Das Haus des Magiers

Sämtliche Straßen Andunies sind gepflastert und von schönen kleinen Häusern gesäumt. Meist Fachwerkhäuser, aber auch mal eine prächtige kleine Villa. Nur die ärmeren Bezirke der Bettler und Halunken sollte man meiden.
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Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Samstag 30. Mai 2009, 19:42

kommt mit Lauron und Tarkal (NPC) aus Die Schenke



„Habe ich mich euch überhaupt schon vorgestellt?“ Fragte er und drehte sich zu dem Dunkelelfen herum. „Man nennt mich Tarkal.“ Es war ein typischer Name wie sie die Bewohner Sarmas bevorzugten.
„Tretet ein.“ Forderte er Lauron auf, indem er eine einladende Handbewegung machte.

Es war dämmrig in dem Hausflur und es roch nach modrigem Holz.
Tarkal ging eine Treppe, die links vom Eingang war hinauf.
„Passt auf die fünfte Stufe auf, sie ist ein wenig morsch.“ Er lachte und strich sich verlegen durch das Haar. „Es ist nur vorübergehend.“ Entschuldigte er sich für den Zustand der unteren Etage.

Oben angelangt, betrat er einen großen Raum, in dem sicherlich die Sonne herein geschienen hätte, den er besaß große Fenster, wenn nicht die komplette Fensterfront mit nachblauen, dicken Vorhängen zu gehangen worden wären.
An den Wänden daneben standen hingen ebenfalls Vorhänge. Man konnte erahnen das sich dahinter wohl Bücherregale befanden, denn der eine Vorhang war nicht ganz zugezogen und Lauron konnte unter der Last der Bücher, ächzendes Regal sehen.
In der Mitte des Raumes stand ein Schreibpult auf dem allerlei Papierrollen und Schreibutensilien ausgebreitet waren. Selbst auf dem Boden lagen einige Schriftstücke und Landkarten, die Lauron auf die Schnelle und in dem Dämmerlicht nicht erkennen konnte.

Hastig als würde er sich bei etwas ertappt fühlen, begann Tarkal damit die Schriftstücke einzusammeln und zusammen zu rollen. Einige packe er in das Regal und zog ebenso hastig den Vorhang darüber und den Rest verstaute er in einem Schubfach, seines Schreibpultes.
„Entschuldigt die Unordnung, aber ich war mit einigen N… Forschungen beschäftigt.“ Er grinste verschmitzt freundlich und drehte den Schlüssel der Schreibtischschublade herum und ließ ihn möglichst unauffällig in seiner Hosentasche verschwinden.

Dann ging er zum Fenster und zog die Vorhänge zurück.
„Nun, lasst uns reden.“
Er ging zu dem Pult und lehnte sich gegen die Tischplatte und sah den Dunkelelfen aufmerksam an. Die Neugier in Laurons Augen, was dieser Mann wohl über seine Eltern zu sagen wusste, war nicht zu übersehen, aber ebenso wenig das Misstrauen.
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Sonntag 28. Juni 2009, 00:14

Mit einer ungewöhnlichen Art von Vorfreude sah er dem Mann dabei zu, wie er seinen Wein leerte. Ob des Wehmutes seines Gegenüber wegen des geleerten Bechers, kam Lauron zu dem Schluss, dass es wohl stimme, was man damals in Balar und Sarma über den Wein Andunies erzählte. Vielleicht würde er dieses Gebräu in der Zukunft auch mal probieren, doch nicht jetzt. Es war wichtig einen klaren Kopf zu behalten, da er sich ja nicht sicher sein konnte, welche Ziele dieser mysteriöse Mann hatte.
Als dieser ausgetrunken hatte und aufstand, tat es Lauron ihm voll Elan gleich, die Pause in der Schenke hatte echte Wunder bewirkt. Schwungvoll griff er nach dem zerstörten Schwert und schnallte es sich hastig um und folgte dann dem Mann aus der Schenke hinaus.

Der Weg zur Behausung des Magiers war zwar nicht besonders lang, dennoch prägte Lauron ihn sich sehr genau ein, schließlich hatte er noch immer keine Ortskenntnis, weshalb erste Ortskenntnisse doch von Nutzen waren. Kurze Zeit nach ihrem Aufbruch von der Schenke erreichten sie auch schon das Wohnviertel und damit die Behausung des Mannes. Etwas überrascht betrachtete der Dunkelelf das schlichte Reihenhaus, zu dem er geführt worden war. Der Mann trug zwar ebenso schlichte Kleidung, doch hatte Lauron ob dessen Fähigkeiten doch etwas anderes erwartet. Während er das Haus musterte, drehte sich dessen Besitzer zu ihm um und verriet Lauron nun endlich seinen Namen.

„Um höflich zu bleiben, würde ich ja sagen, dass es mich freut eure Bekanntschaft zu machen, aber das würde wohl nicht ganz der Wahrheit entsprechen, wenn ich den Verlauf des Tages berücksichtige“ antwortete Lauron Tarkal kühl. Dennoch reichte er ihm die Hand.

Auf Tarkals Aufforderung hin betrat er dann dessen Haus. Sofort stieg ihm der modrige Geruch von Holz in die Nase, woraufhin er etwas das Gesicht verzog. Scheint so als wäre er nicht oft hier, sonst würde er sein Haus wohl nicht so herunterkommen lassen , dachte der Dunkelelf während er Tarkal die Treppe hinauffolgte, das Haus genau musternd. Eine morsche Treppenstufe? Wenn auch nicht gewollt, kein zu unterschätzender Einrbuchsschutz. Gut zu wissen... schoss es ihm mit dem Kalkül eines Diebes durch den Kopf.

Im Obergeschoss angelangt, sah er sich neugierig um. Dabei fielen ihm sofort der Haufen an Schriftrollen auf dem Schreibpult auf, allerdings konnte er in dem dämmrigen Licht nicht erkennen, worum es sich dabei handelte. Mit einer hochgezogenen Augenbraue beobachtete er dann skeptisch die Reaktion Tarkals. Dabei wäre ihm fast entgangen, wo sein Gastgeber den Schlüssel des Schreibpultes verstaute. Forschungen.. so so... Das werde ich mir doch einmal genauer ansehen schoss es ihm durch den Kopf. Allerdings brauchte er dafür Tarkals Schlüssel und an diesen heranzukommen könnte sich durchaus schwierig gestalten. Zunächst bedurfte es da eines passenden Augenblicks und dann noch absoluter Konzentration. Tarkal war sicherlich keiner von der Sorte, die sich so locker bestehlen ließ.
Dessen nächste Worte ließen Lauron diese Gedanken aber erst einmal verdrängen. „ Gut lasst uns reden“ begann Lauron ernst, „woher kennt ihr meinen Vater?“

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Montag 13. Juli 2009, 14:28

Vertrauen war was anderes als Lauron dem Mann in dessen Haus folgte. Dieser versuchte zwar alles, was sie in Kontakt gebracht hatte zu überspielen, doch Lauron schien sich darauf nicht einlassen zu wollen und vielleicht tat er auch gut daran Tarkal nicht zu vertrauen, denn wer wusste schon was der zu verbergen hatte.
Was zu verbergen hatte er sicherlich, denn die Art und Weise in der er seine Habseligkeiten verstaute war nicht wie man es normal tat. Er versuchte es zwar zu übergehen, doch Lauron fiel es trotzdem auf und sofort schlug seine Diebesseele an und er beschloss, dass er irgendwie an den kleinen Schreibtischschlüssel kommen musste, um zu sehen um was für ‚Forschungen’ es sich da genau handelte, denn das machte ihn schon ein wenig stutzig.

