Vor den Toren Pelgars

Eigentlich bräuchte Pelgar keine Wächter vor den Toren, denn kaum einer könnte das Fallgitter, die schweren Flügeltüren oder gar die hohen Mauern überwinden. Doch die Hauptstadt legt viel Wert auf Sicherheit, weshalb das Tor sogar nachts bewacht wird.
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Vana Erendis Morgaine
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Vana Erendis Morgaine » Dienstag 24. Juli 2007, 17:00

Es würde ihr eine Ehre sein. Die Antwort verblüffte Vana schon gehörig. Hatte sie solch einen Eindruck auf Niniane gemacht? Sicher, sie hatte schon mit einer Zustimmung gerechnet, aber solchen Zuspruch hatte sie nach der kurzen Zeit, die sie sich erst kannten, nicht erwartet.
<b>Ob es ihr wohl auch eine Ehre ist, wenn sie von meiner andern Seite erfährt? Sie kennt nur die Priesterin in mir. Was wenn sie auch den Rest erkennt?</b> Unbewusst zuckte Vana mit den Schultern, sie machte sich da einfach zu viele Gedanken. Sie mochte Niniane zwar, weil sie sie an ihre Jugendzeit erinnerte, doch letztendlich war sie nur eine weitere vorübergehende Bekanntschaft, wie es so viele in ihrem Leben gegeben hatte.

Über ihre Gedanken hätte sie beinahe nicht mitbekommen, dass Niniane sie etwas gefragt hatte: „Was … Wer? Ach so du meinst den Rotfuchs hier. Ich hab keine Ahnung wie ihn sein Vorbesitzer nannte. Ich habe ihm den Namen Feuerwirbel gegeben, weil er so rot wie das Feuer und ausdauernd und schnell wie ein Wirbelwind ist. Bis vor Kurzem gehörte er noch …“. Hier stockte sie kurz und überlegte, ob sie ihr sagen sollte, dass sie das Pferd einem Dunkelelfen abgenommen hatte, der nun in den Ruinen Kosrals vermoderte. Vielleicht war es unklug bereits jetzt anzudeuten, wozu sie durchaus fähig war.
„Sagen wir es mal so, als ich ihn fand war er herrenlos und ich weiß mit Gewissheit, dass sein ehemaliger Herr ihn nicht vermissen wird.“
Das kam der Wahrheit sehr nahe und sagte doch nur aus, dass sie Feuerwirbel nicht gestohlen hatte.

Inzwischen hatten sie den Marktplatz erreicht und stellten fest, dass es hier nur eine Herberge gab, denn auf der gegenüber liegenden Seite prangte über der Tür eines recht großen Hauses ein Schild mit der Aufschrift „Schenke zum Pony“ und darunter war unübersehbar ein großer Bierkrug aufgemalt. Vana hielt kurz inne und fragte Niniane: „Was meint ihr, nehmen wir die Herberge dort drüben oder suchen wir uns eine andere? Ehrlich gesagt bin ich doch recht hungrig und müde, so dass mir mittlerweile jede Kaschemme recht ist, Hauptsache ich bekomme dort eine Mahlzeit und ein Nachtlager.“

[wenn du willst, kannst du hier noch mal posten, ansonsten würde ich sagen weiter in der Schenke „Zum Pony“ (mal schaun, wer sich dort so alles rumtreibt *g*)]

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Elwin Fock
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Elwin Fock » Montag 10. September 2007, 23:19

Endlich erhob der Elfenmagier wieder seine Stimme und gebot den Anwesenden sich auf den Rücken der von ihm gerufenen Pferde zu begeben und dann endlich los zu reiten. Den kleinen Jungen hatte sie bereits wieder aus den Augen verloren, sie stand bei ihrem Schimmel, den sie sich aus der Menge heraus gesucht hatte und streichelte ihm über die Schnauze.

Dann begab sich Elwin zur rechten Seite, aber das Pferd besaß keinen Sattel. Zwar hatte sie von ihrem Vater gelernt, wie man ohne Sattel reitet, aber doch hatte sie diese Fähigkeit schon seit mehren Jahren nicht mehr genutzt. Ihre ersten Versuche aufzusteigen mussten wohl äußerst belustigend und unbeholfen wirken, aber schließlich schaffte sie es doch.

<b>Hoffentlich hat das jetzt keiner gesehen… ist mir schon etwas peinlich, aber naja… ach was soll’s. Ich kann auch nicht alles perfekt, auch wenn ich immer versuche das so rüber kommen zu lassen… ach hör auf die Gedanken zu machen, du sitzt jetzt auf dem Pferd…</b>

Dann sah sie den kleinen Jungen von vorhin. Er hatte es sich bereits auf einem Pferd gemütlich gemacht und war bereits etwas voran geritten. <b>Also wenn der kleine das so schnell und ohne Probleme schafft, dann werde ich doch wohl auch zurecht kommen!</b>

Leicht drückte sie ihrem Schimmel die Fersen entgegen und schon setzte sich das Pferd in Bewegung. Elena und Thomas hatte sie, so seltsam es klingen mochte, völlig vergessen in dem Versuch sich Gedanken darüber zu machen ob sie jemand beobachtet hatte. Víramyl hatte sich auch schon ein Reittier ausgesucht und war bereits auch schon aufgebrochen, genauso wie es die andere rothaarige Frau und der Mann in ihrer Begleitung getan hatten. Aber sie ritten in eine andere Richtung als der Junge in den bunten Kleidern.

