Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Die Gebäude hier zeigen deutlich den Stand eines Bürgers in Morgeria. Niedere leben in heruntergekommen Barracken, Krieger & Söldner in bunkerartigen Unterkünften oder Zelten. Mächtige Familien leben in finsteren Anwesen, die kleinen Schlössern gleichen.
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Sphinx
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Montag 9. Juni 2014, 10:41

Während der leonidische Großkatzenkrieger die Ohren bewegte, um aufmerksam und interessiert den gesprochenen Worten der animalischen Schönheit zu lauschen und diese gleichermaßen mit seinen großen wilden Augen fixierte. Registrierten seine feinen Sinne die Spur von Furcht, welche im Körper seiner neuen Gesprächspartnerin keimte. So hob er seine linke pranke und legte diese scheinbar beruhigend auf die Schulter von Katze, woraufhin seine tiefe, sympatische Stimme abermals an das Gehör des Schattenfells drang.
"Du haben Angst? ... Angst vor Sphinx? ... Furcht vor Herren? Zittern ... nicht gut. Sphinx nicht wissen ... Herr wie dunkelste Nacht ohne Licht! ... Sphinx Augen dort nichts sehen. Aber ihr hier sein in heiligtum von Xerxes ... große Ehre. Herr nicht Dumm! ... Nicht sinnlos Opfern besondere Geschöpfe in Heim. Sphinx denken ... Katze und kleiner Happen stark hier oben"
Eine Geste mit der Pranke sollte hervorheben, das er den Verstand seiner beiden neuen Leidensgenossen meinte.
"Sphinx stark ... geboren für Arena und Kampf! ... Ihr auch stark ... haben besiegt großen Ork ... wo Sphinx versagt! Xerxes Augen auf Katze und kleinem Happen! ... Seine Hand über euch! ... Ehre euch erwarten! ... Nicht für Sphinx! ... Sphinx versagt bei großer Prüfung! ... Sphinx Traum enden ... bevor begonnen... Erwarten Urteil! ... Bestrafung durch Xerxes ... Snarf und Orok! ... Doch Sphinx noch Blut in Körper spüren! Und hoffen auf Wahrheit von Lichtkatze aus Duft von Schattenfellkatze! ... Sphinx mit offenen Augen! ... Bestrafung erwarten ... durch Hand von Meister. Ihr gutes leben haben hier! ... Wenn nicht enttäuschen Xerxes ... keine Furcht ... gemeinsam stark ... zusammen!"

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Das dunkle Volk
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 1. Juli 2014, 12:08

Die Eingangstür öffnete sich und ein Dunkelf betrat das Gemach in dem sich Sphinx, Maruka und Raflat befanden. Das Gespräch zwischen den katzenartigen Wesen verstummte sofort und der junge Gladiator senkte sofort sein Haupt. Selbst das Licht der Kerzen flackerte kurz auf so als würde es sich ebenfalls vor dieser Präsenz verbeugen.
Der Elf war die reine Verkörperung seiner Rasse, jedem war klar das Xerxes ein zu 100 % reiner Dunkelelf aus dem Adelsgeschlecht der Dunkelelfen Elite war. Seine Körpersprache strahlte bedingungslose Autorität und Eleganz aus. Man wurde fast unterbewusst von dieser Ausstrahlung gezwungen auf die Knie zu gehen oder sein Haupt zu senken. Gleichzeitig wollte man aber auch nicht den Blick von ihm abwenden. Da dieser Mann, mit seiner tiefschwarzen Hautfarbe, den langen blonden Haaren, die kunstvoll mit silbernen Haarklammern zu einem Zopf verflochten waren und diesem makellosen Gesicht, ein wahrer Genuss für das Auge war.
Seine violett leuchtenden Augen zogen den Betrachter förmlich an und weckten in einem das Gefühl diesen Elf jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.
Xerxes lief wortlos in die Mitte des Raumes und betrachtete seine „Gäste“.
Erst als Sphinx Anstalten machte in seinen verletzten Zustand auf die Knie zu gehen erhob er das Wort. „Bleib Sitzen!“ Seine Stimme war tief und äußerst hart und der Befehlston, mit dem er sprach, ließ keinen platz für Wiederworte.
Raflat ging automatisch ein paar Schritte nach hinten und auch Maruka machte sich unterbewusst etwas kleiner als sie war. Doch das half ihr nichts, denn sein Blick blieb an ihr hängen.
Er begutachtete sie von oben bis unten und man konnte nicht sagen ob er mit dem, was er sah, zufrieden war. Denn sein Gesicht war während dieses Momentes wie zu einer Maske erstarrt, dadurch kamen aber seine markanten Wagenknochen zum Vorschein, die seine Gesichtspartie mehr als nur schmeichelten. Raflat wurde ebenfalls einen optischen Test unterzogen und auch er fühlte sich als würde er getestet.
„Nennt mir euren Namen!“ Wieder ein Befehl und Raflat gehorchte diesen sofort und auch Maruka nannte ihn ihren Dunkelelfen-Namen.
„Raflat und Katze, nicht sehr aussagekräftig, fast schon langweilig!“ Er strich sich mit seiner Hand ein imaginäres Haar von der Schulter und ging dann zu seinem Thron. Erst jetzt, nachdem er den Drei den Rücken zugewandt hatte, nahmen sie seine Kleidung richtig war. Diese war ebenfalls in genau den gleichen Schwarzton, wie seine Haut und bestand aus dem besten gegerbten Leder, das sie jemals gesehen hatten. Jeder Muskelpartie war deutlich hervorgehoben und mit golden Nähten betont, so das man fast denken konnte, dass Xerxes keine Kleidung trug. Dieser Mann wirkte fast wie ein gottähnliches Wesen und nun verstanden Raflat und Maruka vielleicht warum Sphinx so ehrfürchtig über seinen Besitzer sprach.
Als er platz genommen hatte, standen die Drei, durch Sphinx drängen, sofort vor ihn.
„Sphinx! Du hast heute die wichtigste Lektion im Leben eines Gladiatoren gelernt und diese war, Hochmut kommt vor den Fall! Du kannst dich für unbesiegbar halten, doch bedenke, dass es immer einen Stärkeren gibt. Ich bin davon ausgegangen das du den Kampf nicht gewinnen wirst, denn noch bist du nicht so weit, aber eines Tages wird solch ein Kampf für dich ein Leichtes sein. Wenn du dich an meine Anweisungen und die deiner Lehrmeister hältst!“
Sein Blick wanderte nun zu Raflat. „Man sieht es dir kaum noch an das du einst aus einem guten Hause stammst, aber lass dir gesagt sein das dein Vater dein Talent nicht genug geschätzt hat. Ich kann dir Helfen aus den Schatten zu treten und selbst deinen Vater zu überflügeln, wenn du dieses Geschenk als Belohnung für den siegreichen Kampf annehmen willst? Andernfalls ist es dir freigestellt zu gehen und dein Leben im Dreck wieder aufzunehmen und in die Vergessenheit zu versinken!“
Xerxes wartete aber nicht die Antwort von Raflat ab, sondern wendete sich gleich Maruka zu. „Was dich anbelangt die Freiheit wie du hoffst, kann ich dir nicht anbieten. Mir ist klar das du eine entflohene Sklavin bist und ich habe schon eine Vermutung, wer dein Besitzer ist. Deswegen wirst du in meine Dienste treten! Ob du Gladiatorin oder meine Dienerin wirst, ist mir gleich. Doch als Belohnung für deinen siegreichen Kampf wirst du besser gestellt als die gewöhnlichen Sklaven und wenn du mir loyal und gewissenhaft dienst, könnte ich mich dazu entschließen, nach einer gewissen Zeit, dir die Freiheit zu schenken!“
Der Gebieter von Sphinx verstummte nun und blickte abwechselnd zu Maruka und Raflat. Als keiner sich wohl zu Antworten traute machte er mit einer Geste darauf aufmerksam das er auf eine Antwort wartete.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Mittwoch 2. Juli 2014, 08:55

