Gemeinschaftsraum

Der Zugang in die festungsartige Verwahrungsanstalt sind nur Priestern und anderen Geistlichen gestattet, denn hier sind geistig Verwirrte untergebracht. Besucher verboten!
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Vana Erendis Morgaine
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Sonntag 3. August 2008, 23:38

Klack! Endlich, die Tür sprang auf und vor ihr lag alles, was sie so sehr begehrte, ihr Katana, ihr Stab und ihr Beutel. Alles so, wie sie es bei ihrem Abtransport zur Reichsklinik verlassen hatte. Doch noch etwas geschah in diesem für sie so erfreulichen Augenblick, genau im gleichen Moment als die Tür aufsprang, hörte sie eine der Wachen unsicher rufen: <i>„W…er….ist…da?! G…e-bt… euch zu erkennen!“</i> Ein schauerlicher Fluch, der selbst dem Wachmann die Schamesröte ins Gesicht steigen ließ, entfuhr ihr. Gerade jetzt musste sie entdeckt werden, aber so kurz vor dem Ziel würde sie sich nicht mehr aufhalten lassen. Den Wachmann ignorierend stürzte sie in den Raum und warf den Umhang ab. Mit fliegenden Fingern schnallte sie sich ihr Katana auf den Rücken, hängte sich den Beutel um und schnappte sich den Kampfstab. Kaum hatte sie ihn in der Hand, spürte sie die Magie, die von ihm ausging, legte aber nicht sofort den magischen Schirm um sich. Damit wollte sie noch warten, bis es wirklich notwendig war. So gerüstet legte sie den Umhang, den sie vorher abgeworfen hatte wieder um und steckte den Dolch aus dem Lagerraum in ihren Beutel. Warum sollte sie diese zusätzliche Waffe auch zurück lassen?

Als sie den Raum, nachdem sie sich ihre Sachen angeeignet hatte, jedoch wieder verließ, erlebte sie eine herbe Überraschung. Hatte sie gedacht, sie könnte sich heimlich und unsichtbar aus der Anstalt schleichen, so musste sie sehr schnell feststellen, dass der Wachmann sie anscheinend auf einmal sehen konnte. Zumindest starrte er mit offenem Mund genau in ihre Richtung. „Was zum ...?“, entfuhr es ihr, bevor sie vollkommen entgeistert auf ihren Umhanng blickte, den sie nun ebenfalls ganz deutlich sah. Was ihr soeben in der Eile komplett entgangen war, der Unsichtbarkeitszauber, der auf dem Umhang gelegen hatte, war auf einmal verflogen. Der Umhang war nun nichts weiter als das, was er nun einmal war, ein ganz normales Kleidungsstück.

So groß ihre Überraschung auch war, so schnell hatte sie sich auch wieder gefangen und blickte den Wachmann finster an, dabei konzentrierte sie sich darauf blitzschnell, die Aktivierungsformel für ihren magischen Schutzschild zu sprechen. Noch einmal würde sie sich jedenfalls nicht von den Wächtern Burgsteins überrumpeln lassen.
Den Wachmann fest im Blick ging sie langsam und gemessenen Schrittes auf ihn zu, gleichzeitig sagte sie mit fester Stimme: <span style="color:01019A;">„Was schaut ihr mich an, als wäre ich ein Geist Faldors. Habt ihr noch nie eine Priesterin gesehen? Auch euch dürfte bekannt sein, dass wir Priester hin und wieder den Insassen Burgsteins Trost spenden und sie den Göttern näher bringen. Also steht mir nicht im Weg und lasst mich meine Arbeit machen.“</span>
Der Wächter machte auf sie einen nicht gerade sicheren Eindruck und so hoffte sie, dass er sich von ihr täuschen ließ, doch wenn nicht, nun, dann würde sie sich wohl ihrer Haut erwehren müssen. Auf jeden Fall war sie festen Willens, sich nicht noch einmal festsetzen zu lassen.

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Stadtwache
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Stadtwache » Sonntag 10. August 2008, 21:35

Der Wachmann trat unsicher einige Schritte zurück als die Frau die förmlich aus dem Nichts aufgetaucht war. „K—einen Sc—chritt weiter!“ Die Anstalt war einfach ein zu unheimlicher Arbeitsort für ihn er hätte es doch wissen müssen! Er hätte doch bei der Stadtwache seinen Schädel hinhalten sollen als hier zu sein. „Hier ist es sicher, hier laufen nur wehrlose Irre herum.“ Brabbelte er vor sich her. Aber dass diese mit Geistern wie sie hier paktierte hatte ihm niemand gesagt. Seine Hand zitterte was sich stark auf seine Hellebarde auswirkte die er auf sie gerichtet hielt. Ängstliche Leute neigten dazu schneller zuzuschlagen als sie selbst vielleicht denken konnten oder aber sie liefen. Dieser hier stand aber noch immer wie angewurzelt da.

