Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Sämtliche Straßen Andunies sind gepflastert und von schönen kleinen Häusern gesäumt. Meist Fachwerkhäuser, aber auch mal eine prächtige kleine Villa. Nur die ärmeren Bezirke der Bettler und Halunken sollte man meiden.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 19. Juli 2016, 21:48

„Du kannst dir Zeit lassen. Die Herrin ist beschäftigt.“
Er musterte die junge Frau, von der er so gut wie gar nichts wusste. Sie sah aus wie Ende Zwanzig, aber das konnte täuschen. Sie wahr gut genährt, schlank mit weichen Rundungen an den Stellen, wo sie hin gehörten.
«Immer noch?»
Fragte er überrascht, denn er hatte gedacht, die Sache würde nur kurz dauern.
«Ist dieser Bote noch immer bei ihr?»
Sie nickte, als sei das selbstverständlich. Doch Thomas beschäftigte etwas anderes. Ging Perlita taktisch vor? Kaum war die Herrin beschäftigt, schlich sie sich also an den Neuen heran. Er erhob sich ächzend vom Bett und verriet damit sofort, dass er heute Schläge eingesteckt hatte. Kurz hob sie ihre Hand, als wollte sie ihm helfen, aber zog sie sofort zurück.
«Ich frage mich, wer ihn gesandt hat...»
Meinte er mehr zu sich selbst, als zu Perlita, aber dennoch blickte er kurz zu ihr herüber. Ihr Gesicht verriet kaum etwas, doch gerade deshalb war sofort sonnenklar, dass sie genau wusste, von wem der Bote kam. Sie schien selbst nicht wirklich auf das Thema eingehen zu wollen, oder zu dürfen, also betrachtete sie seinen Hintern unter der dünnen Stoffhose, als sei er ein Geschenk, das man unbedingt auswickeln musste. Anscheinend war sein „Angezogen-sein“ hier eine echte Verlockung. Der Steinmetz konnte sich ihrer Aufforderung nicht mehr länger entziehen.
«Ich...du bist wunderschön, Perlita, keine Frage...und wenn immer ich etwas tun kann, was dein Herz erfreut, so würde ich das gerne tun...a...“
Jetzt lächelte sie so wundervoll, dass Thomas Bauch sich instinktiv zusammen zog.
„...aber... ich habe mit der Herrin noch nicht darüber gesprochen, was mir alles erlaubt ist und was nicht und was ihr persönlich Freude bereiten würde...und was eher nicht...ich... meine.. ich will keinen Fehler machen»
Respektive nicht NOCH einen.
«...und...und außerdem...naja...ich weiß nicht... ich bin da nicht so... ich meine in Pelgar ist das höchst unüblich...naja zumindest in jenen Kreisen, in denen ich verkehrt habe... ich meine...wir kennen uns ja gar nicht.»
, erklärte er wahrheitsgemäß, wenn auch etwas ausweichend und unbeholfen. Er faselte. Viele Frauen wären vermutlich ab solch einer Abspeisung beleidigt gewesen, doch Perlita hatte keine Pasteten vor den Augen. Sie sah, dass Thomas aufgewühlt und durcheinander war. Vorsichtig streckte er seine Pranke nach ihrer Hand aus und drückte sie leicht. Eine freundschaftliche und anständige Geste und die Schöne nahm es als das was es war. Nicht mehr, nicht weniger. Immerhin war es seine erste Berührung.
«A..aber ich freue mich natürlich sehr über deinen Besuch...und deine Gesellschaft. Wein?»
, bot er höflich an und gesellte sich zu seinem Tisch, wo er für sie und sich selbst einschenkte. Er konnte es nicht lassen. Immer wieder lugte er verstohlen zu ihr herüber und bewunderte ihre makellose Haut...und ihre...großen, perfekt geformten, runden Brüste. Sie waren wirklich wie zwei weiße, übergroße Perlen. Sogar ihre Haut schimmerte leicht wie das wertvolle Gegenstück der Meere und die festen kleinen Spitzen richteten sich unter seinem Blick auf. Irgendwie war es plötzlich ganz schön warm in seinem Zimmer... Mussten hier auch alle ständig halb nackt herumlaufen? Thomas machte er einen auffallend großen Bogen um sie, als ginge von ihr eine gefährliche Aura aus. Nun...das war ja auch so. Diese Frau war sich ihrer Schönheit voll bewusst und fühlte sich offensichtlich wohl in ihrem Körper, der zart nach irgendetwas duftete, das Thomas zwar nicht kannte, doch instinktiv sofort als angenehm einstufen konnte. Vorsichtig näherte er sich mit dem Weinglas. Eigentlich musste er keine Angst haben. Sie durfte ihn höchstens mit Worten und ihren Reizen locken, aber nicht Hand an ihn legen. Er musste nur... standhaft sein. Standhaft! Ja, das war wirklich das richtige Wort! Er schluckte leer und musste sich selbst in diesem Moment eingestehen, dass er prinzipiell ungeübt war im Kontakt mit Frauen. Besonders mit nackten Frauen, die sich so gar nicht ihrer Haut schämten. Er sah sich im Raum um. Eigentlich war sein Zimmer sehr praktikabel ausgestattet. Er besaß Beispielsweise nur einen Stuhl.
«Möchtest du dich setzen?»
„Sehr gerne.“
Da sie eh schon nah am Bett stand, nahm sie ihm das Weinglas ab und gleich dort Platz. Sie schlug die Beine übereinander und der Perlenvorhang verschwand im Dreieck ihres Schoßes. Sie wand sich kurz, atmete dann erleichtert und nahm einen Schluck Wein. Dabei schloss sie kurz die Augen und vielleicht stellte sich Thomas gerade die Frage, wie es sich wohl für sie anfühlen musste, nackt auf Perlen zu sitzen? Nervös trank der Hüne von seinem Wein. Vielleicht waren Frauen in Wahrheit die besseren Jägerinnen, wie man es eigentlich den Männern nachsagte, denn wieder hatte Thomas das Gefühl...Beute zu sein. Bisher hatte nur Nelsani ihm näherkommen dürfen... und auch er war nur ihr bisher nähergekommen. Ja... er hatte es genossen... dort im Speisesaal.
«Wir...hatten noch gar nicht die Gelegenheit, uns näher kennen zu lernen...»
„Ja, das sollten wir ändern.“
Beides klang irgendwie ungewollt zweideutig und Perlita schlug die langen Wimpern nieder und nahm schmunzelnd noch einen Schluck. Ihre geschwungener Mund mit der tiefen Kerbe unter der Nase rötete sich durch den dunklen Wein und lockten das Auge auf sie zu blicken.
«Woher kommst du und wie....bist du hierhin gekommen?»
Sie zog kurz die vollen Lippen über die Zähne und leckte so den roten Schimmer fort, ohne dabei den Mund wirklich zu öffnen. Eine seltsam besitzergreifende Geste dem Wein gegenüber, dass sie keinen einzigen Tropfen vergeuden wollte.
„Der ist wirklich gut... trinkst du nichts? Alleine trinken macht einsam und erzürnt die Götter...“
Sie blinzelte langsam und vielleicht viel gerade irgendwo ein Reissack um. Ihre langen hellen Wimpern wirkten wie die Flügel eines goldenen Schmetterlings. Aber warum hatte sie eben die Götter erwähnt? Hatte sie ihn vielleicht doch gehört? Wollte sie ihm damit irgendetwas sagen? Geriet Thomas jetzt langsam in Panik und sah hinter jedem Wort eine versteckte Botschaft?
„Wenn ich dir meine Lebensgeschichte erzählen soll, dann musst du mit mir trinken. Schließlich will ich ja auch deine hören.“
Sie lächelte wieder und ihre Wangen rundeten sich hübsch dabei. Sie wartete, bis Thomas sich auch ein Glas geholt, ebenfalls Platz genommen hatte und einen Schluck getrunken hatte, dann nickte sie zufrieden. Ihre Stimme klang leise und hell wie Perlmutt als sie dann begann:
„Meine ist auch nicht so lang und schnell erzählt. … An meine Kindheit kann ich mich leider nicht erinnern. Die Leute, die mich gefunden haben, haben gesagt ich sei alleine am Ufer des Ilfar entlang gelaufen. Ich hatte wohl am ganzen Körper kleine Knötchen und eine Kopfwunde …“
Sie senkte den Kopf und hob ihr Haar an einer Stelle, so eine wulstige, gezackte Narbe ihren Schädel fast zur Hälfte spaltete. Sie hatte noch immer eine leicht gerötete Narbe und saß an manchen Stellen verdächtig tief und bläulich aus, so als ob dort Knochen fehlte.
„Es waren Fischer gewesen und es gab in ihrem Dorf eine alte Frau die sonst keinen mehr hatte. Sie hat mich aufgenommen und gepflegt. Ich hab mich erholt, aber ich weiß von nicht davor.“
Sie hob den Kopf wieder und ihr Haar fiel in großen Wellen zurück. Sanfte Wellen umspielten ihre nackten Schultern wie Brandung die Felsen im Meer. Wer von diesem Makel unter ihren Haaren nichts wusste, der würde diese Frau für perfekt halten.
„Am Anfang haben die Leute noch mit mir geredet, aber mit jedem Tag mehr zogen sie sich mehr zurück. Ich habe erst gar nicht begriffen woran es lag. Die Alte meinte, als ich angekommen sei, sah ich noch nicht so aus wie jetzt.“
Sie sah an sich hinunter und strich sich mit der Hand über den weißen Oberschenkel.
„Ich weiß nicht mehr, wie ich früher ausgesehen habe, aber mit der Zeit wurde ich immer heller. Es begann wohl mit einzelnen Flecken, die fürchterlich gejuckt haben. Ich hab mir fast die Haut vom Körper gekratzt und sah fürchterlich aus. Wenn die Stellen verheilt waren, fiel sie im Schuppen ab und die Haut darunter war so weiß wie jetzt. Die Alte blieb bei mir und vermutete eine Art Infektion, eine Abart vom „lichten Wahn“ oder die „Flussblindheit“ denn auch meine Augen waren befallen und eine Zeit lang war ich blind. Die Fischer im Dorf waren da weniger … na ja, sie hatten Angst, dass ich sie oder ihre Kinder anstecken könnte, also … Irgendwann hat mich einer unter falschem Vorwand aus dem Dorf gelockt und ist mit mir den Iridul hinauf gefahren. Ich glaube er sollte mich im Eldar aussetzen. Eine Dunkelelfenpatrouillie aus Pelgar hat uns überrascht und ihn getötet. Mich haben sie mitgenommen und ich diente unter ein paar unterschiedlichen Herrn...“
Sie blickte einen Moment starr auf ihre Hände, dann fuhr sie fort.
„Nicht jeder ist wie unsere Herrin, musst du wissen und … bei manchen ging es mir sehr schlecht. Ich war hässlich... die Flecken... das ständige Jucken... es schränkte mich ein und manchmal hätte ich mich am liebsten umgebracht... und ich hab's versucht... doch Amandin hat in mir mehr gesehen als die hässliche Raupe unter all dem Schorf und den Schuppen. Sie hat mich Therendur abgekauft, als er in ihre Dienste trat, für ein Silberstück!Ich glaube, das nimmt er ihr noch heute übel. Sie hat dafür gesorgt, dass mir geholfen wurde und mich in die verwandelt, die ich heute bin. Sie hat sogar einen Lichtmagier dazu gebracht, dass er mir half. Ich war so voller Narben, dass ich mich kaum bewegen konnte...“
Sie stand kurz auf und reichte Mercer das Weinglas, bevor sie sich vor ihm positionierte.
„Schau...“
Sie hob die Arme über den Kopf, bog sich langsam nach hinten, ging dabei noch nicht mal sehr in die Knie und ließ sich nach hinten in eine Brücke fallen, die in einer Bewegung zum Handstand wurde um dann ein Bein nach dem anderen wieder aufzusetzen. Es war eine akrobatische Höchstleistung und erforderte viel Übung und vor allem Beweglichkeit. Dass sie dabei nackt war, schien einzig Thomas zu bemerken. Dann ließ sie sich in einen perfekten Spagat fallen und hob die Arme über den Kopf.“
„Tadaaa...“
Sie lachte, stand auf, setze sich wieder neben ihn und nahm das Weinglas wieder an sich.
„Ich hätte damals nie gedacht, dass ich das können würde, dass ich mein Spiegelbild noch einmal ansehen könnte, ohne Scham. Bis auf die Narbe am Kopf ist nichts zurück geblieben. Willst mal fühlen?“
Sie streckte ihm den Arm entgegen und fuhr sich selbst über die glatte Innenseite. Die Frage klang nicht danach, als ob sie sie mit Hintergedanken gestellt hatte. Perlita schien einfach eine glückliche, junge Frau zu sein, die ihr Glück gern mit anderen teilte. Auf erfrischende Art und Weise war sie völlig gelöst und unkompliziert. Wie Menschenfrauen manchmal waren, wenn sie im Hier und Jetzt lebten und die Sorgen der Vergangenheit abgeschüttelt hatten und die Ängste der Zukunft nicht an sich heran ließen.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 2. August 2016, 20:38

Thomas malmte mit seinen Zähnen, als er sah, wie Perlita seiner Frage nach dem Boten auswich. Schon mehrmals hatte er in diesem Haus Themen gestreift, die ein grosses Tabu zu sein schienen. Zuletzt beim Gespräch mit Marmora. Er wurde das Gefühl nicht los, dass Amandin im Moment sich noch die höchste Mühe gab, ihn vor gewissen Tatsachen und unangenehmen Realitäten zu verschonen. Allerdings war sie ihm gegenüber in jener Hinsicht transparent, dass sie immer gesagt hatte, dass es Anteile an ihrem Leben und ihrer Welt gab, die ihn verstören würden. Die Frage war nur, was genau sie damit meinte. Es lag vermutlich in der Natur des Menschen, dass er schlecht mit Ungewissheiten umgehen konnte. Neugierde war stärker als Furcht, selbst wenn Thomas sich selbst immer wieder dazu ermahnte, kritische Fragen nach Möglichkeit zu verkneifen. Schliesslich konnte er noch immer nicht hundertprozentig wissen, wer tatsächlich Freund und wer ein potenzieller Feind war. Allerdings war es auch eine Tatsache, dass Thomas hinsichtlich der hohen Kunst der Konversation nicht sonderlich bewandert war und sich daher unbeholfen in diesem Minenfeld bewegte. Dieses grosse Manko machte ihn zu einem potenziell leichten Opfer für jemanden, der ihm ernsthaft schaden wollte. Zu unbeholfen war er, zu viele Fehler beging er. Wie gerade vorhin mit seinem Gebet! In den Baracken der Arbeitersklaven wäre er nie auf die Idee gekommen laut zu beten! Er fühlte sich hier im Hause der Herrin offensichtlich wohl und sicher, doch war diese Sicherheit nicht mehr als trügerisch? Er durfte nie vergessen, was er war. Ein pelgarischer Sklave, mit einem verbotenen Glauben. Andererseits konnte ein Spieler, der die Regeln nicht kannte auch zu einem Risiko für die etablierten Konkurrenten werden, da er möglicherweise Spielzüge vollführte, die dermassen wahnwitzig waren, dass sie der Gegner nicht einberechnete. So oder so, für Amandin stellte Thomas sicherlich ein gewisses Risiko dar. Dessen war er sich selbst vorhin schmerzlich bewusstgeworden.

Beinahe schon bedauernd blickte er auf den verwaisten Stuhl, der von Perlita schlicht ignoriert wurde. Stattdessen setzte sie sich auf sein Bett. Alleine schon diese einfache und möglicherweise sogar unschuldige Geste reizte seine Sinne. Nicht dass Thomas einer Frau die Fähigkeit absprach, auch auf einem Stuhl erotisch auszusehen, aber so wie sie auf dem Bett sass und gerade die Beine übereinander schlug und dadurch einige der Perlen verschwanden. Der Steinmetz hielt den Atem an und runzelte die Stirn.

Er zog sich am Kragen seiner Tunika und räusperte sich verlegen. Er hatte gestarrt. Ja, dorthin. Perlen auf nackter Haut, waren aber auch ein Unding! Zumindest nach lysanthorischen Massstäben. Hastig hatte er seinen Blick korrigiert und versuchte sich wieder auf ihre Worte zu konzentrieren. Offenbar war Thomas nicht in der Lage, mehrere Handlungen gleichzeitig auszuführen, wenn er Erregt war. Endlich löste er sich aus seiner Starre und nahm einen Schluck von seinem Wein. Grosszügige Schlücke retteten ihn auch durch den kurzen aber ungemein zweideutigen Schlagabtausch betreffend der Notwendigkeit des gegenseitigen Kennenlernens. Thomas schaffte es sogar, eine Frage zu ihrer Biographie zu stellen, allerdings musste wohl auch Perlita unweigerlich feststellen, dass sie den Hünen mit gezieltem Einsatz ihres Körpers völlig ablenken konnte. Er konnte nicht anders, als ihren Lippen dabei zuzusehen, wie sie sich des Weines bemächtigten.

„Der ist wirklich gut... trinkst du nichts? Alleine trinken macht einsam und erzürnt die Götter...“ Thomas Griff um sein Weinglas verstärkte sich etwas. Sein durchdringender Blick verriet seine Nervosität. Diese entlarvte ihn gegenübr eines Wissenden als Schuldigen. Wusste man jedoch nichts vom Gebet, konnte man die Nervosität auch einfach nur so deuten, dass er Angst vor dem Zorn der Götter hatte. Er ergriff sich den Stuhl und setzte sich ihr Gegenüber, während er demonstrativ einen weiteren grossen Schluck trank. Wie für einen Mann üblich sass er mit relativ gespreizten Beinen da. Die Tunika spannte sich und würde man darunter schauen...nun...würde man sehen, dass Thomas auf Nummer sichergegangen war und sich nicht dem Lendenschurz entledigt hatte. Ihn selbst plagten aber gerade ganz andere Sorgen, als die potenziell erotisierende Wirkung seiner Sitzhaltung. Warum hatte Perlita ausgerechnet die Götter angesprochen? Hatte sie etwas gehör? Und wenn ja, was würde sie mit dieser Information tun? Würde sie Amandin darüber informieren, dass Thomas verbotene Dinge tat und sich unvorsichtig verhielt, oder würde sie sich ratsuchend an einen anderen Diener wenden. Obsidian möglicherweise. Er wr doch für Amandins Sicherheit zuständig. Oder würde sie dieses Wissen an eine Person weitertragen, die ihm oder seiner Herrin Böses wollten? Aber warum sollte sie das tun? Vielleicht würde sie dieses Wissen auch einfach nur für sich behalten um im Notfall etwas gegen ihn in der Hand zu halten...oder ihn zu erpressen. Sie könnte ihn zum Beispiel dazu zwingen, sich ihr hinzugeben... nein...nein...das war wohl eher seine Fantasie, die jetzt mit ihm durchging.
„Wenn ich dir meine Lebensgeschichte erzählen soll, dann musst du mit mir trinken. Schließlich will ich ja auch deine hören.“ Er nickte. «Sehr gerne.» Meinte er und war insgeheim froh, dass sie nicht mehr auf die Götter einging. Er entspannte sich allmählich wieder, als Perlita ihm ihre Lebensgeschichte erzählte.

„ An meine Kindheit kann ich mich leider nicht erinnern. Die Leute, die mich gefunden haben, haben gesagt ich sei alleine am Ufer des Ilfar entlang gelaufen.» Thomas legte seinen Kopf schief. Er merkte allmählich, in was für einer behüteten Welt er eigentlich aufgewachsen war. Sicherlich, auch in Pelgar hatte es Slums gegeben, in denen die ärmsten der Armen ihr Dasein gefristet hatten. Aber Thomas war nur selten mit diesen Menschen in Kontakt gekommen. Nun zumindest bis er versklavt worden war. Nur ab und an hatte seine Arbeit ihn in die Slums geführt. Die armen Leute neigten dazu, sich einfache Holzhütten zu bauen. Dies sehr zum Missfallen der Stadtverwaltung, da die engen Gassen stets von Feuer bedroht waren. Daher hatte die Stadt beschlossen ein Armenhaus aus Stein errichten zu lassen. Thomas hatte daran mitgearbeitet und somit einige Zeit in den Slums verbracht. Immer wieder waren ihm dabei streunende Kinder begegnet, die jeweils versucht hatten Werkzeuge und Materialien zu stehlen. Wenn sie jeweils erwischt wurden, hatte es harte Strafen für sie gesetzt. Beschämt musste er zugeben, dass er sich nie gefragt hatte, wer diese elternlose Kinder eigentlich waren, die alleingelassen in der Welt herumstreifen mussten. Perlita war offensichtlich ein solches Kind gewesen. Kaum vorzustellen, wenn man sie jetzt so vor sich betrachtete.
»Ich hatte wohl am ganzen Körper kleine Knötchen und eine Kopfwunde …“ Er legte seinen Kopf schief und hob eine Augenbraue. Ihre Haut war makellos. Er konnte sich nicht vorstellen, dass diese einmal mit Knötchen übersäht gewesen sein soll. Doch Thomas kannte sich mit Krankheiten nicht aus. Beth war für alles Heilkundige im Haus zuständig gewesen und ausserdem war seine Familie stets mit guter Gesundheit gesegnet gewesen. Krankheiten waren deshalb ein höchst seltenes Ereignis bei ihnen gewesen. Endlich überwand Thomas die Distanz und setzte sich neben sie auf das Bett, um ihre Narbe genauer betrachten zu können. Die Haut konnte etwas, was Steinen nicht vergönnt war. Sie konnte Risse heilen. Er fragte sich, ob Perlias Eltern sie aufgrund ihrer Krankheit möglicherweise versucht hatten zu erschlagen. Eine grausame Vorstellung, aber seit seiner Versklavung war er mehrmals indirekt Zeuge von Kindstötungen geworden. Viele Frauen waren beim Überfall auf Pelgar von den Soldaten oder später ihren Herren geschwängert worden. Alles Kinder, die in den meisten Fällen unerwünscht waren und den werdenden Müttern nur Kummer bereiteten. Denn schwangere Sklavinnen taugten nicht mehr für die Arbeit... Er schloss kurz die Augen und vertrieb seine traurigen Gedanken mit einem weiteren Schluck Wein. Wenn die Verzweiflung und Ohnmacht eines Menschen zu gross wurde, war er nicht selten in der Lage, die furchtbarsten Dinge zu tun... wie beispielsweise ein krankes Kind auszusetzen, um sich vor der eigenen sozialen Ausgrenzung und der finanziellen Bürde zu schützen.

Er sah sie nachdenklich an, als sie ihre Narbe wieder unter ihrem seidenen Haar verbarg. Doch für einmal wirkte der Zauber ihres Körpers nicht, denn Thomas war zu sehr in Gedanken versunken. Er fragte sich, wie es wohl sein musste, wenn man selbst nicht genau wusste, wer man war. Ein Teil ihrer Geschichte, ein Teil ihrer Identität schien für sie verloren zu sein. Ein unheimlicher Gedanke.

« Die Alte blieb bei mir und vermutete eine Art Infektion, eine Abart vom „lichten Wahn“ oder die „Flussblindheit“ denn auch meine Augen waren befallen und eine Zeit lang war ich blind.» Er sah sie überrascht an. Perlita bewegte sich mit einer Leichtigkeit durch dieses Haus, dass man auf den ersten Blick meinen konnte, dass sie gänzlich auf der Sonnenseite des Lebens gestanden hatte. Sie strahlte eine solche Lebensfreude und Energie aus, die ihn noch mehr beeindruckte, jetzt wo er wusste, wie schwer sie es dereinst gehabt hatte. Er empfand eine tiefe Sympathie für die junge Frau und bewunderte ihren ungebrochenen Lebensmut. Man stelle sich vor: Von den Eltern getrennt, in einem Dorf aufgewachsen, dessen Bewohner sie mit der Zeit mieden und isolierten und schliesslich verbannten, nur um dann in die Sklaverei zu geraten und dies alles, während sie unter einer schweren Krankheit gelitten hatte. Er hegte den Verdacht, dass Perlita vermutlich wie keine Zweite in diesem Haus wissen musste, was Einsamkeit bedeutete.

„Nicht jeder ist wie unsere Herrin, musst du wissen und … bei manchen ging es mir sehr schlecht.» Thomas biss sich auf die Lippen. Tatsächlich hatte er das Gefühl, dass seine Herrin DIE eine grosse Ausnahme war. Sicherlich, sein Wissen über die Dunkelelfen beruhte vor allem aus pelgarischen Vorurteilen. Konnte eine Gesellschaft wirklich nur aus bösartigen Individuen bestehen, wie man es den Dunkelelfen allgemeinhin vorwarf? Gab es nicht auch dort das ganze Spektrum an Charaktern? Sicherlich, der Wert eines einzelnen Sklaven war durch die Invasion markant gesunken, weil es einfach zu viele von ihnen gab und man leicht zu ersetzen war. Dennoch investierte ein Herr doch auch Zeit und Geld in seine Sklaven und hatte daher ein gewisses Interesse daran, dass er einigermassen gut versorgt wurde. Nun...ausser natürlich ein Herr kaufte sich einen Sklaven einzig und allein zur Befriedigung seiner mörderischen Gelüste. Thomas schauderte. «Hast du dir auch schon einmal die Frage gestellt, warum sie so anders ist? Die Herrin meine ich. Woher...kommt diese Güte?»
»Ich war hässlich... die Flecken... das ständige Jucken... es schränkte mich ein und manchmal hätte ich mich am liebsten umgebracht... und ich hab's versucht...» Thomas sah sie mit grossen Augen an. Selbst wenn er gut nachvollziehen konnte, dass sie zeitweise keinen Ausweg mehr gesehen hatte, so stellte Selbstmord in seinem Weltbild doch keine wirkliche Option dar. Zu schwer wog dies als Sünde. Er konnte Lysanthor nur dafür danken, dass er Perlita in Form von Amandin einen Ausweg geschickt hatte.

Die Bindung, welche die Sklaven zu ihrer Herrin hegten war auffallend stark. Amandin rettete offenbar die Übersehenen, Unterschätzten und Verstossenen vor ihrem Schicksal und investierte viel Zeit und Mittel in ihre Schützlinge. Sie dankten es ihr mit ungebrochener Loyalität. Aber weshalb war sie so anders, als alle anderen?
Verdutzt nahm er Perlitas Glas entgegen und bewunderte mit wachsender Verlegenheit ihre athletische Darbietung. Er keuchte erregt auf, als sie sich in den Spagat fallen liess und ihr Schoss dabei unweigerlich den kühlen Boden berührte. Wieder starrte der Hüne. Vielleicht hatte hinter ihrer Einlage tatsächlich nur die Freude über die wiedergewonnene Beweglichkeit gesteckt, aber spätestens jetzt, musste sich Perlita wohl bewusst sein, dass sie Thomas mit ihrer Darbietung mehr als nur überrumpelt hatte. «Bravo!» Brachte er aufgeregt hervor und klatschte ihr Beifall. «Ich mag es Dir von Herzen gönnen, dass du in die Obhut der Herrin gekommen bist und dadurch so viel Glück erfahren hast.» Meinte er ehrlich. Thomas zögerte nicht, als sie ihm ihren Arm entgegenstreckte. Immerhin, war es nur ein Arm. Ausserdem mochte Thomas Oberflächen aller Art. Vorsichtig fuhr er mit seinen rauen Fingerkuppen über ihre seidene Haut. «Makellos.» Hauchte er und betrachtete die zarte weiche Haut.

Er lächelte ihr entgegen und blickte dann kurz zur Tür. «Ich Frage mich, wie es für Marmora sein muss. Ich meine sie soll ja die Herrin verlassen und am Hof des Dunklen Herrschers dienen.» Auch wenn er verstand, dass dies für Sklaven eine grosse Ehre darstellte, so machte er sich doch sorgen um sie. Der Dunkle Herrscher war definitiv nicht wie Amandin. Er selbst wollte nicht, dass man ihn verkaufte. Aber darüber hatte er im Ernstfall gar nicht zu bestimmen. Er war sich nicht einmal sicher, ob er tatsächlich Amandins persönliches Eigentum war, oder formal nicht doch eher zum Haushalt ihres Onkels gehörte. Er hoffte inständig, dass Ersteres zutraf. Was er bisher von diesem Onkel gehört hatte, klang ja nicht gerade beruhigend. Er hoffte, dass er diesem Mann nie würde begegnen müssen.

Er erhob sich und schenkte ihnen beiden vom Wein nach. Er zuckte zusammen, als er sich etwas hastig setzte, weil er offensichtlich seine Peitschenstrafe schon vergessen hatte. Noch immer brannte sein Hintern, wenn er sich hinsetzte. «Ein Glas für deine Geschichte, eine für meine.» Sagte er freundlich. Perlita hatte ihm verraten, dass sie schon lange eine Sklavin war, sicherlich einiges Länger als er selbst. Ohnehin schien er der einzige wirkliche Neuzugang zu sein. So zumindest sein Eindruck.

«Vor dem Überfall auf Pelgar war ich Steinmetzmeister in der Hauptstadt. Dieses Handwerk wurde schon seit Generationen in unserer Familie weitergegeben. Für einen Moment zögerte er, weil er nicht recht wusste, ob er Perlita gegenüber erwähnen sollte, dass er eine Familie hatte. Er entschied sich dagegen und umschiffte dieses Thema grosszügig. Er senkte sein Haupt und starrte auf seine Hände. «Die Stadt hatte keine Chance und so geriet ich in die Sklaverei. Da ich ein Handwerksmeister bin, teilte man mich in verschiedene Arbeiterkolonnen ein. Die Zeiten in den Trümmern Pelgars waren sehr hart gewesen.» Er zuckte mit den Schultern. «Die Masse der Sklaven bietet einerseits Schutz – wenn man selbst nicht auffällt, andererseits ist man natürlich auch ersetzbar. Ich hatte Glück, dass ich nicht krank wurde oder mich nicht ernsthaft verletzt habe. Um Mauern hochzuziehen bedarf es schliesslich nicht zwingend eines Meisters. Schliesslich wurden einige aus meiner Kolonne aussortiert und nach Andunie deportiert. Ich weiss nicht, wie die Herrin auf mich Aufmerksam geworden ist, wie genau sie mich gefunden hat, aber ich bin sehr froh, dass ich dieses Glück hatte. Sie ist sehr gut zu mir.» Abermals lächelte und nahm einen Schluck vom Wein. Vorsichtig und eingehend musterte er die junge Frau. Sollte er ansprechen, dass er sich sorgen um seine Herrin macht? Marmora hatte schliesslich auch schon Andeutungen in diese Richtung gemacht und Rubin auch...

