Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Die Gebäude hier zeigen deutlich den Stand eines Bürgers in Morgeria. Niedere leben in heruntergekommen Barracken, Krieger & Söldner in bunkerartigen Unterkünften oder Zelten. Mächtige Familien leben in finsteren Anwesen, die kleinen Schlössern gleichen.
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Das dunkle Volk
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Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Sonntag 22. September 2013, 17:20

Einstiegspost: Sphinx
Die Jubelschreie und das rhythmische Trommeln der Füße weckten Sphinx aus seinen Gedanken.
Heute war sein großer Tag! Heute musste er sich beweisen, heute musste er töten, heute musste er die Massen verzaubern, heute musste er siegreich sein! Alles hing von dem bevorstehenden Kampf ab, versagen war keine Optionen, den sonst war sein noch so kurzes Leben verwirkt, darüber hatte ihn sein Meister sowie die Ausbilder in Kenntnis gesetzt.
Der Geruch von Blut stieg in seine Nase und ließ seinen ganzen Körper vibrieren, er war bereit zu dem zu werden, der immer werden sollte. Eine Maschine, die zur Belustigung der Massen tötete.

Die Tür wurde geöffnet und ein Diener, der den Leoniden unbekannt war trat in den Raum, wo man Sphinx festgekettet hatte. „Enttäusche unseren Meister nicht oder du wirst es bereuen!“
Der Lakai war ein Mensch, wie unschwer zu erkennen war, kurz nachdem er das gesagt hatte traten weitere Männer in den Raum, bewaffnet bis auf die Zähne. Sie ließen alle den jungen Leoniden nicht aus den Augen,
dieses Aufgebot sollte wohl klarmachen, dass er hier nichts Dummes anstellen sollte.
Die Ketten des Gladiators in spe wurden gelöst und alle Anwesenden hatten die Hände an den Griffen ihrer Waffen, jederzeit bereit Sphinx nur beim dem kleinsten Versuch von Flucht niederzustrecken.
Doch dieser machte keine an stallten sich gegen die Übermacht aufzulehnen. Der Mann der als Erstes den Raum beträten hatte ging voraus und der Leonide mit seinen Wächtern folgte. Sie liefen durch einige Gänge die menschenleer waren und führten den Kämpfer in einen weiteren Raum. Als er diesem Betreten hatte wurde die Tür hinter ihn geschlossen und er war allein. In der Kammer, in der er sich nun befand, brannte kein Licht, das war auch nicht nötig den ein Rundgang der mit einem Rollgitter versehen war ließ genug Helligkeit hinein und durch die Gitter konnte Sphinx erkennen das ihn nur noch weniger Meter von der Arena trennten.
Der Boden hier war nicht wie im restlichen Anwesen mit Steinplatten versehen, sondern bestand aus feinem Sand, kleine Sandkörner sprangen ab und an vom Boden auf, denn das Getrommel der Füße auf den Tribünen die sich wahrscheinlich über ihn befanden ließen die ganze Arena erzittern.
In einer Ecke konnte der Krieger auch seine beiden Äxte liegen sehen als ihn eine Stimme dazu veranlasste die Ohren zu spitzen, die von der Arena aus kam.

„NA DAS NENNE ICH DOCH MAL EINEN KAMPF!!!“ Die Menge jubelte und ab und an konnte man auch vereinzelnde BU rufe hören.
„WIR SIND FAST AM ENDE UNSERES SPEKTAKELS ANGELANGT, ABER VEREHRTES PUBLIKUM, DAS BESTE KOMMT JA BEKANNTLICH AM SCHLUSS UND OHNE SIE WEITER AUF DIE FOLTER ZU SPANNEN HABE ICH HEUTE DIE EHRE IHNEN DEN NEUEN KÄMPFER VON XERXES VORZUSTELLEN. EIN WESEN WAS SEIT SEINER GEBURT FÜR DEN KAMPF TRAINIERT WURDE UND SEINE GETÖTETEN FEINDE VERSPEIST!

SPHINX KOMM HERAUS UND BRINGE DEN TOD NACH DEN ES UNS SCHON ALLE VERZEHRT!!“

Genau in diesen Moment fuhr das Rollgitter nach oben und machte den Weg zur Arena frei. Sphinx, der an nichts mehr anderes außer zu töten dachte, rannte mit seinen Waffen nach draußen und Präsentierte sich der Masse.

Er befand sich in einer kreisrunden Arena, die von einer Steinmauer umringt war. Die Tribüne für die Schaulustigen befand sich auf dieser und waren bis auf den letzten Platz ausverkauft. Es wirkte fast als wäre das gesamte Dunkle Volk Morgeria hier, um den jungen Leoniden kämpfen zu sehen. Sie tranken, applaudierten und taten andere Sachen, die man bei solchen Veranstaltungen nun einmal tat. Der Beifall war ohrenbetäubend und wurde erst dann wieder unterbrochen, als der Sprecher wieder die Stimme erhob und in die Mitte des Ringes ging.
Es war ein großer dürrer Dunkelelf, um die zwei Meter groß, in einem violetten Gewand. Sein Gesicht hatte die bekannten arroganten Züge und sein Grinsen erinnerte an einen Narren.

„NUN DA SIE SPHINX GESEHEN HABEN, FREUEN SIE SICH AUF SEIN OPFER ODER SOLLTE ICH BESSER SAGEN SEINE OPFER?!
JA SIE HABEN RICHTIG GEHÖRT UNSER KÄMPFER WIRD GEGEN FÜNF UNGEZÄHMTE BLUTRÜNSTIGE ORKS KÄMPFEN!!!


Die Menge rastete nun völlig aus und jubelte aus vollen Kehlen. Sie wollten Blut sehen, denn dafür hatten sie bezahlt und dieses sollten sie auch bekommen.
Der Sprecher war mit einer Strickleiter die Mauer hochgeklettert, die danach auch umgehend wieder eingeholt wurde und genau als diese verschwand, kamen die angekündigten Kontrahenten.

Die Orks kamen durch den gegenüberliegenden Seiteneingang hereingerannt und verteilten sich umgehend. Sie trugen schwere Eisenrüstungen. Zwei von ihnen trugen Schwert und Schild, ein Anderer war mit einem mächtigen zweihändigen Schwert bewaffnet und die Beiden anderen hielten gefährlich aussehende Sperre in den grünen Händen. Sie wirkten wie erfahrenden Kämpfer und umkreisten umgehend ihren Gegner.

Nun war es an Sphinx sich zu beweisen oder unterzugehen. Sein Schicksal lag nun zum ersten Mal in seinen Leben in seinen Händen und zwar in Form von zwei Äxten.

„KÄMPFT!!!!!!!!!!!!!!“
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Samstag 28. September 2013, 14:06

Als die Bestie, das Aroma von Blut, sowie den jubel und die rhytmisch trommelnde Geräuschkulisse vernahm, welche von den Tribünen und der Arena an sein Gehör drang, schnellte das Haupt der Kreatur ruckartig hoch. Jeder Muskel seiner starken Arme spannte sich und ließen ihn angeregt durch das brodelnde Blut in seinen Adern an der rasselnden Kette ziehen, welche ihn noch immer eisern hielt. Als sich daraufhin die Tür öffnete und ein abgesandter seines Meisters, samt Schutzpatronen vor ihn trat. Kehrte für wenige Moment wieder eine gewisse Ruhe in den Körper des Leoniden ein. Diese schien augenscheinlich den Worten des Abgesandten zu lauschen. Während seine Blicke, verborgen hinter dem erschreckend wirkenden Helm, die Leibgarde des Mannes inspizierten.
„Enttäusche unseren Meister nicht oder du wirst es bereuen!“
Ein abwertend wirkendes schnauben war alles was der Diener durch die Kreatur seines Meisters erhielt. Welche ihm jedoch, in einer bestimmten Weise, die mahnenden Worte bestätigten. Woraufhin der lang ersehnte Moment gekommen war, der die Sphinx von seinen Fesseln befreien sollte. Rasselnd vielen diese zu Boden, während sich der dunkle, blutdürstende Krieger, sich scheinbar vergewissernd über die Handgelenke streichte. Woraufhin der Leonide dem abgesandten, stillschweigend und gehorsam, durch die Gänge des Gewölbes zu einem Vorraum der Arena folgte. Als der leonidische Gladiator diesen betrat, wurde die Pforte hinter ihm sofort wieder verschlossen, sodass von nun an, seine einziger Wege aus der Arena über die toten Körper seiner Gegner, oder durch den Verlust seines eigenen lebens führten. Er schaute sich um, woraufhin sich sein Blick auf jene Ebene richtete, die sich hinter dem vergitterten Tor befand. Dies war er nun, die Arena in der das Schicksal über seinen zukünftigen Lebensweg entscheiden sollte. Das Herz des Kriegers raste vor ungeduld und ließ seinen Atem in Form von feinem heißen Dampf, mit der Luft um ihn herum verschmelzen. Seine Hinterläufe spürten den feinen Sand zwschen den Krallen, woraufhin sie sich instinktiv tiefer in das sandige Gemisch eingruben. Die Bestie, welche nunmehr auf seine Freilassung wartete, ließ seinen Blick auf den sandigen Untergrund zu seine Pfoten schweifen und registrierte neugierig die Vibrationen im Sand. Woraufhin ein unbändiges Brüllen seiner Kehle entwich. Dann viel der Blick der Bestie auf seine beiden vertrauten Werkzeuge, die er scheinbar liebevoll an sich nahm. Als eine männliche Stimme aus der Arena zu ihm drang und das Hauptevent des Abends zu verkünden begann. Nach der, für Sphinx empfinden uninteressanten Ansprache, begann das eiserne Rollgitter den Weg in die Arena frei zu geben.
Scheinbar schwerfällig wirkend, setzte sich der geheimnissvolle Gladiator in Bewegung und stapfte hinaus in das Zentrum aus Blut und Sand, Wo ihn die Blicke des Publikums, zum ersten mal leibhaftig erblickten. Als die Sphinx die Mitte der Arena erreichte,blieb sie stehen und begrüßte das Publikum mit einem markerschütterndem brüllen, sowie der zwei Äxte, welche er fest in jeder Pranke haltend, in die Lüfte erhob und somit die Begeisterung des schaulustigen Volkes noch weiter anfachte. Als es wieder ruhiger wurde,Trat wieder der Moderator der Veranstaltung in den Ring und verkündete mit letzten Worten des wahren Blutfestes. Erneut begann das Publikum jubelnd und wie ihm Wahn, ihre Begeisterung zu offenbaren. Sphinx verfolgte noch den Abgang des Moderators über die Strickleiter der Mauer, bevor sich seine gesamte Konzentration auf seine Gegner richtete, die nacheinander das Schlachtfeld betraten. Sich Ringförmig um ihn herum positionierten und den scheinbar ultimativen Gegner in Augenschein nahmen.
Als letztendlich das entscheidende Wort gefallen war, schien die Schöpfung des mächtigen Xerxes restlos entfesselt zu sein. Diese ließ nochmals den Blick über die ihn umkreisenden Gegner schweifen und ließ jede Bewegung auf sich wirken. Dann begann es ...!
Das erste Opfer welches auserwählt wurde, war ein Speertragender Ork in dicker Rüstung. Kaum ausgemacht, ließ die Sphinx ihre anfänglich wirkende Schwerfälligkeit fallen und stürmte mit einer atemberaubenden Agilität und katzenhaften Wendigkeit auf sein Opfer zu. Schleuderte einer seiner scharfen Zwillinge, mit einem Bumerang ähnlichen Drall in Richtung der bewaffneten Hände und setzte darauffolgend zu einem hohen Sprung auf seine Beute an. Woraufhin die zweite Axt sich in einer aus luftiger Höhe beginnenden Flugbahn in Richtung des Kopfes bewegte. Diese Attacke, sollte noch keinesfalls den Tod des grünen Monsters bringen. Sie sollte ihn lediglich verwirren, aus der verteidigenden Position locken, leicht verstümmeln und angreifbar machen. Würde diese verheerende Kombination gelingen, stünde dem ersten Sieg des Leoniden kaum noch etwas im Wege.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Donnerstag 10. Oktober 2013, 15:32