Schließlich war Tarkal bereit sich zu unterhalten und Lauron stellte die Frage nach seinen Vater zum wiederholten Male.

„Hmmmm…“ überlegte der Mann als wolle er es besonders spannend machen und begutachtete die Struktur der Zimmerdecke.
„Wir haben zusammen studiert… in Zyranus, aber dies liegt schon einige Jahre zurück. Kennt ihr Zyranus? Man nennt sie auch die Stadt der Magier. Sie liegt östlich der großen Schlucht im Grasland… Ich frage mich was aus ihm geworden ist.“ Wieder blieb sein Blick an der Zimmerdecke hängen.
„Wisst ihr, es gab da einen… Vorfall… ich weiß leider nichts genaueres, denn es wurde nie dem hohen Rat der Magier vorgetragen, was bedeuten, dass es entweder nur ein kleine Zwistigkeit war oder aber ungeklärt blieb…. Na ja, jedenfalls verließen er und seine Frau die Stadt… jedenfalls vermute ich das. I’sara hieß sie, glaube ich. Sie wahr sehr begabt in der Geistermagie. Dass es euch gibt, würde ja bedeuten, dass sie einfach nur der Magie den Rücken gekehrt haben. Es war eh sehr schwer für sie.“ Er deutet mit der Hand an Lauron herab. „Dunkelelfen… die Hautfarbe.“ Er lächelte kläglich, beinahe entschuldigend, „Vorurteile gibt es überall, aber sie waren anders…. Weniger aggressiv wie man es normalerweise von Dunkelelfen erwartet… Entschuldigt, ich scheine selber von Vorurteilen geprägt zu sein.“ Er verzog das Gesicht und sah nachdenklich auf den Boden, dann erhellte sich seine Mine wieder, „Wie geht es ihnen? Ich habe sie solange nicht gesehen.“



Ich weiß nicht sehr lang, aber ich wollte die Zeit nicht damit vergeuden, deinen Post in anderen Worten noch mal wiederzugeben.^^
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Dienstag 28. Juli 2009, 21:36

Aufmerksam verfolgte Lauron die Ausführungen von Tarkal, ja er hing gerade zu an seinen Lippen. Schließlich schien er seinen Eltern einen Schritt näher oder gar ganz nahe gekommen zu sein, endlich würde er erfahren, was es mit seiner Erinnerung auf sich hatte. Mit ernstem Blick verfolgte er die Ausführungen des Mannes und sprach nicht ein Wort während dieser redete, aus Angst irgendein wichtiges Detail zu verpassen.
Doch verflog seine Freude so eh wie sie gekommen war, als Tarkal geendet hatte und machte einer Welle von Enttäuschung Platz. Tarkals letzte Worte hallten in seinem Kopf wieder und wieder. Er wusste auch nicht viel mehr als Lauron selbst, stellte der Dunkelelf niedergeschlagen fest. Es fiel ihm schwer seine Gefühlslage in dieser Situation vor dem Fremden zu verbergen, nur mit Mühe konnte er seinen ernsten Gesichtsausdruck aufrecht erhalten. Trotz der herben Enttäuschung, hatte ihm dieses Gespräch aber einige interessante Faken über seine Eltern geliefert. I’sara also? Das ist der Name meiner Mutter? fragte er sich, während er das Gehörte überdachte. Sie waren also Magier? Müsste ich dann nicht auch in der Lage sein Magie zu wirken? fuhr er den Gedanken fort.

Doch je länger er darüber nachdachte, desto mehr kam er zu dem Schluss, dass an Tarkals Geschichte irgendetwas nicht stimmte. Er kannte meine Eltern also, bevor ich geboren wurde? Aber woher kennt er dann meinen Namen? Magie? fragte er sich, verwarf den Gedanken aber sofort. Dafür hatte Tarkal in der Schenke zu unsicher gewirkt, als er nach Laurons Namen gefragt hatte. Dabei fiel ihm noch etwas ein, was der Fremde in der Schenke erwähnt hatte und nicht in seine Geschichte hineinpasste:

Es gibt bestimmt einen Grund warum hier seit und nicht dort wo man euch… zurückgelassen hat.

Woher weiß er, dass ich zurückgelassen wurde, wenn er meine Eltern vor meiner Geburt kannte? Egal wie Lauron Tarkals Geschichte drehte und wendete, sie ergab von mal zu mal weniger Sinn. Also lag der Schluss nahe, dass dieser Fremde ihm entweder bloß die Hälfte von dem erzählte, was er wusste, oder gar ein falsches Spielchen mit ihm trieb. Dessen mysteriöse Nachforschungen passten auf jeden Fall in dieses Bild.
Sofort wich die Enttäuschung eiserner Entschlossenheit, Lauron wollte auf jeden Fall herausfinden, was Tarkal vor ihm verbarg. Ich muss an dieses Pult herankommen... nur wie? Erst jetzt fiel ihm auf, dass auf Tarkals Frage hin bereits ein längeres Schweigen seinerseits gefolgt war, weshalb er sich hastig eine Antwort aus den Fingern sog.
„Oh, das weiß ich nicht. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen, nicht seit ich unser Heim verlassen hab. Als ich weg bin, ging es ihnen aber noch gut. Wundert mich nur, dass Vater nie etwas über euch erzählt hat... er erzählte gern von seiner Zeit in Zyranus... vielleicht hat er es auch nur vergessen.“

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Sonntag 23. August 2009, 16:48

Aufmerksam betrachtet der Mann Lauron. Dieser schien vor sich hin zu grübeln. Langsam zogen sich seine Augenbrauen nach oben. Er versuchte zu erahnen was in dem Dunkelelfen gerade vorging, doch da er keine Gedanken lesen konnte und dies auch nicht mit Magie vermochte – wobei das eh zu auffällig gewesen wäre – blieben ihm diese verschlossen.
Nach längerem Schweigen antworte Lauron schließlich.

