Ein Tropfen im Eis

Mit der Entwicklung zu Elfen, die auch im Eis überleben konnte, entstand eine völlig neue Art der arkanen Macht: die Eismagie. Natürlich musste dann auch eine entsprechende Akademie her. Man sagt, selbst in den Eiswänden dieses Hauses schlummert Magie.
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Dianela Eiswind
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Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Freitag 9. Februar 2018, 20:44

Einstiegspost


Dianela ging am Meer entlang. Der Sand fühlte sich weich unter ihren Füßen an. Hier, nahe des Meers war er nicht gefroren. Die Geräusche der Brandung fluteten durch ihre Sinne und salziger Geruch lag in der Luft. Sie war wieder hier und sie suchte nach etwas, doch konnte sie nicht greifen wonach. Ihre Fingerspitzen fuhren über einen nahen Felsen, dann sah da diesen jungen Mann. Er hatte sie noch nicht gesehen, also versteckte sie sich. Eigentlich sah sie nur seine großen Umrisse, denn es schneite und dicke weiße Flocken tanzten durch ihre Sichtfeld. Sie spähte mit zusammen gekniffenen Augen über die Kante und sah ihn seine Hände in die Wellen tauchen. Er stand im Wasser und die Brandung umspülte seine langen Beine. Die dicken Schneeflocken landeten auf seinen bloßen breiten Schultern und Dianela konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden.
Was macht er da? Wäscht er sich? Warum? Was macht er hier? ...
Sie entdeckte seine Gewandung die etwas weiter weg auf einem Stein lag. Dianela wurde neugierig.
Er wird sich den Tod holen, wenn er noch lange im Wasser steht...
Sie konnte außer seinen Umrissen und ein wenig Haut kaum etwas erahnen und etwas an diesem Bild hatte ihre Aufmerksamkeit erregt.
Ich will nur kurz...
Sie schlich sich etwas näher, wagte sich ein Stück weit aus ihrer Deckung heraus, da trat sie auf eine Muschel, die unter ihren Füßen zerbrach und das knackende Geräusch ließ ihn herum fahren.


Müde schlug sie die Augen auf und starrte an die Decke ihrer Kammer.
„Schon wieder...“
, sprach sie leise zu sich selbst und schloss noch einmal die Augen.
Wann werde ich dich sehen? Wann wirst du kommen... Oder habe ich dich schon verpasst und träume trotzdem noch jede Nacht von dir? Ist das alles vielleicht nur ein Echo einer verpassten Chance? Was willst du von mir?...
Wie immer erhielt sie keine Antwort auf ihre ungestellten Fragen und seufzte nur langatmig. Dianela rieb sich den Schlaf aus den Augen, setzte sich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Das dicke Fell rutschte von ihrem Körper und hüllten sie sofort in die eisige Umgebungsluft. Die Eisakademie war wahrlich kein Ort für Morgenmuffel. Eilig schlüpfte sie in ihre Stiefel um wenigstens nicht kalte Füße zu bekommen, huschte zu ihrer Waschschüssel hinüber, zerbrach das dünne Eis, dass sich über Nacht gebildet hatte und tauchte ihre Hände hinein.
Brrrrrr...
Ein Schwung kalten Wassers brachte den letzten Rest von Müdigkeit zum Schmelzen. Dianela sah in die spiegelnde Oberfläche der Wand vor ihr. Vor einigen Monden hatte sie es endlich geschafft die oberste Schicht zu schmelzen, zu glätten und wieder so erstarren lassen, dass sie jetzt einen fast klaren Eisspiegel hatte. Was ihr kleiner Zauber jedoch nicht wieder gut machen konnte, war ihr Abbild, was ihr entgegen starrte. Wieder einmal war sie zu früh wach, wieder einmal hatte sie zu wenig Schlaf bekommen, was sich in leichten Schatten unter ihren Augen abzeichnete. Auch ihre Haare sahen mehr als nur wild aus.
Na ja, Zeit hab ich ja genügend...
Sie sah aus dem Fenster und einzig ein zarter dünner Streifen von dunklen Blau kündigte den jungen Morgen an. Sie wusch sich schnell fertig und kleidete sich sorgsam an. Dann löste sie die Bänder und begann ihre Haare zu entknoten, zu bürsten und dann neu zu flechten. Wenn man Außenseiter der Schule war, dann durfte man nicht auch noch durch mangelhafte Kleidung oder ungepflegtes Aussehen auffallen. Gegen ihre von Natur aus eher blasse Hautfarbe konnte sie ohnehin nichts tun. Eine weitere Prüfung ihres Spiegelbildes ergab, dass sie sich wohl so hinaus wagen konnte. Die meisten der anderen Novizen schliefen sicher noch, aber ein paar fleißige gab es, die noch vor Sonnenaufgang auf standen um sich auf die Lehrstunden vorzubereiten. Normaler Weise traf man solche auf den Gängen oder im Gemeinschaftsraum.
Nur wo stecken die heute?
, wunderte sich Dianela, als sie kurz darauf durch die Flure lief. Irgendwie war es heute ruhiger als an anderen Tagen, außer... Schwungvoll klatschte sie sich ihre flache Hand vor die Stirn, die sogleich einen etwas dunkleren Farbton annahm.
Heute ist ja 'Sippen-tag'!
Einen Tag in jedem Mondlauf war für die Familienmitglieder bestimmt. Fast jeder Mitschüler und Magister nutzte diesen Tag zum Ausschlafen und dann dafür, seine Sippe zu besuchen. Es gab noch andere freie Tage, die Dianela gern mit Ausflügen an den Strand oder mit Besuchen bei Elaskar und seinen Schneebisons verbrachte, aber der Sippentag war oft auch mit langwierigen Gesprächen der älteren Männer verbunden. Mann beratschlagte welches Futter eingekauft werden sollte, Mann sinnierte darüber welche Bullen diesen Frühling zur Zucht verwendet werden sollten, über die Preise der Felle oder was und wie viel man zum Handelsposten bringen solle und die Frauen tauschten derweil den neusten Klatsch der Stadt untereinander aus und bereiten das Familienessen vor. So etwas in der Art würde ihr heute also bevorstehen.
Wenigstens hab ich dann eine kleine Chance Sedion zu sehen...
, versuchte sie sich selbst zu motivieren. Sedion war ihr ältester Bruder und irgendwie hatte sie ihn immernoch am liebsten. Trotzdem sah Dianela etwas wehmütig in Richtung ihrer Werkstatt, denn so richtig Lust hatte sie heute nicht ihre ganze Familie auf einem Haufen anzutreffen. Sie liebte alle, aber zusammen waren sie manchmal etwas anstrengend. Lieber würde sie an ihrem neusten Projekt weiter arbeiten. Die Umgebungsvariablen waren heute perfekt zum Arbeiten! Es war ein warmer Tag für Estria in der Zeit des Erwachens, nur knapp -10 Grad und der Himmel zeigte sich klar und sonnig; und Sonne war genau das, was sie für ihr neustes Werkstück brauchte.
Nel hatte schon häufiger die Schönheit der Eiszapfen bewundert, wenn das Licht auf sie fiel und an die Wände der Häuser dann kleine Regenbögen malte. Seit ein paar Wochen versuchte sie sich an verschiedenen Formen, um dieses Phänomen zu kopieren und einen größtmöglichen Effekt zu erhalten. Ihre klaren mit Wassermagie geformten Kristalle waren dafür sogar besser geeignet als normales Eis. Im Moment experimentierte sie mit glatten Flächen und unterschiedlichen Winkeln, aber perfekt war es noch nicht. Leider hatte es auch keinen nennenswerten Nutzen, warum sie das ganze Projekt schon einige Male abbrechen wollte.
… aber es sieht so schön aus.
Nur leider nicht heute. Sie musste sich wenigstens Zuhause melden. Vielleicht würden sie gar nicht auf ihre Anwesenheit bestehen und Dianela konnte sich schnell wieder davon stehlen, so hoffte sie zumindest. Mit leisen Schritten huschte sie also in Richtung der Eingangshalle.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2018, 12:51

Dianela sah in ihre Schüssel mit eiskaltem Wasser und betrachtete ihr Spiegelbild. Das Wasser beruhigte sich und zeigte eine glänze Oberfläche, für einen Augenblick war ihr als hätte sie ein blaues und ein Lilafarbenes Auge in dem Spiegelbild gesehen welches sie angesehen hatte, aber dann war es wieder verschwunden.

In der Akademie war es kalt und die Gänge waren ruhig. Als Dianela sich fertig gewaschen und angezogen hatte sah sie aus dem Fenster ihrer Kammer. Der Morgen dämmerte gerade über dem Horizont und Sie sah einen Blonden jungen Elfen, kein zweifel es war Castiel, der junge Elf der ihr nun schon einige male über den Weg gelaufen war. In der Akademie verhielt er sich meist ruhig und war stets höflich. Doch er hatte sich auch noch nie für Dianela eingesetzt wenn diese von ihren Mitschülerinnen gedemütigt wurde.
Aber Wo wollte Castiel so früh am Morgen hin?

Nach dem Nel auf den Gang kam und bemerkte wie ruhig es in der Akademie war kam ihr schlagartig die Erkenntnis. Sippen-Tag, Sie sollte sich also auch bald auf den Weg zu Ihrer Familie machen, auch wenn sie ihre Arbeiten verlockender Fand. Schon bald wenn sie verheiratet gewesen war würde sie an diesem Tag nicht mehr ihre Familie besuchen sondern mit ihrem Mann eben den Froststernklan aufsuchen.
Also riss sie sich schweren Herzens von ihren Arbeiten los und machte sich auf den Weg. Das Schickal meinte es aber mit der Jungen Elfen an diesem Morgen nicht so gut den auf dem Weg nach draußen lief sie Riella über den Weg. Die junge talentierte Elfe sah Nel mit einem eiskalten Grinsen an.
„Naaaa Nela......machst du dich auch auf den weg zu seiner Sippe...?“
Das Wort Sippe kam ihr dabei fast abwertend über die Zunge.
Egal was für Worte aus diesem hübschen aber gemeinem Mund kamen, sie klangen immer gemein und sorgten bei Nel für ein unbehagliches Gefühl. Man hatte den Eindruck man müsse sich vor dieser Elfe am besten in Sicherheit bringen.
Allerdings war in der letzten Zeit nichts besonderes mehr vorgefallen da Nel sich seit dem Vorfall mit dem Bison Urin scheinbar nicht mehr von Riella reizen lies, oder aber auch weil Riella eine gewisse Unberechenbarkeit in Nel verspürte, der sie eher auswich. Trotzdem gab es keinen Grund für Riella ernsthaft nett zu ihr zu sein.
Riella nahm sich keine weitere Zeit mehr für Nel und ging mit einem erhabenem Blick und einem Rempler gegen Nelas Schulter an ihr Vorbei.


Bei Nels Zuhause erwartete sie tatsächlich ihr Bruder mit einem Lächeln und einer Umarmung.

„Nel, schön dich wieder zu sehen, wie geht es dir? Wie kommst du in der Akademie mit deinen Übungen voran? Du hast sicher schon einige Neue Sachen ausprobiert oder?"
Das Familientreffen der Eiswindsippe war belebt und alles andere als Ruhig. Zu viele Elfen hockten zusammen und im Vergleich zur Stille die es in dieser Eiswüste sonst gab war das für die feinen Elfenohren verdammt viel Lärm.

Nela wurde auch von ihrer Mutter, ihrem kleinen Bruder und allen anderen freundlich begrüßt und auf dem Tisch stand schon ein ausgiebiges Mahl bereit.....

Zur Selben Zeit beim Froststernclan:

Die Sippe des Froststernklans traf am frühen Morgen nach und nach Im Haus der Ältesten zusammen. 
Ein Elf mit weißem Haar, lilafarbenen Augen und verhältnismäßig kräftigen Schultern betrat den Raum, Akim der älteste Sohn der Familie trat ein und wurde höflich von allen begrüßt.
Mit arrogantem Blick sah er alle an bis ihm dann eine Hand feste auf die Schulter schlug. 
„Na Akim, bald ist es so weit hab ich recht? Hast du die kleine schon mal gesehen?“ Es war ein etwas kleinerer Elf mit dunkel grauen Augen und eher grauem Haar der ihn da so Ruppig ansprach. Sein Namen war Lindal, er war Akims jüngerer Bruder und somit der zweite Sohn, er schien sichtlich hämisch und auch etwas eifersüchtig auf seinen großen Bruder zu sein. Ihm wurde eine Elfe aus der Schneekristall Sippe versprochen doch er musste noch einige Jahre warten da diese junge Elfe erst 10 Winter zählte. Lindal verhielt sich zwar höflich aber es war ihm anzusehen das er große Eifersucht auf seinen Bruder verspürte der nun Bald endlich eine Frau an seine Seite bekam. Doch schon Bald trat der jüngste und somit letzte Sohn Castiel ein. Er kam gerade aus der Akademi und begrüßte alle mit einem lockerem „Guten Morgen“ begleitet von einem Kopfnicken. 
Lindals blick heftete sich voller Hass auf seinen kleinen Bruder und dessen strahlend Blaue Augen und man bekam das Gefühl als wollte er Castiel am liebsten mit seinen Blicken Töten. 
Castiel wurde ähnlich wie Akim willkommen geheißen. Nicht um sonst waren diese beide Söhne die Augensterne der Familie. Beide hatten Äußerlich viel zu bieten und überzeugten trotz allem auch durch ihre Fähigkeiten in der Eismagie. Akim war zu dem noch ein ausgesprochen guter Stratege und rühmte sich gerne mit ruhe und Bescheidenheit. Wohingegen Castiel auch gerne mal deutlich machte was er gut konnte und damit Prallte.
Vermutlich war es auch dieser Prahlerei Castiels bzw. der Bescheidenheit Akims zu schulden das das nächste Familienoberhaupt Casteil werden sollte. Akim war zwar der Älteste Sohn der Familie und Zählte bald schon 30 Winter doch man merkte schnell das ihn der Posten als Oberhaupt nicht reizte. Allg. war eher ruhig, und wirkte in sich gekehrt.
Castiel hingegen hatten großen Spaß daran seine Familie von seinen neusten Fähigkeiten der Eismagie zu berichten und Prallte damit wie gut und vor allem beliebt er war. Casteil zählte gerade mal 17 Winter und war somit nicht viel Älter als Nela doch ihm war noch keine Elfe versprochen.
Zuletzt geändert von Erzähler am Montag 12. Februar 2018, 18:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Sonntag 18. März 2018, 22:19

(Dianela kommt von: Das Anwesend der Eiswind-Sippe)

Auf dem Weg sahen sie einige Schneefüchse in der Dämmerung ihre Beute suchen. Die putzigen kleinen Gesellen sprangen wie Kaninchen durch den tiefen Schnee und jagten kleinere Wesen. Sie wurden von den Eisseglern aufgescheucht und verschwanden schnell in eine andere Richtung bis sie im Weiß des Schnees nicht mehr zu sehen waren. Die Nacht brach schnell herein, aber der Weg zur Akademie war zum Glück nicht weit und die Stadt um diese Zeit ruhig und wenig Segler unterwegs, weshalb sich auch die sonst eher scheuen Füchse gezeigt hatten. Oder war sie diese Strecke schon mal gefahren? Vielleicht hatte Akim ihr auch einen etwas abgeschiedeneren Weg gezeigt und so war sie in den Genuss gekommen diese Tiere zu erblicken. Irgendwie erschien ihr der Abend heute auch ruhiger als jeder andere, was auch an der Aufregung des vergangenen Tags liegen mochte. Dianela lächelte und empfand den Tag als:
...weniger schlimm als erwartet. Hihi.
Sie sah Akim an und schmunzelte hoheitsvoll bei diesem Gedanken.
Ich hätte es wohl schlimmer treffen können. Er ist nett. Vielleicht verliebe ich mich ja auch in ihn, mal sehen? Die anderen Clans machen das ja so. Vielleicht auch ich, wer weiß? Ich wusste ja nur, dass es einer der Froststernsöhne sein würde. Na ein Glück ist es nicht dieser Lindal!
Dabei wurde ihr schon wieder kalt.
Die Arme, die den mal heiraten muss. Bleibt nur zu hoffen, dass er sich noch verändert...
Wem wohl Castiel versprochen ist?

Etwas irritiert über diesen plötzlichen Gedanken machte sie einen kleinen Schlenker und hatte dann etwas Mühe den Gleiter wieder auf Kurz zu bringen. Akim beobachtete seine Umgebung genau und hielt mit Nela vor der Akademie um sie zu verabschieden.

„So also dann, wir sehen uns dann bald. In 14 Tagen beginnt meine Zeit hier...“
Er lächelte Nela freundlich an. Die Sonne war in zwischen untergegangen und die Sterne standen am Himmel, es war eine kalte und kristallklare Nacht.
„Ich denke das beste wird es sein für dich wenn du erst mal für dich behältst wie wir zu einander stehen, die anderen Lehrmeister wissen zwar davon, aber ich denke die Schüler könnten das schnell nutzen um dir das Leben unnötig schwer zu machen....“
Nela lächelte etwas schief.
Wenn du wüsstest.
NIEMALS würde sie herum erzählen, dass sie mit einem „Lehrer“ quasi verlobt war! Riella würde ihr keine ruhige Minute mehr gönnen und sie vermutlich demütigen wo sie nur könnte. Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, stand definitiv nicht auf Dianelas Stundenplan.
„Von mir erfährt keiner was.“
Sie nickte aber freundlich und kam einen Schritt näher. Sie sah zu den noch vereinzelten erleuchteten Fenstern hinauf. Einige Novizen waren noch wach, aber selbst wenn, dann konnten sie vom Hellen schlecht ins Dunkel sehen. Andersherum ging das sehr gut und hinter einigen Fenstern waren Schatten zu sehen. Trotzdem hielt sich Nela von Akim fern, so dass es maximal so aussah, dass ihr „Bruder“ sie vielleicht noch zur Akademie gebracht hatte. So spät am Abend war man als Frau selten unterwegs.
„Danke fürs Bringen. ...Ich wünsche dir eine gute Nacht und schöne Träume.“
Äh...warum hab ich das jetzt gesagt?... schnell weg, bevor du wieder was dummes von dir gibst.
Dianela packte ihre Sachen winkte noch schnell und eilte die Stufen hinauf. Oben drehte sie sich noch einmal um und lächelte ihm warm zu. Dann verschwand sie hinter der großen Tür.

Nel ließ sich keine Zeit. So schnell es ging eilte sie auf ihr Zimmer. Sie wollte niemanden begegnen und mied jede Ecke wo noch Licht brannte oder sie Stimmen vernahm. Zu viel ging ihr durch den Kopf und der Tag lastete auf ihren schmalen Schultern. Endlich fiel die Tür ihrer Kammer zu. Einen Moment lehnte sie mit dem Rücken dagegen.
Heute morgen noch hatte ich ein Leben ohne Plan... und jetzt? ...Jetzt habe ich einen Verlobten! Eine Rolle als Ehefrau! …


… Kann ich das? Bin ich dafür bereit? KEINE AHNUNG!!! … aber … Andere haben es schließlich auch schon vor mir geschafft und heil überstanden.

Sie schmiss ihre Kleiderrolle in die Ecke, streifte dem Mantel, die Robe, Unterkleider, Schuhe und Strümpfe ab und schmiss sich selbst aufs Bett. In ihrem Kopf drehte sich alles und müde zog sie sich die dicke Felldecke über den nackten Leib. Zu mehr war sie nicht mehr in der Lage. Einen Moment starrte sie noch an die leere Decke. Wehmut beschlich sie für einen Atemzug lang.
Wenn ich hier wenigstens eine Freundin hätte mit der ich über all diese Dinge reden könnte...
Aber das Gefühl hielt nicht lange an.
Ich habe noch ein bisschen Zeit. Ich werde Mutter dazu noch befragen. Vielleicht kann sie mir sagen, was mich erwartet. Tellina wird mir zum Eheleben nichts erzählen können, denke ich... weiß ich nicht genau... aber die beiden einzigen Frauen, die ich fragen könnte, sind nicht hier. Und was ist überhaupt mit den Hochzeitsvorbereitungen? Was muss ich machen? Ich...Ich brauch ein KLEID! Nicht irgendeines! Ein HOCHZEITSKLEID!
Die junge Eiselfe war todmüde, aber die Eindrücke des Tages ließen sie nicht so recht zu Ruhe kommen. Immer wieder spukte Akims, Castiels und leider auch Landriels Gesicht vor ihrem inneren Augen, sobald sie die Lider schloss. Aber irgendwann musste sie dann doch eingeschlafen sein, denn der nächste Morgen kam viel zu schnell.

Dianela kämpfte mit ihren Lidern, da irgendeine Scherzkeks sie anscheinend über Nacht mit Kleber an ihre Wangen geleimt haben musste. Nur mühsam bekam sie sie auf und blinzelte gegen die Helligkeit in ihrem Zimmer.
Helligkeit.... Oh verdammt!...
Sie wollte aufspringen, stieß sich den Zeh am Bettpfosten, hüpfte ungelenkt auf einem Bein zur Waschschüssel, schmiss sich einen Ladung Wasser ins Gesicht, mochte ihr Spiegelbild heute überhaupt nicht, fuhr sich nur schnell durch die Haare um die wildesten Strähnen zu bändigen, für komplizierte Flechtkunst war heute keine Zeit und zog sich schnell an. Das Frühstück hatte sicher schon begonnen und sie musste sich beeilen, sonst würde sie hungrig in den Tag starten.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 25. März 2018, 21:38

Nela verabschiedete sich noch kurz von Akim : „Danke fürs Bringen. ...Ich wünsche dir eine gute Nacht und schöne Träume.“ Dann packte sie schnell ihre Sachen und ging hinein und auf dem schnellstem Wege in ihr Zimmer.

Akim drehte sich um, stieg wieder auf seinen Eissegler und machte sich auf den Weg nach Hause.
Schöne Träume....hm.....vielleicht hab ich die tatsächlich mal.....


Als Nela schon eingeschlafen war bewegte sich ein Schatten durch die Gänge der Akademie, still und leise schlich er an Nelas Zimmer vorbei.
Die Gestallt hielt inne beugte sich hinunter und schob etwas durch den Spalt unter der Türe hindurch. Dann verschwand der Schatten wieder schnell und leise wie er gekommen war.
Nela war derweil schon im Land der Träume, die Ereignisse des Tages galt es zu verarbeiten und das waren an diesem Tag viele.

Nela fand sich plötzlich wieder am Stand, an diesem schönem Ort an dem sie schon so oft gewesen war, doch dieses mal verhielt es sich anders als sonst, sie sah hinter sich und bemerkte dort in der Ferne ein Haus. Sie ging darauf zu, es war nicht völlig aus Eis wie sonst viele bauten. Die Grundmauern bestanden zwar aus Eis aber es waren verschiedenste Dinge eingebaut, Muscheln waren im Eis in die Wände eingeschlossen, so wie Algen und andere großblättrige Wasserpflanzen. Sogar einige Perlen waren zu sehen und die Fenster waren mit den Häusern von Meeresschnecken umsäumt. Das Eis das die Wände bildete war von außen Glatt und durchlässig so das man all diese Wundervollen Dinge sehen konnte, von innen war es aber Matt wie mit Raureif bezogen so das man nicht hinein sehen konnte.
Außerdem waren lange Holz ähnliche Stäbe im Eis eingeschlossen und wirkten als würden SIE das ganze Tragen, doch wer sich hier mit der Kunst der Eisbauerei auskannte wusste das es nicht so sein konnte.
Auf der Türe waren verschnörkelte Eiskristalle zu sehen, wie die auf Akims Mantel. Die Türe Stand einen Spalt breit offen und lud Nela ein hinein zu kommen, was sie auch tat. Vorsichtig betrat sie das Haus, innen war es recht warm und gemütlich. Auf der Seite die zum Meer hin zeigte war einige Gigantische Fensterfront aus klarem Eiß die einem den uneingeschränkten Blick auf das Meer ermöglichte. Davor Stand eine gemütlich aussehende Sitzgelegenheit und ein Tisch davor. Von der Decke baumelte ein Leuchter mit Kerzen und daran hingen kleine aus Eis geformte Seesterne.
Nela ging weiter um sich umzusehen und entdeckte im nächsten Raum eine Küche, dort stand ein Tisch an dem 4 Personen ausreichend Platz hätten finden können, je doch fanden sich nur zwei Stühle. Auf die Stühle so wie der Tisch waren Kunstvoll verziert. Ins Eis waren Muscheln und Seesterne eingearbeitet so wie kleine Seepferdchen.
Auf dem Boden unter dem Tisch so wie auch im ersten Raum lagen viele Felle was die wärme und Gemütlichkeit der Räume untermalte. Nela wollte weiter gehen und sich umsehen als sie von einer eiskalte Hand unsanft am Handgelenk packte wurde. Sie wollte schreien doch es ging nicht, sie wollte sich umdrehen um zu sehen wer sie da festhielt doch auch das ging nicht.

Stattdessen wachte sie am nächsten Morgen Schweiß gebadet und mit sehr schweren Liedern auf. Nur mühsam bekam sie sie auf und blinzelte gegen die Helligkeit in ihrem Zimmer.
Helligkeit.... Oh verdammt!...
Sie wollte aufspringen, stieß sich den Zeh am Bettpfosten, hüpfte ungelenkt auf einem Bein zur Waschschüssel, schmiss sich einen Ladung Wasser ins Gesicht und sah dann in ihr Spiegelbild. Ihr war für einen Augenblick so als wären ihre beiden Augenpaare wieder anders, eines Lila das andere Blau doch mit einem Blinzel verschwand diese seltsame „Einbildung“ wieder.
Sie mochte ihr Spiegelbild heute überhaupt nicht, fuhr sich nur schnell durch die Haare um die wildesten Strähnen zu bändigen, für komplizierte Flechtkunst war heute keine Zeit und zog sich schnell an. Das Frühstück hatte sicher schon begonnen und sie musste sich beeilen, sonst würde sie hungrig in den Tag starten.

Bevor sie ihr Zimmer verließ bemerkte sie noch einen Zettel vor ihrer Türe, ein Stück leicht vergilbtes Pergament auf dem mit Kohle folgendes Geschrieben Stand: ….Du bist nicht alleine...

Nela Steckte den Zettel schnell in ihre Manteltasche und beeilte sich in den Speisesaal zu kommen. Sie hatte nur noch eine halbe Stunde um zu Frühstücken dann musste sie sich auf den Weg zu ihrem ersten Unterricht, „Eis härten“ machen.

