Das Anwesen der Familie Melwasúl

Die Gebäude hier zeigen deutlich den Stand eines Bürgers in Morgeria. Niedere leben in heruntergekommen Barracken, Krieger & Söldner in bunkerartigen Unterkünften oder Zelten. Mächtige Familien leben in finsteren Anwesen, die kleinen Schlössern gleichen.
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Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Dienstag 10. Februar 2015, 10:20

Turnil kommt von: Für eine Hand voll Lysanthemer

„Das du dich auch mal wieder sehen lässt ...“
Silmarwen Melwasúl, Turnils Mutter war eine attraktive Dunkelelfin. Ihre Haut sowie ihr Haar waren so schwarz wie das Fell eines Pumas und ihre dunkelblauen Augen, die einen anstarrten, wirkten wie der Blick eines gefräßigen Raubtieres. Silmarwen hatte wollüstige Lippen die einen fast zwangen sie zu küssen. Ihr Gesicht hatte eher strenge Gesichtszüge, doch auch dies gab ihr etwas geheimnisvolles. Sie war eine recht kleine Frau mit einer Körpergröße von 1,60 Meter. Doch dafür hatte ihr Körperbau an alle stellen die richtigen Proportionen, die sie gerade in einen Hauch von Nichts hüllte, da ihr Sohn sie gerade von einem ihrer Liebhaber herunter geholt hatte. Sie stieß mit einer lässigen Handbewegung eine unbekleidete Dienerin zu ihm ins Bett und wandte sich ihrem Nachwuchs zu.
„Lass uns nach nebenan gehen.“
Mit wiegenden Hüften kam sie näher, küsste Turnil mit ihren vollen nach Wollust duftenden Lippen auf den Mund und nahm seine Hand. Sie zog ihn in einen kleineren Salon und drapierte sich elegant und verführerisch wie immer auf einer Chaiselongue, die mit rotem Samt bezogen war.
„Was führt die Frucht meiner Lenden in sein Heim zurück? Wenn du Nariel suchst, sie ist nicht da.“
Silmarwen kannte die Vorlieben ihrer Kinder sehr gut und auch Turnils Zuneigung zu seiner Schwester war ihr nicht unbekannt.
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Mittwoch 4. März 2015, 14:19

Turnil hätte sich am liebsten um seinen Verfolger gekümmert, aber manchmal gab es Wichtigeres zu tun als Amateure zu töten. Schließlich hatte dieser bei der ersten Veränderung von Turnils Richtung das Weite gesucht.
Bis zum nächsten mal!

Als er das herrschaftliche Anwesen seiner Familie erreichte, ging er ohne Umwege in den Turm seiner Mutter. Dem Wachpersonal und Bediensteten musste er nicht sagen, wo er hin wollte. Er hatte seinen Ruf im Haus und jeder versuchte so gut es ging nicht in Ungnade bei ihm zu fallen. Seine Geschwister hatten es da nicht so einfach eine Audienz bei ihrer Mutter zu bekommen, wie der Älteste der es sich sogar erlauben durfte sie bei ihrer Lieblingsbeschäftigung zu stören. Ehrlich gesagt hatte er dieses Privileg auch nicht bekommen er hatte es sich einfach genommen da er und auch seine Mutter wusste, wie wichtig er für die Familie war. Schließlich war er die rechte Hand, die sich um das operative kümmerte.

Nachdem er die Lustgrotte seiner Mutter erreicht hatte, räusperte er sich im Türrahmen damit seine Mutter den ausritt auf ihren Zuchthengst beendete. Sie kam der Aufforderung auch gleich nach und Turnil ließ es sich nicht nehmen den Körper seiner eigenen Mutter genauestens unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn er sie schon tausendmal nackt gesehen hatte gefiel ihm, was er sah.
Silmarwen stieß als Ersatz für sie eine Dienerin in das Bett des Mannes, auch wenn die Frau in Turnils Augen kein Ersatz für seine Mutter war, legte der Kerl gleich wieder los.
Es heißt ja so schön dumm fickt gut! Dachte sich der Elf.
„Das du dich auch mal wieder sehen lässt ...“
„Lass uns nach nebenan gehen.“

Mit wiegenden Hüften kam sie näher, küsste Turnil mit ihren vollen nach Wollust duftenden Lippen auf den Mund und nahm seine Hand. Sie zog ihn in einen kleineren Salon und drapierte sich elegant und verführerisch wie immer auf einer Chaiselongue, die mit rotem Samt bezogen war.
„Was führt die Frucht meiner Lenden in sein Heim zurück? Wenn du Nariel suchst, sie ist nicht da.“
Turnil lachte kurz finster. „Sie brauche ich nicht ... noch nicht!“ Er grinste, kurz bevor sein Gesicht wieder Ernster wurde.
„Es soll einen Ball der Herrschaftsliger geben wo es um die neue Machtverteilung Morgerias geht! Anscheinend wollen sie unseren „geliebten Herrscher“ stürzen!“
Der Elf beobachtete seine Mutter genau, wie sie auf diese Information reagierte.
„Balduin Elendil könnte unsere Eintrittskarte dafür sein. Es sei denn, du hast schon eine Einladung?“

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 5. März 2015, 17:20

Kasans Schmiede

Nach vielen Stunden des Falten und Schlagens von Metall, hatte Kasan endlich Ruhe gefunden und sich zum Schlafen hingelegt. Die Schmiede hatte er abgesperrt und auch den geheimen Gang in Morgerias Unterwelt wieder mit einem Fass voller Zitteraale beschwert. Die letzten Besucher hatten seine Gedanken ungewöhnlich heftig aufgewühlt. Die junge Frau war wieder verschwunden, genauso wie sein langjähriger Geschäftspartner. All diese Geheimnisse die die beiden umwoben, waren ihm zu viel und in der Stille seines Zimmers, dem leisen Prasseln der Esche und in seiner Arbeit fand er Frieden. Doch als er jetzt mitten in der Nacht erwachte, rann ihm der kalte Schweiß über die Haut. Die albtraumhaften Bilder, die ihn heimgesucht hatten, standen noch deutliche vor seinem inneren Auge. Er hatte es gesehen! Da war eine Fuchsmünze auf einem Stein naher einer Feuerstelle gewesen. Grobe Hände setzten das perfekt geformte Blatt eines Wurfmessers an und schlugen dann mit einem Stein auf den Messergriff. Die Klinge schrie und vibrierte unter der brutalen Wucht. Das tat sie mehrmals und die Kupferscheibe wurde von dem härteren Stahl in eine Halbmondform gerissen. Ein rudimentärer Angelhaken war das Ergebnis. Dann wiederholte sich der Vorgang, bis ein zweiter Haken so entstanden war und Kasan musste hilflos mit ansehen, wie die wunderbare Klinge Scharte um Scharte bekam, stumpf und hässlich wurde. Was einst voll Anmut und tödlicher Eleganz gewesen war, war jetzt nur noch zum Brote schmieren zu gebrauchen. Zitternd saß er auf der Bettkante und vergrub sein Gesicht in seinen schwieligen Händen. Wie konnte jemand nur so grausam sein!?! Welcher Gott zürnte ihm, dass er ihm solche Albträume schickte? Hatte er Manthala zu lange mehr kein Opfer dar gebracht? An Schlaf war nun ohnehin nicht mehr zu denken, also stand er auf und machte sich auf einen Spaziergang durch das nächtliche Morgeria hinaus aus der Stadt. Sein Ziel war Manthalas Tempel. Der Morgen war nicht mehr weit und wenn er der Göttin ihren Anteil geopfert hätte, dann würden seine Hände wieder Ruhe im Formen von heißen Metall finden.

