Catties Viertel

Diese Piratengemeinschaft stützt sich auf Hinterlist und Tücke – und ihre Anführerin Cattie, deren Temperament nur noch von ihrer Schönheit übertroffen wird. Sie spielt mit den Männern, doch will nur ihre Reichtümer.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Freitag 9. März 2012, 09:42

"Was du meinst, erregt in Rumdett Aufmerksamkeit", entgegnete die furchtlose Cattie. "Zwar muss hier auch jeder überall und immer seine Meinung kundtun, aber selten beinhalten sie, für eine Tat gerade stehen zu wollen. Meistens sind es Ausrufe wie 'Ich schlitz dich auf!' und so weiter. Natürlich mit entsprechend piratischem Dialekt. Wir sprechen hier unsere eigene Sprache." Sie grinste. Natürlich gab es kein Rumdettisch als Sprache, aber die Piraten bedienten sich doch einiger Wörter niederen Niveaus, die man andernorts eher nicht hörte - schon gar nicht in dieser Menge.
Cattie klopfte Isildur leicht gegen die Schulter und richtete sich wieder auf. Offenbar gefiel es ihr, auf der Theke zu stehen. Sie nahm das Angebot einer helfenden Hand nicht an. Während sie sich allerdings umwandte, um sich einen weiteren Krug Rum geben zu lassen - wie viel Alkohol hatte diese Frau schon intus?! - verzog Bryoja schmollend das Gesicht.
"Das ärgert dich?" Die Mantronerin rümpfte die Nase. "Es ist respektlos", wisperte sie zurück. "Ich bin eine Kriegerin der Tapferen. Ich habe schon mehr als sechs Eisbären erlegt, gegen wilde Schneegeparde und Walrosse erlegt. Ich bin keine ..." Sie verstummte jäh, als sich Isildurs Kopf auf ihre Schulter legte. Für einen Moment schloss Bryoja die Augen. Sie war versucht, ins Fell des Wolfs zu greifen, um ihn zu kraulen, aber ihre Hand zuckte nur. Zu mehr kam es nicht und schon gar nicht hier, unter all diesen raubeinigen, abgerissenen Gestalten. Außerdem brauchten sie beide ihre Konzentration. "Genug", hauchte sie Isildur daher zu und löste sich von ihm, ehe er den Kopf wieder heben konnte.
Die Aufmerksamkeit des Wolfselfen bekam ohnehin einen neuen Fokus. Die Aussicht, erneut auf ein Schiff zu gehen, behagte ihm nämlich gar nicht. Interessanterweise war es Otis, der sich plötzlich in das Gespräch einmischte. "Ich kann's bestätig'n, Cattie! Er eignet sich nich' als Seefahrer. Wird seekrank un' so."
"Wer hat dich schon nach deiner Meinung gefragt, Otis?" Der Pirat steckte den Kopf zwischen die Schultern. Cattie konnte eine so schneidende Stimme besitzen, wenn sie wollte. Damit hätte sie ihm ohne jegliche Probleme den Kopf abtrennen können!
Sie seufzte. Nein, einig waren sie sich wirklich noch nicht ganz. Mit dem Rum in der Hand kletterte sie von der Theke. Ein Stuhl sagte ihr jetzt mehr zu, auch wenn sie sich darauf lümmelte wie ein ungescholtener Taugenichts. Sie schwang bewusst ein Bein über die Seitenlehne und genierte sich auch nicht, dass man so ihre bewundernswerten Schenkel noch besser mustern konnte. "Otis zählt nicht zu meinen Leuten. Noch nicht. Der Kerl ist auf Probe hier, deshalb schick ich ihn euch mit. Dann kann er sich unter Beweis stellen. Ich nehme schließlich auch nicht jeden dahergelaufenen Mann auf!" Sie hob den Kopf. Ihr Blick wanderte an Isildur und Bryoja vorbei zu besagten Piraten auf Probe. "Der Wolf - Elf! - hat dir eine Frage gestellt! Beweg dein Schlappmaul, Otis! Kennst du dich in Santros aus?"
Er nickte nach kurzem Zögern. "Hab dort gelernt", murmelte er beiläufig, während seine Hand fast schon verlegen zum Hinterkopf fuhr. Er kratzte sich, wich dem Blick der Piratenanführerin aus. "Ich kenne Land- und Seewege in die Stadt des westlichen Sandes."
Cattie nickte. "Gut, dann kannst du sie auch zu Fuß hinführen, wenn Wölfchen - Elf! - nicht an Bord eines Schiffes reisen will." Sie musterte Isildur. "Ich kann euch keine Pferde stellen. Bin selten an Land unterwegs. Aber ihr müsst euch trotzdem beeilen. Wir haben nicht ewig Zeit und die Reise bis nach Santros wird euch sicherlich einige Tage oder Wochen kosten. Wenn ihr zu lange braucht, könnte ich gezwungen sein, vorher handeln zu müssen. Ich verspreche also nichts."
"Damit müssen wir uns wohl letztendlich abfinden", meinte Bryoja. Sie wandte sich an Isildur: "Vielleicht sollten wir dann zunächst in meine Heimat reisen und mitteilen, was wir bisher erreicht haben. Ich werde den Mantronern raten, Catties Schiffe nach Möglichkeit passieren zu lassen, da ein Bündnis ins Auge steht. Es wäre ein Entgegenkommen und Zeichen unserer guten Absichten. Von Mantron aus reisen wir dann weiter in dieses Santros. Ich bin noch nicht dort gewesen und weiß nicht, was uns erwartet. Wir sind also auf Otis' Hilfe angewiesen." Keine besonders schönen Aussichten, aber im Moment sah es eher so aus, als fügte sich der Pirat in sein Schicksal. Eine Flucht vor einem Wolf, dessen Schnauze meilenweit wittern konnte, schien keine Option. Er musste es ausbaden.
"Gut", stimmte Cattie zufrieden wirkend zu. "Dann sind wir uns endlich einig." Sie ließ sich einen Dreispitz reichen, den sie sofort wie eine Schlafmaske in ihr Gesicht schob. "Ihr könnt jetzt gehen. Es steht euch frei, in meinem Viertel zu bleiben. Ihr seid Gäste. Aber das Gespräch ist beendet. Hinaus!" Sie winkte beiden und damit waren die Dinge von ihrer Seite aus erledigt.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Freitag 9. März 2012, 22:06

Ob es gut war, dass Otis die Landwege nach dieses Santros kannte, würde sich zeigen. Jedenfalls würden sie mit diesen Mann zusammenarbeiten müssen.
Es bereitetete Isildur jetzt schon Kopfschmerzen. Erst nach Aufforderung reagierte Otis auf die Frage Isildur, obwohl er zuvor einfach sein Kommentar abgab, als es nicht erwünscht war. Denn es gab auch für Isildur einen Unterschied, ob man kotzend über der Reling hing oder einfach Schiffe und offene See nicht mochte. Bei dem Wolfelfen war es Zweiteres, mal nebenbei dass es viel zu beengend war.
Er hat dort gelernt? ... wie unterwürfig er jetzt ist. Entweder er reist das Maul auf, wenn keiner was hören will oder aber er redet erst nach mehrmaliger Aufforderung. Wirklich eine tolle Begleitung... den stutze ich mir noch zurecht.
Die Piratin lümmelte sich inzwischen auf einen Stuhl. Ihr bemerkenswerte Statur gut präsentierend. Da wunderte es den gestandenen Waldelfen nicht, dass die Männer ihr zugetan waren. Wie viele sich wohl zwischen ihre Schenkel sich wünschten. Selber Isildur konnte ihre Ausstrahlung nicht verleugnen. Und sie konnte trinken wie ein Fass ohne Boden. Etwas was bei Waldelfen auch sehr gern gesehen war.
"Gut, dann kannst du sie auch zu Fuß hinführen, wenn Wölfchen - Elf! - nicht an Bord eines Schiffes reisen will. Ich kann euch keine Pferde stellen. Bin selten an Land unterwegs. Aber ihr müsst euch trotzdem beeilen. Wir haben nicht ewig Zeit und die Reise bis nach Santros wird euch sicherlich einige Tage oder Wochen kosten. Wenn ihr zu lange braucht, könnte ich gezwungen sein, vorher handeln zu müssen. Ich verspreche also nichts."
Warum mustert sie mich jetzt schon wieder?
Er konnte es sich reichlich merkwürdig vorstellen, wenn er als Halbwolf auf dem Rücken eines Pferdes ritt.
"ich benötige kein Pferd. "
Bryoja wandte sich zu ihm, teilte ihre Idee mit. Er hatte nicht umsonst die Führung wieder ihr überlassen. Sie war die Botschafterin.
"Vielleicht sollten wir dann zunächst in meine Heimat reisen und mitteilen, was wir bisher erreicht haben. Ich werde den Mantronern raten, Catties Schiffe nach Möglichkeit passieren zu lassen, da ein Bündnis ins Auge steht. Es wäre ein Entgegenkommen und Zeichen unserer guten Absichten. Von Mantron aus Reisen wir dann weiter in dieses Santros. Ich bin noch nicht dort gewesen und weiß nicht, was uns erwartet. Wir sind also auf Otis' Hilfe angewiesen."
Die braunen Augen des Wolfes wanderten zu den Piraten. Er war gut, dass Bryoja seiner Ansicht war, so würde es leichter für ihn sein. Die Notwendigkeit dieses Mannes war dem Waldelfen ebenso klar wie Cattie und der Mantronerin.
"Dann machen wir es so. Wir sollten aber nicht zu lange mehr warten. Du wirst uns begleiten, jetzt!" waren Isildurs Worte an Otis.
Für Cattie war jedenfalls wohl das Gespräch beendet und sie wollte scheinbar ihren Rausch ausschlafen. Jedenfalls wirkte es so. Isildur hatte seinen Rum ebenfalls geleert und der Krug lies er auf den Tresen stehen.
"Ihr könnt jetzt gehen. Es steht euch frei, in meinem Viertel zu bleiben. Ihr seid Gäste. Aber das Gespräch ist beendet. Hinaus!"
"wir verschwinden ... Und es ist Isildur, nicht Wolf oder Elf! " er konnte es nicht lassen. Er war schon selber verwirrt genug, da brauchte er nicht eine Piratin , die ihn ständig daran erinnerte. Aber ob sie ihn hörte, wusste er nicht.
"Wie kommen wir zu deiner Heimat" erkundete er sich jetzt bei Bryoja. Mit einer Pranke winkte er Otis zu sich.
"du wirst dich an die Befehle halten, die man dir gibt" knirschte Isildur. Er sah Otis nicht mal dabei an. Er war weniger als ein Omega in einem Rudel. Kein Stolz und keine Ehre.
Sein Blick ging zur Mantronerin.
Wieder durch den Gang?
Er atmete tief durch. Otis wies er mit einem eindeutigen Kopfnicken an, dass dieser voraus gehen sollte. Ihn würde Isildur nicht den Rücken mehr zudrehen. Außerdem konnte Isildur besser vorwärts gehen, wenn er etwas hatte worauf er sich konzentrieren konnte.
Er drehte sich zu Bryoja, seine Stimme ein leises Flüstern.
"Geh voraus, ich brauche etwas woran ich mich halten kann...der Gang....viel zu eng. "

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Samstag 10. März 2012, 14:07

Wenn sie jemanden in der Guppe hatten, der den Weg nach Santros kannte und auch verfolgen konnte, ohne dass eine Schiffsreise notwendig würde, konnte das zumindest für Isildur nur von Vorteil sein. Wenn dieser Jemand allerdings Otis war, würde er achtsam sein müssen. Selbst Bryoja bemerkte dies, nachdem sie die Szene zwischen dem Piraten, der furchtlosen Cattie und ihrem Begleiter miterlebt hatte. Otis schien nur dann eine dicke Lippe zu riskieren, wenn er nichts zu befürchten hatte. Mit Cattie und Isildur waren allerdings zwei für ihn große Übel vorhanden. Da wurde er ganz der duckmäuserische Feigling und meldete sich wohl nur unbewusst zu Wort, weil man eben doch nicht alle Gewohnheiten vollkommen ablegen konnte.
"Wir werden ein Auge auf ihn haben und Atka ist ja auch noch da", flüsterte die Mantronerin Isildur beruhigend zu. Sie wollte nicht riskieren, dass der Wolfself erneut auf den Piraten losging, nur weil sie jetzt zwangsläufig würden zusammenarbeiten müssen. "Wenn er klug ist, reißt er sich zusammen." Bryoja schien zu wissen, welche Worte Isildur dabei halfen, sich selbst zusammenzureißen. Ob man sie unter anderem aufgrund dieser Eigenschaft zur Botschafterin Mantrons ernannt hatte?
Das Gespräch mit der Anführerin der schwarzen Augenklappen war in jedem Fall beendet. Bryoja und Isildur durften gehen und sie konnten Otis Kendrick gleich mitnehmen. Cattie zog ihren Dreispitz tief ins Gesicht, als wollte sie jetzt ein Nickerchen halten. Vielleicht war es auch ihre Art zu zeigen, dass sie auf kein einziges Wort Seitens ihrer Gäste mehr reagieren würde. Sie gab schon eine seltsame Persönlichkeit ab, aber sie besaß Stil. Das musste man ihr lassen.
Eine letzte Reaktion zeigte sie dann aber doch. Sie hob die Hand wie zum Gruß, kaum dass Isildur ihr einen warnenden Hinweis gab, wie man ihn anzusprechen hatte. "Ich mag dich auch", murmelte sie kaum hörbar, das Grinsen war allerdings zu erkennen. Sie rollte sich ein wenig auf die Seite, was bei den Piraten für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte, denn nun war der Blick auf ihren drallen Hintern frei. Dann gab sie keinen Mucks mehr von sich.

Bryoja, Isildur und auch Otis waren nun für sich. Letzterer gesellte sich nur zögernd zu den beiden, trat aber an sie heran. Resigniert seufzte er. Diese Suppe musste er nun wohl oder übel auslöffeln. "L-lange nicht gesehen ... Freund ... äh hähä ..." Er räusperte sich. Bei Isildur stieß er derzeit wohl noch auf Granit. Trotzdem brannte dem Mann eine Frage auf der Zunge. Er stellte sie mit gedehnt vorsichtigen Worten. "Wie ... ging es Isabeau, als ihr begegnet bist. Sah sie gut aus ... keine Verletzungen oder so?" Er machte sich also doch Gedanken um sie, aber aus irgendeinem Grund wagte er es nicht, selbst nach ihr zu schauen. Möglicherweise scheute er das Piratenviertel Rodericks des Roten. Er allein wusste, was ihn dort erwartete.
Bryoja setzte an, Isildurs Frage zu beantworten. Was zwischen ihm und diesem Otis vor sich ging, hatte beide Männer allein zu klären - in einem ruhigen Moment, aber nicht jetzt. "Wir reisen genau so, wie ich von Mantron aus nach Rumdett gekommen bin. Wir halten uns nahe am Küstenstreifen. Das Reich der Dunsthügel birgt Geister und seltsame Gestalten im Nebel. Ich muss ihnen nicht begegnen. Nicht, dass ich Angst hätte, aber sie halten uns nur auf", fügte die Mantronerin rasch an. "Sobald wir die Grenze zum Eisreich erreicht haben, werden wir einen Unterschlupf meines Volkes aufsuchen. Dort wartet ein Hundeschlitten auf uns. Er bringt uns schneller voran, bis wir zum Eiskanal kommen. Den überqueren wir uns schon sind wir in Mantron." Sie musterte Isildur einen Moment. "Wie dicht ist dein Fell? Bräuchtest du einen wärmenden Mantel oder so etwas?" Otis warf sie nur einen flüchtigen Blick zu. Er hatte hier keine guten Karten.
Damit schien alles geklärt und sie konnten sich auf den Weg machen. Vielleicht fanden sich in Catties Viertel oder allgemein in Rumdett noch Möglichkeiten, Vorräte und Ausrüstung aufzustocken. Otis betrat den dunklen Tunnel, der zurück zur Leiter und aus der schäbigen Hütte führen würde, die als Tarnung über diesem Versteck stand. Bryoja berührte Isildur an der Schulter, wechselte mit ihr einen Blick. Sie beide wussten, was ihm nun wiederholt bevorstand, obwohl der Elf es bisher nicht offen angesprochen hatte. Jetzt rang er sich dazu durch, was die Mantronerin mit einem Nicken hinnahm. Sie streckte ihre Hand aus, griff nach Isildurs Pranke. "Wir Tapferen fürchten uns vor nichts. Wir gehen schnell." Schon machte sie die ersten Schritte.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 12. März 2012, 19:51

Die vorsichtigen Worte von Otis bezüglich Isabeau ließen Isildur doch mal zu den Piraten wenden. Er blickte auf ihn herab, als wenn er nur ein widerliches Insekt war, welches zertreten werden müsste. Ein Insekt hätte für Isildur aber mehr Respekt verdient.
“Würde dich das wirklich interessieren, wärst du bei ihr!” grollte er ihm nur kalt entgegen. Im Inneren wusste Isildur zwar, dass dies nicht ganz stimmte. Otis hatte gefragt, was ja auch bedeutete, dass sie ihm etwas bedeutete. Er seufzte resignierend
“Sie lebt mehr schlecht als recht… wir reden oben!”
Vermutlich würde der Pirat noch Fragen haben, aber dies Thema würde er hier nicht weiterführen.
“Gut, dann nehmen wir die Strecke. Vielleicht sollten wir uns noch ausrüsten?…mein Fell?… ehrlich keine Ahnung, ob es dick genug ist. Die Gestalt habe ich erst seit ein paar Tagen. “
Er strich sich selber durch seinen Pelz. Er selber würde ihn für dicht und warm genug halten. Einen Mantel noch darüber, würde dies tatsächlich nötig sein? Die Rüstung mochte er ja sogar nur bedingt. Sie rieb über sein Fell und strich gegen die Wuchsrichtung bei jeder Bewegung. Unangenehm.
“Was würdest du sagen? Du kennst das Fell der Eiswölfe…aber lass es oben überlegen?“
Noch ging er normal, doch als er die Tür öffnete, stockte ihm der Atem. Angespannt blickte er hinein, folgte wie Otis hindurchging. Egal was andere von ihm dachten, warf er sich förmlich an die Wand neben der Tür. Seine Augen geschlossen.
Das darf doch nicht wahr sein…ich habe solche Gänge schon durchschritten.. Sogar ohne Hilfe! Nein, solche noch nicht. Die Gänge, welche ich mit Myrjala und Yavanna betreten habe, waren immer breiter. Es passiert hier nichts… schließe die Augen
Bryoja ergriff seine Hand, er öffnete seine Augen blickte sie an.

