An den Docks

Die größte Handelsstadt Celcias besitzt auch den größten Hafen. Es liegen immer ein paar Handelsschiffe vor Anker und überall wimmelt es von Matrosen oder Fischern. Wer hier auf einem Schiff anheuern will, hat eine große Auswahl.
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An den Docks

Beitrag von Erzähler » Samstag 31. März 2007, 22:30

Hauptmann Zitter und der Bürgermeister erreichten den Hafen. Die dämmrigen Lichtverhältnisse, hervorgerufen durch die pechschwarzen Wolken am Himmel, sorgten dafür, dass sich die meisten Seemänner in den Tavernen aufhielten. Normalerweise tummelten sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an den Docks herum, aber dieses Mal torkelten nur ein paar Betrunkene aus der nächsten Kneipe, auf der Suche nach Halt – oder einem Eimer.

Einige Wachen waren am Hafen postiert, sie würde man nicht abziehen. Auch wenn zurzeit kein Schiff den Hafen verließ, musste für Recht und Ordnung gesorgt sein, auch hier.

Darak war in ein langes Leinentuch gewickelt, das der Bürgermeister noch rasch organisiert hatte. Die Bürger seiner Stadt mussten nicht unbedingt mitbekommen, dass er einen selbstmörderischen ... nun ... Mörder ins Meer warf wie abgestandene Abfälle. Er selbst hatte sich auch getarnt, trug nicht ganz so auffällige Kleidung und einen Hut mit breiter Krempe, der sein Gesicht größtenteils verbarg. So ähnelte er einfach einem adeligen Bürger Andunies, der sich von einem Stadtwächer einen eingerollten Teppich transportieren ließ.

Ja, Hauptmann Zitter hatte Darak wirklich allein getragen und er sah aus wie ein Teppich. Weder Füße noch Kopf schauten aus dem Tuch hervor, doch Daraks Kopf hielt der Hauptmann in seiner Nähe. Noch immer fürchtete er, Darak könne versehentlich zu früh erwachen. Wenn das geschah, wollte er es jedenfalls als erster mitbekommen, um möglicherweise Schlimmeres zu verhindern.

Er und Karl Rossherr erreichten den breitesten Steg. Zielstrebig betrat der Hauptmann das Holzgerüst. "Warum wollt Ihr ihn gerade hier abwerfen, Hauptmann?", fragte der Bürgermeister. "Wählt lieber einen schmalen Steg, da sieht man uns nicht."
Zitter murmelte eine unverständliche Ausrede und stapfte weiter. Darak war schwer und Zitter keuchte bereits ein wenig. Der Weg war weit gewesen. Wo war Elena? Ob sie wirklich im Wasser auf Darak wartete? Zitter hoffte es. Ihm war nicht ganz wohl dabei, diesen Mann einfach so ins Meer zu werfen, ohne über sein weiteres Schicksal Bescheid zu wissen. Elena hatte prophezeit, dass er sie und Darak nicht mehr wiedersehen würde ... irgendwie stimmte ihn das traurig.

Der Hauptmann erreichte den Ende des Stegs. Der Bürgermeister befand sich ein Stück weiter hinten, hielt nach Schatten Ausschau. Das war die Gelegenheit, nach Elena zu suchen. Zitter schaute über den Rand des Stegs, entdeckte aber niemanden. Hoffentlich ging das gut.
"Elena ... falls Ihr mich hören könnt. Ich lasse Darak jetzt ins Wasser ab!"

Vorsichtig rollte er den Körper aus dem Tuch. Darak rührte sich noch immer nicht. Wenn der Trank richtig dosiert war, würde er wohl noch etwa eine halbe Stunde scheintot sein. Zitter schickte ein rasches Stoßgebet zum Himmel. Dann schob er Darak so gut es ging über den Rand des Stegs und ließ ihn langsam ins Wasser gleiten. Seine Häne lösten sich von den Schultern, doch dann fasste er ihn noch einmal. Mit der einen Hand hielt er Darak über Wasser, mit der anderen fischte er nach einem Seil, das hier achtlos herumlag. Umständlich band er den Helm an Daraks Unterarm.

"Ich kann dich ohne dein liebstes Stück nicht gehen lassen ... mein Freund." Dies war der Abschied. Zitter ließ Darak los und dessen Körper trieb ein Stück weit ins mehr. Leichen gingen nicht unter, er hoffte, Elena würde ihn bald holen kommen.

Zitter drehte sich um und ging zum Bürgermeister. Die beiden sprachen noch kurz miteinander und gingen dann getrennte Wege, um unauffälliger zu werden. Ihr Ziel war dasselbe.
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Darak Luthrokar
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Re: An den Docks

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 00:54

Tot sein…

…war was Seltsames.