Im Turm der Melwasúls

Der Besuch des Erstgeborenen in diesen Mauern, war in letzter Zeit zu einer Seltenheit geworden, aber egal wie lange Turnil sich auch rar machte, die Reaktionen der Bediensteten blieben immer die gleichen. Man erkannte ihn sofort und überall wo er lang kam, kratz buckelten die Diener. Nur einer hatte im Hof gestanden und etwas irritiert dann etwas zeitverzögert sein Haupt gebeugt. Es war ein neues Gesicht, dass er nicht kannte. Ein neuer, muskulöser Stallbursche der mit einer Forke große Fleischstücken in die Käfige der Wargs geschaufelt hatte. Die höheren Diener würden ihn sicher sehr bald, sehr hart für sein unpassendes Benehmen bestrafen, doch das sollte nicht Turnils Sorge sein. Er machte sich auf direktem Weg zu Silmarwen und genoss still die spannungsgeladene „Fürsorge“ seiner Mutter.
„Was führt die Frucht meiner Lenden in sein Heim zurück? Wenn du Nariel suchst, sie ist nicht da.“
Turnil lachte kurz und finster.
„Sie brauche ich nicht ... noch nicht!“
Er grinste, kurz bevor sein Gesicht wieder ernster wurde und der Hals seiner Erzeugerin neigte sich leicht fragend zur Seite.
„Es soll einen Ball der Herrschaftsliga geben wo es um die neue Machtverteilung Morgerias geht! Anscheinend wollen sie unseren „geliebten Herrscher“ stürzen!“
Silmarwen schmunzelte.
„Balduin Elendil könnte unsere Eintrittskarte dafür sein. Es sei denn, du hast schon eine Einladung?“
Ihr Lächeln wurde breiter. Sie setzte sich auf und klopfte demonstrativ neben sich auf den Diwan, damit sich ihr Sohn neben sie setzte. Ihre schlanken Finger begannen sogleich er in Reichweite war, mit seinen Haaren zu spielen. Sie rückte ganz nah an ihn heran und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Mein lieber Sohn! Ich muss gestehen, du erfüllst mich immer wieder mit Stolz.“
Wenig mütterlich drückte sie ihn an ihre nackte Brust und fuhr dann lächelnd fort:
„Der Zeitpunkt deiner Anwesenheit hätte nicht besser gewählt sein können.“
Lasziv rekelte sie sich neben ihm und legte dabei äußerst aufreizend ein Bein über seinen Schoß. Dieses reizvolle Spiel zwischen den beiden ging nun schon solange Turnil sich erinnern konnte. Wann immer sie zusammen kamen brannte die Luft, aber niemals war es zum Äußersten gekommen, wenn gleich einige sehr leidenschaftliche „Grautöne“ dazwischen lagen.
„Ich habe auch schon von diesem Treffen gehört, allerdings nicht, dass es ein Ball sein soll. Ich hörte, dass einige der Faldorpriester mit der Führung unseres geliebten Landes unzufrieden sein sollten. Aber so wie es aussieht, hielt man uns jedoch nicht für wichtig genug um eine offizielle Einladung auszusprechen. Ich empfinde dies als echtes Versäumnis und wünschte mein Sohn ...“
Sie strich mit ihrer Wade gekonnt über seinen Schoß.
„ … mein Sohn würde den Vertretern der Stand beweisen, dass dieser Fehler nicht ungesühnt bleibt.“
Die Rachsucht seiner Mutter schoss vielleicht wieder einmal über das Ziel hinaus, aber etwas beleidigend war es schon, dass man seine Familie nicht eingeladen hatte.
„Ich stelle mir ein Meer aus ihrem Blut vor, in dem wir beide baden und unseren Sieg feiern. Wäre das nicht herrlich?“
Turnils Gesichtszüge mussten ihr verraten haben, dass in ihm mehr vorging, als nur die nackte Blutlust.
„Was beschäftigt dich, mein geliebter Sohn?“
Weich strichen die Spitzen ihrer Finger über seine Wange und fuhren dann mit den scharfen Nägeln den Hals hinab um seine Kleidung ein wenig zu lockern.
„Hast du noch anderes gehört? … Dieser Balduin ...“
Ihre Hand hatte eine Lücke in seiner Gewandung gefunden und liebkoste seine Haut.
„Was ist das für einer? Woher kennst du seinen Namen und vor allem … „
Honigsüßer Atem rann seinen Nacken entlang, als sie ihren Körper an seine Seite schmiegte, süß wie Bittermandel und Arsen.
„Wie kann er uns nützen?“
Er kannte ihre Art. Sie war ein eiskalter Engel der immer und überall nur seinen eigenen Vorteil suchte. Jetzt suchte sie gerade wieder die Glut seiner Zuneigung, wie als wollte sie sich seiner Treue vergewissern. Zusammen waren sie ein effektives und tödliches Gespann und so hatten sie sich Jahrzehnte lang in der Führungsposition der Familie gehalten ohne nervtötende Angriffe von der näheren Verwandtschaft fürchten zu müssen. Sein Bruder war für Turnil keine Gefahr, aber seine Schwester, die Alchimistin, begann langsam am Thron der Mutter zu sägen. Auch wenn es ihr noch bei weitem an Erfahrung mangelte, so hatte sie ähnlich hohe Ambitionen und kam ganz nach ihrer Mutter. Nur von seiner kleinsten Schwester wusste er so gut wie gar nichts und hatte sie auch lange nicht mehr gesehen. War sie wichtig? Sicher nicht.
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Freitag 10. April 2015, 07:43