„He Kleiner!“, rief sie ihm nach. „Du reitest in die Falsche Richtung. Nach Pelgar geht es hier lang!“

Das war auch schon alles was sie ihm mitteilte. Schnell lenkte Elwin ihren Schimmel, mit einem leichten Zug an der Mähne, zu dem Elfenmagier und ritt hinter ihm und der rothaarigen Frau her. Es verging eine ganze Weile. Wing war kurz wieder in die Luft aufgestiegen, hatte das Gelände vor ihnen betrachtet und kam dann schnell wieder zu seiner Freundin zurück. Das Pferd schien keine Angst vor dem Vogel zu haben und so setzte er sich diesmal vor Elwin auf den unteren Teil des Halses von dem Tier. Immer wieder zuckte sein Kopf nach vorn zum Himmel.

Ja auch Elwin hatte es bereits bemerkt. In der Ferne zogen erneut Wolken auf. Dicht an dicht drängten sie sich aneinander, verdeckten erneut den Himmel. Zwar waren sie dunkel, aber bei weitem doch nicht so erheblich pechschwarz wie die Wolken, welche sie noch vor kurzen vor dem Sonnenlicht abschnitten. Und dann begannen kleine weiße Flocken auf die Erde nieder zu fallen. Schnee, es begann tatsächlich zu schneien. Es wurde kälter und Elwin war so dumm gewesen Andunie ohne einen Mantel oder aber wärmenden Umhang zu verlassen.

Sie begann zu zittern und ihre Zähne klappernd auf einander zu schlagen. Hätte sie es gekonnt, hätte die Wassermagierin ihre Arme um ihren Körper geschlungen um zu verhindern, dass ihre innere Wäre so schnell entwich. So ging es eine ganze Weile und schon dachte Elwin daran, wie schön warm es jetzt in der Hütte ihrer Elter oder aber der Akademie in Andunie wäre.

Sie sprach kaum ein Wort seit dem sie aufgebrochen waren. Elena hatte sich zurückgezogen, warum auch immer und sie wollte ihr nicht auf die Nerven mit ihrer Anwesenheit gehen. So entschied sie sich dafür allein zu reiten. Es ging noch eine ganze Weile, die Zeit verrann, die Stunden verstrichen und endlich, es kam Elwin wie eine kleine Ewigkeit vor, kam das große Drachengebirge endlich deutlicher in Sicht. Auch die Hauptstadt Pelgar war nun zu erkennen und schließlich erreichten sie den Weg, welcher hinauf zu den großen Stadttoren führte.

Immer noch an dritter Stelle reitend hatten sie ihr vorläufiges Ziel erreicht. Sie standen nun vor dem großen Tor, die Wachen dafür in dicke Winterkleidung gehüllt, welche groß das Wappen von Pelgar zeigte, und ihre Waffen würdevoll tragend.

„Sie hat Recht, werter und hochgeschätzter Magus. Nun wird es wohl Zeit, dass Ihr uns zum ersten mal helfen müsst.“, meinte Elwin mit erhabener Stimme.

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Yann Adamm-Ra
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Dienstag 11. September 2007, 00:05

Kaum war der Junge einige Schritt mit Lyriens Pferd in seine gewählte Richtung geritten, erklang auch schon eine weibliche Stimme zu ihm herüber. Er blickte auf, wandte seinen Kopf so weit es ging um und ließ sein Reittier anhalten. Sein Blick erhaschte die dunkelhaarige Frau, welche auf einem weißen Pferd saß und ein wunderschönes dunkelblaues bis türkises Kleid trug.

<i>“He Kleiner! Du reitest in die Falsche Richtung. Nach Pelgar geht es hier lang!“</i>, hatte sie ihm zugerufen.

<b>Echt? Oh…</b>

Mit etwas enttäuschtem Blick auf dem Gesicht schaute er zu ihr, wie sie sich mit ihrem Pferd von ihm abwandte und hinter dem Zauberer und deiner der beiden rothaarigen Frauen her ritt. Aber schon war seine Laune wieder besser, er schob einfach ein Grinsen auf sein Gesicht und dachte nicht weiter daran, dass er eben einen Fehler gemacht hatte. Auch Wolf hechelte ihm freudig zu und trabte neben Yann weiterhin her.

