Audienz bei Rhamios

Das Zelt des Minotaurenhäuptlings dient nicht nur dazu, Gäste und andere Besucher der Sippe zu empfangen, sondern dem Häuptling und seiner Familie selbst auch als Wohnzelt.
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Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Sonntag 22. Januar 2023, 20:38

Maruka kommt von Die Geister, die ich rief

Der Weg war der gleiche wie am Vorabend. Maruka erkannte hier und dort bereits kleinere und größere Eckpunkte, die ihr eine Richtung gaben. Sie gingen erneut zurück zum Totem und von dort war das Zelt von Rhamios Goldhorn nur noch ein Katzensprung entfernt. Dieses Mal stand aber nicht Begon davor, sondern ein kleinerer Bulle, der schon älter aussah. Er merkte auf als sich die Frauen näherten. Auch er musterte Maruka, wandte sich aber mit fragendem Blick an Mina. „Wir wollen zu Rhamios, um mit ihm über unser Geister-Problem zu sprechen. Ich glaube, wir hätten hier kompetente Hilfe.“, grinste sie breit und legte Maruka eine schwere Hand auf die Schulter. Der Alte musterte die Katze und zuckte mit den Schultern. „Na das wäre ja mal was. Sind schon zu viele draufgegangen…“, brummte er und zog die Plane zur Seite, sodass sie eintreten konnten. Das erste was auffiel war, dass das Zelt hell und freundlich wirkte. Ein Lagerfeuer brannte klein in der Mitte, drumherum lagen Kissen zum Sitzen. Auf einem lag ein kleines Minotaurenmädchen auf dem Bauch und kritzelte mit einem Kohlestift auf Pergament. Konzentriert hatte sie die Zunge zwischen den Lippen und sah nicht mal auf als die beiden Frauen das Zelt betraten. „Papa ist noch Mund waschen.“, erklärte sie und sah immer noch nicht auf. Sie mochte vielleicht so 4 oder 5 sein. „Hat Mama ihm gesagt.“, plapperte sie aus und kritzelte weiter. Ansonsten sah es in dem Zelt gemütlich bewohnt und latent kramig aus. Überall konnte man allerlei Spielzeug erkennen, das herumlag. Holzklötze zum Stapeln, Strohpuppen, Malzeug und Musikinstrumente. Es sah… wüst aus. Aber auch familiär. Mit einen Mal plärrte ein kleines Baby auf und schrie, als würde man es kochen. Das Mädchen am Feuer schaute kaum auf. „Das ist Tibby. Sie ist 3 Monate.“, bemerkte sie als müssten sie es wissen. Dann trat aus einem abgetrennten, hinteren Bereich ein Stier mit hellgrauer Fellfarbe und gütigen, blauen Augen. Er wirkte überrascht die Frauen zu sehen, lächelte aber. „Rhamios!“, begrüßte Mina den Häuptling und er nickte ihr zu. „Mina. Und..?“, er sah Maruka an. „Das ist Maruka. Ich habe sie gest…“, er hob die Hand und Mina verstummte. Er lächelte entschuldigend. Maruka konnte ihn betrachten und erkennen, dass er ebenso muskelbepackt war, wie Begon aber nicht ganz so… bullig wirkte. Er schien ein sanftes Gemüt zu haben. Jetzt wandtener sich an seine Tochter.
„Tally? Würdest du deine Spielsachen bitte aufräumen und dann Mama mit Tibby helfen?“, meinte er sanft und… wurde ignoriert. Er räusperte sich und versuchte es abermals: „Tally? Bitte!“. Wieder ignorierte das Kind ihn. Sie malte weiter, bis sie plötzlich aufsprang, ihrem Vater das gemalte Bild in die Hand drückte und in den abgetrennten Bereich lief. Rhamios räusperte sich wieder und wirkte etwas verlegen. „Entschuldigt. Etwas chaotisch hier zurzeit.“, entschuldigte er sich, ehe er begann, einige Spielsachen aufzuklauben und im Arm zu halten, ehe er sich wieder Mina zuwandte. „Was wolltest du sagen, Mina? Ich habe dich unterbrochen…“, Mina lächelte und winkte ab. „Ich habe Maruka gestern in den Nebeln vor dem … Geist gerettet. Sie wäre fast geholt worden. Maruka hat einen Freund verloren, der da noch irgendwo draußen ist. Wir wollen ihn suchen. Vielleicht ist er verletzt. Im Gegenzug würde sie uns helfen, die Sache mit dem Geist zu klären.. oder, Maruka?“, drehte sie sich zu ihr und lächelte aufmunternd ihre Version zu erzählen.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Donnerstag 26. Januar 2023, 13:14

Maruka erwachte und fühlte sich... erschlagen! Jeden Knochen hatte man ihr über nacht raus genommen, neu sortiert und wieder eingesetzt... Es fühlte sich an, als hätte ein Troll sie gelutscht... oder ein Drache sie gekaut... Oder zumindest, als wäre sie hinter einem Pferd her gezogen worden, was ja auch stimmte. Sie strecke sich langsam und tastete nach ihrer Hüfte.
Hm... soweit in Ordnung.
Sie suchte nach der Salbe und rieb sich gleich eifrig damit ein, was den Muskelkater gleich besser machte.
Muskelkater... muskulöser Kater...hihihi...
Ihre bildliche Vorstellungskraft malte den Kopf von Pantherchen auf Begons kraftvollen Körper und sie grinste. Dann sah sich aufmerksamer um. Sie war allein und nur Su'Shi zog ihre Runden im ihrem Wasserglas.
Mjammjam...
Bevor sie Unsinn anstellen konnte, kam aber auch schon Mina und begrüßte ihre neue Freundin mit einer Gabe. Durch den Sturz war ihre eigene Rüstung ein wenig zerkratzt, doch Mina hatte ihr tatsächlich eine Neue mitgebracht. Staunen hielt sich Maruka die Teile an den Körper.
Welchem Minotauren passt denn sowas? Einem Kind?
Es gab eine braune Lederhose, Stiefel und einen kurzen Lederkürass mit viel Beinfreiheit. Der Kürass war an den Schultern verstärkt mit Lederplatten und in einem dunklen Blau gehalten, was schön zu ihren Augen passte. Maruka lächelte breit über die liebe Geste und meinte:
„Danke, wäre nicht nötig gewesen. Meine ist ein zwar bisschen ramponiert, aber tut es auch noch... äh, oder meinst du, die hier macht den besseren Eindruck ...bei Rhamios?“
Sie strich über das weiche Leder der Hose.
Schmutzig und gebeutelt, als wäre ich Meilen weit einem Pferd hinterher...
„Hoffentlich mach ich sie nicht gleich wieder schmutzig.“
Worüber man sich halt so Gedanken machte, wenn man sich nicht mit seinen Ängsten beschäftigen wollte.

An einem bestimmten Punkt in ihrem Leben hatte Maruka beschlossen, all das Leid was sie schon erlebt hatte und bestimmt noch erleben würde, nicht mehr als Ausrede zu verwenden um sich hängen zu lassen. Sie war eine Sklavin gewesen, die sich befreit hatte und das war ihr nur gelungen, weil sie niemals wieder aufgeben würde und weil sie andern vertraut hatte. Sie hatte als Kind die Freuden und Wärme erfahren dürfen, die eine intakte Familie spendete, aber sie hatte auch am Boden gelegen, ohne jegliche Hoffnung, verloren, geschlagen und gebrochen. Nie würde sie das Leben und seine Freuden gering schätzen oder mit ihrem Schicksal hadern. Deshalb war sie so unsagbar glücklich, dass das Schicksal ihr diese kostbaren Momente voller Zufriedenheit und Glück schenkte. Wem einmal alles genommen worden war, der wurde bescheiden, genügsam und vor allem dankbar. Manch einer könnte das vielleicht nicht verstehen, aber Maruka genoss jeden Moment ihres Lebens, denn sie wusste, dass es viel viel schlimmer sein könnte.

Deshalb sah sie auch ehrlich und aufrichtig lächelnd zu Mina hoch, als diese sie auf ihren Besuch bei Rhamios vorbereitete. Schnell schob die Servali sich noch etwas zu Essen in den Mund, dann ging es auch schon los. Der Weg zum Hauptzelt war ja nicht weit und das Wetter war auch wieder klarer, der Nebel gelichtet und so konnte sie auch ein paar neue Dinge im Lager der Sippe sehen. Der neue Wächter vor dem Zelt ließ sie ein.
„Papa ist noch Mund waschen.“
Das süße Kälbchen mochte vielleicht so 4 oder 5 sein, ein schönes Alter.
„Hat Mama ihm gesagt.“
, plapperte sie aus und kritzelte weiter.
...mitteilsam.
Es sah… wüst aus.
...eben wie ein Zuhause.
Mit einen Mal plärrte ein kleines Baby auf und schrie, als würde man es kochen!
Maruka legte zuckend ihre empfindlichen Ohren dich an den Kopf an um die bösartigen Frequenzen auszusperren. Das Mädchen am Feuer schaute kaum auf.
„Das ist Tibby. Sie ist 3 Monate.“
Kurz darauf trat ein Stier mit hellgrauer Fellfarbe und gütigen, blauen Augen aus dem hinteren Bereich hervor.
„Rhamios!“
, begrüßte Mina den Häuptling und er nickte ihr zu.
„Mina. Und..?“
„Das ist Maruka. Ich habe sie gest…“

, er hob die Hand, Maruka auch und Mina verstummte.
Ah, kein Gruß... kurze Pause.
Er lächelte entschuldigend. Maruka konnte ihn betrachten und erkennen, dass er ebenso muskelbepackt war, wie Begon aber nicht ganz so… bullig wirkte. Er schien ein sanftes Gemüt zu haben. Jetzt wandte er sich an seine Tochter:
„Tally? Würdest du deine Spielsachen bitte aufräumen und dann Mama mit Tibby helfen?“

In Marukas Kopf bereitete sich eine leise Wartemelodie aus.
...
„Tally? Bitte!“
Plötzlich sprang Tally auf, um ihrem Vater das gemalte Bild in die Hand zu drücken und dann wie geheißen zu verschwinden.
„Entschuldigt. Etwas chaotisch hier zurzeit.“
, entschuldigte er sich, ehe er begann, einige Spielsachen aufzuklauben und im Arm zu halten, ehe er sich wieder Mina zuwandte. Es war einfach das Bild einer harmonischen Familie. Es machte Marukas Herz ein bisschen schwer. Prompt sehnte sie sich nach ihrem Vater.
„Was wolltest du sagen, Mina? Ich habe dich unterbrochen…“
, Mina lächelte und winkte ab.
„Ich habe Maruka gestern in den Nebeln vor dem … Geist gerettet. Sie wäre fast geholt worden. Maruka hat einen Freund verloren, der da noch irgendwo draußen ist. Wir wollen ihn suchen. Vielleicht ist er verletzt. Im Gegenzug würde sie uns helfen, die Sache mit dem Geist zu klären.. oder, Maruka?“
, drehte sie sich zu ihr und lächelte aufmunternd.
„Ja, so ist es. Gut zusammen gefasst... Ich bin kein Geistmagier oder so... kann keine Magie, aber ich hab schon ein bisschen Erfahrungen in diesem Gebiet sammeln können. Wenn ich helfen kann, will ich das gerne tun, nur sorge ich mich gerade wirklich um meinen Freund. Wir sind gestern Nacht getrennt worden, als unsere Pferde durch gingen und er ist vermutlich verletzt. Da war diese hohe Lachen, ein Keckern... echt gruselig. Ähm... Ach ja, wir kommen aus der Talsenke des Dschungels und wollten eigentlich weiter in Richtung Eisreich. Mein Freund und ich sind Mantroner... auch wenn man mir das nicht mehr so ansieht.“
Marukas Mundwinkel zuckte schief.
„Mina hat mir sehr geholfen und ich würde diese Tat gern zurück bezahlen, auch wenn sie der Meinung war, das sei nicht nötig. Vielleicht... können wir uns gegenseitig helfen? Ich habe gehört ihr habt nicht nur Probleme mit dem 'Geist', sondern auch immer mal wieder mit der dunklen Armee? Würdest du mir über beides noch ein bisschen mehr erzählen? Mina meinte auch, es gäbe unweit von hier einen Ort, wo ihr glaubt, dass da der Geisterjunge gelebt hatte...“
Maruka war schon voll in ihrem Element. Löchern, Fragen, so viel Informationen wie möglich zusammen tragen. Kopflos wollte sie nicht los, aber gleichermaßen drängte es sie nach Thore zu suchen. Man sah ihr ihre Unruhe vor allem sehr offenkundig an der nervös zuckenden Schwanzspitze an. Am liebsten würde sie gleich los stürmen, aber das wäre dumm. Die Leute hier kannten sich in der Umgebung viel besser aus, weswegen sie noch eine Beschreibung ihres letzten Rastplatzes hinterher setzte und hoffte, einer der beiden würde vielleicht davon ableiten können, wo sie am besten mit der Suche beginnen konnten.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Samstag 28. Januar 2023, 14:49