Darak war mit dem vermeindlichen Wissen „gestorben“, dass er in der ewigen Verdammnis verweilen sollte und nun…

… nichts…

Weder tot, noch lebend…

… einfach nichts…

Doch es war nicht wie ein gesunder Schlaf, der die Zeit einfach verstreichen liess und einem wie eine Sekunde vorkam. Darak wusste, dass er noch existierte, wie er es auch nicht wusste…

… es war seltsam…

… das Nichts…

… und dann kam das Erwachen.

Das erste was sich in ihm rührte war das Herz, welches schwach wieder ansprang und das schon fast versackte Blut wieder zum zirkulieren brachte. Darak hätte wohl dazu gesagt, dass er momentan zuwenig Blut im Hirn hatte, doch dafür hatte er reichlich von einer anderen salzigen Flüssigkeit.

Wasser.

Es füllte seine Lungen und machte sie schwer und als er seinen ersten Atemzug in seinem neuen Leben machte durchzog ihn eine tiefe Panik. Er atmete nur das Wasser ein und begann sich unruhig zu winden. Noch immer halb in trance ahnte er nicht, dass er soeben gerade gefahr lief wirklich zu sterben.

Benommen begann er sich zu rühren und spürte plötzlich die Kraft welche an ihm zog und ihn umklammert hielt. Er begann sich zu wehren, wollte sich der Kraft entreissen, kurz gelang es ihm und er tauchte weiter ab, doch das Wesen schwamm ihm hinterher und hielt ihn noch fester umschlungen. Noch immer hatte er seine Augen geschlossen und was er tat, dies tat er instinktiv. Langsam aber kamen auch seine Gedanken zurück und sein Bewusstsein.

Er war wohl ins Jenseits übergetreten.

Wo war er?

Auf dem Weg zu Faldor?

Tauchte er gerade in Faldors Reich ab wie es sich für einen Mörder wie ihn gehörte? Musste er ständig das ersticken fürchten? Doch da er sich selbst für tot hielt, vertraute er darauf, dass die restliche Luft in seinen Lungen ausreichen würde und wenn nicht, er war schon tot. Noch toter konnte er ja wohl kaum werden.

Er hielt das drohende Ersticken tatsächlich "nur" für eine Schikane.

Er konnte sich nur zu gut an seinen Tod erinnern, wie Zitter ihm gnadenlos das Gift einflösste und seine Hand weg schlug, wie sie sich angestarrt hatten und wie Zitter ihn anschrie er soll endlich sterben.

Die Tat war unbegreiflich gewesen. Ein weiterer Verrat in seinem Leben. Doch dies spielte nun keine Rolle mehr.

Erst kam das Nichts… und nun würde die Hölle folgen.

<b> Zitter! Er hat mich umgebracht! Faldor? Wo bin ich?</b> Er öffnete seine Augen, es brannte kurz. Er würde wohl bald bei Faldor sein. Er stellte sich die Hölle immer als einen nun wirklich schrecklichen Ort vor. <b> Ist dies etwa der Weg zur Höll…</b> sein Gedanken riss ab. Bei DEM was er vor sich sah… DIES konnte bestimmt nicht die Hölle sein. NEIN… eindeutig nicht!

<b>Nein… NEIN… wirklich nicht.

Unmöglich.

Völlig ausgeschlossen.</b>

Er starrte genauer hin um sich zu versichern, dass seine Augen ihn nicht anschwindelten.

<b>Ganz sicher nicht.

Oh….</b>

Ihm wurde sein unglaubliches Glück plötzlich bewusst. Das erste Mal in seinem Leben… oder seinem tot… hatte er wohltuendes Glück gehabt.

Die Restluft wurde langsam knapp. Seine Lunge begann bereits zu krampfen, luftbläschen blubberten an die Oberfläche. Doch Darak blieb ruhig.

<b> Bei den Göttern die haben sich wohl vertan! Das kann ja nur das Elysium sein!</b> Dachte er und konnte sein Glück kaum fassen. Welch Gnade ihm nun doch erreichte obwohl er Zitter für seine Tat hätte verwünschen können. Glaubte er doch, dass dieser ihm somit das Elysium endgültig verwehrt hätte. Doch die Götter schienen mit seinem Körper zufrieden zu sein und seine Seele war frei – glaubte er zumindest.

Immer noch starrte er völlig hemmungslos auf den Körper dieser Frau – es musste ja zweifelsohne eine Frau sein – wenn auch von göttlicher Natur.

