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Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Dienstag 10. April 2007, 21:10
von Elwin Fock
Elwin geriet immer weiter in Rage, was selbst für sie ungewöhnlich war, aber bei dem Spott und Hohn was dieser Barde von sich gab, konnte sie sich einfach nicht beruhigen. Eigentlich würde sie eher versuchen ihre Gefühle zu verstecken und mehr kalt zu wirken, was in der gegenwärtigen Situation allerdings sehr schwierig war. Eine Ader pulsierte heftig auf der Stirn der Wassermagierin und wurde immer größer und bedrohlicher, je weiter Viktor stachelte. Zähneknirschend stand sie nun da, kurz vor der Explosion.

<b>Beruhige dich Elwin, beruhige dich! Es hat keinen Sinn hier deine Wut zu freien Lauf zu lassen und etwas zu tun was du später vielleicht noch bereuen würdest.</b>, schalt sie sich in Gedanken.

Es dauerte etwas, aber schließlich bekam sie ihre Gefühle wieder in Griff und erhob dann ihre ruhige Stimme.

„Werter Viktor Samum. Ihr könnt noch viel über mich sagen wie Ihr wünscht. Ich kenne Euch kaum und Ihr mich nicht. Darum werdet ihr mich auch nicht wirklich beleidigen können, zumindest jetzt nicht mehr.“

Ein hämisches Lächeln zeigte sich auf Elwin Gesicht, als sie kurz Wing streichelte und sich dann wieder dem Barden widmete.

„Nun, es war… interessant Eure Bekanntschaft zu machen, aber ich habe noch einiges zu tun. Wenn ihr mich entschuldigen wollt!“

Mit diesen Worten wandte sich Elwin von Viktor ab und ging gemächlich Richtung der Stadt davon.


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Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 23. April 2007, 21:10
von Elwin Fock
[komme zusammen mit Viktor von "Das Rathaus von Andunie"-->"Beim Bürgermeister"]


Elwin saß einfach da und registrierte schon gar nicht mehr was Viktor alles mit dem Bürgermeister besprach oder ihm gab oder auch annahm. Viktor packte sie dann sachte an der Schulter und sie schreckte etwas überrascht auf. Sie war völlig in Gedanken versunken und hatte gar nicht mehr auf die Personen geachtet, welche sich noch im Büro befanden.

„Lasst uns gehen!“, sagte Viktor zu ihr und die junge Magierin stand auf.

Wing auf ihrer Schulter funkelte den vermeintlichen Barden aus seinen stechenden Augen heraus an, dann verließen die Drei das Büro. Elwin folgte Viktor durch die Gänge zurück in die Eingangshalle, Elwin nickte dem Stadtschreiber kurz zu und dann schritten sie auch schon durch das große Portal hinaus in die Stadt.

<b>Was ist eigentlich alles im Büro geschehen. Ich habe mich beim Bürgermeister über Zitters Verbrechen beschwert und forderte, dass er seine Stelle verliert. Dann kam der Barde, der eigentlich gar keiner ist und hat die Initiative ergriffen. Er hat sich als Harfner enttarnt. Die Harfner hier in Andunie? Bei Ventha! So etwas hätte ich nie gedacht. Jetzt ist Zitter wieder in seiner Position, er soll uns begleiten auf der Suche nach Woltov… nein Darak. Ich wollte doch eigentlich nur meine Genugtuung und wollte mich dann auf die Suche nach dem Wasserkristall begeben. Und jetzt? Jetzt bin ich wieder auf der Suche, nach meinen ehemaligen Freunden, wenn man sie überhaupt so nennen kann und wieder bin ich von meinem Ziel abgekommen. Das passt gar nicht zu mir. Die letzte Zeit war ziemlich chaotisch! </b>

Elwins Gedanken überschlugen sich, was man ihr auch ansehen konnte. Sie war still und sagte fast gar nichts während sie zunächst ziellos durch die Straßen von Andunie liefen. Dann fasste sich die junge Wassermagierin wieder und erhob ihre Stimme.

