Der Kerker

Hier wurden einst Soldaten und Wächter der Hauptstadt ausgebildet. Nun dient die Kaserne als Sklabenunterkunft und Richtplatz.
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Re: Der Kerker

Beitrag von Kobold » Donnerstag 15. März 2007, 20:41

Man sah die Kobolde nur schwer , auch Azrael als Dunkelelf hatte es schwer. Er war auch schons ehr geschwächt, hungrig und durstig. Die Kobolde selbt kicherten nur.

"Halloooo" schallte es einfach zurück. Sie waren fast wie kleine Kinder, nur noch viel schlimmer.

"Helfen? Zikk soll diiir Helfen? Wieso sollte ich das?" sprach der Kobold und hüpfte umher. "Ich könnte Wachen rufen, die können dir sicherlich helfen, j akönnten sie. Irgendwann kommst du heraus, dann schauckelst du lustig auf einem Seil. Ja, Zikk hat das schon oft gesehen, war lustig" Er kicherte wieder ein wenig, kjeder andere würde dies al schrecklich oder grausam empfinden, doch ein Kobold? Nein er sieht an allem etwas lustiges, außer wenn man ihm wohl Schmerzen zu fügen würde.

Die andren drei Kobolde, hörten nur belustigend zu und suchten nach brauchbaren Sachen um sich dann wieder aus dem STaub zu machen ohne von den Wachen erwischt zu werden.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Kobold » Montag 19. März 2007, 12:49

[bitte an die mindest Grenze von 5 Zeilen halten, also einfach das Kästchen mindestens ganz voll schreiben *gg*]

ZIkk wurde hellhörig als er von etwas Lustigem hörte. Zuerst schwieg er während seine Kameraden lachten. "Etwas lustiges?" wiederholte er und trat näher an den Dunkelelfen heran.

"Nein, nein Gefangen darf man nicht trauen. D u bist sicher ein Mörder und bringst uns dann alle um. Das ist dann überhauptnicht lustig." Zikk entdeckte den Rucksack auf Azraels Rücken und wurde neugirig. FAst ernst blickte er den "Gegenstand" an.

"Was hast du da auf dem Rücken, sieht interessant aus." Er könnte es sich einfach holen, doch Zikk wusste durch die Fesseln würde er ihn nicht bekommen, außer er würde ihn zerschneiden, doch er wollte ihn doch so gerne Ganz.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Kobold » Montag 19. März 2007, 20:25

Die Augen des Koboldes begannen gierig zu funkeln. "Schöne Sachen, lustige Sachen?" wiederholte er und rieb sich die Hände " Nun gut nun gut, ich werd dir helfen,doch wehe du machst einen falschen Schritt, dann rufen wir die Wachen oder schlagen dich eigen händig um."

Zikk deute den anderen das sie herkommen sollten, sie zückten kleine Dolche. Die anderen vier stellten sich in Angriffsposition, Zikk selbst versuchte mit dem Dolch die Fesseln zu lösen. "Ruhighalten, sonst hast du keine Hand mehr" sprach er hastig. Nach langem werkeln hatte er die erste Handfessel offen, danach die zweite und schon machte er sich an die Fußfesseln ohne weiter zu überlegen, dass er die gar nicht machen müsste so benommen war er von der Gier.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Kobold » Montag 26. März 2007, 22:48

Gebannt starten sie dieses seltsame Gerät an. Sie waren faziniert man konnte schon meinen fast hypnotisiert, doch merkten sie das sich das Licht bewegte, immer weiter dem Weg zu von dem sie eigenltich gekommen waren.

Zikk schüttelte den. "Wohin willst du, gib mir das verpsrochene, sonst wirst du büsen" sprach er erzürndt, die anderen waren noch immer faszienierz davon was der Dunkelelf ihnen dort Zeigt.

Der Gang den Azrael ansteuerte hatte nur ein kleine Problem mitsich, er war sehr nieder, so das er durch krabbeln müsse, anstatt aufrecht zu gehen, Kobolde waren nunmal kleinere Gesellen und nur halb so groß wie die Elfen.

<b>Haha, er glaubt durch unseren Gang zu flüchten, er wirs chon noch sehen was er davon hat! Hahahaha</b>

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Montag 2. April 2007, 22:13

Zikk brach zusammen, mit dem hatte er nicht gerechnet, die anderen waren noch immer so faziniert von dem Schweißgerät das sie zuerst nicht merkten wie Azrael sich aus dem Staub machte un ddies durch ihren Geheimgang.

Azrael krabbelte oder viel mehr robbte sich durch den engen, erdigen und staubigen Gang. Man bekam hier drinne nur schwer Luft. Noch dazu schien dieser Gang unendlos. Die Kobolde selbst hatten sich wieder berappelt auch der niedergeschlagene Zikk, wütend stampfte er auf dem Boden. Doch dies konnten sie nicht auf sich sitzen lassen, so machten sie sich schnell hinterher und schloosen die Türe hinter sich, man wollte doch nicht das die pelganischen SOldaten dahinter kamen, wer ihre Sachen plünderte.

Doch seltsamer Weise hatten es die Kobolde nicht eilig sondern lachten sich ins Fäustchen, denn sie wussten wohin ihr Gang führte uun ddies würde wohl auch der Dunkelelf bald heraus finden.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Dienstag 3. April 2007, 23:45

[sorry das es so lange gedauert hat, doch heut bin ich voll eingepennt!]

Azrael krabbelte weiter, doch es machte ihm Gedanken wieso die Kobolde, nicht Anstand machten ihn schneller zu folgen, was war nur los.Was hatten sie vor? DEr Gang schien endlos, und man bekam nur noch schwer Luft.

Doch endlich, man merkte wie sich der gang langsam weitete, doch aufrichten konnte er sich noch immer nicht. Als sein Kopf jedoch in einen Raum ragte, der anscheinend hoch genug war, kam Azrael nicht mehr dazu auch nur annähernd aufzustehen. Er hörte nur noch ein challendes gelächter und bekam dann kräftig eine auf den hinter Kopf. Bewusstlos sackte er zusammen.

Die Zeit verstrick und langsam kam der Dunkelelf wieder zu sich, erlag auf einem harten Boden, doch Hände und Füße konnte er nicht bewegen, irgenwie waren sie zusammen gebunden was war geschehen. Er schlug seine Augen auf und bemerkte das er in eine Art Gebäude lag. Vor ihm stand ein Kobold, was sonst, diese nervigen Biester hatten sie doch ein Ass im Ärmel.

[weiter im Kobolddorf (STille Ebene)]

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Darak Luthrokar
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Re: Der Kerker

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 5. August 2007, 20:39

[wurde mit Lyrien, Miriel, Xune, Kazel dahin verfrachtet]

Er hatte das Holz des Pfeiles gerade erreicht und abgebrochen – so dass nur noch die Spitze in ihm steckte als die Kugel ihr betäubendes Gift verstäubte. „Mrgmm“ Murmelte er noch vor sich hin, da versagten seine Beine und er krachte ziemlich ruhmlos in sich zusammen wie ein schwerer Sack Kartoffeln. Er sah noch, dass es Elena ebenso erging und so fielen sie zusammen – mit dem Rest der Truppe.

Sein Kopf schlug – durch den Helm geschützt – dumpf auf dem Boden auf. So schlief er und es gelang seinem Unterbewusstsein nicht, sich einen Traum zu entlocken. Nur eine wohlige Schwärze umgab ihn und bettete ihn in die Zeitlosigkeit ein. Er spürte nicht wie er auf ein Pferd gepackt wurde und er spürte nicht wie die Wunde der Pfeilspitze langsam, ausdauernd in seinen Lungenflügel einblutete.

Traumlos. Gefühllos. Zeitlos… und Machtlos. So verstrichen die Momente. Verstrichen die Stunden und so wurde ein Weg hinter sich gebracht ohne dass er nur einen Fuss rühren musste. Doch sein Bauch und seine Rippen schmerzten, denn das Pferd war nicht sonderlich bequem und er hatte auch nicht günstig darauf gelegen – den Söldnern schien der Komfort ihrer Häftlinge kaum von belang gewesen zu sein.

Schlafen. Darak mochte den Schlaf. Besonders, wenn ihn die gequälten ruhelosen Seelen seiner Opfer in Frieden liessen und ihn nicht in seinen wenigen Träumen heimsuchten um ihn zu verfluchen.