Ach nein...er musste nicht mit solchen Informationen hausieren! Er durfte nichts über seine Herrin preisgeben, was nicht schon bekannt war. Was in diesem Haus geschah, blieb in diesem Haus und was zwischen ihm und Amandin passierte, ebenso. Oder? Gab es möglicherweise Diener im Hause, die von seiner Frau wussten? Obsidian vielleicht? Rubin? Amethyst? Thomas beschloss, dieses Mal Vorsicht walten zu lassen und das Thema zu ändern. «Wird in Haushalten der dunkelelfischen Aristokratie...immer so...freizügig miteinander umgegangen?» Die versextheit dieses Hauses war definitiv ein Punkt, an dem der gute Steinmetz nagte. Nicht dass es ihm nicht gefiel... dies war ja genau sein Problem. Es war Sünde!

«Ich...meine...war das für dich am Anfang nicht auch etwas...äh... ungewohnt...» Wobei er zugeben musste, dass ihn Amandin im Grunde sehr Sanft in diesen Teil ihrer Welt eingeführt hatte. Bisher zumindest. Er musste zurück an ihr «Arbeitsstunden» denken und spürte, wie sich alleine schon bei dem Gedanken daran, ihr nochmals bei der Arbeit als....was auch immer dienen zu können... seine Lenden zusammenzogen. Obwohl es hier nur so vor Versuchungen und Erotik strotzte, war er ganz klar auf seine Herrin geprägt worden. Er sehnte sich nach ihrem Duft. Ihrer Präsenz. Ihrer Stimme... Ihre Hände...Ihre Anweisungen. Manchmal wünschte er sich, eine Frau zu sein. Bei diesen wurde die eigene Erregung schliesslich nicht so offensichtlich zur Schau gestellt wie bei ihm. «Das...nutzt sich noch ab....» Brummte er und die Sorge war nicht einmal ironisch oder gespielt. Bilderbuchpelgarer waren unsäglich schlecht Aufgeklärt, wenn es um solche Dinge ging. Schliesslich wurde bei ihnen zu grosse Lust und zu starke Erregbarkeit stets mit Sünde und ungesundem Verhalten gleichgesetzt.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 4. August 2016, 09:25

Er empfand eine tiefe Sympathie für die junge Frau und bewunderte ihren ungebrochenen Lebensmut. Man stelle sich vor: Von den Eltern getrennt, in einem Dorf aufgewachsen, dessen Bewohner sie mit der Zeit mieden und isolierten und schließlich verbannten, nur um dann in die Sklaverei zu geraten und dies alles, während sie unter einer schweren Krankheit gelitten hatte. Er hegte den Verdacht, dass Perlita vermutlich wie keine Zweite in diesem Haus wissen musste, was Einsamkeit bedeutete und vielleicht entsprang ihr Lebensmut aus einer anderen Quelle. Ihre Kindheit konnte es ja nicht sein.
«Hast du dir auch schon einmal die Frage gestellt, warum sie so anders ist? Die Herrin meine ich. Woher...kommt diese Güte?»
Perlita lächelte süß und sie sah sehr jung und unschuldig aus, wenn sie das tat. Ihre Schultern hoben sich ein bisschen.
„Woher? Ich habe keine Ahnung, aber ich bin glücklich, dass es so ist.“
Dann fuhr sie mit ihrer Erzählung fort und Thomas lauschte den Ausführungen ihres Lebens. Die Bindung, welche die Sklaven zu ihrer Herrin hegten war auffallend stark. Amandin rettete offenbar die Übersehenen, Unterschätzten und Verstoßenen vor ihrem Schicksal und investierte viel Zeit und Mittel in ihre Schützlinge. Sie dankten es ihr mit ungebrochener Loyalität. Verdutzt nahm er Perlitas Glas entgegen und bewunderte mit wachsender Verlegenheit ihre athletische Darbietung. Er keuchte erregt auf, als sie sich in den Spagat fallen ließ und ihr Schoss dabei unweigerlich den kühlen Boden berührte. Wieder starrte der Hüne. Vielleicht hatte hinter ihrer Einlage tatsächlich nur die Freude über die wiedergewonnene Beweglichkeit gesteckt, aber spätestens jetzt, musste sich Perlita wohl bewusst sein, dass sie Thomas mit ihrer Darbietung mehr als nur überrumpelt hatte.
«Bravo!»
Brachte er aufgeregt hervor und klatschte ihr Beifall.
«Ich mag es Dir von Herzen gönnen, dass du in die Obhut der Herrin gekommen bist und dadurch so viel Glück erfahren hast.»
Meinte er ehrlich. Thomas zögerte nicht, als sie ihm ihren Arm entgegenstreckte. Immerhin, war es nur ein Arm. Außerdem mochte Thomas Oberflächen aller Art. Vorsichtig fuhr er mit seinen rauen Fingerkuppen über ihre seidene Haut.
«Makellos.»
Hauchte er und betrachtete die zarte weiche Haut, die sich unter seiner Berührung spannte. Dieses Mal war es Perlita die kurz die Luft anhielt. Er lächelte ihr entgegen und blickte dann kurz zur Tür.
«Ich Frage mich, wie es für Marmora sein muss. Ich meine sie soll ja die Herrin verlassen und am Hof des Dunklen Herrschers dienen.»
Thomas machte sich Gedanken darüber und ob ihm ein ähnliches Schicksal bevorstehen könnte.
„Ich weiß nicht wie es am Hof des dunklen Herrschers zu geht. Das wissen wohl nur jene, die schon einmal dort gewesen sind und die erzählen uns einfachen Dienern nichts. Die Elfen machen gern um alles ein großes Geheimnis, nicht so wie wir Menschen. Ich glaube, es macht ihnen Spaß mysteriös und geheimnisvoll zu erscheinen, weil sie so lange leben und sie Freude am Rätseln haben.“
Sie grinste und zuckte noch einmal neckisch mit den Schultern, was jedes Mal ihre Haarpracht in Wallung brachte und sie neu um ihre vollen Rundungen drapierte. Thomas erhob sich und schenkte ihnen beiden vom Wein nach. Er zuckte zusammen, als er sich etwas hastig wieder setzte, weil er offensichtlich seine Peitschen-strafe schon vergessen hatte. Noch immer brannte sein Hintern, wenn er sich hinsetzte.
«Ein Glas für deine Geschichte, eine für meine.»
Sagte er freundlich.
«Vor dem Überfall auf Pelgar war ich Steinmetzmeister in der Hauptstadt. Dieses Handwerk wurde schon seit Generationen in unserer Familie weitergegeben.»
Für einen Moment zögerte er, weil er nicht recht wusste, ob er Perlita gegenüber erwähnen sollte, dass er eine Familie hatte. Er entschied sich dagegen und umschiffte dieses Thema großzügig. Er senkte sein Haupt und starrte auf seine Hände.
«Die Stadt hatte keine Chance und so geriet ich in die Sklaverei. Da ich ein Handwerksmeister bin, teilte man mich in verschiedene Arbeiterkolonnen ein. Die Zeiten in den Trümmern Pelgars waren sehr hart gewesen. Die Masse der Sklaven bietet einerseits Schutz – wenn man selbst nicht auffällt, andererseits ist man natürlich auch ersetzbar. Ich hatte Glück, dass ich nicht krank wurde oder mich nicht ernsthaft verletzt habe. Um Mauern hochzuziehen bedarf es schließlich nicht zwingend eines Meisters. Schließlich wurden einige aus meiner Kolonne aussortiert und nach Andunie deportiert. Ich weiß nicht, wie die Herrin auf mich Aufmerksam geworden ist, wie genau sie mich gefunden hat, aber ich bin sehr froh, dass ich dieses Glück hatte. Sie ist sehr gut zu mir.»
Abermals lächelte und nahm einen Schluck vom Wein. Vorsichtig und eingehend musterte er die junge Frau. Sollte er ansprechen, dass er sich Sorgen um seine Herrin machte?
Ach nein...er musste nicht mit solchen Informationen hausieren! Er durfte nichts über seine Herrin preisgeben, was nicht schon bekannt war. Was in diesem Haus geschah, blieb in diesem Haus und was zwischen ihm und Amandin passierte, ebenso. Oder? Gab es möglicherweise Diener im Hause, die von seiner Frau wussten? Obsidian vielleicht? Rubin? Amethyst? Thomas beschloss, dieses Mal Vorsicht walten zu lassen und das Thema zu ändern.
«Wird in Haushalten der dunkelelfischen Aristokratie...immer so...freizügig miteinander umgegangen?»
Die Versextheit dieses Hauses war definitiv ein Punkt, an dem der gute Steinmetz nagte. Nicht dass es ihm nicht gefiel... dies war ja genau sein Problem. Es war Sünde!
«Ich...meine...war das für dich am Anfang nicht auch etwas...äh... ungewohnt...»
Wobei sich seine Lenden schon bei den Gedanken an die letzten Lektionen zusammenzogen.
«Das...nutzt sich noch ab....»
Brummte er und die Sorge war nicht einmal ironisch oder gespielt.
„Was nutzt sich ab?“
Perlita sah Thomas verdutzt an und blinzelte ein paar mal schnell. Sie verstand ganz offensichtlich seine Aussage nicht.
„Meinst du deinen Freudenspender?“
Ein Fingerzeig auf seine Lenden untermalten ihre Worte plastisch und es war wieder einmal an Thomas Ohren, so rot zu werden, dass man meinen könnte sie glühten. Tatsächlich fühlten sie sich heiß an und das Blut rauschte nur so durch sie hindurch.
„Glaubst du, dass er sich abreibt, wenn du ihn zu häufig benutzt?“
Echte Verwunderung stand in ihrem Gesicht und vielleicht hätte ein anderer sogar über Thomas Unwissenheit gelacht, aber Perlita schien sich eher über sein Mangel an Wissen, bzw. an zu viel falschen Vorstellungen zu sorgen.
„Wenn das so ist, dann sollten wir uns dringend über ein paar Dinge unterhalten! Hast du denn gar keine Erfahrungen mit Frauen gehabt, bevor du her gekommen bist? Was weist du denn über die Vereinigung oder über ...überhaupt über deinen Körper?“
Sie blinzelte noch ein mal ungläubig.
„Am besten du erzählst mir was du weißt und ich erzähl dir dann, was ich weiß. Ist das in Ordnung für dich? So kann ich vielleicht ein paar Lücken schließen und du fühlst dich dann ja vielleicht auch etwas wohler bei uns. Ich hatte am Anfang auch ständig Angst irgendwas falsch zu machen. Ich hätte gern jemanden zum sprechen gehabt.“
Vielleicht war dem Steinmetzmeister seine Unsicherheit im Gesicht abzulesen, denn sie fügte noch hinzu:
„Wenn du lieber mit einem Mann reden möchtest, als mit mir, dann könnte ich einen der Jungs fragen...“
Thomas Bauchgefühl warnte ihn sofort. Irgendwie kam ihm die sehr eindrucksvolle Szene der Paarung zweier Warge in den Sinn und wie einer der beiden Orks seine Erklärungen dazu abgegeben hatte. Sich von einem Ork oder Elfen den Geschlechtsakt der Menschen erklären zu lassen war vielleicht etwas, dass zu mehr Problemen als Lösungen führen könnte. Perlita war eine Frau, aber sie war eine Menschenfrau und würde einige Vorgänge besser aus seiner Sicht wahrnehmen können. Und Perlita hatte noch einen anderen Vorteil. Sie war wirklich nett zu ihm. Und er? Er verheimlichte ihr, dass er verheiratet war und sogar schon Vater war. Er ließ ausgerechnet jetzt Vorsicht walten, jetzt da er jemanden hier gefunden hatte, der ihm beistehen wollte. Den Geschlechtsakt an sich kannte er ja, aber was ihm fehlte, das war das ganze drum herum, was in diesem Haus so offen praktiziert wurde und sich dessen, außer ihm, anscheinend niemand schämte.
„Wenn du lieber mit jemanden reiferen darüber reden möchtest, könntest du auch Rubin fragen.“
Das wäre dann ungefähr so, als müsste er mit seiner Mutter über Sex sprechen, auch wenn diese „Mutter“ hier unglaublich anziehend für ihr Alter war.
„Grundsätzlich würde ich ja sagen, frag Amandin, aber sie hat eben nicht immer so viel Zeit und ich weiß wie ungeduldig ich am Anfang war. Wollte alles wissen und am besten alles auf einmal und sofort. Wir Menschen sind furchtbar neugierig und das gefällt ihr an uns.“
Perlita kicherte fröhlich. Anscheinend erinnerte sie sich gerade an etwas aus ihren Anfängen hier, dann sah sie ihn wieder aus ihren hellblauen Augen an.
„Also, was möchtest du?“
Sie drängte sich nicht auf und überließ es ihm sich zu entscheiden. Das allein war schon ein Akt der Freundschaft und die junge Frau war einfach jemand, den man gern haben konnte. Wie wirkte einfach wie eine weiße flauschige Feder, die man entweder gern beschützen würde, weil sie so zart war oder an die man sich anschmiegen mochte, weil sie wo weich war.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Sonntag 7. August 2016, 14:57

„Woher? Ich habe keine Ahnung, aber ich bin glücklich, dass es so ist.“ «Ja...» Er lächelte. «Das bin ich auch.» Meinte er milde. Zweifellos hatten sie alle grosses Glück. Nicht nur sie hier im Haus. Auch seine Freunde auf dem Bauplatz. Thomas war sich sicher, dass Amandin auch dort Gerechtigkeit walten liess und sich um ihre Arbeiter kümmerte. Der Steinmetz war zuversichtlich, dass er seine Freunde bald wieder sehen würde. Schliesslich machte es keinen Sinn den Steinmetzmeister beständig vor dem eigentlichen Werk zu trennen. Der Altar und die Statue musste sich schliesslich ins Gesamtkunstwerk einfügen... ausserdem konnte sich Thomas durchaus vorstellen, dass sie ihn dennoch ab und an die Baustelle beaufsichtigen lassen würde. Schliesslich war die persönliche Anwesenheit des Meisters eine grosse Stütze für die Gesellen und Arbeiter. Seinem geschulten Auge würde kein Fehler entgehen und so könnte er notfalls sofort korrigierend eingreifen. Sicherlich, Rasmussen konnte das auch... aber sie hatten es hier mit einem Megabauwerk zu tun... da konnte ein Meister alleine nicht überall gleichzeitig sein. Naja und es war Rasmussen! Er war nun auch nicht gerade der geborene Motivator! Bei diesem Bau kam es auch darauf an, die Männer zu Höchstleistungen anzuspornen.

Alle Berechnung und Planung des Architekten würden wirkungslos sein, wenn die Mauern nicht fachgerecht hochgezogen werden..Thomas seufzte gedankenverloren und blinzelte. Noch immer strich sein Finger über die makellose Haut der jungen Frau. Diese Berührung hatte ihn an die Steine und ihre wunderbaren Oberflächen erinnert. Er lächelte und liess wieder vorsichtig von ihr ab. Abermals musste er den Hut ziehen vor der Schöpfungskraft und dem Meistergrad der Natur, der unerreichbar war. Perlitas Geschichte, war eine die Hoffnung spendete. «Warst du schon mal oben auf der Baustelle?» Fragte er etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Ihre Lebensfreude würde Balsam für die Männer sein und ihre Geschichte würde sie mit Zuversicht erfüllen. Naja und nicht wenige würden sich vermutlich nach ihr verzehren... schliesslich wurden sie nicht so regelmässig.... äh...beansprucht...wie er. Obwohl.... unweigerlich wurde er an die eine Nacht erinnert, von der ihm der Geselle erzählt hatte. Wo sie gekommen waren um ihn seines Samens zu berauben. Bildete er sich das nur ein, oder hatte Amandin bisher immer sehr viel Aufwand darum betrieben um ihn nach dem Akt zu reinigen? War es wirklich nur ein Zufall, dass sie immer bei seinem Höhepunkt etwas Magie wirkte und ihm kurz das Bewusstsein raubte?

Er stutzte für einen Moment. Wieder schossen ihm die Bilder der Wargs durch den Kopf und die Worte des Gesellen und seiner Freunde, als sie das Diskutiert hatten. Menschenzucht... Warum besudelte er sein Paradies immer selbst, mit solchen finsteren Gedanken? Warum konnte er nicht vollumfänglich auf sein Glück vertrauen? Möglicherweise, weil die ganze lysanthorische Erziehung darauf abzielte, dass zu viel Lust und Ausschweifung unweigerlich in die Katastrophe führte?

Erst jetzt wurde ihm wieder bewusst, was für ein langer, aufwühlender und anstrengender Tag er eigentlich gehabt hatte.
„Die Elfen machen gern um alles ein großes Geheimnis, nicht so wie wir Menschen. Ich glaube, es macht ihnen Spaß mysteriös und geheimnisvoll zu erscheinen, weil sie so lange leben und sie Freude am Rätseln haben.“ Thomas legte den Kopf schief und dachte über ihre Worte nach. «Mhmmhm.» Meinte er nur und nickte. Aber was, wenn das Geheimnis dunkel war? So richtig dunkel? Thomas konnte es sich nicht vorstellen, dass es für einen Diener einfach war, die Gesellschaft des Dunklen Herrschers zu erdulden. Es war schliesslich der Dunkle Herrscher! Der war doch brutal und grausam und gnadenlos... so zumindest stellte er sich ihn vor. Er konnte Marmora nur die Daumen drücken, dass sie dort irgendwie ihr Glück finden würde. Ob Amandin sie gerne gehen liess? Ob sie es freiwillig tat? Dem Dunklen Herrscher würde wohl kaum einer einen Wunsch abschlagen...
Schliesslich kamen sie wieder auf ein sehr einschlägiges Thema zu sprechen und Thomas errötete unweigerlich, als Perlita das Wort «Freudenspender» in Kombination mit «deinen» benutzte. „Glaubst du, dass er sich abreibt, wenn du ihn zu häufig benutzt?“ Er zuckte mit den Schultern. «Uns...wurde zumindest gesagt, dass es schlecht für die Augen sei...wenn man...naja zu oft... ich meine... aber daran habe ich nie geglaubt...» Es war ein verbreitetes Ammenmärchen, dass Lysanthor die Unzüchtigen mit Blindheit strafte. Beth hatte immer über diesen Volksglauben geschimpft, da blinde Menschen in Pelgar aufgrund genau dieser Geschichten oft schikaniert und schlecht behandelt worden waren. Was wohl aus all diesen Leuten in den Spitälern und Irrenhäusern in Pelgar geworden war? Thomas schluckte leer. Es gab wirklich andere Probleme, als die Belastbarkeit eines männlichen Gliedes!

„Wenn das so ist, dann sollten wir uns dringend über ein paar Dinge unterhalten! Hast du denn gar keine Erfahrungen mit Frauen gehabt, bevor du her gekommen bist? Was weist du denn über die Vereinigung oder über ...überhaupt über deinen Körper?“ Hier in diesem Haus kam er sich wirklich wie eine verklemmte Nonne vor! Dabei war er auf seiner Walz durchaus ein Lebemann gewesen. Zumindest für gutbürgerliche pelgarische Verhältnisse! «Doch... hatte ich schon... aber in Pelgar ist das kein Thema...über das man sich unterhält. Die meisten Fragen werden ohnehin in den Schriften Lysanthors beantwortet...aber naja...» Er lächelte schüchtern. «Wenn man jung ist und einem die Abenteuerlust gepackt hat...oder man frisch verliebt ist...dann...naja...probiert man sich ja schon ein bisschen aus...» Er kraulte sich den Bart. Sein brennender Hintern erinnerte ihn daran, dies schleunigst zu unterlassen, also korrigierte er seine Haltung und faltete seine Hände ineinander. Er verzog sein Gesicht, als Perlita ihm anbot sich doch mit einem der Jungs über das Thema zu unterhalten. Nie im Leben! Die Orks waren ihm hinsichtlich Sexualität ohnehin mehr als nur unheimlich, er wollte sich gar nicht vorstellen wie gross ihr... nein...nein...wollte er nicht. Obsidian erschien ihm jetzt auch nicht gerade als geeigneter Gesprächspartner und Amethyst? Er wollte möglichst viel Distanz zwischen Sexualität und Amethyst bewahren...

«Es ist nur...diese Art von Freizügigkeit...ist sehr fremd für mich.» Er zuckte mit den Schultern. «Und ja, definitiv weiss ich im Vergleich zur Herrin nichts über meinen Körper...oder ihren... wie soll ich schon mit ihr mithalten können? Oder...all den anderen hier...» Meinte er etwas missmutig. Es war schon seltsam. Auch wenn er in diesem Haus wie in einer kleinen Familie aufgenommen wurde, spürte er dennoch in sich selbst ein gewisses Konkurrenzdenken. Dieses erwuchs in seinem Fall aus dem tiefen Wunsch, Amandin zu gefallen. Vielleicht war der schüchterne Steinmetz für ein paar Wochen eine willkommene Abwechslung, aber auf Dauer würde er sie doch nur langweilen, oder? «I..i.ch weiss nicht, ob ich all ihre Erwartungen erfüllen kann...oder ob es da...Dinge...also..Praktiken gibt...die...» Er schauderte, als sich ihm wieder einige homophobe Fantasien aufdrängten. Er sah Perlita wieder direkt an. «Ist...ist...sie die einzige...die mit ihren Dienern...ich meine... gehören wir ihr persönlich oder könnten theoretisch...also rein hypothetisch auch Harker...oder ihr Onkel...solche...Dinge...von uns verlangen?» Er sah sie direkt an und ergriff ihre Hände. «Ich...weiss so wenig über diesen Ort...und unsere Herren. Bisher bin ich immer nur eine Nummer gewesen. Einer von vielen, der in der Masse höchstens durch seine Körpergrösse auffiel... ich... bin es nicht gewohnt, so viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und ich habe wirklich Angst, hier drinnen grausame Fehler zu begehen...» Er sah sie eindringlich an. «Ich... weiss nicht, was mich in diesem Haus alles erwarten kann und das verunsichert mich. Ich möchte Amandin nicht in Verlegenheit bringen, indem ich unbedacht oder frevelhaft handle. Ich weiss so wenig... so wenig darüber was es bedeutet hier zu sein. Ein persönlicher Sklave zu sein...»

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 11. August 2016, 09:46

«Doch... hatte ich schon... aber in Pelgar ist das kein Thema...über das man sich unterhält. Die meisten Fragen werden ohnehin in den Schriften Lysanthors beantwortet...aber naja...Wenn man jung ist und einem die Abenteuerlust gepackt hat...oder man frisch verliebt ist...dann...naja...probiert man sich ja schon ein bisschen aus...»
„Ah, dann weist du wie grundlegend alles funktioniert und ich muss nicht bei Null anfangen. Was Lysanthors Schriften anbelangt, da wirst du mir wohl helfen müssen. Kann sein, dass da unser Wissen auseinander geht. Ich kann mich in dieser Richtung an nichts erinnern, Kann sein, dass man mir vielleicht etwas in meiner Kindheit beigebracht hat, aber …“
Sie zuckte nur mit den Schultern und wartete, dass Thomas den Mut fand sich ihr weiter zu erklären. Die Auswahl der Gesprächspartner, die ihm anscheinend gerade durch den Kopf gingen, gefielen ihm wohl alle nicht.
«Es ist nur...diese Art von Freizügigkeit...ist sehr fremd für mich...Und ja, definitiv weiß ich im Vergleich zur Herrin nichts über meinen Körper...oder ihren... wie soll ich schon mit ihr mithalten können? Oder...all den anderen hier...»
Meinte er etwas missmutig. Es war schon seltsam. Auch wenn er in diesem Haus wie in einer kleinen Familie aufgenommen wurde, spürte er dennoch in sich selbst ein gewisses Konkurrenzdenken. Dieses erwuchs in seinem Fall aus dem tiefen Wunsch, Amandin zu gefallen. Vielleicht war der schüchterne Steinmetz für ein paar Wochen eine willkommene Abwechslung, aber auf Dauer würde er sie doch nur langweilen, oder?
«I..i.ch weiß nicht, ob ich all ihre Erwartungen erfüllen kann...oder ob es da...Dinge...also..Praktiken gibt...die...»
Er schauderte, als sich ihm wieder einige homophobe Fantasien aufdrängten. Er sah Perlita wieder direkt an.
«Ist...ist...sie die einzige...die mit ihren Dienern...ich meine... gehören wir ihr persönlich oder könnten theoretisch...also rein hypothetisch auch Harker...oder ihr Onkel...solche...Dinge...von uns verlangen?»
Er sah sie direkt an und ergriff ihre Hände, was ihre schön geschwungenen Brauen ein wenig in die Höhe schnellen ließ. Dann lächelte sie aber wieder warm.
«Ich...weiß so wenig über diesen Ort...und unsere Herren. Bisher bin ich immer nur eine Nummer gewesen. Einer von vielen, der in der Masse höchstens durch seine Körpergröße auffiel... ich... bin es nicht gewohnt, so viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und ich habe wirklich Angst, hier drinnen grausame Fehler zu begehen...»
Perlita hörte ihm aufmerksam zu und nickte ein paar mal verstehend, als erinnerte sie sich an ihre eigenen anfänglichen Ängste.
«Ich... weiß nicht, was mich in diesem Haus alles erwarten kann und das verunsichert mich. Ich möchte Amandin nicht in Verlegenheit bringen, indem ich unbedacht oder frevelhaft handle. Ich weiß so wenig... so wenig darüber was es bedeutet hier zu sein. Ein persönlicher Sklave zu sein...»
Ihre Finger bewegten sich leicht in seinen Handflächen und strichen ihm dabei über die Ballen. Es war eine sehr sanfte Erwiderung seiner Geste.
„Also, dann werde ich mal versuchen, dir ein bisschen zu helfen. ...“
Sie sah kurz zur Decke, als suchte sie dort nach Antworten auf die vielen Fragen, dann drückte sie seine Hände und ihr Blick fand den seinen wieder.
„Erstens: Du bist kein Sklave mehr! Ich glaube sogar, es könnte Amandin traurig stimmen, wenn du dich selbst als solchen bezeichnest, aber sie würde niemals etwas sagen. Dafür ist sie fiel zu geduldig. Sie würde warten, bis du es selbst erkennst. - Du bist ein Diener! - Genauer gesagt, ein Leibdiener. Also ein Diener ihres Leibes.“
Sie schmunzelte und fügte hinzu:
„Und das ist nun wirklich nichts unangenehmes!“
Thomas rote Ohren verrieten seine Gedanken mehr als es seine Worte jemals gekonnt hätten. Die Gedanken, Amandins Leib zu Diensten zu sein hatte sofort seine Libido geweckt und dachte er zu lange darüber nach, zeigten sich auch bald andere Reaktionen in Regionen seines Körpers die viel tiefer langen als seine Ohren.
„Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich, dass ich sogar einen Vorteil dir gegenüber hatte... Als ich zu Amandin kam, wusste ich nichts über das Beieinandersein, also hatte ich auch keine, oder deutlich weniger Angst etwas falsch zu machen. Du hast schon Erfahrungen wie es ist bei einer Frau zu liegen gemacht und stellst jetzt Vergleiche an. Um dich selbst zu beruhigen, kann ich nur den Rat geben: Mach das nicht. Du solltest das was du schon kennst einfach außen vor lassen und dich von ihr überraschen lassen... Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass sie deine Erfahrungen vielleicht teilen möchte. Das solltest du aber sie fragen.“
Amandins Neugierde auf Thomas und ihre Bereitwillige Art sich auch von ihm verführen zu lassen, legte nahe, dass Perlita mit letzterem vielleicht Recht haben könnte. Seine Herrin wollte vielleicht seine Künste für sich nutzen und damit eben nicht nur die des Steinmetzmeisters, sondern auch die des Mannes.
„Du sagtest etwas von 'nicht mithalten können'. Glaube mir, wir alle beneiden dich gerade ganz fürchterlich. Du hast das Glück noch am Anfang deiner...'Ausbildung' zu stehen und nichts ist schöner als die Erfahrung selbst. Das erste Prickeln, das Schwellen der Leidenschaft, das Gefühl, dass man glaubt es könnte nicht mehr schöner werden und die Überraschung wenn es dann doch noch schöner wird, noch intensiver, noch tiefer.“
Jetzt hatte auch Perlita leicht rosafarbene Wangen und ihre Finger zitterten ganz leicht in seinen Händen, während sie die Beine leicht zusammen presste. Sie holte einmal tief Luft, bewegte die Schultern, dann schien sie sich wieder gefangen zu haben.
„Es... es ist immer aufregend, wenn jemand neues in unserer kleine Runde aufgenommen wird. Auch bei den Ältesten regt sich da die Neugierde, aber niemand von uns würde etwas tun, was du nicht willst, da kannst du dir ganz sicher sein.“
Sie unterstrich ihre Worte mit einem intensiven und offenen Blick. Dann schien sie sich an einen anderen Teil seiner Fragen zu erinnern und ein kleiner Schatten legte sich über ihre Augen.
„Was diesen Harker oder ihren Onkel angeht... Das ist Politik. Ich weiß nicht, ob ich dir darüber etwas sagen sollte, aber ich weiß selbst wohl nicht genug, als das ich etwas schlimmes verraten könnte. Also... ihr Onkel... was weiß ich über ihn... Er kommt selten hier her. Wenn dann geht sie zu ihm und danach braucht sie immer viel Zuwendung und Wärme. Ich halte mich fern von ihm, so weit es geht und Amandin tut das auch. Sie lässt meistens fremde Diener hier arbeiten, wenn sie weiß, dass er kommt. Ich hab ihn...“
Sie zählte wohl im Geiste, denn ihre Finger zuckten wieder.
„Ich habe ihn erst sechs Mal zu Gesicht bekommen und er zeigte kein Interesse an mir. Hat mal mein Kinn mit seinen knorrigen Fingern angehoben und 'hübsch' gesagt, aber das war alles was er mir je entgegen gebracht hat. Er interessiert sich vor allem für seine Nichten und für die Politik. Uns Diener würdigt er mit keinem zweiten Blick.“
Perlita hatte sich bei dem letzten Satz gestreckt und machte eine arrogant anmutende Bewegung mit dem Kopf, als würde sie versuchen den Stadthalter zu imitieren. Sie kicherte leise, dann fuhr sie fort:
„Diesen Harker kenne ich nur aus Erzählungen. Bin ihm selbst noch nie begegnet, aber ist vielleicht auch gut so. Er soll... recht grausam sein für einen Menschen.“
Ihr Lächeln war verschwunden und fast konnte es einem Leid tun überhaupt gefragt zu haben.
„Das unsere Herrin sich mit einem solchen Menschen verlobt haben soll... Ich weiß nicht...“
Sie schüttelte langsam den Kopf.
„Der passt so gar nicht zu ihr. Also zu der Herrin... so wie wir sie kennen.“
Ihr linker Mundwinkel zuckte leicht, aber die Mimik war schwer zu lesen.
„Unsere Herrin zieht ihre Kraft aus unserer Liebe und aus ihrer Erdverbundenheit... Ich wüsste nicht, was dieser Mann ihr geben könnte... Aber ich Maße mir nicht an zu wissen, oder zu vermuten, warum sie das tun will...meine ihn heiraten.... Außerdem schwafle ich.“
Sie wechselte das Thema.
„Du solltest mit vielleicht erzählen, was dein Gott so zum Thema Frauen sagt. Vielleicht gibt es ja da ein paar Missverständnisse die ich aufklären könnte?“
Sie lächelte wieder.
„Hab ich irgendwas vergessen? Hast du Fragen? Kann ich helfen?“
Perlita strahlte wieder und man fühlte sich einfach wohl in ihrer Gegenwart. So schrecklich ihre Vorgeschichte vielleicht auch war, so ein fröhlicher Mensch war sie jetzt. Vielleicht schaffte es auch Thomas etwas aufzutauen und in Gegenwart dieser weichen, weißen Feder ein wenig die Härte der Steine abzulegen.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Montag 15. August 2016, 14:27

„Ah, dann weisst du wie grundlegend alles funktioniert und ich muss nicht bei Null anfangen.» Thomas biss sich auf die Zähne. Er ärgerte sich mal wieder über seine eigene Schüchternheit. Er hatte doch unter Seinesgleichen nie als verklemmt gegolten, eher als Lebemann! Gut, zugegeben, nach einigen Jahren der Ehe hatte sich schon eine gewisse Routine eingeschlichen, worunter manchmal auch die Leidenschaft gelitten hatte. Auch das war ein Thema gewesen, über welches man innerhalb der pelgarischen Gemeinschaft nicht gesprochen hatte. Die Ehe war das Mass aller Dinge und sie hatte perfekt und glücklich zu sein. Alles andere beruhte letztlich nur auf dem eigenen Fehlverhalten. Lysanthor gebat seinen Gläubigen, nicht in den Garten des Nachbarn zu schauen und ihm nicht zu neiden. Neid und Missgunst waren nämlich zwei jener Kernsünden, die für viel Leid und Tod in der Welt verantwortlich waren. Er rieb sich kurz über die Stirn. Er tat es wieder. Er verglich sein jetziges Leben mit seiner Ehe. Ein äusserst unfairer Vergleich. Natürlich wirkte sein Eheleben im direkten Vergleich zu dem, was er in diesem Haus bisher erlebt hatte wie ein trostloses Dasein, doch das hatte er damals nie so empfunden. Er war glücklich mit Beth gewesen! Wenn es in seiner Macht läge, er würde die Zeit sofort zurückdrehen, selbst wenn er bereits jetzt für Amandin durchs Feuer gehen würde. Seine Gefühle gegenüebr seinem neuen Leben waren komplex und widersprüchlich. Aus der Perspektive eines Sklaven, hatte er eine grosse Gnade erfahren. Aus der Perspektive eines ehemals freien pelgarischen Bürgers, war der Preis dafür noch immer zu hoch.
Was Lysanthors Schriften anbelangt, da wirst du mir wohl helfen müssen. Thomas Gesichtszüge versteinerten sich und er sah sich nervös zur Tür um. Abwehrend hob er seine Hände und sah Perlita eindringlich an. «Nicht.» Hauchte er. » Kann sein, dass da unser Wissen auseinander geht. Ich kann mich in dieser Richtung an nichts erinnern, Kann sein, dass man mir vielleicht etwas in meiner Kindheit beigebracht hat, aber …»

«A..am besten vergisst du, dass ich ihn jemals erwähnt habe, Perlita.» Meinte er nervös und eindringlich und ergriff abermals ihre Hände. «Allein schon die Nennung des Namens ist hier in Andunie und in den anderen besetzten Städten unter harter Strafe verboten. Je weniger du mit seiner Lehre zu tun hast, umso besser. Ich möchte nicht, dass du meinetwegen Ärger kriegst. Bitte...sprich mit Niemandem darüber, versprich es mir.» Und er wollte ihretwegen keinen Ärger haben. Er konnte nur hoffen, dass Perlita den Ernst der Lage verstand und ihm keinen Strick band. Er musste wirklich vorsichtig mit dem sein, was er so von sich gab. Ihnen beiden wäre vermutlich am meisten geholfen, wenn sie diesen Teil ihrer Unterhaltung einfach vergessen würden. Dennoch öffnete er sich ihr gegenüber und berichtete ihr von seinen Ängsten und Befürchtungen. Diese hielt er für voraussehbar und wenig «aufsehenerregend». Dass Thomas ein verklemmter, schüchterner Typ war, war inzwischen vermutlich selbst dem letzten augenlosen Blumentopf aufgefallen und die Angst gegenüber seiner Herrin nicht zu genügen, kannte vermutlich jeder Sklave...oder Diener.