„Na, dann war das eben mal etwas falsch. Was soll’s“, lachte er zu seinem Freund hinab. „Komm lass uns schnell zu den Anderen zurückgehen und zusammen mit ihnen nach Pelgar gehen um unsere Freunde zu retten.“

Der Schelm beugte sich über den Hals des Pferdes und flüsterte ihm etwas in sein zuckendes Ohr und schon wieherte es zustimmend. Schnell schlossen sie auf die Gruppe auf und Yann reite sich bei dem kleinen Mädchen ein, mit dem er sich vorhin angefreundet hatte. Er grinste sie frech an.

„Hallo du!“, sagte er gut gelaunt. „Jetzt geht’s endlich los oder? Irgendwie freu ich mich drauf meine Freunde zu retten… zu… retten…“

Die letzten Worte sprach der Junge langsam und eher zu sich selbst als zu Luziver aus. Sie zergingen ihm wie Butter auf der Zunge. Endlich konnte er etwas für seine Freunde machen, konnte für die viele Hilfe von ihnen Bedanken indem er sie aus der Gefangenschaft befreite. Nur waren sich überhaupt noch in Gefangenschaft?

<b>Vielleicht sind sie ja auch schon wieder auf freiem Fuß. Das wäre schön, aber dann… dann könnte ich ihnen gar nicht mehr helfen. Mhhh… aber wenn sie noch bei dem unfreundlichen Trottel sind, dann kann ich bestimmt was tun…</b>

Sein Grinsen wurde nun hinterlistig und schelmisch. Was wohl in den Gedanken des kleinen Schelms vorging konnte keiner so recht sagen, vielleicht höchstens diejenigen, die ihn kannten. Einzig sein Gesichtsausdruck mochte Vermutungen gestatten, ja man könnte auf die Idee kommen, dass er etwas ganz furchtbar gemeines ausheckte.

Die Wolken über dem Horizont, auf den sie zuritten, zog sich immer mehr mit grauen Wolken zu. Yann bekam es eigentlich nicht wirklich mit, er war zu sehr in Gedanken versunken, aber als plötzlich etwas Kaltes seine Wange berührte, schreckte er verwundert auf. Es was kühl geworden, um nicht zu sagen kalt. Schnee rieselte aus den Wolken auf die Erde herab.

„Wow!“, entwich es dem Schelm leise

Dann endlich erreichten sie den Weg, der hinauf zu dem prächtigen Stadttor von Pelgar führte. Sie ritten ihn empor und stoppten vor den geschlossenen Flügeln. Wachen standen dort und verrichteten ihren Dienst. Sowohl die Rothaarige, als auch die Frau mit dem langen blauen Kleid und dem Vogel, sprachen nun zu dem Zauberer, der die ganze Reise angeführt hatte. Yann jedoch beobachtete lieber die Soldaten.

Er schnippte kurz in seine Finger und schon zog sich ein Lächeln auf die vorher noch so trübsinnig blickenden Gesichter der Wachen. Es mochte plötzlich und völlig unpassend für einige Mitreisende aussehen, aber soweit dachte der Schelm nicht. Einzig die Freude zählte momentan für ihn und diese wollte er mit Leuten teilen. So hatte er einen Zauber unbemerkt gewirkt. Die Wachen wurden nun von derselben Freude durchflutet, die auch der Junge spürte und das machte ihn noch glücklicher. Mit verträumtem Blick schaute er auf die Männer und übertrug sie, solange der Zauber anhielt, auf sie.
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Erzähler » Dienstag 11. September 2007, 14:59

Víramyl ritt an der Spitze des kleinen Trupps, hinter ihm Despina und Elwin. Danach folgte die Kutsche, auf dessen Kutschbock sich zwar niemand niedergelassen hatte, dennoch schien das Pferd brav zu folgen. In der Kutsche schlummerten Shantih und Shar Magob vor sich her und wurden vom immer stärker werdenden Rieseln des Schnees dennoch nicht geweckt.
Der Elfenmagier hielt vor den Toren Pelgars und stieg sogleich von seinem Ross ab. Er drehte den Kopf, auch wenn die Frauen ihn bereits darauf aufmerksam gemacht hatten, nun seine ganz persönlichen <i>Beziehungen</i> spielen zu lassen. Er aber wartete noch auf den Rest seiner Gruppe. Nach einer Weile tauchten schließlich Elena, der gut gekleidete Magier Thomas, der kleine schelmische Junge mit dem Wolf und das Mädchen mit den endlos langen dunklen Haaren und den roten Augen auf.

Víramyl nickte. "Sind wir nun alle beisammen?" Sein Blick flog über die Anwesenden. Ja, alle waren da. Nun konnte er sich um die Wachen kümmern, welche ihre Grimmigkeit auf einmal ablegten, kaum dass der kleine Yann mit den Fingern geschnippst hatte.
"Können wir behilflich sein?", fragte einer der Wächter freundlich. Der Elfenmagus nickte. "Aber ja, wir begehren Einlass in die Stadt. Doch vorher möchte ich mich selbst vorstellen und eine Frage an Euch bringen, guter Mann. Mein Name ist Víramyl fey Dh'ala, wenn Ihr schon einmal in der Halle der Helden wart, kennt Ihr mein Gesicht vielleicht von einer der Statuen. Ich bin es, der das Drachentor vor langer Zeit mittels Magie versiegelte. Ich bitte um eine Auskunft, sofern Ihr mir meine Frage beantworten könnt. Sind vor kurzem hier der Kommandant und einige ... nun ... von ihm Gefangene in Pelgar eingetroffen?"

