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Re: Die Ruinen

Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 15:17
von Vana Erendis Morgaine
Mit grimmiger Genugtuung sah Vana, wie sich die letzte Spinne vor ihr zurückzog. Den Augenblick nutzend drehte sie sich zu dem Mann und sah noch, wie dieser mit einem gezielten Einsatz der Luftmagie die beiden Spinnen auf seiner Seite tötete, sich anschließend umdrehte und irgendetwas auf die letzte Spinne warf, konnte aber nicht erkennen, ob es irgendeine Auswirkung auf sie hatte. Die Aktion verschaffte ihr jedoch Zeit, Zeit die sie brauchte, um sich um die Giftverletzung zu kümmern.

Mit dem Stab in der linken Hand die Spinne auf Distanz haltend, ritzte sie sich mit dem Schwert schnell Runen mit heilender Wirkung in das Bein und beschwor sie mit einer entsprechenden Formel. Die Wirkung trat augenblicklich ein. Von der Stelle, an der das Gift eingetreten war ausgehend breitete sich wohlige Wärme das Bein entlang aus und auch der Schmerz erstarb. Allerdings war es Vana nicht möglich zu sagen, ob damit auch die Wirkung des Giftes neutralisiert wurde. Sie konnte nur hoffen, dass es so war. Zumindest ließ sich das Bein wieder schmerzfrei bewegen und auch ihr Gefühl kehrte wieder zurück.
Sich mühsam aufrichtend und noch leicht unsicher auf den Beinen ging sie zu dem Mann, die Spinne dabei nicht aus den Augen lassend, und wiederholte die gleiche Prozedur an dessen Armverletzung.
Anschließend zog sie ihn langsam und seine Proteste ignorierend zu seinem Pferd hin, wobei sie zu ihm sagte:
„Es reicht, ich denke diese eine Spinne hat erkannt, dass hier nichts mehr für sie zu holen ist. Also warum sich noch weiter der Gefahr aussetzen? Lasst sie ziehen und seid froh, wenn wir ungeschoren und mit nur leichten Blessuren davonkommen. Und sollte sie doch noch einmal angreifen, könnt ihr sie immer noch erledigen.
Übrigens, danke für eure Hilfe. Ihr kämpft nicht schlecht. Ich hoffe ihr nehmt mir meine kleinen Sticheleien von vorhin nicht übel.“

Als sie sein Pferd erreicht hatten, sahen sie, wie sich die letzte Spinne in die Büsche zurückzog und kurz darauf verschunden war.
Erleichtert hängte sich Vana ihren Umhang und ihren Reisebeutel wieder um.
„Seht ihr, sie ist verschwunden. Was immer ihr auch zuletzt gemacht habt, es hatte wohl keine Wirkung. Hoffen wir, dass sie genug hatte und wir von weiteren Monstern dieser Art verschont bleiben. Wie geht es eurem Arm? Ich hoffe ich konnte mit Hilfe der Runen die Vergiftung stoppen. Leider weiß man das erst, wenn eine Verschlechterung des Zustands ausbleibt. Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich habe da noch eine dringende Angelegenheit in dem Gebäude hinter uns, na ja, oder was davon noch übrig ist, zu erledigen.“
Mit einem letzten Blick auf den Mann machte sich Vana wieder daran zu Myra und ihren Dunkelelfen zurückzukehren. Hoffentlich war es der in der Zwischenzeit nicht gelungen die Tür zu öffnen.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Donnerstag 15. Februar 2007, 15:28
von Vana Erendis Morgaine
Vana hatte bereits das Tor zu dem dahinter liegenden Gang zum Thronsaal erreicht, hielt aber auf die Frage des Mannes inne, überlegte kurz, ob sie ihm wirklich darauf antworten sollte und ging dann nochmals zu ihm zurück.
„Es ist keine Frage des Wollens. Mir bleibt keine andere Wahl, will ich vermeiden, dass den Dunkelelfen ein ganz bestimmter Gegenstand in die Hände fällt. In ihren Händen würde dieser Gegenstand nur unglaublichen Schaden anrichten.
Fragt bitte nicht weiter, denn ihr rührt hier an Dingen, die besser auf ewig vergessen bleiben sollten.“ Vana hielt kurz inne und sah ihm abschätzend in die Augen, die, wie sie erst jetzt bemerkte, von einer intensiven blauen Farbe waren.
<b>Das ich den Kristall für meine eigenen Zwecke benutzen will, braucht er ja nicht zu wissen. Es reicht, dass er weiß, dass ich verhindern will, dass ihn die Dunkelelfen bekommen.</b>
„Wenn ich euch einen guten Rat geben darf, nehmt euer Pferd und zieht schnellstens eures Weges. So wie ich die Dunkelelfen und ganz besonders ihre Anführerin einschätze, würden sie euresgleichen sofort und mit wahrem Hochgenuss zu Faldor befördern, würden sie euch gewahr werden. Ich kann euch nichts befehlen, doch bitte ich euch, nehmt meinen Rat an und geht, bevor ihr es später bereut.“
Erneut schaute sie ihn beschwörend an, kehrte ihm dann aber abrupt den Rücken zu, um erneut in dem ehemaligen Herrscherhaus zu verschwinden.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Montag 19. Februar 2007, 15:57
von Vana Erendis Morgaine
Als Vana an der Schulter festgehalten wurde, blieb sie erneut stehen und hörte sich an was der Mann zu sagen hatte. Als dieser ihr seine Hilfe anbot umspielte ein hintergründiges Lächeln ihren Mund, von dem sich nicht sagen ließ, ob es nun dem Mann selbst oder seiner Frage galt, denn gleichzeitig wurde ihm von Vana geantwortet:
„Es gibt da tatsächlich etwas, was ihr tun könntet. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mir als Rückendeckung zur Verfügung stehen könntet. Ich hätte euch allerdings nie zu fragen gewagt, da es für euch nicht ungefährlich ist, solltet ihr euch dazu entschließen mir zu helfen.
Es würde jedoch bereits reichen, wenn ihr euch außer Sicht der Dunkelelfen bereit haltet, im Falle einer Gefahr für mich mit eurer Magie einzugreifen.“
Mit leicht verführerischem Blick sah sie ich an und meinte weiter:
„Am besten ihr folgt mir und seid darauf bedacht nicht entdeckt zu werden. Ich denke zwar, dass ich mir die Dunkelelfen auch selbst vom Leib halten kann, doch ist es immer gut noch einen Trumpf in der Hinterhand zu haben.
Mein Name ist übrigens Vana, doch in Gegenwart der Dunkelelfen, sollte es dazu kommen, solltet ihr mich Morgana nennen. Ich habe gute Gründe meinen wahren Namen vor den Dunkelelfen zu verheimlichen. Doch nun lasst uns gehen, ich habe bereits genug Zeit vergeudet.“