Der Mörder kam der Aufforderung seiner Mutter sich zu setzen sofort nach, und nahm neben ihr platz. Die meisten würden einen gewissen Abstand pflegen wenn man sich zu Jemanden setzte aber nicht dieser Sohn. Er setzte sich so nah an sei heran, wie es nur Liebende taten.
„Mein lieber Sohn! Ich muss gestehen, du erfüllst mich immer wieder mit Stolz.“
Der Kontakt mit ihrer nackten Brust weckte in den Elfen ein Verlangen was er nur schwer kontrollieren konnte. Als er sich wieder in eine sitzende Position begab, spürte er noch die Wärme ihre Brust und den leichten druck ihrer Brustwarze an der Wange.
„Der Zeitpunkt deiner Anwesenheit hätte nicht besser gewählt sein können.“
Turnil legte umgehend seine Hand auf ihr Bein, als sie dieses über seinen Schoß legte. Er streichelte langsam ihren Oberschenkel und wanderte mit seiner Hand weiter nach oben. Bis er fast ihren Schritt erreichte, dann ließ er seine Hand wieder zurückgleiten und begann von vorne.
„Ich habe auch schon von diesem Treffen gehört, allerdings nicht, dass es ein Ball sein soll. Ich hörte, dass einige der Faldorpriester mit der Führung unseres geliebten Landes unzufrieden sein sollten. Aber so wie es aussieht, hielt man uns jedoch nicht für wichtig genug um eine offizielle Einladung auszusprechen. Ich empfinde dies als echtes Versäumnis und wünschte mein Sohn ...“
Sie strich mit ihrer Wade gekonnt über seinen Schoß.
„ … mein Sohn würde den Vertretern der Stand beweisen, dass dieser Fehler nicht ungesühnt bleibt.“
Er hört auf ihre Bein zu liebkosen und blickte ihre tief in die Augen.
„Ich stelle mir ein Meer aus ihrem Blut vor, in dem wir beide baden und unseren Sieg feiern. Wäre das nicht herrlich?“
Auch wenn ich den Geruch von Blut liebe und wie es langsam aus der Vene sickert, die Informationen sind noch zu Waage!
„Was beschäftigt dich, mein geliebter Sohn?“
Weich strichen die Spitzen ihrer Finger über seine Wange und fuhren dann mit den scharfen Nägeln den Hals hinab um seine Kleidung ein wenig zu lockern.
„Ich weiß noch zu wenig über dieses ganze Konstrukt, welche Familien involviert sind, welche nicht, wie sie genau der Herrscher zu strecke bringen wollen und was noch wichtiger ist, wer der neue Herrscher werden soll!“
Turnil neigte den Hals ein wenig beiseite, damit sie ihn besser mit den Fingernägeln malträtieren konnte.
„Hast du noch anderes gehört? … Dieser Balduin ...“
Ihre Hand hatte eine Lücke in seiner Gewandung gefunden und liebkoste seine Haut.
„Was ist das für einer? Woher kennst du seinen Namen und vor allem … „
Honigsüßer Atem rann seinen Nacken entlang, als sie ihren Körper an seine Seite schmiegte, süß wie Bittermandel und Arsen.
„Wie kann er uns nützen?“
„Er ist der Mundschenk des noch regierenden Herrschers. Ein Halbelf, der wohl jedes Gift im Weine riechen kann. Ich vermute, dass deine Tochter ihn eventuell kennt. Schließlich ist er ja so was wie ihr Gegenpart.“
Die Hand des Elfen fuhr wieder den Oberschenkel seiner Mutter hoch.
„Vielleicht kann ich über ihn zu diesem Ball gelangen und eventuell alle dort Anwesenden töten oder ....“
Seine Hand befand sich mittlerweile an einer sehr warmen Stelle am Körper seiner Mutter.
„...unserem Haus einen besseren Ruf unter den Anwesenden verschaffen!“

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Freitag 10. April 2015, 22:06

(Hintergrundmusik)

„Ich weiß noch zu wenig über dieses ganze Konstrukt, welche Familien involviert sind, welche nicht, wie sie genau der Herrscher zu strecke bringen wollen und was noch wichtiger ist, wer der neue Herrscher werden soll!“
Turnil neigte den Hals ein wenig beiseite, damit sie ihn besser mit den Fingernägeln malträtieren konnte, was Silmarwen sogleich auch als innigliche Einladung annahm.
„Hast du noch anderes gehört? … Dieser Balduin ...“
Ihre Hand hatte eine Lücke in seiner Gewandung gefunden und liebkoste seine Haut.
„Was ist das für einer? Woher kennst du seinen Namen und vor allem … „
Honigsüßer Atem rann seinen Nacken entlang, als sie ihren Körper an seine Seite schmiegte, süß wie Bittermandel und Arsen.
„Wie kann er uns nützen?“
„Er ist der Mundschenk des noch regierenden Herrschers. Ein Halbelf, der wohl jedes Gift im Weine riechen kann. Ich vermute, dass deine Tochter ihn eventuell kennt. Schließlich ist er ja so was wie ihr Gegenpart.“

Die Hand des Elfen fuhr wieder den Oberschenkel seiner Mutter hoch.
„Vielleicht kann ich über ihn zu diesem Ball gelangen und eventuell alle dort Anwesenden töten oder ....“
Seine Hand befand sich mittlerweile an einer sehr warmen Stelle am Körper seiner Mutter.
„...unserem Haus einen besseren Ruf unter den Anwesenden verschaffen!“
Silmarwen legte ihre Hand auf seine und drückte leicht auf die Rückseite seines Mittelfingers. Ihre Wärme umschloss sie für einen süßen Augenblick gemeinsam. Ein einziges mal sog sie die Luft scharf ein, ohne ihren Blick von ihm zu lösen. Reine Lust pulsierte spürbar durch ihre Venen, dann führte sie seine Hand über ihren Körper hinauf zu ihren Lippen. Seine Mutter liebte dieses Spiel, sie liebte sich selbst und sie liebte sich durch ihn. Ihr schwerer Duft war jetzt ganz nah. Dann führte sie seine Hand zurück zu weichen Hügeln. Sie hauchte:
„Welche Familien involviert sind und wie sie genau der Herrscher zu Strecke bringen wollen, wird wohl Thema einer solchen Zusammenkunft sein, könnte ich mir denken. Besonders die Frage, wer zukünftig den Thron besteigen soll, ...“
Ihre Handbewegungen wanderten von ihrem Körper zu seinem, in seinen Schoß, wohl um sich seiner „Aufmerksamkeit“ zu vergewissern. Seine Lederhose spannte ohnehin schon und Mutter lächelte verzückt.
„... dürfte einiges an Potenz-zial für neue Intrigen, blutigen Zwist und wechselnde Mächte wachsen lassen.“
Lächelnd erhob sie sich und setzte sich rittlings auf seinen Schoß um vom Tisch ein paar Trauben zu pflücken. Ihr langes Haar fiel offen über ihren bloßen, verlängerten Rücken. Sie drehte sich leicht und schob sich eine Traube zwischen die Zähne. Dann lehnte sie sich lasziv gegen seine Brust und legte ihren Kopf in den Nacken auf seine Schulter, so dass er die Traube übernehmen konnte, sofern er schnell genug war, denn immer war sie gierig. Etwas heiser hauchte sie:
„Mein geliebter Sohn … du warst schon viel zu lange nicht mehr hier. Spiele nicht mit meiner Sehnsucht, denn andere werden deinetwegen leiden müssen.“
Andere waren ihr schon immer egal gewesen. Jedes Wort triefte vor verspieltem Sarkasmus und unterdrückter Erregung, aber sie genoss es. Sie erhob sich schwer seufzend, setzte sich auf die Tischkante und schlug die Beine übereinander. Die übliche Begrüßung war damit beendet.
„So wie es sich anhört, haben die Mächtigen unserer geliebten Stadt Morgeria vor ungeladenen Gästen so wie wir es sind, eine Falle zu stellen. Ein Hinweis wird gewiss zum geheimen Treffen führen und der andere könnte uns ins Verderben stürzen. Beides ist gefährlich, aber der Lohn würde alles übertreffen, was wir bisher erreicht haben, mein Liebling! Stelle dir vor, selbst wenn das Treffen keinen neuen Herrscher hervor bringt, so könnten wir durch den Tod ihrer Schlangenköpfe weit in der Macht aufrücken. Familien ohne Oberhaupt, ohne Führung, ohne Halt brechen auseinander. Ihre Erben würden sich gegenseitig zerstören und unser Weg wäre geebnet. Du könntest in der Hierarchie Morgerias eine wichtige Position einnehmen, dich unersetzbar machen. Ich könnte wie immer die Fäden im Hintergrund spinnen und dir zur Seite stehen. Siehst du das gleiche Bild der Zukunft wie ich, mein Sohn? Du und deine Schwester, ihr müsstet nicht teilen, ihr könntet beide euren eigenen Weg gehen. Ich würde es mir wünschen.“
Sie lächelte voller Verzückung.
„Du solltest wählen, welchen Weg du gehen willst. Jenen der über die Stufen des Palastes führt, oder jenen der dem Fluss des Blutes hin zu Faldors Tempel fließt. Wähle du und ich werde deine Schwester den anderen gehen lassen. Wenn der Hochadel fällt werden wir aus seiner Asche aufsteigen. Chaos ist die Macht, die wir nutzen können! Deine Schwester und du, ihr seid euch so ähnlich und doch so verschieden, dass sich eure Wege nicht kreuzen werden. Wähle … So können wir auf beiden Seiten nur gewinnen und sollte Morgeria doch einen neuen Verwalter kriegen, so wüsste ich deine Klinge gerne in der Nähe seines Herzens.“
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Montag 20. April 2015, 08:53