Nachdem der Hausherr höchst eindrucksvoll den Raum betreten hatte und Maruka instinktiv von der Armlehne der Couch gesprungen, den Kopf eingezogen und den Blick kurz gesenkt hatte, starrte sie nun mit leicht geöffneten Mund der göttergleichen Gestalt hinter. Ihre Nase und Zunge kosteten dabei jede Note seiner olfaktorischen Symphonie.
Seine Haut ist so schwarz wie mein Fell ... irre! Sieht schon ... puh!... Was für eine Ausstrahlung! Der hat sicher keine Probleme eine Freundin zu finden!
Auch wenn sie ihre Ansichten, was Xerxes Beliebtheit bei den weiblichen Dunkelelfen anging, tunlichst für sich behielt, so musterte auch sie unverhohlen die detailliert hervor gehobenen Muskelstränge, die durch die goldenen Ziernähte fast einer Anatomie-Studie gleich kamen. Das Dunkelelfen Ehefrauen, Gefährtinnen, Gespielinnen, oder im besten Falle gleichgestellte Partner hatten und keine "Freundinnen" so wie sie es kannte und definierte, war sonnenklar. Das langwierige Umwerben einer Frau, sofern man feste Absichten hegte, die zarten vorsichtigen Berührungen, das heimliche Treffen mit maximal verstohlenen Küssen, der überschwänglichen Jugend, das alles waren sicher Dinge die ein Dunkelelf eher zum Lachen bringen würden.
Das Maruka in diesem Moment wieder einmal an ihre Heimat denken musste und dort an eine ganz bestimmte Person, von der sie in ihrem jugendlichen Wahnsinn einst gehofft hatte, dass er ihr die Aufwartung machen würde, war äußerst verwirrend. Ihr Körper nahm all die Testosterone und Pheromone um sie herum war, doch ihr Geist war ganz wo anders. Vielleicht lag es an Xerxes blonden Haaren, dass sich ihre Fäuste ballten und sie sich auf der Unterlippe herum nagte wie eine zwölfjährige die einem stattlichen Jäger hinterher schaute. Ihre Unruhe war ihr anzusehen, da sie auch einmal wieder ihre Schwanzspitze nicht unter Kontrolle hatte. Als er anfing zu sprechen griff sie nach dem langen, zappelnden Ende und hielt es fest und sich aufrecht. Nachdem sie sich selbst vorgestellt hatte, hatte sie sich auch wieder so weit gefangen, dass sie ohne Verkrampfungen da stehen konnte.
Der ist auch nur ein Mann! Und bluten tut er sicher auch, wenn man ihn kratzt, hihi.
Xerxes richtete das Wort an seinen Gladiator:
„Sphinx! Du hast heute die wichtigste Lektion im Leben eines Gladiatoren gelernt und diese war, Hochmut kommt vor den Fall! Du kannst dich für unbesiegbar halten, doch bedenke, dass es immer einen Stärkeren gibt...“
Vor allem wenn die Kämpfe manipuliert sind. Ich hab die Nadel im Nacken des Orks gesehen, als ich nach seinen Waffen suchte.
, dachte Katze, aber schwieg wohl wissentlich, dass ein Wort in diese Richtung den Tod bedeuten könnte!
„... Ich bin davon ausgegangen das du den Kampf nicht gewinnen wirst, denn noch bist du nicht so weit, aber eines Tages wird solch ein Kampf für dich ein Leichtes sein. Wenn du dich an meine Anweisungen und die deiner Lehrmeister hältst!“
Sein Blick wanderte nun zu Raflat.
„Man sieht es dir kaum noch an das du einst aus einem guten Hause stammst, aber lass dir gesagt sein das dein Vater dein Talent nicht genug geschätzt hat. Ich kann dir Helfen aus den Schatten zu treten und selbst deinen Vater zu überflügeln, wenn du dieses Geschenk als Belohnung für den siegreichen Kampf annehmen willst? Andernfalls ist es dir freigestellt zu gehen und dein Leben im Dreck wieder aufzunehmen und in die Vergessenheit zu versinken!“
Er wird nicht vergessen sein … trotzdem hoffe ich, dass er bleibt. Ich bin so egoistisch! Pfui Maruka! Nur weil ich nicht mehr alleine sein will ...
Xerxes wartete aber nicht die Antwort von Raflat ab, sondern wendete sich gleich Maruka zu.
„Was dich anbelangt die Freiheit wie du hoffst, kann ich dir nicht anbieten. Mir ist klar das du eine entflohene Sklavin bist und ich habe schon eine Vermutung, wer dein Besitzer ist ...“
Hätte sie in diesem Moment blass werden können, so wäre sie es sicher geworden.
Sademos … NEIN! Ich gehöre nur meinem Schicksal!
„... Deswegen wirst du in meine Dienste treten! ...“
Wirklich? Das wird dir Ärger bringen. Wenn du dir da sicher bist? Bitte! Ich bringe UNGLÜCK. Hast du noch nie was von den schwarzen Katzen gehört die alle hinab reißen in ein dunkles Schicksal?
„Ob du Gladiatorin oder meine Dienerin wirst, ist mir gleich. Doch als Belohnung für deinen siegreichen Kampf wirst du besser gestellt als die gewöhnlichen Sklaven und wenn du mir loyal und gewissenhaft dienst, könnte ich mich dazu entschließen, nach einer gewissen Zeit, dir die Freiheit zu schenken!“
Freiheit … Als ob es die für mich geben könnte. Falsche Hoffnungen, Lügen sind das. Ich bin nicht für dich bestimmt, genau sowenig wie für Sademos, aber zu ihm will ich nicht zurück. Aber ich muss das Leben nehmen wie es kommt um zu überleben. Der Kampf in der Arena gegen das Leben einer „höher gestellten“ Dienerin. Na das ist doch schon mal mehr als Sklavin. Hurra … ich steige auf. Oh, ihr Götter, jetzt werde ich auch noch sarkastisch. Als nächstes versuch ich mich noch in Intrigen ...
Der Gebieter von Sphinx war verstummt und blickte abwechselnd zu Maruka und Raflat. Als keiner sich wohl zu Antworten traute machte er mit einer Geste darauf aufmerksam das er auf eine Antwort wartete. Maruka hatte eine gute erste „Erziehung“ an Sademos Hof genossen und trat nun mit gesenktem Haupt einen Schritt vor um sich zu verbeugen.
„Xerxes, mein Herr. Ich bin sicher kein Gewinn für eure Arena. Das Kämpfen so wie ihr es sehen wollt habe ich nie gelernt und würde im Nahkampf und alleine meinen Gegnern schnell erliegen. Ich könnte für euch Jagen gehen, aber das werdet ihr sicher nicht zu lassen … , aber vielleicht kann ich euch eher als Dienerin nützlich sein. Ich kann servieren …“
Sie erinnerte sich an längst vergangene Tage. Tage voller Eis und Schnee und Reinheit an denen sie ihrer Mutter in der Taverne geholfen hatte, bevor sie ihren Vater kennen gelernt hatte. Sie erinnerte sich an die schweren Tabletts mit Met, Bier und Robbenfleisch, an Musik, den Schlag der Trommeln, die Tanzstunden und den Gesang – ((ooc: Pm mit Musik-Link anbei)) – an glückliche Zeiten voller Mut und Wahrhaftigkeit, Ehre, Familiensinn und Liebe. Ein Lächeln ließ die Schnurrhaare erzitterten und verschwand sofort wieder. Sie war wieder im Jetzt angekommen.
„Ich werde tun, was ihr befehlt, Herr. Ich möchte eure Dienerin sein.“
… für eine Weile ist es besser so … In der Arena überlebe ich keine zwei Tage! Soviel ist sicher. Vor allem wenn die Kämpfe so unfair sind. Als seine Dienerin sehe und höre ich mehr was vor geht und kann nach einem Ausweg suchen.
Katze schlug die bernsteinfarbenen Augen nieder, die einen Hauch zu lange an den funkelnden Amethysten ihres Gegenübers gehangen hatten. Wäre es ein einzelner Aquamarin aus einem hellen Gesicht gewesen, sie hätte sich nicht los reißen können. Sie machte noch eine tiefe Verbeugung und wartete dann geduldig.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Sonntag 6. Juli 2014, 23:29

Als der gottähnliche Xerxes, die ihm heiligen Hallen betrat, richteten sich sogleich alle Augen auf seine. edle, ausstrahlungsstarke Erscheinung. Sofort durchflutete ein tiefes Gefühl von Erfurcht und Respekt den Körper des noch jungen Leoniden. Welcher instinktiv, seines Platzes im Reich seines Herren bewusst, den Blick senkte und gleichermaßen unterwürfig niederzuknien. Dabei wurde er abermals, von der großen Gnade seines Herren überrascht, welcher ihm mit eindringlichen, harter Stimme befahl, an seinem derzeitigen Platz zu bleiben. Sphinx quitierte diese, für seine Verhältnisse gnädigen Worte mit einem tiefen, friedlichen Schnurren. Dabei vernahmen seine feine instinkte, jede noch so feine, körperliche Regung des Rattenhybriden, als auch denen seiner katzenhaften Schicksalsgefährtin. Kaum merklich, wandte sich seine Ohren unabhängig, in jede Richtung des Raumes um insgeheim alledem zu lauschen, was sich um ihn herum abspielte. So wandte sich Xerxes auf Gastfreundliche Weise, als erstes, an das neue, ungleiche Hybridenpärchen. Bevor er seine Worte daraufhin belehrend, an seinen gladiatorischen Schüler richtete.
„Sphinx! Du hast heute die wichtigste Lektion im Leben eines Gladiatoren gelernt und diese war, Hochmut kommt vor den Fall! Du kannst dich für unbesiegbar halten, doch bedenke, dass es immer einen Stärkeren gibt. Ich bin davon ausgegangen das du den Kampf nicht gewinnen wirst, denn noch bist du nicht so weit, aber eines Tages wird solch ein Kampf für dich ein Leichtes sein. Wenn du dich an meine Anweisungen und die deiner Lehrmeister hältst!“
Was!?! ... Ihr wusstet es?, schoss es Sphinx demütig, wie ein schmerzhafter hieb mit der Peitsche durch den Kopf. Doch anstatt den in ihm qülenden Fragen an seinen Herren nachzugeben, besann er sich zu seiner inneren Ruhe und bestätigte die Worte seines Herren lediglich mit einem stillschweigendem Nickenseines Hauptes. Als Xerxes daraufhin erneut das Wort, an seine Gäste richtete, lauschte der Leonide weiter dem äußerst informativen Inhalten, des sich entwickelnden Gesprächsaustausches. Dabei interessierten dem Leoniden besonders die Gedanken und wünsche des sich ihm nahestehendem Schattenfells.
„Xerxes, mein Herr. Ich bin sicher kein Gewinn für eure Arena. Das Kämpfen so wie ihr es sehen wollt habe ich nie gelernt und würde im Nahkampf und alleine meinen Gegnern schnell erliegen. Ich könnte für euch Jagen gehen, aber das werdet ihr sicher nicht zu lassen … , aber vielleicht kann ich euch eher als Dienerin nützlich sein. Ich kann servieren …“
„Ich werde tun, was ihr befehlt, Herr. Ich möchte eure Dienerin sein.“
Mit diesen Worten, öffnete Sphinx die Augen und blickte abwechselnd zu seinem Herren und jener, die sich namentlich Katze nannte.
Eine unbändige neugier, wichtige Fragen und innere Mysterien hatten sich seit ihrer ersten begegnung aufgetan und drängten ihn nun immer stärker werdend zur inneren Unruhe. Er wusste, wenn er jetzt nicht Handeln würde, wäre womöglich jede Chance auf Licht in seinem dunklen Geiste verwirkt.
So erhob er sich langsam und trat mit einem erfurchtgebietenden Buckel an den Tron seines Hausherren heran.
" Sphinx sprechen zu Meister ... Xerxes ... Sphinx möchten lernen ... lernen von Happen ... lernen von neuer Dienerin ... Geheimnis entschlüsseln von Stärke in Arena Sphinx möchte.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Sonntag 13. Juli 2014, 14:40

