strahlend. Im Moment fand sie sich sogar selbst hübsch.
Zuletzt geändert von Riikily am Sonntag 13. Juli 2008, 02:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 15. Oktober 2008, 18:44

Maudie erschrak ein wenig, da sie nicht damit gerechnet hatte, dass die kleine Elfe so gut gelaunt die Tür aufreißen würde. Aber es freute sie, dass Riikily sich offensichtlich damit abgefunden hatte, ihre Familie hinter sich zu lassen, um unbeschwert nach vorne blicken zu können. Eines wusste sie nämlich genau, wenn man auf Abenteuer nicht mit klarem Kopf dabei war, so konnte das tödlich enden. Das war das Erste, was Maudie damals schmerzlich miterleben musste, wenn auch die betroffene Person damals den Kopf mit anderen „Problemen“ voll hatte … voll von selbst gemachten Problemen Maudie schüttelte leicht mit dem Kopf, wie sie daran zurückdachte. … lange war es her.

„Ich wollte dich zum Abendessen herunter holen … ich dachte mir, es wäre an der Zeit. Ich weiß, der Abend ist schon voran geschritten, aber so geht es mir öfters, dass ich dich Zeit aus den Augen verliere, weil ich am Arbeiten bin … aber es ist noch nicht so spät“, schloss sie mit den Schultern zuckend.
Maudie sah an Riikily herunter.
„Ich nehme an, dass wir sofort hinunter gehen können…“, grinsend wandte sie sich ab und schritt den Flur entlang, ehe sie weiter sprach.
„Während des Essens musst du ein wenig meine Neugierde befriedigen. … Ich würde gerne von dir wissen, was du dir von einem Abenteuer versprichst, was du erwartest, was du sehen möchtest und so weiter. Dann schauen wir, was noch alles getan werden muss, bevor es für dich losgeht. Bis deine Weggefährten hier sind, wird noch ein wenig Zeit verstreichen.“

Maureen wusste, das diese Fragen jeden angehenden Abenteurer etwas unverhofft trafen, aber sie waren notwendig, da sie nicht vorhatte, die junge Elfe in ihr Verderben rennen zu lassen. Denn so „romantisch“ wie sich die jungen Leute eine Abenteuer vorstellen, ist es ganz und gar nicht … spannend, keine Frage, aber die Erzählungen so mancher Veteranen schlossen eher auf ein verklärtes Bild der Wirklichkeit. Sie hatte aber keineswegs vor, Riikilys´ Euphorie komplett zu bremsen, immerhin wusste sie noch sehr gut, wie sie damals zu dem Ganzen stand.
Unten angekommen führte Maudie sie zu einer doppelflügigen Tür, die den Schluss auf ein großes Esszimmer zuließ. Auch das Esszimmer war wie die anderen Räume dieses Anwesens gemütlich und kostbar eingerichtet. In der Mitte des Raumes stand ein großer ovaler Tisch, der mindestens Platz für 12 Personen bot, jedoch gerade nur für zwei gedeckt war. Dieser Tisch war wunderschön gedeckt und mit Blumen dekoriert und auf ihm standen viele Köstlichkeiten, viel Gemüse, ein wenig Obst, Wildsalat, Wildkartoffeln und ein wenig zartes Fleisch. Auf der anderen Seite des Tisches, gegenüber der Tür, war ein Kamin in die Wand eingelassen. Ansonsten war auch dieser Raum Licht durchflutet und überall wuchsen und rankten sich Pflanzen. Zwischen den Fenstern waren jeweils ein paar Ölgemälde angebracht.

„Bitte setz dich“, wies sie Riikily an und zeigt auf einen Stuhl. Maureen selber nahm natürlich ihr gegenüber auf der anderen Seite platz.
„Bitte, bedien dich und schau nicht so ehrfürchtig drein, die Speisen beißen nicht“, lachte Maudie sie an. Maudie selber griff zu ein paar Wildkartoffeln, Gemüse und Salat, ehe sie sich wieder an Riikily wandte.

„ … und nun, erzähl mir davon, worum ich dich gebeten hatte.“

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Donnerstag 6. November 2008, 00:09

Riikily tränten fast die Augen und sie fragte sich warum, bis ihr der Gedanke kam:
Das war das erste Mal, seit... sie sich erinnerte, dass sie etwas essen würde, das sie nicht vorher für sich und ihre Brüder gekocht hatte.
Ehrfürchtig ließ sie sich auf dem Stuhl nieder.

