Alles hat seinen Preis..

Sie ist wieder da, die einst mächtige Stadt. Keine Ruinen mehr, alles bis auf das Kloster scheint wieder aufgebaut wie durch Zauberei. Aber wo sind die Bewohner und spuken die Geister noch immer?
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Kosral befindet sich derzeit im Besitz des dunklen Volkes. Dunkelelfen, Orks und auch einige Goblins bewohnen die Stadt.
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Kyrion Delano
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Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Donnerstag 24. Mai 2012, 01:35

Die Tore Kosrals. Die "auferstandene" Stadt, gleich Phönix aus der Asche. Die Dunkelelfen waren wahrhaft ein fleissiges Völkchen. Bedachte man wie schnell sie den gesamten Kontinent mit Ihren Verbündeten überschwemmt hatten und was deutlich schwerer wog, dass sie auch siegten. Aber irgendwie hatte Kyrion gespürt, dass es dazu kommen würde. Nicht umsonst hatte er gezielt bei Ihnen angeheuert. Nun stand er bereits einige Wochen im Dienste der Dunklen, sie waren nicht unbedingt die umgänglichsten und Ihr Sinn für Humor ließ auch zu wünschen übrig, allerdings zahlten sie recht gut. Endlich jemand der Qualität zu würdigen wusste! Doch sei es drum. Der Delano legte sein Haupt eine Nuance zur Seite und betrachtete das Tor zur "Gefängnisstadt". Beeindruckend, blieb nur abzuwarten ob sie diesmal überdauern würde. Viel mehr interessierte Ihn aber das Geschehen davor. Frische Sklaven wurden von gepanzerten Wächtern durch das massige Portal ins Innere geführt. Er kannte die verzweifelten Gesichter der Gefangenen nur zu gut, hatte er doch höchstselbst zu jenen gehört die dieses "Vieh" hier her getrieben hatte. Doch endete hier sein gemeinsamer Weg mit den Dunklen Sklavenjägern und deren Beute, er hatte besseres zu tun, als seine Zeit mit Sklaven zu verschwenden. Obschon man sich in diesem Gewerbe durchaus eine goldene Nase verdienen konnte. Noch ehe seine Gedanken abschweifen konnten, wurde seine Aufmerksamkeit auf einen der Sklaven gerichtet, ein stämmiger Kerl mit einem Kiefer wie ein Amboss und goldblondem Haar. Ein typischer Lastenträger.. oder zumindest in absehbarer Zeit. Der Mann brach aus der Prozession aus und versuchte ernsthaft aus dem Tor heraus zu rennen, was ihm so auch ganz gut gelang, nur seine Hände waren gefesselt. Die Beine blieben unberührt. Kyrion wusste oder viel mehr vermutete, dass die Dunkelelfen es gerade darauf anlegten, dass Ihre Beute versuchte zu entkommen, Ihnen machte es ebenso viel spaß zweibeinige Beute zu jagen wie Ihm selbst. Doch hier endete die kurze Freiheit des blonden Hünen auch schon, einer der Wächter hob spielerisch die Hand, in welcher eine nachtschwarze Flamme brannte, die sich zu einem kugelförmigen Gebilde formte und dem Jüngling direkt ins Kreuz schoss. Eine Stichflamme verschluckte Ihn, er hatte nicht einmal mehr die Gelegenheit gehabt zu Schreien. Umso prägnanter war allerdings der Geruch von verbranntem Fleisch der mit einem sanften Windhauch zu dem Delano herübergetragen wurde. Die Umstehenden ignorierten das Geschehen weitgehend, ein paar ängstliche Grunzer seitens einer kleinen Orkmeute an der Seite des Tores und das verzweifelte geheule einiger Sklaven ausgenommen. Den Meuchemörder ließ das geschehene ebenfalls recht unbeeindruckt. Er war deutlich schlimmeres von seinen neuen "Herren" gewohnt, da war eine sofortige Einäscherung wahrlich fast schon ein Akt der Gnade. Zudem ersparte es zusätzliche Arbeit, wie das verscharren des toten Fleisches. Pragmatiker durch und durch die Dunklen. Ein leises Lachen verließ die Lippen des Gesellen des Mordes, welches jedoch großteils von seinem Mundschutz verschluckt wurde. Langsam setzte er sich in Bewegung, die quamlenden, schwärzlich verkohlten Überreste des "freien" Mannes nicht eines weiteren Blickes würdigen. Sein Ziel war das Tor. Als er das Portal gerade passieren wollte, stellte sich eine dunkle Gestalt in seinen Weg. Instinktiv wollte er im ersten Moment zu seinen Klingen greifen, konnte diesem Impuls allerdings widerstehen, nicht eine verrätersiche Geste war zu erkennen, als die silbernen Iriden die Barriere aus Fleisch und Blut fixierten. Ein blutrotes Augenpaar erwiderte seinen Blick. Das Misstrauen, welches der dunkle Torwächter empfand war fast schon greifbar für den Delano, doch ließ er sich dadurch seine Stimmung nicht verderben. Er traute dem ebenholzfarbenen Bastard genauso wenig, hatte seine Mimik und Körpersprache jedoch weitgehend im Griff. So standen sich die beiden Gegenüber und starrten sich reglos an. Kyrion wusste nicht genau wie lange sie dieses kleine Spielchen spielten, doch letztendlich brach der Dunkelelf den Blickkontakt und machte anstalten das Wort zu erheben, da glitt die Hand des Mietmörders zu seinem Gürtel und beförderte ein zusammengerolltes Schriftstück hervor auf dem ein schwarzes Wachssiegel prangte. Der Wächter blieb nun stumm und blickte leicht verwirrt zu dem Stück Papier, welches ihm Kyrion entgegen hielt. Es handelte sich um eine Art "Freibrief" oder besser ein Empfehlungsschreiben, welches er für seine bisherigen Dienste von einem deutlich höher gestellten Offizier der Dunkelelfen erhalten hatte. Zumindest hoffte er das. Wenngleich der Gedanke, den eigenen Hinrichtungsbefehl mit sich herumzuschleppen ein schiefes Lächeln auf die Lippen des Delanos zauberte. Nun hieß es abwarten wie der Wachhund reagierte und zu hoffen, dass Faldor sich hier keinen bösen Scherz mit seinem treuen Diener erlaubte..

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Gestalt » Freitag 25. Mai 2012, 21:45

Der Wächter spie aus und wandte seinen Blick von dem rauchenden Haufen Asche ab, der vor einigen Augenblicken noch ein lebendes Geschöpf aus Fleisch und Blut gewesen war. Elendes Pack. Minderwertige Gesocks. Menschlicher Abschaum. Ihm vielen spontan noch gut ein Dutzend weiterer, wenig schmeichelhafte Bezeichnungen für diese Rasse von Schwächlingen ein. Es war kein Wunder, dass ihre Hauptstadt so leicht gefallen war. Was konnten diese jämmerlichen Wesen schon gegen die mächtigsten Krieger und Magier des Kontinents anrichten? Die Pelgarer hatten angeblich eine uneinnehmbare Festung verteidigt. Aber Sie hatten dieses Bollwerk eingenommen! Der Drache aus Knochen und der Drache aus Glas hatten es ihnen leicht gemacht, sie hatten kaum Verluste gehabt. Er hatte zu den ersten gehört, die diese verdammte Menschenstadt überrannt hatten und wie hatte man es ihm entlohnt? Er wurde zum Wächter dieser kümmerlichen Drecksstadt voller Sklaven, Orks und anderem Gesocks. Höchstens ein fünftel der Bewohner von Kosral bestand wirklich aus Dunkelelfen wie ihm. Hauptsächlich waren dass Wächter und Sklaventraiber wie er, ein paar Kommandanten noch und vielleicht eine Handvoll von Magiern. Der Rest waren Priester. Von denen gab’s hier ungewöhnlich viele. Sogar eine Hohepriesterin gab es hier, der man ungewöhnlich viel Macht erteilt hatte. Ihr und ihren Priesterinnen ging man besser aus dem Weg, wenn man nicht in das Schlangennest gezogen worden wollte. Zumindest sollte man es versuchen, denn diese Schlampen hatten ein ungewöhnliches Gespür dafür, grade diejenigen in ihren Dienst zu stellen, die dies eigentlich vermeiden wollten. So wie ihn. Er hatte eigentlich kein Interesse daran gehabt, zusätzlich zu seinen Pflichten als Torwächter auch noch als Herold zu fungieren. Womit hatte er das nur verdient!
Ein sanfter Wind strich dem Dunkelelfen übers Gesicht und spielte mit seinen langen, schwarzen Haaren. Genießerisch schloss der Wächter die Augen und atmete die frische Luft ein, die vom Neldorth zugetragen wurde. Eigentlich mochte er den Geruch des Waldes nicht besonders, aber im vergleich zum Gestank dieser Stadt ... Am liebsten wäre er wieder zurück nach Morgeria gereist. Dort war das Leben wenigstens noch lebenswert. Aber das würde dem desertieren gleich kommen. Darauf stand nichts anderes als der Tod, zumindest wenn man Glück hatte. Andernfalls würde man den Priesterinnen übergeben, einem Schicksal, dem der Tod hundertmal vorzuziehen war. Zumindest war es hier die meiste Zeit ruhig. Die Sklaventreiber hatten mehr stress, die mussten sich mit der neuen Wahre rumärgern. Oder im Zweifelsfall eben einäschern, so wie eben. Aber solange sein Volk hier an der Macht war, würde es keinen Aufstand geben. Nicht von Innen. Und von Außen gab es keine Kraft in der unmittelbaren Nähe, von der wirklich eine Gefahr ausging. Sie waren hier vollkommen sicher.
Leise, kaum wahrzunehmende Schritte kamen in seine Richtung. Niemand der rannte, sondern die ruhigen und gleichmäßigen Geräusche von Sohlen, deren Besitzer sich keine sorgen machten. Aber es war nur einer. Für gewöhnlich verließen nur Gruppen die Stadt, Trupps oder Jagdgemeinschaften. Der Torwächter zog eine Grimasse und ergriff seine Schwertlanze, die neben ihm an der Mauer gelehnt hatte. Dann schwenkte er lässig herum und stellte sich dem Kerl in den Weg, der alleine die sichere Stadt verlassen wollte.
Für einen kurzen Moment geriet er ins Stocken. Im ersten Moment hatte er den Fremden in der dunklen Lederrüstung für einen der seinen gehalten. Vom Auftreten und der Kleidung her passte es schon in etwa. Aber als er dem Mann ins Antlitz sehen wollte, bemerkte er die helle Haut. Die dunkelroten Augen des Wächters verengten sich zu Schlitzen. Das hier war unzweifelhaft ein Mensch. Darüber mochte auch die finstere Rüstung nicht hinweg täuschen. Vielleicht ein Sklave, der einem Dunkelelfen die Kleidung gestohlen hatte, um sich aus dem Staub zu machen? Sein Blick hing auf den hellen Augen des Bastards. Zu hell eigentlich. Er blinzelte mehrmals hintereinander, dann senkte er unbewusst den Kopf. In diese Iriden zu sehen, verursachte ihm Kopfschmerzen. Erst als es bereits geschehen war, bemerkte er, seine unterwürfige Haltung und ein Ruck ging durch den Körper des Elfen. Er öffnete den Mund um den Unbekannten anzublaffen, doch bevor ein Wort über seine Lippen gekommen war, hielt der Mensch ihm schon eine Schriftrolle vors Gesicht. Mit gerunzelter Stirn starrte der Soldat auf die Lernumschriftzeichen und überflog das Papier. Es schien echt zu sein. Zumindest das Siegel war eindeutig als das der dunklen Armee zu erkennen. Der Bastard hatte Glück wie es schien. Der Wächter war schon im Begriff zur Seite zu treten, als er den Namen ganz unten noch einmal las, auf den dieses Dokument ausgestellt war. „...Kyrion Delano...“ sprach er den vertraut klingenden Namen aus und seine Miene wandelte sich zu einem dreckigen Grinsen. „Kyrion Delano,“ wiederholte er noch einmal deutlicher und lehnte seinen Speer locker gegen seine Schulter. Das Schicksal schien ihm Hold zu sein. Dem Menschen jedoch nicht. „Nicht dein Glückstag, Mensch! Dein Name wurde vorgemerkt.“ Aus dem fiesen Grinsen wurde ein dunkles, kehliges Lachen. Dann deutete er die breite Hauptstraße entlang und auf das Dach des Tempels, dass aus den anderen Gebäuden hervorstach. „Eine der Priesterinnen, Schwester Iluna, wünscht dich zu sehen. Und für alle Lebewesen dieser Stadt sind die Wünsche einer Priesterin Befehle!“ Mit einer barschen Geste klopfte der Wächter Kyrion gegen die Brust und dann noch einmal energisch zum Tempel. „Besser du gehst dort hin, Mensch. Sonst schwöre ich, dass ich dir alle Soldaten dieser Stadt auf den Hals jage!“
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Kyrion Delano
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Samstag 26. Mai 2012, 00:01