Lächelnd erhob sie sich und setzte sich rittlings auf seinen Schoß um vom Tisch ein paar Trauben zu pflücken. Ihr langes Haar fiel offen über ihren bloßen, verlängerten Rücken. Sie drehte sich leicht und schob sich eine Traube zwischen die Zähne. Dann lehnte sie sich lasziv gegen seine Brust und legte ihren Kopf in den Nacken auf seine Schulter, so dass er die Traube übernehmen konnte, sofern er schnell genug war, denn immer war sie gierig. Etwas heiser hauchte sie:
„Mein geliebter Sohn … du warst schon viel zu lange nicht mehr hier. Spiele nicht mit meiner Sehnsucht, denn andere werden deinetwegen leiden müssen.“

Der Elf lächelte kurz, dieses Spiel was er und seine Mutter da trieben ging schon lange so und wird wahrscheinlich noch weitere Jahrzehnte so laufen. Turnil spielte mit ihr so, wie sie mit ihm spielte.

Sie erhob sich schwer seufzend, setzte sich auf die Tischkante und schlug die Beine übereinander. Die übliche Begrüßung war damit beendet.
„So wie es sich anhört, haben die Mächtigen unserer geliebten Stadt Morgeria vor ungeladenen Gästen so wie wir es sind, eine Falle zu stellen. Ein Hinweis wird gewiss zum geheimen Treffen führen und der andere könnte uns ins Verderben stürzen. Beides ist gefährlich, aber der Lohn würde alles übertreffen, was wir bisher erreicht haben, mein Liebling! Stelle dir vor, selbst wenn das Treffen keinen neuen Herrscher hervor bringt, so könnten wir durch den Tod ihrer Schlangenköpfe weit in der Macht aufrücken. Familien ohne Oberhaupt, ohne Führung, ohne Halt brechen auseinander. Ihre Erben würden sich gegenseitig zerstören und unser Weg wäre geebnet. Du könntest in der Hierarchie Morgerias eine wichtige Position einnehmen, dich unersetzbar machen. Ich könnte wie immer die Fäden im Hintergrund spinnen und dir zur Seite stehen. Siehst du das gleiche Bild der Zukunft wie ich, mein Sohn? Du und deine Schwester, ihr müsstet nicht teilen, ihr könntet beide euren eigenen Weg gehen. Ich würde es mir wünschen.“

Sie lächelte voller Verzückung.
„Du solltest wählen, welchen Weg du gehen willst. Jenen der über die Stufen des Palastes führt, oder jenen der dem Fluss des Blutes hin zu Faldors Tempel fließt. Wähle du und ich werde deine Schwester den anderen gehen lassen. Wenn der Hochadel fällt werden wir aus seiner Asche aufsteigen. Chaos ist die Macht, die wir nutzen können! Deine Schwester und du, ihr seid euch so ähnlich und doch so verschieden, dass sich eure Wege nicht kreuzen werden. Wähle … So können wir auf beiden Seiten nur gewinnen und sollte Morgeria doch einen neuen Verwalter kriegen, so wüsste ich deine Klinge gerne in der Nähe seines Herzens.“

Niedlich, sie hat Angst um ihre Tochter! Wenn ich sie hätte beseitigen wollen wäre sie schon längst nicht mehr hier. Innerlich lachte der skrupellose Mann nach außen hin legte er den üblichen kalten Gesichtsausdruck auf.

„Ich werde Vorort entscheiden, welchen Weg ICH gehen werde. Sorge du dafür, dass alles vorbereitet wird. Wir werden eine Menge Gold ausgeben müssen für Gifte, Schmiergelder und spezielle Ausrüstung.“ Der Auftragsmörder erhob sich behielt aber seine Mutter weiterhin im Blick, wie ein Raubtier das auf der Jagd war.
„Ich werde mich jetzt ausruhen und morgen werde ich diesen Mundschenk finden und ihn auf unsere Seite ziehen!“

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 23. April 2015, 18:13

„Ich werde Vorort entscheiden, welchen Weg ICH gehen werde. Sorge du dafür, dass alles vorbereitet wird. Wir werden eine Menge Gold ausgeben müssen für Gifte, Schmiergelder und spezielle Ausrüstung.“
Der Auftragsmörder erhob sich behielt aber seine Mutter weiterhin im Blick, wie ein Raubtier das auf der Jagd war.
„Ich werde mich jetzt ausruhen und morgen werde ich diesen Mundschenk finden und ihn auf unsere Seite ziehen!“
Silmarwen lächelte diabolisch und nickte ihrem Lieblingssohn zu.
„Du wirst eine angemessene „Entlohnung“ für jenen Mann erhalten, wenn er uns hilft, dieser Balduin. Ich bin sehr gespannt auf deine Vorgehensweise und erwarte bei Zeiten einen persönlichen Erfolgsbericht. Was die Gifte angeht, du weißt ja wo die Gemächer deiner Schwester sind.“
Turnils Mutter erhob sich, warf ihm eine Kusshand zu und ging mit wiegenden Schritten auf eine gegenüberliegende Tür zu. Kurz bevor sie verschwand, sagte sie noch:
„Ach ich vergaß, ich habe Finduilas als Opfer für die nächste Hatz auserkoren.“
Ihre Augen suchten in seinen nach einer Regung und als sie dort nichts fanden, lächelte sie.
„Wir brauchen keine Mittelmäßigkeit in unserer Familie. Bitte sag es ihr noch nicht. Es soll eine Überraschung sein.“
Turnils Gedanken kreisten kurz um die feinen Zusammenhänge in seiner Familie. Er hatte seine anderen jüngeren Schwestern in den letzten Jahren kaum noch gesehen, aber Finduilas war ihm durch den Kontakt zu Kasan noch ein Begriff. Sie war eine Zeit lang bei dem Schmied in die Lehre gegangen, doch dann hatte sie anscheinend eines Tages die Lust verloren, diesen Beruf zu perfektionieren. Seit dem hatte Turnil kaum noch nennenswertes über sie gehört. Als Zwilling war sie ohnehin nicht sehr angesehen in der Familie, da Zwillinge in manchen Kreisen noch immer Unglück bedeuteten. Es war ein alter Aberglaube, aber für die Hatz wurden solche Kinder immer gerne genommen. Lazarus war der andere Zwilling, ein Jäger und meistens fern der Familie, und die beiden verstanden sich gut. Manchmal ein wenig zu gut, mochte man meinen, denn zwischen ihnen gab es tatsächlich so etwas wie ein stilles Vertrauen. Beide mussten jetzt so um die 75 dunkle Zeiten gesehen haben. Nariel war da ganz anders, obwohl sie nicht mal ganz ein Jahr junger war, hatte sie den Ehrgeiz, die Schönheit und die Verschlagenheit ihrer Mutter geerbt. Und dann gab es ja noch das „Nesthäkchen“ Lessien. Mit ihren kaum 32 Jahren war sie das jüngste Mitglied der Familie Melwasúls und auch wenn Turnil sich sehr anstrengte, so konnte er sich nicht an ihr Gesicht erinnern. Von ihr wusste er am wenigsten. Traf es ihn, dass Finduilas für die Hatz auserkoren war? Sie ähnelte ihrem Zwillingsbruder doch sehr und war ebenfalls hoch gewachsen, fast ein wenig zu stämmig für eine Frau. Ihr Haar war hingegen schön wie reinstes Silber. Auch die graue Haut machte sie Lazarus ähnlich. Kasan hatte während ihrer Lehre bei ihm, nie schlecht über sie gesprochen. Allerdings sprach Kasan ohnehin nicht all zu viel, wenn er nicht gefragt wurde. Dass Silmarwen ihn in diese Entscheidung einweiht hatte, konnte nur eins bedeuten. Sie testete seine Loyalität. Das Klicken des Schlosses zeigte an, dass seine Mutter sich zurück gezogen hatte.
Turnil tat es ihr gleich und begann im Geiste durchzugehen, was er alles wohl möglich benötigte. Als er bei Nariels Gemächern ankam, fand er diese verschlossen vor, was für ihn aber kein Problem darstellen sollte.

