Der Kerker

Hier wurden einst Soldaten und Wächter der Hauptstadt ausgebildet. Nun dient die Kaserne als Sklabenunterkunft und Richtplatz.
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Kazel Tenebrée
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Der Kerker

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 16. August 2006, 20:48

Kazel wehrte sich verzweifelt. Er zog und zerrte, doch konnte sich nicht losreißen. Sein Schreien hallte durch die unterirdischen Gänge der Kerker wie der Klagesang von Geistern, doch niemanden kümmerte es.
Die Soldaten schleiften ihren Gefangenen einfach weiter, stumm und diszipliniert.
Noch bis sie die Zelle erreichten schrie Kazel um sein Leben, doch dann verfiel er ruckartig in Schweigen. Mit schreckverzerrtem Gesicht und Entsetzen in den Augen starrte er in die kleine Kerkerzelle, in dessen einer Ecke etwas Stroh und in einer anderen ein Eimer waren. Keine Fenster, dunkles Mauergestein, der Geruch des Todes ... Kraftlos brach Kazel zwischen den beiden Wachen zusammen.
Diesen kam das gerade Recht, denn es bedeutete, dass die ihn in aller Ruhe an der Wand anketten konnten.

Als Kazel nach einer Weile wieder das Bewusstsein erlangte, war er allein. Vom Gang her brannte Fackellicht in seine Zelle, doch sonst war alles in Dunkelheit gehüllt.

"Mutter ... hast du mich doch wieder in deine Kerker geholt. Sag, wo ist die Peitsche?"

Der Mischlings-Elf kroch in die finsterste Ecke seiner kleinen Zelle und kauerte sich zusammen. Und dann kicherte er, aber es war ein wahnsinniges Kichern.

<b>Genau davor bin ich doch geflohen ... vor dieser Kälte, dem Hass und den Schmerzen ... ich bin so ein Idiot. Ich kehrte aus meiner Freiheit zurück in mein Verderben, als ich die Tore Pelgars durchschritt ... Kazel, du gottverdammter Trottel!</b>
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Kazel Tenebrée
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Re: Der Kerker

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 17. August 2006, 11:39

Kazel hatte sich die ganze Zeit, seit er in der Zelle erwacht war, nicht mehr gerührt. Er hielt die Augen geschlossen, wollte sich aus dieser finsteren und grausamen Welt ausschließen. Er suchte einen Ort, tief in seinem Inneren, wohin er sich flüchten konnte. Er sah nichts, sprach nichts und hörte nichts – nur seinen eigenen Atem und das dumpfe Schlagen seines Herzens.

<b>Kommt doch und holt mich ... holt mich endlich hier raus und führt mich zum Galgen ... bitte. Ich halte es nicht mehr aus hier unten.</b>

Kazel begann zu zittern und glitt in einen unerholsamen Schlaf, der mit Albträumen und Erinnerungen an schreckliche Zeiten gefüllt war.
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Re: Der Kerker

Beitrag von Kommandant » Donnerstag 17. August 2006, 13:56

Doch plötzlich hörte man dumpfe Schritte, sie kamen immer näher. Der Kommandant höchst persönlich trat zu Kazel. Er sperrte die Zelle auf in der einen Hand hielt er Essen und einen Becher Wasser.

"Schlafen wir etwa. Du kleiner Bastard du." sprach er nicht gerade leise und stellte das Essen und den Becher mit Wasser auf den Boden. Doch er stellte es nicht direkt zu Kazel sondern genauso weit weg das er es nicht erreichen würde.

"Morgen in der früh wirst du hängen. Erhole dich nur, es wird dein letzter Schlaf sein, vor dem ewigen Schlaf. Du bekommst eine Strafe auf dem Marktplatz wo es jeder sehen kann."

Der Kommandant drehte abund schloss die Zelle hinter sich wieder ab und verlies den Kerker.

