"Lande"-Platz der inneren Ruhe

Dies ist der himmlische Garten der Wolkenstadt. Hier wachsen Bäume, Blumen und andere Pflanzen auf magische Weise. Zwar sehen sie aus wie kleine Wölkchen, aber es sind Pflanzen. Wer Ruhe und Frieden sucht, kann sich hier auf eine Bank setzen.
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"Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Erzähler » Samstag 11. Juli 2009, 13:33

Yavanna, Isildur und Myrjala kommen von Das Grasland -> Auf nach Unbekannt

Derat flog weitestgehend artig - was in seinem Fall nicht viel zu bedeuten hatte. Er machte hier einmal einen starken Schwenker nach links und da einmal einen seichten Sturzflug. Unter seinem von Schuppen glänzenden Bauch erstreckte sich das Grasland mit all seiner winterlichen Pracht. Eine weiße Decke mit vereinzelten leeren Flecken und kargen Bäumen, die in stetigem Schlaf auf eine bessere Jahreszeit warteten.
Schon bald überflog der Drache die Schlucht, wagte es, dabei tiefer zu gleiten und einen Blick hinein zu werfen. Ist das tiiiieeeeef da, kommentierte er. Lachend drehte Derat den Kopf zurück, um seine Mitreisenden auf dem Rücken zu betrachten. Er grinste Myrjala breit an. Wenn wir wieder mal hier vorbei kommen, schieben wir den ganzen Schnee in die Schlucht, bis sie voll ist. Er lachte ausgiebig.
"Vorsicht, Derat!", rief Sylcia dann, da er mitten in eine Wolke hinein flog. Die Hymlianerin wusste, welche Auswirkungen das hatte, doch es war zu spät. Schon waren sie alle mit einem feuchten Tröpfchenfilm überzogen wie ein leckerer Schokoladenkuchen mit einer Zuckerglasur. Derat nieste, flog dann höher und über die Wolken hinaus. Hier war die Luft deutlich dünner, aber die Sonne schien auf ihn hernieder und wärmte seine Schuppen. Mehrere Stunden flog er so, so dass sie alle wieder trocknen konnten.
Den Tieren in Yavannas Beutel ging es gut, wenngleich sie auch ab und an einen Laut von sich gaben. Der Zauber störte sie etwas, sie wünschten sich ihre alte Größe zurück und Yavanna konnte dies wohl spüren. Aber Sturmkralle und Nachtschatten beklagten sich nicht. Sie hielten brav aus, freuten sich jedoch wieder, sobald sie festen Boden unter den Füßen und ihre alte Größe zurück haben würden.
Assatal schlief den gesamten Flug über. Man konnte ihn fast zum Dauerschläfer erklären. Er öffnete nicht einmal die Augen, sondern rollte sich nur noch enger zusammen, bis er wie ein winziger Drachenball aussah. Wenn er älter würde, käme schon noch ein ausgelasseneres Alter. Bis dahin blieb zu hoffen, dass Derat endlich zur Vernunft fand. Zwei seiner Sorte würden sehr anstrengend werden ...

"Dort ist das Meer!", rief Sylcia plötzlich und zeigte nach vorn. Man wusste nicht, wo der Himmel endete und die Wassermassen begannen. Vor der Gruppe lag ein einziges Blau. Es roch salzig und der Wind war frisch. Unter ihnen rauschten die Wellen mit weißen Schaumkronen. Kein Schiff war zu sehen, aber eine Gruppe Wale zeigte sich als aus dem Wasser ragende, schwimmende Kolosse. Wie Felsen, die plötzlich aus den Wellen stoben und mit Schlägen ihrer gewaltigen Schwanzflossen erneut darin versanken, zeigten sie sich dennoch so friedlich beieinander. Man hörte sie singen und Derat gab ein grüßendes Brüllen als Antwort. Er flog tiefer, umrkeiste die Wale auf ihrer Reise einen Augenblick und ließ sich sogar so tief gleiten, dass seine Schwanzspitze das Wasser berührte. Brrrrrrr, kalt! Da drin baden wir nicht! Erneut stob er hoch und wieder gesellten sich Schlangenlinienflüge und Schlenker hinzu. Sylcia störte sich daran nicht, sie lachte und freute sich über den Flug. Aber Isildur mochte möglicherweise übel werden.

Die Reise auf einem waschechten Drachen erwies sich als die schnellste Möglichkeit, um von einen zum anderen Punkt zu gelangen. Wofür Pferde mehrere Tage und Wanderer möglicherweise Wochen gebraucht hätten, das schaffte Derat in wenigen Stunden.
Als sich der Himmel langsam rosa färbte und die Sonne einen rotgoldenen Ball am Horizont bildete, der bald das Meer küssen und somit die Herrschaft des Mondes einleiten würde, tauchte eine gewaltige Wolkenbank vor dem Drachen auf. Sie wirkte anders als die übrigen Wolken. Menschen, die sich einen faulen Tag machten und träumerisch in den Himmel blickten, entdeckten in den Wolken manchmal Bilder und Formen. Doch hier erkannte man wirklich etwas: Gebäude! Türme und Dächer aus glänzendem Weiß. Bäume mit weißen Stämmen und Blättern. Kleine Bänke, zauberhafte Geländer, wolkenweiche Markisen und inmitten all dessen zierlich angelegte Gärten und Beete. Außerdem bewegten sich Gestalten zwischen den dünnen Wolkenbänken und all den strahlenden Gebäuden. Sie waren selbst aus der Ferne als anmutende Wesen zu erkennen. Himmelselfen, diese Hymlianer, auch wenn sie keine spitzen Ohren und bei weitem nicht das elfische Denken und ihre Lebensart besaßen. Aber sie waren mindestens ebenso bezaubernd. Um die Himmelsstadt kreisten geflügelte, weiße Pferde mit gerüsteten Reitern.

"Das ist Hymlia, wir sind da! Seht ihr dir Reiter? Das sind unsere Wächter und Wächterinnen. Schaut, sie kommen auf uns zu." Sylcia erhob sich auf Derats Rücken und winkte den sich nähernden geflügelten Pferden. Beinahe wäre sie herabgestürzt, konnte sich aber gerade noch so am Ansatz von Derats Flügel halten. "Nicht schon wieder", kicherte sie arglos.
Derat legte den Kopf zurück. Soll ich sie herankommen lassen oder mit ihnen Fangen spielen?
"Lass sie nur kommen, Derat!", antwortete die Hymlianerin und wirkte ganz aufgeregt. Sie wollte sich garnicht mehr hinsetzen. Dann erschienen schon die ersten beiden Reiter auf ihren Himmelspferden und umkreisten den gigantischen Drachen. Die Reiter, leichte Lederrüstungen und Helm tragend, außerdem mit Bastardschwertern bewaffnet, beobachteten Derat einen Moment lang, ehe sie noch näher auf ihn zu kamen.
"Da sind Menschen auf seinem Rücken. Glaubst du, er greift uns an?"
"Nein, ich vermute nicht, sonst hätte er es bereits getan. Aber sieh nur, Asfariel! Ist das nicht eine der unseren?"
Einer der beiden Reiter zeigte mit seinem Schwert direkt auf Sylcia, die eifrig winkte.
"Ja sie ist eine Hymlianerin und sie scheint keine Gefangene zu sein." Das fliegende Pferd wurde bis über Derats Rücken gelenkt. Der Reiter rief den Elfen und Sylcia etwas zu. Seine Stimme klang selbst wie ein leichter Sommerwind. "Willkommen, Fremde. Der Wind grüßt dich, Hymlianerin. Wen hast du uns da mitgebracht?" Sylcia antwortete auf celcianisch, damit ihre neuen Freunde es auch verstehen konnten. "Guter Himmelswächter, bitte lass uns nach Hymlia einfliegen. Diese Elfen haben mein Leben gerettet und ich lud sie hierher ein. Sie werden keinen Ärger machen, sie sind Helden!"