„Oh, das weiß ich nicht. Ich habe sie lange nicht mehr gesehen, nicht seit ich unser Heim verlassen hab. Als ich weg bin, ging es ihnen aber noch gut. Wundert mich nur, dass Vater nie etwas über euch erzählt hat... er erzählte gern von seiner Zeit in Zyranus... vielleicht hat er es auch nur vergessen.“

Irritiert sah Tarkal Lauron an. Das war nicht so ganz die Reaktion die er erwartet hatte. Er besaß andere Informationen, doch da er ja nichts Genaueres wusste, konnte er den Dunkelelfen nun auch nicht des Lügens bezichtigen und musste einfach das Spiel mitspielen.

„Oh“, er räusperte sich, mehr um Zeit zu schinden und sich eine Antwort zu überlegen, „Aaaaalsoooo“, er zog das Wort besonders lang und spielte nervös mit dem Schlüssel in seiner Tasche herum und verschränkte dann die Arme vor der Brust und begann noch einmal.
„Also, das wundert mich gar nicht… also das euer Vater mich nicht erwähnt hat. Wir… wir hatten keine Kurse zusammen, aber sie waren bekannt… Dunkelelfen sind nicht sehr häufig in Zyranus vertreten… Also deshalb kenne ich sie, …jeder kannte sie, aber er wird sich wohl kaum an mich erinnern.“ Er nickte um seine Aussage zu bestätigen. Würde Lauron ihm diese Erklärung abkaufen?

„Hm“, überlegte er und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Oberlippe und begann damit vor seinem Schreibtisch auf und ab zu laufen als müsste er etwas Wichtiges überdenken.

„Es ist so“, er wandte sich Lauron wieder zu, „Ich bin ein wenig irritiert“, dies schien er wirklich ehrlich zu meinen, „Ich dachte eigentlich, das seit dem Vorfall, ihr eure Eltern nicht gesehen habt.“ Entschuldigend hob er die Hände, „Ich weiß ja nichts genaueres, aber ich dachte eure Mutter hätte euch weggeben. Es war ja allgemein bekannt, dass sie schwanger war und wie bereits gesagt, ich habe keine genauen Informationen, aber man erzählte sich später, dass nachdem die beiden verschwunden waren, sie das Kind abgegeben haben. Das konnte kaum einer verstehen, weil sie sich so gefreut hatten, aber vielleicht war es nur ein Gerücht. Es wäre sonst bestimmt schon…“ er überlegte, „…mindestens 20 Jahre her.“ Er selber musste zu der Zeit ungefähr das Alter Laurons gehabt haben.

„Aber dies wisst ihr sicherlich besser.“ Er grinste vielsagend, „Euer wissbegieriger Blick, der jede Information über den Verbleib eurer Eltern in sich aufsaugt, sagt mir allerdings, dass ihr sie schon sehr lange nicht mehr gesehen habt… Länger als ihr versucht mir zu verkaufen.“
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Sonntag 13. September 2009, 15:16

Die Reaktion Tarkals ließ Lauron schon fast ein schadenfrohes Grinsen über das Gesicht huschen. Auch wenn seine Antwort kaum durchdacht war, hatte es Lauron so geschafft, Tarkal doch aus dem Konzept zu bringen. Allein dessen Blick verriet dem Dunkelelfen, dass er mit dieser Antwort nicht im geringsten gerechnet hatte, seine nervöse Antwort, die er sich offensichtlich wie Lauron zuvor gerade so aus den Fingern gesogen hatte, bestätigten seine Annahme nur noch.

Als Tarkal dann begann, vor seinem Schreibtisch auf und ab zu laufen, folgte Lauron ihm mit einem skeptischen Blick. Dessen folgende Worte, die offensichtlich wohl überdacht waren, stimmten den Dunkelelfen nachdenklich, was man ihm dieses mal sogar ansah. Als er dieser Fehler bemerkte, drehte er sich hastig um, nun mit dem Gesicht zu den Bücherregalen, die durch die Vorhänge allesamt verdeckt waren. Dann setzte er sich langsam in Bewegung, wobei er die Vorhänge anscheinend interessant musterte. Tatsächlich war dieses Interesse nicht nur vorgespielt, um etwas Zeit für eine Antwort zu schinden, der Dunkelelf fragte sich wirklich, was diese Vorhänge wohl wert waren. Als Dieb konnte er zwar sagen, welche Waren tendenziell mehr Wert waren, als andere, aber da er sich auf das Stehlen von Gold fixiert hatte und nur selten anderes stahl, konnte er Quailtät kaum beurteilen.

Nachdem er seine Gedanken für wenige Sekunden dahingehend abschweifen ließ, zwang er sich, wieder an das eigentliche Problem zu denken. Wenn, es stimmt was er sagt dachte er, dann bedeutet das, dass meine Eltern mich schon vor dieser Angelegenheit mit dem Schiff wegegeben haben...Wer war das dann auf dem Schiff? Und was hat es mit diesem mysteriösen Vorfall auf sich? Er setzte seine Weg weiter fort, bis er schließlich an dem verhangenen Fenster angelangt war.
Obwohl er Tarkal bereits die ganze Zeit über die Rücken zugekehrt hatte, ließ er ihn nicht aus den Augen, er behielt ihn immer im Augenwinkel. Dabei fiel ihm auf, dass dieser langsam etwas ungeduldig zu werden schien, weshalb er seine Überlegungen beschleunigte. Moment... er sagte, meine Eltern hätten wegen eines Vorfalls Zyranus verlassen müssen. Das heißt, als Mutter noch schwanger war. schoss es dem Dunkelelfen durch den Kopf. Und nun glaubt er ich habe sie seit einem Vorfall nicht mehr gesehen? Welch anderer Vorfall, als diese Sache mit dem Schiff könnte das schon sein?!
Weitherhin mit dem Rücken zu Tarkal, begann er dann in einem kühlen Tonfall an, zu sprechen.

„Nun gut, ich muss zugeben, dass ich nicht ganz ehrlich war. Ich habe sie tatsächlich schon wesentlich länger nicht mehr gesehen.“ Er machte eine Pause und drehte sich langsam um. „Doch verratet mir eine Sache, woher kennt ihr eigentlich meinen Namen, wenn ihr meine Eltern vor meiner Geburt kanntet?“ Er war sich sicher, dass Tarkal nichts von seinem Namen in Zyranus erfahren haben konnte, immerhin hatte ihn seine Großmutter immer Lauron genannt...

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Sonntag 18. Oktober 2009, 18:18

Tarkal folgte Lauron mit seinen Blicken, während dieser durch seine Studierkammer schritt und besonders eindringlich seine Vorhänge musterte. Diese waren aus nachtblauem Samt, ein schwerer Stoff, besonders lichtundurchlässig, aber fein gewebt. Selbst jemand mit ungeübtem Auge für den Wert von Gegenständen, wusste, dass das einfache Volk sich so etwas nicht leisten konnte. Sicherlich hätte es mehr Wert, wenn es noch Stickereien besäße, aber das würde bei Vorhängen wohl kaum Sinn machen. Ob es sich lohnen würde diesen zu stehlen, war fraglich, da es doch einige Meter an Stoff waren… schwer und sperrig… nicht leicht zu transportieren. Da gab es in diesem Raum sicherlich wertvolleres.