Wahrlich ein amüsantes Völkchen – diese Spitzohren. Selbst ein beschränkter Troll hätte bemerkt wie “begeistert“ der dunkle Wachhund von dem Schriftstück war, welches ihm der Mietmörder förmlich unter die Nase gerieben hatte. Es hatte eben doch Vorteile nur ein “dummer“ Mensch zu sein, in Ihrer endlosen Arroganz, schien es Sie nicht zu bekümmern Ihre Absichten oder Launen kund zu tun, selbst wenn sie es selbst nicht bemerken. Der Körper war eben eine deutlich zuverlässigere Informationsquelle, als es eine Zunge jemals hätte sein können. Denn mit der Zunge Lügen verbreiten konnte selbst ein Kind. Bei der Körpersprache war das schon etwas anderes, es brauchte Training und das nicht zu knapp. Der dunkle Wächter schien diese Fähigkeit nicht zu besitzen oder es bei einem Menschen nicht für nötig zu halten. Armer Narr. Kyrion wusste es besser, er wusste, dass selbst der armseligste Hund dennoch Zähne zum beissen besass. Und ein Jäger der nicht auf sich Acht gab, wurde schnell selbst zur Beute. Kyrion wusste, dass er vermutlich für den dunklen Krieger nicht viel mehr als ein solcher “Hund“ war. Allerdings bekümmerte Ihn dieser Umstand nicht, er war ein Mietmörder, selbst seine eigene Art befand seinesgleichen als Abschaum. Er hatte gelernt mit solcherlei Dingen zu Leben, zumal ihm insbesondere diese Arroganz der dunklen im Fall der Fälle deutlich mehr Vorteile einbrachte, als Nachteile. Das Erstaunen das er bei dem Wächter erzeugte, schien er sichtlich zu geniessen, mit jedem Buchstaben den das fleischerne Tor las, wurde deutlicher, dass seine Besorgnis bezüglich der Bedeutung seines Schriftstücks wohl unbegründet war. Mit eine gehörigen Portion Häme rollte er das Stück Papier wieder zusammen, als er die Gewichtsverlagerung des Elfen bemerkte, was seiner Erfahrung nach ein todsicheres Zeichen dafür war, dass der Kerl endlich Platz machen würde. Er sprach noch den Namen des Meuchlers aus, doch dieser widmete sich nun seinem “Papierschild“ .Der Schrieb wurde ordentlich wieder am Gürtel befestigt, während die silbernen Iriden darüber wachten, dass die flinken Hände, diese Arbeit auch sorgfältig verrichteten. Diesen Fetzen Papier zu verlieren, hätte im Augenblick wohl höchst unangenehme Konsequenzen, die er sich liebend gern ersparen wollte. Als er den Blick wieder hob bemerkte er, dass der Dunkelelf breitbeinig wie eh und je vor ihm stand und seinen Namen diesmal mit einem hämischen Grinsen im Gesicht wiederholte, dabei seine Schwertlanze leichtsinnigerweise gegen seine Schulter lehnte. Innerlich schrillten die Alarmglocken des Assassinen, sowas hatte niemals etwas Gutes zu bedeuten, kaum merklich spannten sich die Muskeln des Menschen an, bereit dem Kerl vor ihm ein schnelles Ende zu bereiten, was vermutlich mehr war, als er verdiente. Fast schon konnte er das warme Blut des Elfen auf seiner Haut spüren, ja gar den intensiven Geruch wahrnehmen. Das Licht in seinen Augen erlöschen sehen. Doch anstatt ihn anzugreifen passierte etwas gänzlich anderes. Er sprach schlicht und ergreifend einfach weiter. Raues Gelächter folgte, ehe jener bessere Wachhund gen Stadt deutete. Der Mietmörder folgte dem zeig, der feingliedrigen Hand und erkannte ein Gebäude das deutlich über allen anderen thronte. Es schrie geradezu “wichtig“. Das der Dunkelelf weitersprach, nahm er nur am Rande mit, jedoch gut genug um die Informationen Priesterin und Iluna herauszufiltern. Eine Priesterin wollte ihn sehen? Anscheinend nur Ihn, nunmehr kämpften seine Gier und Vorsicht um die Vorherschaft. Vor allem die nächsten Worte des Wächters heizten dieses Gefecht weiter an, Ihr Wunsch war also allen Befehl. Das hiess diese Priesterinnen hatten Macht und wo Macht war, konnte Gold nicht weit sein. Obschon das gehässige Verhalten des Mannes seine Vorsicht nährte nicht mit offenen Augen ins Messer zu rennen. Erst als Ihm der Dunkelelf, etwas unsanft gegen die Brust schlug und nochmals gen Gebäude zeigte, beschloss er seinen Inneren Zwist vorerst beiseite zu schieben und sich dem hier und jetzt zu widmen. Gerade als er sich dem dunklen Geschöpf zuwandte, sprach dieser eine letzte Drohung aus. Die Reaktion des Delano liess nicht lange auf sich warten und sie war sicher anders als es sich der Dunkelelf je hätte vorgestellt. Weder Furcht noch Unruhe zeigten sich bei dem völlig in schwarz gehüllten. Die ersten Augenblicke geschah um genau zu sein nichts, fast als wäre er wie gelähmt, doch dann legte er seinen Kopf leicht schief, ein belustigtes Funkeln glomm in den hellen Iriden auf, ehe er in Gelächter ausbrach. Dabei glitt seine Hand zu der schweren Stoffmaske und zog diese bis zum Hals herunter, so dass es frei durch das Portal schallte und wohl mit Sicherheit Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Jedoch hatte er sich wieder relativ schnell im Griff, auf seinen Lippen trug er allerdings weiterhin ein breites Grinsen zur schau. „Lasst euch etwas sagen Wächter.. nur jenen denen es an Können fehlt müssen auf Ihr Glück zählen.“ Das Grinsen wurde eine Nuance breiter. „Allerdings ehrt es mich, dass Ihr die gesamte Streitmacht dieser Stadt auf mich hetzen wollt.. ich hielt euresgleichen stets für überragende Krieger, nun.. aber Quantität ist ja schliesslich auch etwas worauf man stolz sein kann..“ seine Stimme ertönte sanft und auch seine Mimik blieb freundlich, als könne er kein Wässerchen trüben. Er hob sachte seine Schultern an. „Aber ich bin ja nur ein _Mensch_, wie könnte ich die Weisheit eurer Worte jemals verstehen...“ eine leicht süffisante Note mischte sich in seine gesprochenen Worte. Es war ihm bewusst, dass er diesen Elf gerade aufs Blut reizte, doch konnte er einfach nicht widerstehen. Er bezweifelte, dass der Torwächter ihn angreifen würde, zumindest nicht wenn diese Priesterinnen wirklich solch eine Macht inne hatten, wie er zuvor behauptete. Dennoch war es ein Spiel mit dem Feuer. Wer Kyrion kannte, wusste allerdings, dass er für diesen Nervenkitzel lebte. „Nun aber ich möchte nicht weiter Eure kostbare Zeit verschwenden.. ich werde eurer Herrin ausrichten, dass ihr ein braver Bote wart und mich mit allen Gepflogenheiten der dunkelelfischen Gastfreundschaft empfangen habt. Keine Sorge ich _vergesse _ nicht.“ Kurz wandelte sich das Gesicht des Delano, für einen Herzschlag war jegliche falsche Freundlichkeit verschwunden, das Grinsen glich nun eher einem Zähne fletschen und der Ausdruck seiner Augen, war so leer und unergründlich wie die tiefen des Harax selbst. Dann wandte er sich ab. „Nun denn ich überlasse Euch dann euren überaus wichtigen Aufgaben..“ er drehte sich sachte zum Wächter um und vollführte eine ausladende Handbewegung in Richtung des offenen Tores. Während in seiner Stimme etwas mitschwang, dass man durchaus als Hohn hätte interpretieren können. Langsam, ja fast schon gemächlich, als hätte er alle Zeit dieser Welt, schritt der Assassine voran, durch die Strasse. Seine kleine Einlage hatte ihm durchaus einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Er spürte die Blicke der umstehenden. So mehr er sich allerdings vom Tor entfernte, desto mehr schien auch das Interesse abzunehmen. Den Wächter hatte er immer noch im Hinterkopf, er fürchtete ihn zwar nicht, jedoch traute er ihm durchaus zu ihn hinterrücks anzugreifen. Sollte er es versuchen. Zu lange hatten die Zwillinge schon kein Blut mehr geschmeckt, wobei Zeit bekannter weise relativ war. Seine Umgebung nahm er nur mit der ihm gewohnten Wachsamkeit war, ohne sie dabei jedoch wirklich in Augenschein zu nehmen. Schnelle Bewegungen und verräterische Gestik, solcherlei Dinge filterte sein Bewusstsein fast schon von selbst heraus. Schliesslich keimte seine Neugierde auf, was diese ominöse “Schwester Iluna“ wohl von ihm wollte. Ein Problem, denn so berechenbar Dunkelelfen in Ihrer Arroganz waren, so unberechenbar waren sie zeitgleich was Ihre Ziele anging. Obwohl das so nicht ganz stimmte. Sie sehnten sich meist nach Macht, es waren eher die Wege diese Macht zu erlangen, die es erschwerte sie zu durchschauen. Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf das hier und jetzt, Ihn und der Tempel trennten nur noch einige wenige Dutzend Meter. Seine rechte Hand glitt zu seinem Mundschutz und zog diesen wieder bis unter die Augen, ehe er mit entschlossenem Schritt auf diesen zuging. „Mal sehen was die Priesterschaft der Dunklen von mir will..“

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Erzähler » Samstag 26. Mai 2012, 01:26

Es war kein wirklicher Tempel. Zumindest war das hohe Gebäude nicht als solches erbaut worden. Ursprünglich war es ein Festungsturm gewesen. Im alten Kosral hatte es eine wunderschöne Kapelle gegeben, in der die alten Bewohner den Göttern gehuldigt hatten. Doch auch wenn der Rest der Stadt sich wie von Geisterhand wieder selbst errichtet hatte, so blieben die Ruinen der Kathedrale von diesem Wunder ausgeschlossen. Die äußeren Areale ja, aber die Halle selbst war weiterhin ein Trümmerfeld. Noch gab es nicht genug Sklaven, um an die Errichtung eines neuen Faldortempels zu denken und auch einen guten Baumeister gab es noch nicht. Also haben sich die dunkelelfischen Besetzer damit begnügt, ein anderes Gebäude für diesen Zweck umzubauen. Dafür hatte es genug Hände gegeben. Die große Festung, welche die Stadt dominierte, war von einem großen Wall mit vielen Türmen umgeben. Der größte dieser Türme stand fast im Zentrum der Stadt und war groß genug, um den Gläubigen einen Ort zum Beten zu bieten und gleichzeitig alle Priesterinnen luxuriös unterzubringen. Die äußere Fassade war mit langen Bannern verhüllt und man hatte zusätzliche Ornamente angebracht, die dem ganzen eine düstere Aura zu verleihen. Es machte auf jeden Fall einen guten Eindruck. Das Doppeltor zum Burgfried standen speerangelweit offen, doch ein Blick in die Düsternis des Inneren reichte bereits aus, um die einladende Geste zu negieren. Nur wer Faldor die treue hielt, traute sich hier einzutreten. Für Kyrion sollte dies also kein Problem darstellen. Zwei Tempelwachen, die schwarzen Kutten und dunkelgrüne Masken und Bauchbinden trugen, bewachten mit rituellen Kriegssensen bewaffnet, das Portal. Sie standen dort wie Statuen, nicht die kleinste Regung war zu erkennen, einmal von dem leichten Rauschen der Roben abgesehen, wenn der Wind mit diesen Spielte. Sie hielten es nicht einmal für nötig, den Meuchler anzusehen, als dieser sich näherte. Man erzählte sich, die Hohepriesterin würde nur die mächtigsten Krieger in ihre Tempelwache aufnehmen. Sie alle waren Handerlesen und galten als unüberwindliche Krieger.
Die Fenster in der untersten Etage waren vermauert worden, schwarze, purpurne und dunkelgrüne Vorhänge verhüllten die runden Wände. Man hatte neue Fackeln in die Halterungen gesetzt, die mit einer grünlichen Flamme brannten. Sie sorgten zwar für eine gewisse Helligkeit, erzeugten aber mehr Schatten als es normale getan hatten. Beherrscht wurde der kreisrunde Saal von einer gewaltigen Statue, die bis zur fünf Meter hohen Decke reichte. Sie stellte Faldor da, wie er seinen Fuß triumphierend auf eine Miniatur der Stadt Pelgar gesetzt hatte. Beide Arme waren siegesgewiss vor der Brust gekreuzt. Das Monument war ein wahres Meisterwerk. Von einigen wenigen Dunkelelfen und einer Hand voll Orks einmal abgesehen, war der Raum leer. Die grün- und schwarzhäutigen Krieger hatten sich alle nahe der Turmmauer auf ein Knie niedergelassen und beteten mit erhobenen Waffen zum dunklen Gott. Näher durften sie dem Abbild Faldors nicht kommen, dafür sorgte ein dritter Tempelwächter direkt vor der Statue. Auf dem Boden war eine schwarze Mosaiklinie in den Boden eingelassen. Alles was hinter dieser Grenze lag, war den Dunkelelfen und den Dienern und Gästen der Priesterinnen vorbehalten. Als Kyrion diese Linie erreichte, bewegte sich Ruckartig das maskierte Gesicht des Wächters in seine Richtung. Doch im selben Augenblick löste sich auch eine Menschenfrau aus dem Gewirr eines Vorhangs und trat mit hölzernen Schritten zu ihm. Es war eigentlich ein hübsches Mädchen, mit kurzen, schwarzen Haaren. Aber ihr Blick war seltsam leer und abwesend, die braunen Augen Stumpf wie bei einer Toten. Auf ihre Stirn befand sich ein Brandmal in form einer Sonne. Sie trug die Kapuzenrobe einer Laienschwester. Der duft von Weihrauch und exotischen Kräutern ging von ihr aus. „Folge mir. Schwester Iluna erwartet dich“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern im Wind. Es klang als Spreche sie aus großer Ferne mit ihm. Sie erklärte nicht, wie sie ihn erkannte, noch sagte sie sonst etwas. Ohne abzuwarten, ob der Mietmörder ihr gehör schenkte, machte die Frau auf dem Absatz kehrt und lief auf einen großen, samtenen Wandteppich. Zielsicher verschwand sie zwischen einem Spalt. Dahinter befand sich, vor den neugierigen Augen der Besucher gut versteckt, eine Tür die zu den oberen Etagen führte. In das private Reich der Priesterinnen. Es war ein zweifelhaftes Privileg hier her eingeladen zu werden. Viele überlebten einen Besuch nicht. Die meisten, wenn man es genau nahm. Hatte Kyrion etwas zu fürchten? Vielleicht hatte man schlechtes über ihn verbreitet und nun würde die Priesterin ihn bestrafen? Hatte der Dunkelelf am Tor deshalb so hämisch gelacht? Wenn eine der Glaubensschwestern über einen Richtete, dann hatte man kein recht auf einen Prozess oder einen unvoreingenommenen Richter. Sie waren die höchste Exekutive.
Eine Rundtreppe, die sich an die Außenmauer des Turms schmiegte, wandte sich in das nächst höhere Stockwerk. Man hatte die oberen Stockwerke ebenfalls umgebaut. Auf jeder Ebene befand sich von der Treppe abgehend nur ein schmaler Gang, auf dessen beiden Seiten sich jeweils eine Tür befand. Jede der Priesterinnen hatte ihr eigenes Gemach und auf jeder Etage waren nur zwei unter gebracht. Je höher sie lebten, desto mehr Macht hatten sie. Nur die Hohepriesterin Iridia Xant hatte die oberste Ebene für sich alleine. Es ging sehr weit nach oben. Hier hatte man die Fenster nicht vermauert, so dass das Licht des Gestirns hinein fallen konnte. Seine Führerin sprach während des ganzen Aufstiegs nicht ein Wort. Sie bewegte sich nur Ruckartig, wie eine Puppe, setzte einen Fuß vor den anderen. Es ging fast bis ganz Oben. Im vorletzten Stockwerk angekommen, bog die Sklavin endlich in den Zwischengang ein und öffnete die linke Tür, die in einen halbrunden Raum führte.
Dieser war größer, als man von außen vermutet hätte. Er war hoch und erstaunlich hell. Abgesehen von drei deckenhohen Wandschränken, einem einfachen Bett und einem Bücherregal war der Raum trotzdem leer. Eine, sehr jung wirkende, Dunkelelfe saß auf einem schlichten Holzstuhl an einem der vielen Fenster. Sie war sehr zierlich. Wenn sie aufgestanden wäre, hätte sie Kyrion grade einmal bis zur Brust gereicht. Dunkelelfen waren für gewöhnlich kräftiger als ihre verwandten und selbst die Frauen hatten oft markante Züge und muskulöse Körper. Diese hier nicht. Sie wirkte so Zart wie eine Blume, hatte ein kindliches, rundes Gesicht und volle, geschwungene Lippen. Ihr weißes Haar reichte über die hölzerne Stuhllehne hinaus bis zum Boden. Obwohl sie ein Buch im Schoß liegen hatte, blickten die smaragdgrünen Augen verträumt nach draußen. Noch hatte sie keine Notiz von ihren Besuchern genommen. Ihre Dienerin, die den Mörder ans Ziel gebracht und damit ihre Aufgabe erfüllt hatte, marschierte direkt auf den hohen Wandschrank zu, öffnete die Türen und setzte sich auf den Boden. Als die Türen wieder geschlossen waren, erklang ein langer Seufzer von Innen, gefolgt von einem leisen Rumpeln. Erst jetzt blinzelte die Dunkelelfe, bei der es sich wohl um Schwester Iluna handelte und sah mit ihren großen Augen zu dem Menschen herüber. Auf ihren Zügen lag ein fröhliches Lächeln, wie man es selten bei Angehörigen dieses Volkes sah. „Ich grüße dich, Kyrion von Grandessar,“ sagte sie leise, doch lauter zu sprechen war vollkommen unnötig. Ihre samtene Stimme erfüllte auch so den ganzen Raum. „Ich habe von dir gehört. Du besitzt einen zweifelhaften Ruf. Und wie ich sehe,“ bei den Worte deutete sie in die Luft, rund um den Meuchler, „wirst du ihm gerecht.“ Noch immer lächelnd schloss sie den Mund und schwieg. Wie eine Richterin, die ihn bestrafen würde, sah sie bei Faldor nicht aus.
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Samstag 26. Mai 2012, 22:55

Kyrion schmunzelte, ein Umstand, den man allerdings aufgrund seiner Stoffmaske nicht zu erkennen vermochte. Er ging ruhig und ohne jede Hast auf das massive, wenn auch geöffnete Doppeltor zu, dabei glitt sein Blick über die Fassade des Bollwerks, welche mit edel wirkenden Bannern und Ornamenten verziert worden waren. Wenn sie etwas machten, dann richtig. Das musste man den Spitzohren lassen. Er war so tief in seinen eigenen Gedanken, dass er fast die beiden Wächter übersehen hätte, die direkt vor dem Tor wache hielten. Es war kein Schreck, viel mehr Überraschung, die der Meuchler empfand, wenngleich er es sich nicht anmerken liess. Schliesslich war er lange genug in seinem Gewerbe tätig, um solch kleine Lappalien mit Leichtigkeit zu überspielen. Dennoch, diese Wachen waren anders, als der Kerl am Tor, dass spürte er nur zu deutlich. In Ihrer Reglosigkeit wirkten sie eher wie zwei in die Wand eingebrannte Schatten, denn lebenden Wesen. Furcht spürte er keine, es war eher eine Form des Respekts. Obschon er durchaus gerne gesehen hätte, wie die beiden sich in einem Kampfe schlugen, eine alte und nur allzu vertraute Gier keimte in ihm auf. Der Kampf gegen einen ebenbürtigen, wenn nicht gar überlegenen Gegner, dass waren jene Momente die den Faldor Anbeter am ehesten im Gedächtnis blieben. Natürlich bereitete es ihm auch vergnügen, schwache und wehrlose zu töten. Doch wirklich lebendig fühlte man sich nur, wenn man ernsthaft mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wurde. Zumindest war es im Falle Kyrion Delano so. Es war deutlich, dass die beiden sich nicht für Ihn interessierten, weshalb sein Blick auf den Eingang selbst schwenkte. Ein dunkler Schlund, gleich einem Dämon, der nur darauf wartete, dass er einen verschlingen konnte. Der Meuchler hielt inne, atmete ruhig durch, der Geruch von Unrat und Tod lag in der Luft, ersteres war wohl der Stadt zuzuschreiben, bei letzterem vermutlich der Turm vor ihm. Einen Moment harrte er noch, dann trat er ein und die Finsternis verschluckte den Fleisch gewordenen Schatten..