Einen Augenblick lang herrschte Ruhe. Selbst Derat hielt den Atem an. Dann aber nickte der Himmelswächter und zeigte auf die Wolkenstadt. Derat folgte den geflügelten Pferden. Er flog durch eine dünne Wolkenwand hindurch und landete schließlich auf einem großen Platz, der an einen Park erinnerte mit all seinen kleinen Gärten, Bäumen, Bänken und aus weißem Stein gepflasterten Spazierwegen. Beinahe hätte Derat mit einem Flügel eine Vitrine getroffen, in der ein goldenes Horn ausgestellt war, aber es ging gerade noch einmal gut.
Sofort strömten die Bewohner Hymlias herbei und bestaunten den Drachen. Sie zeigten keine Furcht, sondern näherten sich mit träumerischen Blicken. Einige winkten, aber alle lächelten freundlich. Derat legte den Kopf schief.
Die Reiter stiegen von ihren geflügelten Pferden und kamen sofort an Derats Seite, um die Ni'Tessins und Sylcia in Empfang zu nehmen.
"Stellt euch vor, fremde Helden einer der unseren."
Sylcia kicherte. "So werden sie dich nicht verstehen, Wächter. Diese Elfen sprechen kein Hymlikor." Sylcia schaute Myrjala, Yavanna und Isildur nacheinander an. "Er möchte, dass ihr euch vorstellt, aber das könnt ihr immer noch. Lasst uns absteigen und dann alles weitere klären."

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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Myrjala » Montag 3. August 2009, 15:35

Ungeduldig zappelte Myrjala mit den Beinen herum, als die Geschwister und Sylcia auf Derat stiegen. Das ging ihr alles viiiiel zu langsam. So lange war sie schon nicht mehr auf Derat durch die Lüfte geflogen. Zwar war sie seine Reiterin, doch meistens verhielt es sich doch eher andersherum. Nicht das sie das sonderlich störte, wenn Derat klein war konnte sie ihn immer wuddeln und knuddeln, er wehrte sich nicht unbedingt, aber das kannte es ja auch nicht anders.
Nun würden sie endlich wieder zusammen ein großes Abenteuer erleben…hoffte Myrjala. Das Letzte war schon ewig her und sie war schon so gespannt wie ein Flitzebogen, dass sie glaubte sie könnte platzen und das es nun nicht so schnell ging wie sie es gerne hätte frustrierte sie ein wenig, aber schlussendlich waren alle bereit.

Sylcias Augen strahlten genauso wie die von Myrjala, dass sie nun endlich fliegen würden. Der Einzige dem dies nicht so behagte war natürlich Isildur. Er murrte. Seiner Ansicht nach gehörten Waldelfen nicht in die Luft, es sei denn man saß auf einen Ast eines hohen Baumes, aber das wurde einfach mal geflissentlich ignoriert. Schließlich sollte er sich in der Zwischenzeit daran doch mal gewöhnt haben und sein Murren würde ihn auch nicht weiterbringen.

Myrjala rutschte nach vorne, sodass sie ganz nah in Derats Kopf saß und ließ die Beine recht und links an seinem Hals baumeln. Gerade wollte sie ihm den Befehl erteilen, dass sie nun endlich los könnten, aber da erhob er sich schon in die Lüfte. Die Waldelfe jauchzte auf als es ihrem Bauch zu kribbeln begann. Sie fand das toll, denn es fühlte sich lustig an.
Weit unter ihnen breitete sich die winterliche Graslandschaft aus. Myrjala sah erst jetzt wie riesig sie eigentlich war. Hatte sie die ganz allein zu Fuß durchquert? Es schien beinahe so. Links von sich konnte sie eine große Stadt jenseits einer großen Schlucht erblicken. Nördlich und hinter der Stadt begann ein riesiges Waldgebiet, das um diese Jahreszeit trostlos und nackt bis zum Horizont erstreckte.

Wenn wir wieder mal hier vorbei kommen, schieben wir den ganzen Schnee in die Schlucht, bis sie voll ist. kommentierte Derat.

„Oh ja, und dann buddeln wie die ein, die Sylis Pegasus Wolkenschwinge entführt haben.“ Myrjalas Augen verengten sich zu Schlitzen. Wenn sie sich was vorgenommen hatte, dann versuchte sie es auch meistens durchzusetzen, es sei denn sie vergaß es. Das war auch nicht unbedingt abwegig.
Sie dreht sich um und nickte der Hymlianerin zu. „Nicht wahr, Syli? Wir buddeln die ein, dass nur noch der Kopf rausschaut.“ Sie lachte freudig auf, als sich das Bild in ihrem Kopf manifestierte, wie nur noch die Köpfe... oder auch Füße aus dem Schnee schauten. Das würde sie unbedingt im Hinterkopf behalten müssen. Dann verschwand plötzlich die Landschaft unter ihnen, als Derat durch die Wolkendecke stieg. Sylcia warnte ihn noch, aber da war es bereits zu spät.
„Bäh, ich habe Wasser in die Nase bekommen.“ Näselte sie und schnaubte einige Male um dieses unangenehme Gefühl wieder los zu werden. „Derat!“ rügte sie den Drachen, „Du musst einen doch war...“ das Wort blieb ihr im Halse stecken als sie auf einmal das gelbe Licht der Sonne sah, das sanft auf die Wolken schien die aussahen wie Zuckerwatte.
„Oh!“ brachte sie nur heraus. Dieser Anblick machte sie sprachlos. „Es ist ja sooooo schön und hier, soweit oben ist die Hummelstadt?“ Fragte sie in Sylcias Richtung. „Kann man auf den Wolken laufen? Ja, ich weiß man kann es nicht, aber es sieht so aus als ob... Ich will es!“ Sie grinste als hätte sie schon wieder eine Idee wie sich das zu bewerkstelligen ließe. „Ich frag Neldor.“
”Isildur findest du es nicht auch schön? Fragte sie in Richtung ihres Bruder der hochkonzentriert auf Derat saß und irgendwie abwesend wirkte. Hmpf – grummelte sie: „Derat du schaffst das alleine?“ fragte sie den Drachen ehe sie vorsichtig nach hinten in Isildurs Reichweite rutschte. ”He!” sie stieß ihm gegen die Schulter. Nicht doll, sie wollte ja nicht, dass er auch das fliegen lernte,“Warum grübelst du denn schon wieder? Kannst du nicht einfach mal die Schönheit genießen?“ Sie breitete die Arme aus und wäre beinahe mit einem Aufschrei von Derats Rücken gepurzelt, als der Drache einen Schlenker flog. Er hatte sich verflogen, ob beabsichtigt oder nicht war schwer einzuschätzen, doch Yavanna hatte mal schnell seine Flugroute korrigiert. Als sie wieder Halt hatte blickte sie grimmig in die Richtung des Kopfes. „Derat, willst du uns umbringen?!“ Das ‚uns’ betonte sie besonders. Derat wusste schon wie das gemeint war und reduzierte die Geschwindigkeit. Beinahe konnte man meinen er senke schuldbewusst den Kopf.