<i>Blobb…</i>

In seinem Frieden der Zeitlosigkeit und der unbewussten Existenz drängte sich ein leises bloppen. Als käme es aus einer anderen Welt. Noch konnte er nicht ahnen, dass jene Welt wohl genau so düster war wie sein Schlaf – doch nicht halb so friedlich.

<i>Blobb… Blobb… Blobb…</i>

Wenn immer sich ein Tropfen an der Decke löste und sich versuchte mit dem letzten Molekül noch an der Decke zu halten… dann doch niederfiel und auf Daraks Stirnvene traf – so dass sie leicht zurückgedrückt wurde nur um sich wieder auszudehnen – ertönte dieses… Blobb.

Etwa hundert und zehn Blobbs hätte man zählen können bis Darak sich stöhnend rührte.

So sehr Darak den Schlaf mochte so sehr ärgerte ihn das Aufwachen. Das erste was er spürte – noch bevor er die Augen öffnen konnte. War ein brennender Schmerz in seinem Rücken – dort wo der Pfeil steckte. Ausserdem fiel ihm das Atmen schwerer, als er es in Erinnerung gehabt hatte. Ausserdem fühlte sich sein Körper wahrlich gerädert an – Räderung, er musste unweigerlich daran denken. Er hatte schon oft dabei zugesehen, nun wusste er wie sich dieser arme Teufel darauf wohl fühlen musste. Er keuchte kurz auf. Sein Schädel brummte als hätte er zu sehr dem Alkohol gefrönt. Da spürte er, dass der Untergrund ungewöhnlich hart und kühl war. Seltsames Gras. Er schlug seine Augen auf und sah die ernüchternde Realität.

Sie war.

Ärgerlich.

Sehr… ärgerlich.

Er starrte auf die massiven Eisenstangen und sah durch sie hindurch auf die Zelle welche sich ihm gegenüber befand. Dort sass in einer Ecke verkrochen der Elf welche ihn mit dem Dolch bedroht hatte als er das kleine Mädchen niedergerissen hatte. Nun sass der Mann dort wie ein Würmchen zusammengekrümmt – ein Würmchen welches man in zwei Teile gehakt hatte.

Langsam und mühsam rappelte er sich auf und sah sich in seiner Zelle um. Er war allein. Keine Elena. Er sah sich weiter um. Sehr viel war da nicht. Eine art Pritsche welche mit viel Fantasie einem Bett ähnlich sah. Eine kleine Vertiefung mit einem Topf darin, es war klar, dass dort nicht das Essen serviert wurde. Sondern dass er für andere Zwecke diente – welche entfernt mit Essen zu tun hatte. Ausserdem waren überall in der kleinen Zelle mehrere Eisenringe befestigt. Darak kannte diese Vorrichtungen nur zu gut, an jenen konnten die Gefangenen je nach belieben und bedarf entweder liegend, sitzend, halbliegend, halbsitzend, hängend, halbhängend, halb hängend liegend und so weiter angekettet werden. So wie es dem Wächter oder Folterer eben beliebte. Eine durchaus praktische Einrichtung – wenn man nicht selbst hinter Gittern sass. Mit einem wütenden Schnauben stellte der Foltermeister fest, dass diese Hurenböcke von pelgarischen Söldnerschweinen – jemand anderes konnte es kaum gewesen sein, ihn direkt über einen solchen Ring gelegt hatten so dass dieser nun wohl seit mehreren Stunden gegen sein Kreuz gedrückt hatte – was er nun ächzend zur Kenntnis nahm. Es schmerzte höllisch und es war ein Zeichen dafür, dass er langsam alt wurde, so sehr spürte er seine Knochen.

Als er stand musste er erst Husten. Feinstes Blut verstäubte in der Luft und benetzte die Eisenstangen mit dünnen roten Tröpfchen. Darak schmeckte das Kupferne in seinem Mund und zog verwundert eine Augenbraue hoch. Fluchte. Er trat an die Eisenstangen hielt sie fest und spähte in den Gang. Viel sehen konnte er nicht denn es war düster und finster. Doch als er die Stange berührte wusste er…. Dass er sich in Pelgars Kerker befand. Sogar in der selben Zelle wie er schon einmal eingesessen hatte. Diese Erkenntnis drang immer tiefer in sein Bewusstsein als er mit seinem – von der Schlacht verdreckten, rauen Finger über die Kerbe an der Stange strich. Die Einbuchtung beschrieb ein leichtes L. Er hatte es eingekratzt. Damals, als er noch Mönch gewesen war. Damals als er ein wenig älter als 20 war. Nun war er 38 und zurück an jenem Ort, wo sein Leben zerstört wurde. Sein Lebenswille gebrochen, wie seine beiden Unterschenkelknochen. Ihm schauderte, ja in dieser Zelle hatte man ihn angekettet auf dem Boden liegend, das Holzbrett zwischen seine Schienbeine geklemmt und mit dem Eisenhammer wuchtig draufgedonnert so lange bis es zweimal geknackt hatte.

Er drohte sich in den Erinnerungen zu verlieren doch sein Verstand rang sich durch und er zwang sich nüchtern und berechnend zu denken, der ängstliche naive Mönch Darak Luthrokar war schon längstens tot. Den neuen würden diese Gitterstäbe wohl kaum Einhalt gebieten.

Eine wichtige Frage musste erst jedoch geklärt werden.

Wo ist Elena?

Seine süsse Flamme war nirgends zu sehen, doch er vermied es in der Finsternis nach ihr zu rufen. Es könnte von Vorteil sein wenn niemand wusste, dass sie sich liebten. Ob es von Vorteil war, was er nun tat, war wohl eher zu bezweifeln doch er wäre nicht Darak gewesen wenn er nicht angefangen hätte laut rumzubrüllen. „HE IHR VERDAMMTEN FEIGEN GIFTSÄCKE WAS HABT IHR GETAN HÄH?!“ Brüllte er ins Dunkel. „Kommt her ihr BASTARDE!“ Er trat gegen die Eisenstangen. Er sah keinen Grund warum man ihn festgenommen hatte. Ausserdem wusste nicht, wie es diesen Hunden gelungen war ihn kampflos hierhin zu bringen. „HE IHR PELGARISCHEN WÄCHTERSCHWEINE DASS WERDET IHR MIR BÜSSEN!“ Er kickte gegen die Eisenstangen welche ein schallendes Geräusch von sich gab. Darak tats nicht weh und den Stangen wohl schon gar nicht. „HEE!“ Brüllte er ungeduldig und wütend. „Was fällt euch Hunden überhaupt ein häh?! Nach all dem was WIR für diesen beknackten Gott denn ihr pelgarer doch so verehrt… diesen Lysanthor getan haben!“

Oh ja. Dieser Gott war ohnehin sicherlich an diesem ganzen Schlammassel hier schuld. Er hoffte nur, dass es Elena gut ging.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Sonntag 5. August 2007, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Eáránë Fëfalas
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Re: Der Kerker

Beitrag von Eáránë Fëfalas » Sonntag 5. August 2007, 21:40

Die Nachtelfe war noch mit Wolf bei Lyrien, Miriel und Yann, als plötzlich ein Rauch auftauchte. Sie hatte sich die Halskette um ihren Hals gelegt und hielt sich die Hand mit ihren Umhang an Mund und Nase, was aber nicht lange half.
SIe sah nur noch leicht vershcwommen, wie Wolf zusammenbrach, dann nach und nach die zwei Menschenfrauen. Auf die Fremden achtete sie nicht, nunja, sie bekam eh kaum nochetwas mit, denn langsam wurde es schwarz.
Schwärze umhüllte Earane, sie bekam nicht mehr mit, wie sie zu Boden fiel und tief und fest schlief.
Ein traumloser Schlaf, ein traumloser und langer Schlaf.

Ein Brüllen drang in ihr Unterbewusstsein und weckte sie, ein Brüllen, was ihr irgendwie bekannt vorkam, aber das sie erst nicht zuordnen konnte.
Langsam öffnete sie ihre Augen. Sie sah sich verschlafen um und setzte sich erst auf.

<b>Warum ist es hier so dunkel?? Wo bin ich?? Und... Lyrien? Yann? Miriel??...</b>

"...Wolf?? Wolf!..." Mit einem mal war die Nachtelfe hellwach und fand sich in einem Kerker wieder.
Ihr Köcher mit den Pfeile, ihr Bogen und ihre Provianttasche, waren nicht mehr bei ihr, wieso auch?
"Verdammt!" Fluchte sie leise.
Sie schaute nach ob man ihr, ihre Wurfdolche und das Messer an ihren Obershcenkeln weggenommen hatte, nein... . Aber sie hatte eh nicht die Absicht jemanden zu töten, nunja, es sei denn, sie müsse sich irgendwie wehren.