Im Speisesaal war es noch recht voll, einige waren fertig und standen auf, andere blieben einfach noch sitzen um die letzten Minuten mit reden zu verbringen.
Das Essen Stand auf den Tischen, daher ging Nela zu einem freien Platz etwas abseits der anderen, setzte sich und begann zu Frühstücken. Nach einem kurzem Augenblick kam eine junge Eiselfe in den Speisesaal, sah sich hektisch um und sah neben Nela einen freien Platz. Sie setzte sich neben Nela und begann Hastig etwas zu essen. Vorher bekam sie noch ein kurzes „Guten Morgen“ heraus und zeigte auch ein kleines aber ehrlich wirkendes Lächeln.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Montag 26. März 2018, 17:20

Nach dem Aufstehen war Dianela für einen Augenblick so, als wären ihre beiden Augen wieder anders, eines Lila das andere Blau doch mit einem Blinzel verschwand diese seltsame „Einbildung“ wieder.
Lila...und blau...merkwürdig! Ein bisschen wie bei Akim und Castiel... die Brüder sind aber beide auch NETT anzusehen...hihihih. Vielleicht träume ich jetzt schon im wachen Zustand von ihnen und bilde mir solch komische Sachen ein zu sehen. Puh...bleib entspannt, Mädchen! ...Hm... War beim ersten Mal das andere Auge auch blau, oder war mir da nur das Lila farbene aufgefallen... Warum denke ich darüber überhaupt nach? Ich muss los!
Bevor sie ihr Zimmer verließ bemerkte sie noch einen Zettel vor ihrer Türe, ein Stück leicht vergilbtes Pergament auf dem mit Kohle folgendes geschrieben stand:
**Du bist nicht alleine**
Merkwürdig! Wer könnte mir so eine Nachricht...? Komisch! **Ich bin nicht alleine...** Ja schon...aber ich fühle mich oft so ... Woher weiß...warum spielt der Schreiber darauf an... Ach, verdamt! ...seltsame Notiz. Vielleicht könnte ich die Schrift bei meinen Mitschülern vergleichen und so heraus finden, wer sie mir unter der Tür durchgeschoben hat?
Nela Steckte den Zettel schnell in ihre Manteltasche und beeilte sich in den Speisesaal zu kommen. Sie hatte nur noch eine halbe Stunde um zu Frühstücken dann musste sie sich auf den Weg zu ihrem ersten Unterricht, „Eis härten“ machen.
Eis härten... nicht so ganz mein Ding.
Auflösen, umformen und wieder erstarren lassen, das war ihr Ding und hatte einen ähnlichen Effekt wie das Härten, aber war halt doch anderes. Ihre Eisblöcke waren klar und frei von Rissen, somit auch stabieler als normales Eis, aber Eismagier konnten das viel besser und erschufen eine magische Festigkeit die Nela nur still bewundern konnte. Wenn sich jemals ein Eismagier herabwürdigen würde, um mit ihr zusammen zu arbeiten, wäre das Ergebnis vermutlich herausragend.

Im Speisesaal war es noch recht voll, einige waren fertig und standen auf, andere blieben einfach noch sitzen um die letzten Minuten mit reden zu verbringen.
Das Essen stand auf den Tischen, daher ging Nela zu einem freien Platz etwas abseits der anderen, setzte sich und begann zu frühstücken. Nach einem kurzem Augenblick kam eine junge Eiselfe in den Speisesaal, sah sich hektisch um und sah neben Nela einen freien Platz. Sie setzte sich neben Nela und begann hastig etwas zu essen.
Ah anscheinend hat sie auch verschlafen...
Vorher bekam sie noch ein kurzes
„Guten Morgen“
heraus und zeigte auch ein kleines aber ehrlich wirkendes Lächeln.
Nett.
Nela nickte ihr zu und antwortete entsprechend:
"Guten Morgen."
und aß weiter. Normaler Weise wurde sie selten gegrüßt, oder wenn dann mit dem nächsten Atemzug mit Beleidigungen beworfen. Noch seltener kam es vor, dass jemand sich zum Essen zu ihr setzte. Sie war nun mal die Aussenseiterin der Schule. Verstohlen musterte sie also das Gesicht neben sich, dass ihr auch nicht bekannt vor kam. Einen kurzen Moment überlegte sie ob sie sich wie gewöhnlich zurückahltend geben sollte, oder das arme Mädchen warnen sollte, dass sie sich gerade zum 'untalentierten Abschaum' gesetzt hatte, doch dann siegte die Neugierde.
"Bist du neu hier? Ich hab dich hier noch nie gesehen?"
Vielleicht freute sich das Mädchen ja, wenn sie an ihrem ersten Tag jemanden zum unterhalten fand. Manche der anderen Eiselfen sprachen privat kaum ein Wort, aber es waren nicht alle so unterkühlt. Riella zum Beispiel konnte sehr viel reden, wenn sie wollte, nur kam dabei meistens nichts gutes heraus. Im Grunde genommen konnte man die Schüler der Eisakademie leicht einteilen. Diejenigen die gerade erst ihre Ausbildung begonnen hatten, oder eben untalentiert waren, waren noch gut umgänglich, hatten Spaß und redeten viel, während die Fortgeschrittenen zunehmend kühler und oft damit auch einsilbiger den anderen unter ihnen liegenden Magiergraden gegenüber wurden. Wenn die Eismagie zunehmend in die Herzen der Wesen eindrang so wurde oft auch ihr Verhalten kühler. Einige der obersten Magi schienen nur noch abwesend durch die Gänge zu schweben und registrierten nur noch klare Fakten. Eine gewisse arrogante kalte Ausstrahlung war den hohen Klassen zu eigen, die Nela nie erreichen würde. Sie würde immer ein 'wildes Wasser' bleiben und ihr fehlte einfach nie nötige Härte für diese Magie, auch wenn sie sie manchmal um die Klarheit beneidete. Dennoch kam sie mit den 'Untalentierten' besser zurecht als mit den 'Überfliegern'.
Während sie sich noch einen Happen in den Mund schob, betrachtete sie die Elfe neben sich. Das Alter war bei Elfen ohnehin immer schwer einzuschätzen, besonders von anderen Völkern, aber untereinander ging es. An den Augen sah man es doch ganz gut. Reife lag oft im Blick und auch andere Merkmale konnten einem viel über jemand anderen verraten. Wie trug sie ihre Novizen Gewandung? Hatte sie auffällige Merkmale oder wie wirkte ihre emotionale Ausdrucksweise? Nela konnte sich gut vorstellen, ihr zu helfen sich zurecht zu finden.
Sich hier allein zu fühlen, kenne ich nur zu gut...
Das wünschte sie niemand anderem. Auch wenn sie befürchtete, dass das Mädchen sich vermutlich bei der nächsten Gelegenheit sicher abwenden würde, oder spätestens sobald Riella ihr verraten würde, wie 'anderes' Nela war.
Ach egal, kein Risiko, kein Vergnügen. Mehr als eine weitere Enttäuschung, kann es nicht werden.
Etwas zögernd und zurückhaltend, lächelte sie die Neue an freundlich an und zeigte damit offen Interesse an ihrer Person und nicht nur reine Höflichkeit. Nebenbei sah sie sich im Speisesaal flüchtig um, ob sich der Chaos-faktor Riella schon wie ein Hai seiner Beute näherte. Das Blut der Neulinge, war für sie sicher eine Köstlichkeit die sie sich nicht entgehen lassen würde, aber vielleicht hatte Nela und das Gesicht neben ihr heute einfach mal Glück und Riella war schon weg. Der kleine Zettel kam ihr wider in den Kopf und sie dachte:
Nein, allein bin ich heute morgen mal nicht, aber SIE kann nicht gemeint gewesen sein. Der der das geschrieben hat, muss mich gut kennen... Aber wer kennt mich hier gut? Eigentlich doch niemand!?!
Nel sah in das kauende Gesicht ihrer Sitznachbarin und wartete, ob sie antworten würde. Bald würde sicher der Gong zum Unterrichtsbeginn erklingen und dadurch blieb ohnehin nicht viel Zeit zum unterhalten, aber einen kleinen Versuch konnte man ja wagen.
„Ich bin übrings Nela.“

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Samstag 31. März 2018, 22:00

Neben Nela sahs nun eine junge Elfe, etwa in ihrem Alter, zumindest machte es den Anschein. Sie wirkte als wäre sie noch recht neu an der Akademie und kannte sich noch nicht so gut aus.
Ihre Haut hatte einen leichten bläulich silbrigen Schimmer, ihr Haar war weiß mit einem Blonden Schimmer und ihre Augen leuchteten grün, wenn Nela schon mal einen Wald gesehen hatte, dann würden diese Augen sie wohl an den Blick eines Waldes erinnern durch dessen Blätterdach die Sonne schien.
Alles in allem wirkte sie sehr freundlich und etwas Fremdartig, Ihre Kleidung war etwas anders als die anderer Eiselfen. Sie trug zwar eine der Typischen weißen Mäntel aus Bisonleder mit einer Kapuze aus Robbenfell, aber aus ihrer weißen Robe ragte ein Stück grüner Stoff hervor der bei dem ganzen weiß doch sehr auffiel aber wunderbar zu ihren Augen passte. Dennoch schien sie eine Eiselfe zu sein.
Dianela beobachtete sie so unauffällig wie möglich und grüßte sie ebenfalls mit einem „Guten Morgen“
Dann nach einer kurzen Weile des beobachtens traute Nela sich doch noch ihr eine weitere Frage zu stellen.
"Bist du neu hier? Ich hab dich hier noch nie gesehen?"
Nel sah in das kauende Gesicht ihrer Sitznachbarin und wartete, ob sie antworten würde. Bald würde sicher der Gong zum Unterrichtsbeginn erklingen und dadurch blieb ohnehin nicht viel Zeit zum unterhalten, aber einen kleinen Versuch konnte man ja wagen.
„Ich bin übrings Nela.“

Die Elfe sah sie aus großen grünen Augen an und lächelte nach dem sie gerade den bissen runter geschluckt hatte.
„Ja ich bin recht neu hier, ich sollte eigentlich schon früher hier her kommen aber ich war auf einer Reise und die Rückreise hatte länger gedauert als erwartet. Ich bin Melvina vom Nordlicht-klan, meine freunde sagen Mel zu mir freut mich dich kennen zu lernen?“

Nela konnte keine Kälte oder negative Schwingung bei Melvina spüren, doch plötzlich wurde es kälter, allerdings nicht wegen Mel, sondern weil Riella sich den beiden näherte, sie hatte Melvina scharf ins Auge gefasst und schritt mit ihrem üblichem „Gefolge“ und erhobenen Haubtes voran.
Am Tisch der beide angekommen stellte sie sich vor Melvina, einen Arm in die Hüffte gestemmt, den anderen angewinkelt um mit ihm beim sprechen ihre Aussagen Körperlich zu verdeutlichen.
„Oh Hallo, du bist neu hier, ich hab schon gehört das du her kommen solltes, solltest du nicht schon vor ein paar Wochen hier ankommen?“
„Ich bin übringens Riella, freut mich deine bekanntschaft zu machen liebes....“

Sie sprach wie immer hochmütig und eingebildet aber auch hinterlisst klang hindurch.
Melvina stand auf, lächelte, wenn auch diesmal etwas kühl und endgegente:
„Hallo Riella, freut mich dich kennen zu lernen, ich bin Melvina...“
„Ah Melvina, schön, also komm doch mit uns, mit diesem Abschaum da solltest du dich nicht abgeben, sie beherrscht ja nicht mal richtige Eismagie, weist du....“

Im hintergrund tuschelten zwei der Elfen „Jaaa Pissnella....weist du noch als sie damals....?“ „Ja ja..hihi das war lustig...pisnella....hihi“

Melvinas Blick wurde schlagartig ernst und das grün in ihren Augen funkelte geradezu giftig. Sie Stemmte beide Hände in die Hüfte und sprach ohne den blick auch nur einmal von Riella abzuwenden.
„Nun mit Elfen die andere nicht wertschätzen, möchte ich nichts zu tun haben,...solche freunde brauche ich nicht,...ihr seid eine Schande für einen jeden, der sich zu den guten Elfenvölkern zählt“
Darauf hin setzte sich Mel provokativ wieder hin und aß weiter ohne Riella noch eines Blickes zu würdigen.

Riella staunte nicht schlecht als dieser Giftig blick sie traf, wütend und voller Hass auf diese neue Mitschülerin dampfte sie mit ihrem Gefolge davon ohne noch ein Wort zu verlieren.

„Mit Solchen Leuten will ich nichts zu tun haben Nela, sowas lässt du dir von denen hoffentlich nicht gefallen?“

Sie aß noch schnell die letzten Bissen und sah Nela erwartungsvoll an.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Montag 2. April 2018, 12:40

Das Äußere der Elfe neben ihr war schon etwas ungewöhnlich. Nel hatte sogar kurz den Gedanken, dass die Neue vielleicht sogar etwas Mischlingsblut in sich haben könnte. Ihr gefielen die vielen Farbschattierungen. Der zarte Blondschimmer ihrer Haare war richtig hübsch und die Augen phänomenal! Man könnte sie ja fast als "bunt" bezeichnen, zwischen all den monotonen Weiß und Grau und Blautönen der Eiselfen. Nela fand, dass das Mädchen ausnehmend gut aussah, viel hübscher als sie. Am liebsten hätte sie die Farben irgendwie eingefangen. Sie glich fast den Regenbögen, oder dem Lichtspiel, dass sie durch das Brechen von Licht neuerdings hervorrufen konnte.
„Ich bin übrings Nela.“
Die Elfe sah sie aus ihren großen Augen an und lächelte nach dem sie gerade den bissen runter geschluckt hatte.
„Ja ich bin recht neu hier, ich sollte eigentlich schon früher hier her kommen aber ich war auf einer Reise und die Rückreise hatte länger gedauert als erwartet. Ich bin Melvina vom Nordlicht-klan, meine Freunde sagen Mel zu mir. Freut mich dich kennen zu lernen.“
Äh...soll ich sie jetzt Melvina oder Mel nennen? Ach, ich bleibe erst mal bei Melvina. Ich bin ja keine Freundin... oder hat sie mir das gerade angebo... Nein, bestimmt nicht.
Nela konnte keine Kälte oder negative Schwingung bei Melvina spüren, doch plötzlich wurde es kälter, allerdings nicht wegen Mel, sondern weil Riella sich den beiden näherte, sie hatte Melvina scharf ins Auge gefasst und schritt mit ihrem üblichem „Gefolge“ und erhobenen Hauptes voran.
Oh-oh! Vorsicht! Das kann wieder was werden! Gleich ist es eh vorbei mit der 'vielleicht angebotenen Freundschaft'... ach, hauptsache Riella macht Mel nicht gleich fertig!
Am Tisch der beide angekommen stellte sie sich vor Melvina, einen Arm in die Hüffte gestemmt, den anderen angewinkelt um mit ihm beim sprechen ihre Aussagen körperlich zu verdeutlichen.
„Oh Hallo, du bist neu hier, ich hab schon gehört das du her kommen solltes, solltest du nicht schon vor ein paar Wochen hier ankommen? Ich bin übringens Riella, freut mich deine Bekanntschaft zu machen Liebes.“
Pah – Liebes! Jetzt wird es hässlich, wenn sie schon so anfängt!

Sie sprach wie immer hochmütig und eingebildet aber auch Hinterlisst klang hindurch.
'Hm ...Riella hat gewusst, dass jemand neues kommen würde? Typisch. Ich krieg immer alles als letzte mit.
Melvina stand auf, lächelte, wenn auch diesmal etwas kühl und endgegente:
„Hallo Riella, freut mich dich kennen zu lernen, ich bin Melvina.“
„Ah Melvina, schön, also komm doch mit uns, mit diesem Abschaum da solltest du dich nicht abgeben, sie beherrscht ja nicht mal richtige Eismagie, weist du....“

Na klasse! Jetzt gehts los. Also gut. Beeilt euch...ich muss zum Unterricht.

Im Hintergrund tuschelten zwei der Elfen
„Jaaa Pissnella....weist du noch als sie damals....?“
„Ja ja..hihi das war lustig...pisnella....hihi“

Melvinas Blick wurde schlagartig ernst und das grün in ihren Augen funkelte geradezu giftig. Sie stemmte beide Hände in die Hüften und sprach ohne den Blick auch nur einmal von Riella abzuwenden.
„Nun mit Elfen die andere nicht wertschätzen, möchte ich nichts zu tun haben. Solche Freunde brauche ich nicht. Ihr seid eine Schande für einen jeden, der sich zu den guten Elfenvölkern zählt“
Dianelas Mund stand offen. Ihr Kopf war gerade leer gefegt. Mel setzte sich provokativ wieder hin und aß weiter ohne Riella noch eines Blickes zu würdigen. Riella dampfte mit ihrem Gefolge davon ohne noch ein Wort zu verlieren. Nela sah ihr hinterher und starrte dann Melvina an.
... das ist übel.
„Mit Solchen Leuten will ich nichts zu tun haben Nela, sowas lässt du dir von denen hoffentlich nicht gefallen?“

Sie aß noch schnell die letzten Bissen und sah Nela erwartungsvoll an.
"Äh..."
Mehr bekam sie gerade nicht heraus. Mel schaute Nel an, Nel schaute Mel an.
"Ich... ähm..."
Sie schüttelt kurz den Kopf um die Schockstarre los zu werden, in die sie gerade verfallen war.
"Dir ist schon klar, dass du dir gerade eine Feindin gemacht hast, oder? Du hättest das nicht tun müssen! Riella ist die Klassenbeste und alle wollen sich mit ihr gut stellen. Sie hat viel Einfluss hier an der Akademie. Weist du, ich mach das schon seit Jahren mit. Ich kenne das nicht anders, aber DU... Du hast dir grade echt ein paar gute Chancen verbaut. Du musst nicht bei mir sitzen. Wenn du jetzt gehst, dann lässt sie dich vielleicht noch in Ruhe."
Fast wünschte Dianela sich, dass die Neue ging – um ihretwillen. Andererseits war da auch eine klitze kleine Welle Glücksgefühl, dass Riella mal die Stirn geboten bekommen hatte. Auch wenn das vermutlich nicht lange anhielt und die Rache bald folgen würde. Die junge Wassermagi stellte ihre Sachen zusammen, damit das Personal es leichter hatte beim Abräumen und stand auf.
"Es tut mir leid, dass das passiert ist. So ist das halt in meiner Nähe. Ich... Ich muss jetzt zum Unterrricht."
So leicht bekam man eine Schnecke nicht aus ihrem Haus. Nach Jahren der Stichelein und Demütigungen hatte Nel nun mal gelernt still zu halten. Trotzdem empfand sie das Verhalten der Anderen als angenehm erfrischend, also lächelte sie ihr nochmal zu und nickte.
"Aber Dankeschön, für dein Bemühen. ...Du hast ja mit allem Recht, was du zu ihr gesagt hast, aber das wird es für dich nicht leichter machen und wenn ich Riella richtig kenne, dann wird es auch für mich in nächster Zeit nicht einfacher. Du solltest jetzt aber auch gehen, sonst kommst du an deinem ersten Tag noch zu spät."
Sie nahm ihre Sachen und wollte gehen. Viel Hoffnung wohnte nun mal nicht in ihrem Herzen, was soziale Anerkennung betraf. Freunde gab es außerhalb der Familienmitglieder nicht. Die Neue war nett und mutig, bewundernswehrte Eigenschaften. Aber sie hatte schon die Welt gesehen und gelernt, wie man sich verteidigte. Nela kannte das alles nicht. Sie hob die Hand zu einem kleinen Gruß und machte sich daran zu gehen. In ihrem Innern sah es jedoch etwas anders aus. Die scharfen Worte der Neuen hatten etwas in ihrem Innern aufgewühlt. Es war, als wenn das ruhige Meer, dass sonst sanft und still an die Ufer ihrer Seele brandete, jetzt plötzlich in Wallung geraten wäre. Es war noch keine Sturmflut, aber Nelas Gedanken schlugen hart und unerbittlich an ihr Selbstbewusstsein. Besonders der letzte Satz an Riella gerichtet, spukte ihr im Kopf herum:
Mit Solchen Leuten will ich nichts zu tun haben Nela, sowas lässt du dir von denen hoffentlich nicht gefallen? ... Tia, irgendwie doch. 'Sowas' lass ich mir gefallen... schon seit Jahren... Bin ich deswegen schwach? Ja vielleicht. Aber es ist mir egal. Melvina wird mich jetzt sicher für ein Feigling halten und eh nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. ...würde ich ja auch nicht. Vermutlich ist es besser so. Was könnte ich auch schon groß dagegen tun.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 8. April 2018, 08:46

Die kleine Unruhe blieb nicht unbemerkt, einige Elfen drehten sich um und sahen erstaunt wie Riella, ziemlich missmutig den Speisesaal verließ. Darunter war auch Castiel, er beäugte die neue Elfe und lächelte. Dann schnappte er sich seine Tasche und ging selbst schnell zum Unterricht.

„Mit Solchen Leuten will ich nichts zu tun haben Nela, sowas lässt du dir von denen hoffentlich nicht gefallen?“ 

Sie aß noch schnell die letzten Bissen und sah Nela erwartungsvoll an.
"Äh..."
Mehr bekam Nela gerade nicht heraus. Mel schaute Nel an, Nel schaute Mel an. 
"Ich... ähm..."
Sie schüttelt kurz den Kopf um die Schockstarre los zu werden, in die sie gerade verfallen war. 

"Dir ist schon klar, dass du dir gerade eine Feindin gemacht hast, oder? Du hättest das nicht tun müssen! Riella ist die Klassenbeste und alle wollen sich mit ihr gut stellen. Sie hat viel Einfluss hier an der Akademie. Weist du, ich mach das schon seit Jahren mit. Ich kenne das nicht anders, aber DU... Du hast dir grade echt ein paar gute Chancen verbaut. Du musst nicht bei mir sitzen. Wenn du jetzt gehst, dann lässt sie dich vielleicht noch in Ruhe."

Mels Blick wurde etwas ernster und sie schlug mit der Faust auf dem Tisch.

„Das ist doch nicht dein ernst?....wie weit willst du dich den selbst noch abwerten,....!
Diese Riella ist eine verlogene hinterhältige....Arg....eine Schande das sie eine Elfe ist....und ich werde die Letzte sein die sich ihr anschließen wird. Soll sie nur versuchen mir das Leben schwer zu machen, das wird sie nicht schaffen. Ich bin mir ziemlich sicher das sie mich sowieso nicht leiden könnte und mich ziemlich schnell auf ihrer Abschussliste hätte, selbst wenn ich mich nicht zu dir gesellt hätte. Aber dank meines Vaters hab ich einen ganz guten Blick dafür wer Vertrauenstürding und ehrlich ist, und von wem man sich lieber fernhalten sollte....!“

Dann lächelte sie Nela wieder an und ihr Blick war vermutlich der wärmste im ganzen Raum.
„ Nun ja...Jedenfalls möchte ich deine Freundin werde und dieser Riella werde ich schon noch zeigen, das man mit mir und meinen Freunden nicht so umspringen kann....Einfluss hin oder her!“

Melvina wirkte sehr energisch und Selbstsicher, aber ob sie wirklich wusste worauf sie sich da ein lies war fraglich..... doch es schien ihr auch völlig egal zu sein mit was Riella es versuchen würde!
Nela wünschte sich fast schon das Melvina ging um ihretwillen, aber diesen Gefallen tat Mel ihr nicht, im gegen teil....Mel solidarisierte sich nur noch mehr mit Nela und schien noch überzeugter davon Nela beizustehen.
Etwas entgeistert sah Nela sie an, stand auf und nahm ihre Sachen:

"Es tut mir leid, dass das passiert ist. So ist das halt in meiner Nähe. Ich... Ich muss jetzt zum Unterricht."

So leicht bekam man eine Schnecke nicht aus ihrem Haus. Nach Jahren der Sticheleien und Demütigungen hatte Nel nun mal gelernt still zu halten. Trotzdem empfand sie das Verhalten der Anderen als angenehm erfrischend, also lächelte sie ihr nochmal zu und nickte.

"Aber Dankeschön, für dein Bemühen. ...Du hast ja mit allem Recht, was du zu ihr gesagt hast, aber das wird es für dich nicht leichter machen und wenn ich Riella richtig kenne, dann wird es auch für mich in nächster Zeit nicht einfacher. Du solltest jetzt aber auch gehen, sonst kommst du an deinem ersten Tag noch zu spät."

Melvina nahm ebenfalls ihre Sachen und sie Sah Dianela mit einem etwas seltsamen Blick an, einem Blick in dem eine gewisse Traurigkeit, aber auch Unmut lagen. Sie begriff das Nela schon zu viele Jahre dieser Riella alleine gegenüber gestanden hatte und sich nicht wegen ein paar Worten einer fremden verändern würde, doch das führte in Mel nur dazu das sie Nela nur noch mehr helfen wollte.
Nela ging schon los in Richtung Klassenraum als Mel mit ihren Sachen ihr noch hinterher lief.
„Warte Dianela,.....“
Sie legte ihre Hand auf Nelas Schulter und lächelte sie an.
„Ich komm zum Mittagessen zu dir, wir reden weiter, wir sind doch jetzt freunde...“
Sie zwinkerte Nela zu, dann rannte sie schnell mit ihren Sachen zu ihrem Unterrichtsraum.

Der Unterricht war Langweilig und zog sich wie gebackener Tintenfisch der kalt geworden war......


Nach dem Unterricht wieder im Speisesaal sahs Melvina am selben Tisch wie morgens, doch Castiel stand neben ihr, die Hände auf den Tisch gestützt und schien eine entspannte Unterhaltung mit Melvina zu führen.

„Hi, ich bin Castiel“
„Das war echt klasse wie du dich heute früh verhalten hast, aber auch sehr ungewöhnlich...darf ich Fragen wie du heißt...?“
Castiel sah sich um, von Riella und ihrem „Gefolge“ war weit und breit noch nichts zu sehen...Melvina lächelte Castiel zu, bot ihm aber nicht an sich hinzusetzten sondern hatte ihre Tasche fast schon Provokativ neben sich stehen, als würde sie für jemand bestimmten den Platz frei halten.
„Danke für dein Lob Castiel, ich heiße Melvina vom Nordlicht-Clan! So etwas ist für mich selbstverständlich, aber ich merke das ich da wohl etwas anders bin als die meisten hier....liegt vermutlich an meinem Vater....naja....“
Melvina sah sich ebenfalls um und sah Nela sofort als sie um die Ecke in den Speisesaal bog.
Sie hob ihren Arm und rief ziemlich deutlich so das einige es hören konnten.
„HEY DIANELA...HIER DRÜBEN........“
Dabei deutete sie dann auf den Sitzt neben sich und nahm die Tasche vom Platz um ihr zu signalisieren das sich Nela neben sie setzten sollte.
Castiel lächelte Nela freundlich zu und blieb noch einen Augenblick stehen.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Sonntag 8. April 2018, 12:48

Mels Blick wurde etwas ernster und sie schlug mit der Faust auf dem Tisch.
Wow, die hat ja ein Temperament...hihi... Gefällt mir irgendwie... nur... Das bringt doch meistens Ärger.
„Das ist doch nicht dein Ernst?....wie weit willst du dich den selbst noch abwerten,....!
Diese Riella ist eine verlogene hinterhältige....Arg....eine Schande das sie eine Elfe ist....und ich werde die Letzte sein die sich ihr anschließen wird. Soll sie nur versuchen mir das Leben schwer zu machen, das wird sie nicht schaffen. Ich bin mir ziemlich sicher das sie mich sowieso nicht leiden könnte und mich ziemlich schnell auf ihrer Abschussliste hätte, selbst wenn ich mich nicht zu dir gesellt hätte...“

Ein richtiger Wirbelwind...wenn man es mit Venthas Worten beschreiben könnte...
„...Aber dank meines Vaters hab ich einen ganz guten Blick dafür wer vertrauenswürdig und ehrlich ist und von wem man sich lieber fernhalten sollte....!“
...Frag mich wer ihr Vater ist. ...aber ...Hm... sie hat ja Recht.

Dann lächelte sie Nela wieder an und ihr Blick war vermutlich der wärmste im ganzen Raum.
„ Nun ja...Jedenfalls möchte ich deine Freundin werden..."
Ich glaube, da hab ich ohnehin keine Wahl. Hihi!