Der Magier verschränkte die Arme vor der Brust und wippte mit dem Fuß auf und nieder. Er schien ungeduldig zu werden, als von dem Dunkelelfen nichts weiter kam. Dies schien der Dunkelelf zu bemerken und beschleunigte seine Überlegungen. Er kam zu dem Schluss, dass der Mann wohl kaum seinen Namen wissen konnte und fragte ihn danach. Die Überlegenheit etwas gefunden zu haben, dass sich mit der ihm aufgetischten Geschichte nicht deckte zeichnete sich für Tarkal deutlich in dessen Gesicht ab.

Dieser brauchte einige Momente ehe er antwortet. Es ratterte förmlich in dem Kopf des Mannes, was bestimmt nicht zur Glaubwürdigkeit beitrug. Er lehnte mit dem Rücken an seinem Schreibpult, während er sich mit den Händen an der Tischplatte abstützte.

„Nun alle werdenden Eltern machen sich Gedanken über den Namen den sie ihrem Nachwuchs geben. Gerade dann, wenn sie sich so darüber freuen wie eure Eltern es taten.“ Dies klang beinahe trotzig. „Ich sagte euch doch bereits, dass ihr euren Vater wie aus dem Gesicht geschnitten seid. Ich wusste nicht wer ihr seid. Ich habe lediglich geraten und ich lag ja anscheinend richtig.“ Er grinste, als ihm klar wurde das gerade wieder die Oberhand hatte. „Ebenso der Name, es hätte auch ein anderer sein können.“ Er verschränkte abermals die Arme vor der Brust, abwartend ob der Dunkelelf ihm daraus wieder einen Strick drehe würde.
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Montag 9. November 2009, 17:21

Lauron lauschte gespannt der Antwort, die ihm Tarkal, wobei er sich allerdings stark zusammenreißen musste, um nicht ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Seine Geschichte konnte man zwar als plausibel ansehen, doch davon abgesehen, musste das Gespräch, in dem er Laurons Namen aufgeschnappt hatte über 20 Jahre her sein. Und der Dunkelelf konnte sich nicht vorstellen, dass man sich den vermeintlichen Namen des Kindes eines Mitstudenten, sei sein Verschwinden noch so mysteriös, über 20 Jahre behält.

Also log Tarkal entweder wie gedruckt oder besaß ein unglaubliches Gedächtnis für Details. In Verbindung mit Tarkals Geschichte schien im ersteres wahrscheinlicher, mal ganz davon abgesehen, dass er Laurons Namen unmöglich in Zyranus hatte aufschnappen können, hatte er ihn doch von seiner Großmutter bekommen. Mit diesem Detail wollte er ihn allerdings nicht entwaffnen. Schließlich konnte er nicht sagen, wieviel Tarkal wusste und ihm schien es besser, ihn in so wenig zu bestätigen wie möglich.

Das einzige was er mit Sicherheit sagen konnte, war, dass er diesem Mann auf keinen Fall vertrauen konnte, solange er dessen Motive nicht eindeutig bestimmen konnte. Ihm fiel auf, dass er erneut lange geschwiegen hatte, ließ sich davon aber nicht nochmal aus der Ruhe bringen. Stattdessen überlegte er sich, wie es ihm wohl am besten gelänge, an den Inhalt dieses Pultes zu kommen. Dieser war schließlich sein einziger Anhaltspunkt, um Tarkals wahre Intentionen aufzudecken. Allerdings bereitete es ihm immernoch Kopfzerbrechen, wie er an den Schlüssel gelangen sollte. Er bezweifelte nämlich, dass es sich bei dem Schloss des Pultes um eines handelte, was leicht zu knacken war. Ob Tarkals Fähigkeiten lag zudem die Vermutung nahe, dass er es vielleicht auch magisch gegen einen Knackversuch geschützt hatte. Um sein Schweigen nicht länger in die Länge und Tarkals Misstrauen auf sich zu ziehen, stimmte er dessen Geschichte rasch zu.

„Achso, natürlich. Daran habe ich gar nicht gedacht. Ihr habt Recht, ich habe schon des Öfteren glückliche Paare in Erwartung ihres Kindes in der Schenke über Namenspläne reden hören.“
Begann er mit ruhiger Stimme. Eine kleine Zusatzbemerkung, die man durchaus als misstrauischen Kommentar hätte deuten können, konnte er sich allerdings nicht verkneifen.
„Ihr müsst wirklich ein erstaunliches Gedächtnis besitzen, dass ihr euch meinen Namen über all die Jahre gemerkt habt.“
Während er sprach hatte er absichtlich einen bewundernden Tonfall angeschlagen, um sein Kommentar weiter zu entkräften.

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Montag 23. November 2009, 15:19

„Seht ihr“, stimmte Tarkal Lauron zu, „es ist nicht so ungewöhnlich, wie ihr versucht es mir weiß zu machen und wie gesagt, Dunkelelfen in Zyranus sind eher eine Seltenheit und manchmal hat man auch einfach prägende Erlebnisse.“ Er grinste den Dunkelelfen überlegen an und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ihr müsst wirklich ein erstaunliches Gedächtnis besitzen, dass ihr euch meinen Namen über all die Jahre gemerkt habt.“

Ungläubig seufzte der Mann und schüttelte den Kopf, als wäre die Antwort die er darauf hatte nur allzu logisch und nur jemand der keine Ahnung hatte würde so etwas erfragen.

„Ich bin Magier, falls ihr das noch nicht bemerkt habt und versuche nebenbei, auf nicht gerade legale Art und Weise, das nötige Gold für meine Forschungen zusammen zu bekommen, aber ihr verdient euch euren Lebensunterhalt auch nicht unbedingt so wie die Obrigkeit sich das wünscht. Nicht wahr?“

Er ging zu einem der Regale während er weiter sprach. „Wisst ihr, Magie ist eine sehr komplexe Angelegenheit, das richtige Mischverhältnis von Komponenten, dann die verschiedensten Gestiken und dazu die arkanen Formeln, häufig einem Sing-Sang ähnlich, wo sich manch anderer die Zunge daran brechen würde, würde er nur versuchen es nur lesen wollen…“

Er zog den Vorhang zurück und begann mit dem Finger an den Büchern entlang zufahren, als suchte er etwas und zog schließlich ein dickes, in dunklen Leder gebundenes Buch heraus. „Ah, da ist es ja.“ Er zog den Vorhang wieder zu und ging zurück zu seinem Schreibtisch auf den er das Buch legte und wandte sich wieder Lauron zu. „Glaubt ihr nicht auch, dass das Merken eines einfachen Namens da nur eine Kleinigkeit darstellt?“

Er wandte sich dem Buch zu und begann darin herumzublättern. Als er gefunden hatte was er suchte, wandte er sich wieder an Lauron. „So, ich hatte euch ja gesagt, dass ich einen Auftrag für euch hätte. Ich würde es ja selber machen, aber meine Fähigkeiten in diese Richtung, sind gegenüber euren doch eher… sagen wir… bescheiden. So, hat doch jeder etwas, was der andere nicht kann. Wir wären sicherlich ein wunderbares Team.“
Er grinste, während er nachdenklich mit dem Zeigefinger an den Mund tippte und zur Decke schaute.

