Gemeinsame Flucht

Gewaltig ragt die Arena aus der Mitte des Turnierplatzes heraus. Hier finden die Kämpfe und Magierduelle statt. Das Publikum sitzt auf der kreisrunden Tribüne, während die Teilnehmer unten im Arena-Ring ihr Bestes geben.
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Gemeinsame Flucht

Beitrag von Erzähler » Freitag 25. September 2009, 09:07

Tahmo kommt von Die Arena -> Vor der Arena
Yann kommt von Die Arena -> Die Preisverleihung (alle Turnierteilnehmer)


Tahmo ritt auf Faros Rücken auf die Arena zu. Aus dem Inneren drang Schreien und Rufen bis an sein Ohr, doch auch davor herrschte Chaos. Zwar hatten sich die meisten Untoten auf den Weg weiter ins Stadtzentrum gemacht, aber vereinzelt krabbelten noch Gliedmaßen von Zombies über den Stein oder schwang ein Skelett die Axt nach allen Seiten. Beim Arena-Eingang lagen die Leichen von Wächtern und Bürgern, die es nicht geschafft hatten, zu fliehen.
Yann würde sie auch gleich sehen, denn er fegte mit rasender Geschwindigkeit durch die Korridore nach draußen. Er musste Lyrien und Tahmo finden. Der Schelm hatte die gleichen Ziele wie sein jüngster Freund. Sie würden sich vermutlich entdecken, sobald er den Ausgang passiert hatte. Tahmo als einziger Berittener in der näheren Umgebung fiel schnell auf. Ebenso war aber auch eine in grauen Umhang gewandete Frau ein anziehender Blickpunkt.

Lyrien huschte vor der Arena umher. Sie hielt zwischen sich und den vereinzelten Untoten großen Abstand. Da sich die Skelette nur langsam bewegten, gelang es ihr immer wieder, auszuweichen und weg zu rennen. Aber sie kehrte schnell an ihre ursprünglichen Plätze zurück. Sie suchte unter den Leichen nach ihren Freunden und betete zu allen Göttern Celcias, sie möge sie dort nicht finden.
Immer wieder rief die Heilerin ihre Namen. "Yaaaaaannn! Taaahhhhhmoooo! Oh bitte, gebt mir ein Zeichen!" An ihrer Stimmlage war zu erkennen, dass sie bereits vollkommen verzweifelt und krank vor Sorge schien. Sie weinte und es fiel ihr immer schwerer, Details an den Verstorbenen zu erkennen, denn ihre Sicht war vollkommen verschwommen. So bemerkte sie weder Yann Adamm-Ra noch Tahmo auf seinem Pony, obwohl beide nicht weit entfernt von ihr waren.

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Tahmo
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Samstag 26. September 2009, 13:53

Tahmo brach aus der Gasse hervor und auf den weiten Platz vor der Arena. Wo vorhin noch unmengen von fröhlicher Bürger gestanden hatten um sich die Preisverleihung der Arenakämpfe anzusehen, war der braune Pflastersteint nun stellenweise von dunkelrotem Blut getränkt. Und die ehemals lebendigen Zuschauer lagen nun tot über den ganzen Boden verteilt. Frauen, Kinder, Männer, Soldaten, Arme und Reiche waren im Tod eben alle gleich.

Faro blieb aprubt stehen und legte schnaubend die Ohren an seinen Kopf an. Dieser Ort war der reinste Schlachthof. Hastig rutschte Tahmo von Faros Rücken um ein paar Schritte von seinem Freund wegzutaumeln, ehe sich sein Magen hob und er das wenige Essen auf den Boden erbrach. Hustend hob er seinen Kopf um sich zögernd erneut umzublicken.
Eine umbestimmte Angst überkam ihn, dass er Yann oder Lyrien unter den Leichen entdecken würde. Er wanderte zögernd zurück zu Faro, während vereinzelt in den dunklen Ecken des Platzes sich noch Untote mit geräuschvollem Knacken und Schmatzen an ihren Opfern labten. Tahmo hätte sich fast ein zweites Mal deshalb übergeben.

Der Blondschopf atmete tief durch und gesellte sich wieder zu Faro, welcher von der ganzen Szenerie nicht minder beeindruckt war. Das Pony wirkte ein wenig geschockt und war wohl genau wie Tahmo ziemlich froh einen Freund in diesem Moment neben sich zu haben. Denn solch ein Ort war für ein Pony das von weiten Grasflächen träumte sicherlich nichts.
"Lass guckn wo Yann und Lyrien sind... " Murmelte Tahmo leise, ehe er sich kurz über den Mund wischte. Er war ein wenig bleich im Gesicht als er kurz Luft holte.
"Yaaan? Lyyyyrien?"
Brüllte er, so laut seine Stimme es noch vermochte.

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Yann Adamm-Ra
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Montag 28. September 2009, 07:29

Yann hatte es tatsächlich soweit geschafft. Er war aus dem Arenahof heraus gekommen und hatte die Massen an Untoten, welche dort ihr Unwesen trieben und gegen die Turnierteilnehmer, sowie den Hauptmann und einigen Soldaten kämpften, hinter sich gelassen. Er war in einen der noch beiden freien Zugänge gespurtet und rannte nun durch die dunklen Gänge, denn die meisten Fackeln, die eigentlich das ganze erhellen sollten, waren erloschen.

Was bei allen Kobolden ist denn eigentlich passiert? Warum waren auf einmal so viele böse Dinger aufgetaucht?, fragte er sich in Gedanken, hatte jedoch keine Antwort darauf. Hoffentlich geht es Lyrien und Tahmo gut. Ich habe sie auf den Tribünen nicht sehen können. Hoffentlich konnten sie den Dingern entkommen...

Nun, da er etwas mehr Zeit hatte nachzudenken, kamen die Ängste und Sorgen um seine Freunde zurück. Hatten sie es geschafft sich in Sicherheit zu bringen? Was wenn nicht? Dann würden sie womöglich irgendwo liegen und bereits dem Tod begegnen, oder aber wandelten bereits als eben diese Untoten irgendwo umher und versuchten noch mehr Menschen das Leben auszuhauchen. Diese Vorstellung war schrecklich für den Jungen und so versuchte er verzweifelt ihn in den Hintergrund zu drängen, ihn in die hintersten Ecken seines Verstandes zu verbannen.

So rannte er weiter durch die Gänge, achtete nicht auf den stechenden Schmerz, welcher sich in seiner Brust breit machte und davon kündete, dass er etwas langsamer machen sollte, um seine Erschöpfung nicht noch bis zur Bewusstlosigkeit auszureizen.
Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, erschien endlich ein Licht am Ende des Tunnels und Yann wusste, dass er einen Ausgang aus der Arena erreicht hatte. Was würde ihn erwarten dort draußen? Waren die Untoten auch dort und verbreiteten Angst und Schrecken? Er konnte es nicht wissen und hoffte einfach das Beste. Vielleicht waren diese Dinger auch nur in der Arena aufgetaucht und würden die restliche Stadt in Ruhe lassen.
Mit diesem Gedanken erreichte er die Tür, welche hinaus nach Pelgar führte und hielt kurz inne. Er legte seine Hand auf den kalten Stein der Mauer und atmete ein paar mal tief durch. Und dann trat er hinaus, wandte seinen Blick umher und konnte nicht glauben, was er dort sah.

Überall lagen tote Menschen und auch andere Bewohner der Welt herum. Die Körper lagen wahllos übereinander, als wären sie einfach nieder gemetzelt worden und das ganze glich eher einem Schlachthof, als einem Platz, wo Menschen sich zu einem freudigen Schwätzchen trafen.
Ein seltsames Gefühl stieg in Yann auf. Würde er hier vielleicht seine Freunde finden? Ihm wurde schlecht bei dem Anblick und sein Magen dreht sich um.
"Wie kann so was nur passieren?", fragte er leise, während er noch, wie von einer Starre gepackt, da stand und seinen kindlichen Blick nicht von den vielen Leichen wenden konnte.

Er sank auf die Knie, stützte seinen Oberkörper mit seinen Händen auf dem von Blut getränkten Boden ab und nun überkam es ihm. Jenes Gefühl, dass ihn zuvor gepackt hatte, drang nun von seinem Bauch höher und trug seine letzte Mahlzeit mit sich, bis sie seinen Rachen erreichte. Der Schelm würgte und übergab sich auf den dunklen und feuchten Boden direkt vor sich. Er verlor alle Hoffnung. Wie sollte er seine Freunde finden, wenn sie denn wirklich noch am Leben waren? Und dann hörte er sie, eine vertraute Stimme, die nach ihm rief.

"Yaaaaaannn! Taaahhhhhmoooo! Oh bitte, gebt mir ein Zeichen!"

Zunächst nahm er es gar nicht richtig war, aber als sein Verstand ihm zuflüsterte, dass es sich dabei nur um die Stimme von Lyrien handeln konnte, hob er ruckartig seinen Kopf und schaute sich um. Aber durch seine tränennassen Augen konnte er nicht sonderlich viel erkennen und dann plötzlich war da noch eine zweite Stimme. Auch sie rief nach ihm und irgendwie kam sie dem Jungen ebenfalls bekannt vor.
"Yaaan? Lyyyyrien?", rief diese und nach einigen Augenblicken erkannte er darin seinen neusten Freund Tahmo.

Kann es wirklich sein?, huschte ihm ein Gedanke durch den Kopf und neue Hoffnung durchdrang seinen Körper.

Er raffte sich auf, betete zu den Kobolden, dass er es sich nicht eingebildet hatte und wischte sich seine Tränen aus den Augen. Irgendwie fühlte er sich augenblicklich wieder besser, gewann immer mehr an Zuversicht und später wusste er auch, dass er dies dem Geist des Schelmenkristalls verdankte, welcher ihn mit seiner Magie half.
Yann blickte sich um und entdeckte endlich eine Gestalt in einem vertrauten Umhang - Lyrien! Auf der anderen Seite des Platzes konnte er nun eine weitere Person ausmachen, welche von einem kleinen, dicklichen Pony begleitet wurde - Tahmo! Sofort sprang Yann auf rannte auf die Beiden zu, übersprang die vielen Leichen und achtete nicht weiter auf die Untoten, welche hier noch ihr Unwesen trieben.

"LYRIEN!!! TAHMO!! FARO!!", rief während er ihnen immer näher kam.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von fremde Frau » Montag 28. September 2009, 15:32

Tahmos und Yanns Lebensenergie sinkt jeweils um 2% aufgrund des Erbrechens

In Lyrien machte sich Verzweiflung breit. Ihr Magen rebellierte und kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn. Sie wusste nicht, wie sie die Tatsache auslegen sollte, dass sie weder Yann noch Tahmo - ja, nicht einmal den liebenswürdigen Faro - unter den Leichen entdeckt hatte. Vielleicht geht es ihnen allen gut und du machst dir zu viele Gedanken, versuchte sie, sich zu beruhigen. Das flaue Gefühl in ihrem Innern wollte sich jedoch nicht legen.
Genauso gut konnten ihre Freunde schließlich auch andernorts ihr Ende gefunden haben. Lyrien war ja gleich nach Erscheinen der Untoten in der Arena mit vielen anderen panischen Bürgern in die Korridore gedrängt worden. Sie hatte sich dem Strom kaum erwehren können und Yann somit aus den Augen verloren. Ihr war nichts Anderes übrig geblieben, als zunächst einmal ebenfalls zu fliehen. Zu einem kleinen Ball zusammengekauert hatte sie sich hinter einigen Fässern versteckt und ausgeharrt, bis die meisten Skelette und Zombies die Wege vom Turnierplatz hinunter ins Stadtinnere genommen hatten. Das plötzliche Auftauchen des riesigen, knöchernen Drachens hatte dabei nicht gerade dazu beigetragen, dass sich die Heilerin anschließend sicherer fühlte. Aber auch jetzt wollte sich keine Zuversicht mehr bei ihr regen. Vielleicht sollte sie aufgeben und erst einmal sehen, ob sie allgemein helfen konnte. Die Reichsklinik benötigte bestimmt nun jede Unterstützung, die sich finden ließ und vielleicht lagen ihre Freunde irgendwo dort auf Tragen oder halfen selbst?

Lyrien seufzte. Es gab so viele Möglichkeiten und noch mehr Ungewissheiten. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen half doch nichts. So kam sie nicht weiter! Sie musste ... sie stutzte. Was war das? Die Stimme kannte sie doch! Da rief jemand ihren Namen. Sie wirbelte herum, dass ihr Umhang einmal weit aufbauschte und Blick auf ihre schlanke Figur preisgab.
Dann sah sie eine Gestalt zwischen den Toten. Neben ihr schlackerte ein kleines, dickes Pony nervös mit den Ohren. Farbe kehrte in Lyriens Gesicht zurück, zusammen mit einem Strahlen, dass im krassen Gegensatz zu dem vorherrschenden Totenfeld stand. Heftig winkend rief sie immer wieder Tahmos Namen und lief bereits auf ihn zu. "Tahmo, Tahmo, hier bin ich! Ich bin hier! Oh, wie bin ich froh, dich zu sehen!"
Wie wild schlug ihr Herz, als auch von Seiten der Turnierarena plötzlich nochmal ihr Name gerufen wurde. Er klang wie ein erlösender Zauberspruch, der ihr alle Sorgen abnahm. Sie warf einen Blick zurück über die Schulter, blieb stehen und winkte auch noch einmal nach hinten. "Ich glaube es nicht, Yann! YANN! Ich habe euch alle wieder!"