“Hm, du bist wirklich ein Grießgram.“ Isildur knurrte, aber es hörte sich nicht nach Waldelf an. Das machte sie stutzig. Sie musterte ihn, dann schien ihr klar zu werden, was schon wieder los war. Anscheinend stand er so unter Stress, dass er sich mal wieder verwandeln wollte. Langsam, dachte Myrjala, sollte er sich eigentlich unter Kontrolle haben. Im übrigen machte er sich doch meistens selber den Stress. ”Isildur?” Fragte sie vorsichtig, ”Guck mal Bruderherz, es ist aaaallesss in Ordnung. Ja?...Hmpf... Wir wollen nur Syli helfen. Keiner hat gesagt das es leicht wird. Sie legte den Kopf schräg nach oben, als müsse sie darüber nachsinnen, ob das wirklich keiner gesagt hatte. Sie wusste es nicht, aber das war ja auch egal. Er würde schon wissen was sie meinte.
Sie seufzte und ihr Blick viel hilfesuchend auf die Schwester. Die war in solcherlei Dingen eh viel besser als sie. “Yavanna, kannst du nicht was machen?“ Sie deutete auf Isildur, dem deutlich die Anstrengung ins Gesicht geschrieben stand.
”Mach dir nicht immer so viele Gedanken. Das ist gar nicht nötig.“ riet sie Isildur und kletterte dann wieder nach oben auf Derats Hals, nahe bei seinem Kopf. Da hatte man nun mal die beste Aussicht.

Langsam entfernten sie sich von dem Festland. Vor ihnen erstreckte sich das weite Meer. So etwas hatte Myrjala zwar schon mal gesehen, aber nicht aus dieser Perspektive. Es war riesig und erstreckte sich ebenfalls wie der Wald bis zum Horizont und noch weiter. Blau wog das Wasser unter ihnen, überall sah man kleine Schaumkronen, die aus dieser Entfernung aussahen wie die Segel vieler Schiffe. Doch da unten war noch was anderes. Derat flog tiefer um es sich genauer anzusehen. Es war eine Walschule. So große Meeresbewohner hatte Myrjala noch nie gesehen. „Oh schaut mal wie toll. So große Fische habe ich noch nie gesehen.“ Freudig klatschte Myrjala in die Hände. „Aber ist ja auch viel Wasser da, da müssen auch die Tiere größer sein.“ Sie lehnte sich nach vorne, schlang einen Arm an dem Hals des Drachens, während sie den anderen baumeln ließ und versuchte eines dieser großen Tiere zu berühren. Doch es gelang ihr nicht. Die Wale gaben seltsame Geräusche von sich, es hörte sich irgendwie traurig an. Da traf sie plötzlich ein Schwall Wasser. „Iiiih... kalt.“ Sie richtete sich wieder auf und lachte. Auch Derat stellte fest, dass das Wasser kalt war und sie bestimmt nicht darin baden werden...

Endlich konnten sie am Himmel eine seltsame Wolkenbank ausmachen. Es wurde bereits abends. Bei soviel Interessantem und Neuem hatte Myrjala gar nicht gemerkt wie die Zeit verstrichen war, doch nun verfärbte sich der Himmel und es war fast so, als könnte in der Ferne Gebäude und Bäume zwischen den Wolken erkennen. Noch bevor die Elfe ihre Beobachtung preisgeben konnte, kam ihr Sylcia zuvor.

"Das ist Hymlia, wir sind da! Seht ihr dir Reiter? Das sind unsere Wächter und Wächterinnen. Schaut, sie kommen auf uns zu."

Jetzt sah Myrjala es auch. Um die Stadt ritten, falls man das so nennen konnte, einige Hymlianer auf weißen Pegasi. Sylcia sprang auf und winkte ihn überschwänglich zu wäre dabei beinahe von dem Drachenrücken gefallen. Und weil Myrjala sich genauso freute, obwohl sie die Reiter gar nicht kannte, winkte sie ihnen ebenfalls zu.
Die Reiter kamen näher und sprachen in einer unbekannten Sprache zu ihnen. Sie hatte einen schönen Klang, war melodisch wie die elfische Sprache und doch ganz anders. Myrjala verstand nur... Lichtung in einem Wald.

"Guter Himmelswächter, bitte lass uns nach Hymlia einfliegen. Diese Elfen haben mein Leben gerettet und ich lud sie hierher ein. Sie werden keinen Ärger machen, sie sind Helden!" Antwortete Sylcia, für alle verständlich.

Helden? Wir sind Helden? Aber wir haben doch gar nichts gemacht? Also nichts was wir nicht sowieso tun würden. War doch alles nur ein Zufall. Dachte sich die Waldelfe, konnte aber nicht umhin von einem Ohr zum anderen zu grinsen... Helden...hihi... so hatte sie noch keiner genannt.

Es dauerte einen Moment, aber dann wurde sie durchgelassen. Vorsichtig landete Derat auf dem großen Platz und hätte doch beinahe eine Vitrine umgeschmissen. Myrjala entgingen die entsetzten Gesichter nicht. „Sei doch vorsichtig. Du muss doch nicht gleich alles kaputt machen. Vielleicht später... NEIN, das war ein Scherz... tu einfach gar nichts, ja?“

Sylcia sprach schon wieder mit einem der Wächter, wovon sie kein Wort verstehen konnten. Sie lachte auf und wandte sich dann den Elfen zu.
"Er möchte, dass ihr euch vorstellt, aber das könnt ihr immer noch. Lasst uns absteigen und dann alles weitere klären."

Myrjala rieß aus der leisen Diskussion mit Derat los, dem sie gerade versuchte zu erklären, dass er das mit dem Zerstören, am Besten wieder vergessen sollte. Der Drache merkte sich nämlich meistens Dinge, die er nicht sollte. Genauso wie auch meistens die Dinge tat die er nicht tun sollte und wenn er einfach ihren unüberlegten Satz vergaß, konnte er auch gar nicht auf die Idee kommen, dass womöglich umzusetzen. Myrjala bezweifelte zwar, dass er so was tun würde, aber sicher war sicher.

