Beschwörungen

Ein mysteriöser Orden sind sie, die Ritualmagier. Verbergen ihre Gesichter unter den Kapuzen ihrer weiten Kutten und hüten die Geheimnisse ihrer Magie wie andere ihr Gold.
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Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Freitag 6. Juli 2012, 17:58

Asmodeus kommt von Die Dämonenwelt Harax > Zurück in der Heimat

Die gewölbte Decke der steinernen Halle verlor sich im vorherrschenden Dunkel, denn die Kerzen in ihren Halterungen und am Boden reichten nicht annähernd aus, um einen Bereich größer als das 6 Meter durchmessende Rund im Zentrum der Halle zu erhellen. Dabei waren recht viele Kerzen angezündet worden, sechshundertsechsunsechzig um genau zu sein. In den Augen Lysanthorgläubiger stellte dies eine faldorische Zahl dar, aber wenn sich ein Diener des Lichtgottes in diese Hall verirren würde, riefe er wohl ohnehin recht schnell die Inuqisition auf den Plan. Jorsan lag nicht allzu fern und dort gab es einen Sitz dieser Männer und Frauen, welche lysanthorketzerische Sekten nur mit allzu großer Vorliebe sofort auslöschten. Aber die Inquisition würde in diesem Teil Celcias genauso wenig Fuß fassen können wie Jorsan selbst. Denn obgleich es sich um den Nachbarn handelte, das hier war das Königreich Grandessa, verhasster Feind und finsterer Rivale.
Tatsächlich zeigte der aktuelle Standort eine Halle direkt inmitten des grandessanischen Königreichs und noch dazu im Innenring der Hauptstadt, wo der König regierte. Er persönlich wäre allerdings ebenso wenig in die hohe Räumlichkeit geladen worden wie einer der Jorsaner. Hierher hatten nur sehr ausgewählte Personen Zutritt und viele von ihnen waren versammelt; 12 um genau zu sein. Die Hälfte dieses Dutzend stand auf jeweils einem Zacken des Hexagrammes, das im Zentrum der Halle mit magischer Kreide auf den kalten Steinboden gezeichnet worden war. In jedem dieser Zacken befand sich auch eine von vielen Kerzen. Diese unterschieden sich zu ihren wächsernen Artgenossen allerdings in Farbe und Machart. Alchemistische Ingredenzien sorgten für eine tiefblaue Flamme und weitere magische Substanzen würden ritualmagische Beschwörungen stärken. Das Hexagramm selbst befand sich wiederum in einem Schutzkreis, auch mit Zauberkreide gezogen und alle zwei Meter mit verschiedenen Edelsteinen versehen. In sie hatte man Magie eingebunden, um dunkle Mächte an einem Ausbruch zu hindern.
Die übrigen sechs Personen warfen aufmerksame Blicke in das konstruierte Rund, achteten auf das Flackern der Kerzen und waren diejenigen, welche ihre Brüder und Schwestern im Falle eines Scheiterns zu eliminieren hätten. Was hier vor sich ging, war eine ernste und hoch gefährliche Angelegenheit, allerdings stellte das im Zirkel der Ritualmagier unter den Kennern und Meistern der Zauberer bereits Routine dar. Viele von ihnen hatten sich hier versammelt, sangen bereits seit Stunden magische Ritualworte, die zum einen die Beschwörung vorantreiben sollten und zum anderen einen Schutz vor dem Beschworenen zu bieten hatten. Alle Anwesenden waren sich bewusst, dass sie hier ein Dämonenwesen anriefen. Sie luden eine Bestie des Harax in ihre Welt ein, diese zu unterdrücken oder einer Aufgabe abzuringen, für die man gewiss eine Gegenleistung würde erbringen müssen. Die Magier wussten, dass Gold hier in den seltensten Fällen aushalf und es würde Geschick erfordern, die Gunst des Dämons zu gewinnen. Deshalb hatte man auch Rasputin Sturmwasser heran gezogen. Er galt nicht nur als Experte der Ritualmagie, sondern zugleich auch noch als ziemlich wortgewandt. Er führte das Ritual an, stand deshalb im ersten Zacken des Hexagrammes und als einziger ohne über den Kopf gezogene Kapuze. So reflektierte das Licht der Kerzen auf seinem blanken Schädel, während sein tiefschwarzer Bart es beinahe zu verschlucken drohte. Seine Augen leuchteten in einem satten gelb, das nicht nur andere Ritualmagier einzuschüchtern vermochte. Seine alte Augenfarbe kehrte schon seit Jahrzehnten nicht wieder. Zu viele Mittelchen hatte er eingenommen, zu viele Tränke an sich selbst ausprobiert und der eine oder andere im Zirkel sprach hinter vorgehaltener Hand von Paktiererei mit den Haraxwesen. Es rankten sich Geschichten um diesen Mann, eine bizarrer als die andere, eine schauriger als die vorhergehende und niemals dementierte oder bestätigte dieser Mann sie. Dies allein schürte das Mysaeriöse wie Unheimliche um seine Person, dass er selbst es nicht mehr nötig hatte, Gerüchte zu streuen.

"Blasphemor! Ich rufe dich! Ich, Rasputin Sturmwasser, ein Eingeweihter und angehender Meister der Ritualmagie, rufe dich, Herr des Heeres! General der Generäle! Aufstrebender Kriegsmeister und Stratege des Feldes! Blasphemor, wir brauchen dich! Erscheine in unserem Kreis, tritt in unsere Mitte!" Die kraftvolle, donnernde Stimme des Magiers hallte bis weit in den Saal hinauf. Die Kerzen flackerten, als seien sie von einem nicht erkennbaren Windhauch aus ihrer Ruhe gebracht worden. Gleichermaßen raschelten Roben, als etwas nach den Säumen griff, mit ihnen spielte, um sich anschließend in der Mitte des Hexagrammes zu sammeln.
Die Ritualmagier hoben wieder mit ihren Ritualgesängen an, ihre Stimmen gesellten sich zu Rasputins Anrufung hinzu, wirbelten den nicht sichtbaren Windhauch auf, bis dieser sich zu einem Tor aus rotschwarzen Rauch formte. "Da kommt er." Rasputin riss die Hände empor, dass die Ärmel seiner langen, schwarzen Robe bis zu denn Ellenbogen zurück rutschten. "Blasphemor, ich heiße dich Willkommen! Tritt heraus aus dem Harax und in unsere Welt! Zeige dich in all deiner Pracht!"
Es zeigte sich jemand, tatsächlich, aber niemand, den die Magier wohl erwartet hätten. Geisbart, auf Asmodeus' Schulter sitzend, legte die Ohren an und blickte sich wachsam nach allen Richtungen um. "Hier sollten wir nicht sein", wisperte er dem Mann, mit dem er nach Celcia gekommen war und der auch noch eine Bewusstlose mit sich führte, ins Ohr.
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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Samstag 21. Juli 2012, 14:59

Aurelius hielt Mallahall fest im Griff als sie durch das Protal traten… und sich wieder auf celcianischem Boden manifestierten. Er spürte wie sich sein Herzschlag normmalisierte, seine Lungen sich blähten um gierig die frische Luft CElcias einzuatmen, erst jetzt merkte er wie sehr sein Kérper doch unter den Dämpfen des Harax gelitten hatte. ER fühlte sich erschöpft und schwach. Es war wie eine Art Muskelkater der den ganzen Körper befallen hatte

Für einen Moment fehlte ihm jegliche Orientierung, er hätte Etelins Anblick erwartet, Urwald, die Elfenstadt in der Nähe. Doch sie befanden sich nicht mehr bei den Elfen im Urwald… ihre Füsse standen auf massivem Stein und nicht auf weichem Moos… Aurelius starrte den Beschwörer der sich mit Rasputin Sturmwasser vorstellte an. Sein Blick schweifte durch den Raum. Hier war was schief gelaufen, verdammt schief. Dies bemerkte auch Geisbart. Ob dieser das gleiche spürte wie Asmodi? In diesem Raum befand sich eine seltsame Magie welche Dämonen lockte. Asmodi verspürte den Drang die Kontrolle über den Wirtskörper zu übernehmen, sich den Beschwörern zu offenbaren, auch wenn er nicht der Gesuchte war, so war er doch auch ein Wesen des Harax und damit empfänglich für die Lockrufe der Magier.

Wehe wenn Aurelius und Asmodi erfuhren dass sie sich ausgerechnet in Grandessa befanden, jene Stadt die Dämonenjäger auf ihre Fersen gesetzt hatte, jene welche Zanraia und seinen kleinen Sohn entführt hatten! Man durfte nicht vergessen dass sie alle noch immer in Zyranus gesucht wurden. Aurelius biss sich auf die Zähne, da dachte er doch sie wären gerade der grössten Gefahr entflohen und schon befanden sie sich in einer neuen, nicht minder brenzligen Situation.
„Haltet ein!“ Was Aurelius nicht wusste war dass ihn eine dämonenblaue Aura umgab. Asmodis Präsenz war durch die Ritualmagische Beschwörung nicht zu übersehen, auch wenn er sich noch immer im Körper des Medicus verkrochen hielt. „Ich bitte euch…haltet ein!“ Er zeigte mit seinem Blick zu Mallahall. „Sie..ist verletzt…bitte…“ ER wusste nicht ob man sie hier nur für Störenfriede hielt, oder gar für Feinde. Aber kämpfen konnte er nicht, wie sollte er sich mit einer bewusstlosen Frau in den Armen gegen 12 Ritualmagier behaupten? „Wir…sollten keine Dummheiten begehen..“ Hauchte er leise zu Greisbart.

„Wir hegen keine bösen Absichten gegen euch!“

Aurelius sah sich um… und sah einen grossen Wappenbanner Grandessas an der Wand hängen. Er schluckte Leer. Grandessa?! Ausgerechnet! Er wusste nicht ob diese Dämonenjäger damals von der Stadt ausgesandt worden waren oder ob es einfache Söldner gewesen waren die sich nur an die Steckbriefe richteten. Aber weder er noch Asmodi hatte der Stadt irgend einen Schaden zugefügt… er hoffte man würde sie laufen lassen… doch wenn er die Magier so betrachtete malte er sich diesbezüglich eher sehr geringe Chancen aus. Aurelius Verzweiflung wuchs, er wusste nicht was er tun sollte, wie seine nächsten Schritte aussahen. Die Angst und die Hilflosigkeit schwächte seinen Geist… die blaue Aura die ihn umgab wurde damit stärker und grösser… Asmodi nahm seine wahre haraxische Gestalt an in diesem Raum ohne sich aber richtig zu manifestieren. Er sah eher aus wie ein Geist der aus Aurelius gefahren war und doch sah man dass der Dämon irgendwie an dem Körper festhing… und doch waren sie im Moment beide präsent was es bisher nur gegeben hatte wenn Asmodi aus Aurelius Körper entfernt worden war. Asmodi brüllte, breitete seine verkrüppelten Dämonenschwingen aus und fletschte eindrucksvoll die Zähne. Wiedermal war er ein ungebetener Gast.