Der Wächter klappte den Mund wieder zu, der sich beim Aussprechen des Namens des Magiers weit geöffnet hatte. "Der große und mächtige ... Víramyl ..." Aber endlich gewann der Torwächter seine Fassung zurück, war jedoch immer noch beschwingt von Fröhlichkeit. "Gewiss, gewiss. Der Kommandant kehrte vor kurzem hier ein und er brachte einige Frauen mit und zwei Männer, einen Elfen und einen mit gehörntem Helm. Soweit ich weiß, durften die Frauen vor ein paar Stunden vor den Hohen Rat treten, näheres weiß ich nicht. Der Rest verbringt seine Zeit sicher in den Kerkern der Kaserne. Aber betretet ruhig die Stadt, hoher Magus. Willkommen, willkommen in Pelgar!"

Die Tore wurden geöffnet und man ließ die Gruppe passieren. Das war ja leichter als überhaupt angenommen. Kaum, dass sie alle hinter den Stadtmauern Pelgars waren, wandte sich Víramyl erneut an die Gruppe. "Nun, es scheint, dass eure Freunde erneut getrennt wurden. Vielleicht sollten wir das auch tun, um sie gewissermaßen nicht zu verpassen. Die Frauen sind beim Hohen Rat und die Männer in den Kerkern? Nicht gerade gerecht, aber wir sollten beiden Orten einen Besuch abstatten und uns anschließend vielleicht in einer Taverne wiederfinden. Die Schenke <i>Zum Pony</i> erscheint mir als passend, aber wie teilen wir die Gruppen auf?" Interessiert sah er in die Gesichter seiner Begleiter.

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Luziver
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Luziver » Mittwoch 12. September 2007, 17:16

Luziver war etwas unbeholfen um auf das Pferd aufzusteigen, so erschien Lucy und stieg schon fast gekonnt und eleganter auf das Pferd.
Sie hielt sich an der Mähne fest, aber so, dass es dem Pferd dennoch nicht wehtat. Die anderen ritten schon los, das Mädchen brauchte erstmal eine kurze Weile, bi auch die schwarze Stute endlich los ritt.

Nach einer kurzen Weile tauchte Yann neben ihr auf, sowie der Wolf. "Ja, jetzt geht es los..." Sagte sie auf ihrer kalten Art und Weise, lächelte den Jungen dennoch freundlich an.

Irgendwann waren sie an den Statdttoren angekommen.
Die roten Augen des Mädchens weiteten sich kurz und blickten sich um.
Die Stadtwachen schauten erst mürrisch drein, nachdem Lucy ein Schnipsen wahrnahm, waren sie plötzlich fröhlich und gut gelaunt.
<b>Das war sicherlich Yann...</b>

Plötzlich wurde der kalte Blick des Mädchens wieder fröhlich, Luziver sah gen Himmel, erst jetzt fiel ihr auf, dass es angefangen hat zu schneien, auch als die Temperatur etwas sank, wurde dem Mädchen nicht kalt, bei ihr war es so, dachte sie nicht an die Kälte, so wurde ihr auch nicht kalt, erst wenn man sie fragen würde ob ihr kalt wäre, oder ähnliches, dann würde sie erst frieren...

Sie rutschte etwas... Unbeholfen vom Pferd runter. "Komm Yann!" Sagte sie fröhlich und ging nach vorn, das Pferd folgte ihr.
Als das Mädchen an Roxas vorbei ging, sah sie ihm kurz in die AUgen und lächelte ihn an.
Sie ging zu eienr der Stadtwachen und musterte diesen. "Duuuu... Was hast du denn da an?" Fragte sie mit ihrer etwas lauteren und sehr neugierigen Stimme und schaute in die Rüstung und betrachtete ihr Spiegelbild. "Warum hast du denn ein Spiegel an? Ist ja lustig!" Meinte sie und schneidete Grimassen und musste anfangen zu lachen.
Eigentlich erwartete sie keine Antwort von dem Mann.
Sie wandte sich an den Magier, als dieser fragte, wie sie denn die Gruppen einteilen sollten. "Despina hat rehecht!" Kommentierte das Mädchen nur.

Dann ging sie wieder zu Roxas und sah zu ihm auf. "Du, kommst du mit um Kazel zu retten, oder gehst du mit der Gruppe die zu diesem Hohen Rat geht?" Fragte sie ganz normal, nicht wie immer neugierig und.. auf ihrer 'kindischen' Art.