Endlich fiel die Last von ihren Schultern. Beide waren soweit wohlauf, dass sie zu ihr aufschließen konnten. Es ging ihnen also nicht unbedingt schlecht. Sie schienen nicht verletzt. Lyrien atmete aus. All die Anspannung schwand, so dass die Gefühle und Wiedersehensfreude Überhand nahmen. Tränen schimmerten in ihren Augen, übersprangen die Hürde ihrer Höhlen und stürzten sich an den Wangen entlang hinunter. Ihre Knie wurden weich, so dass die Lichtmagierin schließlich einsank und sich einfach auf dem blutigen Boden niederließ. Sie wagte es jedoch nicht, das Gesicht in Händen zu vergraben, aus Angst, dass ihre Freunde wieder verschwinden könnten, sobald sie den Blick abwandte. Zitternd hockte sie da und wartete darauf, dass sich Tahmo und Yann näherten.

Die beiden Jungen waren aber nicht die einzigen. Zwei Zombies, die gerade aus einem gestürmten Turnierzelt heraus schlurften, wurden auf die drei Gefährten aufmerksam und setzten sich im Schneckentempo in Bewegung.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Mittwoch 30. September 2009, 14:28

Tahmo hatte seine Hoffnung schon aufgegeben, dass er in diesem Pfuhl der Zerstörrung und des Todes überhaupt noch seine wohl einzigen, bisherigen Freunde wieder finden konnte.
Er rief noch einmal, so laut er konnte: "Yaaann! Lyyyrien!" Seine Stimme klang inzwischen schon leicht rauh und lange nicht mehr so unbeschwehrt oder fröhlich wie es sonst der Fall war.
Ein dicker Klos bildete sich in seinen Eingeweiden und schnürrte ihm die Kehle von ihnen zu. Traurig und mit hängenden Schultern wandte sich der junge Abenteurer dem Schauplatz ab um den ganzen Schrecken seinen Rücken zuzukehren. Er vergrub sein Gesicht in das warme, leicht plüschige Fell von Faro, welcher seinen Kopf wendete um Tahmo tröstend an die Schulter zu stubsen.
So als wolle er sagen, dass Tahmo bei Weitem nicht alle Freunde verlohren hatte und das er immer noch bei ihm war.
"Ach Faro... Wärn wir blos daheim gebliebn. Von andren geärgert zu werdn ist um vieles besser als... als das hier." Er klang müde und erledigt und genauso fühlte er sich wohl auch.
Gerade wollte sich Tahmo wieder auf den Rücken seines Freundes ziehen, als Faro plötzlich die Ohren spitzte und ein leises wiehern von sich gab. Innerlich befürchtete Tahmo schon das wieder ein Zombie aufgetaucht war der wankend auf ihn zukommen und ihn fressen wollte! Dann jedoch hörte er zwei Stimmen.
Zwei inzwischen ihm bekannte Stimmen.
"LYRIEN!!! TAHMO!! FARO!!"
Hallte es durch die Luft auf dem Platz vor der Arena. Konnte das denn sein? Wie vom Blitz getroffen drehte sich Tahmo um, träumte er? Oder... war das dort wirklich Yann der von der Arena her auf ihn zurannte.
Tahmo, Tahmo, hier bin ich! Ich bin hier! Oh, wie bin ich froh, dich zu sehen!" Der junge Blondschopf konnte es nicht fassen, dort war auch Lyrien wie sie von den Ausgängen der Tribünen ebenfalls auf ihn zurannte.
Ein ganzes Bergmassiv von der Größe des Drachengebirges fiel ihm in diesem Moment vom Herzen. "Yann... Lyrien...dass" Murmelte er leise, während er wie Betäubt ein paar Schritte von Faro wegttaummelte.
"Lyrien! Yann!" Rief er nun, ehe er einen lauten Freudenschrei ausstieß und auf die Beiden zurannte. Tränen der Freude und des Glücks rannen ihm über die Wangen, ehe er nach ein paar schnellen Schritten bei Yann war und ihn ziemlich stürmisch umarmte, so erleichtert war er. Faro indes wieherte laut, man konnte fast meinen das dass Pony ebenso breit grinste wie Tahmo. Hastig trabte er zu den beiden Jungen rüber und stubste Yann spiellerisch an der Schulter an, welcher sich immer noch in der stürmischen Umarmung von Tahmo befand.
"Man... ich dachte! Ihr seit Tod! Da waren überall Leichen die rumrennen und ein riesiges Monster!" Sprudelte es vor Aufregung und Freude aus Tahmo nur so hervor. Vergessen waren für einen Moment die ganze Zerstörrung um ihn herum, nun galt allein die Freude das Yann und Lyrien Wohl auf waren.
"Lyrien!" Tahmo lies Yann wieder los, mit derselben Stürmigkeit eines Wirbelwindes wie er ihn auch umarmt hatte, ehe er zu Lyrien eilte.
"Lyrien! Gehts dir gut?!"

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Yann Adamm-Ra
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Sonntag 4. Oktober 2009, 22:11

Yann war überglücklich. Er hatte seine Freunde endlich wieder gefunden und das beste daran war, dass sie nicht als Leichen hier auf diesem Platz oder sonst wo in der Stadt lagen. Lyrien stand in der Mitte des Platzes und schien seine Rufe gehört zu haben, denn ihr Gesicht war dem seinen zugewandt und strahlte. Offenbar war auch sie von Freude erfüllt, dass sie den 16 jährigen Jungen wieder sah. Aber nicht nur sie, nein auch seine beiden neusten Freude, schienen seinen Ruf vernommen zu haben, denn, wenn auch zu Beginn etwas zögerlich, kam Tahmo nun auch auf die beiden zu.

Der Schelm strahlte über das ganze Gesicht, während er über die vielen toten Menschen stürmte und erneut wurde seine Sicht durch Tränen etwas beeinträchtigt, die ihm vor Glückseligkeit in die Augen stiegen. Er konnte es noch immer kaum fassen, dass die Heilerin und der Junge aus dem Fischerdorf, das Massaker überlebt und nun hier waren und sie sich tatsächlich wieder gefunden hatten.
Danke! Danke! Danke! Danke!, war momentan der einzig vernünftige Gedanke, welcher Yann fassen konnte, denn in der Tat war er den Kobolden, ob sie nun geholfen hatten oder auch nicht, dankbar dafür, dass sie seine Gebete erhört hatten.

Dann endlich hatte er seine alte Freundin erreicht und war gerade drauf und dran, sie in eine feste Umarmung zu schließen, als Tahmo ihm zuvor kam. Aber der Blondschopf stand nicht bei Lyrien, sonder hatte den Gaukler in seine Arme genommen und drückte ihn nun fest an sich. Yann legte auch seinerseits seine Arme um seinen Freund und erwiderte die Umarmung. War da sogar ein Schluchzen zu hören?

"Man... ich dachte! Ihr seit Tod! Da waren überall Leichen die rumrennen und ein riesiges Monster!", konnte Yann die Stimme seines Freundes hören und nickte in dessen Schulter hinein.
"Ich war so verzweifelt... ich wusste nicht... ich habe euch nicht auf den Tribünen gesehen und alles... ABER IHR LEBT UND SEID HIER!" , antwortete der Junge seinem Kumpel und löste sie Umarmung zwischen ihnen auf.
Auch Faro kam zu ihnen herüber und stupste den Schelm nun mit seiner feuchten Schnauze an. Yann kicherte und streichelte das dicke Pony zu beiden Seiten des Kopfes. "Und dir gehts auch gut. Bin ich froh.", murmelte er und wandte sich dann Lyrien zu.

Die junge Frau stand nun bei Tahmo und schien völlig aufgelöst zu sein. Yann machte ein paar Schritte auf sie zu, wischte sich seine Tränen aus dem Gesicht und legte sein schönstes und schelmichstes Grinsen auf. Es reichte fast von einem Ohr zum anderen, aber doch erreichte es seine Augen nicht ganz. Noch immer konnte man ihm seine Sorge ansehen, wenn man denn genau hinschaute und da Lyrien ihn schon eine ganze Weile kannte und zusammen mit ihm schon so einiges erlebt hatte, würde sie es sicherlich bemerken. Dennoch versuchte er unbekümmert zu wirkten, während er sich ihr näherte.
Doch dann konnte er nicht mehr an sich halten. Er hatte sie fast erreicht, da machte er letzte zwei große Schritte und viel ihr stürmisch um den Hals. Erneut schluchzte er, aber nicht aus Traurigkeit. Nein, er war einfach überglücklich sie lebend wieder zu sehen. Schon in der Arena war ihm Pecew eingefallen und solch einen Schmerz beim Verlust eines Freundes wollte er nicht noch einmal durchstehen müssen.

"Ich... ich ... ich bin... bin so froh dich wieder zu... zu sehen, Lyrien. Ich... ich hatte solch... solche Angst um dich. Ich hab dich... dich nicht auf den Tribünen gesehen und dann... dann kamen plötzlich diese... diese vielen Dinger und haben... uns angegriffen. Es ging alles... alles so schnell und... und ich habe dich nicht finden können. Aber dir gehts gut! Und Tahmo und Faro auch! Mann... was bin ich froh!"

Die Worte kullerten einfach aus seinem Mund heraus, wie die Tränen aus seinen Augen. Dann lies er wieder von ihr ab.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Erzähler » Montag 5. Oktober 2009, 00:14

Nur duch einen verschwommenen Schleier aus Tränen konnte Lyrien die beiden Gestalten ausmachen, die ihre Freunde Yann und Tahmo darstellten. Ein breiter Fleck im Hintergrund konnte nur Faro sein. Das Pony stapfte dem voran eilenden Tahmo nach, der sich in eine freudige Umarmung mit dem Schelm warf. Faro entschied, dass diese Umarmung für zwei reichen musste und verzichtete darauf, Yann die Luft aus den Lungen zu drücken. Er schnaubte lediglich einige vereinzelte Strähnen aus seinem Sichtbereich, stupste Yann grüßend an und tappte dann an den beiden jungen Männern vorbei zu Lyrien.
Die Heilerin war an Ort und Stelle einfach zusammengesackt. Ihre Knie hatten nachgegeben und sie konnte nicht aufhören, zu weinen, obwohl sie lächelte. Faro legte seinen schweren Kopf auf ihre Schulter. Lyrien keuchte auf, tätschelte das Pony und wischte sich anschließend über die Augen. Endlich erkannte sie die Umgebung wieder besser. Tahmo erreichte sie just in jenem Augenblick.

"Lyrien! Gehts dir gut?" Sie nickte. Ihre Antwort kam ihr kaum über die Lippen, dabei hatte sie nur ja sagen wollen. Noch einmal drückten sich dicke Tränen aus ihren Augenwinkeln. Rasch wischte sie mit dem Ärmel ihres Gewandes darüber. Blutflecken säumten den Stoff. Lyrien hatte sich durch einige Gefallene gearbeitet, bis sie endlich den Weg aus der Arena hatte finden können. Dann die Suche nach ihren Freunden.

Auch Yann gesellte sich zu ihnen, wurde im Gang immer schneller, bis er rannte und Lyrien einfach ansprang wie ein Hund, der sein Herrchen gefunden hatte. Gut, war Lyrien inzwischen wieder aufgestanden, sonst wäre Yann einfach über sie hinweg gesprungen. Sie hielt den Schelm, klopfte ihm auf den Rücken und drückte ihn eng an sich. Trost konnte er jetzt am allermeisten gebrauchen. Lyrien wusste ja um den Tod seines besten Freundes. Yann nun beinahe erneut verloren zu wissen, tat ihrem Herzen schon weh. Wie hatte sich der Schelm fühlen müssen.

"Ist ja gut. Ich bin hier", sagte sie und ließ ihn endlich los. "Ich ... bin so froh ... euch ist nichts passiert", schniefte sie heiser. Tatsächlich erging es Yann, Tahmo und Faro verhältnismäßig gut - noch. Die Untoten, welche die Gruppe erblickt hatten, erreichen nun bereits die herum liegenden Leichen. Sie kamen nur langsam voran, dafür waren sie umso gefährlicher. Es handelte sich nicht um die einfachen Zombies, die der Nekromant Stygmar im Innern der Arena auf die Turnierteilnehmer gehetzt hatte, von denen sich einige noch immer verteidigen mussten - man hörte es anhand der Schreie, die von der Arena nur dumpf zu den Freunden und Pony Faro herüber wehten wie Blätter im Wind. Nein, diese Zombies waren gefallene Kameraden. Die Rüstungen ließen sie deutlich als pelgarische Wächter erkennbar werden. Sie schlurften immer näher. Einer von ihnen gab sich mit seinen aschfahlen Klauenhänden nicht zufrieden. Er zog ein Schwert und es war das erste Geräusch der beiden Untoten, das Lyrien hochfahren ließ. Sie starrte entsetzt an Tahmo vorbei, zeigte mit ausgestreckt zitterndem Zeigefinger zu den Zombies und rief: "Vorsicht!" Faro wieherte und schlug nach hinten aus, als der waffenlose Zombie gerade nach ihm schnappte. Es knackte und sein Kopf flog weit durch die Luft, kam entfernt auf der Straße auf. Der Zombiewächter knickte ein und blieb reglos liegen. Aber noch immer war zumindest einer übrig.