Die erste Regel im Kampf lautete: Werfe niemals deine Waffe auf einen Gegner! Wenn du nicht über eine weitere verfügst. Zum Glück besaß aber Sphinx eine weitere Axt. An sich ein gutes Manöver wäre sein ausgesuchtes „Opfer“ nicht ein abgebrühter Kämpfer gewesen. Der Ork positionierte sich schnell neu und ließ die Axt gegen die linke Seite seiner Oberkörperrüstung prallen. Mit einen lauten „PLONG“ traf die Axt den Brustharnisch, doch außer einer Delle und einen Kratzer hinterließ sie keine weiteren Schäden und landete auf den sandigen Boden.
Während Sphinx in atemberaubende Höhen aufstieg und sich schon wieder im Abwärtsflug befand, riss der Ork den Speer nach oben und zielte auf den Hals des Leoniden. Sollte er treffen, würde es das für den jungen Gladiator schon gewesen sein, denn trotz der massiven Rüstung die er trug, würden die Kräfte, die bei diesem Aufprall entstanden, ausreichen die Sperrspitze durch seine Rüstung zu treiben, wie ein heißes Messer durch Butter. Zum Glück war aber Sphinx ein Leonide und konnte dank seines Schwanzes und seiner Körperbeherrschung seine Flugbahn etwas abändern.
Diese Fähigkeit rettete ihn auch das Leben, denn so streifte die Sperrspitze nur sein Gesicht und hinterließ einen kleinen Schnitt, anstatt ein Daumendickes Loch im Hals.
Dafür hatte der Ork weniger Glück gehabt, denn die Axt von Sphinx hatte sich tief in seine rechte Schulter vergraben. Doch die Grünhaut hatte wohl schon schlimmer Verletzungen erlitten und gab dem Hybriden einen Kopfstoß, der sich gewaschen hatte.
Obwohl Sphinx einen Helm trug, brachte ihn der Zusammenprall dazu ein paar Schritte nach hinten zu gehen. Das nutzte der Sperrträger, mit der Axt in der Schulter, auch gleich aus um mehr Abstand zwischen sich und der Bestie zu gewinnen.
Der Ork mit dem mächtigen Zweihänder ging sofort auf Sphinx los und auch die beiden anderen Schwertkämpfer mit den Schildern stürzten sich jetzt auf den waffenlosen Gegner.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Freitag 15. November 2013, 19:56

eindrucksvoll, mutig, stark, leidenschaftlich.
Mit diesen vier Worten, würde sich wohl noch am ehesten das kämpferische Herz des noch jungen Leoniden beschreiben lassen. Denn was dieser seinem dunklen Publikum bereits bei seinem ersten Angriff darbot, war durchaus als sehenswert zu bezeichnen. Dabei ließ der neue Gladiator, sowohl ein noch zu steigerndes, kämpferisch potenzial durchblicken, als auch eine große Menge unerfahrenheit im Kampf gegen seine grobschlächtig, wirkenden Rivalen.. Welches der für die katzenhafte Bestie, unerwarteten und zugleich schmerzvollen Schädelhieb des Orkskriegers bestätigte. Zwar konnte sich der speertragende Ork, durch seine instinktive,, ausgelöste Handlung, eine, zusätzliche Lebensfrist herausschlagen und den Abstand zu seinem beängstigend wirkenden Gegner gewinnen. So musste auch dieser die schmerzhafte Lehre ziehen, seinen Kontrahenten kein zweites mal, zu unterschätzen..
Während dieser, für beide Seiten prägenden Momente, schüttelte sich Sphinx die Benommenheit von seinem Haupt und begann sich mit Aug und Ohr einen neuen Überblick der Lage zu verschaffen.
So registierte nun auch er, das sein ersters Opfer die Zeit nutzte um Abstand zu gewinnen. Eine Axt sich auf dem sandigen Boden vor seinen Füßen befand, während dessen Zwilling, noch immer in der Schulter des Orks ruhte. So deutete ein kurzes, missfallendes Schnauben die Unzufriedenheit der Bestie dar, die mit einem lockeren Beinhieb, die Axt im Sand hinaufkatapultierte und sie mit der linken Pranke fing. Seine rechte Pranke erhob sich bedächtig, jedoch voller Anspannung auf Hüfthöhe. Wo sie sich zusammenziehend ballte und die messerscharfen Krallen, der Öffentlichkeit präsentierte. Als der Leonide, seine Augen über die Anwesenden schweifen ließ, begann der Ansturm der drei schwertkämpfenden Orks auf die Großkatze. Wovon sich der größte mit dem Zweihänder als, gefährlichsters Exemplar entpuppte. Dessen animalischen Sinne, nahmen sofort die Geräusche von schnellen Schritten, schwer atmenden Lungen und die damit verbundenen rhythmischen Vibrationen des Untergrundes wahr.
Während sich Sphinx, erwartungsvoll zu seinen Gegner herumdrehte und ihre Augen mit den seinen aufsuchte, stand sein neuer Angriffsplan bereits fest. Dieser bestand nun darin, das ihm gelehrten Wissen über das Volk der Orks, für seine Zwecke zu gebrauchen. So ließ der Leonide seine Gegner erst einmal ein stück herankommen, bevor er mit Hilfe seiner katzenhaften Reflexe, seiner unbändigen Kraft und seinen Instinkten, begann, die schwerfällig wirkenden Attacken, der drei orkischen Schwerkämpfer, abzuwähren und auf geschickte Weise auf den jeweils anderen umzulenken. Ziel war es nun, das Trio gegeneinander auszuspielen und somit auf unaufmerksame Kampfverhalten zu spekulieren. Solange die drei Orks Sphinx gemeinsam attackierten, würde er seinen Plan in die Tat umsetzen. Sollten sie sich trennen, würde der leonidsche Gladiator auch diese Chance nutzen und seine Beute im Einzelkampf, mit allem unter Druck zu setzen was er besaß.
Zuletzt geändert von Sphinx am Samstag 18. Januar 2014, 09:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Mittwoch 27. November 2013, 08:22

Eindrucksvoll, mutig, stark und leidenschaftlich so konnte man den kampfstill des jungen Leoniden beschreiben, aber es ging auch anders.
Berechenbar, unvorsichtig und überheblich, so würden jedenfalls andere erfahrene Gladiatoren den kampfstill von Sphinx bezeichnen.
Aber was interessierte Sphinx jetzt gerade die Meinung anderer Kämpfer, schließlich musste er überleben und was noch viel wichtiger war, er musste siegreich aus dem Kampf hervorgehen!

Die drei Schwertkämpfer umzingelten den Leoniden rasch und begannen damit ihn mit einzelnen Schwerthieben zuzusetzen. Sphinx konnte aufgrund seines Erbes schnell und rechtzeitig auf die Hiebe seiner Gegner eingehen, doch lange würde er diesen Schlagaustausch nicht standhalten. Seine Idee, die Angriffe seiner Feinde abzulenken, so dass diese sich gegenseitig behinderten, ging zum Anfang auf. Doch seine Kontrahenten waren keine Amateure, schnell verstanden sie was er vorhatte und lockerten den Kreis um ihn. So dass der Leonide nur noch gegen einen von ihnen gleichzeitig Kämpfen musste.

Er befand sich jetzt im Duell mit einem Ork der Schwert und Schild führte, während die Anderen sich ein Stück weit entfernten, um wieder Kraft zu schöpfen. Somit waren sie außerhalb der Reichweite von Sphinx, konnten aber jederzeit wieder ins Kampfgeschehen eingreifen, falls ihr Kamerad in Bredouille geriet.

Der Kampf zwischen Ork und Leonide wurde mit der Zeit immer heftiger, der Schlagabtausch der Beiden war schwer für Amateure nachzuvollziehen. Die Axt krachte gegen das Schild, das Schwert gegen die Rüstung, man schenkte sich nichts. Was der Leonid an Agilität auffuhr, konnte der Ork mit einer massiven Verteidigung wieder ausgleichen. Wäre es ein Boxkampf gewesen würde Sphinx nach Punkten führen da er den Ork wesentlich öfters taktierte als die Grünhaut. Doch mit der Zeit bemerkte der junge Kämpfer das sein Gegner ihn versuchte zu ermüden, den der Ork griff jetzt so gut wie kaum noch an.
Das bemerkte auch das Publikum und erste vereinzelte Rufe von gelangweilten Zuschauern entstanden. Der Ork schien das auch bemerkt zu haben und setzte übereilt zum Angriff an. Doch dieser Angriff sollte ihn auch das Leben kosten! Denn genau in den Moment in den der Ork sein Schild herabsenkte, um mit seiner Waffe zuzuschlagen, war die Axt von Sphinx schon auf den Weg gewesen. Die Grünhaut konnte nur noch mit weit aufgerissenen Augen verfolgen, wie das Axtblatt auf ihn zuraste und ihn den Unterkiefer spaltete. Sämtliches Leben wich aus dem Körper und er viel schlaff wie eine Puppe zu Boden. Für den Leoniden war dies ein prägender Augenblick. Denn heute hatte er zum ersten Mal getötet! Doch viel Zeit darüber nachzudenken hatte er nicht, denn der Ork mit dem Bastardschwert rückte an und holte zum Schlag aus.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Samstag 18. Januar 2014, 10:16

Im scheinbar letzten Augenblick, bevor der tödliche Zweihänder sein Ziel erreichte, gelang es der Großkatze sich auf den sandigen Boden fallen zu lassen und sich schützend unter den zuvor niedergestreckten, orkischen Gladiator zu bringen. Da dieser gerüstet war, nutzte Sphinx diesen Umstand und verwendete ihn als fleischgewordenes Schutschild, gegen die heftigen Hiebe des Bastardschwert führenden Orks. Doch lange würde auch Sphinx dieser gewaltigen Tortur nicht standhalten können und suchte augenblicklich nach einer Möglichkeit sich zu befreien. Diese bot sich ihm auch Augenblicke später, als ihm auffiel, das sein Gegner einen massiv, breiten Beinstand aufwies, um sich das hohe Gewicht des Schwertes zu nutze zu machen. So wartete die am Boden liegende Großkatze auf den nächsten Moment, bei dem der Ork aushohlte, um ihn dann mit einem kräftigen Tritt gegen das Knie, aus dem Gleichgewicht zu bringen und sich daraufhin agil und flink aus der brenzligen Gefahrenzone zu befreien, Sichtlich angeschlagen und schwer nach Atem ringend, nutzte Sphinx den Moment der sich ihm bot um seiner gequälten Lunge und Muskeln eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Dabei wurde ihm immer mehr bewusst, das er wohl doch noch nicht der krieger war, für den er sich hielt und das, wenn er diesen Abend überleben würde, noch viel Erfahrung und Training auf ihn zukommen würde. Doch sein Ziel behielt er fest vor Augen, nämlich den, einmal der stärkste Krieger Celcias zu werden.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 21. Januar 2014, 09:34

Das Publikum war nach der ersten Tötung dieses Kampfes außer sich und ließ die Arena erbeben. Wahrscheinlich konnte man diesen infernalen Lärm bis tief in die Katakomben hören. Denn der Keller von Xerxes Anwesen befand sich nur ein Stück über diesem unterirdischen Labyrinth. Doch genug davon, was dort unten passierte, war eine gänzlich andere Geschichte mit anderen Darstellern. Kommen wir lieber zurück zu dem Kampf von Sphinx gegen die Orkhorde.

Nach diesem 20-minutigen Gefecht sah es für einen Leihen gar nicht so schlecht für den Hybriden aus, aber wenn man sich etwas mit Gladiatorenkämpfen auskannte, wusste man, dass Sphinx aus diesem Gefecht nicht als Sieger hervortreten würde.
Das wusste auch Xerxes, der gerade in seinem eigenen Séparée saß und den Kampf beobachtete. Er schüttelte kurz ein kleines Glöckchen, das sich auf einen Abstelltisch, direkt neben seinen Thron befand und wenige Augenblicke später war einer seiner Leibdiener bei ihm. Er flüsterte diesen etwas ins Ohr und machte dann eine verscheuchende Bewegung mit der linken Hand. Der Diener verschwand umgehend um den Auftrag seines Herrn zu erfüllen.

Währenddessen ging der Kampf zwischen den ungleichen Gegnern weiter. Sphinx hatte sich geschickt eine kleine Verschnaufpause erkämpft und konnte für den Moment wieder seine Kräfte sammeln. Doch seine Feinde waren unermüdlich und schlossen langsam wieder den Kreis um den Hybriden. Diesmal hielten sich aber der Ork mit dem Bastardschwert und der verletzte Sperrträger zurück. Dafür setzten ihn aber der letzte verbleibende Schwert- und Schildträger sowie der unverletzte Sperrträger zu.

Der Schwertkämpfer ging in den Nahkampf und der Sperrträger sicherte ihn ab, wenn Sphinx sich einen Vorteil erkämpfen konnte. So hatte der junge Gladiator gänzlich schwere Karten mit seiner Bewaffnung als Sieger aus diesem Scharmützel zu gehen.
Doch wie manchmal so das Leben spielt, bekam man manchmal Hilfe, auch wenn man sie nicht erwartete. Für die Augen des Publikums nicht erkennbar, schlugen drei kleine Pfeilspitzen wie sie mit einem Blasrohr abgefeuert wurden in die Hälse des Schwert- und Schildträgers, des Verletzten und des unverletzten Sperrträgers. Die Pfeilspitzen drangen tief in die Haut ihrer Ziele und waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
Der verletzte Ork ging sofort zu Boden und für die Zuschauer hatte es den Anschein als wäre er an seiner Verletzung, die ihn Sphinx zugeführt hatte, zugrunde gegangen.
Der Kämpfer mit dem Schild starb durch die kurze Ablenkung des plötzlich eintreffenden Schmerzes. Denn als er getroffen wurde lies er gerade im Schlagabtausch das Schild sinken und gab so Sphinx die Möglichkeit seinen Leben ein Ende zu bereiten. Seine Axt traf frontal in seinen Hals und trennte den Kopf von Rumpf. Wie aus einem Springbrunnen schoss das Blut aus dem kopflosen Körper und besudelte den Hybriden von oben bis unten. Der unverletzte Sperrträger der noch völlig perplex war durch das schnelle Ableben seiner Kameraden bemerkt nicht wie Sphinx seine Axt nach ihm warf. Erst als sie kurz vor ihn war, warf er sich zu Seite, doch leider war es dann schon zu spät für ihn. Die Waffe erwischte wie es der Zufall so will die Halsschlagader der Grünhaut und so ging sie mit den Händen auf der Wunde zu Boden und verstarb dort kurze Zeit später.