Nun wusste, wem sie diese brüllende Stimme zuordnen konnte, es war dieser gehörnte, der noch Lyrien udn andere angerempelt hatte und nach Elena gesucht hatte.
Erst jetzt fiel ihr auf, dass auch die anderen nicht da waren, nur... Wenige... Der Mischlingself, die Dunkelelfe mit dem Wasserkristall, dieser Gehörnte... Und... Nun sah sie auch Lyrien und Mriiel! Beide waren jeweils in einer anderen Zelle eingesperrt.

Zu Earanes Pech, befand sie sich direkt in einer Zelle, neben dem brüllenden Tölpel, der Lyrien einfach achtlos, scheinbar mit Absicht, angerempelt hatte.
"Das war sicherlich so Schlafgas... Oder sowas... Und brüllt nicht so rum!!" Meinte die Nachtelfe zu ihm und funkelte ihn kurz an.
Ihre Kapuze war auf ihre Schultern gerutscht und ihr Zopf hatte sich während dem Ritt nach Pelgar geöffnet.
Sie strich sich mit einer Hand durch ihre weissen Haare ging zu den Gitterstäben nach vorn und seufzte.
"So ein Mist!! Das war klar! Wir retten Celcia.. Den Hintern des elendigen Kommandanten und der sperrt uns noch ein!! Was will er uns noch vorwerfen?? Die Rettung Celcias? Dreckskerl... Und der trennt mich dann noch von Wolf!!!"
Sagte sie leise und sehr erzünt eher zu sich selbst und sah in den Dunklen Gang hinein.

<b>Hmmmmm.... Ich frage mich... Warum nur wie paar gefangen genommen wurden? Werden die anderen drei Fremden etwa auch gesucht? Nur das würde es wahrscheinlich erklären, warum die anderen nicht auch festgenommen wurden, sondern nur wir.</b>

Die Nachtelfe lief eine Weile in der Zelle auf und ab und setzte sich irgendwann hin.
Was sollten sie nun tun? Was würde mit ihnen geschehen? Würde man sie nun hinrichten? Sie ewig hier gefangenhalten wollen?
Earane wurde etwas nervös.

[OFF: Also, bei den Wurfdolchen und dem Messer war ich mir nicht sicher was ich schreiben sollte. Wenn ich es ändern soll, einfach bescheid sagen^^]

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Miriel Lefay
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Re: Der Kerker

Beitrag von Miriel Lefay » Dienstag 7. August 2007, 00:49

Miriel erwachte in vollkommener Dunkelheit, kein noch so kleiner Lichtstrahl erhellte ihre Augen. Vorsichtig tastete sie ihre Umgebung ab. Wenn sie ihre Sinne nicht trogen, so befand sie sich auf glattem Felsboden, der stellenweise mit Sand bedeckt war. Langsam tastete sie sich vorwärts, ohne jedoch das Ende des Raumes zu erreichen. Schließlich gab sie es auf, setzte sich auf den Boden und rief laut: „Hallo? Ist hier irgendjemand?“
Am Hall ihrer Stimme konnte sie erkennen, dass sie sich in einem relativ großen, domartigen Raum befinden musste, wusste aber noch immer nicht, warum es so dunkel war.
Außerdem schien sie auch vollkommen allein zu sein, denn außer ihrer Stimme war nichts zu hören. Doch halt, war da nicht gerade ein leises Kichern zu hören gewesen?
Angestrengt lauschte Miriel in die Dunkelheit, nein, da war nichts.

Erneut rief sie, diesmal aber wesentlich leiser und auch ängstlicher: „Ist da jemand? Komm schon und zeige dich. Ich habe dich doch gehört.“
Wieder lauschte sie und tatsächlich, da war es, ein ganz leises Kichern, so als würde sich jemand über sie amüsieren.
„Wer bist du, weißt du wo ich hier bin? Jetzt komm schon, das ist wirklich nicht lustig.“
Erneut dieses belustigte Kichern, dem aber gleich darauf eine wohlklingende Stimme folgte.
„Oh, für mich ist es schon recht lustig, Trägerin des Kristalls der Erde. Aber gut, genug des Amüsements, obwohl ich sicher bin, dass du dir noch wünschen wirst, der Spaß hätte nie geendet.“
Die Stimme klang für Miriel so, als würde sie zu einem Jüngling von nicht mal zwanzig Jahren gehören und doch schwang da etwas mit, dass sie an ihrer Wahrnehmung zweifeln ließ. Zudem sprach er, sie nahm jetzt einfach mal an, dass es ein er war, ziemlich in Rätseln. Warum sollte sie sich denn diese Dunkelheit und sein albernes Gekicher zurück wünschen? Sie würde froh sein, wenn sie endlich wieder das Sonnenlicht sehen würde. Dieser Ort war ihr alles andere als geheuer.
Warum glaubst du soll ich mir das wünschen? Wer bist du eigentlich und wo genau bin ich und wie bin ich hierher gekommen? Und überhaupt wäre es schön, wenn ich sehen könnte, mit wem ich es zu tun habe.“

Erneutes Lachen bevor sie die Stimme wieder vernahm: „So viele Fragen und keine Antworten. Mit Licht kann ich leider nicht dienen, aber ich will dir wenigstens deine Fragen beantworten. Ich bin Brosnar, der Wächter des Kristalls den du trägst, und du befindest dich gerade im Reich des Urgeistes, tief im inneren der Erde.. Na ja, ihr Menschen nennt es das Reich der Erde und du weilst auch nicht körperlich, sondern eher geistig hier. Dein Körper ist gerade ... Nein, besser nicht. Die Überraschung will ich dir nicht nehmen.
Ich habe dich aus zwei Gründen hierher gebracht. Zum Einen sollst du wissen, dass wir, die Kristallwächter, über den jeweiligen Träger der Kristalls wachen. Wir sind also immer bei euch und helfen euch so gut es uns möglich ist.
Zum zweiten sollst du wissen, dass wir im Moment der Magiefreisetzung etwas beobachtet haben, was wir jedoch nicht einschätzen können. Es war etwas, was nicht zum normalen Ablauf der Kristallaktivierung gehörte.
Und nun kehre wieder in deinen Körper zurück Miriel Lefay und denke daran, wir sind immer bei euch.“

Während der letzten Worte wurde die Stimme immer leiser bis sie schließlich verklang. Miriel wollte etwas rufen, den Wächter zurückhalten, doch ihr Gedankenfluss wurde immer träger. Schließlich drang erneut eine Stimme in ihr Bewusstsein, laut, kraftvoll und wild fluchend. Das war doch ... <b>Brüllt dieses Untier schon wieder rum. Bring ihn doch endlich jemand zum Schweigen. Was brüllt er da eigentlich? Pelgarische Wächterschweine? Aber ...</b>

Mühsam öffnete sie ihre Augen und fand sich erneut in Dunkelheit. Sie wollte schon aufstöhnen als sie erkannte, dass es nicht vollkommen dunkel war. Über sich sah sie eine gewölbte Decke aus Stein und unter sich fühlte sie ebenfalls kalten und feuchten Stein. Ächzend erhob sich Miriel vom Boden und blickte sich um, danach verstand sie, was Brosnar mit der Überraschung gemeint hatte. Sie befand sich in einer vergitterten Zelle in einem dunklen und feuchten Kerker. Ihre Hände und Füße steckten in Eisenringen, die mit Ketten an die Kerkermauer geschmiedet waren. Sie konnte sich zwar innerhalb der Zelle bewegen, aber nicht fliehen. Zudem hatte man ihr bis auf die Kette mit dem Kristall alles abgenommen. Die Zelle war kärglich eingerichtet, eine Holzpritsche, eine Vertiefung in der ein Topf stand, der alles andere als wohlriechend war und feuchtes, muffiges Stroh in einer Ecke über das hie und da die Ratten huschten.
Ihr gegenüber entdeckte sie Earane, die ebenfalls in einer Zelle steckte und neben ihr den gehörnten Brüllaffen. In der Zelle zu Earanes anderen Seite sah sie die Dunkelelfe, welche den Wasserkristall trug. In den Zellen zu ihrer Rechten und Linken waren schließlich noch Lyrien und ein Mischlingself untergebracht.
Sie hatte keine Ahnung, wie sie hierher gekommen war, aber sie konnte sich denken warum, zumindest was Earane, Lyrien und sie selbst anging. So weit mit ihren Gedanken gekommen, begann sie sich zu konzentrieren, um mittels ihrer Magie die Ketten zu sprengen, doch nichts tat sich.
<span style="color:01019A;"> „Was? ...“</span> Sie musterte ihre Fesseln genauer und erkannte nun auch die eingravierten Zeichen. <span style="color:01019A;">„Na toll! Magische Fesseln. Und nun?“</span>