„Die Bezahlung sollte geklärt werden, nicht? Also was haltet ihr davon, wenn ich versuche etwas über den Verbleib eurer Eltern herauszufinden? Ihr habt sie ja sooo lange nicht gesehen. Schließlich habe ich Möglichkeiten die ihr nicht habt.“ Wieder grinste er überlegen. „…Und in der Zeit besorgt ihr mir etwas.
Mit einer Handbewegung deutete er auf das Buch und forderte Lauron auf es sich anzusehen.
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Freitag 1. Januar 2010, 18:05

Obwohl Tarkals Argumente hinsichtlich seines Gedächtnisses und der Erinnerung an eine Kleinigkeit wie einen Namen durchaus plausibel klangen, zweifelte Lauron noch immer daran, dass sich der Magier seinen Namen gemerkt hatte. Immerhin waren das über 20 Jahre!
Was den Dunkelelfen allerdings wieder neugierig machte, war die Tatsache, dass Tarkal seine Forschungen, wie er sie nannte, mit Diebstahl finanzieren musste, was wiederum die Vermutung nahe legte, dass es sich dabei um etwas handeln musste, was offensichtlich in nicht gedulde Magie hineinragte. Immerhin, soviel hatte Lauron in Sarma mitbekommen, gab es in Andunie ja eine Akademie für Zauberei. Tarkal gab dem Dunkelelfen also noch einen Grund mehr zu dessen Person weitere ‚Nachforschungen’ anzustellen. Dies war in diesem Moment aber zunächst einmal Nebensache, da der Magier endlich auf den Punkt kam.

Na also! Da liegt also der Hund begraben… schoss es Lauron durch den Kopf, als ihm Tarkal sein Angebot unterbreitete. Diesbezüglich war er allerdings etwas unschlüßig. Immerhin hatte er bisher immer nur auf eigene Faust gearbeitet, Auftragsdiebstahl stellte da ein ganz neues Metier für den Dunkelelfen dar. Lauron behagte es nämlich so gar nicht, nicht das zu stehlen was er wollte, allerdings musste er eingestehen, dass dieser Vorschlag durchaus seinen Reiz hatte. Auch wenn die Bezahlung in diesem Fall nicht glänzte und klimperte, hatte er so nicht das Problem sein Diebesgut loszuwerden.
Allerdings befürchtete er, dass die Sache einen Haken hatte, sie musste einen haben. Auch wenn Tarkal als Dieb weniger begabt war als Lauron, sollten ihm seine magischen Fähigkeiten bei der ‚Besorgung’ von Forschungsmaterial doch nur von Vorteil sein. Letztlich kam er aber zu dem Schluss, dass es wohl kaum schaden könnte, sich zumindest einmal anzuschauen, was er überhaupt besorgen sollte.

„Hattet ihr das?“ antwortete Lauron, da er sich nicht daran erinnern konnte, dass Tarkal dergleichen bereits früher gesagt hatte.
„Nun gut, ist auch nicht so wichtig.“

„Die Bezahlung sollte geklärt werden, nicht? Also was haltet ihr davon, wenn ich versuche etwas über den Verbleib eurer Eltern herauszufinden? Ihr habt sie ja sooo lange nicht gesehen. Schließlich habe ich Möglichkeiten die ihr nicht habt.“

„Ich denke damit kann ich mich anfreunden, allerdings muss ich euch um ein wenig zusätzliche Ausrüstung bitten, wenn ich diesen Auftrag wirklich übernehmen soll, da...“
Er sah den Magier scharf und durchdringend an
„Da es ja offensichtlich einen Haken bei der ganzen Sache gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr mir diese Aufgabe nur wegen meiner besseren Fertigkeiten bezüglich des Diebeshandwerks überantworten wollt, oder liege ich da etwa falsch?“
Mit diesen Worten wendete er sich ab und begutachtete das Buch.

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Gestalt » Samstag 9. Januar 2010, 16:52

Überrascht sah Tarkal den Dunkelelfen an.
„Ja, natürlich hatte ich das“, antwortete er mit einer Selbstverständlichkeit,
„Dies war ungefähr zu dem Zeitpunkt wo ihr euer Schwert zerstört habt.“ Er lachte belustigt auf,
„Es wundert mich ja ehrlich, dass ich eurem Gedächtnis auf die Sprünge helfen muss, wo ihr doch sonst jedes von mir gesagte Wort auf die Goldwaage legt.“ Er räusperte sich womit er seine Belustigung unterdrückte.
„Was eure Ausrüstung betrifft, nun da lässt sich vielleicht drüber reden. Je nachdem was ihr benötigt, obwohl ich denke, dass eure Fähigkeiten auf diesen Gebiet ausreichend sein werden.“ Wieder lachte er kurz auf.

„Kommen wir nun zum Eigentlichen.“
Er sah in das Buch und wartete bis Lauron zu ihm gekommen war und ebenfalls hineinsah.

Auf der linken Seite des Buches waren verschiedenfarbige Kristalle abgebildet. Darüber stand in cecianisch, dass es sich um so genannte Energiekristalle handelte, die in etwa die halbe Größe einer Faust besaßen. Es waren besonders wertvolle Kristalle, die im Drachengebirge abgebaut wurden und sich sehr gut dazu eignen magische Energie zu speichern. Auf der rechten Seite wird das genaue Verfahren erklärt, wie die Verzauberungen üblicherweise vorgenommen werden. Ein Nichtmagier würde dem wohl kaum folgen können.

„Ich benötige einen dieser Kristalle und kenne zufälligerweise jemanden hier in Andunie der so etwas besitzt. Ihr fragt euch sicherlich warum ich mir keinen kaufe, aber sie sind nicht unbedingt günstig und sind außerhalb von Zyranus nicht wirklich zu erhalten und Zyranus ist weit weg. Außerdem besitzt der Kristall den ich gerne hätte eine besondere Verzauberung.“ Er grinste viel sagend und wurde dann wieder ernst.
„Habt ihr jemals so etwas gesehen oder in der Hand gehalten?“ Mit einem prüfenden Blick musterte er den Dunkelelfen.

