Der Schankraum

Die Taverne mag vielleicht der einzige Ort in Xytras sein, in dem sich Männer auch als Gast niederlassen können (natürlich unter Aufsicht). Aber es ist auch ein Platz, an dem gut gespeist und geplaudert werden kann.
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Wüstendieb
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Re: Der Schankraum

Beitrag von Wüstendieb » Montag 19. Januar 2009, 01:28

Das, was Alea an diesem Morgen und anfangs von Rejan sah, war nicht viel. Der Wüstendieb hatte sich nämlich wieder tief in Decken und Kissen gekuschelt, so dass lediglich sein strubbeliger Haarschopf wie eine kleine Insel aus dem weiten Deckenmehr hervor lugte. Als sie sich allerdings nach seinem Befinden erkundigte, konnte auch Rejan nicht länger den Schlafenden mimen.

"Rrrrrrmmmmm", brummte er und hob den Kopf. Kurzum, Rejan machte keineswegs einen munteren Eindruck, aber das musste nichts sagen. Alea hatte ihn schon früher häufiger einmal so erwischt, vor allem dann, wenn er sich eine hübsche Wüstendirne mit aufs Zimmer genommen hatte. Dann wirkte er immer recht träge und schaute verschlafen aus der Wäsche. Heute früh waren daran allerdings das Jungfrauenblut und die immer noch sichtbaren Blutergüsse Schuld.

<i>"Ich will nicht raus, können wir nicht noch schlafen?"</i> "Gute Idee", brummelte Morgenmuffel Rejan und verschwand mit dem Kopf ein drittes Mal unter der Decke. Aber Brynia draußen antwortete, als hätte sie die Frage gehört. "RAUS, IHR ZWEI!" Dies nagte schließlich auch an Rejans Gewissen und spätestens, als Alea bei ihm nachhakte, ob er etwa den ganzen Tag hierbleiben wollte, tauchte sein Gesicht wieder auf. Langsam rieb er sich die Müdigkeit aus den Augen. "Wenn du nicht hierbleibst ...", murmelte er. Einmal Strecken, einmal feststellen, dass blaue Flecke tags drauf immer noch schmerzten und Knochen knackten, und schon war der Wüstendieb aus dem Bett. Seine Miene verriet, dass ihm diverse Körperstellen scheinbar noch zusetzten, aber er biss die Zähne zusammen. Vorsichtig glättete er seine Kleidung mit den Händen und schlurfte zur Tür.
"Hast du Ausrüstung, die wir mitnehmen müssen?", fragte er, öffnete und seufzte, als er Brynias munteres Gesicht erblickte.

"Das Frühstück habt ihr verpasst", meinte die Amazone bockig. "Los, los, runter zum Hafen mit euch oder soll ich euch Beine machen? Vor allem dem Männchen täte eine Runde Laufen recht gut." Sie zeigte sich ausgesprochen munter und fröhlich, wenn sie einen Mann etwas piesacken konnte.
Rejan ließ es wacker von sich abprallen, er war noch zu müde, um gewitzt darauf einzugehen.

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Alea
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Re: Der Schankraum

Beitrag von Alea » Montag 19. Januar 2009, 19:21

Rejan schien nicht viel begeisterter als sie von der Idee aufzustehen zu sein. Doch letztendlich stand auch er auf. Sie beobachtete ihn aufmerksam, einige Bewegungen schienen ihm immer noch zu schmerzen, doch es schien ihm besser zu gehen als gestern. Oder er gab sich heute mehr Mühe, der Wüstendieb zu sein, den sie kannte, um sich nichts von seinen Schmerzen anmerkn zu lassen. Sie konnte es nicht recht einschätzen.
"Nein, nur den hier." Sie zeigte auf ihren Rucksack, der ihr treuer Gefährte war. Darin war all ihre Ausrüstung, die sie besaß. Als sie ihn anhob, klimperte es verdächtig darin, was ihr ein Grinsen entlockte. Sie musste den ganzen Schmuck noch irgendwo eintauschen. Vielleicht würde sich in Rumdett eine Gelegenheit ergeben. Und wenn nicht, der Raub in Sarma würde bei ihrer Rückkehr weit genug zurück liegen, sodass es nicht allzu sehr auffallen dürfte, wenn sie daher kam und Schmuck zu Drachmen tauschen wollte.
Sie stand auf und strich ihre Kleider glatt, die von der Nacht mit etlichen Falten durchsetzt war. Während er schon die Tür öffnete, ordnete sie noch ihre schwarzen Haare.

<i>"Das Frühstück habt ihr verpasst."</i> "Guten Morgen", erwiderte Alea resigniert, enttäuscht, dass sie nichts mehr zu essen oder irgendeine Gelegenheit dazu bekommen würden. Alea wunderte sich, hatten sie doch offensichtlich länger geschlafen, als es ihr vorgekommen war. Aber so war das ja oft.
Doch Brynia zeigte kein Erbarmen. Sie machte Alea nervös, aber gleichzeitig auch wacher. Das Schiff wollte sie um keinen Preis verpassen.
"Ich muss nur noch schnell beim Wirt vorbei und das Jungfrauenblut von gestern begleichen", informierte sie die Amazone. "Ansonsten kann es losgehen." Sie lächelte und die alte Vorfreude kehrte zurück.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Wirtin » Dienstag 20. Januar 2009, 17:53

Rejan wollte nach Aleas Rucksack greifen, doch sie war schneller und hob ihn bereits an. Als es klimperte, näherte sich der Wüstendieb und grinste. "Nana, nur nicht zu viel mitnehmen, meine Liebe. Ansonsten lässt du mich den tragen." Dies hatte bei Rejan weniger Gründe der Nächstenliebe zu bedeuten als vielmehr seinen Hang zum Diebstahl. Er hatte schon damals nicht davor zurückgescheut, Alea hin und wieder etwas ihrer eigenen Beute zu entwenden. Allerdings war dies bei Rejan immer nur Spiel. Sie hatte ihre Wertgegenstände anschließend wiederbekommen – nachdem der Wüstendieb durch Prahlerei, ihr etwas entwendet zu haben, sein Ego hatte stärken können. Meist endete dies aber in einem Heidengelächter.
Dass Rejan nun schon wieder derartige Witzchen riss, bedeutete entweder, dass es ihm körperlich besser ging oder er aber genug Selbstbeherrschung zurückgewonnen hatte, um die Schmerzen wie ein Mann zu ertragen.

"Dir auch einen guten Morgen, Schwester Alea", grüßte Brynia dann zurück, als die Diebin mit leicht enttäuschter Miene in ihre Richtung schaute. Kein Frühstück. Viellecht hätte sie doch früher zu Bett gehen sollen. Jetzt musste sie sich aber beeilen. Schnell informierte sie die Amazone, dass sie noch die Rechnung beim Wirt zu begleichen hatte und meinte, dass man anschließend losgehen könne.
"Wirt", lachte Brynia. "Du wirst hier kein Männchen finden, das uns in unsere Getränke spuckt, haha!" Sie ging zu Rejan hinüber und brummte ihn an. "Na los, Männlein, wir warten am Ausgang. Rejan folgte brav. Alea würde ja nicht lange brauchen.

Tatsächlich herrschte in der Schankstube schon munteres Treiben, wenngleich noch nicht viele Gäste anwesend waren. Drei Amazonen saßen beieinander und genossen ein herzhaftes Frühstück, eine Vierte wurde bei einem Becher Milch langsam munter. Die Wirtin selbst wischte gerade den Boden mit einem alten Mob. "Was kann ich für dich tun, Herzchen?", grüßte sie Alea mit einem freundlichen Lächeln, unterbrach ihre Arbeit und schaute zu ihr hinüber.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Alea » Dienstag 20. Januar 2009, 21:31

Sofort drückte sich Alea ihren Rucksack ans Herz und funkelte Rejan mit gespieltem Misstrauen an. "Wage es dir", murmelte sie und schaffte es sogar recht ernst zu wirken. Sie verfolgte jede noch so kleine Bewegung von ihm mit gleich bleibendem Blick.

Brynias Auftauchen unterbrach den Spaß aber recht schnell und während Alea das Zimmer verließ, schwang sie sich ihr Gepäck auf den Rücken. "Äh, Wirtin", verbesserte sie sich gleich nach Brynias Hinweis, dass es hier sicherlich keine Männchen... Männer gab, die diesen Beruf ausübten. Verwirrt schüttelte sie kurz den Kopf. Das Jungfrauenblut war wohl stärker als gedacht gewesen.

Während sie bezahlte, würden die beiden so lange draußen warten. "Bis gleich." Damit machte sie sich in Richtung Schankraum auf. Die Wirtin war bereits fleißig am arbeiten, was Alea nur noch mehr dazu antrieb, zur <i>Gloria</i> zu kommen. Es schien jedenfalls nicht mehr sehr früh zu sein, außer die Amazonen waren üblicherweise Frühaufsteher.
"Guten Morgen", erwiderte sie den Gruß der Wirtin und lächelte ebenfalls. "Ich wollte die Rechnung unserer Sechser...", sie stoppte kurz und überlegte. Sie hatte Brynia nicht gefragt und wusste nicht, ob ihre Rechnung schon bezahlt war. Nun ja, sicher war sicher. "...oder Siebenerrunde begleichen. Die Gruppe mit der Trollfrau." Sie grinste bei dem Hinweis, den sie ihr gab. Wahrscheinlich waren gestern so einige große Amazonengruppen hier gewesen, aber es erschien ihr undenkbar, dass noch eine Gruppe eine Trollfrau wie Grimhild dabei gehabt hatte.
"Wir haben ein paar Krüge Jungfrauenblut gehabt. Und das Zimmer vier." Sie wusste auch nicht, ob Brynia das schon bezahlt hatte. Sie hoffte nur, dass die Rechnung nicht so lang werden würde...
Während sie auf die Antwort wartete, hielt sie ihr den Zimmerschlüssel hin, den sie fast vergessen hatte, ehe sie nach dem kleinen Säckchen, in dem sie ihr Geld aufbewahrte, in ihrer Hosentasche suchte.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Wirtin » Donnerstag 22. Januar 2009, 11:17

Es war leider nicht mehr so früh, wie Alea wohl sofort am Stand der Sonne draußen erkennen konnte. Gerade schob sich eine Wolke davor und trübte das Licht im Schankraum ein wenig, aber trotzdem blieb es hell.

Alea ging zur Wirtin und erklärte ihr, was sie zu zahlen hatte. Die Frau grinste ihr entgegen, da Alea es selbst nicht wirklich genau zu wissen schien. Sie druckste etwas herum, verbesserte sich immer wieder.
"Gestern wohl zu oft ins Glas geschaut, was?", lachte die Amazonenwirtin und stellte den Mob beiseite. "Ich erinnere mich an die rigorose Gruppe. Das waren genau zwei Flaschen Jungfrauenblut, die ihr da gestern geleert habt. Zimmer vier ist allerdings schon von der Frau dort drüben bezahlt worden, im Namen der drei weisen Jungfern."

Die Wirtin zeigte zu Brynia hinüber, welche mit Rejan am Eingang Aufstellung genommen hatte. Beide warteten auf Alea.
Die Wirtin fuhr unbeirrt fort: "Aber für das Jungfrauenblut muss ich dir 10 Fuchsmünzen berechnen." Sie nahm den Schlüssel von Alea entgegen und wartete, bis man sie bezahlt hatte. Dann dankte sie mit einem Nicken und griff wieder zu ihrem Putzgerät.

"Können wir los?", fragte Brynia ungeduldig, öffnete bereits die Tür. Rejan wartete noch, bis Alea zu ihnen aufgeschlossen hatte, dann lächelte er ihr verschmitzt entgegen und trat hinter der Amazone nach draußen.
Nun konnten sie sich auf den Weg zur <i>Gloria</i> machen. Sie eilten sich, denn vielleicht war das Schiff schon weg. "Hoffentlich nicht", wisperte Rejan im Gehen Alea zu. "Sonst muss ich weiterhin an dieser launischen Amazone hängen wie ein Hund an der Leine." Er lachte leise in sich hinein. Zum Glück hatte Brynia ihn nicht gehört.


<i>Alea zahlt 10 F an die Wirtin

weiter in Der Hafen von Xytras -> <a target="_blank" href="http://69169.rapidforum.com/topic=12496 ... ung</a></i>
Zuletzt geändert von Wirtin am Freitag 23. Januar 2009, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Erzähler » Montag 21. September 2009, 19:51

Darak kommt von Das Vorführobjekt

Darak folgte Constanze breitbeinig und fiel immer weiter zurück. Die Amazone hatte kein Wort mehr gesprochen, seit Jungfer Alcyone sie zu Daraks persönlicher Wachfrau ernannt hatte. Vermutlich rang sie genauso um Fassung wie der Gehörnte selbst. Ja, sie versuchte, sich zusammen zu reißen. Es war bekannt, dass Constanze einer der männerfeindlichsten Amazonen ihrer Generation war. Sie spuckte auf alles, was einen Mann ausmachte und machte selbst keinen Hehl daraus. Sie galt als Furie, wenn sie sich gegen Piraten in den Kampf stürzte und ihre Kastrationshiebe mit dem Schwert waren legendär.
Ausgerechnet an ihr klebte nun ein Männchen? Noch dazu eines, das vorerst bei Lilith leben würde! Bei Lilith Blütentau, einer ihrer besten Freundinnen. Constanze und die Elfensängerin verband eine tiefe Beziehung, obgleich sie sich nicht als Liebespaar bezeichneten. Lilith wollte sich nicht so eng binden und Constanze akzeptierte dies. Sie war nur glücklich, in der Nähe der Elfe sein zu können, aber jetzt drängte sich dieser Spendenbeutel dazwischen.