Vorsichtig rutschte Myrjala den Hals hinab und kletterte dann flink hinab, ging zielstrebig auf den Wächter zu der gerade gesprochen hatte. „Naaa duuuu. Ich bin Myrjala. Wie heißt du denn? Ihr habt sooo eine schöne Stadt.“ Ihre Blick schweifte einmal über den Platz. „Sieht alles aus wie Pusteblumen.“ Sie kicherte, „Warum fliegt die denn, die Stadt? Darf ich welche von diesen Blumen da haben? Die sind so schön plüschig.“ Sie deutete auf eine Blumenbeet. „Wie habt ihr denn die Stadt hier hochbekommen? Habt ihr die Stadt hier oben gebaut oder mussten die Pegasi das alles hochfliegen?“ Ihren Augen verengten sich, „Das ist aber Tierquälerei... oh, ich habe ja soooo viele Fragen. Kann man auf den Wolken laufen? Ich will ich auch so eine Wolke? Schenkst du mir eine?“.... Wenn sie keiner unterbrechen würde, würde das sicherlich noch endlos so weitergehen.
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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Montag 31. August 2009, 21:39

Der Flug von der Grasebene aus in diese Hummelstadt war ja mehr oder weniger ereignislos verlaufen. Halt so ruhig, wie es sein konnte, wenn man mit einer nicht nachdenkenden Elfe und einem durch geknallten Drachen durch die Weltgeschichte zog.
Während Derat nur so dahin flog, was ja keine große Aufgabe oder Anstrengung für ihn bedeutet, kam er mal wieder auf jede Menge seltsamer Idee ... er wollte nur mal eben so mit myrjala zurückkehren und die komplette riesige Schlucht mit dem ganzen Schnee aus der Grasebene zuschütten. Yavanna zweifelte nicht daran, das Derat und ihre Schwester das auch umsetzen würden, sie zweifelte jedoch daran, dass erstens die Menge an Schnee ausreicht und zweitens, dass die beiden wahrscheinlich im Frühling noch nicht fertig wären … und mit der ersten Schneeschmelze wäre dieses Unterfangen eh hinfällig. Sie entschloss sich, zumindest Myrjala vorher darauf hinzuweisen, dann könnte sie das immerhin ihrem Drachen ausreden. Nicht, dass Yavanna nicht mit ihm reden wollte, sie wollte nur nicht mehr mit ihm diskutieren, entweder er hörte nicht mehr zu, so sah es dann jedenfalls immer aus, oder er versuchte das Thema zu wechseln … diese Mühe überließ sie lieber Myrjala.
Während des Fluges vergewisserte sich Yavanna auch immer wieder, dass es Sturmkralle und Nachtschatten gut ging, sie wollte immerhin nicht, dass die Tiere darunter leiden mußte. Da dies aber nicht der Fall war, wurde sie sehr schnell, viel entspannter.
Assatal hingegen verschlief den ganzen Flug und ihr viel auf, dass er in den letzten Tagen sehr viel schlief. Solange er sich zwischendurch auch noch austobte, solange war Yavanna nicht allzu beunruhigt. Hauptsache, er wurde nicht krank, obwohl sich ihr eher die Frage stellte, ob Drachen überhaupt krank werden konnten und wenn ja, wie behandelte man solche Krankheiten?
Stirn runzelnd dachte Yavanna über diesen Aspekt nach, kam aber leider zu keiner Antwort und so beschloss sie, Derat dahingehend zu befragen.
Schien die Flugreise am Anfang keine Ende zu nehmen wollen, so war sie im Grunde schon schneller vorbei, als allen lieb war. Na ja, fast allen, Isildur „hasste“ ja alles, was seine Beine vom Boden fernhielt
Die Sonne im westen stehend, erblickte Sylcia endlich das Meer … eine große Fläche, ultramarin blau, die sich weit über den Horizont erstreckte und keine Ende nehmen wollte. Da es ja gerade die Zeit der dunklen Tage war, so konnte man auch hier und dort Eis auf dem Meer treiben sehen, ein wunderschöner Anblick. Genau wie der Anblick einer Gruppe von Tieren, die Sylcia Wale nannte. Yavanna hatte noch nie zuvor solche großen Tiere gesehen, groß, majestätisch du unvergleichlich, deren Tanz durch die Fluten. Dieses Ereignis aus der Nähe zu betrachten, wäre mindestens ein Grund, noch einmal in diese Gegend zu kommen. Derat konnte es jedenfalls nicht lassen, sich mal wieder lauthals mitzuteilen, er liebte es, jede Gelegenheit zu nutzen, bei der er herumbrüllen konnte. In diesem Punkt war er wie Isildur, nur dass dieser lieber ständig murrte. Dieser Vergleich ließ Yavanna laut auflachen, aber sie behielt den lieber für sich, da weder ihr Bruder noch Derat vermutlich mitlachen würden … sie würden lediglich lautstark dementieren.

Eine zeitlang flog Derat in Richtung der untergehenden Sonne, die de Welt zu ihren Füßen in rotgoldenes Licht tauchte und alles sehr friedlich aussehen ließ und dann tauchte sie vor ihnen endlich auf, eine gewaltige, dichte Wolkenbank, die sich nicht groß veränderte und an einer Stelle mitten im Himmel blieb. Auf welchem Wege die Stadt oben gehalten wurde, konnte Yavanna nicht sagen, auf jeden Fall fand sie die Bezeichnung Hummelstadt mehr als passend.
Obwohl die Stadt auf den Wolken von Menschen erbaut war, war sie dennoch schön … Türme und Dächer aus glänzendem Weiß. Bäume mit weißen Stämmen und Blättern. Kleine Bänke, zauberhafte Geländer, wolkenweiche Markisen und inmitten all dessen zierlich angelegte Gärten und Beete. Die Stadt ist Yavanna gleich sympathisch gewesen, so sauber, hell, strahlend in der Sonne und voller Natur und Leben. Neugierig verrenkt Yavanna sich den Hals, um möglichst alles auf den ersten Blick sehen zu können, was leider unmöglich ist … denn um Ecken auf normalem Wege zu schauen, ist einfach unmöglich. So bleibt immerhin noch viel zu entdecken, was sich jetzt den Augen der Geschwister entzieht.
Zwischen, um, über und unter den Wolken kann man auch die Bewohner dieser Hummelstadt erkennen. Auf den ersten Blick wirkten sie wie geflügelte Elfen, aber da ihre Begleiterin Sylcia keine Elfe ist, so können diese Wesen auch keine Elfen sein. Wenn man erst einmal näher an sie heran kommt, sieht man, dass es schöne Menschen auf geflügelten Pferden sind. Unwillkürlich muss Yavanna sich fragen, wo die Pegasi hier oben untergebracht sind und wie sie ernährt werden.

Ob die hier oben tatsächlich ganze Flächen voller Gras angelegt haben? … so riesig sah die Wolkenbank nun auch nicht aus … oder doch?
Fragen über Fragen kommen in ihr hoch und wollen wie immer dringend beantwortet werden, aber bis dahin muss sie sich wohl noch ein wenig gedulden. Yavanna hatte vor lauter gedanklicher Abwesenheit nicht mitbekommen, dass Sylcia mit anderen ihrer Art gesprochen hatte. Bis Sylcia sich auf der Gemeinsprache dieser Welt an die ihren wendet.