Raflat betrat den Saal in dem sich bereits Katze und der monströse Kater aufhielten. Der Raum war luxuriös eingerichtet und für die meisten wäre es wohl eine Ehre gewesen solch ein Zimmer betreten zu dürfen doch für den jungen Dunkelelfen war es eine Qual es führte ihn in die Welt zurück aus der so sehnlichst entkommen wollte. Während er noch einigen Gedanken nach hing kam Katze auf ihn zu und bedankte sich bei ihm.
„... und mein Name ist Maruka.“
Diese geflüssterten Worte hallten im seinem Kopf wieder und er erinnerte sich an ihre Unterhaltung bevor sie in diese Welt hinein gezwungen wurden und er musste lächeln. Bevor Raflat Maruka antworten konnte war sie schon wieder in ihre Sitzecke zurück gekehrt. Dort saß auch dieses Biest von einem Kater, der ihn bei ihrer ersten Begegnung in der Arena einfach hoch gehoben hatte,dies konnte er nicht so schnell vergessen und so hielt er Abstand von ihm.
Plötzlich ging die Tür hinter dem Rattenhybriden auf und ein Dunkelelf betrat den Raum. Seine Erscheinung war sogar noch prachtvoller als die des Zimmers in dem sie sich befanden.
Bei Faldor! Ein Adeliger! Warum nur?!
Nachdem der Dunkelelf in der Mitte des Raums gehalten hatte und den Kater mit einem kurzen, aber eindrucksvollen, Befehl vom aufstehen abgehalten hatte trat Raflat, aus Ehrfurcht, etwas zurück, denn dieser Mann stand ohne Zweifel so hoch oben in den Rängen der Adeligen, dass nicht einmal Raflats Vater hoffen konnte auch nur ein Wort mit ihm wechseln zu dürfen. Es war ein merkwürdiges Gefühl von ihm begutachtet zu werden, immerhin waren sie doch für viele nichts anderes als Tiere und Raflat konnte nicht erahnen ob der Adelige sie auch als Tiere oder als Menschen beziehungsweise Elfen betrachtete.
„Nennt mir euren Namen!“
Raflat bekam das Gefühl wieder ein kleiner junge zu sein und mit seinem Vater zu sprechen und so befolgte er den Befehl ohne Zögern.
„Raflat und Katze, nicht sehr aussagekräftig, fast schon langweilig!“
Nun wandte er sich um und ging auf seinen Thron zu. Jetzt erst bemerkte Raflat was für eine feine Arbeit seine Kleidung war und, dass der gesamte Besitz seiner Familie nicht einmal genug gewesen wäre um solche Kleidung tragen zu können und gleichzeitig auch noch solch pompös eingerichteten Zimmer zu haben.
Die drei hatten vor ihm Stellung bezogen. Zu erst wandte er sein Wort an den Kater.
„Sphinx! Du hast heute die wichtigste Lektion im Leben eines Gladiatoren gelernt und diese war, Hochmut kommt vor den Fall! Du kannst dich für unbesiegbar halten, doch bedenke, dass es immer einen Stärkeren gibt. Ich bin davon ausgegangen das du den Kampf nicht gewinnen wirst, denn noch bist du nicht so weit, aber eines Tages wird solch ein Kampf für dich ein Leichtes sein. Wenn du dich an meine Anweisungen und die deiner Lehrmeister hältst!“
Er sollte den Kampf verlieren?! Wäre das nicht sein Tod gewesen?
Nun begriff Raflat es. Für ihn waren sie wohl nichts mehr als Tiere oder Gegenstände. Selbst wenn sie starben wäre es für ihn kein so großer Verlust gewesen. Nun ruhte der Blick Xerxes' auf ihm selbst.
„Man sieht es dir kaum noch an das du einst aus einem guten Hause stammst, aber lass dir gesagt sein das dein Vater dein Talent nicht genug geschätzt hat. Ich kann dir Helfen aus den Schatten zu treten und selbst deinen Vater zu überflügeln, wenn du dieses Geschenk als Belohnung für den siegreichen Kampf annehmen willst? Andernfalls ist es dir freigestellt zu gehen und dein Leben im Dreck wieder aufzunehmen und in die Vergessenheit zu versinken!“
Ich kann wählen? Irgendwie glaube ich das nicht. Und warum spricht er gerade meinen Vater an?
Bevor die Ratte auch nur zu einer Antwort ansetzen konnte hatte der Dunkelelf sich schon an Maruka gewandt.
„Was dich anbelangt die Freiheit wie du hoffst, kann ich dir nicht anbieten. Mir ist klar das du eine entflohene Sklavin bist und ich habe schon eine Vermutung, wer dein Besitzer ist. Deswegen wirst du in meine Dienste treten! Ob du Gladiatorin oder meine Dienerin wirst, ist mir gleich. Doch als Belohnung für deinen siegreichen Kampf wirst du besser gestellt als die gewöhnlichen Sklaven und wenn du mir loyal und gewissenhaft dienst, könnte ich mich dazu entschließen, nach einer gewissen Zeit, dir die Freiheit zu schenken!“
Nach dem Xerxes gezeigt hatte, dass er ihre Antworten erwartete war Maruka es die zuerst das Wort ergriff.
Raflat hörte ihr, aber kaum zu, denn in ihm tobte ein Kampf darum ob er bleiben sollte oder wieder in sein altes Leben in der Kanalisation zurück kehren sollte.
Wenn ich zusage werde ich sein Besitz sein und vermutlich für ihn kämpfen müssen. Dafür hat er mir einiges versprochen. Die Frage ist allerdings wie er das vollbringen möchte. Sollte ich sein Angebot ausschlagen könnte ich zurück in die Kanalisation, es könnte aber auch eine Falle sein und er ließe mich umbringen weil ich sein großzügiges Angebot abgelehnt habe.
Das abgehackte Kr'zner des Katers brachte Raflats Aufmerksamkeit wieder zu dem Adeligen vor ihm zurück. Nun war es an ihm seine Antwort zu geben. Er trat vor, legte eine Hand auf die Brust und verneigte sich so tief es ihm seine Erziehung gebot.
„Ehrenwerter Xerxes, Euer Angebot ist überaus großzügig und es ist eine wahre Verlockung, wenn ich denn erfahren dürfte wie ihr gedenkt dies zu bewerkstelligen und was meine Aufgaben wären.“
Raflat hoffte mit seinem indirekten Ja Xerxes nicht beleidigt zu haben.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 22. Juli 2014, 08:41

Das Maruka als Dienerin arbeiten wollte quittierte der Adelige mit einem leichten Nicken in ihre Richtung. Es hatte ihn nicht überrascht, dass sie sich für diese Aufgabe entschieden hatte doch die Bitte von Sphinx die kurz drauf folgte war etwas, womit der mächtige Mann nicht gerechnet hatte.
So legte er seinen Kopf schief und blickte den Leoniden lange stumm an.
„Du willst von IHR lernen? Ich glaube nicht das du in der Position bist Forderungen zu stellen, oder? Du wirst erst einmal Genesen und dann werde ICH entscheiden, wie dein weiteres Training aussieht!“
Maruka und Raflat bekamen hier gerade genauestens mit, wie ihr Leben unter den Fitschen von Xerxes aussehen würde. Zuckerbrot und Peitsche war hierfür die passendste Redewendung.