(Bitte schreib in deinen nächsten Post, was du dir so an Geldmitteln und Hilfsmitteln so vorstellst, dann kann ich entsprechend antworten, was Turnil findet/bekommt.)
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Montag 4. Mai 2015, 14:48

„Du wirst eine angemessene „Entlohnung“ für jenen Mann erhalten, wenn er uns hilft, dieser Balduin. Ich bin sehr gespannt auf deine Vorgehensweise und erwarte bei Zeiten einen persönlichen Erfolgsbericht. Was die Gifte angeht, du weißt ja wo die Gemächer deiner Schwester sind.“
Oh ich darf mit meiner kleinen Schwester spielen, sehr schön! Der Elf lächelte, auch wenn es nur innerlich war.
Turnils Mutter erhob sich, warf ihm eine Kusshand zu und ging mit wiegenden Schritten auf eine gegenüberliegende Tür zu. Kurz bevor sie verschwand, sagte sie noch:
„Ach ich vergaß, ich habe Finduilas als Opfer für die nächste Hatz auserkoren.“
Das wird eine amüsante Jagd.
Ihre Augen suchten in seinen nach einer Regung und als sie dort nichts fanden, lächelte sie.
„Wir brauchen keine Mittelmäßigkeit in unserer Familie. Bitte sag es ihr noch nicht. Es soll eine Überraschung sein.“
Turnil nickte seiner Mutter zu und verließ den Turm. Während er so die Treppen hinunterlief, fragte er sich, wo eigentlich sein Leibwächter steckte, der immer sofort da war, wenn er das Anwesen betrat. Seine Schwester war unwichtig was kümmerte ihn eine Tote an sie musste man keinen weiteren Gedanken mehr verschwenden. Der Ork hingegen war wichtig!

Ram war ein sehr vorbildlicher Ork der besser dressiert war als der Hund einer edlen Dame.
Das jemand aus seiner Familie vielleicht seinen Leibwächter getötet hätte kam den Elf kurz in den Sinn, aber er verwarf diesen Gedanken wieder ganz schnell. Es wäre zwar möglich aber Ram hatte schon dutzende Anschläge auf sich und auf Turnil überlebt.
Der Ork war zäher als Leder und deswegen arbeitete er auch für den Auftragsmörder.
Auch wenn er in seiner Funktion als Leibwächter weniger oft gebraucht wurde.
Da der Dunkelelf seinen Schutz nur während seiner Anwesenheit im Anwesen und bei offiziellen Anlässen benötigte, ansonsten arbeitete er lieber alleine.

Während er die vertrauten Wege zum Zimmer seiner Schwester nahm, ging er mental durch was er an Geldmitteln benötigte.
Ein Mundschenk des Herrschers wird gut bezahlt werden also muss die Summe schon dekadent hoch sein! Meiner Mutter wird die Summe zwar nicht gefallen aber 100 Goldmünzen sollten angemessen sein, am besten in zwei Beutel mit jeweils 50 Münzen um gut verhandeln zu können. Dann brauch ich noch um die 2-3 Goldmünzen für kleinere Bestechungen beim niederen Personal und Anhang.

Als er vor der Tür stand die das Gemach zu seiner Schwester abtrennte musste er nicht die Klinke berühren um zu sehen, dass diese abgeschlossen war. Der Auftragsmörder zog seinen Dolch aus seinem Stiefel und ohne ein Geräusch zu verursachen, öffnete er in Sekunden schnelle die Tür. Turnil wusste, dass sie wusste, dass er sich jederzeit eintritt in ihr Gemach verschaffen konnte, ob sie wollte oder nicht. Trotzdem schloss sie jedes Mal ab und wie er seine Schwester kannte würde wahrscheinlich eine weitere Falle auf ihn warten, wenn er die Tür öffnete. Doch das schreckte den Auftragsmörder nicht ab schnell zog er die Tür auf und machte einen Seitenschritt beiseite um eventuellen Giftpfeilen, tödlichen Rauchwolken oder widerlichen ätzenden Säuren zu entgehen. Denn das so was passierte war so normal wie die Opferung eines Menschenkindes zu Faldors ehren.
Vielleicht probiert sie es ja heute mal mit Feuer!
Der Dunkelelf fand dieses Spiel eher lustig als Angst einflößend.

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Dienstag 5. Mai 2015, 10:15

(Schau dir mal auf der HP die Preislisten unter Bestechungsgelder an – Ich glaub da hast dich um eine Kommastelle vertan. Ich baue es jetzt einfach um.)