Der Raum der sich Ihm offenbarte war ähnlich dunkler Natur, wie schon die Fassade des Gebäudes. Versiegelte Fenster, fast als wolle man ein Eindringen erschweren oder eine Flucht. Letzteres hielt der Attentäter für wahrscheinlicher. Die silbernen Iriden schweiften knapp durch die Halle, blieben dann jedoch an der Statue von Faldor förmlich kleben. Ein wohliger Schauer rannte seinen Rücken hinunter, doch was war das unter Faldor? Nachdenklich betrachtete der Delano dieses Meisterwerk der Steinmetzkunst, bis es Ihm wie Schuppen von den Augen fiel. Es war Pelgar. Der Sitz der weltlichen Macht, der hellen Völker Celcias. Passend, der steinerne Fuss Faldors lag auf dieser kleineren Ausgabe der Stadt. Ein Bauwerk des Triumphes. Diesmal keimte tatsächlich etwas wie Ehrfurcht in dem schwarz Gewandeten auf. Seine rechte Hand ballte sich zur Faust und wanderte zu seinem Herzen. Ein stiller Gruss an den einzigen Herren, dem er bis zu seinem letzten Atemzug dienen würde und den er ohne jeden Vorwand als solchen akzeptierte. So finster die Atmosphäre in dieser Hallen auch war, so fühlte sich der Assassine dennoch geborgen, gleich einem Kinde im Leib der Mutter. Die silbernen Iriden glitten nun weiter, während seine Füsse ihn auf lautlosen Sohlen durch den Raum trugen, er musterte knapp die betenden Elfen und Orks, schenkte Ihnen allerdings nur recht kurz seine Aufmerksamkeit. Der Wächter vor der Statue schien da schon interessanter zu sein. Und tatsächlich, er blickte sogar in seine Richtung! Er hatte zweifelsohne sein Haupt bewegt. Doch schien es das schon gewesen zu sein. Innerlich wartete er auf weiteres handeln des Wächters. Er wurde enttäuscht, denn plötzlich drang ein kaum vernehmbares Wispern an sein Ohr. Seine Augen lokalisierten die Quelle der Stimme jedoch schnell. Ein Mensch wie er selbst, im Gegensatz zu Ihm aber weiblich. Nett anzusehen, selbst mit dem Brandzeichen Faldors auf der Stirn. Allerdings sagten ihm Ihre Augen, dass der “Spass“ mit Ihr recht einseitig wäre. Diese wirkten Tod, gleich denen eines Fisches, ohne jegliche Gefühlsregung. Was die Priesterinnen, diesem kleinen Geschöpf wohl alles angetan hatten? Zu gerne hätte er es erfahren, als sich die junge Frau dann plötzlich einfach abwendete, begnügte er sich damit Ihre Worte zu befolgen. Kurz nach Ihr passierte er den kostbar anmutenden Vorhang und erblickte die Tür. Sie wartete nicht, sondern schlurfte weiter voran. Sie erinnerte den Delano mehr als eine Marionette, denn an ein eigenständig denkendes Wesen und er war sich sicher den oder eher die Puppenspielerin bald selbst zu Gesicht zu bekommen. Ob das nun gut oder schlecht für Ihn war blieb noch abzuwarten, wobei Ihm eine andere Frage in den Sinn kam. Wie oder woher wussten sie wie er aussah? Seinen Namen kennen war eine Sache, doch dass diese Sklavin Ihn ohne weiteres erkannt hatte war ihm nicht geheuer. Es stank förmlich nach Magie. Einem Gebiet in dem er nicht wirklich bewandert war, er wusste nicht viel über Zauberer und dergleichen, ausser dass man Ihnen am besten hinterrücks die Kehle aufschlitze. Wenn man denn nicht als rauchender Haufen Asche enden wollte. Er folgte stumm seiner ebenso stummen Führerin, Stufe um Stufe, Stockwerk um Stockwerk, wenn die Dunkelelfen es ähnlich handhabten wie die Menschen so würde an der Spitze des Turmes die Hohepriesterin warten, doch war die Rede von einer Schwester Iluna gewesen, doch es blieb ungewiss welche Position sie in der hiesigen Hierarchie inne hatte. Spekulationen halfen ebenso wenig. Er musste sich wohl überraschen lassen, eine Tatsache die ihm sauer aufstiess. Die beiden passierten so einige Türen und mit jeder wuchs die Neugierde in Ihm mehr, nagte an seiner Geduld, doch äusserlich blieb der Mann gelassen. Seine Schritte waren deutlich leichtfüssiger Waren, als die seiner Führerin und erzeugten dabei keinen laut, fast als würde er über die Steintreppen schweben und nicht gehen. Gerade als der Delano das Wort erheben wollte, bog die junge Frau in einen Zwischengang ein und öffnete die von Ihm aus gesehene linke Tür, worauf sie im Raum verschwand. Er folgte Ihr rasch und blinzelte, es war hier deutlich heller als im restlichen Gebäude, weshalb seine Augen, die sich auf das Zwielicht eingestellt hatten, erst einmal wieder an das Licht gewöhnen mussten. Das erste das er erkannte, war der spartanisch eingerichtete Raum. Verblüffend, für gewöhnlich badeten Lebewesen ob nun Mensch, Elf oder Zwerg am liebsten im Luxus, wenn sie es sich denn leisten konnten. Seine Aufmerksamkeit wurde von der am Tisch sitzenden Frau auf sich gezogen, die scheinbar ziellos aus dem Fenster blickte. Es schien fast so als hätte sie nichts von seinem eintreten bemerkt. Ehe er sie genauer in Augenschein nehmen konnte, richtete sich sein Blick wieder auf die Menschenfrau, die sich rührte. Mit hochgezogener Braue verfolgte er Ihren Gang zu einem der massiven Schränke und Ihr verschwinden darin. Einige Sekunden verstrichen, dann ertönte ein Herzzerreisendes Seufzen aus dem Inneren des Schrankes und ein dumpfer schlag. Allmählich dämmerte es Ihm was es mit dieser Dienerin auf sich hatte oder zumindest hatte er so eine Vermutung. Als seine Augen wieder die Dunkelelfe fixierten, erhärtete sich sein Verdacht, sie blinzelte und wandte das Haupt in seine Richtung. Dabei nahm er sie erstmals genau in Augenschein. Wahrlich, sie war keine typische Dunkelelfe, sie war zierlich und auch nicht unbedingt von hohem wuchs, soweit er das in Ihrer sitzenden Position einschätzen konnte. Ihr Antlitz war hübsch anzusehen, jung mit einer Nuance von Unschuld. Etwas das den Meuchelmörder mehr zu Vorsicht ermahnte, als es Legionen von grün maskierten Tempelwächtern vermocht hätten. Es war sein Instinkt der Ihn warnte, diese Frau war gefährlich! In welchem Ausmass, würde sich jedoch noch zeigen müssen. Das überschwängliche Lächeln auf den Lippen der Dunkelelfe, verstärkte dieses Gefühl nur weiter, während er wie gebannt Ihren Worten lauschte. Ihre Stimme war angenehm, dabei jedoch kaum mehr als ein dunkles Flüstern. Er schwieg, sein Gesicht und sein Körper blieben statuenhaft, erst als Sie endete schien das Leben zurück in seinen Körper zu finden. „Seid gegrüsst.. Ihr müsst wohl Schwester Iluna sein..“ es klang mehr wie eine Feststellung, denn einer Frage. Er fuhr nach einer kurzen Kunstpause auch sogleich in einem zwanglosen Plauderton fort. Sorglos, als wäre es das normalste der Welt. „Es freut mich, dass ich dem gerecht werde, was Ihr erwartet habt. Sonst muss ich mir immer anhören, dass man mich für grösser gehalten hätte..“ ein theatralisches Seufzen folgte. Ein Lächeln umspielte bei diesen Worten seine Lippen, was jedoch unter der Maske kaum auszumachen war. „Wenngleich es mich eher interessiert, was es ist was eine Schwester in Faldors Diensten von mir begehren könnte..?“ Sein Blick schien an Intensität zu gewinnen, während er diese Worte sprach. „Zudem frage ich mich was Ihr genau über mich gehört haben wollt..“ Langsam hob sich seine linke Hand und schob seine Stoffmaske bis zu seinem Hals herunter. Seine Lippen trugen immer noch das Lächeln, freundlich und aufrichtig, so schien es zumindest zu sein. Es war nur allzu deutlich, dass er darauf wartete, das die Priesterin endlich etwas Licht ins Dunkel brachte..

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Das dunkle Volk
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Das dunkle Volk » Sonntag 27. Mai 2012, 17:45

Ganz langsam erhob sich die Dunkelelfe von ihrem Stuhl. Dabei wirkte sie sich jeder ihrer Bewegungen seltsam Bewusst, sei es nun jenes kurze Auffächern ihrer Finger, oder die Weise, mit der sie sich eine verrutschte Strähne des silbernen Haares hinter das Spitze Ohr schob. Die ganze Zeit, während Kyrion sprach, hatte sie nur stumm gelächelt, in einer Weise, wie man es gewiss von kaum einer schwarzhäutigen Elfe jemals zu Gesicht bekam. Sie war hübsch, keine Frage, aber eine Aura der Unnahbarkeit umgab sie. Ihre Haare reichten ihr im stehen bis über den Po. Für eine Priesterin war Schwester Iluna äußerst knapp bekleidet. Ein smaragdfarbenes Bustier, dass mit glänzenden Obsidiansplittern besetzt war, verhüllte ihren kleinen Busen, der durchsichtige Schleider, der von ihm herab hing, reichte kaum eine Hand breit tiefer. Der nackte Bauchnabel war von einer Tätowierung in Form einer weiße Sonne umhüllt. Faldors Zeichen war zwar ein schwarzes Himmelsgestirn, doch diese wäre auf der ebenholzfarbenen Haut kaum so gut zur Geltung gekommen. Weitere weiße Muster waren in die Haut der Arme und des Rückens gestochen. Ihr bodenlanger Rock, der sowohl farblich als auch vom Schmuck hervorragend zum Bustier passte, saß sehr tief auf den schmalen Hüften. Iluna hatte in all ihrer Unschuld zweifellos etwas anzügliches, dass sie mit ihrer Kleidung noch zu verstärken wusste. Sie machte kaum den Eindruck einer geistlichen Person zu sein.
Federnden Schrittes lief sie zu dem hohen Bücherregal und stellte ihre Lektüre in den einzigen Spalt, der zwischen den schweren Wälzern frei war. „Was sagt die Größe eines Wesen schon über dieses aus?“ fragte sie Spitz, doch als sie sich umdrehte und ihm schelmisch zuzwinkerte, nahm das den Worten ihre Schärfe. Andere Dunkelelfen hätten sich bei den Worten des Meuchlers beleidigt gefühlt, wenn sie wie Iluna so viel kleiner wären, doch der Priesterin machte es scheinbar nichts aus. Wenn Kyrions Scherz sie beleidigt hatte, so lies sie sich nichts anmerken. Dieses Lächeln, dass ihre Züge diktierte, war schlimmer als jede ausdruckslose Miene. „Ich habe gehört, ihr wärt ohne Reue,“ erhob sie abermals das Wort. Ihre schlanken Finger glitten langsam über die Buchrücken, während sie an dem Regal entlang ging. „Ich habe gehört, ihr wärt käuflich. Dass ihr ein Mörder wärt. Und ich habe gehört, dass ihr in eurem kurzen Dasein schon unzählige Leben ausgelöscht habt, ohne dass es euch schlaflose Nächte bereitet hätte.“ Zum Schluss war die Stimme der kleinen Elfe ein wenig düsterer und kräftiger gewesen. Es schien so, als würde sie sich vor allem für den letzten Punkt interessieren. Endlich löste sie sich von dem Bücherschrank und kam nun auf Kyrion zu, bis die beiden Leiber nur noch eine Hand breit trennten. Obwohl sie auf die Zehenspitzen ihrer unbeschuhten Füße ging, reichte ihr Mund nicht hoch genug, um an sein Ohr zu kommen. „Stimmt es?“ fragte sie und urplötzlich hatte ihre sanfte Stimme etwas sehr verführerisches. „Stimmt es, dass ihr nicht von den Geistern eurer Opfer verfolgt werden, in den stillen Augenblicken, da die Welt in der Dunkelheit auf euer Bewusstsein alleine zusammenschrumpft?“ Schnappend biss Iluna ihre Zähne zusammen, so dass das entstehende Geräusch deutlich in Kyrions Ohr gelang.
Ruckartig wandte sie sich wieder ab, der kurze Augenblick, in dem sie so verführerisch wirkte, verflog wie eine Rauchwolke. Sie ging zurück zum Bücherschrank und nahm ein kleines Kästchen aus Obsidian aus dem obersten Regal. Noch stand es offen, sein inneres war mit purpurnem Samt ausgelegt. Doch als Ilans Finger es umschlossen, klappt sie gleichzeitig den Deckel zu. Zwar lächelte sie noch immer, als sie sich wieder umkehrte, doch jetzt wirkte es kühler und auch ihre Stimme war geschäftiger, als sie weiter sprach. „In der Festung lebt ein Dunkelelf namens Saul Na’Varro. Seit 200 Jahren versucht er nun schon seine Fähigkeiten im Kampf zu perfektionieren und er ist sehr weit gekommen. Er genießt einen guten Ruf, gilt als Kriegsheld und wird vermutlich in den nächsten Tagen zu einem Tempelkommandanten ernannt. Ich möchte ihn lieber tot sehen. Viel lieber. Was diese Schwester in Faldors diensten von euch begehrt, ist das Herz Saul Na’Varros, herausgeschnitten aus seinem Leib und mir in diesem Kästchen dargeboten. Es wäre eine Tat im dienste Faldors, des allmächtigen. Und du würdest dir mein Wohlwollen verdienen. Und natürlich Gold, wenn dir an solchem Tand gelegen ist ..."
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Sonntag 27. Mai 2012, 21:50