Mit schnellen Schritten folgte Vana erneut dem düsteren Gang bis sie die Halle des ehemaligen Thronsaales erreichte. Dort hatte sich in der Zwischenzeit, zu Vanas großer Erleichterung, nichts Weltbewegendes ereignet. Nach wie vor versuchten sich die Dunkelelfen daran das Schloss zum nächsten Raum zu knacken, schienen aber bislang wenig erfolgreich gewesen zu sein. Zumindest hatten sie jedoch soweit gelernt, dass sie nun vorsichtiger zu Werke gingen.
Auf Myras fragenden Blick, berichtete diese kurz von dem Spinnenüberfall und stellte es so dar, dass es diese wohl auf die Pferde abgesehen hatten und von ihr wieder vertrieben worden waren. Die Darstellung erklärte die Kampfgeräusche, ohne dass Vana auf den fremden Mann eingehen musste. Hoffentlich hielt dieser sich so bedeckt, dass er nicht vorzeitig entdeckt wurde.

Als Vana ihren Bericht beendet hatte, meinte sie an Myra gewandt:
„Wie ich sehe hattet ihr in der Zwischenzeit weit weniger Erfolg. Mir scheint, ihr seid an einem toten Punkt angekommen. Ich an eurer Stelle würde mich ein wenig sputen, denn wenn erst die Geister der Ruinen aufmerksam werden, dürfte es nicht mehr so einfach sein den Kristall zu bergen.“
Vana ging bewusst das Risiko ein Myra zu reizen, denn sie hoffte, dass diese in ihrer Rage zu Fehlern neigen würde, die ihr selbst vielleicht zum Vorteil gereichen würden. Zudem lenkte sie damit die Aufmerksamkeit auf sich und erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass der fremde Mann unentdeckt blieb.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Montag 19. Februar 2007, 21:35
von Myra Zhai
Die Gefolgschaft Myras, hatte wenig Erfolg das SChloss zu öffnen, das was Myra schon früh befürchtet hatte. Vana kam nun auch wieder zu ihnen und berichtete von Spinnen welche ihre Pferde angegriffen haben. Die Dunkelelfin schmunzelte nur, diese Geschichte kaufte sie ihr nicht wirklich ab, doch sie hatte wichtigeres zu tun als sich mit solch KLeinigkeiten zu beschäftigen. Doch als Morgana die Geister ansprach musste Myra lachen.

"Geister, habt ihr Angst vor körperlosen Wesen. Seelen die umherirren und einem versuchen Angst und Schrecken einzuflößen? Welch lächerliche und erbärmliche Frau ihr doch seit! So etwas nennt sich Wanderpriesterin Manthalas, Schnade über euch." sprach sie und wandte sich wieder den Reitern zu. Zornig brüllte sie sie an.

