Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Sämtliche Straßen Andunies sind gepflastert und von schönen kleinen Häusern gesäumt. Meist Fachwerkhäuser, aber auch mal eine prächtige kleine Villa. Nur die ärmeren Bezirke der Bettler und Halunken sollte man meiden.
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Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 9. Februar 2016, 22:34

(Thomas kommt von: Der geschändete Tempel)

Ein Sklave den niemand kannte, der allein in diesen Tagen durch Andunie gestreift wäre, wäre vermutlich nicht sehr weit gekommen. Ein Sklave der von einem Ork an Ketten durch die Straßen geschleift wurde, würde zwar ankommen, aber in welchem Zustand? Ein Sklave der jedoch ohne Ketten in Begleitung eines Orks, mit einem verhüllten Gegenstand durch die Stadt gehetzt wurde, der einen Passierschein vorzeigen konnte, der erreichte ohne Probleme das schwarze Anwesen der Familie Belyal Sinth. Natürlich hatte Thomas sein erstes Werk für Amandin nicht vergessen.

Den Vormittag über hatte Thomas vorwiegend bei der Organisation auf der Baustelle geholfen, aber auch hier und da immer mal wieder ein wenig zugefasst, sodass der Schmutz noch an ihm haftete, als er das ehemals strahlende Anwesen eines der hohen Adeligen von Andunie betrat, das jetzt schwarz und düster vor ihm aufragte. Er erkannte immernoch die menschliche Handschrift der Steinmetzmeister die dieses imposante Bauwerk einst erschaffen hatten, doch jetzt starrte er auf schwarzes, glänzendes Gestein. Hart, düster, auf seltsame Art warm und irgendwie unnatürlich. Inzwischen ahnte ja sein Geist, dass es die Magie war, die er da fühlte, aber so ganz hatte er sicher noch nicht seine Furcht ablegen können, die diese Andersartigkeit in ihm auslöste. Der Mensch fürchtete nun mal das was er nicht kannte. Doch schon am Portal zum Grundstück hatte ihn die dunkle Umgebung ganz in ihren Bann gezogen. Die Fresken der beiden Säulen die den Bogen hielten starrten auf ihn herab, als wäre er gerade so würdig sie zu betrachten. Noch war er Alabaster und sie waren Obsidian … oder so etwas ähnliches. Die Steine grüßten ihn wie einen kundigen Kenner, aber wirkten dabei hart und unnahbar. Gleichzeitig verströmten sie eine Aura, die seine Hand angenehm warm prickeln ließ, kam er ihnen näher. Es war, als erkannte der Stein in seiner Hand die Reste der Magie und hieß ihn so willkommen.
Der Weg zum Haus, der wohl einst von kleinen Büschen verziert gewesen war, war verbreitert worden und schwarzer Kies säumte nun glitzernd den Gang zum Treppenaufgang. Als Thomas, wieder einmal die Pranke des Orks in seinem Rücken spürte, der ihn weiter nach vorne schob, öffnete sich auch gleichzeitig die Tür. Ein quasi nackter Dunkelelf erschien im Rahmen und lächelte den beiden freundlich entgegen. Er nickte Thomas kurz zu und sprach dann in dieser seltsam knurrenden Sprache der Orks:
„Du kannst jetzt gehen.“
Der Angesprochene schnaufte erleichtert und trollte sich.
„Ihr müsst – Meister – Thomas – Mercer sein!“
Er lächelte so offenherzig, wie Thomas es noch nie bei einem des dunklen Volkes gesehen hatte.
„Seid willkommen und kommt herein. Ihr werdet bereits erwartet und wir haben noch viel zu tun, mein Bester. Ach, entschuldigt. Wie unhöflich von mir.“
, säuselte er munter weiter.
„Mein Name ist Amethyst. Ich bin Lady Amandins Haushofmeister hier. Ich kümmere mich um ihre Leibsklaven und alles was ihre Heiligkeit sonst noch so wünscht. Nun nicht so schüchtern...“
Der Name passte. Seine glitzernden Augen hatten die satte Farbe von Amethysten und ein paar Strähnen seiner langen glatten Haare, die ihm schwarz und seidig bis zu den Hüften fielen, waren ebenfalls in violett eingefärbt. Seine Haut hatte sogar einen leichten Violettton, gemischt mit einem dunklen Graubraun. Dabei war er der hellste Dunkelelf den Thomas bisher gesehen hatte. Er wedelte mit den sehnig, schlanken Armen, als würde er Fliegen verscheuchen und bugsierte so Thomas in eine schwarz glänzende Einganghalle, die an beiden Seiten mit Kohleschalen beheizt wurde. Die Wärme im Haus war bemerkenswert und dem Steinmetz würden sich bald kleine Schweißtröpfchen auf der Stirn bilden, wenn er nicht aus seiner dicken, staubigen Arbeitskleidung heraus kam. Kein Wunder, dass Amethyst einzig mit einer Art winzigen Lederlappen vor seinem Geschlecht herum lief, dass sein gutes Stück kaum zu verbergen vermochte.
„Also...“
Er kam etwas näher und schnupperte an Thomas, verzog dann leicht die Nase und meinte weiter:
„Nein, nein, nein, so kann ich dich unmöglich zu ihr lassen! Hm... da muss wohl Rubin ran... Na dann komm mal mit.“
Der Nachteil ein Sklave zu sein setzte sich fort und Thomas wurde weiter fremdbestimmt durch das Anwesen geführt. Sie liefen gerade einen Gang entlang und Thomas folgte dem blanken Hinterteil, das vor ihm hin und her wackelte, als eine Tür aufsprang und kurz nacheinander zwei nackte Mädchen lachend ihren Weg kreuzten um in einer gegenüberliegenden Tür zu verschwinden. Amethyst rief noch:
„Auf den Fluren wird nicht gerannt!“
, aber die holden Grazien waren schon verschwunden.
„Das geht hier immer so zu. Wunder dich nicht. Wirst dich schon dran gewöhnen, mein Bester.“
Es ging noch um zwei Ecken und eine Treppe hinunter und dann hörte man schon seltsam hallendes Gelächter. Der Haushofmeister stieß eine Tür auf und warmer Wasserdampf quoll ihnen entgegen.
„Rubin, Süße? Bist du hier irgendwo?“
Mehrstimmiges Gekicher antwortete und eine sehr hohe Stimme drang aus dem Nebel.
„Sie ist nebenan.“
„Dankeschön, Lazuli.“
Er schloss die Tür wieder und sie nahmen die nächste.
„Rubin?“
„Komm rein, Amethyst. Bin gleich soweit … ist der Neue schon da?“
„Da und vollständig verwirrt scheint mir.“
„Ach, das legt sich.“
Amethyst führte den Steinmetzmeister in einen mit weißen langen Tüchern abgehangenen Raum in dessen Mitte ein Becken in den Boden eingelassen war. Darin dampfte warmes Wasser. Zwischen den Schals lief eine kleine Gestalt entlang und kam dann zu ihnen. Es war eine menschliche Frau, rothaarig, blass, ganz leicht pummelig und so um die 40 oder älter? Durch die kleinen Lachfältchen um die Augen wirkte sie munter und ihr Körper verriet, dass sie zwar schon gereift war, aber ihn viel pflegte. Sie trug eine weiße Toga, die ihr bis kurz über die Knie reichte. Als sie ihn sah, weiteten sich ihre Augen.
„Oh, der ist aber groß! Oh! Entschuldige, meine Manieren. Man nennt mich hier Rubin. Ich bin sozusagen die Oma hier.“
„Ich lass ihn dann mal bei dir. Sie will ihn nach dem Essen sehen.“
Amethyst drückte ihr einen Kuss auf die Wange, woraufhin sie ihn lachend von sich schob und ein Handtuch nach ihm warf, als er schnell verschwand.
„Heb dir das für deine jungen Dinger auf, du Charmeur!“
Im Entfleuchen, gurrte der Dunkelelf noch:
„Du bist jünger als ich!“
Ein zweites Handtuch flog und dann wandte sich Rubin wieder Thomas zu. Sie betrachtete ihn kurz und zog leicht besorgt die Brauen hoch.
„Du hast sicher tausend Fragen, aber halt sie noch ein klein wenig zurück. Du starrst vor Dreck! Leg ab und hüpf in die Wanne. Ich bring die Seife und Öl für die Haare. Die müssen unbedingt entknotet werden!“
Sie entfernte sich ein kleines Weilchen und verschwand dabei hinter den weißen Vorhängen, die hier einen schönen Kontrast zu all der Dunkelheit boten. Als sie wieder kam, hatte sie einen neuen Stapel Handtücher und wie versprochen, Seife und Öl dabei.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Mittwoch 10. Februar 2016, 13:14

Sie kam nicht. Die Nacht zog sich in die Länge und Thomas kämpfte unermüdlich gegen seine eigene Versuchung an. Ob er auch jetzt beobachtet wurde? Dunkelelfen konnten sich in der Finsternis wie Wiesel bewegen... Der Steinmetz blickte sich um. Seit er vor ein paar Tagen ihr Zelt verlassen hatte, fühlte er sich ständig beobachtet... doch waren es wirklich die Besatzer, die er in seinem Nacken wähnte oder nicht doch eher die Steine? Die Schatten? Mercer verharrte in seiner Position und als er endlich über das Verlangen seines Fleisches triumphierte empfand er tatsächlich so etwas wie stolz. Er hatte seiner Herrin gut gedient und war ihr auch in ihrer Abwesenheit treu geblieben. Allerdings war er auch grösstenteils Wach geblieben, so dass er nun ziemlich übermüdet seine Arbeit wiederaufnahm. Er funktionierte einfach. Spulte seine auf jahrelanger Erfahrung basierende Routine ab, dennoch missachtete er den simpelsten Grundsatz eines Bauarbeiters: Auf einer Grossbaustelle hatte man bei der Sache zu sein. Zu schnell verletzte man sich sonst!
„ … 'murmel' … nutzen und die Stützpfeiler für das Erdgeschoss darauf verankern. Der Altarstein wird schließlich einiges wiegen, oder was meinst du?“ Stoisch und wortlos hörte er dem Architekten zu, stand einfach nur da, als würde es ausreichen, lediglich die Augen offen zu behalten. Erst als Geison verstummte und ihn direkt ansah, erwachte Thomas aus seiner Starre.
„Du hast mir überhaupt nicht zugehört, was? Du siehst angespannt aus. Schlecht geschlafen? Hm?“ Thomas fühlte sich schrecklich ertappt und nickte Reumütig. Einem Gesellen hätte er dafür wohl eins auf den Hinterkopf gegeben und einen Lehrling hätte er Kollegen gezeigt, die ebenfalls unachtsam auf einer Baustelle herumgelaufen und in der Folge verunfallt waren. „Tut mir leid.“

„Ich kann dir nicht helfen bei dem was du ...bei ihr... machst, aber ich kann dich beruhigen, dass du dich um sonst nichts Sorgen machen brauchst.“ Der Steinmetzmeister nickte schwerfällig. „Dinge verändern sich. Ich verändere mich...“ Hauchte er schliesslich und sah seinen Freund direkt an. War dem so? Veränderte er sich wirklich, oder weckte Amandin lediglich sein wahres Ich? . Frei von den Zwängen und Geboten Lysanthors? Ein blasphemischer Gedanke! Aber etwas war definitiv passiert. Die Schatten, die Steine, sie sprachen ihn auf einem anderen Kanal an... und letztlich war er auch ständig unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen gestanden, bisher noch dezent, was wenn Amandin die Dosis steigerte? Machte sie ihn süchtig? Ach was! Er verwarf diesen Gedanken. Sie hatte lediglich verborgene Sehnsüchte in ihm geweckt, triebe. Sie hatte ihn als Mann, als sexuelles Wesen angesprochen und offenbar stiess sie dabei auf äusserst fruchtbaren Boden... Wie konnte er ihr die Schuld für seine Triebhaftigkeit in die Schuhe schieben? Er sollte sich schämen. Sie war so gütig zu ihm und er missbrauchte Sie für Ausreden vor seinem eigenen Gewissen.

“Es läuft alles und bisher hatten wir nicht eine Verzögerung. Konzentriere dich auf deine Aufgaben und versuch uns den Rest zu überlassen.“ Thomas nickte nur und sah seinen Freund dankbar an. Sein Mund öffnete sich nochmals, als wollte er noch was sagen. Behalt mich im Auge. Eine Warnung? Die Äusserung einer Angst? Was immer dieser Satz hätte bewirken sollen, er würde es nicht tun, denn er blieb unausgesprochen. Die Reihe rückte voran und schliesslich bekam Thomas seine Essensration. Er ass, ohne grosse Lust am Essen. Himmel so konnte es doch jetzt nicht weitergehen! Er konnte doch nicht gleich eingehen, nur weil seine Herrin einmal ein paar Tage nicht da war! Er konnte doch nicht von ihr erwarten, dass sie sich ständig um ihn kümmerte! Reiss dich zusammen, Mann! Thomas beendete gerade seine Mahlzeit, als Rasmussen zu ihm stiess. Was war denn das nun? Normalerweise mieden sich die Beiden wie der Teufel das Weihwasser (Wenn es denn das eine noch das andere in Celcia geben würde).

„Mercer, wenn ihr die Herrin heute seht, könntet ihr sie bitten ein oder zwei Sanitätskräfte heute vorbei zu schicken?“ Mercer blickte auf und musterte Rasmussen eingehend. Warum sagte er das nicht diesem Therendur? Sollte er die Herrin wirklich mit einem solchen Kleinkram beschäftigen? Andererseits, war die Abkommandierung von Sklaven vermutlich tatsächlich Chefsache... oder ggf. Harker? Allerdings stimmte Thomas hinsichtlich der Notwendigkeit einer medizinischen Grundversorgung auf der Baustelle zu. Ja Sanitäter, Pflegerinnen, Ärzte... diese Berufe wurden auch immer gebraucht, genauso wie Handwerker. Hatte Beth wohl darum überlebt? Hatte Amandin sie ggf. deswegen gekauft? Er hoffte es, denn er hatte immer noch Angst, dass man aus ihr eher eine Prostituierte, als eine Krankenschwester gemacht hatte. Beth war schliesslich schön...

„Mach ich.“ Sagte Thomas und nickte Rasmussen entgegen. Er musterte den Mann, über den er so wenig wusste. Auch mit ihm war irgendetwas passiert, denn er schien ein grosses Bedürfnis zu hegen, sich hier und heute mit Thomas zu unterhalten. Was war das denn jetzt? Hielt er ihn nun etwa für einen Spitzelbruder, oder erhoffte er sich für sich selbst eine bessere Position, wenn er sich beim vermeintlichen neuen Liebling der Herrin anbiederte? Die Wege der beiden trennten sich vorerst und Thomas inspizierte die Arbeit seiner Lehrlinge, Gesellen und untergebenen Sklaven.
Der Blick auf jene Sklaven, die sich gerade den Rücken wund ackerten behagte ihm ganz und gar nicht. Ob Amandin über seine körperliche Schwäche wusste? Bisher hatte Thomas stets geglaubt, sie kaschieren zu können, doch war ihm das wirklich gelungen? Hatte es der Arzt bereits gemerkt? Wie würde sie darauf reagieren? Er war doch für sie wie ein Gestein, wie ein Werkstück, ein Rohling... ein Rohling der eben diesen Makel hatte... oder hatte sie ihn gerade deswegen ausgewählt? Das Schwache sondieren, um Starkes zu züchten?

Thomas musterte die Sklaven besorgt. Die Arbeit auf einer Grossbaustelle war schon unter normalen Umständen hart genug, doch nun kam auch noch der Drill der Besatzer hinzu, auch wenn dieser weit milder ausfiel als in Pelgar. Nicht alle würden sich behaupten können... Doch auch Amandin hatte ein Interesse daran, dass die Arbeiter durchhielten. Es dauerte schliesslich stets eine gewisse Zeit einen Neuen einzuteilen und einzuarbeiten. Sie wollte ihren Tempel schnell errichtet sehen und sie hatte offenbar erkannt, dass dies nicht funktionieren würde, wenn sie ihre Sklaven dafür zu sehr antrieb und verschliss. Natürlich war nicht jeder Sklave gleich wertvoll. Ein Meister war viel schwieriger zu ersetzen als ein Geselle und dieser wiederrum als ein einfacher Hilfsarbeiter. Entsprechend fielen auch die Reaktionen auf Verfehlungen aus. Thomas erschrak sich, als zwei Dunkelelfen einen Flüchtigen ergriffen und ihn verprügelten. Er ging fest davon aus, dass nun das letzte Stündlein für den armen Teufel geschlagen hatte, doch er irrte sich. Der wütende Wächter liess von dem Sklaven ab und der andere Trieb ihn zu den Baracken, vermutlich zwecks Versorgung und einer möglichen Internierung für ein paar Tage. Amandin hatte es ihm gesagt, beim ersten Mal würde sie Milde walten lassen, beim zweiten Mal hingegen nicht.
Immer wieder kam Rasmussen vorbei, um mit ihm irgendwelche Dinge zu besprechen. Der Steinmetzmeister ging förmlich in seiner zugewiesenen Rolle auf und die Beziehung der beiden hatte sich dadurch etwas entspannt, da nun jeder in seinem eigenen Bereich die Entscheidungen traf und sie sich somit nicht mehr in die Quere kamen.

„Es fehlt uns ja nicht mehr an Arbeitern, eher an Platz in den Gruben selbst. Schau, ich habe sie in mehrere kleine Gruppen aufgeteilt die im Wechsel dort unten arbeiten werden. So kommt jeder mal in das Vergnügen sich die Knochen wund zu schuften und danach sich an leichteren Arbeiten wieder auszuruhen. So könnten wir den ganzen Tag ohne Pause durcharbeiten. In Schichten …, aber jede Gruppe müsste so zu unterschiedlichen Zeiten ihr Essen bekommen. Meinst du, ich kriege das bei Therendur durchgesetzt?“ Rasmussen mochte manchmal ein schmieriges Arschloch sein, aber wenn es um die Bauarbeiten ging, war auch er ein verlässlicher Partner, der sich seine ehrlichen Gedanken über seine Arbeit machte. Seine Idee war sehr gut und Thomas nickte. „Ich glaube Therendur hat keine eigene Entscheidungsgewalt. Er wird deinen Vorschlag aufnehmen und der Herrin vortragen. So schlecht wie der ständig gelaunt ist, scheint ihm ohnehin nichts von uns zu gefallen. Ich frag mich, was mit dem ist.“

„Ich mag ihn nicht besonders. Er reagiert nicht auf meine übliche Speichelleckerei. Das erstaunte Thomas sichtlich. Therendur und Rasmussen passten doch von ihrer miesepetrigen Art her wie die Faust aufs Auge zusammen. Therendur war also unzugänglich und Harker hatte sich in der letzten Zeit auch nicht mehr blicken lassen. Als Hauptmann der Stadtwache hatte er sicherlich anderweitig zu tun. Warum dachte Thomas überhaupt so viel über Harker nach? Lag es wirklich am Stachel der Eifersucht? Der war gefährlich, denn Thomas hatte nicht vergessen, was Harker mit dem dunkelelfischen Schreiber gemacht hatte. Er durfte sich dessen anfängliche Sympathie nicht verspielen, denn wie hatte er doch gleich gesagt? Keiner war sicher, egal in welcher Position er sich wähnte. Thomas wollte es nicht darauf anlegen, eine direkte Konkurrenz zum Verlobten der Herrin darzustellen.

Irgendwie wirkt er immer, als wollte er nicht hier sein und als wäre ihm alles zuwider, was an ihn heran getragen wird. Die anderen Meister die und sonst beobachtet haben, hatten wenigstens ihren Spaß an dem was sie taten … auch wenn es auf unseren Rücken passierte. Äh... das war jetzt gar nicht so gemeint...also das mit deinem Rücken.“ Thomas kniff die Augen zusammen und sah Rasmussen für einen Moment scharf an. Thomas war prädestiniert dafür, dass man an ihm ein Exempel für die ganze Belegschaft statuierte, während Rasmussen dafür Prädestiniert war eher den Eindruck bei den Besatzer zu erwecken, dass sie auf winselnde Würmchen einschlugen. Thomas war schliesslich ein Berg von einem Mann, ein aufrechter Pelgarer, während Rasmussen eher was Wieselhaftes hatte.

Dann schweifte sein Blick wieder zu Therendur, der in einiger Entfernung zu ihnen stand und sich Notizen machte. „Und dies, obwohl wir hier einen Faldortempel erbauen, dass dürfte doch unter den Dunkelelfen eine grosse Ehre sein...“
„Ähm...na ja, nichts für ungut. Ich versuch mal mein Glück.“ Thomas nickte nur und beobachtete ihn dabei, wie er sich zu Therendur gesellte und in seiner schmierigen Art heftig herumgestikulierte, während der Dunkelelf eher gelangweilt zuhörte.
Schliesslich fiel ein Schatten über Thomas, der so riesig war, dass ihm beinahe das Blut in den Adern stockte. Der Steinmetz hatte bisher nur wenig mit den Orks zu tun gehabt, aber seit er wusste, dass die ab und an auch mal einen Sklaven...assen... behagten ihn diese Wesen ganz und gar nicht. Er drehte sich zu dem Ork um und senkte demütig sein Haupt, wie es sich für einen Sklaven gehörte. Orks gaben zwar in der Regel wenig auf solche Gesten, aber hier auf der Baustelle standen sie alle unter ständiger Beobachtung und Thomas wollte nicht den Eindruck erwecken, dass er nicht allen mit dem gleichen Respekt begegnete.

„Herr.“ Er musste seinen Kopf anheben, um das Antlitz des Orks sehen zu können. Er war eine gewaltige Erscheinung und wirkte für einen seiner Art äusserst gepflegt. Thomas musterte das Zeichen auf seiner Brust. Offenbar markierte Amandin die meisten ihrer Sklaven und Bediensteten... Er war Stein. Hartes Material. Er lächelte kurz.

„Da...nimm!“ Thomas sah verdutzt auf und nahm die kleine Pergamentrolle entgegen und studierte sie.
„“ PASSIERSCHEIN „“ Er starrte auf das Schriftstück. Damit würde er sich in der Stadt relativ frei bewegen können. Natürlich schützte ihn ein solches Papier nicht gänzlich vor Übergriffen, aber ihm war bewusst, was für ein Privileg er hier in den Händen hielt... zumindest für einen Arbeitersklaven. Es gab natürlich auch eine ganze Reihe anderer Sklaven, die sich in der Stadt bewegen mussten, schliesslich stützte sich praktisch die gesamte Wirtschaft der Stadt auf Sklavenarbeit.

Thomas machte dem Ork klar, dass er sein Werkstück holen musste. Schliesslich lenkte das Ungetüm ein und so machten sie sich unter den Beobachtenden Blicken der Sklaven auf zur Stadt. Für Thomas war es ungewohnt, sich hier frei bewegen zu dürfen. Klar, er war nicht alleine, aber immerhin hatte man ihn nicht in Ketten gelegt. Offenbar ging man nicht davon aus, dass Thomas irgendeine Gefahr darstellte und damit hatten die Dunkelelfen ja auch Recht. Dennoch konnten sie ihm jederzeit die Freiheit rauben, denn wie alle Sklaven trug auch er noch immer die Eisenringe um Knöchel und Handgelenke. Einzig das Halsband hatte man ihnen abgenommen, doch auch dies konnte nur ein temporärer Zustand sein. Ansonsten trug Thomas wie immer eine einfache Sklaventunika und seinen Talisman.

Bringen zu Sinth Hatte der Ork gesagt. Würde er seine Herrin alleine Treffen oder würde auch ihr Onkel zugegen sein? Der Stadthalter? Nervosität breitete sich in ihm aus, schliesslich wollte er seine Herrin nicht vor deren Onkel blamieren. Er musste sich konzentrieren und seiner lähmenden Müdigkeit keinen Platz einräumen! Doch seine Wachheit nahm automatisch zu, als sie sich dem Anwesen näherten. Der schwarze Stein rief nach ihm und wieder verspürte er dieses beklemmende Gefühl. Das Gebäude umfing ihn schliesslich, als sie in den Innenhof traten und somit auch die schwarzen Steine. Wie tausend Augen spürte er ihre Präsenz in seinen Nacken und es war ihm, als könnte er sie darüber tuscheln und streiten hören, ob er ihrer wirklich würdig war. Der Stein, den er in seinen eigenen Händen trug wirkte im Gegensatz zu dem Gemäuer beinahe schon schwach und winzig, denn es handelte sich dabei lediglich um gewöhnlichen Alabaster. Weiss und weich. Er verlangsamte einen Moment seinen Schritt und streckte seine Hand nach dem Gestein aus, ohne es zu berühren. Sie kribbelte angenehm und es war so, als würden die Steine danach lechzen. Thomas wäre wohl noch eine ganze Weile hier herumgestanden, wenn er nicht von dem Ork angeschoben worden wäre und so setzte er seinen Gang zum Anwesen fort.
Dort fielen ihm beinahe die Augen aus dem Kopf als er von einem halbnackten...männlichen...Dunkelelfen begrüsst wurde. Doch der Sklave bewahrte Haltung und senkte Demütig sein Haupt.

„Ihr müsst – Meister – Thomas – Mercer sein!“ „Ja Herr.“ Thoms war sich noch immer nicht ganz bewusst, wie eigentlich die Hierarchien hier genau geregelt waren und wem er welchen Grad an Loyalität und Respekt zu zollen hatte. Er würde dies mit Amandin unbedingt klären müssen, zumal er ja Feinde in ihren eigenen Reihen vermutete. Thomas kam aber nicht darum hin den Kerl verstohlen anzustarren und da er seinen Blick gesenkt hielt fiel seinen Blick auf das nur partiell Wirksame Lendenschürzchen des Dunkelelfen. Bei jeder Bewegung sah Thomas einen verräterischen Schatten zwischen den Beinen des anderen. Was starrte er dort überhaupt hin?! Sofort korrigierte er seinen Blick.
„Seid willkommen und kommt herein. Ihr werdet bereits erwartet und wir haben noch viel zu tun, mein Bester. Ach, entschuldigt. Wie unhöflich von mir.“

Thomas blickte verwirrt auf. Viel zu tun? Mein Bester? Ein Dunkelelf, entschuldigt sich bei einem Sklaven?
„Mein Name ist Amethyst. Ich bin Lady Amandins Haushofmeister hier. Ich kümmere mich um ihre Leibsklaven und alles was ihre Heiligkeit sonst noch so wünscht. Nun nicht so schüchtern...“ Leibsklaven? Ihre Heiligkeit? Thomas hatte geahnt, dass Amandin eine Faldorpriesterin war, aber ansonsten wusste er eigentlich nicht viel über sie und ihren Status. Ihre Heiligkeit? Verdammt, dieser Kerl war ein Amethyst...und er selbst? Ein Stein! Obwohl die Bezeichnung wahrlich zu dem Elfen passten... und auch zu ihm.
Sie betraten das Haus und sofort kam ihm eine Hitzewelle entgegen. Amandin mochte es nun mal heiss. Die Innenräume hatten beinahe schon etwas Vulkanisches, was zur Farbe der Mauern passte.
„Nein, nein, nein, so kann ich dich unmöglich zu ihr lassen! Hm... da muss wohl Rubin ran... Na dann komm mal mit.“ Thomas runzelte die Stirn. Bisher hatte Amandin ihn doch immer so empfangen wie er gerade gewesen war... das hier schien aber eher einen offiziellen Charakter zu haben. Oder aber die hiesigen Diener und Sklaven waren sich den Anblick von robusten Arbeitersklaven nicht gewohnt.

Thomas wurde für eine kurze Zeit von der verstörend hypnotisierenden Wirkung zweier blanken Dunkelelfenbacken in Beschlag genommen, als ihm plötzlich zwei Gestalten entgegenrannten. Er blickte verwirrt auf und schaute peinlich berührt weg, als die beiden Nackten an ihm vorbeizogen. Nackte Frauen! Im Gang eines Hauses! Einfach so! Die vorherigen Besitzer dieses Anwesens würden sich wohl im Grabe umdrehen!

„Das geht hier immer so zu. Wunder dich nicht. Wirst dich schon dran gewöhnen, mein Bester.“ „Daran gewöhnen, Herr?“ Fragte der Sklave mit zunehmender Verwirrung. Thomas hatte vor dem Krieg sicherlich zur oberen Mittelschicht gehört. Auch er kannte prächtige Zunfthäuser und hatte selbst auch in einem Bürgerhaus gelebt und ein gutes, aber auch eher schlichtes Leben geführt. Den Luxus, den sich ihm in diesen Mauern offenbarte, kannte er nicht.

Sie betraten eine Art Bad. Vor lauter Dampf konnte man nur die Schemen der Badegäste erkennen. Was war das hier? Ein Harem? Ein solches Harem, wie man es dem berüchtigten Luthrokar in Sarma unterstellte? Sarma war für die Pelgarer ohnehin der Inbegriff menschlicher Sünden gewesen. Wo Männer sich mehrere Frauen hielten und sich ständig mit ihnen vergnügten. Aus diesem Grund habe Lysanthor die Stadt auch mit Hitze und der Wüste bestraft.
„Komm rein, Amethyst. Bin gleich soweit … ist der Neue schon da?“
„Da und vollständig verwirrt scheint mir.“

„Ach, das legt sich.“
Man erwartete ihn also offensichtlich und man schien keine Veranlassung zu verspüren, ihn aufzuklären. Schliesslich kam eine kleine, leicht mollige Frau auf ihn zu, die jedoch ein sympathisches und einladendes Gesicht hatte. Amandin scharte wirklich viele Menschen um sich. Ob sie auch eine Sklavin war?

„Oh, der ist aber groß!“ Thomas errötete. “Oh! Entschuldige, meine Manieren. Man nennt mich hier Rubin. Ich bin sozusagen die Oma hier.“ „Freut mich euch kennenzulernen, Herrin Rubin. Ich bin Thomas Mercer.“ Thomas hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, einfach alle erstmals mit „Herrin oder Herr“ anzusprechen, damit lag man schliesslich im Zweifel nie falsch.

„Ich lass ihn dann mal bei dir. Sie will ihn nach dem Essen sehen.“ Sein Herz machte ein Freudensprung und in seinen Lenden zog es sogleich. Er würde bald wieder bei ihr sein dürfen! Etwas irritiert beobachtete er den lockeren Umgang zwischen den beiden und stand schliesslich etwas verloren im Raum. Das Anwesen eines dunkelelfischen Statthalters stellte man sich unter Sklaven definitiv anders vor. Dunkler, roher, gewalttätiger, nicht so paradiesisch, wie es sich ihm gerade präsentierte. Paradiesisch? Er meinte natürlich sündig... sündig wie es sich ihm gerade präsentierte.

„Du hast sicher tausend Fragen, aber halt sie noch ein klein wenig zurück. Du starrst vor Dreck! Leg ab und hüpf in die Wanne. Ich bring die Seife und Öl für die Haare. Die müssen unbedingt entknotet werden!“ „Jawohl“ Gehorchte der Sklave hörig. Er legte rasch seine Kleider ab und hatte es ziemlich eilig in die Wanne zu kommen. Nacktheit vor einer fremden Frau. Einer fremden Menschenfrau, war schliesslich mehr als nur ungewohnt. Er besänftigte sein prüdes Gemüt damit, dass er diesem ganzen Treiben hier einen hygienisch-medizinischen Charakter zuschrieb.

Das warme Wasser war unglaublich wohltuend für seine verspannte Muskulatur und er liess sich tief aus und einatmend niedersinken. Kurz tauchte er sogar ab und legte schliesslich seinen Kopf in den Nacken. Seine Pranken hingegen verbargen noch immer sein Geschlecht unter Wasser. Dennoch, hier in der Wanne übermannte ihn die ganze Müdigkeit und er blieb dadurch, trotz aller Verwirrung überraschend still und genoss einfach den Moment. Ein Bad war schliesslich ein seltener Luxus für einen Sklaven. Oh er würde Schwierigkeiten haben, wieder aus dieser Wanne herauszukommen, so viel stand für ihn schon mal fest. Er nahm sich vor nur für einen kurzen Moment die Augen zu schliessen. Die Nacht hatte ihm wirklich einiges abverlangt und so zuckte er merklich zusammen, als er drohte einzuschlafen und sich gerade noch rechtzeitig am Riemen riss.

Er legte den Kopf nach hinten und erkannte Rubin über sich, die ihm die Seife reichte. „Danke.“ Brachte er leise über die Lippen und seifte sich ein. Er sah immer wieder verstohlen zu Rubin hin und schenkte ihr ein aufrechtes lächeln. Er sah sie forschend an, ob jetzt der Zeitpunkt für Fragen war, wusste aber gar nicht recht, welche er stellen sollte. "Dient ihr der Herrin schon lange?" Brachte er schliesslich zaghaft hervor. Es war erstaunlich und auffallend, wie sanftmütig dieser Koloss von einem Mann doch war. Rubin, ein äusserst edler Diamant. Rot und geheimnisvoll. Wer einen solchen Namen trug, hatte sich bei der Herrin sicherlich verdient gemacht...

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 10. Februar 2016, 18:28

Warmes Wasser – und davon so viel, dass Thomas vollständig unter tauchen konnte!
Diese Zustände hier waren wirklich paradiesisch!
Das herrliche Nass roch sogar irgendwie würzig und auf seiner Oberfläche schimmerten kleine Regenbögen. Irgendetwas öliges war es wohl, dass seiner Haut sofort die Spannung nahm. Mit jedem Zentimeter, den er langsam eingetaucht war, hatte sich sein Körper weiter entspannt. Als er das Wasser über seinem Gesicht zusammen floss, hatte er das Gefühl, als würde Sand aus seiner Haut dringen und an seinem Leib herab rieseln. Konnte ein Mann sich einfach in Wohlgefallen auflösen? So richtig? Wortwörtlich? Oh, ja! Das tat wohl und gefiel über alle Maßen! Wohlgefallen! Herrlich! Die Anspannung der letzten Tage floss einfach aus ihm heraus und vermischte sich mit der wärmenden Umgebung. Sein Rücken knacke zweimal erleichtern, als er so dahin trieb und auch sein bestes Stück fand die Hitze gar nicht so unangenehm. Er zuckte ein zwei mal gefährlich, aber sank dann ebenfalls in seliges Koma. Schnell war Thomas Kopf ganz leer und die ersten Eindrücke wollten schon zu süßen Traumbildern verschwimmen, als er Schritte hörte. Er legte den Kopf nach hinten und erkannte Rubin über sich, die ihm die Seife reichte.
„Danke.“
Brachte er leise über die Lippen, erntete ein sanftes Lächeln und seifte sich ein. Er sah immer wieder verstohlen zu Rubin hin und schenkte ihr seinerseits ein aufrechtes Lächeln. Er sah sie forschend an, ob jetzt der Zeitpunkt für Fragen war, wusste aber gar nicht recht, welche er stellen sollte.
"Dient ihr der Herrin schon lange?"
, brachte er schließlich zaghaft hervor. Es war erstaunlich und auffallend, wie sanftmütig dieser Koloss von einem Mann doch war. Rubin, ein äußerst edler Diamant. Rot und geheimnisvoll. Wer einen solchen Namen trug, hatte sich bei der Herrin sicherlich verdient gemacht. Er lag richtig.
„Oh, schon fast mein ganzes Leben lang. Ich bin mit 14 Jahren zu ihr gekommen.“
Sie lächelte, aber irgendwie diesmal etwas versonnener und in sich hinein, als sann sie über etwas schönes nach. Den kleinen Fältchen um ihre Augen herum nach zu urteilen, lachte sie viel und auch jetzt vertieften sie sich. Sie kam näher, zog ihre Tunika ein Stückchen höher, setzte sich an den Rand des Beckens und tauchte die Füße ins Wasser. Die Plauderstunde war also eröffnet.
„Fast so lange schon wie Nelsani. Du hast sie ja schon kennen gelernt. Manche hier, so wie Amethyst, Nelsani, Lazuli, Serunda, … na ja, die ganzen Spitzohren hier. Sie mögen den Vorteil eines langen Lebens haben, aber unter uns … Manche haben nie gelernt wirklich zu leben.“
„Das hab ich gehört!“
, erklang es von draußen gedämpft durch die geschlossene Tür. Rubin brüllte zurück:
„TROLL dich!“
„Au...“
Sie lachte leise.
„Das hat er davon zu lauschen. Wo war ich? Ach ja, du willst bestimmt viel wissen und ich werde dir gern immer versuchen alles zu beantworten was du wissen willst. So wie wir hier leben, oder wie es in Morgeria war, alles über unsere Herrin und so was, stimmt das soweit?“
Thomas sah wohl so aus, als hätte sie in schwarze getroffen, denn sie fuhr fort.
„Als aller erstes musst du wissen, dass einige hier sogar freiwillig sind und Der Herrin einiges schulden. Sie ist zwar eine Dunkelelfe, aber selbst die sind nicht alle nur böse. Sie hat viel für mich getan und sicher auch für dich, sonst wärst du jetzt nicht hier... Du wolltest doch hier sein? Sie mag es nicht, wenn wir … wenn wir sie nicht mögen. Sie will „gewollt“ werden, so einfach ist das. Alles was man sich erzwingt ist nicht stark genug in ihren Augen um bestehen zu können. Der freie Wille ist stärker als jeder Zwang und das respektiert sie. Leider eckt sie dabei bei manch einem aus ihrem Volk an und das macht ihre Aufgabe hier etwas schwierig.“
Sie musterte Thomas, dem wohl eine Frage ins Gesicht geschrieben stand. Rubin war wirklich eine hübsche schon etwas ältere Frau, aber das was sie zu einem Juwel machte war ihre gute Seele. Sie brauchte ihn nur anzusehen und schien in ihm lesen zu können wie einst seine Mutter.
„Ihre Aufgabe... du weist es nicht?“
Sie wirkte überrascht, aber lächelte dann.
„Es ist allgemein bekannt, also kann ich es dir sicher sagen.“
Sie tauchte ihre Hand ins Wasser und strich sich dann eine wirre Haarsträhne hinters Ohr, die dann auch brav dort fest klebte.
„Amandin ist Anduniens erste Hohepriesterin. Ihre Aufgabe ist es den Tempel Faldor zu weihen.“
Dabei zuckte ihre Nasenspitze minimal. Wo der erste Teil voller Stolz berichtet worden war, so stand beim zweiten Teil zwischen den Zeilen, dass sie selbst dem dunklen Gott nicht all zu zugetan war.
„Sie nimmt diese Aufgabe sehr ernst und arbeitet schon ihr ganzes Leben lang auf dieses Ereignis hin. Also nicht direkt Andunie, aber das Weihen an sich und ihre Stellung als Hohepriesterin. Jetzt da sie hier eine „weiße Leinwand“ gefunden hat, sie sie es formulierte, da scheint es für sie kaum noch etwas anders zu geben. Anduniens Fall war ein großes Glück für sie.“
Das klang zwar seltsam, aber aus Amandins Sicht war es wohl so.
„Ihre Familie hat viel Einfluss, im Herrscherhaus, aber auch unter dem Hochadel des dunklen Volkes. Sie sind eine der mächtigsten Familien und sie wurde von Kindheit an auf ihre Rolle vorbereitet. Sie nimmt das alles sehr ernst. Es ist ihre Bestimmung … sagt sie immer. Manchmal … hm... „
Sie musterte Thomas und las wieder irgendetwas in seinen hübschen Augen. Sie schmunzelte.
„Du magst sie. Das ist gut! Sie braucht uns. Sie braucht uns mehr als wir sie, aber das wirst du noch verstehen. Aber darüber reden wir ein anderen mal. Vielleicht kommst du ja auch selbst drauf. Scheinst ein schlaues Köpfchen zu sein und noch nicht so verbohrt wie manch anderen den ich hab kommen und gehen sehen. Heute wirst du erst mal gründlich sauber gemacht, dann wirst du schlafen und dann wirst du mit ihr speisen.“
Sie lächelte und dieses Mal stahl sich ein Schalk in ihren Nacken.
„Ich hab gehört, dass sie Honig geordert hat.“
Was auch immer das bedeutete, sie schien es ihm nicht vorher verraten zu wollen.
„So! Jetzt aber raus aus der Wanne und lass mich mal deinen Rücken sehen.“
Vermutlich wussten hier alle um sein Leiden. Rubin reichte ihm ein Handtuch, aber ließ es sich auch nicht nehmen einen kurzen Blick auf sein bestes Stück zu erhaschen. Sie zog die Brauen leicht hoch und ließ ihn sich dann umdrehen, damit sie seine Kehrseite begutachten konnte.
„Ich hab gehört, eine Behandlung hattest du schon? War sie gut? Ja? In Ordnung, dann werden wir damit weiter machen und versuch ein bisschen mehr deine Bauchmuskeln zu stärken, sonst wirst du schief und es wird schlimmer.“
, kommentierte sie hinter ihm und drückte ihre kleinen Fingerspitzen in sein geschundenes Fleisch. Der Schmerz war kurz, aber danach war es besser. Die Wärme des Bades hatte ihn weich gemacht und die kleinen Fäuste wussten was sie taten.
„Ich werde Amandin ein paar Übungen vorschlagen, die ihr machen könnt und welche erst mal flach fallen.“
Was wohl mit „Übungen“ gemeint war? Noch einmal traf eine kleine Faust ins Schwarze und ließ Mercer zusammen zucken. Das warme Kribbeln hinterher, war aber wirklich eine Wohltat.
„Gut.“
Sie gab ihn einen Klapps auf den Hintern und lachte leise, während sie an ihm vorbei schritt.
„Dann komm mal mit. Ich bring dich zu deinem Zimmer. Da hast du deine Ruhe und niemand wird es betreten, wenn du es nicht willst. Da kannst du schlafen.“
Sie liefen den Gang zurück, an dem dampfenden Zimmer vorbei, aus dem abermals Gekicher erklang. Die helle Stimme dort drinnen hatte jede Menge Spaß, so viel stand fest.
„Das ist Lazuli. Ach, kleine Warnung. Geh nicht alleine da hinein. Wenn du es doch tust, wird sie dich nehmen.“
Sie ging weiter.
„Zu den allgemeinen Hausregeln … Nummer Eins: Verlasse nie alleine das Haus! Auch nicht um in den Garten zu gehen! Ansonsten kannst du dich hier frei bewegen … auf eigene Gefahr. Nummer zwei: geschlossene Türen sind geschlossene Türen und es muss geklopft werden. Öffnete keiner, bleibt die Tür zu. Ist eine Tür nur angelehnt, klopft man und darf eintreten … auf eigene Gefahr. Nummer drei: Alles was du hier siehst und lernst, darf dieses Haus nicht verlassen! Amandin vertraut ihren Dienern und verwirken sie dieses Vertrauen so tun sie es … auf eigene Gefahr. Du ahnst schon was auf eigene Gefahr bedeutet? Ja, genau das! Vergiss es nicht. Wäre schade um so einen hübschen Kerl.“
Sie hatten eine Tür erreicht und sie blieb stehen.
„Ach noch etwas. Lass das mit dem Herrin und Herr. Wir sind hier wie eine große Familie. Außer Amandin gibt es hier keine Herren oder Herrinnen. Außer ...natürlich gibt es eine Ausnahme... Wenn sich Gäste im Haus befinden, aber dann wird jeder informiert. Zur Zeit sind wir unter uns, so wie fast immer. Ihr Onkel kommt nur selten. Sie kommunizieren fast nur schriftlich. Sei froh, wenn du ihn noch eine Weile nicht kennen lernst. Die beiden mögen sich nicht besonders. Ihr ganzer Lebensstiel scheint eine Art Rebellion gegen ihn zu sein. Die Verlobung mit diesem Harker war auch seine Idee, nicht ihre. Sie haben sich heftig deswegen gestritten. Aber sie spielt mit und sie ist gut darin. Vielleicht erzählt sie dir mehr Details darüber, wenn du sie lieb bittest.“
Sie schmunzelte und machte die Tür auf. Nirgendwo schien es hier Schlösser zu geben. Ein Detail, dass Thomas gerade auffiel. Sie waren entfernt worden, so dass man ausgezeichnete Gucklöcher an ihrer Stelle hatte. Das Zimmer das hinter der aufschwingenden Tür lag, war durchaus geräumig, was eine maßlose Untertreibung war. Es hatte einen großen Schreibtisch mit allerlei ordentlich abgelegten Zeichenutensilien, ein Zeichenpult, an dem man stehen konnte, eine kleine Werkbank, die vor einem ausladenden Regal mit Alabaster-Rohlingen stand, Werkzeug, dass noch in zwei Bretterkisten bereit stand, einen Bereich der mit weißen Vorhängen abgegrenzt war und eine kleinere Ecke, die wohl sein persönliches „Schlafgemach“ darstellte. Ein Schrank, eine Kiste, ein Bett so groß, dass vier Leute bequem darin Platz finden würden, dass man auf steinerne Sockel gestellt hatte, damit man leichter am Morgen hoch kam. Es gab einen Tisch mit einer Obstschale und einen mit einer Kristallkaraffe in der dunkler Wein glitzerte. Rubin grinste über Thomas Gesicht und wies auf eine Tür gegenüber.
„Da drüben geht es in die Werkstatt. Kleiner Gang und die Tür am Ende. Die anderen Türen bleiben zu. Gefällt's dir? Hab ich ausgesucht. Hatte etwas Hilfe, aber die Idee mit den Steinfüßen unterm Bett ist von mir.“
Auch wenn sie schon etwas älter war als der durchschnittliche Leibsklave, so leuchteten ihre Wangen in einem sanften jugendlichen Rotton vor lauter Stolz.
„Ich lass dich jetzt mal allein. Falls du was brauchst, den Gang runter hinten links, weist ja wo mich findest. Bin immer da … und wenn nicht frag nen Anderen. Ich hol dich nachher zum Essen ab.“
Damit verschwand sie und tapste den Gang zurück zu ihrem eigenen Refugium. Thomas war seit ihm unendlich langer Zeit, wie ihm schien, einmal wieder ganz allein. Kein drängelnder Sklave, der einem die Decke klaute, kein ständiges Gequatsche im Hintergrund, keine akute Bedrohung und rund um ihn herum der reinste Luxus.

Paradiesisch oder sündig, es war ein Traum.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Mittwoch 10. Februar 2016, 22:55

„RRRHRHRHRHRHRHRHRH“ Gurrte Thomas zufrieden, als er sich tiefer ins Was-ser sinken liess. Bei Lysanthor, er hatte ganz vergessen wie gut ein Bad tun konnte. Sowas wünschte er sich für alle armen Arbeiter, die im Moment das Fundament ausho-ben. Doch diese würden wohl kaum so eines erhalten. Er wurde mit Privilegien gerade-zu überschüttet und möglichearweise würde dies über kurz oder lang Neid schüren bei seinen Untergebenen. Vielleicht nicht unbedingt bei den Meistern und seinen eigenen Lehrlingen und Gesellen... aber den Hilfssklaven und anderen Arbeiter? Thomas agier-te schliesslich nicht auf einer Insel und auch wenn sich jeder um sein eigenes Überle-ben kümmerte, schaute man doch auch immer, wie es denn dem Nachbar so erging. Doch irgendwann liess er seine Sorgen und Gedanken einfach ziehen und gab sich der wärmenden Wirkung des Wassers hin. Seine Muskulatur löste sich und Thomas atmete befreit ein und aus. Die Wanne war beinahe etwas zu klein für den Koloss, so dass er seine Unterschenkel auf die Kante hob. Bei dieser Bewegung lösten sich einige hartnä-ckige Verspannungen seiner Muskulatur und die Wirbelknochen knackten entlastend. Thomas seufzte auf. Sowas könnte er jeden Tag gebrauchen! Sowas hatte er auch oft gemacht... wie oft hatte Beth ihm mit warmen Wickeln versorgt, ihn massiert, ihm das Badewasser aufbereitet... besonders in den letzten paar Jahren, als es mit seinem Rü-cken schlimmer wurde. Eigentlich wäre eine Reise nach Zyranus angedacht gewesen, zu einer dieser Lichtmagier, doch dazu war es nie gekommen.

Dankbar nahm er die Seife entgegen und widmete sich daraufhin eingehend der Kör-perpflege. Dieser war nicht so dreckig wie seine Kleider, schliesslich durften sie sich jeden Morgen waschen, doch insbesondere unter seinen Fingernägeln hatte sich der Dreck gesammelt. Rubin war so nett und reichte ihm entsprechendes Reinigungswerk-zeug. Schliesslich legte er sich wieder zurück und massierte sich ordentlich die Haare mit dem Öl ein. Er beobachtete Rubin dabei, wie sie näher an die Wanne kam, ihre Toga anhob und Thomas so für einen Moment Gefahr lief mehr zu sehen, als sich ge-ziemte. Schliesslich setzte sie sich jedoch gekonnt auf den Rand, ohne ihm tiefere Ein-blicke zu gewähren.
„Oh, schon fast mein ganzes Leben lang. Ich bin mit 14 Jahren zu ihr gekom-men.“ Er sah sie an. Das war gut. Sie nahm also Jugendliche auf, möglicherweise auch Kinder. Das war gut für Louisa. „Woher stammst du ursprünglich? Wie bist du in die Sklaverei geraten?“ Damals hatte schliesslich noch kein offener Krieg geherrscht.

„Fast so lange schon wie Nelsani. Du hast sie ja schon kennen gelernt.“ „Ja.“ Erwiderte Thomas und lächelte ihr entgegen. Auch der Steinmetzmeister lachte Gerne und hatte ein freundliches, gewinnendes Antlitz. Rubin war ihm sofort sympathisch, vielleicht lag es tatsächlich an ihrem mütterlichen Wesen. „Sie ist sehr nett.“ Was man von der anderen, deren Namen er bereits wieder vergessen hatte, nicht behaupten konn-te. “Manche hier, so wie Amethyst, Nelsani, Lazuli, Serunda, … na ja, die ganzen Spitzohren hier. Sie mögen den Vorteil eines langen Lebens haben, aber unter uns … Manche haben nie gelernt wirklich zu leben.“ Thomas runzelte die Stirn, als sich Amethyst hinter der Tür bemerkbar machte. Sein Lauschen war möglicherweise harm-los gewesen, doch es animierte Thomas dazu, vorsichtig zu sein. Hier hatten die Wän-de möglicherweise Ohren. Aber hier würde er offenbar auch die Möglichkeit bekom-men, Dinge zu fragen, die er vor Amandin vielleicht nicht auszusprechen wagte, oder mit der er sie nicht belästigen wollte. Er würde hier die Gelegenheit haben, viel über seine Herrin und ihre Welt zu lernen, soviel war ihm sofort klar. Rubin las seine Ge-danken offenbar von seinen Augen ab, denn sie griff sie sofort auf und versprach Ant-worten.
„Als aller erstes musst du wissen, dass einige hier sogar freiwillig sind und der Her-rin einiges schulden.“ Das überraschte Thomas nicht, schliesslich war auch er sehr gerne in ihrer Nähe und konnte daher nachvollziehen, dass anderen diesem Wunsch aus eigenen Stücken nachkamen. Ausserdem...hatte er sich doch freiwillig zum Dienst im Zelt gemeldet. Zum Glück!

“Sie ist zwar eine Dunkelelfe, aber selbst die sind nicht alle nur böse. Sie hat viel für mich getan und sicher auch für dich, sonst wärst du jetzt nicht hier... Du wolltest doch hier sein?“ „Ja.“ Gab er ehrlich zur Antwort. „Ich...mag es, in ihrer Nähe sein zu dürfen.“ Meinte er und errötete wieder leicht. Seine Treue basierte nicht auf Angst, dies sah man ihm an. Er diente ihr, weil er wollte, denn Amandin hatte ihre Forderun-gen nie mit Zwang durchgesetzt. Allerdings hatte er ihr Vertrauen bisher auch nie auf die Probe gestellt und sie auch noch nie Provoziert. Er wusste nicht wirklich, wie frei sein Wille zu dienen wirklich war und welche Konsequenzen es für ihn haben würde, wenn er ihr den Dienst in irgendeiner Weise versagte. Er wollte es gar nicht herausfin-den, denn im Moment passte es so wie es war.

“Sie mag es nicht, wenn wir … wenn wir sie nicht mögen. Sie will „gewollt“ wer-den, so einfach ist das. Alles was man sich erzwingt ist nicht stark genug in ihren Au-gen um bestehen zu können. Der freie Wille ist stärker als jeder Zwang und das respek-tiert sie.“ „Das erscheint mir sehr ungewöhnlich, für ihre Herkunft. Ich...meine ich weiss nicht viel über die Dunkelelfen und was ich weiss, das stammt aus irgendwel-chen religiösen Predigen...und die neigen dazu ein Schreckensbild von den Dunkelle-fen zu malen... und naja, in Pelgar hat sich dieses ja auch bewahrheitet, aber sie...sie ist so anders...“ Meinte Thomas leise. „So gütig.“ Hauchte er beinahe tonlos, denn Aman-din hatte schon mal erwähnt, dass übermässige Milde unter Dunkelelfen nicht gerne gesehen war.
“Leider eckt sie dabei bei manch einem aus ihrem Volk.an und das macht ihre Auf-gabe hier etwas schwierig.“ Thomas sah sie lange an. Er kannte sie erst seit ein paar Minuten und so wagte er es noch nicht, sie diesbezüglich zu bestätigen. Allerdings zeigte er sich aufrichtig besorgt.
„Ihre Aufgabe... du weisst es nicht?“ Thomas schüttelte den Kopf und zuckte mit den Schultern. „Sie lässt den Tempel bauen.“

Mercer spannte sich an, als Rubin ihre Hand ins Wasser tauchte, denn ihre Hand war viel zu nahe an viel zu viel seiner nackten Haut. Es hatte nichts mit ihrem Alter zu tun, wohl aber mit der Tatsache, dass sie eine Menschenfrau war und er ein verheirateter Mann. Schliesslich begegneten sie sich hier auf einer ganz anderen Ebene. Rubin war eine Dienerin, nicht seine Herrin. Seiner Herrin konnte und wollte er nichts abschla-gen, ihr gegenüber waren eheliche Pflichten aufgehoben. (Er konnte nur hoffen, dass Beth dies auch so sehen würde). Aber anderorts galten sie für ihn natürlich nach wie vor.
„Amandin ist Anduniens erste Hohepriesterin. Ihre Aufgabe ist es den Tempel Fal-dor zu weihen.“ „Hohepriesterin?“ Brachte Thomas ehrfürchtig hervor. Das war eine sehr einflussreiche und wichtige Position in der Gesellschaft, da war er sich sicher. Verflucht sie ist eine Hohenpriesterin!! Es wäre in Pelgar bereits undenkbar ge-wesen, sich nur schon mit einem gewöhnlichen Prediger nur ansatzweise über Faldor zu unterhalten, geschweige denn von einem hohen geistlichen Würdeträger! Der Steinmetz schluckte leer. Er hatte Glück gehabt, dass sie in Sachen Religion offenbar sehr liberal war und Interesse an lysanthors Lehren gezeigt hatte. Das hätte auch gänz-lich ins Auge gehen können!