Sphinx, der sein Glück kaum glauben konnte, sammelte schnell seine beiden Äxte von den toten Orks ein und wollte sich gerade vom Publikum bejubeln lassen, dass aufgrund der sich überschlagenen Ereignisse völlig außer sich war, als der letzte verbliebene Ork mit dem Zweihänder auf ihn losging und dabei etwas rief, was er nicht verstand. „VERRAT!!!“
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Donnerstag 23. Januar 2014, 12:21

Durch des duftes Blut an seinem Leib und durch des berauschenden Jubels der Massen mitgerissen, Riss der gladiatorische Leonide seinen Helm vom Haupt und offenbarte nun dem adligen, dunkelelfischen Volk sein wahres Gesicht. Mit einem wahrhaft furchteinflößenden, im Blutrausch befindlichen Siegesgebrüll, stand die Schöpfung des Xerxes mit seinem Hinterlauf, auf dem Schädel seines niedergestreckten Opfers und hob, überkreuzt, empor die Pranken mit den Symbolen für Tod und Zerstörung. Dabei ließ er sich, Blicke schweifend durch das Publikum, von der Menge feiern. Für einen kurzen Augenblick, ließ ihn dieses erhabene, unbeschreibliche Gefühl, alles vergessen was war und erfüllten sein innerstes mit einer neuen Form von Selbstbewusstsein und Stärke. Ließen ihn die Schmerzen seiner gepeinigten Muskeln und jegliches Gefühl von Erschöpfung und Sorge vergessen.
So fühlt es sich also an ... das Gefühl sich wie ein Gott zu fühlen! Das ist es wofür ich geboren wurde...! Wofür ich lebe...! Und wofür ich sterben würde...Herrlich!*Schnurr*
„VERRAT!!!“
Mit diesem einen Wort, riss eine Stimme in Krz,ner, den Leoniden gewaltsam aus seiner Gedankenwelt und holte ihn zurück an jenen Ort, an dem der größter und mit Abstand gefährlichster Gegner noch auf ihn wartete. Zwar verstand der Leonide die gesprochenen Worte seines Gegners, doch konnte er mit der eigentlichen Bedeutung "Verrat" nichts anfangen, da dieser Begriff für ihn bislang ungebräuchlich war. So öffnete Xerxes Schöpfung ruckartig die Katzenaugen und nahmen den grünhäutigen Schrecken ins Visir. Mit einem gereiztem Zähnefletschenden Gesichtsausdruck, fokussierte Sphinx, die sich ihm kraftvoll und durch Erde erbebenden Schrittes nähernde Gestalt. Erhob daraufhin seine beiden Äxte und bereitete sich mental auf die letzte Schlacht vor. Als dieser Augenblicke später den Leoniden erreichte, begann ein Schlagabtausch der seines gleichen suchte. Das sich nun fürs Publikum dargebotenen letzte Gefecht, stellte in seinem Schauspiel nochmals alles vorangegangenen in den Schatten. Hier trafen, in einem kämpferischen Tanz, funkenschlagend, Stahl auf Stahl aufeinander. Wobei sich die beiden duellierenden Krieger in Kraft und Agilität in nichts nachstanden. Diese Auseinandersetzung, glich schon nach einer ganze Weile keinem Gladiatorengefecht mehr, sondern mutierte zu einem persönlichen Krieg zweier Rassen aus. Wer am Ende als Siegreich hervorgehen würde, wusste wohl nur das Schicksal selbst.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Donnerstag 27. Februar 2014, 07:51

Maruka und Raflat kommen von: Der östliche Teil Celcias ‹ Die Tote Ebene ‹ Die dunkle Stadt Morgeria ‹ Die unterirdischen Anlagen ‹ Die Katakomben
Bei Maruka und Raflat

Die Zwei folgten mit gesenktem Haupt den Goblin der sich hier so selbstverständlich bewegte als würde das Anwesen ihn gehören. Die Armbrustschützen hielten dabei sicheren Abstand von ihren Gefangenen und warteten nur auf eine falsche Bewegung ihrer Ziele.
Während ihres kleinen „Spaziergangs“ passierten Raflat und Maruka einige pompöse Gänge und je länger sie liefen um so lauter wurde das Jubelgeschrei. Einige Kronleuchter begannen schon zu wackeln und man hatte das Gefühl gerade unter einer Arena zu gehen. Doch trotz des infernalen Lärms begegneten sie keiner weiteren Gestalt.

Vor einer massiven Tür blieb der Konvoi stehen und der Goblin öffnete diese flink mit seinen kleinen Händen. „Wenn ich bitten darf.“ Dabei machte er eine Geste die Maruka und Raflat dazu aufforderte in den neuen Raum zu gehen.
Als hätten die Zwei eine Wahl gehabt!
Von ihrem Schicksal betrogen liefen sie missmutig weiter. Doch diesmal ging der Goblin nicht vor, sondern wartete darauf, dass die Beiden in der Mitte des Raumes waren.
Schnell bemerkten die Gefangenen, dass dies kein normaler Raum war, denn der Boden unter ihnen war nur aus Holz und gab bei jedem Schritt ein wenig nach. Überall hingen Seile und die Decke war so weit weg das man sie nur erahnen konnte.
„Viel Spaß da oben, vielleicht schafft ihr es ja euch einen Namen zu machen!“
Mit diesen kryptischen Worten und einem fiesen Grinsen auf dem Gesicht schloss der Goblin mit Hilfe eines der Armbrustschützen die Doppeltür und lies Maruka und Raflat allein zurück.
Doch lange Zeit darüber nachzudenken, was hier gerade passierte, hatten sie nicht. Denn der Boden begann kurz zu wackeln und die Seile spannten sich fast bis zum Zerreißen und dann mit einem Ruck setzte sich der mittelalterliche Aufzug in Bewegung.


Bei Sphinx

Der Schlagabtausch der Beiden Kontrahenten war wild und weniger Präzise, hier begann gerade ein Kräftemessen, das man nicht überall zu sehen bekam.
Das dachte sich auch das Publikum und dankte es den Gladiatoren mit tosendem Beifall und lautem Geschrei.
Die beiden Kämpfer schenkten sich nichts doch irgendwann brauchten auch sie eine Pause und so sprangen sie fast zeitgleich ein Stück nach hinten, um wieder zu Kraft zu kommen.
Es wirkte fast schon wie geplant, denn als die Beiden sich eigentlich kurz erholen wollten, entstand ein Spalt zwischen den Kämpfern, der sich immer weiter ausdehnte.
Der Sand rieselte durch die Öffnung nach unten und wurde wie von einem schwarzen Loch verschluckt. Sphinx und der Ork vergrößerten schnell ihren Abstand zu diesem entstehenden Abgrund als der Ansager mit seiner unglaublichen lauten Stimme die Menge zum Verstummen brachte.
„MEINE FREUNDE DES KAMPFES, DIESE SCHLACHT IST NOCH LANGE NICHT GESCHLAGEN! WIR HABEN NOCH ZWEI WEITERE BESONDERE KÄMPFER FÜR SIE!“
Das Publikum wurde durch das anheizen des Ansagers schon fast hysterisch und der Lärm den die vielen Zuschauer verursachten war wahrscheinlich schon in fast ganz Morgerias zu hören.
Unter den tosenden Beifall kamen zwei Gestalten mit einer art Aufzug nach oben Gefahren, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

„HEIßEN SIE UNSERE NEUEN KÄMPFER HERZLICH WILLKOMMEN UND MÖGE DAS GEMETZEL WEITERGEHEN!!!“
(Zwischenspiel beginnt, neue Postingreihenfolge beachten)
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Sonntag 9. März 2014, 10:30

Es war schon ein sonderbares Gefühl, welches den Leoniden in jenem Moment empfing. Als sich unter seinen gewaltigen Pranken, bebend und zitternd der Untergrund auftat und somit den Eindruck vermittelte, als täte sich eine Forte zum Totenreich unter ihm und seinem orkischen Kontrahenten auf. Als daraufhin das tiefe Dunkel dieser unwirschen Welt, zwei sonderbar wirkende Gestalten hervorbrachte, glaubte Sphinx im ersten Moment, es mit warhaftigen Dämonen zu tun zu bekommen. Interessierten Blickes, legte der animalsiche Krieger seinen Kopf zur Seite, lies ein aufgewühltes Schnauben erklingen und begann dann, sich langsam und vorsichtig den unbekannten, zwergenhaften Kreaturen zu nähern. Während dieser Augenblicke, war jeder Muskel seines Körpers gespannt und die Griffe seiner Vorderpfoten fest um die langen Enden der Äxte gepresst. Jederzeit bereit, einen möglichen Angriff seitens seiner neuen und alten Gegner zu parieren. Mit langsamen, lautlosen Schritten, näherte sich die Bestie des Xerxes dem seltsamen neuen Päärchen. Dabei zeugte jede Körperreaktion und jeder Laut von Anspannung, Misstrauen und Unsicherheit. Als er Augenblicke später, spürbar nahe an die Hybriden herangetreten war. Holte er in voller länge mit seinen Waffenbespickten Vorderläufen aus und versenkte diese unter donnernder Gewalt vor den Füßen der zwergenhaftwirkenden Hybriden. Woraufhin sich der gewaltige Schädel der Raubkatze zum Rattenhybriden wandte und diesen beschnuppernd und inspizierend unter die Lupe nahm. Dabei schnellte reflexartig eine der großen Pranken hervor und umfassten sowohl die Kehle als auch den Unterkiefer der mageren Kreatur. Dabei drehte und wendete er für wenige Augenblicke den Kopf der Ratte, so alls wollte er jedes Detail seines Schädels analysieren. Dieses inspizierende Verfahren dauerte nur wenige Momente, ehe der Leonide ihn wieder von seinem Griff befreite und sein Interesse darauffolgend auf die katzenhafte Schönheit lenkte. Welche die Bestie sofort mit seinen intensiven bernsteinfarbenen Augen einnahm. Auch sie wurde, wie ihr Begleiter zuvor genauestens in Augenschein genommen, beschnuppert und analysiert. Doch schien, zur Verwunderung jedes Außenstehenden, diese katzenhafte Dämonin von der Bestie mit viel mehr Feingefühl und Vorsicht, ja man könnte sogar sagen, einer zärtlichen Verfahrensweise unterzogen worden zu sein. So drang nämlich schon während des beschnupperns ein rhytmisches, angenehmes Schnurren aus dem inneren des anfänglich wirkenden schreckens. Welches durch vereinzelte, sanft streichelnde Berührungen, über Gesicht und Schultern der Katzendämonin hervorgehoben wurde. Dann ganz plötzlich und unvorhegesehen, wandelte sich das verhalten des leonidischen Kriegers. Dieser löste sich von der dunklen Hybridin mit einem vor Zorm gewandeltem Antlitz, brüllte wie von einem schmerzenden Dorn gequält auf und ergriff seine Äxte. Richtete sich zu voller Größe auf und trat daraufhin mit weiterem provozierendem Brüllen auf den Bastardschwert schwingenden Ork zu.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Sonntag 9. März 2014, 17:52