"Was ich erwarte?" Riikily überlegte.
Und überlegte.
Bis sie zu dem Schluss kam, dass es vielleicht keine allzu Gute idee war, Maudie von ihrer Vision von einem Ritter auf einem weißen Pferd zu erzählen - davon abgesehen, dass die Vorstelllung vollkommen veraltet war.
"Hm... ich weiß nicht, was ich erwarte. Jedenfalls, dass es anders sein wird, als das, was ich bisher kannte...
Wenn ich einschätzen könnte, was kommt, dann müsste ich gar nicht erst reisen. Auf jeden Fall bin ich so aufgeregt, wie die Welt außerhalb Andunies ist. Vielleicht werde ich anderen Abenteurern begegnen oder Magiern.
Ich habe noch nie einen Magier gesehen, oder Dunkelelfen..."
Als hätte man aus Riikily einen Korken gezogen, sprudelte sie los, vergaß dabei vollkommen zu essen und erzählte Maudie, wie sie sich schon immer darauf gefreut hatte, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, etwas von der Welt zu sehen, schönes und schreckliches, absonderliches und bezauberndes...

Und mit jede Wort schien das Leben mehr in sie zurückzukehren.

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Dienstag 25. November 2008, 01:58

Maureen konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, wie sie sah, dass Riikily mit großen Augen am Tisch Platz nahm. Der Tisch war ja mit allerlei leckeren Dingen gefüllt, welche das Herz der Elfen höher schlagen ließen, aber außergewöhnlich war das Essen nun auch nicht, wenn auch die Anzahl der Speisen üppig war. Aber so hatte Maudie es gerne, die Qual der Wahl in allem was sie tat. Sie selber nahm sich etwas von dem tollen Wildsalat, dazu Sonneblumenkerne, Gemüse und etwas mageres Fleisch. Riikily hingegenstarrte immer noch auf den Tisch.

„Nun nimm schon … von Hinschauen alleine wirst du auch nicht satt … und es gibt sogar noch Nachtisch,“ gab sie verschmitzt zu bedenken.

Während sie Riikily bat, ihre Fragen einfach frei heraus zu beantworten, betraten zwei junge weibliche Elfen mit Getränken das Esszimmer und stellten Krüge mit Minzwasser und frisch gepressten Obstsäften auf den Tisch, verschwanden danach aber wieder.
Maureen hörte der jungen Elfe gegenüber interessiert zu.

„Nun meine Liebe, zwischen Einschätzen und Erwarten gibt es doch einen Unterschied. Denn das liegt ja auf der Hand, dass keiner mehr losziehen würde, wenn er alles im Voraus wissen würde.
Maudie stellte natürlich gezielt fragen, alleine schon, um Riikily die Befangenheit zu nehmen.

<i>… Auf jeden Fall bin ich so aufgeregt, wie die Welt außerhalb Andunies ist. Vielleicht werde ich anderen Abenteurern begegnen oder Magiern …,</i> erzählte sie gerade begeistert.

„Du hast noch nie einen Magier gesehen?,“ verdutzt sah Maudie sie an, „selbst hier in Andunie laufen doch einige Magier herum … oder hast du während deiner alltäglichen Besorgungen nie die Augen offen gehalten? … Aber das sind ja schon mal ein paar Ansätze. … und Dunkelelfen willst du sehen? Warum gerade Dunkelelfen? … Du weißt doch hoffentlich, dass Dunkelelfen nicht viel von anderen Elfenarten halten?,“ mit leicht besorgtem Blick sah sie wieder zu Riikily, deren Augen glänzten.
Maureen war aber erfreut darüber, dass Riikily ihre Schüchternheit nun abgelegt hatte und frei heraus erzählte und sie ließ sie auch, hörte ihr aber weiterhin aufmerksam zu.
Ab und zu legte sie der Elfe noch ein wenig Essen nach, weil sie daran gar nicht mehr dachte vom ganzen Erzählen. Auf jeden Fall schmeckte es ihr, denn sie aß ordentlich. Maureen vermochte sich nicht auszumalen, womit die junge Elfe bei sich „zuhause“ tagtäglich abgespeist wurde. Aber das hatte erst einmal sein Ende und nach dem Abenteuer, so hoffte Maudie, sollte sich das Ganze auch geklärt haben und Riikily sollte genügend Selbstbewusstsein haben, sich durchzusetzen