"Guter Himmelswächter, bitte lass uns nach Hymlia einfliegen. Diese Elfen haben mein Leben gerettet und ich lud sie hierher ein. Sie werden keinen Ärger machen, sie sind Helden!"
Verdutzt und doch leicht ungläubig sieht Yavanna sie an.

Wir und Helden? … wie kommt Sylcia darauf? Wir haben ihr doch lediglich geholfen, weil sie unsere Hilfe brauchte … was redet sie denn da? Sie kann doch nicht einfach so etwas erzählen, wenn es nicht stimmt … oder sieht ihr Volk das anders??? …hm, das muss wohl wieder eine Eigenart von Menschen sein
Yavanna ahnte mal wieder nicht, wie gleich Myrjalas und ihre Gedanken sind.
Wie Sylcia die Himmelswächter drum gebeten hatte, so wurde die verrückte Gruppe auch schon in die Hummelstadt eingelassen. Der Weg führt durch einen dünnen Schleier Wolken auf einen großen Platz, der eher wie ein Park anmutet, in dem überall kleine wunderschöne Gärten angelegt sind, gesäumt von großen, dichten Bäumen, mit abwechselnd aufgestellten Sitzbänken und kleinen Wegen mit weißen Kieseln die sich durch diesen idyllischen Ort winden.
Als Derat endlich auf dem Platz landet und seine Flügel zusammen klappt , sind auch schon alle von weiteren Hummelbewohnern umringt, die Yavanna und ihre Geschwister neugierig betrachten. Wie auf dem Präsentierteller, so fühlt Yavanna sich gerade und das ist für sie nicht gerade angenehm. Auch Myrjala das nicht weiter stört und Isildur so etwas, sowieso stoisch über sich ergehen lässt, desto unangenehmer ist ihr bei der Sache. Unendlich lang kommen ihr die Sekunden vor, die sie angestarrt werden, auch wenn diese Blicke keinesfalls feindselig oder misstrauisch sind, so muss sich Yavanna doch räuspern, sie merkt wie ihr langsam die Röte ins Gesicht steigt und sie nervös mit ihren Locken spielt … intensiv blickt sie Sylcia an, auf dass diese endlich etwas sagen möge. Weitere Sekunden ziehen sich wie Minuten für sie hin, bis die erlösenden Worte kommen.

"So werden sie dich nicht verstehen, Wächter. Diese Elfen sprechen kein Hymlikor Er möchte, dass ihr euch vorstellt, aber das könnt ihr immer noch. Lasst uns absteigen und dann alles weitere klären."
Nur zu gerne kommt sie Sylcias Aufforderung nach.
Ihr Gepäck auf dem Rücken, den Umhängebeutel an ihrer Seite und mit dem schlafenden Assatal macht sich Yavanna an den Abstieg. Dabei kann sie ihre Konzentration immerhin darauf konzentrieren und muss nicht den neugierigen Blicken etwas entgegen bringen.
Auf dem Boden angekommen, bleibt sie lieber zwischen Derats einem Flügel und seinem Hinterbein stehen, sie will nicht vorgehen, dass soll schön Sylcia machen.

„Sylcia? … Hörst du mich??? … Bitte tu etwas … mach, die uns nicht alle anstarren … biiiitteee,“ flehend rief Yavanna leise nach Sylcia und hoffte inständig, dass diese schnell etwas unternimmt.
Trotzdem muss sie grinsen, wie sie mitbekommt, dass Myrjala schon wieder einfach Fremde anspricht und diese mit Fragen bombardiert. Das Gesicht eines dieser Himmelswächter ist wirklich zu köstlich, seine Emotionen spiegeln wohl alles wieder, zwischen Freude, Ungläubigkeit, Staunen und Überforderung.
Mal sehen, wann Sylcia den armen Mann retten würde.

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Isildur Ranarion Ni'Tessin
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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Donnerstag 3. September 2009, 00:05

Wie aus einer Trance wurde Isildur langsam wach, als er Sylcia fröhlich rufen hörte.

"Das ist Hymlia, wir sind da! Seht ihr dir Reiter? Das sind unsere Wächter und Wächterinnen. Schaut, sie kommen auf uns zu."

Natürlich konnte Derat eine dumme Frage nicht lassen.
Soll ich sie herankommen lassen oder mit ihnen Fangen spielen?
Isildur öffnete die Augen, die er die meiste Zeit geschlossen hatte und funkelte zu Derats Kopf rüber.
„ Lass den Unsinn!… Wir sind nicht zum spielen hier!“ Knurrte er diesen an. Aus seiner Stimme war deutlich Spannung und eine innere Gereiztheit hörbar.
Endlich!… hoffentlich muss ich so schnell nicht wieder fliegen. Dämlicher Drache. Ich will nur runter…. Beruhige dich… ganz ruhig… du hast schon Schlimmeres überstanden. Gleich hast du es geschafft
Sich doch noch ziemlich an die Schuppen krallend, wagte der große gestandene Anführer der Bogenschützen, seinen Blick doch tatsächlich etwas herum schweifen zu lassen.
Er konnte eine schöne Stadt in den Wolken sehen. Ebenso warf er einen flüchtigen Blick auf die Reiter der Pegasi.
Gut gerüstet. Als wären sie auf den Tieren geboren. Ähnlich wie wir