“keine Furcht…schnell gehen, das ist gut” wiederholte er . Dann folgte er ihr. Seinen Kopf gesenkt haltend, wurde sein Herz schneller und schneller. Die andere Pranke immer gegen die Wand gedrückt. Seine Rute schlug anfangs nervös auf und ab, zuckte aufgeregt. Er sah zu der Mantronerin, welche ihn mit sich zog. Nein, er sollte sie führen, nicht sie ihn. Aber manchmal war der größte Mut, sich seiner Angst zu stellen.
Wenn du nichts machst, dann wird es dich immer lähmen
Das mochte aber nur die Halbwahrheit sein. Isildur wusste, wenn es wirklich darauf ankam, konnte er gegen seine Angst ankämpfen. Aber dies war keine Gefahrensituation, so sah sein Körper auch nicht die Notwendigkeit hier mutig zu sein. Ein Fiepen drang über seine Lippen, die Ohren waren an seinen Kopf angelegt.
Die Augen schloss er angespannt, konzentrierte sich nur auf seine anderen Sinne. So konnte er sich wegdenken.
Eine leise Melodie entrang seiner Kehle. Ein Mantra um sich innerlich zu stärken. Erst zögerlich, dann fester klingend. Er war zwar kein überaus begabter Sänger, aber es musste auch nur seinen Zweck erfüllen. Sein Herz schlug schnell gegen seine Brust, wurde jedoch etwas ruhiger und auch seine Atmung fasste sich. Der Wolf füllte sich im inneren gut und stark.
Dann folgte er der Mantronerin durch den Gang, zwar zögerlich jedoch nicht so ängstlich wie zuvor. Selbst seine Rute entspannte sich, während er wieder und wieder dieses monoton wirkende Mantra wiederholte. Ein Singssang, welche die Elfen meist gegen die Anspannung vor einen großen Feind sangen- jedenfalls in Isildurs Sippe.
Der Wolfelf erreichte die Leiter. Otis war immerhin schon vorweg. Er atmete tief durch, jetzt war es geschafft und tatsächlich hatte Isildur auch keine Sorge, dass sie oben gleich angegriffen wurden. Cattie hatte sie als Gäste in ihrem Viertel aufgenommen.
Wieso habe ich das Gefühl etwas vergessen zu haben!! Er hielt Bryoja zurück.
„Ich muß nochmals zurück.“
Er ließ sich auf alle Viere fallen. Er blickte zu Otis hoch, welcher immerhin zuerst die Leiter erklommen hatte. Bryoja konnte Isildur helfend zur Seite stehen, doch was war mit Isabeau? Er hatte ihr zugesagt ihr zu helfen.
Wieder wird sie dann enttäuscht… Du bist nicht besser als diese Piraten, Hoffnung sähen, aber nicht erfüllen… oder ist das sogar schlimmer?
Der Wolfelf strich sich über die Schnauze. So was hasste er.
„ Die Frau, die mir half..diese Isabeau. Verdammt, ich wollte Cattie um etwas bitten. Das sie hilft die Frau zu retten…“ Ein Seitenblick zu Otis.
„ich hatte dir doch von ihr erzählt Bryoja“
Fast hätte er aufgelacht, musste er doch jetzt wieder durch den Gang. Aber jetzt trieb ihn etwas anderes.
„Jetzt klappt es alleine… ironisch oder?“ ER machte einen Satz, auf allen Vieren bleibend, drückte er der Mantronerin seinen Bogen in die Hand. Der würde beim Lauf stören. Seine Mission im Kopf, wetzte der Wolfelf durch den Gang. Auf allen Vieren hätte er sich am liebsten in den Hintern getreten, dass er vergessen hatte dies zu fragen. Aber dafür strafte er sich ja selber. Durch die Tür, war er recht schnell wieder im Raum, und bremste vor der furchtlosen Cattie.
Keuchend stand er wieder auf, trat zu der nickenden Piratin zurück.
„Cattie, noch wach?... Erstens WIE kontaktieren wir dich? Und zweitens: Ich habe jemanden, der mir geholfen hatte, versprochen, dass ich sie und ihr Kind aus den Händen von Roderick holen würde. Ich halte mein Wort, doch brauche ich deine Hilfe dabei. Ich möchte nicht in eine Falle geraten und mein Fell über die Ohren gezogen bekommen. Ich hoffe, du kannst mir- dies betrifft nicht den Auftrag von Bryoja, helfen!“
Er kam sich irgendwie dämlich vor.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Sonntag 18. März 2012, 12:24

Otis wich gezielt Isildurs Blick aus, aber nicht, weil ihm die Frage nach Isabeau sonderlich unangenehm gewesen wäre. Das zwar auch, aber in erster Linie war es ihm unangenehm, nun an Isildurs Seite arbeiten zu müssen. Er hatte sich bei Cattie verstecken und in Sicherheit wiegen wollen. Sein ganzer Plan war dahin und er stand ausgerechnet dem Mann - Wolf! - zur Seite, den er bei der Ankunft in Rumdett feige im Stich gelassen hatte. Piraten mochten kein Gewissen haben, aber war Otis denn wirklich so sehr Pirat wie er vorgab? Isildur wusste jetzt, dass er aus Santros und von der dortigen Seefahrerakademie kam.
Der Mann mit der sonst so vorlauten Zunge, aber ohne jegliches Rückgrat senkte den Kopf zwischen die Schultern. Ja, er sollte wohl wirklich besser bei Isabeau und ihrem gemeinsamen Jungen sein. Vor allem, weil Tristan offenbar totkrank war. Er sollte sie vor Roderick beschützen, den Sohn pflegen und die Geliebte aus diesem Sündenpfuhl der Hurerei heraus holen. Doch das alles würde vorerst nicht umsetzbar sein. Otis hatte Bryoja und Isildur nach Santros zu führen und ihnen dort gegebenenfalls durch die Gepflogenheiten der santronischen Etikette zu führen. Zumindest er wusste, dass sich Bryoja nicht einmal gut darin zurecht finden würde. Und natürlich würde Isildur dort ebenfalls auffallen als zweibeiniger Wolf, der etwas zu sagen hatte. Einige hielten ihn dann vielleicht für einen Hybriden, aber hinterher starren würde man ihm im Allgemeinen dennoch.
Besagter Wolfsmann wollte mit Otis alles Weitere - vor allem zu Isabeau - oben weiter besprechen. Der Pirat biss sich auf die Unterlippe. "Wir müssen auch gar nich' d'rüber red'n", plapperte er, seufzte aber. Um dieses Gespräch käme er vermutlich nicht herum. Er ließ sich derzeit ja nur durch seine Mantronerin ablenken.
Bryoja hob überrascht die Brauen. "Du bist erst wenige Tage Wolf und doch scheint es, als sei dir dieses Leben in Fleisch und Blut übergegangen." Sie machte einen Schritt auf Isildur zu, schaute in sein Gesicht hoch, an der Schnauze vorbei zu seinen Augen. Er besaß stets dieses wölfische Grinsen, selbst wenn er ernst guckte. Man erkannte seinen Gemütszustand im Grunde nur am Funkeln seiner Augen. "Ich frage mich, wie du als Elf aussiehst", murmelte sie, blickte ihn eine ganze Weile lang an. Erst seine Frage riss sie aus ihren Gedanken. Vorsichtig tastete sie über seinen Pelz. "Der wird ausreichen. Wir nehmen dir trotzdem einen Mantel oder eine Decke mit. Dann sind wir vorbereitet, falls ich mich irre." Damit war das Thema geklärt und man konnte sich der nächsten Herausforderung zuwenden. Isildur musste durch den Tunnel gehen - schon wieder - denn er musste ja zurück an die Oberfläche, aber wenigstens war er dieses Mal nicht allein. Bryoja hielt seine Hand und geleitete ihn. Es ging verhältnismäßig gut. Zwar drängten sich Isildur wie üblich Ängste und skurrile Gedanken auf, aber er schaffte es bis zur Leiter. Dort löste sich die Hand der Mantronerin von seiner. "Du hast es geschafft." Das war alles, was sie dazu sagte. Weder lobte sie ihn für seinen Mut, noch verhätschelte oder tröstete sie ihn und das war vielleicht genau das, was der Elf im Wolfspelz wirklich brauchte. Otis befand sich bereits auf der Leiter. Soeben erklomm er die letzte Sprosse, stieg in die Barracke hinauf, die den Geheimweg barg. Die Mantronerin schaute nach oben. "Ich werde ihm besser schnell folgen. Nur für den Fall", meinte sie und kletterte bereits die Leitersprossen herauf. Wie verwirrt sie plötzlich war, als Isildur sich umdrehte, um noch einmal durch den Tunnel zurück zu laufen, den er doch offensichtlich nicht leiden konnte. Es überraschte sie wirklich, gleichzeitig verspürte sie aber auch eine Spur von Respekt gegenüber ihrem Begleiter. Die Tapferen würden ihn dafür anerkennen, dass er sich seiner Angst erneut stellte. Aber wozu eigentlich?
"Was...?" Doch noch während Isildur sich abwandte, kam die Erklärung. Bryoja nickte. Dieser Wolfself war ehrenhaft. "Wir werden warten!", rief sie ihm hinterher. Dann kletterte sie mitsamt seinem Bogen nach oben.

Isildur eilte zurück durch den Gang. Dieses Mal lähmte ihn die Angst nicht, vielleicht, weil er ein konkretes Ziel vor Augen hatte, dessen Erfüllung gewissenhaft sein Herz antrieb. Es gab ihm den Mut, den dunklen, engen Gang zu überwinden. So traf er erneut in Catties unterirdischem Trinkversteck ein. Es hatte sich seit seines Aufbruchs nicht viel verändert. Die Piraten verteilten sich immer noch auf Stühle und Kisten. Sie tranken, unterhielten sich oder dösten wie ihre Anführerin. Cattie hatte sich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt. Selbst ihre Haltung war noch jene, in der Isildur sie zurückgelassen hatte. Nur standen jetzt zwei volle Krüge mehr neben ihr auf dem Tisch. Ihre Hand hob sich gerade zu einem davon, als Isildur sie keuchend erreichte. Schon fuhren die Finger weg vom Henkel des Kruges und hin zu ihrem Dreispitz, um den Hut anzuheben. Ein Blick unter gehobenen Brauen erreichte den Elfen. Es gesellte sich allerdings schnell ein keckes Grinsen hinzu. "Ich wusste, du kannst mir nicht widerstehen", kommentierte Cattie Isildurs Rückkehr. "Ja, ich bin noch wach, weiß aber nicht, ob mein Alkoholpegel derzeit ... solche Spielereien zulässt." Sie kicherte, zog jedoch schlagartig einen Schmollmund, als Isildur seine Erläuterungen fortsetzte. "Och, du kommst nicht zum Kuscheln vorbei, Wölfchen? Ich mag es exotisch, weißt du?" Die Piratin streckte sich ausgiebig, ehe sie ihre lümmelnde Position hinter sich ließ und sich endlich in eine sitzende begab. "Auf See schickt man Nachrichten mit einer Brieftaube oder Ähnlichem aus. Da mir Tauben zuwider sind, nutze ich am liebsten andere Vögel. Otis soll dir Habichtsauges Laden zeigen. Da findet sich bestimmt eine ... Kontaktiermöglichkeit und ihr bekommt sie sogar umsonst! Aber schreibt mir keine Romane, ich lese nichts, was länger als fünf Zeilen ist." Sie lachte, streckte die Hand aus, um Isildurs Fell zu streichen. Er hatte ganz eindeutig eine Faszination in dieser Frau geweckt. Das passierte ihm ja in letzter Zeit häufiger, aber einer anderen Frau galt es jetzt zu helfen. Isabeau verließ sich auf ihn. Die Piratin rutschte mit ihrem Stuhl dichter an Isildur heran. Ihre Stimme nahm einen sinnlich rauchigen Ton an, als sie sie wiederholt erhob. "Was habe ich davon, wenn ich dir helfe, Frau und Kind zu retten? Nächstenliebe ist ein Begriff, mit dem Piraten wenig anfangen können. Mach mir ein Angebot und ich helfe dir noch heute. Eure Abreise verzögert sich dann natürlich, aber allein gehe ich nicht in Rodericks Viertel, wenn ich nicht einmal weiß, um welches Weib sich dein charmanter Kopf dreht. Haha, Wölfe leben immer in Rudeln, was?" Sie schnappte nach ihrem Krug, leerte ihn wieder in einem Zug. Dieses Frau war ein Fass ohne Boden.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 19. März 2012, 13:14

Sein Glück war mit ihm. Jedenfalls lobte Isildur im Geiste die Götter. Sie war noch nicht komplett eingeschlafen. Obwohl die Fahne mehr und mehr in der Nase stach.
Er bedauerte es, dass er Bryoja hatte zurücklassen müssen- eine gute Rückendeckung war immer willkommen. Doch es war richtig, dass sie auf Otis acht geben sollte.
Die erste Worte von Cattie ließen jedoch den Wolf aufatmen. Zwar stank sie nach Rum, doch er glaubte eine Spur Spot aus ihr raus zuhören. Der Schmollmund, verwirrte dagegen den Waldelfen. Was hat sie denn erwartet?
Immerhin hatte er sein Anliegen ihr gleich aufgetragen.
So als wenn sie es gewohnt war, dass Männer sie wieder aufsuchten? Sie kannte ihre Reize wirklich mehr als gut. Aber Isildur hatte nicht vor den Reizen zu unterliegen, wenn es auch reichlich schwer war. Zwar meinte Bryoja dass er erstaunlich gut sich in sein Wolfsein gefügt hatte, aber der Wolf hatte noch sein Eigenleben. War bockig und stur- eigentlich etwas was Isildur auch war. Hatte er sich deswegen so leicht eingefügt? Das wusste Isildur nicht.
“Zum kuscheln?” Isildur sah sie mehr als verduzt an.
Sie schien ihn zu auf den Arm nehmen zu wollen.
Sie mag es exotisch…was glaubt die Frau, dass ich mich mit ihr paaren will?…ich trau mir da nicht mal selber und bin auch nicht gewillt, es zu testen...sieh es als ihre Art von Humor..
Aber irgendwie hatte Isildur das Gefühl, dass er sehr wohl bereit war sich auf Stell-dich-ein mit Frauen einzulassen. Immerhin sah er jetzt schon Bryoja als sein Weibchen an. Und die furchtlose Cattie sprach ebenfalls einen ganz speziellen Trieb an. Und nicht einfach zur Paarung, sondern nur einen Trieb befriedigen. Sie hatte einen fast herausfordernden Reiz und sie strahlte in jeder Sache Erfahrung aus.
Endlich setzte sich sich ganz auf und streckte sich erstmal ausführlich. Eine Katze hätte nicht geschmeidiger sein können.
"Auf See schickt man Nachrichten mit einer Brieftaube oder Ähnlichem aus. Da mir Tauben zuwider sind, nutze ich am liebsten andere Vögel. Otis soll dir Habichtsauges Laden zeigen. Da findet sich bestimmt eine ... Kontaktiermöglichkeit und ihr bekommt sie sogar umsonst! Aber schreibt mir keine Romane, ich lese nichts, was länger als fünf Zeilen ist."
Romane schreiben?...da muss sich sich bei mir keine Sorgen machen, ich kann nicht mal schreiben...hmm, ob es Bryoja oder Otis können? Wenn Otis tatsächlich in einer Ausbildung war, dann müsste er es doch beherrschen. Jedenfalls meinte ich so was mal gehört zu haben.
"Habichsaugen Laden, verstanden!...vermutlich ist es dann wohl auch ein Raubvogel, der gesandt wird..ähm“
Sie lachte noch,dann berührte sie sein Fell. Skeptisch beäugte er dies. Sich jetzt abzuwenden war nicht klug, immerhin wollte er ja was von der Frau. Obwohl es Isildur innerlich nicht ganz passte, mochte er die Berührung. Es war aber anders als wenn Bryoja oder seine Schwestern es taten.Wieder strich ihn eine Alpha durch seinen Pelz. Warum eigentlich nicht, schien es im hintersten Winkel seines Selbst zu rufen.
Weil sie nur damit spielt... sie nutzt ihre Reize aus.
Sie rückte näher an ihn ran. Wollte sie mit ihm spielen oder war es der Alkohol? Immerhin hatte sie nicht gerade wenig intus. Und Alkohol enthemmte auch.
Sie spielt mit mir. Sie ist betrunken, ich bin mehr Tier als Elf, dass kann sie gar nicht ernst meinen.Außerdem was ist, wenn ich sie beiße. Vermutlich lässt sie mich dann gleich umbringen.
Sie hatte genügend Männer, wenn ihr tatsächlich nach etwas Zärtlichkeit war.
Sie rutschte mit ihren Stuhl näher an ihn ran.
"Was habe ich davon, wenn ich dir helfe, Frau und Kind zu retten? Nächstenliebe ist ein Begriff, mit dem Piraten wenig anfangen können. Mach mir ein Angebot und ich helfe dir noch heute. Eure Abreise verzögert sich dann natürlich, aber allein gehe ich nicht in Rodericks Viertel, wenn ich nicht einmal weiß, um welches Weib sich dein charmanter Kopf dreht. Haha, Wölfe leben immer in Rudeln, was?" Ihre Stimme ließ ihn eine Gänsehaut bekommen. Sein Fell sträubte sich leicht.
„ Ja, Wölfe leben im Rudel. ich glaube sie meinte es anders.... aber sie ist nicht Teil davon. Du bist schon zu betrunken für Spielerein? ich bezweifel es. Also lass sie selber bleiben, deine Spielchen... ich beiße nämlich... Angebot?“
Der Wolfelf sah an sich herunter. Er hatte doch nichts. Keine Felle zum Tauschen oder diese Münzen. Jedenfalls nichts was wertvoll genug war.
Und hatte sie ihn gerade charmant genannt? Das traf überhaupt nicht hin, eher eine Axt im Walde.
"...ich habe nichts....verflucht nicht mal etwas zum tauschen... ich kann dir nur einen Dienst anbieten, doch nichts wo ich jemand Töten oder jagen soll....“ Aus einem Impuls heraus, stemmte er schlagartig seine Pranken auf den Tisch, wo sie ihren Rum stehen hatte.
„oder Sex...aber ohne Alkohol“ Seine Stimme etwas leiser und dunkler als sonst.
Fast einem Grollen ähnlich.
Diesmal war es an ihn zu grinsen, während er zeitgleich mit einer Kralle am Rumkrug schnippte. Er glaubte nicht wirklich, dass sie darauf sich einließ, ihr war danach zu spielen.
Ich kann das Spiel auch! Beweise dass du auch ohne Alkohol mutig bist!
Aber der Wolf innerlich wäre bereit dafür, ob Isildur es wäre, konnte er nicht sagen.
Er richtete sich wieder auf.
„ Die Frau heißt Isabeau und sie ist das Weibchen von Otis. Sie lebt in einen Haus, wo viele Frauen ihren Körper gegen Münzen anbieten.Das Haus befindet sich in einem bewachten Teil von Rodericks Leuten. Wenn du etwas besonderes als Angebot von mir hören willst, dann weiß ich es nicht. Wie viel kann diese Frau denn trinken