Während sie das Portal erreichte, das aus dem Frauenhaus führte, warf sie einen Blick über ihre schlanke Schulter zurück und schnaubte. Boshaft funkelten ihre braunen Augen Darak entgegen. "Ob du schneller bist, wenn du nicht zwei Säcke mit dir herumschleppen musst?!" Ihre zweideutige Drohung und der zwischen seine Beine wandernde Blick waren nicht nur so daher geredet. Eine Hand legte sich bereits auf den Knauf ihres Schwertes. Darak hatte gespendet. Sein ... Gehänge wurde nicht mehr benötigt. Ein Grund mehr, trotz pochenden Geschlechtsteils schneller zu laufen und zur Amazone aufzuholen.
Constanze ließ ihm keine Zeit zum Verschnaufen. "Wenn du auf den Straßen nicht mithalten kannst, werden meine Schwestern dich wie einen herrenlosen Hund schnappen und ersäufen." Schon marschierte sie los. Machte die Amazone absichtlich große Schritte, damit die Distanz zwischen ihr und Darak wuchs?
Sie forderte ihn auf jeden Fall nicht nochmals auf, schneller zu laufen. Er würde ihr entweder folgen oder Opfer anderer Amazonen werden.

Wieder starrten ihn die Frauen aus allen Teilen der Stadt an, während Darak breitbeinig über das Pflaster wanderte. Sie lulgten hinter Vorhängen hervor oder hielten bei ihrer Arbeit wie Wäscheaufhängen oder Wasserschöpfen inne, um ihn zu mustern. Die meisten warfen ihm feindselige Blicke zu. Die Entscheidung der weisen Jungfrauen schien sich bereits herum gesprochen zu haben, aber die wenigstens tolerierten jenes Urteil. Viele warfen Darak verachtende Blicke zu oder ignorierten ihn vollkommen. Er konnte sogar eine dicke ältere Amazone mit blonden Locken und Muttermalen ausmachen, die über ein großes Nudelholz strich, als wollte sie sich zum Kampf rüsten.
Glücklicherweise konnte Darak dieser Vettel entkommen, denn soeben erreichten Constanze und er ein einstöckiges Fachwerkhaus mit kleinem Balkon und einem Aushängeschild. Zur Amazone stand in schwarzen Lettern darauf und als Tavernensymbol hatten sich die unabhängigen Frauen einen vollen Bierkrug gewählt. Weibliches Gelächter und Gekicher drang nach draußen, nebst dem hölzernen Geräusch, das immer dann entstand, wenn mehrere volle Krüge zum Anstoß aneinander geschlagen wurden. Außerdem spielte jemand auf einer Laute. Ein Tamburin erklang und dann hörte Darak Liliths sanfte Stimme. Dieses Mal sang die Elfe ein fröhliches und schnelles Liedchen, das von einer betrunkenen Amazone und einem tanzenden Schwein handelte.
Constanze verharrte einen Moment vor der geschlossenen Tür der Taverne. Sie lauschte und genoss den Gesang wie wohl alle im Innern der Amazone. "Lass uns reingehen ... und benimm dich!"

Constanze öffnete die Tür, betrat die Taverne. Sie unterschied sich in nur wenigen Dingen von typischen, männerorientierten Kneipen. Zunächst einmal stank es deutlich weniger nach Schweiß. Einige Frauen benutzten wohl Duftwässerchen. Außerdem standen statt schmutzigen Krügen schön hergerichtete Blumentöpfe und andere Topfpflanzen auf Regalen und Simsen. Über einer breiten Theke, deren Holz nicht von Messerstechereien oder Brandflecken beschädigt war, trennte den Bereich der Gäste von dem der Wirtin. Selbige nahm soeben eine Bestellung auf und lachte heiter über einen Witz. Sie war groß, schlank und besaß kräftige Arme. Diese Frau wäre imstande, einen Unruhestifter hinaus zu werfen, trotzdem strahlte auch sie eine Attraktivität aus, die nur Frauen besaßen. Sie war kein Mannweib, nein das auf keinen Fall.
Über ihr und dem Tresen selbst hingen mehrere Weinflaschen in Halterungen, dazu glänzend polierte Gläser und als Dekoration eine kleine Stoffpuppe, die ihren lebenden Schwestern überaus ähnlich sah.

Auf der anderen Seite der Taverne gab es eine kleine Bühne - und diese Bühne besaß eine Tanzstange. Dort räkelte sich gerade eine knapp bekleidete Frau mittleren Alters. Ihr kurzes, rotes Haar wippte mit jedem Schwung, der sie um die Stange kreisen ließ. Sie hielt sich nur mit den Beinen fest und streckte ihre mit klimpernden Reifen beladenen Arme dem Publikum entgegen. Amazonen, die vorn an der Bühne standen, klatschten wild oder warfen Fuchsmünzen zum Zeichen ihrer Bewunderung.
Im Hintergrund stand eine bunt gekleidete Schaustellerin. Sie spielte auf der Laute und passend zu den Bewegungen der Tänzerin. Durch die Tischreihen und zwischen den Gästen entlang schlängelte sich Lilith. Sie trug ein sagenhaft schönes, blassrosa Kleid und hatte sich die Haare mit einem weißen Band zurückgebunden. Ihre Hand schlug auf das Tamburin, ihre Stimme klang weit durch den Raum, klar, sanft und lebhaft. Die violetten Augen leuchteten. Man sah ihr an, wie sehr es sie freute, wieder zu Hause zu sein.

An einem Tisch hockte Alma und klatschte im Takt. Der überhängende Speck ihrer Arme wabbelte wild wie die hypnotisierenden Bewegungen der Stangentänzerin. Die Heilerin bekam gar nicht mit, dass Constanze mit Darak die Taverne betreten hatte.
Nur Carath Moslag war nirgends zu sehen. Hatten sie ihn vom Gast zum ... Verbrecher gemacht, kastriert und in einem Bott auf dem Meer ausgesetzt? Aber nein, dann wären weder Lilith noch Alma so fröhlich gewesen. Doch wo steckte der Nichtgenannte?

Constanze winkte der Elfe zu, dann steuerte sie Almas Tisch und setzte sich mit einem knappen Gruß. Ihr scharfer Blick flog immer wieder zu Darak. Sie behielt ihn im Auge, auch wenn er offenbar die Erlaubnis hatte, zumindest frei umher zu gehen - innerhalb der Taverne, verstand sich.

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Darak Luthrokar
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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 22. September 2009, 14:11

Darak humpelte Constanze so schnell hinterher wie er es eben konnte. Er würde es nie offen zugeben aber diese Frau, diese Bestie von Amazone jagte ihm gehörige Angst ein. Zumal sie keine Gelegenheit ausliess um sein Geschlecht zu bedrohen was mit der Zeit doch eine ziemliche nervliche Belastung für Darak bedeutete. "Ob du schneller bist, wenn du nicht zwei Säcke mit dir herumschleppen musst?!" „Nein…“ Ächzte er nur kleinlaut und versuchte aufzuschliessen. „Ich bin schneller wenn ich mich erholt habe.“ Keuchte er. Was wollte sie eigentlich? Sie konnte froh sein dass er nicht auch noch humpelte wie früher. Aber vielleicht würde sie sogar dafür sorgen dass er nicht würde wegrennen können. Darak wurde blass. Düstere Erinnerungen an seinen Kniebruch wurden in ihm wach. Er ächzte und bibberte. Er traute es Constanze absolut zu dass sie erstens, schwachpunkte würde erkennen können und zweitens dies auch Gnadenlos ausnutzen würde – zumindest bei einem Männchen. Und als Hauptfrau der Amazonen und seine persönliche Sicherheitsaufseherin konnte sie mit ihm wohl tun und lassen wonach es ihr gerade so gelüstete. Auf Constanzes „gelüste“ konnte Darak aber getrost verzichten! Hoffentlich standen Lilith und Alma für ihn ein. Carath hingegen würde er nichts anderes empfehlen als so schnell wie möglich von dieser Todesinsel zu verschwinden – zu seiner eigenen Sicherheit.

Darak starrte auf ihr Schwert. „Hehh…ich brauch das noch!“ keuchte er. Stimmt… vielleicht konnte er ja wieder spenden wenn sein Kugellager wieder aufgeladen war. Dann würden sich die Amazonen zumindest ihre gefährlichen Reisen ins Reich der Männer sparen können. Ausserdem konnte man vielleicht mit dem einen Männchen gewisse Zuchtertragnisse erreichen. Viele glaubten dass man das Geschlecht welches der Samen eines Mannes trug durch Ernährung, bestimmter Salben oder Bäder beeinflussen konnte. Er wäre dann sozusagen ein Zuchthengst der Amazonen.

"Wenn du auf den Straßen nicht mithalten kannst, werden meine Schwestern dich wie einen herrenlosen Hund schnappen und ersäufen." „Ihr seid ja schlimmer als die Sarmaer.“ Keuchte er. Es war nicht so dass er mit seinen Bemerkungen sich Pluspunkte bei Constanze verdiente – im Gegenteil. Ihre „Bussliste“ würde wohl immer länger werden. Die Wahrscheinlichkeit dass sie ab und an allein mit ihm irgendwo sein würde war ziemlich gross – und beunruhigend für Darak. Wehren könnte er sich ohnehin nicht, das würde sein sofortiger Tod durch das Halsband bedeuten. Er sputete sich. Der Schmerz zwischen seinen Beinen liess in ihm eine unheilvolle Übelkeit hochsteigen. Er keuchte verzweifelt und versuchte die stechenden Blicke in seinem Nacken zu ignorieren. Dieses ganze Dorf hätte ihn wohl am liebsten zerfetzt.

Endlich erreichten sie die Taverne. ENDLICH! Darak konnte schon beinahe nicht mehr laufen. War inzwischen ganz blass und schweissgebadet. Es war nicht gerade nett von Constanze gewesen ihn nach all diesen Strapazen quer durch die ganze Stadt zu scheuchen. Leise drang Musik aus der Taverne. Darak konnte LIliths Stimme hören. Sie war wie ein Hoffnungsschimmer. „Lilith“ röchelte er und beschleunigte nun doch endlich seine Schritte. Da Cosntanze einen Moment inne hielt schaffte es Darak endlich zu ihr aufzuschliessen.

"Lass uns reingehen ... und benimm dich!" „Jaharhrhr.“ Keuchte er sichtlich angeschlagen und humpelte hinter Constanze her, die gerade stolz die Taverne betrat. Sie musste vermutlich unter den anderen Frauen als äusserst begehrenswert gelten. Schliesslich war sie eine zweifellos wunderschöne Frau und dann bekleidete sie auch noch einen hochrangigen Posten in ihrer Stadt. Krieger hatten doch immer ne magische Anziehungskraft für Frauen – allein schon der Uniformwegen. Er glaubte dass dies bei Lesben nicht anders war. Er trat hinein und fühlte sich als Männchen schon wieder ziemlich einsam. So musste es wohl den Frauen ergehen die sich in eine der vielen Hafenkneipen wagten. Nur dass diese dann sofort auf die Bühne gezerrt und nicht selten auch noch gedemütigt wurden. Bei den Amazonen ging es etwas gesitteter wenn auch nicht weniger erotisch zu und her. Stangen hatten nämlich aus sie nur dass die Frauen die dort tanzten es vermutlich freiwillig taten.

Darak starrte die Frau an der Stange lange an. Frauen an Stangen waren irgendwie Magnetisch – zogen immer Männerblicke auf sich. Im Grunde war er gar nicht in Stimmung eine Taverne zu betreten. Die Gerüche von Duftwässerchen, Bier und anderen Getränken irritierten sein Brechzentrum das ohnehin schon arg strapaziert war. Ausserdem war es ihm zu laut, es klingelte ihm sonst schon gehörig in den Ohren. Zudem war er bereits benommen genug um immer wieder versehentlich Amazonen anzurempeln was definitiv nur zu seinem Nachteil war. Er musste hier raus. Constanze war gerade damit beschäftigt sich zu Almas Tisch vorzupflügen als Darak sich davonstahl. Nicht heimlich, er türmte eher aus der Taverne raus, doch dies fiel wohl im allgemeinen Getümmel kaum auf. So kam es dass der gute Darak beim ersten Kontrollblick Constanzes bereits verschwunden war.