Danach richtete er sich räuspernd auf.
„Nun, wie sieht es aus? Kommen wir ins Geschäft? Dann werde ich euch die Informationen geben wo ihr diesen Kristall finden könnt. Keine Sorge er nicht in den Händen eines Magiers. Was natürlich nicht bedeutet, dass ihr euch nicht trotzdem vorsehen solltet.“
Ein fragender, erwartungsvoller Blick ruhte auf Lauron.
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Dienstag 19. Januar 2010, 18:14

Eingehend studierte der Dunkelelf die Abbildungen, die er in dem Buch sah. Den Text zu lesen, hatte er bereits nach dem ersten Satz aufgegeben, da er nicht im geringsten verstand, worum es ging. Die Abbildung hingegen erweckte seine Aufmerksamkeit. Dass jene Energiekristalle, wie die Überschrift verriet, wertvoll waren, musste ihm Tarkal nich erst sagen, auf die Idee wäre er ob des Anblicks auch gekommen. Zumindest die Verarbeitung ließ einen solchen Schluss zu. Dass eine Verzauberung den Wert dieser Steine noch erhöhte, war zudem eine Information, die in Zukunft vielleicht noch von Nutzen sein könnte, falls ihm nach diesem Auftrag noch einmal so etwas in die Hände fallen sollte. Nachdem er die eingehende Musterung des Bildes beendet hatte, sah er wieder von dem Buch auf.

„Was die Ausrüstung angeht, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Den Großteil der nötigen Werkzeuge habe ich bereits“, begann Lauron dann, wie Tarkal, in ernstem Tonfall.

„Das einzige, wobei ihr mich subventionieren müsstet, wäre ein geringes Maß an Bewaffnung. Nicht, dass ich es auf einen Kampf mit der Wache oder dergleichen anlegen würde, im Gegenteil, ich bin der Regel lieber weg, bevor sie merken, dass ich da war, allerdings möchte ich auf jeden erdenklichen Fall vorbereitet sein.“

Der Dunkelelf sah den Magier durchdringend an.

„Wenn ihr mit dieser Bedingung einverstanden seid, dann steht unserem Geschäft nichts im Wege.“

Nun lag der erwartungsvolle Blick bei Lauron. Den Auftrag abzulehnen stand für ihn mittlerweile außer Frage, obwohl er nicht leugnen konnte, dass er dennoch ein mulmiges Gefühl bei der Sache hatte. Er glaubte noch immer, dass es bei der ganzen Angelegenheit irgendwo einen Haken geben musste. Nichtsdestotrotz war die Belohnung, die ihm der Magier versprach, zu verlockend, um sie auszuschlagen. Lauron hoffte nur, dass dieser Wort hielt und auch wirklich nützliche Informationen für ihn beschaffte.

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Gestalt » Mittwoch 27. Januar 2010, 16:14

„Bevor wir zu eurer Bewaffnung kommen, wobei ich kaum glaube, dass ihr bei euren Kenntnissen welche benötigt, aber gut…“, beschwichtigend hob er die Hände. „Ihr wisst sicherlich besser um eure Fähigkeiten als ich es tue.“ Er lachte amüsiert auf und räusperte sich und begann damit wichtigtuerisch in dem Raum auf und ab zu laufen.

„Der Mann der diesen Gegenstand besitzt ist ein Gelehrter namens Kraden. Er ist kein Magier, doch studiert er die Magie und schreibt Abhandlungen über die Wirkung und die Art und Weise wie Magie auftritt. Seine Abhandlung über die Lichtmagie war sehr… interessant zu lesen, doch kann nur ein Nicht-Magier es so formulieren und sehen. Für einen Laien ist dies natürlich ausreichend, um ein wenig die arkanen Künste zu verstehen, aber das soll nicht euer Belang sein.“ Er räusperte sich abermals, um zum Eigentlichen zurück zu finden.

„Er hält sich zu Zeit in der Wasserakademie auf. Im Moment wäre es natürlich egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit ihr dort einsteigt, man würde euch erwischen.“ Er lachte auf, „Wie ihr euch sicher vorstellen könnt ist eine Schule der Magie grundsätzlich durch die eigene Magie gesichert, aber ich habe da etwas vorbereitet, womit ihr die Schutzmechanismen umgehen müsstet können, wenn ihr euch nicht allzu dumm anstellt, aber das denke ich allerdings nicht. Ich hoffe aber ihr könnt lesen?“ Fragend sah er den Dunkelelfen an, „Ansonsten müsst ihr euch, wohl oder übel, auf euren eigenen Einfallsreichtum verlassen.“

Tarkal ging zu einem der Regale und hielt inne, als er den Vorhang zurückzog und drehte sich zu Lauron herum. „Vorerst sollten wir über eure Ausrüstung reden. Ich besitze natürlich kein großes Waffenarsenal, da ich doch eher in anderen Dingen bewandert bin, aber es wird allemal besser sein, als das was ihr zurzeit besitzt.“ Wieder lachte er belustigt auf. Anscheinend flammte gerade die Erinnerung in seinem Kopf auf, wie der Dunkelelf sein Schwert in die Steinmauer geschlagen hatte und dabei die Klinge zerbrochen war.

„Wartet einen Moment.“ Er ging zu der Tür, „Ich bin gleich zurück.“ und verließ den Raum.
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Mittwoch 3. Februar 2010, 16:08

Der Dunkelelf hörte seinem Auftraggeber aufmerksam zu, wobei er eingestehen musste, dass das meiste von dem, was Tarkal sagte, für seine Aufgabe wirklich ohne Belang war. Bei dem Wort Wasserakademie musste Lauron allerdings unwillkürlich schlucken. Er hatte die unangenehme Befürchtung, dass jene wohl unmittelbar am Meer liegen würde, keine sehr beruhigende Vorraussetzung für einen fehlerfrei ausgeführten Auftrag.
Noch im selben Moment zwang er sich aber Fassung zu behalten, schlimmer als auf dem Schiff konnte es wohl kaum werden.

„Lesen?“ ,fragte er überrascht, als Tarkal damit begann. „Kommt ganz auf die Sprache an, aber generell, natürlich.“ antwortete er wahrheitsgemäß.

Er konnte zwar nicht sagen, woher er es konnte, aber solange Lauron zurück denken konnte, konnte er schon immer lesen. Ein echter Witzbold schoss es ihm kurz darauf in einem leichten Anfall von Sarkasmus durch den Kopf, als sein Gegenüber den kümmerlichen Überrest seiner Bewaffnung ansprach.

„Ich brauche nichts Großartiges, ein Dolch oder Kurzschwert reichen auf jeden Fall“ rief er Tarakl hinterher, als dieser das Zimmer verließ.

Sobald die Tür ins Schloss gefallen war, nutzte der Dunkelelf seine Chance und nahm das Schloss des Schreibtisches neugierig in Augenschein. Wie vermutet ließ sich nichts besonderes daran erkennen, es war ein ganz einfaches Schloss, dem Augenschein nach, nicht besonders schwer zu knacken. Nichtsdestotrotz war sich Lauron sicher, dass der Schein trog. Da ihm das Schloss allerdings nicht mehr verraten wollte, wand er sich ab und ging zum Fenster. Er schob einen der Vorhänge zu Seite und sah nachdenklich nach draußen.
Die Wasserakademie? So so... Hmm... Das wird bestimmt kein Zuckerschlecken. Besser ich besorge mir einen Grundriss oder dergleichen. Dann stoße ich wenigstens nicht auf unangenehme Überraschungen. Ob Tarkal wohl so etwas besitzt?