Resigniert ließ sie sich auf die Pritsche sinken. Endstation, ohne Magie waren die Gitter und Mauern ein unüberwindliches Hindernis. Wie sollte sie hier jemals wieder rauskommen? Wahrscheinlich nur in Fesseln und mit einem Strick um ihren hübschen Hals.
Betrübt sah sie zu Earane hinüber und fragte: „Weiß eigentlich jemand, wie wir hierher gekommen sind? Und hat jemand eine Idee, wie wir hier wieder raus kommen? Ich sage es nur ungern, aber Magie scheidet aus, denn man hat mir, und ich denke auch euch, magische Fesseln angelegt.“
Dabei musste sie an Brosnars Worte denken. Oh ja, sie wünschte sich tatsächlich wieder zu ihm und seinen Späßchen zurück. Doch die Realität sah anders aus, sie bestand darin, dass sie an Kerkermauern gekettet einer ungewissen Zukunft entgegensah.

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Kazel Tenebrée
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Re: Der Kerker

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 10. August 2007, 05:23

<b>Wo bin ich? Es ist feucht und kalt.</b>

Kazel schlug die Augen auf. Im ersten Augenblick, gleich nach dem Erwachen, war jedes Wesen so unbeholfen. Man brauchte einen Moment der Orientierung, ehe man einen neuen Tag begann. Aber Kazel erinnerte sich nicht mehr daran, sich schlafen gelegt zu haben.
Nein, er war einfach umgefallen, als ...

<b>Der Kommandant von Pelgar!</b>

Ruckartig fuhr der Mischlingself hoch. Ein wenig zu ruckartig, denn sofort umkreisten ihn kleine rote und schwarze Punkte. Quadrate tanzten vor seinen Augen und Schwindel überkam ihm. Kazel lehnte sich zurück. Er saß, die Schulter an einer kühlen Steinwand. Es war verhältnismäßig dunkel. Kurz musste er seine Gedanken neu ordnen. Ja, jetzt erinnerte er sich. Da waren diese Kristallträger gewesen und die faldorischen Horden, gegen die alle gekämpft hatten – Freunde und Gefährten ebenso wie Fremde. Víramyl, der Elfenmagier hatte ihnen beigestanden und dann? Ja, dann war die Sonne wieder da, hatte ihre Strahlen erneut auf celcianischen Boden gesenkt und Land sowie Seelen erwärmt. Kazel hatte sich wohl und geborgen gefühlt ... bis pelgarische Soldaten aufgetaucht waren, an ihrer Spitze der Kommandant.

Dann trübten Nebel seine Erinnerung. Er wusste noch, dass er bei Shantih und Luziver gestanden hatte, ehe seltsame Gerüche seinen Geist verwirrten. <b>Schließlich Schwärze und jetzt ... wo bei Manthala bin ich?!</b>
Kazel vermutete es bereits. In seinem Hinterkopf baute sich die düstere Vorahnung zu Erkenntnis aus, die er sich jedoch weder eingestehen wollte noch konnte. Mit mehr Bedacht richtete er sich nun auf, merkte, dass er an Hand und Fußgelenken gefesselt war. Erschrecken durchfloss seinen Körper und ließ das Blut in seinen Adern gefrieren.

<b>Nein, oh nein! Nicht das, nein, nicht .... NEIN!</b>

Doch die Vorahnung bestätigte sich: Kazel Tenebrée war vor einiger Zeit nach Pelgar gekommen, nachdem er zwei lange Jahre auf den Weiten der Stillen Ebene verbracht hatte. Er hatte die Menschen sehen wollen, sich nach Gesellschaft gesehnt.
In dieser Zeit hatte der Kommandant wegen Diebstahls und versuchten Mordes hierher bringen lassen und ihn anschließend am Galgen hängen sehen wollen. Glücklicherweise konnte Kazel damals entkommen. Anschließend hatte für ihn die schönste Zeit seines Lebens begonnen. <b>Shantih ... und Luziver. Soll all mein Glück nun vorbei sein?</b>

Kazel versuchte, zur Zellentür zu gehen, doch die Ketten hinderten ihn daran. Sie führten zu stabilen Eisenringen im Boden. Er kam nicht einmal halb so weit wie er wollte. Trotzdem entdeckte er gegenüber von sich diesen Kerl mit dem gehörnten Helm, der wie tot in seiner Zelle lag. War Shantih auch gefangen? <b>Sicher nicht, warum sollte man <i>sie</i> einsperren? Ihr Götter, lasst wenigstens sie und Luziver frei sein!</b>

Ja, die Götter. Sie trieben nur zu gern ihre Spiele mit sterblichen Seelen. Kazel sank wieder auf seinen Platz zurück. Schrecken war Angst kurz gewichen, doch diese verwandelte sich in pure Verzweiflung. Dennoch grinste der Mischling. Ja, er grinste übers ganze Gesicht, aber es kam eher einer wahnsinnigen Fratze gleich.
<b>So ist das. Das Glück, das ich fand, wurde mir nur gegeben, um mich anschließend noch tiefer in mein Pech zu stürzen. Um meine Seele mache ich mir kaum mehr Sorgen. Aber Luziver ... und Shantih ...</b>

Kazel zog sich in eine dunkle Ecke zurück. Er kauerte sich zusammen, wirkte apathisch, war still. Ein gebrochener Mann, der nichts mehr von seiner Umgebung mitbekam. Er hörte weder den Gehörnten brüllen, noch die Worte von dessen Zellennachbarin oder die fremdartige Sprache der Pelgarer, die eine Frau in einer anderen Zelle von sich gab. Kazel schirmte sich ab.
Der Kommandant hatte es geschafft. Nach all der Zeit, all die Jahre, welche der Mischling in den Verliesen seiner Mutter ausgeharrt hatte. Nach dem Schrecken, dass selbst die Menschen vor einer solcher Folter nicht Halt machten, als die Pelgarer ihn hier unten in diesem Loch eingesperrt hatten. Und nun? Nun saß er erneut in den Kerkern.
Stille Agonie, ein apathischer Todeskampf nahm von seinem Körper Besitz. Er war ein solcher Narr zu glauben, dass das Leben mehr für ihn bereit hielt als kalte, feuchte Kerkerzellen. Die schönen Momente, die er mit anderen hatte teilen können ... kleine Tropfen reinen Wassers in einem pestverseuchten Meer. Sie gingen unter, verloren an Bedeutung.

Seine Freunde waren verloren.
Seine einzige Liebe war verloren.
Er selbst verlor sich ...

Gebrochen. Ein Zustand, schlimmer als jeder Tod.
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Darak Luthrokar
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Re: Der Kerker

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 11. August 2007, 22:02

Darak liess es sich nicht nehmen noch einige Male gegen die Eisenstangen zu treten, bis er einerseits merkte, dass es ihm auf dauer wohl doch mehr weh tun würde als ihnen und dass auch er, wie die meisten der anderen Gefangenen – soweit er diese sehen konnte, eine dicke Eisenkette um den linken Fuss trug. Wahrlich Pelgars Ausdruck ihrer Gastfreundschaft war ziemlich gewöhnungsbedürftig.

„Ihr elendigen Hunde!“ Schrie er wieder in den düsteren Gang. Dann wandte er sich der Stimme in seiner Nachbarszelle zu. „Hör zu kleines Miststück!“ Knurrte er wütend. „ICH brülle hier so lange und so laut rum WIE ES MIR PASST!“ Brüllte er sie an. „UND JETZT LASST MICH HIER RAUS!“ Sein Rufen wurde jäh durch seine angeschlagene Lunge bestraft, denn sein Brüllen verwandelte sich in ein bellendes Husten und wieder tapezierte er die Eisenstange mit einem erneuten schwall Blut. Diesmal floss reichlich mehr als zuvor. Er hielt sich die stechende Brust und keuchte vor sich her, bis er sich allmählich von seinem Hustenanfall erholte. Seine Schulter brannte und er spürte noch immer den Fremdkörper in sich stecken. Ächzend setzte er sich auf die Pritsche, nahm seinen Helm ab und lehnte sich an der kühlen Gefängniswand an. Schnaubte. „Verdammt.“ Keuchte er schmerzverzerrt.