"Macht weiter, das Tor muss geöffnet werden auf schnellstem Wege. Macht, sonst war dies euere letzte Machenschaft!"

Sie selbst hielt sich vom Tor entfernt und sah sich die Thronsessel genauer an. Sie fazinierten sie, allein der Gedanke, den Thron Morgerias zu besteigen lösten ihn ihr Gelüste auf. Die Lust nach MAcht, Geld, Gier und die niedere Gefolgschaft welche ihr gehorchen und jeden kleinesten Schritt von ihr befolgen würden, was sie im Prinzip jetzt schon machten. Denn als rechte Hand des dunklen Herrschers, war sie sowas wie sein Stellvertreter.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Dienstag 20. Februar 2007, 13:26
von Erzähler
Die Dunkelelfen unter Myras Befehl eilten gehorsam zum Schloss der Tür. Keiner wollte es sich mit der rechten Hand des Dunklen Herrschers verscherzen, vor allem nicht an einem Ort wie diesem und nachdem sie gesehen hatten, was mit Ysuran geschehen war.
Eifrig suchten zwei von ihnen die Wände nach weiteren möglichen Stellen ab, hinter denen sich Fallen verbergen mochten. Die übrigen Dunkelelfen machten sich nun am Schloss zu schaffen. Es wurde keine weitere Falle asugelöst, das Schloss konnte berührt werden.

"Herrin, es existiert kein Schlüsselloch und auch sonst können wir keinen Öffnungsmechanismus entdecken", rief einer der dunkelelfischen Reiter. Seine Stimme war fest, aber an seiner Haltung konnte ein geübtes Auge erkennen, wieviel Angst es ihm bereitete, diese missliche Nachricht zu übermitteln.

Erasrmus verbarg sich inzwischen in den Schatten und beobachtete alles. Noch hatte ihn niemand wahrgenommen, aber es war nur eine Frage der Zeit. Je länger man sich versteckte, desto eher kam wa vor, dass man einen Fehler beging, der einen verriet.

Johannes hingegen hielt sich vollkommen zurück. Schweigend hatte er die Zeit verbracht und rührte sich nicht von der Stelle. Ob er nun aus unerfindlichen Gründen vor Angst erstarrt war oder nur den stillen Beobachter spielte, vermochte niemand zu sagen. Er hatte sich in sich zurückgezogen.

Vana und Myra standen sich keineswegs freundlicher gegenüber. Es bestand eine Art Waffenstillstand zwischen beiden, aber sobald diese Sache mit dem Kristall geklärt wäre, würde jede von der anderen erfahren, wie sehr sie sich im Grunde nicht leiden konnten. Wie sich diese gegenseitige Abneigung jedoch entfalten würde, wussten nur die Götter und diese hüllten sich wie Erasmus und Johannes in Schweigen.