<b> Es wird ein Vergnügen sein dich hängen zu sehen. Lange ist es her das soetwas geschah, doch nun tritt es endlich wieder ein. </b>
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Re: Der Kerker

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 17. August 2006, 14:24

Kazel hörte Schritte. Müde öffnete er ein Auge.

<b>Jetzt holen sie mich... </b>

Doch es waren keine Wachen, sondern der Kommandant. Er brachte Essen und einen Becher Wasser und sagte, dass Kazel am nächsten Morgen gehängt würde.

<b>Bis morgen noch warten ... dann ist es vorbei. So soll es also enden.</b>

Nachdem der Kommandant wieder fort war, wagte Kazel doch einen Blick. Er entdeckte den Teller und den Becher und griff danach, aber erreichte seine Henkersmahlzeit nicht. Doch er gab nicht auf. Eine Idee, wie er das Essen erreichen konnte, würde ihn von der Tristheit der Zelle und seiner ausweglosen Situation ablenken.
Der Mischling holte den Eimer zu sich, denn diesen bekam er wenigstens zu fassen. Er betrachtete ihn im schwachen Licht der Fackel. Es war ein Holzeimer, der mit zwei kleinen Eisenringen zusammengehalten wurde. Kazel hieb auf den Eimer ein, er verpasste ihm Faustschläge und dachte dabei an den Kommandanten, an seine Mutter und den Galgen.
Schließlich brach das Holz und der Eimer zersplitterte. Kazel kümmerte es nicht, dass seine Hände bluteten, der Galgen wartete schließlich auf ihn. Aber seine letzte Mahlzeit wollte er noch einnehmen.
Er befreite einen der Eisenringe vom Holz und nutzte diesen als verlängerten Arm. So gelang es ihm nach einer Weile und mit ein wenig Geschick, den Teller zu sich zu schieben. Den Becher allerdings stieß er versehentlich um und das klare Wasser verteilte sich auf dem Zellenboden.
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Re: Der Kerker

Beitrag von Stadtwache » Donnerstag 17. August 2006, 19:56

Der Morgen graute und sie Sonne war am aufgehen. Kazel war erschöpft und müde. Plötzlich hörte man wieder Schritte. Doch es mussten zwei Personen seien.

Es waren zwei Soldaten, einer von ihnen öffnete die Zelle. Die Türe began zu quietschen un dKAzel wachte durch das Geräusch auf, er wusste nun ist das Ende gekommen.

Die Soldaten machten ihn los und packten ihn jeweils an einem Arm und schleppten ihn aus der Zelle hinaus. Sie würden ihm zum Marktplatz bringen, dort wo er dem Tode geweiht war, dort wo Menschenmassen nur darauf warteten ihn hängen zu sehen.

Kazel war schon zu schwach um sich dagegen zu wehren, so hatten die Soldaten leichtes Spiel.

[weiter am Marktplatz]

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Re: Der Kerker

Beitrag von Stadtwache » Mittwoch 11. Oktober 2006, 20:43

Plötzlich hörte Zerwas ein Knarren. Licht strömte in die Zelle hinein und blendete ihn für einen Moment. Jemand mit einer Fackel kam herein und steckte diese in eine Halterung.

Es handelte sich um einen Wächter ... einen pelgarischen Wächter, wie Zerwas es an der Rüstung und dem Wappenrock erkannte. Er war also in einer Zelle irgendwo in einem Verlies in Pelgar, so vermutete er.

Der Wächter nahm neben der Zellentür Stellung auf. Da betrat eine weitere Wache den kleinen Kerkerraum. "Soso, wen haben wir denn da wiedergefunden?" Zerwas erkannte die Stimme sofort. Der Wächter, der ihn damals während seines Aufenthalts in der Stadt überall hin verfolgt hatte, trat an ihn heran – und schlug ihn in die Magengegend, dass es Zerwas die Luft aus den Lungen pumpte. "Du kleiner Bastard hast wohl gedacht, du entkommst einem Wächter aus Pelgar! Tja, dein Hirn arbeitet so langsam wie man es vom dunklen Volk gewohnt ist."