Damit war dieses Thema für den Herrscher beendet und er wendete sich Raflat zu der ebenfalls eine Frage auf den Herzen hatte.
„Du wirst für den Kampf in meiner Arena trainiert, und wenn du erfolgreich im Kampf bist, wirst du belohnt und wenn du eines Tages vielleicht der bekannteste Kämpfer in Morgerias bist werden wir dem Volk deinen wahren Namen nennen.
Also wie entscheidest du dich?“
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Mittwoch 23. Juli 2014, 20:27

Xerxes nickte wenig überrascht, also hatte Maruka wohl ihre Überlebenschancen recht gut einschätzt. Ihre Bitte wurde somit akzeptiert und sie zog sich ein paar Schritte zurück um den Anderen die Aufmerksamkeit des hochadeligen Herren nicht zu verstellen. Der große Kater setzte zum Sprechen an und ihre Ohren zuckten bei seinen Worten.
" Sphinx sprechen zu Meister ... Xerxes ... Sphinx möchten lernen ... lernen von Happen ... lernen von neuer Dienerin ... Geheimnis entschlüsseln von Stärke in Arena Sphinx möchte.“
Ihr Augen weiteten sich merklich und sie sah zu ihm hinüber. Ihr Mund öffnete sich leicht, aber es kam kein Ton heraus. Diese knarzende Sprache verstand sie nicht, aber traute sich auch nicht, genauer nachzufragen. Sie blinzelte zweimal langsam, während Raflat seinen Anliegen mit dem dunklen Herrn besprach.
„Ehrenwerter Xerxes, Euer Angebot ist überaus großzügig und es ist eine wahre Verlockung, wenn ich denn erfahren dürfte wie ihr gedenkt dies zu bewerkstelligen und was meine Aufgaben wären.“
Xerxes wandte sich derweil an seinen Gladiator:
„Du willst von IHR lernen? Ich glaube nicht das du in der Position bist Forderungen zu stellen, oder? Du wirst erst einmal Genesen und dann werde ICH entscheiden, wie dein weiteres Training aussieht!“
WAS? Was will er von mir lernen? Ich versteh das nicht. Meint er die Arena? Ja, wir haben überlebt, aber nur weil Raflat und ich zusammen gearbeitet haben und … eigentlich, auf sehr gefährlicher Weise, uns blindlings auf den anderen verlassen haben, OBWOHL wir uns kaum kennen … so was nennt man Vertrauen. Ob er so was kennt? Vertrauen? … Aber was mach ich mit Gedanken. Sein Herr lässt es ohnehin nicht zu.
Katze hatte vielleicht nicht jedes Wort verstanden, denn ihr Lerium war noch schlecht, aber der Ton sprach Bände. Xerxes hatte die Bitte seines Kämpfers zwar noch nicht abgelehnt, aber klar gestellt wer Meister und wer Diener war. Im gleichen Moment ging der Hybridin ein Gedanke durch den Kopf. In ihrer Heimat war die Aufzucht von jungen Wölfen gang und gebe. Das Handling der gefährlichen Tiere war den mantronischen Einwohnern in Fleisch und Blut übergegangen. Die Situation hier erinnerte sie an Norna Wolfsruf, wenn sie mit ihren Welpen trainierte. Immer gab es Momente in denen die Jungen unterworfen werden mussten, damit sie auch dann gehorsam blieben, wenn sie erwachsen wurden und die Menschen um sich herum in Kampfkraft und Stärke schon weit überflügelt hatten. Die Rudelführerin hatte es "gehorsam aus Prinzip" genannt. Gleichzeitig wurde ihr auch klar, dass der Dunkelelf sich gerade vollkommen allein mit drei „Bestien“ in einem Raum befand. Keine Wache hatte den Raum mit ihm betreten und zuvor hatten sie sich gründlich umgesehen. Sie waren definitiv allein. Xerxes war sich also seiner machtvollen Ausstrahlung so sicher, dass er anscheinend der Meinung war keinen Schutz zu brauchen. Die Arroganz der Dunkelelfen trat einmal mehr deutlich zu Tage und zeigte die Schwächen dieses Volkes auf.
WENN dein Diener so etwas wie blindes Vertrauen kennen lernen würde, könnte er sich auch mit uns zusammen tun. In Situationen wie dieser hier gerade, wärst du dann deines Lebens nicht mehr sicher.
, dachte sie still bei sich und hielt ihren Kopf demütig gesenkt. Ganz tief in ihr verborgen wurde genau in diesem Augenblick ein kleiner Funke des Wiederstandes, zu einer winzigen Flamme. Man konnte dieses Feuer kaum als Hoffnung bezeichnen, denn die Chancen zu entkommen waren hier und heute denkbar schlecht, aber vielleicht ergab sich irgendwann eine Situation die günstiger wäre. Sie musste nur warten und bis dahin überleben. Irgendwann würde ihr Schicksal sie hier fort führen, da war Maruka sich sicher. Sie war weder für Sademos bestimmt, noch für diesen Xerxes. Still lauschte sie den Worten ihres neuen Herrn, der mit dem Ratten-Hybriden sprach.
„Du wirst für den Kampf in meiner Arena trainiert, und wenn du erfolgreich im Kampf bist, wirst du belohnt und wenn du eines Tages vielleicht der bekannteste Kämpfer in Morgerias bist werden wir dem Volk deinen wahren Namen nennen.
Also wie entscheidest du dich?“

Ihr Blick wanderte von Sphinx, dessen Reaktion auf die harten Worte sie beobachtet hatte, zu dem deutlich kleineren Raflat und wartete dann gespannt auf seine Antwort. Irgendwie mochte sie den schmächtigen Kerl, auch wenn sie absolut alles andere hatten, als Gemeinsamkeiten. Vielleicht war es auch genau diese Andersartigkeit die ihn für sie interessant machte. Außerdem war er ausgesprochen freundlich gewesen. Er war ein Dunkelelf gewesen, der sich mit einer Ratte infiziert hatte. Sie war eine Mantronerin, die sich mit einem Serval infiziert hatte. Sie waren beide Ausgestoßene ihres eigenen Volkes. Er noch mehr als sie, denn ihr Volk wusste nichts von ihrer Verwandlung und würde es auch nie erfahren, wenn es nach ihr ging. Zu groß war die Scham. Blieb nur die Frage: Womit hatte sich Sphinx infiziert? Darauf hatte sie noch keine Antwort erhalten und würde es wohl auch nicht so bald, wie es aussah. Sie würde Dienerin sein, er musste noch das Krankenbett hüten und der arme Raflat womöglich in der Arena um sein Leben kämpfen. Aber vielleicht war das für ihn der richtige Weg? Wer konnte das schon so genau wissen. Neugierig beobachtete sie das folgende Treiben um sich herum und jede noch so kleine Regung ihres neuen Herrn. Sie wollte schnell lernen. Um nicht zu stören zog sie sich weiter in den Hintergrund zurück und übte sich in Unauffälligkeit, wie es Diener gerne taten. Auf den kleinsten Wink hin wollte sie bereit sein, denn um ihre Chancen weiter zu verbessern musste sie vor allem erst einmal gehorsam und aufmerksam sein. Vielleicht ergab sich auch bald eine Möglichkeit mit ihren Fähigkeiten zu glänzen. Vielleicht würde er dann irgendwann unaufmerksam werden und ihr mehr Freiheiten einräumen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht. Sie musste sein Spiel spielen, ob es ihr nun gefiel oder nicht und im Moment war alles besser als ein Folterknecht für unschuldige Seelen zu sein oder den sicheren Tod im Sand der Arena zu finden. Valas Vhraun, ihr dunkelelfischer Freund in größter Not, im Strudel aus Leid und Folter, hatte Recht behalten. Sademos Welt war nichts für sie. Ihr Flucht hatte zumindest schon mal eines bewirkt. Katze hatte durch ihn ihre gute Seele wieder gefunden und das würde sie ihm nie vergessen.
Ich hoffe, es geht die gut, Valas.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Donnerstag 31. Juli 2014, 22:21

Sichtlich aufgebracht durch Xerxes Urteil und zugleich beherscht von aufwallender, animalischer Wut, ballte Sphinx eine seiner Pfoten zur Faust und legte dabei gleichbedeutend mit unterwürfigkeit die Ohren, dich an sein Haupt,. Während er erfürchtig, jedoch mit innerer Unverständnis geplagt, schrittweise zurücktrat und sich zur möglichen Verwunderung einzelner Anwesenden, unaufgefordert zum Verlassen herumwandte. Dabei schleuderte er, ausdrucksstark, die zuvor noch dienliche Gehhilfe, in die Richtung des Rattenhybriden nur um sich daraufhin, in die,von der Natur vorgesehene, vierbeinige Laufposition zu begeben und mit leicht humpelndem Gang in Richtung Ausgang, marschierte. Jedoch nicht ohne dabei an jenen, der sich Raflat nannte vorbeizuschreiten und ihm mit einem,l verachtendes Schnauben, als auch einem einschüchternd und zugleich bedrohlichen Blick zu versehen. Erst als sich hinter dem großen katzenhaften Raubtier, die Tür zu Xerxes Heiligtümern schloss, schien es, als würde sich die Spannung, welche sich in der Luft befand, allmählich abklingen. Sphinx trat, während der darauffolgenden Gespräche, den Weg in die dunklen Hallen seiner Bestimmung an und begann sich dort, eingekerkert in seinem Käfig, für ein erholendes Schläfchen, knurrend niederzulegen.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Samstag 23. August 2014, 23:56

„Du willst von IHR lernen? Ich glaube nicht das du in der Position bist Forderungen zu stellen, oder? Du wirst erst einmal Genesen und dann werde ICH entscheiden, wie dein weiteres Training aussieht!“ 
Mit Xerxes scheint man einen strengen Meister zu haben, aber dennoch bietet er mir Ruhm, ein trockenes Bett und Nahrung an. Besser kann ich es eigentlich nicht bekommen.
Das Monstrum von einem Kater schleuderte seine Gehhilfen in Raflats Richtung, doch dieser machte einen Schritt zu Seite, in der Hoffnung ihnen so zu entgehen. Nach dem das Wesen ihm auch noch mit einem bedrohlichen Blick zugeworfen hatte ging jegliche Sympathie die der Rattenhybrid bis eben noch für den Kater gefühlt hatte verloren und wich einer Mischung aus Angst, Verachtung und Feindseligkeit.
„Du wirst für den Kampf in meiner Arena trainiert, und wenn du erfolgreich im Kampf bist, wirst du belohnt und wenn du eines Tages vielleicht der bekannteste Kämpfer in Morgerias bist werden wir dem Volk deinen wahren Namen nennen.
Also wie entscheidest du dich?“
Mit einer Verbeugung die eines Königs würdig war, sprach die Ratte die Worte aus die seinem Leben eine neue Bedeutung zu geben vermochten, aber ebenso konnten sie das Ende eben dieses einläuten.
„Meister, ich entscheide mich für den Kampf um Ruhm und Gunst in der Arena.“
Darauf hin erhob er sich, straffte seinen Rücken und stand mit der Ausstrahlung eines Kriegers, zumindest hoffte er dies, vor Xerxes.