Er flüchtete sich bis vor die Taverne wo er sich erbrach und schliesslich zusammengerollt blieben lieg wie ein Köter der „leider draussen bleiben“ musste. Ihm war elendig. Er wollte nur noch von hier weg, besonders weit weg von dieser Bestie. Immerhin verflog seine Übelkeit etwas nachdem er das was noch in seinem Magen war herausgewürgt hatte. Er gehörte ins Bett, in Fachfrauische Behandlung und nicht in eine Taverne – wie er selbst fand. Für einen Moment wünschte er sich an den Sternensee zurück, dort waren die Frauen VIEL netter zu ihm gewesen. Er blieb liegen. Es war ihm egal wenn Constanze ihn dafür strafen würde, sollte sie doch machen was sie wollte. Darak stierte düster vor sich hin und genoss sichtlich die Constanzefreie Zeit. Auch wenn sie nur kurz sein dürfte. Es war ihm auch gleichgültig wenn andere Amazonen ihn sahen. Er wollte einfach nur noch eins. Liegen und seine Bälle vergessen.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Stadtwache Amazonen » Donnerstag 24. September 2009, 13:05

Darak betrat die Taverne und bemerkte zu Anfang wohl kaum, dass viele giftige Blicke auf ihm lagen, denn sein eigener haftete an der Tänzerin auf der Bühne. Sie bewegte sich grazil und verführerisch. Selbst die Frauen am Bühnenrand starrten gierig zu ihr hinauf. Eine streckte ihre Hand aus und berührte die Tänzerin am Bein, woraufhin diese einen Spruch über das Nichtanfassen des Personals in Verbindung mit Folgeschäden durch eine Bratpfanne zum Besten gab. Ja, auch unter Frauen gab es schwarze Schafe, die sich manches Mal eine Geste zu viel erlaubten. Doch im Gegensatz zu einer männerbeherrschenden Kneipe sah die betroffene Amazone ihren Fehltritt ein, entschuldigte sich und hielt sich während dem Rest der Darbietung zurück.

Inzwischen ging es Darak immer schlechter. In der Taverne herrschte eine wahre Sinnesüberreizung, die wie eine Flutwelle über ihn hinweg schwappte. Gerüche, Geräusche, Farben und Bilder ... das alles war zu viel für einen Mann, den man bis auf den letzten Tropfen ausgepresst hatte wie eine Zitrone. Er benötigte Ruhe, jede Menge davon, und frische Luft. Draußen war es angenehmer gewesen, weshalb Darak sein Heil in der Flucht suchte.
Constanze bemerkte dies zunächst nicht. Sie setzte sich zu Alma an den Tisch, winkte Lilith noch einmal zu und unterhielt sich dann mit der Heilerin. Alma war es, die nach Darak fragte und so auf seine Abwesenheit aufmerksam machte. Zu diesem Zeitpunkt aber lag der erschöpfte Spender schon vor der Taverne, eingerollt wie ein armseliger Hund.
Amazonen, die an ihm vorbei kamen, um ihre Stammkneipe zu betreten, warfen ihm dieses Mal nicht nur verachtende Blicke zu, sie ließen sich auch mit einem Mal großspurig über die verweichten Männchen, ihre zu kurzen Liebesorgane und ihre mindere Intelligenz aus. Eine Frau bespuckte Darak sogar, ehe sie die Schänke betrat.
In Xytras erging es ihm wahrlich bislang nicht gut. Hatte Lilith deshalb mehrmals gezögert und ihm angeboten, ihn doch nicht in ihre Heimat zu bringen? Bestimmt, sie kannte ja die Verhaltensmuster ihrer Schwestern. Sie hatte Mitgefühl gezeigt und wollte Darak diese Situation wie sie jetzt zustande gekommen war nicht antun. Doch nun war es zu spät. Darak war hier.

"Da bist du ja, du Abschaum der celcianischen Gesellschaft!" Constanze hatte ihn gefunden. Ihr Lederstiefel schob sich unter seinen Arm und hob diesen an. "Liegst hier faul in der Gegend herum und außerhalb meines Aufsuchtsbereichs! Ich sollte ... und ich werde ... dich strafen." Sie zog ihr Schwert. Vermutlich hätte sich Darak nun von seinen genitalen Problemen verabschieden können, mitsamt der Genitalien, wäre da nicht etwas durch die Tür nach draußen gewalzt, was den gesamten Türrahmen einnahm.
"Darak, bei meinem überbreiten Schlüpfer, du siehst VERDAMMT SCHEISSE aus!" Alma hatte ihn ebenfalls gefunden und nutzte wieder einmal ihren in pelgarischen Kerkern angelernten Wortschatz aus. Sie rollte fast schon auf Darak zu, warf einen gewaltigen Schatten auf ihn hinab. Wenigstens schob sie sich als meterdicker Speckkeil zwischen ihn und Constanze, deren Klinge zurück in die Schwertscheide fuhr. Die Hauptfrau knurrte leise. "Er hat Strafe verdient! Er wollte sich aus dem Staub machen."
"Er sieht krank aus." Alma ließ sich in Ermangelung tragfähiger Knie einfach auf den Hintern plumpsen und saß nun vor ihrem Lieblingspatienten, der vom Aufprall des breiten Schwabbelhinterns kurz in die Luft gehoben wurde. "Alles in Ordnung, Darak?", fragte Alma fürsorglich. Sie drehte ihn sich zurecht, nahm seinen Helm ab und fühlte seine Stirn. Ein kalter Schweißilm nahm ihre Finger in Empfang. Außerdem bemerkte Alma Daraks unglaubliche Blässe. Er hatte sich mit dem Weg hierher total verausgabt.
"Was habt ihr mit ihm angestellt?", wollte die Tonne wissen. Constanze zuckte nur mit den Schultern, ehe sie ihre tätowierten Arme vor der Brust verschränkte. "Er hat gespendet, das ist alles." Alma brummte. "Ich bring dich an einen Ort, wo du dich ausruhen kannst." Sie rappelte sich mühsam wieder auf die Beine und beugte sich dann über Darak. Den Helm setzte sie ihm vorher zurück auf den Kopf. Dann packte sie nach Daraks Hüften und warf ihn sich über die Schulter. Anders war es Alma nicht möglich, diesen Bullen von Mann mit sich herum zu schleppen.

"Wo bringst du ihn hin?" Constanze würde Darak jetzt vermutlich kaum er aus den Augen lassen. Er hatte ihrer Meinung nach schließlich flüchten wollen. Doch Alma beruhigte die pflichtbewusste Amazonenkriegerin. "Er kommt hoch zu Carath ins Zimmer. Männchen dürfen nicht im Schankraum sitzen und da oben hat er ein Bett und Ruhe. Solange du dich unten amüsierst und mit Lilith unterhältst, bleibe ich oben und versorge ihn."
"Hmpf ... nagut." Constanze notierte sich eine weitere Strafe für das Männchen Darak auf ihrer geistigen Liste. Sie vermutete, dass noch reichlich andere Strafen hinzukommen würden.

Alma durchquerte mit Darak beladen die Taverne und stapfte die glücklichweise breit gehaltene Treppe in den ersten Stock hinauf. Hier oben drangen die Geräusche des Schankraums nur noch gedämpft zu ihnen vor und als Alma den hinteren Teil des Korridors erreichte und das ihnen zugewiesene Zimmer betrat, waren lediglich noch Lachen und Liliths unbeschreiblicher Gesang gedämpft zu vernehmen.
Carath, der am Fenster stand und seine Kupfermaske mit einem feuchten Stofftuch polierte, hob fragend den Kopf, als Alma eintrat. Doch sogleich entdeckte er Darak und schien zu verstehen. "Er sieht nicht gut aus. Hast du Schmerzen, Darak?"
"Er braucht nur Ruhe und ein kalter Lappen wäre auch nicht schlecht, vermute ich. Von seinem Schritt strahlt eine pochende Hitze aus, die drang sogar durch meine Hautfalten durch!" Alma legte den angeschlagenen Darak aufs Bett und machte sich sofort daran, seine Hose auszuziehen. "Brauchst du sonst etwas?", richtete sie ihre Frage an ihn.

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Darak Luthrokar
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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 24. September 2009, 15:11

Darak dachte selbst nicht mehr an Constanzes Worte die ihn davor gewarnt hatten sich allein dort aufzuhalten wo ihn andere Amazonen lynchen konnten. So hatte er im Grunde noch Glück dass er „nur“ bespuckt und beschimpft wurde. Er lag zusammengerollt da und reagierte nicht auf die bösen Worte die man ihm nachsagte und die Neckereien. Er konnte gar nicht mehr. Er wollte nur noch liegen. Liegen… liegen… liegen…
Darak wünschte sich zum ersten Mal in seinem Lebener hätte nur ein kurzes Liebesorgan gehabt, dann hätte sich der Schmerz auf einer kürzeren Distanz verteilt als jetzt… Er durfte nicht an sein Gemächt denken das versteckte nur seinen Schmerz. Er keuchte und ächzte, lag neben seinem Erbrochenen und versuchte so gut über die Runden zu kommen wie es eben gerade ging. Dieser Pein war ätzender als alles andere was er bisher erlebt hatte und bei den Göttern Darak wusste was Schmerzen waren!

Es war beängstigen wie Lebensfeindlich die Amazonen ihm gegenüber eingestellt waren. Er war doch auch ein Mensch! Er war doch auch ein Lebewesen! So schlecht behandelten doch nicht mal die Sklaventreiber ihre Ware… Er starrte dem Boden entlang und seufzte. Doch. Es gab sie eben doch die Sklaventreiber und Besitzer eben jener „Ware“ die noch schlimmer waren als die Amazonen. Nur so war doch deren Feindlichkeit und deren Hass überhaupt zu erklären. Doch wenn nicht mal alle Foltermeister und Sklaventreiber so waren wie sie es sich vorstellten, dann doch erst recht nicht alle Männchen überhaupt! Er seufzte. Wenn es um Fremdenfeindlichkeit ging schienen die Frauen nicht wirklich anders gestrickt zu sein als ihre männlichen Genossen. Er schloss seine Augen. Sogar hinter den Lidern pulsierte der Schmerz. Er schauderte und begann zu frösteln. Seine „Abnutzung“ brachte den ganzen Körper durcheinander. Es war brutal wie gnadenlos die Frauen über seinen Zustand hinwegsahen. Wo waren die Barmherzigen unter den Schwestern?
Plötzlich näherten sich stapfende und harsche Schritte von der Taverne. Darak spannte sich an, er spürte Constanzes drückende Präsenz beinahe schon physisch. Er atmete schneller und öffnete kurz seine Augen, die nur Constanzes Stiefel erkannten. "Da bist du ja, du Abschaum der celcianischen Gesellschaft!" „Ngjhaa..“ Keuchte er nur. Er rührte sich nicht, ächzte auf als sie ihren Stiefel unter seinen Arm schob der noch immer seinen wunden Freund schützte. „Arhghghghh…“ Keuchte er, wehrte sich aber nicht. Er verzog schmerzhaft sein Gesicht und drehte seinen Kopf leicht zu Constanze hin.

"Liegst hier faul in der Gegend herum und außerhalb meines Aufsuchtsbereichs! Ich sollte ... und ich werde ... dich strafen." Er hörte wie das Schwert gezogen wurde. Er starrte zu Contanze hoch und begann zu keuchen und zu bibbern wie ein eingeschüchtertes etwas. Auch Männer waren durchaus sehr empfindsame Geschöpfe wenn man erst mal ihre Schale geknackt hatte. Er heulte auf. Ertrug diese ständige Genitalbedrohung kaum noch. „Mach was du willst aber schneid mir nichts ab!“ Heulte er bibbernd. Folter konnte er im schlimmsten Falle ertragen, doch etwas abgeschnitten zu kriegen was er noch brauchte – nicht. Mit seinem Ausbruch jedoch gab Darak Constanze beinahe einen Freischein für allerlei furchtbarer Strafen ihm gegenüber. Niemand zweifelte daran dass diese Frau in diesem Punkt nicht äusserst kreativ sein würde, noch an ihrem Durchsetzungsvermögen. Sie würde sein Fehlverhalten sicherlich nicht vergessen und ihre Strafliste abarbeiten. Der Moment würde kommen.

Zum grossen Glück von Daraks Männlichkeit walzte Alma hinter Constanze her. Vermutlich waren beide gleichzeitig aufgestanden und nach draussen gegangen, die zeitliche Verzögerung des Eintreffens am Zielort lag wohl in der Beweglichkeit und Leichtfüssigkeit Constanzes einerseits, wie auch Almas gewaltiger Aufwand zum verschieben ihrer Masse andererseits begründet.
"Darak, bei meinem überbreiten Schlüpfer, du siehst VERDAMMT SCHEISSE aus!“ Hätte Darak wenigstens noch eine einigermassen witzige Bemerkung abgegeben wäre dies ein Indiz dafür gewesen dass der Gehörnte sich wohl noch im Rahmen des erträglichen befand. Doch das Männchen sagte nichts. Bei Darak war das immer ein sehr schlechtes Zeichen. Wenn er jammerte, heulte, schimpfte und im Selbstmitleid versank war das noch immer besser als wenn er nichts sagte. Vor lauter Schmerz drängte sich nicht einmal die Zwangsvorstellung von Almas breitem Schlüpfer auf…
"Er hat Strafe verdient! Er wollte sich aus dem Staub machen." Darak runzelte verwirrt die Stirn. „Wohin… denn auf… einer INSEL?!“ Keuchte er verzweifelt. Constanze machte ihn wütend. Sehr wütend. Was sollte ihm eine Flucht den bringen? Er konnte höchstens ein Buschmännchen werden. Von den Amazonen gejagt. Tolle alternative.