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Erzähler
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Erzähler » Samstag 15. September 2007, 00:25

Der Elfenmagier betrachtete die Gruppe, welche bereit war, weit zu gehen, um Freunde und Gefährten zu retten. Es waren eine Menge, die ihm folgten. In der Kutsche lagen drei: Sayria, Shantih und Shar. Víramyl konnte nur hoffen, dass sie bald erwachten, hatte er Sayrias Kopf doch nicht aus der Kutsche lugen sehen und bisher war sie nicht ausgestiegen.

Dann waren da noch Thomasius, der Magier und Elena, die Trägerin der Feuerkristallkette. Beide wirkten erschöpft. "Ihr zwei geht in die Schenke <i>Zum Pony</i> und ruht euch aus. Wir holen euch ab, wenn wir auch dort einkehren", sprach der Elf zu den beiden und der Ton seiner Stimme erlaubte keinen Protest.
Übrig blieb noch der Kern aus dem kleinen Rotschopf Yann, Luziver, Roxas, Despina und der Magierin Elwin.

"Ich schlage folgende Gruppierung vor", meinte der Elfenmagus. Er wandte sich an Luziver, Roxas, Despina und Elwin: "Ihr sucht offensichtlich die beiden Männer. Daher solltet ihr euch zur Kaserne aufmachen und nachhaken, ob ihr in die Kerker kommt. Die Führung überlasse ich hierbei Euch, Wassermagierin und Euch, meine Dame –" gemeint waren Elwin und Despina, vermutlich, weil sie den vernüfntigsten Eindruck machten – "Yann, du kommst mit mir. Wir treten vor den Hohen Rat. Du bist Kristallkettenrträger und sicher von Interesse beim Rat. Vielleicht könnt Ihr uns noch folgen, Fräulein Elena, wenn Ihr glaubt, die Kraft zu besitzen. Auch Ihr besitzt eine Kette. Wenn nun niemand etwas dagegen hat, sollten wir alle aufbrechen. Denkt daran, wir treffen uns später in der Taverne wieder. Elena, wenn Ihr so freundlich wärt und die Kutsche dorthin bringt."
Er nahm Yann an der Hand und machte sich bereits auf den Weg Richtung des großen palastartigen Gebäudes, in dem der Hohe Rat seinen Sitz hatte.

<i>Folgende Gruppierung ist vorgesehen, es hindert euch aber niemand daran, einen anderen Weg zu gehen <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0">
<ul><li><b>Despina</b>, <b>Elwin</b>, <b>Roxas</b> und <b>Luziver</b> weiter in der Kaserne Pelgars
<li><b>Yann</b> weiter beim Sitz des Hohen Rates
<li><b>Thomas</b> und <b>Elena</b> weiter in Die Schenke zum Pony
<li><b>Sayria</b> ebenfalls im Pony, es sei denn, du schließt dich noch einer Gruppierung an
<li>Alle Inaktiven (Shantih) ebenfalls weiter im Pony
</ul></i>
Zuletzt geändert von Erzähler am Samstag 15. September 2007, 00:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Yann Adamm-Ra
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Yann Adamm-Ra » Dienstag 18. September 2007, 08:50

Víramyl begann mit den Wachen zu sprechen, nachdem diese in ihrer guten Laune schwelgten und fragten ob sie behilflich sein konnten. Der Zauberer stellte sich ihnen vor und stellte seinerseits einige Fragen. Nachdem die Wächter ihre Münder, welche sie aufgrund der Identität von Víramyl geöffnet hatten, wieder zu klappten, antworteten sie auf die gestellten Fragen. Ihre Antwort war mehr oder weniger stotterhaft, aber es erfüllte ihren Zweck.

Yann unterdessen hatte das ganze Schauspiel verfolgt und konnte sich hin und wieder ein Grinsen oder gar leises Lachen nicht verkneifen. Es amüsierte sie, wie ehrfurchtsvoll die Stadtwächter zu dem Elfenmagier sprachen. Er musste eine berühmte Persönlichkeit sein, schoss es dem Jungen durch den Kopf, aber für ihn war und blieb er, zumindest zunächst, ein freundlicher alter Mann, der ihnen das Leben gerettet hatte.

Sie passierten nun das große Stadttor Pelgars und kaum das sie hinter den Mauern der Hauptstadt waren, waren wandte sich Víramyl wieder an die Gruppe. <i>“Nun, es scheint, dass eure Freunde erneut getrennt wurden.</i> Bei diesen Worten begann die gute Laune des Schelms wieder zu schwinden.

„Die Gruppe wurde getrennt?“, flüsterte er zu sich selbst. „Das ist gemein von diesem gemeinen Mann. Das ist nicht gerecht…“

Yann fand es definitiv falsch von dem Mann, denn nun schien es zu heißen, dass auch sie sich trennen mussten und das wollte der Junge am wenigsten. Ein paar der Gruppe würden zu den Kerkern gehen und ein paar andere zu dem Sitz des Hohen Rates, um dort die anderen der entführten Gruppe zu suchen. Er würde gern mit Luzifer weiterreisen, vielleicht würde sie mit ihm kommen. Ja, vielleicht würde sie sich entscheiden in die Richtung zu gehen, in die er auch ging.