„Viel Spaß da oben, vielleicht schafft ihr es ja euch einen Namen zu machen!“
Marukas Gedankengänge waren mit einem Schlag in eine andere Welt versetzt. Eine Welt ohne Falschheit und von Liebe, Freundschaft und Ehre erfüllt, eine Welt des stillen Eises und warmer Herzen. Es war nur ein Sekundenbruchteil, aber der kleine Satz des Globins hatte etwas tief in ihr berührt.
...einen Namen zu machen!
, hallte es in ihr nach, während sie den dunklen Raum betrat, über dem der Lärm tobte. Erinnerungen von endlosen weißen Weiten, Eisbären und stolzen Kriegern, die ihre Namen mit Ehre erfüllten wollten sich nach oben kämpfen. Krieger dessen Gesichter sie so sehr vermisste, aber sie erlaubte sich diese nicht zu sehen. Nicht in diesem Moment, doch ihr Mantronerherz reagierte. Es schlug wild und bereitete den Körper auf den Kampf vor. Das Adrenalin begann fast augenblicklich zu fließen und prickelte unter ihrem sich aufstellenden Fell.
Mir einen Namen machen … Wie wäre es mit „Goblintod“, du mieser kleiner Feigling! Oder „Kehlenreißer“! Oder …
Dann schloss sich auch schon die Tür hinter ihnen und sie blickte zu Raflat. Wenigstens war sie nicht allein. Doch Plötzlich begann der Boden unter ihren Füßen zu beben und instinktiv kauerte sie sich hin. Kaum hatte ihre Hand den Boden berührt, drückte sie auch schon wieder die Knie durch. Egal was da kommen sollte, sie wollte es aufrecht hinnehmen. Sie musste wach sein, die menschliche Seite und durfte dem Tier in sich nicht die Führung überlassen. Dann bildete sich auch schon ein schmaler Spalt über ihren Köpfen und Katze zwinkerte dem fahlen Licht entgegen.
Entsetzen! Blankes Entsetzen kroch in Marukas Kehle hinauf, genauso quälend langsam, wie sich die Plattform hob und ihrem Ziel näherte, doch sie stand still und aufrecht da, während ihre Hände ihre Peitsche entrollten und dann das Fell an den Armen wieder glatt strich. Das Licht breitete sich langsam aus und schimmerte silbern in ihrer Mähne. Woher kam es? Gab es einen Himmel oder Fackeln? Waren sie noch unter der Erde?
Wo bin ich nun wieder hinein geraten?!
Von oben rieselte ihr feiner Sand entgegen und sie musste kurz den Blick abwenden um ihn nicht in die Augen zu bekommen. Das nächste was sie erblickte waren zwei Schatten die sich schnell von den steil abfallenden Rändern des Schachtes entfernten und eine Stimme erschallte.
„MEINE FREUNDE DES KAMPFES, DIESE SCHLACHT IST NOCH LANGE NICHT GESCHLAGEN! WIR HABEN NOCH ZWEI WEITERE BESONDERE KÄMPFER FÜR SIE!“
Katze verstand, vielleicht noch nicht jedes einzelne Wort, aber doch den Inhalt. Das Publikum wurde durch das Anheizen des Ansagers schon fast hysterisch und der Lärm den die vielen Zuschauer verursachten war wahrscheinlich in fast ganz Morgerias zu hören.
Tosenden Beifall setze ein. Katzes große Ohren erzitterten bei den Lautstärke.
„HEIßEN SIE UNSERE NEUEN KÄMPFER HERZLICH WILLKOMMEN UND MÖGE DAS GEMETZEL WEITERGEHEN!!!“
Maruka konnte erst nur die Ränge erblicken, auf denen sich die für Blut geifernden Gäste versammelt hatten und dem Spektakel entgegen schrien.
Gemetzel wollt ihr also. DAS könnt ihr haben!
Innerlich peitsche sie sich selbst, beschwor die Bestie in sich zur Besonnenheit und lauerte auf das was kommen würde. Um so weiter sich die Plattform hob, um so mehr wurde ihr bewusst, dass sie und Raflat nicht nur wortwörtlich auf einem Präsentierteller befanden. Verstecken war keine Option, so gern sie es auch getan hätte. Hier nützte ihr das Tier der Nacht nicht viel. Hier gab es keine Deckung, keine Möglichkeit sich heimlich an seinen Gegner heranzuschleichen. Das hier war ein Kampfplatz, allein zum öffentlichen Sterben erdacht, was letztendlich auch die toten Orks bestätigten.
Gegner ausmachen, einschätzen und Taktik wählen.
So hatte es ihr ihr Vater beigebracht. Gegner gab es viele, doch die einzig greifbaren waren ein Ork und ein ebenso großer und monströser … Kater?
Überraschung huschte über ihr Gesicht. Katze hielt ihre kampfbereite Peitsche eng am Körper, so dass man sie nur bei genauer Betrachtung nicht als ein Teil der Kleidung ausmachen konnte. Ihre Aufmerksamkeit huschte zu dem lauernden Ork und zurück zu dem ihr erstaunlich ähnlichen Artgenossen. Ungläubig starrte sie ihn für zwei lange Sekunden an, bis die Plattform zum stehen gekommen war.
Was …? Er … ist doch ein Er? Ja! ...aber so groß! Was ist er? Ist er wie … ich? Gibt es noch mehr von meiner … Art? Er wirkt viel wilder! Bei Ventha, seine Schnauze … ! Ob er damit überhaupt sprechen kann?
Während ihre Gedanken rasten, näherte sich das Monster, was noch viel mehr tierische Anteile wie Maruka in sich hatte und vollführte Drohgebärden. Maruka versuchte noch immer den Ork nicht aus den Augen zu verlieren, aber hoffte, das Raflat ebenso vorsichtig vor ging. Bis jetzt hatte es keinen Angriff gegeben. Vielleicht hatten sie eine Chance das hier zu überleben, also flüsterte sie Raflat so unauffällig wie möglich zu:
„Nicht bewegen.“
So angespannt wie er aussieht, sollten wir keine hastigen Bewegungen machen. Er scheint sich jedoch erst mal für Raflat zu interessieren … OH!
In diesem Moment hatte der Katzenartige sie erreicht und den Rattenhybrid auch schon bei der Kehle gepackt. Auch wenn Maruka noch nie in ihrem Leben einen Löwen gesehen hatte, so war sie doch beeindruckt von seiner Kraft und Größe. Auch sein Geruch hatte etwas verwirrend verdautes an sich. Da er sich nun eingehend mit Raflat beschäftigte, konnte sie sich mit ihm beschäftigen, ohne dass er es gleich merkte. Sie stand seitlich zu ihm und ihr Blick hielt Raflat fest, als könnte sie ihm mental zurufen, dass er aushalten solle. Gleichzeitig hielt sie ihre Peitsche gleich einer Garrotte in den Händen, bereit sie im Notfall dem Kater durch die weiche Gurgel zu ziehen, wenn gleich ein innerer Widerstand es nicht tun wollte. Der Löwe beschnupperte gerade den Hybriden ausgiebig und Maruka befürchtete schon, dass er jeden Moment zubeißen würde. Langsam neigte sie ihren Kopf ein wenig näher und raunte ganz leise in das schwarze verhältnismäßig kleine Ohr:
„Kein Futter!“
Sofort hatte sie seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Er ließ Raflat los und beschnupperte nun sie. Seine mit Klauen bewährten Pranken berührten sie zögerlich, vorsichtig, ja fast zärtlich.
Oh, oh … das war nicht ganz das was ich … beabsichtigt hatte. Vorsicht Junge, noch weiter unten und du bist dein bestes Stück los!
Still ließ sie jedoch die Untersuchung über sich ergehen, presste die Zähne aufeinander, bewegte sich nicht einen Millimeter und nur ihre Augen zuckten immer wieder zum Ork, der wohl auch nicht ganz verstand was hier vor sich ging. Das Schnurren, was aus der Brust des Schreckens vor ihr drang, erinnerte sie stark an ihr eigenes, wenn sie sich wohl fühlte, doch zu verwirrend war es in dieser so unwirklichen Situation. Dann ganz plötzlich und unvorhergesehen, wandelte sich das Verhalten des Monsters. Es löste sich von ihr, brüllte auf und ergriff seine Äxte die noch im Boden zu ihren Füßen steckten. Dann richtete er sich zu voller Größe auf und trat daraufhin mit einem weiteren provozierenden Brüllen auf den Bastardschwert schwingenden Ork zu.
Über Marukas Gesicht huschte so etwas wie ein kurzes Grinsen.
Puh, gut gegangen! Ein Verbündeter... oder so was ähnliches mehr.
Sofort zischte sie Raflat zu:
„Da, die Waffen.“
, wandte sie sich um und rannte in die entgegen gesetzte Richtung auf einen der gefallenen Orks zu. Neben den Leichen lagen meist nicht unweit ihre Waffen, die sie nun nicht mehr brauchen würden und Maruka suchte nach einem Speer um sich notfalls schützen zu können. Ein Schild wäre ihr auch lieb, aber sicher für sie zu schwer und nur beidhändig zu tragen. Sie musste auf ihre Schnelligkeit setzen. Ein Speer hätte noch einen anderen Vorteil, den sie hoffe später nutzen zu können. Die Umrandung der Arena war hoch, doch nicht unmöglich zu erklimmen. Mit einem Speer, den man schräg an die Wand stellen, oder in einer Fuge verankern könnte und einem Vorsprung um den sie ihre Peitsche schwingen könnte, gäbe vielleicht eine Möglichkeit sich hinauf zu ziehen und zu entkommen … oder eine Geisel zu nehmen. Ihre Augen suchten die Ränge ab! Irgendwo musste eine Person, vermutlich abgesondert von den Anderen sitzen. Eine Person die gelassen dem Schauspiel beiwohnte und die Fäden zog. Wenn sie schnell sein würde und einen Überraschungsmoment geschenkt bekommen könnte, wäre das vielleicht eine kleine Chance. Eins hatte sie bereits im politischen Unterricht von von Vranyk gelernt. Dunkelelfen waren arrogant und selbstsicher. Tötete man einen, so freuten sich zehn andere und nahmen seinen Platz ein. Wenn sie Glück hatte und das würde sie brauchen, dann fand sie den Richtigen. Wenn nicht, gab es noch andere Möglichkeiten um zu Überleben. Wie hatte der verfluchte Globin gesagt? Vielleicht konnte sich man hier einen Namen machen. Wenn sich auch nur einer der Dunkelelfen weit genug über die Brüstung nach vorne beugen würde, dass sie ihn erreichen könnte, würde sie der Menge ein Schauspiel bieten, dass ihren Durst auf Blut ertränken könnte.
Erst einmal brauchte sie jedoch Abstand zu den beiden, bzw. dem einen Gegner, der ihr in Kraft, Größe und Reichweite überlegen war. Die Gegner waren ausgemacht. Jetzt musste sie erst einmal die Situation einschätzen und dann eine Taktik wählen. Mit einem Bogen wäre der Ork schon Geschichte, doch hier war nirgends eine solche Waffe zu finden. Mit ihrer Peitsche konnte sie ihn ärgern, ja sogar schwer verletzen, aber töten nur wenn sie in den Nahkampf gehen würde und dass wäre sicher ihr eigener Tod. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie die Umgebung, Raflat und den Leoniden und untersuchte eilig die Leichen. Vielleicht würde sie etwas hilfreiches finden, vielleicht auch nicht.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Mittwoch 12. März 2014, 17:09

Als sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte spannten sich alle Muskeln in Raflats Körper bis zum zerreißen an. Seine Gedanken leerten sich und lediglich sein Fluchtinstinkt blieb aktiv. Sobald die Decke über den beiden Hybriden anfing sich zu öffnen vernahm er den metallenen Geruch von Blut und sein Fluchtinstinkt wurde noch stärker.
Oben angekommen musste die Ratte mehrmals Blinzeln um sich an die Helligkeit der Umgebung zu gewöhnen. Zu lange hatte er kein richtiges Licht mehr gesehen. Versuchend sich einen Überblick zu verschaffen fiel dem jungen Hybriden zu erst ein Ork mit einem großen Schwert danach sah er mehrere tote Orks.
„Nicht bewegen.“
Noch bevor Raflat Katze fragen konnte warum er sich nicht bewegen solle sah er auch schon einen riesigen Kater auf sich zu laufen. Dieser Kater ließ seine Äxte in den Boden krachen und hob Raflat an der Kehle hoch und fing an ihn zu begutachten. Der Griff der Bestie schnürte der Ratte die Luft ab. Er versuchte ruhig zu bleiben und Blickkontakt zu seiner Partnerin aufrecht zu erhalten. Als das Wesen anfing an ihm rumzuschnuppern sagten Katze:
„Kein Futter!“
Endlich lies der Kater Raflat auf den Boden wo dieser auf seine Knie sank und nach Luft schnappte.
Bei Faldor was ist das für eine Bestie?! Was für eine Kraft!
Der Hybrid hob seinen Kopf und sah wie das Wesen Katze begutachtete. Kaum hatte Raflat es geschafft sich zu erheben brüllte es, nahm seine Äxte und stürmte auf den Ork zu.
„Da, die Waffen.“
Seine Partnerin lief in Richtung der Orkleichen die er vor der unerwünschten Untersuchung der Bestie erspäht hatte. Raflat folgte ihr doch während sie die Waffen der toten Orks begutachtete zog er seine Waffen und beobachtete den Kampf zwischen Ork und Kater.
Vielleicht haben wir ja Glück und sie machen sich gegenseitig fertig.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Donnerstag 20. März 2014, 08:44

Langsam aber sicher fühlte der Ork sich mehr als nur hintergangen. Er und seine jetzt toten Kameraden waren eigentlich erfahrende Gladiatoren, aber bei diesem Kampf konnten sie nicht gewinnen. Aus den Augenwinkeln heraus betrachtete er das Treiben der neuen Kontrahenten und ihn war schon fast von Anfang an klar gewesen, dass sie sich wahrscheinlich gegen ihn verbünden würden. Schließlich gehörten zwei der gleichen Art an. Doch Moglat, so nannte man ihn überall in Morgeria, hatte jetzt genug von diesem unfairen Kampf. Er griff an seinen Hals und zog an der silbernen Halskette, die er trug. Kurz darauf kam am Ende eine kleine Phiole, die verborgen hinter seinen Brustharnisch trug, zum Vorschein. Moglat öffnete diese geschwind und die rotbläuliche Flüssigkeit, die sich darin befand, verschwand schnell in seinem Mund.
Er holte ein paar Mal mit seinem Bastardschwert aus und dann stürmte er wieder auf Sphinx zu.

Schnell waren die wenigen Meter die den Leoniden von dem Ork trennten überwunden und der junge Gladiator war erstaunt über die Kraftreserven die Moglat besitzen musste. Denn er bewegte sich jetzt wieder so schnell wie bei ihrem ersten Aufeinandertreffen.
Eigentlich stimmte dies nicht, denn er war jetzt noch schneller und wie der junge Krieger gleich feststellen musste, auch viel stärker.

Die ersten drei Angriffe konnte er noch gerade so abwenden als die Klinge wie es schien aus allen Himmelsrichtungen auf ihn einschlug, aber der Vierten angriff kam unvorhergesehen. Ein Schlag, der von oben herab geführt wurde, stellte sich als Finte heraus und wurde mit einer geschickten Verlagerung des Griffes zu einen Seitwärtshieb, der ungebremst in die rechte Flanke von Sphinx Rüstung fuhr.
Der Schlag war so heftig und mit einer ungebremsten Wut geführt das die Klinge durch das Metall der Rüstung von Sphinx fuhr als wäre sie aus Stoff.
Der Leonide bemerkte, wie die Klinge in sein Fleisch schnitt und das der Schnitt mehr als tief war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er zu Boden geschmettert und bis sich dabei auch noch zu allen übel mit seinen scharfen Zähnen auf die Zunge.
Der Ork lies sofort von ihm ab und stürmte jetzt auf Maruka zu, die gerade dabei war eine weitere Leiche zu plündern.

Sphinx wollte zwar aufstehen um seiner neuen Gefährtin zu helfen musste aber umgehend feststellen, dass er dazu nicht in der Lage war. Der Schmerz seiner Wunde war zu intensiv und zu allen Überfluss musste er noch feststellen das ein Teil seiner Organe bei jeder Bewegung kurz davor war aus der Öffnung hervorzutreten. Wenn er überleben wollte sollte er lieber liegen bleiben und darauf hoffen, dass die beiden Anderen den Kampf für sich entscheiden konnten.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Samstag 22. März 2014, 11:36

Alles wirkte wie ein Traum!
Das berauschende Gefühl des Kampfes.
Das brutale niederstrecken des Gegners.
Der betörende Geruch von Blut und Tod in der Nase.
Sowie der Gedanke, des greifbaren Triumpfes und des Jubels in der Arena.
Doch letztendlich war es nur ein Traum und irgendwann ... muss man doch aufwachen!
Da lag sie nun, die einst noch so starke und furchteinflößende Bestie des großen Xerxes. Mit der neunen Wahrheit und dem damit verbundenen Schicksal vor Augen, besiegt worden zu sein und nun ehrlos, den Tod zu erwarten.
Mit einem lähmenden Schmerz, welches sein innerstes durchflutete und einer tödlichen Schnittwunde in seinem Leib. Konnte der leonidische Krieger, scheinbar nurnoch tatenlos und mit benommenen Blick zusehen, wie die bastardschwingende Grünhaut, seinen neunen Kontrahenten, mit jedem Schritt näher entgegentrat. Dabei richteten sich die Katzenhaften Augen zuerst auf den Ork. Danach auf die zwei ungewöhnlich neuankömmlinge udn zuletzt an jenem punkt auf der Tribühne, an dem sein Herr das Spektakel aufmerksam beobachtete.
Verzeiht mir Herr! Ich habe Schande über euch gebracht! Ich habe ... versagt!
Mit diesen letzten Gedanken, bettete Sphinx sein Haupt auf dem warmen, sandigen Arenaboden und schloss für einen geraumen Zeitraum die Augen. Wobei er sich träumend, an seine ersten Trainingstage mit Orok zurückversetzte.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Montag 24. März 2014, 07:58