War es etwa die liebliche Tochter der Urmutter, die ihn nun ins Jenseits zog wie einen rumreicher Krieger? Ihm auf ewigkeiten Gesellschaft leisten würde um ihm jede Sekunde seiner Existenz versüssen würde, damit er auch den letzten Schmerz seines schändlichen Lebens vergass?

<b> Oh</b>

Und selbst im trüben Salzwasser war sein vergnügtes Grinsen – nicht unschwer zu erkennen. <b> Bei den Göttern, hätte ich gewusst, dass der tot so schön ist, ich wäre nur zu gerne früher gestorben!</b>

Was seltsam war – abgesehen davon, dass das Elysium aus Wasser bestand – da schwamm nicht nur er und seine himmlische Gespielin, oder was immer sie war. Sondern er sah auch ganz deutlich am Meeresgrund einen alten Stiefel Rumliegen und um ihn herum schwammen silbrig schimmernde Fischchen welche ihn anglotzten.

Ausserdem stupste ihn am Unterarm immer was Spitzes an. Doch nun war, dass was er vor sich sah viel wichtiger und interessanter als alles was ihn irgendwie anstupste. Schliesslich war er tot, was sollte schon noch passieren?

Darak kam nicht mal auf die Idee selbst mit zu schwimmen sondern liess sich einfach von der Kraft ziehen, schliesslich war er tot und sie was Übernatürliches

Das einzige was er tat, war sich ziehen lassen und zu grinsen.

Dann begannen seine Lungen zu brennen und seine Muskeln zu krampfen. Sein Grinsen verflog... seine Augen verdrehten sich.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Sonntag 1. April 2007, 01:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: An den Docks

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 01:45

Darak war es plötzlich gar nicht mehr friedlich zu mute, als seine Lungen krampften und er eintrübte. Er spürte den Schmerz der drohenden Erstickung und war nun doch davon überzeugt, dass dies wohl sein Endzustand sein würde.

Die Götter hatten sich wohl doch die rechte Strafe für ihn ausgesucht. So nahe bei einer wunderschönen göttlichen Frau welche ihn zog und dennoch aufgrund des Erstickungskrampfes unfähig auch nur ein Gedanke umzusetzen.

Ja… dies kam seiner Vorstellung der Hölle wieder beängstigend nah.

Doch dann…

Er wurde fester gepackt und etwas weiter zu dem göttlichen Körper dieser Frau hochgezogen und es verging kein Herzschlag, bis er ihre Lippen auf den seinigen spürte.

Und wie er es spürte!

Noch intensiver als er es wohl je in seinem Leben gespürt hatte. ( - waren es dort auch meist nur die Küsse irgendwelcher Dirnen, was nicht zu Vergleichen war mit einem göttlichen Wesen.)

Sie hauchte ihm das Leben ein. Beflügelt davon entspannte er sich und wurde dadurch nur unnötig schwer.

Er trieb auf seiner flüssigen Wolke sieben.

Doch nicht die Hölle!

Seine Gedanken ob er nun jetzt im Himmel oder in der Hölle war, wechselte im Minutentakt, an was er nicht dachte war, dass er womöglich noch lebte.

Er hielt seine Augen immer noch geschlossen und genoss immer noch die zärtliche Berührung auf seiner Lippen, die er immer noch zu spüren glaubte.

Er grinste wieder.

Da drückte ihm das Wesen eine Phiole in die Hand und er hätte wohl alles getan was diese liebliche Stimme ihm zublubberte. Noch immer vor sich hinträumend entkorkte er das Fläschchen, hielt den Daumen drauf und führte das kleine etwas zu seinem Mund um es zu trinken.

Er konnte sich nicht so recht vorstellen wie das mit dem Atmen funktionieren sollte, doch seine ausgehende Luft zwang ihn schliesslich dazu und es funktionierte erstaunlich gut.

Er atmete tief durch, liess sich treiben und formte seinen Mund zu einem fordernden: <i> Gibt’s da noch mehr?</i>

Ja so liess es sich wohl tot sein…

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Re: An den Docks

Beitrag von Erzähler » Montag 14. Mai 2007, 00:46

Wärhrend die beiden Gefährten in Richtung Stadtmitte schlenderten, beobachtete sie einer der Passagiere des Schiffs aufmerksam. Es war ein unscheinbarer Mann mittleren Alters. Schwarze, kurz geschnittene Haare, muskulöser Körper und einfache, praktische Kleidung. Hätte sich Raven umgesehen, hätte sie ihn wahrscheinlich nicht bemerkt bzw. für einen Seemann gehalten.

Dieser ging ihnen nun nach, aber immer so, dass sie keine Verdacht schöpfen würde, da viele Menschen auf dem Weg ins Stadt Innere waren.