„Erstens: Du bist kein Sklave mehr! Ich glaube sogar, es könnte Amandin traurig stimmen, wenn du dich selbst als solchen bezeichnest, aber sie würde niemals etwas sagen.» Thomas legte seinen Kopf schief. Natürlich war ihm bewusst gewesen, dass er mit dem Eintritt in ihr Haus und dem Erhalt seines neuen Halsbandes den Status gewechselt hatte, aber irgendwie war ihm gar nicht so recht bewusst gewesen, was das für ihn hiess. Auch jetzt konnte er es noch immer nicht ganz begreifen. Ging es hier um einen ideellen Status oder hatte sich seine Situation auch offiziell, juristisch verändert. Was war er, wenn er in den Gassen Andunies wandelte? Immerhin hatte man ihn in Ketten zu diesem Haus gebracht...

Er presste seine Schenkel etwas aneinander, als sie nochmals betonte, dass er ein Diener ihres Leibes war. Jegliche Andeutung in diese Richtung löste bei im eindeutige Reaktionen aus, so sehr war er schon auf sie geprägt.... Was sicher auch an diesen Dämpfen und Drogen lag...jawohl.
„Und das ist nun wirklich nichts Unangenehmes!“ Thomas biss sich auf die Lippen und wich ihrem Blick aus, doch seine Ohren glühten rot und verräterisch. Nein, war es nicht. Ganz und gar nicht. Nachdenklich sinnierte er über ihre nachfolgenden Worte nach. Ja, Amandin hatte grosses Interesse an «seinem Verständnis von Liebe und Erotik». Kurz hob sich seine Hand, als wollte er sich den Bart kraulen, doch dann liess er es abermals bleiben. Seine romantisch-verklärte Auffassung von Liebe und Zuneigung, gepaart mit der pelgarischen Sittenvorstellung könnte sich aber letztlich möglicherweise zu einer Enttäuschung für seine Herrin entwickeln. So zumindest seine hartnäckige Angst. Andererseits hatte er auch schon den Eindruck erworben, dass er sie mit gewissen Dingen, die für ihn so selbstverständlich waren, ziemlich forderte. Liebe, Emotionen, Zuneigung...Nähe.... all das, schien ihr nicht sonderlich leicht zu fallen. Vermutlich war seine Welt für sie genau so neu, wie ihr für ihn und vielleicht fühlte sie sich ihm gegenüber ebenfalls unsicher. Wer konnte das schon wissen? Ein Indiz dafür war doch, dass sie ihm bisher oft verboten hatte, sich irgendwie zu bewegen oder sich zu rühren, wenn sie bei ihm war. Oder ihn angewiesen hatte, die Hände auf den Rücken zu legen. Sicherlich einerseits dienten solche Massnahmen wohl auch zur Steigerung seiner Lust, weil es ein Spiel zwischen Dominanz und Unterwerfung war...aber er hatte immer auch das Gefühl gehabt, dass sie sich sonst nicht sicher fühlte. Auch Amandin war äusserst verletzlich, wenn sie so bei einem ihrer Diener lag.

„Du sagtest etwas von 'nicht mithalten können'. Glaube mir, wir alle beneiden dich gerade ganz fürchterlich.» Thomas sah Perlita überrascht an und er musste unweigerlich an die mürrische Sklavin denken, deren Namen er vergessen hatte. »Das erste Prickeln, das Schwellen der Leidenschaft, das Gefühl, dass man glaubt es könnte nicht mehr schöner werden und die Überraschung wenn es dann doch noch schöner wird, noch intensiver, noch tiefer.» Der Steinmetz rutschte unruhig auf der Bettkante hin und her. «Noch...schöner?» Keuchte er und zweifelte bereits wieder daran, ob er so viel Lust überhaupt würde ertragen können. «Manchmal...ist es so intensiv...dass ich das Gefühl habe ich verliere den Verstand, ich breche ganz aus mir heraus... ich...es ist schwer zu beschreiben. Ich lerne hier Seiten von mir kennen und Empfindungen, die ich nicht für möglich gehalten habe.» Seine Stimmfarbe verriet die hohe Verehrung und Liebe, die er seiner Herrin entgegenbrachte.

«Aber niemand von uns würde etwas tun, was du nicht willst, da kannst du dir ganz sicher sein.“ Er nickt und senkte kurz seinen Blick. Dies mochte vielleicht für die Diener stimmen. Aber was war mit ihrem Onkel? Harker? Ihrer Schwester? Als sie auf diese Personen zu sprechen kamen, veränderte sich die Stimmung sofort und eine unglaubliche Schwere legte sich auf ihre Stimme.
„Was diesen Harker oder ihren Onkel angeht... Das ist Politik. Also... ihr Onkel... was weiß ich über ihn... Er kommt selten hier her. Wenn dann geht sie zu ihm und danach braucht sie immer viel Zuwendung und Wärme.» Er nickte nachdenklich. Die gleiche Aussage hatte auch Rubin über ihren Onkel gemacht. Es war schwierig, mehr über Amandins Hintergründe zu erfahren. Bisher hatte er nur da und dort ein paar Fetzen aufgeschnappt, doch am besten würde er seine Herrin wohl selbst fragen.

»Ich halte mich fern von ihm, so weit es geht und Amandin tut das auch. Sie lässt meistens fremde Diener hier arbeiten, wenn sie weiß, dass er kommt. Ich hab ihn...“ Das überraschte den Steinmetz. «Sie lässt fremde Diener hier arbeiten?» Das war beunruhigend, weil es für Thomas ein Indiz dafür war, dass Amandin sich wohl im Ernstfall nicht gegen das Wort ihres Onkels auflehnen konnte. Er war vermutlich der uneingeschränkte Herr der Familie. «Ist...er das Oberhaupt der Familie? Ihr Onkel? Was ist mit ihren Eltern? Ihren Geschwistern?» Dieser Onkel war definitiv eine Person, auf dessen Begegnung Thomas getrost in seinem Leben verzichten konnte. Seine Gedanken zu Harker behielt er für sich. Dessen Rolle in diesem Spiel war ihm noch immer nicht ganz klar. Die Verlobung mit einem Menschen musste doch letztlich weit unter Amandins Stand sein, oder nicht? Harker war ja weder ein Prinz, noch ein König, dann hätte er es wenigstens verstanden. Aber ein Hauptmann der Stadtwache? Das passte doch irgendwie nicht... Sollte er sich überhaupt über solche Dinge Gedanken machen? Nein. Sollte er nicht. Das waren genau jene Gedanken, die ihn in Schwierigkeiten bringen würden!

Er nickte, als Perlita ihm eröffnete, dass Amandins Onkel bisher wenig Interesse an den Dienern gezeigt hatte. «Das ist gut zu wissen.»
[i„Diesen Harker kenne ich nur aus Erzählungen. Bin ihm selbst noch nie begegnet, aber ist vielleicht auch gut so. Er soll... recht grausam sein für einen Menschen.“[/i] «Ja.» Bestätigte Thomas und strich sich unbewusst durch den Bart. «Aber er hat auch eine gewisse Vorliebe für Disziplin und Loyalität. Er ist brutal, aber beherrscht. Wer tüchtig und diszipliniert Arbeitet und sich Aufrichtig verhält, den scheint er durchaus zu respektieren...» Abgesehen vielleicht man war ein dunkelelfischer Schreiber. «Und er liebt die Herrin.» Daran zweifelte Thomas nicht, er hatte seine Blicke schliesslich gesehen, als sie auf dem Appellplatz erschienen war. Harker liebte und vergötterte sie, wie wohl alle, die in ihrer Nähe waren und er war wohl auch verdammt stolz, dass sie «ihm» gehörte. «Gibt es überhaupt jemanden, der sie nicht liebt und vergöttert?» Meinte er lächelnd und sah Perlita direkt an. «Ich meine...sie gibt jedem so viel...»

Diese Aussage war weniger harmlos, als sie vermutlich klang. In Wirklichkeit wollte Thomas noch immer vorsichtig in Erfahrung bringen, wer wohl Amandins Feinde sein könnten. Rubin hatte schliesslich entsprechende Andeutungen gemacht. Sicherlich, ihr Onkel schien eine grosse Bürde für seine Herrin darzustellen, aber vielleicht waren da noch mehr...

Interessanterweise passte Harker eigentlich genau zum Klischee einer dunkelelfischen Hohenpriesterin. Er war ein Krieger, ein Mann, dessen Schwert schon Blut geschmeckt hatte. Brutal, durchtrainiert und gutausehend. Selbstbewusst und Stolz. Aber ja, Perlita hatte recht. Genau weil er so klischeehaft zu einer gewöhnlichen Dunkelelfe passte, wirkte er hier deplatziert. Wenn man sich unter den Dienern umsah, hatte man es ja eher mit sanftmütigen Personen zu tun. Abgesehen von Obsidian vielleicht, der aber als ihr Leibwächter auch über eine gewisse Aggressivität verfügen musste. Man musste sich nur die beiden Orks ansehen, die waren doch geradezu lieblich...für...nunja...eben Orks. Da hatte er schon von ganz anderen Exemplaren gehört, z.B. jenen, die einfach so einen Lehrling gefressen hatten! Und Amethyst... Thomas war sich nicht einmal sicher, ob der ein Breitschwert überhaupt würde halten können. Obwohl ihm persönlich Amethyst ja viel unheimlicher war als Obsidian, weil Amethyst sah ihm immer so unverblümt zwischen die Beine... Er erschauderte.
» Aber ich Maße mir nicht an zu wissen, oder zu vermuten, warum sie das tun will...meine ihn heiraten.... Außerdem schwafle ich.“ Er hob seine Augenbrauen. «G..g.ibt es schon einen Termin? Und...weiss Harker Bescheid über...naja...über uns? Ich meine er ist ein Mensch, wie wir. Seine Zeit mit Amandin ist begrenzt und ich kann nicht vorstellen, dass es ihm nichts ausmacht sie zu.... naja...teilen...»

„Du solltest mit vielleicht erzählen, was dein Gott so zum Thema Frauen sagt. Vielleicht gibt es ja da ein paar Missverständnisse die ich aufklären könnte?“ Thomas seufzte und sah sich abermals um. «Was die pelgarische Sitte über Frauen sagt?» Formulierte er ihren Satz um, damit Lysanthor aussen vor blieb. «Naja...» Er zuckte mit den Schultern. «Die Frau verdient Liebe, Treue und Schutz. Als Ehemann hat man für ihr leibliches und seelisches Wohl zu sorgen. Ihre traditionelle Wirkungssphäre ist das Heim, also sollte man ihr auch ein schönes Zuhause bauen. Ihre Bestimmung ist es Mutter zu werden, die Kinder grosszuziehen und sich um das körperliche Wohl ihres Mannes zu kümmern....was man so oder so auslegen kann. Einige Pelgarer betonten die Pflichten der Frauen gegenüber dem Mann stärker, als jene des Mannes gegenüber der Frau. Sie sind der Auffassung, die Frau müsse ihrem Ehemann zu Diensten sein und sich ihm jederzeit...naja...hergeben. Aber das habe ich nie so empfunden.» Er strich sich über seinen Handrücken. «Ich glaube die wenigsten Pelgarer haben wirklich strikte nach den Sittlichkeitsregeln gelebt.» Er seufzte. «Viele von den radikaleren glauben ja auch, dass genau dies der Grund für Pelgars Untergang gewesen sei. Wir seien zu sündig gewesen, zu frevelhaft.»

Er zuckte mit den Schultern und sah sie wieder direkt an. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er die ganze Zeit über die Ehe gesprochen hatte. Damit hatte er mehr über sich verraten, als er gewollt hatte, so dass er es nunmehr auch wieder eilig hatte, das Thema zu wechseln. «Ich...bin heute Lazuli begegnet...» Meinte er verlegen. «Respektive...ich weiss nicht... was ist sie? Das Wasser?» Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass wenn sie das Wasser war...sie wohl seinen....Amandin hatte ihn schliesslich IM Wasser zum Höhepunkt getrieben...er hatte sie vollge...» Er wurde knallrot. «Versteht...sie uns?» Er sollte sich wirklich bei ihr für diese Sauerei entschuldigen. «Und...da ist noch eine andere Dienerin von Amandin, sie dient aber nicht hier im Haus, sondern in dem hinten beim Garten...Dort leben auch Menschen...nicht?» Fragte er vorsichtig. Er konnte es nicht lassen. Er musste mehr über Beths Lebensbedingungen erfahren und er fand er hatte einen eleganten Weg gefunden, unauffällig danach zu fragen.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 16. August 2016, 20:05

«A..am besten vergisst du, dass ich ihn jemals erwähnt habe, Perlita.»
Meinte er nervös und eindringlich und ergriff abermals ihre Hände.
«Allein schon die Nennung des Namens ist hier in Andunie und in den anderen besetzten Städten unter harter Strafe verboten. Je weniger du mit seiner Lehre zu tun hast, umso besser. Ich möchte nicht, dass du meinetwegen Ärger kriegst. Bitte...sprich mit Niemandem darüber, versprich es mir.»
Und er wollte ihretwegen keinen Ärger haben und es blieb auch zu hoffen, dass sie auch keinen wegen ihm bekam, denn ihrer Reaktion nach wusste sie nichts von Glauben oder Verehrung des lichten Gottes. Sie drückte noch einmal seine Hände und sie begannen über sein ehemaliges Sklavendasein und seine jetzigen Aufgaben als Leibdiener zu sprechen. Immerhin hatte man ihn in Ketten zu diesem Haus gebracht, aber würde er dieses auch wieder in Ketten verlassen?
Er presste seine Schenkel etwas aneinander, als sie nochmals betonte, dass er ein Diener ihres Leibes war. Jegliche Andeutung in diese Richtung löste bei im eindeutige Reaktionen aus, was er sich noch immer mit den Dämpfen erklärte, die er zu Beginn eingeatmet hatte.
„Und das ist nun wirklich nichts Unangenehmes!“
Thomas biss sich auf die Lippen und wich ihrem Blick aus, doch seine Ohren glühten rot und verräterisch. Nein, war es nicht. Ganz und gar nicht. Das Gespräch nahm dann bald eine hoch erotische Wendung und der Steinmetz rutschte unruhig auf der Bettkante hin und her.
«Noch...schöner?»
Keuchte er und zweifelte bereits wieder daran, ob er so viel Lust überhaupt würde ertragen können. «Manchmal...ist es so intensiv...dass ich das Gefühl habe ich verliere den Verstand, ich breche ganz aus mir heraus... ich...es ist schwer zu beschreiben. Ich lerne hier Seiten von mir kennen und Empfindungen, die ich nicht für möglich gehalten habe.»
Seine Stimmfarbe verriet die hohe Verehrung und Liebe, die er seiner Herrin entgegenbrachte und er erntete dafür ein so strahlendes Lächeln, dass es offensichtlich war, dass sie sich offen für ihn freute. Kurz darauf wechselte das Thema zum Hauptmann und zu Amandins Onkel und die Stimmung schwang um. Ein Detail überraschte den Steinmetz doch:
«Sie lässt fremde Diener hier arbeiten?»
Das war beunruhigend, weil es für Thomas ein Indiz dafür war, dass Amandin sich wohl im Ernstfall nicht gegen das Wort ihres Onkels auflehnen konnte. Er war vermutlich der uneingeschränkte Herr der Familie.
«Ist...er das Oberhaupt der Familie? Ihr Onkel? …
Perlita nickte.
...Was ist mit ihren Eltern? …
Sie schüttelte den Kopf und ihr Gesicht überschattete sich, was er am ehesten als 'tot' werten konnte.
...Ihren Geschwistern?»
Sie hielt kurz den rechten Daumen hoch, als würde sie zählen, aber zuckte dann unsicher mit den Schultern. Dieser Onkel war definitiv eine Person, auf dessen Begegnung Thomas getrost in seinem Leben verzichten konnte. Er nickte, als Perlita ihm eröffnete, dass Amandins Onkel bisher wenig Interesse an den Dienern gezeigt hatte.
«Das ist gut zu wissen.»
Perlita kam selbst auf das Thema Harker und seine Grausamkeiten.
«Ja.»
Bestätigte Thomas schlicht und strich sich unbewusst durch den Bart.
«Aber er hat auch eine gewisse Vorliebe für Disziplin und Loyalität. Er ist brutal, aber beherrscht. Wer tüchtig und diszipliniert Arbeitet und sich Aufrichtig verhält, den scheint er durchaus zu respektieren... Und er liebt die Herrin.»
Daran zweifelte Thomas nicht, er hatte seine Blicke schließlich gesehen, als sie auf dem Appellplatz erschienen war. Harker liebte und vergötterte sie, wie wohl alle, die in ihrer Nähe waren und er war wohl auch verdammt stolz, dass sie «ihm» gehörte.
«Gibt es überhaupt jemanden, der sie nicht liebt und vergöttert?»
Meinte er lächelnd und sah Perlita direkt an.
«Ich meine...sie gibt jedem so viel...»
Diese Aussage war weniger harmlos, als sie klang und er merkte an ihrem Blick, dass sie liebend gern dem Thema auswich, sich vielleicht sogar ein wenig ängstigte. Zum Glück konnte sie erst einmal auf die Verbindung zwischen Amandin und Harker weiter eingehen.
»Aber ich Maße mir nicht an zu wissen, oder zu vermuten, warum sie das tun will...meine ihn heiraten.... Außerdem schwafle ich.“
Er hob seine Augenbrauen und hakte dann doch noch etwas nach.
«G..g.ibt es schon einen Termin? Und...weiss Harker Bescheid über...naja...über uns? Ich meine er ist ein Mensch, wie wir. Seine Zeit mit Amandin ist begrenzt und ich kann nicht vorstellen, dass es ihm nichts ausmacht sie zu.... naja...teilen...»
Sie nickte verhalten, als verstand sie was er meinte und zog dabei aber nachdenklich die Lippen zwischen die Zähne und flüsterte fast:
„Ich dachte immer, ihr Männer habt es eigentlich ganz gern, wenn ihr mehrere Frauen haben könnt... aber du solltest mit vielleicht erzählen, was dein Gott so zum Thema Frauen sagt. Vielleicht gibt es ja da ein paar Missverständnisse die ich aufklären könnte?“
Thomas seufzte und sah sich abermals um.
«Was die pelgarische Sitte über Frauen sagt?»
Formulierte er ihren Satz um, damit Lysanthor außen vor blieb und Perlita nickte. Sie hatte den Wink verstanden, dass sie Lysanthor besser nicht noch einmal erwähnen sollte.
«Naja...»
Er zuckte mit den Schultern.
«Die Frau verdient Liebe, Treue und Schutz. Als Ehemann hat man für ihr leibliches und seelisches Wohl zu sorgen. Ihre traditionelle Wirkungssphäre ist das Heim, also sollte man ihr auch ein schönes Zuhause bauen....“
Perlita fiel ihm ins Wort:
„Ah, so wie du es für Amandin machst!“
und grinste breit. Thomas musste diesen Einwurf sacken lassen und fuhr erst einmal fort mit seiner Erklärung:
„Ihre Bestimmung ist es Mutter zu werden, die Kinder großzuziehen und sich um das körperliche Wohl ihres Mannes zu kümmern....was man so oder so auslegen kann. Einige Pelgarer betonten die Pflichten der Frauen gegenüber dem Mann stärker, als jene des Mannes gegenüber der Frau. Sie sind der Auffassung, die Frau müsse ihrem Ehemann zu Diensten sein und sich ihm jederzeit...naja...hergeben. Aber das habe ich nie so empfunden.»
Er strich sich über seinen Handrücken.
«Ich glaube die wenigsten Pelgarer haben wirklich strikte nach den Sittlichkeitsregeln gelebt.»
Er seufzte.
«Viele von den radikaleren glauben ja auch, dass genau dies der Grund für Pelgars Untergang gewesen sei. Wir seien zu sündig gewesen, zu frevelhaft.»
Er zuckte mit den Schultern und sah sie wieder direkt an. Sie zuckte nur mit den Schultern.
„Also wenn ich nach diesen Regeln verheiratet wäre, dann würde ich mich dir gerne jederzeit hingeben. Ich würde wollen, dass es meinem Mann jederzeit gut geht und damit unsere Ehe heiligen, richtig? Also leben wir hier ein bisschen so wie in einer großen gemeinschaftlichen Ehe. Nur, dass eben alle sich darum kümmern, dass es allen körperlich gut geht.“
Sie zwinkerte, lachte und wackelte neckisch mit den hellen Brauen unter denen ihre blauen Augen lustig funkelten. Es wirkte fast unschuldig, wenn man bedachte, dass sie eben nichts von all den Regeln der Kirche wusste. Dafür lebte sie eben die Regeln des Hauses und erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er die ganze Zeit über die Ehe gesprochen hatte. Damit hatte er mehr über sich verraten, als er gewollt hatte, so dass er es nunmehr auch wieder eilig hatte, das Thema zu wechseln. Perlita schien aber davon nichts bemerkt zu haben.
«Ich...bin heute Lazuli begegnet...»
Meinte er verlegen.
«Respektive...ich weiß nicht... was ist sie? Das Wasser?»
Er wurde plözlich knallrot und Perlita schüttelte verwirrt den Kopf.
«Versteht...sie uns?»
Perlita kicherte leise. Ein angenehmer Ton, der voller Zuneigung war und der ihn nicht aus- sondern anlachte.
„Du warst mit unserer Herrin bei ihr, stimmt's? Du hast sie nicht gesehen und du hast ihre Magie zu spüren bekommen. Wahnsinn was! Ich bade jeden Morgen mit ihr und komme fast immer. Ist ein herrliches Gefühl, wenn man noch nicht ganz wach ist. Solltest du auch bald mal ausprobieren.“
Sie rollte ihr Becken einmal nach links und nach rechts über die Perlen und seufzte leise.
„Ich weiß nur, Amandin macht irgendetwas mit dem Wasser. Ich glaube es hat mit der Temperatur zu tun. Um so wärmer das Wasser ist, um so wilder verhält sie sich. Morgens ist sie eher sinnlich und verspielt, abends wild und fordernd. Über Nacht kühlt das Meer sie dann wieder ab und wenn Flut ist... Ach das wirst du noch selbst heraus finden.“
Sie grinste.
„Aber nein, Lazuli ist nicht das Wasser, aber sehr nahe daran. Sie ist eine Aquadin, die Amandin aus den Kerker eines Magiers der Wasserakademie gekauft hat. Fieser Kerl! Hat sie wohl über Jahre da gehalten. Sie spricht nicht... aber ich glaube, sie versteht uns schon ganz gut. Sie ist auch noch nicht so lange hier, aber Amandin bändigt sie schon ganz gut und sie ist nicht wirklich böse oder so. Ein bisschen gefährlich – abends – aber keine Bedrohung. Sie ist sehr verwirrt, würde ich sagen. Eigentlich eine Geschichte, wie wir alle mehr oder weniger durchlitten haben.“
Perlita sah Thomas an und es wirkte kurz, als würde sie sich gern an seine breiten Schultern anlehnen, aber sie seufzte nur kurz und setzte sich wieder gerade hin.
„Wir sind alles ihre Diener, aber sie befreit uns auch.... jeden auf seine Weise.“
Thomas bemerkte langsam, dass Perlita in den längeren Pausen, wenn sie nicht gerade zuhörte, oder sie ihm etwas erklärte schnell unruhig wurde. Dann begann sie auf ihren Perlen herum zu rutschen und ihre Brüste richteten sich auf. Er musste sie und sich ablenken um beim Thema zu bleiben, denn ihr Körper, so nackt wie er war, sandte doch deutliche Signale.
„Ich würde dich gerne von diesem ganzen Stoff befreien...“
Sie lächelte so süß aber so deutlich die Avancen waren, die sie ihm machte, so freundschaftlich war ihr Interesse. Sie mochte den Steinmetzmeister einfach und hatte gelernt ihr Zuneigung auf eben jene bestimmte Art zu zeigen. Thomas musste schnell weiter sprechen und etwas anderes, ein neues Thema musste her:
«Und...da ist noch eine andere Dienerin von Amandin, sie dient aber nicht hier im Haus, sondern in dem hinten beim Garten...Dort leben auch Menschen...nicht?»
Fragte er vorsichtig. Er konnte es nicht lassen. Er musste mehr über Beths Lebensbedingungen erfahren und er fand er hatte einen eleganten Weg gefunden, unauffällig danach zu fragen. Perlita hatte vielleicht gehofft, dass er auf ihr Angebot einging, aber sie bedrängte ihn auch nicht weiter. Anstatt ihn weiter anzuschmachten, was seinem Ego gewaltig Honig um den Bart pinselte, ließ sie einfach sich nach hinten fallen und streckte die Arme über dem Kopf aus. Ihre weiblichen Rundungen wippten noch einen Moment nach und dann drehte sie sich auf die Seite um ihn besser sehen zu können. Ihr langes weiches Haar breitete sich über seine Kissen aus und legte sich dann in der Bewegung wie ein halb durchsichtiger Vorhang über ihre Brüste. Einen Arm benutzte sie um ihren Kopf abzustützen und eine Hand lag locker über ihre Hüfte. Schultern und Becken bildeten ein Gebirge und die tiefe Talsenke dazwischen ließen bei jedem Mann die Instinkte brodeln.
„Ja, aber da dürfen wir nicht hin.“
, war ihre einfache Antwort, aber zum Glück nicht alles was sie darüber zu sagen hatte.
„Das Anwesen ist riesig und etwas verwirrend. Tuff hat sich mal auf dem Weg zu den Ställen 'verlaufen' und hat davon erzählt. Dummer Kerl! Er ist dabei Serunda über den Weg gelaufen. Sie hat ihn geschlagen! Kannst du dir das vorstellen?! Niemand schlägt uns, außer die Herrin!Gab einen riesen Wirbel! Amandin und sie haben sich sehr gestritten und ihr Onkel musste einschreiten. Serunda, wollte Tuff tot sehen und Amandin hat ihn verteidigt.“
Sie schüttelte fast ungläubig den Kopf.
„Ach, du kennst Serunda noch gar nicht oder?“
Thomas schüttelte sofort den Kopf, sagte aber nichts, damit Perlita weiter erzählen konnte. In ihrer entspannten Haltung sprach sie auch gleich viel gelöster und ihre Fingerkuppen streichelten über den Perlenvorhang der zwischen ihren Beinen verschwand. Nur eine der Ketten lag vorne auf Thomas Laken und ab und an rollte sie die größere Perle am Ende zwischen ihren Fingern, oder strich sich damit gedankenverloren über die seiden weiße Haut am Bauch.
„Sie ist Amandins Schwerster, die nächste Hohepriesterin, wenn sie das Amt nieder legt. Solange ist sie bei ihr in Lehre, könnte man sagen und das wohl schon sehr sehr lange. Sie bewohnt den hinteren Teil des Anwesens und jeder kümmert sich um seine Sachen. Tuff war zu neugierig und das Urteil war, dass sie ihn auspeitschen durfte...“
Perlita war, obwohl es kaum möglich war, noch etwas blasser geworden.
„Rubin hat erzählt, er hatte ganze Teile seiner Rückenhaut verloren. Ich glaube, sie wollte ein Exempel an ihm statuieren. Sie bäumt sich manchmal gegen ihre Schwerster auf, ärgert sie und wird dann ekelig. Sonst ist sie immer ganz ruhig und zurückhaltend, aber wenn ihr jemand etwas weg nehmen will, oder wie Tuff in ihre 'Privatsphäre' eindringt... „
Sie zuckte mit der freien Schulter und strich sich ein paar Haare hinter das Ohr, woraufhin der kreisrunde rosa Schimmer unter ihrer Haarpracht etwas leichter zu sehen war.
„...Sagt kaum ein Wort und kümmert sich nur um ihre Sachen. Soweit ich weiß, macht sie irgendwas wichtiges für Amandin. Irgendwas mit Magie und Forschung, aber da hab ich keine Ahnung von. Ich mag sie nicht sooo sehr. Ist sehr kalt, aber das sind wohl viele der Dunkelelfen. Nicht alle! Amethyst ist super lieb und sehr fürsorglich und Obsidian würde für jeden von uns sterben! Bei hr bin ich mir da nicht so sicher. Aber du solltest dir da dein eigenes Urteil bilden... oder vielleicht besser doch nicht. Ich glaube, wir sind ihr ohnehin ziemlich egal, außer in unserer Funktion, dass wir dafür sorgen, dass es Amandin gut geht... irgendwie. Ach ist schwer zu erklären.“
Sie rollte sich wieder auf den Rücken und ließ beide Hände über ihren Bauch wandern, während sie zur Decke sah und mit einem Mal einen verwirrten Gesichtsausdruck bekam.
„Guck mal...“
Sie weiß mit einer Hand nach oben.
„Ein Relikt aus vergangenen Tagen, oder uns fällt bald die Decke auf den Kopf, hihi?“
Thomas folgte ihrem Blick und sah einen weißen Riss an der Decke. Tatsächlich! Er sah aus wie ein Riss, aber war es nicht, was sein fachmännisches Auge sofort erkannte. Es war eine Gesteinsader, die wie bei Marmor eine andere Farbe als seine Umgebung hatte und er war sich ziemlich sicher, dass er diesen hier vor ein paar Stunden noch nicht gesehen hatte. Perlita sah ihn wohl zum ersten Mal, aber war anscheinend der Meinung, dass er entweder schon lange da war oder einfach nichts bedeutete. Sie hatte eben kein Gefühl für Steine und Thomas war da sicher ganz anderer Meinung. Die Magie die die Steine hier verändert hatte, sie schien nicht... konnte er das schon aus zwei Sichtungen schließen?... Vermutlich... also vermutlich war die Magie nicht permanent. Die weißen Stellen schienen sich zu mehren und das bedeutete, dass Amandins Magie nicht unumkehrbar war, oder eben einfach nicht richtig hielt. Im Salon hatte er ebenfalls so eine Stelle gesehen. Die 'Ader' oder der 'Riss' über seinem Bett zeigte ihm deutlich diese kleine Wahrheit und flüsterte ihm sicher tausend neue Fragen ein.
"Amant?"
Er sah wieder zu Perlita die gerade ihrenVenushügel rieb.
"Ich habe ein bisschen Appetit..."
Worauf war die Frage.
"Würdest du uns was zu essen holen?"
Ihre Hand wanderte noch ein Stück tiefer und ihre Pupillen weiteten sich. Schickte sie ihn gerade auf eine sehr nette Art aus dem Zimmer damit sie sich... auf seinem Bett?...
"Es ist Appetit... kein Hunger... Wenn du magst kannst du auch bleiben, oder ...ich ..gehe...?"
Letzteres wollte sie wohl am wenigsten. Ein Finger hatte sich unter eine der Ketten gehakt und zog leicht daran.
"Ich hab ja gedacht, das Ding würde nur stören... Aber Amethyst hatte wohl recht. Es macht mich auf Dauer eher ...hungig."
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 23. August 2016, 00:51