Katze hatte immer wieder aus dem Augenwinkel die Arena beobachtet und so auch den Sturm der beiden Kolosse aufeinander bemerkt, während sie nach den unterschiedlichsten Dingen gesucht, doch anscheinend nichts gefunden hatte. Krachend fuhren die Klingen aufeinander und schnell wurde klar, dass sich das Blatt wendete. Maruka hatte nicht gesehen, wie der Ork das Fläschchen an den Mund geführt hatte, aber dass dieser Gegner nun plötzlich wie ausgewechselt war, war nicht zu übersehen. Rasend, ob nun vor Wut oder durch magische Unterstützung, drosch der Ork auf den großen Kater ein, der ein paar der Schläge noch gut parierte, bis plötzlich der Kampf je endete. Maruka hatte schon Orks während ihrer Gefangenschaft kämpfen sehen, doch als dieser den Leoniden nieder streckte, schürte sich ihre Kehle zu. Das war nicht richtig. Nichts hier war richtig oder ergab irgendeinen Sinn für die junge mantronische Seele. Warum genossen es diese Wesen nur so sehr, sich am Leid anderer zu ergötzen? Ihre Erziehung und ihre Instinkte lagen im Widerstreit mit den schrecklichen Erfahrungen der letzten Monate. In ihrer Gefangenschaft hatte sie viel gelernt, was sie besser niemals gewusst hätte!
So etwas wie Fairness oder Ehrgefühl durfte man hier nicht erwarten und um zu überleben, hatte sie diese Ansichten tief in sich begraben müssen. Der große Kater war selbstsicher auf seinen Gegner zugestürzt und hatte seine Umwelt unterschätzt. Nicht die Kämpfer im Sand bestimmten den Ausgang des Spektakels! Nein, es waren die dunklen Herren, die die Regeln aufstellten. Die einzige Möglichkeit, die sich Katze im Angesicht des Feindes bot, war eben diesen Regeln nicht zu befolgen. Das Monster, dass sich nun schnell näherte, war ihr nicht nur in seiner Bewaffnung Haus hoch überlegen, selbst ein Fausthieb des Orks könnte ihre Knochen splittern lassen wie Glas. Kaum hatte der Kopf des mächtigen schwarzen Katers den Sand berührt, stürmte sein Gegner nun auf sie zu. Maruka kannte ihre Grenzen und die einzige Chance das hier zu überleben lag in der wagen Hoffnung auf Teamarbeit. Da sie nun das vorläufige Ziel war, riss sie die erstbeste Waffe hoch die noch neben seinem toten Besitzer lag und schleuderte sie dem Koloss entgegen. Ob sie getroffen hatte, war ihr dabei gleich, es war nur ein Ablenkungsmanöver, denn gleichzeitig hechtete sie zur Seite und rannte den sicher folgenden Schlägen, Hacken schlagend und ausweichend davon. Der Ork war schnell. Sie auch, aber er hatte die größere Reichweite, also musste sie auf ihre akrobatische Wendigkeit selten, da hier im beengten Raum der Arena Geschwindigkeit nicht alles war. Ach dass sie klein und schlank war, konnte ein kleiner Vorteil sein, denn es bedeutete eine geringere Oberfläche zum Treffen. Auf keinen Fall durfte sie sich an eine der Wände drängen lassen! Unterbewusst dankte sie dem Schicksal, denn auch sie hatte noch nicht vor all zu langer Zeit einen Trank erhalten, der ihre Kräfte gesteigert hatte, wenn auch nur bis zu ihrem maximalen natürlichen Außmaß. Nach den kräftezehrenden Tagen der Hatz, hatte die Zeit bei Sademos ihr zu mindestens körperlich gut getan. Immer wieder rannte sie ihrem Gegner davon. Sie versuchte ihn damit zu reizen, dass sie ihn immer wieder anfauchte, damit Raflat vielleicht seine Chance bekommen würde. Der Ork war ihr so dicht auf den Fersen, dass sie das Beben seiner Schritte spüren konnte. Es war ein Spiel auf Zeit und der Lohn war das Leben oder der Tod. Noch eine Drehung, noch ein Satz und eine schnelle Wendung, doch plötzlich war die Klinge so nah, dass Katzen einen Teil ihrer Mähne wie in Zeitlupe fallen sah. Der wütende Donner des Orkschreis, dass er sie wieder verfehlt hatte, dröhnte in ihren sensiblen Ohren. Marukas Pfoten brannten von den schnellen Manövern und sie stemmte sie tief in den Sand um noch einen weiteren Schlag auszuweichen. Dabei rutschte sie um Haaresbreite unter seinem Schwert hindurch und fing sich kurz hinter ihm ab. Sie kauerte noch halb am Boden, die Hände im Sand vergraben als er herum wirbelte und ihn die volle Ladung traf. Katze hatte den Sand ihm ins Gesicht geworfen und damit hoffentlich wenigstens kurze Zeit geblendet. Instinktiv hatte er noch seine Waffe hoch gerissen und ihren Unterarm geritzt. Sein Brüllen hallte durch die Reihen der begeisterten Zuschauer. Katze sprang zur Seite und hechtete hinter ihn. Dort hatte sie vielleicht eine Sekunde um ihre Peitsche weit genug ausholen zu lassen um ihre volle Wirkung zu entfalten. Der Ork rieb sich das Gesicht und schüttelte den Kopf. Auf der anderen Seite konnte Maruka Raflat sehen, dann ließ sie das klingen-besetzte Leder gezielt nach vorne schnellen. Der Peitschenunterricht musste sich nun einfach auszahlen und das Leder wickelte sich straff um den Hals des Orks. Die Klingen schnitten in die dicke Haut, doch war es der schnelle Ruck, der ihn in seinem Schrei gurgeln ließ. Die festen Muskelstränge gaben jedoch noch nicht nach. Der Ork war zäh und hielt dagegen. Mit einer Hand griff er sich an die Kehle, wo der Zug von hinten immer wieder sein Gleichgewicht auf eine harte Probe stellte. Nun war Raflat in der günstigeren Position. Der Ork war für ein paar Sekunden gehandikapt, aber er würde sicher nicht lange brauchen, sich zu befreien. Verschwommen sah er seine Umwelt in Schatten auf sich zu huschen und schlug wild um sich und immer wieder zuckte die Peitsche an seinem Hals ein Stück tiefer in seine Haut.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Raflat » Donnerstag 3. April 2014, 16:08

Katze hielt den Ork fest so hatte Raflat einige Sekunden um anzugreifen. Also sprintete er los. Während des Laufens steckte die Ratte seinen Dolch weg und fasste das Heft seines Rapiers mit beiden Händen.
Die Stunden in denen sein alter Lehrmeister ihm die Schwachstellen einer Rüstung erklärt hatte kamen dem Hybriden wieder in den Sinn.
„Eine Rüstung hat drei Schwachstellen die du zu deinem Vorteil nutzen kannst. Der Hals, er kann nicht stark gepanzert werden, denn sonst kann der Kämpfer seinen Kopf nicht mehr drehen. Ein gezielter Stich und dein Gegner kann nicht mehr Atmen oder das Blut läuft ihm wie ein Bergfluss den Körper hinab.“
Den Hals blockiert allerdings Katze mit ihrer Peitsche.
„Damit der Kämpfer sich richtig bewegen kann dürfen die Kniekehlen nicht gepanzert sein. Mit einem guten Stich kannst du ihm wichtige Sehnen durchtrennen und so verhindern, dass er stehen kann und so ist er ein leichtes Opfer.“
Ich bewege mich aber von vorne auf ihn zu und wenn ich ihn töten kann ist es besser für uns.
„Als letztes die Achseln. Sollten diese gepanzert sein so kann der Kämpfer nicht mehr richtig zuschlagen oder sich verteidigen. In den Achseln läuft eine Blutbahn die direkt vom Herzen kommt. Sollte sie verletzt werden stirbt dein Gegner ohne Heilung schnell und selbst mit einer Heilung ist der Arm so gut wie verloren.“
Perfekt! Seine Achsel liegt offen und ich kann ihn vielleicht töten. Nicht vielleicht sondern garantiert!
Auch wenn man es von außen vielleicht nicht erkennen konnte grinste Raflat. Er winkelte seine Arme an. Sobald der Ork in seiner Reichweite war drückte die Ratte sich vom Boden ab und streckte seine Arme aus. Der Stich zielte auf die Achsel des Orks und in ihm lag die ganze Kraft Raflats zusammen mit der Geschwindigkeit durch das Sprinten und den Absprung, ebenfalls legte er noch sein ganzes Gewicht in diesen einen Angriff.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Das dunkle Volk » Donnerstag 10. April 2014, 14:37

Während der Kampf zwischen den Ork und Maruka tobte sank Sphinx in die schmerzerlösende Ohnmacht und erinnerte sich an für seine Verhältnisse glückliche Tage zurück.
Die Katzenhybridin stellte sich gar nicht so schlecht gegen den Ork im Kampf an und das Publikum war schnell auf ihrer Seite und jubelte sie lautstark an. Es war klar, wer hier der unbeliebte Gladiator war, aber das war jetzt für Raflat und Maruka weniger von Bedeutung denn es ging nicht darum der neue Publikumsliebling zu werden, sondern irgendwie zu überleben.
Die Beiden agierten ohne Absprache gut miteinander und so gelang es auch der verwandelten Mantronerin den Ork für einen Moment mit ihrer Peitsche festzusetzen. Raflat nutze sogleich die Gunst der Stunde und stürmte mit seinem Rapier auf den Ork los, um zum Schlag anzusetzen. Kurz bevor er Moglat erreichte verkaufte dieser weil er wusste, dass sein Ende gekommen war, seine Haut so teuer wie möglich. Er packte die Peitsche, die sich um seinen Hals gewickelt hatte und zog wie ein Berserker daran. Maruka die mit diesem Schachzug nicht gerechnet hatte wurde durch den Ruck in Richtung des Orkes geschleudert. Dieser nutze den Moment und schlug mit dem Schwert gerade auf den sich nähernden Kopf der Hybridin als Raflat seine Klinge tief in die Achsel von Moglats Schwertarm rammte. Dies tat er mit solch einer Wucht, dass die Spitze seiner Waffe auf höhe der Schulter seines Gegners wieder zum Vorschein kam.
Maruka rettete diese Attacke ihres Begleiters das Leben, denn durch den plötzlichen Schmerz veränderte der Ork den Griff um seine Waffe und so schlug „nur“ die stumpfe Seite der Waffe gegen ihren Kopf. Doch dieser Schlag reichte schon aus um die junge Frau sofort ins Land der Träume zu schicken. Ihr Körper schlug hart auf den Boden auf und dort verharrte er auch regungslos.

Nur Raflat bekam jetzt noch das Ende des Kampfes mit und sah wie Moglat erst auf die Knie ging und dann vornüber in seine eigene Blutlache fiel. Das Publikum applaudierte in wilder Ektase und feierte Raflat wie einen Helden. Dieser konnte gerade kaum fassen was vor sich ging denn die Elfen, die ihn vorher verachtete hatten, applaudierten nun ihn zu und ließen ihn hochleben.

„WENN DAS MAL NICHT EIN KAMPF WAR, DESSEN ENDE FÜR UNS ALLE UNGEWISS WAR! WER HÄTTE GEDACHT DAS DIE RATTE AM SCHLUSS DER SIEGER SEIN WÜRDE!
ICH SICHERLICH NICHT UND WIE ICH SEHE, HABEN AUCH DIE WENIGSTEN AUF DIESEN KÄMPFER GEWETTET!“

Mit diesen Worten betrat der Ansager wieder den Ring und ging auf Raflat zu. Währenddessen kamen eilige kleine Helfer von überall aus der Arena heraus um die toten Gladiatoren sowie die Verletzten zu bergen und fortzutragen.
„DIESER JUNGE MAN HAT SICH HEUTE EINE BESONDERE BELOHNUNG VERDIENT UND UNSERE GÜTIGER GASTGEBER WIRD IHN SICHER KEINEN WUNSCH ABSCHLAGEN!“
Der Ansager wendete sich diesmal mit ganz leiser Stimme Raflat zu und flüsterte ihn ins Ohr. „Geh jetzt zu dem Tor zu deiner Rechten!“ Danach wendete er sich wieder lautstark an das Publikum.
„MEINE DAMEN UND HERREN UND ALLE ANDEREN! DIE NÄCHSTEN KÄMPFE WARTEN SCHON AUF SIE!! ALS NÄCHSTES WERDEN WUNDERSCHÖNE AMAZONEN GEGEN EINE ARMEE VON GOBLINS KÄMPFEN, NATÜRLICH SIND DIE KÄMPFERIN KAUM BEKLEIDET!!!

Das Geschrei der Männer im Publikum war bei der letzten Aussage des Ansagers ohrenbetäubend und Raflat sah zu das er schnell zum Ausgang kam. Bevor er noch eine Runde kämpfen musste. Sein Rapier konnte er nicht mehr aus den Ork ziehen den dieser war schon weggetragen und kaum als er das Tor betreten hatte, wurde dieses geöffnet und im Schatten konnte er wieder die Männer mit den Armbrüsten sehen die sie zuvor gefangen genommen hatten. Ihn blieb wohl nichts anderes übrig als zu folgen.

(Es gibt jetzt einen Zeitsprung von drei Tagen, Infos dazu erhaltet ihr als PM)

Drei Tage später

Sphinx, Maruka und Raflat waren jeweils drei Tage lang getrennt voneinander in einer Zelle gefangen gehalten. Sie konnten sich weder sehen noch miteinander sprechen.
In dieser Zeit hatte man sich um ihre Wunden gekümmert und sie mit Nahrung und Trinken versorgt. Als der dritte Tag sich dem Ende neigte wurde jeder von einer Schar von Wächtern abgeholt und zu einer Kammer geführt, die sich im obersten Stockwerk des Anwesens befand und nur Sphinx wusste, dass dieser Raum seinen Herrscher gehörte.
Die Drei trafen nacheinander ein und sahen sich jetzt zum ersten mal wieder. Maruka hatte sich wieder vollkommen erholt nach ihrem Schlag auf den Kopf und Raflat hatte die Zeit fast schon genossen sich nicht darum kümmern zu müssen auf Nahrungssuche zu gehen, sondern sich fast schon bedienen zu lassen. Nur Sphinx sah man an das er den Tod nur knapp von der Schippe gesprungen war. Er war noch lange nicht genesen und musste sich auf einer Krücke abstützen, damit er überhaupt stehen konnte.
Von den Herren des Anwesens war noch nichts zu sehen und so konnten sie sich die Zeit nehmen sich untereinander zu unterhalten.