Währenddessen hörten Raven und Dusk Stadtgespräche, die auf den Straßen Anduines zu hören waren.

"Machen euch die dunklen Wolken auch das Geschäft kaputt?"
"Ja, sicher! Seit einiger Zeit hängen sie über unserer Stadt und aus Sarma kommen nur noch sporadisch Schiffe zu uns und bringen waren bzw. kaufen welche!"

Sicher meinten sie die schwarzen Wolken, die wie eine bedrohliche Decke über Anduine, dem Meer und der Stillen Ebene lagen.

[entweder hier weiter oder weiter beim "Marktplatz Andunies"]

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Chanda
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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Montag 25. Juni 2007, 20:16

[komme von der Schenke]

Durch das rege Treiben war es für die beiden Neulinge keine Schwierigkeit den Hafen zu finden, denn die meisten Menschen strömten dorthin oder wieder zurück. Der Geruch von Seeluft würde stärker und plötzlich erstreckte sich vor ihnen das endlich erscheinende blaue Meer. Möwen kreischten, Seemänner trugen Kisten auf oder von den großen Schiffen, die hohe Masten und weiße Segel trugen. Es roch nach Seetang, Algen, Salz und Fisch und wären die dicken, schwarzen Wolken nicht, die über dem Wasser noch näher und bedrohlicher wirkten, hätte man den Anblick gut und gerne als perfekt bezeichnen können.
Staunend und den Schritt verlangsamend, ließ Chanda den Blick über das Wasser gleiten und wusste, dass keine der Geschichten übertrieben gewesen waren. Das Meer war endlos, darin bestand kein Zweifel. Langsam schritt sie zu einem verlassenen Pier, an dem kein Schiff ankerte und ging über die maroden Holdbalken hinweg, die einige Meter über das Wasser hinausragten und bewunderte die See mit kindlicher Faszination und Erfurcht.

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Nilrea
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Re: An den Docks

Beitrag von Nilrea » Montag 25. Juni 2007, 20:33

Erstaunt riss Nilrea die Augen auf, als sich vor ihnen das riesige meer auftat. Sie war auf sehr viel vorbereitet, doch der Anblick, der sich ihnen nun bot, erschütterte sie regelrecht. Einige Möwen flogen über das Meer und ließen ihr helles Gekreische hören. Der Geruch des Salzes, den sie auch schon in der Stadt gerochen hatten, war hier noch ausgeprägter. Von Erfrucht ergriffen hauchte Nilrea:

"Das ist schöner als alles andere, was ich mir jemals vorgestellt habe und eindrucksvoller, als die Händler in unserem Dorf es beschreiben könnten. Man muss das Meer gesehen haben, um zu wissen, was das Wunderbarste auf der welt ist. Alle Wälder und Bäume können dagegen nichts ausrichten. "

Das Wasser glitzerte still vor sich hin und schlug leichte Wellen. Das Meer schien sich tatsächlich bis ins unendliche zu erstrecken. Es vemittelte ein gefühl der Freiheit, dass Nilrea nirgendwo sonst gespürt hatte.
Eine ganze Weile standen sie so da und schwiegen, wärend sie weiter auf das meer sahen. Dann ging Nilrea bis zum Wasser, kniete sich hin und streckte ihre Hand in das kühle Nass. Als sie sie wieder herauszog, schleckte sie vorsichtig an ihren Fingern und kniff überrascht die Augen zusammen. Zu Chanda meinte sie:

"Das Wasser ist ja wirklich ganz salzig. Obwohl ich das schon oft gehört habe, habe ich es trotzdem bis jetzt nicht recht glauben können. Nun, man lernt nie aus."

Fröhlich lächelte sie und stand wieder auf.

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Dienstag 26. Juni 2007, 22:04

Nilreas Worte trafen auch in etwa dem, was sie empfand. Auch wenn sie eine Elfe war und die Wälder ihre Heimat waren, schien sie genauso begeistert wie Chanda zu sein. Still ruhten ihre grünen Augen und reflektierten das Tageslicht, was wiederrum vom Wasser wiedergespiegelt wurde.
Erst als Nilrea behauptete, dass das Wasser salzig schmecke, kam sie wieder zu sich und richtete ihren Blick auf die Elfe, die am Pier hockte und lächelte.
"Und da sollen wir rüber...", sagte sie leise vor sich und bemerkte erst jetzt, dass sie 'wir' sagte. Hatte sie sich unterbewusst schon entschlossen mit nach Sarma zu reisen? Sie schüttelte den Kopf, dass die langen blonden Haare nur so im Wind tanzten. Sie würde darüber nachdenken und bis zum nächsten Tag eine Entscheidung getroffen haben.
"Lass uns nachsehen, ob wir jemanden finden, der uns sagen kann, wann das nächste Schiff nach Sarma ausläuft."
Damit kehrte sie dem Meer den Rücken zu, so sehr es auch schmerzte.