Die Minotauren waren in ihrer Gemeinschaft den Mantronern nicht unähnlich. Beide Völker legten offensichtlich wert auf Familie, auf einen vernünftigen Umgang miteinander und verkrochen sich nicht wie die Shyáner Elfen vor der Wahrheit. Mina hatte Maruka klar und ehrlich mitgeteilt, was sie bewegte, wo es hakten und was sie wusste. Es gab keinen Grund anzunehmen, dass man etwas vor der Katze verborgen halten wollte oder sie etwas nicht wissen durfte. Erfrischend waren diese Angewohnheiten und Maruka bekam den Eindruck, dass man ihr bezüglich Thore helfen würde. Dafür aber mussten sie noch einmal etwas Zeit aufwenden, um bei dem Anführer der Sippe um Erlaubnis zu bitten. Oder besser: Um Ressourcen. Denn ohne ein wenig Hilfe, wäre das Gebiet vermutlich viel zu groß, viel zu weit. Maruka hatte kaum einen Anhaltspunkt, wo Thore verlorengegangen war. Aber Mina verschwendete nicht unnötig Zeit, sodass sich die beiden Frauen schon früh an diesem Morgen bei Rhamios einfanden. Das Zelt glich einer Familienstätte und gleich den Mantronern, war auch hier Amt und Familie vermischt. In einer Ecke des Zeltes gab es sogar so etwas wie einen offiziellen „Thron“, doch der lag voll mit kleinen Strohpuppen und Kohlestiften. An einem Stuhlbein konnte Maruka sogar eine kleine Kritzelei erkennen – das gäbe sicher Ärger. Doch jetzt blieb Rhamios wo er war, im Arm allerhand Schnickschnack und hörte sich die Worte an, die die beiden Frauen ihm zu sagen hatten. Er nickte dann und wann, schnaubte mal, wenn er einer Meinung war oder seufzte wissend. Die Problematik mit diesem ‚Geist‘ oder was auch immer, plagte sein Volk schon eine Weile und bisher hatten sie nicht viel ausrichten können. Ruhig lagen die hellblauen Augen auf Maruka, während sie Mina’s Erzählungen ergänzte. „Mantroner?“, rief Rhamios dann aber aus und nickte anerkennend. „Gute Leute! Wir haben erst letztes Jahr ein wenig Handel mit ihnen getrieben. Ihre Felle sind hervorragend! Dafür liefern wir bestes Rindfleisch!“, erwähnte er, hörte dann aber wieder aufmerksam zu. „Mina hat mir sehr geholfen und ich würde diese Tat gern zurückbezahlen, auch wenn sie der Meinung war, das sei nicht nötig. Vielleicht... können wir uns gegenseitig helfen? Ich habe gehört ihr habt nicht nur Probleme mit dem 'Geist', sondern auch immer mal wieder mit der dunklen Armee? Würdest du mir über beides noch ein bisschen mehr erzählen? Mina meinte auch, es gäbe unweit von hier einen Ort, wo ihr glaubt, dass da der Geisterjunge gelebt hatte...“
Der große Anführer seufzte abermals, suchte sich für seinen Schnickschnack im Arm einen mehr oder weniger geeigneten Platz (seinen Thron) und klopfte sich etwas die Hände sauber. Er schüttelte den Kopf und schien ein wenig zu überlegen, wie er am besten anfing. Dann hob er den Blick wieder und sah Maruka fest in die Augen. „Also – die Talsenke befindet sich ungefähr anderthalb Tage von hier. Ihr musstet rasten, somit seid ihr vielleicht einen Tag gereist, um dann wegen des einsetzenden Nebels abends eine Pause zu machen. Also dürftest du ungefähr 2 bis 3 Stunden entfernt von eurem Rastplatz sein.“ Seine Stimme war ruhig und trotz seines jungen Aussehens, wirkte er äußerst beherrscht und selbstsicher. Maruka konnte kein Aufbrausen oder Überheblichkeit in seinen Zügen oder seinen Worten erkennen. Rhamios blieb sachlich und zählte Fakten auf. Wichtige Fakten.

Er wandte sich kurz suchend um, griff nach einer Karte und entrollte sie auf einem langen Tisch, an dem mehr als nur eine kleine Familie Platz finden konnte. Er winkte die Frauen heran und deutete auf einen Ort in den Dunsthügeln. „Hier sind wir, da befindet sich das Lager.“, er sah sich kurz erneut um, griff dann nach einem herumliegenden Stift von Tally und zeichnete das Lager der Sippe ein. „Hier ist Shyána Nelle“, kreiste er nun auch ein und zog eine Linie. Dann setzte er ein Kreuz an der Stelle, an der er ihre Rast vermutete. Und zeigte dadurch, in welchem Radius Thore wohl eventuell sein könnte. „Hier ist dieses verlassene Gehöft.“, meinte er weiter und zeichnete ein Dreieck als Symbol an die Stelle. Es befand sich ungefähr einen halben Tagesmarsch von der Sippe entfernt. Zu dem Rastplatz wäre es ungefähr noch mal anderthalb Stunden. Er zog mit seinem Finger einen Kreis über das gesamte Areal. „Das Keckern, der Geist oder was auch immer das ist, hat sein Revier hier überall. Wir haben schon überlegt, dass wir weiterziehen, um uns dem nicht mehr auszusetzen. Es ist eine Last und meine Leute sterben wie Eintagsfliegen. Übel zugerichtet, gänzlich ausgeweidet oder zu Knochenhaufen verkommen. Es ist schrecklich!“, ein Schatten zog sich über sein Gesicht, dann deutete er wieder auf einen kleinen Flecken. „Das ist Rugta. Die Zwergenstadt. Oder was davon übrig war. Meine Händler haben berichtet, dass die Stadt durch Dunkelelfen dem Erdboden gleich gemacht wurde, viele Zwerge wurden nach Kosral gebracht und versklavt. Einige wenige Überlebende sind, nachdem die Stadt zurückerobert wurde – sogar mithilfe der Tha’Roon, wie ich hörte, dabei, die Stadt wieder aufzubauen. Handel betreiben sie noch nicht, aber wir versuchen einen kleinen Beitrag zu leisten und versorgen sie mit allem, was wir erübrigen können.“, sein Gesicht wurde kurz finster. „Diese verdammten Dunklen! Sie nehmen alles, während andere alles verlieren. Und Grandessa? Es hilft ihnen! Verdammte Menschen!“. Mehr Ausbruch aber gönnte sich der Anführer nicht, sodass seine Ruhe zurückkehrte. Er richtete sich auf, sodass die Karte zusammenrollte und er sie Maruka reichte.
„Hier, nimm dir was du brauchst, suche deinen Freund und wenn es ihm gut geht, vielleicht kannst du auf dem Rückweg einen Schlenker zum Gehöft machen. Vielleicht helfen deine Erfahrungen weiter – ich bin für jede Hilfe dankbar. Dieser verdammte Nebel ist schon hinderlich genug. Mit einer Bestie darin aber unüberwindbar und ich kann nicht länger zusehen, wie diese meine Sippe richtet! Wir haben schon genug damit zu tun, uns die Dunkelelfen und ihre Anhänger vom Hals zu halten. Und jenen, denen ein schlimmeres Schicksal zuteilwurde, ein wenig unter die Arme zu greifen!“ Er sah zu Mina, die ebenfalls etwas betroffen dreinschaute. „Mina, nimm Begon zum Schutz mit, und… vielleicht kann Camille jemanden entbehren, der zur Not erste Hilfe leisten kann, falls Maruka’s Freund verletzt wurde.“, schlug er vor und sah zur Katze. „Ich hoffe, du findest deinen Freund, Mantronerin. Sei dir gewiss, dass ihr hier einen Unterschlupf findet, solltet ihr einen brauchen.“, ließ er sie wissen, ehe er noch mal zu Mina blickte. „Nehmt euch Waffen und Laternen mit, falls ihr in den Nebel geratet. Und seid vorsichtig. Ich habe nicht genug Männer und Frauen, um eine Suchaktion zu starten… Wenn ihr am Abend nicht wieder da seid – es tut mir leid…“, meinte er aufrichtig und Mina nickte verstehend. Sie warf Maruka einen Blick zu und lächelte schief. Dann zog sie die Katze am Arm, sodass sie sich um alles weitere kümmern könnten. Maruka dürfte sich an ihren Waffen bedienen und sie bekämen Begon zur Seite. Auf Pferde konnte sie nicht hoffen, was vielleicht gut war, denn sie könnten erneut zu einer Gefahr werden. Aber sie erhielt Unterstützung und einen Rückzugsort, wenn sie einen brauchte.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Dienstag 7. Februar 2023, 12:44

Maruka schätzte die praktische und tatkräftige Art der Minotauren sehr und ihr Häuptling ging da allen als gutes Beispiel voran, als er sofort auf ihr Bitte einging und sich an seine Karte stellte. Zügig eruierte er wo das Suchgebiet sein könnte und wie man es eingrenzen konnte. Maruka trat näher und schaute aufmerksam zu.
„Also – die Talsenke befindet sich ungefähr anderthalb Tage von hier. Ihr musstet rasten, somit seid ihr vielleicht einen Tag gereist, um dann wegen des einsetzenden Nebels abends eine Pause zu machen. Also dürftest du ungefähr 2 bis 3 Stunden entfernt von eurem Rastplatz sein... Hier sind wir, da befindet sich das Lager... Hier ist Shyána Nelle... Hier ist dieses verlassene Gehöft.“
, meinte er und zeichnete einige Symbole an die entsprechenden Stellen.
„Das da könnte der Hügel sein, auf dem wir hilten...“
, warf sie hoffentlich hilfreich ein. Maruka versuchte sich alles so gut wie möglich einzuprägen und verband die Linien mit markanten Landmarken um sich dann später besser orientieren zu können. Eine Karte zu lesen zu können war nichts selbstverständliches und Thore wäre sicher viel besser als sie darin, da er sie zeichnete, aber auch sie hatte schon die ein oder andere gesehen und wusste ungefähr vorauf man achten musste. Als Jägerin waren ihr die Landmarken vor allem sehr ins Auge gefallen. Die Erklärungen gingen weiter:
„Das Keckern, der Geist oder was auch immer das ist, hat sein Revier hier überall. Wir haben schon überlegt, dass wir weiterziehen, um uns dem nicht mehr auszusetzen. Es ist eine Last und meine Leute sterben wie Eintagsfliegen. Übel zugerichtet, gänzlich ausgeweidet oder zu Knochenhaufen verkommen. Es ist schrecklich!“
Das ein Geist seine Opfer ausweidet, ...hab ich noch nie gehört. Sie fressen auch keine Pferde, soweit ich weis. Hm ...Hier stimmt irgendetwas nicht und dem muss 'man' nachgehen... also ich.
Marukas Gedanken huschten kurz in die Ferne und sie versuchte sich zu erinnern, was immer schwer für sie war, seit dem ihre eine Hälfte mehr im Hier und jetzt lebte und sich um die Vergangenheit scherte. Aber jetzt schwieg die Katze noch und so versuchte sie es:
...Syrella, die Seherin aus der Vergangenheit, sie war der Ritualmagie mächtig und war selbst ein 'Geist' gewesen. Sie war so... gut! Sie hat ihr Wissen auf ...sehr unnatürliche Weise mit mir geteilt, als ich den Zeitdämonen Vremyaspad bekämpfte.
Allein seinen Namen zu denken, verursachte Maruka ein leicht gesträubtes Fell. Durch ihn hatte sie so viel verloren. Sie ballte ihre Fäuste und hoffte einfach, dass ihr an entsprechender Stelle dann etwas hilfreiches einfallen würde.
Ich kann nur hoffen, dass etwas von ihrem Wissen in meinem Kopf hängen geblieben ist...
Der Häuptling deutete er wieder auf einen kleinen Flecken und zog die Servali mit der Bewegung wieder aus ihre Gedanken.
„Das ist Rugta. Die Zwergenstadt. Oder was davon übrig war. Meine Händler haben berichtet, dass die Stadt durch Dunkelelfen dem Erdboden gleich gemacht wurde. Viele Zwerge wurden nach Kosral gebracht und versklavt. Einige wenige Überlebende sind, nachdem die Stadt zurückerobert wurde – sogar mithilfe der Tha’Roon, wie ich hörte, dabei, die Stadt wieder aufzubauen. Handel betreiben sie noch nicht, aber wir versuchen einen kleinen Beitrag zu leisten und versorgen sie mit allem, was wir erübrigen können.“
, sein Gesicht wurde kurz finster und Maruka sah staunend zu ihm auf.
Er hilft wirklich wo er kann! Diese Sippe wäre wirklich eine große Unterstützung für den Widerstand!
„Diese verdammten Dunklen! Sie nehmen alles, während andere alles verlieren. Und Grandessa? Es hilft ihnen! Verdammte Menschen!“
„Es sind nicht alle schlecht... aber ...wisst ihr warum diese Grandessaner sich den Dunklen angeschlossen haben? Das ist doch verrückt!?“
Nach Motiven zu fragen war oft schwer, da sie oft nicht offen auf der Hand lagen. Vielleicht wusste der Häuptling der Minotauren dazu auch nichts zu sagen. Er richtete sich auf, sodass die Karte zusammenrollte und er sie Maruka reichte. Sei nahm sie dankbar nickend an.
„Hier, nimm dir was du brauchst, suche deinen Freund und wenn es ihm gut geht, vielleicht kannst du auf dem Rückweg einen Schlenker zum Gehöft machen.“
„Wenn Thore unverletzt ist, machen wir das bestimmt. Wenn doch.. dann halt etwas später, aber ansehen will ich es mir in jedem Fall.“
„Vielleicht helfen deine Erfahrungen weiter – ich bin für jede Hilfe dankbar. Dieser verdammte Nebel ist schon hinderlich genug. Mit einer Bestie darin aber unüberwindbar und ich kann nicht länger zusehen, wie diese meine Sippe richtet! Wir haben schon genug damit zu tun, uns die Dunkelelfen und ihre Anhänger vom Hals zu halten. Und jenen, denen ein schlimmeres Schicksal zuteilwurde, ein wenig unter die Arme zu greifen!“
Er sah zu Mina, die ebenfalls etwas betroffen dreinschaute.
„Mina, nimm Begon zum Schutz mit, und… vielleicht kann Camille jemanden entbehren, der zur Not erste Hilfe leisten kann, falls Maruka’s Freund verletzt wurde.“
, schlug er vor und sah zur Katze.
„Ich hoffe, du findest deinen Freund, Mantronerin. Sei dir gewiss, dass ihr hier einen Unterschlupf findet, solltet ihr einen brauchen.“
, ließ er sie wissen, ehe er noch mal zu Mina blickte.
„Nehmt euch Waffen und Laternen mit, falls ihr in den Nebel geratet. Und seid vorsichtig. Ich habe nicht genug Männer und Frauen, um eine Suchaktion zu starten… Wenn ihr am Abend nicht wieder da seid – es tut mir leid…“
, meinte er aufrichtig und Mina nickte verstehend. Sie warf Maruka einen Blick zu und lächelte schief. Allein, dass Mina, Begon und vielleicht sogar noch jemand zum 'Heilen' mitkam beeindruckte Maruka gewaltig. Sie atmete einmal ganz ergriffen durch und spach:
„Ich danke euch aus tiefsten Herzen! Ich werd versuchen, dies zurück zu geben. DANKE!“
Dabei legte sie die Faust ihrer rechten Hand feierlich auf ihr Herz, wie Mantroner es taten, bvor Mina sie auch schon am Arm aus dem Zelt zog.
„Unglaublich! ...ihr seid einfach unglaublich und das mein ich im BESTEN aller Sinne!“
Maruka strahlte Mina an und hüpfte kurz zwei drei Mal auf und ab. Sofort bereute sie es, da dabei doch noch die ein oder andere kleine Blessur sich meldete, aber das war es wehrt.
„Ich bin wirklich froh euch getroffen zu haben! Auch wenn die Umstände denkbar sch...ungünstig sind, aber ich bin von euer Art zu leben echt beeindruckt. Ich fühl mich hier richtig ein bisschen Zuhause.“
Schmunzelnd folgte sie Mina.
Maruka dürfte sich an ihren Waffen bedienen und sie bekämen Begon zur Seite. Sie erhielt Unterstützung und einen Rückzugsort, wenn sie einen brauchte. Jetzt ging es also los. Maruka deckte sich vor allem mit einem gute Bogen ein. Sie vermisste den schicken magischen, der ihr gerade erst geschenkt worden war, aber so war nun mal das Leben. Alles kam und ging auch wieder. Es war nur schade, weil Zaqundus sich bei der Verzauberung so viel Mühe geblieben hatte und so bemüht gewesen war, dass sein zuckersüßes Tun nicht auf ihn zurück fiel!
Hehe, wenn ich den alten Knausel noch mal sehe, bekommt er trotzdem einen dicken Schmatzer.
Allein die Vorstellung wie er sich winden würde, war höchst amüsant. Vielleicht würde er sie auch verzaubern, dass ihr alle Haare ausfallen würden...
DA hätte er aber zu tun... hihihi....
Maruka verlor sich leicht in dreierlei Vorstellungen und Details, so dass sie fast in Begon rein gerannt wäre, als sie dann zu dem großen Ochsen kamen um ihn um Hilfe zu bitten, bzw. die 'Anordnung' des Häuptlings zu überbringen. Aber das überließ Maruka Mina, da sie sich mit den 'feinen Tönen' hier noch nicht so gut auskannte. Neugierig war sie aber sehr und beobachtete den ebenfalls schwarz befellten Riesen aufmerksam auf seine Reaktion hin.
Danach wollten sie ja noch zur Heilerin und dann sollte es endlich los gehen.
Maruka war unruhig und nervös und kaute an ihrer rechte Mittelfingerkralle... die sie immer schön kurz hielt, damit sie den Bogen spannen konnte. Krallen waren super im Nahkampf, aber eine Bogensehne litt doch gewaltig, wenn man sie damit malträtierte.
„Können wir los?“
Maruka sah noch mal in den Himmel. Wie war das Wetter? Wie stand der Wind? Alles war wichtig auf der Jagd. Nur dieses Mal war es eben Thore, der die Beute war. Um nicht zu sehr über all das Schlimme nachzudenken, was alles schief gehen oder schon schreckliches passiert sein könnte, drängte sich in Maruka der Aktionismus nach vorn. Sie konnte kaum noch still stehen und ihr Näschen zuckte unentwegt. Hibbelig wartete sie auf die anderen und wippte dabei auf den Ballen auf und ab. Ihr Wollknäuel hatte sie natürlich auch dabei.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 9. Februar 2023, 13:32