Das Zimmer von Xerxes war in Gegensatz zu Ihren Gefängniszellen wesentlich größer und natürlich Pompöser eingerichtet. In der Mitte des Raumes stand ein großer Schreibtisch hinter diesen stand ein Stuhl, der einen Königsthron in nichts nachstand und den Gott Faldor darstellt. Links vor den Schreibtisch befand sich ein Kamin, in den ein Feuer wohltuende Wärme aussendete, zu rechten sah man eine gemütliche Sitzecke in dessen Mitte sich ein kleiner Tisch befand, auf den köstliche Leckereien standen, die den drei das Wasser im Mund zusammenliefen ließ. Ob sie sich wohl davon etwas nehmen durften?
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Sonntag 4. Mai 2014, 11:26

Noch immer besinnungslos in seinem Käfig liegend, führten die Schatten der Vergangenheit, den leonidischen Krieger zurück zu seinen Anfängen, als er von Orok zum ersten male in die Kunst des Kampfes eingewiesen wurde. Dabei hallten sämtliche lehren, lautstark im Geiste des ehemaligen Schülers wieder, welche ihm sein grobschlächtig wirkendender Lehrmeister vermittelte. Dabei spielte sich jeder Trainingstag, detailgetreu, vor seinem inneren Auge wieder. Doch irgendetwas war dieses mal anders. Denn so vertraut ihm die Geschehnisse der Vergangenheit auch vorkamen, umso fremder wurden sie, je länger er sie verfolgte.
Irgendetwas ist anders ... nur was?
"Du bist es!", hörte er eine sanfte, weibliche Stimme hinter seinem Rücken sprechen. Doch als er sich ruckartig herumwandte und mit den Augen nach der Quelle der Stimme suchte, konnte er niemanden entdecken.
"Wer bist du!?! ... Komm raus und zeig dich!", rief er mit gereizter, tiefer Stimme in jene Richtung, aus der er die unbekannten Worte zuletzt vernahm. Doch abermals regte sich nichts.
"Halte dich nicht an den Schatten der Vergangenheit fest mein liebling! Es wird Zeit für dich zu erwachen ... sieh in dich hinein und erkenne, deine wahre Bestimmung."
Meine wahre Bestimmung? ... was meint sie damit?
Noch bevor sich Sphinx, über die in Rätseln geäußerten Worte bewusst werden konnte, löste sich der Schleier seiner Traumwelt langsam im nichts auf und ließen ihn allmählich, jedoch mit einem äußerst eindrucksstarken Duft in der Nase aus seiner Bewusstlosigkeit erwachen. Und als sich damit verbunden auch die trübheit in seinen Augen verflüchtigte und in seiner unmittelbaren Umgebung umsah, hätte er schwören können, für einen Augenblick eine weibliche Gestalt gesehen zu haben, welche sich gemeinsam mit ihm im Käfig befand und ihm liebevoll anlächelte, bevor sie sich wie ein druckbild in Luft aufzulösen schien. Sphinx tat dieses Erlebnis schnell als eine mögliche Restbenommenheit durch die vergangenen Kämpfe ab. Obwohl ihm tief in seinem inneren diese Person vertrtauter vorkam, als jedes andere Wesen, mit dem er bisher Bekanntschaft gemacht hatte. Alles was blieb und seine Sinne erfüllte, war der Duft in seiner Nase, welcher wie er annahm, aus einem ihm nicht einsehbaren Bereich des Kellergewölbes stammen musste. Regungslos und sowohl körperlich als auch mental gepeinigt, rührte sich der Leonide kein Stück und starrte einfach nur mit gedankenverlorenen Blckes ins leere. Dabei versuchte er für sich selbst zu erkennen, wer er war und wie er mit seinem versagen in der Arena sein restliches Leben fristen sollte. Das Schicksal wollte das er überlebt und eine unbekannte Stimme riet ihm sich selbst zu finden. Er war sich bewusst, das seine einzige Daseinsberechtigung dem Kampf in den Arenen galt, doch ... würde er jemals wieder kämpfen können? Bis zu diesem Zeitpunkt und mit jedem weiteren Augenblick den er in seinen Gedanken verbrachte wurde ihm der Umstand klar vor Augen geführt, das er mit seiner demütigenden Niederlage auch seinen gesamten Kampfeswillen verloren hatte. Was ihn letztendlich trübsälisch ins leere schauend und jede Annahme von Nahrung und Wasser verweigern ließ. Als er am Ende des dritten Tages, ausgezehrt und schwach, den Gang zu den Heiligtümern seines Herren und Meisters antrat, wobei er durch seinen Zustand nicht wirklich Aufnahmefähig seiner Umgebung betreffend war und äußerlich wie ein Schatten seines damaligen selbst wirkte, traf er beim betreten des Pompös wirkenden Raumes neuerlich auf jene die ihm beim Kampf zur Seite standen. Nun warteten sie gemeinsam auf das Erscheinen des dunkelelfische Hausherren, in Ungewissheit, was die Zukunft, jeder der drei tapferen Seelen vorgesehen hatte.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Sonntag 4. Mai 2014, 17:15

Ein paar Tage zuvor

Der schwarze Löwe war gefallen und von dieser Seite war keine Hilfe oder Ablenkung mehr zu erwarten. Maruka hatte improvisiert. Der Ork hatte sich drehen müssen um die Peitsche zu ergreifen und entblößte so seine ungepanzerte Seite. Raflat nutze seine Chance. Der Ruck kam trotzdem überraschend für die junge Hybridin und sie stürzte nach vorne. Zwar hatte sie mit solch einer Attacke gerechnet und deshalb die Peitsche auf Spannung gehalten und stets dabei die Arme angewinkelt gelassen um eine plötzliche Veränderung anpassen zu können, trotzdem lag sie jetzt im Sand. Ihr Fehler war gewesen, dass sie sich in der Wucht verschätzt hatte, mit der der Ork an ihrer Waffe riss. Er hatte einfach die längeren Arme und viel zu viel Kraft. Sie kannte zwar ihre Waffe, aber hatte noch nie mit einem Ork gekämpft!
Mist! Das war's …
Sie sah das Schimmern der Klinge auf ihre Stirn zu gleiten und eine seltsam befreiendes Gefühl der Endgültigkeit befiel sie. Doch im letzten Moment drehte sich die Klinge und Blut ergoss sich über ihr Gesicht, als wäre es Mantrons Sommerregen.
Ist das meins?
Im letzten Moment sah sie noch das Heft von Raflats Rapier im Augenwinkel auftauchen, dann wurde es dunkel.

Stille!
Aus der Dunkelheit erhob sich eine gigantische Welle, türmte sich viele Meter hoch auf und rannte auf sie zu. Die schaumige Krone hatte die Form eines geschwungenen Jagdbogens, trug den Schädel eines friedlichen Bären in ihrer Mitte und die hoch aufragende Wasserwand vor ihr glitzerte vor scharfen Bruchstücken schwarzen Glases in sich. Alles war so unendlich dunkel und weit weg, lag es trotzdem so nah vor ihr. Ein Schrei, wie von brechendem Eis riss sie aus ihrem Traum.

Der Traum, er war nur kurz gewesen, doch hatte er in Maruka keine Angst geweckt. Ganz im Gegenteil! Sie fühlte sich merkwürdiger Weise befreit, klar, wach und atmete tief durch. Der Schädel brummte mörderisch, aber sonst ging es ihr recht gut. Ganz so, als hätte die Welle die Ketten ihrer Ohnmacht gesprengt. Langsam vertrieb sie den Schwindel und setzte sich auf. Ein noch feuchtes Tuch rutschte ihr vom Kopf. Es roch nach seltsamen Kräutern und ihre Nase zuckte. Auch ihr Unterarm war versorgt worden und juckte leicht, dort wo die Orkklinge sie zum Glück nur oberflächlich gestreift hatte. Es war jetzt schon kaum mehr als ein Kratzer zu sehen, der sowieso vom Fell fast verdeckt wurde. Die weit aus schlimmere Wunde, die ihr vor allem rasende Kopfschmerzen bescherte, war die Folge von der Breitseite die sie abbekommen hatte. Vorsichtig betastete sie den dünnen Schorf auf der nicht gerade kleinen Beule und versuchte dann einmal aufzustehen, entschied dann jedoch freiwillig, dass es dafür noch zu früh war. Der ganze Raum drehte sich und eine leichte Übelkeit zwang sie auf ihrem Hintern zu bleiben.
Wo bin ich hier überhaupt?
Das Denken fiel noch ein wenig schwer, aber bewegte sie ihren Kopf langsam, so flossen auch die Doppelbilder ineinander. Der glatte Stein, die schwere Tür, die Gitterstäbe sprachen Bände.
„Mist!“
Sie hatte es leise ausgesprochen, doch trotzdem hörte es sich unangenehm und deutlich lauter an, als gewöhnlich. Ein leises Stöhnen folgte und Katze ließ sich zurück auf ihre Pritsche gleiten.
Noch ein bisschen schlafen …

„Los, auf die Beine! Ich sag's nicht noch mal ...“
Maruka öffnete die müden Augen einen schmalen Spalt und murmelte dann, ihre Nase in die Felle drückend:
„ ...is doch noch dunkmmm ...“
Ein breiter blonder Schopf, der zu einem ihr bekannten Gesicht mit einem hinterhältigen Grinsen gehörte, tauchte in ihrem Blickfeld auf und zog ihr die Decke weg.
„Papa!“
Eiskalte Luft umfing ihren halbnackten Körper.
„Ich bin doch keine sechs mehr! Ich bin jetzt eine Frau! Du musst raus gehen!“
„So so, eine Frau!“

Das gutmütige Lachen erfüllte den kleinen mit Leder bespannten Raum.
„Hahahaha, also wenn du jetzt eine Frau bist, soll ich dich dann lieber bei deiner Mutter lassen, die dir dann das Ausnehmen von Fischen beibringt? Ich glaube mich zu erinnern, dass sie heute eine große Ladung zum Trocknen fertig machen wollte ...“
Der kleine Körper schnellte in die Höhe.
„Bin wach! Kann los gehen!“
„Zieh dich erst mal an, junge Dame!“

Das Bild zitterte und bebte, doch beruhigte sich dann wieder. Das Kind von gerade zwölf Sommern, tapste eilig zu einer Truhe. Das Nachthemd wurde arglos auf's Bett geschleudert und schnell schlüpfte sie in das feine Hemd, das ihr ihre Mutter zum gestrigen Geburtstag geschenkt hatte. Die feinen Verzierungen am Halsausschnitt waren wunderschön. Lächelnd streichelten die kleinen Finger das Kunstwerk. Dann wurde schnell die weiche Fellrüstung übergeworfen, die ihr Vater ihr voller Stolz überreicht hatte. Maruka erinnerte sich an die halb traurigen, halb fröhlichen Worte ihrer Mutter, als sie sie gesehen hatte:
„Mein Göttergeschenk, du verwöhnst sie. Du wirst sie noch zu einer richtigen Jägerin machen und dann werden wir sie gar nicht mehr zu Gesicht bekommen!“
Vater und Mutter schmunzelten mit wehmütigen Augen und nahmen einander in die Arme. Jetzt, am nächsten Morgen, stand Maruka in ihrem Zimmer und lauschte auf die Geräusche um sich her. Das leise Knistern des Herdfeuers war zu hören, ebenso Schritte die hin und her liefen und der Wind wie er um das kleine, aber wohlig warme Elternhaus pfiff. Ihre Hände glitten über das flexible dicke Leder, das sie warm halten sollte. Weißes Robbenfell … Sie straffte die Schultern und strich sich die langen cremefarbenen Haare aus der Stirn. Breit lächelnd sprach sie sich in Gedanken Mut zu:
Heute werde ich Baltos fragen, ob er mich auch mag.
Erneut erbebte das Bild und wandelte sich. Alle Farben kehrten sich um. Weiß wurde zu schwarz, Liebe zu Sehnsucht und Frieden zu Schmerz.