„Warhrrrhr!“ Brüllte er in die Menge, machte aber keine Anstalten anzugreifen oder ähnliches. Stattdessen funkelte er Rasputin an. „Dir obliegt die Ehre dass ich… Asmodi deinen Ruf…erhört habe…“ Typisch Asmodi er versuchte doch in jeder Situation sich gross darzustellen. „Wassrhrhrhr… wollt ihr von den mächtigen Dämonen des Harax?!“ Ob Asmodis noch unter „Keine Dummheit“ fiel… mochte dahin gestellt sein.

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Dienstag 24. Juli 2012, 10:02

Da waren sie wieder, zurückgekehrt nach Celcia und doch fanden sich Asmodeus und die bewusstlose Mallahall nicht mehr bei den Elfen ein. Weder begrüßten sie das regungslose, monotone Gesicht des aschfahlen Nekromanten Etelin, noch die zarten Züge Zanraias oder ihres Söhnchens Castus. Auch sah man in dieser Halle kein Leben, wie man es im Elfenreich von Shyána kannte. Keine Pflanzen, keine traumhaften Bauten, nichts davon. Hier war es düster, der matte Schein der Kerzen flackerte und die gesamte Atmosphäre hatte etwas Unheimliches. Außerdem blickte Asmodeus direkt in die gelb leuchtenden Augen eines fremden Mannes, zwischen dessen pechschwarzen Barthaaren, strahlend weiße Zähne sich bleckten wie die Reißer eines Wolfes. Seine Stirn zog sich düster zusammen, das Gelb der Augen schwand etwas, als er sie zu Schlitzen verengte. "Ihr seid nicht Blasphemor, der Kriegsgeneral", stellte er mit tiefer Stimme fest, die einem kalte und heiße Schauer bereiten konnte. Die übrigen, durch Kapuzen unkenntlich gemachten Gestalten verhielten sich vollkommen ruhig, aber sie musterten den Neuankömmling aus der tiefen Schwärze ihrer Kopfbedeckungen.
Niemand griff ihn an, er fand sich lediglich dem düsteren Blick dieses großen Mannes in schwarzen Roben ausgesetzt. Und dieser Mann erwartete offensichtlich eine Antwort von dem anderen, der kein gerufener Dämonengeneral war. Stattdessen bekam er zu hören, dass die bewusstlose Begleiterin des Fremden dringend Hilfe brauchte. Es war durchaus bizarr und vermutlich wäre jeder vernünftige Mensch sofort geflohen, wenn statt eines Dämons ein erschöpfter Mensch aus einem Portal getreten wäre. Nicht aber diese Leute, denn sie waren Magier. Rasputin zählte unter ihnen zu den angesehenen Ritualmagiern mit großer Erfahrung. So erkannte er allein an der besonderen Haarfarbe, dem leichten Leuchten, das sich um Asmodeus gelegt hatte, sowie dieser unsichtbaren Präsenz seines Parasiten, dass diesen Mann Haraxisches umgab. Geisbarts Aura ging in dem Strahlen geradezu unter.
"Ihr klingt vernünftig und besorgt um diese Frau. Wer seid Ihr, dass Ihr es wagt, statt des großen Blasphemors mein geschaffenes Portal zu durchschreiten?" Seine Stimme hatte sich mit jedem Wort mehr erhoben, war lauter geworden, bis auch noch die letzte Silbe donnernd in dem Saal verhallte. Dann aber atmete der Mann durch, seine Schultern lockerten sich und er neigte den Kopf etwas. "Verzeiht den Ausbruch. Ich hatte nicht erwartet, dass sich ein Mensch zeigt und doch spüre ich an Euch den Hauch dämonischer Mächte."
In diesem Moment hob sich Asmodis Präsenz wie ein geisterhafter Schatten aus Aurelius' Körper, schwebte über ihm, ohne ihn zu verlassen. Die vermummten Gestalten nahmen Abwehrhaltungen ein. Jene, die außerhalb des magischen Schutzkreises standen, formten sogar ihre Hände, als wollten sie gleich mächtige Zauber nach dem Abbild des Dämons schleudern. Sie zuckten jedoch nicht einmal zusammen, als sich Asmodi geräuschvoll bemerkbar machte. Diese Magier waren gut ausgebildet. Vor allem der bärtige Blankschädel gegenüber des Medicus' verhielt sich vollkommen ruhig. Er legte den Kopf ein wenig in den Nacken, damit er Asmodi in all seiner Existenz erblicken konnte. Mit kraftvoller Stimme antwortete er: "Man nennt mich Rasputin Sturmwasser. Ich bin Eingeweihter Ritualmagier des grandessanischen Zirkels und es ist mir eine Ehre, wenn auch kein Vergnügen, Euch hier Willkommen zu heißen. Ich hatte Euch nicht in Eurem Tun stören wollen, Asmodi, mächtiger Haraxianer. Es war Blasphemor, den ich rufen wollte. Grandessa braucht einen fähigen Kriegsgeneral auf Geheiß des Königs." Er senkte den Kopf, musterte nun den Mann, aus dessen Körper das Abbild des Dämons heraus geschwebt war. Raputin konnte sich sofort einen Reim darauf bilden. "Ihr seid ein besessener Magier, der im Harax gefangen war", schlussfolgerte er. "Wir könnten uns darauf einigen, Euren Dämon zurück in seine Welt zu schicken und Euch hier zu behalten, wenn Euch das Recht ist." Er nickte einem der außenstehenden Kapuzenträgern zu. Dieser lief in die Dunkelheit der Halle davon, bis seine Schritte auf dem Stein kurz verstummten und man das Knarren einer großen Tür hörte, die kurz darauf ins Schloss fiel. "Die Frau wird Hilfe erhalten", erklärte der Ritualmagier. "Doch bevor Ihr mir keine weiteren Erklärungen geliefert habt, kann ich Euch nicht aus dem Zauber des Schutzkreises entlassen. Vor allem nicht, wenn ich nicht weiß, wie der Dämon reagiert." Er hob wieder den Kopf an. "Es tut mir sehr leid, hoher Asmodeus, mächtiger Haraxianer. Ich muss mich mit den falschen Bewohnern Eurer Welt beschäftigt haben, denn Euer Name ist mir nicht geläufig. Vielleicht wollt Ihr mir Informationen geben, ehe ich Euch nach Hause schicke?" Vielleicht wollte der Dämon aber auch bleiben. Dann hieß es verhandeln, doch ehe sich Raputin Sturmwasser darüber Gedanken machte, erwartete er eine Antwort.
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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Freitag 10. August 2012, 23:26

Asmodis Existenz war stark präsent, die Rückkehr in den Harax hatte ihn gestärkt und seine düsteren Kräfte genährt. Er war ein sattgefressener Dämon, denn auch mit fader Kost konnte man sich den Bauch vollschlagen. Er spürte die seine finstere Energie in seinem Körper pulsierte, nicht nur er spürte dies, sondern auch sein Wirt. Dieser Dämon war über 150 Jahre nicht mehr im Harax gewesen, vielleicht hatte diese Höllenabstinenz dafür gesorgt dass seine Kräfte verkümmert waren… nun aber schwebte die finstere Aura des Dämons wie ein unheiliger Phönix über dem Wirtskörper.¨

"Ihr seid ein besessener Magier, der im Harax gefangen war" Aurelius blickte schmerzlich auf, schüttelte dann aber den Kopf. Ein Besessener war er vielleicht, doch er hatte sich dieses Schicksal nicht ausgesucht, er hatte nur dem falschen Mann beistehen wollen in seiner Pflicht als Medicus. Dies war sein einziges Verbrechen gewesen. Er senkte sein Haupt bei dem Gedanken daran, wie sein Schicksal seinen Lauf genommen hatte. Die ersten Jahre waren sehr schwer für ihn gewesen. Einen Dämon in sich selbst zu akzeptieren – und von diesem auch respektiert zu werden, war nicht einfach… und dann auch zuzusehen wie man selbst nicht alterte… während Freunde und Familie um einen herum weiss wurden und starben. Als dann ein neues Leben begonnen zu haben schien, mit neuen Freunden , hatte der Medicus so viel Hoffnung geschöpft, nachdem er beinahe an der Schuld des Mordes an Adelmund zugrunde gegangen war. Doch die friedlichen und erfüllten Zeiten waren nur von kurzer Dauer gewesen, er hatte bisher wenig von seinem eigenen Sohn mitbekommen, war ihm bisher kein wirklich guter Vater gewesen. Welcher Mensch wünschte sich schon so ein Leben? Stets in Gefahr, stets gejagt und zwischen den Fronten weilend! Da waren sie nun der Hölle des Harax entkommen, nur um an diesem einschüchternden Ort zu gelangen, wo irgendwelche Ritualmagier glauben zu wissen, wie es um ihn stand. Nichts wussten die. Sie wussten auch nicht dass man ihn nicht so leicht von Asmodi trennen konnte, ein Fluch war mächtiger als jede Form der Besessenheit, er war inzwischen ohnehin zu alt als dass er ohne die dämonische Energie würde überleben können. „Nein… bitte… das geht nicht.“
Ob es ihm passte oder nicht, Aurelius Vernunft riet ihm, mit den Ritualmagiern zu kooperieren. Obwohl die Dämonenjäger die ihn und seine Liebste verfolgt hatten auch von dieser Stadt stammten. "Die Frau wird Hilfe erhalten" „Ja… das ist sehr grosszügig von euch… bitte… sie braucht dringend Hilfe…“ Doch zuerst mussten Antworten her… und dummerweise konnte Asmodi im Moment für sich selbst sprechen, was selten ein Vorteil war, wenn es darum ging Diplomatie zu betreiben. Diesem passte es schon nicht dass der Magus mit dem Wirt zuerst sprach. Ungeduldig stiess er blaue Rauchwolken aus.