„Ich dachte immer, ihr Männer habt es eigentlich ganz gern, wenn ihr mehrere Frauen haben könnt... aber du solltest mit vielleicht erzählen, was dein Gott so zum Thema Frauen sagt. Vielleicht gibt es ja da ein paar Missverständnisse die ich aufklären könnte?“ Thomas war mit seinen Gedanken noch ganz bei Harker. «Ja...das schon... also ich meine...nicht wir Pelgarer...als nicht aufrichtige Pelgarer...» Brachte er hastig hervor. Thomas konnte mit dem Thema Erotik und allem was auch nur entfernt damit zu tun hatte einfach nicht richtig umgehen. Noch immer wurde er dabei so nervös und schusselig, dass man meinen konnte, er befürchtete jeden Moment vom Blitz getroffen zu werden... naja und vermutlich war man mit diesem Verdacht gar nicht so weit von Thomas wahren Gedanken entfernt. «A...aber nicht umgekehrt...Männer teilen Frauen nicht gerne unter sich...» Vor allem nicht Typen wie Harker. Erst jetzt bemerkte er, dass sie ihre Aussage vermutlich gar nicht auf Amandins Verlobten bezogen hatte. Er starrte sie an und zeigte dann auf sich. «Du...du meinst mich?» Er errötete tatsächlich noch ein bisschen mehr. «Naja...» Meinte er verlegen. «Es ist schon...überwältigend, aber auch völlig überfordernd für mich, ich meine...in meiner Welt galt sogar der freie Blick auf eine nackte Wade als Obszönität...Ich muss mich erst...an...diese...Art der Freizügigkeit...und...äh...Vielfalt...gewöhnen.» Bei Thomas Aussagen machte sich schon ein gewisser Entwicklungsschritt zu einer liberaleren Haltung gegenüber der Sexualität bemerkbar. Vor ein paar Tagen und Wochen hätte er die Vielweiberei aus religiösen Gründen noch kategorisch abgelehnt. Er beruhigte sich etwas, als er über ein ihm vertrautes Thema sprechen konnte: Das pelgarische Eheideal. Doch auch hier schaffte es Perlita mit einem kurzen Einwand, ihn aus dem Konzept zu bringen. Sollte diese Unterredung hier ein Stresstest für Thomas sein, so fiel er hochkantig durch. Der Steinmetz würde einem Verhör vermutlich keine drei Minuten lang standhalten.
» „Ah, so wie du es für Amandin machst!» «Ich...äh...» Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf. «Ja...so kann man es sehen...irgendwie...» Meinte er lächelnd und verriet damit, dass ihm dieser Gedanke durchaus gefiel.

„Also wenn ich nach diesen Regeln verheiratet wäre, dann würde ich mich dir gerne jederzeit hingeben. Ich würde wollen, dass es meinem Mann jederzeit gut geht und damit unsere Ehe heiligen, richtig? Also leben wir hier ein bisschen so wie in einer großen gemeinschaftlichen Ehe. Nur, dass eben alle sich darum kümmern, dass es allen körperlich gut geht.“ «Mhmm.» Thomas musste dieses Bild erst für sich verinnerlichen, aber es war zumindest eine Metapher, mit der er etwas anfangen konnte. «So habe ich es noch nicht gesehen...» Thomas hielt es wohl für angemessen, mehr über die einzelnen Familienmitglieder zu erfahren und so fragte er Perlita über Lazuli aus.
„Du warst mit unserer Herrin bei ihr, stimmt's? Du hast sie nicht gesehen und du hast ihre Magie zu spüren bekommen.» «J..ja...ich glaube...schon...» »Wahnsinn was!» Er nickte. »Ich bade jeden Morgen mit ihr und komme fast immer. Ist ein herrliches Gefühl, wenn man noch nicht ganz wach ist. Solltest du auch bald mal ausprobieren.“ Er hob seine beiden Augenbrauen. Das war wieder ein Zuviel an Information gewesen.

„Ich weiß nur, Amandin macht irgendetwas mit dem Wasser. Ich glaube es hat mit der Temperatur zu tun. Um so wärmer das Wasser ist, um so wilder verhält sie sich. Morgens ist sie eher sinnlich und verspielt, abends wild und fordernd. Über Nacht kühlt das Meer sie dann wieder ab und wenn Flut ist... Ach das wirst du noch selbst herausfinden.“ Er legte seinen Kopf schief. «Also...steuert die Temperatur...ihr Temperament?» Das klang ja irgendwie gruselig! Ihren letzten Satz fand er irgendwie beunruhigend. «W...werde ich das?» Thomas war sich nicht so sicher, ob er die Steigerung von Wild und Fordernd wirklich erleben wollte. «Nun Amandin hat mich gebeten, vorerst nur mit ihr dort reinzugehen.» Meinte er vorsichtig. Perlita klärte ihn weiter über die Aquadin auf, aber im Grunde sorgte sie damit dafür, dass Thomas nur umso verwirrter wurde. Nicht böse? Ein bisschen gefährlich? Verwirrt?

Erstaunlicherweise konnte er ziemlich gut mit Lazuli mitfühlen. Sie musste sich doch in einer völlig fremden Welt wähnen, deren Gesetze sie nicht wirklich kennt und von der sie dennoch abhängig war. Ganz so wie er. Nur, dass Thomas nunmal eher der pazifistische Verwirrte war, während Lazuli wohl dem aufbrausenden Typ entsprach.
Der Steinmetz bemerkte, dass er Perlita nicht mehr länger mit seinen Worten würde ablenken können und auch sein eigener Körper reagierte auf ihre Signale. Das leise Geräusch, welches erzeugt wurde, wenn immer die Perlen aneinander rieben elektrisierten ihn und verleiteten ihn dazu, hinzuschauen. „Ich würde dich gerne von diesem ganzen Stoff befreien...“ Brach es unvermittelt aus ihr heraus und er sah sie verdutzt an. Er war es sich nicht gewöhnt, dass Frauen so deutliche Lust auf ihn zeigten und sie förmlich von ihm einforderten. Nun ging es eher darum, noch Themen zu finden, die ihn von seiner eigenen Triebhaftigkeit ablenkte. Sie kamen auf das Anwesen hinter dem Garten zu sprechen. Er nahm sich vor, Serunda auf keinen Fall in die Quere zu kommen.

„Sie ist Amandins Schwester, die nächste Hohepriesterin, wenn sie das Amt nieder legt. Solange ist sie bei ihr in Lehre, könnte man sagen und das wohl schon sehr sehr lange. Sie bewohnt den hinteren Teil des Anwesens und jeder kümmert sich um seine Sachen. Tuff war zu neugierig und das Urteil war, dass sie ihn auspeitschen durfte...“ Thomas biss die Zähne aufeinander. Er konnte sich vorstellen, welches Konfliktpotenzial in dieser Konstellation steckte. Die Dunkellefen waren schliesslich nicht dafür bekannt, dass sie sich mit einem Rang in der Zweiten Reihe zufriedengaben. Thomas konnte sich nicht mehr daran erinnern, was sie nach dieser kurzen Beschreibung von Serunda noch alles erzählt hatte, denn seine Aufmerksamkeit hatte sich von ihrer Stimme weg, hin zu dem neckischen Spiel ihrer Hände verlagert, welche die Perlen umschmeichelten und Perlita konnte nun auch sehen, dass einzig Thomas verklemmter Charakter ihn gerade noch zurückhielt. Körperlich war er schon längstens für sie bereit. Erstaunlicherweise war es diesmal sie selbst, die ihn wieder etwas fokussiert werden liess, als sie auf die Decke verwies. Der Steinmetz studierte die Gesteinsader und vergass dabei den gesamten Kontext, in dem er sich befand. Erst mit dem dritten «Amant.» gewann Perlite seine Aufmerksamkeit wieder. Sein Blick fiel erst fragend auf ihr Augen, rutschte dann aber sofort ihren Körper hinab zu ihrer Hannd... bis die pelgarischen Augen da etwas ungeheuerliches erhaschten und sich der Steinmetz tatsächlich in einem nervösen Reflex kurz die Augen zuhielt. «Oh...ich...äh...» Er drehte sich verlegen ab, guckte aber nochmals kurz hin und begann dann aufgeregt immer wieder seine Hände zu Fäusten zu ballen.

"Ich habe ein bisschen Appetit..." Wieder starrte er. «A...appetit?» Er schluckte leer, als er gerade sah wie ihr Körper eine der Perlen...nun ja...verschlang. ZUVIEL an Information! "Ich hab ja gedacht, das Ding würde nur stören... Aber Amethyst hatte wohl recht. Es macht mich auf Dauer eher ...hungig." Er hob abwehrend die Hände. «I..ich hol dir was...nur keine...Sorge...bleib einfach..wo du bist...ich bin gleich zurück.» Er verhielt sich so, als würde sie hier gleich ein Kind zur Welt bringen! Thomas drehte sich hastig um und wollte das Zimmer verlassen, stiess dabei aber in seiner Hektik mit der Hüfte gegen die Kante seines Schreibtisches. Er gab ein schmerzliches Grunzen von sich, winkte aber ab. «Alles...gut alles gut...» und eilte aus dem Zimmer.

In seinen Ohren rauschte es, als er den Gang hinunter Richtung Küche hastete. Dabei beging er bereits seine nächste Sünde gegenüber seiner Herrin, indem er sich in seiner eigenen Not kurz, aber energisch zwischen die Beine fasste, um seine Männlichkeit zur Räson zu zwingen... mit mässigem Erfolg. Er eilte also in die Küche und begann nach Essbaren zu kramen. Er nahm sich einen Teller und befüllte diesen mit Trauben und Nüssen und sogar ein bisschen edlen Käse. Wobei der Käse sicherlich perfekt zu den Trauben und Nüssen passte, aber vermutlich weniger zum Kontext, für den diese Mahlzeit gedacht war...Aber Thomas dachte im Moment ohnehin kaum etwas.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 23. August 2016, 10:23

Sein Blick fiel erst fragend auf ihre Augen, rutschte dann aber sofort ihren Körper hinab zu ihrer Hand... bis die pelgarischen Augen da etwas ungeheuerliches erhaschten und sich der Steinmetz tatsächlich in einem nervösen Reflex kurz die Augen zuhielt.
«Oh...ich...äh...»
Er drehte sich verlegen ab, guckte aber nochmals kurz hin und begann dann aufgeregt immer wieder seine Hände zu Fäusten zu ballen.
"Ich habe ein bisschen Appetit..."
Wieder starrte er.
«A...appetit?»
Er schluckte leer, als er gerade sah wie ihr Körper eine der Perlen...nun ja...verschlang. ZUVIEL an Information!
"Ich hab ja gedacht, das Ding würde nur stören... Aber Amethyst hatte wohl recht. Es macht mich auf Dauer eher ...hungig."
Er hob abwehrend die Hände.
«I..ich hol dir was...nur keine...Sorge...bleib einfach..wo du bist...ich bin gleich zurück.»
Er verhielt sich so, als würde sie hier gleich ein Kind zur Welt bringen! Thomas drehte sich hastig um und wollte das Zimmer verlassen, stieß dabei aber in seiner Hektik mit der Hüfte gegen die Kante seines Schreibtisches. Er gab ein schmerzliches Grunzen von sich, winkte aber ab.
«Alles...gut alles gut...»
und eilte aus dem Zimmer.
In seinen Ohren rauschte es, als er den Gang hinunter Richtung Küche hastete. Dabei beging er bereits seine nächste Sünde gegenüber seiner Herrin, indem er sich in seiner eigenen Not kurz, aber energisch zwischen die Beine fasste, um seine Männlichkeit zur Räson zu zwingen... mit mässigem Erfolg. Er eilte also in die Küche und begann nach Essbaren zu kramen. Er nahm sich einen Teller und befüllte diesen mit Trauben und Nüssen und sogar ein bisschen edlen Käse. Wobei der Käse sicherlich perfekt zu den Trauben und Nüssen passte, aber vermutlich weniger zum Kontext, für den diese Mahlzeit gedacht war...Aber Thomas dachte im Moment ohnehin kaum etwas, sonst wäre ihm vielleicht aufgegangen, dass Perlita mit "Appetit" nicht den Hunger auf etwas essbares gemeint hatte. Durch das Rauschen ihn ihren Ohren hatte er ihr zu leises:
"Warte, ich..."
auch nicht mehr gehört. Ebenso wenig wie das leise "Schade.", dass einen langen Seufzer später und das leise Wimmern und Stöhnen, das dann folgte. Der arme Thomas, er rannte halb über den Flur und stürzte sich auf die Vorräte, als könnte er darin sein Seelenheil wieder finden. Aber was hatte ihn da so verstört? Er hatte schon deutlich schlimmeres gesehen und getan, aber vielleicht war es auch gerade diese äußerst private Handlung, die seine Sinne in Aufruhr versetzte. Perlita war die zweite Frau die er hier neben Amandin und Nelsani "kennen" gelernt hatte. Sie war eine Menschenfrau und wirklich sehr schön, nett und freundlich zu ihm gewesen. Sie schien seine Freundschaft zu suchen, hatte ihm Rede und Antwort gestanden und er rannte vor ihrer Sinnlichkeit davon. Käse, Nüsse und Trauben waren schnell gefunden und auch ein Paar Datteln und eine Feige fanden den Weg auf seinen Teller. Als er fertig war, seine Gedanken sich wieder etwas beruhigt hatten und er aus der Küche kam, konnte er etwas merkwürdiges beobachten.
Den Gang hinunter, vorne wo die Haupthalle anschloss, stand Obsidian vor der angelehnten Flügeltür mit gezogener Waffe und spähte durch den Spalt. Alles an seiner Körperhaltung verriet den angriffsbereiten Krieger. Thomas wusste, dass man sich einer solchen Situation nur mit äußerster Vorsicht nähern und Obsidian auch nicht erschrecken dufte, da er ihn dann sogar "aus Versehen" verletzen oder gar töten konnte. Vielleicht war es auch besser einfach wieder zu Perlita zu gehen?
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 23. August 2016, 14:55

Endlich kam ihm wieder in den Sinn, wie man richtig atmete. Er stand einen Moment in der Küche und hielt sich mit beiden Händen an der Tischkante fest, während sein Körper sich allmählich wieder beruhigte und seine Sinne wieder normal funktionierten. Was bei Lysanthor war hier gerade passiert? Er strich sich mit seiner Pranke über sein Gesicht und rieb sich einen Moment die Schläfen. Er starrte auf den Teller vor sich. Mit Amandin konnte er das soeben erlebte nicht vergleichen. Sie hatte einen ganz anderen Status in seinem Leben, als die junge Menschenfrau und Nelsani? Ihm fiel auf, dass er bisher nur in Anwesenheit seiner Herrin in diesem Haus mit irgendjemandem intim geworden war. Ihre Abwesenheit, hatte ihn verunsichert. Er wusste nicht, ob es in ihrem Sinne war, wenn er sich auf Perlita einliess. Er vermisste ihre Reaktion, ihr Feedback und ganz bestimmt auch ihre Anweisungen. Er schluckte leer. Amandin besass nicht nur seinen Körper, sondern insbesondere war sie die Herrin über seine Sexualität. Er legte eine der Trauben zurecht und erst jetzt dämmerte ihm allmählich, dass Perlita mit «Appetit», wohl kaum echtes Essen gemeint hatte. Warum sollten Perlen in ihrer...nun wo immer die waren, schon Hunger auslösen?

Ich bin ein solcher Idiot! Dachte er verärgert über seine eigene Hilflosigkeit. Er musste mit seiner Herrin sprechen und sie in vielerlei Dinge um ihren Rat ersuchen. Er biss sich auf die Lippen. Wie unhöflich er sich ihr gegenüber doch gerade verhalten hatte! Er hatte sie einfach verwirrt und überrumpelt in seinem Zimmer zurückgelassen und war einfach abgehauen, während sie sich ihm gänzlich offenbart hatte. Er hatte ihr kaum etwas von sich gegeben, sondern sie nur mit Fragen gelöchert und vor sich hin gestammelt. So sollte sich ein Freund doch nicht verhalten.

Er nahm sich vor, dieses Mal bei Perlita seinen Mann zu stehen... naja oder so ähnlich. Er begab sich auf den Weg zurück in sein Zimmer und erhaschte dabei einen Blick auf Obsidian, der angespannt und hochkonzentriert hinter einer Türe stand und durch einen Spalt hindurch in den Hauptsaal schielte. Thomas Herz zog sich sofort zusammen, als er diesen Anblick sah. Seine Herrin befand sich in Gefahr!

Er entschied sich jedoch dafür, auf Obsidians Expertise zu vertrauen und ihn nicht abzulenken. Mit seiner eigenen aktuellen Schusseligkeit könnte das Ganze sonst möglicherweise noch in einer Katastrophe enden! Es war paradox, obwohl er hier in diesem Haus sehr viel Aufmerksamkeit bekam und er besonders als Mann sehr bestätigt wurde, schrumpfte sein Selbstwert anhand seines eigenen Verhaltens auf die Grösse eines Maiskorns zusammen. Er hielt sich selbst inzwischen für eine ernste Bedrohung für seine Herrin. Er knirschte mit den Zähnen. Amandin hatte ihm gesagt, dass diese Unterredung nur von kurzer Dauer sein würde, aber sie schien ja noch immer mit diesem geheimnisvollen Besuch beschäftigt zu sein. Um was es wohl ging? Hatte es ggf. mit der Baustelle zu tun? Er ging vorsichtig den Gang entlang, ohne Obsidian zu stören.
Leise kehrte er zu seinem Zimmer zurück. Er schloss kurz seine Augen, atmete tief durch...klopfte kurz an seine eigene Tür und trat wieder zu Perlita ins Zimmer. «Perlita es tut mir leid was eben gerade...» Wieder starrte er auf die Szenerie, die sich ihm da bot, was ihn doch wieder kurz aus dem Konzept brachte. «Was...eben gerade passiert ist.» Brachte er seinen Satz zu Ende und räusperte sich. «Ich...wollte dich nicht zurückweisen, so sollte es wirklich nicht rüberkommen.» Was gab es schliesslich schon Schmerzhafteres? Er reichte ihr verlegen den Teller. «Ich meine du bist unglaublich nett zu mir...und du bist wunderschön... und der Rahmen hier in diesem Haus würde ja alles Zulassen...es... ist nur...» Er seufzte und setzte sich neben sie auf die Bettkante. «...mein altes Leben...» Er seufzte abermals und legte sich rücklings neben sie und blickte nachdenklich die weisse Gesteinsader an der Decke an. Irgendwie erinnerte ihn diese weisse Ader an sich selbst und irgendwie empfand er dies als beruhigend. Egal wie sehr ihn die Umwelt und die neuen Lebensumstände veränderten, er blieb immer noch irgendwo er selbst. «Es fällt mir schwer, mein altes Leben loszulassen.» Er schwieg eine ganze Weile. «Ich...habe in meinem Leben schon einmal eine Frau gewählt... ein Haus für sie gebaut...sie geehelicht... ihr Liebe, Treue und Schutz versprochen... aber... ich konnte dieses Versprechen nicht einhalten. Ich konnte sie nicht beschützen" Für einen pelgarischen Ehemann gab es vermutlich kein schlimmeres Eingeständnis als dieses und Perlita konnte spüren, dass dieser Umstand schwer an seiner Seele nagte. Er hatte sich diesbezüglich auch von einen Mitsklaven den einen oder anderen Vorwurf diesbezüglich anhören müssen, weil er sich damals praktisch kampflos ergeben hatte, da er unfähig gewesen war, einen Gegner zu töten.

" ... und wenn ich dieses Haus hier sehe und euch und die Herrin... habe ich Angst, dass ich wieder nicht dazu in der Lage sein werde..." Er drehte sich zu ihr um und sah sie an. "Du... bist die erste Menschenfrau seit...dem Krieg...und ich bin froh, dass du es bist, wirklich...weil du bist lieb und aufrichtig und nett... und ich möchte dass es dir gut geht, wie allen anderen in diesem Haus auch..." Er schwieg wieder eine ganze Weile und suchte nach Worten. "Vielleicht...können wir gemeinsam...also wenn die Herrin dabei ist..." Organisierte er hier gerade einen Dreier? Das war aber auch nicht gerade ein traditionell pelgarischer Lösungsansatz. Er musste an Amandins Worte denken. Egal welches Band zwischen ihm und Beth geschmiedet worden war, sie hatte es schon längstens aufgelöst. Er musste sich daran gewöhnen, dass er kein Ehemann mehr war. Amant war nie verheiratet gewesen... er musste endlich lernen loszulassen. Seine Pranke lege sich direkt neben sie, und berührte sie schon fast, doch noch immer zögerte er. "Ich...würde dir gerne etwas gutes tun..." Meinte er schliesslich.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 23. August 2016, 17:29

Thomas ging vorsichtig den Gang entlang, ohne Obsidian zu stören. Sich um Amandins Sicherheit zu sorgen war nicht seine Aufgabe, sondern die diesen schwarzen Mannes. Er ahnte, dass seine Anwesenheit die Situation vielleicht sogar verschlimmert hätte. Vor allem, weil er seine Gefühle noch nicht so gut unter Kontrolle hatte, wie die anderen Bewohner dieses Anwesens.
Leise kehrte er zu seinem Zimmer zurück. Er schloss kurz seine Augen, atmete tief durch...klopfte kurz an seine eigene Tür und trat wieder zu Perlita ins Zimmer. Hier lag eine ganz andere Prüfung vor ihm.
«Perlita es tut mir leid was eben gerade...»
Wieder starrte er auf die Szenerie, die sich ihm da bot, was ihn doch wieder kurz aus dem Konzept brachte. Sie musste die Zeit seiner Abwesenheit genutzt haben, denn an manchen Stellen war ihre sonst weiße Haut zart gerötet bis fast leuchtend purpur. Ihr Brustkorb hob sich in einem schnellen Rhythmus, als wäre sie gerade erst... Wenn er nur einen Moment früher gekommen wäre... Sie streichelte sich gerade noch beruhigend ihren Bauch und die Kanten ihrer Hüfte, als sie ihn bemerkte, schloss dann die Beine und rollte sich auf die Seite.
«Was...eben gerade passiert ist.»
Brachte er seinen Satz zu Ende und räusperte sich.
«Ich...wollte dich nicht zurückweisen, so sollte es wirklich nicht rüberkommen.»
„Ist nicht so schlimm.“
Sie lächelte und er reichte ihr verlegen den Teller, den sie neben sich auf das Bett stellte und kaum beachtete.
«Ich meine du bist unglaublich nett zu mir...und du bist wunderschön... und der Rahmen hier in diesem Haus würde ja alles zulassen...es... ist nur...»
Er seufzte und setzte sich neben sie auf die Bettkante.
«...mein altes Leben...»
Er seufzte abermals und legte sich rücklings neben sie und blickte nachdenklich die weiße Gesteinsader an der Decke an. Irgendwie erinnerte ihn diese weiße Ader an sich selbst und irgendwie empfand er dies als beruhigend. Egal wie sehr ihn die Umwelt und die neuen Lebensumstände veränderten, er blieb immer noch irgendwo er selbst.
«Es fällt mir schwer, mein altes Leben loszulassen.»
„Ich glaube, dass ist bestimmt auch sehr schwer. Ich meine, ich hatte kein Leben, von dem ich mich verabschieden musste. Ich musste mich nur an das gewöhnen was ich lernte und es gefällt mir. Es gefällt mir so sehr, dass ich nicht bedacht habe, dass es für jemanden anderen ungewohnt und fremd wirken könnte. Ich... Es tut mir leid. Ich glaube, ich habe dich mit meiner Lust ein wenig überrumpelt. Ich möchte dich kennen lernen und ich möchte auch mit dir das Bett zum Einsturz bringen...“
Sie lachte über seinen erschrockenen Gesichtsausdruck und fuhr lächelnd fort:
„Amant, du bist ein toller Mann und alles an dir könnte mir Freude bereiten, aber für dich ist das alles neu und ich hab dich hier... also ich hab mich hier breit gemacht und du bist so etwas nicht gewöhnt. Dafür entschuldige ich mich. Ich hab nicht nachgedacht. Vielleicht magst du ja irgendwann mal mit mir Spaß haben und dann bin ich gerne für dich da. Ich würde mich freuen, dir da behilflich sein zu können. Ich möchte, dass es dir gut geht. Schließlich bist du ein Mensch wie ich und ein Mann....ein echt hübscher noch dazu und so schön groooß und trotzdem irgendwie „passend“, denk ich... Daraus lässt sich bestimmt was machen, aber du brauchst Zeit und ich hab Geduld.“
Jetzt nahm sie sich doch eine Traube und spielte eine Zeit lang mit ihren Lippen, mit den Zähnen und ihrer Zunge daran herum, ohne nachzudenken. Sie schwiegen eine ganze Weile, bis der Steinmetz wieder die Stimme erhob.
«Ich...habe in meinem Leben schon einmal eine Frau gewählt... ein Haus für sie gebaut...sie geehelicht... ihr Liebe, Treue und Schutz versprochen... aber... ich konnte dieses Versprechen nicht einhalten. Ich konnte sie nicht beschützen"
Perlita konnte spüren, dass dieses Geständnis schwer an seiner Seele nagte. Fast hätte sie ihn an der Schulter tröstend berührt, aber zog dann doch wieder die Hand weg.
" ... und wenn ich dieses Haus hier sehe und euch und die Herrin... habe ich Angst, dass ich wieder nicht dazu in der Lage sein werde..."
Er drehte sich zu ihr um und sah sie an.
„Ich glaube, dazu ist keiner von uns in der Lage, aber gemeinsam können wir ihr die Kraft geben, die sie braucht um sich selbst zu schützen.“
Ihre großen eisblauen Augen waren geweitet und sie blinzelte ein paar Mal schnell, als er sie so direkt ansah.
"Du... bist die erste Menschenfrau seit...dem Krieg...und ich bin froh, dass du es bist, wirklich...weil du bist lieb und aufrichtig und nett... und ich möchte dass es dir gut geht, wie allen anderen in diesem Haus auch..."
Sie lächelte tatsächlich etwas schüchtern und meinte leiser:
„Obsidian hat am Anfang immer gesagt, dass ich zuuu lieb und zuuu aufrichtig bin. Er meinte ich sei ein bisschen naiv, aber Amandin mag das an mir. Ich bin sehr direkt und ehrlich. Das kannte sie nicht. Ich glaube, das liebt sie an mir. Ich verstelle mich nicht. Auch nicht um ihr zu gefallen! Sie meinte mal zu mir, wenn sie Schmeichler bräuchte, dann würde sie sich einen Novitzen ins Bett holen. Bei mir will sie nur die Wahrheit spüren.“
Er schwieg wieder eine ganze Weile und suchte nach Worten.
"Vielleicht...können wir gemeinsam...also wenn die Herrin dabei ist..."
Perlita bekam große Augen.
„Oh, das wäre toll! Großartige Idee! Ich freu mich drauf.“
Sie strahlte. Organisierte er hier wirklich gerade einen Dreier? Er musste sich daran gewöhnen, dass er kein Ehemann mehr war. Amant war nie verheiratet gewesen... er musste endlich lernen loszulassen. Seine Pranke lege sich direkt neben sie, und berührte sie schon fast, doch noch immer zögerte er und Perlita schien wirklich Geduld mit ihm zu haben, denn sie nahm ein Stück Käse, biss es zur Hälfte auf, Steckte ein Stück Walnuss und eine halbe, zerbissene Traube hinein, die sie sorgfältig zurecht genagt hatte und legte alles zusammen vorsichtig in seine Handfläche.
"Ich...würde dir gerne etwas gutes tun..."
Meinte er schließlich. Sie lächelte glücklich.
„Dann iss das.“
Das war leicht. Und als angehende Freundin war das genau richtig gewählt. Perlita wollte ihn nicht gleich wieder unter Druck setzen, also ließ sie ihm Zeit. Die Aromen des Käses verbanden sich knuspernd mit denen der Nüsse und die süße Explosion der Traube rundete das Geschmackserlebnis perfekt ab.
„Gut?“
Er nickte, während er noch kaute.
„Also wie ich das sehe, dürfen wir dich nicht berühren, bis die Herrin uns dazu einlädt, oder sie die Regel aufhebt. Nelsani darf sich auch selbst nicht berühren. Ist das bei dir auch so? ...Ah, verstehe. Und zu Lazuli darfst du auch nicht alleine.“
Etwas in seinem Gesichtsausdruck musste ihr die Antwort gegeben haben.
„Vertrackte Situation. Ist aber nicht so schlimm. Du darfst uns berühren, wenn du möchtest, aber bist noch nicht so weit. Wenn dir das Reden darüber unangenehm ist, kannst du gern jederzeit das Thema wechseln.“
Sie zwinkerte ihm zu.
„Aber um ehrlich zu sein, ich glaube nicht dass Vermeidung dich hier wirklich weiter bringen wird. Du solltest so viel lernen wie du nur kannst und wenn es erst mal nur durch zusehen ist. Hast du schon mal jemandem alleine oder einem Pärchen vielleicht zugesehen?“
Im Klang ihrer Stimmfarbe hörte man schon, dass sie das eher bezweifelte, nach seiner letzten Reaktion zu schließen.
„Würdest du mir vielleicht zusehen wollen? Ich meine, wenn du das magst... Mir, oder auch jemand anderem, oder mir und zum Beispiel...“
Sie überlegte kurz, sah nachdenklich zur Seite und strich sich dabei tatsächlich geistesabwesend über die linke Knospe ihrer Brust, die sich sofort aufrichtete.
„Ah, ich hab's! Obsidian wäre ein guter Lehrer. Er ist sehr sanft im Umgang mit uns Mädchen. Aus Männern macht er sich nichts, was Amethyst sehr bedauert, aber er hat eine gute Technik und einige sehr interessante Stellungen ...was ist?“
Sie hatte ihn wieder angesehen und anscheinend waren Thomas bei der Vorstellung schon wieder die Züge entglitten.
„Oh, entschuldige. Das ist schon wieder zu viel oder? Wir können uns auch einfach über was anderes unterhalten, wie... das Essen... oder das Wetter... oder du erzählst mir was über dich, deinen Beruf, dein Leben... Was du willst. Ich möchte nur deine Freundin sein... Wenn du das auch möchtest.“
Beim letzten Teil wirkte sie nun tatsächlich etwas verängstigt. Nicht mit ihr schlafen zu wollen war anscheinend nicht so schlimm gewesen, aber sie jetzt zurück zu stoßen, wäre wahrscheinlich fatal. Perlita war ein sanftes Wesen, vielleicht wirklich etwas naiv, aber sie war auch empfindsam und ehrlich in ihren Emotionen und suchte einen Verwandten in ihm. Sie könnte tatsächlich eine echte Verbündete in diesen Mauern werden.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 23. August 2016, 20:22

Beim letzten Teil wirkte sie nun tatsächlich etwas verängstigt. Nicht mit ihr schlafen zu wollen war anscheinend nicht so schlimm gewesen, aber sie jetzt zurück zu stoßen, wäre wahrscheinlich fatal. Perlita war ein sanftes Wesen, vielleicht wirklich etwas naiv, aber sie war auch empfindsam und ehrlich in ihren Emotionen und suchte einen Verwandten in ihm. Sie könnte tatsächlich eine echte Verbündete in diesen Mauern werden.