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Mittwoch 7. Januar 2009, 23:26

"Naja", meinte Riikily schüchtern, nachdem sie sich doch dazu durchgerungen hatte, sich etwas von der Suppe zu schöpfen, wobei sie im Hinterkopf immer und immer wieder alle Tischmanieren durchging, die sie je gelernt hatte um ja gegen keine zu verstoßen. "Gerade WEIL die Dunkelelfen wenig mit den anderen Elfen gemein haben, sollte man doch versuchen sie zu verstehen und... ja, sich auch versuchen, sich mit ihnen zu unterhalten. Wir haben immerhin ein gemeinsames Erbe." Ihre eigenen Worte klangen in ihren Ohren ziemlich naiv, weshalb sie schnell das Thema wechselte.
"Und was die Magier betrifft: Ich bin bisher kaum aus dem Haus gekommen und die Magier, die man in Andunie trifft, nunja", sie zuckte mit den Schultern. "Jahrmarktszauberer und Gaukler... für mich haben sie mit den Magiern aus den alten Erzählungen wenig gemeinsam." Sie deutete ein wenig an, wie sie die Augen verdrehte: "Ein klein wenig Feuerzauber beherrsche ich auch, aber das ist kaum der Rede wert. Ich benutze es höchstens um im Winter Feuer zu machen oder um zu flambieren, oder... ja, für solche Sachen eben."
Sie legte eine Sprechpause ein, einerseits um Maureen eine Gelegenheit zu geben, selbst etwas zu sehen, andererseits, um die Suppe zu genießen, die wirklich sehr frisch und lecker schmeckte.

Mit leicht besorgtem Blick lugte Riikily über den Tisch und fragte sich insgeheim, wer denn all das Essen vernichten sollte, immerhin war nur für zwei Personen gedeckt...

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Montag 4. Mai 2009, 16:01

Maureen hörte Riikily aufmerksam zu, denn immerhin wollte die Dame doch wissen, was sich im Bezug auf das Thema Abenteuer, so alles in ihrem hübschen Köpfchen tat. Man merkte wirklich, dass diese junge Elfe bisher nicht großartig aus dem Haus gekommen war, aber das sollte sich ja bald ändern.
Die beiden genossen ihr Mahl, während sich der Abend immer mehr durch ein wirklich schönes farbiges Schauspiel am Himmel bemerkbar macht. Der Wind frischte zwar etwas auf, aber alles in allem war es heute ein sehr schöner und zweifelsohne aufregender Tag gewesen.
Die Minuten am Tisch verstrichen, bis eiligen Schrittes die Flügeltür zum Esszimmer geöffnet wurde. Herein kam jene Junge Dame, die auch das Essen serviert hatte. Sie wirkt leicht verstört und huscht zu Mauren hinüber, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern.
Maureen sieht sie nach ein paar Sätzen mit geweiteten Augen an und erhebt sich.

„Ich komme gleich wieder, iss du schon mal weiter …vergiß´ nicht den leckeren Nachtisch, der ist wirklich der Beste in dieser Stadt.“
Mit diesen Worten war Maudie dann auch schon durch die Tür verschwunden. Was auch immer Maudie gerade hatte, Riikily bleibt wohl nichts anderes übrig, als zu warten und wenn sie schon nicht den ganzen Tisch leer bekommen konnte, so konnte sie sich ja wirklich an dem Nachtisch versuchen.
Die Minuten zogen sich dahin und fühlten sich wie Stunden an, obwohl es deutlich noch nicht so spät war. Riikily saß also verträumt am Tisch und sah nach draußen, hinaus durch das geöffnete Fenster und sah der Sonne dabei zu, wie im langsam gänzlich verschwand. Da sie nicht wissen konnte, wie lange Maureen noch brauchen würde, so könnte sie entweder die zeit damit totschlagen, dass sie sich auf dem bequem aussehenden Diwan ausruhte, oder aber die zeit nutzte, um ein wenig zu lesen.
Bevor es ganz dunkel wurde, kam eben jene Bedienstete wieder herein, um die Kerzen im Zimmer anzuzünden und ein kleines Feuer zu entfachen. Ihr Blick fiel dabei auf Riikily.