Nela lächelte ein kleines Bisschen, schmal und so unauffällig wie möglich.
„... und dieser Riella werde ich schon noch zeigen, das man mit mir und meinen Freunden nicht so umspringen kann....Einfluss hin oder her!“
Auf in den Kampf... oder so... Meine Güte, sie ist so... sooo... so wie ich gerne wäre. Autsch! Na ja, ich bin glaub ich auch manchmal so... aber hier? … Sie traut sich einfach was! Das ist irgendwie erfrischend.

Melvina wirkte sehr energisch und selbstsicher, aber ob sie wirklich wusste worauf sie sich da ein lies war fraglich. Doch es schien ihr völlig egal zu sein. Nela wünschte sich fast schon das Melvina ging um ihretwillen, aber diesen Gefallen tat Mel ihr nicht, im Gegenteil. Mel solidarisierte sich nur noch mehr mit Nela und schien noch überzeugter davon Nela beizustehen.
Ich glaub, ich hab wirklich keine Wahl...
Etwas entgeistert sah Nela sie an, stand auf und nahm ihre Sachen:
"Es tut mir leid, dass das passiert ist. So ist das halt in meiner Nähe. Ich... Ich muss jetzt zum Unterricht. Aber Dankeschön, für dein Bemühen. ...Du hast ja mit allem Recht, was du zu ihr gesagt hast, aber das wird es für dich nicht leichter machen und wenn ich Riella richtig kenne, dann wird es auch für mich in nächster Zeit nicht einfacher. Du solltest jetzt aber auch gehen, sonst kommst du an deinem ersten Tag noch zu spät."
Melvina nahm ebenfalls ihre Sachen und sie sah Dianela mit einem etwas seltsamen Blick an, einem Blick in dem eine gewisse Traurigkeit, aber auch Unmut lagen. Nela ging schon los in Richtung Klassenraum als Mel mit ihren Sachen ihr noch hinterher lief.
„Warte Dianela,.....“
Sie legte ihre Hand auf Nelas Schulter und lächelte sie an.
„Ich komm zum Mittagessen zu dir, wir reden weiter. Wir sind doch jetzt Freunde.“
Sie zwinkerte Nela zu, dann rannte sie schnell mit ihren Sachen zu ihrem Unterrichtsraum.
Freunde... das klingt schön... zu schön um wahr zu sein...

Der Unterricht war langweilig und zog sich wie gebackener Tintenfisch der kalt geworden war.
Und ich hasse Tintenfisch! Besonders wenn er zu lange gekocht und dann kalt wird, schleimig und zäh ist, im Hals klebt wie ein Klos und einen würgen lässt! WÄCH!
Wieder im Speisesaal saß Melvina am selben Tisch wie morgens, doch Castiel stand neben ihr, die Hände auf den Tisch gestützt und schien eine entspannte Unterhaltung mit Melvina zu führen.
Na huch??? Was macht er denn im meiner Ecke? Er hat doch noch nie... Ah, Mel ist auch da. Sie unterhalten sich... Tja, das ist dann wohl der Reiz der „Neuen“. Ob sie ihm gefä... Was denk ich denn über SOWAS nach!
Nel schüttelte den Gedanken ab.
Vielleicht kann ich mich unbemerkt...
Doch ein wenig neugierig lauschte sie den leisen Worten.
„Hi, ich bin Castiel“
„Das war echt klasse wie du dich heute früh verhalten hast, aber auch sehr ungewöhnlich...darf ich fragen wie du heißt?“

Castiel sah sich um, von Riella und ihrem „Gefolge“ war weit und breit noch nichts zu sehen. Zum Glück war Nela noch nicht nah, genug, dass er sie in der kleinen Gruppe ausmachte, die gerade den Raum betraten und so ging sie langsam weiter näher. Melvina lächelte Castiel zu, bot ihm aber nicht an sich hinzusetzten sondern hatte ihre Tasche fast schon provokativ neben sich stehen, als würde sie für jemand bestimmten den Platz frei halten.
Nela musst fast lachen. Castiel, der schöne, große, charmante, begabte, der beliebte Castiel, wurde stehen gelassen und nicht an einen Tisch gebeten! Der Liebling aller Mädchen und Kumpel aller Jungs, stand an ihrem Tisch, der Außenseiter-ecke und durfte sich nicht setzten!
Wunder gibt es doch! ... ...allerdings will er sich bestimmt auch gar nicht setzen. So wie er sich nach Riella umgesehen hat, fürchtet er bestimmt von ihr hier entdeckt zu werden und dann ist es mit seinem guten Ruf dahin. Ich sollte... ihn erlösen gehen.
„Danke für dein Lob Castiel, ich heiße Melvina vom Nordlicht-Clan! So etwas ist für mich selbstverständlich, aber ich merke das ich da wohl etwas anders bin als die meisten hier....liegt vermutlich an meinem Vater....naja....“
Schon wieder der Vater.... Wer das wohl ist?

Nela ging noch ein bisschen näher und wagte sich damit anscheinend zu weit vor. Melvina sah sie sofort. Sie hob ihren Arm und rief ziemlich deutlich so das einige es hören konnten.
„HEY DIANELA...HIER DRÜBEN........“
OH VENTAH, steh mir bei!

Dabei deutete sie dann auf den Sitzt neben sich und nahm die Tasche vom Platz um ihr zu signalisieren das sich Nela neben sie setzten sollte. Konnte es noch peinlicher werden? Ja, konnte es! Castiel lächelte Nela freundlich zu und blieb noch einen Augenblick stehen. Allein seine Anwesenheit, brachte Nela wie eigentlich immer das Gefühl ein, dass sie über glattes Eis schlitterte und sich dumm und ungeschickt anstellte. Da nun sowieso alle zu ihnen schauten, war es besonders schlimm. Sie atmete einmal tief durch und kam an den Tisch. Sie wollte eigentlich ihre Tasche mit den Büchern, Stiften und Notizen über Wassermagie neben sich stellen, aber da sie sicher gehen wollte, nicht noch auf den letzten Metern zu stolpern, sah sie nicht so ganz genau hin, wo die Sitzbank endete und stellte die Tasche in die Luft.
Genauer gesagt in die Luft, da wo sie gedacht hätte, dass noch ein Stück Bank gewesen wäre. Polternd fielen ihre Sachen zu Boden, die Lasche sprang auf und Stifte und ein paar der Dokumente flatterten munter heraus, wie um zu schreien: FREIHEIT!
Mit der flachen Hand patschte sie sich an die Stirn und ließ sie dann großflächig langsam hinab gleiten. So wie andere Elfen mit blauer Haut einen hübschen violetten Schimmer bekamen, wenn sie rot wurden, so wurde Dianelas helle Elfenbeinfarbene Haut eher fliederfarben bis knallig rosa. Da es eh schon zu spät war, sie mal wieder sich das größte Fettnäpfchen gesucht hatte und ausgerechnet Castiel nun auch noch Zeuge ihrer Beispielhaftigkeit von Ungeschick geworden war, kniete sie sich der Bewegungsrichtung ihrer Hand im Gesicht folgend, also neben ihn auf den Boden und begann ihre Habseligkeiten einzusammeln.
Warum eigentlich immer ich? Warum kann nicht mal jemand anderen was peinliches passieren!
, dachte sie, obwohl Nel eigentlich nicht wirklich jemand anders Schaden wünschte. Sie war einfach nur frustriert. Es fehlte nur noch, dass Riella jetzt auftauchte und ihr Gift versprühte. Dann wäre das mal wieder ein Tag, den Nela gern aus ihrer Lebenszeit gestrichen hätte. Nervös sah sie flüchtig zu Castiel auf, sprach schnell und meinte:
„Ist schon gut, ich schaff das. Du kannst ruhig gehen, wenn du willst.“
Sie sah wieder auf ihre Hände und wagte nicht mehr aufzusehen. Um irgendwie den peinlichen Moment zu überspielen und neben dem Aufsammeln ihre Sachen die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, fragte sie Melvina:
„Mel, wer ist denn dein Vater? Du hattest ihn vorhin auch schon mal erwähnt...?
Nel, hoffte einfach nur, dass ihre neue „Freundin“, denn das könnte sie vielleicht wirklich werden, den Wink verstand und die Aufmerksamkeit wieder auf sich lenkte.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 22. April 2018, 19:41

Dabei deutete sie dann auf den Sitzt neben sich und nahm die Tasche vom Platz um ihr zu signalisieren das sich Nela neben sie setzten sollte. Konnte es noch peinlicher werden? Ja, konnte es! Castiel lächelte Nela freundlich zu und blieb noch einen Augenblick stehen. Allein seine Anwesenheit, brachte Nela wie eigentlich immer das Gefühl ein, dass sie über glattes Eis schlitterte und sich dumm und ungeschickt anstellte. Da nun sowieso alle zu ihnen schauten, war es besonders schlimm. Sie atmete einmal tief durch und kam an den Tisch. Sie wollte eigentlich ihre Tasche mit den Büchern, Stiften und Notizen über Wassermagie neben sich stellen, aber da sie sicher gehen wollte, nicht noch auf den letzten Metern zu stolpern, sah sie nicht so ganz genau hin, wo die Sitzbank endete und stellte die Tasche in die Luft.
Genauer gesagt in die Luft, da wo sie gedacht hätte, dass noch ein Stück Bank gewesen wäre. Polternd fielen ihre Sachen zu Boden, die Lasche sprang auf und Stifte und ein paar der Dokumente flatterten munter heraus, wie um zu schreien: FREIHEIT!
Mit der flachen Hand patschte sie sich an die Stirn und ließ sie dann großflächig langsam hinab gleiten. So wie andere Elfen mit blauer Haut einen hübschen violetten Schimmer bekamen, wenn sie rot wurden, so wurde Dianelas helle Elfenbeinfarbene Haut eher fliederfarben bis knallig rosa. Da es eh schon zu spät war, sie mal wieder sich das größte Fettnäpfchen gesucht hatte und ausgerechnet Castiel nun auch noch Zeuge ihrer Beispielhaftigkeit von Ungeschick geworden war, kniete sie sich der Bewegungsrichtung ihrer Hand im Gesicht folgend, also neben ihn auf den Boden und begann ihre Habseligkeiten einzusammeln. 
„Ist schon gut, ich schaff das. Du kannst ruhig gehen, wenn du willst.“

Mel sprang ohne zu zögern auf: „Warte ich helfe dir....“

Sie half Nela die Sachen aufzusammeln, dabei erhaschte sie auch einen Blick auf Nelas Notizen bezüglich Wassermagie und grinste. „Soso, Wassermagie, das erklärt einiges, echt cool Nela....“
Sie hielt ihr die Notizen entgegen und lächelte breit, während Castiel etwas unbeholfen neben den beiden Stand und sich umsah.
Nela nahm Mel die Notizen ab und sah wieder auf ihre Hände sie wagte nicht mehr aufzusehen. Um irgendwie den peinlichen Moment zu überspielen und neben dem Aufsammeln ihre Sachen die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, fragte sie Melvina:
„Mel, wer ist denn dein Vater? Du hattest ihn vorhin auch schon mal erwähnt...?"
Nel, hoffte einfach nur, dass ihre neue „Freundin“, denn das könnte sie vielleicht wirklich werden, den Wink verstand und die Aufmerksamkeit wieder auf sich lenkte.

Mel blinzelte zwei mal groß, lächelte und stand mit den restlichen Stiften in der Hand auf. Sie hatte Nelas "wink" verstanden und lenkte die Aufmerksamkeit auf sich.
„Mein Vater, nun ja, er ist kein Eiself...er stammt aus dem Wald Neldoreth, daher sind meine Fähigkeiten in Sachen Eismagie auch eher....naja ich nenne es bescheiden, aber meine Eltern wollte trotzdem das ich eine Zeitlang meine Fähigkeiten hier verbessere. Aber ich werde früher oder Später mit meinem Vater wieder auf reisen gehen. Ich will irgend etwas gegen die Bedrohung der Dunkelelfen tun....hier ist es ja nicht so ein Gesprächsthema, aber mein Vater und ich haben ihr Heer aus der ferne gut versteckt beobachtet. Sie sind grausam und bedrohen viele Völker. Darum kann ich solche Elfen wie diese Riella nicht ausstehen....ein jeder der sich mit Stolz Elf nennt sollte mit gutem Herzen und Edelmut voran treten und alles dafür tun um unser Volk voller Ehre zu Präsentieren.“

Melvina wurde immer aufbrausender während sie Sprach und es war nicht zu übersehen wie ihre Augen dabei vor Emotionen funkelten. Sie hatte gewiss andere Ziele und Ansichten als alle andere Eiselfen auf dieser Akademie. Sie Stammt von Nordlicht-clan, einem Clan der die Modernen Ansichten vertritt und sich meist eher still verhält. Nun wird klar warum, wenn Mels Mutter mit einem Neldorethischen Elfen verheiratet ist werden sie nicht auf viele mit großem Verständnis treffen.
Castiel hörte Mel ebenfalls mit geweiteten Augen zu und dann kam Riella mit ihrem „Gefolge“ herein, Castiel sah die beiden hektisch an, nickte höflich aber kaum merkbar und sagte leise.
„Sehr interessant, bis später ihr beiden..“
dann verschwand er rasch an einen Tisch an dem noch andere Männliche Eiselfen saßen.
Er strich sich mit den flachen Hand über den Kopf und atmete schwer aus. Es wirkte als wäre einem Raubtier entkommen.

Riella ging an Nela und Mel vorbei und grinste dunkel um sich darauf hin ohne ein Wort an ihren Üblichen Tisch zu setzten und mit ihren „Weibern“ zu schnattern.

Mel sah sie giftig an, dann sah sie etwas gekränkt zu Castiel rüber und schüttelte fast unmerklich den Kopf.
Castiel sahs nun etwas beschämt bei seinen Jungs und versuchte offensichtlich sich nichts anmerken zu lassen.

Mel sah zu Nela und sprach in einer gemäßigten Lautstärke das nur sie es hören konnte.

„Unglaublich...fast alle hier sind wie feige kleine Schneehasen, laufen weg und verstecken sich sobald diese Ziege den Raum betritt. Und der Rest der sich nicht versteckt schleimt sich bei ihr ein wie ein Gefolge aus schleimigen Nacktschnecken......Irgendwann wird diese Riella auf diesem ganzen Schleim noch gehörig auf die Nase fallen.“
„Aber ich hab das Gefühl das sie irgendetwas ausgeheckt hat...findest du nicht?“

Abschätzend sah sie zu Riella rüber, die sie mit einem fiesen grinsen und einem kaum merklichen Blick von der Seite „Strafte“.
„Was hältst du davon wenn wir die Mittagspause nicht hier verbringen sondern du mir ein wenig von der Akademie zeigst? Ich würde gerne mehr über diese Wassermagie erfahren, und du scheinst ja auch neugierig zu sein was mich betrifft?“
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Dienstag 24. April 2018, 10:47

„Ist schon gut, ich schaff das. Du kannst ruhig gehen, wenn du willst.“
Mel sprang ohne zu zögern auf:
„Warte ich helfe dir....“
Sie half Nela die Sachen aufzusammeln, dabei erhaschte sie auch einen Blick auf Nelas Notizen bezüglich Wassermagie und grinste.
„Soso, Wassermagie, das erklärt einiges, echt cool Nela....“
Cool? ..so hat noch nie jemand meine Veranlagung bezeichnet!

Sie hielt ihr die Notizen entgegen und lächelte breit, während Castiel etwas unbeholfen neben den beiden stand und sich umsah.
Ja, Castiel... ich bin peinlich. Sieh dich um, ob irgendjemand dich damit in Verbindung bringt. Es sollte dich niemand hier so sehen. Geh schnell. Und das schlimme ist, ich meine das wirklich so.
Nela nahm Mel die Notizen ab und sah wieder auf ihre Hände sie wagte nicht mehr aufzusehen. Um irgendwie den peinlichen Moment zu überspielen und neben dem Aufsammeln ihre Sachen die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, fragte sie Melvina:
„Mel, wer ist denn dein Vater? Du hattest ihn vorhin auch schon mal erwähnt...?"
Nel, hoffte einfach nur, dass ihre neue „Freundin“, denn das könnte sie vielleicht wirklich werden, den Wink verstand und die Aufmerksamkeit wieder auf sich lenkte. Mel blinzelte zwei mal groß, lächelte und stand mit den restlichen Stiften in der Hand auf. Sie hatte Nelas "Wink" verstanden und lenkte die Aufmerksamkeit auf sich.
„Mein Vater, nun ja, er ist kein Eiself...er stammt aus dem Wald Neldoreth, ...“
Habs ich mir doch gedacht. Sie ist ein Mischling... irgendwie ...endlich mal was anderes!

Nel grinste leicht.
„...daher sind meine Fähigkeiten in Sachen Eismagie auch eher....naja ich nenne es bescheiden,...“
Na da passen wir doch zusammen.
„... aber meine Eltern wollte trotzdem das ich eine Zeitlang meine Fähigkeiten hier verbessere. Aber ich werde früher oder später mit meinem Vater wieder auf reisen gehen. ...“
Reisen!...das wäre schön! Vielleicht kann ich das ja auch irgendwann... zusammen mit meinem zukünftigen Ehemann?

Der Gedanke an ihre bevorstehende Hochzeit und die Veränderungen die in ihrem Leben daraufhin folgen würden, brachten sie emotional etwas aus dem Tritt und das nicht, weil sie Akim abgeneigt wäre. Es war eher Castiels Nähe, die sie dabei durcheinander brachte. Warum sah sie ihn an, wenn sie an seinen Bruder dachte? Oder war es nur seine Ähnlichkeit mit ihm? Castiel hatte sie schon seit langem aus der Ferne bewundert. Aber jetzt überlegte sie tatsächlich, warum das so war. Ja, er war eine imposante Erscheinung, aber das war sein Bruder auch. Oder war es anders herum? Dachte sie an Akim, weil Castiel ihr gerade nahe war? Vielleicht fand sie ihn auch nur einfach toll, weil es alle taten?
„...Ich will irgend etwas gegen die Bedrohung der Dunkelelfen tun....“
Mels Stimme riss sie aus ihren Tagträumen.
Dunkelelfen?
Sie brauchte einen Moment um den Faden des Gesprächs wieder aufnehmen zu können.
„...hier ist es ja nicht so ein Gesprächsthema, aber mein Vater und ich haben ihr Heer aus der ferne gut versteckt beobachtet.“
Das muss sehr gefährlich gewesen sein!

Tatsächlich hatte Dianela sich nie so wirklich mit der Welt da draußen befasst. Ja, sie hatte zugehört, wenn die Männer manchmal Geschichten von den wenigen Händlern aufgeschnappt hatten, die die Eiswelt bereisten. Aber wirklich berührt hatte sie das Thema nie. Es war fern und sie war jung. Sie wurde von ihrer Familie beschützt und niemand hatte vor sich in die politischen Spiele des dunklen Volkes einzumischen. Deshalb waren es eben nur Geschichten gewesen... bis jetzt!
„Sie sind grausam und bedrohen viele Völker. ...“
Tobt da draußen ein Krieg, den wir nicht sehen? Müssten wir etwas tun?“

Ihre Familie hielt die Mädchen bewusst aus Kriegen oder Kämpfen fern. Vielleicht war das auch gut, den ein junger Geist konnte unvernünftig und wild sein, besonders der von Nel.
„...Darum kann ich solche Elfen wie diese Riella nicht ausstehen...“
Na ja, das ist bei mir eher eine Grundeinstellung aus Erfahrung, aber ich kann verstehen, was du meinst.
„...ein jeder der sich mit Stolz Elf nennt sollte mit gutem Herzen und Edelmut voran treten und alles dafür tun um unser Volk voller Ehre zu präsentieren.“
Gut gesprochen. Nur glaube ich, dass Riella Mut und Ehre anders definiert als du.

Melvina wurde immer aufbrausender während sie sprach und es war nicht zu übersehen wie ihre Augen dabei vor Emotionen funkelten. Sie hatte gewiss andere Ziele und Ansichten als alle andere Eiselfen auf dieser Akademie. Sie stammte von Nordlicht-Clan, einem Clan der die Modernen Ansichten vertrat und sich meist eher still verhielt. Nun wurde auch klar warum, wenn Mels Mutter mit einem Neldorethischen Elfen verheiratet werden konnte und sie nicht auf viele mit großem Verständnis traf. Castiel hörte Mel ebenfalls mit geweiteten Augen zu und dann kam Riella mit ihrem „Gefolge“ herein, Castiel sah die beiden hektisch an, nickte höflich aber kaum merkbar und sagte leise.
„Sehr interessant, bis später ihr beiden..“
, dann verschwand er rasch an einen Tisch an dem noch andere männliche Eiselfen saßen.
Er strich sich mit den flachen Hand über den Kopf und atmete schwer aus. Es wirkte als wäre einem Raubtier entkommen. Nelas Blick folgte ihm noch einen kleinen Moment und fragte sich still, warum es sie dieses Mal mehr traf als sonst, dass er sie alleine ließ. Ihr leerer Blick klebt kurz an seiner Hand, die sein Haar berührte. Sie dachte nicht bewusst darüber nach, aber igendetwas hatte Mel's Nähe bereits bewirkt. Leider war es halt als erstes ein vages Gefühl von Verlust, dass das quirlige Mädchen ihr beigebracht hatte. Verlust von etwas, was sie vorher nie vermisst hatte und nach dem sie sich unbewusst jetzt sehnte.
Zusammenhalt wird totaaahl überbewertet.
Da ging Riella auch schon an Nela und Mel vorbei und grinste dunkel um sich darauf hin ohne ein Wort an ihren üblichen Tisch zu setzten und mit ihren „Weibern“ zu schnattern. Mel sah sie giftig an, dann sah sie etwas gekränkt zu Castiel rüber und schüttelte fast unmerklich den Kopf. Castiel saß nun etwas beschämt bei seinen Jungs und versuchte offensichtlich sich nichts anmerken zu lassen.
Nein, das ist schon gut so. Er hat keine Schuld.
Verteidigte Nel ihn in Gedanken, aber so richtig überzeugt war sie da vielleicht selbst nicht mehr so ganz.
Er schützt doch nur den guten Ruf seiner Familie. ...zu der ich auch bald gehören werde... Was dir er dann tun? Würde er mich verteidigen, wenn ich schon mit seinem Bruder verheiratet wäre?
Mel sah zu Nela und sprach in einer gemäßigten Lautstärke das nur sie es hören konnte.
„Unglaublich! Fast alle hier sind wie feige kleine Schneehasen, laufen weg und verstecken sich sobald diese Ziege den Raum betritt....“
Ziege...hihi.......Nein, Riella ist eher ein Eisdrache!
„... Und der Rest der sich nicht versteckt schleimt sich bei ihr ein wie ein Gefolge aus schleimigen Nacktschnecken......Irgendwann wird diese Riella auf diesem ganzen Schleim noch gehörig auf die Nase fallen.“
Mel hat wirklich eine sehr blumige Sprache. Gefällt mir.
„Aber ich hab das Gefühl das sie irgendetwas ausgeheckt hat...findest du nicht?“