Turnil dachte wenig darüber nach, was aus seiner Schwester Finduilas wurde. Mehr beschäftigte ihn wo sein Leibwächter Ram gerade war und wie viel ein Mundschenk des Herrschers wohl bezahlt bekam. Sicher nicht wenig, da es um sein Leben ging und Gifte eine der liebsten Mordmethoden des dunklen Volkes waren, also muss die Summe schon dekadent hoch sein!
Meiner Mutter wird die Summe zwar nicht gefallen aber 100 Goldmünzen sollten angemessen sein, am besten in zwei Beuteln mit jeweils 50 Münzen um gut verhandeln zu können. Ich brauche um die zwei bis drei Drachmen für kleinere Bestechungen beim niederen Personal und Anhang.
Eine Münze wog um die zwanzig Gramm und ein oder zwei Säckchen mit 50 Münzen konnte man so noch gut bei sich führen. Als er vor der Tür stand die das Gemach zu seiner Schwester abtrennte musste er nicht die Klinke berühren um zu wissen, dass diese abgeschlossen war. Der Auftragsmörder zog seinen Dolch aus seinem Stiefel und ohne ein Geräusch zu verursachen, öffnete er in Sekunden schnelle an einer ihm bekannten Stelle, wo kein Dietrich von Nöten war, die Tür. Turnil wusste, dass sie wusste, dass er sich jederzeit eintritt in ihr Gemach verschaffen konnte, ob sie wollte oder nicht. Trotzdem schloss sie jedes Mal ab und wie er seine Schwester kannte würde wahrscheinlich eine weitere Falle auf ihn warten, wenn er die Tür öffnete. Doch das schreckte den Auftragsmörder nicht ab. Nebenbei bemerkte er noch am Rand Nariels exzentrische Hausschuhe, die draußen zum Putzen bereit neben der Tür standen. Exzentrisch waren sie, weil sie aus sehr feine Metallplättchen waren.
Schnell zog er die Tür auf und machte einen Seitenschritt beiseite um eventuellen Giftpfeilen, tödlichen Rauchwolken oder widerlichen ätzenden Säuren zu entgehen. Denn das so was passierte, war so normal wie die Opferung eines Menschenkindes zu Faldors ehren.
Vielleicht probiert sie es ja heute mal mit Feuer!
Der Dunkelelf fand dieses Spiel eher lustig als Angst einflößend. Es gehörte zu seinem Leben dazu. Um so erstaunter war er, als nichts dergleichen geschah, aber er fühlte sich noch lange nicht entwarnt. Nariel Fallen waren mit den Jahren immer unauffälliger geworden. Aufmerksam schaute er sich in dem ihm wohlbekannten Trakt seiner Schwester Nariel um. Die Alchemistin würde nicht einfach so ihre Räume ungesichert verlassen, das war sicher. Schnell fielen ihm einige Änderungen seit seinem letzten „Besuch“ auf. Als erstes war da der schwarze Teppich direkt vor der Tür, der irgendwie staubig aussah, wo der Rest des Bodens glänzte. Das zweite war, dass Nariels zerwühltes Bett eine neue blutrote Überdecke hatte, die achtlos, zusammengeknüllt am Fußende lag. Turnil konnte dies durch die offene Tür zum Schlafzimmer sehen. Das Dritte war ein durchaus bemerkbarer, seifiger Geruch in der Luft. Wollte Turnil den Teppich lieber nicht betreten, so musste er springen. Kein unmögliches Unterfangen, aber es forderte einiges an Gewandtheit. Sollte er es tun, erwartete ihn eine kleine Überraschung, genauso wie wenn er es nicht tat. Der große Tisch zur Linken, mit ihren alchimistischen Utensilien war unverändert chaotisch für ein ungeübtes Auge. Die fielen Flaschen und Tiegel, die Violen und Töpfe, Salze, Steine, Kräuter, Pulver, alles hatte seinen Platz, doch war man kein Alchimist, verstand man die Zusammenhänge nicht. Am anderen Ende des Raumes stand Nariels großer Vorratsschrank. Dort lagerte sie all ihre „kleinen Gemeinheiten“ in beschrifteten Gefäßen und die Flaschen um sie in kleinere Dosierungen umzufüllen. Es gab die üblichen und unüblichen tödlichen Gifte mit unterschiedlich schnell einsetzender Wirkung, aber auch Schlafmittel und andere Bewusstseinsverändernde Drogen, Färbemittel und Duftwässerchen, Pilzzuchten auf speziellen Lebensmitteln und diverse Weinhefen. Sie hatte sogar noch etwas von diesem besonderen Steinmehl, dass sie mit Finduilas zusammen entwickelt hatte, nach dem Kasan gierte. Nicht allem was Nariel so herstellte konnte ihr Bruder gebrauchen, aber einiges sollte schon darunter sein, dass ihm helfen könnte, seine Ziele zu erreichen. Beim Betrachten des ein oder anderen Gefäßes, erinnerte er sich an Zeiten, in denen er mal mehr oder mal weniger als ihr Versuchskaninchen her gehalten hatte. Besonders eine der kleinen gepressten rötlichen Kugeln hatte es ihm damals angetan. Nahm man sie und ließ sie unter der Zunge ihre Wirkung entfalten, so war man für eine Stunde lang Schmerzunempfindlich. Leider hatten sie auch die Nebenwirkung, dass man sich in diesem Zustand leicht verletzte und sie machten süchtig, aber um einer Folter stand zu halten, waren sie durchaus sinnvoll. Aber die interessanteste Droge, die seine Schwester ihm einmal verabreicht hatte, war ein furchtbares Gemisch, dass ihn gezwungen hatte die Wahrheit zu sprechen. Es war eine blaue Flüssigkeit die irgendwie direkt ins Blut gelangen musste. Nariel hatte ihn damals vorher eine von den roten Pillen gegeben und dann einen kleinen Schnitt am Unterarm versetzt. An die folgende Stunde voller hochnotpeinlicher Befragungen, erinnerte er sich mit gemischten Gefühlen zurück. Aber das alles war lange her und sie waren noch „Kinder“ gewesen. Es war das Spiel, was sie beide reizte und die so erzwungene, ungewohnte Ehrlichkeit hatte auch etwas seltsam befreiendes gehabt. Zu gern hätte er diese Wirkung auch einmal an ihr ausprobiert ...
Turnil stand vor den Schätzen seiner Schwester und bediente sich nach Herzenslust. Danach ging er in sein eigenes Zimmer wo Ram auf ihn wartete. Der massige Ork verbeugte sich tief und nahm automatisch seine Wachposition ein, damit Turnil beschützt schlafen konnte.

Der nächste Tag kam viel zu schnell und traumlos, einzig eine schwache Erinnerung an etwas rotes huschte durch seine Gedankengänge, aber ließ sich nicht greifen. Es war das Klopfen, einer verschüchterten Sklavin, die Turnil geweckt hatte. Kaum hatte er Ram zugenickt, dass dieser die Tür öffnen konnte, wäre sie wohl am liebsten weg gerannt. Sie war kleiner als Turnil, fast einen Kopf und anscheinend ein „Pfand“ aus einem anderen Hause Morgerias. Die junge Dunkelelfe, tatsächlich wohl kaum mehr als 18 Jahre jung, war hübsch anzusehen. Dunkelbraune, seidig glänzende Haut und silbergraues, langes Haar und graue Augen. Silmarwen hatte sie gut zurecht gemacht. Sie trug einzig und allein eine kurze, weiße Tunika, die gerade so das Nötigste verdeckte. Auch ihre kleinen Füße waren blank. Um ihren Hals war eine große, silberne Schleife gebunden, die sie sehr offensichtlich als „Geschenk“ auswies.
An ihrer Haltung und Mimik war deutlich zu erkennen, dass sie gerade um ihr Leben fürchtete. Warum wurde auch sofort klar, denn sie hielt eine hölzerne und kunstvoll verzierte Schatulle in ihren Armen.
„Herr, ich bringe euch dies mit einen Gruß von der Herrin.“
Wer damit gemeint war, war klar. Silmarwen.
„Sie meinte, ...“
Sie zögerte ängstlich und man merkte, dass sie noch jung und ungebrochen war.
„Sie sagte, ich solle euch das bringen… mich gibt es dazu.“
Sicher hatte Silmarwen auch deutlich gemacht, was geschehen würde, wenn nur eine Münze fehlen würde, oder was, wenn sie nicht genau das tat, was Turnil verlangte. Ihre zitternden Hände sprachen da eine deutliche Sprache und sie war sichtlich erleichtert, als Ram ihr das Kästchen abnahm, es aufklappte und ein Berg Drachmen zum Vorschein kam, hundert, wenn Turnil nachzählte, denn Ram konnte nur auf seine ganz eigene Art zähen. Er Ork ignorierte die Sklavin und setzte sich mit dem Gold an einen Tisch und begann:
„Einer … beide … einer und beide … viele … viele und einer … viele und beide … fast zu fiel … fast genug … genug … mehr als genug für alle.“
Weiter kam er nie, was aber genau gesehen in schon als sehr intelligent unter Seinesgleichen auszeichnete. Er sah grinsend auf und entblößte damit seine geschwungenen, spitz zu gefeilten Hauer, die ihm bedrohlich aus dem Unterkiefer wuchsen und ihm ein entwaffnendes Lächeln verliehen. Entwaffnend, weil wenn er dieses Lächeln einem unbedarften Menschen zeigte, sie sofort alle Waffen von sich warfen und schreiend die Flucht ergriffen.
Nun lag es an Turnil, wie er diesen Tag gestalten wollte.
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Turnil Melwasúl
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Dienstag 9. Juni 2015, 12:10