Thomas musste die soeben gesehenen Bilder erst verarbeiten. War sie gerade in seinem Bett... Er blinzelte ein paar Mal und gesellte sich dann zu ihr. „Ich glaube, dass ist bestimmt auch sehr schwer. Ich meine, ich hatte kein Leben, von dem ich mich verabschieden musste. Ich musste mich nur an das gewöhnen was ich lernte und es gefällt mir.» «Mir...gefällt es bisher auch.» Meinte er leise und lächelte. «Es ist weit mehr, als ich in meinem Leben noch hätte erwarten dürfen. Beruflich...wie auch persönlich.» Meinte er schliesslich. Amandin konnte ihm sein altes Leben nicht zurückgeben, doch sie verschaffte ihm eine würdige und lebenswerte Zukunft.
»Es gefällt mir so sehr, dass ich nicht bedacht habe, dass es für jemanden anderen ungewohnt und fremd wirken könnte. Ich... Es tut mir leid.» Er schüttelte den Kopf. «Oh nein, du musst dich doch nicht entschuldigen...» Ich glaube, ich habe dich mit meiner Lust ein wenig überrumpelt.» «Naja...» Meinte er versöhnlich. «Das passiert bei mir noch schnell mal.» Immerhin verfügte Thomas doch über eine gesunde Portion Selbstironie. «Ich meine... manchmal finde ich sogar die Tischdekoration...naja...unkeusch.» Meinte er für einen Moment todernst und lachte dann...selbst wenn seine Aussage durchaus der Wahrheit entsprach. «Ich war nicht immer so...» Meinte er schliesslich und dachte dabei an seine Junggesellenzeit. Aber dann hatte er jene Frau kennengelernt, mit der er den Rest seines Lebens hatte verbringen wollen und mit der er ein Kind gezeugt hat....und die jetzt Schwanger von irgend einem Elfen war und ganz in seiner Nähe lebte!!! Es war schwer Distanz zum alten Leben aufzubauen, wenn sowohl Frau und Kind ein paar hundert Meter entfernt lebte. Wobei er sich bei Louisa nicht sicher sein konnte. Amandin hatte ihm nur zugesagt, dass sie sich darum kümmern wollte. ER wusste nicht, ob ihr der Kauf auch geglückt war und seine Tochter tatsächlich in ihrem Besitz war...doch er hatte versprochen auf seine Herrin zu vertrauen und sie nicht deswegen zu löchern.

»Ich möchte dich kennen lernen und ich möchte auch mit dir das Bett zum Einsturz bringen...“ «Oh...haha...» Er lächelte verlegen. Der Junggeselle Thomas Mercer hätte sich damals, in seinen Besten Jahren nach einem solchen Angebot und bei einer solchen Frau nicht zweimal bitten lassen und die Gelegenheit sofort am Schopf gepackt.
„Amant, du bist ein toller Mann und alles an dir könnte mir Freude bereiten, aber für dich ist das alles neu und ich hab dich hier... also ich hab mich hier breit gemacht und du bist so etwas nicht gewöhnt.» Er dachte eine ganze Weile über ihre Worte nach. «Ich glaube ich muss mir selbst einfach wieder zugestehen...dass nichts Verwerfliches daran ist...und dass es auch nicht verwerflich ist, dass eigene Glück zu geniessen... Ich meine...ich wurde aus einer Schar begabter Menschen ausgewählt und manchmal frage ich mich, ob ich wirklich würdig bin. Ach ich habe so viele Gedanken, die mir selbst im wegstehen» Es war beinahe gefährlich, wie schnell Thomas vertrauen in andere Menschen fasste und sich öffnete, aber dies war auch eine Eigenschaft, die man an diesem Menschen schätzen konnte.

»Ich möchte, dass es dir gut geht. Schließlich bist du ein Mensch wie ich und ein Mann....ein echt hübscher noch dazu und so schön groooß und trotzdem irgendwie „passend“, denk ich...» Er fühlte sich sichtlich geschmeichelt. «Naja...aber auch Schwer... ich habe bei Amandin schon immer Angst dass ich sie...naja...zerdrücke.» Tatsächlich war Beth und ihn ein entsprechender Unfall tatsächlich einmal passiert. Es war in den ersten Jahren ihrer Ehe, wo sie die eheliche Zurückhaltung noch nicht ganz im Griff hatten und sich ab und an noch ihrer Leidenschaft und ihres jugendlichen Übermutes hingegeben hatten. Im Sturm ihrer Leidenschaft hatte Thomas seine Liebste aufgehoben und an eine Baumrinde gepresst, was für sie deutlich unangenehmer war, als sie sich beide dies wohl ausgemalt hatten. Aufgrund ihrer Abwehrreaktion hatte der Steinmetz dann sein Gleichgewicht verloren und war auf sie gefallen. Sie beide hatten Glück gehabt, dass sie aufs weiche Gras gefallen sind, Beth hatte jedoch das Pech gehabt, dass sie zwischen Thomas und Grasboden eingequetscht worden war. Was bei über hundert Kilo Lebendgewicht doch eine sehr beengende Erfahrung gewesen war.
«Dieses Bett ist sehr stabil gebaut... es würde ordentliche Wucht brauchen um...es...» ZUVIEL an Information!

„Obsidian hat am Anfang immer gesagt, dass ich zuuu lieb und zuuu aufrichtig bin. Er meinte ich sei ein bisschen naiv, aber Amandin mag das an mir. Ich bin sehr direkt und ehrlich. Das kannte sie nicht. Ich glaube, das liebt sie an mir. Ich verstelle mich nicht. Auch nicht um ihr zu gefallen!» Er sah sie direkt an. Tat er das? Nein...er tat vermutlich sein Möglichstes um ihr zu Gefallen und versuchte sich jeweils zu überwinden, aber er musste sich eingestehen, dass er ihr nichts vorspielte. Er war wirklich so durchtrieben und sündig!
«Bei mir will sie nur die Wahrheit spüren.“ «Nun...in ihrer Welt scheint Wahrheit tatsächlich ein Rares gut zu sein. Es war gut zu wissen, dass Amandin Authentizität und Ehrlichkeit insgeheim schätzte, dies konnte einem Mann wie Geison letztlich die Haut retten. Denn dieser konnte sich bei gewissen Themen nicht verstellen. Thomas konnte sich gut vorstellen, dass ein ehrlicher Mann einer mächtigen Frau letztlich mehr Respekt abrang, als ein Speichellecker, selbst wenn der Aufrechte ihr auch mal widersprechen sollte. Er dachte an Amandin, wie sie dereinst seine «vorwitzige Zunge» begutachtet hatte. Da hatte sie sich tatsächlich herausgefordert gefühlt und er hatte damit wohl ihren Machtinstinkt geweckt.

„Oh, das wäre toll! Großartige Idee! Ich freu mich drauf.“ «Äh...ja...» Er lächelte und merkte erst jetzt, was er damit möglicherweise gerade losgetreten hatte. Schliesslich streckte sie ihm der Käse mit der Nuss und der Traube darin entgegen. Kurz zuckte seine Pranke, als wollte er danach greifen, doch dann entschied Thomas einen Schritt auf Perlita zuzugehen und schnappte sich deshalb den Bissen mit dem Mund. Kurz berührten seine Lippen ihre Fingerkuppen... sie schmeckten nach ihr... Ein neuer Nektar, ganz anders als der seiner Herrin, auf den er schon geprägt war.
«Gut?» «Mhrrrmrhrmm!» Meinte er bestätigend und nickte. «Sehr gut.»

[i„Also wie ich das sehe, dürfen wir dich nicht berühren, bis die Herrin uns dazu einlädt, oder sie die Regel aufhebt. Nelsani darf sich auch selbst nicht berühren. Ist das bei dir auch so?[/i] Er errötete. ...Ah, verstehe. Und zu Lazuli darfst du auch nicht alleine.“ Er schüttelte den Kopf, doch Perlita wusste die Antwort bereits vorher. «Es...» Er sah sich um und er senkte die Stimme, weil es ihm irgendwie peinlich war. «Es ist Teil des Problems...ich meine wenn ich dich anschaue...und...du bist begehrenswert und schön...und deine Bewegungen sind...» Er schluckte leer, musste aber wohl nichts Weiteres hinzufügen. «D...das...staut sich alles an... und ich kann nirgendwo damit hin...»
„Ah, ich hab's! Obsidian wäre ein guter Lehrer. Er ist sehr sanft im Umgang mit uns Mädchen. Aus Männern macht er sich nichts, was Amethyst sehr bedauert, aber er hat eine gute Technik und einige sehr interessante Stellungen ...was ist?“ Er petzte die Augen zusammen, als es abermals in seinen Lenden zog. Sein Glück war in dieser Situation, dass er sich unweigerlich auch Obsidian und Amethyst vorstellte, was seine aufkeimende Libido wieder einigermassen entschärfte. "Äh...hast du noch mehr..Trauben bei dir.." Versuchte er vom Thema abzulenken.

Ich möchte nur deine Freundin sein... Wenn du das auch möchtest.“ Er lächelte und ergriff vorsichtig ihre Hand und drückte diese. «Das möchte ich, Perlita.» Er musterte ihre Schulter und ihren Oberarm. War das etwa Hühnerhaut? War ihr kühl geworden? «Warte...» Er kramte seine Bettdecke hervor und deckte sich selbst und sie damit zu, dies half ihm, seine Sinne zu beruhigen und sie wurde dadurch gewärmt. «Hast du ein Lieblingstier?» Fragte er beiläufig und musterte ihr Gesicht. «Lass uns über Frauen...und Männer sprechen... was macht für dich eine gute Frau aus...und ein guter Mann? Was gefällt dir an unseren Männern...und was eher nicht?» Thomas stand also tatsächlich der Sinn nach tratschen. «Haben...Tuff und...Gabbro..ist..ihr....haben die da...sieht das...ich meine...sieht deren ihr... du weisst schon...genau so aus wie bei Menschen, einfach in grün? Oder sind die...behaart?» Weit kritischer fügte er hinzu. «Hast du mit ihnen schon mal...» Wollte er das jetzt wirklich wissen?!
Thomas wusste manchmal selbst nicht, was gut für ihn war.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 24. August 2016, 19:55

"Äh...hast du noch mehr..Trauben bei dir.."
Versuchte er vom Thema abzulenken und Perlita hielt ihm noch vorsichtig ein paar hin. Sie fütterte ihn gerne und genoss es sichtlich, wenn seine Lippen dabei ihre Finger berührten, achtete aber immer darauf, dass er das letzte Stück an Wegstrecke überbrücken musste, damit sie nicht gegen Amandins Auflagen verstieß, so sehr wie sich auch nach seiner Zuneigung sehnte. Seine Lippen an ihren Fingern zauberten noch ganz andere Phantasien in ihren Geist und unter ihre Haut.
"Ich möchte nur deine Freundin sein... Wenn du das auch möchtest.“
Er lächelte und ergriff vorsichtig ihre Hand und drückte diese.
«Das möchte ich, Perlita.»
Er musterte ihre Schulter und ihren Oberarm. War das etwa Hühnerhaut? War ihr kühl geworden?
«Warte...»
Er kramte seine Bettdecke hervor, sie brachte den Teller mit den Leckereien in Sicherheit und Thomas deckte sich selbst und sie zu. Dies half ihm, seine Sinne zu beruhigen und sie wurde dadurch gewärmt.
«Hast du ein Lieblingstier?»
Fragte er beiläufig und musterte ihr Gesicht. Sie blinzelte und schien zu überlegen.
„Ich glaube, das wäre dann ein Warg! Ich würde gerne mal einen reiten, so wie Amandin. Diese Tiere sind die geballte Kraft und Lebenslust. Ja, sie sind auch gefährlich, aber das macht ja den Reiz aus. Pferde hab ich auch schon gesehen und Fische... Katzen gab es auch in dem Dorf und Möwen. Sonst kenne ich nicht so viele Tiere.“
Thomas wurde vielleicht in diesem Augenblick klar, dass Perlita wirklich viel vergessen hatte und seid dem nicht viel herum gekommen war.. Er würde ihr viel erzählen können, ihren Horizont erweitern können, also auch ein Lehrer für sie sein, so wie sie für ihn es in anderen Dingen war.
«Lass uns über Frauen...und Männer sprechen... was macht für dich eine gute Frau aus...und ein guter Mann? Was gefällt dir an unseren Männern...und was eher nicht?»
„Oh, ...“
Sie grübelte kurz und zog die Decke noch etwas höher, klemmte sie unter ihr Kinn und zog die Beine an, was ein sinnliches Rascheln von Seide herauf beschwor. Thomas hatte sich unter der Decke in Sicherheit gewähnt, aber Amant fand die Bewegungen unter den Laken sicher sehr reizvoll, sinnlich, geheimnisvoll und verführerisch. Gerade das Verborgene regte oft die Phantasie mehr an, als das was man deutlich vor Augen hatte. Was machte sie da mit ihren Beinen? Wo waren ihre Hände, wie nah waren sie sich wirklich und genoss sie die steigende Hitze unter der Decke genauso wie er? Sie bewegte sich und seine Hand, die noch nah bei ihr lag berührte kurz etwas weiches. Welcher Körperteil mochte das gewesen sein? Wenn er nachfühlte, könnte er es heraus bekommen...
„Eine gute Frau... Ich würde sagen, sie sollte in der Lage sein ihrem Gefährten selbst die Wünsche zu erfüllen, die er nicht ausspricht. Eine gute Frau sollte die Phantasie anregen und selbst wenn sie ihren Mann befriedigt hat, ihn mit 'Appetit' auf mehr zurück lassen.“
Sie lächelte und sah ihm tief in die Augen.
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Hände jetzt gern auf Wanderschaft gehen würden um zu erkunden, wo du mich gerade berührt hast.“
Sie biss sich auf die Unterlippe.
„Ich würde das zumindest sehr gerne bei dir tun, ... aber ich darf nicht.“
Sie grinste ein wenig breiter und neckte ihn weiter:
„Ein guter Mann erfüllt die Wünsche seiner Partnerin und gibt ihr das Gefühl, dass begehrenswerteste Wesen auf Erden zu sein.“
Perlita beobachtet seine Reaktionen und schien sich nicht ganz sicher, ob er auch das mit „gute Frau und guter Mann gemeint hatte, als er gefragt hatte.
„Alles andere, die Techniken, die Ausdauer, sogar die Gelenkigkeit sind erlernbar. Auch das 'Stehvermögen' nimmt mit der Wiederholung zu, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. 'Er' wird dir schon zeigen wo es lang geht. Bei euch Männern ist es eigentlich sogar leichter, da euer Körper euch nicht belügen kann. Amethyst meinte mal, der Schwanz eines Mannes sei wie ein Kompass. Er zeigt immer auf das was er will.“
Sie lachte leise und die Vibrationen übertrugen sich durch die locker aufliegende Decke. Dann konnte Thomas sich aufraffen noch eine Frage zu stellen:
«Haben...Tuff und...Gabbro..ist..ihr....haben die da...sieht das...ich meine...sieht deren ihr... du weisst schon...genau so aus wie bei Menschen, einfach in grün? Oder sind die...behaart?»
Weit kritischer fügte er hinzu.
«Hast du mit ihnen schon mal...»
„Du meinst ihre Schwärter, ihre Freundenspender, ihre Lanzen, ihre Stäbe, ihre Lustbringer, ihre Zuckerstangen, ihre … hihiihiiihihi“
Sie grinste übers ganze Gesicht, aber Thomas hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass er ausgelacht wurde. Sie hatte einfach nur Spaß an der Situation und genoss das zwanglose Zusammensein mit ihm.
„... ihre Schlangen, ihre Schwengel, ihren Schweif, ihre Stängel, ihren … Wie nennst du denn deinen?“
Sie sah zu seinen roten Ohren und ließ ihm Zeit darüber nachzudenken, während sie weiter sprach:
„Tuff nennt seinen gerne 'Zuckerstange' und reibt ihn auch manchmal mit was süßem ein damit er besser… Ich merk schon... zu viel! Ich... hm, also sie haben die gleiche Hautfarbe wie die Orks sie auch sonst am ganzen Körper haben, nur ein wenig dunkler. Behaart sind sie drum herum, der Schaft an sich nicht. Sie sind schon enorm groß, aber nicht so schlimm wie man meinen könnte. Gabbro meinte, es gäbe sogar Halborks und irgendwie müssen die ja auch zustande gekommen sein. Sind wohl meistens Kinder die bei irgendwelchen Raubzügen entstehen. Ich fand die Geschichten seiner Familie da nicht so toll, aber das fragst ihn vielleicht besser selbst. Auf jeden Fall hat Gabbro einen schönen Stängel. Die Größe ist für mich nicht passend, aber das heißt nicht, dass wir keinen zusammen Spaß gehabt hätten. Mann muss als Frau schon sehr ...gut sein... sehr in Übung um es mit ihm aufzunehmen und selbst dann gibt es kleine Hilfsmittel, die das ganze angenehmer machen. Amethysts Spielzeug ist da wirklich wunderbar. Er bastelt die tollsten Sachen!... Entschuldige ich schweife ab. Also...Marmora und ich helfen ihm gern seinen Druck abzubauen... “
Sie zwinkerte ihm kurz zu und ließ sich dann auf den Rücken fallen, was die Decke gleich einem Zeltdach zwischen ihren Leibern spannte. Sah Thomas an sich hinunter, konnte er unter der Decke seitlich die Umrisse ihrer weichen Rundungen erahnen. Sie war wirklich sehr nah. Sie hatte die Arme über der Decke und hielt die Hände in die Höhe um mit geschlossenen Fingern und abgespreizten Daumen zwei sich gegenüber liegende 'L's zu formen.
„Stell dir vor das wären die gespreizten Beine zweier Frauen...“
Sie hob in schneller folge erst die eine, dann die andere Hand an ihrem Mund und leckte über die kleine Stelle, wo Daumen und Zeigefinger in einander über gingen.“
„Wenn man die Beine sooo zusammen führt...“
Sie schob die Finger der linken Hand über die der Rechten und den rechten Daumen über den Linken, sodass ein kleines Loch zwischen den Händen entstand, und die abgeleckten stellen zusammen fanden.
„...entsteht ein Zwischenraum, den er gerne nutzt und dann haben wir zu dritt Spaß.“
Thomas wusste manchmal selbst nicht, was gut für ihn war. Warum hatte er noch gleich gefragt? Himmel!
„Während Marmora dann mich verwöhnt, kann er ungehindert seinem Trieb frönen und befriedigt uns dann gleichzeitig. Ist echt nett. Könntest du sicher auch mal zugucken, wenn du magst.“
Er merkte, wie sie unter der Decke die Beine aneinander rieb und dann wieder zu ihm aufsah.
„Marmora würde sich sicher über deine Anwesenheit freuen und Gabbro …“
Sie stockte.
„Schon wieder zu viel?“
Das seltsame war, dass diese ganzen Informationen Thomas zwar erstreckten, aber er trotzdem immer wieder voller Neugierde zuhörte und nachfragte. Er hatte schließlich nachgefragt, also war es natürlich, dass Perlita antwortete und irgendwie wollte er es ja auch wissen. War er vielleicht doch in der tiefe seines Herzen so „verdorben“ wie die Kirche Lysanthors es betitelt hätte und wenn er mal diese Lehren weg schob, war er dann nicht einfach nur ein neugieriger Mann? Ein Mann der seinem Gegenüber Freude bereiten wollte, der eine Frau glücklich machen wollte und dafür lernen musste, es gut zu machen?
„Vielleicht sollte ich erst mal nicht weiter erzählen, sondern du. Was hast du schon so ausprobiert? Vielleicht finden wir ja was, was wir beide mögen...wo du dich gut bei fühlst.“
Sie sah ihn mit erwartungsfrohen Augen an. Sie war wirklich eine Schönheit und so weich, lieblich, nett und offenherzig... mit einem Körper, der mit Rundungen ausgestattet war, die sich harmonisch an ihre schlanke Gestalt schmiegten. Sie war weich und weiblich, voller Lebensfreude und Lust. Sie war eine wunderbare Freundin... plus ein paar ganz verlockende Extras.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Samstag 27. August 2016, 17:36

Die Antwort auf seine Frage nach dem Lieblingstier kam für den Steinmetz überraschend. Perlita wirkte so lebensfroh, filigran und jugendlich, so dass der aggressive Warg eigentlich nicht ganz zu ihr passen wollte. Bei Amandin war das anders, selbst wenn sie körperlich sicherlich auch filigran gebaut war und einiges kleiner war als Perlita, so strahlte sie doch genügend Dominanz und...nun Dunkelheit aus, um es mit einem Warg und dessen Energie aufzunehmen. [/i]»Diese Tiere sind die geballte Kraft und Lebenslust. Ja, sie sind auch gefährlich, aber das macht ja den Reiz aus.» «Mhm... also mir jagen diese Tiere ziemlich grosse Angst ein...» Gestand er Steinmetz aufrichtig und schloss für einen Moment die Augen. Er würde sich mit diesen Viechern intensiv auseinandersetzen müssen, es war sogar seine eigene Idee gewesen, Amandins Bildnis mit einem Warg zu schmücken. «Es ist sicherlich eine sehr hohe Kunst, diese wilden Tiere reiten zu können... das sind Raubtiere...» Er wollte sich gar nicht ausmalen, wie viel Fleisch so ein Tier am Tag verputzte...und er wollte nicht wissen, auf welche Art von Fleisch dunkelelfische Wargs jeweils abgerichtet wurden. Mit Hunden und Katzen konnte er mehr anfangen, wobei er persönlich eher ein Katzenmensch war. Er mochte sich noch gut an eine grauschwarze Tigerkatze erinnern, die ihn auf einer Grossbaustelle in Pelgar auf Trab gehalten hatte. Dieses Tierchen war jeweils auf den hohen Gerüsten herumgeklettert und hatte auch so manches Werkzeug runtergeschubst, was nicht ungefährlich gewesen war. Allein schon ein einzelner Nagel, der aus grosser Höhe zu Boden fiel, konnte sich zu einem tödlichen Geschoss entwickeln. Also hatte er die Katze mit nach Hause genommen und Louisa als Spielgefährten geschenkt. Die beiden waren unzertrennlich gewesen.

Kurz legte sich ein trauriger Schatten über sein Gesicht, als er an seine Tochter dachte. Nein, er konnte es nicht und würde es nie können – sein altes Leben zurücklassen. «Ich würde gerne mal wieder auf dem Rücken eines Pferdes sitzen.» Meinte Thomas schliesslich und zuckte mit den Schultern. Berufsbedingt war er oft unterwegs gewesen und hatte sich dafür jeweils ein Pferd geliehen. Er hatte es gemocht durch die Landschaft zu ziehen und seinen Träumereien nachzuhängen. Eine Erinnerung an Unbeschwerte und sichere Zeiten. Dann wurde er aber schlagartig wieder seiner jetzigen Umgebung gewahr, als er plötzlich ihre zarte Haut berührte. Er sah sie direkt an. Ihr Lächeln beruhigte ihn etwas. E]r spürte wie seine Fingerkuppen kribbelten. Ob er es nicht einfach wagen sollte?

„Eine gute Frau... Ich würde sagen, sie sollte in der Lage sein ihrem Gefährten selbst die Wünsche zu erfüllen, die er nicht ausspricht.» Thomas schluckte leer und er musste die Frage loswerden, die ihm nun auf den Lippen brannten. «Und...was denkst du...was spreche ich alles nicht aus?» Er hatte das Gefühl, als hätte er mit dieser Frage gerade Betrug an seiner eigenen Sittsamkeit begangen, aber wenn er ehrlich war... tat er das nicht ohnehin schon die ganze Zeit?
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Hände jetzt gern auf Wanderschaft gehen würden um zu erkunden, wo du mich gerade berührt hast.“ Thomas Ohren glühten. Ertappt. «Ich muss gestehen, ich habe die beruhigende Wirkung dieser Decke unterschätzt.» Meinte er freundlich, mit einer gesunden Portion an Selbsthumor. Er hatte ja inzwischen für sich selbst eingesehen, dass er ein unglaublich zugeknüpfter Mann geworden war... aber das war nicht immer so gewesen.

„Ich würde das zumindest sehr gerne bei dir tun, ... aber ich darf nicht.“ «Naja...und ich darf bei dir, aber bei mir nicht...» Meinte er schliesslich und machte sie nochmals auf sein persönliches Dilemma aufmerksam. Egal ob er sich enthaltsam zeigte, oder sie berührte, er würde so oder so in Lust zergehen. Er stutze für einen Moment. «Ich weiss nicht, ob ich die Regel richtig verstanden habe.» Bemerkte er plötzlich. «Ich darf mir nicht selbst Erleichterung verschaffen...täte ich das nicht, wenn ich mit jemanden von euch...naja...Sex hätte? Vor allem, weil ich ja gerade aktiv sein muss?» Bisher hatte er sich nicht mit dieser Regel beschäftigt, weil er eh damit gerechnet hatte, dass sie nie zur Anwendung kommen würde...aber... Fragen kostete ja nichts.

„Ein guter Mann erfüllt die Wünsche seiner Partnerin und gibt ihr das Gefühl, dass begehrenswerteste Wesen auf Erden zu sein.“ Er lächelte wieder. «Was ist mit Liebe? Du sagst begehrenswertestes Wesen... was ist mit liebenswertestes Wesen?» Er merkte nun, welche Lebenserfahrung er im Gegensatz zu den meisten Dienern hier im Haus gemacht hatte. Ehe. Familie. Eine konstante Bindung zu einer Person über mehrere Jahre hinweg. Ein gemeinsames Leben.

«Auch das 'Stehvermögen' nimmt mit der Wiederholung zu, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.» Thomas wandte seinen Blick kurz ab und signalisierte damit unbewusst, dass ihm dieses Thema unangenehm war, da er sich wirklich etwas aufgrund seiner hohen Erregbarkeit und seinem Mangel an Selbstkontrolle schämte. »Amethyst meinte mal, der Schwanz eines Mannes sei wie ein Kompass. Er zeigt immer auf das was er will.» Er petzte die Augen zusammen, ab diesem sehr einprägsamen Bild. Kurz kam ihm aber eine äusserst düstere Erinnerung aus seinem Sklavendasein in den Sinn. In Pelgar hatten es einige Dunkelelfen für spassig gehalten, den natürlichen Sexualtrieb ihrer Sklave für böse Spielchen zu missbrauchen. So hatten sie Huren zu Mönche und Priester des Lysanthor geschickt, die dafür gesorgt hatten, dass sie in der Kriche...oder auf heilige Gegenstände... Er schauderte kurz. Erst jetzt, wo er hier bei Amandin war und sich in Sicherheit wähnte, wurde ihm das Ausmass des Sklavendaseins, welches er in den letzten Jahren gefristet hatte erst richtig bewusst. All die Ängste, die Demütigungen, die Schmach...
Es war vermutlich sein Pech, dass die Sexualität bei ihm schon kulturell Bedingt mit vielen negativen Konnotationen besetzt war, dies sorgte vermutlich zusätzlich dafür, dass ihm eher Negativbeispiele in den Sinn kamen, wenn er darüber nachdachte. Dabei hatte er auch so viel Schönes mit Beth erlebt.