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Das dunkle Volk
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Mittwoch 27. August 2014, 14:30

Xerxes verzog keine Mine als Sphinx aus dem Raum stürmte, wie ein kleines Kind das einen Bockanfall hatte. Das Raflat sich aber für die Arena entschied entlockte dem Dunkelelf doch ein kaum wahrnehmbares Lächeln und als der Hybrid sich vor Xerxes verbeugte, wie vor einen König, nickte der Herrscher dieses Hauses Raflat zu. „Eine weise Entscheidung mein Kämpfer!“ Dabei betonte er das Wort mein besonders.
Der Dunkelf schnippte sachte mit dem Zeigefinger gegen eine Glocke, die sich auf seinem Schreibtisch befand und augenblicklich betrat ein weiterer Dunkelelf das Zimmer.
Raflat und Maruka erkannten diesen Diener sofort, denn dieser Mann hatte sie damals als sie das Anwesen durch den Keller betreten hatten empfangen.
„Wie kann ich euch bedienlich sein mein Herr!“ Wieder lag die Betonung auf mein.
„Zeige den Beiden ihr neues Heim, der Rattenhybrid namens Raflat wird zum Kämpfer ausgebildet und Katze geht bei dir in die Lehre!“
Der Diener nickte kurz und verbeugte sich vor seinen Herren.
„Wie Ihr wünscht, mein Herr!“ Dann wendete er sich an Raflat und Maruka.
„Wenn Herr Raflat und Frau Katze mir bitte folgen würden, es gibt viel zu sehen!“ Danach drehte er sich auf den Haken um und ging Richtung Ausgang. Die beiden Hybriden verabschiedeten sich ebenfalls von Xerxes und folgten den Diener durch die verwinkelten Flure des Anwesens.

Ein neues Leben

Kaum hatten sie das Zimmer des Herren verlassen wendete sich der Diener wieder direkt an die Zwei.
„In diesem Haus gibt es einige Regeln, befolgt diese und ihr werdet ein gutes und langes Leben führen!“ Er blickte kurz Raflat direkt an. „Je nachdem wie gut du natürlich im Kampf bist!“ Dabei stahl sich ein fieses Grinsen auf sein Gesicht. „Ihr könnt mich Herr Varos nennen. Kommen wir nun zu den allgemeinen Regeln.

Wer stielt, stirbt!
Wer versucht zu fliehen, stirbt!
Wer den Herren anlügt, stirbt!
Wer den Herren widerspricht, stirbt!

Alles im allem ganz einfach Regeln! Doch es gibt noch weitere Regeln, die aber speziell für euren Einsatzort gelten. Diese erfahrt ihr aber im Einzelnen.“

Der Diener ging wieder weiter und die zwei Hybriden folgten den Mann wie eine Schar Gänseküken ihrer Mutter. Sie liefen etliche Treppen hinunter und während sie so Stufe um Stufe nahmen erzählte der Dunkelelf weiter.
„Das Ganze Anwesen ist sternförmig aufgebaut. Der Turm ist das zentrale Gebilde und verbindet sämtliche Gänge und Flure. Das heißt also er befindet sich in der Mitte des Anwesens, falls das einer von euch nicht verstanden haben sollte. Die oberste Etage darf nur mit Erlaubnis betreten werden. Wenn ihr euch dort aufhaltet, ohne eingeladen zu sein bedeutet das was?“

Raflat und Maruka antworteten gleichzeitig.

„Genau ihr sterbt!“ Also schreibt euch das hinter eure Ohren! Das gesamte Gebäude hat fünf Etagen. Ganz oben wohnt der Herrscher, also in der vierten Etage. In der dritten Etage befindet sich der Familientrakt das heißt das auch alle Gänge dazugehören sowie jedes Zimmer. In der zweiten Etage befindet sich der Dienstbotentrakt. Das heißt, dort wohnst du!“ Dabei blickte er kurz Maruka über die Schulter an und redete danach weiter. „In der ersten Etage befinden sich die Empfangsräume und ein großer Saal. Im Erdgeschoss befindet sich die Küche sowie Lagerräume und ein einzelner weiterer Empfangsaal, der mit einer Treppe in die erste Etage und den zwei Untergeschossen verbunden ist. Diese Treppe ist aber nur für Gäste des Hauses. Im ersten Untergeschoss befinden sich die Unterkünfte für die Gladiatoren. Das bedeutet, dort lebst du!“ Jetzt bedachte er kurz Raflat mit einem Blick.
„Im letzten Untergeschoss befindet sich die Arena....“

Nachdem er den beiden das Anwesen und deren Etagen erklärt hatte, führt er die Zwei durch das komplette Haus. Sie betraten Zimmer, liefen Flure entlang, wurden den wichtigsten Leuten vorgeführt und am Schluss wurde jeder von ihnen nach Stunden des hin und Herlaufens in sein eigenes Zimmer gebracht. Die Beiden würden dann am nächsten Tag erfahren, wie ihr Alltag in diesem Haus ablaufen würde.

Also bezog Raflat im ersten Untergeschoss sein Zimmer, was aus einem sehr großen Bett bestand und einen kleinen Waschraum. Sonst war es eher schmucklos eingerichtet, aber ein Gladiator war eh meist in der Arena also brauchte man auch nicht mehr. Doch zu Raflats großer Verwunderung wurde er nicht in sein Zimmer eingesperrt, man schloss nur die Tür, verriegelte sie aber nicht.

Marukas Zimmer befand sich wie schon erwähnt in der zweiten Etage. Ihr Zimmer war auch eher spartanisch eingerichtet es gab ein kleines Bett, einen Waschraum sowie einen Tisch mit zwei Stühlen.
Auch bei ihr wurde die Tür nur geschlossen, aber nicht verriegelt.

Als die Zwei jeweils allein in ihren Zimmern waren, war die Abendstunde schon angebrochen.
Laut der Aussage des Dieners war es ihnen freigestellt, was sie jetzt mit ihrer Freizeit anstellen wollten.

Vielleicht die Etage erkunden oder doch Lieber sich Erholen, damit man gut ausgeruht war, für den morgigen Tag?
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Mittwoch 27. August 2014, 19:32

Katze sah dem schwarzen Kater hinterher und zuckte zusammen, als dieser mit den Stützen warf. Dann waren sie auch schon alleine mit ihrem neuen dunklen Herrn und der Diener, der sie schon einmal emfangen hatte gesellte sich zu ihnen. Marukas Lerium war noch nicht sehr gefestigt, deshalb entgingen ihr vielleicht die feinen Untertöne, genauso wie das Hervorheben von dem kleinen Wörtchen "mein" im Fluss der dunklen Sprache. Was sie aber besser als manch anderer verstand, war die Körpersprache dieser Wesen. Ob ihr tierischer Instinkt ihr dabei half, oder einfach ein gutes Einfühlungsvermögen, welches der jungen Frau in die Wiege gelegt worden war, war dabei irrelevant. Das Band, das Herr und Diener miteinander verband war stark, dass konnte jeder sehen. Der Dunkelelf stellte sich als "Herr Varos" vor und erklärte eindrucksvoll die Regeln des Hauses. Auch der Rundgang fesselte die Katzenartige über alle Maßen. Das Anwesen war nicht minder beeindruckend als das von Sademos, nur der Aufbau ging mehr in die Höhe. Allein die Tatsache, dass man hier mehr als zwei Stockwerke aufeinander gebaut hatte, war für die gebürtige Mantronerin eine architektonische Meisterleistung. Staunend folgte sie dem Elfen und betrachtete die faszinierenden Einzelheiten um sich herum. Um so höher es ging um so besser fühlte sie sich. Ihr Instinkt fand die höchsten Punkte faszinierend und am liebsten hätte sie draußen das Dach des Turms erklommen. Herr Varos führte die Zwei durch das komplette Haus. Sie betraten Zimmer, liefen Flure entlang, wurden den wichtigsten Leuten vorgeführt, dessen Gesichter und Namen sie sich versuchte zu merken. Am Schluss wurde jeder von ihnen nach Stunden des hin und Herlaufens in sein eigenes Zimmer gebracht. Die Beiden würden dann am nächsten Tag erfahren, wie ihr Alltag in diesem Haus ablaufen würde. Nachdem sie von Raflat getrennt worden war, ging es zurück in das zweite Obergeschoss, wo Marukas Zimmer sich befand. Es war spartanisch eingerichtet. Es gab ein kleines Bett, einen Waschraum sowie einen Tisch mit zwei Stühlen. Ihre Tür wurde nur geschlossen, aber nicht verriegelt. Eine Weile stand sie still im Raum und ließ ihn auf sich wirken. Sie sog den Duft tief durch ihre feine Nase und lauschte den Klängen des Hauses. Wer hatte hier vor ihr gewohnt? Die Abendstunde war schon angebrochen.
Laut der Aussage des Dieners war es ihnen freigestellt, was sie jetzt mit ihrer Freizeit anstellen wollten. Vielleicht die Etage erkunden oder doch lieber sich erholen, damit man gut ausgeruht war, für den morgigen Tag war? Maruka entschied sich für ein Mittelding. Die vergangen Tage hatte sie viel geruht und das Laufen durch die Gänge hatte ihr Blut in Wallung gebracht. Am liebsten wäre sie die Gänge rauf und runter gesprintet um ihre Muskelstränge zu trainieren, so aber, hatte das lange langsame Laufen sie doch eher ermüdet. Sie wusste wie gefährlich Alleingänge sein konnten, doch ganz und gar konnte sie der nagenden Neugierde nicht widerstehen. Zwar hatte Varos ihnen viel gezeigt, aber die "Jagd" nach einer kleinen abendlichen Beute, trieb sie hinaus auf den Gang. Vorsichtig streckte sie den Kopf zur Tür hinaus und spähte den Flur hinauf und hinunter. Je nachdem, ob sie jemanden sah, den sie fragen konnte, folgte sie ihrer Nase. Irgendwo wollte sie noch etwas zu essen auftreiben und meistens waren dort auch gleichgestellte Diener zu finden. Sie wusste, die Küche und Lagerräume waren im Erdgeschoss, wo sie nicht alleine hin sollte, also hielt sie sich von Treppen fern. Vielleicht gab es auch auf dieser Etage wenigstens etwas zu Trinken? Der große Aufgang war ohnehin verboten, also bewegte sie sich eher in die entgegen gesetzte Richtung, jedoch nur so weit, wie sie sich hundertprozentig sicher war sich nicht aus Versehen zu verlaufen. Diesen ersten Abend wollte sie lieber aus Nummer sicher gehen und nicht zu viel riskieren. Sie hatte es nicht eilig und auch wenn ihr tierisches Unterbewusstsein instinktiv nach Fluchtmöglichkeiten suchte, so sann ihr Verstand darüber nach, was sie wohl am nächsten Tag erwarten würde. Reine unverfälschte Neugierde, ließ sie erwartungsfroh werden. Sademos hatte seine festen Pläne für sie gehabt, die ihr zutiefst zuwider waren. Zumindest glaubte sie das, da es ja zum Glück nie zu irgendwelchen Übergriffen gekommen war. Allein das, wozu er sie durch Dry’ol erziehen hatte lassen wollen, die Qualen und das Blut, die durch ihre Hand geflossen waren, jagten ihr einen kalten Schauer aus Erinnerungen über den Rücken. Hier hatte sie den Eindruck gewonnen, zumindest glaubte sie das von Xerxes, dass er ihre ursprünglichen Fähigkeiten herauszufinden wollte.
Warum eigentlich nicht?!
Sie freute sich tatsächlich auf den nächsten Tag und irritierte mit ihrem ehrlichen Lächeln und dem freundlichen, grüßenden Nicken vielleicht sogar den ein oder anderen, dem sie begegnete. Sie nahm sich vor, sich offen den neuen Herausforderungen zu stellen. Hindernisse würden schon früh genug wider auftauchen, also warum nicht den Moment genießen, auch wenn er eine Illusion war. Früher oder später würde sie ihr Schicksal ohnehin einholen.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Sonntag 21. September 2014, 13:43