„Viktor! Ihr seid wirklich ein Mitglied dieser Organisation? Warum habt Ihr Zitter seinen alten Posten zurück gegeben? Er sollte für seine Straftat büßen! Der Flüchtige hat mich verletzt und zwar nicht im körperlichen Sinne. Dann ist er auch noch zusammen mit einer mir gut bekannten Person geflohen, wobei Zitter geholfen hat. Er hatte seine Strafe verdient!! Ihr habt nicht das Recht mir diese Genugtuung zu verweigern!“

Langsam kam die alte Elwin wieder zum Vorschein und das konnte nur gutes Bedeuten, auch wenn es für den angeblichen Barden vielleicht nicht unbedingt das pure Glück zu bedeuten hatte.

„Aber gut, geschehen ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Vielleicht bekomme ich meine Satisfaktion auf der Reise, wenn Zitter sich etwas zu Schulden kommen lässt, oder wenn wir auf Darak treffen!“

Nun wurde ihr Gesichtsausdruck beängstigend. Ein wirklich böses Grinsen breitete sich darauf aus, aber ihre Gedanken schlugen einen anderen Weg ein, was man ihr natürlich nicht ansehen konnte.

<b>Darak, dieser Schuft! Er ist ein Mörder. Hoffentlich hat er Elena noch nichts angetan. Aber wenn ich so darüber nachdenke… eigentlich hat er sie beschützt. Zwar immer gereizt aber danach immer geschützt! Vielleicht… aber nein, wie komme ich nur darauf! Aber wenn doch…</b>

Schließlich kamen sie am Stadttor an, wo die Wächter, die sie aus Wut angegriffen hatte, noch immer ihren Dienst schoben. Sie versuchte ganz normal zu wirken, aber so ganz wollte es ihre nicht gelingen. Sie schritten an den Wächtern vorüber und mit die bösen Blicke der beiden Männe konnte sie deutlich auf sich ruhen spüren. Dann verließen sie die Stadt und befanden sich nun auf der Stillen Ebene direkt vor dem Tor Andunies.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 23. April 2007, 23:34
von Elwin Fock
Kaum hatten Elwin und Viktor die Stadt verlassen, nahm er auch schon die Hand von der jungen Wassermagierin und zog sie fort vom Stadttor, immer in Richtung der Bucht Kad Harat. Zunächst war die junge Frau so verwirrt, dass sie nichts dagegen tun konnte, auch Wing wurde erschreckt und flatterte unter lauten Gekrächze auf. Sie vernahm die Worte des Barden und sah ihn fragend an, aber machte keinerlei Anstallen auf das Gesagte hin ihre Schritte freiwillig schneller werden zu lassen. Aus irgendeinem Grund machte sich ein seltsames Gefühl in der jungen Wassermagierin breit.

<b>Irgendetwas stimmt hier nicht! Warum zerrt er so an mir und versucht mich schnellstens von der Stadt weg zu bekommen? Will er mich etwa Vergewaltigen? Nein, dafür geht das alles zu schnell! Was zur Niederhölle hat er vor? </b>

Schließlich riss sie sich von ihm los und blieb gute drei Meilen von Andunie entfernt einfach stehen. Viktor blickte sich zu ihr um und hielt ebenfalls inne.

„Was wollt Ihr mir später Erklären?“, fragte sie mit genervter Stimme. „Ihr könnt es mir auch genauso gut hier berichten! Los spuckt es schon…“

Elwin brach ab und in ihren Augen machte sich eine Erkenntnis breit.

<b>Ist er etwa ein Lügner, Schwindler und Gauner? Hat er…</b>

Bevor Viktor noch etwas sagen oder tun konnte ballte sie schon die Fäuste und ihr Blick verfinsterte sich.

„Warum… treffe ich immer nur Leute, die ihr Spielchen treiben?“, sagte sie aufgebracht und schon stieg aus dem gar nicht weit entfernten Fluss etwas Wasser auf.