Katze riss die Augen auf. Schnell atmend lag sie auf dem Rücken und fühlte wie die Tränen ihres Traumes im Fell versickerten. Schluchzend drehte sich sich auf den Bauch und vergrub ihr Gesicht unter den schwarz glänzenden Armen. Eine Welle seelischen Schmerzes erfasste ihren schlanken Körper und ließ ihn vor Heimweh zuckend zurück. Mantroner waren stolze, leidenschaftliche Menschen und gaben sich laut und herzlich ihrer Leidenschaft hin, doch hier, in dieser feindlichen Umgebung, konnte die verzweifelte Hybridin nur leise weinen.
Nur langsam beruhigte sich die junge Frau und sammelte die Scherben ihrer Gedanken zusammen.
Ich muss mich auf das hier und jetzt konzentrieren! Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft ist ungewiss, also reiß dich zusammen, Maruka!
So versuchte sie sich aufzubauen, doch immer wieder stahlen sich Erinnerungen von schöneren Tagen in ihren Geist. Bilder von ihren Eltern, ihren Freunden, abendlichen Lagerfeuern, Geschichten die erzählt wurden, Gelächter und das erste Flirten mit den Jungen.
Schluss! Das ist alles vorbei und wird auch nie wieder kommen. Du bist nicht mehr dieses Mädchen! Deine Welt hat sich verändert! … Du … Ich bin jetzt KATZE!
Marukas Verlies verriet kaum Anhaltspunkte, wie viel Zeit seit ihrem Kampf vergangen war. Nur sie selbst konnte an Hand ihrer Heilungsrate feststellen, dass mindestens schon ein Tag vergangen war, vielleicht auch zwei. Jetzt langsam wacher und ohne ständige Schwindelattacken, die sie zurück ins Bett zwangen, stand sie auf und untersuchte ihr Gefängnis. Schnell musste sie feststellen, dass an Flucht hier nicht zu denken war. Der Raum an sich war ausbruchssicher. Auch die Wachen waren vorsichtig und immer zu zweit. Selbst wenn sie nur den Eimer für die Notdurft wechselten, oder Brot und Wasser brachten. Sie sprachen auch nicht mit ihrer Gefangenen. Es war weder eine Routine zu erkennen, die man hätte nutzen können, noch Mitleid in ihren Augen, also fügte sich Katze wieder einmal in ihr Schicksal, da sie es nicht ändern konnte. Brot und Wasser, bereiteten leider ihrem Fleisch gewöhnten Magen einige Probleme. Wann bekam man in Mantron schon mal Getreide? Und jetzt als Katzenartige war ihr Körper noch mehr auf Eiweiß angewiesen als früher, auch wenn nicht mehr so häufig. Ihr Grundumsatz hatte sich verändert, so dass sie die drei Tage ihrer Einzelhaft, zwar hungrig, aber recht gut überstand. Wasser war genügend da und selbst vor Käfern oder kleinen Spinnen machte sie nicht halt. Es ging ums nackte Überleben und es war ungewiss, wann sie das nächste Mal kämpfen sollte. Maruka nahm an, da man sie nicht getötet hatte, ihre Wunden versorgte und nährte, dass sie früher oder später zurück in die Arena finden würde. Alles was ihr Energie spenden konnte, musste sie sich einverleiben, also aß sie, trainierte regelmäßig ihre Muskeln, dehnte sich, sprang in ihren „fünf Minuten“ wild im Zimmer herum und überlebte. In den Stunden in denen ihr die Gedanken zu schwer wurden, begann sie ihre Kleidung und sich selbst zu putzen. Ihr Brustharnisch hatte nichts abbekommen und auch die seitlich geschlitzte Wickelhose war noch in einwandfreiem Zustand, wenn auch etwas staubig. Alles wurde gründlich ausgeklopft und ausgebürstet, denn wozu hatte man denn schönes langes Fell, was man wie einen Pinsel einsetzten konnte. Auch die kleine schwarze Feder, die sie die ganze Zeit unter ihrem Herzen getragen hatte, wurde vorsichtig ausgekämmt und fand später an ihren Platz zurück. Danach widmete sich Katze der eigene Körperhygiene die immer eine erstaunlich beruhigende Wirkung auf ihr Gemüt und Hormonsystem hatte. So vertrieb sie sich die Zeit mit Training, Essen, Putzen und Schlafen. In Sademos Gefangenschaft hatte sie irgendwann das Zeitgefühl verloren. Die Ausbildung an der Peitsche hatte einige Zeit in Anspruch genommen, genauso wie der Unterricht in Hierarchischen Strukturen und der Sprache der Dunkelelfen. Im Moment sehnte sie fast den festen Griff ihrer Peitsche zurück, auch wenn ihr die Waffe in diesem Raum nicht einmal zur Flucht verhelfen hätte können, war das Zimmer doch viel zu klein um Schwung zu holen. Die Peitsche hatte man ihr wohl trotzdem sicherheitshalber abgenommen, denn die feinen Klingen in dem langen Lederstrang, hätten der Gefangenen ja auch die Möglichkeit geben können, sich selbst zu verletzen und offensichtlich hatte man hier nicht vor seine Gefangenen all zu viel Wahl zu lassen. Auch Selbstmord musste verhindert werden, auch wenn diese Option für Maruka nicht mehr in Frage kam. Sie wusste nicht mehr, ob Wochen, Monate oder schon fast ein Jahr vergangen war, seit dem man sie aufgegriffen und versklavt hatte, aber an einem Gedanken hielt sich Katze standhaft aufrecht.
Irgendwann werde ich wieder frei sein!
Ob nun als Mensch oder Katze war inzwischen fast unwichtig geworden. Hatte man nicht auch als Hybrid ein Recht auf Freiheit? Immer häufiger fragte sie sich, was aus Raflat und dem großen schwarz gemusterten Kater geworden war. Dass sie nicht das einzige Wesen dieser Art war, warf ein vollkommen neues Licht auf die Zukunft. Den Kater hielt sie für tot und sie fühlte ein gewisses Maß an Trauer. Weniger um das Wesen an sich, dass sie ja nicht gekannt hatte, aber um die verlorene Möglichkeit mehr über dieses Leben herauszufinden. Das das Dasein als Katzenartige auch sein Vorteile hatte, war sich Maruka inzwischen bewusst geworden. Besonders ihr Hörsinn war unglaublich! Die großen Ohren des Servals waren wie Trichter, die selbst weit entfernte Laute gezielt auffangen konnten. Und die neu gewonnene Sehschärfe, gepaart mit der Lichtverstärkung im Dunkeln war überwältigend! Wie wohl eine Ratte ihre Umwelt wahrnahm? Maruka glaubte sich zu erinnern, dass ihr Geruchssinn besser noch als das der Wölfe sein sollte. Katzen hatten zwar auch eine feine Nase, aber Ratten waren da definitiv besser. Das brachte sie zurück zu dem Ratten-Hybriden. War Raflat mit dem Leben davon gekommen? Sie versuchte sich jede Einzelheit des Kampfes noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Da war vor allem und überall das viele Blut, die Klinge des Orks, aber auch der Griff von Raflats Rapier, wie die Klinge aus dem Körper des Orks ragte. Ja, er hatte ihr das Leben gerettet und Maruka schuldete ihm noch ihren wahren Namen, wie sie es ihm versprochen hatte.
Hoffentlich … Ha! Eine Katze die sich wünscht, das eine Ratte überlebt hat. Was für eine Ironie!
In ihrer Einsamkeit saß sie bei diesem Gedanken leise kichernd auf dem Bett. Sie putzte gerade ihre Mähne, als sich wieder Schritte näherten und die Tür aufgerissen wurde. Sie straffte die Schultern und folgte den Anweisungen der Übermacht an Wächtern widerstandslos. Sie wurde zu einer Kammer geführt, die sich im obersten Stockwerk des Anwesens befand.

Sofort sah sie sich gründlich um. Das Zimmer war in Gegensatz zu Ihren Gefängniszellen wesentlich größer und natürlich Pompöser eingerichtet. In der Mitte des Raumes stand ein großer Schreibtisch hinter diesen stand ein Stuhl, der einen Königsthron in nichts nachstand und vermutlich irgendeinen Gott darstellte. Links vor den Schreibtisch befand sich ein Kamin, in den ein Feuer wohltuende Wärme aussendete, zu rechten sah man eine gemütliche Sitzecke in dessen Mitte sich ein kleiner Tisch befand, auf den köstliche Leckereien standen, die den drei das Wasser im Mund zusammenliefen ließ. Ob sie sich wohl davon etwas nehmen durften? Sofort war ihre ganze Aufmerksamkeit auf diesen Punkt gerichtet.
Hmmm ... Hätte man uns umbringen wollen, hätten sie uns schon in den Zellen vergiften können.
Katze fokussierte den Tisch und ging mit wiegender Hüfte auf die still und köstlich dargebotene „Beute“ zu und fand eine Schale mit kleinen scharf, aber nicht lange angebratenen Fleischstückchen. Sie schnupperte trotzdem schnell, ob sie etwas verdächtiges riechen würde, schnappte sich dann aber sofort eine Hand voll, stopfte es sich in den Mund.
Was ich erst mal in mir habe, können sie mir nicht mehr weg nehmen … Oohhh ist das guuut!
Die Schale trug sie in eine Ecke des Raumes, wo sie niemanden im Rücken haben würde, was typisches Verhalten für Futterneid war. Erst jetzt schaute sie sich noch einmal deutlich entspannter sich im Raum um und erblickte den großen Kater, der vor ihr den Raum betreten haben musste.
Er lebt!
Sphinx sah man an das er den Tod nur knapp von der Schippe gesprungen war. Er war noch lange nicht genesen und musste sich auf einer Krücke abstützen, damit er überhaupt stehen konnte. Katze schluckte bei seinem Anblick einmal hörbar und wollte aus einem ersten Instinkt heraus sofort helfend zu ihm eilen, zuckte jedoch dann nur unentschlossen vor und betrachtete ihn unsicher. War er nun wirklich ein Freund, oder war er auch nur ein Opfer dieser grausamen Welt das über Leichen gehen würde um wieder Freiheit zu kosten?
Nein, er hat mich nicht getötet, als er die Gelegenheit hatte. Wenn er kein Freund ist, ist er wenigstens auch kein Feind … Was ist er eigentlich???
Vom Herren des Anwesens war noch nichts zu sehen und so konnten sie sich die Zeit nehmen sich untereinander zu unterhalten, also näherte sich Maruka der Sitzecke, immer noch die Schale in der Hand und wies mit einer Hand auf einen freien Platz, damit er sich vielleicht nicht so anstrengen musste. Die Geste versuchte sie so friedlich wie möglich wirken zu lassen und bewegte sich betont langsam.
„Willst du vielleicht lieber sitzen?“
Kann er überhaupt sprechen?
Abermals musterte sie den gewaltigen Kiefer. Sie selbst hockte sich halb mit einer Pobacke und einem angezogenen Bein auf eine Armlehne, während das andere Bein lang ausgestreckt weiterhin den Boden berührte. Die feine schwarze Seide der seitlich überlappenden Hose öffnete sich dabei auf der ganzen äußeren Länge des angewinkelten Beines, so das auch dort ihr glattes kurzes Fell zu sehen war. Halb auf dem Sprung, die Schale umklammernd, musterte sie den Katzenartigen neugierig. Ihr Kopf legte sich schief und ihre Mähne rutschte dabei lang, wallend und offen über ihr linke Schulter. Ihre ganze linke Seite ihrer Haarpracht sah etwas buschiger aus als die Rechte, da sie heute vor Langeweile begonnen hatte sich die Mähne mit den Krallen auszubürsten, jedoch noch nicht ganz und gar fertig geworden war, als man sie abgeholt hatte. Die großen Luchs-artigen Ohren zuckten ein wenig nervös. Im Gegensatz zu dem Kater war ihre Statur regelrecht winzig zu nennen, war sie doch nur 1.65 klein und überaus grazil gebaut, halt schwer zu treffen. Die bernsteinfarbenen Augen funkelten wie Gold im flackernden Licht des Kaminfeuers und wechselten immer wieder zwischen dem Hybriden und ihrem Futter hin und her.
„Äh... Verstehst du mich? Weist du etwas über diesen Ort hier?“
Dann ging auch schon wieder die Tür auf und der Nächste betrat das Zimmer.
Raflat!
Sofort huschte ein zu spät unterdrücktes Lächeln über ihr Antlitz, was sie aber gleich wieder verbarg, da sie noch nicht alleine waren. Raflat konnte aber sehen, dass sie sich wieder vollkommen von ihrem Schlag auf den Kopf erholt hatte. Ihr Fell glänzte wie eine sternenklare Nacht vom vielen Putzen und auch sonst sah sie gut erholt aus. Eben wie eine Katze es bei Wesen tat, die sie mochten, blinzelte die Hybridin einmal langsam mit beiden Augen. Der Bernstein funkelte und Freude über sein lebendiges Wiedersehen lag in diesem Blick. Da die Wächter sie auch gleich wieder alleine ließen huschte Katze zu dem Rattenhybriden hinüber und flüsterte:
„Danke! ... und mein Name ist Maruka.“
und jetzt zwinkerte sie wie ein Mensch. Vielleicht erinnerte sich ja Raflat an ihr Versprechen.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Dienstag 27. Mai 2014, 13:18

Müde, schwach und sinnesgetrübt in einem Trancezustand verfallen, stand der gewaltig wirkende, schwarze Kater in den heiligen Hallen seines Herrn und Meisters. Dabei viel es ihm sichtlich schwer, einfach nur die Augen offen und das Gleichgewicht auf der Krücke zu behalten. Dies war auch der Grund dafür, das Sphinx anfänglich nicht mitbekam wie die katzenhafte, schwarze Hybridin das Zimmer betrat und sich ungeniert erkundend, darin fortbewegte.
Erst nach einiger Zeit, erfüllte neuerlich ein angenehmer und zugleich vertrauter Duft die Räumlichkeiten und drang somit in die feine Nase des gladiatorischen Leoniden, welchem er instinktiv angeregt, mit seiner Schnauze folgte. Durch den Umstand seines getrübten Sichtfeldes, zeichneten sich für dne Bruchteil weniger sekunden, schemenhaft und verschwommen die Gestalt jener Unbekannten ab, welche ihm schon vor nicht allzulanger Zeit in seinem Käfig erschienen war.
Sphinx fragte sich: Wer diese Frau war und was sie mit diesem aromatisch vertrautem Duft verband.
Kurz darauf, nachdem er sich diese Frage gestellt hatte, verflüchtigte sich das Erscheinungsbild der ihm vertraut wirkenden und gab nun mit leicht aufklarendem Blick, Das Erscheinungsbild der schwarzen Hybridin wieder, welche sich anmutig, aber doch aufmerksam beobachtend zu der gemütlich wirkenden Sitzecke hinbewegte um daraufhin mit einer freundlichen Geste dem dunklen Kater neben sich zu bitten.
„Willst du vielleicht lieber sitzen?“
Dieser hob nochmals prüfend die Nase und folgte dann dem immernoch sehr intensiven Duft in seiner Nase, welcher ihn auf direktem Wege zu der Nachtschwarzen Katzenhybridin führte. Mit wackligen schritten näherte er sich ihr und ließ sie in seiner ganzen Körpersprache Wissen, das er keine Gefahr darstellte. Die Distanz zur Sitzecke, war für einen gesunden Bürger innerhalb weniger Schritte zu überwinden. Doch für Sphinx war jeder Schritt den er tat ein beschwerlicher und so geschah es, das er sich beinahe schon ausgelaugt und erschöpft auf das Mobilliar setzte udn tief schnaufend nach Luft rang. Erst wenige Atemzüge später, hatte er sich körperlich so sehr erholt, das er seinen Kopf drehen und den Blick der attraktiven Katze empfangen konnte. Als ihre warme, angenehme Stimme erklang, zuckten seine Ohren lauschend auf und versuchten sich gepaart mit seinen Blicken auf ihre Worte zu konzentrieren.
„Äh... Verstehst du mich? Weist du etwas über diesen Ort hier?“
"Hmmm! ... Von ihr kam also dieser Duft! Wer ist sie? Und warum fühle ich mich in ihrer Gegenwart so ... seltsam?
Nachdenklich schauend, legte Sphinx den Kopf zur Seite und nickte dann Augenblicke später, bestätigend seiner anvertrauten entgegen.
Da ihm zwar das Verständnis der celcianischen Sprache teilweise Vertraut war, konnte er die Worte der Katze,in seinem Verstand, puzzleweise für sich interpretieren und zurechtlegen. Lediglich in der verbalen Anwendung dieser Sprache hatte der dunkle Krieger noch keine Erfahrungen gemacht. Und so kam es, das er kreativ wie er war begann, sich mit einer eigenen Form der Gebärdenspraache zu verständigen. So führte er in seiner ersten Geste eine Bewegung aus, die seiner Leidensgenossin verständlich machen sollte, das dieser Ort der Ursprung seines Herzens war. Welche er in seiner letzten fließenden Bewegung, auf sanfte und scheinbar zerbrechliche Weise mit seiner Pranke auf dem Herzen vermittelte und dabei angetan ein ruhiges Schnurren von sich gab. Und in dem Moment in dem er innerlich allen Mut zum Worte aufbrachte, schweifte der Blick der in seinen Augen, katzenhaften Göttin ab, um zu ihren, wie es wirkte, Rattenhaft wirkenden Gefährten zu eilen.
Hmmm! Warum jetzt!?! ... Warum mus diese Kreatur gerade jetzt hier erscheinen? Was verbindet die beiden? ... Argh! Warum mache ich mir Gedanken darüber! ... Ich bin so gut wie Tod.
Ein paar Augenblicke betrachtete Sphinx das für seine Augen ungewöhnliche pärrchen, bevor er den Blick zum Boden Wandte und sich wieder niedergeschlagen udn bemittleidend in sich kehrte.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Mittwoch 28. Mai 2014, 19:25