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Gestalt » Dienstag 9. Februar 2010, 14:30

Lauron nahm die Schreibtischschublade unter die Lupe. Mit dem nötigen Werkzeug war sie sicherlich schnell zu öffnen und auch ansonsten war die Schublade nicht so stabil, dass man sie zur Not nicht einfach herausbrechen konnte. Ob sie magisch gesichert war, war nicht ersichtlich, aber spätestens beim unerlaubten öffnen, hätte eine besonders magiefühlige Person ein leichtes Kribbeln verspürt, was auf Magie hindeutete, sollte welche darauf liegen.
Der Dunkelelf beschloss, dass er den Schreibtisch erstmal in Ruhe ließ und wandte sich keinen Augenblick zu früh ab, als sich die Tür wieder öffnete und Tarkal zurückkam.

„Ich hoffe, ich habe euch nicht zu langen warten lassen“, er wirkte ein wenig außer Atem, „Das kann ich euch geben.“ Er hielt ihm einen sauber gearbeiteten, aber schlichten Dolch entgegen und legte ihn auf den Tisch. „Ich hoffe das genügt euren Ansprüchen. Nehmt ihn.“
Er schritt zu dem Regal an dem er bereits zuvor verweilt hatte, bevor er sich dazu entschlossen hatte, erst einmal die Waffe zu holen.

„Kommen wir nun zu dem Anderen“, er räusperte sich zum wiederholten Male, „Entschuldigt das ich euch danach gefragt habe. Es ist nicht selbstverständlich dass jemand… wie ihr… lesen kann. Ist dies doch in den meisten Fällen nur den Magiern, Gelehrten und Adeligen vorbehalten.“ Er holte eine kleine, hölzerne Schatulle hervor. Sie hatte in dem Regal hinter einigen dicken Büchern gestanden. Anscheinend wollte er nicht, dass sie so schnell entdeckt wurde.
Diese brachte er nun zu dem Schreibtisch, stellte sie neben dem Buch ab und klappte sie vorsichtig auf, als wäre der Inhalt besonders heilig. Heraus holte er einen kleinen Gegenstand, der einem messingfarbenden Schlüssel ähnelte nur das er keinen Bart besaß.

„Damit werdet ihr unentdeckt in die Akademie gelangen“, Er grinste triumphierend, „Er öffnet euch einmalig eine Tür. An eurer Stelle würde ich die Seitentür zur Küche nehmen.“ Er lachte leise auf und ging abermals zu den prall gefüllten Regalen – diesmal auf die anderen Seite - und holte eine kleine Schriftrolle hervor, die er Lauron ebenfalls vor die Nase hielt.
„Hier drin findet ihr das Wort… den Satz… Wortaneinanderreihung, mit dem ihr den Schlüssel aktivieren könnt.“ Er reichte dem Dunkelelfen die Gegenstände. „Aktiviert den Schlüssel, allerdings erst dann wenn ihr ihn braucht und steckt ihn in das Schloss, das ihr öffnen wollt. Konntet ihr mir soweit folgen?“
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Mittwoch 24. Februar 2010, 20:18

Ein kurzes Kopfschütteln folgte auf Tarkals Frage, die Wartezeit betreffend. Der Dunkelelf war sogar fast ein wenig überrascht, dass er so früh zurück kam, hatte Lauron doch eigentlich ewartet etwas mehr Zeit zum Schnüffeln zu haben. So allerdings schätze er sich glücklich nicht erwischt worden zu sein. Puh... das war knapp.

Den Dolch, den Tarkal ihm anbot, nahm er sofort in Augenschein, noch bevor die Klinge auf dem tisch wirklich zur Ruhe gekommen war. Sein Hauptaugenmerk lag allerdings viel mehr auf dem Wert der Waffe, zu ihren Kampfeigenschaften konnte Lauron ohnehin keine Aussage machen, schließlich war sein Wissen in diesem Bereich mehr als begrenzt. Er glaubte aber auch nicht, dass ihm sein Auftraggeber ein Waffe in die Hand drücken würde, die sofort in ihre Einzelteile zerfällt, sollte es zum Kampf kommen, immerhin hatte Tarkal ja ein Interesse daran, dass Lauron Erfolg hatte. Darüberhinaus war die Waffe nicht verrostet und von daher sicherlich brauchbar. Bevor er sie schließlich einsteckte, zog er die Klinge noch einmal kurz aus der Schneide, um den Dolch in der Hand zu wiegen, das Gewicht sollte ihn ja nicht behindern. Als er zufrieden war verstaute er den Dolch auf seinem Rücken, wo er sich zu den Überresten des Kurzschwertes gesellte.

Danach begutachtete Lauron die Schatulle, die Tarkal in der Zwischenzeit aus dem Regal geholt hatte und den schlüsselähnlichen Gegenstand, den der Magier herausholte. Der Erklärung dazu folgte er verblüfft.

"Der Schlüssel kann tatsächlich jede Tür öffnen? Egal welche?" fragte er gleichermaßen ungläubig wie interessiert. Eine Wunderwaffe für jeden Dieb! Noch bevor sein Gegenüber antworten konnte, nahm Lauron ihm die Gegenstände begierig aus der Hand und musterte den Schlüssel eingehend, wobei er seine Begeisterung in keinster Weise verbarg. Nicht dass ihm die meisten Schlösser große Probleme bereitet hätten, nichtsdestotrotz wäre ein solcher Gegenstand, wenn er denn mehrfach benutzt werden könnte, eine echte Bereicherung und vor allem Zeitersparnis. Nur schwer konnte er sich von dem Wunderschlüssel abwenden, um Tarkal nach einem Plan der Akademie zu fragen. Also verstaute er Schriftrolle und Schlüssel rasch in seinem Mantel und wurde wieder ernster.

"Natürlich" antwortete er schließlich, "Schriftrolle vorlesen und mit dem Schlüssel die Küchentür öffnen, kein Problem. Allerdings", er warf einen kurzen Blick durch die Regale, " hättet ihr vielleicht einen Plan oder Grundriss der Akademie? Ich bevorzuge es, nicht in eine Sackgasse zu laufen, sollte ich fliehen müssen. Einen Anhaltspunkt, wo ich den Kristall in dem Gebäude finden kann, wäre im übrigen genauso zeitsparend, wie nützlich." Sein Blick schweifte wieder zurück zu dem Magier. "Nicht, dass ich es nicht ohne schaffen würde."