Elwin murmelte einige kleine unverständliche Worte und schoss eine Wasserkugel vom Fluss herüber und formte sich zu einem Strick aus kühlem Nass. Dieses schwebte noch vor Viktor bevor sie sprach:

„Erklärt mir augenblicklich Euer Vorhaben!“, meinte sie mit ernster und bedrohlicher Stimme.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Dienstag 24. April 2007, 12:11
von Stadtwache
Noch während Viktor mit der mehr als verwirrten, aber zugleich brodelnden Elwin Fock an der Hand davon stob, erreichten Hauptmann Zitter und zwei weitere Männer der Stadtwache das Tor Andunies. Sie ritten auf prachtvollen Apfelschimmeln und der eine Wächter führte noch zwei weitere Rösser am Zügel mit sich – diese waren für den Harfner und seine Begleiterin gedacht. Doch wo steckten sie?

Zitter stieg ab, sprach kurz mit den Wachen am Tor. Diese griffen sich unsicher und zögernd an die Hälse. Zu stark war noch die Erinnerung an Elwins bösartigen Zauber, der ihnen die Kehlen zugeschnürt hatte. Schließlich aber zeigte eine der Wachen in die Stille Ebene hinaus. Elwin und Viktor hätten es vage erkennen können, doch waren sie mit Rennen beschäftigt.

Zitter kratzte sich indes am Kopf. Er war verwirrt, aber er würde ihnen folgen. Immerhin war dieser Harfner auf der Suche nach Darak und niemand wusste, was er mit ihm vor hatte. Zitter war besorgt, zum einen um seinen Posten, zum anderen um Darak und Elena. Er musste sie finden – und zwar <i>vor</i> Viktor Samum.

<b>Wenn sie wirklich den halben Kad Harat durchquert haben, werden sie eine Rast zwangsläufig eingelegt haben müssen. Vielleicht halten sie sich wirklich noch in einem der umliegenden Haine auf.</b>

Hauptmann Zitter gab Befehl zum Aufsitzen und losreiten. Die Torwachen hatten bestätigt, dass Viktor und Elwin bereits die Stadt verlassen hatten. Doch warum warteten sie nicht auf Unterstützung? Etwas war hier faul. Zitter musste sich beeilen.
Gemeinsam mit seinen beiden Männern ritt er in die Stille Ebene hinein.




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Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 10. Juni 2007, 17:30
von Stadtwache
Burian grinste breit von seinem Wachposten über dem Stadttor zu der jungen Frau hinunter. Ob sie wohl wusste, dass das Sonnenlicht ihr Nachthemd in ein Hauch von Nichts verwandelte ? Mit interessiert blitzenden Augen stützte er seine imposanten Unterarme auf der Mauer ab und musterte Amarantha genauestens.

Als ihm jedoch ihre Erschöpfung und ihr Zögern auffiel, zuckte er leicht zusammen. Er war noch relativ neu in der Stadtwache, weshalb ihm wohl die Derbheit und Abgebrühtheit seiner Kollegen fehlte. Jedenfalls hörte er sogleich die mahnende Stimme seiner Schwester in den Ohren, Frauen gegenüber stets höflich und zuvorkommend zu sein. Eilig richtete er sich auf und rief freundlich zu der jungen Frau herunter. „Seid gegrüßt an unseren Toren. Wer seid ihr und was wollt ?“

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 10. Juni 2007, 18:45
von Stadtwache
Ernst und nachdenklich ruhte Burians Blick auf Amarantha, als er ihr lauschte. <b>Eine Näherin also... </b>Als er ihr Erröten und ihr seltsam scheues Verhalten bemerkte, gab er sich einen Ruck. Das war definitiv ein Mädchen in Nöten. „Verzeiht, aber diese Fragen musste ich stellen. Einen Moment. Ich komme herunter und öffne Euch das Tor.“ Mit ausladenden Schritten eilte er zum Tor hinunter und riss es elangeladen und mit fröhlichem Grinsen auf.

Sorgsam darauf bedacht, wenigstens einen Schritt Abstand zu ihr zu halten, deutete er ihr an einzutreten. „Willkommen in Andunie.“ Er zögerte einen Moment und sah sich schnell um, ob einer seiner Kollegen zu sehen war. Doch glücklicherweise waren alle bei dem warmen Wetter in dem kühlen Steinhaus der Stadtwache. „Habt Ihr einen Platz, den Ihr aufsuchen könnt ?“ Seine Stimme klang leise, freundlich und fast ein wenig zögernd. Abwartend sah er sie an, während er das Tor wieder hinter ihr schloss.