<i> „Was schaut ihr mich an, als wäre ich ein Geist Faldors. Habt ihr noch nie eine Priesterin gesehen? Auch euch dürfte bekannt sein, dass wir Priester hin und wieder den Insassen Burgsteins Trost spenden und sie den Göttern näher bringen. Also steht mir nicht im Weg und lasst mich meine Arbeit machen.“</i>

Der Mann nahm militärische Haltung an und zog die Hellebarde von ihr weg. „Tut mir leid Gnädigste a.—aber… ihr… seid… aus dem Nichts aufgetaucht… uh…nn.d…in dieser… Zelle… gibt.. es keinen I-insassen.“ Gab er seine Zweifel offen Kund.

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Vana Erendis Morgaine
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Mittwoch 13. August 2008, 23:51

Die Hellebarde zitterte während sie auf ihn zu schritt. Er war nervös, hochgradig nervös, das konnte selbst ein Blinder sehen. Vana wusste, dass ein falsches Wort, eine falsche Geste zur Katastrophe führen konnte und es lag nicht in ihrem Interesse, unnötig Blut zu vergießen.
Sie war zwar eine gesuchte Mörderin, doch mordete sie nicht sinnlos und aus reinem Vergnügen. Endlich nahm er seine Waffe in die Höhe, nachdem sie sich ihm als Priesterin zu erkennen gegeben hatte, was ja noch nicht einmal gelogen war.
<i>„Tut mir leid Gnädigste, a.—aber… ihr… seid… aus dem Nichts aufgetaucht… uh…nn.d…in dieser… Zelle… gibt.. es keinen I-insassen.“</i> Innerlich atmete sie auf, seine entspanntere Haltung ließ die Situation bereits wesentlich ungefährlicher erscheinen. Seine Zweifel waren allerdings noch nicht restlos beseitigt. Es bedurfte noch eines kleinen Schubses in die richtige Richtung und er würde ihr vielleicht sogar behilflich sein.
Vana nahm eine lockere Haltung ein, die dem Wachmann signalisieren solte, dass von ihr keine Gefahr ausging. Schließlich kniff sie ihre Augen zusammen und meinte freundlich:
<span style="color:01019A;">“Lysanthor sei Dank war dieser Raum leer. Euch ist sicher nicht entgangen, dass bis eben noch auf diesem Flur ein beträchtlicher Aufruhr herrschte. Nun, ich habe einige Erfahrung mit den Insassen hier, immerhin wurde ich nicht zum ersten Mal gerufen und glaubt mir, ich habe kein Verlangen danach, diesen Leuten in einer unübersichtlichen Situation, wie der von eben, ungeschützt über den Weg zu laufen. Also habe ich mich auf gut Glück in eines der Zimmer geflüchtet. Zu meinem Glück war es leer und so konnte ich abwarten, bis wieder Ruhe eingekehrt war. Ihr seht also, es ist nichts Unnätürliches daran, dass ich aus diesem Raum gekommen bin.“</span>

Die Geschichte konnte durchaus glaubhaft sein. Gut, einer tiefgründigen Betrachtung hielt sie wahrscheinlich nicht stand, aber Vana ging davon aus, dass der Wachmann einfach zu unsicher war, um über das, was sie ihm da auftischte, genauer nachzudenken.
<span style="color:01019A;">“Aber da ihr schon einmal hier seid, würdet ihr mir einen großen Dienst erweisen, wenn ihr mich sicher von dieser Station geleiten würdet. Bei solch einem stattlichen Krieger fühle ich schwache Frau mich gleich viel sicherer. Mein Dank wird euch gewiss sein.“</span>
Wenn er vorher noch etwas gezweifelt haben sollte, so solte ihre Schmeichelei bei ihm auch die letzten Zweifel beseitigt haben. Er wäre kein Mann, würde er nicht den schmeichelnden Worten einer Frau erliegen und auch die Diener Lysanthors waren letztendlich nur Männer, mit all den ihnen innewohnenenden Tugenden und Lastern.

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Stadtwache
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Stadtwache » Sonntag 17. August 2008, 14:13

Unsicher und unschlüssig stand der Mann da hörte aber auf ihre Worte als wären diese das einzigen an was er sich festhalten konnte. Er wusste offensichtlich nicht was er zu tun hatte, ausserdem war heute ohnehin nicht sein Tag. Katzenschwänze die plötzlich aufgetaucht war, dieser ganzer Tumult. Es war ein schrecklicher Tag heute. <i> “Lysanthor sei Dank war dieser Raum leer.“</i> Der Wächter schielte in die genannte Zelle die Leer war. Einige Rucksäcke und Pakete von den Insassen waren darin gestapelt. Er nickte und blickte Vana wieder in die Augen.
<i>“Euch ist sicher nicht entgangen, dass bis eben noch auf diesem Flur ein beträchtlicher Aufruhr herrschte.“</i> „Ja.“ Nickte er bestätigend. „In letzter Zeit kommt dies leider häufiger vor! Ihr solltet für uns zu den Göttern beten und bitten sie mögen doch die unruhigen Geister der Irren besänftigen.“ Meinte er beinahe schon klagend. Warum war er nicht zur Stadtwache gegangen? Warum hatte er sich DAS antun müssen?