Der Wächter kümmerte sich nicht um Höflichkeiten und Verhalten seines Ranges entsprechend, sondern spuckte Zerwas ins Gesicht und gab ihm eine Backpfeife. "Dir werde ich Manieren beibringen ... mich zu hintergehen, das hätte mich beinahe meine Stelle gekostet, du kleine Idiot!!!" Er rammte Zerwas seinen Ellenbogen in die Rippen und ergötzte sich an dem Schmerz, den der Nachtelf empfinden musste.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Kommandant » Mittwoch 11. Oktober 2006, 20:45

Plötzlich hörte man erneut Schritte, doch sie waren viel schwerfälliger als die des Wachens, welcher Zerwas verprügelte. Die schweren Schritte kamen näher und , näher. Im Fackel schein erkannte man einen älteren Herren, in einer edlen Rüstung. Dunkel braunes Haar und ein brauner Vollbart. Ein fießen Grinsen hing ihm im Gesicht.

Er betrat die Stadtwache und sag belustigend der Wache zu wie sie den Nachtelfen verprügelte, doch dann er hob er seine Hand. "Halt, dass reicht, ich möchte auch noch meinen Spaß haben"

<b>Endlich ein dunkler Bastard in meiner Gewalt. Du entkommst mir nicht wie der andere. Dich werde ich quählen, doch nciht sterben lassen. Nein, dein Tod wird erst spät erfolgen durch meine Hände.</b>

Die Wache fügte sich dem Befehl des Kommandanten und schritt zur Seite, der Kommandant näherte sich dem NAchtelfen.

"Na, du Bastard, so sieht man sich wieder. Genieße die Streicheleinheiten, denn etwas besseres wirst du nicht mehr bekommen oder nur in Augenschein nehmen." Ein Lachen halte durch den dunklen Kerker.

Plötzlich hörte man Stimmen aus der benachbarteten Zelle. Doch man verstand sie kaum. Die Wache schlug gegen die Eisenstäbe. Klirrende Ketten hörte man. Da musste also jemand in der anderen Zelle sein, doch wer konnte man nicht sehen. Stille füllte den Raum. Der Kommandant selbst schlug Zerwas in den Bauch.

"Hier nimm das als Begrüßungsgeschenk!" er drehte sich um zur Wache. "Stell ihm Speiß und Trank auf den Boden." die Wach nickte und verschwand dann aus der Zelle. Zuerst hörte sich es ja gut an, Speiß und Trank, doch Zerwas wurde bewusst das er dies nie bekommen würde, denn wa nutzte ihm das Essen auf dem Boden?
Zuletzt geändert von Kommandant am Mittwoch 11. Oktober 2006, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Kerker

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 11. Oktober 2006, 22:26

Eine Weile hing Zerwas im Dunkeln. Wenn nur sein Körper nicht so entsetzlich schmerzen würde. So viele Verletzungen, Blessuren, blaue Flecke ... hier in der Zelle würde er sich kaum erholen können.

Da vernahm er ein leises Kratzen und das silberne Klirren von Ketten. Er konnte trotz der Dunkelheit erkennen, dass sich jemand an das kleine Eisengitter lehnte, das eigentlich nur zur Durchlüftung der Zellen diente. Auf der anderen Seite, in einer weiteren Zelle, befand sich noch jemand. War dies der Gefangene, der vorhin schon mit den Ketten gerasselt hatte?

"Hallo? Bist du ein Neuer?", fragte ein Stimmchen, ganz zart und leise, kaum lauter als ein leichter Windhauch. "Ich habe gehört, wie sie dich geschlagen haben. Das war nicht nett."

Eine Weile blieb es still. Dann wieder die hauchdünne Stimme: "Wie heißt du?"

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Re: Der Kerker

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 11. Oktober 2006, 23:19

"Bastard? Nein, ... Zerwas? Ein schöner Name", drang die Stimme gerade so noch zu Zerwas durch. Er war müde, wollte schlafen. Aber solange er an diesen Fesseln hing, würde es wohl nur ein Erschöpfungsschlaf werden, denn bequem war es nicht.