„Verzeiht junge Dame, die Herrin Maureen wird bald wieder anwesend sein. Wichtige Dinge müssen besprochen werden, die keinen Aufschub dulden, geduldet euch bitte noch ein wenig.“
Mit diesen Worten rauschte die junge Bedienstet auch schon wieder aus dem Raum.
Was auch immer Riikily nun zu tun gedachte, es dauerte jedenfalls noch eien Weile, bis Maureen wieder ins Esszimmer hinein kam.

„Entschuldige meine Liebe, dass es solange gedauert hat, aber die Zeiten haben sich geändert. Schlimme Gerüchte waren in den letzten Wochen bereits im Umlauf und zumindest eines wird wohl diese Nacht leider wahr werden, mögen die Götter uns beistehen.“
Maudie legte eine pause im Sprechen ein und sah Die junge Elfe besorgt an.
„Du wirst nun schneller zu deinem Abenteuer kommen, als dir lieb ist. Ich hoffe, du hast ausreichend gespeist, aber du musst noch diese Nacht aufbrechen, andernfalls wird es zu spät sein, noch irgendwohin zu kommen. Stelle jetzt bitte keine Frage, begebe dich sofort zu deinem Zimmer und packe alles für dich nötige zusammen. Wir treffen uns in zwei der Stunden im Salon, dort werde ich dir alles Weitere erklären.“
Nach diesen Worten schritt sie auf die vollkommen sprachlose Elfe zu und führte sie an den Schultern aus dem Esszimmer, hinaus auf den Flur, zu den Treppen.
„Bitte eile dich und tu was ich dir sage, es ist wirklich wichtig, wir dürfen keine Zeit verlieren.“
Kaum hatte Maudie ihre dringenden Worte an Riikily verlauten lassen, da rauschte sie auch schon die Treppe hinab. Kaum noch etwas war von der Ruhe der „alten Dame“ zu bemerken … ob Maudie wirklich so alt war, wie sie sich gab? Was mochten ihre schweren Worte wohl für Riikilys Schicksal und ihre nächste Zukunft zu bedeuten haben?
Unschlüssig steht die junge Elfe im Treppenhaus…

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Riikily » Samstag 22. August 2009, 16:57

...bevor sie sich auf der Ferse umwandte und zurück in ihr Zimmer lief. Dort packte sie das zusammen, was sie ohnehin schon mit in dieses Haus gebracht hatte: Ihr Geld und das seltsame Buch, das sie auf dem Markt erstanden hatte, sowie ihre Haarbürste. Was sonst sollte sie brauchen können? Mehr hatte sie ohnehin nicht mitgebracht und sie würde ja kaum etwas aus Maureens Haus stehlen!
Die alte Dame hatte gesagt, sie solle besorgt sein, aber Riikily konnte nichts anderes, als aufgeregt sein. Sie würde endlich etwas erleben! Ihre Wangen glühten.

Es trappelte schnell, als sie die Treppen beinahe hinunter purzelte und vor Maureen versuchte sie ihr Grinsen zu unterdrücken. Nachdem sie durchgeatmet hatte, gab sie demütig von sich: "Ich...mh, ich bin fertig. Wir können los."

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Re: Anwesen von Maureen O´Keefe

Beitrag von Erzähler » Freitag 4. September 2009, 03:17

Maureen lächelte liebevoll Riikily an und bedachte sie mit einem mütterlichen Blick. Sie hoffte nur, dass diese junge Elfe ihre ungestüme Neugier bei all ihrer Abenteuerlust nicht verlieren würde.
Mit den heutigen Ereignissen waren harte Zeiten angebrochen, dessen war sich Maudie bewusst, aber sie musste Riikily so schnell wie möglich von hier fort bringen. An anderer Stelle, besser gesagt, in einer anderen Stadt konnte ihr besser geholfen werden, hier war es definitiv zu gefährlich geworden.
Wie Maudie auffiel, hatte das Mädchen nicht wirklich viel gepackt, aber sie hatte sich ja schon in ihrem ehemaligen Zimmer, bei ihren Brüdern dagegen entschlossen, viel mitzunehmen. Maudie bezweifelte so oder so, dass Riikily in ihre privaten Sachen viel hatte, was Abenteuertauglich war.