<i>“Vielleicht sollten wir das auch tun, um sie gewissermaßen nicht zu verpassen. Die Frauen sind beim Hohen Rat und die Männer in den Kerkern? Nicht gerade gerecht, aber wir sollten beiden Orten einen Besuch abstatten…“</i>, sagte Víramyl weiter und schien zu beobachten wie die Gruppe darauf reagierte.

<b>Hab ich es mir doch gedacht! Wir werden uns auch trennen, gerade jetzt, wo ich doch neue Freunde unter diesen neuen Leuten gefunden habe.</b>, dachte Yann bevor er wieder leise zu sich selbst flüsterte: „Die Männer im Kerker und die Frauen beim Hohen Rat? Männer hatten wir außer mir nicht in der Gruppe. Kri’il und Pecew sind ja beide nicht mehr da gewesen. Heißt das, dass Lyrien, Earane und Miriel beim Hohen Rat sind?“

<i>“…und uns anschließend vielleicht in einer Taverne wieder finden. Die Schenke Zum Pony erscheint mir als passend, aber wie teilen wir die Gruppe auf?“</i>, schloss der Elfenmagus seine Worte ab und wartete interessiert auf eine Reaktion der Mitreisenden.

Gerade als Yann etwas von sich geben wollte, erhob bereits Despina ihre Stimme. Sie strich sich die weiße Schneepracht aus ihren Haaren und schlug vor, die Gruppen so aufzuteilen, dass jeder zu seinen Gefährten finden würde und das der Elfenzauberer sich zum Hohen Rat aufmachen sollte, dass dort seine Hilfe wohl am dringendsten benötigt werden würde. Der Junge blickte ebenfalls in die Runde und schließlich blieb er bei Luziver hängen.

Sie war ein nettes und freundliches Mädchen. Noch vor den Toren der Stadt hatte sie ihn erneut zum Lachen gebracht, indem sie auf die Wachen zu gegangen war und dort ihrer Neugier Luft gemacht hatte. Sie fragte die Männer was sie denn da an hatten und warum sie Spiegel trugen. Luzifer hatte sich in der Rüstung gespiegelt und fand dies scheinbar faszinierend. Als sie dann Grimassenschneiden anfing zu lachen konnte sich auch der Junge nicht mehr zurückhalten. Auch er hatte anfangen müssen zu kichern. Dann allerdings sprach sie ihn direkt an: <i>“Du, kommst du mit um Kazel zu retten, oder gehst du mit der Gruppe, die zum diesem Hohen Rat geht?“</i>

Yann blickte sie etwas verdutzt an, fasste sich aber schnell wieder und grinste sie schelmisch an. Auch wenn es ihm nicht gefiel, er wusste was er zu tun hatte. Zwar würde er liebend gerne mit Luzifer gehen und diesen Kazel retten, aber auch er hatte Freunde hier in der Stadt, die sicherlich auf ihn zählten. Er versuchte so vergnügt zu wirken wie immer, aber ganz gelang es ihm nicht. Deutlich war eine Spur Traurigkeit in seiner Stimme zu vernehmen gewesen, als er Luzifer auf ihre Frage antwortete.

„Luzifer, ich würde wirklich gern mit dir gehen und deinen Freund befreien. Fast nichts lieber als das und weißt du auch warum? Ich mag dich. Du bist so lieb, nett und lustig und das gefällt mir sehr an dir. Aber meine Freunde, Miriel, Lyrien und Earane, warten bestimmt auch schon auf mich und der Zauberer sagte, dass die Frauen bei dem Hohen Rat ist – was auch immer das sein mag. Vielleicht tut man ihnen dort schlimmes an und ich glaube ich würde es nicht ertragen, noch mehr Freunde zu verlieren…“

Unwillkürlich schweiften Yanns Gedanken zu seinem besten Freund Pecew, der ihn verlassen hatte und einfach in die Welt seines Gottes übergegangen war. Ja Pecew hätte sicherlich nicht gewollte, dass den anderen der Gruppe etwas ähnlich Schlimmes widerfährt. Das hatte der Schelm nun begriffen. Dann ließ der Elfenmagier wieder seine Stimme erklingen.

<i>“Ich schlage folgende Gruppierung vor.“</i> Er wandte sich an Elwin, Luziver, Roxas und Despina. <i>“Ihr sucht offensichtlich die beiden Männer. Daher solltet ihr euch zur Kaserne aufmachen und nachhaken, ob ihr in den Kerker kommt. Die Führung überlasse ich hierbei Euch, Wassermagierin und Euch, meine Dame…“</i>, sagte er zu Elwin und Despina. <i>Yann, du kommst mit mir. Wir treten vor den Hohen Rat. Du bist Kristallkettenträger und sicher von Interesse beim Rat.</i>

Yann hatte also mit seiner Vermutung Recht behalten. Er würde zum Hohen Rat gehen, zusammen mit Víramyl. Dieser nahm den Jungen auch schon an der Hand und machte sich bereits auf den Weg in Richtung des großen palastartigen Gebäudes, in dem der Hohe Rat seinen Sitz hatte. Schnell wandte der Schelm seinen Kopf noch einmal zu Luzifer um.