Inzwischen wurde es irgendwie kühler im ganzen ehemaligen Thronsaal. Von irgendwoher drang Zugluft ein und streifte über die Wangen, Arme und rüstungsfreien Stellen der Anwesenden, hinterließ zwar keine Gänsehaut, aber ein Gefühl des Unbehagens.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Mittwoch 21. Februar 2007, 16:31
von Vana Erendis Morgaine
Als Myra Vana wegen ihrer Bedenken hinsichtlich der Geister als ängstlich und schwach bezeichnete und sich über sie lustig machte, färbte sich Vanas Gesicht rot vor Zorn und sie war drauf und dran sich auf die hochnäsige Dunkelelfe zu stürzen, besann sich jedoch im letzten Moment. Zum Glück war es recht düster, so dass niemand die kurze Veränderung in Vanas Verhalten auffiel.
<b>Pfff, Närrin! Wirst schon sehen, dass mit den Geistern nicht zu spaßen ist, aber Hochmut kommt immer vor dem Fall.</b>
Wieder etwas ruhiger geworden beobachtete sie, wie sich die Dunkelelfen auf Myras harschen Befehl hin erneut an dem Schloss zu schaffen machten. Belustigt registrierte sie, dass sich Myra dabei in sicherer Entfernung aufhielt. <b>Ha ha, so viel zum Thema Angst und Schwäche.</b>
Nach einiger Zeit meldete einer der Dunkelelfen unterwürfig, dass an dem Schloss weder ein Schlüsselloch noch sonst ein Öffnungsmechanismus gefunden werden konnte.
Da Myra nichts weiter dazu sagte, entstand eine kurze Pause, die wohl jeder zum Nachdenken nutzte. Dabei hatte Vana das Empfinden, als würde es in der Halle unmerklich kühler werden, so als würde ein kühler Lufthauch ihren Körper streifen, der ein gewisses Gefühl des Unbehagens auslöste. Sie konnte es nicht mit Sicherheit sagen, doch ließ sie dieser kühle Lufthauch unweigerlich erneut an die Geister denken, weswegen sie sich nun ihrerseits an den Dunkelelfen wandte:
„Sagt, ist euch an dem Schloss vielleicht sonst etwas Ungewöhnliches aufgefallen? Schriftzeichen etwa oder Symbole, irgendetwas in dieser Richtung?“
Es war nur eine Vermutung, doch konnte es gut sein, dass das Schloss durch Runenmagie gesichert war und man es nur öffnen konnte, wenn man die Runen in der richtigen Folge aktivierte. Ein Fehler konnte hingegen wohlmöglich tödlich sein.
Vana traute sich jedoch durchaus zu, ein so gesichertes Schloss zu knacken. Nicht umsonst hatte sie eine jahrelange Ausbildung zur Runenmeisterin absolviert.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Freitag 23. Februar 2007, 09:35
von Erzähler
Der Dunkelelf versteifte sich, als Vana ihn direkt ansprach. Langsam veränderte er seine Position. Wo er eben noch beinahe unterwürfig und seiner nicht würdig vor Myra Zhai gebeugt gestanden hatte, so richtete er sich nun zu voller Größe auf. Vana diente er nicht und brauchte sich vor ihr nicht zum gehorsamen Hündchen machen zu lassen. Aber der Dunkelelf antwortete ihr auch nicht gleich. Er blickte sie mit grimmigem Gesichtsausdruck an und schaute dann zu seiner Herrin, Myra. Nur sie hatte zu bestimmen, ob er Befehle ausführte oder Informationen preisgeben durfte. Myra reagierte jedoch zunächst kein bisschen. Ob sie wütend auf Vana war oder ihr jetzt den Spaß gönnte, ohne diese Information allein im Regen stehen gelasen zu werden, sah man ihr nicht an. Sie gab allerdings keinen Befehl, zu schweigen oder zu sprechen.
Der Dunkelelf war unschlüssig. Er kannte seine Stellung und wusste, wie viel nun auf dem Spiel stand, wenn er einfach drauf los plauderte: sein Leben war der geringste Preis dafür.
Zu Vanas Glück entschied er sich aber, ihr ein Zeichen zu geben, das Myra vielleicht nicht einmal wahrnahm. Er blickte unauffällig zu Vana und schüttelte so sanft und langsam den Kopf, dass man schon genau hinsehen musste, um die Geste zu erkennen.
Es bedeutete also "Nein". Keine Schriftzeichen, keine Symbole.

Da rief einer der Dunkelelfen von der Tür aus herüber. "Herrin, für diese Tür braucht es keinen Schlüssel. Es muss einen Trick geben. Etwas, das in diesem Thronsaal ist und die Tür öffnet. Ich vermute, irgendwo in der Wand oder unter den Bodenplatten verbirgt sich ein Drahtmechanismus. Es würde allerdings sehr lange dauern, ihn zu finden. Vermutlich sollten wir nach einem geheimen Schalter oder Hebel suchen."

Kaum hatte der Dunkelelf gesprochen, sauste ein heftiger Wind durch den Saal, bauschte Vanas Gewänder und Johannes' Umhang auf. Im nächsten Moment war es wieder ruhig.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Montag 26. Februar 2007, 15:05
von Vana Erendis Morgaine
Es war für Vana sehr interessant zu beobachten, wie sich die Haltung des Dunkelelfen auf ihre Frage hin änderte. Aus dem unterwürfig katzbuckelnden Diener wurde urplötzlich ein aufrecht stehender und arrogant dreinblickender Dunkelelf.
Wäre die Situation nicht schon ernst genug gewesen, so hätte Vana angesichts dieser grotesken Darbietung laut aufgelacht. Als wenn er ihr damit imponieren könnte. Noch besser war allerdings sein anschließender unschlüssiger Blickwechsel zwischen Vana und Myra. Wie es aussah konnte er Vana nicht ohne Erlaubnis Myras antworten. So arrogant er sich ihr gegenüber auch gab, am Ende tat er ihr nur noch leid. War er doch nur ein Lakai, ein Wurm, der vor Myra im Staub kroch, ihr die Stiefel leckte und keinen freien Willen besaß. Auf Gedeih und Verderb der Gnade einer launenhaften Dunkelelfe ausgeliefert.
Mochte er sie ruhig verachten, es störte sie nicht, denn um nichts in der Welt würde sie mit ihm tauschen wollen.