Bild "Lebens"-Energie des Zombies

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Dienstag 6. Oktober 2009, 18:16

Tahmo hatte sich neben Faro gestellt, nachdem Yann zu Lyrien gestürmt war. Locker ruhte sein dünner Arm auf der hellbraunen Mähne des Ponys, während er mit seiner Seite an dessen weichen Hals lehnte. Es war irgendwie ein schönes Bild, dass Lyrien und Yann da abgaben. Der junge Blondschopf lächelte angesichts der Wiedersehensfreude der Beiden, wie erleichtert sie wahren. Wie eine Familie die sich wiedergefunden hatte wirkten sie auf den jungen Abenteurer. Tahmo seufzte, irgendwie hatte das nun aber doch einen leicht bitteren nachgeschmack für ihn. Stirnrunzelnd legte er den Kopf schief und setzte einen zögernden Blick auf. Sollte er Lyrien auch umarmen? Oder, eher nicht.... er würde wohl durchaus gerne, aber irgendwie. Mit unentschlossener Unsicherheit kratzte er sich an seinem blonden Hinterkopf. Man, die sind echt froh sich wiederzusehen

Noch als Tahmo gedankenversunken zu dem friedlichen Bild blickte welches Yann und Lyrien bildeten, fuhr diese plötzlich erschrocken hoch und starrte mit bleichem Gesicht zu ihm.
Das entsetzen stand ihr ihn ihren Augen. Tahmo blinzelte verdutzt, sie wird doch wohl nicht mitbekommen haben das er darüber nachdachte sie zu umarmen? Oder doch?
ziiiing sirrte ein schabendes Geräusch durch die Luft.
Dem Jungen stellte es die sowiso schon an diesem Tag oft strapazierten Nackenhaare auf, als er das sirrende Geräusch erkannte. Früher hätte er Mühe gehabt zu erkennen was dass war... An diesem Tag jedoch hatte der Wind diesen Klang schon oftmals an seine Ohren getragen, zu oft. So hörte es sich an wenn blanker Klingenstahl aus der Scheide gezogen wurde und die Schneide nur darauf wartete Blut zu kosten.
"Vorsicht!" schrie Lyrien in seiner Richtung aus, nun wurde auch Tahmo schlagartig blass. Die Gedanken überwarfen sich, Lyriens Reaktion und das Geräusch konnten nur eines Bedeuten!
Hinter ihm war etwas und dieses etwas hatte ein Schwert.

"Wahhhh!" Warf sich der junge Blondschopf reflexartig mit der Vorderseite gen Boden, etwas besseres fiel ihm momentan nicht ein und bei einem möglichen Gegner im Rücken schien ihm das nun am logischsten.
Faro wieherte im nächsten scharf auf, das Pony hatte ebenfalls die beiden Zombies entdeckt. Reflexartig kickte es einem der Kreaturen den Schädel vom Rumpf, welcher ein paar Meter weiter auf dem von Blut rot gefärbten Pflasterboden aufschlug. Es klang als würde man eine überreife Melone zu Boden schmettern.
Tahmo indes schlug ebenfalls auf dem harten Boden, direkt neben Faro und drei Schritt von den Untoten entfernt, auf. Was jedoch eher ziemlich dumpf klang.
Er federte seinen Sturz mit den Händen ab, dummerweise schlug ihm bei dem Aufprall sein Stab hart gegen den Hinterkopf, welchen er ja in der Halterrung auf dem Rücken trug, sodass er sich auf die Zunge biss.
Au, verdammt! Murmelte er mit zugekniffenen Augen. Dann, ein erneutes, erschrocken klingendes Wiehern. Voller Panik machte Faro ein paar Sprünge und brachte sich aufgescheucht sowie mit angelegten Ohren hinter Yann und Lyrien in Deckung. Das Herz des Ponys schlug schnell und wurde dabei wohl einzig und allein von Tahmos Herz übertroffen.
So schnell er nur konnte rollte sich Tahmo auf seinen Rücken, sodass er an seinen Schuhspitzen vorbei und geradewegs auf einen wankenden, taummelnden und modrig stinkenden Untoten blickte. Die Welt um ihn herum lief schlagartig langsamer, er glaubte Lyrien zu hören, ein gurgelndes Geräusch aus der fetzigen Kehle des Zombies welcher zu seinem Entsetzen immer näher kam!
Vor Angst lief die Welt sogar noch langsamer um ihn herum ab, jedenfalls kam es ihm so vor, aber auch das nützte nichts. Diese vermodderte und verfaulte Gestallt wankte weiter auf ihn zu und diese Tatsache wurde allein von der übertroffen, das dieser Untote die blutbeschmierte Rüstung, sowie das Schwert eines Pelgarischen Soldaten trug.
Wie der drohende Stachel einer Wespe reckte diese Kreatur ihm die Klingenspitze entgegen.
"Ahhhhhh!" Schrie Tahmo auf, ehe er den Schock in seinen Gliedern und diese Lähmung die ihn kurz gepackt hatte schlagartig abschütteltete und von einem Herzschlag zum anderen sich flink aufrappelte. Hätte er nur aufgepasst vorhin statt Lyrien und Yann zu beobachten, dann hätte er dieses Ding wohl eher bemerkt.

Ein Knoten bildete sich in seinem Hals, seine Kehle trocknete aus und er fühlte wie seine Knie weich wurden. Sein Herz schlug ihm bis zu seinen Ohren, während Adrenalin seine Reflexe schärfte... und seine Hände zittern lies. Was sollte er nur tun? Der Untote war gleich bei ihm.
Zum nachdenken jedoch, oder um noch mehr Panik zu bekommen, blieb ihm jetzt allerdings keine Zeit mehr. Der Untote hob seinen Schwertarm über seinen Kopf und... schon sauste die Klinge geradewegs auf Tahmos Kopf hinab.
Dieser lies in windeseile den Stab nach oben schnellen um diesen plumpen Angriff abzuwehren. Zum Glück war der Zombie auch im Kampf wohl nichtso schnell, dafür aber bestialisch stark... oder Tahmo zu schwach. Seine Arme zitterten als er den Angriff abfing, es war wie eine Welle die von der Trefferstelle, in seinen Stab, durch seine Arme, seinen Körper und hinab in den Boden lief. Leise betete er zu den Göttern das dass Holz seines Stabes nun nicht bersten würde.

Tahmo duckte sich und taummelte zu gleich drei Schritte zurück, wobei er beim zweiten Schritt über seine eigenen Füße stolperte und den dritten Schritt eher erneut gegen Boden stürzte. Mit einem erneuten dumpfen Aufprall landete er somit abermals auf dem harten Boden Pelgars. DIesesmal jedoch auf seinen Hintern, auch wenn dieser bei seiner Figur nicht wirklich viel von dem Sturz abfing. Er würde morgen lauter blaue Flecken haben... sofern er da noch lebte.
Ächzend stand er erneut auf, nun befand er sich genau vor Yann und Lyrien, sowie dem verängstigten Faro. Der Untote Soldat war genau drei Schritte entfernt.
Schnaufend hob er erneut seinen Stab an und nahm eine Verteidigende Position ein, bei welcher er den Holzstabd nach vorne ausgestreckt hielt, um ihn wie als Abstandshalter zwischen sich und dem Untoten zu benutzen.
"Komm....komm...bloss nich' näher." Versuchte er der Kreatur zu drohen was, angesichts seiner momentan zittrigen Stimme, nicht gerade Furchteinflösend oder gar Verwegen klang.
Aber was sollte er schon anders machen? Fliehen? Er musste aufpassen das seine Füße nicht gleich unter ihm nachgaben. Leise betete er verzweifelt zu den Göttern.
Zu Phaun, dass das Holz seines Stabes nun bitte nicht zerbrach. Zu Ventha, das sie irgendwie den Untoten wegpusten würde... was ja schon einmal irgendwie geholfen hatte....
und selbst zu Feylin betete er, dass ihn doch bitte nun nicht jegliche Hoffnung verlies... den immerhin wollte er die Welt bereisen wie ein Abenteurer.
Tahmo war so angespannt das er sogar die Luft anhielt, während er gebannten Blickes auf den Untoten starrte.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Donnerstag 8. Oktober 2009, 22:19

Yanns übergroße Freude, dass er seine beiden Freunde und natürlich auch Faro endlich gefunden hatte und dass sie noch am Leben waren, schien den Jungen geradewegs zu überrumpeln. Er schluchzte und lies seinen Gefühlen freien Lauf, doch wurde er durch die tröstenden Worte von Lyrien beruhigt und so schniefte er noch ein letztes Mal, bevor er sie genau in dem Moment von der Umarmung entließ, als sie erschrocken auffuhr. Sie schreckte regelrecht empor und rief als einziges Wort: Vorsicht!"

Der Schelm zuckte ebenfalls zurück, doch nicht aus dem gleichen Grund wie seine Freundin. Nein, er hatte den sich nähernden Zombie noch nicht bemerkt und erst als das Pony laut wieherte, wandte er sich um und entdeckte das ganze Grauen. Lyriens Worte dienten der Warnung erkannte Yann sofort und machte einen Schritt zurück, wobei er gegen seine Freundin stieß. Seine Augen hatte er weit aufgerissen und starrte dem sich nähernden Wesen entgegen, entdeckte den bereits geköpften Untoten gar nicht erst unter all den Leichen, welche am Boden lagen.

Es war also noch nicht vorbei! Erst war er den Biestern im Arenahof gerade noch so entkommen und das auch nur Dank eines tapferen jungen Kriegers, welcher ihn vor einem dieser lebenden Toten gerettet hatte. Die Freude über das Wiedersehen war aus Yann entwichen und hatte dem blanken Entsetzen Platz gemacht, welches sich nun anstelle der überlich fröhlichen Gefühle in dem Jungen ausbreitete. Er hatte gehofft mit dem Verlassen des Gebäudes den Angreifern entwicht zu sein, aber nun waren sie auch hier. Hier draußen, vor der Arena und kamen hungrig, wie es schien, auf ihn und seine Freunde zugehumpelt. Aber als wäre das noch nicht genug, hatte der Zombie auch noch eine Waffe, ein Schwert gezogen und als der Schelm dann noch die Rüstung der Stadtwache von Pelgar erkannte, drehte sich ihm der Magen um.

Aber... aber... das... kann... nicht sein... ein Wachmann?!?

Auch wenn sich seine Gedanken nun, da er ein Großteil des Ausmaßes erkannte, das sich hier abzuspielen schien, überschlugen, konnte er keinen klaren fassen und nur bruchstückhaft wanderten einzelne Worte durch seinen Verstand. Er wusste nicht was er tun sollte und kam sich plötzlich so hilflos vor, so unnütz, denn was konnte er schon tun? Seine Magie einsetzen? Wohl kaum. Was sollte er damit einem Untoten schon antun können? Das es sich erneut zu Tode kratzte oder das es durch einen Lachanfall seine Gliedmaßen verlieren würde? Er konnte nicht helfen diese Wesen zu bekämpfen und als ihm dies klar wurde war es auch schon fast zu spät.

Der ehemalige Wächter der Hauptstadt hatte seinen Freund Tahmo bereits erreicht und ihn in einen Kampf verwickelt. Mutig und kühn stellte sich ihm der Blondschopf und für Yann hatte es in diesem Augenblick den Anschein, als wüsste Tahmo genau was er da tat, selbst wenn es eher unbeholfen aussehen mochte. Sein Herz setzte für einen Moment aus, als der Zombie das Schwert herab sausen lies, aber es stellte sich keine Erleichterung ein, als Tahmo es abwehren konnte, stützte und direkt vor ihm und Lyrien wieder auf die Füße kam.

"Was machen wir jetzt nur?", fragte er sich leise.

Er wollte unbedingt helfen, aber erneut wusste er nicht was er tun sollte. So blieb er einfach nur bei der Heilerin und Faro stehen und betrachtete mit einem dermaßen schlechten Gefühl die ganze Situation. Doch dann vernahm er eine Stimme in seinem Kopf, welche ihm nur wohl bekannt war. Der Geist des Kristalls, welchen er um seinen Hals trug, sprach zu ihm und versuchte ihn zu beruhigen. Er flüsterte ihm Worte zu, machte ihm Mut, gab ihm sein Selbstvertrauen zurück und dann hatte der Junge plötzlich eine Idee, wie er zumindest etwas Zeit für die Flucht heraus schinden konnte. Auch wenn seine Magie eigentlich keine Wirkung auf die Untoten hatte, so würde vielleicht doch einer funktionieren, denn er würde nicht direkt auf den Körper oder das Gemüt des Wesens zielen.

Du hilfst mir doch Geist, oder?, fragte er den Bewohner der Kristalls und fixierte bereits den Zombie.

Dieser hatte die Gruppe erneut fast erreicht und es würde Zeit werden, dass Yann seine Idee in die Tat umsetzte. So blickte er genau auf sein Opfer, konzentrierte sich und machte schließlich eine abwinkende Handbewegung. Jetzt hieß es warten und hoffen, dass es funktionieren und sämtliche Kleidung, Rüstung aus Ausrüstung vom toten Körper des Biestes herab rutschen und ihn so am Gehen, Schlagen und anderen Bewegungen hindern würde.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Kobold » Freitag 9. Oktober 2009, 13:37

Tahmos Reflexe und sein Instinkt sorgten dafür, dass er rechtzeitig den Stab aus dem Halfter zog und so einen Schlag des zum Zombie verwandelten Stadtwächter aufhalten konnte. Mit einem Klirren und Krachen donnerte das Schwert gegen Holz, hinterließ eine Kerbe, aber der Stab hielt dem Angriff stand. Lediglich die Wucht schleuderte Tahmo letztendlich zu Boden, so dass er bei Yann und Lyrien landete.
Die Heilerin starrte nur entsetzt, im ersten Moment nicht fähig, etwas zu unternehmen. Doch dann, als Yann leise etwas zu sich selbst murmelte, erwachte sie aus ihrer Starre. Sofort rappelte sie sich hoch. "Wir müssen weg von hier!", keuchte Lyrien und richtete ihre Worte auch an Tahmo, der bereits wieder versuchte, gegen den Untoten zu kämpfen oder zumindest seine Freunde zu verteidigen. Lyrien war keine Kämpferin und zog in solchen Situationen die Flucht vor.
Aber auch Yann wollte nicht wegrennen. Im Geiste sprach er mit dem magischen Wesen in seinem Kristall. Dann konzentrierte er sich, hoffte, dass sein Zauber gelingen würde. Der Geist jedoch stöhnte. Hui, Yannilein, du verlangst ziemlich viel. Ich bin doch noch so erschöpft vom letzten Mal. Ach, also gut, sonst bist du ja einen Kopf kürzer und dann fällt dir meine Kette noch vom Hals. Das wäre gar nicht komisch, nein, überhaupt nicht. Der Geist des Schelmenkristalls lenkte seine verbliebenen Kräfte in Yanns Körper, um ihn zu unterstützen und dem Schelm gelang tatsächlich sein Zauber.