"Ich bin Lilly", antwortete die Stimme. Also war sie eine Frau ... schon wieder. Zerwas erinnerte sich an Vana Seide und ihm kam die Galle hoch.

Das Kratzen wurde lauter. "Ich bin gleich bei dir", sagte Lilly. Was meinte sie nur damit. Zerwas musste noch etwa eine Stunde auf die Antwort warten, als es ein leises KLING machte und es kurz knackte. "Geschafft!" Zerwas sah, wie eine der Gitterstäbe entfernt wurde. Hatte Lilly sie etwa durchbrochen? Aber wie?

Ketten klimperten, als sich die Gestalt durch das enge Loch zwängte. Zerwas traute seinen trüben Augen nicht: Es war keine Frau, die da mit einer Eisenkugel am Fuß nun in seine Zelle kroch. Es war ein kleines Mädchen. Vielleicht 13 Sommer alt. Was machte ein Mädchen wie sie in den Kerkern Pelgars?

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Re: Der Kerker

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 12. Oktober 2006, 13:21

"Ach", lächelte Lilly und ihr Blick war weder von Trauer noch Angst erfüllt. Im Gegenteil. Sie lächelte freundlich und mit Unschuld im Gesicht. "Die Wachen sperren mich hier mindestens einmal in der Woche ein ... immer dann, wenn sie mich fangen. Ich mache nicht genug Ärger, um verurteilt zu werden, aber die Strafe lautet jedesmal dieselbe: Eine Woche Gefängnis."

Das Mädchen lachte verschmitzt. "Aber ich habe noch nie eine Woche hier verbracht. Egal, in welche Zelle die mich stecken, ich habe immer rausgefunden. Nur langsam wird es lästig, denn es dauert immer eine ganze Weile, hier wieder rauszukommen ... und es strengt an."

Auf Zerwas' Frage, wie Lilly sich hatte in seine Zelle bringen können, antwortete das Mädchen nicht. Es grinste Zerwas nur aus einem lieblichen Gesichtchen an, das von ihren zotteligen braunen Haaren umrahmt wurde. "Ich befreie dich, wenn du mir nichts tust und meinen Geheimausgang niemandem verrätst", sagte sie, wartete aber keine Antwort ab, sondern ging zur linken Fußfessel von Zerwas, zückte eine Haarnadel und begann, im Schloss herumzustochern.

Zerwas hatte schon einmal Geschichten gehört, in denen dreiste Diebe und Einbrecher sich mithilfe von Haarnadeln jede Tür gefügig machten und diese öffnen konnten. Er hätte nie gedacht, dass an diesen Geschichten etwas Wahres dran war. Es dauerte nicht lange, da klickte es und die Fußfessel sprang auf. Doch bevor Lilly sich der anderen zu wandte, schaute sie zu Zerwas auf und sagte: "Jetzt weißt du, dass ich dich befreien kann. Also, schwörst du, mir nicht weh zu tun oder mein Geheimnis zu verraten?"

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Re: Der Kerker

Beitrag von fremde Frau » Freitag 13. Oktober 2006, 20:27

"Gut", sagte das Mädchen und machte sich daran, auch die zweite Fußfessel zu knacken. Beiläufig erwähnte sie noch: "Sonst müsste ich dich töten."

Diese Worte überraschten Zerwas. Sollte er sie ernst nehmen?

Es dauerte eine Weile, aber schließlich gelang es Lilly, sämtlich Fesseln zu öffnen und Zerwas sackte langsam an der Wand entlang auf den Boden. Das Essen, das der Kommandant hatte bringen lassen, stand noch auf dem Boden.

Lilly bemerkte Zerwas ausgehungerten Blick. "Iss nur, die Wachen werden nicht so schnell wiederkommen. Die tauchen nur einmal am Tag auf." Sie hockte sich auf den kalten und feuchten Zellenboden und wartete, dass Zerwas seine Mahlzeit einnahm.