Neben ihr kam er sich beinahe wie ein Riese vor. Sie reichte ihm knapp bis an die Brust und war auch nur halb so breit wie er. Etwas unsicher strich er sich die braunen, leicht gewellten, etwas zu langen Haare aus dem kantigen Gesicht und wechselte von einem Bein auf das andere. Noch immer lag der Blick seiner schokobraunen Augen ruhig und abwartend auf ihr.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 11. Juni 2007, 21:42
von Stadtwache
Burian fuhr sich nachdenklich übers Kinn. Noch immer sah er Amarantha nachdenklich und forschend an. Dann jedoch straffte er sich. „Wenn Ihr wollt, könnte ich Euch eine Schneiderin nennen, die gerne Neuankömmlinge unter ihre Fittiche nimmt...“ Fragend sah er sie an. „Also nur, wenn Ihr wollt.“ Beinahe schien es ihm schon unangenehm, ihr Hilfe angeboten zu haben, obwohl gleichzeitig auch Hoffnung in seinen Augen aufschimmerte.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2007, 21:34
von Stadtwache
Burian konnte nicht anders. Er war schon zart errötet, als er bemerkte, wie er sie mit seinem Angebot verwirrt hatte, doch als sie ihn so sanft anlächelte, breitete sich ein leicht dümmliches, aber deutlich erleichtertes Grinsen auf seinem Gesicht aus. „Schön.“ Er räusperte sich und sah sich noch mal schnell um, ob auch niemand sein tölpelhaftes Benehmen bemerkte...

Nein. Alle waren noch drinnen. Erleichtert seufzte er leise und straffte sich dann. „Leider kann ich euch nicht selber zu ihr bringen, da meine Wache noch bis zum Sonnenuntergang geht, aber Ihr müsstet es auch so finden.“ Er zwinkerte ihr vergnügt zu. „Es gibt nicht so viele karmesinrote Häuser in Andunie.“ Er blickte in Richtung der Strasse und schien in Gedanken den einfachsten Weg zusammenzustellen. Schließlich nickte er zufrieden.

„Also ihr geht diese Strasse entlang bis sie auf den kleinen Marktplatz mit dem Springbrunnen trifft. Dort biegt ihr in die Strasse zu eurer Linken ab –an der Ecke ist eine Taverne- und dieser folgt ihr dann bis zu der Ecke mit dem Gemischtwarenladen. Dort müsst ihr rechts rein, die Strasse ist kleiner als die vorherigen, und dann kommt auf der linken Seite das Haus.“ Er sah sie schmunzelnd an. „Wie gesagt, es gibt nicht viele karmesinrote Häuser hier. Und auch wenige Gärten, die vor Blumen überzuquellen scheinen. Falls Ihr dennoch unsicher seien solltet... Sie heißt Alda Ehrwald.“ Fragend zog eine Augenbraue hoch. „Meint Ihr das wird gehen ?“

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 21:30
von Nilrea
[komme von--> Zu der Hafenstadt Anduie]

Chanda und Nilrea hatten in den letzten Tagen ein recht zügiges Tempo angeschlagen, so dass bald die Stadt Andunie in Sicht kam. Sie wirkte beinahe ebenso beeindruckend, wie Pelgar. Jedoch machte sie auf die junge Elfe einen freundlicheren Eindruck, als die Hauptstadt Celcias. Die hellen und dunklen Steine, aus denen die Stadt erbaut war, spielten fröhlich im Einklang der Farben miteinander und verliehen dem ganzen einen recht freundlichen Eindruck.
Überall herrschte ein reges Treiben, Menschen verließen die Stadt oder verlangten eingelassen zu werden. Das Stadttor war ebenfalls aus dem gleichen Stein, wie die meisten anderen Häuser erbaut worden. Die zwei Wachen, die davor standen, führten gerade eine ausgelassene Diskussion, während Nilrea weiter auf den Eingang zuritt.