Dann schwieg er eine Weile lauschte der anderen fremden Frau zu, deren Stimme er sich sehr wohl eingeprägt hatte, sie gehörte zu jener Frau die er fälschlicherweise für Elena gehalten hatte. Als sie sich fragte wie sie hier rauskommen würden lachte er resigniert auf. „Du warst wohl noch nie in einem pelgarischen Kerker was?! Hier kommst du nur als Leiche raus, oder verkrüppelt und verstümmelt. Hier hängen sie, rädern sie, ertränken sie, vierteilen sie. Alles was du dir vorstellen kannst.“ Wieder hustete er und spuckte erneut Blut. Diese Zelle behagte ihm ganz und gar nicht, zu viel schreckliches war ihm hier widerfahren, zu viel hatte man ihm hier zerstört. Sein einziges Glück war wohl, dass Valrock nicht hier war. Er schauderte. Keuchte. Er merkte, dass er langsam Schwierigkeiten kriegte beim Atmen und er fühlte sich derweil wie ein alterschwacher Bock der langsam am verrecken war. Er lachte ab seinen eigenen düsteren Gedanken. Nein ein Darak Luthrokar verreckt nicht an einer Pfeilspitze… und schon gar nicht in einem pelgarischen Kerker. Er starrte den Elfen an der da noch immer in seiner Zelle hockte und vor sich hin sinnierte.

„He du?! Was ist?! Machst du schon schlapp oder wie?!“ Er grinste. Irgendwie schien es ihn zu beruhigen – anderen noch mehr Qualen und noch mehr angst einzujagen. So lenkte er sich von seiner eigenen Ohnmacht ab. „Elfen haben sie hier besonders gerne, die baumeln so schön am Strick. Hahahah und euch Frauen… mhmm mit euch werden sie wohl lange spielen, diese lüsternen Molche… ich habe gehört, dass sie manchmal sogar an die Mitgefangenen ausgeliefert werden. Da haben wir Männer doch kein schlechtes Los gezogen.“ Er stierte wieder zu Kazel. Erneut durchschüttelte ihn ein Hustenanfall und er krümmte sich zusammen. „Arghmm… so ne verfluchte…“ Keuchte er. „Ach weisst du was Mädchen?! Warum… BETEST du nicht einfach. Soll Lysanthor helfen dieser Bastard! Schliesslich haben wir für ihn und diese schändliche Welt hier unseren Hintern riskiert… dabei muss ich schon sagen… dass deiner besonders Hübsch ist!“ Er grinste Miriel an, die er schräg vor sich vermutete. Dann hustete er wieder.

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Miriel Lefay
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Re: Der Kerker

Beitrag von Miriel Lefay » Montag 13. August 2007, 00:09

Miriels Fragen standen noch im Raum und sie erhoffte sich gerade von Earane oder Lyrien eine Antwort, doch zu ihrem Erstaunen und Ärgernis kam die diese von einer Seite, auf die sie gerne verzichten konnte. Ein resigniertes und fast schon hysterisches Lachen erklang aus der Zelle rechts von Earane, in welcher der brüllende Gehörnte saß.

„Du warst wohl noch nie in einem pelgarischen Kerker was?! Hier kommst du nur als Leiche raus oder verkrüppelt und verstümmelt. Hier hängen sie, rädern sie, ertränken sie, vierteilen sie. Alles was du dir vorstellen kannst.“

Nein, sie war noch nie in einem pelgarischen Kerker gewesen, um der Wahrheit die Ehre zu geben, sie war noch nie in ihrem Leben in irgendeinem Kerker gewesen. Vorstellen konnte sie sich nach seinen Ausführungen jedoch eine Menge. Noch während er sprach sah sie sich vor ihrem geistigen Auge mit gefesselten Händen an einem Strick baumeln, an Häden und Füßen an Pferde gebunden, sah sich in einen Sack gesteckt und ins Wasser geworfen und andere schlimme Tode sterben. Doch nicht genug der aufmunternden Worte, malte er nun in bildhaften Darstellungen, was man so alles insbesondere mit Frauen anstellen würde.

Wenn Miriel dachte, dass die Schrecken, die sie sich in ihrer Fantasie schon ausmalte, nicht schlimmer werden konnten, so hatte sie ihre Fantasie bei weitem unterschätzt.
Nun sah sie sich nicht nur am Strick baumeln, nein nein, jetzt sah sie sich zur Freude und Belustigung aller Männer auch noch unbekleidet am Strick baumeln. Von dem, was sie sich vorher noch alles ausmalte ganz zu schweigen und immer endete es damit, dass sie irgendwie unbekleidet und wehrlos Männern ausgeliefert war.

Schließlich schaltete sich ihr Verstand vollständig ab, sie sprang unvermittelt auf, krallte sich an den Eisenstäben fest und brüllte zu dem Gehörnten hinüber: „HALT ENDLICH DEIN VERDAMMTES MAUL ODER ICH STOPFE ES DIR EIGENHÄNDIG!!! DANN HAST DU ES WENIGSTEN HINTER DIR!“
Der kleine Ausbruch tat gut und erreichte, dass sich ihr Verstand wieder meldete. Bereits wieder ruhiger meinte sie dann: „Es ist mir scheißegal, ob ihr euch in euer Schicksal ergeben und in Selbstmitleid versinken wollt, ich habe jedenfalls nicht vor hier tatenlos zu warten, dass man mir, auf welche Art und Weise auch immer, das Leben nimmt. Also entweder ihr überlegt gemeinsam mit uns wie wir hier heraus kommen oder ihr setzt euch auf euren verdammten Arsch und haltet euer dreckiges Maul.“

Sie konnte nicht sehen, was ihr Gefühlsausbruch erreichte oder ob er überhaupt Wirkung gezeigt hatte, es ging ihr allein darum, dass der Kerl mit seiner Schwarzmalerei aufhörte. Sie hatte an sich selbst erlebt wohin das führte und sie wollte nicht wissen was es bei Lyrien oder Earane auslöste.

„Also gut Earane, Lyrien.“, wandte sie sich deshalb an beide. „Probiert bitte, ob ihr vielleicht Magie anwenden könnt. Ich glaube zwar kaum, dass die Söldner etwas übersehen haben, aber wir sollten nichts unversucht lassen. Wenn es nicht funktionieren sollte, sehen wir weiter. Keine Sorge, uns wird schon etwas einfallen.“
<b>Und wenn nicht? .Was soll dann werden? Nein, besser nicht daran denken.</b>, fügte sie in Gedanken hinzu.

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Erzähler
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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 15. August 2007, 17:11

Miriels scharfer Blick bestätigte es: ihnen allen waren nicht nur einfach Eisenfesseln umgelegt worden. Es handelte sich um magische Bannfesseln. Das Eisen war schwarz und verschnörkelte Symbole zeigten sich darauf.
Wenigstens waren sie noch alle zusammen, wenn auch in gemeinsamer Einzelhaft. Einige in der Gruppe hätten eine stille kleine Zelle weitab von den restlichen Insassen jedoch wohl vorgezogen. Nicht nur Darak Luthrokar gebärdete sich wie ein wildes Tier, indem er brüllte und gegen die Gitter trat. Auch Miriel ergab sich für einen Moment ihrer Wut, schrie sie wie eine Furie heraus. Der Unterschied zwischen beiden war, dass Miriel sich wieder beruhigte. Ihr klarer Verstand kehrte zurück.
Andere Gefangene blieben ruhig, wirkten beinahe abwesend wie Kazel Tenebrée oder Xune Myrlochar. Aber ein Ziel hatte man wohl gemeinsam: sie alle wollten die pelgarischen Kerker verlassen.

Trotz der Größe der Gruppe gab es noch genügend Zellen und Verliese hier unten. Pelgar war bestens versorgt, um einen ganzen Trupp Verbrecher zu inhaftieren.
Neben den vielen Türen mit kleinen Guckfenstern oder Eisenstangen existierten noch zwei weitere Türen jeweils an einem Ende des langen Ganges, der die einzelnen Kerkerzellen miteinander verband. Diese Türe unterschieden sich von denen der Verliese, denn sie wirkten massiv, waren mit Eisen verstärkt und machten einen noch stabileren Eindruck. Allein der Anblick konnte einem Gefangenen den Mut rauben, zu flüchten. Hatte er nämlich erst einmal seine Zellentür überwunden, würde er wohl das Ende seiner Flucht vor diesen dicken Exemplaren finden.