"Warum hat man dich eingesperrt?", fragte sie neugierig.

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Re: Der Kerker

Beitrag von fremde Frau » Samstag 14. Oktober 2006, 11:35

<i>[Zerwas erhält 3% Lebensenergie zurück, weil er etwas gegessen hat]</i>


Lilly lauschte Zerwas' Geschichte. Sie wusste nicht wirklich, was ein Nachtelf war, jedoch entschied sie sich dafür, dass Nachtelfen wohl nicht sehr böse sein konnten. Zumindest fand sie Zerwas nett.
Geduldig wartete sie, dass Zerwas fertig aß und seine Geschichte erzählte. Als er jedoch anmerkte, dass sie und er zum Tode verurteilt würden, nachdem sie ihn nun von seinen Fesseln befreit hatte und sicherlich fliehen würden, weiteten sich ihre Augen für eine Sekunde und sie zuckte zusammen.

Auf allen Vieren kam sie zu Zerwas gekrochen und schmiegte sich an ihn. "Ich will nicht sterben", flüsterte sie. Einen Moment saß sie so da, die Augen geschlossen, doch dann besann sich Lilly wieder.

<b>Die Wachen werden heute nicht mehr auftauchen, trotzdem sollten wir keine Zeit verlieren.</b>

Sie stand auf und fragte: "Hast du genug Kraft, um zu Gehen, Kriechen und Klettern? Der Weg wird nicht leicht, aber er bringt uns ins Freie ... naja, zumindest ins Wohnviertel der Stadt. In ein leerstehendes Haus."

Lilly ging an die westlich liegende Wand und tastete mehrere Steine ab. So war das also. Deshalb hatte sie sich zu Zerwas in die Zelle vorgearbeitet. Der geheime Fluchtweg musste sie hier befinden. Endlich drückte Lilly einen kleinen Stein und sofort tat sich ein Geheimgang auf. Sie grinste. "Ich habe ihn zufällig entdeckt, als ich glaubte, mein Ende sei gekommen. Ich frage mich noch immer, wer wohl diesen Gang geschaffen hat. Komm jetzt, wir müssen uns beeilen."

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Samstag 14. Oktober 2006, 13:28

"Wenn du schon meinen geheimen Weg nicht verrätst, hilfst du mir schon sehr", sagte das Mädchen und wartete, bis Zerwas in den Gang geschlichen war. Dann drückte sie erneut einen Stein – dieses Mal auf der Innenseite – und schon schloss sich die Tür und war wieder eine Mauer.

Im Gang selbst war es sehr dunkel, doch Zerwas konnte gut sehen, immerhin war er ein Nachtelf. Er erkannte zwar alles nur in Grautönen, aber er sah es. Doch wie sollte Lilly etwas erkennen können in dieser Dunkelheit?

"Ich bin den Gang schon sehr oft gelaufen ... ich weiß, wo wir lang müssen."

Plötzlich legte sich etwas in Zerwas' Hand. Es war klein, warm und ganz zart. Lillys Hand. "Komm, ich führe dich, Zerwas", meinte sie und klang hilfsbereit und freundlich. Sie konnte ja nicht wissen, dass er wohl mehr sah als sie selbst.

Der Weg war lang und blieb dunkel. Hin und wieder tropfte es von der Decke herab oder der Boden verwandelte sich in eine einzige Stolperfalle, aber Lilly ging souverän weiter. Nach einiger Zeit blieb sie stehen.

"Wir sind da."

Das Mädchen ließ Zerwas' Hand los und betastete erneut die Mauersteine. Schließlich jauchzte sie vergnügt, drückte einen der kleinen Felsblöcke ein und wieder tat sich eine verborgene Tür auf.
Sie führte in die Kellerräume eines Hauses, so wie es aussah.