Völlig aus dem Konzept brachte sie ihn, als sie mit Freudenspenderbezeichnungen um sich warf. «W..was?» Die meisten davon hatte er noch nie gehört. Zuckerstange?! Schweif?! «Äh...öhm... ich...also...» Er strich sich verlegen über seinen Bart. «Der hat keinen spezifischen Namen...» Das sagte einiges über die Beziehung zwischen Thomas und Thomas aus. Er presste sich die Pranke auf die Stirn, als Perlita ihn das Wesen der Zuckerstange genauer erläuterte. «Oh bei den Göttern, hör auf...» Lachte er und petzte wieder die Augen zusammen. «Ich muss mir das immer bildlich vorstellen!» Einen Ork mit einer Zuckerstange zwischen den Beinen war nun wirklich eine Vorstellung für Fortgeschrittene. Nicht nur, dass er Einzelheiten über Tuff und Gabbro erfuhr, die er eigentlich gar nicht so detailliert hatte wissen wollen, sondern er vernahm auch etwas über Amethysts Bastelkünste. «Er...tut...was? Einfach so? Aus...Spass? Für jeden?» Er schauderte. Amethys machte ihn mit seinen unverfrorenen Blicken schon nervös genug, wenn er sich nun auch noch vorstellen musste, wie der Elf sich dabei wohl auch noch Überlegungen zu einem geeigneten Spielzeug machte, wurde das Ganze für ihn irgendwie noch unheimlicher.

Thomas hielt sich reflexartig an der Decke fest, als Perlita sich drehte. Warum eigentlich? ER war ja im Gegensatz zu ihr nicht nackt...

„Stell dir vor das wären die gespreizten Beine zweier Frauen...“[//i] Thomas Augen wurden grösser. Erklärte sie ihm jetzt etwa gerade wie eine Ork-Menschenorgie funktionierte? Ja. Sie tat es. Er starrte sie entgeistert an. „ Könntest du sicher auch mal zugucken, wenn du magst.“ Sein Ausdruck verriet, dass er diesbezüglich lieber passen wollte. Er wurde sich gleichzeitig bewusst, wieso er selbst für alle interessant war. Untereinander kannten sie vermutlich schon jeden Zentimeter ausserhalb und... bis zu einem gewissen Grad innerhalb des jeweiligen Körpers. Zumindest körperlich gab es hier in diesem Haus wohl keine Geheimnisse.

„Marmora würde sich sicher über deine Anwesenheit freuen und Gabbro …“ Ihm gefror das Blut in den Adern. Er nickte, auf das «zu viel?». Ohnehin war es seine grösste heimliche Angst, dass Amandin irgendwann etwas in diese Richtung befehlen könnte. Seine Angst war nicht grundlos und basierte auf existenziell bedrohlichen Erfahrungen, die er als Sklave gemacht hatte. Die Schändung von Arbeitersklaven war eine sehr effiziente Methode um ihn zu Brechen und Gefügig zu machen oder ihn zu Demütigen. Es fiel ihm sichtlich schwer zuzulassen, dass eine solche Konstellation – wenn sie denn freiwillig erfolgte – durchaus auch schön sein konnte.

„Vielleicht sollte ich erst mal nicht weiter erzählen, sondern du. Was hast du schon so ausprobiert? Vielleicht finden wir ja was, was wir beide mögen...wo du dich gut bei fühlst.“ Im Vergleich zu ihr...nichts. «Ich...naja... nie mit mehreren...also ausser nun hier...im Haus mit der Herrin und Nelsani...was sehr...sehr schön war. Ich habe der Herrin auch schon bei der Arbeit assistiert.» Das hörte sich nun weit unschuldiger an, als es gewesen war. Schliesslich war er ein erotisches Möbelstück gewesen aber Thomas ging davon aus, dass Perlita ohnehin genau wusste was er meinte und es deshalb nicht extra ausschmücken musste. «Naja...und bei der Bestrafung... hat sie auch..das...war sehr... neu für mich und...mhm... seltsam... weil es irgendwie...naja...schön war...bisher hat die Herrin nie etwas getan, was ich irgendwie als unangenehm oder abschreckend empfunden hätte.» Aber sie hatte auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es vermutlich zu solchen Situationen kommen wird. Ansonsten...vor meiner Versklavung... naja... ich mag es, wenn es sich langsam entwickelt und ungeplant kommt. Wenn man einen schönen Tag miteinander verbringt und sich am Abend gemeinsam zurückzieht und merkt, dass beide Lust aufeinander haben. Ich mag es meine Geliebte zu streicheln...» In Thomas Welt waren die «streichelbaren» Zonen alle jene, die sich oberhalb des Bauchnabels befanden. Er bedauerte es, dass er für Beth nie auf diese Weise verwöhnt hatte, wie er es bei Amandin gemacht hatte. «...Sie mit Küssen zu bedecken und sie in meinen Armen zu halten und ihr Komplimente zuzuraunen. Ich mag es ihre Schenkel an meiner Hüfte zu spüren und Blickkontakt zu halten, zu sehen welche Stosswellen durch ihren Körper gehen und ihre Brüste sanft auf und ab wippen. Gemeinsam zu verschmelzen und danach in einer innigen Umarmung beieinander liegen...» Wie er da sprach und in seinen Vorstellungen schwelgte merkte er nicht, wie er die Augen geschlossen hatte und seine Hand sanft über ihre Schulter hatte gleiten lassen. Sie ruhte nun knapp über ihrer Hüfte. Er dachte an Beth. Langsam öffnete er die Augen und sah, dass es nicht seine Frau war, die da bei ihm lag, sondern Perlita. Plötzlich wurde er von einer tiefen Traurigkeit ergriffen. Die Vertrautheit und Liebe, die er mit seiner Frau gelebt hatte war unersetzbar und würde es in dieser Form auch nicht mehr geben.

«Kann...kann ich dich einfach in meine Arme schliessen? Nur...für eine Weile...» Er lud sie ein, sich mit dem Rücken gegen seine Brust zu lehnen, so dass er seinen mächtigen Arm um sie legen konnte und seine Hand sanft auf ihrem Bauch zu ruhen kam. Er atmete den Duft ihrer Haare ein und küsste sogar ihren Nacken, wie er es bei Beth immer getan hatte. Er vermisste sie.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 30. August 2016, 18:46

«Ich würde gerne mal wieder auf dem Rücken eines Pferdes sitzen.»
meinte Thomas schließlich und zuckte mit den Schultern auf sein Lieblingstier Bezug nehmend. Dann wurde er aber schlagartig wieder seiner jetzigen Umgebung gewahr, als er plötzlich ihre zarte Haut berührte. Er sah sie direkt an. Ihr Lächeln beruhigte ihn etwas. Er spürte wie seine Fingerkuppen kribbelten. Ob er es nicht einfach wagen sollte? Perlita fuhr mit ihren Ausführungen über seine geheimen Wünsche fort, die sie anscheinend gut erraten hatte. Thomas Ohren glühten. Sie hatte ihn ertappt.
«Ich muss gestehen, ich habe die beruhigende Wirkung dieser Decke unterschätzt.»
Meinte er freundlich, mit einer gesunden Portion an Selbsthumor.
«Ich weiß nicht, ob ich die Regel richtig verstanden habe.»
Bemerkte er plötzlich.
«Ich darf mir nicht selbst Erleichterung verschaffen...täte ich das nicht, wenn ich mit jemanden von euch...naja...Sex hätte? Vor allem, weil ich ja gerade aktiv sein muss?»
Bisher hatte er sich nicht mit dieser Regel beschäftigt, weil er eh damit gerechnet hatte, dass sie nie zur Anwendung kommen würde...aber... nun lag diese Möglichkeit in Form einer wunderschönen nackten jungen Frau direkt neben ihm unter der Decke. Perlita sah ihn nur verschmitzt an und kaute an ihrer Unterlippe, als ob sie auch gerade angestrengt und höchst erregt über diese Möglichkeit nachdachte, zuckte dann aber nur mit den Schultern um leise zu erwidern:
„Ich bin mir da nicht sicher...“
Dann kam sie auf seine anderen Fragen zu sprechen und Thomas fiel auf, dass ihre Ausführungen wenig mit tieferen Gefühlen zu tun hatten.
«Was ist mit Liebe? Du sagst begehrenswertestes Wesen... was ist mit liebenswertestes Wesen?»
Sie zuckte wieder etwas ratlos mit den Schultern und brachte das Thema zurück zu seinem Stehvermögen, Amethysts Spielzeugen und so auch zu seinen eigenen negativ besetzten Erinnerungen. Völlig aus dem Konzept brachte sie ihn, als sie mit Freudenspenderbezeichnungen um sich warf.
«W..was?... Äh...öhm... ich...also...»
Er strich sich verlegen über seinen Bart.
«Der hat keinen spezifischen Namen...»
Das sagte einiges über die Beziehung zwischen Thomas und Thomas aus. Er presste sich die Pranke auf die Stirn, als Perlita ihn das Wesen der Zuckerstange genauer erläuterte.
«Oh bei den Göttern, hör auf...»
Lachte er und petzte wieder die Augen zusammen.
«Ich muss mir das immer bildlich vorstellen!»
Einen Ork mit einer Zuckerstange zwischen den Beinen war nun wirklich eine Vorstellung für Fortgeschrittene. Thomas hielt sich reflexartig an der Decke fest, als Perlita sich drehte und mit ihrer Erklärung zu der Ork-Menschen-Orie fort fuhr. Sein Ausdruck verriet, dass er diesbezüglich lieber passen wollte. Er wurde sich gleichzeitig bewusst, wieso er selbst für alle interessant war. Untereinander kannten sie vermutlich schon jeden Zentimeter außerhalb und... bis zu einem gewissen Grad innerhalb des jeweiligen Körpers. Zumindest körperlich gab es hier in diesem Haus wohl keine Geheimnisse. Er war das neue unerforschte Spielzeug, dass die Herrin ihnen vorenthielt.
„Vielleicht sollte ich erst mal nicht weiter erzählen, sondern du. Was hast du schon so ausprobiert? Vielleicht finden wir ja was, was wir beide mögen...wo du dich gut bei fühlst.“
«Ich...naja... nie mit mehreren...also außer nun hier...im Haus mit der Herrin und Nelsani...was sehr...sehr schön war. Ich habe der Herrin auch schon bei der Arbeit assistiert.»
Das hörte sich nun weit unschuldiger an, als es gewesen war. Schließlich war er ein erotisches Möbelstück gewesen aber Thomas ging davon aus, dass Perlita ohnehin genau wusste was er meinte und es deshalb nicht extra ausschmücken musste.
«Naja...und bei der Bestrafung... hat sie auch..das...war sehr... neu für mich und...mhm... seltsam... weil es irgendwie...naja...schön war...bisher hat die Herrin nie etwas getan, was ich irgendwie als unangenehm oder abschreckend empfunden hätte. Aber sie hatte auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es vermutlich zu solchen Situationen kommen wird. Ansonsten...vor meiner Versklavung... naja... ich mag es, wenn es sich langsam entwickelt und ungeplant kommt. Wenn man einen schönen Tag miteinander verbringt und sich am Abend gemeinsam zurückzieht und merkt, dass beide Lust aufeinander haben. Ich mag es meine Geliebte zu streicheln...Sie mit Küssen zu bedecken und sie in meinen Armen zu halten und ihr Komplimente zuzuraunen. Ich mag es ihre Schenkel an meiner Hüfte zu spüren und Blickkontakt zu halten, zu sehen welche Stoßwellen durch ihren Körper gehen und ihre Brüste sanft auf und ab wippen. Gemeinsam zu verschmelzen und danach in einer innigen Umarmung beieinander liegen...»
Wie er da sprach und in seinen Vorstellungen schwelgte merkte er nicht, wie er die Augen geschlossen hatte und seine Hand sanft über ihre Schulter hatte gleiten lassen. Sie ruhte nun knapp über ihrer Hüfte. Er dachte an Beth. Langsam öffnete er die Augen und sah, dass es nicht seine Frau war, die da bei ihm lag, sondern Perlita. Ihre Pupillen waren riesig und dunkel, zwei schwarze Seen und sie schluckte schwer. Seine Worte hatten sie anscheinend tief bewegt. Plötzlich wurde er von einer tiefen Traurigkeit ergriffen. Die Vertrautheit und Liebe, die er mit seiner Frau gelebt hatte war unersetzbar und würde es in dieser Form auch nicht mehr geben.
«Kann...kann ich dich einfach in meine Arme schließen? Nur...für eine Weile...»
Sie nickte schnell und klemmte sich schmunzelnd ihre Hände unter die Achseln. Seine Starken Arme hatten leichtes Spiel mit ihrem schmalen Körper. Perlita war nicht sehr viel kleiner als seine starke, selbstbewusste Beth, aber doch deutlich schmaler im Knochenbau. Ihre Brüste waren dagegen fast noch etwas runder, oder sie saßen einfach noch höher, da sie kein Kind hatte ernähren müssen. Er lud sie ein, sich mit dem Rücken gegen seine Brust zu lehnen, so dass er seinen mächtigen Arm um sie legen konnte und seine Hand sanft auf ihrem Bauch zu ruhen kam. Er atmete den Duft ihrer Haare ein. Süße Noten von Trauben, Nuss und Vanille küssten seine Sinne und er küsste ihren Nacken, wie er es bei Beth immer getan hatte. Er vermisste sie. Er merkte, dass Perlita aufgeregt war und etwas verkrampft, aber das ließ schnell nach. Sie entspannte sich zusehends in seinen Armen und genoss seine Stärke, ganz wie Beth es immer getan hatte. Ein leises Seufzen drang an sein Ohr und ihr Atem streichelte seinen Arm. Es war … schön.
Eine ganze Weile lagen sie einfach nur still da und genossen die Gegenwart des Anderen, bis Perlita dann irgendwann leise flüsterte:
„Das … das ist schön. Erst hab ich gedacht, du würdest mich gleich wie ein Hengst von hinten nehmen, aber … das hier ist viel besser.“
Sie kicherte leise.
„Also im Sinne von 'sich wohl fühlen' meine ich, nicht im Sinne von …..du weist schon.“
Bei den letzten Worten drückte sie so aufreizend ihren wohl gerundeten Hintern gegen seine Leisten, dass sein Körper sofort reagierte und sein Blut in diese tiefere Regionen umleitete.
„Obwohl ich echt nichts dagegen hätte... also ich meine die Sache mit dem Hengst.“
Ihr Körper erbebte unter ihrer fröhlichen Stimmung, was seine Libido weiter anfachte. Sie schwieg eine Weile und wartete, dass er sich wieder etwas beruhigt hatte. Dann fuhr sie mit gedämpfter Stimme fort:
„Du hast gesagt, dass du Nelsani berühren durftest, als unsere Herrin dabei war... Wie … wie war das so? Was habt ihr denn gemacht? Wie ist sie so? … Weist du, sie ist ja wie du... also wir dürfen sie nicht berühren... aber irgendwie ist sie auch ganz anders. Also du … du bist viel … viel neugieriger. Sie kommt nie auf uns zu. Mit Marmora hat sie geredet, aber mit uns kaum. Sie berührt uns nicht. Nie! Man hat den Eindruck, dass sie einzig auf Amandin geprägt ist. Sie würde ALLES für sie tun. ...Du bist da... viel aufgeschossener.“
Na super! Jetzt war er schon der Experimentierfreudige?
„Du bist nett!... richtig nett und... lieb!“
Sie lag wieder ganz still und genoss seine Wärme.
„Ich... also...“
Sie druckste herum.
„... also mir... mir müsstest du keinen Tempel bauen. Mir würde ein kleines Haus reichen. Ein ganz kleines, wenn du mich dann jede Nacht so halten würdest.“
Himmel! Verliebte sich dieses Wesen da gerade in ihn? Könnte das zu Komplikationen führen? Und was - - - Was würde Amandin dazu sagen?
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Freitag 2. September 2016, 14:42

Thomas horchte auf, als Perlita zugab, dass sie auch nicht bis ins letzte Detail mit den Regeln dieses Hauses vertraut war. Er selbst wollte kein Risiko eingehen und Amandin auf keinen Fall verärgern. Vielleicht war es sogar schon falsch, dass er statt seiner Herrin im Moment Perlita in seinen Armen hielt und ihr damit seine Form von Zärtlichkeit und Liebe zeigte. Die junge Frau schien dafür auch sehr empfänglich zu sein. Es kam ihm beinahe so vor, als ob er hier eine völlig unbekannte Facette der körperlichen Nähe in dieses Haus einführte. Die Reduktion auf die reine körperliche Befriedigung war bei Perlita zumindest mehr als nur auffällig. Dieses Haus schien seinen Bewohnern auf bestimmten Ebenen sehr viel zu geben und viel Glück zu bescheren, aber langsam bemerkte Thomas für sich, dass andere Bereiche dafür ausgeschlossen waren. Weshalb auch immer... Thomas zumindest genoss für einen Moment den Augenblick der Stille und tatsächlich fielen ihm sogar für kurze Zeit die Augen zu. Der heutige Tag war für ihn sowohl psychisch, wie auch physisch sehr anstrengend gewesen.

„Das … das ist schön. Erst hab ich gedacht, du würdest mich gleich wie ein Hengst von hinten nehmen, aber … das hier ist viel besser.“ Er hob seine Augenbrauen und runzelte die Stirn. Was hatte sie bloss für ein Bild von Männern? Er würde doch nie einfach so über eine junge Frau herfallen, nur weil sie neben ihm lag. Dies entsprach nicht seiner Natur, aber offenbar war dies ein Verhalten, mit dem man hier rechnen musste. Er verzichtete darauf, sich selbst zu erklären und gab nur ein leises «Mhmm...» von sich.

„Also im Sinne von 'sich wohl fühlen' meine ich, nicht im Sinne von …..du weist schon.“ «Mrh.» Brummte er wieder, doch dann gab er ein «Mhhruhrngh..» von sich, als sie ihn ihren Körper spüren liess. Er krümmte sich leicht zusammen und schnaubte kurz gegen ihren Nacken, ehe er sich wieder beruhigte. Er war insgeheim froh, dass sie offensichtlich davon abliess, ihn weiter zu reizen. Stattdessen kam sie auf Nelsani zu sprechen, die offenbar die zweite grosse Unbekannte in diesem Haus war. Thomas zögerte mit seiner Antwort. Amandin mochte ihre Gründe haben, warum sie Nelsani vor den anderen abschirmte und die Elfe selbst, hatte wohl auch ihre Gründe, warum sie sich äusserst zurückhaltend gab. Vielleicht war genau dies das Verhalten, welches Amandin von ihrn «unberührbaren» Dienern erhoffte? «Das ist wahr.» Bestätigte der Steinmetz schliesslich. «Ich würde keine Sekunde an Nelsanis Liebe und Loyalität gegenüber der Herrin zweifeln...und...es war schön.» Mehr verriet der Steinmetz nicht, über ihr gemeinsames Erlebnis. Thomas wollte keine etwaigen Geheimnisse verraten. Wenn Amandin wollen würde, dass Perlita oder sonst jemand eine gemeinsame Erfahrung mit Nelsani machte, dann würde sie dies arrangieren. Sie mochte sicherlich ihre Gründe haben, sie den anderen Vorzuenthalten.

Ihre Worte brachten ihn aber auch zum Nachdenken. Warum hatte Amandin gerade ihn mit ihr zusammengebracht? Lag hinter ihrem Verhalten eine verborgene Absicht? Ihm fiel auf, dass er eigentlich praktisch nichts über die Elfe wusste, ausser dass sie offenbar schon sehr lange ein Teil von Amandins Leben war und diese sie beinahe schon wie eine Schwester betrachtete. Und ja, sie war vom Charakter her eher schüchtern. Perlita säte wohl ungewollt erhebliche Zweifel in Thomas, als sie Nelsanis auffallende Zurückhaltung weiter thematisierte. War seine vermeintliche Neugierde überhaupt erwünscht, oder aber war das hier ein Test? War Perlita aus eigenem Antrieb hier, oder war sie geschickt worden um ihn zu Reizen und versuchen ihn zu Verführen? Würde Amandin sowas wirklich hinter seinem Rücken tun? Kannte sie ihn inzwischen nicht ohnehin schon zu gut? Bisher hatte er nicht das Gefühl gehabt, dass er sie bisher grossartig hat überraschen können, zu gut war vermutlich ihre Menschenkenntnis. Aber vermutlich bildete er sich zu viel auf sich selbst ein. Seine Herrin hatte im Moment ganz andere Probleme, dies war doch bei der Ankündigung des Boten deutlich geworden. So immanent wichtig war er vermutlich gar nicht für ihr Leben, selbst wenn er sich das gerne ausmalte.

Gegenüber Perlita beschlich ihn ein schlechtes Gewissen, als sie ihm eröffnete, dass sie ihn nett fand. Er war in den letzten Minuten mit seinen Gedanken überhaupt nicht bei ihr gewesen, sondern nur bei sich selbst und der Herrin. Das hatte die junge Frau sicherlich nicht verdient. Ausserdem tat es ihm durchaus gut, dass sie hier war und mit ihm redete. Das vermisste er nämlich im Moment am meisten. Vertraute Gespräche mit...naja...seiner Frau.

„... also mir... mir müsstest du keinen Tempel bauen. Mir würde ein kleines Haus reichen. Ein ganz kleines, wenn du mich dann jede Nacht so halten würdest.“ Zumal sie jetzt wirklich sehr süss und lieb zu ihm war. Er lächelte sanftmütig und küsste abermals ihren Nacken. «Du bist richtig Süss, Perlita.» Raunte er ihr zu und blickte für einen Moment an die Decke. «Ein Haus bauen...mhm...» Er schwieg eine ganze Weile und wurde dann wieder etwas ernster. Die Wahrheit war, dass er ihr kein Haus bauen konnte, selbst wenn er es wollen würde. Er, wie sie selbst, gehörten sich nicht. Er konnte nicht einfach aus diesem Haus spazieren und selbst verwirklichen. Die Nähe zu Amandin, und ihre aussergewöhnliche Hingabe und Gnade liessen ihn diesen Umstand oft genug vergessen, doch die Faktenlage, die Realität blieb dennoch unverändert.
«Vermisst du es gar nicht? Das Leben da draussen? Sehnst du dich nicht manchmal danach, nach draussen zu gehen und die Wunder dieser Welt zu entdecken?» Nun sofern im Zuge der dunkelelfischen Invasion überhaupt noch solche Schönheiten und Wunder übriggeblieben waren. Für einen Moment glaubte er Schritte zu hören und so hob er kurz den Kopf und blickte zur Tür.

«Diese...Audienz dauert ungewöhnlich lange, findest du nicht?» Meinte er vorsichtig und man hörte die Sorge aus seiner Stimme heraus. Was wenn Amandin sie nicht würde dauerhaft beschützen können? Was wenn sie selbst fiel? Dann würde der schöne Glanz um ihn herum sofort zerfallen und dieses Haus würde sich als Gefängnis entpuppen. Es war die Herrin alleine, die ihnen allen ein privilegiertes und schönes Leben ermöglichte. Die Sorge ihr gegenüber war also mehr als nur berechtigt.
«Hast du nie Angst...um sie? Um die Herrin? Was wenn ihr jemand etwas Böses möchte?» Er seufzte. «Ich kann diesen Gedanken kaum ertragen.» Er schwieg einen Augenblick. «Hier sein zu dürfen ist ein unendlich grosses Geschenk...aber ich habe Angst, dass es nicht von Dauer sein könnte." Gestand er ihr schliesslich.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 6. September 2016, 09:49

Thomas lächelte sanftmütig in ihr Haar und küsste abermals ihren Nacken.
«Du bist richtig Süß, Perlita.»
Raunte er ihr zu und blickte für einen Moment an die Decke.
«Ein Haus bauen...mhm...»
Die weiße Ader an der Decke schien auf ihn herunter zu schauen. Er schwieg eine ganze Weile und wurde dann wieder etwas ernster. Die Wahrheit war, dass er ihr kein Haus bauen konnte, selbst wenn er es wollen würde. Er, wie sie selbst, gehörten sich nicht. Aber wer gehörte schon sich selbst? Er konnte nicht einfach aus diesem Haus spazieren und selbst verwirklichen. Thomas dachte noch immer wie ein Sklave, nicht wie der Diener der er sein sollte. Hätte er einen klaren Kopf gehabt hätte er sich vielleicht gefragt: was war Selbstverwirklichung für einen Steinmetzmeister? Waren es nicht seine Werke, die die Ewigkeit überdauerten und die Menschen verzückten die sie betrachteten, selbst wenn der Erschaffer längst ins Reich der Toten hinüber gegangen war? Waren nicht die alten Meister wie Angelo Micael oder Vincent de Leonardo wahrhaft unsterblich und in ihren Werken aufgegangen? Waren diese Meister frei gewesen oder hatten nicht auch sie unter der Herrschaft eines anderen gedient. Diente man nicht immer irgendetwas, irgendwem, einem Gott, einer Religion, einem Bauherrn einem Besitzer und Geldgeber, oder jemandem ...den man liebte? Die größten Kunstwerke jeder Zeit waren aus der Motivation heraus entstanden jemanden zu dienen, etwas zu huldigen oder anzubeten. Und eigentlich war es genau das, was Amandin ihm hier ermöglichte. Doch leider waren die äußeren Umstände nicht frei wählbar, weswegen die einengenden Gedanken nicht wichen und er sein Sklaventum nicht einfach ablegen konnte, egal wie angenehm es Amandin ihren „Schäfchen“ machte. Sie war eine gute Herrin. Sie sorgte sich, förderte ihre Fähigkeiten und kümmerte sich um ihr Wohlergehen. Doch das alles reichte nicht. Trotz allem war hier niemand frei... vielleicht nicht einmal Amandin.
«Vermisst du es gar nicht? Das Leben da draußen? Sehnst du dich nicht manchmal danach, nach draußen zu gehen und die Wunder dieser Welt zu entdecken?»
Perlita zögerte und drückte ihre Wange tiefer in die Kissen. Es wirkte, als wollte sie sich nicht erinnern.
„Ich... bin mir nicht sicher... Ich kenne es ja nicht... vielleicht manchmal, wenn ich träume, aber das ist selten. Die meiste Zeit bin ich sehr glücklich hier drin. Es ist besser als alles was ich von draußen kenne! Ich will nicht ausgelacht werden, geschlagen oder... versetzt werden. Das hier ist mein neues Leben und ich mag es. Da draußen wäre ich allein und hilflos, ein Nichts über das die 'Wölfe der Welt' her fallen würden. Hier bin ich jemand. Man mag mich, schätzt meine Meinung und wir sind für einander da. Ich mag es die anderen zum Lachen zu bringen, höre ihnen zu und sie tun das auch für mich... also denke ich, dass die Antwort 'Nein' lautet. Ich sehne mich nicht nach der Welt da draußen. Du etwa?“
Für einen Moment glaubte er Schritte zu hören und so hob er kurz den Kopf und blickte zur Tür. Dann wurde Thomas bewusst, was Perlita ihn da gerade gefragt hatte. Und in ihrer Naivität hatte sie vielleicht nicht einmal begriffen, wie gefährlich diese Frage für einen Sklaven war... für einen Diener nicht, aber fragte man einen Sklaven nach seinem Wunsch nach Freiheit, so implizierte man häufig auch den Wunsch nach einem Fluchtversuch. Wollte Perlita wissen, ob er daran dachte zu fliehen? Oder war es einfach nur eine logische Rückfrage gewesen mit echtem Interesse an seiner Person, an seinem Leben? Thomas fühlte instinktiv, dass es vielleicht besser war, nicht gleich darauf zu antworten und wechselte das Thema:
«Diese...Audienz dauert ungewöhnlich lange, findest du nicht?»
Meinte er vorsichtig und man hörte die Sorge aus seiner Stimme heraus. Ja, das war ein gute Thema und es lenkte ihn weg von Fluchtplänen und Träumen von einem fernen freien Leben hin zurück auf das Hier und Jetzt. Die Dauer der Besuchs dieses Boten war wirklich lange, oder er war schon weg und seine Herrin hatte etwas anderes zu tun? Er hoffte es, denn was wenn der Bote schlechte Nachrichten gebracht hatte, oder er selbst vielleicht das Problem war. Das verkrampfte Gesicht von Obsidian kam ihn wieder in den Sinn, als er ihn auf dem Gang beim bespitzeln gesehen hatte. War sie vielleicht gerade jetzt in Gefahr? Was wenn Amandin sie nicht würde dauerhaft beschützen können? Was wenn sie selbst fiel? Dann würde der schöne Glanz um ihn herum sofort zerfallen und dieses Haus würde sich als Gefängnis entpuppen oder Schlimmeres. Es war die Herrin alleine, die ihnen allen ein privilegiertes und schönes Leben ermöglichte. Die Sorge ihr gegenüber war also mehr als nur berechtigt.
«Hast du nie Angst...um sie? Um die Herrin? Was wenn ihr jemand etwas Böses möchte?»
Er seufzte und fühlte ihre Haarpracht an seinem Gesicht, wie sie leicht nickte und sich mehr zusammen rollte. Ja, auch Perlita sorgte sich um Amandin.
«Ich kann diesen Gedanken kaum ertragen.»
Er schwieg einen Augenblick und irgendwie verband sie ihre gemeinsame Sorge noch mehr miteinander.
«Hier sein zu dürfen ist ein unendlich großes Geschenk...aber ich habe Angst, dass es nicht von Dauer sein könnte."
Gestand er ihr schließlich und die zarte Frau in seinen Armen nickte erneut. Sie drehte den Kopf leicht, so dass er ihr Gesicht im Profil sehen konnte. Sie hatte glitzernde Tränen in den Augen. Hatte er ihr mit seinen Worten Angst gemacht? Perlitas Tränen hatten etwas befremdlich schönes an sich – wie Diamanten auf weißem Samt. Sie ließ den Kopf wieder sinken und drückte ihr Gesicht in das Kissen. Sie schniefte leise und rieb sich mit den Händen die Augen. Sie war noch in gewissen Teilen wie ein Kind. Sie nahm die Sogen ihrer Umgebung auf und spiegelte sie ungefiltert. Thomas hörte irgendetwas, aber da hörte er auch schon die Stimme seiner Herrin:
„Du bringst meine Perle zum Weinen, Amant. Das gefällt mir nicht.“
Amandin betrat den Raum und schloss die Tür hinter sich ab. Dann setzte sie sich auf den Stuhl neben dem Bett, den er eigentlich für Perlita auserkoren hatte und betrachtete die Szenerie.
„Mach es wieder gut.“
In ihrer lag eine Ernsthaftigkeit, die schon fast überraschend war. Sie sorgte sich wirklich um ihre Perle. Ihre langen Beine schlugen sich übereinander und sie faltete ihre schlanken Finger auf ihren perfekten Schenkeln. Ihre Haut schimmerte wie Seide. Sie Trug eine schwarze, geschlitzte Robe die nur an den Seiten von dünnen Ornamentbändern zusammen gehalten wurde. Die Schlitze waren so breit und hoch, dass man unmöglich übersehen konnte, dass sie darunter nackt war. Sogar eine Kapuze hatte dieses Gewand und lange Ärmel, die eigentlich viel Haut verdeckten, doch gleichzeitig hatte er seine Amandin noch nie so verrucht gesehen. Vielleicht lag es auch etwas an der schwarzen Sonne, die auf dem schwarzen Untergrund kaum zu sehen war, aber doch unverkennbar den dunklen Gott präsentierte. Ihre roten Irriden blickten irgendwie matt aber auffordernd zwischen ihm und der jungen Frau in seinen Armen hin und her. Ihrem Gesichtsausdruck konnte Thomas kaum etwas entnehmen. War sie wütend? Nein. Eifersüchtig? Amandin doch nicht! Oder? Sie wirkte etwas ...gestresst? Einzig eine kleine Geste, das Öffnen einer Hand, forderte ihn unmissverständlich auf, dass er sich jetzt um Perlita kümmern sollte.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 4. Oktober 2016, 13:59

Thomas bohrte unaufhörlich nach und da er unentwegt an die Decke starrte, bemerkte er nicht, wie tief er mit seinen Worten in Perlita vordrang. „Ich... bin mir nicht sicher... Ich kenne es ja nicht... vielleicht manchmal, wenn ich träume, aber das ist selten.“ „Mhrrmm...“ Brummte er nur und schwieg einen Moment. „Ich Träume schlecht...seit... Pelgar.“ Er verschwieg, dass sich die ganze Sache noch sehr viel mehr verschlimmert hatte, seit Amandin in sein Leben getreten war. Er wusste nicht weshalb, aber war so. Seit Andunie wurde er regelmässig von diesen düsteren, manchmal aber auch düster-erotischen Träumen verfolgt. Er musterte wieder den Riss in der Decke. Vielleicht lag es an der dunklen Magie, die ihn hier überall umgab? Ob die anderen im Haus es auch spüren konnten? Wie sie beobachtet wurden?
“Die meiste Zeit bin ich sehr glücklich hier drin. Es ist besser als alles was ich von draußen kenne! Ich will nicht ausgelacht werden, geschlagen oder... versetzt werden. Das hier ist mein neues Leben und ich mag es. Da draußen wäre ich allein und hilflos, ein Nichts über das die 'Wölfe der Welt' her fallen würden.“ Der Steinmetz seufzte und drehte sich Perlita zu. „Hier bist du sicher.“ Hauchte er, doch sie hörte ihn gar nicht mehr, sondern redete einfach weiter, gefangen in ihren eigenen Erinnerungen und Gedanken.