„Was...tut eine Hohenpriesterin in Morgeria?“ Nun war seine Neugierde geweckt. Er wollte mehr über seine Herrin erfahren. Sie besser kennenlernen. Vielleicht kuschten die Soldaten deswegen so vor ihr. Sie war eine hohe geistliche Würdenträgerin. Er konnte ihre Position nur immer mit geistlichen Lysanthors vergleichen und dort wurde ein ziemlicher Aufwand um die hohen Würdenträger betrieben, die in der Gesellschaft immer höchstes Ansehen genossen hatten.

„Ihre Familie hat viel Einfluss, im Herrscherhaus, aber auch unter dem Hochadel des dunklen Volkes.“ „Es...ist sicherlich nicht einfach in Morgeria zur Elite zu ge-hören.“ Meinte Thomas nachdenklich. An Amandin wurden sicherlich stets höchste Anforderungen gestellt.
“Sie sind eine der mächtigsten Familien und sie wurde von Kindheit an auf ihre Rol-le vorbereitet. Sie nimmt das alles sehr ernst. Es ist ihre Bestimmung … sagt sie im-mer. „ Das Spiel, von dem sie wusste, wie es ausgehen würde. Hatte sie das damit gemeint? “ Manchmal … hm... Thomas wurde hellhörig. Manchmal was? Fragte sein besorgter Blick. „Du magst sie. Das ist gut! Sie braucht uns. Sie braucht uns mehr als wir sie, aber das wirst du noch verstehen.“ Er sah sie lange an und aufrich-tige Sorge funkelte in seinen Augen. Ja. Auf diesen Gedanken war er selbst auch schon gekommen. „Sind wir...hier drinnen denn sicher? Können wir hier offen sprechen?“

“Scheinst ein schlaues Köpfchen zu sein und noch nicht so verbohrt wie manch an-deren den ich hab kommen und gehen sehen.“ „Gehen?“ Man sah ihm an, dass er es als grosse Ehre empfand mit ihr Speisen zu dürfen, jetzt wo er wusste, wie viele Leute sie um sich scharte und wie wichtig sie doch eigentlich war. Dass sie ihm so viel ihrer kostbaren Zeit schenkte und sich sogar noch um seine Sorgen kümmerte, war ein riesi-ges Geschenk.
„Ich hab gehört, dass sie Honig geordert hat.“ Honig? Er wusste nicht, wann er zum letzten Mal Honig geschmeckt hatte! Er lächelte und freute sich.
„So! Jetzt aber raus aus der Wanne und lass mich mal deinen Rücken sehen.“ Der Schreck über die Offenbarung seines Rückenleidens stand ihm augenblicklich ins Gesicht geschrieben. „Sie...weiss es?“ Brachte er beschämt hervor und kam nicht da-rum herum, sich in diesem Augenblick höchst mangelhaft zu fühlen. Wenn sie es nicht gewusst hätte, so hätte sie es spätestens jetzt erfahren, denn Thomas hatte seine liebe Mühe sich aus der Wanne zu manövrieren. Endlich kam er auf die Beine, drehte sich zu Rubin um und schnappte sich verstohlen das Handtuch, welches er sich schnell um-wickelte. Er war nicht unstolz auf seinen Körper und war sich seinen Qualitäten sehr wohl bewusst... aber Nacktheit vor Frauen, die er erst seit kurzem kannte, war er sich einfach nicht gewohnt.

„Ich hab gehört, eine Behandlung hattest du schon? War sie gut? Ja? In Ordnung, dann werden wir damit weiter machen und versuch ein bisschen mehr deine Bauch-muskeln zu stärken, sonst wirst du schief und es wird schlimmer.“ Thomas sprach nicht gerne über sein Rückenleiden, denn man hatte ihm immer gesagt, dass er diesbe-züglich hinsichtlich konventioneller Mittel praktisch austherapiert war. Aber diese Äusserungen wurden von Ärzten der Reichsklinik getätigt. Er wusste ja nicht, wie der medizinische Stand bei den Dunkelelfen war.

„Du bist Heilaurhgkghkundig?“ Er zuckte kurz zusammen, als sie die schmerzhafte Stelle erwischte und petzte für einen Moment die Augen zu, während er den Schmerz heftig abatmete. Der Rücken war wahrlich die körperliche Achillesferse des Stein-metzmeisters. „Was...was warst du für die Herrin, bevor du zur „Oma für Alle“ wur-dest?“ Thomas hatte durchaus eine sehr neugierige Ader und er fühlte sich in Rubins Anwesenheit sicher und wohl genug, um sich ihr allmählich zu öffnen.
„Ich werde Amandin ein paar Übungen vorschlagen, die ihr machen könnt und wel-che erst mal flach fallen.“ Übungen, die sie gemeinsam machen sollten? An was für „Übungen“ dachte die Frau gerade? „Die wiraurhrrh machen können?“ Fragte er ver-unsichert. Der Klaps auf den Hintern kam für ihn unerwartet und er zuckte ein drittes Mal zusammen. „Du hast gesagt, Menschen kommen und gehen hier... was waren das für Leute?“

„Dann komm mal mit. Ich bring dich zu deinem Zimmer. Da hast du deine Ruhe und niemand wird es betreten, wenn du es nicht willst. Da kannst du schlafen.“ Ein Zimmer? Er hatte nicht damit gerechnet, dass man ihn für länger hierbehalten würde. „Ich... wie lange werde ich denn hier sein?“ Fragte er verwundert und nahm seinen Alabaster wieder in die Hände. Diesen hatte er abgedeckt um ihn vor Verschmut-zung...und naja Blicken zu schützen.. Sie schritten durch das Haus und schon bald wur-den sie von einer ziemlich vergnügten und lustvollen Geräuschkulisse umgeben.
„Das ist Lazuli. Ach, kleine Warnung. Geh nicht alleine da hinein. Wenn du es doch tust, wird sie dich nehmen.“ „Mich...nehmen?“ Stotterte Thomas. Der Steinmetz wirkte in punkto Sexualität definitiv Fehlplatziert in diesem Haus, so verklemmt und verstockt wie er war.
Zu den allgemeinen Hausregeln … Nummer Eins: Verlasse nie alleine das Haus! Auch nicht um in den Garten zu gehen! Ansonsten kannst du dich hier frei bewegen … auf eigene Gefahr. Thomas hob eine Augenbraue. Was genau bedeutete dieses Auf eigene Gefahr?
“Nummer zwei: geschlossene Türen sind geschlossene Türen und es muss geklopft werden. Öffnete keiner, bleibt die Tür zu. Ist eine Tür nur angelehnt, klopft man und darf eintreten … auf eigene Gefahr.“ Eine Gefahr wie sie zum Beispiel Lazuli dar-stellte, die ihn einfach vergewaltigen würde, wenn er zu ihr hinein ging. So zumindest interpretierte der Sklave Rubins Andeutungen.

Nummer drei: Alles was du hier siehst und lernst, darf dieses Haus nicht verlas-sen! „Jawohl“. Das schrieb er sich mächtig hinter die Ohren.
“Amandin vertraut ihren Dienern und verwirken sie dieses Vertrauen so tun sie es … auf eigene Gefahr. Ausgerechnet jenes „auf eigene Gefahr“, welches auch für ihn eindeutig zu entschlüsseln war, führte Rubin genauer aus. „Was bedeuten die anderen? Ich meine...ich weiss nicht ob es der Herrin gefällt, wenn ich nun in eines dieser Zim-mer gehe...und einfach... ge....gedingst...also genommen werde.“ Dieser Gedanke liess ihn offenbar nicht los und behagte ihm nicht, obwohl er ihn irgendwie...ganz im Stil-len...im finstersten und durchtriebensten Eck seines Unterbewusstseins auch ein ganz klein bisschen reizte. „Sie...gebietet über meine Triebe. Ich will keinen Fehler ma-chen...“ Gab er offen zu und war damit auch ehrlich. Er musterte irritiert das Loch in der Tür und folgte ihr in „sein Zimmer“. Ihm blieb beinahe die Spucke weg, so herr-schaftlich hatte er es noch nie gehabt! Von der Sklavenbaracke zu diesem Luxuszim-mer... ein mächtiger Aufstieg. Ihm fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. „Al-les...nur für mich?“ Stammelte er ungläubig. Das hier sah nicht nach einem kurzen Aufenthalt aus. Ob man die anderen auf der Baustelle über seinen Verbleib informieren würde? Ob er sogar jeweils auf die Baustelle gehen können würde? Er hatte ja einen Passierschein... vielleicht erhielt er sogar ein Pferd? Nun wurde er grössenwahnsinnig!

„Da drüben geht es in die Werkstatt. Kleiner Gang und die Tür am Ende. Die ande-ren Türen bleiben zu. Thomas war auch nur ein Mensch und so stimmten ihn natür-lich die verbotenen Türen besonders neugierig. Aber diesbezüglich durfte er sich in diesen Gemäuer keinen Ausrutscher leisten. Ob sie irgendwann geöffnet werden wür-den? Was befand sich so nah an seinem Schlafgemach und war dennoch offenbar uner-reichbar für ihn? Noch?
“Gefällt's dir? Hab ich ausgesucht. Hatte etwas Hilfe, aber die Idee mit den Steinfü-ßen unterm Bett ist von mir.“ „Es ist..mehr als ich mir je zu erträumen gewagt hät-te. Ich... danke dir für die nette Unterhaltung, vielleicht können wir sie ja demnächst fortsetzen... du bist hier auf jeden Fall willkommen.“ Meinte Thomas ergriffen und wünschte sich, seinen Freunde würde die gleiche Ehre zu teil. Beinahe zu schnell ver-liess sie ihn auch schon wieder und er war alleine im Zimmer. Er musterte die Tür. Sollte er sie nun schliessen, oder anlehnen? Was würde wohl passieren, wenn er letzte-res tat? Sollte er es wagen? Aber... wenn er Pech hatte würde dann möglicherweise bald Amethyst in seinem Zimmer vor seinem Bett stehen... mit diesem winzigen Len-denschu..... nein er machte die Türe zu und sah sich im Zimmer um. Alleine! Wirklich und wahrhaftig alleine. Für eine ganze Weile stand Thomas einfach nur im Raum und lauschte der Stille, die ihm so unendlich gut tat. Er begutachtete den Schreibtisch, die Rohlinge und sein Bett und stellte schliesslich seinen Steinpenis auf den Schreibtisch ab. Hatte man ihm Kleider dagelassen? Er würde später nachsehen, denn erstmals liess er sich von der einladenden Wirkung des Bettes verführen. Er legte sein Badetuch fein-säuberlich zusammen und hängte es über die Kiste, ehe er unter die Decke schlüpfte.

Das Bett war weich und von bester Qualität und passte sich angenehm seinem Rücken an. „ARhrhrrh.“ Raunte er wohlig und rollte sich sogleich ein. Er presste die Decke an sich, wie ein geliebtes Haustier und atmete die Sauberkeit des Stoffes tief ein. Eben-falls seine eigene. Er duftete gut, fand er. Kein beissender Männergeruch. Keine abge-standene Luft. Hier war alles perfekt hergerichtet. Er drehte sich um und sein Blick fiel auf die Weinkaraffe und den Obstteller. OBST! Beinahe hastig stürzte er sich an den Tisch und musste sich zurückhalten, dass er sich in seiner sklavischen Gier nicht gleich übermässig an dem Obstteller sattgefressen hätte. Er nahm sich andächtig einen Apfel. Wann hatte er zuletzt einen Apfel gegessen? Und da... da waren Trauben und ein Pfir-sich! Ein Pfirsich! Er hätte weinen können vor Glück. Letztlich entschied er sich für den Pfirsich und ein Glas Wein. Er liess sich Zeit. Genoss jeden Schluck und jeden Bissen. Thomas verstand es zu leben und genoss den Moment in vollen Zügen. Er war so mit seinem Zimmer beschäftigt, dass er fürs erste keine Erkundungstour im Haus unternahm, zumal er jetzt schon überfordert mit den Eindrücken war. Kurz plagte ihn ein schlechtes Gewissen, weil er es sich hier gutgehen lassen konnte, während seine Kameraden auf der Baustelle schufteten. Nachdem er seine kleine Mahlzeit beendet hatte, setzte er sich an den Schreibtisch und nahm ein Pergament hervor. Er musterte sein Werk und dachte an die vergangene Nacht zurück. Eifrig machte er einige Skizzen mit einem Kohlenstift. Es war das Antlitz eines Menschen, sein Blick, seine Lippen, seine Gesichtszüge, die voller Sehnsucht waren. Er hockte hier in diesem Zimmer und zeichnete nackig, irgendwelche sehnsüchtigen Menschen. Irgendwie verrückt! Als er mit seinen Skizzen zufrieden war, legte er den Stift vorsichtig zurück und schlüpfte wieder unter die Decke, wo er sich ausgiebig ausstreckte, ehe er sich erneut zusam-menrollte. Herrlich! Er schloss die Augen doch er fand noch immer keine Ruhe. Dieses Mal plagte ihn nicht sein sehnsüchtiges Gemächt, sondern Rubins Bemerkungen zu Amandin und ihrem Onkel. Die beiden mochten sich nicht...und die Verlobung mit Harker war unter Druck zustande gekommen. Er schnaubte. Sowas durfte man seiner Herrin doch nicht antun! Sie hatte es nicht verdient mit einem Mann zusammen leben zu müssen, den sie nicht liebte! Warum hatte ihr Onkel das überhaupt durchgesetzt? Um sie zu demütigen? Was hatte sie in ihrem Leben wohl alles durchmachen müssen und was hatte dafür gesorgt, dass sie so geworden ist, wie sie nun ist? Ihm war auch nicht entgangen, mit welcher Furcht Rubin von ihrem Onkel gesprochen hatte. Dieser Mann schien alles andere als ein angenehmer Umgang zu sein. Er würde sich hüten müssen. Nicht nur vor ihm, sondern auch vor Harker und allen anderen, die Amandin nicht wirklich verstanden... und womöglich auch nicht wahrhaftig respektierten. Ja... er führte ein äusserst privilegiertes Leben... aber es war auch ungemein komplizierter geworden... und gefährlicher.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 11. Februar 2016, 19:32

„Woher stammst du ursprünglich? Wie bist du in die Sklaverei geraten?“
, wollte Thomas von der Neugierde gepackt wissen.
„Oh, das erzähl ich dir gern einmal, wenn wir etwas mehr Zeit haben. Ist aber eine recht unspektakuläre Geschichte. Manche hier haben viel interessanteres zu erzählen!“
Sie für mit ihren Ausführungen fort und fragte dann vorsichtig:
Du wolltest doch hier sein?“
„Ja.“

, gab er ehrlich zur Antwort.
„Ich...mag es, in ihrer Nähe sein zu dürfen.“
, meinte er und errötete wieder leicht. Rubin beobachtete ihn und ihr Lächeln wurde immer wärmer. Ihr gefiel wohl wie Thomas auf diese Frage reagiert hatte. Anscheinend lag ihr Amandins Glück sehr am Herzen und der Steinmetzmeister spielte dabei wohl eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Sie fuhren fort sich zu unterhalten und die Problematiken ihrer Herrin kamen zur Sprache:
“Leider eckt sie dabei bei manch einem aus ihrem Volk.an und das macht ihre Auf-gabe hier etwas schwierig.“
Thomas sah sie lange an. Er kannte sie erst seit ein paar Minuten und so wagte er es noch nicht, sie diesbezüglich zu bestätigen. Allerdings zeigte er sich aufrichtig besorgt.
„Ihre Aufgabe... du weisst es nicht?“
Thomas schüttelte den Kopf und zuckte mit den Schultern.
„Sie lässt den Tempel bauen.“
„Amandin ist Anduniens erste Hohepriesterin. Ihre Aufgabe ist es den Tempel Faldor zu weihen.“
„Hohepriesterin?“

, brachte Thomas ehrfürchtig hervor. Das war eine sehr einflussreiche und wichtige Position in der Gesellschaft, da war er sich sicher. Es wäre in Pelgar bereits undenkbar gewesen, sich nur schon mit einem gewöhnlichen Prediger nur ansatzweise über Faldor zu unterhalten, geschweige denn von einem hohen geistlichen Würdenträger! Der Steinmetz schluckte leer. Er hatte Glück gehabt, dass sie in Sachen Religion offenbar sehr liberal war und Interesse an Lysanthors Lehren gezeigt hatte. Das hätte auch gänzlich ins Auge gehen können!
„Was...tut eine Hohenpriesterin in Morgeria?“
„Das lässt du dir von ihr besser selbst erklären. Sooo bewandert bin ich da nicht. Sie weiß das berufliche und das private strickt zu trennen, also bekommen wir in ihrer Nähe auch nicht alles mit. Aber ihre Familie hat viel Einfluss im Herrscherhaus, aber auch unter dem Hochadel des dunklen Volkes.“

„Es...ist sicherlich nicht einfach in Morgeria zur Elite zu ge-hören.“
, meinte Thomas nachdenklich. An Amandin wurden sicherlich stets höchste Anforderungen gestellt.
“Sie sind eine der mächtigsten Familien und sie wurde von Kindheit an auf ihre Rolle vorbereitet. Sie nimmt das alles sehr ernst. Es ist ihre Bestimmung … sagt sie immer.„
Das Spiel, von dem sie wusste, wie es ausgehen würde. Hatte sie das damit gemeint?
“ Manchmal … hm...“
Thomas wurde hellhörig. Manchmal was? Fragte sein besorgter Blick, aber Rubin ging nicht darauf ein. Manche Dinge musste er wohl selbst herausfinden.
„Du magst sie. Das ist gut! Sie braucht uns. Sie braucht uns mehr als wir sie, aber das wirst du noch verstehen.“
Er sah sie lange an und aufrichtige Sorge funkelte in seinen Augen. Ja. Auf diesen Gedanken war er selbst auch schon gekommen.
„Sind wir...hier drinnen denn sicher? Können wir hier offen sprechen?“
Sie grinste und nickte.
“Scheinst ein schlaues Köpfchen zu sein und noch nicht so verbohrt wie manch an-deren den ich hab kommen und gehen sehen.“
„Gehen?“

„Ja, gehen. Manche von uns hat sie nur ausgebildet und sie dann weiter vermittelt.“
Dann kamen sie auch schon auf den bevorstehenden Abend zu sprechen, inklusive Honig. Man sah ihm an, dass er es als große Ehre empfand mit ihr Speisen zu dürfen, jetzt wo er wusste, wie viele Leute sie um sich scharte und wie wichtig sie doch eigentlich war. Dass sie ihm so viel ihrer kostbaren Zeit schenkte und sich sogar noch um seine Sorgen kümmerte, war ein riesiges Geschenk.
„So! Jetzt aber raus aus der Wanne und lass mich mal deinen Rücken sehen.“
Der Schreck über die Offenbarung seines Rückenleidens stand ihm augenblicklich ins Gesicht geschrieben.
„Sie...weiss es?“
, brachte er beschämt hervor und kam nicht darum herum, sich in diesem Augenblick höchst mangelhaft zu fühlen. Wenn sie es nicht gewusst hätte, so hätte sie es spätestens jetzt erfahren, denn Thomas hatte seine liebe Mühe sich aus der Wanne zu manövrieren. Endlich kam er auf die Beine, drehte sich zu Rubin um und schnappte sich verstohlen das Handtuch, welches er sich schnell um-wickelte. Er war nicht unstolz auf seinen Körper und war sich seinen Qualitäten sehr wohl bewusst... aber Nacktheit vor Frauen, die er erst seit kurzem kannte, war er sich einfach nicht gewohnt, zumal Rubin auch eine nicht unansehnliche Frau war. Sie strahlte Herzlichkeit und Charme aus und wer reife Erfahrung mochte, der würde Rubin sicher lieben können. Sie selbst sah Thomas aber eher gerade wie einen Sohn an, den es das Grüne hinter den Ohren weg zu schrubben galt. Außerdem hatte sie seine Gesundheit gerade mehr im Blick, als seine Manneskraft, auch wenn beides in diesen Mauern vielleicht gleichbedeutend waren. Eines brauchte das andere um hier zu bestehen.
„Ich hab gehört, eine Behandlung hattest du schon? War sie gut? Ja? In Ordnung, dann werden wir damit weiter machen und versuch ein bisschen mehr deine Bauchmuskeln zu stärken, sonst wirst du schief und es wird schlimmer.“
Thomas sprach nicht gerne über sein Rückenleiden, denn man hatte ihm immer gesagt, dass er diesbezüglich hinsichtlich konventioneller Mittel praktisch aus therapiert war. Aber diese Äußerungen wurden von Ärzten der Reichsklinik getätigt. Er wusste ja nicht, wie der medizinische Stand bei den Dunkelelfen war.
„Du bist Heilaurhgkghkundig?“
Er zuckte kurz zusammen, als sie die schmerzhafte Stelle erwischte und petzte für einen Moment die Augen zu, während er den Schmerz heftig ab atmete. Der Rücken war wahrlich die körperliche Achillesferse des Steinmetzmeisters.
„Was...was warst du für die Herrin, bevor du zur „Oma für Alle“ wur-dest?“
Thomas hatte durchaus eine sehr neugierige Ader und er fühlte sich in Rubins Anwesenheit sicher und wohl genug, um sich ihr allmählich zu öffnen.
„Da du ja doch nicht Ruhe gibst … die Kurzfassung also: Ich bin das Kind santronischer Händler, hatte eine schöne Kindheit, dann wurde ich von Piraten geraubt die unser Schiff versenkten, meine Eltern sind tod, ich wurde an ein schwarzes Schiff verkauft, dann fehlt mir ein Teil in meinem Gedächtnis und bin Sklavin in Morgeria bei einem echten Wixer gewesen!“
Das derbe Wort aus ihrem lieben Mund war schon fast wieder lustig. Sie selbst klang auch nicht wirklich tief betroffen und zuckte mit den Schultern.
„Amandin hat mich ihm abgekauft und in die Lehre einer befreundeten Elfe geschickt. Da hab ich viel gelernt. Nie genug, wie ich meine, aber ihr hat es gereicht und nach fünf Jahre hat sie mich zurück geholt. Seit dem bin ich ihr nicht von der Seite gewichen.“
Sie drückte noch einmal an einer Stelle seines Rückens und wechselte dann das Thema.
„Ich werde Amandin ein paar Übungen vorschlagen, die ihr machen könnt und wel-che erst mal flach fallen.“
„Die wiraurhrrh machen können?“

, fragte er verunsichert. Der Klaps auf den Hintern kam für ihn unerwartet und er zuckte ein drittes Mal zusammen.
„Du hast gesagt, Menschen kommen und gehen hier... was waren das für Leute?“
„Hm... sie waren Sklaven und gingen als Leibdiener. Amandins Werke sind sehr begehrt und wer sie verlässt, der kann sich rühmen zu den besten zu gehören. Aber jetzt komm mal mit. Ich bring dich zu deinem Zimmer. Da hast du deine Ruhe und niemand wird es betreten, wenn du es nicht willst. Da kannst du schlafen.“
Ein Zimmer? Er hatte nicht damit gerechnet, dass man ihn für länger hierbehalten würde.
„Ich... wie lange werde ich denn hier sein?“
, fragte er verwundert und nahm seinen Alabaster wieder in die Hände. Diesen hatte er abgedeckt um ihn vor Verschmutzung...und naja Blicken zu schützen.. Sie schritten durch das Haus und schon bald wurden sie von einer ziemlich vergnügten und lustvollen Geräuschkulisse umgeben.
„Das ist Lazuli. Ach, kleine Warnung. Geh nicht alleine da hinein. Wenn du es doch tust, wird sie dich nehmen.“
„Mich...nehmen?“

, stotterte Thomas und Rubin lachte herzlich.
„Ach, du bist wirklich noch grün hinter den Ohren. Kein Wunder dass sie dich mag.“
Rubin schritt voran und erklärte ihm die Hausregeln.
„Was bedeuten die anderen? Ich meine...ich weiss nicht ob es der Herrin gefällt, wenn ich nun in eines dieser Zim-mer gehe...und einfach... ge....gedingst...also genommen werde.“
„Halte dich einfach an das was sie dir gesagt hat. Wenn du glaubst, sie könnte etwas dagegen haben, dann frag sie am besten. Sie ist nicht das Monster, dass dich mit Haut und Haaren verschlingt … na ja nicht ganz das Monster das dich ...hihihi … also... frag sie einfach, wenn du dir unsicher bist.“
Irgendetwas doppeldeutiges und anzügliches lag in ihrer Stimme und sie kicherte leise, während sie weiter gingen. Der Gedanke, von jemanden „genommen zu werden“ ließ ihn jedoch nicht ganz los und behagte ihm nicht, obwohl er ihn irgendwie...ganz im Stillen...im finstersten und durchtriebensten Eck seines Unterbewusstseins auch ein ganz klein bisschen reizte.
„Sie...gebietet über meine Triebe. Ich will keinen Fehler machen...“
, gab er offen zu und war damit auch ehrlich. Rubin schien auch von dieser Antwort sehr positiv beeindruckt. Er musterte irritiert derweil das Loch in der Tür und folgte ihr in „sein Zimmer“. Ihm blieb beinahe die Spucke weg, so herrschaftlich hatte er es noch nie gehabt! Von der Sklavenbaracke zu diesem Luxuszimmer... ein mächtiger Aufstieg. Ihm fielen beinahe die Augen aus dem Kopf.
„Alles...nur für mich?“
, stammelte er ungläubig.
Rubin nickte und lachte.
“Gefällt's dir? Hab ich ausgesucht. Hatte etwas Hilfe, aber die Idee mit den Steinfüßen unterm Bett ist von mir.“
„Es ist..mehr als ich mir je zu erträumen gewagt hätte. Ich... danke dir für die nette Unterhaltung, vielleicht können wir sie ja demnächst fortsetzen... du bist hier auf jeden Fall willkommen.“

Meinte Thomas ergriffen und Rubin lachte abermals.
„Das ist wirklich süß von dir, aber vielleicht wirst du dir noch wünschen, dass nicht gesagt zu haben. Ich hab vor noch einige deiner Knochen gerade zu rücken und das wird nicht ohne Schmerzen abgehen.“
Sie lächelte verschmitzt und verschwand dann. Thomas begutachtete sein Zimmer und ließ den Luxus auf sich wirken. - Ein Pfirsich! Er hätte weinen können vor Glück. Er entschied sich für den Pfirsich aus dem Obstkorb und ein Glas Wein. Die weiche Haut des Oststücks platzte regelrecht unter dem Druck seiner Lippen und der Wein war leicht und fruchtig. Er perlte seine Kehle hinab und verlieh seinem Geist angeneme Leichtigkeit. Er ließ sich Zeit. Genoss jeden Schluck und jeden Bissen. Das war der Himmel auf Erden! Seine Arbeiter-Kleidung war bei Rubin geblieben, er war im Handtuch den Gang entlang spaziert und hängte es nun über eine Stuhllehne. Dann zeichnete er eine Weile, weil es seine Nerven beruhigte. Dann rief ihn das Bett zu sich um zu entspannen und er folgte der Einladung nur zu gerne. Die Matratze war nicht zu hart und nicht zu weich, kurz paradiesisch für seinen Rückenleiden. Decke und Kissen waren mit feinem cremefarbenen Linnen bezogen, dass sich herrlich auf der Haut anfühlte, bewegte man sich darunter. Kurz plagte ihn ein schlechtes Gewissen, weil er es sich hier gutgehen lassen konnte, während seine Kameraden auf der Baustelle schufteten, aber die Hausregeln verboten ihm ja ohnehin, ihnen etwas davon zu erzählen. Er schloss die Augen doch er fand noch immer keine Ruhe. Dieses Mal plagte ihn nicht sein sehnsüchtiges Gemächt, sondern Rubins Bemerkungen zu Amandin und ihrem Onkel. Die beiden mochten sich nicht...und die Verlobung mit Harker war unter Druck zustande gekommen. Er schnaubte und Wut stieg in ihm auf. So etwas durfte man seiner Herrin doch nicht antun! Sie hatte es nicht verdient mit einem Mann zusammen leben zu müssen, den sie nicht liebte! Warum hatte ihr Onkel das überhaupt durchgesetzt? Um sie zu demütigen? Was hatte sie in ihrem Leben wohl alles durchmachen müssen und was hatte dafür gesorgt, dass sie so geworden ist, wie sie nun war? Ihm war auch nicht entgangen, mit welcher Furcht Rubin von ihrem Onkel gesprochen hatte. Dieser Mann schien alles andere als ein angenehmer Umgang zu sein. Er würde sich hüten müssen. Nicht nur vor ihm, sondern auch vor Harker und allen anderen, die Amandin nicht wirklich verstanden... und womöglich auch nicht wahrhaftig respektierten. Ja... er führte ein äußerst privilegiertes Leben... aber es war auch ungemein komplizierter geworden... und gefährlicher.
Thomas lag rücklings auf der herrlich großen weichen Fläche und ließ seine Gedanken kreisen. Sein Rücken gab gerade Ruhe, er war unglaublich entspannt und seit langem zwickte und zog mal ausnahmsweise nichts. Das Fehlen dieser ihn sonst ständig begleitenden Reize übermannte ihn und lockte ihn dann doch noch in den Schlaf, … bis es plötzlich klopfte.
Thomas war sich sicher, dass er geschlafen hatte, aber konnte unmöglich einschätzen wie lange es gewesen war. Zumindest war es tief gewesen! Sein Zimmer hatte kein Fenster und so konnte er sich auch nicht nach der Sonne orientieren. Er brauchte einen Moment um zu verstehen, wo er war und sich die Regeln ins Gedächtnis zu rufen. Solange er die Tür nicht öffnen würde, würde wohl derjenige der da klopfte auch nicht herein kommen, also musste er aufstehen. Dabei fiel ihm auf, dass er wieder einmal nackt war. Wenigsten lag das Handtuch griffbereit und so konnte er sich wenigsten bedecken. Bei der ersten Bewegung bemerkte er, dass er sich gut fühlte. GUT! So richtig! An den Stellen, wo sich sonst der stechende Schmerz gerne breit machte und Rubin ihre kleinen spitzen Finger ihm ins Fleisch gerammt hatte, brannte die Muskulatur ein wenig, aber sonst ging es ihm gut!
Es klopfte noch einmal und Thomas stand auf. Er hatte Rubin erwartet, die ja gesagt hatte, dass sie ihn zum Essen bringen würde und sein Magen grummelte schon vor lauter Vorfreude etwas zu futtern zu bekommen. Ja er hatte Hunger, aber als er die Tür öffnete, meldete sich sofort ein anderes Organ und ließ ihn erste einmal erstarren.
Amandin stand vor seiner Tür und schaute zu ihm hoch. Ihre Augen waren geschmolzener Stein. Sie wartete. Er schluckte, denn wieder einmal war das was sie trug viel weniger als nichts und auch wenn man hätte meinen können, dass er sich an ihren Anblick gewöhnen hätte sollen, so war genau das Gegenteil der Fall. Sie überraschte ihn immer aufs Neue. Zwei dünne, mehrlagige Stoffstreifen, kaum zu erkennen auf ihrer dunklen Haut, schimmerten in einem dunklen Indigo-ton. Auf den Schultern wurden sie von metallenen schwarzen Ringen gebündelt und verbreiterten sich dann über ihren Brüsten so knapp drei Finger breit. Kurz darunter befand sich wieder so ein schwarzer Ring, der das ganze so leicht anhob und paradiesisch in Szene setzte. Als seine Augen den Stoff weiter verfolgten, verbreiterte sich dieser wieder und fächerte unter einer schwarzen, schräg hängenden Kette um ihre Hüften auseinander, so dass er noch durchsichtiger wurde und ganz knapp unter ihrer Scham endete. Viel zu knapp! Dass sie nichts darunter trug, war an den Seiten deutlich zu sehen, wo nichts außer die dünne Kette das ganze zusammen hielt. Er konnte es nicht verhindern, sein Körper pumpte bei diesem Anblick pulsierend sein Blut in seine Lenden und das sanfte Ziehen erinnerte ihn zu schön an viele süße Momente mit ihr. Warum sagte sie nichts? Sie sah ihn nur an und er sie. Ihre Lieder flatterten kurz und sie zog die Lippen zwischen die Zähne um gleich darauf fast schüchtern den Blick abzuwenden an ihm vorbei zu sehen.
„Also … du … du musst mich nicht hinein bitten. Rubin hat dir sicher schon erklärt, dass dies dein Zimmer ist. Hier kannst du ruhen … auch vor mir.“
Sie blinzelte und schmunzelte neckisch, während sie einen kleinen Schritt beiseite machte um besser das Zimmer einsehen zu können.
„Ich würde mich aber freuen wenn du mich einladen würdest. Ich habe das Zimmer fertig noch gar nicht gesehen. Rubin meinte, es gefällt dir?“
Thomas konnte sich nun endlich aus seiner Erstarrung lösen.
„Möchtest du es mir erst zeigen, oder wollen wir gleich zum Essen gehen?“
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Samstag 13. Februar 2016, 00:01

Thomas akzeptierte, dass Rubin ihm ihre Geschichte nicht gleich preisgeben wollte. Auch sie kannte den Steinmetz schliesslich kaum und die eigene Versklavung war nun doch auch nicht unbedingt ein Erlebnis, mit welchem man gerne hausieren ging. Obwohl er durchaus schon Leuten begegnet war, die im Rahmen der Sklaverei gar ein besseres Leben lebten, als sie es davor gehabt hatten. Die Sklaverei war nicht durchgehend negativ. Natürlich, man verlor die persönliche Freiheit und Integrität, aber man hatte auch einen Herren, der sich um einen kümmerte. Bei einem guten Herrn, waren Nahrung, Versorgung und Unterkunft gesichert, dies war eine Fürsorge, von der ein pelgarischer Bettler nur hätte träumen können. Lysanthor mochte zwar die Armenspende begrüssen, doch in seinem Glauben wurde auch viel Wert auf Selbstverantwortung und Fleiss gelegt. Ein armer Schlucker war daher in den Strassen Pelgars oft selbst für sein Schicksal verantwortlich gemacht worden. Statt einer milden Gabe, gab es eher ermahnende Worte, er soll sich doch endlich mal am Riemen reissen. Thomas hatte in der Tat vieles durch die Sklaverei verloren. Eigentlich allen, das er je geliebt und an das er geglaubt hatte. Doch im Vergleich zu seinem Sklavendasein in Pelgar, lebte er nun gar fürstlich und so war er durchaus zufrieden. Als pelgarischer Sklave lernte man schnell die einfachsten Dinge und Zuwendungen zu schätzen.

Er erkundigte sich über jene Personen, die dieses Haus betreten, aber auch wieder verlassen hatten. „Ja, gehen. Manche von uns hat sie nur ausgebildet und sie dann weiter vermittelt.“ „Ach so.“ Meinte er nachdenklich und fragte sich insgeheim, ob seine...sexuelle Ausbildung lediglich ihrem eigenen Vergnügen diente, oder ob sie ihn auf irgendetwas vorbereitete. Wieder ein Gedanke, der ihm nicht wirklich behagte.
Die beide unterhielten sich weiter, während er badete und schliesslich erzählte Rubin ihm dennoch ihre Geschichte. Er hörte ihr schweigend und nachdenklich zu. Ich wurde an ein schwarzes Schiff verkauft, dann fehlt mir ein Teil in meinem Gedächtnis und bin Sklavin in Morgeria bei einem echten Wixer gewesen!“ Er sah zu ihr hoch und man sah in seinen Gesichtszügen, dass es ihm leid tat. Irgendwie. Er seufzte. „Es muss furchtbar sein, als Kind in die Sklaverei zu geraten...“ Brummte er traurig und kam nicht darum herum an Louisa zu denken. All ihr Götter, lasst ihr nicht dieses schreckliche Schicksal widerfahren sein. Betete er in Gedanken, wie so oft. „Verstehe. Sie hat dich wahrlich gerettet. Weisst du, warum sie gerade dich ausgewählt hat?“ Er lächelte freundlich. „Es...tut gut...gewählt zu werden. Einen Wert für jemanden zu besitzen und... die Herrin wertschätzt uns sehr.“
Im Grunde war es ja eigentlich ziemlich traurig, dass das Selbstbewusstsein dieses Hünen und versierten Steinmetzes durch die Sklaverei zur Grösse einer Erbse zusammengeschrumpft wurde, aber dies bot genügend Raum für Amandin, ihn wieder aufzubauen. Sie war wie eine Medizin für sein Selbstwert, nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern auch als Mann und Liebhaber. Ein Liebhaber, der seinen Körper offenbar ungern teilte, denn die Aussicht an diese Lazuli zu geraten und von ihr einfach beansprucht zu werden, schreckte ihn doch mehr ab, als es ihn reizte. Männer von einem anderen Schlag mochten ihn in diesem Punkt wohl nie wirklich verstehen können
„Sie ist nicht das Monster, dass dich mit Haut und Haaren verschlingt … na ja nicht ganz das Monster das dich ...hihihi …“ Thomas sah Rubin fragend an. Er verstand ihre Anspielung ganz und gar nicht, was sehr für sein etwas unerfahrenes und unbeholfenes Wesen sprach.
“also... frag sie einfach, wenn du dir unsicher bist.“ Er nickte nur und folgte ihr diesmal schweigend bis zu seinem Zimmer, wo er Rubin auch sogleich das Gastrecht zusprach. Vielleicht etwas zu vorschnell, wie sie selbst meinte und ihm gelobte, sich noch weitere Male um seinen Rücken zu kümmern. Er sah sie eine Weile an und meinte dann leise. „Du meinst...du kannst mir helfen?“ Er seufzte. „Die Ärzte der Reichsklinik haben mich damals schon praktisch aufgegeben. Es ist eine typische Berufskrankheit.“ Meinte er deprimiert. „Ich liebe die Steine, aber sie sind verdammt schwere Kinder und sie lassen sich nur schwerlich in ihre definitive Form zwängen.“ Ein Wunder irgendwie, dass sich Amandin ausgerechnet zu diesem Material derart hingezogen fühlte. Die Gründe für ihre Leidenschaft hatte er bisher noch nicht ganz erschlossen, doch im Grunde musste er ja auch nicht immer alles wissen, sondern hatte sein neugieriges Wesen diesbezüglich auch mal im Zaum zu halten. Zumal es für gewisse Dinge einfach keine Antwort gab. Warum mochte er Lammfleisch lieber als Kalb? Er hatte keine Ahnung.
Nachdem er seiner Kreativität freien Lauf gelassen und genüsslich Wein und Pfirsich kredenzt hatte, hatte er sich für eine ganze Weile zur Ruhe gelegt. Wie lange, dies konnte er gar nicht sagen, denn im Raum fehlte ein Fenster, welches ihm einen Hinweis auf die Tageszeit hätte geben können. Waren ihm überhaupt Fenster in diesem Gebäude aufgefallen? Oh es musste sie geben, alleine schon wegen der Luftzirkulation, die bei diesen schweren Duftstoffen hier in den einzelnen Räumen und den Dämpfen dringend notwendig war, aber er konnte sich nicht daran erinnern, eins gesehen zu haben. Auf jeden Fall hatte er keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war, als es an die Türe klopfte. Er erwachte aus einem angenehmen und ausnahmsweise Traumlosen schlaf. „Mhrm?“ Brummte er und wurschtelte sich träge aus dem Bett, welches er nur ungern verliess. Einzig die Aussicht, bald Amandin sehen zu dürfen, motivierte ihn schnell auf die Beine zu kommen. Dies war sicherlich Rubin, die ihn zum Essen abholte... oder vielleicht doch Lazuli...oder gar Amethyst? Er schauderte bei dem Gedanken. Der Kerl war ihm durchaus sympathisch, aber definitiv zu nackt...naja und er war ein Elf... wer konnte da wissen, wo sein...Elf...schon überall gewesen war. Genau genommen konnte er dies bei Amandin auch nicht wissen, doch so weit dachte er gar nicht. Sie war in seinen Augen vollkommen und Rein... unendlich Sündig und unendlich Rein, ein Paradoxon, für welches es in den Lehren Lysanthors keine Daseinsberechtigung gab, doch Thomas hatte sich dazu entschlossen, sich bezüglich Amandin seine eigene Meinung zu bilden. Rubin hatte Recht, sie war anders, als alle anderen.
„Einen Moment bitte.“ Gab er höflich zur Antwort und griff behelfsmässig zu seinem Handtuch. Rubin hatte ihn ja bereits nackt gesehen... naja ohnehin schien Nacktheit hier eher die Norm, als die Ausnahme zu sein, also brauchte er sich nicht genieren. Geschmeidig...ja...geschmeidig (!!) trat er zur Tür und öffnete sie. Sein etwas verklärter Blick fror augenblicklich ein, als er Amandins streifte. „H...“ Er spannte sich augenblicklich an, war offenbar mit dem plötzlichen Auftauchen seiner Herrin kurz überfordert. Kein Wunder, denn sein Körper schüttete augenblicklich ein ganzes Battalion an Botenstoffen aus, die ihm Signale ins Hirn und tiefergelegende Regionen übermittelten und entsprechende Reaktionen auslösten.

Er starrte in diese glühend roten Augen und bestand für einen Moment nur noch aus Körper. Er dachte nichts, er sah sie nur an und liess sich von ihren Reizen berieseln. Seine Paralyse dauerte definitiv lange genug, dass sie Auffallend wurde. Da war sie! Wo er sich doch die letzten beiden Tagen derart nach ihr verzehrt hatte und nun stand sie einfach vor ihm. Am liebsten hätte er sie gepackt, auf Bett geworfen und sie geliebt. Leidenschaftlich? Oder doch zärtlich? Gleichzeitig würde er sie aber auch am liebsten einfach Umarmen, ihr sagen wie toll sie war und wie sehr er sie liebte. Er wollte so vieles tun und konnte sich doch nicht entscheiden. Letztendlich tat er nichts. Stand einfach nur da und starrte sie an, als hätte man ihm das Hirn ausgeknipst. Er stand da wie ein erstarrtes Chamäleon, nur seine Augen bewegten sich und tasteten ihren Körper ab und mit jedem Zentimeter, den er erkundete, wuchs sein Hunger, sein Verlangen, seine Sehnsucht. Ihr persönlicher Schneider hatte den schönsten Posten auf Erden, so viel war klar. Ihre Kleidung verriet wieder mehr, als sie verbarg und weckte weitere gelüste. Seine klaren, blauen Augen funkelten ergriffen. Er freute sich sie zu sehen, sie war wie die langersehnte Oase inmitten einer Wüste. Sie war Wasser, sie war Nektar, sie war Leben! Die beiden starrten sich gegenseitig an. Thomas, weil er nicht anders konnte und Amandin vermutlich, weil es ihr bevorzugtes Spiel war. Auch sie schien den Augenblick zu geniessen, die Reaktion seines Wesens und seines Körpers auf ihre alleinige Anwesenheit. Oh er hatte sie schmerzlich vermisst und eine grosse Lektion in Sachen „Spannung“ erhalten, dies war offensichtlich. „Also … du … du musst mich nicht hinein bitten. Rubin hat dir sicher schon erklärt, dass dies dein Zimmer ist. Hier kannst du ruhen … auch vor mir.“ Thomas brauchte eine ganze Weile, bis er realisierte was sie da gerade sagte. Er wollte bei ihr sein, nichts mehr als das, aber er war sich auch immer seines Status bewusst gewesen. In diesem Augenblick hob sie ihn faktisch auf, denn sie begab sich auf die Position eines Gastes, eines Fremden, der höflich um Zutritt ersuchte. Eigentlich war das eine ziemlich seltsame Konstellation, denn er würde sie in jenes Refugiun einladen, welches sie ihm gewährt hatte. Er würde ihr jenen Wein anbieten, den sie bezahlt hatte. Dieses Haus war möglicherweise eine kleine Parallelwelt. Ein Mikrokosmos, der sich fernab der gewohnten Konventionen bewegte. Eine andere Welt, die vielleicht einfach einiges besser und leichter zu ertragen war, als jene da draussen Für alle Beteiligten.
Er stand noch immer da und sagte und tat nichts weiteres, ausser spitz zu werden. Für einen Moment hatte er sogar den seltsamen Impuls sie zu beissen, sie zu schmecken, oder sich an ihre Haare zu pressen und tief ihren Duft einzuatmen. Er wollte ihr nah sein. So nah wie nur irgendwie möglich.
„Ich würde mich aber freuen wenn du mich einladen würdest. Ich habe das Zimmer fertig noch gar nicht gesehen. Rubin meinte, es gefällt dir?“ Er lächelte und nickte verträumt. „Sehr, Herrin. Sehr. Es ist perfekt. Bitte, kommt rein, bitte.“ Er trat aus dem Türrahmen und streckte ihr sanft seine Hand entgegen um seine einladende Geste zu unterstreichen. Sanft fuhr sein Daumen über ihren Handrücken. Eine leise Berührung, doch Thomas ging sie durch Mark und Bein. „Schön, dass ihr hier seid.“ Er konnte ihr nicht sagen, dass er sie schmerzlich vermisst hatte, denn in dieser Empfindung lag ja der stille Vorwurf verborgen, dass man sich von seinem Gegenüber mehr Aufmerksamkeit gewünscht hätte. So war Mercer nun mal, er wog jedes Wort vorsichtig ab, wie kostbare Steine. Für einen Moment schien er unentschlossen, ob er nun vor ihr in die Knie gehen und die vereinbarte Position einnehmen sollte, doch er erkannte, dass dies hier ein anderer Rahmen war, bei dem andere Gesetze galten. Sie hatte ihn schliesslich nicht rufen lassen, sondern war zu ihm gekommen. Ausserdem schien sie im Moment...eher...mhm... privat unterwegs zu sein und nicht als Hohepriesterin. Ihre plötzliche Schüchternheit, die sie bereits im Zelt kurz an den Tag gelegt hatte, überforderte den Sklaven völlig, weil sie nicht in die Rolle der Hohenpriesterin und Herrin passte, die sie ja sonst vor ihm einzunehmen gedachte. Diese Seite kannte er noch kaum von ihr, wie so viele andere womöglich auch...
„Wie geht es euch?“ Fragte er ehrlich interessiert und gab danach den freundlichen Gastgeber. „Amethyst hat mich freundlich in Empfang genommen und ich habe auch Rubin kennengelernt...oh...tut mir leid, dass ich lediglich im Badetuch vor euch stehen...ich..äh..“ Er kratzte sich etwas peinlich berührt am Hinterkopf. „Ich..weiss gar nicht wo meine Kleider sind, ehrlich gesagt.“ Meinte er etwas hilflos, lächelte verlegen und wirkte dabei so süss und unschuldig wie eine ganze Kiste voll Hundewelpen. Er zeigte ihr sein Bett, insbesondere den Steinsockel, bedankte sich für den Pfirsich, beeilte sich dann aber doch plötzlich etwas mehr, weil er insgeheim plötzlich dachte, dass eine morgerianische Hohepriesterin sich vermutlich nicht lange mit Pfirsichen aufhielt und führte sie letztlich zum Tisch, wo die Skizzen lagen und wo das fertige Werk stand.

Thomas war sichtlich aufgeregt naja und auch erregt und komplett überrumpelt, so dass er etwas nervös und fahrig wirkte. Er wollte so viele richtige und nette Dinge tun, dass letztlich eine etwas chaotische Abfolge seiner Zimmerführung daraus entstand. Ausserdem musste er sich selbst ablenken, denn er verspürte selbstverständlich einen immensen Drang, sie nach seiner Tochter und Beth zu fragen. Genau davor hatte sie ihn jedoch gewarnt und so unterdrückte er diesen Impuls mit aller Macht. Ihm blieb nichts anders übrig, als auf ihre Güte zu vertrauen und genau dies tat er in diesem Moment.
Doch wie sie nun endlich am Tisch standen, schien endlich etwas Ruhe in den Mann zurückzukehren, der so auffallend wach und lebendig wirkte (Rubins Händchen hatten wahre Wunder bewirkt), denn nun würden sie sich mit Skizzen und Steinen befassen. Das war sein Metier, da fühlte er sich sicher.
Er trat leicht in den Hintergrund, so dass er ihren Nacken bewundern konnte, am liebsten hätte er sie dort geküsst. Ihre pechschwarze Haut lockte seine Lippen, doch er hielt sich zurück. Sie war wie fleischgewordener Obsidian. Seidig und Glatt und wunderschön.

Ohnehin wollte er sie anfassen, doch dies wagte er nicht. Seine Skizzen schrien in die Welt, was er in den letzten beiden Tagen empfunden hatte, denn er hatte pure, beinahe schon zerreissende Sehnsucht auf das Papier gebannt und dies in einer solchen Intensität, dass es einem beinahe die Nackenhaare aufstellte.

„Das ist es, was die Pilger empfinden sollen, wenn sie euer Antlitz betrachten. Pure Sehnsucht.“ Wie er sie empfunden hatte...Es waren nicht nur menschliche Gesichter auf dem Papier, sondern auch tierische. Ein sehnsüchtiger Warg, ein sehnsüchtiger Löwe. Offenbar experimentierte er mit unterschiedlichen Wesen, möglicherweise stellte Thomas Triebe als Tierfiguren dar, weil er sich noch nicht traute, sie bei einem Menschen zu zeichnen. Es würde wohl zum aktuellen Zeitpunkt noch mühe haben, eine menschliche Figur mit einem erigierten Glied zu zeichnen. Dafür war er noch immer deutlich zu sehr in seiner ungemein prüden Erziehung verhaftet .

Er schwieg eine ganze Weile, liess ihr Zeit die Zeichnungen zu betrachten. Dabei fiel auf, dass er jedes Mal vorsichtiger atmete, wenn immer sie eine Reaktion zeigte. Schliesslich senkte er seine Stimme zu einem tiefen, leisen Raunen, das direkt an ihrem Ohr erklang und für einen kurzen Moment sah es beinahe so aus, als würde er gleich seine Pranken auf ihre Schultern legen, doch er bemerkte sein Vorhaben noch rechtzeitig und liess sie unberührt. Nur weil er der Gastgeber hier in diesem Zimmer war, hiess dies noch lange nicht, dass er sich alles erlauben konnte. Er respektierte ihren Status und ihre Integrität und schien keinerlei Absicht zu hegen, sich mit ihr in irgendeiner Weise zu messen. Er wollte ihr Dienen, nicht sie besitzen.
„Ich...habe...ihn fertiggestellt... wollt Ihr ihn sehen?“ Hauchte er verheissungsvoll und deutete auf den verhüllten Phallus.
Das war eigentlich das seltsamste Angebot, dass er einer Frau je gemacht hatte. Schliesslich lud er sie gerade dazu ein, das Ebenbild seines besten Stücks in Steinform zu betrachten und dies während er selbst praktisch nackt und in einem deutlich verräterischen Zustand bei ihr stand. Skandalös!