<i>“Nun, ich habe einige Erfahrung mit den Insassen hier, immerhin wurde ich nicht zum ersten Mal gerufen und glaubt mir, ich habe kein Verlangen danach, diesen Leuten in einer unübersichtlichen Situation, wie der von eben, ungeschützt über den Weg zu laufen.“</i> „Ich habe euch hier noch nie gesehen.“ Meinte der Wächter dünn, dann nickte er aber. „Ja diese Leute können ganz schön unheimlich und gefährlich werden!“ Die Bedenken der Priesterin waren völlig verständlich, sogar er fürchtete sich und er war erstens ein Mann, zweitens gepanzert und drittens schwer bewaffnet.

<i>“Also habe ich mich auf gut Glück in eines der Zimmer geflüchtet. Zu meinem Glück war es leer und so konnte ich abwarten, bis wieder Ruhe eingekehrt war. Ihr seht also, es ist nichts Unnätürliches daran, dass ich aus diesem Raum gekommen bin.“
</i>

Langsam nickte der Wächter. Was die Frau da sagte klang einleuchtend.

<i> “Aber da ihr schon einmal hier seid, würdet ihr mir einen großen Dienst erweisen, wenn ihr mich sicher von dieser Station geleiten würdet. Bei solch einem stattlichen Krieger fühle ich schwache Frau mich gleich viel sicherer. Mein Dank wird euch gewiss sein.“</i>

Der Wächter machte sich plötzlich gross und lächelte. „Natürlich Gnädigste, ich bringe sie bis aus der Anstalt raus.“ Meinte er schliesslich. „Folgt mir dicht.“ Meinte er knapp und führte sie den Gang entlang, schloss ihr die Tore auf. Immer wieder begegneten sie andere Wachen die Postiert waren, nur einer von ihnen müsste den Steckbrief gesehen haben und es bräche die Hälle los. An diesem prangte nämlich seit kurzem eine vom Inquisitor persönlich beschriebene Zeichnung der gesuchten Verbrecherin deren beide Namen nun bekannt waren. Der Wächter hatte es nicht eilig. Sie gelangten schliesslich zum Aussentor. Gleich hätte sie es geschafft und sie würde in Freiheit treten können… nun ja wenn man den Hexenkessel Pelgar in welchem alle nach ihr suchten als Freiheit bezeichnet werden konnte.

„HALT!“ Meinte einer der Torwächter und schritt auf die beiden zu. Er musterte Vana eindringlich. „Wer seid ihr?!“ Murrte er verärgert wirkend. Der Wächter der sie bis hierhin begleitet hatte blickte zu Vana hin. „Dies ist eine Priesterin für die Irren.“ Sein Kamerad legte den Kopf schief. „Ich kann mich nicht erinnern eine Priesterin für die Irren hier eingelassen zu haben. Vielleicht seid ihr eher eine Priesterin DER Irren. Schliesslich würde Ich mich bestimmt daran erinnern wenn ich SO eine Frau hier einlassen würde! Im Moment tummeln sich ohnehin sehr viele Frauen hier rum. Auch Botinnen aus der Reichsklinik die Katzen in die Anstalt verlieren.“

Ein kleiner Haken also. Der Wächter hatte beim Einlass eine andere Frau gesehen als nun vor ihm stand, kein Wunder hatte sie damals ja den Runenzauber auf sich angewendet.

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Vana Erendis Morgaine
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Mittwoch 20. August 2008, 23:19

Die Schmeichelei verfehlte nicht ihre Wirkung. Sofort warf sich der Wachmann in die Brust und beteuerte ihr, dass er sie auf dem schnellsten Weg aus der Anstalt führen wolle. Mit ihrem zuckersüßesten Lächeln nichte sie ihm zu und bedeutete ihm voran zu gehen. Der Weg zog sich in die Länge, denn der Wachmann zeigte doch nicht die Eile, die er vorhin vorgegeben hatte. Immer wieder begegneten sie anderen Wächtern, weswegen Vana immer auf der Hut war, bereit ihren magischen Schutz zu aktivieren.
Doch nichts geschah und sie erreichten vollkommen unangefochten das Außentor der Anstalt. Hier, nur ein paar Schritte von der Freiheit der Straßen Pelgars getrennt, stellte sich ihr dann doch noch das erwartete Hindernis in Gestalt des Torwächters in den Weg. Auf die Erklärung seines Kollegen hin, sie wäre eine Priesterin, musterte er sie kritisch und meinte mürrisch, dass er sich nicht erinnern könne, eine Priesterin eingelassen zu haben.
<b>Natürlich kannst du dich nicht erinnern!“</b>, dachte Vana belustigt, obwohl die Situation alles andere als lustig war. Als er die Botin aus der Reichsklinik erwähnte, musste sie unwillkürlich schmunzeln, denn er war es gewesen, der sie am Ende doch eingelassen hatte, nur in der Gestalt der Botin mit der Katze. Vielleicht ließ sich das sogar zu ihren Gunsten nutzen. Doch zuerst galt es auch bei ihm, die bestehenden Zweifel zu zerstreuen.