“'Nein' lautet. Ich sehne mich nicht nach der Welt da draußen. Du etwa?“ „Ich...“ Seine Lippen versiegelten sich und schliesslich seufzte er und drehte sich wieder auf den Rücken, doch er blieb ihr eine Antwort schuldig. Sehnte er sich wirklich nach der Welt da draussen? Oder nicht doch eher, nach der Vergangenheit? Hier in Andunie hätte er als entlaufener Sklave wohl wenig Perspektiven... und wer wusste schon, wie weit die Dunkelelfen inzwischen schon auf dem Kontinent ausgebreitet waren? Eins war klar. Hier war er sicher. So sicher wie ein Mensch in diesen Tagen nun mal sein konnte. Es sei denn, Amandin würde etwas zustossen...
Er teilte seine Sorge mit Perlita und bemerkte ihre Tränen erst, als es schon zu spät war. Er drehte sich gerade wider zu ihr hin. „Oh...Perlita..ni...“ Da wurde er auch bereits von seiner Herrin unterbrochen. „Du bringst meine Perle zum Weinen, Amant. Das gefällt mir nicht.“ Sein Blut gefror ihm augenblicklich in seinen Ader und er blickte erschrocken zum Ursprung der Stimme. Er erbleichte, als er den ernsten und müden Ausdruck in ihrem Gesicht sah. Er hatte bisher immer versucht jegliches Verhalten zu vermeiden, dass ihr nicht gefallen könnte, aber der heutige Tag war irgendwie verflucht. Gleichzeitig war er froh sie zu sehen. Dies konnte nur heissen, dass der unangenehme Besuch vorbei war. Aber ihre Stimmfarbe gefiel ihm ganz und gar nicht, sondern bereitete ihm Sorge. Schon einige Male hatte er sie nun so erlebt. Müde. Angespannt. Ängstlich vielleicht? Dummerweise krampfte sich nicht nur sein Herz zusammen, denn ihr Anblick war mehr als ungewohnt, gefährlich aber eben auch unendlich aufreizend.

Sie trug offenbar die dunkle Robe einer Faldorpriesterin, die auch wieder mehr versprach, als sie verbarg. Oh sein Fleisch war schwach, denn es reagierte augenblicklich auf diesen sündhaften Anblick. Nur zu gerne hätte er sich nun zu ihren Füssen gesellt... Er war froh, dass er unter der Decke war. Schliesslich empfand er seine Reaktion als völlig deplatziert, angesichts Perlitas Tränen.

Er sollte es wieder gutmachen. Er sah seine Herrin eine ganze Weile an. Sie musste doch wissen, dass er keine bösen Absichten hegte und niemandem bewusst etwas zu Leide tun wolle? Oder? Er legte seinen Arm um Perlita und raunte ihr Beruhigende Worte zu. „Shh... alles wird gut...wir passen doch alle aufeinander auf...auch auf sie...“ Hauchte er ganz leise und wischte mit seinem Daumen über ihre Tränenbahn. Zumindest Perlita dürfte seine Reaktion auf die Herrin nicht entgangen sein, dafür lagen sie zu nahe beieinander. Er schlang seinen Arm um sie und küsste ihren Nacken. „Es tut mir leid, Perlita...ich wollte dich nicht ängstigen... verzeihst du mir?“
Er spürte den stechenden Blick seiner Herrin auf sich ruhen. Was dachte sie wohl nur? Was glaubte sie denn, hatte er mit ihr gemacht? Er sorgte sanft dafür, dass sich Perlita zu ihm herumdrehte. Er streichelte ihr eine Strähne aus dem Gesicht und küsste ihre Stirn, ehe er sanft ein altes Kinderlied anstimmte, dass er früher jeweils für Louisa gesungen hatte. Naja eigentlich nicht er, sondern meistens Beth. Sie hatte die wesentlich schönere Stimme als er...
„Weisst du, wie viel Sternlein stehen
An dem blauen Himmelszelt
Weisst du, wieviel Wolken gehen
Weit hin über alle Welt“

... Er stockte kurz, weil jetzt eigentlich „Lysanthor, der Herr hat sie gezählet“ folgte, was er natürlich nie und nimmer aussprechen durfte.
„Amandin, die Herrin hat sie gezählet.
Dass ihr auch nicht eines fehlet.
An der ganzen großen Zahl

Weisst du wie viel Mücklein spielen
In der hellen Sonnenglut“

Auch diese Strophe verriet indirekt die ursprüngliche Herkunft des Liedes, aber hier fiel ihm keine sofortige Alternative ein und er kannte kein anderes Lied und er wusste nicht, was er sonst hätte tun sollen um sie zu beruhigen... was wieder typisch Thomas war...

Wieviel Fischlein auch sich kühlen
In der hellen Wasserflut
Amandin, die Herrin rief sie mit Namen
Dass sie all ins Leben kamen
Dass sie nun so fröhlich sind

Weisst du, wie viel Kindlein frühe
Stehn aus ihrem Bettlein auf
Dass sie ohne Sorg und Mühe
Fröhlich sind im Tageslauf
Amandin hat an allen
ihre Lust und ihr Wohlgefallen
Kennt auch dich und hat dich lieb

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 4. Oktober 2016, 17:33

„Shh... alles wird gut...wir passen doch alle aufeinander auf...auch auf sie...“
Hauchte er ganz leise und wischte mit seinem Daumen über ihre Tränenbahn. Er schlang seinen Arm um sie und küsste ihren Nacken.
„Es tut mir leid, Perlita...ich wollte dich nicht ängstigen... verzeihst du mir?“
Er streichelte ihr eine Strähne aus dem Gesicht und küsste ihre Stirn, ehe er sanft ein altes Kinderlied anstimmte.
„Weisst du, wie viel Sternlein stehen
An dem blauen Himmelszelt
Weisst du, wieviel Wolken gehen
Weit hin über alle Welt“

... Er stockte kurz, weil jetzt eigentlich „Lysanthor, der Herr hat sie gezählet“ folgte, was er natürlich nie und nimmer aussprechen durfte. Er improvisierte schnell und merkte wie Perlita, die in ihrer Seele wirklich noch ein Kind war, auf ihn reagierte. Sie wurde schon ruhiger und wischte sich die Tränen weg, um ihn dann mit großen Augen anzusehen und andächtig zu lauschen.
„...Amandin, die Herrin hat sie gezählet.
Dass ihr auch nicht eines fehlet.
An der ganzen großen Zahl.
Weisst du wie viel Mücklein spielen
In der hellen Sonnenglut
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
In der hellen Wasserflut
Amandin, die Herrin rief sie mit Namen
Dass sie all ins Leben kamen
Dass sie nun so fröhlich sind.
Weisst du, wie viel Kindlein frühe
Stehn aus ihrem Bettlein auf
Dass sie ohne Sorg und Mühe
Fröhlich sind im Tageslauf
Amandin hat an allen
ihre Lust und ihr Wohlgefallen
Kennt auch dich und hat dich lieb.“

Ungefähr bei „ Dass sie ohne Sorg und Mühe“ hatte Perlita die Augen geschlossen und ihren Kopf an seine Schulter gedrückt. Jetzt da er geendet hatte lag sie still da und lächelte. Thomas sah auf und sein Blick wanderte etwas ängstlich zu Amandin. Etwas in ihrem Gesicht war anders. Sie starrte ihn an und starrte … und starrte. Was ging nur in ihr vor? Plötzlich zuckte sie und schüttelte leicht den Kopf. Sie blinzelte in schneller Folge und sofort trat ein winziges Lächeln auf ihre Lippen, dass sie sofort wieder weg wischte und dann die Arme über den Kopf hob um sich ausgiebig zu strecken. War sie müde? Ja sie war müde! Sehr müde!
„Ich komm zu euch...“
Es war Thomas Zimmer, sonst hätte diese Aussage niemals so wie eine umgestellte Frage geklungen und irgendwie war es ja auch keine gewesen. Trotzdem hätte er vielleicht „Nein“ sagen können, oder? Aber kam bei ihrem Anblick auf die Idee „Nein“ zu sagen? Thomas eher nicht. Die Arme immernoch über dem Kopf griffen ihre Finger hinten in den Nacken und zogen ihre Robe über den Kopf. Von unten nach oben entblößte sich in einem wundervollen Rutsch ihr perfekter nackter Körper und ließ Thomas das Atmen vergessen. Dann hob sie am Fußende die Decke an und krabbelte zwischen den Steinmetz und seiner neuen Freundin entlang nach oben. Die Bewegungen der Decke ließen das Herz des Steinmetzmeisters höher schlagen, bis sie sich durch sanftes, vorsichtiges Drängeln und hoch erotisches Schieben an empfindlichen Körperteilen gerade genug Platz verschafft hatte, sodass sie eng auf den beiden lag. Halb lag sie auf Thomas stahlhartem, halb auf Perlitas weichem Körper und genoss hörbar stöhnend ihre Wärme. Ihr eigener Körper war fast unnatürlich kalt und Mercer konnte den Drang in sich spüren sie kräftig zu rubbeln. Amandins eisige Hand rutschte unter sein Hemd auf seine nackten Bauch und kraulte dort genüsslich seinen weichen Haaransatz unter dem Bauchnabel. Einerseits war es wirklich eine sehr kalte Empfindung, aber andererseits sammelte sich auch gerade all sein Blut in einer sehr nahen Region dort unten. Da war ihre Kühle fast ein Seegen. Es linderte den schon fast schmerzhaften Druck, der sich mit ihrem Entkleiden gebildet hatte, nur um das Feuer gleichzeitig wieder anzufachen um so wärmer sie wurde. Thomas konnte einen Moment lang nichts anderes tun als still zu halten, bis sie ihre Endposition erreicht hatte. Im Augenwinkel bekam er nur mit, dass Perlita ihren freien Arm unter ihrem Kopf gehoben hatte, ihren anderen Arm um ihre Herrin geschlungen hatte und ihr zärtlich den Nacken kraulte, um langsam immer tiefer zu wandern. Die diffusen Bewegungen unter der Decke ließen der Phantasie viel Raum und die Temperatur schnell steigen, was zu einem nicht unerheblichen Teil auch Thomas zuzuschreiben war. Amandin rieb sich an ihm und damit auch an Perlita. Sie brauchte anscheinend gerade ganz viel Zuwendung und hungerte nach ihrer Wärme. Um so mehr er ihr gab um so mehr entspannte sie sich, was wiederum zu mehr „Spannung“ bei ihm führte. Plötzlich merkte er, dass Amandin die Schnürung seiner Hose gelockert hatte und ihre Hand hinein tauchte. Sie nahm „Ihn“ in die Hand und rieb in einem langsamen, fast quälenden Rhythmus auf und ab. Es war wie weiche Seide, die über Stein streichelte. Dann wurde sie still und Thomas fühlte in der Nähe seines Beckens eine sanfte, kreisende Bewegung, die vermutlich von Perlitas Hand her rührte, die gerade... stimulierte...? Thomas Gedanken stolperten umher. Amandin stöhnte leise und schnurrte an seiner Brust, rieb ihn weiter. Sie ließ sich Zeit, bis sich alles in einem glühenden Funkenregen auflöste. Dieses Mal wurde Thomas nicht ohnmächtig, aber war nahe dran. Er bekam mit, wie die beiden Frauen an ihm ebenfalls erzitterten und dann schwer atmend seine Nähe genossen. Amandin hatte ihre Hand immernoch in seiner Hose und schien einzuschlafen. Sie lag halb auf ihm, halb auf Perlita, etwas mehr bei ihm, da er mehr aushielt und hatte je ein Bein zwischen den Beinen des anderen gespreizt. Sein linker Arm lag eingeklemmt zwischen den Leibern, vermutlich nah an Perlitas Hüfte, die jetzt auf dem Rücken lag und unter Amandins, die bäuchlings auf ihnen beiden lag. Egal wie er seinen linken Arm bewegte, jeder würde es merken und wo genau seine Finger waren wollte er sich gar nicht vorstellen. Perlita hatte ihren ihm zugewandten Arm unter ihrem Kopf, wo er sicher war, lächelte Amant glücklich an, sah noch glücklicher zu ihrer Herrin und schloss dann auch die hellblauen Augen.
Wie sollte Thomas nur so jemals Schlaf finden?
Sein Höhepunkt hatte ihn erschöpft, doch da waren immernoch die zwei Schönheiten in seinem Bett und die Hand in seiner Hose, die irrwitziger, „verbotener Weise“ nicht seine eigene war, sondern seiner anbetungswürdigen Herrin gehörte. Sie hatte sie einfach dort gelassen, als sei es das selbst-verständlichste der Welt! Sie schlief an seiner Seite. Jeder Atemzug ließ ihn bereuen, dass er nicht nackt war und sandte ihm kitzelnde Schauer in den Ausschnitt seines Hemdes. Sie hatte sich ihm mit dem Gesicht zugewandt. Das Hemd zwickte etwas und er könnte versuchen es auszuziehen oder die Hose wenigstens ein Stück hinunter schieben, damit dort wenigstens genug Platz für sein Blut war. Das könnte er vielleicht schaffen, ohne sie zu wecken, denn Amandin brauchte ihren Schlaf. Sie brauchte seine Wärme. Sie brauchte ihn! Er fühlte diese Gewissheit inzwischen in jeder Zelle, so unumstößlich wie die Naturgesetze, auch wenn Amandin diese gern mal etwas umging. So war ihre Magie. Sie veränderte ihre Umwelt, verwandelte Stein. Er sah wieder zur Decke und eine neue weiße Ader war entstanden. Dick und stark zog sie sich von ihrem Ursprung fast hinüber bis zum Schrank. Am Ende verästelte sie sich sogar zwei mal. Es war auf bizarre Art und Weise ein schönes Bild, faszinierend und fesselnd. Wie man es auch deutete, etwas veränderte sich hier in diesem Haus. Vielleicht wuchs hier etwas Neues, oder etwas anderes verblasste und hinterließ Risse? Man konnte es so und so sehen, aber das Ergebnis war das gleiche.
Amandin zuckte leicht im Schlaf und Perlita stöhnte leise als Antwort, genauso wie Thomas. Er wusste nicht genau wo Amandin ihre andere Hand hatte, aber vielleicht in ähnlichen Regionen wie bei ihm. Wie konnte nur so etwas verdorbenes sich so gut anfühlen? Er lag hier mit zwei wundervollen Göttinnen in seinem Bett und sein Körper schrie immernoch nach mehr. Langsam konnte er womöglich glauben… nein, ... ja, … vielleicht waren es irgendwelche Drogen die ihn süchtig machten, aber … er hatte doch dieses Mal gar nicht... Keine Raucherstäbchen weit und breit. Das hier war sein Zimmer. Hier war er Herr! Und dass sie ihn vergiften würden, konnte er sich nicht vorstellen, zumal er das letzte Essen auch selbst besorgt hatte? Oder war diese Droge überall? Immer im Essen, im Wein, oder in der Luft? War es eine Droge, oder war es wie sie gesagt hatte? Würde er sich daran gewöhnen? Bedeutete Gewöhnung in diesem Fall, dass er besser werden würde in dem was er tat? Standhafter? Härter? Dunkler? Würde er mehr zu Amant werden, wenn er sich einfach gehen ließ und tat was sein Körper wollte? Sein Körper wollte Amandin, mehr als alles andere! Sein Blut war auf sie geeicht, oder wie Amethyst gesagt hatte, seine Männlichkeit zeigte immer auf das was er wollte, wie ein Kompass. Also war Amandin ein Magnet und sie zog ihn immer wieder an. Er nahm den Puls seiner Lenden zwischen ihren Fingern war und nichts war schöner. Er konnte so eine Weile verweilen, oder er konnte ihrem Ruf nachgeben, sie verwöhnen. Seine linke Hand kribbelte leicht, teils durch den Druck der Körper, aber auch vor Sehnsucht der Magie in ihm. Er bräuchte sie nur ein wenig zu heben, sich aus der Klemme befreien und schließlich hatte sie ihre Hand ja auch bei ihm. Wäre es nicht gerecht wenn er das gleiche einforderte? Seine rechte Hand war frei, lag nur locker neben ihm, aber überall wo sie ihn berührte, rief ihr Leib nach seinem... selbst im Schlaf, oder gerade deswegen? Im Moment war er hier gefangen. Sollte er sich befreien, oder den Angriff nach vorne wagen?
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Freitag 7. Oktober 2016, 13:36

Doch dann wurden seine Sinne wieder gänzlich beansprucht und das Denken fiel ihm augenblicklich schwer, als Amandin sich auszog. Irgendwie konnte er sich nicht an ihre Nacktheit gewöhnen und es war jedes Mal ein besonderes Erlebnis für ihn, wenn sie sich vor ihm entblösste. Ein leichter Schauer durchfuhr ihn, als sie sich unter die Decke begab und sich langsam emporarbeitete. Ihre Haut war kalt und liess die seinige Erschaudern. Hatte sie Magie gewirkt? Wer war dieser Bote nur gewesen und warum hatte Obsidian so sorgenvoll in die Empfangshalle geblickt? So viele unausgesprochene Fragen, auf die er so schnell vermutlich keine Antwort bekommen würde. Seine Bauchmuskulatur zog sich unweigerlich zusammen, als die eiskalte Hand seiner Herrin darüberstrich. Er wagte es aber nicht, etwas zu sagen. Er sah sie nur an. Beobachtete sie, wie sie sich langsam auf ihren beiden Körpern einrichtete. Im Augenwinkel konnte er sehen, wie Perlita sich bewegte und ihre Hand langsam unter der Decke und in tieferen Regionen verschwand. Sein Herzschlag beschleunigte sich. Haut lag auf Haut und ihre drei Körper lagen eng umschlungen. Perlita und Thomas nahmen die Kälte ihrer Herrin auf und heizten so ihren Körper.

«Es ist alles gut.» Raunte er leise und seine Augen weiteten sich, als Amandin ihn noch zentraler berührte. Kurz verkrampfte er sich, weil es für ihn noch immer sehr ungewohnt war, sich in Anwesenheit einer dritten Person seiner Lust hinzugeben. Und so kam es, dass er versuchte völlig stillzuhalten, als Amandin ihn berührte und zu reizen begann. Dennoch konnte man hören, wie seine Atmung immer gepresster wurde und er seinen Kopf langsam in den Nacken legte. «Herrin.» Hauchte er immer wieder berauscht, doch plötzlich hielt sie inne. Er öffnete seine Augen und sah zu ihr hin, doch sein Blick rutschte hinunter zu ihrem Becken wo er die zarten Bewegungen unter der Decke ausmachen konnte. Ihm glühten die Wangenknochen und er errötete.

Da sich der Steinmetz gerade äusserst untätig vorkam, gab er sich einen Ruck und schlang seinen mächtigen Arm um Amandins Körper. Hielt ihn fest. Streichelte ihn. Doch dann wurde die Spannung zu Gross und sein eigener Körper wurde von heissen wellenförmigen Impulsen geflutet. Da er sich nicht traute, sich seiner Lust offen hinzugeben geriet er in ein gepresstes Röcheln und seufzte dann tief durch, als sich die Erleichterung endlich einstellte. Langsam beschlich ihm ein schlechtes Gewissen, wenn er daran dachte, wie oft seine Herirn ihm schon diesen Dienst erwiesen hatte und wie selten er es ihr in irgendeiner Form gedankt hatte. Gleichzeitig schien es ihr aber grösste Freuden zu bereiten ihm Lust zu verschaffen. Es war wirklich schwer die Person Amandins in irgendeinen Rahmen zu setzen. Sie war einfach besonders. Er entspannte sich und merkte dabei nicht, wie sich die Position seines Armes verlagerte und dieser zwischen den Leibern der Frauen eingeklemmt wurde. Er konnte sich nicht mehr daran Erinnern wie sein Arm dorthin gelangt war und er war auch nicht mehr sicher, ob er seine Hand nicht im Rausch seiner Lust heftig bewegt hatte und die beiden Frauen möglicherweise deshalb auch an ihrer Lust erzittert waren. Hatte er sie tatsächlich...hatte....

Er starrte an die Decke. Er blickte zu seiner Herrin, die ihre Augen bereits geschlossen hatte und zu schlafen schien. Dann wanderte sein Blick weiter zu Perlita, die ihn freundlich anlächelte und ebenfalls die Augen schloss. Wieder starrte er an die Decke. Sein Herz schlug noch immer wild und wollte sich nicht richtig beruhigen. Dafür lag seine Hand an einer zu pikanten Stelle und Amandins ebenso. Ausserdem war er da unten nun unrein, was seinem pelgarischen Sauberkeitsbedürfnis nicht wirklich entsprach. Gleichzeitig war das ganze hier aber auch ein unglaublich sanftes und intimes Erlebnis gewesen... und das alles in seinem Reich. Er lächelte und musterte wieder die Ader an der Decke, die sich abermals vergrössert hatte. Was hatte es nur damit auf sich? Er spürte instinktiv, dass dieses Haus auf Amandin reagierte, aber er hatte noch nicht herausgefunden, in welche Art und Weise. Er hing für eine ganze Weile seinen Gedanken nach, doch irgendwann begann sein Arm zu Kribbeln und einzuschlafen. Das könnte eine verdammt lange Nacht für ihn werden. Zuerst versuchte er das Gefühl zu ignorieren, doch irgendwann wurde das Kribbeln schier unerträglich. Er sah wieder zu den beiden Frauen hin, deren Körper im Lichtschein seiner Öllampe schimmerten, die niemand ausgemacht hatte. Ausserdem bewegte sich Amandin immer wieder mal, was sowohl bei Ihm, wie auch bei Perlita eindeutige Reaktionen hervorrief, zumal ihre Hand dabei stets zusammenzuckte und ihn so kurz drückte. Er schloss seine Augen und genoss einen Moment einfach nur die Empfindungen, die ihre weichen Fingerkuppen auf seiner Haut hinterliessen.

Er haderte eine ganze Weile mit sich. Einerseits spürte er das drängende Verlangen nach ihr und war inzwischen sogar schon selbstbewusst genug daran zu glauben, dass sie genauso empfand. Gleichzeitig wollte er ihren Schlaf nicht stören, weil er doch gesehen hatte, wie erschöpft sie war. Aber möglicherweise würde es ihr mehr Energie und Kraft schenken, wenn er sich endlich einmal überwand un ihre Einladung von sich aus annahm. Hier, in seinem Reich?
Er beobachtete sie still. «Ich liebe dich.» Hauchte er und hielt weiterhin inne. Dann bewegte er vorsichtig seine Hand und drehte sie langsam so, dass seine Handinnenfläche Amandin zugewandt war. Vorsichtig tastete er nach vorn und spürte ihre warme, weiche und feuchte Haut. Er hielt den Atem an und erstarrte, als er sie an ihrer empfindlichsten Stelle berührte. Seine Fingerknöchel lagen dabei wohl ebenfalls an einer Empfindlichen Stelle bei Perlita. Er konnte selbst nicht wirklich glauben was er da gerade tat und doch begann er sie vorsichtig zu streicheln und mit seinen Fingern zu liebkosen. Er wollte sie. Er begehrte sie, wie nichts anderes auf der Welt.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Freitag 7. Oktober 2016, 20:05

Er haderte eine ganze Weile mit sich. Einerseits spürte er das drängende Verlangen nach ihr und war inzwischen sogar schon selbstbewusst genug daran zu glauben, dass sie genauso empfand. Gleichzeitig wollte er ihren Schlaf nicht stören, weil er doch gesehen hatte, wie erschöpft sie war. Aber möglicherweise würde es ihr mehr Energie und Kraft schenken, wenn er sich endlich einmal überwand und ihre Einladung von sich aus annahm. Hier, in seinem Reich?
Er beobachtete sie still.
«Ich liebe dich.»
Hauchte er und hielt weiterhin inne. Er beobachtete sie und ihre Atem ging langsam und gleichmäßig. Dann bewegte er vorsichtig seine Hand und drehte sie langsam so, dass seine Handinnenfläche Amandin zugewandt war. Vorsichtig tastete er nach vorn und spürte ihre warme, weiche und feuchte Haut. Er hielt den Atem an und erstarrte, als er sie an ihrer empfindlichsten Stelle berührte. Seine Fingerknöchel lagen dabei wohl ebenfalls an einer empfindlichen Stelle bei Perlita. Er konnte selbst nicht wirklich glauben was er da gerade tat und doch begann er sie vorsichtig zu streicheln und mit seinen Fingern zu liebkosen. Er wollte sie. Er begehrte sie, wie nichts anderes auf der Welt und sie war mehr als bereit für ihn. Ihre Blütenblätter öffneten sich für ihn und nahmen ihn in ihren Nektar auf. Es war als würde ein Teil von ihm mit seinen Fingern in sie eintreten und sie gewährte ihm bereitwillig Einlass. Ein heißer Schauer jagte seinen Arm hinauf und vertrieb das Kribbeln. Jede Muskelkontraktion ließ ihn mehr erwachen und pumpte heiße Sehnsucht durch seinen Körper. Ein Teil seines Selbst versenkte sich in ihr, erkundete vorsichtig das ungewohnte Terrain. Eine kleine Weile ging Amandins Atem noch langsam auf seiner Brust, aber mit jedem sanften Vordringen wurde ihr Odem tiefer und ihr Nacken rollte leicht nach hinten, sodass ihr Gesicht ihm zugewandt war. Ihre langen schwarzen Wimpern lagen schwer auf ihren Wangen und ihre Lippen öffneten sich leicht. Ob sie von ihm träumte, während er das mit ihr tat? Gleichzeitig fühlte er Perlitas Nähe, wie sie sich an seiner Hand rekelte und langsam, schwer vor Lust die Augen öffnete. Sie biss sich auf die Unterlippe und küsste die Schulter ihrer Herrin. Amant erwachte mit neuer Kraft und breitete seine Schwingen der Leidenschaft über Thomas Geist aus. Das hier war einfach zu schön! Hier gab es nur Platz für reines, instinktives Gefühl keine Gewissensbisse, keine Moral oder Tugend. Hier gab es nur Amandin und Amant, die mehr und mehr ineinander verschmolzen, verbunden über diesen süßen Schmelzpunkt wo alles Empfinden zusammen floss. Amandins Körper reagierte so intuitiv auf seinen, dass er ganz von selbst einen selbstbewussten Rhythmus fand in dem sich ihrer beider Atem wieder fand. Thomas Wahrnehmung verschwand immer mehr und mit jedem schnellen Herzschlag gewann etwas in ihm an Macht. Etwas in ihm wuchs heran und er bemerkte kaum wie Perlita sich vorsichtig zurück zog und lächelnd den Raum verließ. Hatte sie eben etwas geflüstert? So etwas wie: „Ich lasse euch dann mal allein.“ Er hatte es nicht bemerkt, denn seine Sinne waren nur noch auf seine Herrin gerichtet. Die Welt könnte den Lauf der Geschichte inzwischen ändern und er würde es nicht merken. Er war hier, mit ihr, das war alles was er fühlte. Es fühlte sich gut an, denn Amandin gefiel was er tat und er war für sie da. Er war es, der der ihr Lust brachte. Jedes Welle die er ihr schenkte gab ihm auch etwas zurück, dass er schon lange verloren geglaubt hatte. War es Stolz? War es Selbstbewusstsein? Er war ein Mann der eine Frau wie Amandin in seiner Hand hatte! Er hatte sie und sie zerfloss auf seinen Fingern. Jetzt, in diesem Moment, in diesem Augenblick gehörte sie ihm! Ihr Atem ging inzwischen schnell und flach. Trotzdem lag sie entspannt, wie schlafend auf ihm und wurde von Armen gehalten, wo sie keinen Halt mehr hatte. Sie war so weich... so sanft, so ganz und gar hingegeben, dass es Thomas einfach tief in seiner Seele berühren musste. Er machte weiter, immer weiter, weil es das war was sie brauchte. Er fühlte ihre … nein, seine Magie in sich erwachen und da war etwas was er tun konnte, für sie....und auch für sich selbst. Er griff tief in sie und ließ den Instinkten seinen Lauf. Ihr Körper rief nach ihm, nach seiner Seele, seiner Magie und er gab sie ihr. Etwas öffnete sich in ihm und strömte hinaus.
Amandin riss die Augen auf und kam im gleichen Moment heftig. Er fühlte die Kontraktion sich fest um seine Finger schließen, wie sie ihn walkten und massierten. Er hielt dagegen und ließ sie sich zu ihrem Höhepunkt reiten, während seine Kraft in sie floss. Er spürte ihre Fingernägel in seiner Haut, aber es war nur ein wundervolles Echo seiner eigenen Lust. Sie zuckte und wand sich und alles nur wegen ihm! Keuchend zerrte sie an seinen Muskeln und bäumte sich an ihm auf. Er fühlte wie der Sog einsetzte, wie sie seine Macht aus ihm heraus saugte und sich an ihm labte. Er gab ihr etwas, dass nur er ihr geben konnte und sie darin waren sie sich gleich. Sie konnten sich aneinander aufladen wie Steine die ihre Hitze in der Sonne aufnahmen und in der Dunkelheit wieder von sich gaben. Eine erneute Kontraktion, noch eine Welle ließ ihren Körper heftig reagieren und noch eine dritte folgte, als Amant sich an ihrer Lust ergötze. Irgendwo in seinem Hinterkopf warnte ihn etwas, dass das hier gefährlich war, aber es war einfach zu schön sie so zu sehen. So aufgelöst, so willenlos, so wunderschön - für ihn! Mit jedem Beben ihres Körpers wurde er schwächer, aber er hatte viel zu geben und sein Herrin hatte ihn mehr als nur ein wenig für sich aufgeladen. Immer wieder trieb er seine Finger in sie. Er war wie ein Speicher, den er nun für sie leerte, aus dem er seine Magie in sie pumpte und sie dabei drei kleine Tode sterben ließ. Schwer atmend hielt sie sich an seinen Schultern fest und keuchte ein leises:
„... bitte...“
Ihre Stimme hatten kaum Kraft an sein Ohr zu gelangen, so sehr hatte er sie in Besitz genommen. Keuchend glaubte er ein leises:
„... Halt.“
zu hören. Doch konnte er aufhören? Er konnte ihr noch mehr geben, noch weiter ihren Körper mit seiner Macht besetzen, sie willenlos zum nächsten Höhepunkt treiben und zum nächsten. Amant fühlte die Macht, die er über sie hatte und es war köstlich sie zu kosten! Es war ein Hochgefühl was mit nichts zu vergleichen war. Er konnte mit ihr tun, was er wollte. Sie löste sich förmlich unter seinem Willen auf. Seine Magie war stark – ungefiltert, stark, wild und ungezähmt. Er könnte sie jetzt nehmen und sie würde es wollen. Sie würde es genießen! Er konnte sie verführen, sie für sich beanspruchen. Er wusste, was sie wollte, denn ihre Körper sprachen die gleiche Sprache. Es war Magie, ja, aber es war auch so viel mehr. Sie könnten sich verbinden und würden reiner daraus hervor gehen, wie Metall das man aus der Erde schmolz. Thomas spürte wie seine Lenden zucken, wie er in sie wollte, zu Ende bringen wollte, was er angefangen hatte. Er wusste nicht wie, aber plötzlich kniete er zwischen ihren Beinen. Schwer atmend sah sie zu ihm auf und ihr Blick glühte. Ihre Augen glänzten vor Begierde und er wusste, wenn er jetzt ihre sündigen Lippen küssen würde, dann würde er sich in ihr verlieren.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Samstag 8. Oktober 2016, 11:39

Die Welt um ihn herum zog sich zusammen und seine ganzen Sinne waren nur auf einen einzigen Punkt gerichtet. Er bemerkte nicht, wie Perlita das Zimmer verliess und sie alleine liess. Man musste sich das nur vor Augen halten, er, Thomas, der sich sonst in der Gegenwart anderer derart gehemmt fühlte – hatte ihren Abgang nicht einmal mehr bemerkt! Die Frage war nur, ob es wirklich klug von Perlita gewesen war, seine Herrin mit Thomas in diesem Moment alleine zu lassen. Jetzt, wo offensichtlich gerade die Pferde mit ihm durchgingen und er zu einem unberechenbaren Koloss wurde.