Bunte Lichter wirbelten um den Zombie herum. Er unterbrach seine Attacken gegen Tahmo und blickte dümmlich drein, legte den Kopf schief. Sein untoter Verstand - sofern er überhaupt einen besaß - brauchte offensichtlich mehr Zeit, um nur im Ansatz zu begreifen, was hier tatsächlich vor sich ging. Doch da setzte der Zauber nun endgültig ein. Leider ging etwas schief. Die Magie schälte den Untoten nicht nur aus seiner Rüstung und Kleidung, er zog ihm auch noch die Haut von den Knochen, die wie alte Lumpen zu seinen Füßen landeten. Sehnige Muskelstränge und vortretende Knochen ergaben ein Bild des Wahnsinns.
Lyrien schrie auf, kroch auf allen Vieren zurück, bis sie gegen Faro stieß und klammerte sich entsetzt am Bein des Ponys fest. Faro wieherte, mochte auch nicht länger in der Nähe des toten Dings bleiben, aber ebenso wenig wollte er Tahmo im Stich lassen. Schnaubend peitschte er mit dem Schwanz, drängte zur Flucht wie es für Pferde im Grunde sogar üblich war.

Der Zombie stolperte vor. "Raaaaahhhhhhhhrrrrrnnnnnnn!" Er schien kein Problem damit zu haben, dass er nun weniger auf den Rippen besaß. Erneut hob er das Schwert für einen wuchtigen Schlag. Er zielte kaum, sondern lenkte es immer wieder auf Tahmo, der Gelegenheit bekam, die Waffe mit seinem Stab abzublocken. Lange würde das Holz es jedoch nicht mehr halten können.

Da lachte plötzlich jemand oder etwas auf und aus einer Gasse hüpfte ein kleines Kerlchen, nicht einmal 20 Zentimeter groß. Es hopste hin und her, lachte, kringelte sich am Boden und zeigte dann in breitbeinig festem Stand und triumphal blickend auf den Zombie. Seine Ärmchen wirkten wie Zweige, waren lang und feingliedrig. "Haha! Noch so ein Hirnfresser! Du erschreckst mir all meine lustigen Streichopfer, na warte, du! Dich mach ich kaputt kaputt!", rief es und schon winkte er dem Zombie wild entgegen. Der wandte sich nur kurz um, gestört von dem Gekreisch hinter sich, aber das genügte. Etwas geschah mit ihm, das einem Grund zum Lachen bot. Der Untote ließ die Glieder zappeln. Er hüpfte und sprang grazil wie ein junger Ballett-Tänzer über das Pflaster, drehte Pirouetten und wackelte mit den Knochen. Er vollführte einen wahrlich wunderschönen Tanz, verlor dabei das Schwert und drippelte zwischen den Leichen umher.

"Na, der Hanswurst ist außer Gefecht. Haha! Und nun zu dir!" Das kleine graue Kerlchen, das nichts weiter als einen Kartoffelsack am Leibe sowie eine gestreifte Socke als Schal um den Hals trug, stelzte direkt auf Yann zu. Es hopste dabei zwischen Tahmos Beinen hindurch und gab dem jungen Kämpfer einen Klaps gegen das Schienbein. Dabei kicherte es: "Deine Zauberei kenn ich nicht." Schon erreichte es Yann, baute sich vor ihm auf - trotz der geringen Größe - und stemmte die Hände in die Hüften. "Woher kannst du denn den Nackig-Mach-Zauber, beim Poltern der Kobolde, hm? Bist doch viel zu groß, um selbst einer von uns zu sein, hmmmmmm?" Das Kerlchen grinste bis über beide Ohren.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Sonntag 11. Oktober 2009, 12:23

Tahmo blickte auf die Kerbe in seinem Stab, ehe er erneut die Klinge des Untoten aufblitzen sah. "Woaah!" riss er hastig seinen Stab nach oben, während er leise und mit zugekniffenen Augen hoffte einen weiteren Schlag abwehren zu können. Der junge Blondschopf erwartete schon die Wucht des Aufpralls und machte sich bereit nicht
erneut davon zu Boden zu taummeln. Doch statt dem Geräusch eines abgewehrten Schwerthiebes hörte er nur das metallische Klappern einer Rüstung sowie das, wohl recht
überrascht klingende, grunzen des Untoten. War er etwa getroffen?

Zögernd schielte Tahmo zwischen seinen Augenliedern hindurch zu dem Zombie, ehe er seine Augen erschrocken aufriss. "Was zum.... Waaah!"
Machte er einen Satz zurück, ohne diesmal jedoch über seine eigenen Füße stolperte. Er hörte auch wie Lyrien hinter ihm überrascht und entsetzt zugleich aufschrie und dafür war
wohl auch ein gerechtfertigter Anlass.

Vollkommen angewiedert starrte er auf das entstellte Skelett des Untoten, nur noch fetzenweise hingen einige Hautstellen an den Gelenken der Rest... lag zusammen mit der Rüstung am Boden. Es sah aus wie eine Masse aus fauligem Fleisch in das man Rüstungsteile gesteckt hatte.
Im Gegensatz zu Tahmo, störrte dem Untoten sein Anblick jedoch kaum. Er wankte wieder auf Tahmo zu und nun schneller als jeh zuvor!
Die Klinge sauste abermals unkontrolliert aber diesesmal um einiges flinker auf den geschockten Tahmo zu. Dem Jungen blieb fast das Herzstehen, er schaffte es gerade so
drei Angriffe mit seinem Stab zu parieren, was dem harten Holz eine weitere Kerbe verpasste.
Abermals traff die Schneide mit der Rückhand geführt Tahmos Stab und fegte ihn diesesmal sogar aus der Hand des Blondschopfs.
Ungläubig blickte er seiner Verteidigungswaffe nach, die klappernd ein paar Meter weiter auf dem Boden landete. Seine Hände abwehrend erhoben tratt er nun langsam atemlos und mit bebenden Händen den Rückzug richtung Faro an. "B-braver...Un...toter" Versuchte er die Kreatur zu beschwichtigen, ehe plötzlich ein lautes Kreischen hinter dem Zombie ertönte, das ihn erschrocken zusammenzucken lies.
Nein nicht noch einer! Tahmo blieb abermals fast das Herz stehen und.... er schaute recht verdutzt als der UNtote plötzlich anfing wie wild herumzutanzen.
DIe Verwunderrung des Zombies war wohl ebenfalls nicht geringer...
Wie eine Tänzerrin wirbelte der Zombie zwischen den Leichen umher, als Tahmo ein kleines graues Kerlchen erblickte. Was war DAS denn nun schon wieder? Hastig rannte er zu seinem Stab, schnappte ihn und rannte wieder zurück, um sich dicht neben Faro und Lyrien zu platzieren. Angespannt blickte er zu dem kleinen grauen Kerlchen das scheinbar mit Yann sprach, ehe seine Augen zu Lyrien wanderten die sich an Faros Fuß festklammerte. Das Pony schien das nicht weiter zu stören, es war wohl eher froh nun hinter Lyrien UND Tahmo zu stehen. Fragend guckte Tahmo Lyrien an, als erwarte er das sie wüsste ob dieses graue Kerlchen freundlich war oder nicht.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Montag 12. Oktober 2009, 22:58

Yann blickte starr auf das Opfer seines Zaubers und hoffte inständig dass er gelingen würde. Allein wäre es ihm vermutlich nicht geglückt, aber der Geist des Schelmenkristalls hatte ihm, nach ein paar Beschwerden, schließlich doch mit seiner Kraft unterstützt und so begannen viele, kleine bunte Lichter um den Zombie herum zu blicken und der Schelm erkannte, dass er Erfolg gehabt hatte. Jedoch sollte er schnell merken, dass es vielleicht doch keine so gute Idee gewesen war, ausgerechnet den Nackedei-Zauber auf den verwesenden, toten Leib anzuwenden. Noch während Yann den sich nähernden Untoten betrachtete und bereits ein breites Grinsen auf sein Gesicht gelegt hatte, konnte er sehen, wie sich die Kleidung und die pelgarische Stadtwächterrüstung lockerte und zu Boden rauschte. Aber damit war es noch nicht genug. Augenblicklich gefror das Lächeln des Rotschopfes und seine Augen weiteten sich vor Schreck und Ekel.

Die Haut, des ehemaligen Wächters begann sich ebenfalls zu verformen und streifte sich langsam, beginnend am Kopf, von dem wieder zum Leben erweckten Leib. Für den Schelm lief das Ganze regelrecht in Zeitlupe ab und so konnte er genau mit ansehen, wie zunächst das Gesicht der Leiche erschlaffte und nach vorn hinab sackte. Gefolgt vom Brustkorb, an welchem sich die Haut löste und schließlich den Blick auf die Innereien frei gab. Diese und sämtliche Muskelstränge purzelten mit einem ekelerregenden, flutschenden Geräusch aus ihrem angestammten Platz und landeten neben der wabbeligen Haut am Boden. Nun stand ein Skelett vor ihnen, welches nur noch an wenigen Stellen einige Fetzen Fleisch hängen hatte.

Yann hatte es übertrieben! Oder lag es vielleicht daran, dass der Untote bereits am verwesen gewesen war? Der Schelm konnte und wollte es nicht wissen und stand einfach nur mit weit aufgerissenen Augen und einem entsetzten Gesichtsausdruck da, war zu keiner Bewegung mehr fähig. Was hatte er da nur getan!! Selbst den Aufschrei seiner Freundin Lyrien nahm er nicht mehr wahr, er stand unter Schock.

Was... was... was... habe... ich da nur... angerichtet?, dachte er sich und gab keine Mucks von sich.

Ja, selbst dass der einstige Wachmann und jetziges Skelett erneut seinen neuen Freund Tahmo attackierte, registrierte der Junge nicht und sollte sich der Geist seines Kristalls noch einmal zu Wort gemeldet haben, so vernahm er auch diesen nicht. Yann war in einer Starre aus Schock und Ungläubigkeit gefangen, welche er unmöglich allein zu brechen im Stande war.
Dann erklang plötzlich ein lautes Lachen von der anderen Seite des Platzes und eine kleine für den Rotschopf sicherlich wohlbekannte Gestalt erschien. Sie war nicht sonderlich groß, aber er hätte den Kobold als solchen erkannt, denn schließlich war er bei ihnen aufgewachsen. Dieser kam nun direkt auf ihn zu, nachdem er den angreifenden Zombie mit einem Tanz-Zauber belegt und die Freunde somit vor ihm gerettet hatte und sprach ihn an:

"Woher kannst du denn den Nackig-Mach-Zauber, beim Poltern der Kobolde, hm? Bist doch viel zu groß, um selbst einer von uns zu sein, hmmmmmm?"

Es dauerte fast eine kleine Ewigkeit, aber die Worte drangen in Yanns Ohren und arbeiteten sich zu seinem Verstand durch. Dieser brauchte noch eine weitere Weile bis er das Gesagte verarbeitet hatte, aber schließlich machte es Klick bei dem Schelm.
Ein... Kobold..., schoss ihm der Gedanke durch den Kopf und langsam schienen diese wieder etwas schneller zu arbeiten und plötzlich war der Junge wieder aus seiner Starre befreit.

"Ein Kobold!", rief er aus und deutete auf den kleinen Kerl. "Du bis ein Kobold! Was für ein Glück, dass du da bist!"

Bei den letzten Worten sank er auf die Knie und Hoffnung begann in ihm aufzukeimen. Jetzt da ein Kobold hier bei ihnen war, waren sie in Sicherheit. Zumindest fühlte sich Yann gleich viel behaglicher, nun da er einen der Gestalten vor Augen hatte, bei denen er seine Kindheit im Neldoreth verbracht hatte. Zwar waren die Bilder des sich auflösenden Zombies noch immer in sein Gedächtnis gebrannt, doch schaffte es der kleine Winzling diese in den Hintergrund zu drängen, sodass der Schelm gerade nicht daran dachte. Doch sollte einmal eine ruhige Stunde kommen, so würden ihn diese Erinnerungen mit großer Sicherheit einholen, aber nicht in diesem Moment.

"Seht doch!", meinte Yann zu seinen Freunden und wandte seinen Kopf und Blick zu ihnen um. "Wir sind gerettet!"
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Kobold » Mittwoch 14. Oktober 2009, 13:02

"Natürlich bin ich einer, für was hast du mich denn gehalten, Großling!" Der Kobold lachte. Es klang wie ein freches Kichern, in das sich trotzdem die glockenhelle Unschuld eines Kindes gemischt hatte. Der Kobold wirkte auch etwas kindisch. Er bohrte in der Nase, während er mit Yann sprach. Seine großen Augen musterten ihn. Sie waren knallig orange und leuchteten wie magische Lichtbälle. Der Kobold legte den Kopf schief.