Vana setzte also ein arrogantes Lächeln auf und fragte süffisant und mit öliger Stimme: <span style="color:01019A;">„Soooo, ihr habt keine Priesterin eingelassen? Sagt mir, wie lange haltet ihr hier am Tor Wache? ... Nein, sagt es nicht, ihr steht hier stets und ständig, tagaus, tagein, den ganzen Tag, habe ich Recht? Oder ist es nicht eher so, dass ihr regelmäßig abgelöst werdet und dann nach Hause geht, zu Weib und Kind? Ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will, natürlich habt ihr mich nicht eingelassen, es war der Wachmann vor euch, den ihr abgelöst habt.“</span> Der Hinweis auf die Wachablösung sollte reichen, um seine Bedenken in Bezug auf die Priesterin zu zerstreuen, weswegen sie etwas freundlcher an ihn gewandt fortfuhr: <span style="color:01019A;">„Wenn ihr mich nun entschuldigen würdet, als Priesterin habe ich noch mehr Aufgaben, als mich um den göttlichen Beistand der Insassen eurer Anstalt zu sorgen. Ich bitte euch also, mir nun das Tor zu öffnen, man erwartet mich im Tempel zurück.“</span>

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Stadtwache » Donnerstag 28. August 2008, 21:52

Bei normalen Wachen an normalen Toren, wie beispielsweise dem Stadttor Pelgars, kam man mit Tricks wie Vana ihn nun versuchte möglicherweise durch. Doch Burgstein sah nicht nur wie eine Festung aus, in die niemand hinein und heraus gelangte, wenn die Pfleger es nicht wollten, sondern auch ein Ort, der noch stärker abgesichert schien, als Pelgar selbst.

<span style="color:01019A;">"Soso, beim Wächter vorher habt Ihr die Anstalt also betreten."</span> Er blickte zu seinem Kollegen, runzelte die Stirn. <span style="color:01019A;">"Das müsste eigentlich Hartmut gewesen sein. Hat der das nicht in die Liste eingetragen?"</span> Der derzeitige Torwächter drehte sich um und schaute auf ein Pergament, das hinter ihm an der Wand befestigt war. Es handelte sich um einen Besucherliste. Alle Personen, die Burgstein betraten oder verließen, wurden hier entweder mit Namen oder knapper Beschreibung eingetragen, je nachdem ob sie ihren Namen nannten. Dazu aufgefordert wurden sie von den Wächtern nicht. Es war eine Absicherung der Anstalt, von der nicht alle sofort wissen sollten. Die Wachen tätigten ihre Eintragungen von selbst, aber sehr gewissenhaft. Daher fand es dieser Mann nun auch besonders merkwürdig, dass sein Vorgänger Hartmut so nachlässig gewesen sei.
Er studierte das Pergament.
<span style="color:01019A;">"Keine Priesterin, nur eine ... Katzenbotin. Was soll ich denn mit <i>dem</i> Eintrag anfangen? Hartmut könnte sich ruhig klarer ausdrücken. Katzenbotin ... pha! Naja, jedenfalls keine Priesterin."</span>

Er drehte sich wieder Vana zu. Sein Starren war eines der grimmigen Sorte und genau darüber drückten sich die Brauen so stark zu einem Runzeln zusammen, dass sich am oberen Nasenflügel eine enge Furche bildete.
<span style="color:01019A;">"Tja, so einfach und schnell werdet Ihr wohl nicht in den Tempel zurück können. Vorschrift ist Vorschrift. Ich darf niemanden entlassen, der nicht auf der Liste steht. Hartmut könnte einen Fehler gemacht haben und Euch vergessen haben, aber das lässt sich prüfen."</span> Er wandte sich an den Wächter, der Vana bis zum Tor begleitet hatte. <span style="color:01019A;">"Lauf zu Hartmuts Haus und hol ihn. Er wohnt ja nicht weit. Die Frau Priesterin muss sich dann eben so lange gedulden."</span>

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Vana Erendis Morgaine
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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Sonntag 31. August 2008, 23:54

<b>Liste? Verdammt, die führen hier eine Liste aller Besucher! Das ist mehr als übel</b>. Ihre Gedanken überschlugen sich, während der Torposten auf ein Pergament schaute, das an der Wand des Wachhäuschens angeschlagen war. Hatte Vana noch gedacht, dass sie mit ihrem forschen Auftreten und der Überrumplungstaktik Erfolg haben würde, so hatten die wenigen Worte des Wachmanns all ihre dahin gehenden Überlegungen mit einem Schlag zunichte gemacht. Konnte sie überhaupt noch etwas tun, um ohne Gewaltanwendung Burgstein verlassen zu können? Sie beschloss, die Situation vorerst zu beobachten und je nach Entwicklung zu improvisieren. Ihr ganzes Leben als die Killerin Morticia bestand aus einer einzigen großen Improvisation. Darin hatte sie es im Laufe der Zeit zu wahrer Meisterschaft gebracht.