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 14. Februar 2016, 18:17

„Einen Moment bitte.“
, gab er höflich zur Antwort und griff behelfsmäßig zu seinem Handtuch. Er trat zur Tür und öffnete sie. Sein etwas verklärter Blick fror augenblicklich ein, als er Amandins streifte.
„H...“
Er spannte sich augenblicklich an, war offenbar mit dem plötzlichen Auftauchen seiner Herrin kurz überfordert. Er starrte in diese glühend roten Augen und bestand für einen Moment nur noch aus Körper. Er dachte nichts, er sah sie nur an und ließ sich von ihren Reizen berieseln. Am liebsten hätte er sie gepackt, auf Bett geworfen und sie geliebt. Leidenschaftlich? Oder doch zärtlich? Gleichzeitig würde er sie aber auch am liebsten einfach Umarmen, ihr sagen wie toll sie war und wie sehr er sie liebte. Liebte? Er wollte so vieles tun und konnte sich doch nicht entscheiden. Letztendlich tat er nichts. Auch sie schien den Augenblick zu genießen, die Reaktion seines Wesens und seines Körpers auf ihre alleinige Anwesenheit. Oh er hatte sie schmerzlich vermisst und eine große Lektion in Sachen „Spannung“ erhalten, dies war offensichtlich.
„Also … du … du musst mich nicht hinein bitten. Rubin hat dir sicher schon erklärt, dass dies dein Zimmer ist. Hier kannst du ruhen … auch vor mir.“
Thomas brauchte eine ganze Weile, bis er realisierte was sie da gerade sagte. Sie begab sich auf die Position eines Gastes, eines Fremden, der höflich um Zutritt ersuchte. Dieses Haus war möglicherweise ein Mikrokosmos, der sich fernab der gewohnten Konventionen bewegte. Er stand noch immer da und sagte und tat nichts weiteres, außer spitz zu werden. Für einen Moment hatte er sogar den seltsamen Impuls sie zu beißen, sie zu schmecken, oder sich an ihre Haare zu pressen und tief ihren Duft einzuatmen. Er wollte ihr nah sein. So nah wie nur irgendwie möglich.
„Ich würde mich aber freuen wenn du mich einladen würdest. Ich habe das Zimmer fertig noch gar nicht gesehen. Rubin meinte, es gefällt dir?“
Er lächelte und nickte verträumt.
„Sehr, Herrin. Sehr. Es ist perfekt. Bitte, kommt rein, bitte.“
Er trat aus dem Türrahmen und streckte ihr sanft seine Hand entgegen um seine einladende Geste zu unterstreichen. Sanft fuhr sein Daumen über ihren Handrücken. Eine leise Berührung, doch Thomas ging sie durch Mark und Bein und erstaunlicher Weise zeigte auch Amandin eine kleine Reaktion. Sie ließ ihre Hand einen kleinen Moment länger als es nötig gewesen wäre in seiner.
„Schön, dass ihr hier seid.“
Ihre plötzliche Schüchternheit, die sie bereits im Zelt kurz an den Tag gelegt hatte, überforderte den Sklaven völlig, weil sie nicht in die Rolle der Hohepriesterin und Herrin passte, die sie ja sonst vor ihm einzunehmen gedachte. Diese Seite kannte er noch kaum von ihr, wie so viele andere womöglich auch...
„Wie geht es euch?“
, fragte er ehrlich interessiert und gab danach den freundlichen Gastgeber. Sie lächelte als Antwort und löste dann doch ihre Hand aus seiner.
„Amethyst hat mich freundlich in Empfang genommen und ich habe auch Rubin kennengelernt...oh...tut mir leid, dass ich lediglich im Badetuch vor euch stehen...ich..äh..“
Er kratzte sich etwas peinlich berührt am Hinterkopf.
„Ich..weiß gar nicht wo meine Kleider sind, ehrlich gesagt.“
, meinte er etwas hilflos, lächelte verlegen und wirkte dabei so süß und unschuldig wie eine ganze Kiste voll Hundewelpen.
"Ich vermute, Rubin hat auch dafür gesorgt."
Sie sah sich um und ging zielstrebig auf den Schrank zu. Das Möbelstück musste mal einem Kunstliebhaber gehört haben, oder einem Magier. Er war aus einem Stück festen, wild gemaserten Wurzelholzes gefertigt worden und in den helleren Bereichen waren dunkle Verzierungen gebrannt worden. Mit Amandins dunkler Silhouette davor, kamen die Kontraste noch besser zur Geltung. Beim Vorstecken ihrer schlanken, straffen Arme hob sich leicht der zarte Stoff der sie umhüllte und so auch ihre weiblichen Rundungen. Ein äußerst köstlicher Anblick. Ob sie wusste, wie sie auf ihn wirkte? Sicher, oder? Oder waren diesen kleinen verführerischen Gesten ihr Wesen, so in Fleisch und Blut gebrannt, dass sie sie nicht bemerkte? Sie öffnete den Schrank und drin kam eine Auswahl aus leichten Kleidungsstücken zum Vorschein. Thomas fiel auf den ersten Blick eher eine Art Arbeitsschürze aus Leder auf, die wohl für sein Handwerk gedacht war. Über die Schultern hingen lederne lange Handschuhe. Auch eine geschnürte Lederhose und schwere Stiefel standen unten in diesem Schrank.
Was Amandin jedoch auffiel und was sie kurz in die Hand nahm, war eine leichte, vermutlich aus Seide geschneiderte Wickelhose, die man mit einem langen Band um die Hüfte befestigte und viel Raum für freie Bewegungen ließ. Der schnitt war lang, gerade und seiden weiß. Sie hielt sie kurz am Bund in seine Richtung und legte den Kopf seitlich, als stellte sie sich ihn darin vor. Dann sah sie hoch in seine Augen und schmunzelte wieder fast schüchtern wirkend.
"Diese würde euch bestimmt gut stehen."
Der Pragmatismus in Thomas sagte ihm, dass ihre Wahl für die Räumlichkeiten hier definitiv geeigneter waren als dickes Leder in dem er sich tot schwitzen würde. Amandin legte sie fein säuberlich zusammen und auf die Sitzfläche des Stuhls, wo zuvor sein Handtuch gehangen hatte. Dabei hatte sie ihm ihre schöne Kehrseite zugewandt und bückte sich leicht. Ihre Schulterblätter bewegten sich wie kleine Flügel auf ihrem nackten Rücken und die kleinen Höcker ihrer Wirbelsäule traten ein wenig hervor, wie bei einem grazilen Drachen der gleich zum Flug ansetzte... so könnte man es sich zu mindestens vorstellen. Der Stoff ihres winzigen Kleides hob sich beim Bücken und präsentierte zur Hälfte Meister Mercer in kunstvoller Weise ihren perfekten kleinen Po. Saftig wie ein Apfel zum hineinreißen wölbten sich ihre Backen über ihren schlanken Schenkeln und dem winzigen Abstand dazwischen, der ihm den Atem raubte. Dann drehte sie sich auch schon wieder um und ließ sich weiter von ihm herum führen.
Er zeigte ihr sein Bett, insbesondere den Steinsockel, der es ihm mit seiner Größe erleichterte hinein und heraus zu kommen. Amandins Fingerspitzen bewegten sich kurz an ihrer Seite und dann trat sie an ihm vorbei. Sie musste leicht hüpfen um sich auf die Bettkante zu setzen, was ihre Brüste bewegte und eine ihrer Strähnen aus den hochgesteckten Haaren lockerte. Lang und in großen Wellen floss sie ihr über die Schulter, zwischen den Brüsten entlang bis in ihren Schoß. Da saß sie nun kurz mit ihrem nackten süßen Hintern, dort wo er noch eben gelegen hatte. Könnte man doch Laken sein.
Thomas setzte unruhig seine Führung fort und Amandin folgte brav in einem Meter Ab stand. Er bedankte sich für den Pfirsich, beeilte sich dann aber doch plötzlich etwas mehr, weil er insgeheim plötzlich dachte, dass eine morgerianische Hohepriesterin sich vermutlich nicht lange mit Pfirsichen aufhielt ...(wenn er nur wüsste)... und führte sie letztlich zum Tisch, wo die Skizzen lagen und wo das fertige Werk stand. Thomas war sichtlich aufgeregt na ja und auch erregt und komplett überrumpelt, so dass er etwas nervös und fahrig wirkte. Seine etwas chaotische Abfolge einer Zimmerführung entstand wohl aus seiner Unsicherheit. Außerdem musste er sich selbst ablenken, denn er verspürte ebenso einen immensen Drang, sie nach seiner Tochter und Beth zu fragen. Genau davor hatte sie ihn jedoch gewarnt und so unterdrückte er diesen Impuls mit aller Macht. Ihm blieb nichts anders übrig, als auf ihre Güte zu vertrauen und genau dies tat er in diesem Moment.
Doch wie sie nun endlich am Tisch standen, schien endlich etwas Ruhe in den Mann zurückzukehren, der so auffallend wach und lebendig wirkte, denn nun würden sie sich mit Skizzen und Steinen befassen. Das war sein Metier, da fühlte er sich sicher. Amandin trat an ihm vorbei und betrachtete die Skizzen. Er selbst trat leicht in den Hintergrund, so dass er ihren Nacken bewundern konnte, am liebsten hätte er sie dort geküsst. Ihre fest pechschwarze Haut lockte seine Lippen, doch er hielt sich zurück. Sie war wie fleischgewordener Obsidian. Seidig und glatt und wunderschön.
Er wollte sie anfassen, doch dies wagte er nicht. Seine Skizzen schrien in die Welt, was er in den letzten beiden Tagen empfunden hatte, denn er hatte pure, beinahe schon zerreißende Sehnsucht auf das Papier gebannt und dies in einer solchen Intensität, dass es einem beinahe die Nackenhaare aufstellte. Amandins Fingerspitzen liebkosten die flehenden Zeichnungen zärtlich und fuhren sinnlich die Konturen nach.
„Das ist es, was die Pilger empfinden sollen, wenn sie euer Antlitz betrachten. Pure Sehnsucht.“
Wie er sie empfunden hatte. Es waren nicht nur menschliche Gesichter auf dem Papier, sondern auch tierische. Ein sehnsüchtiger Warg, ein sehnsüchtiger Löwe. Bei den Tieren fiel es ihm offensichtlich leichter seine Sehnsucht körperlich darzustellen und Amandin musterte sie mit großer Neugierde. Ihre Finger fuhren "durch" die Mähne des Löwen und über die gewaltigen Pranken des Bären, liebkosten seine Werke und weckten fast ein wenig Eifersucht ihn ihm.
Er schwieg eine ganze Weile, ließ ihr Zeit die Zeichnungen zu betrachten. Dabei fiel auf, dass er jedes Mal vorsichtiger atmete, wenn immer sie eine Reaktion zeigte. Schließlich senkte er seine Stimme zu einem tiefen, leisen Raunen, trat ein wenig näher, dass sein Atem direkt an ihrem Ohr erklang und für einen kurzen Moment sah es beinahe so aus, als würde er gleich seine Pranken auf ihre Schultern legen, doch er bemerkte sein Vorhaben noch rechtzeitig und ließ sie unberührt. Nur weil er der Gastgeber hier in diesem Zimmer war, hieß dies noch lange nicht, dass er sich alles erlauben konnte. Er respektierte ihren Status und ihre Integrität und schien keinerlei Absicht zu hegen, sich mit ihr in irgendeiner Weise zu messen. Er wollte ihr dienen, nicht sie besitzen. Aber es war auch unendlich schön zu sehen, dass diese kleine Annäherung auch bei ihr Folgen hatte. Eine leichte Gänsehaut lief ihren Rücken hinunter.
„Ich...habe...ihn fertiggestellt... wollt Ihr ihn sehen?“
Hauchte er verheißungsvoll und deutete auf den verhüllten Phallus.
Das war eigentlich das seltsamste Angebot, dass er einer Frau je gemacht hatte. Schließlich lud er sie gerade dazu ein, das Ebenbild seines besten Stücks in Steinform zu betrachten und dies während er selbst praktisch nackt und in einem deutlich verräterischen Zustand dicht hinter ihr stand. Skandalös! Zumal er nur ein Handtuch um seine Lenden trug und sie – sehr „zugänglich“ war.
Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber er hört sie die Luft einsaugen und kurz anhalten. Ihr Hand auf der Zeichnung des Löwen krallte sich kurz in dessen Rücken und lockerte sich dann mit einem stoß weise kommenden Ausatmen. Es wirkte, als müsste sich die Dunkelelfe zusammenreißen keine "Dummheit" zu begehen. Dies hier war sein Reich. Hier war er Gastgeber und sie wollte ihn nicht dominieren, hier nicht! Sie musste ihm Freiheiten lassen, damit er sich entwickeln konnte. Eine Pflanze die man zu früh beschnitt, ging ein. Perfektion brauchte Raum zum Wachsen und seine kleinen wilden Triebe wollte sie auf keinen Fall unterdrücken, jetzt da sie gerade erwachten. Amandin hielt einen Moment ganz still und kämpfte mit sich mehr, als der Steinmetzmeister je ahnen würde. Seine geballte Manneskraft so nah in ihrem Rücken zu wissen, seine kraftvolle Überlegenheit und gleichzeitig diese unschuldige Angst, zu weit gehen zu können ließ ihre Haut brennen. Wäre sie so hellhäutig gewesen wie er, er hätte es sehen können, doch so brannte nur reinste Lust ihn ihren Iriden, als sie von ihm abgewandt ein leises:
„Ja.“
, hauchte. Irgendwie prickelte die Luft zwischen ihnen, als würde sie sich immer mehr aufladen, um so näher sie sich kamen. War das wirklich nur nackte Lust? Nur Sehnsucht und Leidenschaft? Thomas musste von ihr zurück treten um sein Prachtstück zu enthüllen. Nein, nicht das Handtuch ablegen, dass Kunstwerk aus Stein, das verborgen unter Laken auf der kleinen Werkbank stand.
Sie folgte ihm und er konnte sie neben sich spüren, als würde seine Aura sich mit ihrer langsam verweben. War sie weiter weg als zwei Schritt von ihm entfernt, setzte das sehnsuchtsvolle Ziehen ein, kam sie näher als einen Schritt, brannte seine Haut unter ihren Blicken lichterloh. Erwartungsvoll sah sie zwischen ihm und seinem Kunstwerk hin und her, bis er es enthüllte. Thomas beobachtete genau jede kleinste Reaktion ihres Gesichtes im Profil.
Als der Stoff herunter glitt, öffneten sich ihre Lippen. Dann weiteten sich die Pupillen leicht. Wieder einmal zog sie die Unterlippe unbewusst zwischen die Zähne und ihre Lider flatterten kurz. Die Bewegung ihrer Schulter verriet, dass sie die Hand ausstreckte und ein sehr machtvolles Ziehen seiner Lenden, verriet, dass sie ihn berührte. Thomas musste kurz hinsehen und etwas in ihm verging gerade, wie Papier das auf Lava fiel. Sie brauchte ihn noch nicht einmal real zu berühren. Er fühlte es auch so, wie sie seinen Zwilling liebkoste. Seine Sehnsucht, seine Lust war mit diesem Werkstück verbunden, mehr als er es sich hatte eingestehen wollen und Amandins Phantasie erweckte ihn zum Leben. Es war nur Stein, aber sie war seine Herrin und sie gebot über ihn.
„Er … ist wunderschön … „
Ihre leise leicht bebende Stimme gab ihm den Rest.
„Er ist … perfekt!“
, hauchte sie atemlos und biss sich kräftiger auf die Lippen, als müsste sie sich heftig zurückhalten, nicht noch mehr zu tun. Sie schluckte leer und sah dann Thomas in seine lodernden Seelenspiegel. Ein paar schnelle Lidschläge folgten und dann begriff sie, was in Thomas gerade vor sich ging. Seine Pupillen waren geweitet und das Blau seiner Augen dunkler geworden. Ein paar Sekunden lang brannte die Luft zwischen ihnen und die Welt drum herum versank in Vergessenheit. Ihre Lippen waren geöffnet und ihre Zungenspitze drückte gegen die Zähne. Amandin wirkte zauberhaft in ihrer wartenden Position, aber Thomas wusste einfach nicht mit der Situation umzugehen.
Er konnte nicht sehen, was hinter den perfekt geschwungenen Brauen vor sich ging, was sie dachte. Er hatte keine 100 Jahre Zeit gehabt Emotionen zu studieren, aber was er in diesem Moment sah, war einfach. - Sie wollte ihn! - Nicht nur seinen Körper … IHN! Warum zögerte sie? Warum tat sie nicht wonach ihr war, was sie doch beide wollten? Sie konnte es doch! Sie durfte ihn nehmen! Er war nur ein Mann, sie nur eine Frau, eine Frau die alles für ihn sein wollte? Was hielt sie zurück? Sie war so viel für ihn, ihr Lächeln, ihre sanften Bewegungen, ihr stockender Atem. Alles was so anders an ihm war, war alles was sie wollte. Alles was sie vereinte, war was sie begehrte. Er konnte sie nicht begreifen, sie nicht verstehen. Sie war seine Herrin und er ihr Sklave. Er war kein freier Mann und sie keine normale Frau, würde sie niemals sein, ...oder? War ihr lächeln echt?
Konnte sie ein Lächeln vortäuschen?
Konnte sie ein Lachen erzwingen?
Ihren Teil spielen und doch alles für ihn sein?
Konnte er ihr zeigen was es bedeutete ein Mensch zu sein?
Ein Mensch zu sein?
Menschlich sein?
Zerbrechlich sein?
Konnte er sie lehren, was er war?
Er wusste noch nicht was er war, was er in ihren Händen werden sollte. Sie standen voreinander und hielten die zarte Pflanze ihrer Beziehung in dem Atem vor sich gefangen. Sie wollte ihn wachsen sehen und pflücken wenn er reif dafür war, selbst wenn es sie einiges an Selbstbeherrschung kostete. Sie musste das durchstehen! Sie riss sich aus seinem flehenden Blick frei und übernahm wieder die Führung, denn ohne Zügel konnte er noch nicht laufen. Er war wie ein ungestümer Hengst, der sonst aus Versehen alles was sie bis jetzt gemeinsam aufgebaut hatten zertrampeln könnte. Sie wandte sich wieder dem steinernen Abbild seiner Sehnsucht zu und legte das Tuch darüber. Sie atmete noch einmal tief durch und zog ihre Aura in sich zurück, die nach ihm hatte greifen wollen wie lebendige Magie. Thomas fühlte, dass dieser Moment eben echt gewesen war und ihm etwas wahrhaftiges hatte zeigen sollen, dass er noch nicht verstand und sie nicht zulassen konnte. Sie hielt sich zurück und das mehr als nur körperlich. Sie hielt ihre Seele zurück. Konnte eine Dunkelelfe ihr Herz zeigen? Sich so weit öffnen, dass sie verletzbar werden würde? War so etwas möglich? Was würde er dann sehen? Würde er es ertragen können?
Was hatte Rubin gesagt? Sie braucht uns. Sie braucht uns mehr als wir sie, aber das wirst du noch verstehen. Sie brauchte ihn.
Ihre Hand schlug das Laken enger um sein Werkstück und nahm es an sich.
„Ich … ich habe jetzt sehr großen Hunger. Ich … warte draußen.“
Fast ein wenig zu eilig schritt sie zur Tür und zog sie hinter sich zu.

Als Thomas sich umgezogen hatte und ihr nach draußen folgte, war alles wie zuvor. Sie war seine personifizierte Sünde, lehnte lasziv gegenüber an der Wand und hatte eine Hand an ihrer eigenen Brust, an der sie versonnen spielte. Ihr Blick wanderte zu der mehr als offensichtlichen Beule in seiner Hose, die kein Stoff der Welt zu verbergen vermochte. Auch ihr Lächeln war wieder mehr als eindeutig. Ihr gefiel was sie sah.
„Na dann komm!“
Sie stieß sich von der Wand ab, machte einen Schritt auf ihn zu, legte kurz eine Hand auf seine Brust, eine an die Beule und gurrte leise ein einzelnes Wort:
„Hungerrrr!“
Da war sie wieder, seine verspielte Herrin. Sie hob den Phallus auf und lächelte einladend. Dann drehte sie sich schnell um und schritt voran. Ihre Hüften wiegten sich verheißungsvoll und der viel zu kurze Rock ließ ihren köstliches Hinterteil aufblitzen. Wäre sie jemand anders, er hätte sie vielleicht gerne übers Knie gelegt um sich dieser süßen Kehrseite ausgiebig zu widmen. Mit wippendem Gang liefen sie den Gang entlang und Amethyst gesellte sich aus einem Seitengang zu ihnen. Er verbeugte sich und sie reichte ihm ihr Päckchen.
„Leg das bitte in mein Bett … und nicht reinschauen!“
Der Dunkelelf hatte ohnehin kaum Interesse an dem eingewickelten Gegenstand, denn die Beule an Thomas Hose hielt ihn einen Moment gefangen. Er riss sich los und strahlte nickend seine Herrin an. Auch er hatte eine leichte Wölbung unter seinem Lederlappen, sofort als er sie gesehen hatte. Oder lag es an Thomas? Oder an beiden? Er grinste Thomas, wissend was ihn gleich erwarten würde, an und eilte davon.
Amandin kicherte leise und wirkte sehr ausgelassen, während sie weiter gingen.
„Er mag dich... Oh, keine Angst. Er würde sich nicht an dir vergreifen, wenn du es nicht willst, selbst wenn ich es erlauben würde.“
Ein so einfacher Satz konnte doch in mehrerer Hinsicht sehr beruhigend sein. Das schönste war wohl, das Amandin nicht vorhatte ihn mit Amethyst zu teilen. Sie lächelte ihn an und stieß in einer fließenden Drehung mit der Hüfte eine Tür auf. Dahinter kam ein angenehm bunter Raum zum Vorschein, der seine Farbe vor allem durch das Buffet erhielt, dass auf einem langen Tisch ausgebreitet angerichtet worden war. Thomas ließ seinen Blick über die Köstlichkeiten schweifen und erst auf den zweiten Blick geriet er ins Stocken. Da … da lag eine Frau unter dem Essen? Moment! Da war eine Hand, die wie eine Schale eine Rebe mit Trauben hielt, dort ein schlankes, im Atem des Meeres sich heben und senkendes Schiffchen gefüllt mit glasierten Möhren. Links und rechts davon auf sanften Hügeln lag hauchdünner Aufschnitt, vermutlich eines Bratens. Dazwischen war liebevoll mit dunkler und heller Soße eine Landschaft angedeutet. Thomas Kinnlade fiel unwillkürlich runter als er tiefer blickte. Da stand ein Honigtopf mit Löffel zwischen den geöffneten Schenkeln. In unterschiedlichste Formen geschnitztes Obst vervollkommnte das Kunstwerk hier und da. Manches kannte Thomas, aber vieles erschien ihm so völlig fremd wie die Darreichungsform.
Amandin war weiter gegangen und setzte sich auf die Bank, die vor der verführerischen Auslage bereit stand. Sie klopfte neben sich auf den Platz und lächelte verzückt. Als er näher kam erkannte er Nelsanis Gesicht unter den ganzen Leckereien. Sie schmunzelte und Amandin räusperte sich, damit sie still liegen blieb und das Kunstwerk nicht zerstört wurde.
„Beeindruckend oder?“
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Dienstag 16. Februar 2016, 15:03

Die zärtliche, ja schon schüchterne Berührung ihres Handrückens reichte aus um ein Feuerwerk in ihm zu entfachen. Er sah seiner Herrin verträumt hinterher, als sie an ihm vorbei Schritt und sich an seinem Schrank zu schaffen machte. Sofort war ihm seine Aussage etwas peinlich, es hätte ihn schliesslich nicht viel gekostet, sich vor seinem Nickerchen noch kurz um seine Kleidung zu kümmern. Nun musste dies seine Herrin für ihn machen! Er schloss die Tür wieder und folgte ihr in den Raum. Beobachtete sie dabei, wie sie sich Bewegte. Er hatte im Moment wenig Sinn für die Ästhetik des Schrankes, da er gerade anderweitig abgelenkt war. Derart abgelenkt, dass er kurz blinzelte, als sie sich plötzlich zu ihm umwandte und ihm die Kleider zeigte. Die Arbeitskleidung sah funktional und bequem aus, genau was man in der Werkstatt oder auf der Baustelle würde brauchen können, doch dann förderte Amandin noch ein anderes Kleidungsstück zu tage, welches bei Mercer eher für Verwirrung sorgte. Nur eine Hose? Im Grunde mehr als nur vernünftig, denn in diesem Haus war es glühend Warm, beinahe schon tropisch. Er setzte sich so lässig wie möglich in Pose, als sie Mass bei ihm nahm und zufrieden nickte. Er lächelte freundlich und nickte schliesslich. Sie schien ein gewisses Faible für seine helle Art zu haben. Sicherlich würde Thomas auch schwarz sehr gut stehen, weil dies einen harten Kontrast zu seinen blauen Augen und blonden Haaren bieten würde, aber Amandin hatte sich für seidiges und ehrliches Weiss entschieden.
"Diese würde euch bestimmt gut stehen." Ihre Schüchterne Art sorgte dafür, dass er sich etwas grösser machte, vermutlich in der unterbewussten Absicht für sie einen Schutz darstellen zu wollen. Er nickte. „Das denke ich auch, Herrin.“ Meinte er ruhig und war etwas verwirrt darüber, dass sie ihn nun wieder förmlich ansprach. Thomas selbst hatte seine Herrin bisher nie geduzt, dies hatte er nicht gewagt.

Er musste sich gehörig zurückhalten, als sie die Kleider auf seinen Stuhl trapierte und ihm dabei – bewusst oder nicht – vorzüglich ihr Heck präsentierte. Das Ziehen in seinen Lenden wurde stärker und wie von einem Magnetismus angezogen näherte er sich seinem Begehren. Entsprechend angeregt setzte er seine Führung fort und schluckte leer, als sie sich auf sein Bett setzte. Am liebsten hätte er sich auf sie gestürzt, sie auf den Rücken gedrängt und... Er schluckte abermals leer. Eine Schweissperle auf seiner Stirn verriet, die Zurückhaltung die er gerade an den Tag legte. Unbewusst befeuchtete er seine Lippen mit seiner Zungenspitze und konzentrierte sich dann wieder auf die Führung, bis sie endlich zu den Skizzen gelangten.

Thomas zerging beinahe, als Amandin sinnlich seine Kohlenstriche mit ihren Fingerkuppen nachzeichnete und seine Atmung wurde schwerer. Er wollte der Löwe sein, der Bär, der Warg und irgendwie war er sie ja auch alle, denn diese Skizzen waren aus seinen ureigenen Empfindungen geboren. Ohnehin spürte Thomas eine seltsam intensive Verbundenheit zu seinen eigenen Werken, sei es bei Statuen, Häusern oder Zeichnungen, schliesslich sprach er letztlich auch durch sie. Am deutlichsten wurde diese Verbindung natürlich bei seinem neusten Werk. Schliesslich hatte er sich noch nie selbst verewigt, dies wäre in Pelgar ja auch mehr als nur vermessen gewesen für einen Steinmetzmeister. Er stand ihr so nah, dass er sie beinahe berührte und man konnte die Hitze, die von ihm ausging beinahe körperlich spüren. Pure Erregung, pure Lust flutete jede Faser seines Körpers und bereitete sich Wellenartig und Unkontrolliert in ihm aus. Er musste sich eingestehen, dass er bei Amandin Sachen empfand, die einmal waren und die er mit Beth nie erlebt hatte. Gleichzeitig gab es aber auch Aspekte der Leidenschaft, die er bisher nur mit seiner Frau geteilt hatte. Ein Akt aus tiefer, inniger Liebe beispielsweise, der an Langsamkeit und Ruhe wohl kaum zu unterbieten war und genau dadurch tief ins Herz ging, weil es nicht der Akt der Körper gewesen war, sondern der Herzen. Ein solcher Akt setzte jedoch ein immenses Vertrauen, eine tiefgreifende Beziehung und absolute Liebe von beiden Seiten her voraus. Thomas würde es aktuell niemals wagen, seine Herrin mit solchen Emotionen zu überschütten, denn er merkte instinktiv, dass sie vermutlich eine Meisterin der körperlichen Lust war, ihr die emotionale Liebe jedoch ungemein schwerer fiel.

Wenn sie überhaupt in der Lage war sie zu empfinden. Dunkelelfen waren in Pelgar stets als gefühlskalte, manipulative und herzlose Wesen dargestellt worden, die Liebe höchstens imitieren, aber niemals würden empfinden können. Thomas hoffte für Amandin, dass dieses Bild nicht der Wahrheit entsprach. Was konnte er für seine Herrin denn mehr wünschen, als dass sie das Glück aufrichtiger Liebe erfuhr? Dabei dachte er nicht darüber nach, dass dieses „Geschenk“ für Amandin wohl ein ziemlich gefährliches sein würde, lebte sie doch in einer Gesellschaft, die solcherlei Gefühlsregungen sofort als Schwäche auslegen und ausmerzen würden.

Er trat zu dem verhüllten Werk hin und nahm langsam das Tuch herunter. Samtig weisser Alabaster, ein exaktes Abbild seiner selbst. Jede noch so kleine Erhebung, jede noch so kleine Ader war berücksichtigt worden. Er beobachtete sie dabei, wie sie auf ihn reagierte. Sein Herz schlug ihm beinahe bis zum Hals, denn noch nie hatte er sich seit seiner Heirat auf diese Art einer Frau gezeigt. Noch nie war er so eingängig betrachtet worden. Für Pelgarer war der Körper von Sünde behaftet und so schenkte ihm nur wenig aufmerksamkeit. Ein männliches Glied hatte stets etwas Anrüchiges und gefährliches an sich, so dass man sich möglichst wenig damit beschäftigen wollte. Der Akt selbst war eher eine Notwendigkeit, als sein Vergnügen – zumindest nach der Offiziellen Lehrmeinung, an die sich Thomas und Beth nicht wirklich gehalten hatten.
Er biss sich fest auf die Lippen, als sie ihn berührte und atmete Schwer gegen ihren Nacken. Er trat noch einen Schritt näher, nahm noch mehr ihrer Aura in sich auf. „Herrin.“ Hauchte er sehnsüchtig.
„Er ist … perfekt!“

Dann dreh dich um und nimm mich! Besitze mich! Beherrsche mich! Treib mich an! Fordere mich! Dachte er heftig erregt und ballte seine Pranken kurz zu Fäusten, weil er sie sonst wohl berührt hätte. Die beide sahen sich einen Moment an. Zwei Seelenspiegel, ein Gedanke und doch hielten sie sich zurück, während sie vor lauter Verlangen beinahe zergingen. Die Lektion der Anspannung schien nicht nur ihn zu betreffen. Mit seinem Blick bot er sich ihr förmlich an. Er wollte sie. Er wollte vor ihr niederknien, ihr die Füsse küssen, von ihr berührt werden, ihr gehören, ihr zu willen sein, sie lieben... und dann entzog sie sich ihm. Sie glitt ihm aus den Fingern, nahm ihre Aura zurück und liess seine lechzende Seele zurück.

Thomas gab einen frustrierten Seufzer von sich, den er offensichtlich nicht hatte unterdrücken können. Sie verlangte ihm hinsichtlich „Spannung“ wahrlich alles ab. Dennoch hatte sie ihn berührt und gestreichelt gehabt, nur diesmal auf einer ganz anderen Ebene. Emotional. Das, was er gerade erlebt hatte, konnte unmöglich gespielt gewesen sein. Selbst wenn sie tausend Jahre alt war, dieses Kunststück konnte doch kein lebendes, zur Empathie Fähiges Wesen vollbringen und wenn doch, dann wäre es an Grausamkeit kaum mehr zu überbieten. Thomas zweifelte keine Sekunde an der Echtheit dieses Moments und er drang in sein Herz. Wärmte ihn an jenem Ort, der bisher einzig seiner Familie zugänglich gewesen war.

“ Ich … ich habe jetzt sehr großen Hunger. Ich … warte draußen.“ „J..a..“ Schaffte er gerade noch zu erwidern, aber da war sie mit ihm auch schon aus dem Raum gehuscht. Stille kehrte für einen Moment ein und Thomas begann für einen Moment unwillkürlich am ganzen Leib zu zittern. Ihm war gleichzeitig zu heiss und zu kalt und die Aufregung war so gross, dass er in einer Überspannreaktion dreimal einen Kreis in seinem Raum ablief. Dieses Verhalten legten auch Tiere an den Tag, die ihre ungestillten Triebe derweilen in Bewegung umsetzen mussten und so ihrem eigenen Schwanz nachjagten oder ähnliche Dinge taten um sich abzureagieren. Schliesslich legte er sein Handtuch ab und betrachtete sich einen Augenblick selbst, ohne sich jedoch zu berühren. Ja, sein Körper war durchaus attraktiv, trotz seinem Rückenschaden. Seine Muskeln zeichneten sich sichtbar unter seiner Haut ab, seine Pranken waren gross und versprachen Sicherheit und Stärke. Sein Kinn war kantig und sein Kiefer breit. Er lächelte stolz und zog die Wickelhose an, ehe er zu ihr in den Gang trat. Da stand sie, war noch diesselbe Person wie vor ein paar Minuten, doch strahlte sie nun wieder pure Sünde aus. Auch diesen Charakterzug wertete Thomas keineswegs als gespielt, auch dieser war echt, aber ihr offensichtlich wesentlich vertrauter als das, was vorher passiert war. Er musste sich eingestehen, dass wohl viele diesen Charakterzug von Amandin zu sehen bekamen, während sie sich nur wenigen verletzlich zeigte. Beide Charakterzüge wirkten ungemein stark auf ihn, denn er war ebenso mit ihrer Emotionalität, wie auch mit ihrer offen gelebten Lust überfordert, vielleicht insbesondere deswegen, weil sie eben gerade beide Eigenschaften miteinander vereinte. Am pelgarischen Stammtisch würde man über sie wohl sagen, sie sei Ehefrau und persönliche Hure zu gleich... welcher Mann konnte sich glücklicher schätzen?

Er starrte ihr erregt entgegen, als sie ihn mit diesem hungrigen Blick ansah. Er wähnte sich eher als Mahlzeit, denn als Speisegenosse und das gefiel ihm. Er schmunzelte und machte einen Schritt auf sie zu, als sie seine Hand auf seine Brust...und seine...nun ja... legte. Dies zeigte, dass er etwas mutiger und selbstbewusster wurde und sich mehr zutraute, aber die Grenze zur Frechheit war sehr schmal und sie würde stets entscheiden, wie fest er seinen Trieben nachgeben durfte. Thomas war ein kräftiger und potenter Hengst, sich ihn zu Willen zu machen erforderte viel Erfahrung und Geduld. Eigenschaften, an denen es Amandin in keinster Weise mangelte.

Ihr Weg wurde von Amethyst abgeschnitten, der gerade in den Gang eingebogen kam und ihn entgegen nahm. Thomas errötete, nicht nur weil dieser seltsame Elf ihn hielt, was in Thomas einige homophobe Gefühle auslöste, sondern auch weil er in Amandins Bett gelegt werden würde. Vollkommen errötete er aber, als er Amethysts eindeutiger Blick gewahr wurde.

„Er mag dich... Oh, keine Angst. Er würde sich nicht an dir vergreifen, wenn du es nicht willst, selbst wenn ich es erlauben würde.“ „J..ja...“ Stammelte Thomas nervös und schloss dichter zu Amandin auf, wie ein junges Rehkitz, dass Schutz bei seiner Mutter suchte. „Und...Lazuli?“
Er fragte sich ob die andere Elfe auch hier war, wie hiess sie nochmals? Suleika? Noch immer hatte er niemanden danach gefragt, was sie ihm hinterhergezischt hatte, doch inzwischen hatte er ihre Worte auch wieder vergessen und würde sie unmöglich imitieren können, zumal die Sprache der Dunkelelfen ohnehin sehr schwierig für seine Zunge war.

Er folge ihr in den Speisesaal und erst bemerkte er gar nicht, dass die Köstlichkeiten auf einem Lebendmodell drapiert worden war, zu sehr war er damit beschäftigt die einzelnen Nahrungsmitteln zu bewundern, die er zum Teil noch nie, alle aber sicher schon lange nicht mehr gesehen hatte. Erst als er bemerkte, dass sich einige der Naschereien rhythmisch hoben und sanken, sah er etwas genauer hin und erkannte Nelsani. Lysanthor sei Dank, dass es sie war und nicht die andere! Er lächelte ihr warm, aber etwas verlegen entgegen und brachte eine ganze Weile damit zu, dass Buffet zu bestaunen. Es war für ihn beinahe unfassbar, dass er an diesem Festmahl gleich würde teilhaben dürfen, ja dass es sogar extra für ihn errichtet worden war.
Nelsani hatte Glück, dass es nur Rohkost gab. Aber auch so stellte es eine Herausforderung dar, still zu liegen. Ob sie gänzlich nackt war? Er würde es sehen, wenn er sich am Honigtopf bedienen würde...

„Beeindruckend oder?“ „Sowas habe ich noch nie gesehen...es...ist...wunderschön.“
Obwohl die Frauen in Pelgar den Männern deutlich unterstellt waren, würde man sie nie zu einem Teller herabdegradieren.... nun...aber zu einem Besen auf zwei Beinen sehr wohl. Das hier war eigentlich die viel ästhetischere und schönere Variante, zumal es sich hier nicht um eine Degradierung handelte... es war einfach nur schön und Nelsani schien es ebenfalls zu gefallen ihrer Herrin auf diese Weise zu dienen. Ausserdem glaubte Thomas, dass sie ihn mochte. „Ihr steckt voller Überraschungen, Herrin.“ Meinte der Sklave schwärmerisch und folgte ihr zu der Bank. Da sie neben sich geklopft hatte, verzichtete er darauf sich hinzuknien, sondern setzte sich neben sie, was seinen Körper wieder in ihre unmittelbare Nähe beförderte. Er wollte sie küssen. Jetzt sofort. Er musste sich ablenken und streckte darum jene Hand aus, die von ihrer Magie berührt worden war. „Ich... glaube ich trage einen Teil von auch in meinem Körper. In meiner Hand... sie...kribbelt wenn ich mich den Steinen nähere.“ Er wusste nicht wirklich, was dies bedeutete, ob das Normal war oder nicht und ob Amandin damit gerechnet hatte. Bisher hatte er nie in Betracht gezogen, dass er magisch begabt sein könnte...aber seit jener Nacht... „Es ist...als könnte ich sie spüren... und ihre Schatten...sie tanzen...“ Er seufzte schliesslich und senkte für einen Moment seinen Blick. „Ich muss gestehen, ich beneide Amethyst und Nelsani.“ Er schaute zu ihr und lächelte freundlich. „Sie dürfen eure Gegenwart über Jahrhunderte geniessen...“ Er blickte Amandin direkt an. „Uns Menschen bleibt nur so wenig Zeit... Jede Sekunde, ist so unfassbar Kostbar...“ Und sie hatte ihn zwei Tage lang alleine gelassen! Zwei ganze Tage!

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 17. Februar 2016, 10:08

„Er mag dich... Oh, keine Angst. Er würde sich nicht an dir vergreifen, wenn du es nicht willst, selbst wenn ich es erlauben würde.“
„J..ja...“

, stammelte Thomas nervös und schloss dichter zu Amandin auf, wie ein junges Rehkitz, dass Schutz bei seiner Mutter suchte.
„Und...Lazuli?“
„Sagen wir mal so, da sie im herkömmlichen Sinne nicht mit uns spricht, ist es manchmal schwer sich verständlich zu machen. Wenn, dann gehen wir gemeinsam zu ihr.“
Er fragte sich ob die andere Dunkelelfe auch hier war, wie hieß sie nochmal? Suleika? Nein, das war es nicht. Ihren Namen konnte er noch nicht zuordnen und er hatte niemanden danach gefragt, was sie ihm hinterher gezischt hatte. Im Moment beschäftigten ihn sowieso andere Dinge viel mehr, denn das Buffet war eröffnet.
„Beeindruckend oder?“
„Sowas habe ich noch nie gesehen...es...ist...wunderschön.“

Das hier war der ästhetische und schönste Teller, den Thomas je gesehen hatte! Es war einfach nur schön und Nelsani schien es ebenfalls zu gefallen ihrer Herrin auf diese Weise zu dienen. Außerdem glaubte Thomas, dass sie ihn ehrlich mochte.
„Ihr steckt voller Überraschungen, Herrin.“
, meinte der Sklave schwärmerisch und folgte ihr zu der Bank. Da sie neben sich geklopft hatte, verzichtete er darauf sich hinzuknien, sondern setzte sich neben sie, was seinen Körper wieder in ihre unmittelbare Nähe beförderte. Er wollte sie küssen. Jetzt sofort. Er musste sich ablenken und streckte darum jene Hand aus, die von ihrer Magie berührt worden war. Amandin betrachtete vorsichtig seine Bewegungen.
„Ich... glaube ich trage einen Teil von euch in meinem Körper. In meiner Hand... sie...kribbelt wenn ich mich den Steinen nähere.“
Sie entspannte sich. Seit jener Nacht hatte sich sein Empfinden den Steinen gegenüber gewandelt. Amandin lächelte und kickte kaum merklich. Sie hatte ihn verwandelt, etwas hervor geholt, was er vielleicht auch schon vorher nur sehr viel schwächer in sich getragen hatte, das "Gefühl der Steine".
„Es ist...als könnte ich sie spüren... und ihre Schatten...sie tanzen...“
"Ihr könnt sie fühlen, nicht wahr? Wie sie auf euch reagieren ... es ist, wie als wenn sie euch ansehen um sich ein Urteil zu bilden..."
Amandin sprach versonnen weiter und malte dabei eine Spirale in die Sahne auf Nelsanis Arm.
"Sie halten uns für schwach und weich. Man muss sich ihren Respekt verdienen. Man muss lernen, ihren Stimmen zu lauschen, dann ... manchmal sprechen sie dann ganz langsam zu uns und enthüllen uns ihre wahre Gestalt. Es braucht Zeit sie zu verstehen. Steine sprechen seeehr langsam."
Er seufzte und senkte für einen Moment seinen Blick. Vielleicht war es ihre Erwähnung der Zeit gewesen, die ihn nachdenklich gemacht hatte?
„Ich muss gestehen, ich beneide Amethyst und Nelsani.“
Er schaute zu ihr, lächelte freundlich und sie hob fragend die wunderschön geschwungenen Bauen. Ihr Zeigefinger verschwand mitsamt der Sahne im Mund.
„Sie dürfen eure Gegenwart über Jahrhunderte genießen...“
Er blickte Amandin direkt an und sie lächelte mit Finger im Mund zurück.
„Uns Menschen bleibt nur so wenig Zeit... Jede Sekunde, ist so unfassbar kostbar...“
Sie löste den Zeigefinger aus ihren dunkelroten Lippen, leckte noch einmal über ihren verschmierten Mittelfinger und wiederholte sein letztes Wort, was aus ihrem Mund auf einmal unglaublich sinnlich klang:
"... kostbar! ... ja. Deshalb ist es um so wichtiger jeden Moment der uns geschenkt wird bis zur Neige zu genießen."
Ihre Pupillen waren vor Lust geweitet und brannten sich in seine blauen Meere, hinter denen der selbe Sturm tobte. Sie atmete tief, löste den Blick, hob die Hand zu eine von Nelsanis köstlich verpackten Hügeln und nahm mit zwei Fingern einen der kleinen Streifen Fleisch auf. Die Sklavin atmete etwas tiefer, als Luft die leicht feuchte Stelle traf und verhärtete. Amandin rückte schmunzelnd näher und näherte sich mit dem Fleisch in der Hand um Thomas zu füttern. Ihr Oberschenkel berührte seinen leicht und er konnte ihre festen Muskeln an seinen spüren. Er öffnete brav den Mund, als sie ihm den kleinen Happen zwischen die Zähne schob. Sie wirkte vorsichtig, fast als ob sie befürchten musste, dass er nach ihr schnappen würde. Der würzige Geschmack breitete sich schnell aus und die zarte Konsistenz verzauberte seine Zunge.
"Gut?"
Nachdem er genickt hatte, nahm sie sich ebenfalls ein Stück und aß es mit Hunger. Sie nahm sich von den Möhren und in Speck eingewickelten Bohnen, tauchte alles in buttrige Soße und genoss jeden Bissen, während sie Thomas alles vorher kosten ließ. Sie schien auch hier seine Reaktionen zu studieren. Sie wollte ehrlich wissen was er mochte, bevor er es von ihr sah, was vielleicht seine Reaktionen verfälscht hätte. Von ihr so liebevoll versorgt zu werden war an sich schon ein Hochgenuss. Das Essen war köstlich, fast so gut wie ihre Finger die ab und an seine Lippen säuberten, oder der Anblick den Nelsani bot, um so mehr sie frei gefuttert wurde. Und ja, Nelsani war vollständig nackt. Die kartoffeligen Felsen in der Soßenbrandung schmolzen an ihrer Seite nur so dahin. Die fleischigen Baumscheiben auf ihrer Brust verschwanden noch schneller und die karamellisierten Möhren-stifte, die Ruder des kleinen Schiffs, vollendeten das kunstvolle Gedicht aus Speise und Kunst. Danach widmete sich Amandin den süßeren Köstlichkeiten. Kleine Beeren in Gelee, rot, weich und leicht bitter öffneten harmonisch den Gaumen für neue Eindrücke. Sie schmeckten fast prickelnd nach Wald und wildem Leben. Während sie Meister Mercer kosten ließ, fiel ein kleiner Tropfen von ihrem Finger und landete auf seiner Brust. Sofort spannte sie sich an und fixierte den Fleck. Ihr Stimme klang leise und gepresst:
„Hände auf den Rücken!“
Thomas tat sofort wie ihm geheißen, während sie sich seitlich vor ihn beugte und quälend langsam sich seiner jetzt schon lichterloh brennenden Haut näherte. Ihre nackte Schulter streifte seine Rippen. Ihr Mund öffnete sich und die kleine rosa Zunge schnellte hervor. Von unten schielte sie durch ihre dichten schwarzen Wimpern zu ihm hoch. Seine Muskeln zuckten unwillkürlich und sie stieß einen gurrenden Laut aus, als sich ihre Lippen an seinen Körper hefteten und daran saugten. Was wenn der Tropfen tiefer gefallen wäre? Eine Welle der Lust rollte Thomas Wirbelsäule hinauf. Amandin murmelte an seiner Brust und ihr Atmen kitzelte leicht.
„Lust auf Nachtisch?“
Warum klang das so, als ob es etwas wäre, bei dem jeder Lysanthorprister augenblicklich zu Staub zerfallen würde? Sie leckte noch einmal über seine Haut und richtete sich dann wieder auf. Sie wartete seine Reaktion ab und hatte wohl mit nichts anderem als willige Zustimmung gerechnet. Dann schien ihr wieder einmal ein böser kleiner Schalk im Nacken zu sitzen.
„Ich würde gerne sehen was du dir aus unserer ersten 'Lektion' gemerkt hast.“
Thomas konnte plötzlich nicht mehr sprechen, denn ein Klos schnürte ihm die Kehle zu, während er zusah, wie Amandin den kleinen geriffelten Honiglöffel aus dem Topf zog und das süße Gold über Nelsanis glatte Venuslandschaft floss. Die Sklavin wand sich in sichtlicher Vorfreude. Das Schiffchen rutschte von ihrem Körper und landete seitlich auf dem Tisch daneben.
„Schhhh....“
Nelsani hielt wieder still, Amandin räumte ein paar kleine Reste von ihrem hübschen Körper, während sie weiter Thomas Bilder in den Kopf malte.
„Ich möchte, dass du deine begabte Zungenspitze zu besserem als Worte einsetzt. Würdest du das für mich tun? Es ist eine kleine Prüfung, damit ich sehe, ob du es gut machst...“
Sie nahm zwei Datteln in die Hand und leckte über ihre glatte Außenhaut. Ihre Zähne blitzten kurz auf.
„Wenn du es schafft diese beiden süßen Früchte ohne Einsatz deiner Hände zu essen, würde ich dich gern … benutzen. Ich habe nachher noch zu arbeiten und bin gerne dabei … erregt. Du könntest mir dabei helfen.“
Sie achtete genau darauf, dass Thomas jeder ihrer Bewegungen folgte und letztendlich verstand, was sie verlangte.
„Schau ...“
Sie nahm den Honigtopf an sich, tauchte die Datteln erst in diesen und versteckte sie dann in Nelsani. Der Sklavin entfuhr ein leises Wimmern und Amandin spitze entzückt die Lippen. Lächelnd fuhr sie fort:
„Die erste wirst du recht leicht erhaschen können … aber die zweite wird Nelsani nur frei geben, wenn du wirklich soweit bist... wenn du gut zu ihr bist. Du darfst sie dir so zurecht legen, wie es dir am liebsten ist. Am besten so, wie du es schon gesehen hast und sie wird sich nicht bewegen.“
Hätte Thomas Körper eine Stimme gehabt, hätte er bestimmt Jubelschreie ausgestoßen. Allein die Vorstellung an das was er tun sollte war eine Sünde. War er schon soweit? Seine Lenden schrien bestimmt JAJAJAJAJA! Und auch Amandin wand sich auf ihrem Platz. Ihre Oberschenkel rieben aneinander und sie biss sich zart auf ihren mit Honig verschmierten Finger. Abwartend beobachtete sie jede seiner Reaktionen. In ihrem Blick lag Hoffnung, eine Bitte und ein stilles Flehen, was seltsam war. Hoffe sie, dass er sie so von ihren Fesseln befreite? Und dann war da noch die Aussicht „benutzt“ zu werden, was auch immer das bedeutete.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Donnerstag 18. Februar 2016, 00:17

Gemeinsam zu Lazuli gehen. Dieses geheimnisvolle Wesen, welches in Thomas Fantasie langsam die Form eines Sexmonsters annahm ging ihm genau aus diesem Grund nicht mehr wirklich aus dem Kopf. Er fand sie so gruselig wie anziehend, doch da selbst Amandin ihn nicht alleine bei ihr wissen wollte sprach doch eher für die gruselige Variante, so dass er beschloss sich unter allen Umständen von ihrer Tür fernzuhalten, zumal Amandins Bemerkung auch einem Verbot gleichkam. Zumindest interpretierte er dies so.

Kurz darauf fand er sich in einem Schlaraffenland der exotischen Köstlichkeiten wieder, die mit nackter Haut garniert wurde. Zum Glück war Thomas Sklave genug, um nicht augenblicklich die Selbstbeherrschung zu verlieren und sich vor Amandins Augen ungehemmt und ohne die Ästhetik der Dinge zu würdigen, auf die Esswaren zu stürzen. Hungernde Sklaven nahmen manchmal solche Verhaltenszüge an. Sie stopften alles in sich hinein, was sie gerade an Essbaren fanden und verteidigten ihre Nahrungsquelle bis zum Blut vor Fressfeinden. In Pelgar hatte er oft hungern müssen und war selbst in einen solchen Zustand verfallen. Die stetige Angst, nicht genug zu bekommen, begleitete ihn seither ständig und verleitete ihn manchmal noch immer dazu, schneller zu essen als es für seinen Magen gesund war.

Thomas war nervöser und erregter als sonst, vermutlich eine deutliche Auswirkung der letzten beiden Tage und so passierte er es sogar, dass er das Wort ergriff und von der Magie der Steine sprach. Vor ein paar Tagen wäre es noch undenkbar gewesen, dass er sie ungefragt ansprach. Aber die Liste jener Dinge, die vor ein paar Tagen oder Wochen noch undenkbar in Thomas Leben gewesen wären, war ohnehin inzwischen unendlich lange geworden. Die Frage war eher, was Thomas noch nicht bereit für Amandin zu tun wäre.

Er bemerkte erst nicht, wie sie sich anspannte, als er seine Hand nach ihr ausstreckte. Ohnehin war er sich kaum bewusst, was er in seiner Herrin auslöste. Während sie ihn lesen konnte wie ein offenes Buch, blieb ihr Wesen immer noch nahezu komplett im Verborgenen. Einerseits gehörte es offensichtlich zu Amandins Plan, Thomas ein wenig aus der Reserve zu locken und dafür zu sorgen, dass seine Triebe und auch seine Initiative erwachte, doch dabei ging die schöne Dunkelelfe durchaus ein gewisses Risiko ein. Sie hielt sich ihren Sklaven unangekettet und ohne Aufsicht in ihrer unmittelbaren Nähe. Würde Thomas seine Kraft gegen sie richten, hätte sie nicht den Hauch einer Chance und jeder noch so schrille Schrei, würde zu spät kommen. Das Einzige, was seine Herrin wirklich vor ihm schützte war sein Wille.
"Ihr könnt sie fühlen, nicht wahr? Wie sie auf euch reagieren ... es ist, wie als wenn sie euch ansehen um sich ein Urteil zu bilden..." Thomas Augen leuchteten. Er war unendlich erleichtert, dass sie ihn verstand und ihn nicht für übergeschnappt hielt. „Ja... ein Urteil... besonders die Dunklen... sie sind...sehr skeptisch.“
"Sie halten uns für schwach und weich. Exakt diesen Eindruck hatte er auch gehabt, als er in das Anwesen gekommen war. Vielleicht löste das dieses ungute Gefühl in seinem Magen aus.

“Manchmal sprechen sie dann ganz langsam zu uns und enthüllen uns ihre wahre Gestalt. Es braucht Zeit sie zu verstehen. Steine sprechen seeehr langsam." Thomas lächelte. „Kein Wunder, Steine haben Zeit, selbst ein Elfenleben ist nichts gegen das der Steine.“ Steine waren Zeitlos. Sie überdauerten Ewig. Ihnen war es letztlich egal, ob sie ein Berg oder ein Sandkorn waren. Ihre Substanz konnte letztlich nicht vernichtet werden, sondern ging lediglich in einer neuen Form auf. Was bei Steinen so selbstverständlich klang, war bei genauerer Betrachtung doch auch bei den anderen Lebewesen so. Ja, Menschen starben, doch letztlich hatte dies nur zur Folge, dass ihre Körper irgendwann verrotten und wieder zu Erde werden. Tote Körper lösen sich schliesslich nicht einfach so ins Nichts aus. Sie Wandeln sich. Nur eine grosse Frage blieb unbeantwortet: Was geschah mit der Seele? Dem Ich? Würde auch dieses sich wandeln? Vermutlich, ist dieser Gedanke kaum tröstlich, denn es erscheint wenig erstrebenswert für alle Ewigkeiten als Partikel in der Welt herumzuschweben. Kein Wunder also, suchten die Lebewesen Zuflucht im Glauben. Vielleicht musste man mit der Langlebigkeit eines Elfen gesegnet sein, um die Botschaft Faldors wirklich verstehen zu...- Amandins Finger tunkte gerade in die Sahne und hob sich letztlich wieder sanft bis zu ihren Lippen. Ihre Fingerkuppe drang langsam ins Innere und dann verschwand ein grosser Teil ihres Fingers. Thomas schluckte leer und rutschte auf seinem Platz zurecht, als das Ziehen zwischen seinen Beinen wieder drängender wurde. Seine Gedanken waren nun wieder gänzlich auf Amandin fokussiert.