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Re: An den Docks

Beitrag von Nilrea » Mittwoch 27. Juni 2007, 15:57

"Ich habe nichts dagegen, da rüber zu fahren. Einige Tage oder Wochen auf dem Meer ist sicherlich nicht schlimm."

Nilrea lächelte fröhlich vor sich hin. Am Horizont sah sie ein Schiff fahren und dachte daran, wie es wohl sein würde, auch endlich dort zu segeln.

<b>Ein Händler, den ich einst gesehen habe, hat über das Meer geflucht. Er meinte, dass einem auf dem Wasser ganz schlecht wird und er sich ständig übergeben musste. Und er meinte, dass es auch Wellen gibt, die mehrere Spannen hoch sind. Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Das Wasser wirkt doch so ruhig...</b>

Sie wandte sich vom Meer ab und sah die Anlegestelle hinunter.

"Ja, fragen wir mal. Doch wen?"

Sie ging auf einen Mannn zu, der gerade mit zugekniffenen Augen auf das Wasser starrte und ein wenig unzufrieden aussah.

<b>Wie kann man bei einem solchen Anblick nur so mürrisch aussehen?</b>

Ein wenig zögerlich sprach sie ihn an:

"Ähm, entschuldigung. Könnt ihr mir sagen, bei wem man sich melden muss, um eine Schiffspasage nach Sarma zu bekommen?"

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Donnerstag 28. Juni 2007, 15:50

Nilreas unbeschwert klingenden Worte veranlassten sie dazu, noch einmal einen Blick auf das Wasser zu werfen. Auch wenn es jetzt so ruhig und idyllisch aussah, glaubte sie die verborgene Kraft und Unberrechenbarkeit in den Wellen zu spüren. Lange ist es her, dass sie wieder so stark die Umgebung wahrnahm, wie in diesem Augenblick. Sie spürte deutlich die Magie, die in dem Wasser wog und sicherlich eine mächtige Quelle war, sollte man sie zu bändigen wissen.
"Täusche dich nicht," murmelte sie noch, ehe den Steg verließ und sich umsah, wie Nilrea es auch tat.
Ja, wen konnten sie fragen?
Die meisten Menschen sahen sehr beschäftigt aus. Einige arbeiteten hart, andere verkauften frische Meeresfrüchte und wieder andere saßen zusammengekauert zwischen Netzen und Seetang und bettelte. Doch Nilrea hatte schnell eine Entscheidung getroffen und sprach einen mürrisch dreinblickenden Mann an, der anscheinend gerade nichts zu tun hatte, als die Wasserfläche nachdenklich anzustarren. Langsamen Schritte folgte Chanda ihr. Es wirkte fast, als sei sie die Wächterin der Elfe, die nicht nur um ein ganzes Stück kleiner als Chanda, sondern auch jünger war. Außerdem war Chanda weitaus argwöhischer und ihr Blick tastete wachsam die Umgebung ab. Nur wenige Schritte blieb sie hinter Nilrea stehen und wartete ab, was für eine Reaktion von dem Angesprochenen wohl kommen würde.

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Re: An den Docks

Beitrag von Erzähler » Freitag 29. Juni 2007, 22:08

Der Mann der so das Wasser fixierte wirkte älter als er wahrscheinlich eigentlich war. Der Vollbart hatte schon die ersten Grauzüge und auch das schwarze Haar zeigte die ersten silbernen Strähnen. Er trug ein einfaches Hemd und ebenso eine einfache Hose. Die schweren Stiefel waren aus Leder, sie waren gut gepflegt, die Hände des Mannes wirkten rau, als hätten sie schon sehr viel Arbeit getan.

Er löste sich vom Anblick des Meeres und schaute Nilrea freundlich an.

„Sicher kann ich euch das sagen. Bei mir könnt ihr euch melden. Wir liegen mit einem Schiff vor Anker hier im Hafen, allerdings bleiben wir höchstens noch 2 Stunden. Solange bis die Flut kommt. Nun? Wie viele seit hier und habt ihr noch Güter oder Tiere bei euch? Doch das wichtigste wäre wohl, wollt ihr lieber schrubben und dafür kein Geld zahlen oder lieber ein wenig Gold lassen und das Meer genießen? Essen und Zimmer bekommt ihr so oder so!“

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Re: An den Docks

Beitrag von Nilrea » Sonntag 1. Juli 2007, 12:44

Verzweifelt blickte Nilrea von dem Mann zu Chanda und Schluckte schwer. Dann rang sie sich zu einer Antwort durch.