Diese Dunkelelfe war wahrlich etwas Besonderes. Das spürte der Delano, jede Ihrer Bewegungen wirkte bestimmt und schien einem Zweck zu dienen, so unscheinbar die Gestik auch wirken mochte. Unwillkürlich musste er an sich selbst denken, vergleiche ziehen. Diese Priesterin Faldors war in Ihrem handeln Kyrion keineswegs unähnlich. Was die Vermutung nahe legte, dass ein ebenso kalter und berechnender Verstand sich hinter diesem hübschen Gesicht versteckte. Wie er dem Delano inne wohnte. So gesehen, konnte man sie durchaus als sein weiblich/elfisches Gegenstück ansehen. Beide lächelten unschuldig, als könnten sie keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch was lauerte hinter der Fassade der beiden? Hinter welchem Gesicht mochte sich die schrecklichere Bestie verstecken? Ihre Kleidung war ebenfalls Zeugnis eiskalter Berechnung. Denn sie trug nicht sonderlich viel, was in Kombination mit Ihrem angenehmen Äusserem durchaus so manchen Mann um den Verstand hätte bringen können. Und selbst Kyrion konnte nicht umhin einzuräumen, dass Ihm gefiel was er sah, er war schliesslich auch nur ein Mann. Doch im Gegensatz zu seinen Geschlechtsgenossen liess er niemals zu, dass seine Manneskraft ihm den Blick auf das wesentliche versperrte, metaphorisch gesehen versteht sich. Trotzdem liess er es sich nicht nehmen, den Körper seiner Gesprächspartnerin ausgiebig zu mustern, sollte sie ruhig denken, dass sie ihn schon hatte. Seine Augen folgten Ihrem leichtfüssigem Gang durch den Raum, dem verstauen des Buches, wobei sie endlich das Wort an Ihn richtete. Dabei wurde das Lächeln auf seinen Lippen eine Spur breiter und mauserte sich zu einem ausgewachsenen Grinsen, als sich dieser “schwarze Engel“ umdrehte und mit einem simplen Zwinkern jeglichen Vorwurf aus der Stimme nahm. Es hatte den Anschein als hätte Iluna Humor, eine weitere Überraschung für den Delano, wenn auch eine angenehme. Ein Umstand der dieser undurchsichtigen Schwester mehr Sympathie einbrachte, als sie vermutlich geahnt hätte. Und wie die seinen, waren auch die Lippen der Dunkelelfe von einem Lächeln dominiert. Ihre Stimme erhob sich neuerlich, die Worte welche die wohlgeformten Lippen verliessen, sorgten für ein leises, wenn auch kurzes Lachen aufseiten des Menschen. Viel mehr ein wispern, zudem war etwas falsch an diesem Lachen, es drückte keine Freude aus, es war einfach. Eisig und kalt hallte es durch den Raum, während die silbernen Iriden das anrüchige Schauspiel verfolgte das sich ihm bot. Seltsam das solch eine unscheinbare Geste, wie über Bücher streichen, solch eine immense Wirkung haben konnte. Manch einer hätte sicher vieles gegeben, um mit diesen verstaubten Wälzern zu tauschen. Für Kyrion zählten jedoch nur die Worte, der ebenholzfarbenen Elfe. Und er war wahrlich ein guter Zuhörer, weder machte er Anstalten sie zu unterbrechen, noch liess er sich ablenken. Seine gesamte Aufmerksamkeit gehörte nur der Priesterin, deren Stimme als sie endete dunkler wurde, fast als würde Ihr wahrer Charakter aus dem zarten Körper ausbrechen wollen. Es geschah nichts dergleichen. Stattdessen, kam sie zu Kyrion und hielt erst inne, als sich die zwei ungleichen Körper fast schon berührten. Sie streckte sich, die Lippen dicht an seinem Ohr, soweit es eben Ihre Körpergrösse erlaubte. Sie hauchte mehr die Worte, als dass sie diese aussprach, Ihr warmer Odem streifte seine blasse Haut. Ein wohliger Schauer flutete seinen Körper, kein Zweifel, es gefiel Ihm, doch stellte er sich noch eine wesentlichere Frage. Wie viele waren zuvor dieser schwarzen Witwe ins Netz gegangen und Ihren reizen erlegen? Abschliessen, fast als wollte sie das gesagte unterstreichen, schnappte der Kiefer der Elfe zu und erzeugte ein klacken, welches unangenehm laut in seinen Ohren widerhallte. Und der “Zauber“ endete. Sie wandte sich ab und kehrte zu Ihren Büchern zurück. Anstelle eines Buches, holte sie dieses mal ein schwarzes Kästchen hervor, Obsidian, wie Kyrion vermutete, ausgelegt mit rotem Samt, eine kleine Kostbarkeit vermutlich. Als sie es herauszog, wurde es zeitgleich eher beiläufig geschlossen, ehe sie sich wieder zu Kyrion herumdrehte. Als sie zu sprechen begann, wusste er dass sie sich Ihm nun offenbaren würde. Er kannte diesen kühlen Ton nur zu gut. Jetzt ging es ums Geschäft, dort war kein Platz für Scherze oder hohle Phrasen. Schweigend lauschte er den Ausführungen, der Priesterin Faldors, dass Grinsen hatte einem kaum merklichem Lächeln Platz gemacht, dass man nur schwer als solches erkennen konnte. Er nickte nur auf Ihre Worte. Kurz blickte er Sie nur aus seinen Mondgleichen Augen an. Erhob dann jedoch seine eigene Stimme, die seine Worte auf samtenen Schwingen zu den spitzen Ohren der Elfe trugen. „Wahrlich interessant.. und so vieles auf einmal.“ Wieder wurde sein Lächeln breiter. „Reue?“ er schnalzte verächtlich mit der Zunge. „Lasst mich Euch etwas fragen Iluna.. empfindet ein Dolch Reue?“ Als er sprach, glitt seine Hand mit einer langsamen Bewegung zu seinem Oberschenkel, wo er den schwarzen Griff seines Krummdolchs umfasste und dessen geschwärzte Klinge mit einer geschmeidigen Bewegung ans Tageslicht beförderte. Keine Reflektion war zu erkennen, als er die Waffe im Sonnenschein wog und sie wissend musterte. Sein Blick schwenkte wieder zu den grünen Augen der Elfe und erneut riss er das Wort an sich. „Nein!“ Eine klare Ansage, die eine Antwort der Dunkelelfe überflüssig machte. „ Er tut nur das wozu er geschaffen wurde… er kennt keine Gewissenbisse, kein Zögern - er tötet, es ist irrelevant ob es sich dabei um einen Mann, eine Frau oder gar ein Kind handelt. Ein Dolch hat keinen eigenen Antrieb.. er ist wozu sein Besitzer ihn macht. Doch auch ein Dolch hat seinen Preis, je höher dessen Qualität, desto mehr muss man für Ihn bezahlen.“Ein letzter Blick auf die Waffe, dann wurde sie zurück in die, in der Rüstung versteckte Scheide geschoben. Was einen seltsamen Chamäleon-Effekt hatte, so dass die rabenschwarze Waffe kaum noch an seinem Körper auszumachen war. Er ging nun betont langsam auf die kleine Dunkelelfe zu, sie mit seinen nichtssagenden Augen fixierend. „Ich bin eine solche Waffe, es ist mir egal, welchen Groll Ihr gegen diesen Saul hegt, ob er Euch betrogen hat oder ob Euch einfach nur sein Gesicht nicht gefällt.. doch hat es seinen Preis. Denn wie Ihr dieses Ziel schildert, wird es nicht unbedingt billig.. Obschon Eure Gunst.. auch recht verlockend klingt.“ Zum Ende hin - er stand mittlerweile direkt vor Ihr, den Kopf leicht gesenkt, um der Faldorpriesterin weiterhin in die Augen sehen zu können, nahm seine Stimme fast schon etwas anzügliches, gar Begieriges an, verschwand jedoch so schnell wieder wie es gekommen war. Nur ein schelmisches Lächeln bedeckte noch seine Lippen. „Nun.. was könnt Ihr mir denn noch von Ihm erzählen? Irgendwelche Gewohnheiten..? Oder ist es mir selbst überlassen, die kleineren Details, wie das Aussehen und dergleichen herauszufinden?“ Dieser Satz machte wohl deutlich, dass er mehr als nur gewillt war, die Waffe der kleinen Elfe zu sein und in Ihrem und Faldors Namen den Tod zu bringen..

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Das dunkle Volk » Montag 28. Mai 2012, 14:10

Das kleine Kästchen in der rechten Hand haltend, fuhr Iluna mit dem linken Zeigefinger über das ins Obsidian eingelassene Relief. Die feinen Härchen auf ihrem Arm richteten sich dabei leicht auf. Es ging eindeutig Magie von der Schatulle aus, allerdings würde niemand, der nicht über die Kunst verfügte, dies bemerken. Die leuchtenden Smaragde, die Ilunas Augen waren, folgten der Bewegung von Kyrions Hand und als er seinen geschwärzten Dolch aus der Hülle löste, zuckte sie unwillkürlich zusammen. Sie wirkte plötzlich eingeschüchtert und ängstlich, als hätte noch nie zuvor ein Mann vor ihr eine Waffe gezückt und sie fürchten würde, dass der Meuchler sie nieder stechen wollte. Natürlich war das gespielt. In dieser Stadt gab es nicht das geringste, vor dem die Priesterin Angst hatte, andersrum jedoch, fürchteten unzählige Wesenheiten bereits ihre Nähe. Doch sie liebte dieses Spiel. Das unschuldige, scheue Ding geben, ihrem lieblichen, zarten Äußeren ganz gerecht zu werden. Jemand der auf dem Gebiet der Täuschung so erfahren war für Kyrion, konnte damit vielleicht nicht hinters Licht geführt werden, doch gegen die Allgemeinheit war es eine ihrer stärksten Waffen. Die großen Rehaugen folgten dem Krummdolch bei jeder Bewegung, als sie dem selbstherrlichen Gefasel des Auftragsmörders zuhörte. Sein Vergleich mit dem Dolch war vielleicht gut, aber er hakte in einer Sache. „Aber was ist, wenn ich für den Dolch nichts bezahlen möchte?“, fragte sie mit liebevoller Zurückhaltung, „Ich könnte doch seinen Besitzer töten und ihn mir nehmen? Selbst der schärfste Dolch hilft einem nicht, wenn man hinterrücks erstochen wird.“ Sie lachte breit und zeigte dabei zwei Reihen von makellos weißen Zähnen. Ihre zurückhaltende Art fiel Augenblicklich von der Dunkelelfe ab. Und was sie gesagt hatte, war keine hohle Phrase. Im Gegenteil, Iluna war es sogar gewöhnt, sich was sie wollte mit Gewalt zu nehmen.
Als er auf sie zuging und direkt vor stehen blieb, schenkte die Priesterin ihm einen betörenden Augenaufschlag. Sanft legte sie ihre freie, linke Hand auf seine Brust und fuhr über das dunkle Leder. Über seinem Herzen hielt sie inne. Mit einem Mal hatte ihr Blick etwas hungriges und die spitzen Fingernägel bohrten sich ein Stück weit in die Rüstung. „Glücklicherweise befinde ich mich in Gönnerlaune und bin daher gewillt, euch zu bezahlen, Meister Delano. Der Preis ist mir gleich, solange er nicht zu unverschämt ist. Gold ist so vergänglich, für mich hat es keinen Wert.“ Mit diesen Worten drückte sie ihm das Kästchen in die Hand. Dann löste sie sich von Kyrion und ging zurück zu dem Fenster, an dem sie zu beginn gesessen hatte. Mit einem Wink ihres Fingers bedeutete sie dem Meuchler, ihr zu folgen. Als er neben ihr Stand, deutete sie aus dem geöffneten Fenster hinaus und auf den westlichen Turm, der sich am anderen Ende der Festung erhob. „Dort drüben befindet sich die Offizierskaserne. Sie ist gut bewacht und nur ausgewiesene Soldaten dürfen sie betreten. Saul Na’Varro bewohnt Gemächer im oberen Drittel des Turms. Er ist leicht an der Brandnarbe zu erkennen, die seine gesamte linke Gesichtshälfte entstellt. Der entsprechende Augapfel ist Pechschwarz. Es sollte nicht schwer fallen, ihn von den restlichen Soldaten zu entscheiden. Da er derzeit noch keine festen Aufgaben hat, befindet er sich die meiste Zeit des Tages dort.“
Sie wandte sich um und sah ihm offen ins Gesicht. Kein Lächeln lag mehr auf ihren Zügen, stattdessen wirkte sie sehr ernst. „Ich glaube nicht, dass ihr ihn im offenen Kampf besiegen könnt. Er gilt als einer der besten Schwertkämpfer Morgerias. Solltest du Versagen, werde ich natürlich jegliche Verbindung zu dir abstreiten. Hast du erfolg, sorge ich hingegen dafür, dass dich niemand behelligen wird.“ Sicherlich hatte Kyrion diese oder eine ähnliche Rede schon mehrmals zuhören gekriegt. Aber es musste halt gesagt werden. Dann streckte sie ihre rechte Hand aus. „Sind wir uns einig?“
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Montag 28. Mai 2012, 18:49