Denn Thomas fühlte nur noch ihren Körper, insbesondere die Hitze ihres Schosses und der peitschende Rhythmus ihres Atems, der ihn ganz wild machte und weiter anstachelte. Er spürte wie sich eine geballte Ladung von Kraft und Energie in seinen Adern staute und knisternd darauf wartete sich gänzlich zu entladen. Sein Herz pumpte das immer gleiche Blut in einem atemberaubten Tempo durch seinen Körper und heizte es damit weiter auf. Es war, als sei irgendeine verborgene Macht in ihm entfesselt worden. Oh hatte sie nicht die ganze Zeit auf diesen Moment hingearbeitet? Ihn deshalb beinahe bis zum Wahnsinn gereizt und ihn gleichzeitig immer zurückgehalten? Hatte sie es nicht darauf angelegt, dass seine Triebe irgendwann mit ihm durchgingen und sein Körper sich über jegliche Vernunft hinwegsetzte? Er verzog genüsslich sein Gesicht, als er die ersten Kontraktionen ihres Schosses an seinen Fingern spürte und sah sie mit glühenden Augen an. Er wollte mehr, so viel mehr!

Thomas hätte eine Frau vermutlich niemals derart Fordernd in Besitz genommen, wie er es jetzt bei seiner Herrin gerade machte, aber Amant...Amant war anders. Wilder, stärker, fordernder, aber auch unkontrollierter und somit letztlich auch gefährlicher, denn er spürte seine eigene Kraft nicht mehr richtig, mit der er auf Amandin einwirkte. Hinter seinen Augen blitzte es ein paar Mal, als Amandin durch seine Hand kam und sich für einen Moment ihre Blicke kreuzten. Amant lächelte, aber er war noch lange nicht fertig mit ihr. «Jarrh. Komm Herrin...komm!» Knurrte er nur. Er wollte ihr noch viel mehr geben, so viel mehr! Er spürte gleichzeitig wie sie an ihm riss, wie sie sich an seiner Energie labte und ihn auszehrte. Seine Atmung ging immer schwerer und er glaubte auch zu spüren, wie das Zimmer allmählich schwankte, doch er ignorierte die warnende Stimme in seinem Hinterkopf und die Signale seines Körpers, zu stark war der Sog in den sie hineingeraten waren.

Selbst die Stimme seiner Herrin erreichte ihn nicht mehr, denn er hörte nur noch auf ihren Körper und dieser schrie nach mehr und immer mehr! Er nutzte seine körperliche Überlegenheit und drängte sie in einer einzigen Bewegung auf den Rücken. Sofort war er über ihr. Für einen Augenblick hielt er inne und betrachtete sie genüsslich dabei, wie sie sich unter ihm wand und räkelte und beinahe schon verzweifelt versuchte wieder zu Atem zu kommen. Doch Amant hatte gar nicht vor dies zuzulassen. Seine Hände drückten die ihrige erst ins Laken. Er sah sie an und küsste überraschend zärtlich ihre Stirn und legte für einen Moment die seinige darauf ab. «Ich liebe dich.» Wiederholte er wieder und küsste ihr Ohr. Für einen kurzen Augenblick verschnaufte er und liess auch sie ein bisschen zu Besinnung kommen, doch dann richtete er sich wieder auf und liess seine Hände über ihre Arme hinweg zu ihrem Oberkörper streichen und walkte schliesslich ihre prächtig geformten Brüste. Schliesslich türmte er sich über ihr auf wie ein Riese. Sie konnte seinen kraftvollen Körper bewundern. Wenn man es nicht besser wusste, könnte man ihn tatsächlich für einen wilden Krieger halten. Er hätte vermutlich einen vortrefflichen Paladin der Templer abgegeben, denn mit seinen Bonden Haaren und hellblauen Augen passte er genau in das Porfil der frommen Gottesritter. Doch von deren gelebten Frömmigkeit war Thomas gerade Meilenweit entfernt. Im Moment beherrschte einzig die Lust ihr zu dienen und sie in Ekstase zu versetzen seinen Verstand. Sein Blick war auf eine eigenartige Weise verklärt, aber gleichzeitig auch gänzlich fokussiert. In seinen Augen loderte die pure Begierde, die sich über die letzten Tage bis ins unermessliche angestaut hatte. Thomas würde vermutlich selbst von sich behaupten, dass er gerade von irgendeinem wolllüstigen Dämon ergriffen war, so ungezügelt gingen seine Triebe mit ihm durch. Er war bereit und er wollte sie. Er blickte auf sie herunter und ihre Bitte verhallte bei ihm ungehört. Gierig und Besessen beugte er sich über ihre Lippen und küsste sie in einem Sturm der Leidenschaft, ehe er sein Becken auf ihres niedersinken liess und sich mit einem kurzen aber kräftigen Stoss mit ihr vereinigte und sofort in einen fordernden Rhythmus überging. Er spürte wie ihre Schenkel sich gegen seine Flanken pressten und ihr Becken seine Bewegungen aufnahm. Das Gefühl mit ihr auf diese Weise verbunden zu sein war überwältigend und tausend Eindrücke fluteten seinen Geist. Er wollte sie, er hatte sie, er nahm sie sich. Hier in seinem Reich. In seinem Zimmer, wo er der Herr war und er liess sie gerade seine ganze Kraft und Macht spüren.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Samstag 8. Oktober 2016, 13:11

«Ich liebe dich.»
Wiederholte er wieder und küsste ihr Ohr. Für einen kurzen Augenblick verschnaufte er und ließ auch sie ein bisschen zu Besinnung kommen, doch dann richtete er sich wieder auf und ließ seine Hände über ihre Arme hinweg zu ihrem Oberkörper streichen und walkte schließlich ihre prächtig geformten Brüste. Schließlich türmte er sich über ihr auf. In seinen Augen loderte die pure Begierde, die sich über die letzten Tage bis ins unermessliche angestaut hatte. Er blickte auf sie herunter und ihre Bitte verhallte bei ihm ungehört. Gierig und Besessen beugte er sich über ihre Lippen und küsste sie in einem Sturm der Leidenschaft. Er fühlte ihre scharfen Fingernägel auf seiner Kopfhaut, wie sie ihn gierig näher zu sich heran zog, wie sie sich in seinem Kuss verlor, ehe er sein Becken auf ihres niedersinken ließ und sich mit einem kurzen aber kräftigen Stoß mit ihr vereinigte. Ihr Nacken wölbte sich nach hinten und ihr wundervoller Schrei ergoss sich in seinen Mund. Sofort ging er in einen fordernden Rhythmus über. Er spürte wie ihre Schenkel sich gegen seine Flanken pressten und ihr Becken seine Bewegungen aufnahm. Ihr Waden umklammerten seine Beine und sie wölbte ihm ihr Becken entgegen, damit sie ihn noch tiefer aufnehmen konnte. Das Gefühl mit ihr auf diese Weise verbunden zu sein war überwältigend und tausend Eindrücke fluteten seinen Geist. Er wollte sie, er hatte sie, er nahm sie sich. Hier in seinem Reich. In seinem Zimmer, wo er der Herr war und er ließ sie gerade seine ganze Kraft und Macht spüren. Er hatte sie überrumpelt und sie fochten diesen glühenden Kampf in seinem Bett aus. Sein Becken schlug mit jedem Stoß gegen ihre Perle und es war als würde er zum Künstler. Sie war sein Werk, dass es zu formen galt, dass er mit Hammer und Meißel, mit seinem Körper und seiner Magie formen konnte. Sein Herz raste und hätte man Thomas und Amant trennen können, so hätte man sagen können, dass Thomas die Kontrolle entglitt und der Andere übernahm, doch ganz so einfach war es nicht, denn der Steinmetzmeister war hier ganz in seinem Element. Hoch konzentriert ging er zu werke, lernte mit jedem Stoß wie sich sein Kunstwerk neu unter ihm formte, sie sich Amandins Härte unter seinen Händen auflöste. Er konnte sie auf eine gänzlich neue Weise studieren. Er lernte wie es war sie zu besitzen, sie zu nehmen, was sie mochte, wie sie reagierte wenn er den Winkel seines „Hammers“ nur leicht änderte und sie stöhnend dahin schmolz. Ihr Keuchen stachelte ihn zu Höchstleistung an, trieb ihn näher an seine eigene Erfüllung. Er fühlte, wie sich sein Rücken wölbte, wie Magie seine Wirbelsäule hinab floss und sich vor Verlangen schmerzend in seinen Lenden sammelte. Es war der beste Schmerz den er je gefühlt hatte und etwas explodierte in unzähligen Wellen, pumpten alles was noch in ihm war aus ihm heraus.

Als die Wellen langsam abnahmen, ließen sie einen völlig erschlagenen Thomas zurück, der sich kaum noch halten konnte. Seine Ellenbogen zitterten vor Anstrengung. Das letzte was er sah, war Amandins leuchtendes Gesicht vor seinem. Ihre Lippen waren blutig rot und von seinem wilden Kuss geschwollen. Ihre Stirn lehnte an seiner und sie zog ihn auf sich, was er nicht mehr verhindern konnte. Seine Arme gaben einfach nach und er hörte ihr fernes Flüstern:
„Bleib bei mir!“
Er versuchte sich noch auf sie zu konzentrieren, aber die Ohnmacht holte ihn unweigerlich ein.

(Thomas ist: Bild)

Amant war ein verflucht guter Liebhaber und wenn das der Harax war, dann war es verdammt schön hier!

„Thomas!“

Er hörte ihre Stimme, erkannte ihre sanfte Farbe und wollte ihrem Ruf folgen, doch es war so schwer. Es war so schwer die Lieder zu heben, wach zu werden, zu Bewusstsein zu kommen.
Eine andere Stimme sagte etwas:
„Hier, flößt ihm das ein Herrin.“
Kurz darauf benetzte etwas feuchtes seine Lippen und er erkannte ihren Kuss, der dieses Mal etwas herbes mit sich brachte. Amandin schmeckte nach Kräutern und nach Amandin und er trank. Dann verlor er wieder das Bewusstsein.

Er träumte nicht. Er glitt nur von einer Ohnmacht in die nächste und dazwischen nahm er kurze Momente wahr, in denen Amandin sich um ihn kümmerte. Er hatte keine Ahnung wie viel Zeit vergangen war, als er das nächste Mal soweit wach wurde, dass er sie neben sich spüren konnte. Sie sang ein Lied für ihn in ihrer dunklen Sprache und es legte sich warm um seine Sinne. Es führte in fort von der Bewusstlosigkeit, hinüber in seinen erholsamen Schlaf in dem er auch träumen konnte.

Irgendwann in seinen Träumen besuchte sie ihn, liebkoste seinen Körper und sprach leise zu ihm. Sie salbte ihn mit duftenden Ölen und heilte die große Leere in seiner Brust.

Dann öffneten sich seine Augen und er fühlte mehr als deutlich, ihre Lippen um seinem „Hammer“. Sie bemerkte dass er wach wurde und setzte sich unschuldig lächelnd auf. Thomas musste ein paar Mal blinzeln, bis die Welt sich wieder scharf stellte. Es war Tag und die Sonne schien durch ein Oberlicht der Decke. Die weiße Ader über seinem Bett war zu einem beeindruckenden, weit verzweigten Baum heran gewachsen. Ein amüsierter kurzer Laut zog seine Aufmerksamkeit zu seiner Herrin.
„Endlich wach?“
Ihre Hand berührte einen sehr wachen Teil seines Körpers und sie schmunzelte.
„Zumindest dieser Teil scheint es zu sein.“
Sie leckte sich die Lippen und schien zu überlegen ob sie da weiter machen sollte, wo sie aufgehört hatte, aber ließ ihm auch Zeit sich zu sammeln. Dabei fiel sein Blick auf eine kleine wunde Stelle an ihrer Unterlippe auf der sich bald leichter Schorf bilden würde.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Sonntag 9. Oktober 2016, 01:18

Er knurrte gegen ihre Lippen, als sich ihre Finger in seinem Haar vergruben und sie ihn ihre Nägel spüren liess. Ihre Nägel waren irgendwann überall. Sie gruben sich in seine Schultern, in seine Flanken, in seinen Rücken und an manchen Stellen glaubte er, dass seine Haut darunter nachgab und er sich den einen oder anderen blutigen Striemen holte. Welch süsser Schmerz! Mit jedem Stoss wurde er ungezähmter und ungehemmter. Sein Stöhnen ähnelte mehr einem Knurren und immer wieder ruckte er sein Becken in einem ungnädigen Rhythmus vor und zurück. Er verlangte seinem und ihrem Körper alles ab, denn er nutzte seine pure Körperkraft, die für einen Menschen immens war. Es kam dazu, dass Amandin einen verhältnismässig zierlichen Körper besass. Nie hatte er Beth so genommen, wie er es gerade bei Amandin tat. Er hätte seiner Frau mit dieser ungezügelten Art vermutlich noch am wahrscheinlichsten das Becken gebrochen, doch Amandin wollte es so, er spürte es instinktiv. Amant spürte es. Thomas wäre ganz anders vorgegangen. Er hatte durchaus im Sinn gehabt sie zu verführen, doch er wäre es wesentlich ruhiger angegangen. Er hätte sie irgendwo ausgeführt, ihr schöne Stellen in Andunie gezeigt, mehr Geschenke für sie gemacht und irgendwann um einen verlegenen Kuss gebeten... Amant hingegen schien alles unterdrückte, alles unfromme in seiner Persönlichkeit zu sein, die sich nun völlig entfaltete. Wieder packte er nach ihren Händen und drückte sie fest ins Laken, während er sie abermals küsste bis ihn seine eigene Lust übermannte und er sich in einem heftigen und irgendwie auch schmerzhaften Höhepunkt entlud. Er legte seinen Kopf in den Nacken und brüllte auf. Er versuchte seine Augen zu öffnen, doch alles was er sah waren wilde Blitze, die auf seiner Netzhaut zuckten und dafür sorgte, dass er sie sofort wieder zusammenpresste. Sein Herz stolperte und seine Muskulatur begann hilflos zu vibrieren, denn alle Energie darin war aufgebraucht. Es war, als hätte er einen Teil von sich abgestossen und ihr eingeimpft. In seinem Kopf tobte ein Sturm, als wäre er sogleich von einer heftigen Migräne erfasst worden. Er sank schwer auf ihr zusammen und registrierte nur noch entfernt, dass ihre Lippe blutete. Hatte er sie etwa...hatte er sie...was hatte er getan?! Er blieb sich selbst eine Antwort schuldig, denn seine Sinne schwanden und schliesslich tauchte er ein in eine Welt endloser Schwärze und Leere. Ganz entfernt hörte er noch ihre Stimme, die nach ihm rief, doch dann gab er sich der Dunkelheit hin.

Es folgte das Nichts. Als würde er nicht mehr existieren. Doch das Nichts war nicht zeitlos, irgendwie wusste Thomas bei jeder kurze Wachphase, dass einige Zeit vergangen war. Immer wieder versuchte er sich aus seinem Zustand zu befreien und doch glitt er immer wieder von neuem in den Sog der Dunkelheit hinab. Es war Amandin, die immer wieder zu ihm durchdrang und die immer wieder nach ihm rief.

«Thomas!» Der Steinmetz öffnete seinen Mund und schabte erschöpft mit seiner Pranke über seine Brust. Er wurde unruhig, wenn immer er in Begriff war zu erwachen. Schliesslich hörte er eine weitere Stimme und dann schmeckte er etwas Herbes auf seinen Lippen. Nachdem Amandin sanft über den Hals gestrichen hatte setzte auch der Schluckreflex wieder ein und er nahm den Trank in sich auf und darauf folgte wieder das Nichts.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte er wieder seinen eigenen Pulsschlag und er begann abermals unruhig zu werden. Er versuchte sich an die Oberfläche zu kämpfen, doch wieder scheiterte er. Angst flutete sein Körper. Was war nur mit ihm geschehen, in welche Art schrecklichen Fiebers war er hier nur verfallen? Doch schon zerstreuten sich seine Gedanken wieder und zerfielen in Sinnlose Wortleichen. Entfernt hörte er eine fremdartige, etwas düstere Melodie, die ihn sanft in den Schlaf geleitete. Endlich Schlaf. Das war weit mehr als das Nichts! Sein Hirn begann das Erlebte zu verarbeiten und tat es auf seine ganz eigene Weise. Thomas Träumte. Er sah sich selbst aus der Vogelperspektive, wie er gerade über Amandin lag und seinen Körper gegen ihren presste. Wieder und immer wieder. Doch plötzlich wurde er immer langsamer un um seine Augen begannen sich unvermittelt schwarze Adern auszubreiten, die schliesslich seinen ganzen Körper für sich einnahmen. Der Traumthomas schrie auf, als seine Extremitäten sich langsam in Stein verwandelten. Auch Amandin schien entsetzt zu sein. Sie griff neben sich und packte nach einem Dolch, den sie ihm mitten in die noch nicht versteinerte Brust rammte. Plötzlich wechselte die Perspektive und Thomas fuhr in seinen eigenen Körper zurück. Er spürte den unsäglichen Schmerz, welcher der Dolch in ihm verursachte und er fühlte wie warmes Blut am Schaft der Klinge hinuntertropfte. Er starrte Amandin an. «Ich liebe dich auch!» Antwortete sie ihm, ruckte den Dolch hoch, zog ihn hinaus nur um dann ihre nackte Hand in seiner Brust zu versenken. Sie krallte sich sein Herz und riss es heraus, noch bevor er ganz zu stein werden konnte. Es schlug noch immer in ihrer Hand und sie liebkoste es zärtlich, was die ganze Szenerie nicht minder Makaber aussehen liess. Tröstend streichelte sie ihm über die versteinerte Wange.
Er spürte ihre liebevollen Berührungen auf seiner Brust und nahm den Duft von Heilkräutern wahr. Sie salbte ihn. Danach wurde es ruhig um ihn und er glitt hinüber in einen traumlosen Schlaf.

Irgendwann öffnete er wieder die Augen und das erste was er sah, war die weisse Decke, deren Muster sich abermals vergrössert hatte. Als zweites bemerkte er, auf welche Weise sich Amandin gerade an seinem Körper zu schaffen machte und er konnte nicht glauben, dass dieser schon wieder bereit war sich ihr hinzugeben. Das KONNTE doch einfach nicht mit rechten Dingen zugehen! Er stöhnte erschöpft auf und verzog sein Gesicht. Lust und Schmerz lag im Moment nahe beieinander. Alles schien überreizt zu sein und jede einzelne Faser seines Körper schien von diesem Zustand betroffen zu sein. Hinter seinen Augenlider fühlte er noch immer ein unangenehmes Pochen.
„Endlich wach?“ Er wollte etwas sagen, doch dann berührte sie abermals seine erigierte Männlichkeit. Thomas zuckte zusammen und stöhnte leise. Er war offenbar mehr als nur bereit für sie. Hatte sie das etwa die ganze Zeit mit ihm gemacht? Was war überhaupt passiert? Sein Rücken schmerzte, er musste schon eine ganze Weile hier im Bett liegen. Thomas war alles andere als Erholt und wirkte auch etwas verwirrt. Was war geschehen, warum wurde er ständig Ohnmächtig wenn er...wenn er... naja... Er errötete, als ihm bewusst wurde, was er zuletzt mit ihr gemacht hatte. Ein deutliches Indiz dafür, dass Thomas wieder Herr seines Körpers war. «W...was....was habe ich getan...» Fragte er erschöpft und für einen kurzen Moment wollte er sich aufbäumen, doch dafür reichte die Kraft noch nicht und aus irgend einem unerfindlichen Grund empfand er auch ein drückendes Gefühl auf seinem Brustkorb. «Was...ist passiert?» Hatte sie ihn möglicherweise deshalb wieder derart stimuliert, dass sie ihn unter Kontrolle halten konnte, sollte er zu unruhig werden? Sie brauchte vermutlich nur beherzt anzupacken um ihn erneut ins Traumland zu befördern oder zumindest seine Gedanken zu blockieren. Während er sich für kurze Zeit ihrer bemächtigt hatte und sie besessen hatte, war er nun wieder gänzlich unter ihrer Macht und Kontrolle.
Es war verständlich, dass Thomas nicht wirklich begreifen konnte, was in jener Nacht alles passiert war und es war vermutlich auch nachvollziehbar, dass ihn seine eigenen Taten ängstigten, weil sie ihm so fremd vorkamen. «W...was...passiert..mit mir?» Er suchte ihren Blick. Sie konnte doch nicht so tun, als sei nichts gewesen?

Immerhin war sein Geist gnädig genug mit ihm, um ihn noch nicht gänzlich mit seinen pelgarischen Ängsten zu überfluten, a la: Verdammt ich habe die Herrin genommen... einfach so!

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 9. Oktober 2016, 19:57

„Endlich wach?“
Er wollte etwas sagen, doch dann berührte sie abermals seine erigierte Männlichkeit. Thomas zuckte zusammen und stöhnte leise. Sein Rücken schmerzte, er musste schon eine ganze Weile hier im Bett liegen. Thomas war alles andere als erholt und wirkte auch etwas verwirrt. Er errötete, als ihm bewusst wurde, was er zuletzt mit ihr gemacht hatte. Ein deutliches Indiz dafür, dass Thomas wieder Herr seines Körpers war.
«W...was....was habe ich getan...»
Fragte er erschöpft und für einen kurzen Moment wollte er sich aufbäumen, doch dafür reichte die Kraft noch nicht und aus irgend einem unerfindlichen Grund empfand er auch ein drückendes Gefühl auf seinem Brustkorb.
«Was...ist passiert?... W...was...passiert..mit mir?»
Er suchte ihren Blick. Sie konnte doch nicht so tun, als sei nichts gewesen?
Amandin sah auf ihn herab und entließ seine Männlichkeit aus ihrer Handfläche. Die Verzückung, die sich erneut angebahnt hatte, hielt noch nicht lange genug an um ohne ihre Berührung bestehen zu können. Thomas Erschöpfung war noch zu groß und die Leere in ihm drückte auf seine Brust. Ihr Finger wanderten sanft streichelnd seinen harten Bauch hinauf und streichelten die Stelle, die sich so merkwürdig anfühlte. Ihre Hände waren warm, wunderbar warm und irgendwie strahlte sie von innen heraus.
„Du … also … genau gesagt, ist wohl deine Magie mit dir durchgegangen.“
Sie lächelte und lachte sogar leise. Ein äußerst angenehmes Geräusch und er wusste, dass allein er dies bewirkt hatte. Ihre dunkelbraune Haut schimmerte kupfern und Indigo aus der Tiefe heraus, als drängte ein inneres Leuchten nach außen, aber vielleicht sah auch nur er das so? Sein Augen erfassten am Rande, dass sie einen langen, schmalen, cremeweißen Seidenschal um ihre Brüste gebunden hatte, der in ihrem Rücken verknotet war. Um ihre Hüften wand sich ein ebenso weißes Tuch, dass ihre Scham verdeckte und seitlich geknotet war. Sie roch nach frischen Kräutern und wirkte unglaublich frisch, als hätte sie gerade gebadet. Vor allem aber wirkte Amandin stark und ...glücklich? Ihre freie Hand, die nicht auf seinem Herzschlag lag, sie legte sich an seine Wange und streichelte seinen Bart.
„Du hast mich … XXX „
Es folgte ein Wort in Lerium, dass verruchter nicht sein konnte, in seinem Klang und für das es keine Übersetzung gab.
„Ihr nennt es „mit einander schlafen“ glaube ich. Aber das ist nicht der Grund warum du dich jetzt sicher sehr schwach fühlst. Du hast deine Magie gefunden und sie frei gelassen. Ich würde es eine Art Verbindung nennen, in der du mir deine Kraft geschenkt hast. - Dafür danke ich dir!“
Sie seufzte sinnlich lächelnd und schloss kurz in köstlicher Erinnerung schwelgend die Augen.
„Es war, als hättest du … ich weiß nicht... wie sagen die Matrosen?... deinen Anker in mich geworfen?“
Sie lachte wieder und sah ihn an.
„Das beschreibt es nicht im geringsten... Warte, ich zeige es dir...“
Sie nahm seine Hand in ihre. Sie führte seine Handfläche in die waagerechte, mit der Innenseite nach oben, strich kurz darüber. Dann legte sie ihre von vorne in seine, so dass ihre Fingerspitzen seinen Puls berührten und seine den ihren. Langsam ließ sie ihre Finger zurück gleiten und beugte sie dabei leicht. Ein Kitzeln ließ Thomas Finger die Bewegung mitmachen und so hakten sich ihre Finger ineinander, der Daumen des einen jeweils auf dem Handrücken des anderen. Wie zwei Halbkreise, die sich ineinander fest hielten (wie Yin und Yang).
„Ich habe so sehr nach dir gesucht... mich nach dir gesehnt...“
Thomas begriff vielleicht nicht sofort, aber spürte durch ihre Magie sofort die Verbindung, die Amandin gerade reaktivierte. Sie standen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Wo er weiß war, war sie schwarz, wo er hart war, war sie weich und doch hatten sie beide auch den Kern des Anderen in sich. Sie vervollkommnten jeweils das Rund des anderen und brachten einander das Gleichgewicht. Wo Thomas seinen dunklen Kern hatte erst finden müssen, so brauchte anscheinend auch Amandin sein helles Herz um ganz zu sein. Amant wusste es tief in sich, spürte es als absolute Wahrheit, wo Thomas vielleicht noch versuchte das alles zu bereifen. Es war Magie und sie konnten einander so viel geben. Das was mit ihnen geschehen war, das war nur der Anfang und ihr Zeichen leuchtete in seiner Seele, so wie er das seine in die ihre gebrannt hatte.

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„Danke.“
Sie beugte sich über ihn um ihn leicht und luftig einen Kuss auf seine Lippen zu legen. Ihre Stimme wurde eine noch Nuance weicher und sie flüsterte:
„Ich danke dir für deine Liebe.“
Sie küsste ihn noch einmal und legte ihm sanft einen Finger auf die Lippen, damit er sie noch nicht unterbrach, während sie sich langsam aufrichtete.
„Und mach dir bitte keine Gedanken. Auch unsere körperliche Vereinigung habe ich als wunderschön empfunden - mehrfach - , auch wenn es mich ein wenig überrascht hat, wie wild du sein kannst.“
Sie schmunzelte.
„Ich hoffe auf eine baldige Wiederholung, aber erst wenn du dich erholt hast.“
Sie löste ihren Finger von ihren Lippen und sah ihn schweigend an. Sie wirkte sehr zufrieden und in sich ruhend, stark, schön und mächtig. Ihre ganze Aura glühte vor Zufriedenheit. Ein Artgenosse würde vermutlich Angst vor ihr bekommen, da dieser Zustand bei Dunkelelfen selten war und wenn dann oft nur durch grausamste Taten zu erreichen war. Und er, Thomas Mercer, ein Steinmetzmeister aus Pelgar hatte das vollbracht. Er konnte ihr etwas geben, dass niemand sonst in sich trug. Er konnte ihr sein Licht schenken.
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Antworten

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