Sie stellte sich bereits darauf ein, keine Antwort von ihm zu bekommen, als er ihr doch noch, wenn auch nur ganz unmerklich zu erkennen gab, dass sie mit ihrer Vermutung falsch lag.
<b>Verdammt! Also keine Runenmagie. Schade eigentlich, so wird die Sache wieder komplizierter.</b>, dachte sich Vana, während sie bereits gedanklich nach anderen Möglichkeiten das Schloss zu öffnen suchte.
Der Ruf eines anderen Dunkelelfen, der inzwischen das Schloss weiter untersucht hatte, ließ sie erneut aufmerken. Er sagte da etwas von einem Drahtmechanismus und dass sie nach einem geheimen Hebel oder Schalter suchen sollten.
Die Nachricht war alles andere als beruhigend. Nicht was die Tatsache, dass sie die Tür vielleicht bald öffnen könnten, anging, sondern der Umstand, dass nun alle ausschwärmten und damit begannen den Raum genauer in Augenschein zu nehmen. Die Entdeckungsgefahr für Vanas neuen Helfer potenzierte sich dadurch erheblich, so dass sie sofort aufsprang und ebenfalls damit begann den Raum abzusuchen. Dabei wandte sie sich an Myra und meinte:
„Ihr habt sicher nichts dagegen, wenn ich mich an der Suche beteilige. Nicht dass eure Leute am Ende noch etwas übersehen.“, wobei sie die Dunkelelfe süffisant angrinste.
Außerdem trieb sie der plötzlich einsetzende kalte Windstoß zur Eile, deutete er doch darauf hin, dass die Geister Kosrals langsam auf die Eindringlinge aufmerksam wurden.

Langsam aber zielstrebig, dabei immer vorgebend den Raum aufs Genaueste zu untersuchen, bewegte sie sich dahin, wo sie den Mann vermutete. Als sie die Nische endlich erreichte zischte sie ihm so leise, dass selbst er es wahrscheinlich kaum hörte, zu:
„Lauft so schnell ihr könnt in den Gang zurück. Die Dunkelelfen haben vor den gesamten Raum zu untersuchen. Wenn ihr hier bleibt werdet ihr mit Sicherheit entdeckt.“
Sie wartete nicht ab, ob er sie verstanden hatte oder nicht, sondern begann erneut damit den Boden und die Wände abzusuchen. Sie wollte schon wieder zu den Anderen aufschließen und melden, dass sie nichts gefunden hätte, als ihr in einer kleinen Felsenvertiefung zwei merkwürdig aussehende halbrunde Erhebungen auffielen. Vorsichtig tastete sie darüber und spürte, dass sich beide Ausbuchtungen durch leichten Druck bewegen ließen.
Hastig und sehr aufgeregt nahm sie sofort ihre Hand von den Ausbuchtungen. Als sich nichts weiter tat atmete sie hörbar auf, denn da es zwei Ausbuchtungen waren stand für sie fest, dass eine davon eine Falle auslösen musste. Die Frage war nur, welche von Beiden. Vielleicht würde es das Beste sein, wenn sie den Anderen ihre Entdeckung mitteilte. Sollten sich doch die Dunkelelfen damit beschäftigen. Also wartete sie noch etwas und rief dann in den Raum hinein:

„Äh, hört mal her! Ich glaube ich habe hier etwas entdeckt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es der gesuchte Mechanismus ist.“

Re: Die Ruinen

Verfasst: Sonntag 11. März 2007, 20:33
von Myra Zhai
Als Morgana meinte sie habe etwas entdeckt, spitzen sich die Ohren der Dunkelelfin. Sie war zwar etwas angewidert das sie etwas fand und nicht sie selbst oder einer ihrer Gefolgschaft, doch gefunden war gefunden. Sie deutete ihrn Männern das sie ihr zu dem MEnschenweib folgen sollten.

Die taten sie auf der Stelle. Für Erasmus selbst würde es wohl un noch schwieriger werden unentdeckt zu bleiben. Myra kam zu Vana hin und sah sie angewidert an! "Soso, du hast also etwas gefunden, dann zeig !" sprach sie in einem befehlerischen Ton. Doch dann stockte sie kurz und blickte um sich.

<b>Ich spüre etwas, hier ist eine fremde Person. Hier ist noch jemand.</b>

Der Blick der Dunkelelfin verfinsterte sich "Männer durchsucht den Raum und die Gänge, wir haben Besuch" schrie sie förmlich und blickte dann Morgana finster an "Nun zeig diesen Mechanismus oder weist du gar mehr von unserem Besucher?" fuhr sie sie an

Re: Die Ruinen

Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 20:35
von Vana Erendis Morgaine
Myra merkte auf Vanas Ruf hin sofort auf und begab sich zu ihr hin. Ihr Gesicht zeigte, dass sie nicht gerade sehr erfreut darüber war, dass ausgerechnet Vana den gesuchten Mechanismus gefunden hatte. Die musste über Myras Leichenbittermine beinahe lachen, doch verging es ihr gleich wieder als diese ihre Leute anwies die Umgebung abzusuchen, da ihrer Meinung nach noch jemand in der Nähe sein müsse.
Vana war nun doch einigermaßen besorgt, dass die Dunkelelfen bei ihrer Suche auf ihren heimlichen Helfer stoßen würden.
<b>Mist, muss dieser Mechanismus auch ausgerechnet da sein, wo er, ich weiß noch nicht mal seinen Namen, sich versteckt hat. Und diese verfluchte Elfe scheint auch noch Lunte gerochen zu haben. Hoffentlich konnte er sich weit genug zurückziehen.</b>