Langsam überkam sie ein seltsames Gefühl, etwa Aufregung. Sie hatte noch nie das Meer gesehen, nur davon gehört. Konnte es wirklich so viel Wasser auf einem Haufen geben, wie man sich erzählte? Oder hatten die Händler, die nach Eldar gekommen waren nur Übertrieben, um die Elfen zu beeindrucken? Andererseits, die Welt hatte viele Wunder vorbereitet, und sie hatte noch nicht viel von Celcia gesehen. Warum sollte es also nicht so etwas, wie das Meer geben?

<b>Ich freu mich schon darauf, das Meer zu sehen. Gerade konnte man es leider noch nicht gut entdecken, da Andunie es meistens verdeckt hat. </b>

Sam lief immer noch neben ihr her. Obwohl sie in den letzten Tagen recht schnell geritten waren und nicht viele Pausen gemacht hatten, schien es dem Wolf jetzt besser zu gehen, als zuvor. Manchmal tollte er neben ihnen rum, lief vor und manchmal verschwand er für einige Stunden auch ganz. Allerdings kam er immer bald wieder, meistens mit einigen Resten Fleisch zwischen den Zähnen.

Immer näher kamen sie dem Tor, bis sie schließlich nur noch einige Meter entfernt waren. Nilrea ritt noch weiter und hielt schließlich kurz vor einem der Wachen, der sich immer noch mit seinem Kollegen unterhielt. Vorsichtig räusperte sie sich, bis sie sich sicher war, dass man ihr Aufmerksamkeit schenkte.

"Ähm, Entschuldigung. Können wir passieren?"

Geduldig wartete sie ab, ob sie in die Stadt eingelassen wurden. Allerdings, was spräche dagegen? Vielleicht Sam. Aber das konnte sie doch nicht wirklich stören, oder?

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Freitag 15. Juni 2007, 22:09
von Chanda
[Komme aus der Stillen Ebene ‚Zu der Hafenstadt Andunie’]

Es gab nichts und niemanden, der ihrer Reise im Weg stand. Nicht einmal besondere Vorkommnisse, von denen sie zu Beginn einige erlebt hatten, brachten sie von dem Weg ab. Chanda hatte während der ganzen Reise nur über das Nötigste gesprochen, dabei war sie oft ins Grübeln gefallen und dachte über das nach, was auf sie zukommen würde. Eine so große Stadt zum ersten Mal zu begegnen, war aufregend und furchteinflößend zugleich, doch endlich kam sie voran. Sie hatte vor Andunie zu besuchen, das war das eigentliche Ziel noch bevor sie die beiden Elfen getroffen hatte. Und hatte sie sich irgendwie an diese gebunden? Nein, soweit sie wusste, war sie nicht dazu verpflichtet mit Nilrea nach Sarma zu reisen. Eine Stadt, inmitten einer öden Wildnis aus Sand. Diebe soll es dort zuhauf geben. Diebe und viel Armut. Das hatte Chanda jedenfalls gehört und sie musste zugeben, dass sie wirklich wenig über andere Landstriche und Städte in Celcia wusste.
Noch bevor sie die Tore Andunies durchquerten, kaufte ein Bauer ihnen Eliras Pferd ab. Ein Zufall, denn vor kurzem war sein Hengst gestorben und er brauchte dringend ein kräftiges Tier um die Felder zu pflügen. Der Ochse war nämlich schon alt.
Also waren nur noch Chanda und Nilrea auf zwei Pferden beritten und mit einem Wolf in Begleitung vor den Stadttoren anzutreffen. Mit sichtbaren Staunen und Respekt betrachtete Chanda das robuste Mauerwerk aus dem hellen Stein. Wie konnten Menschen nur solche Bauwerke erschaffen? Es musste Ewigkeiten gedauert haben. Aber nun versuchte sie aufmerksamer zu werden und sich auf das zu konzentrieren, was vor ihr lag: Ein Wächter, der nicht gerade so aussah, als sei er daran interessiert, mit der Elfe ein Gespräch zu führen. Aber eigentlich wollten sie und Chanda ja auch nur passieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die blondhaarige Frau schmeckte etwas auf der Zunge, das vom Winde durch die Luft getragen wurde und einen frischen, zugleich aber auch starken Geschmack mit sich brachte. Instinktiv wusste sie, dass es das Meer war, welches solche Gerüche mit sich brachte. Zwar hatte sie dies zuvor noch nie gesehen, aber was sollte es sonst sein? Reine Luft, vermischt mit Seetang und Salz. Das musste es sein.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Samstag 16. Juni 2007, 21:48
von Erzähler
Eine der Wachen löste sich aus der Unterhaltung und schaute die beiden Frauen kurz, aber freundlich an. Anscheinend hatte er nichts auszusetzen an dem was er sah den er bot ihnen freundlich an zu passieren:

„Sicherlich, passiert nur. Aber macht keinen Unsinn in der Stadt…Andunies Kerker sind zwar zurzeit fast leer, aber wenn ihr Ärger macht haben wir nur unnötig Arbeit!“

Der Mann lachte und auch die anderen Soldaten lachten mit ihm. Dann ging sein Blick zu Sam, doch er sagte nichts sondern machte das Tor frei. Die Straßen von Andunie waren voll und der Geruch des Meeres wehte durch die Gassen. Wohin sollten sich die beiden wenden? In eine Schenke von Andunie oder lieber an den Hafen von Andunie? Ihnen standen alle Wege offen…!

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Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Dienstag 3. Juli 2007, 21:17
von Nerika
<i>[komme von: Stille Ebene-->Hinter dem Gebirge]</i>

Es wurdeimmer heller und bald schon konnte man zuerst die Stadt und bald darauf deren Tore erkennen. Nerika war irgendwie... angenehm überrascht. Sie hatte sich andere Städte ähnlich wie Morgeria vorgestellt. Natürlich hatte sie gewusst, dass es nicht wirklich so sein könnte, aber trotzdem war in ihrem Hinterkopf immer ein Gedanke an die dunkle Stadt und ihren Herrscher gewesen. Andunie war im Gegensatz zu Morgeria prachtvoll, freundlich und strahlte geradezu Wärme aus. Dahinter lag das Meer. Auch von Morgeria hatte man vage den Streifen glitzenden Blaus gesehen, eigentlich genauso, wie hier. Nah war Nerika dem riesigen Gewässer eigentlich noch nie gekommen, also freute sie sich innerlich schon auf den Hafen. Aber nicht nur auf den Hafen freute sie sich, denn schon bald verspürte sie ein nagendes Hungergefühl und konnte es garnicht erwarten, im nächsten Wirtshaus einen saftigen Braten zu verschlingen. Ihr Pfred Lifrir hingegen hatte es gut, immerhin konnte es sich überall, wo Gras war, ernähren. man konnte fast schon neidisch werden.

Schon bald näherten sich der sehr nervöse(?) Frederick und ein entschlossener Gilbert mit der erstaunten Dunkelelfe die Tore der wunderschönen Stadt, an deren Tor zwei Wächter standen, die recht freundlich und garnicht, wie die Orks blickten. Das erfüllte Nerika mit Zuversicht und Neugier auf das was die so eifrigen Wächter behüteten.

Zu dritt standen sie vor den Toren. Nerika starrend, Gilbert etwas ... nunja, mürrisch? Auch Frederick sah nicht besonders erfreut aus. Waren sie denn nicht glücklich, in der Stadt Schutz zu suchen und zu finden, nachdem sie so über sie restlichen Meilen gehetzt waren, um vor Kelfas und auch Marius zu fliehen? da niemand von ihnen den Mund aufmachte, entschloss sich die dunkelelfe, etwas zu sagen.

"Seid gegrüßt, Wächter dieser wunderschönen Stadt, "freundlich lächelte sie. "Wir würden gerne eintreten."