"Er sieht krank aus." „nrghghr..Schm..er..zn…“ Versuchte er sich mühsam zu erklären. Ob Lilith gewusst hatte wie eine Spende vonstattenging? Warum hatte sie ihn dann alleine gelassen! Warum nur?! Darak war es definitiv zum Verhängnis geworden dass er dummerweise zu einer sehr üppigen Spende in der Lage gewesen war. So hatte sich die ganze „melkerei“ natürlich in die Länge gezogen was die Reizung um ein vielfaches verschlimmerte.
"Alles in Ordnung, Darak?" Darak blickte Alma nur kurz an. Er verschwendete keine Worte für eine solch offensichtliche Antwort. Die Anstrengung zu sprechen war einfach zu gross. Doch Bewegungen tolerierte er überhaupt nicht. Er ächzte auf als Alma ihn zurecht schob und zeigte sich darüber überhaupt nicht erfreut. Vermutlich ahnte selbst jene dicke Heilerin die schon so viel Übel auf der Welt gesehen hat noch nicht wie es zwischen Daraks Beinen WIRKLICH aussah. Er röchelte nur als sie ihm den Helm wegnahm und er blinzelte als sie seine Stirn fühlte.
"Er hat gespendet, das ist alles." Wie konnte diese wunderschöne Frau nur so herzenskalt sein? Was muss ihr widerfahren sein dass sie so wurde?

“ "Ich bring dich an einen Ort, wo du dich ausruhen kannst." „Jarhrhrh…“ Keuchte er. Wie weichlich Darak sich doch anstellte. Schliesslich war er doch auch bis hier hin gelaufen und nun musste sich das Männchen von Mama Alma tragen lassen – so konnte man sei Verhalten mit den Augen einer Amazone interpretieren. Darak gab ein seltsames Geräusch ab als Alma ihn über ihre Schulter legte, schliesslich presste sich ausgerechnet seine Problemzone an ihre speckige Schulter. Das Geräusch war am ehesten zu vergleichen wie mit jenem welches Katzen von sich gaben wenn sie sich fetzten. Darak rauschte es gewaltig in den Ohren und er bekam die Umgebung nur noch verschwommen mit. Er keuchte und stöhnte bei jedem Schritt den Alma tat schmerzlich auf.
Die Amazonen in der Taverne schien es zu amüsieren, schliesslich sah es so aus als hätte sich die Tonne ein „Opfer“ gegrabscht um es oben ordentlich zu bearbeiten. Sie trug ihn schliesslich wie ein Jäger seine Beute.

Zum Glück folgte die Furie nicht! Aber sie würde wiederkommen… so lange wie er auf dieser Verdammten Insel war hatte er diese Bestie von Constanze auf seine Kronjuwelen angesetzt. Besonders das Treppensteigen wurde für Darak zur Tortur. Endlich waren sie oben angekommen und endlich wurde er ins rettende Bett gelegt. Nie wollte er es mehr verlassen. Er rollte sich sofort zusammen, doch Alma störte ihn dabei indem sie ihn wieder auffaltete um das schwer verletzte Organ freizulegen. "Er sieht nicht gut aus. Hast du Schmerzen, Darak?" „JARHrhghg.RH::RHR:H:RH!“ Darak schien im Moment nicht in der geistigen Verfassung für eine Meditation zu sein.
"Brauchst du sonst etwas?" „Elena…“ Winselte er.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Erzähler » Dienstag 29. September 2009, 16:30

Constanze sah Alma hinterher, die versuchte, Darak so vorsichtig wie möglich in die Taverne zu bringen. Der Gehörnte lag bäuchlings auf ihrer Schulter, so dass er Constanze sehen konnte, wenn er wollte. Sie blickte ihn noch immer mit genauso viel Gift an, wie in jenem Moment, als sie ihr Schwert vorhin gezogen und auf seinen Zentralbereich gerichtet hatte. Triumph funkelte in ihren Augen. Dieses Männchen würde keine Probleme bereiten, so glaubte sie. Sie hatte ihn gebrochen, er würde sich jeder Amazone um seiner Genitalien Willen beugen und es nicht wagen auch nur eine anzufassen.
Vielleicht war es das, was Constanze Alma zwar in die Taverne, nicht aber die Treppe hinauf in das gemietete Zimmer folgen ließ. Sie setzte sich zurück an ihren Tisch und genoss weiterhin die Vorstellung.
Lilith hatte Alma und Darak ebenfalls entdeckt. Verwirrt hatte sie den Kopf schief gelegt und fragend zu Alma geschaut. Die Heilerin war jedoch zu beschäftigt gewesen, um es zu bemerken und die Elfe hatte ihre Vorführung nicht einfach unterbrechen können. Sie würde ihre Sing- und Tanzeinlage ordnungsgemäß beenden müssen und Darak erst in ihrer Pause aufsuchen können. Der wollte ohnehin wohl nur noch Ruhe und ein Ende der Treppenstufen, die Almas Körper schmerzlich gegen sein abgenutztes Organ poltern ließen.

Endlich kam die Kuh von einer Frau oben an. Endlich erreichte sie das Zimmer und endlich wurde Darak auf ein weiches Bett verfrachtet. Seine Muskeln dankten es ihm, denn diese schmerzten bereits auch, waren sie doch verspannt von all der Anstrengung und dem unbequemen Liegen auf der Straße.
Eines stand fest: er hatte Schmerzen, würde sie aber nicht mit Caraths Hilfe wegmeditieren können. Der Nichtgenannte blickte zwischen Daraks Beine, nachdem Alma ihm die Hosen ausgezogen hatte, und starrte. Farbe wich aus seinem Gesicht und er wich einen halben Schritt zurück, bis er das hölzerne Fensterbrett im Rücken hatte. Carath brachte kein Wort heraus. Es musste sehr schlimm um Daraks Liebesmuskel stehen.

Alma betrachtete sich einen Moment lang schweigend das Desaster. Wundgescheuert und rot glühten Daraks Körperteile ihr entgegen und sie fühlten sich warm an, als Alma sie untersuchend abtastete. Darak winselte nur ein einziges Wort, jedoch selbst Carath vernahm. Elena. Er und Alma tauschten Blicke aus, sie waren beide zutiefst berührt von Daraks Leid.
"Geh und hol ...", begann die Heilerin, doch der Nichtgenannte unterbrach sie mit einem bedauernden Kopfschütteln. Er konnte als Mann nicht einfach mal durch Xytras gehen. Er mochte hier Gast genannt werden, im Grunde aber zählte das so viel wie die Bezeichnung eines Gefangenen. Er saß in diesem Zimmer fest, nahm seine Mahlzeiten gar hier oben ein und durfte nur in Begleitung zum Abort gehen. So würde sein Aufenthalt auf Xytras aussehen, bis sie wieder abreisten. Aber Carath hatte sich nicht einmal beklagt. Vielleicht würde er allein abreisen, so glaubte Alma, doch auch darüber hatte der Mann kein Wort verloren. Er saß die meiste Zeit vor dem Fenster und schaute nach draußen auf die Gasse, die sich zwischen den Fachwerkhäusern hindurch schlängelte.

"Hm, gut, pass auf ihn auf. Ich besorg schon alles. Kann nur hoffen, dass das Meerwasser schön kalt ist", sagte Alma schließlich und verließ den Raum. Carath wagte sich bis zum Bett, setzte sich langsam und bedacht auf den Rand. Er legte Darak eine Hand auf die Schulter. Sie mussten dringend von hier Verschwinden, am besten so schnell wie möglich, aber noch war es nicht sicher. Carath ahnte ja nicht, dass Darak bereits zum Hausmännchen von Lilith gemacht worden war.

Es dauerte eine Weile, bis Alma zurückkehrte. Sie brachte einen mit kühlem Wasser gefüllten Beutel, den sie Darak vorsichtig in den Schritt legte. "Gleich wird es dir etwas besser gehen. Lass den Beutel ein paar Stunden drauf liegen." Mit Eiswürfeln konnte man an einem Ort wie Xytras nicht dienen, dazu hätten sie ins Eisreich reisen müssen. Die wenigstens Menschen kannten überhaupt Eis.
Wenig später klopfte es an der Tür und Alma bat herein. Lilith betrat den Raum, gefolgt von Constanze. Die Hauptfrau würde wohl keine Amazone einfach so unbewacht zu Darak lassen. Sie lehnte sich mit verschränkten Armen gegen die nächstbeste Wand und blickte finster drein. Dass Lilith dieses Männlein nun bei sich halten durfte, missfiel ihr.

Die Elfe kam zum Bett und kniete sich daneben. Sie ergriff ohne jedwedes Zögern Daraks Hand. "Es tut mir leid", hauchte sie.
"Sei nicht zu besorgt um sowas", gab Constanze ihren Kommentar dazu ab - und erntete zu ihrer Verbitterung einen bösen Blick der Elfe. Lilith drückte Daraks Hand und sang, allein für ihn. Mehr konnte sie ohnehin nicht tun. Als sie geendet hatte, meinte sie: "Sobald du einigermaßen laufen kannst, sollten wir zu mir nach Hause gehen. Ich habe auch Gästezimmer und es ist mir lieber, dich dort zu wissen als hier in der Taverne. Alma und Carath dürfen natürlich auch mitkommen."
"Ich muss wohl ebenfalls bei dir wohnen, liebe Freundin", meinte Constanze. Sie hatte Lilith bereits von der Entscheidung der drei weisen Jungfern berichtet und auch, dass sie ein Auge auf Darak würde halten müssen. Das bedeutete zwangsläufig, dass sie ihn überall hin begleiten musste, solange er sich in der Amazonenstadt aufhielt. Die Elfe nickte. "Jetzt wäre ich allerdings gern einen Moment allein mit ihm."
Constanzes Augen verengten sich zu Schlitzen, doch Alma beruhigte die Hauptfrau der Amazonen: "Was will er jetzt in DEM Zustand schon noch machen? Und Lilith ist nicht hilflos. Sie war mit uns im Kapayu und hat gegen eine Riesenschlange gekämpft." Dass die Elfe dort kaum eine Chance gehabt hatte und von Darak gerettet werden musste, ließ Alma einmal großzügig aus. Constanze schien das tatsächlich zu beruhigen und so folgte sie Alma und Carath aus dem Zimmer hinaus.
Lilith blieb bei Darak sitzend zurück. Sie streichelte seine Hand. "Kannst du mir verzeihen, dass ich dir nichts gesagt habe? Du erholst dich wieder, versprochen. Ich habe Kräuter im Haus, die Alma nutzen kann. Sie findet bestimmt einen Weg, deine Schmerzen zu lindern." Lilith seufzte. "Und wenn wir dann eine ruhige Minute zu Hause haben, werde ich dir auch sagen, warum ich dich eigentlich habe hierher bringen wollen." Sie schaute sich um. Vielleicht würde das hier jetzt die einzige ruhige Minute sein, die man ihnen gestattete. Aber war Darak im Augenblick in der Lage, neue Informationen aufzunehmen?

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 30. September 2009, 13:56

Darak ächzte nur auf als Alma ihn aus seiner Hose schälte. Die Zimmertemperatur fühlte sich an seinem Geschlecht an wie eisige kühle. Sie linderte etwas den Schmerz aber kaum ausreichend. Er stöhnte nur auf, das pulsieren nahm eher zu als ab. Ausgerechnet ihn hatte es schonwieder mit solch einer furchtbaren körperlichen Pein erwischt. Er war wahrlich ein Kerl der einem Leidtun konnte.
Aber vielleicht waren nicht alle gleicher Meinung. Hatte ein Killer wie er nicht jedes körperliche und seelische Leid verdient? Egal unter welchen Umständen? Ein Killer – der sogleich noch Sklaventreiber, Foltermeister und Männchen war? Constanze mochte wohl so denken und vermutlich auch viele ihres Dorfes. Nicht aber seine Freunde die sich um ihn kümmerten. Darak wagte es gar nicht seine Augen zu öffnen um sich die wüste Verletzung anzusehen – er war sich sicher dass ihm dieser Anblick nicht gut tun würde. Er hielt es ohnehin nicht aus lange die Augen geöffnet zu lassen, denn immer wieder verzog er schmerzverzerrt sein Gesicht. Sein Blick streifte nur kurz Caraths Gesicht – welches man so selten sah und noch seltener… so bleich, so aufgebracht, nicht gefasst. Darak winselte. Es musste schlimm um sein bestes Stück stehen.

Er wollte hier weg. Er wollte nach Hause, irgendwo hin, zu Elena. Einfach nicht mehr hier sein, wo diese Bestie noch eine offene Rechnung mit ihm hatte.
Das Abtasten seiner verwundeten Haut gestaltete sich für Darak als einen sehr unangenehmen Akt der „Heilung“ Er ächzte, schnaubte und verkniff sich ein noch lauteres keuchen. Er bewegte sich unruhig im Bett, schwitzte, hechelte und biss sich auf die Zähne. Der Gehörnte konnte einiges an Schmerzen ertragen, dass hatte er bereits mehrmals beweisen müssen, doch …DA?! Dies trieb gar einen sonst so überlebenssturen Luthrokar mächtig in die Ecke.