„Das ging ja schnell, … du bist wirklich nicht zu bremsen, wenn ein Abenteuer in Sicht ist.“
Mit diesen Worten ging Maudie ein paar Schritte weiter, dort hingen über einen Stuhl zwei schwere und dunkle Umhänge, wovon sie einen Riikily reichte.
„Hier, bitte … zieh ihn dir über, dass wird uns vor allzu vielen neugierigen Blicken schützen … und nun, lass uns eilen.“
Ohne weitere Worte zu verlieren, schritt Maureen zur Tür hinaus, in die Nacht hinein. Ohne genau zu wissen, was Maudie von ihr wollte oder was sie vor hatte tat sie wie geheißen und folgte ihr.
Es war mittlerweile sehr später Abend und der Mond war aufgegangen. Eine wunderschöne Mondsichel erhob sich über Andunie und tauchte die vermeintlich schlafende Stadt in ihr kühles, silbriges Licht. Hier in diesem Viertel war nicht sonderlich viel zu hören oder mit zu bekommen, vom dem, was da vor den Toren Andunies passierte. Maureen hoffte darauf, dass die Anwendung feindlicher Magie vor den Toren, ihre eigene überlagern würde … sie musste ihrem Informanten einfach vertrauen, er hatte sie noch nie enttäuscht.
Leise und fast schon ein wenig heimlich, führte Maudie Riikily mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze durch die schönen und ruhigen Straßen dieses Viertels. Die meisten wohl betuchten Bewohner schliefen bereits und die patroulierenden Statdwachen waren kaum ein Hindernis für sie, auch wenn diese wachen verstärkt wurden. Jedes mal, wenn sie die Absätze der Stiefel auf das Pflaster schlagen hörte, nutze Maureen den Schatten der Mauern um unerkannt zu bleiben. Mit einer erhobenen Handgeste, bedeutete sie Riikily, immer dicht hinter ihr im Schatten zu bleiben.
Wenn Riikily trotz der Spannung, die diese Situation mit sich brachte, ringsherum auf die Gärten und Häuser achtete, so war dies ein wirklich schönes Stadtviertel, in dem die junge Elfe selten war. Prunkvolle Herrenhäuser, halbe Burgen und schmuckvoll verzierte Villen gaben sich hier die Klinke in die Hand und versuchten sich ständig zu übertrumpfen … man konnte sagen, je reicher der Besitzer, desto prächtiger das „Haus“, aber ob es gefiel, … jedem das Seine. Die Gärten waren schöne, wundervolle Grünanlagen, voller duftender Blumen, deren Duft selbst des Nachts betörend und lieblich durch die Luft wehen. Das Licht des Mondes, welches durch die grünen Oasen flutet, wäscht fast jede Farbe davon und lässt die Pflanzen und Blumen wie silberne Kostbarkeiten glänzen.
Maudies Eile und einige seltsame, undefinierbare Geräusche, die der Wind mit sich trägt, lassen leider kein Verweilen vor den Gärten zu. Ihr Weg führte immer weiter Richtung Norden, an den Rand der Stadt, bis Maureen auf ein anscheinend verlassenes Haus zusteuert. Verlassen deswegen, weil die Haupttür und die Fenster sorgfältig mit Brettern verriegelt wurde. Die alte Dame bleibt vor diesem stehen und lauscht eine Weile in die Nacht hinein.
Wie auf ein ungehörtes Signal hin, nickt Maureen einmal und bedeutet Riikily, ihr hinter das Haus zu folgen. Der Weg, der links am haus vorbei führte, lief in einen verwilderten Garten aus, hier wohnte wohl schon seit ein paar Jahren niemand mehr.
Mitten auf der Rasenfläche, wenn diese denn noch als solche erkennbar war, denn die Gräser waren kniehoch, blieb Maureen stehen und suchte etwas in ihrer Umhängetasche. Nach einigen Sekunden hatte sie es wohl gefunden, es war etwas kleines, was in ihre Hand passte und im Mondlicht silbern aufblitze und wohl eine kleine Flöte war. Jedenfalls spielte sie damit einen hellen, leisen Ton und dann wartete sie erneute und lauscht wieder in die Nacht hinein.
Wieder einmal wurde Riikilys Neugierde auf die Probe gestellt, denn Maudie machte immer noch keine Anstalten, ihr auch nur die kleinste Sache zu erklären, sie redete auch nicht, sondern wartete einfach nur ab und so verstrichen die Sekunden wieder wie Minuten …
Es dauerte theoretisch nicht lange, bis eine vollkommen vermummte Gestalt aus dem hinteren Teil des Gartens auf das wartende Duo zukommt. In ungefähr drei Metern Entfernung bleibt diese Gestalt stehen und erwidert ebenfalls diesen leisen, hellen Ton und bedeutet den beiden Frauen dann, mit einer Handbewegung, ihr zu folgen.