<b>Ehrlich gesagt hoffe ich, dass sie mich überhaupt einlassen, aber ich habe bisher nichts Schlechtes über diese Wächter gehört und misstrauischer, als die Pelganer werden sie jedenfalls nicht sein können... sagen jedenfalls alle, alle die ich kenne... Naja, sonderlich freundlich waren alle die ich kenne, bestimmt nicht zu diesen Stadtwächtern, aber wenn ich mich benehme und jetzt nur nichts schlimmes sage, kann ich bestimmt hinein, obwohl, vielleicht... Ach, Quatsch... ich sollte mir nicht so viele Sorgen machen. ich werde ja schon sehen, was sie zu uns, besonders zu mir sagen. Die Anderen scheinen ja nicht sonderlich interessiert zu sein...</b>

Fast hätte sie Frederick in die Rippen gestoßen, er solle doch auch etwas freundlicher blicken, aber da alle noch auf den Pferden saßen und zu weit voneinander entfernt waren ging das schlecht und Nerika blickte die beiden Stadtwächter erwartungsvoll an.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Sonntag 15. Juli 2007, 00:27
von Stadtwache
Der Wächter am Tor war schon früh auf die drei Reisenden aufmerksam geworden, aber erst jetzt erkannte er, was für eine seltsame Truppe zu abgaben.

Zum einen war da diese Dunkelelfe, die sehr freundlich um Einlass gebeten hatte. Dann waren da aber noch zwei Menschen, die eher nervös und ungeduldig wirkten.
<b>So eine seltsame Gemeinschaft habe ich selten in meiner Zeit als Wächter gesehen, aber sie alle scheinen keine Gefahr zu sein!</b>

"Seid auch ihr gegrüßt, Dunkelelfe. Was führt euch hierher in die Stadt Anduine? Selten sahen wir Jemand von eurem Volk, der zu dieser dunklen Stunden zu uns kam."

Freundlich hatte der Wächter gesprochen und sah Nerika jetzt erwartungsvoll an. Schließlich schienen ihre beiden Begleiter nicht zum Sprechen aufgelegt zu sein.

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 16. Juli 2007, 18:20
von Stadtwache
Die Wachen vor dem Stadttor waren eigentlich immer recht freundlich und zuvorkommend, auch zu Fremden. Demnach war es kein Wunder, dass Andunies Tor fast immer offen stand.
Doch jetzt, da einer der Wächter von Marcon angesprochen wurde, streckte er ihm seine Pike entgegen und versperrte ihm zugleich den Zugang zur Stadt.

"Heda, Ihr seid ein Dunkelelf. Man erzählt sich, dass Eure Rasse es ist, die Celcia diese verfluchten Wolken beschert. Vielleicht verschwindet Ihr besser, ehe ich nachhelfe!" Der Wächter war jung und das erkannte man nicht nur an seinem sommersprossigen Gesicht, welches gerade einen ersten Bartflaum bekam. Seine Augen strahlten noch wie es nur die eines sehr jungen Mannes vermochten. Außerdem griff er die Pike mit solcher Unerfahrenheit, dass ein anderer ebenso junger Soldat sie ihm spielend leicht aus den Fingern hätte schlagen können.

Der andere Wächter am Tor mischte sich ein. Er war vielleicht sein Ausbilder, vielleicht aber auch einfach nur der erfahrene Wachmann, der mehr zu sagen hatte.
"Nun entspann dich mal, Junge. Ja, er ist ein Dunkelelf, aber nicht jeder von denen ist bösartig." Der Wächter musterte Marcon kurz. "Führt Euch etwas Bestimmtes in die Stadt?"

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 16. Juli 2007, 20:58
von Stadtwache
Der Wächter musterte den Fremden erneut. Dieser funkelte beide an mit durchdringendem Blick. Als hätte er töten wollen ... aber viele Dunkelelfen schauten so. Der Wächter erinnerte sich an Xune Myrlochar, die sich ziemlich neutral verhielt und sogar in Andunie wohnte. Er hatte sie lange nicht mehr gesehen.