Nela nickte nur sanft. Abschätzend sah Mel zu Riella rüber, die sie mit einem fiesen Grinsen und einem kaum merklichen Blick von der Seite „strafte“.
„Was hältst du davon wenn wir die Mittagspause nicht hier verbringen sondern du mir ein wenig von der Akademie zeigst? Ich würde gerne mehr über diese Wassermagie erfahren, und du scheinst ja auch neugierig zu sein was mich betrifft?“
Nela schulterte ihr Tasche und nickte.
„Gute Idee.“
Als sie hinaus gingen, warf Nel noch einen flüchtigen Blick auf Castiel, der anscheinend wieder ganz in seiner Rolle als Schulkamerad und Klassenliebling glänzte. Heute … ja, heute ärgerte es sie ein bisschen, nicht dazu zu gehören. Heute tat es wieder ein bisschen weh. Eigentlich hatte sie geglaubt über die Phase des mit sich haderns hinweg zu sein, aber heute nagte mal wieder der lang gehegte Schmerz des Alleinseins und der Ablehnung an ihr. Doch er kaute nicht lange auf ihrer Seele herum, denn neben ihr lief da ein Mädchen, das vor Leben nur so sprudelte. Immer wenn Nel sie ansah, musste sie an eine Bergquelle mitten in einem grünen Wald denken, auch wenn sie noch nie so einen Ort gesehen hatte. In ihrer Phantasie passte Mel einfach perfekt an so einen Fleck. Sie wäre umgeben von bunten Blumen und Pflanzen, Bäumen größer als ein Haus und komischen Tieren.
„Na dann komm mal mit.“
Nel lächelte schüchtern und hakte sich bei der Neuen unter. Ein bisschen körperliche Berührung tat ihr immer gut und beruhigte sie. Dann schlugen ihre inneren Wellen nicht so hoch und konnten sich an den Sinneseindrücken brechen, die eine andere Präsenz bot. In einem Bucht über Tiere hatte sie mal gelesen, dass Tiere sich viel und häufig berührten und damit den sozialen Zusammenhalt stärkten. Warum die Menschen und noch mehr die Elfen das nicht mehr so richtig taten, war ihr ein Rätsel. Aber sie hatte sich von klein auf angepasst, auch wenn der Drang immer da war. Einmal hatte sie die Theorie aufgestellt, dass es vielleicht mit dem Wasser im Körper eines Lebewesens zu tun haben könnte, von dem sie sich vielleicht angezogen fühlte, aber sehr viel weiter war sie dabei mit ihren Überlegungen nicht gekommen.
Sie lächelte Mel an, als diese nicht zurück scheute und gemeinsam gingen sie die Flure der Schule entlang. Nel erzählte dem neugierigen neuen Mädchen an ihrer Seite alles was sie wissen wollte und zeigte ihr die unterschiedlichen Räume. So langsam taute sie auf und gewöhnte sich daran, mehr zu sprechen.
„Hier lang geht es zu den Waschräumen und zu den Klos. Du kannst dir aber auch eine Schüssel auf dein Zimmer bringen lassen. Es gibt Personal die sich um die Mahlzeiten für uns kümmern und auch andere kleinere Dienste übernehmen. Es ist schon recht angenehm hier zu wohnen. Dein Zimmer musst du natürlich selbst in Ordnung halten, aber alle paar Wochen kommt jemand für die Grundreinigung, wenn du das willst. Ich hab den Dienst abbestellt, da ich es nicht mag, wenn jemand anders in meinem Zimmer ist. Muss man halt selbst putzen.“
Sie wandten sich in eine andere Richtung und Nel streckte den freien Arm aus.
„Dort hinten, da wo der Treppenaufgang ist, da geht es noch weiter nach oben zu den Räumen der Dozenten. Da sind Schüler nur mit Einladung gern gesehen.“
Da wird in zwei Wochen Akim schlafen.
Sie drehten sich um und gingen weiter.
„Die Haupthalle kennst du ja sicher schon... Von hier es geht es zur Bibliothek und zu den Hörsälen. Weiter hinten gibt es noch ein paar kleinere Klassenräume und Lagerhallen. Je nach dem wo dein Schwerpunkt ist, kannst du dir deinen Lehrplan ja zum großen Teil selbst gestalten oder du fragst einen der Lehrmeister. Dann kriegst du auch einen Plan, wann du wo welchen Unterricht hast. Den hast du schon bekommen oder?“
Mel nickte.
„Ah, gut. Tia...Vorteil Eismagie. Da gibt es mehr Ansprechpartner und alles geht ein bisschen einfacher. Ach, weist du schon wo dein Zimmer ist oder schläfst du wo anders?“
Mel gab Dianela ihre Zimmernummer und die beiden machten sich auf in den Flügel, wo die Mädchen untergebracht waren. Die Zimmer waren allesamt klein und pragmatisch eingerichtet. Hier gab es kaum Unterschiede, mochte man meinen, aber nach einigen Jahren des Studiums hier wusste Nel sehr wohl, dass manche der Mädchen ihre Räume „ausgebaut“ hatten und viele persönliche Dinge Einzug gehalten hatten. Nel hatte nach dem Vorfall mit der zerstörten Eisskulptur beschlossen ihre persönlichen Habseligkeiten hauptsächlich zu Hause zu lagern, da sie sich unsicher und angreifbar fühlte, wenn sie befürchten musste, dass so etwas noch einmal geschehen könnte. Sie wollte einfach nichts was für sie von wert war der Zerstörungswut Riellas aussetzen. Und das Riella damit etwas zu tun gehabt hatte, dass wusste sie. Es wussten alle, aber niemand hatte etwas gesagt und so hatte die Tat keine Folgen gehabt und Nel... ja sie, hatte ihre Sachen nach Hause geschafft. Seit dem hatte sie nur das nötigste hier und fühlte sich damit besser. Nachdem nun auch Mel ein kleines Zimmer ihr eigen nenne konnte, wanderten sie weiter durch die langen Flure. Nel zeigte ihrer neuen Freundin auch wo sie wohnte und sie schlenderten weiter durch die Akademie.
„Du... Mel, du meintest vorhin, du würdest gern mehr über Wassermagie erfahren. Meintest du das ernst?“
Die Frage allein ließ Mel die Brauen heben und Dianela zuckte entschuldigend mit den Schultern.
„Ich mein nur... Es hat sich bisher noch nie jemand dafür interessiert was ich hier so mache. Riella macht sich nur lustig, das hast du ja mitbekommen und die anderen haben halt ihre Sachen im Kopf.“
Sie zuckte noch mal mit den Schultern, diesmal in einer eher resignierenden Geste.
„Wenn du Zeit hast, also eine Freistunde irgendwann kann ich dir ja mein neustes Projekt zeigen.“
Vorsichtig sah sie sie unter ihren langen silbergrauen Wimpern hindurch an und suchte nach Bestätigung. Es stellte sich heraus, dass sie beide gerade noch etwas Zeit hatten uns so ging es weiter. Sehr lange hatte niemand mehr ernsthaftes Interesse an ihr oder dem was sie machte gezeigt und die zarte Eisblume ihres Selbstwertgefühls war sehr zerbrechlich. Aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit würde sie schnell wachsen. Vielleicht könnte man Dianela in dieser Hinsicht sogar etwas unbedarft und leichtgläubig bezeichnen, denn es reichte wirklich nur ein Tröpfchen Interesse um sie aufblühen zu lassen. Genauso gut konnte man sie damit aber auch zerstören. Mels Gesicht sah sie aber offen und ehrlich an und selbst wenn Lug und Trug sich dahinter verbarg, so sah Nel es nicht.
„Ich kann nicht wirklich viel. ...Es ist schwer ohne wirklich einen Lehrmeister zu haben. Aber es gibt hier einen, der stellt mir wenigstens die richtigen Bücher zur Verfügung und berät mich wenn ich Fortschritte mache. Ich habe von ihm sogar eine eigene Werkstatt für meine Skulpturen bekommen. Willst du sie sehen?“
Natürlich wollte Mel sie sehen, also bohrte sie bei Nel so lange weiter, bis diese über ihren verängstigten Schatten sprang und sie zu dem Lagerraum brachte, wo sie quasi „heimlich“ arbeitete.
„Mel, wir kennen uns noch nicht lange...ähm eher sehr kurz, aber du bist nett... glaube ich.“
Sie standen vor einer abgeschlossenen Tür. Eine der wenigen Türen, die tatsächlich ein dickes Vorhängeschloss hatten. Wenigstens das hatten sie ihr nach der Zerstörung zugestanden.
„Bitte versprich mir, dass du hiervon niemandem erzählst, ja?“
Nachdem sie Mel ein feierliches Versprechen abgenommen hatte, zog sie den Schlüssel aus ihrem Gewand und schloss auf. Sie schob die Tür auf und ließ Mel vorgehen. Etwas ängstlich beobachtete sie Mels Reaktionen, die sich in ihrer Werkstatt umsah.
Gleich wenn man hinein kam, hingen ein paar schwere Lederschürzen an Haken. Der Hintere Teil des Raums wurde durch ein paar Regale vor zu neugierigen Blicken abgeschirmt, die mit vielen kleinen, aber sehr hübschen Gebilden bestückt waren. Mels Blick glitt über ein Sammelsurium von winzigen Figuren. Da waren jede Menge Bisons in den unterschiedlichsten Positionen. Sie waren sehr detailreich und naturgetreu dargestellt. Aber es gab auch Eisbären und Robben, Schneefüchse, Hasen, sogar Hermeline und andere Tiere die das Eisreich ab und an zu Gesicht bekamen. Aber es gab auch Delfine, Wale, Haie, Fische, ein Oktopus und andere Meerestiere. Etwas sah aus wie eine in einem Tropfen eingeschlossene Qualle und war wunderschön. (pm) Sogar so etwas wie eine Seeschlange wand sich filigran um eine große klare Eiskugel, die so rein war, dass man ganz klar hindurch sehen konnte. Auch ein Eisdrache bewachte eines der oberen Fächer. Da waren aber auch kleine Eishäuser, eine gläserne Tasse, mehrere runde klare Kugeln und andere Formen zu finden. Die Sammlung lenkte Mel ab und Nela ging hinter das Regal. Irgendwann räusperte sie sich und Mel folgte ihr. Als sie um die Ecke kam stand Nel vor einem mit einer Plane abgedeckten Gegenstand. In einem Halbkreis hatte die junge Wassermagi Lampen entzündet, so dass der Raum in warmes Licht getaucht war. Das Ding war etwas größer als sie selbst und zeigte wenig von der Form.
„Daran arbeite ich zur Zeit...“
Dann zog sie mit einem Ruck die Plane weg und ein hexagonaler glasklarer Eisblock kam zum Vorschein. Sofort fing das Eis das Licht der Lampen ein und zerstreute es über Mel. Vielleicht merkte sie es nicht mal im ersten Moment, aber sie leuchtete wie ein Regenbogen. Nela grinste und sah das Mädchen vor sich lächelnd an.
„Schau...“
Sie wies auf Melvinas Beine, die in einem satten Violett glühten. Die Knie leuchteten blau. Das Licht wurde auf den Oberschenkeln heller und ging dann in ein schönes Grün auf ihrem Bauch über. Unterhalb ihrer Brüste leuchtete es gelb, dann Orange und ihr Kopf war knall rot. Nel lachte leise und erfreute sich einfach an dem Anblick der bunten Elfe. Gemeinsam lachten sie ein kleines Weilchen und Nels Herz genoss den friedlichen Moment. Dann machte sie sich wieder daran, das Prisma abzudecken.
„Ich bin noch nicht ganz zufrieden. Ich arbeite noch an den Winkeln und möchte eine Form erschaffen, bei der es egal ist, von wo das Licht kommt. Mein Traum ist es etwas zu erschaffen, dass seine Regenbögen rund herum verteilt. ….ich hoffe, ich werde damit noch fertig bev...“
Nel brach gerade noch rechtzeitig ab und verschluckte den letzten Teil als Gedanke:
...bevor ich heirate...
Wer wusste schon, ob sie dann noch Zeit für ihre Studien haben würde oder ob überhaupt die Möglichkeit. Was wenn Akim ihr andere Aufgaben zugedachte. Es war durchaus vorstellbar, dass sie die erste Zeit sicher nicht viel Zeit für sich haben würde.
„Wie findest du es?“

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Samstag 5. Mai 2018, 12:28

Als sie hinaus gingen, warf Nel noch einen flüchtigen Blick auf Castiel, der anscheinend wieder ganz in seiner Rolle als Schulkamerad und Klassenliebling glänzte. Heute … ja, heute ärgerte es sie ein bisschen, nicht dazu zu gehören. Heute tat es wieder ein bisschen weh. Eigentlich hatte sie geglaubt über die Phase des mit sich haderns hinweg zu sein, aber heute nagte mal wieder der lang gehegte Schmerz des Alleinseins und der Ablehnung an ihr. Doch er kaute nicht lange auf ihrer Seele herum, denn neben ihr lief da ein Mädchen, das vor Leben nur so sprudelte. Immer wenn Nel sie ansah, musste sie an eine Bergquelle mitten in einem grünen Wald denken, auch wenn sie noch nie so einen Ort gesehen hatte. In ihrer Phantasie passte Mel einfach perfekt an so einen Fleck. Sie wäre umgeben von bunten Blumen und Pflanzen, Bäumen größer als ein Haus und komischen Tieren. Diese Vorstellung passte wirklich hervorragend zu Melvina, vielleicht würde Dianela so einen Ort mit Mel gemeinsam besuchen gehen...

„Na dann komm mal mit.“
Nel lächelte schüchtern und hakte sich bei der Neuen unter. Ein bisschen körperliche Berührung tat ihr immer gut und beruhigte sie. Dann schlugen ihre inneren Wellen nicht so hoch und konnten sich an den Sinneseindrücken brechen, die eine andere Präsenz bot. …...
Sie lächelte Mel an, als diese nicht zurück scheute und gemeinsam gingen sie die Flure der Schule entlang.
Mel Scheute nicht zurück und spürte das Nela die Nähe gut tat, sie drückte Nelas Arm den sie bei Mel eingehackt hatte etwas fester an sich und lächelte Nela zu.

Nel erzählte dem neugierigen neuen Mädchen an ihrer Seite alles was sie wissen wollte und zeigte ihr die unterschiedlichen Räume. So langsam taute sie auf und gewöhnte sich daran, mehr zu sprechen.
Melvina hatte ein unglaublich gutes Gespür für andere und merkte schnell wie Nela so tickte …. so wusste sie auch genau wie sie ihr ein positives Gefühl vermitteln konnte. Es lag Melvina im Blut andere mit einen warmen Herzlichkeit zu umschmeicheln und ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Vielleicht war es auch das was Castiel an ihr so interessant fand,...Er war jedenfalls nicht der einzige gewesen der Melvina mit großer Neugir betrachtet hatte.

Nela erklärte nun in ruhe ihrer neuen Freundin die Räumlichkeiten der Akademie:

„Hier lang geht es zu den Waschräumen und zu den Klos. Du kannst dir aber auch eine Schüssel auf dein Zimmer bringen lassen. Es gibt Personal die sich um die Mahlzeiten für uns kümmern und auch andere kleinere Dienste übernehmen. Es ist schon recht angenehm hier zu wohnen. Dein Zimmer musst du natürlich selbst in Ordnung halten, aber alle paar Wochen kommt jemand für die Grundreinigung, wenn du das willst. Ich hab den Dienst abbestellt, da ich es nicht mag, wenn jemand anders in meinem Zimmer ist. Muss man halt selbst putzen.“

Mel hört ihrer neuen Freundin aufmerksam zu und nickt ab und an verstehend, dann antwortete sie „ Okay...wow....ich glaube ich werde mich hier öfters verlaufen, ich finde mich in großen Gebäuden nicht so gut zurecht wie im freien,...“ Sie lachte dabei
„Ich hab es auch nicht so gerne wenn jemand in meinen Sachen herumwühlt....oder auch nur die Möglichkeit dazu hätte, daher hab ich das Angebot auch ausgeschlagen als ich alles für die Schule vorbereitet habe.“
Sie wandten sich in eine andere Richtung und Nel streckte den freien Arm aus.
„Dort hinten, da wo der Treppenaufgang ist, da geht es noch weiter nach oben zu den Räumen der Dozenten. Da sind Schüler nur mit Einladung gern gesehen.“
Melvina schaute nach oben und nickt langsam und mit einem gewissen Maß an Ehrfurcht.
„Okay....wow....dann sollte ich mir das wohl gut einprägen damit ich mich dort nicht hin verlaufe....“
Dann lachte sie wieder und lächelte Dianela an, diese drehte sich um und ging mit ihr weiter.
„Die Haupthalle kennst du ja sicher schon... Von hier aus geht es zur Bibliothek und zu den Hörsälen.“
Melvina rümpfte die Nase als Nela ihr den Weg zur Bibliothek zeigte. „Oh jeh Bücher sind nicht mein Ding weist du....ich lerne lieber Praktisch....“ Wieder lachte sie etwas verlegen.
Nela sah sie an und sprach weiter:
„Weiter hinten gibt es noch ein paar kleinere Klassenräume und Lagerhallen. Je nach dem wo dein Schwerpunkt ist, kannst du dir deinen Lehrplan ja zum großen Teil selbst gestalten oder du fragst einen der Lehrmeister. Dann kriegst du auch einen Plan, wann du wo welchen Unterricht hast. Den hast du schon bekommen oder?“
Mel nickte Dianela zu und kramte in ihrer Tasche, sie zog ein ziemlich zerknittertes Pergament heraus und hielt es Nela unter die Nase.
Auf dem Pergament stand ihr Stundenplan, an den sie sich ein paar Notizen gekritzelt hatte.
-Eismagie für Anfänger (grummeliger Lehrmeister, kühle Mitschüler)
-gebrauch der Eismagie bei der Jagt (Beginn erst in zwei Wochen, Lehrer noch nicht da...)
-Eismagie zur Heilung und Unterstützung (sehr interessant...sehr ruhige aber nette Lehrmeisterin...wenige Mitschüler...)
Melvina schaute selbst kritisch auf den Plan und wirkte etwas Planlos, der zerknitterte Plan machte es nur noch Deutlicher,...diese Form des Lernens war wohl nicht so ihr Geschmack.

Nela schaute sie etwas skeptisch an:
„Ah, gut. Tija...Vorteil Eismagie. Da gibt es mehr Ansprechpartner und alles geht ein bisschen einfacher. Ach, weist du schon wo dein Zimmer ist oder schläfst du wo anders?“
Mel Sprang vor Dianela und nahm ihre Hände. „Ja komm ich zeigs dir eben...ich glaub es war gleich hier....nummer 203.....“
Melvina stopfte ihren Plan ebenso unsanft in die Tasche wie sie ihn zuvor heraus geholt hatte und rannte mit Nela über den flur um ziemlich plötzlich vor dem Zimmer mit der 203 stehen zu bleiben, sie öffnete die Türe und ging mit Nela hinein.
In ihrem Zimmer herrschte großes Chaos, viele recht farbenprächtige Kleidungsstücke lagen verteilt auf dem Bett, dem Tisch und dem Stuhl der im Zimmer stand. Eine große Tasche aus dunklem Leder verziert mit schönen Blumenmustern stand offen mittig im Raum. Darin lagen ebenfalls noch Kleidungsstücke und ein paar andere Dinge die man so brauchte wie eine Haar brüste und ein paar interessante rosane Spangen in Blumenform. Melvinas Zimmer war durchaus als Farbenfroh und Chaotisch zu bezeichnen. Sie rannte zu ihrem Koffer, nahm eine der Blumenspangen und legte sie Nela in die Hand.
„Für dich, als kleines Geschenk. Ich weiß es sieht Chaotisch aus, ich muss unbedingt noch aufräumen....hatte noch keine Zeit dazu. Naja....ähm....magst du mir noch mehr Zeigen?“


Nel zeigte ihrer neuen Freundin auch wo sie wohnte und sie schlenderten weiter durch die Akademie. 
„Du... Mel, du meintest vorhin, du würdest gern mehr über Wassermagie erfahren. Meintest du das ernst?“
Die Frage allein ließ Mel die Brauen heben und Dianela zuckte entschuldigend mit den Schultern.
„Ich mein nur... Es hat sich bisher noch nie jemand dafür interessiert was ich hier so mache. Riella macht sich nur lustig, das hast du ja mitbekommen und die anderen haben halt ihre Sachen im Kopf.“ 
Sie zuckte noch mal mit den Schultern, diesmal in einer eher resignierenden Geste.
„Wenn du Zeit hast, also eine Freistunde irgendwann kann ich dir ja mein neustes Projekt zeigen.“
Vorsichtig sah sie sie unter ihren langen silbergrauen Wimpern hindurch an und suchte nach Bestätigung. Es stellte sich heraus, dass sie beide gerade noch etwas Zeit hatten und so ging es weiter. Sehr lange hatte niemand mehr ernsthaftes Interesse an ihr oder dem was sie machte gezeigt und die zarte Eisblume ihres Selbstwertgefühls war sehr zerbrechlich. Aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit würde sie schnell wachsen. Vielleicht könnte man Dianela in dieser Hinsicht sogar etwas unbedarft und leichtgläubig bezeichnen, denn es reichte wirklich nur ein Tröpfchen Interesse um sie aufblühen zu lassen. Genauso gut konnte man sie damit aber auch zerstören. Mels Gesicht sah sie aber offen und ehrlich an und selbst wenn Lug und Trug sich dahinter verbarg, so sah Nel es nicht.
„Ich kann nicht wirklich viel. ...Es ist schwer ohne wirklich einen Lehrmeister zu haben. Aber es gibt hier einen, der stellt mir wenigstens die richtigen Bücher zur Verfügung und berät mich wenn ich Fortschritte mache. Ich habe von ihm sogar eine eigene Werkstatt für meine Skulpturen bekommen. Willst du sie sehen?“

Mels Augen strahlten und die platzte bald vor lauter Neugier.
„Ja, ja bitte zeig mir deine Sachen...ich würde sie wirklich allzu gerne sehen...“
„Mel, wir kennen uns noch nicht lange...ähm eher sehr kurz, aber du bist nett... glaube ich.“

Sie standen vor einer abgeschlossenen Tür. Eine der wenigen Türen, die tatsächlich ein dickes Vorhängeschloss hatten. Wenigstens das hatten sie ihr nach der Zerstörung zugestanden.
„Bitte versprich mir, dass du hiervon niemandem erzählst, ja?“
Mel nickte und versprach Nela das sie es niemanden erzählte, dann öffente Nela das Schloss und ging mit Melvina gemeinsam hinein.
Nach einigen schritten erblickten Mels Augen die wundervollen Skulpturen die in den Regalen standen. Völlig fasziniert ging sie darauf zu und betrachtete die Figuren voller staunen und Ehrfurcht.
„WOW.....Nela.....hast du die alle gemacht?.....“

Dianela nickte und ging auf ein Gebilde zu welches mit einer Plane abgedeckt war, sie sah Melvina an.
„Daran arbeite ich zur Zeit...“
Dann zog sie mit einem Ruck die Plane weg und ein hexagonaler glasklarer Eisblock kam zum Vorschein. Sofort fing das Eis das Licht der Lampen ein und zerstreute es über Mel. Vielleicht merkte sie es nicht mal im ersten Moment, aber sie leuchtete wie ein Regenbogen. Nela grinste und sah das Mädchen vor sich lächelnd an.
„Schau...“
Sie wies auf Melvinas Beine, die in einem satten Violett glühten. Die Knie leuchteten blau. Das Licht wurde auf den Oberschenkeln heller und ging dann in ein schönes Grün auf ihrem Bauch über. Unterhalb ihrer Brüste leuchtete es gelb, dann Orange und ihr Kopf war knall rot. Nel lachte leise und erfreute sich einfach an dem Anblick der bunten Elfe. Gemeinsam lachten sie ein kleines Weilchen und Nels Herz genoss den friedlichen Moment.

Melvina stand voller staunen da und sah an sich hinunter.....
„WOW....das ist Wahnsinn.....wie die Regenbögen die am Fuße eines Wasserfalls entstehen wenn die Sonne hinein scheint...nur noch viel intensiver......“
Dianela deckte das Prisma wieder ab und erklärte Melvina das sie daran arbeite um es noch schöner zu machen, sie wollte ein Gebilde schaffen das diesen Effekt in alle Richtungen warf....doch da wusste Melvina auch noch keinen Rat. Nelas Frage wie Melvina es fand erübrigte sich. Sie war offensichtlich begeistert. Nach dem Nela ihr Kunstwerk wieder abgedeckt hatte ging sie auf sie zu und umarmte sie. „Das ist wundervoll, deine Kunstwerke sind Atemberaubend wenn jemand etwas anderes behautet kann Diejenige nur Neidisch auf deine Fähigkeiten sein...“
Sie strahlte Nela an.
„darf ich dir mal dabei zusehen wie du daran arbeitest? Dabei lerne ich sicher mehr als in diesem trockenem Unterricht und ich würde es wirklich unheimlich gerne mal sehen wie du es machst...?!“

Ein heller ton erklang in den Gängen der Akademie, das Zeichen das die nächsten Stunden los gingen....Melvina sah etwas geschockt zu Nela.

„Oh verdammt ich glaube wir sollten uns beeilen....“
Gemeinsam machten sie sich auf den weg zu ihrem Unterricht......

Mel und Nela rannten gemeinsam in den Unterricht, auf Mels Plan stand nun das Fach „ Tücken der Eismagie“, das selbe Fach welches Nela nun hatte.

Gemeinsam kamen beide noch gerade rechtzeitig vor dem Klassenraum zum stehen und sahen sich erschöpft doch erleichtert an. Sie gingen hinein und es war offensichtlich das sie von einigen Mitschülern beäugt wurden. Einige durchbohrten die beiden nahezu mit ihren Blicken, Blicke aus denen Missgunst und bei manchen sogar Verachtung sprachen. Doch Mel ging selbstsicher daran vorbei, es waren noch genau 2 Plätze in diesem Raum frei, einer direkt vor dem Pult, der andere mittig. Melvina ging mit stolzem Blick an allen vorbei nach vorne und setzte sich geradezu Provokativ auf den vordersten Platz. Ob sie das nun tat um selbst zu zeigen das ihr niemand etwas anhaben konnte, oder um Nela vielleicht die Endscheidung der Platz zu ersparen wurde dabei nicht ersichtlich.

Der Unterricht begann, eine interessante sehr ruhige Eiselfe mit strahlend blauen Augen, Platin Blonden Haar, aber sehr schlichter grauer Kleidung ging zur Tafel und schrieb „Gefahr“ darauf.
Sie drehte sich um und blickte in die fragenden Gesichter der Schüler, sie wirkte nicht unfreundlich, aber sie vermittelte den Eindruck als wolle sie ihre Schönheit nicht zu sehr zur Schaustellen, fast schon als wäre sie ein wenig bescheiden....

„Nun,.... was ist die größte Gefahr die Eismagie mit sich bringt?“
Ihr Blick wanderte über die Gesichter und sie blieb bei Nela hängen....“Dianela?“

Dieses Thema war umfangreicher als man zu erst annehmen würde und Nela hatte in diesem Thema noch nicht all zu viele Stunde hinter sich, doch einiges wusste sie gewiss, sonst hätte sie Lindal bei ihrem ersten treffen nicht gleich so Analysiert....
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Sonntag 27. Mai 2018, 16:55

„WOW....das ist Wahnsinn.....wie die Regenbögen die am Fuße eines Wasserfalls entstehen wenn die Sonne hinein scheint...nur noch viel intensiver......“
Mels Reaktion auf Nelas Kunstwerke wärmte ihr Herz. Dianela deckte das Prisma wieder ab und erklärte Melvina das sie daran arbeite um es noch schöner zu machen, sie wollte ein Gebilde schaffen das diesen Effekt in alle Richtungen warf. Mel war offensichtlich begeistert. Nach dem Nela ihr Kunstwerk wieder abgedeckt hatte ging sie auf sie zu und umarmte sie.
„Das ist wundervoll, deine Kunstwerke sind atemberaubend wenn jemand etwas anderes behautet kann Diejenige nur neidisch auf deine Fähigkeiten sein...“
Sie strahlte Nela an.
Diejenige? Da kann sie ja nur Riella mit meinen, hihi. Vielleicht versteht sie mich ja wirklich?
„Darf ich dir mal dabei zusehen wie du daran arbeitest? Dabei lerne ich sicher mehr als in diesem trockenem Unterricht und ich würde es wirklich unheimlich gerne mal sehen wie du es machst...?!“
Nela zögerte kurz, aber nickte dann glücklich lächelnd. Ein heller Ton erklang in den Gängen der Akademie, das Zeichen das die nächsten Stunden los gingen. Melvina sah etwas geschockt zu Nela.
„Oh verdammt ich glaube wir sollten uns beeilen....“
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu ihrem Unterricht. Nela ergatterte leider den Platz in der Mitte. Lieber saß sie irgendwo ganz am Rand, egal ob vorne hinten, links oder rechts, aber heute war ihr das Schicksal nicht hold. Umgeben inmitten von ihren Klassenkameraden grübelte sie mit eingezogenen Schultern vor sich hin und beobachtet die Lehrerin.
Schon wieder ein neues Gesicht...
Die interessante, sehr ruhige Eiselfe mit strahlend blauen Augen, Platin Blonden Haar, aber sehr schlichter grauer Kleidung ging zur Tafel und schrieb „Gefahr“ darauf.
Die habe ich hier auch noch nie gesehen...
Sie drehte sich um und blickte in die fragenden Gesichter der Schüler, sie wirkte nicht unfreundlich, aber sie vermittelte den Eindruck als wolle sie ihre Schönheit nicht zu sehr zur Schau stellen, fast schon als wäre sie ein wenig bescheiden.
Angenehm.
„Nun,.... was ist die größte Gefahr die Eismagie mit sich bringt?“
Ihr Blick wanderte über die Gesichter und sie blieb bei Nela hängen....
“Dianela?“
WAS??? WARUM ICH???!!!

Dieses Thema war umfangreicher als man zu erst annehmen würde und Nela hatte in diesem Thema noch nicht all zu viele Stunde hinter sich, doch einiges wusste sie auch durch ihre Familienangehörige, sonst hätte sie Lindal bei ihrem ersten Treffen nicht gleich so analysiert. Trotzdem wäre sie jetzt gerade am liebsten in einer tiefen Schneewehe versunken, als ausgerechnet auf diese Frage antworten zu müssen. Mit schnell sich dunkler färbenden Wangen und Ohren, räusperte sie sich und versuchte sich an der ihr völlig fremdem Thematik. Tapfer hielt sie den Rücken gerade und rezitierte die Worte ihres Bruders:
"Der kalte Tod. - - - "
Ihre Stimme zitterten ein wenig.
Warum muss ich überhaupt an diesen doofen Kursen teilnehmen, wenn doch alle wissen, dass ich keinen Funken Eismagie in mir trage!?! 'Und warum muss ich diese Frage beantworten? Das bringt mir doch nur wieder Ärger ein... Ich muss es auf meine Weise versuchen...
Nachdem die Lehrerin aber nicht auf ihre Antwort reagierte, sprach Dianela dann doch tapfer, mit einem Blick auf Melvina weiter:
„Um das Wesen des Eises zu verstehen, müsste man sich meiner Meinung nach erst einmal mit jenem Element beschäftigen, welchem das Eis angehört. Das Wasser. ...“
Unwillkürlich sah sich Nel nach den Gesichtern ihrer Klassenkameraden um. Stand einmal mehr Unverständnis und Ablehnung ihr offen gegenüber? Lachten sie insgeheim über sie? Sie versuchte sich an die Gespräche mit ihrem Bruder zu erinnern und wenigstens dieses Mal nicht vollkommen zu versagen.
„Wasser bedeutet Leben, es muss stets fließen, formen, in Bewegung bleiben. Wasser ist Energie, Wasser ist frei, unfassbar und eigensinnig. Es spendet Leben und nimmt es auch. Wasser ist wie Blut in unserem Kreislauf. Eis hingegen ist totes Wasser. Erstarrtes Leben, gefangene Energie und Einsamkeit. Eine der Gefahren im Wirken von Eismagie ist die, des „erkalteten Herzens“, die Gefahr des „kalten Todes“, wenn die Magie zu stark und zu unkontrolliert wirkt und das Blut zu Eis erstarrt.“
Hoffentlich hab ich mir das richtig gemerkt... Na ja, wenn nicht, gibt es wieder einige Lacher und böse Blicke auf meine Kosten. Ist ja nicht so, dass ich das nicht gewöhnt wäre...
Doch seit Mel so in ihr Leben gepoltert war, fügte sie noch einen anderen Gedanken unausgesprochen hinzu, der ihr sonst vielleicht nicht gekommen wäre:
...aber … aber es muss mir ja nicht gefallen und es muss ja vielleicht auch nicht so bleiben.
Klein und unscheinbar schlichen sich dies ersten kleinen rebellischen Silben in ihren Geist. Ungewohnter Mut und sogar ein klein wenig Hoffnung, dass die Zeit, ihr Leben, die Umstände sich ändern konnten wie der Fluss des Wassers. Bald wäre sie vielleicht auch eine Braut, mit einem stolzen Mann an ihrer Seite, der sie beschützen und lie... Halt, mal langsam. War ja noch lange nicht klar, ob sie beschützt und geliebt werden würde. Es könnte ja auch immer schlimmer werden. Er könnte sie hier im Unterricht in zwei Wochen erleben und sich entschließen, dass seine Braut dumm und unfähig sei, dass sie nicht zu ihm passte, dass Nela unwürdig wäre und unehrenhaft...
Ein mal mehr drehten sich die Gedanken der jungen Magi viel zu schnell um viel zu viele Dinge. Mit einem dicken Klos im Hals wartete sie auf die Reaktionen ihrer Mitschüler und natürlich auf die der neuen Lehrerin.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 3. Juni 2018, 21:15

Melvina wusste nicht das nela es so unangenehm war in der Mitte zu sitzen, doch sie konnte sich denken das der Platz ganz vorne für nela nur noch unangenehmer sein würde. Als die Lehrerin zu nela schaute sah Melvina dezent über die Schulter zu nela und wartete gespannt auf nelas Antwort.