Währenddessen teilte Sylcia den Wächtern mit, wen sie mitgebracht hatte. Und sie machte es auf der Allgemeinsprache. "Guter Himmelswächter, bitte lass uns nach Hymlia einfliegen. Diese Elfen haben mein Leben gerettet und ich lud sie hierher ein. Sie werden keinen Ärger machen, sie sind Helden!"
Isildur atmete bei den letzten Worten scharf ein. Zweifelnd sah er zu Derat und zu seiner Schwester. Hoffentlich ging es gut.
Sie landeten endlich und Isildur konnte es nicht erwarten von Derat zu kommen. Während Myrjala und Sylcia als Erste vom Rücken des Drachen rutschten, sprang Isildur gekonnt runter.
Zwar war für ihn so eine Höhe kein Problem, doch die Anspannung der Reise zeigte sich doch deutlich. Er federte wie sonst auch den Wucht ab, indessen er in die Hocke den ging. Mit noch leicht zitternden Knien erhob er sich. Erstaunlich, der Boden gleicht dem auf der Erde. …Das sind tatsächlich Wolken? Interessant!…Aber warum auch nicht. Wir leben in geformten Bäumen, dann scheint das Hummel-Volk in Wolken zu wohnen… Heißt das Volk wirklich Hummeln?… danach sehen sie wirklich nicht aus…. Irgendetwas wurde wieder verdreht.. Der Boden ist tatsächlich fest.
Nachdem Isildur mit dem Fuß mehrmals kräftig auf den Boden gestampft hatte, um sich der Festigkeit zu überzeugen, Schien er seine alte Form wieder zu erlangen. Mit den für ihn Typischen Ausdruck inspizierte er die Lage.
Besonders genau betrachtete Er diese Wächter. Immer Wachsamkeit war alles. Sie waren immerhin in einer fremden Gebiet. Und eine alte Waldelfen-Weisheit sagte, fremde Gebiete sind erst einmal feindliche Gebiete. Es könnte aber auch eine typische Isildur-Aussage sein. So musste er erst die Situation klären, bevor er sich vorstellte. Noch sehr stark vom wölfischen Verhaltensmustern gezeichnet, schritt er zu seiner Schwester Myrjala, welche gerade einen Wächter in Grund und Boden quasselte.
„ DAS reicht!… überfordere ihn nicht…. hör auf, jeden gleich zu bestürzen. Lass uns erst mal alles in ruhe angehen“ Dabei zog er seine Schwester etwas gröber zu sich. Zeitgleich sah er sich nach Yavanna um. Er fand sie recht schnell. Sie hatte sich bei einem Flügel von Derat verzogen, oder eher gesagt versteckt. Ihr war es schon immer unangenehm, gewesen, angestarrt oder im Mittelpunkt zu stehen. Sie war lieber flüchtig wie ein Reh und nicht auffallend wie ein Pfau.
Leise konnte Isildur sie flüstern hören.
„Sylcia? … Hörst du mich??? … Bitte tu etwas … mach, die uns nicht alle anstarren … biiiitteee
„ Yavanna, komm zu mir.“ wieder dieser Befehlston. Doch sein Blick war eher besorgt. Sie war immerhin seine kleine Schwester.
Es sollte auch nicht so hart klingen, doch der Wolf lag drohend über seiner sonst schon tiefen Stimme.
„ Ich bin Isildur…“ Sagte er bestimmend, der Körper wieder unter voller Anspannung und die Arme vor der Brust verschränkt. Der Wolf wollte seine Stellung klarmachen. Und da war er der Meinung gewesen, nur Derat und Myrjala könnten Schwierigkeiten machen.
Was soll das denn?…Isildur …ruhig…da hattest du auch laut ein Wolfgeheul ansetzen können…Du bist ein Elf…ganz ruhig… durchatmen… mahnte er sich selbst im Geiste. Oh ja, er war angespannt.
Er atmete ein paar Mal ein und aus und sagte dann mit ruhigerer Stimme.
„…meine Schwester hat Angst. Starrt sie nicht so an. Sylcia, muss das sein?… Wir sollten keine Zeit verlieren.“

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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 9. September 2009, 20:02

Derat gluckste. Wenn ein Drache dies tat, verursachte das Geräusch schon mehr als nur ein leises Mittelmaß aus Gluckern und Kichern. In seinem Bauch entstanden seltsame Geräusche, auf die die versammelten Hymlianer sofort aufmerksam wurden. Einige legten neugierig den Kopf schief, andere versuchten das Geräusch zu imitieren und wieder andere summten die gluckernde Melodie nach. Aus ihren Mündern klang es wie ein Lied, geschrieben auf lauen Brisen und gesponnen aus seidenen Träumen.
Nun war es Derat, der sich einlullen ließ. Er achtete nicht länger auf Myrjala, die den armen wachhabenden Hymlianer mit Fragen bombardierte. Er neigte den Kopf zu einer Gruppe dieses sagenhaft schönen Volkes - ja, die konnten den Elfen Konkurrenz machen - und lauschte den leichten Gesängen. Sie machten ihn schläfrig. Drachen ließen sich wohl im Allgemeinen sehr stark von Musik anziehen.

Vermutlich hätte der Wächter nun auch lieber den Stimmen seiner Verwandten gelauscht, aber Myrjalas Worte übertönten alles. Zum Glück hatte er kaum ein Problem damit, celcianisch zu verstehen. Seine Großmutter und sein Vater waren oft auf der Erdoberfläche fernab ihrer Heimat gewandelt und hatten dort Handel betrieben. Sie zählten zu jenen Hymlianern, die die Weltsprache in die Wolken brachten. So hatte auch dieser Mann celcianisch von klein auf lernen dürfen.
Aber wenn man mit gleich so vielen Fragen gelöchert wurde wie im Augenblick, dann brachte man eben selbst kaum eine Antwort heraus. "Nun ... öh ... also ... Pusteblumen? Die Stadt ... fliegt, weil ... naja ... da ..." Er zeigte auf die Vitrine, die Derat fast mit seinen Schwingen zerschlagen hätte, doch Myrjala ließ sich dadurch nicht unterbrechen. Sie fragte munter weiter, bis sich Isildur einschaltete und den Wächter vor einer weiteren Worttirade rettete.

Unterdessen hatte Sylcia alle Hände voll zu tun. Bürger der Himmelsstadt versammelten sich um sie und fragten sie ihrerseits aus. Wo war sie gewesen? Man hatte sie schon vermisst? War sie aus den Wolken gefallen und wo steckte ihr Pegasus? Sylcia wich den Fragen lächelnd aus. "Später, später, hähähä ... wir sollten zunächst ..." Sie drehte den Kopf. Yavanna hatte sich hinter Derat Flügel versteckt und flehte darum, die Leute mochten sich zerstreuen. Man sah ihr die Nervosität an. Ihre Wangen zeigten Röte, trotzdem wirkte sie etwas blass, als sei der ganze Tumult ihr unangenehm. Sylcia schritt sofort ein. Sie winkte die Fragenden zur Seite und trat an Derat heran.
"Lieber Drache Derat, darf ich noch einmal auf deinen Rücken klettern?" Derat schmunzelte. "Ohne Myrjala? Ach nagut, aber ich will nachher mit den fliegenden Pferdchen spielen." Sylcia nickte. "Das lässt sich bestimmt regeln." Dann erklomm sie erneut den schuppigen Leib und riss die Arme wedelnd in die Höhe, um auf sich aufmerksam zu machen. Noch hörten ihr nicht alle zu. "Liebe Freunde! Warum ich die drei Elfen und ihre Gefährten hergebracht habe, erfahrt ihr noch früh genug. Seid versichert, das sie unsere Freunde sind. Aber einige fürchten sich. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr nicht zu aufdringlich seid." Schon war ihre kurze Rede zu Ende. Viele Hymlianer wichen daraufhin respektlos zurück, schauten die Elfengeschwister aber weiterin an. Sie lächelten. Nicht-Hymlianer zu sehen war für die meisten sehr aufregend.

Inzwischen hatte auch Isildur seinen Standpunkt klar gemacht. Seine Worte richtete er zwar an den Wächter, sie galten jedoch vermutlich allen Hymlianern. Der Wachmann nickte, streckte Isildur grüßend die Hand entgegen. Er war froh, mit jemandem reden zu können, der nicht so wild mit Worten sprudelte wie seine Schwester.
"Es freut mich, Euch kennen zu lernen, Isildur. Ich bin Helior. Eure Schwester brauch sich nicht zu fürchten. Hier in Hymlia wird niemand ihr etwas antun." Er klang aufrichtig und sein Lächeln wirkte entwaffnend. Sie alle strahlten diese Sympathie aus. Kein Hymlianer schien wahrlich Böses im Sinn zu haben.