Die gesamte Führung nahm Raflat nur bedingt wahr. Seine Gedanken wirbelten umher und brachten ihm so Erinnerungen an seinen Vater, sein altes Leben und seine Ausbildung zurück. Er hatte zwar alles gehabt und sein äußerstes gegeben, war aber für seinen Vater immer nur der "nutzlose" Sohn gewesen. Mit diesen Gedanken betrat die Ratte seine neue Heimat und setzte sich auf sein Bett. Plötzlich realisierte er was er getan hatte.
Ich habe mich absolut unter meinem Wert verkauft! Jetzt bin ich ein Sklave der kämpfen muss.
"BEI FALDOR!", fluchte Raflat ein mal laut.
Aber immerhin bin ich hier erst mal sicher und Verpflegung bekomme ich auch, immerhin etwas.

Die Gänge hätte Raflat zwar noch erkunden können, allerdings wusste er nicht was die nächsten Tage für ihn bereit halten würden und so legte er sich hin und schlief beinahe sofort ein.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 23. September 2014, 09:52

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 21. Oktober 2014, 10:02

Raflat hatte einen sehr speziellen erwachsenen Traum, mit einer sehr speziellen Person, die sich gerade auf ihm befand und sich rhythmisch hin und her bewegte. Der Klang des Bettes, wie es gegen die Wand schlug, war fast zu vergleichen mit einer Symphonie und...
„WACH AUF DU FAULER HUND!!!“ Hard schlug Raflat mit der Schnauze auf den steinernen Boden auf und wurde noch zu allen Überfluss von seinen eigenem Bett begraben.
„WAS SOLL DAAAAAAAAAAAS?!!?!?!! STEMM DAS VERDAMMTE BETT HOOOOCH!!!!“
Die Stimme des Unbekannten war so laut und tief das dem Hybriden die Ohren schlackerten.
„ICH ZÄHLE JETZT BIS DREI DANN STEHST DU AUFRECHT VOR MIR, HABEN WIR UNS VERSTANDEN!“
Was Raflat genau sagte verstand zwar der Schreihals nicht. aber wahrscheinlich war es ihn auch egal!
„EINS!“
Der erste Versuch sich zu befreien scheiterte.
„ZWEI!“
Wieder bewegte sich das Bett kein Stück.
„DREI!“
Raflat war ganz erstaunt, als das Bett auf einmal so gut wie nichts wog und förmlich von ihm wegflog und gegen die Zimmerwand schlug und dort in tausend Einzelteile zerbrach. Hatte er das ganz alleine geschafft? Vielleicht, vielleicht auch nicht! Denn der Mann, der ihn so grob und grausam aus seinen schönen Traum geweckt hatte, war eine wahre Bestie in Menschengestallt. Noch nie hatte der ehemalige Dunkelelf so einen muskelbepackten Menschen gesehen. Er kannte zwar die gut dressierten Menschen-Diener der Adligen, aber diese waren dünn und bewegten sich filigran. Doch dieser Mann dessen Hautfarbe ebenfalls so schwarz war wie die von Xerxes hatte Muskeln auf den Muskeln. Sein Hals war alleine schon so breit wie der Unterschenkel von Raflat und seine Beine waren so Massiv das man denken könnte sie wären die tragenden Wände des Anwesens. Dieser schwarze Berg stand nur im Lendenschutz bekleidet vor dem jungen Hybriden und begutachtet ihn. Anscheinend hatte Raflat den optischen Test nicht bestanden denn der Hüne verzog das Gesicht und spuckte abfällig auf den Boden.
HAST DU NOCH NIE ETWAS VERNÜNFTIGES ZU ESSEN BEKOMMEN??? WIE KANN MAN NUR SO DÜNN SEIN! Anscheinend konnte der Kerl nicht leise sprechen.
„LOS MIR NACH DU MUSST ERSTMAL WAS ANSTÄNDIGES ESSEN!“
Gesagt getan drehte sich der Mann um und stampfte aus Raflats Zimmer. Dabei trat er die Eingangstür so sehr auf das diese aus den Angeln flog. Wer musste eigentlich die Schäden die dieser Kerl verursachte reparieren?
Raflat hatte bestimmt so einige Fragen, die er den Hünen stellen wollte, aber um ihn diese zu stellen, musste er den Mann erst einmal folgen. Also lief ihn die Ratte so schnell hinterher, wie sie nur konnte.

Der ehemalige Dunkelelf war so darauf konzentriert schritt zu halten mit dem schwarzhäutigen Mann das er sich gar nicht den Weg merken konnte den sie zurücklegten. Doch das war auch nicht weiter schlimm, denn er würde bestimmt noch genug Gelegenheiten bekommen sich hier unter umzusehen.

Erst der Geruch von Essen verriet der Ratte, wohin sie gingen und als seine Nasse den Duft von gebratenem Fleisch war nahm, knurrte sein Magen ohrenbetäubend.
Der Schreihals hatte das Knurren ebenfalls gehört und drehte sich kurz im Gehen zu Raflat um.
„SAG ICH DOCH DAS DU SCHON LANGE NICHTS MEHR GUTES ZUM BEIßEN BEKOMMEN HAST!“
Und mit diesem Satz erreichten sie die Arena-Kantine.

Es war wie ein Übergang in eine andere Welt, eben waren sie noch alleine durch einen langen und schmucklosen Flur gegangen und auf einmal befanden sie sich in einer großen Halle mit langen Sitzbänken und Tischen an denen Lebewesen unterschiedlicher Herkunft speisten, tranken und redeten. Die Gerüche und die Lautstärke der Anwesenden war für einen kurzen Moment zu viel für den Hybriden so das dieser erst einmal stehen bleiben musste, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Erst eine junge Kämpferin die nur in Unterwäsche bekleidete an ihn vorbei ging brachte Raflat zurück in die Gegenwart. Nach diesem etwas seltsamen und doch schönen Anblick wurde den jung Gladiator erst bewusst das hier alle nur ihre Unterwäsche anhatten und bei diesem Gedankengang wurde Raflat schlagartig bewusst das er ebenfalls keine Kleider an hatte. Zum Anfang sorgte das bei ihm noch für ein unbehagliches Gefühl aber je länger er hier die Anwesenden ansah um so normaler kam es ihn vor nur in Unterwäsche bekleidet zu sein. Außerdem war er ja eigentlich nie nackt da er ja noch sein Fellkleid trug.