"Doch bevor Ihr mir keine weiteren Erklärungen geliefert habt, kann ich Euch nicht aus dem Zauber des Schutzkreises entlassen. Vor allem nicht, wenn ich nicht weiß, wie der Dämon reagiert." Der Dämon lachte auf. Asmodis Augen flammten bläulich auf. „Wissen wie ein Dämon reagiert? Dann müsstet ihr über das Chao s selbst bescheid wissen, Mensch!“ Tatsächlich waren Dämonen kaum zu berechnen, nicht einmal für Aurelius, er war sich nicht ganz sicher wie Asmodi seine Lage gerade einschätzte.

"Es tut mir sehr leid, hoher Asmodeus, mächtiger Haraxianer. Ich muss mich mit den falschen Bewohnern Eurer Welt beschäftigt haben, denn Euer Name ist mir nicht geläufig. Vielleicht wollt Ihr mir Informationen geben, ehe ich Euch nach Hause schicke?" „RARHRHRHRHHR!!!“ Brüllte der Dämon wütend auf. Wie konnte er es wagen ihn nicht zu kennen?!! „Nunnnrhrhrhrhrh kleiner Mensch, es verwundert mich nicht, dass du nichts von mir gehört hast… nur kleine und niedere Dämonen wie Blasphemor… brauchen sich einen Namen zu machen , damit sie überhaupt existieren… denn wenn man den Namen kennt, weiss man es mit wem man es zu tun hat…“ Da klaute doch Asmodi dreisterweise die klugen Worte des haraxischen Pelzknäuels auf Aurelius Schulter. Asmodi war sich diesbezüglich wirklich für gar nichts zu schade.
„Also sei dir deine Unwissenheit nicht angeklagt… sondern eher ein Zeichen dafür, mich nicht zu beleidigen indem du mich zurück in den Harax schicken willst! Meine Ambitionen, liegen nicht im Harax… und eure offensichtlich auch nicht…“
Man konnte über Asmodi sagen was man wollte, er war impulsiv, teilweise unbedacht und voreilig. Aber ein dummer Dämon war er nicht. „Der Körper des Medicus verleiht mir die Macht uneingeschränkt mich auf dieser, Luftverpesteten Welt zu wandeln. Ihr werdet also keine aufwändige und zeitraubende Beschwörungen aufbringen müssen um mich weiterhin zu konsultieren…“

Er musterte Rasputin eingehend. Die Art und Weise wie er sich von den Seelen der Menschen nährte, hatte ihn zu einem Kenner jener Psyche gemacht. Er kannte geheime Begierden und Ängste. Er wusste Gesichter zu lesen. Denn wenn er die intimsten Wünsche und Hoffnungen eines Menschen erkannte, konnte er ihnen diese gezielt nehmen, was die Seelenqual so süss und schmackhaft machte wie kaum was anders.
„Egal…was ihr von Blasphemor wolltet… es ist nichts im Gegensatz zu dem was ich kann! Ein General kann nur sein eigenes Heer befehligen... ich kann die Massen beeinflussen.“ Er tippte sich an seine Gehörnte Stirn. „Die Seelen der Menschen, deren Ängste, deren Moral… deren Hoffnungen… Wer diese steuern und erschüttern kann…der besitzt Macht..."

Aurelius wurde klar dass Asmodi gerade einen gewaltigen Rückfall in alte Verhaltensweisen hatte. Schon immer hatte er Celcia unterjochen wollen… und nun befürchtete der Medicus, dass der Dämon eine mögliche Chance witterte, an die dafür nötige Position zu gelangen. Er trachtete danach die Position dieses Blasphemors zu übernehmen, ohne überhaupt zu wissen für was die Ritualmagier ihn genau hatten rufen wollen. Schlussendlich war dies für einen Dämonen ja auch egal, wenn er nur die möglichkeit kriegte sich zu nähren und unruhe zu stiften. offenbar vergass er dabei alles wofür sie bisher gekämpft hatten, seine Familie, seine Freunde. Warum nur? Waren es die Dämpfe des Harax die ihn so unbeständig gemacht hatten und ihn wieder mehr zu seinen dämonischen Wurzeln zurückgelockt hatte? Er würde vermutlich nie stabil sein.Denn er war und blieb was er war, ein Dämon. Aurelius blickte besorgt zu Mallahall, die noch immer in seinen Armen lag. Wenn eine etwas bei dem Dämon bewirken konnte, dann sie. Sie war seine Rettung und sein grösster Feind zugleich, denn sollte sie als Dämonenherrin in die Macht bösartiger Personen geraten... dann hätten sie nicht nru eine mächtige Maga als Sklavin, sondern auch eine Dämonenherrin die diesen zu praktisch allem zwingen konnte, allein mit der von ihm selbst verliehenen Macht ihrer Worte.

„Lasst mich aus dem Schutzkreis… und helft…ihr…“ Er verzichtete darauf ihren Namen zu nennen, denn Asmodi konnte nicht anders als sie dann als Herrin zu bezeichnen… und dies musste ja nicht sein. Nicht jetzt. Nicht vor diesen Leuten. Dennoch, dieses Verhalten war nicht typisch für einen Dämonen und zeigte auf das Asmodi eben trotz aller Verlockung zum Böses tun… doch immer noch… Anders war. Er war auch diesbezüglich Anders indem er kein Haraxisch, sondern fleissendes Celcianisch sprach. kaum ein Dämon beherrschte die Sprache, weil sie gar nicht lange genug auf Celcia verweilen konnten um sie jeweils zu lernen. Dies war durchaus eine auffallende Eigenschaft von Asmodi. Dieser Dämon... war nicht angestammt im Harax.

Aurelius hielt Mallahall fest im Arm. Hoffte sie würde noch durchhalten, noch wusste er nicht genau was mit ihr war. Hoffentlich war sie nur erschöpft. „Bitte…sie ist einige Zeit im Harax gewesen… sie braucht dringend Hilfe…“

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Dienstag 14. August 2012, 08:15

Ritualmagier Rasputin verzog keine Miene, als Aurelius darum bat, ihn nicht von seinem Dämon zu lösen. Lediglich das Aufleuchten seiner Augen konnte man als Reaktion heran ziehen. Dieser Mann hatte sich perfekt unter Kontrolle. Er wich auch in keinster Weise zurück, als Asmodi sich zu erkennen gab, wohingegen es unter einigen der übrigen Kapuzen durchaus raschelte. Die Ritualmagier waren sehr disziplinierte Magier, vor allem die höher Rangigen. Denn sie wussten, was ihrem Zirkel von Seiten des Königs aus drohen konnte, wenn sie einen Fehler bei der Dämonenbeschwörung begingen. Des Königs Launen waren für sie unangenehmer als der Zorn aus dem Harax, denn Letzteren hatten sie studieren und sich entsprechend auf Probleme vorbereiten können.
Auch Rasputin Sturmwasser hatte sich auf diesen Moment mehr als vorbereitet. Jeder Dämon, den man beschwor, benötigte eine gewisse Vorbereitung, aber Blasphemor war ein hitziges Gemüt gewesen. Ihn unter Kontrolle zu halten hatte den Ritualmagier ganze zwei Wochen gekostet, in denen er sich zurückgezogen und studiert hatte, noch ehe er überhaupt Vorbereitungen für die eigentliche Beschwörung getroffen hatte. Nun war da nicht Blasphemor, sondern ein anderer Dämon. Einer, der darauf anspielte, seine Macht zu präsentieren, ihn klein dastehen zu lassen und zu behaupten, er wisse nicht, wie man sich auch nur im Ansatz auf eine solche Situation vorbereiten könnte.
Rasputin verzog keine Miene. In dieser Hinsicht erinnerte er an Etelin - den alten Etelin. Jener, der keinem Dämon gegenüber Gefühle entwickelt hatte und den Wirtsmenschen wie einen Sohn anerkannte. Es würde noch interessant werden. "Das Chaos ist mir vertraut", gab der Magier nur zur Antwort, wagte eine leichte Verneigung. Es war nicht in seinem Sinne, Asmodi zu verstimmen. Allerdings würde er auch nicht nur vor ihm auf Knien rutschen. Dieser Mann kannte seine Fähigkeiten, deren Grenzen, aber auch, dass der Schutzkreis perfekt gezogen worden war. Der Dämon war darin gefangen, solange man ihn nicht entließ oder den Kreis von außerhalb zerstörte. Er konnte Celcia noch nichts antun. Es sollte sich ändern. Rasputin entwickelte Pläne. Er hob den Kopf. "Ihr seid weise, mächtiger Asmodeus. Dann kann ich wohl auch annehmen, dass dies nicht Euer wahrer Name ist, sonst hätte ich bereits etwas gegen Euch in der Hand. Dass Ihr hierbleiben wollt, überrascht mich allerdings. Doch ich bin bereit, diesem Wunsch nachzukommen. Ihr hört Euch danach an, dass auch Ihr einen mächtigen Heerführer abgeben könntet. Jedoch...." Der Mann richtete sich wieder gerade auf. "Den Dämon Blasphemor kennen wir. Uns sind seine Wünsche und Bedingungen bewusst - seine Loyalität, wenn er bekommt, was er will. In diesem Punkt wissen wir nichts über Euch, Asmodeus. Ihr könntet uns hintergehen, uns nicht helfen wollen. Ich möchte deshalb einen Pakt vorschlagen, der Euch an die grandessanischen Bedingungen des Zirkels der Ritualmagier bindet. Im Gegenzug werdet Ihr reich belohnt, was Ihr auch verlangt." Der Magier machte zwei Schritte auf den Ritualkreis zu. "Lasst uns verhandeln." Er winkte einen Ritualmagier heran, den Blick auf die bewusstlose Mallahall gerichtet. "Sie sollten wir allerdings bereits jetzt versorgen. Sie sieht nicht gut aus."
Rasputin formte etwas in der Luft, oberhalb des Schutzkreises. Er packte ins Nichts und riss mit beiden Händen daran, wie ein Pantomine, der ein Tor öffnen wollte. Dann entstand mitten in der Luft eine Art Riss, kaum sichtbar, aber für einen Augenblick hell aufleuchtend, wie ein gezackter Blitz. Rasputin zerrte daran, bis sich ein Spalt öffnete. "Reicht sie hindurch, wir nehmen uns ihrer an." Der andere Ritualmagier hielt die Arme so, dass Aurelius Mallahalls Körper nur hindurch reichen musste und fallen lassen konnte. Das Loch war groß genug. Er als Dämonenwirt würde aber den Schmerz spüren, den es verursachte, wenn etwas Haraxisches durch diesen Spalt hindurch wollte.
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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 28. August 2012, 21:50

"Das Chaos ist mir vertraut" Asmodi lachte auf. „Hört hört, ein Kenner dessen welches nicht gekannt werden kann. Ihr wollt mir Imponieren werter Rasputin?“