Er winselte, war verzweifelt. Sehnte sich nach Elena, sie hätte vermutlich gesagt er solle sich nicht so anstellen, ihn sanft getröstet und nach bestem Wissen und Gewissen geheilt. Sie hätte für ihn die stärke ausgestrahlt die ihm jetzt fehlte. „C..cattie..“ Keuchte er eine ganze Weile später. Er fragte nicht nach Lilith…
"Hm, gut, pass auf ihn auf. Ich besorg schon alles. Kann nur hoffen, dass das Meerwasser schön kalt ist" Darak bekam das was Alma sagte nur sehr entfernt mit, doch er hörte wie sie aus dem kleinen Zimmerchen walzte. Wie sich der Nichtgenannte jedoch näherte – hörte er nicht. Er spürte nur plötzlich die physische Präsenz eines Körpers neben sich, er drehte seinen Kopf zu ihm um als er seine ruhige Hand auf Daraks Schultern legte. „C..ar.a.th..“ Keuchte er leise. „Verdammt..h.a..l.lt..dich…von..die.s.er..Constan..z.e.. fern!“ Warnte er. Er schluckte schwer, dabei drückte sein Adamsapfel leicht gegen das Halsband welches er tragen musste – Carath erstaunlicherweise nicht. Offenbar war ein längerer Aufenthalt wirklich nicht vorgesehen bei ihm. Darak und Carath verbrachten einige schweigende Minuten. Doch der stumme Beistand tat dem Gehörnten gut.

Die Berührung seines Freundes beruhigte ihn etwas. Darak wurde schläfriger, lag langsam auch ruhiger. Bis Alma zurückkehrte.
Zielstrebig trat Alma ans Bett und legte ihm so behutsam wie es eine Alma eben konnte den kalten Beutel auf den Schritt. „ARHGHKhgkghk…“ Im ersten Augenblick zeigte sich Darak ab der Kühle wenig begeistert, so ein Mannesgeschlecht war schliesslich etwas zartes und empfindliches, besonders wenn es wundgescheuert war, da fuhr so ein plötzlicher Temperaturunterschied doch ordentlich ein. Doch nach dem kurzen Schock, trat allmählich die kühlende Linderung ein, leicht Betäubend. „Arnrgnggnghghghhhhhh.“ Seufzte Darak und entspannte sich ein bisschen. Darak drehte seinen Kopf zum Fenster, wo die Sonne hereinschien und seine Haut wärmte. Am liebsten hätte er nun Elena bei sich gewusst, deren rotes Haar in der Sonne glühte. Doch sie kam nicht. Dafür kamen Lilith und Constanze. Letztere erkannte Darak sofort am stechenden Schritt der gerüsteten Kriegerin. Darak keuchte und zog die Decke über sich als wäre es ein Schild. Lilith kam zu ihm, kniete sich neben ihn hin. Nun leuchtete ihr Haar in der Sonne, ihr liebliches, feines Wesen wurde dadurch nur unterstützt. Ihre Hand fühlte sich samtig und geschmeidig an. Seine Pranke hingegen war kaltschweissig und feucht. "Es tut mir leid" Darak öffnete seine graublauen Augen. Blickte Lilith entgegen.

In Sachen Entschuldigungen musste man Daraks Hintergründe kennen. Er selbst hatte jene Worte: „Es tut mir leid“ schon sehr… SEHR… oft für Taten verwendet die weit schlimmer gewesen waren als jene Liliths. Sie hatte ihn „nur“ ausgeliefert. Er hatte Morde entschuldigt, Gewaltverbrechen und anderes. Ihm zu verzeihen, war definitiv keine leichte Aufgabe, doch er hatte Menschen kennenlernen dürfen die es dennoch getan hatten. Wenn also dann war er einer der wenigen Leute die genau wussten wie leid einem solche Dinge taten, wie gerne sie es ungeschehen hätten machen wollen. Doch so funktionierte die Welt halt nicht, was mal geschehen war, war geschehen. Er nickte nur. Lilith mochte verstehen dass er verzieh. "Sei nicht zu besorgt um sowas" Darak zuckte zusammen, allein schon Constanzes Stimme versetzte ihn in Angst und Schrecken. Er ächzte und drehte sich leicht von der Tür ab – wo die Amazone stand. Lilith leistete ihm Beistand und sang ein Lied der Ruhe und der Heilung für ihn. Darak seufzte auf, entspannte sich etwas, genoss die Berührung ihrer Haut und wurde ganz ruhig, ja schon beinahe schläfrig. Er nickte nur als Lilith ihm sagte dass sie bald zu ihr gehen würden. Sie wusste also schon bescheid was die drei weisen Jungfern geurteilt hatten. „Mrhrmm.“ Antwortete er müde. Darak döste, kriegte nicht mit was Constanze sagte und auch nicht wie sie alle den Raum verliessen – ausser Lilith. Erst als dieser wieder seine Hand drückte hob er seine Augenbauen und gab ein leises: „Mhrrm“ von sich. "Kannst du mir verzeihen, dass ich dir nichts gesagt habe? Du erholst dich wieder, versprochen. Ich habe Kräuter im Haus, die Alma nutzen kann. Sie findet bestimmt einen Weg, deine Schmerzen zu lindern." Er öffnete seine Augen, sah sie schweigend an, rang sich ein Lächeln ab und drückte ihre Hand. „Ja…hr..“ Hauchte er leise. Darak schien nicht mehr so nachtragend zu sein wie früher.
"Und wenn wir dann eine ruhige Minute zu Hause haben, werde ich dir auch sagen, warum ich dich eigentlich habe hierher bringen wollen." „Wa.r.rum?“ Fragte er leise. Solange er sich dazu nicht bewegen musste konnte er zuhören. Es tat gut mit jemandem zu Reden der ihn nicht hasste.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 1. Oktober 2009, 12:47

Cattie war und blieb eine treue Seele von einem Huhn. Sie kam sofort aufs Bett geflattert, als Darak ihren Namen krächzte, und kuschelte sich dort an seine Seite, wo sie liebevoll mit seinen Fingern schnäbelte. Die Glucke konnte man wirklich nur gernhaben. Ihr gestattete es Lilith auch, bei Darak zu bleiben, nachdem sie alle anderen gebeten hatte, sie und ihn einen Moment allein zu lassen.

Draußen unterhielten sich Alma, Carath und Constanze miteinander - der Nichtgenannte kam als Männchen wenig zu Wort, obgleich es um ihn und Darak ging. Der Gehörnte würde als Hausmännchen zunächst bei Lilith bleiben. Das bedeutete, dass Constanze ihm auf Schritt und Tritt folgen und somit auch bei der Elfe würde wohnen müssen.
Alma wollte auch bleiben, als persönliche Leibärztin, wie sie es nannte. Und Carath Moslag? Wenn er Darak beistand als sein Mentor, Lehrer des Weges des Schmerzes und Freund, so würde man ihm auch ein Halsband der Züchtigung sowie eine Amazone zuweisen müssen. Kein Männchen durfte sich langfristig "frei" in Xytras bewegen. Bisher hatte man davon abgesehen, da er sich als Gast der Amazonen in der gleichnamigen Taverne und dort auch nur in seinem Zimmer aufhalten durfte. Doch wenn Darak in Liliths Haus einzog, würde er sich zwangsläufig innerhalb der Stadt bewegen - und Freunde von ihm ebenfalls.
Man besprach, ob es sinnvoll war, zwei Männchen aufzunehmen oder ob man Carath zum Festland bringen sollte. Vielleicht musste erneut der Rat der drei weisen Jungfern einbezogen werden. Es gab auf jeden Fall Anlass zu Diskussionen, so dass Darak und Lilith einige Zeit besaßen, sich ungestört zu unterhalten.

Der geschundene Mann lag auf dem Bett und brachte es gerade einmal fertig, der Elfe ein Lächeln und ein Händedrücken entgegen zu bringen. Sein Schritt fühlte sich inzwischen recht taub an. Der kühlende Wasserbeutel linderte den Schmerz. Sobald alles taub war, würde sich Darak bestimmt auch ganz gut ins Haus der Elfe transportieren und behandeln lassen. Alma hatte ihre Arbeit wieder einmal gut gemacht und würde es auch weiterhin tun. So viele Nieren, wie Darak ihr im Grunde schuldig war, gab es wohl auf ganz Celcia nicht zu holen. Wie viel Freundschaft doch wog ...
"Wa...r...rum?" Lilith Blütentau nahm ihren Mut zusammen. Jetzt war der Augenblick gekommen, Darak die Wahrheit zu sagen. Das allein stellte für sie eher das geringere Problem dar. Über ihre Vergangenheit zu sprechen war weitaus belastender. Nun wurden auch ihre Hände schwitzig.
"Meine Mutter hat ihre Wälder verlassen, um Celcia zu sehen. Sie war eine gute, aber leider zu gutgläubige Frau. Sie verliebte sich in einen Bauern und zwar so unsterblich, dass sie über seine negativen Seiten hinweg sah ... dass er sie schlug, beispielsweise. Oder Alkohol in rauen Mengen zu sich nahm. Ich wurde in diese Familienverhältnisse nicht hineingeboren, ich bin keine Halbelfe. Nein, Mutter hatte mich in der Heimat zurückgelassen, ich war damals ein junges Ding und vermisste sie. So stahl ich mich von zu Hause weg und suchte sie. Leider geriet ich auch an ihren neuen Mann, aus dessen Fängen ich sie nicht befreien konnte. Er ..."

Lilith brach ab. Ihre Stimme hatte bereits vorher gezittert und nun gesellten sich ihre Hände hinzu. Sie klammerte sich geradezu an Daraks Pranke fest. Hätte er sie jetzt angesehen, wären ihm wieder die Schatten aufgefallen, die ihr sonst so schönes Gesicht in matten Schein legten und ihre Augen verdunkelten. Lilith rang um Beherrschung, konnte aber nur unter ersticktem Schluchzen weitersprechen. "Er ... hat mich ... vergewaltigt ... immer und immer wieder. Als Mutter es erkannte und mich verteidigen wollte ... hat er sie vor meinen Augen ... tot geprügelt und mich danach erneut im Suff genommen." Sie schauderte. Tränen glänzten in den Augenwinkeln und rannen dann in dicken Bahnen ihre Wangen herab. Diese glühten rot. Sie schämte sich, dass man solche Untaten mit ihr getrieben hatte. Leise summte sie ein Lied, fasste daraus Mut und konnte nach Minuten endlich wieder weiter erzählen. "Ich nahm den Platz meiner Mutter ein, da war ich 14 Jahre alt. Ich musste seine stinkende Kleidung waschen, ihn bekochen und ihm meinen Körper zur Verfügung stellen, wann immer ihm der Sinn danach stand. Ich ... besaß nicht die Kraft, um zu fliehen. Die Amazonen retteten mich, als Alcyone, die weise Jungfer persönlich, mit einer Schwesterngruppe auf Reisen war und sie mich entdeckten. Sie kastrierten meinen Peiniger erst und schlugen ihn dann tot. Mich nahmen sie mit und ich wurde eine der ihren. Eine Heilerin aus Xytras untersuchte mich und fand heraus, dass dieser Mann mich ... er hat mich so sehr verletzt, dass ich niemals werde Kinder bekommen können. Außerdem ... spüre ich nichts. Es ist alles zerstört, ich kann nichts mehr fühlen, auch nicht zusammen mit einer Frau. Da ist nichts."

Sie wischte sich die Tränen fort, blickte betreten zu Boden und spielte mit Daraks Fingern herum, um sich abzulenken. Seine Hand war so gewaltig im Gegensatz zu ihren kleinen, zarten Händen. "Wenn du gewollt hättest, dann hättest du mir wehtun können wie der letzte Mann meiner Mutter es getan hatte. Aber du warst weder grob noch gemein. Du hast mich so gut behandelt ... ich möchte, dass du mir hilfst. Ich möchte fühlen und empfinden, was ich nie habe spüren dürfen. Gib mir den Glauben an die Männerwelt wieder, Darak. Ich bin keine richtige Amazone. Ich möchte heimkehren und mir einen Mann suchen, der mich gut behandelt. Aber vorher muss ich wissen, dass diese Idee kein Fehler ist. Vorher möchte ich fühlen, dass es richtig ist. Bitte, hilf mir dabei." Die Elfe legte ihren Kopf an seine Hand. Nun hatte sie ihm alles gesagt und konnte nur hoffen, dass Darak bereit war, es wenigstens zu versuchen. Und selbst damit würde er Lilith helfen, die jahrelang nach einem Mann wie ihm gesucht hatte und nur auf Enttäuschungen gestoßen war.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 2. Oktober 2009, 12:44

Darak lächelte matt als Cattie auf sein Bett flatterte und sich neben ihn platzierte. Seine Hand streifte das Gefieder seines Tieres und lockerte es so gut er im Moment konnte. Dort wo sie war breitete sich nach einer Weile eine brütende Wärme aus. Ihr leises Glucken verlieh ihm eine vertraute Geborgenheit. Hier war er für den Moment sicher. Hier würde keine Constanze und auch keine andere Amazone über ihn herfallen.

Ohnehin wurde Darak deutlich ruhiger. Die Kälte des Wasserbeutels betäubte allmählich sein pulsierendes Geschlecht und verschaffte Linderung auf Zeit. Darak gab dies etwas Luft sich zu entspannen und ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen. Ausserdem verringerte sich auch das Pulsieren in seinen Schläfen so dass er Aufnahmefähiger wurde und durchaus Gesprächstauglich war. Er drehte seinen Kopf leicht zu Lilith hin und streichelte ihre Hand.