Oh ihre unschuldig wirkende Pose machte ihn beinahe ganz kirre. Er wollte die Sahne in ihrem Mund sein. Er wollte so vieles sein und das meiste davon würde einem Lysanthorspriester die Schamesröte ins Gesicht treiben. Oh warum war es ihm nicht vergönnt mehrere hundert Jahre zu leben!
"... kostbar! ... ja. Deshalb ist es um so wichtiger jeden Moment der uns geschenkt wird bis zur Neige zu genießen."
„Ja“ Hauchte Thomas mit ungewohnt rauer Stimme, die deutlich zum Ausdruck brachte, wie es gerade um seine Triebe stand. Wieder trafen sich ihre Blicke, wieder loderte die Lust in ihren beiden Augen um die Wette und wieder liess sie ihn verglühen, fiel nicht über ihn her, sondern spielte mit ihm, neckte ihn, quälte ihn gar ein bisschen damit.
Thomas lehnte sich etwas zurück, als sie sich über ihn beugte ihm ihn zu füttern. Vermutlich in der Hoffnung, sie möge ihn dadurch etwas zentraler Berühren. Er angelte spielerisch und neckisch nach dem Fleisch, ass ihr dann aber brav und vorsichtig aus der Hand, wie ein zahmes Raubtier. Fleisch! Welch seltener Genuss! „Köstlich“ Raunte er und schaute ihr dabei zu, wie sie sich selbst ein Stück nahm. Wieder waren es vor allem seine Hände, die sich ständig verselbständigen wollte. Einmal wollte sich seine Pranke um ihre Hüfte legen, einmal wollte sie durch ihre Haare streichen und einmal wollte er ihr sogar an die Brust fassen. Alle Bewegungen wurden aber rechtzeitig von ihm abgeklemmt doch diese Manöver fielen der kundigen Amandin natürlich auf.
Thomas hielt seinen Körper mit aller Macht unter Kontrolle, ins besondere auch dann, wenn er dem Drang widerstand sich in den Schritt zu kneifen, obwohl er langsam wirklich befürchten musste, dass sich dort inzwischen sein gesamtes Blut angestaut hatte. Thomas Geschmack herauszufinden war nicht einfach, denn im Moment genoss er einfach alles, was sie ihm anbot, weil er schliesslich eine Zeit langer Entbehrungen hinter sich hatte. Evolutionsbedingt bevorzugte Thomas aktuell deftige Speisen und labte sich mit besonderer Freude an allem, was Fettig war. Ein paar zusätzliche Kilos würden dem Steinmetz ohnehin gut tun, da er noch immer etwas untergewichtig war. Ob Amandin wusste, wie es ihm in Pelgar ergangen war? Hatte sie ihn gezielt gekauft? Wie war sie auf ihn Aufmerksam geworden?

Bald glänzten ihre Mäuler vom Fett der Speisen. Wenn immer sich ihre Finger seinen Lippen näherten versuchte er sie mit kleinen Küsschen zu belegen. Dabei hielt Amandin ihren Hengst jedoch immer noch fest an den Zügeln, denn sie liess sich ihrerseits nicht von ihm füttern. So assen sie schweigend und verzückt allmählich Nelsanis Körper frei, bis sie zu den Süssspeisen kamen. Seine Bauchmuskulatur spannte sich kurz an, als ein Tropfen darauf landete und noch ehe er reagieren konnte, wurde auch schon ein deutlicher Befehl an ihn gerichtet. Thomas tat reflexartig wie geheissen, was die gesamte Konditionierung des Sklaven deutlich zum Vorschein brachte.

Er sah die Anspannung in Amandins Augen und er fragte sich, was diese auslöste. War es pure Lust? Aber warum durfte er die Hände nicht nach vorne nehmen? Hatte sie Angst vor ihm? Vor seinen Trieben? Oder wollte sie ihn nur in die Enge treiben? Ihn bis zum Äussersten Reizen? Amandin hatte so viele verwirrende Facetten an sich, doch das machte ja letztlich auch ihre Faszination aus. Dennoch hoffte er inständig, dass nicht Angst der treibende Faktor war, dies war schliesslich das Letzte, was er bei ihr auslösen wollte.

Seine Herrin positionierte sich um und ihre Lippen näherten sich seiner Haut. Thomas zog scharf die Luft ein. Würde sie etwa...würde sie... Er gab ein gepresstes Stöhnen von sich und hatte Glück, dass er sich nicht vor Aufregung entlud, als ihre Lippen seine Haut berührten. Oh er hätte sich durchaus gehen lassen können, doch Amandin gebot über seine Triebe und sie hatte ihm bisher nicht die Erlaubnis zur Erleichterung gegeben. Thomas erlebte also wieder eine neue Dimension der Spannung. Seine Bauch und Brustmuskulatur war angespannt und zeichnete sich deutlich ab. Gleichsam auch sein Rippenbogen der etwas zu deutlich zu erkennen war. Ansonsten war sein Oberkörper frei von jeglichen Narben oder Verzierungen. Er sah zu ihr herunter. Bei Lysanthor dieser Anblick! Seine Beule, Amadins Hintern, ihre Schultern, ihre Haare, ihre Zunge, ihr Blick... Er legte für einen Moment den Kopf in den Nacken und atmete tief durch. „Oh verflucht.“ Entfuhr es ihm leise und er presste fest die Augen zusammen, als es ihn abermals beinahe überkam. Ein Wort von ihr hätte in diesem Moment ausgereicht, um ihn in den siebten Himmel zu befördern. Auf eine Art war ihm diese Erregtheit beinahe schon peinlich, schliesslich wähnte er sich ständig von Leibdienern und Personen umgeben, die so viel erfahrener und... trainierter waren als er. Thomas war von Natur aus ein Ehrgeiziger Mann und auch unter Pelgarern galt man als umso potenter, je länger man eben konnte.
„Lust auf Nachtisch?“ Er sah zu ihr hin und nickte. „Sehr gerne, Herrin.“ Hauchte er erregt und Amandin konnte seine Blicke in ihrem Nacken spüren, als sie sich Nelsani zuwandte. Thomas hockte sich derweil etwas auf und presste seine Beine etwas zusammen um seine Männlichkeit irgendwie unter Kontrolle zu bringen – ohne Erfolg.

„Ich würde gerne sehen was du dir aus unserer ersten 'Lektion' gemerkt hast.“ Sofort lief er hochrot bis zu den Ohren an und seine Augen funkelten aufgeregt. Ihm Schossen die Bilder von Nelsanis feuchtem Schoss durch den Kopf und wie Amandin ihr Lust und Freude gespendet hatte. Einige Male blitzte aber auch kurz sein Albtraum auf. Harker. Er schauderte, zum Glück konnte Amandin dieses Schaudern nicht sehen, da sie gerade mit dem Honig beschäftigt hatte. Sie hätte es sonst möglicherweise als Ablehnung interpretiert. Golden bahnte sich der Honig seinen Weg zwischen Nelsanis Beine. Für einen aberwitzigen Moment musste er an all die armen Bienen denken, die sicherlich nicht damit gerechnet hatten dass ihr mühselig gesammelter....oh was tat seine Herrin da mit der Dattel?! Sie würde doch nicht... oh doch sie tat es.

„Ich möchte, dass du deine begabte Zungenspitze zu besserem als Worte einsetzt. Würdest du das für mich tun? Es ist eine kleine Prüfung, damit ich sehe, ob du es gut machst...“ Immerhin sagte sie begabte Zungenspitze und nicht vorwitzige wie beim letzten Mal. Eine Prüfung? Thomas sah seine Herrin perplex an.
„Wenn du es schafft diese beiden süßen Früchte ohne Einsatz deiner Hände zu essen, würde ich dich gern … benutzen. Ich habe nachher noch zu arbeiten und bin gerne dabei … erregt. Du könntest mir dabei helfen.“ Er starrte sie an und es dauerte einen Moment bis er den ersten Teil der Botschaft verstand. Der zweite hingegen eröffnet sich ihm nicht. Benutzen? Dieses Wort klang irgendwie ungut, aber in Verbindung mit erregt durchaus erstrebenswert. Er glaubte zu ahnen, was mit „Benutzen“ gemeint war. Dieser Begriff war unter Sklaven nicht unbekannt. Besonders Sklavinnen wurden von ihren Herren „benutzt“, sprich zu einschlägigen Diensten missbraucht. Amandin hatte also vor, seinen Körper oder Teile davon für sich zu beanspruchen. Dabei würde er nicht im Fokus stehen, wie er es jetzt tat, sondern er würde ihr eher in seiner Rolle als Sklave und letztlich Eigentum dienen. Dienste, die sie jederzeit von jedem Sklaven verlangen und schlicht und ergreifend einfach befehlen konnte. Sie sorgte jedoch in diesem Moment gerade dafür, dass er benutzt werden wollte. Er wollte ihrer würdig sein. Damit würde er definitiv kein einfacher Arbeitersklave mehr sein.
In Pelgar hatte er von den Gladiatoren gehört, die manchmal in die Häuser der Herrschaften gebracht worden waren und dort den Herrschaften zu Willen hatten sein müssen. Egal ob Mann oder Frau. Die Dunkelelfen schienen in dieser Hinsicht etwas...liberaler zu sein, was Thomas durchaus beunruhigte. Zumal die Männer so auch manchmal gerne ihre Dominanz zum Ausdruck brachten. Sex hatte bei den Dunkelelfen oft auch etwas mit Macht und Gewalt zu tun, so zumindest hatte man sich das unter Sklaven erzählt...und da verschwand die zweite Dattel. Thomas schluckte leer und sah seine Herrin mit grossen Augen an.

„Die erste wirst du recht leicht erhaschen können … aber die zweite wird Nelsani nur frei geben, wenn du wirklich soweit bist..“ Er blickte verlegen zu der Elfe hin. Bei Lysanthor hatte er ein Glück, dass sie für diese Prüfung auserkoren worden war und nicht die andere. Erstens, hätte er wohl seine Schwierigkeiten damit gehabt, eine Frau auf diese Weise näher zu kommen, die er nicht mochte und vor der er etwas Angst hatte und zweitens, wäre wohl eher das Meer zugefroren, als dass sie jemals die Dattel freiwillig hergegeben hätte...

“Wenn du gut zu ihr bist.“ Gut zu ihr sein. Ja! Darum ging es! Warum hatten die Pelgarer und Lysanthor so ein Problem mit körperlicher Nähe? Es war doch wirklich etwas Schönes. Es war doch wirklich etwas Gutes! Nelsani schien sich wahrlich darauf zu freuen, bald mit dieser Form der Aufmerksamkeit beschenkt zu werden und er verspürte auch nicht anrüchiges daran, ihr diese Freude zu spenden... abgesehen davon, dass er gerade dazu aufgefordert wurde abermals Ehebruch zu begehen... Diesmal waren da keine berauschenden Dämpfe, die sein Denken erschwerten. Da war nur seine Herrin, Nelsani und seine drängende Lust.

“Du darfst sie dir so zurecht legen, wie es dir am liebsten ist. Am besten so, wie du es schon gesehen hast und sie wird sich nicht bewegen.“ Damit liess sie von Nelsani ab und begab sich zurück auf ihren Platz, wo sie das ganze Schauspiel eingehend beobachten konnte. Thomas haderte einen Moment mit sich. Es war eine schwere Sünde. Dieses Mal unterstand er schliesslich keinem direkten Befehl. Er konnte die Prüfung verweigern, doch Amandin hatte ihn darum gebeten es zu tun. Es war ihr Wunsch, nicht ihr Befehl und nichts lag ihm persönlich entfernter, als ihr einen Wunsch auszuschlagen... aber dies änderte nichts am Tatbestand. Warum nur sollte es falsch sein? Nur weil er Nelsani etwas Gutes tun wollte, hiess das doch noch lange nicht, dass er Beth deswegen weniger liebte. Sein Vater hätte ihn bei einem solchen Vorhaben vermutlich ordentlich verprügelt, da er stets ein streng gläubiger Mann gewesen war. Doch sein Vater war tot und Lysanthor hatte seine Machtposition verloren. Andunie gehörte nun zum Reich und der Gerichtbarkeit Faldors. Hier zählten andere Dinge als Sünde, als damals in Pelgar.

Er wollte es tun und er beschloss in diesem Moment für sich selbst, dass er einzig und allein Beth darüber Rechenschafft ablegen würde. Nicht seinem Gott. Er trat näher an die Elfe heran und wenn bereits erste Zweifel in Amandin aufgekeimt waren, so wurde sie nun beruhigt.
Er beugte sich über die Elfe und lächelte ihr freundlich entgegen. „Hallo“. Hauchte er und nahm sich die Zeit ihr sanft über die Schultern zu streichen, ihren Armen entlang, dann ihrer Flanke folgend bis zu ihren Hüften und schliesslich den Schenkeln. Er kniete sich zwischen ihre Beine und legte sich ihre Schenkel über die Schultern, wie es Amandin damals bei ihr getan hatte. Ihr Schoss öffnete sich ihm und bot ihm einen direkten Ausblick in ein süsses Vergnügen.
Wie konnte so etwas schlecht und verwerflich sein! Thomas fiel vor allem durch seine Langsamkeit auf. Er nahm sich für alles viel Zeit und dadurch verlor er auch etwas von seiner Nervosität. Ausserdem kam hier ganz der Handwerker und Künstler in ihm zum Vorschein. Er näherte sich Nelsani, wie er sich einem Stein näherte. Betrachtete ihn eingehend und tastete sich dann vorsichtig vor, diesmal nur eben nicht mit seinen Händen, sondern seiner Zungenspitze. „Du bist wunderschön, Nelsani“ Hauchte er und küsste sanft ihren Venushügel, ehe er sich der Honigspur folgend in tiefere Gefilde verlagerte. Der Sklave ging ungemein zärtlich vor und entlockte ihr nach einiger Zeit bereits die erste Dattel, die süss nach Honig und nach ihr schmeckte. Nelsani schmeckte anders, als seine Herrin, auf deren Duft er bereits konditioniert war. Beth hatte er noch nie so geschmeckt, fiel ihm auf. Ob es ihr auch gefallen würde... ob sie ihm jemals verzeihen würde? Ob es ihr überhaupt gut ging? Ob sie ihn überhaupt noch wollte? War es wirklich Ehebruch, wenn man dabei an sie dachte?

Thomas erinnerte sich, dass sich Amandin damals besonders auf einen empfindlichen Punkt von Nelsani konzentriert hatte und widmete nun seine Aufmerksamkeit ebenfalls, diesem empfindlichsten aller Punkte. Immer wieder blickte er zu der Elfe hoch und achtete auf ihre Reaktionen. Mit der Zeit lernte er sie zu lesen, wie er einen Stein las und erkannte, wann er etwas sanfter sein musste und wann sie mehr von ihm wollte. Er begann sie zu necken, sie zu reizen, sie in Spannung zu versetzen und liess sie ebenfalls das eine oder andere Mal verglühen. Man sah ihm an, dass er selbst mochte was er tat und dass es ihm aufrichtige Freude bereitete, ihr Lust zu verschaffen. Ein einziges Mal passierte es tatsächlich, dass er sich gedankenverloren zwischen die Beine griff und sich für einen Moment massierte, was wohl durchaus auch ein Zeichen dafür war, dass ihm sichtlich gefiel, was er gerade tat. Seine Hand schreckte sofort zurück, als er sich dessen gewahr wurde und er hoffte insgeheim, dass seine Herrin es übersehen hatte. Er wagte es nicht, sich zu ihr umzudrehen und sich dessen zu versichern.

Er intensivierte darauf seine Bemühungen um die zweite Dattel und forderte sie weit energischer, indem er Nelsani seine Zunge heftig spüren liess und ihre Schenkel etwas fester gegen ihren eigenen Körper drückte um den Winkel zu verändern.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Samstag 20. Februar 2016, 17:07

Er wollte es tun und er beschloss in diesem Moment für sich selbst, dass er einzig und allein Beth darüber Rechenschaft ablegen würde. Nicht seinem Gott. Er trat näher an die Elfe heran und spürte dabei Amandins Hand zwischen seinen Schulterblättern. Sie führte ihn sanft und streichelte seine Muskeln. Er beugte sich über die Elfe und lächelte ihr freundlich entgegen.
„Hallo.“
Hauchte er und versuchte so eine emotionale Verbindung aufzunehmen. Er nahm sich die Zeit ihr sanft über die Schultern zu streichen, ihren Armen entlang, dann ihrer Flanke folgend bis zu ihren Hüften und schließlich den Schenkeln. Amandin begleitete jede seiner Bewegungen, was ihm zusätzliche Sicherheit gab. Er kniete sich zwischen Nelsanis Beine und legte sich ihre Schenkel über die Schultern. Ihr Schoss öffnete sich ihm willig. Thomas fiel vor allem durch seine Langsamkeit auf. Er nahm sich für alles viel Zeit und dadurch verlor er auch etwas von seiner Nervosität. Außerdem kam hier ganz der Handwerker und Künstler in ihm zum Vorschein. Er näherte sich Nelsani, wie er sich einem Stein näherte. Betrachtete ihn eingehend und tastete sich dann vorsichtig vor, diesmal nur eben nicht mit seinen Händen, sondern seiner Zungenspitze.
„Du bist wunderschön, Nelsani“
, hauchte er und küsste sanft ihren Venushügel, ehe er sich der Honigspur folgend in tiefere Gefilde verlagerte. Sie wand sich in seiner Umarmung. Der Sklave ging ungemein zärtlich vor und entlockte ihr nach einiger Zeit bereits die erste Dattel, die süß nach Honig und nach ihr schmeckte, als er plötzlich seine Herrin in seinem Rücken fühlen konnte. Amandin legte ihren immer leicht kühlen Körper an seinen und ihren Kopf auf seine Schulter. Sie rieb sich an ihm, was seine Erregung noch weiter steigerte, auch wenn das fast unmöglich erschien. Sie flüstere leise Worte, erst unverständlich, dann an seinem Ohr:
„So...ist...es...gut...“
Nelsani schmeckte anders, als seine Herrin, auf deren Duft er bereits konditioniert war. Beth hatte er noch nie so geschmeckt, fiel ihm auf. Ob es ihr auch gefallen würde... ob sie ihm jemals verzeihen würde? Ob es ihr überhaupt gut ging nach anderthalb Jahren? Ob sie ihn überhaupt noch wollte? War es wirklich Ehebruch, wenn man dabei an sie dachte? Sein Verstand versuchte noch immer eine Entschuldigung für sein Tun zu finden, aber langsam verschwammen die bewussten Gedanken. Er musste sich ganz auf das hier und jetzt konzentrieren um nicht zu versagen. Thomas erinnerte sich, dass sich Amandin damals besonders auf einen empfindlichen Punkt von Nelsani konzentriert hatte und widmete nun seine Aufmerksamkeit ebenfalls, diesem empfindlichsten aller Punkte. Immer wieder blickte er zu der Elfe hoch und achtete auf ihre Reaktionen. Mit der Zeit lernte er sie zu lesen, wie er einen Stein las und erkannte, wann er etwas sanfter sein musste und wann sie mehr von ihm wollte. Er begann sie zu necken, sie zu reizen, sie in Spannung zu versetzen und ließ sie ebenfalls das eine oder andere Mal verglühen. Man sah ihm an, dass er selbst mochte was er tat und dass es ihm aufrichtige Freude bereitete, ihr Lust zu verschaffen. Amandins Erregung in seinem Rücken war ebenso köstlich wie der Geschmack vor ihm. Sie streichelte ihn, schmiegte sich wie eine Katze an ihn, rieb sich an ihm, drückte ihn ab und an etwas stärker an Nelsanis Schoß. In Thomas Kopf begann es zu kreisen und da passierte es. Er griff sich unbewusst zwischen die Beine, Für einen Moment massierte er sich. Plötzlich fühlte er eine kleine Finger um sein Handgelenk, die fest zudrückten, bestimmend ihm sein Spielzeug entzogen. Seine Hand schreckte sofort zurück, als er sich dessen gewahr wurde.
„Schhhh... nicht.“
Hatte er das wirklich getan? War Amandin von ihm nun enttäuscht? Er wagte es nicht, sich zu ihr umzudrehen und sich dessen zu versichern. Seine Nerven brannten. Seine Aufmerksamkeit spaltete sich, wo sie sich nicht hätte spalten sollen. Sie hatte einen Moment von ihm abgelassen. Sie streichelte ihn nicht mehr. Verunsicherung wollte sich gerade in ihm breit machen, ihn in seinem Tun zögern lassen, als er wieder ihre sanften Hände an seinem Arm spürte. Etwas seidig kühles legte sich um seine Oberarme und sie führte sie nach hinten. Ihre Wange berührte seinen Nacken:
„Das ist zu deinem Schutz... und zu meinem Vergnügen...“
Dann folgte der zweite Arm und Amandin band ihm ganz langsam und ohne Zwang die Hände auf dem Rücken zusammen. Es fühlte sich fast mehr wie sinnliches Streicheln an, als eine Begrenzung seines Bewegungsausmaßes. Er konnte die Schultern fallen lassen und sich sicher fühlen, dass ihm kein weiterer Fehler unterlaufen würde. Er durfte sich wieder ganz seiner Prüfung widmen und zum ersten Mal waren Fesseln vielleicht sogar etwas positives? War es möglich, dass er so dachte? Das er sich vollkommen in sein Schicksal ergab? Konnten Fesseln Sicherheit bedeuten? Er intensivierte daraufhin seine Bemühungen um die zweite Dattel und forderte sie weit energischer, indem er Nelsani seine Zunge heftig spüren ließ und sie ihre Schenkel etwas fester gegen seinen Körper drückte. Nelsani begann zu zittern und ihre Laute wurden immer unkontrollierter. Amandin lehnte breitbeinig an seinem Rücken. Er konnte die weichen Narben an seinen Fingern fühlen, die die Innenseite ihrer Schenkel zierten. Ihre Lippen liebkosten seinen Nacken, zupften leicht an seiner Haut.
„Du kannst auch deine Zähne einsetzten... vorsichtig. Sie mag das, versuch es.“
, spornte sie ihn weiter an, umschlang seinen Oberkörper mit ihren Armen und biss ihn sanft in den Nacken. Sie rutsche dabei etwas tiefer und seine Finger trafen auf ihre schwarzen geöffneten Blütenblätter. Trotz der Fesseln schenkte sie ihm diese intime Berührung. Ihre Hände wanderten ebenfalls seinen Bauch hinunter. Im nächsten Augenblick spannten sie sich um seine Männlichkeit und hielten ihn fest, damit er nicht kam. Der Druck wurde fast unerträglich und Thomas kanalisierte die sich aufstauende Energie unwillkürlich in Nelsanis Schoß. Ein helles Stöhnen, ein befreiender Schrei hallte in seinem Innern wieder.

Die zweite Dattel schmeckte fast noch köstlicher. Vor allem, da Amandin einen Teil davon einforderte, als sie ihn dann plötzlich von ihrer Leibdienerin weg zog und heftig küsste. Ihre Fingernägel bohrten sich in seine Muskeln. Thomas war vom seinen Knien auf die Fersen gesunken und sie saß auf ihm. Sie hatte ihre Beine um ihn geschlungen und krallte sich in seinen Rücken. In einem Moment rieb sie sich so wild an ihm, dass er kleine rote Funken hinter seinen Lieder zu sehen glaubte. Der Druck war zu groß, sie zu nah, zu fordernd! Im nächsten Augenblick biss sie in seine Unterlippe. Der Schmerz war klein, nicht schlimm, aber er ließ seine Selbstkontrolle brechen. Roter Funkenregen ergoss sich in seine Adern.

„Das hast du gut gemacht.“
, erklang ihre nahe sanfte Stimme. War er ohnmächtig geworden? Thomas blinzelte. Er lag auf dem Rücken, die Seidenfesseln waren gelöst und lagen locker um sein linkes Handgelenk. Amandin löste gerade die Verschnürung seiner Wickelhose.
„Die brauchst du jetzt nicht mehr.“
Mit geübten Bewegungen verschwand das feuchte, kühle Gefühl und Thomas stellte mit leichtem Erstaunen fest, dass diese kleine Liebkosung ihrer Hände, das Säubern mit dem feinen Stoff der Hose, bereits seine Libido wieder zuckend erwachen ließ. Sie bestaunte kurz sein bestes Stück und bedeutete ihm, dass er sich aufsetzen konnte. Am Rande seiner Aufmerksamkeit bemerkte er vielleicht, dass Nelsani verschwunden war.
„Wie gesagt, ich habe zu arbeiten ...“
Ach ja. Kam jetzt der Teil mit dem „benutzt“ - werden?
Sie nahm ihn bei der Hand, erst eine dann beide und verschränkte ihre Finger in seinen. Sie standen gemeinsam auf und sie lehnte sich einen Moment an seine breite Brust. Ihre Wange lag auf seinem Herzen und sie schien seinem Klang zu lauschen. Es war eine merkwürdig vertraute Geste. Sie drehte den Kopf, lächelte zu ihm hoch und küsste kurz die Stelle über seinem Herzen. Dann führte sie ihn, immernoch eine Hand haltend zu einer anderen Tür, als der durch die er gekommen war. Sie blieb davor stehen und schien zu zögern. Sie sah ihn nicht an. Sie sah zu einem unbestimmten Punkt hinter der Tür.
„Meine Welt unterscheidet sich sehr von deiner... Ich bin... anders... Ich würde mir wünschen, dass du sie akzeptieren könntest... dass du mich annehmen kannst... wie ich bin... vieles von dem was du sehen wirst, könnte dich verwirren oder erschrecken, doch nichts wird dich bedrohen, oder dein Leben gefährden. Das verspreche ich dir.“
Damit öffnete sie die Flügeltür in den benachbarten Raum und sie traten ein. Das Sammelsurium von Eindrücken verschlug Mercer augenblicklich den Atem. Die Wände des Saals lagen in Dunkelheit gehüllt, aber man konnte auch so erahnen, dass überall verschiedenste Dinge aufgebaut waren, deren Funktion und Bedeutung dem pelgarischen Steinmetzmeister verschlossen blieben.
„Nimm deine Position ein und warte hier.“
, sagte Amandin mit einer entsprechenden Geste und entfernte sich. Die Reizüberflutung die gerade über Thomas hinweg rollte, bedankte sich still, denn so gewann sein Geist Zeit sich anzupassen und die Reize in sich auzunehmen. Die Haltung an sich gab ihm inzwischen Sicherheit. Er saß rechts neben der Tür auf seinen Unterschenkeln und seine Augen wanderten durch den Raum.
Zu seiner Linken stand so etwas wie ein großes X nah an der Wand, von dem Hand- und Fuß-schellen baumelten. Der Kettenzug an dem sie angebracht war verlief über Rollen und verschwand in dem dicken, schwarzen Holz. Der Mechanismus zum Spannen musste auf der Rückseite angebracht sein. Daneben befand sich ein Tisch auf dem in der schummrigen Dunkelheit einige Gegenstände glitzerten. Die seitliche Wand zu seiner Linken war ganz in schwarzen Samt gehüllt und einige Bahnen Stoff ließen vermuten, dass man dort in andere Bereiche durchtreten konnte. Zu Thomas rechten standen einige Regale mit Reagenzien, wie er sie einmal in Pelgar bei einem Alchimisten gesehen hatte. Da waren dickbauchige, gläserne Gefäße mit undefinierbaren Flüssigkeiten, sowie Tiegel mit Pulvern und Pasten. Dahinter auf der rechen Raumseite befand sich eine weitere Tür und weitere geschlossene Schränke. Geradezu die gegenüberliegende Wand konnte er nicht sehen, denn davor befand sich der gewaltig anmutende, erleuchtete Arbeitsbereich vor Amandin. Feuerschalen verbreiteten auch hier eine wohlige Wärme und zusätzlich standen jeweils zwei kunstvoll verzierte Öllampen auf jedem der massigen Tische. Insgesamt waren es vier Arbeitsbereiche, die sich um eine kreuzförmige, schwere Bank gruppierten. Thomas erkannte auf einem Tisch weitere Reagenzien, auf einem anderen standen unter anderem kleine Käfige und auf dem dritten lagen einige Brocken Alabaster. Der vierte Tisch war mit Schriftstücken übersät. Über allem hingen an Ketten eckige Körbe mit allerlei Dingen.
Die Bank zog noch einmal seinen Blick auf sich, denn sie stand auf mehreren kleinen, bulligen Rädern, sodass man sie wohl zwischen den Tischen hin und her bewegen konnte. Sie war sehr flach, eigentlich zu flach für die Tische und dunkelrotes Leder spannte sich über die Polsterung. Das seltsamste war, dass auch hier Schellen an komischen Stellen angebracht worden waren. Die vier Arbeitsbereiche waren auch von außen erreichbar, aber dort standen jeweils kleine, aber höhere Hocker.
Aus dem Augenwinkel bemerkte er eine Bewegung und Amethyst näherte sich Amandins Position. Er hatte ein freundliches und höfliches Lächeln im Gesicht und schien sich in dieser seltsamen Umgebung wohl zu fühlen. So wohl, dass es deutlich unter seinem Lederlappen zu sehen war. Er trug ein Tablett mit einigen merkwürdig verformten Gegenständen darauf und stellte es außerhalb von Thomas Sichtweite ab.
„Herrin braucht ihr mich noch?“
„Danke, nein. Oder …“
Sie sah zu Thomas.
„Vielleicht könntest du ihm einen deiner kleinen hilfreichen Ratschläge geben. Ich muss noch etwas vorbereiten.“
Sie lächelte kurz zu seinem Schwert hinunter und wandte sich dann ab. Der Dunkelelf kam näher. Amethyst musterte Thomas Nacktheit unverhohlen und seine Augen öffneten sich weit. Er schmunzelte und sprach leise:
„Seeehr schön! Ja wirklich! Beeindruckend!“
Er hockte sich zu Thomas, aber berührte ihn nicht. Er legte seine eigene Männlichkeit frei und verglich ihre Form. Seiner war genauso lang, aber etwas schmaler und leicht gebogen wie ein Säbel.
„Wie ein Stalagmit oder ein Obelisk so grade... sehr funktionell, kannst stolz auf dieses Prachtstück sein.“
Er grinste und verwirrender Weise klang dieses Kompliment wirklich offen und ehrlich gemeint. Er packte seinen wieder ein und sprach weiter.
„Also... Das hier ist für die meisten am Anfang erst einmal sehr verunsichernd, deshalb verrate ich dir etwas. Dein stattlicher Freudenspender macht hier die ganze Arbeit. Du selbst musst dich einfach nur entspannen und der Herrin vertrauen. Wenn du eher der unsichere Typ bist und Angst hast was falsch zu machen, lass dir lieber Fesseln anlegen. So was kann sehr beruhigend für die Nerven sein. Du kannst sie darum bitten, aber beim ersten Mal macht sie es eigentlich bei jedem. Es dient deiner eigenen Sicherheit, den Fehler müssen bestraft werden.“
Er machte eine kleine Pause und versicherte sich, dass Thomas nicht die Nerven verlor.
„Keine Sorge, sie erklärt dir was du wissen musst. Den Rest macht dein Körper von ganz allein.“
Amandin kam wieder und hielt etwas in der Hand. Amethyst erhob sich.
„Richte Nelsani aus, sie kann in einer Stunde wieder zu mir kommen.“
Amethyste nickte und verbeugte sich. Dann zog er sich zurück. Thomas Herrin wartete, bis er verschwunden war und betrachtete derweil ihre neuste Errungenschaft. Sie studierte seine Mimik und jede kleinste Regung. Besonders sein Intimbereich schien darauf sehr gut anzusprechen. Nach ein paar tiefen Atemzügen hob sie an:
„Hier arbeite ich. Hier erwarte ich Vollkommenheit von mir und jenen die mir dienen. Ich brauche Stille in meinen Gedanken, damit mir keine Fehler unterlaufen und deshalb ist es dir verboten mit mir zu sprechen, solange ich arbeite...“
Sie hob eine Hand und Thomas erkannte einen Knebel darin.
„Ich würde diesen hier nur ungern benutzen, also vertraue ich darauf, dass du dich an diese Regel hältst.“
Sie hob die andere Hand und Thomas sah darin ein schwarzes Halsband. Es war nicht so breit, wie jene, die man gewöhnlich den Sklaven zur Freiheitsberaubung anlegte. Es hatte aber durch Form, Farbe und Prägung im Leder bestimmt einen starken symbolischen Charakter. Ein einzelner schwarz schimmernder Ring baumelte von einer Niete.
„Ich möchte, dass du nicht länger nur ein x-beliebiger Sklave bist, sondern mein Leibdiener. Das bedeutet, dass du meinem - Leib - dienst. Ich will dich...“
Sie machte einen Schritt auf ihn zu.
„Ich will dich wann und wie auch immer Lust dazu verspüre. Ich will dich besitzen, ich will dich führen, dich lehren... Ich will von dir alles, alles erfahren was dich bewegt. Ich will dich vor Lust vergehen sehen und deinen Willen in mir spüren. Ich will sehen, fühlen und erleben wie du mich begehrst... Ich – will – dich!“
Sie kniete sich vor ihm nieder und legte ihm das Halsband an. Dann hob sie die kleine Kette an, die um ihre Hüfte lag und an einem Ende bemerkte Thomas einen kleinen Schlüssel. Das Metall war schwarz, aber es funkelte rötlich, als würde es in seinem Innern immernoch glühen. Sie führte ihn an das Halsband und es schloss sich mit einem leisen Klicken. Danach waren seine Hand und Fußfesseln dran. Dafür trat sie hinter ihn und die Schellen lösten sich klirrend.
„Steh auf.“
Sie war noch hinter ihm. Er konnte sie in seinem Rücken spüren.
„Ich habe gesagt, dass ich dich „benutzen“ will und das werde ich. Siehst du die Bank in der Mitte? Dort wirst du liegen. Ich werde dich dort fixieren, weil ich nicht möchte, dass du Fehler machst. Du darfst mich während ich arbeite nicht aus eigenem Antrieb berühren. Keine Überraschungen, kein Entdecken, keine Ablenkung die ich nicht selbst bestimme. Stell dir einfach vor ...“
Sie legte ihre Hände seitlich an seine Hüften.
„... du wärst ein Möbelstück.“
Sie schob ihn leicht nach vorne und sie näherten sich der Kreuzbank.
„Du bist das Polster, auf dem ich sitzen werde, das ich „benutzen“ werde.“
Amandin erzählte ihm das alles und ihre Stimme leitete ihn durch seine Phantasie.
„Setzt dich hier hin...“
Er saß mit dem Füßen zu dem Tisch auf dem sich die Schriftrollen befanden. Amandin hatte sich zwischen seine angewinkelten Beine gekniet, sie mit leichtem Druck geöffnet und war mit ihrem Mund sehr nah gekommen, sodass sein Blut sich staute und sehnsuchtsvolles Zucken die Antwort auf ihre Nähe war. Sie lächelte verzückt und betrachtete ihn eine Weile aus nächster Nähe, ließ ihre Hände seine Waden hinunter wandern, bevor sich die Schellen um Thomas Fußgelenke schlossen. Sie waren nicht so hart wie jene, die er gerade abgenommen bekommen hatte. Sie waren auf der Innenseite gepolstert. Amandin stand auf.
„...gut... Jetzt lege dich nach hinten und breite die Arme aus.“
Er folgte ihren Anweisungen gehorsam und wurde auch an den Handgelenken wieder fixiert. Jedoch reizte seine Herrin ihn schon mit dieser kleinen Tätigkeit, indem sie dabei breitbeinig über ihm stand und sich erst zur einen und dann zur anderen Seite streckte.
„Du darfst stöhnen, schreien, bewegen was du kannst, kommen so oft du willst ….alles was du willst, aber nicht reden!“
Sie löste die Kette an ihrer Hüfte und ihr winziges Kleidchen öffnete sich noch weiter. Die losen Stoffstreifen bedeckten nur noch sporadisch ihren Körper und fielen bei der nächsten Bewegung herab. Sie präsentierte ihm ihre Schönheit in unerreichbarer Vollkommenheit. Ihre Brüste waren rund und erstaunlich prall für eine Elfe. Nelsanis waren deutlich kleiner gewesen. Auch ihr Becken und die Wölbung ihres Hinterns waren weicher, runder, als bei ihren teils knochig wirkenden Artgenossen. Sie bewegte sich über ihm, berührte ihn hier und da flüchtig. Erst als er vollkommen unfähig war mehr als seinen Kopf zu heben, wandelte sich ihr Gesichtsausdruck. Eine gewisse Ernsthaftigkeit und Konzentration erschien und sie wand sich vorerst wieder von ihm ab. Thomas konnte aus seiner Position nicht mehr so gut sehen was auf den Tischen vor sich ging, aber Amandin begann nun auf ihrem Arbeitsbereichen einige Dinge zu sortieren. Dabei stieg sie immer wieder über seinen Körper und bot so verlockende Anblicke, dass Thomas Körper mehr als nur bereit war ihr zu dienen. Als sie mit dem Sortieren fertig war drehte sie die Bank ein Stück, sodass sie am Tisch mit den Reagenzien arbeiten konnte, zu dem ein Arm von Thomas zeigte. Sein Kopf wies zu den Steinen, seine linke Hand zeigte zu dem mit den Käfigen und seine Beine verschwanden fast unter dem Schreibtisch. Sie setzte sich halb auf seinen Brustkorb, ihr Federgewicht war kaum als eine Last zu bezeichnen. Ihre nackte Scham war wärmer als der Rest ihrer Haut. Mit jeder Bewegung ihrer Arme, mit jeder kleinsten Gewichtsverlagerung massierte sie seine im Körper steigende Spannung. Sie griff nach einem Mörser und Thomas hörte wie kleine Körner hinein fielen. Dann begann sie sie zu zerstoßen und schwang ein Bein über seine Schulter, öffnete dabei die Beine weiter um besser Kraft ausüben zu können. Sie rutschte seinen Arm weiter nach vorne und erhob sich ein Stück um einen besseren Winkel zu haben. Der Anblick war Perfektion in Schwarz. Als sie soweit zufrieden war und das fertige graue Pulver aus dem Mörser in einen anderen Tiegel mit einer glänzenden Flüssigkeit schüttete, machte sie einen Schritt nach vorne und setzte sie sich auf seine offene Hand. Sie wiegte sich ein wenig hin und her, bis Thomas Finger gierig ihre Funktion wiederfanden. Doch es dauerte nicht lange und sie stand wieder auf. Es gab noch anders zu tun. Ein Experiment an einer Ratte folgte, die sie mit einer winzigen Nadel und dem grauen Mixtur stach, eine Sanduhr laufen ließ, bis das Tier keinen Laut mehr von sich gab und sie ihm dann mit einer anderen Nadel ein rötliches Pulver unter die Haut stach, woraufhin sie wieder erwachte. Sie bewegte sich von hier nach da, saß mal auf seinem Brustkorb, rieb sich an seinen Armen, mal auf seinem Bauch. Weitere kurze Momente folgten, in denen sie auf höchst erregende Weise seinen Körper mit ihrem berührte, bis sie sich plötzlich zum Stein-Tisch öffnete und Thomas nur noch den Kopf leicht heben brauchte um seine Lektionen zu beweisen. Sie beugte sich nach vorne und stützte sich mit den Ellenbogen auf der Tischplatte ab. Die weichen Innenseiten ihrer Schenkel berührten seine Wangen. Ihr Duft war allgegenwärtig, verführerisch, wild und irgendwie lockend. Sie ließ ihn gewähren und gurrte ein paar Mal sehr zufrieden. Als die Laute in leises Wimmern über gingen, löste sie sich und atmete ein paar Mal tief durch. Vielleicht war dies hier ein grausames Spiel, doch war es dieses Mal für sie beide eine Übung in Sachen Selbstbeherrschung. Amandin war wahrhaftig eine Meisterin, doch auch ihr Körper zeigte deutliche Spuren höchster Erregbarkeit. Winzige Schweißperlen glitzerten auf ihrer Haut. Diamanten auf Obsidian im Indigo- farbenden Leuchtfeuer ihrer Leidenschaft gefangen. Gerade als dieser herrliche Körper an Wärme gewonnen hatte, da wirkte sie Magie und Thomas konnte ihren Widerhall in seiner Hand spüren. Er hatte nicht sehen können was sie gemacht hatte, aber danach ließ sie sich einfach zurück sinken, was ihm vollen Zugriff gewährte. Sie ließ sich nach hinten sinken und ihr Haar floss über seinen Leib. Sie hob die Arme über ihren Kopf und ließ sie langsam an auf und ab gleiten. Kurz bevor die Erregbarkeit zu groß wurde löste sie sich, richtete sich auf und rutschte tiefer. Einen Moment lang saß sie breitbeinig auf seinem Brustkorb. Sie lächelte und drehte ihm dann schwungvoll ihre hübsche Kehrseite zu. Rittlings ging es weiter nach unten, bis ihre Hände ihn umfingen und in eine aufrechte Position vor ihre Scham hoben. Dann begann sie ihre schönste Folter. Mal war es nur ein gedankenverlorenes Spielen mit seinen Haaren, mal ein sanftes Streicheln. Bald folgten Empfindungen die Thomas Verstand nicht einzuordnen vermochte. Wieder und wieder begann das Spiel von neuem, wenn er gerade glaubte keiner Regung mehr fähig zu sein, aber wer zählte schon mit? Nebenbei dokumentierte seine Herrin ihre Experimente. Was war schon Zeit? Plötzlich klopfte es.
Amandin schwang ihre Beine auf eine Seite und schloss so ihre Schenkel um ihn.
„Ja?“
Die Dunkelelfe, ihre zweite Leibdienerin kam herein. Sie trug eine Schale auf einem Tablett und hatte ein merkwürdig gezeichnetes Kleidungsstück an. Sie sah Thomas und ihr Gesicht fror zu Eis.
„Ich bringe euch die verlangten Kostproben.“
„Stell sie dort hin, ich habe zu tun. Gibt es sonst irgendetwas wichtiges.“
„Nein, alles verläuft nach Plan.“
„Dann geh.“

Sie verbeugte sich. Zum Glück war sie nicht lange da. Amandin knurrte leise und zog die Schale zu sich heran. Sie schnupperte und tauchte dann einen Finger hinein. Etwas dunkles klebte an ihrem Finger dass sie mit der Zungenspitze kostete und darauf hin leicht nickte. Sie öffnete die Beine, gab Thomas bestes Stück somit frei und holte sich ein Stück Alabaster. Dann nahm sie wieder die gleiche Position ein wie zuvor, machte ein paar Notizen und konzentrierte sich wieder mit Nachdruck auf ihrer beider Erregung. Am Rande seiner Wahrnehmung flogen noch ein paar Eindrücke in den Geist des Steinmetzmeisters. Der Stein, den sie geholt hatte, wanderte in die Schale und kam bald darauf vollkommen schwarz wieder heraus. Amandin wirkte zufrieden und legte ihn weiter hinten auf ein kleines etwas erhöhtes Podest. Als sie sich wieder setzen wollte, zuckte Thomas Freudenspender just in diesem Moment nach oben. Wärme umschloss gerade so den Gipfel seiner Mitte und Amandin verharrte einen Moment in sinnlichem Erschaudern. Wie war das mit den Bienen und den Blümchen? Die Biene führt ihren Rüssel in die Blütenblätter? Amandin hielt ganz still genoss das dehnende Gefühl. Dieser schwebende Zustand zwischen Vollkommenheit und Sehnsucht zog sich endlos in die Länge...
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Montag 22. Februar 2016, 00:34

Thomas hielt für einen Moment inne, als er den leicht kühlen Körper seiner Herrin an seinem Rücken spürte, doch schliesslich setzt er seine Bemühungen fort. Er liebte es, wenn sie ihm nahe war, ihn berührte, ihn liebkoste, sie spornte ihn alleine durch ihre Präsenz und Aufmerksamkeit dazu an, besser sein zu wollen. Im Grunde kam es ihm sehr entgegen, dass er seine Hände nicht benutzen durfte, sie zitterten nämlich leicht vor Aufregung.
Er seufzte kehlig auf, als seine Herrin ihren Kopf auf seine Schulter legte und ihn leise lobte. Er sehnte sich danach, dass sie ihn berührte, ihn endlich erlöste, doch da sie ich dies im Moment noch nicht zugestand, leitete er alles auf Nelsanis Körper über. Doch letztlich war die Anspannung und der Sturm an Reizen, der beständig über ihn hereinbrach zu viel für seine Selbstbeherrschung und so verirrte sich seine verräterische Hand zwischen seine Beine. Es lief ihm kalt den Rücken herunter, als er an seinem Handgelenk gepackt wurde und für einen Moment riss Amandin ihn so aus seiner lustvollen Trance. Seine Hand schreckte sofort zurück. „I..ich...“ Stammelte er aufgebracht. Was hatte er getan?! Angst flutete seinen Geist und sie wurde nur noch mehr angefeuert, als Amandin sich von ihm abwandte. Ihn alleine zurückliess. Schutzlos, nackt, ohne Führung. „Es tut mir leid.“ Hauchte er leise, doch er war immerhin Manns genug, um seine „Prüfung“ fortzuführen. Nelsani mochte die Sorge jedoch dennoch in jenem Moment deutlich spüren, denn seine Berührungen und seine Liebkosungen wurden von der Last des Versagens getrübt. Verdammt es war nur ein kleiner Moment der Unachtsamkeit gewesen!

Er zuckte zusammen, als die sanften Hände seiner Herrin ihn wieder berührten. Verzieh sie ihm? Er seufzte und suchte kurz Blickkontakt mit Nelsani und teilte offen seine Verunsicherung und Scham mit ihr. Die beiden verstanden sich wortlos, denn sie beide empfanden vermutlich in etwa das Gleiche für ihre Herrin. Etwas kühles und weiches legte sich um seinen Arm und für einen Moment dachte er, es könnte sich dabei um eine kleine Schlange handeln. Seit Amandin die hohe Kunst der Giftmischerei erwähnt hatte, die zur Ausbildung eines Hohenpriesters des Faldors gehörte, hatte Thomas durchaus gewisse Ängste, vergiftet zu werden. Es war nicht das Gift an sich, dass ihn beunruhigte, sondern die Tatsache, dass ein solcher Anschlag unerwartet kommen könnte. So unerwartet, dass er in diesem Moment noch immer daran glauben könnte, dass sie ihn mochte und liebte. Würde Amandin so etwas tun? Ihm ihren Groll verbergen und ihn unwissend und arglos beseitigen? Nein! Sie respektierte Ehrlichkeit, schätzte Wahrheit und er glaubte sie inzwischen gut genug zu kenne, so dass er davon ausging, dass ihre hohen Ansprüche auch gegenüber ihr selbst galten.

Er nickte, als sie ihm weitere Worte ins Ohr flüsterte. Schutz durch Fesseln, es mochte paradox klingen, doch Thomas erkannte die Richtigkeit dieser Aussage. Er nickte nur und entspannte sich etwas. Ja, seine Herrin achtete auf ihn, sorgte dafür, dass er keine weiteren Fehler mehr beging. Sie kümmerte sich um ihn. Das beruhigte ihn. Die Fesseln gaben ihm die nötige Sicherheit um seinen Ehrgeiz und seinen Mut wieder aufstreben zu lassen und er widmete sich wieder gänzlich Nelsanis Vergnügen. Amandin lenkte ihn jeweils, wenn er etwas zu ungestüm wurde. Sie übte Druck auf seinen Hinterkopf aus, wenn Nelsanis Augen vor Verlangen funkelten und zog ihn wieder zurück, als ihre Lider zu flattern begannen, um sie erneut verglühen zu lassen. Ein neckisches Spiel, dass sich so lustvoll in die Länge zog. Die Erregung der Leibdienerin übertrug sich auf alle Beteiligten. Der Raum wurde geschwängert von dem Geruch von Lust und Verlangen.

Der Körper der Elfe begann zu beben. Thomas krümmte sich leicht vor, um seinen eigenen im Zaum zu halten. Seine Hände bewegten sich unruhig auf seinem Rücken und zeigten seiner Herrin an, dass er mit seinen eben erwachten und überaus heftigen Trieben noch nicht klarkommen würde, wenn sie ihn nicht an der kurzen Leine hielt. Vielleicht hatte aber hinter seinem Versagen auch eine gewisse Absicht gelegen? Hatte Amandin ihn bewusst ins Messer laufen lassen, um ihn an die Fesseln zu gewöhnen? Hatte sie ihn deshalb aufs Trockene gesetzt? Ihn deshalb für mehrere Tage verschmäht? Hatte sie deshalb jene Sklavin für die Prüfung gewählt, die ihm am Sympathischsten war? Hatte sie ihn deshalb während seiner Bemühungen berührt, ihn weiter gereizt? War sie in der Lage ihn auf eine solch subtile Art langsam immer tiefer in die Unterwerfung zu führen? – Aber sicher! Doch dies waren Gedankengänge, die nur ein Zweifler machen konnte und Thomas war keiner.

Das einzige was Thomas gerade wusste war, dass seine Herrin ihre Pflichten sehr ernst nahm. Die Tatsache, dass sie ihn nicht unmittelbar bestrafte hiess nicht, dass sein Fehltritt ungesühnt bleiben würde... und das empfand er durchaus als richtig so. Er hatte sich ihrem Befehl widersetzt. Hatte einen Fehler begangen. Darüber konnte seine Herrin nicht einfach hinwegsehen. Sie konnte ihn nicht schonen, nur weil er unerfahren war, sie konnte ihn nicht schonen, weil sie ihn mochte. Gerade deswegen konnte sie es nicht. Er musste es lernen. Musste Busse tun – ein grosses Wort im Glaube Lysanthors – ansonsten würde seine Schuld ungesühnt bleiben, sein Gewissen belastet und er würde keine Genugtuung für sein Versagen leisten können. Ihm blieb nichts anderes übrig, als ihrem Urteil und ihren Handlungen zu vertrauen. Er war tief und fest davon überzeugt, dass sie ihm nichts antun würde, was ihm schaden könnte. Sie wollte ihn nicht kaputt machen. Er gehörte ihr und sie trug sorge zu ihrem Besitz. Das hatte sie doch schon mehrfach bewiesen...

... und so empfand er es letztlich beinahe schon als beruhigen, dass sie seinen Fehltritt gesehen hatte. Sie würde die Verantwortung dafür übernehmen und sich darum kümmern. Zum Beispiel indem sie ihm Fesseln anlegte. „Danke...Herrin.“ Hauchte er aufrichtig und machte damit transparent, dass er sich durch sein eigenes Verhalten durchaus in Nöte gebracht hatte. Es war schrecklich für ihn – den erfolgsverwöhnten Steinmetzmeister – dass er sich in Sachen Sexualität offenbar auf der Stufe eines Novizen befand und noch stark auf die Hilfe anderer angewiesen war.
Thomas erschauderte, als Amandin ihn dazu ermutigte auch seine Zähne einzusetzen. Konnte eine Frau so viel Reiz tatsächlich ertragen? Er versuchte es herauszufinden und begann Nelsani auf jene Art und Weise zu necken, wie es seine Herrin vorgeschlagen hatte. Es erforderte seine gesamte Konzentration, denn Nelsani wand sich inzwischen unruhig auf dem Tisch. Er wollte ihr schliesslich nicht wehtun.

Er atmete heftig ein und verkrampfte sich etwas, als sich Amandin langsam auf seinen Händen niederliess und er ihre glühende Hitze unter seinen Fingern spüren konnte. Seine von Magie berührte Hand kribbelte. „Oh bei den Göttern.“ Keuchte er und erste rote Blitze machten sich hinter seinen Augenliedern bemerkbar. Seine Bauchmuskulatur vibrierte und er krümmte sich immer wieder leicht nach vorne. Amandin erkannte diese Zeichen und sie musste bestimmt und zügig zupacken, damit er sich in diesem Moment nicht in seiner Lust verlor. Er gab ein gepresstes Stöhnen von sich und sie konnte spüren, wie sein Körper gegen ihren Druck arbeitete, um seinen Willen zu erzwingen. Seine Unterleibmuskulatur kontraktierten in einem wellenartigen Rhythmus und der Sklave presste sich heftig keuchend und gepresst stöhnend noch fester an Nelsanis Leib. Thomas schnaubte und legte all seine Energie in seine Bemühungen, so dass er die Leibsklavin endlich über ihre eigenen Grenzen trieb und in andere Sphären beförderte.

Dann ging alles plötzlich ganz schnell. Ein Schrei hallte durch den Raum und sie gab die Dattel frei. Thomas fing sie mit den Zähnen auf, wurde aber sogleich von Amandin weggezogen, die energisch ihren Anteil forderte und sich schliesslich an ihn presste. Er sank auf die Fersen zurück, da lösten sich ihre Finger und krallten sich sogleich in seinen Rücken. Thomas ruckte an seinen Fesseln, denn er wollte seine Herrin reflexartig umarmen und sie fest an sich pressen. Er presste hechelnd seine Stirn gegen ihre Schulter und begann die Augen zu verdrehen, als sie sich in einem Sturm des Verlanges an ihn presste und Bewegungen vollzog, die er nicht für möglich gehalten hatte. Er stöhnte ihr ungehemmt entgegen, starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an, ehe er seinen Kopf in den Nacken legte und immer wieder die Augen verdrehte. „Ohhhh rr.r.rr Herrin...Herrin..“ Krächzte er. Ihre Lippen berührten die seinen und dann bohrten sich sanft ihre Zähne in sein zartes Fleisch. In diesem Moment erlebte er den kleinen Tod. Sein Höhepunkt war so heftig, dass er sich danach gänzlich entspannte und weggetreten in ihre Arme sank. Amandin konnte dabei spüren, wie schwer Thomas war. Zum Glück war er noch in einer knienden Position gewesen, so dass sie sein Gewicht auf die Seite verlagern und ihn langsam zu Boden gleiten lassen konnte.
Sie hatte die Lektion „Spannung“ auf die Spitze getrieben.
„Das hast du gut gemacht.“ Ihre sanfte Stimme drang allmählich zu ihm durch. Thomas Augenbrauen hoben sich. Er atmete tief durch. Der unerträgliche Druck zwischen seinen Beinen war verschwunden. Nun verstand er, warum man diesen Zustand als „befriedigt“ bezeichnete. „Herrin“ Hauchte er und lächelte noch immer trunken von seinem Höhepunkt. Er blickte zu seiner befreiten Hand, die neben ihm ruhte, dann wieder zu seiner Herrin und schliesslich über ihre Schulter hinweg, wo Nelsani noch gelegen hatte. Die Elfe war verschwunden. Sie...war sein erstes Mädchen gewesen, welches er so berührt hatte.