„Komm, es ist alles in Ordnung … ihn wollten wir treffen“, wisperte Maudie zu Riikily und nahm die junge Elfe dann an die Hand.
Nach circa weiteren 20 Metern, kamen alle drei an eine Art Pavillon, der dort im Garten stand. Es war eigentlich nur noch am spitz zu laufenden Dach zu erkennen, alles andere war bereits mit Efeue, wildem wein anderen Kletterpflanzen zu gewuchert, lediglich ein kleiner Durchgang an der rechten Seite führte ins Innere.
Im Inneren ist es ziemlich düster und man kann nur hier und dort etwas sehen…

„Erschrick jetzt nicht Liebes …“, auch wenn Riikily die Bedeutung der Worte nicht sofort klar war, waren sie es spätestens, als auf Maureens Höhe etwas zu leuchten begann. Die Dame hielt einen ungefähr Hühnerei großen Stein in ihrer linken Hand, der leuchtete und ein kühles, hellblaues Licht von sich gab, was vielleicht einen Durchmesser von zwei Metern hatte, dabei aber nicht die Wände des Pavillons beschien.

„Darf ich dir meinen Freund vorstellen, Riikily,“ mit diesen Worten wandte sich Maureen ohne große Umschweife an die verhüllte Gestalt.
Riikily konnte eine circa fünf Fuß große Gestalt sehen, die einen schweren, dunklen Lederumhang trug, darauf deutete der Geruch hin, der sich nun bemerkbar machte. Die Kapuze hatte die Gestalt tief ins Gesicht gezogen, lediglich dunkle Stiefel waren noch zu erkennen.
Nachdem sich Maureen an die gestalt gewandt hatte, zog diese sich die Kapuze vom Kopf. Darunter kam ein menschliches, männliches und vom Wetter gezeichnetes Gesicht zum Vorschein. Recht freundliche, dunkle Augen, die von wilden, welligen dunklen Haaren gerahmt waren, blickten die beiden Damen an, bis behandschuhte Hände eine Art Schal vor der unteren Gesichtshälfte entfernten. Nun konnte sie erkennen, dass es ein recht markantes Gesicht mit einem Dreitagebart war.

„Sey mir gegrüßt Maureen … wie ich sehe, geht es dir und deiner Begleiterin gut. Habt ihr es ohne Probleme hier her geschafft?“, sprach eine wohlklingende Baritonstimme.
„Verzeiht, mein Name ist Aranarth Schwarzklinge.“

„Dies ist Riikily, wie du unschwer erkennen kannst, eine junge Elfe. Sie ist die junge Dame, der es nach Abenteuern gelüstet und dank der heutigen Ereignisse, kommt sie früher in diesen Genuss, als mir lieb ist, aber besser sie geht mit dir, als in dieser Stadt einem ungewissen Schicksal entgegen zu sehen.“ Mit diesen, doch leicht geheimnisvollen Worten, nahm Maureen die Führung des Gespräches an sich.
Von Aranarth kam nur ein Nicken auf ihre Erklärung hin, es schien wohl so, als wüsste er bereits bescheid. Vielleicht war dies, eines der Dinge, die Maureen vorhin erledigen musste?!
Endlich wandte sich Maureen Riikily zu und sie hatte diesen speziellen Blick drauf, wenn sie vorhatte, etwas zu erklären, was wichtig war.

„Hör mir nun gut zu, ich habe leider keine Zeit, dir alles zweimal zu erklären, es ist nach wie vor wichtig, dass du heute Nacht noch die Stadt verlässt. Aranarth wird ab heute dein Weggefährte sein, du kannst ihm vertrauen. Er ist ein Waldläufer und kennt sich in den meisten Teilen von Celcia aus, er ist schon weit herum gekommen.“
Mit einem prüfenden Blick auf Riikily machte sie eine kurze Pause und fuhr dann weiter fort.

„Ich werde euch gleich ein Portal öffnen, welches euch von hier fort bringt. An eurem ersten Ziel, werdet ihr auf weitere Weggefährten treffen, die euch begleiten werden, jeder ist in seinem Handwerk bestens ausgebildet. … Hast du noch weitere Fragen?“

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