Nach all den vergangenen Strapazen, war das Finden der Sippe der Minotauren ein wahrer Glücksfall für Maruka. Das Volk der Gehörnten war tatsächlich zu Unrecht verkannt, denn egal wen die Katze hier traf, sie alle wirkten vernünftig, zugänglich und vor allem hilfsbereit. Es war erstaunlich, dass sie nicht lange lamentieren musste. Dass sich niemand querstellte, sondern ein jeder sich bemühte zu helfen. In Shyána Nelle hatte sie weitaus mehr Widrigkeiten bestreiten müssen, sodass sie sich darauf bereits eingestellt hatte. Doch selbst der Häuptling Rhamios war pragmatisch und zugänglich für ihre eigene Probleme. Trotz der Sorge um seine Sippe, war es für den blauäugigen Minotaur keine Frage, ihr zu helfen. Rhamios zeichnete den Hügel ein, auf dem sie glaubte Rast gemacht zu haben. Maruka konnte erkennen, dass sich Shyána, der Hügel und das Lager der Sippe halbwegs in einer Diagonalen befanden. Trotzdem lagen zwischen dem Hügel und ihrem jetzigen Standort einige Stunden Fußmarsch. Und Thore war die gesamte Nacht da draußen gewesen. Rhamios ließ sich derweil zu einem kleinen Ausbruch seiner Gefühle verleiten, den Maruka beschwichtigend zu kontern versuchte. „Es sind nicht alle schlecht... aber ...wisst ihr warum diese Grandessaner sich den Dunklen angeschlossen haben? Das ist doch verrückt!?“ Der Minotauer blickte auf und seufzte dann. Er hob die breiten Schultern an und ließ sie fallen. „Sie versprechen ihnen Handelsbeziehungen. Sie stellen Land in Aussicht, locken mit Soldaten, um ihre Fehde mit Jorsan ein Ende zu bereiten. Grandessa strebt nach Mehrung ihres Einflusses und mit dem dunklen Volk als Verbündetem, rücken ihre Chancen in deutlich bessere Positionen.“, antwortete er ihr und winkte ab. „Politik...“, knurrte er und widmete sich wieder ihrem ‚kleinen‘ Problem. Es brachte jetzt nichts, sich darüber aufzuregen. Sie hatten an anderer Stelle zu kämpfen und auf Maruka’s Zusicherung, sich helfend einzubringen, nickte er dankbar. „Abgemacht. Findet erstmal deinen Freund, dann sehen wir weiter!“, meinte er und lächelte warm. Sie konnte ihr Glück kaum fassen, sodass sie ehrlich ergriffen durchatmete und sich aufrichtig bei ihnen bedanke. Rhamios aber winkte ab. „Diese Zeiten sind für uns alle schwer genug. Wir müssen ein wenig zusammenrücken, damit wir nicht untergehen!“, meinte er noch und sah den beiden Frauen nach, die sich nun endlich ans Werk machen wollten.

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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Sonntag 21. Mai 2023, 20:57

Maruka kommt von Die Geister, die ich rief...


Wie lange die Gruppe auch noch ausgeharrt hatte, um dem Geist des Jungen nachzufühlen, irgendwann traten sie die Heimreise an. Thore und Maruka waren weiterhin herzlich eingeladen, sich der Sippe für eine Weile anzuschließen, sodass sie sich dort ausruhen und ihre Kräfte aufladen konnten. Mina, Begon und Klara führten die Mantroner durch ihr wanderndes Dorf. Hier ahnte noch niemand von der neuen Freiheit, die Maruka durch ihr Herz für sie gewonnen hatte. Es war eine ausgelassene Abendstimmung, überall brannten und knisterten Feuer, die Badestellen waren gut besucht und die Schlammlöcher besetzt. In weiterer Ferne hörten die feinen Ohren, wie sich jemand ob der Heilbehandlung beschwerte und dann erleichtert aufstöhnte. Es war ein buntes Treiben und ausgelassen, so wie an Maruka’s erstem Abend. Die Sippe bildete eine Herzlichkeit und Wärme, die man selten dieser Tage fand. Alle waren höflich, gar freundlich zueinander und es wurde viel gelacht und gesprochen. Klara verabschiedete sich als erste von der Gruppe und lächelte ihnen zu. Sie war müde und würde sich nach der Aufregung schlafenlegen. Begon und Mina aber führten die anderen beiden weiter am großen Totem vorbei und zum Zelt des Anführers. Rhamios empfing die kleine Gruppe und breitete die Arme aus, um sie einzuladen, mit ihm zu essen. Er deutete auf die Tafel, die reichlich gedeckt war und holte eiligst noch weitere Teller, damit sie gemeinsam mit ihm und seiner Familie essen konnten. Die Kinder belebten die anfänglich schweigsame Stimmung erheblich, bis Rhamio’s Frau sich entschuldigte und sie zu Bett brachte. Der Anführer der Minotauren küsste seine Lieben, wünschte ihnen eine gute Nacht und seufzte dann, nachdem etwas Ruhe einkehrte. Er hob den Becher und trank etwas Wein, ehe er sich an Maruka und Thore wandte: „So, nun – erzählt mir, wie ist es gelaufen?“, hakte er nach und nickte Thore zu. „Schön, dass Maruka dich hat finden können und du wohlauf bist.“. Thore nickte ihm dankend zu. Dann aber wandte sich Rhamios an die Katze. „Also?“, wollte er wissen und lächelte, während er noch etwas von dem Brot naschte.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Dienstag 23. Mai 2023, 12:15

Die Flammen verzehrten die vier Körper langsam und Petroju hielt Maruka eine kleine Kerze hin.
„Das ist das Licht, für jede Dunkelheit. Ich will sie dir schenken. Ich habe sie gebraucht als ich in der Dunkelheit ganz allein war und ein Licht brauchte. Ich weiß, dass du gute Augen hast und dir die Dunkelheit nichts anhaben kann. Doch manchmal braucht man Hoffnung. Vielleicht wird sie dir auch eines Tages helfen können…“
Maruka nickte dankbar. Der Geisterjunge wandte er sich zu Thore um:
„Es tut mir leid, dass ich dich so erschreckt habe. Ich… ich wollte nur dass sie…“
Thore nickte und lächelte sogar.
„Schon gut, ich verstehe es.“
So war ihr Liebster.
Gutmütig und verständnisvoll... unter all den sexy Muskeln.
Maruka sabberte still vor sich hin und schluckte ein paar Mal. Es war ihr innerer Kampf mit der Rolligkeit, der sie auch in dieser Situation ein wenig unruhig machte. Der Junge versuchte sich zu erklären und erhielt hier und da auch Absolution, was seiner Seele gut tat?
„Es tut mir leid.“
Mit dem Verbrennen seiner Überreste, löste sich auch sein Geist auf. Die Kälte wich, der Nebel blieb, aber das Feuer spendete Wärme und Geborgenheit. Petro war mit seiner Familie wiedervereint und nahm den Schrecken mit sich.
Es ist vorbei.
Maruka fühlte einen tiefen Frieden in sich und atmete einmal tief durch...
Mist!
Das war ein Fehler. Die von Männerduft geschwängerte Luft ließ sie ihre Beine zusammen pressen und gegen das süße Ziehen ankämpfen. Es machte es nicht besser.
MistMistMist... Ich brauch... ich brauch... MIIIAAAAUUUUU!!
Langsam wurde es schmerzvoll, aber Maruka hatte schon schlimmeres überstanden. Doch diese Rolligkeit war anders als die zuvor. Diese war durch Magie verschoben worden und kam stärker zurück als erwartet. Die Hybridin ertappte sich immer wieder wie sie die Männer hungrig anstarrte. Und was ihre menschliche Seite dabei 'nervte' war, dass es ihren Hormonen vollkommen egal war, ob Thore oder sonst jemand in ihrer Nähe ging. Langsam wurde sie... gefährlich.
MIST! REISS dich zusammen!!!
, beschwor sie sich selbst und es fiel schwer. Maruka treib die anderen fast zur Eile an, denn sie wollte nicht zu lange mit irgendjemand allein sein, denn sie begann sich selbst nicht mehr zu trauen und erwischte sich sogar wie sie Minas krallenlose Finger unglaublich ansprechend fand.
...bittebitte ein bisschen rubbeln.. nur kurz... MIST! RUHE!...
Die Heimreise dauerte fast zu lange. Thore und Maruka wurden herzlich im Kreis der Minotaurensippe aufgenommen. Es war eine ausgelassene Abendstimmung, als sie ankamen. Klara verabschiedete sich als erste von der Gruppe und lächelte ihnen zu. Sie war müde und würde sich nach der Aufregung schlafen legen. Begon und Mina aber führten die anderen beiden weiter am großen Totem vorbei und zum Zelt des Anführers. Rhamios empfing die kleine Gruppe und breitete die Arme aus, um sie einzuladen, mit ihm zu essen. Er deutete auf die Tafel, die reichlich gedeckt war und holte eiligst noch weitere Teller, damit sie gemeinsam mit ihm und seiner Familie essen konnten. Maruka stürzte sich regelrecht auf die Nahrung und bot damit einen recht wilden Anblick. Das Futter half etwas gegen die Rolligkeit und linderte die Symptome. Sie bemerkte kaum etwas um sich herum und fraß regelrecht. Besonders stark gewürzte Speisen hatten es ihr gerade angetan, da sie den Testostertongehalt in der Luft übertünchten. Sogar Ramion dünstete für Maruka verheißungsvoll glühende 'Wölkchen' aus, die sie fast um den Verstand brachten. Der Anführer der Minotauren hob den Becher und trank etwas Wein, ehe er sich an Maruka und Thore wandte:
„So, nun – erzählt mir, wie ist es gelaufen?“
, hakte er nach und nickte Thore zu.
„Schön, dass Maruka dich hat finden können und du wohlauf bist.“.
Thore nickte ihm dankend zu. Dann aber wandte sich Rhamios an die Katze.
„Also?“
, wollte er wissen und lächelte, während er noch etwas von dem Brot naschte. Maruka sah ertappt auf und hatte eine Keule quer zwischen den kleinen Reißzähnen. An jedem anderen Tag hätte sie sich wie die Schneebestie gefreut und ihre Geschichte in klangvoller Blalade vorgetragen, eben wie eine waschechte Mantronerin, aber heute...
„Muff ich?“
Sie sah hilfesuchend Thore an, riss das Fleisch vom Knochen und kaute möglichst langsam, damit der Bratensaft alles war, was sie noch wahr nahm. Dann schluckte sie und bat ihn:
„Ich... ähm...“
Nicht zu viel reden! Das kostet zu viel Atem.
„Könnte bitte jemand anders zusammen fassen? Ich ...fühle mich etwas ...äh...indisponiert.“
Thore, Begon und Mina wussten was sie damit meinte. Ihre zuckende Schwanzwurzel sprach Bände. Sogar ihre Zähne begannen langsam hin und wieder zu 'klappern' vor lauter Anspannung, wenn sie nicht gerade auf etwas kaute. Aber es gab halt noch Dinge neben ihren Bedürfnissen, die erledigt werden mussten. Am liebsten hätte sie Thore am Arm gepackt und aus dem Raum gezerrt um über ihm her zu fallen.
Ich brauch einen MANN! JETZT! IRGENDwas.. Ich dreh noch durch...!!
Der Hunger in ihrem Blick war langsam unübersehbar. Mit den Kiefern malend war Maruka kaum noch wieder zu erkennen. Sie knautschte ihre Finger in ihre Kleidung, knabberte nervös auf Kochen herum und ihr Nase zuckte unentwegt. Auch die Füße konnte sie kaum noch still halten.
Ich muss hier raus!
Also stand sie auf. DieLuft war in geschlossenen Räumen einfach zu dick geworden.
„Entschuldigt bitte... ich... ich brauch frische Luft!“
Schon stolperte sie in Richtung Ausgang und hoffte einfach nur irgendwie bald Erleichterung zu finden. Um so näher sie dem Türrahmen kam, um so deutlicher hörte sie selbst das leise Wimmern, dass sich unter einem kleinen Dauerschnurren erhob und sehr bald in waschechten Katzenjammer ausarten könnte. Katzen 'sangen' ihre Partner herbei und Maruka war kurz davor. Ihre innere Katze summte schon die ganze Zeit...