Auf Myras verdächtigende Frage, ob sie vielleicht sogar etwas wüsste, lachte Vana nur verächtlich und meinte:
„Glaubt mir, wenn da jemand wäre, dann hätte ich ihn kaum hierher geführt. Ich habe kein Interesse daran, dass noch weitere Leute auf den Kristall aufmerksam werden. Möglicherweise wurde ja jemand auf den Kampflärm vorhin aufmerksam. Mir ist jedoch nichts dergleichen aufgefallen. Glaubt mir, ihr vergeudet nur eure Zeit.
Ihr solltet eure Aufmerksamkeit lieber diesen beiden runden Erhebungen widmen. Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist eine davon der gesuchte Mechanismus, der die Tür öffnen sollte.“
Vana deutete dabei auf die von ihr gefundenen Ausbuchtungen in der Wand, überließ es jedoch Myra die weiteren Schlussfolgerungen aus ihrer Entdeckung zu ziehen.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 21:16
von Erzähler
Auf Myras Befehl hinten schwärmten die Dunkelelfen wie augehungerte Wölfe in alle Richtungen aus und arbeiteten doch als Gruppe zusammen. Sie engten den Suchbereich ein und durch gegenseitige Preisgabe von Informationen konnten sie immer mehr abgesucht Stellen ausschließen.

Dort, wo Vana stand und wo sich Erasmus ganz in der Nähe verborgen hielt und über einen Fluchtversuch nachdachte, kam keiner der Dunkelelfen hin. Myra Zhai stand schließlich bereits an der Stelle, außerdem wollten sie es sich mit ihrer Herrin nicht verscherzen. Sie besaß viel Macht, das wussten die Dunkelelfen.

Unglücklicherweise postierte sich einer von ihnen aber gerade nahe dem Ausgang. Erasmus' Fluchtweg war abgeschnitten. Ein anderer gesellte sich hinzu und flüsterte mit dem ersten. Dann warfen beide einen Blick zu Vana – oder gar zu Erasmus selbst? Hatten sie ihn entdeckt?
Jedenfalls blieb der erste an der Tür stehen. Offenbar wollte er tatsächlich einen Fluchtversuch verhindern, falls sich wirklich jemand Unbefugtes in der Halle befand.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Montag 19. März 2007, 22:28
von Vana Erendis Morgaine
Die Dunkelelfen hatten Vanas Helfer bisher noch nicht gefunden, doch zogen sie ihre Kreise immer enger um Vanas und Myras Standort und damit um sein wahrscheinliches Versteck. Es wurde daher langsam Zeit, dass sie etwas unternahm, wollte sie, dass man ihn nicht vorzeitig aufspürte. Allerdings blieben ihr nicht viele Möglichkeiten. Blitzschnell ging sie die wenigen Möglichkeiten durch und befand, dass lediglich zwei erfolgversprechend wären.
Sie konnte zum einen Myra als Geisel nehmen und sie zwingen die Suche abzubrechen. Es war jedoch sehr unwahrscheinlich, dass die Dunkelelfen sich davon beeindrucken ließen. Sie kannte die Intrigenspiele Morgerias von Erzählungen ihres Vaters, wahrscheinlich würden die Dunkelelfen sogar mit Freude zusehen, wie sie Myra umbrachte. Also schied diese Möglichkeit aus, so dass nur noch eine blieb.
Vana trat ein paar Schritte rückwärts, so dass sie nicht mehr unmittelbar vor den beiden runden Erhebungen stand. Die Falle an der Tür hatte gezeigt, dass sie denjenigen traf, der direkt vor der Tür gestanden hatte. Sie ging davon aus, dass es hier ebenso war, weswegen sie einigen Abstand zwischen sich und die beiden Auslöser brachte.
Erst als sie sicher war, dass sie weit genug entfernt stand, nahm sie ihren Stab und drückte damit die Linke der beiden Druckplatten in die Wand und wartete gespannt darauf, was geschehen würde.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Dienstag 20. März 2007, 11:18
von Erzähler
Vana entfernte sich ein Stück von den beiden Erhebungen, die aus der Wand ragten. Das lenkte die Aufmerksamkeit einiger Dunkelelfn auf sie. Doch als diese ihren Stab ausstreckte, um die Druckplatten zu berühren, folgten die dunkelelfischen Augenpaare ihrer Handlung. Alle schauten wie gebannt auf die Druckplatte, welche sich nun nach innen schob.

