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An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 25. August 2006, 13:43
von Soldat/in
Es war noch Nacht. In der Stadt schlief noch jeder tief und fest, außer zwei Stadwachen, welche das geschlossene Tor bewachten.

Der eine lähnte an der Mauer, während der andere oben bei dem Zugmechanismus stand.

<b>Die Nachtschichten sind immer so öde, kommt doch eh nie wer.</b>

Doch kaum hatte er zu Ende gedacht, sah er einen SChatten auf das Tor zu kommen.

"Nanu wer treibt sich in der frühen Nacht noch herum?"

Der Schatten kam immer näher, es war eine wunderschöne Frau, welche anscheinend das Tor pasieren wollte.

"Wohin wollt ihr denn schöne Dame? Ist es nicht noch etwas zu früh für einen Spaziergangn außerhalb der Stadtmauern?" fragte der Wachmann unverschämt.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 25. August 2006, 22:25
von Miriel Lefay
Als Miriel vor dem Wachposten stand meinte dieser ein wenig anzüglich: "Wohin wollt ihr denn schöne Dame? Ist es nicht noch etwas zu früh für einen Spaziergang außerhalb der Stadtmauern?"

<b>Oh, wieder so einer, der eine schöne Frau als Freiwild betrachtet. Obwohl, stattlich sieht er ja aus. Er gäbe einen ordentlichen Erzeuger für Nachwuchs ab, wenn ich denn welchen wollte. Nein, dafür ist es noch ein wenig zu früh und außerdem habe ich gerade anderes zu tun.</b>

Der Ton, in dem der Wachposten Miriel ansprach gefiel ihr gar nicht. Was bildete sich der Kerl denn ein? Er meinte doch nicht etwa, sie würde ihm seinen tristen Nachtdienst versüßen. Trotzdem ging sie auf seinen Ton ein, als sie mit einem leicht anzüglichen Augenaufschlag meinte:
„Es kann für mich nicht früh genug sein, denn dringende Angelegenheiten erfordern meine Anwesenheit in Pelgar und das so schnell wie möglich. Ihr scheint mir ein starker und mutiger Mann zu sein. Sagt, wollt ihr mich schwache Frau nicht auf der Reise begleiten und beschützen? So einen stattlichen Mann könnte ich an meiner Seite gebrauchen.“

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Samstag 26. August 2006, 18:09
von Stadtwache
Der Wachmann musste lachen.

"Es tut mir leid schöne Frau. Liebend gerne würde ich euch begleiten, doch ihr seht ich muss hier auf das Tor achten. ihr müsst wohl ohne mich reisen."

Dann schrie der Wachmann hinauf "Öffne das Tor! Man hörte nur ein lautes pumpern, anscheinend, war der andere auf seinem Stuhl eingeschlafen. Der laute Schrei erschreckte ihn und so fiel er doch glatt von seinem Stuhl.

"Jawohl!" hörte man es leise und der Mechanismus öffnete die Tore.

"Nun schreitet durch und passt auf euch auf!"

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Samstag 26. August 2006, 18:51
von Miriel Lefay
Die Antwort des Wachmannes war natürlich vorauszusehen, ein Wächter Andunies verließ nicht einfach so seinen Posten. Auch nicht, wenn ein Abenteuer mit einer schönen Frau lockte. Als sich das Tor öffnete meinte Miriel deswegen neckisch: „Nun, das ist sehr schade. Dann muss ich mich wohl oder übel allein auf den Weg machen.“, und ihm leise zuflüsternd: „Aber wir könnten zu einem anderen Zeitpunkt, wenn ich wieder zurück bin, gemeinsam einen guten Wein trinken.“ Mit einem glockenhellen Lachen drehte sie sich um und schritt durch das Tor, das sich sofort hinter ihr wieder schloss.

<b>Nun denn, auf nach Pelgar. Hoffentlich wird es eine ruhige Reise.</b>

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Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Dienstag 5. September 2006, 16:08
von Stadtwache
Der Wächter atmete hörbar aus, als Shinzon seine Kapuze vom Kopf zog.

"Nur ein Elf", sagte er beruhigt und lehnte den Speer wieder an die Mauer neben sich, was Shinzon erkannte, weil er das Kratzen von Metall auf Stein vernahm.

"Welche Auskunft braucht Ihr denn? Vielleicht kann ich Euch helfen."

Offenbar erkannte auch dieser Wachmann nicht den Unterschied zwischen Nachtelfen und normalen Waldelfen, jedenfalls ging er nicht darauf ein, sondern wartete, dass Shinzon endlich mit der Sprache herausrückte.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Dienstag 5. September 2006, 16:30
von Stadtwache
<b>Säbelzahntiger? Woher kommt <i>der</i> Elf denn? Vermutlich nicht aus Celcia. Habe noch nie einen Säbelzahntiger gesehen ... was ist das überhaupt.</b>

Der Torwächter wollte nicht unhöflich sein, sagte aber mit autoritäter Stimme: "Nun, wir sind kein Viehmarkt, Elf. Bei uns kann man keine Pferde kaufen ... Versucht es am Marktplatz, dort werdet Ihr sicher mehr Glück haben. Könnt Ihr Euch den Weg merken, wenn ich ihn beschreibe?"