((ooc: passende Musik im OT-Bereich))
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Freitag 9. Juni 2023, 21:54

Es war schon nicht einfach seine eigenen Bedürfnisse stets anderen unterzuordnen. Maruka aber bereitete das weniger Probleme und wenn sie helfen konnte, dann tat sie das, ohne mit dem Schnurrhaar zu zucken. Mantron hatte damals eine tapfere Kriegerin verloren, doch die verlorenen Seelen auf Celcia gewannen eine helfende Hand hinzu. So war es Maruka’s Aufgabe, den Geist Petroju zu bannen und die Minotauren-Sippe von ihm zu befreien. Doch so sah die Katze das nicht. Sie half dem Jungen, Frieden zu finden, während sie ihm verdeutlichte, dass seine Zeit hier auf dieser Welt beendet war. Und er konnte sich auf sie verlassen, denn sie hielt Wort und bestattete seine Familie gemeinsam mit ihm in einem andächtigen Moment. Ergriffen waren die ersten Schritte zurück durch den Nebel, der ein kleines Bisschen weniger unheimlich wirkte und schon kurze Zeit später lösten sich die melancholischen Gedanken auf. Zeitweise konnte man seine Bedürfnisse hintenanstellen, doch irgendwann schlugen sie mit aller Härte zu und verlangten nach Aufmerksamkeit. Bei Maruka war es die Rolligkeit, die ihr nicht nur dieses Mal Schwierigkeiten machte. Aufgrund der Unterdrückung durch den Zauberer Zaqundus, spürte sie, wie die Wolllust sie dieses Mal stärker ergriff, als sie es je verspürt hätte. Schon beim Näherkommen zu Rhamios‘ Zelt, spürte sie immer mehr dieses Kribbeln, das alsbald zu einem Pulsieren werden sollte. Begleitet von Mina, Begon und Thore, befand sie sich in einer explosiven Mischung, die ihr das Denken immer mehr erschwerten. Sie konnte sich kaum auf das Gespräch und das Essen konzentrieren, nutzte diese Möglichkeit eher als Ablenkung, denn Genuss dabei zu empfinden. Leider ging es ihr viel zu langsam. Die Männer der Runde strahlten eine Gemütlichkeit aus, die sich nicht auf die Katzensinne übertrug. MAruka konnte ihre Gedanken kaum noch zügeln und schaffte es nicht, Rhamios‘ die Geschichte von Petroju und seiner Familie zu erzählen. “Muff ich?“, nuschelte sie, mit einer verdammt leckeren, großen, wohlgeformten…. Keule! Zwischen den Reißzähnen. Rhamios blinzelte sie überrascht an, dann lächelte er entwaffnend. „Natürlich nicht. Im Grunde zählt nur, dass mein Volk wieder sicher ist.“, antwortete er und legte das Brot ab. „Mich interessiert es nur einfach, was dahintersteckte. Wenn man die Hintergründe kennt, kann man eventuell die Motive nachvollziehen und so besser mit allem abschließen.“, entgegnete er noch und Thore musterte Maruka, die ihn gerade hilfesuchend ansah. “Ich ähm… Könnte bitte jemand anders zusammenfassen? Ich ...fühle mich etwas ...äh...indisponiert.“, wich Maruka aus und Mina hob fragend den Kopf, dann breitete sich Verstehen auf ihren Zügen. „Ich mache das!“, bot sie sich an und Maruka erhob sich erleichtert. Mit einem gepressten ‚Ich brauche frische Luft‘, verabschiedete sie sich aus dem stickigen Zelt und hinterließ ein verdutztes Gesicht des Anführers, ein Mitfühlendes seitens Mina und zwei dunkle Blicke, die sich durchaus ebenfalls zusammenreißen mussten, weil das was Maruka da aufführte und vor allem ausdünstete, die niedersten Triebe zu wecken wusste.
Draußen angekommen, umspülte ihre hitzigen Wangen die feine Brise, die sich hierzulande stets einen Weg suchte. Maruka konnte allerdings der Hitze nicht entgehen, denn vor dem Zelt des Anführers prasselte das große Feuer am Totem, an dem sie von Mina zu erst etwas zu essen bekommen und sich ausgeruht hatte. Hier saßen einige Minotauren, schwatzten und aßen, lachten und ermahnten hier und dort ihren Nachwuchs, wenn er zu wild tobte. Niemand nahm Notiz von der Katze. Nach links weg ging es zu den Schlammbädern und Badezubern. Geradeaus würde sie das Zelt von Mina finden und um das Anführerzelt herum lagen weitere Zelte. Eines davon war wie eine Schwitzhütte. Jedenfalls sah es so aus, denn es war groß und rund, während aus einer Öffnung oberhalb, Dampf stieg. Maruka konnte durch die zurückgeklappten Seitenwände erkennen, dass es dort Sitzmöglichkeiten gab und die Hütte kaum besetzt war. Ein einzelner Minotaure saß dort, braun und beinahe so muskulös wie Begon, aber weitaus weniger grimmig. Er hatte tatsächlich ein freundliches Gesicht und wirkte zufrieden und entspannt. Hierhin konnte sich die Katze flüchten und den Insassen durchaus bitten zu gehen, er würde ihr den Gefallen tun. Die Seitenwände des Zeltes ließen sich einfach durch Verschnürungen lösen, sodass sie die Katze abschirmten. Hier empfing sie Ruhe und die Wärme war wie ein zu festgeschnürtes Korsett, dass daran erinnern sollte, die Haltung zu wahren. Innerlich glühte Maruka, doch die äußere Wärme lullte sie ein und ließ ihre Sinne treiben. Etwas duftete hier frisch. Offenbar dampfte eine Kräutermischung auf den heißen Steinen in der Mitte des Zeltes und lullten sie zusätzlich ein. Maruka konnte spüren, dass ihre Hemmungen immer mehr das Weite suchten. Sie spürte das Fieber in sich aufsteigen, den unbändigen Hunger, den sie in deutlich abgespeckter Variante bereits kannte, seit sie sich mit der Servali verbunden hatte. Doch Zaqundus‘ Zauber feuerte mit heftiger Wirkung zurück. Es war beinahe so, dass sie einem Höhepunkt einfach so entgegenglitt, ohne dass irgendjemand oder etwas sie berühren musste. Maruka fühlte eine gewisse Ekstase in sich aufkommen, ohne richtig aktiv geworden zu sein. Hier war sie allein, hier war sie ein wenig abseits von allem. Doch reichte das? Und als hätte man sich ihrer Seele angenommen, wehte mit einem Mal frische Luft herein, als die Zeltplane zurückgezogen wurde. „Hier steckst du!“, kam es von Thore und der Mantroner fixierte sie mit seinem Blick. Er wirkte ernst. Seine blauen Augen hatten einen dunklen Glanz angenommen und seine Lippen waren etwas geöffnet, während er Maruka betrachtete. „Wir haben dich schon gesucht…“, meinte er und trat ein. Dicht gefolgt von Begon. „Alles in Ordnung?“, fragte jener und stand wie ein muskelbepackter, testosterongefüllter Berg im Schwitzzelt. Hinter ihnen fiel die Plane zurück und sperrte alles andere aus.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Montag 12. Juni 2023, 10:34

“Muff ich?“
, nuschelte sie, mit einer verdammt leckeren, großen, wohlgeformten…. Keule zwischen den Zähnen!
Verdammt! Jetzt sieht das Futter schon erotisch aus!
Maruka kam nicht umhin selbst Möhrchen lüstern anzustarren. Ein besonders dickes stattliches Wurzelgemüse hatte es ihr besonders angetan und wenn sie daran herum knabbern würde, bis es eine passende Form hätte...
„Natürlich nicht. Im Grunde zählt nur, dass mein Volk wieder sicher ist.“
, antwortete Rhamios.
Hm?
Maruka war fast schon wieder mit ihren Gedanken wo anders gewesen. Sie wagte es kaum die Männer, besonders nicht den Anführer der Minotauren anzusehen. Ein Missverständnis in dieser Richtung wäre jetzt gerade fatal! Sie musste hier raus. Aber dazu sollte es nicht kommen, denn der...
...potente... stattliche Stier...
...Vater und liebender Ehemann!

, versuchte ihr Unterbewusstsein gegen zu halten!
Er redete weiter und lenkte damit zum Glück etwas von seinem muskelbepackten Körper ab.
„Mich interessiert es nur einfach, was dahintersteckte. Wenn man die Hintergründe kennt, kann man eventuell die Motive nachvollziehen und so besser mit allem abschließen.“
„Ich ähm… Könnte bitte jemand anders zusammenfassen? Ich ...fühle mich etwas ...äh...indisponiert.“

, wich Maruka aus und Mina hob fragend den Kopf, dann breitete sich Verstehen auf ihren Zügen aus.
...wie peinlich! Und das einer Mantronerin!
Die waren eigentlich bekannt für ihre guten Geschichten!
„Ich mache das!“
, bot sie sich an und Maruka erhob sich erleichtert.
DANKE Mina, ich würde dich knutschen, wenn ich dann nicht über dich her fallen müsste, dich lecken, putzen und mich an dir reiben...
Maruka floh!
Draußen suchte sie sofort nach einem Ort, an dem sie wenigstens allein sein könnte, doch da saßen einige Minotauren, schwatzten und aßen, lachten und ermahnten hier und dort ihren Nachwuchs, wenn er zu wild tobte. Jede Form von Reiz war gerade zu viel und ihre Natur machte inzwischen jeden Mann zu einem potenten ...potenziellen Opfer! Zum Glück nahm niemand Notiz von der Katze. Ihr Blick fiel auf die Zelte. Eines davon war wie eine Schwitzhütte. Jedenfalls sah es so aus, denn es war groß und rund, während aus einer Öffnung oberhalb, Dampf stieg. Wie die Kuppe eines großen 'Pilzes' lockte der Anblick sie sich zu nähern und langsam verblassten mehr und mehr ihre bewussten Gedanken. Zwischen ihren Beinen zuckte es und sie hielt sich den Unterleib. Ihr Blick folgte einen Moment lang dem aufsteigenden Dampf.
...genau wie ich mich fühle...
Marukas Hormone rauchten ebenso. Wären sie sichtbar, würde die Hybridin dampfen wie ein glühender Stein, auf den man immerzu kleine Wassertröpfchen goss. Sie fühlte sich wie ein Stück Kohle das zischend und knackend in der Glut lag und so heiß war, dass es alles entzündete, was ihr zu nah kam. Zitternd schlich sie näher und lugte hinein. Maruka konnte durch die zurückgeklappten Seitenwände erkennen, dass es dort Sitzmöglichkeiten gab und die Hütte kaum besetzt war. Ein einzelner Minotaure saß dort, braun und beinahe so muskulös wie Begon, aber weitaus weniger grimmig. Er hatte tatsächlich ein freundliches Gesicht und wirkte zufrieden und entspannt.
Bevor er seine Augen öffnete, überlegte sie ernsthaft, ob sie sich einfach an seinem Schoß bedienen könnte. Ihre Krallen waren ausgefahren und hielten sie am Pfosten des Eingangs fest.
„Entschuldigung... ähm...dürfte ich...ähm... Bist du gleich fertig?“
Maruka keuchte leise und presste die Schenkel zusammen. Ihre Erregung konnte durchaus dieses mal zu ihrem Vorteil missverständlich aufgenommen werden, denn sie wirkte wie ein schüchternes Miezekätzchen, dass zwar in die Schwitzhütte wollte, sich aber schämte. Himmel, wenn der fremde Kerl nur wüsste, was in Wahrheit gerade in ihrem Kopf vor ging. Zum Glück überdeckten wohl riechende Kräuter ihre starken Lockstoffe.
...sag ihm Dankeschön! Zeig ihm deine Dankbarkeit in dem du dich auf ihn setzt und deine Schnenkel...
„Dankeschön!“
, keuchte Maruka heiser und... scheinbar schüchtern. Und dann war der auch noch so nett, den Platz zu räumen. Kaum war er weg, flüchtete sich die Katze ins Dunkel. Die Seitenwände des Zeltes ließen sich einfach durch Verschnürungen lösen und abschirmten.
Endlich allein.
Eilig riss sie sich die Kleidung vom Leib und warf sie in die Nähe des Eingangs. Innerlich glühte Maruka sowieso schon, doch die äußere Wärme lullte sie ein und ließ ihre Sinne treiben. Etwas duftete hier frisch, eine unbekannte Kräutermischung auf den heißen Steinen in der Mitte des Zeltes und lullten sie zusätzlich ein, aber da war auch noch der Duft des Minotauren, der gerade gegangen war... Das Testosteron sickerte mit der Hitze in ihr Fell ein... in ihre Haut... ihn ihr Blut. Maruka konnte spüren, dass ihre Hemmungen immer mehr das Weite suchten. Die Hitze der strahlenden Steine war wie ein Echo ihrer eigenen Lust und sie spürte das Fieber in sich aufsteigen. In ihrem unbändigen Hunger, den sie in deutlich abgespeckter Variante bereits kannte, seit sie sich mit der Servali verbunden hatte, spreizte sie die Beine weit und lud die Hitze ein sie zu berühren. Wie heiße Zungen leckten sie über ihr feuchtes Fleisch und Maruka stöhnte einmal wohlig auf. Zaqundus‘ Zauber feuerte mit solch heftiger Wirkung zurück, dass sie einem Höhepunkt einfach so entgegen glitt, ohne dass irgendjemand oder etwas sie berühren musste. Die Hitze reichte schon, um ihr Fleisch in Wallung zubringen. Maruka fühlte eine gewisse Ekstase in sich aufkommen, ohne aktiv geworden zu sein, also schloss sie die Augen und genoss es. Gerade reichte die Vorstellung von einem schönen strammem Pfahl, von heißer Haut, die über sie glitt. Hier war sie allein, hier konnte sie ihren Phantasien nachhängen und sich im Geist verwöhnen lassen. Langsam kippten ihre Schenkel immer wieder leicht auseinander und näherten sich so weit, dass ihre inneren Muskeln sich im gleichen Takt zusammen zogen. Die Hitze der Steine tat ihr übriges und das leichte auf und abwallen zwischen Verdunstungskälte und heißer leckender Hitze war ...hilfreich. Die Krallen ihrer Hände bohrten sich tief in das Holz der Bank unter ihr und Maruka riss ein paar kleine Splitter heraus. Doch reichte das? Und als hätte man sich ihrer Seele angenommen, wehte mit einem Mal frische Luft herein, als die Zeltplane zurückgezogen wurde. Sie musste ein Bild für die Götter abgeben, wie sie sich da im Halbdunkel wand. Die Beine weit gespreizt, den Oberkörper auf den Ellenbogen nach hinten überstreckt, schnellte nun ihr Kopf nach oben.
„Hier steckst du!“
, kam es von Thore und der Mantroner fixierte sie mit seinem Blick. Maruka zuckte zusammen und knurrte nicht mehr nur sinnlich, sondern ernsthaft böse darüber, dass sie jetzt gestört wurde. Das Tier hatte übernommen. Ihre Katze fauchte und schnurrte gleichzeitig, denn fast wäre sie auch so gekommen und ihr Fleisch wollte nicht mehr warten. Ihr senkrecht geschlitzter Blick fiel auf ihn und ihre Nase zuckte. Er wirkte ernst. Seine blauen Augen hatten einen dunklen Glanz angenommen und seine Lippen waren etwas geöffnet, während er Maruka betrachtete.
„Wir haben dich schon gesucht…“
, meinte er und trat ein. Dicht gefolgt von Begon.
„Alles in Ordnung?“
, fragte jener und stand wie ein muskelbepackter, mit Testosteron gefüllter Berg im Schwitzzelt. Nichts war in Ordnung! Hinter ihnen fiel die Plane zurück und sperrte alles andere aus und die Gerüche ein. Maruka 'tickte aus'. Die Zähne der Hybridin glitzerten in der Dunkelheit, als sie los sprang und sich auf Thore stürzte. Mit allem was sie hatte klammerte sie sich an ihn, wickelte ihre Beine um ihn und rieb sich stöhnend an ihm:
„NIMM MICH!“
, keuchte sie eindringlich und leise fauchend entkam es undeutlich ihrer Kehle. Sie klang halt ganz und gar nach Katze und auch wenn sie die Worte nicht verstanden, so war der Sinn dahinter sehr deutlich in ihren Augen lesbar. Ihre Menschin im Innern wimmerte kurz auf, denn die fürchtete etwas anderes und starrte den zweiten Mann an, der hinter Thore das Zelt betreten hatte.
Thore!... ...Begon?... Mist, warum?...
Verzweiflung lag gepaart mit Lust in ihrem Blick, als sie leise keuchte:
„ ...geh...“
Keine Ahnung, ob Begon verstand, was sie meinte, als sie übers Thores Schulter hinweg ihn voller Hunger ansah. Wo ihr Mund um etwas bat, da fordere ihr Blick das Gegenteil. Die Frau in ihr wusste um die emotionalen Verwicklungen, die solch eine Konstellation mit sich bringen könnte, doch ihr Verstand verabschiedete sich gerade und war zu keiner klaren Äußerung mehr möglich. Es war ihr egal...wurde ihr egal. Wenn nicht Thore, dann musste Begon... Marukas Gehirn roch nur noch, sah nur noch was es brauchte und ihre Finger griffen zwischen sich und Thore. Sie riss an der Schnürung seiner Hose, verhedderte sich mit ihren scharfen Krallen und knurrte frustriert auf, als es nicht sofort gelang, IHREN Lustspender zu befreien und ließ sich dann wieder an ihm hinab gleiten. Mit dieser Mischung aus Kräutern und diesem Übermaß an Testosteron hier im Zelt in der Nase ließ sie sich auf die Bank zurück gleiten, schaute über die Schulter zurück in die Glut, was ihre Augen leuchten ließ, während sich sich umdrehte und ihre Kehrseite einladend präsentierte. Ihr Schweif zuckte mehrfach, peitschte ungeduldig umher und ihre geschwollenen Schamlippen glänzten in der Dunkelheit. Maruka drückte den Rücken durch, petzte die Augen zusammen und erwartete sehnsüchtig erfüllt zu werden. Jeder Sekunde war zu lang und sie knurrte ungeduldig. Auch ihre Stimme wurde lauter und fordernder:
„NIMM!!! MICH!!!“
Miau, wie heiß! Auf der Bank kniend, mit weit erhobenen Hinterteil und leise knurrend wartete die Katze auf ihren Kater... oder wen auch immer. Inzwischen war der Hormonpegel so hoch, dass eine weitere Verzögerung zu Aggressionen führen könnte. Denn außer mit Sex konnte auch Adrenalin im Kampf abgebaut werden. Knirschend rissen ihre Krallen Furchen in das Holz, als sie sich nach hinten dehnte und dem entgegen warf, was da kommen sollte.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 5. Juli 2023, 11:43