Kyrion achtete genau auf die Rektion der Dunkelelfe, sie gab sich wahrlich keine blösse. Furchtsam hatte sie seinem zugegebener Maßen, etwas selbstgefälligen Monolog gelauscht, obschon er diese Metapher einfach zu sehr liebte und er nicht müde wurde sie jedem neuen Kunden aufs Neue vorzuschwatzen. Er war eben auch nur ein Wesen aus Fleisch und Blut mit Fehlern wie jeder andere auch. Weshalb er sich wegen solch einer Lappalie auch nicht grämte. Niedlich war es allerdings, wie sie so zwanghaft an diesem Unschuldsgetue festhielt, ein amüsiertes Lächeln huschte über die vollen Lippen des Menschen, dass sich selbst dann nicht auflöste als sie einwende bezüglich seiner Lieblingsmetapher hatte. Er blieb gelassen, nur seine Lippen formten nun ein amüsiertes, gar wissendes Lächeln, als hätte er jenen Einwand geradezu erwartet. Er schwig jedoch, nur in seinen Gedanken, führte er den so oft gesprochenen Monolog zuende: Oh liebste Schwester.. man sollte wissen, dass man sich auch ganz leicht an einem Dolch schneiden kann, vor allem wenn es der eigene ist.. eine unverholenen Drohung, wohl war. Nicht zuletzt aus diesem Grunde sparte er es sich wohl, dieses kleine Detail extra zu erwähnen. Er hatte Glück mit der Elfe, doch zeugte es nicht unbedingt von Professionalität wenn man sich ein Wortgefecht mit dem Auftraggeber lieferte. Schließlich war er in dieser Konstellation der Dienstleister. Er beobachtete lieber, denn die Unschuld war von der kleinen Priesterin abgefallen, endlich zeigte sie mehr von Ihrem wahren Ich, ohne Zweifel nur die Spitze des Eisberges, dennoch so mehr er wusste und erfuhr, desto besser konnte er sie einschätzen. Nicht ohne Grund gab es das Sprichwort "Wissen ist Macht". Amüsiert, allerdings ohne eine Reaktion nahm er Ihr Augengeklimper wahr. Und so sehr Ihm dieses kleine Spielchen auch gefiel, spürte er wie er innerlich dieser ganzen Scharade langsam überdrüssig wurde. Daran vermochten nun auch die Berührungen der Dunkelelfe etwas ändern, sein Körper blieb ruhig, der Herzschlag regelmässig, alles lag in der Norm. Diese "Frucht" lief dem Delano nicht davon. Die Worte waren da schon willkommener und wurden mit einem schiefen Grinsen quittiert. "Gold ist vergänglich, wie das Leben selbst.." ein recht ernüchternder Kommentar, doch bereits an seiner Stimme konnte man erkennen, dass er keine wirkliche Antwort erwartete. Er folgte lieber dem Deut der Priesterin und blicke neben Ihr aus dem Fenster. Ihr Zeig endete bei einem Turm, der dem in welchem er sich befand, in kaum etwas nachstand. Unwillkürlich wurde die Aufregung größer, nun kannte er den Ort, wenige Sekunden später wurden Ihm auch die Details zu seinem Opfer offenbart. Ein Krieger, der als einer der besten galt? In einem schwer bewachtem Turm? Ohne jegliche Rückendeckung oder Sicherheit? Klang nach einem Himmelfahrtskommando, doch waren es die schier unmöglichen Aufträge die dem Delano die meiste Freude bereiteten. Daran konnte auch die ernste Miene Ilunas nichts ändern, ebenso wenig der Standardsprcuh schlechthin. Bei Versagen winkte Verleumdnung, bei Erfolg, völlige Immunität. Oh Faldor sei dank war diese Welt voller Hass, Missgunst und Feigheit, sonst hätte er wahrlich um seine berufliche Existenz fürchten müssen. Doch der Herr des Verfalls, war wie immer gegenwärtig. Er blickte noch einige Sekunden in RIchtung des Turms, ehe er das Kästchen in seinen Händen begutachtete. Ein freudiges Lächeln schlich sich auf seine Züge, doch war etwas an diesem anders, etwas das der Delano nicht unterdrücken konnte. Ehrliche Freude, gar Euphorie, in seinen Augen brannte pure Leidenschaft. "Oh Schwester Iluna, wir wachsen an den Herausforderungen, die das Leben uns gibt oder verenden wegen Ihnen.." Er wog das Kästchen nochmals in der Hand, seine Stimme glich mehr einem Flüstern, doch man konnte deutlich die Überzeugung heraus hören, die er für das eigene gesprochene empfand. Dann löste sich die Rechte von der Schatulle und ergriff die der Dunkelelfe. "Das sind wir.. Ihr werdet von mir hören, von meinem Tode oder mir persönlich, je nachdem wem Faldor eher gewogen ist.." Er lachte, die Schatulle schob er dabei beiläufig in seinen Rucksack, ehe er sich abwendete, der Priesterin den Rücken kehrte. Leichtfüssigen Schrittes marschierte er auf die Türe zu, die Priesterin war beinahe schon vergessen, nur ein Ziel schwebte Ihm noch vor Augen Saul. Gefährliche Beute wartete auf den Delano! Blut würde fließen, Faldor würde seinen Tribut erhalten, ob nun von Ihm oder dem Dunkelelfen. Während er die Treppe hinab stieg, zog er die Stoffmaske wieder bis unter die silbernen Iriden, gefolgt von der Kapuze, so dass seine beiden "Monde" nun völlig im Schatten lagen, unsichtbar für neugierige Blicke. Er würde erst einmal die Straße in Richtung des Turms nehmen, Ihn sich ansehen, die Sicherheitsvorkehrungen selbst begutachten, den Turm selbst. Womöglich konnte er Ihn erklimmen, doch dass würde sich noch zeigen, nun hieß es ersteinmal überhaupt ankommen. Wenngleich die Vorfreude in ihm schier grenzenlos zu sein schien, ebenso die Zuversicht. Was konnte schon im schlimmsten Fall passieren? Gut er konnte sterben, aber das war es auch schon! Leise Lachend setzte er seinen Weg fort..

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 29. Mai 2012, 13:38

Sie sprach nicht ein einziges Wort mehr, nachdem Kyrion eingeschlagen hatte. Weder verabschiedete die Dunkelelfe ihren Streiter, noch wünschte sie ihm Glück oder sagte sonst etwas. Sie lächelte nur Mysteriös und wandte sich sofort wieder von dem Menschen ab, als sich der Handgriff löste, um wieder aus dem Fenster zu sehen. Das schräg einfallende Licht warf einen sehr dunklen Schatten auf ihre Augenpartie. Der Meuchler würde schon selber wieder heraus finden. Mit so etwas musste sie sich nicht auch noch beschäftigen. Als sie hörte, wie die Tür hinter ihr zugeschlagen wurde, griff sie an ihren bodenlangen Rock und löste einen mit Runen geschmückten Obsidiansplitter von diesem. Den schwarzen Stein hob sie mit beiden Händen vors Gesicht und pustete sanft dagegen. Nicht das sie Misstrauisch war, aber Vorsicht war grundsätzlich besser als Nachsicht. Im Grunde war es ihr gleich, ob Kyrion in seiner Mission erfolgreich war oder nicht. Im Endeffekt konnte sie derzeit nur gewinnen. Trotzdem, was sie hasste, war, hintergangen zu werden. Darum schickte sie lieber ein paar zusätzliche Augen los um sicher zu gehen, dass der Mensch auch tat, wofür er angeheuert worden war. Ein Test im Test...

Niemand behelligte Kyrion, als er den Turm der Priesterinnen wieder verließ. Selbst die Tempelwachen schienen sich noch weniger für ihn zu interessieren als zuvor noch. Es war ihnen vollkommen gleich, dass der düstere Mensch alleine zurück kam, wo er doch in Begleitung nach oben gegangen war. Da er in den Privatgemächern der Gottesdienerinnen gewesen war und diese unbeschadet wieder verlassen hatte, war er in den Augen der Elitewachen über jeden Zweifel erhaben. Im Grunde war es nun ein Freifahrtschein dafür, den Tempelturm jederzeit betreten und verlassen zu dürfen. Eine Ehre die nicht jedem zuteil wurde, vor allem kaum einem Wesen, dass nicht selber ein Dunkelelf war.
Der Weg zum Offiziersturm war nicht weiter schwer zu finden, man musste einfach nur der breiten Hauptstraße folgen. Kyrions Ziel war nicht nur in die Mauer der Festungsanlage eingelassen, sondern auch in den äußeren Wall der Stadt. Von den fünf Festungstürmen Kosrals war dieser eindeutig der wuchtigste und größte. Mit seinem bestimmt 75 Metern war er anderthalb mal so groß, wie selbst der Tempelturm. Je näher Kyrion kam, desto besser konnte er die Beschaffenheit des Bollwerks erkennen. Die Dunkelelfen hatten sich hier nicht so viel Mühe gegeben, wie bei der Behausung der Priesterinnen. Es gab keine zusätzlichen Ornamente, keine Banner und keinen Schmuck. Man erkannte noch ganz deutlich die Technik seiner ursprünglichen Erbauer. Einfaches, grobfugiges Mauerwerk streckte sich in den Himmel. Einzig und alleine die Fenster waren augenscheinlich verändert worden. Die breiten Augen waren zu schmalen Schießscharten verengt worden. Es war eindeutig, dass dieses Bauwerk nicht hübsch sein sollte, sondern funktionell und gut zu verteidigen. Nur im oberen drittel waren noch normale Gusseisenfenster eingelassen, denn dort befanden sich die Quartiere der Offiziere, Kommandanten und Kriegshelden, denen man ein wenig Luxus vergönnte. Von drei Seiten war der Turm von zehn Meter hohen Steinmauern umgeben, die von Osten, Süden und Westen auf diesen zuliefen. Nur im Norden, auf der zur Festung zeigenden Seite, befand sich kein Wall. Deutlich konnte man die Wachen sehen, die in regelmäßigen Abständen über die Kronen der Bastion marschierten. Ihre silbernen und schwarzen Rüstungen schimmerten matt im Sonnenlicht, ebenso wie die Spitzen ihrer Speere, Gleven und Hellebarden. Stangenwaffen waren hier eindeutig die bevorzugte Bewaffnung. Aufgrund ihrer großen Reichweite, waren sie den Dolchen des Meuchlers überlegen. Als er sich auf knapp 30 Meter genähert hatte, konnte man auch gut den äußeren Eingang zum Burgfried erkennen. Das schwere Holztor war verschlossen, vier Wachen standen davor Spalier. Sie sahen nicht so protzig aus, wie die Tempelkrieger, aber schienen dennoch grimmige Veteranen zu sein. Sicher gab es vom inneren des Festungsgeländes ein weiteres Portal, doch dazu musste man erst einmal über den inneren Wall kommen und wahrscheinlich war jene Seite ebenso gut bewacht. Alternativ gab es noch Türen, von denen man auf die Wehrgänge der Mauern gelangte, aber dort lief man gefahr, von den Wachen aufgeschnappt zu werden. Es war wirklich keine einfache Aufgabe, die Kyrion da von der kleinen Elfenpriesterin erhalten hatte. Und dabei hatte er diesen Saul noch nicht einmal ausgemacht.
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Dienstag 29. Mai 2012, 20:50

Niemand hielt den Delano auf, was ihn aber auch nicht weiter wunderte. Schließlich hatte die kleine Priesterin ja Ihren Willen bekommen. Er würde die Drecksarbeit für sie erledigen. Weshalb er sich in der Halle durchaus relativ sicher fühlte.Sein Blick schwenkte ein letztes Mal durch die Reihe von Kriegern, die sich zum Gebet versammelt hatten, ehe seine Füße ihn aus dem umfunktionierten Turm heraus trugen, wo ihn wieder die Sonne in all Ihrer Herrlichkeit erwartete. Allerdings hatte er keine Augen für den zu groß geratenen Feuerball, gelassenen Schrittes ging er über die breite Hauptstrasse, so näher er dem Turm kam desto bewusster wurde er sich über dessen eigentliche Größe. Es war nicht verwunderlich, dass dieses Bollwerk ein Zentrum der militärischen Macht bildete, leicht mit einem kleinen Kontingent an Soldaten zu verteidigen. Und man bewahrte stets den Überblick. Der Turm war sowohl mit der Innen- sowie auch Außenmauer verbunden, er biss sich nachdenklich auf die Unterlippe. Den Turm zu erklimmen konnte er vergessen, wenn es auch nicht die Höhe war die den Meuchler kümmerte, es waren eher die Lichtverhältnisse in Kombination mit den Soldaten, welche die Mauer abliefen. Ein flüchtiger Blick und schon wäre er entdeckt. Ein Seufzen verließ die Lippen des Attentäters, während seine Füße ihn weiter trugen, bis zum "Eingangstor" des "Türmchens". Wie nicht anders zu erwarten, war dieses auch nicht das was man als unbewacht hätte bezeichnen können. 4 Soldaten standen wie angewachsen dort und behielten die Umgebung genau im Auge. Ein weiterer Pfad der ihm verschlossen blieb. Es wäre Selbstmord gleich gekommen. Selbst wenn er die 4 Soldaten niederstreckte, wäre ihm spätestens dann die ganze Festung auf den Fersen gewesen. Er schüttelte sachte sein Haupt, sich zu verkleiden schloss er ebenfalls aus. Aus dem simplen Grund, dass er kein Lerium sprach. So hätte er diesen Schwindel wahrlich bestenfalls für ein paar Sekunden aufrecht erhalten können. So blieb nur noch eine Option. Die Wehrgänge, sein Blick huschte zu einer der Türen, sie war unbewacht, was jedoch wohl auch nicht nötig war, schließlich gingen, die eifrigen Wächter brav Ihre Routen über die Mauern ab. Der Delano atmete schwer aus, dann schwenkte sein Blick wieder zur Tür, bevor er ihn wieder gen Turm ausrichtete. Dann hatte er seinen Entschluss gefasst, er würde warten. Es war zu riskant bei helligtem Tage in die Festung einzudringen. Er hatte zwar nichts gegen risikoreiche Aktionen, aber er war kein Narr, zu viele unbekannte Variablen waren hier vorhanden. Es konnte nicht Schaden den ein oder anderen Vorteil auf seiner Seite zu wissen und im schutze der Nacht konnte er deutlich einfacher operrieren. Da dieser Teil nun beschlossene Sache war, blieb nur noch zu überlegen, was er in der Zwischenzeit machen sollte? Er wandte sich vom Bollwerk ab, setzte sich in Bewegung und entfernte sich ein wenig von der umfunktionierten Kaserne. Nicht das er doch noch zu viel Misstrauen auf sich zog und seine schöne Jagd endete, ehe sie überhaupt richtig begonnen hatte. Welch Ironie, das Sauls bester Schild im Augenblick Lysanthors kleiner "Lichtbringer" war. Doch so sicher wie jedes Leben endete, so würde auch die Sonne wieder versinken, er musste nur Geduld haben. Ein wölfisches Grinsen legte sich auf seine Lippen, während er sich in einiger entfernung gegen eine Hauswand lehnte, den Blick auf das Bollwerk gerichtet. So nah und doch so fern. Die Zeit zog gemächlich an dem Meuchler vorüber, er beobachtete nur, hielt sich zurück, studierte die Laufrouten der Wachposten, die ein deutliches System inne hatten, was sich allerdings erst nach einiger investierter Zeit herauskristallisierte. Regungslos verharrte er in seine Position, während der Tag an Ihm vorbei zog. Mal von den Wachen gab es nicht sonderlich viel zu sehen. Mal ein paar Orkjäger die zufrieden vor sich her stanken und sich in einer ihm unbekannten Sprache unterhielten, mal ein paar Sklaven die von Ihren neuen Besitzern geschunden wurden. Nichts außergewöhnliches. Den Delano selbst behelligte niemand, vermutlich war es seiner Kleidung zu verdanken, er passte wirklich zu gut in diese Stadt. Er sollte noch einige Zeit so verharren, bis Lysanthor langsam aber unaufhaltsam seine Macht einbüsste. Die Sonne versank am Horizont und überließ Kosral dem finsteren Schleier der Nacht. Der Mond konnte an diesem Umstand auch nicht sonderlich viel ändern, nur für ein schwächelndes Zwielicht war gesorgt. Perfekt für jemanden der nicht vor hatte entdeckt zu werden. Ein Lächeln das nichts anderes als tiefste Zufriedenheit ausdrückte legte sich auf die Züge Kyrions. Sachte stiess er sich von der Hauswand ab, an welcher er solange verharrt war, er lockerte seine Gelenke, den verspannten Körper, er brauchte sein gesamtes Potenzial, wenn er dass hier überleben wollte. Nach der kleinen Aufwärmübung setzte er sich in Bewegung doch weder das Tor noch eine der Türen die zu den Wehrgängen führten steuerte er an. Auf geräuschlosen Sohlen gelangte er zu einer der Mauern, die dank der Höhe, den unmittelbaren Frontbereich vor Ihnen in eine schier undurchdringliche Finsternis tauchten, in welcher der schwarz Gekleidete praktisch vollends verschwand. Langsam und nun leicht geduckt schlich sich der Meuchelmörder an der Mauer entlang, es war erstaunlich ruhig, ein paar gedämpfte Schritte eines patroullierenden Wächters, mal ein verhaltenes Lachen und ab und zu auch ein paar nicht näher definierbare Geräusche die von weiter weg zu Ihm getragen wurden. Schließlich befand er sich direkt am Turm, seine rechte Hand glitt über die raue Oberfläche eines größeren Steinquaders. Wenn der Rest aus eine ähnliche Beschaffenheit aufwies würde der Aufstieg ein Kinderspiel. So sehr man eine senkrechte Kletterpartie von über 50m denn als Kinderspiel bezeichnen konnte. Er warf den Wachen am Tor einen kurzen Blick zu, diese hatten anscheinend nur Augen für Ihre nähere Umgebung, niemand schien auf den Gedanken gekommen zu sein, dass jemand versuchen würde den Turm direkt zu erklimmen. Aber womöglich erwartete ihn ja noch eine unangenehme Überraschung auf dem Weg nach oben..

Die silbernen Iriden wanderten wieder nach oben, hinter einigen der Fenstern schien Licht zu brennen, sein Problem war nur das sich hinter jedem Fenster sein "Opfer" verbergen konnte, ein kleiner Hinweis hätte an dieser Stelle wahrlich nicht schaden können. Doch er musste eben mit dem zurechtkommen was er wusste, so wenig das auch sein mochte. Ein letzter prüfender Blick gen Wachen, dann streckte sich die Rechte des Meuchler aus und ertastete eine breite Spalte im Gestein, ein Ruck und die Klettertour begann. Er hatte sich auch bereits ein Fenster ausgesucht, dass was Ihm am nächsten war, er würde erst einmal einen Blick hineinwerfen, sollte sich Saul nicht dahinter befinden, würde er nach "leichter" Beute ausschau halten, welcher er eventuell ein paar Details zum Aufenthaltsort des Dunkelelfen entlocken konnte. Doch erst einmal hieß es oben anzukommen. Zwar glaubte er nicht das eine Wache Ihn erspähen würde, doch hatte er andere Sorgen. Denn obschon das Mauerwerk stabil wirkte, so konnte ein falscher Griff schon das Ende bedeuten, selbst für einen geübten Kletterer wie ihn. Und so höher er kam, desto länger würde sein Weg nach unten werden..