Amandin kniete über ihm und werkelte an seiner Hose herum. Allein schon diese Nähe zu seinem Körperzentrum genügte, um das Ziehen bereits wieder zu wecken. Thomas stöhnte etwas gequält auf. Er war sich diese Überempfindlichkeit und hohe Erregbarkeit nicht gewohnt und im Moment fühlte er sich eigentlich zu erschöpft, als dass er diese ständige Lust schon wieder ertragen könnte. War das wirklich er?! Oder mischte man ihm hier irgendwas ins Essen, dass er sich in so ein triebgesteuertes Wesen verwandelte? Das konnte doch nicht wirklich er sein?! Oder doch?!
„Die brauchst du jetzt nicht mehr.“ „Mhrmr?“ Keuchte er und erst jetzt erkannte er, was genau passiert war. Er errötete. Für Amandin mochte die Folgen eines männlichen Höhepunkts völlig normal sein, doch in Thomas schambehafteten Kultur waren diese mit dem Nimbus der Unreinlichkeit behaftet. Seine Scham wurde dadurch bestärkt, dass sein Körper tatsächlich eine beträchtliche Menge ausgestossen hatte. Noch peinlicher war ihm, dass seine verräterische Männlichkeit schon wieder anfing sich zu regen und gierig nach mehr verlangte. So war er doch nicht!
Die Sache wurde nicht weniger schlimm für ihn, als Amandin dies auch noch bemerkte und offenbar selbst überrascht sein bestes Stück musterte. „I—ich...erkenne meinen Körper kaum wider.“ Das war zumindest ein Ansatz einer Entschuldigung, doch Amandin liess sich aktuell nicht auf ein längeres Gespräch ein.

„Wie gesagt, ich habe zu arbeiten ...“ „Ja Herrin.“ Sie nahm ihn zärtlich bei den Händen und führte ihn auf die Beine. Thomas blinzelte. Ihm war noch immer etwas schummrig vor den Augen. Was für ein Erlebnis! Ob Elfen die Sexualität ähnlich intensiv erlebten, oder ob dies eine Eigenheit der Menschen war? Kurz und heftig, wie ihr Leben selbst? Konnte man nach hunderten von Jahren überhaupt noch Lust empfinden, oder wurde dies mit der Zeit nicht zur Routine? Wie viele Männer, wie viele Frauen, hatte Amandin wohl bereits gehabt? Thomas wollte es eigentlich gar nicht so genau wissen. Doch dann kam wieder ein Augenblick, ein stiller Moment, jene Gesten, die so selten in Amandins leben sein mochten.
Wo Amandin kühl war, strahlte Thomas ungemein viel Wärme ab. Sein grosses Herz schlug im Takt des ihrigen. Diesmal unterdrückte er den Drang sie zu umarmen, kam sich dabei aber gleichzeitig auch etwas hölzern vor, weil er so passiv da stand. „Ich...würde euch gerne einmal Berühren...auf meine Art...Herrin.“ Hauchte er leise und erwiderte ihr Lächeln freundlich. Er wollte nichts tun, was sie erschrecken oder überfordern können. Vermutlich war ihr seine Welt genau so fremd wie ihm die ihrige. Sie mussten vorsichtig und geduldig miteinander sein. Doch wollte Amandin die Beziehung überhaupt in beide Richtungen vertiefen? Diese Frage blieb vorerst unbeantwortet, denn Amandin schritt auf eine grosse Tür zu. Er registrierte ihr zögern und sah sie fragend an.

„Meine Welt unterscheidet sich sehr von deiner... Ich bin... anders... Ich würde mir wünschen, dass du sie akzeptieren könntest... dass du mich annehmen kannst... wie ich bin..“ Er sah sie ernst an. Er wusste, dass er ihre Worte nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte und er nicht leichtsinnig irgendwelche Versprechungen abgeben sollte. Er wusste nicht, was auf ihn zukam und so konnte er auch nicht versichern, dass er alles würde ertragen können, was Teil ihres Lebens war. Er wollte sie nicht anlügen, wollte sich nicht stärker geben, als er möglicherweise war. Bisher hatte er sich gut gehalten, war in vielerlei Hinsicht bereits meilenweit über seinen Schatten gesprochen, doch seine Herrin hatte auch immer wieder durchsickern lassen, dass das was er bisher erlebt hatte, nur die Spitze des Eisberges gewesen war. Das Meer in dem sich dieser Berg befand, schien jedoch eine endlose Tiefe zu besitzen und irgendwo dort unten in dieser Dunkelheit lauerte das Reich Faldors. Amandin war zweifelsohne Teil dieses dunklen Reiches, dessen Einflüssen und Regeln auch sie sich nicht würde entziehen können. Wie sie schon gesagt hatte, jeder hatte seine zugewiesene Rolle zu spielen. Gegen den Strom zu schwimmen erforderte Kraft, Mut und Opferbereitschaft.
“Vieles von dem was du sehen wirst, könnte dich verwirren oder erschrecken, doch nichts wird dich bedrohen, oder dein Leben gefährden. Das verspreche ich dir.“ Der Sklave sah sie an und nickte schliesslich. Er vertraute ihr und ihrem Versprechen. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass sein Herz unweigerlich schneller schlug, als sie die Türen öffnete und den Blick in den Raum freigab.

Seine Augen mussten sich erst an die Dunkelheit gewöhnen. Sie schickte ihn auf seine Position und Mercer tat wie ihm geheissen. Seine Herrin verschmolz augenblicklich mit der Dunkelheit. Da Thomas Amandin nicht direkt sehen konnte, wagte er es seinen Blick schweifen zu lassen. Er starrte das Kreuz an. Ähnliches hatte er schon in Folterräumen gesehen. Thomas war zum Glück nie selbst gefoltert worden – aber man hatte ihnen in Pelgar die Räumlichkeiten gezeigt um sie abzuschrecken.

Er schluckte leer. Ob Amandin sowas auch tat? Foltern? Vielleicht nicht Foltern, aber bestrafen... war dies der Ort wo dies geschehen würde? Er schluckte leer und strich sich nervös über seine Lippen, spürte dabei die kleine Verletzung, die seine Herrin ihm beim Liebesspiel zugefügt hatte. Er musterte die Reagenzgläser. Zutaten für Mischungen, Medizin, Gift...
Was in Lysanthorsnamen trieb eine Hohenpriesterin wohl den ganzen Tag? Amandin würde ihm Einblicke gewähren, so viel stand fest. Für einen Moment überkam ihm die Angst. War er dem ganzen hier wirklich gewachsen? Wäre es nicht besser für sie beiden, wenn sie ihn zurück auf die Baustelle schickte. Steine waren sein Leben. Mit ihnen konnte er hervorragend umgehen... doch würde er auch anderweitig bestehen können? Ihren Anforderungen genügen? Er wollte es zumindest versuchen. Er musterte ihren Arbeitsbereich und betrachtete sich die Bank eingehender. So recht konnte er sich nicht zusammenreimen, was da gleich auf ihn zukommen würde. Er erstarrte, als Amethyst in sein Blickfeld trat. Es war für ihn noch sehr ungewohnt auf DIESE Weise von allen möglichen Personen betrachtet zu werden. Allerdings war es ihm nicht erlaubt, seine Blösse mit seinen Pranken zu bedecken, so dass ihm nichts anderes übrig blieb, als glühend rot anzulaufen im Gesicht. Er erhaschte auf einen Blick auf das Tablar mit den seltsamen Gegenständen. Wollte er es wirklich wissen? Er entschied sich selbst für nein. Wenn immer sich seine Herrin ihm näherte, schenkte er ihr seine komplette Aufmerksamkeit. So entging ihm natürlich nicht, wie sie ihn einen Moment musterte und Amethyst neue Anweisungen gab.

Der Steinmetz spannte sich an, als der Dunkelelf sich ihm näherte und ihn unverblümt anstarrte. Thomas starrte stur auf den Boden, weil es ihm zu peinlich war, Amethyst direkt anzusehen. Er hoffte einfach, dass dieses kleine Intermezzo hier schnell vorbei sein würde.
„Seeehr schön! Ja wirklich! Beeindruckend!“ Thomas schluckte leer. Er hatte zu schweigen. Seine Augen weiteten sich jedoch vor Entrüstung, als der Dunkelelf doch tatsächlich die Nerven hatten sein eigenes Gemächt vor ihm zu entblössen. Was sollte das hier werden?! Er starrte ihn nervös an. Da nahm aber jemand die Metapher „Schwanzvergleich“ ziemlich wörtlich. In einer pelgarer Kneipe hätte er den Dunkelelfen vermutlich verdroschen, selbst wenn er eigentlich ein friedliebender Mensch war.

Dennoch konnte Thomas nicht anders, als seinen Blick kurz über die Männlichkeit des Elfen gleiten zu lassen. Sofort starrte er aber wieder stur den Boden an. Verdammt, es ärgerte ihn, dass dessen Gemächt gleich lang war wie seines. Er hätte nie von sich selbst geglaubt, dass er derart zu Eifersucht neigte. Nun gut, er hatte ja auch nie gegenüber einer ganzen Horde von Männern und Frauen um die Aufmerksamkeit von Beth buhlen müssen. Mit dem Ehering hatte er sich dieses Privileg schliesslich erarbeitet. Die Gesichtszüge des Steinmetzes wurden etwas weicher, als Amethyst ihn über das Bevorstehende unterrichtete. Eigentlich meinte es der Dunkelelf ja nur gut mit ihm und wollte ihm helfen. Er selbst musste im Gegenzug ziemlich undankbar erscheinen. Darum schenkte er dem Mann schliesslich ein unsicheres Lächeln und hoffte inständig, dass dieser es tatsächlich als freundschaftlicher Akt interpretierte und nicht als Avance.
„Du selbst musst dich einfach nur entspannen und der Herrin vertrauen. Wenn du eher der unsichere Typ bist und Angst hast was falsch zu machen, lass dir lieber Fesseln anlegen.“ Thomas nickte. Er traute sich nicht zu sprechen, denn in seiner Position war ihm dies nicht erlaubt.

“So was kann sehr beruhigend für die Nerven sein.“ Er sah Amethyst direkt an und nickte dann wissend. Diese Erfahrung hatte er bereits gemacht. “Du kannst sie darum bitten, aber beim ersten Mal macht sie es eigentlich bei jedem. Wieder traf er ihn. Der Stachel der Eifersucht. Scharf und Spitz, direkt ins Herz. “Es dient deiner eigenen Sicherheit, den Fehler müssen bestraft werden.“ Thomas schluckte leer und senkte seinen Blick. Er hatte bereits einen Begangen. Seine Schuld sprach förmlich aus ihm heraus. Aber er war noch hier, nicht wahr? Sie würde ihn doch jetzt nicht nachträglich deswegen verstossen? Er hatte keine Angst vor einer Strafe – vielleicht war er diesbezüglich einfach auch noch etwas zu naiv – aber er fürchtete umso mehr, von ihr Verstossen zu werden. Ihrer nicht mehr würdig genug zu sein. Er malte sich aus, wie er aus dem Haus schreiten würde, boebachtet von den dunklen Steinen die hämisch lachen würden und sich in ihrem Urteil nur bestätigt fühlen würden.
Er schüttelte sich und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf den Elfen. Obwohl Thomas ein Riese von einem Mann war, vermochte er es durch seinen Blick wie ein verschüchtertes Reh zu wirken. Vermutlich war es genau diese Mischung, die Amandin derart in ihren Bann zog.

Endlich löste seine Herrin sich wieder aus der Dunkelheit. Gleich würde es wohl beginnen, was immer auch da auf ihn wartete. Seine Spannung stieg. Sein Puls raste. „Richte Nelsani aus, sie kann in einer Stunde wieder zu mir kommen.“ Thomas Augen funkelten. Er freute sich offenbar für Nelsani. Seine Eifersucht und sein Konkurrenzdenken schien gegenüber Frauen merklich weniger ausgeprägt zu sein, als bei anderen Männern. Diese sah er eher als Verbündete, denn Konkurrenten. Er sah seine Herrin direkt an. Sie musterte ihn. Nackter konnte er gar nicht vor ihr knien. Er errötete wieder. In seinen Augen schimmerten Angst und Hingabe. Ersteres kam von der Ungewissheit über das, was ihn erwarten würde. Letzteres hatte sie in ihm entfacht. Seine Augen strahlten etwas ruhiges, freundliches und einladendes aus. Thomas war ein Kerl, der trotz seiner Grösse nicht zwingend Bedrohlich wirkte. Er gehörte eher zu jenen Personen, mit der man am liebsten einen Heben gehen würde. Er überzeugte als Freund und Vater. Den Eindruck eines Frauenhelden hingegen hinterliess er nicht. Thomas strahlte nicht diese aggressive männliche Sexualität aus. Aber er reagierte auf ihre. Magnetismus.

„Hier arbeite ich. Hier erwarte ich Vollkommenheit von mir und jenen die mir dienen. Ich brauche Stille in meinen Gedanken, damit mir keine Fehler unterlaufen und deshalb ist es dir verboten mit mir zu sprechen, solange ich arbeite...“ Nun galt es ernst. Thomas nickte langsam um ihr anzuzeigen, dass er verstanden hatte. Ihm wurde flau im Magen, als sie ihm den Knebel zeigte. Er konnte es sich gut vorstellen, dass Amandin sicherlich gefallen am Zufügen von Schmerzen empfand, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass sie ihre Sklaven gerne strafte. Wie das wohl sein würde? Er schluckte leer. Sein Blick fiel auf das Halsband. Er atmete tief ein. Er wusste, dass besondere Sklaven teilweise mit individuellen Halsbändern ausgestattet wurden. Wie geliebte Haustiere, die man auch entsprechend edel präsentieren wollte. Ebenso wusste er auch, dass es magische Varianten gab, die so ihre Überraschungen bargen. Einem pelgarischen Sklaven in seinem Trupp hatte man damals ein Halsband der Züchtigung verpasst, weil er sich nicht immer an die Regeln hielt. Ein grausames Instrument, welches einen Turm von einem Mann augenblicklich von den Füssen holen konnte. Auch er hatte möglicherweise schon so eines getragen, er konnte sich nicht daran erinnern, doch er war oft als potenzielle Gefahr angesehen und daher speziell gesichert worden. Er liess sie nicht aus den Augen, doch er war stolz auf sein Halsband. Andere hielten solche Halsbänder für den Inbegriff der Unterdrückung und Niederwerfung, doch in diesem Augenblick kam es ihm eher wie eine Adelung vor.

„Ich möchte, dass du nicht länger nur ein x-beliebiger Sklave bist, sondern mein Leibdiener.“ Seine Pupillen weiteten sich. Seine Körperhaltung wurde noch etwas strammer. Er war stolz. War gerührt. Fühlte sich geehrt und was vielleicht am wichtigsten für Amandin war: Er freute sich aufrichtig.. Das bedeutet, dass du meinem - Leib - dienst. Ich will dich...“ Die letzten drei Worten entzündeten einen neuen Sturm der Lust in ihm. Er wollte sie auch. Er wollte, dass sie ihn wollte. Er wollte ihr gefallen. Ihr dienen. Ihr gehören. Er wollte alles für sie sein, was sie von ihm verlangte.
„Ich will dich wann und wie auch immer Lust dazu verspürte. Ich will dich besitzen, ich will dich führen, dich lehren... Ich will von dir alles, alles erfahren was dich bewegt. Ich will dich vor Lust vergehen sehen und deinen Willen in mir spüren. Ich will sehen, fühlen und erleben wie du mich begehrst... Ich – will – dich!“ Sie schaffte es alleine durch ihre Worte und ihr beständiges Näherkommen, um ihn gänzlich in Erregung zu versetzen. Er atmete schnell und hörbar. Seine Augen verrieten seine Sehnsucht. Er wollte es auch.
Sie kniete sich zu ihm hin. Es war ein äusserst intimer Moment für sie beide, als sie ihm sein neues Halsband anlegte und mit ihrem Schlüssel verschloss. Das leise Klicken hatte etwas Endgültiges. Etwas Gewichtiges. Ein schaudern durchfuhr ihn und seine Nackenhaare stellten sich auf. Schliesslich befreite sie ihn von seinen Armfesseln.

Er erhob sich auf ihren Befehl, liess aber seine Arme im Rücken verschränkt. Er spürte ihren Atem in seinem Nacken. [
„Ich habe gesagt, dass ich dich „benutzen“ will und das werde ich. Thomas spannte sich an. Er war aufgeregt.
“Siehst du die Bank in der Mitte? Dort wirst du liegen. Ich werde dich dort fixieren, weil ich nicht möchte, dass du Fehler machst. Du darfst mich während ich arbeite nicht aus eigenem Antrieb berühren. Keine Überraschungen, kein Entdecken, keine Ablenkung die ich nicht selbst bestimme. Er nickte. Er war froh um die Fesseln, denn zu oft war es ihm schon passiert, dass er sich kleine Berührungen erhascht hatte.
“Stell dir einfach vor ...“ Er erschauderte, als sie seine Hüften berührte und er spannte unweigerlich seine Hinterbacken an. Durch seine Nacktheit blieb ihr wirklich gar nichts verborgen. Kein Magengrummeln, kein angespannter Muskel, keine Verletzung, nichts.
„... du wärst ein Möbelstück.“ Er hob irritiert eine Augenbraue. Ein Möbelstück?? Damit hatte er nicht gerechnet. Der Vergleich verwirrte ihn eher, als dass er sich dadurch gedemütigt fühlte. Ein anderer würde wohl sagen: Der grosse Meister Mercer, degradiert zu einem Möbelstück, was für eine Karrierewende. Ein Dunkelelf hingegen würde wohl Amandin anerkennend zunickend und sie zu ihrem auserlesenen Möbel gratulieren. Schliesslich hatte nicht jeder so einen Meister Mercer in ihrem Besitz...

Aber am Schluss zählten all diese Meinungen nicht, selbst seine eigene nicht. Nur Amandins Wille war wichtig. „Du bist das Polster, auf dem ich sitzen werde, das ich „benutzen“ werde.“Das klang nicht schlecht, denn sie versprach ständige Nähe zu ihr. Er konnte sich aber nicht wirklich vorstellen, dass man sich auf einem solchen...Möbel...sitzend, wirklich auch noch auf die Arbeit konzentrieren konnte. Aber Mercer hatte ja auch nicht hunderte von Jahren Zeit gehabt, genau das zu üben.

Er begab sich wie ihm geheissen wurde auf den Rücken. Es war seltsam für ihn, in dieser Position vor einer Frau zu liegen, besonders, als sie seine Schenkel öffnete und ihn eingehend betrachtete, als wäre er eine gebärende Frau. Nun konnte Amandin aber auch wirklich ALLES aus nächster Nähe sehen. Er errötete. Schämte sich seines Körpers, obwohl es da nichts zu schämen gab. Sie war ihm so nah! Er wagte es kaum noch zu atmen.
Endlich gab sie ihm den Befehl sich nach hinten auszustrecken und die Arme auszubreiten. Er starrte in ihren glühenden Schoss, als sie sich über ihm positionierte. Oh bei den Göttern, wie sollte er DAS nur durchstehen?! Er stellte sich selbst als geräuschloses Möbel hin. Schliesslich gab es in Pelgar keine stöhnenden Stühle (er war ja auch nie bei Alma in der Praxis gewesen). Doch seine Herrin beruhigte ihn. „Du darfst stöhnen, schreien, bewegen was du kannst, kommen so oft du willst ….alles was du willst, aber nicht reden!“ Er nickte, doch er fühlte sich nach wie vor gehemmt, diesen Freiheiten auch tatsächlich nachzugehen. Er konnte doch hier nicht rumstöhnen, während sie arbeitete...und...schreien?! Was tat Amandin mit ihren Möbelstücken?! Er gab bereits ein erstes Seufzen von sich, als sie sich über ihm entblösste. Sie arbeitete nackt?! Er wand sich unruhig in den Fesseln und war genau aus diesem Grund mehr als nur froh, dass er sie hatte. Er drückte seine Beine erst ein wenig weiter auseinander, versuchte sie dann aber auch gleich wieder zusammenzupressen, was seine Fesseln jedoch verhinderten. Amandin hatte ständigen Zugriff auf ihn und er würde sich ihr nicht entziehen können... ein Gedanke der ihn ungemein erregte, obwohl er diese ständige Lust zeitweisend auch als Qual empfand. Er öffnete seinen Mund, weil er ihr Komplimente zuraunen wollte, doch besann er sich eines Besseren. Stattdessen seufzte er nur angetan und legte seinen Kopf in den Nacken. In seiner triebhaften Unruhe versuchte er immer wieder sein Becken zu heben, doch die Fixierung liess ihm wenig Spielraum. Wieder begann dieses Ziehen zwischen seinen Beiden und wieder wurde es mit jeder Sekunde energischer. Wie wurden all die anderen nur mit dieser ständigen Dauererregung fertig? Ihn machte dieses Gefühl der Lust allmählich ganz kirre!

Thomas wand sich wie ein gefangener Fisch. Offenbar waren dies noch zu viele Bewegungen für die Herrin, denn sie korrigierte die Fesseln und zog sie noch enger um seinen Leib, so dass sie ihm praktisch gänzlich die Bewegungsfreiheit nahm. Ohje er brauchte aber wirklich viel Hilfestellungen! Er konnte sich gar nicht vorstellen, dass es Sklaven gab, die dass hier ohne Fessel aushalten konnten, ohne einen Fehler zu begehen!

Solange sie bei ihm war, ging es ihm ziemlich gut, doch sobald sie sich von ihm entfernte fühlte er sich schrecklich alleine und schutzlos. In dieser Position war er jeder Person die diesen Raum betrat komplett ausgeliefert. Er brauchte seine Herrin. Dies wurde ihm hier mehr als bewusst. Als sie einmal lange wegblieb stieg leichte Panik in ihm auf. Er würde ihr ja nicht einmal helfen können, wenn ihr etwas zustiess. Er atmete schnell und gab jeweils einen erleichterten Seufzer von sich, wenn sie wieder näher trat und wurde augenblicklich ruhiger. Ihr „Möbel“ reagierte also auf ihre Aura, ihre Nähe und Distanz.
Endlich blieb sie bei ihm und machte es sich auf ihm gemütlich. Thomas wurde ruhig. Er war aber zu aufgeregt und angespannt, als dass er Amethysts Rat sich einfach zu entspannen, hätte befolgen können. Zumal Thomas viel zu neugierig war. Es nahm ihn wunder, was sie gerade tat und womit sie sich beschäftigte.

Keinen Ton gab er mehr von sich, als sie den Mörser in die Mangel war. Da war er zu sehr mit Glotzen und Atmen beschäftigt. Er sog vorsichtig ihren Duft ein, wie beim Testen eines guten Parfums. Ihr Geruch war ihm inzwischen mehr als nur vertraut, doch er war nicht immer exakt gleich. Es kam auch auf ihre Tagesverfassung und ihre Ernährung an. Heute roch sie verlockend süss, ein bisschen wie nach Maiglöckchen. Seine Männlichkeit zuckte und er spannte sich kurz ächzend an. Obwohl Amandin ihm die Erlaubnis gegeben hatte sich gehen zu lassen, erlaubte es Thomas sich selbst nicht. Er wehrte sich gegen sein eigenes Fleisch und so geriet er mit der Zeit in einen Kampf mit sich selbst. Körper und Geist schlossen aber augenblicklich einen Waffenstillstand, als Amandin sich gegen seine Hand presste und mit lockenden Bewegungen seine Finger zum Leben erweckten. Er war nun gänzlich auf seine Hand fokussiert, die leicht kribbelte, während er sie vorsichtig streichelte und ihre Reaktionen beobachtete. Mit kreisenden Bewegungen tasteten sich seine Finger voran und suchten ihren empfindlichsten Punkt. Doch schon ach viel zu kurzer Zeit gab sie seine Hand wieder frei, die nun feucht glänzte und sich besonders Privilegiert anfühlte. Er wusste, dass Amandin seine Hände liebte, weil sie diese für die Kunst schätzte, die sie schufen. Seine Zunge war immerhin vorwitzig...

Thomas gab wieder Ruhe, als sie sich dem Experiment mit der Ratte widmete. Er wollte nicht, dass sie daneben stach, nur weil er einen überraschenden Laut von sich gab oder sich bewegte. Die Aufmerksamkeit des Steinmetzmeisters pendelte also stets von seinem eigenen Innenleben und der Welt von Amandin hin und her. Seine Aura veränderte sich jeweils, wenn er ganz bei ihr im hier und jetzt war und wenn er seine eigenen inneren Kriege focht. Thomas war voll von inneren Auseinandersetzungen, doch seine Herrin sorgte dafür dass seine Erregung immer hoch genug war, damit sein Gewissen sich nicht wieder mit seinen nörgelnden und miesepetrigen Einschüben in den Vordergrund drängen konnte. Hinsichtlich seiner Zweifel und Ängste empfand er hier bei ihr tatsächlich eine grosse Freiheit, die sehr entspannend auf ihn wirkte.

Sein Atem stockte, als sie sich mit ihrem Schoss zu seinem Gesicht drehte und ihm zu verstehen gab, was sie nun von ihm verlangte. Sein Herz pochte ihm hart an die Brust, denn bisher hatte er seine Herrin noch nie so nahe sein dürfen. Zärtlich und forschend nahm seine Zungenspitze Kontakt mit ihrem Körper auf. Er war ganz bei ihr und ganz für sie da, dass konnte sie bei jeder seiner Berührungen spüren. Nur ab und an verriet ihn die Fessel seines rechten Armes, der sich wieder selbstständig machen und sich seinem Zentrum hinwenden wollte. Thomas schien also definitiv zu diesem Fehlverhalten zu neigen und das Ganze auch noch mehrheitlich unbewusst, denn er war gänzlich auf seine Herrin fokussiert. Sein ganzer Körper vibrierte jeweils, wenn immer er sie leise stöhnen oder gepresst atmen hörte. Er liebte es, wenn er ihr solche Geräusche entlocken konnte. Einmal stöhnte er in ihren Schoss, als sich sein Unterleib wieder verräterisch zusammenzog. Die Kontraktionen waren immer wieder mal da, doch der letzte Höhepunkt war wohl zu kurz zurückliegend und zu heftig gewesen, als dass er schon wieder dazu in der Lage war. Dennoch versuchte sein Körper trotzig es trotzdem zu tun, was für Thomas eine ziemliche lustvolle Pein war.

Amandin klemmte ihn dermassen zwischen ihren Schenkeln ein, dass er nur noch ihren Duft einatmen konnte und ihrer Hitze gänzlich ausgeliefert war. Als ihre Atmung schneller wurden und ihre Seufzer tiefer, wähnte sich Thomas beinahe am Ziel und er intensivierte seine Bemühungen, da entriss sie sich ihm förmlich, so dass er ein etwas verzweifeltes und frustriertes Knurren von sich gab, was ziemlich archaisch und für Thomas ungewohnt klang. Er hätte ihr diesen Höhepunkt wirklich gerne geschenkt! Er gab ein gepresstes. „gnrrhrhrharhr!“ von sich, was wohl die Lauttranslation eines Fluchwortes darstellte. Er verfluchte sich und seine Herrin für einen Moment für ihren gemeinsam gelebten Ehrgeiz. Er sah doch, dass auch ihr Körper unter ihrer Disziplin litt und nach Erlösung trachtete!

Seine Hand begann zu vibrieren und zu zucken, als sie Magie wirkte. Er schloss sie zur Faust um die Wirkung darin einzuschliessen. Was geschah da nur mit seinem Körper? Fühlte er, was sie fühlte? Waren sie auf diese Art miteinander verbunden? Er spürte aber auch, wie ihre Hitze etwas abnahm und ihr Körper kühler und erschöpfter wurde. Sanft liess sie sich zurückfallen. Ihre Haare berührten seinen Unterleib und kitzelten ihn neckisch. Sanft küsste er ihre Mitte. Liebkoste sie zärtlich, beruhigend. Sie zeigte ihm ebenfalls alles. Auch sie war gänzlich nackt vor ihm. Konnte ihre Regungen nicht vor ihm verbergen...nun...zumindest nicht alle, denn ihre Körperbeherrschung übertraf die seinige um Äonen. Er zuckte zusammen, als sie seine Männlichkeit berührte. Diese langsamen und sanften Berührungen waren so intensiv, dass er leise gegen ihren Schoss stöhnte. Ansonsten erfüllte Stille den Raum. Nur die Ratte war zu hören, die sich offenbar nach wie vor bester Gesundheit erfreute.

Sein Stöhnen wurde mit der Zeit gedehnter und auch seine Liebkosungen nahmen an Intensität zu, wurden fordernder, wurden immer mehr von seiner eigenen Erregung bestimmt. Noch bevor es ihn übermannte, brach sie die Liebkosungen ab. Liess ihn einmal mehr verglühen. Sie sass zu ihm auf und schenkte ihm ein Lächeln, dass sich warm und wohlig um sein Herz legte. Seine Augen funkelten und er erwiderte ihr Lächeln angetan. Schliesslich drehte sie ihm den Rücken zu, machte es sich auf der Höhe seiner Hüfte bequem und widmete sich gänzlich seinem Gemächt. Durch ihre Position, konnte er nicht sehen, was sie mit ihm machte. Er konnte es nur spüren und nach wenigen Momenten begann er voller Hochgenuss den Kopf in seinen Nacken zu lehnen und gedehnt zu stöhnen. Nie hatte Beth ihm auf diese Weise Gutes getan. Er konnte abermals nicht verstehen, was an dem, was Amandin gerade mit ihm machte so falsch sein konnte. Er fühlte nur Genuss, Lust und Frieden. Im Raum herrschte eine stille und zärtliche Atmosphäre, die man einer Dunkelelfe wohl nie gegeben hätte. Anhand der kritzelnden Geräusche auf dem Pergament konnte Thomas schliesslich feststellten, dass Amandin tatsächlich gerade Arbeitete, während sie ihn auf diese Art und Weise streichelte und liebkoste! Wenn Thomas das Möbel war, dann war seine Männlichkeit wie eine Katze, die sich gerade darauf zusammengerollt hatte und die Amandin nun beiläufig streichelte. Das ganze hatte für Thomas so etwas intimes und vertrautes, wie er es noch nie zuvor erlebt hatte. Er war ein äusserstes Glückliches Möbel und am liebsten hätte er diesen Moment eingefroren und alle Sorgen der Welt vergessen. Manchmal machte sie ihn unruhig genug, dass er lauter und gepresster zu stöhnen Begann, doch dann beruhigte sie ihn immer wieder, nur um das Spiel von neuem zu Beginnen. Thomas Glied war eine sehr dankbare „Katze“, denn offenbar hatte es einiges an Zuwendung nachzuholen. Der Sklave begann sich zu entspannen, doch just in jenem Moment klopfte es an der Tür und sie beide wurden aus ihrer gemeinsamen Idylle gerissen. Er war ihr unendlich dankbar dafür, dass sie ihre Schenkel um seinen Hüftbereich schloss, denn so war er nicht von aller Welt entblösst. Als er erkannte Wer hier eingetreten war, war er noch viel dankbarer! Amandin mochte sofort merken, wie sich Thomas Aura veränderte. Er fühlte sich merklich unwohl in der Gegenwart der anderen Leibdienerin. Zwar wagte diese es snicht, ihn vor den Augen der Herrin mit Blicken zu töten, aber die Antipathie der Beiden war eindeutig zu spüren. Im Gegensatz zu ihm, betrachtete sie wohl insbesondere Männer als ihre gefährlichsten Konkurrenten. Anders konnte er sich ihren Hass nämlich nicht erklären, er hatte ihr doch nichts zu Leide gewerkt, zumal sie sich kaum kannten!

Er fragte sich, was das für Kostproben waren und war beruhigt zu hören, dass es ansonsten offenbar keine Probleme gab. Das war gut. Das erinnerte ihn aber auch daran, dass er sich mit seiner Herrin noch über die Anliegen der anderen Meister würde unterhalten müssen.

Nach der Unterbrechung fanden die beiden wieder in ihren Rhythmus zurück. Thomas konnte im Augenwinkel sehen, wie sie den Alabaster in die Schale tauchte und so schwärzte. Also doch keine Magie? Er vertand nicht, was er da sah. Wieder begann sie ihn zu liebkosen, doch nach einer Weile hatte sie ihn soweit, dass sein tiefes Stöhnen eher einem bettelnden Ächzen wich. Sie erhob sich kurz von ihrer Position, um den Stein zurück in die Schale zu legen, da geschah es... sie positionierte sich genau über seinem Zentrum und liess sich etwas niedersinken. Würde sie ihm tatsächlich auf diese Weise beehren? War er ihrer Tatsächlich würdig? Zumindest sein Gemächt schien darauf eine eindeutige Antwort zu haben und strebte ihrem Schoss entgegen. Er versuchte wieder sein Becken anzuheben, was aber nicht möglich war. Thomas wagte es kaum mehr zu atmen. Er stöhnte leise, flehend. Sein Körper drehte völlig durch. Er begann zu schwitzen, die ganze Hitze stieg ihm in den Kopf hoch und sein Unterleib begann wieder mit diesen quälenden Kontraktionen. Der Steinmetzmeister war nur noch von einem Wunsch erfüllt, dass sie sich doch endlich auf ihn niedersenken möge, denn er hielt diesen Zustand zwischen Himmel und Erde kaum mehr aus!

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 23. Februar 2016, 21:30

Nach der unschönen Unterbrechung durch die zweite Leibdienerin seiner Herrin fanden die beiden wieder langsam in ihren Rhythmus zurück. Thomas konnte im Augenwinkel sehen, wie sie den Alabaster in die Schale tauchte und so schwärzte. Also doch keine Magie? Seine Hand hatte nicht gekribbelt. Er vertand nicht, was da geschah. Wieder begann sie ihn zu liebkosen, doch nach einer Weile hatte sie ihn soweit, dass sein tiefes Stöhnen eher einem bettelnden Ächzen wich. Sie erhob sich kurz von ihrer Position, um den Stein zurück in die Schale zu legen, da geschah es... sie positionierte sich genau über seinem Zentrum und liess sich etwas niedersinken. Würde sie ihm tatsächlich auf diese Weise beehren? War er ihrer Tatsächlich würdig? Zumindest sein Gemächt schien darauf eine eindeutige Antwort zu haben und strebte ihrem Schoss entgegen. Er versuchte wieder sein Becken anzuheben, was aber nicht möglich war. Nur seine Backen konnte er fest zusammen pressen und so vielleicht ein bis maximal zwei Finger breit an Höhe gewinnen. Thomas wagte es kaum mehr zu atmen. Er stöhnte leise, flehend. Sein Körper drehte völlig durch. Er begann zu schwitzen, die ganze Hitze stieg ihm in den Kopf hoch und sein Unterleib begann wieder mit diesen quälenden Kontraktionen. Der Steinmetzmeister war nur noch von einem Wunsch erfüllt, dass sie sich doch endlich auf ihn niedersenken möge, denn er hielt diesen Zustand zwischen Himmel und Erde kaum mehr aus! Doch Amandin hielt still. Er hatte nicht gesprochen, aber sein Körper hatte sich verselbständigt. Hatte er sie überrascht? Vielleicht ein klein wenig? Sie hielt sich im exakten Abstand seiner Länge über ihm und positionierte Ihr Becken im perfekten Winkel. War es jetzt soweit? Thomas konnte kaum noch denken, geschweige denn etwas anderes wahrnehmen, als seine Körpermitte. Seine Hände zuckten unwillkürlich, sein Körper wand sich wild um den Punkt seiner Fixierung. Und Amandin hatte ihn fixiert! Der Obelisk seiner Triebhaftigkeit stand aufrecht zwischen ihnen und hatte sich gerade so vielleicht einen Finger breit in sie gebohrt. Er fühlte die seidenweichen Blüttenblätter und sein Körper wollte so viel mehr! Immer wieder zuckte er nach oben, was sein sinnliches Verlangen mit jedem Mal noch steigerte. Amandin hielt ganz still und ließ ihn zappeln. Diese Art der Folter schien auch ihr alles abzuverlangen, denn ihre Beine begannen nach ein paar quälend langsamen Atemzügen zu zittern. Jetzt war sie fast genauso warm wie er und ihr Nektar rann an ihm herab, was einen scharfen Kontrast zwischen Kühle und lockender Hitze entfachte. Konnte es noch schlimmer werden? Ja, natürlich.
"Da du... vorhin ungehorsam warst, werde ich dir nun ...vorenthalten, was du dir... am sehnlichsten wünscht... "
Ihre leicht zitternde Stimme dang wie durch Nebel in seinen Geist und war doch so present, wie das Rauschen seines Blutes.
"Da mir dies ebenfalls ... etwas vorentält, wird heute Nacht... dein Zwilling... diesen Akt vollbringen."
Sie kippte leicht das Becken nach vorne und Thomas spürte wie sie den Winkel änderte. Er rutschte herraus und sie ließ ihn quälend langsam zwischen ihren Blütenblättern entlang gleiten, was sich fast gleich anfühlte, als wenn sie ihn aufgenommen hätte, aber eben nur zu Hälfte.
Sie saß wieder auf seinem Becken, streichelte seine „Katze“ die zuckte, als hätte sie einen Vogel gesehen, den sie nicht jagen durfte. Sie ließ ihn sich ein wenig beruhigen und schrieb etwas auf. Dann hörte man leise eine Tür gehen und Amandin drehte den Kopf beiseite und lächelte. Thomas sah unter den Tischen hindurch, wie Nelsani den Raum betrat und an der Tür die gleiche Position eingenommen hatte wie er zuvor. Amandin bewegte sich und hob ihre Beine eines nach dem Anderen über seine um sie zwischen seinen Knien wieder zu schließen. Der Druck der dabei um ihn entstand war schon fast zu viel. Nur durch seine Länge schaute noch vorwitzig die Kuppe zwischen ihren Schenkeln hervor. Dann machte sie eine Handbewegung und Nelsani erhob sich um schnell näher zu kommen. Sie trug ebenso wenig wie Thomas und seine Herrin, nämlich nichts. Als sie neben ihnen stand, konnte Thomas noch die Feuchtigkeit in ihren Haaren riechen. Hie hatte wohl gebadet und ihre Haut war leicht rosig. Sie biss sich bei dem Anblick der sich ihr bot freudig erregt auf die Unterlippe, wie es auch Amandin ab und an tat und rieb die Schenkel unwillkürlich aneinander. Amandin hob ihren Arm zu ihrem Gesicht und liebkoste ihre Wange.
„Möchtest du?“
Thomas kam überhaupt nicht dazu darüber nachzudenken, was sie meinen könnte, denn Nelsani nickte übereifrig und kniete sich vor Amandin und ihm hin. Seine Herrin hob ihre Beine wieder über seine, öffnete sie damit weit und lehnte sich nach hinten und ließ sich auf Thomas Brust nieder sinken. Sie zog sich noch ein kleines Stück nach oben. Ihre Arme schoben sich über seine und sie lag genau in der gleichen Position wie er. Ihre Hände ruhten auf den Fesseln seiner Handgelenke und ihre Wange schmiegte sich etwas unterhalb seines Kinns an seinem Hals. Nun war sein Blick nicht mehr versperrt und er konnte zwischen sanften Hügeln hindurch sehen wie Nelsani sich nach vorne beugte.
„Gib acht, dass er nicht eindringt. Berühren ja. Das gleiche gilt für dich ebenso... Er gehört mir.“
Letzteres war weniger eine Anweisung, als ein Hauch an Thomas Wange. Amandins Lippen zupften an seiner Kinnkante. Nelsanis Hände streichelten die Schenkel ihrer Herrin und sie nickte. Ihr Hals berührte ihn warm zwischen seinen Beinen und drückte ihn herunter, brachte ihn wieder in diese furchtbar schöne, lockende Position zwischen Himmel und Erde, während sie ihre Zungenfertigkeit Amandin schenkte.
Amandin lag rücklings auf ihrer Bank und begann langsam ihre Becken zu bewegen, sie genoss es ihn zu quälen oder? Nein, sie ließ sich fallen, denn jetzt war da jemand, der für sie aufpasste. Ihre Finger krallten sich in seine Unterarme. Die Bewegungen wurden drängender. Sie hob einen Arm über seinen Kopf und ihre Finger wühlten in seinem Haar. Thomas konnte es nicht verhindern. Er fühlte die Explosion kommen und etwas grollte animalisch in ihm. Die Katze wurde zum Löwen und dieser wollte sein Weibchen in den Nacken beißen, wollte sie besitzen. ER zerrte unwillkürlich an seinen Fesseln. Wäre er nicht gebunden gewesen, nichts hätte ihn noch zurück gehalten. Amandins zuckender, sich windender Leib auf seinem war zu viel. Wieder waren da diese kleinen roten Funken, doch dieses Mal verlor er das Bewusstsein nicht. Der Funkenregen zerstob und zerfaserte zu rötlichem Nebel, der seine Sicht verklärte. Konnte es sein, dass sich seine Welt nur noch um diesen wundervollen kleinen Tod drehte? Er sah kaum etwas, fühlte aber alles und Amandin krallte sich kurz nach ihm fest in seinen Körper. Er hörte ihr erstickendes Stöhnen an seinem Hals.
Dann war alles weich. Alles war gut. Ein sinnliches warmes Gurren lag an seinem Hals geschmiegt. Feuchte Wärme verband alles zu einer einzigen Empfindung und leckte über seinen Körper. Die Wellen seiner Leidenschaft verebbten nur langsam und er nahm wie aus großer Entfernung wahr, dass etwas feucht warmes sich zwischen ihn und seinen Himmel schob. Die verwirrendsten Empfindungen flossen noch zäh wie Lava durch seine Adern, sodass er nicht verstand, was da gerade vor sich ging, während er in sich zusammen fiel. Amandins Atem beruhigte sich ebenfalls langsam und sie schnurrte regelrecht. Sie fühlte sich wunderbar auf ihm an. Wie eine kleine warme Decke, die ihn langsam in den Wahnsinn trieb. Sie war endlich warm und irgendwie wusste er, dass das etwas gutes war. Er hatte ihr gut getan, er und Nelsani. Er konnte ihre Zufriedenheit in jeder Faser fühlen, die ihn berührte. Sie lag völlig entspannt da und auch bei ihm kroch Erschöpfung durch seine Wirbelsäule in sein Gehirn. Dabei fühlte sich alles so unendlich gut an! Es war dieser eine unbeschreibliche Moment der nur nach höchster Erregung eintrat und ihn selige Glückseligkeit tauchte. Wie durch einen Schleier bemerkte er nur am Rande, wie Nelsani sich langsam zurück zog und wieder gerade aufsetzte. Ein paar wundervolle lange Minuten lang, genossen die beiden Liegenden nur einander. Sie hatte ihm an einem Abend zwei explosive und unvergessliche Momente geschenkt und dabei war „er“ noch nicht einmal direkt beteiligt gewesen. Der Nachhall dieses Erlebnisses, ihr warmer Körper auf seinem, ihr unvergleichlicher Duft, die sanften Bewegungen an seinem Hals, das alles ließ den Sklaven etwas finden, dass er seit unendlich langer Zeit nicht mehr gespürt hatte.
Friede.
In Amandin konnte er Frieden finden, wenn er es zuließ. Selbst wenn er Fehler machte, sie würde ihn nicht fallen lassen. Sie beschützte ihn, leitete ihn, lehrte ihn, zügelte ihn wenn nötig und trieb in voran. Selbst in ihren Bestrafungen lag Sinn und Sinnlichkeit. Sie hatte sich ihm entzogen, seinen Trieb in eine alles verbrennende Leidenschaft gelenkt und doch hatte sie ihm Ventile gelassen, damit er all das mit Genuss ertragen konnte. Sie streckte sich lang auf ihn aus und kicherte leise.
„Also mir hat das richtig gut getan... „
Sie setzte sich auf und griff nach Nelsanis Gesicht. Dann küsste sie sie lange und flüsterte:
„Danke mein Stern.“
Sie löste sich von ihr und sah an sich hinunter.
„Einen Lendenschurz bitte.“
Nelsani stand sofort auf und ging etwas wackelig zu einem der Schränke. Derweil erhob sich Amandin träge und löste Thomas die Fesseln, erst an den Füßen, dann an den Handgelenken. Plötzlich runzelte sie die Stirn und betrachtete die Haut eingehender. Thomas sah ebenfalls hin, während er sich aufsetzte. Die Haut war vernarbt und an manchen Stellen wund gescheuert, was er schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr wahrgenommen hatte. Er hatte die Schellen einfach schon zu lange getragen. Die Fesseln hier waren gepolstert, sie hatten es wenigstens nicht schlimmer gemacht. Amandin hockte sich nackt wie sie war neben ihn und musterte seine Finger. Jeden einzeln nahm sie sich vor und tastete jede Schwiele ab, jede Verdickung an den Gelenken, jede Sehne. Dann runzelte sie noch einmal die Stirn.
„Auch wenn du jetzt müde bist, gehst du noch zu Rubin und lässt dir das mit ihrer grünen Salbe behandeln!“
Sie sah zu ihm auf und Nelsani kam mit so einem kleinen Lederlappen wie Amethyst ihn auch trug an. Amandin nahm ihn ihr ab und legte ihn Thomas an. Danach sah sie in etwas müde die Augenlider hebend an.
„Ich würde sagen, ich bin mit meiner Arbeit für heute fertig.“
Sie lächelte und tippte sich auf die Lippen. Thomas verstand nicht gleich, also kam sie näher, setze sich seitlich auf seinen Schoß und küsste ihn sanft und kurz.
„Du darfst wieder reden.“
ihre Arme hatte sie um seinen Hals geschlungen. Wäre sie nicht nackt gewesen, hätte die Position etwas unschuldiges gehabt.
„Meinst du, du kannst mich zu meinem Zimmer tragen?“
Sie atmete einmal lang aus, schloss die Augen und legte ihren Kopf an seine Schulter. Nelsani trat neben sie.
„Ich kann dich hinbringen.“
Auch wenn selige Erschöpfung in jede Zelle seine Körpers eingezogen war, so war es für den Steinmetzmeister ein leichtes seine Herrin zu tragen. Nelsani bewaffnete sich mit einem kleinen Kerzenhalter, führte ihn in das Obergeschoss des Anwesens und in ein Gemach in dem ein ausladendes Bett stand und sonst eher einer Bibliothek ähnelte als einem Schlafzimmer. Überall lagen Schriftrollen und Skizzen herum. Auf Nelsanis Handzeichen hin legte er Amandin in das mit schwarzer Seide bezogene Bett und die Dienerin deckte sie zu. Auf einem kleinen Nachttisch stand sein eingewickelter Zwilling, stets bereit für neue Schandtaten. Nelsani zupfte ihn leicht am Arm und gebot ihm ihr zu folgen. Aus dem Augenwinkel nahm Thomas noch wahr, wie Amandins Arm nach dem Päckchen griff und es wie ein Stofftier zum Schmusen zu sich unter die Decke zog.
Sie schlossen die Tür von draußen und gingen den Weg zurück zur Haupttreppe. Nelsani war schweigsam aber nicht unfreundlich. Sie hatten gerade einige sehr intimen Momente miteinander geteilt, und doch fühlte es sich jetzt ein wenig seltsam an, so schweigend nebeneinander her zu gehen. Sie waren Verbündete, das spürte er. Sie beide empfanden etwas für ihre Herrin, das mehr war als nur blanke Leidenschaft und das verband sie. Sie lächelte Thomas zweimal kurz an, wenn ihre Blicke sich trafen, wirkte aber allein mit ihm eher zurückhaltend und schüchtern. Vielleicht war auch beiden gerade nicht nach viel Reden zumute.
Sie brachte ihn zu Rubin, die schon geschlafen hatte. Die rote Haarmähne stand der Heilerin wild in alle Himmelsrichtungen vom Kopf ab, als sie auf Nelsanis Klopfen hin öffnete.
„Rubin, Entschuldigung. Die Herrin möchte dass du heute noch seine Handgelenke behandelst. Sie sagt, die grüne Salbe.“
Rubin winkte Thomas herein und öffnete verschlafen ein Medizinschränkchen, während Nelsani sich mit einem Nicken verabschiedete. Aus einem Tiegel strich Rubin ihm gähnend eine grüne Masse mit einem Holzspatel auf die Narben und wunden Stellen und verband dann das ganze fachmännisch. Ein leichtes Prickeln machte sich schnell bemerkbar, war aber an sich nicht unangenehm. Die Salbe hatte etwas kühlendes an sich und roch nach allen möglichen Kräutern. Nach der Behandlung schob sie ihn einfach zur Tür hinaus.
„Gute Nacht!“
Da stand er nun in einem nächtlichen Flur. Allein und ohne Plan. Einzig eine kleine Kerze in einem tragbaren Halter wachte mit seinem goldenen Licht an seiner Seite.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Freitag 26. Februar 2016, 19:07

Thomas verging beinahe vor Verlangen und er starrte Amandin mit grossen Augen an. Er konnte sehen, wie sehr auch sie sich zurückhalten und zügeln musste. Aber warum nur? Sie brauchte doch einfach nur ihr Becken zu senken und...
"Da du... vorhin ungehorsam warst, werde ich dir nun ...vorenthalten, was du dir... am sehnlichsten wünscht... " Seine Pupillen weiteten sich. Nein! NEIN Schrie es in ihm. Thomas öffnete seinen Mund und schloss ihn wieder. Er durfte nichts sagen. Es tat ihm leid. Seinetwegen und ihretwegen. Seine Ungehorsamkeit sorgte dafür, dass auch sie nicht gänzlich auf ihre Kosten kam. Dies war eine wichtige Lektion für den ungeübten Sklaven.

"Da mir dies ebenfalls ... etwas vorentält, wird heute Nacht... dein Zwilling... diesen Akt vollbringen." «GNNRRHR!» Schnaubte der Sklave, zwischen Verzweiflung, Eifersucht und Stolz wankend. Er legte seinen Kopf in den Nacken und presste die Augen fest zusammen, als sie langsam über ihn glitt. Er stöhnte gedehnt, ohne jedoch zum Ziel seiner Erfüllung zu kommen. Seine Verzweiflung und Eifersucht bedarf wohl keiner weiteren Erklärung, warum aber stolz? Nun, aus dem einfachen Grund, dass Amandin sich alles Mögliche hätte als Ersatz ins Bett holen können, aber sie wählte doch in gewisser Weise ihn. Der Sklave ballte seine riesigen Pranken zu Fäusten. Er ärgerte sich und sein bestes Stück strafte ihn mit wilden und verzweifelten Kontraktionen.
Der Sklave stöhnte laut, knurrte ab und an und atmete ächzend durch, während er sich nur langsam beruhigen liess. Dieses Verhalten offenbarte Amandin die Dimension seines Begehrens. Normalerweise neigte Thomas von einer irrationalen Scham getrieben dazu, jeden Laut der Lust zu unterdrücken. Doch in diesem Moment gab er sich seiner ungestillten Lust hin und machte seine Gefühle deutlich. Er wollte sie, begehrte sie, liebte sie.
Trotz seines Versagens wandte sie sich aber nicht ab, sondern erduldete und besänftigte seine Frustration wie eine geduldige Lehrmeisterin. Langsam wurde der Sklave wieder ruhiger, doch noch ehe er konkretere Gedanken hätte fassen können, ging die Tür. Er sah die nackten Füsse der schönen Elfin und lächelte, als ihre Blicke sich kurz streiften. Ja er mochte sie und inzwischen waren sie sich bereits vertraut genug, dass er sich nicht mehr wegen seiner Nacktheit vor ihr schämte. So hielt er sich auch nicht mit seinem tiefen Stöhnen zurück, als Amandin erneut die Beine um ihn schloss. Er hob seinen Kopf an und starrte ihr entgegen, ehe er ihn wieder in den Nacken warf und sein Gesicht vor Lust verzog.

„Möchtest du?“ Diese beiden simplen Worte riefen ihm seinen Status wieder in aller Deutlichkeit in sein Gedächtnis. Sie besass ihn, sie verfügte über seinen Körper und er hatte grosses Glück, dass sie ihm gegenüber noch immer wohlwollend gesinnt war. Er schauderte bei dem Gedanken, wie weit ihre Macht eigentlich ging. Ja, er machte ihm auch Angst, doch in erster Linie erregte ihn diese absolute Abhängigkeit.
Er schnurrte zufrieden, als seine Herrin sich zurücklegte. Tief atmete er ihren Duft ein und küsste sanft ihren Hals. Sie legte sich wie eine Decke über ihn. Ihr leichtes Gewicht ertrug er ohne Probleme. Wenn immer er seine Lungen mit Atemluft flutete, hob und senkte sich auch ihr Oberkörper. Er war wie ein lebendes, ruhendes Meer unter ihr, das sie sanft wiegte.

Ihr Körper hatte deutlich an Wärme zugenommen und Thomas spürte, dass dies gut war.
„Gib acht, dass er nicht eindringt. Berühren ja. Das gleiche gilt für dich ebenso... Er gehört mir.“ Es war für ihn noch immer sehr befrendlich, dass Amandin manchmal so über ihn und seinen Körper sprach, als wäre er tatsächlich ein Haustier, oder ein Möbelstück. Doch der letzte Satz verursachte ein warmes Schauern in ihm. Ich gehöre ihr. Amandin mochte spüren, wie sich seine Atmung beschleunigte, seine Muskulatur anspannte und sein Herz schneller pochte. Er stöhnte ihr leise ins Ohr, erregt durch ihre Nähe und ihre Worte. Es war wirklich erstaunlich, wie sie ihn sich in so kurzer Zeit derart zu Willen machen konnte. Sie war wahrlich eine Meisterin der Menschenkenntnis. Er lächelte, als sie ihn an seinem Bart neckte und gab abermals dieses wohlige Schnurren von sich, dass tatsächlich ein bisschen an eine Katze erinnerte.