„Wir sehen uns wieder, ja?“, rief er ihr fragend zu, während der Magier und er immer weiter gingen. „Wir treffen uns wieder!“


[weiter in „Sitz des Hohen Rates“--> Neuer Thread (mach ich heute Abend auf <img src="http://img249.imageshack.us/img249/4458/winkrm9.gif"> )]
Zuletzt geändert von Yann Adamm-Ra am Dienstag 18. September 2007, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Stadtwache » Montag 29. Oktober 2007, 11:37

Das große, doppelflügelige Tor zur Stadt Pelgar ragte vor Islanzadhi auf: mächtig und scheinbar unbezwingbar. Aber es war zu. Was hatte das zu bedeuten? Und nirgends konnte sie Wachen entdecken. Standen nicht sonst immer mindestens zwei Wächter vor dem Tore?
Zaghaft rief sie, in der Hoffnung, dass jemand sie hören würde.

"Ja?!", kam eine Antwort, kaum nach Zadhis zweitem Versuch. Von den Mauern blickte eine Wache zu ihr herunter. Der Wind, welcher hier am Drachengebirge besonders stark wehte, trug das Wort bis an Zadhis Ohren, zusammen mit mehreren weißen Flocken. Die Zeit der dunklen Tage hielt Kälte für sie alle bereit.
Der Wächter musterte die junge Frau einen Moment, ehe er erklärend zu ihr herunter brüllte: "Die Tore wurden wegen einer Ausgangssperre geschlossen. Dauer dieses Beschlusses ist noch unbekannt. Ihr könnt in die Stadt, aber wann Ihr wieder herauskommt ... ich vermute, zum Turnier, denn da haben wir Gäste, die das sicher nicht mitmachen. Wartet einen Moment!"

Der Wächter verschwand wieder, aber Zadhi konnte Rufe hören. Befehle. Vielleicht würde man sie sofort hereinlassen – eine Klappe im Tor schob sich auf. Vielleicht aber auch nicht.
Ein Paar brauner Augen, umringt von einigen Falten, schaute sie an. "Name und Grund, warum Ihr eingelassen werden wollt!", keifte eine raue, tiefe Stimme.

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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Stadtwache » Dienstag 30. Oktober 2007, 22:07

Der Wächter kratze sich an seinem Hintern. Solange Zeit stand er nun schon vor den Toren und bewachte diese. Natürlich war er nicht allein, fünf andere Wächter waren auch da, doch sie waren in etwa so gesprächig, wie ein Stück Rinderbraten.
Es war kalt hier draußen. Der Wind pfiff und zog scharf an ihnen vorbei und es schneite stark. Die Rüstung war auch nicht besonderst wärmer, aber zum Glück besaß er ja noch die Fellhandschuhe und –Weste, die seine Frau ihm geschneidert hatte. Unter ihnen war es kuschelig warm und auch unter der schwarzen Fellhose und den dicken Lederstiefeln war es schön warm.

Ja es war schon ein langweiliger Tag. Einzelne Schneeflocken klatschten gegen den Helm des Wächters, sodass sich sogar schon eine kleine Schneedecke darauf bildete.
Die Wache wollte schon anfangen zu fluchen, als plötzlich ein Hund und ein Mann vor ihm standen. Der Mensch trug eine Augenbinde, sodass selbst ein wahnsinniger Trottel erkannt hätte, dass der Mann blind war. Auf dem Rücken trug dieser eine Gitarre, was auf einen Musiker tippen ließ.
Sein Hund drehte sich zu ihm um und sofort begann der Blinde an zu reden.

<i> "Mein Name ist Jin Delvil und das..." dabei zeigte der Mann, der sich gerade als Jin Delvil vorgestellt hatte, auf den Wolf "...ist mein Begleiter Balz, wir würden gerne eintreten um das Turnier zu bewundern, und um mir vielleicht ein paar Goldmünzen zu verdienen."</i>

Die Wache spie aus.

„ Soso ihr wollt also nach Pelgar. Ihr wisst, dass gerade die Tore geschlossen sind. Sehr unruhig grade, obwohl hier bald ein glorreiches Turnier stattfinden wird! Ich werde sie nur kurz überprüfen.“

Ohne Vorwarnung ging der Wächter auf Jin zu, der dies freilich nicht sah, aber hörte. Gleich darauf zog dieser die Augenbinde hoch, um zu überprüfen, ob der Mann wirklich blind war.

Der Wächter zog die Augenbinde wieder herunter. Weiße Augen hatten ihn gemustert und es war nicht daran zu zweifeln, dass Jin wirklich blind war.