Lyrien, von der endlich die Angst abfiel, schaute zunächst das kleine Wesen und dann ihre Freunde an. "Euch geht es gut?", fragte sie. Im Hintergrund tanzte der Wächterzombie in eine Seitenstraße und verschwand. Sie waren außer Gefahr. Das Skelett, dem Faro den Kopf abgeschlagen hatte, rührte sich auch nicht mehr. Bei den Knochenmännern versagte offensichtlich ihr untotes Leben, wenn ihnen der Kopf fehlte. Die herabgefallene Haut des Zombies kümmerte jenen allerdings nicht. Zum Glück hatte der Tanzzauber des Winzlings ihn davon abgehalten, die Hirne von Yann, Lyrien, Tahmo und Faor zu fressen.
Unbewusst griff Lyrien nach den Händen ihrer beiden männlichen Gefährten und drückte sie. "Lasst mich hier bitte nicht allein, Jungs." Sie hatte immer noch etwas Angst, fühlte sich aber mit Tahmo und Yann gewissermaßen sicher. Und natürlich durfte man Faro nicht vergessen! Das Pony schmiegte seinen großen Kopf an Tahmos Seite und schmuste so mit ihm wie ein überdimensionales Kuscheltier. Er suchte Zuwendung. Die Untoten hatten auch dem Pony einen ordentlichen Schrecken eingejagt.

"Kenn ich dich?", fragte plötzlich der Kobold und musterte Yann eingehender. Sein Blick fiel anschließend auf Lyrien und Tahmo. "Hmmm, hübsche Frau, blonder Riese. Nein, euch kenn ich nicht, nein nein nein! Aber der da kommt mir bekannt vor. Irgendetwas an ihm ..." Der Kobold kam näher auf Yann zu und winkte ihn an sich heran. "Komm einmal mit deinem großen Körper runter. Näher ... noch näher ... nur heran an den kleinen Holter-di-Polter! Das bin übrigens ich." Er verneigte sich tief und ließ dabei einen lauten Furz entweichen. Lachend richtete er sich wieder auf. "Holter-di-Polter Lach-dich-kraus von und zu Hoppsala. Aber ihr dürft auch gern Holter oder Polter sagen, höre ich auch drauf."

Plötzlich kreischte Holter-di-Polter laut auf, rannte dreimal um Yann herum, schlug einen Purzelbaum und machte einen Handstand, dass ihm die Socke vom Ohr rutschte. Mit dem nackten Fuß, der ruhig auch einmal ein Bad vertragen könnte, zeigte er auf Yann. "Du trägst ja eine Koboldkette, mein Lieber! Ha! Wusste ich's doch. Du hast was mit uns zu schaffen und die Kette sieht genauso aus wie die von Adamm Ra-Dschlag-unds-Prung! Kennst du ihn? Er ist ein entfernter Verwandter meines Cousins dritten Grades."
Holter-di-Polter war ganz begeistert. Er konnte sich nicht zurückhalten, sprang auf die Beine und kletterte ungefragt an Yanns buntem Schelmenkostüm herauf. Wie ein Kind sah er mit den Fingern und grabschte nach einem Zahn der Schelmenkette, die Yann als Kind von seinem koboldischen Ziehvater geschenkt bekommen hatte, damit sie ihm außerhalb der Koboldwelt Glück und Freude brächte.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Mittwoch 14. Oktober 2009, 20:09

Tahmo blickte noch kurz dem tänzelnden Zombie hinterher, ehe er tief ausatmete und kurz seine Augen vor dem ganzen Übel verschloss.
Erst jetzt, als dieser kleine Kerl aufgetaucht und den Zombie vertrieben hatte, die Gefahr also fürs erste wieder gebannt war wich ein wenig anspannung von ihm.
Fast hätte ihn die Kreatur bekommen und sicherlich... getötet. Seine Beine verwandelten sich nachhaltig in Wackelpudding und eine Gänsehaut lief ihm über den Rücken, ehe er sich
bleich an Faros Seite lehnte. So langsam wurde das ziemlich viel, nicht nur körperlich sondern auch geistig. Er wollte nur noch hierher.
Entfernt drang die Stimme des Kobolds an sein Ohr, es war komisch aber dieser kleine Kerl verstrahlte auf eine seltsame Art und Weise eine Menge heiterkeit... und das an so
einem Ort.
Yann schien mit dem Kobold zu reden, oder der Kobold mit Yann, Tahmo wusste es nicht genau denn er achtete in erster Linie unbewusst auf die Stimme des Kobolds.
Er musste an bunte Farben, fröhlich im Wind tanzende Blätter oder duftendem Stroh denken. Dieser kleine, graue Kerl verstrahlte wirklich irgendwie Zuversicht und geborgenheit.
Warum war er aufgetaucht? Vielleicht weil er zu Feylin gebetet hattet?

Ehe der junge Blondschopf noch weiter in Gedanken abschweifen konnte, fühlte er jedoch wie plötzlich eine zarte Hand die seinige fasste.
Überrascht schlug Tahmo seine Augen auf! "Wuaaaaaahhhhhgeeeweg!" Schrie er erschrocken und machte einen Sprung nach links, um mit klopfendem Herzen, erschrockenem Blick
und zurückgezogener Hand zu Lyrien zu gucken. "uh....uh...du warst...das war deine.... oh man..." Atmete er mehr als erleichtert aus, er hatte schon fast gedacht das irgend ein garstiger Untoter seine Hand gepackt.... Der Gedanke das er Lyriens Hand mit der eines Untoten verwechselt hatte, sowie seine Reaktion darauf trieb ihm augenblicklich die Röte ins Gesicht. "Iiiich dacht'... also... egal." Versuchte er sich zu erklären, ehe er ein vorsichtiges Lächeln versuchte hinter dem man jedoch deutlich seine Anspannung sah.
Die Frage, sowie Lyriens Bitte hatte er wohl überhört. Sosehr war er in Gedanken und Träumerrei gewesen und sosehr war er wohl erschrocken.
Ein kurzer Seitenblick zu Yann zeigte ihm, dass dieser mit dem Kobold redete, also... blickte er wieder zu Lyrien.
"Tut...tut mir Leid das ich eben so erschrocken bin, Lyrien." Entschuldigte sich Tahmo, während Faro ihn anstupste. Das Pony suchte wohl Nähe, so wie es Lyrien eben getahn hatte.
Tahmo schielte zu seinem Freund und umarmte dessen Hals, ehe er zögernd zu Lyrien sah, die doch ein wenig verlassen dastand.
"Hey...wenn...du wills, dann, kannst du dich an Faro lehnen... oder so. Der ist echt weich vor allem... will er wohl gestreichelt werden."
Wo Faro wohl nicht der Einzige war, auch Tahmo hatte wohl keine Lust hier alleine rumzustehen. Mit zögerndem Lächeln wollte der Blondschopf wohl zu einer Frage ansetzen, als der Kobold im Hintergrund plötzlich laut aufkreischte und Tahmo verdutzt zu ihm Blickte.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Montag 19. Oktober 2009, 21:08

Yann konnte es einfach nicht glauben und doch sah er es mit eigenen Augen. Vor ihm, Lyrien, Tahmo und Faro war urplötzlich ein Kobold aufgetaucht und hatte sie allesamt vor dem sich schälenden Zombie gerettet, indem er dem Wesen einen Zwingtanz auferlegt hatte und dieser sich nun unkontrolliert fort bewegte und schließlich in einer Seitengasse verschwand. Die Gefahr war gebannt, zumindest vorerst. Aber davon bekam der Schelm nicht mehr sonderlich viel mit, denn seine Aufmerksamkeit lag nun bei ihrem Retter. Er lauschte jedem Wort des kleinen Kerls und beobachtete ihn genau, hatte dabei ein breites Grinsen auf sein Gesicht gelegt und strahlte wieder seine übliche kindliche und fröhliche Aura aus. Alle Frucht war von ihm abgefallen und das merkte man auch deutlich in seinem Verhalten. Der Rotschopf kicherte, als der Kobold in der Nase bohrte und tat es dem kleinen Freund gleich, legte hin und wieder seinen Kopf in freudiger Erwartung schief.

Dann spürte er, wie Lyrien seine Hand ergriff und tief ausatmete. Er wandte sich ihr zu und sah die Erleichterung, welche sich in ihr ausbreitete. "Euch geht es gut?", fragte sie sowohl Tahmo, als auch ihn und er nickte nur, drehte dann seinen Kopf wieder dem Kobold zu und betrachtete ihn weiter. "Lasst mich hier bitte nicht allein, Jungs.", erklang ein weiteres mal die Stimme der Lichtmagierin und zog einen kleinen Teil von Yanns Aufmerksamkeit wieder zu ihr zurück. Auch wenn es ihm schwer fiel, so wandte er schließlich gänzlich seiner Freundin zu und schloss sie noch einmal in eine tiefe Umarmung.

"Natürlich nicht, Lyrien!", meinte er und grinste ihr ins Gesicht. "Wieso sollte ich dich hier allein lassen. Du gehörst doch zu meiner Familie und die hält ganz stark zusammen." Dann löste er sich von ihr und lächelte seine beiden neuen Freunde an. "Euch lass ich auch nicht allein! Tahmo und Faro, ihr seid ja schließlich auch meine Freunde."

Nun sah der Schelm auch, was Tahmo machte. Er stand dicht bei dem Pony und streichelte es, denn offenbar wollte es Zuwendung haben. Verständlich für Yann, denn nach so einer Aufregung würde es wohl jedem so ergehen, ganz gleich ob Mensch oder Tier. Tiere waren für den Jungen fast genauso wie Menschen. Sie hatten Empfindungen und wollten genauso behandelt werden, wie es andere Lebewesen auch wollten - nämlich liebevoll und mit Respekt. Doch noch bevor er Faro ebenfalls streicheln konnte, wurde er auch schon wieder von dem kleinen Kobold abgelenkt.

Dieser hatte sich direkt zu Yann begeben und musterte ihn von oben bis unten. Schließlich fragte er ihn, ob er ihn nicht kennen würde. Zu Lyrien und dem Abenteurer aus dem Fischerdorf erwiderte das Geschöpf nur, dass er sie nicht kannte und wandte sich wieder dem Schelm zu, bat ihn sich hinter zu ihm zu bücken. Yann kam der Aufforderung nach und kurz bevor ihm sein Kreuz zu brechen drohte, hockte er sich einfach zu dem Kobold auf den Boden. "Holter-di-Polter Lach-dich-kraus von und zu Hoppsala. Aber ihr dürft auch gern Holter oder Polter sagen, höre ich auch drauf.", stellte sich ihr Retter ihnen endlich vor und sofort stieg ein Lachen in dem Jungen auf. Wie üblich, wenn er etwas äußerst komisch fand, prustete er lauthals los.

"Hihihihihihi, Hahahahahahah! Was für ein komischer Name!", meinte er nur und zeigte mit dem Zeigefinger auf den Besitzer des Namens. "So einen hab ich ja schon ewig nicht mehr gehört... ufff..." Schließlich schaffte es Yann sich wieder zu beruhigen und wischte sich Lachtränen aus den Augen. "Ach... das ist bestimmt schon so lange her, als ich noch ein kleines Kind war."

Plötzlich kreischte Holter auf und begann wild um Yann herum zu rennen. Dieser folgte ihm, so gut es ging, sitzend mit seinem Augen und begann erneut zu kichern. Endlich hatte er seine Freude und sein kindliches Gemüt wieder zurück und er schien tatsächlich die letzten Minuten in den hintersten Winkel seines Gedächtnisses verdrängt zu haben. Jedenfalls konnte er momentan einfach nicht an die schreckliche Situation denken, welche um sie herum bestand. Dann verkündete Polter voller Eifer, dass Yann eine Koboldkette trug und sogleich zog der Junge sie unter seiner bunten Schelmenkleidung hervor und präsentierte sie dem Winzling.

"Du meinst die?", fragte er gespielt und hob die Kette mit dem Finger etwas an. "Ja, da hab ich schon seit ich denken kann. Aber mal ehrlich, wieso sollte ich nichts mit dir und deinen Leuten zu schaffen haben. Schließlich bin ich doch bei euch im Neldoreth aufgewachsen. Was sagst du da? Dein Cousin heißt Adamm Ra-Dschlag-unds-Prung? Heee... ich heiße auch Adamm-Ra!! Yann Adamm-Ra! Dann kann er nur mein Kobi-Papi sein. Ach ist das lange her, dass ich ihn gesehen hab. Und bist wirklich mit ihm verwandt?!? Das ist ja klasse!! Dann bin ich ja auch irgendwie mit dir verwandt. He, das ist ja super. Wie gehts ihm denn? Macht er immer noch gern seine Witze mit den Holzfällern? Das fand ich immer besonders toll, wenn er die veräppelt hat. Hihihi."