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 21. März 2012, 17:29

Tatsächlich erwartete Cattie des Öfteren, dass sich gerade männliche Gesprächspartner schneller wieder bei ihr meldeten als es diesen lieb gewesen wäre. Sie wusste, welchen Eindruck sie bei den Piraten hinterließ und konnte mit ihren Reizen spielen. Sie kannte sich aus und da störten sie weder eine wölfische Schnauze, noch zu viel Fell. Sie hatte schon ganz andere für weitaus weniger in ihr Bett gelockt, nur um zu bekommen, was sie wollte. Daher wunderte sie sich beinahe über den Wolfselfen. Was erwartete er denn? Weshalb kam er so schnell zurück, wenn nicht für ein Stelldichein, weil sie ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte? Eine andere Idee kam der furchtlosen Cattie jedenfalls nicht in den Sinn, bis Isildur sein Anliegen äußerte. Sie schmunzelte. Letzten Endes ging es also doch um eine Frau. Zu schade, dass sie selbst es nicht war. Sie fand Gefallen an diesem Fremden. Er sah nicht berauschend aus und das, obwohl er nicht einmal wirklich Pirat war, aber er besaß eine Art, die sie als überaus anziehend empfand. Attraktiv genug zumindest, um sich ein wenig mit ihm die Zeit zu vertreiben. Das Leben war ernsthaft genug, da musste man sich hin und wieder auch mal etwas gönnen. Etwas Exotisches. Catties Blick wanderte an Isildurs Gestalt entlang. Muskulös schien er zu sein, das verbarg der Pelz nicht.
Sie blinzelte kurz, da ihre Gedanken abgeschweift waren. Oh, sie musste sich vorsehen, nicht dass der Wolf ihr noch den Kopf verdrehte! Das konnte sie sich als Anführerin einer ganzen Gemeinschaft raubeiniger Zeitgenossen nicht erlauben. "Raubvogel? Jaja, natürlich...", winkte sie das Thema ab. Habichtauge würde ihnen schon etwas Passendes geben. Ob es tatsächlich ein Raubvogel würde, war ihr vollkommen gleichgültig. Sie kannte sich nicht mit dieser Form von ... Vögeln aus. Ein Lachen entwich ihrer Kehle. Sie war wieder einmal sehr albern. Der Alkohol lockerte nicht nur ihre Zunge, auch ihre Gedanken gingen mit ihr durch. Weiterhin streichelte sie Isildurs Fell, zupfte leicht daran. Den Verband überging sie. Was Cattie nicht interessierte, ignorierte sie gepflegt. Ihre Hand wanderte schon am Bauch vorbei zu tieferen Regionen, als sich Isildur zu Wort meldete. Ihre Hand hielt inne. "Meine Spielchen bleiben lassen? Ach, wie langweilig wäre es dann und wenn du beißt ... meinetwegen. Zeig mir den Wolf." Sie schnappte neckisch nach ihm, verfehlte ihn natürlich. Sie hatte keine große Lust, ein Stück Pelz zu erwischen. Das Spiel jedoch setzte sie fort, schob sich plötzlich ganz ungeniert auf Isildurs Schoß und legte einen Arm um ihn. Die freie Hand kraulte sein Brustfell, wo der Verband nicht störte. Sie war gespannt, welches Angebot er ihr machte, quiekte aber tatsächlich überrascht, als sie es hörte.
"Das habe ich nun wirklich nicht erwartet. Das heißt, erwartet habe ich es schon, aber nicht von dir. Schön, dass du keiner von der verklemmten Sorte bist." Sie beugte sich zu seinem Ohr herüber, raunte mit verführerisch rauchiger Stimme hinein: "Ich habe eine kleine Schatzkammer mit einem großen Bett. Mein Schiff stünde uns aber auch zur Verfügung, wenn du auf zusätzliches Schaukeln wert legst. Auf den Alkohol verzichten wir, aber das Tänzchen wage ich." Sie schob sich noch etwas mehr vor, so dass sie Isildur ganz nahe war. Da schnappte sie zum wiederholten Mal, erwischte in voller Absicht sein Ohr und knabberte gespielt darauf herum. Sie stieß ein falsches Knurren aus. Bei Cattie klang es allerdings wie das erotische Schnurren einer willigen Katze. "Otis' Isabeau ist so gut wie gerettet, jedoch verlange ich eine Vorauszahlung deines ... Dienstes. Jetzt." Sie drückte ihm einen Schmatzer seitlich auf die Schnauze.
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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 22. März 2012, 11:33

Catties Finger strichen durch sein Fell und Isildur ließ sie erstmal gewähren. Er vermutete dass sie eben gerne mit ihm spielte. Vermutlich wie mit vielen anderen Männern. Die kleinen Schauer, welche diese Streicheileinheiten in ihm weckten konnte er aber nicht von der Hand weisen. Es gefiel ihm.
Lass dich nicht ablenken
Aber Isildur sah es nur als eine weitere Spielerei von der Piratenführerin. Ungewollt spannte sich sein Körper an, als ihre Hand etwas viel zu nah Richtung seiner Lenden ging. Sie war ungeniert.
Isildur war kein Junge mehr, sonst hätte er wohl einen roten Kopf bekommen- nicht das man es hätte sehen können. Aber sie weckte Verlangen, freudige Erwarten. Seine Rute schlug aufgeregt hin und her.
War das wirklich nur ein Spiel?
Der Wolf konnte förmlich ihren Geruch, der nach Sex roch wahrnehmen. Aber vermutlich war es nur der Alkohol, welcher die Sinne vernebelte.
Er sprach, unterdrückte ein Aufseufzen, als ihre Hand das Kraulen stoppte.
„Du willst nicht wirklich, dass ich beiße!“ erwiderte er nur, als sie ihn weiter neckte. Ihm war die Sache ernst. Ein Jaulen im Inneren klagte darüber, dass dieses Weibchen bereit wäre. Wieso konnte es der Elf nicht merken? Wieso hörte er nicht auf seine innere Stimme und Instinkte?
Einfach weil Isildur es einfach nicht sah oder sehen wollte. Noch bevor sie wieder ihre Hand wieder an sein Fell legte, griff er nach dem Handgelenk.
„Du bist betrunken...da“ weiter kam er nicht, weil sie sich schon auf seinen Schoß bequem gemacht hatte. Die Hand hatte er losgelassen, dass verlangen ging mehr und mehr auch in ihn über. Es war zeit für die Paarung, schrie es in ihm.
Nachdem sie dann auch noch freudig verquickte, blickte er sie wirklich verwirrt an. Hatte er ihr tatsächlich Sex angeboten? War es er oder seine Triebe, die das gemacht hatten? Er dachte, sie würde abspringen. Nicht das Risiko eingehen, sich dabei zu verletzen.

Du hast es vorgeschlagen, also musst du da durch!...
„ erwartet, aber nicht von mir?... vielleicht sollte ich mich dann entziehen?“
Er würde ihr nicht zeigen, dass er tatsächlich nicht mit der Annahme eines Angebotes gerechnet hatte.
Er griff nach ihren Arm, welcher um ihn geschlungen war. Ein mehr als deutliches Pulsieren schien seinen Körper jetzt zu ergreifen. Ihre Nähe machte etwas mit ihm, was Isildur so nicht kannte.
Ich bin mein Herr!
Seine Pranke griff an ihren Hintern. Ein kräftiger Griff, ohne das sich Krallen durch die Haut bohrten.Es war jedoch besitzergreifend.
Doch ich steh zu meinem Angebot...weil es sich gehört! Wenn ich es vorschlage, muss ich es auch ausführen.
Und es war ja nicht so, dass Isildur etwas absolut widernatürliches machte. Er sehnte sich schön länger nach etwas sexueller Zuwendung, selbst noch bevor er sich damals auf die Suche nach seinen Schwestern gemacht hatte. Er war einige Zeit unterwegs gewesen und hatte sich insgeheim auf das Fest im Lager gefreut.
„Das Bett...ich mag keine Schiffe!“ knurrte er ihr entgegen. Sein Hunger wuchs mit jeder Minute da sich ihr Duft an ihn drängte. Er hatte den Kopf gesenkt, sah sie fest an. Irgendwie fasste der Waldelf noch immer die Situation nicht richtig. Es war ihr ernst.
Seine eine Pranke strich ihr über eins ihre Oberbeine. Die Krallen kratzen über ihre Hose. Isildur konnte nur hoffen, dass die Kleidung seinen Krallen standhielt. Was würden wohl die anderen Piraten sagen, Isildur selber war es recht egal.
Selbst seine Schwestern wären wohl entsetzt- jedenfalls Yavanna, da er sich mit einer Menschenfrau einließ. Nur war seine Wahl, so fand er, besser als ein verwöhnter Elf, der sich nicht mal im Wald zurechtfand geschweige über lebensfähig war.
Dann schnappte sie nach seinen Ohr, knabberte zärtlich darauf rum.
Seine Haltung erstarrte kurz bevor er dann genüsslich die Augen schloss. Ein Seufzen entwich ihm. Egal ob als Wolf oder Elf, seine Ohren war besonders empfindlich. Er stand darauf, was ja auch schon Sylcia bemerkt hatte. Ihr williges Schnurren ließ wieder ein Grinsen in ihm hoch kommen. Der Kuss auf seiner seitlichen Schnauze, ließ dann jede Hemmung fallen.
Einverstanden“ knurrte er nur noch düster. Die eine Pranke noch fest am Hintern, fuhr seine andere ihren Rücken hoch. Es störte ihn gerade wenig, dass hier noch genügend Zuschauer waren. Da Küssen wegfiel, musste es eben anders gehen.
Er hob sie mit kaum Muskelkraft an und setzte sie etwas harsch auf den Tisch. Drängte sich an sie . Seine Hand griff ihr Haar, zog etwas daran. Ihr Hals war ein Ziel. Seine Schnauze behutsam an den Hals setzend, strich er heiß atmend an den schlanken Hals entlang. Zog ihren Geruch ein.
Senkte seinen Kopf zu ihrer Bluse. Mit spitzen Zähnen zog er an der Schnüren, versuchte seine Schnauze zwischen ihre Brüste zu drücken. Leckte kurz über die Haut. Sah dabei nach oben und selbst wenn es wie ein treu doofer Hund hoch blickte, sprachen seine Augen etwas anderes. Lust! Was man auch an anderer Stelle merkte.
Ja, Isildur war auch nur ein Mann!
Seine Pranken griffen nach ihren Handgelenken, wollte diese fest auf den Tisch drücken. Wie weit sollte er es treiben? Was genau sah sie als Vorgeschmack an?
Wenn er weiterging, dann würde er sich nicht mehr zügeln können. Er würde sie wohl mitten auf den Tisch nehmen.
Jetzt schon konnte der Elf ein gieriges Zittern nicht unterdrücken.
nein! ...Später!!!!
Er drückte sich weg.
„ Vorgeschmack“ er zwinkerte ihr zu, wandte sich etwas hastig atmend ab. Griff jetzt selbst nach den Rum. Sein Körper war kurz vor dem bersten, jedenfalls fühlte sich das Tier so an. Riss nur zu deutlich an seinen Fesseln.
Eigentlich hasste Isildur es, einfach so was abbrechen zu müssen. Aber man hatte eine Pflicht und diese wollte der Elf erfüllen- egal was sein Innerstes sagte.
Er war ein elfischer Krieger und nicht ein komplettes Tier, oder?

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Gestalt » Freitag 23. März 2012, 18:13

Cattie hatte im Lauf der Jahre gelernt, auf genau die Kleinigkeiten zu achten, die ein Mann in ihrer Gegenwart zu unterdrücken versuchte, um sich nichts anmerken zu lassen. Umso mehr hatte sie erkannt, dass sie diese Kleinigkeiten schneller entdeckte, je heftiger der Versuch ihres Gegenparts war, unbeeindruckt zu wirken. So spürte sie Isildurs Schauer beinahe schon unter den Fingerspitzen, wenn diese durch seinen Pelz glitten. Ihren Mund umspielte ein Schmunzeln, in ihren Augen funkelte es, dass sie zu braunen Sternen wurden. Nicht einmal ein Wolf konnte sich ihr entziehen. Aber er ist keiner, er ist Elf, wie er sagt. Sie war bereit, diesen Umstand zu glauben und weshalb? Weil es zu absurd klang, um der Wahrheit zu entsprechen. Noch eine Erfahrung, die sie in ihrem Leben gemacht hatte. Die skurrilsten Märchen entpuppten sich in den meisten Fällen eher als die Wahrheit als eine plausible Erklärung, die versuchte, ihr zu gefallen. Und was waren schon ein paar Haare, eine kalte Hundeschnauze und Krallen an Fingern und Füßen? Viellleicht weckte es sogar ganz persönliche, ungeahnte Reize. Sie war bereit, es heraus zu finden. Isildur offensichtlich auch. Sie spürte seine Bereitschaft hart an ihrem Schenkel, als er sie auf dem Tisch absetzte und sich beinahe schon so über sie beugte, als wollte er den Akt vor all ihren Männern vollziehen. Cattie war ja offen für allerlei Experimente, aber sie besaß den Anstand, ihre Jungs nicht unnötig zu quälen und Eifersucht sollte deren Loyalität nicht untergraben. "Nicht hier", raunte sie dem willigen Elfen entgegen. Sollte er sich für ihre kleine Schatzkammer mit dem Bett oder das Schiff entscheiden! Beides befand sich nicht weit weg von hier, so viel würde er sich eben noch gedulden müssen. Das Ergebnis würde ihn letztendlich ohnehin zufrieden stellen. Cattie freute sich bereits auf das Vorspiel, denn es würde sich anders gestalten als Isildur es wohl erwartete.
"Zum Bett also ... ein klassischer Landgänger. Komm mit." Sie stieß sich von der Tischkante ab, tänzelte mit schwingenden Hüften an ihm vorbei und konnte es nicht lassen, ihn mit den Fingerspitzen genau in jener Höhe zu berühren, wo er sich noch zurückhalten musste. Ein vielsagendes Lächeln und das Klimpern dunkler Wimpern deuteten ihm den Weg. Sie führte Isildur zwischen den Fasstischen und ihrer Piratenbande hindurch zum hinteren Teil des Gewölbes. Hier standen einige Regale und zwischen ihnen fand sich ein weiterer Durchgang, den man von der Theke aus nicht hatte sehen können. Die Götter meinten es allerdings gut mit Isildur, denn kein Gang wartete dahinter, sondern steinerne, breite Stufen, die wieder an die Oberfläche führten.
Man gelangte auch hier in eine eher unscheinbar wirkende Bruchbude. Erneut alles Tarnung, das musste Cattie nicht mehr speziell erwähnen. Ein Pirat lümmelte sich hier auf einen zum Sitzsatz umgeformten Leinenbeutel, der wohl mit Stroh oder Reisig gefüllt worden war. Er nickte Cattie zu, als sie sich erkundigte, ob auch alles ruhig sei. Dann gab sie ihm Befehl, die Augen offen zu halten. "Ich werde jetzt ein privates Gespräch mit meinem Gast führen. Ich will in dieser Zeit nicht gestört werden. Wer mich sehen möchte, soll warten!"
"Aye, Cattie", gab der Pirat zurück und grinste, dass man die Lücken in seinem Maul zählen konnte. Offenbar wusste er ganz genau, was es bedeutete, mit dieser Frau ein privates Gespräch zu führen. Sie stolzierte an ihm vorbei und zu einer Tür. Ihr Schritt war sicher, vollkommen frei von Schwanken, obgleich sie doch so viel getrunken hatte. Ob sie auch noch so kämpfen wie gehen konnte?
Der Weg führte ins Freie, jedoch nicht von außen erreichbar. Hier befand sich eine von Hauswänden und hohen Mauern gesäumte Gasse. Eher eine Art Hinterhof und nirgends war ein Zugang auszumachen. "Kannst du mit den Pfoten klettern? Ich verlange dir doch nicht zu viel ab, Elf?" Sie zeigte über sich. Eine Leiter aus rostigem Metall und teilweise mit grüner Patina überzogen war an der oberen Hauswand befestigt. Sie war nicht sonderlich lang, führte auch nicht auf das schräge, mit Ziegel gedeckte Dach hinauf, sondern nur zu einem offenen Fenster im ersten Stock, neben dem die Leiter zielgenau endete. Cattie stelzte zu der gegenüber liegenden Wand, nahm Anlauf und sprang. Sie klammerte sich an die vorletzte Leitersprosse, drückte sich mit den Piratenstiefeln von der Wand ab und erklomm die Leiter. Geschickt wie eine Katze wand sie sich nach oben und schon war sie durch das Fenster im Inneren des Hauses verschwunden.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 24. März 2012, 15:37

Die rauchige Stimme der Piratin machte es den Waldelfen im Wolfsgestalt nicht gerade leicht.
Nicht hier, ja das hatte er gerade noch unterdrücken können. Er trank den Rum, der Krug zitterte in seinen Händen. Sein Körper pulsierte und seine Lenden waren sogar noch schlimmer .
Isildur war nicht schüchtern, auf keinen Fall, aber dieses Wesen in ihm war kurz davor gewesen sie einfach zu nehmen. Sie war willig und der Wolf wollte sie. Lieber jetzt als später.