<i><span style="color:01019A;">"Keine Priesterin, nur eine ... Katzenbotin. Was soll ich denn mit dem Eintrag anfangen? Hartmut könnte sich ruhig klarer ausdrücken. Katzenbotin ... pha! Naja, jedenfalls keine Priesterin."</span></i>
Wieder stahl sich ein unscheinbares Schmunzeln auf ihr Gesicht, denn dieser Hartmut hatte sie natürlich in die Besucherliste eingetragen, nur konnte der derzeitige Wächter nicht wissen, dass sie die Katzenbotin gewesen war. Leider nützte ihr die Eintragung reineweg garnichts, denn die Katzenbotin hatte ein anderes Aussehen gehabt, als das, mit dem sie jetzt auftrat. Schon wieder kochte der Ärger in ihr hoch. Warum mussten die hier auch unbedingt Besucherlisten führen. Ihre Hände schlossen und öffneten sich in schnellem Wechsel und nur mühsam bezähmte sie den aufkommenden Ärger. Noch war es nicht an der Zeit, sich die Freiheit mit dem Schwert zu erzwingen. Noch hieß es abwarten und gute Miene zum bösen Spiel machen.

Endlich wandte sich der Kerl von der Liste ab und wieder Vana zu. Sein Gesicht hatte die bisher zur Schau getragene Freundlichkeit verloren, grimmig und mit zusammengezogenen Brauen musterte er sie, so als könne er allein dadurch herausfinden, was mit dieser Priesterin nicht stimmen mochte.
<i><span style="color:01019A;">„Tja, so einfach und schnell werdet Ihr wohl nicht in den Tempel zurück können. Vorschrift ist Vorschrift. Ich darf niemanden entlassen, der nicht auf der Liste steht. Hartmut könnte einen Fehler gemacht haben und Euch vergessen haben, aber das lässt sich prüfen."</i></span>
Aus! Damit waren die Würfel gefallen, egal was ich auch erzählen mochte, der neue Torposten hatte entschieden und damit den weiteren Verlauf und vielleicht auch sein Schicksal bestimmt.
<b>Dieser Idiot! Nun lässt er mir keine Wahl. Der alte Torposten wird bestätigen, dass keine Pristerin nach Burgstein gekommen ist und mein Versteckspiel wirde spätestens dann auffliegen.</b>

Die nächsten Worte verbauten dann auch noch den letzten noch so kleinen Ausweg, denn der Torposten befahl dem Wächter, der sie zum Tor geleitet hatte, diesen Hartmut zu holen. Sie hatte keine Ahnung wie lange das dauern mochte, eins war ihr aber sonnenklar, sie musste bis dahin verschwunden sein oder eine hübsche, feuchte Zelle im Kerker Pelgars wäre ihr gewiss.
Noch während der Torwächter den anderen Wachmann los schickte und dabei automatisch seine Aufmerksamkeit auf ihn richtete und von Vana abwandte, schlug sie langsam und den Blick fortwährend auf den Torwächter gerichtet ihre Kapuze zurück und griff nach dem Katana auf ihrem Rücken. Dabai war sie stehts darauf bedacht, keine allzu hastigen Bewegungen zu machen, die nur unnötig die Aufmerksamkeit des Torwächters auf sie gelenkt hätten.
Als er sich dann, nachdem der andere Wächter zum Tor hinaus war, zu ihr umdrehte, fiel sein verdutzter Blick auf die blanke Klinge ihres Katanas, welche direkt auf seinen Hals gerichtet war. Im selben Maße, wie der Torwächter verdutzt auf die Klinge blickte, grinste Vana ihn diabolisch an und meinte süffisant und mit honigsüßer Stimme: <span style="color:01019A;">„Die Frau Priesterin denkt nicht im Entferntesten daran, sich zu gedulden. Wisst ihr, ich hatte heute einen wirklich schrecklichen Tag. Zuerst wurde ich in die Reichsklinik geschickt, um einer Mischlingselfe seelischen Beistand zu leisten, doch als ich dort eintraf, war diese einfach aus der Klinik getürmt. Hatte wohl etwas zu verbergen hi hi. Egal! Dann schickt man mich in dieses Irrenhaus, um einem anderen Mischling, Tazel, Hazel oder so ähnlich, beizustehn und was muss ich hören, als ich endlich auf der richtigen Station bin? Er wurde verlegt, in die Reichsklinik! Zum totlachen, nicht war? In die Reichsklinik! Hi hi hi hi hi. Aus der ich gerade vorher gekommen bin. Da hätte ich ja gleich dort bleiben können! Und dann werde ich beinahe noch von euren Verrückten angefallen. Ihr versteht sicherlich, dass mein Gemütszustand nicht mehr der beste ist und ich langsam aber sicher die Nase voll habe. Wenn ihr also die Güte hättet und mir endlich das Tor öffnen würdet, so wäre ich euch sehr verbunden, anderenfalls müsste ich, so leid mir das auch täte, die Schlüssel mit Gewalt an mich bringen.“</span>, dabei stieß sie ihre Klinge ein wenig näher auf seinen Hals zu, so dass die Spitze beinahe seinen Kehlkopf berührte, um ihrer Forderung ein wenig mehr Nachdruck zu verleihen und lachte wieder hysterisch klingend auf. <span style="color:01019A;">„Ach, und lasst euch nicht dazu hinreißen, laut um Hilfe zu schreien, dies würde euer Leben um eine merkliche Zeitspanne verkürzen, wir verstehen uns doch oder? Also los! Macht endlich das Tor auf, bevor sich meine Geduld erschöpft und ich meine Beherrschung verliere. Glaubt mir, ihr wollt wirklich nicht wissen, was dann geschieht. Also vorwärts.“</span> Mit dem Kopf zum Tor hin deutend machte sie ihm klar, dass er sich endlich in Bewegung setzen und ihr das Tor öffnen sollte

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Stadtwache » Donnerstag 4. September 2008, 10:59

Vanas Begleiter eilte sich, diesen Hartmut zu holen. Wenn er erst einmal zurück wäre, endete das Spiel der legendären Mörderin und wer wusste schon, was ihr alles blühen würde hier in pelgarischem Gewahrsam? Man erzählte sich Geschichten, dass gerade jener Menschenschlag, der besonders für Gerechtigkeit und hartnäckige Gesetzestreue stand, in seinem Strafmaß schon an morgerianische Methoden heranreichte. Auch Pelgar besaß Folterkammern...