"Nun, könntet ihr einen Moment warten, ich muss das noch mit meiner Begleiterin absprechen."

Der Mann nickte freundlich und wandte sich wieder dem Meer zu. Nilrea bedeutete Chanda, ihr zu folgen und ging ein Stückchen weiter. Der Wind wehte und es hatte sich nicht viel geändert, seit gerade eben, aber der Anblick des Meeres machte sie gerade nicht mehr froh.

<b>Entweder ich bleibe noch, oder ich fahre weg. Aber dann muss ich Chanda verlassen und alleine weiterreisen. Aber wenn ich dieses Schiff nicht nehme, dann finde ich vielleicht kein anderes mehr, dass mich bald nach Sarma bringt. Und ich muss doch nach Sarma, sonst stirbt Elira noch, bevor ich die Medizin besorgen konnte. Die Zeit läuft mir davon, aber wenn ich ihr hinterher renne, dann verliere ich eine Reisegefährtin. Was soll ich nur machen?</b>

Nervös suchte sie nach Worten, Chanda zu erklären, was sie dachte, aber das erwies sich als schwierig. Normalerweise hätte keinerlei Probleme gehabt, ihr zu sagen, was sie dachte, aber irgendwie war ihr Mund wie verschlossen.

"Nun", fing sie schließlich an. "Was sollen wir jetzt machen? Ich habe Angst, dass ich morgen kein Schiff mehr finde. Aber andererseits habe ich dir gesagt, dass ich noch einen Tag bleibe und dir bedenk Zeit gebe. Deshalb wüsste ich gerne, was du dazu sagst."

Nachdem sie das gesagt hatte, bereute sie es sofort wieder. Es waren schließlich ihre Sorgen und nicht Chandas, warum hatte sie diese nun damit belästig? Aber sie konnte ihre Worte nicht mehr rückgängig machen, dazu war es zu spät.

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Montag 2. Juli 2007, 20:22

Sachte erhob sich eine Augenbraue in die Höhe, als sich der Mann als derjenige vorstellte, der hier im Hafen für Aufsicht sorgte. Oder war er der Kapitain des Schiffes? Nunja, auf jeden Fall antwortete er höflich, soch Chanda gefiel die Antwort nicht sonderlich. In 2 Stunden! Das war schneller, als sie gedacht hatte. Dabei hatten sie für die beiden Zimmer schon bezahlt, außerdem wollte Chanda die Stadt nicht so schnell verlassen.
Nilrea schien das gleiche zu denken und bedeutete ihr, sich ein Stück zu entfernen. Und zur Bestätigung teilte die Elfe ihr genau diese Gedanken mit. Anscheinend wollte sie das Versprechen, dass sie Chanda gegeben hatte, nicht brechen, aber auch keinen Moment länger warten um ihre Freundin wiederzusehen. Falls sie sich jemals wiedersehen würden.
"Ich würde gerne hier bleiben. Außerdem haben wir das Zimmer schon bezahlt." Ihr Blick ruhte auf der Elfe, dann sah sie wieder zu dem Mann und schritt auf ihn zu.
"Wann läuft das nächste Schiff aus?"
Abwartend sah sie dem Mann entgegen und warf Nilrea zwischenzeitlich einen Blick zu. Sollte sie unbedingt mit diesem Schiff fahren wollen, würde Chanda es nicht tun. Sie würde erst das nächste nehmen. Vielleicht würden sie sich auf Sarma ja wieder treffen...

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Re: An den Docks

Beitrag von Erzähler » Montag 2. Juli 2007, 20:43

Der Mann überlegte und sagte dann schließlich:

„Das nächste große Schiff läuft erst in ein paar Wochen wieder aus. Jedoch laufen täglich kleinere Schiffe aus. Die Überfahrt kann bei rauem Seegang auch ziemlich rau werden. Also, mir ist es egal ob ihr mitkommt. Mit einem kleinen Schiff kann euch Landratten schneller übel werden als auf einem großen Schiff. Zudem hat ein großes Schiff noch andere Vorteile, aber ganz wie ihr wollt. Wenn ihr euch noch um entscheidet könnt ihr euch ja gern noch bei mir melden. Wenn wir noch im Hafen sind“

Der Mann lachte und ging den Hafen weiter hinunter. Für die beiden stand nun alles offen. Sie konnten noch hier bleiben und sehen was so passiert oder aber mit dem großen Schiff auslaufen.