"Ihr seid weise, mächtiger Asmodeus. Dann kann ich wohl auch annehmen, dass dies nicht Euer wahrer Name ist, sonst hätte ich bereits etwas gegen Euch in der Hand.“ Asmodi leckte sich über die Lippen. Verdammt Es entsprach einfach nicht Asmodis Charakter sich einen taktischen Fehler einzugestehen, ER machte schliesslich keine Fehler. Er winkte ab und zuckte mit seinen übedimensionierten Schultern. „Nicht doch nicht doch… ich sehe keinen Anlass euch meinen wahren Namen zu verschweigen, seht es… als Geschenk… als Zeichen dass ich euch als würdig erachte mich mit euch zu unterhalten.“ Asmodi war durchaus in der Lage Bündnisse zu knüpfen, wenn er sich dadurch einen Vorteil erhoffte.
“Dass Ihr hierbleiben wollt, überrascht mich allerdings. Doch ich bin bereit, diesem Wunsch nachzukommen. „Dies dürfte euch nicht überraschen. Celcia ist ein grosses Gebiet und nur wenige meiner Art sind wie ich imstande dauerhaft auf diesem Luftverpesteten Land herumzuwandeln. Hier kann ich ein grosses Reich aufbauen und die Bewohner des Festlandes zu meinen Dienern machen. Rasputin wusste ja noch nicht, welcher Art Asmodi war. Er gehörte zu den seelenfressenden Dämonen und für diese stellte Celcia ein Hort der kulinarischen Köstlichkeiten dar.
Ihr hört Euch danach an, dass auch Ihr einen mächtigen Heerführer abgeben könntet. Jedoch...." „Mrhrmrmrmr?“ Er bleckte seine mächtigen Zähne und legte seinen Kopf schief. „Jedoch waaasss?“ Zischte er, doch bereits leicht verstimmt. Er mochte diesen Unterton nämlich gar nicht.

Den Dämon Blasphemor kennen wir. Uns sind seine Wünsche und Bedingungen bewusst - seine Loyalität, wenn er bekommt, was er will.“ „Die Loyalität eines Dämons…ist ein kostbares und zerbrechliches Gut, werter Rasputin..r.h.. doch weiss ich, dass das Geschlecht der Menschen nicht minder verschlagen sein kann. Im Gegensatz zu Blasphemor, kenn ich nämlich das Geschlecht der Menschen sehr gut… ihr solltet also nicht mit unterschiedlichen Massen versuchen zu handeln…“

Aurelius gefiel diese Entwicklung hier ganz und gar nicht. Diese Ritualmagier schienen militärische Absichten zu haben. Dabei hatten sie selbst doch ganz andere Sorgen. Sie mussten doch so schnell wie möglich in den Urwald zurückkehren. Zu Zanraia und Etelin, die noch im Ungewissen darüber waren ob sie überhaupt noch lebten. Sich nun an diese Ritualmagier zu binden, bedeutete doch ncihts anderes, als dass sie vorerst in Grandessa verleiben mussten. Doch wie sollten sie aus Grandessa herauskommen ohne die Ritualmagier zu verärgern? Ein unheiliger Pakt stand bevor, soviel stand schon mal fest und Asmodi in solchen Punkten das Verhandeln zu überlassen war sicherlich nicht gerade von Vorteil.

In diesem Punkt wissen wir nichts über Euch, Asmodeus. Ihr könntet uns hintergehen, uns nicht helfen wollen. Ich möchte deshalb einen Pakt vorschlagen, der Euch an die grandessanischen Bedingungen des Zirkels der Ritualmagier bindet. Asmodi knurrte. Er wollte nicht noch eine Bindung eingehen. Er war schon an Mallahall gebunden und nichts was er an Pakten noch eingehen konnte würde stärker sein als dieses Band, geschweisst mit seiner seltenen Träne. Er fletschte die Zähne.
“Im Gegenzug werdet Ihr reich belohnt, was Ihr auch verlangt." „Lächerlicher materieller Reichtum interessiert mich nicht, ausserdem bin ich kein Dämon der sich Binden lässt. Ich bin in meinem Willen nur mir selbst unterworfen.“ Dies hätte er wohl gerne, war aber nicht ganz richtig.

„Einen Vertrag… lässt sich aushandeln. Doch im Gegensatz zu einer Bindung soll dieser auch auflösbar sein. Ich habe noch andere Interessen die ich auf Celcia verfolge. Mich interessieren die Belange einer Nation nicht. Dennoch, kann eine temporäre Zusammenarbeit zu unser beider Vorteil gereichen… wenn ihr mir ein kluges Angebot macht. Mich interessieren Seelen, Träume, Wünsche, ich begehre… Macht… über meine anderen Belange müsst ihr nicht informiert sein, es tut nichts zur Sache. Ausserdem fordere ich dass sowohl mein Wirtskörper wie auch die Frau welche für die Pflege des Wirtskörpers zuständig ist mit höchstmöglichstem Respekt behandelt und versorgt werden. Ihnen soll kein Schaden widerfahren oder ihr werdet meinen Zorn zu spüren bekommen.“

Etwas eigentümliche Forderungen für einen Dämonen. Dass ihm der Wirtskörper wichtig war, nun dies war sicherlich verständlich. Aber warum so ein grosses Interesse an der Maga?
Diese zu Retten, darum sollte es nun erstmals gehen. Aurelius wurde sofort aktiv, trug Mallahall zum Kreis. „Du solltest dich zurückhalten“ Murmelte er zum Dämonenkater. Dann reichte er Mallahall durch die Barriere. In seinem ganzen Körper begann es zu kribbeln je mehr er sich dem schutzring näherte. Erspürte was für eine zerstörerische Kraft davon ausging. Hier durfte man sich keinen Fehlschritt erlauben, da war er sich sicher.
„Nun“… Brummte Asmodi, kritisch Mallahall musternd. „Was bietet ihr mir an…und was glaubt ihr im Gegenzug von mir fordern zu dürfen?“

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 5. September 2012, 07:52

"Nein", gab Rasputin Sturmwasser von sich, als Asmodi nur über dessen Chaos-Kenntnisse lachte und glaubte, da wollte der Ritualmagier nur imponieren. Denn das war ganz und gar nicht der Fall. Rasputin wollte ihm mitteilen, was er wusste, ohne dafür Lob zu ernten oder Eindruck zu schinden. Vielmehr war es eine Warnung, dass sich der Dämon mit diesem Magier besser nicht anlegte, denn der kannte sich aus. Und mehr steckte nicht dahinter, aber das würde Asmodi selbst heraus finden müssen, wenn er es denn wagte.
Trotzdem provozierte der Magus das Haraxwesen nicht, sondern begann bereits mit Verhandlungen, die eigentlich für andere haraxische Ohren bestimmt gewesen waren. Doch statt Blasphemor war nun einmal jetzt Asmodeus da. Noch immer scxhwebte er unheilvoll über seinem Wirt, der sich mehr Sorgen um das Wohl der Lichtmagierin machte als um die Verhandlungen, die soeben getroffen wurden. Ein wichtiger Aspekt, den beide geklärt haben wollten, war Vertrauen. Rasputin hob hierbei eine seiner pechschwarzen Augenbrauen, dass sie wie eine finstere Raupe über der anderen auf seinem Schädel lag. "Interessant, dass es einen Dämon nach Loyalität und Vertrauen seitens der Menschen dürstet. Aber wenn ihr wollt, schließen wir einen unabdingbaren Pakt und sichern uns gegenseitig ab." Der Ritualmagier schien darüber fest entschlossen. Ob er Blasphemor auch einen solchen Pakt angeboten oder ihn einfach ausgetrickst hätte, weil er, wie er behauptete, den Kriegsgeneraldämon kannte?
"Ich spreche nicht nur von materiellem Reichtum, Asmodeus", fuhr Raputin fort und seine Augen blitzten wissend auf. Hier war bereit abgesprochen und geplant worden. Die Ritualmagier wussten am besten, dass man mit Dämonen keine Geschäfte machen konnte, ohne ihnen etwas anzubieten, das ihre Laune hob. Gold war hierbei selten das passende Zahlungsmittel, auch das wussten sie. Für den Kriegsgeneral Blasphemor hatten sie sich eine schöne Sache ausgedacht und diese sogar mit dem König von Grandessa abgehandelt. Der hatte sich einverstanden gezeigt, nachdem die Dunkelelfen auf ihn eingeredet hatten. Jetzt war es jedoch nicht mehr Blasphemor und ob sich Asmodi mit dem Angebot zufrieden gab, konnten sie alle nur hoffen. Rasputin Sturmwasser zeigte sich in dieser Hinsicht jedoch sehr zuversichtlich. Er schaute zu dem wabernden Abbild des Dämons auf. Dieser hatte ihm durch seine Worte schon sehr viel verraten. "Ihr spracht davon, Euch auf Celcia niederzulassen, Menschen zu euren Dienern zu machen und einen Teil zu regieren. Ihr sagtet, dass auch Ihr einen guten Kriegsgeneral abgäbet. Das ist doch schon einmal ein guter Anfang, um Euch ein Angebot zu unterbreiten, doch dazu müsst Ihr endlich mehr über die Planungen unseres Königs wissen. Für ihn haben wir Euch - nun, nicht Euch, sondern Blasphemor - gerufen. Es herrscht Krieg auf Celcia, ein Eroberungsfeldzug der dunklen Völker, die mit Grandessa im Bündnis stehen. Das nächste Ziel dieses Verbunds sind die magischen Völker. Sagt Euch die Stadt Zyranus etwas? Wir werden sie erobern." Rasputin verzog keine Miene, dabei war er doch selbst ein Magier. Störte es ihn nicht, dass man die magischste Stadt angreifen und einnehmen wollte? Die Antwort lautete nein, denn Rasputin war wie alle anderen des Zirkels ein Ritualmagier. Ein jener Magier, der in Zyranus verpönt war. Dort hielt man sie für finstere Gesellen, die dunkle Magie ausübten. Jetzt würden die Zyraner erkennen, dass diese Behauptung stimmte. Sie würden es erkennen und untergehen, so der Plan. Und Rasputin genoss es, Teil dieses Plans zu sein.
"Ich biete Euch tatsächlich etwas Materielles. Ich darf es anbieten, man hat bereits darüber verhandelt. Ihr sollt Zyranus bekommen und Regierender dieser Stadt werden. Ihr und die Dunkelelfen werden dort leben, die Magier unterdrückt halten und eine Hochburg dunkler Magie aufbauen. Solange Ihr Euch nicht gegen die dunklen Völker und Grandessa wendet, dürft Ihr dort frei walten und schalten. Das ist mehr als materieller Lohn. Im Gegenzug werdet Ihr als einer von vielen Kriegsgenerälen die Armeen anführen, welche gegen Zyranus stürmen. Damit solltet Ihr keine Probleme haben. Ihr und ich würden einen Pakt darüber sprechen, der sich auflöst, sobald Zyranus in unserer Hand ist. Was sagt Ihr also, hoher Dämon?"
Rasputin warf dem Wirt nun einen direkten Blick zu. Mallahall führte man schließlich fort, respektive man trug sie. Es würde sich um sie gekümmert, aber der Dämon wollte auch diesen Wirt sicher verwahrt wissen. Kein Haar durfte den beiden gekrümmt werden, was Rasputins Zahnräder im Hinterkopf heiß laufen ließ. Nach außen hin wirkte er jedoch still und sehr beherrscht. Dann nickte er. "Ich bin mit Euren Bedingungen einverstanden. So sprecht, ob Ihr es auch mit meinen seid. Falls dem nichts mehr im Wege steht, würde ich sofort das Paktritual beginnen und danach könnt Ihr dem Bannnkreis entkommen und frei unter uns wandeln - General Asmodeus."
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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Samstag 20. Oktober 2012, 13:46