„HÖR AUF ZU GLOTZEN UND SETZ DICH ZU MIR!“ Der Hybrid brauchte nicht lange zu suchen, um den Schreihals wieder zu finden, der an einen Tisch saß an dem sich mehrere Orks befanden.
Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend ging Raflat zu der Sitzreihe und nahm den von dem schwarzhäutigen Mann angeboten Platz an. Der Unbekannte schob ihn eine Schüssel mit einem hölzernen Löffel entgegen in der sich eine graue dickflüssige Masse befand die nach nichts roch und widmete sich dann wieder seine eigenen Schüssel und schaufelte sich die Pampe geräuschvoll in den Mund.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Montag 3. November 2014, 15:10

Gerade als Raflat seinen Traum genoss wurde er sehr unsanft geweckt.
„WACH AUF DU FAULER HUND!!!“
Wa.....?
Zwar noch halb am Schlafen versuchte die Ratte trotzdem auf aufzurichten, doch konnte er das nicht da sein Bett ihn begrub.
„WAS SOLL DAAAAAAAAAAAS?!!?!?!! STEMM DAS VERDAMMTE BETT HOOOOCH!!!!“
Faldor ist der Laut!
„ICH ZÄHLE JETZT BIS DREI DANN STEHST DU AUFRECHT VOR MIR, HABEN WIR UNS VERSTANDEN!“
„Kannst du nicht mal etwas leiser sein?“
Der Schreihals schien ihn komplett zu ignorieren.
„EINS!“ 
Mit aller Kraft die er auf wenden konnte stemmte Raflat sich gegen sein Bett, doch es brachte nichts.
„ZWEI!“ 
Wieder probierte es die Ratte mit all seiner Kraft, allerdings blieb das Ergebnis das gleiche.
„DREI!“
Dieses mal fühlte es sich so an also ob da nichts auf ihm Lag.
Meine Güte! War ich das? Oder hatte Flador seine Finger im Spiel?
Nun erblickte der junge Hybrid zum ersten mal den Schreihals und musste erst einmal schlucken. Eine wahre Bestie stand vor ihm, er sah zwar wie Mensch aus, aber seine Berge an Muskeln verliehen ihm ein Aussehen wie irgendeine groteske Züchtung eines verrückten Magiers. Er versuchte den wandelnden Muskelhaufen mit den Menschen zu vergleichen die er aus seinem Elternhaus kannte, doch es kam ihm vor als würde dieser Mensch zu einer komplett anderen Art zählen. Nun betrachtete Raflat das Gesicht des Menschens und dieser verzog dieses Gerade, vermutlich in Ablehnung von seiner Gestalt.
„HAST DU NOCH NIE ETWAS VERNÜNFTIGES ZU ESSEN BEKOMMEN??? WIE KANN MAN NUR SO DÜNN SEIN!“
Erneut brüllte der Schreihals so laut, dass man ihn wahrscheinlich bis in das Heim des Herrschers hören konnte.
„LOS MIR NACH DU MUSST ERSTMAL WAS ANSTÄNDIGES ESSEN!“ 
Wenigstens etwas Gutes.

Der Berg aus Muskeln ging vor. Beim verlassen des Zimmers musste er noch kurz die Tür aus den Angeln treten als ob das gar nichts wäre, danach stapfte er weiter und das ihn einem unerwartet schnellen Tempo. Also hastete Raflat hinter ihm her, auch wenn er Fragen hatte Atem hatte er auf jeden Fall nicht genug um sie zu stellen.

Zu erst fing es an leicht nach Essen zu riechen und dann wurde der Geruch immer stärker. Raflat konnte der nicht verhindern, dass er die Schnauze hob um jeden noch so appetitlichen Duft nach gebratenem Fleisch aus der Luft zu filtern. Kaum hatte der Magen des Hybriden begriffen, dass es endlich was zu Essen geben sollte fing er an lautstark zu knurren. Dieses Knurren konnte auch der Schreihals nicht überhören und drehte sich kurz zur Ratte um.
„SAG ICH DOCH DAS DU SCHON LANGE NICHTS MEHR GUTES ZUM BEIßEN BEKOMMEN HAST!“ 
Kurz darauf erreichten die beiden den Speisesaal der Arena.

Wie in einer anderen Welt war hier alles mit Gerüchen nach Essen und den unterschiedlichsten Lebewesen, die sich Lautstark unterhielten. Raflat musste erst einmal stehen bleiben und sich umschauen. Eine junge Frau die außer Unterwäsche nicht trug lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf die nähere Umgebung und so fiel ihm auf, dass alle nur Unterwäsche trugen auch er selbst. Anfangs war es ihm zwar unangenehm, doch dann gewöhnte er sich langsam daran und da ihm ja trotzdem sein Pelz blieb entspannte er sich merklich.
„HÖR AUF ZU GLOTZEN UND SETZ DICH ZU MIR!“
Nach kurzem Umsehen entdeckte er seinen muskelbepackten Weckdienst an einem Tisch mit mehreren Orks sitzen.
Raflat hatte noch nicht vergessen, dass er einen der ihren vor kurzem noch getötet hatte. Dennoch nahm er, mit einem flauen Gefühl im Magen, den Platz ein, den ihm der Mensch angeboten hatte. Kaum saß Raflat schob der Mann ihm eine Schüssel mit einer grauen Masse hin, auch wenn sie nach nicht roch und nicht sonderlich appetitlich aussah, fing er an zu essen, auch wenn er es nicht so geräuschvoll wie sein Nebenmann tat.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Donnerstag 6. November 2014, 08:40

Während sie die graue Pampe aßen, die gar nicht mal so schlecht schmeckte, wurde es am Tisch immer enger und Raflat befand sich innerhalb kürzester Zeit Schulter an Schulter sitzend zwischen zwei Orks.
Diese ließen ihn auch nicht lange schweigend seine Pampe essen.
„Hey du!“ Der eine Ork rempelte den Hybriden mit seiner Schulter an.
„Sag mal warst du das nicht der Dings... wie hieß er noch mal?“
Der andere Ork rechts von Raflat beantwortete die Frage.
„Ich glaube Daktra Schar! Kann aber auch Schar Kastarrr gewesen sein!“
Nur schade das der ehemalige Dunkelelf kein Wort krz’ner konnte, deswegen verstand er auch nicht, was die Zwei eigentlich von ihm wollten.
„Hey Dumpfbacke kannst du eigentlich reden oder geht das nicht mit deiner Drecksvisage?!“ Der andere Ork fing lautstark an zu lachen und schlug dabei mit der freien Hand auf den Tisch. Das tat er so doll das die Schalen im näheren Umkreis sich leicht bewegten.
„Du Harl! ich glaube die Ratte denkt sie sei was Besseres!“ Der andere Ork nickte und blickte Raflat finster an. „Ich glaube wir sollten ihn zeigen, was Manieren sind!“
Kurz darauf nahm auch der eine Ork die Schale mit dem Brei aus Raflats Pfoten und füllte sich den Rest in seine Schüssel. Der schwarze Muskelberg der ihn heute früh geweckt hatte schien sich überhaupt nicht mehr um den Hybriden zu kümmern, denn er blickte nur in seine Schüssel und führte wie mechanisch den Löffel zum Mund.
Kurz nachdem der Brei den Besitzer gewechselt hatte gaben ihn die beiden Orks partnerschaftlich einen Schupser mit der Schulter so das der deutlich leichtere Hybride nach hinten viel. Das Gelächter der Zwei war ohrenbetäubend als Raflat aufschlug, ein paar der in der Nähe Sitzende stimmten mit ein, andere wiederum beobachteten ihn, genau wie der Schreihals.
War das vielleicht eine Prüfung und wenn ja wie sollte er darauf reagieren? Verdiente er sich den Respekt bei den Anderen, wenn er die Zwei verprügelte oder verbale attackierte? Vielleicht wollten sie aber auch nur seine Selbstkontrolle testen?
Was also würde er tun?
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Donnerstag 20. November 2014, 10:38

Mit der Zeit kamen auch immer mehr Gladiatoren in den Speisesaal und einige setzten sich an den Tisch an dem Raflat saß. So geschah es, dass er zwischen zwei Orks eingeklemmt sitzen musste. Ruhe hatte die Ratte dann auch nicht mehr lange.
„Hey du!“
Einer der Orks rempelte Raflat an.
„Sag mal warst du das nicht der Dings... wie hieß er noch mal?“ 
„Ich glaube Daktra Schar! Kann aber auch Schar Kastarrr gewesen sein!“
Beantwortete der andere Ork die Frage.
Was bei Faldor reden die da? Ich verstehe kein Wort von diesem Gegrunze!
„Hey Dumpfbacke kannst du eigentlich reden oder geht das nicht mit deiner Drecksvisage?!“
Einer der Orks lachte laut und schlug so hart auf den Tisch, dass die Schalen sich schon bewegten.
„Du Harl! ich glaube die Ratte denkt sie sei was Besseres!“
Der andere Ork nichte und blickte Raflat finster an. Dieser bekam auch schlagartig ein schlechtes Gefühl.
„Ich glaube wir sollten ihn zeigen, was Manieren sind!“ 
Einer der Orks schnappte sich die Schale des Hybriden und füllte deren Inhalt in seine eigene, keinen der Anwesenden, auch den Muskelberg der Raflat geweckt hatte, kümmerte dies. Kurz darauf gaben ihm beide Orks einen Schubser, so dass die Ratte nach hinten viel. Die Orks und ein paar der anderen Anwesenden lachten laut während der Rest den jungen Hybriden genau beobachtete.
Was soll das?! Faldor aber auch ist das ein Test? Wenn ja was soll ich machen? Den Schwanz einziehen und ich verliere den wenigen Respekt den ich bis jetzt hatte. Sollte ich die beiden anschreien ist wohl eine physische Konfrontation nicht mehr abzuwenden und das dürfte sehr schwer für mich werden.
Die Augen Raflats blitzen kurz auf als ihm eine Idee kam. Er erhob sich vom Boden und ging zu dem Tisch zurück, nahm dem Ork die Schale aus der Hand und füllte sich die Hälfte der Pampe in seine leere Schale und stellte dem Ork die andere Schale wieder hin.
„Was auch immer ihr beiden gesagt hab konnte ich nicht verstehen, denn ich habe nie gelernt Krz'ner zu sprechen oder zu verstehen.“
So setzte sich Raflat mit einem stark pochendem Herz auf seinen Platz zwischen den Orks und fing wieder an den Brei zu essen.
Hoffentlich habe ich mir jetzt keine Feinde gemacht.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Montag 12. Januar 2015, 08:02