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Re: An den Docks

Beitrag von Nilrea » Freitag 6. Juli 2007, 19:54

[sorry, dass ich die letzten Tage nicht gepostet habe >.<]

<b>Kleinere Schiffe? Lil kann da sicher nicht mitkommen, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Chanda mitkommt. Und Lil kann ich sicher hier irgendwo für einige GM unterbringen, bis ich wieder zurückkomme. Es muss ja kein großes Schiff sein. Mit einem Kleinen kommen wir sicher auch schnell voran, wenn das Wetter mitspielt... aber ich kenne mich da ja sowieso nicht so gut aus.</b>

Einen Moment sah sie noch Gedanken verloren aufs Wasser.

"In Ordnung Chanda. Ich habe mich entschieden. Das Geld für das Zimmer haben wir ja schon bezahlt, nicht wahr. Es wäre also Verschwendung, jetzt nicht dazubleiben. Ich bleibe noch bis morgen in Andunie und schaue, dass ich einen Platz finde, wo ich Lil unterstellen kann. Wir müssen auf den Proviant aufstocken; ich weiß nicht, ob es etwas auf dem Schiff gibt und wenn ja, dann was? Ich habe keine Lust, irgendwelche merkwürdige Pampe zu essen. Und von Fisch wird einem wohl auf die Dauer auch schlecht. Aber morgen fahre ich ab. Ich weiß nicht, ob ich mir noch mehr Zeit nehmen kann. Bis dahin solltest du dich entschieden haben, ob du mitkommst."

Sam kläffte bejahend, als ob er sagen wollte, dass er auch dafür war. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen beugte sie sich zu ihm hinunter und strich ihm über das raue Fell.

"Vielleicht scheint ja in Sarma noch die Sonne? Ich meine, es ist dort ja sehr warm... Das wäre doch schön. Kommst du mit, Chanda? Ich erkunde noch ein wenig die Stadt."

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Sonntag 8. Juli 2007, 12:41

Die Worte des Mannes beunruhigten sie ein wenig. Sie stellte sich ein kleines, undichtes Schaukelboot vor, dass mehr mit den Wellen gerissen wird als sich gegen diese auflehnen zu können. <b>Das wird ja ein Spaß!</b>
Sie nickte etwas zögerlich.
"Ja, morgen fahre ich auch."
Schnell versuchte sie die Gedanken an die schaukelige Seefahrt zu verscheuchen, indem sie versuchte sich auf die Stadt zu freuen. Proviant kaufen, vom Tumult mitgerissen werden... sehen und staunen. Damit würde sie den Rest des Tages verbringen, ehe sie dann zum ersten Mal seit Wochen wieder in einem bequemen Bett einschlafen würde. Das klang doch vielversprechend.
"Dann lass uns losgehen und hoffen, dass die Übergangsfahrt nicht allzu schrecklich sein wird."
Sie versuchte Enthusiasmus in ihre Stimme zu bringen, aber es gelang nur müßig. Dann ging sie los und versuchte sich für das lebendige Treiben hinreißen zu lassen.

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Re: An den Docks

Beitrag von Nilrea » Sonntag 8. Juli 2007, 14:10

Nilrea versuchte zuerst, Chanda zu folgen, wurde dann aber von der Menge fortgetrieben. Sam blieb dicht bei ihr, aber trotz aller Versuche ihrerseits schaffte sie es nicht, Chanda zu folgen. Also rief sie ihr noch schnell zu:

"Chanda, wir treffen uns spätestens heute Abend wieder bei der Schenke, ja?"

Dann wurde sich auch schon weggespühlt.

<b>Genau das mag ich an Städten nicht: du weißt nie, wohin du als nächstes kommst. Nun gut, einfach der Menge folgen.</b>

Als sie sich noch einmal umdrehte, war der Hafen schon fast gänzlich von der Menschenmenge verdeckt. Mit einem Seufzer wandte sie sich wieder dem Weg vor ihr zu. Die meisten Menschen strömten in Richtung Marktplatz, also versuchte sie in eine der Seitengassen einzubiegen, in denen sich nur wenige Menschen aufhielten. Schließlich schaffte sie es, sich zu einer Straße durchzuschlagen, die ein wenig unheimlich aussah, was sie allerdings nicht störte.