"Interessant, dass es einen Dämon nach Loyalität und Vertrauen seitens der Menschen dürstet. Aber wenn ihr wollt, schließen wir einen unabdingbaren Pakt und sichern uns gegenseitig ab." „Bildet euch nichts darauf ein! Ich hatte inzwischen genügend Zeit um mich mit dem Verhalten und dem Geist von euch Celcianern zu beschäftigen! Ich weiss um eure kümmerliche Hinterlist, doch ich habe weder die Zeit, noch den Willen mich mit solch lästigen Hintergehungsversuchen zu beschäftigen! Also fordert mich lieber nicht heraus“ Grollte er finster. Langsam wurde es Aurelus mulmig zu mute. Asmodi redete sich gerade richtig in Fahrt. Aber der Medicus vertraute darauf, dass Asmodi schon auf ihn – oder spätestens auf Mallahall hören würde. Er wollte ja auch nicht zurück in den Harax geschickt oder gar Vernichtet werden, denn genau dies schwebte ihnen vor sollten sie nicht kooperieren, diesbezüglich war sich der Medicus sicher.

"Ich spreche nicht nur von materiellem Reichtum, Asmodeus" „Was soll ich auch mit euren nutzlosen Metallen!“ Keifte der Dämon unzufrieden. Man musste zugeben, dank seines Vaters Erbe, der ja selbst einer der grossen Dämonen war, sah Asmodi in seiner eigenen Form doch ziemlich beeindruckend aus. Ausserdem leuchtete er noch mächtiger und er trat noch ehrgeiziger auf, weil er gerade erquickt von den haraxischen Dämpfen war, die seine Macht gebündelt und gestärkt hatten. Sein blaues Feuer züngelte mit wilden Ausschlägen und einem energiereichen Zucken um seine Aura herum.
Seine dämonische Aura flammte wuchtig auf als das Wort Zyranus fiel. "Ihr spracht davon, Euch auf Celcia niederzulassen, Menschen zu euren Dienern zu machen und einen Teil zu regieren. Ihr sagtet, dass auch Ihr einen guten Kriegsgeneral abgäbet.“ „Jahrhrhr! Wenn ihr mir fähige Truppen zur Seite stellt!“ Aurelius keuchte unterhalb von Asmodi. „Nein..dies kann nicht unsere Absicht sein.“ Hauchte er. Asmodi! Was redest du da! Du kannst nicht für diese Leute in den Krieg ziehen! Doch Asmodi hörte nicht.

Das ist doch schon einmal ein guter Anfang, um Euch ein Angebot zu unterbreiten, doch dazu müsst Ihr endlich mehr über die Planungen unseres Königs wissen. Für ihn haben wir Euch - nun, nicht Euch, sondern Blasphemor - gerufen. Der Dämon grollte. Kauerte sich etwas nieder, eine offenbar ziemlich typische Haltung für einen Dämon seiner Art. Er legte seinen Kopf schief, funkelte Rasputin an, versuchte zu ergründen ob ihn diesen Umstand in irgend einer Weise störte, dass er es nun eben mit Asmodi zu tun hatte und nicht mit benanntem Blasphemor. Apropos andere, kümmerliche Dämonen… wo steckte eigentlich dieser kleine Pelzhaufen? „Rhrhrhr!“

Es herrscht Krieg auf Celcia, ein Eroberungsfeldzug der dunklen Völker, die mit Grandessa im Bündnis stehen. Das nächste Ziel dieses Verbunds sind die magischen Völker. Sagt Euch die Stadt Zyranus etwas? Wir werden sie erobern." „HAHHR! Diese vermaledeite Stadt von sich selbst befriedigenden Magierrhrhrh! Oh jarhrhh, ich kenne diese Stadt…. Und nichts würde mich mehr erfreuen sie fallen zu sehenrhrhrrh!“ Das war ja insgeheim schon immer Asmodis Plan gewesen, wie damals als er versucht hatte die Brunnen der Stadt mit den Pestwürmer zu vergiften die Aurelius in diesem ausgerotteten Dorf gefunden hatte.

Aurelius schüttelte heftig den Kopf. Diesmal werden sie dich für immer in den Turm sperren Asmodi! Hast du denn schon vergessen was die mit uns gemacht haben?! Was sie mit Etelin gemacht haben?! Was sie mit Mallahall tun werden, sollte sie in deren Fänge geraten?! DARUM GEHÖREN SIE VERNICHTET UND ZERSTÖRRRTRHRHRHT! SIE SOLLEN VOR MIR KNIEN UND ZUSEHEN WIE ICH EINEN NACH DEM ANDEREN MASAKRIEEERRHEER!“ Asmodi erlitt einen heftigen Rückfall in alte Schemata, dies war offensichtlich, doch warum Aurelius zögern? Warum griff er nicht ein?

"Ich biete Euch tatsächlich etwas Materielles. Ich darf es anbieten, man hat bereits darüber verhandelt. Ihr sollt Zyranus bekommen und Regierender dieser Stadt werden. Ihr und die Dunkelelfen werden dort leben, die Magier unterdrückt halten und eine Hochburg dunkler Magie aufbauen.“ Harhahrharh! Jahrrhrhrh! JARHRHRH!“ oh ja dies gefiel ihm. Er sah sich schon selbst als finsterer Fürst über Zyranus herrschen, die Magier quälen und Foltern, er würde ihnen allen ein Halsband der Züchtigung verpassen und er würde diese verstockten alten Greisen dazu zwingen Orgien mit ihren eigenen Töchter und der Frauen der anderen zu veranstalten. Oh ja er würde dieses hochnäsige Volk zu tiefst demütigen und sie solange quälen bis sie selbst an ihrer Verzweiflung vergingen, er würde sich an der mächtigen Macht ihres Seelenleids laben und sich darin Suhlen wie eine Made im Speck!

Aurelius bekam Asmodis Gedanken ungefiltert mit, in seinem Gesicht machte sich blankes Entsetzen breit und verriet wohl Rasputin damit unbewusst, dass er als Wirt für Asmodi ein gewisses Problem darstellte. Die Grandessarer hatten interesse an dem Dämon, nicht an dem Medicus.

Solange Ihr Euch nicht gegen die dunklen Völker und Grandessa wendet, dürft Ihr dort frei walten und schalten. Das ist mehr als materieller Lohn. Im Gegenzug werdet Ihr als einer von vielen Kriegsgenerälen die Armeen anführen, welche gegen Zyranus stürmen. Damit solltet Ihr keine Probleme haben. Ihr und ich würden einen Pakt darüber sprechen, der sich auflöst, sobald Zyranus in unserer Hand ist. Was sagt Ihr also, hoher Dämon?"

„Jarhrhhr! JARHRHRH! Hahrharhhrr! Doch… ich verlange einen Beweis, für eure Macht.“ Nun funkelte er ihm mordlüstern entgegen. „Wie viel ist Zyranus eure düsteren Herrscher Wert?!“ Er neigte seinen mächtigen Kopf nach vorn, so dass er fast die Grenze des Bannkreises berührte. Er sah Rasputin tief in die Augen.

„Ich will, dass ihr mir den Dunkelelfen Hagen Véllin ausliefert. Dieser vermaledeite Bastard hat es gewagt mich zu beleidigen in dem er sich an MEINEM Besitz vergangen hat! Dafür soll er büssen! Denn ich dulde keinen Ungehorsam in meinen eigenen Reihen! Und ich will sehen, ob ihr Menschen überhaupt was zu sagen habt in der Reihen der Dunkelelfen, denn warum soll ich mit einem Machtlosen Magier einen Pakt eingehen?!“

Damit zeigte Asmodi klar, dass er mit den Bedingungen noch nicht ganz zufrieden war. Der Dämon wollte ein Opfer sehen. Nichts ungewöhnliches für ein Vertreter seiner Art. Aurelius sah besorgt Mallahall hinterher, hoffentlich kriegte man sie schnell auf die Beine damit sie Asmodi Einhalt gebieten konnte. Er selbst erreichte seinen Parasiten nämlich nicht mehr.
„Arhrhchhrhr! Und noch was anderes…“ Meinte der Dämon kühl. „Mein Wirt…und die Frau die ihr rausgetragen habt, sie sind keine Freunde des Krieges… ich mag mir ihr geleier darüber nicht anhören, sollte ich also zu ihr wollen, dann knebelt sie… und mit ihm…“ Er zeigte zu Aurelius runter. „Sorgt ihr dafür dass er mir als williges Gefäss dient und mich nicht mit seinen Gedanken belästigt! Aber macht ihn nicht kaputt… sein Körper…und sein Wissen, erweisen sich durchaus als praktisch!“
Das war Verrat. Nicht nur an seinem eigenen Wirt – an jenem Wesen dass seine Seele mit ihm teilte, sondern auch an Mallahall – seiner Herrin, an seiner Familie, Zanraia und Etelin. Aurelius konnte es nicht fassen. Hob abwehrend seine Hände. „Das kannst du nicht tun!“ Krächzte er. Doch er konnte ihn nicht zurückdrängen, nicht in sein Unterbewusstes verbannen, denn noch immer schwebte Asmodi in seiner leiblichen Gestalt über ihm. Aurelius starrte zu Rasputin. „Hört mich an! Das ist Wahnsinn! Die Zyraner sind Menschen, wie ihr auch! Was glaubt ihr wird euer Schicksal sein, wenn die Dunkelelfen erstmals regieren?! Glaubt ihr nicht DIE werden euch hintergehen?“ „SCHWEIG STILL KÜMMERLICHES GEFÄSS!“ Fauchte Asmodi ihm entgegen.