Die Zwei Ork blickten den Rattenhybriden mit offenem Mund an, den einen von Beiden viel sogar wieder etwas von der Pampe, die er gerade essen wollte aus dem Gesicht.
Der Muskelberg blieb weiterhin ruhig und beobachtete das Schauspiel, wie auch die anderen Zuschauer in der Nähe der Szenerie.
„Du nicht kannst wirklich Krz'ner?“ Der eine Ork blickte Raflat mitfühlend an.
Als Raflat darauf kurz nickte wurde er von starken grünlich Armen umarmt oder besser gesagt erdrückt.
„Das mir leidtun du uns konntest ja gar nicht verstehen!“ Hörte er da gerade ein Schluchzen oder war er das selbst, weil er keine Luft mehr bekam?
„Ich bin Zarrk!“
„Ich bin Harl! Tut uns Leid wir dich geärgert haben, wir machen mit allen Neuen!“
Raflat den die Augen bald aus dem Schädel flogen sah wie der Teil seiner Pampe die er Harl in die Schüssel gegossen hatte wieder in seine floss.
„Warum sprichst du kein Krz'ner?“
Anscheinend musste Raflat wohl den grünen Ork namens Zarrk sagen, dass er die Umarmung lösen musste, damit er wieder sprechen konnte. Da der Ork keine Anstalten machte damit aufzuhören und langsam wurde auch die Luft knapp.
Von dem Muskelberg gab es immer noch keine Hilfe, der grinste nur und aß in aller Seelenruhe seine Pampe weiter.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Montag 20. April 2015, 21:41

„Du nicht kannst wirklich Krz'ner?“ Dem Blick des Orks der wohl Mitgefühl zeigen sollte konnte Raflat nicht unbedingt viel abgewinnen.
Als sich die Arme des einen Orks um in schlossen fühlte die Ratte wie langsam sämtliche Luft aus seinen Lungen gedrückt wurde.
„Das mir leidtun du uns konntest ja gar nicht verstehen!“
Die Entschuldigung ist zwar ganz nett, aber will er mich jetzt zerquetschen? Er meinte ein Knacken zu vernehmen und hoffte innigst, dass es keine seine Rippen war die dieses Geräusch verursacht hatte.
„Ich bin Zarrk!“
„Ich bin Harl! Tut uns Leid wir dich geärgert haben, wir machen mit allen Neuen!“
Allmählich wurde es kritisch um Raflat auch wenn er nicht viel brauchte war er ohne Luft doch verloren.
„Warum sprichst du kein Krz'ner?“
Noch ein paar Augenblicke vergingen und der junger Hybride hatte es irgendwie geschafft Zarrk so auf die Schulter zu klopfen, dass dieser ihn endlich los ließ. Auch wenn jeder Atemzug brannte, sog Raflat soviel Luft ein wie nur ging.
"Bei Faldor das war knapp!"
Wieder ohne es zu wollen war ihm die Sprache der Ratten von der Zunge gesprungen, möglicherweise war das aber auch ganz gut, da so niemand seinen Ausruf und den Namen des Totengottes verstand.
"Entschuldigt das gerade."
Einen tiefen Atemzug brauchte der ehemalige Dunkelelf noch bis er sich fing.
"Ich spreche kein Krz'ner, weil ich es bis jetzt noch nicht gelernt habe und es niemanden gab der es mir hätte beibringen können."
Er nahm sich seinen Löffel und fing an die Pampe in sein Maul zu schaufeln, er vertraute zwar noch niemandem so ganz, doch wirkten Harl und Zarrk nicht unfreundlich.
"Ach übrigens ich heiße zwar eigentlich Raflat, aber euch," damit wand er sich an alle die ihm zuhören wollten, "steht es frei mich zu nennen wie ihr wollt. Solange es nicht Happen und Wicht ist."

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Erzähler » Montag 27. April 2015, 14:39

Die Orks, welche eines Tages mal Gladiatoren werden sollten oder bereits welche waren, unterschieden sich optisch nicht sonderlich von jenen, welche Morgeria in den Krieg ziehen ließ. Genehmigte man ihnen jedoch, den Mund aufzumachen, so erkannte man, dass sie ... speziell waren. Nicht ganz helle, würden andere sagen. Man sollte meinen, ihr Lieblingsziel beim Gegner wäre der Kopf und wenn man davon ausging, waren sie zumindest sehr treffsicher. Raflat konnte hier nicht nur hervorstechen, weil er ein Rattenhybrid war. Seine Intelligenz könnte ihm noch zum Vorteil werden, wenn er sie einzusetzen wusste. Und das Krz'ner würde er auch noch lernen.
Bis dahin bemitleidete man ihn nach allen Regeln der Kunst. Es fehlte nur noch, dass irgendeiner der Orks ein Wehklagen ausstieß. Zarrk und Harl gaben sich besonders große Mühe, ihr Verhalten durch laut bekundetes Mitleid, eine "Umarmung" und jeder Menge Tätscheln auf Raflats Kopf wiedergutzumachen. Wenigstens sprachen sie endlich Celcianisch mit dem Hybriden, auch wenn sie selbst hierbei Schwierigkeiten hatten, sich korrekt auszudrücken. Dazwischen schlürften die beiden nun löffelweise wieder ihre Pampe in sich hinein, so dass kleine Tröpfchen der geruchlosen Masse über den Tisch flogen.
"Du haben ihn viel zu fest umarmt!", schimpfte nun Harl. Seine klobige Pranke zeigte dabei auf Raflat, dass dessen geruchsempfindliche Schnauze sofort die orkischen Achselausdünstungen wahrnahmen. Harls Schweiß besaß eine intensive Moschusnote. Hätte dieser ihn in die Pranken genommen, wäre Raflat vermutlich in Ohnmacht gefallen. "Du hören? Er quieken schon um Luft. Armes Ratte!"
"Es sich mehr anhörte nach Faldor-Quietsch!"
"Du mein'n, er beten?" Harls Kopf, der irgendwie viel zu klein für seinen massigen Körper war, wandte sich herum. Mit Schweinsäuglein betrachtete er sich den Hybriden kritisch. "Du beten?", hakte er nach. Neugier lag in der grunzenden Stimme. Doch noch ehe Raflat überhaupt die Chance hatte, zu antworten, schlug Zarrk seinen orkischen Kameraden fest auf den Rücken, dass dieser schnaubte. "Ha! Ich wusste! Er beten zu Faldor, weil bitten, wir bringen ihm Krz'ner bei. Keine Sorgen machen, kleines Rattenmann, wir bringen bei. Sein gute Lehrer."
Nur war wirklich der Faldor los, denn rings um den Tisch brach ein Gelächter und Gegrunze los, als befände sich Raflat unter Schweinen. Wo seine Rattensprache ihn in den Ohren der Orks hatte Quieken lassen, da drang deren Lachen nun ähnlich an jene des Hybriden. Sie jauchzten, sie blökten und sie grunzten um die Wette. Dass es Spottgelächter war, merkte man an Zarrks missmutiger Miene. Der Ork senkte die Mundwinkel, leckte sich betreten über die Hauer und ... schlug seinen unbekannten Sitznachbarn. "Ihr glauben, ich nix können das?!", brüllte er noch auf Celcianisch, ehe seine Wut schnaubende Wortgewalt wieder ins Krz'ner wechselte.
"Ich kann dem Kleinen mehr beibringen als du! Du kannst nur fressen und furzen!"
"Nimm das zurück!"
"Jau! Außerdem kann er viel lauter furzen als du!"
, mischte sich ein dritter ein. Daraufhin ließ auch Harl von Raflat ab, um sich in das hereinbrechende Handgemenge einzumischen. Noch eine Faust flog. Ein Kinnhaken schleuderte Zarrk zurück, doch der konterte schnell, indem er über den Tisch hinweg stob, um seinem Kontrahenten den runden Schädel in den Magen zu rammen. Weitere Orks sprangen auf. Die Wenigstens suchten Abestand. Bei einer Rangelei machte doch jeder gern mit und schnell fand sich Raflat inmitten einer Horde um sich schlagender Fäuste. Ob man seinen Namen überhaupt noch mitbekommen hatte? Einer in jedem Fall.
"RAFLAT!" Der Dunkle, der Laute! Er tauchte neben dem Hybriden auf und langte nach ihm, um ihn - gerade noch rechtzeitig - aus der Reichweiter einer grüngrauen Faust zu reißen. Das Handgemenge nahm zu, entwickelte sich zu einer Rauferei und noch weit und breit keine Wache in Sicht, die eingreifen wollte. "DIE ZEIT IST GÜNSTIG! SCHNAPP DIR WAS ZU ESSEN UND SUCH DIR EINE ECKE. NIEMAND WIRD DEINEN DIEBSTAHL BEMERKEN!" Nicht einmal mit dem Gebrülle, denn ausnahmsweise konnte der finstere Geselle nicht gegen das Tohuwabohu im Speisesaal anbrüllen.
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