Wie sie so aufeinanderlagen erschien es ihm so, als würden ihre beiden Körper miteinander verschmelzen. Als könnte er spüren, was Nelsani zwischen ihren Beinen anstellte. Seine Atmung passte sich ihrer an, seine Erregung wurde durch ihre entfacht und dann begann sie auch noch ihr Becken zu bewegen. Sie steigerten dieses Spiel, weckte seine Gier, seine Lust, seine Triebe, seine Aggressivität, seinen Drang nach Erlösung und sein kaum zu stillendes Verlangen. Er knurrte, stöhnte und räkelte sich unter ihr, seine Muskulatur spannte sich an, seine Füsse überstreckten sich nach vorne, seine Pranken verformten sich zu Krallen, als er heftig stöhnend seinen Kopf nach hinten warf und unter ihr abermals den kleinen Tod erlebte. Sie konnte die Energie spüren, die sich in ihm entlud. Das gewaltige Potenzial, dass in diesem Mann steckte. Er mochte ein friedliebender Geist sein, doch sein Körper war ein Beispiel absoluter archaischer Dominanz. Ein Raubtier. Wäre Thomas kein Steinmetz geworden, er hätte einen vortrefflichen Gladiator oder Krieger abgegeben. Doch das Schicksal hatte einen anderen Weg für ihn vorgesehen. Einer, der ihn zu einem beinahe vollendeten Künstler gemacht hatte, der ihm aber auch einen Teil seiner körperlichen Unversehrtheit gekostet hatte. Man konnte aus einem Stein nicht alles machen. Man musste ihn erst kennenlernen, um zu wissen, wie man ihn am besten zur Geltung bringen konnte. So zumindest der Lehrsatz...doch Amandin war anders, sie war in der Lage Alabaster hart zu machen...
Er atmete tief und schnell und wie er sich entspannte, fühlte sie sich für einen Moment tatsächlich schwer an und diese Schwere, war so unendlich schön, denn es setzte grosses Vertrauen voraus, sich einem anderen Menschen in dieser Form der Entspannung zu präsentieren. Am liebsten hätte er sie in die Arme genommen, sie an sie gedrückt und ihr gesagt, wie sehr er sie liebte.

Die Erschöpfung forderte ihren Tribut und Thomas Hirn registrierte gar nicht mehr richtig, was da genau alles um seine Körpermitte geschah. Er wollte es auch gar nicht mehr wissen. Er gab sich einfach dem Moment hin und war für einen Moment einfach nur noch Gefäss. Ihre beiden Herzschläge passten sich einander an, er konnte es zwar nicht spüren, aber er wusste es. Genauso wie sie anfingen in demselben Takt zu atmen. Thomas schloss die Augen, liess sich treiben. Er , war so ruhig weil sie ruhig war. Er war so entspannt, weil sie es war. Es war, als hätten sich ihre Körper tatsächlich miteinander verwoben, als wäre ihre Emotionen, gleichzeitig auch die seinigen. Sein ganzes Wesen begann sich auf sie auszurichten. Langsam, aber stetig und dies in einer Dimension, die er sich noch längst nicht bewusst war. Sie gab ihm viel. Sie gab ihm etwas Unbezahlbares in dieser stürmischen Welt. Sie schenkte ihm Frieden...
„Also mir hat das richtig gut getan... „ «Mrhrrrmm» Schnurrte ihr «Möbelstück» zufrieden. Er empfand keine Konkurrenz, keine Eifersucht, als Amandin Nelsani innig küsste, denn er erkannte die Aufrichtigkeit in der Sklavin. Sie beiden dienten einem höheren Ziel. Amandins Glück. Er lächelte zufrieden und freute sich für seine Herrin.

Thomas hielt ganz still, als seine Herrin damit begann ihn von den Fesseln zu lösen. Er runzelte die Stirn, als er ihr Zögern, ihre leichte Sorge bemerkte und blickte zu seiner Hand. Die Abdrücke der Sklaverei und die Gewalt, mit der man ihn in diese hineingezwungen hatte, waren deutlich zu sehen. Vielleicht wurde in solchen Momenten auch Amandin bewusst, dass vielen von ihren Schützlingen eine massive Gewalt angetan worden war, bevor sie das Glück hatten ,von ihr ausgewählt zu werden.

Thomas hatte seine Heimat verloren, seine Familie und sein Glaube und dennoch lag er hier und war glücklich, weil sie es ihm ermöglichte. Dennoch, er war noch nicht lange genug in ihrer Obhut, als dass er diesen leichten schwermütigen Schimmer in seinen Augen, den so viele Sklaven hatten, bereits abgelegt hätte. Der Steinmetz selbst hielt seine Wunden nicht für so bedeutend und er hob eine Augenbraue, als Amandin ihn eingehender Studierte. Er spürte ihre Sorge, konnte aber an seinen Fingern und seiner Hand nichts Auffälliges entdecken. Es ging ihm doch gut!
„Auch wenn du jetzt müde bist, gehst du noch zu Rubin und lässt dir das mit ihrer grünen Salbe behandeln!“ Er nickte und sah sie eingehend an. Seine Augen wollten es geht mir gut, es ist alles gut sagen. Er lächelte sanft, als sie ihn ansah, biss sich dann aber auf die Lippen, als sie ihm den Lendenschurz anzog. Dass war ihm jetzt aus unerfindlichen Gründen wieder eher peinlich.

„Ich würde sagen, ich bin mit meiner Arbeit für heute fertig.“ Er lächelte und musterte für einen Moment zögernd ihre Geste, ehe sie ihn mit ihrem Kuss überrannte. Er erwiderte schüchtern und blinzelte, als sie ihn von seinem Sprechbann löste. «Danke, Herrin.» Hauchte er.
„Meinst du, du kannst mich zu meinem Zimmer tragen?“ Er lächelte und schlang vorsichtig seine kräftigen Arme um ihren Rücken. «In dein Zimmer, oder bis ans Ende der Welt.» Raunte er ihr leise entgegen und erhob sich vorsichtig.

Amandin hatte etwas sehr schutzbedürftiges und Mädchenhaftes, wie er sie in ihr Schlafzimmer trug. Diese Unschuld, die sie in jenem Moment ausstrahlte, weckte in ihm den Beschützerinstinkt. Vorsichtig legte er sie auf ihrem Bett an, küsste sanft ihre Stirn. Kleine Erkundungen, kleine Überraschungen, kleine Geste, die er sich nun wieder erlaubte. Er trat zurück und liess Nelsani ihre Herrin zudecken. Ruhig wartete er im Türrahmen auf sie, beobachtete dabei, wie seine Herrin nach dem Päckchen griff und den Stein unter die Decke zog. Seine verräterische Hand zuckte dabei reumütig. Da hätte er sein können heute...
Die beiden Leibdiener traten vorsichtig aus dem Gemach der Herrin. Schlossen leise die Tür und liefen schweigend durch den Gang. Thomas konnte nicht verhindern, dass er errötete. Er lächelte Nelsani freundlich entgegen. «Ich...bin dankbar und froh, dass sie dich hat.» Meinte er leise, als sie ihn zu Rubin brachte. Er hätte gerne mehr gesagt, wollte aber gleichzeitig auch nicht dieses freundschaftliche Schweigen stören.
Nelsani klopfte an die Türe und Thomas sah die Heilerin entschuldigend an, als er bemerkte, dass sie wohl bereits tief und fest geschlafen hatte. Er wollte ja niemandem Umstände bereiten. Die Anwesenheit der Heilerin erinnerte ihn aber auch an die Sorgen und Bitte seiner Männer auf der Baustelle. Er nahm sich fest vor ihre Anliegen zu verschriftlichen und Amandin übermitteln zu lassen.

Thomas betrat Rubins Zimmer. «Entschuldige die späte Störung. » Hauchte er. Es verwunderte ihn noch immer, dass Amandin dieser unspektakulären Verletzung so viel Priorität zuwies. Aus seiner Sicht hätte das ohne Probleme noch einige Tage warten können, doch wer war er, ihre Anweisungen zu hinterfragen? Rubin war zu müde, um sich gross in Gespräche verwickeln zu lassen und tat einfach wie ihr geheissen. Thomas empfand sogar das Bandagieren als besonders angenehm, denn es war Amandin, die sich um sein Wohl kümmerte. Die seine Schmerzen linderte, seine Wunden behandelte. Ihm wurde ganz warm ums Herz, obwohl er gleichzeitig hoffte, dass sie sich keine allzu grosse Sorgen um ihn machte.

Er kam gerade noch knapp dazu ihr Danke sagen zu können, ehe er auch schon aus der Türe geschoben wurde. Da stand er nun. Alleine und in absoluter Stille. Das Kerzenlicht in seiner Hand flackerte und so verschoben sich jene Stellen, wo Licht und Schatten sich küssten, stetig. Er spürte ein Kribbeln im Nacken. Fühlte sich abermals beobachtet. Er musterte die Wände. Nein, dieses Mal waren es nicht die Steine. Er drehte sich herum und lief den gleichen Weg zurück, den er mit Nelsani gekommen war. Leise trat er bis vor Amandins Tür. Strich mit seinen Finger über das Holz, legte seine Hand flach darauf und stellte sich für einen Moment vor, dass seine Herrin im Moment gerade das gleiche tat.

«Schlaf wohl...ich...liebe dich...» Flüsterte er leise. Nach einer Weile wandte er sich ab und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer. Heute war so viel passiert, dass er es gar nicht in Gedanken fassen konnte. Er betrat sein Gemacht, stellte die Kerze in die Halterung und liess seine Türe angelehnt. Erwartete er Besucher? Hoffte er insgeheim, dass seine Herrin doch noch zu ihm kommen würde heute Nacht?

Er setzte sich an seinen Schreibtisch. Gönnte sich ein Glas Wein und schrieb die Pendenzenliste seiner Kameraden an. Er musterte dabei kurz seine bandagierten Hände und machte dann weiter. Die Tinte unter seiner Feder begann vereinzelt Blütenformen zu bilden. Er runzelte verwirrt die Stirn ehe er erkannte, dass er weinte. So tief hatte sie ihn berührt.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 28. Februar 2016, 15:37

Amandin hatte das Päckchen unter ihre Decke gezogen und hielt es an sich gepresst. Die Anspannung der letzten Tage rumorte noch in ihren Gliedern. Viel war geschehen, viel hatte sie erreicht und ihr größtes Werk nahm greifbare Formen an. Sie drehte sich auf den Rücken, streckte die Beine aus und sah an die mit Glyphen übersäte Decke. Ihr linke Hand ruhte auf dem Stoff, in dem Thomas Meisterwerk eingeschlagen neben ihr lag.
Er war perfekt.
Sein Leid, sein ungebrochener Wille zu leben, seine gezügelten Triebe, die nun langsam hervor brachen wie ein zarter Keim, der sich zwischen erdrückenden Steinen aus Konventionen und Moralvorstellungen hindurch ans Sonnenlicht kämpfen musste. Er war ihr ungeschliffener Diamant und der Tag war gut verlaufen.
Ihre Lippen flüsterten lautlos ein Wort:
„Amant.“
Sie sollte zufrieden mit sich sein. Er hatte nur einen einzigen Fehler begangen, einen durchaus verzeihlichen, wo manch anderer schon viel früher versagt hätte. Er gab sich so viel Mühe! Er war regelrecht ehrgeizig, mehr von ihr zu lernen. Ein kleiner Winkel ihres Geistes hatte sich jedoch darauf gefreut ihn heftiger bestrafen zu dürfen, ihm die Freuden des kleinen Schmerzes näher zu bringen, doch er war standhaft geblieben. Er hatte all ihre Anweisungen befolgt und nur einmal hatte eine seiner wunderschönen Hände sich verirrt. Seine Hände … Ihre eigene machte sich auf in tiefere Gefilde. Amandin seufzte tief und wollte dann gerade das Tuch lösen, als ein leises Geräusch ihre spitzen Ohren streichelte. Sie hielt inne und setzte sich lautlos auf. Da kam jemand...

Thomas hatte den gleichen Weg zurück genommen, den er mit Nelsani gekommen war. Leise trat er bis vor Amandins Tür. Da stand er nun. Alleine und in absoluter Stille. Das Kerzenlicht in seiner Hand flackerte und so verschoben sich jene Stellen, wo Licht und Schatten sich küssten, stetig. Er spürte ein Kribbeln im Nacken. Fühlte sich abermals beobachtet. Die Dunkelheit verhüllte die Dinge die ihn betrachteten. Er musterte die Wände. Nein, dieses Mal waren es nicht die Steine. Er drehte sich herum und strich mit seinen Fingern über das Holz, legte seine Hand flach darauf und stellte sich für einen Moment vor, dass seine Herrin im Moment gerade das gleiche tat. Wenn er nur wüsste...
«Schlaf wohl...ich...liebe dich...»
, flüsterte er leise. Ihre Aura war so nah. Er fühlte sie in sich, in seiner Hand, in seinen Lenden. Er wusste, dass die Tür nicht abgeschlossen war, doch niemand würde es wagen hier ohne Einladung einzutreten, er erst recht nicht. Wenn seine Hand Holz hätte durchdringen können, wäre sie auf warme Haut gestoßen.
Nach einer Weile wandte er sich ab und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer.

Amandin lauschte seinen Schritten, bis sie verklungen waren. Ihr geschmeidiger Körper erzitterte und drehte sich langsam, bis ihr Rücken das rauhe Holz berührte. Langsam rutschte sie an der Tür hinunter. Ihre Muskeln zitterten. Ihre großen geweiteten Pupillen starrten blicklos in die Dunkelheit. Etwas war nicht in Ordnung … woher kam dieses Geräusch? Dieser ferne Donner? Sie drückte sich beide fest geschlossenen Fäuste gegen die Brust und es wurde besser. Die Nägel ihre Finger gruben sich leicht in die Haut ihrer Handflächen und das Geräusch erstarb. Der kleine Schmerz tat gut. Er erinnerte sie daran, wer sie war und was sie tun musste. Mit einem Ruck war sie wieder auf den Beinen und starrte das Bündel in ihrem Bett an. Die Manneskraft, die sie begehrte weilte unter diesem Dach und war mehr als nur bereit ihr zu geben was sie wollte. Warum also nicht? Warum sollte sie nicht hinunter gehen und sich nehmen was ihr gehörte? Selbst in seinen Räumen würde er sich ihr bestimmt nicht verweigern und warum sollte sie sich mit dem steinernen Zwilling abgeben?

Heute war so viel passiert, dass er es gar nicht in Gedanken fassen konnte. Er betrat sein Gemach, stellte die Kerze in die Halterung und ließ seine Türe angelehnt. Er setzte sich an seinen Schreibtisch. Gönnte sich ein Glas Wein und schrieb die Pendenzenliste seiner Kameraden. Er musterte dabei kurz seine bandagierten Hände und machte dann weiter. Die Tinte unter seiner Feder begann vereinzelt Blütenformen zu bilden. Er runzelte verwirrt die Stirn ehe er erkannte, dass er weinte. Sie hatte ihn tief berührt.

Wie konnte das sein?

Absolut lautlos steiften ihre Füße durch die finsteren Gänge. Jeder Stein, jede noch so kleine Kannte war ein Teil von ihr und sie hätte auch die Augen schließen können und hätte immernoch gewusst wo alles war. Sie musste hier weg. Sie hatte ihn gesehen. In seinem Zimmer hatte noch Licht gebrannt. Es war nur ein kleiner Ausschnitt gewesen, ein Teil seiner breiten Schulter, sein Hals und ein kleines Stückchen Wange, noch nicht mal voll im Profil. Er schrieb etwas und dann hatte er gezögert. Er hatte sich ins Gesicht gegriffen und seine Hand hatte geglänzt.

Was hatte das zu bedeuten?

Amandin ging lautlos die Treppe hinauf zu ihrem Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Hatte sie ihm doch zu viel zugemutet? Solche großen starken Männer weinten doch nicht. Sie hatte menschliche Frauen zu Hauf weinen sehen, aber noch nie einen Mann... außer natürlich unter der Folter. Von Zweifeln getrieben lief sie auf und ab. Hatte sie ihn unglücklich gemacht? Was hatte er da geschrieben? Hätte er ein Ventil gebraucht. Ja, sie hatte ihn kommen lassen, aber ihm doch recht viel zugemutet. Menschliche Seelen waren so schrecklich zerbrechlich und Thomas kämpfte immernoch mit seiner Moral. Er hatte Mut gezeigt und sich gut gehalten, aber konnte er diesen Wandel seines Selbst annehmen? Hin und her gerissen zwischen Zweifel, Sorge und Pflichtgefühl für ihn wollte ihr Körper zu ihm, ihm tröstend die Arme um die Schultern legen und seinen Kopf an ihre Brust betten. Vielleicht wollte sie auch noch mehr für ihn tun, aber wenn sie jetzt zu ihm gehen würde, dann würde er ihre Ernsthaftigkeit anzweifeln. Was sie sagte, musste Gesetz bleiben, sonst würde er ihr nicht vertrauen. Vertrauen...
Sie sah wieder den eingeschlagen Gegenstand auf ihrem Bett an. Sie hatte ihm schließlich etwas versprochen. Ein Lächeln zog sich über ihre sinnlichen Lippen und sie wandte sich zur Tür. Ein paar Kleinigkeiten brauchte sie noch. Morgen früh …
„Ab morgen früh wird dieser Teil von dir ganz mir gehören!“

Thomas hatte seine Liste beendet und die Erschöpfung des Tages brach nun mit Macht über ihn herein. Die kleine Ecke mit Wasserschüssel, dem Nachttopf für die Notdurft und dem komischen zerfaserten Holzstäbchen zur Reinigung der Zähne war in einem abgetrennten Bereich seines Gemachs. Hygiene war Amandin wohl sehr wichtig, oder Rubin die ja das Gemach eingerichtet hatte. Als er dann endlich ins weiche Bett fiel und weiches Linnen seine Arme um ihn schlang war er schon fast eingeschlafen, bevor sein Kopf das Kissen berührte.

Konnte es sein, dass er noch träumte? Eben waren da doch die diffusen Bilder aus den Tiefen seines Unterbewusstseins gewesen... ein Bildermeer aus Eindrücken der letzten Tage, Sorgen und sogar Ängsten. Er hatte auch von seiner Familie geträumt, was aber jetzt schon immer mehr im Nebel des langsamen Erwachens verschwand und ins Vergessen rückte. Die Träume wandelten sich.
Da war Amethyst, der seinen festen Hintern an ihm gerieben hatte, Harker, wie er Amandin nahm, schlug und heftig dabei lachte, Nelsani wie ihr Kopf zwischen seinen Beinen verschwand und eine gesichtslose Gestalt mit einem Schleier aus Lapislazuli -farbener Seide... und jetzt fühlte er ganz deutlich Bewusstsein nahen. Vor seinem inneren Auge saß Amandin auf ihm und ritt ihn um den Verstand... oder? Er öffnete kurz die Augen, doch da war nichts außer die steil aufgerichtete Beule unter seiner Decke. Er schloss die Augen wieder und fühlte wie ihr warmes Fleisch an ihm auf und abglitt. Es war merkwürdig und surreal, wahr und auch irgendwie nicht. Fassungslos öffnete er noch einmal die Augen und das Gefühl verwandelte sich in wundervolles Kribbeln. Er sah nichts und fühlte wie das Empfinden sich in ihm wellenförmig ausbreitete und wieder zusammen zog. Er wusste es einfach. Amandin wirkte in diesem Moment Magie auf seinen Zwilling. Oh Wundervolle Magie! Das Echo hallte durch jede seiner Fasern. Es war köstlich. Sein ganzer Körper prickelte, als wäre er glühend heiß und würde mit Schnee abgerieben. Knisternd zogen sich seine Nerven zusammen, ohne dass er sich einen Millimeter rühren musste. In einem war er sich felsenfest sicher. SO war er noch nie geweckt worden! Das Vergnügen war kurz und heftig.

Thomas hatte sich gerade wieder beruhigt, die verunreinigte Bettdecke abgezogen und sich ein Handtuch provisorisch um die Hüfte gebunden, als es plötzlich an der Tür klopfte und Amethyst eintrat. Ach ja, er hatte die Tür nur angelehnt gehabt, was seiner Einladung auf eigene Gefahr gleichkam. Der Dunkelelf musterte Thomas einmal hinunter und wieder hinauf, während er durch das Zimmer streifte wie ein großer dunkler Kater der die Maus um schlich. Seine Finger streiften hier und da die Möbelstücke.
„Na Langschläfer? Wir dachten schon, du wirst gar nicht mehr wach. Hast du keinen Hunger?“
Wie als würde Thomas Körper es drauf anlegen ihn zu verraten, knurrte laut hörbar sein Magen. Die sportlichen Aktivitäten hatten ihm einiges Abverlangt und sein Ernährungszustand war noch immer nicht der beste.
„Ich zeig dir unsere Gemeinschaftsküche, wenn du magst. Da darf sich jeder bedienen, aber meistens kochen wir abwechselnd. War das Dinner gestern gut? Das war von mir.“
Er grinste stolz. Amethyst trug anscheinend ausschließlich einzig und allein diese extrem knappen Lendenschürze. Der der heute sein Gemächt verbarg, war gebleicht und fast weiß. Eine Ode an Thomas helle Haut. Wenn der Steinmetzmeister sich nun in schwarz kleiden würde, würden sie als Negative von einander durchgehen, nur das der Dunkelelf sehr viel schlanker gebaut war. Sein langes dunkles wie altes Silber schimmerndes Haar hatte er in einem merkwürdig weiblichen Dutt im Nacken zusammen gesteckt und aus dem Knäuel ragten Holzstäbchen und einige gezielt hervorgezogen Strähnen hervor
„Amandin hat gesagt, wir sollen dich schlafen lassen und du sollt gut essen. Ihr habt heute viel vor. Also wenn du soweit bist...?“
Thomas konnte in seinem Handtuch gehen, oder sich vor Amethyst etwas anziehen, auch wenn dieser dies sicher für vollkommen überflüssig hielt.

Wenig später liefen sie durch die Gänge und Thomas bemerkte am Lichteinfall der äußeren Zimmer, an denen sie vorbei schlenderten, dass die Mittagszeit schon vorüber sein musste. Wie lange hatte er geschlafen? Er fühlte sich etwas steif, aber sehr gut erholt und hatte einen leichten Muskelkater an Stellen, die er gar nicht wusste sie zu haben. Besonders sein Unterbrauch fühlte sich gut an. Seinem Rücken ging es relativ gut. Irgendwie schienen die ungewohnten Muskelaktivitäten seine Haltung aufzurichten. Noch ein paar Intensivbehandlungen dieser Art und Thomas wäre schmerzfrei... und vielleicht auch sehr sehr glücklich.
Sie kamen an dem großen Bankettsaal vorbei, in dem sie gestern zu dritt gespeist hatten. Thomas sah kurz hinein und bemerkte eine kleine cremefarbene Stelle an der gegenüberliegenden Wand, wo der Stein nicht schwarz war. War die gestern schon da gewesen? Er hatte nichts bemerkt, oder?
Amethyst rief ihn weiter und brachte ihn in die Gemeinschaftsküche. Das Frühstück war anscheinend schon lange vorbei und die Dame, die am Herd stand und den Kochlöffel schwang, war niemand anders als Rubin. Sie trug eine Schürze und darunter ihre kurze Tunika. Eine lange Holztafel stand an der Längsseite in der geräumigen Küche. Es roch würzig und Rubin schob gerade etwas Holz im Ofen nach. An dem Tisch saß Nelsani und eine andere Dienerin des Hauses und schnitten Gemüse. Sie unterhielten sich leise, verstummten aber als Thomas herein kam. Nelsani lächelte ihm entgegen und senkte kurz den Blick. Es hatte etwas schüchternes. An der anderen Tischseite saßen zwei Orks und schaufelten Eintopf in sich hinein. Den einen erkannte Thomas. Er war derjenige gewesen, der ihn her gebracht hatte. Der andere musterte Thomas von oben bis unten und schien seine Kampfkraft einschätzen zu wollen. Ein weiterer Dunkelelf stand mit einer Menschenfrau etwas abseits und erklärte ihr gerade leise und eindringlich irgendetwas. Amethyst trat vor den Steinmetzmeister und stellte ihn vor:
„Etwas Aufmerksamkeit bitte!“
Alle richteten den Blick auf ihn, so dass nun auch er alle gut sehen konnte.
„Das ist „Amant“, der Stein der Herrin...“
Amant? Diamant? War das sein Name hier? Plötzlich fiel ihm Amandins zögern ein, als sie über den Namen von Beth nachgedacht hatte. Hieß sie nun vielleicht auch anderes?
„Seid bitte nett zu ihm und helft ihm sich einzuleben.“
Rubin drehte sich kurz um, nickte ihm freundlich zu und rührte weiter in ihrem Topf. Auch die anderen nickten und Amethyst bemerkte:
„Es gelten die gleichen Regeln wie für Nephelin.“
Das Mädchen neben der Genannten sah etwas verwundert auf und ihre Sitznachbarin Nelsani an, die leicht errötete. Thomas Begleiter-Ork hob respektvoll den Daumen in seine Richtung, strich sich Krümel vom breiten Unterkiefer. Der andere grinste breit, wobei ihm ein Stück Fleisch am Hauer hing. Die beiden sahen sich sehr ähnlich und Thomas befürchtete jetzt schon, er würde sie wahrscheinlich noch eine Weile nicht auseinander halten können. Der andere Dunkelelf in der Ecke runzelte leicht die Stirn, ließ die andere Frau stehen und kam dann aber auf Thomas zu und streckte ihm die mattschwarze Hand hin. Der ganze Kerl war ein einziger Schatten. Bis auf seine Zähne und ein winziger Bereich seiner Augen war wirklich alles an ihm schwarz wie die Nacht.
„Ich bin Obsidian. Bin hier für die interne Sicherheit zuständig und bevor du dich das fragst, ja ich habe dich gestern Abend im Flur beobachtet.“
„Was hat er denn da gemacht?“
, erklang eine hohe weibliche Stimme. Obsidian lächelte nur auf die Frage der Frau in der Ecke hin, mit der er eben noch geredet hatte. Sie drehte sich um und Thomas schaute in zwei so helle Augen, dass sie schon fast weiß waren. Durch den fast unnatürlichen Kontrast zu ihrer schwarzen Pupille wirkten sie sehr hart und kalt, auch wenn die vollen Lippen darunter etwas unglaublich sinnliches hatten. Sie winkte ihm aus der Entfernung zu. Ihre Haut war schneeweiß und ihr Haar weißblond.
„Ich bin Perlita.“
Sehr passend. Von den Orks kam einmal ein:
„Gabbro!“
und von seinem Begleiter-Ork ein schmatzendes und leicht sprühendes:
„Tuff!“
Beide „Monster“ waren grünhäutig und hatten eine kurze stachelige braun graue Bürste auf dem Kopf, die vermutlich ihre Haare waren. Nelsani, die hier wohl auch nach dem Stein Nephelinit, bzw. leicht abgewandelt „Nephilin“ genannt wurde saß neben ihrer Freundin, die jetzt die Stimme erhob:
„Ich heiß Marmora. Setz dich ruhig zu uns.“
Sie klopfte einladend neben sich auf die Bank, fast so wie Amandin es tags zuvor beim Essen getan hatte, nur bei weitem nicht so erotisch. Sie war ebenfalls eine Elfe, aber eine andere Sorte wie Nelsani und anscheinend ein Mischling. Aus welchen Anteilen war nicht ganz klar ersichtlich, aber die spitzen Ohren und die graue Haut mit dem leichten perlmuttfarbenen Schimmer war wunderhübsch. Das marmorierte Haar aus weißen und silbernen langen Strähnen fiel ihr weit bis über die Hüften. Sie war eine sehr exotische Schönheit und ihr anscheinend menschlicher Anteil hatte ihr reizend weibliche Formen geschenkt, mehr als Nephelin und ein wenig weniger als Amandin. Ein hübsches Zwischending. Jeder in dieser illustren Runde hatte etwas ganz besonderes an sich. Hier war es klassische Schönheit, da Rasse, hier sanfte Reinheit und da wieder wilde Kraft. Eins hatten sie aber alle gemeinsam. Sie trugen kaum etwas am Leib und wenn dann nur winzige Lendenschurze oder einen Seidenschal kaum breiter als ein Gürtel. Der eine Ork hatte tatsächlich eine gestrickte Socke über sein bestes Stück gestülpt, oder war es eine Mütze, so wie Menschen sie im Winter gern trugen? Das Ding hatte wiklich eine Bommel und Ohrenschützer mit langen Bändern die nun auf seinem Rücken zusammen gebunden waren! Er kratzte sich ständig, denn die Wolle schien ihn zu jucken. Der andere war aber auch nicht besser. Er hatte sein Ding in ein hellbraunes Fellstück eingewickelt und mit gekreuzten Bändern umwickelt. Er kam sehr wuschelig daher. Perlita kam hinter der Ecke hervor und trug nichts weiter als eine Perlenkette um die Hüften, die sich vorne und hinten auffächerte und in mehreren unterschiedlich langen Reihen bis zu ihren Knien baumelten. Sehr geschmackvoll. Marmora hatte ein ähnliches Ensemble um bloß bestand ihres aus silbernen Ketten. Nephelin trug den Seidenschal und Obsidian einen ledernen Lendenschurz wie Amethyst aber natürlich in tief schwarzer Farbe und fester gewickelt mit Gurten, die sich über seine Beine bis zu den Füßen wanden. Es war fast eine Hose zu nennen, aber eben mit sehr vielen Löchern. Er war auch der einzige der bewaffnet war. An seinen Gurten waren winzige Griffe zu erkennen, die auf verborgene Klingen hindeuteten. Der Kreuzgurt auf seiner Brust viel erst auf, wenn er sehr nah war und als er sich umdrehte und wieder weg ging, sah Thomas zwei lange Schwertscheiden auf seinem Rücken. Alles war perfekt an seinen Körper angepasst, dass er nirgends hängen bleiben konnte und nichts an seiner Beweglichkeit verlor.
Amethyst kam näher zu Thomas und flüstere:
„Amandin meinte du seist so viel Nacktheit noch nicht gewohnt, also haben wir unser bestes gegeben es dir angenehmer zu machen.“
Sein Grinsen verriet allerdings, dass dies hier nicht sein bestes war und er sehr wohl ahnte, dass weniger manchmal mehr sein konnte, als einem lieb war. Allein, dass die Frauen im Raum, bis auf Rubin, alle vollkommen nackte Oberkörper hatten … So viel weibliche Rundungen hatte er in seinem ganzen Leben nicht gesehen. Beth war in diesen Dingen immer sehr sittsam gewesen.
Rubin hatte anscheinend einen Sonderstatus in diesen Reihen. Nachdem Thomas sich gesetzt hatte, kam sie mit einem großen Teller voller Köstlichkeiten an und Thomas Magen erinnerte ihn daran, dass es auch noch andere Gelüste gab, außer die tieferliegenden. Marmora schnappte sich flink eine Weintraube von seinem Teller und grinste frech.
„Die Herrin hat gesagt, dass wir dich nicht anrühren sollen. Du bist also eine verbotene Frucht und das macht dich natürlich um so interessanter. Dabei siehst du echt gut aus! Ich hoffe sie lockert die Regeln bald. Ich hätte echt Lust auf etwas Abwechselung.“
Obsidian fiel ihr ins Wort.
„Abwechslung? Ach, reichen wir dir etwa nicht mehr?“
Er lachte und Amethyst beendete das fröhliche Geplänkel bevor es ausufern konnte.
„Ruhe!“
Er wandte sich wieder Thomas zu.
„Keine Sorge, die beruhigen sich schnell wieder und Marmora ist ohnehin nicht mehr lange hier.“
Besage strahlte übers ganze Gesicht und sah dann zu Nelsani, die darüber wohl nur geteilt glücklich war, aber tapfer lächelte.
„Na wenn er sich gut anstellt und schnell lernt, dann schaffen wir es ja vielleicht noch miteinander Spaß zu haben.“
„Es reicht. Ihr verunsichert ihn ja vollkommen.“
, sagte Rubin leise aber sehr bestimmend.
„Lasst ihn doch erst mal richtig ankommen.“
Sie kam mit einem weiteren Tablett voller Leckereien die sie wohl gerade fürs Mittagessen vorbereitete, setzte sich zu ihnen an den Tisch und schälte Äpfel.
„Nachher mach ich Apfelkuchen. Magst du welchen? Dann hebe ich dir ein schönes Stück für den Abend auf. Ich stell ihn dir in dein Zimmer, für nach der Arbeit mit ein paar Broten. Kannst es gebrauchen.“
„Jamager iser!“
Grollte der einer der Orks und grunzte vergnügt.
„Warst du auch, als sie dich aufgelesen hat, also ärger ihn nicht.“
In Rubin hatte Thomas eine echte Glucke gefunden, die ihn wie ein Küken unter ihren Flügeln versteckte. Ob er sich darunter heraus traute oder nicht, blieb ihm überlassen. Die anderen im Raum nahmen weitestgehend ihre vorherigen Tätigkeiten auf und bereiteten gemeinsam das Mittagessen vor. Ein gesondertes Tablett wurde so Stück für Stück mit delikaten Kleinigkeiten gefüllt welche bestimmt für Amandin zurecht gemacht wurden. Jeder steuerte eine Kleinigkeit bei, nur die Orks hatten anscheinend gerade Pause, aßen sehr eilig und wirkten, als ob sie gleich wieder los mussten. Insgesamt spürte man aber zwischen allen eine gewisse Verbundenheit. Sie kannten einander und waren wie eine Familie strukturiert. Rubin war die junge Großmutter, Amethyst der Vater, Obsidian der große Bruder, der auf alle aufpasste, die beiden Orks die „kleinen“ Brüder die bald wieder draußen im Matsch spielen durften, Perlita waren vielleicht die Mutter oder große Schwester, sehr aufmerksam und beobachtend, Marmora die Schwester die bald auszog um ein neues Leben zu beginnen und Nephelin das Nesthäckchen das liebevoll umsorgt wurde. Ob es noch mehr „Geschwister“ in dieser sehr willkürlich zusammen gewürfelten Familie gab? Onkel, Tanten, Nichten? Die böse Stiefschwester aus erster Ehe fehlte zum Glück gerade und hatte wohl zu tun. Und dann war ja da noch der immer abwesende Sonderling... in diesem Fall wohl eine Frau mit Namen Lazuli.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Samstag 5. März 2016, 11:11

Thomas legte seine Schreibfeder vorsichtig ab und reinigte sie von der Tinte. Er hatte nicht bemerkt, wie Amandin ihm gefolgt und ihn beobachtet hatte. Er rieb sich müde die Augen, strich sich die Tränen weg und begab sich zur Waschnische. Seit seiner Versklavung stellte der Zugang zu hygienischen Produkte eine wahre Rarität dar und war entsprechend kostbar. Der Steinmetz reinigte sich gründlich und begab sich dann endlich zu Bett. Wieder lag ein ereignisreicher Tag hinter ihm. Sobald er die Augen schloss, wähnte er sich wieder in Amandins Arbeitszimmer und so war es abermals Amandin, an den er zuletzt dachte, bevor ihn der Schlaf übermannte. Seit er sie kannte suchten ihn seltsame Träume ein, die einerseits ungemein erotisch doch nicht selten auch verstörend waren. Er sah vor seinem geistigen Auge seine Tochter in das Zimmer von Lazulie gehen. Rubin stand davor und schloss die Tür und stellte sich Thomas in den Weg, als er Louisa folgen wollte. «Betreten auf eigene Gefahr Thomas...» Meinte sie nur und verschränkte die Arme, während aus dem Zimmer erst ein verstörendes Stöhnen, dann ein Kreischen und dann Schreie ertönten. Von Angst gepackt wollte Thomas sich an Rubin vorbeidrängen, doch in diesem Moment wurde er von zwei kräftigen Armen gepackt und zurückgerissen. Er wurde den Gang entlang durch sein Zimmer geschleift und dort in jene Kammer, die ihm verboten war. Sie entpuppte sich als Verliess. Nun erkannte er auch, wer ihn hier festhielt. Es war Amethyst, der nach seinen Eisenschellen an den Handgelenken packte, eine Kette durchzog und ihn auf ein schwarzes Kreuz spannte. Er grinste ihn entgegen, streichte ihm über die Brust und rieb sich an ihm in unzüchtiger Art und Weise. Thomas wollte sich wehren, war dem Elfen aber hilflos ausgeliefert und so konnte er auch nicht verhindern, dass Amethyst lüsternd blickend vor ihm in die Knie ging und sich an seinem besten Stück verlustierte. Thomas hörte sich selbst ächzten und stöhnen, doch eine Bewegung im Augenwinkel forderte seine Aufmerksamkeit. Da stand Harker, der Amandin im Nacken gepackt hielt. Er drängte sie ins Verliess und drückte sie über ihre eigene Arbeitsbank, an der er sie festkettete und sich dann an ihr verging, stets Thomas angrinsend. Er sah an sich runter, statt Amethyst kniete nun Nelsani vor ihm, doch als sie zu ihm aufsah und ihn anlächelte offenbarte sie bluttriefende Zähne und erst da bemerkte er, dass sie ihn abgebissen hatte. Amandin wurde von ihren Fesseln erlöst und durch Harker zu Thomas getrieben. Sie sah ihn unglücklich an und legte ihre Hand auf seinen Schritt. Er konnte spüren wie kälte ihn durchflutete und noch ehe er wirklich registrierte was mit ihm passierte begann sich sein Körper in Stein zu verwandeln.

Thomas wälzte sich unruhig im Bett und krächzte wohl auch das eine oder andere Mal. «Shhh...ruhig...ruhig...» war es die Gesichtslose Gestalt, die da zu ihm sprach? Er wusste es nicht, konnte die Stimme in seinem Geist nicht fassen, doch sie sorgte dafür, dass er sich auf den Rücken drehte und seine Arme ausstreckte. Er spürte Gewicht auf seinem Becken und Wärme, nein Hitze! Er stöhnte auf und öffnete seine Augen, doch da war nichts. Träumte er noch? Die Bewegungen auf seinem Becken wurden drängender und realer und so warf er seinen Kopf in den Nacken und stöhnte ausgiebig, als der Takt immer fordernder und energischer wurde. Das Ganze fühlte sich so ungemein real an, dass er abermals das Bedrüfnis empfand sich ihrer tatsächlichen Anwesenheit zu vergewissern. Doch er starrte nur in die Finsternis. Seine Atmung wandelte sich in ein angetriebenes Hecheln. Ob Traum oder nicht, Amandin forderte seinen Körper eraus und trieb ihn gnadenlos an seine Grenzen. Thomas stöhnte Laut und überraschend ungehemmt, er krallte sich am Laken fest und versuchte ihren Bewegungen mit seinem Becken entgegen zu kommen. Er ächzte, als er die aufsteigende Hitze in ihm spürte und jede einzelne seiner Nervenfasern in elektrisierter Verzückung den Befehl zur maximalen Anspannung weiterleiteten. Er verkrampfte sich ächzend und entspannte sich nach einer Weile, begleitet von einem archaischen Brüllen, welches sowohl seine Lust, wie auch seinen Schmerz, wenn man so wollte, zum Ausdruck brachte. Denn die Erregung war so stark gewesen, dass sie ihn beinahe um den Verstand gebracht hatte.

Keuchend lag er in seinem Bett, mit weit aufgerissenen Augen. Jetzt war er wach! »Oh bei den Göttern Krächzte er und fasste sich – verbotenerweise – zwischen die Beine, wo er deutlich die Hitze und deren Auswirkungen spürte. Er rollte sich ein und drehte sich für eine Weile auf den Bauch, um die letzten stossenden Wellen des Höhepunktes in völliger Bewegungslosigkeit zu ertragen. Konnte so viel Erregung gut sein für einen Menschen? Er spürte deutlich, dass sein Geschlechtsorgan ziemlich gereizt war – kein Wunder, wenn man die Beanspruchung der letzten Tage berücksichtigte. Anstatt sich daran zu gewöhnen und unempfindlicher zu werden, schien bei ihm genau das Gegenteil zu geschehen. Alleine schon der Gedanke an das eben Erlebte, sorgte dafür dass er das elektrisierende Pulsieren wieder deutlich in seinen Lenden spürte. Er ächzte auf und zwang sich aus dem Bett, da er sich nicht schon wieder seiner Fantasie hingeben konnte. Bei den Göttern er war doch nur ein Mensch und kein Sexmonster!

Er schlug die Bettdecke zurück und wusch sich ausgiebig, ehe er sich in Ermangelung von Kleidung ein Handtuch um die Hüfte wickelte. Keine Sekunde zu früh, denn schon klopfte es an die Tür. Thomas erstarrte, als er den Elfen erblickte und errötete. Die zurückgeschlagene Bettdecke und der eigentümliche Geruch in seinem Zimmer verriet vermutlich bereits mehr als Thomas lieb war. Er beobachtete nervös, wie Amethyst durch sein Zimmer schlenderte.
„Ich zeig dir unsere Gemeinschaftsküche, wenn du magst. Da darf sich jeder bedienen, aber meistens kochen wir abwechselnd. War das Dinner gestern gut? Das war von mir.“ Der Steinmetz nickte. «Oh ja. Du bist ein grossartiger Koch. Mit einem ausgewogenen Sinn für Schärfe.» Meinte er und war selbst über seine Schalkhaftigkeit überrascht.

„Amandin hat gesagt, wir sollen dich schlafen lassen und du sollt gut essen. Ihr habt heute viel vor. Also wenn du soweit bist...?“ Sein Herz pochte schneller. Die Aussicht darauf, dass er heute wieder viel Zeit mit ihr würde verbringen dürfen erfreute ihn, andererseits fühlte er sich nach wie vor ziemlich überreizt, was ihn etwas verunsicherte. Er sah sich noch einmal sehnsüchtig zum Kleiderschrank um, nickte dann aber und folgte dem Elfen durch das Haus. Die Bewegung tat gut, weil sie half sein etwas sandiges Getriebe wieder in Gang zu bringen. Doch kurz stutzte er, als er in den Bankettsaal blickte. Als Steinmetz war sein Blick für Muster, Symmetrien, Unebenheiten geschärft und da sprang ihm die Cremefarbene Stelle natürlich sofort ins Auge. Er hätte diese schon gestern bemerkt, wenn sie schon da gewesen wäre, oder? Er runzelte die Stirn. Bei der Macht und Hochmut, die er bei den schwarzen Steinen jeweils gespürt hatte, erstaunte es ihn, dass sie etwas hellem hatten weichen müssen. Wie wo was? Was dachte er da? Lebende Steine? Das war doch völliger Unsinn! Obwohl.... wenn er an seinen Zwilling dachte... Ihm wurde etwas flau im Magen, als er sich an seinen Traum zurückerinnerte, wo Amandin ihn zu einer lebenden Statue hatte werden lassen. Irgendetwas ging in diesem Haus vor sich, dass er weder verstehen noch begreifen konnte.

Schliesslich betraten sie die gut bevölkerte Gemeinschaftsküche. Dabei sprang ihm viel nackte Haut in allen erdenklichen Farben und Formen ins Auge. Insbesondere kam er nicht umhin, sich an den weiblichen Rundungen zu ergötzen. Wenn immer er bemerkte, dass sich seine Augen gerade verirrten, korrigierte er seine Blicke hastig. Etwas verzweifelt stellte er jedoch fest, dass sein Bestes Stück langsam tatsächlich faldorische Züge annahm und ihn mit ständiger Gier und Lust in Versuchung brachte. Jeder der hier Anwesenden war auf seine ganz eigene Art und Weise wunderschön und einzigartig. Amandin scharte sich wahrlich eine erlesene Gruppe um sich. Er erwiderte Nelsanis lächeln und stand ihr in Sache Schüchternheit in nichts Nahe. Eigentlich ein Unding, wenn man bedachte, was sie gestern miteinander so alles getrieben hatten...

„Etwas Aufmerksamkeit bitte!“ Oh nein lieber nicht! Thomas mochte es ganz und gar nicht, wenn er im Rampenlicht stand, doch daran würde er sich wohl oder übel gewöhnen müssen. Er sah nicht minder überrascht aus, als man ihn als «Amant» vorstellte. Er war kein roher Stein mehr... Unbewusst richtete ihn dieser Name etwas auf und liess ihn etwas selbstbewusster Erscheinen. Er lächelte, weil er sich aufrichtig darüber freute. Er gehörte nun wohl definitiv zum engeren Kreis von Amandins Leibdienern mit dazu. Der Stein der Herrin Ein prickeln ging durch seinen Körper und er bekam – für alle ersichtlich – eine Gänsehaut.

„Es gelten die gleichen Regeln wie für Nephelin.“ Thomas hatte keine Ahnung was das zu bedeuten hatte, aber anhand von Nelsanis Reaktion ging er zumindest davon aus, dass sie ihm da würde weiterhelfen können. Auch sie schien demnach einen besonderen Status zu haben. Nun kannte er zumindest auch ihren Steinnamen. Obwohl das stimmte nicht, Nephilin war lediglich ein Mineral, welches dass Kernelement eines Nephelinit bildete. Der Name passte. Nephelin war ein eher unscheinbares Minderal, dass sogar leicht mit Quarz verwechselt werden konnte. Obwohl es in der Natur relativ häufig vorkam, war die bewusste Wahrnehmung dieses Minerals eine Seltenheit. Gleiches galt für das Gestein. Er und Nelsani teilten sich also das gleiche Regelwerk...was immer dies für sie beide bedeuten mochte.

Thomas erwiderte die Geste der Orks, weil er keine Ahnung von dieser Gattung hatte. Sie faszinierten ihn, aufgrund ihrer Grösse und Stärke, aber auch, weil er sie für empfindsamer hielt, als man es ihnen wohl gemeinhin zutraute. Schliesslich kam ein wandelnder Schatten auf ihn zu. Die Aura, die dieser Elf verströmte kam Thomas irgendwie bekannt vor. Er spürte diese beklemmende, beobachtende Präsenz. Thomas reichte ihm die Hand.
„Ich bin Obsidian. Bin hier für die interne Sicherheit zuständig und bevor du dich das fragst, ja ich habe dich gestern Abend im Flur beobachtet.“ Jetzt wurde der Steinmetz knallrot. Ob er ihn auch... gehört hatte? Ob er was verbotenes getan hatte? Einerseits war er ja froh, dass sich hier jemand um die Sicherheit der Herrin kümmerte...aber... waren seine Geheimnisse hier sicher? Oder hatte man in der Zwischenzeit bereits seine Kammer durchwühlt, seine Pergamente gelesen und...den Zustand seiner Bettware an Amandin weitergeleitet?

Thomas war froh, dass Obsidian nicht auf die Frage der jungen Dame einging. Perlita war das komplette Gegenteil von Obsidian, die beiden gaben dadurch ein ziemlich gutes Gespann ab. Doch da sie Extreme waren, waren sie ihm beinahe etwas unheimlich. Schliesslich stellten sich auch Gabbro und Tuff noch vor und damit war die Gruppe komplett.

„Ich heiß Marmora. Setz dich ruhig zu uns.“ Thomas löste sich endlich von seiner Starre und setzte sich zu den Frauen. Wie er der Gruppe nun näher kam fielen seine Blicke auf... ihre... Bedeckungen. Thomas konnte nicht anders, als die Orks irritiert anzustarren, zumal sich einer ständig an seinem Ding kratzte, was Thomas aufgrund der Wolle zwar nachvollziehen konnte, aber ihn dennoch gänzlich aus dem Konzept brachte. Er hatte noch nie einen nackten Ork gesehen. Was sich da unter der Socke jedoch abzeichnete war gigantisch...ob Amandin auch... er schauderte. Thomas war also der einzige Menschenmann in dieser illustren Gruppe und gehörte zu der muskulösen Sorte. Dies stellte offenbar eine Abwechslung für Tuff dar, der offenbar nicht minder Lust hatte, sich mit Thomas in einen Ringkampf zu begeben. Tatsächlich konnte es Thomas von seiner Grösse und seinem Gewicht her – wenn er denn wieder seinen üblichen Ernährungszustand erreichte – durchaus mit einem Ork aufnehmen. Allerdings waren Orks für ihre übermenschliche Stärke bekannt, so dass der Steinmetz wohl im Ernstfall keine Chance haben würde.

„Amandin meinte du seist so viel Nacktheit noch nicht gewohnt, also haben wir unser bestes gegeben es dir angenehmer zu machen.“ «Ähm...ja...danke...das ist lieb von euch.» Brachte der Steinmetz verdattert aus sich heraus. Von seinem Selbstbewusstsein her war er wirklich das männliche Pendant zu Nelsani. Die beiden harmonierten nicht nur optisch, sondern auch charakterlich sehr gut miteinander.

Er bekam seinen Teller gereicht, doch sofort machte ihm Marmora seinen Anteil streitig und klaute ihm eine Traube. „Die Herrin hat gesagt, dass wir dich nicht anrühren sollen. Du bist also eine verbotene Frucht und das macht dich natürlich um so interessanter.» Oh diesen Gedanken kannte er. Er schmunzelte und fühlte sich offensichtlich geschmeichelt durch all die Aufmerksamkeit, die er gerade erhielt. «Dabei siehst du echt gut aus! Ich hoffe sie lockert die Regeln bald. Ich hätte echt Lust auf etwas Abwechselung.“ Er hob eine Augenbraue, doch noch ehe er etwas erwidern konnte ergriff auch schon Obsidian das Wort. Wie sie so redeten wurde Thomas der Eindruck nicht los dass hier jede mit...jedem...und jede...mit jeder...und jeder mit jeder... naja... sich vergnügte... Seltsamerweise war im Glaube Lysanthors SOWAS die Hölle. Was hatten sich die Priester dabei nur gedacht? Es fühlte sich nämlich ganz und gar nicht höllisch an gerade...

„Keine Sorge, die beruhigen sich schnell wieder und Marmora ist ohnehin nicht mehr lange hier.“
Ihm entging Nelsanis Reaktion nicht. «Wo...gehst du denn hin?» Fragte er vorsichtig. Thomas hatte schliesslich bisher noch nicht viel gesagt, weil er erst mit den ganzen Eindrücken fertig werden musste.

„Na wenn er sich gut anstellt und schnell lernt, dann schaffen wir es ja vielleicht noch miteinander Spaß zu haben.“ Thomas verstand nur Bahnhof und tatsächlich wuchs seine Unsicherheit. Der Gedanke seinen Körper mit allen möglichen Personen zu teilen widersprach einfach grundsätzlich jeglicher Moralvorstellung eines Pelgarers. – was seinem Geschlechtsteil natürlich komplett egal war –
„Nachher mach ich Apfelkuchen. Magst du welchen? Dann hebe ich dir ein schönes Stück für den Abend auf. Ich stell ihn dir in dein Zimmer, für nach der Arbeit mit ein paar Broten. Kannst es gebrauchen.“ «Ja...gerne...danke, das ist sehr nett von dir.»

„Jamager iser!“ Da hatte der Ork allerdings recht und Thomas nickte nur. «Ja. Pelgar war... anstrengend und entbehrungsreich nach der Eroberung. Zumindest für uns Menschen.» Er ging davon aus, dass alle von seiner Stellung als Sklave wussten. Bedauern lag zwar in Thomas stimme, doch der Steinmetz brachte den Anwesenden Orks und Dunkelfen nicht jenen geballten Hass entgegen, den man in den Augen eines manchen Sklaven funkeln sah. Krieg gehörte für Thomas – so traurig es war – zum Leben mit dazu. Manchmal gewann man, manchmal verlor man. Er würde definitiv anders über seine Situation und sein Schicksal denken, wenn er nicht das Glück gehabt hätte, bei Amandin zu landen. Er liess es sich schmecken und beobachtete die beiden Orks, die ihm irgendwie durchaus sympathisch waren. Bisher hatte er vor Orks immer Angst gehabt, weil sie ja offenbar auch ab und an Menschen frassen, aber vielleicht war das, was dem Schmiedelehrling wiederfahren war auch die Tat von zwei besonders grausamen Exemplaren gewesen. Man konnte ja auch nicht alle Menschen in den gleichen Topf werfen.

«Ihr verdankt der Herrin also auch viel?» Versuchte er irgendwie ein Gespräch zu beginnen. «Alle hier, tun dies, nicht wahr?» Er lächelte. Thomas gab sich sichtlich Mühe, sich irgendwie zu integrieren und seine freundliche Absicht klarzumachen. «Nun, wenn jemand etwas über mich wissen möchte, besucht mich doch in meinem Zimmer oder fragt mich einfach.» Er blickte zu Nelsani hin und lächelte sie an. Ihr gegenüber konnte man gar nicht anders, als beinahe brüderliche Gefühle zu entwickeln. Man wollte sie beschützen. Die anderen schienen ganz gut auf sich selbst aufpassen zu können.
Auch in einer Familie gab es schliesslich gewisse Allianzen und Thomas hatte durchaus gelernt, dass es wichtig war, diese zu kennen. Ausserdem war er natürlich neugierig auf die Geschichten der anderen. Thomas hatte ein gutes Gefühl bei der Sache. Er würde sich schon noch an dieses Haus und diese Art zu leben gewöhnen, auch wenn er sich hier in ihm völlig unbekanntem Terrain befand und die Regeln noch nicht wirklich kannte.