Der Elf war es gewohnt, dass er nackt durchs Elfenlager lief oder sich vor Fremden so bewegte. Eine Erfahrung, die damals schon Sylcia gemacht hatte. Warum sollte man sich schämen, wenn die Götter einen doch so geschaffen hatten.Und wer eine Schwester wie Myrjala hatte, der musste auch damit rechnen selbst beim Sex gestört und zeitgleich ausgefragt zu werden. Und er konnte sich noch gut daran erinnern, dass sie zich Fragen hatte, warum plötzlich der sonst hängende Ast des Bruders aufrecht stand.
„ weil die Götter es so wollten- das ist eben so“ Konnte dann auch seine genervt und gereizte Antwort sein.
Natürlich war das Thema damit nie beendet und so folgte meist eine Aufklärung, dass es eben beim Mann so ist. Ein Zeichen auch, dass er bereit war sich eine Frau zu suchen und es wichtig für den Akt war.

Dann solltest du dir jetzt auch hier keine Gedanken machen... nun sie wollte ja immerhin nur einen Vorgeschmack... also komm runter. Erst Isabeau retten, dann...
Er sah zu der Frau rüber, ihr Geruch die Sünde pur gerade.
"Zum Bett also ... ein klassischer Landgänger. Komm mit."
„Was?“ den Krug noch am Maul, ließ er ihn sinken. Er sah zu der Tür, wo hinter dem Gang Bryoja und Otis warteten. So hatte er es nicht gedacht. Mit der Hand schlug er sich gegen die Stirn.
Nicht nachgedacht!... verflixt!... ich habe nicht gesagt wann der Dienst folgt und so wie sie drauf war, hätte ich es ahnen müssen. Unvorsich.... Er zuckte zusammen.
Cattie war aufgestanden und an ihm vorbei getreten. Doch ihre Finger berührten etwas nur zu empfindliches gerade. Denn nur weil sich Isildur innerlich gerade ärgerte, so war sein Körper noch nicht wieder routiniert. Ein Schauer durch fuhr seinen Körper. Das Denken verging augenblicklich. Ein leises Auffiepen.
Er schnaufte auf und spürte wie der Wolf die Oberhand haben wollte. Einen Satz und er hätte sie.
Ein Scheppern ließ seinen Kopf zu Boden schnellen. Der Krug war zu Boden gegangen. Scherben und Rum lagen am Boden.
Wann hatte er ihn fallen gelassen? Er sah sich um, wo war Cattie?
Ach da!..na dann...
Sie zwinkerte ihn zu und ihr Lächeln forderte ihn auf ihr zu folgen.
Du hast es angefangen, dann bringe es zu ende...
Er nickte und schob die Scherben mit einem Hinterlauf unter den Tisch. Dann schloss er zu ihr auf.
„ich war eigentlich davon ausgegangen, dass wir es nach der Rettung von Isabeau machen. Bryoja wartet!“ knurrte er sie an. Nicht das er sich jetzt davor drucken wollte.
Er hatte kein schlechtes Gewissen, Bryoja blieb sein Weibchen. Dies war anders.
„Doch ich habe ja keinen Zeitpunkt genannt, nicht?“ Isildur selber wusste, dass sie ihn an der Leine hatte. Sie war ihm an die Ohren gegangen. Verflucht woher wusste die Frau das?
„Und lass meine Ohren da raus“ brummte er noch.
Erst wusste Isildur nicht wohin sie ihn bringen wollte, immerhin gingen sie auf eine Wand und Regale zu, dann konnte er den Durchgang sehen. Eigentlich roch er die andere Luft, noch bevor er den Durchgang sah.
Ah!, hier ist wohl der Haupteingang....gut verborgen..ein Wachposten also
Noch bevor der die Stufen betrat, streckte er den Kopf vor. Seine Ohren stellten sich nach vorne auf, lauschten auf etwas verdächtiges. Seine Nase witterte und teilte ihm mit, dass eine männliche kränkliche Person da oben war. Ebenfalls roch es moderig.Der Geruch von leichter Fäulnis, altem Stroh und Dreck und natürlich die typischen Gerüche von Rumdett.
Sie sprach den Mann an, als der Wolfself hinter sie trat. Das Grinsen des Alten und dessen Bedeutung war sogar Isildur nicht entgangen.
Soso...Gespräche führen, hmm
„Wieso sagst du nicht, dass du Sex hast?“ erkundete sich Isildur nachdem sie die Hütte hinter sich gelassen hatte.
„Er weiß es doch sowieso!“
Der Wolf sah sich so aufmerksam wie möglich um. Zwar mochte er gerade mehr als willig sein aber die Vorsicht würde nicht vergessen. Jedenfalls versuchte er es. Doch mehr als einmal ertappte er sich, wie er den schönen Hüftschwung der Frau vor ihm beäugte.
toller Hintern... Moment, sie torkelt nicht mal... ist das von ihr ein Trick, dass die Männer glauben sie hätten gewonnen bei ihr...oder verträgt sie tatsächlich so viel? Ich habe sie es trinken sehen! Beachtlich!
Die Gase in der sie sich befanden war ohne einen Ausgang. Ein leichtes Gefühl der Beklemmung ergriff den Wolf. Suchend sah er sich um. Eine Leiter führte zu einem Fenster und ins Haus.
"Kannst du mit den Pfoten klettern? Ich verlange dir doch nicht zu viel ab, Elf?"
er sah sich die Leiter an auf die sie zeigte. Isildur lachte auf.
„Klettern liegt mir im Blut“, lachte Isildur auf.
Natürlich war er als Waldelf schon an vielen, für Menschen unerklimbaren Bäumen hinaufgeklettert. Im Geäst der Bäume hatte er dann mit seinem Bogen auf beute gewartet und sich oft kopfüber mit verhakten Beinen runter gelassen.
Und als Wolf war er halbwegs an einer Wand hoch geklettert. Das war als er aus Rodericks Viertel ins Catties Viertel musste. Damals machte ihn die Wunde auf der Brust und am Hinterlauf noch zu schaffen.jetzt sollte es besser klappen.
Cattie hatte jedenfalls keine Probleme.
Sie hat die Geschicklichkeit einer Katze
Isildur selber musste die Wand nicht als Unterstützung nehmen. Selbst mit der Rindenrüstung verfügte er über genügend Bewegungsfreiheit.
Und er war größer als Cattie. Er trat ein paar Schritte weg, begab sich auf alle Vieren und und machte einen aus dem Vierfüsslerstand einen großen Sprung nach oben. Streckte sich komplett durch und griff an die Sprossen. Ebenso wie er es auch bei einem Baum gemacht hätte. Seine Hinterläufe folgten und die ballen seiner Füße landeten statt auf einer Sprosse an der Wand. Der er festen Griff hatte, stellte er seine Füße auf die Leiter und kletterte den kleinen Rest hoch hoch. Sein Herzschlag ging schneller.
Seine Pranken gruben sich an den seitlichen Fensterrahmen, als er endlich oben war. Ein Blick zur Kontrolle, eine Pranke wechselte die Position, war jetzt am inneren Rahmen. Dann folgte der erste Fuß und dann der Rest.
Denke dran, bleibe wachsam.
Aber sein Blut rauschte vor Erregung jetzt schon. Der Wolf riss an seinen Fesseln, wollte das Denken einstellen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Gestalt » Montag 26. März 2012, 14:46

Die furchtlose Cattie erledigte Dinge am liebsten schnell und noch besser sofort, ehe sie ein anderer ihr vor der Nase weg schnappte. So war es mit Aufgaben und Pflichten gleichermaßen wie mit vergnüglichen Dingen. Natürlich zog sie die Letzteren vor, wer machte das nicht? Und so war es nicht ganz unverständlich, dass sie sich erst auf die Gegenleistung festsetzte, bevor sie damit begann wildfremde Frauen und ihre Bälger zu retten.
"Bryoja und Isabeau können warten. Ich rette Otis' Hure noch früh genug, mein Lieber. Aber wer garantiert mir denn, dass du nach der Rettungsaktion noch da bist? Nein, nein, wir spielen das Spiel nach meinen Regeln oder du kannst zu Faldor fahren!" Das waren die letzten Worte, die sie an ihn richtete, ehe sie mit einem vielsagenden Grinsen durch das Fenster im ersten Stock dieses Gebäudes kletterte. Isildur folgte ihr gekonnt. Nicht einmal die Brustverletzung bereitete ihm aktuell noch große Schmerzen. Es zog und ziepte ein paar Mal, aber es war nicht schlimmer als eine Schramme. Die Wunder verheilte gut und wenn sich Bryoja weiterhin so fürsorglich darum kümmerte, wäre es bald vergessen.

Er kletterte in einen Raum, der sich vollkommen von dem unterschied, was Isildur bisher von Rumdett gesehen hatte. Denn dieser Raum war nobel eingerichtet. Man hatte die Wände vertäfelt. Überall hingen schwere Damastvorhänge von den Wänden. Ein großer Gobelin zeigte eine kämpferische Seefahrerbraut mit nacktem Oberkörper. Sie stand auf einem von Wellen umspülten Felsen, das braune Haar flatterte im Wind und unter dem Arm hielt sie eine prall gefüllte Schatztruhe. Man erkannte sofort, dass es sich um Cattie handelte - natürlich in einer sehr heorischen Art und Weise dargestellt. Ob ihre Brüste dem Bildnis glichen? Isildur würde es wohl heraus finden, bei dem, was die Piratin mit ihm vor hatte.
Unter dem Gobelin stand ein Schreibtisch, auf dem sich allerlei Karten stapelten. Ringsum lag das, was Cattie gemeinhin ihren kleinen Schatz nannte. Münzen, kupfern, silbern und golden, formten kleine Türmchen. Schwere Säcke, prall gefüllt, türmten sich ebenso auf. Einige Truhen quollen schon von den Reichtümern darin über. Sie besaß vor allem Schmuck. Perlenketten schienen es der Piratin besonders angetan zu haben. Es gab aber noch allerlei Tand, an dem sich ihr Auge wohl nicht satt sehen konnte. Vor allem allerlei Bücher lagen kreuz und quer im Raum herum. Cattie war also belesen?
Eine Karte mit Sternbildern fand sich neben mehreren Fernrohren. Isildur konnte aber auch eine handgezeichnete Karte Celcias entdecken. Und zwischen all diesen reichen Dingen stand - mitten im türlosen Zimmer - ein gewaltiges Bett. Der Kronleuchter darüber lud zum Schaukeln ein, aber noch interessanter waren die zu Säbel geschnitzten hohen Bettpfosten. Echte Säbel hingen über dem Kopfende des Bettes über Kreuz an der Wand. Das rumdetter Wappen prangerte dort von einem ovalen Schild herunter. Auf dem Bett räkelte sich bereits die Piratin. Sie hatte ihr Hemd noch weiter aufgeknöpft. Es gewährte Einblick auf fleischliche Schätze, die nicht minder prall waren als die gefüllten Truhen. Cattie funkelte Isildur verführerisch entgegen. Sie klopfte auf eine Stelle neben sich. "Komm schon, worauf wartest du noch? Ich will mit dem Wolf rangeln." Sie leckte sich über die Lippen. Jedem war nun wohl klar, was kommen würde. Jedem außer Isildur vielleicht. Er war wachsam, aber entdeckte er auch den kleinen Dolch, den Cattie hinter dem Rücken barg? Jene Klinge, die das eigentliche Spiel erst so richtig einleiten sollte?
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Montag 26. März 2012, 20:57

Er betrat den Raum durch das Fenster und stellte sich wieder senkrecht auf. Es roch stark nach Metallen, Papier, Staub und nach Cattie. Auch den dezenten Duft von Sex konnte er wahrnehmen. Er schüttelte sein Haupt um seinen Kopf frei zu bekommen und sah sich um. Sein Fell war an der schnauze und Rute noch leicht klamm vom Regen, bemerkte er während er sich durch das lange Nackenfell strich.
Dies war also ihre Schatzkammer.
Keine Tür?!
Das war das erste was er bemerkte. Immerhin musste man alle Fluchtmöglichkeiten kennen. Also konnte man diesen Raum nur durch das Fenster betreten. Ob es vielleicht so was wie Geheimtüren gab konnte er nicht wissen, davon wusste der Waldelf zu wenig.
Er bemerkte die vielen kleinen aufgestapelten Münzen. Es waren auch welche von denen dabei, die Bryoja als besonders selten definiert hatte. Tatsächlich sogar sehr viele davon.
Was macht sie damit?...sammelt sie das?
Schmuck und anderes hübsches an Geschmeide konnte er sehen, doch für ihn war es nicht von Interesse. Ob es je ein Mann gewagt hatte, sie zu bestehlen. Seine Schwester Myrjala hätte sich bestimmt an den Perlen bedient, aber nicht aus Böswilligkeit sondern weil ja Cattie so viele hätte und weil sie schön waren. Vermutlich hätten sie sogar das Wertloseste mitgenommen. Isildur interessierte dies weniger.
Die Kette, welche er um den Hals trug war aus irgendwelchen Zähnen und Isildur konnte sie ja nicht abnehmen. Leider hatte Myrjala sie damals ihm umgelegt und machte sich einen Spaß draus ihren Bruder kurzweilig zu dominieren. Er hasste die Kette.
Die Bücher, welche auf dem Tisch lagen erinnerten ihn an Neldor, den Magier ihres Dorfes. Für den Waldelfen war es nur Unnützes, was wohl auch daran lag, dass er nicht lesen und schreiben konnte. Er trat kurz zu dem Tisch, die Karten verstand er jedoch eher. Zwar nicht die Schrift doch was es darstellte. Sein Blick wanderte weiter.
Soll sie das sein?
Er sah sich das Bild an der Wand an, legte den Kopf in den Nacken um die ganze Größe zu erfassen. Eindeutig stellte dies wohl Cattie da. Die Brüste wirkten auf ihn etwas zu übertrieben, aber gerne würde er sich auch eines anderen belehren lassen.
Ein Geräusch von raschelnden Kissen ließ ihn zum Bett blicken. Er mochte zwar diese Art der Schlafgelegenheiten nicht so gerne, aber dies passte zu der Piratin.
Etwas anderes war jedoch von Interesse. Die noch mehr geöffnete Bluse schmeichelte ihren Körper umso mehr. Sie räkelte sich, wie eine Katze und Isildur Blick war von ihr eingenommen. Etwas blitze kurz hinter ihr auf, war aber nicht zu wittern.
Er sah zu der Stelle, legte den Kopf leicht schräg. Fragend hob er eine Augenbraue.
"Komm schon, worauf wartest du noch? Ich will mit dem Wolf rangeln."
Er lies seinen Mantel zu Boden gleiten und packte sein Jagdmesser zu Boden.
Der Wolf winselte in ihm, wollte endlich seinen Hunger stillen. Sie roch so gut. So bereit.
„Rangeln, das werde ich nicht riskieren“ sagte Isildur gezwungen ruhig. Sein Körper begann jetzt schon wieder zu fiebern. Er hatte so oft schon eine erotische Frau gesehen, wieso machte sie ihn so lüsternd?
Verdammt sie wollte das Spiel…
Isildur machte einen Satz. Noch eben vor dem Bett, landete der Wolfelf nun neben sie. Mehr auf allen Vieren, drehte er sich mit dem typischen wölfischen Grinsen zu ihr um.