Zunächst geschah nichts. Dann klickte es und ein Rumoren breitete sich hinter der steinernen Wand aus. Irgendein Mechanismus war ausgelöst worden. Es rollte unter polterte, man konnte den Geräuschen förmlich folgen. Sie näherten sich immer mehr der Tür, die bislang niemand öffnen konnte. Dann war ein seltsames Geräusch im Fußboden zu vernehmen, welches auf die beiden Thröne zu hielt. Dazwischen befand sich immer noch der Sockel mit dieser hässlichen Steinfratze.
Ein Lachen ertönte und die Fratze sprang halb aus ihrer Fassung. Sie streckte die Zunge heraus, als wollte sie alle im Raum verspotten.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Sonntag 1. April 2007, 12:59
von Erzähler
Erasmus schien gerade noch so entkommen zu sein, doch da entdeckte einer der Dunkelelfen seinen Schatten im Gang verschwinden. Er gab ein wortloses Zeichen an Myra und machte soch sofort auf den Weg. Niemand durfte diese Mission gefährden, das wussten all jene Diener des Dunklen Herrschers.

Inzwischen hatte sich Johannes mit ausholenden Schritten bis zu der Fratze vorgewagt, die aus dem Sockel schaute und den Anwesenden die Zunge rausstreckte. Mit der flachen Seite seines Schwertes schlug er gegen den Sockel und die Fratze. Nicht rührte sich.

Nur ein kühler Luftzug streifte durch den Raum, es war geradezu unheimlich. Irgendwo erklang ein leises Kichern und Lachen wie Stimmen verstorbener Kinder, deren Seelen als Gelächter in den Ecken der Ruinen hingen. Doch weiterhin tat sich nichts.

Die steinerne Fratze starrte immer noch auf die Gestalten im Thronsaal. Irgendwie listig funkelten die Augen, aber sie waren doch aus Stein!

Plötzlich rauschte der Wind. War es der Wind? Er besaß ein seltsames Geräusch. Fast wie eine Stimme, die warnend und dennoch spottend säuselte: <i>Ihr werdet niemals in die Schatzkammer gelangen. Kehrt um, bevor Schlimmeres geschieht.</i>

Re: Die Ruinen

Verfasst: Montag 2. April 2007, 11:47
von Vana Erendis Morgaine
Viel geschah nicht, als Vana den ersten Mechanismus betätigte. Es rumpelte etwas und die Fratze des Sockels mitten im Thronsaal sprang ein wenig hervor und streckte allen Anwesenden die Zunge raus, sonst passierte jedoch nichts, von einem etwas höhnischen Lachen mal abgesehen. Ihr eigentliches Ziel hatte sie aber erreicht, denn für einen Moment konzentrierte sich die Aufmerksamkeit aller auf das was geschah. Vana hoffte, dass dieser Augenblick ausreichen würde, damit ihr Helfer leise und heimlich verschwinden konnte. Doch zu ihrer beider Pech hatte ein Dunkelelf wohl etwas mitbekommen, denn er gab seiner Anführerin ein kurzes Zeichen und verschwand in Richtung Ausgang.
Nun gut, es war nur einer, mit dem musste der Mann, von dem Vana noch immer nicht wusste wie er hieß, allein fertig werden. Wenn sie jetzt folgen würde, wäre das zu auffällig und verräterisch. Zudem wollte sie Myra ab jetzt, da sie dem Kristall näher kamen, nicht allein weiter machen lassen.
Da sich nun nichts weiter tat, überlegte sie, ob sie nicht auch den zweiten Mechanismus betätigen sollte, doch da ging auf einmal die düstere Gestalt auf die Fratze zu und schlug prüfend mit seinem Schwert dagegen. Die Reaktion war gleich Null, nur die Augen der Fratze schienen ein wenig listig zu funkeln, aber das konnte auch Einbildung sein.

Interessiert trat jetzt auch Vana an den Sockel mit der Fratze und betrachtete sie eingehend. Anschließend richtete sie sich wieder auf und sah zu dem Mann mit seinem Schwert hinüber:
„Nun, ihr habt die Fratze ebenfalls untersucht. Was meint ihr dazu? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Gesicht in irgendeiner Weise mit Leben erfüllt ist.“ Plötzlich kam wieder dieser kalte Luftzug auf, diesmal jedoch wesentlich stärker und Vana meinte eine Stimme zu hören, die ihnen riet umzukehren.
„Habt ihr das auch gerade gehört?“, fragte sie den düsteren Gesellen. „Ich fürchte wir werden bald mit den Geistern Kosrals Bekanntschaft machen.“ <b>Und das wird sicher eine höchst interessante und abenteuerliche Angelegenheit.</b>, fügte sie bei sich noch hinzu.