Dieses Thema war umfangreicher als man zuerst annehmen würde und Nela hatte in diesem Thema noch nicht all zu viele Stunde hinter sich, doch einiges wusste sie auch durch ihre Familienangehörige, sonst hätte sie Lindal bei ihrem ersten Treffen nicht gleich so analysiert. Trotzdem wäre sie jetzt gerade am liebsten in einer tiefen Schneewehe versunken, als ausgerechnet auf diese Frage antworten zu müssen. Mit schnell sich dunkler färben den Wangen und Ohren, räusperte sie sich und versuchte sich an der ihr völlig fremden Thematik. Tapfer hielt sie den Rücken gerade und rezitierte die Worte ihres Bruders:
"Der kalte Tod. - - - "
Ihre Stimme zitterten ein wenig.
Nachdem die Lehrerin aber nicht auf ihre Antwort reagierte sondern sie mit erhobenen Augenbrauen weiter ansah, sprach Dianela dann doch tapfer, mit einem Blick auf Melvina die ihr Tapfer zu nickte weiter:
„Um das Wesen des Eises zu verstehen, müsste man sich meiner Meinung nach erst einmal mit jenem Element beschäftigen, welchem das Eis angehört. Das Wasser. ...“
„Wasser bedeutet Leben, es muss stets fließen, formen, in Bewegung bleiben. Wasser ist Energie, Wasser ist frei, unfassbar und eigensinnig. Es spendet Leben und nimmt es auch. Wasser ist wie Blut in unserem Kreislauf. Eis hingegen ist totes Wasser. Erstarrtes Leben, gefangene Energie und Einsamkeit. Eine der Gefahren im Wirken von Eismagie ist die, des „erkalteten Herzens“, die Gefahr des „kalten Todes“, wenn die Magie zu stark und zu unkontrolliert wirkt und das Blut zu Eis erstarrt.“
Die Lehrerin sah nela mit neutralem Blick an, dann hob sie langsam eine Augenbraue und gab ein ganz sachtes aber anerkennendes Lächeln zurück. Sie schien nelas Antwort gut zu finden, sie ging wieder in Richtung Tafel und schrieb folgende Worte darauf.
“Kälte”
“Wasser”
“Leben”
Dann wandte sie sich wieder der Klasse zu, sah kurz zu Dianela:

"Korrekt Dianela, jedoch möchte ich ein wenig ergänzen. Die Eis Magie ist durch ihre Kälte die ins Herz einzieht eine große Gefahr, dies kann aber für den Magier auch ein Segen sein wenn er es den so möchte. Allerdings gibt es auch Magier die ihre Macht nutzen um ihr gegenüber einzufrieren….diese Fähigkeit ist gefährlich und abscheulich zugleich. Wir dürfen unsere Macht nicht dazu missbrauchen anderen leid zuzufügen.
Wie Dianela eben so treffend beschrieb ist das Blut in unseren Adern Flüssig wie Wasser, ihr wisst sicher das unsere Körper ohne Wasser nicht leben könnten. Eis ist ebenso aus Wasser doch für unsere Körper kann das vollständige einfrieren von Blut und Organen zum Tode führen. Der Umgang mit unserer Magie ist heikel, für andere und für uns selbst."


Melvina sah erstaunt zur Tafel, dann warf sie Nela einen stolzen Blick über die Schulter zu und zwinkerte.

Die Lehrerin sah kurz etwas mürrisch zu Melvina:
“Nun, ich möchte das ihr mir bis zum nächsten mal einen Aufsatz über dieses Thema schreibt, fleis wird belohnt, aber fasst eure Informationen gut zusammen, ich möchte kein unnötiges Gefasel lesen….ihr könnt jetzt beginnen….”


Die Lehrerin setzte sich hin und die folgenden Stunden vergingen ruhig und ohne besondere vorkommnisse.

Melvina verabschiedete sich nach den zwei Stunden in ihren anderen unterricht und kam Abends wieder zur Nela, Sie klopfte an Nelas Türe, als Nela ihr öffnete grinste Melvina sie breit an.

“Komm Nela, lass uns noch ein bisschen nach draußen gehen, ich muss mir mal ein wenig die Beine an der Frischen Luft vertreten….”

Sie hackte sich bei Nela unter und ging mit ihr in den kleinen Ort der vor den Toren der Akademie lag. Melvina blieb gelegentlich stehen um sich etwas in den Schaufenstern der Läden anzuschauen, besonders ein Laden der kleine süße leckereien anbot hatte es ihr angetan.
Die Straßen waren breit genug das man zu zweit nebeneinander an den Läden vorbei gehen konnte, sowohl rechts wie auch Links waren kleine Häuser und dazwischen immer wieder kleine Läden. Auf der schmalen Straße in der Mitte war wenig los, ab und zu sah man einen Eiself auf einem Gleiter entlang fahren der wohl auf dem Weg nach Hause, oder in die Akademie zurück war. Groß war diese kleine Stadt nicht, man konnte ich den gesamten Ort wohl in knapp 3 Stunden anschauen, doch es genügte um sich nach dem Untericht mal die Beine zu vertreten und etwas anderes zu sehen oder zu hören.
Plötzlich packte eine Hand Dianela und zog sie in eine dunkle schmale seitengasse, Mel die bei Nela eingehakt war wurde mitgerissen……

Castiel stand vor ihnen und hielt sich den Finger vor den Mund um ihnen anzudeuten leise zu sein, sein Blick ging nach draußen und folgte einem Gleiter auf dem ein grauer Eiself mit einem dunklem Mantel die Straße entlang fuhr…..Lindal……

Als er außer hör und sichtweite zu sein schien atmete Castiel erleichtert auf.

“Entschuldigt ihr zwei, ich wollte euch nicht erschrecken...aber ich wollte ganz gerne mal mit euch reden….ohne die Nervigen Leute in der Schule….doch als ich euch in die Stadt gefolgt bin hatte ich ein merkwürdiges Gefühl und hab mich vorerst versteckt….bis ich gesehen habe das Lindal mir folgt,...mein Bruder….er…..er ist….naja sagen wir mal so ich mag ihn nicht besonders…..aber lasst uns vielleicht woanders weiter reden….ich denke nach dieser Aktion habt ihr sicher auch fragen….”
Er legte verlegen seine Hand an den Hinterkopf und grinste. Ein Charmantes grinsen…

Er schaute noch einmal ob die Luft Rein war, dann nahm er Nelas Hand und zog beide Frauen hinter sich her um zwei Ecken, weiter in eine verwinkelte Kasse bis er an einer kleinen Türe ankam, er öffnete sie und Mel und Nela erblickte ein kleines sehr unscheinbares Lokal, 6 kleine Tische an die nicht mehr als 4 Personen passten standen in dem recht schummrig beleuchteten Raum. Castiel setzte sich mit den beiden an einen Tisch in einer Ecke wo er die Türe gut sehen konnte. Dann kam ein netter älterer Elf an den Tisch und lächelte Casteil freundlich an.
“Was darf ich Ihnen und den netten Damen bringen?”
Casteil sah ihn freundlich an.
“Ich hätte gerne einen Heißen Tee mit Schuß…”
Dann sah Castiel die beiden fragend an….”und ihr?”
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Montag 4. Juni 2018, 09:28

Der Unterricht war doch besser gelaufen, als Nela es erwartet hatte. Niemand hatte sie ausgelacht und ihre Antwort schien auch richtig gewesen zu sein. Alles in allem gestaltete sich ihr Leben im Moment gar nicht so unangenehm. Wenn niemand hinsah, dann erlaubte sie sich auch mal ein kleines Lächeln.

Später am Tag kam dann Mel zu ihr aufs Zimmer und hilfsbereit wie Nel nun mal war, zeigte sie ihrer neuen Freundin die nähere Umgebung der Schule. Der Ortsteil von Estria in dem die Akademie beheimatet war, war nicht groß und ähnelte eher einem Dorf. Sie liebte die kleinen Häuser und die schmalen Gassen, in die sie plötzlich hinein gezogen wurde. Vor Schreck gepackt zu werden, hätte sie fast laut aufgeschrien, aber sobald sie das Gesicht ihres Entführers sah, stockte ihr der Atem und kein Ton kam heraus. Er stand einen Moment so dicht vor ihr, dass sie meinte seine Körperwärme spüren zu können. Wie immer, wenn er ihr nah war, wurde ihr Kopf irgendwie leer und sie brachte keinen Satz mehr zustande. Da Castiel sich aber den Finger vor den Mund hielt, machte das nichts. Er gebot ihnen leise zu sein, sein Blick ging nach draußen und folgte einem Gleiter auf dem ein grauer Eiself mit einem dunklem Mantel die Straße entlang fuhr…..Lindal…… Als er außer Hör- und Sichtweite zu sein schien atmete Castiel erleichtert auf und nahm seine Hand von ihrem Arm. Die Stelle wo er sie eben berührt hatte fühlte sich plötzlich so merkwürdig leer und einsam an.
“Entschuldigt ihr zwei, ich wollte euch nicht erschrecken...aber ich wollte ganz gerne mal mit euch reden….ohne die nervigen Leute in der Schule….doch als ich euch in die Stadt gefolgt bin hatte ich ein merkwürdiges Gefühl und hab mich vorerst versteckt….bis ich gesehen habe das Lindal mir folgt,...mein Bruder….er…..er ist….na ja, sagen wir mal so ich mag ihn nicht besonders…..aber lasst uns vielleicht woanders weiter reden….ich denke nach dieser Aktion habt ihr sicher auch Fragen….”
Tausende!

Er legte verlegen seine Hand an den Hinterkopf und grinste. Ein charmantes Grinsen…
Ich schmelze...
Innerlich schelte sich Nela sofort für den blödsinnigen und ganz und gar unreifen Gedanken, während er nach schaute, ob die Luft Rein war. Dann nahm er Nelas Hand und zog beide Frauen hinter sich her um zwei Ecken, weiter in eine verwinkelte Kasse bis er an einer kleinen Türe ankam. Er öffnete sie und Mel und Nela erblickten ein kleines sehr unscheinbares Lokal, sechs kleine Tische an die nicht mehr als vier Personen passten standen in dem recht schummrig beleuchteten Raum. Castiel setzte sich mit den beiden an einen Tisch in einer Ecke wo er die Türe gut sehen konnte. Dann kam ein netter älterer Elf an den Tisch und lächelte Castiel freundlich an.
“Was darf ich Ihnen und den netten Damen bringen?”
Castiel sah ihn freundlich an.
“Ich hätte gerne einen Heißen Tee mit Schuss…”
Dann sah Castiel die beiden fragend an.
”..und ihr?”
Weil ich gerade nichts besseres einfiel und das Gefühl seiner Hand um ihre Finger noch in ihr nachhallte, nuschelte Nela:
„Das gleiche...“
, ohne wirklich darüber nachzudenken, was „mit Schuss“ bedeuten würde und auch Mel sicher mit deutlich festerer Stimme ihr Bestellung aufgeben hatte und der Wirt verschwunden war, fragte sie dann aber doch fester:
„Was wolltest du denn mit uns bereden, dass du uns sogar folgst und dich dann vor deinem Bruder versteckst?“
So langsam kam ihr dieses ganze Gehabe um Lindal schon merkwürdig vor. Zwei so stattliche, gutaussehende, starke Kerle wie Akim und sein Bruder fürchten sich vor ihrem Bruder? Was machte ihn denn so gefährlich? War er wirklich so schlimm? In was für eine Familie heiratete sie da bald hinein? Auch Akim hatte Dianela vor ihm gewarnt und ihr gesagt, sie solle sich fern halten und sie hatte ja auch nicht vor seine Nähe zu suchen, aber wie sollte sie sich auf Dauer vor ihm verbergen? Das ganze würde immer mysteriöser und Nel immer unsicherer. Sie hatte die instinktive Abneigung gegen ihn auch gespürt, aber war das ganze nicht doch vielleicht ein bisschen übertrieben? Vielleicht war sie ja auch ein wenig zu blauäugig und sah einmal mehr in ihrem Leben lieber das Schöne und das Gute in allem, aber gleichzeitig vertraute sie auch Akim und Castiel sowieso. Sicher kannten sie ihren Bruder besser als sie und ihr beschützendes Verhalten lullte sie in eine warme Wolke. Mochte Castiel sie vielleicht auch ein bisschen, dass er sich so verhielt?
Quatsch... Vielleicht hat seine Sippe auch irgendein Familiengeheimnis, dass sie bewahren wollen. Oder Lindal ist ein Abkömmling der Eisbestien aus den Geschichten Mantrons. Oder er ist irgendein kaltes Wesen, dass Nachts das Blut der Lebenden erfrieren lässt. Oder …
Nelas Phantasie ging mal wieder mit ihr durch. Ihre Künstlerseele war gut darin Geschichten plastisch und farbenfroh auszumalen, was ihrem klaren Verstand manchmal ein wenig schadete. Sie Blinzelte Castiel kurz an, verscheuchte die unsinnigen Gedanken und wartete dann mit einem höflichen Lächeln auf den Lippen auf seine Antwort.
...Oder er wollte mich einfach zum Tee einladen, weil er nett ist und mich mag. ...eher nicht. Vielleicht mag er Mel und will sie näher kennen lernen? Ja, das wäre ja auch denkbar. ...Und wieder würde sich das Leben nur um dich herum abspielen, Dianela... und du wärst Zuschauer...
Nels leicht depressive Grundstimmung, wann immer es um ihr Selbstbewusstsein ging, stand ihr mal wieder im Weg, so dass sie sich nicht einmal vorstellen konnte, dass das Leben auch Glück und Wärme für sie bereit halten könnte. Trotzdem siegte immer ihre unbändige Neugierde und wartete sie geduldig, dass Castiel sich erklärte.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Sonntag 24. Juni 2018, 18:14

Mel sah sich erstaunt um und bestellte ebenfalls das gleiche.
Der ältere Elf nickte freundlich und verschwand.
Dann ergriff Nela das Wort: „Was wolltest du denn mit uns bereden, dass du uns sogar folgst und dich dann vor deinem Bruder versteckst?“

Castiel sah Nela etwas erstaunt an als diese so energisch das Wort ergriff und ohne zu zögern ihm die Frage entgegen brachte. Dann schmunzelte er und strich sich ein paar Haarsträhnen nach hinten.
„Vor meinem Bruder verstecke ich mich in der Regel nicht, aber ich verstecke dich vor ihm Nela....“
Er sah Nela mit einem klarem durchdringenden Blick an und er wirkte hier plötzlich so anders als sonst. In der Akademie ist er angepasst freundlich und neutral, doch hier ist er plötzlich so anders, als wäre er Nelas bester Freund und ältester vertrauter, als stünde er Dianela näher als jeder andere.
„Akim wird bald an die Akademie kommen und er wird auch ein Augen auf dich haben, aber Lindal nun ja...weder Akim noch ich wissen wirklich was Lindal im Schilde führt, aber wir wissen das er nichts gutes im Sinn hat. Es hat als junger Elf einmal einen anderen Elfen schwer verletzt, das ist schon lange her, aber Akim und ich wissen das Lindal von Hass und Neid zerfressen ist.......“
Casteil seufzte kurz und strich sich abermals durch sein Haar.
„Dir ist sicherlich aufgefallen das Lindal ganz anders ist als Akim und ich, das ist eigentlich offensichtlich...er scheint unsagbar eifersüchtig auf dich zu sein....zumindest hat er ein merkwürdig großes Interesse an dir gezeigt als er erfuhr das du Akims braut werden sollst. Er und ich sind noch nicht versprochen und das scheint ihn arg zu stören.“

Der nette alte Elf kam zurück an den Tisch und stellte drei Tassen dampfenden Tee vor ihnen ab.
„Bitte sehr, lasst es euch schmecken...., darf es sonst noch etwas sein?“
Castiel schüttelte lächelnd den Kopf, der Elf verneigte sich freundlich und ging.

Mel nahm ihre Tasse als erste in die Hände und schlürfte daran.
„Hmmmm köstlich.....“
Weiter sagte sie nichts, sie sah Castiel an und lauschte ihm, ab und zu warf sie einen leicht grinsen Blick rüber zu Nela.

Castiel lies seine Tasse auf dem Tisch stehen, umschloss sie aber mit beiden Händen um seine Finger zu wärmen, dann sprach er weiter.
„Nun ja Akim hatte mich gebeten auf dich acht zu geben und vor allem darauf zu achten das Lindal sich dir nicht nähert. Ich wollte dich vor ihm warnen, in ruhe...außerhalb der „Ohren“ in der Akademie, ich hatte nicht damit gerechnet das Lindal jetzt schon hier sein würde....“
Sein blick wirkte leicht zornig...dann wanderten seine Augen hinunter auf seinen Tee und wirkten beschämt.
„Dianela....es tut mir leid das ich in der Akademie dir gegenüber so Kalt bin....ich wollte dir eigentlich mehr zur Seite stehen, aber alleine kann ich noch nicht so viel ausrichten wie ich gerne wollte. Ich weiß das Riella und ihre Freundin dich immer wieder fertig machen....leider weis ich auch das Riella ein großes Auge auf mich geworfen hat.....ich wollte mich eigentlich schon früher schützend vor dich stellen aber ich kann nicht überall in deiner Nähe sein und Riella würde immer einen Weg finden dich zu verletzten.....Deshalb entschied ich mich dafür dir fern zu bleiben und nicht noch mehr unnötigen Zorn auf dich zu schüren.“
Castiel wirkte plötzlich viel kleiner als sonst und irgendwie vermittelte er den Eindruck eines kleinen Hundes der gerade einen großen Fehler gemacht hatte.
„Eigentlich bin ich nicht so....ich mag Riella und diese ganzen Mitläuferinnen die an ihr hängen nicht sonderlich. Aber sie weiß was Einfluss bedeutet und wie man sich Einfluss verschafft.....“

Melvina schlürfte weiterhin an ihrem Tee, dann stellte sie die Tasse an und sah Castiel mit ernstem Blick an.
„Hm....also so wie ich das sehe hast du einen weg gesucht Nela so gut es geht zu helfen....aber du hättest auch noch mehr tun können....wenigstens hast du nun endlich den Weg gefunden mit ihr zu sprechen....“

Castiel verzog die Mundwinkel und sah Melvina etwas missmutig aber auch ertappt an.

„Ähm....ja du hast wohl recht....jedenfalls denke ich das es weiterhin das beste wäre wenn wir uns in der Öffentlichkeit und vor allem in der Akademie nicht zusammen blicken lassen....“
Dann sah er Melvina an...
„Ich bin froh das du heute so unverdrossen auf Nela zugegangen bist, ich hatte nicht damit gerechnet, ich hatte Nela gestern Abend extra noch einen kleinen Brief geschrieben um ihr zu zeigen das sie nicht alleine ist.....“


Zur selben Zeit bereitete sich Akim schon auf seinen Umzug in die Akademie vor....
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Samstag 30. Juni 2018, 14:25

Castiel sah Nela etwas erstaunt an als diese so energisch das Wort ergriff und ohne zu zögern ihm die Frage entgegen brachte. Dann schmunzelte er und strich sich ein paar Haarsträhnen nach hinten.
„Vor meinem Bruder verstecke ich mich in der Regel nicht, aber ich verstecke dich vor ihm Nela....“
Sie runzelte etwas die Stirn. Er sah Nela mit einem klarem durchdringenden Blick an und er wirkte hier plötzlich so anders als sonst. In der Akademie war er angepasst freundlich und neutral, doch hier war er plötzlich so anders, als wäre er Nelas bester Freund und ältester Vertrauter, als stünde er Dianela näher als jeder anderen. Unwillkürlich musste sie schlucken, denn die Stimmung zwischen ihnen hatte sich merklich verändert und war ungewohnt vertraut geworden. Das war etwas, dass sie nicht kannte und sich noch daran gewöhnen musste.
„Akim wird bald an die Akademie kommen und er wird auch ein Auge auf dich haben...“
Na das hoffe ich mal, zumal er mich ja heiraten will.

, witzelte sie durch ihre Nervosität etwas unreif im Hinterkopf herum.
„..., aber Lindal nun ja...weder Akim noch ich wissen wirklich was Lindal im Schilde führt, aber wir wissen das er nichts gutes im Sinn hat. Es hat als junger Elf einmal einen anderen Elfen schwer verletzt, das ist schon lange her, aber Akim und ich wissen das Lindal von Hass und Neid zerfressen ist.......“
Castiel seufzte kurz und strich sich abermals durch sein Haar, während Dianela auf seine Ausführungen hin ihre Lippen zu schmalen Strichen zusammen presste.
Das wird ja immer schöner...
, dachte sie leicht sarkastisch.
„Dir ist sicherlich aufgefallen das Lindal ganz anders ist als Akim und ich, das ist eigentlich offensichtlich...“
Ob es vielleicht in der Familie mal einen ...Ausrutscher seitens der Eltern gab?
„...er scheint unsagbar eifersüchtig auf dich zu sein....“
Eifersüchtig? Warum? Auf mich? Ich bin doch nichts. Ich tu doch niemandem etwas. … Ich nehme ihm doch nichts weg... oder? Ich versteh das nicht.
„...zumindest hat er ein merkwürdig großes Interesse an dir gezeigt als er erfuhr das du Akims Braut werden sollst. Er und ich sind noch nicht versprochen und das scheint ihn arg zu stören.“
Er...? ...Du???.. Du ...noch nicht?...