Seine Ohren waren aufgerichtet und seine Rute erhoben. Seine Schnauze schnupperte an ihrem Bein, wanderte höher. War sie bereit genug?
Den Dolch bemerkte Isildur tatsächlich nicht beziehungsweise hatte ihn das glänzen vergessen. Es wurde sowieso immer schwieriger sein Verlangen zurück zu halten. Er zitterte und bebte vor Anspannung, wachsam und lauernd.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Gestalt » Mittwoch 28. März 2012, 19:00

Wer eine Schnauze besaß, die selbst kleinste Partikel aus der Luft heraus filtern konnte, so wie Isildur, dem würde schnell auffallen, dass man der furchtlosen Cattie nicht gegenüber stehen konnte, ohne einen Hauch von Erotik an ihr wahrzunehmen und zwar nicht nur jenen optischer Natur. Sie roch verführerisch, als wenn ihr Körper stets nur Lockdüfte abgeben würde. Vielleicht besaß sie sogar eine derartige Gabe, ähnlich wie manche Pflanzengattungen, die so Insekten zu sich holten, damit sich der Blütenstaub an ihren Beinen festheften konnte. Möglicherweise war das die Antwort auf die Frage, wie sich eine Frau neben zwei männlichen Piratenanführern so lange halten konnte, ohne aus dem Gewerbe in eine Ecke gedrängt, vergewaltigt und ausgeraubt zu werden. Cattie ließ sich nicht die Kehle aufschlitzen. Sie besaß Raffinesse und so viel Gespür für die piratischen Methoden, dass sie es war, die die Männer in missliche Lagen versetzte.
Eine davon war jetzt jene, in der Isildur steckte. Er brauchte keinerlei Zweifel mehr zu haben. Cattie wollte ihn und sie würde das Spiel bis zum bitteren Ende führen, aber würde es tatsächlich so bitter werden? Bittersüß vielleicht, denn ihren Körper für einige Momente zu haben, konnte doch nichts Schlechtes sein! Es ging hier nur um ein wenig Spaß. Isildur ging dabei keine großen Verpflichtungen ein, im Gegenteil. Cattie würde ihm helfen, nicht umgekehrt. Dass er nach Santros ging, hatte nichts mit seinem Wunsch, Isabeau und ihren Jungen zu retten, zu tun.

Die Piratin beobachtete Isildur vom Bett aus. Sie ließ ihm Zeit, sich umzusehen. Offenbar war ihm das wichtig. Vielleicht suchte er aber auch nur nach einer Fluchtmöglichkeit. Sie grinste. Hatte er Angst, sie könnte ihn beißen? Umgekehrt würde ein Schuh daraus. Tja, Wölfchen, du wirst mit dem Fenster Vorlieb nehmen müssen, einen anderen Ausweg hast du nicht. Sie konnte ein kurzes Kichern nicht unterdrücken und grinste noch breiter, als sie Isildurs langen Blick auf ihr Portrait bemerkte. Ja, das war sie. Natürlich hatte der Künstler übertrieben, aber es war auch direkt nach einer leidenschaftlichen Liebesnacht geschaffen worden. Da war der arme Tölpel noch vollkommen im Rausch gewesen. Cattie fragte sich, was Isildur wohl nach diesem Schäferstündchen anstellen könnte. Ob er sich aufs Dach setzte und einen Mond anheulte, der noch gar nicht aufgegangen war? Oh, das würde sie zu gern sehen. Sie musste ihm die Nacht unvergesslich gestalten. Vielleicht sicherte sie sich dadurch auch seine Loyalität, wie es bei vielen ihrer Jungs schon der Fall gewesen war.
Sie lockte ihn, indem sie Haut zeigte - mehr Haut noch als bisher. Sie gewährte Isildur einen großzügigen Einblick in ihre Bluse, ohne zu viel zu offenbaren. Es war gerade die richtige Menge, um es noch anziehender werden zu lassen, denn erotisch waren zumeist jene Teile, die man nicht sah. Und Cattie wusste bis auf den Millimeter genau, wieviel sie zeigen musste, um eine solche Wirkung zu erzielen.

Endlich legte Isildur seinen Mantel ab. Cattie begutachtete ihn in seiner vollen Pracht. Für einen Wolf sah er überaus schmackhaft aus. Sein Fell wirkte nicht verfolzt, es glänzte silbern, als hätte man ihn mit Mondlicht überschüttet. Hauchdünn zeichneten sich seine Muskeln darunter ab. Dies war jener Teil, der an ihm erotisch war, denn der Wolfself trug keine halb verhüllende Kleidung - nur diesen Rüstungspanzer.
"Leg den auch noch ab. Damit lasse ich dich nicht zu mir ins Bett", raunte Cattie, die allen anderen Grund als Bequemlichkeit hatte. Nein, ein solcher Panzer behinderte sie, sein Fleisch zu treffen. Ihre Finger schlossen sich enger um den hinter dem Rücken verborgenen Dolch. Derweil war ihr Wolf aufs Bett gesprungen, kauerte dort nun auf allen Vieren, sog ihren Duft ein. Sie streckte ihr Bein aus, legte es ihm auf den Rücken. Mit den Zehen strich sie durch sein Fell. Ihre Augen funkelten verheißungsvoll. Die Lider senkten sich etwas, um das Leuchten hinter einem Schleier aus langen Wimpern zu verbergen. Und dann packte sie Isildur am Verband, der sich über seine Brust legte. Sie zog ihn dicht an sich heran. Ihre Wange streifte seine Schnauze. Sinnlich schob sie sich zu seinem Ohr vor, wisperte: "Entere mein Schiff und bring es in den Hafen, aber hüte dich vor dem Sturm." Sie kicherte über ihre Worte, lehnte sich in das große Kissen zurück und knöpfte mit der freien Hand ihre Bluse auf. Der Schatz der Piratin war überwältigend. Vielleicht nicht groß, aber schön und wohlgeformt. Dass sie erregt war, sah man ihr an. Das Spiel wurde ernst. Sie winkte Isildur, noch dichter heran zu kommen. Ihr Bein schlang sich jetzt enger um ihn. Ihre Atmung ging schneller ... oder spielte sie noch immer?
"Leg dich hin, schließ die Augen. Ich habe eine Überraschung für dich." Sie war gewillt, den Dolch just in diesem Augenblick zu ziehen. Unter großer Selbstbeherrschung hielt sie sich zurück, konnte es aber nicht mehr lange aushalten. Hoffentlich gehorchte der Wolf und gab seinen Instinkten nach.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Mittwoch 28. März 2012, 22:19

Der Mantel war zu Boden gegangen, während er seine Sinne und seinen Geist auf die kommende Situation gefasst machte.
Er hörte Cattie wie sie kicherte, konnte ihrer Musterung ohne Probleme standhalten. Gerade wollte er zu ihr, da machte sie ihn auf etwas aufmerksam.
"Leg den auch noch ab. Damit lasse ich dich nicht zu mir ins Bett"
hättest selber drauf kommen können
schollt der Waldelf sich. Er trug noch Rüstung und damit war es nicht besonders bequem im Bett. Selbst wenn er sie fast vergessen hatte. Er löste die Rüstung mehr schlecht als recht. Hatte er die Knoten gemacht?
Der eine Knoten war zu fest, es dauerte etwas bis er es endlich geschafft hatte. So wie die Rüstung fiel, so hatte er das Gefühl befreite er das Tier mehr und mehr. Die Gier nach der Frau.
Er schüttelte sein Fell kräftig, so war kein Hindernis mehr da. Nur noch eine angenehme Freiheit.
„besser“ murmelte er mehr zu sich als zu ihr.
Dann war er bei ihr. Seine Nase witterte die Bereitschaft und sein Körper war angespannt. Sie lockte ihn, ihr Bein landete auf seinen Rücken. Ihre Zehen zupften an sein Fell. Kleine Schauer tanzten über die haut. Seine Pranke griff nach ihren Bein, kratzten leicht darüber, aufwärts.
Ein blitzen in ihren Augen, schon hatte sie Isildurs Verband gepackt und riss ihn zu sich. Ein überraschtes Aufkeuchen seinerseits, dann spürte er sie. Nah, sehr nah an seiner Brust. Ihre Wange hatte seine Schnauze gestriffen und er roch ihr Haar. Die Frau roch von Kopf bis zum Fuß nach Sex.
Er vergrub für einen Moment seine Schnauze in ihrem Haar. Die Berührung, wenn sie sich an seinen Körper hin zu seinem Ohr schob, war gekonnt. Eine Pranke zuckte von Isildur, Ihr Stimme wieder nah an seinem Ohr. Dieses zuckte nervös.
"Entere mein Schiff und bring es in den Hafen, aber hüte dich vor dem Sturm."
Die Worte gaben nicht wirklich sinn für den Waldelfen, aber er verstand worum es ging.
Sie will erobert werden
doch es schwang irgendetwas mit, dass konnte er merken. Nur wo die Gefahr war, wusste er nicht. Der Wolf riss weiter, war die Fesseln fast am sprengen. Mehr als etwas regte sich bei Isildur.
Sie ließ sich in die Kissen fallen, öffnete mehr die Bluse, Isildur griff nach ihre Hand riss mit einer Pranke die Schnürung komplett kaputt.
Er konnte ihre Anspannung riechen und ihre Herzschlag hören. Seiner war nicht minder schnell.
Seine Schnauze fuhr über ihre warme Haut, während eine Pranke ihre Hand an die Seite wegdrückte und die andere mit einer Kralle über ihre Haut kratzte. Über die Rundungen, welche so viele Menschen schon zum Trottel gemacht hatten. Immer etwas zittrig, was die Anstrengung zeigte, die Isildur brauchte um sie nicht gewaltsam zu nehmen. Trotzdem drückte er sich zwischen ihre Schenkel. Wollte ihre Nähe für sich. Sein heißes Atmen auf ihrer Haut, leckte er ihr über die Brust.
Jeder Atemzug von ihr machte ihn drängender. Ihre Anspannung und Erregung steckten auch Isildur an. Sein Denken wurde wie bei jedem Mann, wenn er dem Trieb nachgab, verdrängt. Doch hier war wirklich auch ein Tier.
Dann riss die Fessel. Das Tier kam durch. Der Griff wurde augenblicklich etwas Stärker und er biss zu. Nicht zum Reißen aber spürbar.
Welches sich gestört fühlte durch den Stoff ihrer Hose. Die Krallen rissen über die Hose, wollte das Hindernis beseitigen.
Isildur spürte alles so intensiv, aber auch irgendwie fremd.
Ihre Stimme drang wie in Nebel zu ihm durch.
Halt!!!!! hör auf!
Der Waldelf sah sie an, es war so schwer sich zurück zu halten. Sein Körper wollte nicht. Seine Lenden standen in Flammen, so wie seine Männlichkeit.
Aber da war etwas in der Stimme bei ihr. Irgendetwas was nicht passte. Eine seltsame Irritation.
Frauen hatten meist irgendetwas vor, dass war immerhin nicht das erste mal das isildur mit einer Wildkatzte ringte. Zwar waren es immer Elfen geween, aber Frau blieb Frau.
Isildur griff die Leine wieder, zerrte den Wolf und sich mühselig zurück.
„was!“ Brachte er bemüht beherrscht zurück, blickte sie mit schräg gelegten Kopf an. Wo war eigentlich die andere Hand von ihr?
Er griff nach ihren versteckten Arm.
„Was wird das?“ knurrte er düster.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Gestalt » Samstag 31. März 2012, 01:13

Isildur hatte vollkommen richtig verstanden, obgleich er wohl mit der Seefahrer-Metapher nicht viel anfangen konnte. Dass Cattie aber weiterhin ein Spiel aus ihrem Stelldichein machen wollte, blieb ohne Zweifel. Sie war keine Frau, die sich mit einem Einverständnis und dann romantischem Geplänkel zufrieden gab. Bei ihr zählten Männer nur als Ganzes, wenn sie eroberten und ihr ein Vorspiel bescherten, das sie nicht mehr vergaß. Isildurs Erscheinung sorgte dabei für den nötigen Anreiz, aber einen Wolf im Bett zu haben, reichte allein nicht aus. Jedenfalls nicht, solange sie sich nicht davon überzeugt hatte, dass das Wölfische über die Optik hinaus ging. Bislang hielt sich ihr jüngster Fang aber überraschend gut. Sie hatte schon Schlimmere eingeladen, dann allerdings auch eiskalt abgewiesen. Man gab sich schließlich nicht mit allem ab, ein paar Forderungen stellte Frau dann schon. Isildur erfüllte aber höchstwahrscheinlich seinen Zweck. Er stank nicht einmal aus dem Maul, was der Piratin auffiel, als sie sich zu ihm vorlehnte, um ihm verheißungsvoll ins Ohr zu raunen. Cattie wurde nicht enttäuscht. Jauchzend lachte sie auf, als sich Isildur darum kümmerte, sie aus ihrer Kleidung zu befreien. Welch ein Prachtkörper da vor ihm lag. Es war kein Gramm zu viel an der jungen Frau, die Haut zeigte sich größtenteils frei von Narben, war straff und besaß trotzdem diesen weiblich sanften Schimmer. Ein Duft strömte von ihr aus, den Isildurs Schnauze sofort in zwei Grundkategorien filtern konnte: Lust und eine salzige laue Prise des Meeres. Zusammen ergab das eine überaus stürmische Mischung. Beinahe ebenso stürmisch wie seine Handlungen, als er mit der Pranke doch glatt ihre Unterkleidung zerriss. Selbst die Wäsche aus feiner Spitze - welch ein Geschmack für eine Piratin ihres Schlages! - riss es auseinander. Cattie geizte auch zentral nicht mit ihren Reizen, besaß sie doch an überaus intimer Stelle einen frechen, kleinen Totenschädel mit Augenklappe. Wer ihr den wohl unter die Haut gestochen haben mochte?
"Ich kann ihn zum Reden bringen. Willst du es sehen?" Sie zwinkerte Isildur zu, hob keck ihr Becken an und tatsächlich entstand die Illusion, dass der Schädel sich regte. Aber Cattie wollte nicht länger so weiterspielen. Es sollte endlich zur Sache gehen. Was bisher hier in ihrem Bett ablief, war reines Geplänkel. Sie wollte Isildurs Feuer lediglich weit genug entfachen, dass er für das wirkliche Spielchen gewappnet genug war. Denn ohne die nötige Portion Nervenkitzel kam die furchtlose Cattie schon längst nicht mehr in Fahrt. Zu dumm nur, dass der Waldelf langsam aber sicher Lunte gerochen hatte. Denn auch wenn seine Schnauze die hauchdünne Spur der metallischen Klinge derzeit nicht so wahrnahm wie sie sollte, bemerkte er instinktiv, dass etwas faul war. Ihm fiel auf, dass Cattie eine Hand hinter dem Rücken verborgen hielt. Sofort packte er danach, verlangte eine Erklärung. Cattie blinzelte nicht einmal. Lediglich ihre tiefbraunen Augen verengten sich etwas. Anstatt ihm zu antworten fuhr der verborgene Arm vor, zeigte die Klinge. Natürlich erreichte Cattie auf diese Weise nicht Isildurs Kehle, er hielt schließlich ihren Arm fest. "Nicht schlecht", lobte sie ihn. "Jeden anderen hätte ich vermutlich gleich aufschlitzen können. Du bist wahrlich eine Nacht wert." Sie ließ den Dolch aufs Laken fallen, deutete mit einem Wink ihrer Brauen auf die Waffe. "Keine Sorge, es war nur ein Test. Ich hätte dich schon nicht verletzt, aber wenn du mir nicht traust: nur zu." Ihr Stimme nahm wieder diesen rauchig fordernden Unterton an, der so manchem Kerl eine Gänsehaut verpassen konnte. "Bedroh mich!", forderte sie den Wolf auf.
Derweil schlang sich ihr anderes Bein um den wölfischen Leib. Sie hatte Isildur in einer Klammer, die sie nun deutlich enger formte. Zwangsläufig pressten sich ihre Becken aneinander. Warm und einladend nahm Cattie ihren Gespielen in Empfang. Sie drückte den Rücken durch, präsentierte dadurch ihre körperlichen Reize nur noch mehr. Ein Stöhnen glitt aus der winzigen Öffnung, zu der sich ihr Mund geformt hatte. Weiche Lippen glänzten, weil zuvor noch befeuchtet, um auch hier nach etwas zu fordern. Sie wäre doch glatt bereit, den Wolfsmann zu küssen und zwar nicht nur seitlich auf die Schnauze. In ihre Augen trat ein Glitzern, die dunklen Wimpern senkten sich verführerisch.
Ihre Mundwinkel kräuselten sich zu einem Lächeln. "Bestätige meine Vermutung, dass es mit dir nicht langweilig wird. Ich hatte nie zuvor einen vom Volk der Elfen. Zeig doch mal, ob du besser als ein Mensch bist." Cattie war erfahren. Ihr Körper bewegte sich in harmonischem Einklang und wenn Isildur auch nur ansatzweise etwas mit den menschlichen Vertretern des männlichen Geschlechts gemein hatte, würde er ihr nicht länger widerstehen können - Dolch hin oder her, hier gab sich ihm eine wunderschöne, exotische Piratin hin! Sie wusste, sich zu bewegen, um die Lust noch mehr zu entfachen und selbst jetzt schien sie mit jeder noch so kleinen Bewegung ihren Körper ins richtige Licht rücken zu können. Ihre freie Hand suchte Halt in Isildurs Nacken, flauschte dort durch das Fell, während ihre Atmung immer schneller ging. Auch wenn diese Frau auf den großen Gewässern Celcias aufgewachsen war und die See ihr Element sein sollte: sie besaß schlichtweg das Feuer einer Göttin.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 31. März 2012, 19:36