Das Leben mit einer tierischen Seite war nicht immer einfach. Es bedurfte einer gehörigen Portion Toleranz und Einfühlungsvermögen, um sich überhaupt auf die Instinkte und Gelüste des Gegenparts einzulassen. Abenteuerlustig war Maruka früher auch schon gewesen, doch ihre Servali bedachte dabei selten auch mögliche Konsequenzen. Es gehörte viel Mut dazu, anzunehmen zu was man geworden war – und das bedingungslos mit allen Höhen und Tiefen. Die Rolligkeit gehörte nun mal fortan dazu und es bedurfte sicherlich einiger Anläufe, bis die Mantronerin sich damit arrangieren konnte. Jetzt allerdings kehrten die Symptome der Rolligkeit so heftig zu ihr zurück, dass sie vollkommen egal mit wem oder was, Abhilfe schaffen musste! Zaqundus hatte sie gewarnt und nun trug diese Warnung Früchte. Es war kaum für Maruka auszuhalten, in irgendeiner Nähe zu sein. Doch sie stellte ebenfalls fest, dass selbst ihre eigene Nähe und die Wärme des Zeltes vollkommen ausreichten, um sich bereits in Ekstase zu manövrieren. Sich sich selbst hinzugeben, war wohl eine der reinsten Formen von Vereinigung. Sich selbst zu lieben war wichtig und Maruka’s Weg bis dahin ein steiniger gewesen. Jetzt aber harmonierten Katze und Kämpferin und konnten einander Freude bescheren. Doch die Frage, ob das ausreichen würde, blieb. Als Thore seinen fragenden und besorgten Blick in das Zeltinnere warf, war für Maruka die Antwort klar: Nein, es reichte nicht. Sie brauchte mehr, wollte mehr und als auch noch Begon das Zelt betrat, war es um sie geschehen. Viel zu viel Männlichkeit, viel zu viel Testosteron überschwemmte sie und schwappte in Wellen über ihren ohnehin schon zuckenden Körper. Maruka fauchte, knurrte und war mit einem Satz ihrer gespannten Muskeln bei Thore. Jeder keuchte, ob der Heftigkeit und auch wenn er wohl ein riesiger Kuschelbär in Muskeln gepackt war, funktionierten seine Instinkte. Auch Maruka strahlte alles andere als Sex aus. Jeder Mann und vermutlich auch jede Frau konnte an ihr riechen, wie bereit sie war. Thores Arme hielten Maruka und ja, er verstand der gut. Trotzdem leicht überrumpelt von ihr, zögerte er einen Moment, den Maruka nutzte, um Begon anzufauchen. Er sollte verschwinden. Das letzte bisschen Verstand versuchte noch zu retten, was vielleicht anschließend nicht mehr zu retten wäre. Sie glaubte, Thore wäre es nicht recht, sie glaubte, Thore würde es das Herz brechen. Aber dann übernahmen nur noch ihre Instinkte und sie bot sich allem dar, was kommen wollte. Thore schaute auf die sich räkelnde Katze, die auffordernd ihr Hinterteil präsentierte. Ihr Gebaren hatte seine Hose enger werden lassen, ohne dass er dafür viel hätte beisteuern müssen. Auch Begon starrte auf Maruka und auch bei ihm zeigte sie Wirkung. Er hatte sie nicht verstanden, als sie ihn zum Gehen aufforderte. Viel zu abgelenkt von ihrem Duft und ihrem Verlangen, sah er nur das. Und der Stier war bereits seit längerem auf sie aufmerksam geworden. Sie verströmte anfangs einen subtilen Duft, den er aber in der Lage war wahrzunehmen. Jetzt hingegen brauchte es keine Subtilität mehr. Allen war klar, was geschehen würde. Thore warf Begon einen Blick über die Schulter zu und kurz schienen die Männer sich nonverbal abzustimmen. Dem Mantroner war es ein wenig peinlich, doch Begon’s stoische Art ermutigte ihn. Und so trat Thore an seine Maruka heran, löste die Verschnürungen, die sie noch zum Verzweifeln hatten bringen wollen und nur ein Aufknurren seitens Maruka später, war er an sie herangetreten, umfasste ihre Hüften mit kräftigem Druck und presste seinen Pfahl in ihre Mitte. Ein Stöhnen entglitt dem Mantroner, weil sie so gut vorbereitet war. „Un…glaublich..“, keuchte er durch gepresste Zähne und seine Erregung steigerte sich sehr schnell. Alles hier belebte, feuerte an was im Herzen schwelte und so erhöhte er das Tempo mit inniger Leidenschaft. Immer wieder stieß er in ihre Mitte, rieb sich an ihrem Innersten und brachte dieses zusätzlich auf Temperatur. Maruka konnte spüren, dass ihre animalische Art auf ihn überging und er durchaus in der Lage war, auch rauer und kraftvoller zu sein, als seine Seele vermuten ließ. Doch damit nicht genug, trat auch der Stier an die beiden heran und präsentierte der Katze, was er noch zu ihrem Abreagieren beisteuern konnte. Stattlich und wohlgeformt watete er auf und hielt ihr seine Männlichkeit entgegen. Sie durfte sicher sein, dass er jedewede Behandlung zu genießen wusste. Sein Blick, dunkel und glänzend, zeugte von Wolllust und Verlangen. Ihn machte dieses Schauspiel an und entfesselte seine eigene, ungezügelte Lust. Begon und Thore hatten sich bereits aus ihren Kleidern geschält und ihre Hände wanderten lüstern über den kleinen Katzenkörper. Keiner von ihnen wollte ihr wehtun, doch sie waren forsch und unnachgiebig. Beide wollten Maruka verwöhnen und sobald die Katze sich eventuell an dem dargebotenen Pfahl des Stiers ausgetobt hatte, veränderte Thore die Position, entglitt ihrem Schoß und wirbelte sie herum. Nun legte er sich hin, zog sie auf sich, dass sie rittling sitzen konnte und zog ihre Pobacken etwas auseinander. Begon trat hinter sie und machte deutlich, was er vorhatte. Er würde zeitgleich mit Thore für ihre Lust sorgen und sie gemeinsam mit ihm um den Verstand bringen. Beide schonten sie nicht, sondern bedienten sie mit Standhaftigkeit und Ekstase. Es war weniger ein romantisches Liebesspiel zwischen zwei Seelen, die zusammengefunden hatten. Es war animalisch, wild und vermutlich nötig, damit ihre Katze zufriedengestellt werden konnte.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Samstag 8. Juli 2023, 19:05