Sylcia hörte Isildur nicht richtig. Sie war eben erst von Derats Rücken geklettert und kümmerte sich nun um die verschüchterte Yavanna. Sie versuchte, ihre Scheu im Keim zu ersticken, indem sie sie ablenkte. So zeigte die Hymlianerin auf Yavannas magische Tasche. "Willst du die Tiere nicht wieder vergrößern? Sie freuen sich bestimmt, endlich wieder umher laufen zu können. Mach sie doch wieder groß, hm? Oder brauchst du dazu die Hilfe deiner Geschwister?" Ein Blick zu den beiden anderen verriet Isildurs Ungeduld. Auch seine Haltung zeigte an, dass er hier nicht dumm herum stehen und plaudern wollte. Sylcia blickte ihn fragend an. Sie verstand nicht, dass er sich nicht die Zeit nahm, sondern alles mit Hektik angehen wollte. Andererseits ... "Du hast Recht, Freund", meinte sie. "Sobald die Tiere wieder groß sind, kann Derat mit einigen Pegasi durch die Wolken streifen und ich bringe euch zu den Hallen der Himmelsreiter, einem Gebäudeteil der Luftakademie. Dort muss ich Meldung machen, dass ich zurück bin und wir können dann alles weitere wegen meinem vermissten Wolkenschwinge besprechen."

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Samstag 28. November 2009, 16:30

(in absprache mit myrjala poste ich nun zuerst)


Yavanna stand immer noch hinter Derras Flügel versteckt und wollte sich irgendetwas suchen, mit dem sie sich beschäftigen und ablenken konnte. Sylcia hatte noch nicht auf ihre Bitte reagiert, so kümmerte sie sich zuerst um Assatal. Sie hatte ihn ihm Arm und streichelte sanft sein kleines Köpfen, da er ja verkleinert war. Seine Schuppen waren kühl und glatt, glatt wie Glas. Yavanna mochte dieses glatte Gefühl, sie hatte eher eine Vorliebe für warme, lebende Dinge, aber Gegenstände wie Glas hatten auch ihre Faszination. Assatals Schuppen und Farbisges Glas hatten ungefähr die gleiche faszinierende Weise, dass sie Licht in allen möglichen Variationen spiegeln konnten. Deswegen hatte sie sich in der Hafenstadt Miram auch ein grünlich eingefärbtes Windlicht ertauscht und seitdem zündete sie jeden Abend die Kerze darin, wenn es dunkel war und sich die Gelegenheit bot, an … dann funkelte alles so schön in grünen Schattierungen und Lichtreflexen an der Zeltwand oder im dichten Blätterdach über ihr. Genauso liebte sie es, Assatal tagsüber in die Sonne zu legen und dann den hell silbernen Lichtpunkten zu zusehen … sie konnte sich freuen und Assaltal wieder herum kugeln.
Yavanna lächelte zufrieden, während sie auch ihren kleinen Drachen herunter blickte und ihn langsam aufweckte.

„Wach auf mein Kleiner … wir sind endlich da…..“
Assatal räkelte und streckte sich auf ihren Armen und gähnte herzhaft, machte aber wieder anstalten, weiter zu schlafen.
„Nun komm schon Assatal,… das musst du dir ansehen, hier oben sind überall Wolken und auf denen kann man laufen.“
Kaum hatte er ihre Worte vernommen, waren seine Augen auch schon offen und er setze sich auf …verwundert sah er sich um und begann zu grinsen. Assatal hüpfte von Yavannas Arm herunter und sah sie mit großen Kulleraugen an … sie wusste sofort, was er von ihr wollte.
„Ist ja schon gut, ich vergrößere dich wieder…. am Besten die anderen beiden auch wieder.“
Sie nahm also auch Nachtschatten und Sturmkralle nacheinander aus dem Beutel und setzte die Drei in gebührend großem Abstand auf den Boden. Yavanna musste immerhin die eigentliche Größe der Drei bedenken, aber mit mindestens zwei Metern dazwischen, sollte es schon gehen.
Die um sie herum stehenden Hummelmenschen hatte sie dabei vergessen, auch, dass sie nun noch neugieriger beäugt wurde.
Ohne groß darüber nachzudenken und ohne Argwohn löste Yavanna die Verkleinerungszauber auf. Ihre Freude war große, wie sie die Drei da sitzen sah, alle waren noch etwas irritiert darüber, dass sie verkleinert waren und auf Derrat flogen.
Assatal traute sich zuerst, die neue Umgebung genauer zu erkunden und tappste mutig ein paar Schritte um Derrat herum. Wolfi und Sturmkralle hingegen reckten und streckten sich erstmal ausgiebig um sich dann mit dem Rücken zu Derrat hinzustellen und die Hummelmenschen zu betrachten. Sie waren zwar Fremden gegenüber nicht generell misstrauisch eingestellt, aber vorsichtig waren sie alle mal.
Isildur war „schuld“ daran, dass Yavanna sich wieder gewahr wurde, dass alle sie aus ihrer Sicht anstarrten.
„ Yavanna, komm zu mir.“
Yavanna sah empört auf und schaute zu ihrem Bruder herüber, er stand bei Myrjala, die einen der Wächter in Grund und Boden gequasselt hatte.
Als Antwort streckte sie ihm die Zunge heraus und machte keine Anstalten, sich zu ihm zu begeben… wenn sie eines nicht mochte, dann herum kommandiert zu werden, auch wenn es ihr Bruder war.
Nun erregte aber etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Derrat hatte die ganze Zeit über versucht, komische Laute von sich zu geben und die Hummelmenschen fanden dies wohl sehr amüsant, auf jeden Fall fühlten sie sich dazu ermuntert, die laute zu imitieren und daraus wurde ein kollektiver Gesang. Er hörte sich wirklich schön, auch wenn er anders war, was Yavanna so kannte. Sie fragte sich, ob dies nur eine andere Art oder sogar andere Technik zum Singen war, dem würde sie aber später auf den Grund gehen und ja vielleicht sogar noch erlernen, je nachdem wie viel Zeit ihnen hier oben bleiben sollte.
Diese Gesang wurde von Sylcia selbst unterbrochen, denn diese war auf Derrat gekletter, warum auch immer, wunderte sich Yavanna, aber so hatte sie wenigstens wieder etwas, was sie ablenkte.

"Liebe Freunde! Warum ich die drei Elfen und ihre Gefährten hergebracht habe, erfahrt ihr noch früh genug. Seid versichert, dass sie unsere Freunde sind. Aber einige fürchten sich. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr nicht zu aufdringlich seid."

Na ja, dachte Yavanna sich angst habe ich doch gar nicht, mir ist das nur unangenhem. Keine Ahnung, wie sie darauf kommt. Schulter zuckend sah sie Sylcia weiter zu, die dann aber unverhofft sie selber ansprach.