Sie zog die Hand mit dem Dolch hervor. Isildur sah sie scharf an.
"ach und ich wäre tot, wenn ich deinen Test nicht bestanden hätte?" knurrte er sichtlich beherrscht sie an.
Wut machte sich in ihm breit, dass sie ihn so testen wollte. Es war schon schwer genug, dass Tier in sich zu halten. Und diese Frau hätte ihn , wenn er nicht klug genug wäre, auch noch angegriffen. Seine Pranke schloss sich enger um ihren Arm.
"ich bin kein Spielzeug... es ist vorbei!" gefletschte Zähne, dann ließ er sie los. Wandte sich von ihr ab. War im Inbegriff dies ganze abzubrechen. Für Isildur war ihr Stelldichein beendet und er zeigte ihr nur zu gut, dass er darauf keine Lust hatte.
Sollte sie andere verarschen, er hatte größere Sorgen und Isabeau würde er auch irgendwie retten können. Er war Alpha und nicht einer ihrer dummen Kerle.
Seine Pranke griff gerade nach ihren Bein, da schlang sie ihr anderes um ihn. Der Klammergriff war gekonnte und ihre Reize waren so oder so nicht zu verachten. Einen Moment zu lange zögerte er daraufhin. Diesen Moment hatte die Piratin wohl genutzt. Zwar wollte Isildur nicht und sein Fell sträubte sich mit einem Knurren, doch die Bewegung des Beckens ließen ihn alles vergessen. Die Zügen glätteten sich und ein Stöhnen entrann seiner Kehle. Verflucht war es ein Mann zu sein, denn seine Männlichkeit sprach auf sie voll an..
Isildur ließ los.
Die Leine, die das Tier hielt.
Noch eben am Sträuben, griff er nach der Frau. Der Blick eines Tieres in seinen Augen. Passte sich hart ihr an, Krallen fuhren über ihre Haut. Kratzen über ihren Rücken zu ihrem wohlgeformten Hintern. Isildur war Mann genug, dass er auf ihren gekonnten Bewegungen reagierte und Tier genug, dass es jetzt alles wollte. Er drückte sie in die Kissen, sein Gewicht auf ihren Becken. Sich mit ihr zu vereinigen war gerade höchstes Ziel.. Seine Schnauze drückte sich kurz an ihre Kehle. Zuneigung bekunden. Eine Hand von ihr hielt er noch immer umschlungen, während er mit schwer atmend seine Pranke in ihr Bett schlug. Die zweite folgte ebenfalls. Sein Rücken drückte sich durch, ihr entgegen. Er suchte Halt, etwas was ihn nicht vollkommen die Beherrschung verlieren ließ.
Würde sie sich wehren, würde er jetzt gegenhalten. Cattie hatte es geschafft, der Wolf war frei.
Isildur selber, spürte alles, weil es irgendwie doch noch war- aber alles war auf einen Instinkt jetzt hinaus. Die Paarung. Ihren Rhythmus als Antrieb machte sich mehr und mehr sein Rhythmus klar. Wild und hart, ohne Reue und ohne Gedanken an morgen. Nur der Trieb selbst.
Wieder hatten sich Wolf und Elf zusammen verschmolzen, so wie draußen im Kampf mit Atka. Der Elf hatte sich länger zurückhalten können, aber diese Frau hätte so oder so ihren Willen bekommen.
Jeder Atemzug war ein tiefes Grollen und Keuchen. Drückte seinen Kopf an ihre Brüste und biss ihr kurz vorm Ziel in die Schulter Wollte sie instinktiv von einer Flucht zurückhalten.. Wenn man bedachte, wie wild er sonst war, schien er sich doch noch so weit im Griff zu haben, sie nicht ernsthaft zu verletzen. Aber merken würde sie es.
Dann riss er den kopf in den Nacken,
"Arrrrrwoooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!"
ein Heulen voller Freiheit.
Hoffentlich würde isildur dies nicht im späteren bereuen, jetzt war es ihm ziemlich egal.
Elf und Wolf fanden Frieden beim gemeinsamen Akt mit einer Alpha.
Eine ebenbürtige Frau.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Gestalt » Sonntag 1. April 2012, 10:08

"Bei einer skrupellosen Hure vielleicht, nicht bei mir. Es war ein Test, Elf. Nichts weiter." Cattie würde niemals jemanden töten, der sich so bereitwillig ihrem Willen hingab, ihr gefolgt war und nun eigentlich nur ein wenig mit ihr die Zeit vertreiben wollte. Sie war keine Mörderin. Sie tötete nur beim Entern von Schiffen oder wenn jemand sie übers Ohr gehauen hatte oder wenn ein Kerl so ganz und gar nicht nach ihren Regeln spielte oder wenn die Dirne vom Hafen eine Konkurrenz darstellte. Aber das waren natürlich alles vollkommen andere Situationen! Ausnahmen, bei denen ein kleiner Schnitt mit dem Messer gerechtfertigt war. So sah es die Piratin. Aber Isildur wollte sie nicht töten. Mit ihm hatte sie ganz andere Pläne und das auch noch dann, als er sich verärgert abwandte. Er wollte nicht ihr Spielzeug sein - tja, zu schade, dass Cattie das bereits anders sah. Und ihrem Körper gelang es, den wölfischen Gast umzustimmen. Belohnt wurde sie mit berauschenden Momenten voller Lust und Ekstase, mit stürmischer Leidenschaft, die sie bei so manchem Liebhaber unter den Rumdettern mehr als vermisste. Ja, sie hatte ein gutes Händchen bei der Wahl von Isildur gehabt und was er ihr jetzt schenkte, war der Lohn für ihre Menschenkenntnis.
Es war Atem beraubend, was dieser Mann mit ihr anstellte und es fühlte sich sehr gut an. Cattie mochte es animalisch. Mit Isildur hatte sie da wohl voll ins Schwarze getroffen. Er schien kein sonderlicher Redner zu sein, ein wenig grimmig, aber sein Potenzial zeigte sich eben bei anderen Dingen. Sie grinste. Diese Dinge gefielen ihr und das konnte der Elf im Wolfspelz auch nur allzu deutlich hören. Cattie hielt sich nicht zurück. Wenn sie konnte, packte sie Isildur, wo immer sie ihn erwischte. Auch sie geizte nicht mit spielerischen Bissen und Kratzern. Diejenigen, die der Wolf ihr zufügte, würden allerdings ein wenig länger zu sehen sein. Als er etwas fester als der typische Mann zubiss, keuchte Cattie kurz auf. Sie riss die Augen auf, unterdrückte den Schmerzensschrei und ... war anschließend ohnehin abgelenkt. Während Isildur sich in seinen Höhepunkt reckte und ein begeistertes Jaulen von sich gab, lag Cattie ganz ruhig, betrachtete ihn mit einer Mischung aus Überraschung und Faszination und vergaß darüber hinaus ihren eigenen Siedepunkt an Glücksgefühlen.

Dann war es vorbei. Die Erschöpfung hatte wohl beide eingeholt und wäre jetzt eine Frau mit Dolch in der Nähe, sie hätte ein ungehindertes Blutbad anrichten können. Cattie kraulte Isildur abwechselnd im Nacken und hinter dem rechten Ohr. Sie hatte sich an sein Fell gekuschelt, als wäre er ein riesige, flauschige Puppe, die man mit Stroh füllte und kleinen Mädchen zum Spielen überreichte. Die Piratin hatte sich nicht die Mühe gemacht, ihre zerfetzten Kleidungsstück wieder anzuziehen. Ob sie später nackt aus dem Fenster klettern würde? Viel konnten ihre Sachen nun nicht mehr bedecken, aber derzeit dachte sie nicht darüber nach. Noch genoss sie die Nachwirkungen der letzten Momente. Welch ein Spaß! Bald würde sie sich mit der Arbeit hierzu beschäftigen müssen, denn was sie und Isildur gerade miteinander geteilt hatten, war quasi die Auszahlung für die Rettung von Isabeau und ihrem Sohn.
"Ich halte mein Wort, auch wenn es für Piraten unüblich ist. Aber auf mich kannst du dich verlassen." Cattie machte eine Pause, in der sie sich noch etwas enger an den Wolf schmiegte. Plötzlich murmelte sie: "Übrigens, ich hatte eigentlich erwartet, dass du silberne Haare als Elf besitzt. Warum braun? Warum nur diese wenigen Silbersträhnen? Na, wenigstens deine Augen haben gleich geleuchtet." Sie kicherte gegen seinen Pelz. "Die ganzen Tätowierungen sieht man unter dem Wolfsfell gar nicht richtig." Mit einem Gähnen der absoluten Glückseligkeit verfiel sie wieder in Schweigen.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 1. April 2012, 17:17

Eine ruhige Trägheit und ein wolliges Gefühl war in Isildur. Sein Körper füllte sich erschöpft und doch auch sehr gut an. Es war intensiv gewesen. Intensiver als sonst, Isildur vermochte dies nicht zu sagen. Er hatte die Augen halb geschlossen, döste vor sich hin.
Der Raum roch nach Tier und Sex, aber es war nichts beunruhigendes. Schweiß, salz und eine Spur Blut.
Sein Herzschlag ging regelmäßig und er lauschte auf den Herzschlag von der Piratin neben sich. Ihr warmer Körper war dem seinen recht nah, während sich beide von der Anstrengung erholten. Er zog sie an sich, strich jetzt sanft mit einer Kralle über ihren Arm. Hinauf und hinunter. Ein genüssliches Stöhnen als sie sein rechtes Ohr kraulte, er reckte sich der Hand entgegen. Es hatte ihr gefallen, dass konnte er sich noch entsinnen. Doch es wirkte jetzt irgendwie fast surreal. Er brummte nur kurz, als sie ihre Stimme erhob.
Es war gut dass sie ihr Versprechen hielt. Sie war eine Frau von Ehre, selbst wo sie eine Piratin war. Doch jetzt war es Isildur recht egal, selbst wenn sie gesagt hätte, dass sie ihn reingelegt hätte, so hätte er nicht reagieren wollen.,
Er zog sie näher zu sich, spürte die Kühle von draußen, als die Hitze verebbte. Sein Fell war dich genug und sie trug nichts mehr am Leib. Er würde sie wärmen.
Er öffnete kurz die Augen, sah auf sie runter. Ja, eindeutig hatte sie sich mit einem Tier gerauft. Was wohl ihre Leute sagen würden, dass sie sich mit einem Wolf einließ.
Er grinste ein wenig frech, hatte er doch alles sehr genossen.
Er regte seine Schnauze etwas um seine Zunge über die Stelle auf der Schulter gleiten zu lassen. Säuberte den Biss, den er ihr selber zugeführt hatte. Strich sanft mit der Hand darüber.
War ich das?

"Übrigens, ich hatte eigentlich erwartet, dass du silberne Haare als Elf besitzt. Warum braun? Warum nur diese wenigen Silbersträhnen? Na, wenigstens deine Augen haben gleich geleuchtet."
Gerade wieder dabei wieder die Augen zu schließen, schien die Wirkung der Worte etwas länger zu brauchen.
Natürlich habe ich brau….Moment! er riss überrascht die Augen auf, hörte wie sie kicherte und noch etwas anderes sagte.
"Was?”
Er musste sich verhört haben, oder?
“Wiederhole das noch Mal” seine Stimme heißer vom Heulen, verstand man wohl erst fast überhaupt nicht.
Er griff sie an den Schultern, drückte sie so weg, dass er sie ansehen konnte.
“Cattie, es ist wichtig! Was hast du gesagt… woher weißt du das?..das ich…braune Haare und silberne Strähnen habe und Tätowierungen?” Er ließ sie los, sah auf seine Hände. Feines silbernes Fell sah er, spürte so gar seine Rute wie sie jetzt aufgeregt hin und her schlug. Er war wieder Wolf, aber sie musste etwas mitbekommen haben. Er hatte sich wohl kurz verwandelt.
Nein jetzt war es wieder wie zuvor. Doch das konnte doch nur heißen…
Aber wann…wodurch?
Er richte sich auf, eine Pranke am Kopf strich er sich über den Nacken. Blickte an sich herunter, als erhoffte er sich etwas.
“Verdammt” donnerte er und schlug etwas kraftlos auf das Bett.
Aber es waren immer Schmerzen gewesen! Immer!…was war anders? Liegt es an ihr? er sah zu ihr rüber, schüttelte dann wortlos den Kopf.
Ein Seufzen.
Ich werde nichts ändern können…oder? Soll ich es probieren? Ich bin jetzt noch erschöpft, aber vielleicht klappt es..das ist Wahnsinn, nein…
Er ließ sich wieder in die Kissen fallen, schaute sie an. Er hatte mit ihr geteilt, was sonst nur seine Schwestern kannten. Eine Verwandlung. Aber eine die ohne Schmerz gewesen war. Es war also möglich, doch nie war es beim Sex passiert. Nie! Immer nur Schmerzen!
“ich bin Waldelf, wir haben braune Haare. Ich mag Tätowierungen, kann nicht genug bekommen…oder konnte…und silberne Strähnen entstehen bei jeder Verwandlung” er zählte er ihr knapp. Was sollte er auch verbergen, sie hatte es gesehen.
“Elf ist meine Gestalt durch Geburt, dies ist … sollte nicht so sein...wie hast du das gemacht?”

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 5. April 2012, 14:27

Die furchtlose Cattie genoss die Nähe zum Wolf. Er strahlte Wärme aus und sein Fell war recht flauschig, auch wenn er das sicherlich nur ungern gehört hätte. Aber er würde sie auf diese Weise wärmen können, so dass sie keine Decke benötigte. Sie lag immer noch nackt an ihn geschmiegt, döste wie er, murmelte nur ein paar Sätze, um die Stille zu durchbrechen, die zuvor von ihren Lauten erfüllt gewesen war. Jetzt wirkte alles so friedlich. Nicht einmal das stinkende und durchtriebene Rumdett, jenseits des Fensters, konnte diese Idylle stören. Jedenfalls für eine Weile nicht, aber das brauchte es auch gar nicht. Cattie selbst war es, die mit ihren Worten die Unruhe weckte. Dabei hatte sie nur aus Interesse gefragt, denn sie hatte Isildur in Elfengestalt gesehen - seine Haare, die pelzlose Haut, die hohen Wangenknochen und spitzen Elfenohren. All diese Züge, welche so deutlich für das schöne Volk Celcias sprachen. Sie hatte es gesehen und von niemandem würde sie sich hierbei beirren lassen.
"Hörst du schlecht? Ich sagte, mich wundert's, dass du braunes Haar hast, wenn du ein Elf bist. Ist übrigens sehr interessant. Ich habe nicht erwartet, dass du dich verwandelst. Wolltest das Ganze wohl noch reizvoller gestalten, aber ich muss dich loben. Ich habe es sehr genossen." Sie spielte mit einem kleinen Fellbüschel, das etwas vorwitzig abstand. Sie ahnte ja nicht, was sie mit ihren Worten tatsächlich ausgelöst hatte. Erst als Isildur geradezu übereifrig nachhakte und die Wichtigkeit ihrer Antworten beteuerte, schwante der Piratin, dass sie wohl bedeutsam waren. In allen anderen Fällen hätte sie jetzt für die Bezahlung ihrer Informationen verlangt, aber der Wolfself hatte ihr bereits deutlich gemacht, dass er vollkommen besitzlos war. Das einzige, was er ihr hatte bieten können, hatten sie beide frisch hinter sich gebracht und in so kurzer Zeit erneut dieser Leidenschaft zu frönen, wäre selbst für jemanden wie Cattie dann eher anstrengend. Also verzichtete sie ausnahmsweise einmal auf eine Entlohnung. Sie glaubte nicht, dass Isildur ihre Großzügigkeit ausplauderte. Er wirkte viel zu aufgeregt, um sich dieses Wissen zunutze zu machen.
"Ich habe es gesehen, gerade eben." Cattie richtete sich im Bett auf. Das Licht zauberte verführerische Schatten auf ihre Haut, die die Konturen stärker hervor hoben. Ich hab die Augen geöffnet, als du zu Jaulen begonnen hast. War schon etwas ... lustig. Aber dann wurde ich eher von deinem Anblick überrascht. Stattlich, das muss ich zugeben. Die Tätowierungen, wer hat die gemacht? Sie sehen toll aus. Vielleicht könnte ich mir ein paar Ähnliche um die Wade stechen lassen." Sie sinnierte bereits darüber, welchen Effekt ein weiteres Hautbild haben mochte, vor allem, wenn sie eines dieser seitlich geschlitzten Piratenkleider tragen würde und das tätowierte Bein angewinkelt auf einem Fass abstellte. Bei dem Gedanken grinste sie verschwörerisch in sich hinein.
"Ich habe übrigens nichts damit zu tun. Ich hab nichts gemacht ... jedenfalls nicht, von dem ich wüsste, dass sich Wölfe in Elfen verwandeln. Aber vielleicht sollten wir wiederholen, was hier eben geschehen ist und ausprobieren, ob es daran lag." Sie beugte sich vor, kniff Isildur spielerisch in sein jetzt wieder wölfisches Ohr und war nun wohl doch zu einer weiteren Runde bereit, als ...