Ein Stöhnen entglitt dem Mantroner und echote im wohligen aufjaulen der Katzenartigen.
Endlich!
„Un…glaublich..“
Maruka hatte die Augen geschlossen und gab sich ganz dem Gefühl hin. Endlich wurde das Flehen ihres Körpers erhört und der Klang von Thores Stimme hinter sich beruhigte den letzten Rest Furcht den ihre menschliche Seite gehabt hatte. Sie drückte den Rücken durch und presste ihre Schenkel zusammen um alles noch intensiver zu erleben. Die Hitze befeuerte was im Herzen schwelte und so erhöhte sich das Tempo mit inniger Leidenschaft. Immer wieder stieß er in ihre Mitte, rieb sich an ihrem Innersten und brachte dieses zusätzlich auf Temperatur. Maruka konnte spüren, dass ihre animalische Art auf ihn überging und er einmal mehr in der Lage war, auch rauer und kraftvoller zu sein, als sein freundliches Auftreten oft vermuten ließ. Sie wusste es besser. Knurrend grub sie ihre Krallen in die Sitzbank und nahm alles was er ihr gab. Fleisch verschmolz mit Fleisch und die sanften Schläge seiner Hüfte auf ihre Hinterteil lockten bei jedem Stoß ein wohliges keuchendes Jaulen aus ihrer Kehle. Jeder Atemstoß passte zu den Wellen, die durch ihren Körper zuckten. Vollkommen überreizt wie sie war, hatte sie nicht mal mitbekommen, dass der Stier doch in der Hütte geblieben war und nun an sie beide heran trat. Konnte sie auch nicht mehr, denn ihre Katze hatte die Kontrolle übernommen. Der 'Kater' hinter ihr musste gründlich seine Arbeit tun, denn der Zauber hatte nun jeden menschlichen Gedanken ausgelöscht.
Paarung!!!
Maruka berührte etwas... Instinkte regierten und alles andere war jetzt egal.
Paarung!!! Mit wem auch immer! So oft wie es nur geht! Mit so vielen wie es geht!
Sie öffnete die Augen und ihr schwingender Körper entblößte einen tanzenden Blick auf einen weiteren sehr ansehnlichen Pfahl, der ihr gelegen kam. Begon präsentierte der Katze, was er noch zu ihrem Abreagieren beisteuern konnte. Stattlich und wohlgeformt wartete er auf und hielt ihr seine Männlichkeit entgegen. Maruka sah nicht hoch, aber grinste freudig auf und bleckte dabei ihre kleinen durchaus spitzen Eckzähne – ein Anblick, der einen Mann deutlich in Sorge um sein bestes Stück versetzten könnte. Mit ihren zuckenden Händen und Krallen würde sie ihn jetzt in Stücke reißen und das würde wohl der Träger dieses hübschen Phallus ihr übel nehmen, also reckte sie sich ein Stück und leckte mit ihre halb rauen kleinen rosa Zunge über die Länge jenes dunklen Schaftes, bis er genauso freudig glänzte und zuckte wie ihr Innerstes das gleichzeitig fleißig von hinten massiert wurde. Ohne fragenden Blick oder Zustimmung, denn sie dachte auch nicht mehr daran, schob sie dann mal die Spitze zwischen ihre Eckzähne und rieb die Rundung über ihren Gaumen.
Nicht beißen... nicht beißen...
Der Liebesbiss war für Katzen etwas selbstverständliches, aber ein kleiner Teil wusste, dass man diesen an anderer Stelle platzierte und sie sich etwas nehmen würde, wenn sie jetzt zu biss.
...nicht jetzt...
Stattdessen rissen ihre Krallen tiefe Spuren ihrer Lust in das Holz unter ihr. Das da schwarzes Fell um diesen Freudenspender drum herum war, nahm sie nur am Rande war und ihre Katze quittierte es mit einer gewissen Vorfreude, denn Fell bedeutete einen gewissen Schutz gegen Krallen.
Fell... darf mich austoben!
Sie durfte sicher sein, dass dieser 'Kater' jedwede Behandlung zu genießen wusste. So war es auch. Begons Blick, dunkel und glänzend, zeugte von Wollust und Verlangen, auch wenn Maruka ihn kaum noch wahr nahm. Sie nahm sich was sie brauchte. Gerade war das vor allem Thore in ihr. Den Minotauren machte dieses Schauspiel an und entfesselte seine eigene, ungezügelte Lust. Begons und Thores Hände wanderten lüstern über den kleinen Katzenkörper. Keiner von ihnen wollte ihr wehtun, doch sie waren forsch und unnachgiebig. So klein Maruka gegen die beiden auch war, so biegsam und flexibel war sie auch. Ihr Körper war nicht nur dafür gemacht sich durch engste Felsspalten zu zwängen, sie war auch äußerst... dehnbar. Beide wollten Maruka verwöhnen und bald veränderte Thore die Position, entglitt ihrem Schoß und wirbelte sie herum. Der kurze Moment der unausgefüllte Leere wurde mit einem scharfen Fauchen beantwortet. Jetzt aufzuhören war keine Option und würde ihre Katze zum Kampf überwechseln lassen. Der Grad auf dem sie wandelte war schmal. Aber der Moment war schnell vorbei und Maruka fand sich rittlings sitzend und wieder erfüllt auf Thore wieder.
...kein Fell...aufpassen...
Dann zog etwas ihre Pobacken auseinander. Maruka knurrte leise, aber es passte noch ins Bild. Dann trat Begon hinter sie und machte deutlich, was er vorhatte. Die Berührung war merkwürdig und passte nicht ins Bild der Katze. Dieser Eingang war nicht für die Paarung gemacht und der zweite Kater hatte anscheinend keine Geduld zu warten, bis er an der Reihe war. Sie würde ihn brauchen – ganz sicher. Der Pfahl, den sie fast wütend ritt zuckte verlockend, aber würde die Wellen der Lust, die ihren Körper fluteten nicht lange stand halten. Vielleicht würde nicht einmal zwei Kater die Ausdauer aufbringen, die es brauchte. Vielleicht dachten sie, eine zeitgleiche Behandlung würde die Zeit verkürzten, die sie rollig war? Dass sie so leichter zufrieden zu stellen war? Marukas Verstand arbeitete nicht mehr, aber der ihrer Katze und die ging den 'natürlichen' Weg der Paarung.
...mehr... Paarung!!!...
Sie knurrte noch einmal, aber dieses Mal eindringlicher und schaute drohend über ihre Schulter. Sie wusste, sie musste ihm sagen was er zu tun hatte und was nicht, aber das fiel gerade sehr schwer. Ein Teil von ihr wollte es einfach zulassen, aber dann würde ihre Katze nicht auf ihre Kosten kommen und sich den nächsten willigen Kater suchen, wenn diese beiden nicht ausreichten. Sie schaffte es gerade noch so das Wort in ihrem Kopf in menschliche Sprache zu übersetzten und es fauchend auszustoßen.
„.... Paarung!!!...mehr... *keuch* ...länger!!!“
Es klang keuchend zwischen den Atemzügen hervor und Marukas Schnurrhaare waren steil nach vorne gerichtet, was ihrem Gesicht einen eindrücklichen Ausdruck verlieh. Blieb abzuwarten, ob Begon verstand, was sie wollte. Sie hielt ihn auf Abstand, aber rieb sich gleichermaßen an seinen liebkosenden kraulenden großen Pranken. Beide schonten sie jetzt schon nicht, sondern bedienten sie mit Standhaftigkeit und Ekstase. Es war animalisch, wild und vermutlich nötig, damit ihre Katze zufriedengestellt werden konnte. Die erste Welle hatte sie schon ergriffen gehabt, noch bevor Thore sie erobert hatte, aber nun rollte bereits die nächste heran und ließ Marukas Blick verschwimmen. Ihren Mantroner zu reiten ließ sie schnell und heiß explodieren und schon die nächste Bewegung ließ sie wieder entflammen. Thore musste sich auf eine Katze einlassen, die nicht so leicht zu befriedigen war. Katzenartige paarten sich über Stunden – Tage – mehrfach – immer wieder und wieder und sanft war Maruka auch gerade nicht. So klein sie war, so unerbittlich war sie in ihrer Lust, dass es einem kleinen Kampf glich. Sobald Thore eine Pause brauchte, würde sie sich Begons Freudenspender bedienen, oder wenn dieser nicht verfügbar oder sich doch schon in ihrer Hinterpforte entleert hatte, dann rollig und wimmernd auf den hölzernen Bänken der Schwitzhüte winden. Maruka brauchte nicht die körperliche Masse, sie brauchte die zeitliche Länge. Es bräuchte einige Stunden um sie so weit zu erschöpfen, dass der Ruf der Natur in ihr für ein Weilchen verstummen würde. Drei Tage lief sie nun schon vor ihren Hormonen davon. Jetzt da sie endlich ein Ventil gefunden hatte, da brach der Zauber mit Macht aus ihr heraus.

So kannte Thore seine kleine Mieze gewiss noch nicht. Unter 'normalen' Umständen hätte er sie so auch nie kennen gelernt. Sie wäre nie bezaubert worden und ihre Instinkte hätten vielleicht nie so stark, aber vor allem nie so lange übernommen. Maruka war als Mensch VOR der Verwandlung tatsächlich eher schüchtern gewesen, ein verliebtes junges Ding, dass durch ein dummes Missverständnis nicht mehr an die Liebe geglaubt hatte. Erst NACH der Verwandlung hatte sie sowohl die Liebe als auch diese wilde Lust erfahren und erleben gelernt. Als junges Mädchen hatte sie mit ihrer Freundin Jenna mal am Lagerfeuer mit den Jungs in Mantron geflirtet... eigentlich war das aber auch mehr Jenna gewesen. Sie selbst hatte immer nur Baltos hinterher geschmachtet, der sie als 'dicke Robbe' bezeichnet hatte und dann aufgebrochen war um die Eisbestie zu jagen. Danach hatten sie sich nie wieder gesehen und Maruka war wenig später von Piraten entführt worden. DAS hier! Das hier wäre nicht in ihren kühnsten Träumen vorgekommen. Aber jetzt war sie es, die ohne viel Finesse oder Spieltrieb das Treiben voran brachte. Fast schon verzweifelt suchte sie nach jeder neuen Welle auf der sie reiten konnte...

Bis endlich die blanke Erschöpfung sie in Manthalas schützende Arme treiben würde und nur die Göttin wusste, wie Maruka wieder erwachen würde, in welchen Armen und ob der Abend in der Schwitzhüte der Minotauren ausreichend war um ihren magisch angefachten Hunger zu stillen. Würde eine Nacht voller Extase ausreichen um die Nachwirkungen der natürlichen Prozesse UND jene magischen Nebenwirkungen erlöschen lassen?
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Dienstag 18. Juli 2023, 09:08

Zaqundus hatte nicht übertrieben als er sie warnte, dass die Heftigkeit des Problems vervielfacht wurde. Maruka kannte nun bereits die Zeiten der Rolligkeit, doch jetzt war sie so gespitzt auf alles, was nur irgendeine Ähnlichkeit mit Phallussymbolen hatte, dass es ihr schier egal wurde, wer sich da in ihrer Mitte platzierte. Sie brauchte das jetzt, denn sonst konnte sie für gar nichts mehr garantieren. Und ein ganzes Dorf von Minotauren wäre eventuell der geballten Kampfnatur eines rolligen Servals ausgeliefert. Dann doch lieber die horizontale Variante. Maruka empfing Thore mit Genuss und gleichzeitig verschwand die Mantronerin in den Hintergrund. Ihre Katze übernahm das Ruder und so war es alsbald unheimlich schwer, sich nicht mit sämtlichen, tierischen Aspekten dem Menschen hinzugeben. Thore allerdings brauchte ein wenig länger, um zu begreifen, dass das hier keine normale Libido seiner Liebe war. Er spürte die Veränderungen an ihrem Verhalten deutlich und musste sich erst darauf einstellen. Maruka aber wusste genau was sie wollte … oder besser brauchte. So zögerte sie nichts lange heraus, sondern ritt ihren Thore, wie nie zuvor. Jener keuchte und schnaufte, kam mit der Heftigkeit nicht sofort klar und versuchte sie etwas im Zaum zu halten. Doch schnell merkte er, dass Maruka nicht im Modus war für Korrekturen. Also entspannte er sich, so gut es eben ging, und ließ sich von ihr bereitwillig für ihre Zwecke benutzen. Und wenn er ehrlich zu sich war, dann machte ihn ihr animalisches Verhalten sogar an. Er setzte überall Reize, wo sie es wollte und lauschte aktiv auf ihre Hinweise. Dass Begon vorerst eine Abfuhr erhielt, nahm Thore kaum war. Der Minotaure verzog wolllüstig die Lippen zu einem Grinsen und akzeptierte tatsächlich, dass Maruka ihn vorerst aussperrte. Erst als Thore schließlich den Wellen der Lust für einen Moment erlag und warten musste, besprang Maruka den Minotrauren. Jener hielt sie mühelos bei sein und stieß mit immenser Ausdauer wieder und wieder in ihren Körper. Er hielt ihr stand und sie konnte so Thore jede Menge Zeit geben, um gleich darauf wieder paratzustehen, als Begon dann ebenfalls die Segel strich.

Es war eine wilde Nacht und Maruka konnte die Höhepunkte von ihnen allen nicht mehr zählen. Am Ende sanken sie alle drei schnaufend und keuchend, schlapp und ausgelaugt in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Morgen aber, wurden sie von dem Zurückschlagen der Plane geweckt. Drei nackte Leiber lagen auf den Bänken der Schwitzhütte und glänzten im Sonnenlicht, das durch die Öffnung einfiel. Hier drin war eine Luft wie im Pumakäfig und so verzog auch die Minotraure das Gesicht, als ihr Blick auf die Drei fiel. „Ih!“, machte sie und rümpfte die fellige Nase. „Wie könnt ihr hier schlafen, bei der Luft!“, tadelte sie und begann dann, ungeachtet der Nacktheit, das Zelt aufzuräumen und sauberzumachen. Dabei flogen die verteilten Klamotten zu dem Haufen aus Mensch, Katze und Stier und scheuchte die drei hinaus. Angezogen und trotzdem reichlich träge im Kopf, standen Maruka, Begon und Thore vor dem Zelt und wussten im ersten Moment nicht, wohin mit sich. „Ein Bad wäre nett.“, murmelte dann Thore kleinlaut. Nach der Ekstase des Abends und der gesamten Nacht, kam jetzt das Erwachen mit dem Bewusstsein, was sie getan hatten. Wie wild und hemmungslos es zugegangen war. Begon aber kreiste die breiten Schultern und blickte auf die anderen herab. „Vielen Dank. Das war… nötig.“, grinste er dann und verabschiedete sich daraufhin tatsächlich. Begon schien die Nacht nicht so sehr ausgelaugt zu haben. Der Stier wirkte ohnehin potent und hatte bereits frühzeitig Maruka’s Gelüste gerochen. Jetzt aber war auch er befriedigt und machte sich auf, um sich für seinen Posten zu rüsten. Nun waren Thore und Maruka endlich einmal allein und hatten endlich Zeit, sich vielleicht mal näher zu unterhalten. Seit der Entführung durch Petroju, hatten sie keine Gelegenheit mehr dazu gehabt. Thore sah Maruka ein wenig prüfend an, zuckte aber zurück, wenn sie seinen Blick erwiderte. Er pfiff leise und wirkte etwas genant. „Also… waschen? Und dann… Frühstück?“, fragte er kleinlaut und lächelte dann mit leicht rosa Wangen. Bevor sie aber losgehen konnten, hielt er kurz inne und Maruka auf. „Warte mal.“, meinte er und trat an sie heran. Dann neigte er sich runter und blickte ihr in die Augen. „Das war… unglaublich.“, hauchte er und küsste sie innig, um das auch zu unterstreichen. Dann aber richtete er sich auf, griff ihre Hand und zog sie mit sich. „Oh… ich habe gar keine Ahnung, wohin wir müssen.“, gluckste er und ließ Maruka die Führung übernehmen. Sie konnten baden und sich frisch machen. Die Kleidung wäre noch tragbar und danach könnten sie gemeinsam ein Frühstück einnehmen, am großen Lagerfeuer vor dem Zelt des Anführers. Mina war derzeit noch nicht zu sehen, ebenso wie Klara oder Begon. Thore und Maruka waren allein und hatten nun Zeit, bei einer deftigen Eierpfanne mit Speck und Brot, zu beratschlagen, wie sie nun eigentlich weitermachen wollten. Thore war es, der die Sprache darauf brachte: „Was machen wir jetzt eigentlich. Hat uns ja Zeit gekostet, mit diesem Geisterjungen. Schaffen wir das überhaupt noch, Caelen`s Frist einzuhalten? Bis nach Mantron ist es noch ein Stück und … zurück eben auch. Was denkst du? Und…“, er wurde rot und schüttelte über sich den Kopf. „Wie geht es dir eigentlich?“, fügte er an und lächelte ihr zu.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Mittwoch 2. August 2023, 08:50