Rasch schlüpfte Lilly hinein. "Komm", forderte sie Zerwas auf und schloss den Geheimgang wieder hinter ihm. Zerwas hatte Zeit, sich umzusehen. Sie befanden sich tatsächlich in einem Keller. Wie jede Menge Staub und Spinnenweben bewiesen, musste dieser Raum schon sehr lange nicht mehr benutzt worden sein. Das Haus stand also tatsächlich leer.

"Wir sind frei!", freute sich das Mädchen und sprang Zerwas in die Arme.


<i>[weiter in Wohnviertel ... bitte Thema erstellen]</i>

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 14. März 2007, 19:24

Welch seltsamer Traum dies doch war. Was er zu bedeuten hatte war doch klar. Doch wie sollte er hier aus dem Kerker kommen? Stille herschte, macnh einen würde die beängstigen. Ab und zu hörte man es glucksen und den Wind durch die Ritzen zischen.

Plötzlich wurde die Stille durchbrochen, durch ein Geräusch, das Geräusch von schweren SChritten und ein klirren bzw klappern einer Rüstung konnte man vernehmen. Ein Wachmann stand vor dem Gitter, mit einem Tablett in der Hand.

Er sperrte die Zelle auf und stellte das Tablett auf den Boden, dabei grinste er und verschwand wieder, natürlich die Zelle schließend. Auf dem Tablett befand sich ein Becher anscheinend mit Wasser und man konnte ein Stück Brot und Brei erkennen, manch einer würde dies als typischen Kerkerfraß beschreiben. Doch wie sollte der Dunkelelf daran kommen? Er konnte sich nicht bewegenn. Plötzlich hörte man es fiepen, was war das? Mäuse? Ratten? Oder gar etwas anderes. Doch die Frage beantwortete sich von selbst, eine Ratte lief aus ihrem Loch und stürzte sich regelrecht über den Fraß.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 14. März 2007, 20:42

Man hörte nur wie die Ratte das Essen verschlang, als sie fertig war verschwand sie wieder. Es herrschte wieder Totenstille. Es war kalt und feucht in der Zelle, einfach unbequem und das alles nur eil er in die Stadt wollte. Wäre er doch nur umgekehrt und hätte eine andere aufgesucht. Die Zeit verstrick ohne das etwas passierte, man hörte nur biei dem winzignen Loch, da ab und an Soldaten oberhalb vorbeimarschierten, doch mehr schon nicht.

Doch plötzlich was war das, ein Kratzen erhallte, wieder die Ratte, welche nach NAhrung suchte? Doch dann hörte man etwas ganz in der Nähe von dem Dunkelelfen, so als würde jemand etwas schieben. Hätte man nur Licht könnte man etwas sehen. Doch da hatte es Azrael gut, er war ein Dunkelelf, welcher in der NAcht besser sehen konnte, doch es war finster, so das auch nur er Umrisse erkennen konnte. Doch eins merkte er deutlich, die Wand bewegte sich. Sah er schon Gespenster? Wie konnte sich die Wand bewegen? Doch als wäre dies nicht genug hörte man seltsame Stimmen, es Klang unverständlich und war eher verschwommen. Doch dann sah man kleine Schatten umher huschen. Was war das? Wer war in seiner Zelle? Die Gestalten waren nicht groß, ca. 1,30 Meter, wenn überhaupt. Es könnten Zwerge sein, doch Zwerge in Pelgar? Nein unmöglich, diese könnten odch einfach durch das Tor und müssten keinen Tunnel in den Kerker bauen, außerdem waren diese Gestalten eher zierlich, was für Zwerge untypisch war.

Leise gelächter war zu hören, wie wenn Azrael ausgelacht werden würde. "Seht seh, ein Elf, gekettet an der Wand, hihi. Was sie wohl mit ihm anstellen. hihi, sie spielen sicher ein Spielchen mit ihm. Zikk liebt Spielchen!" hörte man eine dünne Stimme sagen, die anderen lachten fröhlich mit. Es hörte sich fast so an wie Kobolde, nur sie hatten diese nervende Stimme und fandn alles lustig, auh wenn es jemand anderen Schaden könne.

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