"ISILDUR! Wo stecks du denn?! Wie lange sollen wir noch warten?" Das war Bryojas Stimme. Sie musste ganz in der Nähe sein. Tatsächlich befand sie sich fernab der Mauer, die die Gasse unten umschloss. Sie stand auf dem Pflaster und es war ihr egal, dass die Piraten ihr bereits verwirrte Blicke zuwarfen und kleine Scherze über einen entlaufenen Hund oder einen ängstlichen Liebhaber machten - bei dem Prachtweib, das sicherlich auch nicht ohne Axt ins Bett kam. Otis hockte da eher gelangweilt lässig auf einem vor dem Haus abgestellten, leeren Fass. Er ließ es ein wenig schaukeln und vertrieb sich so die Zeit. Beide hatten jetzt bestimmt schon eine gute halbe Stunde auf ihren Gefährten gewartet. Was konnte so wichtig sein, dass es so viel Zeit in Anspruch nahm?
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Samstag 7. April 2012, 11:23

"Hörst du schlecht? Ich sagte, mich wundert's, dass du braunes Haar hast, wenn du ein Elf bist. Ist übrigens sehr interessant. Ich habe nicht erwartet, dass du dich verwandelst. Wolltest das Ganze wohl noch reizvoller gestalten, aber ich muss dich loben. Ich habe es sehr genossen."
Ihre Antwort hatte einen gewissen Unterton. Man hörte es raus, dass sie jetzt wohl an seinen Ohren zweifelte. Isildur hielt beruhigend eine Hand hoch.
Wie sollte er klarmachen, dass er es selber wirklich nicht glauben wollte. Er hatte sich scheinbar verwandelt, aber nicht wie er es sonst machte, sondern anders. Und vor einer Fremden. Er hatte nie vorgehabt sich vor einen Menschen zu wandeln. Die Gefahr, dass ihm dies zum Verhängnis wurde, war immer zu groß. Er wäre ein leichtes Opfer. Meist war er nach einer Wandlung so außer gefecht, dass er einen Moment brauchte. Geschweige während der Wandlung hilflos.
Doch die Schwere in seinen Knochen jetzt, die würde er nicht einer Verwandlung zuordnen, sondern einfach dem Akt an sich.
Ihre Worte ließen ihn nur noch mehr grübeln.
„Ich hab die Augen geöffnet, als du zu Jaulen begonnen hast. War schon etwas ... lustig. Aber dann wurde ich eher von deinem Anblick überrascht. Stattlich, das muss ich zugeben. Die Tätowierungen, wer hat die gemacht? Sie sehen toll aus. Vielleicht könnte ich mir ein paar Ähnliche um die Wade stechen lassen."
beim Höhepunkt, kurz darauf....aber wieso?... heißt das, es klappte dann auch so....warum bin ich dann jetzt wieder ein Wolf...verdammt, was ist, wenn ich nur noch Elf werde, wenn ich den Punkt zwischen Hochpunkt und Erschöpfung erreiche
Sie zupfte an etwas Fell von ihm und auch wenn er erschöpft war, so ließ es ihn trotzdem wieder einen kleinen wohligen Seufzer entlocken. Er betrachtet die Frau, die ihn eben eine schöne Zeit eingebracht hatte. Seine Finger glitten an ihrer Haut lang, zeichneten die Schatten nach, welche das Licht auf ihrer Haut warf. Nachdenklich!

also mitten dabei... ich kann mich an mein Jaulen erinnern, aber dann ist es wie eine Leere... ich versuch durch Meditation und Rauchwerk die Verwandlung zu erleichtern und es passiert mir beim Sex.... was soll ich davon halten.... ob es daran lag, habe ich es immer falsch gemacht?
Seine Gedanken waren weit weg, versuchten immer wieder die Sache zu rekonstruieren.
Er seufzte, schüttelte beklommen den Kopf.
Du machst dich damit verrückt...das bringt nicht, du wirst es austesten müssen
Er versuchte ein Lächeln, während er sie ansah. Sie hatte den Wolf zum Elfen gemacht und doch scheinbar nicht.
„die Tätowierung kommt aus meinen Dorf... wir machen sie selber“ Er richtete sich jetzt doch auf, rieb sich über den Nacken.
„ Dir würden sie stehen, so was steht nicht jeder Frau....Aber auch wenn du nicht weißt, wie du diese Wandlung bei mir vollbracht hast, hast du mir etwas gegeben...und zwar Hoffnung, dass es möglich ist, sich wieder in einen Elfen zu verwandeln, wenn ich auch nicht weiß wie....aber vielleicht liegt beim Sex das Geheimnis.
„...Aber vielleicht sollten wir wiederholen, was hier eben geschehen ist und ausprobieren, ob es daran lag."
Sie kniff in sein Ohr, er zuckte zurück. Der Gedanke war Isildur auch schon gekommen. Er fühlte sich zwar noch erschöpft, doch die Ohren blieben nun mal sein Schwachpunkt.
Er stemmte die Hände auf das Bett, herausfordernd, da hörte er den Ruf.
Sein Kopf fuhr rum.
Bryoja!
Sofort wurde alles Private vergessen, Verpflichtung drang wieder in den Vordergrund. Er zwinkerte ihr zu, grinste schäbisch.
„Nicht heute mehr!...vielleicht ein anderes mal“
Vielleicht ergab sich nochmal die Möglichkeit dies zu wiederholen, natürlich wenn es nicht immer als Verpflichtung enden würde. Denn eins musste Isildur wirklich eingestehen, er hatte sich schon lange nicht mehr so gut und erschöpft zugleich gefühlt.
Er schwang die Beine aus dem Bett, trat zu dem Fenster.
„Bin gleich da!“ brüllte er zu der Mantronerin hin.
War da nicht ein Wachposten gewesen?
Er musste sich gerade vorstellen, wie die Mantronerin diesen vermutlich einfach bei Seite geschoben hatte, als dieser sie aufhalten wollte. Leicht amüsiert wandte er sich ab.
Er griff sich seine Rüstung, legte sie sich an. Dann sah er zu der Piratin und sein Blick wanderte zu der von ihm zerfetzten Kleidung. Sie war ein schöner Anblick, auch wenn sie jetzt wohl einige Kratzer zu verzeichnen hatte.
„Hast du Ersatzkleidung?...Ihr Menschen habt es ja nicht gerade mit Nacktheit!“ er zuckte mit den Schultern. Selbst wenn der Waldelf ohne Kleidung wäre, würde es ihn wenig stören auch so im Notfall oder so, seinen Bogen zu ergreifen und zu zielen. Es störte ihn nicht.
Er legte die Rüstung an, verzog kurz seine Schnauze als sich das Fell wieder gegen den Strich gedrückt wurde. Sah hoch und seine Augen suchten die der Piratin.
Er musste noch etwas sagen.
„Cattie, danke!... „ dann kehrte die Stimme wieder ins Pflichtbewusste zurück.
„Sollen wir dir dabei noch helfen oder sollen wir uns auf den Weg machen? Ich hatte es so verstanden, dass ich dir noch mit Isabeau helfe“
Er hatte inzwischen seine Lederrüstung wieder umgelegt, streckte und regte sich darin. Griff zur Kette um seinen Hals um auch diese wieder zu richten und sich sein langes Nackenfell zu lockern.
Dann war er schon im Inbegriff sich auf den Weg nach draußen zu begeben. So leicht wie er hochgekommen war, würde er auch runterkommen.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Dienstag 10. April 2012, 18:04

Was immer Isildur vorgehabt hatte oder nicht, schon bei der Rückwandlung von Wolf zu Elf war der Wille bisher gescheitert. Da schien er diese unbewusste Rückwandlung ebenfalls nicht unter Kontrolle zu haben. Erneut war er ein Wolf, auch wenn Cattie etwas Anderes behauptet hatte. Sie hatte ihn als Elfen gesehen und ihre Worte wurden nur deshalb nicht Lügen gestraft, weil sie Isildur unmöglich in Elfengestalt kennen konnte. Dass sie ihn aber genau zu beschreiben vermochte, bewies den Wahrheitsgehalt ihrer Aussage. Der Wolfself brauchte nicht an ihr zu zweifeln. Sie zeigte sich ohnehin überraschend ehrbar für eine Piratin, berücksichtigte man, dass es Isildur bisher bei Rumdettern nur mit Lügnern und Betrügern zu tun bekommen hatte. Die furchtlose Cattie bildete offenbar eine Ausnahme und das war positiv zu bewerten. Schließlich wollte sie mit ihm zusammenarbeiten. Nur für eine Wiederholung ihrer gemeinsam verbrachten Momente reichte es derzeit nicht. Sie hockte sich auf, zog die Beine an, um Arme und Kopf darauf zu stützen. Auch sie hatte den Ruf vernommen. Ihre Brauen hoben sich. "Deine Freundin verlangt nach dir." Hinter den Unterarmen formten sich ihre Lippen zu einem breiten Grinsen. "Du bist offenbar sehr gefragt und auch ich werde dich bei deiner Rückkehr wieder beanspruchen ... ich möchte diese Tätowierungen haben. Du kannst sie doch stechen, oder nicht?" Isildurs Hautbilder schienen Cattie wahrhaftig sehr zu faszinieren. Sie duldete nicht, dass er ihr davonkam, ohne dass sie auch in dieser Hinsicht auf ihre Kosten käme.
"Geh nur", meinte sie, winkte ihm bereits. "Ich kann deine Isabeau auch allein retten. Es sei denn, du legst so großen Wert darauf, dabei zu sein." Sie legte den Kopf schief, so dass ein Teil ihres Grinsens zum Vorschein kam. "Kluger Junge. Ich würde auch nicht jedem blind vertrauen. Aber mir kannst du ruhig etwas weniger Misstrauen schenken. Du hast mit mir geschlafen, Wölfchen! Hast also tief in mein ... Inneres geschaut." Sie begann zu lachen. Der Scherz war albern, aber nicht humoristisch. Trotzdem kicherte sie ungehalten drauf los. Dann warf sie sich herum, auf alle Viere, so dass sie wie eine pelzlose Wölfin ausschaute. Lediglich ihre braunen Strähnen des Haupthaares fielen über Schultern und Rücken. Oh, Cattie konnte ein göttliches Bild darstellen, besser als auf dem Portrait an der Wand. Geschmeidig wie eine Katze glitt sie nach vorn - und vermutlich war ihr Charakter ebenso unergründbar.
Sie näherte sich Isildur zum zweiten Mal, dicht, ganz dicht. Sanft drückten sich ihre Lippen in sein Fell. Die Härchen auf ihrer Haut richteten sich auf, als sie mit ihm in Berührung kam. "Mach dir keine Sorgen um mich, Elf. Geh zu deiner mantronischen Freundin. Zur Frostwölfin. Lass mich nur alles regeln. Ihr habt Verbündete zu beschaffen. Eilt euch, ich warte nicht ewig."

Unten auf der anderen Seite der Mauer warteten Bryoja und Otis. Isildur würde auf diese Seite springen können, wenn er es vom Fenster aus geschickt anstellte. Es blieb aber auch die einfachere Möglichkeit, wieder durch die bewachte Bruchbude von Erdgeschoss und nach draußen auf die Straße zu gelangen. In jedem Fall würde er eine stolze Mantronerin antreffen, die die Hand hinter den Rücken gehoben hatte, um im Notfall schnell genug ihre Axt ziehen und auch nutzen zu können. Ihr Gesicht zeugte von Verbissenheit. Sie fletschte die Zähne beinahe wie ein Raubtier und ihre Augen glänzten eisblau in den Tag hinein. Darin glitzerte es bedrohlich, jedoch nicht für Isildur. Nicht einmal für Otis, der es sich zum Zeitvertreib gemacht hatte, noch immer auf dem Fass herum zu schaukeln. Nein, ihr kalter Blick galt einem von Catties Piraten. Offensichtlich hatte dieser ihr einige anrüchige Worte an den Kopf geworfen oder versucht, ihr klar zu machen, wer hier im Viertel das Sagen hatte. Bryoja stellte gerade fest, dass er es ganz gewiss nicht war. "Verzieh dich, räudiger Sohn einer Schneebestie!" Sie spuckte nach ihm und endlich nahm der Pirat die Beine in die Hand. Auch er hatte erkannt, dass mit dieser Frau nicht zu spaßen war. Jedenfalls nicht, wenn man sich ihr gegenüber nicht entsprechend benahm.
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Mittwoch 11. April 2012, 17:23

Isildur schielte zu ihr rüber. Was gab sie doch für ein nettes Bild, fast schüchtern, wie sie ihn angrinste. Aber immer mit einer Spur von Erotik und Abenteuer. Er bezweifelte, dass sie nur an den Tätowierungen interessiert war. Nicht das es ihn störte.
„ich werde sie dir stechen, wenn ich zurück komme...“ Den Rest ließ er unbeantwortet. Cattie hatte sicherlich schon bemerkt, dass er auch ihr Bett wieder aufsuchen würde, wegen der Wandlung und die schöne Zeit. Er hatte immerhin auch sein Vergnügen gehabt.
Nie hätte er damit gerechnet, ausgerechnet so einen intensiven Spaß im Bett mit einer Menschenfrau zu haben.
Als sie sich auf alle Viere begab, zuckte es bei Isildur Schweif. Sie war sinnlich in jeder Lage. Kurz vergaß er sich weiter an zu kleiden. Erst als sie so nah bei ihm war, hatte er wieder Kontrolle über seinen Körper.Und so griff er nach ihren Hintern, als sie sich an ihn schmiegte und er ihre Nähe mehr als Intensiv wahrnahm. Unbewusst besitzergreifend. Drückte die schöne Piratin etwas enger an sich, zog ihren Geruch ein.
Die Mischung war bei ihr perfekt.
„gebe auf dich acht“ knurrte er leise. Sie konnte auf sich achten, dass wusste der Wolfelf. Sie war kein schwaches Weibchen.
Ein Teil von Ihm würde wohl selbst ohne magische Kette auf sie reagieren, wenn sie ihn zum hier bleiben auffordern würde.
Diese Frau hatte Feuer und Leidenschaft, etwas was Isildur mochte.
Und es war keine Verpflichtung dahinter, so wie er es liebte.
Innerlich ärgerte es den Wolfelfen zwar, dass er seine persönlichen Dinge wieder aufschieben musste, aber er konnte eben nicht aus seinem Fell.
Die Pflicht rief.
Er sah nach draußen, nachdem er sich gelöst hatte. Blickte sich um. Bryoja konnte er wittern und auch ihre gezischten Worte hören. Er grinste.
dann ist sie hinter der Mauer!
Ja, auch diese Frau war war eine starke Persönlichkeit und ein wahrhaftes Alpha-Weibchen. Seine Ohren zuckten, stellten sich zum Lauschen auf. Dann sah er sich wieder seinen jetzigen Sprung an.
Er schätzte die Entfernung zur anderen Mauer ab. Mit einen Guten Sprung würde er drüben landen. Alternativ blieb der andere Weg
oder alles wieder zurück?...nein, dann muss ich wieder durch die Gänge, dass dauert zu lange...also rüber
Seine Entscheidung war getroffen.
Er nickte noch Cattie über die Schulter zu, dann spannten sich seine Muskeln. Er trat auf die Fensterbank, alle Viere darauf plaziert und sprang. Er streckte sich im Flug und griff nach der Mauer. Seine Hinterpranken landeten mit den Fußballen an der Wand. Krallen bohrten sich ins Gestein, fanden Halt zwischen den Ritzen. Die Wand war nicht so weit, als dass es Isildur eine große Mühe war.
In den Wäldern wurde auch mal von einem Ast zu einen Anderen gesprungen. Es war sogar ein Kräftemessen unter den heranwachsenden Elfen, wer sich die größte Entfernung zutraute.
Die Vorderpranken hatten Halt am oberen Mauerwerk. Er zog die Hinterbeine nach, kauerte einen Moment wie ein Gargyl auf der oberen Mauerabsatz, sah hinunter. Sein eines Hinterbein zuckte etwas und er schüttelte es kurz.
Bryoja wirkte angespannt und genervt, aber nicht von Otis. Sie verscheuchte gerade einen der Piraten.
Ohne ein weiteres Mal nach hinten zu sehen, machte Isildur den Sprung nach unten. Landete dort kurz auf allen Vieren. Tatsächlich schien es auch Vorteile zu haben, wenn die Anatomie eher dem eines Tieres entsprach. Sonst hätte er es anders machen müssen. Aber es war ohne Probleme gelungen.
Nur sein Bein zuckte kurz ein kleiner feiner Schmerz hindurch.
Nicht weit von Otis entfernt, landete also der Wolfelf. Wie eine Bestie aus der Luft und erhob sich.
Er sah den Piraten, welche gerade vor Bryoja noch floh an, fletschte die Zähne zu einem Knurren.
„verschwinde besser!“
dann widmete er sich der Mantronerin, Otis erhielt erst zuletzt einen kurzen Blick.
„wir können los...Otis soll uns einen „Laden“ zeigen, wo wir einen Vogel für Nachrichten bekommen. Habichtsaugen Laden oder so. … lasst uns gehen. Ach, wegen der Nachricht“ Sein Blick sah jetzt zu der Mantronerin und dann zu Otis.
„Cattie möchte eine Nachricht, wenn wir es geschafft haben...ich kann nicht schreiben... einer von euch?“ dabei vermute Isildur, dass bestimmt der Pirat schreiben konnte. Wenn er ausgebildet wurde in diesem Sarma, dann bestimmt auch darin.
„Du kannst es, oder?“

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Sonntag 15. April 2012, 11:00

Bryoja baute sich vor dem Piraten auf. Ihre Hand hob sich bereits, um die Streitaxt ziehen zu können, falls Gewalt notwendig würde. Ihr Blick war kälter als das Eisreich. Oh, ein Schneesturm wirbelte in diesen hellblauen Augen unter einer grimmig zusammengezogenen Stirn. Die Lippen hatten an Farbe verloren, weil die Mantronerin sie so fest zusammenbiss, um den fremden Klotz nicht einfach zusammen zu brüllen. Am liebsten wäre sie mit bloßer Faust auf ihn losgegangen, hätte ihm gezeigt, was eine Tochter der Frostwölfe so drauf hatte. Aber das war glücklicherweise nicht nötig, denn Isildur erschien. Es reichte, dass er wie ein böses Omen auf dem oberen Mauervorsprung hockte und zu den beiden herunter blickte. Sogar Otis beendete sein Schaukeln auf dem Fass, als er zuerst den Schatten der wölfischen Bestie und dann Isildur selbst erblickte. Er schluckte leer, starrte, war sich offenbar nicht sicher, ob er fliehen oder ganz still sitzen und somit nicht auffallen sollte. Er entschied sich für Letzteres, wohingegen der fremde Pirat die Beine in die Hand nahm, noch ehe Isildur seine Worte ausgesprochen hatte.
Bryoja ließ die Hand sinken. Sie wandte sich um. Isildur kam von der Mauer gesprungen. "Wo warst du so lange?" Sie schnupperte, wie eine Wölfin, die Witterung aufnimmt. Dann hob sich eine Braue. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, auf ihre Lippen kräuselte sich eine Mischung aus Ungeduld und Schmunzeln. Dafür hatten Otis und sie auf ihn warten müssen?! Männer, dachte sie bei sich, verlor aber kein konkretes Wort über die Sache. Die gehobene Braue würde ohnehin all ihr Verständnis dafür ausdrücken.