Seltsam! Der Elf legte kurz seine sonst so glatte Stirn in Falten. Anscheinend hat sie sich mal was Spezielles ausgedacht. Turnil ging vorsichtig zur Türöffnung und warf einen verstohlenen Blick in das Zimmer seiner Schwester. Nach zwei Wimpernschlägen zog er sich wieder zurück, hinter die Tür. Man konnte ja nie wissen!
Ihn selbst hatte der kurze Augenblick gereicht um alles nötige zu analysieren.
Das Zimmer ist verlassen, wahrscheinlich ist sie wieder zu ihrem Lieblings-Händler aufgebrochen um sich neu einzudecken. Also kann ich mich nach Herzenslust bedienen.
Nur der Teppich macht mir Sorgen er ist zu verstaubt, das passt nicht zu ihrer Berufung. Wahrscheinlich hat sie diesen mit irgendwas bestäubt, das passt eher!
Des Weiteren riecht das ganze Zimmer nach Seife, was nur bedeuten kann, dass sie die Dielen eingeschmiert hat, falls es jemand schafft den Teppich zu überlisten, was jetzt kein Geniestreich ist!

Turnil grinste finster, als er die geliebten Schuhe seiner Schwester sah, sie hatte da so eine Macke und es bereitete ihn jetzt schon Freude zu sehen was passieren würde, wenn er die Schuhe auf den Teppich warf. Aber alles zu seiner Zeit. Er wusste ja nicht was passieren würde wenn irgendwas in Kontakt mit dem Puder kam. Vielleicht entstand ja ätzender Rauch oder sonst irgendwas. Also lies er vorerst die Schuhe dort, wo sie waren, und ging zur gegenüberliegenden Wand. Sein Rücken berührte diese und der Auftragsmörder atmete kurz durch und stieß sich mit aller Kraft von der Wand ab. Er machte zwei Schritte und setze kurz vor der Türschwelle zum Sprung an.
Er schaffte den Sprung über den Teppich und landete auf der nicht kontaminierten Zone.
Was dann passierte überraschte den Elf nicht, wie er schon vermutete hatte, war der Boden aufs äußerte rutschig so das er über diesen schlitterte. So rutschte Turnil bis zu dem Vorratsschrank und donnerte leicht gegen diesen. Er konnte hören wie die Fläschchen im Schrank wackelten aber zu seinen Glück zerbrach keine bei dieser Erschütterung, er selbst spürte einen leichten Schmerz in der Schulter, den der Elf aber leicht abschüttelte, er war Schlimmeres gewöhnt. Turnil fackelte nicht lang und öffnete die Vorratskammer seiner Schwester. Anerkennend nickte er mit dem Kopf, als er die ganzen Phiolen erblickte. Da war aber jemand fleißig!
Er griff sich das Wahrheitsserum, an das er sich noch düster erkennen konnte und eine größere Flasche, die ein Gift enthielt, das erst das Opfer tötete, wenn es sich schlafen legte. Dazu war dieses noch absolut geschmacksneutral. Also perfekt um das Essen des ganzen Büffets zu vergiften. Er befestigte die Flaschen an seinen Gürtel nahm sich die rote Decke vom Bett und warf diese auf den Teppich. Kaum als diese den verseuchten Boden berührte, hüpfte er auf die Decke und überquerte die heiße Zone mit nur wenigen Schritten.
Oh, wie sie sich aufregen wird! Dachte sich noch der Elf, warf ihre geliebten Schuhe auf den Teppich und ging in Richtung seines Zimmers. Als er die Tür öffnete, erblickte er Ram.
„Schön das du doch noch lebst!“ Sagte der Auftragsmörder zu seinem Wächter und begann sich zu entkleiden. Die giftigen Gefäße stelle er auf seinen Tisch ab, und als er bis auf die Unterwäsche entkleidet war, warf er sich ins Bett. Innerhalb von Sekunden war er eingeschlafen.

Als er am Nächsten morgen erwachte stand der Ork mit der Hand am Griff seiner Waffe immer noch vor der Tür und wartete nur darauf, dass irgendjemand diese unaufgefordert öffnete. Turnil grinste kurz und ging ins Bad.
Er zog seine unauffällige Rüstung an und als er gerade die letzte Verschnürung festzog klopfte es an der Tür. Der Elf gab den Ork ein kurzes Zeichen, das dieser die Tür öffnen sollte. Die junge Elfin die mit eindeutiger Angst das Zimmer betrat widerte den Auftragsmörder an. Sie war zwar hübsch anzusehen aber die Angst, die sie verströmte war eine Beleidigung für die stolze Rasse der Dunkelelfen.
Ram machte sich gleich daran das Gold zu zählen, mit seinem grandiosen Rechenkünste war es immer ein Vergnügen ihn dabei zuzuhören, wie er zählte.
Einer … beide … einer und beide … viele … viele und einer … viele und beide … fast zu fiel … fast genug … genug … mehr als genug für alle.“
Turnil blickte weiterhin die junge Sklavin an, ohne mit der Wimper zu zucken oder eine Gefühlsregung zu zeigen.
„Ram fülle das Gold in zwei Säcke um, du weißt, wo sie liegen!“ Er blickte immer noch die Frau an.
„Wie lange dienst du schon meiner Familie und aus welchem Haus stammst du?!“ Der Auftragsmörder begutachtete ihren Körper aber nach außen hin konnte man nicht erkennen ob ihm gefiel, was er sah oder nicht.