Lilith wollte ihm den wahren Grund seiner Anwesenheit hier auf Xytras erklären. Er war nicht nur zum spenden gekommen, die Spende war sozusagen der Preis dafür gewesen dass er überhaupt auf der Insel hat landen können. Er blickte sie an als er spürte wie ihre Hand schweissiger und kälter wurde. Der Gesichtsausdruck veränderte sich schmerzlich als sie sich Erinnerte. Darak wurde es mulmig zu Mute, was immer da kommen würde es war nichts gutes.
"Meine Mutter hat ihre Wälder verlassen, um Celcia zu sehen. Sie war eine gute, aber leider zu gutgläubige Frau. Sie verliebte sich in einen Bauern und zwar so unsterblich, dass sie über seine negativen Seiten hinweg sah ... dass er sie schlug, beispielsweise.“ „Mhrmm…“ Nickte Darak und senkte für einen Moment den Blick. Da war sie sicherlich nicht die einzige Frau welches solch ein Schicksal mit ihrem Gatte erlitt. Er drückte sanft Liliths Hand. Bisher war die Erzählung… tragisch… ja… wie es die meisten amazonischen Geschichten in Bezug auf Männer waren. Doch es sollte schlimmer kommen als Darak es sich je gedacht hätte.

“Oder Alkohol in rauen Mengen zu sich nahm. Ich wurde in diese Familienverhältnisse nicht hineingeboren, ich bin keine Halbelfe. Nein, Mutter hatte mich in der Heimat zurückgelassen, ich war damals ein junges Ding und vermisste sie.“ „Mhrmm…“ Er schweifte für einen Moment ab. Auch er hatte seine Mutter – die er nie kennengelernt hatte – vermisst. Aber erst spät, als er ein junger Bub gewesen war und langsam verstand dass unter den Mönchen die ihn aufgenommen hatten sich keiner seiner Elternteile befand. Die Wärme einer Mutter hatte er nie gespürt und dies hatte ein Loch in seinem Herzen hinterlassen, das keiner füllen konnte und nie würde füllen können. Das versetzte ihm einen kurzen Stich. Er schluckte leer und lauschte weiter Liliths Worten.
“So stahl ich mich von zu Hause weg und suchte sie. Leider geriet ich auch an ihren neuen Mann, aus dessen Fängen ich sie nicht befreien konnte. Er ..." Er sah sie schweigend an und spürte das nun der wahrlich schreckliche Teil kam. Darak konnte erahnen was sie gleich erzählen würde aber nicht das Ausmass davon! Noch nie hatte er die stolze Amazone Lilith, die feine Lilith und die starke Lilith so gesehen. So verzweifelt. So traurig. So verloren. Der Schmerz in ihrem feinen Gesicht, die dunklen Schatten zerrrissen ihm beinahe das Herz. Er zog sie näher zu sich so dass sie beinahe schon in seinen Armen lag.

"Er ... hat mich ... vergewaltigt ... immer und immer wieder. Als Mutter es erkannte und mich verteidigen wollte ... hat er sie vor meinen Augen ... tot geprügelt und mich danach erneut im Suff genommen." Darak starrte sie an. Er ahnte wie schwierig es für eine Frau sein musste dies einem Kerl zu erzählen. Ein Zeichen dafür dass sie ihm mehr vertraute als wohl jedem anderen Mann. Er wusste wie es war… missbraucht zu werden, auch wenn er dies gerne aus seinem Gedächtnis verbannt hätte. Er selbst war damals älter gewesen. 16 oder 19 er wusste es nicht mehr genau. Das ganze war sein Alltag gewesen in den ersten 5 Minenjahre. Als schwacher Mönch war er sozusagen das Spielzeug aller gewesen. Er schauderte, wollte nicht weiter darüber nachdenken. Es war ohnehin ein Geheimnis welches er mit niemandem teilte. Ausser mit Valrock Moslag, der gehörte auch zu seinen Peinigern, doch er war tot.

Lilith Schluchzte und weinte still. „Shhh“ Hauchte er tröstend und zog sie nun gänzlich in seine Arme so dass sich Lilith neben ihn legte. Er hielt sie an seine Schulter gepresst, küsste sanft ihre Stirn und behütete sie, beschützte sie von den Gedanken so gut er konnte. Wenn Lilith nur wüsste wie gut er sie verstand…
"Ich nahm den Platz meiner Mutter ein, da war ich 14 Jahre alt. Ich musste seine stinkende Kleidung waschen, ihn bekochen und ihm meinen Körper zur Verfügung stellen, wann immer ihm der Sinn danach stand. Ich ... besaß nicht die Kraft, um zu fliehen.“ „Das tut mir so leid.“ Hauchte er ihr spürbar betroffen zu. Er wusste das Worte allein gegen solche Verletzungen nur wenig halfen. Beistand hingegen schon eher. Darum sagte er eher wenig und war viel Lieber einfach da. Sie beschützend.

“Die Amazonen retteten mich, als Alcyone, die weise Jungfer persönlich, mit einer Schwesterngruppe auf Reisen war und sie mich entdeckten. Sie kastrierten meinen Peiniger erst und schlugen ihn dann tot.“ Jaa dies hätte er vermutlich auch getan wenn er Liliths Peiniger über den weg gelaufen wäre. Nur hätte er das mit dem totschlagen noch in die Länge gezogen…sseeeehr weit in die Länge. Er schnaubte. „Das hatte er definitiv verdient.“ Murrte er. Es hatte ihm schon in Sarma nicht gefallen dass viele seiner Artgenossen sich der Vergewaltigung bedienten um ihre Triebe zu befriedigen. Es hatte dort so viele Huren, so viele Bordelle gegeben an die man sich hätte wenden können! Er zumindest hatte es so gehalten und war nie so weit gegangen sich an einem Mädchen oder gar an einem seiner Sklavinnen zu vergehen.

“Mich nahmen sie mit und ich wurde eine der ihren.“ „Verstehe.“ Darum also ihr Sonderstatus. Sie war weder eine geborene Amazone noch eine rekrutierte, man hatte sie als Verletzte mitgenommen um zu Heilen.

“Eine Heilerin aus Xytras untersuchte mich und fand heraus, dass dieser Mann mich ... er hat mich so sehr verletzt, dass ich niemals werde Kinder bekommen können. „ Darak seufzte. Für Frauen war dies immer was besonders schlimmes, ihn hätte es nicht gestört er war nicht der Meinung dass seine Gene so wertvoll war dass sie sich auf Celcia verteilen sollten… und ausgerechnet er hatte nun seinen Samen in dutzenden Frauenleibern hinterlassen. Irgendwie unheimlich. Erst jetzt wurde ihm die potenzielle Verwerflichkeit seiner Spende allmählich bewusst.

“Außerdem ... spüre ich nichts. Es ist alles zerstört, ich kann nichts mehr fühlen, auch nicht zusammen mit einer Frau. Da ist nichts." Darak riss seine Augen auf. „W..w.as?“ Das entsetzte ihn und irgendwie tat es ihm auch weh. Es tat ihm leid für sie ja, aber er merkte auch dass das alles was zwischen ihnen einmal gewesen war… nur gespielt? Nur Vorgetäuscht. „A..aber…“ Stammelte er sichtlich getroffen. Er war immer davon ausgegangen dass sie ihre gemeinsamen Schäferstündchen genau so genossen hatte wie er. „Oh…“ Hauchte er etwas enttäuscht und doch versucht es sich nicht anmerken zu lassen.
Aber wenn es nicht das war warum sie ihn mitgenommen hatte…was dann? Er beobachtete stumm wie Lilith mit seinen Fingern spielte, wie es Cattie auf der anderen Seite ebenfalls tat. Seine Finger waren wohl beliebt bei den Damen.

"Wenn du gewollt hättest, dann hättest du mir wehtun können wie der letzte Mann meiner Mutter es getan hatte. Aber du warst weder grob noch gemein. Du hast mich so gut behandelt ... ich möchte, dass du mir hilfst.“ Er blickte sie nachdenklich an. Er mochte sie, ja zeitweilen hatte er sie ja sogar so sehr gemocht dass es Elena hätte eifersüchtig machen können. Er war ihr ja praktisch Fremdgegangen. Darak schluckte leer. Er war kein guter Freund gewesen, nicht für seine Elena. Gut sie waren zu jenem Zeitpunkt nicht wirklich zusammen gewesen, schliesslich hatten sie sich ja im Grunde verabschiedet gehabt… aber dennoch. „Mrhm…“ Meinte er nur nachdenklich und blickte ihr entgegen.

“ Ich möchte fühlen und empfinden, was ich nie habe spüren dürfen. Gib mir den Glauben an die Männerwelt wieder, Darak. Ich bin keine richtige Amazone. Ich möchte heimkehren und mir einen Mann suchen, der mich gut behandelt. Aber vorher muss ich wissen, dass diese Idee kein Fehler ist. Vorher möchte ich fühlen, dass es richtig ist. Bitte, hilf mir dabei."

Er schwieg eine ganze Weile. Musterte sie nachdenklich. Dann nahm er ihre Hand, streichelte sie. „Ich… möchte dir gerne Helfen und werde es tun so gut ich kann…aber…“ Er blickte zu ihr auf. „Ich habe gerade die Liebe meines Lebens verloren Lilith… und…ich… es… ich mag dich sehr, wirklich ganz fest…und…“ Er stockte. Verstummte, überlegte sich seine nächsten Worte. „Weisst du das was wir miteinander gemacht haben… also zumindest für mich war das mehr… als Freundschaft und definitiv mehr… als einen Auftrag.“ Wie es offensichtlich für Lilith gewesen war. Er strich durch ihr Haar. „Du bist für mich nicht irgendeine Frau… verstehst du?“ Er faselte etwas unzusammenhängend wollte ihr aber eigentlich nur sagen dass es passieren könnte dass er sich in sie verliebte wenn sie weiterhin so intensiv zusammen waren. „Ich finde dich eine ganz bewundernswerte und wunderschöne Frau… und ich könnte mir vorstellen mit dir zu gehen… und ich will dir helfen…aber… ich brauche noch etwas Zeit für meine Trauer ja?“

Er seufzte und strich ihr das Haar aus dem Gesicht. „Ich werde mich hier bei dir niederlassen, weisst du ich glaube es ist gut bin ich auf dieser Insel wo mich jeder ausser dir verabscheut… es ist nicht immer leicht für mich aber die Amazonen zeigen mir irgendwo durch auch wer ich bin. Ich bin ein Sklaventreiber, ich bin ein Foltermeister und ja ich bin sogar ein Mörder, ich bin all das was man verabscheuen darf… doch ich bin auch so wie du mich erlebst… und so zu sein ist mein Ziel. Ich möchte hier nicht nur Helfen sondern auch Hilfe in Anspruch nehmen. Ein besserer Mensch werden, einen neuanfang starten…“ Einer von vielen Neuanfängen…

„Hier werde ich von niemandem gesucht, von niemandem gejagt… alles was mit dem Schlächter von Andunie zu tun hat ist weit fort“ Er dachte nicht daran dass vielleicht sogar einige seiner eigenen Sklavinnen sich hier auf die Insel haben retten können…

„… und… wenn ich dich glücklich machen kann dann ist es für mich ohnehin eine wundervolle Entscheidung bei dir zu bleiben.“ Die Frage war nur… wie empfand Lilith? Sie sagte doch selbst sie wolle sich einen Mann suchen, also nicht ihn. Liebte sie ihn? Würde sie ihn lieben können? Oder wäre schlussendlich Darak der enttäuschte der alles für sie gegeben hatte nur damit sie sich dann in die Arme eines anderen legen würde? Aussedem würden die Amazonen überhaupt ein solches Liebespaar tolerieren? Zumindest Constanze würde wohl alles daran setzen dass Daraks "Hilfe" scheiterte. Er war für sie ja ohnehin ein rotes Tuch. Darak ahnte nicht dass da auch ganz viel Eifersucht mit im Spiel war, es war schliesslich nicht auszuschliessen dass Constanze nicht selbst sich einwenig in Lilith verliebt hatte...

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Re: Der Schankraum

Beitrag von fremde Frau » Sonntag 4. Oktober 2009, 16:30

Darak hörte so aufmerksam zu wie es in seinem derzeitigen Zustand möglich war. Der Wasserbeutel tat sein übriges, um es ihm möglichst angenehm zu bereiten. Er betäubte die Quelle des Schmerzes, so dass auch die wunde Haut sich etwas erholen konnte. Alma würde mit diversen Kräutermittelchen allerdings noch mehr tun müssen, das stand fest.
Für jetzt reichte es jedoch, so dass Darak Liliths Ausschweifungen folgen konnte und wohl mehr erfuhr als er sich gewünscht hatte. Die Elfe war von einem mehr als harten Schicksal getroffen. Vielen Frauen reichte schon allein die Erfahrung einer Vergewaltigung, um in die Obhut der Amazonen zu ziehen, doch für Lilith hatte das Schicksal mehr Schläge vorgesehen - die auch Darak tief trafen.
Sie konnte weder Kinder bekommen noch fühlte sie, was viele sich liebende Paare jede Nacht miteinander teilten. Sie hatte Darak alles nur vorgespielt, nichts davon war echt gewesen! Nüchtern betrachtet zeugte es vom hohen Schauspieltalent der Elfe, doch das stand nun wohl im Hintergrund. Darak war sichtlich erschüttert und wer konnte es ihm übel nehmen? Er war verletzt, sie hatte nicht genießen können, was ihr doch scheinbar so viel Lust bereitet hatte. Ihre gemeinsamen Nächte ... sie war auch freiwillig zu ihm gekommen und das, obwohl ihr Körper keinerlei Gefühle aussandte, wenn sie sich mit ihm vereinigt hatte?
"Oh..." Lilith legte einen Arm um ihn, sie kuschelte sich an ihn heran. Keine normale Amazone würde sich das auch nur in ihren kühnsten Träumen vorstellen! Lilith war nicht wie ihre Schwestern, jeglicher Zweifel wurde getilgt. "Sei bitte nicht enttäuscht", murmelte sie gegen seine Brust. Darak hatte man nicht gestattet, sich nach der Spende zu waschen. Er roch nach Schweiß - von sich und anderen. "Ich habe deine Nähe trotzdem als schön empfunden." Das lag aber vor allem daran, weil sich Lilith bei Darak sicher gefühlt hatte. Er war nicht grob mit ihr umgegangen, hatte sie an ihrem gemeinsamen Glück teilhaben lassen wollen und Freude gezeigt, da er geglaubt hatte, auch sie genoss die Momente. Er war kein Mann, der einfach nur nahm, ohne zu geben. Das hatte sie dazu bewogen, ihn auszuwählen.