Wieder enttäuschte der Dämon und zeigte offensichtlich, dass sein Wesen und seine Natur sich nicht ändern liessen…

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 14. November 2012, 08:52

Rasputin Sturmwassers Miene blieb ungerührt. Wo die anderen Ritualmagier und Akolythen sich teilweise sogar schon unter dem Grollen der dämonischen Stimme duckten, da begegnete dieser Mann Asmodeus mit einem unnahbaren wie durchdringenden Blick. Er musterte ihn aufmerksam, als wollte und als könnte er ihn durch diesen bloßen Anblick durchleuchten und ihm bis ins Innerste schauen. Dabei war er schon halbwegs durchsichtig, schwebte er doch immer noch als haraxisches, wie geisterhaftes Abbild über dem Körper seines Wirts, dem dieses Gespräch zwischen Ritualist und Gerufenem immer weniger zu gefallen schien. "Wir haben ähnliche Interessen, großer Asmodeus. Auch ich studiere seit Jahrzehnten, allerdings nicht die Celcianer, sondern die weitaus faszinierendere Abstammung der Haraxianer. Was kümmern mich meinesgleichen? Die wenigstens Celcianer sind es überhaupt wert, dass ich mich mit ihnen auseinandersetze. Ihr Dämonen jedoch verdient allesamt meine Faszination und daher weiß ich, dass es auch auf eurer Seite genug gibt, denen Hinterlist ein steter Begleiter ist. Wir dürften diesen Pakt also mit Skepsis und Misstrauen auf gleicher Ebene begegnen und doch müssen wir einander irgendwo vertrauen, damit es voran geht. Ich werde Euch nicht herausfordern, solange ich dasselbe von Eurer Seite erwarten kann."
Rasputin erhob eine Hand, dass der weite Saum seines Ärmels bis zur Armbeug herab rutschte. Er schnippte mit dem Finger. Sofort eilte einer der anderen Magier herbei, verbeugte sich vor dem Höherrangigen und dann auch vor Asmodeus, wobei man die furchtsame Vorsicht in jeder einzelnen Bewegung erkennen konnte. Rasputin legte dem Akolythen nur eine Hand auf den von der Kapuze verdeckten Kopf. "Seht, Asmodeus. Diese Magier folgen mir, sie gehorchen mir, ohne dass ich sie versklaven muss. Warum? Weil ich fähig bin, mein Talent und meine Begabung zeige, ohne damit zu prahlen. Sie wissen, was ihnen blühen kann, wenn ich mich entscheide, meine Macht gegen sie zu richten. Ebenso wissen sie aber auch, welchen Vorteil es bringt, mich als Verbündeten zu haben. Genauso wird es Euch bei den Truppen ergehen, die Grandessa und die Dunkelelfen Euch zur Verfügung stellen werden. Sie werden Euch bedingungslos folgen, wenn sie in Euch einen mächtigen Führer sehen. Ich selbst bräuchte nicht einmal Augen, um das in Euch zu erkennen. Eure Aura allein teilt mir Eure wahre Macht mit. Die einfachen Individuen jedoch ... müssen überzeugt werden." Ein Mundwinkel hob sich, dass der schwarze Bart des Mannes raschelte. Es war der Versuch eines Grinsens, doch irgendwie brachte er es wohl nicht ganz zustande.
Umso breiter grinste der Kater, welcher sich immer noch auf Aurelius' Schulter befand und seinen warmen, pelzigen Körper wie einen Schal um dessen Hals schlang. Ja, er grinste, denn er war überaus zufrieden mit dieser Situation. Im Grunde war es ihm gleichgültig, ob Asmodeus ein Angebot erhielt, in den Krieg zu ziehen. Ihm waren auch die Schicksale von Aurelius und der fortgebrachten Mallahall gleichgültig. Er freute sich nur darüber, dass der andere Dämon eine so starke Präsenz ausstrahlte, dass ihm sämtliche Aufmerksamkeit galt und man die bewusst zurückgezogene haraxische Präsenz des Katerdämonen Geisbart offensichtlich nicht einmal als Ritualmagier wahrnahm. Er war sehr zufrieden. Als jedoch der Name der Stadt Zyranus fiel, zuckte selbst ein Ohr des Katers hoch, was einem der Akolythen nicht entging. Er stutzte unter seiner Kapuze, schaute erst das Pelzknäuel und dann Aurelius direkt an. Unterdessen setzte sich das Gespräch zwischen Asmodeus und Rasputin fort.

"Eure Motivation ist geweckt", sagte der bärtige Ritualmagier. Er nickte, seine Haltung blieb neutral und er selbst zeigte nicht so viel Euphorie dabei, dass Zyranus bald fallen könnte. Er zeigte aber genauso wenig Abneigung bei diesem Gedanken. Ihm schien nur wichtig, die Wünsche von König und dunklen Völkern erfüllen zu können. Und sei es durch einen Dämon namens Asmodi anstelle eines Kriegsgenerals namens Blasphemor. Was kümmerte es schon, wer den Befehl ausführte und zum Sieg verhalf? Auf den Sieg kam es an. So konnte er den Haraxier auch mit dem Angebot locken, nach der Eroberung die Stadt zu halten, denn dafür musste auch jemand eingesetzt werden. Er würde sich kaum um verwaltungstechnische Dinge kümmern wollen. Das konnte den Dunkelelfen überlassen werden, aber einen Dämon als Stadtherrn auszuschreiben, würde ihm sicher gefallen. Seinem zustimmenden Grollen nach zu urteilen war dem so.
Der Ritualmagier nickte. "Dann ist es beschlossene Sache. Besiegeln wir den Pakt per Handschlag und ich gebe Euch, großer Asmodi, so Zugang in unsere Welt." Er hob eine Braue. Sein Blick verweilte für einen Moment auf dem Wirtskörper, auf Aurelius. Aber Rasputin Sturmwasser sagte keinen Ton. Er hatte die Worte des Dämons nicht vergessen. Weder diesem dürr wirkenden Gestell von Wirt noch der weg geschafften Magierin sollte ein Leid geschehen. Er würde sich an den Pakt halten, solange auch Asmodi nicht aus dem Rahmen fiel. "Der Pakt löst sich auf, sollte einer von uns die Vereinbarungen brechen ... in Eurem Fall würde dies bedeuten, dass ich Euch mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen und vernichten werde, Asmodi. Ich hoffe, nichts und niemand zwingt mich zu dieser Vorgehensweise. Ich bin an einem festen, funktionierenden Bündnis interessiert und nicht daran, einen Dämon weniger auf Celcia zu haben." Er streckte eine Hand vor, um den Pakt zu besiegeln, zog sie allerdings zurück, als auch von Seiten des Dämons eine Bedingung gestellt wurde. "Hagen Véllin? Dieser Name ist mir unbekannt. Er ist wohl kein Vertreter der Dunkelelfen hier in Grandessa." Rasputin rieb sich über den Bart. Es war jetzt das erste Mal, dass er sich während des Gesprächs mit Asmodi abwandte - nicht aber, um ihn stehen zu lassen. Er machte ein paar nachdenkliche Schritte. Schließlich nickte er zu sich selbst und kehrte an den Rand des Ritualkreises zurück, der den Dämon noch immer in seinem Bann hielt. "Das besprechen wir zu viert. Ihr, meine Wenigkeit, der König Grandessas und die hier stationierte Vertretung des Herrschers der Dunkelelfen. Seid versichert, dass wir eine Entscheidung treffen werden, die Euch gefällt. Der Pakt soll nicht darunter leiden. Was ist schon ein Leben?"
Damit hatte selbst Rasputin seinen Standpunkt klar gemacht. Das würde auch Aurelius erkennen müssen. Er hatte es hier mit einer Natur von Mensch zu tun, die jegliche Menschlichkeit abgelegt zu haben schien. So ignorierte der Zauberer selbst die Worte, das Flehen, den Wirt anzuhören. Es war Asmodi, mit dem er hatte sprechen wollen. Allerdings ... "Die Frau werden wir knebeln, natürlich. Aber um Euer Gefäß kümmert Euch selbst, Dämon. Ich bin nicht Eure Amme und Ihr solltet mir ebenso Eure Macht zeigen, indem Ihr beweist, dass Ihr den von Euch erwählten Wirt auch selbstständig leiten könnt. Ihr habt bald eine Armee zu führen, da erwarte ich dieses Talent im voraus." Mit diesen Worten streckte er nun wieder seine Hand vor und problemlos über die Barriere des Bannkreises hinweg. Amsodi brauchte nur zugreifen, um sich Zugang nach Celcia zu verschaffen ... und den Pakt zu besiegeln.
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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Mittwoch 14. November 2012, 10:38

"Wir haben ähnliche Interessen, großer Asmodeus. Auch ich studiere seit Jahrzehnten, allerdings nicht die Celcianer, sondern die weitaus faszinierendere Abstammung der Haraxianer.“ „Als könnte ein Mensch, jene Wesen jemals in ihrer Gänze begreifen.“ Brummte der Dämon immer übermütiger werdend. Aber auch jenes Verhalten war nicht untypisch für haraxische Wesen, da war ein Griesbart, der sich ruhig verhielt, sich nicht aufdrängte, eher die Ausnahme unter den Dämonen. Doch vermutlich machte genau diese Eigenschaft, ihn ungemein gefährlicher.
Was kümmern mich meinesgleichen? Die wenigstens Celcianer sind es überhaupt wert, dass ich mich mit ihnen auseinandersetze. „und doch seid ihr offensichtlich nicht in der Lage, diese minderwertigen und kümmerlichen Menschen ohne dämonische Hilfe in die Knie zu zwingen! Weil ihr selbst… von diesem Geschlecht abstammt… ihr… und sogar diese Dunkelelfen, die sich Stärke und Überlegenheit einbilden! HARH!“

Ihr Dämonen jedoch verdient allesamt meine Faszination und daher weiß ich, dass es auch auf eurer Seite genug gibt, denen Hinterlist ein steter Begleiter ist. Wir dürften diesen Pakt also mit Skepsis und Misstrauen auf gleicher Ebene begegnen und doch müssen wir einander irgendwo vertrauen, damit es voran geht. Er nickte zustimmend. „So soll es sein.“ “ Ich werde Euch nicht herausfordern, solange ich dasselbe von Eurer Seite erwarten kann." Er beugte sich vor, so dass sein mächtiges Haupt wieder wieder ganz nah an der Barriere war. Er funkelte Rasputin entgegen. „Ich werde den Vertrag einhalten, aber ihr werdet meine sonstigen Aktivitäten auf Celcia, nicht in Frage stellen! Ich gehöre nicht in eure Armee. Ich folge eurem Vorschlag, weil es meinem eigenen Interesse entspricht und nicht weil es mir Befohlen wird.“
"Seht, Asmodeus. Diese Magier folgen mir, sie gehorchen mir, ohne dass ich sie versklaven muss. Warum? Weil ich fähig bin, mein Talent und meine Begabung zeige, ohne damit zu prahlen. Der Dämon legte verständnislos seinen Kopf schief. So ganz wollte ihm dieses Beispiel nicht imponieren. Sichtlich gelangweilt kauerte er sich wieder hin, trippelte unruhig mit seinen Krallen auf dem Marmor auf.
Sie wissen, was ihnen blühen kann, wenn ich mich entscheide, meine Macht gegen sie zu richten. Ebenso wissen sie aber auch, welchen Vorteil es bringt, mich als Verbündeten zu haben. Genauso wird es Euch bei den Truppen ergehen, die Grandessa und die Dunkelelfen Euch zur Verfügung stellen werden. Asmodi schnaubte unzufrieden. Er mochte es nicht wenn er belehrt wurde. Es war… Beleidigend.