Trotz aller Verwirrung und vielleicht auch gerade deswegen machte sich ein ungewohntes Gefühl in Delilahs Bauch breit. Die Verwirrung über Lindals merkwürdiges Verhalten ihr gegenüber mischte sich mit etwas, dass sie nicht bestimmen konnte.
Castiel ist noch nicht versprochen?!?!?
Sie schüttelte kurz den Kopf, da der nette alte Elf zurück an den Tisch kam und stellte drei Tassen dampfenden Tee vor ihnen abstellte.
„Bitte sehr, lasst es euch schmecken...., darf es sonst noch etwas sein?“
Castiel schüttelte lächelnd den Kopf, der Elf verneigte sich freundlich und ging. Mel nahm ihre Tasse als erste in die Hände und schlürfte daran.
„Hmmmm köstlich.....“
Weiter sagte sie nichts. Sie sah Castiel an und lauschte ihm, ab und zu warf sie einen leicht grinsenden Blick rüber zu Nela, die ihren Tee mit Schuss noch nicht einmal bemerkt hatte und ihren Klassenkameraden unentwegt anstarrte, als wäre er ein völlig Fremder. Castiel lies seine Tasse auf dem Tisch stehen, umschloss sie aber mit beiden Händen um seine Finger zu wärmen, dann sprach er weiter.
„Nun ja Akim hatte mich gebeten auf dich acht zu geben und vor allem darauf zu achten das Lindal sich dir nicht nähert. Ich wollte dich vor ihm warnen, in Ruhe...außerhalb der „Ohren“ in der Akademie, ich hatte nicht damit gerechnet das Lindal jetzt schon hier sein würde....“
Sein Blick wirkte leicht zornig, dann wanderten seine Augen hinunter auf seinen Tee und wirkten beschämt. Vielleicht auch weil, Nela ihn immernoch verständnislos anstarrte.
„Dianela....es tut mir leid das ich in der Akademie dir gegenüber so kalt bin....ich wollte dir eigentlich mehr zur Seite stehen, aber alleine kann ich noch nicht so viel ausrichten wie ich gerne wollte. Ich weiß das Riella und ihre Freundin dich immer wieder fertig machen....leider weiß ich auch das Riella ein großes Auge auf mich geworfen hat.....ich wollte mich eigentlich schon früher schützend vor dich stellen aber ich kann nicht überall in deiner Nähe sein und Riella würde immer einen Weg finden dich zu verletzten.....Deshalb entschied ich mich dafür dir fern zu bleiben und nicht noch mehr unnötigen Zorn auf dich zu schüren.“
Dieses Eingeständnis warf sie nun völlig aus der Bahn. Castiel wirkte plötzlich viel kleiner als sonst und irgendwie vermittelte er den Eindruck eines kleinen Hundes der gerade einen großen Fehler gemacht hatte.
„Eigentlich bin ich nicht so....ich mag Riella und diese ganzen Mitläuferinnen die an ihr hängen nicht sonderlich. Aber sie weiß was Einfluss bedeutet und wie man sich Einfluss verschafft.....“
Bei Nela war eine Art Null-Linie im Kopf entstanden und sie sah den Jungen, den jungen Mann, der seit Jahren ihr stetig über den Weg gelaufen war, den sie vielleicht ein bisschen anhimmelte und der ihr jetzt gestand, dass er eigentlich ganz anders empfand, als sie sich immer zurecht gelegt hatte, plötzlich mit ganz anderen Augen. Immer wieder blinzelte sie verstört. Sie glaubte seinen Worten, aber es dauerte, bis sie sich in ihrem Kopf zu einem ganzen Bild zusammen setzen und ihre Welt neu ordneten. Der Traumtyp der Schule war gar nicht das kalte Ar..., dass zwar verboten gut aussah, aber sonst nicht viel zu bieten hatte, ... sondern er hielt sich nur von IHR fern um SIE zu schützen???
In welchen Märchen bin ich eigentlich gerade gelandet? Kann mich mal jemand kneifen?
Leider tat ihre neue Freundin ihr nicht den Gefallen, sondern Melvina schlürfte weiterhin an ihrem Tee, dann stellte sie die Tasse an und sah Castiel mit ernstem Blick an.
„Hm....also so wie ich das sehe hast du einen Weg gesucht Nela so gut es geht zu helfen....aber du hättest auch noch mehr tun können....wenigstens hast du nun endlich den Weg gefunden mit ihr zu sprechen....“
Irgendwie war Nela Mel gerade sehr dankbar, das Wort ergriffen zu haben, da sie selbst noch mit dem Klos im Hals kämpfte, der sich partu nicht herunter schlucken ließ. Castiel verzog auf ihre Worte die Mundwinkel und sah Melvina etwas missmutig aber auch ertappt an.
„Ähm....ja du hast wohl recht....jedenfalls denke ich das es weiterhin das beste wäre wenn wir uns in der Öffentlichkeit und vor allem in der Akademie nicht zusammen blicken lassen....“
Dann sah er Melvina an...
„Ich bin froh das du heute so unverdrossen auf Nela zugegangen bist, ich hatte nicht damit gerechnet, ich hatte Nela gestern Abend extra noch einen kleinen Brief geschrieben um ihr zu zeigen das sie nicht alleine ist.....“
„Das warst du???“

platzte es nun doch aus Nel unkontrolliert heraus und sofort verwandelte sich ihre blasse fliederfarbene Haut in ein hübsches dunkles Lila. Allein die Vorstellung, dass CASTIEL!!!!... der Traum aller Schülerinnen sich heimlich in den Mädchentrakt geschlichen hatte um IHR einen Zettel unter der Tür hindurch zu schieben, produzierte definitiv verbotene Gedanken! Er war so nah gewesen... so verboten! Allein das war ein Reiz, den ihr junges Gehirn nicht so leicht verarbeiten konnte. Was wenn sie ihn erwischt hätten? Vor ihrem Zimmer?!? Sie schluckte mehrmals und hielt sich beide Hände vors Gesicht, versteckte so die schöne Lila Farbe. Es dauerte einen kleinen Moment, in dem sie ein paar Mal tief durchatmete und in der ihr auch bewusst wurde, dass sie hier nicht alleine saß – was es eigentlich noch schlimmer machte. Durch ihre gespreizten Finger hindurch spähte sie zu Castiel und Melvina, während sie flüsterte:
„Entschuldigt meinen kleinen Ausbruch. Ich … das ist alles ein bisschen viel auf einmal.“
, versuchte sie ihre Fassung wieder zu erlangen.
Schnell das Thema wechseln!
„Ähm... Mel, … tia, da du nun ohnehin Zeuge dieser bestimmt mehr als nur etwas merkwürdigen Unterhaltung geworden bist und es nun ohnehin schon alles weist, … ähm … Ich bitte dich Stillschweigen darüber zu bewahren, dass ...also dass unser neuer Lehrer.. also dass Akim … dass...Puh!“

Nela strich sich ein paar verirrte Haarsträhnen aus dem Gesicht und schnaufte hörbar.
„Das er halt mein Verlobter ist.“
Sie ließ die Hände auf den Tisch vor sich fallen und hätte fast ihre vergessene Tasse Tee getroffen.
„Es ist wohl wirklich besser, wenn vorerst keiner erfährt, dass wir einander versprochen sind. Das könnte Riella zu neuen Höchstleistungen anspornen mich fertig zu machen. Sie ...sie ist nicht unbedingt der Mensch, der Andern Glück wünscht.“
Das war Mel sicher auch schon aufgefallen, aber Dianela brauchte wenigstens ein kleines Nicken ihrer neuen Freundin, damit sie sich sicher fühlte.
Dann sah Nel wieder Castiel an und blinzelte noch ein paar Mal, als wenn sie immernoch nicht ganz glaubte, dass er nun wirklich … ja was eigentlich? …. auf ihrer Seite war? Ein Freund war? Sie ..irgendwie mochte?
„Cas... Castiel, ich frag mich nur... also ich hab noch nie so richtig darüber nachgedacht... also wenn du Riella nicht magst... „
Oh je, das läuft gerade ganz falsch!
„Ich meine, … ich dachte immer du und sie … Ihr … Eure Familien die würden eine Verbindung doch sicher begrüßen. Und sie ist ja auch sehr schön!“
Gnaaah... Was fasel ich hier gerade eigentlich?
„Entschuldige, das geht mich ja nichts an.“

, beendete Nel erst mal ihr zusammenhangloses Gestammel und zog die Stirn kraus. Heute war echt nicht ihr Tag um große Reden zu halten, wobei es im Unterricht eigentlich ganz gut geklappt hatte. Aber in Castiels Gegenwart war sie halt immer unsicher und fühlte sich irgendwie zittrig. Irgendwie musste sie den roten Faden wieder finden... was ihr gerade nicht leicht fiel.
„Ich... Lindal … Ja.“
Da war er ja, der rote Faden!
„Also ich bin ja jetzt gewarnt und werd mich in Acht nehmen. Ich...ich könnte dir ja versprechen, dass ich keine Alleingänge mehr mache oder so, aber das wird sich wohl nicht ganz vermeiden lassen. Du weißt ja... Außenseiter und so.“
Sie verzog ihren Mund zu einem schiefen Grinsen und biss sich dabei leicht in die Unterlippe. Irgendwie musste sie die Situation etwas auflockern, wenn sie nicht darin ertrinken wollte. Dann sah sie Melvina an.
„Mel ist ja vielleicht auch so lieb und begleitet mich ab und an, wenn es ihre Zeit zu lässt. Also wenn sie will.“
Fragend sah sie die „Neue“ auf der Schule an.
„Das würde sicher helfen. Zu zweit ist man schließlich stärker.“
Dieses Mal war Nelas Lächeln sogar echt und meinte es auch so. Mel war ihr in der verdammt kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen, auch wenn sie noch nicht wirklich viel über sie wusste.
„Und außerdem hab ich immer meine Lehrzeiten, in denen ich an meinen eigenen Projekten arbeite. Da bin ich nun mal allein im Atelier. Aber ...solange sich Lindal nicht dort unbefugt Zutritt verschafft, bin ich da sicher... denke ich. … Reicht das?“
Sie sah zu „Cas“, wie sie ihn vorhin aus Versehen so unelegant abgekürzt hatte, ob ihm das erst mal als „Versprechen“ zur Vorsicht reichen würde. Jetzt fiel ihr auch endlich die Tasse auf, die zwischen ihren geballten Händen auf dem Tisch stand. Sie streckte die Finger , bewegte sie kurz spielerisch und nahm fast gierig ein paar große Schlucke, denn plötzlich hatte sie Durst. Dabei sah sie ihn über den Tassenrand unentwegt an. Erst nach dem vierten Schlucken merkte sie das leichte angenehme Brennen in ihrem Hals und dann kurz darauf das warme Gefühl in ihrem Bauch. Etwas überrascht zog sie die Brauen hoch und starrte in die Tasse. Dann erinnerte sie sich an den „Zusatz“, wurde wieder etwas lila, zuckte aber nur etwas verlegen mit den Schultern.
Ganz kurz schweiften ihre Gedanken zu ihrem immer wieder kehrenden Traum ab und zu „ihrem“ Strand. Wenn sie dort hin ging, war sie üblicher Weise auch allein, aber... vielleicht könnte sie das nächste Mal ja Mel oder... Castiel mitnehmen? Der Gedanke war irgendwie schön, aber sie verwarf ihn gleich wieder. Der Strand lief ja nicht weg.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 6. Dezember 2018, 23:17

Die Unterhaltung in der kleinen Taverne in einem Winkel der kleinen Stadt zwischen den drei Schülern der Akademie ging ihren Gang.
Castiel erklärte Nela und gezwungenermaßen auch Melvina alles was die letzten Jahre in ihm vorging und was Aktuell von Bedeutung war.

„Ähm... Mel, … tia, da du nun ohnehin Zeuge dieser bestimmt mehr als nur etwas merkwürdigen Unterhaltung geworden bist und es nun ohnehin schon alles weist, … ähm … Ich bitte dich Stillschweigen darüber zu bewahren, dass ...also dass unser neuer Lehrer.. also dass Akim … dass...Puh!“
Nela strich sich ein paar verirrte Haarsträhnen aus dem Gesicht und schnaufte hörbar.
„Das er halt mein Verlobter ist.“
Sie ließ die Hände auf den Tisch vor sich fallen und hätte fast ihre vergessene Tasse Tee getroffen. 
„Es ist wohl wirklich besser, wenn vorerst keiner erfährt, dass wir einander versprochen sind. Das könnte Riella zu neuen Höchstleistungen anspornen mich fertig zu machen. Sie ...sie ist nicht unbedingt der Mensch, der Andern Glück wünscht.“

Melvina lächelte und beobachtete ihre Freundin sehr genau, dann nahm sie Nelas Hand.
„Nela, keine sorge, ich werde niemals auch nur ein Wort darüber verlieren. Diese Unterhaltung und alles was damit zu tun hat bleibt unser Geheimnis, zumindest so lange es nötig ist. Aber wir dürfen uns nicht alles von Riella gefallen lassen, ich werde alles in meiner Macht stehende Tun um sie von ihrem Imaginären Thron zu stoßen, das verspreche ich!“
Bei den letzten Worten drückte sie Nelas Hand etwas fester und ihre grünen Augen funkelten beinah feurig auf.
Sie lächelte verwegen und sah zwischen Nela und Castiel hin und her.

Dann sah Nel wieder Castiel an und blinzelte noch ein paar Mal, als wenn sie immer noch nicht ganz glaubte, dass er nun wirklich … ja was eigentlich? …. auf ihrer Seite war? Ein Freund war? Sie ..irgendwie mochte?
„Cas... Castiel, ich frag mich nur... also ich hab noch nie so richtig darüber nachgedacht... also wenn du Riella nicht magst... „
„Ich meine, … ich dachte immer du und sie … Ihr … Eure Familien die würden eine Verbindung doch sicher begrüßen. Und sie ist ja auch sehr schön!“
„Entschuldige, das geht mich ja nichts an.“


Castiel sah sie Stirnrunzelnd an, dann lachte er.
„Ich und Riella....? Niemals....wenn meine Eltern das wollten würde ich ablehnen, den Göttern sei dank, sind meine Eltern nicht ganz so Spießig, sie leben zwar noch nach den alten Sitten, aber sie sind offen für neues. Daher haben sie mich und Lindal noch nicht versprochen. Bei Akim haben sie es auch nur getan weil er selber keine Endscheidung treffen wollte, Er ist nicht so der Typ dafür. Ähm...also...versteh mich bitte nicht Falsch, du bedeutest ihm wirklich sehr viel.“
Nun wirkte Castiel verlegen und rieb sich verstohlen den Hinterkopf während er unsicher zur Seite sah.

Melvina beobachtete weiterhin alles, nun wieder über ihren Tassenrand blickend.
Nela suchte nach einem Roten Faden und sie Fand ihn auch wieder, Lindal....
„Also ich bin ja jetzt gewarnt und werde mich in Acht nehmen. Ich...ich könnte dir ja versprechen, dass ich keine Alleingänge mehr mache oder so, aber das wird sich wohl nicht ganz vermeiden lassen. Du weißt ja... Außenseiter und so.“
Sie verzog ihren Mund zu einem schiefen Grinsen und biss sich dabei leicht in die Unterlippe. Irgendwie musste sie die Situation etwas auflockern, wenn sie nicht darin ertrinken wollte. Dann sah sie Melvina an.
„Mel ist ja vielleicht auch so lieb und begleitet mich ab und an, wenn es ihre Zeit zu lässt. Also wenn sie will.“
Fragend sah sie die „Neue“ auf der Schule an.
„Das würde sicher helfen. Zu zweit ist man schließlich stärker.“
Dieses Mal war Nelas Lächeln sogar echt und meinte es auch so. Mel war ihr in der verdammt kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen, auch wenn sie noch nicht wirklich viel über sie wusste.
Auch Mel war Dianela in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen und sie erwiderte ihr Lächeln mit einem zustimmenden Nicken. Sie wollte Nela so gut es ging zur Seite stehen.
„Und außerdem hab ich immer meine Lehrzeiten, in denen ich an meinen eigenen Projekten arbeite. Da bin ich nun mal allein im Atelier. Aber ...solange sich Lindal nicht dort unbefugt Zutritt verschafft, bin ich da sicher... denke ich. … Reicht das?“
Castiel lächelte nun wieder und nickte.
„Ja ich denke da du nun beschied weist, kannst du dich auch besser schützen, sei einfach wachsam und gehe nicht alleine in die Stadt. In die Akademie wird Lindal nicht gelangen und er kann nicht ständig hier herum laufen. Außerdem denke ich das er in der Öffentlichkeit eh vorsichtig sein wird mit dem was er tut. Trotzdem, fals du etwas aus der Stadt brauchst, lass es mich wissen, dann bring ich es dir mit.“
Er Trank nun seine Tasse Leer und Melvina tat es ihm gleich, beide Stellten ihren Tassen ab.
Castiel ergriff erneut das Wort: „ Wir sollten uns langsam auf den Weg zurück zur Akademie machen..“
Er winkte den Kellner zum Tisch und bezahlte ihn. Sie warteten noch das Nela ihren Tee austrank, dann standen sie auf und zogen ihre Mäntel wieder über. Auf dem Rückweg in die Akademie passierte nichts außergewöhnliches aber sie beeilten sich trotzdem und machten keine großen Umwege.
In der Akademie verabschiedete Sich Castiel unauffällig von ihnen und flüsterte. „Vergiss nicht Nela, ich tue nur was nötig ist um Riella von dir Fern zu halten und meld dich wenn ich dir was besorgen soll.“ Er zwinkerte ihr zu, dann rannte er in Richtung des Jungen Traktes.
Mel ging mit Nela zu ihren Zimmern und nahm ganz unerwartete Nelas Hand.
„keine Sorge Nela wir sind bei dir, versprochen, ich lasse dich nicht im Stich.“

Die nächsten Wochen vergingen wie im Fluge, die Freundschaft zwischen ihr und Mel wurde immer intensiver und sie verbrachten sehr viel Zeit gemeinsam.
Immer wenn Castiel ihnen über den Weg lief und keine von Riellas „Gefolge“ in der nähe war zwinkerte er ihnen zu oder unterhielt sich kurz mit ihnen.
Riella nutzte natürlich trotzdem jede Gelegenheit um Nela eins auszuwischen, so hatte sie an einem Tag, mittags in der Mensa als Mel noch nicht da war, einfach ihr Tablett mit ihrem Mittagessen aus der Hand geschlagen so das alles auf dem Boden verteilt war. Riella lies es natürlich wie ein versehen aussehen, für das es nicht nötig war der armen Nela zu helfen. Mel kam kurz darauf in die Mensa und Half Nela alles aufzuwischen und gemeinsam holten sie sich eine neue Portion. Überhaupt war durch Melvina alles viel leichter geworden und diese kleinen Sticheleien von Reilla prallten mehr und mehr an Dianela ab.
In die kleine Stadt gingen sie in der zwischen Zeit nicht mehr um vor allem Lindal vielleicht zu einer abreise zu bewegen, vielleicht wurde es ihm ja zu langweilig zu warten. Wenn sie etwas brauchte lies es Castiel wissen und dieser brachte es ihr von seinem nächsten Ausflug in die Stadt mit.

Dann war es endlich so weit, es war der Morgen des Tages an dem Akim als Lehrmeister an die Akademie kam. Nela machte sich aufgeregt fertig um dann gemeinsam mit Mel in die Versammlungshalle zu gehen.
Alle Schüler wurden in die Gigantische Versammlungshalle gerufen, so war es üblich neue Lehrkräfte der Schülerschaft vorzustellen. Die erste Unterrichtsstunde viel aus, alle Schüler versammelten sich Pünktlich und nahmen in den Reihen aus Kristallstühlen Platz um einen guten Blick auf die Bühne zu haben.

An der Decke des Raumes hing ein gigantischer Kronleuchter aus Kunstvoll gefertigtem Eis, der Boden war wie mit feinen Mustern im Eis verziert und die Bühne war ebenfalls aus blauem Eis. Hinter der Bühne hing ein rissiger Vorhang aus dunkelblauem Samt und auf der Bühne stand ein aus Eis verziertes Rednerpult.
Der Direktor der Schule, ein etwas in die Jahre gekommener Eiself blickte die Schülerschaft an und räusperte sich. Seine Stimme klang kühl, etwas kratzig aber nicht unfreundlich, Er war ein Gerechter Elf gewesen der sich aber viel zu selten in der Schule blicken lies und meist in seinem Büro war.
Sein Name war Ritor Parladou und in seinen jüngeren Jahren war er ein Meister der Eiskunst gewesen, die meisten Opjekte der Schule stammten aus seinen Händen.
„Meine lieben Schüler.....“ begann er langsam....
„Heute kommt ein neuer Lehrmeister an unsere Schule..ich freue mich...euch euren neuen Lehrer Akim Froststern vorzustellen.“
Ein raunen ging durch die reihen und Nela blieb es nicht verborgen das viele tuschelten, gerade die Schülerinnen waren von Akims äußerem sehr angetan.
Nela gefiel es garnicht, wie sich einige ihrer Mitschülereinen Gedanklich schon an Akims Brust schmissen um sich bei ihrem neuen Lehrer gute Noten zu erschleichen....
Nela schüttelte den Kopf um sich wieder auf die Bühen zu konzentrieren, was auch immer die Schüler dachten, niemand wusste das sie mit Akim verlobt war und das war auch gut so, redetete sie sich ein....
Sie musste nur genug vertrauen in Akim und Castiel haben....Castiel...diese beiden Brüder bestimmten seit kurzer Zeit einen Großteil ihres Lebens....

Nach dem der Direktor zu ende gesprochen hatte ging Akim nach vorne und sah die Schüler an. Seine Violetten Augen funkelten, passend dazu trug er ein Violettes Gewand mit kunstvollen Silbernen Schneekristallen darauf. Die Nähte waren Silber abgesteppt und alles Silber gesäumt.
Sein langes Haar hatte er zu einem Zopf nach hinten geflochten, nur einige Strähnen hingen glatt und weiß schimmernd an den Seiten über seinen langen Ohren.
„Hallo, es freut mich endlich hier sein zu können...ich werde euch von nun an in Schutz zaubern so wie in den Fertigkeiten der Jagt unterrichten. Wenn ihr Fragen habt kommt einfach in mein Büro, ihr findet es im ersten Stock im Nordflügel vierter Gang rechts. Ich freue mich auf eine schöne Zeit!“
Mit diesen Worten ging Akim wieder einige Schritte zurück, der Direktor endlies die Schüler in ihren Unterricht und alle machten sich auf den Weg in die Unterrichtsräume.

Nela und Mel hatten nun Tatsächlich die erste Stunde bei Akim, ein verrückter zufall, zwei Stunde auf dem Innenhof der Schule.

Akim stand dort und wartete auf die Klasse. Als sich alle Schüler aufgestellt hatten begann er zu sprechen.

„Hallo, nennt mich bitte Meister Akim, Hr. Froststern oder andere ansprachen mit meinem Familiennamen sind mir einfach zu Steif, leider verlangen es die Vorschriften das man eine Anrede seinem Namen beifügt wenn man hier unterrichtet sonst würde ich gänzlich darauf verzichten.“
Mit diesem Satz lockerte er die Stimmung der Stunde abrupt auf und die Schüler lachten kurz, alle standen nun etwas entspannter vor ihm und hörten ihm weiter zu.
„Nun meine erste Stunde mit denen die ich unterrichte beginnt aus einem ganz bestimmten Grund hier draußen, ich möchte euch in Jagd und Schutz zaubern unterrichten, dafür muss ich wissen auf welchem Stand ihr euch befindet. Ich möchte das nun jeder von euch einmal vortritt und so schnell und kraftvoll wie möglich eine Schutzwand vor sich errichtet.“
Eine Schülerin strahlte Akim an und hüpfte mit ausgestrecktem Arm leicht auf damit Akim sah das sie sich meldete. Eigentlich war das nicht nötig gewesen da er sie auch so gesehen hätte..!
„Ja bitte...dein Name?“
„Doreen Lichtenkranz, eine Frage Meister Akim, wozu sollen solchen Schutzzauber den gut sein, also warum müssen wir das üben? Ein Angriff ist doch meist viel Effektiver.?“

Akim zeigte sich Professionell, ihm war keine Emotion anzusehen, er räusperte sich..“Nun wenn man auf der Jagt ist, ist es nicht selten von Vorteil wenn man sich und seine Kameraden schützen kann, man sollte nicht jedes Tier wahllos töten, die Tiere greifen auch nur an um sich zu schützen oder weil sie ihrem Instinkt nach Hunger folgen. Wir Jagen nur das was unser Volk zum Leben braucht und achten dabei sehr genau darauf das empfindliche Gleichgewicht der Natur nicht zu zerstören. Gerade bei der Jagt auf See ist es sehr oft von Vorteil wenn man schnell einen Schutzwall zwischen sich und die Angreifer bringen kann. So kann man sich und seine Kameraden in sichere Entfernung bringen ohne einen weiteren Kampf ausfechten zu müssen und evtl unnötiges Blut zu vergießen.“

Die Schüler starrten ihn fasziniert an und einige nickten langsam. Die meisten waren wohl beeindruckt von seiner Kompetenten Antwort und so konnte diese Demonstrationsstunde ohne weitere Fragen von Statten gehen.
Die Schüler schlugen sich unterschiedlich gut manche waren ausgezeichnet andere zu langsam, andere hatten eine viel zu schwache Eiswand errichtet. Vor allem Mel ist es sehr schwer gefallen, sie war zwar sehr schnell, gerade zu emsig und Hitzköpfig aber ihre Eiskräfte waren schwach und kaum erprobt so endete ihre Wand als eine dünne und feine Scheibe die sofort wieder in sich zusammen brach. Sie lies geknickt den Kopf sinken und lächelte Akim dann verlegen an um sich wieder in die Gruppe zu stellen. Sie Stupste Nela in die Seite die immer noch nicht an der reihe war.
„psst...der steht Castiel ja wirklich in nichts nach..“
Sie sprach extra sehr leise so das sie niemand hören konnte und zwinkerte ihr zu.
Ein anderer Schüler der gerade dran gewesen war kam zu den beiden und stellte sich dazu. Er Sah Nela und Mel an. „Sagt mal kennt ihr Meister Akim schon? Ist er nicht mit Castiel verwand...sie tragen den Selben Namen und sehen sich auch ähnlich...oder?“
Es war ein mittelmäßiger Schüler aber immer sehr freundlich er hatte nichts mit Riella zu tun und wenn sie nicht da war verhielt er sich Nela gegenüber ganz normal. Aber der mutigste war er auch nicht, er zog immer den Kopf ein wenn Riella in der nähe war.
Er hatte kurzes hell Blondes Haar mit einem Seitenscheitel. Seine Augen waren grau und der Rest seiner Erscheinung totales Mittelmaß. Sein Name war Aron und Nela bemerkte das er Melvina auffällig genau betrachtete und seine blassen Wangen sich leicht lila färbten. Mel bemerkte davon aber nichts, sie sah weiter nach vorne wie sich die anderen Schüler so bei der Übung schlugen. Dann war auch Nela endlich an der reihe und konnte Akim zeigen was sie drauf hatte, selbst wenn sie nicht die Kräftigste Wand errichtete, so würde sie sicher die schönste Wand errichten.....Vielleicht dachte Akim so etwas...vielleicht aber auch nicht, seinem Gesicht war jedenfalls nichts abzulesen.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Samstag 8. Dezember 2018, 13:07

Melvina lächelte und beobachtete ihre Freundin sehr genau, dann nahm sie Nelas Hand.
„Nela, keine Sorge, ich werde niemals auch nur ein Wort darüber verlieren. Diese Unterhaltung und alles was damit zu tun hat bleibt unser Geheimnis, zumindest so lange es nötig ist. ..."
So lange es nötig ist? Mel, du wirst doch nicht...
Schon waren da Zweifel, ob Mel wirklich Stillschweigen halten würde. Nela wollte ihr vertrauen, aber die Jahre ohne Freundschaft hatten sie auch sensibel gemacht.
"...Aber wir dürfen uns nicht alles von Riella gefallen lassen, ich werde alles in meiner Macht stehende Tun um sie von ihrem Imaginären Thron zu stoßen, das verspreche ich!“
Bei den letzten Worten drückte sie Nelas Hand etwas fester und ihre grünen Augen funkelten beinah feurig auf. Sie lächelte verwegen und sah zwischen Nela und Castiel hin und her.
...warum? Ich will keinen Thron besteigen... Du etwa?
Dann sah Nel wieder Castiel an und blinzelte noch ein paar Mal, als wenn sie immer noch nicht ganz glaubte, dass er nun wirklich … ja was eigentlich? …. auf ihrer Seite war? Ein Freund war? Sie ..irgendwie mochte?
„Cas... Castiel, ich frag mich nur... also ich hab noch nie so richtig darüber nachgedacht... also wenn du Riella nicht magst...Ich meine, … ich dachte immer du und sie … Ihr … Eure Familien die würden eine Verbindung doch sicher begrüßen. Und sie ist ja auch sehr schön!...Entschuldige, das geht mich ja nichts an.“
Castiel sah sie Stirnrunzelnd an, dann lachte er. Nela sah ihn erstaunt an. Sein Lachen fühlte sich gut an... es streichelte ihre Seele. Es war nicht herablassend und er lachte sie auch nicht aus.
„Ich und Riella....? Niemals....wenn meine Eltern das wollten würde ich ablehnen, den Göttern sei dank, sind meine Eltern nicht ganz so spießig, sie leben zwar noch nach den alten Sitten, aber sie sind offen für neues. Daher haben sie mich und Lindal noch nicht versprochen. Bei Akim haben sie es auch nur getan weil er selber keine Endscheidung treffen wollte, Er ist nicht so der Typ dafür. Ähm...also...versteh mich bitte nicht falsch, du bedeutest ihm wirklich sehr viel.“
Nun wirkte Castiel verlegen und rieb sich verstohlen den Hinterkopf während er unsicher zur Seite sah.
Ich versteh nicht so richtig, was er damit meint... Akim ist nicht der Typ für ...Entscheidungen? Wofür wollte er sich nicht entscheiden? Ob er eine Frau haben will? Oder welche? Mich? Äh... Wie soll ich ihm viel bedeuten, wenn er mich doch kaum kennt und ohnehin unsere Eltern entschieden haben... Ich glaub, ich komm nicht mehr mit. Und warum ist Castiel jetzt so … unsicher? verlegen?
Melvina beobachtete weiterhin alles, nun wieder über ihren Tassenrand blickend.
Nela suchte nach einem Roten Faden und sie Fand ihn auch wieder, Lindal....
„Also ich bin ja jetzt gewarnt und werde mich in Acht nehmen. Ich...ich könnte dir ja versprechen, dass ich keine Alleingänge mehr mache oder so, aber das wird sich wohl nicht ganz vermeiden lassen. Du weißt ja... Außenseiter und so....Mel ist ja vielleicht auch so lieb und begleitet mich ab und an, wenn es ihre Zeit zu lässt. Also wenn sie will...Das würde sicher helfen. Zu zweit ist man schließlich stärker....Und außerdem hab ich immer meine Lehrzeiten, in denen ich an meinen eigenen Projekten arbeite. Da bin ich nun mal allein im Atelier. Aber ...solange sich Lindal nicht dort unbefugt Zutritt verschafft, bin ich da sicher... denke ich. … Reicht das?“
Castiel lächelte nun wieder und nickte.
„Ja ich denke da du nun beschied weist, kannst du dich auch besser schützen, sei einfach wachsam und gehe nicht alleine in die Stadt. In die Akademie wird Lindal nicht gelangen und er kann nicht ständig hier herum laufen. Außerdem denke ich das er in der Öffentlichkeit eh vorsichtig sein wird mit dem was er tut. Trotzdem, falls du etwas aus der Stadt brauchst, lass es mich wissen, dann bring ich es dir mit.“
Echt? Du würdest mit Kohlestifte für meine Skizzen, ...oder Hygieneartikel für meine Monats... OH NEIN! Das nicht! Auf GAR keinen Fall!
Castiel ergriff erneut das Wort:
„ Wir sollten uns langsam auf den Weg zurück zur Akademie machen..“

In der Akademie verabschiedete Sich Castiel unauffällig von ihnen und flüsterte.
„Vergiss nicht Nela, ich tue nur was nötig ist um Riella von dir fern zu halten und melde dich wenn ich dir was besorgen soll.“
Er zwinkerte ihr zu, dann rannte er in Richtung des Jungentraktes. Allein seine Nähe und das Flüstern hatten ihr einmal mehr eine leichte Gänsehaut beschert und sie rieb sich unbewusst die Wange, wo sie glaubte seinen Atem kurz gespürt zu haben. Mel ging mit Nela zu ihren Zimmern und nahm ganz unerwartete Nelas Hand.
„Keine Sorge Nela wir sind bei dir, versprochen, ich lasse dich nicht im Stich.“
Nela lächelte sie dankbar an und sie gingen ins Bett.
Diese Nacht träumte Nela nicht von ihrem Strand und dem Mann, dessen Gesicht sie nicht sehen konnte. Diese Nacht träumte sie wirr ...von Castiel, von Akim und auch von Lindal. Ihre Gesichter legten sich übereinander und lächelten sie an, nur war irgendetwas dabei beunruhigend und fühlte sich falsch an.

Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug, die Freundschaft zwischen ihr und Mel wurde immer intensiver und sie verbrachten sehr viel Zeit gemeinsam. Immer wenn Castiel ihnen über den Weg lief und keine von Riellas „Gefolge“ in der Nähe war zwinkerte er ihnen zu oder unterhielt sich kurz mit ihnen. Das fühlte sich gut an und so erstaunlich es für Nela am Anfang gewesen war, dass ausgerechnet Cas sich um ihre Freundschaft bemühte, so langsam gewöhnte sie sich daran und genoss die kleinen Zuwendungen. Natürlich freute sie sich nur heimlich darüber, oder eben nur in Mels Gegenwart. Aber selbst bei ihr legte sie nie vollkommen ihre Scheu ab. Die Jahre an der Akademie hatte sie geprägt. Vielleicht ...in einer anderen Umgebung, wo sie nicht alles daran erinnerte wachsam zu sein...
Riella nutzte natürlich trotzdem jede Gelegenheit um Nela eins auszuwischen, so hatte sie an einem Tag, mittags in der Mensa als Mel noch nicht da war, einfach ihr Tablett mit ihrem Mittagessen aus der Hand geschlagen so das alles auf dem Boden verteilt war. Mel kam kurz darauf in die Mensa und Half Nela alles aufzuwischen und gemeinsam holten sie sich eine neue Portion. Überhaupt war durch Melvina alles viel leichter geworden und diese kleinen Sticheleien von Reilla prallten mehr und mehr an Dianela ab. Es störte sie kaum noch, denn jetzt gab es tatsächlich jemanden, der auf ihrer Seite war. Sie war nicht mehr vollkommen isoliert und so stärkte Mel unbewusst jeden Tag das Selbstbewusstsein der jungen Elfe mehr.

In die kleine Stadt gingen sie in der zwischen Zeit nicht mehr um vor allem Lindal vielleicht zu einer Abreise zu bewegen, vielleicht wurde es ihm ja zu langweilig zu warten. Wenn sie etwas brauchte lies es Castiel wissen und dieser brachte es ihr von seinem nächsten Ausflug in die Stadt mit. Nur ihren Strand vermisste sie immernoch, aber sie hatte versprochen nichts unvernünftiges zu tun und alleine an den Strand ihres Traumes zu fahren, wäre wohl genau so etwas gewesen.

Dann war es endlich so weit, es war der Morgen des Tages an dem Akim als Lehrmeister an die Akademie kam. Nela machte sich aufgeregt fertig. Heute gab sie sich mit ihrer Frisur besonders Mühe und hoffte, Akim würde sie überhaupt unter den ganzen anderen Schülern bemerken.
Alle Schüler wurden in die gigantische Versammlungshalle gerufen, so war es üblich neue Lehrkräfte der Schülerschaft vorzustellen. Die erste Unterrichtsstunde viel aus, alle Schüler versammelten sich pünktlich und nahmen in den Reihen aus Kristallstühlen Platz um einen guten Blick auf die Bühne zu haben. Die Halle war beeindruckend, doch Nela hatte kaum Augen für die Schönheit um sie herum. Einerseits lebte sie hier schon lange, andererseits suchte sie ständig nach Akim. Sie hatte ihn lange nicht gesehen und freute sich doch irgendwie auf ihn.
Der Direktor der Schule, ein etwas in die Jahre gekommener Eiself blickte die Schülerschaft an und räusperte sich. Seine Stimme klang kühl, etwas kratzig aber nicht unfreundlich, Er war ein gerechter Elf gewesen der sich aber viel zu selten in der Schule blicken lies und meist in seinem Büro war.
Sein Name war Ritor Parladou und in seinen jüngeren Jahren war er ein Meister der Eiskunst gewesen, die meisten Objekte der Schule stammten aus seinen Händen und dafür bewunderte ihn Nela.
„Meine lieben Schüler.....“
begann er langsam....
„Heute kommt ein neuer Lehrmeister an unsere Schule..ich freue mich...euch euren neuen Lehrer Akim Froststern vorzustellen.“
Ein Raunen ging durch die Reihen und Nela blieb es nicht verborgen das viele tuschelten, gerade die Schülerinnen waren von Akims Äußerem sehr angetan. Nela gefiel es gar nicht, wie sich einige ihrer Mitschülerinnen gedanklich schon an Akims Brust schmissen um sich bei ihrem neuen Lehrer gute Noten zu erschleichen. Sie sah wie sie tuschelnd ihre Köpfe zusammen steckten. Ein Mädchen grinste gerade breit.
Fass ihn an und du ertrinkst heute Nacht! ...huch... wo kam das denn jetzt her?
Nela schüttelte den Kopf um sich wieder auf die Bühne zu konzentrieren, was auch immer die Schüler dachten, niemand wusste das sie mit Akim verlobt war und das war auch gut so, redete sie sich ein. Sie musste nur genug Vertrauen in Akim und Castiel haben.
Es ist unser kleines süßes Geheimnis... Akim, Mel und Castiel...
...Castiel... diese beiden Brüder bestimmten seit kurzer Zeit einen Großteil ihres Lebens und brachten es gehörig durcheinander. Castiel war ihr Freund geworden, wenn auch heimlich, aber das fühlte sich nur um so besser an. Es war wie damals, als ihr Vater vom Markt ein besonders süßes Gebäck mitgebracht hatte. So etwas gab es selten und er hatte es ganz oben im Regal versteckt, aber Nela hatte das Versteck gefunden und heimlich alle Kekse gegessen. Noch nie hatte etwas so gut geschmeckt, wie diese verbotenen Kekse! War Castiel ihr verbotener Keks? Aber sie mochte auch Akim! Konnte man zwei Kekse gleichzeitig mögen? Nela schüttelte noch einmal den Kopf.
Das muss die Aufregung sein...
Nach dem der Direktor zu Ende gesprochen hatte ging dann Akim nach vorne und sah die Schüler an.
Wow. Er sieht wieder großartig aus!...
Seine violetten Augen funkelten, passend dazu trug er ein violettes Gewand mit kunstvollen silbernen Schneekristallen darauf. Die Nähte waren Silber abgesteppt und alles Silber gesäumt.
Sein langes Haar hatte er zu einem Zopf nach hinten geflochten, nur einige Strähnen hingen glatt und weiß schimmernd an den Seiten über seinen langen Ohren.
„Hallo, es freut mich endlich hier sein zu können...ich werde euch von nun an in Schutz zaubern so wie in den Fertigkeiten der Jagt unterrichten. Wenn ihr Fragen habt kommt einfach in mein Büro, ihr findet es im ersten Stock im Nordflügel vierter Gang rechts. Ich freue mich auf eine schöne Zeit!“
Mit diesen Worten ging Akim wieder einige Schritte zurück, der Direktor entließ die Schüler in ihren Unterricht und alle machten sich auf den Weg in die Unterrichtsräume. Nela und Mel hatten nun tatsächlich die erste Stunde bei Akim. Er stand dort und wartete auf die Klasse. Als sich alle Schüler aufgestellt hatten begann er zu sprechen.
„Hallo, nennt mich bitte Meister Akim oder Hr. Froststern. Andere Ansprachen mit meinem Familiennamen sind mir einfach zu Steif, leider verlangen es die Vorschriften das man eine Anrede seinem Namen beifügt wenn man hier unterrichtet sonst würde ich gänzlich darauf verzichten.“
Mit diesem Satz lockerte er die Stimmung der Stunde auf und die Schüler lachten kurz.
Er ist gut!
Alle standen nun etwas entspannter vor ihm und hörten ihm weiter zu.
„Nun meine erste Stunde, die ich unterrichte, beginnt aus einem ganz bestimmten Grund hier draußen. Ich möchte euch in Jagd- und Schutzzauber unterrichten, dafür muss ich wissen auf welchem Stand ihr euch befindet. Ich möchte das nun jeder von euch einmal vortritt und so schnell und kraftvoll wie möglich eine Schutzwand vor sich errichtet.“
Eine Schülerin strahlte Akim an und hüpfte mit ausgestrecktem Arm leicht auf damit Akim sah das sie sich meldete.
Echt jetzt?!?
Eigentlich war das nicht nötig gewesen da er sie auch so gesehen hätte..!
„Ja bitte...dein Name?“
„Doreen Lichtenkranz, eine Frage Meister Akim, wozu sollen solchen Schutzzauber den gut sein, also warum müssen wir das üben? Ein Angriff ist doch meist viel effektiver.“

Akim zeigte sich professionell, ihm war keine Emotion anzusehen, er räusperte sich..
“Nun wenn man auf der Jagt ist, ist es nicht selten von Vorteil wenn man sich und seine Kameraden schützen kann, man sollte nicht jedes Tier wahllos töten, die Tiere greifen auch nur an um sich zu schützen oder weil sie ihrem Instinkt nach Hunger folgen. Wir jagen nur das was unser Volk zum Leben braucht und achten dabei sehr genau darauf das empfindliche Gleichgewicht der Natur nicht zu zerstören. Gerade bei der Jagt auf See ist es sehr oft von Vorteil wenn man schnell einen Schutzwall zwischen sich und die Angreifer bringen kann. So kann man sich und seine Kameraden in sichere Entfernung bringen ohne einen weiteren Kampf ausfechten zu müssen und evtl. unnötiges Blut zu vergießen.“
Die Schüler starrten ihn fasziniert an und einige nickten langsam. Die meisten waren wohl beeindruckt von seiner kompetenten Antwort und so konnte diese Demonstrationsstunde ohne weitere Fragen weiter gehen. Die Schüler schlugen sich unterschiedlich gut manche waren ausgezeichnet andere zu langsam, andere hatten eine viel zu schwache Eiswand errichtet. Vor allem Mel war es sehr schwer gefallen, sie war zwar sehr schnell, gerade zu emsig und hitzköpfig aber ihre Eiskräfte waren schwach und kaum erprobt so endete ihre Wand als eine dünne und feine Scheibe die sofort wieder in sich zusammen brach. Sie lies geknickt den Kopf sinken und lächelte Akim dann verlegen an um sich wieder in die Gruppe zu stellen. Sie stupste Nela in die Seite die immer noch nicht an der Reihe war.
„Psst...der steht Castiel ja wirklich in nichts nach..“
Sie sprach extra sehr leise so das sie niemand hören konnte und zwinkerte ihr zu. Nela legte schnell ihren Zeigefinger an ihre Lippen, zum Zeichen, dass sie leise sein sollte, aber schmunzelte selbst doch ein bisschen. Mel hatte ja Recht. Akim und Castiel waren nun mal beide mehr als nur ansehnlich. Inzwischen wusste sie ja auch ein wenig über die beiden, was sie noch attraktiver machte. Ein anderer Schüler der gerade dran gewesen war kam zu den beiden und stellte sich dazu. Er sah Nela und Mel an.
„Sagt mal kennt ihr Meister Akim schon? Ist er nicht mit Castiel verwand..."
Nela zucke leicht zusammen, aber schwieg lieber. Sie war nicht gut im Lügen, deshalb hielt sie lieber den Mund und zuckte nur mit den Schultern, als wüsste sie nichts.
„...Sie tragen den selben Namen und sehen sich auch ähnlich...oder?“
Es war ein mittelmäßiger Schüler aber immer sehr freundlich er hatte nichts mit Riella zu tun und wenn sie nicht da war verhielt er sich Nela gegenüber ganz normal. Aber der Mutigste war er auch nicht, er zog immer den Kopf ein wenn Riella in der Nähe war, aber wer tat das nicht. Er hatte kurzes hell Blondes Haar mit einem Seitenscheitel. Seine Augen waren grau und der Rest seiner Erscheinung totales Mittelmaß. Sein Name war Aron und Nela bemerkte das er Melvina auffällig genau betrachtete und seine blassen Wangen sich leicht lila färbten.
Na hallo...? Mag er sie vielleicht?
Mel bemerkte davon aber nichts, sie sah weiter nach vorne wie sich die anderen Schüler so bei der Übung schlugen. Dann war auch Nela endlich an der Reihe. Sie schaute ihm aufgeregt entgegen, aber Akims Gesicht war jedenfalls nichts abzulesen.
Er ist der besser Schauspieler als ich. Ok, jetzt konzentriere dich Nela!...hm... Eiswand...kann ich nicht wirklich erschaffen... was mach ich also... Ich mach was anderes.
Da kam ihr aus dem Bauch heraus eine Idee. Tapfer und keine Miene verziehend ging sie auf Akim zu.
„Ich bin der Eismagie nicht mächtig, aber … Ich würde es anders machen...“
Die Gruppe hatte den Hof inzwischen mit einigen Eiswänden bestückt, weswegen sie sich immer weiter bewegt hatten um weiterhin freies Feld zu haben. Wahllos standen die Produkte ihrer Magischen Experimente herum und verunstalteten die Ansicht.
Atmen... alles fließt... alles ist in Bewegung... Bewegung erzeugt Reibung und Reibung erzeugt Wärme... Wärme erzeugt Liebe und Liebe lässt uns tanzen...
Sie blieb stehen und konzentrierte sich auf ihren Zauber: Wandelbares Wasser
(Je nach Stufe des Magiers variiert die Menge an Wasser, die der Zauber durch seine Berührung erstarren lässt. Es funktioniert auch anders herum, wenn der Magier Eis schmelzen lassen möchte. Wandelbares Wasser wird in seinen kleinsten Teilchen in Aufruhr gebracht, so wird Eis zu Wasser und wenn der Magier es beruhigt (oder von ihm ablässt), erstarrt es wieder zu Eis. Bei magisch hergestelltem Eis ist es um ein vielfaches schwerer, da der zaubernde gegen den Willen des vorangegangenen Zaubers wirkt.)
...um das Eis unter ihr zum Schmelzen zu bringen.
Ich brauche nicht viel...
Nela kniete sich hin und konzentrierte sich auf den Boden unter ihnen. Ausgehend von ihrer Hand stellte sie sich eine immer weiter wachsende dünne Fläche voller warmer tanzender Unruhe vor. Sogleich verflüssigte sich das raue Eis des Hofes unter ihrer Hand und eine dünne Schicht Wasser verwandelte die Oberfläche in eine wachsende spiegelnde Pfütze. Die Wände, die ihre Mitschüler erschaffen hatten, begannen zu rutschen und zu kippen, fielen um und brachen, ihre Standfestigkeit beraubt. Eisbrocken rutschten lustig über den Hof und tanzten auseinander. Nela lächelte und überlegte kurz ob sie das Wasser nun zu einer Wand formen solle, aber jeder Schüler sollte nur einen Zauber wirken und das wäre Schummeln. In der Eismagie gab es sehr viel mehr wirksame und vor allem schnell wirksame Angriffs- und Abwehrzauber. Ihre eigene Magie brauchte mehr Zeit und war weicher und auch subtiler. Kurz bevor sie sich dann also aufrichtete, gab sie das von ihr bezauberte Eis wieder frei, beruhigte es und gab ihm damit auch seine raue Oberfläche wieder. Sie richtete sie sich auf und der Hof gefror augenblicklich.
„Wenn man einen Angriff nichts entgegen zu setzen hat, dann kann man die auf einen gerichtete Kraft auch in eine andere Richtung lenken.“
Ein wenig ängstlich drehte sie sich wieder zu der Gruppe und Akim um. Wieder einmal hatte sie zeigen müssen, wie anders sie war und hoffte, dass er sie dafür nicht weniger schätzen oder gar vor der Gruppe rügen würde. Immer wieder musste sie sich und den Anderen beweisen, dass es auch andere Wege gab um an sein Ziel zu kommen. Im Nachhinein hatte sie auch ein paar andere Ideen, aber die kamen bekanntlich immer erst hinterher.
Ich hätte auch eine der bestehenden Eiswände verändern können... ihnen eine stabilere Form geben können... gewölbt, damit einwirkende Kraft abgleitet ...oder eine Wasserwand in einem Kreis um uns herum ziehen können, mit einer starken Strömung darin, so dass Angriffe mitgerissen werden würden... oder...oder ...oder... ach zu spät! Jetzt ist es so wie es ist!
Trotzdem war Dianela unsicher und wartete nervös auf Akims Reaktion. Innerlich war sie wie immer bereit sich in Grund und Boden zu schämen und hier draußen könnte sie das vielleicht sogar wortwörtlich...
...einen Graben bilden, der sich mit Schmelzwasser füllt und mich fort spült...
Mit vor dem Körper miteinander ringenden Händen stand sie vor der Gruppe und wartete.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 13. Februar 2019, 16:32

Da kam ihr aus dem Bauch heraus eine Idee. Tapfer und keine Miene verziehend ging sie auf Akim zu.
„Ich bin der Eismagie nicht mächtig, aber … Ich würde es anders machen...“


Noch bevor sie irgendetwas tun konnte, kicherte jemand in der kleinen Gruppe aus 12 Schülern und leises Getuschel ging durch die Reihen.
Die Eiselfe schaffte es, gestärkt durch ihre neu gewonnen Freundschaften, sich aufs wesentliche zu konzentrieren.

Nela kniete sich hin und konzentrierte sich auf den Boden unter ihnen. Ausgehend von ihrer Hand stellte sie sich eine immer weiter wachsende dünne Fläche voller warmer tanzender Unruhe vor. Sogleich verflüssigte sich das raue Eis des Hofes unter ihrer Hand und eine dünne Schicht Wasser verwandelte die Oberfläche in eine wachsende spiegelnde Pfütze.

Hätte sie versucht, Einfluss auf die Schutzwände, die ihre Mitschüler erschaffen hatten, zu nehmen, wäre ihr der Zauber sicher nicht gelungen. So aber fühlte sie förmlich, wie leben in die ‚toten’ Eisschichten geriet und sie verflüssigte. Es war anstrengend, eine so große Fläche zu schmelzen, aber Dianela war entschlossen ihren Verlobten zu beeindrucken.
Protestlaute und überraschte aufschreie gingen durch die Reihen, während zuvor fester Untergrund rutschig und tückisch wurde. Einer ihrer Mitschüler landete rittlings auf dem Boden als er auf dem Untergrund ausglitt, der sich in Windeseile von Fest zu Flüssig wandelte. Andere strauchelten, hielten sich aber aufrecht. Die Mitschülerin, die gekichert hatte, Doreen wie Nela bemerkt hätte, wenn sie nicht so konzentriert gewesen wäre, wurde fast von ihrer viel zu dicken, aber dafür recht instabilen Schutzwand erdrückt, als diese auf die junge Frau fiel. Erst im letzten Moment streckte Akim eine Hand vor und sie zersprang in kleine Schneeflocken.
Mel holte beeindruckt Luft und bewunderte Dianelas Zauber. Dabei war sie so verzaubert, dass sie beinahe selbst das Gleichgewicht verloren hätte. Aron griff beherzt nach ihr und stützte sie, was sie mit einem beiläufigen - aber doch erleichterten - Danke quittierte.

Kurz bevor Dianela sich dann also aufrichtete, gab sie das von ihr bezauberte Eis wieder frei, beruhigte es und gab ihm damit auch seine raue Oberfläche wieder. Sie richtete sie sich auf und der Hof gefror augenblicklich.
„Wenn man einen Angriff nichts entgegen zu setzen hat, dann kann man die auf einen gerichtete Kraft auch in eine andere Richtung lenken.“
Ein wenig ängstlich drehte sie sich wieder zu der Gruppe und Akim um.


Wütende Gesichter empfingen sie. Der gestürzte Mitschüler war nun an den Boden angeeist und auch alle Anderen waren zumindest Teilweise mit dem Boden ‚verschmolzen‘.
Gerade Mel schien dies überhaupt nicht zu stören und sie grinste Dianela aufmunternd zu - und auch Aron schien nicht unglücklich über seine Rolle als ‚Retter in letzter Sekunde’ zu sein. Aber der Rest ...
Akim trug eine Maske aus kühler Berechnung, auch wenn Nela hätte schwören können für einen kurzen Augenblick ein Lächeln in seinen Augen aufblitzen zu sehen.
„Das war gar keine Schutzwand!“
„Sie hätte mich umbringen können!“
„Blöde Wasserkuh“

Und ähnlich äußerst unangenehme Äußerungen wurden laut und vermischten sich in einem Choral aus Unmut, dem Akim nach Sekunden schon einen Riegel vorschob indem er mit lauter, weitreichender Stimme:
„Ruhe!“
Gebot. Die Schüler stoppten augenblicklich, bis auf Doreen, die weiter quengelte, bis Akims ernster Blick sie traf. Dann verstummte auch sie.
Nachdem Stille eingekehrt war, sagte er:
„Sicher sollte es für ein paar talentierte Schüler der Eismagie kein Problem sein, sich zu befreien ...“
Eine Herausforderung lag in dieser Aussage, die jedwede weiteren Proteste erstickte - keiner der Schüler wollte dem interessanten neuen Lehrer gegenüber eine Blöße zeigen.
Nun lag Akims Aufmerksamkeit endlich auf Dianela.
„Ich sagte, ich bringe Euch Schutzmagie bei - das kann auch die Wassermagie mit einbeziehen - oder jedwede Andere. Auch wenn das erste Mittel der Wahl hier natürlich die Eismagie ist.“
Stellte er fest und legitimierte damit Dianelas Magie der Wahl für jetzt und auch für spätere Gelegenheiten.
„Was deinen Ansatz angeht - Grundsätzlich eine gute Idee, um dich gegen Gegner, die dich angreifen wollen, zu verteidigen - gerade wenn es viele sind. Insofern eine richtige Feststellung - wenn der Angriff des Gegners - oder die Gefahr der ihr gegenüber steht - zu stark ist, ist es klug, Kraft umzuleiten, statt sich ihr frontal entgegen zu stellen. Sogar auch dann, wenn ihr wisst, dass ihr Kraft sparen müsst, egal wie stark oder schwach euer Gegner ist.
Du solltest aber berücksichtigen, dass diese Methode sehr Situationsbezogen ist, und weder guten Schutz gegen erfahrene Eismagier bietet, noch gegen Geschosse jedweder Art.
Die Aufgabenstellung war eine Schutzwand zu errichten. Diese Aufgabe hast du damit nicht erfüllt.“

Ein zufriedenes Schnauben ob der Rüge aus den Reihen der Schüler versetzte Dianela einen Stich.
„Ich bitte dich, wenn ich so konkrete Anweisungen erteile, diese auch auszuführen. Wenn du fragen zur Aufgabenstellung oder Durchführung hast, stelle sie bitte. Ihr alle seid hier, um zu lernen. Ein Schüler, der viele Fragen stellt, wird in meiner Achtung niemals sinken. Im Gegenteil. Fühlt Euch alle dazu ermutigt!“
Akim ließ in keiner Weise erkennen, dass er eigentlich ihr Verlobter war und schien keine Gnade zu kennen ... oder vielleicht doch? Er sprach weiter:
„Ich begrüße allerdings, dass du Kreativität bewiesen hast. Oftmals sind schnelles denken und alternative Ansätze eine hervorragende Verteidigung. Ich werde Euch noch weiter gefasste Aufgabenstellungen geben, bei denen dein Ansatz dir sicher zu Gute kommt.
Wenn du dann kreativ wirst - denk immer über die Konsequenzen deines Handelns nach und nimm Rücksicht auf deine Mitschüler. Ihr seid eine Klasse - ihr solltet zusammenhalten und aufeinander Acht geben!“

Gerade der letzte Satz schien mehr für ihre Mitschüler gedacht und er bedachte gerade die lauten bösartigen Stimmen unter ihnen mit mahnendem Blick.
„Bitte versuch es noch einmal - bilde eine Schutzwand.“

Akim hatte bisher jedem seiner Schüler Zeit gewidmet, um ihnen hilfreiche Tipps, kritk aber auch Lob zukommen zu lassen. Allerdings war das Maß an Aufmerksamkeit, dass Dianela zuteil wurde, doch größer. Ob das Gut war, oder ob es an der Verlobung, oder ihrer Wassermagie lag, blieb abzusehen.
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Mittwoch 27. Februar 2019, 21:37

„Wenn man einen Angriff nichts entgegen zu setzen hat, dann kann man die auf einen gerichtete Kraft auch in eine andere Richtung lenken.“
Ein wenig ängstlich drehte sie sich wieder zu der Gruppe und Akim um. Wütende Gesichter empfingen sie. Der gestürzte Mitschüler war nun an den Boden an-geeist und auch alle Anderen waren zumindest Teilweise mit dem Boden ‚verschmolzen‘.
Ups, das hab ich nicht mit einberechnet...
Gerade Mel schien dies überhaupt nicht zu stören und sie grinste Dianela aufmunternd zu - und auch Aron schien nicht unglücklich über seine Rolle als ‚Retter in letzter Sekunde’ zu sein. Aber der Rest … Die wütenden Blicke stachen wie Nadeln in Nelas viel zu empfindsame Seele. Aber das kannte sie. Jahre der Verachtung hatten sie da wenigstens äußerlich abstumpfen lassen... äußerlich... doch tief drin tat es immernoch weh. Viel mehr fürchtete sie jedoch den Blick ihres Verlobten, doch Akim trug eine Maske aus kühler Berechnung, auch wenn Nela hätte schwören können für einen kurzen Augenblick ein Lächeln in seinen Augen aufblitzen zu sehen.
„Das war gar keine Schutzwand!“
„Sie hätte mich umbringen können!“
„Blöde Wasserkuh“