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Beitrag von Das dunkle Volk » Samstag 2. Juni 2012, 21:07

Immer wieder mal zog Kyrion einen argwöhnischen Blick auf sich, in der langen Zeit, die er auf das Einbrechen der Nacht wartete. Nicht nur von den Stadtwachen und Soldaten, sondern von so ziemlich jedem Dunkelelfen und Ork, der an ihm vorbei kam. Der Grund war nicht, dass man ihm böse Absichten ansah oder etwas sonstiges, nachvollziehbares. Es lag einfach daran, dass er ein Mensch war. Daran konnten auch weder seine Gesichtsmaske und Kapuze, noch seine finstere Rüstung, besonders viel ändern. Ein Teil der menschlichen Haut war immer zu erkennen und war es nur die Partie um seine Augen, so verriet sie dennoch sofort seine Herkunft. Die meisten Bewohner von Kosral machten keine Hehl daraus, dass sie die Menschen nur als Sklaven und auf einer Stufe mit Nutzvieh sahen. Ob wohl die Priesterin es ähnlich hielt? War Kyrion nur ein austauschbares Mittel zum Zweck oder war die kleine Elfe wirklich von seinem Ruf beeindruckt? Aber wie dem auch sein, da es nun einmal einige menschliche Söldner und Spione in der Stadt gab und diese von der Autorität geduldet wurden, konnten die Orks nicht viel mehr machen, als mit den Zähnen zu fletschen und die schwarzhäutigen Elfen höchsten böse Blicke verteilen. Und da alle etwas besseres zu tun hatten, als sich mit einem seltsamen Menschensohn zu beschäftigen, blieb der Meuchler weitestgehend unbeh
elligt.
Als dann die Sonne hinter den hohen Stadtmauern unterging und die Nacht ihr samtenes Tuch über Kosral legte, war seine Stunde gekommen. Zu seinem Glück war sein Ziel, der hohe Militärturm, aber nicht von Dunkelelfen geschaffen worden, sondern hatte gänzlich andere Baumeister. Die Steinquader waren grob und ohne Mörtel aufeinander gefügt worden. Ihr Gewicht alleine hielt das Gebäude zusammen. In den tiefen Fugen konnte man leicht halt finden, auch wenn man kein so talentierter Kletterer war wie Kyrion und auf Kletterhaken und den Handschuhen und Stiefeln verzichten müsste. Da der Auftragsmörder aber nun mal über beides verfügte, war es für ihn um so einfacher. So viel Glück hätte er in Morgeria oder Pelgar sicherlich nicht gehabt. Die Dunkelheit bot ihm bei seiner Kletterpartie Schutz. Aber dass die Wachen, die auf den Mauerzinnen auf und ab gingen, nicht besonders wachsam waren und nicht nach oben sahen, trug sicherlich auch ein wenig zu seinem Erfolg bei dieser Hürde bei. Niemand rechnete mit einem Angriff auf die Stadt, erst recht nicht von innen und am wenigsten glaubte man, dass sich die Höchsten gegenseitig Mörder auf den Hals schickten. Im Grunde waren diese Massen an Wachhabenden alleine aus Gründen der Disziplin aufgestellt, damit sich die Soldaten nicht an ein Lotterleben gewöhnten. In Sarma war genau dies geschehen und darum war die Stadt gefallen.
Immer höher trugen Kyrion seine Hände, wobei er den Schießscharten natürlich auswich. Als er dann aber endlich die untersten Fenster erreichte, waren seine Arme schon ein wenig Müde. Immerhin war es eine sehr anstrengende Tätigkeit, ein so hohes Gebäude von außen zu erklimmen. Man hatte das Fenster, dass ihm am nächsten war, nicht geschlossen, um möglichst noch viel frische und kühle Luft einzufangen. Der Raum dahinter war schwach beleuchtet. Es war nur eine kleine Kammer, die garantiert keinem ranghohen Würdenträger gehörte. Ein junger Soldat, so gut man das eben bei einem Elfen erkennen konnte, saß im Schein einer Kerze an einem kleinen Pult und kritzelte ein Pergament voll. Eine Rüstung trug er nicht, sondern eine einfache, graue Ledertunika. Dafür lehnte ein Kurzschwert griffbereit in seiner Hülle an dem Holzpult. Gedankenverloren sah der Elf mit den kurzen, dunkelroten Haaren zum Fenster und kratzte sich dabei mit dem Federkiel am Kinn. Sein Gesicht war auf jeden Fall glatt und makellos, also konnte es sich nicht um Saul handeln. Mit einem resignierten Stöhnen wandte er sich schließlich wieder seinem Pergament zu, und führte seine Schreibarbeit fort. Dabei schenkte er ihr seine gesamte Aufmerksamkeit. Mit einem Angriff rechnete der bestimmt nicht.
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Dienstag 5. Juni 2012, 22:42

Stumm zog sich der Schattenkrieger nach oben, Zoll um Zoll kam er seinem Ziel näher, seine Augen waren auf das Ziel gerichtet. Dieser Lichtschimmer in weiter Höhe über Ihm. Er machte sich nicht die Mühe seinen Blick auf die Mauer vor sich zu richten, dass war etwas für Anfänger, der Delano verließ sich auf seine Hände. Augen waren nützlich ohne Frage, doch verleiteten sie auch dazu nur das offensichtliche wahr zu nehmen und zu viele vertrauten auf den simplen Schein. Das begann bei einem netten Gesicht und endete bei einem scheinbar festem Brocken Gestein, der bei geringster Belastung dann eben doch nachgab. Aber Kyrion wollte sich nicht beklagen, er war dankbar für diese ganzen Narren die auf dieser Welt Ihr Unwesen trieben, denn sie waren für gewöhnlich leichte Beute. Wenngleich man selbst diese Schafe nicht unterschätzen sollte, eine Lektion die nur wenige beherzigten. Doch er schweifte ab. Innerlich maßregelte er sich selbst, richtete sein Augenmerk wieder auf das hier und jetzt. Er hatte ungefähr die Hälfte der Strecke bereits zurückgelegt. Und eine nur allzu vertraute Taubheit begann sich in seiner Armmuskulatur breit zu machen. Nichts ernstes, es lehrte Ihn nur einmal mehr, dass er letztendlich nicht mehr war als ein Haufen Fleisch und Knochen, dessen Fähigkeiten limitiert waren. Er war kein Held, kein Halbgott und nicht vergleichbares. Er kannte seine Grenzen, er wusste was er konnte, wusste welche Risiken er eingehen durfte und natürlich auch wann es besser war sich besser zurückzuhalten. Hybris mochte ja schön und gut sein, doch war Ihr engster bekannter der Tod höchstselbst. Ein Lächeln schlich sich auf die entspannten Züge des Menschens, er kam besser voran als er dachte, fast als hätte Faldor selbst seine Hand im Spiel gehabt, unachtsame Wächter, eine tiefschwarze Nacht, kaum merklicher Wind und ein Turm, den selbst ein Kind hätte erklimmen können. Weshalb er sich einige Minuten später auch direkt unter dem Fenster befand, sich gerade weit genug nach oben schob, um in den Raum hineinblicken zu können. Ernüchterung machte sich in dem Meuchelmörder breit, so viel zu seinem Glück, eine kleine Kammer lag vor Ihm, darin ein knabenhafter Dunkelelf in ledernem Gewand, der angeregt an einem Tisch saß und sich über etwas gebeugt hatte. Gerade als der Delano sich fragte, was dies wohl sein mochte, vernahm er das leise Kratzen von der Feder auf dem Papier. Kurz überlegte er weiter zu klettern, verscheuchte den Gedanken dann aber wieder und stemmte stattdessen beide Handflächen auf das raue Gestein um sich lautlos nach oben zu drücken, wo er in hockender Haltung verharrte. Prüfende Blicke suchten binnen weniger Augenblicke den kompletten Raum ab, sein Verstand indes, setzte diese ganzen kleinen Details in seinem Kopf zusammen. Einzelner Dunkelelf... nettes Gesicht, sicher nicht Saul. Kleine Kammer - Einzelzimmer, Tür verschlossen, Chance gering das ich hier von einem anderen Elf gestört werde.. Subjekt ahnungslos, was immer er da kritzelt scheint ihm wichtig zu sein, jedoch vorbereitet.. Schwert griffbereit auf dem Tisch.. sollte zu schaffen sein.° Er nickte unwillkürlich, ehe er die Handflächen erneut gegen den kühlen Stein drückte, seinen Körper diesmal jedoch behutsam in den Raum gleiten ließ. Die Füße voran, darauf bedacht mit den eingebauten Kletterhaken keine verräterischen Geräusche zu machen. Weshalb er seitlich auftrat und dann sachte abrollte, eine gängige und einfache Methode der geräuschlosen Fortbewegung. Die Grundzüge waren schnell erlent, die wahre Kunst bestand aber darin, auch den restlichen Körper dabei noch unter Kontrolle zu halten. Kyrion beherrschte diesen Kniff, was man recht gut an den Waffen in seinem Gurt erkennen konnte, denn obschon diese lose an diesem baumelten gerieten sie kaum in Schwingung, während er sich geduckt im Schatten des Dunkelelfen sich auf eben jenen zubewegte. So das er selbst bei nicht so "düsteren" Lichtverhältnissen keine Entdeckung zu fürchten gebraucht hätte, denn er bewegte sich im toten Winkel der einzigen Anwesenden Person. Fast schon beiläufig glitt seine rechte Hand zu dem Griff des schwarzen Krummdolches und beförderte die Waffe mit gebotener Achtsamkeit aus seiner Scheide, es war für Ihn nichts weiter als Routine. Direkt hinter dem jungen Elfen verharrte der Grandessaner, wobei jung bei Elfen relativ war, sie waren wohl die einzige Rasse die gleichzeitig aussehen konnte wie ein Kind und dabei das Alter eines Greises haben konnte. Verrückte Welt. Der Delano spannte seine Muskeln an, die Müdigkeit aus seinen liedern pressend, jetzt durfte er sich keinen Schnitzer erlauben, denn sonst musste er sich vermutlich eine neue "Quelle" suchen, an dem er seinen Wissensdurst stillen konnte. Und schon schoss er los, mit der Präzision einer Giftschlange, umfasste er den Elfen mit seiner linken, deren Handfläche ein überraschtes Ächzen abschnitt. Sobald der Elf wusste das er nicht alleine war, regte er sich, seine Hand schoss zu dem Kurzschwert, er stemmte sich gegen den Meuchler, doch zu spät, die rechte Hand presste kaum einen Herzschlag später die geschärfte Seite des Dolches unbarmherzig gegen die Kehle des Mannes. Der plötzlich erstarrte, wohl nun vollends überzeugt sein Ende sei gekommen. Ob es Angst war oder Besonnenheit konnte Kyrion noch nicht sagen, letztendlich kümmerte Ihn vorerst nur das seine Beute sein lästiges Aufbegehren unterließ. Einige Sekunden ließ er noch verstreichen, dann begann er mit gedämpfter Stimme zu sprechen: " Guten Abend mein Freund... eine wahrlich schöne Nacht nicht wahr? Du fragst dich bestimmt warum du noch nicht in deinem eigenen Blut ersäufst? Keine Sorge, wenn du brav bist muss es gar nicht erst soweit kommen, vorerst jedoch einige Dinge die ich klar stellen möchte. 1. Nein ich weiß nicht wer du bist oder wer dein Vater, Onkel, Großvater oder sonstjemand wichtiges unter dessen Fuchtel du stehst und der mich auf schlimmste Art foltern wird, wenn ich dir auch nur das geringste Leid zufüge.. und wenn du mich damit langweilen willst.. schwöre ich bei Faldor das ich dich von diesem verdammten Turm schmeissen werde... du glaubst gar nicht wie oft ich diesen Mist zu hören bekomme... als würde mich das interessieren... doch ich schweife ab. 2. Wobei es das eigentlich schon war... naja einerlei." Er lachte leise in das Ohr des Elfen, wobei das nciht das einzige war, dass vermutlich seltsam anmutete, denn so wie er sprach hätte man eher meinen können er plaudere mit einem guten Freund über das Wetter, die Tonlage in der er sprach hatte nichts bedrohliches an sich. Sein Körper sprach allerdings eine ganz andere Sprache, weder ließ er locker noch rückte der Dolch auch nur einen Millimeter vom Hals des Dunkelelfen, zudem achtete der Delano penibel auf die Bewegungen des Dunkelelfen, allzeit bereit ihm die Gurgel durchzuschneiden. Blieb nur zu hoffen das der Elf das auch begriff. "Also, wir können das ganze zivilisiert und sauber oder primitiv und schmutzig regeln, von ersterem haben wir beide mehr glaub mir.. du bleibst am leben und ich versaue mir meine Stiefel nicht - klingt gut? Dachte ich mir schon! Wie du dir denken kannst trachte ich dir nicht nach deinem Leben, eigentlich bist du mir völlig egal, du hattest nur Pech das ich zu faul war ein Fenster weiter zu klettern, jedenfalls interessiere ich mich brennend für einen Mann in diesem Turm.. einen Kerl mit verbranntem Gesicht... hört auf den Namen Saul Na´Varro. Wenn du die Freundlichkeit hättest mir zu sagen, wo sich sein Zimmer befindet, würde ich dir einen schnellen Tod gewähren und wenn du mir noch andere interessante Details nennen kannst, wie Gewohnheiten von Ihm oder mit wie vielen deiner Brüder ich auf dem Weg zu Ihm rechnen muss.. ja dann könnte ich lebensbejahender Geselle der ich bin eventuell davon absehen dir deinen hübschen Hals durchzuschneiden. Du siehst wir hätten beide etwas davon." Heiterkeit lag in den leisen Worten die seine Lippen formten. "Achja bevor ich es vergesse, eine falsche Bewegung, ein Schrei oder sprechen in deiner Muttersprache folgen unweigerlich zu deinem blutigen Tode... ich weiß furchtbar abgedroschen, dennoch scheinen es so viele immer wieder zu vergessen.." ein leises Seufzen folgte, während er nun sachte die Hand vom Mund des Elfen nahm, den Dolch im gegenzug eine Nuance fester an den Hals des augenscheinlichen Jünglings drückte, so dass die Klinge leicht in diesen einschnitt und ein winziges Rinnsal aus Blut sich seinen weg von der Schwerkraft diktiert, nach unten bahnte. Eine deutliche Forderung zu sprechen...