<b>Ob sie verreist ist? Aber egal, jetzt muss ich erst einmal sehen, den hier herein zu lassen.</b>

Der Wachmann hörte sich den Grund des Fremden an. Seine Dienste wollte er also anbieten, die Frage war nur, <i>welche</i> Dienste. Doch der Stadtwächter erfuhr es schnell. Dieser Fremde verhielt sich sonderbar, demnach ging er auch zwielichtigen Geschäften nach. Leute suchen und der Wache überbringen?

"Nun, da fiele mir sofort ein, an wen Ihr Euch mit Euren ... Diensten wenden könntet. Da unser Hauptmann, Zitter, nicht zugegen ist, müsstet Ihr Euch direkt an den Bürgermeister wenden. Ich weiß nicht, ob er Euch wegen eine Banalität empfangen wird. Vielleicht werdet Ihr auch nur an den nächstbesten weitergereicht, aber einen Auftrag gäbe es da schon für Euch. Geht einfach mal zum Rathaus, Fremder. Wünsche Euch einen angenehmen Aufenthalt in der Stadt."

Der Wächter zog den sommersprossigen Kameraden zur Seite und machte Platz, damit Marcon die Stadt betreten konnte.


<i>[weiter in Adunie, je nachdem wohin Marcon gehen will]</i>

Re: An den Toren Andunies

Verfasst: Montag 16. Juli 2007, 21:05
von Nerika
Duie Worte des Stadtwächters verwunderten Nerika. Wollten sie von jedem wissen, was er hier machte? Nein, die wollten bestimmt nur tratschen, außerdem war sie eine Dunkelelfe und so hatten die beiden sicherlich nur vor, ihre schöne Stadt zu beschützen.

"Also, ich bin ...", was sollte sie jetzt sagen? "... ich bin auf der Suche nach..."

<b>Ja, nach was eigentlich?... Nach meiner Mutter, aber was interessiert die das. Da könnte ich genauso sagen, ich suche meine beste Freundin die Elfe. Und überhaupt, wieso mache ich das überhaupt? Weil ich nichts besseres zu tun habe? Weil ich sie unbedingt nach meiner Vergangenheit fragen will? Wahrscheinlich kaufen sie mir diese Wahrheit nicht ab...</b>

Die Pause zog sich in die Länge und nach einigem Zögern sprach Nerika weite:"...auf der Suche nach... meinem Glück, Freiheit und...", sollte sie das auch noch sagen, oder dächten die wächter dann, sie wäre verrückt? "... und nach einem besseren Ort, möglichst weit von meiner ursprünglichen Heimat entfernt."

Das stimmte, aber es hörte sich nicht besonders glaubwürdig an. Der Soldat schien seine Möglichkeiten abzuwägen und zu überlegen, ob man ihr trauen konnte. Währenddessen starrten Marius und Gilbert noch immer zu Boden, aber die Dunkelelfe hörte Geräusche hinter sich. Sie drehte sich auf dem Pferd um und beobachte interessiert einen anderen Dunkelelfen, der anscheinend ebenfalls die Absicht hatte, das Tor zu durchschreiten. Er war allerdings auf der anderen Seite des Tores, sodass man nichts verstehen konnte, nur beobachten, wie ihm ein Soldat den Zutritt verweigern wollte.

<b>Seltsam, der Soldat da drüben ist nicht so frendlich und zuvorkommend, wie dieser, aber mich störts nicht. Ich will nur so schnell wie möglich in die Stadt... hoffentlich ändert "mein" Wächter nicht seine Meinung und lässt mich nicht eintreten. </b>

Vorsichtshalber fügte sie noch lächelnd hinzu:"Falls ihr mir nicht glauben wollt... und damit will ich Euch keineswegs beleidigen, ich schwöre meinetwegen, dass ich keine Absichten hege, irgendjemanden anderer und auch meiner Rasse anzugreifen, es sei denn, er will mir Böses, und ich nichts mit dem dunklen Herrscher und sonst jemandem mit finstrern Vorhaben zu tun habe und auch nicht haben will." nerika hoffte, dass niemand falsches von ihr denken sollte und deswegen hatte sie die Wahrheit gesagt und so musste sie wenigstens ein bisschen glaubwürdig geklungen. Hoffentlich.