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Gestalt » Donnerstag 25. Februar 2010, 19:37

Der Dolch war gut gearbeitet und ausbalanciert. Er schien geschärft zu sein und auf dem ersten Blick unbenutzt. Ein Magier verteidigte sich wohl meistens auf andere Art und Weise. Besonders war er nicht, aber es war eine gute Arbeit. Sicherlich brachte er einem ein wenig Gold ein, doch würde dies nicht soviel sein, sodass man abwägen sollte, ob einem das Gold soviel Wert war oder lieber das eigene Leben, wenn man sich im Notfall verteidigen musste. Eine bessere Waffe würde man von dem Gewinn sicherlich nicht bekommen.

Tarkal hatte die Schatulle auf den Tisch gestellt und wartete ab, bis der Dunkelelf den Dolch verstaut hatte, bevor er die Verwendung des magischen Schlüssels erklärte.

"Der Schlüssel kann tatsächlich jede Tür öffnen? Egal welche?" Fragte Lauron interessiert.

„Ja, praktisch jede Tür“, Tarkal grinste, sah er doch genau den gierigen Blick den Lauron auf den Schlüssel warf. So war es auch nicht sonderlich schwer zu erraten was in dem Kopf des Diebes vor sich ging. „Aber natürlich hat auch der Schlüssel seine Einschränkungen…“ Fügte er hinzu und begann wieder einmal damit wichtig auf und ab zu laufen, „Er lässt sich nur einmal verwenden, also solltet ihr euch genau überlegen welche Tür ihr damit öffnet. Ihn dauerhaft zu verzaubern erfordert große Anstrengung und Kraft.“ Er blieb stehen und sah den Dunkelelfen an, „Nicht das ich diese nicht hätte, doch möchte ich dieses Opfer nicht bringen.“ Er setzte ein selbstgefälliges Grinsen auf, „Im Übrigen möchte ich natürlich auch vermeiden, dass ihr allzu viel Aufmerksamkeit erregt indem ihr sämtliche Häuser in Andunie leer räumt… solltet ihr daran gedacht haben“, mutmaßte er.

Lauron verstaut die magischen Utensilien und sprach Tarkal auf einen Grundriss des Gebäudes an. Der Magier lachte herzhaft auf, als hätte der Mann ihm gerade eine wirklich absurde Frage gestellt. „Ihr beliebt zu scherzen, natürlich habe ich keinen Grundriss, aber ich kann euch natürlich sagen wo ihr den Kristall findet. Der Mann hält sich vermutlich in einem der Osttürme auf die zum Meer zeigen. Dort sind ebenfalls die Gemächer der Lehrenden. Ich weiß das er häufig abends zum Strand geht, um sich ‚inspirieren’ zu lassen.“ Er verdrehte die Augen, was zeigte wie viel er von diesem Mann hielt. „Reicht euch das als Information? Ich werde euch kaum begleiten können, um euch vor der Tür abzusetzen. Dann könnte ich es nämlich auch selber machen und ich sagte euch ja bereits, dass meine Fähigkeiten in diesem Bereich doch eher… spärlich sind.“
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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Lauron » Mittwoch 17. März 2010, 22:07

Der Dunkelelf war schon fast etwas überrascht, dass ihm Tarkal nicht noch einen Grundriss vorweisen konnte, hatte er diesen Einbruch doch offensichtlich ziemlich gut geplant. Zwar gefiel Lauron der Gedanke nicht, keinen groben Überblick über sein Ziel zu haben, aber dennoch war er sich sicher, dass es ihm gelingen konnte, wenn er sich geschickt anstellte.
Auf die Bemerkung bezüglich des Ausraubens der gesamten Stadt entgegnete Lauron mit einem kühlen Lächeln auf den Lippen:

„Nun es würde auch keinen Spaß machen, wenn sich jede Tür von selbst öffnet. Er wäre nur im Notfall ziemlich nützlich. Allerdings,“ er sah sein gegenüber durchdringen an, „lässt es ein guter Dieb auch nicht darauf ankommen. Wäre das Geschäftliche damit geklärt?“ fragte er, die ihn langsam überkommende Müdigkeit spürend.

Den Einbruch direkt zu begehen, stand für ihn außer Frage, dafür hatte ihn die Verfolgungsjagd und die anschließende Flucht zu sehr entkräftet. „Euch macht es doch nichts aus, wenn ich mich vor dem Einbruch etwas erhole?“ fragte der Dunkelelf, indem er sich zum Gehen wendete.
"Ich werde mir ein Zimmer in der Schenke am Hafen nehmen, falls ihr mich kontaktieren müsst. Und keine Angst, ich werde den Auftrag so schnell wie möglich in Angriff nehmen."

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Re: Das Haus des Magiers

Beitrag von Erzähler » Montag 22. März 2010, 02:50

„Oh, von meiner Seite aus wäre alles geklärt, wenn ihr alles verstanden habt“, Tarkal hob beschwichtigend die Hände und ließ sie dann fallen während er den Dunkelelfen fragend und mit einer Überheblichkeit, die er schon die ganze Zeit an sich hatte, musterte. Vielleicht fiel diesem doch noch etwas ein. Dann begann er damit die Schatulle zu verschließen und an ihren vorherigen Ort zurück zu stellen sie wie auch das Buch zurück in das Regal zu schieben.

Lauron beschloss, dass er sich erst einmal ausruhen wollte. Der ganze Tag war sehr anstrengend für ihn gewesen und nur halbe Konzentration bei so einem Auftrag zu haben, wäre sicherlich auch nicht ratsam. Tarkal nickte zustimmend.
„Nun, ich dachte eh nicht, dass ihr solch ein Einfallspinsel seid und sofort aufbrecht. Wir haben helllichten Tag“ Er deutete hinaus aus dem Fenster und zuckte verständnislos mit den Schultern und lachte dann auf. „Nein, nehmt euch die Zeit die ihr braucht, um das Objekt auszukundschaften, wenn ich Informationen, vielleicht über einen Grundriss, …aber macht euch da keine großen Hoffnungen, …habe, werde ich euch kontaktieren.“

Der Magier ging zu der Tür seines Arbeitszimmers und öffnete sie, um Lauron hinaus zu geleiten, an der Treppe blieb er noch mal stehen und wies auf die kaputte Stufe hin und geleitete ihn dann nach Unten. Als sie ankamen hielt er ebenfalls inne.

„Ihr solltet nur nicht vergessen wofür ich euch den Schlüssel gegeben habe“ Eindringlich blickte er Lauron an. „Vertraut nicht zu sehr auf eure Fähigkeiten, wenn ihr in die Akademie wollt, sonst löst ihr womöglich die magischen Sicherheitsvorkehrungen aus. Nur ein gut gemeinter Tipp von mir“, er grinste, „Ihr wollt euer junges Leben doch sicher noch nicht verwirken.“ Damit öffnete er die Tür sah kurz trat eine Schritt hinaus und spähte einmal nach rechts und einmal nach links. „Ich hoffe ihr habt Erfolg.“



[OT: Kannst einen neuen Thread eröffnen in der Schenke oder einen alten verwenden… wie du magst, aber bitte per PN bescheid sagen wo. Nicht das ich dann verpeile.^^]
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