"Willst du die Tiere nicht wieder vergrößern? Sie freuen sich bestimmt, endlich wieder umher laufen zu können. Mach sie doch wieder groß, hm? Oder brauchst du dazu die Hilfe deiner Geschwister?"
Yavanna war doch etwas sehr irritiert, ehe sie antwortete.
„Äm, die Drei sind doch groß … siehst du nicht?“

Sie sah von den drei Tieren zu Sylcia und wieder von ihr zu den Dreien, bis ihr die Idee kam.
„Wahrscheinlich kannst du nicht sehen, … ich denke, sie …ähm verdeckt von Derrats Flügel“ und deutete mit ihrer Hand schräg unter Derrats Flügel.
„Denen geht aber gut, “ grinste Yavanna Sylcia Freude strahlend an, „schauen und schnuppern … sieht niedlich aus, wenn Nasen so wackeln …komm, schau dir an.“

Auf jeden Fall hatte Sylcia nun vor, die Geschwister zu irgendeiner Halle der Himmelsreiter zu bringen …sie waren wirklich gespannt darauf, was hier noch alles auf sie zukommen sollte.

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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Myrjala » Sonntag 29. November 2009, 20:04

Erwartungsvoll blickte Myrjala den Wachmann an, der mühselig versuchte die Fragen zu beantworten, die die Elfe ihm stellte. Dabei kam er natürlich soweit, da Myrjala gleich die nächsten Fragen stellte

"Nun ... öh ... also ... Pusteblumen?“

„Pusteblumen?! Echt?!“ Myrjala warf einen weiteren, schnellen Blick auf die Blumen. „Hm, sehen irgendwie flauschiger aus. Darf ich welche haben?“

Die Stadt ... fliegt, weil ... naja ... da ..." Er deutete auf die Vitrine. Myrjala sah ebenfalls zu der Vitrine. Es lag ein Horn in dieser. Myrjala wollte gerade fragen was es damit auf sich hatte als Isildur sie unterbrach.

„ DAS reicht!... überfordere ihn nicht…. hör auf, jeden gleich zu bestürzen. Lass uns erst mal alles in ruhe angehen“

Die Waldelfe streckte ihrem Bruder die Zunge raus, ließ sich aber beiseite ziehen. Eine große Wahl hatte sie eh nicht. Isildurs Waffe war seine Kraft, während sie nur versuchte alle in Grund und Boden zu quatschen. Er rief ebenfalls nach Yavanna, die die große Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkte doch als recht unangenehm empfand und sich hinter Derats Flügel versteckt hatte. Myrjala konnte das nicht sonderlich nachvollziehen, es war doch nichts dabei, aber in der Hinsicht unterschieden sie die Schwestern um so einiges.

Der Himmelswächter wandte sich Isildur zu, streckte ihm die Hand zum Gruße entgegen und stellte sich als Helior vor.

„Hmpf, sehr schön.“ Myrjala verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust und begann zu schmollen. „Ich habe mich auch vorgestellt und bei mir stellt man sich nicht vor? Das ist unhöflich.“ Sie drehte sich weg.

Sylcia kam auf sie zu. Isildur schien es mal wieder eilig zu haben, anscheinend wollte er die Geschwister möglichst schnell wieder ins heimatliche Dorf zurückbringen, damit auch ja alle in Sicherheit waren und er wieder ruhig schlafen konnte. Sie schlug vor, dass Derat mit den Pegasi durch die Wolken fliegen könnte, während sie alle die weitere Vorgehensweise besprechen würden, um Sylcias Wolkenschwinge bald zurück nach Hause zubringen.
Myrjala nickte der Hymlianerin: „Aber da muss ich erstmal mit Derat reden.“ Sie neigte ihren Kopf in ihre Richtung und flüsterte, „Derat ist nämlich ein wenig tollpatschig und der soll ja keinen der Flügelpferdchen wehtun.“
Sie wirbelte zu dem großen Drachen herum und platzierte sich vor seinem Kopf.
„Derat, du musst aber sehr vorsichtig sein, wenn du mit den Pferdchen fliegst. Du hast einen langen Schwanz und wenn du sie streifst tust du ihnen weh.“ Warnend hob sie ihren Finger, „Und dann bin ich ganz böse mit dir.“ Sie nickte ihm zu, schaute wieder nachdenklich nach oben und verzog den Mund, „…und tu dir selber auch nicht weh, sonst bin ich nämlich traurig.“ Sie schlang ihre Arme um eines seine Vorderbeine, mehr war in dieser Größe nicht möglich und drückte ihm einen Schmatzer auf die Schuppe.

„So, wir können jetzt. Wo ist denn diese Halle?“




OT: Hm, ist kurz, aber irgendwie war mehr nicht zu antworten
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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Isildur Ranarion Ni'Tessin » Sonntag 29. November 2009, 23:29

„Helior!…Freut mich“ Etwas irritiert blickte Isildur auf die ihm gereichte Hand. In Ordnung, er ist nicht bewaffnet. Gut. und antwortete mit einen kräftigen Schlag auf die Schulter bei dem Wächter. Eine typische Begrüßung eben, ganz nach Waldelfenbrauch. Das man sich in anderen Völkern die Hand gab oder sich verbeugte, war Isildur nicht bewusst.
Für ihn war das, dass normalste auf der Welt. Es zeigte gleich, wie gut jemand dem standhalten konnte Und bei Isildurs Kraft musste man schon einiges Ertragen.
„ Wenn du nicht immer jeden überrennen würdest, dann könnte man sich dir auch vorstellen…Myrjala, lass das“ Ermahnte er seine Kleine Schwester bezüglich des Zungerausstrecken.. Erst Yavanna ..und dann Myrjala,..warum? fragte er sich doch ernsthaft.
Es gab Tage da verstand er seine Schwestern überhaupt nicht. War ihnen denn nie klar in welcher Position er sich befand?! Er hatte als großer Bruder die Aufgabe auf seine Schwestern aufzupassen. Bei jeder Mission legten es ihm seine Eltern, voran sein Vater, ans Herz.
Doch Myrjala schien ihn schon wieder zu ignorieren. Sie war wieder bei Derat und schien ihm Anweisungen zu geben. Yavanna, er blickte zu ihr rüber, unterhielt sich mit den Tieren und Sylcia.
Was Isildur erfreute, dass sein treuer Begleiter, sein Bär Sturmkralle, auch wieder seine normale Größe hatte. Neugierig beäugte und beschnupperte Sturmkralle alles. Mit einem waldelfischen Ruf rief er den Bären zu sich. Sturmkralle brummte laut und kam dann langsam angetrottet. Genau wie immer. Er war eben der ruhige Partner von Isildur und beschwerte sich wenigstens nicht über Isildurs Eigenheiten. Er knurrte ihn jedoch an und obwohl Isildur die Sprache der Bären nicht so verstand wie Yavanna, wusste er doch, dass Sturmkralle deutlich den gerade noch verstärkten Geruch vom Wolf wahrnahm. Ein Kraulen hinten den Ohren beruhigte ihn jedoch.
„ Yavanna…Myrjala…können wir jetzt! Bitte, kommt endlich…sonst gehe ich alleine. Als wenn ich so was wirklich machen würde.

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Re: "Lande"-Platz der inneren Ruhe

Beitrag von Erzähler » Freitag 4. Dezember 2009, 00:59

weiter bei Die Luftakademie -> Die Halle der Himmelsreiter

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