Der nächsten Morgen war oft etwas vor dem man sich fürchtete. Ein reiner Mensch hätte das durchaus, aber Maruka war noch zu sehr in ihren Instinkten gefangen, als dass sie sich jetzt sorgte.
Sie wurden ein wenig unsanft geweckt und verzogen sich noch reichlich träge im Kopf aus der Schwitzhütte.
„Ein Bad wäre nett.“
, murmelte Thore. Maruka schnupperte an ihm und ihre Katze befand, dass er gut roch – nach ihr. Tröpfchenweise drang das was gestern geschehen war, in ihr Bewusstsein. Maruka schnurrte. Wie wild und hemmungslos es zugegangen war. Begon kreiste die breiten Schultern und blickte auf die anderen herab.
„Vielen Dank. Das war… nötig.“
, grinste er und verabschiedete sich. Begon schien die Nacht nicht so sehr ausgelaugt zu haben und Marukas Katze 'notierte' sich den Minotauren als weiterhin möglichen Spielpartner. Der Stier wirkte ohnehin potent und hatte bereits frühzeitig Maruka’s Gelüste gerochen. Jetzt aber war auch er befriedigt und machte sich auf, um sich für seinen Posten zu rüsten. Nun waren Thore und Maruka endlich einmal allein und hatten endlich Zeit, sich vielleicht mal näher zu unterhalten. Thore sah Maruka prüfend an, zuckte aber zurück, wenn sie seinen Blick erwiderte.
„Also… waschen? Und dann… Frühstück?“
, fragte er kleinlaut und lächelte dann mit leicht rosa Wangen. Bevor sie aber losgehen konnten, hielt er kurz inne und Maruka auf.
„Warte mal.“
, meinte er und trat an sie heran. Dann neigte er sich runter und blickte ihr in die Augen.
„Das war… unglaublich.“
, hauchte er und küsste sie innig, um das auch zu unterstreichen. Maruka erwiderte den Kuss heftig, aber fühlte einen Kleinen Teil tief in sich schlummernd aufatmen. Das verliebte Mädchen in ihr war noch nicht ganz wieder da, aber es erleichterte sie, dass ihr Freund ihre wilde Seite annahm. Ändern hätte sie es ohnehin nicht können. Also musste Thore damit leben. Dieser griff ihre Hand, zog sie mit sich und Maruka lachte losgelöst auf, als er in die falsche Richtung zog.
„Oh… ich habe gar keine Ahnung, wohin wir müssen.“
, gluckste er und ließ Maruka die Führung übernehmen. Nicht nur das ließ sie lachen... auch das Glück einen Partner gefunden zu haben, der sie in all ihren Fassetten akzeptierte.
Dann konnten sie sich frisch machen und Maruka tobte ausgelassen herum, spritzte Thore nass und genoss den Nachhall der vergangenen Nacht. Sie säuberten sich und ihre Kleidung und nahmen dann ein Frühstück am großen Lagerfeuer vor dem Zelt des Anführers ein. Mina war derzeit noch nicht zu sehen, ebenso wie Klara oder Begon. Thore und Maruka waren allein und hatten nun Zeit, bei einer deftigen Eierpfanne mit Speck und Brot, zu beratschlagen, wie sie nun eigentlich weitermachen wollten. Thore war es, der die Sprache darauf brachte:
„Was machen wir jetzt eigentlich. Hat uns ja Zeit gekostet, mit diesem Geisterjungen. Schaffen wir das überhaupt noch, Caelen`s Frist einzuhalten? Bis nach Mantron ist es noch ein Stück und … zurück eben auch. Was denkst du? Und…“
Er wurde rot und schüttelte über sich den Kopf.
„Wie geht es dir eigentlich?“
, fügte er an und lächelte ihr zu. Maruka antwortete spontan, ehrlich und kauend egal wer zuhörte:
„...immernoff roff...*schluck*...rollig. Die Nacht war klasse, aber ein oder zwei Tage wirst du noch fleißig ran müssen.“
Sie grinste breit und wackelte belustigt erst mit den Brauen, dann mit den Knien und letztendlich mit dem Hintern. Ihre großen spitzen Ohren wackelten dabei ebenfalls lustig. Das 'schlimmste' ihrer Rolligkeit, vor allem der magische Nachhall, war wohl vorüber, aber sie war immernoch in Spiellaune. Trotzdem kam durch Thores Frage auch langsam der Verstand zurück und sie konzentrierte sich... etwas widerwillig, aber sie konzentrierte sich. Die Sevali biss sie noch mal ab und sprach weiter:
„Waff unfere Reife angeht... *schluck*... Ich hab vergessen was wir für eine Frist haben... Hatten wir eine?“
Thore würde es sicher wissen.
„Na ja... wir haben hier bestimmt ein paar Krieger, die wir zu Caelen schicken könnten. Die Minotauren kennen sich gut in den Nebellanden aus und diese reichen weit. Wir haben jetzt was gut bei ihnen. Sie als Verbündete zu haben ist für den Widerstand bestimmt sogar 'zeitlich' noch besser und 'näher' als die fernen Mantroner. Vielleicht können wir ihren Anführer überreden eine kleine Gruppe mit einer Nachricht von uns zu entsenden... oder hast du gestern Abend noch was mit ihm besprochen... ich meine bevor du mich ...gefunden hast?“
In politischen Dingen war ihr Gehirn noch nicht wieder ganz warm gelaufen und so überließ es Maruka gerne Thore diese Gespräche zu führen, sofern nicht schon geschehen. Sie hatte ihren Anteil an der Geschichte geleistet und die Nebellande wieder etwas sicherer für dieses großartige Volk gemacht. Jetzt wollte sie laufen... rennen... jagen...
Der Weg nach Mantron war noch weit und sie hatten viel von ihrer Ausrüstung und vor allem die Pferde verloren. Caelen war sicher zufrieden, wenn sie ihm stattdessen ein paar Minotauren schickten und weiter in ihrem Akquise-Auftrag gen Süden zogen. So sah es zumindest Maruka, aber vielleicht hatte Thore Einwände?
„Ach ja... ich hatte Rhamios mein magisches Wollknäuel angeboten um im Nebel seinen Weg immer wieder zu finden... Hat er es haben wollen? Weist du was?“
Maruka sah über ihre Schulter zum Zelteingang. Maruka wirkte im ganzen etwas hibbelig. Sie brauchte etwas zu tun, die Reise oder zumindest Bewegung oder Ablenkung, sonst würde schnell ihre tierische Seite wieder hervor brechen, auch wenn Thore sicher gern dazu bereit war, ihren Gelüsten zur Verfügung zu stehen. Trotzdem gab es auch andere Dinge, die erledigt werden mussten.
„Ob er schon wach ist?“
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 2. August 2023, 11:23

Es war so nötig gewesen, sich endlich abzureagieren. Maruka hatte selten eine dieser Phasen ihres inneren Stubentigers auf diese Weise erlebt. Noch immer musste sie am Rande des Geschehens stehen und abwarten, bis sie wieder gleichberechtigt waren. Zaqundus hatte sie gewarnt, dass der Unterdrückungszauber sie im Umkehrschluss ebenfalls unterdrücken würde, sobald er sich löste. So fühlte es sich also an, wenn man sich zurückziehen musste. Ob ihre Servali das auch so empfunden hatte? Ob sie sich gar beleidigt fühlte? Im Moment war das nicht von Bedeutung. Es zählte, dass sie sich – fürs Erste – besser fühlte und das leidenschaftliche, animalische vorüberzog. Sie brauchte innerhalb dieser Gesellschaft doch auch einen gewissen, kühlen Kopf, wenn sie sich nicht gänzlich unbeliebt machen wollte. So offen die Minotauren sich zeigten, so wäre es wohl nicht ratsam, wenn sie jeden willigen besprang und sich an ihm abreagierte. Jetzt aber stand ihnen der Sinn ohnehin erstmal nach Frühstück. Wer viel… Sport trieb, der musste auch Energie zuführen! Dabei waren Thore und Maruka ungestört und konnten ein wenig ihre Strategie besprechen. Immerhin galt es noch einen Auftrag zu erfüllen! Dass Thore die Zeit erwähnte, war ein guter Punkt, allerdings hatte Maruka ebenfalls recht. Sie hatte dem Volk der Minotauren geholfen und jene würden sich bestimmt erkenntlich zeigen. „Waff unfere Reife angeht... *schluck*... Ich hab vergessen was wir für eine Frist haben... Hatten wir eine?“, Thore schmunzelte und sah ihr beim Essen zu. Kein Wunder, dass sie Hunger hatte für 3! „Ja, vier Wochen sagte Caelen. Was ohnehin sportlich ist, wenn du mich fragst. „Na ja... wir haben hier bestimmt ein paar Krieger, die wir zu Caelen schicken könnten. Die Minotauren kennen sich gut in den Nebellanden aus und diese reichen weit. Wir haben jetzt was gut bei ihnen. Sie als Verbündete zu haben ist für den Widerstand bestimmt sogar 'zeitlich' noch besser und 'näher' als die fernen Mantroner. Vielleicht können wir ihren Anführer überreden eine kleine Gruppe mit einer Nachricht von uns zu entsenden... oder hast du gestern Abend noch was mit ihm besprochen... ich meine bevor du mich ...gefunden hast?“ Thore nickte. „Ja, habe ich mir auch schon überlegt.“, dann schüttelte er den Kopf und lächelte etwas verlegen. „Nein, viel haben wir nicht besprochen. Ich glaube, beim Hinausgehen habe ich noch gehört, wie Rhamios zu Mina sagte, dass er heute eine Ankündigung machen will.“, erklärte er und betrachtete Maruka wieder aus dem Blau seiner Augen. „Soll ich noch mehr Eier holen?“, grinste er dann frech, weil sie beinahe die Bratpfanne ausschleckte und er nichts mehr abbekommen hatte. „Ach ja... ich hatte Rhamios mein magisches Wollknäuel angeboten , um im Nebel seinen Weg immer wieder zu finden... Hat er es haben wollen? Weißt du was?“, fiel ihr da zwischen zwei Broten ein. Thore schüttelte den Kopf. „Nein, darüber weiß ich nichts. Willst du ihnen das denn wirklich geben? Eigentlich eine… schöne Idee. Aber es ist ja wertvoll, nicht wahr? Also für dich?“, hakte er nach, erhob sich aber. „Warte kurz, ich besorge noch etwas Ei und Speck!“, lächelte er und bahnte sich einen Weg zu dem Küchenzelt. Inzwischen war es etwas voller geworden. Sogar sehr voll, wie Maruka feststellen durfte. Durch das Gespräch mit Thore und dem Essen hatte sie gar nicht recht auf ihre Umgebung geachtet.

Ein gutes Zeichen, denn das bedeutete doch, dass sich selbst ihre Katze hier wohlfühlte und keinen Schaden befürchtete. Jetzt aber schien die ganze Sippe zu diesem Platz zu drängen! Aßen sie denn alle hier? Es gab deutlich zu wenig Bänke für dieses Unterfangen, aber das schien niemanden zu stören. Maruka konnte erkennen, dass die Zeltreihen, der Badebereich und all die anderen Straßen und Gänge immer leerer wurden. Dafür tummelten sich sämtliche Minotauren um das Lagerfeuer. Einzig das Zelt des Anführers blieb halbwegs frei, während Begon nun Aufstellung bezog. Ihm sah man die vorangegangene Nacht gar nicht an. Thore kämpfte sich zurück und balancierte eine weitere Pfanne und Getränke, die er schwappend auf dem Tisch vor ihnen abstellte. „Ob er schon wach ist?“, überlegte Maruka und Thore folgte ihrem Blick „Hm? Wer?“, fragte er noch, als das Geschnatter und Gemurmel um sie herum schlagartig aufhörte. Stille breitete sich über der Zeltstadt aus und alle wandten sich zum Zelt des Anführers. Rhamios trat in diesem Moment heraus und stellte sich vor die versammelte Mannschaft. „Guten Morgen!“, lächelte er und seine gutmütigen, blauen Augen leuchteten in der höhersteigenden Sonne. Er atmete tief ein und lachte leise. „Welch schöner Morgen, nicht wahr? Spürt ihr das auch, die Luft ist leichter, die Last ist fort.“. Er erhielt zustimmendes Nicken und Gemurmel. Rhamios‘ Augen suchten die Menge ab, dann fand er tatsächlich Maruka am Tisch sitzend. Er deutete ein Nicken in ihre Richtung an. Es war ihr Verdienst, das wusste sie auch ohne Worte. „Dank der Hilfe einer mutigen Freundin, können wir wieder dieses Land so nutzen, wie wir es brauchen! Gefahrlos können wir unsere Rinder weiden lassen. Und wir können weiterziehen, ohne Angst haben zu müssen, dass es uns schadet!“, sprach er vollmundig weiter. Er war ein guter Anführer, das spürte jeder, der anderes gewohnt war. Der Zusammenhalt in seinen eigenen Reihen war greifbar und erneut erhielt er Zuspruch, dieses Mal aber in Form von freudigen Rufen, Pfiffen und Applaus. Rhamios überließ es ihnen einen Moment, dann hob er die Hände, um sie zu beschwichtigen. „Das verdanken wir Maruka, Begon, Mina und Klara.“ Er lächelte milde. „Thore natürlich ebenso!“, schloss er den Mantroner ein. Nun erhielten die Genannten ihren Applaus und Maruka spürte hier und dort ein aufmunterndes Tätscheln auf ihrer Schulter, ehe der Freudentaumel wieder abebbte. „Zum Dank habe ich beschlossen, auch etwas für Maruka und ihre Freunde zu tun!“, kündigte er an. Die Menge wurde ruhig. „Ich entsende 150 Freiwillige, die zum Kapayu ziehen und dort den Widerstand gegen das dunkle Volk unterstützen! Ich bitte euch, sich bis zum Abend bei mir zu melden. Ihr brecht umgehend auf und werdet dort Unterkunft, Verpflegung und Schutz im Tal der Elfen finden, bis man euch einsetzt!“, erzählte er und ein Raunen ging durch die Reihen.
Dann wanderte der Blick des Anführers zum Minotauren an seiner Seite. „Begon wird diesen Tross anführen und sein Wort gilt als das meine!“, entschied er und Begon streckte sich noch etwas. Welche Ehre! Man hätte meinen können, dass es den Minotauren nicht sonderlich gefiel, sich nun für andere in den Kampf zu werfen, doch Maruka konnte einige Stimmen im einhelligen Gemurmel ausmachen. „…wahnsinn! Ich bin dabei!“ oder „komm schon, Knaros – das ist unsere Chance uns zu beweisen. Wir machen mit!“, ebenso hörte sie Stimmen von Frauen: „Ha! Endlich zeigen wir, dass die Minotauren echte Kämpfernaturen sind!“. Offenbar konnten es so einige Minotauren nicht erwarten, endlich aktiv zu werden. Ja, sie waren bereit und 150 dieser gut gerüsteten, kämpfenden Frauen und Männer, würden dem Widerstand durchaus auf die Sprünge helfen. Das sollte die Frist verlängern, die Caelen ihnen gestellt hatte. Und sie konnten ihren Weg nach Mantron mit gutem Gewissen fortsetzen! Thore strahlte MAruka an und war beeindruckt von dieser Szenerie des Zusammenhaltes. „Wahnsinn… Sieh dir das an, wie schnell sich eine Schlange vor dem Zelt des Anführers bildet! Die können es ja kaum erwarten…“, murmelte Thore und schüttelte den Kopf. Denn auch wenn sie sicher gute Krieger waren – Krieg kam niemals ohne Verluste aus.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Maruka » Freitag 4. August 2023, 10:50