«Wo...kann man hier denn die Wäsche waschen?» Fragte er so beiläufig wie möglich. Dabei sah er aber Amethyst kurz aus dem Augenwinkel an, weil er schwer davon ausging, dass dieser wusste, warum er diese Frage stellte. Er hoffte inständig, dass ihn der Elf jetzt nicht gleich outen würde. Orgasmen zum Frühstück? Das galt in seiner Kultur als mehr als nur Lüstern. Es war eine Sünde! Genau so wie Selbstbefriedigung oder erotische Träume Sünde waren. Eigentlich müsste er jetzt zur Beichte gehen... bei dem was er in den letzten Tagen jedoch so getrieben hatte, würde man ihn vermutlich gleich der Inquisition übergeben. Nun gut...Amandin war eine Priesterin... er würde auch bei ihr beichten können. Musste er vermutlich auch, denn er hatte sich heute Morgen selbst berührt. Zwar nicht in lüsterner Absicht, sondern eher...um zu überprüfen ob sein bestes Stück nicht schon abgewetzt war. Ob das auch ein Verstoss darstellte? Er blickte zu Rubin. Möglicherweise würde er sie erst danach fragen. Aber nicht hier...vor all diesen Leuten! Er beugte sich etwas zu Nelsani hin. «Äh.. was bedeutet...»die gleichen Regeln wie bei dir?»»

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 8. März 2016, 10:00

Thomas hatte dem Kleiderschrank nur einen sehnsüchtigen Blick zugeworfen und war dann doch lieber im Handtuch dem Haushofmeister gefolgt. So hatte er mit großem Abstand am meisten an und viele der Anwesenden hätten das vielleicht als „zu viel des Guten“ bezeichnet.
Die Ankunft in der Gemeinschaftsküche war angenehmer als erwartet gewesen und sein bestes Stück war da noch mehr dieser Meinung. Anscheinend begann dieser kleine...große Verräter ein gewisses Eigenleben zu entwickeln. Die vollen, herrlich weiblichen Rundungen waren anscheinend für ihn genug Grund um vor ihnen respektvoll stramm zu stehen. Da war hinsetzten die beste Wahl.
„Keine Sorge, die beruhigen sich schnell wieder und Marmora ist ohnehin nicht mehr lange hier.“
Wenn es doch mit seinem Stück genauso gewesen wäre. Thomas entging Nelsanis Reaktion auf den letzten Kommentar nicht und wandte sich dann Marmora zu.
„Wo...gehst du denn hin?“
, fragte er vorsichtig. Thomas hatte schließlich bisher noch nicht viel gesagt, weil er erst mit den ganzen Eindrücken fertig werden musste.
„Vor einigen Jahren sollte ich nach Sarma in einen Palast verkauft werde, dann hat die Herrin das Geschäft aber doch zurück gezogen. Im Nachhinein war das gut, denn jetzt ist mein Wert so hoch, dass sich mich da niemand mehr leisten kann. Jetzt werde ich bald in den Hofstaat des dunklen Herrschers aufgenommen. Wer weiß, vielleicht bin ich bald seine Konkubiene.“
Amethyst schaltete sich ein:
„Hör auf so anzugeben.“
Marmora schluckte und biss sich auf die Innenseite ihrer Wange.
„Ich mein ja nur.“
„Ja, ja...“
„Na egal, wenn Thomas sich gut anstellt und schnell lernt, dann schaffen wir es ja vielleicht noch miteinander Spaß zu haben, bevor ich weg muss.“
Thomas verstand nur Bahnhof und tatsächlich wuchs seine Unsicherheit. Rubin übernahm das Gespräch und führte es auf sicherere Gefilde.
„Nachher mach ich Apfelkuchen. Magst du welchen? Dann hebe ich dir ein schönes Stück für den Abend auf. Ich stell ihn dir in dein Zimmer, für nach der Arbeit mit ein paar Broten. Kannst es gebrauchen.“
Rubin gab ihm so etwas Sicherheit zurück.
„Ja...gerne...danke, das ist sehr nett von dir.“
„Jamager iser!“

Da hatte der Ork allerdings recht und Thomas nickte nur.
„Ja. Pelgar war... anstrengend und entbehrungsreich nach der Eroberung. Zumindest für uns Menschen.“
Er ging davon aus, dass alle von seiner Stellung als Sklave wussten, jedoch schien der ein oder andere Blick auf seine Andeutung hin neugierig Feuer gefangen zu haben. Vielleicht hörten sie hier drinnen nicht all zu viel von der Außenwelt. Der Krieg gehörte für Thomas – so traurig es war – zum Leben mit dazu. Manchmal gewann man, manchmal verlor man. Er würde definitiv anders über seine Situation und sein Schicksal denken, wenn er nicht das Glück gehabt hätte, bei Amandin zu landen. Bloß ob die Anderen hier auch so viel wussten wie er? Er ließ es sich schmecken und beobachtete die beiden Orks, die ihm irgendwie durchaus sympathisch waren. Bisher hatte er vor Orks immer Angst gehabt, weil sie ja offenbar auch ab und an Menschen fraßen, aber man konnte ja auch nicht alle Menschen in den gleichen Topf werfen.
„Ihr verdankt der Herrin also auch viel?“
Versuchte er irgendwie ein Gespräch zu beginnen.
„Alle hier, tun dies, nicht wahr?“
Er lächelte und erntete einige Nicken oder zumindest ein schmales Lächeln. Thomas gab sich sichtlich Mühe, sich irgendwie zu integrieren und seine freundliche Absicht klarzumachen.
„Nun, wenn jemand etwas über mich wissen möchte, besucht mich doch in meinem Zimmer oder fragt mich einfach.“
Sein letzter Kommentar ließ Amethyst leicht schmunzeln. Thomas blickte lieber zu Nelsani hin und lächelte sie an. Ihr gegenüber konnte man gar nicht anders, als beinahe brüderliche Gefühle zu entwickeln. Man wollte sie beschützen. Die anderen schienen ganz gut auf sich selbst aufpassen zu können. Thomas war natürlich neugierig auf die Geschichten der anderen, vielleicht hatte er deshalb gerade alle zu sich eingeladen... Ob das gut gewesen war? Thomas hatte auf jeden Fall ein gutes Gefühl bei der Sache. Er würde sich schon noch an dieses Haus und diese Art zu leben gewöhnen, auch wenn er sich hier in ihm völlig unbekanntem Terrain befand und die Regeln noch nicht wirklich kannte.
„Wo...kann man hier denn die Wäsche waschen?“
, fragte er so beiläufig wie möglich. Dabei sah er aber Amethyst kurz aus dem Augenwinkel an, weil er schwer davon ausging, dass dieser wusste, warum er diese Frage stellte. Er hoffte inständig, dass ihn der Elf jetzt nicht gleich outen würde. Marmora nahm sich seiner Frage an:
„Wir haben hier eine Wäschekammer, wo jeder einmal die Woche Wäsche wäscht. Jetzt da du da bist, wird nicht mehr so viel Streit um die Tage entstehen. Das ist gut, mein ich. Es gibt außerdem noch die Möglichkeit zu Lazuli zu gehen. Bei ihr kommt man auch immer Blitz blank wieder raus. Hihi...“
Sie grinste von einem Ohr zum anderen und ihre weißen Zähne glitzerten lustig. Von einem der Orks, vielleicht Tuff, kam aus dem Hintergrund der glucksende Kommentar:
„Unwenn du zulange drinbleibst, saugtse dichaus, bisdu nurnoch kleine schrumpelige Rosinen zwischenden Beinen baumelnhast! HAHAHA!“
Irgendwie war diese Lazuli anscheinend der Inbegriff für alles obszöne. Was waren da schon Orgasmen zum Frühstück? Ja gut, es war eine Sünde! Genau so wie Selbstbefriedigung oder erotische Träume Sünde waren. Eigentlich müsste er jetzt zur Beichte gehen... bei dem was er in den letzten Tagen jedoch so getrieben hatte, würde man ihn vermutlich gleich der Inquisition übergeben. Nun gut...Amandin war eine Priesterin... der anderen Seite der Medaille, aber er würde auch bei ihr beichten können. Musste er vermutlich auch, denn er hatte sich heute Morgen selbst berührt. Zwar nicht in lüsterner Absicht, sondern eher...um zu überprüfen ob sein bestes Stück nicht schon abgewetzt war. Ob das auch ein Verstoß darstellte? Er blickte zu Rubin. Möglicherweise würde er sie erst danach fragen. Aber nicht hier...vor all diesen Leuten! Er beugte sich etwas zu Nelsani hin.
„Äh.. was bedeutet...»die gleichen Regeln wie bei dir?»“
Nelsani wandte ihm ihre großen Kulleraugen zu.
„Äh... das bedeutet, dass es den andern verboten ist, dich von sich aus zu berühren. Kein Liebesspiel, wenn es die Herrin nicht dabei ist. Zu der Definition „berühren“ gibt es noch ein paar Einschränkungen und besondere Ausnahmen, aber das kann dir unsere Herrin viel besser erklären als ich.“
Ihre Lider flatterten und sie betrachtete angestrengt den Tellerrand vor sich. Ein Finger spielte mit einer kleinen Scharte und sie ließ den Nagel daran auf und ab gleiten. Bisher hatte sie wohl nicht viel gesprochen und das war sie eben gesagt hatte, war wohl erstaunlich viel gewesen, denn einige sahen erstaunt zu ihr herüber. Marmora knuffte Thomas andeutungsweise in die Rippen und neckte ihn:
„Sie mag dich wohl.“
Ihr leises Lachen klang wie fernes Glockengeläut. Marmora war eine Frohnatur. Nephelins Wangen zierte plötzlich ein zartes Rosa und die Scharte am Tellerrand wurde immer interessanter. Sie stand wohl auch nicht gern im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Bei den Orks entstand ein neues Gespräch an dem Perlita und Gabbro oder Tuff beteiligt waren:
„Sag mal, kommen heute nicht die neuen Stuten?“
Der linke Ork straffte stolz die Schultern und wirkte sofort noch riesiger.
„Ja! Heute odermorgen. Ichbin schongespannt, wiedie Zusammenführung laufenwird...“
Sogar in der Art zu sprechen unterschieden sich die beiden nicht wirklich.
„... Seitgestern ister ganzunruhig, alswürde eretwas ahnen. Sindschon verdammt schlaudieViecher!“
„Meinst du, unsere Herrin erlaubt uns zuzusehen? Das letzte Mal war so aufregend!“
Perlita wippte freudig erregt leicht auf ihren nackten Fußballen vor und zurück, was ihre Brüste leicht in Schwingungen versetzte. Thomas musste aus irgend einem Grund kurz gestarrt haben, denn Marmora fügte flüsternd in seine Richtung hinzu:
„Es geht um Wargs. Es sollten diese Woche vier neue Weibchen für die Zucht kommen. Alles auserlesene Tiere und die Besitzer zahlen einiges für die Besamung. „Axatos“ hat eine der ältesten und reinsten Blutlinien. Sogar jetzt kommen noch Züchter aus Morgeria mit ihren Tieren. Ist immer eine sehr aufregende Angelegenheit. Interessierst du dich für so etwas?“
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Montag 14. März 2016, 10:36

„Vor einigen Jahren sollte ich nach Sarma in einen Palast verkauft werde, dann hat die Herrin das Geschäft aber doch zurück gezogen. Thomas fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken, dass Amandin ihre Diener irgendwann verkaufte. Das würde sie ihm gegenüber doch nie tun? Oder? »Im Nachhinein war das gut, denn jetzt ist mein Wert so hoch, dass sich mich da niemand mehr leisten kann. Jetzt werde ich bald in den Hofstaat des dunklen Herrschers aufgenommen. Wer weiß, vielleicht bin ich bald seine Konkubine.“ Thomas blickte auf. Hofstaat des dunklen Herrschers? Sofort fühlte er sich an die Zeit in Pelgar zurückerinnert, dem neuen Hauptsitz des dunklen Reiches. Dunkle Schatten legten sich über seine Augen, als er an die Verwüstungen in der Stadt und das Schicksal seiner Mitbürger dachte. Thomas gehörte zu jenen wenigen armen Kerlen, die verdammtes Glück gehabt hatten, so viel stand fest. Wie viele Liter Blut waren bereits im Boden seiner einstigen Heimat versickert? Er schloss für einen Moment die Augen und wusste nicht so recht, ob er sich für Marmora freuen, oder sie nicht doch eher bemitleiden sollte. Das Bett mit einer Kreatur teilen, welches für den Tod tausender Menschen verantwortlich war? Kein wirklich erstrebenswertes Ziel, wie er fand! Nicht nur, weil es bar jeglicher Moral war, sich auf so jemanden einzulassen, nein, auch die eigene Sicherheit war in der Nähe eines solchen Machtwesens doch mehr als nur flüchtig. Was, wenn der dunkle Herrscher ihrer Überdrüssig würde? Was, wenn sie seinen Ansprüchen nicht genügte? Einen Fehler beging? Zur falschen Zeit am falschen Ort war? Er hatte das ungute Gefühl, dass der Dunkle Herrscher niemandem einen Fehltritt verzieh, nicht so wie Amandin.

Er versuchte seine Skepsis nicht allzu offensichtlich zu zeigen, da ihm eine solche Reaktion im schlimmsten Falle als Beleidigung des Dunklen Herrschers ausgelegt werden konnte und dies wollte er nun wirklich nicht! Zum Glück kamen sie bald auf den Apfelkuchen zu sprechen und Thomas entspannte sich allmählich. Vielleicht hatte er sich gar etwas zu sehr in Sicherheit gewogen, denn er lud kurzerhand die ganze Belegschaft zu sich auf sein Zimmer ein, ohne sich wirklich der potentieller Tragweite einer solchen Einladung bewusst zu sein. Er wollte einfach nur freundlich sein. Schliesslich erkundigte er sich über die hiesigen Waschgewohnheiten und wurde prompt wieder auf seinem schambehafteten Fuss erwischt, als erneut Andeutungen gegenüber der geheimnisvollen Lazuli gemacht wurden. Entsprechend verdutzt musste Thomas auch ausgeschaut haben, denn er entlockte Marmora ein wissendes Lächeln. Was in Lysanthors Name war das nur für eine Kreatur? Einer der Orks sprach unnötigerweise aus, was Marmora nur andeutete. Thomas errötete angesichts solch expliziter Worte. Dieser Mann würde einem «dirty talk» vermutlich keine dreissig Sekunden standhalten. Bisher formte sich ein gar groteskes Bild von Lazuli in seiner Fantasie: Eine bläuliche, glatte Kreatur, die offenbar Sexbesessen war und es auf jene Körperflüssigkeiten abgesehen hatte, die der Fortpflanzung diente. Wie eine Bienenkönigin. Er schauderte.

Schliesslich fragte er Nelsani, nach dem genauen Inhalt der Regelung, die ihr und ihm gegenüber einzuhalten war. Ihm wurde gleich warm ums Herz, als sie ihn direkt ansah. Im Grunde wusste er nichts über sie, ausser, dass sie von einem äusserst sanftmütigen Gemüt war und die Herrin über alles liebte.... und er Dinge mit ihr gemacht hatte, die er sonst mit niemandem je erlebt hatte.
„Äh... das bedeutet, dass es den andern verboten ist, dich von sich aus zu berühren.» Thomas hob eine Augenbraue und schielte in die Runde. Er wollte nicht unhöflich wirken, aber diese Worte entlockten ihm ein erleichtertes, tiefes Durchatmen. Er hatte ja durchaus etwas Angst davor gehabt, hier in jedem Winkel des Anwesens angefallen zu werden
»Kein Liebesspiel, wenn es die Herrin nicht dabei ist. Zu der Definition „berühren“ gibt es noch ein paar Einschränkungen und besondere Ausnahmen, aber das kann dir unsere Herrin viel besser erklären als ich.“ Er nickte und schenkte ihr ein warmes Lächeln. «Danke.» Hauchte er und strich sich über seinen Handrücken. Da diese Regel sowohl für Nelsani, wie auch ihn galt, waren genau sie beide diejenigen, die eigentlich den grössten körperlichen Abstand voneinander wahren mussten. Irgendwie bedauerlich, denn er mochte sie wirklich. Ob die anderen wussten, was Amandin schon so alles mit der zarten Elfe trieb? Wusste er es selbst? Er sah sie wieder an und für einen Moment erinnerte er sich an die Szene im Zelt, als Amandin ihm die Zungenkunst an ihr demonstriert hatte...und dann an die Mahlzeit, wo er sie selbst eingesetzt hatte. Er kannte ihren Körper und die Reaktionen ihrer Lust besser, als ihre Geschichte.

„Sie mag dich wohl.“ Er lächelte und seine Augen funkelten warm. Diese Feststellung beruhte offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Er hing einen Moment verträumt seinen Gedanken nach, ehe ein neues Gespräch seine Aufmerksamkeit auf sich lenkte.
„Sag mal, kommen heute nicht die neuen Stuten?“ Er runzelte die Stirn und lauschte dem Gespräch der beiden Orks.
„Ja! Heute odermorgen. Ichbin schongespannt, wiedie Zusammenführung laufenwird...“ Langsam verstand er den Kontext, dieser Unterredung, doch ging er zuerst von Pferden aus, bis er aufgeklärt wurde.

„Es geht um Wargs. Es sollten diese Woche vier neue Weibchen für die Zucht kommen. Ist immer eine sehr aufregende Angelegenheit. Interessierst du dich für so etwas?“ «Ich...habe sowas noch nie gesehen. Die Herrin ist auch Züchterin?» Fragte er erstaunt und für einen Moment blitzte die ganze Menschenzuchttheorie wieder in seinem Hinterkopf auf. Die Berichte des Schmiedelehrlings, wie sie ihm den Samen gestohlen hatten... die Auslese von bestimmten Kombinationen, wie beispielsweise ihm und Nelsani... er blinzelte. Das war verrückt! Hier ging es nur um Warge! «Ich würde es gerne sehen, da ich einen Warg möglicherweise als Skulptur verarbeite, dann könnte ich sein Bewegungsmuster und Verhalten studieren. Natürlich nur, wenn uns dies auch erlaubt ist.»

Er erhobt sich, von einer plötzlichen Nervosität getrieben. «Ich... bin auf meinem Zimmer, falls mich jemand sucht...ich muss mich vorbereiten. » Meinte er, da er sich in seinem Handtuch nun plötzlich äusserst fehlplatziert fühlte. «Danke für das Frühstück und die Gastfreundschaft.» Meinte er etwas hölzern und machte sich dann auf den Weg zurück. Sein Magen rebellierte und sein Herz pochte hart gegen seine Brust. Seine eigenen Vorstellungen machten ihm Angst. Er wollte es nicht. Er wollte es nicht wahrhaben, dass an Amandins Betreiben und Absichten irgendetwas Böses oder dunkles haftete. Er ging auf sein Zimmer und begann Stifte und Papier vorzubereiten, die er ggf. mitnehmen konnte. Obwohl möglicherweise würde er von Amandin zuerst abberufen werden, hatte Rubin nicht erwähnt, dass sie viel mit ihm vorhatte heute?

Er kramte in seinem Kleiderschrank herum und suchte nach irgendetwas, dass ihn nicht zu nackt erscheinen liess, aber besser geeignet als ein Handtuch war.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Dienstag 15. März 2016, 18:30

„Es geht um Wargs. Es sollten diese Woche vier neue Weibchen für die Zucht kommen. Ist immer eine sehr aufregende Angelegenheit. Interessierst du dich für so etwas?“
«Ich...habe sowas noch nie gesehen. Die Herrin ist auch Züchterin?»

, fragte er erstaunt und für einen Moment blitzte die ganze Menschenzuchttheorie wieder in seinem Hinterkopf auf. Die Berichte des Schmiedelehrlings, wie sie ihm den Samen gestohlen hatten... die Auslese von bestimmten Kombinationen, wie beispielsweise ihm und Nelsani... er blinzelte. Marmora blinzelte ebenfalls mit den Augen und antwortete leicht irritiert:
„Äh... Das ist Gabbro's und Tuff's Leidenschaft. Jeder von uns hat schließlich so seine Aufgabe im Leben. Wir sind ja nicht NUR Leibdiener, Lustsklaven und williges Spielzeug der Herrin!“
Ihre Stimme klang kurz etwas beleidigt, aber sie fing sich sofort wieder. Hatte Thomas sie ohne es zu wissen verletzt? Ihr Blick wurde wieder weicher und kurz bewegte sich ihre Hand in seine Richtung, als wollte sie ihm beruhigend die Finger auf den Arm legen. Kurz vor der Berührung hielt sie jedoch inne, aber die Geste zählte.
„Du hast doch auch einen Beruf erlernt und eine Leidenschaft dafür entwickelt. Wir sind alle mehr als nur für das EINE zu gebrauchen …“
Einer der Orks quatschte dazwischen:
„Gebrauchen... Istgut, HA! Ichkönnte auchmal wiederne Sonderbehandlunggebrauchen! Perlita, machstmit? Weißtdoch, ichbrauch immerzwei!“
Die Angesprochene grinste nur und meinte:
„Das klären wir später, Süßer.“
Irgendwie lag schon wieder Sex in der Luft und besagter Ork rieb sich provokant grinsend seinen mit Fell umwickelten Puschel zwischen den Beinen.
Marmora lächelte ebenfalls und wandte sich dann aber wieder Thomas zu.
„Zurück zum Thema... Wir sind hervorragende Gesellschafter, gebildete Forscher, Meister unseres Handwerks. Einige von uns haben schon mehr als ein Menschenleben hinter sich und so die Möglichkeit mehr als nur EINS zu sein.“
Obsidian schaltete sich ein:
„Menschen neigen nun mal dazu nur in kurzen Zeitspannen zu denken, nimm es ihm nicht übel.“
„Ich nehme es ihm nicht übel... Ich nehme es dir nicht übel, Thomas. Ich versuche nur seinen Horizont zu erweitern. Es gibt so vieles zu entdecken und wenn man der Welt offen gegenüber steht, dann kann man auch in der Dunkelheit Schönheit entdecken.“
Gabbro oder Tuff murmelte:
„Jetzt wirdsmir zuphiloso-Fisch! WARGS! DasThema warWargs.“
Perlita lachte und Marmora fiel mit ein.
„Hahahaaaaa... Stimmt. Also Wargs! Und nein, die Herrin züchtet keine Wargs, aber sie lässt uns unsere Fähigkeiten ausleben.“
Jetzt traute sich auch Thomas wieder etwas zu sagen.
«Ich würde es gerne sehen, da ich einen Warg möglicherweise als Skulptur verarbeite, dann könnte ich sein Bewegungsmuster und Verhalten studieren. Natürlich nur, wenn uns dies auch erlaubt ist.»
Marmora blinzelte mit den Augen.
„Ach ja, du bist ja Steinmetzmeister! Das freut mich so sehr! Endlich hat sie jemanden gefunden, der ihre Leidenschaft teilt.“
Marmora strahlte übers ganze Gesicht und fügte dann erklärend an:
„Unsere Herrin trägt die Magie der Steine in sich und du bist Steinmetz. Ihr liebt beide Steine und das verbindet euch... das ist wundervoll! Ich hab's mal versucht aber ich bin in diesen Dingen vollkommen Talentfrei. Einmal hab ich...“
Er erhobt sich, von einer plötzlichen Nervosität getrieben. Er hatte ja heute noch ein Verabredung mit Amandin und sicher würde sie ungern auf ihn warten, bis er hier mit den Anderen sein Plauschen beendet hatte. Einer der Orks musterte ihn und rief:
„Ichgebbescheid wennslosgeht.“
Marmora meinte:
„Geh ruhig!“
«Ich... bin auf meinem Zimmer, falls mich jemand sucht...ich muss mich vorbereiten.»
Meinte er, da er sich in seinem Handtuch nun plötzlich äußerst fehl platziert fühlte.
«Danke für das Frühstück und die Gastfreundschaft.»
, meinte er etwas hölzern und machte sich dann auf den Weg zurück. Sein Magen rebellierte und sein Herz pochte hart gegen seine Brust. Seine eigenen Vorstellungen machten ihm Angst. Er wollte es nicht. Er wollte es nicht wahrhaben, dass an Amandins Betreiben und Absichten irgendetwas böses oder dunkles anhaftete. Er ging auf sein Zimmer und begann Stifte und Papier vorzubereiten, die er ggf. mitnehmen konnte. Er kramte in seinem Kleiderschrank herum und suchte nach irgendetwas, dass ihn nicht zu nackt erscheinen ließ, aber besser geeignet als ein Handtuch war, als es klopfte. Automatisch ging er zur Vordertür, schaute hinaus, aber da war niemand. Es klopfte noch einmal und dieses mal nahm Thomas auch die Richtung war, aus der das Geräusch kam.
„Darf ich herein kommen?“
Amandins Stimme hallte durch die verschlossene rückwärtige Tür und Thomas beeilte sich ihr zu öffnen. Wiedereinmal fesselte ihr Anblick sofort all seine Sinne. Ihr Duft hatte sich leicht verändert. Es war immernoch Amandin, aber frisch gebadet. Leicht feucht und irgendwie würzig süß. Sein Körper reagierte um die Lenden herum sofort mit der üblichen Geste. Strammstehen!
Heute trug sie ein weißes Seidenlaken um den Körper geschlungen. Es war interessant. Um so mehr sie sich verbarg, um so mehr wollte er sie auspacken, wie sein ganz persönliches Geschenk. Ihre nackten Füße traten ein und ihr Blick fiel auf den offen stehenden, ganz offensichtlich durchwühlten Schrank. Ihre Brauen hoben sich, flogen zu Thomas und dem Schrank. Sie verstand sofort nd hob den Blick zu ihm auf.
„Du brauchst heute deine Arbeitskleidung... die des Steinmetzmeisters.“
Damit setzte sie sich auf sein Bett und beobachtete ihn, wie er sich anzog. Kurz zweifelte er vielleicht ob er so wie er sich gerade fühlte in die Hose passen würde, aber merkwürdiger Weise war die Lederhose vorne so geschnitten, dass sie variabel zu verstellen war und angenehm leicht zugänglich. Schürze und Stiefel zog er an und die Handschuhe klemmte er sich zu den Zeichenunterlagen unter den Arm. Amandin lächelte, als er fertig war und hüpfte von seinem Bett.
„Gut. Komm mit.“
Sie strahlte vor Vorfreude und griff seine freie Hand, wobei sie einen Teil ihres Lakens verlor, dass ihr dann wie eine Schleppe hinterher wehte. Sie führte ihn zu der Hintertür und durch den schmalen Gang dahinter. Die beiden Türen links und rechts blieben unangetastet und Thomas folgte seiner Herrin, biss diese nervös tänzelnd vor der letzten stehen blieb. Sie sah ihn noch einmal an, schmunzelte und öffnete den Durchgang.
Dahinter verbarg sich ein geräumiges Atelier das früher wohl einmal ein Wintergarten gewesen sein musste. Die meisten Wände bestanden aus Glas. Weiße Vorhänge regulierten das einfallende Licht und schirmten zu neugierige Blicke ab. Es gab noch viel mehr zu sehen, doch Thomas Aufmerksamkeit wurde auf etwas gezogen, dass sein Interesse viel mehr erregte als andere Dinge. Mitten im Raum standen sechs gewaltige Steinblöcke aus Alabaster zu jeweils drei in einer Reihe. Amandin führte ihn an den am nächsten stehenden Stein heran und legte seine Hand auf die fast seidig weiche Oberfläche. Das Kribbeln setzte fast augenblicklich ein und wenn man ein Flüstern hätte mit der Hand ertasten können, dann müsste es sich so anfühlen. Ihre zarten schlanken Finger streichelten den Stein zwischen Thomas Fingern und es fühlte sich … gut an?
„Sind sie nicht wundervoll?!“
Es stimmte. Die Brocken waren von erlesener Qualität. Kaum ein Einschluss, kaum eine Maserung, kaum eine Ader die eine Bruchkante hätte bilden können. Amandin ließ ihm Zeit die Steine mit allen Sinnen zu untersuchen. Alabaster roch ähnlich wie Speckstein, war in seiner Struktur auch fast so weich und leicht formbar. Zerrieb man Alabasterstaub zwischen den Fingern, fühlte er sich seidig an und die Farbe war unglaublich ebenmäßig.
„Echte Prachtstücke, oder? Sie sind heute Morgen angekommen und ich musste sie dir sofort zeigen. Ich habe jeweils drei der Besten ausgesucht. Drei für meine Statur, drei für den Altarstein, jeweils drei Versuche... nur für den Fall, dass einer doch mal brechen sollte. Kannst du erraten welche für welche Aufgabe gewachsen sind? Kannst du es fühlen?“
Sie löste ihre Finger aus seinen und überließ ihn seinem Empfindungen. Aufmerksam beobachtete sie sein Vorgehen. Sie wollte ihn nicht ablenken und seine Meinung hören. Wie sah ein Meistersteinmetz seine Rohlinge? Wie würde er an diese Aufgabe herangehen? Amandin zog sich etwas zurück um ihn nicht abzulenken. Kein Stein war wie der andere und doch hatten sie Gemeinsamkeiten. Nicht nur ihre Art, ihre Struktur machten sie besonders, auch ihr Klang.

Als Thomas seine Ausführungen über die Steine beendet hatte trat Amandin wieder an seine Seite. Es war mehr als nur eine Geste. Eine Weile standen sie einfach nur nebeneinander und betrachteten das Material vor ihnen, beide bereit ihm seine Form und Seele zu geben. Es war eine Sache sich gegenseitig in die Augen zu sehen, aber es war eine andere, ganz einzigartige Sache gemeinsam in eine Richtung zu blicken und ein gemeinsames Ziel zu haben.
Irgendwann sprühte Thomas eine winzige Berührung an seinem kleinen Finger. Er sah zur Seite und Amandin wirkte vollkommen entrückt. Ihr Blick war von ihrem Ziel gefesselt und sie zitterte leicht. Es war nicht kalt hier, es musste etwas anders sein. Sie war … willig, so könnte man es nennen … Sie wollte diesen Stein! Sie wollte ihn so sehr, dass sie unter ihrer makellosen Haut vor Erregung zitterte. Ihre Hand hatte sich verselbständigt und nestelte nervös an seinem Finger, als bräuchte sie ihn um in sich Halt zu finden. Instinktiv umschloss Thomas Hand die ihren und drückte sie leicht. Amandin erschauderte, schmiegte sich an seine Seite und holte tief Atem. Hatte sie ihn angehalten?
„Ich brauche dich! Du musst mich heraus holen, ja?! ...“
Sie hatte Thomas nicht angesehen und hatte also von dem Stein vor sich gesprochen. Vielleicht sah sie sich dort drin gefangen und in ihm ihren Befreier. Ihre Hand krampfte in seiner und sie atmete noch einmal tief durch, bevor sie sich wieder entspannte und zu ihm aufsah.
„Ich brauche jetzt deine Lippen.“
Es war kein Befehl, auch keine Bitte, eben irgendetwas dazwischen und Thomas war ein guter Leibdiener. Sein Körper reagierte und einen Moment lang standen sie einfach nur da, ihre Sinne in einander verschlingend, ihre Lippen aufeinander und teilten sich einen Atem. Irgendwann flossen ihre Arme von seinen Schultern herab und sie rang nach nach Luft. Etwas atemlos löste sie sich von ihm und lächelte verklärt.
„Ihr seid wahrlich ein fleißiger Schüler, Meister Mercer!“
Scherzte sie? Sie schmunzelte und trat ein paar Schritt von ihm weg.
„Eins vorweg... Diesem Raum hier ist nur für euch gedacht. Hier seid ihr der Meister und jedem anderem außer eurem Modell ist es verboten ihn zu betreten. Ladet niemanden hierher ein! Dies gilt bis zur Fertigstellung eurer Aufgaben. Ihre heutige Aufgabe beinhaltet die Auswahl, das grobe Behauen und das Studium der Form.“
Amandin nahm auf einer kleiner bereitstehenden Bank platz und fuhr fort:
„Heute werdet ihr Wählen, immer wieder wählen. Ihr werdet mir … mir sagen, wie ich posieren soll. Ihr werdet mich anleiten. Ihr werdet wählen wo ihr Stein abtragen müsst, und wo mein Körper beginnt. Dafür werdet ihr den Stein formen und meinen Körper ertasten. Heute bin ich euer Modell und ihr werdet mich erforschen. Ihr werdet meine Formen studieren, mich berühren... mich kennen lernen. Dafür dürft ihr eure Hände benutzen … ausschließlich die Hände. Ich vertraue darauf, dass ihr eure Arbeit schätzt und dementsprechend vorsichtig am Stein, wie auch am Leib sein werdet.“
Thomas hatte sicherlich verstanden, dass dies hier etwas ganz besonderes für ihn wie auch Amandin war. Die Herrin die vom Diener geführt werden sollte und der Diener der der Herrin befahl. Außergewöhnlicher ging es kaum noch. Das was sich jetzt im Antlitz seiner Herrin spiegelte war eine Mischung aus Vorfreude und tatsächlich ein Hauch von Furcht. Trotzdem stand sie mutig auf und ließ dann in einer langsamen Drehung das Laken von ihrem einzigartigen Körper gleiten. Die Pose war Verführung in Reinform. Jede kleine Haarsträhne bewegte sich wie ein lockender Finger, jede Rundung wippte genau im richtigen Moment und das Licht funkelte genau in dem Moment in ihren Augen, als Thomas seinen Blick wieder zu ihnen auffahren ließ. Der Raum um sie herum begann unscharf zu werden und all die schönen Requisiten verloren an Bedeutung. Ja, sie war ein perfektes Modell. Und jetzt war sie sein Modell.

(Diesen Raum kannst du gern selbst „einrichten“, falls du etwas brauchst.)
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Montag 4. April 2016, 22:51

„Äh... Das ist Gabbro's und Tuff's Leidenschaft. Jeder von uns hat schließlich so seine Aufgabe im Leben. Wir sind ja nicht NUR Leibdiener, Lustsklaven und williges Spielzeug der Herrin!“ Thomas fühlte sich schrecklich ertappt. «Ja...natürlich... tut mir leid.» Er rieb sich beschämet den Hinterkopf. «Ich wollte wirklich nicht den Eindruck erwecken...dass ich ausschliesslich So von euch denke...ich meine...» Machmal war es merklich besser, einfach die Klappe zu halten. Zu dieser Erkenntnis gelangte zumindest Thomas gerade und so liess er seine Entschuldigungen bleiben und presste lediglich die Zähne aufeinander. Er war knallrot geworden. Thomas war wirklich leicht zu lesen. In einer manipulativen Welt, wie jener seiner Herrin, mochte dies vermutlich ein fatales Defizit sein.

„Du hast doch auch einen Beruf erlernt und eine Leidenschaft dafür entwickelt. Wir sind alle mehr als nur für das EINE zu gebrauchen …“ «Ja...ja natürlich....»
„Gebrauchen... Istgut, HA! Ichkönnte auchmal wiederne Sonderbehandlunggebrauchen! Perlita, machstmit? Weißtdoch, ichbrauch immerzwei!“ Thomas starrte den Ork mit grossen Augen an und er konnte nicht verhindern, dass sein Blick kurz auf den riesigen Fellknäuel fiel, als der Ork sich dort etwas gar ordinär – zumindest für pelgarische Massstäbe, kratzte. Thomas wurde blass. In Pelgar hatten oft Gerüchte die Runde gemacht, dass die Dunkelelfen die Orks gegen die Menschenfrauen, Kinder und manchmal auch gegen renitente Männer hetzen würden, um sie zu demütigen und zu brechen. Alleine die Kraft... Wucht und Grösse dieser Orks... er schluckte leer und jegliche Farbe wich aus seinem Gesicht. Er konnte sich nicht vorstellen, dass ein solcher Beischlaf auch zum Vergnügen der Frau sein konnte, doch wenn es um Erotik ging, kam Thomas vermutlich schnell an die Grenzen seiner Vorstellungskraft.

„Zurück zum Thema... Wir sind hervorragende Gesellschafter, gebildete Forscher, Meister unseres Handwerks. Einige von uns haben schon mehr als ein Menschenleben hinter sich und so die Möglichkeit mehr als nur EINS zu sein.“ Er nickte. «Ich wollte wirklich nicht...» Hob er wieder abwehrend die Hände, doch schliesslich seufzte er und liess es bleiben. Er konnte es nicht leugnen. Er hatte sie tatsächlich für reine Lustdienerinnen gehalten.
„Menschen neigen nun mal dazu nur in kurzen Zeitspannen zu denken, nimm es ihm nicht übel.“ Abermals kam er sich aufgrund seines schlichten Menschseins und seiner begrenzten Lebenszeit schrecklich mangelhaft vor. All diese Elfen hier, waren von den Erfahrungen her doch seinen weit voraus. Er würde nie wirklich mit ihnen mithalten können.

„Ich nehme es ihm nicht übel... Ich nehme es dir nicht übel, Thomas. Ich versuche nur seinen Horizont zu erweitern. Es gibt so vieles zu entdecken und wenn man der Welt offen gegenüber steht, dann kann man auch in der Dunkelheit Schönheit entdecken.“ Thomas hob eine Augenbraue und sah Marmora lange an. Er nickte schliesslich und legte nachdenklich seinen Kopf schief. Worauf sie diese Worte wohl gerade bezog? Amandins Äusseres konnte sie damit doch kaum gemeint haben, denn selbst ein Blinder würde ihre Schönheit erahnen können. Abermals wurde er sich unvermittelt der beklemmenden Präsenz der schwarzen Steine gewahr. Seine Nackenhaare sträubten sich und er fühlte sich wieder beobachtet. Sie richteten über ihn. Beurteilten ihn als Schwach. Er konnte es förmlich spüren.

„Hahahaaaaa... Stimmt. Also Wargs! Und nein, die Herrin züchtet keine Wargs, aber sie lässt uns unsere Fähigkeiten ausleben.“ «Aber einer davon...ist ihrer, oder? Sie hatte einen dabei, als ich sie zum ersten Mal sah...» Marmora kam auf sein «Talent» zu sprechen. Er hatte wohl Glück, dass Amandin ebenfalls Steine liebte. Selbst wenn er ein Meister auf seinem Gebiet war, so hätte er ihr sonst doch kaum mehr zu bieten...zumindest im Gegensatz zu all diesen hochbegabten Leute hier. Im Grunde verfügte Thomas über ein gesundes Selbstwertgefühl, aber die lange Zeit der Sklaverei hatte auch bei ihm Spuren hinterlassen und dafür gesorgt, dass er sich als Mensch prinzipiell den elfischen Rassen unterlegen fühlte.

„Unsere Herrin trägt die Magie der Steine in sich und du bist Steinmetz. Ihr liebt beide Steine und das verbindet euch... das ist wundervoll!» «Die Magie der Steine...ja...» So ganz hatte er aber noch nicht verstanden, wie genau ihre Magie funktionierte. »Ich hab's mal versucht aber ich bin in diesen Dingen vollkommen Talentfrei. Einmal hab ich...“ Der Steinmetzmeister hob eine Augenbraue. Marmora hatte offensichtlich sein Interesse geweckt, doch bevor er nachhaken konnte, verstrickte er sich in seine eigenen Wargtheorien und dann trieb es ihn förmlich aus der Küche hinaus. Schliesslich schlug seine Angst in Aktionismus um und er begann in seinem Kleiderschrank zu wühlen, bis es klopfte. Reflexart öffnete er die Vordertüre und starrte verdutzt in den leeren Gang. „Darf ich herein kommen?“ Er wandte sich sofort herum und blickte erst verwirrt in seinem Zimmer herum, bevor er sich an die weiteren Türen in seinem Raum erinnerte und Amandin aufschloss. Er starrte ihr entgegen und wurde sofort wieder von ihrer Schönheit gefesselt. Sie hatte die Angewohnheit immer genau dann aufzutauchen, wenn er selbst gerade irgendwie nervös war. «Herrin.» Hauchte er und stand etwas verloren da, nackt wie er war, nur mit dem Badetuch bekleidet. Er lächelte schüchtern und senkte sein Haupt, weil er sich schrecklich unvorbereitet vorkam und nicht recht wusste, ob er das Ansprechen sollte, was heute Morgen mit ihm geschehen war. Er errötete, wie immer, wenn er sich an was Erotisches erinnerte. «Schön Euch zu sehen.» Meinte er aufrichtig und lächelte ihr in einer Unschuld entgegen, die höchstens vermutlich Nelsani noch erreichen würde.

„Du brauchst heute deine Arbeitskleidung... die des Steinmetzmeisters.“ Thomas nickte, beinahe erleichtert, eine solch banale Aufgabe gestellt zu bekommen, wie sich anzuziehen. Er begab sich zu dem Schrank und tat wie geheissen, obwohl es für ihn sehr ungewohnt war, dass ihm jemand beim Ankleiden zusah. Thomas zog Hemd und Hosen an, musste sich aber für die Socken kurz hinsetzen, weil sein Rücken keine akrobatischen Sockenanzieheinlagen zuliess. Er band seine Schürze um und legte einen schweren Gurt an, der sein Becken und Rücken stabilisieren half, wenn er schwere Lasten hob. Die Schürze war ziemlich dick und sorgte dafür, dass seine Beule dahinter verschwand. Er griff sich seine Handschuhe und Papier, ausserdem versäumte er es auch nicht, die Wunschliste seiner Leute mitzunehmen, die er Amandin noch vorlegen wollte.
Er sah sie mit grossen Augen an, als sie seine Hand nahm und ihn mit sich zog. Jede ihrer Berührungen fühlte sich wie tausend kleine Feuerzungen an, die begierig an seinen Nervenzellen leckten und ihm süsse Versprechungen zuwisperten.

Sie öffnete die Türe am Ende des Ganges und sie tauchten in eine ganz andere Welt ein. Thomas blieb wie angewurzelt stehen und liess den Raum auf sich wirken. Er war wunderschön. Ein wahres Paradies für jeden kunstaffinen Menschen. Doch da waren die riesigen Alabasterblöcke, die seine gesamte Aufmerksamkeit forderte. Andächtig trat er auf sie zu und er konnte gar nicht anders, als sie sanft zu berühren. Seine Hand begann augenblicklich zu kribbeln und ein eigenartig wohliges Gefühl breitete sich in seinem ganzen Arm und dann in seinem Körper aus. Er nickte wortlos, atemte aber auf eine ganz besondere Weise ergriffen.
„Sind sie nicht wundervoll?!“ «Sie...sind Einzigartig...jeder für sich.» Hauchte Thomas und die Ehrfurcht in seiner Stimme verriet, warum dieser Mann ein wahrer Meister war. Nur mit absoluter Passion und Hingabe für seine Arbeit, konnte man letztlich seine Kunstfertigkeit erreichen.

„Echte Prachtstücke, oder?» «Wahrhaftig.» Hauchte er. In Pelgar hatte er zwar auch mit sehr hochwertigen Materialien zu tun gehabt, doch die Pelgarer waren nicht nur für ihren Fleiss, sondern auch für ihren Geiz berühmt, so dass die Bauherren durchaus auch Abstriche gemacht haben, selbst wenn Thomas dagegen protestiert hatte. Hier hingegen konnte er mit der höchsten Qualität arbeiten... ein Traum für jeden Steinmetz, der sich fachlich solchen perfekten Steinen gewachsen sah. Die Beschäftigung mit diesen Steine würden keine Arbeit, kein Kunsthandwerk mehr sein...sondern eher ein Kult. Eine Religion. Eine Sinnesaufgabe.

»Sie sind heute Morgen angekommen und ich musste sie dir sofort zeigen. Ich habe jeweils drei der Besten ausgesucht. Drei für meine Statue, drei für den Altarstein, jeweils drei Versuche... nur für den Fall, dass einer doch mal brechen sollte. Kannst du erraten welche für welche Aufgabe gewachsen sind? Kannst du es fühlen?“ Er sah sie lange an und wandte sich dann wieder den Steinen zu. Vorsichtig trat er zurück und legte seine Handschuhe und das Papier ab, ehe er sich den Steinen wieder vorsichtig näherte. Er schaute sie an, schloss seine Augen wenn er sie berührte, klopfte sie vorsichtig ab, strich sanft über ihre Oberfläche. Er lernte sie mit seinen Fingern kennen, befragte sie nach ihrer Geschichte, ihrer Herkunft, ihrer Geheimnisse. Fünf der Steine präsentierten sich in all ihrem Stolz und all ihrer Perfektion. Nur einer war ein bisschen anders. Von kaum sichtbaren Adern durchzogen, als wären sie kleine Kapillaren, in denen die Seele des Steines floss. Thomas betrachtete diesen Stein lange. Es war, als würde er ihn rufen. Der würde es sein. Der musste es sein.

Er verriet Amandin nicht, welchen Stein er ins Auge gefasst hatte. Ob sie es ohnehin schon wusste? Ob sie es auch fühlte? Gemeinsam standen sie da und sahen sich die Rohlinge an. Beide stellten sich wohl das Endergebnis vor. Die Wirkung, die Kraft, die Magie die von diesem Stein dereinst ausgehen würde. Die Form, die sie ihm schenken würden...

Plötzlich berührte ihre Fingerspitze seine Hand. Thomas wandte sich seiner Herrin zu und erkannte, dass sie zitterte. Er wagte es aber nicht, seine Stimme zu erheben. Instinktiv reagierte er auf ihre Geste und drückte ihre Hände und zog sie leicht an sich.

„Ich brauche dich! Du musst mich heraus holen, ja?! ...“ Er hob verwirrt seine Augenbrauen, doch er erkannte, dass jetzt nicht die Zeit für Fragen war. «Ja. Ich bin da, Herrin.» Hauchte er und drückte sie etwas fester.
„Ich brauche jetzt deine Lippen.“ er liess sich nicht zweimal Bitten und verschmolz in einem langen und sinnlichen Kuss mit ihr. Er stellte ihr seine ganze Lebenskraft, seine ganze Seele und Liebe zur Verfügung. Sie konnte es spüren. Es war wieder einer dieser Momente, die er sich nicht ganz erklären konnte, doch plötzlich war er vorbei und Amandin fasste sich wieder.

„Ihr seid wahrlich ein fleißiger Schüler, Meister Mercer!“ Er sah sie verdutzt an. „Heute werdet ihr Wählen, immer wieder wählen. Ihr werdet mir … mir sagen, wie ich posieren soll. Ihr werdet mich anleiten.» Thomas schluckte leer und bekam glasige Augen vor Erregung. »Ihr werdet wählen wo ihr Stein abtragen müsst, und wo mein Körper beginnt. Dafür werdet ihr den Stein formen und meinen Körper ertasten.» Der Steinmetzmeister atemte Erregt. Was sie hier mit ihm vorhatte war wie ein Liebesakt...einfach auf eine andere Art und Weise... ein Liebesakt der Kunst. Thomas musste sich gerade beherrschen, dass die alleinige Vorfreude darauf seinen Körper nicht zu einer Überreaktion veranlasste.

Als man ihn nach Andunie gebracht hatte, hätte er nie damit gerechnet, dass er irgendwann an diesem Punkt landen würde. Eigentlich war er fest davon ausgegangen, dass er bis ans Ende seiner Tage Befestigungsmauern errichtenmüssen würde... und jetzt das... er konnte sein Glück kaum fassen. Es war fast ein bisschen Unfair, denn womit hatte er das eigentlich verdient?

Heute bin ich euer Modell und ihr werdet mich erforschen. Ihr werdet meine Formen studieren, mich berühren... mich kennen lernen. Dafür dürft ihr eure Hände benutzen … ausschließlich die Hände. Ich vertraue darauf, dass ihr eure Arbeit schätzt und dementsprechend vorsichtig am Stein, wie auch am Leib sein werdet.“
Die Zeit verlangsamte sich, als sie ihre Hüllen fallen liess und sich sinnlich präsentierte. Für einige Zeit stand der Steinmetzmeister einfach nur da und musste erst ihre Worte setzen lassen. Doch dann, kurz bevor sie sich ernsthaft Sorgen um ihn machen musste, geriet wieder Leben in seinen Körper und er kam langsam auf sie zu.
«Ich werde euer Vertrauen nicht missbrauchen, Herrin.» Hauchte er sanft und sah sie direkt an. Es war das erste Mal, wo sie völlig nackt vor ihm stand und er angezogen war. Sie hatten tatsächlich formal ihre Rollen getauscht. Er war der Meister, sie sein Modell. Er trat zu seinem Werktisch und nahm zuerst eine Massschnur heraus.
«Ich werde zuerst eure Proportionen erfassen...und Mass nehmen, Herrin.» Hauchte er ruhig und routiniert und trat an sie heran. Er mass ihre Grösse vom Scheitel bis zum Fuss und übertrug die Masse dann aufs Papier. Seine ersten Arbeitsschritte waren also rein technischer Art. Er mass ihre Schulterhöhe und Spanne, den Umfang ihrer Taille, ihrer Schenkel, ihrer Fussknöchel, ihrer Arme, ihrer Handgelenke, ihrer Stirn und so weiter und so fort. Thomas wäre vermutlich auch in der Lage von Auge zu arbeiten, doch dies widersprach seinen momentanen Anspruch nach Perfektion. Ausserdem half ihm diese Routine um zur Ruhe zu kommen und seine Aufregung abzulegen.
«Bitte setzt euch, macht es euch bequem.» In einem zweiten Schritt begann er mit der Anfertigung umfassender Zeichenstudien, wobei er noch nichts malte, sondern ihren Körper erst mit seinem Tastsinn «kartographierte». Er begann bei ihren Händen. Vorsichtig nahm er sie in die seinigen, schloss seine Augen und ertastete sie. Er las sie. Prägte sie ein. Bewegte sie vorsichtig. Es waren sehr intime Berührungen und er führte sie in absoluter Stille und Konzentration aus. Er ertastete jeden ihrer filigranen Finger mit seinen groben Händen. Er liess sie nur wenige Posen einnehmen, im Vordergrund stand für ihn im Moment einzig und allein da Lesen ihres Körpers. Langsam arbeitete er sich über ihre Arme hinweg zu ihren Schultern und dann zu ihrem Schlüsselbein bis hin zum Ansatz ihrer Brüste. Seine Atmung verriet seine Erregung, die immer drängender wurde und seine Konzentration herausforderte.