Yann war so dermaßen mit Holter beschäftigt, dass er kaum noch irgendetwas anderes um sich herum wahrnahm und so bemerkte er auch nicht, dass sich Tahmo mit seiner besten Freundin Lyrien zu unterhalten begonnen hatte.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Kobold » Dienstag 20. Oktober 2009, 23:58

Lyrien erschreckte sich und riss die Hand zurück, als Tahmo nach hinten wich und kreischte, als wollte man ihn aufspießen. Sie starrte ihn verwirrt an. Was hatte er denn? Dann blickte sich die Heilerin sofort nach allen Seiten um. Vielleicht schon wieder ein Untoter! Sie bekam eine Gänsehaut und ihr Magen begann zu rebellieren. Langsam war Lyrien mit den Nerven am Ende. Nicht noch mehr Zombies, keine Skelette mehr! Nein, sie wollte am liebsten aus Pelgar raus und weit weg, wo es sowas nicht gab. Sie wollte zurück in ihre Heimat, das Dorf Eldar, an dessen Rand sie eine kleine Hütte besaß. Dort war es friedlich und idyllisch. Aber vielleicht schlichen auch im Eldoras untote Bestien herum. Der Wald war ja nicht allzu weit von Pelgar entfernt.
Hier in der Nähe entdeckte Lyrien N'ador im Moment jedoch keinen Untoten. Die Zombies hatten sich zum Marktplatz aufgemacht und die Skelette streiften entfernt von der Arena nun durch die Straßen. Der Turnierplatz schien vollkommen verlassen worden zu sein. Warum also hatte sich Tahmo dann so erschreckt? Verständnislos schaute sie wieder in seine Richtung. Da erklärte er sich endlich.
Lyrien entlockte er so ein Schmunzeln. "Puh und ich dachte schon, du hast wieder einen Zombie gesehen. Unsere Nerven liegen wohl alle blank." Mit diesen Worten hatte Lyrien vermutlich vollkommen Recht. Selbst Faro sehnte sich nach Zuwendung und schmiegte sich eng an Tahmo heran, der ihn sofort tätschelte und Lyrien auch eine Portion Faro anbot. Das Pony zu liebkosen half, einen klaren Kopf zu bekommen. Außerdem mochte es Faro.
Lyrien nickte, wollte sich eigentlich sofort näher an das Pony heranstellen, als sie sich plötzlich in einer Umarmung mit Yann wiederfand. Der Schelm würde sie nicht im Stich lassen, das schwor er. So erwiderte sie die Umarmung mit einem dankbaren Drücken ihrerseits und löste sich erst, als sie den Kobold entdeckte. Der machte ihr keine Angst, denn er sah klein und hutzelig aus; richtig niedlich.

Sogleich stellte sich der Kobold als Holter-di-Polter irgendwer vor. Lyrien konnte seinen Namen gar nicht so schnell aufnehmen, wie der Wicht ihn aussprach. Yann erfreute es aber. Der Name klang auch zu komisch. Er zauberte der Heilerin ebenso ein Lächeln ins Gesicht.
Aber während sich Yann noch mit Holter - oder wollte er Polter genannt werden? - unterhielt, wandte sie sich lieber wieder an Tahmo und Faro. Ob die beiden Freunde sich bereits erholten, da sie die Nähe des anderen spürten? Lyrien ging vor Faro in die Hocke, nahm seinen großen Kopf in beide Hände und knuddelte das Pony herzlich. "Es tut sehr gut, ein Tier um sich zu haben." Sie schaute auf. "Und Freunde."
Lyrien erhob sich, streckte Tahmo dieses Mal einladend die Hand entgegen. "Ich bin kein Zombie. Jetzt bist du vorgewarnt und kannst ruhig wieder meine Hand nehmen. Ich ... fühle mich wohler, wenn da jemand zum Festhalten ist. Du nicht auch?" Ihre andere Hand lag auf Faros Kopf. Sie zerwuschelte ihm die Mähne. Oh ja, das tat wirklich gut. Es beruhigte etwas.

Derweil hatte sich Holter-di-Polter die Schelmenkette genauer anschauen können. Er lachte auf, als Yann zu plappern begann. "Wir sollen verwandt sein? Hahaha, guter Witz." Er krabbelte dem Schelm auf die Schulter. Dort war ein bequemer Platz, den Holter nun für sich einnahm. Außerdem konnte er von da aus an Yanns Kette herum spielen und sie noch einmal genauer anschauen. Kein Zweifel, das war eine Schelmenkette und ihr Aufbau sprach eindeutig für Adamm Ra-Dschlag-unds-Prungs Handarbeit. Der Kobold konnte tolle Ketten herstellen. "Adamm kann jedenfalls nicht dein richtiger Papa sein, es sei denn, du hast seeeeeeeeehhhhhr viel gegessen, dass du so gewachsen bist." Holter ließ von der Kette ab. Ihn interessierten jetzt die Glöckchen an Yanns Schelmenkappe, die er beim Turnier gewonnen hatte. Kichernd ließ er sie klimpern und hörte dem Jungen beiläufig zu.
"Wie gehts ihm denn? Macht er immer noch gern seine Witze mit den Holzfällern?", erkundigte sich Yann über seinen koboldischen Vater. Holter nickte. "Natürlich! Keiner kann die so toll austricksen wie Adamm! Aber in letzter Zeit kommen nicht mehr so viele Holzhauer in den Wald. Da hocken jetzt die finsteren Elfen und die Stinke-Orkse. Puhh, die stinken wirklich. Wir sind alle nach Urks gegangen, um wenigstens da unseren Spaß zu haben."

Plötzlich sprang der Kobold auf, stand nun auf Yanns Schulter. Er schnippte mit den Fingern, lachte und lehnte sich dann lässig an den Kopf des Jungen an. "Natürlich! Das ist DIE Idee! Ich bring dich und deine Freunde einfach auch nach Urks. Dann kann Adamm ja selbst erzählen, ob du sein zu groß geratener Bengel bist oder ob du mich nur veralbern willst. Jajaja, nach Urks. Das wird ein Spaß. Ein Großling und seine Freunde bei uns Kobolden." Kurz musterte Holter den dicken Faro. "Der Pelz-Popo passt vielleicht nicht unbedingt in die Gänge. Werd ihn schrumpfen müssen, aber das pack ich schon. Ist ein alter Feenzauber, den wir uns mal von den kleinen Flatterlingen geklaut ... äh .... geborgt haben."
Wie ein aufgescheuchtes Huhn kletterte Holter-di-Polter nun von Yann herunter und wuselte am Boden herum. Er schien etwas zu suchen. "Kommt, kommt, ich nehm euch direkt mit. Die Stadt ist heute eh doof. Überall diese bleichen Kerle, die Hirn wollen. Nicht lustig, einer hat nach mir gegrabscht. Kommt, helft mir einen der Eingänge suchen, damit ich euch mitnehmen kann."
Der Kobold hopste über die Pflastersteine, klopfte sie mit dem Fuß ab. Wenn er wenigstens beschreiben würde, wonach Yann, Lyrien und Tahmo zu suchen hatten ...

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Tahmo
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Donnerstag 22. Oktober 2009, 21:30

Mit neugierigem Blick musterte Tahmo nun über Faros Rücken hinweg den Kobold, der um Yann herumhopste. Man konnte ziemlich gut den Eindruck gewinnen das der Schelm und der Kobold eindeutig soetwas wie Seelenverwandte waren, aber noch ehe Tahmo seiner Neugierde nachgehen konnte, wandte sich Lyrien wieder an ihn. Sie war inzwischen Tahmos 'Einladung' gefolgt und hatte sich ebenfalls zu dem kleinen, dicken Pony gesellt. Sie ging vor Faro in die Hocke und knuddelte dessen Kopf, was dieser mehr als bereitwillig über sich ergehen lies. Er musste wohl in diesem Moment darüber nachdenken ob Städte voller grausiger Kreaturen doch nicht so schlecht waren, denn immerhin kahm ihm in solchen ernorm viel Aufmerksamkeit zu.
"Es tut sehr gut, ein Tier um sich zu haben." Erklang Lyriens ruhige Stimme plötzlich neben dem jungen Blondschopf. "mh? was?" Sah Tahmo, nun von dem bunten Treiben des Kobolds und Yann abgelenkt, wieder zu Lyrien. Trotz seiner Neugierde war er nicht zu den Beiden rüber gegangen. Er war nicht der Typ der seine Neugierde in erster Linie durch Fragen befriedigte, er beobachtete lieber und zog dadurch dann seine eigenen Schlüsse aus der Sache. Nicht das er schüchtern gegenüber Anderen wäre, jedoch machte es so mehr Spaß. "Und Freunde." Fuhr die vor Faros Kopf in der Hocke verweilende Heilerin fort. Tahmo lächelte, denn sie hatte Recht. Er wollte gerade etwas erwiedern, da stand Lyrien allerdings schon auf, klopfte ihre Händer an ihrer Kleidung ab und hielt Tahmo nun abermals ihre Hand entgegen.
"Ich bin kein Zombie. Jetzt bist du vorgewarnt und kannst ruhig wieder meine Hand nehmen. Ich ... fühle mich wohler, wenn da jemand zum Festhalten ist. Du nicht auch?"
Mit auf Faros Rücken ruhenden Armen blickte Tahmo kurz leicht verdutzt und etwas hilflos aufgrund des offenen Freundschaftangebotes. Er blinzelte ein paarmal und nickte dann kurz, ehe er eine Hand von Faros Rücken zog und Lyriens Hand ergriff. Wobei er einen doch recht Sicheren Händedruck hatte, ohne jedoch wirklich zu stark zuzudrücken.
Das Lyrien mit ihrer anderen Hand nebenbei Faros Mähne wuschelte, schien dem Pony zu gefallen, denn es kommentierte das Ganze mit einem kurzen und zufriedenen Schnauben.
Tahmo jedoch wiederrum wusste gerade nicht so ganz wie er das Gespräch weiterführen sollte, kurz grübelte er darüber nach wie es wohl wäre wenn ihm jemand durch die Haare wuschelte, er verwarf den Gedanken jedoch sofort wieder und griff dann einfach Lyriens letzten Satz auf.
"Ja, find ich auch...also... ich bin froh das Faro da ist. Der ist sowas wie meine Familie...oderso..." Plauderte er, während er weiterhin übertrieben lange Lyriens Hand hielt. Selbst einem Blinden würde wohl auffallen das Tahmo nicht wirklich großartige Erfahrung im Umgang mit Anderen hatte, oder Leuten die ihn plötzlich als Freunde bezeichneten. Man konnte daraus wohl vermuten das er sein bisheriges Leben eher alleine vebracht hatte. Vielleicht kam er durch die ganzen Ereignisse und neuen Eindrücke aber auch nicht darauf das es ein wenig seltsam oder peinlich erscheinen könnte wenn man die Hand eines Anderen andauernd hielt.
"...A-also... ich weis klingt komisch, weil er ist'ja ein Pony und ich... eben nicht...aber, naja eher sowas wie ein guter Freund. Hrm".
Ein kurzes Räuspern beendete seinen Satz, ehe er einen hastigen Blick zu Lyriens Hand warf, wohl erstaunt das er sie immernoch hielt und sie wieder loslies.
Dann folgte ein hastiger Seitenblick über Faros Rücken hin zu Yann und dem Kobold, letzterer war dazu übergegangen um Yann herum zu wandern.
"Errrm...also...bist du eigentlich eine Kriegerrin..oder so?" Stellte er abschliesend wieder eine Frage an Lyrien, er wollte wohl ins Gespräch kommen während Yann und der Kobold im Kreis liefen.

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fremde Frau
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von fremde Frau » Sonntag 25. Oktober 2009, 21:10

Lyriens Hand war warm und weich, außerdem viel kleiner als Tahmos, obwohl sie doch älter als er war. Dennoch wirkte sie nicht zierlich und kein bisschen hilflos. Lyrien hatte viel Stärke und noch mehr Mut bewiesen, vor der Arena umher zu irren und ihre Freunde unter den Leichnamen zu suchen. Ihr waren ihre Freunde eben sehr wichtig und auch Tahmo bestätigte das - nur dass in seinem Fall eben Pony Faro sein allerbester Freund war und sogar die Bezeichnung Familie verdiente. Das ließ Lyrien fragend schauen.
"Hast du denn sonst keine Familie mehr? Keine Mutter und keinen Vater ... keine Geschwister? Nicht, dass ich damit sagen will, Faro sei kein gutes Familienmitglied! Er ist absolut niedlich." Sie wuschelte dem Pony die Mähne und kraulte ihn anschließend erneut hinterm Ohr. Gerade das gefiel Faro überaus. Er hatte schon ganz vergessen, wo sie sich befanden, wurde jedoch früh genug wieder daran erinnert, als der über Pelgar kreisende Knochendrache ein weiteres Brüllen von sich gab.
"Wir wissen noch gar nicht so viel voneinander, aber all diese schrecklichen Dinge schweißen schon zusammen", versuchte Lyrien, das Gespräch aufrecht zu halten. Sie hatte das Gefühl, dass Tahmo selten dazu kam, viel zu erzählen. Mit Faro konnte er schließlich nur Monologe führen und ob er das regelmäßig tat, bezweifelte sie. Tahmo wirkte nicht wie ein Städter, er hatte ja gesagt, er stammte aus dem Fischerdorf und Lyrien war selbst schon einmal dort gewesen. Man hatte sie und ihre Freunde freundlich empfangen, doch ja, geredet wurde da nicht so viel. Wortkarge Fischer, die nur aus sich herauskamen, wenn sie von ihrem letzten Fang hatten erzählen können. Es störte sie nicht, aber sie fände es schon interessant, mehr über Tahmo und Faro erfahren zu dürfen.