Doch noch hatte die Stadt Vana Erendis Morgaine alias Morticia nicht geschnappt. Um sie zu foltern, gefangen zu halten und schlussendlich vermutlich über sie zu richten, mussten sie sie erst einmal fangen.
Das sollte ihnen nicht gelingen, jedenfalls nicht wenn es nach Vana ging. Sie würde sich verteidigen und eine Frau ihrer Erfahrenheit besaß keine Skrupel, solche Maßnahmen durchaus mit dem Katana zu unterstreichen.
Wie überrascht blickte der Wächter drein, als ihn eben jene Waffe begrüßte, kaum dass er sich wieder umgedreht hatte. Er runzelte die Stirn, doch sein starrer Blick blieb auf die Klinge gerichtet, welches sich seiner Kehle näherte. Der Wächter besaß jedoch die Ruhe und Erfahrung, dass es nun sinnlos war, einen Versuch zu wagen, das eigene Schwert zu ziehen. Bevor er es auch nur aus der Scheide hatte, würde sich sein Blut auf dem Geländeboden verteilt haben.

<span style="color:01019A;">"W-wer seid Ihr?"</span>, fragte er nun direkt heraus, denn er glaubte nicht mehr an die Geschichte einer Priesterin. Welche Priesterin lief denn schon mit einem Katana herum?! Er kannte diese Waffe und sie wurde selten genutzt, schon gar noch von Tempeldienerinnen, die den ganzen Tag nur Beistand leisteten und zu ihren Göttern beten. Lysanthorgläubig war diese Frau hier sicherlich nicht. Wusste sie überhaupt, was Götter waren?
Je mehr die mutmaßliche Priesterin sprach, desto mehr gewann der Wächter den Eindruck, sie hatte nicht mehr alle Tassen im Küchenschränkchen. Auch dass sie zwischen ihrer wunderlichen Erklärung immer wieder kicherte und seltsam auflachte, bestätigte seinen Verdacht.
<b>Diese Frau ist niemals Priesterin. Sie muss eine Patientin sein, die es irgendwie geschafft hat, sich eine Waffe anzueignen. Und so wie sie die Klinge hält, weiß sie damit umzugehen. Passen die Pfleger denn nicht auf ihre Verrückten auf?! Ich muss Alarm schlagen.</b>

Allerdings beteuerte Vana eben in jenem Moment, da der Wächter an diese Maßnahme dachte, dass er beim kleinsten Versuch, Hilfe zu rufen, sein Leben verlieren würde. Er schluckte, spürte dabei die Spitze der Klinge an seinem Kehlkopf.
Diese Frau wollte ausbrechen, verlangte, dass er das Tor endlich öffnete.
<span style="color:01019A;">"Ich greife jetzt an meinen Gürtel und nehme den Schlüsselbund ab"</span>, erklärte der Mann. Er wollte Vana keine Gelegenheit geben, ihre Klinge durch seinen Hals zu treiben. Mit langsamen Bewegungen zückte er besagten Bund, an dem sich gut und gern 20 Schlüssel befanden. Er hob ihn als Zeichen seiner Kooperation bis zu seinem Kopf hoch, um ihn zu zeigen. Doch dann rief er plötzlich: <span style="color:01019A;">"Schließt selbst auf!"</span> und warf den klirrenden Bund ein Stück weit von sich in den Hof. Wenn Vana nun heraus wollte, musste sie die Schlüssel erst beschaffen. Der Wächter konnte sie schlecht zurückholen, solange er durch das Katana davon abgehalten wurde. Ob er einen Plan hatte? Auf jeden Fall versuchte er, Zeit zu gewinnen.

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Freitag 5. September 2008, 23:55

Der Torwächter war wohl zu sehr über die überraschende Wendung der Geschichte geschockt, denn er stand stocksteif da und starrte abwechselnd auf das katana an seinem Hals und Vana, die diabolisch grinsend vor ihm stand. Schließlich fragte er mehr stammelnd als klar sprechend, wer sie sei. Was sollte sie ihm darauf antworten? Sie konnte ja schlecht sagen – Hallo, ich bin Morticia und du bist gleich tot, wenn du nicht sofort öffnest. - Gerade das wollte sie ja vermeiden, dass man sie als Morticia erkannte. Also blieb sie bei der, zugegebenermaßen nur halben Wahrheit und meinte mit unverholenem Spott:
<span style="color:01019A;"> „Sagt, habt ihr etwas mit den Ohren? Ich dachte immer, dass man als Wächter in Pelgar eine ausgezeichnete Gesundheit vorweisen muss, um in die Wachtruppe aufgenommen zu werden. Es muss ja schlimm um Pelgars Wachen bestellt sein, wenn nun schon Schwerhörige eingezogen werden. Ich sagte doch schon, dass ich eine Priesterin bin. Was wollt ihr denn noch von mir hören? Und jetzt öffnet endlich das Tor, bevor ich die Geduld verliere!“</span>