«Ich...brauche nicht nur Zugang zu eurem Körper, Herrin...sondern auch zu eurem Herzen...eurer Seele...» Hauchte er beinahe Lautlos und sah sie direkt an. «Der Stein verlangt viel... von uns...alles...» Damit kam er ihr gerade ungeheuerlich nah. So nah, wie er es selbst nie gedacht hatte, dass er es wagen würde. Aber er wusste, dass sie wusste, dass er Recht hatte und er vertraute darauf, dass sie ihn inzwischen wahrlich für Würdig erachtete, ihn so nahe an sich heran zu lassen. Dem Stein konnte man nichts vorgaukeln. Ein Meisterwerk unterschied sich von einer normalen Skulptur darin, dass sie auch die Seele des Modells enthielt und nicht nur deren Form. Das war eines der grossen Geheimnisse eines Meisters.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 6. April 2016, 09:26

«Ich werde euer Vertrauen nicht missbrauchen, Herrin.»
Hauchte er sanft und sah sie direkt an. Es war das erste Mal, wo sie völlig nackt vor ihm stand und er angezogen war. Sie hatten tatsächlich formal ihre Rollen getauscht. Er war der Meister, sie sein Modell. Er trat zu seinem Werktisch und nahm zuerst eine Maßschnur heraus.
«Ich werde zuerst eure Proportionen erfassen...und Maß nehmen, Herrin.»
Hauchte er ruhig und routiniert und trat an sie heran. Er maß ihre Größe vom Scheitel bis zum Fuß und übertrug die Masse dann aufs Papier. Seine ersten Arbeitsschritte waren also rein technischer Art. Er maß ihre Schulterhöhe und Spanne, den Umfang ihrer Taille, ihrer Schenkel, ihrer Fußknöchel, ihrer Arme, ihrer Handgelenke, ihrer Stirn und so weiter und so fort. Diese Routine half ihm zur Ruhe zu kommen und seine Aufregung abzulegen. Amandins Augen folgten jeder seiner Bewegungen und jede kleine Berührung ließ sie leicht schmunzeln. Sie genoss seine Professionalität fast so sehr, wie seine warmen Hände.
«Bitte setzt euch, macht es euch bequem.»
Sie gehorchte still und setzte sich auf eine der Werkbänke. Ihre Beine baumelten in der Luft. In einem zweiten Schritt begann er mit der Anfertigung umfassender Zeichenstudien, wobei er noch nichts malte, sondern ihren Körper erst mit seinem Tastsinn «kartographierte». Er begann bei ihren Händen. Vorsichtig nahm er sie in die seinigen, schloss seine Augen und ertastete sie. Amandin öffnete fasziniert die Finger und beobachtete ihn aufmerksam weiter. Er las sie. Prägte sie sich ein. Bewegte sie vorsichtig. Es waren sehr intime Berührungen und er führte sie in absoluter Stille und Konzentration aus. Er ertastete jeden ihrer filigranen Finger mit seinen groben Händen. Es war wie Magie. Eine ganz eigene Magie die keinen Namen hatte, sondern nur durch Zuneigung und Nähe entstand. Es war wie ein Tanz und sie ließ sich führen. Er ließ sie nur wenige Posen einnehmen, im Vordergrund stand für ihn im Moment einzig und allein das Lesen ihres Körpers. Langsam arbeitete er sich über ihre Arme hinweg zu ihren Schultern und dann zu ihrem Schlüsselbein bis hin zum Ansatz ihrer Brüste. Seine Atmung verriet seine Erregung, die immer drängender wurde und seine Konzentration herausforderte. Auch ihr Brustkorb hob sich schneller unter seinen Händen.
«Ich...brauche nicht nur Zugang zu eurem Körper, Herrin...sondern auch zu eurem Herzen...eurer Seele...»
Hauchte er beinahe lautlos und sah sie direkt an. In ihren Augen funkelte die abgrundtiefe Finsternis, in der er sich verlieren könnte. Da war sie, diese Dunkelheit, die ihn verschlang und ihn lebendiger machte, als er sich jemals gefühlt hatte – Ja, ihre Dunkelheit war voller Schönheit.
«Der Stein verlangt viel... von uns...alles...»
Damit kam er ihr gerade ungeheuerlich nah. So nah, wie er es selbst nie gedacht hatte, dass er es wagen würde. Aber er wusste, dass sie wusste, dass er Recht hatte und er vertraute darauf, dass sie ihn inzwischen wahrlich für würdig erachtete, ihn so nahe an sich heran zu lassen. Dem Stein konnte man nichts vorgaukeln. Ein Meisterwerk unterschied sich von einer normalen Skulptur darin, dass sie auch die Seele des Modells enthielt und nicht nur deren Form. Das war eines der großen Geheimnisse eines Meisters und Thomas war einer. Er las sie wie den Stein und seine Erkenntnisse waren süßer als er sich erträumt hatte. Amandin, sein Herrin, Herrin über tausend Sklaven und lustvolles Ziel tausender Träume – Amandin, die Dunkelelfe, die hohe Ordenspriesterin des dunklen Gottes, Nichte von Ansrin Belyal Sinth, dem Stadtherr Anduniens und zukünftige Erbauerin des gewaltigsten Tempels seiner Zeit – Sie öffnete sich! Es war nicht nur ein Öffnen im eigentlichen Sinne, denn das tat sie auch. Es war so viel mehr!
Amandin hatte sich auf eine der erhöhten Werkbänke gesetzt, als er sie dazu aufgefordert hatte. Sie hatte sich zu seinem Werkstück gemacht und nun öffnete sie ihre langen schlanken Beine für ihn. Er war ihr so nah, zu nah um den körperlichen Ruf ignorieren zu können. Er hatte Zugang zu ihrem Körper verlangt und drängte ihren Leib an seine Hand. Er hielt ihn kurz über ihrem Herzen und konnte den kraftvollen Schlag unter seinen Fingerspitzen pulsieren fühlen. Ihr Herz war es das sich ihm öffnete und durch das Dunkel ihrer Augen zu ihm sprach. Es war als dehnte sich die Zeit, als ihr langsamer Augenaufschlag ihn erreichte. Es lag so viel sehnsuchtsvolle Zuneigung in diesem einen Blick, in diesem einen Herzschlag, dass Thomas unwillkürlich erzitterte. Ja, er hatte ihr Herz gewonnen. Ihr Körper wollte ihn schon lange, doch ihr Herz noch mehr! Das konnte er in diesem süßen, unendlichen Moment erkennen. - Einzig das Dunkel ihrer Seele hielt sich noch mystisch, verzaubernd und lockend im Hintergrund. Es war etwas geheimnisvolles, dass den Jäger im Betrachter lockte. So sehr man sich ihrer sicher war, so war es diese verheißungsvolle Neugierde ihrer Seele, die einen immer wieder magisch anzog. Das machte Amandin aus. Er könnte ihren Körper besitzen, sogar ihr in Dunkelheit gehülltes Herz, doch ihre Seele würde ihn immer wieder zu sich rufen, sich verstecken wie ein Kind hinter dem Baume, hervorlugen und locken. Sie war wie die Sehnsucht selbst, ein „Ding“ was man nie erreichen konnte und doch greifbar vor einem lag. Wie der Stein, den er sich erwählt hatte, war sie durchzogen von Geheimnissen, die sie nur noch begehrenswerter machten. Nie ganz entdeckt und doch ganz sein. In diesem Augenblick gehörte sie ihm. Seine Hand auf ihrem Herzen drückte sie den Rücken durch und schmiegte sich an wie eine Katze. Sie wand sich und eine gewisse süße Ungeduld loderte in ihren Augen. Sie benetzte ihre Lippen und ließ sich langsam nach hinten auf die Arbeitsfläche gleiten. Seine Hand folgte automatisch ihrem Körper. Sie glitt mit der Bewegung über ihre Brust, die kleine harte Stelle voller Sinnlichkeit und zu ihrem flachen Bauch hinab. Die kleinen Narben fühlten sich ungewohnt uneben auf der sonst makellosen Haut an, aber hatten so um so mehr Reiz sie zu erforschen. Ein weiblicher Körper hatte so viele wunderbare Stellen, die ein Mann berühren wollte, doch Amandin hatte mit den Mustern ihrer Haut diesen Empfindungen Brillianz gegeben. Schloss man die Augen, war es wie das Lesen einer Karte. Man konnte den sanften Erhebungen folgen, sich leiten lassen und wurde überrascht, wie selbstverständlich man sich andernorts wieder fand. Amandin präsentierte sich ohne jede Scham, zugänglich und ihrem Meister ergeben. Allein dies war ein Hochgenuss und eine enorme Verantwortung. Sie hatte sich seiner Macht, seiner Kunst ergeben und wand sich genüsslich unter seinen Händen, die warm und vorsichtig über ihren Körper glitten. Tastend, suchend, nährten sie seinen Geist und Körper und ein leichtes Prickeln, wie wenn er den Stein berührte floss durch seine Hände. Vielleicht kam ihm der abwegige Gedanke, dass sie Fleisch gewordener Stein war und er sie formen könnte? Nein, sie war perfekt, so wie sie war. Sie war der Kern des Ganzen. In ihrer Nacktheit war sie noch perfekter, denn nichts, kein Tuch, keine Rüstung, kein Schmuck oder Firlefanz lenkte mehr von ihrer Vollkommenheit ab. Vielleicht war sie die härteste Seele die er je versuchte einzufangen, schwärzer als die finsterste Nacht, doch in diesem herrlichen Moment gehörte sie ihm. Ihr Leib lag vor ihm ausgebreitet da. Die Pose erinnerte ihn gerade an die erste Lektion in ihrem Zelt. Da hatte Nelsani so auf dem Kartentisch gelegen. Gab er keine Vorgaben, dann nahm sie also Posen ein, die er kannte und ihm Sicherheit gaben. Sie roch so gut und überall ein wenig anders! Sie duftete nach Amandin, nach Jasmin, Amber und nach Sandelholz. Es war ein schwerer, fast würziger Geruch, der ihn umwebte und in seine Sinne kroch. Da war auch eine herbe Note, tief und wie eine klangvolle Symphonie. Der dunkle Ruf der Patschuli-Blüte und ein Hauch von animalischem Moschus. Ihr um ihr sinnliches Gesicht ausgebreitetes Haar duftete in helleren, süßeren Noten und vervollkommneten das Kunstwerk. All seine Sinne verlangten sie zu erforschen, sie zu schmecken, sie zu riechen, sie zu sehen und sie zu tasten. Ein „Sinn“ wollte besonders „hervorstechen“ und begehrte sie mehr als alle andere. Gut, dass Thomas schwere Lederschürze dem Einhalt gebot. Seine Konzentration litt, wand sich wie ein wildes Tier unter seinem Willen, aber er war Meister seines Fachs. Er konnte weiter machen, doch dieses Studium kostete ihn einiges an Anstrengung und Willenskraft.
„Kannst du mir etwas erklären, während du weiter machst?“
Der Klang ihrer Stimme war voller Lust, fast ein Stöhnen, fast ein Gurren. Thomas nickte. Vielleicht war es sogar ganz gut, wenn ein Teil seiner Konzentration auf etwas anderem lag und er sich nicht zu sehr in ihr versenkte. Über etwas anderes zu reden, könnte helfen.
„Du... du sagtest etwas davon, dass du mich gern auf deine Art ...“
Thomas erinnerte sich sofort, aber leider was das wohl das einzige Thema, das nicht hilfreich war für seine Konzentration war. Es war vor der Tür gewesen, vor der Tür zu ihrem „Arbeitszimmer“, bevor sie ihn zu ihrem Leibdiener gemacht hatte.
„Ich würde gerne wissen, was deine Art wäre. Könntest du es mir mit Worten beschreiben?“
Das war sicher die größte Herausforderung für den armen Steinmetzmeister. Er hatte zwar eine spitze Zunge, aber wenn es um solche Art Beschreibungen ging, stolperte diese immernoch über seine Erziehung. Konnte er es wenigstens versuchen?
„Wenn ich lieber keine Fragen stellen soll, still sein soll, kannst du es mir sagen – Meister.“
Sie lächelte beim letzten Wort und der devote Klang ihrer Stimme zerschmolz seine Sinne, wie Feuer das Blei. Sie war wahrlich eine Alchimistin der Lust. Ihn „Meister“ zu nennen kam einem Griff zwischen seine Beine gleich. Es streichelte seine Männlichkeit nicht nur im wörtlichen Sinne. Es pumpte sein Selbstwertgefühl auf und hob seine Fähigkeiten in den Himmel. Schlicht, es bestätigte ihn und fühlte sich unglaublich gut an. Und das erstaunlichste daran war, sie spielte es nicht! Amandins Augen waren ehrlich auf ihn gerichtet und ihre Stimme hatte ernst geklungen. Ihr Lächeln wärmte ihn und bot Sicherheit auf unsicherem Terrain. Er war der Meister und sie sein Werkstück.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Donnerstag 14. April 2016, 09:06

Sein Mund wurde trocken und er schluckte leer, als Amandin langsam ihre Schenkel für ihn öffnete und ihre zartrosafarbene Blüte offen preisgab. Wie angewurzelt stand der Steinmetz da und war in diesem einen Moment ganz einfach nur ein Mann. Wer konnte es ihm schon verübeln? Seine Atmung wurde schneller, sein Puls raste und er spürte ein unsägliches Ziehen in seinen Lenden. Amandin war sich der Wirkung ihres Körpers wohlbewusst, so dass sie geduldig wartete, bis sich seine Augen wieder auf ihr Gesicht richteten und er sich in ihrer Sehnsucht verlieren konnte. Er zog ergriffen seine Augenbrauen hoch und sein Blick verriet, dass auch er ihr gehörte. Mit allen Sinnen und Emotionen. Seine Pupillen weiteten sich und seine Gedanken begannen zu rasen. Am liebsten hätte er diese Verbundenheit gefeiert, indem er sich dieser störenden Schürze entledigte und sich ihrem Körper habhaft gemacht hätte... wild, ungestüm, mit aller Kraft. Die Gedanken gingen mit ihm durch und er stellte sich immer Wilderes und immer Unzüchtigeres (zumindest für seine Verhältnisse, Amandin hätte bei solchen Gedanken vermutlich nur müde gelächelt) vor und beinahe...b-e-i-n-a-h-e... hätte sein Körper seiner Fantasien nachgegeben. Er petzte die Augen zusammen und atmete tief durch. Eher unbewusst drückte er seine flache Hand gegen seinen Schoss, um seinen Körper zu beruhigen. In diesem Moment dachte er nicht einmal daran, ob es sich dabei wohl um eine der verbotenen Selbstberührungen gehandelt hatte. Er hatte es einfach tun müssen.

«Amandin» Raunte er. Hatte er sie jemals beim Namen genannt? Bisher hatte er sie doch immer nur als Herrin angesprochen, doch der Klang in seiner Stimme verriet. Das «Amandin» alles für ihn war: Auftrag, Mysterium, Liebe, Herrin...vielleicht sogar Göttin...aber auch eine süsse Qual, wie jetzt in diesem Moment, wo sie ihn doch derart reizte! Sie lehnte sich zurück und automatisch glitt seine Hand dadurch tiefer. Wanderte kartographierend ihren Narben entlang und berührte schliesslich ihre empfindlichste Stelle. Von ihrem Schoss ging eine deutliche Hitze aus. Seine Finger zitterten feinschlägig vor Erregung. Das war nicht gut, ein Steinmetz war schliesslich auf seine ruhigen Hände angewiesen. Wie sollte er dieses Werk jeweils bewältigen, wenn sie ihn dabei SO reizte? Er schämte sich seines schwachen und unkontrollierbaren Körpers, der so offen von Lust getrieben war. Dennoch machten seine Finger weiter, erkundeten die zarten feuchten Stellen und prägten sich jede Erhebung und jede Furche ein, nur in die Tiefe mochte er nicht gehen. Das wagte er nicht.

Seine Sinne waren bis aufs Äusserste gereizt und als ihre Stimme erklang war diese so intensiv und durchdringend, dass es ihm durch Mark und Bein ging. Die Lust in ihrer Stimmfarbe, die Verheissungen ihrer Worte. Thomas atmete abgehackt und nickte nur. Er schritt beinahe in die Werkbank hinein um Druck auf sein schmerzhaftes Zentrum auszuüben, während seine Hand noch immer auf ihrer Mitte lag...diese Stelle wollte er offensichtlich ganz genau kartographieren...
„Du... du sagtest etwas davon, dass du mich gern auf deine Art ...“ Seine Augen funkelten und die Pupillen weiteten sich. Amandin konnte sehen, wie sich seine Halsvenen stauten und er leicht errötete vor Erregung, denn es bedeutete ihm viel, was er ihr zeigen wollte. Er wollte sie lieben, wie er Beth jeweils geliebt hatte. Für einen Moment holte ihn dieser Gedanke zurück ins hier und jetzt. Er hatte nicht erfahren, was mit seiner Frau passiert war, oder ob Amandin Louisa wirklich aus der fremden Herrschaft geholt hatte. Während er hier in Luxus und Lust verging, war das Schicksal seiner Liebsten ungewiss. Was für ein Ehemann war er nur? Was für ein schlechter Diener Lysanthors! Seine Selbstgeisselungen und Selbstvorwürfe sorgten dafür, dass sich sein Körper ein bisschen beruhigte und er so auch wieder etwas fokussierter wurde. Er sah seine Herrin direkt an und liess seine Hand über ihren Innenschenkel gleiten.

«Berühren...ja.» Sagte er leise und schloss für einen Moment die Augen. Es half nichts. Diese Frage sorgte dafür, dass er sofort wieder von einer Flut an erotischen Gedanken übermannt wurde, von der er gar nicht gedacht hatte, dass er sie überhaupt je hätte denken können! «Ich...würde euch gerne lieben Herrin... wie ein pelgarischer Mann...seine Frau liebt...» Dieser Satz fühlte sich unendlich falsch an und doch irgendwie verheissungsvoll schön. «Sanfte Berührungen, ein vorsichtiges Herantasten an den Körper des Partners. Sich...andächtig...vereinen und schweigend den gemeinsamen Rhythmus suchen...» Er errötete. «Es...ist schwer zu beschreiben Herrin, wie es sich anfühlt... es ist wie...eins zu sein...der Körper dient dabei lediglich...wie...wie...ein...Mörtel.» Das war ja jetzt wohl schrecklich unromantisch, aber Thomas war nervös! «Er hält die beiden Seelen und Herzen zusammen, während diese miteinander in Verbundenheit, Achtung und Liebe miteinander tanzen. » Na da hatte er gleich nochmals die Kurve gekriegt. Er sah sie wieder direkt an. Suchte Halt in ihrem Blick. Ein Zeichen der Bestätigung.

„Wenn ich lieber keine Fragen stellen soll, still sein soll, kannst du es mir sagen – Meister.“ Erstarrte sie an. Das Wort hallte in seinem Kopf nach...und wieder begannen seine Gedanken zu kreisen und immer sündiger zu werden. Meister! Sie hatte ihn Meister genannt! Das hatte sie schon paarmal gemacht...aber nie auf diese Art und Weise...und da passierte, was wohl mal hat passieren müssen: Sein Körper kapitulierte in jenem Moment, als sie ihn so ansah und sich ihre Lippen langsam wieder Schlossen um das Wort zu versiegeln, das sie gerade ausgesprochen hatte. Seine Reaktion zeigte deutlich, dass er im Grunde Meister von gar nichts war, zumindest nicht von seinem eigenen Körper, denn sie kontrollierte diesen mit jeder Geste, jedem Blick, jeder Andeutung.

Er konnte es nicht mehr zurückhalten. Für einen kurzen Moment flackerten seine Augen, stockte sein Atem und wurden seine Knie weich. Amandin war erfahren genug um aufgrund seiner Gesichtszüge zu erkennen, was dem Steinmetz gerade widerfahren war und unter der dicken Schürze verborgen blieb. Thomas Wangen röteten sich. Er war wahrlich wie ein junger Hengst. Wild und ungestüm und leider auch mit einem noch nicht so ausgereiften Stehvermögen. Er brauchte wohl noch einiges an Training bis er soweit war, dass seine Triebe nicht mehr allzu schnell mit ihm durchgingen.

Er merkte selbst, dass ihr seine körperliche Reaktion unmöglich entgangen sein konnte. Etwas hilflos stand er da, fühlte sich so fremd in seinem eigenen Leib. Ihm gefiel die neuen Seiten von ihm und das was er mit Amandin erlebte, aber es war alles so ungewohnt, so fremd und so ungeheuerlich sündig. Er seufzte auf. «Oh zügelt diesen unzüchtigen Körper...Herrin...ich flehe euch an!» Brachte er in einem etwas unbedachten Moment über die Lippen. Vielleicht war das die Aufforderung, auf die sie schon lange gewartet hatte, wer konnte das wissen. Ob sie wusste, dass er eigentlich ein Gebet an sie gerichtet hatte? Diese Floskel galt eigentlich Lysanthor, der einem lüsternen Recken in Zeiten der Versuchung beistehen sollte...
Er beugte sich vor und stützte sich mit seinen Pranken neben ihr auf der Werkbank ab, so dass sein Schatten auf sie fiel, der mal wieder deutlich machte, was für ein Riese er im Vergleich zu ihr eigentlich war.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Samstag 16. April 2016, 19:10

Mercer erlaubte seinen Fingern die zarten feuchten Stellen seiner Herrin zu erkunden und prägte sich jede Erhebung und jede Furche ein, nur in die Tiefe mochte er nicht gehen, obwohl Amandin sich ihm entgegen reckte. Die süßen kleinen lustvollen Laute, die sie ihm schenkte, sie lobten jede seiner erforschenden Bewegungen. Seine Sinne waren bis aufs Äußerste gereizt und als ihre Stimme erklang war diese so intensiv und durchdringend, dass es ihm durch Mark und Bein ging. Die Lust in ihrer Stimmfarbe, die Verheißungen ihrer Worte. Thomas atmete abgehackt und nickte nur. Er schritt beinahe in die Werkbank hinein um Druck auf sein schmerzhaftes Zentrum auszuüben, während sie ihr heißes Geplänkel fortsetzten. Sie hatte ihn aufgefordert sich zu erklären, doch das war gar nicht so einfach.
«Ich...würde euch gerne lieben Herrin... wie ein pelgarischer Mann...seine Frau liebt...»
Dieser Satz fühlte sich unendlich falsch an und doch irgendwie verheißungsvoll schön. Amandins Lider bebten vor Lust unter seinen Worten, genauso wie seinen Berührungen.
«Sanfte Berührungen, ein vorsichtiges Herantasten an den Körper des Partners. Sich...andächtig...vereinen und schweigend den gemeinsamen Rhythmus suchen...»
Er errötete. Sie wand sich so schön unter ihm.
«Es...ist schwer zu beschreiben Herrin, wie es sich anfühlt... es ist wie...eins zu sein...der Körper dient dabei lediglich...wie...wie...ein...Mörtel.»
Das war ja jetzt wohl schrecklich unromantisch. Thomas war nervös, aber Amandins Gesicht zeigte durchaus Verständnis und forderte ihn auf weiter zu machen. Für sie war Mörtel etwas was Steine dazu brachte sich miteinander zu verbinden, wieso also nicht?!
«Er hält die beiden Seelen und Herzen zusammen, während diese miteinander in Verbundenheit, Achtung und Liebe miteinander tanzen. »
Er sah sie wieder direkt an, fand Halt in ihrem Blick. Sie verstand ihn. Es war schwer für ihn so ungezügelt, über das zu reden, dass Lysanthors Priester für so sündig hielten. Amandin ging auf ihn ein, ließ ihm die Wahl, ob er es weiter ertragen konnte. Sie streichelte seine fast vergessene Hand auf ihrer rosa Blüte.
„Wenn ich lieber keine Fragen stellen soll, still sein soll, kannst du es mir sagen – Meister.“
Erstarrte sie an. Das Wort hallte in seinem Kopf nach...und wieder begannen seine Gedanken zu kreisen und immer sündiger zu werden. Meister! Sie hatte ihn Meister genannt! Das hatte sie schon paarmal gemacht...aber nie auf diese Art und Weise...und da passierte, was wohl mal hat passieren müssen: Sein Körper kapitulierte in jenem Moment, als sie ihn so ansah und sich ihre Lippen langsam wieder Schlossen um das Wort zu versiegeln, das sie gerade ausgesprochen hatte. Seine Reaktion zeigte deutlich, dass er im Grunde Meister von gar nichts war, zumindest nicht von seinem eigenen Körper, denn sie kontrollierte diesen mit jeder Geste, jedem Blick, jeder Andeutung. Amandins Augen weiteten sich. Sie ahnte was gleich passieren würde.
Er konnte es nicht mehr zurückhalten. Für einen kurzen Moment flackerten seine Augen, stockte sein Atem und dann wurden seine Knie weich. Amandin war erfahren genug um aufgrund seiner Gesichtszüge zu erkennen, was dem Steinmetz gerade widerfuhr. Sie handelte schnell, denn sie wollte ihn in diesem verletzlichen Moment nicht alleine lassen, nicht sich selbst überlassen. Sie rutschte näher, schlang Arme und Beine um seinen Leib, während er erbebte. Sie hielt ihn und erstürmte seinen Mund mit ihren Lippen, löschte seine Gedanken aus. Erst als er aufhörte zu zittern, gab sie ihn frei und sah ihm tief in die Augen.
Thomas Wangen röteten sich. Er war wahrlich wie ein junger Hengst. Wild und ungestüm und leider auch mit einem noch nicht so ausgereiften Stehvermögen. Er brauchte wohl noch einiges an Training bis er soweit war, dass seine Triebe nicht mehr allzu schnell mit ihm durchgingen.
Etwas hilflos stand er da, fühlte sich so fremd in seinem eigenen Leib. Ihm gefiel die neuen Seiten von ihm und das was er mit Amandin erlebte, aber es war alles so ungewohnt, so fremd und so ungeheuerlich sündig. Er seufzte auf.
«Oh zügelt diesen unzüchtigen Körper...Herrin...ich flehe euch an!»
, brachte er in einem etwas unbedachten Moment über die Lippen und Amandin erzitterte an ihm. Vielleicht war das die Aufforderung, auf die sie schon lange gewartet hatte, wer konnte das wissen. Ob sie wusste, dass er eigentlich ein Gebet an sie gerichtet hatte? Diese Floskel galt eigentlich Lysanthor, der einem lüsternen Recken in Zeiten der Versuchung beistehen sollte...
Er beugte sich vor. Sie ließ sich nach hinten sinken und er stützte sich mit seinen Pranken neben ihr auf der Werkbank ab, so dass sein Schatten auf sie fiel, der mal wieder deutlich machte, was für ein Riese er im Vergleich zu ihr eigentlich war. Ihre Beine hielten seine Lenden umschlungen und seine Schürze trug von außen wie von innen das Mal ihrer Lust. Ihr Hand hob sich an sein Gesicht und liebkosten seine Wange.
„Sccchhhhhhhh... Es ist alles gut.“
Die Beere ihres Daumens streichelte seine Lippen.
„Jetzt ist es besser, oder? Der Druck ist weniger und du kannst wieder besser denken. Lass mich dir helfen. Ich möchte dass du dich wohl fühlst, dass du glücklich bist. ...mein Meister.“
Sie schmunzelte, versteckte nichts von ihrer sinnlichen Freude. Sie leckte sich über die Lippen und drückte Thomas sanft hoch. Er folgte ihrer Führung. Sie ließ sich von der Werkbank gleiten, lehnte ihn dagegen und bedeutete ihm mit einem erhobenen Zeigefinger einen Moment zu warten. Thomas Innerstes bebte noch ein wenig nach, sodass er sicher auch nichts anderes in Erwägung zog, als stehen zu bleiben. Amandin huschte nackt wie sie war und mit wippendem Hintern zu einem kleinen Beistelltisch, bückte sich … rosa Blütenblätter… holte ein kleines Tuch aus dem Schrank und benetzte es mit ein wenig Wasser aus einer Karaffe. Sie wirkte irgendwie anders. Sie kam zurück und kniete sich vor ihm hin. In diesem Moment erkannte Thomas was anders war und sie fasste es in Worte:
„Bevor man Herr über etwas werden kann, muss man lernen zu dienen... Bevor ich Herrin wurde, war ich ebenfalls Dienerin... also lass mich dir in diesem Moment ...dienlich sein ...“
Ihre geschickten Hände schlugen die Schürze beiseite und öffneten seine Hose. Thomas Finger krallten sich unwillkürlich in die Werkbank. Was tat sie da?! Ihr Gesicht war dort unten doch viel zu nah. Es gab Gerüchte über gewisse Techniken, vielleicht hatte er schon mal über solche Sünden etwas gehört, über etwas derart widernatürliches? Amandins Lippen bewegten sich, aber kamen die Worte an? Sie redete weiter, während sie ihn gekonnt säuberte und dann das Tuch beiseite legte.
„So ist es gut. Du hast dich nicht berührt, mein Meister der Steine. Alles ist gut. Dein Körper spricht seine eigene Sprache, du musst ihm nur ein wenig Zeit geben sich anzupassen. So wie deine Hände im Laufe deines Lebens gelernt haben den Stein zu formen, so lernt dieser hier ...“
Sie hielt ihn in beiden Händen.
„...auch mit der Zeit dazu.“
Sie sah kurz zu ihm auf. Ihre Pupillen waren weit und dunkel vor Erregung. So kurz nach seiner unfreiwilligen Erleichterung ging trotzdem ein kurzes Zucken durch seine Lenden und seine kniende Herrin lächelte. Sie senkte die Lider und gab Ihm einen winzig kleinen Kuss auf die Spitze. Atmen!
Dann stand sie wieder auf und hob nachdenklich die Brauen.
„Wo waren wir? ...Ach ja...“
Sie schloss lächelnd seine Hose, nahm Thomas bei den Hüften, schob sich ihn drehend zwischen ihn und die Werkbank und setzte sich breitbeinig vor ihn. Sie hielt seine Hand, während sie mit der anderen Seite nach hinten abstützte. Ihrer Finger hatte sie zwischen seine geschlungen und führte sie langsam zurück zum Ausgangspunkt.
„Du warst dabei mich zu erforschen, oder soll ich eine andere Pose einnehmen?“
Amandin hatte ihren Spaß an diesem Spiel, warum auch nicht. Sie liebte das Spiel und sie liebte die Spieler. Es war ihr Feld und ihre Meisterschaft. Zug um Zug rückte sie die Figuren vor. Bei Thomas waren es seine unverhofften Züge, die sie reizten. Wenn er Fehler machte war es genauso schön, wie wenn er erfolgreich war. Beides hatte Vorteile für Amandin und beides brachte sie einander näher. Im Grunde konnte er nichts falsch machen, aber gerade seine Angst ihr nicht zu gefallen, gerade das machte das ihre Aufgabe um so süßer. Wenn er wüsste wie sehr er sich damit irrte, wie anders die ganze Situation im Grunde war, wie sehr sie ihn brauchte und wie leicht sie ihn wohl möglich noch verlieren konnte. Jahrzehnte hatte sie auf so eine Gelegenheit hin gearbeitet und das Band zwischen ihnen war noch viel zu dünn. Vielleicht war er es der ihr Schicksal umschreiben konnte? Irgendwo ganz tief in ihrem schwarzen Herzen vergraben wagte sie, erlaubte sie sich, einen winzigen Funken Hoffnung dort in die verbrannte Erde zu sähen. Hatte sie endlich ihren Diamanten gefunden, den härtesten aller Steine, der ihren Schicksalsfaden zerschneiden könnte? Noch war er weich wie Alabasterstaub in ihren Händen, aber nach seiner Lehre, würde er ein anderer sein.
Hier in diesen Räumen hatte sie ihm Macht gegeben. Würde er sie zu nutzen wissen? Würde sie es schaffen, seinen Willen in die richtigen Bahnen zu lenken? Noch war es nur Sex der sie verband und wirklich vereinigt hatte sie sich noch nicht einmal mit ihm. Das wollte sie sich aufsparen für den Moment, da sie ihn ganz erobert hätte.
Doch bis dahin war noch ein weiter Weg. Noch ließ seine Vergangenheit ihn immer wieder zögern, seine Geschichte holte ihn immer wieder ein und lenkte seine Gedanken, wo nur sie regieren sollte. Sie merkte es an seiner Stimmung, wenn er sich versuchte zu konzentrieren, versuchte sich gehen zu lassen und doch manchmal abschweifte. Amandin wusste wo das Problem lag, aber bald würde sich auch dieses verflüchtigen. Jetzt in diesem Moment wollte sie seinen Körper fast mehr als seine Seele. Für sein Herz brauchte sie Zeit, aber das würde sich schon zeigen. Seine Seele war der letzte Feinschliff und würde ihr Meisterstück krönen, wenn es soweit war. Jetzt gerade musste sie noch an seinem Körper arbeiten. Er musste belastbarer werden, williger, ungezügelter, damit er Fehler beging und sie ihn bestrafen durfte. Nur so konnte er lernen. Sie wölbte ihren Körper ihm entgegen und flüsterte mit heißem Atem an sein Ohr, während ihre Beine den Druck um seine Hüften erhöhten.
„Zügeln, werde ich dich niemals! Ich will … dich binden!“
Ihre Hand schob seine höher, bis sie auf ihre feuchte Hitze traf. Die Doppeldeutigkeit ihrer Worte war bewusst gewählt. Fesseln waren etwas wunderbares, wusste man sie richtig einzusetzen. Das hatte auch schon Thomas zu schätzen gelernt. Zügel waren etwas, dass ein Wesen drosseln sollte wenn er zu wild war. Thomas war aber nicht wild, er brauchte eher die Peitsche um triebhafter zu werden. Amandin hatte auch dazu schon ein paar Ideen, aber es würde sich zeigen, ob Thomas diesen Weg gehen wollte, oder einen anderen. Nicht sie, sondern er entschied darüber, aber das würde er niemals erfahren. Das Binden war wiederum etwas metaphysisches, ein Prozess der tief in das Wesen eines Menschen einschritt und ihn formte. Sie wollte ihn an sich binden, mehr als jeden anderen zuvor. Wenn er der Richtige war, dann würde er ihr letztes großes Meisterwerk werden.
„Du wolltest mich ganz erforschen, mein Innerstes … dann zöger auch nicht hier.“
Zwei ihrer Finger drängten gemeinsam mit einem der seinen in glühende Tiefen vor und ihr Atem stockte. Langsam ließ sie sich wieder auf die Werkbank sinken, atmete aus und lächelte selig. Sie biss sich auf die Lippen und hielt ganz still, damit Thomas sich dem Gefühl Macht über sie zu haben anpassen konnte. Er war hier ihr Meister. Vielleicht hatte sie ja recht? Um sie wirklich zu erfahren, sie wahrhaftig kennen zu lernen, musste er sie lesen lernen in all ihren Fassetten. Er musste erfahren, wie sie auf ihn reagieren würde, wenn er dies oder das, hier oder da tat. Das ganze war ein gewagtes Experiment, aber auch sehr verlockend und Amandin für ihren Teil liebte den Nervenkitzel. Sich diesem riesigen Mann zu ergeben, mit Händen die sie in der Mitte entzwei brechen könnten, Händen die so unerwartet schüchtern und feinfühlig waren, seine Kreativität zu lenken, ohne seinen Geist zu brechen, ihn ohne Zwang zu formen, es war ein Hochgenuss und ließ ihren Körper erschaudern, ohne das Thomas schon etwas getan hätte. Wenn ein Steinmetzmeister einen Vergleich anstellen würde, dann wäre der Folterknecht die grobe Hacke, der den Stein bricht und Amandin das Wasser und Wetter, das ihn poliert. Beide gewannen dem Material etwas ab, aber das Resultat war etwas vollkommen anderes. Wie auch ein guter Steinmetzmeister es tat, so folgte Amandin der Struktur des Steins, bzw. des Wesens in ihren Händen. Harte Schläge trieben zwar den Fortschritt voran, aber machten das Material brüchig. Amandin setzte auf Zeit und eine natürliche Formung und das hatte sie ebenfalls zur Meisterin ihrer Zunft gemacht.
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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Thomas Mercer » Sonntag 17. April 2016, 15:11

Thomas ächzte auf, als sie ihre Beine um ihn schlang und ihn an sich Band. Sie eroberte seinen Mund im Sturm und begleitete sein Erbeben mit einem feurigen Kuss. Mercer erbebte, wie so oft in letzter Zeit. Er schloss für einen Moment die Augen und schnaubte gegen Amandins Schulter, als sie ihn wieder freigab. Wieder wurde seine Atmung durch ein schwer zu deutendes, aber ziemlich archaisch anmutendes Knurren begleitet, als würde sein Körper sich darüber beschweren, dass Mercers Geist ihn schon wieder mit dem Gefühl der Scham strafte. Sie schauten sich eine ganze Weile an und Thomas legte vorsichtig seinen Kopf in ihre Hand, als sie seine Wange streichelte. Er atmete mehrmals tief durch und allmählich wich die rote Farbe aus seinem Gesicht.

„Sccchhhhhhhh... Es ist alles gut.“ Thomas nickte langsam, schien aber nicht gänzlich überzeugt. In seinem Weltbild beging er nunmal eine schwere Sünde nach dem anderen und dass es sich bei Amandin auch noch um eine Dunkelelfe handelte, machte die Sache auch nicht besser. Dennoch war er lüstern genug gleich die Nächste zu begehen, als er sanft die Kuppe ihres Daumens küsste und somit durchaus signalisierte, dass er nicht genug von ihr kriegen konnte. [/i]
„Jetzt ist es besser, oder? Der Druck ist weniger und du kannst wieder besser denken.» Thomas sah sie verdutzt an. Nickte dann aber langsam. Er hob jedoch eine Augenbraue als sie weitersprach und ihm Anbot ihm zu helfen. Er drehte sich um und lehnte sich an die Werkbank, während Amandin an ihm vorbeischritt und einen nassen Lapp...bei den Göttern was für ein Anblick! Thomas Strich sich verzweifelt über sein Gesicht und seinen Bart. Er würde vermutlich nie in der Lage sein gänzlich Klar zu denken, solange Amandin sich ihm nackt präsentierte.

Er bekam grosse Augen als sie vor ihn trat und sich langsam hinkniete. «Ich...» Stammelte er und krallte sich in der Werkbank fest. Erst starrte er stoisch zur Decke hoch, doch dann wagte er einen Blick nach unten, weil er sich ernsthaft um die Unschuld seines Gliedes und ihres Mundes fürchtete. Sein Herz schien ernsthaft den Versuch zu unternehmen aus seinem Leib zu springen, so schnell Schlug es vor Aufregung. Sie hatte ihn bisher immer «reinigen» lassen. Sei es, indem sie es selbst gemacht hatte, oder Nelsani damit beauftragt. Für ihn war diese Geste immer noch völlig fremd und ungewohnt. Sie brachte ihn in ziemliche Verlegenheit. Er schluckte leer, als sie sich an seiner Hose zu schaffen machte.

„So ist es gut. Du hast dich nicht berührt, mein Meister der Steine. Alles ist gut. Dein Körper spricht seine eigene Sprache, du musst ihm nur ein wenig Zeit geben sich anzupassen.» Thomas seufzte. «Mein Körper? Oder mein Geist?» Er hatte das Gefühl, dass sich sein Körper schon lange an die neuen Umstände angepasst hatte und sich sehr wohl damit fühlte. Es war sein Gewissen, seine religiöse und moralische Erziehung, die ihm all die Schwierigkeiten bescherten. Dieses ständige Gefühl etwas ungemein sündiges und Verwerfliches zu tun. Das war es, was ihn so belastete. Insbesondere empfand er grosse Schuld gegenüber seiner Frau, seiner Tochter und seinen Freunden, die wohl jetzt in diesem Moment auf dem Bauplatz schwer schuften mussten.

»So wie deine Hände im Laufe deines Lebens gelernt haben den Stein zu formen, so lernt dieser hier ...“ Er riss seine Augen auf, als sie ihn berührte und wagte es nicht zu Atmen. „...auch mit der Zeit dazu.“ Er sah zu ihr herunter und nickte nervös. Sobald sie ihn dort unten anfasste, schien sie ihn erst recht lahmzulegen und auszuknipsen, denn er war gerade weit davon entfernt einen klaren Gedanken zu fassen. Sie...küsste ihn...sie küsste ihn. Thomas stellten sich die Nackenhaare auf und ihm lief es kalt und heiss zugleich den Rücken runter. Er erschauderte!

„Wo waren wir? ...Ach ja...“ Verdutzt liess er sich von ihr führen und sich wieder in die Ausgangsposition zurückbewegen. Sie tat tatsächlich so als sei nichts gewesen! Er starrte sie irritiert an. „Du warst dabei mich zu erforschen, oder soll ich eine andere Pose einnehmen?“ Er schüttelte langsam den Kopf. Er blinzelte mehrmals, da die Situation für ihn etwas sehr unwirkliches hatte. «Bevor ihr geht Herrin, habe ich noch eine Auflistung für euch, mit Bitten für die Baustelle, die ich für sehr sinnvoll erachte.» Er musste ihr das sagen, ehe er es wieder vergass. Das hatte er also geschrieben, als er geweint hatte am Tag zuvor? Eine Liste für den Bau?
Abermals schlang sie ihre Beine um ihn und drückte ihn damit fest gegen ihre Hüfte. Sie hatte offensichtlich nicht vor ihn lange Denken zu lassen, wenn sie wieder solche Reize einsetzte! Thomas kam sich unendlich triebgesteuert und wild vor, während er für Amandin beinahe der Inbegriff der Prüderie darstellte. Interessant, wie unterschiedlich doch die Beurteilung des ein und desselben Verhaltens ausfallen konnte!

„Zügeln, werde ich dich niemals! Ich will … dich binden!“ «Binden, Herrin?» Hauchte der Sklave, nicht ohne Neugierde in der Stimme. Wieder führte sie seine Hand zu ihrer Mitte. „Du wolltest mich ganz erforschen, mein Innerstes … dann zöger auch nicht hier.“ Noch ehe er sie anstarren konnte, tauchte sie seine Finger auch schon in sich hinein. Er riss seine Augen auf und starrte sie für einen Moment überrascht, dann wieder peinlich berührt an. Statuen hatten doch nie Öffnungen da unten... das war doch gar nicht..nötig...das...war...so...weich...so überraschend eng...so...sündig.... Er bewegte vorsichtig seine Hand und hörte auch nicht damit auf, als sie die ihrige wieder von ihrem Körper entfernte und ihn alleine liess. Er nahm einen zweiten Finger dazu und verbrachte viel Zeit damit sie zu erkunden und die Reaktionen auf seine Bewegungen zu studieren. Ob es sich dabei wirklich um die Erhebung von relevanten Informationen für sein Werk handelte, blieb sein Geheimnis. «Ihr habt gedient? Wem?» Fragte er ruhig, während er sie sanft massierte. Bevor seine Triebe wieder mit ihm durchgingen entzog er sich ihr und liess aufstehen, damit er ihren Rücken und Nacken ertasten konnte. Er berührte sie überall. An den Schultern, am Nacken, am Rücken. Er zeichnete Wirbel für Wirbel nach und liess auch ihre Flanken, ihre Seite und ihren Rippenbogen nicht aus. Er umarmte sie von hinten und erkundete abermals ihre Vorderseite mit seinen riesigen Pranken, obwohl er die doch eigentlich bereits kartographiert hatte! Er wurde von ihren Reaktionen geleitet und vermehrte jene Berührungen, von denen er davon ausging, dass sie ihr gefielen.

«Woher kommt eure Faszination für Steine?» Fragte er ruhig und liess seine Hand wieder den Spuren ihrer Narben folgen. Es zog ihn immer wieder an diese eine verheissungsvolle Stelle. Er stöhnte leise gegen ihr Ohr als er seinen Finger abermals einsetzte. Für einen Moment vergass er sich und küsste sanft ihre Schultern. «Ich hatte heute Morgen einen...merkwürdigen Traum...Herrin...irgendetwas...ist da passiert...dass ich nicht ganz verstehe...» Er ging fest davon aus, dass sie genau wusste, was er meinte. «Es gibt so viele Dinge, die ich noch nicht verstehe...» Er wagte eine Frage, die er bisher nicht zu stellen gewagt hatte. Aber sie hatte ihn hier in diesem Raum zu ihrem Meister gemacht, durfte er dann nicht mehr Informationen von ihr verlangen? «...zum Beispiel, was damals mit den ausserwählten Lehrlingen passiert ist... und wieso für mich und Nelsani besondere Regeln gelten... oder...weshalb ihr mit Harker verlobt seid...so vieles verstehe ich nicht. Was für ein Monument bauen wir hier und welche Funktion wird der Altar haben, den ich für euch erschaffen soll? Was...wird aus uns werden, wenn wir den Bau fertiggestellt haben...und....was sagt Faldor...zu Menschen wie mir? Zu Sklaven? Zu Lysanthorgläubigen?"
Thomas trieb offensichtlich viele Fragen um und nun kamen sie plötzlich alle miteinander, er neigte offensichtlich dazu, Erregung mit plappern zu kompensieren. Er fühlte sich bei ihr sicher, sonst hätte er sie nicht gestellt. Dies war ein weiteres kleines Zeichen dafür, wie sehr er ihr bereits vertraute. Sie hatte ihm bisher nie ein willkürliches Leid angetan, ihn immer gut und mit Geduld behandelt. Also öffnete er sich ihr gegenüber auch. "Warum wird euer Onkel gefürchtet?" Da war er wieder, der Mercer mit seiner Spitzen Zunge, die manchmal etwas zu viele Fragen stellte.

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Re: Das Anwesen der Familie Belyal Sinth

Beitrag von Erzähler » Sonntag 17. April 2016, 19:07

„Wo waren wir? ...Ach ja...“
Verdutzt ließ er sich von ihr führen und sich wieder in die Ausgangsposition zurück bewegen. Sie tat tatsächlich so als sei nichts gewesen! Er starrte sie irritiert an.
„Du warst dabei mich zu erforschen, oder soll ich eine andere Pose einnehmen?“
Er schüttelte langsam den Kopf. Er blinzelte mehrmals, da die Situation für ihn etwas sehr unwirkliches hatte.
«Bevor ihr geht Herrin, habe ich noch eine Auflistung für euch, mit Bitten für die Baustelle, die ich für sehr sinnvoll erachte.»
Ich habe nicht vor zu gehen...
Sie blinzelte leicht überrascht. Das hatte er also geschrieben, als er geweint hatte am Tag zuvor? Eine Liste für den Bau? Das fiel ihm gerade ein? War er wirklich so perfekt?!?
Abermals schlang sie ihre Beine um ihn und drückte ihn damit fest gegen ihre Hüfte. Sie hatte offensichtlich nicht vor ihn lange Denken zu lassen, wenn sie wieder solche Reize einsetzte! Zumindest wollte sie es ihm nicht zu leicht machen. Thomas kam sich unendlich triebgesteuert und wild vor.
„Zügeln, werde ich dich niemals! Ich will … dich binden!“
«Binden, Herrin?»

, hauchte der Sklave, nicht ohne Neugierde in der Stimme. Wieder führte sie seine Hand zu ihrer Mitte.
„Du wolltest mich ganz erforschen, mein Innerstes … dann zöger auch nicht hier.“
Noch ehe er sie anstarren konnte, tauchte sie seine Finger auch schon in sich hinein. Er riss seine Augen auf und starrte sie für einen Moment überrascht, dann wieder peinlich berührt an. Statuen hatten doch nie Öffnungen da unten. Andererseits hatte er auch noch nie einen Phallus hergestellt... Er bewegte vorsichtig seine Hand und hörte auch nicht damit auf, als sie ihn alleine ließ. Er nahm einen zweiten Finger dazu und verbrachte viel Zeit damit sie zu erkunden und die Reaktionen auf seine Bewegungen zu studieren.
«Ihr habt gedient? Wem?»
, fragte er ruhig, während er sie sanft massierte und Amandin selig die Augen schloss.
„Der Name wird dir nichts sagen. Er war ...*seufz*... er war ein Ordenspriester. Er bildete mich aus und ...huch... hmmmguuut... Er war einer von vielen, aber er war der, an den ich mich immer erinnern werde. Er war streng, aber verstand es mich richtig zu führen.“
Sie wölbte ihren Leib ihm entgegen, drückte ihren Rücken durch und atmete schneller.
„Er war ein Meister der Verführung und dass in vielen Sinn und Sinnlichkeiten.“
All die kleinen Laute, die sie ihm dann schenkte, waren süßes Lob kandiert in köstlicher Begierde. Sie folgte seinen Bewegungen und wenn er gute Punkte traf, knurrte sie leise und lüstern, sodass er eine innere Landkarte ihrer bevorzugen Zonen erstellen konnte. Sie öffnete sich ihm weit und hielt nichts zurück. Manchmal zog sie ihre Muskeln leise stöhnend um seine Finger zusammen, manchmal wimmerte sie leise, wenn er zu wenig gab. Ihre Fingernägel schabten über die Werkbank und hinterließen zarte Kratzspuren im harten Holz. Manchmal schnurrte sie regelrecht und lockte ihn mit leisen, kleinen, geflüsterten Worten wie „weiter“ oder „mehr“. Thomas fühlte sie, griff tief in ihren Leib und tastete ihren Herzschlag. Er verfing sich viel zu schnell wieder im Taumel ihrer Lust und bevor seine Triebe wieder mit ihm durchgingen entzog er sich ihr. Sie knurrte tief und ihre Augen funkelten einen kleinen Moment bösartig, aber dann lächelte sie wieder und ließ sich von im führen.
Er ließ Amandin aufstehen, damit er ihren Rücken und Nacken ertasten konnte. Sie stützte sich nach vorne auf der Tischplatte ab. Er berührte sie überall. An den Schultern, am Nacken, am Rücken. Er zeichnete Wirbel für Wirbel nach und ließ auch ihre Flanken, ihre Seite und ihren Rippenbogen nicht aus. Amandin richtete sich auf und lehnte sich genießend gegen ihn. Er umarmte sie von hinten und erkundete abermals ihre Vorderseite mit seinen riesigen Pranken, obwohl er die doch eigentlich bereits kartographiert hatte! Er wurde von ihren Reaktionen geleitet und vermehrte jene Berührungen, von denen er davon ausging, dass sie ihr gefielen.
«Woher kommt eure Faszination für Steine?»
, fragte er ruhig und ließ seine Hand wieder den Spuren ihrer Narben folgen. Es zog ihn immer wieder an diese eine verheißungsvolle Stelle. Amandin begann zu erzählen und die kleinen Pausen ihres Atems waren verräterische Zeichen ihrer nach ihm hungernden Erregung.
„Im zarten Alter von 87 Winterwenden hatte meine Familie ... einen Sklaven erstanden, der der Magie der Steine mächtig war... Er hatte mich beim Training mit meinem Warg beobachtet. Ich war ... wegen irgendetwas wütend und ... unbeherrscht. Ich weiß es nicht mehr, aber ich warf einen Stein und er hatte ihn später aufgehoben. Er ... kam wenige Tage danach zu mir und bat um meine Aufmerksamkeit. Ich gab sie ihm ... und er zeigte mir den Stein. Meine Hand hatte ihn verformt...“
Er stöhnte leise gegen ihr Ohr als er seinen Finger abermals einsetzte. Amandin stöhnte leise auf und drückte ihr Becken gegen seines. Für einen Moment vergaß er sich und küsste sanft ihre Schultern. Dann fing er sich wieder etwas, wenngleich dieses Spiel auch seine Libido wieder enorm ansteigen ließ.
«Ich hatte heute Morgen einen...merkwürdigen Traum...Herrin...irgendetwas...ist da passiert...dass ich nicht ganz verstehe...»
Er ging fest davon aus, dass sie genau wusste, was er meinte. Er hörte nur ihren leicht keuchenden Atem, wie sie sich rücklings an ihm rieb und ihm ihr Gesicht nicht zeigte. Sie konnte und wollte auch gar nicht wirklich still halten. Hätte er es gewollt, hätte er es sagen müssen, aber würde er das?
„Es war Magie... meine Magie, mein Wille der dem Erbauer ...dir... sein erstes Opfer brachte. Ich habe deinen Zwilling geritten und du … du hast es gefühlt, nicht war?“
«Es gibt so viele Dinge, die ich noch nicht verstehe...»
Er wagte eingehüllt in ihre sinnlichen Laute eine weitere Frage, die er bisher nicht zu stellen gewagt hatte.
«...zum Beispiel, was damals mit den auserwählten Lehrlingen passiert ist... und wieso für mich und Nelsani besondere Regeln gelten...“
Amandin keuchte als seine Hand einmal mehr einen sinnlichen Punkt gefunden hatten und ließ ihren Körper ganz in seine Arme sinken. Mehr Antwort konnte sie gerade nicht geben, denn Thomas machte seine Aufgabe wirklich gut. Sie vertraute darauf, dass er sie nicht fallen ließ und spreizte ihre Beine weiter.
„...oder...weshalb ihr mit Harker verlobt seid...so vieles verstehe ich nicht. Was für ein Moment bauen wir hier und welche Funktion wird der Altar haben, den ich für euch erschaffen soll?...“
Die Fragen kamen zu schnell hintereinander und Amandins Lust rollte in Wellen über seine Finger. Seine Herrin ließ ihren Kopf nach vorne fallen und beugte sich so weit es ging nach vorne, was den Druck auf seine Lenden unendlich steigerte.
„Wir erschaffen gemeinsam ein Weltwunder, ein Monument das den Schatten seines Gottes tragen soll... hmmm... der Altarstein wird unser Opfer aufnehmen und es veredeln.“
Sie legte ihren Oberkörper auf die Werkbank und Thomas freie Hand lief unwillkürlich über ihren Rücken, zwischen den Schulterblättern entlang, die sich im Kampf der Sehnsüchte ihm entgegen reckten. Ihr seidenes Haar floss durch seine Finger, während er sie fest im Auge behielt.
„ ...Was...wird aus uns werden, wenn wir den Bau fertiggestellt haben...und....was sagt Faldor...zu Menschen wie mir? Zu Sklaven? Zu Lysanthorgläubigen?"
Er fühlte sich bei ihr sicher, sonst hätte er diese ganzen Fragen nicht gestellt. Dies war ein weiteres kleines Zeichen dafür, wie sehr er ihr bereits vertraute. Sie hatte ihm bisher nie ein willkürliches Leid angetan, ihn immer gut und mit Geduld behandelt. Also öffnete er sich ihr gegenüber auch. Seine Lenden hätten es auch gerne gesehen, dass er die Schnüre seiner Hose geöffnet hätte! Amandins Atemlosigkeit ließ abermals nur zu, dass sie auf den zweiten Teil seiner Frage antwortete.
„Faldor … spricht nur selten, vermutlich genauso selten … hmmmm ... wie der lichte Gott. Es sind die Diener ihres Glaubens, ...die sein Wort auf ihren Lippen tragen... Ich nenne Lysanthorgläubige schlicht ...ooohjaaa... *seufz* ...schlicht Fehlgeleitete! ...*keuch*... Denn ein Gott des Lichts sollte nicht so viele ... Geheimnisse um Dinge machen, die ...die so viel Freude bereiten und wundervoll sein können... in so vielen Fassetten!“
Amandins Körper streckte sich und schickte kleine Kontraktionen durch ihre Muskeln. Sie begann leicht zu zittern und er spürte auch seine Konzentration erbeben. Mercer, mit seiner Spitzen Zunge, die manchmal etwas zu viele Fragen stellte versuchte irgendwie seine Selbstkontrolle aufrecht zu erhalten und durch die Fragen gelang es ihm auch … noch.
"Warum wird euer Onkel gefürchtet?"
Amandin zuckte plötzlich zusammen und richtete sich auf. Ihre kleine Hand war schnell und besitzergreifend an seiner, die verboten tief in ihr weilte. Viel zu schnell unterbrach sie die Verbindung, drehte sich um und starrte Thomas ein paar Sekunden nach Atem ringend an. Sie war nicht wütend, dass konnte er spüren, aber etwas hatte sie schlagartig abkühlen lassen. Sie atmete noch einmal tief durch und küsste dann seine feuchten Finger, während sie ihn dabei nicht aus den Augen ließ.
„Mein Meister, … *seufz*... du solltet mir keine Fragen zu meinem Onkel stellen, während wir einander glücklich machen.“
Sie nahm einen seiner Finger in den Mund und saugte leicht daran. Dann atmete sie noch einmal tief und setzte sich wieder auf die Werkbank. Sie atmete immernoch tief und ihre Erregung brannte auf ihren Wangen. Ihre Pupillen waren weit und in ihrer Tiefe loderte heiße Leidenschaft. Trotzdem hatte der Gedanke an ihren Onkel, ihr das Spiel doch ein wenig verdorben. Ja, ja, ihr Meister mit der spitzen Zunge. Sie nahm seine Hand und zog ihn näher, damit er keine Angst bekam etwas furchtbar falsch gemacht zu haben. Sie legte ihre Hand an seine Wange, zog ihn näher und küsste ihn sanft auf Lippen und Nasenspitze. Sie lächelte.
„Alles gut. Vielleicht solltet ihr eure Studien eine Weile in Bereiche treiben, die noch nicht erforscht worden sind.“
Lächelnd legte sie ihre Beine quer auf die Werkbank. Abwärts der Oberschenkelkinnseite hatte Thomas sie tatsächlich noch kaum berührt. Ihr plötzlicher Abstand war zwar nicht so schön, wie das davor, aber gab ihm auch die Möglichkeit seine Triebe wider etwas unter Kontrolle zu kriegen.
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