Eine der Türen schob sich plötzlich knarrend nach innen. Fackelschein erhellte einen kreisförmigen Bereich um die Tür herum, zeigte das Mauergestein und weitere Eisenketten, die aus den Wänden hingen. Aber das Licht gab auch den Blick auf eine Treppe frei, die sich hinter der Tür befand. Das war also der Weg aus dem Kerker, aber wohin führte wohl die andere Tür?
Da niemand den Gefangenen eine Antwort geben würde, war es sinnlos, auch nur weiter darüber nachzugrübeln. Zudem drangen nun auch Schatten nebst Licht ein und durch die Tür Schritten mehrere Gestalten. Ganz vorn marschierte ein breitschultriger Mann in schwerer Platte. Die Feder an seinem Helm, den er unter dem Arm trug, wies ihn als einen General oder Feldwebel aus. Vermutlich war er tapferer Kriegsveteran, sein grimmiger Blick verriet es. Schwarzes, kurzes Haar und ein ordentlich gestutzter Bart nach pelgarischer Mode vervollständigten den Eindruck, dass es sich um den Anführer der Gruppe handelte. Hinter ihm folgten insgesamt sechs Soldaten, sowie ein bulliger Kerl in Lederwams. Letzterer trug die schwarze Haube eines Scharfrichters.
Wollte man Lyrien, Eáránë, Miriel, Xune, Darak und Kazel etwa schon hinrichten? Ohne eine Chance auf Anhörung?

Der Soldat schritt den Gang herab, blieb schließlich vor der Zelle der Nachtelfe stehen und spähte hinein. <span style="color:01019A;">"Nachtelfenpack, Dunkelelfen ... von denen hätte ich Verbrechen ja sofort erwartet, aber ..."</span> Er schritt weiter zu Miriels Zelle. Direkt daneben befand sich Lyrien. <span style="color:01019A;">"Dass auch Menschen in die finsteren Geschehnisse verwickelt sind. Der Kommandant hat euch alle zurecht einsperren lassen."</span>
Der Gardist drehte sich herum. Seine Augen suchten den Scharfrichter. "Nun, mein Kommandant gab Euch Narrenfreiheit, solange Ihr nur Geständnisse aus diesen Verbrechern heraus kitzelt. Mein Herr ist an den Vorfällen auf der Stillen Ebene interessiert, außerdem will er die Menge der Steckbriefe reduzieren. Amüsiert Euch gut mit den Insassen, Richter. Meine Männer werden Euch zur Seite stehen, wenn Ihr sie nach und nach ... ausfragt. Anhand Eures Berichtes wird dann ein Urteil gefällt. Ich wünsche Euch frohes Schaffen." Damit verneigte sich der Soldat leicht und verließ als einziger der kürzlich Erschienenen wieder die Kerker.

Der Scharfrichter spazierte in gemütlichem Gang die Zellen ab. Als er Xune passierte, schnaubte er nur. Ebenso bei Eáránë. Er murmelte nur etwas davon, dass es ihm eine Freude sein würde, sich nachher mit beiden zu beschäftigen. Offenbar hatte er sich für seine "Befragung" ein anderes Opfer auserkoren – was auch immer man unter dieser kleinen Fragerunde zu verstehen hatte. Angesichts der Peitsche am Gürtel des Scharfrichters konnte man es wohl schon erahnen.

Schließlich erreichte der Mann Lyrien und Miriel. "Ihr zwei Hübschen könntet euch freikaufen. Ich wäre nicht abgeneigt, dieses Angebot anzunehmen, wenn ihr versteht was ich meine. Glaubt mir, ich werde nur gutes in meinem Bericht erwähnen, wenn Ihr gut zu mir sein wollt." Man konnte es nicht sehen, aber das lüsterne Grinsen unter der Haube musste von einem bis zum anderen Ohr reichen.

Der Scharfrichter ging weiter, gab den Frauen eine kleine Bedenkzeit. Er blieb erst wieder zwischen Kazels und Daraks Zellen stehen. "Der eine", er schaute zu dem Mischlingselfen herein, "soll schon mal hier gewesen sein, erzählte mir der Kommandant. Entkam nur knapp seiner Strafe, indem er flüchtete. Nun, dieses Mal ist es aus, da brauch ich mich nicht explizit drum zu kümmern. Der andere ... hehe ..." Sein Blick wanderte zu Darak. Irgendwie kam dem die Stimme bekannt vor, woher nur. "Von dir <i>weiß</i> ich, dass du schonmal hier warst. Gefällt dir deine alte Zelle? Niemand war seither mehr darinnen, schätze dich glücklich – und das gleich zwei Mal, denn mit dir fang ich an, Darak Luthrokar!"

Der Scharfrichter winkte vier Soldaten herbei. Sie trugen neben Schwertern auch noch lange Piken, deren Spitzen sie nun in Daraks Zelle schoben, um ihn an die Wand zurück zu drängen, während ein fünfter Soldat herbei eilte und die Tür aufschloss.
"Du kommst in meine ganz eigener kleine ... <i>Ausfrage</i>kammer!", lachte der Scharfrichter. Um die anderen würde er sich später kümmern. Hier gab es noch etwas Spezielles zu klären, im Anschluss konnte er seinen Spaß mit den Damen haben.

Der Soldat, der noch an der Tür stand, starrte leicht beklemmt zu Boden. Er wirkte jünger als die anderen, hielt seine Stangenwaffe gelangweilt und viel zu locker. Er musste noch ein junger Rekrut sein, den man erst kürzlich in die Truppe aufgenommen hatte.
Sein Blick flog kurz zu Miriel, Eáránë und Lyrien. Die Augen verrieten, dass er sich fragte, wie derart attraktive Frauen hier unten hatten landen können.

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Darak Luthrokar
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Re: Der Kerker

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 15. August 2007, 19:53

„Ha das wollt ihr doch selbst nicht dass ich mich auf meinen Arsch setze, schliesslich gafft ihr ihn doch gerade zu nur begierlich an! Aber… wisst ihr was? Passt lieber auf EUREN auf! Oh wie viele Frauen wollten ganz lieb zu meinem Hintern sein, wenn ich sie nur verschont hätte.“ Er grinste. „Was für dumme Gesichter sie gemacht haben, als ich sie danach dennoch folterte.“ Krächzte er Miriel entgegen. Dann wandte er sich Lyrien zu, er glaubte zu wissen, dass sie es war die er auf der Ebene umgeschubst hatte, weil sie ihm im Weg gestanden hatte. "Glaubt mir hier wird nicht nur die Stimme gedrosselt sondern auch eure verdammten Atemwege!" Knurrte er und wollte noch weitere Bemerkungen machen wurde aber erneut dermassen von einem blutigen Hustenanfall geschüttelt, dass er erschöpft zurücktorkelte und sich an die feuchtkalte Wand lehnte und vorerst schwieg.

Er hörte wie die Türe aufging und die schweren Schritte über den Mittelgang des Gefängnisses hallten wie die düsteren Vorboten jener feindlichen Gesandten, die gekommen waren um ein Urteil zu finden. Oh wie oft waren es seine eigenen Stiefel gewesen, welche in den Gefangenen eine durch Mark und Bein gehende Beklemmung hervorgerufen hatte.

Sie kamen. Verdrängte, ungeliebte Bilder und Geräusche gruben sich in Daraks Bewusstsein, mit jedem Mal wenn die Eisenkappen der Stiefel auf dem Boden aufschlugen. Er schloss seine Augen und schluckte schwer, als er immer und immer wieder das krachende Knacken seiner Knochen hörte als man ihm in dieser Zellen beiden Beine gebrochen hatte. Er starrte blass geworden die Zellenstangen an. Richtete sich auf und hielt sich daran fest. Nervöses als er sich eigentlich eingestehen wollte rückte er trotzig seinen Helm zurecht.

<b> Kommt nur her ihr Bastarde! Mich kriegt ihr nicht… nicht ein zweites Mal!</b> Insgeheim wünschte er sich aber, dass sie sich einen anderen holen sollten. Er grinste als der Söldner mit den Frauen sprach, hatte er es doch geahnt. Die selbe Masche wie sie nur ein geübter – oder ein einsamer Folterknecht anwendete.