Ob er ihr nun glaubte oder nicht, war ihr herzlich egal, es ging ihr nur darum, ihr zweites Ich zu verschleiern und schleunigst aus Burgstein zu verschwinden. Sollte der Kerl doch denken was er wollte. Sei es, dass er in diesem Augenblick seinen Schreck überwunden hatte oder ihm bewusst wurde, dass er Vana keine weiteren Informationen entlocken konnte, endlich kam Leben in ihn, denn er langte an seinen Gürtel. Sofort drückte sie ihm das Katana noch etwas fester an den Hals, nur um ihm klar zu machen, dass er keine falsche Bewegung machen sollte. Schnell beteuerte er darauf, dass er lediglich den Schlüssel von seinem Gürtel nehmen wollte und hob den Schlüsselbund in Kopfhöhe.
Endlich, so dachte Vana und bedeutete ihm mit den Augen, das Tor aufzuschließen, wurde dann aber von der Reaktion des Torwächter überrascht, der in einem Anfall von Heldenmut den Schlüsselbund von sich schleuderte, so dass er in einiger Entfernung in Richtung des Hofes auf dem Boden landete. Gehässig meinte er, sie solle gefälligst selbst aufschließen. Er hoffte durch diese, aus seiner Sicht mutige, aus Vanas Sicht leider sehr dumme Aktion wohl Zeit zu gewinnen, die Vana gerade nicht hatte.

Die Schlüssel lagen zu weit weg, als dass sie sie hätte holen können, ohne dass der Wächter gleichzeitig Alarm schlug. Ihr Blick wurde eisig, als sie nun den Wachmann anfuhr: <span style="color:01019A;">„Das, du Narr, war ein Fehler und gleichzeitig dein Todesurteil!“</span> Sie hatte schon angesetzt, das Katana durch den Hals ihres Opfers zu treiben, als plötzlich Noori aus dem Reisebeutel sprang. Durch das Klimpern des Schlüsselbund war wohl ihre Neugier geweckt worden, denn sie lief schnurstraks zu diesem hin, spielte kurz mit dem klimpernden Ding, schnappte es schließlich mit ihrem Maul und brachte es zu Vana. Ohne den Torwächter aus den Augen zu lassen, nahm sie den Schlüsselbund aus Nooris Maul und lobte sie, ihr Fell dabei kurz kraulend, worauf das Kätzchen wieder den Reisebeutel enterte und dort verschwand.
Noch immer mit eiskaltem und gefühllosem Blick wandte sie sich an die Wache: <span style="color:01019A;"> „Die Götter scheinen es gut mit euch zu meinen. Dankt Manthala für die Gnade euer Leben zu schonen, indem sie dieses Kätzchen den Schlüsselbund holen ließ. Und nun vorwärts und keine Tricks mehr. Meine Geduld hat sich soeben erschöpft. Versucht noch ein krummes Ding und ich treibe euch gnadenlos mein Schwert in den Hals. Verstanden?!“</span>
Hoffentlich hatte der Torwächter endlich den Ernst der Lage, in der er steckte, begriffen. Bei der nächsten Dummheit würde ihm Noori sicher nicht noch einmal zu Hilfe kommen und dann würde Vana ihre Drohung wahr machen müssen.

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Stadtwache » Montag 8. September 2008, 22:18

Er glaubte, er hätte nun Zeit gewonnen. Er glaubte fest daran, dass ihm schon noch etwas einfallen würde, sobald sich diese falsche Priesterin erst einmal umwandte und nach dem Schlüssel griff. Doch nichts dergleichen geschah. Wie hätte er auch damit rechnen können, dass sich eine verlauste Katze in der Tasche der Frau verbarg und diese auch noch dressiert war, Torschlüssel zu apportieren!
Aber wenigstens rettete die Katze sein Leben, denn die Frau war von seiner Aktion ganz und gar nicht begeistert. Am liebsten hätte sie ihm nun die Klinge durch den Hals getrieben. Die Spitze schob sich bereits weit genug vor, dass es dem Mann einen kleinen, blutenden Einstich verpasste.
Doch zum Glück gab es die schwarze Katze. Noori sprang maunzend auf den Schlüsselbund zu, griff ihn spielerisch an und brachte ihn dann brav zu Vana zurück. Maunzend forderte sie ihre Freundin auf, den Schlüssel zu nehmen und erst als die Priesterin ihn in Händen hielt, kletterte Noori mit spitzen Krallen an ihrem Körper hoch und verschwand zurück in die Tasche. Maunzend und miauend gab sie nun deutlich kund, dass sie von hier fort wollte. Auch Vana wollte diesen Ort endlich verlassen.