Was Darak denn nun aber eigentlich hier in Xytras und an ihrer Seite tun sollte, erklärte Lilith ihm nun im Folgenden. Er sollte sie rahibilitieren. Sie wollte wieder fühlen und dadurch herausfinden, ob ihr Lebensabschnitt bei den Amazonen weitergeführt werden sollte oder nun doch ein Ende fand. Gehörte Lilith in eine Welt zurück, in der Männer das Sagen hatten und zusammen mit Frauen lebten? Eine Welt, in der sie sich einen solchen Mann suchen wollte, um mit ihm glücklich zu werden? Oder ... prüfte sie vielleicht bereits, ob Darak eben jener Mann sein könnte? Wie standen ihre Gefühle zu ihm?
Darak erklärte die seinen, wenn auch stammelnd, äußerst klar. Er wollte ihr helfen, ersuchte aber um mehr Zeit. Elena hing noch so tief in seinem Herzen, in seinem Denken. Er brauchte Zeit. Zugleich aber gestand er der Elfe, dass er nicht ausschließen konnte, sich in sie zu verlieben. Das ließ Lilith lächeln.

Die Elfe lauschte seinen Worten, unterbrach ihn dann aber, als er erneut zu stottern begann. "Es tut gut zu hören, dass man in den Augen eines Mannes mehr ist als nur eine bettwärmende Person, die eines Tages seine Kinder austragen soll. Du sollst alle Zeit haben, die du brauchst. Ich möchte nicht, dass du Elena meinetwegen vergisst, das hätte sie nicht verdient. Trauere um sie, bis du meinst, dass es genug ist. Ich bin dankbar." Sie war jetzt schon froh darüber, dass Darak sich entschloss, bei ihr zu bleiben, um ihrer Seele zu helfen. Das bedeutete der Elfe so viel, dass sie auch geduldig warten würde. "Du bist für mich auch mehr als ein Freund", fügte sie nach einem Moment intimer Stille hinzu. Auch Darak entschied, dass sein Entschluss richtig gewesen war. Unter Amazonen zu leben, wo keiner seiner Verfolger ihn jemals suchen würde und er sich trotzdem würde anstrengen müssen, kam ihm gut vor. Hier konnte er sich bemühen, seinen Neustart zu wagen und in allen anderen Fällen für Fehler der Vergangenheit büßen. Xytras war ein guter Ort für ihn, so glaubte er. Vermutlich vergaß er in diesem Moment die Tatsachen, dass man auch wegen Carath überlegen müsste und dass Constanze ein Auge auf ihn haben würde.

"Lass es uns auf jeden Fall versuchen. Und auch wenn Conny ... Constanze dich beobachtet und hiermit über dein Schicksal entscheiden kann", sie tippte gegen das metallische Halsband, "so werde ich ihr klar machen, dass du als Freund und Gast in meinem Haus leben wirst. Vielleicht kannst du dir auch eine Arbeit suchen." Sie stieß die Luft aus und schüttelte den Kopf. "Liegt alles noch weit in der Zukunft. Darüber denken wir später nach." Die Elfe löste sich aus seiner Umarmung und richtete sich im Bett auf. Lediglich ihre feingliedrigen Finger ruhten noch unter Daraks Hand. Sie musterte ihn. "Kannst du laufen? Wir könnten jetzt schon zu mir nach Hause gehen. Oder aber du verbringst die Nacht hier in der Taverne."

In diesem Augenblick klopfte es gegen die Tür. Eigentlich handelte es sich mehr um ein Hämmern, das nur von einer Frau auf ganz Celcia stammen konnte. "Braucht ihr noch lange da drin?", drang Almas plumpe Stimme zu ihnen herein. "Wir stehen hier nämlich ziemlich DUMM im Gang rum, wisst ihr!"

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 6. Oktober 2009, 19:22

Er war enttäuscht. Welcher Mann wäre dies nicht wenn er erführe dass all jenes Lob seiner Geliebten in der Liebesnacht nur gespielt gewesen war. Nur aufgesetzt, nur eine Illusion um ihn im Glauben zu lassen die Lust wäre bei beiden Seiten gross. Darak seufzte und schwieg einen Moment. Er würde es ihr sicherlich verzeihen, darin war Darak Luthrokar schliesslich inzwischen geübt, aber auch dies brauchte seine Zeit. Männlicher Stolz zu verletzen war keine Kleinigkeit doch der Gehörnte würde schon lernen zu verstehen welchen Vertrauensbeweis es bedeutet hat dass sie sich überhaupt mehrmals mit ihm vereinigt hatte.

Darak schien es weniger zu stören dass er nach Sex stank als Lilith. Die meisten Männer schienen in diese Beziehung her eine höhere geruchliche Toleranzgrenze zu haben als ihre weiblichen Gegenstücke. Er fühlte sich auch nicht unbedingt schmutzig auch wenn er wahrlich benutzt worden war. "Ich habe deine Nähe trotzdem als schön empfunden." Er blickte auf und lächelte matt. „Ich finde deine Nähe auch gerade sehr… schön… besonders auch weil Constanze… nicht hier ist…“ Hauchte er müde. „Diese… Frau hat mich wirklich auf dem Kicker Lilith.“ Er sah sie ernst an, die sorge in seinem Ausdruck war deutlich zu erkennen. Es brauchte viel um Darak Luthrokar in Angst zu versetzen und genau dies hatte Constanze geschafft.

Dann unterhielten sie sich über seine Aufgabe schier auf der Insel der Kampfweiber. Kein einfaches Thema, für beide nicht, schliesslich war es etwas sehr intimes. "Es tut gut zu hören, dass man in den Augen eines Mannes mehr ist als nur eine bettwärmende Person, die eines Tages seine Kinder austragen soll.“ Darak vermutete dass Lilith damit auf seine Trauer andeutete. Ja. Er war noch nicht über Elena hinweg und konnte sich nicht einfach mit einem „Ersatz“ begnügen. Elena hatte eine Lücke in seinem Leben hinterlassen die niemand würde füllen können. Aber er wusste auch das endlose Trauer keine Lösung war. Dennoch brauchte er noch etwas Zeit und die gestand ihm Lilith auch zu. Er nickte erleichtert. „Danke.“ Hauchte er und war froh dass sie sein zögern sogar noch positiv auffasste. "Du bist für mich auch mehr als ein Freund" Er lächelte, errötete sogar leicht doch dann wurde er für einen Moment wieder ernster. „Was geschieht mit Carath? Es… wäre mir unangenehm wenn er einfach mir zu liebe die ganzen Einschränkungen die das Amazonendorf mit sich bringt hinnehmen würde. Zumal ich vielleicht gar nicht mehr so viel Zeit mit ihm werde verbringen können – ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen in Anwesenheit Constanzes… zu Meditieren.“ Ihm schauderte allein schon bei dem Gedanken daran!

"Lass es uns auf jeden Fall versuchen. Und auch wenn Conny ... Constanze dich beobachtet und hiermit über dein Schicksal entscheiden kann" Darak starrte Lilith an. Offenbar unterschätzte sie die Feindseligkeit die Constanze ihm gegenüber hegte. „Sie…hat…schon 3 Bestrafungen auf ihrer Liste!“ Petzte er – was wohl die 4 bedeuten würde wenn Constanze davon erfuhr. Diese Frau konnte mit ihm machen was sie wollte! Das war höchst beunruhigend.
“ Vielleicht kannst du dir auch eine Arbeit suchen." „Arbeit? Mhm… ja…vielleicht…“ Er war schon sehr lange keiner regelmässigen Arbeit mehr nachgegangen und die letzte als Sklaventreiber war ja doch nicht gerade eine mit einer guten Referenz.

"Kannst du laufen? Wir könnten jetzt schon zu mir nach Hause gehen. Oder aber du verbringst die Nacht hier in der Taverne." Für einen Moment hatte er seine schmerzen vergessen gehabt, nun wurde er sich dessen wieder gewahr als Lilith ihn auf seinen Zustand ansprach. Er nickte. „Wenn dein Haus nicht grad am anderen Ende der Stadt ist.“

Sie wurden ohnehin gerade von Alma unterbrochen. Darak wühlte sich mit Liliths Hilfe aus dem Bett. Man sah ihm natürlich an dass er verletzt war denn er humpelte auch ziemlich breitbeinig und keuchend vor sich hin, noch immer den Kältebeutel an sich pressend.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Stadtwache Amazonen » Samstag 10. Oktober 2009, 13:53

Es tat Lilith sehr leid, Darak in jeder ihrer gemeinsamen Nächte alles nur vorgespielt zu haben, aber es war ja nicht so, dass es ihr nicht gefallen hätte. Daraks Nähe, seine Berührungen und seine Zärtlichkeit - trotz des überhaupt nicht zu dieser Sanftheit passenden Äußeren - hatten die Elfe becirct. Deshalb lag er nun ja auch hier in der Taverne mit einem Kühlbeutel zwischen den Beinen. Nur solche Männchen eigneten sich als gute Spender und als noch bessere Helfer für eine Amazone, die noch nie wusste, ob sie wirklich eine sein sollte.
Sie genossen diese Zweisamkeit. Darak auch, weil sich auf diese Weise die gefürchtete Constanze eine Zeit lang fern hielt. Lilith hob den Kopf und schaute ihn fragend an. Machte diese Frau ihm wirklich solche Sorgen? Sie sah die Ernsthaftigkeit in seinem Blick. Er hatte Angst! Eine Frau wie Lilith spürte das sofort. Sie strich ihm sanft über die Brust, ehe sie ihren Kopf darauf bettete. Daraks Herz schlug beruhigend, es machte fast schläfrig. "Ich weiß auch, dass Conny ... manchmal etwas bissig sein kann. Sie ist eben eine Kriegerin, aber ich mag sie sehr. Wir fühlen uns zueinander sehr verbunden. Daher werde ich sie bitten, etwas freundlicher zu dir zu sein." Lilith musste schmunzeln. "Immerhin bist du jetzt mein Besitz hier auf der Insel ... hm, das klingt irgendwie gemein. Als würde ich dich als Objekt ansehen!" Sie war definitiv keine richtige Amazone, denn wie Constanze und die anderen Frauen allein schon durch Blicke und Gesten deutlich gemacht hatten, sahen sie in Darak Luthrokar nichts Anderes - vielleicht höchstens noch einen extremen Störfaktor, der Zwietracht zwischen Liliths und Constanzes Verhältnis säen wollte. Sie hatten also eines, die Elfenamazone hatte es eben ausgedrückt. Ob das Darak sehr behagte? Vielleicht benahm sich die Hauptfrau aus der Burg deshalb zusätzlich unfreundlich ihm gegenüber. Sie könnte eifersüchtig sein - und das zu Recht. Schließlich wollte Lilith Xytras möglicherweise den Rücken kehren.
Keine guten Aussichten für einen gehörnten, abgenutzten Mann, ein Haus mit Constanze der Amazonenbestie zu teilen.

Und was sollte aus Carath Moslag, dem Nichtgenannten, werden? Diese Frage stellte nun auch Darak, woraufhin Lilith mit den Schultern zuckte. "Er ist als Gast hier", meinte sie. "Das bedeutet, es wird ihm nicht erlaubt sein, so lange hier zu Besuch zu sein wie du. Er wird entweder in die vulkanische Ebene gehen müssen, wenn er auf Ardéris bleiben will oder aber er nimmt bald das nächste Schiff zum Festland." Sie legte Beistand schenkend eine Hand auf Daraks Arm. "Es wird zu einer Trennung kommen, aber es heißt ja nicht zwangsläufig, dass es ein Abschied für immer ist. Wenn du mir helfen kannst und ich daraufhin ebenfalls wieder das Festland aufsuchen werde, so kannst du mitkommen und hingehen, wohin auch immer du gehen willst. Ich würde dich nicht festhalten. So kannst du dann auch Carath wieder aufsuchen, wenn ihr beide einen Treffpunkt vereinbart."
Die Worte klangen logisch, allesamt. Außerdem hatte der Nichtgenannte schon ein paar Mal geäußert, dass er zu seinem Orden zurückkgehen würde - selbst, wenn dies schon so lange zurück lag. Und Liliths Aussage, dass es kein Abschied für die Ewigkeit sein würde, bestärkte es, Carath ziehen zu lassen. Ein weiterer Mensch in Daraks Leben, der dann doch zurückbleiben würde. Es gab noch mehr solcher Individuen. Flüchtig kannte Darak Elwin Fock, als Freund hatte er inzwischen Hauptmann Zitter von Andunie und in Pelgar würde sich so mancher Stadtwächter mit Unlust an ihn erinnern - oder auch Torok. Ob er Alma vermisste?