Da ließ Tahmo nach einer langen Weile Lyriens Hand wieder los. Sie nickte, schien den Moment ebenso für passend. "Jetzt fühle ich mich gleich besser." Sie lächelte und sie sprach die Wahrheit. Vielleicht war der Grund für ihre sinkende Furcht auch der kleine Kobold Holter-di-Polter, der sich mit Yann unterhielt. Beide verstanden sich offenbar gut, der kleine Wicht plauderte munter. Das konnte noch eine Weile dauern, weshalb sich Lyrien weiter mit Tahmo unterhalten wollte. Doch der blonde, junge Mann stellte auf einmal eine überaus verwirrende Frage.
"Eine Kriegerin ... ich?" Lyrien kam nicht einmal auf die Idee zu schmunzen, so überrascht war sie. Einen Augenblick lang stand sie perplex bei Tahmo, guckte ihn schweigend an und rührte sich nicht. Schließlich aber schüttelte sie den Kopf. "Ich bin doch keine Kriegerin. Ich trage keine Rüstung und kann nicht kämpfen, bei den Göttern." Sie schob ihren Umhang ein bisschen beiseite, so dass Tahmo einen Blick auf ihren Gürtel werfen konnte. Mehrere Beutelchen und eine eckige Gürteltasche aus dunklem Leder hingen daran. "Ich bin Heilerin, aber die werden mindestens genauso viel gebraucht wie Krieger, sonst gibt es von den Haudraufs bald keine mehr." Sie öffnete die Gürteltasche und zeigte Tahmo das Verbandsmaterial, welches sich darin verborgen gehalten hatte. In den Beutelchen befanden sich getrocknete Kräuter und kleine Hausmittelchen, um eine schnelle erste Hilfe zu gewährleisten. "Ich beherrsche auch etwas die Lichtmagie", fuhr Lyrien fort, während sie die gezeigten Utensilien wieder weg packte. "Mit Licht kann ich auch heilen und seit ich den Lichtkristall mit seinem geheimnisvollen Geist um den Hals trage, glaube ich, dass sich meine magischen Fähigkeiten etwas verstärkt haben. Manchmal spricht der Geist mit mir."
Lyrien war stolz darauf, dass der Geist noch immer bei ihr war. Deshalb griff sie unter ihren Umhang und ließ Tahmo auch noch einen Blick auf den Lichtkristall werfen, der wie ein winziger Stein in die Fassung eines Amulett gelegt war. Er leuchtete kurz auf, als Lyriens Finger den Kristall berührten, was sie erneut lächeln ließ. "Der Geist beschützt mich und hilft mir", meinte sie.
Dass Kobold Holter-di-Polter inzwischen über aller Köpfe hinweg entschied, Pelgar zu verlassen und dazu Yann, Tahmo und Lyrien aufforderte, einen Eingang zu finden entging ihr genauso wie die Worte, dass Holter den armen Faro schrumpfen wollte.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Montag 26. Oktober 2009, 23:08

Yann war völlig mit dem Kobold Holter beschäftigt. Seine ganze Aufmerksamkeit lag bei dem kleinen Geschöpf und so bemerkte er gar nicht, dass seine Freundin Lyrien derweil in ein tieferes Gespräch mit Tahmo verwickelt war.
Er lächelte, lachte, kicherte und schaute Polter zu, wie er um ihn herum sprang und schließlich seinen Platz auf der Schulter des Jungen fand. Dieser schaute sich die Schelmenkette genauer an und musste wohl zu dem Schluss kommen, dass sie von seinem Verwandten Adamm stammte, denn die Machart war einzigartig und deutlich dem Ziehvater von Yann zuzuordnen.

"Natürlich! Keiner kann die so toll austricksen wie Adamm!", antwortete Polter auf die Nachfrage des Rotschopfes bezüglich der Tätigkeiten seines Vaters. "Aber in letzter Zeit kommen nicht mehr so viele Holzhauer in den Wald. Da hocken jetzt die finsteren Elfen und die Stinke-Orkse. Puhh, die stinken wirklich. Wir sind alle nach Urks gegangen, um wenigstens da unseren Spaß zu haben."

Yann wandte bei diesen Worten seinen Kopf zu dem kleinen Kobold auf seiner Schulter um und schaute ihn fragend an, stellte jedoch keine. Allerdings verwunderte es ihn schon. Da waren doch immer so viele Holzfäller im Neldoreth gewesen, welchen er mit Adamm zusammen Streiche gespielt hatte und jetzt war das alles vorbei? Finstere Elfen und Stinke-Orks waren jetzt hauptsächlich dort anzutreffen? Das konnte er nicht wirklich glauben und doch musste es wohl die Wahrheit sein. Oder verschaukelte in Holter bloß? Bei dieser Rasse war das immer recht schwer zu beantworten, also glaubte er ihm einfach.

"Was?!? Das klingt ja gar nicht so lustig, obwohl es doch bestimmt auch Spaß macht, diesen komischen Lebewesen auch Streiche zu spielen. Aber wer weiß wie die reagieren. Bei den Holzfällern konnten wir das schon fast immer voraussagen.", meinte der Junge und erinnerte sich an die Zeiten zurück. "Jetzt seid ihr in Urks? Kobi-Papi hat mir da schon viel erzählt drüber, aber mitgenommen hat er mich nie."

Der Rotschopf wartete auf eine Antwort darauf, sollte jedoch nicht viel Erfolg damit haben. Holter - oder war er jetzt doch Polter? - sprang plötzlich auf, stellte sich auf seine Schulter und lehnte sich an seinen Kopf. Gerade so, als hätte er die Worte des Jungen nicht gehört, rief er eine Idee aus, welche Yann ebenfalls sofort begeisterte.
Ich bring dich und deine Freunde einfach auch nach Urks. Dann kann Adamm ja selbst erzählen, ob du sein zu groß geratener Bengel bist oder ob du mich nur veralbern willst. Jajaja, nach Urks. Das wird ein Spaß. Ein Großling und seine Freunde bei uns Kobolden."

Die Augen des Schelms wurden bei diesen Worten immer größer und zeigten einen Glanz, welche ihnen schon seit Tagen nicht mehr innegewohnt hatte. Er würde also die sagenhafte Koboldstadt Urks doch endlich zu Gesicht bekommen. Jene Stadt, von welcher ihm sein Ziehvater schon so viel erzählt, aber noch niemals dort mit hingenommen hatte.
Yann machte einen Luftsprung und lies ein lautes "JUCHHHHHUUUUU! JIIIPPPPIII!" von sich hören. Schnell rannte er zu seinen Freunden und stellte sich direkt zwischen Lyrien und Tahmo. Ihm war es egal, dass dies eigentlich eine aufdringliche und unhöfliche Geste war, denn seine Freude über das bevorstehende war einfach zu groß. Er lächelte über das ganze Gesicht, strahlte die Beiden noch mehr an, als er nach seinem Sieg im Gauklerwettstreit gestrahlt hatte.

"Kommt, helft mit. Wir müssen einen Ausgang von diesem Ort suchen. Wir kommen hier weg und werden endlich die tolle Stadt Urks sehen. Da wo die Kobolde wohnen.", plapperte er begeistert zu seinen Freunden und achtete kaum auf deren Reaktion darauf. "Wir kommen hier weg... wir kommen wir weg..."

Dann begann er sowohl an dem Ärmel des Heilerin, als auch an dem des Blondschopfes leicht zu zerren, als wolle er seine Aufforderung, nach dem geheimen Ausgang zu suchen, noch weiter verstärken.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Dienstag 27. Oktober 2009, 16:21

Als Lyrien Tahmo offenbarte das sie Lichtmagie wirken konnte, machte der junge Blondschopf große Augen, ziemlich große und vor allem erstaunte Augen. Augen aus denen einem die Neugierde fast entgegensprang. "Du... kannst also Zaubern? Also mit Licht undso? Woah das ist ja...."
Rief er erstaunt aus, ehe er von einem fröhlichen JIIIIPIIIII unterbrochen wurde. Und einem Yann der sich vollkommen unvermittelt und wie aus dem Nichts auftauchend zwischen Tahmo und Lyrien schob.

Tahmo verstummte sofort in seinem Satz und wich mit Kopf sowie Oberkörper erstaunt zurück. Fast wäre er dabei vor Überraschung sogar über die eigenen Füße gestolpert. Lyriens und Tahmos Unterhaltung war damit wohl beendet, aber immerhin schienen der kleine Kobold, der nun ebenfalls neben Yann auftauchte, sowie Yann selbst eine Lösung gefunden zu haben wie man aus dieser Stadt entkommen konnte.
"Kommt, helft mit. Wir müssen einen Ausgang von diesem Ort suchen. Wir kommen hier weg und werden endlich die tolle Stadt Urks sehen. Da wo die Kobolde wohnen.", plapperte Yann begeistert zu seinen Freunden und achtete kaum auf deren Reaktion darauf. "Wir kommen hier weg... wir kommen wir weg..."
"Wie...wir kommen hier weg? Also, voll und ganz hier weg?" Hakte Tahmo nach und konnte es im ersten Moment kaum Glauben. Wie sollten sie hier noch wegkommen und vor allem so schnell? Nicht das Tahmo hier bleiben wollte, niemals, am Ende würde ihn und Faro noch irgend so ein dahinfaulender Zombie anknabbern. Da Tahmo jedoch im Grunde ein eher fröhlicher Gesell war, lies er sich natürlich von Yanns Fröhlichkeit schnell anstecken und vergass fürs Erste einmal den Gedanken daran das es scheinbar plötzlich ganz einfach war hier raus zu kommen. "Hast du gehört Faro? Wir können hier weg! Is das nicht toll?" Rief er seinem Pony, angesteckt von Yanns Heiterkeit zu. "Aber... wie kommen wir hier weg, Yann?"

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Donnerstag 29. Oktober 2009, 20:24

Die Freude Yanns, dass sie diese unheimliche Stadt bald verlassen würden, war ganz offensichtlich und schien immer größer zu werden. Zu lange hatte der junge Gaukler nun die Schrecken der Untoten erleiden müssen, obwohl sie ihm eigentlich bisher gar nichts direkt getan hatten - noch nicht! Dennoch war die Aufregung des Turniers und die damit einher gegangenen Gefühle zur Gänze innerhalb der wenigen Augenblicke verschwunden, als die Zombies und Skelette mit ihrem Angriff begonnen hatten. Nicht, dass die Stimmung eh schon unter dem Nullpunkt deswegen gewesen wäre, nein, zu allem Überfluss wurde Pelgar auch noch von Außerhalb angegriffen und belagert. So war es eigentlich nur Verständlich, dass der Junge sich darüber freute diesen Ort hinter sich zu lassen.

Immer wieder sang er die Worte: "Wir kommen hier weg... wir kommen hier weg..." vor sich hin, während er bei seinen Freunden stand und darauf wartete, dass sie endlich damit beginnen würden, den Ausgang zu suchen. Doch leider hatte er in all der Aufregung ganz vergessen Lyrien und Tahmo darüber zu informieren, wie das Gesuchte eigentlich aussah, bis ihm selbst einfiel, dass er es ja auch nicht wusste. Gehört hatte er von den vielen geheimen Tunneln der Kobolde in seiner Kindheit bereits, aber doch wusste er nicht wo sie hinführten und wie die Ein- bzw. Ausgänge überhaupt aussahen oder wie sie versteckt waren.

"Wie...wir kommen hier weg? Also, voll und ganz hier weg?", erklang plötzlich die Stimme des Blondschopfes zu Yanns Ohren und sein Gesang verstummte. Dann wandte er seinen Blick zu seinem Freund und schaute ihn aus glänzenden Augen heraus an.
"Jup!", meinte er nur zur Erklärung und nickte eifrig. "Wir werden hier weg gehen und diese komischen, nicht ganz toten Dinger endlich los."

Offenbar schien die gute Laune des Schelms auf den Abenteurer des Fischerdorfs überzuschwappen, denn auch dieser wirkte auf einmal heiterer und nicht mehr ganz so voller Sorgen. Vielleicht trug ja auch die Nachricht, dass sie Pelgar und dem Angriff der dunklen Horde den Rücken zuwenden würden, einen großen Teil dazu bei. Yann wusste es nicht und es interessierte ihn auch nicht wirklich. Er war nur glücklich darüber, als er die Veränderung im Verhalten seines Freundes bemerkte, dass dieser nun nicht mehr ganz so trübsinnig zu sein schien.

"Aber... wie kommen wir hier weg, Yann?", wandte sich Tahmo dann wieder an den jungen Gaukler, nachdem er die Botschaft seinem Pony mitgeteilt hatte. Ob dieser sie nun verstanden hatte, konnte man nicht direkt mit Ja beantworten, aber Faro stimmte ihnen wiehernd bei.

Mit diesen Worten schien Yann klar zu werden, dass er seinen beiden Freunden noch gar nicht berichtete hatte, was genau der Punkt war. Er hatte ihnen noch nicht erzählt, wonach sie eigentlich suchen sollten, sondern er hatte ihnen nur offenbart, dass sie eine Chance hatten die Stadt zu verlassen.
Ein breites Grinsen zog sich über sein Gesicht, als ihm dieser Gedanke gekommen war. Wie ein Honigkuchen, lächelte er sie auf einer seiner schelmichsten Arten an. Dann baute er sich vor Lyrien und Tahmo auf, stemmte seine linke Hand in seine Hüfte und hob bedeutend seine rechte Hand, streckte den Zeigefinger in die Luft aus. Er mochte von der Geste her wie ein strenger Lehrer aussehen, der sich vor seinen Schülern versuchte wichtig zu machen. Dann sagte er in gespielt lässigem Tonfall: "Also ihr lieben Beiden, wir suchen einen Geheimen Zugang zu einem unterirdischen Tunnel, der uns von hier weg bringt. Bestimmt ist er hier irgendwo ganz in der Nähe, aber das weiß keiner so genau. Und passt ja auf, er wird ganz sicher sehr gut versteckt sein."

Dann senkte er seinen Arm und lachte noch einmal auf, wandte sich dann schnurrstracks dem mit Leichen übersäten Platz vor der Arena zu und begann mit gewichtigen Schritten den Boden abzusuchen.
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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Kobold » Freitag 30. Oktober 2009, 08:42

Lyrien war ganz überrascht von Tahmos Reaktion. Kannte er denn keine Lichtheiler? In Eldar, ihrer Heimat, bedienten sich viele der Elfen dieser Magie, um anderen zu helfen und jene, die nicht begabt waren, erlernten oftmals die Kräuterkunde. Heilung war schon immer ein großes Thema gewesen.
Aber sie lächelte, denn Tahmo zeigte sich sehr interessiert. Vielleicht konnte sie ihm auch ein paar Tricks mit der Magie zeigen, die nichts mit Heilung zu tun hatten, auf die sie manchmal aber recht stolz war. Tanzende Lichter zählten dazu, ein sehr hilfreicher Zauber in großer Dunkelheit und zum Lesen eignete er sich auch hervorragend. Sie musste kichern, als sie daran dachte, wie oft sie auf diese Weise schon während ihrer Ausbildung heimlich unter der Bettdecke gelesen und gelernt hatte.