„Hey Dunkelelfe!“, rief sie deswegen Myra zu. „Ihr solltet euch mit dem Türschloss beeilen. Es wird nicht mehr lange dauern und die Geister werden hier sein. Sie beginnen sich bereits für uns zu interessieren. Versucht den anderen Mechanismus, gut möglich, dass der die Tür endlich öffnet.“
Und an den düsteren Gesellen gewandt meinte sie: „Und wir sollten uns besser von dieser unheimlichen Fratze entfernen. Wer weiß was geschieht, sollte Myra den Mechanismus betätigen.“ Langsam zog sich Vana von dem Sockel in Richtung Ausgang zurück und erwartete Myras Entscheidung.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Mittwoch 4. April 2007, 23:21
von Myra Zhai
Myra bekam mit wie sich ein Mechanismus löste, sie wusste Vana hatte ihn betätigt, wer sonst. Sie schien mehr über den Eindringling zu wissen als sie preisgab, doch die Dunkelelfin interessierte es nicht. Eine Fratze kam zum Vorschein zeigte ihnen die Zunge. Einer ihrer Untertanen gab ihr ein zeichen das er den Eindringling entdeckt hatte, Myra grinste nur hämisch, dann wandte sie sich wieder ihrem Ziel zu , doch dann diese Stimmen. Sie blickte starr auf dieses hässliche Ding, das leben hatte und wieder auchnicht.

Vana meinte sie osllten sich beeilen bevor die Geister kamen, doch MYra lachte nur.

"ETwa Angst von Geistern, was erwarte ich mir auch von so einem Weib wie dir!" Doch MYra dachte nicht daran den Mechanismus zu betätigen, sie zeigte auf einen weiteren Handlanger, welcher sofort nickte und wusste was er zu tun hatte. Er ging zu dem Schalter, zuerst zögerte er, doch als Myra begann zu ihn an zubrüllen, er solle gefälligst weiter tun, drückte er rasche, es machte kurz Klick, stille herrschte, was würde passieren.

Re: Die Ruinen

Verfasst: Donnerstag 5. April 2007, 11:51
von Erzähler
Myra zeigte auf einen weiteren ihrer Dunkelelfen. Sollte dieser doch die Drecksarbeit erledigen nd gegebenenfalls sterben! Ein billiges Subjekt wie ihn konnte man ersetzen ...
Zögernd drückte dieser auf den anderen Schalter. Es klickte, dann war es still. Das war beinahe noch unheimlicher als bei dem vorigen Mechanismus, den Vana mit ihrem Stab ausgelöst hatte.

Einige Zeit geschah nichts, dass streckte die seltsame Fratze im Sockel die Zunge noch ein Stückchen weiter heraus. Etwas kam zum Vorschein, es funkelte im fahlen Licht. War es ein Edelstein?

"Ein runder Knopf aus einem Smaragd geformt, Herrin", rief ein Dunkelelf, der sich näher heran gewagt hatte. Plötzlich wich er zurück, wie von einer unsichtbaren Faust getroffen, taumelte, stolperte und fiel schließlich zu Boden. Ungläubig starrte er zum Sockel herauf.

Eine Stimme erhob sich, sie klang wie tausend Winde. <i>"Wir haben euch gewarnt. Kehrt jetzt um! Sofort!!!"</i> Der Wind wurde stärker, nein, es war kein Wind! Dennoch sauste etwas durch den Saal, spielte auf unsichtbaren Instrumenten Klagesänge wie einen unheimlichen Reigen. Leise Glöckchen klingelten wie eine düstere Vorahnung und Unbehagen hüllte die Anwesenden in sein flatterndes Tuch, das von erster Angst getragen wurde.


Erasmus bekam von alldem nichts mit. Er war weit gekommen, bis ihm sein Verstand meldete, dass er verfolgt wurde. Woher sollten sonst die Schritte hinter ihm kommen?
Er reagierte mehr aus einem angelernten Reflex heraus, als er sich zu einer Tür hin bewegte, diese öffnete und wieder schloss, um sich dann in einen anderen Gang zu schleichen. Sein Zanbato in der Hand wartete Erasmus auf seinen verfolger.
Endlich erreichte der Dunkelelf die Biegung. Er schlich durch den Gang und entdeckte die Tür. Er öffnete sie, spähte hinein. Doch dann schloss er sie wieder. Die Augen eines Dunkelelfen waren für Finsternis besser ausgebildet als die eines Menschen und so entdeckte dieser hier Spuren im Staub, die wieder von der Tür wegführten.

"Zeig dich, Eindringling! Dann gewähre ich dir einen raschen Tod", zischte der Dunkelelf, zog sein Schwert und folgte mit gesenktem Blick, aber kampfbereiter Haltung den Fußspuren. Langsam schlich er in Erasmus' Richtung, näherte sich ihm immer mehr.