Äußerst unangenehme Äußerungen wurden laut und vermischten sich in einem Choral aus Unmut, dem Akim nach Sekunden schon einen Riegel vorschob indem er mit lauter, weitreichender Stimme:
„Ruhe!“
, gebot. Die Schüler stoppten augenblicklich, bis auf Doreen, die weiter quengelte, bis Akims ernster Blick sie traf. Dann verstummte auch sie. Nela stand mit hoch rotem Kopf da, was bei ihrer Hautfarbe eher zu einem violett wurde.
„Sicher sollte es für ein paar talentierte Schüler der Eismagie kein Problem sein, sich zu befreien ...“
Eine Herausforderung lag in dieser Aussage, die jedwede weiteren Proteste erstickte - keiner der Schüler wollte dem interessanten neuen Lehrer gegenüber eine Blöße zeigen. Nun wanderte Akims Aufmerksamkeit zu Dianela und unwillkürlich sackten ihre Schultern herab.
Jetzt kommt sicher das Donnerwetter...
„Ich sagte, ich bringe Euch Schutzmagie bei - das kann auch die Wassermagie mit einbeziehen - oder jedwede Andere. Auch wenn das erste Mittel der Wahl hier natürlich die Eismagie ist.“
Stellte er fest und legitimierte damit Dianelas Magie der Wahl für jetzt und auch für spätere Gelegenheiten.
Wow...
Sogar mental war Nela eine Weile sprachlos. Das hatte sie nicht erwartet. Er wandte sich ihr wieder zu:
„Was deinen Ansatz angeht - Grundsätzlich eine gute Idee, um dich gegen Gegner, die dich angreifen wollen, zu verteidigen - ...“
Aber?
„...gerade wenn es viele sind. Insofern eine richtige Feststellung - wenn der Angriff des Gegners - oder die Gefahr der ihr gegenüber steht - zu stark ist, ist es klug, Kraft umzuleiten, statt sich ihr frontal entgegen zu stellen. ...“
Aber?
„... Sogar auch dann, wenn ihr wisst, dass ihr Kraft sparen müsst, egal wie stark oder schwach euer Gegner ist...“
Aber? ...Da kommt doch noch was hinterher...oder meint er das tatsächlich so? Ist das ein Lob? Hab ich endlich mal was richtig gemacht?
„... Du solltest aber berücksichtigen, dass diese Methode sehr Situationsbezogen ist, und weder guten Schutz gegen erfahrene Eismagier bietet, noch gegen Geschosse jedweder Art.
Die Aufgabenstellung war eine Schutzwand zu errichten. Diese Aufgabe hast du damit nicht erfüllt.“

Mist!
Ein zufriedenes Schnauben ob der Rüge aus den Reihen der Schüler versetzte Dianela einen Stich.
Ach haltet doch die Klappe!
Das Geschnaufe ging ihr grade mächtig auf die Nerven und hinterließ stürmische See in ihrer Seele.
„Ich bitte dich, wenn ich so konkrete Anweisungen erteile, diese auch auszuführen. Wenn du fragen zur Aufgabenstellung oder Durchführung hast, stelle sie bitte. Ihr alle seid hier, um zu lernen. Ein Schüler, der viele Fragen stellt, wird in meiner Achtung niemals sinken. Im Gegenteil. Fühlt Euch alle dazu ermutigt!“
Akim ließ in keiner Weise erkennen, dass er eigentlich ihr Verlobter war und schien keine Gnade zu kennen.
Hm... in Ordnung. Fragen stellen... Anweisungen befolgen. Das krieg ich ja wohl hin.... meistens... Verlobter hin oder her, er ist streng... vielleicht gerade weil...
... oder vielleicht doch? Er sprach weiter:
„Ich begrüße allerdings, dass du Kreativität bewiesen hast. Oftmals sind schnelles denken und alternative Ansätze eine hervorragende Verteidigung. Ich werde Euch noch weiter gefasste Aufgabenstellungen geben, bei denen dein Ansatz dir sicher zu Gute kommt...“
und mit jedem Wort wurden Nelas Augen größer.
Ok, DAS war ein Lob!
„... Wenn du dann kreativ wirst - denk immer über die Konsequenzen deines Handelns nach und nimm Rücksicht auf deine Mitschüler. Ihr seid eine Klasse - ihr solltet zusammenhalten und aufeinander Acht geben!“
Äh...
Gerade der letzte Satz schien mehr für ihre Mitschüler gedacht und er bedachte gerade die lauten bösartigen Stimmen unter ihnen mit mahnendem Blick.
„Bitte versuch es noch einmal - bilde eine Schutzwand.“
Puh... ist ein bisschen wie Bisonreiten mit ihm...rauf, runter... Lob, Kritik.. aber irgendwie... gerecht! Damit kann ich leben! Äh, was hat er gesagt? Ach ja... Schutzwand. Also dann auf ein neues...
Akim hatte bisher jedem seiner Schüler Zeit gewidmet, um ihnen hilfreiche Tipps, Kritik aber auch Lob zukommen zu lassen und Nela war nicht der Typ, der einfach aufgab. Sie wusste noch nicht recht einzuschätzen, wie sie mit ihrem „neuen Lehrer“ umgehen sollte. Akim benahm sich sehr professionell in ihren Augen. Allerdings war das Maß an Aufmerksamkeit, dass Dianela zuteil wurde, doch größer. Ob das Gut war, oder ob es an der Verlobung, oder ihrer Wassermagie lag, konnte sie unmöglich einschätzen, aber enttäuschen wollte sie ihn auch nicht. Also konzentrierte sie sich aufs neue:
Ich werd doch wohl so eine blöde Schutzwand hinkriegen, wenn ich ganze Skulpturen erschaffen kann... ok, dann hab ich auch mehr Zeit und bin alleine... dann sieht mir keiner zu und durchbohrt mich mit hasserfüllten Blicken...
Sie brauchte nicht mal über ihre Schulter zu gucken um zu wissen, dass mindestens ein Augenpaar auf sie gerichtet war und das sicher nicht freundlich, sondern missgünstig und mehr oder minder unverhohlen auf Rache sinnend. Nela wusste, wenn auch noch Riella von dem ganzen hier Wind bekam, dann würde früher oder später sicher wieder irgendwas auf sie „zurück“ fallen....oder eben einfach auf sie drauf fallen.
Doreen wird ihr sicher alles brühwarm erzählen... Ist ja schon fast ein Wunder, dass Riella ausnahmsweise mal nicht in meinem Kurs ist... Konzentration! Sorgen kann ich mir später noch machen. ...SCHUTZWAND!
Kreativität hin oder her, Nela konnte nicht einfach wie ein Eismagier aus seiner ihm eigenen Magie heraus eine Eiswand formen. Sie brauchte dafür Teilschritte und das dauerte halt seine Zeit. Sie ging ein kleines Stück von der Gruppe weg, damit nicht wieder jemand aus Versehen irgendwie in Gefahr geriet. Sie brauchte schließlich einen gewissen Raum aus dem sie das Wasser abziehen konnte und wollte nicht wieder irgendwen am Boden fest frieren lassen. Aus ihren ihr eigenen Zaubern konnte sie die Abfolge „wandelbares Wasser“ zum Schmelzen, „williges Wasser“ zum Hochziehen der Wand und dann noch einmal „wandelbares Wasser wirken, um es wieder fest werden zu lassen.

((Williges Wasser
Das Wasser kann durch den Willen des Zauberers in jede beliebige Form gebracht, gelenkt und gehalten werden, aber es kostet ihn eine Menge Kraft, je mehr Wasser er auf diese Weise beeinflussen will. Anschließend sollte der Magier sich jedoch in jedem Fall einige Stunden Ruhe gönnen.
Wandelbares Wasser
Je nach Stufe des Magiers variiert die Menge an Wasser, die der Zauber durch seine Berührung erstarren lässt. Es funktioniert auch anders herum, wenn der Magier Eis schmelzen lassen möchte. Wandelbares Wasser wird in seinen kleinsten Teilchen in Aufruhr gebracht, so wird Eis zu Wasser und wenn der Magier es beruhigt (oder von ihm ablässt), erstarrt es wieder zu Eis. Bei magisch hergestelltem Eis ist es um ein vielfaches schwerer, da der zaubernde gegen den Willen des vorangegangenen Zaubers wirkt.))

Da die Wand wenigstens ansatzweise so groß werden sollte, wie die Vorgaben der anderen, verbrauchte Dianela für diese drei Zauber auch entsprechend deutlich mehr Energie, als die Anderen und auch mehr Zeit. Als sie dann endlich fertig war, war ihre Wand zwar bestimmt die schönste, fast gläserne Wand, aber auch doch vielleicht ein bisschen kleiner geraten. Ging man jedoch von der Dichte des Materials aus, so war sie aber auch deutlich stabiler und hatte weniger Sollbruchstellen. Bei ihren Skulpturen wandte sie normaler Weise noch einen weiteren Zauber an, den sie hier schlicht aus Mangel an Zeit weg gelassen hatte.

((Klares Wasser
Dieser kleine Zauber trennt den reinen Wasserbestandteil von allen anderen Substanzen und reinigt so Flüssigkeiten von Giften, Krankheiten oder Keimen und verwandelt es in Trinkwasser. ))

Dieser Zauber hätte die Qualität noch um einiges herauf gesetzt, war aber hier überflüssig. Nela musste aber unwillkürlich an ihr derzeitiges Projekt mit dem großen Kristall denken, dass noch unfertig in ihrer Werkstatt wartete. Hier baute sie schon seit geraumer Zeit (Monaten) Schritt für Schritt kleine Mengen mit gereinigte Wasser auf und fügte sie immer wieder dem großen Ganzen hinzu um es anschließend miteinander zu verschmelzen. Die Lichtspiele und Fassetten die dabei immer wieder neu entstanden, mussten jedes Mal neu justiert, wieder ausgerichtet und bewegt werden, warum auch wieder „williges Wasser“ zum Einsatz kam. Noch nie hatte sie sich an ein so großes Projekt heran getraut. Ihr Ziel war einfach... Der Traum war alt... sie wollte die Nordlichter einfangen. War das nützlich? Sicher nicht... Aber schöööön!
Schon als kleines Mädchen waren die bunten Farben am Himmel etwas gewesen, was sie fasziniert hatte. Sie waren wie Wellen des Ozeans am Himmel! Die Lichter die den Nachthimmel erfüllten, die ihr Herz erwärmten und sie träumen ließen, die wollte sie fangen und tausendfach dem Tag zurück geben. Bisher hatte sie schon gute Erfolge erzielt, aber ihr innerer Drang zwang sie zum Perfektionismus und „perfekt“ war noch bei weitem nicht erreicht.
So in Gedanken stand sie vor ihrer fertigen „Schutzwand“, die einer dicken Glasplatte glich. Die Welt dahinter war nur minimal verzerrt und erinnerte an eine Traumwelt, diffus und leicht verschwommen. Dann lief irgendjemand hinter die Platte vorbei und Dianela zuckte heftig zusammen.
„Träumerchen“ hatte ihre Mutter sie oft genannt.
Verdammt! Das mir das schon wieder passiert ist.
Sie war aber auch erschöpft und jetzt auch ein bisschen blass nach der Anstrengung. Vorsichtig sah sie sich nach Akim um. Sein Urteil war ihr wichtig. Die üblichen Sticheleien gab es gratis dazu. Etwas unsicher in den Knien hielt sie sich an ihrer Schutzwand fest, die fest und sicher da stand wie gegossen, was sie ja auch irgendwie war. Etwas leiser als zuvor nuschelte sie:
„Schutzwand... ähm... bin fertig.“
Rhetorisch hochbegabt wie immer, Nela. Dafür kriegst du bestimmt nen extra Sternchen!
Sie seufzte leise und versuchte sich aufrecht zu halten und schlug ein paar mal demonstrativ gegen die Platte und ihre Stabilität hervor zu heben. Der Klang, den ihr Konstrukt dabei von sich gab, war gut... nicht perfekt aber gut. Perfektion erreichte sie nur im Kleinen oder mit sehr viel Zeit. Das hier musste eben reichen. Ihrer wenig erprobten Meinung nach, müsste ihre Platte sehr viel mehr Pfeile oder Geschosse abwehren können, als die der „üblichen“ Eiswände, aber ganz sicher war sie sich da nicht. Nela wischte sich verstohlen ein paar Schweißperlen von der Stirn und fragte:
„Können wir sie … ähm... vielleicht einem Test unterziehen?“
Das mit dem „ähm“ sollte ich mir schnell wieder abgewöhnen. ...ist irgendwie unschön.
, ärgerte sie sich über ihre eigene Unsicherheit. Die anderen Schüler beobachteten sie sicher schon wieder argwöhnisch.

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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Erzähler » Freitag 19. April 2019, 15:50

So in Gedanken stand sie vor ihrer fertigen „Schutzwand“, die einer dicken Glasplatte glich. Die Welt dahinter war nur minimal verzerrt und erinnerte an eine Traumwelt, diffus und leicht verschwommen. Dann lief irgendjemand hinter die Platte vorbei und Dianela zuckte heftig zusammen.

„Träumerchen“ hatte ihre Mutter sie oft genannt.
Verdammt! Das mir das schon wieder passiert ist.
Sie war aber auch erschöpft und jetzt auch ein bisschen blass nach der Anstrengung


Ihre Augen fokussierten sich und ihr wurde klar, welcher Schatten da auf der anderen Seite der Wand stand und ihre Tagträume beendet hatte.
Akim! Ihre Blicke trafen sich und einen Augenblick lang sah sie nicht ihrem Lehrer ins Gesicht, sondern dem Mann, der in der Zukunft sein Leben – und sein Bett - mit ihr teilen würde. Er musste sie gemustert haben und eine Mischung aus Bewunderung und Verlangen lauerten in seinen Augen.
Sie schluckte schwer und spürte, wie sich ihre Wangen röteten.
Etwas unsicher in den Knien hielt sie sich an ihrer Schutzwand fest, die fest und sicher da stand wie gegossen, was sie ja auch irgendwie war. Etwas leiser als zuvor nuschelte sie:
„Schutzwand... ähm... bin fertig.“

Und brach damit den Bann, der sie zwei ohne Zweifel verraten hätte, wenn er noch länger angedauert hätte.
Akim wand den Blick ab und rang darum, seine neutrale, strenge Miene zurück zu erlangen. Er nickte nur ob ihrer Feststellung.
Rhetorisch hochbegabt wie immer, Nela. Dafür kriegst du bestimmt nen extra Sternchen!
Sie seufzte leise und versuchte sich aufrecht zu halten und schlug ein paar mal demonstrativ gegen die Platte und ihre Stabilität hervor zu heben. Der Klang, den ihr Konstrukt dabei von sich gab, war gut... nicht perfekt aber gut. Perfektion erreichte sie nur im Kleinen oder mit sehr viel Zeit. Das hier musste eben reichen. Ihrer wenig erprobten Meinung nach, müsste ihre Platte sehr viel mehr Pfeile oder Geschosse abwehren können, als die der „üblichen“ Eiswände, aber ganz sicher war sie sich da nicht. Nela wischte sich verstohlen ein paar Schweißperlen von der Stirn und fragte:
„Können wir sie … ähm... vielleicht einem Test unterziehen?“
Das mit dem „ähm“ sollte ich mir schnell wieder abgewöhnen. ...ist irgendwie unschön.
, ärgerte sie sich über ihre eigene Unsicherheit. Die anderen Schüler beobachteten sie sicher schon wieder argwöhnisch.

„Noch nicht.“
Blockte ihr Lehrer einsilbig ab.
„Die Wand ist gut. Etwas langsam im Aufbau, aber stabil und gut geformt.
Der nächste bitte.“


Ohne ihr auch nur einen weiteren Blick zu würdigen fuhr er fort. Er schien sogar bemüht darum, ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken. Und ignorierte dabei sogar noch die Schwäche, die sich in Nelas Knie geschlichen hatte.

Zum Glück war Melvina nicht entgangen, dass es Nela nicht gut ging. Die Freundin trat an ihre Seite und stütze sie unauffällig.
Egal, was ihre Mitschüler an Sticheleien noch so auf Lager hatten, sie bekamen erst einmal wenig Gelegenheit dazu, sie verlauten zu lassen.
Akim fuhr mit den letzten drei Kandidaten fort – die bis auf einen ihre Sache schlechter machten, als Dianela.

Dann bat er sie alle darum, an ihren Schutzwänden zusammen mit einem Partner zu arbeiten. Zu diesem Zweck händigte er Eispickel aus, mit denen die Wände auf Herz und Nieren zu prüfen waren – mit Armbrüsten oder Bögen traute er ihnen wohl noch nicht recht. Bei dem zustand einiger Wände sicher auch zurecht. Dianela schätze, dass nur gut ein drittel ihrer Klasse eine Schutzwand errichten konnte, die einem Pfeilbeschuss standgehalten hätte. Und überraschenderweise wäre ihre vermutlich eine davon gewesen! Aber Akim hatte ihr ja nicht erlaubt, sie zu testen.

Aaron zog enttäuscht ab, als Mels griff um den Arm Dianelas fester wurde und sie deklarierte:
„Hab meine Partnerin!“
Noch bevor auch nur eine andere Person einen passenden Counterpart gefunden hatte.
Die bisher stillen Schüler begannen nun, wieder miteinander zu reden, um den passenden Partner zu finden und die Halb-Waldelfe nutzte die Gelegenheit mit ihrer Freundin zu reden.
„Wow, das ist eine tolle Wand, die du da gemacht hast! Doreen sah so aus, als würde sie gleich Platzen!“

Die Schüler begannen sich zu verteilen und es schien, als wären sie fertig, da verkündete Lietta, dass sie schmerzen habe, und zum Arzt wolle. Dianela erinnerte sich, dass diese bei ihrem kleinen ‚Kunststück‘ besonders hart gefallen war und verspürte einen Stich der Schuld.
„Verstehe. Lass dich von einem deiner Mitschüler zum Arzt bringen.“
Überraschenderweise bot sich Doreen sofort an.
„Das mache ich!“
Verkündete sie und fragte ganz beiläufig:
„Wir sind dann ja eine Person weniger … und ich hätte dann ja gar keinen Partner.“
Sie klimperte mit den Wimpern in Richtung Akim.
„Wir finden eine Lösung, Doreen, mache dir darum keine Gedanken.“
Versicherte ihr Lehrer für Schutz und Jagd.

Was er wohl damit gemeint hatte? Wohl doch nicht, dass Doreen dann den Rest der Stunde ihn als Partner hätte, oder?!
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Re: Ein Tropfen im Eis

Beitrag von Dianela Eiswind » Donnerstag 25. April 2019, 15:19

Ihre Augen fokussierten sich und Dianela wurde klar, welcher Schatten da auf der anderen Seite der Wand stand und ihre Tagträume beendet hatte.
Akim!
Ihre Blicke trafen sich und einen Augenblick lang sah sie nicht ihrem Lehrer ins Gesicht, sondern dem Mann, der in der Zukunft sein Leben – und sein Bett - mit ihr teilen würde. Er musste sie gemustert haben und eine Mischung aus Bewunderung und Verlangen lauerten in seinen Augen.
Sie schluckte schwer und spürte, wie sich ihre Wangen röteten.
Warum ist mir plötzlich so warm?
Ihre Haut fühlte sich unter seinem Blick heiß und irgendwie zu eng an.
Etwas unsicher in den Knien hielt sie sich an ihrer Schutzwand fest, die fest und sicher da stand wie gegossen, was sie ja auch irgendwie war. Leise nuschelte sie, dass sie fertig war und brach damit den Bann, der sie zwei ohne Zweifel verraten hätte, wenn er noch länger angedauert hätte.
Mein Herz klopft so laut. Was wenn er es gehört hat?
Akim wand den Blick ab und rang darum, seine neutrale, strenge Miene zurück zu erlangen. Er nickte nur ob ihrer Feststellung.
Bitte geh noch nicht.
Sie durfte ihn noch nicht gehen lassen... nach diesem Blick. Warum sehnte sie sich plötzlich nach seiner Gegenwart? Verwirrung stieg wieder in ihr auf. Er war doch nur ...Akim! ...nicht Castiel...
Warum verwirrt mich das alles so?!?
„Können wir sie … ähm... vielleicht einem Test unterziehen?“
Das mit dem „ähm“ sollte ich mir schnell wieder abgewöhnen. ...ist irgendwie unschön.
„Noch nicht.“
, blockte ihr Lehrer einsilbig ab.
„Die Wand ist gut. Etwas langsam im Aufbau, aber stabil und gut geformt.
Der Nächste bitte.“

Ohne ihr auch nur einen weiteren Blick zu würdigen fuhr er fort. Er schien sogar bemüht darum, ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken. Und ignorierte dabei sogar noch die Schwäche, die sich in Nelas Knie geschlichen hatte.
Gut. Er hat nicht bemerkt, wie sehr mich das angestrengt hat.
, fehlinterpretierte Nela die Situation höchst wahrscheinlich. Zum Glück war Melvina nicht entgangen, dass es Nela nicht gut ging. Die Freundin trat an ihre Seite und stütze sie unauffällig.
Egal, was ihre Mitschüler an Sticheleien noch so auf Lager hatten, sie bekamen erst einmal wenig Gelegenheit dazu, sie verlauten zu lassen. Akim fuhr mit den letzten drei Kandidaten fort – die bis auf einen ihre Sache schlechter machten, als Dianela. Seltsamer Weise bekam sie davon recht wenig mit. Wann immer Akim sich bewegte, folgten ihm ihre Augen.
Das...das war ...ECHT MERKWÜRDIG! ...und auch ein bisschen ...heiß?
Das letzte Wort ihrer Gedanken, traute sie sich selbst nicht mal unbewusst einzugestehen.
Dann bat Akim sie alle darum, an ihren Schutzwänden zusammen mit einem Partner zu arbeiten. Zu diesem Zweck händigte er Eispickel aus, mit denen die Wände auf Herz und Nieren zu prüfen waren. Dianela schätze, dass nur gut ein Drittel ihrer Klasse eine Schutzwand errichten konnte, die einem Pfeilbeschuss standgehalten hätte. Und überraschenderweise wäre ihre vermutlich eine davon gewesen! Aber Akim hatte ihr ja nicht erlaubt, sie zu testen...zumindest bis jetzt. Aaron zog enttäuscht ab, als Mels griff um den Arm Dianelas fester wurde und sie deklarierte:
„Hab meine Partnerin!“
Noch bevor auch nur eine andere Person einen passenden Counterpart gefunden hatte.
„Wow, das ist eine tolle Wand, die du da gemacht hast! Doreen sah so aus, als würde sie gleich platzen!“
Nela schaute lächelnd auf den Eispickel in Mels Hand und nickte ihr aufmunternd zu, dass sie sich gründlich austoben könnte. Die Schüler begannen sich rund herum zu verteilen und es schien, als wären sie fertig, da verkündete Lietta, dass sie schmerzen habe, und zum Arzt wolle. Dianela erinnerte sich, dass diese bei ihrem kleinen ‚Kunststück‘ besonders hart gefallen war und verspürte einen Stich der Schuld.
„Verstehe. Lass dich von einem deiner Mitschüler zum Arzt bringen.“
Überraschenderweise hob Doreen sofort ihre Hand.
„Das mache ich!“
, verkündete sie und fragte ganz beiläufig:
„Wir sind dann ja eine Person weniger … und ich hätte dann ja gar keinen Partner.“
Sie klimperte mit den Wimpern in Richtung Akim.
War ja klar...
„Wir finden eine Lösung, Doreen, mache dir darum keine Gedanken.“
, versicherte ihr Lehrer für Schutz und Jagd. Was er wohl damit gemeint hatte? Wohl doch nicht, dass Doreen dann den Rest der Stunde ihn als Partner hätte, oder?! Und warum erstach der Gedanke ihr Herz gerade wie ein herab fallender Eiszapfen?
Verdammter, stinkender, warmer Bisonmist!
, fluchte die Eiselfe innerlich, was sie sich niemals laut getraut hätte!
Ich will nicht, dass Doreen mit ihm zusammen... sollte mir ja egal sein... aber er ist mein Verlobter... also quasi... im Geheimen! Also, reiß dich zusammen. Das fällt doch auf... Wenn er aber nicht mit ihr zusammen arbeiten müsste, weil noch jemand fehlt...
Nela hatte eine Idee. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe, senkte den Kopf ein bisschen und schaute Mel aus großen, runden, flehenden *bitte bitte bitte* kleine Tierbaby-Augen an:
„Bitte ...Mel! Ich brauche einen Freundschaftsdienst von dir. Du hast dann auch was gut.“
Sie wartete, dass sie ihre ungeteilte Aufmerksamkeit hatte und auch nicht belauscht wurden. Ggf. gingen sie noch ein bisschen umher, dann bat sie sie:
„Ich melde mich auf für das Krankenzimmer. Ist ja auch wahr, dass ich mich überfordert habe. Aber!!! Wenn Doreen zurück kommt, dann biete dich bitte als ihre Partnerin an. Sie wird sicher gern meine Platte kaputt machen wollen. Ich will nicht, dass sie... Ich möchte, dass sie ihre Wut an meinem Werk aus lässt nicht an mir.“
Letzteres war eine Ausrede. Eigentlich hatte sie sagen wollen, dass sie nicht wollte, dass sie ihre Finger an Akim legen sollte, da sie sonst eines sehr unnatürlichen Todes sterben müsste, vermutlich „ertrinken in eigenem Bett* aber das ginge dann vielleicht doch zu weit. Da war ein kleiner Sturm, der in Dianela wütete und ihre sonst eher glatte See in Unruhe brachte. Nur fragte sie sich auch die ganze Zeit, warum das so war? Sonst empfand sie solche kleinen Anwandlungen eher in Castiels Nähe, wenn gleich sie über die Jahre gelernt hatte, diese gekonnt und verdrängen und zu unterdrücken. Bei ihrem Verlobten „in spe“ hatte sie jedoch noch keine Kontrolle darüber erlangt. Merkwürdig war auch, dass sowohl Castiel plötzlich nett zu ihr war und auch Akim sie mehr und mehr verwirrte.

Allein darüber nachzudenken, bescherte ihr eine unnatürliche Leere in ihrem Kopf unter deren Oberfläche es gefährlich brodelte. Also wandte sie sich an Mel:
„Bitte, kannst du das für mich tun?“

Wenn sie einwilligen würde, dann würde Dianela, sobald es passte zu Akim gehen um sich ebenfalls „krank“ zu melden. Sie hatte keine Schmerzen, aber so blass wie sie war, so ausgelaugt, würde er sie sicher gehen lassen und dann wäre ihr kleines „Eifersuchts-problem“ gelöst...
So - dachte - die - junge - Wassermagi - - -
Aber noch während sie ihren Plan durchführte, ihn ansprach, kamen ihr Zweifel, was ihre Stimme wieder leise und zitternd klingen ließ.
„Ich möchte bitte auch ins Krankenzimmer. Ich glaube, ich habe mich etwas überfordert mit der Wand. Darf ich bitte gehen?“
Was wenn noch jemand ausfällt? Oder eines der anderen Mädchen versucht mit irgendetwas anderem bei ihm Aufmerksamkeit zu erregen, während ich weg bin? Was wenn...

Doch die Frage war schon raus.
Der Plan war sowieso zum scheitern verurteilt. Ich werde ihn nicht von all den Mädchen hier abschirmen können und DARF es auch nicht!
„...oder darf ich mich wenigstens eine Weile an den Rand setzen? Dann geht es mir bestimmt bald besser.“

Unsicher sah sie zu ihm auf...
...in seine unergründliche tiefen violetten Augen, die so strahlen wie die Aurora am Nachthimmel über dem Meer... Huch? Wo kam das den her? Reis dich zusammen DIANELA FROSTSTERN! So geht das nicht! AH HALT! ICH HEISSE DOCH NOCH GARNICHT FROSTSTERN! EISWIND! Eiswind!... Wie peinlich!
Wo waren die Löcher in die man sich verkriechen konnte, wenn man sie mal brauchte.

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