Otis zuckte zusammen, als er plötzlich angesprochen wurde. Dieses Mal wäre er beinahe mitsamt dem Fass umgestürzt. Er strauchelte, ruderte mit den Armen, um das Gleichgewicht zurück zu erlangen. Es gelang ihm. Dazu musste er allerdings seinen bequemen Platz auf dem Fass aufgeben und abspringen. Geschickt landete er auf beiden Füßen, fuhr sich durchs dunkle Haar. Anschließend schaute er auf. "Laden? Habichtsaugen? Ahja ..." Er dehnte das letzte Wort, das eher einem menschlichen Laut gleich kam, der von Erkenntnis zeugte. "Habichtsauges Laden. Kenn ich. Aye, führ euch hin. Mir nach!"
"Wir sollen uns von ihm führen lassen? Also schön, es bleibt uns wohl nichts erspart." Bryoja seufzte, reihte sich hinter Otis ein. Ihr Blick blieb wachsam auf dem Piraten kleben. "Keine Dummheiten", mahnte sie. Otis nickte nur. Er war nur halb bei der Sache, musste schließlich Isildur zuhören, den er für potenziell gefährlicher hielt. Immerhin hatte er ihn eiskalt an ein Pack verlumpter, nach Rum stinkender Brandschatzer verraten. Das würde noch eine interessante Reise werden. Eine Reise, die der Pirat im Grunde nicht geplant hatte, aber da musste er jetzt durch. Catties Gemeinschaft war die einzige, bei der er noch nicht untergekommen war. Sie stellte für Otis die letzte Möglichkeit dar, überhaupt noch in Rumdett bleiben zu dürfen und den Schutz einer Gemeinschaft zu genießen. Allein war man hier aufgeschmissen und wurde schneller versklavt, vergewaltigt, ausgeraubt oder gemeuchelt, als dass man einen Rum in einem Zug herunter schlucken konnte.
"Ich ... kann schreiben. Hab's gelernt, aye. Dann müss'n wir wohl auch noch Papier und Tinte kauf'n."

Er stelzte voraus, in klassischer Piratenmanier. Sein Gang zeigte, dass er das unregelmäßige Schaukeln an Bord eines Schiffes mehr gewohnt war als den festen Untergrund des Landes. Hier wirkte jeder Pirat gleich: sie torkelten leicht, auch wenn sie nicht betrunken waren. Obwohl man bei Otis derzeit nicht genau sagen konnte, ob er etwas intus hatte. Er stank nach Alkohol, als hätte er in dem Zeug gebadet. Man brauchte nicht ihm, sondern nur seiner Fahne zu folgen und die führte direkt in eine breite Straße hinein, in der es ein Geschäft gab, das man deutlich erkennen konnte. Es war das einzige Haus, vor dessen Fenster keine Bretter genagelt waren. Außerdem hingen darüber und über der dunkelgrün gestrichenen Tür braungelb gestreifte Markisen. Ein Schild neben der Tür verkündete: Habichtsauges Allerlei. Darunter waren ein Holzbein und ein Haken über Kreiz mit Kreide gezeichnet worden. Ein Papagei saß auf dem Schild und krächzte vor sich hin. "Braaaaak, Habichtsauge, Habichtsauge!" Er machte offensichtlich Werbung für das Geschäft seines Besitzers.
Otis betrat den Laden. Bryoja folgte ihm.

Muffig konnte man das Innere nicht bezeichnen, ganz und gar nicht. Es war zwar nicht gelüftet, was bei den Gerüchen draußen im Viertel kein Wunder war, aber es herrschte doch eine andere Art von Luft hier vor. Es roch nach Gefieder, Körnerfutter und verschiedenen Sorten von Sand. Überall standen Holzstanden oder große Vogelkäfige herum. Einige hingen sogar von der Decke und in jedem davon fand sich mindestens ein Federtier wieder. Teilweise handelte es sich um Exoten wie elegante, lange Wesen mit einem ebenso langen Schnabel und großen Schwungfedern in allen Regenbogenfarben. Teilweise schwirrten winzige Flattertiere feengleich umher. Sie mochten nicht größer als ein Schlüssel sein, konnten auf der Stelle fliegen und erzeugten durch das rapide Schlagen ihrer Flügel einen sirrenden Ton. Es gab aber auch heimische Tiere wie eben den Papagei, der Klassiker unter den Piratenbegleitern. Aber auch kleinere Falken, Eulen und sogar ein stolzer Habicht hielten sich in dem Raum auf. Letzterer hockte auf der Schulter eines Kerls, den man gut und gern als groben Klotz bezeichnen konnte. Sein Gesicht wirkte ... unfertig und das lag gewiss nicht daran, dass ihm ein Auge fehlte. Er verbarg die Stelle unter einer schwarzen Augenklappe, von der ein funkelnder Edelstein prangte. Der Schein der Kerzen spiegelte sich in dem edlen Stück, das daraufhin violett schillerte. "Kann ich helfen?", ertönte eine vom Alkohol kratzig gewordene Stimme aus dem vernarbten Mund des Mannes. Sofort wiederholten mindestens drei Papageien die Frage.
"Wir suchen einen Vogel zur Nachrichtenüberbringung", erklärte Otis. Der Verkäufer - eindeutig Habichtsauge persönlich - breitete die Arme aus. "Hab genug! Sucht euch einen. Alle abgerichtet, aye!"
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Re: Catties Viertel

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Dienstag 17. April 2012, 06:55

Das die Mantronerin wusste , was er getrieben hatte, dass sah Isildur an ihrer Haltung. Auch weil sie ihre Nase witternd nach ihm ausgestreckt hatte. Doch Isildur würde sich diesbezüglich nicht rechtfertigen, er hatte nichts verbrochen. Und ob es der tierische Trieb jetzt war, oder einfach weil er Mann war, konnte er sowieso nicht sagen.
„ich wollte die Sache mit der Frau und ihrem Kind geklärt haben. Jetzt müssen wir uns nicht mehr darum kümmern und können ohne große Verzögerung uns auf die Reise machen.“ beantwortete er ihre Frage. Das Cattie es geschafft hatte, dass er sich gewandelt hatte, konnte er Bryoja noch nicht erzählen. Nicht aus einem Schuldgefühl heraus, sondern weil er selber nicht wusste, was er davon halten sollte. Vermutlich würde er eher mit Atka darüber reden oder wie es meist sein Fall war, mit sich selber ausmachen. Sturkopf blieb eben Sturkopf.
„Du kannst mir meinen Bogen geben, Danke!“ sein ach so geliebter Bogen. Sein Zeichen, dass er ein elfischer Bogenschütze und Jäger war. Nachdenklich blickte er kurz auf diesen, dann war dieser Anflug vorbei.
Bringt nichts...hör auf damit!

Tatsächlich hatte Isildur auch recht, was die Sache mit dem Schreiben und dem Laden betraf. Otis, der deutlich das Aroma von Angst versprühte, fühlte sich jedenfalls gleich motiviert alle zum Laden zu führen. Was der Mantronerin nicht wirklich passte.
„Wenn er abhaut, kannst du ihn gerne eins drüber hauen“ grinste isildur nur. Sie mussten ihn am Leben lassen, aber der Pirat würde noch sehen wo sein Platz jetzt im Rudel war. Nämlich ziemlich weit unten. Wenn Isildur Alpha war, dann würde Bryoja und Atka folgen, würde Otis Omega werden und selber dieser Platz wäre noch viel zu gut für ihn.
„Gut, dann kaufen wir auch das? Du hast hoffentlich noch die Münzen, die ich dir eingebracht hatte“ meinte Isildur dabei nur salopp. Er hatte nicht vergessen, dass er für diesen Mann auch noch Wettkämpfe bestritten hatte, bevor Otis ihn verraten hatte. Isildur knurrte leicht als er an die Sache zurück dachte. Sein Blick sprach nur zu gut, dass Otis noch etwas erwarten würde. Aus seinem tierischen Impuls heraus, würde Isildur den Mann eher zerreißen und an die Möwen verfüttern. Aber so ein schlechtes Mahl hatten diese Tiere nicht verdient.

So folgte man mit großen Schritten den schwalkenden Mann. Mehr als einmal rümpfte Isildur die Nase dabei. Er hatte das Gefühl, Otis stank schlimmer als die übelste Schnapsbrennerei.
Der sollte mal ein Bad nehmen... grausig
So folgte der Wolfself Bryoja als drittes, hielt wachsam Ausschau, wie es nun mal in seiner Natur war.
In seinen Körper konnte er noch immer die Nachwirkungen der gemeinsamen Zeit mit Cattie spüren. Sein Magen knurrte.
Typisch...wenn man es am wenigsten gebrauchen konnte... liegt es jetzt am Sex oder wegen der Wandlung dazwischen?.. keine Ahnung, aber etwas essbares wäre nicht schlecht… also im Moment habe ich das Gefühl, dass ich absolut Instinkt gesteuert bin…
Was den Waldelfen überhaupt nicht passte
Dann hörte Isildur den krächzenden Ruf eines Papageis. Sein Kopf ruckte hoch. Dort war ein seltsames Schild und wieder einer dieser bunten Vögel, wie ihn auch Roderick hatte.
Fressen? Fragte der Wolf im Elfen. Isildur schüttelte den Kopf. Nein!
Der Wolfelf blieb kurz stehen, regte sich und hielt seine Nase hoch.
Bist du das gleiche Vieh, wie bei Roderick?
Versuchte eine Witterung aufzunehmen, doch zu viel anderes überlappte dies gerade. Sehr viel Geflügel, Geruch von Sand, der Gestank von Otis, das feine kühle Aroma von der Mantronerin.
Beide waren sie schon im Laden, er folgte rein, drückte sich eine Hand gegen den Magen. Fressen gab es später.
Leider wusste der Wolfself nicht, was ihm in Inneren erwartete. Nicht das er schon etwas gerochen hatte, doch als er die Tür durchschritt, zuckte er der Geräusche und Gerüche von Fressbarem zusammen. Aber nicht nur das störte ihn, Vögel, welche in Käfigen waren, ließen den Waldelfen erzürnen. Ein Grollen formte sich in seiner Kehle.
Menschen! Typisch!
Er zog die Lefzen hoch, entblößte die Zähne, während er einen Käfig nach den anderen anstarrte. Doch der Wolf sah darin nur nettes Futter, was nicht entkommen konnte. Tief atmete isildur aus, als der wohl Besitzer zu sprechen begann.
Der Wolfelf fuhr zu dem Mann rum. Hatte dieser auf eine Frage geantwortet?
Isildur war verwirrt, sein Magen knurrte wieder, diesmal lauter.
„Ein Vogel, der Cattie, von egal wo eine Nachricht überbringen kann“ Knirschte er etwas schweratmend durch die Zähne hervor. Der Geruch, machte einen wahnsinnig. Zwar hatte Isildur in der Nacht etwas gefressen, aber außer Alkohol und Sex war nichts weiteres dem gefolgt. Er konnte nur hoffen, dass die Vögel seinen Hunger nicht bemerkten. Er wurde sichtlich angespannt, blickte einen Vogel nach den anderen an.

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Re: Catties Viertel

Beitrag von Erzähler » Sonntag 22. April 2012, 23:56

Bryoja stand in Habichtsauges Laden und warf einen Blick über all die Käfige mit den Vögeln. Sie ertappte sich dabei, dass ihr Blick bei einem Wesen ohne jegliche Federn hängen blieb. Nun ja, nicht einmal das stimmte ganz. In Isildurs Fell hatte sie bereits kleine Federn entdeckt. Sie waren teilweise eingeflochten, aber könnten sich auch unbewusst darin verheddert haben. Die Mantronerin schätzte jedoch Ersteres. Es wirkte auch irgendwie gewollt, außerdem verlieh es seinem Äußeren eine zusätzliche persönliche Note. Eine, die fern des Geruchs lag, den er immer noch ausströmte. Er roch nach Cattie und was er mit ihr angestellt hatte. Bryoja hatte einen solchen Duft auch schon bei Atka aufgenommen, wenn dieser sich in ihrer Heimat mit einer der Wölfinnen zurück zog. So jung er auch war, er hatte zumindest diese Beschäftigung bereits für sich entdeckt und bei ihm nickte sie auch nur, ohne weiter Notiz davon zu nehmen. Warum widmete sie dann Isildur, der nicht einmal so eng zu ihrem Rudel gehörte wie ihr wölfischer Bruder, dann solche Aufmerksamkeit? Und warum ertappte sie sich bei der Erkenntnis, dass sie es irgendwie als ... störend empfand? Catties Geruch nahm sie nicht wie den einer anderen, einer starken Frau auf, sondern genau so wie die Note eines Rivalen, den sie beim Fischfang, bei der Jagd oder allein schon beim Wett-Trinken übertrumpfen wollte. Etwas lag in der Luft, aber die Mantronerin wollte es sich noch nicht eingestehen. Verbissen hielt sie daran fest, Isildur nur als Rudelmitglied interessant zu finden, weil er ein humanoider Wolf war und zudem gewisse Gedankengänge und Verhaltensweisen mit ihr teilte. Mehr nicht. Sie konzentrierte sich wieder auf den Grund ihres Hierseins. Sie behielt wieder Otis mehr im Auge.
Der Pirat, der irgendwie keiner war und andererseits wohl doch, schlenderte scheinbar desinteressiert durch den Laden. Ja, er hatte Isildur und Bryoja hierher geführt, aber das hieß noch lange nicht, dass er auch alle Geschäfte für sie tätigen würde. Seine Aufgabe war klar: er sollte sie bis nach Santros bringen. Das würde er wohl tun müssen, wenn er seinen Kopf auf dem Hals behalten wollte. Er war nicht so dumm zu glauben, eine Flucht rettete ihn jetzt noch aus dem Schlamassel. Vorerst vielleicht, aber er hätte dann kein Ziel mehr vor Augen, wo er unterkommen könnte. Seine Möglichkeiten waren Santros und Rumdett. In beiden hatte er soweit verspielt, das ihm wirklich nur noch die Bande der furchtlosen Cattie blieb. Also musste sie mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten und sich vor allem auch mit Isildur wieder gut stellen. Dem Wolf traute er zu, dass dieser ihn bis ans Ende der Welt jagen würde. Otis kratzte sich den Stoppelbart. Ob es am celcianischen Weltenende vielleicht sicher war...?
Er hatte nichts zu Isildurs Bemerkung gesagt, ob die Münzen sich noch in seinem Besitz befanden, die er durch den Wolf in der Taverne gewonnen hatte. Das würde noch interessant werden. Immer mehr fragte sich Otis, die "dicke Lippe", wie weit es wohl bis zum Ende der Welt wäre und ob er schneller rennen könnte als ein Wolf.

Isildur hatte derzeit aber noch mit anderen Dingen zu kämpfen, allen voran seinen inneren Instinkten, die eindeutig von der wölfischen Seite ausgeschüttet wurden. Diese wollte fressen und das zurecht. Immerhin war es eine Weile her, seit er seine letzte Mahlzeit zu sich genommen hatte und auch wenn er von der Möwe den Löwenanteil erhalten hatte, brauchte ein ausgewachsener Mann wie er häufiger und mehr Nahrung, um seinen Energievorrat auch voll halten zu können. Die Möwe war mehr ein Happen für zwischendurch gewesen.
Es war schwierig für ihn, sich langfristig zu konzentrieren. Wenn er nicht bald etwas zwischen die Beißer bekäme, würden sich die Instinkte wohl noch stärker regen. So sprach Isildur diesen Verkäufer - Habichtsauge - sofort an. Der nickte nur. "Verstehe", sagte er, als hätte ihm Isildur seine Seele offen gelegt. Er schritt an ihm vorbei und zu einigen Vogelkäfigen. Zunächst betrachtete er sich die Papageien. Rechtzeitig warf Bryoja ein: "Wir werden ins Eisreich ziehen. Der Vogel sollte also mit den Wetterbedingungen klar kommen, ohne aufzufallen." Wieder nickte Habichtsauge, ließ die Papageien hinter sich und stapfte weiter. Er trat zu einem großen, goldenen Käfig hin, wobei die Stangen wohl früher einmal wirklich golden gewesen waren. Die meisten von ihnen wirkten stark abgewetzt, was nur von den Versuchen des Vogels darin stammen konnte, der auch jetzt ziemlich giftig nach Habichtauge schnappte.
Es handelte sich um ein prächtiges Tier, wirkte aber irgendwie nicht so robust wie andere Vögel im Laden des Mannes. Es war ein schlanker Falke mit weißgrauem Gefieder und einem grauen Kopf, aus dem die schwarzen Augen wie dunkle Sterne heraus funkelten. "Das ist ein Schneefalke. Der wird mit dem Wetter fertig und kostet euch nicht viel. Weil ihr für Cattie arbeitet, hab ich schon bemerkt. 45 Füchse und die gute Falkendame gehört euch. Ihr Name ist Rauch - wegen dem Gefieder, aye? Also, wer zahlt?"
Bryoja wechselte einen Blick mit Isildur. Otis machte sich klein, schielte mehrmals zur Tür.
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