Nein, der große schwarze Kater war wirklich keine Bedrohung! Nichts an ihm wirkte falsch oder aufgesetzt und die vor Schmerz zuckenden Glieder konnten unmöglich gespielt sein. Langsam entspannte sich Maruka und beobachtete ihn neugierig. Nachdem er sich gesetzt hatte und wieder zu Atem gekommen war, wirkte er ebenfalls etwas neugierig. Seine Nase schnupperte unentwegt in ihre Richtung und Katze sah wehmütig auf ihren Teller mit Kurzgebratenem.
Sicher hat er auch Hunger.
Nach kurzem Zögern hatte sie es vor ihm abgestellt und begrüßte Raflat leise. Der Ratten-Hybrid war still und wirkte vielleicht durch die Anwesenheit des Anderen etwas vorsichtig, also wandte sich Katze erst einmal wieder dem Gladiator zu. Sie war mit zwei langen Schritten wieder an ihrem Platz, hockte sich wieder hin und schielte auf die Fleischstückchen. Solange der Bauch nicht „Halt!“ schrie, versuchte sie auf Vorrat zu futtern. So schob sie sich immer wieder einen Brocken in den Mund und musterte aufgeregt die beiden. Unterschiedlicher konnten zwei Wesen kaum sein und doch hatten sie vieles gemeinsam, wenn man darüber nachdachte. Sie waren Hybriden, verflucht im Körper eines Tiers zu leben und damit zur Sklaverei verdammt und sie waren Männer, was für sie irgendwie hinter allem anderen verblasste. Das war zumindest ihre Sichtweise der derzeitigen Situation. Das der Kater anscheinend hier aufgewachsen war, machte es nicht besser. Voller Mitgefühl betrachtete sie sein kaum noch menschliches Gesicht und versuchte sich mit schräg gelegtem vorzustellen, wie er wohl aus Mensch ausgesehen hatte.
„Du bist hier sozusagen „Zuhause“? Dann musst du schon lange hier leben.“
Seine Geste vorhin war diesbezüglich recht eindeutig gewesen, also sprach sie weiter:
„Was warst du vorher? Warst du einer von ihnen? Hast du hier gelebt, bevor du verwandelt wurdest? Was hat dich gebissen? Ich frag mich nur… wie hast du vorher ausgesehen? Warst du schon immer so groß? Mich hat es verkleinert.“
Bei ihrem letzten Kommentar rümpfte sie verlegen die Nase, verzog den Mund und ihr stand deutlich ins Gesicht geschrieben, dass sie wohl ihre alte Gestalt vermisste.
„Ich … ich hätte niemals geglaubt, etwas … Jemanden … wie mich … Jemanden mit diesem Schicksal zu treffen! Und dann gleich ZWEI!“
Katze war aufgeregt und plapperte mal wieder zu viel, aber die Überraschungen der letzten Zeit, die Tatsache, dass es noch mehr wie sie gab, hatten sie aus dem Gleichgewicht gebracht.
„Ihr … Du ...“
Sie hielt Sphinx die offene Hand entgegen, als könnte sie es immer noch nicht ganz glauben. Ihre in den Fingerkuppen verborgenen Krallen zuckten dabei, aber sie hatte gelernt sie zu kontrollieren. Auffällig war vielleicht nur, dass am Mittelfinger der rechten Hand eine fehlte.
„Es muss Schicksal sein, dass wir hier sind. Irgendein makaberer Streich der Götter.“
Endlich holte sie einmal Luft und rieb sich die nervös Schläfe. Dann fiel ihr noch eine weitere sehr wichtige Frage ein, die Sie dem Kater auch prompt stellte:
„Hast du einen Namen?“
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Donnerstag 29. Mai 2014, 00:57

Während der kurzen Abwesenheit, der nachtschwarzen Schönheit, wanderten die Blicke der vor Hunger geplagten Kreatur mehrmals in die Richtung des mit Fleisch bestückten Tellers.
Warum tut sie das? ... Ich verdiene diese Köstlichkeit nicht ... Hmm! ... aber es sieht lecker aus! und es riecht so gut! ... Vielleicht sollte ich ... nur ein kleines Stück ... Arrgghh! ... Ohh sie kommt wieder! ... Jetzt bloß keine weitere Schwäche zeigen ... Ihr gebührt das Futter, mir gebührt die Fast.
Als Katze erneut ihren, zuvor gewählten Platz an der Seite des Leoniden einnahm und ihn dabei interessiert betrachtete. wandte Sphinx beschämt sein Antlitz von ihr ab. Lediglich aus seinen Augenwinkeln heraus, registrierte er den ebenso begehrenden Blick der zierlichen Katzenhybridin und schob den Teller in einer flüchtigen Bewegung zu ihr zurück und lauschte kurz darauf mit, ihr zugewandten Ohren, dem sanft fließenden Bächlein aus Worten und Gedanken, dessen tieferen Bedeutungen er nur ansatzweise und mit viel Mühe folgen und begreifen konnte. Dies veranlasste Sphinx jedoch des öfteren dazu, seinen zuvor zu Boden gewandten Blick zu lockern und stattdessen, wenn auch nur für Kekudenbruchteile, Augenkontakt mit seiner neuen Bekanntschaft aufzunehmen. Dabei registrierte auch er, wenn auch eher durch zufall, ihren beschwerten, trübseeligen Gemütszustand. Erst als Katze ihm ihre offen Hand reichte, richtete sich der Leonide ein Stück weit in seiner sitzende Position auf und wandte sich dabei entgegenkommend seiner noch namenlosen Gesprächspartnerin zu.
Wie soll ich mich diesem Wesen nur verständlich machen? ... So viele Worte! ... zuviele Worte ... viel zu begreifen!
Mit diesen Gedanken, hob die dunkle Bestie seine Pranken und um schloss damit sanft die ihm gereichte Hand. Dann begann er langsam und sich für die Hybridin verstöndlich in seiner Gebärdensprache auszudrücken. So legte er erst seine Pranke auf ihren Bauch und zeigte darauffolgend auf sich selbst. Dabei baute er im eifer der für ihn simplen Verständigungsform, hier und da Körperkontakt mit Katze auf und ließ sie anhand ihrer eignene Fingerähnlichen Glieder sogar sein Alter erraten. Im gesamten betrachtet, hätte man die gemeinsame Unterhaltung der beiden als ein großes, anspruchsvolles Rätselraten definierne können,welches teilweise auf eine Emotionale Weise geprägt wurde, wie man sie mit Worten nie hätte vermitteln können. Ledigleich seinen eigenen Namen, verhüllte Sphinx noch mit dem universellen Handzeichen für Stille. Welches sich durch einen selnkrechten Finger über den Lippen andeutete.

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Donnerstag 29. Mai 2014, 15:38

Sphinx hatte den Teller mit dem Fleischstückchen zu ihr zurück geschoben, was sie dazu veranlasste sofort weiter zu futtern. Anscheinend hatte er keinen Hunger. Ihr voller Neugierde musterte sie ihn.
„15 Jahre bist du alt? Siehst älter aus, liegt wahrscheinlich an der Größe. Ich bin 18 … Warte das Zeichen versteh ich nicht. Nochmal bitte.“
Aufmerksam und gefesselt von der seltsamen Weise zu kommunizieren, verfolgte Katze die vielsagenden Bewegungen des Katers. Manchmal ahmte sie seine Gesten nach um sie besser zu verstehen und so hockte sie dann auf ihrer Armlehne und hielt ihren Zeigefinger senkrecht an ihren Mund. Sie blinzelte zweimal und sprach dann:
„Du kannst nicht reden, ja? … nein, kannst du schon … ähm … Du … Dein Name ist „Nicht reden“, ach so. Hm … Nicht reden ist Schweigen oder leise. Soll ich dich „Schweiger“ nennen? Ist dir das recht? Oder „Leiser“? Nein das klingt blöd. Ach, ist das schwierig! Aber ich mag Rätsel.“
Sie stemmte die Fäuste in die Wangen und die Ellenbogen lagen auf dem erhobenen Knie. Sie kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe, dann schien sie noch eine andere Idee zu haben.
„Du verstehst was ich sage, aber kannst diese Sprache nicht. Kannst du eine andere? Ähm... Kannst du Ihre?“
Dabei machte sie eine ausladende Bewegung und meinte damit wohl das gesamte Reich der Dunkelelfen.
„Ich Katze. Sklavin. Verflucht, wie sagt man auf der Flucht... iiih Konzentriere dich Katze! Du verstehst mich doch! ... Lerium schlecht. Aber ich verstehe etwas Lerium. Sprichst du es?“
Es war einen Versuch wehrt. Sie hatte so viele Fragen an ihn und bisher nicht mal die Hälfte beantwortete bekommen. Die Zeichensprache seines Körpers ließ sich von ihr erstaunlich gut lesen, wenn man nur auf die einfachsten Dinge zu sprechen kam, doch ein wacher Geist verlangte mehr.
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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Sphinx » Samstag 31. Mai 2014, 16:53

Die monströs wirkende Großkatze, welche sich im nachhinein als empfindsamer herausstellte, als anfangs angenommen, beobachtete weiterhin, das ihm unwirkliche, aber zugleich einnehmenden Geschöpfan seiner Seite, welche immernoch mit scheinbar großer Freude versuchte, dem Rätzel der Sphinx auf den Grudn zu gehen. Als diese angeregt versuchte, das Mysterium seines Namens zu entschlüsseln, drang ein kaum zu unterdrückendes, tiefes Lachen aus der Kehle des animalischen Kriegers, welches seinen Körper so sehr zum erbeben brachte, das ein spitzer, qualvoller Schmerz einmal kräftig durch sein innerstes fuhr und er instinktiv die schmerzende Stelle mit seiner gegenüberliegenden Pranke umschloss. Dies hinderte ihnjedoch in keinster Weise weiter den Worten der nachtschwarzen Gestalt zu lauschen und ihren Bewegungen interessiert zu folgen.
„Ich Katze. Sklavin. Verflucht, wie sagt man auf der Flucht... iiih Konzentriere dich Katze! Du verstehst mich doch! ... Lerium schlecht. Aber ich verstehe etwas Lerium. Sprichst du es?“
Sphinx legte ruckartig leicht die Ohren an den Kopf und riss dabei überraschten Blickes, die Augen auf. Dann nickte er bestätigend und begann seinerseits mit tief grollender, jedoch warmer Stimme zu sprechen.
Sphinx!
Er klopfte sich für die Bedeutung seines ersten, ausgesprochenen Wortes mit der Pranke auf die Brust
Ich ... Sphinx! ... Ich Warg!... Krieger! ... Kaaattttze! ... Sklaaaavin! ... Sprechen mit ...Zunge von Herren! ... Xerxes! ... Leerrriiuumm! ... Katze!

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Re: Xerxes Anwesen-Gladiatoren Keller

Beitrag von Maruka » Montag 2. Juni 2014, 09:10

Maruka grinste breit, als der Kater endlich zu sprechen begann, wenn gleich die Kommunikation trotzdem noch deutlich eingeschränkt war.
„Ich ... Sphinx! ... Ich Warg!
Sie hörte das knarrende und grunzende Wort in der Sprache der Orks, aber verstand es nicht.
„... Krieger! ... Kaaattttze! ... Sklaaaavin! ... Sprechen mit ...Zunge von Herren! ... Xerxes! ... Leerrriiuumm! ... Katze!"
Sie nickte langsam und seufzte einmal langsam.
Puh, das wird schwer. Schade, er hat anscheinend doch mehr von einem Tier, als Raflat und ich. Wenn er hier aufgewachsen ist, ist das auch kein Wunder. Irgendwie tut er mir leid...
Sphinx also. Gut.“
Kurz überlegte sie, ob sie ihre Fragen an ihn noch einmal wiederholen sollte, aber griff dann noch einmal zum Teller mit den Fleischstückchen. Sie blinzelte ein paar mal nachdenklich, dann fragte sie betont langsam sprechend:
Sphinx, du lebst doch hier. Kannst du mir sagen, was uns bevorsteht? Was will dein Herr Xerxes von uns? Sind wir nur hier … um für ihn zu kämpfen und zu sterben? Gibt es nichts anders? Irgendetwas?“
Wenn ich noch mal in die Arena muss, überlebe ich das nicht.
Wenn Augen mehr als Worte sagten, dann sprach aus ihren die Angst.
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