<b>Zeigen geht ja schlecht. Armer blinder Krüppel.</b>

Der Wächter gab Shinzon eine Wegbeschreibung, sie war nicht schwer zu merken, aber Shinzon wusste sowieso, wie es zum Marktplatz ging.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 8. September 2006, 16:20
von Stadtwache
Müde gähnte der Torwächter. Heute früh war er allein stationiert, weil sein Kollege wegen Krankheit ans Bett gefesselt war. So konnte er sich nicht wie üblich mit einer Runde Karten oder einem Würfelspiel ablenken.

<b>Um diese Zeit kommt nicht einmal ein Landstreicher hierher ...</b>

Doch der Wächter überdachte seine Vermutung noch einmal, als in der Ferne mehrere Gestalten auftauchten, vier insgesamt, von denen eine ein kleines Kind war, das nur quängelnd an der Hand seiner Mutter mitging.

Es waren ein Mann, das Kind und zwei Frauen, eine dick und nicht gerade Jedermanns Geschmack, die andere zierlich und schlank.

<b>Eine Elfe? Und sie hat einen gar prachtvollen Vogel auf ihrer Schulter sitzen ... Sieht man nicht häufig, sowas.</b>

Der Wächter griff pflichtbewusst nach seiner Hellebarde und stellte sich gerade hin. Seine Rüstung blinkte nicht gerade im Sonnenlicht, aber er hatte auch niemanden so früh erwartet. "Ich grüße euch, Reisende. Darf ich Eure Namen erfahren und auch den Grund eures Wunsches, Andunie zu betreten?"

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 8. September 2006, 16:53
von Stadtwache
"Elira ... ein schöner Name. Josua, Nola und der kleine Kami", wiederholte der Wächter die Worte der Elfe.

"Wir suchen Zuflucht in Andunie. Unser Hof ist zerstört worden", berichtete Josua freundlich. "Elira hat uns vor einem schlimmen Schicksal bewahrt. Sie hat uns gerettet."

Der Wächter lachte vergnügt. "Dann lasse ich also eine junge Heldin in die Stadt, was? Na, dann kommt mal durch das Tor. Leute wie euch halte ich nicht auf. Am besten, ihr begebt euch zum Marktplatz, wenn ihr Nahrungsmittel oder sonstige Waren braucht. Ansonsten empfehle ich euch die Schenke zum "Seemann" ganz nah am Hafen. Da könnt ihr euch ein Zimmer nehmen und ausruhen."

Die Wache ließ mit einem zackigen Befehl das Stadttor öffnen und winkte dem neugierigen Kami nach, als die Familie und Elira die Stadt betraten.


<i>
[weiter in "Der Marktplatz" ODER "Die Schenke zum Seemann"]</i>

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 13:05
von Stadtwache
Ein Wächter kam sofort auf Jenna zu. "Ah, meine Hellebarde wird geliefert. Und das direkt ans Stadttor. Woher wusstet Ihr, dass ich im Moment Dienst habe? Aber egal ... Hauptsachte, die Waffe ist fertig."

Der Wächter nahm das gute Stück entgegen, schwang es einmal hin und her, machte ein paar kunstvoll anmutende Kampfbewegungen und lehnte die Hellebarde schließlich gegen die Mauer.

"Ein wundervolles Stück. Roland versteht sein Handwerk. Hier, gebt ihm das von mir." Der Wächter zückte einen Beutel und warf ihn Jenna zu. Darin musste das Geld für die Hellebarde sein.
"Grüßt Roland von mir!", meinte der Stadtwächter noch und nahm dann wieder seine neue Waffe zur Hand, um am Tor ein bisschen damit zu üben und ein Gefühl für sie zu bekommen.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 19:47
von Stadtwache
Der Wächter erkannte die kleine Elfe auch ohne ihren Falken wieder, der, kaum dass man vom Teufel sprach, angeflogen kam und auf Eliras Schulter Platz nahm.
Aber die Stadtwache hatte auch Jenna nicht vergessen, immerhin war sie vor kurzem erst am Tor gewesen und hatte seinem Kollegen die Hellebarde gebracht.

"Gibt es ein Problem?", fragte er Jenna, als sie das Tor erreichte, doch der dritte im Bunde, ein Mann, der wie ein Löwe aussah, sagte bereits, dass sie nur passieren wollten.

<b>Beeindruckend. Ich muss wohl gerade keinen Dienst gehabt haben, als er nach Andunie kam ... ein Löwenmensch, wirklich äußerst beeindruckend.</b>

Der Wächter zögerte nicht lange. "Natürlich dürft ihr passieren. Ich öffne das Tor." Mittels eines Mechanismus drehte er die große Kurbel, die dabei half, das Stadttor zu öffnen.
Er salutierte und ließ die drei hindurch.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 10. September 2006, 23:08
von Stadtwache
"Na, heute ist hier ja einiges los", grüßte die Stadtwache und kam auf die beiden Reiterinnen zu.

<b>Hm, die eine kenne ich nicht, aber die Dunkelelfe, das ist doch ...</b>

"...Fräulein Xune Myrlochar! Wei war Eure Reise? Habt Ihr Erfolg gehabt bei Eurem Vorhaben? Na, ich will Euch und Eure Begleiterin mal reinlassen." Der Wächter gab sofort einen Befehl und ließ das Tor öffnen.

"Willkommen in Andunie!", sagte er mit zackiger Bewegung und salutierte. Dann trat er zur Seite, damit die Reiterinnen passieren konnten.