Doch dann traten die Männer in sein Blickfeld, reflexartig weichte er etwas zurück. Starrte den Mann unter der Scharfrichterhaube an. Seine Statur. Seine Stimme. Sein… Lachen… ihm fröstelte. Denn es war ihm alles so bekannt – und das war definitiv nicht gut, denn er kannte nur wenige ihm wohlgesinnte Menschen. Elena war dieser Kerl schliesslich bestimmt nicht.

<b> Elena, ich hoffe sie haben dich nicht auch gefangen genommen. Ich…</b>

Er vermisste sie, vermisste ihr rotes Haar, ihr Lächeln und ihre Art wie sie ihn und seine Gefühle verändern konnte. Ihre Wärme. Das war es was er am meisten Vermisste. Ihre Wärme.

<i>"Von dir weiß ich, dass du schonmal hier warst. Gefällt dir deine alte Zelle? Niemand war seither mehr darinnen, schätze dich glücklich – und das gleich zwei Mal, denn mit dir fang ich an, Darak Luthrokar!"</i>

Daraks Augen weiteten sich bei seinen Worten und er wirkte von einem Schlag auf den anderen unglaublich zerbrechlich und um Jahre gealtert. Seine Haut wurde Leichenblass. Er verfluchte das feinschlägige, unkontrollierbare Zittern seiner Fingerkuppen. Er starrte den Foltermeister an. Er schauderte. <b> Verdammt, was ist mit dir los? Du hast keinen Schiss! Du hast keinen Schiss! Du bist DARAK LUTHROKAR – der ist nicht zu brechen, nicht durch eine verdammte Scharfrichterhaube und ein paar Worten. ICH nicht.</b> Doch sein Körper untermauerte das Gegenteil. Da rief der Bastard seine Helfer herbei welche ihn mit den Piken bedrohten. Darak wich knurrend zurück. „Verzieht euch ihr feigen Bastarde! Lasst mich in Ruhe!“ <b>… Bitte…</b>

Seine Fussfessel klirrte als er weiter zurückgedrängt wurde, bis er die Mauer gegen die Pfeilspitze drücken spürte, welche noch immer in ihm steckte. Er glaubte kaum, dass er hier barmherzige ärztliche Betreuung erhalten würde wie bei Hauptmann Zitter in Andunie.

<i>"Du kommst in meine ganz eigene kleine ... Ausfragekammer!"</i> Man musste kein Foltermeister sein um zu ahnen, dass dieser Satz nichts Gutes bedeuten konnte. Er regristrierte die geistige Abwesenheit des einen Rekruten. Vielleicht eine mögliche Schwäche? Er merkte sich sein Gesicht.

Die Piken welche ihn bedrohten machten ihn zunehmend Nervös. „NEHMT DIESE DINGER VON MIR WEG BASTARDE!“ Brüllte er hustend, packte die Stanger jener Pike die ihm am nächsten kam und versuchte sie dem Söldner aus den Armen zu reissen, um ihm die Stange um die Ohren zu reissen.

Er ahnte ohnehin, dass sie ihn nicht in die „Ausfragekammer“ führen wollen, um mit ihm nettigkeiten Auszutauschen. Vielleicht kriegt er sie dazu, dass sie ihn in ihrem Übereifer schon hier in der Zelle grün und blau prügeln, so könnte er wenigstens in die Bewusstlosigkeit fliehen – und dann würden vielleicht die anderen Insassen interessantere Folteropfer abgeben und er hätte vorerst seine Ruhe.

Er starrte den vermumten Herausfordernd an und riss an der Pike.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Mittwoch 15. August 2007, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Eáránë Fëfalas » Mittwoch 15. August 2007, 20:41

Earane schwieg und ließ sich, wenn auch nur ungern, von diesem Gehörnten anbrüllen.
Sie schwieg die ganze zeit, beobachtete jeden, bekam aber dennoch kaum etwas von allem mit.
Sie stand an den Gitterstäben und startte in den langen Gang hinein. Für sie war es nicht schwer die Türen dorthinten zu sehen.

Nur nebenbei bekam die nachtelfe mit, wie Miriel meinte, dass sie und LYrien mal versuchen sollten Magie anzuwenden.
Diese Worte regestrierte Earane und versuchte es, schaffte dies aber nicht.
<b>Das gibts doch echt nicht!? So ein Mist!</b>
Sie wusste nicht was sie machen sollte, und sie könnte wohlkaum die Eisenringe irgendwie aufbrechen.

Wieder starrte die nachtelfe die Türen in der Ferne an.
Plötzlich, öffnete sich einer dieser Türen und ein Mann, in Begleitung mit anderen Wachen, kam herein. Wie aus dem nichts war sie nun voll und ganz wieder in die Realität zurückgelkehrt.
Der Mann, der an der Spitze lief, shcien ein general oder so zu sein. Er blieb vor der Zelle von Earane stehen, und sagte etwas auf Garmisch, was die junge Frau nicht verstand, aber sie konnte sich denken, dass es etwas über ihr Volk war, oder so, jeden falls nichts Gutes. Sie sah ihn scharf an, ihre blassen Augen funkelten regelrecht, durch die Flammen der Fackeln.
Der Mann schaute sich jeden einzelnen der Gefangenen an und ging zum Scharfrichter und ging dann auch schon.

Nun sah sich der Scharfrichter jeden einzelnen an, bei Earane shcnaupte er nur, genau wie bei der Dunkelelfin, was er murmelte verstand sie kaum.
Dann ging er noch zu Lyrien und Miriel hin... Und was er ihnen anbot, machte die Nachtelfe rasend vor Wut.

Der Mistkerl hatte sich schon den Gehörnten ausgesucht. Doch dieser wehrte sich und brüllte rum. Immerhin konnte dieser sich wehren. Earane malte sich grade aus, wie es bei ihr sein würde, richtig stark, war sie ja nicht gerade. Sie seufzte leise.
Da fiel ihr an der Tür ein junger Knabe auf.
<b>Er scheint erst neu zu sein...Hmm...</b>
Die Nachtelfe sah ihm in die Augen, aber nur kurz, denn sie wurde von dem kleinen Kampf in der Nachbarzelle abgelenkt.

<b>Es gibt zwei möglichkeiten was der Dreckskerl mit mir vorhat. Entweder foltert er mich... Der Grund wäre ja, dass ich eine Nachtelfe bin... Oder... Oder... WÄH!!</b>

Angeekelt schüttelte sie sich und wich von den Gitterstäben zurück.
<b>Wolf... Beeilt euch.. Bitte! Ich glaube nicht, dass die Götter uns helfen können, oder doch?</b>
Etwas abwesend schaute Earane aus dem kleinen, vergittertem Fenster hinaus.

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Miriel Lefay
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Re: Der Kerker

Beitrag von Miriel Lefay » Samstag 18. August 2007, 00:11

Miriels Ausbruch hatte, nachdem Lyrien um Ruhe gebeten hatte, zumindest zur Folge, dass der Hornochse nicht mehr rumbrüllte, auch wenn er nicht aufhörte, mit seinen entnervenden Schilderungen weiter fortzufahren.
Aufseufzend ließ sie sich auf ihre Pritsche fallen und hing ihren Gedanken nach. Das Geschwafel des Gehörnten interessierte sie bereits nicht mehr. Wenn er nichts anderes als seine grausigen Schilderungen beizutragen hatte, so konnte Miriel auf sein Gesülze gut verzichten. Viel wichtiger war die Frage, wie sie sich aus dieser misslichen Lage befreien konnten. Magie fiel aus, denn mittlerweile hatten sowohl Lyrien als auch Earane feststellen müssen, dass sie ebenfalls mit magischen Bannfesseln angekettet waren.

So saß sie einfach nur still da und brütete über irrwitzige Ausbruchspläne, die sie letztendlich dann doch immer wieder verwarf. Zumindest war ihr Gehirn beschäftigt und sie verhinderte damit, vollkommen irre zu werden. So bekam sie am Anfang auch nicht mit, dass sich eine der Türen an der Stirnseite des Raumes öffnete und mehrere Männer und Wachen den Zellentrakt betraten.
Erst als einer der Männer, wie es schien war er vom Kommandanten bevollmächtigt, zu dem dabei stehenden Scharfrichter sagte, dass er Narrenfreiheit hätte, solange er nur Geständnisse beibringen könne, wurde sie wieder auf das Geschehen im Zellentrakt aufmerksam.