Plötzlich wurde es laut und dann tauchte Yann auf, gerade als Lyrien antworten wollte. Er schob sich einfach zwischen sie und Tahmo. Faro machte schnaubend ein paar Schritte zurück. Er wollte nicht, dass Tahmo auch noch über ihn stolperte. Der hatte schon genug Ärger mit seinen eigenen Füßen. Er konnte ja manchmal so tollpatschig sein. Das Pony schob seinen Kopf wieder unter die Hand seines Freundes.
Lyrien versuchte derweil, Yann zu beruhigen um herauszufinden, warum er so fröhlich war. Auch Tahmo gab sich Mühe und schließlich fanden beide heraus, dass sie alle den Schrecken Pelgars würden entkommen können. Sie musste nur dem Kobold Holter-di-Polter nach Urks folgen ... und den Ausgang aus der Hauptstadt finden.

"Bestimmt ist er hier irgendwo ganz in der Nähe, aber das weiß keiner so genau. Und passt ja auf, er wird ganz sicher sehr gut versteckt sein", wies Yann seine Freunde in manierlicher Nachahmung eines strengen Lehrers darauf hin. Lyrien brachte das nur erneut zum Kichern. Sie tätschelte Yanns Kopf, so dass die Schellen an seiner Narrenkappe klimperten. Dies schien das Zeichen für den Kobold Holter zu sein, sich zu Wort zu melden. Er mochte klein sein, aber sein Stimmchen hallte hörbar bis zu den drei Freunden und dem Pony herüber.
"Ich hab den Ausgang gefunden!" Holter kam aus einem Hinterhof gelaufen, seine Socke gegen die Nase gepresst. "Puhhh, die stinkt wenigstens nicht so sehr wie der Zugang. Wer kam auf die blöde Idee, einen Misthaufen davor abzuladen, bäh bäh bäh." Er musterte die Gruppe, schlug dann ein Rad und kletterte wieder auf Yann hinauf. Dort ließ er sich bequem auf dessen linker Schulter nieder und hielt sich an einem Ende der Narrenkappe fest. "In die Gasse, los los, Reitpferdchen!" Er klopfte Yann gegen den Kopf. "Und dann müssen wir das Pony schrumpfen. Es ist viel zu dick, wird nicht in den Gang passen. Ihr anderen könntet es schaffen, aber nicht der Pelzrücken, nein nein!"

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Samstag 31. Oktober 2009, 17:50

Mit zufrieden klingendem Schnauben genoss Faro die Streicheleinheiten welche er von Tahmo und Lyrien bekam. Er mochte es über alles wenn man ihm sein Fell durchkraulte, vor allem an Stellen an denen es ihn juckte und wo er selber nicht so ganz hinkam. Und wenn man keinen Baum oder einen Koppelzaun zur Verfügung hatte, brauchte man halt jemanden mit Händen. Ja, Gestreichelt werden kam bei ihm gleich nach Fressen aber noch vor schlafen und faulenzen. Er hatte es sich aber seiner Meinung auch redlich verdient, dass er gestreichelt wurde. Immerhin hatte er Tahmo durch die halbe Stadt gebracht und das Sicher und ohne das irgend eines dieser seltsamen Kreaturen es schaffte sie zu packen. Ja, Faro war schon ein mutiges Pony, jedenfalls sicherlich mutiger als alle anderen viel zu stolzen Pferde im Fischerdorf.
Zum Glück ahnte er nicht, was ihm gleich blühen würde. Tahmo verstand er zwar manchmal oder wusste irgendwie was der Junge mit Gestikkulieren von ihm wollte, aber dem Gespräch das Yann und der Blondschopf gerade führten konnte er nicht folgeleisten. Aus seinen Augenwinkeln sah er, dass Yann gerade eine bedeutungsvoll aussehende Pose eingenommen hatte. Eine Hand in die Hüften gestellt und den Zeigefinger gen Himmel gestreckt stand er da. Tahmo indes brachte auf diese Pose nur ein verwundertes Blinzeln zu stande, ehe er tatsächlich ein wenig von Yanns Gehabe beeindruckt wirkte. Gut, Tahmo war schnell zu beeindrucken wenn sich irgendjemand vor ihm aufbaute oder rumprahlte.
Yann faselte irgendeine Phrase, welche Faro nicht verstand, also guckte er wieder in die Gegend. Sollten die Zweibeinigen doch quatschen, vielleicht kamen sie dann ja schneller weg. Er würde jedoch als mutiges Pony ersteinmal die Umgebung beobachten... man wusste ja nie!

"Also ihr lieben Beiden, wir suchen einen Geheimen Zugang zu einem unterirdischen Tunnel, der uns von hier weg bringt. Bestimmt ist er hier irgendwo ganz in der Nähe, aber das weiß keiner so genau. Und passt ja auf, er wird ganz sicher sehr gut versteckt sein."
Trug Yann auf, während Tahmo nur leicht nickte. Ein geheimer Tunnel also, wow. Dann kommen wir hier endlich weg. Man ich muss Yann nacher nochmal nach diesem Koboldzauberzeugs fragen und Lyrien nach diesem Lichtzauberzeugs und diesen kleinen grauen Kerl danach... was er eigentlich ist. Hm, ob der wirklich so freundlich ist oder nur so tut? Naja... erstmal weg von hier Dachte Tahmo, während Yann schon damit begonnen hatte die Gegend in großen Schritten abzusuchen.
Der Blondschopf nahm seinen Stab ud fing an damit auf die Bodenplatten zu klopfen. Er wusste, dass wenn hinter irgendetwas ein Loch war, es hohl und dumpf klang wenn man draufklopfte. So hatte er daheim in dem Haus seiner Eltern oftmals Zeugs unter den Dielen versteckt. Mit rythmischen klack-Geräuschen klopfte er nun also hochkonzentriert auf die Steinplatten, als plötzlich der Kobold lauthals rufend um die Ecke eines Hinterhofs bog.
"Ich hab den Ausgang gefunden!" Rannte der Kobold ihnen entgegen. Lustigerweise hatte er eine seiner Socken gegen seine Nase gepresst, einen Umstand den er ebenso lauthals wie er erschienen war kundgab "Puhhh, die stinkt wenigstens nicht so sehr wie der Zugang. Wer kam auf die blöde Idee, einen Misthaufen davor abzuladen, bäh bäh bäh." Polter musterte die Gruppe, schlug dann ein Rad und kletterte wieder auf Yann hinauf. Dort ließ er sich bequem auf dessen linker Schulter nieder und hielt sich an einem Ende der Narrenkappe fest. "In die Gasse, los los, Reitpferdchen!" Er klopfte Yann gegen den Kopf. "Und dann müssen wir das Pony schrumpfen. Es ist viel zu dick, wird nicht in den Gang passen. Ihr anderen könntet es schaffen, aber nicht der Pelzrücken, nein nein!"

"Waaaaaaas?" Protestierte Tahmo nun. Bis eben war er noch froh gewesen, aber Faro schrumpfen? "Du wills Faro kleiner machn? Meinen Faro? Woah, der is doch schon so klein! Muss das denn unbedingt sein? Der passt da doch sicher so durch?"
Deutlich hörte man die aufflammende Sorge in Tahmos Stimme, es war nicht auszudenken was passierte wenn Faro immer klein blieb und überhaupt. Wie sollte das gehen? Mit Magie? Zaubern fand Tahmo zwar sehr spannend und interessant und überhaupt.... allerdings nur solange wie die Zauberrei nicht gegen ihn oder Faro gerichtet war. Schluckend dachte er an die Sache mit dem Eselskopf, dass war doch auch Schelmenmagie gewesen, oder?
"Neeee bloß nicht! Am Ende machs du aus Faro nen Esel weil du das lustig findest oder so!"
Baute sich Tahmo schützend vor seinem pelzigen Freund auf, welche nur verdutzt den Kopf hob um mit verwundertem Blick über Tahmos rechter Schulter hinweg zu gucken.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Kobold » Dienstag 3. November 2009, 16:40

Holter-di-Polter schnitt eine Grimasse, als Tahmo plötzlich entsetzt los donnerte. Auf keinen Fall wollte er sein Pony schrumpfen lassen! Er argumentierte, dass Faro ohnehin schon kleiner als ein handelsübliches Pferd war und sicher in den Zugang hinein passen würde.
"Ja", gab der Kobold zur Antwort, popelte nebenher gespielt unbeeindruckt in der Nase. "Wenn er die Beine umklappen und den Kopf wie eines dieser Panzerviecher einziehen kann, von denen Onkel Hubold Witzplotz mal erzählt hat, dann bestimmt. Aber so geht's nicht." Er zog den Finger aus seinem rechten Nasenloch und schnickte das Ergebnis seiner Bohrungsarbeiten in die Ferne. Dann krabbelte Holter einmal quer über Yanns Kopf, um auf der anderen Schulter zu landen. Er war schon ein richtiger kleiner Zappelwicht, das konnte man sagen.

Auf seinem neuen Platz angekommen musterte der Kobold erneut das Pony und schüttelte übertrieben heftig den Kopf, bis es ihm in den Ohren klingelte. "Nönö, der passt nicht rein. Viel zu dick!" Sein Entschluss stand fest. "Wenn der sich nicht schrumpfen lassen will, dann muss er eben hierbleiben. Hauptsache, Yann, du kommst mit! Ich will wissen, wie Adamm es geschafft hat, so ein großes Kind in die Welt zu setzen, haha!" Irgendwie hatte der Kobold das mit dem "Zieh" in Ziehvater nicht so ganz verstanden. Er würde es aber bestimmt noch herausfinden - vorausgesetzt, sie kamen von der Straße weg.

Tahmo zeigte sich nicht offen gegenüber der Idee, seinen tierischen Freund zu schrumpfen. "Er wird klein wie ein Maulwurf und dann kann er mitkommen. In Urks sind die Gänge höher, da könnte ich ihn wieder groß machen. Ich schaff das schon, bin ja kein Doofkopf! Schelme können eigentlich zwar keine Feenmagie, aber wie gesagt, das hab ich mir prima von den Flatterwesen abgeguckt! Ich kann toll gucken, sieh mal!" Er strengte sich konzentriert an, dass sein Kopf bis zu den spitzen Ohren rot anlief und tatsächlich traten seine Augen etwas hervor. Mit diesem Effekt entfleuchte Holter allerdings auch ein frecher Darmwind. Zum Glück waren sie an der frischen Luft. Der Kobold gluckste und fächelte sich mit der flachen Hand am Hintern herum. "Hehe, peinlich!", lachte er.
Lyrien wandte sich halb ab, die Hand vor die Nase haltend, aber dann schaute sie Tahmo an. "Hast du sonst eine Idee, wie wir aus Pelgar herauskommen könnten?" Faro schrumpfen oder nicht. Diese Entscheidung würde eesentiell wichtig für ihrer aller Zukunft sein.

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Re: Gemeinsame Flucht

Beitrag von Tahmo » Sonntag 8. November 2009, 10:30

Tahmo stand da und hielt sich die Nase zu, während eine Dunstwolke aus üblem Gestank vor derselbigen herumwaberte. Urgs, so ein Kobold konnte ziemlich stinken. Schlimmer als jeder Misthaufen oder Gülegrube im Hochsommer. Mit diesem Geruch konnte man sicherlich Tote wecken nur um sie sofort wieder umfallen zu lassen.
Mit angeekeltem Gesichtsausdruck stand er da und versuchte durch seinen Mund zu atmen während es ihm die Tränen in die Augen trieb.
Leider hatte er keine Idee wie man sonst aus Pelgar hinaus kam, mit einem leicht verlohrenen Blick guckte Tahmo erst zu Lyrien die sich ebenfalls die Nase zuhielt, in der Hoffnung ihr würde was einfallen, dann wieder über Yann zu dem Kobold.
"Du fagf' daf du dir daf bei feen abgeguckt haf? alfo..kannfe daf nu nich fo gut?" Der junge Blondschopf hollte kurz schnappartig Luft durch seinen Mund, ehe er weiternuschelte:
"Weil du bif doch keine Ffee? Oder? fondern Kobold."
Tahmos Stimme klang ein wenig gedämpft und recht nasal, was jedoch kein Wunder war denn immerhin hielt er sich pikiert über den Gestank des Koboldes
die Nase zu. Hoffentlich konnte der Kobold das Zaubern wirklich so gut wie das Stinken. Denn dann wären sie wirklich alle gerettet! Aber seit seiner ersten Begegnung
mit Schelmenmagie und dieser Sache mit dem Eselskopf wusste er das Magie durchaus eine zweischneidige Sache war, weshalb seine Neugierde durch ein Gesundes Maß an
Vorsicht ein wenig ausgebremst wurde. Zwar hatte Yann gezeigt das man mit der Schelmenmagie auch ganz andere Dinge vollbringen kann und auch
die Tatsache das der Kobold einen dieser Monster zum tanzen gebracht hatte, zeigte wie nützlich das war, aber dennoch... Tahmo hatte wenig Lust das er oder Faro oder sie
Beide bis an ihr Lebensende ein Dasein in Maulwurfsgröße fristen mussten. Zumal er in der Größe sicherlich nicht mehr so einfach die Welt entdecken konnte.
"Zauber ma irgnwaf kleiner und wieder gröfer, ich willf fehn. Aber nich mich!"

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