Sie werden Euch bedingungslos folgen, wenn sie in Euch einen mächtigen Führer sehen. Ich selbst bräuchte nicht einmal Augen, um das in Euch zu erkennen. Eure Aura allein teilt mir Eure wahre Macht mit. Die einfachen Individuen jedoch ... müssen überzeugt werden." „Es erscheint mir, als wolltet ihr mir einen Undisziplinierten Scheisshaufen als Armee zur Verfügung stellen!“ Knurrte der Dämon ungehalten. Er hatte keine Lust auf Ränkespielchen. Nicht weil er Angst hatte sie zu verlieren, sondern weil er insgeheim erwartete, dass allein seine Präsenz doch dafür ausreichen müsste um ihm bedingungslos zu folgen.
"Dann ist es beschlossene Sache. Besiegeln wir den Pakt per Handschlag und ich gebe Euch, großer Asmodi, so Zugang in unsere Welt." „GUUUTRHRHRH!!“

"Der Pakt löst sich auf, sollte einer von uns die Vereinbarungen brechen ... in Eurem Fall würde dies bedeuten, dass ich Euch mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen und vernichten werde, Asmodi. Ich hoffe, nichts und niemand zwingt mich zu dieser Vorgehensweise. Ich bin an einem festen, funktionierenden Bündnis interessiert und nicht daran, einen Dämon weniger auf Celcia zu haben." Der Dämon knurrte ungehalten. Sein dämonisches Feuer loderte auf. Er machte ein paar Schritte auf die Barriere zu. Fletschte seine mächtigen Zähne. „Glaubt nicht euch würde es nicht gleich ergehen, solltet ihr mich verraten, Mensch!“

Ihm gefiel es nicht, dass Rasputin sich offensichtlich so sicher war, dass er in der Lage sein könnte Asmodi zu vernichten. Doch er war nicht dumm genug diese Macht nun und auf der Stelle herauszufordern.
"Hagen Véllin? Dieser Name ist mir unbekannt. Er ist wohl kein Vertreter der Dunkelelfen hier in Grandessa." „Da ihr so allmächtig seid, liegt es sicherlich in eurer Handlungsfähigkeit, diesen Wurm aufzutreiben!“
"Das besprechen wir zu viert. Ihr, meine Wenigkeit, der König Grandessas und die hier stationierte Vertretung des Herrschers der Dunkelelfen. Seid versichert, dass wir eine Entscheidung treffen werden, die Euch gefällt. Der Pakt soll nicht darunter leiden. Was ist schon ein Leben?"

Der Dämon grinste breit. Er freute sich schon darauf, diesem Elfen systematisch den Lebensnerv zu entziehen.
"Die Frau werden wir knebeln, natürlich. Aber um Euer Gefäß kümmert Euch selbst, Dämon. Ich bin nicht Eure Amme und Ihr solltet mir ebenso Eure Macht zeigen, indem Ihr beweist, dass Ihr den von Euch erwählten Wirt auch selbstständig leiten könnt. Ihr habt bald eine Armee zu führen, da erwarte ich dieses Talent im voraus. „RHRHRH!“ Knurrte er, doch schliesslich ging er darauf ein. Er fuhr in Aurelius Körper zurück und dies so heftig, dass dieser vortaumelte und augenblicklich die Kontrolle über seinen Körper verlor. Asmodi war im Moment einfach zu stark und Aurelius… zu ausgezehrt von den haraxischen Dämpfen. Dass der Körper vom Dämon geführt wurde war offensichtlich. Das lodern in seinem Blick, seine Aura war sogar im blauen Haarkamm sichtbar. Dort züngelte seine Aura wild und gierig herum, wie einzelne Flammen. Die verkrampfte Körperhaltung des Menschen und natürlich die Tatsache, dass sich der Dämon ähnlich wie vorhin wieder hinkauerte wenn er stillstand. Er bewegte sich wieder auf den Magier zu, packte mit seinen klauenbewehrten Pranken die Hand Rasputins, so dass sich seine messerscharfen Klauenspitzen in dessen Fleisch gruben. Dies gehörte wohl zum Berufsrisiko wenn man mit Dämonen arbeitete… Doch der Pakt war besiegelt… und so durchschritt nicht nru Asmodi das Tor zurück nach Celcia, sondern auch der unbemerkte Trittbretfahrer Griesbart. Der Dämon legte seinen Kopf schief und nutzte die seltene Gelegenheit, wo er Rasputin doch gerade berührte um ihn sein Seelenfeuer durch den Körper zu jagen. Als kleine Demonstration... und weil es sicherlich von Vorteil war, die Ängste seines Potentiellen Feindes zu kennen. Er nutzte nicht seine ganze Energie dafür, schliesslich wollte er verhindern, dass man diese Aktion als eigentliche Attacke missinterpretierte, er wollte nur zeigen, dass selbst ihr Anführer nicht Immun gegen seine Macht war. Davon, ging er zumindest aus.

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Freitag 21. Dezember 2012, 14:08

Rasputin Sturmwasser war kein angesehener Ritualmagier geworden, indem er sich von den provokanten Worten jener Wesen beeindrucken ließ, der er mittels komplizierter Techniken in Celcias Gefilde leitete. Jeder Magier, der sich dadurch verleiten ließ, auf die Provokationen überhaupt zu reagieren, ging als toter Mann in die Geschichte ein und wurde sehr schnell vergessen. Rasputin vergaß man aber sicherlich nicht. Bereits jetzt galt er als Korifäe seines Fachs und vor allem unter Novizen der Ritualmagier wurde sein Namen oft gebraucht. Meist hinter vorgehaltener Hand, tuschelnd und mit einem verstohlenen Blick in alle Richtungen. Man achtete diesen finster wirkenden Mann, aber ebenso fürchtete man ihn in den eigenen Reihen. Ihm schenkte man dermaßen viel Ansehen und Beachtung, dass selbst die Dunkelelfen sich davor hüteten, ihn allzu viel zu verspotten. Zwar reagierte der Magus Sturmwasser mit gelassener Miene, aber wer ihn kannte, wusste, dass sich noch während unangenehmer Aussagen für sein Ego selbiges um Racheakte bemühte. Ja, er galt als rachsüchtig, aber er legte sehr viel Stil in die Ausführung seiner Gegenschläge. Kaum jemand konnte einen Rachakt auf ihn zurückführen, weshalb Rasputin auch weiterhin wohl auf freiem Fuß war. Viele andere hatten für ihn bluten müssen und jetzt sollten es die Zyraner sein - unter seiner Beschwörung, unter Asmodeus, dem Dämon.

"Finden unsere Plaudereien ein Ende? All diese Floskeln und Unhöflichkeiten brauchen wir beide nicht. Ich drücke mich direkt und klar aus, werter Asmodeus. Ihr wollt nach Celcia, Ihr habt Eure Bedingungen gestellt. Ich bin bereit, diese zu erfüllen, wenn Ihr Euch auch an meine Bedingungen haltet. Die Eroberung der Magierstadt Zyranus durch Eure Hand und mit einer Armee aus Dunkelelfen und Grandessanern unter Eurer Führung für die Stadt selbst, die Ihr dann regieren dürft. Wir sind uns wohl einig." Der Ritualmagier verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Unter den langen Ärmelsäumen faltete sich das Händepaar ineinander. Ruhig blickte er Asmodeus weiterhin an. Genauer gesagt, Asmodi. Der Dämon stand im Fokus und nicht sein jämmerlicher Wirt, der das Ausmaß dieses Paktes wohl noch nicht ganz begriff. Er war in Rapustins Augen minderwertig und so fand er keine Beachtung. Der Dämon hingegen...
"Es handelt sich um einen undisziplinierten Scheißhaufen, wie Ihr sagt. Werkzeug, Marionetten und Kanonenfutter, dennoch notwendig. Bringt sie dazu Euch zu folgen und wir alle haben weniger Probleme."
Raputin war nun bereit, den Pakt einzugehen. Mit Genugtuung über das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen beobachtete er, wie Asmodi sich in den Körper seines Wirts zurückzog, nur um dort die Kontrolle zu übernehmen. Dazu musste der Haarschopf nicht er auflodern wie dämonisches Feuer. Die Augenhöhlen brauchten nicht zu glühen. Die haraxische Präsenz war einem Ritualmagier so vertraut, dass er sie sofort wahrnahm und gerade ein Mann wie Raputin wusste, wann sich ein Dämon in seiner Nähe befand. Dennoch war ihm trotz allem Geisbart immer noch nicht als solcher aufgefallen. Der Kater verhielt sich aber auch ruhig. Wie ein pelziger Schal lag er um Asmodeus' Hals geschlungen. Lediglich das umher huschende Augenpaar und die gelegentlich zuckenden Schnurrhaare zeugten von Leben in diesem katzenhaften Kragen. Geisbart hielt sich zurück. Er war ein kluger Dämon.