Mit einem unguten Gefühl in der Magengegend ging sie bis an die Gitterstäbe und versuchte einen Blick auf die Gruppe zu erhaschen. Leider wurde der Wortführer durch die Eskorte verdeckt, lediglich der Scharfrichter war gut zu erkennen. Bei seinem Anblick rutschte ihr nun doch das Herz in die Hose oder besser gesagt in die Unterhose. Der Kerl machte allein durch seine bloße Erscheinung schon einen gewalttätigen Eindruck. Als er dann, nachdem der vom Kommandanten Bevollmächtigte gegangen war, an den Zellen vorbei schlenderte, wurde ihr erst richtig bewusst, was ihnen allen in den nächsten Stunden, wenn nicht Tagen, bevorstehen mochte und sie flehte innerlich die Götter an, dass sie nicht gleich als Erste geholt wurde. Sie schämte sich dafür und doch konnte sie den Trieb zur Selbsterhaltung, der ihr diese beschämenden Gedanken eingab, nicht unterdrücken.

Bangend folgte sie mit ihrem Blick dem Scharfrichter, der gerade an der Zelle der Dunkelelfe sowie an der von Earane vorbei kam, wo er nur etwas murmelte und dann gemächlich weiter schlenderte.
<b>Florencia sei Dank, er lässt die Kleine in Ruhe.</b>, war ihr erster Gedanke, doch als er nun vor ihrer und Lyriens Zelle stehen blieb, wurde sie kreidebleich und wich zitternd nach hinten an die Zellenwand. <b>Nein, lass ihn weiter gehen! Oh Florencia, bitte, ich flehe dich an, nicht ich, lass ihn diesen Schreihals, diesen Gehörnten nehmen ... nein, nein, nein. Er soll weiter gehen, oh bitte, bitte.</b> Die Angst griff wie ein wildes Tier mit eisernen Klauen nach ihr. Ihre Kehle schnürte sich langsam zu, sie schluckte schwer, rang nach Luft und wenn sie gedacht hatte, dass es schlimmer nicht sein konnte, so wurde sie eines Besseren belehrt. Mit einer Stimme, die nur so vor Hohn und Gemeinheit troff meinte der Scharfrichter zu den Beiden:

"Ihr zwei Hübschen könntet euch freikaufen. Ich wäre nicht abgeneigt, dieses Angebot anzunehmen, wenn ihr versteht was ich meine. Glaubt mir, ich werde nur Gutes in meinem Bericht erwähnen, wenn Ihr gut zu mir sein wollt."

Es war, wie es der Gehörnte prophezeit hatte. Miriel konnte sich bereits bei den lüsternen Worten des Scharfrichters vorstellen, was dieser unter „gut zu ihm sein“ verstand. Angeekelt wandte sie ihren Blick ab, was von dem Widerling von Scharfrichter mit einem gehässigen Lachen quittiert wurde, bevor er seinen Rundgang fortsetzte.
<b>Was für ein Schwein! Was für ein widerliches, ekelhaftes Schwein!</b>, war alles, was sie denken konnte, während ihr schmerzhaft klar wurde, dass sie, wollte sie der Folter entgehen, keine Wahl haben würde. Sie waren diesem Sadisten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Halt- und mutlos sackte sie an der Wand zusammen und umschlang zitternd ihre Beine, die sie an den Körper gezogen hatte. Es war aus, aus und vorbei. Alles war so sinnlos, so verdammt sinnlos gewesen. Sie hatten ihr Leben aufs Spiel gesetzt, hatten einem Gott die Stirn geboten und wofür? Nur, um zum Dank an den Galgen gebracht zu werden.
<b>Möge Faldor diese undankbaren Menschen mit Tod und Verdammnis strafen!</b> Dieses undankbare Gesindel hatte es nicht verdient, dass es in Ruhe und Frieden lebte und wenn sie gekonnt hätte, so hätte sie in diesem Moment dieses Land und seine Bewohner dem Schicksal und Faldor überlassen. Und dann endlich krampfte sich ihr Körper zusammen und wurde von befreiendem Schluchzen geschüttelt. Die in ihr aufgestaute Angst suchte sich nun mit aller Macht ein Ventil.
Weder bekam sie mit, wie der Scharfrichter mit dem Gehörnten sprach, noch wie dieser wieder zu brüllen begann. Sie wollte nur noch, dass alles endlich vorbei wäre.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Sonntag 19. August 2007, 22:49

Der junge Soldat stand noch immer nahe der Tür, durch die seine Kameraden und der Scharfrichter unter Führung des Generals hinein marschiert waren. Letzterer hatte sich ja bereits verabschiedet, daher herrschte eine etwas lockerere Stimmung unter den pelgarischen Militäreinheiten – bis der Scharfrichter die Männer zu sich rief, um das arme erste Opfer in <i>speziellen Gewahrsam</i> zu nehmen. Darak stellte dieses erste Opfer dar.

Während die Wachen sich um ihn kümmerten, erlangte der junge Rekrut gleich die Aufmerksamkeit von zwei Gefangenen. Eáránë schaute ihn kurz an. Ihre Augen schimmerten wie zwei Vollmonde. Gebannt starrte der junge Mann, der nicht älter als 18 Sommer sein konnte, in die Augen der Nachtelfe.
Nur Lyrien lenkte ihn schließlich ab, als sich auch Eáránë abwendete, um in weite Fernen zu schauen und doch nichts zu sehen. Sie winkte ihn zu sich, dass ihre Ketten leicht klirrten, doch die Wächter waren zu sehr mit Darak beschäftigt, um davon etwas mitzubekommen. Der Rekrut zögerte, kam dann aber näher. Nun stand er genau zwischen Lyriens und Miriels Zellen. Die Töpferin hatte sich in eine Ecke zurückgezogen. Sie schluchzte, die sonst so starke Miriel. Allein dies alles hier zehrte an ihren Kräften und im Fall von Verzweiflung half es, sich seinen Gefühlen zu ergeben. Der Rekrut warf kurz einen Blick zu ihr, als Lyrien auf ihn einsprach.
Schließlich wandte er sein von Sommersprossen gesprenkeltes Gesicht Lyrien N'ador zu. "Ich diene nicht dem Scharfrichter, sondern der Armee von Pelgar. Wenn mein Vorgesetzter wünscht, den Befehlen dieses Mannes dort zu gehorchen, so habe ich Folge zu leisten. I-ich", plötzlich stammelte er, "ich befolge nur Befehle."

Inzwischen hatte sich Darak eine der Piken geschnappt, in der Hoffnung, sie dem Wachmann entreißen und sich verteidigen zu können. Sein Plan hatte bis zu diesem Punkt sogar Erfolg, denn obwohl er hier angekettet in der Zelle steckte, besaß er mehr Kraft als der Soldat. Schon hatte er die Pike in Händen, doch da gab es noch genug andere – und pelgarische Soldaten waren gut ausgebildet. Zwei stachen auf Darak ein, zwei Piken fanden ihr Ziel. Eine in seine Seite, die andere ins Bein. Es handelte sich um harmlose Wunden, dennoch schmerzten sie.
So gelang es den Wächtern aber immerhin, in die Zelle zu stürmen und Darak wieder die Waffe zu entreißen. Man löste die Fesseln von den Ringen in Wand und Boden, befestigte die Fesseln aber sogleich an einer schweren Eisenkugel. Ein Wächter übergab die Kugel an Darak. Er stand nun frei da, aber eine Flucht blieb wohl dennoch hoffnungslos. Die Kugel musste er mitnehmen, doch mit dem zusätzlichen Gewicht, hätte er schwer zu schaffen.

Der Scharfrichter verpasste Darak einen Klaps auf den Hinterkopf. "Mitkommen!", knurrte er und wieder kam ihm die Stimme bekannt vor.
Die Wachen schubsten und zerrten Darak aus der Zelle. Man führte ihn zum anderen Ende des Ganges. Der Scharfrichter öffnete die Tür mit einem Schlüssel, der an einem Bund an seinem Gürtel hing. Die Wächter brachten Darak hinein, der Scharfrichter folgte. Sein finsteres Lachen hallte von den Wänden des Kerkers wider.

<i><li> Darak verliert 10% seiner Lebensenergie aufgrund der Verletzungen</i>
<li><b>Für Darak</b>: weiter in "Die Folterkammer - Erzähler eröffnet das Topic <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0">

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