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 12. Juni 2012, 23:32

Ein leichter Windhauch wehte durchs Fenster hinein und der Schreiber zog Instinktiv seinen Übermantel etwas enger an. Er zitterte leicht, obwohl es eigentlich eine laue Sommernacht wahr. Aber trotz der deutlichen Anzeichen dafür, dass der Dunkelelf am frieren war, erhob er sich nicht, um das Fenster zu schließen, ja er sah nicht einmal von seinem Schriftstück auf. Faldor schien es wirklich gut mit dem Meuchler zu meinen, so leichtes Spiel er ihm bisher beschert hatte. Ohne weiter aufzufallen hatte er es geschafft, ins innere des hoch gesicherten Militärturms zu gelangen und auch wenn Kyrion sein eigentlich Ziel verfehlt hatte, so schenkte der dunkle Gott ihm doch einen eine scheinbar leichte Informationsquelle. War das vielleicht zu viel des Guten? Wie viel Glück konnte der kaufbare Mörder noch erwarten, bis das ganze sich ins Gegenteil verkehrte. Lautlos wie eine Katze näherte sich der Schwarzgekleidete seinem ersten Opfer. Wie man sich seinem Ziel ungehört anschlich, dass wusste der Mensch sehr wohl, doch es blieben stets kleine Feinheiten, wie eine knarrende Diele oder etwas dergleichen, die ihm einen Schnitt durch die Rechnung machen konnten. Und Tatsächlich jaulte eine der Bohlen kaum merklich, als Kyrion sein Gewicht auf sie verlagerte. Der Schreiber sah kurz von seiner Schriftrolle auf, doch wandte er sich nicht um. Stattdessen kratzte er sich nur mit der Tintenfeuchten Federspitze an der Stirn und hinterlies dort einen kleinen, bläulich schimmernden Fleck, ehe er sich abermals in seine Arbeit vertiefte. Das war fast schon zu einfach. Mit der Gewandtheit einer Schlange schoss Kyrion vor und brachte den Dunkelelfen in seine Gewalt. Als sich ein fremder Arm um seinen Hals wand und eine Hand seinen Mund zudrückte, versuchte der Schreiber nach dem bereitliegenden Schwert zu tasten, doch seine fahrige Hand stieß nur gegen den, über den Pultrand ragenden Schwertknauf, woraufhin die Waffe mit leisem Poltern umfiel. Der Kampf war jedoch ohnehin aussichtslos gewesen, denn im selben Augenblick, da das Kurzschwert wieder still lag, drückte sich eine kalte Dolchschneide gegen seine Kehle. Der Schreiber schluckte schwer, bereute es jedoch sofort, da sein Adamsapfel unangenehm über die Klinge kratzte.
Wie zu Eis erstarrt unterband der Dunkelelf jegliche Bewegung, von einem leichten Zittern einmal abgesehen. Seine Augen wandten sich zur Decke und seine Lippen bewegten sich in einem stummen Gebet. Es war keine Frage, dieses Exemplar seiner Rasse war weder ein Kämpfer, noch besonders Mutig. Innerlicht verfluchte er grade jede einzelne Begebenheit, die ihn letztlich an dieses Pult gebracht hatte, angefangen von seiner Geburt bis hin zum heutigen Mittag, an dem er zu spät in der Offiziersmesse war. Als der Mann in seinem Rücken zu sprechen begann, hörte er sofort mit seinen Gebeten auf, dafür begannen seine Kiefer zu mahlen. „Ich will keinen Ärger haben,“ entwich es seinem Mund schließlich, als Kyrion eine Pause einlegte und ihm ins Ohr lachte. Was hätte er auch anderes sagen sollen? Er hätte nicht mal mit irgendeinem ranghaften Verwandten Drohen können, wenn er es gewollt hätte und man ihm nicht deutlich gemacht hätte, dass er dies zu unterlassen hatte. Er war nur ein niederer Schriftgelehrter aus einem schlechten Haus. „Diese Stellung ist es nicht wert, für sie zu sterben, ich werde dir alles erzählen!“, fuhr er schließlich etwas ruhiger fort. Der Elf hatte einen seltsam stark ausgeprägten Akzent. Er schien die Allgemeinsprache noch nicht lange zu beherrschen, ein weiteres Indiz dafür, dass er noch ziemlich jung war.
Inzwischen hatte der Elf sogar aufgehört zu zittern, in der Annahme, er würde mit genug Kooperation noch heil aus der Sache raus kommen. Zumindest die Art, wie der Dolchbesitzer mit ihm sprach, lies dies erhoffen. Er war wieder zur stummen Salzsäule geworden, als Kyrion weiter sprach. Doch mit der frisch gewonnenen Ruhe war es sofort aus, als der Meuchler den Namen seiner Zielperson nannte. Sofort stand Schweiß auf seiner Stirn und in einer fahrigen Handbewegung warf er das Tintenfläschchen auf seinem Pult um. Die dunkelblaue Flüssigkeit breitete sich rasend auf der ganzen Platte aus und vernichtete alle Schriftstücke die darauf auslagen. Das dicke Pergament der Schriftrollen sog die Tinte sofort auf wie ein Schwamm. All die Arbeit, die der Dunkle sich gemacht hatte, war dahin. „Bist du denn Wahnsinnig?“ Die frage kam zischend über seine Lippen, aber war dennoch eher mitleidig als eine Anschuldigung. „Was soll das für ein Angebot sein? Entweder du tötest mich, oder ich verrate dir alles, was ich über Meister Na’Varro weiß, du findest ihn, er tötet dich und danach mich weil ich dir geholfen habe? Wer ist so närrisch einen Mörder auf den besten Kämpfer von Kosral auszusetzen?“ Der Schreiber hatte sich in Rage geredet, doch als sich die Schneide Drohend in seinen Hals bohrte, verstummte er sofort wieder und hob beschwichtigend – und vor allem betont langsam – seine Hände. Jetzt wo er noch einmal darüber nachdachte ... jetzt sicher sterben oder später mit einer Aussicht zur Flucht? Auch wenn die Chance nur gering war, der Rache des Elitekämpfers zu entgehen, war sie es wert ergriffen zu werden. „Sch... schon gut ... ich sag dir ja alles, aber nimm dieses Ding weg! Na’Varro bewohnt das nordwestliche Viertel der vorletzten Etage. Er verlässt seine Räumlichkeiten nur zu den Mahlzeiten und Morgens, um ein paar Stunden zu laufen. Er hat keine Wachen, auf der ganzen Etage gibt es keine, auch keine Diener.“ Inzwischen überschlug sich die Stimme des jungen Schreiber regelrecht. „Das Stockwerk ist für besondere Gäste und der einzige andere Bewohner müsste in der Festung sein. Nein ich bin mir ganz sicher, ganz sicher, hab ihn selber die Treppe runter gehen sehen. Und wenn er wieder gekommen wäre, hätte ich das gehört! Meine Kammer liegt direkt an der Haupttreppe, aber seit bestimmt einer Stunde ist niemand mehr hier durchgekommen.“ Nach diesem Redeschwall musste der Elf erst mal tief Luft holen. Einstweilen hatte er wieder zu Zittern begonnen. Die Drohung mit dem Messer hatte gut gesessen. Doch leider wusste er nun nichts weiter Interessantes zu berichten. „Lässt du mich nun ... gehen?“ Die Frage war ein Ausdruck der Verzweiflung. Da fürchtete jemand um sein wertloses Leben!
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Mittwoch 14. November 2012, 14:48

Ein wahrlich erquickendes Schauspiel, Faldor lächelte auf den Meuchler herab! Erregung flutete seinen Körper, dieser armselige Haufen Fleisch mit schwarzem Überzug sang wie ein liebliches Vögelchen. Nur für Ihn – Kyrion Delano. Das Lächeln auf den vollen Lippen wuchs zu einem begierigen Grinsen heran, denn die Worte des Elfen liessen hoffen! Die Hoffnung auf einen Mann der es wahrlich wert war zu Faldor geschickt zu werden. Die Furcht die seine Stimme diktierte war süsser als Honig, die Worte verheissungsvoller als ein wohlproportioniertes Frauenzimmer.. es war einfach unbeschreiblich, Worte alleine genügten nicht um auszudrücken wie der Grandessaner sich im Augenblick fühlte. Erneut ertönte das sanfte Lachen, getragen von seinem warmen Odem, der sanft das Ohr seiner Geisel liebkoste, die äusserliche Ruhe zu bewahren fiel ihm immer schwieriger, so mehr er von diesem Saul hörte. Doch massregelte er sich erneut, bald würde er spielen dürfen, noch musste er sich Gedulden, nur noch ein bisschen. Der Blick des Mannes fiel auf das Pult, eine kleine Schweinerei, die Tinte hatte das Werk des Dunkelelfen völlig zerstört, die fremden Worte waren in einem Meer aus schwarz ertrunken. Im düsteren Licht des Zimmers mochte es an Blut erinnern, tiefdunkel - jeglichem Lebens beraubt. Doch der Informationsfluss verebbte, sein Opfer hakte nach ob er Ihn nun verschonen würde. Die Furcht hatte wohl sämtliche Informationen herausgepresst, Kyrion glaubte dem jungen Dunkelelf, dennoch fühlte er sich genötigt das gesagte noch irgendwie zu kommentieren, wollte es einfach nicht so stehen lassen. „Wahnsinnig?“ seine Stimme blieb ruhig, der Dolch hingegen frass sich eine Nuance tiefer in den Hals seines hilflosen Opfers, während der Schwarzgewandete ansonsten ungerührt fortfuhr: „Ist es Wahnsinn, wenn es jemanden nach Herausforderungen giert? Obschon… vielleicht hast du recht mein Freund, vermutlich bin ich wirklich dem Wahn anheimgefallen. Doch musst du in diesem Falle mir wohl sehr ähneln, denn nur ein Wahnsinniger würde einen Wahnsinnigen in solch einer ungünstigen Lage als solchen bezeichnen, meinst du nicht auch?“ Mit jedem Wort, das die Lippen des Menschen verliessen wurde seine Stimme kälter und schärfer. Er spürte wie der Dunkelelf erneut zu zittern begann, wohl nun vollends überzeugt sein Leben sei nun verwirkt. Der finale Schnitt liess aber auf sich warten, zumindest für den Augenblick, es schien fast so als zögerte es der Assassine bewusst heraus um sein Opfer weiterhin mit der Ungewissheit quälen zu können. Nicht physisch, viel mehr griff er den Dunkelelf auf Mentaler Ebene an, unbarmherzig und unermüdlich. „Jedoch…“ er zog das Wort genüsslich in die Länge, legte dann gar gänzlich eine Kunstpause ein, ehe er weitersprach: „ … das was du mir erzählt hast macht mich glücklich mein kleiner Singvogel, dieser Saul muss ein wahrhaft zäher Hundesohn, ich bin gespannt, wem Faldor heute gewogen ist..“ erneut drang das altgewohnte Lachen an die Ohren des Dunkelelfs. „Nun denn mein kleines Vögelchen, darüber sprechen wird nicht helfen, wir werden sehen müssen wer obsiegt und wer noch vor Sonnenaufgang vor Faldor treten wird…“ die freie Hand des Mannes lockerte sich und strich dem Dunkelelfenjüngling sanft über die Wange. „..du wirst es als erstes erfahren denn..“ das Grinsen verschwand aus dem blassen Gesicht des Mannes und die Rechte setzte sich unbarmherzig in Bewegung. Er spürte den geringen Widerstand des Fleisches, das sich versuchte dem geschliffenen Stahl entgegenzustellen, wenn auch ohne Erfolg - Arterien, Sehnen und Luftröhre wurden durchtrennt, erst die Halswirbel stoppten den Vorstoss der Klinge. Der schlanke Hals öffnete sich wie ein unförmiger Schlund, doch nichts würde dieser verschlingen. Er gab viel mehr das kostbare Lebenselixier des Dunkelelfen frei. Auch die beiden dunklen Hände Ihres Besitzers vermochten nicht den Schwall zu stoppen der sich auf das Pult vor ihm ergoss, sich mit der schwarzen Tinte vereinte und kleine willkürliche Muster erzeugte. Ein kleines Meisterwerk, schoss es dem Grandessaner durch den Kopf als er zurücktrat und einige Schritte Abstand zwischen sich und sein verzweifeltes Opfer brachte und seinen Satz schliesslich beendete: „… denn du gehst vor mein Freund!“ kaum mehr als ein Wispern. Mehr als ein schmatzendes Gurgeln bekam der Mensch auch nicht zu hören, denn einige Herzschläge später rutschte der Jüngling von seinem Stuhl und fiel mit einem dumpfen Schlag zu Boden. Die silbernen Iriden betrachteten den leblosen Körper einige Sekunden, bevor sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatwaffe lenkten, welche wie die Hand die sie umklammerte mit dem roten Saft besudelt war. Werde ich sein Schicksal teilen? der Delano trat stumm an den toten heran, die Klinge oberflächlich am Rücken seines Opfers abwischend, ehe der Dolch zurück in seine Scheide zurückkehrte. Einen Herzschlag verharrte der dunkel gekleidete Mensch noch in der Position, dann erhob er sich sachte und Schritt langsam zu der Tür. Nichts war zu hören. Scheinbar hatte der Junge wirklich die Wahrheit gesagt, welch Aufrichtigkeit in solch üblen Zeiten. Ein Schmunzeln umspielte die Lippen des Mörders, während er die Tür öffnete und in den Gang hinaus trat. Sachte wurde die Tür hinter Ihm geschlossen, er hingegen wandte sich direkt gen Treppe, nun wusste er schliesslich wo sein Ziel sich befand und mit Vorfreudiger Erwartung erklomm er nun Stufe um Stufe. Das Vögelchen schien bereits vergessen zu sein, denn er wusste nun wie er Saul töten wollte, eine riskante Variante hatte er sich ausgesucht, doch die Neugierde auf diesen Dunkelelfen liess nichts anderes zu. Er MUSSTE sich ihm direkt stellen. Kein schleichen, keine Scharade, ein ehrliches Kräftemessen, wobei ehrlich in diesem Falle wohl ein sehr dehnbarer Begriff war. Bei diesem Gedanken zuckte wieder das gewohnte Lächeln um die Lippen des Mannes, welches wie immer oder eher wie fast immer von seiner Stoffmaske verborgen wurde. Nicht weiter schlimm, schliesslich war ohnehin Niemand in Sichtweite der es hätte sehen können. Und während er sich noch Ihr aufeinandertreffen in seinem Geiste ausmalte bemerkte er das er sich bereits vor den Gemächern seiner neuen „Liebe“ befand, leider würde diese aber nicht sonderlich lange halten, wahrlich ein Jammer! Der Delano atmete tief durch und senkte dann die linke zu der Türklinke um diese sachte herab zu drücken. Die Tür schwang auf, begleitet von einem leisen knarzen der Scharniere, nun würde das Beste folgen, der finale Akt dieses kleinen „Heldenepos“. Und noch während die Tür aufschwang und die Sicht auf den dahinterliegenden Raum freigab, formten die Lippen des Grandessaners bereits die ersten Worte. „Saul Na`Varro…? “ Nichts weiter als eine simple Frage, doch was würde nun geschehen? Befand sich besagte Person überhaupt hier? Oder war alles bisherige gar völlig umsonst gewesen?