Wenn man einmal die Tonne von Heilerin im Kopf hatte, bekam man sie sehr schlecht wieder heraus. Wer schaffte es schließlich auch schon, beispielsweise ein Walross aus einer Streichholzschachtel zu bekommen? Natürlich war es dabei gleich wie das Viech überhaupt dort hatte hineinkommen, geschweige denn hineinpassen können. Es war nun einmal drin und das konnte derartige Ausmaße im richtigen Leben nehmen, dass aus einem Gedanken Materie wurde.
Alma betrat das Tavernenzimmer, just in dem Moment, in dem Darak erklärt hatte, dass er lieber in Liliths Haus die Nacht verbringen würde. Die Elfe lächelte und beteuerte noch leise wispernd, dass ihr Haus nicht weit von hier sei. Dann zog sie sich sowohl aus Daraks Umarmung als auch aus dem Bett zurück.
Constanze erschien mit bissigem Gesichtsausdruck auf der Bildfläche. "Was machst du da, Schwester?", knurrte sie gereizt, warf Darak einen Du-trägst-die-Schuld-daran-Blick zu und musterte dann die Elfe. Lilith aber erwiderte kühl: "Er ist mein Hausmännchen, ich kann mit ihm tun und lassen, was ich will. Und wenn mir der Sinn nach etwas Nähe steht, so geht auch das. Daran wirst du dich gewöhnen müssen, Conny, denn es wird zukünftig sicherlich häufiger vorkommen."
Der Hauptfrau klappte die Kinnlade herunter. Darak sah sie erstmalig vollkommen überrumpelt dreinschauen. "A-aber ...", sie zeigte auf ihn, "d-das ist ein Männlein! Du kannst doch nicht...!"
"Ich kann und ich werde. Ach, noch etwas. Behandle du ihn doch auch ein wenig freundlicher. Eine so ruppige Art hat Darak nicht verdient, sondern vielmehr unseren Respekt."

Constanzes Augenlid zuckte bedrohlich. Sie starrte Lilith ungläubig an. Dann geschah etwas, das nicht einmal Alma erwartet hatte. Die Amazone riss ihr Schwert aus der Scheide. Sirrend schwang es durch die Luft und die Spitze traf auf den Kühlbeutel. Das dünne Leder platzte, so dass kaltes Wasser sich über Daraks Schritt ergoss. Es sah nun aus, als hätte er sich gehörig in die Hosen gemacht. Wenigstens kühlte es noch einmal gehörig sein Genital - jenes kostbare Organ, das ohne den Beutel als Schild nun wohl einen ganzen Zentimeter kürzer geworden wäre.

Sollte dies die erste von drei beziehungsweise vier Bestrafungen darstellen, die Constanze noch zu begleichen hatte? Nein, das war eine impulsive Reaktion, die nun sehr deutlich ihre Eifersucht klar machte. Alma stieß ein wütendes Schnauben aus. "SO behandelt man niemanden, der hier Gast ist!", brummte sie. Carath betrat nun auch das Zimmer. Er hielt sich allerdings zurück, beobachtete die Lage. Vermutlich war es klügste, was er als Männlein unter Kampfweibern tun konnte.
Lilith wollte Constanze beruhigen, hob beschwichtigend die Hände, aber die Furie erstickte die Geste im Keim, als sie Darak anbellte: "Du hast sie verhext! Welch Magie ist das? Welch Faldorswerk?!" Ihre Stimme wandelte sich in ein Zischen, als sie das Schwert zurückzog und wieder in den vorgesehenen Halfter steckte. "Wage es, sie von ihrer amazonischen Kultur abzulenken und ich schwöre dir, du wirst nie wieder zum Spenden in der Lage sein!" Was das nun genau hieß, ließ die Frau offen und förderte somit nur noch mehr aufgeschürte Angst.

"Ähm ... lasst uns jetzt gehen", meinte Lilith und versuchte noch einmal vorsichtig, die Sache zu beenden. "Die Reise hängt mir noch immer in den Knochen und ich möchte gern sehen, wie gut du dich während meiner Abwesenheit um mein Haus gekümmert hast, Conny."
Constanze lenkte das tatsächlich ab. Lilith zeigte Interesse an ihr und das dämpfte die weibische Wut. Die Amazone warf ihr goldblondes Haar zurück, hakte sich dann bei der Elfe ein und meinte: "Ich habe mehr als darauf aufgepasst. Du solltest dir deine Küche ansehen! Die Frauen und ich haben endlich den Kachelofen fertig gestellt. Jetzt hast du es in der Zeit des Übergangs schön warm, wenn du abends deinen Tee trinkst." Offenbar wieder besser gelaunt schlenderte Constanze aus dem Zimmer, zog Lilith mit sich und schnarrte nun auch Carath an, ihr ohne jegliches Murren zu folgen.

Alma trat an Daraks Bett, stemmte die wulstigen Hände in die Hüften. Sie verschwanden zwischen mehreren Laden Speck. "Hmpf, nicht mal eine neue Hose stellen die dir zur Verfügung. Komm, lass uns aufbrechen, sonst verlieren wir sie. Ich weiß nämlich nicht, wo Lilith wohnt." Mit einer einzigen Handbewegung half sie Darak aus dem Bett und ging mit ihm - noch immer etwas langsamer als sonst - den Korridor entlang und hinunter in den Schankraum.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 15. Oktober 2009, 19:14

"Ich weiß auch, dass Conny ... manchmal etwas bissig sein kann.“ Darak schnaubte. „Etwas bissig?! Lilith die würde mich rösten, kastrieren, häuten und töten wenn es nach ihr ginge!“ Nun klang er etwas überrissen obwohl er gar nicht so unrecht hatte.
“ Sie ist eben eine Kriegerin, aber ich mag sie sehr. Wir fühlen uns zueinander sehr verbunden.“ Der Gehörnte schwieg. Warum… musste sich Lilith ausgerechnet mit der Männerfeindlichsten Lesbe dieses Planeten so sehr verbunden fühlen?!
Das war nicht nur ärgerlich sondern für ihn auch hoch gefährlich!
„Daher werde ich sie bitten, etwas freundlicher zu dir zu sein." Er sah Lilith zweifelnd an. „Meinst du sie wird auf dich hören?“ Fragte er leise und wünschte sie würde es tun!

"Immerhin bist du jetzt mein Besitz hier auf der Insel ... hm, das klingt irgendwie gemein. Als würde ich dich als Objekt ansehen!" „Ja…“ Brummte Darak. „Ich bin sowas wie dein Haustier.“ Fügte er leise hinzu und strich sich über sein Halsband. Wie schlimme es doch war dass ausgerechnet Constanze über dieses Folterband verfügte! „Ich bin froh dass ich dich habe…“ Dabei überging Darak den Gedanken dass er ohne lIlith überhaupt nicht hier wäre und sich so nicht in dieser Gefahr befände. Doch er schüttelte für sich selbst den Kopf. Er hatte ihr seine Hilfe zugesprochen, erst durch List, danach jedoch durch Überzeugung und daran würde er sich halten! Er hatte schon schlimmere Plagen überlebt als eine Constanze. Schlussendlich war sie ja doch nichts anderes als ein giftiges Weib. Damit würde er ja wohl als richtiger Kerl noch fertig werden! Gedanken die er besser hier in der Stadt nicht äusserte…

„Er ist als Gast hier" Gast war dann doch eher eine zynische Bezeichnung für das was Carath hier in dieser Stadt war. Er war ein Männchen und somit galt er vermutlich höchstens als lästige Ware die man einfach eine Zeit lang zu dulden hatte. Mehr jedoch auch wieder nicht. So zumindest dachte Darak inzwischen vom Denken der Amazonen. Vielleicht waren nicht alle so drauf, aber wohl die meisten sonst wären solche Haltungen und Gesetze ja kaum möglich.

"Das bedeutet, es wird ihm nicht erlaubt sein, so lange hier zu Besuch zu sein wie du. Er wird entweder in die vulkanische Ebene gehen müssen, wenn er auf Ardéris bleiben will oder aber er nimmt bald das nächste Schiff zum Festland." „Was soll er denn allein in der vulkanischen Ebene? Würstchen braten? Nein… kein Mann sollte sich dieser Insel…“ Er hielt in seiner Aussage inne und sah Lilith an. „Entschuldige. Dass ich das sage aber kein Mann sollte sich dieser Insel aussetzen ohne wirklich WIRCKLICH triftigen Grund.
„Anderseits…“ Seufzte er und guckte zu Lilith auf. „Ist er wohl der einzige auf dieser Insel der mich wirklich versteht… wie ich mich hier teilweise fühle.“

"Es wird zu einer Trennung kommen, aber es heißt ja nicht zwangsläufig, dass es ein Abschied für immer ist.“ Der Gehörnte schaute einen Moment betrübt an die Wand, nickte dann schliesslich. Er wusste ja selbst dass es kein Zustand sein würde wenn Carath nur wegen ihm hier weiter verweilen musste. Zumal sie sich wohl ohnehin kaum alleine hätten unterhalten dürfen. “Wie meinst du das?“ Er hatte zu viele Abschiede auf immer Erlebt um an etwas anderes noch zu glauben. Bei ihm war es eher so dass sich die Plagen mit einer unheilsamen Regelmässigkeit immer wieder bei ihm auftauchen und das was ihm gut tut einfach aus seinem Leben gerissen wird. Wie Elena.

“Wenn du mir helfen kannst und ich daraufhin ebenfalls wieder das Festland aufsuchen werde, so kannst du mitkommen und hingehen, wohin auch immer du gehen willst. Ich würde dich nicht festhalten. So kannst du dann auch Carath wieder aufsuchen, wenn ihr beide einen Treffpunkt vereinbart." Er nickte nur. „Das ist ein Vorschlag ja… wenn die mich hier nicht vorher umnieten natürlich.“ Brummte e etwas muffig. Sie kamen von der nahen Zukunft aufs hier und jetzt zu sprechen und dies nicht zu spät denn just in jenem Moment stiess auch Alma – und was weniger erfreulich für Darak war auch Constanze zu ihnen.
"Was machst du da, Schwester?" Darak hockte Neben Lilith wollte sich eigentlich gerade beim Aufstehen helfen als Constanze sie unterbrach. Ihm entging ihren Blick keineswegs, wie auch er war so offensichtlich gegen ihn gerichtet. Er hätte nicht gedacht wie sehr sich „seine“ Amazone für ihn Positionierte. Lilith zeigte wahre Selbstsicherheit und Charakterstärke und trat für ihr Hausmännchen mit einer striktheit ein die überraschte. Dem Gehörnten blieb nichts anderes mehr übrig als seine „Besitzerin“ völlig verblüfft anzustarren. Sein Herz jedoch dankte dieser Frau. Erst zu spät bemerkte er Constanzes Reaktion, diese sprang gerade wie eine Furie vor, mit gezogenem Schwert und schlug auf ihn ein. Sie zerschlitzte den Kühlbeutel und das Kalte nass entleerte sich auf sein Genital. „ARHGHGHGHGHGH!!!“ Darak bäumte sich mehr erschrocken als schmerzerfüllt auf und starrte Constanze Keuchend entgegen. „DIE IST VERRÜCKT!“ Schrie er irritiert und für einen Moment auch etwas verstört wirkend.

"SO behandelt man niemanden, der hier Gast ist!" „Ich…bin…kein Gast.“ Hauchte Darak kleinlaut und starrte auf seine Hose. Er fasste nach, da sein Genital dermassen Taub war wusste er nicht mal ob noch alles dran und vorallem auch drin war. Deshalb machte er einen „sicherheitsgriff“. Beruhigt atmete er aus. Doch Constanze war noch längst nicht fertig mit ihm.
"Du hast sie verhext! Welch Magie ist das? Welch Faldorswerk?! Wage es, sie von ihrer amazonischen Kultur abzulenken und ich schwöre dir, du wirst nie wieder zum Spenden in der Lage sein!" Darak starrte die Amazonenhauptfrau an. Genau das vor dem sie ihn warnte war ja imgrunde sein Auftrag. Er starrte nur, wagte nicht auch nur eine Silbe zu sagen.

Zum Glück beruhigte sich die Situation endlich und es konnte endlich die Taverne verlassen werden. Natürlich erntete Darak einiges an Gelächter und Spott als er mit seiner nassen Hose durch die Menge humpeln musste, doch dies war dem Gehörnten inzwischen auch egal, sie hätten ihn so oder so ausgelacht und dies war wenigstens nichts all zu persönliches. So humpelte er mit Mühe und Almas Hilfe Lilith und Constanze hinterher.

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Re: Der Schankraum

Beitrag von Erzähler » Samstag 17. Oktober 2009, 02:38

weiter in Wohnviertel Xytras -> Liliths Haus

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