Der Wächter erwiderte Vanas eisigen Blick zwar mit einem leichten Anzeichen von Nervosität, aber er schaute nicht weg. Innerlich aber atmete er erleichtert aus. Seine Idee war wirklich nicht sehr gut gewesen. Er konnte nur hoffen, dass selbst die Aktion der Katze lange genug gedauert hatte, dass der Bote bald mit Hartmut zurück sein würde.
Die Frau drohte ihm erneut und sehr eindringlich, ihr endlich das Tor zu öffnen. Er nahm reuig den Schlüsselbund entgegen, suchte den passenden Schlüssel heraus und drehte sich ab. Das gefiel ihm ganz und gar nicht, dieser Wahnsinnigen den Rücken zu kehren. Sie könnte ihn einfach umbringen. Er hegte keinerlei Zweifel daran, dass sie sich diese Option nicht noch überlegte. Hastig schloss er auf. Doch sein Blick durch das vergitterte Tor gab ihm Hoffnung. Seine Ohren bestätigten, was seine Augen ihm mitteilten: Mit schnellen Schritten kamen zwei Männer die Straße herunter gelaufen. Einer von ihnen war der Begleiter, der Vana bis zum Tor geführt hatte. Der andere trug eine Rüstung sowie passenden Helm, das Schwert baumelte mit jedem Schritt heftig an seiner Hüfte.

<span style="color:01019A;">"Jetzt wird es sich klären. Da vorn kommt Hartmut. Und wenn Ihr keine Priesterin seid, dann lasse ich sofort nach Pflegern mit einer Zwangsjacke rufen"</span>, schnaubte der Wächter. Er glaubte nun wieder, glaubte fest daran, dass allein Hartmuts Anwesenheit ihn aus dieser Misere würde holen können. Doch noch war der Wächter, welcher vor ihm diese Schicht gehabt hatte, nicht beim Tor. Vana hatte vielleicht noch eine Minute Zeit, sich rasch etwas einfallen zu lassen. Noori maunzte ihr auffordernd zu.

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Sonntag 14. September 2008, 00:35

Ihre letzten Drohungen zeigten bei dem Torwächter endlich Wirkung. Er hatte wohl erkannt, dass es ihr bitter ernst war und sie alles tun würde, um aus Burgstein heraus zu kommen. Zwar widerstrebend, nahm er doch das Schlüsselbund entgegen und öffnete das Anstaltstor. Aber statt den Weg frei zu geben, blieb er im Tor stehen und starrte zwischen den Gitterstäben hindurch auf die Straße.
<span style="color:01019A;">„Was ist? Macht endlich den Weg frei! Oder hegt ihr wahrhaftig den Wunsch nach eurem Tod?“</span> Seine Antwort war unerwartet und alles andere als beruhigend und nun hörte auch sie, dass sich von der Straße her Stimmen näherten. Die Lage wurde langsam prekär, sie musste augenblicklich verschwinden. Die Tür war auf, also was hielt sie noch davon ab, hinaus zu stürmen? Der Torwächter drehte ihr noch immer den Rücken zu und blickte auf die Straße, der Augenblick war also günstig.
Leise schob sie das Katana in die Scheide, dann stieß sie mit einem Ruck den Wächter zur Seite. Der Weg war frei und eilends rannte sie aus dem Tor hinaus. Ehe der Wächter die Situation erfasste und sich aufgerappelt hatte, war sie schon ein gutes Stück die Straße entlang. Auch Hartmut und der andere Wächter waren zwar schon in Sichtweite, aber noch immer zu weit entfernt, um in das Geschehen eingreifen zu können. Was sie jedoch nicht verhindern konnte, war der Lärm, den sie verursachten, um auf ihre Flucht aufmerksam zu machen. Glücklicherweise war sie gesundheitlich wieder hergestellt, so dass sie, als man in Burgstein endlich reagierte, bereits so weit enteilt war, dass sie gerade in den engen Gassen des Armenviertels untertauchte.
Eilig, doch nicht panisch, hetzte sie durch die Gassen des Armenviertels. Sie wollte so schnell wie möglich weit genug weg von Burgstein. Andererseits musste sie auch einen Unterschlupf finden, denn nach dem erneuten Zwischenfall würde man wieder verstärkt nach ihr suchen. Das Armenviertel bot da die besten Möglichkeiten. Nur selten verirrten sich die Wachen in diese Gegend Pelgars, da es selbst für sie hier sehr unsicher war, denn das Armenviertel war ein Sammelbecken für den Abschaum der Stadt. Zu ihrem Glück war zu der frühen Morgenstunde kaum jemand in den Gassen unterwegs, so dass sie schnell voran kam und kaum gesehen wurde. Man hätte sie aber mit Sicherheit auch kaum beachtet, denn in dieser Gegend war es an der Tagesordnung, dass irgendwer vor den Wachen floh Als sie sich weit genug fort wähnte, verhielt sie in ihrem Lauf und sah sich in Ruhe um

[tbc ---> Wohnviertel Pelgars; @Kazel Thema darfst du aussuchen *g*].
Zuletzt geändert von Vana Erendis Morgaine am Sonntag 14. September 2008, 00:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gemeinschaftsraum

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 19. September 2008, 13:29

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