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 27. November 2012, 16:17

Die Tür hatte sich geöffnet und dem Meuchelmörder schien das Lichte des Mondes aus einem geschlossen Fenster entgegen. Alles war in milchiges Licht getaucht und ließ es seltsam bizarr aussehen. In diesem Raum war nicht wirklich viel zu erblicken, was darauf schließen ließ, dass der Elitekämpfer nicht wert auf viel Prunk in seinen Gemächern legte. Ein großes Bett, welches durch einen großen Baldachin überspannt wurde stand auf der einen Seite des Raumes, an der Wand gegenüber einem schlichten Schrank und ein Regal, wo sie sich Waffen gelagert waren. Hatte Kyrion schon je so eine Auswahl gesehen? Hier gab es kleine Dolche, mächtige Schwerter, Waffen, die so ungewöhnlich waren, dass sie aus anderen Völkern kamen. Zwillingsklingen und Armbrüste und einen Handschuh, der lange Klingen auf den Handrücken trug, dass es wie die Pranke eines Monsters aussah.
Neben dem Bett stand ein kleiner Tisch, wo eine Kerze stand, die nicht brannte. Es roch in dem Raum auch nicht nach Rauch, so dass hier erst das Licht gelöscht wurde. Ein Duft von Waffenpflegemittel und den dezenten Duft von Opium lag im Raum hing hingegen deutlich hier.
Sein Liebster war wohl ausgeflogen.
Ein leises Schnalzen kam von einer Seite des Raumes. Eher absichtlich, anstatt durch ein Missgeschick erzeugt.
Auf dem zweiten Blick konnte Kyrion einen Stuhl mit einer Gestalt erblicken, die nicht unweit von dem Regal saß. Die Beine leicht überschlagen, ruhten die Hände auf den Oberschenkeln. Hätte es nicht eine Bewegung von dort gegeben, so wäre es nicht aufgefallen. Die Person war gute zwei Meter groß und die Muskeln waren deutlich unter der engen Kleidung sichtbar. Er war nicht so stämmig wie man ihn sich vorgestellt hätte, brachte aber eine beeindruckende Statur mit. Die Kleidung- oder eher die Rüstung die ertrug, schien mit der Umgebung zu verschmelzen, aber sah doch ähnlich der von Kyrion aus. Auch er trug eine Maske über dem Gesicht und die Augen, die ihn anstarrten waren ein eisiges tiefes Blau, was man selten bei jemand des dunklen Volkes sah. Eine Kapuze trug er hingegen nicht, ebenso keinen Umhang, der störend im Wind flattern könnte. Dadurch konnte sehen, dass dieser Dunkelelf dunkles, wenn nicht nachtschwarzes Haar hatte, welches vielleicht nur etwas an den Seiten stand und sonst auch kaum länger als ein Fingerbreit war. Im Mondlicht konnte man einige unschöne Narben im Gesicht sehen, was dessen Aussehen nicht sympathischer machte. Er trug Weisheit, Arglist und Grausamkeit in seinen Augen, die bedrohlich funkelten. Er musterte den jungen Mann und stand dann ohne ein Geräusch auf.
In seiner Hand hielt er wohl den zweiten Handschuh mit den beeindruckenden 4 langen Metallkrallen dran. Ohne den anderen aus den Augen zu lassen, zog er diesen über, bewegte die Finger. Jeder Schritt mit bedacht gesetzt.
„mein Name..ja!“ kam die tiefe Bassstimme wie aus jedem Winkel des Raumes.
„ich werde wohl einen neuen Schreiber brauchen, hmm?.. was soll ich zahlen, dass du mir dienst, Kyrion Delano?“ er schwang eine Spur von Überheblichkeit mit, doch war ebenso selbstsicher wie sein Verhalten. Hier hatte man es eindeutig nicht mit einem Amateur zu tun, nein, dies war ein Meister wie er im Buche stand. Die Bewegung geschmeidig wie die einer Raubkatze begann er nun den jüngeren zu umkreisen.
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Kyrion Delano
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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Kyrion Delano » Samstag 8. Dezember 2012, 04:23

Trostloses Zwielicht empfing den Meuchelmörder, surreal und geheimnisvoll zugleich. Dieser Raum hatte eine besondere Ausstrahlung, so ein Raum so etwas überhaupt haben konnte. Ein schwer zu beschreibendes Gefühl stieg in dem Delano auf. War es Ehrfurcht? Neugierde? Faszination? Erregung? Wohl eine Mischung aus alledem, denn wie bei der Priesterin zuvor war auch der Wohnbereich des Elitekämpfers wider Erwarten nicht von Prunk und Dekadenz geprägt. Vielmehr zeugte die Einrichtung von einem recht pragmatischen Lebensstil. Eine Überraschung jagte hier die andere. Kosral besass wirklich ausserordentlich interessante Vertreter der Gattung Dunkelelf. Und der Attentäter kam nicht umhin sich in den Räumlichkeiten seines Ziels wohl zu fühlen, ja fast schon heimisch. Als hätte er einen seit Dekaden verdrängten Wunsch seines Unterbewusstseins endlich erfüllt. Ein seltsames und ungewohntes Gefühl für den nomadischen Meuchelmörder. Dennoch war er nicht hier um sich zur Ruhe zu setzen oder zu Verweilen, seine Ziele oder besser gesagt sein Ziel war eindeutig – das Herz von Saul Na`Varro. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und mit nicht weniger würde er sich zufrieden geben. Denn es winkten Blut und Gold und das vermutlich nicht zu knapp. Verlockungen denen sich der Grandessaner nicht entziehen konnte, selbst wenn er gewollt hätte. Mit nichtssagendem Blick betrachtete er die zahllosen Waffen die der Raum beherbergte, eine wahrlich grossartige Sammlung die vermutlich Ihresgleichen suchte. Und das Bild das er sich selbst von Saul gemacht hatte nur weiter unterstrich. Ein Mann der keine Horden von Leibwächtern um sich scharte weil er sie schlicht und ergreifend nicht notwendig hatte – oder dies zumindest glaubte. Denn der sanft im Raum hängende Duft, machte nur allzu deutlich, dass Saul seine Waffen auch pflegte. Ein Umstand der nahe legte, dass er sie auch zu benutzen wusste, zwar nicht die einzige mögliche Option. Aber in Anbetracht der Tatsachen wohl die wahrscheinlichste.

Dann ein Geräusch! Instinktiv glitt das silberne Augenpaar zum Verursacher, einem dunklen Fleck in der Finsternis. Mehr geisterhafte Erscheinung, denn Wesen aus Fleisch und Blut, so schien es zumindest auf den ersten Blick. Völliger Unsinn, dass wusste Kyrion, doch konnte er nicht umhin etwas wie grimmigen Respekt zu empfinden. Es gab nur wenige die sich vor seinen geschärften Sinnen verbergen konnten oder zumindest war er nur wenigen Begegnet, welche dieses Kunststück fertig gebracht hatten. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Man hatte ihm wirklich nicht zu viel versprochen. Obschon er sich den Elitekämpfer etwas anders vorgestellt hatte. Etwas bulliger, mit deutlich mehr blitzendem Stahl am Körper. Doch der dunkle Schatten vor Ihm wirkte mehr wie jemand von Kyrions schlag. Ein wahrlich interessanter Umstand. Blieb nur die Frage weshalb er sich ihm bewusst offenbarte? Selbstsicherheit oder eher Selbstüberschätzung? Nahm er den silberäugigen Schattenkrieger etwa nicht ernst? Wenn, dann würde ihm noch eine unangenehme Überraschung blühen. Der dunkle Schatten begann sich zu rühren, erhob sich ohne jede hast. Kyrion indes schloss die schwere Tür hinter sich und schritt in ebenso gemächlichem Tempo in den Raum hinein, wo er ungefähr in der Mitte verharrte, den Blick unentwegt auf den nun stehenden und deutlich grösseren Schatten gerichtet. Nun konnte auch mehr erkennen, fast als wäre ein Schleier von ihm gefallen, aber vielleicht hatten sich seine Augen auch nur endlich an die vorherrschende Düsternis des Raumes gewohnt? Schwarzes Haar wie er selbst, doch einen deutlich dunkleren teint, wie von einem _DUNKEL_elf wohl auch zu erwarten war. Er trug eine ähnliche Kluft wie Kyrion selbst, doch trotz der Aufmachung konnte er die furchtbaren Narben erkennen die sich oberhalb der Maske noch zur Genüge abzeichneten. Sein Herz machte förmlich einen Sprung, die endgültige Erkenntnis schien ihn zu überwältigen, wenn auch nur innerlich. Äusserlich blieb er statuenhaft, bar jeder Emotion die auf Leben innerhalb des Schattenkämpfers hätten deuten können, mal von motorischen Grundfunktionen, wie dem heben des Brustkorbes bei jedem Atemzug abgesehen. Und während er noch realisierte, dass er endlich am Ziel war ertönte bereits die düstere Stimme des Dunkelelfs, gepaart mit einer Drohgebärde oder vielleicht auch nur Vorbereitung. Schwer zu sagen, was der Dunkelelf eher bezweckte, als er die exotische Waffe über die schlanken Finger zog, was Kyrion vorerst jedoch relativ gleichgültig war. Die Worte waren das was zählte. Eine letzte Bestätigung, jeder Zweifel ausgeschlossen! Die silbergrauen Iriden blickten direkt in die eisblauen des anderen Schattenkriegers und schienen förmlich aufzuleuchten. Was mochte Saul in Ihnen erkennen? Die Vorfreude? Gier? Oder gar etwas weitaus dunkleres..

Was folgte kam zugegeben – etwas – unerwartet. Anstatt, dass Ihr Tanz begann wollte der Dunkelelf… verhandeln? Etwas wie Enttäuschung machte sich in Kyrion breit, jedoch zeitgleich keimte Neugierde auf. Noch jemand der seinen Namen kannte! Er schien Kyrion auch nicht zu fürchten oder zeigte es zumindest nicht, gut ein verschmerzbarer Umstand. Furcht ermahnte zur Vorsicht und ein vorsichtiger Kämpfer war weitaus gefährlicher als ein selbstsicherer, zumindest Kyrions Erfahrung nach. Der Dunkelelf verstummte nun und umkreiste Ihn wie ein Raubtier seine Beute, der Delano hingegen schien noch einige Sekunden wie zu einer Salzsäule erstarrt, ehe er sich wieder langsam zu rühren begann. Er sprach nicht, sondern streifte seinen Lederrucksack von den Schultern und lies ihn sachte zu Boden gleiten, ehe der rechte Fuss ihn in Richtung Bett trat. Eine Vorbereitung und Absicherung zugleich, so konnte er im Notfall besser reagieren, sei es nun im Angriff oder in der Verteidigung. Ebenso verfuhr er mit seinem Kapuzenumhang. Die Broschen wurden gelockert und der Umhang abgestreift, ehe er achtlos auf dem Bett des Elitekämpfers landete. „Ich hoffe doch… es stört nicht wenn ich es mir etwas bequemer mache?“ die süsslich dunkle Stimme des Delano ertönte sachlich, wobei die rhetorische Natur seiner Frage wohl offensichtlich war. Nicht zuletzt deshalb, weil er es bereits getan hatte. Die Augen lagen weiterhin auf Saul, während er ein sanftes lachen anstimmte und sich die rechte Hand sachte gegen die Stirn des Grandessaners drückt. „Ich muss wahrlich ein wahrer Meister in meinem Fach sein, wenn praktisch jeder meinen Namen zu kennen scheint… oder ein noch grösserer Narr…“er verstummte, wenn auch nur kurz. Die Rechte machte eine ausladende Geste, in seine Augen schlich sich indes ein schelmisches Funkeln. „Doch bin ich von Natur aus neugierig – was könnte ein Mann bei dessen Namen sich ein jeder innerhalb Kosrals selbst besudelt von einem bescheidenen Mietmörder wie mir wollen? Ich hoffe doch nicht um den Schreiber zu ersetzen… glaubt mir ich eigne mich nicht für solch..“ eine knappe Kunstpause folgte, während die rechte Hand scheinbar völlig willkürlich durch die Luft wischte, als wolle der Assassine eine lästige Fliege vertreiben. „.._gefährliche_ Arbeit.“ Lag da etwa Häme in seiner Stimme? „Ich mag doch stark bezweifeln, dass Ihr Furcht empfindet.. oder hat Euer zögern einen anderen Grund? Wollt Ihr gar kein Blut sondern lieber – andere – Körperflüssigkeiten mit mir vergiessen?“ Kaum merklich kräuselte sich die Stoffmaske, was einem genauen Beobachter wohl verraten oder viel eher vermuten lassen hätte, dass sich in eben jenem Augenblick ein fettes und wahrscheinlich ziemlich dreckiges Grinsen auf die Züge des Meuchlers gelegt hatte. „Nun erleuchtet mich Meister Na`Varro, Ihr scheint meine Liebe zum Gold nur allzu gut zu kennen.. aber mag es verlockend genug sein um den Ruf des Blutes zu übertönen? Vermögt Ihr wirklich mit Gold oder Wissen die Gelegenheit aufzuwiegen mich mit jemandem wie Euch zu messen? Ihr habt meine volle Aufmerksamkeit..“ Die rechte sackte herab, auf den Griff seines kunstvollen Langdolches, dessen Form wohl ebenfalls nicht unbedingt alltäglicher Natur war. Langsam befreite er diesen nun aus seinem ledernen Gefängnis. Die spitze deutete auf Saul, ob er ihm nun damit symbolisch das Wort zurückgeben oder einfach nur nachziehen wollte blieb ungewiss. Beides war möglich, schliesslich hielt auch der Dunkelelf seine Waffe bereits bereit, wer konnte schon wissen, was in den Köpfen der beiden Schattenkrieger vorging. Eine perfekt gespielte Farce die nur das unvermeidliche hinauszögerte oder gar der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

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Re: Alles hat seinen Preis..

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 27. Dezember 2012, 10:28

o standen sie sich gegenüber. Zwei, die wohl Brüder im Geiste sein konnten oder sogar Seelenverwandt. Jeder nach dem Rausch des nächsten Blutes am Leben. Navarro beobachte den jüngeren Assassinen und wie dieser sich bewegte. Die Lässigkeit mit der er versuchte, eine Reaktion zu provozieren. Viele solcher Art wurden schon zu ihm geschickt und immer wieder hatte er der Priesterin die Boten zurückgeschickt. Das Herz separat in einer Schachtel, so wie sie es den anderen aufgetragen hatte. Keiner hatte es lange geschafft zu bestehen und doch war es heute anders. Eine Faszination lag in der Luft und eine Spannung, die man versucht war zu ergreifen.
Er hatte natürlich von Kyrion gehört. Wenn man selber in diesem Geschäft tätig war, informierte man sich, wer sich denn so alles im gleichen Gewerbe rumtrieb. Bis vor ein paar Sekunden hatte er aber nicht gewusst, dass es tatsächlich Kyrion war, den sie ihn diesmal schickte. Die Augen des jüngeren Mannes hatten ihn verraten. In den Straßen waren es genau diese Augen, die man meist beschrieb. So wie man seine Augen im dunklen Volk fürchtete.
Wenigstens musste er sich jetzt selber nicht um ein treffen mit dem Mann bemühen. Ja, Faldor fügte zusammen, was zusammen gehörte.
Sie umkreisten sich und als Kyrion Rucksack und Mantel ablegte und diese Richtung Bett warf, hob er nur eine Braue. Der Junge fühlte sich wohl schon heimisch.
„willst du gleich einziehen?“ war seine ebenso sarkastische Antwort, als der andere Fragte, ob er störe.
„wenn du einen Kampf möchtest, können wir auch anschließend reden..“ er verbeugte sich leicht, was die höfliche Geste eher zum Spot machte. Der Krieger war ebenso wie Kyrion mit allen Wassern gewaschen. Die dreckige Bemerkung quittierte er ebenso mit einem Lächeln. Es sagte viel über die Person aus, wenn man so etwas aussprach- zumindest, dass man bereit wäre sich darauf einzulassen.
Man sollte nie etwas aussprechen oder tun, wenn man sich der Konsequenzen nicht bewusst ist.
„ist das die Wahl deines Kampfplatzes?“ grollte die tiefe Stimme mit einer Spur von Häme dem Jüngeren entgegen.
„mal nebenbei bezweifele ich, dass du es wert wärest“
Es war schon interessant mit welcher Arroganz die heutigen Assassinen rumliefen und sich als die besten hielten. Der Dunkelelf hatte schon viele erlebt und trotzdem hatten sie sich selbst überschätzt. Wer die Klinge ergriff, der musste immer damit rechnen, dass es einen besseren gab. So war das Geschäft, doch was glaubten einige, dass sie die besten wären, wenn sie nicht mal ein Drittel der Lebenserfahrung hatten, die Saul besaß. Er kannte somit mehr als die meisten Menschen am Leben waren.
Aber vielleicht war es ja Kyrion es wert, zumindest einen Tanz zu wagen und zu riskieren. Wenn nicht, dann war es eben so. Der jüngere hatte sich schon um seine Klinge befreit und Saul nickte nur. Eine Geste, dass er den Tanz annahm. Er preschte vor, duckte sie so schnell unter den Schlag mit der Klinge weg und zog die Klingen des Handschuhs über den Oberschenkel des jüngeren und stand sogleich hinter Kyrion. Geschmeidig wie eine Raubkatze drehte er sich und blickte auf die ungeschützte Rückseite, des jüngeren Assassinen. Ein schneller Tritt in dessen Hintern Richtung Bett folgte, während er gleich darauf die Klinge blockte. Warum nicht ein wenig spielen?
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