[Nilrea weiter in --> die Straßen der Stadt]

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Montag 9. Juli 2007, 15:17

Wie aus dem Nichts versperrte ein großer Karren, gezogen von zwei Mulis, den Weg und trennten Nilrea und Chanda voneinander. Als der Wagen verschwunden war, sah Chanda Nilrea schon viele Meter weiter, einfach von der Menge hinfortgerissen. Sie rief ihr noch irgendetwas zu, aber Chanda verstand es nicht.
Sie zuckte die Schultern, schulterte ihren Rucksack und ging dem Treiben am Hafen entlang. Zu ihrer rechten erstreckte sich fortwährend das Meer und wollte gar nicht mehr enden. An den Geruch hatte sie sich schnell gewohnt, als sie anfangs angenommen hatte. Algen, Salz und Fisch. Nicht wenige male streckte man ihr einen Fisch unter die Nase, aber Chanda musste jedes Mal ablehnen. Was sollte sie schon mit so nem Tier? Sie wusste weder wie man es zubereitete, noch wie man es transportieren sollte. Fisch stank, dagegen konnte man nichts machen, also ging sie weiter.

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Re: An den Docks

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 11. Juli 2007, 20:22

Chanda wusste nicht recht wo sie hin gehen sollte. Die Menschen waren merkwürdig und andauernd wurden ihr unterschiedliche Waren angeboten. Mit der Menschenmenge wurde sie mit getragen durch die Gassen von Andunie. Wo Nilrea war wusste sie schon lange nicht.

Als sie gerade an einer dunklen Ecke vorbei kam spürte sie einen Schatten, einen kurzen Windhauch. Dann lag eine Hand auf ihrem Mund und ein kalter, spitzer Dolch drückte gegen ihre Rippen, direkt an ihrem Herz.

„Wenn du schreist werde ich dich hier und jetzt töten!“

, sagte eine kühle Männerstimme, dann zog er sie zwischen die Häuser in die Dunkelheit.

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Re: An den Docks

Beitrag von Chanda » Freitag 13. Juli 2007, 20:03

Ihr schwirrte nach einiger Zeit der Kopf von all den intensiven Gerüchen, dem Lärm und der Bewegung. Allmählich dämmerte ihr, wie stressig so ein lebhaftes Treiben sein konnte, aber sie war sich sicher, dass man sich daran gewöhnen konnte. Wie sonst konnten so viele Menschen in den Städten wohnen?
"Du bist einfach nur verwöhnt von dem vielen Platz und der Ruhe, Chanda," sagte sie zu sich selbst. Sie ging gerade an einer dunklen, schmalen Gasse vorbei, da schlugen ihre Instinkte plötzlich Alarm. So etwas kam wirklich nur sehr selten vor, aber dieses Mal war ihr Fluchtreflex zu heftig und deutlich spürbar, dass sie im selben Moment schon verschwinden wollte, aber da war es schon zu spät.

Eine Hand legte sich auf ihren Mund, sodass jeder Laut schon im Ansatz verschluckt werden würde. Gleichzeitig spürte sie einen spitzen Gegenstand an ihren Rippen und ihr Herz begann panisch zu klopfen. Mit weit aufgerissenen Augen konnte sie nicht verhindern, dass sie in die Dunkelheit zwischen den Häusern gezerrt wurde. <b>Wieso passiert immer nur mir soetwas?</b>
Sie unterließ jeden Versuch sich zu wehren, denn die Stimme klang zu bedrohlich in diesem Moment. <b>Denke nach, Chanda!</b> Aber noch konnte sie nicht denken, der Schock saß zu tief.

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Re: An den Docks

Beitrag von Stadtwache » Donnerstag 19. Juli 2007, 18:59

Am Hafen war einiges los, auch wenn zurzeit keine Schiffe aus Andunie ausliefen ... oder nur kleine Fischerboote, die sich den Verlust eines arbeitsfreien Tages einfach nicht länger leisten konnten. Alle waren wegen der pechschwarzen Wolken beunruhigt und mieden es, bei diesem Wetter auf See hinaus zu fahren. Nun, alle, die mit dem Verlustgeschäft eben noch länger auskamen. Aber so langsam waren selbst die reicheren Händler besorgt. Sie hockten hier auf ihrer Ware fest und wussten bereits, dass Kunden in anderen Küstenstädten darauf warteten.

Vor einigen Schiffen standen bereits mehrere Grüppchen und unterhielten sich. Händler, Kapitäne, aber auch Leute von der örtlichen Wache waren in Gespräche und Diskussionen verwickelt.
Marcon entdeckte jedoch keinen unter den Wachmännern, zu dem die Beschreibung des Sekretärs passte.

Bis er beinahe in ihn hinein gerannt wäre. "He, Vorsicht, Elf! Haltet die Augen offen." Da stand er, groß, breitschultrig und bärtig mit schwarzem Haar. Ein Wächter blickte ihn unter seinem Helm heraus an. "Sucht Ihr jemanden oder habt Ihr nur so den Kopf in den Wolken?"

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