Endlich wurde der Pakt besiegelt. Rasputin ergriff die menschliche Hand, die durch des Dämons Dasein Krallen entwickelt hatte. Er spürte sie an seinem Handgelenk, wie sie sich ins Fleisch bohrten. Sein Mundwinkel zuckte kurz, ebenso ein Augenlid. Mehr Reaktion konnte Asmodeus aber nicht erwarten. Der Magier konzentrierte sich hingegen auf eine andere Handlung. Durch die Besiegelung des Paktes per Handschlag waren Regeln getroffen worden. Regeln, an die sich selbst ein Dämon zu halten hatte. Somit waren gewisse Gefahren in Grenzen gelegt. Rasputin zog mit aller Kraft seinen Arm zurück und Asmodeus auf diese Weise aus dem bannenden Schutzkreis. Die Augen aller Anwesenden lagen auf ihm. Selbst das Augenpaar eines kleinen Wesens, das wie aus dem Nichts aufgetaucht war und die Szenerie nun beobachtete. Es legte den Kopf schief. Der Bommel seiner gewaltigen Zipfelmütze berührte beinahe den steinernen Boden. Es hatte schon geraume Zeit dem Gesrpäch gelauscht. Es kannte die Bedeutung von Gut und Böse nicht. Sein gesamtes Existenzverhalten schien daraus zu bestehen, andere mit nützlichen Dingen beschenken zu wollen und so sah es im Augenblick nur, dass der Dämon für seinen Eroberungszug wohl Hilfe gebrauchen konnte. Es grinste und nahm die Zipfelmütze ab. Darunter kam ein zusammengerolltes Pergament zum Vorschein. Das kleine Wesen huschte durch die Dunkelheit, immer näher an Asmodeus heran. Niemand bemerkte es. Vermutlich hätte es dem Dämon einen Kuss auf die Nase setzen können, ohne gesehen zu werden. Aber glücklicherweise hatte das Männlein solche Handlungen nicht vor. Es wagte sich dicht an Magier und Dämon heran. Es hopste hoch und es platzierte das Pergament einfach in einer Tasche von Asmodeus' Gewandung. So eilig es aufgetaucht war, so schnell schwand das Männchen auch wieder. "Viel Spaß mit der Erkundung des Graslandes", kicherte es. "Die Karte wird dir helfen, Blauschopf." Niemand hörte die Worte offenbar. Lediglich Geisbart spitzte kurz die Ohren, hob den Kopf. Diesen schmiegte er dann auch sogleich an Asmodeus Wange, als wollte er mit ihm schmusen. Doch sein katzenhaftes Raunen - haraxisch verstand sich - war es, das er übermitteln wollte. "Da lugt etwas aus deiner Tasche."
Ob Asmodeus die Worte überhaupt wahrnahm? Er jagte gerade eine Spur Seelenfeuer durch den Ritualmagier ... und durfte etwas feststellen. Nämlich nichts. Rasputin Sturmwasser zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sein finsterer Blick war allerdings hart und unnachgiebig auf Asmodeus gerichtet. Er musterte ihn eingehend, ehe er zum Sprechen ansetzte: "Unterlasst diese Spielchen bei mir. Das könnt Ihr mit dem undisziplinierten Scheißhaufen machen, wenn er nicht gehorcht." Er zog seine Hand zurück, gab Asmodeus keine weitere Gelegenheit, nochmal sein Seelenfeuer einzusetzen. Stattdessen zeigte er einladend auf das geschlossene Portal, welches aus dem Ritualraum führen würde. "Gehen wir? Der König erwartet uns ... nun, nicht Euch im direkten Sinn, aber er erwartet seinen haraxischen Feldherrn."

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Asmodeus » Samstag 23. Februar 2013, 11:07

"Finden unsere Plaudereien ein Ende? All diese Floskeln und Unhöflichkeiten brauchen wir beide nicht. Ich drücke mich direkt und klar aus, werter Asmodeus. Ihr wollt nach Celcia, Ihr habt Eure Bedingungen gestellt. Ich bin bereit, diese zu erfüllen, wenn Ihr Euch auch an meine Bedingungen haltet. Die Eroberung der Magierstadt Zyranus durch Eure Hand und mit einer Armee aus Dunkelelfen und Grandessanern unter Eurer Führung für die Stadt selbst, die Ihr dann regieren dürft. Wir sind uns wohl einig." Der Dämon knurrte nur. Eigentlich war das, was Rasputin ihm da so mutwillig versprach, beinahe zu schön um wahr zu sein. Dennoch malte sich Asmodi seine Herrschaft über Zyranus bereits aus. Oh er würde diese alten überstolzen Zyraner förmlich ausbluten lassen. Er würde sich an deren mächtigen Seelen laben, ihre Ängste und Sorgen geradezu einsaugen. Er würde deren Töchter und Söhne durch die Streitkräfte misshandeln lassen, er würde dafür sorgen dass die reinen Gene der jungen zyranischen Generation durch Inzest und Nötigung bastardiert würden. Ja, so wollte er die alten weisen Herren des Turmes treffen, er wollte nicht ihr Leben zerstören, sondern dass ihrer Nachkommen. Die Magier selbst, würde er zum leben verdammen, auf das sie mitansehen mussten, wie ihre heile, gesetzvolle Welt in Leid und Chaos stürzte. „warhahrharhrh!“ Der Dämon lachte grollend vor sich hin, sichtlich angetan von seinen eigenen Gedanken. Aber er war auch nicht völlig dumm. Rasputin Sturmwasser versprach ihm viel, vielleicht sogar zu viel um wahr zu sein. Schliesslich war er nur ein Mensch und so selbst im Denken der Dunkelelfen ein Untertan. Er würde dessen politischen Einfluss prüfen, indem er sich Hagen ausliefern liess.

An jenem Bastard würde er ein grausames Exempel statuieren, was genau, dies wusste er noch nicht. Eine ganze Stadt zu schänden war viel einfacher, als das individuelle Leid eines einzelnen Lebewesens zu bestimmen. Sein Seelenfeuer würde ihm Antwort geben, auf die Ängste des Hagen… und diese würde er dann gegen ihn verwenden.
"Es handelt sich um einen undisziplinierten Scheißhaufen, wie Ihr sagt. Werkzeug, Marionetten und Kanonenfutter, dennoch notwendig. Bringt sie dazu Euch zu folgen und wir alle haben weniger Probleme." „Keine Sorge…Magus… ich werde ihrem düsteren Todestrieb genügend entsprechen, so dass sie mit Freude in die Schlacht ziehen. Wer nicht, hier auf Celcia hält die Zyraner für den Inbegriff von Recht und Ordnung…jedes Wesen des Chaos schliesst sich doch mit stolz dem Kreuzzug dagegen an…haharhrhrh….“

Der Bund sollte beschlossen werden. Asmodi packte nach der Pranke des Ritualmagiers und liess es sich nicht nehmen ihm sein Seelenfeuer durch den Körper zu jagen. Mit mässiger Ausbeute. Durchaus irritiert starrte der Dämon den Magus an. Noch nie hatte jemand seinem Seelenfeuer widerstanden. Nicht einmal Mallahall die selbst über arkane magische Kräfte verfügte. „Rhrhrhr…“ Knurrte er nur und zog seine Pranke zurück, Rasputin misstrauisch beäugend.
Der Feind voraus und der Feind im Rücken… Dachte er nur. Der Magier war für ihn im Moment nicht zu durchschauen und dies passte ihm ganz und gar nicht. Nun gut, er hatte nicht den Bruchteil seines wahren Potenzials in die kleine Attacke gelegt, dennoch hätte er einen kleinen Angstfetzen, irgendetwas erwartet.
"Unterlasst diese Spielchen bei mir. Das könnt Ihr mit dem undisziplinierten Scheißhaufen machen, wenn er nicht gehorcht." „HArhrhrhhr!“ Grollte er nur und winkte schnaubend ab.

"Gehen wir? Der König erwartet uns ... nun, nicht Euch im direkten Sinn, aber er erwartet seinen haraxischen Feldherrn. „Jarhrhrhh….“ Er knurrte vor sich hin. Irgendwas stimmte Asmodi unzufrieden. Es war Aurelius. In diesem menschlichen kleinen Körper machte er wohl kaum Eindruck. „Diese…verfluchte Welt..r.rh.r…bannt die wahre Gestalt der Dämonen in Wirtskörper wie diesen hier… wenn ich frei wäre..rhrh… in meiner wahren Gestalt…“ Grummelte er unzufrieden vor sich her. „Wir“…brummte er weiter. Meinte damit Griesbart, aber für aussenstehende konnte diese Aussage auch auf den Wirt bezogen werden. Warum auch immer. Dämonen waren manchmal schwer zu verstehen. Schliesslich verkörperten sie selbst das Chaos. Am liebsten hätte er seine wahre Gestalt offenbart, seine Schwingen ausgebreitet. Wie einst, als MAllahall ihn aus Aurelius hinausgetrieben hatte… vielleicht würde sie es wieder tun… doch dieses Unterfangen war mehr als gefährlich.

Du bist wahnsinnig geworden! Wie kannst du nur alles verraten was mit dir erarbeitet wurde! SCHWEIG STILL MENSCHRHRHRH… kein Ort wird sicherer sein für dich und meinen Sohn, als wenn Zyranus, unser Feind fällt… und mir gehört! Erkenne die Wahrheit Medicus… deine kleine Welt…deine Kleine Ordnung stirbt… und wir tun gut daran uns auf die Seite der Siegermacht zu schlagen, solange wir diese Möglichkeit noch haben! Denn uns ist es nicht bestimmt zu dienen… uns ist es bestimmt zu herrschen…ha.ha.a.a.hr.rh…

Noch hatte Asmodi sein ungewöhnlich – familiäres Denken – nicht abgelegt. In seiner Logik konnte man sein Handeln vielleicht noch nachvollziehen, nur nahm er für den Schutz seiner eigenen kleinen Familie, den Tod einer ganzen Stadt in Kauf. Nun Asmodi benahm sich so, als läge ihm Zyranus bereits zu Füssen. Dafür hatte er die schwierigste Aufgabe von allen vorsich. Nach Pelgar, war Zyranus wohl noch die letzte Bastion auf dem Festland, welche die Invasion ernsthaft bedrohen könnte.
Doch eins nach dem anderen. Erst musste er mit diesem vermaledeiten König sprechen. Dann würde er sich Griesbart vorknöpfen…und letztendlich auch noch Mallahall.

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Re: Beschwörungen

Beitrag von Erzähler » Sonntag 10. März 2013, 11:26

Für Asmodeus geht es weiter im Schloss Grandessas -> Audienz mit dem Krieg
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