Der Wächter blickte auf Balz.

„ Wir werden dich in die Stadt lassen. Es sei dir gewährt, doch achte auf deinen Hund. Wehe er macht Ärger!“, sprach der Wächter. Dann brüllte er:“ Öffnet die Tore!“

Langsam schwangen die großen Eichentore auf und Jin konnte eintreten.
Der Soldat blickte ihn kurz hinterher, dann kratzte er sich erneut an seinem Allerwertesten. Ja der Tag war kalt und langweilig!

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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Stadtwache » Samstag 3. November 2007, 23:54

Der Wächter hatte einen scheinbar Blinden mit Wolf hereingelassen, dann würde er doch wohl auch eine junge Frau nach Pelgar eintreten lassen, die sich noch dazu zum Turnier anmelden wollte.
Dennoch schaute er sie prüfend und trotzdem plump an.

Immerhin sprach Zadhi sofort alles frei heraus, denn sie wollte keinen Ärger. So könnte der Wächter später nicht behaupten, sie hätte ihm etwas verschwiegen. Mürrisch brummte der Kerl: "Ich hab den Blinden reingelassen, weil der harmlos ist ..."

Harmlos? Aber an seiner Seite wanderte ein Wolf! Islanzadhi kam schließlich nur mit Frettchen und Pferd daher.

"... aber eigentlich herrscht eine Ausgangssperre. Wäre wohl besser, einen weniger in der Stadt zu wissen, dem man das Verlassen verweigern mu–" Der Wachmann wurde jäh unterbrochen, als ein Herold in Seidenstrumpfhosen und goldschwarzer Tunika zum Tor gerannt kam. Seine Wangen waren bereits sehr rot, Reif bildete sich auf seinen Augenbrauen und er bibberte. Unter dem Arm trug er ein zusammengerolltes Schriftstück.

"Ich bbb-bringe Botscha-a-a-a-ft von Kommmmmmmmandannnnt Car-r-r-rmarr-rr-rr-a", brachte er fröstelnd hervor. Warum man einen armen Kerl wie ihn bei solchem Wetter auch ohne Pelz durch die Stadt schickte? Offenbar war die Botschaft sehr dringend. Der zitternde Bote entrollte das Pergament und verlas: "Die Ausgangssperre ist ab dem jetzigen Zeitpunkt aufgehoben. Alle Bürger dürfen die Stadt wieder nach Belieben verlassen. Haltet dennoch die Augen offen, über Morticias Verbleib ist derzeit nichts veröffentlicht worden. Der Kommandant." Der Bote rollte das Pergament wieder ein und wandte sich zum Gehen. Er musste wohl zu jedem einzelnen Wächter rennen und die Nachricht verkünden. Armer Kerl.

Der Wächter am Tor schaute ihm stumm nach. Dann drehte er sich zu Islantadhi um und trat beiseite. "Na dann rein mit Euch", brummte er. "Aber keine Faxen machen! zum Turnier könnt Ihr Euch auf dem Turnierplatz anmelden, sobald dort alles aufgebaut ist. Unsere Arbeiter schuften eifrig, es dürfte bald soweit sein. Viel Spaß inzwischen in Pelgar."


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fremde Frau
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 8. November 2007, 20:42

<i>(komme mit Salfalur von der Stillen Ebene)</i>

Die Pferde schnauften aufgebracht, denn ihr Blut war noch in Wallung. Kein Wunder, bei dem Ritt!
Langsam näherte sich die blinde Frau in dem dunkelblauen, dicken Mantel und den weißen Haaren zusammen mit dem Gaukler Salfalur dem Stadttor, welches von einem Wächter kontrolliert wurde. Als sie nahe genug an dem Tor waren, stieg Arrdes von dem Pferd und nahm es bei den Zügeln. Sie warf dem Dunklelfen einen Blick zu -besser gesagt, sie wandte den Kopf in seine Richtung- und fragte mit leicht gedämpfter Stimme: "Bist du bereit? Die Stadt ist voller Leben und es herrscht stets großer Tumult. Vor allem während der Turniervorbereitungen wird es voller sein als sonst."
Dann sah sie dem Wächter entgegen und nickte ihm zu.

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Erzähler
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Re: Vor den Toren Pelgars

Beitrag von Erzähler » Sonntag 18. November 2007, 19:33

Sie vernahm seine Worte und ging dann mit dem Zügeln in der Hand zu dem Stadtwächter.
"Seid gegrüßt! Wir würden gerne nach Pelgar um am Turnier teilzunehmen."
Auf ihren blassen Zügen erkannte man keinerlei Regung, sie wirkte wie eine Porzellanpuppe.
Oder ein Geist.
Ihre Stimme klang dennoch fest und sicher, von den vorherigen Gefühlen, die Salfalur während ihrer Reise kennen gelernt hatte, erkannte man nichts mehr.
Starr wartete sie auf eine Antworte der Wache.

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