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 10. Juni 2015, 09:52

Einer … beide … einer und beide … viele … viele und einer … viele und beide … fast zu fiel … fast genug … genug … mehr als genug für alle.“
Turnil blickte weiterhin die junge Sklavin an, ohne mit der Wimper zu zucken oder eine Gefühlsregung zu zeigen.
„Ram fülle das Gold in zwei Säcke um, du weißt, wo sie liegen!“
Er blickte immer noch die Frau an.
„Wie lange dienst du schon meiner Familie und aus welchem Haus stammst du?!“
Der Auftragsmörder begutachtete ihren Körper aber nach außen hin konnte man nicht erkennen ob ihm gefiel, was er sah oder nicht.
Das Kind, was sie ohne Zweifel in Turnils Augen noch war, zuckte leicht zusammen als Ram sehr geräuschvoll damit begann das Gold in Säcke umzufüllen. Allerdings war sie auch etwas ruhiger geworden, nachdem sie das finanzielle Abgewickelt hatte. Als Turnil sie nun ansprach verlor sie war nicht die Scheu, aber ein Hauch von Stolz huschte durch ihre Haltung.
„Ich bin seid einer Woche und zwei Tagen in euren Diensten.“
Vielleicht hätte sie noch die Stunden aufgezählt, aber sie riss sich zusammen.
„Ich stamme aus dem Hause „Véllin“.“
Turnil musste nicht lange überlegen. Der Name war bekannt in Morgeria, aber wohl mehr noch in Kosral. Dieses Haus stand dem dunklen Herrscher nah. Es war eine alte, ehrwürdige Sippe mit langen Stammbäumen und ununterbrochenen Blutlinien, was ein hohes Maß an Finesse erforderte. Trotzdem hatte Silmarwen es anscheinend irgendwie geschafft einer habhaft zu werden. Wie sie das geschafft hatte, war Geheimnis, was sie sowieso nicht enthüllen würde, aber dass sie dieses Kind ihrem Sohn zum Geschenk machte, konnte nur bedeuten, dass sie ihn abermals testete. Politik war der rutschiger Boden, ein Parkett mit Blut versiegelt, rutschiger als die Seife in seiner Schwester Zimmer. Doch eigentlich war dieses Kind im Moment mehr Ärgernis und Ablenkung. Ihr Furcht ebbte zwar langsam ab, aber Turnil war nicht nach Hause gekommen um sich mit den politischen Spielchen seiner Mutter zu befassen. Vielleicht war dies nur einer ihrer Versuche, ihn näher an sich zu binden? Oder es war ein Versuch, dieses Kind an ihn zu binden, um altes Blut in ihres einfließen zu lassen. Wenn er sie schwängerte, wäre eine Zusammenführung der Häuser nicht undenkbar. Wenn er sie tötete, oder schlimmeres mit ihr anstellte, wäre es ebenfalls eine politische Entscheidung mit den dazugehörigen Folgen. In diesem Fall sollte er Kosral in Zukunft meiden.
Ram ließ die beiden umgefüllten Säcke mit einem lauten Rumpeln auf einen Tisch fallen und grinste abermals entwaffnend. Dabei schaute der Ork das erste Mal die junge Elfe an und dann wieder seinen Herren.
„Ich warte draußen.“
Ram war tatsächlich ein Ork der auch mal eigene Entscheidungen fällte, aber sich dabei nie weit von seinem Herrn entfernte. Die junge Véllin machte eilig Platz, als er sich an ihr vorbei schob und wirkte abermals ein wenig entspannter, nachdem der Ork den Raum verlassen hatte. Dann stand sie schweigend da und harrte ihrem Schicksal. Egal was Turnil mit ihr tat, oder auch nicht, wie seine Entscheidung ihr Schicksal verändern würde, sie würde es hineinnehmen.

Der Tag war noch jung es gab viel zu tun. Turnil hatte seine Vorbereitungen abgeschlossen und sich mit ausreichend Geldmitteln und anderen nützlichen Dingen eingedeckt. Jetzt galt es zu handeln und er hatte schon einen Plan geäußert. Vom Wohnviertel der Adelshäuser in Morgeria bis zum Herrscherpalast mit seinen finsteren Zinnen, Türmen und düsteren Steinfratzen, die auf die Besucher des gewaltigen Anwesens blicken, war es nicht weit. Ein „Katzensprung“ wie man sagte, doch das Hineinkommen war eine andere Geschichte. Entweder man hatte eine offizielle Einladung mit dem Siegel des des Herrschers, oder man hatte eine gute Geschichte, warum man eingelassen werden musste. Da der dunkle Herrscher gerade auf Reisen war die Welt zu erobern, musste man sich an seine Stellvertreterin Myra Zhai wenden um offiziell gehört zu werden; oder man wählte andere Wege. Turnil musste sich einen Plan zurecht legen, wie er zu diesem „Balduin Elendil“ gelangen konnte.
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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Turnil Melwasúl » Donnerstag 25. Juni 2015, 11:55

„Ich stamme aus dem Hause „Véllin“.“
Véllin nicht schlecht Mutter! Wie sie das wohl wieder geschafft hat?!
„Ich warte draußen.“
Turnil blickte kurz den Ork hinter her und wartete, bis dieser die Tür schloss.
Er packte die junge Frau mit seiner Hand am Kinn und hob leicht ihren Kopf an so das sie ihn direkt in die Augen sah. „Was du heute hier gesehen hast, bleibt unter uns, solltest du jemanden davon erzählen wirst du Leiden, wie du noch nie gelitten hast. Meine Mutter wird dir wahrscheinlich etwas Ähnliches gesagt haben und
du solltest vor ihr angst haben, aber ...“
Der Elf wartete einen kurzen Moment. „... ich bin die wahre Gefahr, vergiss das nie!“ Turnil küsste sie energisch, wobei er aggressive mit seiner Zunge in ihren Mund vorstieß. Für einen kurzen Moment küsste er sie, dann stieß er sie auf sein Bett und ging zu den zwei Säcken, die mit Gold beladen waren und befestigte diese an seiner Kleidung so das sie nicht zu sehr klimperten.
„Wenn ich heute Abend wieder zurückkomme wirst du genau dort liegen, wo du jetzt bist. Der Koch weiß was ich mag also wirst du dafür sorgen, dass alles zu meiner Zufriedenheit bereitsteht, wenn ich wieder komme!“
Ohne eine Antwort abzuwarten, griff sich Turnil sein Schwert und seinen Mantel und verließ sein Zimmer. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, wendete er sich an Ram.
„Du folgst der Kleinen heute und beobachtest genau, was sie tut! Wenn dir irgendwas merkwürdig vorkommt berichtest du mir das, wenn ich wieder da bin. Sie hat die Erlaubnis mein Zimmer zu betreten!“
Turnil machte sich ohne Umwege auf den Weg und verließ das Anwesen, sein Ziel war der große Marktplatz von Morgeria. Schließlich wurden dort alle Waren gekauft und man konnte eine Menge erfahren.

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Re: Das Anwesen der Familie Melwasúl

Beitrag von Erzähler » Dienstag 30. Juni 2015, 19:09

Turnil hatte das junge Mädchen aus dem Hause Véllin, dessen Vornamen er noch nicht kannte, auf seine ganz spezielle Art manipuliert und erschrocken auf seinem Bett zurück gelassen. Mit geweiteten Pupillen sah sie ihm hinterher und versuchte ihre Welt neu zu ordnen. Ram nickte draußen zu den Befehlen, grunzte einmal und begab sich wieder in Wachposition. Gut ausgerüstet begab sich dann der Hausherr zum Marktplatz.

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