Maruka fragte sich nicht, ob ihre Katze 'beleidigt' oder vielleicht sogar nachtragend war, denn dass waren Empfindungen die man eher einem Menschen als einem Tier zu schrieb. Ihr menschlicher Teil hatte vielleicht ein klein bisschen schlechtes Gewissen, aber die Katze nahm sich einfach was ihr zustand. So einfach war das. Also bereute Maruka auch nicht sonderlich was geschehen war.
Jetzt galt es ohnehin erst mal ein viel dringenderes Bedürfnis zu stillen: ihren...
Hunger!
Mit der Nase in der Pfanne und der Zunge über jeden noch so kleinen Krümel schabend sah sie auf. Rhamios trat in diesem Moment heraus und stellte sich vor die versammelte Mannschaft.
„Guten Morgen!“
, lächelte er und seine gutmütigen, blauen Augen leuchteten in der höher steigenden Sonne. Maruka grinste ihm entgegen. Reste von Ei hingen ihr in den Schnurrhaaren.
„Welch schöner Morgen, nicht wahr? Spürt ihr das auch, die Luft ist leichter, die Last ist fort.“
Die Servali schnupperte und legte den Kopf schief. Rund herum erhielt er aber zustimmendes Nicken und Gemurmel. Rhamios‘ Augen suchten die Menge ab, dann fand er tatsächlich Maruka am Tisch sitzend. Er deutete ein Nicken in ihre Richtung an. Es war ihr Verdienst, das wusste sie auch ohne Worte. Falsche Bescheidenheit gehörte nicht zu den Eigenschaften eines Mantroners. Ihre Art erzählte sich lieber die Heldentaten am Lagerfeuer. Also war auch Maruka stolz, dass sie hier hatte helfen können. Sie rechte sich und eine Ei-flocke fiel ihr von der Wange aufs Dekolletee. Sie klaubte sie sofort mit den Fingern auf und steckte sie in den Mund. Rhamios sprach weiter:
„Dank der Hilfe einer mutigen Freundin, können wir wieder dieses Land so nutzen, wie wir es brauchen! Gefahrlos können wir unsere Rinder weiden lassen. Und wir können weiterziehen, ohne Angst haben zu müssen, dass es uns schadet!“
Der Zusammenhalt in den Reihen der Minotauren war greifbar und erneut erhielt er Zuspruch, dieses Mal aber in Form von freudigen Rufen, Pfiffen und Applaus. Rhamios überließ es ihnen einen Moment, dann hob er die Hände, um sie zu beschwichtigen.
„Das verdanken wir Maruka, Begon, Mina und Klara...Thore natürlich ebenso!“
, schloss er den Mantroner ein. Nun erhielten die Genannten ihren Applaus und Maruka spürte hier und dort ein aufmunterndes Tätscheln auf ihrer Schulter, ehe der Freudentaumel wieder abebbte. Inzwischen zierte ein breites Grinsen die zufriedene Katze.
„Zum Dank habe ich beschlossen, auch etwas für Maruka und ihre Freunde zu tun!“
, kündigte er an. Die Menge wurde ruhig.
„Ich entsende 150 Freiwillige, die zum Kapayu ziehen und dort den Widerstand gegen das dunkle Volk unterstützen! Ich bitte euch, sich bis zum Abend bei mir zu melden. Ihr brecht umgehend auf und werdet dort Unterkunft, Verpflegung und Schutz im Tal der Elfen finden, bis man euch einsetzt!“
, erzählte er und ein Raunen ging durch die Reihen.
Er ist gut informiert.
Dann wanderte der Blick des Anführers zum Minotauren an seiner Seite.
„Begon wird diesen Tross anführen und sein Wort gilt als das meine!“
, entschied er und Begon streckte sich noch etwas.
Das hat er sich verdient!
Welche Ehre! Maruka konnte einige Stimmen im einhelligen Gemurmel ausmachen, die für den Kampfgeist der Minotauren sprachen. Einige konnten es nicht erwarten, endlich aktiv zu werden. Ja, sie waren bereit und 150 dieser gut gerüsteten, kämpfenden Frauen und Männer, würden dem Widerstand durchaus auf die Sprünge helfen. Das sollte die Frist verlängern, die Caelen ihnen gestellt hatte. Und sie konnten ihren Weg nach Mantron mit gutem Gewissen fortsetzen! Thore strahlte Maruka an und war beeindruckt von dieser Szenerie des Zusammenhaltes.
„Wahnsinn… Sieh dir das an, wie schnell sich eine Schlange vor dem Zelt des Anführers bildet! Die können es ja kaum erwarten…“
, murmelte Thore.
„Ja, das haben wir gemeinsam! Wir kämpfen für das Gute, denn das Böse siegt schon, wenn das Gute nur untätig bleibt.“
Maruka griff sich an die Brust und ballte die Finger zur Faust. Diesen Stolz im Angesicht einer sich sammelnden Meute zu sehen, berührte sie. Im Krieg gab es immer Verluste, aber ohne sie wurden auch keine Geschichten geschrieben. Wenn man wusste wofür man stritt, dann bekam der Tod einen Sinn. Es gab auch gute Tage zum sterben und Mantroner fürchteten ihr Ende selten. Sie wähnten sich in der Sicherheit ihre Ahnen wieder zu treffen und gemeinsam mit den Göttern an der großen Tafel im Jenseits zu speisen. Es war nichts unehrenhaftes daran in den Kampf zu ziehen, für seine Liebsten zu streiten und sie zu beschützen. Wer Tapferkeit im Herzen trug, der fürchtete sich nicht vor vielen Dingen. Mantroner hießen nicht umsonst die 'Tapferen'.
Gesättigt und zufrieden schauten sie eine Weile zu, wie sich die Menge sammelte um die Reihen des Widerstands zu füllen.
„Caelen wird zufrieden sein, da bin ich mir sicher. Wir geben am besten Begon eine Nachricht an ihn mit, damit er weis, dass sie von uns kommen. Darin solltest du auch schreiben, dass wir dem entsprechend auch erst verspätet unsere Reise fortsetzen konnten.“
Maruka überließ es ganz automatisch Thore den Brief zu formulieren. Er war diplomatischer und außerdem ein Kartograph... irgendwie ein Gelehrter unter den Mantronern, die sonst lieber mit Fäusten argumentierten. Er war dafür wie geschaffen. Dann stand sie auf und stemmte die Hände in die Hüften.
„Gut! Wir sollten mal nachsehen, was von unserer Ausrüstung übrig ist und was wir noch brauchen. Die Frist werden wir ohnehin nicht einhalten können, aber trödeln sollten wir deswegen auch nicht.“
Munter stupste sie Thore mit der Fußspitze leicht an.
„Los, komm!“
Es gab noch viel zu tun und der nächste Reiseabschnitt wartete sicher schon auf sie. Die meisten ihrer Sachen hatte Maruka in Minas Zelt gesehen, also war das ihr erstes Ziel. Auch Klara wollte sie noch mal besuchen, auch um ihre Verbände wieder aufzustocken und vielleicht noch ein paar Heilkräuter hinzu zu fügen. Begon hatte gerade genug zu tun, aber bevor sich ihre Wege trennten, wollte sie ihn auch noch mal aufsuchen und kräftig knuddeln. Den massigen Stier zu necken gehörte einfach zum Abschied dazu. Er sollte sie ja nicht vergessen!
„ Begon... wusstest du eigentlich, dass Moschusochsen eigentlich Ziegen sind? Also wenn du wie Mina behauptet ein Ochse bist, dann bist du eigentlich kein taffer Stier sondern ein Böckchen? Im Mantron haben wir Eisbisons...die sind riesig! Moschusochsen sind dagegen eingelaufene Zigglein und kaum drei Käse hoch.“
Grinsend sah sie ihm von weit unten nach ganz weit oben lachend ins Gesicht. Freundschaft war hier geboren worden... mit gewissen Vorzügen und sich zu necken gehörte einfach dazu.
„Also wenn du mal nen richtigen Stier sehen willst, dann komm uns Mantroner besuchen. Vielleicht begegnet man sich ja noch mal.“
Um ihn einen Schmatzer auf die Wange zu geben, musste sie an ihm hoch klettern, aber das war ein leichtes. Auch Mina wurde geküsst und umarmt und Klara auch. Sicher mussten sie sich bald trennen und jeder hatte seinen eigenen Weg in neue Abenteuer. Auch von Rhamios verabschiedete sich Maruka herzlich. Sie überließ es ihm, ob er das angebotene Geschenk annahm oder nicht. Ein Angebot zog man auch nicht zurück und sie hatte es gegeben. Das magische Wollknäuel war jetzt vielleicht nicht mehr so nötig wie zuvor, da der Nebel nun etwas sicherer geworden war. Auch in Mantron könnte es durchaus etwas gutes bewirken, denn dort könnte es unter fleißigen Händen den Einwohnern Wärme spenden. Auch Maruka konnte gut häkeln und hatte sich das ein oder andere Stück daraus gemacht...wieder verloren... und neu gemacht. Mantron mit Wollsachen zu versorgen war vielleicht auch eine gute Idee, vorausgesetzt Rhamios nahm das Geschenkt nicht an.
Je nach dem, wie er entschied, würde es also weiter getragen werden oder auch nicht. Maruka stand in jedem Fall zu ihrem Wort.
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Re: Audienz bei Rhamios

Beitrag von Erzähler » Freitag 11. August 2023, 15:04

Stolz konnten die beiden Mantroner zurecht sein. Thore aber wusste, dass er nicht viel dazu beigetragen hatte, denn es war eine Rettungsmission für ihn gewesen, die sie letztendlich zu der Geschichte mit Petroju geführt hatte. Bei dem Anblick der sich meldenden Minotauren, flammte in Maruka ein Patriotismus auf, der sich nie geändert hatte. Egal was ihr widerfahren war, Maruka hielt stets innerlich die Treue zu den Werten und Bräuchen der Tapferen. Entgegen ihrer eigenen Angst, dass sie nie wieder zurückkehren, könnte in das Land ihrer Vorfahren, hielt sie stets Verbindung zu diesem. Gleichwohl war das Treffen mit Thore etwas, was Maruka Mut gab. Mut für einen Schritt, der so lange unwägbar anmutete. Aber nun, nun würden sie es angehen. Gemeinsam. Noch während sich die Freiwilligen sammelten, beendeten Maruka und Thore ihre Mahlzeiten und bedankten sich bei den Köchen dafür. Danach traten sie an Rhamios heran und Maruka überreichte ihm das magische Knäul. Der Minotaure lächelte gutmütig und nickte dankend. Es würde weiterhin helfen, wenn die Nebel aufzogen und sie würden es in Ehren halten. Maruka verknüpfte hier abermals ihre Schicksale miteinander und würde stets einen Platz innerhalb der Sippe haben. Rhamios sagte voraus, dass sie sich einst wiedersehen würden, sollten die Götter es gut mit ihnen meinen und er dankte ihr noch mal persönlich für ihren Einsatz. Maruka hatte Freunde gefunden, das konnte sie spüren. Nachdem sie sich von Rhamios verabschiedet hatte, suchte sie aber Begon auf. Auch ihm musste sie danken und der Minotaur schien überhaupt keine Scham über ihr Techtelmechtel zu verspüren. Der Stier grinste nur und nickte, während Maruka ihn aufzog. „Ich bin immer noch zweimal mehr Stier als eure haarlosen Schmusekämpfer!“, neckte er zurück und beide wussten, sie gingen im Guten auseinander. Vermutlich war Begon einem Mantroner gar nicht so unähnlich, denn er dachte ebenso pragmatisch und heimatverbunden. Er würde also die Krieger anführen und in den Kampf ziehen. Es war eine Ehre, das sah er genauso. Thore hatte ihm noch die Notiz für Caelen zugesteckt und der Stier versprach, sie sicher zu überbringen.
Während sie die Zeltstadt durchquerten und Mina’s Zelt ansteuerten, trafen sie auf Klara. Die junge Heilerin verabschiedete sich höflich und lächelte knapp. Sie waren bisher nicht recht miteinander aufgetaut, doch das brauchten sie auch nicht. Sie hatten einander geholfen und sich aufeinander verlassen können, allein das zählte. Hier hinterließ niemand verbrannte Erde, denn egal mit wem Maruka hier in Kontakt gekommen war- sie alle behielten die Hybridin als Heldin im Gedächtnis. Auch die Kinder verabschiedeten sich lauthals lachend und jubelnd von ihr, während sie das Zelt von Mina erreichten. Hier fanden Thore und Maruka mehr als sie geglaubt hatten: Man hatte ihnen jeweils Rucksäcke zur Verfügung gestellt. Dort fanden sie

-Proviant für 10 Tage, das sich halten würde und auch längere Reisen überstand.
-Sie bekamen zwei neue Feldflaschen, einmal mit Wasser, einmal mit Kräutermet gefüllt.
-Zudem konnten sie warme Decken und ein Zelt aufgerollt erkennen, die man an den Rucksack geschnallt hatte.
-Sie erhielten jeweils zwei Dolche mit scharfen Klingen und Zunderzeug, um sich Feuer machen zu können.
-Dann erhielten sich warme Kleidung, die ihnen passen würde.
-Maruka bekam noch einen neuen Bogen. Er war zwar nicht magisch, wie der aus Shyáná, aber er war fein gearbeitet und würde gute Dienste tun.
-Gleichwohl erhielten sie Heilertaschen. Darin gab es Verbände, Tinkturen und Kräuter, um kleinere Wunden zu behandeln und eventuell Infektionen aufzuhalten.

Thore erhielt noch ein neues Set mit Pergament und Griffeln, sodass er würde weiterzeichnen können. Sie waren wirklich gut ausgerüstet worden und sollte ihnen nun nicht wieder etwas Unvorhergesehenes passieren, dürfte der restliche Fußmarsch bis zum Eisreich gut gelingen.
Bevor sie jedoch ihre Ausrüstung schultern und sich auf den Weg machen konnten, wurden sie abermals von Mina aufgehalten. Die Minotaure lächelte, hatte aber auch Tränen in den Augen. Sie schaute an sich hinab und hob die Arme. „Das Klimbim brauche ich wohl nicht mehr, was?“, lachte sie und deutete auf die Töpfe und Pfannen, die sie benutzt hatte, um Petro zu verjagen. Sie nahm den selbstgebastelten Gürtel ab und legte alles scheppernd zur Seite. Dann seufzte sie. „Es war mir eine so große Freude, dich kennengelernt zu haben, Maruka!“, schniefte sie und zog die Katze in ihre Arme. „Ich wünsche dir alles Glück und hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder!“, verabschiedete sie sich und drückte sie abermals, ehe sie sie wieder losließ. Thore gab sie die Hand. „Passt gut auf euch auf!“, bat sie und nickte dann. Der Abschied war da und Thore und Maruka würden ihren Weg fortsetzen.

Maruka weiter bei: Zwischen Estria und Rugta


Bitte das Inventar um die aufgeführten Dinge erweitern und das magische Knäul rausnehmen

Maruka ist

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